Das Secondhandkaufhaus als Willkommens- und Begegnungsort
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Achim Wolff
| Funktion | Pastor |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnung von Einheimischen und Menschen mit Fluchthintergrund
Projektbeschreibung
Anfang 2024 wird in Altenwalde ein Erstaufnahmeeinrichtung (EA) für 800 Menschen fertig sein. Es liegt 750m vom Ortskern mit Geschäften und Ev. Gemeindezentrum entfernt. 2016 war dort eine Notunterkunft. Das wird erneut das Leben im Ortsteil verändern. Die Flüchtlingsinitiative Offenes Herz Altenwalde (OHA), die wir 2016 gegründet haben, wird mit 2 Quartierstreffpunkten Integration fördern. Um das Sozialkaufhaus (Teilprojekt 1) und den Jugendtreff DOM (Teilprojekt 2) zu ertüchtigen bringen wir verschiedene Akteure im Ort zusammen. Das Gemeindehaus mit Park und Spielplatz und das Sozialkaufhaus werden erste Anlaufpunkte für Menschen aus der EA sein. Hier können sie günstig Hausrat, Elektrogeräte, Fahrräder und Einrichtungsgegenstände erwerben. Es ist ein Treffpunkt, der niederschwellige Begegnung ermöglicht.
Das Kaufhaus wird z.Zt. durch einheimische Freiwillige betreut. Wir möchten Menschen mit Fluchterfahrung, die wir seit Jahren begleiten, gewinnen, sich im Kaufhaus ehrenamtlich zu engagieren.
Das soll Geflüchteten das Ankommen erleichtern und hier lebenden Zugewanderten die Chance bieten, mitzugestalten, Willkommenskultur zu verbessern, eigene deutsche Sprachkenntnisse zu erweitern und erste Erfahrungen in einer Art Berufsleben zu finden. Das Engagement fördert Selbstwirksamkeit und ist Teil des integrativen Ansatzes.
Integration funktioniert dort, wo Begegnung auf Augenhöhe und gemeinsames Gestalten möglich ist. Die Geflüchteten bringen ihre Muttersprache und kulturelle Nähe als Kompetenz ein. Sie bereichern das gemischtkulturelle Team und tragen zum Erfolg des Kaufhauses als Begegnungsort maßgeblich bei. Die Einheimischen erleben eine Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses und ihres Engagements im Team.
Um die Freiwilligen zu begleiten und das Projekt zum Erfolg zu führen bedarf es einer Projektleitung. Yvonne Pröpper, leitet ein Projekt für Geflüchtete aus der Ukraine. Sie lebt den interkulturellen Ansatz, erhebt Bedarfe durch achtsame Kommunikation und setzt sie kooperativ um.
Sie möchte das Sozialkaufhaus zur Begegnungsstätte für alle Menschen machen. Dabei wird ein offenes Konzept mit niederschwelligen soziokulturellen Angeboten für alle Altersgruppen und Gestaltungsfreiraum für Besucher*innen verbunden. So sollen dort z.B. Erzählcafes, Upcycling-Workshops u.a. angeboten werden, die gemeinsam mit den Geflüchteten geplant und durchgeführt werden. Solche Workshopangebote sollen Angebote mit und für die Menschen aus der EA sein.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Secondhandkaufhaus möchte in einer Zeit neue Ehrenamtliche gewinnen, in der in Altenwalde, nach Corona und inmitten eines Krieges, der Inflation und Unsicherheit mit sich bringt, die ehemalige Kaserne als Erstaufnahme EA für bis zu 10 Jahre ausgebaut wird. Das verunsichert Menschen.
Wir beantragen dieses Projekt, um den Menschen, die z.T. traumatisiert und Halt suchend, ein neues soziales Netzwerk aufbauen müssen, ein niederschwelliges Begegnungsangebot mitten im Ortskern zu machen, der keine 700 Meter entfernt ist.
Bereits in Cuxhaven lebenden Zugewanderte, die als Ehrenamtliche gewonnen werden geben den Ankommenden das Gefühl willkommen zu sein, durch gleiche Herkunft und Sprache. Sie selbst verbessern ihre deutschen Sprachkenntnisse im Team. Sie erleben ihre Selbstwirksamkeit und Mitgestaltungsmöglichkeiten im Quartier.
Die Anwohner*innen brauchen Begleitung in dieser veränderten Lebenswirklichkeit. Bereits 2016 wurden in der Kaserne Geflüchtete untergebracht. Die Erfahrungen waren überwiegend positiv. Akteure aus Politik, Kirche, Sportvereinen und öffentlichem Leben moderierten die Nutzung so, dass Bürger*nnen sich mit ihren Bedenken ernst genommen fühlten. Die Flüchtlingsinitiative Offenes Herz Altenwalde, die bis heute ein wesentlicher Akteur der Flüchtlingsarbeit in der Stadt Cuxhaven ist verfügt über langjährige Erfahrungen in der Gemeinwesenarbeit und ist gut vernetzt. Wir schaffen Begegnungsräume, in denen das interkulturelle Miteinander gelebt werden kann. So ist eine Akzeptanz der EA und gutes Zusammenleben möglich.
Mit zwei Teilprojekten knüpfen wir an bestehende Kooperationen an.
Die Menschen im Quartier werden in die Gestaltung eingebunden.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Altenwalde, Franzenburg, Gudendorf, Oxstedt
Beschreibung
Das Fördergebiet sind 4 Ortsteile von Cuxhaven bestehend aus Altenwalde, Franzenburg, Gudendorf und Oxstedt
Einwohnerzahl
7000
Quelle / Anmerkungen
Anfang des Jahres 2024 erwartet der Ortsteil Altenwalde einen Zuzug von 800 geflüchteten Menschen in der Erstaufaufnahmeeinrichtung
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistisches Landesamt Niedersachsen
Stadt Cuxhaven
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistisches Landesamt Niedersachsen
Stadt Cuxhaven
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistisches Landesamt Niedersachsen
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Veränderung durch die Belegung der Erstaufnahmeeinrichtung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gem_altenwalde_stadt_cuxhaven_karte.pdf
(1.46 MB)
strassenverz_gem_altenwalde_stadt_cuxhaven.pdf
(421.43 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt stehen alle Menschen im Quartier, ihre Bedarfe, Interessen und Kompetenzen. Der GWA Ansatz ist konzeptionell und methodisch Projektgrundlage, nimmt Sorgen wegen der Erstaufnahme ernst, baut sprachliche Barrieren und Vorurteile ab.
Das Projekt greift Anliegen auf, motiviert zur aktiven Teilhabe und Mitgestaltung im Quartier. Das multikulturelle Kaufhaus-Team schafft eine Begegnungsstätte für Alle, verbessert Leben in materieller und immaterieller Hinsicht.
Ehrenamtliche mit Fluchterfahrung kennen die Situation der Bewohner der EA, machen niedrigschwellige Angebote, Hilfen und Freizeitaktivitäten im Ort bekannt.
Das Kaufhaus bringt die Zielgruppen in Kontakt. Das soziale Klima und ehrenamtliche Engagement wird gestärkt. Der demokratische und empowernde Ansatz motiviert zum Miteinander auf Augenhöhe. Methodisch arbeiten wir nach den Grundsätzen (Community Organisation): Zuhören, Bedarfe erheben, Informieren und Handeln. Wir nutzen Formate der aktivierenden Befragung, Projekt- und Ideenwerkstatt, Kommunikative Freizeitangebote, Erzählcafe, Mentoring im Ehrenamt.
Wir legen Wert auf gutes Zusammenleben, nutzen einfache Sprache und die Durchmischung der Zielgruppen.
Durch das Miteinander im multikulturellen Team und die zufriedene Kundschaft stärken die Teammitglieder als Multiplikatoren eine diverse und intakte Gemeinschaft im Quartier. Die Angebote bereichern das Leben, sie bieten eine Plattform für Kreativität und Engagement.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Eine breite Bevölkerungsschicht das Kaufhaus als eine feste Größe in der Integrationsarbeit ansieht und eine Vielzahl der geflüchteten Menschen in das Dorfleben integriert ist.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ev. luth. Kirchengemeinde Altenwalde, Diakonisches Werk, freie Kirchengemeinde Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten, Elbe-Weser aktuell, Facebook, Instagram, Blickpunkt (Gemeindeblatt), Cuxverein, eigene Homepage
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wir für uns in Altenwalde, Wir vom Süderwisch, Ritzebüttel aktiv e.V., Runder Tisch Cuxhaven, Hanel Senioren-Stiftung, Engagierte Stadt Cuxhaven e.V., Heimatkultur guG, TuS Altenwalde, Freibad Oxstedt, TuS Altenwalde, Freiwillige Feuerwehr Altenwalde,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Cuxhaven, Stadt Cuxhaven, Gemeinde Altenwalde,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Demokratie Leben, Bündnis für Respekt und Menschenwürde
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Während des Projektes wertet eine Arbeitsgruppe das Projekt laufend aus und erschließt von Anfang an Anschlussfinanzierungsmöglichkeiten. Dazu werden Netzwerkpartner in geeigneter Weise einbezogen.
Die Koordinatorin des Offenen Herzens Altenwalde Mirjam Schneider und Pastor Achim Wolff gehören einer Gruppe an, die die Einrichtung der EA in Altenwalde begleitet. Auch hier werden Überlegungen für eine gute Begleitung des Ortes angestellt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
TIDE-HUUS Großenmeer
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrike Mayer
| Funktion | Gleichstellungsbeauftragte, Fuks-Büro |
|---|
2. Kurzbeschreibung
TEILHABE-INKLUSION-DABEISEIN-EINBRINGEN = TIDE-Huus
Projektbeschreibung
Das Projekt TIDE-Huus Großenmeer (TEILHABE-INKLUSION-DABEISEIN-EINBRINGEN) baut auf dem Prinzip des organisierten Gemeinwesens auf. Tide ist die Bezeichnung für die Gezeiten wie Ebbe und Flut. Die Macht der Gezeiten steht auch sinnbildlich für Ängste und Hoffnung. Das „Tide-Huus“ soll für die Menschen ein sicherer Ort für Austausch und Begegnung sein. Das TIDE-Huus wird zum Erhalt und Förderung der Selbstorganisation; zur Vorbeugung früher Hilfebedürftigkeit, zur (Wieder-)Herstellung und Ermöglichung von größtmöglicher Selbstbestimmung und sozialer, kultureller Teilhabe, nach individuellen Bedarfen genutzt. Hier soll Austausch auf allen Ebenen (von Angeboten im Supermarkt bis hin zu Tipps bei Anträgen oder "Wie bist du mit der Situation umgegangen?") stattfinden.
Der Ansatz ist dabei partizipativ, niedrigschwellig sowie offen, präventiv und basiert auf der Freiwilligkeit der Teilnahme. Er ist individuell, bedürfnisorientiert, ressourcenorientiert, persönlich im gewohnten und sicheren Umfeld, in Beratung und Begleitung. Die individuellen Bedarfe – von Einzelnen oder Gruppen – werden ermittelt und transformiert in konkreten Unterstützungs- und Teilhabe-Angeboten.
Das "offene Ohr" haben und aktiv zuhören stehen an erster Stelle und geht bei gutem Wetter mit einem Kaffee oder Tee und etwas Süßem im Strandkorb auf dem Außengelände am besten.
