Skip to main content

Einfach da sein

Die Plauderei - das Café am Harrepark

Ansprechpartner
Martin Dammann
Funktion Pastor
Jeder ist willkommen - Jeder kann mitarbeiten - Jeder kann mitgestalten
Projektbeschreibung
Seit sich die letzte evangelische lutherische Kirchengemeinde am Erikaweg aufgelöst hat, gibt es in Bümmerstede kein evangelisch-spirituelles Angebot mehr. TreffpunktKirche will das ändern – und ein Ort der Begegnung für alle Menschen sein. Bümmerstede ist ein Stadtteil im Südwesten Oldenburgs – ein Ankunftsort für Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen und Lebenssituationen. Was der Stadtteil braucht, haben die Bewohner*innen selbst gesagt: Seit einem Jahr ist der TreffpunktKirche im Stadtteil aktiv – bei Stadtteilfesten, in Gremien, im Stadtteilteam. Mit Fragebögen und in persönlichen Gesprächen kam immer wieder der Wunsch nach einem Ort der Begegnung, vor allem einem Café auf. Dieser Ort wurde im Kreyencentrum, an der Schnittstelle zwischen den Stadtteilen Kreyenbrück und Bümmerstede, gefunden. Noch während der Renovierung klopften Nachbar*innen ans Fenster und fragten neugierig, was hier entsteht. Kinder stürmten in die großen Räume. Eine muslimische Nachbarin freute sich ausdrücklich – der Name Kirche war für sie kein Hindernis, sondern das Versprechen von Offenheit. Im TreffpunktKirche, im Kreyencentrum, entsteht mit „Die Plauderei – das Café am Harrepark“ ein ganzwöchiges Angebot. Die Räumlichkeiten sind vorhanden. Was fehlt, ist die Kraft, sie Tag für Tag für Menschen zu öffnen, die allein sind, Gemeinschaft haben möchten, ein offenes Ohr benötigen, eine angenehme Arbeitsatmosphäre für das Studium suchen oder nur mal in einer schönen, freundlichen Atmosphäre verweilen wollen oder einen Ort zur ehrenamtlichen Mitarbeit suchen. Unser Ziel: „Die Plauderei – das Café am Harrepark“ öffnet täglich von 11 bis 18 Uhr. Jeder ist willkommen. Es bietet einen Kinderspielraum, eine offene Atmosphäre, immer ein offenes Ohr und es gibt natürlich kostenlos einen Kaffee oder Tee. Akteur*innen im Stadtteil steht der Raum ebenfalls kostenlos für Aktionen und Veranstaltungen zur Verfügung. Im Sommer lädt der Atriumhof des Kreyencentrums zu Konzerten und Events ein. Der nahe gelegene Harrepark soll weiterhin ebenfalls genutzt werden. Von Anfang an werden Bewohner*innen aktiv eingebunden – unabhängig von Herkunft, Glaube oder Kirchenzugehörigkeit, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Behinderung oder ökonomischem Status. Wer mitmachen möchte, ist willkommen. Mit dem Ziel, dass das Café langfristig von Ehrenamtlichen aus dem Stadtteil selbst getragen wird. Von Bümmerstede. Für Bümmerstede.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Bümmerstede ist ein Stadtteil im Süden der Stadt Oldenburg, geprägt von einer vielfältigen Bewohnerschaft. Gleichzeitig fehlt ein nicht-kommerzieller Ort, an dem Menschen regelmäßig zusammenkommen können. Im nahegelegenen Harrepark zeigt sich ein lebendiges Bild des Stadtteils: Kinder spielen, Familien treffen sich, Menschen unterschiedlicher Herkunft sind gleichzeitig vor Ort. Diese Begegnungen verlaufen friedlich, bleiben jedoch nebeneinander bestehen. Es fehlt ein Ort, der diese Vielfalt in ein gemeinsames Miteinander überführt. Zudem sind diese Treffpunkte witterungsabhängig und zeitlich begrenzt. Gleichzeitig zeigen Veranstaltungen wie das Harreparkfest: Offene und niedrigschwellige Angebote werden im Stadtteil sehr gut angenommen. Der Bedarf nach solchen „Orten für alle“ – konsumfrei, konfessionsungebunden und parteipolitisch neutral – ist im Stadtteil hoch und auch kommunalpolitisch verankert. Das Angebot richtet sich ausdrücklich an alle Menschen im Stadtteil – unabhängig von Herkunft, Glaube, Kirchenzugehörigkeit, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Behinderung oder ökonomischem Status. Der Raum steht dabei Initiativen, Gruppen und engagierten Einzelpersonen kostenfrei zur Verfügung und verbindet Begegnung, Eigeninitiative und kulturelle Nutzung an einem Ort – etwa für eigene Projekte ebenso wie für kleinere Veranstaltungen, Lesungen oder Konzerte. Hier setzt das Projekt „Die Plauderei – das Café am Harrepark“ an. Es schafft einen Raum, der Begegnung ermöglicht und Austausch fördert. Ziel ist es, dass dieser Raum von den Menschen im Stadtteil als ihr eigener angenommen, mitgestaltet und langfristig getragen wird – von Bümmerstede für Bümmerstede.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Bümmerstede und Kreyenbrück
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst das Umfeld des Kreyencent­rums in Bümmerstede sowie angrenzende Bereiche von Kreyenbrück. Es wird räumlich durch markante Verkehrsachsen begrenzt: Im Osten durch die Bahnhofsallee, im Westen durch die Sandkruger Straße, im Norden durch den Meerweg und im Süden durch die Bümmersteder Tredde. Innerhalb dieses Bereichs prägen überwiegend aufgelockerte Wohnbebauung mit Einfamilienhäusern, einzelne größere Wohnanlagen sowie Freiflächen und der Harrepark das Gebiet. In unmittelbarer Nähe, insbesondere im Bereich der Hans-Fleischer-Straße, finden sich zudem mehrgeschossige Wohnstrukturen, in denen sich besondere soziale Herausforderungen zeigen. Die genannten Grenzen sind jedoch nicht starr. Aufgrund der guten Erreichbarkeit und der Nutzung von Fahrrädern in Oldenburg nehmen Bewohnerinnen und Bewohner auch Angebote über diese Grenzen hinaus wahr. Diese unterschiedlichen Strukturen und Bewegungsmuster beeinflussen die Alltagswege und den tatsächlichen Einzugsbereich des Projekts.
Einwohnerzahl
23500
Quelle / Anmerkungen
(Stand: 2025, Quelle: Statistische Daten zum PLZ-Gebiet 26133). Ca. 2500 Unter Berücksichtigung von natürlichen Grenzen, Parkflächen sowie der aufgelockerten Wohnbebauung.
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf Daten der Sozialberichterstattung der Stadt Oldenburg (2022) für die statistischen Gebiete 9a und 9b. Diese weisen einen überdurchschnittlichen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund auf und entsprechen weitgehend dem Projektgebiet.
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf der Altersstruktur der Gesamtstadt Oldenburg (Sozialbericht 2022) sowie auf der sozialräumlichen Einordnung der Gebiete 9a und 9b. Es handelt sich um eine plausible, begründete Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf der Altersstruktur der Gesamtstadt Oldenburg (Sozialbericht 2022) sowie auf der Wohnstruktur im Projektgebiet. Aufgrund der Einfamilienhausbebauung ist von einem leicht erhöhten Anteil älterer Bewohnerinnen und Bewohner auszugehen.
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf der Sozialberichterstattung der Stadt Oldenburg (2022), insbesondere den Daten zum SGB-II-Bezug im statistischen Bezirk 9 sowie den gesamtstädtischen Entwicklungen sozialer Mindestsicherungsleistungen. Daraus ergibt sich für das Projektgebiet eine leicht überdurchschnittliche soziale Belastung. Es handelt sich um eine daraus abgeleitete, plausible Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf der Sozialberichterstattung der Stadt Oldenburg (2022) sowie der erhöhten SGB-II-Quote im statistischen Bezirk 9. Daraus lässt sich für junge Menschen eine leicht überdurchschnittliche Betroffenheit ableiten. Es handelt sich um eine plausible Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf der Anzahlder AuslänerInnen der Gesamtstadt Oldenburg (Sozialbericht 2022) sowie auf der sozialräumlichen Einordnung der Gebiete 9a und 9b. Es handelt sich um eine plausible, begründete Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Stadt Oldenburg beträgt der Anteil alleinerziehender Haushalte rund 7 %. Für das Projektgebiet wird unter Berücksichtigung der Sozialstruktur ein vergleichbarer Anteil angenommen. Unterschiedliche Haushaltsformen, darunter größere Familien sowie alleinlebende ältere Menschen, führen zu einer ausgeglichenen Verteilung.
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund liegt in der Stadt Oldenburg bei rund 26–28 % (Stand: 2021/2022). Für das Projektgebiet ist auf Grundlage der Sozialberichterstattung (Gebiete 9A und 9B) sowie der Beobachtungen im Sozialraum von einem erhöhten Anteil auszugehen. Die kulturelle Vielfalt im Gebiet stellt eine wichtige Ressource dar und begründet zugleich einen Bedarf an niedrigschwelligen, integrativen Angeboten.
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung basiert auf dem Armutsbericht der Stadt Oldenburg (2021), wonach rund 11,3 % der Bevölkerung Transferleistungen beziehen. Für das Projektgebiet ist unter Berücksichtigung der Sozialstruktur sowie der kleinräumigen Unterschiede (Gebiete 9A und 9B) von einem erhöhten Anteil auszugehen.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Einschätzung geht aus dem Sozialmonitoring der Stadt Oldenburg (2023), wonach rund 16 bis 19 % der Kinder in Haushalten lebt, die Transferleistungen beziehen. Für das Projektgebiet ist unter Berücksichtigung der Sozialstruktur sowie der kleinräumigen Unterschiede (Gebiete 9A und 9B) von einem erhöhten Anteil auszugehen.
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt „Die Plauderei – das Café am Harrepark“ orientiert sich am Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Ausgangspunkt ist der Sozialraum Bümmerstede an der Grenze zum Stadtteil Kreyenbrück. Das Projekt richtet sich bewusst an beide Stadtteile und knüpft an vorhandene Strukturen, Bedarfe und Potenziale im direkten Umfeld an. Der Raum am TreffpunktKirche existiert bereits und wird angenommen: Bei Stadtteilfesten, durch Fragebögen und persönliche Gespräche wurde der Bedarf ermittelt. Der Wunsch nach einem offenen Café wird aktiv geäußert, erste Menschen möchten sich einbringen – ganz ohne gezielte Öffentlichkeitsarbeit. Was fehlt, ist die strukturelle Kraft, ein tägliches Angebot zu tragen. „Die Plauderei“ ist die Antwort darauf: Sie überführt dieses organisch gewachsene Interesse in eine eigenständige, am Gemeinwesen orientierte Arbeit im Stadtteil. Die vorhandene Vernetzung – unter anderem durch die Rolle des Pastors der FeG Oldenburg als Sprecher des Stadtteilteams „Bümmerbrück“ – bildet dafür eine tragfähige Grundlage. Ein zentrales Element ist die aktive Beteiligung der Bewohner*innen. Initiativen und Einrichtungen aus beiden Stadtteilen können den Raum kostenlos nutzen und eigene Angebote einbringen. Die hauptamtliche Koordination übernimmt eine aktivierende und moderierende Rolle – mit dem Ziel, tragfähige Strukturen aufzubauen, die von den Menschen im Stadtteil selbst getragen werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohnerinnen und Bewohner nutzen den Raum nicht nur, sondern bringen sich aktiv ein, entwickeln eigene Angebote, übernehmen Verantwortung und gestalten das Café mit. Es entsteht ein Team von Ehrenamtlichen.
Beschreibung
Der Raum wird von Initiativen, Gruppen und Einrichtungen aus dem Stadtteil genutzt. Es entstehen Kooperationen und neue Kontakte zwischen unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren.
Beschreibung
Der Raum wird von Initiativen, Gruppen und Einrichtungen aus dem Stadtteil genutzt. Es entstehen Kooperationen und neue Kontakte zwischen unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren.
Beschreibung
Der Raum wird als Treffpunkt im Stadtteil angenommen. Menschen kommen zusammen, begegnen sich und nutzen das Café als Ort für gemeinsames nachbarschaftliches Leben.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Christian Fritsch Fachdienst Jugend und Gemeinwesenarbeit Fachdienstleitung, Stadt Oldenburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt Oldenburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft „Die Kreyenbrücker e.V., Willi Kolodziej
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinwesenarbeit Stadteiltreff Kreyenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lokalradio O1
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
NWZ
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtrat Jan Bembennek, Dezernent für Soziales, Jugend und Gesundheit
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die langfristige Sicherung erfolgt über mehrere Bausteine. Der Träger, die FeG Oldenburg, übernimmt weiterhin Verantwortung und strebt eine Fortführung über 2029 hinaus an. Parallel werden Fundraising-Strukturen aufgebaut. Ziel ist, dass das Café schrittweise von Ehrenamtlichen getragen wird und perspektivisch ohne hauptamtliche Stelle auskommt. Die fachliche Begleitung und Einbindung in den Stadtteil wird dabei weiterhin durch die Gemeinde sichergestellt.
Zustimmung Veröffentlichung
On

