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Kulturpädagogische Arbeit (Musik, Theater, Film, Malerei, Gestaltung, Literatur)

JuLeiQua - Vitalisierung der lokalen Demokratie durch Aktivierung und Teilhabe von mehrfachbelasteten Communities

Ansprechpartner
Sophie Wagner
Funktion Leitung Weststadtzentrum
Aktivierung und Teilhabe von mehrfachbelasteten Communities durch Ehrenamt nach Qualifizierung von jungen Erwachsenen anhand eines angepassten JuLeiCa-Konzeptes
Projektbeschreibung
Das Modellprojekt JuLeiQua (Jugendleiter*innen im Quartier) will die soziale Teilhabe von mehrfachbelasteten Communities ermöglichen, um die Lebensverhältnisse u. die soziale Kohärenz in der Weststadt zu verbessern. Zugänge der professionellen GWA zu diesen Gruppen haben wir über die Anliegen von Jugendlichen geschaffen, die vereinzelt auch als soziale Multiplikator*innen in den jeweiligen Communities fungieren. Dieses Potenzial soll zum ersten Mal herausgearbeitet, in koordinierte Bildungs- u. Mitmachstrukturen überführt u. verstetigt werden. Nach Aktivierung u. niedrigschwelliger Qualifizierung sollen die Selbstorganisations- u. Artikulationsfähigkeit von jungen Erwachsenen ausgebaut werden, um in u. außerhalb ihrer Communities die Selbstwirksamkeit von Mitmenschen u. ihr Engagement in Bereichen wie Prävention, Demokratisierung durch Mitarbeit in Stadtteilgremien, Kooperation mit Akteur*innen durch Ehrenamt, Partizipation in der Nachbarschaftshilfe u. Gestaltung von Veranstaltungen zu fördern. Als anerkannte niedrigschwellige Multiplikator*innenbildung für junge Menschen ist die JuLeiCa lange etabliert. In der Weststadt erreichen zertifizierte Träger mit ihren Angeboten die Jugendlichen nicht; diese bleiben von diesen Qualifizierungen ausgeschlossen. Andere Akteur*innen im Stadtteil haben vergleichsweise gute Verbindungen zu der Zielgruppe, bieten aber keine Qualifizierung an. Durch innovative Formate soll ein flexibles u. umfassendes Konzept entwickelt werden, das die Ausbildungsstrukturen an die Bedürfnisse u. Vorstellungen der Zielgruppen anpasst u. weitere Kooperationspartner einbezieht, um neue Wirkungsfelder zu erschließen. Das Konzept wird in einem Stadtteil exemplarisch erprobt, der bezeichnend für komplexe Problemstellungen ist. Das Weststadtzentrum als etabliertes Quartierszentrum dient als Koordinierungsstelle der Kooperationspartner*innen, organisiert Befragungen u. Workshops für Beteiligung u. Konzeptentwicklung, akquiriert u. begleitet die Teilnehmenden sozialpädagogisch, berichtet u. reflektiert in den Fachnetzwerken, leistet ÖA u. initiiert den Aufbau von kommunalen Strukturen zur Verstetigung. So entsteht eine neue Gruppe von Akteur*innen, die inhaltlich u. personell aus dem Quartier kommt, bidirektional die sozialen Interessen der Communities in der GWA widerspiegelt, intergenerationell Menschen aktiviert, Partizipation gestaltet u. dabei die Ressourcen u. Methoden der Träger zur Verbesserung der kollektiven Lebensverhältnisse einsetzt.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Brennpunkte der Weststadt (Rosenwinkel, Hagenweg 20) bestehen großteils aus jeweils geschlossenen Rom*nja-Communities aus Südosteuropa; dazu kommen Menschen aus Asien u. Afrika. Die gemischte Bevölkerungsstruktur u. die prekären Wohnverhältnisse prägen das Image des Stadtteils, führen zu nachbarschaftlichen Spannungen u. zur Exklusion der Bewohner*innen von Wohnungs- u. Arbeitsmarkt. Unsichere Bleibeperspektiven, prekäre Wohnsituation, materielle Armut sowie fehlende Qualifikationen für den Arbeitsmarktzugang sind symptomatisch für alle Generationen in den Brennpunkten. Bildungsferne Familienhintergründe und scheinbar kaum vorhandenes Interesse, Teilhabechancen wahrzunehmen/einzufordern, bedingen das Miteinander im Quartier. Trotz 12jähriger aktiver Präsenz des WeZet u. der Netzwerkarbeit der Weststadtkonferenz gibt es hier noch keinen stabilen Zugang für die Zusammenarbeit mit verschlossenen Gruppen. Integrations-/Bildungsangebote verfangen in allen Altersgruppen nur sehr schwer. 2021 wurde eine stadtteilweite aktivierende Befragung zur Förderung der Partizipation aller Anwohner*innen bei der Angebotsentwicklung durchgeführt. Rückmeldungen aus den Brennpunkten blieben aus. In der täglichen Arbeit werden aber latenter Bedarf u. zögerliche Nachfrage nach Unterstützung bei Teilhabeversuchen sichtbar. Die Altersgruppe, die diesen über die Daseinsvorsorge hinausgehenden Anspruch formuliert, ist die der jungen Erwachsenen. Hier existiert doch das Interesse, die eigene Zukunft u. das eigene Umfeld aktiv mitzugestalten, aber die eingeschlagenen Bildungswege führen zu einem niedrigen / keinem Schulabschluss u. münden in prekären Beschäftigungsverhältnissen o. im Sozialsystem.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Weststadt
Beschreibung
Die Weststadt bilden vier Stadtgebiete, nämlich 42, 43, 44 und 46. Ein Kartenausschnitt ist angehängt. Im Jahr 2021 lebten im Einzugsgebiet des Weststadtzentrums 7.323 Menschen in 4.118 Haushalte, davon 4 % Alleinerziehende und 52,1% Konfessionslose. Der Anteil der kinderreichen Familien, die auf sehr engem Wohnraum leben, ist 2021 mit 900 Kindern und 1030 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren sehr hoch.
Einwohnerzahl
7323
Quelle / Anmerkungen
Sozialstrukturdaten 2021
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die Weststadt bzw. das Gebiet westlich des Maschmühlenwegs in Göttingen ist seit Ende 2009 ein „Soziale Stadt-Gebiet“. Allerdings sind die Stadtgebiete Egelsberg und Hagenberg sowie weite Teile vom Blümchenviertel und Maschmühlenweg nicht Teil des Förderprograms "Soziale Zusammenhalt". Darüber hinaus ist das Programm Soziale Stadt ein Investitionsprogramm, d.h. die Mittel der Städtebauförderung werden vorrangig für bauliche und planungsvorbereitende Maßnahmen bereitgestellt. Die Investitionen sollen durch Maßnahmen aus anderen Programmen oder Initiativen ergänzt werden. Jahresende 2024 wird das Programm für die Weststadt beendet. Gerade weil "Soziale Stadt" bald abgeschlossen und GWA Projekte durch dieses Programm nicht gefördert, sondern als Ergänzungsmaßnahmen betrachtet werden, ist der Ausnahmefall gegeben. Bereits im 2. Jahr des Projektes wird eine Wirkung über den Rahmen des Quartiers gezielt. Im 3. Jahr des Projekts wird das Projektgebiet auf die Stadt Göttingen erweitert.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Modellprojekt JuleiQua nimmt sich ausgehend von der Jugendarbeit vor, ein neues Konzept für die GWA unter Einbeziehung der im Sozialraum aktiven städtischen und zivilgesellschaftlichen Initiativen, der Anwohner*innen und des Fachpersonals im Quartier selbst herauszuarbeiten und zu formulieren. Das Projekt entwickelt in Kooperation mit den Teilnehmer*innen konkrete, lebensweltorientierte Bildungs-, Gestaltungs- und Teilhabemöglichkeiten. Grundsätzlich angestrebt wird das Empowerment der Teilnehmer*innen. Kooperations-, Artikulations- und Selbstorganisationsfähigkeit steigen sowohl für die Individuen als auch kollektiv für diese als Gruppe. Wichtigstes Zwischenziel des Projektes ist nach Aktivierung und niedrigschwelliger Qualifizierung das Agieren der jungen Leute im und mit dem sozialen Raum. Die angestoßenen Prozesse wirken so über das Projekt hinaus direkt ins Quartier zurück und führen zu Empowerment und selbst geschaffener Verbesserungsmöglichkeiten der Lebensbedingungen weiterer Personenkreise. Das Projekt ist interkulturell, milieuübergreifend und intergenerationell angelegt. Verschlossene Communities öffnen sich dabei eben DURCH Jugendarbeit und tragen zu einem aktiven, "etwas wollenden" Gemeinwesen in der Weststadt bei. Das Projekt stärkt die Zusammenarbeit der vernetzten professionellen und ehrenamtlichen Akteur*innen im gesamten Sozialraum. Es führt darüber hinaus in der Bewohnerschaft zum Entstehen neuer Akteure und weiterer Zweige des Netzwerks.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Junge Erwachsene organisieren die Beteilung ihrer Communities an der Entwicklung der Angebote und ermöglichen die Partizipation aller Altersgruppen bei der Durchführung von Veranstaltungen
Beschreibung
Selbstverwaltete Räume im Quartier stehen für Begegnung und Veranstaltungen zur Verfügung, die qualifizierten Kinder- u Jugendleiter*innen sind untereinander vernetzt und bringen sich als Unterstützer*innen in Angeboten ein bzw. entwickeln eigene Projekte
Beschreibung
Bewohner*innen kennen die strukturellen Möglichkeiten, Vorteile und Ressourcen in ihrem Quartier, erkennen die eigenen Stärken, können Ihre Interesse formulieren, um sie in ihrem Engagement einzubeziehen und weiterzuentwickeln.
