Guter Nachbar, machbar: ein Dorf, ein Haus, ein Miteinander
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Eva-Maria Junker-Schlarmann
| Funktion | Projektkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Füreinander mitgestalten, miteinander neu entfalten
Projektbeschreibung
Holdorf ist eine Gemeinde mit ca. 7600 Einwohnern. Gerade in der jüngsten Vergangenheit ist Holdorf kontinuierlich gewachsen. Neue Baugebiete sind entstanden, viele Mietwohneinheiten sind dazu gekommen. Dies bedeutet auch den Zuzug neuer BürgerInnen. Diesen Zuzug gilt es nun zu kompensieren, die „neuen“ zusammen mit den „alten“ Holdorfern ins „Gemeindeboot“ zu holen, eine Schnittstelle zu schaffen. Eine Schnittstelle zwischen BürgerInnen, einem dafür geeigneten Ort, mit einem zuständigen Ansprechpartner. Der passende Ort, das neue Bürgerhaus, dessen Fertigstellung ca. Herbst 2024 vorgesehen ist. Nun fehlt es an einer entsprechenden Fachkraft, die sich um die Aktivierung und Beteiligung der BürgerInnen in der Mitgestaltung kümmert.
Diese Mitgestaltung kann wie folgt aussehen: ein Bürgerfest im Bürgerpark etablieren, unter Einbindung des Gewerbes, des Handels, der Landwirtschaft und der Vereine. Eine Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen planen, um dem auch hier erfahrungsgemäß immer einflussreicher werdenden Part des Medienkonsums entgegenzuwirken, zum Beispiel in Form von "Waldbaden mit Kindern und Jugendlichen", einem regelmäßig stattfindenden Kinderkino unter Einbindung einer gezielten Thematik.
Eine Ausstellung im Bürgerhaus ins Leben rufen, gemeinsam mit hiesigen Künstlern und den BürgernInnen den für sich schönsten Ort im Dorf auf Leinwand zu bringen oder zu fotografieren, um dann die „Herzensorte“ der BürgerInnen zu präsentieren.
Die Vereine und auch die Politik ansprechen, um Generalversammlungen oder Sitzungen im Bürgerhaus abzuhalten, diese dort über Neuigkeiten und Förderprogramme zu informieren oder Termine zu koordinieren.
Das Zusammenführen von Jung und Alt, gemeinsame Veranstaltungen: Wie nutze ich das Internet, wie bediene ich ein Smartphone. Junge Menschen geben ihr Wissen weiter, das führt zu Wertschätzung. Vorurteile werden abgebaut und das Miteinander wird generationsübergreifend gestärkt.
Hilfe für und Integration von ausländischen Mitbürgern: regelmäßige, offene Treffen anbieten, sich austauschen können, Probleme besprechen. In Zusammenarbeit mit dem Familienbüro und dem Sozialamt Fragen und Themen erörtern und weiterhelfen.
Dabei sollte die Beteiligung der BürgerInnen mit ihren Ideen und Wünschen im Vordergrund stehen, um sich besser mit ihrem Wohnort identifizieren zu können. Es braucht jemanden, der koordiniert. Diese Stelle ist aus politischer Sicht jedoch nur über eine Co-Finanzierung realisierbar.
Laufzeit
2023-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Verschiedenste Gründe tragen dazu bei, dass sich der Ort verändert, sei es durch Generationswechsel, demographischen Wandel oder, dass sich durch neue Baugebiete und die Schaffung immer mehr Mietwohnungen, die soziale und gesellschaftliche Struktur verändert. So entstanden vor einigen Jahren, relativ nahe des Ortskerns mehrere Wohnblöcke mit Mietwohnungen, unweit eines Discounters. Diese tragen aufgrund ihrer Besiedelungsdichte mittlerweile den Namen „Netto Ghetto“.
Es geht entscheidend um das Erhalten und den Ausbau des gemeinschaftlichen Dorflebens. Die Bereitschaft sich einzubringen wird immer geringer. Die Leute kommen gebürtig nicht von hier oder wohnen nur hier, anstatt hier zu „leben“. Das klassische Gemeindeleben scheint "keinen mehr etwas anzugehen". Die Wahrnehmung der örtlichen Demokratie, auch in Bezug auf Wahlbeteiligung, findet immer weniger Beachtung. Die Menschen kennen die Leute nicht mehr, die ihnen von den Wahlplakaten entgegenblicken.
Im Ortsteil nebenan hat kürzlich der einzige kleine Lebensmittelladen geschlossen. Gerade für die Älteren ist somit ein gut erreichbarer Anlaufpunkt, auch aufgrund fehlender Mobilität und ein Treffpunkt zum „Schnacken“ weggebrochen.
Der aktuellen Situation des „immer mehr für sich Seins“ und somit auch des Einschlafen des Ehrenamtes, das auf dem Land von so großer Bedeutung ist, muss etwas entgegengesetzt werden. Es bedarf zwangsläufig der Schaffung einer Stelle, die sich dieser Problematik annimmt. Diese Stelle ist jedoch nur über eine Förderung möglich.
Es müssen ALLE angesprochen und angespornt werden, den Ort mit ihren Ideen und ihrem Einsatz zu ihrer persönlichen und gemeinschaftlichen Wohlfühloase zu machen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Holdorf
Beschreibung
Holdorf ist eine Einheitsgemeinde im Landkreis Vechta in Niedersachsen mit einer Größe von 5.486 Hektar. Die Gemeinde liegt im Oldenburger Münsterland. Nachbargemeinden sind die Stadt Dinklage, die Gemeinde Steinfeld, die Stadt Damme und die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden im Landkreis Vechta sowie die Gemeinden Gehrde und Badbergen im Landkreis Osnabrück.
Einwohnerzahl
7672
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte.png
(218.12 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt stehen die BürgerInnen und deren Bedarfe. Durch das Abfragen von Interessen, soll das freiwillige Engagement geweckt und weiterentwickelt werden. Das Miteinander zu fördern und zu stärken steht im Vordergrund. Dies gilt es zu begleiten und dadurch langfristig eine GWA Struktur zu verankern. Ansatz des Projektes ist es vorhandene Ressourcen zu nutzen, das Bürgerhaus. Von hier aus haben die BürgerInnen die Möglichkeit gemeinschaftlich zu agieren und sich Miteinander zu engagieren. Somit bietet das Projekt die Möglichkeit die soziale Teilhabe zu verbessern. Das Haus wird zu einem Ort der Teilhabe. Für die BürgerInnen bietet sich die Möglichkeit des Netzwerkens, der Kommunikation und des Austausches. Durch aktivierende Befragungen während des Projektzeitraums und darüber hinaus, Workshops, Runde Tische, Arbeitskreise, wird die Einbindung der BürgerInnen und deren Bedürfnisse sicher gestellt. Dabei werden Kommune und Politik kontinuierlich mit einbezogen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Bürgerhaus für jeden offen und erreichbar ist. Die BürgerInnen es als Anlaufstelle mit ihren Anliegen wahrnehmen, dort entsprechende Ansprechpartner haben und bedarfsgerechte Angebote auf Akzeptanz stoßen.
Kriterium
Beschreibung
Die BürgerInnen ihre Projekte und Ideen, in enger Zusammenarbeit und mit Unterstützung von Kommune und Politik, nach ihren Vorstellungen verwirklichen können.
Kriterium
Beschreibung
Neue Angebote werden durch neue Zielgruppen wahrgenommen. Es zu einem Austausch zwischen Jung und Alt, Zugezogenen und Alteingesessenen, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund kommt.
Beschreibung
Es zu regelmäßigen Veranstaltungen kommt, z. B.: ein Bürgerfest im Bürgerhaus & Bürgerpark, dessen Initiatoren die BürgerInnen selbst sind. Bei diesem Bürgerfest möglichst viele Akteure gibt, bestehend aus BürgerInnen, Vereinen, Gewerbe und Handel.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Schützenvereine, Sportvereine, Heimatverein, Verein Zukunft für Jugend, Musikverein
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Bürgerhaus dient als Ausgangspunkt und zentrale Wirkungsstätte der GWA. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass dieses Haus vom Bürgermeister gewollt und zugleich ratifiziert ist, ist eine Finanzierung nach Ablauf der Förderung, die diese Stelle zum jetzigen Zeitpunkt erst möglich machen würde, durch Kommune und Politik abgesichert. Aufgrund aktueller größerer, finanzieller Hürden seitens der Gemeinde, lässt dies eine Finanzierung dieser Stelle zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bunter Ring - Vernetzte, nachhaltige Gemeinwesenarbeit im Braunschweiger Stadtteil Westliches Ringgebiet
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Martin Stützer
| Funktion | Einrichtungsleitung der Migrationsberatung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Bunter Ring - Vernetzte, nachhaltige Gemeinwesenarbeit im Braunschweiger Stadtteil Westliches Ringgebiet
Projektbeschreibung
Im Braunschweiger Quartier „Westliches Ringgebiet“ soll eine vernetzte Gemeinwesenarbeit mit Schwerpunkten auf Nachhaltigkeit, Ökologie, Integration sowie demographischen Wandel initiiert werden. Demokratische u. gesellschaftliche Teilhabe sowie wechselseitige Toleranz der heterogenen Bewohner*innenschaft sollen gefördert werden. Die Herausforderungen des demographischen Wandels und Integration, seit Februar 2022 auch von ukrainischen Kriegsvertriebenen, berühren alle Bereiche des Gemeinwesens. Es sollen integrative Handlungsansätze entwickelt werden, die die Gemeinwesenarbeit mit der Stadtteilentwicklung verknüpfen. Keimzelle der Bemühungen ist der "Garten ohne Grenzen für ältere Menschen aus aller Welt" - ein örtliches, nicht auskömmlich finanziertes Gemeinschaftsprojekt. Der Stadtteil zeichnet sich durch Nachbarschaften mit kultureller Vielfalt und langjährige Bemühungen um die Gestaltung der sozialen und städtebaulichen Infrastruktur im Rahmen des Quartiersmanagements aus. Wir möchten einen neuen ökologischen Aspekt zur nachhaltigen Entwicklung des Quartiers implementieren.
Mithilfe einer anfänglichen Explorationsphase soll in Einbeziehung des Quartiersmanagements evaluiert werden, inwiefern eine Unterversorgung der Gemeinwesenarbeit besteht.
Dabei stehen Nachbarschaftsaktivitäten an öffentlichen Orten, Beratungsangebote sowie Lern- u. Freizeitangebote in einer generationsübergreifenden Perspektive im Mittelpunkt. Durch Vernetzung sollen neue Handlungsmöglichkeiten erschlossen werden u. Maßnahmen verankert werden.
Vor dem Hintergrund der Versuche von Rechten, den öffentlichen Raum einzunehmen, sollen Möglichkeiten gefunden werden, um Toleranz und ein friedliches Miteinander - wie bspw. im Saisonprojekt "Garten ohne Grenzen" praktiziert - fortzusetzen.
• Nachbarschaftsaktivitäten an öffentlichen Orten
• Beratung u. Aufklärung zu Arbeitsmarkt, Schule, Familie, Erziehung, Ernährung
• Bildung u. Freizeit: Kunst, Kultur, Sport, Angebote f. Kinder
• Politische u. Allgemeine Bildung
Mit dem Projekt "Bunter Ring" werden Angebote für prioritäre Zielgruppen geschaffen, um verschiedene Perspektiven in einen Austausch treten zu lassen. Wir möchten mit bestehenden Initiativen kooperieren und diese sinnvoll ergänzen, um gesellschaftliche Teilhabe durch Vernetzung zu erhöhen. Das Gemeinwesen soll, auch unter Einbindung von Migrant*innen, gestärkt und stabilisiert werden.
Zur Umsetzung wird eine hauptamtliche Koordinierungsstelle eingerichtet.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Quartier bestehen sozial-räumliche Probleme, die sich durch Verdrängungseffekte für benachteiligte Anwohnergruppen verschärfen. Kinder u. Senioren im Westlichen Ringgebiet sind besonders betroffen von Armut sowie - insbesondere im Fall von Migrationshintergrund - mangelnder Teilhabe.
Als Alternative zur fortschreitenden Urbanisierung möchten wir die Gedanken von Selbstversorgung, Wertschätzung von gesunden, insbesondere selbst angebauten, Lebensmitteln und Freizeitgestaltung in der Natur fördern.
Keimzelle des neuen Projekts ist der "Garten ohne Grenzen für Ältere aus aller Welt", eine Gemeinschaftsinitiative von der Stadt Braunschweig, Caritasverband und AWO-Bezirksverband Braunschweig. Als Saisonprojekt bewirtschaften ca. 30 Senior*innen Parzellen unterschiedlicher Größe. Die geringe finanzielle Ausstattung in Höhe von jährlich 17.500 € aus dem städtischen Etat lassen eine Anpassung auf weitere Zielgruppen, inhaltliche und räumliche Ausdehnung sowie eine Erweiterung zum Ganzjahresprojekt nicht zu.