Die Anlaufstelle ist barrierefrei. Sie verfügt über einen großen Gruppenraum, sowie ein bis zwei kleinere Gruppenräume. Eine funktionale Küche und getrennt geschlechtliche Sanitäranlagen gehören zum Bestand. Es gibt Räumlichkeiten in denen ein Jugendtreff, Krabbelgruppe sowie ein generationsübergreifendes Angebot stattfinden kann. Außerdem gibt es ein Außengelände mit Sitzgelegenheiten und Spielfläche, sowie ausreichend Parkfläche. Eine Anbindung an den ÖPNV ist gegeben.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
„Einsamkeit kann jede und jeden treffen.“ (BMFSFJ, 2023) Dieses Problem sieht die Gemeinde Ovelgönne ebenfalls und möchte sich aktiv an dieser Stelle einbringen. Es gibt aktuell zwar ein reichhaltiges Angebot an Veranstaltungen, Institutionen und Akteuren, allerdings gibt es auch hier Defizite. Die Forschungslage des Projekts Kompetenznetz Einsamkeit (2023) zeigt, dass der Faktor Raum vielfältige Auswirkungen auf Einsamkeit haben kann. Da die Gemeinde Ovelgönne, mit rund 124 km², eine große Fläche fasst und kein wirkliches Zentrum besitzt ist es für einige Menschen schwer, Angebote zu finden, wahrzunehmen und sich mit anderen Menschen zu verknüpfen. Nicht nur faktisch, sondern auch in der subjektiven Wahrnehmung der Bürger*innen wie lokale Ärzte, Organisatoren von Senioren- und Krabbelgruppen-Treffs, die die sich steigernde Isolation hautnah mitbekommen, ist Vereinsamung ein großes Thema.
In der 3. Sitzung des Präventionsrats 2023 und mit Unterstützung des Landes Präventionsrats wurde ebenfalls sehr deutlich, dass eine Tendenz der zunehmenden Vereinsamung besteht. Die lokalen Angebote wurden evaluiert, es gibt Angebotsdefizite im Bereich der alleinstehenden Personen mit und ohne Kind sowie der alleinstehenden „jungen“ Senioren. Durch den vermehrten Zuzug, von unterschiedlichsten Menschen, gibt es einen Bedarf für (inter-)kulturelle Angebote. Um Begegnungen zwischen diesen Zielgruppen anzustoßen, wird ein Raum benötigt. Durch (Fach-)Kräfte soll eine Unterstützung bei der Verknüpfung der Angebote von Vereinen, Institutionen und Hilfeleistungen geschaffen werden. Die vorhandenen Strukturen sollen gestärkt und Zugangsbarrieren abbaut werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Strukturell bedarf es einer – den jeweiligen Beständen und Bedarfen angepassten – Variante des organisierten Gemeinwesens, wie sie in ihren Grundzügen etwa unter dem Konzept der „Caring Community“ umrissen wird. (Klein, 2018) Auf diesem Prinzip des organisierten Gemeinwesens baut das Projekt „TIDE-HUUS Großenmeer (TEILHABE-INKLUSION-DABEISEIN-EINBRINGEN) der Gemeinde ebenso auf. Die Anlauf- und Verknüpfungsstelle bzw. die Begegnungseinrichtung soll einen festen Sitz in Großenmeer haben, allerdings auch mobil agieren können.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Im Vorfeld ist dieses Projekt im Zuge der Arbeit des Präventionsrates entstanden. Das Projekt verfolgt das Ziel Einsamkeit im Alltag entgegenzuwirken und orientiert sich an §71 SGB XII und §§ 4a und 11 SGB VIII. Es wird beabsichtigt mit einem externen Anbieter gemeinsam eine kommunale Nachhaltigkeitsstrategie, die sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen (Ziele: 1, 3, 5, 10, 11 und 16) orientieren, zu erarbeiten. Dabei wird das Projekt in dieser Strategie berücksichtigt.
11. Medien
Galerie
Miteinander leben-aufmerksame Nachbarschaft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Angela Exner-Wallmeier
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Miteinander leben-aufmerksame Nachbarschaft, ein integratives Projekt zur Förderung des sozialen Zusammenhalts durch Ausbau und Weiterentwicklung der Anlaufstelle
Projektbeschreibung
Aufbauend auf den Strukturen der Kernaufgaben des Bundesprogramms Mehrgenerationenhaus erarbeiten wir in Kooperation mit der Wohnungsbaugesellschaft GSG, der Polizei, der Gemeinwesenarbeit, der Stadt Oldenburg , den Vereinen , der Volkshochschule und dem Einzelhandel im Quartier ein Konzept zur Stärkung des Sozialen Zusammenhalts. Auslöser für unser Projekt waren die veränderten Besucherströme nach der Corona Pandemie und eine Kooperation mit der Gemeinwesenarbeit zum Thema SToP ( Stadtteil ohne Partnergewalt).
Unser Haus liegt in einem benachteiligtem Wohngebiet, das durch den demographischen Wandel und Zuwanderung schon eine Veränderung erfahren hat. Als neue Herausforderung nehmen wir die Auswirkungen nach der Pandemie und die Herausforderungen durch die Inflation wahr. Das Mehrgenerationenhaus als Treffpunkt im Quartier wird durch die veränderten Besucherströme und die damit einhergehenden Herausforderungen vor neue Aufgaben gestellt. Der offene Treff im Mehrgenerationenhaus, sowie die vielfältigen Angebote im Bereich Bildung, Freizeitgestaltung, Sprachförderung und Beratung werden zu einem großen Teil von Ehrenamtlichen, Freiwilligendienstlern und Honorarkräften unter hauptamtlicher Begleitung umgesetzt. Der Strukturwandel im Stadtteil und die veränderten Lebenssituationen nach Corona stellen den Stadtteil und unsere Arbeit vor neue Aufgaben. Die Konfrontation mit den Themen, häusliche Gewalt, finanzielle Notlagen, akuter Förderbedarf benachteiligter Kinder mit und ohne Migrationshintergrund, erfordert von allen Akteuren im Haus eine Neuorientierung und Neuausrichtung. Das bisherige ausgeglichene und von gegenseitiger Wertschätzung getragene Klima droht zu kippen. Die Bereitschaft und Fähigkeit eigene Interessen zu vertreten, an Aufgaben und Themen zu arbeiten, hat deutlich nachgelassen. Aktuell hat sich in den letzten Monaten gezeigt, dass wir eine Weiterentwicklung der bestehenden Strukturen unter professioneller Begleitung brauchen, um eine offene Begegnungskultur zu implementieren. Zur Bewältigung dieser Aufgaben haben wir in Kooperation mit anderen Akteuren im Stadtteil ein neues Nachbarschaftsprogramm "Miteinander leben - aufmerksame Nachbarschaft" initiiert, das bereits auf große Resonanz stößt. Für die weitere Umsetzung dieses Quartiersentwicklungsprozesses benötigen wir eine qualifizierte hauptamtliche Unterstützung im Haus. Unsere bestehenden Strukturen aus Haupt- und Ehrenamt reichen nicht mehr aus, um diesen Prozess gut zu begleiten.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier ist geprägt durch 3-4 geschossige Gebäudekomplexe aus den 50er Jahren, mit ca. 20 Wohnungen pro Gebäudekomplex. Der erste große Strukturwandel im Quartier wurde durch die Flüchtlingswelle im Jahr 2015 eingeleitet. Die Johanniter Unfall- Hilfe e.V. ist seit 2014 Träger des Mehrgenerationenhauses in Oldenburg im Stadtteil Bürgerfelde. Wir haben den Stadtteil bisher als offenes kooperatives und lebendiges Quartier erlebt. Die Interaktion und Wertschätzung im Stadtteil zeugten von einem guten Klima. Die Folgen der Pandemie und die prekären Bedarfslagen durch die aktuelle Inflation sind eine neue Herausforderung für das Miteinander in der Nachbarschaft. Das Team ist in den letzten Monaten durch die Konfrontation mit den Themen häusliche Gewalt, prekäre Lebensverhältnisse und erhöhter Gesprächsbedarf bei unseren Besuchern an seine Grenzen gestoßen. Als Folge der Pandemie und der Inflation nehmen wir ein erhöhtes Konfliktpotential wahr, gleichzeitig erfahren wir eine drastisch reduzierte Kommunikationsbereitschaft. Die Fähigkeit in den Austausch mit Anderen zu gehen, Interessen und Bedarfe zu formulieren, sich auf andere Lebenswelten einzulassen ist deutlich gesunken. Der Beratungs- und Austauschbedarf zu Themen wie häusliche Gewalt, Sicherheit und finanzielle Hilfen ist enorm gestiegen. Unsere bestehenden Strukturen benötigen eine personelle und professionelle Unterstützung bei der Neuausrichtung und Weiterentwicklung des Ansatzes der Gemeinwesenarbeit. Eine qualifizierte Begleitung der Vernetzung und Neuausrichtung der Nachbarschaftsarbeit ist dringend gewünscht. Perspektive soll eine nachhaltige Verstetigung der Neuausrichtung in bestehende Netzwerke sein.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Bürgerfelde
Beschreibung
Dass Gebiet liegt innerhalb des nordwestlichen Autobahnrings der Stadt Oldenburg. Im Osten verläuft die Grenze entlang der großen Ausfallstraße" Alexanderstraße". Im Süden endet unser Einzugsgebiet entlang der Straße Melkbrink mit Ausläufern in die Straßenzüge Oederstraße und Starklofstraße.
Einwohnerzahl
6900
Quelle / Anmerkungen
https://www.oldenburg.de/startseite/politik/verwaltung-finanzen/statistik/statistische-daten-online/bevoelkerung.html
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle Einwohnerdatei Stadt Oldenburg Fachdienst Geoinformation und Statistik / 0218
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnerdatei Stadt Oldenburg Fachdienst Geoinformation und Statistik/ 0218
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnerdatei Stadt Oldenburg Fachdienst Geoinformation und Statistik/ 0228
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht 2022 Stadt Oldenburg; Amt für Jugend und Familie_ Datenbasis 2020
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
anmerkung_2023-03-10_144343.png
(341.78 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir sind ein gefördertes Haus aus dem Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus.
Mehrgenerationenhäuser sind Begegnungsorte, an denen das Miteinander der Generationen aktiv gelebt wird. Sie bieten Raum für gemeinsame Aktivitäten und schaffen ein nachbarschaftliches Füreinander in der Kommune. Mehrgenerationenhäuser stehen allen Menschen offen – unabhängig von Alter oder Herkunft. Jede und jeder ist willkommen. Der generationenübergreifende Ansatz gibt den Häusern ihren Namen und ist Alleinstellungsmerkmal: Jüngere helfen Älteren und umgekehrt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Nachbarschaftsforum von unterschiedlichen Bewohnergruppen genutzt werden.
Beschreibung
Ein gemeinsamer Runder Tisch mit weiteren Netzwerkpartner aus dem Quartier regelmäßig umgesetzt wird und die Ergebnisse des Erfahrungsaustausches in der Angebotsstruktur eingearbeitet werden.
Kriterium
Beschreibung
Offene Nachbarschaftsveranstaltungen werden umgesetzt und sind im Quartier etabliert.
