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Aufsuchende Sozialarbeit

Miteinander und Füreinander - Zusammen leben und helfen

Ansprechpartner
Angela Exner-Wallmeier
Funktion Projektleitung
Dialog und Vernetzung im Quartier, Miteinander Reden und Aufeinander zugehen
Projektbeschreibung
Im Herzen von Oldenburg, im Quartier rund um den Rostocker Ring, leben etwa 6.900 Personen. Seit 2015 hat sich das soziale Gefüge in diesem Gebiet erheblich gewandelt. Langjährige Mieter*innen, viele von ihnen Erstmieter aus den 50er und 60er Jahren, leben nun in direkter Nachbarschaft zu neu zugezogenen Mieter*innen, die häufig mit prekären Lebensverhältnissen konfrontiert sind. Das Johanniterteam des Mehrgenerationenhauses, eine hauptamtlichen Koordinatorin (25 Std.) und zahlreiche Ehrenamtliche, engagieren sich seit 2016 in diesem vielfältigen Umfeld. Das Angebot umfasst eine Vielzahl von Aktivitäten für alle Nachbarschaftsgruppen, darunter Deutschkurse, Beratungsangebote in Kooperation mit anderen Trägern, Vorträge, Schulungen zur digitalen Teilhabe sowie kreative Mitmachveranstaltungen im Bereich Kochen und Kunst. Diese Initiativen zielen darauf ab, die Integration und den Austausch zwischen den verschiedenen Mietergruppen zu fördern. Die soziale Dynamik im Quartier ist jedoch herausfordernd. Konflikte und Spannungen zwischen den unterschiedlichen Mieter*innen, bedingt durch kulturelle Gegensätze, beengte Wohnverhältnisse und prekäre Lebenssituationen nehmen zu. Das Team hat einen Rückzug bestimmter Gruppen, insbesondere von Senior*innen, sowie eine Verhärtung der Fronten in den letzten 3-4 Jahren beobachtet. Um dem entgegenzuwirken, ist eine aufsuchende Sozialarbeit dringend erforderlich. Das dicht besiedelte Quartier benötigt eine umfassende Kommunikationsstrategie, die den direkten Austausch mit den Bewohner*innen fördert. Formate wie ein „Klappcafé“ (mobiles Café für Gespräche an Straßenecken), Bierdeckelbefragungen, Straßen- und Spielefeste sowie Quartiers-Spaziergänge sollen dazu beitragen, die Bedürfnisse der Bewohner zu erfassen und die Projektentwicklung voranzutreiben. Ziel ist es, unter Beteiligung aller Gruppen Formate zur Teilhabe und Selbsthilfe zu entwickeln, wie Stadtteilflohmärkte und Workshops zu Themen wie Kinderbetreuung und kultureller Teilhabe. Besonders Senior*innen sollen direkt angesprochen werden, um ihre Bedürfnisse zu berücksichtigen. Ein bilateral ausgerichtetes Konzept mit Pflegediensten im Quartier wird niederschwellige Hilfen und Begleitdienste vermitteln, um sicherzustellen, dass Senior*innen in ihrem Wohnumfeld bleiben und aktiv am gemeinschaftlichen Leben teilnehmen können. Gemeinsam bauen wir ein starkes unterstützendes Netzwerk auf, das alle Generationen und Kulturen im Quartier trägt.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Wohnquartier Rostocker Ring besteht aus 3-4 geschossigen Wohngebäuden, die in den 50er und 60er Jahren erbaut wurden, und kleinen Reihenhäusern aus den 60er Jahren. Die vorhandenen Grünflächen und Spielplätze bieten keine ausreichende Aufenthaltsqualität. In diesem Kontext engagiert sich das Mehrgenerationenhaus seit 2016 in der Quartiersarbeit und fungiert als offener Begegnungsort für alle Bewohnergruppen. Die Struktur der Bewohner umfasst langjährige ältere sowie neue Mieter*innen, die häufig in sozial herausfordernden und prekären Lebensverhältnissen leben. Besonders auffällig sind alleinerziehende Eltern, Singlehaushalte, Arbeitssuchende, sowie Familien mit Flucht- und Migrationshintergrund, die in unmittelbarer Nachbarschaft zusammenleben. Zudem sind die Wohnhäuser nicht barrierefrei. Mit dem Wandel in der Mieterschaft hat sich auch das Miteinander im Stadtteil verändert. Die unterschiedlichen Kulturen und Lebensweisen stellen die alteingesessenen Bewohner vor große Herausforderungen. Viele neu zugezogene Mieter*innen befinden sich in schwierigen Lebensumständen, sprachliche Barrieren erschweren die Integration . Diese Veränderungen erfordern eine proaktive Begleitung des Quartiers, um den Bedürfnissen der vielfältigen Nachbarschaft gerecht zu werden. Es ist entscheidend, eine aufsuchende Sozialarbeit vor Ort zu etablieren, um die Sorgen und Bedarfe aller Bewohnergruppen zu erfassen und gemeinsam mit ihnen Perspektiven für ihre Zukunft im Quartiers zu entwickeln. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, auch die isoliert lebenden Bewohner zu erreichen. Hierfür ist eine enge Zusammenarbeit mit dem städtischen Quartiersmanagement unerlässlich.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Ehnern/Ziegelhof – Mitte NW/ Rostocker Ring
Einwohnerzahl
6886
Quelle / Anmerkungen
Stadt Oldenburg
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialmonotoring Stadt Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialmonotoring Stadt Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialmonotoring Stadt Oldenburg 2022
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialmonotoring Stadt Oldenburg 2023
GWA/QM-Ansatz
Im Quartier Rostocker Ring wird seit 2016 das Projekt des Bundesprogramms Mehrgenerationenhaus umgesetzt. Unsere bisherige Arbeit im Quartier im Rahmen des Mehrgenerationenhauses lädt Bewohner ein, Angebote bei uns wahrzunehmen und gemeinsame Zeit bei uns zu verbringen. Es fehlt der Austausch mit den Gruppen im Quartier. Unser Projektantrag hat zum Ziel eine aufsuchende Arbeit, eine Gehstruktur aufzubauen und zu entwickeln. Wir werden den Dialog mit allen Bewohnern im Quartier aufnehmen. und mit Ihnen gemeinsam Möglichkeiten und Formate entwickeln, zur Verbesserung ihrer persönlichen Lebenssituation, und zur Entwicklung eines positiven Wohnumfeldes. Dabei ist unser Ziel alle Bewohnergruppen zu erreichen und mit allen Bewohnern gemeinsame Schnittstellen zu entwickeln. Als Zielvorgabe möchten wir gemeinsam Unterstützungsformate im Sinne einer Nachbarschaftshilfe entwickeln und aufbauen. Ein weiteres Teilziel soll es sein, Bewohner im Quartier durch Einbindung in die Strukturen des Mehrgenerationenhauses und der Vernetzung mit anderen Akteuren im Quartier, Möglichkeiten der sozialen Teilhabe zu generieren, um einer sozialen Vereinsamung entgegenzuwirken. In Zusammenarbeit mit anderen Kooperationspartnern möchten wir eine Vernetzungsstruktur aufbauen, um Bewohnern den Zugang zu den Angeboten und Einrichtungen leichter zugänglich zu machen. Die Vernetzungsarbeit im Quartier wird Zuweisungen und Empfehlungen der einzelnen Akteure untereinander zum Wohle der Bewohner fördern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die aufsuchende Dialogarbeit entwickelt neue konkrete Ansatzpunkte für Angebote des Miteinanders und der Unterstützung.
Beschreibung
Wir erwarten, dass die neue Dialogkultur und die geplanten Schulungsformate, Impulse geben, das sich Nutzer mit gemeinsamen Anliegen finden und eine aktive Förderung ihrer Anliegen mitgestalten. Entfaltungsmöglichkeiten bieten sich im Haus und im Quartier
Beschreibung
Die Akzeptanz und Toleranz unter den unterschiedlichen Bewohnergruppen wird verbessert. Gemeinsame Gespräche im Rahmen von Angeboten und die erfolgreiche Teilnahme an gemeinsamen Veranstaltungen wie Straßenfesten und Workshops dokumentieren dies.
Beschreibung
Die Stadt Oldenburg fördert den quartiersnahen Dialog. Wir werden Erfahrungen und Ergebnisse unserer Arbeit als Best Practise evaluieren und als best practise zur Diskussion stellen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg/ Fachdienst Pflege, Wohnen und Soziale Beratung; regelmäßige Austauschformate, Partner im Projekt " Eingeloggt", Vernetzung innerhalb der Stadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.; Zusammenarbeit mit dem Team Hausnotruf und ambulante Pflege in Form von Beratungsangeboten. Zusammenarbeit mit dem Campus als Schulungsträger.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oberschule Alexanderstraße und NGO Oldenburg; Kooperationspartner im Bereich Praktikum und Einsatzstelle für das Unterrichtsfach Soziales Engagement
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther Kirche, aktiver Austausch mit der Pastorin als Impulsgeberin zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen. Gemeinsame Umsetzung von Angeboten.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GSG Oldenburg Wohnungsbaugesellschaft ; regelmäßiger Austausch mit dem Servicebüro im Stadtteil im Bereich Seniorenunterstützung und Integration von Familien mit Migration durch Beratung , ehrenamtlicher Unterstützung und aktiver Teilhabe im MGH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS Oldenburg; Kooperationspartner für Angebote der Alphabetisierung und Finanzieller Grundbildung im Mehrgenerationenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
BTB Bürgerfelder Turnerbund Sportverein, aktiver Partner im Projekt 3000 Schritte, Kooperationspartner im Bereich Raumnutzung und Außenflächennutzung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreff Dietrichsfeld / Stadt Oldenburg; gemeinsame Workshops zum Thema STOPP( Stadtteil ohne Partnergewalt), gemeinsame Begleitung von Familien mit Fluchtgeschichte, regelmäßiger Austausch zu aktuellen Themen im Stadtteil
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Wir erreichen durch unsere Arbeit in der Förderphase die Schaffung von grundlegenden Strukturen der Partizipation und Selbstorganisation mit einer vernetzten Ehrenamtsbörse. Die Vernetzung mit kommunalen Stellen und anderen Akteuren trägt maßgeblich zur nachhaltigen Nutzung der Strukturen bei. Wir erwarten, dass dies die Grundlage sein kann für eine Fortführung der Projektergebnisse nach Beendigung der Förderphase.
Galerie
bild 2 spielplatz rostocker strasse
bild 1 quartier rostocker strasse
bild 3 rostocker strasse
Zustimmung Veröffentlichung
On

