Verwendungsnachweis: Mein-Dein-Unser Weg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marion Jakobi
| Organisation | Nachbarschaftstreff Burgdorf |
|---|---|
| Funktion | Koordination und Leitung |
2. Kurzbeschreibung
MEIN-DEIN-UNSER WEG: Kollektives Empowerment für eine attraktive Südstadt, öffentliche Begegnungsorte, Nachbarschaftshilfe. Die Südstadt lebt, zeigen die Bewohner*innen in einer Vernissage, Beteiligung bei Gremienarbeit u. Einsatz für die Nachbarschaft
Projektbeschreibung
2003 wurde der Nachbarschaftstreff am Ostlandring auf Initiative einiger Frauen als Treffpunkt für Begegnung gegründet. Offene Begegnung, Präventions- u. Integrationsarbeit sind Anliegen unserer Arbeit, hier im sozialen Brennpunkt. Der Treff ist etabliert, die Zuwendung durch die Kommune gewährleistet. 2015 kam der Auftrag der Kommune hinzu, die Begleitung, Beratung u. Integration für ankommende Flüchtlinge zu übernehmen. In dieser Phase haben sich einige "alt" Bewohner*innen zurückgezogen. 2019 wurde der Wunsch einiger "alter“ und "neuer" Bewohner*innen groß sich für Stadtteilentwicklung zu engagieren. Begleitend zu dieser Entwicklung haben wir die GWA entdeckt.
Durch erfolgreiche Bewerbung 2019 „Aufbau der GWA“ wurden gute Ansätze einer sich etablierenden GWA geschaffen. Bei ersten Haustür- u. Straßengespräche mit Bewohner*innen haben sich klare konzeptionsrelevante Ziele im Sinne des Aufbaus von GWA herausgestellt. Themen, die die Bewohner*innen mit uns angehen wollen sind: schlechtes Image des Stadtteils, Belebung von öffentlichen Plätzen, Soziale Vereinsamung `Verinselung´, Ausbau von öffentlichen Kommunikationsmöglichkeiten sowie Netzwerkarbeit zwischen verschiedenen Akteuren.
Mittlerweile haben wir Mitarbeiter*innen zur GWA geschult. Durch Teilnahme am Zertifikatskurs zur GWA u. LAG Vernetzungstreffen können wir gezielter, GWA gemeinsam mit Bewohner*innen gestalten, gemeinsam Pläne für die Zukunft der Nachbarschaft u. des Stadtteils angehen. Die Fortbildung zu StoP- Stadtteile ohne Partnergewalt unterstützt hier zudem Möglichkeiten gemeinsam mit Multiplikatorinnen aus der Bewohnerschaft Nachbarschaften füreinander zu sensibilisieren.
Diese Entwicklung muss weiter vorangebracht werden, so dass Bewohner*innen ihre Stärken und Fähigkeiten nun einsetzen können u. Selbstwirksamkeit erleben: „MEIN Einsatz – Ich zeige MEIN Beitrag für meine Nachbar*innen, für meinen Stadtteil: Zusammenkommen u. Diskutieren in Begegnungspavillons. Ich trage dazu bei, dass sich eine engagierende Nachbarschaft, mit Interesse füreinander entwickelt u. Diskussionen über MEIN u. DEIN bürgerschaftliches Engagement stattfindet: gemeinsamen Stadtteilbegehungen, die zur Auseinandersetzung mit ihm anregen. Wir zusammen bilden die Nachbarschaft, planen Aktionen von gemeinschaftlichem Interesse, gehen UNSEREN WEG: Wir zeigen unseren Stadtteil der Stadt. UNSER Stadtteil wird attraktiver, weil WIR Nachbarschaft lebendig sein lassen, uns selbst organisieren u. Gemeinschaft zeigen.
Laufzeit
2021-06-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Südstadt hat sich über viele Jahre zu einem Ankommens-Ort entwickelt. Das Stadtbild ist geprägt von hoher Wohndichte, viele Mehrfamilienhäuser sind gebaut, zwischen Einfamilien- u. Reihenhäusern in Eigenbesitz. Zudem ist Aufenthaltsqualität, durch öffentliche Plätze, die zum Verweilen u. Austausch einlädt, kaum vorhanden.
57 Nationen leben hier in Stadtrandlage, oft in prekären sozialen u. wirtschaftlichen Situationen, bei zunehmender Arbeitslosigkeit. Vorhandene Sprachbarrieren u. kulturelle Konflikte erschweren ein Miteinander.
Die Folgen mangelnder Integration u. wenig Gestaltung des öffentlichen Raumes sind in Form eines schlechten Gebietsimage, Sozialer Isolierung, dem aktuell defizitären Umgang mit Multikulturalität sowie die Vererbung der sozialen Lage spürbar.
Durch mangelnde Maßnahmen zu Integration u. zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes bestehen für Bewohner*innen kaum öffentl. Möglichkeiten sich aktiv zusammenzufinden, sich für Veränderungen einzusetzen. Momentane Möglichkeiten sind zu hochschwellig, erreichen die Zielgruppen der Bewohnerschaft vor Ort nicht.
Zunehmend wollen sich Bewohner*innen für eine integrative u. stadtteilaufwertende Entwicklung engagieren. Partizipatorische Beteiligung bedarf niedrigschwelliger Möglichkeiten. Niedrigschwelligkeit wird hier geschaffen durch Begegnung auf öffentlichen Plätzen „Begegnungs-Pavillons, durch Stadtteilbezogene Aktionen u. auch unterstützt durch Beteiligung in andere Stadtteile. Die genannten Methoden sind Schritte, die dazu beitragen Hürden abzubauen, miteinander in die Diskussion zu kommen, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen sowie die Integration voranzubringen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit unserem prozessorientierten Projekt nutzen wie Bewohner*innen-Engagement, um partizipatorische Möglichkeiten in der Nachbarschafts- u. Stadtteilentwicklung auszubauen. Aktivierung der Bewohner*innen, zum Aufbau nachbarschaftlicher sozialer Netzwerke, fußt auf das Arbeiten mit Bedürfnissen, Stärken und Ideen aus der direkten Lebenswelt. Beteiligung, Ausbau, Durchführung u. Nachhaltigkeit setzen wir am Interesse der Bewohner*innen an. Dies soll dazu beitragen sozialer Vereinsamung, schlechtem Gebietsimage sowie Vererbung der sozialen Lage entgegenzusteuern. Ein Handeln auf Augenhöhe, geprägt von Respekt, Akzeptanz u. Miteinander, wird diese Entwicklung unterstützen. Die Untergliederung des Projektes in einzelne Prozessabschnitte ermöglicht Bewohner*innen sowohl sich in bestimmte Abschnitte einzubringen als auch von Beginn an den Entwicklungsprozess mitzugestalten. Die unten aufgeführten Qualitätsstandards der GWA sind hierbei Orientierung im Prozess u. leitgebendes Element zur Erreichung der Projektziele. GWA hier vor Ort meint die prozesshafte Begleitung: Interessen der Bewohner*innen aufgreifen, Stärken vor Ort ausbauen, Selbstorganisation unterstützen. Berücksichtigung struktureller Gegebenheiten fließen ein, sind jedoch auch als Herausforderungen zur Veränderung zu betrachten. Insofern wird der Ansatz der GWA genutzt Bewohner*innen-Engagement zu fördern sowie vorhandene und sich entwickelnde Möglichkeiten strukturiert zu koordinieren u. langfristig zu etablieren
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
17 Jahre unterstützt der Ausschuss f. Soziales unsere Einrichtung. In den stattfindenden Gesprächen wollen wir erwirken, dass das Konzept der GWA Bestandteil dieser Förderung wird. Zum Konzept unserer Nachhaltigkeit führen wir bereits Gespräche mit Wohnungsgesellschaften, hiesiger Wirtschaft, darüber hinaus auch Gespräche mit dem in Planung befindlichen Lebens- und Wohnquartier „Aue Süd“. Ideelle, finanzielle u. politische Unterstützer sind die Gründungs-Kooperationspartner (s.Methodenmodell)
11. Medien
Galerie
Verwendungsnachweis: Goosmanns Tannen 2.0
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Daniel Sielaff
| Funktion | Einrichtungsleitung / Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aufbau eines Gemeinwesenzentrums unter Aktivierung der Bewohnerschaft zur Aufwertung der Lebensqualität (Bildung, Qualität der Umwelt, soziale Beziehungen, Beteiligung, Mobilität, Kultur und Freizeit) im Wohnquartier
Projektbeschreibung
Das Quartier Goosmanns Tannen liegt am nördlichen Stadtrand der Mittelstadt Lingen mit ca. 1500 Bewohner*innen. Trotz Stadtrandlage mit hohem Grünflächenanteil ist die Qualität der Infrastruktur mangelhaft, das Stadtteilimage schlecht und benachteiligend. Die Projektinhalte und -methoden durchbrechen einen Prozess des sozialen und politischen Rückzugs und nehmen erheblichen Einfluss auf Autonomie, Selbstwert und Eigenmacht, erreichen durch Beteiligung, Begegnung und Begleitung Stärkung der Autonomie, so Verbesserung der individuellen und solidarischen Verantwortung. Der "Stadtteiltreff" wurde 1981 als Maßnahme der offenen Kinder- und Jugendarbeit in diesem Qurtier mit überdurchschnittlich hohem Anteil Sozialleistungsempfangenden und Zugewanderten errichtet und durch den Auftrag der Besucher*innen, ganzheitliche Unterstützung bei der Bewältigung der großteils prekären Lebenssituationen zu leisten, zu einem Zentrum stadtteilorientierter Sozialarbeit. 2019 schließlich konnte durch die Gewährung der städtischen und Landesfördermitteln die GWA offiziell als pädagogischer Schwerpunkt in das Konzept der Einrichtung eingebunden werden und bereits im ersten Jahr ein Begegnungscafè (Café 107), eine Beratungsstelle eingerichtet sowie eine Bürgerinitiative gegründet werden, welche durch Befragungen der Bürger*innen während einer Anwohner*innenversammlung Interessen und Bedarfe aufnehmen konnte und aus diesen bereits konkrete Zukunftsziele formuliert hat. So wird 2020/2021 Einfluss auf die Anbindung des ÖPNV genommen, welcher bisweilen das Wohnquartier nur stark begrenz anbindet, bzw. nicht berücksichtigt. Eine Vielzahl der Bewohner*innen sind aufgr. starker Mobilitätseinschränkungen von ext. Kontaktmöglichkeiten weitgehend abgeschnitten, nur wenige Familien verfügen über ein Fahrzeug. Auch die "Ver(sperr)müllung" des Quartiers bildet einen enormen Konfliktherd, welcher allgegenwärtig und schuldzuweisend wahrzunehnmen ist. Dabei ist zu betrachten, dass Straßenzüge des Quartiers weder als Abfuhrzone registriert sind, noch die Kapazitäten ausreichend sind. Durch ein Konzept in enger Zusammenarbeit (Anwohner*innen, Politik, Verwaltung) wird dieser Missstand überwunden und Bedarfe auf logistische Möglichk. abgestimmt. Zudem wird eine Stadtteil-App zur digitalen Vernetzung über Entwicklungen und Aktivitäten im Quartier aufklären und für alle Bewohner*innen im Stadtteil und darüber hinaus Kommunikationsplattform bilden und nachhaltig einen ganzheitlichen Zugang begünstigen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier Goosmanns Tannen unterscheidet sich sozioökonomisch erheblich von anderen Wohngebieten der Stadt, und stigmatisiert die Bewohner*innen durch sein Image. Aus einem benachteiligten Quartier ist längst ein benachteiligendes Quartier geworden, was dazu führt, dass sich die Bewohner*innen immer weiter aus sozialen Netzwerken zurückziehen. Die Menschen vor Ort fühlen sich aufgrund des sozioökonomischen Status und dem Wohnumfeld vergessen, ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Transferleistungsbezug sorgt für Konflikte aufgrund knapper Ressourcen, welche durch soziokulturelle Unsicherheiten u. infrastrukturelle Voraussetzungen zus. begünstigt werden. Zudem sind Aussagen wie: "... das sieht da doch immer so aus..." (Mitarb. des Ordnungsamtes) Indiz für eine institutionelle Diskriminierung und marginalisieren die Lebenslagen der im Quartier lebenden Menschen. Die daraus resultierenden Perspektiven sind fatalistisch, von Frustration und Aufgabe geprägt und münden oft in selbst- und fremdgefährdendem Verhalten, worunter besonders Kinder und Jugendliche leiden. Dieser Kreislauf wird durchbrochen und legt Eigenmacht und Verantwortung für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Identifikation mit dem direkten Lebensumfeld in die Hände der dort agierenden Menschen zurück. Infrastruktur wie Einkauf, soz. Netzwerke und Zugang zu allen städtischen Bereichen muss ganzheitlich für alle gleichsam zur Verfügung stehen, um Benachteiligung zu überwinden. Dabei sind die geplanten Maßnahmen von unmittelb. und lebensprakt. Nutzen, sorgen für öffentliche Aufmerksamkeit, somit für eine Auseinandersetzung mit Bedarfen und Bedürfnissen und erreichen beteiligende Lebensraumgestaltung.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lingen (Ems) Goosmanns Tannen
Beschreibung
Das Projektgebiet / der Stadtteil "Goosmanns Tannen" liegt im nordöstlichen Randgebiet der Mittelstadt Lingen (Ems). "Goosmanns Tannen" ist von einem angrenzenden Wohn-, bzw. Gewerbegebiet durch eine Bahntrasse im Westen, im südlichen und östlichen Bereich durch Straßen, ohne angrenzende Infrastrukturgebiete und im nördlichen Teil durch ein Gewerbegebiet abgegrenzt.
