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Sozialberatung

Verwendungsnachweis: SQuaT - Solidarisches Quartier stärkt Teilhabe

Ansprechpartner
Marco Frank
Organisation Refugium e.V.
Funktion Geschäftsleitung
Aufbau eines Nachbarschaftszentrum
Projektbeschreibung
Wir schreiben des Jahr 1986. Aus einer Nachbarschaftsinitiative gründet sich der – noch heute unabhängige - Verein REFUGIUM Flüchtlingshilfe e.V. um Geflüchteten aus Sri Lanka die Integration in Braunschweig zu ermöglichen. Über die Jahre professionalisiert sich der Verein und bezieht 1999 sein Quartier in der Braunschweiger Innenstadt. Hier erfolgte Investitionen beschränkten sich auf Konsum und Tourismus, und nicht auf die dort lebenden Menschen. Der hohe Zuzug von Geflüchteten ab 2015 verändert erneut das Stadtbild und die Arbeit des Vereins. Es wird bunter, aber auch die sozialen Konflikte häufen sich. Die Beratung wird ausgebaut, um den Migrant:innen ein Ankommen zu ermöglichen. Doch mittlerweile wird klar, dass Einzelfallberatung allein nicht ausreicht. Integration und friedvolles Zusammenleben kann nur im Gemeinwesen erfolgen. 2020 – die Pandemie hinterlässt ihre Spuren. Sie bremst Integrationsprozesse und verstärkt Isolierung. Corona wirkt als Katalysator bei der Verschärfung der gesellschaftlichen Polarisierung, zudem verändert sich das Bild der Innenstadt (Ladenschließungen). Unser Projekt SQuaT möchte dem etwas entgegensetzen, um zumindest im eigenen Quartier Solidarität und soziale Teilhabe zu ermöglichen und den Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit, sowie gegen Rassismus und Ausgrenzung zu stärken. Drei Bausteine hat das Projekt: 1. Beratungs-Café: Wir bieten eine offene und niedrigschwellige Beratung für alle Bewohner:innen. Ziel ist die Entlastung der Betroffenen, um Kapazität und Lust für gemeinschaftliche Aktionen zu generieren. 2. Community-Lab: Ein Raum, der von Anwohner:innen gestaltet (z.B. Werkbank, Nähmaschinen,…) und mit eigenen Ideen besetzt (engl. „squat“) wird. Wir geben ihnen einen Ort, sich selbst zu organisieren, sich auszuprobieren, um eigene Angebote zu entwickeln. Unsere Aufgabe ist die Begleitung, Ermöglichung und kritische Reflexion, um Selbstwirksamkeit erfahrbar zu machen. Für diese beiden Aspekte können wir bereits vorhandene Räumlichkeiten im Hinterhof des Refugiums nutzen. 3. Stadtteil-Projekte: Wir holen die Menschen da ab, wo sie wohnen. Nach gemeinschaftlicher Bedarfsanalyse (z.B. Zukunftswerkstatt) entwickeln wir Projekte im Stadtteil (z.B. Urban Gardening im Hinterhof, Fotoaktionen…), um das Quartier gemeinsam wohnlich zu gestalteten und auf Probleme gemeinschaftlich zu reagieren. Dadurch wird die Nachbarschaft gestärkt, Konflikte abgebaut und die Lebensqualität verbessert.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Kern der Braunschweiger Innenstadt ist von starken Kontrasten geprägt. Der Glanz der Schlossarkaden und Edelboutiquen bricht sich am vergrauten Matt einfacher Wohnblöcke. Die Strahlkraft der touristischen Attraktionen verblasst in vernachlässigten Hinterhöfen und in Nebenstraßen gedrängte Kleinstgewerbe. Die baulichen Gegensätze spiegeln sich im Sozialen wider. Bereits jetzt ist sichtbar, dass diese Gegensätze durch die Pandemie verstärkt werden. So erhält ein überdurchschnittlicher Anteil der Menschen in der Innenstadt Transferleistungen. Die damit verbundenen eingeschränkten Teilhabemöglichkeiten betreffen überdurchschnittlich Menschen mit Migrationshintergrund (35% im Stadtteil), von denen über die Hälfte keine dt. Staatsangehörigkeit besitzt. Zudem sind 2/3 der Haushalte in der Innenstadt Singlehaushalte. Diese Situation verdichtet bestehende Problemlagen. Die Vereinsamung und schlechte Lebenssituation führt zu der Personalisierung von strukturellen Problemen (Vermüllung, Alkoholismus im öffentlichen Raum, Obdachlosigkeit), die sich in gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit äußert. Verstärkt wird dies durch das Fehlen von Räumen und Angeboten zur Gemeinschaftsbildung. Problematisch ist zudem, dass die Menschen, die in der Innenstadt wohnen, nur eingeschränkt an den dortigen Kulturangeboten partizipieren können, dafür aber durch die hier generierten Probleme (Müll, Lärm) besonders betroffen sind. SQuaT setzt genau hier an. Die unmittelbare Lebenswelt aufgreifend, aktivieren wir die Menschen, sich ihre Nachbarschaft gemeinsam und solidarisch anzunehmen. Wir bündeln bestehende Ressourcen um Konflikte abzubauen und die Wohnqualität vor Ort zu verbessern.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Innenstadt
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst den Kern des Braunschweiger Bezirks Innenstadt. Ausgeklammert wurde insbesondere das Magni-Viertel (Fachwerkhausviertel), sowie die Wohnungen in gehobenen Preislagen rund um die Oker. Der Fokus liegt auf den sozial benachteiligten Wohnlagen.
Einwohnerzahl
6500
Quelle / Anmerkungen
https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/statistik/BS_Statistik_Jahrbuch_2020_Endfassung_20201217.pdf
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Da das Projektgebiet nicht die komplette Innenstadt umfasst, sondern nur den Kern sind die Werte geschätzt. Quelle 1:https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/statistik/jahrbuch/jahrbuch/02_51.pdf Quelle 2: https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/fb_institutionen/fachbereiche_referate/ref0120/stadtforschung/Infoline_StaFo_BS_2021-06_Staatsangehoerigkeiten_2020.pdf
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/fb_institutionen/fachbereiche_referate/ref0120/stadtforschung/Infoline_StaFo_BS_2021-07_MigraPro_2020.pdf (S.7)
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geschätzt auf Grundlage älterer Daten Quelle: https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/fb_institutionen/fachbereiche_referate/ref0500/Sozialatlas_2016.pdf (S.16) Zitat: "Die Anteile von Personen mit SGB II-Bezug und von registrierten Arbeitslosen liegen um ein Viertel über den stadtweiten Durchschnittswerten" Es ist davon auszugehen (Schätzung), dass die insbesondere im letzten Jahr vermehr Menschen SGB II - Leistungen beantragen mussten Quelle: https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/Politische-Gebietsstruktur/Kreise/Niedersachsen/03101-Braunschweig-Stadt.html
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Bei unserem Projekt stehen die Bewohner:innen mit ihren Wünschen und Bedürfnissen im Zentrum. Um mehr über ihre Wünsche und Bedarfe in Erfahrung zu bringen, ist eine vertrauensvolle Beziehung von entscheidender Bedeutung. Nur wenn diese entwickelt ist, öffnen sich Menschen, lassen sich auf neue Erfahrungen ein, sind bereit neue Dinge auszuprobieren und beteiligen sich an der gemeinschaftlichen Gestaltung. Darum bildet die Beziehungsarbeit die Basis des Projekts. Das bedeutet aber nicht, dass wir mit dem Projekt unbedacht alle Wünsche und Anliegen unterstützen und umsetzen. Stattdessen greifen wir auf die - aus der Migrationsberatung bewährte - Haltung der reflektierten Parteilichkeit und professionellen Nähe zurück, die an den Prinzipien der Sozialen Arbeit (soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, gemeinschaftliche Verantwortung und Anerkennung der Verschiedenheit) geeicht sind. Wichtiger Ansatzpunkt dafür ist der Dialog auf Augenhöhe, der darauf ausgelegt ist, die Menschen nicht paternalistisch zu belehren. Stattedessen möchten wir durch die Herausarbeitung gemeinsamer Interessen darauf hinarbeiten, die Bewohner:innen zu ermächtigen, bestehende Dominanz- und Ausgrenzungsverhältnisse zu hinterfragen und gemeinsam zu transformieren. Diese Arbeit benötigt komplementär die Einbeziehung der politischen, strukturellen und institutionellen Situation im Stadtteil, um vorhandene Ressourcen zu nutzen und Veränderungpotentiale zu eruieren und zu verwirklichen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner:innen an dem Projekt und Aktionen teilhaben wollen und sich einbringen; eine vertrauensvolle Beziehung zum Projekt besteht, es zahlreiche Rückmeldungen zu Bedarfen, Ideen und Wünschen für den Stadtteil gibt
Beschreibung
das Community Lab durch Gemeinschaftsangebote der Bewohner:innen besetzt wird und diese längerfristig stattfinden; Eigeninitiativ Angebote entstehen ("ich hab da eine Idee, kann ich das bei euch machen")
Beschreibung
Bewohner:innen, andere Institutionen, Vereine und Organisationen aus dem Stadtteil die Entwicklung des Projektes unter Einbringung eigener Ressourcen vorantreiben
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gewerkschaftshaus; Stadtbibliothek; VHS
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freifunk Braunschweig; Obdachlosen-Café; Schuldnerberatung; Verbraucherzentrale
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ausschüsse (Ausschuss für Intgration; Sozialausschuss)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtbezirksrat; Bezirksbürgermeister:in
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Staatstheater; LoT-Theater; Kino Universum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Büro für Migrationsfragen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
DenkRaum (Kreativer Co-Working Space mit Platz für größere Angebote)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Selbstorganisierte Vereine von Migrant:innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Innovationsgesellschaft Technische Universität Braunschweig mbH (iTUBS); Braunschweig Zukunft GmbH Wirtschaftsförderung
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Neben dem Integrativen Stadtentwicklungskonzept (ISEK), gibt es in Braunschweig einen Ratsbeschluss (aus 2018) in dem der Ausbau der Nachbarschaftszentren beschlossen wurde. Dies wurde bisher kaum umgesetzt. Bei erfolgreichem Verlauf des Projektes werden wir die Stadt um eine Übernahme der Anschlussfinanzierung bitten. Bereits geführte Gespräche haben gezeigt, dass die Stadt das Angebot als sinnvoll erachtet und ihm positiv gegenüber steht.
Galerie
raeume jetzt
von oben
Zustimmung Veröffentlichung
On