Nachbarschaftsbüro Dorftreffpunkt Beim Alten Haarmeyer

Ansprechpartner
Ulf Dieckmann
Nachbarschaftsbüro Dorftreffpunkt Beim Alten Haarmeyer
Projektbeschreibung
Die bisherige Arbeit der GWA der Samtgemeinde (SG) Neuenkirchen wird an die „Dorftreff Beim Alten Haarmeyer gGmbH“ überführt, dort soll ein Nachbarschaftsbüro (NB) entstehen. Diese gGmbH ist ein Zusammenschluss der Kirchengemeinde, der SG Neuenkirchen und der Gemeinde Neuenkirchen. Dieser Zusammenschluss wurde notwendig, da die Gesellschafter alleine nicht eine nachhaltige Finanzierung der GWA gewährleisten können. Dieser Zusammenschluss ermöglicht die gemeinsame Umsetzung von Projekten zur Förderung der GWA. Es wurde im Vorfeld eine Sozialraumanalyse und ein Konzept zur GWA erarbeitet. Dieses Konzept wurde gemeinsam erarbeitet und vom Aufsichtsrat der gGmbH, dem Kirchenvorstand und dem Rat der SG Neuenkirchen beschlossen. Handlungsbedarfe zeigten sich im Bereich der Armut bei Kindern/ Jugendlichen und im Alter. Es wurde auch deutlich, dass der Anteil der Neubürger steigt. Auch hier gibt es wenig Angebote für Neubürger (egal welcher Herkunft). Aus der bisherigen Arbeit im Bereich der Gemeinwesenarbeit (Kleine Hilfen, Dorfküche Voltlage) wird u.a. auch eine Vereinsamungsproblematik deutlich. Diese Problemstellungen sollen vor Ort in den Treffpunkten der Samtgemeinde mit hauptamtl. Unterstützung durch das Nachbarschaftsbüro gearbeitet werden. Alle sozialen Akteure, die Kirche und die Kommune möchten gemeinsam intensiv an diesen Problemlagen arbeiten. Ziel ist u.a. eine gemeinsame Lenkungsgruppe besteht aus Vertretern der Kirche, der SG Neuenkirchen, der Ortbürgermeister, den Dorfmoderatoren und Vertretern der Dorftreffpunkte Merzen, Neuenkirchen u Voltlage zu bilden. Diese Gruppe wird aktiv die Bedarfe der Bürger/innen bearbeiten und sich gemeinsam an Lösungen der Problemlagen arbeiten. Die im bisherigen Projekt der GWA tätige Sozialarbeiterin soll vor Ort erhalten bleiben und im diesem Projekt nahtlos weiterarbeiten. Beratungs- und Dienstleistungsangebote (Schuldner-, Bildungs- , Rentenberatung) die bisher dezentraler im Gebäude der Drehscheibe zu finden waren, werden im Dorftreffpunkt Haarmeyer etabliert. Die gGmbH ist Eigentümerin einer ehemal. Traditionsgaststätte aus den 50er Jahren. Diese wird aktuell mit Fördergelder aus der ZILE Richtlinie kernsaniert u. im April 2025 eröffnet wird. Das Gebäude ermöglicht der GgmbH, Erträge aus Vermietungen von Räumen wie Musikstudio, Co-Working-Pace etc. zu generieren. Die Ertragshöhe ist aktuell noch nicht abschätzbar, deshalb wird eine Anschubfinanzierung für das NB notwendig
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
Ausgangslage
In der SG Neuenkirchen ist der ÖPNV mäßig ausgebaut, Fußgängerzonen mit Geschäften oder Lokalen gibt es nicht. Die SG kämpft mit Weg-Zügen von jungen Menschen und Senioren. Neu Zugezogenen Bürger haben es schwer in eine stark konservative, kath. , heimat- u. ortverbunden Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Die Gesamtbevölkerungszahlen sinken, das Durchschnittsalter steigt. Viele insbes. ältere Bürger leben alleine, sind von Einsamkeit u. Armut betroffen u. auf Hilfen angewiesen. Diese Ergebnisse sind belegt im Datenteil der Sozialraumanalyse im Projekt Gute Nachbarschaft und wird durch den Einsatz von Ehrenamtlichen in der SG Neuenkirchen bestätigt. Diese Themen wurden der Politik, der Kirche u. den Ehrenamtlichen vorgestellt, sie sollen nun gemeinsam angegangen werden. Aufgrund der allgemein angespannten Haushaltslage der Kirche (viele Austritte vor Ort = weniger Geld für die Kirchengemeinde vor Ort) u. der Kommune ( kurz vor der Haushaltssicherung durch steigende Preis, Rückgang der Steuerkraft, einmalig hohe Abschreibung in Höhe von 400.000 € für das Projekt Dorfcampus in 2025), ist es notwendig die vorhandenen Strukturen u. Ressourcen der Kirche und der Kommune miteinander zu vernetzten, deshalb entstand die gGmbH. Kommune/ Kirche und gGmbH haben gemeinsam an einem Konzept zur GWA gearbeitet. Ziele und Maßnahmen des Konzeptes soll nun mit Unterstützung der gGmbH insbesondere des NB umgesetzt werden. Die gGmbH benötigt eine Anschubfinanzierung zur Realisierung des NB, ansonsten ist das Projekt nicht zu finanzieren.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Neuenkirchen
Beschreibung
Die Samtgemeinde Neuenkirchen liegt im südwestlichen Niedersachsen im Nordteil des Landkreises Osnabrück und ist somit Teil der Region Weser-Ems. Sie besteht aus den Mitgliedsgemeinden Merzen, Neuenkirchen und Voltlage. Die Samtgemeinde Neuenkirchen ist ein sehr ländlich gelegener Ort mit ca. Fläche: 152,81 km² Fläche. Sie ist die am dünnsten besiedelte Gemeinde im ländlich strukturieren Landkreis Osnabrück und liegt mit 68 Einwohnern je Quadratkilometer weit unter dem niedersächsischen Landesdurchschnitt von 163 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Samtgemeinde verfügt über einen typischen dörflichen Charakter und steht beispielhaft für viele Kommunen im wirtschaftlich starken nord-westlichen Niedersachsens
Einwohnerzahl
10820
Quelle / Anmerkungen
https://www.neuenkirchen-os.de/rathaus-politik/verwaltung/zahlen-daten-fakten
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/ Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/ Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/ Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/ Arbeitslose Menschen: hier wurde behelfsmäßig die Anzahl der Empfänger SGB II Bürgergeld-Leistung und SGB III Arbeitslosengeld-Leistungen als Indikator hinzugezogen Auswertung Langzeitarbeitslose: SG Neuenkirchen: 49 Pers. ; Landkreis OS 2.554 Personen Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/ Altersgruppenauswertung unter 25 Jahre Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen Gesamtgebiet: Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier liegen leider keine Zahlen vor
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/ Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier liegen leider keine Daten vor
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier liegen keine Daten vor
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier liegen keine Daten vor
GWA/QM-Ansatz
Die gGmbH möchte ein NB als Zentrum für die GWA errichten. Ziel des NB sind die Schaffung von Begegnungs-möglichkeiten, hierzu unterstützt die hauptl. MA die Ehrenamtlichen in der Dorfküche Voltlage, im neu eröffneten Dorftreffpunkt Haarmeyer u. in Merzen im Dorfgemeinschaftshaus bzw. Dorfcampus. Das NB steht jedem Bürger offen, es ist Anlaufstelle um erste Bedarfe/ Ideen zu besprechen. Insbesondere neu zugezogene Bürger finden im NB viele Informationen zu Aktivitäten in den Treffpunkten. Die Arbeit des NB findet auch außerhalb des Büros statt, auf Dorffesten, durch aktive aufsuchende Aktivierung der Bürger, Durchführung von Beteiligungsformaten u. den persönlichen Gesprächen im Sinne einer Geh-Struktur. Diese Ziele wurden auch im Konzept der GWA der SG MK vereinbart (s. Konzept S.15). Die Bedürfnisse der Bürger stehen im Vordergrund, zusätzlcih werden die Bedarfe aus der Sozialraumanalyse wie Vereinsamung, Armut von Kindern u. Senioren u. die Integration von Neubürgern gemeinsam mit einer Lenkungsgruppe bearbeiten. Diese Gruppe besteht aus Vertretern der Kirche, der Kommune, der gGmbH, den Dorfmoderatoren u. Vertretern aus den Dorftreffpunkten. Sie trifft alle Entscheidung zur GWA kollektiv (s. hierzu Organisation der Lenkungsgruppen Konzept S.19). Die LK-Gruppe hat auch die Möglichkeiten Bedarfslagen direkt über die Ortbürgermeister bzw. den Samtgemeindebürgermeister in die Politik zu geben. Über die Kommune kann Fachwissenwie z.B. Sozialarbeiter hinzugezogen werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bürger/innen der Samtgemeinde Neuenkirchen die drei Dorftreffpunkte regelmäßig besuchen. Die Bürger/innen sich der hauptamtlichen Kraft gegenüber öffnen und ihre Sorgen u. Bedarfe mitteilen und bereit sind gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten.
Beschreibung
Gründung eines Netzwerkes bestehend aus Kirche, gGmbH, Kommune, Dorfmoderatoren und Ehrenamtl. der Dorftreffpunkte. Regelmäßige Arbeitstreffen zur Lösung von Problemlagen aus der Sozialraumanalyse und Bedarf von Bürger/innen finden statt
Beschreibung
Das gemeinsam erarbeitete u. beschlossene Konzept der GWA wird aktiv mit vereinten Kräften umgesetzt. Nach 3 Jahren wird dieses Konzept fortgeschrieben. Das entstandene Vertrauen wird durch zusätzliche Kooperation ausgeweitet.
Beschreibung
Ressortübergreifendes Denken und Handeln der Akteure vor Ort findet in u.a. in gemeinsamen Aktionen wie Weltkindertag, 72 Std-Aktion, Mit dem Rad binnendür statt. Multiplikatoren für andere Akteure wie Kommunen im Landkreis OS, Land Nds, Bund etc.
Beschreibung
Durchführung von Nachbarschaftsfesten, Aktionen gegen Vereinsamung wie Bürgerspaziergänge, Bingo-Abende, Aufsuchende aktivierende Ansprache von Personen die durch Projekte wie Kleine Hilfe bekannt werden. Erstellung von Programm für Veranstaltungen, etc.
Beschreibung
Förderung des Ehrenamtes durch Ausbildung weiterer Dorfmoderatoren, Juleica- Schulungen, Programmplanungen in allen drei Mitgliedsgemeinden, regelmäßige offene Begegnungsmöglichkeiten schaffen, Sichtbarkeit der GWA auf Dorffesten, Seniorennachmittagen
Beschreibung
Nutzung der bereits vorh. Seniorenanlaufstellen, der Unterstützungsangebote der Kleinen Hilfen,um zu erfahren, welche Personen(gruppen) direkte Ansprache benötigen. Auf Empfehlungen/ Bekanntheit setzten damit ein pers. Kontakt möglich wird.
Beschreibung
Ausbildung von weiteren Ehrenamtlichen (Juleica, Dorfmoderatoren), Unterstützer für z.B. Frühstückstreffs, Walking-Bus, gemeinsame Spaziergänge finden, Ehrenamtssuche,
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Landkreis Osnabrück, LAG-NOL (Leader), Samtgemeinde Neuenkirchen, Gemeinde Neuenkirchen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theatergruppe Neuenkirchen, Gospel-Chor Neuenkirchen, Kirchenchor Cäcilia, Tanzschule Hülsmann, Kinderchor Neuenkirchen, Blaskapelle Neuenkirchen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Goode-Weg-Schule Neuenkirchen, Kreismusikschule, VHS,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landfrauen Neuenkirchen, Eintracht Neuenkirchen (Dartsportgruppe), Hasetal-Touristik,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eintracht Neuenkirchen e.V, Heimatverein Neuenkirchen e.V:,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hocker-Gymnastik-Gruppe- Landfrauen, Spielgruppe Neuenkirchen ( Kleinkindergruppe),
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Neuenkirchen im Hülsen, Goode-Weg-Schule Neuenkirchen, Kindertagesstätten St. Christophorus u. St. Laurentius, Kinderzentrum Neuenkirchen im Hülsen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Kirchengemeinde St. Laurentius, Ev. Kirche Uffeln, Landjugend, Pfadfinder, Frauengemeinschaft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Drehscheibe Neuenkirchen, Anfrage von örtlichen Unternehmen für Mitarbeiter Fortbildung nach Eröffnung, Alibaba Imbiss, Kebab Haus, Caterer aus dem Umland, Zusammenarbeit mit verschiedenen Eventfirmen Artika Imbiss,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bersenbrücker Kreisblatt, Neue Osnabrücker Zeitung, NDR Niedersachsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rat der Gemeinde Neuenkirchen, Rat der Samtgemeinde Neuenkirchen, Ortbürgermeister Merzen, Voltlage, Samtgemeindebürgermeister der umliegenden Nordkreiskommunen, Christian Calderone MdL, Anke Henning , Lutz Brinkmann MdB, Thomas Uhlen MdL
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Bürger/innen aus der Samtgemeinde Neuenkirchen, Ehrenamtsgruppe der Dorfküche, Dorfmoderatoren aus der sozialen Dorfentwicklung Merzen- Neuenkirchen , Ehrenamtliche aus der Dorfküche Voltlage
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nach Eröffnung: Beratungsangebot durch: Schuldnerberatungsstellen- Caritas, Sprechstunde des Finanzamtes, Rentenversicherungsberatung, Gerland- Hörgeräte, Heißmangel/ Reinigung Hummert, Bildungsberatung Bildungsbüro des Landkreises,
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Weder Kirche noch der SG NK verfügen über ausreichend Haushaltsmittel zur Errichtung eines NB. Begründung: Bau Dorftreffpunkt+ gehäufte Kirchenaustritte u. kommunal angespannte Haushaltslage durch veränderte Wirtschaftslagen sowie Bau des Dorfcampus mit Dorftreffpunkt ca. 19 Mio. Aufwendungen. Der gGmbH benötigt eine Anschubfinanzierung für das NB vor Ort. Ab Eröffnung können Erträge erwirtschaftet werden. Eine Co-Finanzierungsvereinbarung soll zwischen Kirche u. SG NK abgeschlossen werden.
Galerie
haarmeyer flyer  1
haarmeyer flyer  2
20210812 153942
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20241218 085839
2025 veranstaltungsflyer dorfkueche 1.halbjahr vorderseite
2025 veranstaltungsflyer dorfkueche 1.halbjahr rueckseite
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: NeNa (Neustädter Nachbarschatz)