Verschärfend kommt hinzu, dass die soziale Infrastruktur des Westlichen Ringgebiets während der Corona- Pandemie nur eingeschränkt genutzt werden konnte. Die sozialen Kontakte in der Nachbarschaft und im gesamten Quartier wurden in allen Altersgruppen reduziert.
Weiterhin sei darauf hingewiesen, dass Rechtsextreme verstärkt versuchen, im Stadtteil den öffentlichen Raum einzunehmen. Es kam zu regelmäßigen Polizeieinsätzen. Die Stadtteilkonferenz des Westlichen Ringgebietes reagierte mit der Initiative „Platz für Vielfalt“ am Frankfurter Platz. Ein weiteres Einsetzen für Toleranz und Vielfalt ist somit dringend notwendig. Hierbei soll der "Bunte Ring" mitwirken.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Westliches Ringgebiet Kommentar: Das Sanierungsgebiet Westliches Ringgebiet umfasst ca. 14.000 EinwohnerInnen – der „statistische Bezirk“ Wilhelmitor-Süd umfasst ca. 8100 EinwohnerInnen.
Beschreibung
Das Projektgebiet Wilhelmitor-Süd ist der statistische Bezirk 11 der Stadt Braunschweig und umfasst den südlichen Teil des Stadtbezirks Westliches Ringgebiet. Das Gebiet wird im Nordwesten durch die Broitzemer Straße begrenzt. Im
Norden grenzt es an den Madamenweg. Im Osten folgt die Grenze dem Verlauf des Flusses Oker bis zur Trasse der Eisenbahngleise zwischen Braunschweig Hbf und Vechelde im Süden. Im Westen wird das Gebiet durch die Autobahn A 391 begrenzt.
Einwohnerzahl
7975
Quelle / Anmerkungen
Melderegister der Stadt Braunschweig, Bundesagentur für Arbeit (Quartalsdaten), Referat Stadtentwicklung, Statistik und Vorhabenplanung der Stadt Braunschweig
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Als nicht-investives Projekt trägt das Projekt zu Umsetzung des im Braunschweiger Zukunftsbild 2016 formulierten Handlungsauftrag „Kultur- und Bildungsangebote sowie generationsübergreifende Lern- und Freizeitangebote in den Quartieren für alle Bewohnerinnen und Bewohner schaffen“ bei. Als mögliche nächste Schritte wurden darin „Bestands- und Bedarfsanalyse von Angeboten durchführen; bestehende Orte und Angebote stärken und vernetzen; nach Bedarf neue Orte und Angebote definieren“ genannt. Der Ansatz von Nachhaltigkeit und Ökologie in Kombination mit den anderen Zielen und Maßnahmen weist hohe Bedeutung für diesen Stadtteil aus, durch den sich das sog. "Ringgleis" wie ein grünes Band - oder eben ein "grüner Ring" - zieht!
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Menschen im SGB-II-Bezug
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Personen 65 Jahre und älter
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz von Gemeinwesenarbeit entsprechend der Definition der LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V. mit einer themen- und zielgruppenspezifischen Fokussierung.
Die künftige Projektkoordinatorin wird, ausgehend vom Garten ohne Grenzen, eine Anlaufstelle für die heterogene Bewohner*innenschaft einrichten. Als "Kümmererin" wird sie sich für das friedliche Miteinander aller Menschen im Quartier engagieren. Ein Grundstock von ehrenamtlichen Helfer*innen besteht und kann ausgebaut werden. Politik und Verwaltung begrüßen das Vorhaben. Der Träger AWO Braunschweig hat als Träger des Nachbarschaftsladens Heidberg Erfahrung und Expertise in der Quartiersarbeit. Eine enge Verzahnung mit regelmäßigem Erfahrungsaustausch und kollegialer Beratung wird angestrebt.
Es entsteht eine zentrale Informations- und Anlaufstelle, die Stadtteilbewohner*innen mittels unterschiedlicher Wege über die aktuellen Entwicklungen im Stadtteil und über die geplanten Veranstaltungen informiert, Umfragen zu relevanten Themen aus dem Quartier veröffentlicht, Ehrenamtliche akquiriert usw.
Geplant ist die Gestaltung eines bedarfsorientierten, vielfältigen Bildungs- und Freizeitprogramms für alle Bewohner*innengruppen. So soll im Verbund mit den Kooperationspartnern ein eigenständiger Beitrag - mit nachhaltiger und ökologischer Ausrichtung - zur Förderung des Gemeinwohls entwickelt werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
es uns gelingt , in einen inhaltlischen Austausch mit anderen Braunschweiger Projekten zu treten und gegenseitig von den Erfahrungen und Inhalten profitieren zu können
Kriterium
Beschreibung
es uns gelingt unser Vorhaben der Einbindung von Migrant*innen, Frauen und älteren Menschen im Quartier zu realiseren
Kriterium
Beschreibung
es uns gelingt, im "Garten ohne Grenzen", der Keimzelle des Projekts, unter Beteiligung von Menschen unterschiedlicher Herkunft einen selbst verwalteten Beirat zu installieren
Kriterium
Beschreibung
es uns gelingt, mit Arbeitgeber - und Arbeitnehmerverbänden Handlungskonzepte zur Förderung der beruflichen Integration von Menschen im Quartier auf den Weg zu bringen
Beschreibung
es uns gelingt, ausgehend vom Garten ohne Grenzen gemeinsam nachhaltige Veranstaltungsformate mit den unterschiedlichen Bewohner*innengruppen zu entwickeln und diese gemeinsam durchzuführen
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Die südliche Hälfte des Braunschweiger Stadtbezirks 310 wurde 2001 als Sanierungsgebiet "Westliches Ringgebiet" förmlich festgelegt und in das Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt“/ seit Anfang 2020 „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“) aufgenommen.
Die Stadt Braunschweig hat die plankontor Stadt & Gesellschaft GmbH im September 2002 mit dem Quartiersmanagement beauftragt. 2002 wurde auch das Stadtteilbüro in der Hugo-Luther-Straße 60a eingerichtet, in dem plankontor integriert in das Quartierszentrum seither seinen Sitz hat.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Mütterzentrum Braunschweig e.V./ MehrGenerationenHaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirche im Westlichen Ringggebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AntiRost Braunschweig e.V. (Senioreninitiative in Form eines Repair-Cafés)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nähwerkstatt "Flickwerk"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Spielstube Hebbelstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Familienzentrum "Schwedenheim"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement plankontor GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Polnisch-deutscher Hilfsverein (Poldeh)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Angestrebt wird die Aufnahme des "Bunten Ring" in die Riege der kommunal geförderten Nachbarschaftszentren (neues Konzept der Stadt Braunschweig).
Kontaktaufnahme zu Stiftungen
Gründung eines Fördervereins
Mitwirkung am neuen Arbeitskreis Quartiersprojekte in Braunschweig
Teilnahme an relevanten Stadtteilgremien
Teilnahme an relevanten Arbeitskreisen (Netzwerk Integration, AG Wohnungslosigkeit, SGB-II-Austausch)
11. Medien
Galerie
Videos
garten_ohne_grenzen.mp4
(172.77 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
BZ Tante Emma: Initialisierung einer gesamtstädtischen GWA in Cuxhaven
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sven Wersien
| Organisation | Christus Centrum Cuxhaven Flüchtlingshilfe/ IG Sozialwerk |
|---|---|
| Funktion | 1.Vorsitzender |
2. Kurzbeschreibung
HEIMAT Tante Emma... ein Platz für ALLE.
Projektbeschreibung
Nach dem Motto: „Nicht reden...machen!“ begann 2014 unsere Möbelhilfe für Geflüchtete, die Vereinsgründung erfolgte 2017. Die Zielgruppe wurde daraufhin auf alle Einwohner*innen (EW) erweitert. Durch die Verknüpfung von Ehren- und Hauptamt wurde zudem eine Basis für eine erste „zarte“ Gemeinwesenarbeit (GWA) im Innenstadtbereich gelegt. Durch die Kontakte in den Wohnungen der EW entstanden vertrauensvolle Beziehungen. Daraus ergaben sich Kenntnisse von weiteren Bedarfen u. Nöten auch anderer EW. Es wurden Angebote etabliert oder zu anderen Beratungsstellen weitervermittelt. Was neben der aufsuchenden Geh-Struktur aber fehlte, war ein Ort, wohin die EW dann auch kommen konnten. 2020 haben wir mit der Eröffnung des Begegnungszentrums (BZ) Tante Emma eine konkrete Anlaufstelle (Komm-Struktur) im Innenstadtbereich erschaffen. Dessen 5 Bereiche KAUF-, WERK-, FREI- und DIGITAL-Raum sowie unser Stadtteilbüro erfüllen jeweils eigene Funktionen, sind aber unmittelbar voneinander abhängig. (s.A.)
Wohlbekannt in Cux bietet unser BZ soz. Angebote sowie eine erweiterte GWA für ALLE EW. Multiple Grundpfeiler der GWA wurden errichtet und gefestigt wie z.B. HEIMAT für Begegnung, Austausch, Teilhabe u. Bildung in off. Atmosphäre (s.A.), interagierende Nachbarschaft, hohe EA-Struktur, eine Anlaufstelle mit attrakt. Außenpräsentation, ein gut vernetzter hauptamtl. GWA´ler, ein barrierefreies Stadtteilbüro, multiple Veranstaltungen sowie eine sehr hohe öff. Aufmerksamkeit. Eingebunden in die lok. Ökonomie unseres Stadtteils (s. LoI Punkt Nachhaltigkeit) und durch unseren Handelsort: „KAUF-Raum“ sowie der Vermietung von Teilflächen u. Co-Working Spaces werden knapp 60 % unserer Kosten selber getragen. Dsbzgl. erhielten wir sehr viele Anfragen anderer Projekte. Es wurde also viel erreicht, dennoch haben wir 3 Hauptziele in den nächsten 3 Jahren. Wir werden:
1. unsere vorh. GWA ausbauen, mit dem Ziel ein interkult. HEIMAT-Zentrum zu werden und dabei gleichzeitig die Jugend mit ins Boot zu holen. (GWA)
2. der Motor einer gesamtstädt. GWA sein. Wir vereinen unser Netzwerk zum Wohle aller Stadteile. Somit entsteht keine Konkurrenz unter den untersch. GWA-Projekten, wenn es z.B. um den Aufbau gesamtstädt. Koordination u. die Verteilung komm. Finanzen geht. Das Bündnis wird uns alle stärken! (Resilienz). (komm. GWA)
3. noch mehr fin. Unabhängigkeit durch die Erprobung neuer monetärer Quellen erzielen, die immer eine pos. Wirkung für alle Beteiligten hat. (intellig. Finanzierung)
Laufzeit
2024-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Sehnsucht nach Heimat (Geborgenheit, Vertrautheit, Zugehörigkeit) ist eine innere Kraft, die mit unerbittlichem Verlangen an unseren Herzen zieht. Aufgrund dieses Verlangens besteht unser BZ im Herzen Cuxhavens. Wir sind HEIMAT.
Durch akt. erhöhten Zuzug von Geflüchteten ins Quartier (ukr./afrik. Hintergrund), haben die unverzichtbare Notwendigkeit der interkulturellen Arbeit und damit verbundene Suche nach neuer Heimat eine neue Dimension erfahren. All das kommt „on top“ der schon vorh. priv. Verschuldung bei 19% der Erwachsenen im Quartier (BRD Ø 10 % / Armutsbericht LK), einem anony. Nebeneinander sowie heterog. Umfeld.
Durch unsere Netzwerkarbeit mit den anderen Stadtteilen sehen wir, dass o.g. Erscheinungen auch dort existieren, und dass benötigte Finanzen oft selber generiert werden müssen (Landes- Bundes- EU-Förderungen / Sozialkaufhäuser). Selten trägt diese die Kommune. Teilw. konkurrieren die Projekte sogar bei der Verteilung von kommunalen Geldern.
Der soz. Schieflage (z.B. Gentrifizierung, Armut, Einsamkeit) wird die Kommune nicht alleine Herr. Nur durch QM/GWA und deren multiplen-kreativen Tools sowie ehren- und hauptamtlichen MA kann dieser in Teilen entgegentreten werden.
Cuxhaven hat eine hervorragende Willkommenskultur. Allerdings ist der Idealismus stärker als der Pragmatismus. Dies ist sicher auch der starken Verschuldung der Stadt geschuldet.