StadtGemeinschaftsHaus Nord

Ansprechpartner
Tom Becker
Funktion Direktor der Stadtbibliothek Hannover
StadtGemeinschaftsHaus Nord | Transfer der Nordstadtbibliothek
Projektbeschreibung
Mit dem „StadtGemeinschaftsHaus Nord“ (SGH) entsteht zur Zeit im Stadtteil Nordstadt der Landeshauptstadt Hannover ein neuartiges Modellprojekt der sozialraumorientierten Gemeinwesenarbeit. Die Nordstadtbibliothek wird gemeinsam mit dem Fachbereich Senioren, der Arbeiterwohlfahrt Hannover e.V. (AWO) und zivilgesellschaftlichen Partner*innen zu einem offenen, kooperativen Ort weiterentwickelt, einem Ort für Begegnung, Bildung und Teilhabe. Das Konzept wurde im Verlauf eines einjährigen partizipativen Entwicklungsprozesses unter aktiver Mitwirkung der Bürger*inneninitiative „Bücher für alle“ (BI) erarbeitet und ist von der Stadtbibliothek und vom Rat der Landeshauptstadt politisch gewollt. Im künftigen StadtGemeinschaftsHaus Nord entsteht zusätzlich zu der Bibliothek ein Treffpunkt für Senior*innen, interkulturelle Gruppen, Familien und Nachbarschaft. Das Haus bietet die Möglichkeit, Synergien durch Kooperation zu schaffen und in einem offenen Konzept diverse Teilnahmemöglichkeiten für alle Menschen im Stadtteil anzubieten. So bildet sich ein generationsübergreifender Lern- und Begegnungsort, der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Altersgruppen zusammenbringt. Während das künftige Bibliotheksangebot einen Schwerpunkt auf den Kinder- und Familienbereich legt, möchte der Fachbereich Senioren ein niedrigschwelliges Angebot für Senior*innen anbieten, wie bspw. offene Sprechstunden für Digitales und so das Miteinander von Jung und Alt im Stadtteil fördern. Interkulturelle Angebote der AWO wie etwa muttersprachliche Gruppen und Erählcafés sollen den sozialen Zusammenhalt im Quartier fördern. Das StadtGemeinschaftsHaus besitzt dazu BibliothekPlus-Zeiten, in denen das Haus automatisiert zugänglich ist und von Partner*innenorganisationen und Ehrenamtlichen kuratiert wird. In diesem neu entstandenen Haus wollen wir neue Wege der Projektentwicklung gehen und dezidiert auf den Stadtbezirk Nord als lebendigen, aber herausfordernden Stadtteil mit hoher sozialer und kultureller Diversität eingehen. Das StadtGemeinschaftsHaus reagiert damit auf zentrale Probleme des Quartiers wie Armut, Migration, Einsamkeit und Bildungsbenachteiligung. Es soll ein Ort sozialer Integration entstehen, der niederschwellige Angebote für verschiedene (interkulturelle) Gruppen, generationsübergreifende Gesprächsrunden und partizipative Formate anbietet.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Nordstadtbibliothek ist seit Jahrzehnten zentraler Bildungs- und Begegnungsort im Stadtteil. Durch Sparvorgaben (HSK XI) stand sie jedoch zur Disposition. In einem einjährigen partizipativen Prozess, angestoßen durch die Bürger*inneninitiative „Bücher für alle“, wurde gemeinsam mit AWO, Fachbereich Senioren und Stadtbibliothek ein zukunftsfähiges Alternativkonzept entwickelt: das StadtGemeinschaftsHaus Nord. Es entsteht ein zukunftsweisendes Nutzungskonzept mit Vorbildcharakter, das Einsparung mit sozialem Mehrwehrt verbindet. Die Nordstadt ist ein lebendiger, aber herausgeforderter Stadtteil mit hoher sozialer und kultureller Diversität. Themen wie Altersarmut, Migration, Einsamkeit, Bildungsbenachteiligung und strukturelle Unterversorgung treffen hier auf ein starkes bürgerschaftliches Engagement. Genau hier setzt das Projekt an. Statt einer Schließung entsteht ein gemeinschaftlich getragener Ort, der nicht nur Bildung bietet, sondern auch Teilhabe und Begegnung ermöglicht. Durch Kooperation und Beteiligung wird ein Raum geschaffen, der auf die Bedarfe des Quartiers zugeschnitten ist: Generationenübergreifend, interkulturell, offen. Die Umwandlung markiert einen Paradigmenwechsel: von der klassischen Bibliothek hin zu einem sozialraumorientierten Gemeinschaftshaus. Ende Mai beginnt die finale Umbauphase, nach der das Haus offiziell geöffnet und das Konzept umgesetzt werden kann.
GWA/QM-Ansatz
Das StadtGemeinschaftsHaus Nord ist in seinem Kern ein Projekt des kooperativen Quartiersmanagements. Es bündelt Ressourcen aus Verwaltung, freien Trägern und Zivilgesellschaft, um einen integrativen Ort für das Quartier zu schaffen. Der sozialräumliche Fokus zeigt sich in der konsequenten Ausrichtung auf Bedarfe und Potenziale des Stadtteils, welche im engen Austausch mit Bewohner*innen und Akteur*innen vor Ort entwickelt werden. Im Mittelpunkt steht nicht die Dienstleistung einzelner Einrichtungen, sondern ein gemeinsames Verständnis von Verantwortung für das Quartier, das aber noch entwickelt und ausgebaut werden muss. Durch abzustimmende Angebote, einer gemeinsamen Nutzung von Räumen (Räume mit festem Programm und Räumen, die sich inhaltlich-gestalterisch anpassen können und müssen) und partizipative Formate, die wir noch nicht beschreiben können, entsteht ein solidarischer Ort mit Modellcharakter. Das Projekt stärkt bestehende Netzwerke, baut neue Kooperationen auf und entwickelt verlässliche Strukturen der Zusammenarbeit – etwa über runde Tische, Beteiligungsformate und die kuratierte Gestaltung der nicht-personalbesetzten Öffnungszeiten. Eine fest installierte Hausleitung trägt die Verantwortung für die Koordination und Weiterentwicklung. Der Ansatz des Quartiersmanagements wird hier nicht additiv gedacht, sondern als verbindende Strategie: Das Haus wird Teil einer sozialräumlichen Infrastruktur, die Nachbarschaft stärkt, Engagement aktiviert und Teilhabe ermöglicht.
Nachhaltigkeit
Es wird ein Konzept zur Verstetigung durch Projektmittel (z. B. Quartiersfonds, Stiftungsgelder) entwickelt. Die strukturelle Anbindung an Stadtbibliothek, AWO und FB Senioren sichert organisatorische Nachhaltigkeit und langfristige Verankerung im Gemeinwesen.

ZusammenWachsen im Wolfsburger Süden

Ansprechpartner
André Meiners
Funktion Hauptamtlicher
Vom Treffpunkt zum Netzwerk: Begegnung sichern, Bedarfe umsetzen und den Wolfsburger Süden gemeinsam gestalten.
Projektbeschreibung
Seit 2013 engagiert sich der ehrenamtliche Verein Raum zum Wachsen e.V. im Wolfsburger Süden für ein lebendiges Miteinander. Mit der seit 2023 fokussierten GWA wird daran gearbeitet, soziale Infrastruktur zu stärken und Begegnung zu fördern. Ausgangspunkt sind geringe Vernetzung, parallele Strukturen, ungenutzte Ressourcen sowie soziale Isolation. Wirtschaftliche Unsicherheiten bei VW verstärken dies: Frühverrentung, Jobverlust und Zukunftsängste führen zu fehlendem sozialen Netz, Rückzug, fehlender Struktur und wachsender psychischer Belastung. Durch gezielte Ansprache und aufsuchende Kontakte werden lokale Akteur:innen (Ortsräte, Vereine und Institutionen) gewonnen und in Austausch gebracht. In ersten Treffen werden Themen, Herausforderungen und Ressourcen der Ortschaften sichtbar gemacht. Aufbauend darauf werden Bewohner:innen durch aktivierende Befragungen einbezogen, sodass ihre Perspektiven handlungsleitend werden. Ehrenamtliche aus den Vereinen unterstützen diesen Prozess. Die Menschen knüpfen an ihre Interessen an, bringen Themen ein und übernehmen Verantwortung für deren Weiterentwicklung. Darauf aufbauend finden in jeder Ortschaft eigene Mitmach-Aktionstage statt. Hier bearbeiten Bewohner:innen ihre jeweiligen Themen vor Ort, entwickeln Ideen und stoßen Initiativen an. Im nächsten Schritt werden die Ergebnisse zusammengeführt, sodass übergreifende Bedarfe und gemeinsame Entwicklungsziele für den Wolfsburger Süden sichtbar werden und dorfübergreifend bearbeitet werden können. Bereits aufgebaute Netzwerke werden weiter gestärkt und neue Ortschaften erschlossen, um gemeinsames Handeln im gesamten Sozialraum zu ermöglichen. Der „Runde Tisch Wolfsburger Süden“ dient dabei als dauerhafte Plattform für Austausch, Kooperation und Interessenvertretung und bringt Themen gebündelt in kommunale Prozesse ein. GWA schafft so die notwendige Struktur, um lokale Anliegen wirksam zu vertreten. Gleichzeitig profitiert die Kommune durch eine koordinierte und legitimierte Stimme aus dem Sozialraum. In den letzten 3 Jahren wuchs die Mitgliederzahl von 550 auf 810, die Spenden und Mitgliedsbeiträge stiegen im Jahr 2025 jeweils um ca.10.000€. Damit erhöht sich der Eigenanteil des Vereins kontinuierlich, sodass bereits heute Teile der Finanzierung eigenständig getragen werden können, mit weiterem Potenzial. Daraus ergibt sich eine nachhaltige Finanzierungsstruktur, in der kommunale Förderung und wachsender Eigenanteil des Vereins gemeinsam die GWA absichern.
Laufzeit
2026-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Auf den ersten Blick erscheint der Wolfsburger Süden als ruhige und stabile Region mit hoher Lebensqualität. Gepflegte Wohngebiete, Einfamilienhäuser und gewachsene Dorfgemeinschaften vermitteln Sicherheit und Beständigkeit, verdecken jedoch bestehende Herausforderungen. Hinter der Fassade zeigen sich soziale und strukturelle Problemlagen. Wirtschaftliche Unsicherheiten belasten viele Haushalte, insbesondere im Zusammenhang mit möglichen Veränderungen bei VW. Gleichzeitig nehmen Einsamkeit und soziale Isolation zu, während Gelegenheiten für Begegnung und Austausch fehlen. Zudem sind bestehende Angebote und Akteure oft unzureichend vernetzt. Für neu Zugezogene und weniger eingebundene Gruppen ist der Zugang zu Gemeinschaften erschwert. Gewachsene Strukturen bieten Orientierung, können aber auch abschottend wirken. Es entstehen parallele Gruppen, was gemeinsames Handeln erschwert. Gleichzeitig bestehen wichtige Ressourcen: Mit unserem Bewegungs- und Begegnungszentrum „Plantage“ gibt es einen zentralen Ort mit hoher Reichweite. Täglich nutzen rund 50 Menschen die Angebote, zusätzlich engagieren sich über 50 Ehrenamtliche. Diese Potenziale werden bereits im Rahmen der GWA genutzt, bieten aber noch weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Insgesamt zeigt sich eine Ausgangslage, die von ungenutzten Potenzialen, fehlender Vernetzung und wachsendem Bedarf an niedrigschwelligen Beteiligungs- und Begegnungsmöglichkeiten geprägt ist. Gleichzeitig besteht eine große Bereitschaft zum Engagement sowie vielfältiges lokales Wissen, das bislang nicht ausreichend zusammengeführt wird. Diese Voraussetzungen bilden den Ansatzpunkt für eine nachhaltige Stärkung des sozialen Zusammenhalts.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfsburg Hattorf, Heiligendorf, Neindorf, Almke, Mörse, Ehmen
Beschreibung
Der Wolfsburger Süden ist durch folgende Ortschaften eingegrenzt: Ehmen, Mörse, Hattorf, Heiligendorf, Neindorf und Almke.
Einwohnerzahl
15776
Quelle / Anmerkungen
https://statistik.stadt.wolfsburg.de/Informationsportal_15/Upload/Veroeffentlichungen/HTML/Stadtteilreports/stadt-wolfsburg.html
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://statistik.stadt.wolfsburg.de/Informationsportal_15/Upload/Veroeffentlichungen/HTML/Stadtteilreports/stadt-wolfsburg.html // Hier sind die Alterskohorten bei 18 getrennt.
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://statistik.stadt.wolfsburg.de/Informationsportal_15/Upload/Veroeffentlichungen/HTML/Stadtteilreports/stadt-wolfsburg.html // Hier sind die Alterskohorten bei 67 getrennt.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt konsequent den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Grundlage unserer Arbeit sind unsere langjährigen Erfahrungen sowie der kontinuierliche Austausch mit Menschen aus unterschiedlichen Orten in den vergangenen drei Jahren. Dabei hat sich gezeigt, dass es ortsübergreifend ähnliche Themen, Bedarfe und Herausforderungen gibt. Im Mittelpunkt steht für uns die gemeinsame Frage: Wie wollen und können wir diese Themen zusammen angehen, um positive Veränderungen zu bewirken? Unser Ansatz bedeutet daher, dass wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort arbeiten. Wir greifen ihre Themen auf, schaffen offene Räume für Begegnung und Beteiligung und agieren unterstützend sowie ressourcenorientiert. Dabei setzen wir bewusst verschiedene Methoden der Gemeinwesenarbeit ein. Zentral ist für uns die Überzeugung, dass nachhaltige Entwicklungen nur dort entstehen können, wo sie von den Menschen selbst mitgetragen werden und ein echtes Bedürfnis nach Veränderung vorhanden ist. Unser Projekt versteht sich daher als begleitende, aktivierende und stärkende Struktur im Quartier.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht, wenn die Bedürfnisse, Ideen und Interessen der Menschen im Quartier wahrgenommen werden und aus diesen Themen ein gemeinschaftlicher Entwicklungsprozess entsteht.
Beschreibung
Erreicht, wenn Menschen eigene Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und Aktivitäten oder Angebote im Quartier eigenständig mitgestalten und organisieren.
Beschreibung
Erreicht, wenn vorhandene Ehrenamtsstrukturen aktiv vernetzt wurden, gemeinsame Projekte entstehen und Synergien im Quartier genutzt werden.
Beschreibung
Erreicht, wenn sich die Vielfalt der Bewohner:innen in Nutzung und Mitgestaltung der Angebote widerspiegelt, Begegnungen zwischen unterschiedlichen Gruppen entstehen und kontinuierlich reflektiert wird, welche Menschen bislang noch nicht erreicht werden.
Beschreibung
Erreicht, wenn stabile Kooperationen mit lokalen Akteur:innen bestehen und Kontakte in den Ortsteilen das Netzwerk stärken sowie die Reichweite der Angebote im Wolfsburger Süden erweitern.
Beschreibung
Erreicht, wenn Begegnung und Austausch im Quartier zunehmen, Menschen sich gegenseitig unterstützen und durch gemeinsame Aktivitäten neue Verbindungen zwischen Nachbarschaften und Ortsteilen entstehen.
Beschreibung
Erreicht, wenn ortsübergreifende Zusammenarbeit im Wolfsburger Süden unterstützt wird, Netzwerke wachsen und Gemeinwesenarbeit von Politik und Verwaltung als notwendiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur anerkannt und langfristig mitgetragen wird.
Vorhandene Strukturen
Der Verein Raum zum Wachsen e. V. engagiert sich seit 2013 in der generationenübergreifenden Quartiersarbeit im Wolfsburger Süden. Ziel ist es, Begegnung zu ermöglichen, Teilhabe zu stärken und nachbarschaftliche Unterstützung im Quartier zu fördern. Die Arbeit wird überwiegend von einem gewachsenen Netzwerk ehrenamtlich Engagierter getragen, die Angebote aus den Bedarfen der Menschen im Sozialraum heraus entwickeln und umsetzen. Im Rahmen des Projekts „Gute Nachbarschaft“ konnten diese Strukturen in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut werden. Neben der Gewinnung zahlreicher neuer Ehrenamtlicher wurden vielfältige Begegnungs-, Unterstützungs- und Beratungsangebote etabliert, die niedrigschwellig zugänglich sind und sich an den Bedürfnissen der Bewohner:innen orientieren. Zudem konnten im Projekt zwei hauptamtliche Mitarbeitende zu Gemeinwesenarbeiter:innen qualifiziert werden. Sie übernehmen Aufgaben der sozialräumlichen Vernetzung, Bedarfsanalyse und Koordination von Engagement im Quartier. Dadurch wurden bestehende ehrenamtliche Strukturen gestärkt, neue Initiativen angestoßen und Kooperationen mit lokalen Akteur:innen aufgebaut. Durch diese Kombination aus qualifizierter Gemeinwesenarbeit, ehrenamtlichem Engagement und kontinuierlicher Netzwerkarbeit bestehen im Wolfsburger Süden tragfähige Strukturen des Quartiersmanagements, die eine nachhaltige Entwicklung der Nachbarschaft und die Umsetzung weiterer sozialräumlicher Projekte ermöglichen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Soziales Stadt Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Wolfsburg gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingshilfe Wolfsburg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Foodsharing Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Herzfüralles e.V. Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Schunterwiesen Hattorf/Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hauptschule Fallersleben
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GS Regenbogenschule - Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK KITA Hattorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK KITA Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wolfsburger Nachrichten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wolfsburger Allgemeine Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wolfsburger Lupe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Senioren Stützpunkt Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesundheitsamt Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bauamt Stadt Wolfsburg - Zukunftsentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturverein Hattorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturverein Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr Hattorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Siedlergemeinschaft Hattorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Hattorf/Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenheim - Haus Wartburg Lehre
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Magic Flames - Spielmannzug Hattorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Städtische KITA Hattorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirchengemeinde St. Adrian Heiligendorf & St. Nicolai Hattorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schützenverein Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ADFC Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hospizverein Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Hasenwinkel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Therapiehunde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rikscha-Verein "Mit Rückenwind" - SVG Barnstorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Imacolata Glosemeyer - Landtagsabgeordnete Niedersachsen (SPD)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
NTB - Niedersächsischer Turnerbund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialkoordination - Fachbereich Soziales - Gemeinde Lehre
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Dauerhafte Verankerung der GWA als soziale Infrastruktur im Wolfsburger Süden, die Anliegen bündelt und sie als legitimierte Stimme in kommunale Prozesse einbringt. Starke Vernetzung, steigende Reichweite (Mitglieder 550→810 in 3 Jahren). 3-Säulen-Finanzierung: Steigender Eigenanteil (Spenden + Beiträge, +10.000€ im Jahr 2025 nach 3 Jahren/ siehe Anhang), Förderung Seniorenarbeit (Stadt Wolfsburg), zukünftig: kommunale Förderung der GWA. Modellhaft: Übertragbarer Ansatz für ähnliche Sozialräume.
Galerie
plantage   luft
whatsapp image 2026 03 09 at 11.29.00 2
whatsapp image 2026 03 09 at 11.29.01
whatsapp image 2026 03 09 at 11.29.00
whatsapp image 2026 03 09 at 11.29.01 1
whatsapp image 2026 03 09 at 11.29.02
lebenshilfe
offenes wohnzimmer
sprachcafe1
ferienfreizeit sommer2026
mittagstisch aktiver freitag
whatsapp image 2025 09 10 at 05.57.58 1
whatsapp image 2025 09 10 at 05.57.57
whatsapp image 2025 09 11 at 05.57.47 2
whatsapp image 2025 09 10 at 05.57.56 2
whatsapp image 2026 03 09 at 11.28.59
Zustimmung Veröffentlichung
On

