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Öffentlichkeitsarbeit

Dissen aktiv: Wir sind die Stadt

Ansprechpartner
Monika Schnellhammer
Funktion Geschäftsführerin
Nicht warten - starten!
Projektbeschreibung
Am Standort Dissen konnten mit dem Projekt "Dissen aktiv" und weiter mit dem laufenden Projekt "In aller Vielfalt" insbesondere Senior*innen und Familien mit Kindern (überwiegend bis zum Ende des Grundschulalters) angesprochen werden. Ein Schwerpunkt liegt darauf, auch bislang weniger aktive Bürger*innen, u.a. mit Migrationserfahrung, zu erreichen. Diese Arbeit soll zum einen fortgesetzt und verstetigt werden, zum anderen sollen größere Vorhaben, die sich aus den seit Mitte März 2019 vorliegenden Ergebnissen einer Bedarfserhebung ergeben, gemeinsam umgesetzt werden. Die vorliegende Befragung hat ergeben, dass den Bürger*innen nicht bewusst zu sein scheint, dass sie selbst Veränderungen mitgestalten können und möglicherweise auch müssen, statt nur von der Kommune entsprechende Schritte zu erwarten und zu fordern. Um die Menschen partizipativ in Entscheidungen und konkrete Gestaltung und Umsetzung einzubeziehen, sollen weitere Beteiligungsmethoden und -angebote entwickelt werden, u.a. Fortführung der Stadtrundgänge, gezielte Ansprache beteiligungsferner Gruppen wie Migrant*innen und (nicht verbandlich organisierte) Senior*innen. Im Blick sind dabei zur Realisierung eines attraktiven, Generationen übergreifenden Begegnungsortes die Gestaltung des Homann-Parks und/oder die Umgestaltung eines anderen öffentlich zugänglichen Raumes. Dazu gibt es bereits eine Reihe von Vorüberlegungen. Entsprechende Sondierungen müssen bereits im laufenden Projekt angestoßen werden. Die Entscheidungs- und Planungsprozesse werden im Folgeprojekt fortgesetzt und in der Ausführung münden. Ergänzt werden die partizipativen Ansätze durch ein verlässliches Beratungsangebot in den Räumen der Katholischen Kirchengemeinde ("Clearingansatz") und das Projektbüro im Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ). Parallel dazu soll ein Schwerpunkt der Arbeit in der Vorbereitung nachhaltiger Verankerung der Arbeit liegen. Dazu gehen wir offensiv in das Gespräch mit der lokalen Wirtschaft, der Politik und den in Dissen aktiven Stiftungen, um eine etablierte finanzielle Förderung anzustreben.
Ausgangslage
Die Stadt Dissen ist trotz ländlicher Lage stark industriell geprägt. Große Arbeitgeber der Lebensmittel- und Fleischindustrie führten über Jahrzehnte zur Ansiedlung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund - insbesondere aus Süd-/Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion, die nun bereits in der 2./3. Generation dort leben. Zudem zeigt sich eine erhöhte Arbeitsmigration (Bulgaren, Rumänen, Ungarn) Herausforderungen durch den demographischen Wandel kombinieren sich mit Integrationsanstrengungen für eine heterogene Gruppe von Bürger/innen mit Migrationsgeschichte. Durch "Dissen aktiv" wurden und werden insbesondere Senior*innen angesprochen, "Dissen in aller Vielfalt" setzt den Fokus auf Familien und Menschen mit Migrationsgeschichte. Die Resonanz zeigt, dass beide Gruppen bislang wenig Erfahrung mit und in der Beteiligung an öffentlichen Veränderungsprozessen haben - wohl aber Bedarfe erkennbar sind, die durchaus für beide Gruppen gelten (allgemein gesagt: Begegnungsräume und -Möglichkeiten schaffen). Oberstes Ziel ist es daher, Verbesserungen unter Einbezug der Betroffenen zu erreichen. Es braucht vor allem Zeit für eine Adressaten gerechte Ansprache, den Aufbau vertrauensvoller Strukturen und Anerkennung von Möglichkeiten und Grenzen. Erfreulich ist die Akzeptanz und Wertschätzung der bisherigen Arbeit durch Bürger*innen, Verwaltung und Politik. Dies besonders vor dem Hintergrund einer gewissen Skepsis, die aus der Enttäuschung mit vorangegangenen, kurzlebigen Projekten hervorging.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Dissen aTW
Beschreibung
Das Projekt richtet sich an die Bewohnerschaft (mit Migrationshintergrund) der Stadt Dissen. Damit umfasst es das gesamte Stadtgebiet Dissen als Gesamtquartier. Dissen hat eine Fläche von 31,9 qkm und eine Bevölkerungsdichte von ca. 300 Einwohner/qkm. Durch die nahe Lage im Städtedreieck Osnabrück-Bielefeld-Münster und die bisher günstige Arbeitsmarktsituation ist Dissen bisher ein beliebter Wohnort. Die Nahversorgung mit Gütern des täglichen Gebrauchs und Lebensmitteln ist gegeben. Der regionale Arbeitsmarkt profitiert von den ansässigen Wirtschaftsunternehmen in Kombination mit einer günstigen Verkehrslage: Die A30 und A33 sind hier wichtige Verkehrswege. Der Alltag ist stark durch Pendlerverkehr gekennzeichnet.
Einwohnerzahl
9689
Quelle / Anmerkungen
Statistisches Bundesamt Wiesbaden 11/2018, www.destatis.de
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.nls.niedersachsen.de/gemeinden/G459015.html
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe für Gruppe älter als 65 (aus 2016) Ergänzung: Indikatoren Alterung 2030: Medianalter (Jahre) 45,4 Durchschnittsalter (Jahre) 44,6 Jugendquotient (unter 20-Jährige je 100 Pers. der AG 20-64) 35,3 Altenquotient (ab 65-Jährige je 100 Pers. der AG 20-64) 41,3 Anteil unter 18-Jährige (%) 18,1 Anteil 65- bis 79-Jährige männlich (%) 15,3 Anteil 65- bis 79-Jährige weiblich (%) Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Grundlegendes Ziel des Handelns in „Dissen - Wir sind die Stadt“ ist es, die Menschen zu motivieren und zu ermutigen, sich aktiv an der Gestaltung ihres Lebensraums zu beteiligen. Sie sind „Expert*innen in eigener Sache“. Multiplikator*innen unterstützen dabei. Im Fokus stehen die Bedarfe von (nicht verbandlich organisierten) Senior*innen und Familien mit Migrationsgeschichte, die bislang wenig in Erscheinung treten, wenn es um bürgerschaftliche Beteiligung und Veränderung im Sinn ihrer eigenen Bedarfe geht. Vorhandene Ressourcen werden genutzt, um die Ideen und Vorschläge aller Beteiligten in die konkrete Gestaltung eines öffentlichen Raums (Park, Ladenlokal o.ä.) einfließen zu lassen. Die Kompetenz, übergreifende Themen und größere soziale Zusammenhänge zu bearbeiten wird gefördert. Positive Öffentlichkeitsarbeit und Kleinprojekte erhöhen das Bewusstsein für gesellschaftliche Zusammenhänge aller Beteiligten und befördern identitätsstiftende und solidarische Erfahrungen. Im Zentrum steht eine befähigende statt einer angebotsorientierten Arbeit, die jedoch ergänzt wird durch verlässliche Ansprechpartner*innen und ein Clearingangebot bei persönlichen Fragestellungen. Auf diese Weise werden auch weitere leichte Zugänge zum Projekt eröffnet und "Mitmachmöglichkeiten" kommuniziert. Die Teilnahme an der Zertifikatsfortbildung GWA der LAG stärkt den nachhaltigen und fachlich qualifizierten Ansatz der Arbeit.
Qualitätskriterien
Beschreibung
die von ihnen genannten Themen im Vordergrund stehen und tatsächlich vorangebracht werden.
Beschreibung
z.B. die Möglichkeiten eines bereitgestellten (Laden-)Lokals unmittelbar von Bürger*innen genutzt werden und sich Einzelne oder Gruppen für Angebote oder Teilbereiche von Vorhaben verantwortlich zeigen
Beschreibung
Kompetenzen und Ressourcen von spezifischen Gruppen/Institutionen gezielt eingebracht werden
Beschreibung
Aktivitäten gemeinschaftlich und zielgerichtet umgesetzt werden
Beschreibung
Bürger*innen und diverse Fachbereiche der Verwaltung Hand in Hand arbeiten
Beschreibung
hohe Akzeptanz in Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft
Beschreibung
generationen- und milieuübergreifende Begegnungsorte entstehen
Beschreibung
a) verlässliche Ansprechpartner*innen für Engagement und Erstberatung (Clearing) bekannt sind und angefragt werden, b) öffentlicher Raum bürgernah gestaltet wird
Beschreibung
Engagementförderung und Bürgerbeteiligung als strategische Ziele aller Beteiligten definiert sind
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
FB Bildung, Betreuung und Soziales / Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
FB Planen, Bauen und Ordnung / Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Büro für Ehrenamt und Selbsthilfe / Landkreis Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Senioren- und Pflegestützpunkt / Landkreis Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienservicebüro / Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ Dissen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk Frühe Hilfen, Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Pfarreiengemeinschaft Teutoburger Wald / St.Ansgar Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. KiTa St.Ansgar Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirchengemeinde St. Mauritius Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
DITIB Türkisch-Islamischer Verein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialausschuss des Stadtrates
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Maren Öeynhausen, Ratsmitglied (UWG)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Derk van Berkum, stellvertr. Bürgermeister
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Runder Tisch "Älter werden in Dissen"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ellen Gartmann, Stiftung Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Emsal Okutur, Integrationsstammtisch
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hochschule Osnabrück
Typ
Stadtteil
Galerie
20181027 tanzcafe
2018 homannpark
Zustimmung Veröffentlichung
On