Vorhandene Strukturen
Das Mehrgenerationenhaus hat zwei hauptamtliche Mitarbeiter mit einem Stundenumfang von 35 Stunden.
Die Angebote im Haus, der Offene Treff, die Hausaufgabenbetreuung, das Lerncafé, die Handarbeitsrunden, die Spielrunden, die Gesprächsrunden, die Handysprechstunde etc. werden überwiegend von Ehrenamtlichen und Honorarkräften begleitet, die von unseren hauptamtlichen Kollegen koordiniert und begleitet werden. Zur Zeit haben wir 18 Ehrenamtliche, die sich in den Angeboten engagieren. Unser Haus ist regelmäßig von Montag bis Donnerstag von 09:00 - 18:00 Uhr und Freitag von 09:00 - 16:00 Uhr geöffnet.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinderlachen Oldenburg e.V.; Herr Norbert Arendt BTB Bürgerfelder Turnerbund; Regine Walter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinwesenarbeit Dietrichsfeld; Meike Plewa Jugendfreizeitstätte Bürgerfelde; Nils Naumann Polizei Oldenburg; Kontaktbereichsbeamter Frank Vehren ; VHS Oldenburg Anita Groth Koordinatorin Schulische Bildung; Kinderbibliothek am PFL Frau Hummels
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Soziale Dienste; Angela Exner-Wallmeier Paritätischer Wohlfahrtsverband; Sozialberatung Dorothee Rensen ; Caritas Oldenburg Seniorentreff im Pavillon; Julia Ritterhoff
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren- und Pflegestützpunkt Stadt Oldenburg; Katrin Busse DIKO Oldenburg (Demenz- Informations- und Koordinationsstelle Oldenburg; Kathrin Kroppach
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AKTIV IRMA; Herr Brinkmann Druckerei Eiting; Herr Eiting Möbel Weirauch; Kay Weirauch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
NWZ Oldenburg; Stadtredaktion Sonntagsblatt Redaktion Oldenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
MdB Dennis Rohde Mitglied des Stadtrates Oldenburg Esther Niewerth-Baumann Mitglied des Stadtrates Jens Freymuth
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Isolde Spindler; Volker Seinsch; Heinz Slopianka; Helma Vols; Heinz und Lotti Rosenthal; Fatima Sheikmous; Rehan Suleiman; Leila H. Hadya S.; Ragda, H.; Gaby Brinkmann etc.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ehrenamtliche: Anja Wemken; Gila Nattke; Manfred Schäfer; Anke S. ; Fatima Sheikomous; Horst Claussen; Dieter Porschin; Isolde Spindler; Helma Vols; Iris Lindstedt;
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg Fachdienst Soziale Dienste; Monika Naber Amt für Teilhabe und Soziale; Frau Hünecke Fachdienstleitung Pflege, Wohnen und Soziale Beratung; Lena Haddenhorst
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Einführung und professionelle Begleitung des Nachbarschaftsforums beinhaltet die Einbindung unserer Netzwerkpartner. Ziel dieses Projektes ist es, dass insbesondere unsere Partner aus Verwaltung und öffentlichen Einrichtungen im Laufe der Zeit so eingebunden sind, dass eine Fortführung der Arbeit durch die Netzwerkpartner gelingen kann. Die Begleitung und Schulung der Ehrenamtlichen sollte dann bei uns im Haus in Kooperation mit anderen öffentlichen Trägern durchgeführt werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
ZusammenWachsen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katarina Wetzel
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
ZusammenWachsen - Lebensqualität für die Menschen in der Bassumer Innenstadt
Projektbeschreibung
Die Bassumer Innenstadt um das Quartier der Sulinger Straße soll wieder ein attraktiver Lebensort für Bassumer Bürger:innen werden. Durch das Projekt "ZusammenWachsen" sollen Räume der Begegnung entstehen, die die Sulinger Straße zu einem aktiven Lebensort des Zusammenseins machen. Ein Begegnungscafé inmitten der Innenstadt soll an einigen Nachmittagen/Abenden in der Woche niedrigschwellige Angebote machen, an denen alle interessierten Bürger:innen unabhängig von Kultur, Alter und sozialer Schicht teilnehmen können. Ausgewählte Schwerpunkte schaffen dabei die Möglichkeit gemeinsam ins Gespräch zu kommen. So können Brettspielnachmittage, gemeinsame Sessionnachmittage/Abende, Treffen zu Kunst und Literatur etc. schnell Kontaktmöglichkeiten schaffen. Hier sollen einerseits regelmäßige Treffen geplant werden, als auch außerplanmäßige Veranstaltungen stattfinden.
In den Räumen sollen ebenfalls eine Kochgruppe für Mädchen, Treffen von Lesepatenschaften und Nähkurse stattfinden. Das Begegnungscafé soll Menschen zusammenbringen und darüber die Möglichkeit bieten, generations- und kulturübergreifend das soziale Zusammenleben zu stärken.
Durch die erst kürzlich erfolgte Modernisierung großer Räumlichkeiten im Herzen der Sulinger Straße durch einen Träger, der dort eine Tagespflegeeinrichtung unterhält, stehen zusätzliche Räume zur Verfügung, die für die beschriebenen Angebote teilweise bereits über die entsprechende Ausstattung verfügen. Die Räume liegen zentral und sind für Bürger:innen im Quartier, aber auch darüber hinaus, gut erreichbar.
Zusammenwachsen sollen neben den Menschen aber auch die sozialen Akteure vor Ort. In Bassum soll im Rahmen des Projektes die Gemeinwesenarbeit aktiv aufgebaut werden. Träger und Einrichtungen vor Ort sollen vernetzt und langfristig neue Kooperationen geschaffen werden. Die Angebote im Begegnungscafé können durch die Akteure unterstützt, initiiert, gestaltet und mit durchgeführt werden. Geplant ist eine Koordinationsstelle, die einerseits den Aufbau der GWA realisiert und andererseits das Begegnungscafé organisiert sowie Stadtfeste für das Zusammenwachsen der Bürger:innen organisiert.
Regelmäßige Stadtfeste sollen das Projekt abrunden, auf das Projekt selbst und die neuen Angebote aufmerksam machen und die Menschen im Quartier zusammen bringen.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Bassum ist durch die verzweigten Stadtteile und eingemeindeten kleinen und großen Dörfer als ländliche Gegend zu betrachten. Die Bassumer Innenstadt zeichnet sich seit einiger Zeit durch Leerstand und verwaiste Plätze aus. Zunehmender Vandalismus an Gebäuden und Gegenständen führt dazu, dass das Gesamtbild wenig einladend wirkt und immer weniger Menschen die Innenstadt als Lebens- und Aufenthaltsort nutzen. Die Zerstörung von öffentlichen Plätzen und angrenzenden Spielplätzen geht unter anderem von Jugendgruppen aus. Plätze müssen regelmäßig von Müll und Scherben befreit werden, um genutzt werden zu können.
Zudem nutzen Obdachlose und Menschen mit Suchterkrankungen vermehrt die Sulinger Straße als Treffpunkt und Schlafplatz. Dies führt zu Unsicherheiten der Anwohner:innen und zur Vermeidung des Besuchs der Geschäftsstraße. Es besteht die Gefahr, dass sich die Sulinger Straße zunehmend zu einem Brennpunkt entwickelt.
Die Sulinger Straße ist von Veränderungen gekennzeichnet. Durch den Einzug eines Pflegedienstes in einem leerstehenden Gebäude wird die Innenstadt jetzt zum Lebensmittelpunkt älterer Menschen. Zudem ziehen viele junge Familien nach Bassum, da sie hier bezahlbaren Wohnraum finden. Neu zugewanderte bleiben bisher unter sich, die Menschen kommen kaum zusammen. Es fehlt an generations- und kulturübergreifenden Angeboten und Kontaktmöglichkeiten. Weiterhin existiert bisher weder ein Quartiersmanagement, noch ist die Gemeinwesenarbeit ausreichend aufgebaut. Verantwortliche Personen, die soziale Akteure in der Innenstadt zusammenbringen, mit ihnen Angebote entwickeln und umsetzen und Räume der Begegnung und des Zusammenseins schaffen, gibt es nicht.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bassumer Innenstadt: Kirchstraße - Sulinger Straße - Langestraße - Bahnhofstraße - Bürgermeister-Lienhop-Straße
Beschreibung
Das Gebiet des Rathauses hat sich als Stadtmittelpunkt gebildet. Darüber hinaus haben sich viele Wohnstraßen gebildet, die zwischen den verschiedenen Einkaufsgebieten liegen. Der Bereich des Fördergebietes umfasst den roten Bereich. Die Begrenzung liegt an den ehemaligen Hauptverkehrsadern Bremer Straße und Syker Straße. Nach Süden begrenzt die Kirchstraße und die Bahnhofstraße das Gebiet. Innerhalb des Gebietes liegen fast alle Kindergärten des Stadtgebietes, das Rathaus, Familienzentrum, Seniorenbüro, sowie die momentan unbelebte Haupteinkaufstraße Sulinger Straße. Das Mütter-Kinder-Zentrum liegt im Mittelpunkt dieser Abgrenzung an der Ecke Alte Poststraße/Mittelstraße und ist gut erreichbar.
Einwohnerzahl
3500
Quelle / Anmerkungen
Quelle: Google Maps
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
80
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LSN und Schätzung im Projektgebiet
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtplan.pdf
(604.49 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt soll die Gemeinwesenarbeit in Bassum aufgebaut werden. Die Stadt verfügt nicht über ein Quartiersmanagement und es fehlt an verantwortlichen Personen, die die Akteure zusammenbringen, Kooperationen aufbauen und Angebote für Bürger:innen schaffen, die das Zusammenleben miteinander verbessern und damit die Lebensqualität in der Stadt erhöhen.
Das Projekt dient weiterhin dazu die Kontakte unter Bürger:innen unterschiedlicher Generationen und Nationalitäten zielgruppenübergreifend zu fördern. Das Zusammensein und der Austausch untereinander soll eine alters- und kulturübergreifende Kommunikation ermöglichen. Darüber können Einsamkeit, soziale Benachteiligungen und soziale Ängste abgebaut werden. Durch den Ausbau der Vernetzung der Akteure im Quartier und die damit einhergehende Weiterentwicklung können niederschwellige Angebote geschaffen werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bedürfnisse der Menschen und ihre Wünsche stehen im Vordergrund aller Aktivitäten
Kriterium
Beschreibung
Soziale und räumliche Gefüge einer Nachbarschaft sind sichtbar
Beschreibung
Die entstehenden Netzwerke stoßen Veränderungsprozesse an
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bewohner:innen im Quartier Sulinger Straße/Bassumer Innenstadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendhaus Fönix, Leitung Marcus Libbertz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauenverein Bassum, Vorsitzende Birgit Meyer-Borchers
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenbüro Bassum, Leitung Nina Ehlers-Röpe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Christine Gaumann, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Bassum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Matthias Mondorf, Kinderbetreuung Stadt Bassum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Britt Merdon, Kinderbetreuung Stadt Bassum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Julia Mielke, Leitung Fachbereich 1 Stadt Bassum, Kindertagesstätten, Soziales, Schulträgerangelegenheiten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Susanne Vogelberg, Tourismusbeauftragte Stadt Bassum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Karsten Bödeker, Erster Stadtrat Stadt Bassum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Weser-Kurier/Syker Kurier, Tobias Denne
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Mütter-Kinder-Zentrum Bassum ist seit mehr als 30 Jahren ein wichtiger Baustein im Stadtbild und kooperiert eng räumlich-inhaltlich mit dem kommunalen Familienzentrum. Die Mitarbeiterin war an der Planung dieses Projektes beteiligt und wird es fachlich begleiten und unterstützen. Wie vom Bürgermeister der Stadt Basum dargelegt, ist das Projekt ein passgenauer Baustein sozialer Integration im mit Bürgerbeteiligung 2018 aktivierten und laufend fortentwickelten Stadtentwicklungsprozesses.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Hameln kann's zukunftswirksam
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Claudia Schmidt
| Organisation | Stadt Hameln |
|---|---|
| Funktion | Projektkoordinatorin Quartiersentwicklung |
2. Kurzbeschreibung
Zukunft schon heute gestalten in Kuckuck, Altstadt, Nordstadt, Südstadt
Projektbeschreibung
„Hameln kann‘s zukunftswirksam“ wird eine neue stadtweite Kommunikationskultur etablieren, die alle Akteure umfasst: Bewohner:innen, Vereine, Institutionen, Unternehmen, Künstlergruppen, Politik und Verwaltung. Auch im konstruktiven Umgang mit den Auswirkungen der Coronakrise in den Quartieren bedeutet Zukunftswirksamkeit, aktive Gestaltungskompetenz in einer sich wandelnden Welt zu gelangen, um schon heute für morgen lebenswerte Nachbarschaften zu gestalten.