Das Miteinander in einem Dorfzentrum in Neuenkirchen-Vörden neu gestalten

Ansprechpartner
Maike Hanusch
Funktion Leiterin des Amtes für Familie, Soziales, Integration und Teilhabe
Mitmachen & Zuhause sein - Miteinander Neuenkirchen-Vörden neu gestalten
Projektbeschreibung
In der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden (NK-V) werden gesellschaftliche Herausforderungen sichtbar, die eine gezielte Gemeinwesenarbeit erforderlich machen, da hier unterschiedliche Lebenslagen aufeinandertreffen - Einheimische und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus 53 verschiedenen Nationen und Kulturen, junge Familien und Kinder ebenso wie viele Senior*innen. Gleichzeitig ist NK-V eine weitläufige Flächengemeinde mit zwei zentralen Ortsteilen (Neuenkirchen und Vörden), was Begegnung und Vernetzung zusätzlich erschwert. Obwohl es ein hohes ehrenamtliches Engagement und rege Vereinsaktivitäten gibt, zeigen sich Brüche im Miteinander und in der Vernetzung untereinander. Das sehr gut angenommene „Fest der Kulturen" im Rahmen der Interkulturellen Woche 2025 machte einerseits die Offenheit für Vielfalt deutlich, andererseits wurden im Nachgang kritische Stimmen laut: Die deutsche bzw. regionale Kultur sei zu wenig sichtbar gewesen, Angebote richteten sich bisher immer „nur" an ausländische Mitbürger*innen. Parallel berichten Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, dass sie sich trotz Integrationsangeboten noch nicht richtig zugehörig fühlen. Solche Rückmeldungen verweisen darauf, dass sich Teile der einheimischen Bevölkerung nicht ausreichend gesehen fühlen und zugleich ausgrenzende, teilweise rassistische Denkmuster vorhanden sind. Hinzu kommen Einsamkeitserfahrungen - insbesondere im Alter, aber auch bei Familien und Neubürger*innen - sowie ein Mangel an niedrigschwelligen, kostengünstigen Treffpunkten, an denen sich Menschen einfach begegnen können. Das bestehende Integrationszentrum „Haus der Begegnung" arbeitet seit vielen Jahren rein integrationsorientiert und stagniert seit einiger Zeit mit immer nur den gleichen Angeboten, die immer weniger angenommen werden. Unser Projekt setzt genau hier an: Die Gemeinwesenarbeit in NK-V soll gezielt durch die aktive Beteiligung der Bürger*innen, der Vereine und Einrichtungen neu aufgebaut werden. Jede*r soll sich einbringen können und einen ganz neuen Treffpunkt mitgestalten. Dies soll Einsamkeit verringern, Vorurteile und Diskriminierung abbauen und Einheimische wie Zugewanderte über gemeinsame Aktivitäten stärker zusammenzuführen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
Ausgangslage
In Nk-V treffen unterschiedliche Personengruppen aufeinander: Einheimische und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus 53 verschiedenen Nationen, junge Familien und Kinder ebenso wie viele Seniorinnen (rund 25 % sind 60 Jahre und älter). Zugleich ist NK-V eine 90 km² große Flächengemeinde mit zwei Hauptorten (Neuenk. und Vörden), in der Begegnung, Vernetzung und Teilhabe aufgrund der Entfernungen zusätzlich erschwert sind. Einsamkeitserfahrungen - insbesondere im Alter, aber auch bei Familien und Neubürgerinnen - sowie das Fehlen niedrigschwelliger, kostengünstiger Treffpunkte verstärken diese Lage. Trotz starkem Vereinswesen und viel Ehrenamt zeigen sich Brüche: Begegnungen der verschieden Gruppen finden oft nicht statt. Das sehr gut besuchte „Fest der Kulturen" machte diese Spannung sichtbar: Einerseits große Interesse an der Veranstaltung und den Angeboten dort, also die Offenheit für Vielfalt, andererseits Kritik, die regionale Kultur sei zu wenig präsent gewesen und Angebote richteten sich „immer nur" an ausländische Mitbürger*innen. Zugleich fühlen sich Menschen mit Migrationshintergrund trotz bestehender Integrationsangebote noch nicht vollständig zugehörig. Dies verweist auf gegenseitige Nicht-Wahrnehmung sowie ausgrenzende, teils rassistische Denkmuster. Das Integrationszentrum „Haus der Begegnung" war lange eine wichtige Anlaufstelle, arbeitet aber ausschl. integrationsorientiert und stagniert seit Jahren konzeptionell. Daher schaffen wir einen Neuanfang in ganz neuen Räumen zunächst in Neuenk., der von allen Bürger*innen mit gestaltet und geschaffen werden kann. Mit Projekten die den Bürger*innen fehlen, sodass sich jede*r willkommen und eingeladen fühlt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Neuenkirchen-Vörden
Beschreibung
Neuenkirchen-Vörden ist eine 90 km² große Flächengemeinde mit insgesamt 9.296 Einwohnern. Die Bevölkerung konzentriert sich hauptsächlich auf die beiden größten Ortsteile: Neuenkirchen mit 3.422 Einwohnern und Vörden mit 3.279 Einwohnern. Die übrigen 2.595 Einwohner verteilen sich auf die umliegenden Ortsteile und Bauerschaften. Diese Struktur prägt den Charakter der Gemeinde, die das Leben in den beiden Hauptorten mit dem der zahlreichen ländlichen Ortsteile verbindet und zugleich vor die Aufgabe stellt, Angebote so zu gestalten, dass sie möglichst alle Bevölkerungsgruppen erreichen. Hinzu kommt eine große kulturelle Vielfalt: In NK-V leben Menschen aus rund 53 verschiedenen Nationen. Diese Heterogenität ist eine besondere Chance, stellt die Gemeinwesenarbeit jedoch auch vor erhöhte Anforderungen an Kommunikation, Teilhabemöglichkeiten und Begegnungsformate. Gleichzeitig ist die Gemeinde durch einen hohen Anteil älterer Menschen geprägt: Rund 25 % der Bevölkerung sind 60 Jahre oder älter, sodass der Bedarf an seniorengerechten und barrierearmen Angeboten deutlich wächst. Zudem gilt es, die beiden Hauptorte Neuenkirchen und Vörden weiterhin strukturell und sozial zusammenwachsen zu lassen, um ein gemeinsames Wir-Gefühl in der ganzen Gemeinde zu stärken.
Einwohnerzahl
9000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ca. 1500 Menschen mit 53 verschiedene Nationen. Auszug aus dem Meldeprogramm
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auszug aus dem Meldeprogramm
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auszug aus dem Meldeprogramm
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auszug aus dem Meldeprogramm
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt steht die tatsächliche Teilhabe am gesellschaftlichen Miteinander, die Aktivierung und Vernetzung lokaler Akteur*innen sowie eine systemische Planung und Steuerung der Angebote im Sinne von Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement. Die Bürgerinnen und Bürger sollen die Angebote des Dorfzentrums aktiv mitgestalten und ein echtes Mitspracherecht bei der Entwicklung neuer Formate und Strukturen erhalten. Hierzu werden Beteiligungsformate und partizipative Prozesse etabliert. Durch niedrigschwellige Treffpunkte und offene Räume für Vereine, Gruppen und Initiativen werden Partizipation, Inklusion und Begegnung im Alltag ermöglicht. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Ehrenamt: Es soll neu gewonnen, bestehendes Engagement reaktiviert und durch koordinierende Fachkräfte nachhaltig unterstützt werden. Darüber hinaus erfolgt ein kontinuierlicher Austausch mit bestehenden Dorftreffs und ähnlichen Einrichtungen in der Umgebung, um von erprobten Konzepten zu lernen, gemeinsame Projekte anzustoßen und eine regionale Vernetzung der Quartiersarbeit zu fördern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ehrenamt und Vereine engagieren sich, die Räume nutzen und Begegnungen stattfinden
Beschreibung
Ein starkes Netzwerk und WIR Gefühl bei den Ehrenamtlichen, Vereinen, Verbänden. Ein starkes Netzwerk zu den anderen Dorftreffs aus der Umgebung, z.b. Riesterei, Dorftreff Bersenbrück, Bürgerhaus Holdorf geschaffen wurde
Beschreibung
Gelebte Beteiligung ist nicht mehr neu sondern der Standard. Gemeinsam werden immer neue Projekte geschaffen oder gutes weiter ausgearbeitet.
Beschreibung
Potenziale werden frühzeitig erkannt und gemeinsam mit allen Akteur*innen - Vereinen, Unternehmen, Kommune und Ehrenamtlichen - weiterentwickelt und gestaltet, um Angebote und Entscheidungen an Lebensqualität und Teilhabe auszurichten.
Beschreibung
Bürger*innen, Vereine und Initiativen werden befähigt, Angebote und Projekte eigenverantwortlich zu planen, zu gestalten und durchzuführen.
Beschreibung
Angebote und Entscheidungen werden so gestaltet, dass sie verschiedene Altersgruppen, Lebenslagen und kulturelle Hintergründe mitdenken. Schnittstellen werden bewusst genutzt, um gemeinsame Aktivitäten zu fördern und Parallelstrukturen zu vermeiden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Vereine, Verbände und Gruppen aus Neuenkirchen-Vörden, bestehendes Vereinsnetzwerk in den Dorftreff integrieren
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsteam der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Teilhabekreis der Gemeinde Neuenkrichen-Vörden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenarbeit der kirchlichen Träger
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätten und Schulen im Gemeindegebiet (2x Grundschule, 1x Oberschule)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Familienhaus der KiTa St. Elisabeth Vörden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bildungswerk Dammer Berge, Uni Vechta (Sprachkurse), Ludgeruswerk Lohne
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Heimstatt Clemens-August, Lichtblick Wahlde gemeinnützige GmbH, Clemens-August Jugendklinik, Clemens-August Erwachsenenklinken
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Niedersachsenpark GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrationsbeauftrage der Gemeinde NK-V
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialarbeit im Bereich der sozialen Betreuung von Flüchtlingen und Ausländern
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bereich Tourismus und Ehrenamt in der Gemeinde NK-V
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk Jugenhilfe Neuenkirchen-Vörden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Verbände Damme und Vechta, Migrations- und Schuldnerberatung, Jugendmigrationsdienst, etc., Landes-Caritasverband für Oldenburg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendamt Landkreis Vechta
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Universum e.V. (diese gestalten die Ganztagsbetreuung in den beiden Grundschulen in Neuenkirchen-Vörden)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulsozialarbeiter der drei Schulen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienbüros aller Kommunen im Landkreis Vechta
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk Vechta
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftrage des Landkreises Vechta
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kulturbahnhof Neuenkirchen-Vörden e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dorftreff und Bürgertreffs aus der Nachbarschaft. z.B. Riesterei, Dorftreff Bersenbrück, Dorftreff "Gehrda" und das Bürgerhaus Holdorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ortsmarkting Neuenkirchen-Vörden e.V. als Verein für Unternehmen in Neuenkirchen-Vörden
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt ist als Einstieg in eine dauerhaft verankerte Gemeinwesenarbeit in NK-V angelegt, nicht als befristetes Drei-Jahres-Projekt. Die Dorfzentren in Neuenkirchen und perspektivisch Vörden sollen langfristig als feste Infrastruktur für Teilhabe, Ehrenamtsförderung, Antirassismusarbeit und aufsuchende Sozialarbeit dienen. Im Projekt wird eine enge Vernetzung mit lokalen Betrieben aufgebaut, um nachhaltige Strukturen zu schaffen und eine freiwillige Mitfinanzierung zu ermöglichen.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Alte(n) Treffpunkt Scheune