Auf gute Nachbarschaft! - Gemeinsam aktiv im Hüttenstraßen-Quartier

Ansprechpartner
Stephan Hartmann
Organisation Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Schaumburg e.V.
Funktion Leiter AWO Fachbereich Integration
Interkulturelle und generationsübergreifende Nachbarschaft leben - Zusammenhalt stärken - Integration voranbringen
Projektbeschreibung
Die Verstetigung und Weiterentwicklung des 2017/2018 entstandenen Begegnungszentrums Mittelpunkt Hüttenstraße in der Weststadt von Stadthagen steht im Fokus des Projektes. Die zentrale Aufgabe ist die Förderung generationsübergreifender Partizipation und Teilhabe am Gemeinwesen aller Bewohner*innen im Quartier mit und ohne Migrationsgeschichte. Die Quartiersmanagerin und die Migrationssozialarbeit als "Kümmerer" vor Ort vermitteln Hilfe zur Selbsthilfe. Menschen mit Zuwanderungshistorie (u.a. Geflüchtete) werden dadurch ermutigt, ihre Integrationsbemühungen voranzubringen. Bestehende Netzwerke, Beratungsleistungen und Angebote zum Aufbau einer guten Nachbarschaft sollen direkt im Quartier begleitet und unterstützt werden. Dafür soll auch ein Kaffee-Mobil (Fahrrad mit Anhänger) zur verstärkten Präsenz im Quartier angeschafft werden. Die Zusammenarbeit mit der Jugendpflege, der städt. Integrationsbeauftragten, dem Kindergarten und den Schulen wird weiter ausgebaut, ebenso die Projektarbeit mit den Vereinen und den 2018 neu entstandenen Migrantenselbstorganisationen. Das Wohnumfeld (u.a. Infrastruktur und bauliche Gegebenheiten) soll gemeinsam so gestaltet werden, dass sich die Mehrzahl der Bewohner*innen mit dem Quartier positiv identifizieren können. Neben den Beratungsangeboten im Begegnungszentrum, ist genügend Raum für Begegnungen, Austausch und Veranstaltungen vorhanden. Hierbei wird das tolerante Miteinander der Menschen mit ihren Religionen und Kulturen gefördert, um insbesondere Gewalt und Ausgrenzung präventiv zu begegnen. Die ortsbezogene bedürfnisorientierte Integrationsarbeit mit den Zugewanderten, sowie den Einheimischen fördert die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und ebnet die Wege in den Arbeitsmarkt. Die Vernetzung mit dem CoWorking-Space-Angebot im Gebäude des BMH und auch mit dem JobCenter sind weitere Schwerpunkte. Die Aktivierung zum bürgerschaftlichen Engagement spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle für ein positives Miteinander und steht im Fokus der Sozialarbeit. Die Verstetigung der schon hohen Vernetzung lokaler Akteure im Quartier ist eine weitere Aufgabe. Dabei sollen die bereits vorhandenen Kontakte genutzt, ausgebaut und intensiviert werden. Ebenso ist die Einbindung von externen Referenten und Experten geplant. Eine enge Zusammenarbeit mit dem städtischen Integrationsbeirat, den Bildungsträgern, der Verwaltung und dem Netzwerk der Kooperativen Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN) ist obligatorisch.
Ausgangslage
Das Begegnungszentrum Mittelpunkt Hüttenstraße (BMH) wurde 2017/2018 initiiert und eröffnet. Seitdem hat es sich sehr positiv entwickelt und wird sehr gut von der Bevölkerung des Quartiers angenommen. Im letzten Jahr haben über 2.000 Menschen die zahlreichen Angebote genutzt. Trotzdem bleibt eine prekäre Situation im Quartier. Der Flüchtlings- und Ausländeranteil steigt seit mehreren Jahren weiterhin stetig an. Spannungen zwischen den Gruppen und den unterschiedlichen Kulturen führen zu Nachbarschaftsproblemen. Die Randlage, die fehlende Infrastruktur und wenige Freizeitmöglichkeiten verschärfen die Situation für die Weststadt. Das Bedürfnis eines Austausches ist bei den aktiven Bewohnern und Vereinen vorhanden. Dabei müssen etablierte Stellen unterstützt und entlastet werden, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Seit der letzten Antragstellung hat sich die Bevölkerung im Quartier weiter erhöht. Ein Großteil davon sind Geflüchtete und deren Familiennachzug. Quartiersbewohner der sog. "Mittelschicht" nutzen das Angebot noch relativ wenig und grenzen sich von den neu Zugezogenen ab, so dass ein Miteinander nur schwer entstehen kann. Die geleistete Hilfe im BMH insbesondere bei der Arbeitsmarktintegration zeigte vielfach Wirkung bei den Betroffenen. Diese positiven Erfahrungen werden in die Communities getragen und bringen neue Interessierte ins BMH. Aus deren Engagement entwickeln sich wiederum neue Angebote.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadthagen Weststadt, Hüttenstraßen-Quartier
Beschreibung
Das Quartier liegt im Nordwesten von Stadthagen. Im Süden bildet die Enzer-Straße, im Osten an die Breslauer Straße, im Norden die Bahnlinie Minden-Hannover und im Westen das Industriegebiet an der Gubener Straße die Grenzen des Gebietes.
Einwohnerzahl
4588
Quelle / Anmerkungen
Angaben der Stadt Stadthagen, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
34
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
35
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslosenzahlen zum Quartier werden statistisch nicht erfasst und können nur vorsichtig geschätzt werden. Es ist davon auszugehen, dass sie wesentlich höher sind als der Anteil in der Gesamtstadt, da insbesondere Flüchtlinge einen eingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Im LK Schaumburg liegt die Arbeitslosenquote am 30.3.2019 bei 5,7 Prozent. In der Stadt Stadthagen gibt es 1030 Arbeitslose. Quelle: www.komsis.de. Durch den geplanten Abbau von Beschäftigten bei der Firma Faurecia wird die Zahl in absehbarer Zeit erheblich zunehmen. Viele der Menschen leben im Quartier.
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Migrationshintergrund wird als Merkmal von der Stadt Stadthagen statistisch nicht erfasst. In Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeirat Stadthagen, haben wir eine vorsichtige Schätzung im Quartier vorgenommen. In der Gesamtstadt lag er 2011 bei der Volkszählung bei 24,8 Prozent. Zurzeit liegt er wohl bei über 30 Prozent.
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es liegen keine statistischen Zahlen für die Gesamtstadt vor. Nach vorsichtigen Schätzungen liegt er in Teilbereichen rund um die Hüttenstraße bei rund 70 bis 80 Prozent.
GWA/QM-Ansatz
Wir wollen die Gemeinwesenarbeit als prozessorientiertes, partizipatives und interdisziplinäres Arbeitsprinzip nutzen, um bei den Menschen im Quartier nachhaltige Verbesserungen ihrer Lebenssituation zu erreichen. Dabei orientieren wir uns an deren Bedürfnissen und Interessen und fördern die Teilhabe am ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Leben. Wir werden dabei insbesondere die Selbstorganisationen und vorhandenen Selbsthilfekräfte in den Fokus der sozialen Arbeit nehmen. So werden die Menschen dabei unterstützt, selbst aktiv zu werden, um ihre Bedürfnisse und Interessen im demokratischen Verfahren wahrzunehmen. In unserem Verständnis der Gemeinwesenarbeit werden wir zielgruppen- und ressortübergreifend arbeiten (Wohnen, Gesundheit, Arbeit, Freizeit, Bildung, Kultur etc.), um die komplexen Aufgabenstellungen für eine gelungene Integration bewältigen zu können. Wir sehen das Projekt als Bindeglied zwischen den Interessen und Aktivitäten der Menschen und den Ressourcen der Stadt und wollen Aushandlungsprozesse zwischen Entscheidungsträgern aus Verwaltung und Politik einerseits und den Menschen andererseits gestalten. Außerdem steht die Vernetzung und Kooperation aller Akteure im Vordergrund. Dabei sollen Stärken herausgearbeitet und vorhandene Ressourcen und Potenziale im Stadtteil aktiviert und miteinander verknüpft werden, um ein funktionierendes soziales Netzwerk mit einer guten Nachbarschaft zu schaffen und Rahmenbedingungen zu verbessern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
gemeinsame Projekte zur Verbesserung des Zusammenlebens angenommen werden und bedarfsorientierte Angebote initiiert und durchgeführt wurden.
Beschreibung
die Bewohner / Vereine selbst ihre Ideen, Angebote und Veranstaltungen umsetzen.
Beschreibung
die beteiligten Akteure sich regelmäßig gemeinsam austauschen und externe Kooperationspartner Veranstaltungen durchführen.
Beschreibung
der "Mittelpunkt" angenommen, akzeptiert und genutzt wird und das Wohnumfeld und die Infrastruktur gemeinsam mit den Bewohnern positiv verändert wurde.
Vorhandene Strukturen
In der erste Förderperiode wurde eine Quartiersmanagerin eingestellt, die sich seitdem um die Vernetzung und Beratungsanliegen der Bewohner des Quartiers im Begegnungszentrum kümmert (Ansprechpartnerin, Sprechstunden). Außerdem werden Freizeit- und Bildungsangebote in Kooperation mit Ehrenamtlichen und Vereinen initiiert und koordiniert. Der Afrikanische Verein in Schaumburg und der somalische Verein (Migrantenselbstorganisationen) werden seit der Gründung unterstützt und nutzen das BMH für Beratungszeiten und Vereinstreffen. Die Integrations- und Migrationssozialarbeit im Quartier (ehemals Flüchtlingssozialarbeit) hat ebenfalls ihren Sitz im BMH und unterstützt die Vernetzung / Zusammenarbeit der Akteure im Quartier. Desweiteren gibt es Austauschtreffen der Netzwerkpartner und Qualifizierungsangebote für Ehrenamtliche und eine enge Vernetzung mit dem Integrationsbeirat und der Integrationsbeauftragten der Stadt Stadthagen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Stadthagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Afrikanische Vereine, Somalischer Verein, Alevitischer Verein, Ezidisches Zentrum, DITIP Moschee, Kulturzentrum Alte Polizei, Schaumburger Landschaft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
JobCenter, Bundesagentur für Arbeit, Sozialamt, Jugendamt, Ausländerbehörde, Landkreis Schaumburg, Stadt Stadthagen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Kreisverband Schaumburg (Schwangerenberatung, Frauenhaus, BISS-Beratung, Jugendberufshilfe, Migrationsberatung, MBE), Diakonisches Werk (Schuldnerberatung, Drogenberatung), DRK Tafel und Kleiderkammer, Familienzentrum, Kinderschutzbund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine, Freiwillige Feuerwehr, SHG-Treff, AWO Ortsverein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesundheitsamt, Krankenkassen, GVK, Seniorenheime
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Am Sonnenbrink, Oberschule Am Schlosspark, Schulsozialarbeit, Gymnasien, IGS Schaumburg, Berufsschule, Kindergärten Regenbogenhaus und Fasanenweg, Volkshochschule Schaumburg, DAA, Donner GmbH, ESTA-Bildungswerk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirche, Katholische Kirchengemeinde, DITIP Moschee, Freikirche Ecclesia
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Geschäfte vor Ort, Stadtmarketing Stadthagen, Fitness-Studio Looms, Innovationspark Schaumburg (CoWorking-Space), Wirtschaftsförderung der Stadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnbau (LK Schaumburg), Immoblienmakler, Wohnungsbaugesellschaften
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schaumburger Nachrichten, Schaumburger Wochenblatt, Schaumburger Zeitung, Internet / Homepage
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsfraktionen (SPD, CDU, Grüne, FDP, WIR, Die Linke), Landtags- und Bundestagsabgeordnete
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle BewohnerInnen im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbeirat der Stadt Stadthagen, Arbeitskreis Interkulturelle Woche, Kooperative Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN), Arbeitsgemeinschaft Soziales im Landkreis Schaumburg
Typ
Stadtteil
Galerie
bmh 01   eingang
bmh 02   eingang
bmh 03   bewerbung schreiben
bmh 04   hausaufgaben
bmh 05   begegnungscafe
bmh 06   naehkurs
bmh 07   kollegiale beratung
bmh 08   kreativtreff
bmh 09   zeichen gegen rassismus
bmh 10   coworking space
bmh 11   seminarraum
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gesichter des Emsviertels - Vielfalt ist unsere Chance

