1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Heike John
| Funktion | stellv. Pflegedienstleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Lebendige Vielfalt: Im Kloster zuhause, im Quartier verbunden.
Projektbeschreibung
Stärkung des Wohnquartiers Südstadt/Bult - Stift & Kloster als Herzstück im Stadtteil Südstadt/Bult" knüpft an die Renovierung und den Bezug des Rats- und von Soden Klosters an, wo bereits eine einzigartige Gemeinschaft entstanden ist. Diese Gemeinschaft setzt sich aus Senior:innen mit und ohne geistige Behinderungen zusammen, die im betreuten Wohnen leben und sich gegenseitig stützen und unterstützen. Durch dieses Projekt werden wir als Gemeinschaft sichtbar und öffnen uns nach außen. Gleichzeitig streben wir danach, aktiv Teil der umliegenden Gemeinschaft zu werden. Es ist ein bedeutsamer Schritt hin zu einer Gesellschaft, die Senior:innen mit und ohne geistige Behinderungen als gleichberechtigte Mitglieder einer lebendigen Gemeinschaft wahrnimmt. Unsere Vision ist es, diese starke Gemeinschaft als Motor für positive Veränderungen zu nutzen. Dabei spielt der "Alltagsbegleiter" eine entscheidende Rolle. Der Alltagsbegleiter ist eine Schlüsselfigur, die als Bindeglied zwischen dem Kloster und der umliegenden Gemeinschaft fungiert. Er wird gemeinsam mit den Bewohner:innen des Klosters und perspektivisch wünschenswert der umliegenden Gemeinschaft Programme entwickeln, die das Zusammenleben fördern und die Vielfalt des Stadtteils erlebbar machen. Dabei berücksichtigt der Alltagsbegleiter die Bedürfnisse und Wünsche aller Beteiligten und trägt dazu bei, dass das Kloster als lebendiges Zentrum des Zusammenlebens im Stadtteil wahrgenommen wird. Durch gemeinsame Veranstaltungen, kulturelle Aktivitäten und Projekte möchten wir zeigen, dass Zusammenhalt und Vielfalt die Stärken unseres Stadtteils sind. Unser Ziel ist es, das Kloster und das Stift zum Heiligen Geist als lebendige Zentren des aktiven Alterns und des Zusammenlebens zu etablieren und eine inklusive Gemeinschaft zu schaffen, in der jede:r Senior:in willkommen ist und seinen Platz findet. Wir möchten ein Umfeld schaffen, in dem das Älterwerden als aktiver und bereichernder Lebensabschnitt erlebt wird und in dem Senior:innen jeden Alters die Möglichkeit haben, sich wohlzufühlen und sich einzubringen. Wir sind davon überzeugt, dass die aktive Beteiligung aller Senior:innen zu einer positiven Entwicklung des Stadtteils beitragen wird. Die Präsenz unseres Projekts stärkt das soziale Gefüge des Stadtteils, fördert das Miteinander und schafft Möglichkeiten für neue Begegnungen und Aktivitäten.