Ansprechpartner
Rembert Rauchbach
aktivieren, bewegen, sprechen
Projektbeschreibung
Wir haben einen Altenverein gegründet, um Verbindlichkeit zu schaffen und gegenseitige Unterstützung zu leisten. Mit dem Verein haben wir neben formeller Hilfe (vier geringfügig Beschäftigte arbeiten auf Anfrage für unsere Mitglieder) auch informelle Hilfesysteme geschaffen. Wir haben Angst vor Demenz, davor nicht mehr Zuhause leben zu können und bei Pflegebedürftigkeit im Heim wohnen zu müssen, was wir nicht bezahlen können. Wir treffen uns seit Mai 2024 regelmäßig ein Mal im Monat. Aufgrund der hohen Resonanz und des daraus erkennbaren Bedarfs planen wir eine bedarfsgerechte Skalierung unseres Angebotes. Im Austausch und durch Fachberatung über die genannten Problematiken sind wir zu der Vorstellung gekommen, dass eine Intensivierung des gemeinsamen Miteinanders unsere Sorgen (Demenz, Vereinsamung, teures Heim) lindern könnte. Wir wollen deshalb versuchen mit einem Alte(n) TREFFPUNKT Scheune Satemin regelmäßige Treffen zu organisieren. Neben den regelmäßigen monatlichen Abendtreffen wollen wir ein verlässliches wöchentliches Format schaffen. Begonnen werden soll mit einem Treffen pro Woche. Innerhalb des dreijährigen Projektverlaufs wollen für die Angebotsdichte nach und nach erhöhen, um eine umfassende soziale Teilhabe zu gewährleisten, der drohenden Vereinsamung entgegenzuwirken und stabile Nachbarschaftsnetzwerke für die älteren Menschen in unserer Region aufzubauen. Der Treffpunkt soll Begegnungen ermöglichen; wechselseitiges Vertrauen aufbauen und vertiefen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Im ländlichen Raum verstärken sich die Barrieren für Senioren immer mehr. im Landkreis Lüchow Dannenberg gibt es überdurchschnittlich viele Senioren und deren Anteil an der Bevölkerung wird weiter steigen. Das Wendland ist eine extrem dünn besiedelte Kulturlandschaft, in der Dörfer mit Einwohnerzahlen von 30 bis gut 100 die Regel sind. Viele Orte sind reine Wohndörfer. In Satemin und den umliegenden Dörfern gibt es nur eine Gaststätte. Die Infrastrukturdichte ist deutlich geringer als im städtischen Umfeld. So gibt es in unserem Quartier kaum ÖPNV und viele der Älteren können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr den eigenen PKW nutzen. Der Aktionsradium wird dadurch sehr klein. Es gibt keine Möglichkeiten, sich zu treffen oder kulturelle Veranstaltungen zu besuchen, ohne fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Fachkräftemangel führt zudem dazu, dass Hausarztpraxen hier keine Nachfolger finden und damit die gesundheitliche Vorsorge erschwert ist, was die Mobilität und Teilhabe weiter einschränkt. Im Rahmen des Quartiermanagement wollen wir eine gezielte Vernetzung von Nachbarschaftshilfen und Vereinen erreichen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Lüchow Ortsteile Satemin/Jabel/Reetze/Gülitz Güstritz
Beschreibung
Karte erstellen mit Umkreis
Einwohnerzahl
1000
Quelle / Anmerkungen
eigene Erhebung
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
40
Anmerkung
Wir erleben, dass die Vereinsamung im Alter - wie überall - auch in unserem Gebiet zunimmt.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Alte Scheune Satemin gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sonnenfeld eG (Altenwohnprojekt Groß Malchau)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Silberdistel Seniorentreff Clenze
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Andrea Steinmetz, Dentalhygienikerin, Darmgesundheit, antientzündliche Ernährung Haspelweg 5 Wustrow
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stolpes Erste Hilfe www. seh-wendland.de
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zisi Bergen/Dumme Breite Str. 69
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Aleksander Großmann alegro.ag
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt soll als notwendiger Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge wahrgenommen werden. Soll erreicht werden durch: - Zusammenarbeit mit dem Senioren- und Pflegestützpunkt Lüchow-Dannenberg - Einbindung der am Ort ansässigen evangelischen Kirche - Vernetzung mit möglichst vielen anderen Akteuren der Altenhilfe im Landkreis Langfristige Finanzierung soll wie folgt gesichert werden: - Folgeantrag nach Ende des Förderzeitraums - Einwerbung von Spenden lokaler Firmen und von Mitgliede
Galerie
s50032133
sas900541
48083271
Zustimmung Veröffentlichung
On

Bürgertreff "Zur alten Burg"

Ansprechpartner
Ingo Schmit
Funktion Fachkraft für Jugendarbeit
Gute Nachbarschaft miteinander leben, stärken und gestalten
Projektbeschreibung
Bürgertreff „Zur alten Burg“ Haselünne Die Stadt Haselünne plant die Einrichtung eines Bürgertreffs als zentralen, offenen Nachbarschaftstreff, der den sozialen Zusammenhalt im Quartier stärkt und gute Nachbarschaft aktiv fördert. Ziel ist es, Menschen aller Generationen und Lebenslagen einen barrierefreien, gut erreichbaren Ort für Begegnung, gegenseitige Unterstützung und ehrenamtliches Engagement zu bieten. Gleichzeitig sollen wohnortnahe Beratungs- und Serviceleistungen gebündelt und direkt vor Ort zugänglich gemacht werden. Der Bürgertreff soll verschiedene Angebote an einem zentralen Ort zusammenführen und damit Wege verkürzen sowie Zugangsbarrieren abbauen. Unter einem Dach vereint es vielfältige nachbarschaftliche Angebote: einen offenen Begegnungs- und Generationentreff, eine öffentliche Bücherei mit digitalen Unterstützungs- und Lernmöglichkeiten, einen gemeinschaftlichen Mittagstisch, wohnortnahe Beratungs- und Unterstützungsangebote, ein ehrenamtlich getragenes Kleiderlädchen, einen Fair-Trade-Laden sowie offene Gesprächs- und Mitmachformate wie z. B. den Klimastammtisch. Die Möglichkeit, Beratungen und Serviceleistungen direkt in zentraler Lage im Quartier wahrzunehmen, erleichtert den Zugang erheblich und trägt dazu bei, Hemmschwellen abzubauen. Alle Angebote sind niedrigschwellig, kostenarm und werden maßgeblich durch Ehrenamtliche begleitet. Für die Leitung und Koordination des Bürgertreffs benötigt es einer hauptamtlichen angestellten Person. Zentrales Element des Projekts ist die Stärkung von Nachbarschaftsnetzwerken: Menschen werden aktiviert, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und sich gegenseitig zu unterstützen, auch bei der Überwindung von Mobilitäts- und Alltagsbarrieren. Der Bürgertreff dient dabei als Anlaufstelle und Vernetzungsort für eine gelingende Nachbarschaft. Das Projekt ist langfristig angelegt und wird durch kommunale Unterstützung, Kooperationen mit lokalen Akteuren sowie durch ehrenamtliches Engagement getragen. Es leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität vor Ort, indem es soziale Teilhabe ermöglicht, wohnortnahe Unterstützung sichert und gute Nachbarschaft im Alltag konkret erfahrbar macht.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Ausgangspunkt ist der steigende Bedarf an niedrigschwelligen, ortsnahen Angeboten zur sozialen Teilhabe und Alltagsbewältigung. Insbesondere ältere Menschen, Familien, Menschen mit geringem Einkommen, junge Menschen, Neuzugezogene sowie Personen mit Migrationshintergrund sind häufig von Vereinsamung, Unsicherheiten im Alltag und mangelnden Begegnungsmöglichkeiten betroffen. Viele bestehende Beratungs- und Unterstützungsangebote befinden sich außerhalb des unmittelbaren Wohnumfeldes und sind aufgrund von Entfernung, eingeschränkter Mobilität oder fehlender Verkehrsanbindung nur schwer erreichbar. Die Schwierigkeit, längere Wege zurückzulegen oder Fahrten zu organisieren, stellt für viele Menschen eine erhebliche Hürde dar und führt dazu, dass notwendige Beratungen und Hilfen nicht oder zu spät in Anspruch genommen werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Haselünne Emsland
Beschreibung
Die Stadt Haselünne ist eine Kleinstadt im Emsland. Sie ist ländlich geprägt. Größere Städte sind in einer Entfernung von ca. 20-25 Kilometer erreichbar.
Einwohnerzahl
14038
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit durch ein sozialraum- und beteiligungsorientiertes Ziel. Ausgangspunkt sind die Bedarfe und Ressourcen im Ort. Bewohner/innen werden als aktive Mitgestalter/innen einbezogen und in ihrem Engagement gestärkt. Der Bürgertreff fungiert als zentrale Anlauf- und Vernetzungsstelle, bündelt Beratungs- und Unterstützungsangebote und baut Zugangsbarrieren ab. Durch die Aktivierung nachbarschaftlicher Potenziale, die Förderung von Selbstorganisation sowie die Koordination lokaler Akteur/innen trägt das Projekt nachhaltig zur Stabilisierung sozialer Strukturen und zur Verbesserung der Lebensqualität im Quartier bei.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Verschiedene Akteure beteiligen sich bei Angeboten und Veranstaltungen.
Beschreibung
Die Angebote werden dem Bedarf der Bürger angepasst.
Beschreibung
Die Ehrenamtlichen/Vereine nutzen die Räumlichkeiten für eigene Angebote.
Beschreibung
Örtliche Institutionen werden eingebunden.
Beschreibung
Generationsübergreifende Angebote werden geschaffen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Landkreis Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ehrenamtliche
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Nach Ablauf des Förderzeitraumes wird die Finanzierung im Haushalt der Stadt Haselünne mit aufgenommen.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Quartier11