Ansprechpartner
Martina Uhlenkamp
Funktion Geschäftsführerin
Die Vielfalt der Neustadt bildet einen Schatz, den wir gemeinsam heben wollen!
Projektbeschreibung
Die Quakenbrücker Neustadt weist mit ihrem 46,63 % igen Ausländer*innenanteil einen immensen Gestaltungsbedarf auf, was das Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen angeht. Sie leben mit sehr unterschiedlichen Lebensentwürfen in der Neustadt zusammen. Die unterschiedlichen Vorstellungen führen nicht selten zu Konflikten. Diese Vielfältigkeit stellt gleichzeitig ein Potential da und bietet einen großen Schatz an Ressourcen und Kompetenzen, die planvoll und prozessorientiert für die Neustadt nutzbar gemacht werden können. Im Mittelpunkt des geplanten Nachbarschaftsprojektes NeNa (Neustäter Nachbarschatz) steht die Aktivierung und Beteiligung der Bürger*innen zur Gestaltung ihres Stadtteils. Dabei geht es nicht nur um das Feiern von Festen und Ritualen, sondern auch um soziale und kulturelle Begegnungsmöglichkeiten, um bedarfsgerechte Bildungsangebote und um die Gestaltung öffentlichen Raums. Zentraler Bestandteil der Projektarbeit ist dabei ein moderierter Beteiligungsprozess, der die BürgerInnen mit ihren Ideen und Kompetenzen aktiv in die Umsetzung einbindet. In diesem Zusammenhang ist es geplant, Orte zu identifizieren, die als Anlaufstelle dienen und die BürgerInnen selbstverantwortlich nutzen können, die aber auch gleichzeitig der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Das es an entsprechenden Räumen und Möglichkeiten fehlt, ist eine zentrale Erkenntnis aus einem vorgelegten Projekt, das von einer bulgarisch/türkisch sprechenden Mitarbeiterin durchgeführt wurde. Sie wird eine wichtige Rolle im Projekt NeNa spielen. Eine rumänisch sprechende Mitarbeiterin soll in die Stadtteilarbeit einbezogen werden. Die vernetzte Zusammenarbeit mit Schulen, Kindertagesstätten, Vereinen und Diensten sind ein weiterer wichtiger Aspekt. Die einzelnen Anlaufstellen sollen sichtbarer werden, Hemmschwellen abgebaut, Bildungsangebote und Dienstleistungen zugänglicher gemacht werden. Darüber hinaus werden weitere Gruppierungen durch die Beteiligung der Projektpartner*innen/Multiplikator*innen erreicht. Zur weiteren Aktivierung und Beteiligung aller Bürger*innen wird ein externer Moderator für Beteiligungsprozesse eingebunden. Mit ihm werden Befragungen, moderierte Veranstaltungen und Arbeitskreise mit Bürger*innen und KoopPartnern durchgeführt. Die Ergebnisse werden dokumentiert. Die Ressourcen im Sozialraum und Kompetenzen der Bürger*innen werden in einer Datenbank festgehalten.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Quakenbrück ist eine Stadt im Landkreis Osnabrück mit fast 15.000 Einwohner*innen. Im Stadtteil Neustadt wird mit 46,63 % der höchste Anteil an zugewanderten Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit gezählt. Der Stadtteil ist von der Altstadt und den anderen Stadtteilen durch eine Bahnlinie sichtbar aber auch in den Köpfen der Bürger*innen getrennt. Die Bewohnerschaft (4572 Menschen) ist sehr heterogen und vielfältig: 69 verschiedene Herkunftsländer, Reihenhäuschen neben alten Kasernengebäuden, die heute Wohnzwecken dienen, viele junge Familien mit Kindern aber auch ältere Menschen in kleinen Eigenheimen, die früher als Arbeiter*innen in der großen Fahrradfabrik (Kynast) beschäftigt waren. Bedingt durch die Fleischindustrie gibt es einen hohe Dynamik von Zu- und Wegzügen im Quartier. Viele junge Menschen stammen aus Rumänien, Griechenland, Polen und Bulgarien. Die Wohn- und Lebensbedingungen sind häufig prekär. In den letzten Jahren konnte eine deutliche bauliche Aufwertung des Gebiets durch das Programm „Soziale Stadt“ erreicht werden. Es existieren bis heute viele Vorbehalte, die Neustadt hat ein negatives Image. Viele soziale Akteur*innen arbeiten gut vernetzt an einer stetigen Verbesserung der Situation. Dennoch ist der Zugang zu vielen Bewohner*innen aufgrund der Sprachhürden sehr herausfordernd für beide Seiten. Eine Begegnung der unterschiedlichen Stadtteilbewohner*innen wurde in den letzten Jahren durch eine türkisch- bulgarisch sprechende Mitarbeiterin angeregt und kontinuierlich aufgebaut. Um den Bedarf an dem Zuzug rumänisch sprechender Bewohner*innen zu begegnen ist es geplant, im Tandem mit einer rumänischen Mitarbeiterin zu arbeiten.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Quakenbrück Neustadt
Beschreibung
Die Stadt Quakenbrück ist durch die Bahnlinie in Altstadt und Neustadt getrennt. Die .....
Einwohnerzahl
4572
Quelle / Anmerkungen
Statistikprogramm Samtgemeinde Artland
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Der Gebietsausschnitt des Programms "Sozialer Zusammenhalt" ist nur ein kleiner Teil der Neustadt, der sich auf den Bedarf aus dem Jahre 2004 bezog. Zielgruppen waren zu diesem Zeitpunkt vor allem muslimische Griechen und Arbeitslose, die durch die Insolvenz eines großen Fahrradherstellers Anfang der 2000er Jahre in soziale Notlagen geraten waren. Das Klientel hat sich in wenigen Jahren deutlich verändert Es gibt eine hohe Fluktuation. Durch Wohnraummangel sind auch Personen aus angrenzenden Landkreisen (Fleischindustrie) in die Neustadt gezogen. Im gesamten Stadtteil verzeichnet sich ein erhöhter Zuzug von Geflüchteten und Arbeitsmigrant*innen aus der EU.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
MPS Statistikprogramm der Samtgemeinde Artland (Stand 31.12.2021)
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bei dem Wert handelt es sich um Schätzwert. Offizielle Zahlen sind aufgrund der niedrigen Einwohnerzahl nicht verfügbar. Viele Personen in der Neustadt arbeiten im Niedriglohnsektor und sind auf Hilfe angewiesen.
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
MPS Statistikprogramm der Samtgemeinde Artland. Die tatsächlichen Zahlen sind höher, da in den Einwohnermeldedaten kein Bezug zu Herkunftsfamilien hergestellt werden können.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt des geplanten Vorhabens steht die Aktivierung und Beteiligung der BürgerInnen für ihren Stadtteil. Der Prozess wird durch einen externen Moderator für Beteiligungsprojekte über den gesamten Zeitraum begleitet. Mit Bürger*innen des Stadtteils und Vereinen und Partnern aus der Neustadt werden Ideen entwickelt und gemeinsam um gesetzt. Geplant ist die Einrichtung eines Stadtteiltreffs als niederschwellige Anlaufstelle (Neustädter Bürgerschatz), für die Bürger*innen sich eigenverantwortlich zuständig fühlen. Entwickelt werden niederschwellige, bedarfsgerechte Bildungsangebote, die im Stadtteiltreff und bei den beteiligten Partnern im Sozialraum durchgeführt werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Stadtteiltreff ist eingerichtet und selbst organisierte Angebote finden statt
Beschreibung
An den Beteiligungskonferenzen nehmen mind. 20 Bewohner*innen teil und sie bringen sich aktiv mit Ideen ein.
Beschreibung
Es bringen sich mindestens 8 Kooperationspartner (Vereine/Dienste/Einrichtungen) aktiv in die Gestaltung des Stadtteils ein.
Beschreibung
Die Angebote in der Neustadt werden zum Ende des Projektes mehr in Anspruch genommen als zu Beginn der Zusammenarbeit.
Vorhandene Strukturen
Eine bulgarisch (und türkisch) sprechende Mitarbeiterin hat in den letzten Jahren vertrauensvolle Kontakte zu vielen Bewohner*innen der Neustadt aufgebaut. Sie ist im Stadtteil bekannt und wird als Ansprechpartnerin genutzt. Durch die Zusammenarbeit haben sich bereits verlässliche Vernetzungsstrukturen gebildet. Es besteht ein guter Kontakt zu vielen Akteuren in der Neustadt. Durch die in den Nachbarorten ansässigen Firmen der Fleischindustrie kam es zu einem Zuzug, vor allem an rumänischen Mitbürger*innen. Dem gewachsenen Bedarf soll mit einer rumänisch sprechenden Mitarbeiterin begegnet werden. Geplant ist eine Zusammenarbeit im Tandem der beiden Pädagoginnen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Artland, Fachstelle Integration
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Neustadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
EJF Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk (Mehrgenerationenhaus)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk (Schuldnerberatung, Diakonieshop, allgem. Sozialberatung)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement Quakenbrück Neustadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Büro für Behördenangelegenheiten (Landkreis Osnabrück/ Samtgemeinde Artland)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tafel Quakenbrück e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Islamischer Kulturverein Quakenbrück e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonische Stiftung Bethanien (Kindertagesstätten in der Neustadt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Petrus ev.-luth. Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Osnabrück - Fachdienst Jugend Sozialraum I
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der Neustädter Nachbarschatz wird nach Ende der Projektförderung weiterhin als Anlaufstelle zur Verfügung stehen. Es hat sich eine Struktur etabliert, in der engagierte Bürger*innen einen festen Platz haben. Die Samtgemeinde Artland wird einen finanziellen Beitrag leisten und den Aufbau einer Freiwilligenagentur forcieren.
Galerie
img 9482
Zustimmung Veröffentlichung
On

JuLeiQua - Vitalisierung der lokalen Demokratie durch Aktivierung und Teilhabe von mehrfachbelasteten Communities