Ansprechpartner
Christian Symalla
Funktion Geschäftsführer
Aufmerksamkeit und Anerkennung schenken - Internationalität und Nachbarschaft fördern - Mitwirkung erreichen
Projektbeschreibung
"Mit dem Quartiersforum Emsviertel haben wir ein Format geschaffen, in dem die Anliegen des Quartiers bereits artikuliert und bearbeitet werden", sagen die Projektmitarbeiter/innen Violetta Lenz und Jasmin Kruškić. "Wir merken aber auch, dass sich trotz unserer Öffentlichkeitsarbeit die Vielfalt der Bewohnerschaft dort nicht widerspiegelt. Wir brauchen deshalb noch niedrigschwelligere Zugänge zu den Bewohner/innen, um sie für die Mitarbeit an einer guten Nachbarschaft zu gewinnen. Auch das Quartiersforum, das Akteursnetzwerk und die Gruppen brauchen weitere Unterstützung. Wir als Team müssen dazu unsere Methodik verbreitern und verfeinern. Dafür brauchen wir Qualifizierungen." Das ist die Halbzeitbilanz des Projektteams. Die große Mehrheit der Bewohnerschaft, insbesondere die Migrationsbevölkerung, konnte bisher nicht für die Mitarbeit an einer guten Nachbarschaft gewonnen werden. Ihre Fähigkeiten und Potenziale sollen deshalb in diesem Folgeprojekt für das Quartier nutzbar gemacht werden. Zentrales Element dabei ist eine Beziehungsarbeit des Projektteams, die von Aufmerksamkeit und Anerkennung für die Bewohner/innen geprägt ist, und ihre öffentliche Wertschätzung ermöglicht. Mit unterschiedlichen Maßnahmen unter der Überschrift "Gesichter des Emsviertels" sollen die Menschen des Quartiers die Möglichkeit zur Begegnung bekommen und mit ihren vielfältigen Talenten und biografischen sowie kulturellen Hintergründen auch öffentliche Anerkennung erfahren. So sollen sie gestärkt und motiviert werden, sich für ihr Quartier einzubringen. Anreiz zur Umsetzung von Maßnahmen soll auch eine Quartierskasse bieten. Für die Projektaktivitäten brauchen die Mitarbeiter/innen eine vertiefte Methodenkompetenz, die sie durch Qualifizierungen im Projekt erwerben sollen. "Die meisten Menschen hier haben noch nie die öffentliche Anerkennung bekommen, die sie verdienen", ist Jasmin Kruškić überzeugt. Er erinnert sich an die Zeit, in der es ihm als Flüchtling selbst so erging, bis er als Kiosk-Inhaber im Emsviertel zu einer anerkannten und gestaltenden Rolle fand. Violetta Lenz ergänzt mit Blick auf ihre eigene Migrationserfahrung: "Wir wollen die Menschen mehr zusammenbringen und erreichen, dass sie sich selbst und einander in ihrer Vielfalt positiver wahrnehmen. Indem wir ihre Wertschätzung organisieren, erhöhen wir auch ihre Mitwirkungsbereitschaft für das Quartier. Wäre es nicht beflügelnd, wenn der Bundespräsident zu Besuch käme, um die Menschen im Emsviertel zu würdigen?"
Ausgangslage
Das Emsviertel ist Teil des Stadtbezirks Weststadt, einer typischen Trabantenstadt der 1960/1970er Jahre mit rund 24.000 Einwohner/innen. In der Weststadt gibt es zwei Städtebauförderungsgebiete. Das Emsviertel konnte trotz seiner signifikanten Sozial- und Baustruktur bisher allerdings nicht von der Städtebauförderung profitieren. Vom Sept. 2018 an konnten aufgrund der Förderung des Projektes "Quartiersforum Emsviertel" dort Elemente der Gemeinwesenarbeit aufgebaut werden. Zur Verstetigung bedürfen diese allerdings weiterer Unterstützung. Das Emsviertel ist geprägt von Migrationsbevölkerung (2/3 der Bewohnerschaft) und dem stadtweit höchsten Transferleistungsempfängeranteil. In der öffentlichen Wahrnehmung gilt es deshalb als Problemviertel. Die Bewohner/innen leben ganz überwiegend zurückgezogen in ihren eigenen communities und bringen sich so gut wie nicht in das Quartiersleben ein. So bleiben viele ihrer kulturspezifischen und persönlichen Besonderheiten und Fähigkeiten verborgen, so dass hierfür auch keine öffentliche Anerkennung erfolgen kann. Dem will das Projekt entgegenwirken: Die in Tradition und Kultur unterschiedlichen "Gesichter des Emsviertels" sollen als Chancenpool hervorgehoben werden. Im ersten Schritt sollen gemeinsam mit den Bewohner/innen niedrigschwellige Begegnungsformate entwickelt werden. Daran andocken sollen öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen unter Teilnahme von Prestigeträger/innen aus Politik, Wirtschaft u. ä. Bereichen zur Würdigung der Bewohner/innen. Geplant ist u. a., den Bundespräsidenten einzuladen. Damit sollen das Selbstbewusstsein der Menschen, ihre Teilhabe an der Nachbarschaft und das Image des Quartiers gestärkt werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Emsviertel
Beschreibung
Das Emsviertel wird im Norden durch Kleingartenanlagen und den Westpark, im Osten durch die Autobahn A 391 und im Süden durch die vierspurig ausgebaute Münchenstraße/Elbestraße (inkl. Straßenbahntrasse) begrenzt. Im Westen schließt sich das Rheinviertel mit einer sich vom Emsviertel stark unterscheidenden Sozialstruktur an.
Einwohnerzahl
5007
Quelle / Anmerkungen
Zahlen aus dem Einwohnermelderegister
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Alle im Abschnitt "Merkmale des Projektgebietes" angegebenen Werte wurden aus bei der Stadt Braunschweig vorhandenen statistischen Daten auf Basis der Zahlen des Einwohnermelderegisters speziell für das Projektgebiet Emsviertel herausgefiltert. Alle Werte beziehen sich auf den Stichtag 31.12.2018 mit Ausnahme des in der Kategorie "Menschen, die Transferleistungen beziehen" angegebenen Wertes (s. dort).
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
67
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil der 0- 18-Jährigen mit erweitertem Migrationshintergrund liegt im Projektgebiet bei 85,0 %.
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stichtag 31.12.2017, da aktuellere Daten noch nicht vorliegen.
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt nimmt das Quartier Emsviertel, seine Bewohner/innen und Akteure als Ganzes in den Blick. Es ist darauf ausgerichtet, die Bewohner/innen und Akteure zu aktivieren, zu beraten, zu beteiligen und sie dabei zu unterstützen, selbst tragende Strukturen im Quartier aufzubauen. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei darauf gelegt, die bisher schwer erreichbare Migrationsbevölkerung einzubeziehen. Dies geschieht durch eine direkte oder über Schlüsselpersonen stattfindende Kontaktaufnahme, die auch muttersprachlich erfolgen kann. Ein Teil der relevanten Sprachen wird durch die Projektmitarbeiter/innen selbst abgedeckt, ansonsten können Sprachmittler genutzt werden. Gemeinsam werden bedürfnisorientierte, lebensweltnahe Begegnungsangebote entwickelt und umgesetzt, gefolgt von Veranstaltungen zur öffentlichen Anerkennung. Dieser "Aktivierungsschwung" und Motivationsschub soll auch zu Engagement im Quartier führen. Die Projektziele sind somit schwerpunktmäßig auf die Bereiche "Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur", "Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen" und "Imageverbesserung/Öffentlichkeitsarbeit" ausgerichtet. Im "Quartiersforum Emsviertel" wird zudem die begonnene integrierte sozialräumliche Betrachtung des Quartiers fortgesetzt, die auch die Handlungsfelder "Wohnen und Wohnumfeld", "Schule und Bildung", "Lokale Ökonomie", "Stadtteilkultur", "Sport und Freizeit", "Gesundheitsförderung" und "Umwelt und Verkehr" in den Blick nimmt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner/innen nehmen an Begegnungs- und Anerkennungsformaten teil, die sie z.T. selbst mit entwickeln. Ein Teil der neu erreichten Bewohner/innen bringt sich darüber hinaus im Quartiersforum, in Gruppen oder auf andere Weise aktiv im Quartier ein.
Beschreibung
Bewohner/innen bringen ihre kulturspezifischen u. persönlichen, v.a. auch in Migrationsbiografien begründeten, Besonderheiten in den Quartiersprozess ein. Das bestehende Akteursnetzwerk ist in der Lage, Teile des Quartiersprozesses selbst zu organisieren.
Beschreibung
Menschen aus unterschiedlichen Gruppen, insbesondere aus unterschiedlichen Kulturen, und Akteure mit unterschiedlichen Zielsetzungen setzen sich gemeinsam für das Gemeinwesen "Emsviertel" ein.
Beschreibung
Es gibt mehr Möglichkeiten zur Begegnung. Das Verständnis der Menschen unterschiedlicher Herkunft für einander nimmt zu. Bewohner/innen werden öffentlich gewürdigt. Bewohner/innen wirken gemeinsam am Quartiersleben mit.
Vorhandene Strukturen
Der gemeinnützige Verein Stadtteilentwicklung Weststadt e. V. ist seit dem Jahr 2008 in der Weststadt tätig und betreibt seit Ende 2010 im Emsviertel den "Treffpunkt Pregelstraße". Die Angebote des Treffpunktes Pregelstraße konzentrieren sich vor allem auf die Bereiche Beratung/Vermittlung, Durchführung von Veranstaltungen, Exkursionen und Überlassung/Vermietung von Räumen für externe Nutzungen. Die Gruppen, die den Treffpunkt Pregelstraße in der Vergangenheit nutzten, beschäftigten sich ganz überwiegend mit speziellen Themen, so dass die daran interessierten Teilnehmer/innen in aller Regel unter sich blieben. Eine systematische Unterstützung und Vernetzung der Gruppen untereinander und im Quartier sowie die Entwicklung von Quartierszielen konnte erst im Zuge des Projektes "Quartiersforum Emsviertel" begonnen werden: In dem derzeit laufenden Projekt wurden bisher zwei Sitzungen des Quartiersforums durchgeführt. Mit Hilfe eines Fragenkataloges wurden Gespräche mit Bewohner/innen und Gruppen geführt. Eine positive Berichterstattung über das Projekt in mehreren Print- und Online-Medien wurde erreicht. Eine Projektvorstellung in einem lokalen Radiosender erfolgt am 14.05.2019. Am 25.05.2019 wird ein Straßenfest im Emsviertel zusammen mit vielen Akteuren und Gruppen durchgeführt, das derzeit gemeinsam vorbereitet wird, und bei dem sich die Bewohner/innen aktiv einbringen können.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Bewohner/innen des Emsviertels
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Neue Braunschweiger
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilzeitung "Weststadt aktuell"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Auswärtige Vertretungen anderer Staaten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vertreter/innen der Bundes- und der Landespolitik
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder des Rates der Stadt und des Stadtbezirksrates Weststadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kiosk am Westpark
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Handwerkskammer, Industrie- u. Handelskammer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Baugenossenschaft Wiederaufbau eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Baugenossenschaft eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nibelungen-Wohnbau-GmbH Braunschweig
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsche Wohnen Immobilien Management GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendzentrum Rotation
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kulturpunkt West
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Polizeikommissariat Alsterplatz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kita Recknitzstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Weststadt e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitsgemeinschaft Weststadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Weststadtplenum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Braunschweig gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Johanniter Unfallhilfe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jüdisch-soziokulturelles Alexander David Zentrum e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Pfarrstelle für Menschen mit geistiger Behinderung - mit Uns Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oberbürgermeister
Typ
Stadtteil
Galerie
2018 05 15 emsviertel1
2018 05 15 emsviertel2
2018 05 15 kruskic 2018
2018 10 12 dreierteam am stand
2018 11 29 quartiersforum1
2018 11 29 quartiersforum2
Zustimmung Veröffentlichung
On

Berliner Straße- die Wende !

