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Kommunikationsanlässe wie Nachbarschaftsfeste Weihnachts- und Flohmärkte.

Haus der Begegnung Bad Lauterberg

Ansprechpartner
Marie Henners
Organisation Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen
Funktion Fachbereichsleitung Integration
Anlaufstelle für nachhaltige Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Es wurden neue Räume für die ursprünglich rein ehrenamtliche und nunmehr hauptamtlich besetzte Anlaufstelle gefunden. Durch Angebote, zum Einen in der zentralen Anlaufstelle zum Anderen aber auch verteilt im gesamten Sozialraum der Stadt und den dazugehörigen Dörfer, werden die Bewohner*innen bei der aktiven Gestaltung der Nachbarschaft unterstützt. Ein Schwerpunkt, der sich rauskristallisiert hat, ist ein Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekt mit Aktivitäten wie Insektenhotels bauen, Saatbomben herstellen und verteilen, gemeinsames Müll sammeln, Initiierung und Suche von Unterstützer*innen für die Zertifizierung von Bad Lauterberg als Fair Trade Stadt. Ein anderer Schwerpunkt soll aufgrund des Bedarfs die Arbeit mit älteren Menschen werden. Bestehende regelmäßige Angebote in Kooperation mit dem Kinderschutzbund wie das Kulturcafé, die Eltern-Kind-Gruppe sowie jährliche Veranstaltungen wie der „Tag der Vielfalt“ sollen fortgeführt und weiterentwickelt werden. Durch die verstärkte Netzwerkarbeit und die Befragung der Einwohner*innen entstehen momentan viele Ideen und Angebote. Unteranderem ein Frühstück für Senior*innen, ein Senior*innentaxi für gemeinsames einkaufen oder Arztbesuche, gemeinsames Kochen, "Formularfuchs"-Unterstützung bei der Organisation der Unterlagen u.v.m. Auch wenn es nun feste Räumlichkeiten für das Projektteam gibt, sollen Angebote und Aktivitäten nach wie vor auch im Sozialraum verteilt stattfinden, um möglichst viele Menschen zu erreichen und das Gemeinwesen an sich zu stärken und nicht alles nur auf einen Raum und bestimmte Personen zu fokussieren. Insgesamt soll durch das Schaffen von Begegnungsanlässen und daraus resultierenden weiteren Aktivitäten die Lebensqualität der Menschen steigen, sodass der Ort und die Region trotz der Folgen des demografischen Wandels und vorhandener Armut lebenswert ist. Laut Robert-Koch-Institut "[bestimmen] nach wie vor [...] soziale Ungleichheiten die Entwicklung von Gesundheit und Lebenserwartung in Deutschland". In einen Kurort wie Bad Lauterberg kommen somit paradoxerweise einerseits Menschen, um ihre Gesundheit zu verbessern, und zum anderen leben dort Menschen, deren Gesundheit aufgrund von Armut massiv leidet. Ein gut funktionierendes Gemeinwesen hat präventiven Charakter, kann soziale und politische Teilhabe ermöglichen und dadurch die Demokratie stärken. Diesen Effekt strebt dieses Projekt an. Das notwendige Engagement wird von den Projektmitarbeiterinnen vorgelebt und unterstützt.
Ausgangslage
In Bad Lauterberg lebt ein überdurchschnittlich hoher Anteil von Menschen in Armut, laut Statistik fast jedes vierte Kind und jeder sechste Erwachsene. Seit Beginn des Projekts wurden zwei Personen der ehemals rein ehrenamtlich organisierten Anlaufstelle hauptamtlich für die Gemeinwesenarbeit angestellt. So konnte diese Anlaufstelle, die eine wichtige Funktion in den örtlichen Strukturen füllt, da sie viele Konflikte entschärfen konnte bzw. dazu beiträgt, dass sie sich gar nicht erst soweit entwickeln, trotz schwindenden ehrenamtlichen Engagements aufrecht erhalten und stetig professionalisiert werden. Durch vernetztes Arbeiten werden Bedarfe erfasst und Lösungen gefunden. Realisiert wurde in der Vergangenheit zusammen mit Netzwerkpartner*innen u.a. die Entstehung eines Traumspielplatzes im Kurpark durch Engagement zur Sammlung des notwendigen Geldes und Begleitung des Bauprozesses, die Organisation und Durchführung des "Tag der Vielfalt" und des sozialen Weihnachtsmarkts. Da das alte Stadthaus, das den Vereinen zur Verfügung gestellt wurde, umfangreich saniert werden müsste, konnte das ursprüngliche Haus der Begegnung nicht in angedachter Form genutzt und ausgebaut werden. In der ehemaligen Lutterbergschule im Zentrum von Bad Lauterberg wurden Räume umgebaut. In einen Trakt ist Anfang 2019 nach mehrjähriger Verzögerung das Jobcenter eingezogen. Im selben Gebäude sind auch Räume für das Gemeinwesenprojekt reserviert, die jedoch noch nicht freigegeben wurden. Auch wenn diese Räumlichkeiten aufgrund Lage und Größe langfristig ideal wären, konnte bis auf weiteres ein ehemaliges Ladenlokal bezogen werden, dass sich als Basis für sozialraumorientierte Arbeit gut eignet.
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt wurden bestehende Angebote mit den notwendigen personellen und räumlichen Ressourcen ausgestattet. So werden weiterhin soziale Aktivitäten und zielgruppenorientierte (Beratungs-)Angebote durchgeführt und bei Bedarf erweitert und angepasst. Damit weiterhin, und verstärkt durch Begegnung und Austausch, ein Kennenlernen ermöglicht und Vorurteile abgebaut werden, braucht es eine gezielte Unterstützung. So sollen Akzeptanz und Verständnis zu einem guten Zusammenleben beitragen und Präventionsarbeit leisten. Indem Menschen eine sinnvolle Beschäftigung durch das Einbinden in die Gemeinwesenarbeit gegeben wird, beugt das Einsamkeit, Chancenlosigkeit und Konflikten vor. In Bad Lauterberg sowie in der gesamten dezentralen Region im Harz konnten rechte Ideologien in den vergangenen Jahren an Einfluss gewinnen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken sind die oben beschriebenen Ansätze von grundlegender Bedeutung. Bewohner*innen bekommen dadurch neue Perspektiven und werden an Wege der politischen Mitbestimmung erinnert oder lernen sie erstmals kennen. Im direkten Kontakt mit den Menschen sind bei einigen bereits Zeichen für eine ins positive veränderte Wahrnehmung von Situationen, Mitmenschen und Strukturen erkennbar. Das wirkt sich dann wiederum positiv auf ihren eigenen Alltag aus, weil neue Kontakte entstehen oder sich andere Perspektiven entwickeln. Der beste Hinweis, dass die Arbeit Früchte trägt und stabil aufrecht erhalten werden sollte.
Vorhandene Strukturen
Bereits vor Start der ersten Förderphase, gab es gewisse haupt- und ehrenamtliche Strukturen vor Ort. Im Rahmen des Projekts hat sich dies noch verstärkt und zunehmend professionalisiert. Von der Organisation von Veranstaltungen zum Herrichten von Fahrrädern in einer Fahrradwerkstatt, Musikprojekten, Nachbarschaftshilfe, Sozialberatung, Sprachunterricht, Kinderbeaufsichtigung, Lesungen und Eltern-Kind-Cafés ist vieles dabei. Im Rahmen von Runden Tischen und Arbeitskreisen sowie durch den persönlichen Kontakt der Projektmitarbeiter*innen zu vielen Menschen vor Ort besteht ein engmaschiges Netzwerk. Durch das Projekt werden die verschiedenen Angebote zusammendrahtet und noch besserer Austausch geschaffen. Beide hauptamtliche Johanniterinnen sind auch ehrenamtlich im Vorstand des Kinderschutzbundes und deswegen und da sie selbst im Ort wohnen, wo sie vielseitig aktiv sind, bestens vernetzt. Es gibt Eigeninitiativen von Bewohner*innen wie "Lauterberger helfen sich", mit denen das Team eng zusammenarbeitet und durch das aufgebaute Netzwerk unterstützt.
Galerie
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Aufsteller
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Gemeinsam Lamspringe

Ansprechpartner
Marie Henners
Organisation Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen
Funktion Fachbereichsleitung Integration
Gemeinsam Nachbarschaft entwickeln.
Projektbeschreibung
Das Projekt unterstützt bürgerschaftliches Engagement und Vernetzung verschiedener Initiativen, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Ziel ist es, dass alle Bewohner*innen sich inkludiert fühlen und gleichberechtigt an allen Bereichen des Lebens teilhaben können. Seit 2017 gibt es eine Anlaufstelle namens "Treffpunkt", in der verschiedene Beratungs- und Bildungsangebote sowie Veranstaltungen stattfinden. Die Projektmitarbeiterinnen führen diese zum Teil selbst durch und koordinieren, begleiten und unterstützen Angebote von Ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen Netzwerkpartner*innen. Auch über die Räumlichkeiten des Treffpunkts hinaus werden Aktivitäten im Sozialraum organisiert, als Möglichkeit der Aktivierung von Bewohner*innen für das Gemeinwesen genutzt und unter Einbeziehung des Netzwerks unterstützt. Mittlerweile nehmen auch anfangs eher skeptische Bewohner*innen an Angeboten teilnehmen, führen sie sogar selbst durch oder bringen Ideen ein. Durch neue Angebote wie das monatliche gemeinsame Frühstück sind Bedarfe und Ideen der Bewohner*innen geäußert wurden, an die angeknüpft werden soll. Momentan wird eine Toilette in die Räumlichkeiten gebaut und bei der Gelegenheit auch der Anschluss für eine Küchenzeile gelegt, damit auf vielfachen Wunsch zukünftig auch gemeinsam gekocht oder gebacken werden kann. Der Grundgedanke des gemeinsamen Gestaltens des Miteinanders in der Gemeinde findet sich nicht nur im Projekttitel wieder sondern auch in den Namen der Veranstaltungen wie bspw. Gemeinsam KUNST oder Gemeinsam ESSEN und natürlich vor allem im Miteinander unter den Teilnehmenden. Gemeinsam werden Bedarfe erhoben und bedarfsgerechte Angebote von Bewohner*innen (und) für Bewohner*innen gemacht. Gemeinsam wird erarbeitet, wie vielfältig diese Gemeinschaft ist und welche Stärken sich daraus ergeben. Dazu sind noch in diesem Jahr Aktivitäten, u.a. zum Thema Heimat und sich heimisch fühlen gemeinsam mit dem Kreisheimatbund, dem Tourismusbüro sowie einer ortsansäßigen Künstlerin, geplant. Auch bei den Aktivitäten in 2020 sollen als Klammer die Begriffe Heimat, Nachbarschaft und Vielfalt leitend sein. Dadurch soll die vom demografischen Wandel betroffene Nachbarschaft gestärkt, toleranter und damit lebenswerter für alle werden. In Kooperation mit dem Netzwerk-Senioren e.V., die einen Bürger*innenbus realisiert haben, wird zu Veranstaltungen auch ein Fahrdienst angeboten. Ein Schritt zu mehr Mobilität im ländlichen Raum, der soziale Teilhabe ermöglicht.