Ansprechpartner
Sophie Wagner
Funktion Leitung Weststadtzentrum
Aktivierung und Teilhabe von mehrfachbelasteten Communities durch Ehrenamt nach Qualifizierung von jungen Erwachsenen anhand eines angepassten JuLeiCa-Konzeptes
Projektbeschreibung
Das Modellprojekt JuLeiQua (Jugendleiter*innen im Quartier) will die soziale Teilhabe von mehrfachbelasteten Communities ermöglichen, um die Lebensverhältnisse u. die soziale Kohärenz in der Weststadt zu verbessern. Zugänge der professionellen GWA zu diesen Gruppen haben wir über die Anliegen von Jugendlichen geschaffen, die vereinzelt auch als soziale Multiplikator*innen in den jeweiligen Communities fungieren. Dieses Potenzial soll zum ersten Mal herausgearbeitet, in koordinierte Bildungs- u. Mitmachstrukturen überführt u. verstetigt werden. Nach Aktivierung u. niedrigschwelliger Qualifizierung sollen die Selbstorganisations- u. Artikulationsfähigkeit von jungen Erwachsenen ausgebaut werden, um in u. außerhalb ihrer Communities die Selbstwirksamkeit von Mitmenschen u. ihr Engagement in Bereichen wie Prävention, Demokratisierung durch Mitarbeit in Stadtteilgremien, Kooperation mit Akteur*innen durch Ehrenamt, Partizipation in der Nachbarschaftshilfe u. Gestaltung von Veranstaltungen zu fördern. Als anerkannte niedrigschwellige Multiplikator*innenbildung für junge Menschen ist die JuLeiCa lange etabliert. In der Weststadt erreichen zertifizierte Träger mit ihren Angeboten die Jugendlichen nicht; diese bleiben von diesen Qualifizierungen ausgeschlossen. Andere Akteur*innen im Stadtteil haben vergleichsweise gute Verbindungen zu der Zielgruppe, bieten aber keine Qualifizierung an. Durch innovative Formate soll ein flexibles u. umfassendes Konzept entwickelt werden, das die Ausbildungsstrukturen an die Bedürfnisse u. Vorstellungen der Zielgruppen anpasst u. weitere Kooperationspartner einbezieht, um neue Wirkungsfelder zu erschließen. Das Konzept wird in einem Stadtteil exemplarisch erprobt, der bezeichnend für komplexe Problemstellungen ist. Das Weststadtzentrum als etabliertes Quartierszentrum dient als Koordinierungsstelle der Kooperationspartner*innen, organisiert Befragungen u. Workshops für Beteiligung u. Konzeptentwicklung, akquiriert u. begleitet die Teilnehmenden sozialpädagogisch, berichtet u. reflektiert in den Fachnetzwerken, leistet ÖA u. initiiert den Aufbau von kommunalen Strukturen zur Verstetigung. So entsteht eine neue Gruppe von Akteur*innen, die inhaltlich u. personell aus dem Quartier kommt, bidirektional die sozialen Interessen der Communities in der GWA widerspiegelt, intergenerationell Menschen aktiviert, Partizipation gestaltet u. dabei die Ressourcen u. Methoden der Träger zur Verbesserung der kollektiven Lebensverhältnisse einsetzt.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Brennpunkte der Weststadt (Rosenwinkel, Hagenweg 20) bestehen großteils aus jeweils geschlossenen Rom*nja-Communities aus Südosteuropa; dazu kommen Menschen aus Asien u. Afrika. Die gemischte Bevölkerungsstruktur u. die prekären Wohnverhältnisse prägen das Image des Stadtteils, führen zu nachbarschaftlichen Spannungen u. zur Exklusion der Bewohner*innen von Wohnungs- u. Arbeitsmarkt. Unsichere Bleibeperspektiven, prekäre Wohnsituation, materielle Armut sowie fehlende Qualifikationen für den Arbeitsmarktzugang sind symptomatisch für alle Generationen in den Brennpunkten. Bildungsferne Familienhintergründe und scheinbar kaum vorhandenes Interesse, Teilhabechancen wahrzunehmen/einzufordern, bedingen das Miteinander im Quartier. Trotz 12jähriger aktiver Präsenz des WeZet u. der Netzwerkarbeit der Weststadtkonferenz gibt es hier noch keinen stabilen Zugang für die Zusammenarbeit mit verschlossenen Gruppen. Integrations-/Bildungsangebote verfangen in allen Altersgruppen nur sehr schwer. 2021 wurde eine stadtteilweite aktivierende Befragung zur Förderung der Partizipation aller Anwohner*innen bei der Angebotsentwicklung durchgeführt. Rückmeldungen aus den Brennpunkten blieben aus. In der täglichen Arbeit werden aber latenter Bedarf u. zögerliche Nachfrage nach Unterstützung bei Teilhabeversuchen sichtbar. Die Altersgruppe, die diesen über die Daseinsvorsorge hinausgehenden Anspruch formuliert, ist die der jungen Erwachsenen. Hier existiert doch das Interesse, die eigene Zukunft u. das eigene Umfeld aktiv mitzugestalten, aber die eingeschlagenen Bildungswege führen zu einem niedrigen / keinem Schulabschluss u. münden in prekären Beschäftigungsverhältnissen o. im Sozialsystem.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Weststadt
Beschreibung
Die Weststadt bilden vier Stadtgebiete, nämlich 42, 43, 44 und 46. Ein Kartenausschnitt ist angehängt. Im Jahr 2021 lebten im Einzugsgebiet des Weststadtzentrums 7.323 Menschen in 4.118 Haushalte, davon 4 % Alleinerziehende und 52,1% Konfessionslose. Der Anteil der kinderreichen Familien, die auf sehr engem Wohnraum leben, ist 2021 mit 900 Kindern und 1030 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren sehr hoch.
Einwohnerzahl
7323
Quelle / Anmerkungen
Sozialstrukturdaten 2021
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die Weststadt bzw. das Gebiet westlich des Maschmühlenwegs in Göttingen ist seit Ende 2009 ein „Soziale Stadt-Gebiet“. Allerdings sind die Stadtgebiete Egelsberg und Hagenberg sowie weite Teile vom Blümchenviertel und Maschmühlenweg nicht Teil des Förderprograms "Soziale Zusammenhalt". Darüber hinaus ist das Programm Soziale Stadt ein Investitionsprogramm, d.h. die Mittel der Städtebauförderung werden vorrangig für bauliche und planungsvorbereitende Maßnahmen bereitgestellt. Die Investitionen sollen durch Maßnahmen aus anderen Programmen oder Initiativen ergänzt werden. Jahresende 2024 wird das Programm für die Weststadt beendet. Gerade weil "Soziale Stadt" bald abgeschlossen und GWA Projekte durch dieses Programm nicht gefördert, sondern als Ergänzungsmaßnahmen betrachtet werden, ist der Ausnahmefall gegeben. Bereits im 2. Jahr des Projektes wird eine Wirkung über den Rahmen des Quartiers gezielt. Im 3. Jahr des Projekts wird das Projektgebiet auf die Stadt Göttingen erweitert.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Modellprojekt JuleiQua nimmt sich ausgehend von der Jugendarbeit vor, ein neues Konzept für die GWA unter Einbeziehung der im Sozialraum aktiven städtischen und zivilgesellschaftlichen Initiativen, der Anwohner*innen und des Fachpersonals im Quartier selbst herauszuarbeiten und zu formulieren. Das Projekt entwickelt in Kooperation mit den Teilnehmer*innen konkrete, lebensweltorientierte Bildungs-, Gestaltungs- und Teilhabemöglichkeiten. Grundsätzlich angestrebt wird das Empowerment der Teilnehmer*innen. Kooperations-, Artikulations- und Selbstorganisationsfähigkeit steigen sowohl für die Individuen als auch kollektiv für diese als Gruppe. Wichtigstes Zwischenziel des Projektes ist nach Aktivierung und niedrigschwelliger Qualifizierung das Agieren der jungen Leute im und mit dem sozialen Raum. Die angestoßenen Prozesse wirken so über das Projekt hinaus direkt ins Quartier zurück und führen zu Empowerment und selbst geschaffener Verbesserungsmöglichkeiten der Lebensbedingungen weiterer Personenkreise. Das Projekt ist interkulturell, milieuübergreifend und intergenerationell angelegt. Verschlossene Communities öffnen sich dabei eben DURCH Jugendarbeit und tragen zu einem aktiven, "etwas wollenden" Gemeinwesen in der Weststadt bei. Das Projekt stärkt die Zusammenarbeit der vernetzten professionellen und ehrenamtlichen Akteur*innen im gesamten Sozialraum. Es führt darüber hinaus in der Bewohnerschaft zum Entstehen neuer Akteure und weiterer Zweige des Netzwerks.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Junge Erwachsene organisieren die Beteilung ihrer Communities an der Entwicklung der Angebote und ermöglichen die Partizipation aller Altersgruppen bei der Durchführung von Veranstaltungen
Beschreibung
Selbstverwaltete Räume im Quartier stehen für Begegnung und Veranstaltungen zur Verfügung, die qualifizierten Kinder- u Jugendleiter*innen sind untereinander vernetzt und bringen sich als Unterstützer*innen in Angeboten ein bzw. entwickeln eigene Projekte
Beschreibung
Bewohner*innen kennen die strukturellen Möglichkeiten, Vorteile und Ressourcen in ihrem Quartier, erkennen die eigenen Stärken, können Ihre Interesse formulieren, um sie in ihrem Engagement einzubeziehen und weiterzuentwickeln.
Beschreibung
Eine ethnisch heterogene Gruppe von jungen Erwachsenen unterstützt Akteur*innen im Quartier, um generationsübergreifende interkulturelle Veranstaltungen zu organisieren und durchzuführen.
Beschreibung
Durch niedrigschwellige Bildung entstehen neue Angebote in den Bereichen Kultur, Sport u. Soziales bzw. Zusammenleben. Individuelle Arbeitsmarkchancen der Teilnehmenden steigen. Informationen in Muttersprachen zu Themen wie Gesundheit u. Wohnen möglich.
Beschreibung
Die Bewohner*innen und Akteur*innen im Quartier arbeiten bei der gemeinsamen Konzeptentwicklung und Durchführung der Qualifikation sowie bei der Entwicklung von neuen Angeboten zusammen.
Beschreibung
Die Kinder- u. Jugendleiter*innen sind untereinander vernetzt und selbstorganisiert und nehmen z.B. an Sitzungen der Weststadtkonferenz teil.
Beschreibung
Das Netzwerk der „Göttinger Quartiere“ veranstaltet regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept in Zusammenarbeit mit den Stadtjugendring bzw. Stadtsportbund.
Beschreibung
Junge Menschen aus dem Stadtteil unterstützen sprachlich und organisatorisch Bewohner*innen, sich zielgruppenübergreifend mit Themen der Nachbarschaft auseinanderzusetzen und können ihre Ideen in ehrenamtlicher Zusammenarbeit umsetzen.
Beschreibung
Die Bewohner*innen und Akteur*innen im Quartier verfügen über eine klar definierte Struktur für niedrigschwellige Aktivierung und Qualifizierung von Kinder- u. Jugendleiter*innen und nutzen diese regelmäßig, um ihr Interesse zu vertreten.
Beschreibung
Eine Bedarfsanalyse im Austausch mit neuerschlossenen Zielgruppen wird durchgeführt, fehlende soziale Infrastruktur identifiziert und der Politik und Verwaltung für die Erarbeitung von Lösungsansätzen in Zusammenarbeit mit den Bewohner*innen kommuniziert.
Beschreibung
Dezentralisierung von Strukturen u. direkte Versorgung mithilfe der Quartierszentren stehen im neuen Integrationskonzept der Stadt. JuLeiQua unterstützt diese Prozesse, indem sie neue Multiplikator*innen vor Ort in den lokalen Fachnetzwerken qualifiziert
Beschreibung
Indem sie niedrigschwellige Angebote für Spracherwerb, Qualifizierung, Teilhabe u. allgemeine soziale Beratung entwickelt, gehört JuLeiQua zu einer gesamtkommunalen Strategie für Integration- u. Gemeinwesenarbeit durch ehrenamtliches Engagement.
Vorhandene Strukturen
Trägerin des Weststadtzentrums ist die BfGoe – Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR). Sie ist seit Anfang 2022 im Bereich der Gemeinwohlökonomie zertifiziert. Die Leitung des Weststadtzentrums obliegt einem Mitarbeiter der BfGoe. Eine Kollegin von der Jugendhilfe Göttingen e.V. unterstützt im Bereich GWA. Sie ist gleichzeitig anteilig im Sanierungsmanagement tätig. Durch die Mitarbeit von ehrenamtlich tätigen Bewohner*innen, Honorardozent*innen und Teilnehmer*innen der Maßnahme AGH-MAE u. des BFD bietet das WeZet neben Gruppen-Veranstaltungen niedrigschwellig allgemeine Sozial- und Verweisberatung sowie Formularhilfe an, organisiert Meinungsumfragen zu Quartiersthemen u. unterstützt Bewohner*inneninitiativen. Das WeZet fungiert als Schnittstelle zwischen Bewohner*innen, Aktuer*innen und Verwaltung. Seit 25 Jahren sind die Träger*innen der GWA im Stadtteil in der Form einer Weststadtkonferenz organisiert, deren Sitzungen monatlich stattfinden. Dabei arbeiten Akteur*innen eng mit engagierten Anwohner*innen zusammen. Seit 2018 ist das Weststadtzentrum auf gesamtstädtischer Ebene Mitglied im Vernetzungsprojekt „Göttinger Quartiere“, in dem einer kommunalen GWA-Strategie zufolge alle Göttinger Quartiers-/ Stadtteil-/Nachbarschaftszentren inklusive der Stadtverwaltung (Sozialplanung) engengagiert sind. In diesen Gremien werden Informationen ausgetauscht, Bedarfe eruiert, lösungsorientierte Handlungsoptionen erwogen, die ins kommunale Denken u Handeln einfließen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Büro für Integration der Stadt Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dezernat Kultur, Soziales und Gesundheit der Stadt Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hagenwegzentrum (Familienzentrum, Jugendzentrum usw.)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) - Bildungszentrum für Zugewanderte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) - Projekt Jugend Stärken
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtjugendring e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtsportbund e.V. - Sportjugend
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Musa e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Boat People Projekt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Zukunfts-Werkstatt e.V. im Haus der Kulturen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
NaturFreunde Göttingen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Otto-Hahn-Gymnasium Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schulen I, II u. III
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschulen (Hagenberg, Egelsberg u. Godehard)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grün-Weiß Hagenberg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sparta e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Christuskirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Friedenskirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. St. Godehardkirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Zentrum Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
El-Medina Moschee
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationszentrum für Stadt und Landkreis Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Roma Center e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Altersgruppen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Junge Erwachsene zwischen 16 und 26 Jahre
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Das Netzwerk Göttinger Quartiere
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Weststadtkonferenz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Flause bei Peloton e.V.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Verstetigung des Projektes soll durch die Göttinger Quartiere in Zusammenarbeit mit Stadtjugendring und Stadtsportbund als Teil der kommunalen Integrationsstrategie erfolgen. Austausch im Praxisnetzwerk LAG mit dem Ziel, dass niedersächsische Stadtteilzentren regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept durchführen können. Die qualifizierten Jugendleiter*innen sollen strukturell unterstützt werden, eine Selbstorganisation mit eigenen Räumlichkeiten zu gründen.
Galerie
ausstellung frauenhaus
bluemchencafe 2
bunte ecke 2
fahrradwerkstatt 3
flinke nadel 1
begegnungsort
bunte ecke
flinke nadel
goettinger quartiere
interkulturelle woche
kunst kreativ 2
nachbarschaftsfest
netzteil angebot 3
reparatur cafe 1
stadtteilplan
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: NachBar

Ansprechpartner
Leonore Determann
Funktion Vorsitzende
Nachbarschaft-Gemeinsam gestalten
Projektbeschreibung
Bei dem Projekt „Nachbarschaft -Gemeinsam gestalten“ handelt es sich um soziale Maßnahmen zur Quartiersentwicklung. Die Maßnahmen beziehen sich auf das Gebiet der Samtgemeinde Holtriem, die acht Mitgliedsgemeinden umfasst. Es richtet sich an alle BewohnerInnen des Quartiers, mit besonderem Fokus auf die Bevölkerungsgruppen SeniorInnen und Flüchtlinge bzw. MigrantInnen, da sie auf die größten Hürden zur sozialen Teilhabe stoßen. Ziel ist es Anlaufstellen in den Gemeinden Utarp, Blomberg und Willmsfeld zu schaffen. Zentraler Netzwerkknoten wird im gesamten Projektverlauf das 2021 errichtete Gemeindezentrum in Utarp sein. Es ist geplant, bestehende Netzwerke zu identifizieren, neue Netzwerkpartner zu gewinnen und die BürgerInnen zu aktivieren-immer in Kooperation mit etablierten örtlichen Vereinen, Behörden und engagierten BürgerInnen aus allen Gesellschaftsbereichen, so dass ein tragfähiges Netz aus sozialen Kontakten, praktischer Unterstützung für Alltag und Haushalt sowie attraktiven Bildungs-, Beratungs- und Begegnungsangeboten zu schaffen, Von dort aus werden Treffen/Angebote koordiniert. Dafür können noch weitere nicht vollumfänglich genutzte, barrierefreie Räumlichkeiten, wie bspw. Vereinsheime in Anspruch genommen werden. Im Rahmen des Projektes werden zu Beginn Maßnahmen entwickelt, um wohnortnahe Beratungs-, Freizeit-, Bildungs-, Begegnungs- und Hilfsangebote zu errichten, um damit die soziale Teilhabe, Mobilität, Nachbarschaftshilfe, intergenerationelle und – kulturelle Kompetenzen zu fördern. Ein besonderer Focus wird auf die Gruppe der Senior*innen und Geflüchteten gerichtet, da sie mit besonderen Hürden der sozialen Teilhabe zu kämpfen haben. Vorhandene Angebote werden in das Projekt integriert bzw. angebunden oder wie die bestehende Anti-Rost-Initiative ausgeweitet, damit sie auch gemeindeübergreifend wirken können. Vor allem gilt es, vorhandene Ressourcen zu mobilisieren, bislang ungenutzte Potentiale zu erschließen und die Bürger selbst aktiv werden zu lassen. Im Verlauf des Projektes werden Mobilitätsoptionen entwickelt, um die Möglichkeit für die Bewohner*innen zu eröffnen mehr an der Nahversorgung teilzunehmen und Mobilitätsdefiziten entgegenzuwirken. Bereits bestehende private Initiativen/Vereine/etc. werden einbezogen und das eingeschlafene Mitfahrsystem „Fahr mit“ wiederbelebt. Um den Maßnahmenplan zielgerichtet gestalten zu können wurden Expertengespräche mit Vertretern der Samtgemeinde und potentiellen Kooperationspartner geführt.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Samtgemeinde Holtriem, besteht aus acht Mitgliedsgemeinden und liegt im Landkreis Wittmund, einem ländlich peripheren Raum, mit dem eine geringe Bevölkerungsdichte, ein ungünstiger ÖPNV und eine besondere Strukturschwäche einhergeht. Der Landkreis ist mit 57000 Einwohner*innen zweitkleinster in Niedersachsen. Behörden finden sich vorrangig in der Kreisstadt Wittmund. Diese zu erreichen stellt für ältere Menschen, die oft nicht mehr über familiäre Bindung verfügen, und in diesem Bereich untergebrachte Flüchtlingsfamilien vor große Herausforderungen. Arztbesuche kommen einem Tagesausflug gleich und peripher wohnende Geflüchtete haben geringere Integrationschancen. Die BürgerInnen haben kaum Möglichkeiten der sozialen Teilhabe. Insbesondere in der Pandemie ist deutlich geworden, wie stark die Menschen auf soziale Kontakte angewiesen sind, allein durch Alltagsbegleiter/Anti-Rost-Initiative ist dies nicht aufzufangen. Was teilweise von den Alltagsbegleitern vorgefunden wurde ist alarmierend. Viele Ältere haben dringende Arttermine aus Angst und in Ermangelung von Transportmöglichkeiten nicht wahrgenommen. Deutlich wird dies auch durch eine Bürgerbefragung. Viele BürgerInnen sind von Mobilitätsbeschränkungen betroffen und suchen nach Möglichkeiten mit anderen in Kontakt zu treten. Sie wünschen sich nachbarschaftliche Hilfe, sind aber auch bereit, sich gemeinschaftlich zu engagieren. Senior*innen und Geflüchtete sind von gleichartigen Problemen betroffen. Ebenfalls wurde deutlich, dass verschiedene etablierte örtliche Vereine und andere Akteure in den Mitgliedsgemeinden zwar aktiv sind, es aber an tragfähigen Netzwerken und Koordination fehlt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Holtriem - Teil des Landkreises Wittmund
Beschreibung
Die SG Holtriem gehört zum LK Wittmund in NDS. Sie besteht aus 8 Mitgliedsgemeinden (Westerholt, Nenndorf, Blomberg, Neuschoo, Schweindorf, Ochtersum, Utarp, Willmsfeld). Das Projekt bietet 3 Anlaufstellen, die hinsichtlich der Gebietsstruktur sinnvoll erscheinen: Westerholt mit Nenndorf und Eversmeer in der Nähe. Blomberg mit der Nachbargemeinde Neuschoo. Utarp mit den umliegenden Gemeinden Schweindorf und Ochtersum. Die Infrastruktur im Bezug auf Netzwerkarbeit mit Verbänden, Einrichtungen, Schulen etc. in diesem Gebiet ist über Jahre gewachsen und gefestigt. Daher können Ressourcen gemeinsam genutzt werden. Im Nordwesten, Westen und Süden grenzt die Samtgemeinde an den Landkreis Aurich. Östlich schließt sich die Samtgemeinde Esens an, die ebenfalls zum Landkreis Wittmund gehört.
Einwohnerzahl
9000
Quelle / Anmerkungen
Auskunft der Samtgemeinde Holtriem
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistik der Ausländerbehörde des Landkreises Wittmund, Stand 31.12.2021 Asylbewerber/Migranten/"sonstige" Ausländer Holtriem: 212 Asylbewerber/Migranten/"sonstige" Ausländer Landkreis Wittmund: 3014
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Monatshefte Niedersachsen 12/2021 Landkreis Wittmund: 25,1 % der Bevölkerung Quelle: Statistische Ämter der Länder, ies, Deenst GmbH, eigene Berechnungen Altersgruppe 60-79 Holtriem: 39 %
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: ARBEITSMARKT IM ÜBERBLICK - BERICHTSMONAT FEBRUAR 2022 - WITTMUND, Agentur für Arbeit Arbeitslosenquote: 6,5
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen 2021: Holtriem 24,6 %
GWA/QM-Ansatz
Ausschlaggebend für die Umsetzung des Projektes sind die Wünsche und Interessen der in in der Samtgemeinde Holtriem lebenden Bürger*innen mit dem Ziel eine Verbesserung der Lebensumstände zu erreichen. Die Bürger*innen werden angeregt ihr Umfeld/Zusammenleben in der Gemeinde aktiv zu gestalten, so dass sie entsprechend ihrer Bedürfnisse zufriedener leben können. Durch Nachbarschaftsarbeit und die damit verbundene Einbeziehung aller Bevölkerungsgruppen wird mehr Teilhabe vor Ort möglich. Während des gesamten Projektzeitraums wird durch aktivierende Befragungen, runde Tische, Zukunftswerkstatt, o.ä. eine permanente Bürgerbeteiligung sichergestellt und die Eigeninitiative/Selbsthilfe der Bürger*innen gefördert. Hierdurch identifizierte Potentiale und Schwächen sollen genutzt bzw. behoben werden. Die Bürger*innen werden befähigt Netzwerke zu knüpfen in denen sie kommunizieren und sich organisieren können.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bedarfe der Zielgruppen erfasst sind, Bürger*innen wissen, wohin sie sich mit Anfragen Problemen wenden können, Menschenrechte für alle wichtig sind und die Umsetzung angestrebt wird.
Beschreibung
Bürger*innen erkennen, dass sie die Macht haben, ihren sozialen Raum selbst zu verändern, Anliegen vorzubringen und zu vertreten.
Beschreibung
Bürger*innen in die Lage versetzt werden, Ressourcen und Potentiale ihres Umfeldes und ihrer Kommune zu erkennen und zu nutzen.
Beschreibung
die Potentiale der Netzwerkpartner erkannt und identifiziert werden, dadurch Doppelstrukturen vermieden werden und effektive Lösungen gefunden werden, um Hürden der Teilhabe abzubauen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Holtriem
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinde Utarp
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinde Westerholt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinde Blomberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Wittmund e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Blomberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Westerholt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
David-Fabricius-Ganztagsschule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KBV Freesenholt (Boßelverein)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Westerholt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TuS Westerholt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SV Blomberg
Typ
Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Anzeiger Harlingerland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mühlenverein Westerholt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IBB Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tafel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kirchengemeinde Blomberg-Neuschoo
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kirchengemeinde Westerholt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Bürgermeister*innen der drei Gemeinden haben nicht nur großes Interesse an der Umsetzung des Projektes, sondern auch an der nachhaltigen Wirkung. Durch den Netzwerkaufbau, die Verstetigung der Runden Tische als eine Art Steuerungsgruppe und die Anleitung von Ehrenamtlichen wird gewährleistet dass auch nach Projektende auf die veränderten Bedarfe eingegangen werden kann. Für Mobilitätsangebote wird der Ehrenamtsbulli des AWO Kreisverbandes weiterhin einsetzbar sein.
Galerie
juz blomberg
gemeindezentrum utarp
juz blomberg innen
ehrenamtsbulli
Zustimmung Veröffentlichung
On