Wir sehen den Menschen an 1. Stelle, in den „investiert“ soll. Daher muss ein neuer, starker GWA-Verbund der Verwaltung und lok. Politik aufzeigen, dass Willkommenskultur und Erschaffung neuer Heimat auch aufgrund auslaufender Förderungen nur mit finanzieller und organis. Hilfe der Kommune möglich sind.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Innenstadt "Alt-Cuxhaven"
Beschreibung
Unser Begegnungszentrum Tante Emma befindet sich im Stadtteil Alt-Cuxhaven, dem eigentlichen Stadtkern von Cuxhaven (s. Karte im Anhang). Einige Teile des Gebietes sind keine unmittelbaren Brennpunkte, aber hier haben sich lokale und überregionale Vermieter eine große Menge an Schlichtbauwohnungen gesichert, die nur in geringem Maße saniert wurden. Dadurch sind sie Zuzugsgebiet für Sozialbenachteiligte geworden. Viele der Menschen kommen nur hier an günstigen Wohnraum. Allerdings werden auch einige der Altbauten luxussaniert, und dadurch siedeln sich zudem viele finanzstarke Menschen, oft im Alter über 60 Jahre, in unserem Gebiet an. Dadurch entsteht in einigen Straßenzügen ein Gentrifizierungskonflikt.
Einwohnerzahl
13961
Quelle / Anmerkungen
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven Stand: 31.12.2021
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven - Stand: 31.12.2021
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven - Stand: 31.12.2021
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven - Stand: 31.12.2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung
Gesamtstadt: statistik.arbeitsagentur.de_ Stand Februar 2024
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung
Gesamtstadt: Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2024
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung
Gesamtstadt: Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2024
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung
Gesamtstadt: statistik.arbeitsagentur.de_Stand Februar 2024
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_csc_e.v.jpg
(99.48 KB)
uebersicht_stadtteilzentren_cuxhaven.jpg
(223.83 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen immer die Einwohner*innen unseres Stadtteiles sowie viele Menschen aus Cuxhaven, die unser Angebot nutzen und daran teilhaben. Unsere Hauptziele sind es, deren immateriellen sowie die infrastrukturellen Bedingungen (z.B. Beziehungen untereinander, Partizipation, Kultur, Grünflächen, Einkaufsmöglichkeiten) mit ihnen zusammen zu verbessern.
Es sind immer Ihre Themen und Bedarfe, die für uns handlungsbestimmend sind. Dabei sehen wir sie mit ihren Fähigkeiten und Talenten als aktive Player in der Verbesserung ihrer Lebensumstände. Alter, Herkunft, Bildung, Geschlecht, sozialer Status sind für uns nachrangig. Sie bieten vielmehr belebende und bereichernde Potentiale für das ganzheitliche und nachhaltige Miteinander in unserem innerstädtischen Gebiet. So können sich Initiativen um neu entdeckte Gemeinsamkeiten finden und aktiv werden. Wir verfolgen in unserem Projekt den Ansatz einer aufsuchenden Arbeit. Mittels der aufsuchenden und aktivierenden Befragung kommen wir mit EW in Kontakt und bauen Beziehungen auf. Da sie die Expert*innen für ihre Lebensrealität und ihr Umfeld sind, wollen wir sie für die aktive Gestaltung und zur Partizipation bei Gestaltungsprozessen gewinnen. Auf Dauer möchten wir uns als GWAler in unserer Aktivität zurücknehmen und zunehmend die Einwohner*innen zur Selbstorganisation führen (So viel Aktivität von GWA-Seite wie nötig, aber so wenig wie möglich!).
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
EinwohnerInnen die Interessen und Themen der Aktivitäten bestimmen und sie zum Erreichen ihrer Ziele Unterstützung und Hilfestellungen erhalten.
Kriterium
Beschreibung
BewohnerInnen eine zunehmende Selbstständigkeit in der Organisation und Durchführungen von Gruppentreffen entwickeln und sie sich ggf. die benötigte Unterstützung bei dem hauptamtlichen GWAler einfordern.
Kriterium
Beschreibung
die Stärken von EinwohnerInnen erforscht, aktiviert und weiterentwickelt wurden und dadurch deren Selbstwertgefühl und die Innere Stärke gewachsen sind. Vorhandene soziale und räumliche Ressourcen wurden erarbeitet und als Ressourcen genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Eine starkes Bündnis aller Cuxhavener GWA Projekte entstanden ist, dass die Kraft besitzt, die komm. Verwaltung, lokale Politik und Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass deren Arbeit unverzichtbar ist und aufgrund dessen kommunal gefördert wird.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Unser hauptamtlicher GWAler ist einerseits Ansprechpartner für Stadt, Kommune und viele Netzwerkpartner*innen. Unterstützt wird er hier durch einen sehr aktiven Vereinsvorstand. Anderseits ist er mittlerweile das Gesicht unserer GWA und Vertrauensperson für die Einwohner*innen sowie unsere engagierten Ehrenamtlichen. Unsere multikulturellen Ehrenamtlichen sind um verschiedene Themen (z.B. Beratung, Begleitung, praktische Hilfen, Teilnahmeangebote, FREI-Raum sozial-digital, praktische Aufgaben wie z.B. Verteilen von Flyern oder Handwerkertätigkeiten im und am Gebäude) gruppiert und haben jeweils verbindliche Ansprechpartner. Hier werden die Aufgaben besprochen und der Rahmen für die Aktivitäten gesetzt. Gleichzeitig besteht auf dieser Ebene die Möglichkeit zu kollegialem Austausch. Die jeweiligen Ansprechpartner*innen stehen im Kontakt mit dem Hauptamtlichen, um die Ergebnisse zu sichern und weitere Fragestellungen zu klären oder Schulungsbedarf zu benennen. Regelmäßig finden größere Treffen statt, um die erreichten Ergebnisse festzuhalten und diese Erfolge wertzuschätzen. Gleichzeitig wird miteinander beraten, welche neuen Aufgaben und Herausforderungen sich zeigen. Auch hier werden die Ehrenamtlichen als Expert*innen ihrer Lebensumstände wertgeschätzt und wahrgenommen. Ihre Impulse und ihre Ausrichtung im Engagement sind für unsere Gesamtstrategie essentiell. Zum Erreichen der unterschiedlichen Gruppen/Menschen setzen wir auf den persönl. Kontakt aber auch auf dig. Formate.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Büro des Oberbürgermeisters /// Stadt Cuxhaven (Dezernat III Soziales, Bildung und Kultur) /// Büro des 1.Kreisrates Friedhelm Ottens /// Landkreis Cuxhaven (Amt Strategische Sozialplanung / Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Centrum Cuxhaven e.V._ die Hafenkirche /// Freie ev. Gemeinde Cuxhaven /// EKG Altenwalde/Offenes Herz Altenwalde /// Büro der ev. Innenstadtgemeinden /// Landessuperintendent Brandy
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Neue Arbeit Lüneburg /// Diakonie Cuxhaven /// Caritas Cuxhaven-Bremerhaven /// Der Paritätische /// Hospizverein /// Blaues Kreuz /// Lions /// Rotarier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IG Lotsenviertel /// Fa. Nutrilo /// Fa. Machulez /// TWG Cuxhaven /// Wirtschaftsförderung Cuxhaven /// Mayerhof Consulting /// EWE
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK Cuxhaven - Gesundheitsamt MiMi Projekt /// Diakoniestation Cuxhaven /// Familienhebammen des Landkreises
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LAG Soziale Brennpunkte Nds /// 1. FC Eintracht Cuxhaven e.V. /// Baskets Cuxhaven /// Rundherum e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
MdL Oliver Ebken (SPD) /// MdL Eva Viehoff (B90/Grüne) /// Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD) /// SPD Ortsverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied und Initiator: "Cuxhaven für Respekt und Menschenwürde" (85 Mitgliedsvereine-und Verbände) /// Initiator one4one (Corona Nachbarschaftshilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied der interkulturellen Woche /// Mitglied "Ein Tisch" Angebote für Geflüchtete /// Mitglied Demokratiekonferenz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GWA Bündnis: Ritzebüttel aktiv, Wir in Süderwisch, Offenes Herz Altenwalde, Begegnungszentrum Tante Emma
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Soziales Herz Cuxhaven: Bündnis von Tierheim Cuxhaven, Kinderhospiz Cuxhaven, Anita Hanel Seniorenstiftung, BZ Tante Emma
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Oberschule Cuxhaven - Mitte /// VHS im LK Cuxhaven /// Berufsbildene Schulen (BBS)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haus der Jugend /// Mehrgenerationenhaus /// Musikschule Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten /// Elbe Weser Kurier /// Lotsenkompass
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Verstetigung und Etabl. der gesamtstädt. GWA u. die Findung neuer Finanzquellen sind Kern unseres Antrages. Kooperation, Leitbildentwicklung, fin. kom. Beteilligung und sowie ein Rahmenkonzept und Qualitätshandbuch für die gesamtstädt. GWA (GWA Projekte/Verwaltung/Politik) u. Projekte wie 7-Level-Integration, TE-Konzeptionsworkshops und die Zusammenarbeit mit der lok. Ökonomie (DEICHBAND-Projekt) werden uns eine nachh. Einbindung in komm. Strukturen und langfristige Finanzierung sichern.
11. Medien
Galerie
Videos
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(54.49 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
W I R in Burgdorf
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrike Goldbach
| Funktion | Koordination |
|---|
2. Kurzbeschreibung
1.Wir im Miteinander: NBT mit Herz vor Ort 2.In Zusammenarbeit mit der Kommune 3.Raum für Sicherheit: StoP©
Projektbeschreibung
Im Quartier Burgdorf-Süd kommen Menschen aus über 50 Nationen auf engem Raum in Stadtrandlage zusammen. Viele leben in prekären sozialen u. wirtschaftlichen Verhältnissen, haben eine Migrationsgeschichte u. häufig erschwerte bis keine Zugänge zu Teilhabemöglichkeiten.
In den letzten Jahren richteten wir unsere Arbeit im Nachbarschaftstreff (NBT) mithilfe der Förderung „Gute Nachbarschaft“ neu aus u. etablierten GWA im Quartier. Dadurch konnten wir sehr viele Menschen aktivieren, Netzwerke aufbauen, Teilhabe ermöglichen und uns fachlich weiterqualifizieren. Unsere Arbeit hat nicht nur das Quartier verändert, sondern wirkt auch in die Gesamtstadt.
Gleichwohl stehen wir vor neuen großen Herausforderungen:
1.Seit Corona beobachten wir einen enormen Anstieg von Häuslicher Gewalt. Wir erleben, dass Frauen sich ihrer Rechte immer bewusster werden u. Gewalt nicht mehr dulden. Wir unterstützen sie bei der Vermittlung zu Hilfsangeboten u. der Flucht ins offene Frauenhaus Burgdorf, mit dem wir im engen persönlichen Austausch sind. 2. Direkt im Quartier erleben wir die Auswirkungen der beginnenden Aufhebung der Mietpreisbindung in den Sozialwohnungen. 3. Arbeiten wir an einer gemeinsamen Lösung mit der Kommune zur langfristigen Finanzierung des Treffpunktes.
Diese Herausforderungen gehen wir mit unserem neuen Projekt gezielt an:
1. Um der steigenden Häuslichen Gewalt entgegenzuwirken, kooperieren wir mit dem Landespräventionsrat Niedersachsen und implementieren das Präventionskonzept StoP©-„Stadtteile ohne Partnergewalt“ im NBT. Dies sieht die Gründung einer „Aktivengruppe“ vor, die durch unsere Fachkraft für Gewaltprävention begleitet wird. Gemeinsam klären sie niedrigschwellig über das Thema auf. Zielstellung: Vernetzung burgdorfweit u. Zusammenarbeit mit Kooperationspartner*innen, insbesondere dem Frauenhaus.
2. Wir nutzen unsere aufgebaute GWA u. vertiefen sie, aktivieren mehr Menschen u. ermutigen sie mehr Verantwortung einzunehmen. Der Bewohnertreff Ostlandring soll Zuwachs u. Beteiligung erfahren und die vorhandene Ressourcen im Quartier nutzen.
3. Unsere Partnerschaft mit der Kommune soll in eine langfristige gesicherte Finanzierung münden. Wir gestalten das Integrationskonzepts der Stadt aktiv mit, nehmen regelmäßig an themenbezogenen politischen Gremien teil. Wir entwickeln u.a. Veranstaltungen zur Kommunalwahl, mit Politiker*innen u. (Neu-) Wähler*innen und ermöglichen so niedrigschwellige Teilhabe und Demokratie für Alle.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier Burgdorf-Süd bewohnen seit vielen Jahren Menschen aus meist prekären wirtschaftlichen u. sozialen Lebensverhältnissen, oft mit Migrationsgeschichte. Das schlechte Image des Gebiets in Stadtrandlage, die wenigen Begegnungsorte u. Teilhabemöglichkeiten sorgten für Konflikte. Die Arbeit des NBT konnte bei der Gestaltung des Lebens begleiten u. unterstützen. Mittlerweile sind wir für Viele durch die über Jahre aufgebaute Vertrauensbasis die 1. Anlaufstelle bei Problemen u. in der Not. So bekommen wir private Einblicke ins Leben der Menschen, führen deeskalierende Gespräche, erfahren von Gewaltbereitschaft in der Familie u. begleiten Frauen in Not beim Weg aus der Gewalt zu Beratungsstellen/ins Frauenhaus.
