Verwendungsnachweis: Mitte : Erdball
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
David Junker
| Funktion | Stadtplaner |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Soziale Stadtentwicklung Altstadt
Projektbeschreibung
Den Projektort bildet das Altstadtquartier. Fehlende Nachbarschaftsnetzwerke sowie Bewohner*Innen die bisher nicht, an denen der Öffentlichkeit übertragenen Mitgestaltungsmöglichkeiten partizipieren prägen dieses Quartier. Entsprechend dieser Problemlage steht daher das Sondieren der Bedürfnisse und Bedingungen, eines niedrigschwelligen Beteiligungsinteresses marginalisierter Gruppen, zunächst im Fokus des Projektes.Das menschliche Bedürfnis zur Teilhabe und Teilgabe wird damit aufgegriffen.
Mit diesem neuen Projekt der sozialen Stadtentwicklung, soll als experimenteller und ergebnisoffener Prozess erstmals versucht werden, die Quartiersbewohner*innen für die Mitgestaltung an ihrer Stadt zu gewinnen. Dazu ist es essentielles Ziel einen unmittelbaren Nutzen sowie greifbaren und langfristigen Gewinn für das eigene Leben im Quartier vermitteln zu können. Es soll ohne Zwang ein Bewusstseinswandel und Handlungswille implementiert werden, der die Bewohner*Innen dazu befähigt u.a. die öffentlichen und halböffentlichen Bereiche der Stadt räumlich und thematisch zu erobern. Insbesondere die Arbeit an einem gemeinsamen Platz/Ort, zu letztendlich auch ganz unterschiedlichen Thematiken, bildet den Ansatz eine freiwillige Vernetzung und Kooperation auszuprobieren und entsprechend ein kollektives Handeln zu etablieren. Mit Fortschreiten des Projektes soll daraus eine sich selbsttragende und offene Organisationsform entstehen. Diese Organisation soll im Weiteren mit ihren basisdemokratischen Diskussions- und Entscheidungsstrukturen ein ernstzunehmender Akteur werden, der entsprechend Durchsetzungsstark ein „Agenda-Setting“ für die quartiersbezogenen Zukunftsprozesse zu generieren imstande sein sollte. Ziel ist es bei den Bewohner*innen ein kollektives Selbstwertgefühl zu schaffen, um eine Teilhabe am Weiterbauen und Gestalten des Quartiers einzufordern.
Die Initiierung des modellhaften Projektes erfolgt durch die Stadt. Die Umsetzung durch ein Quartiersmanagement, soll jedoch explizit unabhängig und ohne sichtbare Präsenz der kommunalen Institutionen erfolgen, um ein darin vermutetes Hemmnis für die Bewohner*innen auszuschließen. Der experimentelle nonkonformistische Projektansatz, wird dahingehend jedoch durch die entsprechende Bereitschaft zur Überlassung von Räumen und auch durch eine „aktive Zurückhaltung“ unterstützt werden („Schaffen und Zulassen von Möglichkeitsräumen"). Die Kommune ermöglicht die Bereitstellung von Ressourcen und ist damit Teil der Lösung.
Laufzeit
2020-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der historischen Altstadt Osterodes sowie einigen weiteren Stadtvierteln bilden u.a. multikulturell-/ethnisch geprägte Nachbarschaften wesentliche Teile der Bevölkerung. Im besonderen Maße wird jedoch das Quartier Altstadt von dieser sozialräumlichen Situation bestimmt. Konträr zu anderen Vierteln im Gemeindegebiet, formen hier das räumlich-nahe Zusammenleben mehrerer Generationen, migrantische Bevölkerungsgruppen und eine tendenziell eher jüngere demografische Struktur einen spezifischen Quartierscharakter. Des Weiteren prägen das zu großen Teilen baulich-defizitäre Wohn- und Freiraumangebot (u.a. Verfall, Leerstände, Vandalismus) sowie das damit einhergehend geringere Wohnkostenniveau die Segregation (bzw. auch dessen Verstetigung) von ökonomisch-leistungsschwächeren Haushalten die Altstadt. Es droht ein Negativ-Image und die Tendenz zum sozialen Brennpunkt.
Insbesondere diese Nachbarschaften sind zugleich bis heute weitgehend vom öffentlichen Diskurses zur künftigen Entwicklung ihres Quartiers ausgeschlossen bzw. hier nicht präsent. Eine Beteiligung der multikulturellen, multiethnischen und/oder auch ökonomisch-marginalisierten Nachbarschaften scheitert offenbar an fortbestehenden Hemmnissen und unsichtbaren Barrieren. Es wird jedoch vom klaren Wunsch zur Mitgestaltung der lebensweltlichen Umgebung ausgegangen .
Neben der fehlenden Inklusion in die kollektive Weiterentwicklung der Stadt, besteht auch ein überwiegendes Nebeneinander der Bewohner*Innen bzw. ein Verbleib in den verschiedenen sich separierenden Communities. Die ausbleibende Interaktion wird durch Beziehungshemmnisse im Rahmen von kulturellen, ethnischen und ökonomischen Disparitäten bedingt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osterode am Harz Altstadt
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die historische Altstadt innerhalb der Stadtmauer. Der anliegende Fußweg an der "Schildwache" bildet damit den Gebietsumfang. Im Norden wird der Bereich begrenzt durch die Johannistorstraße und den Johannistorplatz. Im Osten bilden die Brauhausstraße der Brandruine des ehemaligen Lichtspielhauses sowie die Jacobitorstraße den Zugang zur Altstadt. Im Süden der Altstadt prägen Gärten und Freiflächen an der Stadtmauer die Begrenzung des Gebietes. Im Westen bildet die Straßen am ehemaligen Neustädter- sowie dem Marientor den Zugang zum Gebiet.
Einwohnerzahl
1604
Quelle / Anmerkungen
Bürgerbüro der Stadt Osterode am Harz
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Stadt Osterode am Harz.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung der Stadt Osterode am Harz.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
mitte_erdball_1.jpg
(824.34 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das niedrigschwellig ansetzende Projekt erfordert die direkte alltagsweltliche Ansprache und Mitnahme der Bewohner*Innen im Quartier. Dies kann nur durch ein entsprechend ausgebildetes und persönlich engagiertes Quartiersmanagement (QM) geleistet werden. Zugleich muss ein weitmöglichst selbstständig arbeitendes und entscheidendes QM, zur direkten bzw. situationsgerechten Handlungsbefähigung bei der Umsetzung der Ziele des Projektes berechtigt sein. Dies bedingt auch die Bereitschaft des Antragsstellers, der Stadt Osterode am Harz, die Bereitstellung von unabhängigen Geldern für das „Community Organizing“ zu ermöglichen. Des Weiteren wird die Unmittelbarkeit vor Ort und die konsequente Sicherstellung der institutionsferne als wichtige Voraussetzungen zur Akzeptanz des QM betrachtet.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen übernehmen sukzessiv selbstständig die Organisation und Durchführung von Aktionen. Ein neues kollektives Selbstwertgefühl der Menschen im Quartier wird sichtbar und es erwächst die Forderung nach Teilhabe.
Kriterium
Beschreibung
Nachbarschaften werden nach Innen und Außen als lebendige und aktive Orte des sozialen Zusammenlebens sichtbar.
Beschreibung
Aktionen im Quartier werden basisdemokratisch, eigeninitiativ und selbstständig geplant bzw. durchgeführt. Der Impuls geht von den organisierten Bewohner*innen selbst aus.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen unterstützen und solidarisieren sich miteinander. Vernetzung mit anderen gemeinwohlorientierten Einrichtungen im Quartier (Bildungseinrichtung, Rotes Kreuz, Kirche) im Rahmen des lebensweltlichen Interesses bzw. aktionsbezogen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Typ
Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
(Kommune) - Im Zuge der Bereitstellung von Ressourcen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Aus der Arbeit des QM wird ein nachhaltiger Impuls für die Selbstorganisation der Bewohner*Innen entwickelt. Es handelt sich somit um einen dynamisch wachsenden Prozess ohne Endpunkt. Die langfristige Finanzierung der Sozialen Stadtentwicklung im kommunalen Haushalt ist Teil dieser Strategie zur Verstetigung. Mit der Einrichtung eines Fonds sollen die Aktivitäten der Selbstorganisation unbürokratisch direkt unterstützten werden. Dieser Rahmen sichert die Weiterführung der Ideen des QM.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Mach Gandersheim zu Deinem Ort
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie-Luise Kisters
| Funktion | Gemeinwesenarbeiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir sind Bad Gandersheim - wir alle, wir gemeinsam!
Projektbeschreibung
Bis letztes Jahr waren wir eine herkömmliche GmbH, allerdings mit sozialer Ausrichtung. Unser Geschäftsführer wird 2022 in Rente gehen. So wurde beschlossen unsere Geschäftsbereiche 2020 in die Gemeinnützigkeit zu überführen, um 70 Arbeitsplätze & hohe Mitsprache der MA zu erhalten und unser bisheriges Portfolio der Sozialarbeit zu erweitern.
In Bad Gandersheim gibt es bereits mehrere Initiativen und engagierte Menschen mit wunderbaren Ideen zur Verbesserung des sozialen und kulturellen Lebens. Was bisher fehlt, ist der GWArbeiter (für den diese Förderung beantragt wird), um die Menschen zu vernetzen & Ressourcen herauszuarbeiten, sowie ein Haus als Nachbarschaftszentrum, in dem das Leben toben kann. Es gibt ganz zentral ein leerstehendes Haus, das schon früher für alle Gandersheimer*innen offen stand und für Veranstaltungen/Beratung genutzt wurde. Hier möchten wir anknüpfen und das Haus von der Kirche kaufen, wenn wir diese Förderung erhalten. Treibhaus e.V. (ein örtlicher Kulturverein) und die Werk-statt-Schule haben bereits ihr Interesse an einer Zusammenarbeit in diesem Haus bekundet.
Es wird ein Ort der Begegnung & des Austausches mit niedrigschwelligen Hilfsangeboten (wie Selbsthilfe-Fahrrad-Werkstatt & die „Omas-Handy-spinnt-Hilfe“), die zugleich die Nahversorgung verbessern. Sie ermöglichen mit unterschiedliche Menschen eher beiläufig in Kontakt zu kommen und so Vorurteile abzubauen und zur Partizipation zu anzuregen. Die Menschen erkennen, dass sie hier „ihr“ Beteiligungsformat finden & ihnen in dem Haus geholfen wird (ggf. durch Vermittlung an andere Institutionen).
Wir haben die einmalige Chance, unsere Landesgartenschau 2022 als Initialzündung für ein Wir-Gefühl und identitätsstiftende Visionen zu nutzen, auf deren Grundlage Aktivierung, Vernetzung und eine hohe Beteiligungsbereitschaft erreicht werden können, die zur Verbesserung der Lebensqualität aller Gandersheimer*innen unter sozialen und kulturellen Gesichtspunkten führt - ein Standortfaktor, der GAN auch für Junge und Familien wieder attraktiv macht.
Nicht wir bestimmen Weg und Ziel: Wir werden Bedarfsanalysen durchführen. Wir werden Prozesse (wie die Zukunftswerkstatt) initiieren, damit die Menschen „ihre“ Ziele und Träume entwerfen, verfolgen und erreichen können. Wir werden durch Netzwerkarbeit Synergieeffekte unter den Akteuren erschaffen. Wir werden durch Qualifizierung von Ehrenamtlichen die Selbstorganisation befördern. Kurz gesagt: Wir werden der Deckel auf dem Topf sein.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Bad Gandersheim (GAN) war vor Jahrzehnten eine bedeutende, prosperierende Stadt. Heute leidet sie unter dem demografischen Wandel und unter den Folgen des Strukturwandels. Der Bevölkerungsrückgang ist deutlich stärker als in Niedersachsen. Der Anteil Älterer ist hoch & wird nach aktuellen Prognosen in den nächsten 10 Jahren kräftig steigen.
Den Jungen und Familien fehlt nicht nur die berufliche Perspektive; die Kernstadt ist für sie auch nicht mehr attraktiv. Sie fühlen sich nicht aufgehoben und wandern ab.