Ausgangslage
Die größte Herausforderung ist der demografische Wandel. Laut dem Landesamt für Statistik Niedersachsen wird zwischen 2008 und 2031 die Bevölkerung des Landkreises Hildesheim einen Rückgang von 12,4 % verzeichnen. Von dieser Entwicklung ist insbesondere der Südkreis also auch die Gemeinde Lamspringe betroffen. "Die Bevölkerungsprognose des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung für die NBank weist eine Bevölkerungsentwicklung in der Samtgemeinde Lamspringe vom Jahr 2010 bis zum Jahr 2030 von 5 873 auf 3 658 Einwohner*innen aus" (MI 02.09.2015). Die Bevölkerung wird nicht nur insgesamt weniger sondern auch wesentlich älter im Durchschnitt. Um für diese Entwicklung gut aufgestellt zu sein, braucht es eine gut vernetzte und engagierte Einwohner*innenschaft. Anhand der vielen Vereine und dem neu gegründeten Netzwerk Jugend ist erkennbar, dass der Wille die Zukunft mitzubestimmen und zu gestalten da ist. Durch die Arbeit des Projekts "Gemeinsam Lamspringe" wird eine wichtige Plattform zur Begegnung und zum Austausch für die zahlreichen Zusammenschlüsse und Einzelpersonen geboten. Die strategische Gemeinwesenarbeit ermöglicht das zielgerichtete Zusammenführen von Engagement und erhöht damit das Wirkungspotential. Dadurch wird eine gesunde Nachbarschaft bis ins hohe Alter gefördert. Gesund im Sinne von einem gesunden Miteinander und dadurch auch gesunden bzw. gesünderen Individuen. Langfristig hat diese Nachbarschaft auch eine präventive Funktion. Sowohl indirekt als auch durch konkrete Präventionsmaßnahmen gemäß § 20 SGB V. Damit sollen Regelfinanzierungen für einzelne Angebote erschlossen werden, um das Projekt nachhaltig zu verstetigen.
GWA/QM-Ansatz
Durch die stärkere Vernetzung der Institutionen im Sozialraum wird das Gemeinwesen insgesamt entwickelt. Es geht um die Vernetzung der Bewohnerinnen und Bewohner unter deren Einbeziehung Strukturen geschaffen werden sollen, die zu kollektivem Empowerment führen. Möglichkeit zur Teilhabe für alle Menschen soll geschaffen werden. Durch Begegnungs- und Austauschangebote soll gegenseitiges Verständnis füreinander geschaffen und ein nachbarschaftliches Miteinander gestärkt werden. Sensibilisierungsworkshops zu Diversität wirken Diskriminierung entgegen. Die darausfolgende Akzeptanz hat präventiven Charakter, was soziale Konflikte betrifft, sodass ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters, ethnischen Ursprungs, Geschlechts etc. möglich ist. Durch die verstärkten Netzwerke auf persönlicher wie auf struktureller Ebene wird es zu einer Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen kommen. Auch infrastrukturelle Bedingungen können im Idealfall verbessert werden, da es im Rahmen des Projektes zu neuen Ideen und Ansätzen einer gemeinschaftlich organisierten Mobilität kommen kann. Durch verstärkten Austausch und nachbarschaftliche Hilfe kann auch der umfangreiche Beratungsbedarf vermindert werden. So können die Menschen auf (Beratungs-)Institutionen zurückgreifen, aber sind zur Bewältigung ihres Alltags nicht davon abhängig, da sie zur Selbsthilfe befähigt werden. Als Modellprojekt hat es nach wie vor lokalpolitischen Einfluss, da Gemeinden im Landkreis es aufgreifen können.
Vorhandene Strukturen
Bereits vor dem Start der ersten Projektphase im Herbst 2017 gab es durch Ehrenamtliche aus dem kirchlichen Bereich sowie durch andere Vereine bereits Strukturen der Gemeinwesenarbeit. In einer Gemeinde wie Lamspringe sind Menschen häufig gut untereinander vernetzt oder zumindest mit einander bekannt. Diejenigen, die ehrenamtlich engagiert sind, sind häufig in mehreren Vereinen oder Gruppen Mitglied, sodass dort ein Transfer stattfindet. Jedoch sind nach wie vor nicht alle Bewohner*innen in diese Strukturen integriert oder fühlen sich ausreichend von ihr angesprochen. Hauptamtliche Strukturen gibt es zum einen durch die Regeldienste wie Schule und Kindertagesstätten und zum anderen durch die Angebote des Jugendpflegers und der Integrationshelferin. Im Rahmen vom Ferienpass, dem "Lamspringer September", Weihnachtsmarkt, Jubileen u.a. gibt es gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten. Der ehrenamtliche Gemeinderat hat einen Ausschuss zu Themen wie Mobilität, Jugend- und Senior*innenarbeit und auch die Verbindung dieser Themen mit der Flüchtlingsintegrationsarbeit auf die Agenda gesetzt. Senior*innen haben auch einen gemeinsamen Verein gegründet und eine Umfrage zu Wünschen und Bedarfen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Senior*innen wurde u.a. der Computerkurs und ein Bastelnachmittag im Treffpunkt der Johanniter gestartet.
Galerie
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Vielfältige Nachbarschaft - zuhause in der Alpheide

Ansprechpartner
Barbara Weissenborn
Organisation Sprotte e. V.
Funktion Geschäftsführerin
Meine Nachbarn, die anderen und ich – öfter mal was gemeinsam machen! Vielfältige und intergenerative Angebote zur Stärkung der Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Ziele im Projekt sind intergenerative Begegnung und Akzeptanz unterschiedlicher Lebenslagen, Ableitung und Berücksichtigung verschiedener Bedürfnisse an das Lebens-/Wohnumfeld,Nachbarschaft und Gemeinwesen, Aktivierung der verschiedenen Bewohner*innen für die Entwicklung von Beteiligungsstrukturen und diese zu etablieren. 2018 wurde erste Strukturen dazu durch ein Projekt in der Richtlinie "Migration und Teilhabe" erarbeitet und in Ansätzen implementiert. Aufbauend sollen Schwerpunkte in der GWA gesetzt werden, die richtungsweisend und Maßstab gebend für die zukünftige Arbeit der drei Einrichtungen im Gebiet sein sollen. Das MGH familienhORT arbeite im Schwerpunkt „stark alternde Kommune“ und ist besonders darum bemüht, mit seinen Angebote intergenerativ und entlastend zu agieren, um die Begegnung, aber auch die Versorgung der verschiedenen Generationen zu fördern und Synergieeffekte nutzbar zu machen. Als erste Erfolge lassen sich die hohe Zahl der Ehrenamtlichen als auch die Vielzahl der Angebote anführen, die zum Teil schon selbstorganisiert stattfinden und die Infrastruktur des Hauses nutzen. In der Richtline konnte ein hoher Grad an Selbstwirksamkeitserfahrungen für die Engagierten und die Nutzenden abgeleitet werden, auf dem nun weitere Strukturen aufgebaut werden sollen. Qualifizierung zur ehrenamtlichen Unterstützung von Älteren und die Freizeitgestaltung für Kinder aus sozial benachteiligten Familien, Organisation von außerschulischen Lernen und Angeboten einer „sorgenden“ Nachbarschaft sollen in diesem Projekt organisations übergreifend strukturiert und umgesetzt werden, um den Betrieb einer gemeinsamen Einrichtung durch Kindertagesstätte, Mehrgenerationenhaus und Schule mit Wirkung in das umliegende Quartier zu erreichen. Der Bau dieser Einrichtung wird vom Land Niedersachsen gefördert. Um die Bewohner*innen und Einrichtungen konzeptionell zusammenzubringen sollen im Projekt die Gebietsstrukturen identifiziert und verstärkt werden. Kita und Schule arbeiten bisher nur wenig gemeinwesenorientiert und Beschränken auf ihre Kinder und Familien, bisher gab es GWA nur über das MGH familienhORT. Um GWA als Querschnittsaufgabe aller Einrichtungen und in Mitverantwortung der Bewohner*innen für ihr Quartier zu erreichen, sollen im Projekt drei Bausteine zum Erfolg führen. Befähigung der Bewohner*Innen im Gestaltundsprozess, Ertüchtigung der Einrichtungen zur organisierten Zusammenarbeit und Entwurf eines gemeinsamen Leitbildes für das Quartier.
