mineinanderBUNT und ElmSozial - gemeinsam für Sickte
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lennart Helm
| Funktion | Leiter Geschäftsstelle |
|---|
2. Kurzbeschreibung
So geht Dorf: Begegnung und Zusammenhalt in der Samtgemeinde Sickte
Projektbeschreibung
Die älteren Menschen in den Dörfern der Samtgemeinde, aber auch die Zugewanderten und die Menschen mit Beeinträchtigungen aus Neuerkerode haben verschiedene Herausforderungen gemeinsam:
- Fehlende individuelle Mobilität und fehlende Mobilitätsangebote,
- erschwerter Zugang zu Unterstützungsangeboten aufgrund von schwer zu verstehenden Zuständigkeiten und Verfügbarkeit von Angeboten im ländlichen Raum,
- bürokratische Hürden (Formulare, Erreichbarkeiten)
- drohende Einsamkeit durch fehlende Infrastruktur und Begegnungsangebote in den Dörfern
Aber auch junge, zugezogene Familien haben Mobilitätsprobleme und ihnen fehlen Kontakte.
Gerade die Gruppe der Älteren (Alltagshilfen im Aufbau) und die Zugewanderten (Second-Hand-Laden mit Treff-Möglichkeit in Sickte und einen Garten in Dettum) erreichen wir teilweise durch unsere bisherigen Angebote, so dass wir auf Mund-zu-Mund-Propaganda setzen können und in einzelnen Dörfern schon Ansprechpersonen haben.
ElmSozial und miteinanderBUNT sind zwei Akteure der Sozialen Arbeit in der Samtgemeinde Sickte. Wir wollen in Zukunft zusammen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt wirken und eine gemeinsame Anlaufstelle für alle Bürger:innen sein.
Wir gehen mit neuen Angeboten in die Dörfer der Samtgemeinde. Hier können wir Gemeinschaftshäuser oder kirchliche Einrichtungen nutzen, aber auch andere Treffpunkte in den Dörfern identifizieren und stärken. Wir setzen insbesondere auf die Zusammenarbeit mit vorhandenen Initiativen und die Gewinnung neuer Ehrenamtlicher. Eine gemeinsame Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger ist also nicht unbedingt als fester Ort gedacht, obwohl auch ein Haus der Begegnung mit täglichen Öffnungszeiten und Angeboten eine langfristige Vision ist.
Die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und damit auch die Vorsorge gegen Einsamkeit, die Koordination von freiwilligem Engagement und die Unterstützung von Initiativen, die die (noch) vorhandene Infrastruktur in den Dörfern erhalten oder neue Angebote schaffen wollen verlangt nach einer guten Vernetzung vieler Beteiligter. Wir haben schon einige gute Kontakte (SG-Bürgermeister, einzelne Ortsbürgermeister:innen, einzelne Anbieter medizinischer Versorgung). Ein stabiles Netzwerk mit möglichst vielen Beteiligten, die zur Verbesserung der Lebenssituation im ländlichen Raum beitragen können, ist unser Ziel. Auch hier setzen wir auf lokale Netzwerke in den Dörfern, die jährlich gemeinsam ihre Ziele abstimmen und weiterentwickeln
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die demografische Entwicklung im ländlich geprägten Raum der SG Sickte zeichnet sich durch einen tiefgreifenden Wandel aus. Von den ca. 10400 Einwohner:innen sind:
- rund 20 % unter 18 Jahre
- ca. 55 % im erwerbsfähigen Alter
- etwa 25 % 65 Jahre und älter. In dieser Gruppe sind die über 80jährigen mit knapp 8 % bis 10 % in einigen Orten vertreten. Der Anteil der Ausländer beträgt 5,3 % (ein Großteil aus Afrika).
Es gibt auch einen Zuzug von jüngeren Familien. Diese Gruppe und die älteren Bewohner:innen sowie die Zugewanderten/Geflüchteten, die in der Samtgemeinde leben, haben jedoch wenig Berührungspunkte.
Aktuelle Herausforderungen: Der Anteil der jüngeren Bevölkerung braucht Investitionen in Bildung und familienfreundliche Infrastruktur. Der wachsende Anteil älterer Menschen stellt Anforderungen an altersgerechte Versorgungsangebote, sowohl in materieller als auch in sozialer Hinsicht (Einkaufen, medizinische Versorgung, Treffmöglichkeiten...). Die Versorgungsstrukturen dünnen in den Dörfern zunehmend aus und finden sich zentralisiert im Hauptort Sickte.
Hier hat die Samtgemeindeverwaltung der fünf Gemeinden mit insgesamt 14 Dörfern ihren Sitz. Außerdem gibt es eine gute ärztliche Versorgung und diverse Einkaufsmöglichkeiten. Der ÖPNV ist insbesondere in Bezug auf Taktfrequenzen und die Anbindung der Ortsteile sowie die Anbindung der Dörfer untereinander ausbaufähig. Bildungs- und Beratungsangebote für Erwachsene fehlen auch in Sickte, so dass Unterstützungsmöglichkeiten, insbesondere für Ältere, diesen nicht zugänglich sind.
Eine Kooperation im Sinne der Bearbeitung sozialer Probleme gibt es in Ansätzen mit einzelnen Personen in Verwaltung und Politik.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Sickte
Beschreibung
Die Samtgemeinde Sickte setzt sich aus den fünf Gemeinden Sickte, Hötzum, Neu-Erkerode, Volzum und Apelnstedt zusammen, deren gemeinsames Verwaltungszentrum in der Gemeinde Sickte liegt. Insgesamt gibt es 14 Dörfer, die sich auf die verschiedenen Gemeinden verteilen. Die Samtgemeinde wurde im Rahmen der niedersächsischen Gebietsreform im Jahr 1974 gegründet und erstrecket sich insgesamt über eine Fläche von 81,76 km² Die Samtgemeinde liegt im Landkreis Wolfenbüttel zwischen der Stadt Wolfenbüttel im Westen und der Gemeinde Cremlingen im Norden. Im Süden grenzt die Samtgemeinde an die Samtgemeinde Elm-Asse und im Osten an den Landkreis Helmstedt. Außerdem grenzt die Samtgemeinde Sickte im Nord/Westen an die Stadt Braunschweig.
Einwohnerzahl
10400
Quelle / Anmerkungen
Statistik der Samtgemeinde
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
SG Sickte, Mai 2023
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
sg_sickte.png
(372.4 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Angebot richtet sich an die gesamte Bevölkerung in der Samtgemeinde. Zunächst geht es darum, den Menschen bzw. den unterschiedlichen Gruppen hier (seit langem hier Lebende, Zugewanderte, mobilitätseingeschränkte und einsame Menschen, junge Familien, "Jungsenior:innen") Begegnung und Kennenlernen zu ermöglichen. Das geschieht u.a. durch Beteiligungsaktionen sowie Freizeit- und Bildungsangebote. Diese Zugehörigkeit wird auch durch die Übernahme von Verantwortung gestärkt. Wir gewinnen Bewohner:innen für Aufgaben, wobei nicht wir vorgeben, welche das sein sollen, sondern ihre Kompetenzen und Ideen dazu aufgreifen. Die Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Raums ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es gibt eine Anlaufstelle, deren Bedarf durch die Bewohner:innen gesteuert wird. Was gebraucht wird, soll umgesetzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Wir unterstützen Bewohner:innen der Samtgemeinde bei der Verwirklichung ihrer eigenen Anliegen.
Kriterium
Beschreibung
Menschen mit bestimmten Interessen können zusammen etwas gestalten, unabhängig davon, welcher Zielgruppe sie angehören.
Beschreibung
Wir können alle Anliegen von Bürger:innen bearbeiten, weil wir wissen, wer Ansprechpartner:innen sind. Wir arbeiten eng mit der Kommune, der Politik in den Orten und den engagierten Menschen zusammen.
Kriterium
Beschreibung
Unterstützungsnetzwerke für ältere Menschen werden gebildet. Junge Familien finden Wunschgroßeltern. Gemeinsame Aktionen in den Orten für alle finden statt.
Beschreibung
Die Kooperation mit der Samtgemeinde zu einem Einbezug des Projekts in andere Planungen (Bau, Infrastruktur, Wirtschaft) führt. Der Landkreis wird als übergeordnete Kommune einbezogen.
Kriterium
Beschreibung
Die vorhandenen Strukturen von miteinanderBUNT und ElmSozial stärken das Projekt, aktive Bürger:innen ("LiSSi", Seniorenkreisleitungen) sind einbezogen
Kriterium
Beschreibung
In dem Projekt geht es nicht nur um soziale Belange, sondern, wenn von den Bürger:innen gewünscht, auch um die materielle Infrastruktur oder Mobilität
Beschreibung
Zusammen mit Bürger:innen werden die gewünschten infrastrukturellen Verbesserungen initiiert und umgesetzt
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Schulen (Grundschulen Dettum, Sickte), Oberschule Sickte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Kirchengemeinden Sickte, St. Markus am Elm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung Neuerkerode f. Menschen mit Behinderungen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gruppe LiSSi (Leben in der Samtgemeinde Sickte)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Besucher:innen des Bunten Ladens in Sickte (miteinanderBUNT)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Teilnehmer:innen am Suppentag in Sickte (ElmSozial)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Projektpartner ElmSozial und miteinanderBunt sind in der Samtgemeinde (SG) schon tätig. ElmSozial wird unterstützt, z.B. durch zur kostenfrei zur Verfügung gestellte Räume (temporär). Die SG Oderwald und Schladen-Werla unterstützen die dortigen Kontaktstellen bereits finanziell, so dass wir damit rechnen, nach der Anlaufphase auch Förderung durch die SG zu bekommen. Auch eine Beteiligung des Landkreises ist geplant. Eigene Einnahmen entstehen durch Angebote zur Unterstützung im Alltag.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Godshorn ist bunt - Für Demokratie und Vielfalt im verbunT Langenhagen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Falk Wook
| Funktion | Pastor |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Demokratie - jetzt oder nie
Projektbeschreibung
Mit Beginn der dreijährigen GWA-Förderung durch LAG & N-Bank im Oktober 2021 konnten wir trotz der damals noch andauernden Corona-Pandemie bis heute eine sehr erfolgreiche Quartiersarbeit initiieren. Zwei Koordinatorinnen wurden eingestellt. Ein "Bündnis für gute Nachbarschaft Godshorn" (BfgNG) dem fast alle Akteure im Quartier angehören gründete sich Mitte 2022, kurze Zeit später eine Steuerungsgruppe. Der Koordinationsprozess mit der Kommune und den zwei weiteren Projekt-Quartiers-Kirchengemeinden im verbunT wurde mit monatlichen Koordinationstreffen verstetigt, ein gemeinsames Logo für das Gesamtprojekt & ein Flyer entwickelt. Mit einer aktivierenden Befragung wurden alle 3.500 Haushalte im Quartier wurden erreicht. Inzwischen haben sich hieraus resultierend, 6 AGs gebildet, die inzwischen selbständig arbeiten. Das MGZ soll dabei zukünftig ein „Haus der Vielfalt“ sein. Eine zusätzliche Expertenbefragung wird z. Zt. ausgewertet (Befragte: Grundschule, Feuerwehr, Jugendliche, KiTas, Geflüchtete, die Tafel, Sportvereine, Geschäfte, Ärzte & Senioren). Trotz dieser gerade im BfgNG sehr positiv bewerteten Entwicklung sind die ureigenen Vorbehalte der Kirchengemeinde gegenüber Gemeinwesenarbeit & den „fremdem Gruppen“ noch nicht beseitigt & bedürfen weiterer Einbindung. Die antidemokratischen Entwicklungen besonders durch die Ergebnisse der correktiv-Recherche über die Ereignisse in Potsdam der letzten Monate haben das BfgNG erschüttert. Daraufhin haben mehrere Vereine & Einzelpersonen, besonders aber die 4. Klassen der Grundschule in einer sehr angstvollen Reaktion das BfgNG gebeten, sich gemeinsam mit ihnen für die Demokratie zu engagieren & aktive Formen zur Förderung von Demokratie zu entwickeln. Hier besteht nun akuter Handlungsbedarf für GWA. Auch der Päd. Mittagstisch Satt & Schlau, der Ende 2023 mit dem Integrations-Sonderpreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet wurde, hat um Einbindung in die GWA & die aktive Demokratiearbeit gebeten. Ein Aktivierung von Bürger*innen, die sich mutig zur Demokratie zu bekennen ist notwendig, dabei kann das GWZ eine wichtige Verortung sein (hier trifft man Demokraten), hier lassen sich Kräfte bündeln & Aktionsformen wie Kundgebungen, Demonstrationen etc. unproblematisch planen. Anderseits bedarf es demokratischer Grunderfahrungen, die für das nicht immer einfache Feld Demokratie begeistern. Hier sind Stadtteilforen nötigt, um zwischen Bürger*innen, Wohnwirtschaft, Handel & Kommune ihren Teil beizutragen.