Einwohnerzahl
1500
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen Geburtsjahrgangsstatistik Stadt Lingen Stand 12.08.2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen
Geburtsjahrgangsstatistik Stadt Lingen Stand 12.08.2020
Projektgebiet in Prozent
80
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind Schätzungen; für das Stadtgebiet liegen keine Gesamtdaten vor
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtteil.png
(423.37 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt orientiert sich ganzheitlich an der Aktivierung der im Wohnquartier agierenden und lebenden Bewohner*innen; besonders der politischen Verantwortungsübernahme zur ganzheitlichen Beteiligung am gesamtgesellschaftlichen, politischen und kulturellem Leben und der damit verbundenen Reproduktion. Auch hier betrachten die Initiatoren ihr Engagement ausschließlich als Teil der Bewegung, haben eine Stimme, sind aber nicht bestimmend und orientieren sich an den Bedürfnissen, Interessen und Ideen der im Quartier lebenden Menschen. Dabei gilt es, alle Anwohner*innen einzubeziehen, weniger mit dem Anspruch den Menschen zu verändern, vielmehr den Lebensraum zur Verbesserung des in erster Linie immateriellen Wohlstands, somit des subjektiven Wohlbefindens. Neben der Beteiligung steht diesbezüglich die, auch oft konfliktäre, Interaktion zwischen den Anwohner*innen der unterschiedlichen sozialen und ethnischen Gruppen im Vordergrund, was aufgrund manifestierter Stereotype und damit verbundener Verantwortungsübernahme, -übergabe, und auch -ablehnung besonderen Anspruch erhält. Die GWA Goosmanns Tannen verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz der Selbstbestimmung und bezieht ihre Arbeitsgrundlage auf die Lebensverhältnisse, -formen, -zusammenhänge und Ressourcen der Menschen in deren Sozialraum Goosmanns Tannen zum Vertreten und Kommunizieren individueller und solidarischer Bedürfnisse und Interessen sowie dem demokratischen Aushandeln und Bewältigen sozialer und persönlicher Konflikte.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gemeinschaftlich und nach demokratischen und utilitaristischen Grundsätzen ausgehandelte Bedarfe und Interessen sind formuliert und bilden Ansatz für eine gemeinschaftliche Umsetzung.
Kriterium
Beschreibung
Organisation und Initiierung von bedarfs- und interessenorientierten Maßnahmen (Bedarfsevaluation) und Methoden entsprechender Umsetzung sind von der Bürger*inneninitiative eingeleitet und nachhaltig transparent und langfristig orientiert implementiert.
Kriterium
Beschreibung
Menschen aus verschiedenen sozialen Gruppen nehmen gemeinschaftlich an Maßnahmen teil, formulieren, im Rahmen demokratischer Prozesse, solidarische und gemeinschaftsorientierte Entwicklungsabsichten und Ziele und organisieren die Umsetzung.
Beschreibung
Das bestehende Partnernetzwerk ist gestärkt und ergänzt und ermöglicht zunehmend nachaltige, ganzheitliche und eigenständige Arbeit zur Reproduktion und Reduktion von Zugangsbeschränkungen (Wege verkürzen zur Steigerung von Effektivität und Effizienz).
Kriterium
Beschreibung
Begegnungs- und Beratungsangebote (z.B. Cafe 107, Konfliktbegleitung etc.) sowie Veranstaltungen und nachbarschaftszentrierte Versammlungen werden genutzt/besucht und im Sinne der Interessen- und Bedarfsorientierung gestaltet.
Beschreibung
Zur Qualitätssicherung werden, in Kooperation mit ortsansässigen Bildungsträgern, qualitative und quantitative Studien durchgeführt, welche empirische Daten zur Evaluation sowie zur möglichen Reproduktion in andere Wirkungsbereiche erfassen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. (LEB) - Beratungsbüro Emsland / Grafschaft Bentheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesamtschule in Trägerschaft des Landkreises Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tafel Lingen e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Ortsverein Lingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schülergenossenschaft Genius der Gesamtschule in Trägerschaft des Landkreises Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Integrationsberatung Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Jugendmigrationsdienst Emsland
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Projektpartner arbeiten eng mit Verwaltung und Politik zusammen, werden projektgebunden nicht befristet jährl. mit 10.000€ öffentlich gefördert. Diese Mittel sollen erhöht werden, um durch hauptamtliche Begleitung die Entwicklung im Quartier, Reproduktionen und Ehrenamtsförderung zu sichern. Kommunalpolitische Netzwerke und Strategien werden dies erreichen und durch Transparenz u. Öffentlichkeit die Nutzbarmachung von Ergebnissen für die Gemeinschaft, so Verstetigungseffekte verdeutlichen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nachbarschaftstreff Neuenhäusen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lukas Barlian
| Funktion | Vorstand |
|---|
2. Kurzbeschreibung
ZusammenLeben in Neuenhäusen
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt: „Nachbarschaftstreff – ZusammenLeben in Neuenhäusen“ wird ein Ort von den Bewohner:innen des Stadtteils für den Stadtteils aufgebaut. Dieser wird ein präsenter Anlaufpunkt in Neuenhäusen und bietet zukünftig niedrigschwellige Möglichkeiten für Austausch und Treffen der Nachbarschaft, sowie Räume für die Umsetzung von Projekten der Bewohner:innen und lokalen Initiativen. Zudem kann dieser Ort Anlaufpunkt für benötigte Unterstützung sein, die Menschen aus dem Stadtteil sich gegenseitig geben können: bpsw Übersetzungen, Hilfe mit Post von Behörden/Vermietern, sozialen Konflikten oder praktischer Unterstützung im Alltag & Austausch von Gebrauchsgegenständen. Die alltägliche Arbeit wird von Menschen aus dem Stadtteil gemeinsam in ehrenamtlicher Arbeit geleistet, wodurch Hierarchien vermindert und eine Identifikation mit dem Projekt gestärkt wird.
Notwendigkeit:
Die Notwendigkeit hierfür wurde von mehreren Stellen deutlich formuliert, z.B. in den Erläuterungen - Schwächenanalyse zum 2. Bürgerforum - Onlinebeteiligung zum Rahmenplanentwurf (https://stadtsanierung-celle.de/Neuenh%C3%A4usen/Sanierung/St%C3%A4dtebaulicher-Rahmenplan/): „Bezüglich der Nutzungsstruktur ist vor allem das Fehlen eines Treffpunktes zu nennen, der allen Nutzergruppen offensteht und das soziale Leben Neuenhäusens bündelt.“ Die Befragung von 140 Bewohner:innen des Stadtteils im Sommer 2021 bestätigte dies: Bei der Frage „Was fehlt im Stadtteil?“ gehörten Treffpunkt/Begegnungsort/Stadteilcafé zu den meistgenannstesten Antworten.
Umsetzbarkeit:
Seit Sommer 2021 hat sich die „Solidarische Initiative Neuenhäusen“ gegründet, um „zur Vernetzung bei[zu]tragen, neue Gelegenheiten für Gemeinschaft und mehr Leben im Stadtteil schaffen“ . Seitdem organisiert die Initiative u.a. regelmäßige kulturelle Abende Frauen*Brunch. Da es bisher an Räumen für weitere Ideen, fehlt, die Menschen aus der Nachbarschaft umsetzen wollen (offenes Café, Repaircafé, Mutter-Kind-Treff, u.a.) ist ein weiteres ihrer Vorhaben die Schaffung dieser Räume. Dabei stützt sich die Initiative auf vielfältige persönliche Kontakte, sowie auf die langjährigen Erfahrungen von Kooperationspartnern. Konkret wird die CD-Kaserne gGmbH das Vorhaben bei Fragen zu Konzepten sozialer Arbeit im Stadtteil unterstützen, während der Verein Buntes Haus e.V. mit langjähriger Erfahrung in rein ehrenamtlicher arbeit Träger des Nachbarschaftstreffs und damit dieses Projekts sein wird.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtteil Neuenhäusen liegt zentral in der Celle zwischen Bahnhof und Altstadt. Die Bevölkerung (8.000 Menschen) ist recht heterogen, vor allem in Bezug auf Herkunft und ihre ökonomische Situation. In dem Stadtteil mit der höchsten Bevölkerungsdichte der Stadt leben die Menschen in großen Blocks, Reihen- & Einfamilienhäusern. Teilweise besteht Handlungsbedarf, was den Zustand von Wohnhäusern und Straßen/Wegen angeht. Im Vergleich mit der gesamten Stadt ist der Stadtteil, jünger, multikultureller und ärmer.