Vereinsamung und Separierung sind ein Problem und führen zu wenig Verständnis und Gleichgültigkeit. In GAN ist wenig Energie spürbar. Es gibt kaum Orte der Begegnung, wenig Nachbarschaftshilfe, keine gute Nahversorgung, viele ungenutzte Plätze und Leerstände.
Es ist wenig Identifikation mit der Kernstadt und den vorhandenen Einrichtungen (wie z.B. den Domfestspielen) vorhanden, dafür aber viel Resignation. Es gab Anläufe, neuen Wind in diese verstaubte Stadt zu bringen. Leider konnte bisher nichts nachhaltig wirken, was auch an der Rückhaltung vieler BewohnerInnen bezgl. Veränderungen liegt.
Ehrenamtliches Engagement ist meist vorhanden bei Menschen über 50, solange sie gesundheitlich fit sind. Es trägt z.B. das Kino, das Schwimmbad und das Museum und ist thematisch ausgerichtet, nicht aber sozial. Soziales Engagement haben wir bei der Tafel. Es ist durch Corona minimal gestiegen.
Die bisherigen Initiativen sind sehr wertvoll, aber nicht gut vernetzt. Sie sprechen nicht die Jungen an, die es aber braucht, um sie weiterzuführen.
Es ist viel Potenzial erkennbar, das aber nur mit mehr Struktur und Organisation entfaltet/genutzt werden kann.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bad Gandersheim Kernstadt
Beschreibung
Projektgebiet ist die Kernstadt von Bad Gandersheim. Die 15 umliegenden Dörfer gehören nicht dazu. Wir werden aber niemanden ausschließen. Wenn Menschen aus den Nachbarorten zu uns kommen, sind sie willkommen.
Einwohnerzahl
6307
Quelle / Anmerkungen
Stadt Bad Gandersheim
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Auskunft der Stadt Bad Gandersheim, Stand 28.08.2020: 808 ausländische Personen in der Kernstadt (=12,8% der Bevölkerung).
Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle): Bevölkerung nach Nationalität, Stand 31.12.2018: sonstige = Niedersachsen 749.694 ausländische Personen von 7.982.448 (=9,3 % der Bevölkerung);
Gesamtstadt = unser Landkreis Northeim 8.330 ausländische Personen von 132.765 (=6,2% der Bevölkerung)
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
29
Anmerkung
Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle): Bevölkerung nach Altersgruppen, Stand 31.12.2018: Niedersachsen über 60 Jahre 2.276.622 Personen von 7.982.448 (= 29% der Bevölkerung); Auskunft des Einwohnermeldeamtes der Stadt Bad Gandersheim Stand 28.08.2020 (Quelle): Bad Gandersheim gesamt über 60 Jahre 3.519 Personen von 9.623 (=37% der Bevölkerung), Kernstadt über 60 Jahre 2.165 Personen von 6.307 (=11% der Bevölkerung)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle):
Bevölkerung nach Altersgruppen, Stand 31.12.2018: Niedersachsen 0-14 Jahre 1.089.108 Personen von 7.982.448 (= 14% der Bevölkerung);
Auskunft des Einwohnermeldeamtes der Stadt Bad Gandersheim, Stand 28.08.2020 (Quelle):
Bad Gandersheim gesamt 0-14 Jahre 1.204 Personen von 9.623 (=13% der Bevölkerung), Kernstadt 0-14 Jahre 715 Personen von 6.307 (=11% der Bevölkerung)
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle): Bevölkerung nach Altersgruppen, Stand 31.12.2018: Stadt Göttingen 15-26 Jahre 18.591 Personen von 119.801 (= 16% der Bevölkerung);
Auskunft des Einwohnermeldeamtes der Stadt Bad Gandersheim, Stand 28.08.2020 (Quelle):
Bad Gandersheim gesamt 15-26 Jahre 1.167 Personen von 9.923 (=12% der Bevölkerung), Kernstadt 0-14 Jahre 695 Personen von 6.307 (=11% der Bevölkerung)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit 2019 (Quelle):
Arbeitslosenquote aller Erwerbspersonen: Nds. 5,0% (sonstige), unser Landkreis Northeim 5,1% (Gesamtstadt);
Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkt kommunal, 10.01.2020: Bad Gandersheim 2019 Arbeitslose 7,6% (Projektgebiet)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit 2019 (Quelle):
Arbeitslosenquote der Erwerbspersonen unter 25 Jahre: Nds 5,1% (sonstige), unser Landkreis Northeim 5,7% (Gesamtstadt).
Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkt kommunal, 10.01.2020: Bad Gandersheim 2019 Arbeitslose unter 25 10,2%
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
bad_gandersheim_kernstadt.jpg
(891.08 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser gesamtes Handeln ist darauf ausgerichtet, die Bewohner*innen der Kernstadt zusammenzubringen – sowohl räumlich als auch emotional – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion, Grad der Behinderung oder Bildungsstand. Wir geben allen Menschen im Quartier eine Stimme und eine Aufgabe. Wir binden alle vorhandenen Stärken und Ressourcen ein und erweitern sie. Die Menschen erfahren Wertschätzung und können ihre Selbstwirksamkeit erkennen. Dies wirkt destruktivem Verhalten entgegen. Wer sich mitgenommen fühlt, muss keine Fensterscheiben einschlagen oder populistischen Parteien nachlaufen.
Momentan fühlen sich die Menschen eher als unbeteiligte Zuschauer statt als Mitwirkende und haben wenig Verständnis für andere („den Migranten geht es doch viel zu gut “). Verständnis lässt sich aber entwickeln, in dem wir eine Infrastruktur zum gegenseitigen Kennen- und Verstehenlernen schaffen, in der verschiedenste Menschen gemeinsam an & in Projekten arbeiten, sich dabei austauschen & Vorurteile abbauen.
Die Angebote des Nachbarschaftszentrums aktivieren Menschen mit unterschiedlichen Interessen (Musik, Handwerk/Handarbeit, Sport, Kunst, Essen, Spielen). Gefördert werden individuelle (Persönlichkeitsentwicklung, Bildung etc.) & objektive Prozesse (Netzwerke, Kooperationen etc.) mit Einfluss auf die Sozialpolitik. So wird die Versorgung in unserem strukturschwachen Gebiet durch Hilfe aus der Nachbarschaft & professionelle, psychosoziale Angebote deutlich besser.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Arbeit des/der GWArbeiter*in verändert sich vom Aktiviern, Motivieren und Entwickeln hin zum Begleiten und Festigen von Strukturen. Die Menschen nutzen die Gremien, Netzwerke und Ressourcen für die Umsetzung ihrer Ideen.
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen nutzen die Zukunftswerkstatt aktiv. Sie bringen ihre Ideen und Bedürfnisse ein. Dementsprechend werden alle Aktionen ausgerichtet und auch an die Politik herangetragen.
Kriterium
Beschreibung
Jede/r, der/die ein Angebot macht, bedenkt stets, wie andere und deren Interessen und Bedürfnisse einbezogen werden können und wie der Zugang für alle erleichtert wird.
Beschreibung
Alle AkteurInnen wissen, welche anderen AkteurInnen es in der Kernstadt gibt und wo deren Schwerpunkte liegen. Bei allen Projekten wird überlegt, wessen Stärken und Steckenpferde für ein gutes Gelingen in die Planung & Umsetzung integriert werden sollten.
Kriterium
Beschreibung
Unterschiedliche Menschen kommen mit unterschiedlichen Interessen oder Unterstützungsbedarfen. Sie werden zielgerichtet an Helfer*innen mit unterschiedlichen Kompetenzen/Professionen vermittelt, die interdisziplinär zusammenarbeiten.
Beschreibung
Menschen, die sich bisher außen vor und alleingelassen gefühlt haben (z.B. Migranten, Menschen mit Behinderungen, arme Menschen), sind bei Politik und BewohnerInnen im Fokus. Es werden explizit Angebote gemacht, um sie zu unterstützen und einzubeziehen.
Kriterium
Beschreibung
Online und im Nachbarschaftszentrum gibt es eine Übersicht über alle Akteur*innen. Die Angebote werden nachgefragt und genutzt. Das Angebot ist vielfältig. Es kommen Menschen mit neuen Ideen aus unterschiedlichsten Bereichen auf den/die GWArbeiter*in zu.
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen beteiligen sich an einem Nachbarschaftsrat und seinen Untergruppen (z.B. Jugend-Rat). Hierin werden die Belange der Bewohner*innen der Kernstadt diskutiert und nach konsensfähigen Lösungen gesucht.
Beschreibung
In die GWA finden neben den kommunalen Themen auch überregionale oder gesamtgesellschaftliche Themen (z.B. Ökologie/Fridays for Future) Eingang. Zugleich hat die GWA zunehmend Einfluss auf kommunale und überregionale (sozialpolitische) Themen.
Kriterium
Beschreibung
Die Politik kennt (z.B. durch die Zukunftswerkstatt) die Wünsche der Bewohnenden (nach neuen, gemeinsamen Wohnformen) und schafft die Voraussetzungen (z.B. Fördermittel), um dies umzusetzen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Pröpstin Elfriede Knotte, Pfarrer Thomas Ehgart, Pfarrerin Meike Bräuer-Ehgart und evangelisch-lutherische Stiftskirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie im Braunschweiger Land gemeinnützige GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Werk-statt-Schule e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein für das Sole-Waldschwimmbad Bad Gandersheim e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landtagsabgeordneter Schwarz (Vorsitzender des Arbeitskreises Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gandersheimer Wirtschaftsforum (GWF) e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungs-, Haus- und Grundbesitzerverein Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas-Verband Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pfarrer Stefan Lampe und katholische Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Eine Kirche wird uns das Gebäude für die GWA zu 2/3 des Verkehrswertes verkaufen. In dem wir unseren Hauptsitz nach GAN verlagern, sind wir durch Einsparung unserer bisherigen Mietausgaben & finanzielle Beteiligung der anderen Mieter (soz. Einrichtungen) dauerhaft in der Lage, die (räumliche) Infrastruktur für die GWA zur Verfügung zu stellen. Unsere bereits initiierten weiteren Projekte (Alltagshilfen, Pflegedienst) stabilisieren die Finanzierung & das inhaltliche Spektrum der GWA nachhaltig.
11. Medien
Galerie
Videos
bad_gandersheim.mp4
(31.13 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Göttinger Quartiere - Raum für Menschen gestalten "Miteinander und Füreinander"
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christina Hammer
| Funktion | Sozialplanerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Miteinander und Füreinander
Projektbeschreibung
Im Laufe der ersten Förderperioden konnte in Zusammenarbeit mit inzwischen 6 in freier Trägerschaft bestehenden Nachbarschafts-, Stadtteil- und Quartierszentren (i.F. NSQ-Zentren) auf strategischer Ebene ein gesamtstädtisches Konzept GWA erarbeitet werden. Gemeinsam mit den NSQ-Zentren wurde ein Leitbild, einheitliche Qualitätskriterien und Arbeitssäulen GWA für die Stadt Göttingen entwickelt. In jedem der NSQ-Zentren konnten über die Einrichtung von Stadtteilkonferenzen/Bürgerforen erste Beteiligungs- und Partizipationsstrukturen eingerichtet werden. In der kommenden Gesamtförderperiode gilt es dieses Netz der NSQ-Zentren zu stärken und zu erweitern. Die GWA im Quartier Leineviertel soll verstetigt werden und weitere Ansätze zur Förderung der Integration und sozialen Teilhabe der heterogenen Bevölkerung im Leineviertel erprobt werden. Zusätzlich wird in einem neuen Quartier "Zietenterrassen“ über die sozialräumliche Öffnung des Sportvereins SC Hainberg und im engen Austausch mit dem Quartiersbüro "Leineviertel" eine weitere Anlaufstelle GWA aufgebaut. Bereits jetzt zeichnet sich die Trägerstruktur der von der Stadt Göttingen unterstützten NSQ-Zentren durch Vielfalt aus. Wohlfahrtverbände, Nachbarschaftsvereine, die Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) und die Jugendhilfe Göttingen e.V. setzten mit ihrem trägerspezifischen Know How die Gemeinwesenarbeit in den Stadtteilen/Quartieren um. Die Erweiterung dieses Trägernetzwerkes um das Wissen eines Sportvereins sehen wir als Chance, die Erfahrungen der (Sport-)Vereinsarbeit in der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen, der Entwicklung von Sport-, Freizeit- und Gesundheitsangeboten zu nutzen, um die Weiterentwicklung der GWA auf der vor Ort Ebene in den bestehenden Zentren und Quartieren insgesamt voranzutreiben (Synergien). Auch soll dieses "Erfahrungswissen" genutzt werden um verstärkt unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zu erreichen und zu integrieren.