Laufzeit
2024-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Quartier äußern sich Ängste vor Migranten & es gibt sehr böswillige Äußerungen. Die gesellschaftliche Spaltung, extrem verstärkt d. populistische Einflüsse, äußert sich in Aggressionen, denen mit Ermutigung zur Demokratie zu entgegen ist. Unterscheidungen von Mitgliedern der Kirchengem., obwohl Initiator der GWA, in „unsere Gruppen“ & "GWA-Gruppen", werden gemacht. Ein weiterer integrativer GWA-Prozess in den nächsten drei Jahren ist nötig, auch die Einbindung des Päd. Mittagstisches „Satt & Schlau“. Auf der Haben Seite: Eine sehr gut vernetzte Arbeit im verbunT mit der Kommune Lgh. & den anderen Projektp.& eine erfolgreiche GWA im BfgNG z.B. der Kooperation m. d. Grundschule, deren 4. Klassen das Bündnis um Hilfe bei Aktionen f. Demokratie gebeten haben & einem starken Empowerenment von Bewohner*innen. Die Verstetigung braucht noch Zeit. Eine glückende GWA bedarf der Nachhaltigkeit & dem Mitwirken hauptberuflicher Koordination. Die finanz. Verstetigung durch Einbeziehung der Bürgerstiftung Langenh. hat gute Chancen, damit auch die Förderung durch den Wirtschaftsclub. Dieser Ansatz soll weiter verfolgt werden. Die aktuelle Förderung der GWA wird durch die Kommune koordiniert, sie verwaltet die Gelder für die beteiligten Quartiere. Die Einrichtung des verbunTs „GWA“ war ein erfolgreicher Schritt bewirkt d. regelm. Treffen & die im ersten Förderzeitraum durch die Stadt geführte gemeinsame Antragstellung. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die übergreifende Koordination und insb. die gem. Mittelverw. den Verwaltungsaufwand in den Quartieren eher erhöht. Daher soll die gem. Arbeit und Konzeption beibehalten, die gem. Antragst. & Mittelverw. jedoch nicht fortgeführt werden.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Godshorn - Langenhagen
Beschreibung
Das Quartier Godshorn hat eine
Größe von 8,28 km², teils noch
dörfliche Strukturen und ist seit 1974
Stadtteil Langenhagens (Region
Hannover) südlich des Flughafens.
Östlich liegt das Stadtzentrum von
Langenhagen, im Süden das
Hannoversche Vinnhorst und
westlich die Stadtteile Schulenburg
und Engelbostel. Wie eine Insel ist
Godshorn durch die Verkehrsadern
deutlich von allen andern Quartieren
abgegrenzt. Beide großen
Godshorner Gewerbegebiete sind
geprägt durch Speditions- und
Logistikdienstleister, so dass
Langenhagen heute zu den gewerbesteuerstärksten Kommunen
Niedersachsens zählt.
Einwohnerzahl
6718
Quelle / Anmerkungen
Stadt Langenhagen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Langenhagen
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Langenhagen
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Langenhagen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen von 2020 der Region Hannover
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen von 2020 der Region Hannover
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen von 2020 der Region Hannover
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Langenhagen
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen von 2020 der Region Hannover
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen von 2020 der Region Hannover
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen von 2020 der Region Hannover
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
lag-gebiete_godshorn_quer_.jpg
(929.26 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Seit 2020 hat sich die Kirchengemeinde Zum Guten Hirten mit Förderung durch LAG und N-Bank der Aufgabe einer zukunftsorientierten GWA gewidmet: Es ist gelungen, die kirchlichen Strukturen auf GWA hin umbauen. In Zusammenarbeit mit der Kommune Langenhagen, der Elisabethkirchengemeinde. und der Kirchengemeinde. St.Paulus/Emmaus wurde eine Strategie & ein gemeinsamer GWA Ansatz entwickelt der in der äußeren Gestalt des verbunT Langenhagen sichtbar wird. In Godshorn wurde ein Bündnis für Gute Nachbarschaft installiert und durch eine aktivierende Befragung aller Haushalte im Quartier sechs aktive AG´s gebildet. Zwei Koordinatorinnen begleiten diese Prozesse. Das Gemeindehaus der Kirche soll auch zukünftig in der GWA als Bindeglied und zentraler Treffpunkt fungieren. Bedarfe & Bedürfnisse der Menschen im Quartier können so direkt geäußert & in bestehenden & zukünftigen Quartiersentw.-Prozessen berücksichtigt werden. Die ressortübergreifende Koordinierung GWA/QM durch die Kommune (verbunT) wird auch in Zukunft helfen, den Ansatz des sozialraumorientierten Quartiersmanagements in den Fokus zu rücken & zu begleiten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kommunikations- und Begegnungsräume sind in einem GWZ sind eingerichtet, Die Bewohner*innen nutzen die Anlaufstellen GWA, 50 % sind informiert & aktiv beteiligt. Die Bewohner*innen benennen und gestalten Themen und Ziele der GWA und Quartiersentwicklung.
Kriterium
Beschreibung
Selbstverwaltete Räume im Quartier sind sowohl im GWZ als auch bei den einzelnen Akteuren identifiziert und stehen für Begegnung und Veranstaltungen zur Verfügung, die Bewohner*innen nutzen Verfügungsfonds für eigeninitiierte Projekte & Veranstaltungen.
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen sehen die grundsätzlichen Möglichkeiten, Vorteile und Ressourcen in ihrem Quartier. Schwachstellen werden offensichtlich und Lösungsansätze entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Eine Vielzahl an Kommunikationsanlässen und -räumen unterstützt die Kommunikation und Interaktion zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen durch Stadtteilkonferenzen, Feste u.a.
Beschreibung
Eine Koordinierungstelle GWA/Quartiersentwicklung ist in der Kommune eingerichtet & steuert mit den Koordinatorinnen vor Ort Quartiersentwicklungsvorschläge von Bewohner*innen der einzelnen Quartiersprojekte in die einzelnen Fachbereiche. und andersherum.
Beschreibung
Bürgerforen finden regelmäßig statt in denen gemeinsame Ziele und Ideen für das eigene Quartier entwickelt werden. Neue Projekte/Veranstaltungen gehen daraus hervor.
Kriterium
Beschreibung
Vielfältige Angebote für unterschiedliche Zielgruppen (Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund) werden ehrenamtlich organisiert und umgesetzt.
Beschreibung
Eine Bedarfsanalyse wurde durchgeführt, fehlende soziale Infrastruktur identifiziert und kommuniziert. Die Ergebnisse wurden Politik und Verwaltung vorgestellt für die Erarbeitung von Lösungsansätzen.
Kriterium
Beschreibung
Vernetzungstreffen aller Nachbarschafts-, Stadtteil- und Quartierszentren finden koordiniert über die städtische GWA und Sozialplanung statt. Ergebnisse der Stadtteilkonferenzen fließen in Quartiersentwicklungsprozesse ein.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im ersten Jahr wurde eine hauptamtl. Koordinatorin für die GWA eingestellt. Ein "Bündnis für gute Nachbarschaft Godshorn" (BfgNG) wurde 2022 als Basis der GWA gegründet - fast alle Akteure im Quartier sind beteiligt. Durch eine nachhaltige Implementierung der GWA in die Fachstelle in Langenhagen & verbunT arbeiten alle Quartiere & die Stadt auf Augenhöhe in monatlichen Treffen zusammen. Der verbunT ist außerdem Mitglied in der Steuerungsgruppe sowie im Netzwerk GWA. Die Fachstelle GWA koordiniert die verbunTstreffen sowie weitere Gremien Eine 2. Koordinatorin wurde eingestellt. Eine Steuerungsgr. im Quartier wurde Ende 2022 gegründet, eine aktivierende Befragung wurde ausgewertet & dem BfgNG, der Steuerungsgruppe und dem Ortsrat vorgestellt. Ein Organigramm der Quartiers-Arbeit wurde erstellt & mit Akteuren abgestimmt. Aktivierte Bewohner*innen, wurden zu einem Treffen mit der Steuerungsgruppe eingeladen - es entstanden bisher 6 selbständig arbeitende Arbeitsgruppen. Die Seniorenarbeit im Quartier wurde zwischen DRK, AWO, Landfrauen & Kirchengemeinde vernetzt. Unter dem Motto: "Kaffee & Mehr" treffen sich seit Mitte 2022 1 x monatlich ca. 50 Senior*innen zu Programm, Kaffee & Kuchen. Eine Stadtteilmutter eingestellt, die auch Hausbesuche macht, das Wärme-Café & die Deutschkurse für Geflüchtete aktiv begleitet & bei der Tafelausgabe im MGZ und auch in der Schule präsent ist. Die städt. Steuerungsgruppe & das Netzwerk GWA sind von zentraler Wichtigkeit für GWA im Quartier.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialdezernat Stadt Langenhagen, Stadtplanung (im "VerbunT"), GWA Entwicklung, Ortsrat Godshorn
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturnetz Langenhagen ("verbunT), Kulturring Godshorn, MIMUSE Langenhagen, Klangbüchse Langenhagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsrat, Integrationsbeirat, Bürgerstiftung , Offene Gesellschaft Langenhagen (Kooperationsvereinbarung)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, DRK, Feuerwehr, Landfrauen (Bündnis für Gute Nachbarschaft)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schützenverein, Sportverein TSV Godshorn, Tennisclub Godshorn, Förderverein Kirchengem.Zum Guten Hirten (Bündnis F. Gute Nachbarschaft), Langenhagener Tafel, Mehrgenerationenhaus Lgh.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Artztpraxen, AWO Tagespflege, Hebammennetzwerk (Kooperationsvertrag), Pflegedienste, Seniorenheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Godshorn & KiTas (Kooperationsverträge& Bündnis für Gute Nachbarschaft), Krippen, VHS, EEB
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie (DVH-L)(Kooperationsvertrag) Kirchenkreissozialarbeit, Caritas, Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen, Familienzentrum Emma und Paul, Elisabethkirchengem., kath. Kirche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Händler des Mittelstandes Godshorn, Unternehmen des Business-Airport Parks Godshorn
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KSG im Quartier Godshorn, Herrenhäuser Wohnungsgesellschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Öffentlichkeitsarbeit Stadt Langenhagen, Pressearbeit Kirchenkreis Burgw.-Langenh., Lokalpresse (HAZ Nord, Echo)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Parteien im Ortsrat Godshorn, Parteien des Stadtrates Langenhagen, Bürgermeister*in, Sozialdezerenentin (im "verbunT") Region Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder des Netzwerkes für Geflüchtete, Mitarbeitende vom Päd. Mittagstisch Satt& Schlau, alle interessierten Bürger*innen, AGs aus der aktivierenden Befragung, Kirchengemeindemitglieder
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialarbeiter*nnen der Stadt Langenhagen, Bürgerstiftung Langenhagen, Stadtteilväter-Stadtteilmütter, Migrationsdienst im KK Burgwesel-Langenhagen, Helfende Hände
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
GWA behält das Quartier hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung im Blick, vor allem die
ressortübergreifende und fachliche Koordination mit der GWA der Kommune. Ein MGZ als
Ort der GWA bedarf der Nachhaltigkeit. Finanzen: eine langfristige finanzielle Verstetigung
der GWA durch Fundraising-Netz (Region, Kommune, Sponsoren) Durch Einbeziehung der Bürgerstiftung Langenhagen besteht auch eine gute Chance der Förderung durch die Wirtschaft Langenhagens
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
InselOase - Gemeinschaft im Fokus
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Maren Bruns
| Funktion | Bauleitplanung & strategische Dorfentwicklung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Schaffung eines lebendigen, lebenswerten und liebenswerten Lebensraums durch soziale Intervention, aktive Bürgerbeteiligung im Einklang mit einer integrierten, kommunalen Entwicklung.
Projektbeschreibung
Spiekeroog, eine idyllische Insel mit einer der höchsten Tourismus-Intensitäten in Deutschland, steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die umfangreiche Maßnahmen zum Erhalt des insularen Lebens und Sicherung der Authentizität als Urlaubsinsel erforderlich machen. Im Zuge der Förderung beabsichtigen wir die Weiterentwicklung der bisherigen Gemeinwesenarbeit hin zu einem funktionierenden, ganzheitlichen Quartiersmanagement, u.a. mit folgenden Ansätzen:
Sicherung und Rückgewinnung von Wohnmöglichkeiten der insularen Bevölkerung durch Festlegung von Quoten für Dauerwohnen und Ferienwohnen auf Ebene der städtebaulichen Planung / in Bauleitplänen, Erhaltungssatzungen zum Schutz der lokalen Bevölkerung sowie Zweckentfremdungssatzungen zur Sicherung und Wiederherstellung von Wohnraum. Die Herausforderung in diesem Handlungsfeld ist das Konfliktpotential, welches durch eine konsequente Anwendung baurechtlicher Regelungen und Steuerungsinstrumente zu erwarten ist. Hier sehen wir Vermittlungs-, Erklärungs-, Zuhör- und Schlichtungsaufgaben durch den Ansatz des Gemeinwesens und des sozialen Quartiersmanagements, welches die baurechtliche Seite komplementiert und die Akzeptanz und den Zusammenhalt nachhaltig sichert.
Schaffung von Anreizen und Rahmenbedingungen für den Bau von bezahlbarem Wohnraum für die lokale Bevölkerung: Ausweisung eines Neubaugebiets, Zusammenarbeit mit relevanten Stakeholdern (z.B. Genossenschaft, Eigentümer, Gewerbetriebe, …), Mitarbeit bei der Verbesserung der Wohnraum-Förderkulissen, Aufbau eines Fundraisingkonzepts zur Finanzierung der Schaffung von freiem Dauerwohnraum für die allgemeine Inselbevölkerung.
Verstetigung der bisherigen Gemeinwesenarbeit zur Stärkung der Inselgemeinschaft: Durch versch. Maßnahmen wie die Förderung von Integration, die Schaffung von Treffpunkten und die Unterstützung von Vereins- und Jugendarbeit möchten wir die Lebens- und Wohnqualität auf Spiekeroog steigern. In Abgrenzung zu unseren bisherigen Projekttätigkeiten in diesem Bereich ist der Fokus auf die Vorbereitung zur Aufnahme in das niedersächsische Dorfentwicklungsprogramm. Um das ehrenamtliche Netzwerk rund um dieses Vorhaben ans Laufen zu bringen und verbindliche Arbeitsgruppen ins Lebens zu rufen wie auch Verantwortlichkeiten langfristig in die Dorfgemeinschaft zu übertragen, gilt es, eine Aufbruchsstimmung zu erzeugen und ersten Arbeitsgruppen eine Ernsthaftigkeit zu verleihen und Personen mit Kompetenzen und Budget auszustatten.
