2 Leben im Meer - Lebendige Inselgemeinschaft Juist (Teilprojekt 2)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Dr. Tjark Goerges
| Funktion | Bürgermeister |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mikrokosmos Juist - Stärkung der Inselgemeinschaft durch Quartiersmanagement zur Sicherung der Daseinsvorsorge
Projektbeschreibung
Die Insel Juist wird auch "Töwerland", also Zauberland, genannt. Mit 1.593 Einwohnerinnen und Einwohnern zählt sie zu den kleineren Inseln. Die Juister Bevölkerung hat zunehmend mit der Belastung durch die steigende Anzahl der Gäste zu tun (in 2017 wurden knapp 1 Mio. Übernachtungen registriert), welche sich zwar positiv auf die wirtschaftlich Lage, aber negativ auf die Work-Life-Balance und das Gemeindeleben bzw. die Inselgemeinschaft auswirkt. Der Anteil der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern (hauptsächlich aus Polen) ist mit 430 Personen (28,3 %, Stand 2017) relativ hoch. Viele dieser Personen sind im Zuge der Saisonarbeit als Fachkräfte nach Juist gekommen und haben dann dauerhaft einen Job im Tourismus gefunden. Mit der Zeit hat sich so eine eigene Community etabliert. Allerdings sind die Überschneidungen und Berührungspunkte der beiden Gruppen auf Juist außerhalb des Arbeitslebens relativ gering und eine Zusammenführung wäre positiv.
Der Insel fehlt zudem zunehmend der Nachwuchs, da die Jugend im Zuge der Bildungswanderung die Insel verlässt und später aufgrund fehlender Perspektiven nur in wenigen Fällen zurückkehrt, u.a. aufgrund des Mangels an bezahlbarem Wohnraum und der hohen Lebenshaltungkosten - Auch nach und von Juist erfolgt der Großteil der Personen- und Gütertransporte mit der tideabhängigen Fähre. Dies begründet, neben anderen Faktoren, den Fachkräftemangel.
Die beschriebene Situation hat weitreichende Auswirkungen auf das Ehrenamt und das Vereinsleben und damit auch auf die langfristige Sicherung der Daseinsvorsorge. Das mit diesem Projekt aufzubauende Quartiersmanagement soll mit der Gemeinwesenarbeit die gesamte Inselbevölkerung aktivieren und zu einem funktionierendes Dorfleben beitragen. Dies geschieht exemplarisch und stellvertretend für die anderen Inseln; der Ansatz soll übertragbar sein. Das Dachprojekt (ebenfalls beantragt) übernimmt daher die insel- und themenübergreifende Vernetzung.
Die Auswahl der Schwerpunktsetzung kommt nicht von ungefähr: Die Inselgemeinde Juist arbeitet seit einigen Jahren bereits an dem Thema: Die im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt (BMBF) durchgeführten Workshops haben gezeigt, dass die Inselgemeinschaft insb. diesen Themenkomplex stärker in den Fokus nehmen will. Hieran soll angeknüpft werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
"Was für die Einheimischen gut ist, ist auch für die Touristen gut." - Mit dieser Maxime wurde 2017 das Lebensraumkonzept "Lebendiges Juist" unter Beteiligung der Bevölkerung erstellt, welches Handlungsansätze zur Erhöhung der Lebensqualität formuliert. Allerdings fehlt auf der Insel eine Ansprechperson, die sich um die Belange der Bürger kümmert und die gesamte Inselgemeinschaft im Blick hat, zu denen auch die Saisonkräfte und Personen mit Zweitwohnsitz auf Juist gehören. Im Zuge des einzurichtenden Quartiersmanagements mit starker Anbindung an die Inselgemeinschaft soll die Umsetzung von Maßnahmen aus dem Lebensraumkonzept angeschoben werden, insb. aus dem Handlungsfeld "Inselgemeinschaft" bzw. damit verknüpfte Maßnahmen. Es sollen ehrenamtliche Initiativen und die zivilgesellschaften Selbstorganisation gestärkt werden, damit langfristig die Daseinsvorsorge aufrecht erhalten werden kann.
Mit der Einrichtung des Quartiersmanagementes (Inselbüro) sollen alle Juister aktiviert werden. Entsprechend ihrer Wünsche und Expertisen sollen sie sich selbst der Themen annehmen und ins Handeln kommen. Dabei soll das bisherige Engagement der Juisterinnen und Juister als Motor fungieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Juist
Beschreibung
Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Insel Juist (Hauptort, Loog, Ost- und Westende)
Einwohnerzahl
1593
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2019
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Juist
Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Juist
Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Juist
Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100001V, Stand 07/2017
Projektgebiet: Juist
Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
uebersichtskarte_juist.pdf
(158.37 KB)
lebensraumkonzept_juist.pdf
(3.32 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Das Quartiersmanagement soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können. Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mind. 50 % der Juister Bevölkerung sich beteiligt.
Kriterium
Beschreibung
In der Transformationsphase haben sich Gruppen von Aktiven gefunden, die die Entwicklung in die Hand nehmen. Es finden Aktionen für die Inselgemeinschaft statt, die gut besucht werden.
Kriterium
Beschreibung
Alle Gruppen auf Juist in den Prozess involviert sind.
Beschreibung
Bereits bestehende Strukturen auf Ehrenamtsbasis (v.a. Vereine) konnten gestärkt und verbessert werden; neue sind aufgebaut worden. Gemeinsame Aktionen, z.B.Feste/gemeins. sportliche Aktivitäten sind wieder zum festen Bestandteil des Insellebens geworden.
Beschreibung
Die Juister Akteure haben ein insulares Netzwerk gebildet, das sowohl themen- wie auch zielgruppenübergreifend die Belange der Inselgemeinschaft nachhaltig und eigenständig befördert.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Juist Stiftung - Bürgerstiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinner un Lue e.V. - Gemeinnütziger Verein zum Schutz und Förderung unserer Kinder
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Kulturelle Teilhabe für ALLE Menschen im Quartier und kreative Entwicklung des Stadtteils
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marion Werth
| Funktion | Quartiersentwicklerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aktive Teilhabe für Alle Menschen!
Projektbeschreibung
Das Begegnungszentrum "St. Nikolai" liegt zentral im Stadtteil. Das Haus befindet sich seit 2015 auf dem Weg vom Gemeindezentrum zum Begegnungszentrum. Die in diesem Rahmen der bereits installierten GWA zusehends als Treffpunkt im Quartier wahrgenommen und genutzt. Als ein neuer Schwerpunkt soll ganz niedrigschwellig allen Menschen im Stadtteil die Teilhabe an kulturellen Veranstaltungen unterschiedlichster Art ermöglicht werden: Kino, Theater, Musik zum Mitmachen, Konzerte, Instrumente erlernen, Filme drehen etc.
Ein weiterer Schwerpunkt soll die optische Entwicklung, Gestaltung und somit Aufwertung des Quartiers sein. In Kooperation mit dem ortsansässigen Kleingärtnerverein sollen gemeinschaftliche Pflanzaktion durchgeführt werden. Mit den Bewohnern wird im Rahmen einer großräumigen Beteiligung über gemeinsame Treffpunkte und die Verkehrsgestaltung nachgedacht. Die Maßnahmen und Ideen werden in den kommunalen Leitfaden des sich in der Fortschreibung befindenden Rahmenplan Spielplätze und Treffpunkte eingebracht.
Im Rahmen der Vernetzung und Kooperationen des Begegnungszentrums sollen immer mehr Beratungsstellen mit Sprechzeiten präsent sein, da im Quartier zusehends der Bedarf deutlich wird und die Menschen das Begegnungszentrum immer mehr als Ort erleben, in dem man auch Hilfe und Unterstützung finden kann. Durch den demographischen Wandel sind zunehmend ältere Menschen hier ansässig. Hier gilt es, mangelnder Mobilität und Vereinsamung entgegen zu wirken ( wie z. B. durch Themenbezogene Seniorennachmittage, generationsübergreifende Spielangebote etc.) Gleichzeitig ziehen auch jüngere Familien hierher, da es eine gut funktionierende Kita mit einem breiten Betreuungsangebot gibt. Hieraus ergibt sich ein breites Spektrum an Bedarfen und Aufgaben für die Quartiersentwicklung! Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit und Einbeziehung der neuen Medien sowie die Weiterentwicklung der Stadtteilzeitung. Wichtig ist uns auch die kirchliche Gemeindearbeit, hier wollen wir neue Wege gehen. Gottesdienst mit den Menschen vor Ort neu entwickeln und trotzdem an Traditionen festhalten. Kirche kann auch ANDERS ! Wir möchten mit den Menschen im aktiven Austausch sein. Sie mitnehmen ohne Vorgaben zu machen, wir wollen gemeinschaftlich Gestalten.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wir haben die Idee für ein Gemeinde- und Begegnungszentrum St. Nikolai, welches Menschen in unserem Sozialraum offen steht und Angebote zur Begegnung, Beratung und gemeinschaftlichen Aktionen mit verschiedenen öffentlichen Träger und Vereinen bietet. Im Blick sind dabei sowohl Mitglieder der Kirchengemeinde, in der viele ältere Menschen leben, wie auch Familien im Quartier, die aus verschiedenen Kulturen. Dazu gehören Spätaussiedler aus Russland und Kasachstan, Geflüchtete aus Syrien, dem Sudan etc. Vor allem in den Wohnblocks leben mittlerweile Familien und Alleinlebende mit sozialen Problemstellungen.
Seit vielen Jahren gibt es hier kein soziales Angebot, aber einen erhöhten Bedarf an Beratung in sozialen und Erziehungsfragen und an Begegnungsmöglichkeiten.
Dabei vollzieht sich nicht nur hier in der Gemeinde, sondern im gesamten Viertel seit Jahren ein demographischer Wandel: Durch Zuzug junger Familien in Häuser, die von alt gewordenen Erstbewohnerinnen aufgegeben werden, wächst die Bevölkerungszahl erstmals nach Jahrzehnten wieder. Demgegenüber wurden Standorte für Einkaufsmöglichkeiten, Banken etc. endgültig aufgegeben, so dass innerhalb des Viertels nur mehr Friseur, Apotheke, Pizzeria und Kirche „vor Ort“ sind.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Verden / Plattenberg Jahnstraße
Beschreibung
Das Gebiet ist eingekreist von der Lindhooper Straße, dem Berliner Ring, Moorstraße und den Eisenbahnschienen inkl. Bahnhof;
Quelle / Anmerkungen
Stadt Verden / Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gebietseingrenzung.png
(317.4 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Anlass für die Gemeinde St. Nikolai, sich näher mit dem Thema GWA auseinander zu setzen, war die Anfrage seitens der Stadt Verden, die 2015 Interesse an einer Kooperation und Weiterentwicklung des Stadtteils geäußert hat. Mit einem Familien- und Begegnungszentrum St. Nikolai ergab sich die Möglichkeit zu einer Zusammenarbeit von Kirche und Kommune, die sich in der Kita-Arbeit bereits bewährt hat. Das Gebäude bietet mit seiner Barrierefreiheit vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und Möglichkeiten, als Kirche in heutiger Zeit sozial- diakonisch Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen zu begleiten. Von seiner Konzeption her ist das gesamte Gebäude auf Kommunikation angelegt: Ein multifunktionaler Saal in der Mitte, Gruppen-, Zwischen-, und Funktionsräume drumherum gruppiert sowie Erweiterungsmöglichkeit in der Nutzung durch Keller, Außengelände und Kita. Das Ziel ist ein kirchliches Gemeinde- und Begegnungszentrum, das allen Menschen im Viertel offensteht. Anknüpfungspunkte sind dabei das Jahrzehnte bewährte Motto von St. Nikolai „Kirche mittendrin“ oder moderner „Nikolai sei dabei“. Zu denken ist dabei neben konkreten Angeboten für Familien ( Beratung und offene Angebote) an Werkstatt der Generationen“, Krabbelgruppen, Beratung für Flüchtlinge/ Bürgerinnen mit Migrationenshintergrund, Mittagstisch, Hausaufgabenbetreuung etc. Die Kirchengemeinde erhält für die Druchführung von Gemeinwesenarbeit einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 30.000,00 € durch die Stadt Verden
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit
Beschreibung
Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern
Beschreibung
Zulauf von unterschiedlichen Altersstrukturen
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Verden Abteilung Gemeinwesenarbeit und Abteilung Integration, Inklusion und Prävention
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Verden, Jugendzentrum Verden, Stadtbibliothek Verden, Ferienprogramm Verden, Kitas
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, DRK, Fokus e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Oberschule Verden (Campus Verden), Berufsbildende Schule Verden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus kirchlicher Dienste der EV.-luth. Landeskirche Hannover, Schulen, Diakonisches Werk, St. Johannis Gemeinde Verden
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
1 Lebenswertes Borssum (Teilprojekt 2)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Egon Philipps
| Funktion | Fachdienstleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Räume für Begegnung, Bildung und Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Im Stadtteil Borssum ist wegen der starken Zuwanderung und des hohen sozial-integrativen Entwicklungsbedarfes im Jahr 2016 mit dem Aufbau der Gemeinwesenarbeit begonnen worden. Mit dem Leuschnertreff und dem Schulhaus Borssum sind neue Anlaufstellen mit Treffpunktcharakter entstanden. An beiden Standorten wird in enger Zusammenarbeit mit der Flüchtlingssozialarbeit der Kontakt zu den verschiedenen Bewohnergruppen hergestellt und mit ihnen an der Gestaltung des Zusammenlebens gearbeitet. Nachdem für die neuen Fachkräfte vor Ort die Orientierungsphase mit dem Kontaktaufbau zu den örtlichen Institutionen abgeschlossen ist und verschiedenste neue Aktivitäten und Angebote initiiert sind, sollen mit dem Teilprojekt „Räume für Begegnung, Bildung und Nachbarschaft“ der Arbeitsansatz der GWA im Stadtteil fest verankert und der Übergang von der Förderphase in die Verstetigung der Strukturen gelingen. Dazu sind zwei Arbeitsschwerpunkte geplant:
1. Zusammenwirken am Standort des Schulhauses: Durch die Nutzung der Hausmeisterwohnung für die Stadtteilarbeit ist die Öffnung der Oberschule eingeleitet.Im Kontakt sind Ideen zur Belebung weiterer Begegnungsräume entstanden, die zusammen mit Lehrkräften und der Schulsozialarbeit unter Beteiligung der Schüler*innen, Familien, Bewohnern und Institutionen aus der Nachbarschaften umgesetzt werden sollen. Im Mittelpunkt steht dabei die Umgestaltung und multifunktionale Nutzung der Pausenhalle. Dadurch bekommen Schule und Stadtteil einen Ort für das generationenübergreifende Lernen und die kulturelle Bildung. Die Aktivitäten greifen Anregungen aus der Schüler- und Nachbarschaft auf (singen, trommeln, malen, Theater spielen, plattdeutsch sprechen) und helfen, das Miteinander zu stärken.