Stadtteilnetzwerk Gartenhöhe

Ansprechpartner
Berit Sutorius
Funktion Vorstand
Stadtteilnetzwerk Gartenhöhe - nachbarschaftliches Miteinander
Projektbeschreibung
Seit 10 Jahren gibt es bereits das Sadtteilnetzwerk im Nordosten der Stadt Wolfenbüttel. In den pandemischen Jahren haben sich viele der schon vorhandenen Gruppen nicht mehr getroffen und sind zum Teil ganz aus der Stadtteillandschaft verschwunden. Zudem hat sich der Stadtteil durch die Entstehung eines Neubaugebietes, dem Neubau von altersgerechten Wohnungen und der Sanierung vorhandenen Bestandes sehr gewandelt. Das Stadtteilnetzwerk möchte mit Hilfe einer zusätzlichen Stelle etablierte Gruppen wieder stärken, neue Zielgruppen ansprechen und den Bewohnern des Quartiers Gartenhöhe Angebote ermöglichen die ein nachbarschaftliches Miteinander fördern. Dabei geht es auch darum ehrenamtliches Engagement mit hauptamtlichen Kompetenzen zu unterstützen. In den letzten Jahren sind zudem Anschaffungen getätigt worden, die die Ehrenamtlichen und Gruppen in ihren Aktionen unterstützen. So sind zum Beispiel verschiedenste Sachmittel für die Ausrichtung eines Abends im Kontekt des "lebendigen Adventskalender" oder eine Mikrofonanlage vorhanden, die von den Bewohnern des Quartiers genutzt werden können. Auch in diesem Bereich möchte das Stadtteilnetzwerk neue Anschaffungen finanzieren, die das nachbarschaftliche Zusammenkommen erleichtern.
Laufzeit
2023-08-01 00:00:00

Interkulturelle Begegnung an der Aue

Ansprechpartner
Tina Hallemann
Interkulturelle Begegnung an der Aue
Projektbeschreibung
Das Wohngebiet Aue/Kastanienplatz in Herzberg am Harz hat in den vergangenen Jahren an Attraktivität verloren und entwickelt sich immer mehr zu einem problematischen Bezirk mit Konflikten in der Nachbarschaft. In dem genannten Wohngebiet ist der Migrationsanteil in den vergangenen Jahren gestiegen. Da die Bewohner*innen noch nicht ausreichend von sozialen Angeboten vor Ort erreicht werden können, kommt es immer wieder zu Problemen und Konfliktpotentialen. Das beantragte Projekt soll als niedrigschwelliges Angebot, verortet zentral im Einzugsgebiet, die Unterstützungslücke schließen und das Miteinander von Migranten*innen und Einheimischen sowie verschiedenen Migrationsgruppen untereinander stärken. Im Aufbau des Projektes wird im 1. Schritt ein offenes Beratungsangebot geschaffen sowie ein Begegnungsraum für die Bewohner*innen entstehen, der den Menschen im Einzugsgebiet als zentraler Anlaufpunkt für sämtliche Fragestellungen dient. Das „Aue-Begegnungscafe“ ist dabei unabhängig von Alter, Problemlage, Einkommenssituation etc. für alle Ratsuchenden niedrigschwellig zugängig. Durch das Aue-Begegnungscafe wird ein Kontakt zur Zielgruppe hergestellt und ein Bild der vorhandenen Problemlagen, aber auch auf Wünsche und Potentiale der Bewohner*innen sichtbar. Über gute integrierte Migranten*innen, die als Multiplikatoren*innen eingesetzt werden, soll ein leichterer Zugang zu Migranten*innen mir sprachlichen Problemen oder Sorgen gelingen. Durch sich häufende Nachfragen und Problemstellungen im Beratungsangebot, kann aufgezeigt werden, in welchem Bereich Maßnahmen oder besonders Aufklärung z.B. in Form von Fachvorträgen oder Aufklärungsveranstaltungen ggf. in verschiedenen Sprachen nötig sind. Durch Umfragen unter den Bewohner*innen, nach ihren Wünschen bzw. danach, welche Angebote und Aktivitäten sie selber für ein gelingendes Miteinander für nötig halten, sollen stets Angehörige aller Kulturkreise sowie Einheimische in die Fortentwicklung des Projektes einbezogen werden. Die Maßnahme wird in den Räumen des Stadtteiltreffs Kastanienplatz der Kreiswohnbau Göttingen-Osterode GmbH verortet. Hier wurden in Zusammenarbeit mit freiwilligen Helfern sowie Mietern selber, bereits Angebote für die Bewohner*innen der eigenen Mietwohnungen geschaffen, z.B. gemeinsames Kaffee trinken und Bingo spielen. Die bereits vorhandenen Strukturen sollen durch die beantragte Maßnahme örtlich und inhaltlich ausgeweitet und mit professioneller Struktur unterstützt werden.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Wohngebiet an der Aue genießt in Herzberg am Harz keinen guten Ruf und ist zum Wohnen unattraktiv geworden. Dieser Entwicklung soll durch die beantragte Maßnahme ein Stück weit entgegengewirkt werden. Insgesamt leben in Herzberg am Harz 13.073 Einwohner der Migrationsanteil liegt bei 8,91%. Im Einzugsgebiet Aue ist ein höherer Migrationsanteil ersichtlich. In der Wohnanlage Kastanienhof zeigt sich das für Kreiswohnbau Osterode am Harz/Göttingen GmbH, Vermieter größerer Wohneinheiten im Einzugsgebiet, auch in der Anzahl der Interessenten. Sei es generell Ziel der Wohngesellschaft, die Einwohnerschaft möglichst heterogen zu gestalten, gestalte sich das in der genannten Wohneinheit immer schwerer. Durch den höheren Migrationsanteil entstehen Konfliktpotentiale zwischen Migranten*innen und Einheimischen auf der einen Seite und Migranten*innen unterschiedlicher Herkunftsländer untereinander auf der anderen Seite. Besonders durch Flüchtlingswellen der vergangenen Jahre, zunächst besonders aus Syrien, aktuell besonders häufig aus der Ukraine gestalten sich Kommunikation, Austausch und ein Miteinander schwierig, nicht nur aufgrund sprachlicher Barrieren. Besonders Alltagskonflikte entstehen durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen häufig. Unter Einheimischen entstehen Vorurteile. Die Bewohner*innen werden von sozialen Angeboten vor Ort noch nicht ausreichend erreicht. Gründe liegen sowohl in sprachlichen Problemen, als auch in einer hohen Hemmschwelle und Unkenntnis über das Hilfesystem vor Ort. Für einen besseren Zugang zur Zielgruppe sowie den Abbau des Konfliktpotentials sind Niedrigschwelligkeit sowie der Einsatz von Multiplikatoren*innen nötig.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Herzberg am Harz
Beschreibung
Das Einzugsgebiet besteht aus den Wohngebieten "Kastanienplatz" und "Aue" nahe Kernstadt und Bahnhof Herzberg am Harz. Die Hauptstraßen, des Projektgebietes sind Northeimer Straße, Kornstraße, Siemensstraße (Aue) und Kastanienplatz (Kastanienplatz). Das Gebiet gehört offiziell zur Kernstadt von Herzberg am Harz, Aue und Kastanienplatz werden allerdings auch als nichtamtliche Stadtteile geführt. Das Gebiet ist nahe des Bahnhofs, auch die Innenstadt ist noch fußläufig oder mit dem Bus erreichbar. Bewohner*innen werden dennoch nicht ausreichend von den Angeboten im Stadtgebiet sowie Umland erreicht, daher wird das Projekt direkt im Quartier, im Stadtteiltreff verortet.
Einwohnerzahl
1000
Quelle / Anmerkungen
Beruht auf Schätzungen. Das Projektgebiet ist ein Teil der Kernstadt Herzberg am Harz. Hier waren Januar 2023 8.807 Einwohner gemeldet.
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen Kreiswohnbau Göttingen-Osterode GmbH für Wohneinheit "Kastnienplatz". Es wird geschätzt, dass der Migrationsanteil im gesamten Projektgebiet ähnlich hoch ist.
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen Kreiswohnbau Göttingen-Osterode GmbH für Wohneinheit "Kastanienplatz". Es wird geschätzt, dass der Migrationsanteil im gesamten Projektgebiet ähnlich hoch ist. (Quelle Zahl der Gesamtstadt: Stadt Herzberg am Harz)
Unterlagen zum Gebiet
aue_herzberg.jpg (55.75 KB)
GWA/QM-Ansatz
Für die Bewohner*innen des Einzugsgebiets wird eine Anlauf- und Unterstützungsstelle direkt in ihrem Wohngebiet eingerichtet. Niedrigschwelligkeit, kurze Wege und eine Ansprechperson vor Ort sollen den Zugang zu Hilfsangeboten erleichtern. Darüber hinaus soll das Angebot "Aue-Begegnungscafe" einen Ort zum Kennenlernen, Austauschen, Beisammensein für die Bewohner*innen darstellen. Die Bewohner*innen sollen zum Austausch miteinander motiviert werden und im weiteren Projektverlauf dazu inspiriert werden, eigene Ideen und Kompetenzen in die Ausgestaltung der Maßnahmen mit einzubringen. Die Vielfältigkeit der Kulturen im Einzugsgebiet bietet die Chance, neues Kennenzulernen, Potentiale zu nutzen und gemeinsam neue Aktivitäten zu entwickeln. Unter Einbezug dieser Bewohner*innen, z.B. besonders gut integrierter Einwohner*innen, die als Multiplikatoren*innen für Angehörige ihres Kulturkreises wirken können, da sie einen leichteren Zugang zu weiteren benachbarten Personen haben und über die sprachliche Kompetenz verfügen, sollen weitere Personen erreicht werden und später weitere Austausch-Angebote entstehen, die diese selbstständig- oder mitgestalten können. Dies könnten z.B. sein: Flohmärkte, Internationales Frühstück, Urban Gardening etc. Durch Stärkung der Eigenkompetenzen der Bewohner*innen und ihres Miteinanders ist eine Etablierung dieser aus Eigeninitiative entstehenden Angebote und Verselbstständigung über den Projektzeitraum hinaus wünschenswert.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Durch Befragung und direkten Kontakt sind die Bedarfe, Wünsche und Potentitale der Bewohner*innen bekannt.
Beschreibung
Bewohner*innen bringen sich selber in die Planung und Umsetzung von Aktivitäten ein und setzen ihre eigenen Vorstellungen bei der Gesaltung kleinerer Veranstaltungen (z.B. Straßenfeste) um
Beschreibung
Die Bewohner*innen bringen sich aktiv in die Projektgestaltung mit ein und nutzen persönliche und räumliche Ressourcen
Beschreibung
Die Begegnungsstätte sowie gemeinsame Veranstaltungen dienen dem Austausch und fördern die Nachbarschaft. Durch selbst gestaltete Aktivitäten verbessert sich das Miteinander
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kreiswohnbau Osterode am Harz/Göttingen GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Herzberg am Harz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Werk-statt-Schule Osterode e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk Ev.luth. Kirchenkreis Harzer Land
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der Stadtteiltreff im Kastanienplatz wird bisher von Ehrenamtlichen und einzelnen Mieter*innen gestaltet. Die Bereitschaft der übrigen Bewohner*innen zur Mitgestaltung des Angebotes ist jedoch noch nicht ausreichend vorhanden. Durch das Projekt soll die Entwicklung der Partizipation der Bewohner*innen angeschoben werden und für die Zukunft eine sich etablierende Struktur geschaffen werden. Durch Netzwerkarbeit vor Ort sollen diese Strukturen auch in Zukunft professionell unterstützt werden.
Galerie
aue herzberg
Zustimmung Veröffentlichung
On