Laufzeit
2024-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Bevölkerungsstruktur besteht größtenteils aus ortsgebundenen Personen, deren Zusammensetzung für die Erhaltung der Wohn- und Wirtschaftsfunktion sowie zur Wahrung der gewachsenen nachbarschaftlichen Beziehungen von entscheidender Bedeutung ist. Wohnraum ist absolute Mangelware, Spiekeroog gehört zu einer vom Land festgelegten Gebietskulisse mit einem besonders angespannten Wohnungsmarkt, in welcher die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen besonders gefährdet ist. Das führt zu einer Verdrängung ans Festland oder zu einer Veränderung der Wohnformen und Lebensweisen mit direkter Auswirkung auf die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung, also zu einer negativen Veränderung der insularen Bevölkerungsstruktur in ihrer bisherigen, gesamtheitlich funktionierenden Zusammensetzung.
Dies beeinträchtigt die Lebensqualität und veranlasst Personen nur noch für einen Lebensabschnitt auf der Insel zu bleiben. Das führt zu einer hohen Fluktuation innerhalb der Wohnbevölkerung und zu einer Unstetigkeit in der Zusammensetzung. Ohne konsequentes Gegensteuern wird ein hoher Anteil der Bevölkerung nur noch im erwerbsfähigen Alter auf der Insel leben können. Häufig wechselnden Individuen mit einer saisonal begründeten hohen Arbeitsbelastung werden sich weniger intensiv in eine bestehende Wohnbevölkerung, die gleichzeitig abnimmt, integrieren und z.B. weniger ehrenamtliche Positionen im gemeinschaftlichen und dörflichen Miteinander übernehmen. Nachbarschaftliche Beziehungen werden aufgebrochen, die über viele Generationen funktionierende Gemeinschaft schwindet, das Geldverdienen und nicht das soziale Miteinander / Leben stehen im Vordergrund.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Insel Spiekeroog
Beschreibung
Spiekeroog ist eine niedersächsische Insel mit ca. 18 qm2 Fläche. Die
Entfernung zum Festland beträgt ca. 6 km. Es gibt eine tideabhängige
Fährverbindung.
Einwohnerzahl
800
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
geschätzt für das Projektgebiet (Gemeinde Spiekeroog);
Als Gesamtstadt bzw. Referenzgebiet gilt der Landkreis Wittmund, Quelle ist das Landesamt für Statistik Niedersachsen (Stand 2020).
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
geschätzt für das Projektgebiet (Gemeinde Spiekeroog); Als Gesamtstadt bzw. Referenzgebiet gilt der Landkreis Wittmund, Quelle ist das Landesamt für Statistik Niedersachsen (Stand 2020).
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
geschätzt für das Projektgebiet (Gemeinde Spiekeroog); Als Gesamtstadt bzw. Referenzgebiet gilt der Landkreis Wittmund, Quelle ist das Landesamt für Statistik Niedersachsen (Stand 2020).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
geschätzt für das Projektgebiet (Gemeinde Spiekeroog); Als Gesamtstadt bzw. Referenzgebiet gilt der Landkreis Wittmund, Quelle ist eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit für den Berichtsmonat 03.2024.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
leben_im_meer_spiekeroog_1.jpg
(165.56 KB)
leben_im_meer_spiekeroog_2.jpg
(231 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesensarbeit und Quartiersmanagement sind künftig integriert und "zusammengedacht". Es werden (weiterhin) Bedürfnisse und Ressourcen unserer Gemeinschaft identifiziert, Maßnahmen daraus abgeleitet und somit die Lebensqualität verbessert, wobei ein großer Schwerpunkt auf der Aktivierung des Ehrenamtes liegt. Weiterhin werden gezielte Verbesserungen der Lebensbedingungen, insb. Wohnraumversorgung erreicht. Denn Wohnraum ist der "Schlüssel" zu fast allem auf Spiekeroog und somit die wichtigste Zutat für die Inselgemeinschaft.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Standard erreicht, wenn Bürger:innen aktiviert und motiviert werden konnten, sich als Dorfmoderator:in für ein Themenfeld zur Verfügung zu stellen und eigenverantwortlich eine AG-Leitung zu übernehmen.
Kriterium
Beschreibung
Standard erreicht, wenn Immobilieneigentümer:innen / Grundstücksbesitzer:innen in Diskussionen offen sind, gemeinwohlorientierte Belange in der Wohnraumnutzung gleichwertig neben den individuellen Vorteilen einer möglichen Gewinnmaximierung zu tolerieren
Beschreibung
Standard erreicht, wenn geleitet durch die Kommune und gemeinschaftlich entwickelt mit relevanten Stakeholdern ein Neubaugebiet sowohl unter städtebaulichen, sozialen und naturschutzrechtlichen Aspekten gemeinschaftlich entwickelt wird.
Vorhandene Strukturen
Die Gemeinwesenarbeit (GWA) auf Spiekeroog, definiert im Vorgängerprojekt "Leben im Meer" die Verwaltung als Möglichmacher, der Rahmenbedingungen für Bürger:innen schafft, um ihr Lebensumfeld zu verbessern. Durch Aktivierung und Sichtbarmachung der Bürger:innen entstand z.B. der "insulare Jahreskalender", der ehrenamtliches Engagement koordiniert und planbar macht. Erfahrungen aus dem Projekt sowie positive Einzelmaßnahmen seit Mitte 2022 haben das insulare Leben signifikant verbessert. Neben dem Jahreskalender ist noch zu nennen: der Aufbau einer aktiven Kommunikation – nebenan.de, Website, Schaukasten, Rundbriefe, persönliche Ansprache, Videobotschaften; Implementierung von Sprachkursen, Willkommensveranstaltungen, Patenschaften zur besseren Integration; Schaffung von Räumen sowie Kleinst-Veranstaltungen (wie z.B. Insulares Picknick); Schaffung eines Jugend-Outdoor-Treffpunktes zur Verbesserung der Freizeitaktivitäten um nur einige zu nennen.
Trotz begrenzter Ressourcen in der Verwaltungseinheit besteht das Ziel, Gemeinwesenarbeit als integralen Bestandteil des Insellebens zu etablieren. Viele Aktivitäten sind zwischenzeitig verstetigt, dabei ist es erklärtes Ziel, dass die Gemeinwesenarbeit künftig nicht isoliert betrachtet, sondern integraler Bestandteil des Insellebens und Handelns der Gemeindeverwaltung wird. Jedoch wurden wichtige Aspekte bisher vernachlässigt, was eine Fokussierung auf Problemfelder in diesem Projekt erfordert.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Personalgestellung sichert nachhaltige Strukturen, da Projektmitarbeiterinnen langfristig in der Verwaltung bleiben und den Geist der GWA / QM in ihrem allgemeinen Doing integrieren. Durch das über einen längeren Zeitraum angelegten Dorfentwicklungsprogramm werden die in den ersten 3 Jahren gefestigten und neu etablierten Strukturen erhalten bleiben. Freiwillige finanzielle Ausgaben sind für Kommunen kommunalrechtlich bei angespannter Haushaltslage schwierig. Aber wir bleiben optimistisch.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Von der „AltenSchule" zur neuen guten Nachbarschaft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Anja Oppermann
| Funktion | Vorsitzende Jugend- und Sozialausschuss |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein „Schlafdorf“ wacht auf - zur neuen Gemeinschaft in alten Räumen
Projektbeschreibung
Ziel des Projekts ist die Bildung einer Dorfgemeinschaft und Beheimatung der Zugezogenen in Lauenbrück, einem Grundzentrum mit wenig ausgeprägter Infrastruktur und Willkommenskultur. Es ist besonders für viele Neubürger und Geflüchtete, kein wirkliches „zu Hause“. Pandemiebedingt hat auch die beliebte Dorfkneipe ihren Betrieb eingestellt, geblieben sind eine Raucherkneipe und eine Event-Gastronomie.
Aber der notwendige Bau einer neuen Grundschule 2023 ermöglichte es der Gemeinde, das alte Grundschulgebäude 2024 zurückzuerhalten und mit Fördermitteln des ZILE-Programms für eine Umnutzung als offenes Bürgerhaus vorzubereiten. 2018 hatte die Gemeinde bereits in der „AltenSparkasse“ einen Gemeinschaftsraum für Vereine und Gruppen eingerichtet, der stets ausgebucht ist. Dieser bietet nur isoliert voneinander Platz für jeweils ein Angebot und keinen Raum für Begegnung und ein übergreifendes Miteinander. Eine multifunktionale Nach- und Umnutzung des bisherigen Grundschulgebäudes an der Wümme kann eine Begegnungsstätte schaffen. Dieser generationenübergreifende Treffpunkt wird sicher die Integration besonders auch unserer Neubürgerinnen und -bürger aller Herkunft bewirken. Als Grundzentrum sollte Lauenbrück über eine solche identitäts- wie gemeinschaftsstiftende Einrichtung unbedingt verfügen und damit zugleich zur Versorgung mit soziokulturellen Angeboten und Dienstleistungen beitragen.
Schon früh bildete sich zur Klärung der weiteren Nutzung der alten Schule aus allen Fraktionen des Lauenbrücker Gemeinderats die „IFAG“, eine ehrenamtliche interfraktionelle Arbeitsgruppe als Planungsstab. Der Umbau und die Umnutzung wurden vom Gemeinderat beschlossen. Allen am Prozess Beteiligten war aber klar, dass die Inbetriebnahme eines solchen Hauses einer professionellen Ausgestaltung bedarf, die die IFAG selbst und auch die Gemeindeverwaltung nicht wird leisten können. Ein so das Gemeinwesen förderndes Projekt bedarf einer Person, die „da ist“. Dabei wird es bei der Gestaltung nicht nur darauf ankommen, die „AlteSchule“ mit Leben zu füllen, vielmehr muss es Aufgabe sein, die Dorfbevölkerung aus den unterschiedlichen dörflichen „Inseln“ einzubeziehen und „abzuholen“ - im Sinne eines zu schaffenden lebendigen Dorfes. Die „AlteSchule“ als Ankerpunkt für das Projekt kann so neben allen Maßnahmen, die erforderlich sein werden, zur Bildung und Stärkung der Dorfgemeinschaft beitragen.
Laufzeit
2025-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Lauenbrück ist ein „Schlafdorf“ am Rande des Landkreises Rotenburg. Ursprünglich als Siedlungsort für Arbeitskräfte des Bothmerschen Ritterguts, später der Eisenbahn und nach dem zweiten Weltkrieg neue Heimat für viele Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten verfügt über kein historisch gewachsenes Zentrum. Die soziale Infrastruktur in diesem ländlichen benachteiligten Raum beschränkt sich auf Vereine. Wie damals fällt es den heutigen Geflüchteten schwer, sich zu integrieren. Auch bei pendelnden Neubürgern beschränken sich die Kontakte auf die unmittelbare Nachbarschaft. Geographische und verkehrsinfrastrukturelle Besonderheiten (Wümme, Fintau, Moor, Bahndamm, Bundesstraße 75) haben zu einer aufgelockerten Bebauung und kleinräumigen Ansiedlungen („Vogelviertel“, „Fischtown“; „Klein Moskau“, „Aukamp“) geführt und die Isolation verschärft.
Bedingt durch die Randlage Lauenbrücks und den demographischen Wandel sind besonders ältere Menschen und Geflüchtete auf ein Auto angewiesen, um bedarfsgerechte Angebote wahrnehmen zu können. Und es fehlt allen an einem beheimatenden Anlaufort, besonders auch jungen Menschen (ohne Führerschein). Mehrfache Versuche, für sie ein Angebot zu schaffen, sind in der Vergangenheit gescheitert, wären aber dringend erforderlich.
Um Abgrenzung und Isolation in den „dörflichen Inseln“ in Lauenbrück aufzubrechen, wird die „AlteSchule“ zwar räumliche Bedingungen schaffen, die Ausgestaltung des Projekts erfordert aber Begleitung, die ohne professionelle Hilfe nicht gelingt. Die aus der Kommunalpolitik entstandene IFAG „AlteSchule“ bedarf für ihr bürgerschaftliches Engagement Hauptamtlicher, die das Projekt umsetzen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lauenbrück
Beschreibung
Das Fördergebiet erstreckt sich über die Fläche der Gemeinde Lauenbrück innerhalb der Samtgemeinde Fintel (Landkreis Rotenburg / Wümme).
Einwohnerzahl
2662
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Lauenbrück
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung auf der Grundlage eines Ausdrucks der Samtgemeinde Fintel am 26.3.2024 (Ausländer und Doppelstaatler); Altersstrukturen waren leider nicht verfügbar
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Statistischem Bundesamt beträgt der Anteil der bis 20-Jährigen 19 %, Daten für die Gemeinde Lauenbrück sind nicht zugänglich und wurden mit 24 % für alle ( 0 bis 26 Jahre ) geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Statistischem Bundesamt beträgt der Anteil der über 66-Jährigen 20 %, Daten für die Gemeinde Lauenbrück sind nicht zugänglich und wurden mit ca. 27 % geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die isoliert nebeneinander lebenden Bevölkerungsgruppen Lauenbrücks sollen durch die Einstellung eines Gemeinwesenarbeiters zusammengebracht werden. Als zentrale professionelle Person für alle Menschen im Dorf soll er initiativ sein und auf die Menschen zugehen. Er soll Kontakte fördern, Hilfsangebote koordinieren sowie (Bildungs-) Angebote eröffnen und damit für Gemeinschaft, Austausch und Teilhabe sorgen. Mit der „AltenSchule“ als Ausgangsbasis, einem emotionalen Ort für Altbürger mit Verwurzelungspotential für Neubürger, soll der Gemeinwesenarbeiter für die Entstehung eines dörflichen Gemeinschaftsgefühl sorgen und den Zusammenhalt unter allen Bevölkerungsgruppen herstellen und stärken.