Kennzeichnend ist v.a. ein Mangel an sozialer Infrastruktur im Stadtteil. Am östlichen Rand des Stadtteils bietet ein ehemaliges Kasernengelände Platz für einige Angebote aus den Bereichen Jugend, Kultur & Sport. Dort befinden sich u.a. die CD-Kaserne gGmbH & das soziokulturelle Zentrum Buntes Haus. Außer kirchlicher Angebote gibt es keine weiteren niedrigschwelligen sozialen Treffpunkte- insbesondere in den Wohngegenden. Ein Jugendtreff in Bahnhofsnähe hat in den vergangenen Jahren geschlossen. Selbst informelle Treffpunkte sind rar geworden. So gibt es nur noch ein Café am äußeren Rand des Stadtteils, sowie nur noch 2 Kneipen/Bars.
Im Sommer 2021 hat sich mit der „solidarischen Initiative Neuenhäusen“ ein Zusammenschluss aus Anwohner:innen gebildet, die das soziale Leben im Stadtteil gemeinsam weiterentwickeln möchten. Dazu wurde zunächst eine Umfrage durchgeführt, mit der die Situation der Teilnehmenden erfasst und Handlungsideen ermittelt wurden. Als Probleme wurden u.a. mangelnder Austausch in der Nachbarschaft, Ökologische Probleme/Müll, schlechtes Sicherheitsempfinden, und fehlende Orte zum Treffen und für Ideen/Projekte aus der Nachbarschaft genannt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle Neuenhäusen
Beschreibung
Das Projektgebiet entspricht dem Stadtteil Neuenhäusen. Der Stadtteil wird im wesentlichen durch Hindernisse spürbar begrenzt (Bahnlinie im Westen, Flüsse im Norden & Osten, große Straßen im Osten und Süden). Unter anderem dadurch stellt der Stadtteil auch für die Bewohner:innen einen realen Bezugsrahmen dar.
Einwohnerzahl
7940
Quelle / Anmerkungen
Stadt Celle https://www.celle.de/output/download.php?file=%2Fmedia%2Fcustom%2F2727_3651_1.PDF&fn=2020_Stadt-Ortschaften-Stadtteile
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil in Bereichen des stadtteils bis gut 20%.
Quelle Stadt Celle, veröffentlicht in ISEK Neuenhäusen
https://stadtsanierung-celle.de/output/download.php?fid=3478.37.1.PDF
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil in Bereichen des Stadtteils bis gut 34%. Quelle Stadt Celle, veröffentlicht in ISEK Neuenhäusen https://stadtsanierung-celle.de/output/download.php?fid=3478.37.1.PDF
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil in Bereichen des Stadtteils höher.
Quelle Stadt Celle, veröffentlicht in ISEK Neuenhäusen https://stadtsanierung-celle.de/output/download.php?fid=3478.37.1.PDF
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
ortsteilplan_neuenhaeusen.pdf
(1.08 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt bezieht sich explizit auf den den Ansatz von GWA. Es hat zum Ziel, durch die Beteiligung & Aktivierung der Bewohner:innen des Stadtteils die Lebensbedingungen lokal zu verbessern. Mit der Entwicklung eines gemeinsamen Ortes wird konkret die Infrastruktur im Stadtteil verbessert und eine Lösung für einen konkreten Bedarf umgesetzt. Der konkrete Raum stellt eine Basis für die Beteiligten auch ihre materielle Situation verbessern (z.B. durch Unterstützung bei Fragen zu Transferleistungen oder Problemen mit den Vermietern, oder in der Kommunikation mit der Stadtverwaltung). Ebenso hat das Projekt auch die Verbesserung der immateriallen Lebenssituation zum Ziel: Stärkung und Entwicklung von sozialen Beziehungen, Abbau von Diskriminierung, Entwicklung einer verbindenden Stadtteilkultur und Unterstützung bei gesellschaftlicher Partiziation.
Durch die Konzeption als ehrenamtliches Projekt und gemeinsame Umsetzung der Ideen der Beteiligten wird sichergestellt, dass die Bedürfnisse der Betroffenen bearbeitet werden.
Der partizipative Ansatz und explizite Ansprache aller Menschen im Stadtteil wirkt empowernd und stärkt die Handlungsmacht jeder/s Einzelnen und damit demokratische Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Durch die kollektiven Prozesse und den Austausch untereinander findet gleichzeitig interkulturelle Bildungsarbeit statt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner:innen des Stadtteils sich zusammenfinden, um Vorhaben für das Zusammenleben und/oder zu Problemstellungen im Stadtteil umzusetzen. Der Erfolg misst sich dabei vorrangig an der Aktivierung und am gemeinsamen Prozesse der Bewohner:innen
Kriterium
Beschreibung
Arbeiten durch die Bewohner:innen des Stadtteils entwickelt werden
Kriterium
Beschreibung
Kompetenzen & Ressourcen aus dem Stadtteil gemeinsam genutzt werdenaus dem
Kriterium
Beschreibung
Bewohner:innen verschiedener Herkunft, ökonomischer Verhältnisse oder Geschlechter gemeinsam an stadtteilbezogenen Projekten zusammenarbeiten
Beschreibung
Aktive gemeinsam niedrigschwellige Aktivitäten im Stadtteil umsetzten
Beschreibung
mit einem Nachbarschaftstreff eine Infrastruktur für selbstorganisierte Vorhaben der Bewohner:innen geschaffen wird
Kriterium
Beschreibung
Es Menschen Überblcik über kompetenzen und Kooperationspartner im Stadtteil haben und sich gegenseitig Unterstützung vermitteln können
Kriterium
Beschreibung
Mit einer gemeinsamen Kultur und Identität im Stadtteil der Blick über den eigenen Tellerrand gefördert wird und im lokalen Maßstab das die Auswirkungen des eigenen Handelns auf eine Gemeinschaft/lokales Umfeld wahrgenommen wird
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
CD-Kaserne gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
kleine Läden, im Stadtteil - insbesondere Gemüseläden, Kioske, Imbisse u.ä.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das langfristige Ziel ist die Verankerung des Projekts im Stadtteil, sodass das Projekt auch finanziell nach Möglichkeit durch Akteure aus dem Stadtteil getragen wird. Standbeine können Fördermitgliedschaften, Mieten von Nutzer:innengruppen und Spenden lokaler Akteuere sein. Zudem wird geprüft, inwieweit zukünftig eine kofinanzierung durch Stadt oder Land möglich ist. Zudem sichert die Konzeption als ehrenamtlich getragenes Projekt geringe Kosten und eine breite Basis an Unterstützung.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
DIAKOVERE Vielfaltsbrücke
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Julia Hildebrandt
| Funktion | Referentin für Drittmittel |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Quartiersmanagement, das Nachbarn schafft.
Projektbeschreibung
Das Quartiersmanagement der DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen gGmbH organisiert seit 2019 im Neubauquartier Steinbruchsfeld ein inklusives Wohncafé und stieß damit den ersten Schritt zur Förderung von Inklusion im Quartier Steinbruchsfeld an. Das inklusive Wohncafé ist ein offener Treffpunkt für selbstorganisierte Aktivitäten, der allen Bewohner*innen des Quartiers offensteht. Das Ziel ist es, Strukturen zur Förderung von selbstorganisierten Aktivitäten im Wohncafé zu schaffen, um eine intensive Quartiersarbeit sicherzustellen und damit Brücken zwischen vielfältigen Personengruppen im Quartier zu schlagen.
Bis zum 28.02.2023 wird das Projekt noch von Aktion Mensch gefördert. Durch Corona und eine Weiterentwicklung des Quartiers (ein Flüchtlingsheim und eine Wohngruppe für Menschen mit Autismus sind hinzugezogen) ist eine Fortsetzung des Quartiersmanagements enorm wichtig.
Hier Eindrücke vom Wohncafé: https://www.diakovere.de/menschen-mit-behinderung/zentrum-fuer-teilhabe-und-selbststimmung/quartiersmanagement/misburg/
Laufzeit
2023-03-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wie in anderen Stadtquartieren leben im Quartier Steinbruchsfeld verschiedene benachteiligte Personengruppen. Wie andere Großstädte ist Hannover „Ankommensstadt“ für Menschen aus unterschiedlichen Zuwanderungsgenerationen. Im Wohnquartier Steinbruchsfeld befindet sich seit 2017 u.a. das Wohnheim Kampstraße, das von der Johanniter-Unfall-Hilfe betrieben wird. Das Wohnheim Kampstraße ist eine Unterkunft für geflüchtete Familien, in der u.a. viele Kinder und Jugendliche untergebracht werden. Von 2015 bis 2021 stieg der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil Misburg-Nord im Vergleich zur Landeshauptstadt Hannover mit 12,1% (Stand 31.12.2020) um 24,2 % (Stand 31.12.2020). Im Jahr 2021 liegt der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil Misburg-Nord bei 37,3% (Stand 31.12.2020). In direkter Nachbarschaft zum Quartier Steinbruchsfeld befindet sich außerdem die ukrainische griechisch-katholische Kirchengemeinde St. Wolodymyr, die aufgrund der jüngsten Entwicklung eine wichtige Anlaufstelle für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ist. Die Kirchengemeinde konnte bereits Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in der Nachbarschaft unterbringen. Es kann daher vermutet werden, dass in den nächsten Jahren noch mehr Menschen mit Migrationshintergrund Wohnraum in den neu errichteten Mehrfamilienhäusern im Quartier Steinbruchsfeld suchen werden.
Durch den vermehrten Zuzug von sozial benachteiligten Personengruppen besteht die Gefahr, dass die soziale Infrastruktur den wachsenden Anforderungen der sozial benachteiligten Personengruppen nicht mehr entspricht und weitere Unterstützungsangebote im Quartier notwendig werden, um Konflikte im Quartier zu vermeiden.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Misburg-Nord
Beschreibung
Das Wohnquartier Steinbruchsfeld liegt im Stadtteil Misburg-Nord im Stadtbezirk Misburg-Anderten in der Landeshauptstadt Hannover. Der Stadtteil Misburg-Nord grenzt im Westen an die Stadtteile Groß-Buchholz und Heideviertel, im Norden an den Stadtteil Lahe, im Osten an die Stadtgrenze zu Lehrte-Ahlten und im Süden an den Stadtteil Misburg-Süd. Der Stadtteil Misburg-Nord hat eine Gesamtfläche von 1.388 ha (Stand 31.12.2020). Die flächenmäßig bedeutsamsten Nutzungen stellen Siedlungsflächen (30,6%), Verkehrsflächen (10,9%), Vegetationsflächen (55,1%) und Gewässerflächen (3,4%) dar (Stand 31.12.2020). Das Neubauquartier Steinbruchsfeld hat eine Gesamtfläche von 24ha. Herzstück des Quartiers ist der 3,8 ha große öffentliche Stadtteilpark Steinbruchsfeld. Der Stadtteilpark liegt im Nord-Westen des Quartiers und verbindet das Quartier mit den nördlich und westlich angrenzenden Quartieren.