2. Zusammenwirken an beliebten Treffpunkten/informellen Lernorten: Die Projektmitarbeiterinnen verstärken ihren Einsatz zur Verbesserung der Aufenthalts- und Nutzungsqualität von öffentlichen Treffpunkten. Ein zentrales Projekt in diesem Handlungsfeld ist die Beteiligung der Bürger an der Sanierung „ihres“ Freibades. Die GWA unterstützt die Stadtteilinitiative Borssum (SIBO) bei der Organisation des bürgerschaftlichen Engagements und nutzt die Aktivitäten, um auch zurückgezogene und noch wenig integrierte Bewohnergruppen in den Erhalt der wichtigsten Freizeitstätte des Stadtteils einzubinden. Beispielgebend hierfür ist unter anderem die Planung und Neugestaltung eines stark verwilderten Bolzplatzes mit Jugendlichen aus dem Wohnumfeld.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gründung und die Aktivitäten der Stadtteilinitiative Borssum sind Ausdruck der Sorge über den Wandel des Stadtteils zu einem Gebiet mit umfassendem städtebaulichen und sozialen-integrativen Handlungsbedarf. Das kommunale Klimaschutzkonzept (2010) und das Stadtentwicklungskonzept Wohnen (StEK 2013) stellen übereinstimmend Defizite im Gebäudebestand und den Wohnumfeldern fest und weisen mit Blick auf eine nachhaltige Stadtentwicklung auf großen (energetischen) Sanierungsbedarf hin. Die Jugendhilfe sieht in diesem besonders kindereichen Gebiet einen Ausbau- und Sanierungsstau in den Einrichtungen zur Kinderbetreuung und der Jugendarbeit. Die Sozialplanung stellt einen starken Anstieg des Transleistungsbezuges und einen besonders hohen Zuzug von Flüchtlingen sowie extreme Armutsquoten im sozialen Brennpunkt Wilhelm-Leuschner-Straße fest.
Der Gesamtsituation kann nur durch den Aufbau von Basisstrukturen zur Stärkung des Gemeinwesens, durch eine gesteuerte Projektentwicklung und einen gezielten Mitteleinsatz im Quartier begegnet werden. Neben der Teilnahme an den Modellvorhaben für die GWA/QM wurde ein integriertes energetisches Quartierskonzept für Borssum erarbeitet und beschlossen. Auf diesen Grundlagen wird zur Zeit ein umfassender Stadtteilerneuerungsprozess unter Einsatz von StädtBF-Mitteln vorbereitet. Die Sanierung des Freibades ist jüngst als Maßnahme in das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen“ aufgenommen werden.
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Emden-Borssum
Beschreibung
Der Stadtbereich Borssum befindet sich im Südwesten des Emder Stadtgebietes außerhalb des Autobahnrings und wird im Westen vom Hafengebiet und im Süden von der Ems begrenzt. Die Umgebung ist landwirtschaftlich eprägt. Die verkehrliche Anbindung wird durch die Petkumer Straße (Landesstraße 2), die den Stadtteil durchläuft, gewährleistet. Das Stadtteil gliedert sich- ohne das Umlandgebiet - in die vier Sozialräume: Siedlung Wilhelm- Leuschner-Straße, Borssum-West, Borssum-Mitte und Borssum-Ost.
Einwohnerzahl
6056
Quelle / Anmerkungen
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
13
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Stadt Emden, Fachdienst Service, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Berechnet ist die Mindestsicherungsquote (ALG II, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, Leistungen nach dem AsylbLG)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gebiet_borssum.pdf
(926.31 KB)
strassenliste_borssum.pdf
(195.68 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt „Lebenswertes Borssum“ bewegt sich aktuell noch primär auf der operativen Ebene des Gemeinwesens. Die Mitarbeiter/innen der GWA wenden sich unmittelbar an die Bewohner und arbeiten mit ihnen auf Augenhöhe. Das Schulhaus dient als Anlaufstelle und Begegnungsstätte. Unterschiedliche Maßnahmen zur Aktivierung und Beteiligung der Bewohner*innen haben dort ihren Platz bzw. werden von dort aus initiiert.
Parallel wird zunehmend eine Aktivierungsstrategie über die örtlichen Einrichtungen und Organisationen sowie andere Multiplikatoren verfolgt. Gemeinsam setzen sie soziale Aktivitäten in Gang, die unmittelbar das Erleben von positiven Veränderungen bewirken.
Im Zusammenspiel mit dem Projekt Quartiersbrücken, das quasi als Überbau zu sehen ist, werden Grundlagen der Gemeinwesenarbeit etabliert, standardisiert und übertragbar gemacht. Der Arbeitsansatz der GWA wird, vor allem in Hinblick auf den gewünschten Beginn des Städtebauprogramms Soziale Stadt im Stadtteil fest verankert. Mit dem Übergang von der Förderphase in die Verstetigung der Strukturen ist der Grundstein für den Übergang in ein Quartiersmanagement gelegt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Aktivitäten, die die Bewohner*innen initiiert und gestaltet haben treffen auf Resonanz im Stadtteil, die Menschen sind bei gemeinsamen Aktionen, z.B. Müllsammeln, motiviert und aktiv.
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen organisieren sich entsprechend ihren Vorstellungen und Wünschen selbstständig. Die Bewohner*innen wissen um die Angebote im Stadtteil und nutzen sie entsprechend dem Bedarf.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen sich zu bestimmten Themen aus ihrer Lebenswelt treffen/organisieren und gemmeinsam aktiv werden z.B. gemeinsame Gestaltung eines öffentlichen Raums.
Beschreibung
Die Zusammenarbeit ist nicht allein auf Austausch sondern auf gemeinsames Handeln gelegt. Aus unterschiedlichen Kooperationen netstehen neue Handlungsansätze
Kriterium
Beschreibung
Räume im Gebiet geöffnet, gestaltet und von unterschiedlichen Gruppen genutzt werden.
Kriterium
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
2 Moin, Moin Conrebbi (Teilprojekt 3)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Egon Philipps
| Funktion | Fachdienstleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Conrebbersweg im Beteiligungsprozess planen und bauen - Neue Wege in der Stadtteilplanung
Projektbeschreibung
Stadt Emden befasst sich im Rahmen der Stadtentwicklung seit einigen Jahren mit der Entwicklung des westlichen Teils des Stadtteils Conrebbersweg zwischen der Autobahn 31 und dem Larrelter Tief. Durch eine Siedlungserweiterung mit rund 700 Grundstücken auf 70 Hektar soll im Lauf der nächsten Jahrzehnte Schritt für Schritt der bestehende Stadtteil auf das Doppelte erweitert werden. Das eröffnet Chancen, aktuelle und zukünftige Wohnbedarfe aller Bevölkerungsgruppen zu erfüllen und zukunftsweisend Wohnformen und Formen des Zusammenlebens zu entwickeln. Gleichzeitig sollen die Abwanderung ins Umland verhindert und Einpendler für die Stadt gewonnen werden. Mit einem Vorhaben dieser Größenordnung stellt sich die kleine kreisfreie Stadt Emden vielfältigen Herausforderungen auf unterschiedlichen Ebenen. Dies gilt für die Gesamtplanung und die Abstimmung der einzelnen Fachplanungen, aber in besonderer Weise für die Aufgabe im Quartier. Das Projekt setzt an zwei Handlungssträngen an.
Zum einen wird der Prozess des Meinungsaustausches und der – findung zwischen den unterschiedlichen beteiligten Akteuren, Anwohner*innen, Gruppierungen, Organisationen aus Conrebbersweg, Bauinteressierten, sowie den Projektverantwortlichen und planenden Instanzen in der Verwaltung mit ausgewählten Methoden der GWA und des Quartiersmanagements begleitet und unterstützt. Hierbei gilt es, kleinere und größere Partizipationsformen zu entwickeln und anzubieten, von der klassischen Bürgerinformationsveranstaltung am Abend, über kleinere Gesprächsrunden bis zum Austausch im öffentlichen Raum und bei feierlichen Anlässen.
Zum zweiten ist beabsichtigt, vorausschauend , im Verlauf der zunehmenden Herausbildung eines neuen Quartiers, gemeinsam mit den Bewohner*innen Wohn- und Lebensverhältnisse zu gestalten und Rahmenbedingungen für ein gelingendes Miteinander zu entwickeln. Neben einer Ankunfts- und Beteiligungskultur für Bauinteressente werden die „Neuen“ und alt eingesessenen Bewohner*innen über konkrete Angebote im Quartier eingebunden und verbunden. Denkbar wäre z.B. ein Stadtteilfest auf der grünen Wiese oder ein Bauwagen, besetzt mit einem Mitarbeiter der GWA, als erste Anlaufstelle. Im Ergebnis wird mit dieser frühzeitigen Beteiligung der GWA neben städtebaulichen Aspekten die Grundlage für eine tragfähige soziale Alltagskultur im Quartier geschaffen. Bereits bevor Probleme entstehen/ deutlich werden, ist ein Quartiersmanagement aufgebaut.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Conrebbersweg ist ein innerhalb des Autobahnrings gelegener, noch zentrumsnaher Stadtteil mit 2100 Bewohner, der aus einer Arbeitersiedlung der frühen 1930er-Jahren entstand, besonders in den 1950ern ausgebaut und in den 1990ern durch eine Neubausiedlung erweitert wurde. Das Gebiet ist noch überwiegend familiär geprägt, sozial homogen und durch geringen Zuzug von außen gekennzeichnet. Das neu geplante Gebiet Conrebbersweg-West wird unmittelbar an die bestehenden Wohnbereiche anschließen. Die Bewohner*innen des „alten“ Conrebbersweg stehen der Entwicklung eher kritisch gegenüber. Problematisch ist, dass das Neubaugebiet durch seine Größe und Baustruktur quasi einen ganz neuen Stadtteil- vor der Tür des Alten - darstellt. Geplant ist ein sozial durchmischtes Gebiet, was sich von der bestehenden homogenen Gebietscharakteristik deutlich unterscheidet. Sie fürchten durch den Verlust von Freiflächen, Baulärm, höherem Verkehrsaufkommen und Zuzug von fremden Bewohnern um ihre idyllische Wohn-und Lebensqualität. Der Widerstand der Bewohner*innen kann dazu führen, dass die städtischen Vorhaben zur Integration und Teilhabe nicht oder nur erschwert umsetzbar sind. In einer ersten, hochemotional und unsachlich geführten Bürgerversammlung wurden die Verunsicherung, Sorgen und viele Ängste der Bewohner*innen deutlich. Um den zu erwartenden Spannungen und Differenzen zu begegnen und eine wertschätzende Ankunftskultur zu entwickeln, gilt es mit Unterstützung von GWA ein konstruktives Miteinander aufzubauen und präventiv Gemeinwesenarbeit – sozusagen als Ausgangslage für ein zukünftiges Quartiersmanagement- zu etablieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Emden Conrebbersweg
Beschreibung
der Stadtteil Conrebbersweg erstreckt sich über eine Fläche von 55 Hektar im Nordwesten Emdens innerhalb des Autobahnringes. Der Stadtteil und grenzt im Norden an dessen Nachbargemeinde Hinte. Innerhalb der Stadt grenzt Conrebbersweg im Westen an Twixlum und im Südwesten an Larrelt. Diese Grenzen befinden sich jedoch mitten in der Feldmark der drei genannten Stadtteile. Südlich von Conrebbersweg liegt Constantia, getrennt durch das Larrelter Tief. Im Osten befindet sich Früchteburg, der einzige der vier Nachbarstadtteile, zu dem ein städtebaulicher Übergang besteht. Getrennt werden die beiden Stadtteile lediglich durch die hier einspurig verlaufende Bahnstrecke Rheine–Norddeich Mole nach Norden. Die Umgebung ist landwirtschaftlich geprägt. Conrebbersweg besitzt im Nordwesten eine Auffahrt auf die Bundesautobahn 31. Das geplante Baugebiet ist auf eine Fläche von ca. 70 Hektar, angrenzend an den nord-westlichen Teil der bestehenden Siedlung, ausgelegt.