Seine Aufgabenschwerpunkte sind:
• Entwicklung von Gemeinwesenarbeit, Förderung des gemeinschaftlichen Zusammenlebens, Umsetzung von Projekten im Zuge unseres Projektes Von der „AltenSchule“ zur neuen guten Nachbarschaft
• Angebotsentwicklung zur Stärkung der Nachbarschaft und des Ehrenamts, der Integration und der Teilhabe in der Gemeinde
• Stärkung der individuellen und im Sozialraum vorhandenen Ressourcen
• Projektmanagement von gemeindeinternen, sozialen und integrativen Projekten
• Aufbau und Betreuung von Bürgerbeteiligungsprozessen
• Planung und Durchführung von Veranstaltungen, Arbeitsgruppen und Bürgerworkshops
• Konzeptentwicklung, Projektanträge, Evaluation
• Öffentlichkeitsarbeit
• Fördermittel akquirieren, Dokumentation und Berichte für Geldgeber
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die „AlteSchule“ unser „Bienenstock“ ist beheimatender Treffpunkt für alle Menschen im Ort unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft und wächst so zu einem immer größer werdenden „Bienenhaus“.
Beschreibung
Ziel ist es, Potentiale aller Einwohner zu nutzen. Wir fragen uns nicht:, „Was kann die „AlteSchule“ mir als Bewohner bieten?, sondern: „ Was kann ich meinem Dorf bieten?" Auch Geflüchtete wirken als Ehrenamtliche mit.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn alle Einwohner Zugang zu der mit der „AltenSchule“ geschaffenen sozialen und mobilisierenden Infrastruktur haben, und der Ort allen ein gesundes Lebensumfeld bietet mit klima- und umweltfreundlichen Strukturen.
Kriterium
Beschreibung
Ziel ist es, den mit der IFAG begonnenen demokratischen Prozess weiter zu fördern. Mitgestaltungsprozesse am Gemeinwesen durch Ideenbörsen, Befragungen und Workshops zu vertiefen. Der Einzelne und die Gemeinschaft vertreten ihre Interessen.
Kriterium
Beschreibung
Alle Lauenbrücker stehen im Mittelpunkt. Aktive Beteiligung ist erreicht, wenn die „AlteSchule“ als Kommunikations- und Begegnungsstätte angenommen wird, gemeinsame Projekte entstanden sind und bedarfsorientierte Angebote durchgeführt werden.
Kriterium
Beschreibung
Bürgerbeteiligung ( Ideenbörsen, Befragungen, Austausch ) findet regelmäßig statt. Synergieeffekte entstehen, neue Projekte und Veranstaltungen gehen daraus hervor. Ein starkes Netzwerk ist erreicht, wenn die Angebote auch den ermittelten Bedarf decken.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Selbsthilfegruppen „Menschen in seelischer Notlage“
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther-Kirchengemeinde Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Scharnow-Stiftung „Tier hilft Mensch“ / Landpark Lauenbrück
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach Ablauf der Förderung soll der von der IFAG angestoßene demokratische Prozess unbedingt fortgeführt werden, zumal uns die Räumlichkeiten unserer „AltenSchule“ erhalten bleiben - idealerweise in Eigenregie der Nutzergruppen, die dort eine Heimat gefunden haben werden. Denkbare Optionen sind:
1. Gründung eines Fördervereins mit entsprechender Finanzierung,
2. Fortführung auf Honorar-Basis,
3. Übernahme in die kommunalen Verwaltungsstrukturen und
4. Rekrutierung weiterer Fördermittel.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
putztag.jpg
(242.01 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nord.Pol 2.0
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ann-Kathrin Büdenbender
| Funktion | Gemeinwesenarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gesamtgesellschaftliche Bündnisse sichern langfristig die Gemeinwesenarbeit in Hildesheim
Projektbeschreibung
Im Fokus steht die Entwicklung eines Hildesheimer Modells, das als interdisziplinäre Verantwortungsgemeinschaft die GWA in der Hildesheimer Nordstadt langfristig finanziell sichern und verstetigen soll.
In den letzten drei Jahren, in der ersten Förderperiode, konnte GWA in der Hildesheimer Nordstadt ausgebaut werden. Dabei ging es insbesondere um Beteiligung und die Durchführung partizipativer, stadtteilbezogener Projekte mit Netzwerkpartnern, sowie um strukturfördernde Koordinations-, Vernetzungs- und Aktivierungsarbeit.
Diese Arbeit hat für die geplante Entwicklung eines Hildesheimer Modells eine gute Ausgangsbasis geschaffen, denn die Bereitschaft zur Zusammenarbeit, u.a. mit der Stadt, der Wohnungswirtschaft, dem Jobcenter und fördernden Stiftungen hat sich deutlich erhöht:
Die Stadt ist mit uns, durch die beiliegende Kooperationsabsichtserklärung im März 2024 eine enge Kooperation eingegangen, weitere Einrichtungen erklären ihre Unterstützung durch Letter of Intents. Die Kooperation mit den Akteuren der Städtebauförderung „Sozialer Zusammenhalt“ ermöglicht Beteiligung von Bewohnenden an baulichen Prozessen.
Die Netzwerkarbeit funktioniert sehr gut: Durch die Zusammenarbeit verschiedener Partner ergeben sich Synergien, die zu einer gelingenden GWA maßgeblich beitragen. Die bisherige Arbeit von Nord.Pol hat hieran großen Anteil. Der Kontakt untereinander konnte maßgeblich und zielgerichtet intensiviert werden, der Kreis der Sprecher*innen bildet den zentralen Netzwerkknoten und leitet die Arbeit des Stadtteilbüros.
Potential sehen wir in der weiteren, intensiven Bewohnerbeteiligung und der Sozialraumorientierung von Bildungs-, Kultur- und Sozialeinrichtungen. Hier möchten wir in den kommenden Jahren Transformationsprozesse und Kooperationen anstiften, die u.a. dabei helfen, außerschulische Bildung im Stadtteil zu verankern. Dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung soll proaktiv durch ein Bündnis von Einrichtungen und Grundschulen begegnet werden, um gemeinsam Angebote zu entwickeln.
Schlussendlich bedarf es neuer interkultureller Konzepte und einer digitalen Stadtteilplattform für bestehende Kontaktorte und zusätzlicher Ansätze für die Ansprache von Bewohnenden und Ehrenamtlichen.
Langfristige Prozesse in Gang zu bringen und Veränderungen zu begleiten, wird durch das Hildesheimer Modell möglich. Der Folge-Projektantrag sichert die Entwicklung eines solchen, auf andere Kommunen mit fehlenden Haushaltsmitteln übertragbaren, Konzepts.
Laufzeit
2024-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Nordstadt ist und bleibt ein Ankunftsort in Hildesheim. Multiple Problemlagen haben sich durch anhaltenden Zuzug von Menschen mit vielfältigem Unterstützungsbedarf und dem Anwachsen der Bevölkerung allgemein, in den letzten Jahren verschärft. Zwar trägt die Arbeit der Vergangenheit Früchte, kann aber die vielen Bedarfe der Bewohner*innen und an Formen der Beteiligung nicht abdecken. Dadurch kommt es zur Überförderung der Einrichtungen und Ehrenamt zieht sich teils zurück. Stetige Kürzungen in Bereichen erschweren die kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort. Bundesprogramme für Kultur sind beendet, Projekte finden nicht mehr statt. Eine Verstetigung bereichsübergreifender GWA ist durch fehlende Mittel der Kommune nicht absehbar.
Durch die Einführung des Ganztags25 sind alle Schulen im Stadtteil Ganztagsschulen. Der Unterstützungsbedarf, nicht nur der Bildungseinrichtungen, wird noch weiter steigen. Hier kann Erleichterung durch die Unterstützung bei der Sozialraumorientierung und der weiteren Öffnung in den Stadtteil entstehen. Dafür braucht es weitere Gelder und Ressourcen.
Trotz der erschwerten Ausgangslage wurde in den letzten Jahren viel im Stadtteil geschafft. Vergangene Förderungen haben den Stadtteilverein mit dem Ehrenamt, eine Koordinierungsstelle Sport und ein AOK gefördertes Gesundheitsprogramm etabliert. Der Vernetzungsgrad aktiver Einrichtungen ist hoch und wurde ausgebaut. Veranstaltungen werden gemeinsam durchgeführt, Materialien selbstverständlich geteilt und Lösungen für Herausforderungen erarbeitet. Hier wollen/ müssen wir weiter machen und absichern, dies gelingt jedoch nur durch eine einmalige Folgeförderung von Nord.Pol 2.0.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Nordstadt
Beschreibung
Die Hildesheimer Nordstadt ist klar zum weiteren Stadtgebiet abgegrenzt. Der Hauptbahnhof und Bahnschienen im Süden stellen eine Grenze zur Innenstadt dar. Die Innerste fließt als weitere Grenze im Westen, der Norden grenzt sich durch die anliegenden Gemeinden Harsum und Giesen ab und im Osten liegt die B6 als weitere Grenze hinter dem Flugplatz (Gewerbegebiet). Die Gewerbegebiete führen zu einem entsprechend hohen Verkehrsaufkommen, die Emissionsbelastung ist erhöht und die Einwohnerdichte im Kerngebiet der Nordstadt besonders hoch. Die wenigen vorhandenen Freiflächen im Stadtteil sind häufig übernutzt und bei zugleich unzureichender Pflege und durch viel Müllaufkommen unattraktiv.
Einwohnerzahl
11485
Quelle / Anmerkungen
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Der Förderbereich „Sozialer Zusammenhalt nördliche Nordstadt“ umfasst nicht den gesamten Stadtteil, sondern nur ein deutlich kleineres Teilgebiet. Es sind neben der Förderung von kleineren Projekten im Sanierungsgebiet durch den Verfügungsfonds nur solche Maßnahmen förderfähig, die sich unmittelbar auf eine bauliche Sanierung bzw. investive Maßnahme beziehen. Aktivierung von Bewohner*innen-Engagement ist nur förderfähig, wenn es sich auf die Planung bzw. Umsetzung einer baulichen Maßnahme bezieht, z.B. auf die Planungsbeteiligung. Das sozialplanerische Quartiersmanagement ist entsprechend gering mit Personalstunden ausgestattet.
Der Antrag Nord.Pol 2.0 bezieht sich auf den gesamten Stadtteil Nordstadt. Die Aufgaben, die mit der Weiterführung des Projekts verbunden sind, können nicht durch das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ geleistet werden. Dies hat sich auch in der letzten Förderperiode gezeigt. Die Zusammenarbeit ist sinnvoll und soll fortgesetzt werden.
Eine Verankerung in städtische Strukturen, die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk und der Aufbau des „Hildesheimer Modells“ als nachhaltige Finanzierungsstruktur der GWA lassen sich entsprechend ebenso wenig aus den Mitteln und Ressourcen des Förderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ realisieren. Genauso wenig die Planungen hinsichtlich einer Zusammenarbeit mit den Bildungs- und Kultureinrichtungen und der Unterstützung deren Bemühungen hin zu mehr Sozialraumorientierung. Sie sind weiterhin Aufgabe der Gemeinwesen- und Kulturarbeit im Stadtteil, die nur durch Nord.Pol 2.0 entsprechende Ressourcen zur Verfügung hat. Die Synergien im Netzwerk sind vorhanden, die Grundlagen geschaffen, die Förderung darf aber zu diesem Zeitpunkt nicht wieder zurück gehen. Durch die Förderung von Nord.Pol 2.0 wäre dies gewährleistet und eine nachhaltige Finanzierungsstruktur durch das Hildesheimer Modell kann entstehen. Das städtebaulich wirksame Förderprogramm Sozialer Zusammenhalt erhält dadurch die notwendige, flankierende Wirkung im sozialen und kulturellen Bereich. Baulich entstehende Verbesserungen werden durch soziale, beschäftigungsfördernde, (inter-)kulturelle und bildungsbezogene Maßnahmen mit Leben gefüllt und Teilhabe gefördert.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kinder 0- incl. 13 Jahre 17 % und 12 %
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
0-incl. 26 Jahre 37 % und 28 %
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ALO unter 25 Jahren
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
77
Gesamtstadt in Prozent
66
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
2019_07_nordstadt.jpg
(713.33 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt erfüllt alle Qualitätsstandards der GWA. Der übergreifende, vernetzte Ansatz wurde aus jahrelangen Erfahrungen lokaler Akteur*innen im Netzwerk entwickelt. Im Kreis der Sprecher*innen sind trägerübergreifend alle Akteure aus 12 AKs und Netzwerken verbunden und arbeiten an langfristig ausgerichteten Zielen.
Neu ist, dass die verschiedenen Verwaltungsbereiche der Stadt und Behörden wie z.B. Jobcenter einbezogen werden. Gemeinsam wird ein strategisch ausgerichteter, bereichsübergreifender Ansatz mit dem Ziel der Absicherung im Hildesheimer Modell entwickelt.