Ausgangslage
Die Alpheide ist ein Wohnquartier mit 5400 EW, wenig Infra- und stark unterschiedlicher Bevölkerungsstruktur. Ältere, Menschen mit Zuzugsbiographie, Familien mit Kindern leben dort. Inklusive Kita, Grundschule, Seniorenzentrum und MGH sind als Einrichtungen dort zuhause. Erste Ansätze zur GWA gibt es seit 2012, damals wurde im Bundesprogramm "Orte der Integration" das MGH als Modellvorhaben vorentwickelt. Auf Betreiben des Sprotte e.V. wurde über "Anschwung für frühe Chancen" ein Netzwerk der Einrichtungen geschaffen. Größte Herausforderung ist die inhomogene Zusammensetzung und die stark unterschiedliche Interessenlage der Bewohner*innen und Einrichtungen im Gebiet. Der Wunsch nach einer gemeinsamen Einrichtung als Zentrum für GWA und Bildung wurde bisher nur durch Kommune und Einrichtungen bearbeitet, das Gebäude soll aber von bürgerschaftlichem und nachbarschaftlichen Engagement getragen werden. Unser Projekt zielt auf eine intensive Beteiligung aller Bewohner*innen und Einrichtungen ab, um die Bedarfe zu identifizieren und zusammenzuführen. Das Quartier muss endlich durch Prozessbegleitung und Beteiligungsverfahren am Aufbau der neuen Strukturen beteiligt und vollumfänglich einbezogen werden. Erste Grundlagen dafür gab es 2018 durch das Projekt „Alpheide lebt Vielfalt“ des MGH, aus dem neue Gruppen und Aktivitäten entwickelt werden konnten. Ein Schwerpunkt ist die Beteiligung der alternde Bevölkerung werden, die mit ihren Kompetenzen/ besonderen Bedarfen bisher wenig eingebunden ist. In den kommenden Jahren wird sie die größte Bevölkerungsgruppe bilden. Ein moderiertes, dynamisiertes Miteinander, um Generationenkonflikte zu vermeiden, ist dringend erforderlich.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg/Weser
Beschreibung
Das Projektgebiet wir im Süden durch eine stark befahrene Ortsausgangsstraße durchschnitten, ein Teilgebiet schließt sich auf der südlichen Seite der Sztraße an, im Westen bildet der Steinhuder Meerbach eine natürliche Grenze, die durch ein Neubaugebiet (in Planung) und eine Brücke überwunden werden soll, nördlich und östlich schneiden eine dreispurige Bahnstrecke und die vierspurige Ortsumgehung das Gebiet ab.
Einwohnerzahl
5400
Quelle / Anmerkungen
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Nienburg/Weser
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
In unserem Projekt stehen die Bewohner*innen im Mittelpunkt und wir wollen ihre Kompetenzen und Qualitäten für mehr Selbstorganisation stärken, ihre Selbstwerterfahrung ertüchtigen, um sie als Nutzer*innen und Mitorganisator*innen des geplanten Nachbarschaftszentrums zu gewinnen. Uns ist wichtig, dass wir die Bewohner*innen endlich mindestens querschnittlich an der Erstellung eines Leitbildes beteiligen und die verbesserte Infrastruktur im Quartier für mehr Menschen nutzbar machen können. Als Potential für den Projektprozess bringen wir als erfahrener Träger der GWA unsere Netzwerke und Kontakte ein, als Träger des MGH haben wir bereits Erfahrungen in der intergenerativen Arbeit gesammelt und wissen um die besonderen Herausforderungen und das Erfordernis, Zielgruppenübergreifend zu agieren. Im Rahmen unserer Arbeit verstehen wir uns als "Ermöglicher". Durch das Eröffnen von Mitwirkungsmöglichkeiten an der Gestaltung und an der inhaltlichen Ausrichtung der GWA im Gebiet wird das Miteinander der Bewohner*innen gestärkt. Über das Projekt kann das Quartier als eigenständiger Stadtteil wahrnehmbar werden, es wirkt identitätsstiftend und trägt zum Selbstbewusstsein bei, dass sich am Ende in der gemeinsamen Erstellung eines Leitbildes niederschlagen soll und Konflikte der Verschiedenen Bewohner*innengruppen sichtbar und so auch lösbar machen kann. Die Befähigumng zur Selbstorganisationist uns wichtig, um nachhaltige Strukturen zu ermöglichen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Akzeptanz des neuen Nachbarschaftszentrums durch ein gemeinsam erarbeitetes Leitbild gestärkt wird, die Bewohner*innen das Zentrum auch eigenständig und selbstorganisert nutzennutzen
Beschreibung
In den Beteiligungsverfahren querschnittlich die Bedarfe alle Bewohner*innen identifiziert und berücksichtigt sind, bestehende Konflikte durch neue Begegnungsformen aufgelöst wurden
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Städtische Kita
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenzentrum Alpheide
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Alpheide
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bewohner*innen im Gebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
MGH familienhORT
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GBN Wohnungsunternehmen GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stiftungen und Serviceclubs zur Akquise zusätzlicher Mittel
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinwesenarbeit im Uelzener Stadteil "Am Königsberg"

Ansprechpartner
Christiane Meyer-Fleischmann
Wir vom Königsberg
Projektbeschreibung
Viele Menschen im Uelzener Stadtteil „Am Königsberg“ leben praktisch anonym neben einander. Sie kennen sich kaum oder gar nicht, obwohl sie z.T. eine lange Zeit räumlich zusammenwohnen. Eine zunehmende „Vereinzelung“ ist bei etlichen Bewohnern des Quartiers erkennbar. In Form der Gemeinwesenarbeit (GWA) wollen wir die Bewohner des Stadtteiles aktivieren, befähigen und begleiten, ein „Wir-Gefühl“ untereinander und nach außen zu entwickeln. Wir wollen Menschen zusammenbringen, die dann gemeinsam ihr Zusammenleben gestalten. Dabei geht es darum, die Menschen im Stadtteil zu befähigen und zu begleiten ein aktives soziales Zusammenleben im Stadtteil zu initiieren. Dabei ist es uns wichtig, dass die Menschen im Stadtteil sich mit ihren Fähigkeiten in die Gemeinschaft des Stadtteils einbringen. Durch eine breite Mischung von Angeboten im dortigen Nachbarschaftstreff, durch aufsuchende Angebote, durch verschiedene Aktionen im Stadtteil sollen die Bewohner zusammengeführt werden. Der seit 2012 bestehende Nachbarschaftstreff „TREFF Am KÖ“, Emsberg 2 in Uelzen bietet mit seiner Ausstattung gute Möglichkeiten zum Treffen von Gruppen und ein Büro für die Beschäftigten. Der Standort des TREFFs befindet sich an einer zentralen Stelle im Stadtteil. Die Arbeit im Stadtteil soll von einem Sozialpädagogen (50%-Stelle) und einer pädagogisch erfahrenen Fachkraft (70%-Stelle), die aufgrund langjähriger Erfahrungen umfänglich mit anderen sozialen Einrichtungen in der Stadt vernetzt ist, gestaltet werden.
Ausgangslage
In dem Uelzener Stadtteil wohnen recht unterschiedliche Bewohnergruppen. Seit Oktober 2012 wird hier ein Nachbarschaftstreff (TREFF AM KÖ) von der Johanniter Unfallhilfe (JUH) und der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (gwk) betrieben. Konzipiert war die Arbeit im Rahmen des Quartiersmanagements. Primär aufgrund fehlender Qualifikation und aufgrund einer überdurchschnittlichen Personalfluktuation wurden die Aufgaben einer Quartiermanagerin fast nie durchgeführt. Kennzeichen der Arbeit waren eine klare „Kommstruktur“ und sogenannte geschlossene Gruppen. Das anfängliche Interesse der Bewohner ist mit den Jahren deutlich rückläufig. Kinder- und Jugendarbeit gibt es seit ca. 2 Jahren nicht mehr. Vormals war der Treff ein Ort, an dem Anliegen von Bewohnern eingebracht werden konnten. In einigen Straßen des Stadtteils gibt es z.B. Parkplatzprobleme. Diese kann man gemeinsam angehen und lösen. Da die gwk als „Erfahrungsträger“ weiter mit uns als neuem Anbieter zusammenarbeiten möchte, können Erfahrungen genutzt werden. Durch die geplante GWA sollen Bewohner motiviert und befähigt werden Gemeinsamkeiten zu entwickeln. Es wird nicht von außen verändert, sondern die Menschen ändern und entwickeln selber: (z.B. derzeit fehlender Parkraum) Stichwort: Kollektive Selbsthilfe. Damit die GWA keinen „Strohfeuereffekt“ entwickelt, halten wir die Vernetzung mit Kooperationspartner (Stadt Uelzen, Diakonie Uelzen, Paritäten Uelzen, Uelzer Tafel u.ä.) für fundamental wichtig. Uns geht es um eine möglichst dauerhafte und nachhaltige Ausrichtung der Arbeit. Im Uelzener Stadtteil „Stern“ wird in Kürze ein Stadtteilzentrum entstehen. Erfahrungen können in die neue Arbeit einfließen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Uelzen Am Königsberg
Beschreibung
Bei dem Stadtteil handelt es sich aufgrund seiner geografischen Lage um ein in sich quasi „geschlossenes“ Wohngebiet. Der Stadtteil hat eine Zufahrt. Wer in das Stadtgebiet per Pkw, ÖPNV oder ähnliches möchte, muss diese Straße nutzen. Der Stadtbezirk wird im Westen durch die Ilmenau, im Süden durch ein Waldgebiet, im Osten durch eine große Sportanlage und im Nord durch eine Bundesstraße abgegrenzt. Der Stadtteil ist ein reines Wohngebiet.
Einwohnerzahl
1378
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Etwa 1/3 der Bewohner leben in sogenannten Großwohnanlagen, in den höchsten Wohngebäuden der Stadt. Der Stadtteil hat den höchsten Anteil von Bewohnern mit internationaler Herkunft. Diese Menschen stammen aus mehr als 30 verschiedenen Nationalitäten. Der Anteil von älteren Bewohnern (70 plus) ist in dem Stadtteil signifikant. Das liegt auch daran, dass es etliche größere Wohnanlagen speziell für Senioren gibt (sozialer Wohnungsbau, deren Belegungsbindung). Wenn vom Stadtteil Am Königsberg in Uelzen gesprochen wird, denken viele meist nur an die Großwohnanlagen, die es an anderen Stellen in Stadt und Landkreis Uelzen nicht gibt. Die Großwohnanlagen sind in der Stadt Uelzen stigmatisiert, Menschen die dort noch nie gewesen sind, meinen, dass in den Wohnungen nur Menschen mit internationaler Herkunft und Kriminelle wohnen, was real nicht zutrifft.