GWA in Visselhövede - durch Kommunikation verbinden

Ansprechpartner
Sabine Voss
Organisation Präventionsrat Visselhövede
Funktion Leiterin
Soziale Stadt- und Dorfentwicklung im ländlichen Raum
Projektbeschreibung
Durch GWA und Jugendarbeit in der GWA haben wir in Visselhövede bisher viel erreicht. Es wurden belastbare Strukturen geschaffen (z.B. Patensystem für Zugewanderte, Kümmerer vor Ort, Belebung des neu entstandenen Jugendzentrums, Vernetzung verschiedenster Akteure über Palettenlandschaft am Marktplatz, Vereinsmesse, Ausbildungsmesse an der OBS, Zusammenarbeit mit Unternehmen/ Verwaltung/ Politik/ Bürgerinitiativen/ Kultur/ Sport). Diese Strukturen gilt es auch zukünftig zu nutzen und zu weiter zu stärken, um die anstehenden Herausforderungen, vor denen die Stadt Visselhövede steht, zu bewältigen: 1. GWA als Anlaufpunkt für alle Visselhöveder Bürger*innen wahrzunehmen, der ehrenamtliches und kommunales Engagement verbindet und vernetzt, Hilfe zur Selbsthilfe gibt, für jedwedes Anliegen da ist und durch öffentlichkeitswirksame Arbeit zur positiven Binnen- und Außenwirkung der Stadt beiträgt. 2. Den veränderten Sozialstrukturen durch einen überproportional hohen Anteil Geflüchteter in Visselhövede und damit Neubürgern durch Kommunikation und Integration Rechnung tragen. 3. Ausbau der Jugendarbeit im Rahmen der GWA, um daraus ein noch internationaleres Angebot zu machen, dies schließt auch raumplanerische Aspekte der Stadt V. mit ein (z.B. Verlegung der bestehenden Skateranlage an das Jugendzentrum, Nutzung der Calisthenicsanlage) 4. Die weiter bestehenden, eher isoliert in Parallelwelten lebenden Bevölkerungsgruppen im Sinne eines community organizing ansprechen und in die GWA einbinden. Hier wurden erste erfolgreiche Ansätze im bereits seit Jahren im Fokus stehende Projektgebiet "Pappelstraße" erzielt (Bewohnerbefragungen, Gemeinschaftsaktion "Tannenbaumschmücken", Elternberatung in Kooperation mit Schulen), was intensiv weiter verfolgt, ausgebaut und auf andere Projektgebiete übertragen werden muss 5. Ökologie, Nachhaltigkeit und Inklusion weiter verbinden und ausbauen, wie beispielsweise im Projekt Haus der Bildung (verschiedene Organisationen ziehen unter ein Dach und kooperieren), Aktion Rollfiets, Inklusionskutsche, Prüfen der Stadt Visselhövede auf Barrierefreiheit, Aktion "gelbes Band", gemeinsame Aktionen mit "Vissel for future", Seniorenbeirat u.a., aber auch die Unterstützung von Bemühungen der Stadtverwaltung hinsichtlich Klimaneutralität.
Laufzeit
2024-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Die GWA und die in der vergangenen Förderperiode hinzugekommene Jugendarbeit im Rahmen der GWA wird in Visselhövede - vielfach anerkennend - sowohl von Bürger*innen als auch Verwaltung und Politik wahrgenommen und benötigt. Obwohl sich Vieles positiv entwickelt hat und belastbare Strukturen geschaffen wurden, konnten noch nicht sämtliche Probleme gelöst werden, vielmehr sind besondere Herausforderungen für die Stadt hinzugekommen. Dazu gehören die Folgen des Angriffs auf die Ukraine. So hat Visselhövede eine Überquote ukrainischer Geflüchteter. Durch Familienzuzug hat sich die die Anzahl zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits um 20 Personen erhöht. Der Landkreis Rotenburg (Wümme) nimmt bis Ende April 2023 700 weitere Geflüchtete anderer Nationalitäten auf, von denen wiederum anteilig Personen der Stadt V. zugewiesen werden, weil dort noch (günstiger) Wohnraum vorhanden ist. Es bedarf weiterer, großer Anstrengungen diese Neubürger zu integrieren. Diesen Menschen soll in Visselhövede eine Perspektive geboten werden, sodass neben Wohnraum, auch Arbeits- bzw. Ausbildungsplätze, Spracherwerb und Freizeitaktivitäten ermöglicht werden, die verschiedenen Kulturen miteinander auskommen und sich wiederum in das Gemeinwohl einbringen. Hierzu sollen die GWA sowie die Jugendarbeit in der GWA durch Aktionen, Projekte und Präsenz in hohem Maße beitragen. Darüber hinaus sind auch die bisherigen Problemlagen (Beispiel Pappelstraße mit den für eine Kleinstadt unüblichen Wohnblocks in Randlage mit niedrigen Mieten, hierdurch hohem Anteil sozial Benachteiligter sowie angrenzendem Wohngebiet, deren Bewohner mittlerweile Eigentümer ehemaliger Behelfswohnungen sind) noch nicht gelöst.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Visselhövede
Beschreibung
Projektgebiet 1: Pappelstraße und angrenzende Straßen
Einwohnerzahl
950
Quelle / Anmerkungen
Stadt Visselhövede
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Projektgebiet 2: Großer Kamp Straße
Beschreibung
Neubaugebiet Großer Kamp Straße und Bosberg, von ca. 70 dort ansässigen Bewohnern sind ca. 45 kurdischstämmig.
Einwohnerzahl
70
Quelle / Anmerkungen
Stadt Visselhövede
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung, Projektgebiet 2 zeichnet sich durch Isolation/ Parallelgesellschaft aus
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Projektgebiet 3: Wehnser Weg, Hunnehop Straße, überproportional viele Bewohner aus der Volksgruppe der Sinti
Beschreibung
Wehnser Weg, Hunnehopstraße
Einwohnerzahl
50
Quelle / Anmerkungen
Stadt Visselhövede
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Projektgebiet 4: Am Rohlmannshof, durch Zuzug/ Zuweisung durch die Stadt überproportional viele Geflüchtete (Ukraine, afrikanische Ethnien)
Beschreibung
Am Rohlmannshof, durch Zuzug/ Zuweisung durch die Stadt überproportional viele Geflüchtete (Ukrainer*innen, afrikanische Ethnien)
Einwohnerzahl
300
Quelle / Anmerkungen
Stadt Visselhövede
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das GWA-Projekt umfasst mehrere Ebenen, weshalb verschiedene Ansätze bedient werden: Im Ansatz der integrativen Stadtteilentwicklung nimmt die GWA eine intermediäre Funktion ein und handelt ressortübergreifend. GWA ist Vermittler zwischen den Bürgern(Initiativen), Verwaltung, kommunaler Politik, öffentlichen Einrichtungen, Verwaltung und Vereinen. Sie ist Promoter von Initiativen und Ansprechpartner. Handlungsgrundlage ist Lebensweltorientierung von Thiersch. Ökologie, Inklusion und die Interessen von Anwohnern werden zusammengebracht. Für die Jugendlichen wird die sozialräumliche Jugendarbeit als Nachbarschaftsfeld der GWA umgesetzt. Die Handlungsziele werden aus der Sozialraum-Lebensraumanalyse abgeleitet. GWA ist Experte für die Belange der Jugendlichen und hat eine Mandatsfunktion. GWA ist Kooperationspartner für Schulen und andere jugendbezogene Einrichtungen. Für die Reduzierung von Vorurteilen eignet sich der Ansatz der transkulturellen Stadt(teil)arbeit. Sie sensibilisiert die Teilnehmenden für kulturelle und geschlechtsspezifische Lebensweisen. Die Entwicklungen von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus werden reflektiert. Die Bereitschaft zum Dialog und zur Kooperation zwischen Kulturen und Personengruppen werden gefördert. Dies stärkt die Vernetzung zwischen Organisationen sowie das Zusammenleben der Bewohner mit und ohne Migrationshintergrund.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Verschiedene Menschen oder Gruppierungen sich mit ihren Interessen wahrgenommen fühlen, GWA-Handeln zu Empowerment der Menschen führt und Demokratie gelebt wird
Beschreibung
Ideen werden zu Projekten, mit denen durch Hilfe zur Selbsthilfe und Kooperation Selbstwirksamkeit und Stärke der Beteiligten wachsen
Beschreibung
Vorhandene Ressourcen genutzt werden, um das Gemeinwohl zu stärken und die Stadt wieder ein Stück lebenswerter zu machen
Beschreibung
Unterschiedliche Menschen bzw. Organisationen bzw. Generationen bzw. Milieus bzw. Nationalitäten miteinander kommunizieren und arbeiten, um das Gemeinwohl zu stärken
Beschreibung
Gesamtgesellschaftliche und internationale Entwicklungen finden sich im gemeinwesenorientierten Handeln wieder. Die gerechte, grüne und produktive Stadt ist das Ziel des Handelns, das sich an den 5 Schlüsselprinzipien orientiert.
Beschreibung
GWA fördert belastbare Strukturen, Netzwerke und Kooperationen, die flexibel auf die jeweiligen Anforderungen reagieren können. GWA selbst arbeitet vernetzt
Beschreibung
Starke Nachbarschaften entwickeln sich durch GWA. indem das soziale und räumliche Gefüge sicht-, erfahr- und erlebbar gemacht wurde
Beschreibung
Durch GWA wird das Ziel einer ganzheitlichen Entwicklung (z.B. Wohnraum, Treffpunkte, Spielplätze) ausgewählter Gebiete verfolgt
Beschreibung
GWA ist eingebunden in örtliche Strukturen, kann gesamtkommunale Entwicklungen einschätzen und Expertise geben
Vorhandene Strukturen
Sowohl der GWA-Mitarbeiter als auch die beiden Mitarbeiterinnen, die sich aktuell die Stelle in der Jugendarbeit etwa pari teilen, sind vor Ort etabliert. Sie sind Kümmerer vor Ort und können mittlerweile auf belastbare Strukturen in der Netzwerkarbeit zurückgreifen. Beispiele sind das Patensystem für Geflüchtete, ehrenamtliche personelle Unterstützung im Jugendzentrum, Initiatoren für zahlreiche Projekte sowie deren Begleitung (z.B. gelbes Band, Rollfiets, Belebung Marktplatz, Pappelstraße, Vereinsmesse u.a.), aber mittlerweile auch die Übergabe von Projekten in andere (ehrenamtliche) Hände zur Verselbständigung derselben (z.B. Betreuung der Visselquelle). Die GWA wird in Planungen der Stadtverwaltung einbezogen (z.B. bei der Planung/ Einrichtung des Jugendzentrums, Verwaltung Räume Haus der Bildung u.a.).
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kreisverwaltung Rotenburg, Landrat Herr Prietz, Sozialdezernentin Frau Colshorn, Jobcenter Herr Stein, Frau Eickhoff, Frau Roon, Frau Heldt, Jugendberufszentrum Herr Baier, Kreisjugendpflege Frau Martens, Stadt Visselhövede Herr Lüdemann, Herr Grünhagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theater Metronom Frau Schröder, Kultur- und Heimatverein Visselhövede Frau Wuttke, ArtOutlet Herr Reichert, EigenArt Kultur e.V. Herr Netter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Präventionsbeamte der Polizei, Schwimmbad Visselhövede, Jugendzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DAA Standortleitung Frau Voss, Seniorenbeirat Herr Sündermann, DRK Herr Langanke, BNW Frau Bellmann, Jugendmigrationsdienst Frau Schwegler, Flüchtlingsbeirat Frau Zimmermann, Tafel Visselhövede Herr Seitz, Lebensräume e.V. Frau Steenblock, Simbav
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VfL Visselhövede Herr Gohlke, MTV Jeddingen Herr Schumacher, SV Schwitschen Herr Rickers, SV Wittorf Herr Jessen, Freilauf Visselhövede Frau Wachtmann, Kneippverein Frau Rohr
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie-Sozialstation Herr Goebel, Visselhöveder Pflegedienst Frau Rathmann, Seniorenresidenz Zur Mühle Herr Meyer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulleiter OBS Visselhövede Herr Wieland, Leitung Kastanienschule Frau Puschmann, Grundschule Jeddingen Frau Darboven, Schulsozialarbeit aller Schulen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rotenburger Werke der Inneren Mission Herr Faltermann, ev. St. Johannisgemeinde Visselhövede Jugenddiakon Herr Pahling, Pastorin Rosenfeld, Pastor Wohlfahrt, Kirchenvorstand Frau Meier-Zindler
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gewerbeverein Visselhövede Herr Grünhagen, Hoyer Mineralöle Herr Hoyer, JBS Herr Behrens, Handwerkskammer Frau Krüger, Unternehmerverband Rotenburg-Verden Herr Esselmann, Rotenburger Wirtschaftsforum Herr Kehrstephan
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Redaktion Visselhöveder Nachrichten Herr Wieters, Redaktionsteam Rotenburger Kreiszeitung, Redaktionsteam Rotenburger Rundschau
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Vulpes Immobilien Management GmbH, Eckernförde (Eigentümerin Wohnblocks Pappelstraße)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Vissel for future Herr Gabriel, Präventionsrat der Stadt Visselhövede Frau Schumann, unsere gewonnenen Paten*innen, Ehrenamtliche in der Unterstützung des Jugendzentrums, zahlreiche weitere engagierte Bürger*innen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Lüdemann, alle im Rat vertretenen Gruppierungen, Lars Klingbeil Parteivorsitzender SPD, Landtagsabgeordnete Herr Holsten (CDU), Frau Liebetruth (SPD)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Leader-Region Hohe Heide Herr Pahl, Herr Eberle, Herr Brunkhorst
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
GWA + GWA Jugendarbeit sind mittlerweile fest vor Ort eingebunden und unverzichtbar. Das finanzielle Engagement trotz enormer, teils unvorhersehbarer Belastungen der Stadt V. steigt für die beantragte Förderperiode nochmals deutlich. Es besteht der Wille der Stadt V. die Planungen so zu gestalten, dass eine Übernahme der GWA in Eigenregie der Stadt ab 2027 erfolgt, idealerweise als eine Art Stabstelle für Gemeinwohl, soziale Integration und Stadtentwicklung und entsprechend im Haushalt geplant.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Vielfalt gemeinsam im Gemeinwesen gestalten