Beschreibung
Eine ethnisch heterogene Gruppe von jungen Erwachsenen unterstützt Akteur*innen im Quartier, um generationsübergreifende interkulturelle Veranstaltungen zu organisieren und durchzuführen.
Beschreibung
Durch niedrigschwellige Bildung entstehen neue Angebote in den Bereichen Kultur, Sport u. Soziales bzw. Zusammenleben. Individuelle Arbeitsmarkchancen der Teilnehmenden steigen. Informationen in Muttersprachen zu Themen wie Gesundheit u. Wohnen möglich.
Beschreibung
Die Bewohner*innen und Akteur*innen im Quartier arbeiten bei der gemeinsamen Konzeptentwicklung und Durchführung der Qualifikation sowie bei der Entwicklung von neuen Angeboten zusammen.
Beschreibung
Die Kinder- u. Jugendleiter*innen sind untereinander vernetzt und selbstorganisiert und nehmen z.B. an Sitzungen der Weststadtkonferenz teil.
Beschreibung
Das Netzwerk der „Göttinger Quartiere“ veranstaltet regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept in Zusammenarbeit mit den Stadtjugendring bzw. Stadtsportbund.
Beschreibung
Junge Menschen aus dem Stadtteil unterstützen sprachlich und organisatorisch Bewohner*innen, sich zielgruppenübergreifend mit Themen der Nachbarschaft auseinanderzusetzen und können ihre Ideen in ehrenamtlicher Zusammenarbeit umsetzen.
Beschreibung
Die Bewohner*innen und Akteur*innen im Quartier verfügen über eine klar definierte Struktur für niedrigschwellige Aktivierung und Qualifizierung von Kinder- u. Jugendleiter*innen und nutzen diese regelmäßig, um ihr Interesse zu vertreten.
Beschreibung
Eine Bedarfsanalyse im Austausch mit neuerschlossenen Zielgruppen wird durchgeführt, fehlende soziale Infrastruktur identifiziert und der Politik und Verwaltung für die Erarbeitung von Lösungsansätzen in Zusammenarbeit mit den Bewohner*innen kommuniziert.
Beschreibung
Dezentralisierung von Strukturen u. direkte Versorgung mithilfe der Quartierszentren stehen im neuen Integrationskonzept der Stadt. JuLeiQua unterstützt diese Prozesse, indem sie neue Multiplikator*innen vor Ort in den lokalen Fachnetzwerken qualifiziert
Beschreibung
Indem sie niedrigschwellige Angebote für Spracherwerb, Qualifizierung, Teilhabe u. allgemeine soziale Beratung entwickelt, gehört JuLeiQua zu einer gesamtkommunalen Strategie für Integration- u. Gemeinwesenarbeit durch ehrenamtliches Engagement.
Vorhandene Strukturen
Trägerin des Weststadtzentrums ist die BfGoe – Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR). Sie ist seit Anfang 2022 im Bereich der Gemeinwohlökonomie zertifiziert. Die Leitung des Weststadtzentrums obliegt einem Mitarbeiter der BfGoe. Eine Kollegin von der Jugendhilfe Göttingen e.V. unterstützt im Bereich GWA. Sie ist gleichzeitig anteilig im Sanierungsmanagement tätig. Durch die Mitarbeit von ehrenamtlich tätigen Bewohner*innen, Honorardozent*innen und Teilnehmer*innen der Maßnahme AGH-MAE u. des BFD bietet das WeZet neben Gruppen-Veranstaltungen niedrigschwellig allgemeine Sozial- und Verweisberatung sowie Formularhilfe an, organisiert Meinungsumfragen zu Quartiersthemen u. unterstützt Bewohner*inneninitiativen. Das WeZet fungiert als Schnittstelle zwischen Bewohner*innen, Aktuer*innen und Verwaltung. Seit 25 Jahren sind die Träger*innen der GWA im Stadtteil in der Form einer Weststadtkonferenz organisiert, deren Sitzungen monatlich stattfinden. Dabei arbeiten Akteur*innen eng mit engagierten Anwohner*innen zusammen. Seit 2018 ist das Weststadtzentrum auf gesamtstädtischer Ebene Mitglied im Vernetzungsprojekt „Göttinger Quartiere“, in dem einer kommunalen GWA-Strategie zufolge alle Göttinger Quartiers-/ Stadtteil-/Nachbarschaftszentren inklusive der Stadtverwaltung (Sozialplanung) engengagiert sind. In diesen Gremien werden Informationen ausgetauscht, Bedarfe eruiert, lösungsorientierte Handlungsoptionen erwogen, die ins kommunale Denken u Handeln einfließen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Büro für Integration der Stadt Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dezernat Kultur, Soziales und Gesundheit der Stadt Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hagenwegzentrum (Familienzentrum, Jugendzentrum usw.)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) - Bildungszentrum für Zugewanderte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) - Projekt Jugend Stärken
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtjugendring e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtsportbund e.V. - Sportjugend
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Musa e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Boat People Projekt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Zukunfts-Werkstatt e.V. im Haus der Kulturen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
NaturFreunde Göttingen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Otto-Hahn-Gymnasium Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schulen I, II u. III
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschulen (Hagenberg, Egelsberg u. Godehard)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grün-Weiß Hagenberg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sparta e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Christuskirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Friedenskirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. St. Godehardkirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Zentrum Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
El-Medina Moschee
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationszentrum für Stadt und Landkreis Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Roma Center e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Altersgruppen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Junge Erwachsene zwischen 16 und 26 Jahre
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Das Netzwerk Göttinger Quartiere
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Weststadtkonferenz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Flause bei Peloton e.V.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Verstetigung des Projektes soll durch die Göttinger Quartiere in Zusammenarbeit mit Stadtjugendring und Stadtsportbund als Teil der kommunalen Integrationsstrategie erfolgen. Austausch im Praxisnetzwerk LAG mit dem Ziel, dass niedersächsische Stadtteilzentren regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept durchführen können. Die qualifizierten Jugendleiter*innen sollen strukturell unterstützt werden, eine Selbstorganisation mit eigenen Räumlichkeiten zu gründen.
Galerie
ausstellung frauenhaus
bluemchencafe 2
bunte ecke 2
fahrradwerkstatt 3
flinke nadel 1
begegnungsort
bunte ecke
flinke nadel
goettinger quartiere
interkulturelle woche
kunst kreativ 2
nachbarschaftsfest
netzteil angebot 3
reparatur cafe 1
stadtteilplan
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Kultur- und Begegnungszentrum Welcome Thedinghausen

Ansprechpartner
Katja Schulz
Funktion Projektleitung
"Willkommen in Thedinghausen – Thedinghausen willkommen!"