Unterlagen zum Gebiet
stadtplan.jpg (105.57 KB)
GWA/QM-Ansatz
Ein Ansatz der GWA ist das Stichwort: "Befähigung statt Betreuung". In diesem Projekt sollen insbesondere ehrenamtliche Mitarbeiter befähigt werden, mit Gruppen und ggf. Einzelpersonen im Stadtteil selbständig zu arbeiten. Da der Rahmen der Arbeit in diesem Projekt „abgesteckt“ ist, erscheint das Erreichen der Zielsetzung in dem gesetzten Rahmen gut möglich.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Arbeit die Bedürfnisse und interessen der Bewohner trifft
Beschreibung
Wenn wir die Fähigkeiten der Bewohner nutzen
Beschreibung
Wenn wir die Stärken einzelner für viele Nutzen
Beschreibung
Wenn möglichst viele partizipieren können
Beschreibung
Sind Voraussetzung für eine gute GWA im Stadtteil
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Wohnungsbau des Kreises Uelzen mbH (gwk), Veerßer Straße 66 29525 Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtverwaltung Hansestadt Uelzen, Rathaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirchengemeinde St. Marien zu Uelzen und Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Allgemeine Zeitung Uelzen
Typ
Stadtteil
Galerie
treff am koe emsberg 2
treff am koe emsberg 2 i
tagespflege emsberg 2
marderhof
katharina von  bora haus hasenberg 2
immenweg
hasenberg
g. matthias weg
fuchsberg
fuchsberg ecke am koenigsberg
emsberg 60 ff
emsberg 60 ff i
einfamilienhaeuser haeuser
einfahrtstr. zum stadtteil
dachsgang ecke marderhof
dachsgang ecke immenweg
Zustimmung Veröffentlichung
On

2 Leben im Meer - Lebendige Inselgemeinschaft Juist (Teilprojekt 2)

Ansprechpartner
Dr. Tjark Goerges
Funktion Bürgermeister
Mikrokosmos Juist - Stärkung der Inselgemeinschaft durch Quartiersmanagement zur Sicherung der Daseinsvorsorge
Projektbeschreibung
Die Insel Juist wird auch "Töwerland", also Zauberland, genannt. Mit 1.593 Einwohnerinnen und Einwohnern zählt sie zu den kleineren Inseln. Die Juister Bevölkerung hat zunehmend mit der Belastung durch die steigende Anzahl der Gäste zu tun (in 2017 wurden knapp 1 Mio. Übernachtungen registriert), welche sich zwar positiv auf die wirtschaftlich Lage, aber negativ auf die Work-Life-Balance und das Gemeindeleben bzw. die Inselgemeinschaft auswirkt. Der Anteil der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern (hauptsächlich aus Polen) ist mit 430 Personen (28,3 %, Stand 2017) relativ hoch. Viele dieser Personen sind im Zuge der Saisonarbeit als Fachkräfte nach Juist gekommen und haben dann dauerhaft einen Job im Tourismus gefunden. Mit der Zeit hat sich so eine eigene Community etabliert. Allerdings sind die Überschneidungen und Berührungspunkte der beiden Gruppen auf Juist außerhalb des Arbeitslebens relativ gering und eine Zusammenführung wäre positiv. Der Insel fehlt zudem zunehmend der Nachwuchs, da die Jugend im Zuge der Bildungswanderung die Insel verlässt und später aufgrund fehlender Perspektiven nur in wenigen Fällen zurückkehrt, u.a. aufgrund des Mangels an bezahlbarem Wohnraum und der hohen Lebenshaltungkosten - Auch nach und von Juist erfolgt der Großteil der Personen- und Gütertransporte mit der tideabhängigen Fähre. Dies begründet, neben anderen Faktoren, den Fachkräftemangel. Die beschriebene Situation hat weitreichende Auswirkungen auf das Ehrenamt und das Vereinsleben und damit auch auf die langfristige Sicherung der Daseinsvorsorge. Das mit diesem Projekt aufzubauende Quartiersmanagement soll mit der Gemeinwesenarbeit die gesamte Inselbevölkerung aktivieren und zu einem funktionierendes Dorfleben beitragen. Dies geschieht exemplarisch und stellvertretend für die anderen Inseln; der Ansatz soll übertragbar sein. Das Dachprojekt (ebenfalls beantragt) übernimmt daher die insel- und themenübergreifende Vernetzung. Die Auswahl der Schwerpunktsetzung kommt nicht von ungefähr: Die Inselgemeinde Juist arbeitet seit einigen Jahren bereits an dem Thema: Die im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt (BMBF) durchgeführten Workshops haben gezeigt, dass die Inselgemeinschaft insb. diesen Themenkomplex stärker in den Fokus nehmen will. Hieran soll angeknüpft werden.
Ausgangslage
"Was für die Einheimischen gut ist, ist auch für die Touristen gut." - Mit dieser Maxime wurde 2017 das Lebensraumkonzept "Lebendiges Juist" unter Beteiligung der Bevölkerung erstellt, welches Handlungsansätze zur Erhöhung der Lebensqualität formuliert. Allerdings fehlt auf der Insel eine Ansprechperson, die sich um die Belange der Bürger kümmert und die gesamte Inselgemeinschaft im Blick hat, zu denen auch die Saisonkräfte und Personen mit Zweitwohnsitz auf Juist gehören. Im Zuge des einzurichtenden Quartiersmanagements mit starker Anbindung an die Inselgemeinschaft soll die Umsetzung von Maßnahmen aus dem Lebensraumkonzept angeschoben werden, insb. aus dem Handlungsfeld "Inselgemeinschaft" bzw. damit verknüpfte Maßnahmen. Es sollen ehrenamtliche Initiativen und die zivilgesellschaften Selbstorganisation gestärkt werden, damit langfristig die Daseinsvorsorge aufrecht erhalten werden kann. Mit der Einrichtung des Quartiersmanagementes (Inselbüro) sollen alle Juister aktiviert werden. Entsprechend ihrer Wünsche und Expertisen sollen sie sich selbst der Themen annehmen und ins Handeln kommen. Dabei soll das bisherige Engagement der Juisterinnen und Juister als Motor fungieren.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Juist
Beschreibung
Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Insel Juist (Hauptort, Loog, Ost- und Westende)
Einwohnerzahl
1593
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2019
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Juist Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Juist Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Juist Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100001V, Stand 07/2017 Projektgebiet: Juist Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Sonstige: Ostfriesische Inseln
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Das Quartiersmanagement soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können. Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mind. 50 % der Juister Bevölkerung sich beteiligt.
Beschreibung
In der Transformationsphase haben sich Gruppen von Aktiven gefunden, die die Entwicklung in die Hand nehmen. Es finden Aktionen für die Inselgemeinschaft statt, die gut besucht werden.
Beschreibung
Alle Gruppen auf Juist in den Prozess involviert sind.
Beschreibung
Bereits bestehende Strukturen auf Ehrenamtsbasis (v.a. Vereine) konnten gestärkt und verbessert werden; neue sind aufgebaut worden. Gemeinsame Aktionen, z.B.Feste/gemeins. sportliche Aktivitäten sind wieder zum festen Bestandteil des Insellebens geworden.
Beschreibung
Die Juister Akteure haben ein insulares Netzwerk gebildet, das sowohl themen- wie auch zielgruppenübergreifend die Belange der Inselgemeinschaft nachhaltig und eigenständig befördert.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Inselgemeinde Juist
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendbildungsstätte Theodor-Wuppermann e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Juist Stiftung - Bürgerstiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr Juist
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz Juist
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimatverein Juist e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinner un Lue e.V. - Gemeinnütziger Verein zum Schutz und Förderung unserer Kinder
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Turn- und Sportverein Juist e.V
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Segelklub e. V
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Shanty-Chor
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

3 Leben im Meer - Jugend mit Zukunft auf Wangerooge (Teilprojekt 3)

Ansprechpartner
Marcel Fangohr
Funktion Bürgermeister
Mikrokosmos Wangerooge - Qualifizierte Jugendarbeit und Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten
Projektbeschreibung
Wangerooge ist die östlichste der Ostfriesischen Inseln und mit 1.330 Einwohnern auch eine der kleineren. Wangerooge ist mit 127.000 Gästen und knapp 1 Mio. Übernachtungen jährlich ein touristisches Schwergewicht und einer der Tourismus Hotspots in Niedersachsen. Das heißt im Jahresrhythmus: In der Saison sind alle Betriebe der Insel vollständig ausgelastet und die Einwohnerzahl der Insel steigt auf Großstadtniveau an. Außerhalb der Saison zieht sich die Einwohnerzahl wieder auf Dorfniveau zusammen. Dies wirkt sich zwar positiv auf die wirtschaftliche Situation aus, aber negativ auf die Work-Life-Balance und das Gemeindeleben. Der Insel fehlt außerdem zunehmend der Nachwuchs: Die Beschulung ist auf Wangerooge zwar bis einschließlich 10. Klasse möglich, der weitere Bildungsweg erfordert i. d. R. jedoch dem Umzug aufs Festland. Die Jugend, die im Zuge der Bildungswanderung die Insel verlässt, kehrt später in den wenigsten Fällen zurück, aufgrund fehlender Perspektiven wie z. B. dem Mangel an bezahlbaren Wohnraum und den hohen Lebenshaltungskosten (Wangerooge ist nur per tideabhängiger Fähre oder Inselflieger erreichbar; damit werden auch alle Güter transportiert). Für diejenigen, die auf der Insel bleiben wollen, fehlen meist Ausbildungsmöglichkeiten abseits des Tourismus, sodass die Entscheidung, auf das Festland zu gehen, schnell getroffen ist, zumal Bedürfnisse der Jugendlichen, insb. in Sachen Freizeitgestaltung, auf Wangerooge aufgrund der begrenzten Möglichkeiten oftmals zu kurz kommen. Die beschriebene Situation hat weitreichend Auswirkungen auf das Vereinsleben, die Inselgemeinschaft und die langfristige Sicherung der Daseinsvorsorge, aber auch die Verfügbarkeit von Fachkräften. Die mit diesem Projekt aufzubauende Gemeinwesenarbeit soll die gesamte Inselbevölkerung aktivieren und damit einen attraktiven Wohnort, insb. auch für Jugendliche und junge Menschen. Dies geschieht exemplarisch und stellvertretend für die anderen Inseln; der Ansatz soll übertragbar sein. Das Dachprojekt (ebenfalls beantragt) übernimmt daher die insel- und themenübergreifende Vernetzung. Die Auswahl der Schwerpunktsetzung kommt nicht von ungefähr: Die Inselgemeinde Wangerooge arbeitet seit einigen Jahren bereits an dem Thema: Die im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt (BMBF) durchgeführten Workshops haben gezeigt, dass die Inselgemeinschaft insb. diesen Themenkomplex stärker in den Fokus nehmen will. Hieran soll angeknüpft werden.