Die Zusammenarbeit zwischen der KuFa, die zentrale Kulturtechniken thematisiert, und dem Stadtteilbüro als zentrale Anlaufstelle, die weiter interkulturell und digitaler ausgerichtet wird, sind maßgeblich für die Weiterentwicklung von GWA. Möglich ist das nur, wenn es weitere Ressourcen gibt und GWA gemeinsam mit der Stadtkultur die koordinierende, aktivierende Rolle in der Bewohnerschaft, sowie im Netzwerk der Akteure und in der Kooperation auf Augenhöhe mit den Verwaltungsbereichen spielen können.
Der Aufbau des Gesamtprojektes ermöglicht auch Akteuren Zugänge, die nur punktuell Beiträge leisten und erhöht deren Möglichkeit zur Erweiterung eigener Sozialraumorientierung. Das Konzept zur Förderung (trans-)kultureller Teilhabe setzt dabei auf die Selbstwirksamkeit der Nordstädter*innen, welche Aktionen mitgestalten und somit durch das eigene kooperative Tun Teilhabe im gesamten Quartier fördern.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Teilhabe und Partizipation von Bewohner*innen sind handlungsleitend, ein Anteil von 5% der Erreichten arbeitet ehrenamtlich, Ideen und Anliegen finden Eingang in Prozesse des Städtebau, Kulturprojekte, Beschäftigungsförderung & nachbarschaftliche Aktionen
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen werden befähigt und ermutigt, eigene Projekte umzusetzen und sich so in ihrer Nachbarschaft, der Beschäftigungsförderung und der kulturellen Bildung zu engagieren. Erkennbar wird dies, wenn Module in Mitverantwortung durchgeführt werden
Kriterium
Beschreibung
Die Diversität im Stadtteil ist zentrale Herausforderung und Ressource zugleich; Der Standard ist erreicht, wenn bei mind. 50% aller Aktivitäten Stärken und Ressourcen aus der Nachbarschaft bzw. aus den Kooperationen eingeflossen sind.
Kriterium
Beschreibung
Transkulturelle Konzeption und Perspektive erfordern die Einbeziehung und das gemeinsame Tun ganz verschiedener Menschen und deren Begegnung. Menschen mit Migrationsgeschichte, Arbeitslose, sowie Eltern und Jugendliche sind besonders berücksichtigt.
Beschreibung
Stadtkultur & GWA werden in Synergie miteinander und mit Jobcenter, Beschäftigungsförderung verbunden. Das Netzwerk, sowie diverse Verwaltungen der Stadt, Stiftungen und andere Förderer werden im Projekt am Hildesheimer Modell gemeinsam arbeiten.
Beschreibung
Das Gesamtnetzwerk bildet das Fundament. Das Netzwerk besteht aus Haupt- und Ehrenamtlichen. Das Hildesheimer Modell entwickelt ein nachhaltiges Finanzierungsmodell. Mind. 5 neue Kooperationen entstehen.
Kriterium
Beschreibung
Durch Partizipation und Beteiligung der Bewohner*innen sowie die Ermutigung und Befähigung zu selbst organisierten, nachbarschaftlichen Aktionen und beschäftigungsfördernden Projekten wird Selbstwirksamkeit gestärkt und lebendige Nachbarschaft erreicht.
Beschreibung
Infrastruktur für beschäftigungsfördernde Maßnahmen und Teilhabe-Förderung werden weiter ausgebaut. Netzwerk und Trägerverbund erweitern sich durch die Zusammenarbeit mit städtischer Ebene und Verwaltung und Behörden. Das Netzwerk strahlt in Gesamtstadt.
Kriterium
Beschreibung
Hildesheimer Modell dient als Vorbild für finanzschwache Kommunen. Gemeinsam wird GWA weiterentwickelt, Träger aus Bildung und Kultur arbeiten sozialraumorientiert. Ehrenamt und Hauptamt arbeiten gemeinsam bereichsübergreifend. Mind. 3 neue Aktivitäten.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Stadtteilbüro Nordstadt (Trägerschaft Lebenshilfe) arbeitet im Auftrag der Stadt Hildesheim die Fachkraft für GWA mit 8 Wochenstunden, anteilig durch Stadt, Kreis, Wohnungswirtschaft und Sparkasse finanziert. Sie beinhaltet Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen des Vereins Nordstadt.Mehr.Wert, der einzelne Aufgaben der Vernetzung und Bewohneraktivierung übernimmt. Mit weiteren 6 Stunden wird die Umsetzung der Präventionsstrategie CTC vorangetrieben, mit 11 Stunden das sozialplanerische Quartiersmanagement, finanziert durch das Programm Sozialer Zusammenhalt. Die zusätzlichen Handlungsfelder betreffen Antragsstellung, Koordination, Vernetzung, Programmentwicklung, aufsuchende Kulturarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Buchhaltung. Dies und direktes Kommunizieren mit Anwohner*innen ist nur durch die aktuell geförderten halben Stellen möglich. Insbesondere Austausch mit Ehrenamt und Aktivierung von Bewohner*innen kann nur durch die 2 halben Stellen aus Stadtteilbüro und Kulturfabrik gewährleistet werden. Die Arbeit aller Netzwerkakteur*innen fokussiert sich auf den Aufbau langfristig wirksamer Strukturen, sowie auf Aktivierung und vor allem auf (trans-)kulturelle Teilhabe sehr diverser Zielgruppen. Der erhebliche Mehrbedarf an GWA und Stadtkultur in Kooperation mit Beschäftigungsförderung soll im vorliegenden Projekt gedeckt und in eine durch das Hildesheimer Modell aufgebaute, zukünftig endlich langfristig abgesicherte, standfeste Träger- und Finanzierungsstruktur geführt werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtplanung, Städtebauförderung, Sozialdezernat, Sozialplanung, Stabstelle für Kultur und Stiftungen, Stabstelle Migration und Inklusion, FB Soziales, Jugendpflege, Smart City, Landkreis Hildesheim: Jugend- und Gesundheitsamt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturfabrik Löseke, Theaterpädagogisches Zentrum, Theaterhaus Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Hildesheim, LABORA Jugendwerkstatt, SBH Nord, Bahnhofsmission, Caritas Wohnen, Caritas Hildesheim, Diakonie Himmelsthür und Diakonisches Werk (mit Blick auf die verstärkte stadtteilübergreifende Kooperation der GWA),
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AOK Gesundheitsprogramm Nordstadt, Koordinierungsstelle Sport, AK Gesundheit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Geschwister-Scholl-Schule, Grundschule Nord, Grundschule Johannesschule, Robert-Bosch-Gesamtschule, Hermann-Nohl-Berufsschule, Walter-Gropius-Berufsschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther-Kirchengemeinde, Türkisch-islamische Gemeinde, Ayasofia Moscheeverein, Alevitische Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gbg, Beamtenwohnungsverein, Sievers Hausverwaltung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgersender Radio Tonkuhle, Nordstädter Stadtteilzeitung, Hildesheimer Allgemeine Zeitung, Kehrwieder am Sonntag
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Nordstadt, Lenkungsgruppe Sozialer Zusammenhalt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Projektgruppen Stadtteilverein Nordstadt.Mehr.Wert, Ehrenamtliche Bewohner*innen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk Nordstadt Kreis der Sprecher*innen, Johannishofstiftung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch das Hildesheimer Modell wird eine nachhaltige Finanzierung von GWA erarbeitet. Mit der strukturellen Verankerung in Politik und Verwaltung wird ein gemeinsames Verständnis von GWA und deren langfristige Absicherung bereichsübergreifend konzipiert. Der Eigenanteil der Stadt ist im Haushalt eingeplant. Durch das Hildesheimer Modell entsteht eine nachhaltig wirksame GWA, die bereichsübergreifend Bildung, Kultur, Beschäftigungsförderung, Teilhabe, Stadtentwicklung und Soziales verknüpft.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
# Demokratie leben # Alte Mitte Langenhagen # Elisabeth im verbunT
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lisa Langhans
| Organisation | Elisabethkirchengemeinde |
|---|---|
| Funktion | stellvertr. Kirchenvorsteherin |
2. Kurzbeschreibung
Elisabeth - für Stadtteilkultur durch Partizipation, Selbstorganisation und Vernetzung im verbunT
Projektbeschreibung
Ausgehend von der bisherigen GWA der Elisabeth-KG wird die zukünftige Arbeit im Quartier aufgebaut: bestehende Netzwerke werden gepflegt und erweitert, laufende Angebote werden in die Selbständigkeit begleitet, im Gemeindehaus finden regelmäßig Runde Tische zum Thema GWA statt, an denen alle an der GWA beteiligten Ehrenamtlichen/ Anwohner*innen teilnehmen und sich vernetzen. Zukünftig stehen Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur, Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen und Stadtteilkultur im Vordergrund.
Die Gehstruktur mit dem Coffee Bike findet gezielt in den Bereichen statt, aus denen bisher nur wenige Anwohner*innen an GWA-Prozessen teilhaben, obwohl der Bedarf erfasst wurde. Es werden Aktionen wie Straßenflohmarkt, Treppenhausfrühstück, Straßenfest geplant, um Vorurteile abzubauen und Austausch zu fördern. Als Gegengewicht zum aktuellen Rechtsruck liegt ein besonderes Augenmerk auf interkulturellem Austausch. Die Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeirat wird ausgebaut. Die Zusammenarbeit mit Freiwilligenagentur und Kirchenkreisjugenddienst ermöglicht regelmäßige bedarfsorientierte Fortbildungsangebote für Ehrenamtliche. Beziehungsarbeit mit Anwohner*innen/ EA stärkt die Zusammenarbeit und macht Bedarfe sichtbar, die dann gemeinsam in neuen Kleinprojekten bearbeitet werden. Beteiligungsformate werden gestärkt und eine lebendige Stadtteilkultur aufgebaut.
Anwohner*innen organisieren sich mit Hilfe der GWA-Fachkraft, um als Gruppe ihre Belange gegenüber Wohnungsbaugesellschaften/ Vermieter*innen zu vertreten. Diese erkennen die Vorteile einer Zusammenarbeit mit GWA-Projekten in ihren Immobilien an. Ziel für eine Verstetigung ist die finanzielle Beteiligung an der Einrichtung einer Personalstelle zum Ende der Projektlaufzeit. Dabei orientiert sich GWA an win e.V./ KSG und verstärkt die Zusammenarbeit.
Das Netzwerk GWA wird in Zusammenarbeit mit der Stadt LGH ausgebaut. Erworbenes Wissen der Koordinatorinnen aus dem Zertifikatskurs wird allen zugänglich gemacht. Die erarbeiteten Leitlinien für GWA in LGH werden weiterentwickelt und praxisbezogen laufend angepasst. Die Kooperation im verbunT (Stadt, Fam.-zentrum Emma und Paul, KG Zum Guten Hirten) wird weitergeführt und inhaltlich und strukturell vertieft. Durch Gremienarbeit in Kirche, Kommune und Diakonie sowie die Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugesellschaften und Städtebau LGH wird GWA für die Verstetigung auf breite Füße gestellt.
Laufzeit
2024-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Langenhagen erlebt eine ungebrochene Zuwanderungssituation, die Bevölkerungsstruktur in der Alten Mitte wird durch Migrant*innen und Senior*innen geprägt. Über die bisherigen kirchengemeindlichen Bezüge hinaus konnten in den vergangenen drei Jahren Kontakte in das Quartier geknüpft werden. Bei Gesprächsanlässen wie Befragungen und aufsuchender Arbeit mit dem Coffee-Bike wurden Bedarfe geäußert und erhoben. Dabei wurde deutlich, dass erhebliche Vorurteile unter den Anwohner*innen untereinander sowie Konflikte mit Wohnungsbaugesellschaften, etwa bzgl. der Nutzung von Gemeinschaftsanlagen, bestehen. Veranstaltungen und Begegnungsanlässe waren Ausgangspunkt für Beziehungsarbeit, die weiter ausgebaut und gepflegt werden muss.
Nach wie vor spielt Vereinsamung im Alter eine größere Rolle im Projektgebiet. Der Projektstart vor drei Jahren war durch die Coronafolgen geprägt. Kontakte in den Nachbarschaften werden allerdings noch nicht in gleichem Umfang gepflegt wie vor der Pandemie. Bisher haben v.a. der Kirche nahestehende Personen aktiv Angebote der GWA gestaltet bzw. besucht. Der Kreis erweitert sich zunehmend. Noch werden Veranstaltungsangebote mit Gemeinschaftscharakter im Gemeindehaus teilweise zögerlich angenommen.