Ansprechpartner
Moqem Omari
Organisation Stadt Dissen aTW
Funktion Integration- und Gemeinwesenarbeit
Zusammenleben iterativ gestalten
Projektbeschreibung
Bereits heute stellt die Vielfalt im Gemeinwesen das Zusammenleben vor eine große Herausforderung. Konflikte müssen gemanaged, das Zusammenleben gestaltet werden. Die Gemeinwesenarbeit bietet großes Potenzial, Vielfalt lebensweltnah und ganzheitlich Vielfalt zu gestalten – gerade auch im Hinblick auf die aktuellen Herausforderungen der Integration von Geflüchteten aus der Ukraine. Dieser Ansatz kann nur ganzheitlich unter Einbindung möglichst aller Akteur*innen der Zivilgesellschaft und aller Abteilungen der Stadtverwaltung und Teilen der Landkreisverwaltung erfolgreich sein. Deshalb soll in einem iterativen Prozess ein Masterplan für das Gemeinwesen entwickelt werden, bei dem von Anfang an das Handeln im und mit dem Gemeinwesen im Mittelpunkt steht, um Barrieren zu überwinden oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Hier kommen digitale (z.B. digitale Umfragen, QR-Codes im Projektgebiet) wie analoge Methoden zum Einsatz (z.B. das mobile Café oder Straßenzeitungen). Gerade das Projektgebiet in der Kleinstadt Dissen aTW eignet sich besonders für eine solches Vorgehen, weil die Wege kurz sind und die sozialen Netzwerke in vielen Bereichen noch funktionieren. Nichtdestotrotz ist Dissen aTW – und besonders das Projektgebiet – von einem hohen Migrationsanteil und dem Weggang mehrerer Großbetriebe gekennzeichnet, was einen unmittelbaren Einfluss auf das Zusammenleben in Vielfalt hat. Daher ist hier ein ganzheitlicher Handlungsbedarf geboten. Besonders jetzt ist es wichtig, einen multiperspektivischen Ansatz zu fahren, der den Herausforderungen auf allen Ebenen der Stadtgesellschaft begegnet und z.B. auch die Stadtplanung mit einbezieht. Die Vernetzung vor Ort soll nachhaltig durch die Verwendung von analogen und digitalen Methoden weiterentwickelt und noch näher an die Bürger*innen im Gemeinwesen gebracht werden. Zentral geht es darum, die Stadtgesellschaft auch zukünftig für kommende Herausforderungen und Krisen aus dem Blickwinkel des Zusammenlebens krisenfest zu machen.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Dissen aTW mit über 10.200 Einwohner*innen aus mehr als 60 Nationen liegt im Süden des Landkreises Osnabrück am Teutoburger Wald. Einen besonders großen Teil machen EU-Arbeitsmigrant*innen v.a. aus Rumänien, Polen und Bulgarien aus. Hinzu kommt ein hoher Anteil an Spätaussiedler*innen. Der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund im Projektgebiet ist überdurchschnittlich im Vergleich zur Gesamtstadt und diese liegt über dem kreisweiten Durchschnitt. Im Gemeinwesen zeigt sich eine stark segmentierte Gesellschaft. Vielfalt wird nicht gelebt. Hier stellt sich die große Herausforderung, ein Zusammenleben in Vielfalt aktiv und unter Einbindung aller Bewohner*innen im Gemeinwesen zu gestalten – gerade auch im Hinblick auf die zu erwartenden Flüchtlinge aus der Ukraine. Daher soll mit dem Projekt ein Verständnis und die Umsetzung von Maßnahmen zur Gestaltung des Zusammenlebens in Vielfalt gemeinsam mit den Bewohner*innen des Gemeinwesens, der Stadtverwaltung/ -politik sowie weiteren Akteur*innen des Zusammenlebens in Vielfalt erarbeitet und umgesetzt werden. In den drei Vorläuferprojekten wurden bereits unterschiedliche Zielgruppen erreicht und erste Netzwerke aufgebaut, die auch als Grundlage für das aktuelle Projekt dienen. Eine Verstetigung der GWA ist allerdings bislang nicht gelungen. Deshalb übernimmt die Stadt Dissen aTW nun selbst die GWA, für die Herr Moqem Omari gewonnen werden kann, der bislang als Integrationsmanager für die Stadt Dissen tätig ist. Er ist Politikwissenschaftler MA mit den Schwerpunkten Zivilgesellschaft und Migration und weist eine langjährige Erfahrung in der sozialen Arbeit auch in Dissen auf. Eine GWA-Fortbildung ist geplant.
GWA/QM-Ansatz
Hier wird ein ganzheitlicher GWA-Ansatz in engem Austausch mit der Stadtverwaltung und weiteren Akteur*innen verfolgt (Triple-Mandat). Es geht um die konkrete Gestaltung der Lebenswelt der Menschen im Gemeinwesen. Dies kann nur im Zusammenspiel aller Akteur*innen in einem integrierten Ansatz funktionieren. Die GWA arbeitet niedrigschwellig, an Ressourcen der Bewohner*innen orientiert, immer mit dem Blick auf Hilfe zur Selbsthilfe und präventiv. Im Zentrum der Arbeit steht die Vernetzung der Akteur*innen und Bewohner*innen, um selbstwirksam den Herausforderungen im Zusammenleben zu begegnen. Die GWA führt eine aktivierende Arbeit durch, um möglichst viele Menschen für die Mitarbeit an der Entwicklung und Umsetzung des Maßnahmenplans zu gewinnen. Durch das mobile Café und andere Methoden wird eine Mischung aus Komm- und Geh-Strukturen in der GWA etabliert.
Nachhaltigkeit
Es ist beabsichtigt, eine GWA-Stelle für die Kernstadt in Dissen zu verstetigen. Hierzu ist allerdings eine Förderung der Kick-Off-Phase zu Implementierung der notwendigen Strukturen nötig. Die Basis für ein ganzheitliches Herangehen an die sozialen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft soll in der Stadtverwaltung zunächst geschaffen und dann ebenfalls verstetigt werden. Die aufgebaute Netzwerkstruktur mit den Akteur*innen und Bewohner*innen des Gemeinwesens wird durch die GWA begleitet.
Galerie
2023 logo vielfalt g i g g
01 gruppenarbeit 01 vielfalt gestelten konferenz
01 gruppenarbeit 02 vielfalt gestelten konferenz
03 plenum vielfalt gestelten konferenz
04 buergermeister eugen goerlitz vielfalt gestelten konferenz
05 moqem omari und herr friedrich weigelleitungbalalaika ensembles der kreismusikschule vielfalt gestelten konferenz
stellwand begegnung und dialog vielfalt gestelten konferenz
stellwand information und vernetzung vielfalt gestelten konferenz
stellwand partizipation engagement vielfalt gestelten konferenz
2023 tanenbaumsingen
20230305 113511 gemeinsames picknicken
20230520 181922 sommerfest und maisingen
20230520 184335 sommerfestmaisingen
20230521 184341 sommerfestmaisingen
20230909 151336 stadtfest dissenskuriel
das haus kifaz
deniz kurku und thomas uhlen in dissen atw 04
deniz kurku und thomas uhlen in dissen atw 05
img 20230523 wa0003 sommerfestmaisingen
img 20231011 wa0003 ukrainischer stammtisch
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img 20241110 wa0014 sprachmobil
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nachbarschaftsfest am telgenkamp
omari
whatsapp bild 2023 09 03 um 11.59.58 2 gemeinsames picknicken
whatsapp bild 2023 09 03 um 16.36.006 gemeinsames picknicken
whatsapp bild 2023 11 28 um 17.08.33 532f82e2 sprachmobil
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Aufsteller