„Hameln kann’s zukunftswirksam“ wird die entscheidenden Schritte vom befristeten Projekt zum dauerhaften Planungs-/ Kommunikationsprinzip gehen. Auf der Ebene der Stadtverwaltung bedeutet dies, die in 2017 gestartete ressortübergreifende Zusammenarbeit dauerhaft als integriertes Arbeitsprinzip zu etablieren und als übergreifendes Fachgebiet in Verwaltungsstrukturen abzubilden. Das abteilungsübergreifende Team aus QM in „Stadtentwicklung/ Planung“ sowie GWA in „Familie/ Soziales“ fungiert gemeinsam als intermediäre Instanz zwischen Verwaltungsressorts und Bewohnerinteressen und unterstützt Bewohnerselbstorganisation. Mit der Landesförderung wird es gelingen, die hierfür erforderlichen Strukturen aufzubauen und zu verstetigen. Im ISEK 2030 (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) haben Verwaltungsspitze und Politik große Zustimmung zur Verstetigung der Sozialraumorientierung signalisiert. Die Quartiersarbeit „Hameln kann’s“ ist als Leitprojekt 1 ausgewählt worden, um „gesellschaftliche Mitwirkung zu fördern, damit Hameln eine Stadt für alle Menschen bleibt, in der die Gemeinschaft geachtet und solidarische Nachbarschaft auch in Quartiersstrukturen gelebt wird“. Die Stadt Hameln folgt damit den Zielen der Neuen Leipzig Charta.
Klares Projektziel ist es, GWA in Hameln zu verstetigen - als Pendant zum bereits dauerhaft etablierten QM. Auf der Vor-Ort-Ebene ist GWA dringend erforderlich, um die durch Corona erschwerten oder unterbrochenen Selbstorganisationsprozesse von Bewohnergruppen unterstützen zu können und kultur-/generationsübergreifende Begegnungs-/Beteiligungsmöglichkeiten zu eröffnen. Zu der Fülle an unterschiedlichen Formaten zählen z.B. das Urban-Gardening-Projekt der Bewohnerinitiative „Himmelreich“, "Fill-the-Bottle-Challenges“ gegen Zigarettenkippen in der Altstadt sowie „Nachbarschafts-Speed-Datings“ in neuen Wohngebieten. „Social Innovation Nights“ und ein Beteiligungsmobil eröffnen neue Zugänge zu bisher ungenutzten Potenzialen und setzen zukunftswirksame Stadtteildynamiken in Gang.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Kuckuck, Altstadt, Nordstadt und Südstadt gelten als Quartiere mit Entwicklungsbedarf und sind geprägt von Mängeln im Wohnumfeld, hoher Bebauungsdichte und fehlenden Freiräumen, aber auch von Verwahrlosung, (Kinder-)armut und hoher Zuwanderung. Die Coronakrise hat wie unter einem Brennglas Probleme sichtbarer gemacht und auch verschärft. Um innerstädtischen sozialen Schieflagen zu begegnen, hat die Stadt Hameln bereits seit 2017 eine Stelle zur Koordinierung der Quartiersentwicklung geschaffen. Zusätzlich wurde - finanziert über die Landesförderung - GWA in den Quartieren aufgebaut und als „Kümmerer vor Ort" mit dem klaren Auftrag der Bewohnerorientierung etabliert. Ende März 2021 endete die Projektlaufzeit. Der Wegfall von 1,5 Stellen für Gemeinwesenarbeit stellt einen großen Verlust für die Quartiere dar, vor allem entfällt auch der direkte Draht der Stadt Hameln zu den Bewohner:innen sowie viele Begegnungsmöglichkeiten. Um diese gravierende Lücke zu schließen, wird ein Verstetigungsprozess angeschoben, um Sozialraumorientierung in Hameln fortzusetzen und Stellen für GWA dauerhaft zu verankern. Mit der Landesförderung wird die Stadt Hameln die erforderlichen Strukturen aufbauen, um die dauerhafte Mitwirkung von Bewohner:innen an Stadtentwicklungsprozessen auf allen Ebenen zu etablieren und um diesen demokratischen Prozess im Anschluss aus eigenen Kräften zu verstetigen. Innerhalb der Verwaltung wird die ressortübergreifende Zusammenarbeit in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. Hier setzt „Hameln kann’s zukunftswirksam“ an, damit auf allen Ebenen neue Formen des Miteinanders und eine neue Kommunikationskultur erprobt und letztlich selbstverständlich werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hameln Kuckuck
Beschreibung
Das Wohngebiet Kuckuck liegt in räumlich isolierter Lage am Rande der Hamelner Kernstadt. Es wird begrenzt durch zwei Bahnlinien sowie die Hamel.
Einwohnerzahl
579
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2019, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Ein Projektziel des Projekts "Hameln kann´s zukunftswirksam" ist der Wissenstransfer der GWA in den Projektgebieten untereinander. Vom Wissensvorsprung im Gebiet Kuckuck werden die anderen drei Quartiere Altstadt, Nordstadt und Südstadt erheblich profitieren. Im Soziale Stadt/Sozialer Zusammenhalt-Projekt bereits erprobte und gut funktionierende Kommunikationsstrukturen zwischen den beteiligten Akteuren (Runder Tisch, Sanierungskommission, Lenkungskreis) sowie Arbeitsweisen und Beteiligungsformate (Integriertes Handlungskonzept, Zukunftskonferenz, Bewohnertreff, Kinderkonferenz) können auf die anderen Gebiete übertragen werden. Das Soziale Stadt Projekt übernimmt damit eine Leuchtturmfunktion im Gesamtprojekt und wird für den Erfolg des Projekts "Hameln kann´s zukunftswirksam" von großer Bedeutung sein. Die Finanzierung von GWA am Kuckuck ist nicht erforderlich, da über den I-Pakt Integrationsmanagement gefördert wird und ab 2023 eine Stelle Quartierstreffleitung/ GWA von der Stadt Hameln finanziell getragen wird.
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Hameln Altstadt
Beschreibung
Hamelner Altstadt ist ein klar abgegrenztes Gebiet, das vom Altstadtring und von der Weser begrenzt wird.
Einwohnerzahl
2180
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2019, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Hameln Nordstadt
Beschreibung
Die Hamelner Nordstadt schließt nordöstlich der Weser an die Innenstadt an und erstreckt sich bis an den nördlichen Stadtrand der Hamelner Kernstadt.
Einwohnerzahl
9359
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2019, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Hameln Südstadt
Beschreibung
Die Hamelner Südstadt grenzt im Süden an die Altstadt an und erstreckt sich bis zum südlichen Rand der Hamelner Kernstadt.