Netzwerkarbeit und Kooperationen im Quartier und auf kommunaler Ebene haben im Laufe der drei Jahre eine erste Grundstruktur für GWA in Langenhagen aufgebaut – im verbunT. Regelmäßige gemeinsame Sitzungen, die Bildung einer Steuergruppe GWA, ein gemeinsames Logo, Flyer und Film haben die Projektpartner (drei Kirchengemeinden u. Stadt) zusammenwachsen lassen. Gemeinsame Leitlinien sind angebahnt und sollen strukturell in den Institutionen umgesetzt werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Eine aktive Bürgerschaft gestaltet ihren Sozialraum. Durch vielfältige Beteiligungsformen sowie Mitwirkung an konkreten Projekten werden Erfahrungen von Selbstwirksamkeit gestärkt und ehrenamtliches Handeln angestoßen. Gelebte Beteiligungskultur, in der sich Menschen wahrgenommen fühlen, steigert die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Im direkten Kontakt mit den Anwohner*innen werden Bedarfe aus ihrer alltäglichen Lebenswelt heraus mit den dort auftretenden Themen erfasst. Dies ermöglicht die Bewusstwerdung von Belastungen, aber auch die Entwicklung von gemeinsamen Ideen und Zielen. Kreative Aktivitäten führen zu einer veränderten Stadteilkultur als Ausgangspunkt für eine erhöhte Identifikation mit dem Quartier. Durch Beziehungsarbeit werden Selbstbewusstsein und neue Formen von Kommunikation gefördert sowie unterschiedliche Gruppen in Kontakt zueinander gebracht und Vorurteile durch Austausch abgebaut. In demokratischen Prozessen werden Anwohner*innen ermutigt und befähigt, sich gegenseitig zu unterstützen. Entstehende Netzwerke sind horizontal, die Anwohner*innen formulieren ihre Ziele selbst und setzen diese um. Auf kommunaler Ebene entwickelt das Netzwerk verbunT (Stadt und drei Kirchengemeinden) einen gemeinsamen GWA-Ansatz, der mit weiteren Kooperationspartner fortgeschrieben werden soll. Dabei setzt die sozialraumbezogene gemeinwesen-diakonische Arbeit orientierungsgebende Impulse. Der Prozess profitiert von der fachlichen Begleitung durch LAG und Landeskirche.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Koordinatorin für GWA mit 25 Std/W. und eigenem ausgestatteten Büro im zentral gelegenen Gemeindehaus der Elisabeth-KG. Die Infrastruktur kann mitgenutzt werden (Küche, Drucker, Kopierer, Versammlungsräume). Stadtbekanntes Coffee-Bike ermöglicht einen Ausbau der Gehstruktur. Ausstattung wie Bierzeltgarnituren und Pavillons stehen für Feste und Aktivitäten im Außenbereich zur Verfügung. Ehrenamtliches Engagement von kirchennahen und kirchenfernen Akteur*innen ermöglicht Angebote wie Lernhilfe, Mittagstisch, Deutschkurs, Hocker Rocker, Kleidertausch, Interkulturelles Kinderfest, Spielenachmittage, Fit im Park für Senior*innen etc. EA tragen durch ihr Engagement einen finanziellen Beitrag (Muskelhypothek) zur Umsetzung des Projektes bei und erfahren Selbstwirksamkeit. EA werden von der Koordinatorin in ihrer Arbeit begleitet und durch moderierte regelmäßige Treffen, Öffentlichkeitsarbeit sowie Kontaktverwaltung der Teilnehmenden unterstützt. Sichtbare Vernetzung von GWA in der Kirchengemeinde durch Beteiligung an Gottesdiensten, Weihnachtsmarkt, Neujahrsempfang. Regelmäßiger Austausch der Koordinatorinnen der Projektpartner ermöglicht Synergien, gemeinsame Supervision hilft, die Arbeit zu reflektieren. Netzwerktreffen und Steuergruppenarbeit auf kommunaler Ebene sichern Qualitätsstandards und ermöglichen Ausweitung und Verstetigung von GWA. GWA in der Kirchengemeinde und auf kommunaler Ebene im verbunT wird durch Kirchenkreis und Landeskirche beraten und unterstützt.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Anwohner*innen und Ehrenamtliche nutzen vorhandene Ressourcen und sind selbstwirksam. Beziehungsgefüge im Gemeinwesen sind gestärkt. Teilnahme an kommunal ausgerichteten Netzwerken der GWA, um gemeinsam praxis- und prozessorientiert Leitlinien der GWA in Langenhagen zu verankern. Kommunale Steuergruppe sorgt für Einbeziehung der Politik. Langfristige Finanzierung des Projektes soll durch Kooperation von Kirche, Diakonie, Vermieter*Innen/ Wohnungsbaugesellschaften und Kommune erfolgen.
11. Medien
Galerie
Videos
tierspurensuche_1.jpg
(1.95 MB)
tierspurensuche_4.jpg
(166.25 KB)
deutschkurs.jpg
(1.1 MB)
kleidertausch.jpg
(1.65 MB)
hocker-rocker.jpg
(56.87 KB)
fit_im_park.jpg
(1.81 MB)
fit_im_park_2.jpg
(1.01 MB)
filmdreh6.jpg
(578.17 KB)
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Aufsteller
befragungen-eichenpark2-1.jpg
(298.01 KB)
WIR - gemeinsam aktiv im Edo-Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Conrady
| Funktion | Fachbereichsleiterin Soziale Dienste |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aufbau eines Quartiersmanagements + Räumen in einem sozialen Brennpunkt mit wenig Infrastruktur und sozialen Angeboten
Projektbeschreibung
Mit der Wohnungsbaugesellschaft Wesermarsch mbH planen wir - die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. - im alten Kern der Edo-Schröder-Siedlung in Elsfleth ein Quartiersmanagement aufzubauen, um mit den Bewohner:innen gemeinsam Angebote zu schaffen, die die Lebensqualität verbessern, das soziale Miteinander fördern und die Integration unterstützen. In der Siedlung leben viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Ethnien, oft mit geringem Einkommen und wenig gesellschaftlicher Teilhabe. Die Bewohner:innen sollen direkt in ihrem Wohnumfeld erreicht und nach ihren Bedürfnissen und Wünschen für das Zusammenleben in ihrem Stadtteil befragt werden, um zusammen bedarfsgerechte, individuell angepasste Angebote zu schaffen. Zu Beginn des Projektes steht uns das Hausmeisterbüro der Wohnungsbau zur Verfügung, um einen Ort für Gespräche zu haben; ein Büro wird in Berne zur Verfügung stehen. Um im Quartier eine konkrete Anlaufstelle für die Anwohner:innen zu haben, ist die Anschaffung eines Bauwagens geplant. Dieser dient zunächst als Station bis adäquate ebenerdige und barrierefreie Räumlichkeiten gefunden werden. Danach soll der Bauwagen gezielt für Aktionen wie zum Beispiel fahrbare Bibliothek genutzt werden. Mit Hilfe des Bauwagens erregen wir die Aufmerksamkeit der Menschen des Quartiers und können so mit ihnen direkt ins Gespräch und einen Austausch darüber kommen, was sie bewegt und was sie sich für ihre Siedlung wünschen. Was belastet sie? Welche Ideen haben sie für ein Miteinander? Wir möchten die Bewohner:innen miteinander ins Gespräch bringen, Kontakte stiften und gemeinsame Aktionen unternehmen, um die Gemeinschaft und den Zusammenhalt sowie die Identifikation der Bewohnerschaft mit ihrem Quartier zu stärken. Eine Quartiersmanagerin ist die Ansprechperson für die Anwohner:innen, sie koordiniert das Projekt und setzt Angebote um, unterstützt von Ehrenamtlichen, die auch aus der Bewohnerschaft generiert werden sollen. Unser Ansatz ist generationsübergreifend und nationalitätenverbindend. Austausch und Kooperation mit anderen Akteur:innen im LK Wesermarsch sind uns wichtig. Wir verfügen bereits über ein großes Netzwerk, da wir seit vielen Jahren Quartiere in Brake und in Lemwerder betreiben. Außerdem haben wir einen Integrationsdienst, der Familien mit Fluchtgeschichte in der gesamten Wesermarsch ambulant aufsucht. Dadurch bestehen viele Kontakte und Synergien, deren Effekte wir für den Aufbau des neuen Quartiers im sozialen Brennpunkt nutzen möchten.
Laufzeit
2024-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der alten Edo-Schröder-Siedlung in der Stadt Elsfleth im Landkreis Wesermarsch leben sehr viele Menschen auf wenig Raum in Mehrfamilien-Häusern zusammen. Die Zusammensetzung ist in sehr vielen Bereichen (zum Beispiel Altersstruktur, "ethnische" Herkunft) heterogen. Mehr als ein Viertel der Bewohner:innen sind über 60 Jahre alt (30 %), 20 % sind Jugendliche oder junge Erwachsene bis 26 Jahre. Aufgrund der fehlenden Infrastruktur und der ländlichen Lage ziehen viele Menschen nach der Ausbildung/dem Studium oftmals in andere Städte, die in dieser Hinsicht mehr zu bieten haben. Für ältere Bewohner:innen bedeutet dies eine fehlende Unterstützung/Begleitung seitens ihrer erwachsenen Kinder. Es gibt große kulturelle Unterschiede, da sehr viele Ethnien und Kulturen in diesem Wohngebiet leben. Der Anteil ausländischer Bewohner:innen beträgt 25 %, also ein Viertel der Bewohnerschaft. Auch der Anteil der Geflüchteten ist im Gebiet überproportional. Es gibt viele Sprachbarrieren Vorurteile und Konflikte. Ein Großteil der im Quartier lebenden Menschen verfügt über wenig finanzielle Mittel. Es gibt wenige Hilfs- und soziale Angebote. Treffpunkte/Räumlichkeiten für Begegnung fehlen komplett, es gibt nicht einmal eine Kneipe oder ein Café. Die meisten der Menschen aus dem Quartier identifizieren sich nicht mit ihrem Wohngebiet. Es gibt kaum positive Begegnung. Die Freiflächen sind kahl und ungastlich. Das Gebiet wird durch eine Bundesstraße flankiert, die die Bewohner:innen des Quartiers von Versorgungs- und Beratungsangeboten "trennt". Die Edo-Schröder-Siedlung gilt als sozialer Brennpunkt und für Mieter als "letzte Option". Die Wahrnehmung geht über die Stadt hinaus.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unsere Quartiersmanagerin(QM) ist als Ansprechpartnerin vor Ort und steht in engem Kontakt und Austausch mit den Bewohner*innen des Quartiers, deren Interessen im Zentrum stehen. Sie erfragt deren Bedarfe, Wünsche und Ideen für ihre Siedlung, fördert vorhandene Ressourcen und setzt gemeinsam mit ihnen Projekte um. Sie erstellt eine Bestandsanalyse und stellt Kontakte zu weiteren Akteur:innen der Stadt Elsfleth und anderen Gemeinden des Landkreises Wesermarsch her. Sie baut ein Netzwerk auf, das kooperativ zusammenarbeitet und initiiert gemeinsam mit einzelnen Akteur:innen der Region Veranstaltungen. Die QM arbeitet generationsübergreifend, nationalitätenverbindend und ganzheitlich, sie bezieht die Bewohner:innen maßgeblich in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes und die Steigerung der Wohnqualität mit ein. Ausgehend von ihren Bedarfen schafft sie Kommunikationsanlässe und Austauschmöglichkeiten zwischen den Bewohner:innen (z. B. durch gemeinsame Feste, Café) und stärkt deren Gemeinschaftsgefühl, z. B. auch durch Nachbarschaftshilfe. Sie fördert die Selbstwirksamkeit der Bewohnerschaft, gestaltet gemeinsam mit ihnen Projekte und unterstützt ihre Selbstorganisation. Sie empowert die Menschen des Quartiers und verringert Konfliktpotential. Die QM berät die Bewohner*innen zu sozialen Belangen und vermittelt sie gegebenenfalls an andere Institutionen weiter. Sie leistet Presse-Öffentlichkeitsarbeit und hilft gemeinsam mit den Bewohner:innen das Ansehen des Quartiers zu steigern.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Schaffung eines Treffpunktes soll auf kommunalem Grundstück und/oder an einer kommunalen Einrichtung angegliedert werden. Die Wohnungsbau unterstützt bei den baulichen Voraussetzungen und plant die langfristige Unterstützung des Projektes - auch finanziell. Vgl. auch schriftliche Stellungnahme wbw
11. Medien
Galerie
Gemeinsam aktiv im Stadtteil
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Britta Lüttge
| Funktion | Bereichsleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
HERTA-Mobil
Projektbeschreibung
Der HERTA-Stadtteiltreff befindet sich in der Hertastraße in der Ost und Westsiedlung von Salzgitter Bad. Hier gibt es offene Angebote für alle Menschen im Stadtteil, sowie Beratungs- und Unterstützungsangebote für Migranten und Osteuropäer. Der offene Treff mit seinen Angeboten, die niedrigschwelligen Angebote und die Beratungsangebote werden gut angenommen. Jedoch gibt es auch viele Menschen, die wir mit unseren bisherigen Methoden nicht erreicht haben. Um möglichst viele Menschen zu erreichen und zu aktivieren möchten wir mit Aktionen in das unmittelbare Wohnumfeld gehen, vor die Fenster und Türen der Bewohner. Daher soll durch aufsuchende Arbeit im Stadtteil mit niederschwelligen und kurzweiligen Aktionen der Kontakt hergestellt werden. Beispielsweise mit Bewegungsmaterialien für Kinder, Kaffee und Gespräche für Erwachsene, erst einmal Menschen herauslocken, Interesse wecken, einfach (das Schachbrett) auspacken und anfangen. Über Aktivitäten (wie z.B. Seifenblasen herstellen, Naturerlebnisse mit der Lupe und Vergrößerungsgläsern, Infomaterialien) mit Kindern und Jugendlichen, Familien und auch älteren Menschen in Kontakt treten, sich gemeinsam austauschen über ihre Interessen und Bedarfe. Durch den niedrigschwelligen Zugang sollen die Bewohner miteinander in Kontakt kommen, gemeinsam aktiv werden und Beteiligung erleben. Durch die regelmäßigen Besuche mit dem HERTA-Mobil werden Hemmschwellen abgebaut und Kontakte leicht zugänglich gemacht. Familien werden über Spielangebote für Kinder erreicht und miteinander in Kontakt gebracht. Jugendliche werden an ihren Treffpunkten mit aktivierenden Fragestellungen in den Austausch gebracht, Gespräche entstehen. Ideen sollen gemeinsam mit der Zielgruppe umgesetzt werden. Aktivierung der Jugendlichen durch Beteiligung und Partizipation.