Ansprechpartner
Katrin Moser
Funktion Kirchenkreissozialarbeit
In der Berliner Straße die Lebenslagen durch Aktivierung der Anwohner*innen verbessern.
Projektbeschreibung
Syke ist eine Kleinstadt im näheren Umkreis von Bremen. Die Stadt Syke und die umliegenden, dazugehörigen Dörfer und Ortsteile haben eine gemeinsame Einwohnerdichte von etwa 25.000 Einwohnern auf einer Fläche von ca. 130 km². Die Hauptverkehrsstraße, die Syke mit anderen Kommunen und Kleinstädten verbindet ist die B6. Bezahlbarer Wohnraum ist im Großraum Syke rar. Großinvestoren bauen vermehrt große neue Wohnungsanlagen, deren Miet-/ Kaufpreise für viele Bürgerinnen und Bürger nicht bezahlbar sind. Resultierend daraus, sind immer mehr Menschen dazu gezwungen weiter aus dem Stadtkern heraus oder in Mietraum, der für die Grenzen der Transferleistungen ausgelegt ist, zu ziehen. Nicht nur durch immer weniger bezahlbaren Wohnraum entstehen ganze Straßenzüge, in denen das Abbild von Arm und Reich am Zustand der Hausfassaden und Außenanlagen deutlich zu erkennen ist. Wohnraum, der für Transferleistungen angemessen ist, befindet sich in Syke in der Berliner Straße. Über die Jahre haben sich hier viele Familien verschiedener Nationalitäten niedergelassen und blieben aufgrund mangelnder Angebote hier wohnen, andererseits gibt es viel Fluktuation. Aufgrund der genannten Ausgangslage wollen wir mir den Anwohnern am und im Quartier tätig werden und durch verschiedene Maßnahmen das Quartier aufwerten. Durch ein geplantes Büro (Wohnung) im Quartier besteht die Möglichkeit Aufmerksamkeit zu erregen und die Menschen vor Ort in Kontakt treten zu lassen. Hier soll eine Anlaufstelle für die Anwohner*innen entstehen. Den Auftakt stellt ein Fest dar, das von den Anwohnern, die schon mit uns in Kontakt stehen mitorganisiert wird und das Gelegenheit zum ersten Kennenlernen bietet. Einige Maßnahmen holen Akteure ins Quartier, wie die örtlichen Vereine, um Aktivitäten für Interessierte anzubieten. Andere geplante Aktivitäten verbessern das Image und ganz einfach das Aussehen des Quartiers. Anwohner, wie z.B. die Jugendliche werden gehört und sollen selber mit entscheiden, welche Angebote in Zukunft mit ihrer Hilfe angeboten werden. Freizeitangebote sollen u.a. dazu beitragen, die Jugendlichen von der Straße zu holen. Bewohner sollen sich langfristig selbst organisieren und wissen, wie sie sich und ihre Meinungen und Bedürfnisse einbringen können. Sei es die Mitgliedschaft in einem Verein, die Mitarbeit in einem Elternverein oder im Beirat des Stadtteils in der Kommunalverwaltung. Wir wollen den Einwohnern eine Stimme geben.
Ausgangslage
Die Anwohner*innen identifizieren sich nicht mit ihrem Umfeld und ihrem „Stadtteil“. Müll und Verwahrlosung sind überall ersichtlich und die Anwohner*innen fühlen sich nicht verantwortlich für diese Problematik. Das Eigentum der Anwohner*innen wird nicht respektiert. So sind überall in der Berliner Straße kaputte Briefkästen, demolierte Fahrräder und eingeschmissene Scheiben zu finden. Außerdem gibt es eine klar ersichtliche äußere Verwahrlosung. Viele Menschen wohnen hier nur kurzfristig und erleben das Umfeld nicht als Lebensmittelpunkt. Die Unzufriedenheit der Bewohnerinnen wird durch den ständigen Wechsel der Hausverwaltungen/ des Vermieters ihres Gebäudes geschürt. Vermehrt fällt in letzter Zeit auf, dass die Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche sehr limitiert sind. Sie sind immer mehr ohne Aufsicht in der Stadt zu beobachten, „hängen ab“ und kommen auf dumme Gedanken. Die Grundschule meldete zudem erst kürzlich, dass immer mehr Kinder aus dem Problemquartier Berliner Straße trotz der Möglichkeit des BuT nicht am Schulessen teilnehmen. Allgemein herrscht Anonymität im Quartier. Viele Menschen mit Migrationshinergrund bleiben in ihren Verbänden unter sich. Unter Nachbarn kennt man sich zumeist nicht und kommuniziert auch nicht miteinander. In der Berliner Straße sind viele Nationalitäten zu finden, die trotz ihrer Nähe zueinander niemals ein „Wir-Gefühl“ entwickelt haben. Problematisch ist das Bild der außenstehenden Öffentlichkeit. Das Gebiet „Berliner-Straße“ wird eher gemieden und es wird davor gewarnt. Die ansteigende Kleinkriminalität macht das Quartier zu einem kleinen rechtsfreien Raum, der vom Rest der Kleinstadt geduldet/ akzeptiert wird.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Syke Berliner Straße/ Lindhofhöhe
Beschreibung
Wohngebiet südlich der Grundschule. s. Bilddatei
Einwohnerzahl
3500
Quelle / Anmerkungen
Stadt Syke
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben der Schule und www.komsis.de/regis-si/
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In den Wohnblöcken deutlich höher laut Hausverwaltung. www.komsis.de/regis-si/
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung www.komsis.de/regis-si/
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt "Berlin- die Wende" richtet sich in erster Linie vor allem an die Anwohner des Bereiches Berliner Straße und um zu. Durch die bereits geplanten Maßnahmen und Projekte innerhalb des Projektrahmens sollen Anwohner und Anwohnerinnen verschiedenen Alters und verschiedener Nationalität zusammengeführt werden. Ein klar formuliertes Ziel unserer Maßnahmen ist die Identifizierung der Bewohner*innen mit ihrem Umfeld und ihrer Wohnsituation. Die von uns geplanten Maßnahmen sollen dabei helfen die formulierten Ziele erfüllen zu können. Einige dieser Maßnahmen legen den Fokus auf gemeinschaftliche Arbeit um das Quartier aufzuwerten. Während dieser Maßnahmen sollen jedoch nicht nur die Außenanlagen gepflegt und aufgewertet werden, sondern es soll auch die Gemeinschaft der Helfenden gestärkt und gefördert werden. Durch gemeinsame physische Arbeit sollen gute Beziehungen und auch vielleicht Freundschaften untereinander entstehen. Die positive Veränderung der Außenanlagen soll hierbei unterstützend zur Erfüllung des Ziels dienen. Unser Plan ein Büro vor Ort einzurichten soll bei der Aufwertung des Quartiers helfen und die Präsenz des Diakonischen- Werkes als Helfer/Kümmerer verdeutlichen. Aufgrund der hier aufgeführten Argumente sind wir der Meinung, dass unser Projekt definitiv der Gemeinwesenarbeit zugeordnet werden sollte. Im Fokus stehen die Bewohner*innen des Quartiers. Durch spezielle Maßnahmen wird gleichzeitig auch ihr Quartier aufgewertet.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Bild des Quartiers und seinen Bewohnern soll ins positive gerückt werden und neue Facetten der dort entstehenden Gemeinschaft zeigen. Erreicht ist dieser Qualitätsstandard sobald die öffentliche Meinung über Anwohner und Quartier positiver ausfällt.
Beschreibung
Gemeinsame Aktionen wie der Care-Day oder das regelmäßige gemeinsame Kümmern um die Außenanlagen sollen die Gemeinschaft/ Nachbarschaft stärken. Einher mit der Stärkung der sozialen Beziehungen geht auch die Gestaltung der Außenanlagen etc.
Beschreibung
Die Anwohner*innen sollen eigene Stärken erkennen und lernen zu nutzen. Erreicht ist dieses Ziel, sobald möglichst viele Anwohner*innen ihre persönlichen Stärken nutzen um das Quartier zum Positiven zu verändern.
Beschreibung
Zum bereits angesprochenen Care-Day sollen einige Außenstehende Firmen und Bürger*innen der Stadt eingeladen werden. Erfüllt sehen wir diesen Standard, sofern sich weitere Kooperationen zwischen Anwohner*innen und Helfer*innen bilden.
Beschreibung
Erreicht ist dieser Qualitätsstandard, sobald sich aus dem Quartier eine Interessensgruppe bildet, die das Quartier und seine Interessen in der Öffentlichkeit repräsentieren. Gerade im Stadtrat oder ähnlichen Versammlungen soll das Quartier anwesend sein.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadtverwaltung 1.Stadtrat Herr Kuchem
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Syker Kreiszeitung, Weser Kurier
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bewohnerbeirat, Eltern der Grundschule "Am Lindhof" u.a. Frau Chehade
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Direktorin Grundschule "Am Lindhof" Frau Buchwald-Wachendorf / Elternverein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zuständiger Kirchenvorstand, Mitglied Herr Meier, (ehem. Leiter Sozialamt Syke)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine, Spartenleiter / Chor, Herr Sigurdsson Chorleiter und Organist Kirchengemeinde Syke
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Polizei Präventionskraft Ingo Müller
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hausverwaltung ZVV, Frau Rieckmann Property Managerin
Typ
Stadtteil
Galerie
berliner strasse
quartier berliner strasse
Zustimmung Veröffentlichung
On

Dat Anner Hus - Wir gehören zusammen

Ansprechpartner
Waltraud Campen
Funktion Aurich Wiesens und Brockzetel
Projektbeschreibung
Dat anner Hus ist ein Haus mitten in Wiesens in Ostfriesland. Es befindet sich in Privatbesitz und wird dem Vereins "Sinnvoll Leben und Lernen e.V". zur Verfügung gestellt. Ohne dieses Gebäude wäre auch der letzte Treffpunkt im Ort nicht mehr vorhanden. Hier treffen sich die Menschen, die Kontakte zu anderen suchen, hier ist der Ort für gemeinsame Aktivitäten. Derzeit gibt es kaum ehrenamtlich engagierte Helfer, die den Verein dabei unterstützen, vorhandene Angebote zu erhalten. Die Menschen im Nachbarort Brockzetel haben es weiter als die in Wiesens selbst, haben aber auch den Bedarf an Austausch und Zusammenhalt. Bisher gibt es nur in sehr beschränktem Umfang Personen, die alles zusammen halten und einen roten Faden für die Arbeit spinnen und festigen. Wir wollen alle die fördern, die gemeinsam etwas erreichen wollen. Wir wollen eine Stelle schaffen, die ausreichend Zeit ermöglicht, die zusammenführen, die schon aktiv sind und die zu finden, die die anderen und uns noch verstärken. Dazu haben wir in einer Versammlung geklärt, wer schon was macht und wem die Puste ausgeht. Wir wollen allen Mut machen und ihnen eine Basis für Kommunikation und Verläßlichkeit schaffen, wenn sie sich darum kümmern, einsame Menschen anzusprechen, Menschen über Angebote zu informieren, und neue Angebote zu entwickeln, bei denen viele mitmachen können. Wir wissen, dass sich viele lieber in Projekten engagieren, als dauerhaft die Leitung eines Vereins zu übernehmen. Deshalb wollen wir auch Veranstaltungsstrukturen nutzen, die Projektcharakter haben, wie Feste und Märkte, Kurse etc. Wir wollen die Mobilität der Älteren stärken, damit sie unsere Angebote und die der Grundversorgung erreichen können.
Ausgangslage
Die Orte Wiesens und Brockzetel sind ländliche geprägt, liegen abgelegen, durch Wald von der Stadt Aurich und voneinander getrennt. Viele Wohnhäuser liegen weit voneinander entfernt. Dadurch haben die Menschen lange Wege und begegnen sich nicht so oft wie in anders strukturierten Orten. Viele Menschen gehören zur älteren Bevolkerung und sind allein oder drohen zu vereinsamen, auch, weil sie nicht mehr mobil sind. Es gibt kein Dorfgemeinschaftshaus, nur wenig Orte, an denen man sich trifft. Supermarkt, Post, Bank, Gesundheitsversorgung etc. fehlen in den beiden Ort. Die Busverbindungen nach Aurich oder in die Nachbargemeinde sind gar nicht vorhanden oder sind spärlich als Schulbusse genutzt. Vereine und ehrenamtlich tätige Gruppen sterben mangels Nachwuchs. Die Dorfjugend hat sich einen Bauwagen als Treffpunkt organisiert. Viele ehrenamtlich tätige Personen arbeiten oft für sich allein für ihre Angebote und Ziele. Nur die Dorf-AG, die alle zwei Jahre ein Fest vorbereitet, diente bisher als Forum. Insgesamt gibt es zu wenige aktive Ehrenamtliche. Der Verein, der Dat anner Hus nutzt, versucht, die Kommunikation unter den Menschen zu pflegen und insbesondere die alten Menschen einzubinden. Die Fülle der Aufgaben überfordert die wenigen Personen, die derzeit ihre gesamte Freizeit einbringen. Eine Stelle, die sich intensiv um das Ehrenamt und um die Organisation der Angebote insbesondere für ältere Menschen kümmern kann, soll ermöglichen, dass mehr Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und mehr Menschen sich an Projekten beteiligen, die Anlässe zu Treffen und Kommunikation schaffen. Die wenigen Engagierten, die auszubrennen drohen, sollen Stärkung erhalten.
GWA/QM-Ansatz
Mit unserem Projekt wollen wir erreichen, dass möglichst viele Menschen in den Orten Brockzetel und Wiesens am sozialen Leben teilhaben können. Wir wollen Anlässe schaffen, dass die Menschen sich begegnen, einander kennen lernen und Dinge miteinander tun. Wir wollen Personen finden und motovieren, die mit uns gemeinsam diese Anlässe schaffen und erhalten. Wir wollen dafür sorgen, dass entweder die Menschen zu den Angeboten kommen oder die Angebote zu den Menschen. Dabei sollen die sozialen Beziehungen innerhalb der beiden Orte aber auch zwischen den beiden Orten gestärkt und verdichtet werden. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Mobilität. Durch einen Bürgerbus oder Mitfahrgelegenheiten wird erste die Möglichkeit geschaffen, dass insbesondere die einsamen Menschen teilhaben können.

1 Dorftreff Gehrda (Teilprojekt 2)

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
gestärkte Gemeinschaft
Projektbeschreibung
Der Dorftreff Gehrda besteht seit nunmehr 8 Monaten. Er ist zu einem allgemeinen Treffpunkt für alle Dorfbewohner/Innen geworden. Wesentlich mehr Personen als wir zunächst angenommen hatten beteiligen sich aktiv an der Programmgestaltung. Alte, einsame Menschen kommen regelmäßig mehrmals wöchentlich in den Dorftreff. Viele Bürger/Innen die wir sonst nicht erreichen konnten kommen zu Angeboten oder nutzen auch die Geselligkeit. Es ist eine große Bereicherung für das Dorfleben und hilft durch das niedrigschwellige Angebot allen Menschen, an der Gesellschaft teilzuhaben. Durch die Implementierung eines Integrationslotsen und seine "Hausbesuche" in den Familien der Aussiedler hat sich auch die Teilnahme dieses Personenkreises schon deutlich gesteigert. Im Bereich der Jugendarbeit ist es uns gelungen, das Projekt "Demokratie leben" nach Bersenbrück zu holen. Eine jugendliche Aussiedlerin wurde für dieses Projekt eingestellt und hilft durch ihre Mitarbeit enorm, die Grenzen zwischen Ursprungsgesellschaft und Aussiedlern aufzubrechen. Jugendliche Aussiedler kommen z.B. jetzt in den Dorftreff um am "Rudelrätseln" teilzunehmen. Wir werden im kommenden Jahr versuchen, in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen Kursangebote nach Gehrde zu holen. z.B. Sprachkurse, Nähkurse o.ä. um auch auf diese Weise mehr und unterschiedliche Personen anzusprechen. Ein Wochenprogramm erscheint jeweils in der Tageszeitung und auch auf der homepage von Gehrde. Außerdem gibt es im Dorftreff einen Aushang im Schaufenster. Der Treffpunkt soll auch weiterhin die Dorfgemeinschaft stärken, die Randgruppen ansprechen und Ehrenamtliche aktivieren. Senior/Innen sollen sich wohl fühlen und sich zwanglos begegnen können. Beratungsangebote werden weiterhin stattfinden. Kursangebote sind neu in Planung.
Ausgangslage
Seit nunmehr 8 Monaten betreiben wir in der Mitgliedsgemeinde Gehrde den Dorftreff Gehrda. Bisher konnten wir fast alle im Erstantrag gestellten Ziele erreichen. In vielen Punkten haben sich unsere Erwartungen weit übertroffen! Die Ehrenamtsstruktur hat sich so positiv entwickelt, dass schon die Hälfte aller Angebote von Ehrenamtlichen gemacht werden. Der Leitung des Dorftreffs durch die beiden 450€ Kräfte ist es gelungen, Bürger/Innen in den Dorftreff zu holen, die sonst nie an irgendwelchen Angeboten teilnehmen! Vor allem das niedrigschwellige Angebot durch Einwohner des Dorfes findet sehr hohe Akzeptanz. Es ist schon vorgekommen, dass die Besucherzahl zu einem Vortrag so hoch war, dass wir kaum genügend Platz hatten (68 Personen) Die regelmäßigen Angebote sind immer gut bis sehr gut besucht. Immer neue Ideen und Angebote bereichern den Dorftreff, Ehrenamtliche bieten Malkurse, Babymassage, Rudelrätseln, Doppelkopfrunden etc. an. Auch die Dekoration im Dorftreff wird je nach Jahreszeit wunderschön von Ehrenamtlichen hergestellt. Es ist in dieser kurzen Zeit gelungen einen echten Mittelpunkt im Dorf auzubauen. Das soziale Miteinander und die Teilhabe der Aussiedler an dem Projekt hat sich deutlich verbessert. Jetzt gilt es, dieses Angebot zu verstetigen, weiter auszubauen und weitere Angebote nach Gehrde zu holen. Manche alleinstehende alte Menschen konnten wir noch nicht aktivieren, vor allem Männer tun sich schwer. Hier arbeiten wir gerade daran, regel. Fahr- mitfahrangebote zu entwickeln. Akteure aus Gehrde suchen gerade nach einer Lösung für einen Dorfladen der evtl. sogar neben dem Dorftreff entstehen könnte!
GWA/QM-Ansatz
Mit unserem Projekt stärken wir die Selbstorganisation der Bürger/Innen und geben den Menschen die Möglichkeit sich zwanglos zu treffen. Die Bürger/Innen bringen sich ein und unterstützen einander. Durch den Integrationslotsen gelingt es, dass auch Aussiedler und Ausländer Interesse am Dorftreff zeigen. Der Dorftreff ist ein Ort für Beratung, Information und Unterstützung. Gemeinsame Feste und Projekte werden geplant und durch dieses Beispiele kommen immer neue Menschen dazu. Das Mobilitätsproblem hat sich auch schon ein wenig gebessert dadurch, dass im Dorftreff Fahrgemeinschaften gebildet werden und Aushänge möglich sind um eine Mitfahrgelegenheit zu suchen oder um ein Angebot zum Mitfahren zu machen.
Vorhandene Strukturen
In Gehrde haben wir bereits eine sehr gut funktionierende Ehrenamtsstruktur. Durch den schon vor Jahren eingesetzten Ehrenamtslotsen und das Freiwilligenbüro der SG BSB gelingt der Aufbau, die Begleitung und Schulung der Ehrenamtlichen sehr gut. Außerdem sind die Vernetzungen zu Vereinen und Kirchengemeinden gut so dass auch von der Seite immer Unterstützung möglich ist.