Älter werden in der Gemeinde Bissendorf

Ansprechpartner
Dominik Domhoff
Funktion Vorsitzender
Strukturen schaffen für ein langes, selbstbestimmtes Leben vor Ort
Projektbeschreibung
Befragt nach ihren Wünschen für ihr Leben im Alter benennen Menschen überwiegend den möglichst langen und selbständigen Verbleib vor Ort, in ihrer angestammten Häuslichkeit. Zu diesem Zweck existieren eine Vielzahl staatlicher und zivilgesellschaftlicher Strukturen und Angebote für alle Altersgruppen. Die Sorge für und um das Älterwerden betrifft dabei nicht nur gegenwärtige Senior*innen, sondern auch An- und Zugehörige und die gesamte Gesellschaft und hat Einfluss auf soziale Teilhabe, Gesundheit, Erwerbstätigkeit und Zukunftsperspektiven. Die Gemeinde Bissendorf verfügt über professionelle und ehrenamtliche Strukturen, die das Zusammenleben, die Gesundheitsversorgung, Pflege und soziale Teilhabe prägen. Senior*innen und Organisationen bemängeln jedoch das Fehlen einer zentralen Ansprechperson für Belange älterer Menschen in der Gemeinde Bissendorf. Der DRK-Ortsverein Bissendorf e.V. ist seit mehreren Jahrzehnten in verschiedenen Bereichen der Sozialarbeit in der Gemeinde Bissendorf aktiv und bietet verschiedene offene Angebote, auch mit Bezug zu Fragen von Gesundheit und sozialer Teilhabe. Das beantragte Projekt soll mit dem Ansatz einer sozialräumlich orientierten Gemeinwesenarbeit partizipative und inklusive Strukturen schaffen, die ein möglichst langes und selbständiges Leben in der eigenen Häuslichkeit in der Gemeinde Bissendorf fördern. Dabei setzt es auf vier Ebenen an: offene, generationenübergreifende Angebote zur Wissensvermittlung und sozialen Teilhabe, individuelle Beratungs- und Unterstützungsleistungen, Vernetzung von relevanten Akteuren und Partizipation der Zielgruppe und der Zivilgesellschaft. Dafür werden zunächst regelmäßige Seminare und Vorträge mit Beratungsanteil zu Themen des Älterwerdens (wie Gesundheit und Pflege) und Themen der gesellschaftlichen Teilhabe (etwa die Nutzung digitaler Technologien) angeboten. Offene Veranstaltungen als Treffpunkte für Bürger*innen, die Etablierung von intergenerationalen Formaten und Tagesausflüge bieten konkrete Anlässe für die Förderung der sozialen Teilhabe. Eine individuelle Beratung bietet Bürger*innen eine erste Kontaktstelle für alle relevanten Fragen und kann benötigte Informationen weitergeben, notwendige Unterstützung im Netzwerk initiieren oder an passende Stellen weitervermitteln kann. Zu diesem Zweck werden regionale Akteure strukturiert eingebunden und Austauschformate etabliert. Ebenso werden Formate und Möglichkeiten der Partizipation gemeinsam mit Senior*innen erarbeitet.
Laufzeit
2023-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Gemeinde Bissendorf liegt mit ca. 15.000 Einwohner*innen eingebettet zwischen den Städten Osnabrück im Westen und Melle im Osten. Es existieren fünf Siedlungsschwerpunkte und neun weitere, kleinere Ortsteile. In einem Workshop zur zukünftigen Aufstellung der Seniorenarbeit in der Gemeinde Bissendorf im Jahr 2022 bemängelten die Teilnehmenden das Fehlen einer zentralen, hauptamtlichen Ansprechperson für Senior*innen, die bisher nicht existiert. Zwar bestehen Angebote von Kirchen und Vereinen verschiedener Größe, diese sind jedoch vor allem als offene Gruppenangebote ausgestaltet. Ein institutionalisierte, Individuelle, fachliche Kontaktstelle und eine Koordination der vorhandenen Strukturen mit eine Blick auf das Älterwerden existiert vor Ort nicht. Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Organisationen erfolgt lediglich opportunistisch. Darüber hinaus wurden weitere themenübergreifende Handlungsbedarfen benannt: (1) Informationsangebote und Veranstaltungen zu Themen von Gesundheit, Pflege und Sozialem, (2) Beratungsangebote zu sozialen und gesundheitlichen Fragestellungen, (3) die Schaffung von Aufmerksamkeit für das Thema Demenz, (4) Förderung der digitalen Teilhabe (5) die Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements und die Förderung von Partizipation älterer Bürger und die (6) Vernetzung der beteiligten Akteure in der Sozialarbeit und Abstimmung ihrer Angebote. Dafür soll eine Ansprechperson etabliert werden, die allen Bevölkerungsgruppen bei Fragen und Problemen des Älterwerdens mit Rat und Tat zur Seite steht, ihren Anliegen ein Gehör verschafft, sowie Strukturen und Themen mit der Zielgruppe zusammen weiterentwickelt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Bissendorf
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die gesamte Gemeinde Bissendorf
Einwohnerzahl
15506
Quelle / Anmerkungen
lt. https://www.bissendorf.de/Rathaus/ueber-Bissendorf/Zahlen-Daten-Fakten.htm
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil der Bewohner*innen über 65 Jahren am 31.12.2020 lt. Landesamt für Statistik Niedersachsen
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Perspektiven des Älterwerdens betreffen nicht nur Menschen oberhalb einer Altersgrenze. "Aging in place" oder das möglichst lange, selbständige Leben in der eigenen Häuslichkeit sind häufig formulierte Wünsche mit Blick auf die eigene Zukunft. Das Projekt setzt Elemente der GWA ein, um auch in der Gemeinde Bissendorf diese Voraussetzungen zu schaffen. Dafür wird zunächst eine Stelle geschaffen, die sich um Anliegen und Probleme der Bewohner*innen zum Thema Älterwerden kümmert. Dies umfasst die Schaffung eine Infrastruktur zur niedrigschwelligen Kontaktaufnahme und gegenseitigen Unterstützung, der Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe von älteren Menschen und der einfachen Verfügbarkeit von Informationen und Angeboten. Thematisch liegt der Fokus von Bildungsangeboten darauf, Bürger*innen zu befähigen, ihre Lebenswelt für das Alter mitzugestalten und an entsprechenden Prozessen zu partizipieren. Die zu etablierende Ansprechperson für die Gemeinde Bissendorf zielt dabei explizit auf eine sozialräumliche Gemeinwesenarbeit ab, welche die bestehenden Akteure und Ressourcen in den Orten, der Gemeinde und dem Landkreis einbindet und als Netzwerk versteht. Kulturelle Angebote und offene Veranstaltungen bieten konkrete Gelegenheiten bei der Förderung sozialer Beziehungen und sozialer Teilhabe.
Qualitätskriterien
Beschreibung
2/3 der Senioren die Ansprechperson kennen und kontaktieren können.
Beschreibung
3/4 der Akteure vor Ort einer regelmäßigen oder informellen Zusammenarbeit zustimmen.
Beschreibung
Die Mehrzahl der Bewohner*innen eine Empfehlung für die Angebote ausspricht oder eine aktive Mitarbeit an der Weiterentwicklung erfolgt.
Beschreibung
Bereits vorhandene Angebote und Leistungen stärker genutzt werden als zuvor.
Beschreibung
Bürger*innen ihre Bedarfe und Sorgen um das Älterwerden in höherem Maße wahrgenommen sehen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Bissendorf – Gemeindeverwaltung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Neue Osnabrücker Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bissendorfer Blickpunkt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Osnabrück – Senioren und PflegeStützpunkt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fraktionen im Rat der Gemeinde Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alzheimer-Gesellschaft Melle e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Kirchengemeinden in der Gemeinde Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesundheitsdienstleister in der Gemeinde Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschulen und weiterführende Schulen in der Gemeinde Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
im Rahmen von partizipativen Prozessen und Bedarfsermittlungen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Teil des Projektes ist die Bestimmung des notwendigen Bedarfes und Umfanges der Angebote in der Gemeinde Bissendorf und folgend auch die Erstellung eines Konzeptes zur Verstetigung der Arbeiten. Dies berücksichtigt mögliche Eigenleistungen, Zuschüsse, Fördermittel mit Projektbezug und Spenden. Eine hauptamtliche Weiterführung wird angestrebt, nach Einführung jedoch ggf. in geringerem Umfang. Ehrenamtliche Arbeit kann die Fortführung unterstützen.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Begegnungen und Beratungen im Nordertor

