Suwi - das Nachbarschaftshaus im Suthwiesenviertel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nicola Pöckler
| Funktion | Stellv. Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnung und Aktivierung der Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Seit einigen Jahren schon sind wir als Akteur und Teil der städtischen Sozialstrukturplanung aktiv. U.a. sind wir an der Entwicklung gemeinsamer Ziele und Evaluationsmöglichkeiten für Quartiere mit Unterstützungsbedarf beteiligt und sind Träger eines Stadtteilzentrums in Salzgitter-Fredenberg. Bisher konnten wir im Quartier Suthwiesenstraße mit Migrationsberatung (Förderung Land Nds.) in einer kleinen Wohnung im Stadtteil tätig werden. Über die aussagekräftigen Daten (s. Ausgangslage) hinaus konnten wir so ein eigenes Bild der Bedarfslage entwickeln. Um diesen Stadtteil weiterzuentwickeln fehlen Räume, in denen sich Bewohner:innen treffen und aktiv werden können. Deshalb planen wir ein Stadtteilzentrum für die Bewohner:innen mit Angeboten der Begegnung, Beratung und Bildung. Räumlichkeiten im Quartier sind uns zugesagt, Voraussetzung für die Anmietung ist aber eine Finanzierung über Projektmittel, weil uns andere Mittel nicht zur Verfügung stehen. Im Stadtteilzentrum soll es einen offenen Cafébereich geben, auch die Migrationsberatung soll im Zentrum stattfinden. Für die Planung weiterer Aktivitäten ist die Beteiligung der Bewohner:innen wesentlich. Wir beziehen sie ein, indem wir im Stadtteil unterwegs sind, Menschen und Einrichtungen aufsuchen und indem im Stadtteilzentrum eine Beteiligungskultur gelebt wird. Zentral ist zunächst die Kontaktaufnahme zu den Bewohner:innen und ihre Aktivierung. Nach unserer Wahrnehmung des Quartiers können wir nicht davon ausgehen, dass unser Angebot und eine Aktivierung der Bewohner:innen sofort die Übernahme von Verantwortung und eigene Projekte bedeutet. Sie müssen als erstes eine Stimme bekommen, erfahren, dass ihnen jemand zuhört, ihre Anliegen und Wünsche auf- und ernstnimmt und sie dabei unterstützt, ihren Alltag gut zu leben. Dazu gehört auf jeden Fall die Möglichkeit der Begegnung mit Nachbarinnen und Nachbarn. Es geht im Weiteren darum, dass die Bewohner:innen dabei unterstützt werden, ihre Anliegen zu vertreten und im Wohnumfeld Dinge zu ändern, die sie für verbesserungswürdig halten. Wir schaffen dafür Strukturen, indem wir Netzwerke aufbauen, mit denen Bewohner:innen ganz praktisch an der Gestaltung ihres Wohnumfeldes mitwirken können und sich über diese Möglichkeit mehr mit ihrem Viertel identifizieren. Davon versprechen wir uns auch eine Verbesserung des Rufs dieses Quartiers, so dass man gern hier wohnen möchte.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Gebiet ist ein Viertel mit Mehrfamilienhaus-Bebauung in z.T. sehr schlechten Zustand, die Fassaden sind unästhetisch und haben keine Isolation. Hier leben Familien ohne Kontakt zu anderen, viele von ihnen haben einen Migrationshintergrund (s. Daten). Es herrscht ein Nebeneinander statt Miteinander. Die Menschen stammen aus verschiedenen Nationen und haben aufgrund von Unwissenheit und Furcht große Vorbehalte gegeneinander und gegen die einheimische Bevölkerung. Viele Familien haben jüngere Kinder und leben mit ihnen relativ isoliert in kleinen Wohnungen. Bspw. die Familien aus Syrien leben seit 2015 in Salzgitter, haben aber noch nie Kontakt zu anderen Migranten oder Einheimischen gehabt, weil es für sie in ihrer Nachbarschaft keinen Ort für eine Begegnung gibt. Es besteht zu dem ein sehr verzerrtes Bild über Deutschland, sein Bildungs- und Rechtssystem. Der Stadtteil wird nicht als Wohnort zum Leben wahrgenommen, sondern als zweckmäßige Unterkunft ohne Anspruch auf Ästhetik oder Praktikabilität. Man sieht z.B. nie Familien auf den vielen Grünflächen spielen oder verweilen. Viele Familien erhalten Transferleistungen. Sie nehmen unser Angebot der Beratung zwar an, haben aber anfangs kein großes Vertrauen, weil sie die Hilfe als kostenlose Leistung nicht begreifen. Im den sehr kleinen Räumen der AWO, Über den Bülten 24, 38226 Salzgitter, wurde das Projekt „Stark im Beruf“ angeboten und ist nun ausgelaufen. Viele Familien, vor allem Frauen, wünschen sich die Erweiterung der Angebote, leider ist das in den kleinen Räumen nicht möglich. Die Migrationsberatung, die weiterhin stattfindet, ermöglicht uns einen guten Zugang zu den Bewohner:innen, hier können wir anknüpfen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter - Lebenstedt/55/57
Beschreibung
Das Gebiet erstreckt sich über die städtischen Planungsbezirke 55 und 57. Folgende Straßen begrenzen das Gebiet: Neißestraße (südl.), Schäferkamp, Feldstraße (mit einem größeren unbebauten Gelände norwestlich) (westl.), Nordstr./An der Krähenriede (nördl.), Ludwig-Erhard-Str./Albert-Schweitzer.Str, (östl.)
Einwohnerzahl
6126
Quelle / Anmerkungen
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022, Zahlen beziehen sich direkt auf das Projektgebiet
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
41
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
suthwiesenviertel02763520230315132212.pdf
(618.62 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Angebot richtet sich an die gesamte Bevölkerung im Quartier. Der Bereich Suthwiesenstraße ist den statistischen Daten nach und auch von seinem Image in der Stadt ein benachteiligtes Gebiet. Zunächst geht es darum, den Menschen bzw. den unterschiedlichen Gruppen hier (seit langem und neu Zugewanderte unterschiedlicher Herkunft) Begegnung und Kennenlernen zu ermöglichen, um das Gefühl der Zugehörigkeit zu stärken. Das geschieht u.a. durch Beteiligungsaktionen sowie Freizeit- und Bildungsangebote. Diese Zugehörigkeit wird auch durch die Übernahme von Verantwortung gestärkt. Wir gewinnen Bewohner*innen für Aufgaben im Stadtteil, wobei nicht wir vorgeben, welche das sein sollen, sondern ihre Kompetenzen und Ideen dazu aufgreifen. Die Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben ist ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit, wobei wir keine fertigen Programme anbieten, sondern unser Netzwerk nutzen, um individuelle Wege zu unterstützen. Dabei wollen wir auch Arbeitsmöglichkeiten schaffen und anbieten oder kleine lokale gewerbliche Initiativen unterstützen. Die Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Raums ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit. Gemeinsam mit Bewohner:innen identifizieren wir sowohl Bereiche, die für Aktivitäten genutzt werden und ggf. besser ausgestattet werden können, aber auch vernachlässigte oder "Angst"-Räume, für deren Aufwertung sich Bewohner:innen mit unserer Unterstützung einsetzen wollen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Angebot im Stadtteilzentrum ist maßgeblich von den Wünschen der Bewohner:innen geprägt. Sie machen eigene Angebote, treffen sich im offenen Café und werden von uns bei der Durchsetzung ihrer Wünsche unterstützt.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner:innen treffen sich selbst organisiert im Stadtteilzentrum und übernehmen für die Räume Verantwortung (abschließen, sauber halten...)
Kriterium
Beschreibung
Menschen aus dem Quartier engagieren sich in Projekten oder bringen ihre Fähigkeiten bei Festen ein. Die lokale Wirtschaft wird in Aktivitäten und die Unterstützung des Stadtteilzentrums eingebunden.
Kriterium
Beschreibung
Menschen aus verschiedenen Generationen und Herkunftsländern treffen und beteiligen sich oder setzen sich gemeinsam für ihren Stadtteil ein
Beschreibung
Das Stadtteilzentrum ist Anlaufstelle für soziale Problemlagen, aber auch für Verbesserung des Wohnumfeldes und Schaffung von Teilhabe am öffenltichen Leben in der Stadt an
Beschreibung
Regelmäßige Netzwerktreffen finden sowohl unter den Akteuren im Quartier, als auch mit den benachbarten Quartiersprojekten und stadtweit statt. Die meisten Angebote im Stadtteilzentrum sind Kooperationsprojekte.
Kriterium
Beschreibung
Es gibt neben dem Stadtteilzentrum auch andere neue Orte der Begegnung und des Wohlfühlens im Stadtteil. Feste und Feiern sind für alle da und haben ein entsprechendes Angebot (keine religiösen, kulturellen oder armutsbedingten Hürden)
Beschreibung
Das Quartier Suthwiesenstraße bleibt im Kontorskonzept der Stadt Salzgitter eins von 7 unterstützungswürdigen Gebieten. Träger und Mitarbeiter:innen sind in Planungen einbezogen und Teil der städtischen Integrationsstrategie.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Jumpers, Jugend mit Perspektive
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreff StartPunkt der Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreffs in anderen Quartieren
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
- Stadt SZ: identifiziert das Gebiet als Quartier mit Unterstützungsbedarf, bisher schon Förderung eines Arbeitsmarktprojekts und unserer Beratungsstelle. Lange Kooperation im Rahmen der Sozialstrukturplanung, daher versprechen wir uns eine dauerhafte Finanzierung.
- TAG, größter Vermieter vor Ort: langjährige Kooperation und finanzielle Förderung in anderen Stadtteilen, Kooperation für diesen Stadtteil zugesagt (LoI liegt vor).
- Jobcenter: regelmäßiges Angebot vor Ort geplant (LoI vorh.)
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: NeNa (Neustädter Nachbarschatz)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Martina Uhlenkamp
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Die Vielfalt der Neustadt bildet einen Schatz, den wir gemeinsam heben wollen!
Projektbeschreibung
Die Quakenbrücker Neustadt weist mit ihrem 46,63 % igen Ausländer*innenanteil einen immensen Gestaltungsbedarf auf, was das Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen angeht. Sie leben mit sehr unterschiedlichen Lebensentwürfen in der Neustadt zusammen. Die unterschiedlichen Vorstellungen führen nicht selten zu Konflikten. Diese Vielfältigkeit stellt gleichzeitig ein Potential da und bietet einen großen Schatz an Ressourcen und Kompetenzen, die planvoll und prozessorientiert für die Neustadt nutzbar gemacht werden können. Im Mittelpunkt des geplanten Nachbarschaftsprojektes NeNa (Neustäter Nachbarschatz) steht die Aktivierung und Beteiligung der Bürger*innen zur Gestaltung ihres Stadtteils. Dabei geht es nicht nur um das Feiern von Festen und Ritualen, sondern auch um soziale und kulturelle Begegnungsmöglichkeiten, um bedarfsgerechte Bildungsangebote und um die Gestaltung öffentlichen Raums. Zentraler Bestandteil der Projektarbeit ist dabei ein moderierter Beteiligungsprozess, der die BürgerInnen mit ihren Ideen und Kompetenzen aktiv in die Umsetzung einbindet. In diesem Zusammenhang ist es geplant, Orte zu identifizieren, die als Anlaufstelle dienen und die BürgerInnen selbstverantwortlich nutzen können, die aber auch gleichzeitig der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Das es an entsprechenden Räumen und Möglichkeiten fehlt, ist eine zentrale Erkenntnis aus einem vorgelegten Projekt, das von einer bulgarisch/türkisch sprechenden Mitarbeiterin durchgeführt wurde. Sie wird eine wichtige Rolle im Projekt NeNa spielen. Eine rumänisch sprechende Mitarbeiterin soll in die Stadtteilarbeit einbezogen werden. Die vernetzte Zusammenarbeit mit Schulen, Kindertagesstätten, Vereinen und Diensten sind ein weiterer wichtiger Aspekt. Die einzelnen Anlaufstellen sollen sichtbarer werden, Hemmschwellen abgebaut, Bildungsangebote und Dienstleistungen zugänglicher gemacht werden. Darüber hinaus werden weitere Gruppierungen durch die Beteiligung der Projektpartner*innen/Multiplikator*innen erreicht. Zur weiteren Aktivierung und Beteiligung aller Bürger*innen wird ein externer Moderator für Beteiligungsprozesse eingebunden. Mit ihm werden Befragungen, moderierte Veranstaltungen und Arbeitskreise mit Bürger*innen und KoopPartnern durchgeführt. Die Ergebnisse werden dokumentiert. Die Ressourcen im Sozialraum und Kompetenzen der Bürger*innen werden in einer Datenbank festgehalten.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Quakenbrück ist eine Stadt im Landkreis Osnabrück mit fast 15.000 Einwohner*innen. Im Stadtteil Neustadt wird mit 46,63 % der höchste Anteil an zugewanderten Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit gezählt. Der Stadtteil ist von der Altstadt und den anderen Stadtteilen durch eine Bahnlinie sichtbar aber auch in den Köpfen der Bürger*innen getrennt. Die Bewohnerschaft (4572 Menschen) ist sehr heterogen und vielfältig: 69 verschiedene Herkunftsländer, Reihenhäuschen neben alten Kasernengebäuden, die heute Wohnzwecken dienen, viele junge Familien mit Kindern aber auch ältere Menschen in kleinen Eigenheimen, die früher als Arbeiter*innen in der großen Fahrradfabrik (Kynast) beschäftigt waren. Bedingt durch die Fleischindustrie gibt es einen hohe Dynamik von Zu- und Wegzügen im Quartier. Viele junge Menschen stammen aus Rumänien, Griechenland, Polen und Bulgarien. Die Wohn- und Lebensbedingungen sind häufig prekär. In den letzten Jahren konnte eine deutliche bauliche Aufwertung des Gebiets durch das Programm „Soziale Stadt“ erreicht werden. Es existieren bis heute viele Vorbehalte, die Neustadt hat ein negatives Image. Viele soziale Akteur*innen arbeiten gut vernetzt an einer stetigen Verbesserung der Situation. Dennoch ist der Zugang zu vielen Bewohner*innen aufgrund der Sprachhürden sehr herausfordernd für beide Seiten. Eine Begegnung der unterschiedlichen Stadtteilbewohner*innen wurde in den letzten Jahren durch eine türkisch- bulgarisch sprechende Mitarbeiterin angeregt und kontinuierlich aufgebaut. Um den Bedarf an dem Zuzug rumänisch sprechender Bewohner*innen zu begegnen ist es geplant, im Tandem mit einer rumänischen Mitarbeiterin zu arbeiten.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Quakenbrück Neustadt
Beschreibung
Die Stadt Quakenbrück ist durch die Bahnlinie in Altstadt und Neustadt getrennt. Die .....