Ausgangslage
Warum bietet die Insel mir nicht das in meiner Freizeit, was ich mir wünsche? Wie komme ich aufs Festland, wenn die Fähren gerade mal wieder nicht fahren? Was mache ich, wenn ich die Schule abgeschlossen habe? - Dieses sind nur einige der Fragen, die sich Jugendliche auf Wangerooge, gleichermaßen wie auf den anderen Inseln, stellen und die im Rahmen des Projektes eine Rolle spielen werden. Seit einiger Zeit arbeiten zwei Jugendvertreter in den politischen Gremien mit. Darüber hinaus gibt es eine Jugendbeauftragte der Verwaltung, die als Kontaktperson für die Jugendlichen zur Verfügung steht. Auf diese ersten Ansätze soll aufgebaut werden. Durch die Gemeinwesenarbeit soll ein Prozess angeschoben werden, der die gesamte Inselbevölkerung einschließt und in Folge dessen die Herausforderungen, denen sich die Wangerooger Inselgemeinschaft stellt, angegangen werden; mit dem Ziel, dass die Insel langfristig auch wieder für junge Menschen attraktiv wird. In diesem Zuge müssen Bleibe- und Rückkehrperspektiven geschaffen werden, um Fachkräfteengpässe zu beheben und einen Umgang sowohl mit dem Fachkräftemangel wie auch mit dem demografischen Wandel zu entwickeln. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Verknüpfung der Sicherung und Entwicklung von Angeboten für Fachkräfte und Ausbildungsmöglichkeiten gerade für junge Menschen gelegt werden. Darüber hinaus sollen alle Bewohnerinnen und Bewohner Wangerooges, darunter auch die Jugendlichen, für Mitbestimmung und ehrenamtliches Engagement sensibilisiert und motiviert werden. Die Art und Weise wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern selber vorgegeben, die einzustellende Person arbeitet als Motivator, Netzwerker und Facilitator.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Wangerooge
Beschreibung
Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Insel (Hauptort und Westdorf).
Einwohnerzahl
1330
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand 07/2017
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Das Quartiersmanagement soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können. Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mind. 50 % der Wangerooger Bevölkerung sich beteiligt.
Beschreibung
In der Transformationsphase haben sich Gruppen von Aktiven gefunden, die die Entwicklung in die Hand nehmen. Es finden Aktionen für die Inselgemeinschaft statt, die gut besucht werden.
Beschreibung
Alle (Alters-)Gruppen sind in den Prozess involviert und profitieren davon.
Beschreibung
Bereits bestehende Strukturen auf Ehrenamtsbasis (v.a. Vereine) konnten gestärkt und verbessert werden; neue sind aufgebaut worden. Gemeinsame Aktionen, z.B.Feste/gemeins. sportliche Aktivitäten sind wieder zum festen Bestandteil des Insellebens geworden.
Beschreibung
Die Wangerooger Bewohnerinnen und Bewohner haben ein insulares Netzwerk gebildet, das sowohl themen- wie auch zielgruppenübergreifend die Belange der Inselgemeinschaft nachhaltig und eigenständig befördert.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Inselgemeinde Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Inselschule Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und Katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr, Sportvereine (Yacht- und Segelclub, Turn- und Sportverein)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Handwerks- und andere Ausbildungsbetriebe
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Migration von 20 Flüchtlingen im Problemviertel Kaltenmoor in Lüneburg

Ansprechpartner
Jens Niemann
Funktion Vorstand
Ausrüstung und gezielte Weiterentwicklung im Rahmen von Sport
Projektbeschreibung
Der FC Dynamo Lüneburg e.V. ist seit mehreren Jahren aktiv bei der Integration von ausländischen Mitbürgern unterwegs. Seit dem Frühjahr 2015 nahm und nimmt unser Verein zudem eine Vielzahl von Migranten aus Afghanistan, Irak, Syrien und Somalia auf und gibt ihnen die Möglichkeit, aktiv am Vereinsleben teilzunehmen. Die Mitgliedschaft ist für die Flüchtlinge kostenfrei und der Verein übernimmt alle Kosten für Erstausrüstung wie Fußballschuhe, Trainingsanzüge und Trikots. Auch übernimmt der Verein die Kosten für die Anmeldungen beim NFV zur Beantragung von offiziellen Spielrechten in Niedersachsen. Zudem mussten und müssen verstärkt Trainingsmaterialien wie Bälle, Leibchen, Netze etc. angeschafft werden, um die erhöhte Belastung der Materialien anzugleichen. Auch übernehmen wir den unentgeltlichen Transport aus verschiedenen Flüchtlingsunterkünften zum Trainingsgelände und an den Spieltagen. Derzeit trainieren beim FC Dynamo Lüneburg 20 Flüchtlinge im Alter zwischen 16 und 30 Jahren. Nunmehr wurde ein weiterer Schritt getan. Es wurden zusätzliche Räumlichkeiten bei der LSV im Stadtteil Kaltenmoor angemietet, um insbesondere Materialien für Flüchtlinge in separaten Räumen und in den Räumen in verschließbare Schränke unterzubringen. Das neue Gelände in der Schützenstraße in Lüneburg ermöglicht zudem ein sportliches Angebot für Leichtathletik für Migranten. Dazu wird es eine Betreuung von einem Trainer geben. Die Spielstätten müssen für den erhöhten Nutzungsanteil mit Zäunen, Fangnetzen und Flutlicht ausgestattet werden. Für dieses Projekt werden zusätzliche Projektkosten in Höhe von ca. 10.000,-€ benötigt. ca. 1.500,- € davon hat der FC Dynamo Lüneburg bereits als Eigenbeitrag zusammenbekommen, 500,- € sind von der Volksbank Lüneburg bewilligt und ein Antrag für 2.000,- € liegt bei der Sparkassenstiftung Lüneburg. Wir würden uns freuen, wenn es von Ihnen dafür eine weitere anteilige Unterstützung geben könnte. Ziel des Projektes: Die 20 Migranten im Problemviertel direkt mit Sportmaterial- und möglichkeiten zu versorgen, ohne sie mit großem Aufwand an andere Stellen in der Stadt zu bringen und somit auch ein Gemeinschaftsgefühl zur direkten Umgebung zu erzeugen.
Ausgangslage
20 Flüchtlinge wurden seit 4 Jahren betreut und mit dem Nötigsten ausgestattet. Einige haben inszwischen eine Ausbildung, andere eine Arbeit und manche sind noch bei den Basisdeutschkursen. Im Problemviertel Kaltenmoor (weil sehr hohe Ausländerdichte in Lüneburg) gibt es aber kaum direkt Angebote für Sport und Einbindung des Umfeldes. Deswegen hat sich der FC Dynamo entschlossen, direkt in das Viertel zu ziehen und direkt vor Ort das Sportangebot anzubieten. Allerdings ist das vorhandene Gelände nur unzureichend ausgerüstet. Die Sport- und Rasenflächen müssen überarbeitet werden und es müssen verschließbare Räume durch Überarbeitung geschaffen werden und verschließbare Schränke angeschafft werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Lüneburg - Stadtteil Kaltenmoor
Beschreibung
Stadtteilbezeichnung - der Stadtteil wird durch eine Bahnlinie und große Straßen etwas abseits der Altstadt abgegrenzt
Einwohnerzahl
8000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Lüneburg hat ca. 75.000 Einwohner, davon sind ca. 8.000 im Projektgebiet
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
kaltenmoor.jpg (125 KB)
GWA/QM-Ansatz
insbesondere wollen wir den Migranten die Möglichkeit bieten, in ihrem Wohnumfeld auch Sport zu treiben, ihre Familien mit zum Sport zu bringen und vor Allem über dieses Zusammenkünfte mit den Deutschen oder schon länger in Deutschland lebenden Ausländern (Russen, Türken etc.) gemeinsame Freizeit verbringen und damit sprachliche Hürden überbrücken, Kontakte knüpfen und damit das Lebensgefühl stärken.
Qualitätskriterien
Beschreibung
nachhaltiges Bleiben der Migranten in der Gemeinschaft
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
LSV / Lüneburger Sportvereinigung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Kaltenmoor
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Anwohner / Sozialarbeiter
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Haus der Nationen - Neumündener Begegnungszentrum (2019)

Ansprechpartner
Manfred Fraatz
Funktion Leiter Fachbereich Soziales
Vielfalt in Neumünden leben
Projektbeschreibung
Im Stadtteil Neumünden wird ein Prozess des friedl. Zusammenlebens unter multiethn. Anwohnern implementiert. Für diese Vielfalt wurde ein Begegnungszentrum (BZ) mit einer Projektkümmerin errichtet. Der LK Göttingen als Eigentümer hat die Baumaßnahmen für die Räumlichkeiten im Haus der Nationen im Stadtteil Neumünden, in denen das BZ entsteht, bereits abgeschlossen. Im ersten Projektjahr wurden bereits in einem interaktiven Beteiligungsprozess Angebote für und mit Anwohnern etabliert. Nun werden mit Teilprojekten wie z.B. regelm. Kochabenden, gem. Feiern, Frauencafé, HA-Hilfe u. Familienseminaren das BZ sowie der angeschlossene Inklusionsbetrieb Bistro mit Leben gefüllt. Damit wird die Sozialstruktur im Stadtteil merklich verbessert u. Defizite im Gemeinwesen werden behoben. Eine Kümmerin beschäftigt sich mit Organisation, Planung, Öffentlichkeits- & Netzwerkarbeit sowie mit Unterstützung u. Aufbau v. selbstorganisierten Aktivitäten v. Anwohnern. Im Folgejahr werden im BZ für generations- u. kulturübergreifende Zielgruppen mit variierenden Problemlagen geeignete Hilfsformen u. Angebotsstrukturen ausgebaut u. optimiert, welche im Sozialraum bisher nicht vorhanden/defizitär sind. Darauf sind auch die drei Hauptziele des Projekts ausgerichtet. 1. Es sollen religionsübergreifende u. interkulturelle Begegnungsformate, z.B. Stadtteilfeste, Sport-, Kultur o. Kunstangebote entwickelt u. umgesetzt werden. 2. Das BZ soll als ein Ort f. selbstorganisierte Aktivitäten der Bevölkerung dienen. Zu diesem Zweck wird ein offener Treff eingerichtet u. Menschen mit/ohne Migrationshintergrund werden bei der Begegnungsarbeit unterstützt. Der Treffpunkt-Ansatz wird durch örtliche Initiativen selbsttragend fortgeführt, z.B. multikulturelle Männerrunden, Seniorentreffs, Spieletreff, Selbsthilfegruppen, wie zivilgesellschaftliche Umweltinitiativen. 3. Die Zentrierung u. Vernetzung der Beratungs- u. Unterstützungsangebote f. versch. im Stadtteil lebende Zielgruppen wird einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung leisten, z.B. die Sprechzeiten von Suchtberatungsstelle/ProFamilia als Erstkontakt, Weiterleitung dieser Bedarfe an Fachdienste, ständige Bedarfsermittlung durch Anwohnerbefragungen. Durch das Projekt sollen die Bürger weiterhin in Detailplanungen des Bistroangebots und der zukünftigen Nutzung Räume des BZ einbezogen werden. Ein partizip. Projektbeirat (multiethn.) begleitet die konzeptionelle u. operationelle Arbeit während der Projektlaufzeit.