Laufzeit
2024-07-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die demografischen Veränderungen in Deutschland haben in den letzten Jahren erhebliche Auswirkungen auf alle Lebensbereiche gezeigt. Die steigende Lebenserwartung, das niedrige Geburtenniveau und die zunehmende Zuwanderung haben zu einem deutlichen Wandel in der Bevölkerungsstruktur geführt. Insbesondere in Stadtteilen wie der Südstadt/Bult sind diese Veränderungen spürbar. Ein besorgniserregendes Phänomen ist die zunehmende Einsamkeit im Alter, da immer mehr Menschen alleine leben. Im Stadtteil Bult ist der Anteil der Haushalte ohne Kinder und Nachkommen auf 79,8% gestiegen, was einen Anstieg um 0,4% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Zudem liegt der Anteil der über 75-Jährigen bei 14,5%, was über dem stadtweiten Durchschnitt von 9,9% liegt (Stand 2021). Diese Zahlen verdeutlichen den dringenden Bedarf an neuen Wohn- und Betreuungsformen, die nicht nur die physischen, sondern auch die sozialen Bedürfnisse älterer Menschen ansprechen. Die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel erfordern innovative Ansätze, um die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern, ihre soziale Integration zu fördern und der wachsenden Einsamkeit im Alter entgegenzuwirken. Es gilt, neue Wege zu finden, um ein aktives, gesundes und sozial integriertes Altern zu ermöglichen und den Herausforderungen des demografischen Wandels in Stadtteilen wie der Südstadt/Bult zu begegnen. Die Einrichtung befindet sich in einem Experimentier- und Entwicklungsprozess des Zusammenlebens in Vielfalt, der wertvolle Erfahrungen hervorbringt. Diese Erfahrungen möchten wir aktiv mit dem Stadtteil teilen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Stadtteil Bult
Beschreibung
Das Kloster, das ein zentraler Bestandteil des Projekts ist, liegt innerhalb des Stadtteils Südstadt/Bult in Hannover. Es dient als Knotenpunkt für die Aktivitäten und Veranstaltungen, die im Rahmen des Projekts zur Förderung der sozialen Integration und Teilhabe geplant sind.
Einwohnerzahl
3257
Quelle / Anmerkungen
STATIS-Hannover: DaDatenblatt Einwohner Dezember 2022 Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Wahlen und Statistik: Statistische Profile 2022
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Datenblatt Einwohner Dezember 2022 Landeshauptstadt Hannover
Sachgebiet Wahlen und Statistik: Statistische Profile 2022
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_suedstadt_bult.png
(1.09 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Es ist deutlich erkennbar, dass eine verstärkte Auseinandersetzung der Einrichtung mit dem Projektgebiet notwendig ist. Dies liegt darin begründet, dass die Einrichtung innovative und kreative Lösungen für gemeinschaftliches Zusammenleben und die Bekämpfung von Einsamkeit entwickelt. Diesen "Schatz" an Ideen und Maßnahmen gilt es nicht nur intern zu nutzen, sondern auch aktiv in den Stadtteil zu tragen, um eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität, des Verständnisses von und für Vielfalt und des sozialen Zusammenhalts im Quartier zu erreichen.
In den Zielen und Maßnahmen des ersten Jahres liegt daher ein besonderer Fokus auf dem Alltagsbegleiter, der als Bindeglied zwischen Einrichtung und Projektgebiet fungiert und somit die Grundlage für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität im Quartier schafft.
Darüber hinaus können Bewohnerinnen und Bewohner mit kognitiven Einschränkungen eine positive Wirkung auf die Gemeinschaft und das Quartier haben. Ihre Anwesenheit und beispielhaft die besondere Aufgabe einer Bewohnerin die Fürsorge für 260 Mon Chichis zu übernehmen, trägt auf vielfältige Weise zur Gemeinschaft bei. Dies geschieht durch ihre Freundlichkeit, ihr Verständnis und ihre einzigartige Perspektive. Ihre Integration fördert ein Gefühl der Inklusion und des Zusammenhalts, was zu einem lebendigen und unterstützenden Gemeinschaftsumfeld beiträgt, von dem alle Bewohnerinnen und Bewohner profitieren können.
Methoden
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Altenheim Gustav Brandtsche Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jüdisches Altenheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bewohner:innen, die von Vereinsamung bedroht sind
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Im Anschluss an das Projekt soll ein Verein gegründet werden, der die Aufgaben und begonnenen Projekte, unter Einbeziehung der LHH, fortführen wird. Hierbei sollen die Netzwerkpartner eine wesentliche Rolle spielen. Der Verein organisiert ehrenamtliches Engegament im Stadtbezirk. Ziel soll das Bewahren von Menschen vor Vereinsamung sein. Die Stärkung von nachbarschaftlicher Unterstützung soll kleinräumig ermöglicht werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On