Einwohnerzahl
4572
Quelle / Anmerkungen
Statistikprogramm Samtgemeinde Artland
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Der Gebietsausschnitt des Programms "Sozialer Zusammenhalt" ist nur ein kleiner Teil der Neustadt, der sich auf den Bedarf aus dem Jahre 2004 bezog. Zielgruppen waren zu diesem Zeitpunkt vor allem muslimische Griechen und Arbeitslose, die durch die Insolvenz eines großen Fahrradherstellers Anfang der 2000er Jahre in soziale Notlagen geraten waren. Das Klientel hat sich in wenigen Jahren deutlich verändert Es gibt eine hohe Fluktuation. Durch Wohnraummangel sind auch Personen aus angrenzenden Landkreisen (Fleischindustrie) in die Neustadt gezogen. Im gesamten Stadtteil verzeichnet sich ein erhöhter Zuzug von Geflüchteten und Arbeitsmigrant*innen aus der EU.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
MPS Statistikprogramm der Samtgemeinde Artland (Stand 31.12.2021)
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bei dem Wert handelt es sich um Schätzwert. Offizielle Zahlen sind aufgrund der niedrigen Einwohnerzahl nicht verfügbar. Viele Personen in der Neustadt arbeiten im Niedriglohnsektor und sind auf Hilfe angewiesen.
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
MPS Statistikprogramm der Samtgemeinde Artland. Die tatsächlichen Zahlen sind höher, da in den Einwohnermeldedaten kein Bezug zu Herkunftsfamilien hergestellt werden können.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_nena.pdf
(3.36 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt des geplanten Vorhabens steht die Aktivierung und Beteiligung der BürgerInnen für ihren Stadtteil. Der Prozess wird durch einen externen Moderator für Beteiligungsprojekte über den gesamten Zeitraum begleitet. Mit Bürger*innen des Stadtteils und Vereinen und Partnern aus der Neustadt werden Ideen entwickelt und gemeinsam um gesetzt. Geplant ist die Einrichtung eines Stadtteiltreffs als niederschwellige Anlaufstelle (Neustädter Bürgerschatz), für die Bürger*innen sich eigenverantwortlich zuständig fühlen. Entwickelt werden niederschwellige, bedarfsgerechte Bildungsangebote, die im Stadtteiltreff und bei den beteiligten Partnern im Sozialraum durchgeführt werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Stadtteiltreff ist eingerichtet und selbst organisierte Angebote finden statt
Kriterium
Beschreibung
An den Beteiligungskonferenzen nehmen mind. 20 Bewohner*innen teil und sie bringen sich aktiv mit Ideen ein.
Kriterium
Beschreibung
Es bringen sich mindestens 8 Kooperationspartner (Vereine/Dienste/Einrichtungen) aktiv in die Gestaltung des Stadtteils ein.
Kriterium
Beschreibung
Die Angebote in der Neustadt werden zum Ende des Projektes mehr in Anspruch genommen als zu Beginn der Zusammenarbeit.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Eine bulgarisch (und türkisch) sprechende Mitarbeiterin hat in den letzten Jahren vertrauensvolle Kontakte zu vielen Bewohner*innen der Neustadt aufgebaut. Sie ist im Stadtteil bekannt und wird als Ansprechpartnerin genutzt. Durch die Zusammenarbeit haben sich bereits verlässliche Vernetzungsstrukturen gebildet. Es besteht ein guter Kontakt zu vielen Akteuren in der Neustadt. Durch die in den Nachbarorten ansässigen Firmen der Fleischindustrie kam es zu einem Zuzug, vor allem an rumänischen Mitbürger*innen. Dem gewachsenen Bedarf soll mit einer rumänisch sprechenden Mitarbeiterin begegnet werden. Geplant ist eine Zusammenarbeit im Tandem der beiden Pädagoginnen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Artland, Fachstelle Integration
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
EJF Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk (Mehrgenerationenhaus)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk (Schuldnerberatung, Diakonieshop, allgem. Sozialberatung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement Quakenbrück Neustadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Büro für Behördenangelegenheiten (Landkreis Osnabrück/ Samtgemeinde Artland)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diakonische Stiftung Bethanien (Kindertagesstätten in der Neustadt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Petrus ev.-luth. Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Osnabrück - Fachdienst Jugend Sozialraum I
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Neustädter Nachbarschatz wird nach Ende der Projektförderung weiterhin als Anlaufstelle zur Verfügung stehen. Es hat sich eine Struktur etabliert, in der engagierte Bürger*innen einen festen Platz haben. Die Samtgemeinde Artland wird einen finanziellen Beitrag leisten und den Aufbau einer Freiwilligenagentur forcieren.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Kultur- und Begegnungszentrum Welcome Thedinghausen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katja Schulz
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
"Willkommen in Thedinghausen – Thedinghausen willkommen!"
Projektbeschreibung
„Welcome Thedinghausen“ ist Aufgabe, Herausforderung und vor allem inklusive Chance: Menschen, die hier schon lange leben, heißen Neuankommende willkommen und diese wiederum lassen sich auf den Ort und seine Menschen ein. Gemeinsam gestalten sie ihr Wohn- und Lebensumfeld.
In den Jahren der aktiven Arbeit in der Flüchtlingsinitiative war die Notwendigkeit erkannt worden, Begegnungsräume zu schaffen, die ein friedliches und respektierendes Zusammenleben aller Bewohner*innen in Thedinghausen fördern. Mit „Welcome Thedinghausen“ soll deshalb ein inklusives Kultur- und Begegnungszentrum für alle entstehen. Das übergeordnete Projektziel – die gegenseitige Akzeptanz – wird erreicht, indem die Menschen sich kennen lernen, miteinander sprechen, spielen, arbeiten, nachbarschaftlich aktiv sind, voneinander lernen, Vorurteile abbauen und gemeinsam ihren sozialen Lebensraum gestalten.
Basisstandort wird das kommunale Gebäude "Haus auf der Wurth", von dem aus Aktionen und Maßnahmen im Projektgebiet gestartet werden (z.B. in den Räumen der Kirchengemeinde, des Jugendzentrums, der Schule …). Hier wird eine Anlaufstelle für die Bewohner*innen geschaffen, die sowohl der Beratung und Vermittlung dient als auch die Kommunikation und Vernetzung verschiedener Gruppen fördert. Von dort aus werden Menschen in ihren Wohnumgebungen aufgesucht und aktiviert, sich zu beteiligen.
Viel Wert wird auf den Aufbau von Beteiligungsstrukturen gelegt, um bedarfsgerechte Angebote zu konzipieren, die im Begegnungszentrum alle gesellschaftlichen Gruppen einbeziehen können. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei sein, Benachteiligten gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, Selbstwirksamkeit erlebbar zu machen und Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern. Für den Ort bedeutet das eine Stärkung des Gemeinwesens und der Demokratiefähigkeit seiner Bewohner*innen. Denkbar ist es etwa, dass „Welcome Thedinghausen“ ein Experimentierfeld bietet für demokratie- und teilhabefördende Bewohner*innenräte.
Mittelfristig sollen auch lokalökonomische Selbsthilfeprojekte in Angriff genommen werden, zum Beispiel indem ein leerstehender Laden angemietet wird, um dort ein Bistro zu eröffnen, das die besonderen Ressourcen etwa von Menschen mit Behinderung und von Geflüchteten nutzt und ihnen gleichzeitig Lohnarbeit bietet.
Außerdem soll das alte historische Amtsgericht (das ohnehin saniert werden muss) ins Auge gefasst werden, um dort mit mehr Platz und Möglichkeiten das Kultur- und Begegnungszentrum zu verorten.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Thedinghausen hat mit vielen Herausforderungen einer Kommune im ländlichen Raum zu kämpfen: demografischer Wandel, Strukturwandel im Einzelhandel, hoher Leerstand an der Hauptverkehrsstraße.
Von anfänglich 400 Geflüchteten im Camp leben immer noch viele, vor allem Familien, im Ort und es kommen weiter neue Geflüchtete an. Nach wie vor bestehen strukturelle Probleme bei der Integration: fehlende Treffpunkte erschweren die sprachliche und soziokulturelle Integration und begünstigen die Bildung von Parallelgesellschaften, wie sie bereits im Ort aus früheren Zeiten bestehen (v.a. kurdische Communities). Sprachkurse und Ausbildungs-/Arbeitsmöglichkeiten gibt es vorrangig in Verden o. Achim, was Mobilität erfordert und u.a. für Frauen mit kleinen Kindern schwer zu realisieren ist.
Gleichzeitig ist Thedinghausen das Zentrum der Samtgemeinde, das – im Speckgürtel von Bremen gelegen – durch die Ausweisung immer neuer Baugebiete stetig wächst. Vor allem junge Familien ziehen zu, die es zu integrieren gilt: Nachbarschaftliche Netzwerke müssen sich erst entwickeln und das Fehlen von öffentlichen Begegnungsorten macht sich auch hier negativ bemerkbar (das letzte Gasthaus mit Saalbetrieb wurde geschlossen und abgerissen).
Es mangelt an Kultur-, Bildungs-, Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten, an niederschwelligen Beratungs- und Beteiligungsstrukturen – es fehlt eine GWA, die sich dieser Probleme zielgruppen-, themen- und ebenenübergreifend annimmt. Das Konzept dazu wurde im letzten Jahr entwickelt und bei Umfragen, Interviews und einer Bürger*innenversammlung entsprechende Erwartungen geweckt – sowie eine hohe Bereitschaft und Lust seitens der Bewohner*innen mitzugestalten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Thedinghausen - Kernort Thedinghausen
Beschreibung
Thedinghausen ist eine Mitgliedsgemeinde der insgesamt 15.652 Einwohner (Stand 31.12.2021) umfassenden Samtgemeinde Thedinghausen. Das 6 km² große Projektgebiet umfasst den alten Ortskern Thedinghausen und ist im Westen durch die Westerwischer Straße (K 67), im Norden und Nordosten durch die Bremer Straße (L 203) sowie im Osten durch den Fluss Eiter, einen kleinen linken Nebenfluss der Weser, begrenzt. Der sich östlich der Eiter befindende Schloss Erbhof samt Baumpark gehören ebenfalls zum Projektgebiet.
Die Hauptverkehrsstraße ist die Braunschweiger Straße, die im Osten in die Achimer Straße und im Süden in die Syker Straße mündet. Entlang der Hauptverkehrsstraße befinden sich ein Großteil der Nah- und Gesundheitsversorgung des Ortsteils, wobei den Leerstand in den vergangenen Jahren deutlich sichtbar geworden ist. Das Projektgebiet umfasst im Süden die Syker Straße und ist begrenzt durch das Ende der Ortschaft.
Die Bebauung ist geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser der 1920er bis 1960er Jahre. Im Norden sind in den letzten zwei Jahrzehnten mehrere Neubaugebiete entstanden, die mehrheitlich von jungen Familien bewohnt werden.
Mitten im Ortskern, in fußläufiger Nähe zu Kirche und Rathaus und in direkter Nachbarschaft zum Altersheim, liegt das kommunale "Haus auf der Wurth", das Basisstandort des künftigen Begegnungszentrums werden soll.
Einwohnerzahl
4360
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Gemeinde Thedinghausen
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
15
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022;
Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022;
Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
30
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022;
Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022 - zudem besteht enger Kontakt mit der Gemeinde bezüglich neuer Zuweisungen;
Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021 (jeweils Anteil der Personen, deren erste oder zweite Staatsbürgerschaft nicht deutsch ist) - Zu beachten ist, dass der Anteil der Personen mit Zuwanderungsgeschichte mit rein deutscher Staatsbürgerschaft nicht quantifiziert werden kann, sodass die tatsächlichen Anteile um einige Prozentpunkte jeweils oberhalb der Angaben liegen dürften.
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
8
Anmerkung
Schätzung für das Kerngebiet Thedinghausen, da keine kleinräumigeren Daten vorhanden sind nach Erörterung der Statistikstelle beim Landkreis Verden - es findet zudem enger Austausch mit der Tafel statt, deren Ausgabestelle im Haus auf der Wurth ist; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021 (Leistungen nach SGB II, SGB XII, AsylbLG, WoGG)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
2
Anmerkung
Daten des Landkreises Verden für die Gemeinde Thedinghausen, Stand 08/2021 (davon 21 % ausländische Bewohner/innen) - es sind keine kleinräumigeren Daten vorhanden; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
bz_welcome_thedinghausen_karte_gm.jpg
(82.79 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Auf Grund von Bemühungen engagierter Ehrenamtlicher der Flüchtlingsinitiative gab es eine erste einjährige Förderung durch das Deutsche Hilfswerk für die Konzeptentwicklung eines Begegnungszentrums. Innerhalb dessen wurde eine Bestands- und Bedarfsanalyse durchgeführt: Expert*inneninterviews mit lokalen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Stakeholdern ergaben Probleme wie Strukturwandel, wenig Berührungspunkte zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, geringer Bekanntheitsgrad der bestehenden sozialen Angebote, Rückzug ins Private verstärkt durch die Corona-Pandemie, sowie ein großes Interesse seitens der Institutionen an mehr Vernetzung und Kooperationen. Eine Bewohner*innenbefragung mit 235 Teilnehmenden ergab Bedarfe an niederschwelligen, offenen Treffpunkten für Austausch und interkulturelle Begegnung, des Weiteren an Kulturveranstaltungen, gemeinsamen Freizeitaktivitäten sowie Bildungs- und Beratungsangeboten, insb. für Senior*innen und Familien. An die Befragung anknüpfend wurde ein Bürgerversammlung organisiert, auf der sich Arbeitsgruppen zu den genannten Themenbereichen gebildet haben. Die AGs haben erste Maßnahmen geplant. Da die DHW-Förderung ausgelaufen ist, aber mit den aktivierenden Methoden Begehrlichkeiten geweckt wurden und sich zudem bereits Menschen gefunden haben, die etwas starten wollen, ist eine Anschlussförderung für die hauptamtliche Unterstützung und finanzielle Ausgestaltung der geplanten Maßnahmen dringend erforderlich.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner*innen werden in den verschiedenen Formaten (offene Sprechstunde, Angebote der AGs, Projektwerkstätten, Gremien, aufsuchende Arbeit) gehört und aufgenommen.
Kriterium
Beschreibung
Es wurden Strukturen entwickelt und eingerichtet, die die Selbstorganisation der Bewohner*innen und Ehrenamtlichen ermöglichen und fördern (Räumlichkeiten, Materialien, digitale Kommunikationsplattformen).
Kriterium
Beschreibung
Nachbarschaftliche Begegnung der verschiedenen Bevölkerungs- und Altersgruppen findet in gemeinsamen Aktivitäten im Ort statt; es gibt freiwillig Engagierte, die sich für das Gemeinwesen einsetzen.
Beschreibung
Verschiedene Zielgruppen werden bei den offenen Angeboten nicht nur mitgedacht, sondern nehmen daran tatsächlich in nennenswerter Zahl teil und gestalten diese selbst aktiv mit.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gudewill-Schule (Oberschule mit gymnasialem Angebot)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohngruppe der Stiftung Waldheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Achimer Tafel Ausgabestelle Thedinghausen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Anschlussfinanzierung durch die Kommune ist durch regelmäßige Gespräche vorbereitet: Schon in der Konzeptentwicklung ist sie thematisiert worden und durch intensive Gespräche mit Ratsmitgliedern verschiedener Parteien angebahnt. Hierbei kann auf eine erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Flüchtlingsarbeit zwischen Kommune, Kirchengemeinde und der Bürgerinitiative „Ankommen in Thedinghausen“ aufgebaut werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Integrativer Nachbarschaftstreff Diepholz
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Evelin Romagnoli
| Organisation | Eleganz Bildungsplattform e.V. |
|---|---|
| Funktion | GWA vor Ort in Diepholz |
2. Kurzbeschreibung
Begegnung aktiv und partizipativ gestalten - für eine bunte & starke Zivilgesellschaft
Projektbeschreibung
In Diepholz wurde in zentraler Lage ein Quartierstreff eröffnet, der sich schwerpunktmäßig der niederschwelligen Begegnung zwischen Einheimischen und Zugewanderten widmet. Der Nachbrschaftstreff bietet einen öffentlichen Raum des Dialogs zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen der Stadt Diepholz. Dabei wird ein offenes Konzept mit einem niederschwelligen soziokulturellen Angebot für alle Altersgruppen und Gestaltungsfreiraum für die Anwohnern verbunden. Echte, beiderseitige Integration funktioniert nur dort, wo ein gegenseitiges Kennenlernen auf Augenhöhe und ein gemeinsames An-einem-Strang-Ziehen möglich ist. Als Migrantenselbstorganisation mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Integration und Bildung ist uns, der Eleganz Bildungsplattform, dies bewusst, weshalb wir mit dem Projekt einen Schritt in diese Richtung gehen wollen.