Projektbeschreibung
„Welcome Thedinghausen“ ist Aufgabe, Herausforderung und vor allem inklusive Chance: Menschen, die hier schon lange leben, heißen Neuankommende willkommen und diese wiederum lassen sich auf den Ort und seine Menschen ein. Gemeinsam gestalten sie ihr Wohn- und Lebensumfeld. In den Jahren der aktiven Arbeit in der Flüchtlingsinitiative war die Notwendigkeit erkannt worden, Begegnungsräume zu schaffen, die ein friedliches und respektierendes Zusammenleben aller Bewohner*innen in Thedinghausen fördern. Mit „Welcome Thedinghausen“ soll deshalb ein inklusives Kultur- und Begegnungszentrum für alle entstehen. Das übergeordnete Projektziel – die gegenseitige Akzeptanz – wird erreicht, indem die Menschen sich kennen lernen, miteinander sprechen, spielen, arbeiten, nachbarschaftlich aktiv sind, voneinander lernen, Vorurteile abbauen und gemeinsam ihren sozialen Lebensraum gestalten. Basisstandort wird das kommunale Gebäude "Haus auf der Wurth", von dem aus Aktionen und Maßnahmen im Projektgebiet gestartet werden (z.B. in den Räumen der Kirchengemeinde, des Jugendzentrums, der Schule …). Hier wird eine Anlaufstelle für die Bewohner*innen geschaffen, die sowohl der Beratung und Vermittlung dient als auch die Kommunikation und Vernetzung verschiedener Gruppen fördert. Von dort aus werden Menschen in ihren Wohnumgebungen aufgesucht und aktiviert, sich zu beteiligen. Viel Wert wird auf den Aufbau von Beteiligungsstrukturen gelegt, um bedarfsgerechte Angebote zu konzipieren, die im Begegnungszentrum alle gesellschaftlichen Gruppen einbeziehen können. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei sein, Benachteiligten gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, Selbstwirksamkeit erlebbar zu machen und Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern. Für den Ort bedeutet das eine Stärkung des Gemeinwesens und der Demokratiefähigkeit seiner Bewohner*innen. Denkbar ist es etwa, dass „Welcome Thedinghausen“ ein Experimentierfeld bietet für demokratie- und teilhabefördende Bewohner*innenräte. Mittelfristig sollen auch lokalökonomische Selbsthilfeprojekte in Angriff genommen werden, zum Beispiel indem ein leerstehender Laden angemietet wird, um dort ein Bistro zu eröffnen, das die besonderen Ressourcen etwa von Menschen mit Behinderung und von Geflüchteten nutzt und ihnen gleichzeitig Lohnarbeit bietet. Außerdem soll das alte historische Amtsgericht (das ohnehin saniert werden muss) ins Auge gefasst werden, um dort mit mehr Platz und Möglichkeiten das Kultur- und Begegnungszentrum zu verorten.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Thedinghausen hat mit vielen Herausforderungen einer Kommune im ländlichen Raum zu kämpfen: demografischer Wandel, Strukturwandel im Einzelhandel, hoher Leerstand an der Hauptverkehrsstraße. Von anfänglich 400 Geflüchteten im Camp leben immer noch viele, vor allem Familien, im Ort und es kommen weiter neue Geflüchtete an. Nach wie vor bestehen strukturelle Probleme bei der Integration: fehlende Treffpunkte erschweren die sprachliche und soziokulturelle Integration und begünstigen die Bildung von Parallelgesellschaften, wie sie bereits im Ort aus früheren Zeiten bestehen (v.a. kurdische Communities). Sprachkurse und Ausbildungs-/Arbeitsmöglichkeiten gibt es vorrangig in Verden o. Achim, was Mobilität erfordert und u.a. für Frauen mit kleinen Kindern schwer zu realisieren ist. Gleichzeitig ist Thedinghausen das Zentrum der Samtgemeinde, das – im Speckgürtel von Bremen gelegen – durch die Ausweisung immer neuer Baugebiete stetig wächst. Vor allem junge Familien ziehen zu, die es zu integrieren gilt: Nachbarschaftliche Netzwerke müssen sich erst entwickeln und das Fehlen von öffentlichen Begegnungsorten macht sich auch hier negativ bemerkbar (das letzte Gasthaus mit Saalbetrieb wurde geschlossen und abgerissen). Es mangelt an Kultur-, Bildungs-, Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten, an niederschwelligen Beratungs- und Beteiligungsstrukturen – es fehlt eine GWA, die sich dieser Probleme zielgruppen-, themen- und ebenenübergreifend annimmt. Das Konzept dazu wurde im letzten Jahr entwickelt und bei Umfragen, Interviews und einer Bürger*innenversammlung entsprechende Erwartungen geweckt – sowie eine hohe Bereitschaft und Lust seitens der Bewohner*innen mitzugestalten.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Thedinghausen - Kernort Thedinghausen
Beschreibung
Thedinghausen ist eine Mitgliedsgemeinde der insgesamt 15.652 Einwohner (Stand 31.12.2021) umfassenden Samtgemeinde Thedinghausen. Das 6 km² große Projektgebiet umfasst den alten Ortskern Thedinghausen und ist im Westen durch die Westerwischer Straße (K 67), im Norden und Nordosten durch die Bremer Straße (L 203) sowie im Osten durch den Fluss Eiter, einen kleinen linken Nebenfluss der Weser, begrenzt. Der sich östlich der Eiter befindende Schloss Erbhof samt Baumpark gehören ebenfalls zum Projektgebiet. Die Hauptverkehrsstraße ist die Braunschweiger Straße, die im Osten in die Achimer Straße und im Süden in die Syker Straße mündet. Entlang der Hauptverkehrsstraße befinden sich ein Großteil der Nah- und Gesundheitsversorgung des Ortsteils, wobei den Leerstand in den vergangenen Jahren deutlich sichtbar geworden ist. Das Projektgebiet umfasst im Süden die Syker Straße und ist begrenzt durch das Ende der Ortschaft. Die Bebauung ist geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser der 1920er bis 1960er Jahre. Im Norden sind in den letzten zwei Jahrzehnten mehrere Neubaugebiete entstanden, die mehrheitlich von jungen Familien bewohnt werden. Mitten im Ortskern, in fußläufiger Nähe zu Kirche und Rathaus und in direkter Nachbarschaft zum Altersheim, liegt das kommunale "Haus auf der Wurth", das Basisstandort des künftigen Begegnungszentrums werden soll.
Einwohnerzahl
4360
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Gemeinde Thedinghausen
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
15
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
30
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022 - zudem besteht enger Kontakt mit der Gemeinde bezüglich neuer Zuweisungen; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021 (jeweils Anteil der Personen, deren erste oder zweite Staatsbürgerschaft nicht deutsch ist) - Zu beachten ist, dass der Anteil der Personen mit Zuwanderungsgeschichte mit rein deutscher Staatsbürgerschaft nicht quantifiziert werden kann, sodass die tatsächlichen Anteile um einige Prozentpunkte jeweils oberhalb der Angaben liegen dürften.
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
8
Anmerkung
Schätzung für das Kerngebiet Thedinghausen, da keine kleinräumigeren Daten vorhanden sind nach Erörterung der Statistikstelle beim Landkreis Verden - es findet zudem enger Austausch mit der Tafel statt, deren Ausgabestelle im Haus auf der Wurth ist; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021 (Leistungen nach SGB II, SGB XII, AsylbLG, WoGG)
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
2
Anmerkung
Daten des Landkreises Verden für die Gemeinde Thedinghausen, Stand 08/2021 (davon 21 % ausländische Bewohner/innen) - es sind keine kleinräumigeren Daten vorhanden; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Auf Grund von Bemühungen engagierter Ehrenamtlicher der Flüchtlingsinitiative gab es eine erste einjährige Förderung durch das Deutsche Hilfswerk für die Konzeptentwicklung eines Begegnungszentrums. Innerhalb dessen wurde eine Bestands- und Bedarfsanalyse durchgeführt: Expert*inneninterviews mit lokalen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Stakeholdern ergaben Probleme wie Strukturwandel, wenig Berührungspunkte zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, geringer Bekanntheitsgrad der bestehenden sozialen Angebote, Rückzug ins Private verstärkt durch die Corona-Pandemie, sowie ein großes Interesse seitens der Institutionen an mehr Vernetzung und Kooperationen. Eine Bewohner*innenbefragung mit 235 Teilnehmenden ergab Bedarfe an niederschwelligen, offenen Treffpunkten für Austausch und interkulturelle Begegnung, des Weiteren an Kulturveranstaltungen, gemeinsamen Freizeitaktivitäten sowie Bildungs- und Beratungsangeboten, insb. für Senior*innen und Familien. An die Befragung anknüpfend wurde ein Bürgerversammlung organisiert, auf der sich Arbeitsgruppen zu den genannten Themenbereichen gebildet haben. Die AGs haben erste Maßnahmen geplant. Da die DHW-Förderung ausgelaufen ist, aber mit den aktivierenden Methoden Begehrlichkeiten geweckt wurden und sich zudem bereits Menschen gefunden haben, die etwas starten wollen, ist eine Anschlussförderung für die hauptamtliche Unterstützung und finanzielle Ausgestaltung der geplanten Maßnahmen dringend erforderlich.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner*innen werden in den verschiedenen Formaten (offene Sprechstunde, Angebote der AGs, Projektwerkstätten, Gremien, aufsuchende Arbeit) gehört und aufgenommen.
Beschreibung
Es wurden Strukturen entwickelt und eingerichtet, die die Selbstorganisation der Bewohner*innen und Ehrenamtlichen ermöglichen und fördern (Räumlichkeiten, Materialien, digitale Kommunikationsplattformen).
Beschreibung
Nachbarschaftliche Begegnung der verschiedenen Bevölkerungs- und Altersgruppen findet in gemeinsamen Aktivitäten im Ort statt; es gibt freiwillig Engagierte, die sich für das Gemeinwesen einsetzen.
