1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Klaus Lüdeke
| Funktion | Geschäftsführung / Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Einrichtung eines Sozialraumteams im Nordertor, Begleitung und Unterstützung bieten, Begegnungen schaffen, Eigeninitiative und Beteiligung fördern
Projektbeschreibung
Das Projekt „Gemeinsam im Nordertor“ soll eine Struktur bieten, die Menschen zusammenbringt und motiviert, sich gemeinsam für und in „ihrem“ Stadtteil zu engagieren. Dies soll insbesondere mit der Einrichtung des „Sozialraumteams Nordertor“, federführend vom Stadtteilverein „Unser Nordertor e.V.“ (nachfolgend; „UNo“) betreut, nachhaltig gelingen. Unter einem Sozialraumteam ist ein Netzwerkgremium zu verstehen, bestehend aus Akteur*innen, die im Nordertor leben bzw. haupt- oder ehrenamtlich tätig sind und sich für das Gemeinwesen einsetzen möchten. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung auf einander abgestimmter, bedarfsorientierter und nachhaltiger Angebote und Projekte im Quartier. Durch das Vermitteln von Respekt und Anerkennung und die Ermutigung und Unterstützung zur Selbstorganisation sollen zivilgesellschaftliche Potentiale gestärkt werden. Zudem wird die Handlungsfähigkeit aller Menschen im Stadtteil weiterentwickelt und Partizipation – insbesondere auch von benachteiligten Menschen – ermöglicht. Lokale Ressourcen für die Gemeinwesenarbeit werden erschlossen, aktiviert und zusammengebracht und somit Synergieeffekte geschaffen und sog. „Doppelstrukturen“ vermieden. Die Anlaufstelle UNo soll als sozialer Treffpunkt vor Ort, in dem die Menschen konkrete Hilfsangebote finden, wie kreativ-, freizeit- und kulturelle Angebote, weiterentwickelt werden. Die Gemeinwesenarbeit richtet sich dabei an der Lebenswelt der Menschen im Stadtteil aus – an ihren Sorgen, Problemen, Bedürfnissen und Wünschen.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Nordertor ist von Industrie geprägt und durch ein hohes Verkehrsaufkommen belastet. Seit den 1990er Jahren treten im Nordertor vermehrt soziale Konflikte auf, die teilweise mit Zuwanderungswellen und daraus resultierenden Integrationsproblemen im Zusammenhang stehen. Das Nordertor ist das Quartier mit der zweithöchsten Bevölkerungsdichte im Stadtgebiet und liegt damit deutlich über den Werten anderer Ortsteile. Im Quartier arbeiten unterschiedliche Akteure auf den Gebieten GWA, QM, Vereine, freie Kinder- u. Jugendhilfe, Bildung, Wohnungswirtschaft und religiöse Einrichtungen. Im „Sozialer Zusammenhalt“-Gebiet sind effektive Strukturen von QM und GWA vorhanden. Der Stadtteilverein „Unser Nordertor“ (UNo) ist schon jetzt Anlaufstelle für Begegnungen im Quartier, er ist seit 10/2018 zusätzlich von der Kommune mit der Durchführung der GWA im gesamten Stadtteil beauftragt. Seine Angebote werden allerdings vornehmlich von älteren Bewohner*innen in Anspruch genommen. Netzwerke und Zusammenarbeit finden in der Regel nur im kleinen Rahmen oder gar nicht statt. Besonders jüngere und neu zugewanderte Menschen wissen oftmals nicht, an wen sie sich gerade wenden können, wenn sie ein Problem haben. Es fehlt an Struktur und einem umfangreichen (Hilfe)netzwerk. Die Akteure untereinander kennen oft nicht die vollständigen Angebote/Arbeitsbereiche anderer Akteure. Eine zielgenaue Verweisberatung ist somit kaum möglich. Das Einrichten eines Sozialraumteams für das Nordertor, welches Begegnungsräume schafft, Beteiligung ermöglicht, den sozialen Zusammenhalt und die Integration fördert sowie die Selbstorganisation stärkt, ist daher von besonderer Bedeutung für das Quartier.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg/Weser Nordertor
Beschreibung
Der Stadtteil ist wie folgt eingegrenzt: Im Norden ist die Grenze bei der Holtorfer Straße/Wilhelm-Busch-Str. zu ziehen. Westlich bildet die Große Drakenburger Str. die Grenze des Stadtteils. Südlich verläuft die Grenze Verdener Landstr./Dr.-Frank-Str. Östlich verläuft die Grenze an der Str. Grefengrund, Platanenstr. und B6/B214 Richtung Celler Str. und trifft dort wieder die Holtorfer Str.