Einwohnerzahl
2146
Quelle / Anmerkungen
Statistikstelle der Sadt Emden, Stichtag 31.12.2018
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Stadt Emden, Fachdienst Service, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Berechnet ist die Mindestsicherungsquote (ALG II, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, Leistungen nach dem AsylbLG)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
d-63-a-luftbild-aus-gis.jpg
(159.55 KB)
rahmenplan_ausschnitt.docx
(221.53 KB)
luftaufnahme_gesamtflaeche.png
(1.31 MB)
strassenliste_conrebbersweg.pdf
(339.52 KB)
flaeche_conrebbersweg.pdf
(322.35 KB)
rahmenplan_klein.pdf
(1.12 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt greift Grundverständnisse und Kernelemente der GWA und des QM auf und verknüpft sie zu einem „neuen“ Handlungsverständnis. Ein wesentlicher Kern liegt in der Aktivierung, verstanden als ein Prozess, in dem Anliegen der Bewohner*innen aufgespürt, schon in der Planung ernst genommen, besprochen und für das Gelingen der Stadtteilentwicklung organisiert werden sollen. Das Konzept der GWA bietet in diesem Prozess durch die Verbindung verschiedener Ziele, Aufgabe und Methoden einen erprobten Ansatz, der Partizipation frühzeitig und umfassend möglich machen kann. Das Projekt bedient sich aber im Grundsatz der Logik eines Quartiersmanagements, dass es Planungen und Handlungen auf mehreren Ebenen verknüpft und im Interesse des Gemeinwesens vermittelnd agiert; und zwar bei den dort lebenden Bewohnern, bei den Zuzugswilligen, bei zivilgesellschaftlichen Organisationen, bei der Verwaltung und auch bei den Menschen und Gebieten, die mittelbar von der Entwicklung in Conrebbersweg betroffen sind.
Diese Anforderung, eine Stadtteilentwicklung im gesamtstädtischen Zusammenhang zu sehen und zu kommunizieren, erweitert das Verständnis von GWA/QM und soll bei allen Beteiligten neue Sichtweisen fördern. Ebenso herausfordernd ist das Rollenverständnis. Das Projekt soll sowohl bei Bewohnergruppen als auch bei den planenden Akteuren der Verwaltung wirken und aus wechselnden Perspektiven den Spagat zwischen parteilicher und vermittelnder Arbeit im Quartier üben.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die unterschiedlichen Interessen und Sichtweisen sind formuliert, Ängste, Sorgen , Vorstellungen erfasst.Die BewohnerInnen engagieren sich für ihre Interessen (Bürgerinitiative, Demonstration, Teilnahme an Rats- und Ausschusssitzungen)
Kriterium
Beschreibung
Verschiedene Interessengruppen engagieren sich für duie Umsetzung eines gemeinsamen Ziels, unterschiedliche Positionen klar formuliert sind,.
Beschreibung
Der FD Gemeinwesen wirkt mit dem Fachdiensten Stadtplanung, Umwelt und Bau an der Steuerung und Umsetzung der Stadt(teil) Entwicklung Conrebbersweg. Weiteren werden Kooperationen werden zusätzlich enstehen. (Jugendhilfe, Gesundheit und Soziales)
Beschreibung
Anlaufstellen zur Begegnung und Information werden entstehen, Vorstellungen und Ideen zum zukünftigen Zusammenleben werden gemeinsam beschrieben und umgesetzt. Die Gespräche sind sachlich, der Umgangmiteinander respektvoll.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Emden FB Bau, FB Gesundheit und Soziales, FB Jugend, Schule, Sport, Sozialplanung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther Kirchengemeinde, regormierte Kirchengemeinde, Gemeinde am Steinweg, Netzwerk christlicher Jugendarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Intergrierter Sportverein ISV, Fußballclu Rot-Weiß Emden, Boßelverein,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Siedlungsgemeinschaft Conrebbersweg, Geschichtswerkstatt, Bürgerinitiative,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
wenige kleine Handwerksbetriebe (Fleischerei, Bäcker, Bestattung)
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
WIR sind Quartier – Strukturen für ein gelingendes Miteinander in Salzgitter (WIQu)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katharina Wunderling
| Funktion | Fachdienstleiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
WIR sind Quartier – Strukturen für ein gelingendes Miteinander in Salzgitter (WIQu)
Projektbeschreibung
Die Stadt Salzgitter ist vielfältig und bunt. Über 100.000 Menschen aus über 120 Nationen haben hier ein Zuhause gefunden. Zuzüge unterschiedlicher Art haben die Stadtgesellschaft seit Gründung geprägt.
Durch den Zuzug von Flüchtlingen ab 2015, sowie dem aktuell Zuzug von EU-Osteuropäern ist der Druck auf die bestehenden Strukturen und die Nachbarschaftsbeziehungen der Bewohner in Salzgitter massiv angestiegen.
Diese Vielfalt an Kulturen, Lebensstilen, Religionen und Sprachen bietet auf der einen Seite die Chance des gegenseitigen Profitierens und voneinander Lernens, auf der anderen Seite steigen die Herausforderungen im Miteinander der Menschen. Vergleichsweise preiswerter Wohnraum in einigen Quartieren begünstigt den Zuzug von Menschen mit Unterstützungsbedarf und oft multiplen Problemlagen.
Als Antwort auf die quartierbezogenen Herausforderungen ist vielfältige GWA oft durch freie Träger, Institutionen, Verbände und Vereine entstanden. Mit dem Projekt WIQu soll eine stadtweit vergleichbare, moderierte, quartiersbezogene Beteiligungs- und Kooperationsstruktur etabliert werden, die ausgehend von der Beteiligung der Bewohnerschaft auch die handelnden Akteure zusammenführen soll. Zukünftig soll WIQu auf weitere Quartiere übertragbar sein.
Salzgitter etabliert in problembelasteten Quartieren Kontorsarbeit, um mit den Bewohnenden und Akteuren und der Kommune zu arbeiten. Die Stadtteilkontore bilden eine Brücke zwischen den in der GWA bereits tätigen Personen und den neu zu etablierenden Strukturen in den jeweiligen Quartieren. Schulungen für alles Beteiligten erfolgen durch die Ostfalia Hochschule.
Die Interessen, Wünsche und Bedürfnisse aller Bewohner in den Quartieren stehen hierbei im Vordergrund. Ziel ist die Gestaltung eines „inklusiven Stadtteils“ durch Informieren, Koordinieren, Vernetzen und Evaluieren. Das Konzept der GWA soll in die kommunalen Strukturen implementiert werden. Stadteinheitliche Strukturen schafft Transparenz und fördert Beteiligung der Menschen.
Die drei ausgewählten Quartiere zeigen neben benachteiligten Wohngebieten (Ankunftsorte für Flüchtlinge und EU-Bürger) und dem demografischen Wandel auch eine deutliche Gefährdung des Zusammenhaltes im Gemeinwesen bzw. der Teilhabe im Gemeinwesen auf. Die bestehende soziale Infrastruktur entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen, Nachbarschaften schauen zunehmend distanziert und ablehnend aufeinander. Die Wohnungswirtschaft wird in die Lösungsprozesse eingebunden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Stadt Salzgitter hat sich frühzeitig konzeptionell auf die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet. Insbesondere aufgrund des hohen Wohnungsleerstandes im Billigsegment und einer bereits bestehenden syrischen Community war jedoch ein rasanter Zuzug zu verzeichnen, dessen Quantität alle Strukturen und Einrichtungen extrem überfordert hat.
Besonders belastete Quartiere mit hohem Migrationsniveau und hohem Wohnungsleerstand im Billigsegment verzeichneten einen rasanten Zuzug, der die Quantität aller Strukturen und Einrichtung extrem überforderte.
Die von der Stadtverwaltung erstellte integrierte Sozialstrukturplanung ist in der Lage, sich anhand diverser Indikatoren ein differenziertes Bild über die Sozialstruktur und deren Veränderungen zu machen. Der Zuzug konzentriert sich u.a. auf den Norden von Salzgitter, der seit vielen Jahren als Brennpunkt eingestuft ist. Der Leerstand ist derzeit noch hoch und wird auf stadtweit ungefähr 3.000 Wohnungen geschätzt.
Die ausgewählten Quartiere sind für dieses Projekt bewusst fokussiert worden. In den drei Quartieren wurden bereits Umstrukturierungen durch die Bundesprojekte „Soziale Stadt“ und „Stadtumbau West“ implementiert.
Diese Strukturierung ist in den letzten vier Jahren stark aufgebrochen und bedarf der Neuorientierung. Die Unterschiedlichkeit der Quartiere in den bisherigen Unterstützungssystemen entspricht bewusst dem modellhaften Ansatz des Förderprojekts.
Besonders auffällig und im Regelsystem kaum greifbar, sind die Zielgruppen Frauen und Jugendliche/junge Erwachsene. Mit diesem Projekt sollen sowohl individuelle, bedarfsgerechte Angebote vor Ort als auch stadtweit geltende Strukturmodelle entwickelt werden.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter Nord mit den Quartieren Fredenberg, Seeviertel und Steterburg
Beschreibung
Das Projektgebiet besteht aus drei Quartieren (Seeviertel, Fredenberg und Steterburg), die im Norden bzw. Nordosten von Salzgitter liegen.
Das „Seeviertel“ besteht aus 4 statistischen Bezirken, die in Salzgitter-Lebenstedt am Salzgittersee bzw. in unmittelbarer Nähe liegen. Das Quartier dehnt sich bis zum zentral gelegenen Rathaus aus.
Der Fredenberg gehört auch zu Salzgitter-Lebenstedt und ist ein (großer und bevölkerungsstarker) statistischer Bezirk. Fredenberg grenzt südöstlich an den Salzgittersee.
Steterburg befindet sich im Nordosten der Stadt Salzgitter, im Stadtteil Salzgitter-Thiede und ist dort ein statistischer Bezirk im westlichen Teil.
Einwohnerzahl
24921
Quelle / Anmerkungen
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Mit Abschluss des Projektes Soziale Stadt am Fredenberg konnte eine Stabilisierung der sozioökonomischen Struktur verzeichnet werden. Aufgebaute Netzwerke blieben erhalten.
Den Herausforderungen der Zuzüge von Flüchtlingen und EU-Osteuropäern waren den Strukturen nicht gewachsen. Zur Anpassung der Strukturen an die Interessen der Zugewanderten ist die Erarbeitung eines gemeinsamen Konzeptes mit Akteuren, Bewohnenden und der Stadt Projektziel.
Aufgrund dieser Erfahrung ist für das soziale Stadtgebiet Steterburg die frühzeitige Aktivierung der Bewohnenden durch Gemeinwesenarbeit und der parallele Aufbau Quartiersmanagement zum baulichen Quartiersmanagement geplant.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 16,7 %
Gesamtstadt: 14,3 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
(15 - einschl. 26 Jahre)
Projektgebiet: 14,2 %
Gesamtstadt: 13,8 %
(0 - einschl. 26 Jahre)
Projektgebiet: 30,9 %
Gesamtstadt: 28,1 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 27,2 %
Gesamtstadt: 28,8 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 8,9 %
Gesamtstadt: 7,7 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
(Arbeitslose bis 24 Jahre)
Projektgebiet: 5,0 %
Gesamtstadt: 4,8 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 23,2 %
Gesamtstadt: 23,0 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017; Kosis HHGen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 24,6 %
Gesamtstadt: 17,2 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
57
Gesamtstadt in Prozent
39
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 56,8 %
Gesamtstadt: 38,7 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 19,2 %
Gesamtstadt: 15,7 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017; Statistik der Bundesagentur für Arbeit; eigene Statistiken des Fachdienstes Soziales und Senioren
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
(Kinder unter 15 Jahren im SGB II-Bezug (Kinderarmut))
Projektgebiet: 36,1 %
Gesamtstadt: 27,8 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017; Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
abgrenzung_des_projektgebietes.jpg
(287.1 KB)
darstellung_des_projektgebietes.pdf
(362.81 KB)
statistische_bezirke_groesse.pdf
(58.27 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Stadt Salzgitter liegt am Herzen, dass sich die Bewohner wohlfühlen und mit ihrem Wohnumfeld, dem Sozialraum, zufrieden sind. Wir legen großen Wert darauf, eine Kinder- und lernfreundliche Stadt zu sein – wobei sich lernfreundlich nicht allein auf die klassische Schulbildung bezieht. Wir als Kommune wollen zusammen den Sozialleistungsträgern und den Bewohner langfristig lernen, planen, entwickeln und handeln.