Ansprechpartner
Laura Jagemann
Funktion päd. Geschäftsführung
Gemeinsam für Vinnhorst: Vielfalt leben, Generationen verbinden, Zukunft gestalten.
Projektbeschreibung
In Vinnhorst engagieren sich viele Institutionen für die Menschen im Stadtteil. Was bislang fehlt, ist ein zentraler, offener Begegnungsraum, der bestehende Ressourcen bündelt, Synergien schafft und BewohnerInnen als verlässliche Anlaufstelle dient. Der Bedarf und Wunsch einer Begegnungsstätte wird seit Jahren benannt, auch seitens des Bezirksrats. Ein entsprechender Ort existiert bislang nicht. Mit Quartier11 greifen wir diesen Bedarf strukturiert auf und wirken z.B. Ausgrenzung präventiv entgegen. Die bevorstehende Kündigung von 2 unserer 4 Mietverhältnisse infolge der Sanierung der angrenzenden JVA die zunächst ein Schock war, stellt uns vor Veränderungen und eröffnet zugleich die Chance zur konzeptionellen Neuausrichtung. Durch die Förderung können zentral gelegene, barrierefreie Räume mit der Hausnr. 11 angemietet werden. Daher „Quartier11“. Die Räume werden aktuell kernsaniert und können mit BewohnerInnen partizipativ gestaltet werden. Damit kann erstmals ein zentraler Begegnungsort für alle Generationen und Kulturen im Stadtteil entstehen. Bestehende Angebote für Kinder, Jugendliche und anteilig SeniorInnen werden dort gebündelt. Unsere GenerationsButze der SeniorInnen bleibt in direkter Nachbarschaft bestehen. Quartier11 verbindet Begegnung, niedrigschwellige Beratung und aktive Mitgestaltung an einem Ort. In der täglichen Arbeit zeigt sich ein wachsender Unterstützungsbedarf. Familien sind mit Anträgen und behördlichen Verfahren überfordert, Jugendliche suchen verlässliche Ansprechpersonen, und SeniorInnen stoßen bei bürokratischen Anforderungen oder Einsamkeit an Grenzen. Gleichzeitig bestätigt unsere Sozialraumanalyse und Praxiserfahrung einen hohen Bedarf an Begegnungsformaten und besserer Koordination im Quartier. Zwei angrenzende Gemeinschaftsunterkünfte erhöhen zusätzlich den Integrations- und Abstimmungsbedarf. Beteiligungsorientierte Formate wie interkulturelle Kochgruppen mit anschließender Erstellung eines eigenen Kochbuchs (Spenden finanziert) haben das Potenzial bedürfnisorientierter Angebote deutlich gemacht. Die Nachfrage ist hoch, jedoch sind unsere personellen und räumlichen Kapazitäten aktuell ausgeschöpft. Die Förderung ermöglicht erstmals, einen barrierefreien, zentralen Begegnungsraum anzumieten, bestehende Angebote auszubauen, neue Formate wie das im Rahmen der Sozialraumanalyse stark gewünschte interkulturelle Frühstück, umzusetzen und schwer erreichbare Zielgruppen systematisch einzubeziehen. Quartier11 schafft Integration.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Vinnhorst ist ein Stadtteil mit wachsender sozialer Vielfalt und unterschiedlichen Lebenslagen. Der Anteil von Familien mit geringem Einkommen und im Transferleistungsbezug sowie von Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung ist im Vergleich zur LHH überdurchschnittlich hoch. Mit 50,1% liegt auch der Anteil von BewohnerInnen mit Migrationshintergrund deutlich über dem Stadtdurchschnitt. Alleinerziehende sind ebenfalls überproportional vertreten. Im Wohncarrée Spierenweg, wo wir offene Betreuungsangebote etabliert haben, zeigt sich eine soziale Verdichtung mit vielen kinderreichen Familien in prekären Lebenslagen und hohem Unterstützungsbedarf z.B. behördlich. Zwei angrenzende Gemeinschaftsunterkünfte verstärken den Integrations- und Beratungsbedarf zusätzlich. Viele BewohnerInnen stehen vor Herausforderungen wie eingeschränkten Bildungschancen, finanziellen Belastungen, Sprachbarrieren, Einsamkeit oder komplexen Behördenstrukturen. Gleichzeitig fehlen niedrigschwellige Treffpunkte und eine koordinierende Struktur im Quartier. Im Austausch mit anderen GWA-Einrichtungen wurde die Notwendigkeit einer zentralen Begegnungs- und Koordinierungsstelle deutlich. Konkreter Handlungsbedarf besteht im Bereich der gesamten Station Mecklenheidestr.: Vermehrter Alkoholkonsum, Unsicherheitsgefühle und eine angespannte Verkehrslage durch problematische Ampelschaltungen führen dazu, dass der Bereich von BewohnerInnen gemieden wird. Unsere Sozialraumanalyse bestätigt die Belastung für das Sicherheitsgefühl im Quartier. Trotz Kontakt zum Ordnungsbotschafter (2025 durch LHH eingeführt worden) und Austausch mit der Kommune stehen bislang keine ausreichenden Kapazitäten zur Verfügung.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Beschreibung
Das Projekt richtet sich an die BewohnerInnen des Stadtteils Vinnhorst sowie einen Teil der angrenzenden Gebiete wie Ledeburg und Hainholz im Norden Hannovers. Das Fördergebiet umfasst das unmittelbare Wohnumfeld rund um die Vereinsräumlichkeiten und die angrenzenden Quartiere, in denen der überwiegende Teil der Zielgruppen lebt. Vinnhorst ist geprägt von gewachsenen Wohnstrukturen mit Einfamilienhäusern, kleineren Mehrfamilienhäusern, einzelnen verdichteten Bereichen sowie Gemeinschaftsunterkünften. Zentrale Orte des Alltags sind Kitas, Schulen, Sportvereine und Nahversorgungsangebote. Öffentliche Treffpunkte oder niedrigschwellige Beratungsangebote sind bislang nur begrenzt vorhanden. Das Projekt konzentriert sich bewusst auf das fußläufig erreichbare Umfeld der perspektivischen Vereinsstandorte und angrenzende Wohngebiete, um eine wohnortnahe, barrierearme und leicht zugängliche Anlaufstelle zu schaffen. Gleichzeitig ist das Projektgebiet sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Eine Bushaltestelle befindet sich ca. 50 Meter von den geplanten neuen Räumlichkeiten entfernt, die Stadtbahnhaltestelle ist in etwa 150 Metern erreichbar. Dadurch sind die Angebote auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität gut erreichbar. Ergänzend werden aufsuchende Angebote z.B. Rund um die Bahnstation der Mecklenheidestr. oder in den Gemeinschaftsunterkünften im gesamten Gebiet umgesetzt, um auch schwer erreichbare Zielgruppen einzubeziehen. Bestehende Kooperationspartner wie Gemeinschaftsunterkünfte, Kindertagesstätten, Pflegedienste und Arztpraxen werden in die Planung einbezogen, auch wenn sie sich in unmittelbar angrenzenden Stadtteilen befinden. So wird eine funktionale Vernetzung über Quartiersgrenzen hinweg sichergestellt. In der beigefügten Karte markieren vier grüne Punkte die aktuellen Vereinsstandorte. Zwei Kreuze innerhalb der grünen Kreise kennzeichnen die Standorte, die perspektivisch aufgegeben werden müssen. Diese räumliche Veränderung unterstreicht die Notwendigkeit einer strategischen Neuausrichtung im Quartier. Ziel ist es, das soziale Miteinander im klar definierten Sozialraum zu stärken und vorhandene Ressourcen systematisch zu vernetzen.
Einwohnerzahl
7340
Quelle / Anmerkungen
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024 - Schätzung da Altersspannen nicht genau überein stimmen.
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024 - Schätzung da Altersspannen nicht genau überein stimmen.
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024 S. 86
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024 S. 86
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024 S. 95
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024 S. 95
Unterlagen zum Gebiet
quartier11.png (549.03 KB)
GWA/QM-Ansatz
Quartier11 orientiert sich konsequent am Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Im Mittelpunkt stehen die Lebenslagen, Ressourcen, Bedürfnisse und Potenziale der BewohnerInnen. Ausgangspunkt sind konkrete Bedarfe, die sich im Stadtteil zeigen. Überforderung bei Behördenangelegenheiten, Integrationsfragen zugezogener Familien, Einsamkeit im Alter sowie fehlende Orte für Begegnung und Austausch. Quartier11 soll eine niedrigschwellige, barrierefreie und offene Anlaufstelle für alle Generationen aus unterschiedlichsten Kulturen darstellen. Angebote sind freiwillig, wohnortnah und ohne Zugangshürden erreichbar. Ziel ist es, Menschen frühzeitig zu stärken, Selbstwirksamkeit erfahrbar zu machen und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Partizipation ist zentral. Formatideen wie interkulturelles Frühstück, Kochgruppen oder Nachbarschaftsaktionen entstanden im Rahmen unserer Sozialraumanalyse und werden gemeinsam mit BewohnerInnen geplant und weiterentwickelt. Aufsuchende Arbeit an Gemeinschaftsunterkünften, auf Spielplätzen und am REWE-Vorplatz angrenzend an die Bahnstation Mecklenheidestraße ermöglicht die Beteiligung auch schwer erreichbarer Gruppen. Eine Koordinierungsrunde mit lokalen Institutionen bündelt Ressourcen und entwickelt Lösungen, etwa zur Schulwegsicherheit, zur Situation an der Mecklenheidestraße und zur besseren Abstimmung von Unterstützungsangeboten. So entsteht ein tragfähiges, präventiv wirkendes Netzwerk im Quartier.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen stehen im Zentrum, wenn Angebote niedrigschwellig, partizipativ und bedarfsorientiert gestaltet sind, BewohnerInnen mitbestimmen können und individuelle Beratung auf Augenhöhe erfolgt.
Beschreibung
Stabile Kooperationen bestehen, Informationen und Ressourcen geteilt werden, abgestimmte Angebote für die Zielgruppen entstehen und aus einzelnen Angeboten ein starkes Miteinander im Stadtteil wächst.
Beschreibung
Quartier11 ein lebendiger Ort der Begegnung ist, an dem regelmäßig Angebote stattfinden, neue Kontakte entstehen und das Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil wächst
Beschreibung
BewohnerInnen Angebote eigenständig planen, organisieren und durchführen, Aufgaben und Verantwortung verbindlich verteilen, Entscheidungen transparent treffen und Projekte auch ohne direkte Steuerung durch das Projektteam dauerhaft und stabil fortführen.
Beschreibung
Fähigkeiten, Ressourcen und Engagement der BewohnerInnen systematisch erfasst, sichtbar gemacht und aktiv eingebunden werden, lokale Netzwerke kooperieren und Projekte überwiegend mit Kompetenzen und Potenzialen aus dem Quartier heraus umgesetzt werden.
Beschreibung
Angebote generationen- und kulturübergreifend geplant sind, unterschiedliche Lebenslagen berücksichtigt werden und BewohnerInnen verschiedener Zielgruppen gemeinsam Projekte entwickeln, umsetzen und voneinander lernen.
Beschreibung
Quartiersarbeit mit kommunalen Strategien abgestimmt ist, relevante Ämter und Einrichtungen koordiniert zusammenarbeiten, Informationen transparent fließen und lokale Maßnahmen in gesamtstädtische Planungen eingebunden werden.
Beschreibung
Dauerhafte Treffpunkte, verlässliche Kommunikationswege und stabile Kooperationsstrukturen bestehen, Räume und Ressourcen zugänglich sind und organisatorische Abläufe Angebote nachhaltig und bedarfsgerecht im Quartier sichern.
Beschreibung
Unterschiedliche Fachbereiche (z. B. Soziales, Bildung, Jugend, Integration) abgestimmt zusammenarbeiten, Informationen regelmäßig austauschen, Maßnahmen gemeinsam planen und Ressourcen bündeln, um Bedarfe ganzheitlich und wirksam zu bearbeiten.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Vertiefte Zusammenarbeit mit dem FB Jugend und Familie und Nachbarschaftsarbeit im Hinblick auf Ausbau der Ganztagsschule in ca. drei Jahren. Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe ist im Verfahren. Kooperation mit KSD und Sozialamt wird ausgebaut.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Es besteht eine gute Zusammenarbeit mit der Kulturgemeinschaft Vinnhorst; Ausbau durch gemeinsame Planung z.B. kreativer Veranstaltungen oder Lesungen, neue Kulturformate, stärkere Beteiligung von BewohnerInnen und regelmäßige Abstimmung.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Engere Vernetzung mit Jugendzentren und Horten wird ausgebaut, um Angebote abzustimmen, Übergänge zu begleiten, Dopplungen zu vermeiden und gemeinsame Freizeit- und Bildungsformate zu entwickeln, die Ressourcen bündeln.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regelmäßiger Austausch mit Politik z.B. Bürgermeister LHH (Vereinsmitgleid), Bezirksrat und Stadtteilmanager zur Bedarfsabstimmung, Transparenz über Entwicklungen und Einbindung in kommunale Planungen, um Anschlussfinanzierung frühzeitig abzusichern.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Enge Zusammenarbeit mit 2 Kirchengemeinden im Quartier & Moscheen zur Ansprache verschiedener Zielgruppen, gemeinsamen Nutzung von Räumen & Durchführung interkultureller Begegnungsformate + Aufklärungsarbeit zu vorurteilsbelasteten Themen im Stadtteil.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vernetzung mit Sportvereinen, Feuerwehr sowie Schützen- und Fördervereinen zur gezielten Vermittlung und Begleitung von Übergängen in bestehende Angebote. Synergien bei Veranstaltungen wie dem Frühlingsfest werden ausgebaut. Gemeinsam für mehr Wirkung.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
BewohnerInnen werden aktiv vernetzt, informiert und beteiligt, bringen ihre Interessen ein und werden bei der Umsetzung eigener Ideen und Initiativen begleitet. Dabei wird ihre Selbstwirksamkeit gestärkt und eigenverantwortliches Handeln gefördert.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bestehende Zusammenarbeit mit ÄrztInnen ( insb. Hausärtzen), Pflegediensten und Apotheken wird ausgebaut, um Beratung, Information und Unterstützung zu bündeln und ein möglichst langes, gesundes selbstbestimmtes Leben im Quartier zu ermöglichen.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zusammenarbeit mit Vinnpost wird fortgeführt, Infos auch in Kirchenblättern. Homepage, Pressearbeit und Instagram werden ausgebaut, um Transparenz zu stärken, weitere Zielgruppen zu erreichen & Vertrauen im Quartier aufzubauen. Kontakte zur HAZ und NP.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zusammenarbeit mit Wohnungsgenossenschaften z.B.hanova im Wohnquartier Spierenweg; Einbindung der Seniorenwohnungen Alt-Vinnhorst & der Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete in die Quartiersarbeit. Bedarfsentsprechend weiterführende aufsuchende Arbeit.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Vernetzung mit u.a. Nahversorgungsunternehmen & Versicherungen im Stadtteil zur Informationsweitergabe & zum Austausch aktueller Handlungsfelder, Unterstützung bei Aktionen, Stärkung lokaler Strukturen - Raumerweiterung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kooperation mit der Grundschule wird im Hinblick auf den Ganztagsausbau vertieft. Förderung ermöglicht bedürfnisorientierte Nachmittagsangebote. Bei ca. 290 Grundschulkindern stehen nur rund 100 Betreuungsplätze zur Verfügung. Der Bedarf ist sehr akut
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vernetzung mit JVA, Polizei Hannover und Ordnungsbotschafter zur Präventionsarbeit und Stärkung der Sicherheit im Quartier sowie Kooperation mit Sozialarbeitenden der „Roten Reihe“ für obdachlose Menschen in Vinnhorst.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der Verein finanziert sich über Spenden, Fördergelder und anteilig BuT-Leistungen. Perspektivisch wird eine kommunale Unterstützung angestrebt, da die Angebote präventiv wirken und den Stadtteil entlasten. Stiftungsgelder (u. a. Bürgerstiftung Hannover, Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung, Langesche Stiftung etc.) sowie Unternehmenspartnerschaften (z.B. hanova, Autogena Stahl Göing etc.) sichern zusätzliche Mittel. Social-Media-Kampagnen und neue Kooperationen erweitern die Finanzierung langfristig.
Zustimmung Veröffentlichung
On