Aktuell bilden sich besondere Herausforderungen ab: Wir erleben einen Anstieg von Fällen Häuslicher Gewalt. Durch offene Thematisierung, Beratungsangebote im NBT u. Besuche vom/beim Frauenhaus sind sich Frauen ihrer Rechte u. dem Unrecht bewusster u. wenden sich im Vertrauen an uns. Dazu kooperieren wir mit dem Landespräventionsrat Niedersachsen u. planen gemeinsam die Implementierung des StoP©-„Stadtteile ohne Partnergewalt“-Konzepts im NBT. Eine weitere Herausforderung stellt die Aufhebung der Mietpreisbindung der Sozialwohnungen im direkten Straßenzug dar. Folgen: Mieterhöhung u. Wegzug. Die daraus entstehende Verunsicherung u. Zukunftsangst führen zu erhöhtem Aggressionspotential.
Durch die Förderung „Gute Nachbarschaft“ konnten wir unsere Arbeit im Quartier (fachlich) vertiefen u. GWA etablieren. Die Kommune unterstützt uns dabei mit Mietzahlungen/Stellenanteilen/Kooperationen; eine nachhaltige Finanzierung konnten wir bislang noch nicht erreichen.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Burgdorf Südstadt
Beschreibung
Der Nachbarschaftstreff Burgdorf befindet sich in einer Mehrfamilienhaussiedlung im Ableger der Hauptstraße „Ostlandring“, die das Wohngebiet von der Stadt trennt.
Das Wirkungsgebiet des Nachbarschaftstreffs befindet sich aktuell im Gebiet von Burgdorf-Süd/Süd-Ost, soll im Laufe des Projekts aber auf die Gesamt-Stadt und umliegenden Ortschaften ausgeweitet werden. Direkt an unseren Straßenzug grenzt im Nord/Osten ein ca. 20 Jahre altes Neubaugebiet zugehörig zu Burgdorf-Hülptingsen, welches durch seinen architektonisch wohlhabenden Baustil bekannt ist. Unser Quartier ist gekennzeichnet durch Stadtrandlage mit angrenzender Feldmark im Osten, im Norden durch Industrie und Einzelhandel, in Süd/West und Westen durch Reihen-/Einzelhäuser im Eigentum und im Süden durch Stadtfriedhof und Mehrfamilien-/Hochhäuser. Primärer Wirkungskreis unserer GWA bezieht sich auf die Straßenzüge unterer Ostlandring und Umgebung, sekundärer Wirkungskreis ist der obere Ostlandring sowie Berliner Ring und Umgebung. Insgesamt bemisst unser Einzugsgebiet ca. 5,5 km². Straßen im Einzugsgebiet sind im primären Wirkungskreis: unterer Ostlandring, Schwüblingser Weg, Duderstädter Weg, Peiner Weg, Dresdener Straße, Bromberger Str., Gutenbergstraße, Lessingstraße. Im sekundären Wirkungskreis: oberer Ostlandring, Uhlandstraße, Immenser Landstraße, Berliner Ring, Grünewaldstraße, Richard-Wagner-Straße, Niedersachsenring, Grupenstraße, Retschystraße, Scharlemannstraße, Hebbelstraße, Depenauer Weg.
Einwohnerzahl
8852
Quelle / Anmerkungen
Zahl zusammengefasst für Burgdorf-Süd und Burgdorf-Süd-Ost // aus: Bestandsstatistik der Stadt Burgdorf
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im September 2023 waren 1.854 Menschen in Burgdorf erwerbsfähige Leistungsberechtigte (Statistik Bundesagentur für Arbeit ELB). 735 Menschen waren nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Im Projektgebiet sind geschätzt 50% des Gesamtanteils Burgdorfs betroffen. Die Arbeitslosenquote steigt nach Zeitungsberichten. Auch nach Einschätzung anderer Einrichtung deckt sich unsere Schätzung.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut der Statistik der Bundesagentur für Arbeit sind im September 2023 insgesamt 1.098 junge Menschen erwerbslos. Laut dem Sozialstrukturprofil der Stadt Burgdorf (Stand 25.07.2023) sind 18% der Gesamtbevölkerung zwischen 0-18 Jahren. Im Projektgebiet schätzen wir den Anteil ebenfalls höher ein.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut der Nationalitätenstatistik der Stadt Burgdorf gibt es einen Anteil von 13% Ausländer*innen in Gesamt Burgdorf. Im Projektgebiet liegt der Anteil bei rund 35 % (3.108 von 8852 Menschen)
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut dem Sozialstrukturprofil der Stadt Burgdorf gibt es in Gesamt Burgdorf einen Anteil von 24 % von Menschen mit Migrationshintergrund. Im Projektgebiet liegt der Anteil geschätzt wesentlich höher.
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut dem Sozialstrukturprofil der Stadt Burgdorf zählen 13,5 % der Haushalte als Bedarfsgemeinschaften im Sinne des SGB 2. Der Anteil ist im Projektgebiet geschätzt ebenfalls höher
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut dem Sozialstrukturprofil der Stadt Burgdorf beziehen 18% Kinder und Jugendliche Mindestsicherungsleistungen. Den Anteil im Projektgebiet schätzen wir ebenfalls höher ein.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit unserem neuen Projekt „W I R in Burgdorf“ bringen wir die Bewohner*innen und unsere bislang etablierte GWA im Quartier auf eine nächste Ebene: Wir tragen niedrigschwellige Teilhabe und Prävention über die Quartiersgrenzen hinaus in die Gesamt-Stadt und erreichen somit auch Menschen in den umliegenden Ortschaften.
Um das zu erreichen, nutzen wir die Methoden der GWA und führen so z.B. eine aktivierende Befragung durch oder die bauen die Netzwerkarbeit aus.
Unser Ziel dabei ist, insgesamt mehr Menschen zu Sprecher*innenrollen zu ermutigen und empowern, um selbstorganisiert für eigene und nachbarschaftliche Themen einzutreten. Ein Zuständigkeitsgefühl für die Nachbarschaft und das Gebiet sollen aktiviert und die Menschen nachhaltig bei der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen begleitet werden: Menschen im Quartier und darüber hinaus sollen sich den Treff und ihre Stadt aneignen und sich untereinander vernetzen.
Ein kollektives Empowerment in Form von Themengruppen soll entstehen, welches wir beim Aufbau von eigenen Netzwerken und dadurch nachhaltigen Kooperationen unterstützen. Dadurch leisten wir Integrationsarbeit und fördern die Partizipation und politische Teilhabe von Menschen am Geschehen im Gemeinwesen, die zuvor keinen Zugang hatten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen des Quartiers entwickeln bereits vorhandene Strukturen für die Gemeinschaft weiter & aktivieren weitere Bewohner*innen. Gemeinsame Aktionen werden initiiert, durchgeführt und mitgestaltet. Alle können sich mit ihren Fähigkeiten einbringen.
Kriterium
Beschreibung
Die bereits bestehende Gruppe des Bewohner*innentreffs und weitere entstandene Gruppen werden weiterhin fachlich begleitet. Menschen des Quartiers beteiligen sich aktiv und übernehmen mehr Verantwortung für Aktionen und Veranstaltungen für das Quartier.
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen setzen sich gemeinsam für ihre Themen ein. Nachbarschaftshilfe wird aktiv von allen genutzt. StoP-Aktivengruppe ist sichtbar und Ansprechpartner. Bewohnertreff Ostlandring hat eigene Sprechzeiten &koordiniert Nachbarschaftsthemen.
Kriterium
Beschreibung
Nachbarschaft schützt einander und steht füreinander ein. Die Gruppen sind alters-, nationalitäten- und generationsübergreifend besetzt.
Beschreibung
Bewohner*innen machen sich Netzwerk des Nachbarschaftstreff zu Nutzen und entwickeln es weiter. Aktive Teilhabe der Bewohner*innen an politischen Gremien. Akteur*innenübergreifende Veranstaltungen finden statt. Bewohner*innen=Expert*innen für ihre Themen.
Kriterium
Beschreibung
Bewohnertreff veranstaltet selbstständig öffentliche Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen der Nachbarschaft. Nachbar*innen planen gemeinsam Feste. Regelmäßiger Austausch/Diskussion bei Bewohnertreff für Alle.
Beschreibung
Bürger*innen verfügen über Ressourcen, um auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen und Entwicklungen zu reagieren und Themen sichtbar zu machen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Durch die bisherige Landesförderung „Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement“ konnte GWA im Quartier etabliert werden. Hierzu absolvierten 2 Mitarbeiterinnen den Zertifikatskurs „Gemeinwesenarbeit“ erfolgreich und konnten GWA vor Ort durch gewonnenes Fachwissen ausbauen. Unser NBT-Team nimmt zudem regelmäßig an Fortbildungen teil, wodurch wir unsere Fachlichkeit stets weiterzuentwickeln.
So konnten wir im NBT Strukturen etablieren, die niedrigschwellige (politische) Teilhabe aller Menschen ermöglichen sollen. Durch Aktivierung engagierter Quartiers-Bewohner*innen konnten Multiplikator*innen gewonnen werden, die nachhaltig in der eigenen Community wirken. Sie geben das Empowerment weiter, mit dem wir ihnen begegnen und ermutigen dadurch mehr Menschen zum Aktivwerden zu ihren Themen. Mittlerweile gibt es Bewohner*innen, die Aktionen mitgestalten und Verantwortung für ihre Nachbarschaft übernehmen. Manche sind zu engagierten Ehrenamtlichen geworden, die bei Begegnungsangeboten im NBT mitwirken /eigene Angebote initiieren und beginnen, sich den NBT zu Eigen zu machen.
Viele beteiligen sich regelmäßig im „Bewohnertreff Ostlandring“: Themen der Nachbarschaft werden aufgegriffen/Probleme gemeinsam diskutiert. Durch unsere fachliche Begleitung kommt es zu Sichtbarkeit/Teilhabe/Mitgestaltung/Vernetzung in der Nachbarschaft und schon zu einigen Akteur*innen. Folgen bislang: Imageverbesserung des Stadtteils und niedrigschwellige Zugänge zu Unterstützungsmöglichkeiten.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte, Mobile Jugendhilfe, Südstadtbistro, Sozialamt, Jugendamt, Frühe Hilfen, Polizei Burgdorf, Jobcenter, Beratungsstelle für Eltern Kinder und Jugendliche Burgdorf, Team der Flüchtlingssozialarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Frauenberatung, AWO Frauenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AK Häusliche Gewalt, AK Sozialraum Süd, AK Frauen, AK Koordinationstreffen Geflüchtete,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bewohnertreff Ostlandring; gegründete StoP-Aktivengruppe; Ehrenamtliche; engagierte Bewohner*innen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe e.V. Burgdorf, Bürger für Bürger e.V., VVV Burgdorf, Sozialverband OV Burgdorf e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutscher Kinderschutzbund OV Burgdorf e.V., Frauen- und Mütterzentrum Burgdorf e. V., AWO Kindertagesstätte "Schwüblingser Weg", KiTa Südstern, Diakonieverband Hannover Land
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Burgdorf, Gudrun-Pausewang-Grundschule, Gymnasium Burgdorf, Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule Burgdorf, BBS Burgdorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtmarketing Burgdorf e.V., CKT. Folientechnik GmbH,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Marktspiegel, Neue Woche, Altkreisblitz, HAZ Burgdorf Anzeiger
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Luth. Kirchengemeinde St. Paulus, St. Pankratius Kirchengemeinde, Katholische Pfarrgemeinde St. Nikolaus // Familienzentrum an den Hecken, KiTa Familienzentrum an den Hecken, Paulus-Krippe
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Wohnungswirtschaft unterstützt unsere Arbeit durch die Reduzierung der beiden Wohnungsmieten. Die Stadt Burgdorf finanziert uns durch die Zahlung der Mieten, Nebenkosten u. Anteile der Personalstellen. Beim Landespräventionsrat Niedersachsen sind wir kommunales Mitglied u. kooperieren zur geplanten Implementierung des Konzepts StoP©. Die Kommune unterstützt die Idee, Multiplikator*innen für das Thema Häusliche Gewalt auszubilden u. das StoP©-Konzept auf die gesamte Kommune auszuweiten.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
aufsteller_nbt.jpg
(224.35 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Lebendige Vielfalt - im Quartier verbunden
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Heike John
| Funktion | stellv. Pflegedienstleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Lebendige Vielfalt: Im Kloster zuhause, im Quartier verbunden.