Für die stärkere Entwicklung der ressortübergreifenden Zusammenarbeit in der Quartiersentwicklung soll eine verwaltungsinterne Koordinierungsstelle GWA/Quartiersentwicklung aufgebaut werden. Aufgabe dieser Koordinierungsstelle wird es sein, die vielfältigen (Quartiers-)Entwicklungsprozesse in der Stadt Göttingen zu begleiten und mit der gesamtstädtischen GWA besser zu verzahnen. In einer neu einzurichtenden Arbeitsgruppe werden dabei die Sozialplanung (DezC) und FD Stadt- und Verkehrsplanung (DezD) eng zusammenarbeiten.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das neu zu entwickelnde Quartier „Zietenterrassen“ befindet sich in Hanglage östl. des Stadtkerns am Göttinger Stadtrand & ist durch eine sehr heterogene Bevölkerungsstruktur geprägt. Auf einem ehm. Kasernengelände hat sich ein gemischt genutztes Quartier entwickelt. 2015 wurde eine Flüchtlingsunterkunft errichtet, die von den BewohnerInnen wenig akzeptiert wird. Es gibt latente Ängste vor Wertverlust & Übergriffen seitens der Eigenheimbesitzer. In mehrgeschossigen Wohngebäuden der Städtischen Wohnungsbau leben überwiegend einkommensschwache Mieter & Menschen mit Migrationshintergrund. Eine Spaltung der Bewohnergruppen ist zu befürchten. Erste Berichte & Beschwerden über Lärmbelästigung (insbes. durch Jugendliche), Alkohol- & Drogenkonsum im öffentlichen Raum und das Anbringen fremdenfeindl. Symbole schaden Quartiersimage & Wohnqualität. Hier gilt es über den Aufbau von GWA präventiv entgegenzuwirken. Auch das Gebiet Leineviertel ist von sozialen Problemlagen, Anonymität & Fluktuation geprägt. Eine nachbarschaftl. Organisation auf Augenhöhe und gegenseitiger solidarischer Unterstützung stößt an soziale (Alter, Geschlecht, Herkunft, Einkommen, Vorurteile) und räumliche (Hochhauskomplex Groner Landtsr. mit 432 App., Neubaugebiete in Leinenähe, verkehrliche Lage, Defizite im öffentlichen Raum) Grenzen. Diesen multiplen Problemlagen entgegenzuwirken, benötigt Kontinuität & Beständigkeit beim Aufbau der GWA. Neben den Erschwernissen bei der Standortsuche für ein Quartierszentrum, dem Pandemieausbruch im Hochhauskomplex, hat auch ein Personalwechsel im vorherigen Projektverlauf zu Rückschritten beim Aufbau nachhaltiger Strukturen der GWA geführt.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Leineviertel (A) - und - Zietenterrassen
Beschreibung
Das ca. 84 ha umfassende Gebiet Leineviertel grenzt westlich an die Bahnlinie mit der viel befahrenen Groner Landstr., eröffnet nord-östlich mit der Groner-Tor-Str. den Zugang zur Innenstadt, grenzt östlich an die Bürgerstr. (Ringstr. um die Innenstadt) und führt südl. entlang des Mühlengrabens bis zur Leine, die süd-westl. das Quartier bis zu den Bahnlinien umschließt.
Einwohnerzahl
5673
Quelle / Anmerkungen
Referat 06 Statistik und Wahlen, Stichtag 31.12.2018
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ref. 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ref. 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ref. 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten zur Arbeitslosigkeit beruhen auf Schätzungen, da die Einzugsbereiche der Datenquelle nicht deckungsgleich sind. Die Bevölkerungsdaten können demgegenüber baublockweise ermittelt werden.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl der Alleinerziehenden erfolgt als Schätzwert und wir abgeleitet aus den Haushaltszahlen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ref. 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ref. 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ref. 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ref. 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartier_leinerviertel.pdf
(260.47 KB)
Gebiet-Name
Göttingen Zietenterrassen (B) - und - Leineviertel
Beschreibung
Das ca. 100 ha umfassende Gebiet grenzt östlich in Stadtrandlage an den Göttinger Wald und führt nord-westlich über die Von-Ossietzky-Straße Richtung Stadtzentrum bis Emil-Nolde-Weg. In seinen westlichen Grenzen erstreckt sich das Gebiet in südlicher Richtung über die Wohngebiete Am Kirschberg, Himmelsruh, Weidenbreite bis zum Mittelberg. Dieser bildet die östliche Grenze und führt über die Schöneberger Str. zum Stadtrand Vor dem Walde.
Einwohnerzahl
7270
Quelle / Anmerkungen
Ref. 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ref. 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ref. 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ref. 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten zur Arbeitslosigkeit beruhen auf Schätzungen, da die Einzugsbereiche der Datenquelle nicht deckungsgleich sind. Die Bevölkerungsdaten können demgegenüber baublockweise ermittelt werden
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl der Alleinerziehenden erfolgt als Schätzwert und wir abgeleitet aus den Haushaltszahlen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ref. 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ref. 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ref. 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ref. 06 Statistik und Wahlen, Stadt Göttingen
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartier_zietenterrassen.pdf
(289.45 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Seit 1997 werden in der Stadt Göttingen meist anlassbezogen NSQ-Zentren zur Förderung der GWA/Quartiersentwicklung eingerichtet. Entweder programmbegleitend in Fördergebieten der „Sozialen Stadt“, auf Grundlage politischer Anträge über die Gründung von Nachbarschaftsvereinen oder aktuell durch die Landesförderung GWA/QM. Dank der Landesförderung konnte in den vergangenen Förderperioden erstmalig eine gesamtstädtische Strategie und ein gemeinsamer Ansatz GWA entwickelt werden. Alle bestehenden und zukünftigen NSQ-Zentren verpflichten sich seither einem gemeinsamen Leitbild, stehen in ihrem Quartier für die Koordination der GWA, die Förderung von Kooperation und Vernetzung und des bürgerschaftlichen Engagements. Mittels der eingerichteten Stadtteilkonferenzen/Bürgerforen sollen sie zukünftig als Bindeglied zwischen kommunaler Verwaltung und AnwohnerInnen fungieren. Bedarfe und Bedürfnisse der Menschen im Quartier können so direkt geäußert und in bestehenden und zukünftigen Quartiersentwicklungsprozessen stärker berücksichtigt werden. Über den ressortübergreifenden Aufbau einer Koordinierungsstelle GWA/Quartiersentwicklung wird in den kommenden Jahren der Ansatz des sozialraumorientierten Quartiersmanagement stärker in den Fokus rücken. Aufgabe der Koordinierungsstelle wird es sein, die ermittelten und zu verändernden infrastrukturellen Rahmenbedingungen in einem Quartier an die zuständigen Fachbereiche zu steuern & eine integrierte quartiersbezog. Bearbeitung zu begleiten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kommunikations- und Begegnungsräume sind eingerichtet, BewohnerInnen nutzen die Anlaufstellen GWA, 85 % sind informiert & aktiv beteiligt, BewohnerInnen benennen Themen und Ziele der GWA und Quartiersentwicklung selbst.
Kriterium
Beschreibung
Selbstverwaltete Räume im Quartier sind identifiziert und stehen für Begegnung und Veranstaltungen zur Verfügung, BewohnerInnen nutzen einen Verfügungsfonds für eingeninitiierte Projekte und Veranstaltungen.
Kriterium
Beschreibung
BewohnerInnen (an-)erkennen die strukturellen Möglichkeiten, Vorteile und Ressourcen in ihrem Quartier. Schwachstellen sind identifiziert und Lösungsansätze entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Eine Vielzahl an Kommunikationsanlässen und -räumen unterstützt die Interaktion zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppe, Straßen-, Nachbarschafts-, Sportfeste, Stadtteilkonferenzen u.a.
Beschreibung
AG-Koordinierungstelle GWA/Quartiersentwicklung ist eingerichtet und steuert Quartiersentwicklungsvorschläge von BewohnerInnen in die einzelnen Fachbereiche. und andersherum.
Beschreibung
Bürgerforen finden regelmäßig statt in denen gemeinsame Ziele und Ideen für das eigene Quartier entwickelt wurden. Neue Projekte/Veranstaltungen sind daraus hervorgegangen.
Kriterium
Beschreibung
Vielfältige Angebote für unterschiedliche Zielgruppen (Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund) werden ehrenamtlich organisiert und umgesetzt.
Beschreibung
Eine Bedarfsanalyse wurde durchgeführt, fehlende soziale Infrastruktur identifiziert und kommuniziert. Die Ergebnisse wurden Politik und Verwaltung vorgestellt für die Erarbeitung von Lösungsansätzen.