Gemeinsam und gesund – gut leben im Quartier! Alter(n)sgerecht in die Zukunft

Ansprechpartner
Hilke Meyer
Funktion Seniorenbeauftragte
Zwischen heute und morgen, unser zuhause im Quartier. Lebendige Quartier für ein lebenswertes Miteinander aller Generationen. Aber sicher!
Projektbeschreibung
Das Projekt „Gemeinsam und gesund – gut leben im Quartier! Alter(n)sgerecht in die Zukunft“ möchte dazu beitragen, ältere Menschen gezielt in die GWA und die schon vorhandenen Strukturen der Quartiere zu integrieren. Im Zuge der GWA ist es für ältere Menschen wichtig, dass zentrale Versorgungsstrukturen und Dienstleistungen in erreichbarer Distanz verfügbar sind und diese den älteren Menschen bekannt sind. Soziale Kontakte sollten in der Nähe der Wohnung gepflegt werden können. Ein Ziel der GWA mit älteren Menschen sollte sein, dass diese Personengruppe durch Mitgestaltung selbstbestimmt und in Würde altwerden darf und an generationenübergreifenden Formen des Zusammenlebens im Quartier teilhaben kann. Methodisch soll es mit zwei Sozialarbeiterinnen „Kümmerinnen vor Ort“ geben, die im Schwerpunkt in aufsuchender Beratung zum einen die Bedarfe der Zielgruppe erheben und somit ihre Beteiligung am Gemeinwesen stärken können und zum anderen als Mittlerinnen dienen zwischen den älteren Menschen, den Versorgungs- und Dienstleistern und den Stadtteiltreffpunkten. Zusätzlich sollen durch das Projekt gezielte Angebote zur Gestaltung sozialer Kontakte, generationsübergreifender Aktionen, dem Ausbau von Begegnungsräumen sowie Angeboten zur Gesundheitsförderung und auch gezieltem Engagement initiiert werden, die dazu beitragen, das Leben im Quartier für alle Altersgruppen demographiefest und nachhaltig zu gestalten. Durch die Einbeziehung von interdisziplinären Expert*innen und Akteur*innen in den Sozialräumen sowie die Bürger*innen als Expert*innen in eigener Sache sollen Defizite, Bedarfe aber auch Potenziale erkannt werden, um die Quartiere altern(s)gerecht und zeitgemäß fort- bzw. neu zu entwickeln.
Laufzeit
2024-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Herausforderungen/Auswirkungen der demographischen Entwicklung und des sozialen Wandels sind in Hameln deutlich erlebbar. Besonders deutlich wird dies angesichts des bereits jetzt überdurchschnittlichen Anteils älterer Menschen (Ü60=33,2%;Ü80=8,6%), der in den kommenden Jahren verlässlich weiter ansteigen wird. Besonders die fragile Lebenslage alleinlebender älterer Menschen ohne soziales Netzwerk erfordert die Notwendigkeit, eine nachhaltige Struktur auf- & auszubauen, um zukünftig eine selbständige Lebensführung in der eigenen Häuslichkeit zu erhalten u. zu fördern. Pandemiebedingtes Rückzugsverhalten und gleichzeitiger Rückgang ehrenamtlicher Potenziale haben diese Situation noch verschärft. Die Entwicklung neuer sozialer, generationsübergreifender Netzwerkstrukturen im nahen Wohnumfeld ist angesichts rückläufiger familiärer Hilfe-und Unterstützung sowie der Zunahme von Singles/Kinderlosen zur Mobilisierung einer aktiven Selbst- u. Mitverantwortung erforderlich. Besonders für ältere Menschen mit eingeschränktem Aktionsradius oder geringen finanziellen Spielräumen sind die Ressourcen ihres Quartiers relevant für Selbstbestimmung u. Lebensqualität und ermöglicht ihnen soziale und kulturelle Teilhabe. In Zukunft werden dabei gleichzeitig die verschiedenen Lebenslagen von älterwerdenden (Sekundär-)Migrant:innen, die zwischenzeitlich hier ihr Zuhause gefunden haben, mehr Berücksichtigung finden müssen. Hameln möchte ihr Gemeinwesen für heutige u. zukünftige Generationen proaktiv u. nachhaltig alter(n)sgerecht gestalten. Dieses Vorhaben stellt die Umsetzung der Leitlinie 1 des 2020 „Hameln ist eine Stadt für alle Menschen“ sowie Ihren zugeordneten Zielen/Maßnahmen dar.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hameln Kernstadt (Nordstadt, Südstadt, Klütviertel, Basberg, Altstadt)
Beschreibung
Stadtteile der Hamelner Kernstadt, zentrale Lage mit recht guter Anbindung und Versorgungsstrukturen.
Einwohnerzahl
40000
Quelle / Anmerkungen
https://www.hameln.de/de/buergerservice-verwaltung/blick-in-die-geschichte/hamelns-ortsteile | https://www.hameln.de/fileadmin/media/Dokumente/Abt._41_Stadtentwicklung_und_Planung/Statistische_Daten_2022.pdf
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Einwohnermeldeabteilung
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil ausländischer Bewohner/innen über 60 Jahre (Daten der Einwohnermeldeabteilung)
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Hamelner Ortsteile (Afferde, Hilligsfeld, Rohrsen, Tündern, Wehrbergen, Sünteltal, Halvestorf, Haverbeck, Hastenbeck, Klein Berkel, Wangelist)
Beschreibung
Abstand zur Kernstadt zw. 1-6 Kilometer. Dörflich geprägte Ortsteile.
Einwohnerzahl
20000
Quelle / Anmerkungen
https://www.hameln.de/de/buergerservice-verwaltung/blick-in-die-geschichte/hamelns-ortsteile | https://www.hameln.de/fileadmin/media/Dokumente/Abt._41_Stadtentwicklung_und_Planung/Statistische_Daten_2022.pdf
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
38
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Einwohnermeldeabteilung
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil Ausländische Bewohner/innen über 60 Jahren. Daten Einwohnermeldeabteilung.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Ziel einer ganzheitlichen Weiterentwicklung aller Stadtquartiere soll auf die besondere soziale Herausforderung des demographischen Wandels und der besonderen Bedarfe älterer Menschen in ihrem natürlichen Radius, dem nahen Wohnumfeld mit gezielten Methoden der GWA im Projekt eingegangen werden. Im Sinne der Integrationsarbeit können durch die Methode der aufsuchenden Beratung ältere Menschen, besonders die in schwierigeren sozialen Lagen, besser in ihrem Stadtteil partizipieren. Dies wiederum trägt zu einer Sicherung der demokratischen Verhältnisse vor Ort bei, da die Zielgruppe oftmals nicht durch die klassischen Beteiligungsformen im Quartier erreicht wird. Durch die Anbindung des Projektes bei der Stadt Hameln können Bedarfe der Zielgruppe nach der Ermittlung unmittelbar an die richtige Stelle weitergeleitet werden. So lassen sich in erster Linie die immateriellen Bedingungen vor Ort verbessern, so dass alle Generationen gewinnbringende soziale Beziehungen vor Ort leben können. Aber auch materielle und infrastrukturelle Bedarfe können zunächst Erhoben und in den aufzubauenden oder aufrechtzuerhaltenden Netzwerkstrukturen lösungsorientiert diskutiert werden. Im Sinne des lebenslangen Lernens sollen Veranstaltungen mit Kooperationspartner:innen zu verschiedensten Themen informieren, beraten und auch zur gesundheitlichen und präventiven Förderung beitragen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ideen, die die Zielgruppen entwickelt hat sind im Quartier umgesetzt oder etabliert worden.
Beschreibung
Durch aufsuchende Beratung sind neue Zugänge geschaffen worden und Bewohner:innen direkt angesprochen worden
Beschreibung
Durch Einbezug älterer Menschen in Netzwerkstrukturen und Angebote vor Ort ist generationsübergreifendes Denken und Handeln im Quartier gestärkt.
Beschreibung
Vorhandene Dienstleistende und Versorgungsangebote, sowie Netzwerke und Stadtteiltreffpunkte liegen im Zentrum der aufsuchenden Beratung und werden bei der Planung neuer Angebote unterstützt oder aktiv mit einbezogen.
Beschreibung
Zusammenarbeit mit der Abteilung Stadtentwicklung und Planung, sowie weiteren Fachabteilungen je nach anstehendem Thema sind erfolgt.
Beschreibung
Neue Formen der Begegnung sind entstanden, neue Kontakte zwischen Nachbar:innen wurden geknüpft.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Mütterzentrum - Mehrgenerationenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtbücherei - Grünes Labor
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Polizeiinspektion Hameln-Weserbergland, Team Prävention
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin- Luther Gemeinde (ev.)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Augustinus Hameln (kath.)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Senioren- und Pflegestützpunkt (SPN)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Julius Tönebön Stiftung (Wir im Quartier)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hamelner Wohnungsbau Gesellschaft (hwg) (Heinrich-Heine-Treffpunkt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnungsgenossenschaft Hameln eG (wgh)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Wohlfahrtsverband
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsräte und Ortsbürgermeister:innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenrat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Öffis (ÖPNV Hameln-Pyrmont)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenradio von radio aktiv (Hameln-Pyrmonter Lokalradio)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
FiZ (Familie im Zentrum Einrichtung der Eugen-Reintjes-Stiftung)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro/ Integrationsmanagement der Stadt Hameln (Thema (Sekundär-)Migration)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Abteilung Stadtentwicklung und Planung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alzheimer Gesellschaft Hameln-Pyrmont e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Smart City Projektbüro Landkreis Hameln-Pyrmont
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesundheitsregion Landkreis Hameln-Pyrmont
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Es ist angedacht, das Themengebiet der offenen und aufsuchenden Seniorenarbeit im Quartier zu verstetigen. Dafür ist in Vorbereitung wichtig, über das Projekt in der Abteilung, im Fachbereich und auch im Rat der Stadt Hameln regelmäßig zu berichten, Projektergebnisse vorzustellen und im Projektverlauf entstehende Ideen für die Zukunft weiterzuentwickeln. Anschließende Fördermöglichkeiten werden außerdem im Projektzeitraum geprüft.
Galerie
stoffregen1
stoffregen2
Zustimmung Veröffentlichung
On

Von der „AltenSchule" zur neuen guten Nachbarschaft

Ansprechpartner
Anja Oppermann
Funktion Vorsitzende Jugend- und Sozialausschuss
Ein „Schlafdorf“ wacht auf - zur neuen Gemeinschaft in alten Räumen
Projektbeschreibung
Ziel des Projekts ist die Bildung einer Dorfgemeinschaft und Beheimatung der Zugezogenen in Lauenbrück, einem Grundzentrum mit wenig ausgeprägter Infrastruktur und Willkommenskultur. Es ist besonders für viele Neubürger und Geflüchtete, kein wirkliches „zu Hause“. Pandemiebedingt hat auch die beliebte Dorfkneipe ihren Betrieb eingestellt, geblieben sind eine Raucherkneipe und eine Event-Gastronomie. Aber der notwendige Bau einer neuen Grundschule 2023 ermöglichte es der Gemeinde, das alte Grundschulgebäude 2024 zurückzuerhalten und mit Fördermitteln des ZILE-Programms für eine Umnutzung als offenes Bürgerhaus vorzubereiten. 2018 hatte die Gemeinde bereits in der „AltenSparkasse“ einen Gemeinschaftsraum für Vereine und Gruppen eingerichtet, der stets ausgebucht ist. Dieser bietet nur isoliert voneinander Platz für jeweils ein Angebot und keinen Raum für Begegnung und ein übergreifendes Miteinander. Eine multifunktionale Nach- und Umnutzung des bisherigen Grundschulgebäudes an der Wümme kann eine Begegnungsstätte schaffen. Dieser generationenübergreifende Treffpunkt wird sicher die Integration besonders auch unserer Neubürgerinnen und -bürger aller Herkunft bewirken. Als Grundzentrum sollte Lauenbrück über eine solche identitäts- wie gemeinschaftsstiftende Einrichtung unbedingt verfügen und damit zugleich zur Versorgung mit soziokulturellen Angeboten und Dienstleistungen beitragen. Schon früh bildete sich zur Klärung der weiteren Nutzung der alten Schule aus allen Fraktionen des Lauenbrücker Gemeinderats die „IFAG“, eine ehrenamtliche interfraktionelle Arbeitsgruppe als Planungsstab. Der Umbau und die Umnutzung wurden vom Gemeinderat beschlossen. Allen am Prozess Beteiligten war aber klar, dass die Inbetriebnahme eines solchen Hauses einer professionellen Ausgestaltung bedarf, die die IFAG selbst und auch die Gemeindeverwaltung nicht wird leisten können. Ein so das Gemeinwesen förderndes Projekt bedarf einer Person, die „da ist“. Dabei wird es bei der Gestaltung nicht nur darauf ankommen, die „AlteSchule“ mit Leben zu füllen, vielmehr muss es Aufgabe sein, die Dorfbevölkerung aus den unterschiedlichen dörflichen „Inseln“ einzubeziehen und „abzuholen“ - im Sinne eines zu schaffenden lebendigen Dorfes. Die „AlteSchule“ als Ankerpunkt für das Projekt kann so neben allen Maßnahmen, die erforderlich sein werden, zur Bildung und Stärkung der Dorfgemeinschaft beitragen.
Laufzeit
2025-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Lauenbrück ist ein „Schlafdorf“ am Rande des Landkreises Rotenburg. Ursprünglich als Siedlungsort für Arbeitskräfte des Bothmerschen Ritterguts, später der Eisenbahn und nach dem zweiten Weltkrieg neue Heimat für viele Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten verfügt über kein historisch gewachsenes Zentrum. Die soziale Infrastruktur in diesem ländlichen benachteiligten Raum beschränkt sich auf Vereine. Wie damals fällt es den heutigen Geflüchteten schwer, sich zu integrieren. Auch bei pendelnden Neubürgern beschränken sich die Kontakte auf die unmittelbare Nachbarschaft. Geographische und verkehrsinfrastrukturelle Besonderheiten (Wümme, Fintau, Moor, Bahndamm, Bundesstraße 75) haben zu einer aufgelockerten Bebauung und kleinräumigen Ansiedlungen („Vogelviertel“, „Fischtown“; „Klein Moskau“, „Aukamp“) geführt und die Isolation verschärft. Bedingt durch die Randlage Lauenbrücks und den demographischen Wandel sind besonders ältere Menschen und Geflüchtete auf ein Auto angewiesen, um bedarfsgerechte Angebote wahrnehmen zu können. Und es fehlt allen an einem beheimatenden Anlaufort, besonders auch jungen Menschen (ohne Führerschein). Mehrfache Versuche, für sie ein Angebot zu schaffen, sind in der Vergangenheit gescheitert, wären aber dringend erforderlich. Um Abgrenzung und Isolation in den „dörflichen Inseln“ in Lauenbrück aufzubrechen, wird die „AlteSchule“ zwar räumliche Bedingungen schaffen, die Ausgestaltung des Projekts erfordert aber Begleitung, die ohne professionelle Hilfe nicht gelingt. Die aus der Kommunalpolitik entstandene IFAG „AlteSchule“ bedarf für ihr bürgerschaftliches Engagement Hauptamtlicher, die das Projekt umsetzen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lauenbrück
Beschreibung
Das Fördergebiet erstreckt sich über die Fläche der Gemeinde Lauenbrück innerhalb der Samtgemeinde Fintel (Landkreis Rotenburg / Wümme).
Einwohnerzahl
2662
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Lauenbrück
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung auf der Grundlage eines Ausdrucks der Samtgemeinde Fintel am 26.3.2024 (Ausländer und Doppelstaatler); Altersstrukturen waren leider nicht verfügbar
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Statistischem Bundesamt beträgt der Anteil der bis 20-Jährigen 19 %, Daten für die Gemeinde Lauenbrück sind nicht zugänglich und wurden mit 24 % für alle ( 0 bis 26 Jahre ) geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Statistischem Bundesamt beträgt der Anteil der über 66-Jährigen 20 %, Daten für die Gemeinde Lauenbrück sind nicht zugänglich und wurden mit ca. 27 % geschätzt.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die isoliert nebeneinander lebenden Bevölkerungsgruppen Lauenbrücks sollen durch die Einstellung eines Gemeinwesenarbeiters zusammengebracht werden. Als zentrale professionelle Person für alle Menschen im Dorf soll er initiativ sein und auf die Menschen zugehen. Er soll Kontakte fördern, Hilfsangebote koordinieren sowie (Bildungs-) Angebote eröffnen und damit für Gemeinschaft, Austausch und Teilhabe sorgen. Mit der „AltenSchule“ als Ausgangsbasis, einem emotionalen Ort für Altbürger mit Verwurzelungspotential für Neubürger, soll der Gemeinwesenarbeiter für die Entstehung eines dörflichen Gemeinschaftsgefühl sorgen und den Zusammenhalt unter allen Bevölkerungsgruppen herstellen und stärken. Seine Aufgabenschwerpunkte sind: • Entwicklung von Gemeinwesenarbeit, Förderung des gemeinschaftlichen Zusammenlebens, Umsetzung von Projekten im Zuge unseres Projektes Von der „AltenSchule“ zur neuen guten Nachbarschaft • Angebotsentwicklung zur Stärkung der Nachbarschaft und des Ehrenamts, der Integration und der Teilhabe in der Gemeinde • Stärkung der individuellen und im Sozialraum vorhandenen Ressourcen • Projektmanagement von gemeindeinternen, sozialen und integrativen Projekten • Aufbau und Betreuung von Bürgerbeteiligungsprozessen • Planung und Durchführung von Veranstaltungen, Arbeitsgruppen und Bürgerworkshops • Konzeptentwicklung, Projektanträge, Evaluation • Öffentlichkeitsarbeit • Fördermittel akquirieren, Dokumentation und Berichte für Geldgeber
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die „AlteSchule“ unser „Bienenstock“ ist beheimatender Treffpunkt für alle Menschen im Ort unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft und wächst so zu einem immer größer werdenden „Bienenhaus“.
Beschreibung
Ziel ist es, Potentiale aller Einwohner zu nutzen. Wir fragen uns nicht:, „Was kann die „AlteSchule“ mir als Bewohner bieten?, sondern: „ Was kann ich meinem Dorf bieten?" Auch Geflüchtete wirken als Ehrenamtliche mit.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn alle Einwohner Zugang zu der mit der „AltenSchule“ geschaffenen sozialen und mobilisierenden Infrastruktur haben, und der Ort allen ein gesundes Lebensumfeld bietet mit klima- und umweltfreundlichen Strukturen.
Beschreibung
Ziel ist es, den mit der IFAG begonnenen demokratischen Prozess weiter zu fördern. Mitgestaltungsprozesse am Gemeinwesen durch Ideenbörsen, Befragungen und Workshops zu vertiefen. Der Einzelne und die Gemeinschaft vertreten ihre Interessen.
Beschreibung
Alle Lauenbrücker stehen im Mittelpunkt. Aktive Beteiligung ist erreicht, wenn die „AlteSchule“ als Kommunikations- und Begegnungsstätte angenommen wird, gemeinsame Projekte entstanden sind und bedarfsorientierte Angebote durchgeführt werden.
Beschreibung
Bürgerbeteiligung ( Ideenbörsen, Befragungen, Austausch ) findet regelmäßig statt. Synergieeffekte entstehen, neue Projekte und Veranstaltungen gehen daraus hervor. Ein starkes Netzwerk ist erreicht, wenn die Angebote auch den ermittelten Bedarf decken.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lauenbrücker Speeldeel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Volkshochschule Rotenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ländliche Erwachenenbildung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreismusikschule Rotenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerbus-Verein Fintel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Aktive Frauen Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VdK
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dorfgemeinschaft Lauenbrück e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FDP-Bürgersprechstunde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren-Treff
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kneipp-Verein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Selbsthilfegruppen „Menschen in seelischer Notlage“
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Selbsthilfegruppe „Anti-Depression“
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauen Rotenburg und Umgebung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesundheitslotsin der SG Fintel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Chor Continuo
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Ortsverein Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther-Kirchengemeinde Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jagdhorn-Bläsergruppe „Günters wilde Bande“
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hegering Lauenbrück in der Jägerschaft Rotenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hundefreunde Lauenbrück e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rat der Gemeinde Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportverein Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Angelsportverein Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialverband Deutschand, OV Sittensen-Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Lauenbrück, Oberschule Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Simbav Familienforum Fintau
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
div. Yoga-Gruppen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
NABU, BUND
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Scharnow-Stiftung „Tier hilft Mensch“ / Landpark Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Nach Ablauf der Förderung soll der von der IFAG angestoßene demokratische Prozess unbedingt fortgeführt werden, zumal uns die Räumlichkeiten unserer „AltenSchule“ erhalten bleiben - idealerweise in Eigenregie der Nutzergruppen, die dort eine Heimat gefunden haben werden. Denkbare Optionen sind: 1. Gründung eines Fördervereins mit entsprechender Finanzierung, 2. Fortführung auf Honorar-Basis, 3. Übernahme in die kommunalen Verwaltungsstrukturen und 4. Rekrutierung weiterer Fördermittel.
Galerie
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schulhof
schulnebeneingang
schulwand
schulgarten
schulwald
kreiszeitungaugust23
planalteschule
putztag
flyer tag
Aufsteller
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Zustimmung Veröffentlichung
On