PInsel

Ansprechpartner
Stephanie Thiering
Organisation EJF gemeinnützige AG
Funktion Bereichsleitung
niedrigschwellige Projektarbeit als Motor für Integration
Projektbeschreibung
Über die „P(roduktions)Insel“ sollen ein Netzwerk zur Nachbarschaftshilfe sowie die Integration in den Arbeitsmarkt entstehen. Gemeinsam mit Bewohnern des Bezirkes, Langzeitarbeitslosen und Jugendlichen mit Vermittlungshemmnissen sollen über einen niedrigschwelligen Einstieg durch gemeinsame handwerkliche Arbeitsgelegenheiten ihre sozialen Fähigkeiten in einer Gruppe sowie ihre fachlichen Fähigkeiten bei der Planung und Durchführung von verschiedenen Arbeiten erweitern, um so ihr Quartier mit Aktivitäten und kleinen Projekten zu verschönern. Arbeitsbereiche sind eine Kreativwerkstatt sowie eine Back- und Kochstraße, so dass die Teilnehmer kulinarische Kleinigkeiten ihres Herkunftslandes zum Selbstkostenpreis anbieten. Viel genutzte sowie brachliegende Flächen sollen z.B. mit selbstgebauten Hochbeeten verschönert und als Treffpunkte etabliert werden. Die Teilnehmer erfahren eine erhöhte Identifikation mit ihrem Stadtteil und den Nachbarn, es wird stärker auf die Instandhaltung geachtet und die Wertigkeit durch das Einbringen der eigenen Arbeitskraft erhöht sich. da vor allem in der Quakenbrücker Neustadt viele Jugendliche ohne Schulabschluss und Aussicht auf eine Arbeitsstelle wohnen, soll bei Ihnen das Bewusstsein entstehen, dass durch eigenes und gemeinschaftliches Tun das Wohnquartier eine Aufwertung erfährt und handwerkliche Tätigkeiten Spaß machen können. Gespräche mit Ehrenamtlichen können die Bedeutung eines Schulabschlusses sowie einer abgeschlossenen Ausbildung hervorheben. Die Erkenntnis, mit dem eigenen Handeln etwas für sich und andere bewirken zu können ist der erste Schritt, um die Integration in das Gemeinwesen und in eine langfristig orientierte Erwrbstätigkeit erfolgreich zu schaffen. In diesem Prozess werden alle Teilnehmer eng von Sozialpädagogen und Anleitern mit fachspezifischem handwerklichen Hintergrund in den unterschiedlichen Prozessstufen begleitet und in ihrer Entwicklung gefördert. Bei Teilnehmer, die über die MaßArbeit Grundsicherung erhalten, werden die Fortschritte monatlich besprochen, um bei guten Erfolgen eine Vermittlung der Teilnehmer in eine Einstiegsqualifizierung, in Arbeit oder Ausbildung zu erreichen. Um die Qualifizierung positiv zu bestärken werden die Teilnehmer weiterhin von dem Sozialpädagogen im Betrieb besucht, um gemeinsam mit den Arbeitgebern Entwicklungsgespräche zu führen. Wird keine weitere Unterstützung bei dem Nachgehen von Arbeit oder Ausbildung benötigt, ist die Reintegration gelungen.
Ausgangslage
In der Samtgemeinde, insbesondere in Quakenbrück, gibt es eine große Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, bei denen eine gute Schulbildung sowie das Erlernen eines Berufes oder das Ergreifen einer Arbeit eine geringe Bedeutung haben. Die angezeigten Schulpflichtverletzungen sind relativ hoch, so dass es in der Samtgemeinde Artland derzeit zwei Projekte zum Abbau von Sozialstunden gibt. die Hprde, den Schulbesuchwieder regelmäßig aufzunehmen, ist bei einige Jugendlichen aufgrund ihrer kulturellen Prägung und dem Miteinander in der Peer-Group relativ hoch. Aufgrund der unterschiedlichen Sozialisationen der verschiedenen Migrantengruppen erscheint ein miteinander Leben ohne gezielte Projektarbeit schwierig. nur durch gemeinsames Handeln und miteinander sprechen können die Werte, Normen und Befindlichkeiten des Gegenübers angehört und respektiert werden, ohne dass sich für das eigene Leben gerechtfertigt werden muss. Hervorzuheben sind bei einer Migrantengruppe die noch klassische Aufteilung der Männer- sowie Frauenrolle, nach der die Jungs dazu erzogen werden der Ernährer der Familie sein zu müssen, während für die Mädchen eine frühe Heirat inklusive Kinderwunsch vor einem Schulabschluss oder einer Ausbildung stehen. Daneben lassen sich Jugendlichen und junge Erwachsene ausmachen, die aufgrund fehlender sozialer, ökonomischer oder kultureller Ressourcen schlechtere Chancen für eine gute Schulbildung haben und sich einen Bildungsaufstieg nur mit viel Mühe erarbeiten können.
GWA/QM-Ansatz
Die Gemeinwesenarbeit stellt einen Ansatz der Sozialen Arbeit dar, bei dem gemeinsam mit den Teilnehmern versucht wird, die Lebensqualität in ihren Wohnquartieren zu steigern. Zudem sollen Problemlagen, die das Miteinander im Quartier beeinträchtigen aufgegriffen und durch gezielte Handlungsansätze langfristig gelöst werden. Gemeinsam mit dem Sozialpädagogen und den Anleitern für die Arbeitsbereiche "Kreativwerkstatt" und "Back- und Kochstraße" sollen mit den Teilnehmern Ideen entstehen und umgesetzt werden, die ein gemeinsames Miteinander der unterschiedlichen Generationen, Kulturen und Migrationsgeschichten ermöglichen. Der Sozialpädagoge und die Anleiter bringen sich dabei aktiv in das Geschehen ein und helfen, Hürden des Miteinanders zu verringern und abzubauen. Zudem soll über die Integration in das Arbeitsleben eine Möglichkeit geschaffen werden, das Selbstwertgefühl des Einzelnen zu stärken und Kompetenzen zu erlernen, die auf unterschiedliche Arten wieder dem Gemeinwesen zu gute kommen.
Vorhandene Strukturen
Das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk gemeinnützige AG betreibt in der Quakenbrücker Neustadt ein Mehrgenerationenhaus, in dem unterschiedliche Angebote für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Erwachsene und Senioren für einen geringen Kostenbeitrag angeboten werden. Ehrenamtliche begleiten einen Seniorenmittagstisch oder engagieren sich als Lesepaten. Über das Projekt "Jugend stärken im Quartier" sollen durch den Jugendcoach und den Berufsstarter Jugendlichen ohne institutionelle Anbindung aufgesucht und an bestehende Angebote in der Stadt oder der Samtgemeinde Artland angebunden werden. Mit ihnen wird an ihren persönlichen Entwicklungshemmnissen gearbeitet, so dass sie im besten Fall einen Hauptschulabschluss erwerben und in eine Einstiegsqualifizierung, eine Ausbildung oder in Arbeit weitervermittelt werden können. In dem Projekt "Deine Chance" bauen Schulverweigerer die vom Gericht auferlegten Sozialstunden am Nachmittag in gemeinnützigen Einrichtungen ab. Aufgrund der langjährigen Aktivitäten im Gebiet verfügt das EJF über ein gut ausgebautes Netzwerk an Kooperationspartner in der Samtgemeinde Artland. Zudem sind die Sozialarbeiter im Gebiet bekannt und werden bei Problemen auch direkt von den Jugendlichen oder ihren Eltern angesprochen und um Rat gefragt. Zudem gibt es in allen Gemeinden einen guten Zugang zu den jeweiligen Bürgermeistern und den Ratsmitgliedern, so dass die Umsetzung einzelner Maßnahmen durch geringen Aufwand realisiert werden können.
Galerie
aufbau projekt
kompetenzvermittlung
anordnung raum