Die beinhaltet u.a. viel Dialogarbeit, unterschiedlichste Aktionsformen und Projekte, die besonders durch Empowerment und Ressourcennutzung der Menschen vor Ort den Sozialraum zum Leben erwecken. Zeitgleich erarbeiten Haupt- und Ehrenamtliche eine Kooperations- und Koordinationsstruktur, welche als Basis für die GWA in Salzgitter dienen soll und dennoch Individualität fördert. Dahinter steckt der Verbesserungswunsch für materielle, immaterielle und infrastrukturelle Bedingungen (Stövesand/Stoik 2013).
Wir sehen diesen Prozess als langfristiges Projekt.
Wir wollen Begegnungen auf interdisziplinärer Ebene ermöglichen.
Wir arbeiten transparent.
Wir verwerfen Altes der strukturieren es um.
Wir entwickeln Neues.
Wir lernen.
WIR sind Quartier.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohnenden werden aktiv eingebunden und nehmen nicht nur an bestehenden Angeboten teil sondern gestalten neue passgenaue Aktivitäten mit. Sie werden fester und wesentlicher Teil der neuen Quartiersstruktur und bringen ihre Fähigkeiten direkt ein.
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen sind im Gemeinwesen in der Lage, Beiträge bei Quartierstreffen und Veranstaltungen einzubringen. Sie können Angebote (auch begleitet) selbst schaffen und umsetzen.
Kriterium
Beschreibung
Die Arbeit im Quartier wird von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gleichermaßen belebt und gestaltet. Gemeinsamkeiten werden entdeckt und Verbindungen zwischen den Menschen geschaffen. Es gibt zahlreiche Kontaktmöglichkeiten.
Beschreibung
Zum Aufbau einer funktionierenden Gemeinschaft werden die Ressourcen der Einzelnen und der Akteure genutzt und gefördert. Das aktive Bürgerengagement wird unterstützt.
Kriterium
Beschreibung
Durch die wissenschaftliche Begleitung und den Aufbau stadtweit einheitlicher Strukturen werden die bestehenden Netzwerke den aktuellen Herausforderungen angepasst und verlässlich implementiert. Die Zusammenarbeit aller findet „auf Augenhöhe“ statt.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
In den ausgewählten Quartieren sind bereits Stadtteiltreffpunkte als Kristallisationsorte für Bürgerbeteiligung, GWA und Bewohnerthemen eingerichtet. Wohlfahrtsverbände bzw. ein Bürgerverein (Steterburg) betreuen die Treffs. Wichtige Beziehungsarbeit mit der Bewohnerschaft und den Akteuren wurde bereits geleistet. Das Bürgerengagement hat hier teilweise einen festen Platz und benötigt weiterhin Unterstützung und Stärkung. Neben dem vorhandenen hauptamtlichen QM sind qualifizierte Unterstützungskräfte (Stadtteilmütter/-väter, Maßnahmeteilnehmer des Jobcenters, Ehrenamtliche) in den Treffpunkten eingesetzt. Bereits jetzt werden unterschiedliche Zielgruppen erreicht. Insbesondere die Stadtteilmütter/-väter gehen auf Gruppen gezielt zu, die bisher die Angebote nicht genutzten. Strukturen zur Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten und niedrigeschwelligen Bildungsangeboten für Bewohnende in Kooperation mit dem Jobcenter und Bildungsträgern sind vereinzelt aufgebaut. Eines der Projektziele ist die Implementierung der „guten Erfahrungen“ einzelner Treffs in den anderen Quartieren. Durch die geplanten neuen Strukturen können vorhandenen Quartierserfahrungen zielgerichtet transferiert werden. Die Bewohner stehen dabei mit ihren Wünschen und Bedürfnissen im Fokus und bilden die Basis des Strukturmodells. Gerade selbst organisierte Bürgerprojekte und Bewohnerstrukturen sollen eingebunden und die schon aufgebauten Netzwerke im Quartier können stärkend integriert werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Die Wohlfahrtsverbände im Stadtgebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Van der Horst Wohnen GmbH, TAG Wohnen & Service GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Herrn Özcan Irkan, Vertreter der Türkisch-Islamischen Gemeinde in Salzgitter-Lebenstedt (DITIB)
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Fokus Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Rudolf Mattern
| Funktion | Fachbereichsleitung Soziales |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Entwicklung der Koordinierungsstelle GWA zur intermediären Instanz zwischen GWA Standort und städtischer Verwaltung. Schwerpunkt ist die Entwicklung von förderlichen Strukturen der Zusammenarbeit am Beispiel der Wohnumfeldgestaltung in Hasport.
Projektbeschreibung
Im Hinblick auf die Ausgangslage wollen wir bisher ungenutzte Potentiale der Zusammenarbeit identifizieren und ressortübergreifendes Denken und Handeln stärken. Als einen entscheidenden Knotenpunkt im Netzwerk haben wir die Koordinierungsstelle GWA identifiziert. Sie kennt bereits einen Teil der Akteure, der Entscheidungsträger und die Quartiere sowie deren Handlungsspielräume und Arbeitsaufträge. Sie kann sowohl zwischen den Interessen vermitteln als auch Raum für gemeinsame Entwicklungsprozesse schaffen. Der GWA geht es z.B. darum, Bewohner*innen traditionell „Bottom-Up“ ergebnisoffen Partizipation zu ermöglichen und Selbstwirksamkeitsprozesse zu stärken. Von städtischer Seite gibt es oft Vorgaben für die Umsetzung konkreter Projekte innerhalb eines engen Zeitfensters.
Wir möchten die Koordinierungsstelle GWA in allen relevanten städtischen Fachbereichen verankern und strukturell so weiterentwickeln, dass sie übergeordnete Strukturen der Prozessentwicklung,-begleitung und Evaluation aufbauen kann und diese für die anderen Standorte übertragbar macht. Die Koordinationsstelle soll damit nicht nur in und mit den GWA-Standorten wirken, sondern explizit auch mit und in die Stadtverwaltung.
In Hasport werden derzeit gesundheitsförderliche, das Zusammenleben stärkende Maßnahmen in der Nachbarschaft entwickelt. Die Koordination GWA nutzt dieses Projekt der Wohnumfeldgestaltung in Hasport exemplarisch, um die folgenden Fragen zu klären: Wer muss für das Gelingen einbezogen werden? Wie können Bewohner*innen beteiligt werden? Wie gelingt Transparenz für alle Akteur*innen in allen Phasen des Projekts? Wie können Strukturen geschaffen werden, die gelingende Kooperationen ermöglichen? Was können GWA und Stadt in Zukunft besser machen und wie kann die Koordinierungsstelle diese Prozesse stärken und unterstützen?
Konkret bringt sie alle relevanten Akteur*innen an einen Tisch. Gemeinsam mit Bewohner*innen, Stadtplanung, Stadtgrün, Nachbarschaftsbüro, Vermieter werden geeignete Flächen identifiziert, Nutzungsbedarfe erhoben, Gestaltungsvarianten erarbeitet, priorisiert und gemeinsam mit Bewohner*innen umgesetzt. Ergebnisse dieser Zusammenarbeit werden im Wohnumfeld und daraus abgeleiteten Standards der Delmenhorster GWA erfahrbar.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Delmenhorst gibt es viele Netzwerke, an denen auch städtische und GWA-Vertreter*innen teilnehmen. Diese treffen unregelmäßig und zufällig auf relevante Ansprechpartner und potentielle Kooperationspartner. Doppelstrukturen und parallele Entwicklungen an gemeinsamen Themen können nicht oder zu spät identifiziert werden. Eine Zusammenarbeit ist oft nicht mehr möglich (z.B. aufgrund von zeitl. oder förderrechtlichen Voraussetzungen). Bisher gibt es keine verbindliche Informationskultur sowie gemeinsame Projektierung.
Eine Ausnahme bildet das Quartier Wollepark, bei dem „Soziale Stadt“ eine förderprogrammimmanente Struktur vorgibt.
2018 haben wir die Koordinierungsstelle GWA geschaffen, zu den bestehenden GWA-Standorten zwei neue auf- bzw. ausgebaut. Dabei wurden GWA-Potentiale für die Stadtentwicklung, aber auch strukturelle Defizite sichtbar. Die Koordinierung von nun vier Standorten zeigt, dass wirksame Formen der Zusammenarbeit etabliert werden müssen (z.B. Jour-Fix-Runden, Stadtteilbegehungen, Datenbereitstellung).
Am Beispiel der nicht erfolgreichen und wenig gesundheitsförderlichen Aneignung des Wohnumfeldes in Hasport wird ein weiteres strukturelles Problem sichtbar. Vorhandene Expertisen (s. Anhang) existieren nebeneinander, Potentiale der gewinnbringenden Zusammenarbeit werden verschenkt.
Wir möchten die Koordinierungsstelle GWA in relevanten städtischen Fachbereichen verankern und so weiterentwickeln, dass sie die Akteur*innen in den Gebieten und den städtischen Fachbereichen adäquat begleiten und die Zusammenarbeit fördern kann. Ziel ist es, voneinander und von den jeweiligen Arbeitsaufträgen und Handlungsspielräumen zu wissen um gemeinsam agieren zu können
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Delmenhorst Hasport
Beschreibung
Städtebauliche Daten, bereitgestellt durch den Fachdienst Stadtplanung, Herr Ihm. Ausführlich auch als Anhang Projektgebiet hochgeladen.
Plangebietsgröße ca. 8,25 ha, gegliederte Zeilenhausbebauung ohne Blockrand,
Geschoßwohnungsbau 3-9-geschossig,
Baujahr 70er Jahre
Beschreibung der städtebaulichen Situation
- Gegliederte Zeilenhausbebauung mit Teilraumbildung (Helgolandstrasse)
- Garagenhöfe
- Punkthochhaus 9 – geschossig (Seestrasse)
- überdimensionierte Verkehrsflächen
Das Quartier Helgolandstraße liegt im südöstlichen Stadtteil Hasport, Luftlinie ca. 3000 m vom Rathaus entfernt. Es ist gut an das örtliche und überörtliche Straßennetz angebunden. Das Quartier wird von einer Buslinie tangiert. Die Geh- und Radwegeeinbindungen in das sonstige Stadtgebiet und in Naherholungsräume sind gut. In unmittelbarer Nähe ist durch einen Lebensmittelvollsortimenter, Apotheke, ein Drogerie- und ein Elektrofachmarkt die wohnortnahe Versorgung gewährleistet.
Bewertung Raumbildung
- Unklare Raumbildung
Typischer Bestandteil dieser Großwohnanlage ist die Stellung der Baukörper auf der Freifläche ohne städtebauliche Festlegung der halböffentlichen und privaten Räume. Beim Eintreten in das Quartier ist die Grundorientierung gestört: Wie finde ich mein Ziel? Welcher Raum darf/ soll betreten werden? Wie gelange ich zu den Eingängen? Wo sind schützenswerte Teilräume? Wo findet welche Interaktion auf der Freifläche statt?
- Sicherheit und Sicherheitsgefühl
Zum Sicherheitsgefühl gehört beim Aufenthalt im Freien die ‚Bedeckung‘. Frei im Raum stehend kommen Gefühle der Unsicherheit auf. Die hier gegebene städtebauliche Ausprägung stellt die bewußte Abkehr von der Raumabfolge öffentlich-halböffentlich-privat dar. Die Gebäude sollten in einer Parkanlage stehen; daraus entstanden sind unklare Distanzflächen.
Die Konsequenzen der unklaren Raumbildung sind auch Verunsicherung und Desorientierung. Beide Reaktionsmuster mindern Wohlbehagen und Sicherheitsgefühle.
Im städtischen Raum ist eine klare Orientierung in Verbindung mit ausgeprägten Sicherheitsgefühlen eine Grundbedingung für die erfolgreiche Aneignung des Wohnumfeldes.
Einwohnerzahl
2928
Quelle / Anmerkungen
Zahlen aus der Einwohnermeldedatei Delmenhorst, zusammengestellt von Herrn Jankowsky, Steuerungsunterstützung Stadt Delmenhorst. Ausführlich im Dokument "Statistische Daten zum statistischen Unterbezirk Hasport (897)", hochgeladen unter Projektgebiet.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Die Zahlen sind für Kinder von 0-unter 16 Jahren aus der Einwohnermeldedatei Delmenhorst, zusammengestellt durch Herrn Jankowsky, Steuerungsunterstützung Stadt Delmenhorst.
Ausführlich im Dokument
"Statistische Daten zum statistischen Unterbezirk Hasport (897)", hochgeladen unter Projektgebiet.