Nach Einrichtung der Räumlichkeiten starten wir vier Tage die Woche (Mo - Do) mit dem offenen Treff am Nachmittag und einem soziokulturellen Programm, das von den Anwohnern und Ehrenamtlichen überwiegend selbst gestaltet werden soll. Dabei werden die Bedürfnisse aller Altersgruppen berücksichtigt: von Spieleabenden für die ganze Familie über Seniorennachmittage bis hin zu einem Jugendtreff ist für jeden etwas dabei. Den rahmengebenden Gedanken liefert das interkulturelle Beisammensein.
Als regelmäßige Veranstaltung mit Wiedererkennungswert – quasi als Marke des Quartierstreffs – umfasst das Projekt zur Stärkung des nachbarschaftlichen Miteinanders die Veranstaltungsreihe "Wir Menschen in Diepholz", in deren Rahmen sich einmal im Monat Menschen aus dem Quartier vorstellen. Jedes Treffen umfasst einen einleitenden Impuls und einen anschließenden Austausch. Der Impuls wird jeweils von einem/r Einwohner/in oder einer Gruppe gestaltet. Hier sind unterschiedliche Formen denkbar. So kann sich die beitragende Person dem Publikum vorstellen, von ihrer Biografie, ihrer Kultur, ihrem Herkunftsland, ihren Erfahrungen in Deutschland, ihrer Sprache, den Gründen für ihr Hiersein oder einem sie bewegenden Thema berichten. Gleichzeitig sind Musikbeiträge, Sketche, Interviews oder dergleichen denkbar.
Dank der Kombination aus offenem Treffpunkt und Veranstaltungsprogramm fördert der Quartierstreff Zusammenhalt und Miteinander in Diepholz und bringt die Menschen ins Gespräch. Raum zur partizipativen Mitgestaltung, zum Einbringen eigener Ideen usw. ist fester Bestandteil unseres bürgernahen und bedarfsorientierten Vorhabens.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Bedarf, an einem zentral gelegenen, niederschwelligen Begegnungsort, der Vielfalt lebt und Ambiguitätstoleranz fördert, der gleichzeitig Raum zu Mitgestaltung gibt, ist also größer als je zuvor. Seit April 2023 sind wir aktiv im Quartier integrativer Nachbarschaftreff tätig. Das Projekt trägt dazu bei, das nachbarschaftliche Miteinander zwischen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte im Quartier sowie den Aufbau sozialer Netzwerke zu fördern. Die Besucher*innen begegnen sich bei uns in einer inklusiven Atmosphäre und auf Augenhöhe. Des Weiteren bieten wir den Anwohner*innen Raum für vielfältige nachbarschaftliche Initiativen zu geben und dabei eigene kleinere Projekte zu verwirklichen
Mit dem Projekt wollen wir an bestehende Strukturen anknüpfen und mit den vorhandenen Trägern und Akteuren zusammenarbeiten.
Neben dem Stadtteilladen e.V. sind hier bspw. Grafenkind, die Caritas, die Flüchtlingssozialarbeit etc. zu nennen. Für eine bedarfsgerechte Gestaltung, beziehen wir die Menschen im Quartier von Beginn an aktiv in die Gestaltung des Projektes mit ein und verdeutlichen, dass das Projekt von ihrem Engagement lebt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Diepholz Innenstadt
Beschreibung
Das Sanierungsgebiet/Quartier "Diepholz - Innenstadt" umfasst insgesamt 31 ha. Der Geltungsbereich umfasst die Diepholzer Innenstadt mit ihrem Altstadtbereich. Im Süden wird das Sanierungsgebiet durch die nördliche Abgrenzung der Schlossinsel begrenzt, im Norden durch den Mollerkreisel. Die Hinterlohne ist die südwestliche Grenze des Plangebiets. In diesem Bereich verspringen Sanierungs- und Fördergebiet. Die Grenze des Fördergebiets verläuft entlang der Vorderlohne und Parkplatz der Münte. Im Bereich der Steinstraße/Mühlenstraße ist der Grenzverlauf von Sanierungs- und Fördergebiet wieder identisch. Die Abgrenzung verläuft anschließend bis zum Kreuzungsbereich Steinstraße/Willenberg/Lüderstraße entlang der rückwärtigen Grundstücksgrenze der straßenbegleitenden Bebauung. Im weiteren Verlauf begrenzt die Flöthestraße das Plangebiet. Entlang der Mollerstraße sind die nördlichen Grundstücke zwischen Feuerwehr und Mollerkreisel Teil des Sanierungsgebiets. Die Abgrenzung folgt einer Grundstückstiefe der Lange Straße und Wellestraße bis zur Prinzhornstraße. Die Prinzhornstraße ist nicht mehr Teil des Sanierungsgebiets. Die Bahnhofstraße als Wegeverbindung zwischen Innenstadt und Bahnhof ist in Gänze Teil des Sanierungsgebiets. Die Grenze läuft entlang der rückwärtigen Grundstücksgrenze der straßenbegleitenden Gebäude in der Bahnhofstraße. Die Gleise bilden die östliche Abgrenzung des Sanierungsgebiets. Die Park and Ride Anlage sowie der ZOB sind Teil des Sanierungsgebiets.
Einwohnerzahl
17152
Quelle / Anmerkungen
LSN-Online (https://www1.nls.niedersachsen.de/statistik/html/default.asp); Einwohnerzahl für gesamtes Stadtgebiet
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Obwohl das Quartier im Förderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" gefördert wird, besteht ein hoher Bedarf an einem integrativen Nachbarschaftstreff. Zum einen sind die geplanten Maßnahmen in dem Förderprogramm in erster Linie städtebaulicher Natur. Zum anderen war zum Zeitpunkt der Projektentstehung der Corona-bedingte Leerstand im Quartier kaum vorauszusehen, ebenso wenig wie die hohe Anzahl ukrainischer Geflüchteter, die nach Diepholz kommen und die Begleitung bei der Erstintegration benötigen. Zudem besteht eine Lücke in der Angebotslandschaft: Es fehlt an einem niederschwelligen, explizit integrativ ausgerichteten Begegnungsort. Dieses neue Zentrum hat das Potenzial, über partizipative Angebote auf Augenhöhe Leben ins Quartier zu bringen und nachhaltig Bürgerbeteiligung und interkulturelles Zusammenleben im Quartier zu stärken.
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Ansatz der GWA wird sowohl in konzeptioneller als auch methodischer Hinsicht dem Projekt zu Grunde gelegt. Im Mittelpunkt stehen die Menschen im Quartier mit ihren Bedarfen, Interessen und Kompetenzen. Das Projekt greift ihre Anliegen auf und motiviert zur aktiven gesellschaftlichen Teilhabe und Mitgestaltung im Quartier. Durch den Nachbarschaftstreff verbessert sich das Quartiersleben sowohl in materieller (räumlicher) als auch immaterieller Hinsicht, insofern ein partizipativer Begegnungsort geschaffen wird. Sowohl das soziale Klima zwischen den diversen in Diepholz lebenden Zielgruppen als auch das bürgerschaftliche Engagement werden gestärkt. Der demokratische und empowernde Ansatz motiviert zum Mitmachen und Miteinander auf Augenhöhe. Methodisch arbeiten wir in Anlehnung an die "Community Organisation" nach den Grundsätzen "zuhören", "Bedarfe erheben/recherchieren", "informieren" und "handeln". Zu den angewandten Formaten gehören aktivierende Befragungen, Projekt- und Ideenwerkstätten, Runde Tische/Arbeitsgruppe, Begleitung, Mentoring und niederschwellige Workshops. Da ein Hauptaugenmerk auf dem multikulturellen Zusammenleben liegt, wird auf den Gebrauch einfacher Sprache, auf Durchmischung der Zielgruppen, bedarfsgerechte Zuschneidung der Angebote (z.B. Übersetzungen, kleinere Sprachtrainings, altersgerechte Angebote etc.) uvm. geachtet. Die Angebote sind themenübergreifend und bieten den Anwohnern eine Plattform für ihre Kreativität und ihr Engagement.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Orientierung am Menschen ist erreicht, wenn sich die Quartiersbewohner aktiv an den Projektmaßnahmen beteiligen, diese prägend mitgestalten und ihre eigenen Ideen als Engagierte realisieren.
Kriterium
Beschreibung
Die Quartiersbewohner sich in den Ideenwerkstätten, Arbeitsgruppen und im Runden Tisch organisieren, um gemeinsam an der Gestaltung des Projekts mitzuwirken.
Kriterium
Beschreibung
Der Grundgedanke des Projekt, das Miteinander in einer vielfältigen Quartiersgesellschaft zu stärken, ist erreicht, wenn im Projekt Menschen verschiedener sozialer Hintergründe auf Augenhöhe zusammenwirken und soziale Kontakte knüpfen.
Beschreibung
Der Nachbarschaftstreff wird als Teil bestehender Strukturen und Netzwerke etabliert, im Runden Tisch beteiligen sich diverse lokal vertretene Akteure wie die Kommune, Vereine, Initiativen usw.
Kriterium
Beschreibung
Im Projekt wird die Vielfalt des Quartiers sicht- und erfahrbar. Gleichzeitig lernen die Menschen aktiv das multikulturelle Zusammenleben auf Augenhöhe und hierzu wichtige Schlüsselkompetenzen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Beratungsstelle für Frauen und Mädchen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Über den Tellerrand
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungslosenhilfe Tagestreffpunkt DIE ARCHE
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Eine feste Einbindung des Nachbarschaftstreffs in die bestehenden kommunalen Strukturen wird angestrebt, wozu bestehende Akteure in die Gestaltung einbezogen werden. Für eine langfristige Finanzierung werden im dritten Projektjahr im Rahmen einer Arbeitsgruppe und Ideenwerkstatt Optionen erarbeitet und Ideen zur Weiterführung entwickelt. Angestrebt werden Anträge zur Anschlussfinanzierung. Langfristig wird auch mit der Kommune über finanzielle Unterstützung verhandelt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Quartiersmanagement NeuDonnerschwee
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ute Goronczy
| Funktion | Quartiersmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aufbau und Etablierung eines professionellen Quartiersmanagements in Oldenburg NeuDonnerschwee zur Entwicklung eines nachhaltigen Wohnquartiers für alle Bewohner*innen.
Projektbeschreibung
Das Quartier NeuDonnerschwee zeichnet sich durch ein hohes Maß an Diversität der Bewohner*innenschaft aus. Vom Säugling bis zur Seniorin, vom Hipster bis zum Hilfsbedürftigen, vom Single bis zur Großfamilie mit Migrationshintergrund sind viele Bevölkerungsgruppen auf dem ehemaligen Kasernengelände vertreten. Wohngemeinschaften, alternative Wohnformen wie Wohngenossenschaften, Pflege-, Demenz-, Beatmungs- und Senioren-WGs, eine Kita, ein Verein für Jugendkulturarbeit und demnächst das Kulturzentrum Globe (vormals Militärkino), sind Bestandteile des Quartiers.
Seit Herbst 2015 existiert die Quartiersrunde, begleitet von der Stadt Oldenburg, in der sich viele interessierte Menschen regelmäßig zusammenfinden und relevante Themen von NeuDonnerschwee behandeln. Diese Runde formulierte den Wunsch nach einem professionellen Quartiersmanagement, um die Lebensqualität und den Zusammenhalt im Quartier nachhaltig zu steigern. Zusätzlich gab es 2019 eine Online-Befragung der Bewohner*innen durch externe Experten, um weitere Erkenntnisse zum Quartiersmanagement zu sammeln. Dazu wurde im Juni 2019 ein Workshop durchgeführt. Die Umfrageergebnisse und die Wünsche und Vorstellungen der anwesenden Bewohner*innen wurden gesammelt und professionell aufbereitet. Anschließend hat sich eine Arbeitsgruppe Quartiersmanagement weiter mit dem Thema befasst und festgestellt, dass es eines Trägervereins dafür bedarf.
So entstand im März 2021 der gemeinnützige Verein NeuDonnerschwee verbindet e. V. Um die Vielfalt der Lebensstile zu vernetzen, die Kompetenzen der Bewohner*innen zu nutzen und die Lebensqualität der Menschen hier zu steigern, möchte der Verein ein professionelles, inklusives, partizipatives und nachhaltiges Quartiersmanagement etablieren. Dazu bedarf es einer festen Anlaufstelle in Form eines Quartiersbüros mit einer hauptamtlichen Besetzung, ergänzt durch ehrenamtliche Unterstützung.
Ein Schwerpunkt des Quartiersmanagements ist der Sharing-Gedanke, der in verschiedenen Bereichen umgesetzt werden soll, sowohl digital u. a. in einer Dienstleistungs-, Verleih- und Tauschbörse als auch analog auf einem 2.500 qm großen, zentral gelegenen Urban Gardening Feld, das durch zwei Stiftungen für die Gestaltung zur Verfügung gestellt wird und interessierte Bewohner*innen beim gemeinschaftlichen Gärtnern begeistern soll. Begleitend sind gemeinsame Quartiersfeste, sportliche Aktivitäten und ähnliches geplant, um die Bewohner*innen in einer zwanglosen Atmosphäre zusammenzubringen.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die ehemalige Donnerschwee Kaserne wurde 2012 vom Bund an einen Investor verkauft. Von der Stadt Oldenburg gab es die Auflage, 10% der Wohnungen als Sozialwohnungen anzubieten. Da der Investor kein Interesse am Bau dieser Wohnungen hatte, weil sie für ihn nicht profitabel waren, vergab er diesen Teil an zwei gemeinnützige Stiftungen, die am Rande des Geländes sieben Neubauten mit ungefähr 90 überwiegend barrierefreien Sozialwohnungen errichteten. Darin befinden sich u. a. Mehrgenerationenhäuser und Pflege-Wohngemeinschaften. Nach Kernsanierung der 17 Bestandsbauten und Erstellung von 10 Neubauten wurden einzelne Gebäude und Wohnungen an Eigentümer*innen-Gemeinschaften weiterverkauft, über 1/3 der Gebäude und Wohnungen ist in der Hand der Investoren verblieben. Im Quartier gibt es eine städtische Kita, den Verein für Jugendkulturarbeit in ebenfalls städtischen Gebäuden, zwei generationsübergreifende Wohnprojekte und eine Genossenschaft für den Erhalt und Umbau eines ehemaligen britischen Militärkinos (Globe) in ein Kulturzentrum. Auf 19 ha Fläche entstanden so 850 Wohneinheiten, die ab 2016 nach und nach von ca. 1.600 Einwohner*innen bezogen wurden.