Ansprechpartner
Klaus Lüdeke
Funktion Geschäftsführung / Projektleitung
Eine Anlaufstelle zum Austausch und zur Beratung für alle Bewohner*innen im Stadtteil
Projektbeschreibung
Der Begegnungstreff im Stadtteil Nordertor ist Anlaufstelle für alle Bewohner*innen des Nordertors und auch darüber hinaus. Zwanglose Begegnung in einer lockeren Atmosphäre, sich über den Alltag austauschen, gemeinsame Interessen herausfinden aber auch Unterstützung bei Problemen des Alltags finden - das ist auf unkomplizierte Weise im Begegnungstreff möglich. Der Begegnungstreff ist für alle Menschen offen. Er ist eine besondere Gelegenheit, Einheimische und geflüchtete Menschen miteinander in Kontakt zu bringen. Begleitet wird das Angebot von einer pädagogischen Kraft, dem Team des Vereins und Ehrenamtlichen aus dem Stadtteil. Mit dem Begegnungstreff ist eine Anlaufstelle im Nordertor geschaffen worden, die auch in den Nachmittags- und frühen Abendstunden für die Bewohner*innen erreichbar ist. Nun soll das Angebot, besonders im Bereich der sozialen- und Arbeitsmarktintegration, im Begegnungstreff ausgebaut werden. Zugewanderte erhalten Unterstützung bei der Stellensuche und Ansprache von Firmen und Unternehmen. Mit unseren langjährigen Kontakten und Kooperationen zu ansässigen Firmen und Unternehmen, können wir z.B. geflüchteten Menschen, die oft keine Unterlagen über ihre bisherigen beruflichen Tätigkeiten und/oder Ausbildungen haben, durch eine direkte Ansprache von potenziellen Arbeitgebern, helfen einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden. Während des Begegnungstreffs können Rat-/Hilfesuchende Konkrete Beratungstermine bei dem Team des Vereins vereinbaren. Mit dem neuen Angebot wird ein Ort entstehen, an dem alle Bewohner*innen wichtige Informationen, schnelle Hilfe und individuelle Unterstützungsangebote wahrnehmen können. Im Hinblick auf die Lebensweltorientierung besteht für alle Besucher jederzeit die Möglichkeit, Ideen und Veränderungsvorschläge zu Angeboten und Aktionen vorzubringen. Mitbestimmung und Partizipation tragen im weiteren Sinne dazu bei, die Eigenverantwortung und Selbstbestimmung eines jeden Besuchers zu fördern. Diese sollen angeleitet werden, sich der eigenen Bedürfnisse, aber auch Stärken und Schwächen bewusst zu werden, diese angemessen zu artikulieren bzw. Bereitschaft zur positiven Weiterentwicklung zu zeigen. Vorhandenen Potenziale sollen aufgegriffen und hinsichtlich der individuellen Lebenslagen gefördert werden Die hauptamtlichen Mitarbeiter des Vereins stehen Ratsuchenden beratend zur Seite. Des Weiteren vermitteln die Mitarbeiter bei Bedarf an weitere Beratungs- und Hilfsangebote der vor Ort ansässigen Akteure.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Die GWA im Nordertor wird gemeinsam vom Team des Stadtteilhauses Nordertor und dem Verein Unser Nordertor e.V. wahrgenommen. Ein gemischtes Wohnumfeld (Einfamilienhäuser / kommunaler Wohnungsbau) trägt zur Beheimatung einer heterogenen Bevölkerung mit verschiedenen sozialen und kulturellen Hintergründen bei, eine heterogene Betriebslandschaft bindet im Bereich an der Verdener Landstraße Kauf-und Arbeitskraft. Ein Industriegebiet mit Firmen der Glas- und Chemieindustrie befindet sich am Rande des Stadtteils. Zu vielen Unternehmen und Firmen pflegen wir gute Kontakte z.B. aus vergangenen Aktionstagen und/oder persönlichen Kontakten. Als Verein bieten wir unterschiedliche Angebote wie z.B. Sitzgymnastik, Gedächtnistraining, Kaffeenachmittage etc. an. Beim Stadtteilfest unterstützen wir. Ein jährliches Siedlungsfest organisieren wir zusammen mit einer Wohnungsbaugesellschaft. Mit einem Begegnungsangebot bieten wir ab Mai´23 auch den Menschen einen Ort in den Nachmittagsstunden an, damit auch Menschen die in Beschäftigung sind oder an Sprachkursen teilnehmen das Angebot annehmen können. Was im Nordertor fehlt ist ein Beratungsangebot welches sich auch speziell an Zugewanderte richtet. Die Bedarfe der Zugewanderten sind enorm. Von Unterstützung beim Ausfüllen von Unterlagen für das Jobcenter oder die Krankenkasse ect. über Hilfe bei der Suche nach einem Platz in der Hausaufgabenbetreuung für Kinder bis zur Unterstützung bei der Arbeitssuche bzw. dem Wechsel aus prekären Arbeitsverhältnissen in reguläre Arbeitsverhältnisse. Auch der Wunsch von Zugewanderten mit deutschsprachigen Bewohner*innen in Kontakt zu kommen, um ihre eigenen Sprachkenntnisse zu verbessern besteht häufig.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg/Weser Nordertor
Beschreibung
Im Norden ist die Grenze bei der Holtorfer Straße/Wilhelm-Busch-Str. zu ziehen. Westlich bildet die Große Drakenburger Str. die Grenze des Stadtteils. Südlich verläuft die Grenze Verdener Landstr./Dr.-Franck-Str. Östlich verläuft die Grenze an der Straße Grefengrund, Platanenstr., B6/2124 und Celler Str. bis zur Holtorfer Straße.
Einwohnerzahl
4898
Quelle / Anmerkungen
KECK-Atlas
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Das Programmgebiet der Sozialen Stadt ist nur ein Teilgebiet des Nordertors (siehe Karte 1)
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
39
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Dez. 2022
Unterlagen zum Gebiet
karte_1.jpg (1.1 MB)
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist ausgelegt auf dem speziellen Ansatz der GWA. Es richte sich nach den geäußerten Interessen und Bedarfen der Stadtteilbewohner*innen und ansässiger Akteure. Die Unterstützungsangebote orientieren sich an den Bedarfen der Bewohner*innen. Eigeninitiative und Empowerment stehen dabei im Vordergrund. Die Ressourcen des Teams aus Mitarbeitern, Ehrenamtlichen und Bewohner*innen werden genutzt, um ein bedarfsgerechtes Angebot für Alle zu schaffen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Einheimische und Zugewanderte sich regelmäßig austauschen und gem. Aktivitäten planen und durchführen
Beschreibung
Kontakte zu Firmen, Trägern und weiteren Akteuren weiter ausgebaut sind
Beschreibung
Bewohner*innen Angebote im Begegnungstreff selber gestalten
Vorhandene Strukturen
Seit 09/2015 sind eine Sozialarbeiterin der Stadt Nienburg und, seit 03/2017, zusätzlich ein Quartiersmanager für den Aufbau der GWA im Sanierungsgebiet "Soziale Stadt -Nordertor" tätig. Unser Stadtteilverein Unser Nordertor e.V. kam 09/2018 hinzu. Es bestehen stabile Kooperationen zu hauptamtlichen Akteuren der sozialen Infrastruktur und zu Netzwerken der Integration, Jugendhilfe, Bildungseinrichtungen und zu Betrieben im Stadtteil. Es bestehen ehrenamtliche Strukturen im Sanierungsgebiet wie den Stadtteilbeirat und Arbeitsgruppen, die sich den Themen Wohnumfeld, Verkehr, Stadtteilzeitung, Stadtteilfonds und Soziales widmen. Im Stadtteilverein, der über das Sanierungsgebiet hinaus agiert, engagieren sich Mitglieder wie auch Nichtmitglieder beispielsweise in einer Müllsammelgruppe oder im Bereich der Nachbarschaftshilfe und beim Bewohnercafé.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Nienburg / Weser
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ausbildungsstätte Rahn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
CJD Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Michael Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ardagh Group Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flexsys
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
CHR. Hansen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ASC Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nienburger Wohnungsbau Konrad Ernsting
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Harke
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Radio Mittelweser
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Nach Projektablauf wird der Verein die Angebote weiter betreiben und nach den Bedürfnissen der Bewohner*innen weiter ausbauen. In der Partizipation sieht die kommunale Verwaltung auch eine Komplettierung der GWA im Nordertor. Eine vertragliche Vereinbarung zw. der Stadt Nienburg/Weser und dem Verein zur Übernahme einer ergänzenden GWA, über das "Sozialer Zusammenhalt-Gebiet" hinaus, liegt vor.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Aufbau der Gemeinwesenarbeit in Wilhelmshaven

Ansprechpartner
Alexander Witton
Funktion Trägerchef
Gemeinsam - nicht alleine
Projektbeschreibung
Das Familienzentrum West möchte mit einem Stadtteilbüro die Gemeinwesenarbeit im Stadtteil Neuende, Schaar und Aldenburg aufbauen. Die GWA stellt eine gute Ergänzung zur bisherigen sozialräumlichen Arbeit dar. Eine Person agiert als Sozialmanager*in und die andere koordiniert das Büro im Stadtteil. Die Bedarfe der Bewohner*innen des Stadtteils werden aktiv in den Blick genommen und passgenaue Angebote entwickelt. Empowerment und Lebensweltorientierung sind das Hauptziel dieses Projektes. Durch dieses Projekt soll die Bürgerbeteiligung erhöht werden, so dass die Bürger vor Ort eine Stimme erhalten und somit eine gesellschaftliche Teilhabe geschaffen wird. Darüber hinaus sollen Strukturen zur Verstetigung ausgebaut bzw. geschaffen werden. Der Kontakt und Austausch zu den Kooperationspartnern wird intensiviert. Das Familienzentrum West ist schon bekannt und ist für das Stadtteilbüro eine gute Basis.Deswegen ist es von Vorteil, dass die Räumlichkeiten des Familienzentrums als Büro und für Veranstaltungen/Projekte genutzt werden können.
Laufzeit
2023-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Stadt WHV hat einen überdurchschnittlich hohen Anteil an sozial schwachen Familien mit betreuungsbedürftigen Kindern und alleinlebende Menschen ab 65 Jahren sowie eine hohe Arbeitslosenquote. Das niedrige Mietniveau lockt weiterhin viele Menschen mit geringen Einkommen an. Jedes dritte Kind in WHV lebt an oder unter der Armutsgrenze. Der Wohnraum ist beengt und teilweise im schlechten Zustand. Im Projektgebiet finden sich alle Wohnformen und Einkommensniveaus wieder. Die Stadteile Neuende+Aldenburg zeichnen sich durch viele Mehrparteienhäuser, Studentenwohnheime und wenig gelebte Gemeinschaft aus. Es gibt außer dem FZ und einem kl. Nahversorgungsmarkt keine öffentlichen Treffpunkte. Das Familienzentrum West ist Anlaufstelle mit niedrigschwelligen Angeboten für Familien. Die ältere Bevölkerung und Personen ohne Kinder werden bisher nicht berücksichtigt. Die Bedarfe der Familien wurden durch die aktuellen Herausforderungen immer größer und können kaum noch bewältigt werden. Das FZ mit Netzwerkpartnern und Ehrenamtsstrukturen stößt an Grenzen. Für Personengruppen wie ältere Menschen, Studierende, Geflüchtete gibt es keine Unterstützung. Nach der Coronapandemie gibt es weniger soziale Kontakte, Verunsicherung und Vereinsamung steigen an. Die Energiekrise und steigende Lebenshaltungskosten tragen zu schlechten Lebensbedingungen bei. Durch den Aufbau der GWA als Modellprojekt soll den Herausforderungen entgegengewirkt werden. Die Menschen des Stadtteils werden empowered, gemeinsam für bessere Bedingungen sorgen zu können. Netzwerke werden ausgebaut und sind zukunftsfähig.
Projektgebiet
Beschreibung
Das Projektgebiet bezieht sich auf die Stadtteile Neuende, Schaar und Aldenburg. Das Familienzentrum West liegt genau in der Mitte der jeweiligen Stadtteile.
Einwohnerzahl
8607
Quelle / Anmerkungen
Stadtplanung Stand: 31.12.2022
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachbereich Stadtplanung und Stadterneuerung Stand. 31.12.022
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahl der Kinder- und Jugendlichen mit Migrationshintergrund (0 bis 18Jahre)
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadtteil Neuende Quelle: Stadtplanung
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadtteil Schaar Quelle: Stadtplanung
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadtteil: Aldenburg Stadtplanung
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadtplaung
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadtteil Schaar Bevölkerungsstatistik Jahresbericht 2021
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Für das Projektgebiet ist keine Zahl bekannt. https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/SGB-II-Traeger/Niedersachsen/26126-Wilhelmshaven-Stadt.html
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Familienzentrum West ist für Familien ein bekannter Ort im Stadtteil. Das Stadteilbüro stellt eine gute Ergänzung zu der bisheriger Arbeit dar. Die Bevölkerungsgruppen jeden Alters wird Gehör geschenkt und noch mehr eingebunden. Der Stadtteilmanager wird die BewohnerInnen vor Ort aktivieren, damit sie ihren Stadtteil gemeinsam mit dem Stadtteilmanager und anderen Bewohnern "bunter" gestalten, wie z.B. durch gemeinsame Aktionen, Projekt und/oder Feste. Ziel sollte es sein, dass die BewohnerInnen mit ihrem eigenen Engagement die Lebensqualität verbessern. Der Stadtteilmanager hat ein offenes Ohr für alle BewohnerInnen, Einrichtungen und Kooperationspartner. Fokus ist auch die Vernetzung des Stadtteilmanagers mit den verschiedenen Einrichtungen und Aktivierung von Ehrenamtund Schlüsselpersonen, um denen eine Plattform zum Austausch und Vernetzung zu bieten. Die GWA soll die soziale Teilhabe aller BewohnerInnen fördern, so dass sich alle BewohnerInnen angesprochen und willkommen fühlen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
ein reger und regelmäßiger Austausch herrscht.
Beschreibung
Angebote enstehen durch Äußerung/Beteiligung der BewohnerInnen
Beschreibung
enge Verzahnung aller Netzwerke, um eine gute Hilfestellung leisten zu können.
Beschreibung
Ort der Begegnung für alle BewohnerInnen, um sich zu beteiligen und die eigene Lebensqualität zu verbessern
Beschreibung
es entsteht ein lebendiges Miteinander ohne Stigmatisierungen
Beschreibung
durch die Bürgerbeteiligung enstehen eigeninitativ Projekte
Vorhandene Strukturen
.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AWO Grashüpfer Kindergarten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kindergarten Neuende
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
WIKI Kindergarten Muschelbank
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
WIKI Kindergarten Strandläufer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Wiesenhof
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Aldenburger Bürgerverein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendsozialdienst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulsozialarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
WSSV
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. FamilienBildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialdienst des Klinikums
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die GWA ist ein fester Bestandteil im Stadtteil und gut verankert mit dem FZ. Es gibt verschiedene Idee, um eine langfristige Finanzierung sicherzustellen. Die Kommune sieht nicht nur den Sinn des Projekts, sondern auch positive Wirkung mit Ersparnismöglichkeiten. Die Wohnungsbaugesellschaften erleben die Aufwertung der Wohneinheiten und Steigerung der Attraktivität. Durch die starke Bürgerbeteiligung wird ein Verein gegründet oder der Bürgerverein wird enorm gestärkt,der die GWA fortführt.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Hessisch Oldendorf VereinT