Servicestelle Gemeinwesenarbeit Delmenhorst

Ansprechpartner
Rudolf Mattern
Funktion Fachbereichsleitung Soziales
Starke Gemeinwesenarbeit in Delmenhorst - Unsere Strategie für die Zukunft
Projektbeschreibung
Delmenhorst hat seit 1999/2000 Erfahrungen mit Gemeinwesenarbeit an zwei Standorten. Seit 2018 sind es vier Quartiere in freier Trägerschaft. Wir wollen GWA als etablierten Arbeitsansatz in Gebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf fördern und verstehen sie als Teil der Strategie der Delmenhorster Stadtentwicklung. Im ISEK betonen wir unsere Zuwanderungsgeschichte ebenso wie den Wunsche nach Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls und die Schaffung von Treffpunkten um sozialer Segregation entgegen zu wirken. Mit der Richtlinienförderung möchten wir Standards der GWA ausbauen und als Kommune zukunftsweisende Akzente in der Region setzen. Die geplante Servicestelle GWA Delmenhorst soll Erfahrungswissen sichern, Akteuren weitere Qualifizierungen ermöglichen sowie Transfermöglichkeiten verdeutlichen (auch um Doppelstrukturen vermeiden). Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung von individuellen Handlungskonzepten mit und für die Standorte. Grundlage bildet ein Rahmenkonzept, welches 2018 erstellt und im Rat der Stadt verabschiedet wird. Die Servicestelle GWA übernimmt in diakonischer Trägerschaft das Schnittstellenmanagement zwischen Akteuren der GWA, Netzwerkpartnern und der städtischen Verwaltung und unterstützt Transparenz und Einbettung in nachhaltige Strukturen. Ein thematischer jährlicher Fachtag und unterschiedliche Vernetzungstreffen runden das Profil ab. Am Standort Düsternort möchten wir ein zusätzliches Teilprojekt umsetzen. Im Anschluss an eine 2018 Qualifikation von Haupt- und Ehrenamtlichen wollen wir mit einer halben Stelle Koordination „Interkulturelle Mediation“ aufbauen. Grundlage für die GWA ist ein offener und wertschätzender Umgang miteinander, der BewohnerInnen u.a. Räume eröffnet um Selbstwirksamkeit zu erfahren. In den Quartieren kommt es immer wieder zu Konfrontationen von Menschen verschiedener Nationalität/Alter/Religion. Im Gebiet soll der Einsatz von Tandems (mit und ohne Migrationserfahrung) koordiniert werden. Mittels Mediation können Konfrontationen und verhärtete Strukturen erfasst und bearbeitet werden um Menschen wieder zu befähigen, konstruktiv zusammen im Gemeinwesen zu agieren. Dieses zusätzliche Instrument unterstützt die vier Nachbarschaftsbüros, die sich als interkulturelle Mehrgenerationentreffpunkte für alle Menschen im Quartier verstehen, und hilft, weiterhin die Interessen und Themen der Bewohner*innen vor Ort zu transportieren und passende Raumgeber u.a. für Freizeit- und Beratungsangebote zu sein.
Ausgangslage
Im Integrationsmonitoring des Land Nds 2015 wird deutlich, dass Delmenhorst im Bereich „Anteil der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte (Migrationshintergrund) an der Gesamtbevölkerung“ mit 30,3 % den höchsten Wert aufzeigt (nds. Durchschnitt 17,8 %). Der Anteil der Geflüchteten in Delmenhorst liegt 2017 bei 1,4% (Durchschnitt Nds 0,4%). Hinzu kommen Zuzüge durch Sekundärmigration und EU-Zuwanderung. Das z.T. enge Zusammenleben von Menschen aus unterschiedliche Kulturen, Traditionen und Religionen birgt zunehmend Konfliktpotential. Soziale Hilfestrukturen und Transferleistungen werden verstärkt genutzt. GWA hat in den Projektgebieten Wollepark und Düsternort zu einer ersten Stabilisierung der soz. Situation geführt. Von den Erfahrungen+Erfolgen profitieren zukünftig auch die Projektgebiete Hasport u. Deichhorst. Vier Standorte und die Erstellung des städt. Rahmenkonzepts GWA waren erste Schritte. Nun muss es gelingen, GWA für die Stärkung unserer Stadt nachhaltig zu verankern und eine bessere Verzahnung mit den städt. Fachbereichen zu etablieren, um das Potential auszuschöpfen und auf breitere Basis zu stellen. Von einer Servicestelle erwarten wir, dass das Rahmenkonzept in 4 zukunftsweisende Handlungskonzepte übersetzt wird, dass Kontakte zu aktueller Forschung neue Erkenntnisse bringen und wir für kommende Herausforderungen besser gewappnet sind. Als Kommune setzen wir einen politisch gewollten Rahmen, die Umsetzung und Ausgestaltung der GWA vor Ort sowie die Servicestelle liegt bei den Trägern der freien Wohlfahrtspflege. Partnerschaftliches Ziel ist, die Stadt zu stärken, aktuelle Entwicklungen im Blick zu haben und flexibel/kurzfristig reagieren zu können.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Delmenhorst Deichhorst
Beschreibung
Das Gebiet zwischen Moorweg und Oldenburger Straße, seitlich begrenzt durch die Brauenkamper Straße im Westen und den Burggrafendamm im Osten sowie die Blocks an der Grundigstraße nördlich der Oldenburger Straße, ist Projektraum im Stadtteil Deichhorst.
Einwohnerzahl
5032
Quelle / Anmerkungen
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 31.12.2017) Sonstiges: Regionalmonitoring Niedersachsen 2015 weisst nur den Anteil der unter 18 Jährigen aus.
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 31.12.2017)
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 31.12.2017) Sonstiges: Regionalmonitoring Niedersachsen 2015 ab 65 j.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 31.12.2017) Sonstige: Regionalmonitoring Niedersachsen 2015
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
18
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst geschätzt Sonstige Regionalmonitoring Niedersachsen 31.12.2015
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Delmenhorst Hasport
Beschreibung
Wohnanlage in der Helgolandstraße und der Wohnblock an der Seestraße, sowie die angrenzenden Straßenzüge als Nachbarschaft.
Einwohnerzahl
2854
Quelle / Anmerkungen
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897 ; Stand 31.12.2017) Regionalmonitoring Niedersachsen 2015 weisst nur den Anteil der unter 18 Jährigen aus.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897 ; Stand 31.12.2017)
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897 ; Stand 31.12.2017) Regionalmonitoring Niedersachsen 2015, ab 65 j.
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897 ; 31.12.2017) Für den Bezirk sind es 15,9 %, im Projektgebiet ist jedoch davon auszugehen, dass ca 60% der Bewohnenden in der Helgolandstr. bzw. am Block in der Seestr. leben, Schätzung Diakonisches Werk Sonstige: Regionalmonitoring Niedersachsen 2015
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
18
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst, geschätzt Diakonisches Werk geschätzt Sonstige: Regionalmonitoring Niedersachsen 31.12.2015
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Delmenhorst Düsternort
Beschreibung
Das Gebiet umfasst die Elbinger Str. von der Strasse am Stadion bis etwa Höhe Jägerstr. Dazu gehören die Querstrassen Jägerstr, Königsberger Str, Liegnitzer Str, Görlitzer Str, Breslauer Str, Düsternortstr, von der Autobahn bis hoch zur Cramerstrasse, die das Gebiet im Norden begrenzt. Im Süden die Autobahn (Südstr) im Osten die Düsternortstr.
Einwohnerzahl
5753
Quelle / Anmerkungen
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 997+998; Stand 7/2017)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 997+998; Stand 31.12.2017) Sonstiges: Regionalmonitoring Niedersachsen 2015 weisst nur den Anteil der unter 18 Jährigen aus.
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 997+998; Stand 31.12.2017)
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 997+998; Stand 31.12.2017) Regionalmonitoring Niedersachsen 2015 ab 65 j.
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 997+998; Stand 31.12.2017) Regionalmonitoring Niedersachsen 2015
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
18
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst geschätzt Sonstige Regionalmonitoring Niedersachsen 31.12.2015
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Delmenhorst Wollepark und Umgeburg
Beschreibung
Das Projektgebiet im Rahmen der Städtebauförderung "Soziale Stadt" umfasst die Großwohnanlagen in den Strassen Am Wollepark, Westfalenstr., Schwabenstr. und Pommernstr. Das Nachbarschaftszentrum wirkt darüber hinaus auch in die direkt angrenzenden Straßen hinaus (nördlich die Eichenstraße, Friesenstraße, Birkenstraße), westlich die Thüringer, Lerchen bis zur Stedinger Straße. Im östlichen Bereich grenzt das Nordwolle Gelände mit Einfamilienhausbebauung an, hier wird vor allem über den Kooperationspartner Familienzentrum versucht eine Vernetzung in diesen Stadtteil zu erreichen.
Einwohnerzahl
5588
Quelle / Anmerkungen
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 596; Stand 7/2017)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Es wird eine übergeordnete Servicestelle GWA beantragt für die vier Standorte in Delmenhorst. Auch im Wollepark wird mit einer 3/4 Stelle GWA durchgeführt. Der Standort soll mit den anderen Standorten vernetzt und die Akteure des dortigen Nachbarschaftsbüros sowie aktive Bewohnerinnen in die Weiterentwicklung der GWA Standards der Stadt einbezogen werden. Ebenso sind Standortübergreifende Qualifizierungsangebote für Hauptamtliche sowie aktive BewohnerInnen vorgesehen.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 596; Stand 31.12.2017) Regionalmonitoring Niedersachsen 2015 (nur unter 18 Jährige)
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 596; Stand 31.12.2017) Regionalmonitoring Niedersachsen 2015
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 596; Stand 31.12.2017) Regionalmonitoring Niedersachsen 2015 ab 65j
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 596; Stand 31.12.2017) Regionalmonitoring Niedersachsen 2015
Projektgebiet in Prozent
75
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
18
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst geschätzt Sonstige Regionalmonitoring Niedersachsen 31.12.2015
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
GWA ist 1999 in Delmenhorst mit Unterstützung der Selbsthilferichtlinie des Landes Niedersachsen (½ Stelle Sozialarbeit für 5 Jahre) begonnen worden. Inzwischen gibt es vier GWA Standorte, die städtisch finanziert und durch freie Träger vor Ort mit Leben gefüllt werden. Die BewohnerInnen in den Gebieten sind hierbei die Impulsgebenden für die Entwicklung und Ausgestaltung der Arbeit. Allen Standorten ist gemein, dass sie nicht fürsorgerisch/bewahrend oder mit einem engen Blick auf Defizite agieren, sondern die Ressourcen und Potentiale vor Ort entdecken, einbeziehen und bei einer Weiterentwicklung gemeinsam mit allen relevanten Akteuren vor Ort nutzen. Aufgrund der bisherigen guten Erfahrungen u.a. im Sommer der Migration wurden zwei weitere Standorte 2018 aufgebaut. Als Kommune sehen wir in GWA eine erfolgsversprechende Strategie, um auf aktuelle und kommende Herausforderungen gesamtstädtisch zu reagieren. Die hier angestrebte Förderung sehen wir als Anschub um GWA auf das nächste Level zu heben. Die Servicestelle GWA soll u.a. eine stärkere Einbindung in städtische Strukturen fördern und Erfahrungswissen bündeln. Erkenntnisse aus der Arbeit vor Ort, die modellhaft getestet und dann übertragen werden können, würden die Innovationskraft der Stadt weiter stärken.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Koordinierungsstelle Interkulturelle Mediation hat Strukturen geschaffen, die die Handlungskompetenz der/des Einzelnen im Konfliktfall stärken und es ermöglichen, Anliegen in der Folge selbständig und auf Augenhöhe zu klären.
Beschreibung
Interkulturelle Mediation wird angenommen und stärkt das Beziehungsgefüge im Gebiet sowie die alltagsbezogenen Kompetenzen vor Ort.
Beschreibung
Die Servicestelle GWA hat die Standorte und Entwicklungen im Blick. Erfolgreiche Projekte und Ansätze werden durch sie in anderen ggf. auch themenfremden Zusammenhängen sichtbar gemacht und eine Übertragbarkeit initiiert.
Beschreibung
Zu bestehenden Formen des Austausches entwickelt die Servicestelle neue bzw. passt alte an geänderte Bedürfnissen an. Zugänge zu Informationen aber auch Netzwerken, die Institutionen, Verwaltung und BürgerInnen gleichermaßen ansprechen werden z.B. digital
Beschreibung
Delmenhorst hat einen neuen Fachdienst. Hier arbeiten Akteure aus versch. Bereichen (z.B.Unterbringung, Kontaktstelle Migration, Sozialleistungen) aufgabenbezogen und räumlich eng zusammen.Es gibt eine gute Zusammenarbeit mit der Servicestelle GWA.
Beschreibung
Das Rahmenkonzept Gemeinwesenarbeit stärkt bestehende Strukturen und Kooperationen an den Standorten. Von der Servicestelle GWA gehen neue Verknüpfungen zu Akteuren aus Forschung und Wissenschaft aus.
Beschreibung
Nachbarschaftsbüros schaffen Kommunikationsanlässe und fördern das Verständnis verschiedener Gruppen untereinander. Die Interkulturelle Mediation erweitert hier den Methodenkoffer und bearbeitet auch schwierige Situationen und öffnet verhärtete Fronten.
Beschreibung
Die Koordinierung Interkulturelle Mediation erweitert das Beratungsangebot und steht den Menschen im Quartier zur Seite.
Beschreibung
Die Servicestelle GWA Delmenhorst ist sichtbares Zeichen für eine strukturell verankerte und gemeinsam gelebte Strategie der Stadt.
Vorhandene Strukturen
Die Gebiete Düsternort, Hasport und Deichhorst sind mit jeweils 1,5 Stellen Sozialarbeit und 0,5 Stellen Verwaltung ausgestattet. Es werden unterschiedliche Räumlichkeiten (ehem. Wohnung, Autobahnmeisterei, Waschhaus) für die Projekte vorgehalten, es gibt u.a. jeweils einen Raum, der für Treffen mit bis zu 25 Menschen genutzt werden kann (In Hasport bis zu 50). In Düsternort werden Räume auch von der gemeinwesenorientierten Integrationsarbeit genutzt. Der vierte Standort im Wollepark ist mit 0,75 Stellen Sozialarbeit und anteilig Verwaltung ausgestattet. Hier ist im Rahmen von Sozialer Stadt zudem 1,25 Stellen Quartiersmanagement und anteilig Verwaltung vor Ort. Das ehem. Seniorenzentrum dort hat u.a. einem Saal für bis zu 70 Personen. Das Familienzentrum Wolle ist mit 0,5 Stellen in Trägerpartnerschaft dabei. Träger in Düsternort, Hasport und Wollepark ist die Diakonie, in Deichhorst die AWO. Zurzeit sind an den vier Standorten über 60 Ehrenamtliche aktiv. In Hasport ist zudem die Mietergemeinschaft Hasport e.V. Partner vor Ort. Düsternort begann 1999, Wollepark 2000, Hasport und Deichhorst starteten 2018. Alle Standorte arbeiten im Bereich Gemeinwesenarbeit. 2018 wird im Rahmen eines durch Sekundärmigrationsmittel geförderten Projektes ein Rahmenkonzept GWA für die Stadt entwickelt. Dies sind erste Grundlagen für die Entwicklung von gesamtstädtischen Strukturen durch eine Servicestelle GWA.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
W: Jugendhaus Sachsenstr.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: Jugendhaus Wittekindstraße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: Klimaschutzmanagement der Stadt Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
W: Städtische Galerie Haus Coburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
W: Malwerkstatt Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
W: Atelier Knapp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
W: Nordwolle Museum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: VHS Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: Delmenhorster Jugendhilfe Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
W: Brücke e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
W: Integrationslotsen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: Delmenhorster Institut für Gesundheitsförderung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: AWO Seniorenberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: Familienstützender Dienst der AWO (FSD)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: Delmenhorster Heimstiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: Grundschule Parkschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: Wilhelm von der Heyde Oberschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: Mosaikschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: Kita Stedinger Straße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: Jugendkirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: St. Stephanus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: Grand City Property
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: Eigentümergemeinschaft; Am Wollepark 7-9
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Delmenhorster Kreisblatt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Delme Report
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Weser Kurier; Delmenhorster Kurier
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nordwest Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
W: GISS Beirat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: Bewohnervertreter*innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: ehrenamtliche Projektvertreter*innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
W: Teilnehmer*innen der Sprachkurse
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
W: Jugend stärken im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
W: Demokratie leben
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
W: Kommunaler Präventionsrat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: Freiwilllige Feuerwehr Delmenhorst, Ortsfeuerwehr Süd
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: Polizei Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
H: Gärtnerhof Sandhausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: AWO, Kinder- und Jugendhaus Treff Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: AWO, Kindertagesstätte Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: AWO, Kinderkrippe Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: Gemeinschaft Hasport e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Delmenhorst e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
H: TV Jahn Delmenhorst von 1909 e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
H: Delmenhorster Turnerbund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: Therapie 42
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: Seniorenstützpunkt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: DIG, Delmenhorster Institut für Gesundheitsförderung / GIK, Gesundheit im Kindesalter e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: Knister Grundschule Annenheide
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: Nabu, Naturschutzbund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: DAA, Deutsche Angestellten-Akademie GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: NKK Bildungsnetzwerk e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Johannes
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: Sanitätshaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
H: SPD Ortsverein Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: GSG Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: Siedlergemeinschaft Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: Brücke e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: Teilnehmer*innen BAMF Sprachkurs
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: Teilnehmer*innen offenes Café
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
H: Teilnehmer*innen Kochgruppe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
H: LzO (Geldspende)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
H: Zurbrüggen Sponsor (Einkaufsermäßigung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
H: dwlflooring (Spende des Fußbodens im Gemeinschaftsraum)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dü: Volkshochschule Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dü: Mobiles Kino Niedersachsen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Gesundheitsamt Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DÜ: Stadt Delmenhorst, Fachdienst Umwelt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Stadt Delmenhorst, Fachdienst Jugend, Familie Senioren und Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Kommunal Präventiver Rat der Stadt Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Polizei Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Rettungsdienst & Feuerwehr Delmenhorst/Landkreis Oldenburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe der Stadt Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Stadt Delmenhorst, Fachdienst Wirtschaftliche Hilfen und Beratungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Flüchtlingssolzialarbeit der Stadt Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: AWO, Drob
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DÜ: AWO, Kinder- und Jugendtreff Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: AWO, Nachbarschaftsbüro Deichhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Seniorenstützpunkt Niedersachsen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Deutsches Rotes Kreuz e.V., Café Kö
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Jugendhilfestiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Lebenshilfe, ambulanter Stützpunkt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dü: Bauverein Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dü: Mietergemeinschaft Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dü: Integrationslotsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dü: TV Jahn Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dü: Ev. Seniorenhilfe e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dü: Landesarbeitsgemeinschaft soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Delmenhorster Institut für Gesundheitsförderung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Kontext Check
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Schulsozialarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: KAUSA
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Universität Vechta
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Ev. Kirchengemeinde zu den 12 Aposteln
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Kath. Kirchengemeinde St. Christophorus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Melvana Moschee
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Autohaus Engelbart
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: 3 Bäckereien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Süd-Apotheke
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Blumen-Reiners
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Edekamarkt Fehner
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Fußpflege Könken
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Mevlana Market
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Inkoop
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: GSG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Div. Privatvermieter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Reifezeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dü: BeiratsvertreterInnen, Politische Fraktionen im Rat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Ehrenamtliche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: BewohnervertreterInnen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Aktive Nachbarn im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Migrationsberatung Diakonisches Werk (DW)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Ehrenamtskoordination DW
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Jugend Stärken im Quartier DW
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Streetwork DW
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Gemeinwesenorierntierte Integrationsarbeit DW
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: EHAP DW
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: Kinder- und Jugendhaus Horizont DW
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: NBZ Wollepark
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dü: NBB Hasport DW
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
De: Haus Coburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: Spielhaus Beethovenstraße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: Die Arche Kindergarten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De:Familienzentrum Villa
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De:Waldorfkindergarten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De:Unterm Regenbogen Kindergarten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: Polizei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DE: Städtische Kita
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: Migrationsberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: Seniorenstützpunkt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: Integrationsassistenten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: Drob AWO Drogenberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: EHAP DW
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
De: Kleingartenverein Deichhorst
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
De: Tiergartenschützenverein1847
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
De: TV Deichhorst
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
De: Nabu
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
De: Borussia Delmenhorst von 1973
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: DRK Altenheim Rote-Kreuz Stift
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: August-Jordan Haus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: Erwin-Pelka Haus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: AWO Service Wohnen Deichhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: AOK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: AWO Tagespflege Deichhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: Villa Rosengarten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: Grundschule Beethovenstr.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: Marienschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: Hauptschule West
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De:Realschule West
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: Schule für Pflegeberufe JHD
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De:Hanse Wissenschaftskolleg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De:BBS II Kerschensteiner Schule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: Ev. Kirche Heilig Geist Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: Exante
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: GSG
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
De: SPD Ortsgruppe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
De: Treffpunkt Deichhorst (ehrenamtliches Projekt)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Servicestelle GWA: Seniorenbeirat Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Servicestelle GWA: Integrationsbeirat Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Servicestelle GWA: Migrationsbeirat Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Servicestelle GWA: Gleichstellungsbeauftragte Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Servicestelle GWA: Koordination Kinderschutz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Servicestelle GWA: Bürgerideenbörse
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Servicestelle GWA: Delmenhorster Bürgerstiftung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Servicestelle GWA: Behindertenbeauftragter Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Servicestelle GWA: Universität Oldenburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Servicestelle GWA: Universität Vechta
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Servicestelle GWA: Hochschule Bremen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Servicestelle GWA: Universität Bremen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Servicestelle GWA: Hochschule Emden-Leer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Servicestelle GWA: Hanse Wissenschafts Kolleg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Servicestelle GWA: Familien- und Kinder Servicebüro Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Servicestelle GWA: AGFW
Typ
Stadtteil
Galerie
deichhorst boecklin strasse
deichhorst grundigstrasse
deichhorst moritz von schwindt strasse
hasport block an der seestrasse
hasport wohnanlage helgolandstrasse 1
hasport wohnanlage helgolandstrasse 2
duesternort breslauerstr turmblick
duesternort elbinger str siedlungshaeuser
duesternort nachbarschaftsbuero 3
duesternort nachbarschaftsbuero 1
nbz wollepark
wollepark suedlicher teil 2
wollepark noerdliche teil
wollepark aneigung wohnumfeld
Zustimmung Veröffentlichung
On