Das Projektgebiet mit Schwerpunkt Helgolandstr. unterschiedet sich z.T. deutlich vom statistischen Unterbezirk Hasport (897). Die deutlich überdurchschnittlichen Anteile der Kinder und Jugendlichen im Bereich der Helgolandstraße gelten sowohl für die Deutschen als auch für Nicht-Deutsche. Unter "Sonstige" geben wir den Wert des Unterbezirks 897 an.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
43
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Die Zahlen sind aus der EInwohnermeldedatei Delmenhorst, zusammengestellt durch Herrn Jankowsky, Steuerungsunterstützung Stadt Delmenhorst.
Ausführlich im Dokument
"Statistische Daten zum statistischen Unterbezirk Hasport (897)", hochgeladen unter Projektgebiet.
Unter "Sonstige" geben wir den Wert des Unterbezirks 897 an.
Die Diskrepantz des Ausländeranteils im Teilraum Helgolandstraße mit rund 43% gegenüber dem Teilraum des UB 897 ohne Helgolandstraße mit rund 6% ist erheblich. Die Bevölkerungsstruktur ist im statistischen Unterbezirk Hasport daher sehr unterschiedlich.
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
25
Anmerkung
Die Zahlen sind für Einwohnerinnen ab 65 Jahren aus der EInwohnermeldedatei Delmenhorst, zusammengestellt durch Herrn Jankowsky, Steuerungsunterstützung Stadt Delmenhorst. Ausführlich im Dokument "Statistische Daten zum statistischen Unterbezirk Hasport (897)", hochgeladen unter Projektgebiet. Unter "Sonstige" geben wir den Wert des Unterbezirks 897 an.
Der Anteil älterer Menschen von 65 bis unter 85 Jahre lag im statistischen Unterbezirk Hasport (897) gegenüber dem Durchschnitt der Gesamtstadt Delmenhorst am 31.12.2018 deutlich höher. Dies gilt insbesondere für die deutsche Bevölkerung, die hier die Bebauung (die weitgehend aus den 1970er Jahren stammt) anscheinend seit längerer Zeit bewohnt. Diese Situation gilt nicht für den Teilraum Helgolandstraße und zeigt so eine weitere deutliche Diskrepanz im Stadtteil.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kartenausschnitthasport.jpg
(1020.14 KB)
foto1.jpg
(109.34 KB)
Gebiet-Name
Delmenhorst- Deichhorst und Düsternort und Wollepark
Beschreibung
Die Koordinierungsstelle Gemeinwesenarbeit ist neben Hasport auch für Deichhorst, Düsternort und den Wollepark zuständig. Im Rahmen der Förderung werden exemplarisch an einem Wohnumfeldprojekt in Hasport gesamtstädtische Strukturen der Zusammenarbeit entwickelt. Der Vollständigkeit halber werden deshalb (nach Absprache mit Herrn Kissling) für die o.g. drei Gebiete Informationen in dieser einen Gebietsbeschreibung auszugsweise zusammengefasst.
Deichhorst:
Das Gebiet zwischen Moorweg und Oldenburger Straße, seitlich begrenzt durch die Brauenkamper Straße im Westen und den Burggrafendamm im Osten sowie die Blocks an der Grundigstraße nördlich der Oldenburger Straße, ist Projektraum im Stadtteil Deichhorst.
Düsternort:
Das Gebiet umfasst die Elbinger Str. von der Strasse am Stadion bis etwa Höhe Jägerstr. Dazu gehören die Querstrassen Jägerstr, Königsberger Str, Liegnitzer Str, Görlitzer Str, Breslauer Str, Düsternortstr, von der Autobahn bis hoch zur Cramerstrasse, die das Gebiet im Norden begrenzt. Im Süden die Autobahn (Südstr) im Osten die Düsternortstr.
Wollepark:
Das Projektgebiet im Rahmen der Städtebauförderung "Soziale Stadt" umfasst die Großwohnanlagen in den Strassen Am Wollepark, Westfalenstr., Schwabenstr. und Pommernstr. Das Nachbarschaftszentrum wirkt darüber hinaus auch in die direkt angrenzenden Straßen hinaus (nördlich die Eichenstraße, Friesenstraße, Birkenstraße), westlich die Thüringer, Lerchen bis zur Stedinger Straße. Im östlichen Bereich grenzt das Nordwolle Gelände mit Einfamilienhausbebauung an, hier wird vor allem über den Kooperationspartner Familienzentrum versucht eine Vernetzung in diesen Stadtteil zu erreichen.
Einwohnerzahl
16500
Quelle / Anmerkungen
Kurzbeschreibung der drei übrigen Gebiete, Absprache mit Herrn Kissling
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
deichhorst_foerdergebiet_byopenstreetmap.jpg
(270.9 KB)
duesternort_projektgebiet.png
(185.9 KB)
wollepark_gebiet.jpg
(4.55 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
GWA ist 1999 mit Unterstützung der Selbsthilferichtlinie des Landes Niedersachsen gestartet. Die GWA Standorte sind inzwischen städtisch finanziert und werden durch freie Träger vor Ort mit Leben gefüllt. Die BewohnerInnen in den Gebieten sind hierbei die Impulsgebenden für die Entwicklung und Ausgestaltung der Arbeit. Allen Standorten ist gemein, dass sie nicht fürsorgerisch/bewahrend oder mit einem engen Blick auf Defizite agieren, sondern die Ressourcen und Potentiale vor Ort entdecken, einbeziehen und bei einer Weiterentwicklung gemeinsam mit vielen relevanten Akteuren vor Ort nutzen. Aufgrund der guten Erfahrungen wurden zwei weitere Standorte 2018 aufgebaut. Als Kommune sehen wir in GWA eine erfolgsversprechende Strategie, um auf aktuelle und kommende Herausforderungen gesamtstädtisch zu reagieren. Besonders durch den Aufbau der neuen Standorte wurde deutlich, dass die Vernetzung von GWA und dem Fachbereich Stadtplanung und Bau sowie Statistik noch verbesserungswürdig ist. Gemeinsam mit allen Beteiligten soll es nun „Bottom-Up“ darum gehen, geeignete (neue) Formen der Zusammenarbeit auszuprobieren und strukturell zu verankern. Dieser Prozess beginnt exemplarisch an einem konkreten Projekt, welches es ermöglicht, in kleinen Schritten zu wachsen und neue Erfahrungen zu machen.
Die im Modellprojekt gewonnenen Erkenntnisse sind die Grundlage für verbindliche Vereinbarungen der zukünftigen Zusammenarbeit und sollen als Standards auch in das Rahmenkonzept GWA einfließen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es sind durch die GWA , Fachdienste und Kooperationspartner gemeinsam mit Bewohner*innen (versch. Alter/Familiensituation/Herkunft) die jeweiligen Bedarfe erhoben und in passende gesundheitsförderliche Maßnahmen im Wohnumfeld in Hasport umgesetzt worden.
Beschreibung
Es gibt eine fachübergreifende Zusammenarbeit, die relevante Themenbereiche wie z.B. Wohnumfeld, demograph. Wandel, Integration im Gemeinwesen bearbeitet. Beteiligte Akteure kennen die jewl. Arbeitsbezüge der anderen und verstehen Wirkungszusammenhänge.
Vorhandene Strukturen
Die Gebiete Düsternort, Hasport und Deichhorst sind mit jeweils 1,5 Stellen Sozialarbeit und 0,5 Stellen Verwaltung ausgestattet. Es werden Räumlichkeiten (ehem. Wohnung, Autobahnmeisterei, ehem. Ladenlokal) für die Projekte vorgehalten, es gibt u.a. jeweils einen Raum, der für Treffen mit bis zu 25 Menschen genutzt werden kann (In Hasport bis zu 50). In Düsternort werden Räume auch von der gemeinwesenorientierten Integrationsarbeit genutzt.
Der vierte Standort im Wollepark ist mit 0,66 Stellen Sozialarbeit und anteilig Verwaltung ausgestattet. Hier ist im Rahmen von Sozialer Stadt zudem 1,33 Stellen Quartiersmanagement und anteilig Verwaltung vor Ort. Das Nachbarschaftszentrum hat u.a. einem Saal für bis zu 70 Personen. Das Familienzentrum Wolle ist mit 0,5 Stellen in Trägerpartnerschaft dabei. Träger in Düsternort, Hasport und Wollepark ist die Diakonie, in Deichhorst die AWO. Zurzeit sind an den vier Standorten über 60 Ehrenamtliche aktiv. In Hasport ist zudem die Mietergemeinschaft Hasport e.V. Partner vor Ort. Düsternort begann 1999, Wollepark 2000, Hasport und Deichhorst starteten 2018.
Alle Standorte arbeiten im Bereich GWA. 2018 wurde eine Koordinierungsstelle GWA eingerichtet, die ein Rahmenkonzept GWA für die Stadt entwickelte, welches 2019 dem Rat der Stadt vorgelegt wird.
Die Einbettung der GWA in gesamtstädtische Strukturen ist bisher nicht standardisiert und gelingt lediglich im Sozial Stadt Gebiet Wollepark aufgrund der Programmimmanenten Anforderungen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereichsleitung Jugend, Familie, Senioren und Soziales, Herr Mattern
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachdienst Kindesunterhalt, Zuwanderung und Integration
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
(H) GSG-Wohnungsbaugesellschaft Delmenhorst GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
(H) Nachbarschaftsbüro Hasport, Diakonisches Werk Delmenhorst/Oldenburg-Land e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
(H) Delmenhorster Institut für Gesundheitsförderung, Gesundheit im Kindesalter e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
(H) Kinder- und Jugendhaus Treff Hasport, AWO Kreisverband Delmenhorst e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
(H) Kindertagesstätte Hasport, AWO Kreisverband Delmenhorst e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
(H) Kinderkrippe Hasport, AWO Kreisverband Delmenhorst e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
(H) Ev. Luth. Kirchengemeinde St. Johannes
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
PLATZprojekt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ture Claußen
2. Kurzbeschreibung
Stadt selber machen
Projektbeschreibung
Das PLATZprojekt ist an der Fössestr. 103 in Hannover Linden heimisch. Auf einer ehemaligen Brachfläche aktivieren wir selbstverantwortlich ungenutzten urbanen Raum. Wir sehen unser Projekt als ein Experimentierfeld für zivilgesellschaftliches Engagement und Mitgestaltung im Stadtraum. Ein Ort an dem Begegnungen stattfinden. Ein Ort an dem gelernt und geschaffen wird. Ein Ort der Transformation: einen Freiraum im besten Sinn.
Das PLATZprojekt ist aus der Mentalität der 2er Skateparks entstanden. Dessen Initiatoren hatten mit einer Kombination aus kompromissloser Selbstermächtigung und gleichzeitiger Verantwortungsübernahme die 5000 m² Brachfläche subkulturell umgenutzt und dabei eine Leerstelle im urbanen Raum geschlossen. Der sich zugleich entwickelnde PLATZgarten machte den Bedarf für derartige Freiräume und Möglichkeitsräume sichtbar und weckte die Idee des PLATZprojektes.
Mit Hilfe der Förderung „Jugend.Stadt.Labor“ des BBSR konnte vor rund vier Jahren die grundlegende Infrastruktur für das PLATZprojekt geschaffen werden. So wurde in völliger Eigenregie Strom-, Wasser- und Internetversorgung hergestellt. Gegen eine geringe monatliche Gebühr können auf dem PLATZprojekt Container aufgestellt werden und bieten somit einen Aktionsraum für Tätigkeiten, welche im kommerziellen Rahmen keine Grundlage finden würden.
Schnell siedelte sich eine bunte Vielfalt an Projekten an: Eine Fahrradmanufaktur, eine Skateboardwerkstatt, Atelierräume, ein offener Veranstaltungsort, offene Werkstätten, Siebdruckwerkstatt, Coworkingbüro, ein Krökelverein usw., sodass mittlerweile 25 Projekte und Kollektive auf dem Gelände heimisch sind.
Unser Verein selbst hat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von soziokulturellen Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. Diese haben für die Menschen aus den Quartieren Möglichkeiten der Begegnung geboten: Konzerte, Tauschbörsen, Vortragsreihen, Theatervorführungen, Workshops aber auch Frühlings-, Sommerfest oder Flohmärkte. Wir organisieren die Infrastruktur, kümmern uns um die Neuankömmlinge und fördern die Synergieeffekte zwischen den einzelnen Projekten.
Das PLATZprojekt verfolgt drei wesentliche Ziele: gemeinschaftliche Bewirtschaftung und Nutzung einer Fläche, das freiwillige, am Gemeinwohl orientierte Engagement und die prinzipielle Offenheit und Zugänglichkeit des Ortes.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wachsende Verdichtung im Stadtraum und steigende Mieten lassen immer weniger Platz für die Menschen sich zu entfalten und über das Alltägliche hinaus zu engagieren. Besonders unser Quartier Linden ist von dieser Entwicklung betroffen. Ehemals noch ein Arbeiterviertel, unterliegt es zunehmend einer starken Gentrifizierung.
Wir sehen die zunehmende Passivität der Menschen, eine Haltung die aus der Rolle des Konsumenten erwächst. Genau an diesem Punkt möchten wir ansetzen. Wir wollen die Menschen aktivieren und dazu ermutigen Verantwortung für sich selbst und ihre Mitmenschen zu übernehmen. Spezialisierung und Zentralisierung entfremden die Menschen von der Umgebung und den Dingen. Selber machen ist dazu der direkte Gegenimpuls und verändert die Wahrnehmung und Wertschätzung.