Die Landeshauptstadt Hannover ist eine wachsende Stadt. Zwischen 2007 und 2017 hatte die Landeshauptstadt Hannover einen Zuwachs von 6,4% (32.710 Personen) (vgl. Landeshauptstadt Hannover 2018). Wie die Landeshauptstadt Hannover wächst auch der Stadtteil Misburg-Nord. Zwischen 2007 und 2017 hatte der Stadtteil Misburg-Nord einen Zuwachs von 4,2% (908 Personen) (vgl. Landeshauptstadt Hannover 2018). Heute hat der Stadtteil Misburg-Nord eine Fläche von 1388 ha und 23.327 Einwohner*innen (Stand: 31.12.2020). Die Bevölkerungsprognose prognostiziert, dass das Bevölkerungswachstum im Stadtteil Misburg-Nord weiter zunehmen wird.
Dazu beitragen wird u.a. das große Quartier Steinbruchsfeld, in dem seit den 1990er Jahren in zwei Bauabschnitten, Steinbruchsfeld-West und Steinbruchsfeld-Ost, Wohnraum in unterschiedlichen Bautypologien für Menschen aller Alters- und Einkommensgruppen entsteht. Im Steinbruchsfeld-West sind allein bis 2019 850 neue Wohneinheiten entstanden (vgl. Landeshauptstadt Hannover 2018). Im Steinbruchsfeld-Ost sollen bis 2025 bis zu 400 weitere neue Wohneinheiten entstehen (vgl. Landeshauptstadt Hannover 2018). Ein Teil der Wohneinheiten wird als geförderter Wohnungsbau errichtet, um Menschen aller Einkommensgruppen bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen.
In die neuen Wohneinheiten ziehen überwiegend junge Familien, obwohl der Stadtteil Misburg-Nord mit 44,76 Jahren (Stand 31.12.2020) das höchste Durchschnittsalter in der Landeshauptstadt Hannover hat. Von 2015 bis 2021 stieg der Anteil von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil Misburg-Nord im Vergleich zur Landeshauptstadt Hannover mit 8,1% (Stand 31.12.2020) um 14,9% (Stand 31.12.2020). Damit ist bereits vor Fertigstellung des Steinbruchsfeld-Osts der Anteil von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil Misburg-Nord mit 17,0% (Stand: 31.12.2020) im Vergleich zur Landeshauptstadt Hannover mit 15,5% (Stand: 31.12.2020) hoch.
Wie in anderen Stadtquartieren leben im Quartier Steinbruchsfeld verschiedene benachteiligte Personengruppen. Wie andere Großstädte ist Hannover „Ankommensstadt“ für Menschen aus unterschiedlichen Zuwanderungsgenerationen. Im Wohnquartier Steinbruchsfeld befindet sich seit 2017 u.a. das Wohnheim Kampstraße, das von der Johanniter-Unfall-Hilfe betrieben wird. Das Wohnheim Kampstraße ist eine Unterkunft für geflüchtete Familien, in der u.a. viele Kinder und Jugendliche untergebracht werden. Von 2015 bis 2021 stieg der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil Misburg-Nord im Vergleich zur Landeshauptstadt Hannover mit 12,1% (Stand 31.12.2020) um 24,2 % (Stand 31.12.2020). Im Jahr 2021 liegt der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil Misburg-Nord bei 37,3% (Stand 31.12.2020). In direkter Nachbarschaft zum Quartier Steinbruchsfeld befindet sich außerdem die ukrainische griechisch-katholische Kirchengemeinde St. Wolodymyr, die aufgrund der jüngsten Entwicklung eine wichtige Anlaufstelle für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ist. Die Kirchengemeinde konnte bereits Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in der Nachbarschaft unterbringen. Es kann daher vermutet werden, dass in den nächsten Jahren noch mehr Menschen mit Migrationshintergrund Wohnraum in den neu errichteten Mehrfamilienhäusern im Quartier Steinbruchsfeld suchen werden.
Einwohnerzahl
3500
Quelle / Anmerkungen
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_steinbruchsfels_misburg-nord.jpg
(343.98 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Projekt betreiben wir Quartiersmanagement nach dem Bielefelder Modell. (Siehe Beschreibung vorhandener GWA/QM)
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gruppen sich selbstständig organisieren können
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Jahr 2019 errichtete die DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen gGmbH (DAL) in einer Stadtvilla der hanova GBH im Quartier Steinbruchsfeld ein Servicehaus. Das Servicehaus ist ein inklusives Wohnraumkonzept mit vierzehn barrierefreien Mietwohnungen für Menschen mit und ohne Behinderungen. Der ambulante Pflege- und Assistenzdienst bietet dort Menschen mit Behinderungen mit dem Konzept Servicewohnen individuelle Pflege- und Assistenzdienstleistungen und Ambulant Betreutes Wohnen zur Unterstützung und Förderung eines selbstbestimmten Lebens in ihrer eigenen Wohnung an, um trotz Pflegebedürftigkeit in allen Lebensphasen einen Verbleib in der häuslichen Umgebung zu ermöglichen.
Seit 2019 betreibt die DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen gGmbH (DAL) im Erdgeschoss des Servicehauses das sozialraumorientierte und inklusive Wohncafé, das in Anlehnung an das sogenannte „Bielefelder Modell“ als offener Treffpunkt für selbstorganisierte Aktivitäten allen Bewohner*innen des Quartiers täglich offensteht.
Das Wohncafé wird im Zusammenspiel von ehrenamtlichen Nachbar*innen des Quartiers und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen des Quartiersmanagements koordiniert. Im Mittelpunkt der alltäglichen Arbeit der ehrenamtlichen Nachbar*innen des Quartiers und hauptamtlichen Mitarbeitenden des Quartiersmanagements steht die Förderung eines nachbarschaftlichen Miteinanders.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Miete des Wohncafés soll über die Weitervermietung an Vereine, Veranstaltungen, etc. erfolgen. Die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen sollen durch ehrenamtliche Strukturen ersetzt werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Projekt Neißestraße - Gemeinsam für eine aktive Nachbarschaft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Olaf Kleint
2. Kurzbeschreibung
Projekt Neißestraße - Gemeinsam für eine aktive Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Die Stadt Salzgitter ist vielfältig und bunt. Über 100.000 Menschen aus über 120 Nationen sind hier Zuhause. Zuzüge unterschiedlicher Art prägen die Stadtgesellschaft seit ihrer Gründung. Durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen stehen die bestehenden Angebotsstrukturen und Nachbarschaftsbeziehungen unter besonderen Herausforderungen. Hinzukommen Abstandregelungen und Kontaktbeschränkungen, welche in den letzten zwei Jahren das soziale Miteinander nahezu unmöglich machten.
Die vorhandene Vielfalt an Kulturen, Lebensstilen, Religionen und Sprachen bietet großes Potenzial, um gegenseitig zu lernen. Die Arbeit in den Quartieren unterstützen freie Träger, Institutionen, Verbände und Vereine.
Diese Projekt "Projekt Neißestraße - Gemeinsam für eine aktive Nachbarschaft" fokussiert sich auf das Quartier "Seeviertel" im Stadtteil Lebenstedt der Stadt Salzgitter. Ziel des Projektes ist es, die Quartiersbewohner bei Projekten und Ideen aktiv einzubinden, um den Stadtteil attraktiver zu gestalten. Alle Bewohner des Quartieres, mit ihren Interessen, Wünschen und Bedürfnissen, stehen im Vordergrund. Bereits bestehende Angebote sollen erweitert und ergänzt werden. Geplante Projekte sind für das Jahr 2022 eine Bürgerbefragung, ein Sommerfest sowie das Anlegen und Verwalten von gemeinschaftlichen Blumen- und Gemüsehochbeeten. Anschließende und folgende Projekte können und sollen sich aus der Bürgerbeteiligung entwickeln.
Zentraler Projektakteur sind die Wohnbaugesellschaft mbH Salzgitter und die Baugenossenschaft Wiederaufbau eG, welche durch einen bereits vorhandenen Mietertreff im Quartier einen Zugang zu der Bewohnerschaft nachweisen können. Anlaufende Projekte und Aktionen können und sollen, in Zuge der netzwerkübergreifenden Kontorskoordination, zusammen mit den anderen Akteuren vor Ort im Rahmen installiert werden.
Laufzeit
2022-06-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die beiden Wohnungsgeber Wohnbaugesellschaft mbH Salzgitter und die Baugenossenschaft Wiederaufbau eG, bieten bereits an unterschiedlichen Standorten im gesamten Stadtgebiet Nachbarschaftstreffs (Anlauf- und Beratungsstelle) und verfügen seit Jahren über fundiertes Wissen der Wünsche und Herausforderungen der Mieterschaft. Durch die Projektarbeit an dem Standort "Mietertreff Neißestraße" soll der Stadtteil "Seeviertel" (Bezirk 56, 57, 58, 59) wieder attraktiver für die anwohnenden Personen gestaltet werden. In den vergangenen zwei Jahren reduzierten sich Kommunikation, Vernetzung und Kooperation zwischen Akteuren und Anwohnenden auf ein Minimum. Durch Schaffung von Räumen der Begegnung und des sozialen Zusammenhaltes (z.B. Stadtteilfest) soll ein nachhaltiger nachbarschaftlicher Zusammenhalt geschaffen werden. Die gemeinsame Vorbereitung und Umsetzung von Projekten (Bewohnende und Akteure), soll die Qualität des Wohnumfeldes verbessern, Konflikte abbauen/vermeiden und zur Verbesserung des Wohnquartieres. Des Weiteren soll der Rückzug der Bestandsbewohnerschaft vermieden werden, die ggf. Unsicherheiten im Umgang mit der Multikulturalität haben und diese durch offene und ungezwungene Angebote abbauen können.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter Lebenstedt (Quartier Seeeviertel)
Einwohnerzahl
10500
Quelle / Anmerkungen
Stadt Salzgitter, Stand 31.12.2020
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Stadt Salzgitter liegt am Herzen, dass sich die Bewohner wohlfühlen und mit ihrem Wohnumfeld, dem Sozialraum, zufrieden sind. Wir legen großen Wert darauf, eine Kinder- und lernfreundliche Stadt zu sein – wobei sich lernfreundlich nicht allein auf die klassische Schulbildung bezieht. Wir als Kommune wollen zusammen den Sozialleistungsträgern und den Bewohner langfristig lernen, planen, entwickeln und handeln.
Die beinhaltet u.a. viel Dialogarbeit, unterschiedlichste Aktionsformen und Projekte, die besonders durch Empowerment und Ressourcennutzung der Menschen vor Ort den Sozialraum zum Leben erwecken. Zeitgleich erarbeiten Haupt- und Ehrenamtliche eine Kooperations- und Koordinationsstruktur, welche als Basis für die GWA in Salzgitter dienen soll und dennoch Individualität fördert. Dahinter steckt der Verbesserungswunsch für materielle, immaterielle und infrastrukturelle Bedingungen (Stövesand/Stoik 2013).
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohnenden werden aktiv eingebunden und nehmen nicht nur an bestehenden Angeboten teil sondern gestalten neue passgenaue Aktivitäten mit. Sie werden fester und wesentlicher Bestandteil der Quartiersstruktur und bringen ihre Fähigkeiten ein.
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohnenden sind in der Lage, Beiträge bei gemeinsamen Treffen und Veranstaltungen einzubringen. Sie können Angebote selbst schaffen und umsetzen.