Laufzeit
2024-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Ost- und Westsiedlung in Salzgitter Bad ist ein Wohngebiet, das in der 1930/1940 er Jahren für Industriearbeiter entstanden ist. Die Wohnungen entsprechen nicht den heutigen Bedarfen von Familien und sind in der Regel nicht modernisiert. Notwendige ausstehende Sanierungen und Ausstattungsmängel haben dazu geführt, dass sich eine Mieterstruktur ergeben hat, die sich durch einen hohen Anteil an Migranten, jungen Familien mit mehreren Kindern und Jugendlichen und einen Anteil an älteren Menschen auszeichnet. Viele Bewohner des Viertels leben von staatlichen Transferleistungen bzw. haben ein geringes Einkommen. Durch günstigen Wohnraum ist eine Vielfalt entstanden, die sowohl die Altersstruktur und kulturelle Aspekte, aber auch besondere Lebensformen und schwierige Sozialstrukturen umfasst. Der Anteil an Kinderarmut ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, die Krippen- und Kitaplätze reichen nicht aus. Die Bildungs- und Teilhabemöglichkeiten der Menschen im Stadtteil sind begrenzt. Dringender Handlungsbedarf besteht seit Jahren insbesondere in der Sanierung der Häuser und Wohnungen. Der Gesamteindruck des Viertels ist eher deprimierend und wirkt vernachlässigt, teilweise vermüllt. Dies führt auch bei den Bewohnern zu Resignation und Rückzug.
Der HERTA-Treff bietet niedrigschwellige Angebote für Familien und Beratung für die Bewohner des Stadtteils an. Der Treff mit seinen vielfältigen Angeboten und die Beratung für Migranten und auch osteuropäische Familien werden gut angenommen. Allerdings können wir mit der Kommstruktur nicht alle Menschen erreichen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter Bad Ost- und Westsiedlung
Beschreibung
Ost- und Westsiedlung in Salzgitter Bad
Einwohnerzahl
6343
Quelle / Anmerkungen
Zahlen der Stadt Salzgitter (Stand 31.12.2022)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die Sozialstruktur in der Ost- und Westsiedlung in Salzgitter Bad erfordert besondere Aufmerksamkeit. Der hohe Anteil an Geflüchteten und Familien mit Migrationshintergrund, viele Haushalte mit Kindern und Jugendlichen, die auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind und ältere Menschen leben in der Siedlung. Wir möchten durch Regelmäßigkeit eine aufsuchende soziale Arbeit im Stadtteil etablieren, die den Kontakt und den Austausch mit den Menschen in den Vordergrund stellt. Ziel ist es ihre Ideen, Wünsche, Bedarfe aufzunehmen und sie an Gestaltungsprozessen aktiv zu beteiligen. Durch Selbstwirksamkeit soll der Resignation und sozialer Vereinsamung entgegen gewirkt werden.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen der Stadt Salzgitter (Stand 31.12.2022)
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter Jugendliche unter 20 Jahren (Stand 31.12.2022)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter (Stand 31.12.2022)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter (Stand 31.12.2022)
Projektgebiet in Prozent
54
Gesamtstadt in Prozent
43
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter (Stand 31.12.2022)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslose im SGB III+II
Zahlen der Stadt Salzgitter (Stand 31.12.2022)
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen Mindestsicherungsempfänger*innen
Stadt Salzgitter vom 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen zur Kinderarmut (Kinder unter 15J im SGBII) Stadt Salzgitter (Stand 31.12.2022)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir wollen mit unserem Projekt die Menschen im Stadtteil stärken und durch Empowerment in die Aktivität bringen. Wir gehen in den Stadtteil in die Wohngebiete, vor die Fenster und Türen der Menschen und wollen mit ihnen in Kontakt kommen. Durch Kaffee und Spielangebote wollen wir einen niedrigschwelligen Zugang schaffen, die Menschen neugierig machen und zunehmend Vertrauen schaffen. So sollen Interessen und Bedarfslagen erfasst werden und die Themen der Menschen aufgenommen werden. Ebenso sollen Informationen über vorhandene Hilfs- und Unterstützungsangebote, sowie Bildungs- und Freizeitaktivitäten vermittelt und bei Bedarf dorthin begleitet werden.
Die Menschen in der Ost- und Westsiedlung wirken resigniert und wenig aktiv. Ziel ist es die Menschen zu aktivieren ihre Interessen und Bedarfe zu äußern, sich für etwas einzusetzen und ihr Leben aktiv zu gestalten. Durch Empowerment und Selbstwirksamkeit soll die Handlungsfähigkeit der Bewohner im Stadtteil gestärkt werden. Diesbezüglich sollen alle Menschen aller Altersgruppen gehört und mit ihren Stärken und Ressourcen beteiligt werden. Bestehende Netzwerke wollen wir einbeziehen und weitere Kooperationen entwickeln, um unser Vorhaben umzusetzen und unsere Ziele zu erreichen. Hierbei sind immer die Interessen und Bedarfe der Bewohner im Blick zu behalten und einzelne Projektschritte zu reflektieren.
Damit wollen wir die städtebaulichen Erneuerungsmaßnahmen mit aufsuchender Arbeit in der Ost- und Westsiedlung ergänzen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn die Menschen sich öffnen, sich trauen ihre Interessen und Bedarfe zu äußern. Wenn wir mit unserer aufsuchenden Arbeit mit Menschen in Kontakt kommen, eine Vertrauensbasis schaffen und gemeinsam mit ihnen aktiv werden können
Kriterium
Beschreibung
Dieser Standard ist erreicht, wenn wir gemeinsame Aktionen, Feste im Stadtteil gemeinsam planen, gestalten und durchführen. Wenn die Menschen im Stadtteil sichtbar sind und auch kulturelle Unterschiede gemeinsam erlebt werden
Beschreibung
Die Menschen vor Ort bringen sich mit ihren Fähigkeiten und Kompetenzen ein und beteiligen sich. Gute Kooperationen mit anderen Institutionen und Einrichtungen ergänzen das vielfältige Angebot. htungen
Kriterium
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn die Menschen sich öffnen, sich trauen ihre Interessen und Bedarfe zu äußern. Wenn wir mit unserer aufsuchenden Arbeit mit Menschen in Kontakt kommen, eine Vertrauensbasis schaffen und gemeinsam mit ihnen aktiv werden können
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
NOW Stadtteiltreff
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Derzeit ist unser HERTA-Treff in 2 Wohnungen in der Ost- und Westsiedlung von Salzgitter Bad untergebracht. Die Wohnungen sind beengt und die Räume klein, sodass die Arbeit mit mehreren Besuchern schwierig wird. Daher wollen wir in 2025 in ein altes Gebäude in die Erikastraße, das dem SOS-Kinderdorf e.V. gehört, umziehen. Dies bedeutet eine Ausweitung unserer Angebote und Einbindung neuer Menschen im Stadtteil. Gruppenangebote und Projektmitarbeit können dann realisiert werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartiershausmeister zur Steigerung des Wohlbefindens und Lebensstandards der Bewohner/Innen.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Carsten Tellbach
| Funktion | Quartiersmanager |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Steigerung des Wohlbefindens durch kleine Hilfen und Reparaturen für Anwohner/Innen jeglichen Alters im Quartier. Schaffung einer niedrigschwelligen Anlaufstelle.
Projektbeschreibung
Der Aufbau einer "Quartiershausmeister"-Stelle im Quartier ist ein niedrigschwelliges Hilfsangebot für Alleinstehende, ältere Mitbürger und sonstige hilfebedürftige Anwohner, die handwerkliche Unterstützung benötigen. Das können z.B. Tätigkeiten sein, wie Aufbau von Möbeln, Wandmontage von Regalen, Auswechseln von Glühbirnen usw. Wichtig ist uns hierbei, dass nicht der Verdacht entsteht, dass es ein Konkurrenzangebot für ansässige Handwerksbetriebe ist. Weiterhin sind regelmäßige Zusammenkünfte der Anwohner/Innen im Quartier geplant, bei denen Missstände wie z.B. illegale Müllkippen, beschädigte Straßenlampen, Straßenschilder thematisiert und an die entsprechenden Stellen weitergeleitet werden können.
Durch regelmäßige Treffen der Anwohner/innen wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und der Kontakt untereinander verbessert. Dies ist in einem kulturell stark geprägten Stadtteil wichtig, um gesellschaftliche Ausgrenzung und Isolation vorzubeugen. Gleichzeitig können durch gemeinsamen Miteinander mögliche Vorurteile abgebaut werden.
Der Quartiershausmeister kann in diesem Fall als neutraler Netzwerker fungieren, der zu den regelmäßigen Zusammenkünften einlädt.
Laufzeit
2024-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtteil, in dem das Projekt "Quartiershausmeister" geplant ist, ist geprägt von einem hohen Anteil von sozialen Problemen wie z.B. Armut ("Ich kann mir das nicht leisten"), Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung und Bildungsdefizite. Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen leben auf engstem Raum zusammen. Begegnungen finden allenfalls für die Bewohner in den Räumen des Stadtteilhauses statt.
Vielen Anwohner/innen droht auf Grund kultureller Besonderheiten und sprachlicher Defizite eine soziale Isolation. Die Schaffung der Stelle eines Quartiershausmeisters bietet hier einen niedrigschwelligen Anlaufpunkt. Die Besetzung der Stelle mit einem Anwohner des Quartiers, dessen Biografie durch viele Tiefpunkte geprägt ist, der aber auch gelernt hat, Hilfsangebote zu erkennen und anzunehmen, kann sich positiv auswirken. Diese Person ist authentisch, wenn es darum geht, die positiven Aspekte verschiedener Hilfen zu vermitteln, da sie über eigene Erfahrungen spricht.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Diepholz Stadtteil Süd
Beschreibung
Lilienthalstraße, Lüderstraße, Michaelisweg, Möldersstraße, Moorstraße, Mühlenkamp, Sommerskamp, Udetweg, von-Hünefeld-Straße, Vossen Reitweg, Willenberg
Einwohnerzahl
1893
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Diepholz
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Im Projektgebiet "Sozialer Zusammenhalt" sind in den letzten Jahren diverse soziale Einrichtungen (z.B. AkzepTanz (Diakonie), Sportprojekte (Agenda 21), Migrationsberatung (ProAsyl)) verschwunden, da die entsprechenden Projekte u.a. ausgelaufen sind und nicht verlängert wurden. Die Problemlage der Anwohner/Innen hat sich dadurch erschwert, da die Defizite in den Bereichen Sprache, soziale Teilhabe und Verständnis des deutschen Behördenapparates weiterhin bestehen.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Diepholz
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Diepholz
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Diepholz
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Diepholz
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartiershausmeister.jpg
(1.13 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt soll die Anwohner/innen darin bestärken, bestehende Problemlagen zu erkennen und darüber zu sprechen. Sie lernen verschieden Formen zur Hilfe zuzulassen und anzunehmen.
Durch gemeinschaftlicher Aktivitäten entstehen soziale Netzwerke und Beziehungen die eigenständig genutzt werden können.
Die Anwohner/innen unterstützen sich gegenseitig bei niedrigschwelligen Problemlagen und wissen, an wen sie sich im Bedarfsfall wenden können.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Anwohner/innen fühlen sich mit ihrem Problem verstanden und wahrgenommen.
Kriterium
Beschreibung
Anwohner/innen im Quartier organisieren eigenständig Hilfe zur Selbsthilfe bei kleinen Problemen.
Kriterium
Beschreibung
Anwohner/innen nutzen vermehrt die Angebote im Quartier.
Kriterium
Beschreibung
Anwohner/innen im Quartier organisieren eigenständig Hilfe zur Selbsthilfe bei kleinen Problemen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Diepholzer Kreisblatt, Diepholzer Wochenblatt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ZBVV Zentral Boden Vermietung und Verwaltung GmbH, diverse andere Hauseigentümer im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
OLE e.V. Orientierung, Leben und Entwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diverse Anwohner/Innen zur Unterstützung des Projektes "Quartiershausmeister"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eleganz Bildungsplatform e.V. Integrativer Nachbarschaftstreff im Stadtzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur Diepholz, Agenda 21 Bürgerstiftung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Soziales Kaufhaus "Dies und Das", Agenda 21 Bürgerstiftung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Auf Grund von Faktoren wie Lage, soziale und finanzielle Strukturen, kulturelle Besonderheiten, sprachliche Defizite, überwiegend geringer Bildungsstand, wird das Quartier voraussichtlich langfristig ein Stadtteil mit erhöhtem Handlungsbedarf sein. Um eine dauerhafte Verbesserung der Wohn- und Lebensverhältnisse zu schaffen, wäre eine Ankopplung des Projektes im kommunalen Haushalt wünschenswert. Gespräche u.a. mit einer Stiftung gibt es bereits, um das Projekt dauerhaft betreiben zu können.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinwesenarbeit Letter
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Easy Travnizek
| Funktion | Projektkoordination |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vom Wohnen am Rangierbahnhof zum Leben im Quartier
Projektbeschreibung
Gelegen zwischen Rangierbahnhof und Durchgangsstraße ist das Projektgebiet in Letter symptomatisch für einen eng besiedelten Vorort, in der Menschen zwar wohnen - aber nicht mit hoher Aufenthaltsqualität gemeinsam leben – geschweige denn ihr Umfeld gestalten können.