Das PLATZprojekt wurde bisher in ausschließlich ehrenamtlicher Arbeit aufgebaut und betrieben. Alle Fördergelder und Einnahmen sind in investive Mittel geflossen. So konnte das PLATZprojekt während des Förderzeitraumes schnell, flexibel und mit großer Energie wachsen. Jedoch führte es auch dazu, dass der Verein selbst nun stark überlastet ist. Die Organisation der Fläche stellt ähnliche Herausforderungen wie die einer kleinen Stadt.
Es besteht die Notwendigkeit bestimmte Aufgabenbereiche zu professionalisieren, damit wieder Energie für die eigentliche inhaltliche Arbeit frei wird und das PLATZprojekt seiner Idee gerecht werden kann. Auf Basis dieser neu gewonnen Stabilität wollen wir darüber hinaus wieder in unseren Kiez ausschwärmen, die Leute direkter und intensiver ansprechen, eine dynamische und integrative Institution unseres Stadtteils werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Linden/Limmer
Einwohnerzahl
45725
Quelle / Anmerkungen
Statistische Profile der Stadtteile und Stadtbezirke 2018
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Profile der Stadtteile und Stadtbezirke 2018
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Profile der Stadtteile und Stadtbezirke 2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Profile der Stadtteile und Stadtbezirke 2018
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.png
(157.07 KB)
projektgebiet2.png
(128.29 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Grundsätzlich besteht unsere Hauptarbeit in der Organisation des PLATZprojektes, also der Plattform, auf der die Anwohner unseres Quartiers den Raum und die Infrastruktur erhalten, ihre Anliegen zu verwirklichen: Seien es Konzerte der eigenen Garagenband, politische Arbeitsgruppen, die eigene Selbstständigkeit oder ein Treffpunkt für das eigene Kollektiv. Um diese Plattform möglichst niederschwellig zu gestalten, bedarf Menschen, die sich Zeit nehmen können, die vor Ort sind und als Anlaufstelle fungieren können.
Besonders hervorzuheben ist dabei das Konzept des Mittwoch- und Sonntagscafés, welches ein sehr erfolgreiche Maßnahme war und ist, Interessierte aufzufangen und z.B. durch Hilfe an der Theke zu aktivieren. Genauso sind die gemeinschaftlichen Bauaktionen ein wichtige Methodik unseres Arbeitens. Sie sind sehr wirksam die Selbstermächtigung zu lehren und eine Verbindung zum Quartier herzustellen.
Außerdem gilt es die verschiedenen Angebote und Möglichkeiten des PLATZprojektes effektiver nach außen zu tragen. Es muss eine Durchdringung des gesamten Kiezes erreicht werden. Dies geschieht auf der einen Seite durch Musikveranstaltungen und Feste, sowie Fortbildungsveranstaltungen und Vorträge, auf der anderen Seite aber auch durch direkte Interventionen in den Stadtraum, wie es z.B. mit PLATZprojekt on Tour geplant ist.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das PLATZprojekt wird das Abbild der Interessen und Fähigkeiten der Anwohner, ein Ort auf den die Menschen stolz sind, ein Ort der sich wandeln kann entlang des Zeitgeistes
Kriterium
Beschreibung
Gruppen sind sich ihrer Möglichkeiten vor Ort bewusst und nutzen diese eigenständig, ein reger Ort des Austausches und der Ideen, die konstruktiv aufeinander treffen
Kriterium
Beschreibung
Alle Bereiche und Randbereiche der gesellschaftlichen Tätigkeiten abbilden und zusätzlich Inkubator für Innovatives sein, Synergien zwischen den Projekten überdurchschnittlich nutzen, Akteure des Projektes schwärmen in den Stadtraum aus und initiieren
Beschreibung
Treffpunkt für die Initiativen und Kollektive des Quartiers, überregionaler und internationaler Austausch von Wissen und Erfahrungen, enge Zusammenarbeit mit Stadt und Verwaltung
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen nehmen den PLATZ als integralen Bestandteil ihres Quartiers wahr, ein Ort der die Stadt erst wirklich zur Heimat macht, ein Ort an dem man sich kennt und kennenlernt
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
LAG Soziokultur Niedersachen
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
Videos
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Dissen aktiv: Wir sind die Stadt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Monika Schnellhammer
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nicht warten - starten!
Projektbeschreibung
Am Standort Dissen konnten mit dem Projekt "Dissen aktiv" und weiter mit dem laufenden Projekt "In aller Vielfalt" insbesondere Senior*innen und Familien mit Kindern (überwiegend bis zum Ende des Grundschulalters) angesprochen werden. Ein Schwerpunkt liegt darauf, auch bislang weniger aktive Bürger*innen, u.a. mit Migrationserfahrung, zu erreichen. Diese Arbeit soll zum einen fortgesetzt und verstetigt werden, zum anderen sollen größere Vorhaben, die sich aus den seit Mitte März 2019 vorliegenden Ergebnissen einer Bedarfserhebung ergeben, gemeinsam umgesetzt werden.
Die vorliegende Befragung hat ergeben, dass den Bürger*innen nicht bewusst zu sein scheint, dass sie selbst Veränderungen mitgestalten können und möglicherweise auch müssen, statt nur von der Kommune entsprechende Schritte zu erwarten und zu fordern. Um die Menschen partizipativ in Entscheidungen und konkrete Gestaltung und Umsetzung einzubeziehen, sollen weitere Beteiligungsmethoden und -angebote entwickelt werden, u.a. Fortführung der Stadtrundgänge, gezielte Ansprache beteiligungsferner Gruppen wie Migrant*innen und (nicht verbandlich organisierte) Senior*innen.
Im Blick sind dabei zur Realisierung eines attraktiven, Generationen übergreifenden Begegnungsortes die Gestaltung des Homann-Parks und/oder die Umgestaltung eines anderen öffentlich zugänglichen Raumes. Dazu gibt es bereits eine Reihe von Vorüberlegungen. Entsprechende Sondierungen müssen bereits im laufenden Projekt angestoßen werden. Die Entscheidungs- und Planungsprozesse werden im Folgeprojekt fortgesetzt und in der Ausführung münden.
Ergänzt werden die partizipativen Ansätze durch ein verlässliches Beratungsangebot in den Räumen der Katholischen Kirchengemeinde ("Clearingansatz") und das Projektbüro im Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ).
Parallel dazu soll ein Schwerpunkt der Arbeit in der Vorbereitung nachhaltiger Verankerung der Arbeit liegen. Dazu gehen wir offensiv in das Gespräch mit der lokalen Wirtschaft, der Politik und den in Dissen aktiven Stiftungen, um eine etablierte finanzielle Förderung anzustreben.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Stadt Dissen ist trotz ländlicher Lage stark industriell geprägt. Große Arbeitgeber der Lebensmittel- und Fleischindustrie führten über Jahrzehnte zur Ansiedlung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund - insbesondere aus Süd-/Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion, die nun bereits in der 2./3. Generation dort leben. Zudem zeigt sich eine erhöhte Arbeitsmigration (Bulgaren, Rumänen, Ungarn) Herausforderungen durch den demographischen Wandel kombinieren sich mit Integrationsanstrengungen für eine heterogene Gruppe von Bürger/innen mit Migrationsgeschichte.
Durch "Dissen aktiv" wurden und werden insbesondere Senior*innen angesprochen, "Dissen in aller Vielfalt" setzt den Fokus auf Familien und Menschen mit Migrationsgeschichte. Die Resonanz zeigt, dass beide Gruppen bislang wenig Erfahrung mit und in der Beteiligung an öffentlichen Veränderungsprozessen haben - wohl aber Bedarfe erkennbar sind, die durchaus für beide Gruppen gelten (allgemein gesagt: Begegnungsräume und -Möglichkeiten schaffen). Oberstes Ziel ist es daher, Verbesserungen unter Einbezug der Betroffenen zu erreichen. Es braucht vor allem Zeit für eine Adressaten gerechte Ansprache, den Aufbau vertrauensvoller Strukturen und Anerkennung von Möglichkeiten und Grenzen.
Erfreulich ist die Akzeptanz und Wertschätzung der bisherigen Arbeit durch Bürger*innen, Verwaltung und Politik. Dies besonders vor dem Hintergrund einer gewissen Skepsis, die aus der Enttäuschung mit vorangegangenen, kurzlebigen Projekten hervorging.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Dissen aTW
Beschreibung
Das Projekt richtet sich an die Bewohnerschaft (mit Migrationshintergrund) der Stadt Dissen. Damit umfasst es das gesamte Stadtgebiet Dissen als Gesamtquartier. Dissen hat eine Fläche von 31,9 qkm und eine Bevölkerungsdichte von ca. 300 Einwohner/qkm. Durch die nahe Lage im Städtedreieck Osnabrück-Bielefeld-Münster und die bisher günstige Arbeitsmarktsituation ist Dissen bisher ein beliebter Wohnort. Die Nahversorgung mit Gütern des täglichen Gebrauchs und Lebensmitteln ist gegeben. Der regionale Arbeitsmarkt profitiert von den ansässigen Wirtschaftsunternehmen in Kombination mit einer günstigen Verkehrslage: Die A30 und A33 sind hier wichtige Verkehrswege. Der Alltag ist stark durch Pendlerverkehr gekennzeichnet.
Einwohnerzahl
9689
Quelle / Anmerkungen
Statistisches Bundesamt Wiesbaden 11/2018, www.destatis.de
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.nls.niedersachsen.de/gemeinden/G459015.html
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe für Gruppe älter als 65 (aus 2016)
Ergänzung: Indikatoren Alterung 2030: Medianalter (Jahre) 45,4 Durchschnittsalter (Jahre) 44,6 Jugendquotient (unter 20-Jährige je 100 Pers. der AG 20-64) 35,3 Altenquotient (ab 65-Jährige je 100 Pers. der AG 20-64) 41,3 Anteil unter 18-Jährige (%) 18,1 Anteil 65- bis 79-Jährige männlich (%) 15,3 Anteil 65- bis 79-Jährige weiblich (%) Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
strassenverzeichnis_stand_01.05.16_0.xlsx
(31.56 KB)
lageplan_1.pdf
(2.23 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Grundlegendes Ziel des Handelns in „Dissen - Wir sind die Stadt“ ist es, die Menschen zu motivieren und zu ermutigen, sich aktiv an der Gestaltung ihres Lebensraums zu beteiligen. Sie sind „Expert*innen in eigener Sache“. Multiplikator*innen unterstützen dabei. Im Fokus stehen die Bedarfe von (nicht verbandlich organisierten) Senior*innen und Familien mit Migrationsgeschichte, die bislang wenig in Erscheinung treten, wenn es um bürgerschaftliche Beteiligung und Veränderung im Sinn ihrer eigenen Bedarfe geht.
Vorhandene Ressourcen werden genutzt, um die Ideen und Vorschläge aller Beteiligten in die konkrete Gestaltung eines öffentlichen Raums (Park, Ladenlokal o.ä.) einfließen zu lassen.
Die Kompetenz, übergreifende Themen und größere soziale Zusammenhänge zu bearbeiten wird gefördert. Positive Öffentlichkeitsarbeit und Kleinprojekte erhöhen das Bewusstsein für gesellschaftliche Zusammenhänge aller Beteiligten und befördern identitätsstiftende und solidarische Erfahrungen.
Im Zentrum steht eine befähigende statt einer angebotsorientierten Arbeit, die jedoch ergänzt wird durch verlässliche Ansprechpartner*innen und ein Clearingangebot bei persönlichen Fragestellungen. Auf diese Weise werden auch weitere leichte Zugänge zum Projekt eröffnet und "Mitmachmöglichkeiten" kommuniziert.
Die Teilnahme an der Zertifikatsfortbildung GWA der LAG stärkt den nachhaltigen und fachlich qualifizierten Ansatz der Arbeit.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
die von ihnen genannten Themen im Vordergrund stehen und tatsächlich vorangebracht werden.
Kriterium
Beschreibung
z.B. die Möglichkeiten eines bereitgestellten (Laden-)Lokals unmittelbar von Bürger*innen genutzt werden und sich Einzelne oder Gruppen für Angebote oder Teilbereiche von Vorhaben verantwortlich zeigen
Kriterium
Beschreibung
Kompetenzen und Ressourcen von spezifischen Gruppen/Institutionen gezielt eingebracht werden
Kriterium
Beschreibung
Aktivitäten gemeinschaftlich und zielgerichtet umgesetzt werden
Beschreibung
Bürger*innen und diverse Fachbereiche der Verwaltung Hand in Hand arbeiten
Beschreibung
hohe Akzeptanz in Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft
Kriterium
Beschreibung
generationen- und milieuübergreifende Begegnungsorte entstehen
Beschreibung
a) verlässliche Ansprechpartner*innen für Engagement und Erstberatung (Clearing) bekannt sind und angefragt werden, b) öffentlicher Raum bürgernah gestaltet wird
Kriterium
Beschreibung
Engagementförderung und Bürgerbeteiligung als strategische Ziele aller Beteiligten definiert sind
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
FB Bildung, Betreuung und Soziales / Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FB Planen, Bauen und Ordnung / Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Büro für Ehrenamt und Selbsthilfe / Landkreis Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren- und Pflegestützpunkt / Landkreis Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ Dissen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk Frühe Hilfen, Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Pfarreiengemeinschaft Teutoburger Wald / St.Ansgar Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. KiTa St.Ansgar Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirchengemeinde St. Mauritius Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe Dissen
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Familie im Zentrum - Gemeinschaft stärken im Harztor Northeim
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jutta List-Ivankovic
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnungsorte schaffen, Netzwerk aufbauen, Gemeinschaft stärken!