Durch den Bezug des Quartiers in kurzer Zeit, durch Bauverzögerungen, spätere Fertigstellung weiterer Wohneinheiten und häufigen Mieter*innenwechsel hatten bzw. haben viele Bewohner*innen des Quartiers nicht die Gelegenheit, sich kennenzulernen und zu vernetzen. Die hohe Diversität und die Vielfalt der Lebensstile der Bewohner*innen tragen zur Anonymität bei und erschweren eine gemeinsame gute Nachbarschaft und einen Zusammenhalt in NeuDonnerschwee. Die Corona-Pandemie trägt zur Verstärkung dieser Probleme bei.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Neu-Donnerschwee
Beschreibung
Das Fördergebiet wird im Norden begrenzt durch die Ammergaustraße, im Osten durch die Schlieffenstraße, im Süden durch die Kasernenstraße und im Westen durch die Beverbäke und die Kranichstraße.
Einwohnerzahl
1560
Quelle / Anmerkungen
Statistische Abteilung der Stadt Oldenburg
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Bundesagentur für Arbeit.
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es liegen keine Daten bei der Stadt Oldenburg vor.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden nur für das Gesamtgebiet der Stadt mit 636 jungen Arbeitslosen angegeben; das entspricht 0,4 % an der Gesamtbevölkerung bzw. 10 % von allen Arbeitslosen in Oldenburg. Die Zahl der jungen Arbeitslosen im Quartier wird von der Bundesagentur für Arbeit aus Geheimhaltungsgründen nicht
veröffentlich (zu geringe Grundgesamtheit).
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten konnten von der Stadt Oldenburg nicht zur Verfügung gestellt werden.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten konnten von der Stadt Oldenburg nicht zur Verfügung gestellt werden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
neudonnerschwee_karte.pdf
(2.54 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unsere Aufgabe ist es im Wesentlichen, Beteiligungsprozesse zu organisieren. Ziel ist es, vor allem hilfebedürftige Bewohner*innen von NeuDonnerschwee, aber auch diejenigen, die das gemeinschaftliche Miteinander noch nicht akzeptiert haben, zu motivieren, sich im Quartier einzubringen und sich an Projekten zu beteiligen die den Zusammenhalt fördern. Die Aufgabe des Quartiersmanagements besteht darin, diese Planungsschritte zu vermitteln und den Bewohner*innen verständlich zu machen, aber auch deren Wünsche und Interessen zusammen mit der Planung in konkrete Schritte umzusetzen. Quartiersmanagement dient dabei als Mittel, zur Förderung des Zusammenhalts
und Aufwertung des Stadtteils, an dem die Bewohnerschaft aktiv beteiligt ist.
Aktuelle Fortbildungsangebote zum Quartiersmanagement werden von uns mit großem Interesse wahrgenommen.
Möglichst jede Person im Quartier soll ein Eigeninteresse entwickeln, das Leben und Wohnen in NeuDonnerschwee qualitativ hochwertiger zu gestalten. Dies hat zur Folge, dass es weniger Fluktuation bei den Ein- und Auszügen gibt und sich eine nachhaltige Kultur des Zusammenlebens festigt. Durch die Vielfalt der Lebensstile und der Diversität der
Bewohnerschaft gibt es in NeuDonnerschwee viele Ressourcen, die mobilisiert werden können. Folgende Aktivitäten sollen initiiert und unter Beteiligung der Bewohner*innen durchgeführt werden: ökologisches Urban Gardening, Bewegungsangebote, Teilen und Tauschen, Feste zum Kennenlernen, Flohmärkte u. ä.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ein erstes Ziel ist erreicht, wenn sich 10 % der Einwohnerschaft an den Aktionen des Quartiersmanagements aktiv beteiligen.
Kriterium
Beschreibung
Ein Kompetenzpool der Bewohnerschaft aufgebaut wurde und dieser rege genutzt wird.
Kriterium
Beschreibung
Alle Beteiligten sich in einem Gesamtplenum für das Quartier zusammenfinden.
Beschreibung
Wenn mindestens 5 Arbeitsgruppen mit jeweils mehr als 5 Beteiligten zu unterschiedlichen Themenbereichen aktiv sind.
Kriterium
Beschreibung
Wenn sich in den einzelnen Wohnblöcken und übergreifend im Quartier ein Zusammenhalt und Nachbarschaftshilfe entwickeln.
Beschreibung
Wenn eine zentrale Anlaufstelle in angemieteten Räumlichkeiten mit personeller Besetzung durch eine Quartiersmanagerin etabliert ist.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Amt für Teilhabe, Amt für Kultur und Sport, Amt für Grünflächen, Amt für Integration und Migration
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturgenossenschaft GLOBE e.G., Jugendkulturarbeit e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Oldenburg-Ammerland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Donnerschwee e.V., Stadtsportbund Oldenburg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
NeuDonnerschwee verbindet e. V., Lebensimpulse e. V., KreAktiv e. V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Schon während der Anschubfinanzierung durch das Land Niedersachsen wird
an einer Verstetigung des Quartiersmanagements für NeuDonnerschwee gearbeitet. Eine
solide Grundfinanzierung soll über ein 3-Säulen-Modell, getragen 1. von der Stadt Oldenburg, 2. einem Pflichtbeitrag der Eigentümer*innen und Mieter*innen sowie 3. Mitgliedsbeiträgen des Vereins NeuDonnerschwee verbindet e. V., erfolgen. Nähere Informationen dazu sind der beigefügten Datei zu entnehmen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Nachbarschaftszentrum Ahlhorn
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Benjamin Bak
| Organisation | Gemeinde Großenkneten |
|---|---|
| Funktion | Leiter für Ordnung uns Soziales |
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftszentrum Ahlhorn - nicht nur nebenan, sondern auch mittendrin
Projektbeschreibung
Ahlhorn stellt mit etwa 8.500 Einwohner*innen den größten Ortsteil in der Gemeinde Großenkneten dar. 2019 wurde ein Teilbereich des Ortes, das "Quartier Wildeshauser Straße", in das Städtebauförderprogramm zunächst "Soziale Stadt", später "Sozialer Zusammenhalt" aufgenommen. Im Zuge dieser Städtebauförderung wurde bereits ein Quartiersmanagement eingerichtet.
Durch den erhöhten Zuzug von Menschen mit Migrationshintergrund (Spätaussiedler*innen, Geflüchtete aus dem arabischen Raum sowie zunehmend osteuropäische Arbeitskräfte) reagiert die Gemeinde Großenkneten bereits seit Jahren mit eigenen Angeboten (Integrations- und Netzwerkarbeit, Streetwork, Schulsozialarbeit, Verfestigung des Ehrenamtes) auf die dadurch entstehenden Bedarfe - sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch für die zugezogenen Menschen. Dabei stellen sich die Integrations- und die Gemeinwesenarbeit als zentrale Bestandteile der Arbeit heraus, denn unter den vielen Zuwander*innen - darunter auch immer mehr Ukrainer*innen - befinden sich zahlreiche Menschen, deren Perspektive vor Ort nicht gut erscheint und deren Potenziale noch unentdeckt sind. Hieraus resultiert u.a. eine fehlende Identifikation mit dem neuen Wohnort.
Das bisherige Engagement erfolgte vorrangig nach dem Prinzip Top-Down - reaktiv und defizitorientiert.
Mit der Einrichtung eines Nachbarschaftszentrums können die bisher schwer zu erreichenden Zielgruppen besser eingebunden werden. Durch das Bottom-Up-Prinzip sollen die tatsächlichen Interessen, Bedürfnisse und Wünsche der Menschen im Projektgebiet vor Ort erfragt und möglichst umgesetzt werden. Vielfältige Angebote sind bereits vor Ort geschaffen worden - diese müssen weiter gebündelt und bekannt gemacht werden. Durch die zentrale Ansiedlung des Nachbarschaftszentrums direkt im Quartier werden die Räumlichkeiten nicht als Institution, sondern als Begegnungs- und Beratungsraum geschaffen - einladend für Jedermann mit niedrigschwelligen Hilfestellungen und Kontaktvermittlungen zu den bestehenden Beratungsangeboten (u.a. Migrationsberatung). Als Netzwerkpartner stehen bereits die ansässigen Kultur- und Sportvereine, Bildungseinrichtungen, Ehrenamtliche, sozialpädagogische Fachkräfte, aber auch viele interessierte Bürger*innen, wozu auch Migrant*innen gezählt werden, zur Verfügung.
Die Konzeption und Verfestigung der Gemeinwesenarbeit ist von großer Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit des Ortsteils und ergänzt das vorhandene Quartiersmanagement optimal.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Ortsteil Ahlhorn als dörflicher Raum weist viele städtische Strukturen und damit für eine ländliche Region eine sehr untypische Entwicklung auf. Hintergrund sind u.a. die Aufgabe als Militärstandort mit damit verbundenem damaligem Leerstand von Wohnraum, lebensmittelverarbeitende Industrie, große Logistikzentren im näheren Umfeld sowie die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit. 2011 und seit 2015 kamen viele Geflüchtete hinzu.
Zu sozialen kommen auch städtebauliche und wohnungswirtschaftliche Missstände. Der Ausländeranteil im Projektgebiet liegt bei 54 % (einzelne Straßen über 70 %). Es besteht eine hohe Fluktuation. 22 % der Bewohner wohnen seit mehr als 10 Jahren am jetzigen Wohnstandort, im Gegensatz dazu aber 39 % (einzelne Straßen 50 %) weniger als zwei Jahre in der jetzigen Wohnung. Diese Umstände, verbunden mit einem negativen Image, erschweren den Aufbau von eigentlich typischer Nachbarschaft und verstärken die Tendenz von Wegzügen. Enge und Überbelegung vieler Wohnungen führt dazu, dass sich soziales Leben auch in den öffentlichen Raum verlagert, was wiederum Ängste und Angsträume bei der einheimischen Bevölkerung bewirkt. Die soziale Segregation wird befördert. Die alteingesessenen Bürger*innen sehen die sozialen Entwicklungen mit Sorge und fühlen sich entfremdet. Bestehende kommunale Angebote (u.a. Streetwork, Migrationsberatung, Flüchtlingssozialarbeit, Schulsozialarbeit, Präventionsketten) und das reiche Kultur- und Vereinsleben in der Gemeinde können diese Entwicklung nicht aufhalten. Es hat sich gezeigt, dass es an einer vernetzenden Stelle fehlt, die die Menschen vor Ort mit einbezieht sowie Kontakte untereinander und niedrigschwellige Zugänge schafft.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Großenkneten Ahlhorn
Einwohnerzahl
1825
Quelle / Anmerkungen
Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Großenkneten-Ahlhorn 2017
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Nach dem ISEK und den vorbereitenden Untersuchungen sind im Ort Ahlhorn erhebliche Missstände festgestellt worden. Hier sind funktionale, städtebauliche und gestalterische Missstände im öffentlichen Raum, funktionale und gestalterische Missstände bei Grün- und Freiräumen, wohnungswirtschaftliche Missstände aber insbesondere funktionale Missstände hinsichtlich sozialer Infrastrukturen und sozialräumliche Problemlagen und Auffälligkeiten benannt. Auch die starke Konzentration von Armut sowie der hohe Ausländeranteil wurden aufgezeigt, wobei die Altersstruktur in Teilräumen auffallend jung ist. Eine hohe Fluktuation der Bevölkerung und gesundheitliche Defizite wurden festgestellt. Mit dem Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ wurde ein Quartiersmanagement eingerichtet. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass gerade der Gemeinwesenarbeit im Quartier eine hohe Bedeutung zukommt. Richten sich Beratungen des Quartiersmanagements vorrangig an die Eigentümer der Wohnobjekte sowie an bauliche Schwerpunkte, können über die Gemeinwesenarbeit die im Quartier lebenden Bewohnerinnen und Bewohner angesprochen, unterstützt und beraten werden.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
39
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
ISEK 2017 Gesamtstadt = Ortsteil Ahlhorn Sonstige = Gemeinde Großenkneten
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Quartier wird ein zentrales Nachbarschaftszentrum mit niedrigschwelligem Zugang eingerichtet. Dieses bietet sowohl die Möglichkeit hauptamtliche Mitarbeiter*innen aus dem Quartier zu kontaktieren, als auch aufsuchende Sozialarbeit zu leisten. Die Anlaufstelle bietet Raum für Treffen und Austausch unter den Bewohner*innen sowie einen verlässliche*n Ansprechpartner*in im Quartier. Die Bewohner*innen werden als Expert*innen des Quartiers wertgeschätzt. Ihre Interessen werden gehört und entsprechende Angebote geplant. Hier kann die Einbindung der ehrenamtlichen Integrationslotsen der Gemeinde förderlich sein. Die vor Ort vorhandenen Ressourcen werden genutzt und die Bewohner*innen in ihrer Selbstorganisation gestärkt. Das Projekt bildet eine Brücke zu Angeboten u.a. aus dem "Zeppelin" des Quartiersmanagements. Die Förderung eines gemeinsamen Miteinanders als zentrale Aufgabe der GWA steht im Mittelpunkt der Aktivitäten in Ahlhorn. Weiterer Schwerpunkt ist die Vernetzung und Umsetzung (projektbezogener) Kooperationen mit Blick auf die Gestaltung des Wohnumfeldes. Dabei richtet sich GWA ganzheitlich auf die Lebenszusammenhänge. Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen unter Einbeziehung der Betroffenen.
Das Projekt ist in die kommunale Strategie eingebettet und wird von der Gemeinde Großenkneten unterstützt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Nachbarschaftszentrum ist erreichbar und Ansprechpartner*innen und Bewohner*innen fühlen sich ernst genommen.
Kriterium
Beschreibung
Hilfe zur Selbsthilfe: Kompetenzstärkung sowie die Nutzung der Räumlichkeiten für eigens initiierte Projekte findet statt.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen bringen ihre eigenen Ideen ein und verwirklichen diese. Gleichzeitig werden fokussiert und anlassbezogene Hilfestellungen für andere Bewohner*innen angeboten.
Kriterium
Beschreibung
Regelmäßige und enge Austauschmöglichkeiten, insbesondere mit dem Quartiersmanagement, ermöglichen zielgerichtete Prozessabläufe, weitere Netzwerke und Kooperationen sind im Laufe des Projekts geplant.
Kriterium
Beschreibung
Mit neuen Angeboten finden auch übergreifende Begegnungen der örtlichen Akteure und Bewohner statt. Durch gegenseitige Kennenlernprozesse werden vorhandene Konflikte - unter Beachtung kultureller Besonderheiten - selbst gelöst.