Beschreibung
Verschiedene Zielgruppen werden bei den offenen Angeboten nicht nur mitgedacht, sondern nehmen daran tatsächlich in nennenswerter Zahl teil und gestalten diese selbst aktiv mit.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus auf der Wurth
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nils Holgersson Grundschule Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gudewill-Schule (Oberschule mit gymnasialem Angebot)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinderat Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialstation Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindergarten Thedinghausen Die Erbhoflöwen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohngruppe der Stiftung Waldheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Achimer Tafel Ausgabestelle Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturverein Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Anschlussfinanzierung durch die Kommune ist durch regelmäßige Gespräche vorbereitet: Schon in der Konzeptentwicklung ist sie thematisiert worden und durch intensive Gespräche mit Ratsmitgliedern verschiedener Parteien angebahnt. Hierbei kann auf eine erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Flüchtlingsarbeit zwischen Kommune, Kirchengemeinde und der Bürgerinitiative „Ankommen in Thedinghausen“ aufgebaut werden.
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2024 1080x108032
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Guter Nachbar, machbar: ein Dorf, ein Haus, ein Miteinander

Ansprechpartner
Eva-Maria Junker-Schlarmann
Funktion Projektkoordinatorin
Füreinander mitgestalten, miteinander neu entfalten
Projektbeschreibung
Holdorf ist eine Gemeinde mit ca. 7600 Einwohnern. Gerade in der jüngsten Vergangenheit ist Holdorf kontinuierlich gewachsen. Neue Baugebiete sind entstanden, viele Mietwohneinheiten sind dazu gekommen. Dies bedeutet auch den Zuzug neuer BürgerInnen. Diesen Zuzug gilt es nun zu kompensieren, die „neuen“ zusammen mit den „alten“ Holdorfern ins „Gemeindeboot“ zu holen, eine Schnittstelle zu schaffen. Eine Schnittstelle zwischen BürgerInnen, einem dafür geeigneten Ort, mit einem zuständigen Ansprechpartner. Der passende Ort, das neue Bürgerhaus, dessen Fertigstellung ca. Herbst 2024 vorgesehen ist. Nun fehlt es an einer entsprechenden Fachkraft, die sich um die Aktivierung und Beteiligung der BürgerInnen in der Mitgestaltung kümmert. Diese Mitgestaltung kann wie folgt aussehen: ein Bürgerfest im Bürgerpark etablieren, unter Einbindung des Gewerbes, des Handels, der Landwirtschaft und der Vereine. Eine Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen planen, um dem auch hier erfahrungsgemäß immer einflussreicher werdenden Part des Medienkonsums entgegenzuwirken, zum Beispiel in Form von "Waldbaden mit Kindern und Jugendlichen", einem regelmäßig stattfindenden Kinderkino unter Einbindung einer gezielten Thematik. Eine Ausstellung im Bürgerhaus ins Leben rufen, gemeinsam mit hiesigen Künstlern und den BürgernInnen den für sich schönsten Ort im Dorf auf Leinwand zu bringen oder zu fotografieren, um dann die „Herzensorte“ der BürgerInnen zu präsentieren. Die Vereine und auch die Politik ansprechen, um Generalversammlungen oder Sitzungen im Bürgerhaus abzuhalten, diese dort über Neuigkeiten und Förderprogramme zu informieren oder Termine zu koordinieren. Das Zusammenführen von Jung und Alt, gemeinsame Veranstaltungen: Wie nutze ich das Internet, wie bediene ich ein Smartphone. Junge Menschen geben ihr Wissen weiter, das führt zu Wertschätzung. Vorurteile werden abgebaut und das Miteinander wird generationsübergreifend gestärkt. Hilfe für und Integration von ausländischen Mitbürgern: regelmäßige, offene Treffen anbieten, sich austauschen können, Probleme besprechen. In Zusammenarbeit mit dem Familienbüro und dem Sozialamt Fragen und Themen erörtern und weiterhelfen. Dabei sollte die Beteiligung der BürgerInnen mit ihren Ideen und Wünschen im Vordergrund stehen, um sich besser mit ihrem Wohnort identifizieren zu können. Es braucht jemanden, der koordiniert. Diese Stelle ist aus politischer Sicht jedoch nur über eine Co-Finanzierung realisierbar.
Laufzeit
2023-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Verschiedenste Gründe tragen dazu bei, dass sich der Ort verändert, sei es durch Generationswechsel, demographischen Wandel oder, dass sich durch neue Baugebiete und die Schaffung immer mehr Mietwohnungen, die soziale und gesellschaftliche Struktur verändert. So entstanden vor einigen Jahren, relativ nahe des Ortskerns mehrere Wohnblöcke mit Mietwohnungen, unweit eines Discounters. Diese tragen aufgrund ihrer Besiedelungsdichte mittlerweile den Namen „Netto Ghetto“. Es geht entscheidend um das Erhalten und den Ausbau des gemeinschaftlichen Dorflebens. Die Bereitschaft sich einzubringen wird immer geringer. Die Leute kommen gebürtig nicht von hier oder wohnen nur hier, anstatt hier zu „leben“. Das klassische Gemeindeleben scheint "keinen mehr etwas anzugehen". Die Wahrnehmung der örtlichen Demokratie, auch in Bezug auf Wahlbeteiligung, findet immer weniger Beachtung. Die Menschen kennen die Leute nicht mehr, die ihnen von den Wahlplakaten entgegenblicken. Im Ortsteil nebenan hat kürzlich der einzige kleine Lebensmittelladen geschlossen. Gerade für die Älteren ist somit ein gut erreichbarer Anlaufpunkt, auch aufgrund fehlender Mobilität und ein Treffpunkt zum „Schnacken“ weggebrochen. Der aktuellen Situation des „immer mehr für sich Seins“ und somit auch des Einschlafen des Ehrenamtes, das auf dem Land von so großer Bedeutung ist, muss etwas entgegengesetzt werden. Es bedarf zwangsläufig der Schaffung einer Stelle, die sich dieser Problematik annimmt. Diese Stelle ist jedoch nur über eine Förderung möglich. Es müssen ALLE angesprochen und angespornt werden, den Ort mit ihren Ideen und ihrem Einsatz zu ihrer persönlichen und gemeinschaftlichen Wohlfühloase zu machen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Holdorf
Beschreibung
Holdorf ist eine Einheitsgemeinde im Landkreis Vechta in Niedersachsen mit einer Größe von 5.486 Hektar. Die Gemeinde liegt im Oldenburger Münsterland. Nachbargemeinden sind die Stadt Dinklage, die Gemeinde Steinfeld, die Stadt Damme und die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden im Landkreis Vechta sowie die Gemeinden Gehrde und Badbergen im Landkreis Osnabrück.
Einwohnerzahl
7672
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
karte.png (218.12 KB)
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt stehen die BürgerInnen und deren Bedarfe. Durch das Abfragen von Interessen, soll das freiwillige Engagement geweckt und weiterentwickelt werden. Das Miteinander zu fördern und zu stärken steht im Vordergrund. Dies gilt es zu begleiten und dadurch langfristig eine GWA Struktur zu verankern. Ansatz des Projektes ist es vorhandene Ressourcen zu nutzen, das Bürgerhaus. Von hier aus haben die BürgerInnen die Möglichkeit gemeinschaftlich zu agieren und sich Miteinander zu engagieren. Somit bietet das Projekt die Möglichkeit die soziale Teilhabe zu verbessern. Das Haus wird zu einem Ort der Teilhabe. Für die BürgerInnen bietet sich die Möglichkeit des Netzwerkens, der Kommunikation und des Austausches. Durch aktivierende Befragungen während des Projektzeitraums und darüber hinaus, Workshops, Runde Tische, Arbeitskreise, wird die Einbindung der BürgerInnen und deren Bedürfnisse sicher gestellt. Dabei werden Kommune und Politik kontinuierlich mit einbezogen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Bürgerhaus für jeden offen und erreichbar ist. Die BürgerInnen es als Anlaufstelle mit ihren Anliegen wahrnehmen, dort entsprechende Ansprechpartner haben und bedarfsgerechte Angebote auf Akzeptanz stoßen.
Beschreibung
Die BürgerInnen ihre Projekte und Ideen, in enger Zusammenarbeit und mit Unterstützung von Kommune und Politik, nach ihren Vorstellungen verwirklichen können.
Beschreibung
Neue Angebote werden durch neue Zielgruppen wahrgenommen. Es zu einem Austausch zwischen Jung und Alt, Zugezogenen und Alteingesessenen, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund kommt.