Kriterium
Beschreibung
Vernetzungstreffen aller Nachbarschafts-, Stadtteil- und Quartierszentren finden koordiniert über die städtische Sozialplanerin statt. Ergebnisse der Stadtteilkonferenzen fließen in Quartiersentwicklungsprozesse ein.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Leineviertel wurde in den vergangenen Förderperioden ein Konzept für ein Quartierszentrum entwickelt, Methoden & Ansätze der GWA erprobt, ein Veranstaltungskalender aufgebaut und über die Einrichtung von Stadtteilkonferenzen/Bürgerforen erste Beteiligungsstrukturen ermöglicht. Über den Ausbau der Angebotsstruktur (Quartiersspaziergänge, Mittags-Treff, Hochbeete, Yoga-Angebote etc.) sollte der zunehmenden Segregation entgegen gewirkt und Raum für Begegnung und Austausch zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen des Neubaugebietes, des Hochhauskomplexes und der Wiesenstr. ermöglicht werden. Dieser Ansatz erwies sich bisher als zu wenig erfolgreich. Mit Einrichtung des deutlich kleineren Quartiersbüro Leineviertel soll in der kommenden Förderperiode ein dezentraler Ansatzes von GWA umgesetzt werden. Über die horizontale Vernetzung der Akteure im Gebiet gilt es zusätzliche Räume für GWA zu erschliessen und Angebote zu entwickeln, die die Teilhabe aller im Quartier ermöglichen. Das Quartiersbüro Leineviertel übernimmt dabei die Funktion der zentralen Anlauf- und Koordinierungsstelle und integriert die Interessen, Bedarfe und Fähigkeiten aller BewohnerInnen in diesen Entwicklungsprozess. Das Prinzip des gemeinsamen Wissenstransfers wird fortgeführt und sowohl für den Aufbau der GWA in dem neu einzurichtenden Quartier Zietenterrassen angewandt als auch für die Weiterentwicklung der stadtweiten GWA in den Nachbarschafts-, Stadtteil- und Quartierszentren.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Wilhelm Busch Schule/B, Montessori Schule/B, Sport- und Umwelt Kiga ASC/B, Kinderhaus e.V./B, Kei Kindergarten/B, HAWK/B, Wohnstätte Zietenterrasse/B, Leinebergschule/A, Kinderhaus e.V./A, Kita Gartenstr./A, Jugendh. Gartetalbahnhof/A, LiSA/A, Check In2/A
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Städtische Wohnungsbau GmbH/AB, Göttinger Hausverwaltung/A, Wohnungsgenossenschaft eG Göttingen/A
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bonveno gGmbH/B, AWO Göttingen/B, ASC Göttingen/B, IfAs/A, Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten mbH/A, Senioren Park Carpe Diem/A, Die Lotsen/A, Jugendhilfe Obernjesa/A, Wohnen und Betreuen/A, Förderer/A, Trialog Tagesstätte/A, BUND/A
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freie evangelische Kirche/B, Maria Frieden/B, Stephanus Kirche/B, Baptisten Göttingen/A
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Geismar/B, Stadtfraktionen SPD, Piraten, Grüne/A, MdL G.Andretta/A, MdB T.Oppermann/A & F. Günzler
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Göttinger Tageblatt (A/B), HNA (A/B), Blick (A/B), Extra Tip (A/B),Stadt Radio Göttingen (A/B)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Zieten/B, Initiative 100 Jahre Wiesenstraße/A, Grünes Haus anner Ecke e.V./A, Initiative Nahmobilität/A
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
tegut/B, Aldi/B, Küster/B, Mittelberg Apotheke/B, ASC ProActivCenter/B, Bäckerei Thiele/A, Gutes von Gestern/A, Keller Kiosk/A, Sernet/A, Sparkasse Göttingen/A, Nahkauf/A, Gesundheitszentrum/A, Harder-Film/A, Göttinger Kinder und Kunst Galerie/A
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialplanung/A/B, Stadtplanung/A/B, Verkehrsplanung/A, FB Soziales/AB, Jugendhilfeplanung/AB, Gesundheitsamt/AB, Büro für Integration/AB, Grünflächenamt/A, Stadtjugendpfleger/A, Polizei/A, FB Jugend- Frühe Hilfen/A, FB Schule/A
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Beide Standorte werden nach Ablauf der Förderung über eine Sockelfinanzierung aus dem kommunalen Haushalt verstetigt. Die Sockelfinanzierung deckt vorrangig Personal- und Sachkosten zur Unterstützung der weiteren Gemeinwesen- und Quartiersentwicklungsprozesse. Bereits jetzt wird der kommunale finanzielle Eigenanteil der Kofinanzierung jährlich erhöht. 40 % der Projektkosten werden als Gesamteigenanteil in die Projektförderung eingebracht, 60 % Fördermittel werden vom Land beantragt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
GemeinWesen Liebenau
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marthe Nietfeld
| Funktion | Gemeinwesen- und Quartiersmanagement, Familienservicebüro |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gestaltung und Entfaltung - von innen heraus und gemeinsam
Projektbeschreibung
Der Flecken Liebenau befindet sich 15 km süd-westlich von der Kreisstadt Nienburg/Weser entfernt. Die nächstgelegenen Oberzentren Hannover und Bremen sind jeweils gut 60 km entfernt und nur mit Fahrtzeiten von ca. 1 Stunde zu erreichen. Abwanderung der einheimischen Bevölkerung einerseits und hohe Zuwanderung aus dem Ausland andererseits stellen den Ort vor besondere integrative Herausforderungen, der Ausländeranteil unter den rund 4000 Einwohnern beträgt knapp 20%. Unternehmen im Umland bieten Beschäftigungsmöglichkeiten im Niedriglohnsektor, gleichzeitig gibt es viele „verwahrloste Immobilien“, der Wohnraum ist entsprechend günstig. Diese Kombination macht Liebenau zu einem beliebten Ankunftsort für Zuwanderer, insbesondere aus den südosteuropäischen Ländern, hier gilt Liebenau als „Hotspot“ im Landkreis. Viele Ortsgebiete sind von Ausgrenzung und Benachteiligung betroffen, die Bewohner mangelhaft integriert. Um das Gemeinwesen von innen heraus zu stärken, fokussiert die erste Projektphase die Aufwertung der Liebenauer Waldsiedlung, die exemplarisch für ein besonders benachteiligtes Gebiet steht. Die dort gesammelten Erkenntnisse werden in der zweiten Phase auf weitere Gebiete übertragen und angepasst. Eine Anlaufstelle mit multifunktionaler Nutzung und dem Charakter eines offenen Treffs bietet Bewohnern die Möglichkeit von Austausch, Begegnung und Co-Working. Eine feste Ansprechperson mit Beratungs- und Vernetzungsfunktion begleitet und koordiniert Prozesse. Beratungsangebote zur Stärkung der Integration und Teilhabe (z.B. Migrationsberatung, Familien- und Seniorenbüro der Samtgemeinde), aber auch zur Wohngebäudesanierung sind ebenfalls vertreten. In einem (Kreativ-)Wohnraum können sich Künstler, Kulturschaffende, Handwerker, Studierende etc. für einen begrenzten Zeitraum zurückziehen und im Gegenzug ihrer Profession entsprechend zur Aufwertung der Siedlung beitragen. Die Arbeit zu Themen der Kommunikation, Konfliktlösungsstrategien und Gemeinschaftsbildung stärken das siedlungsinterne Miteinander. Möglichkeiten zur Selbstorganisation mit dem Ziel der öffentlichen Interessenvertretung werden erörtert. Im Rahmen partizipativer Projekte wird das Gebiet gemeinschaftlich aufgewertet. Die Prozesse werden im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit sichtbar gemacht, um das Image der Siedlung zu verbessern. Ziel ist die Gestaltung und Potenzialentfaltung sowie die Implementierung von GWA im gesamten Ort. Das Projekt richtet sich generell an alle Einwohner Liebenaus.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Liebenau ist geprägt von Gebieten, die mangelhaft integriert und von Ausgrenzung betroffen sind. Die Wohngebäude weisen bauliche Mängel auf, der Wohnraum ist günstig, teils überbelegt, und zieht Menschen aus sozial schwachen Verhältnissen an. Der landkreisweit höchste Ausländeranteil, besonders unter den EU-Zugewanderten, für die die betroffenen Gebiete in der Hoffnung auf eine Beschäftigung im Niedriglohnsektor beliebte Ankunftsorte sind, führt zu immensen soziokulturellen Differenzen. Die Fluktuation ist sehr hoch, die Motivation zur Aufwertung des Wohnumfeldes und die Etablierung von nachbarschaftlichem Miteinander entsprechend gering. In der Öffentlichkeit haben diese Gebiete ein sehr negatives Image, sie werden von Anwohnern benachbarter Gebiete gemieden, tlws. kommt es zu Leerständen in diesen Grenzbereichen, Abgrenzungstendenzen drohen sich zu verschärfen. Exemplarisch für ein besonders benachteiligtes Gebiet steht die Waldsiedlung. Sie befindet sich in Ortsrandlage ohne Anbindung an den ÖPNV, die Gebäudestruktur stellt ein geschlossenes homogenes Ensemble dar. Erbaut in den 30er Jahren als Wohnsiedlung für Arbeiter der einst ansässigen Munitionsfabrik stehen die Gebäude mit mangelnder Substanz heute unter Denkmalschutz. Der Wohnraum ist günstig, die Bewohnerschaft stark heterogen. Eine gemeinsame Identität als Nachbarschaft und Identifizierung mit dem Wohnumfeld fehlt, das Konfliktpotenzial ist erhöht. Es gibt interne Spaltungstendenzen, sowohl innerhalb der Bewohnerschaft, als auch zwischen Mietern und Eigentümern. Das negative Image als sozialer Brennpunkt belastet die Siedlung bis heute, die Bewohnerschaft bleibt vom liebenauer Ortsgeschehen ausgeschlossen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeine Liebenau - Flecken Liebenau
Beschreibung
Der Flecken Liebenau wird nicht räumlich abgegrenzt; das Projekt bezieht sich auf den gesamten bebauten Ortskern.
Einwohnerzahl
4400
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
flecken_liebenau_a3.pdf
(2.11 MB)
Gebiet-Name
Samtgemeinde Liebenau - Waldsiedlung Liebenau
Beschreibung
Die Waldsiedlung ist eine abgeschlossene Siedlung am Rande des Kernorts Liebenau. Die Siedlung umfasst die Straßenzüge „Waldsiedlung“ und „Königsberger Straße“ (teilweise).
Einwohnerzahl
217
Quelle / Anmerkungen
EInwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
waldsiedlung_a3.pdf
(1.14 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt entsteht von Beginn an in enger Zusammenarbeit mit den Bewohnern, die von innen heraus empowered werden, um sich langfristig eigenständig zu organisieren und ihre Interessen nach außen zu vertreten. Sie werden dabei begleitet, Ideen für ein verbessertes nachbarschaftliches Miteinander und die Aufwertung ihres Wohnumfeldes zu entwickeln und umzusetzen. So wird sichergestellt, dass die Maßnahmen passgenau auf die konkrete, individuelle Situation in dem jeweiligen Gebiet abgestimmt sind, die Bewohner sich mit den Resultaten identifizieren und ihr Lebensumfeld wertschätzen können. Die Stärkung des Gemeinwesens erfolgt über die Stärkung der Bewohner im Einzelnen und im Bezug zu ihrem Gebiet sowie die Stärkung der Gebiete im Einzelnen und im Bezug zum Gesamtort. Es gilt, Räume zu öffnen, Verbindungen zu schaffen, den Blick zu öffnen für das Gemeinsame sowie für die unterschiedlichen Bedarfe, aber auch die Potenziale und diese sinnvoll zu aktivieren, den gemeinsame Kern, das im wahrsten Sinne des Wortes „gemeinsame Wesen“ zu identifizieren, gemeinsam zu gestalten und zu entfalten. Die Maßnahmen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren/Institutionen, um für alle Beteiligten eine Bereicherung und positive Synergieeffekte zu erreichen. Die Samtgemeinde Liebenau unterstützt das Vorhaben und strebt eine Verstetigung des Bereichs GWQ/QM an. Für die Umsetzung der Aufgabe ist bereits eine Mitarbeiterin, die an dem Qualifizierungskurs „GWA/QM“ teilnimmt, vorgesehen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn allen Bewohnern eine Partizipation an der Planung und Umsetzung der Maßnahmen ermöglicht wird und die unterschiedlichen Bedarfe und Interessen der Bewohner dabei berückcihtigt werden, bestenfalls in Einklang gebracht werden
Kriterium
Beschreibung
Wenn die Bewohner Gremien bilden, die ihnen eine Partizipation/ Vertretung ihrer Interessen ermöglichen (z.B. Gründung eines Vereins in der Waldsiedlung, eines Gemeinwesenrates o.ä)
Kriterium
Beschreibung
Wenn die Besonderheiten des Gebietes/ die Potenziale der Bewohner identifiziert sind und sich daraus Pläne und Ideen entwickeln, diese Potenziale und Besonderheiten in konkreten Maßnahmen zu entfalten
Kriterium
Beschreibung
Wenn die Bewohner Bereitschaft zeigen an der gemeinsamen Lösung bestehender Konflikte zu arbeiten, in die Kommunikation/in den Austausch miteinader gehen, gemeinsame Aktivitäten/Events/Feste geplant werden, Formen von Nachbarschaftshilfe möglich sind
Beschreibung
Eigentümer und Mieter beteiligen sich zu gleichen Anteilen an Maßnahmen der Wohnumfeldverbesserung.
Beschreibung
Die lokale Kinder- und Jugendarbeit entwickelt gemeinsam mit der Baubehörde neue Konzepte für die Gestaltung der öffentlichen Anlagen.
Beschreibung
Am Beispiel der Waldsiedlung wäre ein starkes Netzwerk aus Eigentümern, Mietern und Kommune gegeben, wenn es zu einer Vereinsgründung kommen würde (Verein zur Förderung und Entwicklung dieses städtebaulichen Sonderquartiers).
Kriterium
Beschreibung
Maßnahmen der Wohnumfeldverbesserung sind erreicht (zusätzliche Sitzgelegenheiten, Siedlungstreffpunkt, hochwertige Grünflächen, verkehrsberuhigter Bereich).