Kriterium
Beschreibung
Die Arbeit im Quartier wird von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gleichermaßen belebt und gestaltet. Gemeinsamkeiten werden entdeckt und Verbindungen zwischen den Bewohnenden geschaffen. Es gibt zahlreiche Kontaktmöglichkeiten.
Beschreibung
Zum Aufbau einer funktionierenden Gemeinschaft werden die Ressourcen aller Beteiligten genutzt und gefördert. Das aktive Bürgerengagement wird unterstützt.
Kriterium
Beschreibung
Durch die wissenschaftliche Begleitung und den Aufbau stadtweiter Strukturen werden die bestehenden Netzwerke den aktuellen Herausforderungen angepasst und verlässlich implementiert. Die Zusammenarbeit aller findet "auf Augenhöhe" statt.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Quartier Seeviertel ist bereits die sogenannte Kontorskoordination installiert. Sie hat zum Ziel, die Akteure vor Ort zu begleiten, zu informieren, zu koordinieren, zu vernetzen und zu evaluieren. Die bereits bestehende Kooperation zwischen den Wohnungsgebern und dem Seevierteltreff (Diakonie, Schwerpunkt Migrationsberatung) besteht bereits seit Jahren und will weiterhin auf gemeinsame Arbeit und Kooperation aufbauen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontorskoordination der Stadt Salzgitter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seevierteltreff (Diakonie)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Suchtberatung der AWO, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Johanniter-Unfall-Hilfe, Generationentreff Martin-Luther-Straße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kitas, Schulen, Polizei, Kirchengemeinden, Krankenhaus, Jobcenter, Allgemeinmediziner, Kinderärzte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ortsansässige Printmedien, weißer Ring, Freiwilligenagentur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
In Planung ist der Umbau der Aula Goethestraße) zur einer Gemeinbedarfseinrichtung. Mit der Fertigstellung ist voraussichtlich nicht vor Ende 2024 zu rechnen. Ziel ist es die Ergebnisse des vorliegenden Projektes mit dem neu entstandenen Bürgerschaftlichen Engagement als Basis einer Programmplanung zu verwenden. Die Gemeinbedarfseinrichtung soll als Koop.-Projekt im Akteursnetzwerk betrieben werden. Wesentliche Akteure sind die beiden Wohnungsunternehmen, die Diakonie und die Stadt Salzgitter.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Neue Nachbarschaft inklusiv(e)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katrin Bastiansen
| Funktion | Bereichsleitung Soziale Teilhabe und Assistenz |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Neue Nachbarschaft für Alle in Kronsrode
Projektbeschreibung
In Kronsrode als Neubaugebiet im Süden Hannovers ist die Nachbarschaft noch unbekannt. Die unterschiedliche Bauweise lässt aber jetzt schon auf vielfältige Wohnformen und unterschiedliche persönliche, soziale und finanzielle Ressourcen schließen.
Im Baufeld 1.1. befinden sich rund um den Hof barrierearme/-freie Wohnungen, von den 1/3 öffentlich gefördert sind. Neben den gemeinsamen Grünflächen wird es einen Gemeinschaftsraum geben, der den Nachbar*innen für Begegnung und Aktivitäten unentgeltlich zur Verfügung steht. In diesem Projekt wird es auch zwei WGs geben, in denen Menschen mit einer geistigen und / oder psychischen Beeinträchtigung mit unserer Assistenz selbstständig leben werden. Voraussichtliche Fertigstellung des Baufeldes ist für Anfang 2023 geplant.
Wir wollen möglicher Segregation - durch die soziale Gemengelage – präventiv entgegenwirken, indem wir von vornherein ein sozialraumorientiertes Angebot für ALLE Nachbarn gestalten und die aktive Teilnahme- und Teilhabemöglichkeiten entdecken und fördern. Weiterhin werden die Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation einzelner Personen und / oder Gruppen gefördert. Ziele sind der Aufbau von individuellem und kollektivem Empowerment und Netzwerken vor Ort. Von besonderer Bedeutung wird insbesondere zu Beginn des Projektes sein, die Interessen und Bedarfe der Personen vor Ort zu analysieren und eine sozialraumorientierte Soziale Infrastruktur vor Ort aufzubauen. Dafür wird eine Ansprechperson sowohl für Akteur*innen/Anbietern von Dienstleistungen und Bewohner*innen gleichermaßen erforderlich.
Zur Erreichung dieser Ziele wird professionelle Anregung, Beratung, Koordination und Moderation notwendig sein, um den Prozess der Aktivierung der Menschen im Sozialraum zu fördern. Eine gut funktionierende Nachbarschaft lebt vom Dialog und entwickelt sich mit dem Wandel der Entwicklungen sowie den gesellschaftlichen Veränderungen. Was „gute" Nachbarschaft ist letztlich immer wieder neu auszuhandeln, unter Einbezug der Beteiligten, geht es doch um die Gestaltung der (zukünftigen) Lebensverhältnisse. Armut, Behinderungen und begrenzte finanzielle Ressourcen schränken den Aktionsradius und die Teilhabemöglichkeiten ein. In der (z.T.) hochmobilen und beschleunigten soziale Welt fühlen sich besonders die Menschen verunsichert, die diese Flexibilität nicht erbringen wollen oder können. Damit steigt einerseits die Bedeutung des Nahraums, aber auch die Notwendigkeit geschützter Räume bzw. Settings.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Auf einer Fläche von 53 ha entsteht im Südosten Hannovers ein neues Wohngebiet: Kronsrode.
Auf dem Baufeld 1.1 entstehen insgesamt 133 hanova-Mietwohnungen, wovon 32% (54) öffentlich gefördert sind. Das Angebot: 1,5 bis 7-Zimmer-Wohnungen auf einer Wohnfläche von 33 m² bis hin zu 199 m². Eine Besonderheit in diesem Baufeld: Hier bieten rund 40–60 Wohnungen eine Sonderwohnform mit dem Wohn- und Versorgungskonzept hanova WOHNEN PLUS. Weiterhin soll ein Wohncafé entstehen, welches von der hanva mietfrei zur Verfügung gestellt wird und im Rahmen des Projektes von den Hannoverschen Werkstätten genutzt wird.
Die Bauweisen und Eigentums- bzw. Mietverhältnisse unterscheiden sich in dem Neubaugebiet. Im Geschosswohnungsbau entstehen sogenannte Wohnhöfe, d. h. die Wohnungen sind auf einen gemeinsamen Innenhof ausgerichtet. So auch in unserem inklusiven Baufeld 1.1. Mit der Belegung durch das Amt für Wohnungswesen, den barrierefreien Wohnungen und unseren Wohngemeinschaften ziehen hier Mieter*innen ein, für die - zusätzlich zu dem Umstand, dass sie alle neu in einen neuen Stadtteil kommen - die nähere Umgebung sehr wichtig ist. Armut, Behinderungen und begrenzte finanzielle Ressourcen schränken bekanntermaßen den Aktionsradius und die Teilhabemöglichkeiten ein. Zusätzlich befinden wir uns aktuell in Ausnahmesituationen (Pandemie; Geflüchtete, Kriege), deren Nachwirkungen sich auf die Zusammensetzung und/oder Kontaktbereitschaft auswirken werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Bundesrepublik Deutschland, die Länder und Gemeinden sind verpflichtet eine selbstbestimmte Lebensführung aller Menschen in einem inklusiven Gemeinwesen zu garantieren.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es werden sich in den Jahren neue Akteure und Netzwerke ansiedeln, Beziehungen entwickeln und stabilisieren. Das Gemeinwesen wird aus der ersten Findungsphase herausgewachsen sein. Aktuell steht nicht fest, ob bzw. wie die LHH sich in Kronsrode engagieren wird bzw. diese Aufgabe Dritten überlässt. Durch die Kooperation mit hanova und Teilnahme an stadtbezirklichen sowie stadtweiten Netzwerken sind wir in die Strukturen eingebunden. Durch das ABW und den Kiosk werden die HW weiter vor Ort bleiben
11. Medien
Galerie
NaVaLi Oasen-Projekt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Andrea Steckert
| Funktion | Projektleiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Oasen der Nachbarschaften – gemeinsam lernen und Zukunft gestalten.
Projektbeschreibung
Anwendung und Weiterentwicklung eines innovativen Ansatzes für integrierte, nachhaltige Quartiersentwicklungen in der LHH Stadtbezirk 2 mit soziokulturellen Verfahrenstechniken sowie professioneller Prozessgestaltung, -moderation. Begleitung Ehrenamtlicher/Freiwilliger zur Potenzialentfaltung der Nachbarschaftsquartiere mit Anwohner*innen - hin zu gemeinsamer sozialer und ökologischer Nachhaltigkeitsentwicklung.
Der Träger Lister Nachbarschaft e.V. (www.lister-nachbarschaft.de, s. Videos bisheriger Projekte) möchte mit bis zu 100 Freiwilligen des Vereins und des JuLiNa Kunst- und Kulturvereins (www.julina.org, Instagram: julina_am_molle) sowie weiteren ideellen Projektpartner*innen und Akteuren der GWA- und Quartiers-/Stadtteilnetzwerke unter der Leitung der Prozessmoderatorin Andrea Steckert das dreijährige, offene „NaVaLi-Oase-Projekt“ (NaVaLi = Nachbarschaften Vahrenwald-List) realisieren. In den neun achttägigen Oasenspielen können pro Spielzyklus je Netzwerkkonstellation bis zu 150 Bewohner*innen der Nachbarschaft direkt teilnehmen, in den Dialogen und Aktionsgruppen weitere. Zur Durchführung wird hier Förderung beantragt.
Das NaVaLi Oasen - Projekt ist ein innovatives Modellvorhaben, mit dem die Aktivierung und breite Bildung der Bewohner*innen dreier Quartiere (3 Teilprojekte, Sozialräume; 3x ca. 4000 Nachbar*innen, Flächenausdehnungen ca. 500x500 m) mit unterschiedlichen, erhöhten sozialen undökologischen Aufmerksamkeitsbedarfen im hannoverschen Stadtbezirk Vahrenwald-List (ges. 72 TSD Einwohner*innen) zur Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen und eigner, mitgestaltender Beteiligung angestoßen werden sollen.