Ansprechpartner
Tina Begemann
Organisation Stadt Hessisch-Oldendorf
Funktion Quartiersmanagerin
Menschen verbinden.Synergien erschließen.
Projektbeschreibung
Der Aufbau der GWA ist ein Baustein der Gesamtstrategie HO - Baut um, die Wege aufzeigt, das Grundzentrum, in dem etwa 5.000 Menschen leben, langfristig als Identifikationsort der Gesellschaft und Kristallisationspunkt für das Alltagsleben zu erhalten. Das StadtHaus wurde mit EU-Fördermittel als Schlüsselimmobilie für städtische Daseinsfürsorge und als Standort u.a. für die Gemeinwesenarbeit umgebaut . Mit der Stelle des Quartiersmanager wird das StadtHaus mit Leben und Aktivität im Zusammenwirken mit den städtischen Vereinen, dem Ehrenamt und lokalen Akteuren erfüllt und für Kulturarbeit und Daseinsfürsorge entwickelt. Der Ort bietet Raum für das Beratungsbüro der Gemeinwesenarbeit,die Stadtbücherei, einen Versammlungsraum für das Vereinswesen, und einen Veranstaltungsraum für Kulturveranstaltungen und Begegnungsanlässe. Dabei ist unser QM der zentrale integrierende Faktor. Die GWA in Hessisch Oldendorf startete im Januar 2020 mit der Besetzung der Personalstelle. Die ersten Monate beinhalteten Konzeptentwicklung und Kontaktaufnahme zu potentiellen Vernetzungspartnern.Im Februar fand eine erste öffentliche Veranstaltung zum Thema GWA mit Stadthausbesichtigung statt, die auf eine breite Ressonanz stieß. 36 Vereine und weitere interessierte Bürger/innen bringen sich zukünftig mit Angeboten im StadtHauses ein. Die Liste der Kooperationspartner ist durch Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzungsarbeit erfolgreich erweitert und daraus entstehen fortlaufend konkrete Mikroprojekte. Neue Projektideen werden auch aus der aktuellen Pandemiesituation heraus entwickelt und umgesetzt. So koordiniert der Quartiersmanager mit Ehrenamtlern Einkaufshilfen für Kranke und Bedürftige und ist in Kontakt zu Nachbarschaftsapps um ein digitales Medium aufzubauen. Der Quartiermanager hat viele offenen Türen vorgefunden und generiert stetig Kooperationsangebote. Er ist beteiligt an der Umsetzung des Gesundheit-Projektes 3000 Schritte, ist als Ehrenmitglied im Stadtmarketingverein mit regelmäßiger Teilnahme an den Vorstandssitzungen.Für die Zukunft erarbeitet das QM u.a.mit der Grünplanerin ein Konzept für Urban gardening, und unterstützt Zugewanderte bei Eintritt n die Erwerbsarbeit, bei Schwierigkeiten bei Beruf und Ausbildung werden sie durch das Eherenamt unterstützt. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Vorbereitung der Nachhaltigkeit ein, regelmäßger Kontakt zu Politik, Stadtplanung und Wirtschaft soll die langfristige Sicherung der GWA herbeiführen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Stadt Hessisch Oldendorf, mit gut 18.000 Einwohnern gelegen im LK Hameln-Pyrmont sieht sich wie viele andere Orte ähnlicher Struktur, die nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem prosperierenden Oberzentrum liegen, mit verschiedenen Problemen der städtebaulichen Entwicklung konfrontiert. Insbesondere in ihrem grundzentralen Ort Hessisch Oldendorf werden diese manifest: Verlagerung von Handels- und Versorgungsfunktionen in Entwicklungsschwerpunkte außerhalb der Altstadt mit der Folge von Leerstand im ehemaligen zentralen Versorgungsbereich, Verfall historischer Bausubstanz, kein verfügbarer und den aktuellen Anforderungen entsprechender Bestand an Wohn- oder Gewerbeflächen, geringe Attraktivität wegen unzureichender kultureller oder sozialer Angebote, hohe Diversität in der Bevökerungsstruktur, viele Singlehaushalte, fehlende nachbarschaftliche Kontakte etc.In dem Bewusstsein, dass sich in den Zentren sozialer Zusammenhalt, ökologische Verträglichkeit, ökonomische Tragfähigkeit und kulturelle Innovation der Städte und Gemeinden entscheidet und die Zentren vielfältige Orte für Wirtschaft und Kultur, Orte zum Arbeiten und Wohnen, für Versorgung und Freizeit sind oder zumindest sein sollten, hat die Stadt Hessisch Oldendorf unter der Überschrift „Hessisch Oldendorf baut um“ eine städteplanerische Strategie zur Aufwertung der Innenstadt entwickelt und u.a. als Schlüsselimmobilie ein leerstehendes Lagerhaus revitalisiert, zum StadtHaus, als Begegnungsstätte für die Stadtgesellschaft und Standort für die Gemeinwesenarbeit umgebaut. Im Herz der Altsstadt, initiiert und koordiniert durch die GWA finden Vereine, Ehrenamt und Kultur einen neuen Ort des Zusammenhalts.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Altstadtquartier Hessisch Oldendorf
Beschreibung
Historischer Stadtkern und die anliegenden Wohngebiete Maibergring und Keukenhof
Einwohnerzahl
5000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung der Einwohnermeldeamtdaten, Angaben des Grundschulstandortes
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bertelsmann Stiftung Sozialbericht Wegweiser Kommune
GWA/QM-Ansatz
GWA richtet sich ganzheitlich auf die Lebenszusammenhänge von Menschen im Quartier aus und nimmt sie und ihre Lebensumstände in den Blickpunkt, um die Ziele einer sozialen Stadt zu erreichen. Langfristige Ziele der GWA sind die Verbesserung der materiellen Situation der BewohnerInnen (z.B. Wohnraum, Existenzsicherung) durch Aktivierung, die strategische Mitarbeit an der Verbesserung der städtischen Infrastruktur, und die Verbesserung der Lebensqualität in einem Quartier durch das Schaffen von Möglichkeiten der sozialen und kulturellen Teilhabe. GWA integriert individuelle und strukturelle Aspekte in die sozialräumlicher Perspektive und fördert die Handlungsfähigkeit und Selbstorga­nisation von Nachbarschaften, sowie den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. In Hessisch Oldendorf liegt die Trägerschaft und Verortung des Quartiersmanagers in der Stadtverwaltung, einstimmig durch die Kommunalpolitik beschlossen. Triebfeder ist das öffentliche Interesse an der Verbesserung der Lebensumstände und dem Wohnumfeld in einem problematischen Quartier mit Abwärtsbewegung. Mitmachen will der, der an die Potenziale eines Quartiers/Stadtteils glaubt, und eine Aufwärtsspiral für greifbar und möglich hält. Dafür wird die Ressource und Professionalität eines Quartiersmanagers gebraucht, um unterstützende und initiale Signale und Impulse in das Quartier zu senden, damit die Menschen erreicht und abgeholt werden.Proaktive Teilhabe und Selbsthilfe ist dann der gemeinsame Weg
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn Politik, Verwaltung, Wirtschaft und BewohnerInnen ein gemeinsam entwickeltes Konzept zur Verbesserung der Wohn-und Lebensqualität umsetzen und sich für die nachhaltige Fortführung der GWA als koordinierende und integrierende Kraft einsetzen.
Beschreibung
Wenn Vereine, Ehrenamtler u. aktive BewohnerInnen bestehende und neue Angebote in Zusammenarbeit mit dem QM erstellen.Mit dem Ziel gemeinsam die Attraktivität des Quartiers zu steigern, sowie neue Kooperationen zu gewinnen und positive Wirkung zu erzielen
Beschreibung
Wenn Vereinzelung u. Berührungsängste innerhalb der diversen Bewohnerstruktur zurückgehen, und durch gemeinsame Teilnahme an z.B. Stadtteilfrühstück, Straßenfest, Kochaktionen für alle Kulturen, jung und alt , arm und reich Nachbarschaft gefördert wird.
Vorhandene Strukturen
GWA ist ein Prozess der sich auf der individuellen, strategischen und politischen Ebene abspielt. Dafür ist die Verankerung in die Stadtverwaltung als Träger der Maßnahme wichtig. Örtliche und überörtliche Vernetzung braucht Form, und gemeinsame Sprache. Wir bilden daher interkommunal, in enger Abstimmung mit unseren Kollegen in Hameln, den Clusters GWA. In kollegialer Beratung werden Qualität und innovative Perspektiven gemeinsam bearbeitet. Die Vernetzung u. Zusammenarbeit mit dem Ehrenamt schreitet trotz Corona voran, weitere Kooperationspartner wurden gefunden. Ein Projekte in der Gesundheitsförderung wurde konzipiert, zertifiziert und begonnen. Die derzeitige Arbeit steht unter den Gegebenheiten der Coronakrise. Momentan wird durch Quartiersmanagement, Seniorenbüro und Freiwilliger Feuerwehr, ein Helfertelefon betrieben und eine Vernetzung mit der lokalen Wirtschaft entsteht gerade. Dort sollen dem Prinzip B2B folgend, Bedarfe der lokalen Wirtschaft in aktivierender Befragung ermittelt, und aus den Ergebnissen innovative Angebote entwickelt werden.Die Nutzung einer Nachbarschaftsapp ist geplant. Die Pandemie zeigt wie wichtig funktionierende digitale Kommunikationsstrukturen sind, um auch in social distancing Phasen den lokalen Sozialraum in Socialmedia sichtbar zu machen und Kontakt zu halten. Die Integrationsarbeit ist mittlerweile im StadtHaus angesiedelt, und Kursangebote finden regen Zuspruch. QM hat seine Arbeit in der Politik vorgestellt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Hameln Kann s
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Projekt Glaswände
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VFL Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenbüro Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendamt Landkreis Hameln-Pyrmond Sozialraumkoordinierung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fototreff Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimatbund Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
NABU Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtjugendpflege
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtbibliothek Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pflegestützpunkt Hameln-Pyrmond
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Werbering und Stadtmarketing für Hessisch Oldendorf e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Hessisch Oldendorf Fachbereichleiter III – Liegenschaftsverwaltung & Stadtgrün
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Hessisch Oldendorf AG Räumliche Planung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schaufenster
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialausschuss Stadt Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bauausschuss Stadt Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verwaltungsausschuss Stadt Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) Landesvereine Niedersachsen e.V
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Polizeiinspektion Hameln-Pyrmond
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LEB - Beratungsbüro Weserbergland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verein für Kinder und Jugendarbeit Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die GWA ist ein wichtiger Baustein für die Aufwertung des Quartiers. Die Kommune hat erkannt, dass die KernstadttbewohnerInnen besondere Herausforderungen ihres Wohnumfeldes nicht aus eigener Kraft lösen können, u. deshalb den Antrag auf GWA gestellt. Wenn es GWA im StadtHaus gelingt in den kommenden 3 Jahren einen lebendigen Ort der Begegnung, Kultur, gesellschaftl. Zusammenhalts zu schaffen, wird sie wegen des sichtbaren u. unverzchtbaren Erfolgs u. Wirkung durch die Kommune fortgeführt.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Die Samtgemeinde Bersenbrück gestaltet