Einwohnerzahl
6235
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2019, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das bei der Stadt Hameln verortete kommunale Quartiersmanagement/Koordination Quartiersentwicklung besteht seit März 2017 und ist dauerhaft angelegt. Aktuell gibt es bei der Stadt keine Gemeinwesenarbeit. Diese soll mit der Landesförderung als notwendige Ergänzung vor Ort in den Quartieren Kuckuck, Altstadt, Nordstadt, Südstadt als kommunale GWA aufgebaut und dann über das Projekt hinaus ebenfalls dauerhaft etabliert werden. 1,5 Projektstellen GWA sind neu mit externem Personal mit einschlägiger Berufserfahrung zu besetzen. Eine Stelle GWA soll im Anschluss dauerhaft bestehen bleiben. Inhaltlich anknüpfen kann die GWA an die mit den Vorgängerprojekten aufgebauten Kooperationen und Maßnahmen. Dies gilt auch für die enge Zusammenarbeit im abteilungsübergreifenden Projektteam aus QM in „Stadtentwicklung/ Planung“ und GWA in „Familie/ Soziales“, das gemeinsam als intermediäre Instanz fungiert und sich gegenseitig ergänzt. Dabei arbeitet das Quartiersmanagement eher auf der Akteursebene und steuert den Kommunikationsprozess, die Gemeinwesenarbeit auf der Bewohnerebene orientiert sich vor allem an den Menschen vor Ort und unterstützt Bewohnerselbstorganisation. Ziel ist es, gemeinsam mit den Bewohner:innen Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, die die vorhandenen Ressourcen nutzen. Mit diesem Organisationsaufbau gelingt es Verwaltung, "ein Ohr in den Quartieren zu haben". Zugleich werden Bewohner:innen befähigt, Planung zukunftswirksam mitzugestalten - als dauerhaften Prozess.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
ist erreicht, wenn Bewohnerinteressen in zukunftswirksamer Planung münden
Kriterium
Beschreibung
ist erreicht, wenn sich Bewohnerinitiativen in den Quartieren eigenständig organisieren
Kriterium
Beschreibung
ist erreicht, wenn die in den Integrierten Handlungskonzepten genannte Stärken aktiv zur Quartiersentwicklung genutzt werden
Kriterium
Beschreibung
ist erreicht, wenn sich Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Bildung, Einkommen... von GWA angesprochen fühlen
Beschreibung
ist erreicht, wenn ressortübergreifender Austausch selbstverständlich geworden ist und integrierte Teams und Gremien gemeinsam zukunftswirksam arbeiten
Beschreibung
ist erreicht, wenn in vertrauensvoller Zusammenarbeit auch Konflikte im Sinne einer positiven Quartiersentwicklung genutzt werden können
Kriterium
Beschreibung
ist erreicht, wenn in jedem Quartier mehrere Begegnungsmöglichkeiten gut etabliert sind, die den Austausch von Menschen verschiedener Kulturen gezielt fördern und "gute Nachbarschaft" thematisieren
Beschreibung
ist erreicht, wenn ein funktionsfähiges Netz an unabhängigen Stadtteiltreffpunkten besteht, die auf Unterstützung durch kommunale GWA zurückgreifen können
Kriterium
Beschreibung
ist erreicht, wenn die ressortübergreifende, verwaltungsinterne Steuerungsgruppe gemeinsam mit dem Referat für Grundsatzfragen die Entwicklung aller städtischen Quartiere im Vergleich zur Gesamtstadt im Blick hat und steuernd eingreift
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Hameln-Pyrmont (z. B. Jugendamt/Sozialraumkoordination, Flüchtlingssozialarbeit, Koordinierungsstelle für Migration, Kreisabfallwirtschaft, Stadt Hameln (z. B. Integrationsmanagement, Seniorenarbeit, Kinder- und Jugendarbeit, Gleichstellung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
HSW Hochschule Weserbergland, Grundschule Hohes Feld, Grundschule Hameln-Rohrsen, Grund-/Oberschule "Wilhelm Raabe" Hameln, Grundschule Papenschule Hameln, Viktoria-Luise-Gymnasium, Integrierte Gesamtschule, Volkshochschule Hameln-Pyrmont, Impuls gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Hameln - Referat Strategische Grundsatzfragen, Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Hameln Lokale Medien - Deister- und Weserzeitung (DEWEZET), Radio Aktiv Hameln (lokaler Radiosender)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Museum Hameln, Stadtbücherei Hameln, Kultur- und Kommunikationszentrum "Sumpfblume GmbH", Artes Wesera - Die Interessengemeinschaft Kunstschaffender im Weserbergland, diverse Künstler, Laienspielgruppe Rattenfänger-Freilichtspiel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sanierungskommission für das Wohngebiet "Kuckuck" Ausschuss "Familien, Kitas, Schulen und Sport" Stadtentwicklungsausschuss
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
HWG - Hamelner Wohnungsbau-Gesellschaft GmbH GSW - Gesellschaft für Sozialen Wohnungsbau und Projektentwicklung mbH, Hameln Arsago Wohnen GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bewohnertreff Kuckuck, Bewohnerinitiative Himmelreich, Kaisersklönen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Eugen-Reintjes-Stiftung (FiZ - Familie im Zentrum), Paritätischer Hameln-Pyrmont (dort auch Freiwilligenagentur, Kontaktstelle für Selbsthilfe, Ämterlotsen), DRK Kreisverband und Ortsverein, Julius Tönebön Stiftung, K+X Gesellschaft für soziale Arbeit,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Impuls gGmbH, Pro Familia Hameln, Diakonie Hameln-Pyrmont, AWO Hameln, Bahnhofsmission Hameln, Lebenshilfe Hameln-Pyrmont
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vfl 1849 Hameln, Mütterzentrum Hameln e. V. (Mehrgenerationenhaus), SAM Sozial Aktiv Menschlich e. V., Senior-Schläger-Haus e. V., Fuchsbau Hameln-Pyrmont e. V., SkF e.V. Sozialdienst katholischer Frauen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Markt- und Münsterkichengemeinde, Ev.-luth. Martin-Luther-Gemeinde, St. Elisabeth (röm. katholisch), St. Augustinus (röm.-kath.), Ev.-ref. Gemeinde Hameln-Pyrmont, Netzwerk Nordstadt (Netzwerk aus drei Kirchengemeinden in der Nordstadt) Islamisc
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SeeLe e. V. Seniorenbetreuung, Julius Tönebön Stiftung, Gesundheitsamt Hameln-Pyrmont
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Innovationscommunity Zedita - Zentrum für digitale Transformation und neue Arbeit - der HSW Hochschule Weserbergland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinderspielhaus (Stadt Hameln), Heinrich-Heine-Treff (HWG), Treff Süd, Kuckucksnest (SAM e.V.), Treffpunkt ZaK (Impuls gGmbH), Familienbüros der Stadt Hameln, DRK-Familienzentrum Südstadt, FiZ - Familie im Zentrum (Eugen-Reintjes-Stiftung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialraum-AG Hameln-Nord, Südstadtgespräch, Runder Tisch Kuckuck, Bündnis gegen Armut bei Kindern und JugePolizei Hameln, Deutsche Bahn, Waldpädagoge, Öffis (Verkehrsgesellschaft Hameln-Pyrmont), Fridays for Future, Quartiersmanagement Hessisch-Oldendorf
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
GWA wird dauerhaft im Stellenplan der Stadt Hameln mit 2 Stellen verankert (1xKuckuck, 1xAlt/Nord/Südstadt). Die Verwaltungsleitung trägt diesen Weg mit, der politische Beschluss steht noch aus. Um Sozialraumorientierung dauerhaft zu etablieren wird mit der Verstetigung von GWA auch eine organisatorische Umgestaltung einhergehen. Der Übergang vom Projektstatus zum dauerhaften Planungsprinzip wird durch die Bildung des ersten ressortübergreifenden Fachgebietes mit einer Fachleitung dokumentiert.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
img_20210521_132900.jpg
(1020.54 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Leben im Meer 2.0 - Inselgesellschaften sind eben anders - auch vor, während und nach Corona - Dachprojekt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Heike Brunken-Winkler
| Funktion | Regionalmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Entwicklung gemeinsamer GWA-Ansätze und Aufbau von Insel-übergreifenden Netzwerken und Strukturen auf den ostfriesischen Inseln
Projektbeschreibung
Der coronabedingte Lockdown auf den Ostfriesischen Inseln bedeutete gleichzeitig einen Shutdown - von 100% auf 0% Touristen innerhalb weniger Tage. Die Gastronomie, die Hotels und sonstigen Beherbergungsbetriebe mussten schließen, die Verwaltungsmitarbeiter von Woche zu Woche die neuen Verordnungen auf den Inseln umsetzen. Die Insulaner waren plötzlich wieder unter sich - wie vor den 60er-Jahren, wo im Winter fast keine Gäste da waren. Da gab es noch richtige Saisonzeiten von April bis Oktober. Die Inseln bilden generell eben aufgrund der einseitigen Wirtschaftsstruktur von „100%-Tourismus-Destinationen“ einen Sonderfall in Niedersachsen. Sie sind höchstens mit anderen Inseln vergleichbar und ggf. hochfrequentierten Küstenorten ähnlich. Das prägt natürlich auch die Arbeits- und Lebensbedingungen der Bewohner und das Miteinander. Die pandemiebedingte Ausnahmesituation hat eine Menschenleere auf den Inseln erzeugt, die nur in den ersten 2 bis 3 Wochen von den Insulanern als erholsam empfunden werden konnte. Schnell traten Existenzängste zutage, aber auch ein Wundern darüber, wie wenig man in den letzten Jahrzehnten von der eigenen wachsenden Inselgemeinschaft noch wusste. Man traf auf Mitmenschen, die keinen bis kaum Kontakt hatten zur Inselgemeinschaft, obgleich die kleinen Inseln nur zwischen 500 und 1.800 Bewohner haben, und die während des Lockdowns Unterstützung benötigten. Die Insellotsinnen, die gerade im ersten Aufbau von GWA auf Juist, Spiekeroog und Wangerooge waren, übernahmen sofort das "Kümmern" auf den Inseln. Das hat noch deutlicher gezeigt, wie notwendig und wertvoll eine gut funktionierende GWA ist und daran soll in den folgenden 3 Jahren angeknüpft werden. Das Dachprojekt soll dabei die wichtige Rolle des Vernetzters einnehmen und soll den Insellotsinnen weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen, aber insbesondere die institutionelle und Akteursvernetzung zwischen den drei Inseln aufbauen und verstetigen. Zudem sollen die Schlüsselakteure der anderen Ostfriesischen Inseln angesprochen und zum "Inselübergreifenden Erfahrungsnetzwerk GWA" verknüpft werden. Die Anträge der 3 Inseln Juist, Spiekeroog und Wangerooge sehen diese koordinierenden Arbeiten vor. GWA soll ohne Förderung dann mit Eigenmitteln weiter betrieben werden. Die restl. Inseln wollen von den Erfahrungen lernen und sollen über das Netzwerk Einblicke in den inselspez. Aufbau von GWA ziehen. Leitgedanke ist: "Geht's den Gastgebern gut, fühlt sich auch der Gast wohl".
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Insulaner wohnen dort, wo pro Jahr 1,5 Mio. Menschen gerne Urlaub machen. Es ist wunderschön auf den Inseln, aber es leben immer weniger Insulaner dort. Die Lebens- und Arbeitssituation hat sich aufgrund des erfolgreichen Marketings der letzten Jahrzehnte völlig verändert. Die teilweise ganzjährige Auslastung der Inseln führt zur erhöhten Arbeitsbelastung. Saisonkräfte in der Tourismuswirtschaft kommen vielfach aus dem europäischen Ausland und haben eigene „Inselgemeinschaften“ gebildet. Die Attraktivität der Inseln hat den Zuzug von Wohlhabenden zum Problem werden lassen. Wegen des „Ausverkaufs“ der Inselimmobilien an Zweitwohnungsbesitzer können sich immer mehr Insulaner das Leben und Altwerden auf der eigenen Insel nicht mehr leisten und ziehen aufs Festland, spätestens wenn im Rentenalter das Einkommen sinkt und die inadäquate ärztliche und pflegerische Versorgungssituation spürbar wird. Die Wohnraumsituation ist insgesamt prekär. Es fehlt Wohnraum für Inselbewohner und damit auch für Menschen, die in der Gemeinschaft aktiv sind.
Die „Einwohnerzahl“ steigt in der Hauptsaison auf ein Vielfaches. Daher fokussiert sich kommunales Handeln hauptsächlich auf den Gast und weniger auf die soziale Gemeinschaft. Ein „Unter sich-Bleiben“ wie früher in der Winterzeit gibt es nicht mehr, die sozialen Strukturen bröckeln, Ehrenamt wird nicht mehr besetzt. Durch den coronainduzierten Lockdown wurde sichtbar: Es gibt Vereinsamung, Hilfestrukturen fehlen. Im Umgang miteinander führte dies zu Stress. Bevölkerung, Verwaltung und Politik wollen umdenken und die Erfahrungen und Erkenntnisse der Coronazeit nutzen, um die Selbstheilungskräfte zu beleben und GWA institutionell zu verankern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Juist - und - Spiekeroog - und - Wangerooge sowie Borkum, Norderney, Baltrum und Langeoog (Ostfriesische Inseln)
Beschreibung
Das vorliegend beantragte Dachprojekt umfasst alle sieben Ostfriesischen Insln im niedersächsischen Wattenmeer und insb. die drei an diesem Projekt teilnehmen Kommunen Juist, Spiekeroog und Wangerooge (zusammen 3.547 Einwohner). Die sieben Inseln liegen in vier Landkreisen: LK Leer (Borkum), LK Aurich (Juist, Norderney, Baltrum), LK Wittmund (Spiekeroog) und LK Friesland (Wangerooge).