1. Vahrenwald (Oasen-Anker am Büssingweg), 2. List-Mitte (Oasen-Anker am Gemeinschaftsgarten Röntgenstraße), 3. List-NordOst (Oasen-Anker, Gorch-Fock-Str./Hinrichsring). Die drei bilden ein online und durch gemeinsame Aktivitäten in Präsenz vernetztes Anker-Trio. Durchgeführt werden sollen Oasenspiel-Zyklen (Aktivierungsmethode nach Instituto ELOS), 3 Nachbar*innen-Dialoge, 3 Nachbarschafts-Oasen-Erntefeste, u.a. Beteiligungs- und kreative Mitmachaktionsformate. Als Projektleiterin und Prozessmoderatorin ist die im Stadtbezirk „Eingeborene“, bestens vernetzte, auf allen relevanten Beteiligungs-Dialogebenen sowie im Einsatz systemischer Dialogverfahren, des Oasenspiels u.a. SozioKultur-Methoden, Klimaschutz und Nachhaltigkeitsentwicklung langjährig erfahrene Fachkraft Andrea Steckert (zahlreiche
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Aufgrund der andauernden COVID19-Pandemie sind die Bewohner*innen im hoch verdichteten Stadtteil List-Vahrenwald, in ihren Entwicklungs-, Entfaltungs-, gemeinsamen Reflexions- und Austauschmöglichkeiten stark eingeschränkt. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind davon besonders betroffen. Integrationsprozesse kamen zum Erliegen. Alleinstehende Bewohner*innen sind von Vereinsamung und Isolation betroffen. Dringend notwendige Nachhaltigkeitsprozesse (Klima) sind in den Hintergrund getreten. Gleichzeitig steigt der Entwicklungsdruck aufgrund allgemein gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, ökologischer und kultureller Herausforderungen (globale Krisen) und die Sorge um eine ungewisse Zukunft. Psychische Erkrankungen wie z.B. Depressionen breiten sich in allen Altersgruppen rasant aus. Zur Eindämmung sozialer Folgewirkungen und der Wiedererlangung der Handlungskompetenzen, um auf die gewünschten Entwicklungspfade zu gelangen, braucht es dringend Maßnahmen der Re-Aktivierung der besonders betroffenen Nachbarschaften und frische Impulse zur Gemeinschaftsbildung. Für das gemeinsame Entdecken bestehender individueller und kollektiver Möglichkeits- und Gestaltungsräume, die kreative Nutzung kultureller Ausdrucksformen für die eigene und gemeinschaftliche Entwicklung sowie für Dialog und gemeinsames Handeln müssen Räume geöffnet und niedrigschwellige Beteiligungsprozesse angestoßen werden, die Begegnungen und Bedarfsformulierung auf Augenhöhe ermöglichen.
Es braucht dringend Formate, in denen z.B. unterstützende Freiwillige (Nachbar*innen) sich selbst durch angeleitete Reflexionen und organisierte Dialoge voneinander lernen können.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Vahrenwald-Nord und List-Mitte und List-NordOst
Beschreibung
Stadtbezirk 2: a.) Vahrenwald Büssingweg (Oasen-Anker Büssingweg), b.) List-Mitte (Oasen-Anker Röntgenstraße), c.) List-NordOst (Gorch-Fock-Str./ Hinrichsring)
Einwohnerzahl
12000
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover, Bereich Wahlen und Statistik; Strukturdaten
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karten_seite_1.png
(1.74 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen in den Oasenspiele ihre Träume und Ideen von der Nachbarschaft eingebracht haben und verwirklicht haben.
Kriterium
Beschreibung
Sich Teilnehmer*innen der Oasenspiele die in der Spielstruktur vorgesehenen Rollen zur Selbstorganisation übernehmen.
Kriterium
Beschreibung
In den Oasenspielen die Potenziale der Orte gefunden und sich auf Basis Stärken der Teilnehmer*inne Aktionsgruppen bilden.
Kriterium
Beschreibung
Durch Gemeinschaftsbildung das ganze Sozialsystem vor Ort einbezogen werden konnte.
Beschreibung
Ist eine Grundhaltung der Oasenspiel-Methode.
Beschreibung
Das bestehende Netzwerk und die Kooperationen des Lister Nachbarschaft e.V. mit Fokus auf die drei Sozialräume (Teilprojekte) spezifisch erweitert wurden.
Kriterium
Beschreibung
die Oasen-Anker, Oasenspiele, die Dialogkultur und die Beteiligungs-Aktionsgruppen Teil der Nachbarschaftskulturen sind.
Beschreibung
sich die Angebote und Strukturen des NaVaLi-Projektes die vorhandenen Gemeinwesenstrukturen ergänzen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Der Lister Nachbarschaft e.V. ist ein von Nachbar*innen selbstorganisierter Nachbarschaftsverein, der an der Schnittstelle von Soziokultur und GWA mit dem Ziel der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsentwicklung im Stadtbezirk arbeitet. 2009 als Voßwärts e.V. mit ca. 100 Mitgliedern gegründet. In 2020 wurde der Vereinsname geändert und die Ausrichtung des Vereins aktuellen Bedarfen angepasst. Aus einem Vereinsprojekt bildete sich 2021 der JuLiNa Kunst- und Kulturverein.
Beide Vereine arbeiten heute eng zusammen und sind zudem mit vielen Akteur*innen im Stadtbezirk und der Stadt Hannover bestens vernetzt.
Die personell, fachlich und wirtschaftlich notwendige Erfahrungen und Kompetenzen hierfür sind gegeben. Die Vereine sind ehrenamtlich organisiert. Für das NaVaLi Oasen-Projekt soll Andrea Steckert, selbst im Stadtbezirk geboren, als Projektleiterin eingestellt werden. Sie ist sehr erfahren und realisierte bereits erfolgreich für beide Vereine mit Fachunterstützer*innen und zahlreichen Freiwilligen mehrere Projekte. Das Volumen der Projekte in den letzten vier Jahren betrug 240 TSD €. Die Projekte wurden mit Mittel des Landes und Bundes finanziert sowie durch Zuwendungen des Bezirksrates und der LHH und Spenden der Nachbarschaft (für den Eigenanteil). Die Vereine selbst erheben keine Mitgliedsbeiträge, um uneingeschränkte Teilhabe zu ermöglichen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
LHH, FB Soziales Bürgerschaftliches Engagement und Soziale Stadtentwicklung, Bereichsleitung Frau Teschner.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LHH, Agenda 21 und Nachhaltigkeitsbüro, Susanne Wildermann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
gemeinnütziger JuLiNa Kunst- und Kulturverein, Vorstand Anne Peter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat Vahrenwald-List, Bezirksbügermeister Thorsten Baumert
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftstreff List-NordOst, Tina Droßmann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendtreff Wellenbrecher, Nachbarschaftstreff Gorch-Fock-Str. AWO, Kai Gieben
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IGS-Büssingweg, Frederike Punte und Schulleitung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es ist zu erwarten, dass aus den Aktionsgruppen Verstetigungsbestrebungen hervorgehen, welche die Suche nach geeigneten Finanzierungskonzepten zur Fortsetzung des Modells und der Aktionsgruppen unter dem Dach des Projektträgers sicher stellen. Bereits während des Prozesses werden diese Bestrebungen vom Projektträger bewusst gefördert. Die Übertragung des Konzeptes auf andere Stadtbezirke durch die Zusammenarbeit mit anderen GWA-Trägern und der Stadt Hannover ist eine weitere Alternative.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
uebersicht-navali-projektplanung.png
(1.01 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Alles andere als kalter Kaffee
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Freitag
| Funktion | Diakonin, Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wertschätzende Begegnungen stärken die Gemeinschaft in Barsinghausen
Projektbeschreibung
Die evangelischen Kirchengemeinden in Barsinghausen wollen in der Innenstadt Räume eröffnen für Menschen, die sich sonst nicht im Alltag oder auch bei ihren Angeboten treffen. Kirche bewegt sich raus aus ihren Räumen und damit entstehen neue Orte der Begegnung. Gleichzeitig werden die Kommunikation und das Miteinander insgesamt gestärkt. Ein Ort der Begegnung soll das "Coffee-Bike" werden. Als aufsuchendes, niederschwelliges Angebot ist mit diesem Fahrrad mit Elektromotor ein:e Mitarbeiter:in (z.B. Sozialpädagog:in) regelmäßig zum Beispiel auf Spielplätzen, auf dem Mont-Saint-Aignan-Platz vor der Klosterkirche, auf dem Deisterplatz oder anderen zentralen Orten in Alt-Barsinghausen, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Das Coffee-Bike hat entsprechende Aufbauten, hat ein Dach als Regenschutz, verfügt über eine gute Siebträger-Kaffeemaschine, außerdem wird heißes Wasser für Tee angeboten und im Sommer kalte Getränke. Im Aufbau des Lastenfahrrades lassen sich Spiele, Bastelmaterial, aber auch Informationen (z.B. Flyer zu Beratungsangeboten) transportieren. Auf unkomplizierte Art und Weise kommen die Menschen direkt in ihrem Wohnumfeld miteinander ins Gespräch. Der/die Mitarbeiter:in begleitet diese Situationen wertschätzend und offen. Im persönlichen Gespräch werden Wünsche, Bedürfnisse, Interessen der Bewohner:innen in Bezug auf sich selbst und das Wohnumfeld erkannt und formuliert. Ein Kennenlernen zwischen den Bewohner:innen wird gefördert. Durch die aufsuchende Arbeit soll ein Übergang zu anderen kirchlichen und diakonischen Angeboten ermöglicht, begleitet und erleichtert werden. Das Coffee-Bike kann perspektivisch auch an anderen Orten Räume der Begegnung eröffnen (z.B. Gemeindefeste, Verkaufsoffene Sonntage....). Verschränkt werden soll das Coffee-Bike mit dem in Planung befindlichen Kirchenladen (Titel: „kirchen:fenster“), in dem auch ein regionales Büro der Kirchengemeinden angesiedelt ist. Im Kirchenladen haben Gruppen auch ein Dach über dem Kopf, die zum Beispiel bei den Fahrten des Coffee-Bikes Interesse an bestimmten Themen formulieren und sich zu weiteren Beratungen/Austausch im Laden treffen können.
Hinweis zum Träger: rechtlicher Träger ist der Kirchenkreis Ronnenberg, der im Einzugsbereich der Kommunen Barsinghausen, Gehrden, Wennigsen und Ronnenberg liegt. Das Projekt liegt in Barsinghausen.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die evangelischen Gemeinden in Barsinghausen stehen vor großen Herausforderungen und werden ihre Arbeit und ihr Auftreten in der Stadt modernisieren. Sie möchten die Menschen in ihrem Alltag aufsuchen, ihnen offene Orte des Lebens und des Austauschs bieten. Die Vernetzung mit der Kommune und anderen Akteur:innen soll ausgebaut werden. Aktuell sind die Kirchengemeinden in Barsinghausen parochial strukturiert, d.h. in Kirchendistrikte aufgeteilt. Die Gemeindemitglieder haben "ihre" Kirche, "ihre:n" Pastor:in. Es geschieht wenig Austausch - weder unter den Gemeindemitgliedern noch mit denen, die zu keiner Kirchengemeinde gehören. In der Innenstadt – dem Projektort – fehlen Begegnungsorte für alle Generationen, wie zum Beispiel gemütliche Cafés, Spielplätze für Familien mit kleinen Kindern, Plätze mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Innenstadt lädt nicht zum Verweilen ein. Im Projektgebiet leben sehr viele ältere Menschen – häufig allein. Sie nutzen die Fußgängerzone zum Einkaufen oder auch für Arztbesuche. Mit dem "Coffee-Bike" der Kirchengemeinden werden diese Grenzen überwunden. Die Kirche möchte ihre "Bubble" verlassen und stärker auf die Menschen zugehen. Da sein, wo die Menschen sind: Zwischen Bäcker und Optiker und Bücherhaus. Die Kirchengemeinden in Barsinghausen begreifen es als Chance und Aufgabe daran mitzuwirken, die Barsinghäuser Innenstadt auf vielfältige Weise zu beleben und attraktiver zu gestalten. Das Coffee-Bike ist das mobile Element, das die Idee einer zeitgemäßen, aufsuchenden Gemeindearbeit weiterträgt. Damit wird dem kirchlichen Strukturwandel begegnet und der Auftrag gestärkt, im öffentlichen Raum seelsorgerlich, diakonisch und demokratisch zu handeln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Barsinghausen Barsinghausen
Beschreibung
Das Projektgebiet wird im Norden von der Bahnlinie begrenzt, im Westen von der Hinterkampstraße, im Süden vom der Straße Am Waldhof und im Osten von der Rehrbrinkstraße und Teilen der Bergstraße.