# Demokratie leben # Alte Mitte Langenhagen # Elisabeth im verbunT

Ansprechpartner
Lisa Langhans
Organisation Elisabethkirchengemeinde
Funktion stellvertr. Kirchenvorsteherin
Elisabeth - für Stadtteilkultur durch Partizipation, Selbstorganisation und Vernetzung im verbunT
Projektbeschreibung
Ausgehend von der bisherigen GWA der Elisabeth-KG wird die zukünftige Arbeit im Quartier aufgebaut: bestehende Netzwerke werden gepflegt und erweitert, laufende Angebote werden in die Selbständigkeit begleitet, im Gemeindehaus finden regelmäßig Runde Tische zum Thema GWA statt, an denen alle an der GWA beteiligten Ehrenamtlichen/ Anwohner*innen teilnehmen und sich vernetzen. Zukünftig stehen Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur, Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen und Stadtteilkultur im Vordergrund. Die Gehstruktur mit dem Coffee Bike findet gezielt in den Bereichen statt, aus denen bisher nur wenige Anwohner*innen an GWA-Prozessen teilhaben, obwohl der Bedarf erfasst wurde. Es werden Aktionen wie Straßenflohmarkt, Treppenhausfrühstück, Straßenfest geplant, um Vorurteile abzubauen und Austausch zu fördern. Als Gegengewicht zum aktuellen Rechtsruck liegt ein besonderes Augenmerk auf interkulturellem Austausch. Die Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeirat wird ausgebaut. Die Zusammenarbeit mit Freiwilligenagentur und Kirchenkreisjugenddienst ermöglicht regelmäßige bedarfsorientierte Fortbildungsangebote für Ehrenamtliche. Beziehungsarbeit mit Anwohner*innen/ EA stärkt die Zusammenarbeit und macht Bedarfe sichtbar, die dann gemeinsam in neuen Kleinprojekten bearbeitet werden. Beteiligungsformate werden gestärkt und eine lebendige Stadtteilkultur aufgebaut. Anwohner*innen organisieren sich mit Hilfe der GWA-Fachkraft, um als Gruppe ihre Belange gegenüber Wohnungsbaugesellschaften/ Vermieter*innen zu vertreten. Diese erkennen die Vorteile einer Zusammenarbeit mit GWA-Projekten in ihren Immobilien an. Ziel für eine Verstetigung ist die finanzielle Beteiligung an der Einrichtung einer Personalstelle zum Ende der Projektlaufzeit. Dabei orientiert sich GWA an win e.V./ KSG und verstärkt die Zusammenarbeit. Das Netzwerk GWA wird in Zusammenarbeit mit der Stadt LGH ausgebaut. Erworbenes Wissen der Koordinatorinnen aus dem Zertifikatskurs wird allen zugänglich gemacht. Die erarbeiteten Leitlinien für GWA in LGH werden weiterentwickelt und praxisbezogen laufend angepasst. Die Kooperation im verbunT (Stadt, Fam.-zentrum Emma und Paul, KG Zum Guten Hirten) wird weitergeführt und inhaltlich und strukturell vertieft. Durch Gremienarbeit in Kirche, Kommune und Diakonie sowie die Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugesellschaften und Städtebau LGH wird GWA für die Verstetigung auf breite Füße gestellt.
Laufzeit
2024-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Langenhagen erlebt eine ungebrochene Zuwanderungssituation, die Bevölkerungsstruktur in der Alten Mitte wird durch Migrant*innen und Senior*innen geprägt. Über die bisherigen kirchengemeindlichen Bezüge hinaus konnten in den vergangenen drei Jahren Kontakte in das Quartier geknüpft werden. Bei Gesprächsanlässen wie Befragungen und aufsuchender Arbeit mit dem Coffee-Bike wurden Bedarfe geäußert und erhoben. Dabei wurde deutlich, dass erhebliche Vorurteile unter den Anwohner*innen untereinander sowie Konflikte mit Wohnungsbaugesellschaften, etwa bzgl. der Nutzung von Gemeinschaftsanlagen, bestehen. Veranstaltungen und Begegnungsanlässe waren Ausgangspunkt für Beziehungsarbeit, die weiter ausgebaut und gepflegt werden muss. Nach wie vor spielt Vereinsamung im Alter eine größere Rolle im Projektgebiet. Der Projektstart vor drei Jahren war durch die Coronafolgen geprägt. Kontakte in den Nachbarschaften werden allerdings noch nicht in gleichem Umfang gepflegt wie vor der Pandemie. Bisher haben v.a. der Kirche nahestehende Personen aktiv Angebote der GWA gestaltet bzw. besucht. Der Kreis erweitert sich zunehmend. Noch werden Veranstaltungsangebote mit Gemeinschaftscharakter im Gemeindehaus teilweise zögerlich angenommen. Netzwerkarbeit und Kooperationen im Quartier und auf kommunaler Ebene haben im Laufe der drei Jahre eine erste Grundstruktur für GWA in Langenhagen aufgebaut – im verbunT. Regelmäßige gemeinsame Sitzungen, die Bildung einer Steuergruppe GWA, ein gemeinsames Logo, Flyer und Film haben die Projektpartner (drei Kirchengemeinden u. Stadt) zusammenwachsen lassen. Gemeinsame Leitlinien sind angebahnt und sollen strukturell in den Institutionen umgesetzt werden.
GWA/QM-Ansatz
Eine aktive Bürgerschaft gestaltet ihren Sozialraum. Durch vielfältige Beteiligungsformen sowie Mitwirkung an konkreten Projekten werden Erfahrungen von Selbstwirksamkeit gestärkt und ehrenamtliches Handeln angestoßen. Gelebte Beteiligungskultur, in der sich Menschen wahrgenommen fühlen, steigert die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Im direkten Kontakt mit den Anwohner*innen werden Bedarfe aus ihrer alltäglichen Lebenswelt heraus mit den dort auftretenden Themen erfasst. Dies ermöglicht die Bewusstwerdung von Belastungen, aber auch die Entwicklung von gemeinsamen Ideen und Zielen. Kreative Aktivitäten führen zu einer veränderten Stadteilkultur als Ausgangspunkt für eine erhöhte Identifikation mit dem Quartier. Durch Beziehungsarbeit werden Selbstbewusstsein und neue Formen von Kommunikation gefördert sowie unterschiedliche Gruppen in Kontakt zueinander gebracht und Vorurteile durch Austausch abgebaut. In demokratischen Prozessen werden Anwohner*innen ermutigt und befähigt, sich gegenseitig zu unterstützen. Entstehende Netzwerke sind horizontal, die Anwohner*innen formulieren ihre Ziele selbst und setzen diese um. Auf kommunaler Ebene entwickelt das Netzwerk verbunT (Stadt und drei Kirchengemeinden) einen gemeinsamen GWA-Ansatz, der mit weiteren Kooperationspartner fortgeschrieben werden soll. Dabei setzt die sozialraumbezogene gemeinwesen-diakonische Arbeit orientierungsgebende Impulse. Der Prozess profitiert von der fachlichen Begleitung durch LAG und Landeskirche.
Vorhandene Strukturen
Koordinatorin für GWA mit 25 Std/W. und eigenem ausgestatteten Büro im zentral gelegenen Gemeindehaus der Elisabeth-KG. Die Infrastruktur kann mitgenutzt werden (Küche, Drucker, Kopierer, Versammlungsräume). Stadtbekanntes Coffee-Bike ermöglicht einen Ausbau der Gehstruktur. Ausstattung wie Bierzeltgarnituren und Pavillons stehen für Feste und Aktivitäten im Außenbereich zur Verfügung. Ehrenamtliches Engagement von kirchennahen und kirchenfernen Akteur*innen ermöglicht Angebote wie Lernhilfe, Mittagstisch, Deutschkurs, Hocker Rocker, Kleidertausch, Interkulturelles Kinderfest, Spielenachmittage, Fit im Park für Senior*innen etc. EA tragen durch ihr Engagement einen finanziellen Beitrag (Muskelhypothek) zur Umsetzung des Projektes bei und erfahren Selbstwirksamkeit. EA werden von der Koordinatorin in ihrer Arbeit begleitet und durch moderierte regelmäßige Treffen, Öffentlichkeitsarbeit sowie Kontaktverwaltung der Teilnehmenden unterstützt. Sichtbare Vernetzung von GWA in der Kirchengemeinde durch Beteiligung an Gottesdiensten, Weihnachtsmarkt, Neujahrsempfang. Regelmäßiger Austausch der Koordinatorinnen der Projektpartner ermöglicht Synergien, gemeinsame Supervision hilft, die Arbeit zu reflektieren. Netzwerktreffen und Steuergruppenarbeit auf kommunaler Ebene sichern Qualitätsstandards und ermöglichen Ausweitung und Verstetigung von GWA. GWA in der Kirchengemeinde und auf kommunaler Ebene im verbunT wird durch Kirchenkreis und Landeskirche beraten und unterstützt.
Nachhaltigkeit
Anwohner*innen und Ehrenamtliche nutzen vorhandene Ressourcen und sind selbstwirksam. Beziehungsgefüge im Gemeinwesen sind gestärkt. Teilnahme an kommunal ausgerichteten Netzwerken der GWA, um gemeinsam praxis- und prozessorientiert Leitlinien der GWA in Langenhagen zu verankern. Kommunale Steuergruppe sorgt für Einbeziehung der Politik. Langfristige Finanzierung des Projektes soll durch Kooperation von Kirche, Diakonie, Vermieter*Innen/ Wohnungsbaugesellschaften und Kommune erfolgen.