Einwohnerzahl
17136
Quelle / Anmerkungen
Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Tabelle A100001G, Stand 31.12.2019
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Tabelle A100002G, Stand 31.12.2019
Umfasst aufgrund der Datengrundlage Kinder bis einschließlich 15 Jahre
Projektgebiet: Juist, Spiekeroog, Wangerooge
Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Tabelle A100002G, Stand 31.12.2019
Umfasst aufgrund der Datengrundlage Jugendliche/junge Erwachsene von 15 bis 25 Jahren
Projektgebiet: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Tabelle A100002G, Stand 31.12.2019
Projektgebiet: Juist, Spiekeroog, Wangerooge
Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Tabelle A100001V, Stand 31.12.2019
Projektgebiet: Juist, Spiekeroog, Wangerooge
Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
leben_im_meer_2.0-1.png
(121.34 KB)
leben_im_meer_2.0-2.png
(478.47 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale von GWA als Kernkompetenz für das QM auf: Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen nach Möglichkeit alle und mit ihren jeweiligen Stärken aktiviert werden (Empowerment), um die bestehenden Herausforderungen anzugehen (Hauptaufgabe der Insellotsinnen in den drei Inselprojekten). Dafür müssen Verantwortung, regionale Identität, sowie der soziale Zusammenhalt gestärkt und die Unterstützung der lokalen Organisationen gewonnen werden.
Im Dachprojekt werden die lokalen Inselakteure zwischen den Inseln vernetzt und die Insellotsinnen unterstützt im Austausch von Erfahrungen und Kompetenzen. So wird über ein interkommunales Netzwerk zwischen Bewohnern der beteiligten Inseln, den Verwaltungen, der Politik sowie den im Bereich der GWA tätigen Organisationen ein breites Bündnis entstehen. Dies geschieht unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeiten, die den Transformationsprozess zur resilienten Gesellschaft unterstützen und verstetigen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
DIe Akteure im Bereich GWA stehen im Austausch und arbeiten zusammen, sowohl auf den einzelnen Inseln als auch inselübergreifend. Es sind Strukturen entstanden, die das Netzwerk langfristig tragen.
Kriterium
Beschreibung
Die verschiedenen Bereiche der Kommunalverwaltung sind aufeinander abgestimmt und berücksichtigen/unterstützen die Ziele der GWA.
Beschreibung
Beim Handeln auf kommunaler Ebene (Verwaltung/Räte) wird gesamtkommunal gedacht und die einzelnen Gebiete/Gruppen berücksichtigt.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
InselbürgermeisterInnen, Sozialverwaltung, Jugendbeauftragte, Gleichstellungsbeauftragte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Träger der Wohlfahrtspflege, Stiftungen auf den Inseln
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tourismusorganisationen auf den Inseln
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
jeweilige Inselzeitungen, regionale Presseorgane
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Inselbüros bzw. Insellotsinnen Juist, Spiekeroog und Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
nach Bedarf ggf. weitere übergeordnete Instanzen wie Landkreise, Nationalparkverwaltung etc.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es werden kommunale Netzwerke und ein interkommunales Netzwerk zwischen Akteuren auf allen Ostfriesischen Inseln angeschoben und aufgebaut. Die Akteure werden über GWA informiert und darüber hinaus sensibilisiert werden. Innerhalb der Projektlaufzeit sollen Netzwerkstrukturen geschaffen werden, sodass das Netzwerk sich nach Ende der Projeklaufzeit selber trägt, bzw. die Kontakte geknüpft und regelmäßige Austauschformate geschaffen werden, im besten Fall gemeinsame Projekte anlaufen.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
gruppe_juist_8.7.20_1.jpg
(45.65 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Leben im Meer 2.0 - Inselgesellschaften sind eben anders - auch vor, während und nach Corona - Aktiv für die Insel Wangerooge
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Rieka Beewen
| Funktion | Interims- Bürgermeisterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam statt (insel-)isoliert - Zukunftsfähiges Leben auf kleinen niedersächsischen Insel - Erkenntnisgewinne generieren und für die Zukunft nutzen
Projektbeschreibung
Im Fokus unserer Gemeinwesenarbeit steht die Lebensqualität der Insulaner/Inselbewohner. Lernen–Arbeiten–Leben: Mit diesen drei Begriffen möchte sich Wangerooge auf alle Altersgruppen konzentrieren. Im Gegensatz zum Erstantrag soll im Folgeantrag nicht allein die Jugendarbeit und die Ausbildungsmöglichkeiten verbessert werden. Wunsch ist, GWA gesamtheitlich zu entwickeln. Die Notwendigkeit wurde durch die Corona-Ausnahmesituation offenbar. Lernen: Die qualifizierte Jugendarbeit und die Ausbildungsmöglichkeiten sollen erneut im Fokus stehen. Der Insel fehlt zunehmend der Nachwuchs: Die Schule kann auf Wangerooge zwar bis einschließlich 10. Klasse besucht werden, der weitere Bildungsweg erfordert i. d. R. jedoch dem Umzug aufs Festland. Für diejenigen, die auf der Insel bleiben wollen, fehlen Ausbildungsmöglichkeiten. Des Weiteren kommen die Bedürfnisse der Jugendlichen, in Sachen Freizeitgestaltung, auf Wangerooge oftmals zu kurz. Daher müssen Lösungsansätze gemeinsam mit den Jugendlichen, der Schule, den möglichen Arbeitgebern sowie den Berufsbildenden Schulen erarbeitet werden, um den Jugendlichen wieder eine Zukunft auf der Insel Wangerooge zu ermöglichen. Arbeiten: Work-Life-Balance und Fachkräftesicherung – Das Privat- und Arbeitsleben muss wieder im Einklang stehen. Die mit diesem Projekt aufzubauende GWA soll die gesamte Inselbevölkerung aktivieren und damit einen attraktiven Wohnort schaffen, in dem sich auch die Insulaner wieder rundum wohlfühlen können. Leben: Die Lebensqualität im Alter auf Wangerooge stellt eine große Herausforderung dar. Die Infrastruktur ist zum größten Teil nicht an die Bedürfnisse der Einheimischen angepasst. Durch das Projekt soll die ehrenamtliche Seniorenarbeit verbessert, generationsübergreifende Projekte gestartet sowie die Infrastruktur, die die Lebensqualität auch im Alter aufrecht erhält, ausgebaut werden. Der Erfolg dieses Projektes wird weitreichende Auswirkungen auf Wangerooge haben: die Verfügbarkeit von Fachkräften, das Vereinsleben, die Inselgemeinschaften und die langfristige Sicherung der Daseinsvorsorge werden sich mit einer etablierten GWA verbessern. Damit kann wieder ein attraktiver InselWohnort geschaffen werden. Der Ansatz soll übertragbar sein auf die anderen ostfr. Inseln. Das Dachprojekt übernimmt dabei die insel- und themenübergreifende Vernetzung. Die Insellotsinnen konnten dabei schon in der Vergangenheit auf die Vorbereitungen und Vernetzung untereinander durch das Dachprojekt zurückgreifen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wangerooge ist wie die restlichen Ostfriesischen Inseln mit 127.000 Gästen und knapp 1 Mio. Übernachtungen jährlich ein touristisches Schwergewicht und einer der Tourismus Hotspots in Niedersachsen.
Das heißt im Jahresrhythmus: In der Saison sind alle Betriebe vollständig ausgelastet und die Personenanzahl auf der Insel steigt auf Stadtniveau und außerhalb der Saison wieder auf Dorfniveau zusammen. Dies wirkt sich zwar positiv auf die wirtschaftliche Situation aus, aber negativ auf die Work-Life-Balance und das Gemeindeleben. Durch den saisonalen Tourismus gestaltet sich die Schaffung von Dauerarbeitsplätzen als schwierig, weshalb es immer mehr zum Problem wird, den Fachkräfteengpässen entgegenzuwirken. Auch die Schaffung von Ausbildungsplätzen gestaltet sich aufgrund der insularen Infrastruktur immer mehr zum Problem.
Der Tourismus- und Immobilienboom der letzten 10 Jahre hat die Immobilienpreise sowie die Mietkosten auf der Insel auf Großstadtniveau ansteigen lassen, ohne das sich gleichzeitig die Einkommensstruktur der Einheimischen groß verändert hätte. Die Wohnkosten liegen deshalb bei bis zu 50 % des Haushaltseinkommens. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum führt zu einer fehlenden Zukunftsperspektive für junge Leute, für Familien, für Fachkräfte sowie für die ältere Generation auf der Insel Wangerooge.
Aufgrund der eingeschränkten räumlichen Situation einer ostfriesischen Insel im Nationalpark Wattenmeer, wurde der vorhandene Raum vorrangig für die touristische Infrastruktur und nicht auf die Belange der Einheimischen ausgelegt. Für Einheimische von jung bis alt ist so gut wie keine Infrastruktur abseits der touristischen Hotspots vorhanden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Wangerooge
Beschreibung
Wangerooge ist eine ostfriesische Insel mit ca. 7,8 km². Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Insel (Hauptort und Westdorf).
Einwohnerzahl
1260
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2019 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2019 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
29
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2019 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
18
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2019 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
uebersichtskarte_wangerooge.pdf
(192.07 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale auf:
Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Die Gemeinwesenarbeit bzw. das Quartiersmanagement soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können.
Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Projekte werden im Sinne der Insulaner/innen und nicht für den Tourismus umgesetzt.
Kriterium
Beschreibung
Beim Auftreten von Problemen können sich Gruppen selbständig organisieren und Interessen durchsetzen und Probleme lösen.
Kriterium
Beschreibung
Gemeinschaftliche Themen und Problemlagen können im Sinne der gesamten Insel umgesetzt werden.
Beschreibung
Das soziale Miteinander verbessert sich. Angebote der Jugendarbeit, Work-Life-Balance und der generationsübergreifenden Arbeit harmonisieren.
Beschreibung
Die Infrastruktur der Jugendarbeit, Work-Life-Balance und der Lebensqualität im Alter entwickelt sich bedarfsgerecht.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Evangelische und Katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr, Sportvereine (Yacht- und Segelclub, Turn- und Sportverein), Kulturgruppen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsansässige Handwerks- und andere Ausbildungsbetriebe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
nicht ortsansässige Handwerks- und andere Ausbildungsbetriebe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Inselprojektbüro als zentrale Anlaufstelle für die GWA soll auf Wangerooge Bestand haben. Für die während der 3-jährigen Laufzeit entwickelten Bürgerprojekte sollen feste Akteursgruppen eingerichtet sein, die durch einen/eine "KümmererIn" als Bindeglied zur Verwaltung unterstützt werden. Die "Kümmerer"-Stelle soll nach derzeitigem Plan fest in der Verwaltung angesiedelt sein. Andere Möglichkeiten sind während der Projektlaufzeit zu prüfen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Mein-Dein-Unser Weg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marion Jakobi
| Organisation | Nachbarschaftstreff Burgdorf |
|---|---|
| Funktion | Koordination und Leitung |
2. Kurzbeschreibung
MEIN-DEIN-UNSER WEG: Kollektives Empowerment für eine attraktive Südstadt, öffentliche Begegnungsorte, Nachbarschaftshilfe. Die Südstadt lebt, zeigen die Bewohner*innen in einer Vernissage, Beteiligung bei Gremienarbeit u. Einsatz für die Nachbarschaft
Projektbeschreibung
2003 wurde der Nachbarschaftstreff am Ostlandring auf Initiative einiger Frauen als Treffpunkt für Begegnung gegründet. Offene Begegnung, Präventions- u. Integrationsarbeit sind Anliegen unserer Arbeit, hier im sozialen Brennpunkt. Der Treff ist etabliert, die Zuwendung durch die Kommune gewährleistet. 2015 kam der Auftrag der Kommune hinzu, die Begleitung, Beratung u. Integration für ankommende Flüchtlinge zu übernehmen. In dieser Phase haben sich einige "alt" Bewohner*innen zurückgezogen. 2019 wurde der Wunsch einiger "alter“ und "neuer" Bewohner*innen groß sich für Stadtteilentwicklung zu engagieren. Begleitend zu dieser Entwicklung haben wir die GWA entdeckt.