Kriterium
Beschreibung
Sowohl die Waldsiedlung als auch die anderen bislang nicht integrierten Gebiete sind regelmäßig Gegenstand von Beratungen in den kommunalen Gremien, Maßnahmen zur Verbesserung der Integration einschl GWA/QM werden verabschiedet.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Tageszeitungen (Die Harke, Blickpunkt, Aue-Bote)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Liebenau, Kindertagesstätte Liebenau, Großtagespflegestelle Liebenau
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kirch GmbH (nur Waldsiedlung), weitere institutionelle Wohnungsanbieter in Liebenau
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunale Jugendpflege der Samtgemeinde Liebenau (Hauptamtlicher Jugendpfleger)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Samtgemeinde strebt grundsätzlich eine Verstetigung des Arbeitsbereichs GWA/QM an. Folgende flankierende Maßnahmen ermöglichen Synergien: Integriertes Energetisches Quartierskonzept (sowohl für die Waldsiedlung, als auch für den Flecken Liebenau), die derzeit vom Rat des Fleckens Liebenau entwickelte Strategie für den Umgang mit verwahrlosten Immobilien mit dem Ziel der Beseitigung städtebaulicher Missstände. Die Beratungsstelle der Samtgemeinde für EU-Zugewanderte.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: wasmitherz - Kollektiv zur Verbesserung des Gemeinwesens in der Nordstadt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Alina Zimmermann
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftszentrum, Nachbarschaftshilfe und digitale Nachbarschaft mit Herz
Projektbeschreibung
wasmitherz hat sich 2017 aus einem Zusammenschluss von Anwohner*innen heraus gegründet. Als Verein bestehen wir mittlerweile aus 21 Ehrenamtlichen, 98 monatlichen Förderern und über 200 aktiven Menschen aus dem Stadtteil.
Die vergangene einjährige Förderperiode hatte den Schwerpunkt auf dem Aufbau des Nachbarschaftszentrums, des Netzwerkes und der Strukturen der Gemeinwesenarbeit. Das Zentrum umfasst 200qm Veranstaltungsräume und 3 Coworking-Spaces für soziokulturelle Akteure, sowie viele gemeinschaftliche Quartiers-Projekte. Darauf aufbauend sollen die nächsten drei Jahre im Zeichen der Verstetigung stehen. Ziel ist es finanziell unabhängig von weiteren Strukturförderungen zu werden. Inhaltlich wollen wir dabei den Fokus auf folgende Punkte legen:
1. Nachbarschaftszentrum: Felix Haub ist zuständig für die Akquise von zahlenden Mieter*innen (Firmen, soz. Träger). Er betreut zudem interessierte Nachbarschaftsakteur*innen, welche kostenlos ihre Projekte in unseren Räumen umsetzen. Es werden Veranstaltungen (Gesellschaftsabende, Tauschmärkte, Straßenfeste) partizipativ erarbeitet und angeboten. In unserem Modell vereinen wir wirtschaftliches Handeln mit dem Ermöglichen sozialer Aktivitäten.
2. Nachbarschaftshilfe: Durch das Projekt “Sharing-Family”, angeleitet von Alina Zimmermann, fördern wir ökologische Nachhaltigkeit und Nachbarschaftshilfe im Quartier. Durch die personelle Ressource soll eine Vermittlungsstelle zwischen hilfesuchenden und hilfegebenden Bürger*innen auf nachbarschaftlicher Ebene sowie eine wöchentliche Lebensmittelausgabe für finanziell Schwächere geschaffen werden. Dies soll durch vorhandene Hilfsstrukturen und -organisationen ergänzt werden, sodass ganzheitliche Lösungsansätze für Einzelpersonen entstehen.
3. Digitale Nachbarschaft: Marlo Zirr ist verantwortlich digitales Know-how für das Gemeinwesen im Quartier zu vermitteln. Initiativen und Akteur*innen erhalten durch uns die Möglichkeit, eigene kleine Filmproduktionen (z. B. Image-Videos) kostenfrei zu realisieren. Dies unterstützt ihre Arbeit im Hinblick auf den Generationenwandel in den Mitgliederstrukturen und professionalisiert ihre Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehört auch die medienpädagogische Schulung und Unterstützung der Akteur*innen.
Aus den drei inhaltlichen Schwerpunkten ergibt sich ein Zusammenspiel aus einer Komm- und Geh-Struktur, welche durch digitale Öffentlichkeitsarbeit ergänzt wird.
Laufzeit
2020-12-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtteil Hannover-Nordstadt ist ein lebendiges, vielfältiges und buntes Quartier mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen und sozialen Hintergründen, Studierenden, jungen Familien, Arbeiter*innen, Senior*innen, sowie Menschen mit besonderen Bedürfnissen.
Die Alltagswelten dieser Bewohner*innen sind jedoch weitestgehend voneinander getrennt, wodurch sie sich nicht als eingebunden und wirksam erfahren. Es könnte ein buntes Zusammenleben sein - ist es aber noch nicht.
Neben einem spannungsreichen Wohnungsmarkt herrscht ein großer Mangel an kostengünstigen oder gar -freien Veranstaltungsräumen für soziale und kulturelle Initiativen und Akteur*innen. Es gibt zwar zahlreiche Grünanlagen, die allerdings bisher durch mangelnde Vernetzung der Akteursgruppen wenig gemeinschaftlich bespielt werden.
Infolge der kontaktbeschränkenden Maßnahmen verschlechterte sich nicht nur die finanzielle Lage der Kulturschaffenden, es folgten auch erhebliche psychische Nachwirkungen für alle Betroffenen. Es kam zu einer sozialen Isolation und einem starken Rückgang von Kultur und Begegnung im Quartier. Dies hat uns gezeigt, dass digitale Zusatzlösungen immer stärker an Bedeutung gewinnen. Dieser Notwendigkeit wollen wir gerecht werden, indem wir sozialraumbezogene Infrastruktur und Know-how zu diesem Thema anbieten.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Nordstadt
Beschreibung
Einzugsgebiet Nordstadt (siehe Karte)
Einwohnerzahl
18241
Quelle / Anmerkungen
Zahlen: 17.12.2019, Quelle: Statistische Berichte Landeshauptstadt Hannover 2019
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Jugendquotient (unter 18 Jahren) gem.
Strukturdaten der LH Hannover 2020
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
41
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altenquotient (60 Jahre und älter) gem.
Strukturdaten der LH Hannover 2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LH Hannover 2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslose unter 25 Jahren gem.
Strukturdaten der LH Hannover 2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LH Hannover 2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LH Hannover 2020
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerung mit Migrationshintergrund gem.
Strukturdaten der LH Hannover 2020
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LH Hannover 2020
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Familienhaushalte mit Transferleistungen gem.
Strukturdaten der LH Hannover 2020
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_hannover_nordstadt_0.png
(484.29 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
wasmitherz e.V. schafft öffentlich zugängliche Anlauf- und Begegnungsorte. Menschen können hier Zusammenkommen, ihre Anliegen durchzusetzen, ihre Interessen artikulieren oder selbst in die Hand zu nehmen. Mit unserer Haltung als Ermöglicher*innen unterstützen wir Gruppen oder Einzelpersonen darin, ihre Ideen, Ansprüche und Bedürfnisse durchzusetzen und auch zu verstetigen. Wir bieten nicht nur Räume, sondern umfassende technische wie organisatorische Beratung. Wir verstehen uns weiterhin als Netzwerker*innen, weil wir die Akteursgruppen mit allen relevanten Institutionen im Stadtteil verbinden. Mit Multiplikator*innen in allen sozialen Gruppen sind wir fähig, die Bedarfe und Ansprüche zu erforschen. Durch die Präsenz vor Ort sind wir ansprechbar und vertreten das Quartier. Wir versuchen stets durch soziale Aktivitäten wie z. B. Straßenfeste und Tauschmärkte verschiedene soziale und kulturelle Gruppen in Kontakt zu bringen und sie bei der Planung und Durchführung einzubeziehen.
Wir reagieren auch auf Probleme wie die prekäre Mietwohnsituation, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Themen wie Nachhaltigkeit, Migration und lokale Ökonomie. Wir fördern das Zusammenleben und gestalten unsere Nachbarschaft gemeinsam.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Anzahl der Projekte und Veranstaltungen, welche von Anwohner*innen durchgeführt werden und damit ihre Themen und Bedarfe wiederspiegeln
Kriterium
Beschreibung
Anzahl von selbst angeleiteten Initiativen, Aktivitäten, Projekte, Veranstaltungen in unseren Räumen und in unserem Netzwerk
Kriterium
Beschreibung
Anzahl Veranstaltungen und Projekte die durch Kooperations-Vereinbarungen im Quartier, im wasmitherz und Online durchgeführt wurden
Kriterium
Beschreibung
Anzahl der Möglichkeitsräume und materiellen Ressourcen (z. B. Werkzeug, technisches Equipment) die Akteuren im Quartier niedrigschwellig zur Verfügung steht
Kriterium
Beschreibung
Anzahl der Akteure im Quartier, die durch unser Empowerment über das Gemeinwesen hinaus aktiv werden
Kriterium
Beschreibung
Anzahl der Teilnehmer verschiedener Altersklassen und sozialer Schichten bei durch uns initiierten Straßenfesten, dem jährlichen Achtsamkeits-Festival und Nachbarschaftstreffen
Vorhandene Strukturen
Wir bieten mehrere Möglichkeitsräume zur stunden- oder tageweisen Nutzung an. Dabei fördern wir insbesondere nachhaltige und lokale Ideen, die den Stadtteil beleben und die Nachbarschaft vernetzen. Daraus entsteht ein Mix aus einem bunten Kulturangebot, welcher in unseren Räumen stattfindet.
In unseren Coworking-Räumen an 3 Standorten lernen, arbeiten und netzwerken bis zu 20 sozio-kulturelle Akteur*innen.
Wir bieten eine Anlaufstelle für Hilfesuchende und Menschen die sich in die Gemeinschaft einbringen wollen. Aus den Bedarfen, die an uns herangetragen werden organisieren wir Projektteams, sodass Anwohner*innen sich gegenseitig und selbstorganisiert helfen können.