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
Unterstützen, koordinieren, begleiten
Projektbeschreibung
Die SG BSB ist Koordinierungsstelle für die Dorftreffs in Eggermühlen, Gehrde, Rieste und Bersenbrück Stadt. Diese Koordinierungsstelle ist nötig um die Gemeinden vor Ort zu unterstützen. So werden zum Beispiel alle Verwaltungstätigkeiten die für die Dorftreffs notwendig sind von Mitarbeiter/Innen im Samtgemeinde Rathaus übernommen. Das Büro für Bürgerengagement initiiert die Schulungen für die Ehrenamtlichen und auch für die hauptamtlichen Mitarbeiter/Innen. Sie kommen einmal im Monat zusammen zum Austausch und für neue Informationen oder zur Klärung von Problemen. Jedes Angebot das wir neu aufbauen bzw. initiieren wird in allen vier Treffpunkten gemacht. Wir achten sehr auf die Interessen der Bürgerschaft und versuchen gemeinsam Dinge aufzubauen und umzusetzen. Die Koordinierungsstelle achtet auf Vorschriften wie Hygiene (Küche) Unfall- und Vorsorgemaßnahmen. (erste Hilfe) Die SG kümmert sich auch um die Wochen- und Monatspläne der Dorftreffs die jeweils in drei Sprachen erstellt werden und zu Monatsanfang verteilt werden. Diese Pläne kommen auch zu den örtlichen Anzeigenblättern und die Angebote werden täglich veröffentlicht. Die Presseabteilung der Samtgemeinde kümmert sich um regelmäßige Presseartikel und neue Infos zu Angeboten in den Treffpunkten. Auch jetzt in Zeiten von Corona koordinieren wir die Hilfs- und Unterstützungsangebote über die Dorftreffs und bleiben mit den Bürger/Innen verbunden. Die Koordinierungsstelle ist auch verantwortlich für die Förderanträge. Die Mitarbeiter*innen in den Dorftreffs sind Angestellte der Samtgemeinde Bersenbrück. Somit sind auch die Personalangelegenheiten bei der Koordinierungsstelle verortet. Nach einer so kurzen Zeit (Sept. 2019 bis August 2020) sind die Strukturen noch nicht gefestigt, alles befindet sich noch im Aufbau. Dazu kommt, dass wir ja drei Monate Corona bedingt schließen mussten und jetzt noch einmal neu starten müssen. Die Samtgemeinde Bersenbrück mit ihren sieben Mitgliedsgemeinden ist sehr ländlich geprägt. Die einzelnen Gemeinden liegen teils weit auseinander. Deshalb sind wir sehr bemüht, alle Gemeinden gleichwertig zu unterstützen und alle notwendige Hilfe zu bieten. Die Bürgerschaft soll möglichst in allen Gemeinden gleiche Chancen und Teilhabemöglichkeiten bekommen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Um in den Gemeinden die Dorftreffs weiter aufzubauen, zu festigen und ihnen die Möglichkeit zu geben, mit den Bürger/Innen zu arbeiten muss es eine Koordinierungsstelle für andere anfallende Aufgaben geben. Das know how der Mitarbeiter/Innen in der Verwaltung ist ein wesentliches, unterstützendes Element. In den Gemeindebüros der Ortsgemeinden gibt es (oft zeitlich sehr begrenzt) meist nur eine Mitarbeiterin die eine zusätzliche Aufgabe für den Dorftreff kaum übernehmen könnte. Deshalb ist es notwendig, die Strukturen des Samtgemeinde -Rathauses zu nutzen und somit die Gemeinden zu unterstützen bzw. zu entlasten. Der zeitliche Aufwand für Verwaltung, Koordinierung und Begleitung der Dorftreffs würde die Ressourcen der Gemeinden weit übersteigen. Insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit und die finanzielle Bearbeitung des Förderprogramms sind sehr zeitintensiv. Die Mitarbeiter/Innen in den Dorfreffs haben sehr unterschiedliche Vorbildungen, es ist nicht leicht, gut ausgebildete Personen für 20 Wochenstunden oder nur 450€ Basis zu finden. Deshalb muss es auch eine Koordinierungsstelle geben damit evtl. Defizite die durch zu wenig Erfahrung/ Vorbildung entstehen, aufgefangen und ausgeglichen werden. Die SG BSB ist eine kleine, sehr ländlich gelegene Samtgemeinde mit sieben Mitgliedsgemeinden / Dörfern. Die SG BSB hat die zweithöchste Alterungsrate im Landkreis Osnabrück. Mit Zuwanderung und Migration können nicht alle Bürger*innen gleich gut umgehen. Alte Traditionen und Ablehnung erschweren oft das Miteinander. Demokratie, so wie wir sie verstehen, wird vielfach nicht gelebt, interkulturelles Zusammenleben ist in den Dörfern schwierig.
Projektgebiet
Beschreibung
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform am 01.07.1972 gegründet worden. Sie gehört zum Land Niedersachsen und liegt im Landkreis Osnabrück, 30 – 140 m über dem Meeresspiegel. Die geographische Abgrenzung der Samtgemeinde Bersenbrück wird durch die Meridiane 7°40´ und 8°0´ östlicher Länge und durch die Breitenkreise 52°24´ und 52° 36´ nördlicher Breite begrenzt. Zur Samtgemeinde Bersenbrück gehören die Mitgliedsgemeinden Alfhausen, Ankum, Eggermühlen, Gehrde, Kettenkamp und Rieste, sowie die Stadt Bersenbrück.
Einwohnerzahl
30376
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die Samtgemeinde Bersenbrück hat mit ihrem Projekt alle Bürger/Innen im Blick und versucht durch die Dorftreffs eng mit ihnen zusammen zu arbeit. Alle Vorschläge, Ideen und Versuche von Seiten der Bürgerschaft sollen aufgenommen und entwickelt werden. Gerade jetzt in Corona - Zeiten ist es besonders wichtig, eng bei den Bürger/Innen zu sein und deren Nöte und Sorgen zu kennen. Wichtig ist auch, die unterschiedlichen Strömungen in der Gesellschaft zu erkennen und darauf zu reagieren. Beispielsweise mit Angeboten, die das Verständnis für den jeweils anderen wecken. Ausgrenzung und Diskriminierung nehmen in dieser Zeit leider besonders zu. Deshalb ist es uns sehr wichtig mit einer breiten Mehrheit in der Bürgerschaft über Demokratie und deren Möglichkeiten und Nutzen für die Gesellschaft zu sprechen. Die Samtgemeinde Bersenbrück ist aufgenommen in das Netzwerk "engagierte Stadt" und arbeitet dort mit Kollegen*innen aus ganz Deutschland an der Entwicklung von GWA. Wir arbeiten aktiv mit der Lagfa (Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen) und der Bagso (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) und der LfGAfS (Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen) zusammen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
wenn Bewohner*innen aktiv werden in ihren Orten und sich beteiligen an Projekten und Aktionen. Wenn durch die Bürger*innen Ideen, Wünsche, Anregungen umgesetzt und angepackt werden können und jeder/e sich zum Mitmachen eingeladen fühlt.
Beschreibung
wenn durch die hauptamtliche Unterstützung die Bürger*innen in die Lage kommen, selber weiter zu gehen und aktiv zu bleiben. Wenn Bürger*innen auch nach einer Aktion dabei bleiben und eigene Initiative ergreifen.
Beschreibung
wenn es gelingt, dass wir alle im Ort noch ansässigen Firmen, Organisationen, Vereine sich aktiv beteiligen und durch Spenden, Mithilfe, Arbeitnehmer*innen Schulung am Projekt teilnehmen.
Beschreibung
wenn Vereine, Verbände, Kirchengemeinden etc. sich aktiv beteiligen und an einer Zusammenarbeit interessiert sind. Wenn wir gemeinsam Dinge anstoßen und umsetzen können und wenn wir uns gegenseitig unterstützen.
Beschreibung
Gemeinwesenarbeit neben Sozialarbeit, Jugendarbeit und Seniorenarbeit allgemeiner Verwaltungstätigkeit zur Selbstverständlichkeit geworden ist.
Beschreibung
Wenn die Netzwerke und Kooperationen, die wir bislang aufbauen konnten weiter gefestigt bleiben. Wenn wir neue Netzwerkpartner*innen gewinnen können.
Beschreibung
in der Samtgemeinde alle Bürgermeister*innen Anteil nehmen und mitgestalten. Wenn alle Ausschüsse und Räte Interesse haben und bei der Entwicklung unterstützen. Wenn der Nutzen von Gemeinwesenarbeit auch in der Politik angekommen ist.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist mit allen örtlichen und vielen überörtlichen Akteuren vernetzt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist mit allen örtlichen und vielen überörtlichen Akteuren vernetzt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Koordinierungsstelle GWA ist ein Bestandteil der Verwaltung in der Samtgemeinde Bersenbrück. Da die Kommunen jetzt deutlich weniger Steuern einnehmen (Corona), sieht die finanzielle Situation sehr schlecht aus. Die SG BSB will dennoch zeitnah ein Konzept entwickeln, um GWA zu verstetigen. In den politischen Gremien wird die Finanzierung zur Fortführung der Dorftreffs ( Personal) diskutiert. Jede Gemeinde hat aufgrund der Erfahrungen ein hohes Interesse, ihren Dorftreff zu behalten!
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Soziales Zentrum Donner&Milch!