Beschreibung
Es zu regelmäßigen Veranstaltungen kommt, z. B.: ein Bürgerfest im Bürgerhaus & Bürgerpark, dessen Initiatoren die BürgerInnen selbst sind. Bei diesem Bürgerfest möglichst viele Akteure gibt, bestehend aus BürgerInnen, Vereinen, Gewerbe und Handel.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Holdorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schützenvereine, Sportvereine, Heimatverein, Verein Zukunft für Jugend, Musikverein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerstiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschulen, Oberschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wirtschaftsforum Holdorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ortschronist Heinrich Vollmer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinderat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Bürgerhaus dient als Ausgangspunkt und zentrale Wirkungsstätte der GWA. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass dieses Haus vom Bürgermeister gewollt und zugleich ratifiziert ist, ist eine Finanzierung nach Ablauf der Förderung, die diese Stelle zum jetzigen Zeitpunkt erst möglich machen würde, durch Kommune und Politik abgesichert. Aufgrund aktueller größerer, finanzieller Hürden seitens der Gemeinde, lässt dies eine Finanzierung dieser Stelle zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu.
Galerie
buergerhaus1
buergerhaus2
buergerhaus3
holdorf rathausplatz
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Gut Leben im Quartier zwischen Eisenbahn und Rhume

Ansprechpartner
Anna Holland
Funktion Dipl. Sozialpädagogin/ Quartiersmanagerin
Entwicklung und Ausbau von Nachbarschaft und sozialer Netze im Quartier um ein "Wir Gefühl" zu stärken und Diskriminierung zu vermeiden
Projektbeschreibung
Im Projektgebiet leben 9,5 % der Einwohner*innen der Kernstadt von Northeim mit insgesamt 19.000 Einwohner*innen. In dem Quartier leben eher wirtschaftlich schwache Gruppen (v.a. Russlanddeutsche, Ausländer aus Osteuropa und dem Mittelmeerraum), die sich voneinander abgrenzen. Russlanddeutsche sind in den 90er Jahren ins Quartier gezogen und wohnen noch heute dort. Neue Nachbarn werden kaum akzeptiert. In der Folge entstehen zwischen diesen kulturellen Microcosmen Alltagskonflikte innerhalb des Quartiers. Das Caritas-Centrum liegt am Rande des Quartiers. Aufgrund der Nähe zum Quartier kommen viele Menschen aus diesem Quartier zur Caritas in die Sozial- und Lebensberatung, die Schwangeren- und Familienberatung und um Second-Hand-Kleidung im Caritex-Laden zu kaufen. Neben dem Quartiersbezug ist die Partizipation ein weiteres grundlegendes Kriterium bei der Planung und Umsetzung dieses Projektes. Ein Quartier lebt von Beteiligungsmöglichkeiten. Diese Erfahrung bringt die Caritas ein durch lange Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen und Flüchtlingen. Die Menschen sollen diverse Kommunikationsanlässe bekomme um eine offene Nachbarschaft zu entwickeln. Eine Anlaufstelle soll direkt im Quartier eingerichtet werden, um Nähe für die Bewohner*innen im Quartier zu signalisieren. Gruppenübergreifende Kontaktmöglichkeiten sollen angeboten werden wie z. B.: Tauschmarkt, Flohmarkt, Bürgerfrühstück, Urban gardening. Kontakte alleine führen nicht per se zum Abbau von Vorurteilen, vielmehr ist die Art und Qualität des Kontaktes entscheidend. Wir planen mit dem Projekt, dass die Beteiligten gemeinsame Identifikationsmuster herausbilden können und Empathie und gegenseitiges Vertrauen fördern. Die Aktivierung und Beteiligung der Bewohner*innen des Quartiers an diesem Prozess ist handlungsleitend. Ein weiterer Handlungsstrang für das Projekt ist die Vernetzung der Organisationen und Akteure im Quartier und deren Unterstützung. Dazu zählen z. B. die Stadt Northeim mit den Sportstätten, die Wohnungsbaugesellschaft „Wohnen in Northeim“, die Northeimer Tafel, die Kita Ostpreußenstraße, die Kita St. Marien. Seitens der Stadt Northeim wird geplant im Rahmen des Neubaus der Sporthalle einen Sportcampus im Quartier zu errichten. Diese positive städtebauliche Entwicklung soll durch sozial flankierende Maßnahmen unterstützt werden. Die Ergebnisse dieses Projektes sollen bei der Fortschreibung des Konzeptes der Stadtentwicklung Northeim analysiert und berücksichtigt werden.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
Ausgangslage
In den Beratungsdiensten des Caritas-Centrums Northeim ist der hohe Hilfe- und Informationsbedarf sowie die prekäre Lebenssituation von Menschen aus diesem Quartier aufgefallen. Das Quartier zwischen Eisenbahn und Rhume ist geprägt von Risiken und Chancen durch das Aufeinandertreffen von benachteiligten Menschen und Menschen in gesicherten Lebenslagen. So suchen zugezogene Familien Anschluss; in den letzten Jahren vermehrt Flüchtlinge. Fehlende Sprachkenntnisse sind eine starke Barriere um Kontakte im Quartier zu knüpfen ebenso die Ablehnung und Ängste der alteingesessenen Bewohner. Von dieser sozialen Diskrepanz und Veränderung berichtete eine Mitarbeiterin des Caritas-Centrums Northeim, die in diesem Quartier vor 20 Jahren aufgewachsen. Durch ihre privaten Kontakte ins Quartier erfährt sie davon, dass neue Nachbarn ausgegrenzt und stigmatisiert werden. Die ehrenamtlichen "Erziehungslotsen" der Caritas in dem Quartier bestätigen dieses. Das Mietniveau in vielen Mehrfamilienhäusern liegt auf Ebene von SGB II, SGB XII bzw. AsylbewerberLG. Dadurch ziehen vermehrt Menschen in dieses Quartier, die sich in prekären Lagen befinden; in den letzten Jahren mit unterschiedlichen Migrationshintergründen. Anwohner berichten, dass es gehäuft zu nachbarschaftlichen Konflikten kommt und dass es auf den Grünflächen schon lange keine gemeinschaftlichen Aktionen mehr gibt. Die unterschiedlichen Communitys leben nebeneinander her was die Vorurteile noch verstärkt. Durch Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie berichten Menschen von Vereinsamung durch fehlende Begegnung aber auch durch das Alter. Vertraute Beziehungen sind abgebrochen, neue konnten nicht geknüpft werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim - Nordstadt zwischen Eisenbahn und Rhume
Beschreibung
Das Quartier zwischen Eisenbahn und Rhume, Berliner Allee und Rückingsallee, Breiter Weg und Gardekürassierstraße, ist geprägt von einer heterogenen Struktur: ein verzweigtes Wohngebiet mit verschiedenen Gewerbebetrieben und Micropublics; öffentliche und halböffentliche Begegnungskontexte wie z. B. Schulen, Kitas und Sportzentren, wo Menschen aufgrund gemeinsamer Interessen aufeinandertreffen. Dazu gehören die Northeimer Tafel, 1 Oberschule, 3 Kitas, 1 Sportverein, 1 Moschee, 1 Freikirche, städtische Schwimmhalle und Sporthalle, 1 Spielplatz. Das Wohngebiet setzt sich zusammen aus älteren und neuen Einfamilienhäuser, Reihenhäusern sowie Mehrfamilienhäuser, alteingesessene Familien und Einzelpersonen. In den letzten Jahren sind vermehrt Flüchtlinge in dieses Quartier gezogen. 70 % der Menschen in diesem Quartier sind im mittleren Alter zwischen 26 und 60 Jahren. Sie bilden damit die größte Gruppe. Im Projektverlauf möchten wir alle Menschen im Quartier erreichen. Das Quartier wirkt sich einerseits als gebaute und geographische Umwelt auf die Lebensbedingungen von Menschen aus, andererseits durch die aktiv oder passiv handelnden Menschen. Die individuelle und kollektive soziale Prägung in diesem Quartier kann durch die bauliche Umwelt unter dem Stichwort der räumlichen Funktionslogik gefasst werden - lebe ich in einem Einfamilienhaus oder einem schlichten Mehrfamilienhaus. Sie hat Auswirkungen auf Chancen und Teilhabe in der Gesellschaft. Die bauliche Gestaltung des Quartiers verweist auf: Wohnen, Schlafen, Arbeiten – Soziokulturelles Leben im öffentlichen Raum ist nach diesem Prinzip nicht vorgesehen. Die Sportstätten am Rande des Quartiers haben keinen Quartiersbezug und tragen nicht dazu bei, Zusammenhalt im Quartier zu fördern. Dieses Quartier ist von Diverisität geprägt und ist damit auch ein konflikthafter sozialer Raum. Umso wichtiger ist die „Identifikation“ mit dem Quartier. Mit dem Projekt sollen verschiedene Formen der Integration angeregt werden. Teilhabe und Chancengleichheit im Quartier ist für Menschen in sozial prekären Lebenslagen schwer zu erlangen, da die normative Form der gesellschaftlichen Einbindung durch Erwerbstätigkeit häufig fehlt.