Einwohnerzahl
2830
Quelle / Anmerkungen
Stadt Barsinghausen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersverteilung der Stadt Barsinghausen; Quelle Stadt Barsinghausen
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
geltungsbereich.jpg
(204.33 KB)
Gebiet-Name
gg
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist ein niedrigschwelliges Angebot der aufsuchenden Arbeit im Quartier. Der/die Mitarbeiterin ist mit einem Coffee-Bike unterwegs und begegnet den Bewohner*innen offen und wertschätzend. Er/sie fragt offen nach Bedarfen und Interessen und begleitet diese Fragestellungen/Defizite so, dass die Bewohner*innen ihre eigenen Interessen formulieren und befähigt werden, diese Interessen auch konstruktiv einzubringen in einen Blick auf die Gesellschaft.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Projekt wird mit eingebunden in die bestehenen Netzwerke, wie z.B. das Freiwilligenzentrum, die AWO-Frauenberatungsstelle oder die Beratungsstelle des DRK, außerdem Diakonie in Barsinghausen Es entsteht ein "Runder Tisch" der Beratungsangebote
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen entwickeln eigene Initiativen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt, sie werden befragt, nach ihren Interessen und erhalten Informationen, wie sie diese Interessen umsetzen können.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AWO - Frauenberatungsstelle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK - Migrationsberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO - Freiwilligenzentrum
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Coffee-Bike verschwindet nicht aus dem Stadtbild, sondern verbindet sich mit dem "kirchen:fenster" (Kirchenladen) als zentraler Ort von Kirche in der Innenstadt. Es bleibt weiterhin präsent bei Veranstaltungen und Aktionen und als Möglichkeit, aufsuchende Arbeit zu machen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Von der Seniorenbegegnungsstätte zum Nachbarschaftszentrum Achilles Hof - Aus der Nachbarschaft, mit der Nachbarschaft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Hans Golmann
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnung und Teilhabe für alle Generationen
Projektbeschreibung
Für die Festigung nachbarschaftlicher Beziehungen sollen im Projekt partizipative Rahmenbedingungen gefördert werden. Anonymität und Einsamkeit sollen reduziert, Hilfestellung und Beratung in schwierigen Lebenslagen zugänglich sein, kleinräumige Versorgungsstrukturen sowie Gesundheit, Bildung und Kreativität im Quartier gefördert werden.
Die Weiterentwicklung einer bereits vorhandenen, ehrenamtlich geführten Seniorenbegegnungsstätte zu einem Nachbarschaftszentrums soll dazu beitragen, in dem überschaubaren sozialen Nahraum im Nordwesten Braunschweigs einen Quartierstreffpunkt für Teilhabe und Begegnung entstehen zu lassen.
Das zu entwickelnde Nachbarschaftszentrum ist für die meisten Bewohner*innen fußläufig erreichbar, eine gute Anbindung an den ÖPNV besteht.
Die barrierefreien Räumlichkeiten mit einem Saal, Gruppenräumen sowie Sanitäranlagenbieten bieten gute Möglichkeiten für Aktivitäten, Begegnungen und Engagement. Zusätzlich ist ein Beratungsbüro vorhanden. Das Nachbarschaftszentrum soll sich für die Bewohner zu einem Treffpunkt entwickeln, um Selbstorganisation und Beteiligung zu unterstützen sowie Selbsthilfe und Partizipation im Quartier Watenbüttel/Völkenrode zu ermöglichen. Dabei soll in dem demografisch verhältnismäßig alten Quartier die Förderung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens und die Integration der verschiedenen Bevölkerungs- und Interessengruppen handlungsleitend sein. Daneben gilt es Unterstützungsleistungen für Menschen aller Generationen mit Hilfebedarfen zu berücksichtigen. Die Weiterentwicklung der Seniorenbegegnungsstätte zum Nachbarschaftszentrum macht eine systematische Projektorganisation erforderlich. Die hier in der Organisation, Vermittlung, Beratung und Begleitung tätigen Menschen haben eine zentrale Rolle. Um eine große Vielfalt und Qualität der Arbeit im Nachbarschaftszentrum zu gewährleisten, bedarf es einer vertrauensvollen Schlüsselperson. Diese wesentliche Aufgabe soll eine "Kümmerin" übernehmen. Neben dem Aufbau von Kontakt- und Kommunikationsstrukturen sind die Durchführung von Bürgerbefragungen und Bedarfsanalysen im Quartier - Durchführung von Öffentlichkeitsveranstaltungen, - Netzwerkarbeit im Quartier, - Kontaktpflege zu örtlichen Akteuren sowie die Initiierung von Selbsthilfestrukturen weitere wichtige Aufgaben, die zur Stabilisierung der Lebenszusammenhänge im sozialen Nahraum beitragen. Das Nachbarschaftszentrum Achilles Hof ist im Sinne eines demokratischen und diversen Miteinanders offen für alle.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Damit sich die Bewohner*innen eines Quartiers auch mit diesem identifizieren können sollte der soziale Nahraum nach Ergebnissen der Sozialraumforschung nicht mehr als 25.000 Einwohner umfassen. Das hier beschriebene Quartier liegt im äußeren Nordwesten Braunschweigs und besitzt mit ca. 4200 Einwohnern eine Größe, die als kleinräumig bezeichnet werden kann. Einige Bauernhöfe tragen u.a. zu einem ländlichen Charakter des Sozialraums Völkenrode/Watenbüttel bei. Der Gebäudebestand im Quartier besteht neben älteren Siedlungsbau aus Wohn- und Gewerbeimmobilien der 1970er Jahre. Viele Einrichtungen (Ärzte, Bäckerei, Ortsbücherei) sind nicht barrierefrei erreichbar. Die Anzahl der über 65 jährigen Bevölkerung liegt mit ca. 25% über dem Braunschweiger und auch Bundesdeutschen Durchschnitt. Identifikationsfaktoren für die Menschen der Orte sind unter anderem die durch topographische Marken gegebenen Grenzen des Quartiers und geschichtliche Bezüge zueinander. Besonders für viele Völkenroder Bürger stellt die fehlende Infrastruktur ein deutliches Manko des Stadtteils dar und ein Versorgungsproblem für die tendenziell immobil werdende ältere Generation. Weiterhin stören sich viele Bürger im Quartier an dem starken und gefährlichen Durchgangsverkehr. Durch 3 entstandene Neubaugebiete besteht zusätzlich die Gefahr, dass sich bereits abzeichnende Seggregationstendenzen in den Bewohnergruppen des Quartiers verstärken. Im Quartier fehlen insbesondere Treffpunkte und Möglichkeiten der generationsübergreifenden und interkulturellen Begegnung. Zivilgesellschaftliches Engagement, Teilhabe und das Miteinander der hier lebenden Bürger*innen können diese Problemlagen lösen bzw. abmildern.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Das Quartier auf das wir uns beziehen besteht aus den Stadtteilen Völkenrode und Watenbüttel, die verwaltungstechnisch dem Bezirk 214 der Stadt Braunschweig angehören.
Identifikationsfaktoren für die Menschen dieser Stadtteile sind geographische Marken des Quartiers und die geschichtlichen Bezüge der beiden Stadtteile zueinander. Für die Stadtteile Völkenrode und Watenbüttel ist es die historische Verbindung durch die Celler Heerstraße, der heutigen B214. Auf dieser Straße fahren bis zu 25.000 Fahrzeuge am Tag durchs Quartier. Nördlich ist das Quartier durch den Mittellandkanal begrenzt. Beide Stadtteile sind in unmittelbarer Nähe der beiden Bundesforschungseinrichtungen PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) und der FAL (Forschungsanstalt für Landwirtschaft), in denen viele Menschen dieses Sozialraums arbeiten. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die in diesem Raum lebende Menschen gemeinsame Identifikationsobjekte haben.
Einwohnerzahl
4200
Quelle / Anmerkungen
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung und Statistik, 2021
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_quartier_luft.jpg
(44.46 KB)
karte_quartier.jpg
(42.91 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Entwicklung des Nachbarschaftszentrums Achilles Hof entspricht dem Konzept der Gemeinwesenarbeit, da es sich an alle Bewohner*innen des Quartiers Völkenrode/Watenbüttel richtet. Ein wichtiges Ziel ist, das Quartier durch die Schaffung eines Ortes der Begegnung aufzuwerten, aber auch die Qualität der Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Die vielfältigen Angebote, die im Rahmen des Projektes entstehen sollen, orientieren sich an den Bedarfen und unter Einbeziehung der hier lebenden Bürger*innen. Im Nachbarschaftszentrum Achilles Hof hat die Kümmerin ihren zentralen Sitz als Anlauf- und Vernetzungsstelle. Darüber hinaus soll es Unterstützung bei der Organisation von Selbsthilfe geben. Die zu entwickelnden, niedrigschwelligen Angebote verstehen sich im Sinne der Gemeinwesenarbeit sowohl als Bildungsarbeit, aber auch sozial und auf den sozialen Nahraum ausgerichtet.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Alle Quartiersbewohner*innen werden über verschiedene Kanäle und Medien (Onlineauftritt, Newsletter, Plakate, Wurfzettel, leichte Sprache ...) über relevante Ereignisse im Quartier informiert
Kriterium
Beschreibung
Anhand der erstellten Stärke-Schwäche Analyse des Quartiers werden Potentiale und Ressourcen genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Durch das Nachbarschaftszentrum stabilisieren sich die nachbarschftlichen Kontakte im sozialen Nahraum, Engagement und ehrenamtliche Aktivitäten entwickeln sich stetig.
Beschreibung
Netzwerkpartner unterstützen im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit, know-how. Feste und Aktionen werden von den Partnern unterstützt.
Kriterium
Beschreibung
Das Nachbarschaftszentrum, Aktivitäten und bedarfsgerechte Serviceangebote werden auch zunehmend von Bürger*innen mit schwierigen Teilhabemöglichkeiten angenommen.
Beschreibung
Die Versorgungssituation im westlichen Bereich des sozialen Nahraum hat sich positiv entwickelt; der belastende Durchgangsverkehr hat sich durch bürgeschaftliches Engagement und Gesprächen mit Politik und Verwaltung reduziert.
Kriterium
Beschreibung
Nachbarschaftszentrum wird auch von selbstorganiserten Gruppen (Selbsthilfe, Sport, Kreativität ...) genutzt, die sich mit Unterstützung der Angebote gebildet haben.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Völkenrode Watenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Wohnberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätische Braunschweig
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Christoph Meyer (Landwirt und direkter Nachbar)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Mittelfristig ist die Aufnahme des Nachbarschaftszentrums Achilles Hof in das Konzept und die Finanzierung der Stadt Braunschweig zu einer stadtweiten Implementierung von Nachbarschaftszentren angestrebt, spätestens nach Ablauf der Projektförderung im Rahmen "Gute Nachbarschaft".