StadtGemeinschaftsHaus Nord | Transfer der Nordstadtbibliothek

Ansprechpartner
Tom Becker
Funktion Direktor der Stadtbibliothek Hannover
StadtGemeinschaftsHaus Nord | Transfer der Nordstadtbibliothek
Projektbeschreibung
Mit dem „StadtGemeinschaftsHaus Nord“ entsteht in Hannover ein neuartiges Modellprojekt sozialraumorientierter Gemeinwesenarbeit. Die bisherige Nordstadtbibliothek wird in einem Kooperationsverbund aus Stadtbibliothek, AWO, Fachbereich Senioren und zivilgesellschaftlichen Partner*innen zu einem offenen Ort für Begegnung, Bildung und Teilhabe weiterentwickelt. Der partizipativ erarbeitete Ansatz verknüpft kommunale Sparziele mit sozialem Mehrwert und schafft neue Synergien im Quartier. Die Eröffnung ist für Frühjahr 2026 geplant. Im künftigen StadtGemeinschaftsHaus teilen sich alle Beteiligten die Einrichtung. Neben Bibliotheksräumen v.a. für Kinder entstehen Treffpunkte für Seniorinnen, interkulturelle Gruppen, Familien und Nachbarschaften. Die Öffnungszeiten werden erweitert – von derzeit 32 auf 47 Stunden pro Woche. Dabei wird das Konzept der „BibliothekPlus“ eingeführt: In nicht personalbesetzten Zeiten (geplant: 29 Stunden wöchentlich) finden Veranstaltungen der Kooperationspartner*innen statt, begleitet durch Ehrenamtliche, Sicherheitsdienst und eine koordinierende Hausleitung. Die personalbesetzten Zeiten der Bibliothek reduzieren sich auf 18 Stunden pro Woche. Das Modell ermöglicht so eine deutlich erweiterte Zugänglichkeit bei geringeren Personalkosten. Das Projekt reagiert auf zentrale Herausforderungen des Stadtteils wie Armut, Migration und Einsamkeit und versteht sich als Ort sozialer Integration. Es schafft verlässliche, niedrigschwellige Angebote für verschiedene Zielgruppen. „Begegnung – Bildung – Teilhabe“ bilden das inhaltliche Gerüst für Raumgestaltung und Programmplanung. Interkulturelle Gruppenangebote, generationsübergreifende Gesprächsrunden und kreative Formate schaffen Räume für Austausch und Selbstwirksamkeit. Die Hausleitung, deren Finanzierung im Zentrum des Förderantrages steht, ist zentral für Betrieb, Koordination und Weiterentwicklung des Konstruktes. Sie sichert die Zusammenarbeit von Bibliothek, AWO, Fachbereich Senioren und BI, entwickelt Beteiligungsformate und organisiert verlässliche Öffnungszeiten. Angesichts der Vielzahl an Kooperationspartner*innen und der strukturellen Veränderungen ist sie für die dauerhafte Verankerung im Stadtbezirk unverzichtbar. Das StadtGemeinschaftsHaus Nord ist ein Pilotprojekt für kooperatives Quartiersmanagement mit Modellcharakter – nicht nur für andere Stadtteile Hannovers, sondern für die Weiterentwicklung kommunaler Infrastruktur im Sinne sozialer Gerechtigkeit und Teilhabe.
Laufzeit
2026-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Nordstadtbibliothek ist seit Jahrzehnten zentraler Bildungs- und Begegnungsort im Stadtteil. Durch Sparvorgaben (HSK XI) stand sie jedoch zur Disposition. In einem einjährigen partizipativen Prozess, angestoßen durch die Bürger*inneninitiative „Bücher für alle“, wurde gemeinsam mit AWO, Fachbereich Senioren und Stadtbibliothek ein zukunftsfähiges Alternativkonzept entwickelt: das StadtGemeinschaftsHaus Nord. Die Nordstadt ist ein lebendiger, aber herausgeforderter Stadtteil mit hoher sozialer und kultureller Diversität. Themen wie Altersarmut, Migration, Einsamkeit, Bildungsbenachteiligung und strukturelle Unterversorgung treffen hier auf ein starkes bürgerschaftliches Engagement. Genau hier setzt das Projekt an. Statt einer Schließung entsteht ein gemeinschaftlich getragener Ort, der nicht nur Bildung bietet, sondern auch Teilhabe und Begegnung ermöglicht. Durch Kooperation und Beteiligung wird ein Raum geschaffen, der auf die Bedarfe des Quartiers zugeschnitten ist – generationenübergreifend, interkulturell, offen. Ein zentrales Element der Neuausrichtung ist die deutliche Ausweitung der Öffnungszeiten – von derzeit 32 auf künftig 47 Stunden pro Woche. Dabei reduziert sich die personalbesetzte Zeit von 32 auf 18 Stunden, ergänzt durch 29 Stunden „BibliothekPlus“-Zeiten ohne Bibliothekspersonal, die durch Partnerangebote und Ehrenamtliche abgesichert werden müssen. Dieses hybride Öffnungsmodell verbindet Zugänglichkeit mit bürgerschaftlicher Verantwortung. Die Umwandlung markiert einen Paradigmenwechsel: von der klassischen Bibliothek hin zu einem sozialraumorientierten Gemeinschaftshaus. Die Umsetzung steht noch aus, erfährt aber breite Unterstützung.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Stadtbezirk Nord
Beschreibung
Die ehemalige Nordstadtbibliothek hat den gesamten Stadtbezirk Nord als ihr Einzugsgebiet definiert. Das neue StadtGemeinschaftsHaus Nord soll den selben Anwohner*innen im Quartier Raum geben. Der Stadtbezirk Nord der Landeshauptstadt Hannover setzt sich aus den Stadtteilen Nordstadt, Hainholz, Vinnhorst und Brink-Hafen zusammen. Einwohnende Gesamt: 32.987 unter 18 Jahren: 4.810 60 Jahre und älter: 6.106 mit familiärem Migrationshintergrund: 16.395 darunter Ausländer*innen: 9.974 Fläche 10,92 km² Demografische Entwicklung und Bevölkerungsstruktur Hannover zeichnet sich als Einwanderungsstadt aus, was sich in der Bevölkerungsstruktur widerspiegelt. Der Anteil der Bevölkerung mit ausländischer Staatsbürgerschaft liegt aktuell bei 16,4 %. Besonders in den Stadtteilen Nordstadt und Hainholz ist die kulturelle Vielfalt hoch, was sowohl Chancen als auch Herausforderungen für die Integration und das soziale Miteinander mit sich bringt. Die beiden genannten Stadtteile gelten ebenfalls als höher frequentierte Erstankunftsorte für Eingewanderte nach Auslandszuzug (hierbei ist zu beachten, dass insbesondere die Nordstadt mit dem Standort der Leibniz Universität viele Studierende aus dem Ausland anlockt). Armutsentwicklung und soziale Herausforderungen Im Jahr 2023 verzeichnete Hannover einen leichten Rückgang der Armutsquote auf 14,9 %. Dennoch stieg die Altersarmut an, insbesondere unter Personen ab 65 Jahren. In den genannten Stadtteilen sind diese Trends ausgeprägt. Die Entwicklung der Altersarmut, gemessen an den 60-Jährigen und älteren Personen, die Transferleistungen beziehen, zeigt einen stetigen Anstieg: 2021 lag der Anteil noch bei 16,2 %, 2022 stieg er auf 17,5 %, und 2023 erreichte er 18,1 %. Diese Entwicklung verdeutlicht die zunehmenden Herausforderungen, denen vor allem ältere Menschen in der Region gegenüberstehen. Im Stadtteil Hainholz ist der Anteil der Empfänger*innen von Transferleistungen im Dezember 2023 mit 26,1 % deutlich höher. Auch hier zeigt sich eine ähnliche Tendenz bei der Altersarmut. 2021 lag der Anteil der älteren Menschen mit Transferleistungsbezug bei 24,9 %, 2022 stieg dieser auf 26,0 %, und 2023 betrug er schließlich 25,8 %. Trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Situation in Hainholz besonders angespannt, was auf eine hohe soziale Benachteiligung in diesem Stadtteil hinweist. Die Kinderarmutsquote liegt bei 20,3 %, wobei insbesondere in Nordstadt und Hainholz höhere Werte zu erwarten sind. Im Stadtteil Nordstadt waren im Dezember 2023 etwa 16 % der Bevölkerung auf Transferleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts angewiesen. Der Stadtteil Hainholz in Hannover steht vor vielfältigen sozialen Herausforderungen, die im Sozialbericht 2023 der Landeshauptstadt detailliert beleuchtet werden. Mit einer Arbeitslosenquote von über 10 % liegt Hainholz deutlich über dem städtischen Durchschnitt, was auf einen Handlungsbedarf hindeutet. Besonders betroffen sind Allein- und Getrennterziehende, die in Hainholz einen sehr hohen Anteil an der Bevölkerung ausmachen und häufig von Armut betroffen sind. Diese Situation erschwert nicht nur den Alltag der betroffenen Familien, sondern wirkt sich auch auf die Entwicklungschancen der Kinder aus. Demografische Veränderungen sind ebenfalls bemerkbar: In der Altersgruppe der 27- bis 44-jährigen Frauen ist ein überproportionaler Anstieg zu verzeichnen. Dieser Trend wird hauptsächlich auf die Zuwanderung von Ukrainerinnen zurückgeführt, die in Folge des Ukraine-Konflikts nach Hannover gekommen sind und sich vermehrt auch im Stadtbezirk Nord niedergelassen haben. Diese Entwicklungen verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf im Stadtbezirk Nord. Es bedarf gezielter sozialpolitischer Maßnahmen, um die Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern und soziale Ungleichheiten im Vergleich zu anderen Stadtbezirken zu verringern. Bildung und Teilhabe Die Teilhabe am soziokulturellen Existenzminimum, an Gesundheit, Bildung, Erwerbsarbeit und Wohnen ist in den genannten Stadtteilen uneinheitlich verteilt. Insbesondere in der Nordstadt und in Hainholz bestehen Herausforderungen hinsichtlich der Bildungsbeteiligung und -ergebnisse. Gezielte Bildungs- und Integrationsangebote sind essenziell, um die Chancengleichheit und soziale Teilhabe zu fördern. Gesundheit und soziale Infrastruktur Die Gesundheitsversorgung und soziale Infrastruktur in den Stadtteilen sind grundsätzlich gut entwickelt. Dennoch gibt es Unterschiede in der Inanspruchnahme von Gesundheits- und Sozialdiensten, die auf soziale und kulturelle Faktoren zurückzuführen sind. Gezielte Aufklärungs- und Unterstützungsangebote könnten die Nutzung dieser Dienste verbessern. Fazit Die Stadtteile Nordstadt, Hainholz, Vinnhorst und Brink-Hafen stehen vor vielfältigen sozialen Herausforderungen. Durch gezielte Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Wohnen, Gesundheit und soziale Teilhabe kann die Lebensqualität für alle Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadtteile verbessert werden. Straßenliste Alleehof Alleestraße Allerbroken Alte Ladestraße Alt-Vinnhorst Am Andreashof Am Brinker Hafen Am Gehrlskamp Am Großen Garten Am Hopfengarten Am Judenkirchhof Am Kläperberg Am Kleinen Felde Am Moritzwinkel Am Puttenser Felde Am Schmuckplatz An der