Durch erfolgreiche Bewerbung 2019 „Aufbau der GWA“ wurden gute Ansätze einer sich etablierenden GWA geschaffen. Bei ersten Haustür- u. Straßengespräche mit Bewohner*innen haben sich klare konzeptionsrelevante Ziele im Sinne des Aufbaus von GWA herausgestellt. Themen, die die Bewohner*innen mit uns angehen wollen sind: schlechtes Image des Stadtteils, Belebung von öffentlichen Plätzen, Soziale Vereinsamung `Verinselung´, Ausbau von öffentlichen Kommunikationsmöglichkeiten sowie Netzwerkarbeit zwischen verschiedenen Akteuren.
Mittlerweile haben wir Mitarbeiter*innen zur GWA geschult. Durch Teilnahme am Zertifikatskurs zur GWA u. LAG Vernetzungstreffen können wir gezielter, GWA gemeinsam mit Bewohner*innen gestalten, gemeinsam Pläne für die Zukunft der Nachbarschaft u. des Stadtteils angehen. Die Fortbildung zu StoP- Stadtteile ohne Partnergewalt unterstützt hier zudem Möglichkeiten gemeinsam mit Multiplikatorinnen aus der Bewohnerschaft Nachbarschaften füreinander zu sensibilisieren.
Diese Entwicklung muss weiter vorangebracht werden, so dass Bewohner*innen ihre Stärken und Fähigkeiten nun einsetzen können u. Selbstwirksamkeit erleben: „MEIN Einsatz – Ich zeige MEIN Beitrag für meine Nachbar*innen, für meinen Stadtteil: Zusammenkommen u. Diskutieren in Begegnungspavillons. Ich trage dazu bei, dass sich eine engagierende Nachbarschaft, mit Interesse füreinander entwickelt u. Diskussionen über MEIN u. DEIN bürgerschaftliches Engagement stattfindet: gemeinsamen Stadtteilbegehungen, die zur Auseinandersetzung mit ihm anregen. Wir zusammen bilden die Nachbarschaft, planen Aktionen von gemeinschaftlichem Interesse, gehen UNSEREN WEG: Wir zeigen unseren Stadtteil der Stadt. UNSER Stadtteil wird attraktiver, weil WIR Nachbarschaft lebendig sein lassen, uns selbst organisieren u. Gemeinschaft zeigen.
Laufzeit
2021-06-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Südstadt hat sich über viele Jahre zu einem Ankommens-Ort entwickelt. Das Stadtbild ist geprägt von hoher Wohndichte, viele Mehrfamilienhäuser sind gebaut, zwischen Einfamilien- u. Reihenhäusern in Eigenbesitz. Zudem ist Aufenthaltsqualität, durch öffentliche Plätze, die zum Verweilen u. Austausch einlädt, kaum vorhanden.
57 Nationen leben hier in Stadtrandlage, oft in prekären sozialen u. wirtschaftlichen Situationen, bei zunehmender Arbeitslosigkeit. Vorhandene Sprachbarrieren u. kulturelle Konflikte erschweren ein Miteinander.
Die Folgen mangelnder Integration u. wenig Gestaltung des öffentlichen Raumes sind in Form eines schlechten Gebietsimage, Sozialer Isolierung, dem aktuell defizitären Umgang mit Multikulturalität sowie die Vererbung der sozialen Lage spürbar.
Durch mangelnde Maßnahmen zu Integration u. zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes bestehen für Bewohner*innen kaum öffentl. Möglichkeiten sich aktiv zusammenzufinden, sich für Veränderungen einzusetzen. Momentane Möglichkeiten sind zu hochschwellig, erreichen die Zielgruppen der Bewohnerschaft vor Ort nicht.
Zunehmend wollen sich Bewohner*innen für eine integrative u. stadtteilaufwertende Entwicklung engagieren. Partizipatorische Beteiligung bedarf niedrigschwelliger Möglichkeiten. Niedrigschwelligkeit wird hier geschaffen durch Begegnung auf öffentlichen Plätzen „Begegnungs-Pavillons, durch Stadtteilbezogene Aktionen u. auch unterstützt durch Beteiligung in andere Stadtteile. Die genannten Methoden sind Schritte, die dazu beitragen Hürden abzubauen, miteinander in die Diskussion zu kommen, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen sowie die Integration voranzubringen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit unserem prozessorientierten Projekt nutzen wie Bewohner*innen-Engagement, um partizipatorische Möglichkeiten in der Nachbarschafts- u. Stadtteilentwicklung auszubauen. Aktivierung der Bewohner*innen, zum Aufbau nachbarschaftlicher sozialer Netzwerke, fußt auf das Arbeiten mit Bedürfnissen, Stärken und Ideen aus der direkten Lebenswelt. Beteiligung, Ausbau, Durchführung u. Nachhaltigkeit setzen wir am Interesse der Bewohner*innen an. Dies soll dazu beitragen sozialer Vereinsamung, schlechtem Gebietsimage sowie Vererbung der sozialen Lage entgegenzusteuern. Ein Handeln auf Augenhöhe, geprägt von Respekt, Akzeptanz u. Miteinander, wird diese Entwicklung unterstützen. Die Untergliederung des Projektes in einzelne Prozessabschnitte ermöglicht Bewohner*innen sowohl sich in bestimmte Abschnitte einzubringen als auch von Beginn an den Entwicklungsprozess mitzugestalten. Die unten aufgeführten Qualitätsstandards der GWA sind hierbei Orientierung im Prozess u. leitgebendes Element zur Erreichung der Projektziele. GWA hier vor Ort meint die prozesshafte Begleitung: Interessen der Bewohner*innen aufgreifen, Stärken vor Ort ausbauen, Selbstorganisation unterstützen. Berücksichtigung struktureller Gegebenheiten fließen ein, sind jedoch auch als Herausforderungen zur Veränderung zu betrachten. Insofern wird der Ansatz der GWA genutzt Bewohner*innen-Engagement zu fördern sowie vorhandene und sich entwickelnde Möglichkeiten strukturiert zu koordinieren u. langfristig zu etablieren
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
17 Jahre unterstützt der Ausschuss f. Soziales unsere Einrichtung. In den stattfindenden Gesprächen wollen wir erwirken, dass das Konzept der GWA Bestandteil dieser Förderung wird. Zum Konzept unserer Nachhaltigkeit führen wir bereits Gespräche mit Wohnungsgesellschaften, hiesiger Wirtschaft, darüber hinaus auch Gespräche mit dem in Planung befindlichen Lebens- und Wohnquartier „Aue Süd“. Ideelle, finanzielle u. politische Unterstützer sind die Gründungs-Kooperationspartner (s.Methodenmodell)
11. Medien
Galerie
Eltern- und Begegnungscafe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Dr. Paul Chodor
2. Kurzbeschreibung
Begegnung und Beratung für alle im Quartier
Projektbeschreibung
Das Projekt zielt darauf ab, den Menschen im Einzugsgebiet einen zentralen Anlaufpunkt zu bieten. Das „Eltern- und Begegnungscafe“ soll dabei unabhängig von Alter, Problemlage, Einkommenssituation etc. für alle Ratsuchenden niedrigschwellig zugängig sein.
Viele Menschen scheuen sich, bei Problemen eine Beratungsstelle aufzusuchen. Dies kann verschiedene Gründe haben, zB. Hohe Hemmschwelle, Unsicherheit, an welche Fachstelle man sich je nach Problematik wenden kann, mangelndes Vertrauen in Unterstützungssysteme. Die Maßnahme „Eltern- und Begnungscafe“ zielt darauf ab, genau diese Beratungshemmnisse zu lösen, in dem ein offenes Beratungsangebot für jeden in einem unabhängigen Raum angeboten wird. Es soll ein „Begegnungsraum“ geschaffen werden, der Raum für Fragen und Suche nach Unterstützung bietet, aber den Adressaten auch die Möglichkeit eröffnet, neuen Kontakt zu Menschen in ihrem Umkreis aufzubauen.
Die Beratung ist dabei zunächst Themen- und Ergebnisoffen.
Die Zielgruppe der Maßnahme sind also insbesondere Personen, die bisher nicht oder nicht ausreichend von den örtlichen Beratungsdiensten erreicht und unterstützt werden konnten.
Das „Eltern- und Begnungscafe“ fungiert als Anlaufstelle für Problemlagen aller Art. Es wird zunächst eine Erstberatung angeboten, in der auf die Problematik gesehen wird, Vertrauen gewonnen werden soll und ein Blick auf mögliche Lösungsansätze gerichtet wird. Je nach Problemlage soll dann entschieden werden, ob eine ausreichende Unterstützung im Rahmen des Beratungsangebotes angeboten werden kann, oder ggf. die Vermittlung an einen entsprechenden Fachdienst nötig wird. Hierbei kann Unterstützung bei der Vermittlung in den Spezialdienst geleistet werden und durch entsprechende Informationen evtl. Hemmschwellen abgebaut werden.
Das Projekt soll in seiner Ausgestaltung an den Bedürfnissen vor Ort orientiert sein. Neben dem regelmäßigen offenen Beratungsangebot können zu Fragen, die besonders viele Ratsuchende bewegen oder denen eine hohe Bedeutung hinzukommt, z.B. aufgrund aktueller Ereignisse, wie zuletzt die Corona Krise oder der Ukraine-Krieg, Sonderveranstaltungen wie Vorträge, Informationsveranstaltungen oder Gruppenberatungstermine angeboten werden. Auch die Vorstellung von Vertreter*innen von Fachdiensten ist im Rahmen von Einzelterminen möglich.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Beratungsangebote für Hilfesuchende vor Ort sind begrenzt und für Ratsuchende oft mit einer hohen Hemmschwelle verbunden, da die Kontaktaufnahme ihnen schwer fällt oder sie sich mit ihren Problemlagen noch nicht an Fachdienste wenden möchten.
Die Maßnahme Eltern- und Begegnungscafe zielt darauf ab, genau diesen Menschen eine Anlaufstelle zu bieten, indem sie zum einen ein offenes Beratungsangebot bietet, das zu festen Uhrzeiten ohne Termin und ohne Themenvorgabe vorhält und zum anderen auf Niedrigschwelligkeit setzt. Das heißt, Personen mit Fragen und Hilfebedarf sollen an einem Punkt erreicht werden, an dem soziale Problemlagen noch nicht so ausgeprägt sind, dass das Handeln eines Fachdienstes nötig wird. Sollte sich in der Erstberatung doch ein entsprechender Bedarf herausstellen, wird im Rahmen der Netzwerkarbeit bei der Vermittlung zu Fachdiensten geholfen und so versucht, Barrieren und Vorurteile abzubauen, die Ratsuchende bisher gehemmt haben, sich Hilfe zu suchen.
Zielgruppe der Maßnahme sind alle Personen im Umkreis der Kirchengemeinde, unabhängig von Alter, Kultur und Problemlage.
Die Beratungsräume in der Kirchengemeinde St.Josef sind zentral gelegen, in Mitten der Einrichtungen: Kirche St. Josef, Kindergarten St. Josef und Caritasverband Südniedersachsen, Standort Herzberg.