Einwohnerzahl
4939
Quelle / Anmerkungen
Einwohner*innenmeldeamt / Sozialplanung Stadt Nienburg/Weser
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Das Programmgebiet "Sozialer Zusammenhalt" liegt im Projektgebiet.
Das Projektgebiet bezieht sich auf den Stadtteil Nordertor. Das Programmgebiet "Sozialer Zusammenhalt" umfasst ca. 1/3 des Stadtteils.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohner*innenmeldeamt Stand 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohner*innenmeldeamt Stand 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohner*innenmeldeamt Stand 31.12.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohner*innenmeldeamt Stand 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohner*innenmeldeamt Stand 31.12.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit Stand 02/2024
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit Stand 02/2024
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit Stand 02/2024
Sozialplanung der Stadt Nienburg/Weser
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_1.jpg
(1.1 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
1. Partizipation der Adressat*innen: Durch die kontinuierliche Einbindung der Bewohner*innen erreichen wir eine aktive Beteiligung der Bewohner*innen an den Gestaltungsprozessen im Stadtteil.
2. Unterstützung von Kommunikation und Selbstorganisation: Durch Vernetzung einzelner Akteure / Akteursgruppen unterstützten wir die Selbstorganisation der Menschen.
3. Aufbau von sozialen Beziehungen und Kooperationsstrukturen: Wir fördern den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Bewohner*innen untereinander sowie mit anderen Organisationen und Institutionen.
4. Vielfältige Methoden und Ansätze: Mit unterschiedlichen Handlungsansätzen und Methoden, wie z.B. Sozialraumanalyse, Beratung, Kulturarbeit, Netzwerkarbeit und Empowerment unterstützen wir die Bewohner*innen des Stadtteils
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen äußern ihre Bedürfnisse und Interessen und arbeiten an Veränderungen aktiv mit.
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen beteiligen sich aktiv an Entscheidungsprozessen. Sie bestimmen, welche Themen und Projekte im Quartier bearbeitet werden sollen und setzen diese auch, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, selber um
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen vor Ort bringen ihre Fähigkeiten, Interessen und Erfahrungen ein. Wir als Verein bündeln diese um gemeinsame Projekte gemeinsam mit den Menschen umzusetzen.
Kriterium
Beschreibung
Das UNo wird mehr zu einem Ort für Begegnungen. Hier werden gemeinsam Feste, Flohmärkte etc. geplant und organisiert. Nachbarschaftshilfen laufen zusammen und ein interkultureller Austausch findet statt.
Vorhandene Strukturen
In einem Teil des Nordertors (im „Sozialer Zusammenhalt“-Gebiet) sind effektive Strukturen von Quartiersmanagement und Gemeinwesenarbeit vorhanden. Der Stadtteilverein „UNo“ ist seit 10/2018 zusätzlich von der Kommune mit der Durchführung der Gemeinwesenarbeit im gesamten Stadtteil beauftragt.
Der Verein hat z.Zt. ca. 65 Mitglieder und bietet den Bewohner*innen unterschiedliche Angebote, die z.T. professionell oder ehrenamtlich angeleitet werden. So werden z.B. ein Gedächtnistraining und die Sitzgymnastik von professionellen Trainern angeleitet. Sprachcafé für Migranten, Klöncafé und auch eine Kochgruppe werden von Ehrenamtlichen selbst organisiert. Darüber hinaus gibt es noch eine Selbsthilfegruppe zum Thema COPD. Im Gebiet Sozialer Zusammenhalt finden ehrenamtliche Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Stadtteilthemen statt. Im Gemeindezentrum finden z.B. von Gemeindemitgliedern organisierte Gemeindenachmittage oder Mehrgenerationen-Cafés statt. Darüber hinaus sind auch die Sozialarbeit des Wohnungsbauunternehmens GBN (u.a. mit Miet- und Sozialberatung), der Sportverein ASC oder das Pari-Café des Paritätischen Dienstes im Stadtteil aktiv. Daneben sind das CJD als Bildungs- und Sozialunternehmen und weitere Bildungsträger im Nordertor vertreten.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schulen RAHN Gemeinnützige Schulgesellschaft mbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur der Stadt Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder des Stadtrates und anderer politischer Gremien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagment Stadtteilhaus Nordertor
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach Projektablauf wird der Verein das Sozialraumteam weiter leiten und im Sinn der Strategie für die Gemeinwesenarbeit der Stadt Nienburg fortsetzen und ausbauen. Es werden weitere Mitglieder in das Sozialraumteam eingebunden. Über die Wahrnehmung der Aufgaben der Gemeinwesenarbeit im Nordertor besteht bereits eine vertragliche Vereinbarung zw. dem Stadtteilverein und der Stadt Nienburg. Dort ist auch die finanzielle Unterstützung durch die Stadt vereinbart.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On