Christuskirche An der Graft An der Lutherkirche An der Strangriede Appelstraße Arndtstraße Asternstraße Auf dem Dorn Auf dem Loh Auwiese Bachstraße Bäteweg Baumgarteweg Bellstieg Beneckeallee Bertramstraße Blumenhagenstraße Bodestraße Bömelburgstraße Bogenstraße Bohnhorststraße Bomgarstraße Brandriede Bremer Damm Brüggemannhof Büttnerstraße Bunnenbergstraße Burgweg Callinstraße Chamissostraße Conrad-Wilhelm-Hase-Platz Dammstraße Degenerweg Deitersweg Dörpefeld Doris-Krammling-Jöhrens-Weg Dorninge Dornröschenbrücke Edwin-Oppler-Weg Eggewiese Ehlvershof Eibenweg Engelbosteler Damm Erikastraße Erlenweg Feddelerweg Fenskestraße Fischteichweg Fliederstraße Flügeldamm Franziusweg Friedenauer Straße Gaußstraße Georgengarten Gerhardtstraße Gertrud-Knebusch-Straße Glünderstraße Godshorner Damm Grambartstraße Grashöfe Grindelhof Gustav-Adolf-Straße Hackethalstraße Hahnenstraße Hainhölzer Markt Haltenhoffstraße Hans-Mayer-Weg Hartungstraße Heinescher Hof Heinrich-Lange-Straße Heisenstraße Helmkestraße Herrenhäuser Allee Herrenhäuser Kirchweg Herrenhäuser Straße Hintere Schöneworth Hornemannweg Horst-Fitjer-Weg Hüttenstraße Hüttenstraße Igelgrund Im Krummen Sieke Im Moore Im Othfelde In den Feldern In den Kämpen In der Flage In der Steintormasch Industrieweg Jägerstraße Jasminweg Kabelkamp Kalabisstraße Karl-König-Platz Klaskamp Klaus-Müller-Kilian-Weg Kniestraße Kniggestraße Knoevenagelweg Kolkhof Kopernikusstraße Kornstraße Krepenstraße Legienstraße Ligusterweg Lilienstraße Lodyweg Machandelweg Marschnerstraße Max-Müller-Straße Meelbaumstraße Melanchthonstraße Mispelweg Möhringsberg Mogelkenstraße Mohrmannstraße Moorkamp Morwegsgasse Nelkenstraße Niederaue Nienburger Straße Oberstraße Pappelweg Paulstraße Petersstraße Prußweg Rankenstraße Rehagen Rehagen,Kol.Burgfrieden, Sonnenweg Rehagen,Kol.Burgfrieden, Veilchenweg Rehbockstraße Reinhold-Schleese-Straße Reinholdstraße Rudolf-Diesel-Weg Rübekamp Rübekamp Verl.Kolonie Krügersruh Rosenweg Rühlmannstraße Rundshorn Sadebuschstraße Sandstraße Sauerweinstraße Schachtebeckweg Schaufelder Straße Scheffelstraße Schlieffenstraße Schloßwender Straße Schmedesweg Schneiderberg Schraderstraße Schulenburger Landstraße Schulzenstraße Schwanenburgbrücke Schwanenburgkreisel Siegmundstraße Sokelantstraße Sorststraße Spierenweg Suderloh Treitschkestraße Trollweg Türkstraße Tulpenstraße Turmstraße Tweerbreite Uhlandstraße Unter den Eichen Vahrenwalder Straße Vinnhorster Rathausplatz Vinnhorster Weg Voltmerstraße Vordere Schöneworth Walter-Bruch-Straße Walter-Großmann-Weg Warstraße Weidendamm Welfengarten Wendehagen Wiesenauer Straße Wilhelm-Busch-Straße Windthorststraße Wischkämpe Wohlenbergstraße Ziesingweg
Einwohnerzahl
32990
Quelle / Anmerkungen
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/B%C3%BCrger-Service/Stadtbezirksportale-Hannover/Stadtbezirk-Nord/Veranstaltungen-und-Meldungen/Meldungen/Ein-Stadtbezirk-stellt-sich-vor
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Das StadtGemeinschaftsHaus Nord ist in seinem Kern ein Projekt des kooperativen Quartiersmanagements. Es bündelt Ressourcen aus Verwaltung, freien Trägern und Zivilgesellschaft, um einen integrativen Ort für das Quartier zu schaffen. Der sozialräumliche Fokus zeigt sich in der konsequenten Ausrichtung auf Bedarfe und Potenziale des Stadtteils – entwickelt im engen Austausch mit Bewohner*innen und Akteur*innen vor Ort. Im Mittelpunkt steht nicht die Dienstleistung einzelner Einrichtungen, sondern ein gemeinsames Verständnis von Verantwortung für das Quartier, das aber noch entwickelt und ausgebaut werden muss. Durch abzustimmende Angebote, einer gemeinsamen Nutzung von Räumen (Räume mit festem Programm und Räumen, die sich inhaltlich-gestalterisch anpassen können und müssen) und partizipative Formate, die wir noch nicht beschreiben können, entsteht ein solidarischer Ort mit Modellcharakter. Das Projekt stärkt bestehende Netzwerke, baut neue Kooperationen auf und entwickelt verlässliche Strukturen der Zusammenarbeit – etwa über runde Tische, Beteiligungsformate und die kuratierte Gestaltung der nicht-personalbesetzten Öffnungszeiten. Eine fest installierte Hausleitung trägt die Verantwortung für die Koordination und Weiterentwicklung. Der Ansatz des Quartiersmanagements wird hier nicht additiv gedacht, sondern als verbindende Strategie: Das Haus wird Teil einer sozialräumlichen Infrastruktur, die Nachbarschaft stärkt, Engagement aktiviert und Teilhabe ermöglicht.
Qualitätskriterien
Beschreibung
StadtgemeinschaftsHaus Nord - der Name ist Programm: Wir etablieren Beteiligungsformate. Erwartungen, Zufriedenheit und Bedarfe werden dokumentiert und zur Weiterentwicklung des Angebots genutzt. Rückmeldungen belegen Akzeptanz und mögliche Defizite.
Beschreibung
Feste und noch unbekannte Kooperationspartner*innen übernehmen Kuratierung v.a. in BibliothekPlus-Zeiten. Regelmäßige Abstimmungen und Kooperationsvereinbarungen sorgen für Zuverlässigkeit. Langfristige Verlässlichkeit wird durch lfd. Feedback gesichert.
Beschreibung
Durch die Bürger*inneninitiative konnte die Schließung der Bibliothek verhindert werden. Gemeinsam wurde das vorliegende Konzept erarbeitet; die Ressourcen von AWO, Fachbereich Senioren und BI / engagierte Bürger*innenschaft werden weiterhin eingebunden.
Beschreibung
Angebote für unterschiedliche Zielgruppen (Kinder, Senior*innen, Migrant*innen) bilden unter dem Motto „Begegnung – Bildung – Teilhabe“ Kern der neuen Partner*innenschaft im Quartier Nord, eine zielgruppenübergreifende Ausrichtung ist projektimmanent.
Beschreibung
Bereits das Zustandekommen des StadtGemeinschaftsHauses Nord steht für ressortübergreifendes Agieren. Dieses Projektteilziel ist erreicht, wenn die Kooperation zwischen Stadtbibliothek, AWO, Fachbereich Senioren und weiteren Akteuren lebendig wird!
Beschreibung
Regelmäßige Treffen aller Partner*innen (Bibliothek, AWO, Fachbereich Senioren und weitere Akteur*innen) sichern Synergieeffekte. Vereinbarungen werden verbindlich festgehalten, Protokolle und Zielvorgaben dokumentieren Wirksamkeit der Kooperationen.
Beschreibung
Das Kontrukt ist v.a. hinsichtlich der extern kuratierten Öffnungszeiten fragil, hier kommen unterschiedliche BibliothekPlus-Elemente zum Tragen; zudem muss die räumlich-technische Infrastruktur kontinuierlich angepasst werden an die lfd. Bedarfe.
Beschreibung
Das Konstrukt ist Ergebnis gesamtkommunal getragener Verantwortung. Entscheidend ist das langfristige Commitment aller Beteiligten und die erfolgreiche Absicherung der finanziellen und personellen Ressourcen zum Projektende.
Beschreibung
Das sichtbare und laute Engagement aus dem Stadtteil wurde und wird - s. Kriterium 3 - aktiv eingebunden. Das Haus fördert informelle Begegnungen - kuriert und zufällig, zwischen bürgerschaftlichem Engagement und institutionalisiertem Hauptamt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
FB Senioren | Kommunaler Seniorenservice Hannover – Nordstadt, Hainholz, Brink-Hafen, Vinnhorst ; Netzwerk für Senioren im Stadtbezirk 13 ; KSD Kommunaler Sozialdienst ; Stadtteilkultur ; Volkshochschule ; Sozialdezernat u.a..
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturtreff Hainholz; Kargah e.V. – Iranische Bibliothek & Dokumentationszentrum; Spokusa – Interkultur / Transkultur; TuT – Schule für Tanz, Clown & Theater; Theater Nordstadt; Atelier Block 16; u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
21 Kitas als feste Bildungspartner (32 Kitas liegen im Einzugsbereich); 11 Kinderhorte - z.T. in unterschiedlicher Träger*innenschaft; Werkhof Hannover u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
CJD Familienzentrum Nordstadt; Familienzentrum Voltmerstrasse / Hainholz; Katholisch-Internationales Familienzentrum St. Maria; Sozialforum (Offener Zusammenschluss von ca. 30 Vereinen, Gruppen und Institutionen); Caritas; Jugendzentren; Johanniter u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Spokusa e.V. (Verein für Sport, Kultur und soziale Arbeit); Werkstatt Schule e.V.; Was mit Herz e.V.; Jugendberatung Hinterhaus; Naturfreundejugend; Stadtteilzentrum Bürgerschule; u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
4 Grundschulen (GS Auf dem Loh, GS An der Uhlandstrasse, GS Vinnhorst, GS Fichteschule); Gymnasium Lutherschule; Berufsbildende Schule BBS / Anna Siemsen Schule; Rucksackschule / Rucksackmütter; u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
lokales Gewerbe; Dialogrunde Nördlicher E-Damm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Miteinander für ein schöneres Viertel e.V. (MSV ); hanova Plus (Nachbarschaftsfrühstück)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HAZ, Stadtkind; u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtbezirksrat; Vertreter*innen in übergeordneten Gremien (Stadtrat, Regionsversammlung, Landtag, Bundestag); Senior*innenbeirat; Integrationsbeirat; Vertrer*innen einzelner pol. Fraktionen, Bürger*inneninitiative; u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kund*innen der Stadtbibliothek und engagierte Mitwirkende der AWO
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Polizei Nordstadt / Kontaktbeamtin
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendkirche Hannover; Katholisch-Internationales-Zentrum-Hannover (KIZH); Ev. luth. Nordstädter Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Es ist vorstellbar, ab 2029 die Hausleitung zu 50% aus dem städtischen Haushalt zu übernehmen und bis dahin die Kosten für Wachpersonal deutlich zu reduzieren. Parallel wird ein Konzept zur Verstetigung durch Projektmittel (z. B. Quartiersfonds, Stiftungsgelder) entwickelt. Die strukturelle Anbindung an Stadtbibliothek, AWO und FB Senioren sichert organisatorische Nachhaltigkeit und langfristige Verankerung im Gemeinwesen.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Aufbau eines Familienzentrums in der Kita Altländer Viertel