Wir betreiben Öffentlichkeitsarbeit für das Quartier und dessen Akteur*innen, Schließen Informationslücken und bauen die Online-Kommunikation auf. Dies geschieht mithilfe unserer Website (wasmitherz.de) und durch digitales Empowerment aller Akteur*innen in unserem Netzwerk.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerschule Stadtteilzentrum Nordstadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Foodsharing Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Obdachlosenhilfe Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für außerordentliche Zusammenarbeit e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verein zur Förderung politischer Jugendkulturen e.V.. (UJZ Korn)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SPOKUSA - Verein für Sport, Kultur und soziale Arbeit e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Jugendkirche Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
cameo kollektiv e.V. (Kollektiv an kreativen Köpfen mit einem Herz für eine bunte Gesellschaft)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kargah e.V. Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Adiuro Rechtsanwälte (Schuldnerberatung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stephan Kaczmarek (Stadtbezirksmanagement Nord)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
anstiftung gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
hannoverimpuls GmbH Wirtschaftsförderung in der Region Hannover
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Unser Verein war von Anfang an darauf ausgelegt, sich finanziell selbst zu tragen. Bei jährlichen Mieteinnahmen von 30 T€ konnten wir in der Vergangenheit unsere Raumkosten decken. Zusätzlich werden wir in 2024 auch die Personalstellen erwirtschaften (s. Anhang), um unabhängig von Strukturförderungen zu sein. Wir verbreitern unsere Basis wie folgt:
-Gewinnung neuer Förder*innen
-Akquirierung finanziell starker Ankermieter*innen
-Aktivierung neuer Coworker*innen
-bessere Auslastung Räume
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bürgertreff am Klostergarten
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Linster
| Funktion | Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinschaft gestalten, Prävention stärken, Altern begleiten und unterstützen
Projektbeschreibung
Im "Bürgertreff am Klostergarten" treffen sich täglich viele Menschen zu unterschiedlichen Alltagsangeboten. Durch eine Seniorenumfrage (70 Plus) vor zwei Jahren wissen wir, wo ältere Menschen Unterstützung und Begleitung suchen und benötigen. Die Arbeit der letzten Monate im Bürgertreff haben dieses Bild noch deutlicher werden lassen. Unsere Anstrengung geht jetzt dahin, präventive Angebote zu schaffen um die Resilienzen der Senior/Innen zu stärken und Sie in ihrer Selbständigkeit zu fördern. Wir möchten dies in Zusammenarbeit mit allen Bürger/Innen tun, die unseren Bürgertreff besuchen. Viele Angebote wie "gesunder Mittagstisch" "Walken mit Rollator" "Gedächtnistraining" "Sitztanz" werden schon gut angenommen. Bürger/Innen aus allen Bevölkerungsschichten nehmen mittlerweile an den Angeboten teil und helfen z.T. schon bei der Umsetzung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch im Aufbau von multikulturellen Angeboten. Menschen mit Migrations - und Fluchtbiografie sollen sich im Bürgertreff angenommen fühlen. Er soll ihnen eine Plattform sein ihre Gedanken, Nöte, Sorgen aber auch ihre Ideen einzubringen. Mit unserer Unterstützung soll es jedermann möglich sein, sich in Bersenbrück zu beheimaten. Auch durch Mitsprache und Mitwirkung. Unsere Migrationsbeauftragte ist regelmäßig im Bürgertreff und unterstützt die Angebote für geflüchtete Menschen. Auch Kindergärten und Schulen nutzen den Bürgertreff um außerhalb der Institutionen in kleinen Gruppen Treffen zu ermöglichen. Wir versuchen alle Tageszeiten zu nutzen um auch berufstätigen Menschen eine Chance zum Treffen zu bieten.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Aufgrund der demografischen Entwicklung und den Alterungszahlen in unserer SG haben wir vor 3 Jahren eine Seniorenumfrage durchgeführt. Die daraus resultierenden Informationen und Ergebnisse sind für uns jetzt Arbeitsgrundlage. Der "Bürgertreff am Klostergarten" ist dabei eine große Hilfe! In Bersenbrück leben viele ältere Menschen aus Russland die vor 20 Jahren hierher gekommen sind. Oft leben sie allein in kleinen Wohnungen und haben wenig bis keine Kontakte zu einheimischen Bürger/Innen. Auch nach so langer Zeit sind die Deutschkenntnisse oft sehr schlecht. Viele Aussiedler kommen ins zum Sozialamt und fragen nach finanzieller Hilfe und Unterstützung. Wir berichten dann gerne auch über die Möglichkeiten, den Bürgertreff zu besuchen und dort gemeinsam mit anderen alten Menschen den Alltag zu gestalten. Es wurden mittlerweile Fahrgemeinschaften gegründet um Personen aus Randgebieten der Stadt oder mit schlechter Mobilität zum Bürgertreff zu bringen. Vor allem die Menschen aus schwierigen Soziallagen genießen die kostenlosen Angebote und die besondere Aufmerksamkeit. Viele Menschen haben nicht das Geld, im Café oder Restaurant Kontakte zu pflegen. Im Bürgertreff ist dies kostenlos möglich. Eine Pinnwand mit "Angebot und Nachfrage" hilft den Bürger/Innen bei der Suche nach Hilfe und Begleitung. Oft sind es die jüngeren, fitteren Senior/Innen die den älteren Hilfe anbieten können. Gemeinsames kochen, essen und bewegen macht den Menschen Spaß und dient ihrer Gesundheit. Wertschätzung und Teilhabe bildet Gemeinschaft und Vertrauen. Auch, wenn sich die zugezogenen Bürger/Innen nur zögerlich auf einen Besuch im Bürgertreff einlassen, die guten Beispiele machen Schule
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Die Stadt Bersenbrück ist eine Stadt an der Hase und Verwaltungssitz der Samtgemeinde Bersenbrück im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen.
Einwohnerzahl
8816
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Maßarbeit Landkreis Osnabrück
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Dieses Projekt dient in hohem Maße der Förderung von sozialen Kontakten/ Beziehungen und der Ermöglichung von Teilhabe aller Bürger/Innen an Angeboten die sonst (ohne einen neutralen Treffpunkt) nicht stattfinden würden/könnten. Außerdem soll mit Hilfe der Angebote die Handlungsfähigkeit der einzelnen Bürger/Innen gestärkt werden. Eigene Ideen und Perspektiven sollen aufgezeigt und gefördert werden. Durch viele unterschiedliche gesundheitspräventive Maßnahmen möchten wir die Senior/Innen stärken und sicherer machen. Durch unterschiedliche Bildungsangebote Freude und Zuversicht schenken. Durch einen Helfer/Innen - Kreis möchten wir aktiv das Alter(n) begleiten und unterstützen. Wichtig ist uns durch unsere Angebote die Bürgerschaft zu sensibilisieren und sie zu interessieren für ein Mittun und Mitgestalten.
Leider hat die Corona - Krise einen deutlichen Einbruch auch in der Arbeit im Bürgertreff Bersenbrück bewirkt. In der Stadt leben viele Aussiedler und mittlerweile auch viele geflüchtete Menschen. Wir werden in der nächsten Zeit viel Energie in die Weiterentwicklung der multikulturellen Angebote stecken müssen. Vor dem Hintergrund der Fremdenfeindlichkeit scheint dies wichtiger denn je.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gabi Linster Seniorenbeauftragte, Freiwilligenmanagerin und alle Kollegen/Innen im SG Rathaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
alle in der SG BSB bekannten Institutionen und Mitarbeiter/Innen im Rathaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Durch die Arbeit im Rathaus sind uns alle öffentlichen Einrichtungen bekannt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Als Kommune kennen wir alle freien Träger und gemeinnützige Organisationen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Vereine der Samtgemeinde sind im Rathaus gelistet und bekannt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Gesundheits - und Pflegeeinrichtungen sind in der Kommune bekannt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Einrichtungen sind im Rathaus bekannt, viele Einrichtungen stehen unter kommunaler Verwaltung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
In der Samtgemeinde kennen wir alle kirchlichen Einrichtungen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wir kennen alle Gewerbe, zuständig ist der Wirtschaftsförderer Ewald Beelmann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
hier sind uns alle Player bekannt, der FD Bauen und Planen wird geleitet von Reinhold Heidemann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Samtgemeinde hat eine eigene Pressestelle, die Kollegen/Innen des Bersenbrücker Kreisblattes sind uns bekannt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
in der Samtgemeinde kennen wir alle politischen Vertreter/Innen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
über den Bürgerservice werden alle Bürger/Innen der Samtgemeinde erfasst.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Bürgertreff der Stadt Bersenbrück soll Teil der GWA der SG BSB bleiben. Die Stadt BSB ist sehr bemüht, eigene Mittel einzubringen. Leider sind aber auch hier die zur Verfügung stehenden Finanzmittel sehr knapp und die Stadt wäre nicht in der Lage, mehr als 25% der aufkommenden Kosten zu übernehmen. BSB muss genau wie auch die kleinen Gemeinden hohe Steuer Einbußen durch die Corona Pandemie hinnehmen. BSB würde alles versuchen um den Bürgertreff halten zu können.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Dorftreff "Gehrda"
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Linster
| Funktion | Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinschaft gestalten, Prävention stärken, Altern begleiten und unterstützen, Integration fördern
Projektbeschreibung
Der Dorftreff "Gehrda" hat sich inzwischen zu einem allgemeinen, beliebten Treffpunkt im Dorf entwickelt. Viele Menschen auch von außerhalb kommen um an den Angeboten teilzunehmen oder auch weil sie Interesse haben, selbst einen Dorftreff aufzubauen. In Gehrde konnten im vergangenen Jahr sehr viele Angebote gemacht werden. Neben den generellen Öffnungszeiten (8 Angebote sind wöchentlich vorgegeben) gibt es zusätzliche Veranstaltungen wie Lesungen, Vorträge oder Schulungen, die größtenteils mit Ehrenamtlichen durchgeführt werden. Der Dorftreff wird genutzt um dort gemeinsam alte Kinofilme zu schauen oder gemeinsam zu kochen. Die Menschen kommen zu Infoveranstaltungen z.B. vom Apotheker, vom Ärzteteam oder von Privatleuten die von ihren Reisen berichten. Eine sehr große Vielfalt mit immer mehr interessanten, lehrreichen, versorgenden und präventiven Angeboten. Ehrenamtliche Bürger/Innen singen, basteln, malen, kochen, rudelrätseln oder sind einfach nur da um Gespräche zu führen und um zu zu hören.
Der Dorftreff ist Anlaufstelle auch für Familien die neu zugezogen sind. Ganz besonders bemühen wir uns um die Arbeiter*innen die im Dorf wohnen und in die Fabriken im Niedersachsenpark arbeiten gehen. Meist sind das Saisonarbeiter*innen genau so, wie die Erntehelfer*innen. In der Corona Zeit haben die Mitarbeiter*innen und viele Ehrenamtliche den Kontakt zu den Besucher*innen vor allem zu den alten Menschen weiter gepflegt. Durch Telefonketten, Einkaufsbesuche und Zaungespräche wurde der Kontakt gehalten. Es wurden auch Friedhofsbesuche Initiiert damit die alten Menschen ihre Verstorbenen besuchen konnten. Auf einer Friedhofsbank kann man gut Abstand halten und doch Trost finden.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Gehrde ist ein kleines Dorf in der Samtgemeinde Bersenbrück mit schlechter Nahverkehrsversorgung. Es gibt noch einen Kindergarten und eine Schule vor Ort. Es gibt nur noch einen Bäcker aber keinen Lebensmittelladen, keine Apotheke, keinen Arzt. Es gab bisher keinen Ort mit Treffpunktcharakter. Gehrde ist einerseits ein sehr altes Dorf mit vielen historischen Gebäuden, andererseits gehören zu Gehrde aber auch einige Neubaugebiete. Die Einheimischen kommen teilweise noch in den wenigen Vereinen vor Ort zusammen, die Neubürger/Innen leben aber eher zurückgezogen in ihren Wohngebieten. In Gehrde leben anonym viele Menschen die aus EU Ländern zu uns kommen um hier Arbeit zu finden. Diese Menschen beteiligen sich kaum bis gar nicht am Dorfleben. Außerdem haben wir eine große Gruppe Aussiedler die schon aufgrund ihrer Religion lieber unter sich bleiben. Durch den Dorftreff haben wir einen neutralen Treffpunkt schaffen können. In Gehrde leben sehr viele alte Menschen oft allein und weiter draußen in der Bauernschaft. Soziale Kontakte fallen weg weil es keine Nachbarn mehr gibt oder die Nachbarn jetzt im Heim sind oder im Betreuten Wohnen. Die Häuser sind viel zu groß und Hilfe und Unterstützung gibt es kaum. Vor allem die Einsamkeit macht den Menschen zu schaffen. Jetzt in der Coronazeit wurde das noch einmal sehr deutlich. Die Menschen brauchen Gelegenheiten zum Gespräch, zum Beisammensein, zum gemeinsamen Essen etc.
"ich verliere noch meine Stimme weil ich oft tagelang mit niemandem rede!" "Wo soll ich hingehen wenn ich kein Geld habe?" "Wer will mich denn schon noch sehen?"
Wir müssen hier unbedingt weiterarbeiten und Lösungen anbieten um diese Menschen aufzufangen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück, Mitgliedsgemeinde Gehrde
Beschreibung
Die Gemeinde Gehrde liegt 6 km vom Ortskern der Samtgemeinde Bersenbrück entfernt. Gehrde ist ein sehr ländlich gelegener Ort mit ca. 40 km² Fläche. In Gehrde gibt es viele alte Höfe und Alleinlagen, der Ortskern ist teils historisch erhalten, im Laufe der Jahre sind rund um den Ortskern Siedlungen entstanden.
Einwohnerzahl
2554
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt SG BSB
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt SG BSB
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt SG BSB
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Maßarbeit Landkreis Osnabrück
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Nicht bekannt
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
in der SG BSB leben Menschen aus ca. 130 Nationen. Die hohe Zahl an Aussiedlern wird nicht erfasst da diese als Deutsche gelten. Ausländer gesamt ca. 8%
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch den Dorftreff haben wir die Möglichkeit bekommen, dass sich Menschen begegnen können. Durch die Neutralität und die Vielfalt der Angebote ist für fast alle Bürger/Innen etwas interessantes dabei. Das ermutigt viele Menschen, sich für ihren Dorftreff, für ihr Dorf und auch für ihre Mitbürger/Innen einzusetzen und sich zu engagieren. Viel leichter können so Dinge angestoßen und aufgebaut werden. Die Personen, die sonst oft allein und einsam in ihren Wohnungen waren können jetzt jederzeit Kontakt finden. Es entsteht mehr Verständnis füreinander und Miteinander. Ein Netz von Kümmerern wird aufgebaut und Notwendigkeiten für den anderen eher erkannt weil mehr Kommunikation stattfindet. Es entstehen neue Beziehungen zu Menschen und auch ein neues Verständnis zu anderen Personen, Traditionen und Kulturen. Durch das Miteinander fördern wir auch die Handlungsfähigkeit des Einzelnen und das ist vor allem für alte Menschen und fremde Menschen von großer Bedeutung. Die Corona - Krise hat uns in unseren Bemühungen weit zurück geworfen. Jetzt ist es um so wichtiger, den Zusammenhalt im Dorf weiter zu stärken. Leider sehen wir in dieser 'Corona Zeit häufiger Schuldzuweisungen, Diskriminierung und Ignoranz gegenüber anderen oder anders denkenden. Um so wichtiger ist die GWA vor Ort! Anders sein bedeutet nicht schlecht zu sein, es gibt aber leider auch bei uns durchaus Tendenzen die unruhig machen!
