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Interkulturelle Begegnung an der Aue

Ansprechpartner
Tina Hallemann
Interkulturelle Begegnung an der Aue
Projektbeschreibung
Das Wohngebiet Aue/Kastanienplatz in Herzberg am Harz hat in den vergangenen Jahren an Attraktivität verloren und entwickelt sich immer mehr zu einem problematischen Bezirk mit Konflikten in der Nachbarschaft. In dem genannten Wohngebiet ist der Migrationsanteil in den vergangenen Jahren gestiegen. Da die Bewohner*innen noch nicht ausreichend von sozialen Angeboten vor Ort erreicht werden können, kommt es immer wieder zu Problemen und Konfliktpotentialen. Das beantragte Projekt soll als niedrigschwelliges Angebot, verortet zentral im Einzugsgebiet, die Unterstützungslücke schließen und das Miteinander von Migranten*innen und Einheimischen sowie verschiedenen Migrationsgruppen untereinander stärken. Im Aufbau des Projektes wird im 1. Schritt ein offenes Beratungsangebot geschaffen sowie ein Begegnungsraum für die Bewohner*innen entstehen, der den Menschen im Einzugsgebiet als zentraler Anlaufpunkt für sämtliche Fragestellungen dient. Das „Aue-Begegnungscafe“ ist dabei unabhängig von Alter, Problemlage, Einkommenssituation etc. für alle Ratsuchenden niedrigschwellig zugängig. Durch das Aue-Begegnungscafe wird ein Kontakt zur Zielgruppe hergestellt und ein Bild der vorhandenen Problemlagen, aber auch auf Wünsche und Potentiale der Bewohner*innen sichtbar. Über gute integrierte Migranten*innen, die als Multiplikatoren*innen eingesetzt werden, soll ein leichterer Zugang zu Migranten*innen mir sprachlichen Problemen oder Sorgen gelingen. Durch sich häufende Nachfragen und Problemstellungen im Beratungsangebot, kann aufgezeigt werden, in welchem Bereich Maßnahmen oder besonders Aufklärung z.B. in Form von Fachvorträgen oder Aufklärungsveranstaltungen ggf. in verschiedenen Sprachen nötig sind. Durch Umfragen unter den Bewohner*innen, nach ihren Wünschen bzw. danach, welche Angebote und Aktivitäten sie selber für ein gelingendes Miteinander für nötig halten, sollen stets Angehörige aller Kulturkreise sowie Einheimische in die Fortentwicklung des Projektes einbezogen werden. Die Maßnahme wird in den Räumen des Stadtteiltreffs Kastanienplatz der Kreiswohnbau Göttingen-Osterode GmbH verortet. Hier wurden in Zusammenarbeit mit freiwilligen Helfern sowie Mietern selber, bereits Angebote für die Bewohner*innen der eigenen Mietwohnungen geschaffen, z.B. gemeinsames Kaffee trinken und Bingo spielen. Die bereits vorhandenen Strukturen sollen durch die beantragte Maßnahme örtlich und inhaltlich ausgeweitet und mit professioneller Struktur unterstützt werden.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Wohngebiet an der Aue genießt in Herzberg am Harz keinen guten Ruf und ist zum Wohnen unattraktiv geworden. Dieser Entwicklung soll durch die beantragte Maßnahme ein Stück weit entgegengewirkt werden. Insgesamt leben in Herzberg am Harz 13.073 Einwohner der Migrationsanteil liegt bei 8,91%. Im Einzugsgebiet Aue ist ein höherer Migrationsanteil ersichtlich. In der Wohnanlage Kastanienhof zeigt sich das für Kreiswohnbau Osterode am Harz/Göttingen GmbH, Vermieter größerer Wohneinheiten im Einzugsgebiet, auch in der Anzahl der Interessenten. Sei es generell Ziel der Wohngesellschaft, die Einwohnerschaft möglichst heterogen zu gestalten, gestalte sich das in der genannten Wohneinheit immer schwerer. Durch den höheren Migrationsanteil entstehen Konfliktpotentiale zwischen Migranten*innen und Einheimischen auf der einen Seite und Migranten*innen unterschiedlicher Herkunftsländer untereinander auf der anderen Seite. Besonders durch Flüchtlingswellen der vergangenen Jahre, zunächst besonders aus Syrien, aktuell besonders häufig aus der Ukraine gestalten sich Kommunikation, Austausch und ein Miteinander schwierig, nicht nur aufgrund sprachlicher Barrieren. Besonders Alltagskonflikte entstehen durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen häufig. Unter Einheimischen entstehen Vorurteile. Die Bewohner*innen werden von sozialen Angeboten vor Ort noch nicht ausreichend erreicht. Gründe liegen sowohl in sprachlichen Problemen, als auch in einer hohen Hemmschwelle und Unkenntnis über das Hilfesystem vor Ort. Für einen besseren Zugang zur Zielgruppe sowie den Abbau des Konfliktpotentials sind Niedrigschwelligkeit sowie der Einsatz von Multiplikatoren*innen nötig.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Herzberg am Harz
Beschreibung
Das Einzugsgebiet besteht aus den Wohngebieten "Kastanienplatz" und "Aue" nahe Kernstadt und Bahnhof Herzberg am Harz. Die Hauptstraßen, des Projektgebietes sind Northeimer Straße, Kornstraße, Siemensstraße (Aue) und Kastanienplatz (Kastanienplatz). Das Gebiet gehört offiziell zur Kernstadt von Herzberg am Harz, Aue und Kastanienplatz werden allerdings auch als nichtamtliche Stadtteile geführt. Das Gebiet ist nahe des Bahnhofs, auch die Innenstadt ist noch fußläufig oder mit dem Bus erreichbar. Bewohner*innen werden dennoch nicht ausreichend von den Angeboten im Stadtgebiet sowie Umland erreicht, daher wird das Projekt direkt im Quartier, im Stadtteiltreff verortet.