Ansprechpartner
Lona Hollander
Funktion Abteilung Soziale Hilfen und Integration
Die Kita im Brennpunktquartier Altländer Viertel soll zu einem Familienzentrum weiterentwickelt werden.
Projektbeschreibung
Der Ausbau einer Kita zu einem Familienzentrum soll speziell innerhalb des Quartiers Bewohnende erreichen. Präventiv soll es in der Folge die Bildungswege der Kleinen sowie deren Familien und damit gesamtgesellschaftlich positiv beeinflussen und aufklärende Elternarbeit leisten. Der konzeptionelle Gedanke dieses Förderantrags zielt darauf, alles unter einem Dach für die Arbeit an den Kindern und gemeinsam mit den Eltern zu ermöglichen. Ein Familienzentrum wird als Mehrwert für alle Institutionen betrachtet, weil es neben dem regulären QM noch fehlt. Dies hat die Evaluation der aktuellen Bedarfe nach dem 2021 eingeführten QM gezeigt. Diesen Bedarfen soll durch qualifiziertes Fachpersonal in der Kita dahingehend begegnet werden, dass unter demselben Dach interkulturelle bedarfsgerechte Angebote unterbreitet werden. Durch die Kooperation mit Kinderärzten, Logopäden, Hebammen, dem örtlichen Sportverein für Mutter-Kind-Turnen und anderen Akteuren sollen Angebote geschaffen werden wie Sprachkurse, internationale Kochkurse, Spiel- und Leseaktionen für Kinder und Eltern auf Deutsch und in unterschiedlichen Muttersprachen, Elterncafés, Beratung durch Kita-Sozialarbeiterinnen. Sprachfördermaßnahmen sollen die mitgebrachte Heimatsprache sowie die neu zu erlernende Fremdsprache beinhalten, um sich im Familienzentrum fachlich pädagogisch unterstützt heimisch zu fühlen und mit dem Quartier als zuhauseähnlichem Sozialraum zu identifizieren. Das Familienzentrum wird dabei als Begegnungsort aller Quartiersbewohnenden verstanden mit dem Schwerpunkt Familienarbeit. Insb. durch EU-Binnenmigrationen hat der Zuzug bildungsferner Familien aus Südosteuropa stattgefunden. Diese Familien sind eher darauf bedacht, unter sich zu bleiben. Gegenüber Geflüchteten, welche bei der Einreise verpflichtet waren, in städtischen Unterkünften zu leben und dadurch positive Erfahrungen mit Behörden haben, hegen gerade südosteuropäische Eltern eher eine Behördenskepsis welche sich auch auf staatliche Bildungseinrichtungen bezieht, weil ihnen diese aus dem Herkunftsland üblich zu sein scheint. Mitgebrachte Diskriminierungserfahrungen scheinen diese Zurückhaltung ebenfalls zu beeinflussen. Daher soll über die Kinder ein gemeinsames Familienverständnis im Quartier erreicht werden. Gerade der Begriff der Familie ist ein hohes Gut aller Nationalitäten und der "gemeinsame Nenner" des Zusammenlebens. Pädagogisches Fachpersonal gewinnt damit eine Öffnung des Kitaalltags durch ganzheitliche Begleitung.
Laufzeit
2026-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Seit dem Jahr 2021 wird das QM sowie eine Kooperation mit einem Bildungsträger aus Mitteln des niedersächsischen Integrationsfonds gefördert. QM ist etabliert und die Beteiligung der Bewohnerschaft soll in selbst tragende Strukturen überführt werden. Aus dem städtischen Haushalt werden beträchtliche Eigenanteile beigesteuert, indem sozialer Brennpunktbildung bestmöglich entgegengewirkt wird. Aktuell hat die Stadt ein Grundstück veräußert mit der Maßgabe, dort 84 neue Wohneinheiten für sozialen Wohnungsbau zu errichten. Das Ziel ist ein ausgewogenes Belegungsmanagement, um Bestandsbewohnende des Quartiers mit dem Wunsch, den Geschosswohnungsbau aus den 1970ern zu verlassen und neu angekommenen Geflüchteten sowie Sekundärzugewanderten zielgerichtet integrativ zu begegnen. Das Quartier ist aufgrund der Vielzahl diverser Nationalitäten, auch bildungsferner Familien aus Südosteuropa und ausgeprägtem Transferleistungsbezug über alle Nationalitäten im innerstädtischen Vergleich ein Brennpunkt. Diskriminierungserfahrungen und ein Fremdheitsgefühl unter allen Bewohnenden soll durch konzentrierte generationenübergreifende Familienarbeit entgegengewirkt werden. Aktiv soll ein Familienzentrum als zusätzlich tragendes Element entwickelt werden mit Personal aus endender Hortbetreuung. Der Unterstützungs- und Beratungsbedarf zum Teil bildungsferner und regional noch nicht verwurzelter Eltern ist erheblich. Über Kinder funktioniert die Beziehungsarbeit sowie Kontakt zu und mit Eltern. Beschäftigte arbeiten aus Überzeugung im Altländer Viertel. Unterstellt, dass ausländische Bewohnende dort auch freiwillig und gern leben, soll gemeinsamen Vorurteilen geschlossen entgegen getreten werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hansestadt Stade
Beschreibung
Das Altländer Viertel liegt am Stadtrand Stades in Bahnhofsnähe und liegt an einer Haupteinfallstraße. Auf der anderen Seite des Viertels haben Jobcenter, Jugendamt und Finanzamt neu gebaut. Ansonsten grenzt es an ein Naherholungsgebiet und eine Einfamilienhaussiedlung. Die Straßen tragen die Namen des Alten Landes. Im Altländer Viertel gibt es keinen Hausarzt, in der Nähe keinen Kinderarzt und daher ist das Thema Gesundheitsfürsorge für Quartiersbewohnende neben anderen Themen überaus wichtig.
Einwohnerzahl
3000
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
interne Demographie-Software
Projektgebiet in Prozent
80
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Aktuell umfasst das Quartiersmanagement neben der Kooperation mit dem Berufsbildungswerk Cadenberge auch die Vernetzung aller Akteure von der Stadtjugendpflege, Grundschule, Kitas, Bildungsträgern und Ehrenamtlichen. Es gibt einen Chor für Erwachsene mit dem Namen "frisch gemischt", vogelkundliche Spaziergänge, Wildmüllsammelaktionen, Beteiligungsmanagement für Jugendliche und ein angesehenes und genutztes Jugendhaus. Aufgrund der neu errichteten Wohnanlage ist der Bedarf an familiengestützten Angeboten noch weiter gestiegen, obwohl er bereits davor nicht gereicht hat. Ein Familienzentrum als städtisches flankierendes Angebot zum sozialen Wohnungsbau ist daher erforderlich. Diese Erkenntnis hat der Quartiersmanager erlangt und sich laufend dafür eingesetzt, für Familien zugeschnittene Angebote zu schaffen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kinder werden über Eltern erreicht. Eltern erreicht man, indem ihnen unter dem demselben Dach wie den Kindern, also im selben Sozialraum, Angebot unterbreitet werden können.
Beschreibung
Bestmöglich vermittelte Bildung und Erziehung im Kita-Alter unter Einbeziehung der Eltern ist das wertvollste Kapital für die nachfolgende Grundschule Montessori.
Beschreibung
Bewohnende des Quartiers und deren Kinder selbstbewusst einen Beitrag für ein gelingendes Miteinander dauerhaft leisten lassen.
Vorhandene Strukturen
Es gibt im Quartier bereits engagierte Eltern, hauptsächlich Mütter, die bei Ferienspaßaktionen oder auch den Stadtteilfesten mitwirken. Zu Kinderaktionen gehören Freies Tanzen sowie Basteln und Backen wie in anderen Stadtteilen auch, nur eben nationenübergreifend. Durch das Zusammenbringen von Fachpersonal und ehrenamtlichen Eltern entstehen erweiterte Strukturen der vernetzten Elternarbeit. Bisher gibt es kein Familienzentrum, sodass es schwierig ist, Familien die unter sich bleiben wollen, pädagogisch zu erreichen. Das Quartiersmanagement wirkt personell, weil der Mitarbeiter Islamwissenschaften studiert hat. Der wissenschaftliche Ansatz ist vorhanden und abgedeckt. An ehrenamtlichem Engagement im Mehrzweckraum und dem Stadtteilbüro fehlt es unter Erwachsenen nicht unbedingt. Nach Auffassung der quartiersansässigen Akteure fehlt es an einem Familienzentrum, um den Eltern mit Migrationshintergrund mit pädagogischem Fachpersonal und vor allem pädagogischem Konzept zu helfen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadtjugendpflege
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Montessori und Kita St. Georg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Familienbildungsstätte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hebammen, LogopädInnen und KinderärztInnen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verein für Leibesübungen zum Mutter-Kind-Turnen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kurse der Evangelischen Familienbildungsstätte "Familien erleben zusammen Sprache"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Als Brennpunktquartier ist das Altländer Viertel ohnehin gelegentlich in der Presse. Das Quartiersmanagement und das Familienzentrum sind ein positives Kontergewicht in der öffentlichen Wahrnehmung.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Politik ist offen, zugewandt und aufgeschlossen für Ideen, die das Altländer Viertel positiv beeinflussen. Dies soll erhalten bleiben.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Langfristig soll frei werdendes Hortpersonal an den Arbeitgeber gebunden werden, um den gesetzlichen Anspruch der Ganztagsbetreuung sicherstellen zu können. Zum Erhalt der Motivation soll ein Familienzentraum auch ein modernes Arbeitsumfeld ermöglichen, neben den gemeinbedarfsorientierten Themen zugunsten der Quartiersentwicklung. Bisher war es so, dass Mitarbeitende gern und aus persönlicher Überzeugung im Quartier gearbeitet haben. Dieser Standard soll auch in der Außenwirkung so sein.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Bildung to go - wir liefern Bildung ins Quartier!

Ansprechpartner
Kirstin Beckmann
Funktion Projektreferentin
Wir liefern Bildung ins Quartier - aufsuchende Bildungsarbeit
Projektbeschreibung
Motto: Gemeinsam lernen: niedrigschwellig, offen und kostenfrei Konzept An 4 Lernstandorten im Quartier (Nordstadt Hameln) konnte die vhs Hameln-Pyrmont seit Mitte 2024 wertvolle Erfahrungen im Bereich Grundbildung sammeln. Wir können festhalten: Die Grundbildungsangebote an den Pilotstandorten sind wirksam, schaffen Netzwerke und bringen Menschen miteinander in Kontakt, die ohne unsere Bildungsarbeit nicht vernetzt wären. Ziel des Projektes ist es, mit neuen Sprachcafé-Angeboten in stark migrantisch geprägte Quartiere Hamelns zu gehen, d.h. neue Begegnungsorte gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern aufzubauen und damit neue Lernorte in den relevanten Quartieren als Anlaufstelle für Bewohner*innen der jeweiligen Stadtviertel zu schaffen. Das bedeutet, dass Quartiere wie Nordstadt, Altstadt und Südstadt versorgt werden sollen und dabei das Thema aufsuchende Bildungsarbeit vorangetrieben wird. Im Detail bedeutet dies: Die Sprachcafés („Deutsch üben“) bieten einen niedrigschwelligen Zugang zu Angeboten des Sprachgrunderwerbs und der Alphabetisierung in den Quartieren. Durch die angestrebte enge Kooperation mit der Sprachkoordinierungsstelle des Landkreise Hameln-Pyrmont kann die Volkshochschule den im Landkreis unversorgten Deutschlernenden ein Bildungsangebot mit authentischen Redeanlässen bieten. Dabei werden Personen aufgefangen, die sich in einer „Kurs-Übergangsphase“ befinden, d.h. die andernfalls entweder temporär, noch oder wieder unversorgt wären. Die Sprachcafés dienen dabei als Anlaufstelle vor Ort, werten die Wohnquartiere auf und leisten einen entscheidenden Beitrag zu Integration und Teilhabe. Sinnvoll ist es hier, die Lernenden jeden Alters aus ihren derzeit klar abgegrenzten „Bubbles“ durch weitere Angebote herauszuholen und miteinander zu vernetzen. Neben klassischen Deutschlern-Angeboten werden durch gemeinsame, angeleitete Quartiersaktionen unter dem Motto „Nachbarschaftshilfe“ (z.B. Fahrrad-Reparaturwerkstatt, Einkaufs- und Hausaufgabenhilfe) intergenerationelles Lernen und interkulturelle Interaktion ermöglicht. Vorteil ist dabei, dass alle Generationen die Bildungsangebote direkt in ihren Wohnquartieren wahrnehmen können und von kurzen Wegen profitieren. Die Projektidee schließt damit Lücken in der Versorgung von Zugewanderten im Bereich Sprachenlernen (DaZ).
Laufzeit
2025-03-25 00:00:00
Ausgangslage
* unversorgte Quartiere * Nordstadt: hoch-migrantisch (s. 1. Antrag ) * unversorgte Menschen (aller Generationen) * Lücken in Versorgung mit Sprachförderung (Leerstellen) * wir schließen Lücken * Personen, die anderweitig keine Sprachförderung erhalten könnten * eingeschränkte Mobilität, eingeschränkte Partizipationsmöglichkeiten