Einwohnerzahl
1848
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt erhoben 15.03.2022
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt erhoben 15.03.2022
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt erhoben 15.03.2022
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt erhoben 15.03.2022
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt erhoben 15.03.2022
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik Arbeitsagentur im Internet veröffentlicht, Berichtsmonat Februar 2022 die Zahl für das Projektgebiet liegt nicht vor
Unterlagen zum Gebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Die Bewohner*innen stehen im Mittelpunkt des Projektes und werden selbst aktiv. Das Quartier als räumlicher und persönlicher Bezugsrahmen von Menschen ist von entscheidender Bedeutung für die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Menschen. Der Fokus liegt darauf, das Quartier mit all seinen Ressourcen wahrzunehmen, Netzwerke und Verbindungen zu schaffen und damit die Qualität von sozialen Beziehungen zu verbessern und kulturelle und soziale Angebote im Quartier zu etablieren. Die bestehenden sozialen Netzwerke des Quartiers werden in den Blick genommen (Nachbarschaften, Kirchen, Kitas, Schule, Sportverein, soziale Einrichtungen wie die Northeimer Tafel). Die Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation der Bewohner*innen des Quartiers wird gefördert durch die Weiterentwicklung von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. Eine Anlauf- und Vernetzungsstelle vor Ort (Kümmerer) wird eingerichtet, durch Beratung wird unterstützend die materielle Existenz gesichert, mit Bildungsangeboten Teilhabemöglichkeiten eröffnet. Die Maßnahmen des Projektes werden sowohl in Richtung Bil­dungsarbeit als auch sozial- bzw. lokalpolitisch ausgerichtet. Das Projekt passt in die kommunale Strategie der Stadt Northeim. Dabei sind die Maßnahmen nicht themen- und zielgruppenspezifisch, sondern grundsätzlich sozialräumlich und ressortübergreifend wie beispielsweise ein Bürgerforum.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Durch eine umfassende Sozialraumanalyse sind Bedarfe, Wünsche und Ressourcen der Bewohner*innen bekannt
Beschreibung
Bewohner*innen setzen ihre eigenen Vorstellungen um, z. B. Straßenfest, Spielefest, Treffen zum Kaffee-Klatsch
Beschreibung
Bewohner*innen bringen sich aktiv ein und nutzen vorhandene persönliche als auch räumliche Ressourcen
Beschreibung
gemeinsame Aktionen wie Mitgestaltung der Grünanlagen soll Nachbarschaft fördern, Bewohner*innen beteiligen sich an Planung und Initiierung von Nachbarschaftsaktionen
Beschreibung
Durch die Sozialraumanalyse und Erkenntnisse bei der Projektdurchführung sind Bedarfe der Infrastruktur im Quartier eruiert, werden der Stadt Northeim bekannt gemacht und eine Umsetzung diskutiert diskutiert
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Kirchengemeinde St. Marien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Northeimer Tafel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnen in Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Turngemeinde Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
städtische Kita Ostpreußenstraße, kath. Kita St. Marien, Kita Kinderschutzbund Reddersenstraße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oberschule Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Café Dialog, Werkstatt Schule Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugend- und Kulturzentrum Alte Brauerei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Türkisch Islamische Gemeinde Northeim
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Laut Kooperationsgesprächen mit der Stadt Northeim sollen zur Verstetigung dieses Gemeinwesenprojektes zukünftig Mittel im Haushalt eingestellt werden. Der Bürgermeister lebt persönlich am Rande des Quartiers und freut sich, dass dieses Gebiet der Stadt Northeim eine Chance zur Weiterentwicklung bekommt. Die Phase der NBank Förderung ist ein Anschub in diese Richtung. Schlüsselakteure und Bewohner*innen für die Nachhaltigkeit des Projektes werden sozialraum-kompetent gestärkt und qualifiziert.
Galerie
quartier eisenbahn rhume4
balkonsommer
quartier eisenbahn rhume5
quartier eisenbahn rhume6
quartier eisenbahn rhume7
20231219 105834
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quartier eisenbahn rhume11
20231214 163348
Aufsteller
Zustimmung Veröffentlichung
On

Vor Ort ist überall

Ansprechpartner
Britta Achtel
Funktion Vorstandsvorsitzende und Pädagogische Leitung
Begegnen und Brücken bauen, Kulturen und Generationen verbinden, Gemeinsamkeit schaffen
Projektbeschreibung
Vor Ort – im Bergbau die Stelle, an der Arbeit notwendig ist und geleistet wird. So betrachten wir das Projekt. Wünsche und Bedarfe werden aus der Stadtgesellschaft geäußert, wir wollen sie angehen. Die Aktivitäten in den Quartieren und das Vereinshaus als allseits gewünschten Begegnungsort wollen wir verbessern. Dafür können wir Erfahrungen aus über 13 Jahren "Kunst als Mittel der sozialen Arbeit" in verschiedenen Feldern einbringen. Intern stehen Generationenwechsel und weitere Professionalisierung an: Gründer*innen treten kürzer, ehrenamtliche Fachkräfte sollen hauptamtliche werden. Dafür ist jetzt der richtige Zeitpunkt: Einerseits stehen Menschen der jüngeren Generation zur Übernahme des Staffelstabs in den Startlöchern, andererseits gibt es angrenzend ans KuKa ein Areal (260qm), das Träumen Raum geben kann, darin war eine Übungsfirma der DEKRA, die aufgelöst wurde. Für die Osterferien wurde es zur Verfügung gestellt, ein Durchgang wurde improvisiert, eine freie Fläche öffnete sich für verschiedene Aktivitäten. Die Mund-zu-Mund- Propaganda brachte täglich mehr Kinder, Jugendliche, Eltern und sogar Großeltern dorthin. Die altersübergreifende Anziehungskraft war deutlich spürbar, die Möglichkeiten entfesselten Neugier und Fantasie. Das ist ein Pfund mit dem wir wuchern wollen! Bis zum Sommer müssen wir uns entscheiden. Die finanzielle Herausforderung können wir nur mit Unterstützung bewältigen; ohne würde die Tür ab September dauerhaft geschlossen werden. Genauso wichtig wie der Begegnungsraum vor Ort im KuKa sind uns auch die Begegnungen vor Ort, dort wo die Menschen zu Hause sind, die sich mit besonderen Herausforderungen ihres sozialen Umfeldes konfrontiert sehen. In den Sommermonaten zieht das mobile KuKa-Café „vor Ort“ von Bündheim über Schlewecke nach Harlingerode. Kombiniert mit vielseitigen Angeboten der „Kunstkiste“ und „Dance Academy“ werden niedrigschwellig und mit herzlicher Gastfreundschaft Menschen zusammen und ins gemeinsame Tun gebracht, die sich vielleicht gestern noch mit Mißtrauen begegnet sind. Diese Dynamik wird mit Akteur*innen und Organisationen vor Ort verstetigt. "Vor Ort" kommen Menschen ins Gespräch, die sich noch kurz zuvor mindestens mit Vorbehalten begegnet sind. Vor einiger Zeit drückte es ein Jugendlicher während eines Theaterprojekts drastisch aus "Gestern waren es Kanacken, heute sind wir Freunde". Die Ausdrucksweise war indiskutabel, der Inhalt war und ist wahr: Annäherung durch gemeinsames Tun und Erleben.