Vorhandene Strukturen
Im Zuge des Förderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ ist in Ahlhorn ein Quartiersmanagement ausgeschrieben worden. Diese Aufgabe wird von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. zunächst für vier Jahre (bis 31.12.2024) übernommen. Unter dem Motto „Mitreden, Mitwirken, Mitgestalten!“ lädt das Quartiersmanagement dazu ein, sich an der Entwicklung Ahlhorns zu beteiligen. Das Quartiersmanagement ist Anlaufstelle für Fragen, Informationen, Anliegen und Ideen zur Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation in Ahlhorn. Gemeinsam sollen Ideen entwickelt, Projekte umgesetzt sowie das soziale Miteinander gefördert werden. Das Quartiersmanagement ist im „Zeppelin – Treffpunkt im Quartier“, Zeppelinstraße 2 in Ahlhorn zu finden. Zahlreiche Kontakte zu den Bewohnerinnen und Bewohner sind bereits vorhanden, so dass in Zusammenarbeit mit der Gemeinwesenarbeit diese Grundlagen genutzt und ausgebaut werden können. Schwerpunkte des Quartiersmanagements ist die Bürgerbeteiligung (Mitreden – Mitwirken - Mitgestalten): Die Bewohner sind herzlich eingeladen, mit Ihren Ideen, Anregungen und Aktivitäten zu den sozialen und baulichen Entwicklungen in Ahlhorn beizutragen. Neben der Gründung eines Sanierungsbeirates steht vor allem die Einbindung in die vorhandenen Netzwerke und die Kontaktaufnahme zu Bewohnerinnen und Bewohnern mit Informationen zu den städtebaulichen Projekten im Vordergrund der im Januar 2020 begonnen Arbeit.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbeauftragte*r, Streetworker*in
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
verschiedene kulturelle und interkulturelle Gruppen (u.a. Musik-, Tanz- und Theatergruppen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
"Zeppelin"-Treffpunkt im Quartier (Quartiersmanagement), Gemeindejugendpflege, Jugendzentren, Beratungsangebote der Gesundheitsregion und der Jugendsozialarbeit, Jugendamt, Gesundheitsamt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Diakonie Migrationsberatung, Ambulante Wohnungslosenhilfe, Wildeshauser Tafel e.V.; DGB-Beratung "Faire Mobilität", Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg e.V. (ALSO), DRK Kleiderkammer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ahlhorner Sportverein, TV Ahlhorn, Kreissportbund Oldenburg-Land, Bürgerverein Ahlhorn, Schützenverein Ahlhorn e.V., Freiwillige Feuerwehr
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesundheitsamt, Gesundheitsregion Oldenburg, Projekt Präventionsketten, Ambulanter Hospizdienst
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Oberschule Graf-von Zeppelin, Dietrich Bonhoeffer Gymnasium, Grundschule Ahlhorn, Ländliche Erwachsenenbildung LEB, Landkreis Oldenburg - Jobcenter Sprachbildung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev.-luth. Kirchengemeinde Ahlhorn, Kath. Kirchengemeinde Herz-Jesu Ahlhorn
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fa. Heidemark, weitere Unternehmen mit vorrangiger Beschäftigung ausländischer Mitarbeiter*innen sowie zukünftig eines der größten Amazon-Logistikzentren auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Ahlhorn
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ehrenamtliche Integrationshelfer (Sprachtreff, Café Kunterbunt, Männercafé), Hausaufgabenbetreuung,
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Zusammensetzung des Ortsteils Ahlhorn lässt eine langfristige Erforderlichkeit für die örtliche - quartiersbezogene - Sozialarbeit vermuten. Gemeinsam mit dem Quartiersmanagement (Laufzeit voraussichtlich bis etwa 2030), der Integrationsfachkraft, der (mobilen) Jugendarbeit und ggf. weiterer sozialer Akteure soll die Grundlage für die Verfestigung der sozialarbeiterischen Arbeit und entsprechender Beratungs- und Begleitangebote im Ort geschaffen werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Johannis-Quartier in Osnabrück - interkultureller Wohlfühlort mit inhaber*innengeführten Geschäften
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrich Freisel
| Funktion | Sachgebietsleitung Bürgerbeteiligung, Freiwilligenengagement und Senioren |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaft stärken - Akteure vernetzen – Generationen verbinden – Mitmach-Stadtteil für Alle!
Projektbeschreibung
Mit dem „Johannis-Quartier“ wird der Ansatz „Quartier für Alle“ auf ein neues Gebiet mit komplett anderen Rahmenbedingungen/Herausforderungen übertragen. Es ist Teil einer kommunalen Gesamtstrategie: Im „Nette-Quartier“ hatte die Stadt Osnabrück 2019 einen Pilotprozess initiiert, bei dem kommunale Fachbereiche erstmals ressortübergreifend zusammenarbeiten. Aus dieser Praxiserfahrung soll im Ressort Nachhaltige Stadtentwicklung ein gesamtstädtisches Konzept der partizipativen, integrativen GWA/QE etabliert und auf weitere Quartiere übertragen werden. Dafür wird 2023 0,5 Planstelle „Konzeptentwicklung für integrative Quartiersarbeit“ besetzt. Als Schnittstelle zw. Verwaltung u. Quartiersprojekten organisiert sie den Wissenstransfer, begleitet verwaltungsintern die Konzeptumsetzung und koordiniert das Netzwerk Osnabrücker Quartiersprojekte.
In Folge innerstädtischen Strukturwandels u. gescheiterter Umgestaltungsansätze zeigen sich in der Johannisstraße seit Jahren Negativeffekte für die verbliebenen Gewerbetreibenden u. Gastronomen. Das Gebiet wurde von Politik/Verwaltung bisher primär als Gewerbestandort wahrgenommen. Folglich wurde per Ratsbeschluss eine Intervention mit Marketing-/Image-Schwerpunkt (Sofortprogramm Johannisstr.) initiiert, um die Situation der Geschäftsleute zu verbessern u. die Kundenfrequenz zu erhöhen. Im Beteiligungsprozess von Gewerbe/Unternehmern u. Eigentümern wurde jedoch deutlich, dass die Teilnehmenden das Gebiet auch als Wohnstandort erleben. Sie formulierten Bedarfe einer Verbesserung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens, der sozialen Infrastruktur u. der Wohnqualität. „Interkultureller Wohlfühlort mit inhaber*innengeführten Geschäften“ wurde ihr Motto.
Ein neuer Projektansatz der GWA bietet die Chance, die genannten Ziele mit allen Bewohnergruppen umzusetzen. Dafür greift der Marketingansatz zu kurz. Besondere Herausforderung des Quartiers ist, die Stärkung der interkulturellen Nachbarschaft u. die Vernetzung der interkulturellen lokalen Ökonomie zusammenzudenken. Weiter bietet ein geplantes Wohnquartier „Johannishöfe“ (47.000qm) die Chance, das Gebiet durch Neukonzeption der Innenstadtnutzung (Mixed Use: Einkaufen/Wohnen/Kultur) zu beleben, das Wohngebiet aufzuwerten, die Zuziehenden in die GWA zu integrieren u. neue Wohnangebote für 60+ zu schaffen. Hier stellt die Verbesserung der Lebensqualität durch kurze Wege u. die Möglichkeit einer Verkleinerung des Wohnraums eine aktive Gestaltung des demographischen Wandels dar
Laufzeit
2023-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Kaufhaussterben, Onlinehandel u. gescheiterte Umbau-/Centerprojekte, von denen Aufwertungs-Effekte erwartet wurden, bewirken seit Jahren Negativeffekte für den verbliebenen Einzelhandel in der Johannisstraße u. der nahen Umgebung: Leerstände, Dauerbaustellen, Ansiedlung von Billigketten/Kiosken. Der Abwärtstrend zieht soziale Probleme für Anwohnende nach sich: Verfall der Wohnqualität, starke Fluktuation der Wohnbevölkerung, starker Zuzug von Menschen mit Migrations- /Fluchtgeschichte u. Transferleistungsbezug, (Kinder-)Armut, die Sichtbarkeit von Obdachlosigkeit, Alkohol-/Drogenkonsum, fehlende Nachbarschaft/Anonymität u. mangelnde Sicherheit im öffentl. Raum (Angsträume). Ferner baulicher Verfall, Vermüllung, Vandalismus. Auffällig ist eine überproportional hohe Kinderarmut, die Teilhabe-, Bildungs- u. Mobilitätschancen stark beeinträchtigt. Ein überproportional hoher Anteil von Durchgangspopulation (Studierende), Einpersonenhaushalten u. der geringe Anteil von 60+ erschweren die Entstehung stabiler Nachbarschaften.
Eine erste Intervention mit Schwerpunkt: Baustellen-/Leerstands-Management u. Marketing hat zur Interessenbündelung der lokalen Ökonomie geführt, Bewohnerwünsche sind weniger bekannt. Mit einem GWA-Ansatz wird eine Fokusverschiebung möglich: alle Bewohner-/Zielgruppen können in demokratische Prozesse der Beteiligung/Aktivierung einbezogen u. durch Angebote des Quartiersbüros miteinander in Kontakt gebracht werden. Stärkung der Nachbarschaft, Verbesserung des eigenen Lebensumfeldes u. des Quartiersimages, Gestaltung des öffentl. Raums, Schaffung von Begegnung u. sozialen Netzwerken können von Akteursgruppen (Bewohner und Ökonomie) gemeinsam angegangen werden
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück Innenstadt Neustadt
Beschreibung
Das geplante Johannis-Quartier erstreckt sich auf einer Fläche von 0,4km² in der südlichen Innenstadt Osnabrücks. Gebietsgrenzen bilden verschiedene Straßen: im Norden der "Neumarkt", im Osten der Kollegienwall, im Süden der Johannistorwall, im Westen das Schloss bzw. der Schlossgarten. Die Johannisstraße bildet die zentrale Achse des Quartiers. Es fehlt bisher die Funktion eines Quartierszentrums.
Insgesamt leben 3.354 Menschen im Johannis-Quartier. Kinder bis 14 Jahren (5,4%) und Menschen 60+ (15,7%) sind gegenüber dem städtischen Durchschnitt stark unterrepräsentiert. Junge Erwachsene zw. 18 und 29 Jahren bilden die größte Bevölkerungsgruppe, darunter eine große Gruppe Studierender als sog. Durchgangspopulation. Auch die Haushaltsgrößen divergieren stark vom städtischen Durchschnitt: Der Anteil der Einpersonenhaushalte beträgt 75%, Haushalte von Paaren oder Familien sind jeweils um ca. 10% gegenüber dem städtischen Durchschnitt unterrepräsentiert.
Die Wohnbevölkerung im Quartier ist mit 103 vertretenen Herkunftsländern sehr international und divers. Der Anteil der Personen mit (familiären) Migrationshintergrund ist mit 35,7% doppelt so hoch wie in der Gesamtstadt. Die Top 5 der Herkunftsländer sind Syrien, Ukraine, Türkei, Bulgarien, Polen. Während die Quote der Transferleistungsbeziehenden des Beschäftigungsanteils sowohl im Quartier als auch im Umfeldund nicht stark vom städtischen Durchschnitt abweichen, ist die Quote bei den SGBII beziehenden Kindern fast doppelt so hoch.
Im Quartier sind 276 Unternehmen gemeldet, Zentrum der Unternehmensansiedlung bildet die Johannisstraße mit 111 – teilweise interkulturell geführten – Unternehmen: Schwerpunkte sind hier Einzelhandel und Gastronomie, ferner Gesundheit und freiberufliche Dienstleistungen. Weitere Player im Quartier sind ein Wohlfahrtsverband mit Beratungseinrichtungen, Einrichtungen der med. Versorgung, Bildungsträger und eine "Drei-Religionen-Grundschule".
Einwohnerzahl
3354
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermelderegister Stadt Osnabrück Stand 31.01.2023
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück, 31.01.2023
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück, 31.01.2023
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück, 31.01.2023
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück, 31.01.2023
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen der BfA zum Transferleistungsbezug können für das Projektgebiet nicht adressscharf ausgewiesen werden, da das Projektgebiet nicht deckungsgleich mit Planungsräumen ist. Zahlen dazu siehe Anlage Analyse Statistik
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen der BfA zum Transferleistungsbezug können für das Projektgebiet nicht adressscharf ausgewiesen werden, da das Projektgebiet nicht deckungsgleich mit Planungsräumen ist. Zahlen dazu siehe Anlage Analyse Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück, 31.01.2023
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
johannis-quartier_karten_kooppartner.pdf
(2.03 MB)
johannis-quartier_analyse_statistik.pdf
(1.99 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Quartierskoordination arbeitet schwerpunktmäßig mit Methoden der GWA und integriert Elemente des QM. Im Rahmen von GWA initiiert sie die horizontale Vernetzung der Akteure u. Einrichtungen u. orientiert die Kooperation auf das integrative kommunale Leitbild „Quartier für Alle“. Methoden der Aktivierung ermitteln Interessen, Bedarfe, Ressourcen aller Bewohnergruppen, die für die Quartiersentwicklung handlungsleitend werden. GWA unterstützt die Bewohner, Verantwortung für ihre Belange zu übernehmen u. gemeinsam mit lokaler Ökonomie u. sozialen Einrichtungen (Teilhabe-) Angebote zu entwickeln u. umzusetzen. Durch Befähigung zur Partizipation u. Schaffung von Begegnung wird soziale Segregation abgebaut und Versorgungs-/ Unterstützungssicherheit erreicht. Besonderer Akzent im Projekt und zugleich Entwicklungspotential liegt in der interkulturellen Ausrichtung der nachbarschaftlichen Netze u. sozialen Aktivitäten sowie auf der Ausbalancierung der Interessen zw. Bewohnenden und Gewerbetreibenden. GWA versteht sich als Unterstützer für „Demokratielernen und Quartiersentwicklung“ auf Augenhöhe. Wichtige Partner sind soziale Dienstleister im Gebiet.