Projektbeschreibung
Stärkung des Wohnquartiers Südstadt/Bult - Stift & Kloster als Herzstück im Stadtteil Südstadt/Bult" knüpft an die Renovierung und den Bezug des Rats- und von Soden Klosters an, wo bereits eine einzigartige Gemeinschaft entstanden ist. Diese Gemeinschaft setzt sich aus Senior:innen mit und ohne geistige Behinderungen zusammen, die im betreuten Wohnen leben und sich gegenseitig stützen und unterstützen. Durch dieses Projekt werden wir als Gemeinschaft sichtbar und öffnen uns nach außen. Gleichzeitig streben wir danach, aktiv Teil der umliegenden Gemeinschaft zu werden. Es ist ein bedeutsamer Schritt hin zu einer Gesellschaft, die Senior:innen mit und ohne geistige Behinderungen als gleichberechtigte Mitglieder einer lebendigen Gemeinschaft wahrnimmt. Unsere Vision ist es, diese starke Gemeinschaft als Motor für positive Veränderungen zu nutzen. Dabei spielt der "Alltagsbegleiter" eine entscheidende Rolle. Der Alltagsbegleiter ist eine Schlüsselfigur, die als Bindeglied zwischen dem Kloster und der umliegenden Gemeinschaft fungiert. Er wird gemeinsam mit den Bewohner:innen des Klosters und perspektivisch wünschenswert der umliegenden Gemeinschaft Programme entwickeln, die das Zusammenleben fördern und die Vielfalt des Stadtteils erlebbar machen. Dabei berücksichtigt der Alltagsbegleiter die Bedürfnisse und Wünsche aller Beteiligten und trägt dazu bei, dass das Kloster als lebendiges Zentrum des Zusammenlebens im Stadtteil wahrgenommen wird. Durch gemeinsame Veranstaltungen, kulturelle Aktivitäten und Projekte möchten wir zeigen, dass Zusammenhalt und Vielfalt die Stärken unseres Stadtteils sind. Unser Ziel ist es, das Kloster und das Stift zum Heiligen Geist als lebendige Zentren des aktiven Alterns und des Zusammenlebens zu etablieren und eine inklusive Gemeinschaft zu schaffen, in der jede:r Senior:in willkommen ist und seinen Platz findet. Wir möchten ein Umfeld schaffen, in dem das Älterwerden als aktiver und bereichernder Lebensabschnitt erlebt wird und in dem Senior:innen jeden Alters die Möglichkeit haben, sich wohlzufühlen und sich einzubringen. Wir sind davon überzeugt, dass die aktive Beteiligung aller Senior:innen zu einer positiven Entwicklung des Stadtteils beitragen wird. Die Präsenz unseres Projekts stärkt das soziale Gefüge des Stadtteils, fördert das Miteinander und schafft Möglichkeiten für neue Begegnungen und Aktivitäten.
Laufzeit
2024-07-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die demografischen Veränderungen in Deutschland haben in den letzten Jahren erhebliche Auswirkungen auf alle Lebensbereiche gezeigt. Die steigende Lebenserwartung, das niedrige Geburtenniveau und die zunehmende Zuwanderung haben zu einem deutlichen Wandel in der Bevölkerungsstruktur geführt. Insbesondere in Stadtteilen wie der Südstadt/Bult sind diese Veränderungen spürbar. Ein besorgniserregendes Phänomen ist die zunehmende Einsamkeit im Alter, da immer mehr Menschen alleine leben. Im Stadtteil Bult ist der Anteil der Haushalte ohne Kinder und Nachkommen auf 79,8% gestiegen, was einen Anstieg um 0,4% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Zudem liegt der Anteil der über 75-Jährigen bei 14,5%, was über dem stadtweiten Durchschnitt von 9,9% liegt (Stand 2021). Diese Zahlen verdeutlichen den dringenden Bedarf an neuen Wohn- und Betreuungsformen, die nicht nur die physischen, sondern auch die sozialen Bedürfnisse älterer Menschen ansprechen. Die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel erfordern innovative Ansätze, um die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern, ihre soziale Integration zu fördern und der wachsenden Einsamkeit im Alter entgegenzuwirken. Es gilt, neue Wege zu finden, um ein aktives, gesundes und sozial integriertes Altern zu ermöglichen und den Herausforderungen des demografischen Wandels in Stadtteilen wie der Südstadt/Bult zu begegnen. Die Einrichtung befindet sich in einem Experimentier- und Entwicklungsprozess des Zusammenlebens in Vielfalt, der wertvolle Erfahrungen hervorbringt. Diese Erfahrungen möchten wir aktiv mit dem Stadtteil teilen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Stadtteil Bult
Beschreibung
Das Kloster, das ein zentraler Bestandteil des Projekts ist, liegt innerhalb des Stadtteils Südstadt/Bult in Hannover. Es dient als Knotenpunkt für die Aktivitäten und Veranstaltungen, die im Rahmen des Projekts zur Förderung der sozialen Integration und Teilhabe geplant sind.
Einwohnerzahl
3257
Quelle / Anmerkungen
STATIS-Hannover: DaDatenblatt Einwohner Dezember 2022 Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Wahlen und Statistik: Statistische Profile 2022
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Datenblatt Einwohner Dezember 2022 Landeshauptstadt Hannover
Sachgebiet Wahlen und Statistik: Statistische Profile 2022
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_suedstadt_bult.png
(1.09 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Es ist deutlich erkennbar, dass eine verstärkte Auseinandersetzung der Einrichtung mit dem Projektgebiet notwendig ist. Dies liegt darin begründet, dass die Einrichtung innovative und kreative Lösungen für gemeinschaftliches Zusammenleben und die Bekämpfung von Einsamkeit entwickelt. Diesen "Schatz" an Ideen und Maßnahmen gilt es nicht nur intern zu nutzen, sondern auch aktiv in den Stadtteil zu tragen, um eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität, des Verständnisses von und für Vielfalt und des sozialen Zusammenhalts im Quartier zu erreichen.
In den Zielen und Maßnahmen des ersten Jahres liegt daher ein besonderer Fokus auf dem Alltagsbegleiter, der als Bindeglied zwischen Einrichtung und Projektgebiet fungiert und somit die Grundlage für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität im Quartier schafft.
Darüber hinaus können Bewohnerinnen und Bewohner mit kognitiven Einschränkungen eine positive Wirkung auf die Gemeinschaft und das Quartier haben. Ihre Anwesenheit und beispielhaft die besondere Aufgabe einer Bewohnerin die Fürsorge für 260 Mon Chichis zu übernehmen, trägt auf vielfältige Weise zur Gemeinschaft bei. Dies geschieht durch ihre Freundlichkeit, ihr Verständnis und ihre einzigartige Perspektive. Ihre Integration fördert ein Gefühl der Inklusion und des Zusammenhalts, was zu einem lebendigen und unterstützenden Gemeinschaftsumfeld beiträgt, von dem alle Bewohnerinnen und Bewohner profitieren können.
Methoden
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Altenheim Gustav Brandtsche Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jüdisches Altenheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bewohner:innen, die von Vereinsamung bedroht sind
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Im Anschluss an das Projekt soll ein Verein gegründet werden, der die Aufgaben und begonnenen Projekte, unter Einbeziehung der LHH, fortführen wird. Hierbei sollen die Netzwerkpartner eine wesentliche Rolle spielen. Der Verein organisiert ehrenamtliches Engegament im Stadtbezirk. Ziel soll das Bewahren von Menschen vor Vereinsamung sein. Die Stärkung von nachbarschaftlicher Unterstützung soll kleinräumig ermöglicht werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Wurzeln der Vielfalt: Blühende Vielfalt für gemeinsames Wachstum in Salzgitter
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Samir Roshandel
| Organisation | Bildungshelden gGmbH |
|---|---|
| Funktion | Geschäftsführer |
2. Kurzbeschreibung
Wurzeln schlagen, Gemeinschaft erblühen lassen: Salzgitter für alle!
Projektbeschreibung
Das Projekt "Wurzeln der Vielfalt: Blühende Vielfalt für gemeinsames Wachstum in Salzgitter" zielt darauf ab, das Gemeinschafts- und Nachbarschaftsgefühl von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund zu stärken und Integration und Demokratie zu fördern. Die Gestaltung eines Gemeinschaftsgartens dient als Mittel, um diese Ziele im Sozialraum zu erreichen. Neben der Förderung des Umweltbewusstseins wird die Integration von Kindern und Jugendlichen, insbesondere in benachteiligten Sozialräumen, durch gemeinsame Aktivitäten wie Kochtage, Exkursionen und Open-Air-Kinoabende im Garten angestrebt, um einen friedlichen und toleranten Sozialraum zu schaffen. Die geplanten Exkursionen führen sowohl innerhalb Salzgitters als auch nach Braunschweig, z.B. ins Naturkundemuseum oder in den Botanischen Garten. Durch bestehende Netzwerke in Landespolitik, Kommunalverwaltung, Vereinen und gemeinnützigen Organisationen steht ein umfangreiches Netzwerk in der Region zur Verfügung, um das Projekt erfolgreich umzusetzen. Eine Partnerschaft mit der Salzgitter Zeitung wird angestrebt, um täglich über das Projekt zu berichten. Darüber hinaus wird in einem Blog und Vlog der Teilnehmenden über das Projekt berichtet.
Das Projekt wird täglich durch Beobachtungen, Befragungen und Diskussionen evaluiert und gemeinsam mit den Teilnehmenden angepasst und umgesetzt. Es wird angestrebt, die Teilnehmenden des ersten Jahrgangs als ehrenamtliche "Buddys" für die Folgeprojekte als Unterstützung zu gewinnen. Dadurch wird eine Vernetzung und Vorbildfunktion für die nachfolgende Generation geschaffen.
Laufzeit
2024-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Salzgitter steht vor der Herausforderung einer signifikanten Bevölkerung mit Migrations- und Fluchthintergrund, insbesondere in den Bezirken 53 und 54. Hier ist die Situation besorgniserregend, da die Kinderarmut bereits im Jahr 2022 einen alarmierend hohen Wert von über 50% erreichte. Zugleich fehlen adäquate Treffpunkte für die betroffene Zielgruppe, insbesondere für Jugendliche außerhalb von schulischen und sportlichen Aktivitäten. Diese Lücke erschwert nicht nur die Integration, sondern fördert auch die Bildung von Vorurteilen, da ein Großteil der Einheimischen kaum Kontakt zu Menschen ohne Migrationsgeschichte hat. Diese Abgrenzung wiederum begünstigt die Entstehung von Parallelgesellschaften und birgt das Risiko einer Anfälligkeit für extremistische Tendenzen unter den Jugendlichen.
Ein weiteres Defizit zeigt sich in der fehlenden Verbindung zu Natur und Umwelt, insbesondere bei Migrantenkindern und -jugendlichen. Durch den vorwiegend städtischen Charakter der Wohngebiete, geprägt durch Mehrfamilienhäuser, haben viele keinen Zugang zu eigenen Gärten oder anderen grünen Freiräumen. Dadurch fehlen oft grundlegende Kenntnisse im Bereich Gartenarbeit, Naturerfahrung und Umweltbewusstsein, was besonders bedenklich ist vor dem Hintergrund der globalen Umweltprobleme.
Es wird deutlich, dass die Förderung von interkulturellem Austausch, Integration und Umweltbildung dringend erforderlich ist. Diese Aufgabe kann nicht alleinig von Schulen oder Sportvereinen bewältigt werden, sondern erfordert ein ganzheitliches, gemeindebasiertes Engagement.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bezirke 53 und 54
Beschreibung
Die räumliche Abgrenzung kann der Karte entnommen werden. Insgesamt liegt der Garten relativ zentral in den Bezirken.
Einwohnerzahl
6800
Quelle / Anmerkungen
Stadt Salzgitter (Stand: 31.12.2022)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Arbeitslosenquote in Salzgitter insgesamt liegt bei 10%. Besonders betroffen ist der Stadtteil Lebenstedt, in den Stadtbezirken 53 und 54 leben schätzungsweise die meisten Arbeitslosen.
Quelle: https://www.salzgitter.de/rathaus/downloads/monatsberichte/Monatsbericht_202307.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
90
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In den Stadtbezirken 53 und 54 leben die meisten Menschen mit Migrationshintergrund. Diese Gruppe kann unterteilt werden in Menschen mit Fluchterfahrung und Menschen mit Migrationshintergrund, die bereits seit mehr als 20 Jahren in Deutschland leben. Aufgrund des günstigen Wohnraums leben in diesen beiden Stadtbezirken auch die meisten Flüchtlinge. Der Anteil wird auf über 90% geschätzt.
https://www.salzgitter.de/rathaus/downloads/monatsberichte/Monatsbericht_202307.pdf
Projektgebiet in Prozent
80
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In den Stadtbezirken 53 und 54 leben die meisten Geflüchteten, die überwiegend Transferleistungen beziehen.