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Bad Harzburg ist eine strukturschwache Kurstadt mit einer hochaltrigen Bevölkerung. Die Kernstadt ist touristisch ausgerichtet, die Vororte sind im stockenden Strukturwandel wenig entwickelt. Soziale Angebote liegen zumeist in der Kernstadt, weitab vom HBF. Orte für Austausch zwischen den Generationen sowie interkulturelle Kommunikation und Interaktion sind rar. Seitdem sich "Gemeinsam e.V." aufgelöst hat, gibt es kaum regelmäßige Angebote ohne Verzehrzwang mit Ausnahme vom "Haus der Kirche". Seit 2017 gibt das KuKa Sprachkurse für Schutzsuchende, die Teilnehmenden beklagen zu wenige Kontakte mit autochonen Bewohner*innen. In den migrantischen Communities ist Abkapselung in religiösen Institutionen und in der gesamten Stadtgesellschaft Apathie erkennbar. (Wahlbeteiligung kommunal 2021: 50%) Bei Jugendlichen sind Radikalisierungstendenzen, bei Älteren Vereinsamung bemerkbar. Unser wöchentliches Sprachcafé setzt hier an, ist aber nicht ausreichend. KuKa organisiert Lernförderung (BuT) besonders für migrantische Klientel, die durch zusätzlichen Aufwand in der Elternarbeit für Andere nicht interessant ist. Der festangestellte Koordinator Hosam Sabha und die ehrenamtlichen Unterstützerinnen werden von den Familien für weit mehr als das in Anspruch genommen. Die Stadt birgt Beteiligungspotenzial in verschiedenen, tendenziell hilfebedürftigen Bevölkerungsgruppen (bspw.: Migrant*innen, Ältere, Familien mit minderjährigen Kindern), die durch Austauschmöglichkeiten aktiv werden könnten, in der Stadt fehlt es an Ressourcen. KuKa bringt hierfür ein Jahrzehnt Erfahrung (Kumasta, Schulen, etc.). mit "Kunst als Mittel der sozialen Arbeit" ein.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bad Harzburg Kernstadt-Bündheim-Schlewecke-Harlingerode
Beschreibung
Bad Harzburg ist mit 22.858 Einwohner*innen (Stand 31.12.2022) und einer Bevölkerungsdichte von 355 EW/qkm die zweitgrößte Stadt im Landkreis Goslar, einer ländlichen Region mit Verdichtungsansätzen. Die genannte Einwohnerzahl im Projektgebiet ist eine Schätzung, für die einzelnen Ortsteile waren keine aussagekräftigen nach Wohnquartieren differenzierte Zahlen zugänglich. Ebenso sind differenzierte Zahlen zu einzelnen sozialen, demografischen bzw. integrative Herausforderungen schwer zu extrapolieren. Für viele Kriterien ließ sich keine vertretbare Schätzung treffen. Die Stadt und der Landkreis verfügen nicht über einen ausreichenden Personalschlüssel um Anfragen zeitnah beantworten zu können, vielfach fehlt den Institutionen für eine Auskunft auch das Zahlenwerk. Die Einwohner*innen Harzburgs verteilen sich etwa hälftig auf die historische Kernstadt und die im Zuge der Gebietsreformen eingemeindeten Orte, sie sind überdurchschnittlich verschuldet. Die durchschnittliche Steuereinnahmekraft lag 2019 - 2021 29,50 % unter dem Durchschnitt vergleichbarer Städte. Allen Ortsteilen gemeinsam ist ein relativ hochaltrige Bevölkerung, eine hohe Erwerbslosigkeit (s.u.) und Unterbeschäftigung (9%) sowie eine vor allem auf Kurgäste und Touristen ausgerichtete Infrastruktur, speziell Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien finden hier wenige, ihnen gerecht werdende und kostengünstige Angebote. Ferner ist eine Gemeinsamkeit aller Stadtteile, dass in ihnen sowohl sogenannte „bessere“ Viertel als auch Brennpunkte zu finden sind. Der Stadtteil mit dem höchsten „Brennpunktwert“ ist zweifellos Harlingerode, der mit dem niedrigsten Eckertal. Das Projektgebiet wird demzufolge Teile der Kernstadt, Bündheims und Schleweckes sowie das gesamte Harlingerode umfassen. Kernstadt: Die eigentlich charmante Innenstadt Bad Harzburgs weist bei näherem Hinsehen etliche Leerstände bei Gewerbeimmobilien in bester Lage auf. Die in ganz Deutschland stattfindende Krise des Einzelhandels ist hier besonders spürbar, viele alteingesessene Geschäfte und Familienbetriebe haben hier wie auch in anderen Ortsteilen in den letzten Jahren aufgegeben. Die Erwerbslosenzahl stieg dadurch im gesamten Stadtgebiet. Die Kernstadt erlebt seit mehr als einem Jahrzehnt einen starken Strukturwandel hin zu einer immer attraktiver werdenden Tourismushochburg am Fuße des Harzes. Bedingt durch die Pandemie und ihre Folgen vor allem für die Gastro- und Hotelbranche ist dieser Prozess ins Stocken geraten. Die Mehrzahl der sozialen Angebote im gesamten Stadtgebiet konzentriert sich auf die Kernstadt, nicht alle sind aufgrund der Tallage gleich gut erreichbar. Der Bahnhof als Verkehrsknotenpunkt liegt am Rand der Kernstadt an der Grenze zu Bündheim, die Stadtbusverbindungen sind nicht in wünschenswertem Maße entwickelt. Das Bahnhofsgebäude selbst - einst repräsentatives Jugendstil-Empfangszimmer der Stadt - ist zum Spekulationsobjekt geworden und verfällt zusehends. Für soziokulturelle Begegnungsräume gibt es gute, engagierte Ansätze innerhalb der einzelnen (vor allem kirchlichen) Institutionen. Das „vor Ort“ wäre allerdings das einzige werktäglich geöffnete und außerhalb eines konfessionellen Rahmens angesiedelte Projekt. Einen freien Begegnungsraum für Kinder und Jugendliche gibt es in der Kernstadt nur im KuKa, bisher allerdings lediglich in den Schulferien. Das Projektgebiet in der Kernstadt beschränkt sich auf die weniger gut gestellten Wohnquartiere in der Umgebung des Bahnhofs und entlang der Ausfallstraße "Ilsenburger Str.". Hierdurch wird etwa ein gutes Drittel der Innenstadtbevölkerung (3500 von 10.000) einbezogen. Bündheim: Der zweitgrößte Stadtteil grenzt an die Kernstadt und verfügt über eine wenig ausgeprägte soziale Infrastruktur. Für Jugendliche steht allerdings der gut angenommene Jugendtreff der Stadtjugendpflege zur Verfügung, er ist an den Wochenenden geschlossen. Das Projektgebiet beinhaltet die Quartiere entlang Dr.-Heinrich-Jasper-Str./Breite Str., die weiter außen liegenden Einfamilienhaussiedlungen sind ausgenommen. Schlewecke: Schlewecke besitzt keine herausragende wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt Bad Harzburg, zu erwähnen ist einzig die Kläranlage Harzburg im Radauanger. (Originalzitat: Wikipedia, Schlewecke/Wirtschaft). Durch seine Lage zwischen den größeren Ortsteilen Harlingerode und Bündheim sind die eigenständigen sozialen Strukturen wenig ausgeprägt, der bis 1993 existierende Sportverein TSG Bündheim/Schlewecke fusionierte zu diesem Zeitpunkt mit einem weiteren Verein zur TSG Bad Harzburg. Der Ortsteil hat keine nennenswerten Vereinsstrukturen oder Begegnungsorte. Das Projektgebiet bezieht die Quartiere entlang der "Breiten Str." Richtung Harlingerode und entlang der Schenkel des Dreiecks "Breiten Str." - "Bahnhofstr./Schlewecker Str." - "Wernigerorder Str." ein, die weiter außen liegenden Einfamilienhaussiedlungen sind ausgenommen. Harlingerode: Der als Problemviertel Bad Harzburgs geltende drittgrößte Ortsteil verfügt über eine auf das Stadtgebiet bezogene erhöhte Erwerbslosenzahl. Er bildet mit dem Goslarer Stadtteil Oker eine Industrieregion, die früher durch Bergbau und Verhüttung, heute durch Kreislaufwirtschaft und chemische Industrie geprägt ist. Durch den Strukturwandel ist hier der Wohnraum am günstigsten. Der Ortsteil hat eine kaufkraftschwächere Bevölkerung mit hohem Anteil an Migrant*innen und Schutzsuchenden aus Kriegsgebieten. Hier ist das gesamte Ortsgebiet Projektgebiet.
Einwohnerzahl
9500
Quelle / Anmerkungen
https://www.stadt-bad-harzburg.de/Meine-Stadt/Zahlen-Daten-Fakten, Bad Harzburg
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Für die Gesamtstadt: https://www.backinjob.de/stellenmarkt-Bad+Harzburg Für das Projektgebiet: Schätzung
Projektgebiet in Prozent
49
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
38
Anmerkung
Für die Gesamtstadt: https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Harzburg#Altersstruktur Für das Projektgebiet: Schätzung
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Für die Gesamtstadt: https://www.stadt-bad-harzburg.de/Meine-Stadt/Zahlen-Daten-Fakten Für das Projektgebiet: Schätzung, viele Geflüchtete aus der Ukraine arbeiten und leben innenstädtisch in Hotel- und Gastronomiebetrieben.