Ansprechpartner
Michael Bättig
Rat und Tat, Treffen - Hören - Handeln
Projektbeschreibung
Die Nachbarschaft des seit 15 Jahren im Stadtteil angesiedelten ALSO-Zentrums rund um Milchstr. und Donnerschweer Str. hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Die Bewohnerschaft ist nicht nur gewachsen, sondern auch in ihrer sozialen Zusammensetzung heterogener geworden. Vor allem Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind neu hinzugezogen und der Anteil von Alleinerziehenden und älteren Menschen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Ein Wandel, der sich zwar in individuellen Begegnungen vor Ort zeigt, der aber im Quartier noch keinen gemeinsam geteilten, nicht-kommerziellen Raum der Begegnung und des Austausches findet. Aufgrund der Geschäftsaufgabe eines Bistros, das direkt an die Räumlichkeiten der ALSO angrenzt, ergibt sich nun die große Chance, dass die ALSO für die Nachbarschaft zu einem Sozialen Zentrum heranwächst. Vom bisherigen Betreiber können wir Küche und Bistroräume übernehmen, die direkt an die Räume des im Haus angesiedelten Arbeitslosenzentrums angrenzen und die sich räumlich miteinander verbinden lassen. Zwei bereits ehrenamtlich bei uns aktive Sozialarbeits- bzw. Migrationsberatungskräfte mit einschlägiger Erfahrung in der aktivierenden Quartiersarbeit sowie zwei ebenso ehrenamtlich bei uns aktive Frauen für den Küchen- und Cafébetrieb stehen bereit, um das Projekt „Soziales Zentrum“ zu einer lebendigen Begegnungsstätte für die Bewohnerschaft zu entwickeln: mit einem gemütlichen Aufenthaltsraum für Ratsuchende und Beratende der Sozialberatung der ALSO, als Mittagsküche und Café, als Begegnungs- und Veranstaltungsstätte für Nachbar:innen, Migrant:innen, Bewohner:innen und Menschen aus dem Stadtteil. Darüber hinaus wollen wir Räume und offene Türen für Begegnung und Austausch und vor allem für Eigeninitiative der Besucher:innen schaffen, für kulturelle Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit lokal vernetzten Initiativen. Offene und niedrigschwellige Beratungsangebote (u. a. zu Gesundheit) könnten dazukommen, ohne die thematische Offenheit des Zentrums zu verlieren. Die Lage des ALSO-Zentrums in einer verkehrsberuhigten Straße, die zugleich als eine Hauptverbindung zur Innenstadt fungiert, ist für unser Vorhaben sehr günstig, da sie sowohl zum Verweilen einlädt als auch eine hohe Sichtbarkeit in der Nachbarschaft ermöglicht. Ein neuer Ort für die Bewohnerschaft wird entstehen, um sichtbar füreinander zu werden, in Kontakt miteinander zu treten und gemeinsame Interessen und Themen zu finden und selbstbestimmt zu bearbeiten.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
Ausgangslage
In unseren täglichen Beratungen und Begegnungen vor Ort erleben wir zwar, welche Themen die Menschen bewegen, müssen zugleich aber auch das Fehlen von nicht-kommerziellen Begegnungsräumen feststellen. Neben sprachlichen wie rechtlichen Herausforderungen gibt es einen über die Beratung hinausgehenden Bedarf nach ungezwungenen Aufenthaltsmöglichkeiten, nach Begegnung, Gespräch und Vernetzung sowie nach nicht-kommerziellen Angeboten (u.a. Mittagessen und Café). Für die Bewohner:innen des Stadteils, insbesondere für Menschen aus den unterschiedlichen Lebenswelten – zugewandert, alleinerziehend, alleinstehend, älter oder erwerbsgemindert – fehlen Raum und Platz für Kontakte, Gespräche, gegenseitige Hilfe und Eigeninitiative. Insbesondere für Alleinerziehende möchten wir ein kooperativ gestaltetes Angebot schaffen, um Sorgearbeit mit sozialem Austausch zu verbinden (z.B. in einem Eltern-Kind-Café). Und auch für ältere Alleinstehende wird ein niedrigschwelliger, barrierefreier Ort für gesellschaftliche Teilhabe entstehen, um der Gefahr der drohenden Vereinsamung zu begegnen. Die bisher vorhandenen räumlichen Kapazitäten der ALSO in Verbindung mit der Schwerpunktsetzung auf Sozialberatung ließen eine solche sozialräumliche Öffnung bisher nicht zu. Durch die Übernahme der Bistro-Räumlichkeiten ist es nun möglich, neue Räume der Partizipation, Teilhabe und Selbstorganisation für und durch die Nachbarschaft aufzubauen und themenoffen wie niedrigschwellig zu gestalten. In der ALSO gibt es bereits ehrenamtlich und hauptberuflich Tätige, die über sozialarbeiterische und pädagogische Qualifikationen und Vorerfahrungen verfügen und sich im neuen Sozialen Zentrum einbringen wollen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Bahnhofsviertel - Bürgeresch - Donnerschwee
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die Siedlungsbereiche 1e, 3a und 3b mit den Unterbezirken Bahnhofsviertel, Bürgeresch, Bürgerstraße, Wasserturm, Wehdestraße, Weser-Ems-Halle. Das Haus liegt allerdings sehr zentrumsnah, und die ALSO wird von Ratsuchenden aus dem gesamten Stadtgebiet aufgesucht, so dass wir mit Zulauf auch über die räumliche Abgrenzung hinaus rechnen.
Einwohnerzahl
16536
Quelle / Anmerkungen
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
(65 Jahre und älter) Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quote Jahresdurchschnitt 2020 Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quote 15 - 25 Jahre, Jahresdurchschnitt 2020 Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
GWA/QM-Ansatz
Mit der Eröffnung unseres Sozialen Zentrums "Donner&Milch" wollen wir einen neuen niedrigschwelligen und partizipativen Raum der Begegnung für die Nachbarschaft ermöglichen. Dieser erweitert das von der ALSO seit mehr als 15 Jahren verfolgte Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe nun stärker sozialräumlich, themenoffen und noch zielgruppenübergreifender. Das Fehlen eines solchen Begegnungsraums vor Ort erschwert bisher die Sichtbarkeit des sozialen Gefüges des Stadtteils und dessen Wandel in den vergangenen Jahren. Doch ohne Sichtbarkeit und offene Begegnung können weder vorhandene Ressourcen genutzt noch neue Kooperationsstrukturen in der Nachbarschaft entstehen. In der ALSO stehen mehrere Personen für die unterschiedlichen Bereiche dieser Arbeit professionell, aber auch ehrenamtlich bereit. Sie bringen einschlägige Berufs- bzw. praktische Erfahrungen u. a. auch aus ihrer Arbeit in der ALSO mit. Das lokale Engagement und die Offenheit für die Herausforderungen und Chancen einer sich wandelnden Nachbarschaft verfolgen dabei das Ziel, die materiellen (Wohnraum etc.) wie auch immateriellen Bedingungen (u. a. Ermöglichung sozialer Beziehungen) vor Ort zu verbessern. Unser GWA-Ansatz fördert auf diesem Wege die Handlungsfähigkeit der Bewohnerschaft vor Ort zu einer eigenständigen und verantwortlichen Lebensgestaltung sowie zur gleichberechtigten Teilhabe an gesellschaftlichen Ressourcen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner/innen äußern im Sozialen Zentrum eigene Interessen und Themen, die sie im oder mit Hilfe der Strukturen des Sozialen Zentrums verfolgen möchten. Angebote des Sozialen Zentrums werden nachgefragt und von den Bewohner/innen aufgegriffen.
Beschreibung
Infrastruktur und Ressourcen des Sozialen Zentrums werden genutzt, um eigeninitiativ neue Begegnungsräume der Bewohner/innen zu selbstbestimmten Themen zu eröffnen und gemeinsame Handlungsfähigkeit wie Selbstwirksamkeit zu erleben.
Beschreibung
Wenn von der Bewohnerschaft durch das Soziale Zentrum gemeinsame Interessen bei selbstbestimmten Themen entdeckt werden und ihre bereits vorhandenen Ressourcen in Verbindung mit denen des Zentrums sichtbar, aktiviert und kooperativ genutzt werden.
Beschreibung
Wenn Ratsuchende, Zugewanderte, Alleinerziehende, Ältere und Nachbar/innen sich im Zentrum begegnen, in Kontakt miteinander treten und gemeinsame Themen identifizieren und kooperative Bearbeitungswege diskutieren.
Beschreibung
Wenn aus dem Haus heraus Kooperationen zwischen Initiativen z. B. zur Sozialen Frage, dem Klimaschutz oder der Care-Ökonomie gibt, wobei sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Herkünften und Fähigkeiten in themengeleiteten Unternehmungen zusammenfinden.
Beschreibung
Wenn das Soziale Zentrum ein zentraler Knotenpunkt sich entwickelnder neuer kooperativer Netzwerke in der Nachbarschaft geworden ist und sich in vorhandene Netzwerke in der Stadt, aber auch überregional (z. B. AK-gegen-Armut, Klima), einbinden kann.
Beschreibung
Wenn Angebote im Haus wahrgenommen und von Nachbar/innen und Bewohner/innen aktiv mitgestaltet und neue Angebote initiiert werden, und das Zentrum als Ausgangspunkt auch von zentrumsunabhängigen gemeinsamen Aktivitäten und Unternehmungen geworden ist.
Beschreibung
Wenn Angebote und Eigeninitiativen wie Beratung, Treffen, kulturelle Veranstaltungen, Mittagessen, Cafetrieb usw. stadtbekannt werden und die vorhandenen Ressourcen und Kapazitäten des Zentrums regelmäßig angefragt, genutzt und weiterentwickelt werden.
Beschreibung
Wenn es eine stadtweite Kooperation und Koordination von Stadtteilangeboten und Aktivitäten gibt, die soziale, kulturelle, städtebauliche, klimatische und Sorge-Aspekte miteinander verbindet und die Menschen nachbarschaftsübergreifend verbindet.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Amt für Teilhabe und Soziales - Strategische Sozialplanung - Amt für Zuwanderung und Integration
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis gegen Armut Oldenburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbar/innen und Bewohner/innen aus dem Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Faire Mobilität - Arbeit & Leben Niedersachsen - Gewerkschaften - Schuldnerberatung des Paritätischen - Fachstellen zu physischer und psychischer Gewalt - Einrichtungen zur Schwangerenberatung - Frauenhäusern - Diakonisches Werk - Flüchtlingssozialarbeit
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Es sollen während der Projektförderung in Abstimmung mit den zuständigen städtischen Behörden und den politischen Fraktionen im Stadtrat, aber auch über mögliche Förderungen des Landes Niedersachsen, durch Stiftungen und private Sponsoren nachhaltige Finanzierungmöglichkeiten über den Förderzeitraum hinaus entwickelt werden. Langjährige Erfahrungen mit fundraising und Spendenacquise sind in der ALSO vorhanden. Ein Ausbau und eine Verstetigung der ehrenamtlichen Arbeit im Haus wird angestrebt.
Galerie
donnermilch
donnermilch2
Zustimmung Veröffentlichung
On