Projektgebiet in Prozent
95
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Betrachtet man alle Personen mit Migrationshintergrund in den Bezirken 53 und 54, so sind es schätzungsweise über 95%.
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Nach Angaben der Stadt Salzgitter liegt die Kinderarmut in den Stadtbezirken 53 und 54 bei weit über 50%.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
viertel_maps.jpg
(120.08 KB)
viertel_bezirke.jpg
(77.03 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt die Ziele der Gemeinwesenarbeit (GWA) zur Förderung von Interaktion und Begegnung im Sozialraum. Ziel ist ein friedliches Miteinander verschiedener Kulturen. Wir möchten die Zielgruppe befähigen, selbstorganisierte Projekte durchzuführen und die Vernetzung der Akteure und Bewohner in den betroffenen Stadtteilen fördern. Weiterhin sollen nachbarschaftliche Beziehungen gestärkt und die Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen gefördert werden, insbesondere zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Netzwerkpartner engagieren sich zeitlich und beteiligen sich am Projekt.
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner des Sozialraums stehen im Mittelpunkt und ihre Bedürfnisse und Wünsche werden in den Prozess einbezogen. Der Garten als Teil des Sozialraums wird nach den Bedürfnissen der Bewohner des Sozialraums gestaltet.
Kriterium
Beschreibung
Die Teilnehmenden gestalten den Garten selbstorganisiert und bringen eigene Ideen ein.
Kriterium
Beschreibung
Beteiligung der Bewohner der betroffenen Stadtteile, unabhängig von Nationalität, Milieu und Generation.
Beschreibung
Wenn sich das Verhalten der Projektteilnehmer positiv auf ihren Sozialraum auswirkt, z.B. mit den Nachbarn oder beim Einkaufen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontorarbeit im Bezirk 53/54 // Jugendamt // Stadt Salzgitter - Referat 48 - Sozialplanung und Integration
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kirchengemeinde Martin
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Salzgitter gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landespolitik (u.a. Wissenschaftsministerium, Wirtschaftsministerium und Landtag)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird ab Oktober 2027 fortgesetzt. 25% des Budgets werden von den Bildungshelden finanziert, die restlichen 75% von verschiedenen Stiftungen und Organisationen, darunter die Volksbank Salzgitter, die TAG Wohnen Salzgitter und die Sparkassenstiftung. Wir haben bereits Kontakt zu Stiftungen, die das Projekt ab September 2027 unterstützen können.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Das Heersumer Ammonshaus
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jürgen Zinke
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein neuer Gemischtwarenladen für Ungezogene und Zugezogene
Projektbeschreibung
Heersum ist ein kleines Dorf im Landkreis Hildesheim. Die florierenden Neubaugebiete haben in den vergangenen Jahren für regen Bevölkerungszuwachs gesorgt. Die EinwohnerInnenzahl hat sich in kurzer Zeit fast verdoppelt. Das „alte Dorf“ hingegen wirkt wie ein verlassenes Zentrum, umsäumt von Schlafburgen auf den Hügeln am Ortsrand. Hier haben alle Läden zugemacht. Fast alle. Denn seit Kurzem gibt es einen Marktplatz mit großer Konzerthalle. Die "Innerstephilharmonie" war Bühnenbild unseres großen Landschaftstheaterprojekts „Das Ammonshorn“ (vgl. Anlage Medien). Obwohl das Projekt beendet ist, wird das leerstehende Ladenlokal mit der markanten Fassade weiterhin als Treffpunkt genutzt. Aber die Dorfgemeinschaft ist sich nicht einig, wie ein zukünftiges Dorfgemeinschaftshaus beschaffen sein muss. Mit qualifizierter Gemeinwesenarbeit wollen wir den Zusammenhalt im Dorf verbessern und aus der eigenwilligen Sehenswürdigkeit ein neues Wahrzeichen für eine intakte demokratische Dorfgemeinschaft machen.
Obwohl unsere jährlichen Theaterspektakel mittlerweile auf wechselnden Landschaftsbühnen im Kreisgebiet stattfinden, will das Forum Heersum in seinem Heimatdorf nicht nur eine Briefkastenfirma sein. Mit unserem Marktplatz-Projekt wollen wir den HeersumerInnen etwas zurückgeben, das auch ohne große Theaterspektakel funktioniert. Einen Ort, der von den EinwohnerInnen des Dorfs selbst bespielt wird, auch wenn das Heersumer Landschaftstheater gerade im Südkreis zu Gast ist.
Unsere Stärke ist es, ganz unterschiedliche Leute unterzuhaken und mit auf Entdeckungsreise zu nehmen. Auf diese Weise gelingt es uns, über den Kirchturmradius hinaus Interesse für das Dorf und seine Geschichte(n) zu wecken. Mit unseren Theaterspektakeln schaffen wir gemeinsame Erlebnisse und setzen damit ein Thema, über das wir die Leute ins Gespräch bringen. Nach innen bewirkt das einen angenehmen Lokalpatriotismus, der länger anhält als eine Theatersaison. Diesem Lokalpatriotismus wollen wir in Heersum zu einem Ladenlokal verhelfen. Es soll ein öffentliches Wohnzimmer für Neubürger*innen und Alteingesessene sein, für Leute aus dem Dorf und für Leute von auswärts. Die Musik spielt nicht nur in den Metropolen der Welt, sie spielt auch im kleinen Dorf Heersum. Dafür soll es nach unserem Theaterspektakel als „dritten Ort“ die Innerstephilharmonie geben, wo man selbst den Ton angeben kann. Dabei wollen wir unsere soziokulturelle Expertise einsetzen und mit qualifizierter Gemeinwesenarbeit erweitern.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Heersum ist ein kleines Dorf im Landkreis Hildesheim. Die Neubaugebiete „Innersteblick“ und „In den Gänseköpfen“ haben in den vergangenen Jahren für regen Bevölkerungszuwachs gesorgt. Die Einwohner*innenzahl hat sich in kurzer Zeit fast verdoppelt (derzeit 750). Das „alte Dorf“ mit seinen leerstehenden Ladenlokalen wirkt wie ein entkoppeltes Zentrum, umsäumt von Schlafburgen am Ortsrand. Die Neubaugebiete florieren, während der Ortskern schrumpft. Weil es keine Kommunikationsorte gibt, vereinzeln die Interessen. Projekte wie der Aufbau eines Dorfgemeinschaftshauses scheitern, weil niemand im Dorf die Einzelinteressen bündelt und sich um eine übergreifende Gemeinwesenarbeit kümmert.
Eine Bereicherung des Dorflebens kam 1990 mit dem „Forum Heersum“ in den Ort. Viele Jahre beteiligen sich fast alle Vereine an den jährlichen „Heersumer Sommerspielen“, bei denen das Leben des Dorfes Heersum unter geschichtlichen und alltäglichen Aspekten inszeniert wurde. Mittlerweile hat sich das Konzept des Landschaftstheaters gewandelt. Der Verein agiert kreisweit und inszeniert seine Theaterspektakel an jährlich wechselnden Spielorten im Landkreis. Im Dorf Heersum befindet sich nur noch das Büro und die Fundus-Werkstattscheune.
Anlässlich des 1000jährigen Jubiläums des Dorfes hat der Verein nach vielen Jahren wieder ein Gastspiel in Heersum gegeben. Dabei wurde im Ortskern ein verwahrloster Platz mit zwei leerstehenden Ladenlokalen bespielt. Den entstandenen „Marktplatz samt Ammonshaus“ möchte der Verein nach dem Dorfjubiläum als neuen „dritten Ort“ erhalten und von dort mit qualifizierter Gemeinwesenarbeit den Zusammenhalt und die Qualität sozialer Beziehungen verbessern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Heersum, Gemeinde Holle, Landkreis Hildesheim
Beschreibung
Heersum ist ein Dorf der Gemeinde Holle (ca. 7100 Einwohner*innen) im Landkreis Hildesheim, ca. 16 km Süd-östlich der Kreisstadt
Einwohnerzahl
750
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.citypopulation.de/de/germany/niedersachsen/hildesheim/03254022__holle/
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.citypopulation.de/de/germany/niedersachsen/hildesheim/03254022__holle/
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte.jpg
(135.9 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Kernkompetenz des Vereins ist die Durchführung niederschwelliger soziokultureller Theaterprojekte. Um damit im Dorf nachhaltige "Entwicklungshilfe" und Impulse zur Selbsthilfe geben zu können, will der Verein sein KnowHow mit qualifizierter Gemeinwesenarbeit anreichern, bzw. zusätzliche personelle Kapazitäten dafür schaffen. In der Verbindung hoffen wir auf eine win-win-Situation. Durch die Gemeinwesenarbeit findet unser Theater einen guten Draht zur Bevölkerung. Mit unserem kulturellen Ansatz wiederum geben wir der Gemeinwesenarbeit besondere Impulse.
Alljährlich können wir über hundert Menschen motivieren, Teil unseres humorvollen Landschaftstheaters zu werden, das in einer Mischung aus regionalem Stoff mit bekannten popkulturellen Motiven auf wechselnde Spielorte maßgeschneidert wird und damit jedes Jahr Tausende Zuschauer aufs Land hinaus lockt. Mit den Inszenierungen eignen wir uns profane Orte des Landlebens an und schaffen das Kunststück, die „LaiendarstellerInnen“ zum Bestandteil der Bühnenkunst zu machen anstatt die Kunst auf „Laienniveau“ herunterzubrechen. “Eine Region spielt sich selbst und ihre eigenen Geschichten! Besser kann Theater seine Funktion als Ort der kollektiven Selbstvergewisserung und als Ort der lebendigen Auseinandersetzung mit der lokalen Lebensrealität nicht erfüllen.“ (B. Ellenberger, ehem. Chefdramaturgin des Stadttheaters Hildesheim). Unsere soziokulturelle Expertise wollen wir einsetzen und mit qualifizierter Gemeinwesenarbeit erweitern.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
jährlich mindestens 3 größere Veranstaltungen mit jew. mindestens 50 Besucher*innen sowohl aus dem alten Dorf als auch aus den Neubaugebieten durchgeführt werden.
Beschreibung
400 Personen/Jahr das Angebot genutzt haben, das "Ammonshaus" als Treffpunkt genutzt wird
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Holle, BM Hoppe, Jugendpflegerin Müller
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
WIR für Heersum e.V., Dachverein der Ortsvereine, Vorsitzende: Claudia Wolff
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Heersum-Astenbeck, Kirchenvorstand Günter Gondeck
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
"Rentnerband", "Goldener Oktober" (DRK-Gymnastikgruppe 50+)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hildesheimer Allgemeine Zeitung, Holler Nachrichten
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt stößt im Ortsrat und in der Gemeindeverwaltung auf Interesse. Dass sich der Verein mit seiner überregionalen Ausstrahlung neben den kreisweiten Kulturprojekten auch für den Ort seines Vereinssitzes engagieren will, wird positiv bewertet. Unterstützung und Zusammenarbeit mit dem Ortsverein "WIR für Heersum" wurde zugesagt. Ob eine finanzielle Unterstützung möglich ist, wird sich im Rahmen der Projektarbeit zeigen. Die Dauer der Projektförderung schafft dafür gute Voraussetzungen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Das sportliche Hohnsenviertel - der soziale Treffpunkt für alle
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Joshua Becker
| Funktion | Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Das Sport- und Bewegungsviertel in Hildesheim / Treffpunkt Hohnsen
Projektbeschreibung
Die Eintracht BürgerSporthalle gUG ist eine 100% Tochtergesellschaft des Großsportvereins Eintracht Hildesheim und bietet vielseitige Sport- und Bildungsangebote für über 15.000 Menschen. Mit 32 Standorten und einem 70.000 qm² großen Areal ist Eintracht Hildesheim Norddeutschlands einer der größten und aktivsten Vereine. Das Konzept umfasst zwei Teilprojekte:
Im ersten Teilprojekt "Das Sport- und Bewegungsviertel in Hildesheim" dreht sich alles um den Bereich Sport. In Kooperation mit dem Großsportverein Eintracht Hildesheim werden hierzu verschiedene Angebote und Projekte im und aus dem Sport geschaffen. Dabei werden sowohl die ganz kleinen Kinder, ab dem Krippenalter, über junge Heranwachsende bis 27 Jahren, bis hin zu Erwachsenen und Senioren. Das Sport- und Bewegungsviertel fördert inklusive Sportangebote wie Schwimmkurse für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung und frühe Bewegungserziehung in Kitas. Zudem gibt es Kampfkunstunterricht, Fitnesskurse und spezielle Angebote für Menschen mit Adipositas.