Ein weiteres Ziel der Maßnahme ist es, den Austausch der Menschen vor Ort voranzutreiben, indem im Rahmen des offenen Beratungsangebotes auch die Möglichkeit für Ratsuchende besteht, miteinander in Kontakt zu kommen. Bei entsprechendem Bedarf, z.B. häufigen Fragestellungen oder aktuellen Themen werden Gruppenveranstaltungen mit Vorträgen für einen größeren Personenkreis angeboten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Als Projektgebiet wurde die Stadt Herzberg (ohne Ortsteile) angesetzt. Hauptsächlich richtet sich das Projekt an diejenigen Einwohner, die im näheren Umkreis der Kirchengemeinde wohnhaft sind
Einwohnerzahl
8700
Quelle / Anmerkungen
Zahlen der Stadt Herzberg
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
eltern_und_begegnungscafe-einzugsgebiet.jpg
(809.99 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ziel der Verbesserung der Lebensbedingung der Menschen vor Ort durch Angebot eines niedrigschwelligen Anlaufpunktes. Zudem soll die Möglichkeit bestehen, erleichtert Kontakt zu anderen Menschen aus dem Wohngebiet aufzunehmen und mit Hilfe der Netzwerkarbeit sollen sowohl Kenntnisse über die bestehenden Angebote vor Ort, als auch ein erleichterter Zugang zu diesen ermöglicht werden.
Methoden
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Caritasverband Südniedersachsen. e.V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Einbindung in die Arbeit der Akteure vor Ort als bestehendes niedrigschwelliges Angebot
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartier ohne Grenzen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Göntje Schoeps
| Funktion | Quartiersmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftliches Engagement im Quartier Ilmenauwiesen als Antwort auf den gesellschaftlichen Wandel
Projektbeschreibung
Das Quartier Ilmenauwiesen spiegelte stets die kleinstädtischen Charakterzüge Uelzens wieder: Veränderungen werden kritisch beäugt und das Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung des gemeinschaftlichen Lebens ist gering. 2017 wurde hier die Quartiersarbeit aufgenommen. Besonderer Schwerpunkt lag auf den Bewohner*innen der Seniorenwohnanlage im Quartierszentrum, denen es ermöglicht werden sollte, so lange wie möglich in häuslicher Umgebung zu verbleiben. Bis heute arbeiten Akteure unterschiedlicher Bereiche, wie z.B. das Mehrgenerationenhaus und der Pflegedienst ressortübergreifend und koordiniert durch das Quartiersmanagement zusammen, um die Lebensqualität der Bewohner*innen im Stadtteil zu erhöhen. Kooperationen mit externen Akteuren konnten aufgebaut und Begegnungsangebote für den nachbarschaftlichen Austausch realisiert werden. Angebote zur Gesundheitsförderung und Freizeitgestaltung wurden von Senior*innen aus dem Quartier und dem ganzen Landkreis sehr gut angenommen und bildeten wichtigen sozialen Anker im Quartier. Mit der Pandemie wird sichtbar: Wenn die Angebote wegfallen, bricht auch der nachbarschaftliche Austausch weg. Die sozialen Strukturen erweisen sich als nicht nachhaltig genug. Neben der bedarfsgerechten Entwicklung von Teilhabe- und unterstützungsangeboten ist Ziel der GWA, die Bewohnerschaft zur selbstorganisierten Gestaltung des Wohn- und Lebensumfeldes zu aktivieren und zu befähigen, Begegnungsräume für die Nachbarschaft über die Wohnanlage hinaus zu schaffen und so die Entstehung eines nachbarschaftlichen Netzwerks zu fördern, in dem sich alle im Quartier anzutreffenden Gruppen, unabhängig vom sozioökonomischen Status und der Herkunft, generationenübergreifend mit ihren diversen Stärken gegenseitig unterstützen. Ältere Menschen, Angehörige und Pflegende können so langfristig entlastet werden und der intergenerationelle sowie -kulturelle Dialog schafft neue Perspektiven und Zugehörigkeitsgefühl. Um die Heterogenität der Sozialstruktur insb. im Quartierszentrum zu steigern, wird der für 2022 geplante Bezug barrierefreier Neubau-Wohnungen nicht nur Erweiterung des Seniorenwohnens sein, sondern Menschen jeder Lebensphase und -lage offenstehen. Durch die Belebung der Parkflächen im Quartier durch die Nachbarschaft, soll sich der Lebensraum niedrigschwellig zugänglich für alle Uelzener*innen zeigen und zu einer gesamtstädtischen Entwicklungsstrategie inspirieren.
Laufzeit
2022-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier zeichnet sich durch die optimale Infrastruktur im grünen Stadtzentrum der Hansestadt Uelzen aus - einer typischen Kleinstadt im Nordosten Niedersachsens. Die heterogene Sozialstruktur aus jungen und alten Generationen, Bürger*innen der oberen Mittelschicht, Migrant*innen und einkommensschwachen Familien und die Parkflächen bieten großes Potenzial für ein buntes Stadtteil-Leben. Jedoch scheint die Senior*innenwohnanlage wie eine Grenze zu wirken, die zwischen Stadtkern und Wohngebiet liegt und die Belebung des Gebiets hemmt. Angebote im Quartierszentrum konzentrieren sich zudem auf Ältere, Jüngere erkennen keine Attraktivität. Mit der Pandemie brachen Freizeitangebote weg, wurden teils in den digitalen Raum verlagert. Senior*innen im Quartier haben keinen Zugang, isolieren sich, lehnen alternative 1:1-Angebote ab, warten passiv auf das Ende der Beschränkungen. Der soziale Austausch beschränkt sich noch mehr auf Familie und Pflegende. Das Risiko der physischen und psychischen Langzeitfolgen insbesondere unter den älteren Menschen steigt mit jedem Tag. Die Folgen sind an einem Großteil der Bewohner*innen bereits sichtbar. Der Fachkräftemangel in der Altenpflege bedingt durch den demographischen Wandel wird einmal mehr zum Problem und die Versorgung Älterer kann nicht mehr vollständig gewährleistet werden. Es sind neue Unterstützungsstrukturen gefordert, die über den familiären Rahmen hinausgehen. Das Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens ist aber wenig bis gar nicht vorhanden. Es gilt, ein stärkendes Netzwerk aufzubauen, dass zur Belebung des gemeinsamen Lebensraumes motiviert, alle einlädt und Grenzen auflöst.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Uelzen Ilmenauwiesen
Beschreibung
Der Mittelpunkt des Projektgebiets Quartier Ilmenauwiesen liegt entlang der Ripdorfer Straße bzw. dem Ilmenauufer (Hausnummern 1-35) direkt am Stadtkern von Uelzen. Die Umgebung ist durch großflächige Grünanlagen, wie die llmenauwiesen und den Friedhof, einen Sportplatz, eine Schule sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser geprägt. Das örtliche Projektgebiet endet im Norden an der Birkenallee, im Osten an der Bernhard-Nigebur-Straße, im Süd-Osten an der Kasernenstraße, im Süden an der Gudesstraße und im Westen mit dem Flusslauf der Ilmenau.
Einwohnerzahl
990
Quelle / Anmerkungen
Bürger- und Standesamt der Hansestadt Uelzen im März 2022
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzenue+demographischerwandel+2018+tabelle
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzenue+demographischerwandel+2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzenue+demographischerwandel+2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzenue+demographischerwandel+2018+tabelle
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagement des DRK-Kreisverband Uelzen verfolgt einen sozialraumorientierten Versorgungsansatz. Essentiell für die Entstehung von Verantwortungsgemeinschaften ist die Vernetzung auf horizontaler Ebene, mit Aktivierung der Bewohner*innen, sowie auf vertikaler Ebene, unter der Beteiligung von Ehrenamtlichen,
lokalen Einrichtungen und der Kommune. Der konzeptionelle Schwerpunkt liegt auf verbessernden Maßnahmen des Lebensumfelds, die darauf ausgerichtet sind, vor allem Bewohner*innen mit einem Lebensalter über 65 Jahren sowie deren Angehörige am Standort Ilmenauwiesen praktisch darin zu unterstützen, ein langes, selbstbestimmtes Leben in der eigenen Häuslichkeit zu führen. Des Weiteren soll das Quartier Treffpunkt für alle weiteren Zielgruppen sein und Angebote geschaffen werden, die den intergenerationellen und -kulturellen Austausch fördern. Die Bewohner*innen werden dabei aktiv in die Quartiersarbeit einbezogen, um das Verantwortungsbewusstsein und Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und eine bedarfsgerechte Entwicklung sicherzustellen. Übergeordnete Ziele, die sich aus Befragungen ableiten, sind u.a. der Zugang zu sozialen Netzwerken, mehr nachbarschaftliches Miteinander, sowie die ortsnahe Beratung bei Anliegen aller Art. Durch das Quartiersmanagement wird der zielgruppenübergreifende Aspekt neutral moderiert, eine
nachhaltige Entwicklung der Strukturen und das Monitoring der Bedarfe einzelner Zielgruppen unter Einhaltung der Qualitätsstandards sichergestellt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Quartiersentwicklung zeichnet sich durch die unterschiedlichen Stärken der Quartiersbewohner*innen aus. Das nachbarschaftliche Netzwerk organisiert bei Bedarf gegenseitige Unterstützung.
Kriterium
Beschreibung
Die verschiedenen Interessen der Zielgruppen im Quartier werden in einem nachbarschaftlichen Netzwerk demokratisch vertreten und verhandelt (z.B. Kinder, Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund und Senior*innen).
Beschreibung
Expert*innen mit relevanten Angeboten für das Quartier tauschen sich aus, geben Impulse und bieten Unterstützung bei der Quartiersentwicklung.
Beschreibung
Quartiersbewohner*innen zeigen sich verantwortlich für die Quartiersentwicklung und haben einen aktiven Part im nachbarschaftlichen Netzwerk. Sie nutzen die niedrigschwelligen Unterstützungs- und Begegnungsangebote im Quartier.
Beschreibung
Das Quartier ist über seine Ansprechpartner dauerhaft in kommunalen Gremien präsent und vertreten.
Kriterium
Beschreibung
Das Quartier steht über seine Ansprechpartner in regelmäßigem Austausch mit regionalen und überregionalen Kooperationspartnern.
Kriterium
Beschreibung
Die Bedarfe der relevanten Akteure im Quartier werden regelmäßig erhoben und evaluiert und sind handlungsleitend für die Angebotsentwicklung.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Medizinisches Versorgungszentrum am Hammersteinplatz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligen-Agentur Region Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK-Geflüchtetenunterkunft Nothmannstraße Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK- Sozialpädagogische Familienhilfe
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Bis 2025 wird angestrebt, die Quartiersentwicklung konzeptionell zu einer trägerübergreifenden und politischen Aufgabe der Stadt Uelzen wachsen zu lassen.
Netzwerkstrukturen und Verantwortungsgemeinschaften werden forciert und der Modellcharakter des Projektes schafft einen Mehrwehrt für die Stadtentwicklung. So können idealerweise Unterstützer*innen, wie die Kommune, gewonnen werden. Die langfristige
Finanzierung ist so nur zu geringen Anteilen von Drittmitteln und Querfinanzierung abhängig.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On