Die fünf Straßenzüge sind zugebaut – nahezu ausschließlich Geschosswohnungsbau bestimmt das Bild. Wegen des Sanierungsstaus sind die Mieten noch vergleichsweise niedrig, daher wohnen vorwiegend Menschen mit geringem Einkommen im Viertel. Entsprechend finden sich viele Menschen im Leistungsbezug, unterdurchschnittlich wenige Senioren, dafür umso mehr Jugendliche, aber auch überdurchschnittlich viele Menschen mit Migrationsgeschichte. Auch die Stadt nutzt den günstigen Wohnraum für die dezentrale Unterbringung von Geflüchteten. Es herrscht somit eine Vielzahl von unterschiedlichen Soziallagen und Lebensbedingungen vor.
Wenn unter Quartier ein sozialer Lebensraum verstanden werden soll, in dem Menschen nicht nur ein Dach über dem Kopf finden, sondern die Chancen und die Möglichkeiten haben sollen, ihr Lebensumfeld selbstwirksam und als Gemeinschaft eigenverantwortlich zu gestalten, dann muss auf diese Herausforderungen eingegangen werden. Es bedarf einer Aktivierung und Stärkung des nachbarschaftlichen Potentials der Bewohnerinnen und Bewohner.
Dies soll durch die Einrichtung eines Gemeinwesenbüros erreicht werden. Dieses dient als zentrale Anlaufstelle bei Problemstellungen und Schwierigkeiten in der Nachbarschaft und als Treffpunt für Austausch, Gemeinsamkeit und Zusammenleben. Eine Fachkraft für Gemeinwesenarbeit steht zudem für Beratungen und Begleitung von lokalen Initiativen zur Verfügung.
Ziel ist es, dass sich Bewohner:innen des Quartiers als selbstwirksam in der Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes wahrnehmen und dass sich ein starkes, integratives Gemeinwesen entwickelt, das die eigenen Stärken und Ressourcen für die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität im Quartier nutzt und strategisch einsetzt.
Das Projekt umfasst drei Phasen, die sich auf die drei Projektjahre verteilen:
1. Kontextanalyse und Bedarfserhebung zur Stärkung der Selbstwirksamkeit und der Lebensqualität im Quartier
2. Ausgestaltung des Lebensumfeldes – auch in Kooperation mit benachbarten Quartieren
3. Ausbau und Stärkung der gewachsenen Nachbarschaftsstrukturen und Verstetigung der Koordination
Laufzeit
2024-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projektgebiet ist ein eng bebautes, reines Wohngebiet mit geringer Aufenthaltsqualität. Wegen des vorhandenen Sanierungsstaus sind die Mieten vergleichsweise niedrig und daher für Leistungsbeziehende und Geringverdienende erschwinglich. Der Anteil von Bedarfsgemeinschaften im SGB II-bezug im Quartier liegt deutlich über dem Ortsschnitt.
Acht Prozent der im Stadtgebiet angemieteten dezentralen Wohnungen für die Unterbringung von Geflüchteten befinden sich in den zwei Hauptstraßen des Quartiers. Klassische Sozialwohnungen mit Belegrecht durch die Stadt gibt es nur vereinzelt. Eine hohe Fluktuation unter den Bewohnenden ist nicht auszumachen.
Der Anteil an Kindern und Jugendlichen ist hoch, der an Senioren über 65 hingegen deutlich unter dem Durchschnitt. Zudem gibt es einen sehr hohen Anteil an Menschen mit Migrationsgeschichte, die oft schon lange oder in der zweiten Generation in Deutschland leben. Die Wahlbeteiligung im Wahlbezirk, zu dem das Quartier gehört, lässt vermuten, dass politische Partizipation und Teilhabe keinen hohen Stellenwert genießen.
Die Wirkungsbereiche der Bewohner:innen im Quartier sind äußerst eingeschränkt. Das Quartier dient derzeit daher nur als Ort des Wohnens, nicht als Ort der Versorgung oder der Freizeit und vor allem nicht als Ort der Begegnung und sozialen Interaktion.
Das Gebiet zwischen Gerhart-Hauptmann- und Lange-Feld-Straße ist wenig attraktiv ist und bietet nur eine geringe Wohn- und Aufenthaltsqualität. Chancen zur Steigerung der gemeinsamen Lebensqualität bleiben ungenutzt, da Menschen eher anonym bleiben und sich keine proaktiven Nachbarschaftsinitiativen herausbilden. Dadurch kann auch keine soziale Integration erwachsen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Seelze Letter | Gerhart-Hauptmann-Str.
Beschreibung
Das Quartier umfasst die Gerhart-Hauptmann-Straße (ab Haus-Nr. 21) und die parallel
verlaufende Lange-Feld-Str. (zwischen Haus-Nr. 70 bzw. 77 und 117) sowie die
Verbindungsstraßen Weißer Brink, Blumestraße und Damaschkestraße. Das Quartier ist rund 10 Hektar groß und ist und umfasst überwiegend Geschosswohnungsbau mit vier bis neun Etagen. Die Häuser gehören Privatpersonen, vereinzelt auch Wohnungsgenossenschaften.
Die Wohnungen sind zum überwiegenden Teil vermietet. In den meisten Gebäuden gibt es großen Sanierungsbedarf.
Das Quartier ist eng bebaut. Mit rund 100 Einwohnern pro Hektar hat das Quartier ungefähr eine Einwohnerdichte wie die Innenstädte von Berlin oder Hamburg (wobei – zugegeben – das Quartier mit den Innenstädten deutscher Millionenstädte ansonsten nur bedingt vergleichbar ist). Zwischen den Gebäuden finden sich einfache Grasflächen, Garagenhöfe und vereinzelt Kiesgärten. Bepflanzte Gärten oder Orte mit hoher
Aufenthaltsqualität gibt es keine.
Das Quartier ist ein reines Wohnviertel, abgesehen von einem Ladengeschäft des Handwerkerrings gibt es kein Gewerbe. Im Westen schließt sich ein Discounter und wenige hundert Meter dahinter das große Fachmarktzentrum an, im Osten gibt es ein paar einfache
Restaurants und Kneipen und einen Kiosk und in etwa einem Kilometer Entfernung den Ortskern von Letter.
Im Süden grenzt das Quartier hinter einer graffiti-verzierten Mauer direkt an die Bahnlinie und
den Rangierbahnhof Seelze, im Norden an die viel befahrene Durchgangsstraße.
Zentrum und einzig öffentlicher Raum im Viertel bildet der Spielplatz mit dem angrenzenden
Bolzplatz. Der Spielplatz bietet moderne Spielgeräte für kleinere Kinder und bietet auch Platz
für begleitende Erwachsene. In einem Spielplatz-Test durch Seelzer Kinder organisiert von
Stadtentwicklung und Jugendpflege erhielt der Spielplatz mittlere Bewertungen. Der Bolzplatz
ist hoch eingezäunt und mit einem Netz abgedeckt, um zu verhindern, dass Bälle auf die Bahnanlagen fliegen. In den Nachmittagsstunden wird der Bolzplatz durch Kinder zum Fußballspielen genutzt. Bolzplatz wie Kinderspielplatz dürfen gemäß Ausschilderung von
Kindern bis zu 14 Jahren genutzt werden. Plätze, an denen sich Jugendliche aufhalten können, gibt es im Quartier keine.
Einwohnerzahl
1011
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldedaten
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen im Projektgebiet ermittelt auf Basis der Einwohnermeldedaten. Zahlen der Gesamtstadt geschätzt auf Basis der Daten des Sozialmonitorings der Region Hannover.
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil 15-16-Jährige:
Zahlen im Projektgebiet ermittelt auf Basis der Einwohnermeldedaten. Zahlen der Gesamtstadt geschätzt auf Basis der Daten des Sozialmonitorings der Region Hannover.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen im Projektgebiet ermittelt auf Basis der Einwohnermeldedaten. Zahlen der Gesamtstadt geschätzt auf Basis der Daten des Sozialmonitorings der Region Hannover.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Arbeitslosenanteil im Projektgebiet liegt geschätzt deutlich über dem Anteil der Gesamtstadt. Dieser basiert auf Daten des Sozialmonitorings der Region Hannover.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemäß Sozialmonitoring der Region Hannover beträgt der Anteil junger Arbeitslosen zwischen 15 und unter 25 Jahren 3,8 Prozent - die Jugendarbeitslosenquote 15 bis unter 25 Jahren der BA liegt bei 7,3 Prozent.
Nach Erfahrungen im Quartier wird der Anteil dort geschätzt höher liegen als in der Gesamtstadt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen im Projektgebiet geschätzt auf Basis von Stichprobenerhebungen. Zahlen der Gesamtstadt entnommen dem Sozialmonitoring der Region Hannover.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Gesamtzstadt sind dem Sozialmonitoring der Region Hannover entnommen. Daten des projektgebiets sind geschätzt aus Basis von Stichprobenerhebungen.
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Gesamtzstadt sind dem Sozialmonitoring der Region Hannover entnommen. Daten des projektgebiets sind geschätzt aus Basis von Stichprobenerhebungen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
letter_gwa_karte_.jpg
(96.96 KB)
gwa-letter-3d-ansicht.jpg
(222.37 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Projekt wollen wir Menschen unterstützen, ihre Lebensbedingungen zu analysieren und zu bearbeiten, und das Quartier zu einem lebendigen Identifikations- und Handlungsraum zu machen.
Viele Problemlagen wirken im Quartier auf das Gemeinwesen (anonymes Wohnen, geringe Aufenthaltsqualität) und können nur vom Gemeinwesen verändert werden (Austausch, Teilhabe, Zusammenleben).
Das Projekt umfasst 3 Phasen: 1. Das Quartier verstehen (Kontextanalyse), 2. Das Quartier stärken (GWA-Maßnahmen), 3. Das Quartier ermächtigen (Projekt verstetigen)
Zunächst gilt es, Bedarfe, Herausforderungen, Stärken und Schwächen herauszuarbeiten. Dieser partizipative Prozess (vielen Einzelerhebungen, wie Veranstaltungen, Befragungen, Gespräche, Beratungen) stärkt bereits die Zusammenarbeit. In dieser Phase wird auch das GWA-Zentrum eingerichtet. Der Übergang aus Bedarfe erkennen und bearbeiten erfolgt i.d.R. fließend – auch die Phasen gehen ineinander über (und aus der Erhebung wird ein kontinuierliches Monitoring).
Im Quartier gibt es buchstäblich wenig Platz für räumliche Entwicklung. Konkrete Kultur- oder Freizeitangebote sollen daher ggf. zusammen mit anderen Quartieren umgesetzt werden. „Gute Nachbarschaft“ heißt für uns einerseits, im Quartier nachbarschaftliche Strukturen zu fördern. Auf einer übergeordneten Ebene wird aber auch die Nachbarschaft des Quartiers einbezogen.
Im 3. Jahr soll die Unterstützung der GWA im Quartier verstetigt und ggf. auf andere Quartiere ausgeweitet werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kontext- und Bedarfsanalyse (div. Methoden, Vollerhebung) hat stattgefunden, um a) Anliegen/Inhalte und b) Motivation für Engagement zu identifizieren. Bedarfe werden partizipativ priorisiert und bearbeitet. Ein gemeinsames Monitoring findet statt.
Kriterium
Beschreibung
Ein Ort und materielle und immaterielle Ressourcen für GWA stehen zur Verfügung. Maßnahmen Kapazitätsentwicklung finden statt und sind wirksam. Gruppen oder Nachbarschaften finden und organisieren sich.
Kriterium
Beschreibung
Kapazitäten wurden im Rahmen der partizipativen Kontext- und Bedarfsanalyse identifiziert. Stärken und Herausforderungen sowie förderliche und hinderliche Einflussfaktoren sind identifiziert und werden in die Maßnahmenentwicklung einbezogen.
Kriterium
Beschreibung
Zielgruppen sind grundsätzlich möglichst divers vertreten. Gegenseitiges Verständnis besteht, Respekt und Solidarität sind handlungsleitend. Minderheiten-Interessen werden einbezogen. Alters,- milieu- und kulturübergreifende Kommunikation findet statt.
Beschreibung
Das Projekt wird fachbereichsübergreifend in der Stadtverwaltung wahrgenommen. Mitarbeitende verschiedener Ressorts sind an der Umsetzung von GWA-Maßnahmen aktiv und initiativ beteiligt. Gegenseitige Wechselwirkungen werden bearbeitet.
Beschreibung
Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Institutionen und Organisationen findet statt. Wirkungen des Projekts lassen sich bei Zielgruppen der Koop.-Partner messen. Ein Austausch mit neachbarten Quartieren oder Infrastrukturelementen findet statt.
Kriterium
Beschreibung
Ein gemeinsames Verständnis von Nachbarschaft ist evaluierbar und wird von den Zielgruppen wertgeschätzt. Gegenseitige Kooperationsstrukturen und gemeinsame Initiativen von Nachbarschaften finden statt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Malteser Hilfsdienst in Letter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Michael Letter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Kirchengemeinde St. Maria vom Heiligen Rosenkranz
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Stadt Seelze ist im Stadtgebiet mit der allg. Sozialarbeit sowie der Integrations-, Familien-, Senioren- und Jugendarbeit mit mehr als 20 Sozialarbeiter:innen und anderen Fachkräften tätig. Aufbau und Ausgestaltung eines GWA-Projekts in einem Stadtteil sind bei der derzeitigen Arbeitsbelastung nicht möglich - die Betreuung und Begleitung eines laufenden, verstetigten Projekts kann jedoch bewältigt werden - vor allem, wenn stabile Institutionen und Kooperationen aufgebaut worden sind.
11. Medien
Videos
gwa-letter-wirkungsmodell.jpg
(597.52 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On