Interkulturelle Öffnung des Sozialraumes Vorsfelde

Ansprechpartner
Ilka Volkmer
Funktion Projektleitung Interkulturelle Bildung
Miteinander - Füreinander: Zusammenhalt durch interkulturelle Öffnung in Vorsfelde stärken!
Projektbeschreibung
Vorsfelde ist ein über 850 Jahre alter Stadtteil Wolfsburgs mit historischem, niedersächsischen städtebaulichen Kern. Seit Ende der 1960er Jahre hat sich dieser sukzessive um umliegende Wohngebiete, geprägt durch Ein- und Zweifamilienhäuser, erweitert. Hier haben sich seitdem viele Familien angesiedelt. Kinder wachsen behütet in einer traditionell geprägten Umgebung auf, in der fußläufig und per Fahrrad vieles zu erreichen ist. Vereine wie der SSV Vorsfelde, der MTV Vorsfelde, die lokale Musikschule "Peter und der Wolf", die Freiwillige Feuewehr, die Landfrauen und noch andere bieten den Ortsansässigen nahe dem Naturschutzgebiet Drömling ein Repertoire an Betätigungsfeldern neben Arbeit und Familie. Auch der demographische Wandel und der Zuzug von Migranten ist in Vorsfelde seit der Nachkriegszeit zu beobachten. Während anfangs Vertriebene und Italiener die Ortsbevölkerung veränderte, sind es derzeit die Geflüchteten, die die Bevölkerung diversifizieren und die Aufnahmegesellschaft vor neue Herausforderungen stellen. Diesen Herausforderungen wollen wir mit unserem Projekt, das am ehesten unter präventiven Gesichtspunkten angelegt ist, begegnen. Ziel ist es, der ortsansässigen Bevölkerung den Raum zu geben, in dem Umgang mit Fremdheit thematisiert, reflektiert und geübt wird. Ängste und Unsicherheiten können so aufgegriffen und behoben werden. Damit wird die Grundlage gelegt für eine interkulturelle Öffnung der Vorsfelder Gesellschaft, die in Maßnahmen und Angeboten konstruktiv umgesetzt wird. Insbesondere sollen Gelegenheiten geschaffen werden, die zum Austausch anregen, so dass das Miteinander reden möglich wird und das Übereinander reden verdrängt. Diese Aktivitäten sollen Geflüchtete, die länger ansässige migrantische Ortsbevölkerung und Hiesige mitansprechen. Folgende Netzwerkpartner sind dabei: Der Unterstützerkreis Flüchtlingshilfe Vorsfelde, die kath. Kirche St. Michael, die ev. Kirche St. Petrus, der SSV Vorsfelde, das Kinder- und Familienzentrum Vorsfelde. Aus diesen Institutionen kommen sowohl Hauptamtliche als auch Ehrenamtliche, die ebenfalls für die aktuelle Situation im Quartier und damit verbundene Umgangsweisen sensibilisiert werden müssen. Konkret soll eine Sensibilisierung die eigene Haltung für gegenseitigen Respekt und Toleranz stärken, Vorurteile abbauen und die interkulturelle Handlungskompetenz erweitern. Als Bildungshaus - VHS verfügen wir über einen Trainerpool zur interkulturellen Öffnung. So wollen wir Lebensqualität erhalten.
Ausgangslage
Vorsfelde ist eine Kleinstadt, die 1972 von Wolfsburg eingemeindet wurde. Die Lebensqualität ist hoch, da eine gut funktionierende Infrastruktur existiert und die Menschen ein traditionell geprägtes Verständnis von gemeinschaftlichem Zusammenhalt haben. Diesen Zusammenhalt gilt es zu stärken und in Anbetracht der heutigen Herausforderungen (demographischer Wandel, Zuzug insbesondere von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte) zu fördern. Dafür ist es wesentlich, nicht nur die Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in ihren Integrationsbemühungen zu unterstützen, sondern insbesondere der aufnehmenden Bevölkerung Beachtung zu schenken. Verunsicherung, Angst und Unbehagen sind sehr menschliche Reaktionen auf Unbekanntes und Fremdes. Menschen aus anderen Kulturen bergen ein hohes Potential dieses Verhalten zu verstärken, da zum einen die Sprache (noch) nicht zur Erklärungshilfe dient und Verhaltensweisen oftmals missinterpretiert werden. In dieser Situation ist es wichtig, frühzeitig einzuschreiten und die örtliche Bevölkerung interkulturell zu sensibilisieren. In Vorsfelde werden derzeit Geflüchtete aus der Flüchtlingsunterkunft in neue Wohnunterkünfte umgesiedelt. Einerseits existiert eine große Hilfsbereitschaft aus dem lokalen Helferkreis, aber das Ankommen in einer neuen Nachbarschaft muss immer von mehreren Seiten aus mitgetragen werden. Hauptamtlich als auch ehrenamtlich Tätige wie auch Nachbarn im Umfeld der Geflüchteten gilt es anzusprechen. Vorsfelde ist derzeit ein Ort, in dem man sicher und friedvoll leben kann. Diese Situation soll unbedingt gestärkt werden. Eine behutsame Überführung in die multikulturell geprägte Gesellschaft kann hier zu einem Best Practice werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfsburg - Vorsfelde
Beschreibung
Vorsfelde liegt nordöstlich etwa 4 km von der Stadt Wolfsburg und dem VW Werk, getrennt durch Äcker, entfernt.
Einwohnerzahl
12744
Quelle / Anmerkungen
Stadt Wolfsburg, Referat Strategische Planung, Stadtentwicklung, Statistik
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistisches Jahrbuch 2016 der Stadt Wolfsburg
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit ist essentiell für das gelingende Miteinander unterschiedlichster Menschen in einem Bezirk/ Quartier. Angesichts der aktuellen politischen Situation gilt es, der Verunsicherung in Bezug auf Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und Geflüchteten entgegenzuwirken und negativen Konsequenzen unterschiedlicher Werte, Verhaltensweisen und Sozialisierungen vorzubeugen. Dabei sollte auch in den Quartieren in Gemeinwesenarbeit investiert werden, die noch nicht im negativen Rampenlicht stehen. Ein Ort, eine Stadt und eine Region benötigt vorbildliche Beispiele, an denen sich andere orientieren können. Vorsfelde ist ein solcher Ort. Mit fast 13000 Einwohnern und gut 1500 davon mit ausländischer Herkunft ist die Ausländerquote in Vorsfelde (10.1-15%) nicht so hoch wie in den beiden angrenzenden Gebieten Nordstadt (20,1-25%) und Neuhaus/ Reislingen (25,1-48,9%). Auch die Nähe zur sehr stark multikulturell geprägten Innenstadt (aktuell fast 31% Ausländerquote) ist gegeben. Hier fällt im Gegensatz zur Zeit der 90er Jahre ein Stadtbild auf, das kulturell und religiös deutlich veränderte Züge trägt, so zeigen sich zum Beispiel Frauen in Vollverschleierung oder Kopftuch regelmäßig. Verschiedenste Sprachen werden hier und dort gesprochen und der Eindruck von Parallelwelt mag manchmal entstehen. Insgesamt ist es wünschenswert, durch Austausch, Wissensvermittlung und Handlungskompetenz diesen Bildern gelassen begegnen zu können und die eigene Identität angemessen zu hinterfragen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Teilnahme an Trainings und Workshops
Beschreibung
Menschen unterschiedlicher Institutionen und Orte miteinander zusammenkommen, z.B. bei Projektangeboten.
Beschreibung
In den Veranstaltungen zum Projekt kommen geflüchtete Menschen oder Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sowie ihre Nachbarn zusammen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kinder- und Familienzentrum Vorsfelde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirche St. Petrus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Kirche St. Michael
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
SSV Vorsfelde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreis Flüchtlingshilfe Vorsfelde
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Die Clownswohnung im Wohnprojekt für Flüchtlinge