Ausgangslage
Hann. Münden (HMÜ) liegt im südlichen Bereich von Nds, unmittelbar an der Grenze zu Hessen, zwischen den beiden Oberzentren Göttingen und Kassel. Obwohl die Lage eine gute Verkehrsanbindung bietet, ist die soziale Infrastruktur in HMÜ unzureichend. Dies zeigt sich bspw. an der Abwanderung der jungen Generation in die umliegenden größeren Städte. Neben einer hohen Jugendarbeitslosigkeit ist auch der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund (MHG) mit ca. 17,4% und im Innenstadtbereich mit mehr als 35% überdurchschnittlich hoch. Im Stadtteil Neumünden liegt der Anteil von Personen mit MHG mit ca. 20% der Gesamtbevölkerung deutlich über dem Landes- und Kreisdurchschnitt. Außerdem wurde in den letzten drei Jahren eine Vielzahl von Flüchtlingen in HMÜ und Umgebung untergebracht. Insbesondere in Neumünden ist die Kommunikation zwischen den minderjährigen unbegleiteten Ausländern und den Jugendlichen ohne MHG besonders von Missverständnissen und Problemen geprägt, die durch Vorurteile und Ängste entstehen. Überproportional viele Bürger sind auf staatl. Hilfsleistungen bzw. die Grundsicherung nach dem SGB II angewiesen. Dies zeigt, dass in Neumünden besonders viele sozial schwache Familien mit und ohne MHG leben. Daraus resultiert der Ruf als Konzentrationspunkt für die sozial benachteiligte Bevölkerung. Insgesamt kann kaum von einer gewachsenen Gemeinschaft gesprochen werden. So wurde ermittelt, dass sich bei Begegnungen speziell in den Bildungseinrichtungen, auf öffentlichen Plätzen, bei der karitativen Organisation sowie im nachbarschaftlichen Zusammenleben latente und offene Spannungen, Verständigungsschwierigkeiten und interkulturelle Konflikte im Umgang ergeben.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hann. Münden Neumünden
Beschreibung
Neumünden ist ein Stadtteil von Hann. Münden, ohne kommunalrechtlich als solcher verfasst zu sein. Neumünden zählt zu den mittelgroßen Stadtteilen der Stadt Hann. Münden. Aufgrund der Lage Neumündens südlich von Altmünden am westlichen Ufer der Fulda und durch diese vom historischen Stadtkern getrennt stellt sich dieser Stadtbereich als geographisch gut abzugrenzendes Quartier dar. Es befindet sich auf einem Streifen zwischen der Fulda und dem unbewohnten Osthang des Reinhardswaldes. Hauptstraße ist die Wilhelmshäuser Straße, die als Abschnitt der B 3 durch den Stadtteil führt. In der Fuldaaue finden sich zahlreiche Kleingärten und einige Vereine. Als Verbindung zur Kernstadt und den östlich gelegenen Stadtteilen dient die Pionierbrücke. Die Bebauung von Neumünden ist geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser der 1920er bis 1950er Jahre. Während sich am Hang des Reinhardswaldes hauptsächlich eine Einfamilienhausbebauung findet, herrscht an der Wilhelmshäuser Straße als Hauptstraße eine teils gründerzeitliche Baustruktur mit Mehrfamilienhäusern vor.
Einwohnerzahl
2541
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnermeldeamt - Bei Menschen mit einem ausländischen Pass Quelle: Schätzung des Integrationsbüros nach empirischen Untersuchungen zur Fortschreibung des Integrationskonzepts - Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund wird auf ca. 20% geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben des Fachbereich Soziales (Landkreis Göttingen)
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzungen des Integrationsbüros nach Angaben diverser offizieller Stellen
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt entspricht dem speziellen Ansatz der Gemeinwesenarbeit, da es sich an alle Bewohner Neumündens richtet. Die verschiedenen Begegnungs- und Unterstützungsangebote, die im Rahmen des Projekts offeriert werden, orientieren sich ganzheitlich an den ermittelten Bedarfen der Bevölkerung. Ziel ist, das HdN durch die Schaffung eines Ortes der Begegnung zu beleben, aber auch die Verbesserung der Qualität der Beziehungen unter Migranten und der hiesigen Bevölkerung. Kultursensible Angebote spielen hierbei eine zentrale Rolle. Bei der Erfüllung dieser Ziele ist die Einbeziehung der Betroffenen zentral, wie das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ verdeutlicht. Im Begegnungszentrum soll die „Kümmerin/Gastgeberin“ als Anlauf- und Vernetzungsstelle dienen. Der Stadtteil bzw. das Haus der Nationen wird mit Hilfe des Begegnungszentrum bzw. der „Kümmerin“ aufgewertet. Somit ist eine wohnortnahe Bearbeitung individueller u. struktureller Probleme/Phänomene in sozialräumlicher Perspektive möglich. Das Begegnungszentrum leistet auch Hilfestellungen für Selbstorganisationen und Vereinsgründungen. Da Vereinen im Begegnungszentrum direkt Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden können, vereinfacht dies den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. Die Ansätze des Begegnungszentrums verstehen sich im Sinne der Gemeinwesenarbeit sowohl als Bildungsarbeit, als auch sozial- bzw. lokal ausgerichtet. Dies zeigt sich deutlich durch niedrigschwellige Möglichkeiten, die geboten werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
das Begegnungszentrum u. gute persönliche Erfahrungen (Umsetzung von Beteiligung) stärken Nachbarschaft und Zusammenhalt in Neumünden
Beschreibung
50 % der Bewohner/innen in Neumünden sind informiert und wurden und werden aktiv beteiligt (quantitative Messung u. qualitative Beurteilung im Rahmen der Fortschreibung des Integrationskonzeptes)
Beschreibung
Multiethnische Bewohner/innen im Stadtteil nutzen die Einrichtung zu selbst gewählten Themen; ehrenamtliche Aktivitäten werden periodisch erfasst und gefördert.
Beschreibung
Stärken-Schwächen-Analyse wird bei der Weiterentwicklung der Arbeit eingesetzt. (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität)
Beschreibung
aus einem ziel- u. ressortübergreifenden Denken werden Netzwerke und Kooperationen abgeleitet bzw. für das Begegnungszentrum genutzt.
Beschreibung
Kreis- und Stadtpolitik u. Verwaltung sind in den Entwicklungsprozess des Begegnungszentrums einbezogen und unterstützen eine überkommunale Gesamtstrategie
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro, Fachbereich Jugend, Gleichstellungsstelle, Partnerschaft für Demokratie, Jobcenter, Ausländerbehörde, Gesundheitsamt, Fachbereich Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Arbeit und Berufsförderung Südniedersachsen (GAB), AWO Kreisverband Göttingen, Deutsches Rotes Kreuz, Jugendhilfe Südniedersachsen (JSN), Jugendhilfe Münden e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Moscheeverein Hann. Münden, Kneippverein, Bürgerinitiative Ein.münden, Geschwister-Scholl-Haus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fachbereich Bildung, Grund- und weiterführende Schulen aus Hann. Münden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Moscheeverein, Kirchenkreis Münden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrationslotsen, Ehrenamtliche, Bürgerinitivative Ein.münden
Typ
Stadtteil
Galerie
haus der nationen
Zustimmung Veröffentlichung
On

NaDi - NachbarschaftsDialog

Ansprechpartner
Christoph Matschinsky
Funktion Teamleiter
Stärkung des sozialen Zusammenhaltes durch Begegnung und Partizipation
Projektbeschreibung
Das Projekt "NaDi – NachbarschaftsDialog“ zielt darauf ab, den sozialen Zusammenhalt im Projektgebiet zu stärken und Möglichkeiten für das Zusammenwachsen als soziale Gemeinschaft zu bieten. NaDi ist dabei nicht nur Akronym, sondern auch das arabische Wort für "Club". Es wird im Alltag als Begriff für Orte der Begegnung verwendet. Auf diesen Orten liegt der Fokus des Projektes. Das Projektgebiet umfasst das ehemalige Sanierungsgebiet "Soziale Stadt", die damals geschaffenen Strukturen sollen wieder durch Hauptamtliche reaktiviert werden. Es ist von einer wirtschaftlich schwachen und aus verschiedenen Gruppen (v.a. Russlanddeutsche, Geflüchtete, Ausländer aus Osteuropa) bestehenden Bevölkerung geprägt, die sich nicht als soziale Gemeinschaft verstehen. Die vor Ort bereits vorhandenen Räume werden im Rahmen des Projektes für schwer zu erreichende Zielgruppen geöffnet. Hier finden gruppenübergreifende Angebote statt, die Kontakt ermöglichen. Der Fokus der Aktivitäten liegt dabei auf dem Familienzentrum sowie auf den im Projektgebiet liegenden bzw. an das Projektgebiet angrenzenden KiTas und Schulen. Dies hat zwei Gründe. Zum einen bildet sich in den oben genannten Räumen die gesamte Vielfalt der Bewohner*innen des Projektgebietes ab. KiTas und Grundschulen sind Orte, die von allen genutzt werden und so ideale Voraussetzungen dafür bieten, Menschen zu erreichen, die sich sonst eher in ihre eigenen sozialen Gruppen zurückziehen. Zum anderen gibt es bei den Themen Bildung und Erziehung großen Nachholbedarf – dies beginnt bei Rechten von Kindern und endet bei den diversen Möglichkeiten institutioneller Bildung und Freizeitförderung. Hier anzusetzen heißt auch, Teilhabechancen zu erhöhen und positive Zukunftspersperspektiven zu entwicklen. Die Bedarfe sind hier für alle Gruppen gleich – eine möglichst gute Unterstützung und damit gute Chancen für die eigenen Kinder. Sie schaffen damit ein verbindendes Element. Weitere relevante Themen und damit Zugänge sollen im Laufe des Projektes gefunden werden. Die Bewohner sollen sich aktiv in das Gemeinwesen und die Entwicklung des Projektgebietes einbringen. Daher werden monatlich Initiativen und Angebote der Gemeinde vorgestellt, um so das Engagement zu fördern. Auch für eigene Ideen und Wünsche können die Projektmitarbeiterinnen Unterstützung bieten. Die Anwohner werden so in kleinen Schritten dazu gebracht, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und ein positives Miteinander zu fördern.