Projektbeschreibung
Am östlichen Rand der historischen Altstadt von Northeim - dem sogenannten Harztor - gibt es seit Dezember 2018 den Familientreff Hærztor. Hier sind Familien aller Kulturen und Menschen aller Altersgruppen willkommen. Der Familientreff ist ein niedrigschwelliges Angebot, ein offener Ort für Begegnung, Kommunikation und Beziehungsaufbau, sowie für die gemeinsame Gestaltung von Freizeit- und Bildungsangeboten.
Ein wichtiges Ziel ist, Kinder und ihre Familien nicht als soziale Einheit für sich autonom und isoliert anzusprechen, sondern auch die Nachbarschaft und Stadtgemeinschaft einzubeziehen. Das räumliche Umfeld und die Mitmenschen prägen Kindheit und Jugend und umgekehrt werden die Älteren und Alleinlebenden auch von Familien in ihrer Umgebung beeinflusst.
Im Quartier gibt es einige soziale Einrichtungen, die jedoch bisher wenig vernetzt sind und der Familientreff ist als neue Einrichtung noch nicht etabliert. Wir möchten in dem Projekt die Menschen im Quartier einladen, die Räume des Familientreffs zu nutzen und auch auf sie zugehen, um sie zu aktivieren, eigene gemeinschaftsbildende Aktivitäten durchzuführen. Mit dem Projekt soll so auf drei Ebenen die Quartiersentwicklung positiv und präventiv unterstützt werden: 1. Begegnungsorte schaffen und nutzen. 2. Das Netzwerk sozialer Einrichtungen aufbauen. 3. Die Gemeinschaft im Quartier stärken durch gemeinsame Aktivitäten wie z.B. community gardening.
Ergebnisse des Projektes werden zum einen die Beschreibung der sozialräumlichen Wahrnehmung des Quartiers aus Sicht von Kindern und Erwachsenen sowie die Formulierung von Bedarfen und Wünschen für ein attraktives und lebendiges Wohnumfeld am Harztor sein und zum anderen die ressortübergreifende und koordinierte Kooperation der sozialen Einrichtungen. Außerdem wird es Aktionen zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Gemeinschaftsstärkung geben, die Bewohner*innen des Quartiers selbst entwickeln und durchführen (z.B. Spielenachmittag, Kochen).
Seitens der Stadt bestehen Überlegungen, die Bebauungspläne zu ändern, so dass Gewerbeflächen in Erdgeschosslagen in barrierefreien Wohnraum umgewandelt werden könnten. Das Harztor soll dadurch neu belebt werden und ein dauerhaft attraktiver Wohnstandort für Jung und Alt verschiedener Kulturen entstehen. Kaum genutzte Grünflächen der hist. Wallanlagen bieten außerdem Potenzial für einen Aktionsraum, der zur Stärkung der Gemeinschaft und Identifikation mit dem Gebiet als „Unser Harztor“ genutzt werden kann.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Quartier Harztor, dessen hist. gewachsener Name in den Köpfen der Menschen Northeims seit jeher fest verankert ist, zeigt sich exemplarisch eine in der gesamten Innenstadt von Northeim charakteristische und besorgniserregende Entwicklung: Es gibt eine hohe Anzahl von strukturellen Leerständen, Modernisierungsstau in denkmalgeschützter Fachwerk-Bausubstanz und eine Tendenz der Überalterung der Bewohner*innen. Durch das sinkende Mietniveau erfolgt ein vermehrter Zuzug von Menschen mit unterschiedlichen Migrationshintergründen, gleichzeitig bleiben erforderliche Integrationsleistungen aus. Die Mischung dieser Faktoren birgt die Gefahr einer Abwärtsspirale, die mit einem mangelnden Vertrauen in eine positive Zukunft des Harztors bereits begonnen hat und zu einer Verfestigung der Probleme führen könnte (mangelnde Investitionsbereitschaft in die vergleichsweise kosten- und pflegeintensive Bausubstanz, weitere Absenkung des Mietniveaus und Wohnstandards sowie eine Stigmatisierung des Quartiers als sozial und qualitativ schlechte und "abgehängte" Wohn- und Geschäftslage).
Es bedarf dringend positiver Impulse für dieses Quartier, um langfristig ein attraktives Wohn- und Lebensumfeld am Harztor aufzubauen und zu sichern. Möglichkeiten dafür bieten sich durch die Aktivierung der Menschen im Quartier, die Beteiligung bei der Gestaltung und Nutzung von Flächen, die Förderung des Miteinanders durch Begegnung und Kommunikation. Außerdem ist die ressortübergreifende Kooperation von sozialen Einrichtungen im Quartier erforderlich. Zusätzlich muss eine gesunde und zukunftsfähige Entwicklung des Quartiers auch durch eine kommunale Strategie der Stadt unterstützt werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim Harztor
Beschreibung
Das Harztor befindet sich am östlichen Rand der historischen Altstadt von Northeim.
Es ist das Quartier mit den Straßen: Schaupenstiel, Breite Straße, Kirchstraße und Kirchplatz, sowie Entenmarkt, Am Kalandhaus, Häuserstraße, Holzhäuser Straße und Mauerstraße.
Folgende soziale und kulturelle Einrichtungen sind in dem Quartier bzw. daran angrenzend vorhanden:
Das Kinder- und Jugendkulturzentrum Alte Brauerei, der Familientreff Hærztor, das Haus der Begegnung, die Evangelische Jugend, die Oase, der Freihafen sowie zwei Kindertagesstätten, das Theater der Nacht und die St.Sixti Kirche.
Am östlichen Rand befinden sich die historischen Wallanlagen mit Grün- und Parkflächen, Spielplätzen und Wasserflächen. Die Grünanlagen bieten das Potenzial für einen Aktionsraum, der im Projekt genutzt werden soll. Die Nutzung dieser Flächen kann das Wohnen und den Zuzug Jüngerer in das Gebiet attraktiv machen (Reurbanisierung).
Im Quartier Harztor zeigt sich was charakteristisch für Northeims Innnenstadt ist: Ein allgemeiner demografischer Schrumpfungsprozess, der sich auch als schleichendes Downgrading des Quartiers darstellt. Es finden vermehrt Fortzüge statt und die negative Geburtenrate trägt weiter dazu bei, dass immer weniger Jüngere in der Stadt leben. Es kommt zur Herausbildung von Singlehaushalten mit Menschen mittleren und höheren Alters. Durch geringe private Investitionen in die Substanz verschlechtert sich die Wohnqualität. Durch all diese Faktoren wird der innerstädtische (Sozial-)Entwicklungsbedarf deutlich.
In dem Gebiet Harztor wird modellhaft ein innovativer Ansatz entwickelt, der auf die gesamte Kernstadt ausgeweitet werden kann, da die Merkmale des Projektgebietes Harztor mit der Gesamtstadt weitestgehend vergleichbar sind.
Die Stadt ist interessiert an der Zusammenarbeit und Entwicklung des Quartiers sowie einer Übertragung der Strategien und Methoden auf das gesamte Gebiet der Kernstadt Northeim.
Einwohnerzahl
350
Quelle / Anmerkungen
Nach Auskunft der Stadt leben 350 Menschen im Gebiet Harztor. In der gesamten Innenstadt sind es 2051 Einwohner. Das Harztor spiegelt die Gesamtsituation der Innenstadt mit Tendenz der Überalterung, relativ wenig Kindern, Leerständen & Sanierungsbedarf.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Siehe dazu die Karte "Quartier Harztor Altersstruktur" und "Quartier Harztor Kinder unter 14 Jahren", die von der Stadt erstellt wurde.
Im Projektgebiet beträgt der Anteil an Kindern bis einschliesslich 14 Jahren: 11,1%
In der gesamten Kernstadt (dieser Begriff meint den Bereich der historischen Altstadt Northeims) liegt der Anteil bei 10,6%.
Für das Projektgebiet ist der Anteil an Jugendlichen bis 14 Jahren also etwas höher als in der direkten Umgebung.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Siehe dazu die Karte "Quartier Harztor Altersstruktur" und "Quartier Harztor Bewohner nach Altersstruktur", die von der Stadt erstellt wurde.
Im Projektgebiet liegt der Anteil der Jugendlichen/Jungen Erwachsenen (Kriterium: >14 <27) bei 13,7%.
Verglichen mit der gesamten Kernstadt (16,9%) ist dieser Wert deutlich niedriger.
Der niedrige Wert erklärt sich hauptsächlich durch den sehr geringen Anteil dieser Gruppe im Mikroquartier III (7,8%).
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Siehe dazu die Karte "Quartier Harztor Altersstruktur" und "Quartier Harztor Anteil ueber 60 in Prozent", die von der Stadt erstellt wurde. Der größte Anteil der Bewohner (etwa 50-60 %) im Quartier Harztor ist zwischen 26 und 64 Jahren alt.
Betrachtet man die Gruppe der über 60jährigen, ergibt sich für das Projektgebiet ein Anteil von 25,1%.
Im Vergleich mit der gesamten Kernstadt (27,9%) ist dieser Wert etwas geringer.
Das Projektgebiet zeigt besonders im Quartier III eine deutliche Überalterung, der Anteil der über 60jährigen liegt dort bei 33,3%.
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Siehe dazu Karte "Quartier Harztor Anteile Geburtsländer und Quartier", die von der Stadt erstellt wurde. Hier zeigt sich, dass in den Mikroquartieren I & II ein vergleichsweise recht hoher Anteil von Menschen aus dem asiatischen Raum zu verzeichnen ist. Wie der Anteil der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in der gesamten Innenstadt verteilt ist, lässt sich leider nicht beschreiben, da dazu keine belastbaren Daten bei der Stadt vorliegen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_das_quartier_harztor.pdf
(2.36 MB)
quartier_harztor_altersstruktur.pdf
(2.28 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Zentrum. Die sozialräumliche Wahrnehmung des Quartiers wird in Stadtteilbegehungen mit Kindern und Erwachsenen erfasst und aktivierende Befragungen durchgeführt. Der Sozialraum wird aus Sicht der Menschen, die dort leben, beschrieben.
Die Bewohner und Bewohnerinnen werden selbst aktiv. Sie formulieren Bedarfe und Wünsche und verwirklichen sie in Aktivitäten z.B. urban gardening (dafür haben wir einen erfahrenen Mitarbeiter, der in den Internationale Gärten e.V. in Göttingen sehr aktiv ist), Kochaktionen, Spielenachmittag, Café, Kunstaktion, Fest, Flohmarkt u.a.
Bestehende Angebote, Vertreter der sozialen Einrichtungen und vorhandene Räume werden einbezogen und damit Stärken vor Ort genutzt. Verschiedene Lebensbereiche und Altersgruppen werden angesprochen und beteiligt (Bildung, Kultur, Gesundheit, Soziales, Wohnen). Es wird ressortübergreifend geplant und gehandelt.
Vorhandene Einrichtungen im Quartier erarbeiten kooperativ ein abgestimmtes Angebot und beziehen die Bedarfe der Anwohner ein. Es wird ein Netzwerk aufgebaut und genutzt.
Darüber hinaus möchten wir mit dem Café Dialog (Werk-statt-schule) kooperieren (Quartier Südstadt) und Brücken zwischen den Quartieren bauen. Wir möchten uns methodisch austauschen im Hinblick auf Aktivierung und Befragung der Menschen in den Gebieten. Es können auch interkulturelle Aktionen entstehen (z.B. urban gardening, Kultur-Café, Kochen)
Das Projekt passt in die kommunale Strategie der Stadt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Dokumentation der Stadtteilbegehungen liegen vor mit Wahrnehmung, Bedarfen und Wünschen der Bewohnerinnen. Ergebnisse der aktivierenden Befragungen mit Ideen zu Maßnahmen und Lösungen sind dargestellt.
Kriterium
Beschreibung
Anwohner realisieren eigene Angebote wie z.B. Kochkurs, Fest, Spielenachmittag, Treffen zum Austausch in einem Cafe.
Kriterium
Beschreibung
Anwohner nutzen vorhandene Begegnungsorte und gemeinschaftliche Räume bei den bestehenden sozialen Einrichtungen und bringen eigene Ideen zur Gestaltung ein bzw. führen Aktionen oder Veranstaltungen eigenständig oder begleitet durch.
Kriterium
Beschreibung
Mehrere Zielgruppen und Altersgruppen beteiligen sich an einer Aktion (z.B. Flohmarkt, Fest). Die Aktion findet statt, es kommen Besucher, in einer Befragung wird die Zufriedenheit erfasst und dokumentiert.