QM erfolgt in Hinblick auf Prozesssteuerung bezogen auf die Projektziele und den Wissenstransfer an der Schnittstelle zwischen Praxisprojekt u. Verwaltung. Im Rahmen von QM werden Maßnahmen und Handlungsfelder koordiniert, die Akteurskommunikation moderiert und erfolgt die Mitarbeit am kommunalen Handlungskonzept „Quartier für Alle“.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Anliegen, Wünsche und (Veränderungs-)Bedarfe der Bewohner:innen werden mit Methoden der GWA erhoben, dokumentiert und kommuniziert. Sie sind handlungsleitend für die Ausrichtung der Quartiersarbeit. Der GWArbeiter signalisiert Offenheit für alle Anliegen
Kriterium
Beschreibung
Ressourcen d. Quartiers (Stärken-Schwächen-Analyse), der Bewohnenden u. Interessengruppen werden mit Methoden der GWA u. fortlaufend erhoben, in die Quartiersentwicklung eingebunden u. weiterentwickelt. Bewohnende bringen ihre Fähigkeiten /Kompetenzen ein
Kriterium
Beschreibung
Netzwerke, Aktivitäten und Angebote werden kultur-, generationen- und zielgruppenübergreifend angelegt, um Quartiersakteure und Bewohnergruppen für das kommunale Leitbild „Quartier für Alle“ zu sensibilisieren
Beschreibung
Das Quartiersbüro als Vernetzungsstelle legt Beteiligungsformate (Zukunftswerkstätten, Runde Tische, Bürgerforen) ressortübergreifend an, um Beteiligungsprozesse und Aktivitäten multi-perspektivisch auszurichten und dabei alle Akteure mitzunehmen
Beschreibung
Das Quartiersbüro als Schnittstelle initiiert Netzwerkbildung / Kooperation von Akteuren und Bewohnerschaft. Die Zusammenarbeit der Akteure (lokale Ökonomie bzw.Nachbarschaft) hat sich vom Austausch zum abgestimmten Handeln weiterentwickelt
Kriterium
Beschreibung
Engagementpotentiale für bestehende u. neue Unterstützungsbedarfe u. Angebote wurden erschlossen, insbes. das Potential der Babyboomer. Alle Zielgruppen sind in die Engagement-, Unterstützungs-, Teilhabe- und polit. Partizipationsstrukturen eingebunden
Beschreibung
Neben sozialer Infrastruktur (s. 7) wurde Infrastruktur in den Bereichen Wohnumfeld, Aufenthaltsqualität (Grünes Quartier, Sitzgelegenheiten), Nachhaltigkeit, Mobilität (Fahrradinfrastrukt.) bedarfsgerecht weiterentwickelt. "Interkultureller Wohlfühlort"
Kriterium
Beschreibung
In der Verwaltung besteht eine ressortübergr. „AG integrierte Sozialplanung“. Die Stelle „strategische Konzeptentwicklung f.d. integrative partizipative Quartiersarbeit“ etabliert eine gesamtstädtische Strategie im Referat Nachhaltige Stadtentwicklung
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Osnabrück, Referat Nachhaltige Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Osnabrück, FB Kinder Jugend und Familie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Osnabrück, Referat Nachhaltige Stadtentwicklung, Fachstelle Senioren
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Osnabrück, Osnabrücker Servicebetrieb
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Marienhospital Osnabrück Nils Stensen Kliniken
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Christliches Kinderhospital Osnabrück GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Beratungsstelle Osnabrück, Johannisstraße 91
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
SKM Osnabrück Männerberatung, Johannisstraße 24
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Osnabrück - Freiwilligenmanagement
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialdienst katholischer Frauen, Johannisstraße 91
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Kreisverband für die Region Osnabrück e.V., Johannisstraße 37/38
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Exil e.V., Unterstützung und Beratung für Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Pflegedienst PIOS - Pflege in Osnabrück Stadt & Land GbR, Holtstraße 34
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AWO Wohnen & Service am Salzmarkt, Holtstraße 43 (Einrichtung des betreuten Wohnens)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pfarrei St. Johann, Johannisstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bijoubelle, Hüseyin Taskiran, Geschenkartikel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Anne´s Theke, (Kneipe Pub)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Restaurant Aroma, Metin Oktai
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Balou (Studierenden-/ Fußballkneipe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Restaurant Fanus, Hasan Abbarah
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: M&C Döner, Veysel Ozyurt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
CFS Meyer, Co-Living für Mitarbeiter*innen und Dozent*innen der Universität und Hochschule Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Restaurant Treibhaus, deutsche und europäische Küche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Zinnober, Restaurant und Lounge
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft südliche Innenstadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: Wohn- und Geschäftshaus Johannisstraße 75, Quartiersbüro Citymarketing
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: ASP Lindhorst-Gruppe, (ehem. Kachelhaus), Bauträger Neubauprojekt Johannishöfe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: CFS Meyer (Wohn- und Geschäftshaus (EDEKA))
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: Filmpassage (Leerstand) Steinkamp, Johannisstraße 112
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: A. Ammann (Architekt), ehem. Leder Berensen (Wohn- und Geschäftshaus)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: Wohn- und Geschäftshaus "Jonatans Laden" (soziales Kaufhaus), Bäumer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: M. Gravelmann (List-Gruppe) (ehem. Sinn-Leffers Gelände)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: M. Meier (List-Gruppe) (ehem. Sinn-Leffers Gelände)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: M. Rauschen, ehem. Reformhaus Bacher Wohn- und Geschäftshaus, Ladenleerstand
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: O. Richter, Wohn- und Geschäftshaus Restaurant Treibhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersbewohnerin, Studentin, Masterarbeit über Johannisstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alzheimer-Gesellschaft Osnabrück, Holtstraße 43
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Quartiersansatz/Sozialraumorientierung sind in den strategischen Zielen der Stadt Osnabrück 2021-30 verankert. Per Ratsauftrag für ein gesamtstädtisches Handlungskonzept „Quartier für Alle (Zielgruppen)“ wird der Ansatz in der kommunalen Stadtentwicklung konzeptionell verankert. Dafür wurde eine 0,5 VÄ Planstelle besetzt (s. Anl.). Sie wird die GWA nach Projektlaufzeit auf andere Stadtteile übertragen. Die Kommune trägt im Johannis-Quartier neben Stellenanteilen f. Projektleitung die Mietkosten
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Stadtteiltreff Neuenhäusen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lukas Barlian
| Funktion | Vorstand |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinschaft leben - Zukunft gestalten
Projektbeschreibung
Das Projekt "Stadtteiltreff Neuenhäusen" zielt darauf ab, einen inklusiven und vielfältigen Treffpunkt für die Bewohner:innen des Stadtteils zu schaffen. Dieser soll dazu beitragen, soziale und kulturelle Angebote für verschiedene Zielgruppen bereitzustellen und somit die Lebensqualität im Stadtteil zu verbessern. Durch die aktive Einbindung der Bewohner:innen und verschiedener Akteur:innen in die Projektarbeit und -planung wird eine nachhaltige Entwicklung des Stadtteils angestrebt.
Im ersten Jahr konzentriert sich das Projekt auf die Schaffung eines barrierearmen Treffpunkts, der von verschiedenen Nutzer:innengruppen für ihre Bedürfnisse genutzt wird. Dazu gehören Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien sowie Migrant:innen und FLINT-Personen (Frauen, Lesben, Divers, Inter, Trans). In Zusammenarbeit mit lokalen Akteur:innen, Ehrenamtlichen und Einrichtungen werden Veranstaltungen, Workshops und Projekte organisiert, die auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Gruppen eingehen. Die Formate sind vielfältig und decken verschiedene Interessen und Zielgruppen ab - das reicht von konkreten Hilfsangeboten über soziale Treffpunkte, bis zu kulturellen und kreativen Angeboten. Durch die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern und externen Akteuren soll die Vielfalt und Qualität der Angebote im Stadtteiltreff gesteigert werden.
Im zweiten Jahr liegt der Fokus auf der Stärkung der Verbindungen zwischen verschiedenen Gruppen und Akteur:innen im Stadtteil. Hierbei werden gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen geplant, um Vorurteile und Diskriminierung abzubauen und den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil zu fördern. Das wachsende Vertrauen untereinander sorgt somit auch für ein gesteigertes Sicherheitsempfinden.
Der Antragsteller stellt dabei insbesondere mit dem Format des „Offenen Cafés“ im Stadtteiltreff eine Anlaufstelle zum Austausch und Kennenlernen sicher.
Im dritten Jahr sollen gemeinsame Visionen für die Zukunft des Stadtteils entwickelt werden. Durch Workshops, Diskussionsrunden und Evaluationsmaßnahmen werden die bisherigen Erfolge reflektiert und auf Basis dieser Erkenntnisse konkrete Schritte für die Umsetzung der Visionen erarbeitet.
Der Antragsteller KUBIN e.V. arbeitet in enger Kooperation mit der “Solidarischen Initiative Neuenhäusen” und verfügt über ein breites Netzwerk zu zivilgesellschaftlichen Akteuren in Celle. Diese Zusammenarbeit ist wichtiger Bestandteil des Projekts und sichert eine erfolgreiche Projektdurchführung.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Projektgebiet, dem Stadtteil Neuenhäusen in Celle, leben 8.000 Menschen. Es befindet sich zentral zwischen Bahnhof und Altstadt. In einer 2021 von uns im Projektgebiet durchgeführten Befragung der Bewohner:innen wurden jedoch einige Probleme und Mängel identifiziert, die ihre Lebensqualität beeinträchtigen:
- Bemängelt wird ein schlechtes Sicherheitsgefühl, Gewalt und Kriminalität.
- 34% der Befragten fühlten sich von Diskriminierung betroffen. Beispiele sind Rassismus, Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder aufgrund von Erwerbslosigkeit und ökonomischer Lage.
- 19% der Befragten empfinden ihren Wohnraum als zu klein.
- Die Anonymität und zu wenig Kontakte unter Kindern wurden ebenso als Probleme eingestuft.
- Im Stadtteil fehlt es den Bewohner:innen insbesondere an sozialer und kultureller Infrastruktur wie Begegnungsorten/-Cafés, kostenlosen Kultur- & Freizeitangeboten, insbesondere für Familien, kreativen & multikulturellen Angeboten sowie Möglichkeiten für die Zielgruppen Jugend, migrantische Jugend und FLINT (Frauen, Lesben, Divers, Inter, Trans).
Dieser Mangel wird auch durch die Schwächeanalyse bestätigt, die im Rahmen des 2. Bürgerforums zum Rahmenplanentwurf für die Sanierung eines Teilbereichs des Projektgebietes erstellt wurde (https://stadtsanierung-celle.de/Neuenh%C3%A4usen/Sanierung/St%C3%A4dtebaulicher-Rahmenplan/).
Vom Projektträger KUBIN e.V. wurde bereits ein Raum für den Stadtteiltreff angemietet und wird derzeit für die von den Anwohner:innen gewünschte Nutzung saniert. Die Förderung soll eine Professionalisierung ermöglichen, weitere Kapazitäten freisetzen und GWA-Standards sicherstellen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle Neuenhäusen
Beschreibung
Das Projektgebiet entspricht dem Stadtteil Neuenhäusen. Dieser wird im wesentlichen spürbar begrenzt durch eine Bahnlinie im Westen, Flüsse im Norden & Osten, sowie große Straßen im Osten und Süden). Unter anderem dadurch stellt der Stadtteil auch für die Bewohner:innen einen realen Bezugsrahmen dar.
Einwohnerzahl
8015
Quelle / Anmerkungen
https://www.celle.de/Celle-entdecken/Celle-Dein-Zuhause-/Ortsteile/Neuenh%C3%A4usen/ Stand 31.12.2018
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2015 Laut ISEK Neuenhäusen, Stadt Celle Mai 2017 / März 2019
https://stadtsanierung-celle.de/output/download.php?fid=3478.37.1.PDF
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtteiltreff_neuenhaeusen1_karte.jpg
(875.23 KB)
stadtteiltreff_neuenhaeusen2_luftbilder.jpg
(964.55 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt "Stadtteiltreff Neuenhäusen" basiert auf den Ansätzen der Gemeinwesenarbeit und zielt zielt darauf ab, die Lebensqualität und den sozialen Zusammenhalt in Stadtteilen zu verbessern, indem lokale Akteur:innen, Ressourcen und Potenziale aktiviert und genutzt werden.
Das Projekts verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und setzt u.a. folgende Methoden der Gemeinwesenarbeit ein:
- Empowerment: Das Projekt fördert die Selbstwirksamkeit und das Selbstvertrauen der Bewohner:innen, indem sie aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden werden und die Möglichkeit erhalten, eigene Ideen und Projekte umzusetzen.
- Durch die Organisation von Theater- & Filmvorführungen, Musik- & Schreibworkshops werden kreative Ausdrucksformen gefördert und der Austausch zwischen verschiedenen Kulturgruppen angeregt.
- Im Stadtteiltreff wird ein Mit-Mach-Café eingerichtet, das als zentraler Treffpunkt für alle Bewohner:innen dient und die Möglichkeit bietet, sich bei gemeinsamen Aktivitäten und Gesprächen besser kennenzulernen und so den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil zu stärken
- Die Mitarbeitenden des Projekts legen großen Wert auf den persönlichen Kontakt und sind stets ansprechbar für Fragen, Anliegen und Ideen.
- Der Stadtteiltreff stellt einen barrierearmen und inklusiven Raum zur Verfügung.
Für das Vorhaben wird bereits ein Raum gemietet. Mit Hilfe der Förderung soll die Arbeit professionalisiert und zusätzliche Kapazitäten freigesetzt werden und GWA-Standards sichergestellt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Interessen und Bedürfnisse der Anwohner:innen sind der Ausgangspunkt für Planung und Umsetzung von Maßnahmen im Stadtteiltreff. Durch offene Kommunikation, Befragung und ehrenamtliche Mitarbeit werden die Bewohner:innen kontinuierlich einbezogen.
Kriterium
Beschreibung
Der Projektträger schafft einen zugänglichen Rahmen, in dem die Selbstorganisation von Nutzer:innengruppen in Eigeninitiative möglich ist. Die entsprechenden Bedürfnisse werden durch offene Kommunikation und regelmäßige Abfragen der Nutzenden abgefragt.
Kriterium
Beschreibung
Das Netzwerk zu zivilgesellschaftlichen Initiativen wird für Kooperationen genutzt, die auf bestehende Kompetenzen zugreifen und Synergieeffekte erzeugen. Ebenso werden Räume geschaffen, in denen einzelne Bewohner:innen ihre Erfahrungen einbringen können.
Kriterium
Beschreibung
Insbesondere im Jahr 2 und 3 entwickeln Anwohner:innen in Formaten, die verschiedene Nutzer:innengruppen zusammenbringen, zielgruppenübergreifendes Denken und Handeln für den gemeinsamen Kontext Neuenhäusen (Bsp. Straßenfest, Zukunfstwerkstatt).
Beschreibung
Der Standard wird erreicht durch die gemeinsame Bearbeitung verschiedener alltäglicher Interessen der Bewohner:innen wie Soziales und Kultur. Die Anwohner:innen entwickeln eine ganzheitliche Praxis, die über den Tellerrand eines Bereichs hinausgeht.
Beschreibung
Das Netzwerk an Kooperationspartnern nutzt den Stadtteiltreff als Knotenpunkt und sorgt mit dem eingebrachten Kompetenzen für positive Effekte – sowohl für Initiativen als auch für Einzelpersonen. Gemeinsame Ziele stärken diesem Prozess.
Kriterium
Beschreibung
Anwohner:innen verschiedener Hintergründe führen gemeinsame Aktivitäten in der Nachbarschaft durch, die den sozialen Zusammenanhalt fördern. Der Stadtteiltreff nimmt als soziale Knotenpunkt eine unterstützende und vermittelnde Funktion ein.
Beschreibung
Das Projekt behebt mit dem Stadtteiltreff einen Mangel an Infrastruktur für soziale und kulturelle Bedürfnisse in der Nachbarschaft. Ein zu erarbeitendes Finanzierungskonzept und die Einbeziehung Ehrenamtlicher sichern eine nachhaltige Entwicklung.
Kriterium
Beschreibung
Der Austausch mit Partnern, die in weiteren Teilen Celles tätig sind (z.B. Klimaplattform, Êzîdischer Frauenverein Hêvî), sowie der Stadt schaffen Perspektiven über das Projektgebiet hinaus und bewirken einen Beitrag in der gesamtkommunalen Entwicklung.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Sanierungsbeirat für das Sanierungsprojekt Neuenhäusen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wir streben eine Diversifizierung der Finanzierungsquellen an, um nicht von einer einzelnen Förderung abhängig zu sein.
Zur Eigenmittelgenerierung können wir Räume vermieten oder Kulturveranstaltungen mit Eintritt organisieren.
Die Beteiligung von Ehrenamtlichen hilft, die Kosten niedrig zu halten und die langfristige Nachhaltigkeit des Stadtteiltreffs zu gewährleisten.
Die Verstetigung der Kooperationen mit anderen lokalen Akteur:innen trägt zur nachhaltigen Verankerung im Stadtteil bei.