Ausgangslage
Bei dem Fördergebiet handelt es sich um das ehemalige Sanierungsgebiet der "Sozialen Stadt" und ist daher mit diesem kongruent. Es umfasst die Straßen: Breslauer Ring, Stettiner Straße, Frankfurter Straße 2-10 und Heideweg 37-45. Damals wurden Quartiersmanagementstrukturen aufgebaut. Ziel war es, diese auch nach Beendigung des Projektes "Soziale Stadt" aufrecht zu erhalten. Ohne hauptamtliche Unterstützung war dies jedoch nur schwer möglich. Es gibt Angebote verschiedener Akteur*innen sowie ein Freiwilligenbüro, das versucht Ehrenamtliche anzubinden, den Zugang zu Anwohner*innen zu finden gestaltet sich jedoch als äußerst schwierig. Geprägt ist das Gebiet durch einen hohen Anteil von Menschen, die Transferleistungen beziehen. Zudem ist der Anteil von Ausländer*innen in dem Gebiet deutlich höher als in der Gesamtgemeinde, gleiches gilt für Menschen mit Migrationshintergrund. Hier handelt es sich vor allem um Spätaussiedler*innen. Verschärft hat sich diese Entwicklung durch den hohen Zuzug von Geflüchteten ab 2015 und den seit 2017 zu beobachtenden Zuzug von Menschen aus Osteuropa. Diese Gruppen leben nebeneinander her, was zu Vorurteilen und negativen Zuschreiben gegenüber „der Anderen“ führt. Es gibt kein Gemeinschaftsgefühl oder Engagement für das Gemeinwesen. Daher ist es zwingend notwendig, hier durch Information und Begegnung neue Impulse zu setzen und die Menschen einzubinden, Strukturen wiederzubeleben und neue Angebote zu schaffen sowie den Weg in bestehende Angebote zu öffnen. Dafür braucht es hauptamtliches Engagement in Form von Personen, die einen vertrauensbasierten Zugang zu den Gruppen aufbauen können. Ansatzpunkt für diesen Zugang ist der Bereich Bildung.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Belm - Powe zentral
Beschreibung
Bei dem Fördergebiet handelt es sich um das ehemalige Sanierungsgebiet der "Sozialen Stadt" und ist daher mit diesem kongruent. Es hat eine Größe von 17 ha und umfasst die Straßen: Breslauer Ring, Stettiner Straße, Frankfurter Straße und Heideweg. Angrenzend an das Gebiet befinden sich zwei Kindergärten (Christkindergarten und St. Josef Kindergarten) sowie die beiden Grundschulen (Grundschule Powe und Grundschule Belm). An den Christuskindergarten angegliedert ist das Familienzentrum. Dies stellt den räumlichen Fixpunkt für den Großteil der Aktivitäten dar, da es als Raum für gemeinsame Angebote bereits bekannt ist und die entsprechenden Möglichkeiten vorhanden sind.
Einwohnerzahl
1504
Quelle / Anmerkungen
Strukturdatenfortschreibung 2018 der Gemeinde Belm (Fred Anders)
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
73
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2018
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2018
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2018
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit zielt auf die Verbesserung der Lebensqualität in Gebieten unter Mitarbeit der dortigen Anwohner*innen ab. Die erste Herausforderung ist hier, den Zugang zu den Gruppen zu bekommen und genug Vertrauen zu generieren. Die Mitarbeiterinnen des Projektes werden im Familienzentrum sowie den KiTa und Grundschulen regelmäßige Sprechstunden anbieten, um bei Problemen im Bereich Erziehung und Bildung zu helfen, sie sind dabei auch Ansprechpartnerinnen für die Mitarbeiter*innen und können Anwohner*innen bei Terminen sowie zu Veranstaltungen begleiten. Damit wird die Basis für die weitere Arbeit des Projektes gelegt. Jeden Monat wird im Familienzentrum ein gemeinsamer Nachmittag gestaltet, der neben Freizeitaktivitäten (z.B. gemeinsames Kochen, Kreativangebote) auch die Vorstellung einer bereits existierenden Initative beinhaltet. So soll den Anwohner*innen gezeigt werden, welche Möglichkeiten sie haben sich einzubringen und der direkte Kontakt geschaffen werden. Die Angebote sind dabei explizit an alle Anwohner*innen gerichtet, die Atmosphäre soll dazu ermutigen eigene Wünsche und Ideen einzubringen. Neben diesen informellen Angeboten wird es zudem alle 3 Monate einen Workshop zu den Themen Erziehung und Bildung und Angebote der Multifamilientherapie geben. Bei diesem Ansatz bearbeiten 4-8 Familien gemeinsam themenspezifische und erkennen dadurch 1. dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind und 2. wie sie sich selbst als Ressourcen nutzen können.
Qualitätskriterien
Beschreibung
im Projekt wird auf die Interessen der Menschen eingegangen (z.B. Nachmittagsangebote nach Bedarf, nicht nach Vorgabe)
Beschreibung
Anwohner*innen werden zur eigenen Ideen ermutigt, Vorschläge und Ideen werden gemeinsam umgesetzt
Beschreibung
bestehende Angebote werden vorgestellt und Zugänge geschaffen, Anwohner*innen engagieren sich bei bestehenden Initiativen
Beschreibung
Netzwerk Soziale Akteur*innen wird einbezogen und re-aktiviert
Beschreibung
gemeinsame Aktivitäten, die alle vorhandenen Gruppen umfassen
Vorhandene Strukturen
In Belm gibt es das „Netzwerk Sozialer Akteure Belm“. Dazu gehören z.B. verschiedene Kindergärten und Schulen, die Kirchengemeinden und freie Träger der Sozialarbeit. Einen besonderen Fokus auf das Projektgebiet haben z.B. der offene Kindertreff und die Diakonie Anlaufstelle „miteinander“. Zur Diakonie Anlaufstelle gehören die allgemeine Sozialberatung, Suchtberatung und Suchtprävention sowie die Schuldnerberatung. Auch die evangelische Nachbarschaftshilfe „Tatkraft“ engagiert sich im Projektgebiet. Im Rahmen der „Sozialen Stadt“ wurden diese Strukturen weiter ausgebaut und gestärkt. Nach Ende des Programmes konnte das Netzwerk ohne die Koordinierung durch das Quartiersmanagement, das 2014 auslief, weiterbestehen und ist bis heute eine gute Möglichkeit gemeinsame Ideen zu entwickeln und schnell alle wichtigen Akteur*innen zu erreichen. Regelmäßige Netzwerktreffen wurden früher durch das Quartiersmanagement organisiert, dies übernimmt jetzt die Gemeinde. Es ist also durchaus gelungen, Projektansätze in Regelstrukturen zu überführen. Bis Ende 2018 läuft zudem das Projekt „BIBA-Belmer Initiative für Bildung und Arbeit“. Das Projekt wird im ESF-Bundesprogramm „BIWAQ“ gefördert. Hierüber kann z.B. das jährliche Begegnungsfest der Gemeinde fortgeführt werden. Zudem gibt es in der Gemeinde ein Freiwilligenbüro, dass Ehrenamtliche akquirieren und vermitteln will.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Belm - Freiwilligenbüro
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ökumenische Jugendhilfen Belm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Josef Kindergarten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Kindergarten Belm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Belm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertreff Belm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Belm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Powe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Modellprojekt HAFEZ (Projekt für Demokratiestärkung und Radikalisierungsprävention)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk Soziale Akteure Belm
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Quartiersbrücken in Emden (Teilprojekt 1)

Ansprechpartner
Egon Philipps
Funktion Fachdienstleitung
Bündelung und Koordination gebietsbezogener und lebensweltorientierter Arbeitsansätze in Emden
Projektbeschreibung
Das Projekt Quartiersbrücken (Teilprojekt 1) steht für eine umfassende Neuorganisation der GWA/QM in der Stadt Emden, mit der gleichzeitig der Grundstein für den Aufbau bzw. die Weiterentwicklung einer Stadtteilarbeit und -koordination in mehreren Teilgebieten gelegt wird. Das Projekt bezieht sich wegen seines Charakters als übergeordnetes Projekt grds. auf die Stadtteile Barenburg, Port Arthur/Transvaal, Borssum(Teilprojekt 2) und Conrebbersweg (Teilprojekt 3). Dem innerhalb der Stadtverwaltung für die Gemeinwesenarbeit neu geschaffenen Fachdienst Gemeinwesen sind diese Projekte zugeordnet und auf operativer Ebene mit Fachkräften besetzt. Um die Präsenz der GWA in Barenburg zu stärken, ist der Einsatz eines weitern GWA Mitarbeiters als Kümmerer Vorort geplant. Nachdem bisher der strukturelle und organisatorische Aufbau sowie die operative Arbeit vor Ort vorangetrieben wurden, steht im weiteren Projektverlauf die Arbeit auf der inhaltlich-methodischen Ebene im Mittelpunkt. Die Ergebnisse bilden zukünftig die Grundlage der Arbeit an allen GWA Standorten in Emden. Ziel ist, zunächst ein Leitbild für die GWA der Stadt Emden zu entwickeln. Dazu wird Raum geschaffen, in dem das gemeinsame Nachdenken über Ziele und Visionen sowie die eigene Haltung notwendig und erwünscht ist. Eigene Standpunkte und Sichtweisen werden in der Diskussion zu gemeinsamen Vorstellungen über Qualitätsstandards und Handlungsfelder der GWA und damit zur Stabilität innerhalb der Organisation führen. Für das inhaltliche Profil ist das Leitbild aber nicht ausreichend. Deshalb soll auf Basis der entwickelten Leitsätze im zweiten Schritt eine Rahmenkonzeption ausgearbeitet werden. Sie beschreibt gebietsübergreifend die Ziele und Aufgaben der GWA in Emden, erläutert Arbeitsprinzipien und fachübergreifende Standards in der sozialräumlichen Arbeit und zeigt auf, mit welcher Infrastruktur an welchen Standorten gearbeitet wird. Die konzeptionell verankerten Standards sollen schließlich in einem dritten Schritt über die Erarbeitung eines Qualitätshandbuches messbar gemacht werden. In der späteren schriftlichen Fassung wird die Qualität des Arbeitsfeldes der GWA in Emden transparent und nachvollziehbar beschrieben. Außerdem ist das Handbuch als Dokumentationssystem, geplant, in dem Protokolle, Projektdarstellungen etc. abgelegt werden oder die Aufgabenorganisation im Gebiet detailliert beschrieben wird.