Ansprechpartner
Katharina Mohs
Neue Wege kultureller Integration und Begegnung
Projektbeschreibung
Unser Verein trägt im Quartier Roderbruch/ sozialer Brennpunkt ein Kulturzentrum (seit 1984) und im Hochhaus Osterfelddamm eine Clownswohnung (seit 2006). Die Clownswohnung ist Anlaufpunkt für die Familien im Hochhaus (600 Wohneinheiten) und für die Kinder aus dem Stadtteil. Dort findet 1 - 2 x wöchentlich ein offenes Spielangebot (Bühne, Schwarzlichttheater, Manege, kreative Angebote) mit Clown Fidolo und seinen Helfern statt. Seit der Flüchtlingskrise wurde die Clownswohnung regelmäßig von Flüchtlingskindern aus den umliegenden Flüchtlingsunterkünften besucht. Die Wohnung wurde uns gekündigt und wir müssen das Projekt beenden (Ende Mai 2017). Nun werden im Roderbruch Wohnhäuser für Flüchtlinge gebaut und wir haben uns darum bemüht, in einem der Häuser eine Wohnung zu bekommen. Wir wollen dort eine Clownswohnung als Raum der Begegnung und der kulturellen Integration eröffnen. Damit wollen wir "zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen", d.h. wir wollen den Stadtteilkindern das seit Jahren bewährte Spielangebot erhalten und zusätzlich einen Raum haben, in dem wir Geflüchtete und Beheimatete zusammenbringen können. Der gemeinnützige Bauträger und das Wohnungsamt der Stadt Hannover haben uns jetzt eine 3-Zimmer-Wohnung zugesagt, die wir ab September 2017 mieten könnten. In dem Wohnprojekt/ Neubau werden Geflohene leben, die keine homogene Gruppe bilden. Wir wissen nicht, wer in die Wohnungen einziehen wird (Familien? Alleinstehende junge Männer?). Ziel ist, Aktivitäten und Projekte zu entwickeln, die den Flüchtlingen bei der Integration helfen und für die beheimateten Stadtteilbewohner interessant sind. Da diese Aktivitäten unter Einbeziehung der Zielgruppen entstehen sollen, können wir jetzt nur Bespiele zur Veranschaulichung nennen: Feste (internat. Nachbarschaftstag, Norus, Bayram), Kurse: kochen, Chor, Trommeln. Projekte: Tänze um die Welt, Kunstprojekt und Ausstellung, Filmprojekt, Maskenprojekt, Stadt(teil)erkundungen. So unterschiedlich die ethnischen, religiösen, kulturellen und sozialen Hintergründe auch sind, kulturelle Integration bietet die Chance, gemeinsam in künstlerische Prozesse einzutauchen, in denen jeder seinen Platz findet. Die Räume der Clownswohnung bieten sich als Raum der Begegnung an, z.B. für Kurse, die für die Bewohner und den Rest des Stadtteils offen sind (z.B. Chor, Trommeln, Kunstprojekt, Handy-Computerkurs). Außerdem könnten von hier aus Ausflüge starten, die für Flüchtlinge und andere Stadtteilbewohner/-innen offen sind.
Ausgangslage
Nachdem der Eigentümer im Zuge von Sanierungsvorhaben 2016 eine Kündigung der Clownswohnung ausgesprochen hat, sind wir auf der Suche nach einer neuen Wohnung für Clown Fidolo. Da wir gern „zu den Menschen gehen“ und vor Ort Angebote entwickeln, kam die Idee auf, mit Clown Fidolo in die Flüchtlingsunterkunft zu ziehen. Hier könnten wir an unsere guten Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit anknüpfen. Anders als bisher muss eine Clownswohnung in der Flüchtlingsunterkunft zusätzliche Ziele bzw. Zielgruppen haben. Sie muss dem besonderen Ort gerecht werden und Aktivitäten entwickeln, die der kulturellen Integration der Bewohner/-innen der Unterkunft dienen und Begegnung mit den beheimateten Stadtteilbewohnern ermöglichen. Bei der Integration kann kulturelle Bildung eine zentrale Schlüsselfunktion einnehmen die zur Teilhabe, zur Mitbestimmung und Mitgestaltung ihres Lebensumfeldes einlädt: In einer noch fremden Umgebung, in der sprachliche Verständigung noch schwer fällt, bieten künstlerische Ausdrucksformen neue Wege der Kommunikation und Auseinandersetzung mit dem Unbekannten, Erlebten und Gefühlten. Auf künstlerischem Wege können Menschen zum Ausdruck bringen, wofür ihnen noch Worte fehlen. So werden sie als Individuen sichtbar und hörbar mit einer Geschichte, einer Gegenwart und einer Zukunft. Kulturelle Integration ist keine Einbahnstraße, sondern ein wechselseitiger Bereicherungsprozess für alle Beteiligten. Sie schafft Begegnung und Beziehung und macht neugierig auf das, was jede(r) mitbringt. Sie gibt Mut und Motivation das gewohnte Terrain zu verlassen und Verhaltenssicherheit für unvertraute Situationen zu gewinnen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Groß-Buchholz Quartier Roderbruch
Beschreibung
Roderbruch ist ein Stadtviertel im hannoverschen Stadtteil Groß-Buchholz. Es wird begrenzt durch die Eilenriede im Westen, den Messeschnellweg im Norden, den Osterfelddamm im Osten und die Baumschulenallee im Süden. Die Karl-Wiechert-Allee durchzieht das Viertel in Nord-Süd-Richtung.
Einwohnerzahl
8500
Quelle / Anmerkungen
Quartiersmanagement
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover Stand 31.12.2011
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover 2013
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover 2013
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover 2013, Stadt Hannover, FB Personal und Organisation, Sachgebiet Wahlen und Statistik, Roderbruch, Stand Dez. 2015
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Kulturtreff Roderbruch arbeitet eng mit der hanova, Tochtergesellschaft der Stadt Hannover für Immobilien, zusammen. Wir haben bereits ein gut funktionierendes Quartiersmanagement, deren Quartiersmanager Jörg Kofink gab uns den Tipp zu dieser Förderung und unterstützt uns in unserem Vorhaben, das Projekt Clownswohnung im Wohnprojekt für Flüchtlinge zu realisieren. Unsere Stadtteilkultureinrichtung ist Anlaufpunkt für die im Quartier lebenden Menschen. Hier setzen wir kulturelle Teilhabe um und bieten ein niederschwelliges Bildungsangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Clownswohnung ist Anlaufpunkt für viele Kinder und Kindergruppen aus Kitas und Schulen. Dieses Angebot wollen wir gerne im Wohnprojekt für Flüchtlinge fortsetzen und um die Angebote für Geflüchtete erweitern. Die Clownswohnung innerhalb des Wohnprojektes schafft Vertrauen bei den Bewohnern des Stadtteils, aber auch bei den Geflüchteten selbst. In Zusammenarbeit mit der Wohnungsgesellschaft hanova haben wir diesen Ort gewählt, um interkulturelle Begegnungen im Zentrum von Flüchtlingswohnungen zu ermöglichen. Somit wird ein zentraler Anlaufpunkt für alle Bewohner im Stadtteil geschaffen, von dem aus Netzwerkarbeit, Workshops und weitere Aktionen für die Begegnung von Menschen verschiedener Herkünfte möglich werden. Damit fördern wir das nachbarschaftliche Zusammenleben, den Abbau von Konflikten und stärken die Integration der Geflüchteten in das Gemeindeleben des Stadtteils.
Qualitätskriterien
Beschreibung
die Bewohner der Unterkunft und die Menschen aus dem Stadtteil gemeinsame Projekte umsetzen, die Ergebnisse gemeinsam präsentieren, Kontakte außerhalb der Aktivitäten der Clownswohnung bestehen, Kinder das Wohnprojekt als Teil ihres Stadtteils sehen
Beschreibung
Angebote für Geflüchtete wahrgenommen werden und Begegnungen mit Bewohner des Stadtteils möglich werden, Angebote entstehen im Prozess des Kennenlernens der Bewohner des Wohnprojekts, sie die Aktionen aktiv mitgestalten
Beschreibung
Durch Kooperationen mit Stadtteilgespräch Roderbruch e.V. werden Feste im Stadtteil mit anderen Partnern durchgeführt, gemeinsame Aktionen geplant und Bekanntmachungen können über dieses Netzwerk in den ganzen Stadtteil gestreut werden
Vorhandene Strukturen
Die Bürgergemeinschaft Roderbruch e.V. wurde 1982 im Hochhausviertel Hannover-Roderbruch gegründet. Ziel des Vereins war und ist, im neu entstandenen Quartier die Interessen der Bewohner/-innen zu vertreten sowie Kommunikation und Lebensqualität im Stadtteil zu fördern. Seit 1984 trägt der Verein ein Stadtteilkulturzentrum, den Kulturtreff Roderbruch. Im Laufe der Jahre wurde mit viel ehrenamtlichem Engagement eine lebendige Stadtteilkulturarbeit aufgebaut. Ein besonderes Anliegen der Bürgergemeinschaft ist es, die sozial benachteiligten Menschen im Stadtteil zu fördern. 52 % der Kinder im Quartier sind arm, 2/3 haben einen Migrationshintergrund. Der Verein beschäftigt 4 Hauptamtliche und über 40 Honorarkräfte. Der Verein hat 110 Mitglieder, 35 Ehrenamtliche sind engagiert. Die Stadt Hannover fördert den Verein mit einer jährlichen Beihilfe für zwei Hauptamtliche. Zum Angebot gehören Musikunterricht, Kurse, Chöre, Theatergruppe, Ausstellungen, Sprachcafe für Deutschlernende, Projekte, 6 Jugendbands, offene Kunstwerkstatt, Lesungen, Konzerte, Vorträge, Flohmärkte, Ferienangebote, Angebote im Ganztag von Schulen, Sprachförderangebote für Kitakinder und seit 2005 die Clownswohnung.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
hanova
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilgespräch Roderbruch e.V.: Zusammenschluss von im Quartier Roderbruch vorhandenen Parteien, Institutionen (Sozialamt, FB Soziales, FB Jugend und Familie, FB Senioren), Kirche, Polizei, Schulen, Vereine, Initiativen, dem Bezirksrat
Typ
Stadtteil
Galerie
p1020017 2
p1020011
Zustimmung Veröffentlichung
On