11. Medien
Galerie
Aufsteller
eingang_personen.jpg
(49.26 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Soziales Zentrum Donner&Milch!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Michael Bättig
2. Kurzbeschreibung
Rat und Tat, Treffen - Hören - Handeln
Projektbeschreibung
Die Nachbarschaft des seit 15 Jahren im Stadtteil angesiedelten ALSO-Zentrums rund um Milchstr. und Donnerschweer Str. hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Die Bewohnerschaft ist nicht nur gewachsen, sondern auch in ihrer sozialen Zusammensetzung heterogener geworden. Vor allem Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind neu hinzugezogen und der Anteil von Alleinerziehenden und älteren Menschen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Ein Wandel, der sich zwar in individuellen Begegnungen vor Ort zeigt, der aber im Quartier noch keinen gemeinsam geteilten, nicht-kommerziellen Raum der Begegnung und des Austausches findet.
Aufgrund der Geschäftsaufgabe eines Bistros, das direkt an die Räumlichkeiten der ALSO angrenzt, ergibt sich nun die große Chance, dass die ALSO für die Nachbarschaft zu einem Sozialen Zentrum heranwächst. Vom bisherigen Betreiber können wir Küche und Bistroräume übernehmen, die direkt an die Räume des im Haus angesiedelten Arbeitslosenzentrums angrenzen und die sich räumlich miteinander verbinden lassen.
Zwei bereits ehrenamtlich bei uns aktive Sozialarbeits- bzw. Migrationsberatungskräfte mit einschlägiger Erfahrung in der aktivierenden Quartiersarbeit sowie zwei ebenso ehrenamtlich bei uns aktive Frauen für den Küchen- und Cafébetrieb stehen bereit, um das Projekt „Soziales Zentrum“ zu einer lebendigen Begegnungsstätte für die Bewohnerschaft zu entwickeln: mit einem gemütlichen Aufenthaltsraum für Ratsuchende und Beratende der Sozialberatung der ALSO, als Mittagsküche und Café, als Begegnungs- und Veranstaltungsstätte für Nachbar:innen, Migrant:innen, Bewohner:innen und Menschen aus dem Stadtteil. Darüber hinaus wollen wir Räume und offene Türen für Begegnung und Austausch und vor allem für Eigeninitiative der Besucher:innen schaffen, für kulturelle Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit lokal vernetzten Initiativen. Offene und niedrigschwellige Beratungsangebote (u. a. zu Gesundheit) könnten dazukommen, ohne die thematische Offenheit des Zentrums zu verlieren.
Die Lage des ALSO-Zentrums in einer verkehrsberuhigten Straße, die zugleich als eine Hauptverbindung zur Innenstadt fungiert, ist für unser Vorhaben sehr günstig, da sie sowohl zum Verweilen einlädt als auch eine hohe Sichtbarkeit in der Nachbarschaft ermöglicht. Ein neuer Ort für die Bewohnerschaft wird entstehen, um sichtbar füreinander zu werden, in Kontakt miteinander zu treten und gemeinsame Interessen und Themen zu finden und selbstbestimmt zu bearbeiten.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In unseren täglichen Beratungen und Begegnungen vor Ort erleben wir zwar, welche Themen die Menschen bewegen, müssen zugleich aber auch das Fehlen von nicht-kommerziellen Begegnungsräumen feststellen.
Neben sprachlichen wie rechtlichen Herausforderungen gibt es einen über die Beratung hinausgehenden Bedarf nach ungezwungenen Aufenthaltsmöglichkeiten, nach Begegnung, Gespräch und Vernetzung sowie nach nicht-kommerziellen Angeboten (u.a. Mittagessen und Café).
Für die Bewohner:innen des Stadteils, insbesondere für Menschen aus den unterschiedlichen Lebenswelten – zugewandert, alleinerziehend, alleinstehend, älter oder erwerbsgemindert – fehlen Raum und Platz für Kontakte, Gespräche, gegenseitige Hilfe und Eigeninitiative. Insbesondere für Alleinerziehende möchten wir ein kooperativ gestaltetes Angebot schaffen, um Sorgearbeit mit sozialem Austausch zu verbinden (z.B. in einem Eltern-Kind-Café). Und auch für ältere Alleinstehende wird ein niedrigschwelliger, barrierefreier Ort für gesellschaftliche Teilhabe entstehen, um der Gefahr der drohenden Vereinsamung zu begegnen.
Die bisher vorhandenen räumlichen Kapazitäten der ALSO in Verbindung mit der Schwerpunktsetzung auf Sozialberatung ließen eine solche sozialräumliche Öffnung bisher nicht zu. Durch die Übernahme der Bistro-Räumlichkeiten ist es nun möglich, neue Räume der Partizipation, Teilhabe und Selbstorganisation für und durch die Nachbarschaft aufzubauen und themenoffen wie niedrigschwellig zu gestalten. In der ALSO gibt es bereits ehrenamtlich und hauptberuflich Tätige, die über sozialarbeiterische und pädagogische Qualifikationen und Vorerfahrungen verfügen und sich im neuen Sozialen Zentrum einbringen wollen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Bahnhofsviertel - Bürgeresch - Donnerschwee
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die Siedlungsbereiche 1e, 3a und 3b mit den Unterbezirken Bahnhofsviertel, Bürgeresch, Bürgerstraße, Wasserturm, Wehdestraße, Weser-Ems-Halle. Das Haus liegt allerdings sehr zentrumsnah, und die ALSO wird von Ratsuchenden aus dem gesamten Stadtgebiet aufgesucht, so dass wir mit Zulauf auch über die räumliche Abgrenzung hinaus rechnen.
Einwohnerzahl
16536
Quelle / Anmerkungen
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
(65 Jahre und älter)
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quote Jahresdurchschnitt 2020
Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quote 15 - 25 Jahre, Jahresdurchschnitt 2020
Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit der Eröffnung unseres Sozialen Zentrums "Donner&Milch" wollen wir einen neuen niedrigschwelligen und partizipativen Raum der Begegnung für die Nachbarschaft ermöglichen. Dieser erweitert das von der ALSO seit mehr als 15 Jahren verfolgte Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe nun stärker sozialräumlich, themenoffen und noch zielgruppenübergreifender. Das Fehlen eines solchen Begegnungsraums vor Ort erschwert bisher die Sichtbarkeit des sozialen Gefüges des Stadtteils und dessen Wandel in den vergangenen Jahren. Doch ohne Sichtbarkeit und offene Begegnung können weder vorhandene Ressourcen genutzt noch neue Kooperationsstrukturen in der Nachbarschaft entstehen. In der ALSO stehen mehrere Personen für die unterschiedlichen Bereiche dieser Arbeit professionell, aber auch ehrenamtlich bereit. Sie bringen einschlägige Berufs- bzw. praktische Erfahrungen u. a. auch aus ihrer Arbeit in der ALSO mit.
Das lokale Engagement und die Offenheit für die Herausforderungen und Chancen einer sich wandelnden Nachbarschaft verfolgen dabei das Ziel, die materiellen (Wohnraum etc.) wie auch immateriellen Bedingungen (u. a. Ermöglichung sozialer Beziehungen) vor Ort zu verbessern. Unser GWA-Ansatz fördert auf diesem Wege die Handlungsfähigkeit der Bewohnerschaft vor Ort zu einer eigenständigen und verantwortlichen Lebensgestaltung sowie zur gleichberechtigten Teilhabe an gesellschaftlichen Ressourcen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner/innen äußern im Sozialen Zentrum eigene Interessen und Themen, die sie im oder mit Hilfe der Strukturen des Sozialen Zentrums verfolgen möchten. Angebote des Sozialen Zentrums werden nachgefragt und von den Bewohner/innen aufgegriffen.
Kriterium
Beschreibung
Infrastruktur und Ressourcen des Sozialen Zentrums werden genutzt, um eigeninitiativ neue Begegnungsräume der Bewohner/innen zu selbstbestimmten Themen zu eröffnen und gemeinsame Handlungsfähigkeit wie Selbstwirksamkeit zu erleben.
Kriterium
Beschreibung
Wenn von der Bewohnerschaft durch das Soziale Zentrum gemeinsame Interessen bei selbstbestimmten Themen entdeckt werden und ihre bereits vorhandenen Ressourcen in Verbindung mit denen des Zentrums sichtbar, aktiviert und kooperativ genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Wenn Ratsuchende, Zugewanderte, Alleinerziehende, Ältere und Nachbar/innen sich im Zentrum begegnen, in Kontakt miteinander treten und gemeinsame Themen identifizieren und kooperative Bearbeitungswege diskutieren.
Beschreibung
Wenn aus dem Haus heraus Kooperationen zwischen Initiativen z. B. zur Sozialen Frage, dem Klimaschutz oder der Care-Ökonomie gibt, wobei sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Herkünften und Fähigkeiten in themengeleiteten Unternehmungen zusammenfinden.
Beschreibung
Wenn das Soziale Zentrum ein zentraler Knotenpunkt sich entwickelnder neuer kooperativer Netzwerke in der Nachbarschaft geworden ist und sich in vorhandene Netzwerke in der Stadt, aber auch überregional (z. B. AK-gegen-Armut, Klima), einbinden kann.
Kriterium
Beschreibung
Wenn Angebote im Haus wahrgenommen und von Nachbar/innen und Bewohner/innen aktiv mitgestaltet und neue Angebote initiiert werden, und das Zentrum als Ausgangspunkt auch von zentrumsunabhängigen gemeinsamen Aktivitäten und Unternehmungen geworden ist.
Beschreibung
Wenn Angebote und Eigeninitiativen wie Beratung, Treffen, kulturelle Veranstaltungen, Mittagessen, Cafetrieb usw. stadtbekannt werden und die vorhandenen Ressourcen und Kapazitäten des Zentrums regelmäßig angefragt, genutzt und weiterentwickelt werden.
Kriterium
Beschreibung
Wenn es eine stadtweite Kooperation und Koordination von Stadtteilangeboten und Aktivitäten gibt, die soziale, kulturelle, städtebauliche, klimatische und Sorge-Aspekte miteinander verbindet und die Menschen nachbarschaftsübergreifend verbindet.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Amt für Teilhabe und Soziales - Strategische Sozialplanung - Amt für Zuwanderung und Integration
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbar/innen und Bewohner/innen aus dem Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Faire Mobilität - Arbeit & Leben Niedersachsen - Gewerkschaften - Schuldnerberatung des Paritätischen - Fachstellen zu physischer und psychischer Gewalt - Einrichtungen zur Schwangerenberatung - Frauenhäusern - Diakonisches Werk - Flüchtlingssozialarbeit
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es sollen während der Projektförderung in Abstimmung mit den zuständigen städtischen Behörden und den politischen Fraktionen im Stadtrat, aber auch über mögliche Förderungen des Landes Niedersachsen, durch Stiftungen und private Sponsoren nachhaltige Finanzierungmöglichkeiten über den Förderzeitraum hinaus entwickelt werden. Langjährige Erfahrungen mit fundraising und Spendenacquise sind in der ALSO vorhanden. Ein Ausbau und eine Verstetigung der ehrenamtlichen Arbeit im Haus wird angestrebt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On