Ausgangslage
Die Stadt Emden konzentriert sich mit dem Strukturaufbau der GWA zunächst auf die oben genannten Gebiete. Der 2018 veröffentlichte Sozialbericht ordnet diesen Stadtbereichen mit Blick auf den Arbeitslosenanteil, die Mindestsicherungsquote, den Anteil der Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit und Anteil der Haushalte mit alleinerziehenden Elternteilen und bei gleichzeitigen hohem Jugendquotienten den höchsten sozial-integrativen Entwicklungsbedarf/Entwicklungspotentiale zu. In jedem dieser Gebiete finden sich außerdem einzelne Sozialräume mit besonders geringen Teilhabechancen. Für die Quartiersentwicklung konnten mit Hilfe der Projektförderung mittlerweile Basisstrukturen an allen Standorten geschaffen werden (Verankerung von Fachkräften in Anlauf- und Kontaktstellen/Stadtteilbüros, neue bewohnergetragene Aktivitäten, Kontaktaufbau zu belasteten Nachbarschaften, Bereitstellung von Stadtteilfonds), allerdings bedarf es weiterer Entwicklungs- und Verstetigungsschritte, um den alltäglichen Herausforderungen vor Ort begegnen zu können: Netzwerk- und Beteiligungsstrukturen aufrechterhalten und beleben; Transparenz über die Angebotsstrukturen im Stadtteil herstellen, vorhandene soziale Infrastruktur öffnen und anpassen, Neuzugewanderte zur Nutzung und (Mit-)Gestaltung der Freizeitstrukturen aktivieren, Strukturen der Bildungsarbeit im Quartier ausbauen. Für eine nachhaltige Bearbeitung müssen die Schnittmengen zwischen den Gebieten und den Teilaufgaben im neugeschaffenen Fachdienst Gemeinwesen noch systematisch herausgearbeitet und die Mitarbeiter prozessbegleitend geschult werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Emden Barenburg
Beschreibung
Der Stadtteil Barenburg grenzt nordöstlich an die Innenstadt und wird im Süden durch den Wall, im Westen von der Auricher Straße (Hauptverkehrsachse), im Norden von dem Autobahnring und im Osten durch den Kanal Treckfahrtstief begrenzt.
Einwohnerzahl
7310
Quelle / Anmerkungen
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
13
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
8
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
18
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
Stadt Emden, Fachdienst Service, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018 Berechnet ist die Mindestsicherungsquote (ALG II, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, Leistungen nach dem AsylbLG)
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Port Arthur/Transvaal- südliche Ringstraße
Beschreibung
Das Gebiet Port Arthur/Transvaal-südliche Ringstraße erstreckt sich von der Altstadt im Stadtzentrum in südlicher Richtung und wird im Osten vom Industriehafen und im Westen von den Industrieflächen der VW-Werke begrenzt.
Einwohnerzahl
5981
Quelle / Anmerkungen
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Teilgebiet Port Arthur/Transvaal ist 2016 in das Programm Soziale Stadt aufgenommen. Seit 2018 wird damit begonnen, ein Quartiersmanagement aufzubauen. Der Projektansatz zielt auf die Entwicklung von Organisation, Strukturen und Koordination im Bereich der GWA der Stadt Emden ab. Der inhaltliche "Überbau" ist für alle Standorte - auch zukünftige- verbindlich. Direkte Aktivitäten im Bereich Soziale Stadt sind nicht vorgesehen. Ein Teil des modellhaften Charakters ergibt sich aus der inhaltlichen Verknüpfung der Teilgebiete mit unterschiedlichem Förderstatus und unterschiedlichem Erfahrungshintergrund.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018 Die Daten beziehen sich auf die beiden Sozialräume PAT-Nord und PAT-Mitte, die zu der Gruppe der Teilgebiete mit der höchsten Jugendarbeitslosigkeit gehören.
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
8
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Stadt Emden, Fachdienst Service, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018 Berechnet ist die Mindestsicherungsquote (ALG II, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, Leistungen nach dem AsylbLG)
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz orientiert sich an einem Modell der prozesshaften Gestaltung von Sozialräumen (Teilgebieten der Stadt) durch GWA und QM, in dem prinzipiell drei Aufgabenbereiche und Aktionsebenen miteinander verknüpft sind: die Gemeinwesenarbeit im Stadtteil, vermittelnde Tätigkeiten zwischen Stadtteil und Verwaltung sowie organisatorische und koordinierende Aufgaben in der Verwaltung. Das Projekt „Quartiersbrücken“ ist in der Stadtverwaltung nah an der Steuerungsebene angesiedelt und fungiert als Bindeglied zwischen dem gesamtstädtischen Strukturaufbau und den Aufgaben der GWA in den Gebieten. Eine neue Komponente der Bindegliedfunktion ist die Vernetzung und Vermittlung von Know-how zwischen den drei einbezogenen Gebieten. Der Ansatz von „Quartiersbrücken“ steht in enger Verbindung mit dem Stadtteil Borssum und dem hier wirkenden Projekt „Lebenswertes Borssum“.Nachdem der organisatorisch, strukturelle Aufbau weitestgehend abgeschlossen und mit Praxis und Erfahrung gefüllt werden muss, wird der inhaltliche pädagogische Aufbau vorangetrieben. Die dort entwickelten Inhalte, Prozessbeschreibungen und Standards werden zukünftig auf alle Standorte – letztendlich auf die gesamte Stadt, übertragen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Akteure der einzelnen Standorte haben Kontakt zu Bewohnergruppen. Es finden Begegnungen und Angebote in den Standorten statt, die Interessenlagen sind bekannt, über aufsuchende Arbeit werden zusätzliche Kontakte hergestellt.
Beschreibung
Die Bewohner*innen kennen die für sie wichtigen Angebote und Hilfen und suchen sie selbstständig auf. Aktivitäten finden ohne Anleitung statt oder werden sogar aus dem Bewohner*innenkreis heraus organisiert.
Beschreibung
Es erfolgt zunehmend eine Identifikation mit dem Stadtteil. Dieser wird positiv wahrgenommen. Es gibt ein Netzwerk aus Akteuren im Gebiet.
Beschreibung
Möglichst viele Bewohner*innen beteiligen sich an Aktivitäten. Über das gemeinsame Tun, die gemeinsame Sache, das gemeinsame Interesse entsteht eine Verbundenheit untereinander über die unterschiedlichen Lebenswelten hinweg.
Beschreibung
Die Kooperationspartner im Gebiet sind bekannt. Über das Wissen voneinander entwickelt sich eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit. Gemeinsame Prokekte oder Ideeen werden umgesetzt.
Beschreibung
Öffentlichen Räume, Räume in Einrichtungen werden von unterschiedlichen Gruppen, unabhängig von deren Lebenswelten, genutzt. Die Nutzung orientiert sich vorrangig am Bedarf. Öffentliche Treffpunkte sind hergestellt und belebt.
Vorhandene Strukturen
Nur bei Fördergegenstand 2: Beschreibung vorhandener GWA/QM: Im Gebiet Barenburg ist mit dem Mehrgenerationenhaus Kulturbunker ein integratives Bürgerzentrum für Jung und Alt aufgebaut worden. Hier verschneiden sich verschiedene Aufgaben: Förderung von Vereinen und Initiativen im Stadtteil, Begleitung von Stadtteilaktivitäten (wie z.B. Stadtteilfest), Ausstattung des Gebietes mit materieller Infrastruktur (in Form von Räumen, Technik und mobil einsetzbaren Geräten, Organisation bewohnergetragener Kulturveranstaltungen, Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten. Für die Leitung der Einrichtung wurde die Arbeitskraft der GWA eingesetzt. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Stadtteilbüro Barenburg als Anlaufstelle und als Sitz der ehrenamtlichen Mieterberatung sowie des Vereins Barenburg e.V. Dazu ist dort eine Vollzeitkraft im Rahmen der Flüchtlingssozialarbeit tätig. Im Stadtteil Port Arthur/Transvaal zählen ein Jugendtreff in der Kita Schwabenstraße und ein Stadtteiltreffpunkt mit altersgruppenübergreifenden Freizeitangeboten. Dieser ist inzwischen mit einer Vollzeitkraft besetzt. Im Stadtteil Port Arthur/Transvaal ist ein gewachsenes, sehr traditionsreiches Stadtteilnetzwerk verankert.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ausschuss für Gesundheit und Soziales, Ausschuss fürStadtentwicklung und Umwelt, FD Jugendförderung - Alte Post/Zentrum für junge Menschen, Jugendzentrum Borssum - Flüchtlingshilfe im FD Wohnen, FD Stadtplanung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Outlaw gGmbH, IFI gGmbH, Arbeitswohlfahrt Kreisverband Emden sowie Bezirksverband, Pro Familia, Technisches Hilfswerk
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Bürgervereine Transvaal, Barenburg, Sportverein Blau-Weiß-Borssum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilinitiative Siebo, Bürgerverein Transvaal, Stadtteiltreffen Barenburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hochschule Emden-Leer, Oberschule Borssum, Grundschule Cirksena, Westerburschule, Grundschule Grüner Weg, Familienbildungsstätte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GEWOBA Emden, Beamtenbauverein, Private Konsortien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Emder Zeitung, Ostfriesen Zeitung, Radio Ostfriesland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rat und einschlägige Ausschüsse der Stadt
Typ
Stadtteil
Galerie
ottifanten 2
unner de boomen 1
barenburg kulturbunker
Zustimmung Veröffentlichung
On