Fitness im Viertel

Ansprechpartner
Florian Wiechmann
Funktion Geschäftsführer
Arbeite an dir und deinem Quartier!
Projektbeschreibung
Das Projekt „Fitness im Viertel – Arbeite an Dir und deinem Quartier“ bietet ein attraktives, niederschwelliges Sport- und Freizeitangebot, um schwererreichbare Jugendliche zu erreichen. Darauf aufbauend, sollen weitere Angebote mit den Jugendlichen und deren Familien erarbeitet und umgesetzt werden. Der Sport dient hier als Instrument, um einen Zugriff auf die Jugendlichen und Familien im Quartier zu erhalten. Fitness im Viertel füllt in der Nordstadt diesbezüglich eine Lücke, die das Quartiersmanagement der Nordstadt gerne schließen möchte. Die Jugendlichen werden durch professionelles und geschultes Personal betreut und haben dadurch die Möglichkeit das FiV partizipativ mitzugestalten. Die Einbindung der Bewohner:innen des Quartiers ist hierbei elementar. Die räumliche und inhaltliche Gestaltung des Sozialraums und die Erarbeitung bedarfsgerechter Angebote kann nur mit der Zielgruppe erfolgreich sein. Ziel soll es sein, über den Sport hinaus die Bewohner:innen des Stadtteils miteinander in Kontakt zu bringen. Es soll gemeinsam an den Problemen im Stadtteil gearbeitet werden, um Lösungen zu finden und die Lebenssituation zu verbessern. Ein weiterer Effekt des Projektes ist das Entgegenwirken des Mangels an öffentlichen und kostenlosen Sportangeboten in der Nordstadt. Mitgliedsbeiträge für kommerzielle Sportangebote sind für die monetär schwachen Familien kaum aufzubringen. Fitness im Viertel wird kostenlos zugänglich sein. Der Sozialbericht der Stadt Hildesheim hat aufgezeigt, dass viele Menschen in der Nordstadt übergewichtig sind und Jugendliche motorische Einschränkungen durch Bewegungsmangel vorweisen. Viele Menschen kommen aus solch einer Situation ohne Unterstützung nicht heraus, hier möchte Fitness im Viertel eine helfende Hand sein und allen Bewohner:innen Möglichkeiten bieten etwas für sich und ihr Quartier zu tun.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
Ausgangslage
„Die Hildesheimer Nordstadt ist ein Problembezirk“, so lautet das ungeschönte Ergebnis des aktuellen Sozialberichts der Stadt Hildesheim. Dieser zeigt auf, dass in der Nordstadt viele Familien in prekären Wohnverhältnissen leben, die Kinderarmut und der Arbeitslosenanteil die höchsten Werte der Stadt erreichen. Insgesamt sind mehr als die Hälfte der Bewohner:innen dieses Quartiers von Armut betroffen. Diese monetär schwachen Familien zu erreichen und mit ihnen gemeinsam eine Handlungsfähigkeit aus sich selbst heraus zu erarbeiten, ist das Ziel dieses Projektes im Quartier Nordstadt Hildesheim. Das Pilotprojekt Fitness im Viertel hat bewiesen, einen Zugang zu schwer erreichbaren Jugendlichen zu ermöglichen und darüber hinaus in die Familien einzuwirken. Die Methode ist ein kostenloses und attraktives Sport- und Freizeitangebot. Aus diesem niederschwelligen Basis-Angebot sollen weitere bedarfsgerechte Angebote mit den Bewohner:innen des Quartiers erarbeitet und geschaffen werden. Der Cluster e.V. betreibt derzeit das Pilotprojekt in der Oststadt Hildesheims, das im Sommer 2022 endet. Jedoch besteht vielfach der Wunsch dieses Leuchtturmprojekt weiterzuführen. Sowohl die Stadt Hildesheim als auch das Quartiersmanagement der Nordstadt begrüßen den Umzug des Projekts in die Nordstadt. „Es füllt ein Vakuum im Portfolio des Angebots im Quartier“, so der Quartiersmanager Frank Auracher.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Nordstadt
Beschreibung
Südliche Grenze: Die Bahnlinien Östliche Grenze: Der Kennedydamm Nördliche Grenze: Lerchenkamp/Mastbergstraße Westliche Grenze: Münchewiese/Römerring
Einwohnerzahl
11053
Quelle / Anmerkungen
Status-Quo-Prognose StadtRegion
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hildesheim 2019
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hildesheim 2019
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Durch die partizipative Gestaltung des Projekts, entsteht eine enge Vernetzung innerhalb sowie zwischen der Zielgruppe und den Projektbeteiligten. Dadurch wird eine Verbesserung der sozialen Beziehungen angestrebt. Die Besucher:innen haben die Möglichkeit das FiV als sicheren Sozialraum zu nutzen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und zu entfalten. Die Sportangebote dienen nicht nur der Vernetzung und Steigerung der Aktivität, besonders können hier den Jugendlichen und ihren Familien bereits vorhandene (Hilfe)Strukturen näher gebracht werden die bisher aus kulturellen oder sozialen Ängsten nicht genutzt wurden. Über die Sportangebote mit den Jugendlichen werden niedrigschwellige Kontakte zu den Familien geknüpft. Dies bietet die Möglichkeit sich über Ziele, Ausbildungswünsche, Problemlagen der Familien etc. zu unterhalten. So werden durch beständig anwesende Kontaktpersonen in den Angeboten, verlässliche Vertrauenspersonen für die Jugendlichen. Verfolgt wird ein niedrigschwelliger GWA Case Management Ansatz in dem die Kontaktpersonen Kinder und Jugendliche auch in ersten Wegen zur Schule, Informellen Treffpunkten im Stadtteil etc. begleiten. Über den intensiven Kontakt zu den Jugendlichen ergeben sich immer mehr Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme in die Familien und die Vermittlung von Beratungs-, Hilfs- und Kulturangeboten aus dem Stadtteil. Gleichzeitig können sich diese Angebote in den Räumen des Fitness im Viertel vorstellen und so den Jugendlichen bekannt machen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Durch die partizipative Gestaltung haben die Bewohner:innen die Möglichkeit das FiV zu ihrem sicheren Sozialraum zu machen. Mindestens 150 Bewohner:innen des Quartiers nehmen regelmäßig Angebote wahr.
Beschreibung
Die Jugendlichen mehr auf ihre eigene Handlungsfähigkeit zurückgreifen und eigene Problme und Lösungen miteinbringen.
Beschreibung
Die Stärken vor Ort werden genutzt, wenn die Individualität der einzelnen Bewohner:innen gesehen wird und durch Teilhabe am Projek gelingt.
Beschreibung
Der Standard wird erreicht, wenn über die Zielgruppe hinaus Interesse, Partizipation und Teilhabe am Projekt zu erkennen ist.
Beschreibung
Durch die Kooperationen mit anderen Jugendeinrichtungen und Vereinen gelingt ein übergreifener Austausch der für die Entwicklung des Projekts wichtig ist.
Beschreibung
Es werden mindestens 5 neue Kooperationen geschlossen. Schulen bieten Nachmittagsangebote im FiV an. mindestens 5 Einrichtungen der lokalen Jugend(sozial-)arbeit nutzen vor Ort die Aushang- und Werbemöglichkeiten.
Beschreibung
Durch Partizipation und Teilhabe haben die Bewohner:innen die Möglichkeit die Nachbarschaft besser kennenzulernen und ein Zusammenleben lebendiger zu gestalten.
Beschreibung
Erreicht wird der Standard, wenn ein Großteil der Zielgruppe nachhaltig über Hilfestruktren informiert wird und das FiV zu einer Verbesserung der Lebensqualität beiträgt.
Beschreibung
Das FiV wirkt selbst als soziale Infrastruktur und ergänzt das vorhande QM im Bereich Jugendarbeit durch öffentliche und kostenlose Sport- und Beratungsagebote.
Vorhandene Strukturen
Im Stadtteilbüro Nordstadt (Trägerschaft Lebenshilfe) arbeitet im Auftrag der Stadt Hildesheim die Fachkraft für GWA mit 10 Wochenstunden, anteilig durch die Stadt, Wohnungswirtschaft und Sparkasse finanziert. Sie beinhaltet die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen des Vereins, der einige Aufgaben in der Vernetzung und Bewohneraktivierung übernommen hat. Mit weiteren 4 Wochenstunden wird die Umsetzung der Präventionsstrategie CTC vorangetrieben, mit 11 Wochenstunden das sozialplanerische Quartiersmanagement, finanziert durch das Programm „Sozialer Zusammenhalt“. Im Bereich Stadtkultur der Kulturfabrik ist eine bis Ende 2021 befristete Stelle mit 25 Wochenstunden geschaffen. Die Handlungsfelder betreffen Antragsstellung, Koordination, Vernetzung, Programmentwicklung, aufsuchende Kulturarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Buchhaltung. Insbesondere der Aufbau von langfristigen Kooperationen und direktes Kommunizieren mit Anwohner*innen ist so kaum möglich und aktuell lediglich durch Ehrenamt zu leisten. Daher ist das Projekt Fitness im Viertel als ergänzender Baustein zu den vorhandenen Aktivitäten zu betrachten. Durch die Fokussierung auf eine bestimmte, bisher wenig zugängliche Zielgruppe – Jugendliche – und durch die besondere Art der Ansprache – Sport – schließt das FiV eine Lücke.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
NORDSTADT.MEHR.WERT. - Stadtteilbüro
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Robert-Bosch-Gesamtschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Herman Nohl Schule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Walter Gropius Schule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SV Türk Gücü Hildesheim e. V. 1979
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KreisSportBund Hildseheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Farih Gym Kampfkunst e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Körperschmiede Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hildesheimer Allgemeine
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Publik
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kehrwieder am Sonntag
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Der Nordstädter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
GO 20 Kinder und Jugendtreff
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rasselmania e.V
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
OBI Baumarkt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LIDL
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Teresionhof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Hildesheim Stadtplanung und Stadtsanierung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinwesenentwicklung Stadtfeld e. V.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Nachhaltige Verankerung in den kommunalen Strukturen in drei Säulen: 1. Bildung des "Hilfenetzwerk Nord" Trägertreffen - hier werden die Hilfe- und Beratungsstrukturen in einem monatlichen Netzwerktreffen zusammen geführt um die Arbeit besser aufeinander abzustimmen und zu sichern. 2. Die Zusammenarbeit mit dem Stadtteilbüro Nordstadt.Mehr.Wert 3. Die Nutzung und Finanzierung des Fitnessstudios für Träger der Erziehung und das Jugendamt durch Soziale Gruppenarbeit(§29 SGBVIII)
Galerie
fiv matten
img 6424
Zustimmung Veröffentlichung
On