11. Medien
Galerie
Videos
Aufsteller
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Vielfalt gemeinsam im Gemeinwesen gestalten
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Moqem Omari
| Organisation | Stadt Dissen aTW |
|---|---|
| Funktion | Integration- und Gemeinwesenarbeit |
2. Kurzbeschreibung
Zusammenleben iterativ gestalten
Projektbeschreibung
Bereits heute stellt die Vielfalt im Gemeinwesen das Zusammenleben vor eine große Herausforderung. Konflikte müssen gemanaged, das Zusammenleben gestaltet werden. Die Gemeinwesenarbeit bietet großes Potenzial, Vielfalt lebensweltnah und ganzheitlich Vielfalt zu gestalten – gerade auch im Hinblick auf die aktuellen Herausforderungen der Integration von Geflüchteten aus der Ukraine. Dieser Ansatz kann nur ganzheitlich unter Einbindung möglichst aller Akteur*innen der Zivilgesellschaft und aller Abteilungen der Stadtverwaltung und Teilen der Landkreisverwaltung erfolgreich sein. Deshalb soll in einem iterativen Prozess ein Masterplan für das Gemeinwesen entwickelt werden, bei dem von Anfang an das Handeln im und mit dem Gemeinwesen im Mittelpunkt steht, um Barrieren zu überwinden oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Hier kommen digitale (z.B. digitale Umfragen, QR-Codes im Projektgebiet) wie analoge Methoden zum Einsatz (z.B. das mobile Café oder Straßenzeitungen). Gerade das Projektgebiet in der Kleinstadt Dissen aTW eignet sich besonders für eine solches Vorgehen, weil die Wege kurz sind und die sozialen Netzwerke in vielen Bereichen noch funktionieren. Nichtdestotrotz ist Dissen aTW – und besonders das Projektgebiet – von einem hohen Migrationsanteil und dem Weggang mehrerer Großbetriebe gekennzeichnet, was einen unmittelbaren Einfluss auf das Zusammenleben in Vielfalt hat. Daher ist hier ein ganzheitlicher Handlungsbedarf geboten. Besonders jetzt ist es wichtig, einen multiperspektivischen Ansatz zu fahren, der den Herausforderungen auf allen Ebenen der Stadtgesellschaft begegnet und z.B. auch die Stadtplanung mit einbezieht. Die Vernetzung vor Ort soll nachhaltig durch die Verwendung von analogen und digitalen Methoden weiterentwickelt und noch näher an die Bürger*innen im Gemeinwesen gebracht werden. Zentral geht es darum, die Stadtgesellschaft auch zukünftig für kommende Herausforderungen und Krisen aus dem Blickwinkel des Zusammenlebens krisenfest zu machen.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Dissen aTW mit über 10.200 Einwohner*innen aus mehr als 60 Nationen liegt im Süden des Landkreises Osnabrück am Teutoburger Wald. Einen besonders großen Teil machen EU-Arbeitsmigrant*innen v.a. aus Rumänien, Polen und Bulgarien aus. Hinzu kommt ein hoher Anteil an Spätaussiedler*innen. Der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund im Projektgebiet ist überdurchschnittlich im Vergleich zur Gesamtstadt und diese liegt über dem kreisweiten Durchschnitt. Im Gemeinwesen zeigt sich eine stark segmentierte Gesellschaft. Vielfalt wird nicht gelebt. Hier stellt sich die große Herausforderung, ein Zusammenleben in Vielfalt aktiv und unter Einbindung aller Bewohner*innen im Gemeinwesen zu gestalten – gerade auch im Hinblick auf die zu erwartenden Flüchtlinge aus der Ukraine. Daher soll mit dem Projekt ein Verständnis und die Umsetzung von Maßnahmen zur Gestaltung des Zusammenlebens in Vielfalt gemeinsam mit den Bewohner*innen des Gemeinwesens, der Stadtverwaltung/ -politik sowie weiteren Akteur*innen des Zusammenlebens in Vielfalt erarbeitet und umgesetzt werden. In den drei Vorläuferprojekten wurden bereits unterschiedliche Zielgruppen erreicht und erste Netzwerke aufgebaut, die auch als Grundlage für das aktuelle Projekt dienen. Eine Verstetigung der GWA ist allerdings bislang nicht gelungen. Deshalb übernimmt die Stadt Dissen aTW nun selbst die GWA, für die Herr Moqem Omari gewonnen werden kann, der bislang als Integrationsmanager für die Stadt Dissen tätig ist. Er ist Politikwissenschaftler MA mit den Schwerpunkten Zivilgesellschaft und Migration und weist eine langjährige Erfahrung in der sozialen Arbeit auch in Dissen auf. Eine GWA-Fortbildung ist geplant.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Hier wird ein ganzheitlicher GWA-Ansatz in engem Austausch mit der Stadtverwaltung und weiteren Akteur*innen verfolgt (Triple-Mandat). Es geht um die konkrete Gestaltung der Lebenswelt der Menschen im Gemeinwesen. Dies kann nur im Zusammenspiel aller Akteur*innen in einem integrierten Ansatz funktionieren. Die GWA arbeitet niedrigschwellig, an Ressourcen der Bewohner*innen orientiert, immer mit dem Blick auf Hilfe zur Selbsthilfe und präventiv. Im Zentrum der Arbeit steht die Vernetzung der Akteur*innen und Bewohner*innen, um selbstwirksam den Herausforderungen im Zusammenleben zu begegnen. Die GWA führt eine aktivierende Arbeit durch, um möglichst viele Menschen für die Mitarbeit an der Entwicklung und Umsetzung des Maßnahmenplans zu gewinnen. Durch das mobile Café und andere Methoden wird eine Mischung aus Komm- und Geh-Strukturen in der GWA etabliert.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es ist beabsichtigt, eine GWA-Stelle für die Kernstadt in Dissen zu verstetigen. Hierzu ist allerdings eine Förderung der Kick-Off-Phase zu Implementierung der notwendigen Strukturen nötig. Die Basis für ein ganzheitliches Herangehen an die sozialen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft soll in der Stadtverwaltung zunächst geschaffen und dann ebenfalls verstetigt werden. Die aufgebaute Netzwerkstruktur mit den Akteur*innen und Bewohner*innen des Gemeinwesens wird durch die GWA begleitet.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
2023_rollup_vielfalt-g-i-g-g.jpg
(2.12 MB)
Vor Ort ist überall
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Britta Achtel
| Funktion | Vorstandsvorsitzende und Pädagogische Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnen und Brücken bauen, Kulturen und Generationen verbinden, Gemeinsamkeit schaffen
Projektbeschreibung
Vor Ort – im Bergbau die Stelle, an der Arbeit notwendig ist und geleistet wird. So betrachten wir das Projekt. Wünsche und Bedarfe werden aus der Stadtgesellschaft geäußert, wir wollen sie angehen. Die Aktivitäten in den Quartieren und das Vereinshaus als allseits gewünschten Begegnungsort wollen wir verbessern. Dafür können wir Erfahrungen aus über 13 Jahren "Kunst als Mittel der sozialen Arbeit" in verschiedenen Feldern einbringen. Intern stehen Generationenwechsel und weitere Professionalisierung an: Gründer*innen treten kürzer, ehrenamtliche Fachkräfte sollen hauptamtliche werden. Dafür ist jetzt der richtige Zeitpunkt: Einerseits stehen Menschen der jüngeren Generation zur Übernahme des Staffelstabs in den Startlöchern, andererseits gibt es angrenzend ans KuKa ein Areal (260qm), das Träumen Raum geben kann, darin war eine Übungsfirma der DEKRA, die aufgelöst wurde. Für die Osterferien wurde es zur Verfügung gestellt, ein Durchgang wurde improvisiert, eine freie Fläche öffnete sich für verschiedene Aktivitäten. Die Mund-zu-Mund- Propaganda brachte täglich mehr Kinder, Jugendliche, Eltern und sogar Großeltern dorthin. Die altersübergreifende Anziehungskraft war deutlich spürbar, die Möglichkeiten entfesselten Neugier und Fantasie. Das ist ein Pfund mit dem wir wuchern wollen! Bis zum Sommer müssen wir uns entscheiden. Die finanzielle Herausforderung können wir nur mit Unterstützung bewältigen; ohne würde die Tür ab September dauerhaft geschlossen werden.
Genauso wichtig wie der Begegnungsraum vor Ort im KuKa sind uns auch die Begegnungen vor Ort, dort wo die Menschen zu Hause sind, die sich mit besonderen Herausforderungen ihres sozialen Umfeldes konfrontiert sehen. In den Sommermonaten zieht das mobile KuKa-Café „vor Ort“ von Bündheim über Schlewecke nach Harlingerode. Kombiniert mit vielseitigen Angeboten der „Kunstkiste“ und „Dance Academy“ werden niedrigschwellig und mit herzlicher Gastfreundschaft Menschen zusammen und ins gemeinsame Tun gebracht, die sich vielleicht gestern noch mit Mißtrauen begegnet sind. Diese Dynamik wird mit Akteur*innen und Organisationen vor Ort verstetigt.
"Vor Ort" kommen Menschen ins Gespräch, die sich noch kurz zuvor mindestens mit Vorbehalten begegnet sind. Vor einiger Zeit drückte es ein Jugendlicher während eines Theaterprojekts drastisch aus "Gestern waren es Kanacken, heute sind wir Freunde". Die Ausdrucksweise war indiskutabel, der Inhalt war und ist wahr: Annäherung durch gemeinsames Tun und Erleben.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Bad Harzburg ist eine strukturschwache Kurstadt mit einer hochaltrigen Bevölkerung. Die Kernstadt ist touristisch ausgerichtet, die Vororte sind im stockenden Strukturwandel wenig entwickelt.
Soziale Angebote liegen zumeist in der Kernstadt, weitab vom HBF. Orte für Austausch zwischen den Generationen sowie interkulturelle Kommunikation und Interaktion sind rar. Seitdem sich "Gemeinsam e.V." aufgelöst hat, gibt es kaum regelmäßige Angebote ohne Verzehrzwang mit Ausnahme vom "Haus der Kirche".
Seit 2017 gibt das KuKa Sprachkurse für Schutzsuchende, die Teilnehmenden beklagen zu wenige Kontakte mit autochonen Bewohner*innen. In den migrantischen Communities ist Abkapselung in religiösen Institutionen und in der gesamten Stadtgesellschaft Apathie erkennbar. (Wahlbeteiligung kommunal 2021: 50%) Bei Jugendlichen sind Radikalisierungstendenzen, bei Älteren Vereinsamung bemerkbar. Unser wöchentliches Sprachcafé setzt hier an, ist aber nicht ausreichend.
KuKa organisiert Lernförderung (BuT) besonders für migrantische Klientel, die durch zusätzlichen Aufwand in der Elternarbeit für Andere nicht interessant ist. Der festangestellte Koordinator Hosam Sabha und die ehrenamtlichen Unterstützerinnen werden von den Familien für weit mehr als das in Anspruch genommen.
Die Stadt birgt Beteiligungspotenzial in verschiedenen, tendenziell hilfebedürftigen Bevölkerungsgruppen (bspw.: Migrant*innen, Ältere, Familien mit minderjährigen Kindern), die durch Austauschmöglichkeiten aktiv werden könnten, in der Stadt fehlt es an Ressourcen. KuKa bringt hierfür ein Jahrzehnt Erfahrung (Kumasta, Schulen, etc.). mit "Kunst als Mittel der sozialen Arbeit" ein.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bad Harzburg Kernstadt-Bündheim-Schlewecke-Harlingerode
Beschreibung
Bad Harzburg ist mit 22.858 Einwohner*innen (Stand 31.12.2022) und einer Bevölkerungsdichte von 355 EW/qkm die zweitgrößte Stadt im Landkreis Goslar, einer ländlichen Region mit Verdichtungsansätzen. Die genannte Einwohnerzahl im Projektgebiet ist eine Schätzung, für die einzelnen Ortsteile waren keine aussagekräftigen nach Wohnquartieren differenzierte Zahlen zugänglich. Ebenso sind differenzierte Zahlen zu einzelnen sozialen, demografischen bzw. integrative Herausforderungen schwer zu extrapolieren. Für viele Kriterien ließ sich keine vertretbare Schätzung treffen. Die Stadt und der Landkreis verfügen nicht über einen ausreichenden Personalschlüssel um Anfragen zeitnah beantworten zu können, vielfach fehlt den Institutionen für eine Auskunft auch das Zahlenwerk.
Die Einwohner*innen Harzburgs verteilen sich etwa hälftig auf die historische Kernstadt und die im Zuge der Gebietsreformen eingemeindeten Orte, sie sind überdurchschnittlich verschuldet. Die durchschnittliche Steuereinnahmekraft lag 2019 - 2021 29,50 % unter dem Durchschnitt vergleichbarer Städte.
Allen Ortsteilen gemeinsam ist ein relativ hochaltrige Bevölkerung, eine hohe Erwerbslosigkeit (s.u.) und Unterbeschäftigung (9%) sowie eine vor allem auf Kurgäste und Touristen ausgerichtete Infrastruktur, speziell Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien finden hier wenige, ihnen gerecht werdende und kostengünstige Angebote. Ferner ist eine Gemeinsamkeit aller Stadtteile, dass in ihnen sowohl sogenannte „bessere“ Viertel als auch Brennpunkte zu finden sind. Der Stadtteil mit dem höchsten „Brennpunktwert“ ist zweifellos Harlingerode, der mit dem niedrigsten Eckertal. Das Projektgebiet wird demzufolge Teile der Kernstadt, Bündheims und Schleweckes sowie das gesamte Harlingerode umfassen.
Kernstadt:
Die eigentlich charmante Innenstadt Bad Harzburgs weist bei näherem Hinsehen etliche Leerstände bei Gewerbeimmobilien in bester Lage auf. Die in ganz Deutschland stattfindende Krise des Einzelhandels ist hier besonders spürbar, viele alteingesessene Geschäfte und Familienbetriebe haben hier wie auch in anderen Ortsteilen in den letzten Jahren aufgegeben. Die Erwerbslosenzahl stieg dadurch im gesamten Stadtgebiet. Die Kernstadt erlebt seit mehr als einem Jahrzehnt einen starken Strukturwandel hin zu einer immer attraktiver werdenden Tourismushochburg am Fuße des Harzes. Bedingt durch die Pandemie und ihre Folgen vor allem für die Gastro- und Hotelbranche ist dieser Prozess ins Stocken geraten.
Die Mehrzahl der sozialen Angebote im gesamten Stadtgebiet konzentriert sich auf die Kernstadt, nicht alle sind aufgrund der Tallage gleich gut erreichbar. Der Bahnhof als Verkehrsknotenpunkt liegt am Rand der Kernstadt an der Grenze zu Bündheim, die Stadtbusverbindungen sind nicht in wünschenswertem Maße entwickelt. Das Bahnhofsgebäude selbst - einst repräsentatives Jugendstil-Empfangszimmer der Stadt - ist zum Spekulationsobjekt geworden und verfällt zusehends.
Für soziokulturelle Begegnungsräume gibt es gute, engagierte Ansätze innerhalb der einzelnen (vor allem kirchlichen) Institutionen. Das „vor Ort“ wäre allerdings das einzige werktäglich geöffnete und außerhalb eines konfessionellen Rahmens angesiedelte Projekt. Einen freien Begegnungsraum für Kinder und Jugendliche gibt es in der Kernstadt nur im KuKa, bisher allerdings lediglich in den Schulferien.
Das Projektgebiet in der Kernstadt beschränkt sich auf die weniger gut gestellten Wohnquartiere in der Umgebung des Bahnhofs und entlang der Ausfallstraße "Ilsenburger Str.". Hierdurch wird etwa ein gutes Drittel der Innenstadtbevölkerung (3500 von 10.000) einbezogen.
Bündheim:
Der zweitgrößte Stadtteil grenzt an die Kernstadt und verfügt über eine wenig ausgeprägte soziale Infrastruktur. Für Jugendliche steht allerdings der gut angenommene Jugendtreff der Stadtjugendpflege zur Verfügung, er ist an den Wochenenden geschlossen. Das Projektgebiet beinhaltet die Quartiere entlang Dr.-Heinrich-Jasper-Str./Breite Str., die weiter außen liegenden Einfamilienhaussiedlungen sind ausgenommen.