Beschreibung
Verschiedene Akteure aus den Bereichen Wohnen, Soziales, Kultur, Gesundheit, Kirche, Wirtschaft und Politik beteiligen sich, indem sie ihre Ideen und Wünsche z.B. in einer Stadtteilkonferenz, Zukunftswerkstatt, einem World Cafe oder Open Space einbringen.
Beschreibung
Die sozialen Einrichtungen und Akteure im Quartier bekunden ihr Interesse an einer Kooperation in einer Interessenbekundung. Gemeinsame Ziele und Projekte für die Gemeinwesenarbeit im Quartier werden definiert.
Kriterium
Beschreibung
Anwohner und Anwohnerinnen beteiligen sich an Planung und Initiierung von Aktionen oder Veranstaltungen und nehmen daran teil. Ressourcen und Potenziale werden benannt.
Beschreibung
Bedarfsanalyse liegt vor, die beschreibt, was die Anwohner und Anwohnerinnen im Quartier brauchen und sich für ihr Quartier wünschen. Es gibt Ansprechpartner für die Fragen/Bedarfe der Bewohner im Familientreff oder in einer anderen Einrichtung.
Kriterium
Beschreibung
Eine Veranstaltung mit Akteuren aus dem Quartier und der Politik/Verwaltung wird durchgeführt, Ergebnisse des Projektes und Vorhaben der Stadt präsentiert. Bedarfe der Bewohner werden von der Stadt wahrgenommen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Stadt ist über die Ziele, Entwicklung und Aktivitäten im Projekt informiert sowie an der Planung und Umsetzung beteiligt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendkulturzentrum "Alte Brauerei", Theater der Nacht
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus der Begegnung, Oase, AWO, Senioren heute, Alte Wache, Evangelische Jugend, Kindergarten, Krippe, Kooperation mit der Werk-Statt-Schule (Quartier Südstadt) zum Methodenaustausch und Miteinander der Kulturen fördern z.B. urban gardening, Kultur-Cafe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Sixti, Evangelische Jugend
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lokale Presse (Hallo und HNA), StadtRadio Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Männer, Frauen, Geschäftsleute, alle Generationen und Kulturen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Blumenladen Zastrow, Kiosk, Ute Pfaff Goldschmiedin, PC-Laden, Friseur, Die Schaupe (Regionale Lebensmittel), Kreishandwerkerschaft, Architektenbüro Lange/Puche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinderärztin (Dr.med. Linke-Rumann), Allgemeinarzt (Dr.med. Faulborn)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungsgenossenschaft: Wohnen in Northeim GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportschule Mark Haubold, Wissenschaft und Forschung (Prof.Dr. Peter-Ulrich Wendt, Hochschule Magdeburg-Stendal)
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Senior*innen-Aktiv-Zentrum Sahlkamp
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manja Taylor
| Funktion | Projektkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Niedrigschwellige Anlaufstelle für Senior*innen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte
Projektbeschreibung
Die Sparkasse geht - Projekt „Senior*innen-Aktiv-Zentrum Sahlkamp“ kommt!
Die Sparkassen-Filiale im hannoverschen Stadtteil Sahlkamp wird zu Ende August 2018 ihr gesamtes Personal abziehen, es verbleibt lediglich eine Automaten-Schalterhalle. Durch diese - für die Bewohner*innen durchaus mit Nachteilen verbundene, aber durch politische Einflussnahme letztlich nicht zu verhindern gewesene - Veränderung ergeben sich allerdings auch neue räumliche Möglichkeiten für die Quartiersentwicklung. Lange Jahre war es der Wunsch des seit 20 Jahren aktiven Seniorenbüros der Ev.-luth. Epiphanias-Gemeinde, Räume in ebenerdiger Lage zu finden, so dass Menschen das inhaltlich UND räumlich niedrigschwellige Angebot nutzen können. Nach Gesprächen mit dem Quartiersmanagement, der Gemeinwesenarbeit, der Sparkasse, dem Vermieter Deutsche Wohnen und dem gemeinnützigen SPATS e.V. wurden im Mai 2018 die Weichen neu gestellt: Auf rund 165 m² werden mehrere für das Quartier wichtige Einrichtungen räumlich UND inhaltlich zusammenfinden. Zusätzlich schließt der SPATS e.V. eine im „Quartiersgespräch Soziale Stadt Sahlkamp-Mitte 2017" mit der Sozialplanung des Dezernats III der Landeshauptstadt Hannover (LHH) erkannte Lücke im Bereich der Senior*innen-Arbeit mit Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Denn in die im Zentrum des Sahlkamp – und damit auch gleichzeitig im Zentrum des Sanierungsgebiets Soziale Stadt Sahlkamp-Mitte – gelegenen Räumlichkeiten wird - zusätzlich zu den im Quartier sehr gut angenommenen Angeboten der mit einziehenden Einrichtungen - eine Anlaufstelle für Senior*innen mit und ohne Migrationsgeschichte eingerichtet. Dieses neue Projekt arbeitet inhaltlich eng mit den beiden in unmittelbarer Nähe vorhandenen Einrichtungen, dem Quartiersmanagement Sahlkamp-Mitte (Träger: LHH) und dem NachbarschaftsDienstLaden NaDiLa (Träger: SPATS e.V.) zusammen. Das Projekt integriert die bewährten und erfolgreichen Tätigkeiten des Seniorenbüros Sahlkamp (Träger: Ev.-luth. Epiphanias-Gemeinde) sowie des Projekts „Wohnzufriedenheit“ (Träger: SPATS e.V. im Auftrag der LHH) und stimmt die Arbeitsinhalte mit diesen beiden Einrichtungen – auch zur Vermeidung von Doppelstrukturen – ab. Das Projekt soll mit einer Personalkapazität von einer 0,5 Stelle für ein/e Diplom Sozialarbeiter*in ab 01.01.2019 ausgestattet sein. Das eigenständige inhaltliche Profil des Projekts wird durch die vorrangige Fokussierung auf die Zielgruppe der älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte geprägt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Eines der wesentlichen Ergebnisse des „4. Quartiersgesprächs“ vom September 2017, das von der Sozialplanung des Dezernats III der LHH organisiert wurde, ist die Feststellung, dass ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte besser erreicht werden sollten, damit ihnen sowohl der Zugang zu Beratungs- und Hilfsangeboten als auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben adressatengerechter ermöglicht wird.Denn die seit rund 20 Jahren angebotenen Aktivitäten des Seniorenbüros Sahlkamp (Träger: Ev.-luth. Epiphanias-Kirchengemeinde) erreichen die älteren Menschen mit Migrationsgeschichte nicht. Es besteht ein hoher Informationsbedarf bei der älteren Bevölkerung mit Zuwanderungsgeschichte zu den Themen gesundheitliche Prävention, ambulante bis stationäre Versorgung, finanzielle Sicherheit, Freizeit, Kultur und Bildung. Hier setzt das neue Projekt „Senior*innen-Aktiv-Zentrum Sahlkamp“ an, das im Anschluss an Gespräche im Rahmen des „Fachaustausches Senioren“ im Mai 2018 vom Quartiersmanagement Sahlkamp-Mitte, dem gemeinnützigen Verein SPATS e.V. und dem Seniorenbüro Sahlkamp entwickelt wurde. In den frei werdenden barrierefrei zugänglichen Räumlichkeiten der Sparkasse Hannover in der Elmstraße 17 – im höchsten Hochhaus des Sahlkamps gegenüber dem Sahlkampmarkt gelegen – wird das Projekt räumlich ab Januar 2019 angesiedelt sein. Die Vorlaufzeit zur Organisierung der Räumlichkeiten, den Umzug des SPATS-Projekts „Wohnzufriedenheit“, der SPATS-Geschäftsstelle und des Seniorenbüros der Epiphanias-Gemeinde sowie erste inhaltliche Absprachen zur zukünftigen Kooperation der Beteiligten wird die Monate Oktober bis Dezember 2018 umfassen.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Sahlkamp und Sanierungsgebiet Soziale Stadt Sahlkamp-Mitte
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Sahlkamp, der das Soziale-Stadt-Gebiet „Sahlkamp-Mitte“, das im Zentrum des Stadtteil Sahlkamps mit seiner Hochhausbebauung liegt, mit einschließt. Denn hier leben die meisten Menschen der schwerpunktmäßigen Zielgruppe Senioren mit Zuwanderungsgeschichte.
Einwohnerzahl
14386
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover Wahlen und Statistik, Koordinationsstelle Sozialplanung der Stadt Hannover (Stand: Januar 2018)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Der Projektstandort ist zentral im Stadtteil Sahlkamp gelegen und liegt somit auch im Soziale-Stadt-Gebiet Sahlkamp-Mitte. Eine Doppelförderung durch Landesmittel ist ausgeschlossen, da das Projekt nicht über Mittel aus dem Städtebauförderprogramm gefördert werden kann.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover / Sozial- und Sportdezernat / Koordinierungsstelle Sozialplanung / Stand: Januar 2018
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover / Sozial- und Sportdezernat / Koordinierungsstelle Sozialplanung / Stand: Januar 2018
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
sahlkamp_1.jpg
(65.13 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Bewohner*innen stehen im Zentrum unserer Arbeit. Es gilt, ihre persönlichen Ressourcen zu stärken, sie zu aktivieren und sie zu befähigen, ihre Lebensumstände mit Unterstützung von außen zu gestalten. Der Nahraum gewinnt dabei gerade für ältere Menschen eine große Bedeutung, denn ihr Bewegungsradius nimmt ab, je immobiler sie aufgrund von Alter und Erkrankung werden. Unser Ziel ist, durch die Schaffung einer ersten offenen und wochentags geöffneten Anlaufstelle Senior*innen ohne und insbesondere mit Zuwanderungsgeschichte stärker in das Leben im Gemeinwesen einzubeziehen. Dafür braucht es starke Netzwerke und Kooperationen im Stadtteil. Die Netzwerke im Sahlkamp sind gut ausgebaut, so dass es über den Einsatz zusätzlicher finanzieller Ressourcen und über Kooperationen möglich ist, die identifizierte Lücke in der sozialen Infrastruktur zu schließen. Die aktuellen sozialstrukturellen Daten zeigen, dass es eine signifikante Zunahme des Anteils der Bevölkerung mit sog. „Migrationshintergrund“ gibt, insbesondere im Bereich der Generation 60+.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht, wenn es in der Projektlaufzeit gelingt, mehr als 200 Menschen mit und insbesondere ohne Migrationshintergrund zu beraten, zu aktivieren und für - auch zielgruppenübergreifende - Angebote zu interessieren.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn verschiedene Träger und Projekte - Seniorenbüro der Ev.-luth Epiphaniasgemeinde, Verein SPATS e.V. - in dem Projekt integriert zusammenarbeiten und dadurch Synergien sowohl räumlich als auch inhaltlich erzielt werden.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn das Projekt den Bedarf von Senior*innen - insbesondere der älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte - nach Information, Kontakten, Wahrnehmung von Angeboten dauerhaft deckt.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn es gelingt, eine Gruppe Ehrenamtlicher aufzubauen, die bei niedrigschwelligen Unterstützungsbedarfen älterer Menschen - insbesondere mit Zuwanderungsgeschichte - unterhalb der Schwelle professionell erforderlicher Dienste tätig werden.
Vorhandene Strukturen
Professionelle Gemeinwesenarbeit (GWA) ist im Sahlkamp seit 1991 tätig, Quartiersmanagement (QM) seit Beginn des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" im Jahr 2010. Konkrete Ziele und Wirkungen von GWA und QM im Verbund sind die Orientierung an den geäußerten Bedürfnissen und Interessen der Bewohner*innen, Organisation von Interessen im Stadtteil, die Entwicklung bewohnergetragener Aktivitäten/Strukturen und die Erhöhung der Beteiligung. QM und GWA arbeiten mit Ressourcenorientierung, sie stabilisieren vorhandene Beziehungsgefüge, nutzen und erweitern die Ressourcen im Stadtteil, sodass neue Ideen umgesetzt werden können und das Stadtteilleben bereichern. GWA und QM arbeiten mit zielgruppenübergreifendem Ansatz und erarbeiten gemeinsam mit den Einrichtungen, Initiativen und Projekten Lösungen für spezifische Probleme im Stadtteil.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement Sahlkamp-Mitte, Gemeinwesenarbeit Sahlkamp, Kommunaler Senioren Service im Stadtbezirk 3, Stadtteiltreff Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Internationale StadtteilGärten Hannover e.V., Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide, Theater Vernissage (Janusz K. e.V.9
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Epiphanias-Gemeinde, Ev. Freikirche Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder - Einrichtungen, Projekte, Initiativen - der Koordinationsrunde Sahlkamp (Stadtteilrunde)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sanierungskommission Sahlkamp-Mitte, Stadtbezirksrat Bothfeld-Vahrenheide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sparkasse Hannover, Filiale Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
HAZ-Stadtanzeiger, NordOstBlick, Sanierungszeitung, Hallo Hannover
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On