Im zweiten Teilprojekt "Treffpunkt Hohnsen" setzen wir die gesellschaftliche Fürsorge in den Mittelpunkt. Dabei ist es uns besonders wichtig, dass wir Kinder und Jugendliche aus sozialschwachen Gegebenheiten und einem bildungsfernen Umfeld herauslösen und mit Hausaufgabenbetreuungen, Sport- und Freizeitangeboten, sowie offenen Treffpunkten begleiten, betreuen und begeistern. Treffpunkt Hohnsen ist ein gesellschaftlicher Treffpunkt, der Demokratie, Toleranz und Gemeinschaft stärkt. Es umfasst die Auslobung des Guy-Stern-Preises, Sport- und Betreuungsangebote für ältere Menschen, sowie Aktionen zur Integration von Geflüchteten und Inhaftierten Frauen.
Beide Projekte bieten vielfältige Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung, gesellschaftlichen Teilhabe und persönlichen Entwicklung für Menschen jeden Alters und jeder Herkunft.
Die Angebote und Projektideen wurden in enger Zusammenarbeit mit den Menschen aus dem Quartier entworfen. Damit die Angebote auch wirklich aktuell und für die Personen zugeschnitten sind, wird eine Servicestelle mit einer festen Ansprechperson geschaffen. Dort können Ideen, Wünsche, Anregungen und auch Zweifel, Kritik oder Gedanken eingereicht und besprochen werden. Ergänzend wird zweimal im Quartal ein Quartierstreffen von Politik, Sportvereinen, Wirtschaft, Kirche, Bildungseinrichtungen und Bewohnern durchgeführt. Dabei sollen aktuelle Themen und Aktionen aus dem Quartier besprochen werden, sowie neue Ideen erarbeitet werden.
Laufzeit
2024-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Ochtersum steht vor dem Problem des demografischen Wandels. Die Bevölkerung altert, während die Geburtenrate sinkt. Wir möchten die Gesellschaftskrankheit „Einsamkeit“ aktiv angehen und in unserem Quartier vermeiden. Mit vielen Angeboten für Kinder und Familien machen wir das Quartier interessant, ältere Generationen werden aktiv eingebunden und die sozialen Kontakte vermehrt.
Die ursprünglich gute und sinnvolle Durchmischung von geflüchteten Menschen, Gastarbeitern, Menschen mit Migrationsvordergrund und den Einheimischen bleibt herausfordernd. Aus einer Parallelgesellschaft wird eine Gegengesellschaft. Wir möchten die Menschen aktiv als Ideengeber, Treffpunktorganisatoren und Ansprechpersonen einbinden und das Quartier zu einer Gesellschaft formen.
Es gibt es kaum Anlaufstellen und Angebote für bildungsferne und sozialschwache Familien. Die Kriminalität im Jungendalter wächst. Auch die Zahl der Schulabbrecher steigt rasant. Dem möchten wir aktiv entgegenwirken und die Kinder und Jugendliche aus dem Umfeld holen. Mit Hausaufgabenhilfen und Orientierungsjahren nach der Schule im BFD holen wir die Jugendlichen ab, wo sie gerade stehen.
Auch die Zahl des Drogenmissbrauchs wächst stetig. 83% der befragten Eltern haben Sorge, dass Ihre Kinder durch die Legalisierung von Cannabis abrutschen. Durch eine Initiiative mit "Salto" wirken wir an Drogenumschlagsplätzen durch Mitmachprojekte und einem offenen Ohr entgegen. Wir wollen die Hemmschwelle nehmen und durch sinnvolle Freizeitangebote die Versuchung nehmen.
Wir kommen nicht aus der Quartiersarbeit, erkennen aber dringenden Handlungsbedarf. Wir trauen uns das zu - Sport verbindet Menschen. Sport ist Teil der Lösung.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Ochtersum
Beschreibung
Ochtersum gehört mit 8327 Bewohner*innen zu den dicht bewohnten Stadtgebieten der kleinsten Großstadt Deutschlands. 82% der Menschen in Ochtersum gehören zu der mittleren bis älteren Generationen - der demografische Wandel macht sich hier deutlich bemerkbar. Ochtersum ist mit 20-30% Wohnbevölkerung mit Migartionshintergrund sehr gemischt, was den Stadtteil bunt und facettenreich belebt. Die Kinderarmut ist in den letzten Jahren um bis zu 10% im Quartier gestiegen. Die Grundsicherung im Alter ist auf 5,7% gestiegen. Im Bereich der Erwerbslosen liegt Ochtersum bei maximal 5% - ein guter Wert. Daraus lässt sich jedoch ableiten, dass Kinder nach der Schule Betreuung benötigen, da die Eltern meist berufstätig sind. 41% der Kitakinder aus Ochtersum sprechen im Elternhaus eine andere Sprache als deutsch. Mit unter 2,5% sind HzE-Fälle in Ochtersum kaum vorhanden.
Einwohnerzahl
8327
Quelle / Anmerkungen
Stadt Hildesheim - Sozialmonitoring 2023
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
ochtersum.jpg
(84.74 KB)
ochtersum_karte.png
(437.72 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ein besonders und wichtiges Anliegen ist es uns, dass wir nicht Aktionen und Projekte für die Menschen aus dem Quartier entwickeln, sondern mit ihnen zusammen. Zudem gehen wir aktiv in die Wohngebiete und Treffpunkte des Quartiers mit dafür von den Bewohnern zugeschnittenen Angeboten, sodass wir die Menschen dort abholen, wo sie sich befinden. Bedarfe und Wünsche der Menschen aus Ochtersum werden in der Umsetzung gestärkt, die Umsetzung von Maßnahmen aktiv begleitet und die Kräfte für die Quartiersentwicklung werden zentral in der FWA gebündelt. Eine zentrale Anlaufstelle wird geschaffen. Des Weiteren können alle ehrenamtlichen Helfer und Freiwilligen aus dem Quartier die Agentur und die Einrichtung nutzen, um Projekte zu planen, Meetings und Konferenzen abzuhalten und als offenen Ort des Austausches und Kennenlernens nutzen. In den Räumlichkeiten möchten wir auch eine Art des Eltern-Kind-Kaffees eröffnen. Auch die Kooperationspartner im Rahmen der Projekte haben die Möglichkeit die Räumlichkeiten für Veranstaltungen, Workshops oder Präsentationen nutzen. Eine Art Berufsinformationsabend wird geplant.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Regelmäßige Treffen im Quartier werden gut besucht und Ideen von den Menschen aus dem Quartier erarbeitet und umgesetzt werden.
Beschreibung
Aktive Beteiligung bei Projektideen und auch der Umsetzung.
Kriterium
Beschreibung
Ein großes Ochtersumer Netzwerk entsteht mit neuen und alten Partnern, sowie schon vorhandene Strukturen werden eingebunden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Malte Spitzer, Dezernent Stadt Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lukas Hahnsch, Geschäftsführer Eintracht Schwimmen gUG
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gerhard Bürger, Inhaber Bürgergruppe GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Clemens Löcke, Vorstandsvorsitzender Eintracht Hildesheim von 1861 e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stefan Fischer, Geschäftsführer St. Bernward Krankenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sascha Kucera, Geschäftsführer Helios Klinikum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sebastian Adamski, Geschäftsführer Daheim statt Heim
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es werden unbegrenzt Anteile des Projektes an Privatpersonen & Unternehmen verkauft. Diese Anteile werden jährlich gezahlt, sodass diese ihre Aktualität nicht verlieren. Die Anteile haben kein Gewicht - eine Stimme ist für eine Person, bzw. ein Unternehmen. Jemand mit 10 Anteilen hat eine Stimme, genaus wie jemand mit einem Anteil. So wird bei Abstimmungen über Projekte und Vorhaben gerecht entschieden. Zusätzlich wird ein Zuschuss der Kommune angestrebt, sowie feste Förderer gewonnen.
11. Medien
Galerie
Videos
x_aaa_0211.jpg
(898.55 KB)
behrens_uns_rave_zag_1837.jpg
(660.68 KB)
Aufsteller
x_aaa_0179.jpg
(1.02 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Aufbau der Gemeinwesenarbeit in WHV
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Alexander Witton
| Funktion | Trägerchef |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam- statt einsam
Projektbeschreibung
Das Familienzentrum West möchte mit der Förderrichtlinie die Probleme des Demografiewandels, der Vereinsamung, sowie der hohen Fluktuation durch Zu- und Wegzüge im Quartier Neuende, Schaar und Aldenburg entgegenzuwirken. Die GWA stellt eine erforderliche Ergänzung zur bisherigen sozialräumlichen Arbeit dar. Eine Person agiert als Quartiersmanager*in und eine weitere koordiniert das Büro im Quartier. Die Bedarfe der Bewohner*innen des Quartiers werden aktiv in den Blick genommen und passgenaue Angebote entwickelt. Durch dieses Projekt soll die Bürgerbeteiligung erhöht und der Vereinsamung entgegengewirkt werden, so dass die Bürger vor Ort selbstwirksam agieren können und gesellschaftliche Teilhabe geschaffen wird.
Darüber hinaus sollen Strukturen zur Verstetigung ausgebaut bzw. geschaffen werden. Der Kontakt und Austausch zu den Kooperationspartnern wird intensiviert. Eine verbindliche Kommunikationsplattform wird nutzbar gemacht.
Das Familienzentrum West ist schon bekannt und ist für das Quartierbüro eine gute Basis. Deswegen ist es von Vorteil, dass die Räumlichkeiten des Familienzentrums als Büro sowie für einige Veranstaltungen/Projekte genutzt werden können.
Laufzeit
2024-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projektgebiet liegt im Westen d. Stadt Wilhelmshavens. Es zeichnet sich durch einen überdurchschnittlichen Anteil von alleinlebenden Menschen über 65 Jahren aus. Darüber hinaus ist d.Stadtteil von einem hohen Anteil (internationale) Studenten u. Menschen mit Migrationsbiografie geprägt.
Im Quartier liegt ein kleines Nahversorgungszentrum. Als öffentliche Treffpunkte gibt es lediglich kleine Spielplätze. D. Vereinsstruktur ist kaum ausgeprägt. Lediglich zwei Bürgervereine sind hier verortet, die wegen Mitgliederschwund aufgrund von Überalterung und mangelnder Beteiligung von ihrer Existenz bedroht sind. D. StudentInnen haben außerhalb der FH keine Möglichkeit sich sozial anzubinden. Durch Sterben der älteren Menschen, sowie Zu- u. Wegzug der StudentInnen und Geflüchteten entsteht eine hohe Fluktuation.
Das FZ ist Anlaufstelle mit niedrigschwelligen Angeboten für Familien mit Kindern bis zum Grundschulalter. Die Problemlagen der Personengruppen wie ältere Menschen, Studierende, Geflüchtete ohne Kinder sind bekannt, können aber durch das FZ nicht abgedeckt werden u. weitere Angebote i.Q. bestehen nicht.
Aus den o.g. Gründen entsteht eine anonyme Lebensweise und fehlende Identifikation mit dem Quartier. Die soziale Teilhabe und das Gemeinschaftsempfinden ist nicht zuletzt durch die Coronapandemie sowie steigender Lebenshaltungskosten stark eingeschränkt. Verunsicherung u. Vereinsamung nehmen zu.
Durch den Aufbau der GWA als Modellprojekt wird diesen Herausforderungen entgegengewirkt. Menschen werden vernetzt u. eine tragfähige Kommunikationsplattform geschaffen. Die BewohnerInnen des Quartiers werden ermutigt u. befähigt, gemeinsam für bessere Bedingungen zu sorgen
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wilhelmshaven mit Schaar, Neuende und Aldenburg
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im Westen der Stadt Wilhelmshaven und bezieht sich auf die Stadtteile Schaar, Neuende und Aldenburg,
Einwohnerzahl
8607
Quelle / Anmerkungen
Stadtteilprofile 2023 _ Wilhelmshaven Statistik
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
bezogen auf den Stadtteil Aldenburg
Stadtteilprofile2023 WHV-Statistik
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadtteil Neuende
Stadtteilprofile 2023-WHV-Statstik
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadtteil Neuende
Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadtteil Schaar
Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Prozentzahlen geben an: Personen in SGB-2-Bedarfsgemeinschaften-Anteil Personen unter 18 Jahre
bezogen Stadtteil: Aldenburg
Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Prozentzahlen geben an: Personen in SGB-2-Bedarfsgemeinschaften-Anteil Personen unter 18 Jahre
bezogen Stadtteil: Neuende
Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Prozentzahlen geben an: Personen in SGB-2-Bedarfsgemeinschaften-Anteil Personen unter 18 Jahre
bezogen Stadtteil: Schaar
Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aldenburg
Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Neuende
Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.jpg
(46.97 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Familienzentrum West ist für Familien ein bekannter Ort im Stadtteil. Das Stadteilbüro stellt eine gute Ergänzung zu der bisheriger Arbeit dar. Die Bevölkerungsgruppen jeden Alters wird Gehör geschenkt und noch mehr eingebunden. Der Stadtteilmanager wird die BewohnerInnen vor Ort aktivieren, damit sie ihren Stadtteil gemeinsam mit dem Stadtteilmanager und anderen Bewohnern "bunter" gestalten, wie z.B. durch gemeinsame Aktionen, Projekt und/oder Feste. Ziel sollte es sein, dass die BewohnerInnen mit ihrem eigenen Engagement die Lebensqualität verbessern. Der Stadtteilmanager hat ein offenes Ohr für alle BewohnerInnen, Einrichtungen und Kooperationspartner. Fokus ist auch die Vernetzung des Stadtteilmanagers mit den verschiedenen Einrichtungen und Aktivierung von Ehrenamtund Schlüsselpersonen, um denen eine Plattform zum Austausch und Vernetzung zu bieten. Die GWA soll die soziale Teilhabe aller BewohnerInnen fördern, so dass sich alle BewohnerInnen angesprochen und willkommen fühlen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Durch eine starke Bürgerbeteiligung stehen die Interessen der BürgerInnen im Fokus des Projekts. Kontakte und Plattformeinträge werden gezählt. Dies sollen im Laufe des Projektes deutlich erhöht werden.