Einwohnerzahl
1000
Quelle / Anmerkungen
Beruht auf Schätzungen. Das Projektgebiet ist ein Teil der Kernstadt Herzberg am Harz. Hier waren Januar 2023 8.807 Einwohner gemeldet.
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen Kreiswohnbau Göttingen-Osterode GmbH für Wohneinheit "Kastnienplatz". Es wird geschätzt, dass der Migrationsanteil im gesamten Projektgebiet ähnlich hoch ist.
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen Kreiswohnbau Göttingen-Osterode GmbH für Wohneinheit "Kastanienplatz". Es wird geschätzt, dass der Migrationsanteil im gesamten Projektgebiet ähnlich hoch ist. (Quelle Zahl der Gesamtstadt: Stadt Herzberg am Harz)
Unterlagen zum Gebiet
aue_herzberg.jpg (55.75 KB)
GWA/QM-Ansatz
Für die Bewohner*innen des Einzugsgebiets wird eine Anlauf- und Unterstützungsstelle direkt in ihrem Wohngebiet eingerichtet. Niedrigschwelligkeit, kurze Wege und eine Ansprechperson vor Ort sollen den Zugang zu Hilfsangeboten erleichtern. Darüber hinaus soll das Angebot "Aue-Begegnungscafe" einen Ort zum Kennenlernen, Austauschen, Beisammensein für die Bewohner*innen darstellen. Die Bewohner*innen sollen zum Austausch miteinander motiviert werden und im weiteren Projektverlauf dazu inspiriert werden, eigene Ideen und Kompetenzen in die Ausgestaltung der Maßnahmen mit einzubringen. Die Vielfältigkeit der Kulturen im Einzugsgebiet bietet die Chance, neues Kennenzulernen, Potentiale zu nutzen und gemeinsam neue Aktivitäten zu entwickeln. Unter Einbezug dieser Bewohner*innen, z.B. besonders gut integrierter Einwohner*innen, die als Multiplikatoren*innen für Angehörige ihres Kulturkreises wirken können, da sie einen leichteren Zugang zu weiteren benachbarten Personen haben und über die sprachliche Kompetenz verfügen, sollen weitere Personen erreicht werden und später weitere Austausch-Angebote entstehen, die diese selbstständig- oder mitgestalten können. Dies könnten z.B. sein: Flohmärkte, Internationales Frühstück, Urban Gardening etc. Durch Stärkung der Eigenkompetenzen der Bewohner*innen und ihres Miteinanders ist eine Etablierung dieser aus Eigeninitiative entstehenden Angebote und Verselbstständigung über den Projektzeitraum hinaus wünschenswert.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Durch Befragung und direkten Kontakt sind die Bedarfe, Wünsche und Potentitale der Bewohner*innen bekannt.
Beschreibung
Bewohner*innen bringen sich selber in die Planung und Umsetzung von Aktivitäten ein und setzen ihre eigenen Vorstellungen bei der Gesaltung kleinerer Veranstaltungen (z.B. Straßenfeste) um
Beschreibung
Die Bewohner*innen bringen sich aktiv in die Projektgestaltung mit ein und nutzen persönliche und räumliche Ressourcen
Beschreibung
Die Begegnungsstätte sowie gemeinsame Veranstaltungen dienen dem Austausch und fördern die Nachbarschaft. Durch selbst gestaltete Aktivitäten verbessert sich das Miteinander
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kreiswohnbau Osterode am Harz/Göttingen GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Herzberg am Harz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Werk-statt-Schule Osterode e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk Ev.luth. Kirchenkreis Harzer Land
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der Stadtteiltreff im Kastanienplatz wird bisher von Ehrenamtlichen und einzelnen Mieter*innen gestaltet. Die Bereitschaft der übrigen Bewohner*innen zur Mitgestaltung des Angebotes ist jedoch noch nicht ausreichend vorhanden. Durch das Projekt soll die Entwicklung der Partizipation der Bewohner*innen angeschoben werden und für die Zukunft eine sich etablierende Struktur geschaffen werden. Durch Netzwerkarbeit vor Ort sollen diese Strukturen auch in Zukunft professionell unterstützt werden.
Galerie
aue herzberg
Zustimmung Veröffentlichung
On