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Bürger/Innen sich gerne treffen, miteinander Dinge anpacken und entwickeln und wenn sich jeder wohl und wertgeschätzt fühlt.
Kriterium
Beschreibung
Wenn wir sehen, dass für mansche Bürger/Innen leichter wird, ihren Alltag zu strukturieren und zu leben.
Kriterium
Beschreibung
Wenn das Miteinander gut funktioniert und sich mehr und mehr Kümmerer engagieren
Kriterium
Beschreibung
Wenn sich zunehmend alle Bürger/Innen interessieren, sich einbringen und dabei sein möchten.
Beschreibung
Wenn die Nachbarn sich untereinander wahrnehmen und kennen lernen. Wenn es Austausch gibt auf der Strasse oder im Garten. Wenn man sich unterstützt da wo es notwendig ist. Wenn man nacheinander fragt und aufeinander Acht gibt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Durch die Zusammenarbeit mit der SG BSB sind die Ortsgemeinden vernetzt mit allen Akteuren in der SG. Vor allem durch die Unterstützung des Freiwilligenbüros sind Vernetzungen bekannt und Alltag.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wir haben durch eine gute Struktur in der SG BSB die Möglichkeit, zu allen Themen Netzwerkpartner/Innen zu benennen und sie in Verbindung zu bringen.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist mit allen örtlichen und vielen überörtlichen Akteuren vernetzt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der SG-bürgermeister und die Ortsbürgermeister stehen voll hinter der GWA und unterstützen wo es geht.
Im Moment sind die Gemeinden nicht in der Lage, selbst die Finanzierung der Dorftreffs zu übernehmen weil nicht genügend finanzieller Spielraum vorhanden ist. Durch die Corona Pandemie hat sich die finanzielle Lage noch deutlich verschlechtert. Aber, die Pandemie hat uns auch deutlich gezeigt, wie wichtig GWA ist!
GWA muss kommunale Aufgabe werden. Die Gemeinden brauchen Unterstützung.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Dorftreff Eggermühlen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Linster
| Funktion | Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinschaft gestalten, Prävention stärken, Altern begleiten und unterstützen
Projektbeschreibung
Seit September 2019 gibt es in Eggermühlen den Dorftreff der zunächst in den Räumen des Jugendheims untergebracht wurde. Sobald ein Neubau mit Betreutem Wohnen, Tagespflegeeinrichtung und Lebensmittelladen fertiggestellt ist wird der Dorftreff dorthin umziehen. (bei der Gebäudeplanung wurden die Räumlichkeiten für einen Dorftreff mit eingeplant) Die Angebote, die seit September im Dorftreff gemacht werden sind vielseitig und werden von der Bürgerschaft gut angenommen. Einige Ideen und Angebote von Seiten der Bürgerschaft konnten bereits umgesetzt und angeschoben werden. Vor allem die generationenübergreifenden Angebote sind gut angekommen. (Spielenachmittage, Krabbelgruppe, Generationenfrühstück, Kutschfahrten und Liederabende.
Derzeit sind wir dabei, die präventiven Angebote rund um das Thema "gesund älter werden" zu erweitern. So gibt es schon einen regelmäßigen Mittagstisch, Sitztanz und eine Walkinggruppe 60 Plus. Der Dorftreff ist schon fester Bestandteil im Alltag der Bürger/Innen. Allerdings ist der Aufbau bei Weitem noch nicht abgeschlossen. (was ja auch in 7 Monaten nicht zu erwarten war) Was wir jetzt schon sagen können ist, dass sich das ehrenamtliche Engagement sehr erweitert hat und viele Bürger/Innen den Dorftreff nutzen, um dort ihre Kontakte zu pflegen und miteinander Dinge zu entwickeln. Auch ist es gelungen, Menschen mit Migrationshintergrund zu regelmäßigen Angeboten in den Dorftreff einzuladen. Leider bremst uns momentan die Coronapandemie aus. Nach einer sehr langsamen Öffnung mit wenigen Öffnungszeiten und Angeboten geht es jetzt wieder bergauf. Nach den Ferien hoffen wir, dass wir wieder alle Angebote machen können. Die Menschen sind froh, einen neutralen Treffpunkt zu haben den sie zu allen Öffnungszeiten kostenfrei besuchen können. Es gibt in Eggermühlen sonst keinen Ort mit Treffpunktcharakter.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Ein besonderes Problem in Eggermühlen ist der Verlust vieler Versorger im Ort. Ein Neubau in dem es bald auch wieder ein Lebensmittelangebot geben soll, ist im Bau. Leider gibt es auch keine Bank mehr, keine Apotheke, keine Bäckerei. Die Kirchengemeinde ist zu einem Gemeindeverbund zusammengeschlossen worden und das Gemeindebüro nur noch sporadisch geöffnet. Viele alte Menschen sind in Eggermühlen tagsüber allein weil ihre Kinder und Enkel in die größeren Gemeinden oder Städte zur Schule oder zum Arbeitsplatz zu fahren.
Viele Aussiedler haben in Eggermühlen ein kleines Haus gebaut, sind aber in der einheimischen Gesellschaft nur schlecht integriert. Eggermühlen ist ein ländlich sehr schön gelegener Ort. Ältere Menschen haben es allerdings schwer weil die Mobilität sehr eingeschränkt ist. Es fehlen dort Einrichtungen mit Begegnungscharakter.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück, Mitgliedsgemeinde Eggermühlen
Beschreibung
Eggermühlen ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Bersenbrück, im Norden des Landkreises Osnabrück in Niedersachsen. Eggermühlen liegt innerhalb der Ankumer Höhe im Nordwesten vom Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald- Wiehengebirge. Die Nachbargemeinden sind im Osten Ankum, im Süden Merzen, im Westen Bippen und im Norden Menslage.
Einwohnerzahl
1751
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
4,54% Aussiedler werden als Deutsche geführt SGBSB 7,49%
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Ansatz verfolgt insbesondere die Qualität der sozialen Beziehungen (Ursprungsgesellschaft und Zugezogene)
Wir unterstützen die Selbstorganisation und Handlungsfähigkeit der Bürger/Innen (vor allem der alten allein stehenden Menschen). Wir fördern mit unserer Arbeit die Gesundheit und stärken dadurch die Resilienz der Bürger/Innen. Wir machen Dinge möglich und begleiten die Umsetzung von Ideen. Wir legen großen Wert auf das ehrenamtliche Engagement der Bürger/Innen und unterstützen dieses durch Begleitung und Schulung. Wir fördern und unterstützen die Ideen von Bürger/Innen und helfen ihnen bei der Umsetzung.
Wir sehen jetzt in der Corona - Krise eine besondere Herausforderung für die Gemeinwesenarbeit. Angst, Entfremdung, Schuldzuweisung sind zu großen Problemen geworden. Hier werden wir sehr genau hinsehen müssen um wieder eine Dorfgemeinschaft auch mit "nicht Einheimischen" stabil zu gestalten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Bürger/Innen zum Dorftreff kommen, sich dort einbringen und ihre Ideen umsetzen können. Wenn wir Lösungen finden für Bedarfe und Probleme und gemeinsam daran arbeiten können.
Kriterium
Beschreibung
Wenn wir die einzelnen Personen stärken und ermutigen können, die Bürger/Innen sich gegenseitig helfen und Eigeninitiativen zu tollen Projekten führen.
Kriterium
Beschreibung
Wenn im Dorf ein gutes Miteinander herrscht, niemand sich als Konkurrenz empfindet und gegenseitige Unterstützung Alltag ist.
Kriterium
Beschreibung
Alle Bürger/Innen ob jung oder alt, Ursprungs- oder Zuwanderungsgesellschaft, an der Entwicklung und dem Miteinander im Dorftreff teilnehmen.
Beschreibung
Sich die Vereine und Organisationen einbringen und Spaß am Miteinander haben.
Kriterium
Beschreibung
Nachbarschaften sich neu bilden, (Zuzug) und alte Nachbarschaften bestehen bleiben. (Tod, Wegzug) Wenn die Menschen sich kennen und voneinander wissen. Wenn sich Kümmerer für die anderen stark machen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwilligenbüro der Samtgemeinde Bersenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Vereine die in der Gemeinde ansässig sind und evtl. auch aus den Nachbargemeinden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist mit allen örtlichen und vielen überörtlichen Akteuren vernetzt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Auch in Eggermühlen sehen wir keine Möglichkeit, ohne finanzielle Unterstützung die GWA weiter zu fördern.
Die kleine Gemeinde verfügt nicht über genügend Steuereinnahmen um selbst die Kosten für den Dorftreff zu tragen.
Jetzt durch die Corona Pandemie sind viele weitere Einnahmen weggebrochen. Wir können nur versuchen über Spenden oder Stiftungen eine Basis zu finden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Dorftreff Rieste "Riesterei"
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Linster
| Funktion | Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Rieste engagiert, wir für hier
Projektbeschreibung
Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen in einem ehemaligen Ausstellungsraum einer Landmaschinenfirma (die von vielen Bürger/Innen unterstützt und begleitet wurden) konnten wir im September 2019 mit dem Dorftreff "Riesterei" beginnen. Der Dorftreff bekam seinen Namen durch die Bürger/Innen während der Eröffnungsfeier. Ein sehr umfangreicher Monatsplan mit Angeboten im Dorftreff, der von den Mitarbeiter/Innen und dem Bürgermeister zusammengestellt wird, kommt in der Bürgerschaft richtig gut an. Viele Bürger/Innen helfen mit ihren Ideen und ihrem Engagement den Monatsplan vielfältig zu gestalten. Neben geselligen Angeboten wie "Spieletreffen" " Klönkaffe" oder "Tanzen" gibt es vor allem auch Gesundheitsangebote wie "Mittagstisch" "Sportgruppen" "gesundes Frühstück" "Gedächtnistraining"
In der Regel gibt es 8 - 10 Angebote pro Woche, alle Tageszeiten werden dabei beachtet so, dass auch berufstätige Personen an Angeboten teilnehmen können. Vereine, Organisationen, Gruppen, Kindergarten etc. sind mit eingebunden. Der Dorftreff ist an wenigstens 5 Tagen in der Woche geöffnet. Auch Spaziergänger oder Urlauber können so einen Blick in den Dorftreff werfen. Kaffee oder Tee wird angeboten und die Besucher/Innen können sich über die einzelnen Angebote informieren.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Rieste gibt es keinen Ort mit Treffpunktcharakter. Die Gemeinde hat viele kleine Außenbereiche und keinen richtigen Ortskern. Die Kirchengemeinde liegt weit außerhalb, ebenso die Vereine. Eine Teilhabe vieler älterer Menschen ist aufgrund fehlender Mobilität sehr schwierig geworden. Beratungs- und Unterstützungsangebote gibt es vor Ort kaum. In Rieste leben viele EU Ausländer die im Gewerbepark der Gemeinde (weit außerhalb) arbeiten und kaum Kontakt zu den Einheimischen haben. Das Freizeit- und Tourismusgebiet liegt auch weit außerhalb. Dort trifft man auf Urlauber die sich kaum im Dorf selbst aufhalten. Somit ist der Dorftreff zu einer sehr wichtige Einrichtung geworden! Man kann einfach mal reinschauen, einen Tee trinken und ein Gespräch führen. Für viele Urlauber eine ganz neue Entdeckung und interessante Abwechslung. Die Menschen sind sehr interessiert und nehmen gerne an den Angeboten teil. Die Möglichkeit, sich selbst einzubringen hat das ehrenamtliche Engagement stark erhöht. Jetzt ist es möglich für den Ort und für die Gemeinschaft etwas zu machen und sich (auch kurzfristig) für ein Projekt oder eine Initiative zu interessieren. Vor allem allein stehende alte Menschen haben jetzt einen Begegnungsort wo sie sich zwanglos ohne Kosten treffen können und (außerhalb von Coronazeiten) gemeinsam etwas unternehmen können. Vereine nutzen die Riesterei als Treffpunkt für z.B. Vorstandssitzungen weil viele Vereine kein eigenes Vereinsheim haben und es nur noch eine Kneipe gibt. Auch Gruppen und Initiativen treffen sich in der Riesterei weil der Treffpunkt kostenfrei ist und viele Möglichkeiten bietet.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück, Gemeinde Rieste
Beschreibung
Die Gemeinde Rieste liegt an der östlichen Grenze des Landkreises Osnabrück und berührt hier das Oldenburger Land. Sie bildet mit sechs weiteren Gemeinden die Samtgemeinde Bersenbrück. Rieste liegt 40 m über NN und hat eine Gesamtgröße von 30,58 qkm
Einwohnerzahl
3645
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In Rieste liegt der spezielle GWA Ansatz insbesondere in der Zusammenführung unterschiedlicher Bürger/Innen. Wir möchten die sozialen Beziehungen von Zugereisten und Einheimischen stärken und den Neubürger/Innen die Möglichkeit geben, sich in ihrer neuen Heimat wohl zu fühlen. Außerdem arbeiten wir verstärkt daran, dass alte Menschen zusammenkommen können und somit weiter in die Gesellschaft eingebunden sind. Dadurch stärken wir die Qualität der sozialen Beziehungen, geben den Bürger/Innen die Möglichkeit, sich zu engagieren und für ihren Ort aktiv zu werden und helfen, Schwachstellen zu erkennen und Lösungen zu finden.