Kriterium
Beschreibung
Durch die Festlegung einer gemeinsamen Kommunikationsplattform ist ein Austausch aller BürgerInnen im Quartier gewährleistet. Empowerment der Zielgruppe ist messbar durch Anzahl der Veranstaltungen, die auf Initiative/Mitwirkun der Zielgruppen entstehen.
Kriterium
Beschreibung
Alle Akteure im Quartier nutzen ihr Knowhow und vernetzen sich untereinander, so dass alle BürgerInnen "mitgenommen" werden. Anzahl der Gremien, Netzwerke und Interessgemeinschaften können erhoben werden. Hier soll eine deutliche Steigerung erzielt werden
Kriterium
Beschreibung
Die BürgerInnen werden selbst aktiv, äußern ihre Belange und erleben dadurch soziale Teilhabe. Das Familienzentrum dient als ständiges Angebot im Sozialraum.
Kriterium
Beschreibung
Die Kommunikationplattform fördert die Vernetzung der BürgerInnen untereinander, Interessen werden sichtbar und ein Gemeinschaftsgefühl durch Interessenbündelung entsteht. Anzahl der Veranstaltungen sowie TeilnehmerInnen werden gezählt.
Beschreibung
Eine Kommunikationsplattform soll angeboten werden und den Austausch erleichtern. Hier kann die Anzahl an Mitgliedern und die Aktivitäten anhand der Einträge gemessen werden.
Kriterium
Beschreibung
Durch Lobbyarbeit der GemeinwesenmangerIn erkennt die Politik den Mehrwert der Gemeinwesenarbeit und verstetigt die Aufgabe in das kommunale Portfolio. Anzahl der Teilnahme an politischen Gremien und AG's wird erhoben.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindergarten Strandläufer (WIKI)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindergarten Muschelbank (WIKI)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Kindergarten Grashüpfer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kindergarten Neuende
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jadehochschule mit Studentenwohnheimen im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
WSSV, SV Concordia mit Angeboten in der benachbarten Sporthalle
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die GWA ist ein fester Bestandteil im Stadtteil und bildet neben dem FZ zwei Standbeine der GWA. Es gibt verschiedene Ideen, um eine langfristige Finanzierung sicherzustellen. Die Kommune sieht nicht nur den Sinn des Projekts, sondern auch Einsparpotential und fördert eigenverantw. die Weiterführung. Durch die starke Bürgerbeteiligung und die Nutzung der Kommunikationsplattform wird das Projekt ein Selbstläufer. BürgerInnen sind vernetzt und engagierte BürgerInnen werden ehrenamtlich aktiv.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam im Nordertor
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Klaus Lüdeke
| Funktion | Geschäftsführung / Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Einrichtung eines Sozialraumteams im Nordertor, Begleitung und Unterstützung bieten, Begegnungen schaffen, Eigeninitiative und Beteiligung fördern
Projektbeschreibung
Das Projekt „Gemeinsam im Nordertor“ soll eine Struktur bieten, die Menschen zusammenbringt und motiviert, sich gemeinsam für und in „ihrem“ Stadtteil zu engagieren. Dies soll insbesondere mit der Einrichtung des „Sozialraumteams Nordertor“, federführend vom Stadtteilverein „Unser Nordertor e.V.“ (nachfolgend; „UNo“) betreut, nachhaltig gelingen. Unter einem Sozialraumteam ist ein Netzwerkgremium zu verstehen, bestehend aus Akteur*innen, die im Nordertor leben bzw. haupt- oder ehrenamtlich tätig sind und sich für das Gemeinwesen einsetzen möchten. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung auf einander abgestimmter, bedarfsorientierter und nachhaltiger Angebote und Projekte im Quartier. Durch das Vermitteln von Respekt und Anerkennung und die Ermutigung und Unterstützung zur Selbstorganisation sollen zivilgesellschaftliche Potentiale gestärkt werden. Zudem wird die Handlungsfähigkeit aller Menschen im Stadtteil weiterentwickelt und Partizipation – insbesondere auch von benachteiligten Menschen – ermöglicht. Lokale Ressourcen für die Gemeinwesenarbeit werden erschlossen, aktiviert und zusammengebracht und somit Synergieeffekte geschaffen und sog. „Doppelstrukturen“ vermieden. Die Anlaufstelle UNo soll als sozialer Treffpunkt vor Ort, in dem die Menschen konkrete Hilfsangebote finden, wie kreativ-, freizeit- und kulturelle Angebote, weiterentwickelt werden. Die Gemeinwesenarbeit richtet sich dabei an der Lebenswelt der Menschen im Stadtteil aus – an ihren Sorgen, Problemen, Bedürfnissen und Wünschen.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Nordertor ist von Industrie geprägt und durch ein hohes Verkehrsaufkommen belastet. Seit den 1990er Jahren treten im Nordertor vermehrt soziale Konflikte auf, die teilweise mit Zuwanderungswellen und daraus resultierenden Integrationsproblemen im Zusammenhang stehen. Das Nordertor ist das Quartier mit der zweithöchsten Bevölkerungsdichte im Stadtgebiet und liegt damit deutlich über den Werten anderer Ortsteile. Im Quartier arbeiten unterschiedliche Akteure auf den Gebieten GWA, QM, Vereine, freie Kinder- u. Jugendhilfe, Bildung, Wohnungswirtschaft und religiöse Einrichtungen. Im „Sozialer Zusammenhalt“-Gebiet sind effektive Strukturen von QM und GWA vorhanden. Der Stadtteilverein „Unser Nordertor“ (UNo) ist schon jetzt Anlaufstelle für Begegnungen im Quartier, er ist seit 10/2018 zusätzlich von der Kommune mit der Durchführung der GWA im gesamten Stadtteil beauftragt. Seine Angebote werden allerdings vornehmlich von älteren Bewohner*innen in Anspruch genommen. Netzwerke und Zusammenarbeit finden in der Regel nur im kleinen Rahmen oder gar nicht statt. Besonders jüngere und neu zugewanderte Menschen wissen oftmals nicht, an wen sie sich gerade wenden können, wenn sie ein Problem haben. Es fehlt an Struktur und einem umfangreichen (Hilfe)netzwerk. Die Akteure untereinander kennen oft nicht die vollständigen Angebote/Arbeitsbereiche anderer Akteure. Eine zielgenaue Verweisberatung ist somit kaum möglich. Das Einrichten eines Sozialraumteams für das Nordertor, welches Begegnungsräume schafft, Beteiligung ermöglicht, den sozialen Zusammenhalt und die Integration fördert sowie die Selbstorganisation stärkt, ist daher von besonderer Bedeutung für das Quartier.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg/Weser Nordertor
Beschreibung
Der Stadtteil ist wie folgt eingegrenzt: Im Norden ist die Grenze bei der Holtorfer Straße/Wilhelm-Busch-Str. zu ziehen. Westlich bildet die Große Drakenburger Str. die Grenze des Stadtteils. Südlich verläuft die Grenze Verdener Landstr./Dr.-Frank-Str. Östlich verläuft die Grenze an der Str. Grefengrund, Platanenstr. und B6/B214 Richtung Celler Str. und trifft dort wieder die Holtorfer Str.
Einwohnerzahl
4939
Quelle / Anmerkungen
Einwohner*innenmeldeamt / Sozialplanung Stadt Nienburg/Weser
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Das Programmgebiet "Sozialer Zusammenhalt" liegt im Projektgebiet.
Das Projektgebiet bezieht sich auf den Stadtteil Nordertor. Das Programmgebiet "Sozialer Zusammenhalt" umfasst ca. 1/3 des Stadtteils.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohner*innenmeldeamt Stand 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohner*innenmeldeamt Stand 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohner*innenmeldeamt Stand 31.12.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohner*innenmeldeamt Stand 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohner*innenmeldeamt Stand 31.12.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit Stand 02/2024
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit Stand 02/2024
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit Stand 02/2024
Sozialplanung der Stadt Nienburg/Weser
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_1.jpg
(1.1 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
1. Partizipation der Adressat*innen: Durch die kontinuierliche Einbindung der Bewohner*innen erreichen wir eine aktive Beteiligung der Bewohner*innen an den Gestaltungsprozessen im Stadtteil.
2. Unterstützung von Kommunikation und Selbstorganisation: Durch Vernetzung einzelner Akteure / Akteursgruppen unterstützten wir die Selbstorganisation der Menschen.
3. Aufbau von sozialen Beziehungen und Kooperationsstrukturen: Wir fördern den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Bewohner*innen untereinander sowie mit anderen Organisationen und Institutionen.
4. Vielfältige Methoden und Ansätze: Mit unterschiedlichen Handlungsansätzen und Methoden, wie z.B. Sozialraumanalyse, Beratung, Kulturarbeit, Netzwerkarbeit und Empowerment unterstützen wir die Bewohner*innen des Stadtteils
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen äußern ihre Bedürfnisse und Interessen und arbeiten an Veränderungen aktiv mit.
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen beteiligen sich aktiv an Entscheidungsprozessen. Sie bestimmen, welche Themen und Projekte im Quartier bearbeitet werden sollen und setzen diese auch, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, selber um
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen vor Ort bringen ihre Fähigkeiten, Interessen und Erfahrungen ein. Wir als Verein bündeln diese um gemeinsame Projekte gemeinsam mit den Menschen umzusetzen.
Kriterium
Beschreibung
Das UNo wird mehr zu einem Ort für Begegnungen. Hier werden gemeinsam Feste, Flohmärkte etc. geplant und organisiert. Nachbarschaftshilfen laufen zusammen und ein interkultureller Austausch findet statt.
Vorhandene Strukturen
In einem Teil des Nordertors (im „Sozialer Zusammenhalt“-Gebiet) sind effektive Strukturen von Quartiersmanagement und Gemeinwesenarbeit vorhanden. Der Stadtteilverein „UNo“ ist seit 10/2018 zusätzlich von der Kommune mit der Durchführung der Gemeinwesenarbeit im gesamten Stadtteil beauftragt.
Der Verein hat z.Zt. ca. 65 Mitglieder und bietet den Bewohner*innen unterschiedliche Angebote, die z.T. professionell oder ehrenamtlich angeleitet werden. So werden z.B. ein Gedächtnistraining und die Sitzgymnastik von professionellen Trainern angeleitet. Sprachcafé für Migranten, Klöncafé und auch eine Kochgruppe werden von Ehrenamtlichen selbst organisiert. Darüber hinaus gibt es noch eine Selbsthilfegruppe zum Thema COPD. Im Gebiet Sozialer Zusammenhalt finden ehrenamtliche Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Stadtteilthemen statt. Im Gemeindezentrum finden z.B. von Gemeindemitgliedern organisierte Gemeindenachmittage oder Mehrgenerationen-Cafés statt. Darüber hinaus sind auch die Sozialarbeit des Wohnungsbauunternehmens GBN (u.a. mit Miet- und Sozialberatung), der Sportverein ASC oder das Pari-Café des Paritätischen Dienstes im Stadtteil aktiv. Daneben sind das CJD als Bildungs- und Sozialunternehmen und weitere Bildungsträger im Nordertor vertreten.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schulen RAHN Gemeinnützige Schulgesellschaft mbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur der Stadt Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder des Stadtrates und anderer politischer Gremien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagment Stadtteilhaus Nordertor
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach Projektablauf wird der Verein das Sozialraumteam weiter leiten und im Sinn der Strategie für die Gemeinwesenarbeit der Stadt Nienburg fortsetzen und ausbauen. Es werden weitere Mitglieder in das Sozialraumteam eingebunden. Über die Wahrnehmung der Aufgaben der Gemeinwesenarbeit im Nordertor besteht bereits eine vertragliche Vereinbarung zw. dem Stadtteilverein und der Stadt Nienburg. Dort ist auch die finanzielle Unterstützung durch die Stadt vereinbart.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
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