Schlewecke:
Schlewecke besitzt keine herausragende wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt Bad Harzburg, zu erwähnen ist einzig die Kläranlage Harzburg im Radauanger. (Originalzitat: Wikipedia, Schlewecke/Wirtschaft). Durch seine Lage zwischen den größeren Ortsteilen Harlingerode und Bündheim sind die eigenständigen sozialen Strukturen wenig ausgeprägt, der bis 1993 existierende Sportverein TSG Bündheim/Schlewecke fusionierte zu diesem Zeitpunkt mit einem weiteren Verein zur TSG Bad Harzburg. Der Ortsteil hat keine nennenswerten Vereinsstrukturen oder Begegnungsorte.
Das Projektgebiet bezieht die Quartiere entlang der "Breiten Str." Richtung Harlingerode und entlang der Schenkel des Dreiecks "Breiten Str." - "Bahnhofstr./Schlewecker Str." - "Wernigerorder Str." ein, die weiter außen liegenden Einfamilienhaussiedlungen sind ausgenommen.
Harlingerode:
Der als Problemviertel Bad Harzburgs geltende drittgrößte Ortsteil verfügt über eine auf das Stadtgebiet bezogene erhöhte Erwerbslosenzahl. Er bildet mit dem Goslarer Stadtteil Oker eine Industrieregion, die früher durch Bergbau und Verhüttung, heute durch Kreislaufwirtschaft und chemische Industrie geprägt ist. Durch den Strukturwandel ist hier der Wohnraum am günstigsten. Der Ortsteil hat eine kaufkraftschwächere Bevölkerung mit hohem Anteil an Migrant*innen und Schutzsuchenden aus Kriegsgebieten.
Hier ist das gesamte Ortsgebiet Projektgebiet.
Einwohnerzahl
9500
Quelle / Anmerkungen
https://www.stadt-bad-harzburg.de/Meine-Stadt/Zahlen-Daten-Fakten, Bad Harzburg
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Für die Gesamtstadt: https://www.backinjob.de/stellenmarkt-Bad+Harzburg Für das Projektgebiet: Schätzung
Projektgebiet in Prozent
49
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
38
Anmerkung
Für die Gesamtstadt: https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Harzburg#Altersstruktur Für das Projektgebiet: Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Für die Gesamtstadt: https://www.stadt-bad-harzburg.de/Meine-Stadt/Zahlen-Daten-Fakten Für das Projektgebiet: Schätzung, viele Geflüchtete aus der Ukraine arbeiten und leben innenstädtisch in Hotel- und Gastronomiebetrieben.
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
26
Anmerkung
Quelle: Schätzung. „Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kommen Menschen.“ Max Frisch: Überfremdung I (1965) Die Arbeit ist im Zuge des Strukturwandels weniger und anders geworden, die Menschen sind geblieben. Der Harz war über Jahrhunderte attraktiv für (Arbeits-)Migrant*innen. In die strategische Entwicklung der Wirtschaftszentren Wolfsburg und noch viel stärker Salzgitter während des Nationalsozialismus ist der Nordharz und damit auch Bad Harzburg einbezogen gewesen. In der Gründungsphase der Bundesrepublik kam es zu einem starken Zuzug geflüchteter Menschen aus den Ostgebieten des ehemaligen Deutschen Reichs, die zuvor in anderen Regionen der Besatzungszonen eine erste Zuflucht gefunden hatten. Eine sich schnell auf die neuen Gegebenheiten einstellende Wirtschaft, insbesondere in den Branchen Bergbau, Verhüttung, Metallverarbeitung und Chemie, bot vielen Chancen. Obwohl es sich bei diesen Menschen dem Pass nach um Deutsche handelte, bildeten diese Zugwanderten mit den autochonen Harzer*innen keine homogene Bevölkerung. Es lassen sich kulturellen und konfessionellen Unterschiede, die sie einbrachten, bis heute in der Stadtgesellschaft nachvollziehen. In den 50er und 60er Jahren kamen Arbeitsmigrant*innen besonders aus der Türkei und Griechenland hinzu. Herausragen ist hier der Stadteil Harlingerode zu nennen, der mit dem anliegenden Goslar-Oker einen zusammenhängenden Sozial- und Wirtschaftsraum bildet, hier siedelten sich besonders viele Familien an. Der in den 70ern einsetzende Strukturwandel traf diese Menschen, die noch nicht über Generationen an diesem Ort vernetzt waren, besonders hart. Aufgrund mangelnder Alternativen blieben jedoch die allermeisten ortsansässig.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
vor_ort_ist_ueberall_projektgebiet.png
(334.56 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Bereits vom Grundsatz her bekannte Bedarfe werden systematisch abgefragt und kanalisiert, institutionelle Knoten zusammengeführt, Ansätze und Akteur*innen gebündelt. „Vor Ort“ professionalisiert rudimentär vorhandende, ehrenamtliche Ansätze des KuKa und steigert den gestiegenen Bedarfen folgend räumliche und personelle Mittel.
„Vor Ort“ in den Vororten überwindet Schwellenängste in Wohnquartieren und Sozialraum durch niedrigschwellige Angebote ("KunstKiste" "DanceAcademy" "KuKaCafé mobil").
„Vor Ort“ bildet im KuKa einen verstetigten Anlaufpunkt für Schutzsuchende aus Kriegs- und Krisengebieten. Dies bietet auch Orientierungshilfe im deutschen Bildungssystem, Übersetzung von Korrespondenz (Jobcenter, Jugendamt, Schulen, etc.) und Hilfe bei Alltagsproblemen. Ein Mittel dazu sind "Großeltern auf Zeit", gleichzeitig wirkt dies für diese gegen Vereinsamung. Alltägliche Begegnung unterschiedlicher Gruppen wirkt Radikalisierung und Rassimus entgegen.
Durch Eigeninitiative erfahren Bewohner*ìnnen Selbstwirksamkeit und werden zu Multiplikatoren: Eine Gruppe von Peer-Helpern ist langfristiges strategisches Ziel. Dialogformen werden durch sie vertieft und weiterentwickelt. Soziokulturelle Eigeninitiative verselbständigt sich.
Das Projekt ist ausgerichtet auf Niedrigschwelligkeit, Beratung und Sprachmittlung, präventive Arbeit sowie Komm- und Gehstruktur. Es bezieht zu den Schwerpunkten in Projektgebiet und Zielgruppen auch die gesamte Stadtgesellschaft Bad Harzburgs ein.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Einzelne Personen werden regelmäßige, zufriedene Teilnehmende, sie bringen zunehmend Freund*innen mit. Schließlich kommen Freundeskreise gemeinsam zu den regelmäßigen Öffnungszeiten. Ihre Aktivitäten entsprechen ihren Vorlieben und Interessen
Kriterium
Beschreibung
Es entwickeln sich eigene Aktivitätsgruppen, die innerhalb und außerhalb von "vor Ort" aktiv sind. Jede Neugründung ist ein Erfolg, jede dauerhafte Gruppenaktivität zeigt die lebendige Nachbarschaft
Kriterium
Beschreibung
Es melden sich Menschen mit konkreten Fähigkeiten (bspw. Computerkundige, Chorleitende, Musiker*innen) und möchten dieses einbringen. Wenn dies tatsächlich sporadisch bis dauerhaft geschieht, ist das Projekt erfolgreich.
Kriterium
Beschreibung
Senior*innen, die noch viel zu geben haben, engagieren sich in der Begleitung Geflüchteter. Seitdem "Gemeinsam" seine Tätigkeit eingestellt hat, fehlt eine lokale, institutionelle, sekulare Koordination, "vor Ort" wird ein Hub für diese Hilfen.
Beschreibung
Kinder und Jugendliche werden durch Ältere bei schulischen Schwierigkeiten, ob mit Lerninhalten oder im Konstrukt Schule, begleitet und unterstützt. Eine offene, ehrenamtliche Sprechstunde etabliert sich und hilft bei der Strukturierung der Hilfen
Beschreibung
Die Besucher*innen, Akteur*innen und Organisator*innen haben unterschiedlichste Probleme und Ziele. Übers Projekt als Hub findet jede Person passende Ansprechpersonen und institutionelle Strukturen, die den Anliegen gerecht werden.
Beschreibung
Bestehende Kooperationen wie mit der Migrationsberatung der Caritas vertiefen sich in gemeinsamen Aktionen, neue Koops mit anderen Beratungsstellen, Trägern oder Institutionen nutzen die Räumlichkeiten und das Team "vor Ort"
Kriterium
Beschreibung
Die Nachbarschaft führt von sich aus einmalig initiierte Angebote und Aktivitäten weiter. Über die drei Jahre hinweg werden regelmäßige gemeinsame Aktivitäten und Feste zu Tradition.
Beschreibung
Orte "vor Ort" im KuKa und den Vororten werden zu Ankerorten für eine Vielzahl von Gruppen und Aktivitäten. Diese Häfen sind dauerhafte und regelmäßige Anlaufpunkte für Aktive in der weiteren Nachbarschaft.
Kriterium
Beschreibung
Aus den positiven Erfahrungen erwächst Bereitschaft, sich auch für das gesamte Stadtgebiet zu engagieren; "vor Ort" ist nun überall. Es entsteht Motivation für kommunalpolitisches Engagement.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Christina Rechych, Lehrerin für Deutsch und Englisch, Sprachmittlerin für Ukrainisch, ehrenamtliche Projektleiterin Sprachcafé, unübertroffene Multiplikatorin in die ukrainische Community
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Aula Dakhil, Grundschullehrerin aus Syrien, Sprachmittlerin für Arabisch, ehrenamtliche Koordinatorin in der Lernförderung, verwöhnt gerne mit syrischen Leckereien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Volkhard Erben, Bad Harzburger Urgestein, Kosmopolit, Brückenbauer, wandelndes Lexion zur Stadtgeschichte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nina Festerling, zugewandte Netzwerkerin, kennt alle(s) und jede/n in der Stadt, Sprachmittlerin Ukrainisch/Russisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Anna Kalinika, Ukrainerin, Karrierefrau mit Kriegsknick, immer positiv, immer zuversichtlich
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mostafa Moslemi, akademischer Maler, Handwerksgenie und Raumgestalter, Sprachmittler für Farsi und Arabisch; spricht fließend Deutsch, nur "nein" kann er nicht sagen
Typ
Stadtteil
Akteur
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Rolf Achtel, seit 50 Jahren Tischlermeister, sportbegeistert- und begeisternd, immer noch Skilanglauflehrer, hilft bei handwerklichen Problemen mit Rat, Tat und Werkzeug
Typ
Stadtteil
Akteur
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Pouyah Payrow, Informatiker, Ruhepol, Tischtennisass und Sprachenwunder (Muttersprachen Deutsch und Farsi) Sprachmittler für Englisch, Russisch, Japansich)
Typ
Stadtteil
Akteur
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Petra Kneip, Kerzenkünstlerin, ausgebildete Malerin und Lackiererin, Fachkraft für Geduld, Langmütigkeit und Basteleien jeder Art
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Willi Gebhardt, Allround-Handwerker, findet Lösungen für fast alle Probleme rund um Haus und Hof, stellt Wissen und Werkzeug großzügig zur Verfügung
Typ
Stadtteil
Akteur
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Galina Gross, Sprachmittlerin für Ukrainisch/Russisch, Kümmerin für alle Lebenslagen, liebt und teilt Süßigkeiten, sieht Arbeit und packt an
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Masouda Babury, Yoga-Lehrerin, vegetarische Meisterköchin, Sprachleherin für Deutsch, Sprachmittlerin für Englisch, Französisch, Farsi und Dari. Ihre Fröhlichkeit macht jeden Raum heller und wärmer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Oleh Kondrashov, Informatiker und Technikflüsterer, hilft immer, wenn mal wieder das Internet gelöscht wurde ;-), begeistert Menschen für Sport und Spiel, KuKa-Schachmeister, Sprachmittler Ukrainisch/Russisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dorothee Kohtzer, hat in vielen Ländern und Kulturen gelebt, geduldige Zuhörerin, Sprachmittlerin Französisch, Englisch, Spanisch, zertifizierte DaZ-Lehrerin
Typ
Stadtteil
Akteur
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Alex Stahl, Kletterkünstler und -lehrer, Sozialarbeiter, Leiter des Kinderheims Hoppetosse, nimmt Angst vor Höhe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sandra Vogt, Erzieherin, macht gerne Geschenke, fantasievolle "Basteltante", beruflich und als Mutter Multiplikatorin in die Elternschaft
Typ
Stadtteil
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Raoudah Guedri, treibende und werbende Kraft im Sprachcafé, Sprachmittlerin für Arabisch
Typ
Stadtteil
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Akteur (Freitext)
Recep Yesir, ausgebildeter Elektriker, Strippenzieher für die türkische Community, Sprachmittler Türkisch
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Stadtteil
Akteur
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Gino Sassone, Lehramtsstudent für Deutsch und Geschichte, seit Jahren ehrenamtlich engagiert in der Lernförderung und den Ferienangeboten, Sprachmittler Italienisch
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Bert-Bastian Achtel, Master of International Social Work, Erlebnispädagoge, Globetrotter, Yoga- und Snowboardlehrer, gestaltet Seminare und Spieleabende, Sprachmittler Französisch, Englisch
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Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Harzwerk e.V. , harzwerk.org, Goslar-Oker / Bad Harzburg, das Harzwerk nutzt für Maßnahmen der Familienhilfe regelmäßig Räume im KuKa und beteiligt sich in unterschiedlichen Angeboten und Projekten.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisjugendpflege, langjährige Zusammenarbeit bei Projekten und Ferienangeboten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jobcenter des Landkreises, regelmäßiger Kontakt im Rahmen der Sprachförderung und Sozialraumorientierung
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Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mansfeld-Löbbecke-Stiftung, https://www.mansfeld-löbbecke.de/harlingerode-vor-dem-bruche, Kooperation mit Wohngruppen bei Aktionen und Ferienprogrammen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hoppetosse, http://kinderheim-hoppetosse.de/, Goslar-Oker, Kooperation mit Wohngruppe bei Aktionen und Ferienprogrammen
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Stadtteil
Akteur (Freitext)
Juliane Wünsch, Vormundschaften/Pflegschaften, Juliane Wuensch@gmail.com, Kooperation bei Klient*innen in Bad Harzburg bei Lernförderung, Aktionen und Ferienprogrammen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kompass – Soziale Dienste, Kooperation bei Klient*innen in Bad Harzburg bei Lernförderung, Aktionen und Ferienprogrammen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Goslarsche Zeitung, Lokalredaktion Bad Harzburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Constanze Bleich, Migrationsberatung der Diakonie, Bad Harzburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Maike Glöckner, Berufs- und Studienberaterin, Arbeitsagentur, Netzwerk gg. Jugendarbeitslosigkeit, Initiative "Alternative Wege Schulpflicht zu erfüllen"
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
- Förderverein generiert Spenden und Aktivitätseinnahmen
- Kreiswirtschaftsförderung fördert Sozialunternehmen, stellt möglicherweise Venture-Kapital
- Tanz- und Bewegungsunterricht der Tanzpädagogin schafft regelmäßige Einnahmen
- Kunstgruppen der Kunstpädagogin tragen in geringerem Maße bei
- vor Ort gesicherte, angestellte Fachkompetenz ist Argument für Beantragung von weiteren Projekten
- Zukunftsworkshops mit Bewohner*innen konzipieren zusätzlich langfristige Finanzierungsmöglichkeiten
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
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