In der Corona - Zeit waren die Dorftreffs geschlossen. Viele Menschen hatten Angst, waren verunsichert. Nur langsam beginnt das Leben wieder in den Dorftreffs.
Wir spüren bei der Arbeit deutlich die für uns neue Ablehnung der vermeintlich "Anderen". Schuldzuweisungen machen die Runde, Senior*innen haben Angst und Ausgrenzung ist alltäglich. Hier werden wir erneut sehr viel Zeit und Energie brauchen um die entstandenen Hemmschwellen und Aggressionen abzubauen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
es gelungen ist, die Bewohner/Innen zu interessieren, zu aktivieren und gemeinsam Dinge anzustoßen und umzusetzen. Wenn Menschen mit Migrationshintergrund teilnehmen und gerne wiederkommen, sich wohl fühlen und selbst auch mitmachen.
Kriterium
Beschreibung
wir den Bürger/Innen genügend Möglichkeiten bieten, ihr eigenes Leben und ihr Umfeld selbst zu gestalten. Wenn wir untereinander Hilfestellung geben können um den Alltag zu meistern und es möglich ist, gegenseitig Anteil zu nehmen und Hilfe zu geben.
Kriterium
Beschreibung
die Bürger/Innen ohne Vorbehalte auch mit fremden Menschen zusammen kommen. Wenn Alt und Jung sich ergänzen, alle Menschen am Aufbau und der Entwicklung im Dorf teilnehmen.
Beschreibung
in der Gemeinde ein gutes Miteinander herrscht, wenn man sich gegenseitig achtet. Wenn die Bürger/Innen erkennen, dass jeder Einzelne im Dorf wichtig ist und dass nur durch ein Miteinander die Gemeinde Bestand haben kann.
Kriterium
Beschreibung
die Vereine und Organisationen die in der Gemeinde noch vorhanden sind unterstützt werden und die Bürger/Innen helfen, dass sie auch im Dorf Bestand haben. Wenn die Vereine vor Ort sich in die Arbeit im Dorftreff einbringen und so Gemeinsamkeiten schaffen
Kriterium
Beschreibung
es gelingt, neue Nachbarschaften aufzubauen (Zuzug) und alte Nachbarschaften zu festigen (Tod, Wegzug) Wenn Menschen voneinander wissen und füreinander da sind. Wenn es Kümmerer gibt, die die gute Nachbarschaft fördern.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Auch der Dorftreff in Rieste soll fester Bestandteil in der GWA der SG BSB bleiben. Leider hat auch die Gemeinde Rieste nicht genügend finanzielle Ressourcen um aus eigener Kraft die Kosten für den Dorftreff zu übernehmen. Die Steuereinnahmen sind auch hier massiv eingebrochen durch die Corona Krise. Natürlich versuchen wir durch Spenden oder durch andere Gelder von Bürger*innen einen Teil der Kosten zu decken, eine Gesamtfinanzierung wird aber auch hier leider nicht möglich sein.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Leben im Meer 2.0 - Inselgesellschaften sind eben anders - auch vor, während und nach Corona - Aktiv für die Insel Wangerooge
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Rieka Beewen
| Funktion | Interims- Bürgermeisterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam statt (insel-)isoliert - Zukunftsfähiges Leben auf kleinen niedersächsischen Insel - Erkenntnisgewinne generieren und für die Zukunft nutzen
Projektbeschreibung
Im Fokus unserer Gemeinwesenarbeit steht die Lebensqualität der Insulaner/Inselbewohner. Lernen–Arbeiten–Leben: Mit diesen drei Begriffen möchte sich Wangerooge auf alle Altersgruppen konzentrieren. Im Gegensatz zum Erstantrag soll im Folgeantrag nicht allein die Jugendarbeit und die Ausbildungsmöglichkeiten verbessert werden. Wunsch ist, GWA gesamtheitlich zu entwickeln. Die Notwendigkeit wurde durch die Corona-Ausnahmesituation offenbar. Lernen: Die qualifizierte Jugendarbeit und die Ausbildungsmöglichkeiten sollen erneut im Fokus stehen. Der Insel fehlt zunehmend der Nachwuchs: Die Schule kann auf Wangerooge zwar bis einschließlich 10. Klasse besucht werden, der weitere Bildungsweg erfordert i. d. R. jedoch dem Umzug aufs Festland. Für diejenigen, die auf der Insel bleiben wollen, fehlen Ausbildungsmöglichkeiten. Des Weiteren kommen die Bedürfnisse der Jugendlichen, in Sachen Freizeitgestaltung, auf Wangerooge oftmals zu kurz. Daher müssen Lösungsansätze gemeinsam mit den Jugendlichen, der Schule, den möglichen Arbeitgebern sowie den Berufsbildenden Schulen erarbeitet werden, um den Jugendlichen wieder eine Zukunft auf der Insel Wangerooge zu ermöglichen. Arbeiten: Work-Life-Balance und Fachkräftesicherung – Das Privat- und Arbeitsleben muss wieder im Einklang stehen. Die mit diesem Projekt aufzubauende GWA soll die gesamte Inselbevölkerung aktivieren und damit einen attraktiven Wohnort schaffen, in dem sich auch die Insulaner wieder rundum wohlfühlen können. Leben: Die Lebensqualität im Alter auf Wangerooge stellt eine große Herausforderung dar. Die Infrastruktur ist zum größten Teil nicht an die Bedürfnisse der Einheimischen angepasst. Durch das Projekt soll die ehrenamtliche Seniorenarbeit verbessert, generationsübergreifende Projekte gestartet sowie die Infrastruktur, die die Lebensqualität auch im Alter aufrecht erhält, ausgebaut werden. Der Erfolg dieses Projektes wird weitreichende Auswirkungen auf Wangerooge haben: die Verfügbarkeit von Fachkräften, das Vereinsleben, die Inselgemeinschaften und die langfristige Sicherung der Daseinsvorsorge werden sich mit einer etablierten GWA verbessern. Damit kann wieder ein attraktiver InselWohnort geschaffen werden. Der Ansatz soll übertragbar sein auf die anderen ostfr. Inseln. Das Dachprojekt übernimmt dabei die insel- und themenübergreifende Vernetzung. Die Insellotsinnen konnten dabei schon in der Vergangenheit auf die Vorbereitungen und Vernetzung untereinander durch das Dachprojekt zurückgreifen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wangerooge ist wie die restlichen Ostfriesischen Inseln mit 127.000 Gästen und knapp 1 Mio. Übernachtungen jährlich ein touristisches Schwergewicht und einer der Tourismus Hotspots in Niedersachsen.
Das heißt im Jahresrhythmus: In der Saison sind alle Betriebe vollständig ausgelastet und die Personenanzahl auf der Insel steigt auf Stadtniveau und außerhalb der Saison wieder auf Dorfniveau zusammen. Dies wirkt sich zwar positiv auf die wirtschaftliche Situation aus, aber negativ auf die Work-Life-Balance und das Gemeindeleben. Durch den saisonalen Tourismus gestaltet sich die Schaffung von Dauerarbeitsplätzen als schwierig, weshalb es immer mehr zum Problem wird, den Fachkräfteengpässen entgegenzuwirken. Auch die Schaffung von Ausbildungsplätzen gestaltet sich aufgrund der insularen Infrastruktur immer mehr zum Problem.
Der Tourismus- und Immobilienboom der letzten 10 Jahre hat die Immobilienpreise sowie die Mietkosten auf der Insel auf Großstadtniveau ansteigen lassen, ohne das sich gleichzeitig die Einkommensstruktur der Einheimischen groß verändert hätte. Die Wohnkosten liegen deshalb bei bis zu 50 % des Haushaltseinkommens. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum führt zu einer fehlenden Zukunftsperspektive für junge Leute, für Familien, für Fachkräfte sowie für die ältere Generation auf der Insel Wangerooge.
Aufgrund der eingeschränkten räumlichen Situation einer ostfriesischen Insel im Nationalpark Wattenmeer, wurde der vorhandene Raum vorrangig für die touristische Infrastruktur und nicht auf die Belange der Einheimischen ausgelegt. Für Einheimische von jung bis alt ist so gut wie keine Infrastruktur abseits der touristischen Hotspots vorhanden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Wangerooge
Beschreibung
Wangerooge ist eine ostfriesische Insel mit ca. 7,8 km². Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Insel (Hauptort und Westdorf).
Einwohnerzahl
1260
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2019 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2019 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
29
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2019 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
18
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2019 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
uebersichtskarte_wangerooge.pdf
(192.07 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale auf:
Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Die Gemeinwesenarbeit bzw. das Quartiersmanagement soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können.
Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Projekte werden im Sinne der Insulaner/innen und nicht für den Tourismus umgesetzt.
Kriterium
Beschreibung
Beim Auftreten von Problemen können sich Gruppen selbständig organisieren und Interessen durchsetzen und Probleme lösen.
Kriterium
Beschreibung
Gemeinschaftliche Themen und Problemlagen können im Sinne der gesamten Insel umgesetzt werden.
Beschreibung
Das soziale Miteinander verbessert sich. Angebote der Jugendarbeit, Work-Life-Balance und der generationsübergreifenden Arbeit harmonisieren.
Beschreibung
Die Infrastruktur der Jugendarbeit, Work-Life-Balance und der Lebensqualität im Alter entwickelt sich bedarfsgerecht.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Evangelische und Katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr, Sportvereine (Yacht- und Segelclub, Turn- und Sportverein), Kulturgruppen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsansässige Handwerks- und andere Ausbildungsbetriebe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
nicht ortsansässige Handwerks- und andere Ausbildungsbetriebe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Inselprojektbüro als zentrale Anlaufstelle für die GWA soll auf Wangerooge Bestand haben. Für die während der 3-jährigen Laufzeit entwickelten Bürgerprojekte sollen feste Akteursgruppen eingerichtet sein, die durch einen/eine "KümmererIn" als Bindeglied zur Verwaltung unterstützt werden. Die "Kümmerer"-Stelle soll nach derzeitigem Plan fest in der Verwaltung angesiedelt sein. Andere Möglichkeiten sind während der Projektlaufzeit zu prüfen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On