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
26
Anmerkung
Quelle: Schätzung. „Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kommen Menschen.“ Max Frisch: Überfremdung I (1965) Die Arbeit ist im Zuge des Strukturwandels weniger und anders geworden, die Menschen sind geblieben. Der Harz war über Jahrhunderte attraktiv für (Arbeits-)Migrant*innen. In die strategische Entwicklung der Wirtschaftszentren Wolfsburg und noch viel stärker Salzgitter während des Nationalsozialismus ist der Nordharz und damit auch Bad Harzburg einbezogen gewesen. In der Gründungsphase der Bundesrepublik kam es zu einem starken Zuzug geflüchteter Menschen aus den Ostgebieten des ehemaligen Deutschen Reichs, die zuvor in anderen Regionen der Besatzungszonen eine erste Zuflucht gefunden hatten. Eine sich schnell auf die neuen Gegebenheiten einstellende Wirtschaft, insbesondere in den Branchen Bergbau, Verhüttung, Metallverarbeitung und Chemie, bot vielen Chancen. Obwohl es sich bei diesen Menschen dem Pass nach um Deutsche handelte, bildeten diese Zugwanderten mit den autochonen Harzer*innen keine homogene Bevölkerung. Es lassen sich kulturellen und konfessionellen Unterschiede, die sie einbrachten, bis heute in der Stadtgesellschaft nachvollziehen. In den 50er und 60er Jahren kamen Arbeitsmigrant*innen besonders aus der Türkei und Griechenland hinzu. Herausragen ist hier der Stadteil Harlingerode zu nennen, der mit dem anliegenden Goslar-Oker einen zusammenhängenden Sozial- und Wirtschaftsraum bildet, hier siedelten sich besonders viele Familien an. Der in den 70ern einsetzende Strukturwandel traf diese Menschen, die noch nicht über Generationen an diesem Ort vernetzt waren, besonders hart. Aufgrund mangelnder Alternativen blieben jedoch die allermeisten ortsansässig.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Bereits vom Grundsatz her bekannte Bedarfe werden systematisch abgefragt und kanalisiert, institutionelle Knoten zusammengeführt, Ansätze und Akteur*innen gebündelt. „Vor Ort“ professionalisiert rudimentär vorhandende, ehrenamtliche Ansätze des KuKa und steigert den gestiegenen Bedarfen folgend räumliche und personelle Mittel. „Vor Ort“ in den Vororten überwindet Schwellenängste in Wohnquartieren und Sozialraum durch niedrigschwellige Angebote ("KunstKiste" "DanceAcademy" "KuKaCafé mobil"). „Vor Ort“ bildet im KuKa einen verstetigten Anlaufpunkt für Schutzsuchende aus Kriegs- und Krisengebieten. Dies bietet auch Orientierungshilfe im deutschen Bildungssystem, Übersetzung von Korrespondenz (Jobcenter, Jugendamt, Schulen, etc.) und Hilfe bei Alltagsproblemen. Ein Mittel dazu sind "Großeltern auf Zeit", gleichzeitig wirkt dies für diese gegen Vereinsamung. Alltägliche Begegnung unterschiedlicher Gruppen wirkt Radikalisierung und Rassimus entgegen. Durch Eigeninitiative erfahren Bewohner*ìnnen Selbstwirksamkeit und werden zu Multiplikatoren: Eine Gruppe von Peer-Helpern ist langfristiges strategisches Ziel. Dialogformen werden durch sie vertieft und weiterentwickelt. Soziokulturelle Eigeninitiative verselbständigt sich. Das Projekt ist ausgerichtet auf Niedrigschwelligkeit, Beratung und Sprachmittlung, präventive Arbeit sowie Komm- und Gehstruktur. Es bezieht zu den Schwerpunkten in Projektgebiet und Zielgruppen auch die gesamte Stadtgesellschaft Bad Harzburgs ein.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Einzelne Personen werden regelmäßige, zufriedene Teilnehmende, sie bringen zunehmend Freund*innen mit. Schließlich kommen Freundeskreise gemeinsam zu den regelmäßigen Öffnungszeiten. Ihre Aktivitäten entsprechen ihren Vorlieben und Interessen
Beschreibung
Es entwickeln sich eigene Aktivitätsgruppen, die innerhalb und außerhalb von "vor Ort" aktiv sind. Jede Neugründung ist ein Erfolg, jede dauerhafte Gruppenaktivität zeigt die lebendige Nachbarschaft
Beschreibung
Es melden sich Menschen mit konkreten Fähigkeiten (bspw. Computerkundige, Chorleitende, Musiker*innen) und möchten dieses einbringen. Wenn dies tatsächlich sporadisch bis dauerhaft geschieht, ist das Projekt erfolgreich.
Beschreibung
Senior*innen, die noch viel zu geben haben, engagieren sich in der Begleitung Geflüchteter. Seitdem "Gemeinsam" seine Tätigkeit eingestellt hat, fehlt eine lokale, institutionelle, sekulare Koordination, "vor Ort" wird ein Hub für diese Hilfen.
Beschreibung
Kinder und Jugendliche werden durch Ältere bei schulischen Schwierigkeiten, ob mit Lerninhalten oder im Konstrukt Schule, begleitet und unterstützt. Eine offene, ehrenamtliche Sprechstunde etabliert sich und hilft bei der Strukturierung der Hilfen
Beschreibung
Die Besucher*innen, Akteur*innen und Organisator*innen haben unterschiedlichste Probleme und Ziele. Übers Projekt als Hub findet jede Person passende Ansprechpersonen und institutionelle Strukturen, die den Anliegen gerecht werden.
Beschreibung
Bestehende Kooperationen wie mit der Migrationsberatung der Caritas vertiefen sich in gemeinsamen Aktionen, neue Koops mit anderen Beratungsstellen, Trägern oder Institutionen nutzen die Räumlichkeiten und das Team "vor Ort"
Beschreibung
Die Nachbarschaft führt von sich aus einmalig initiierte Angebote und Aktivitäten weiter. Über die drei Jahre hinweg werden regelmäßige gemeinsame Aktivitäten und Feste zu Tradition.
Beschreibung
Orte "vor Ort" im KuKa und den Vororten werden zu Ankerorten für eine Vielzahl von Gruppen und Aktivitäten. Diese Häfen sind dauerhafte und regelmäßige Anlaufpunkte für Aktive in der weiteren Nachbarschaft.
Beschreibung
Aus den positiven Erfahrungen erwächst Bereitschaft, sich auch für das gesamte Stadtgebiet zu engagieren; "vor Ort" ist nun überall. Es entsteht Motivation für kommunalpolitisches Engagement.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Christina Rechych, Lehrerin für Deutsch und Englisch, Sprachmittlerin für Ukrainisch, ehrenamtliche Projektleiterin Sprachcafé, unübertroffene Multiplikatorin in die ukrainische Community
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Aula Dakhil, Grundschullehrerin aus Syrien, Sprachmittlerin für Arabisch, ehrenamtliche Koordinatorin in der Lernförderung, verwöhnt gerne mit syrischen Leckereien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Volkhard Erben, Bad Harzburger Urgestein, Kosmopolit, Brückenbauer, wandelndes Lexion zur Stadtgeschichte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nina Festerling, zugewandte Netzwerkerin, kennt alle(s) und jede/n in der Stadt, Sprachmittlerin Ukrainisch/Russisch
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Anna Kalinika, Ukrainerin, Karrierefrau mit Kriegsknick, immer positiv, immer zuversichtlich
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mostafa Moslemi, akademischer Maler, Handwerksgenie und Raumgestalter, Sprachmittler für Farsi und Arabisch; spricht fließend Deutsch, nur "nein" kann er nicht sagen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rolf Achtel, seit 50 Jahren Tischlermeister, sportbegeistert- und begeisternd, immer noch Skilanglauflehrer, hilft bei handwerklichen Problemen mit Rat, Tat und Werkzeug
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pouyah Payrow, Informatiker, Ruhepol, Tischtennisass und Sprachenwunder (Muttersprachen Deutsch und Farsi) Sprachmittler für Englisch, Russisch, Japansich)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Petra Kneip, Kerzenkünstlerin, ausgebildete Malerin und Lackiererin, Fachkraft für Geduld, Langmütigkeit und Basteleien jeder Art
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Willi Gebhardt, Allround-Handwerker, findet Lösungen für fast alle Probleme rund um Haus und Hof, stellt Wissen und Werkzeug großzügig zur Verfügung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Galina Gross, Sprachmittlerin für Ukrainisch/Russisch, Kümmerin für alle Lebenslagen, liebt und teilt Süßigkeiten, sieht Arbeit und packt an
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Masouda Babury, Yoga-Lehrerin, vegetarische Meisterköchin, Sprachleherin für Deutsch, Sprachmittlerin für Englisch, Französisch, Farsi und Dari. Ihre Fröhlichkeit macht jeden Raum heller und wärmer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oleh Kondrashov, Informatiker und Technikflüsterer, hilft immer, wenn mal wieder das Internet gelöscht wurde ;-), begeistert Menschen für Sport und Spiel, KuKa-Schachmeister, Sprachmittler Ukrainisch/Russisch
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dorothee Kohtzer, hat in vielen Ländern und Kulturen gelebt, geduldige Zuhörerin, Sprachmittlerin Französisch, Englisch, Spanisch, zertifizierte DaZ-Lehrerin
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alex Stahl, Kletterkünstler und -lehrer, Sozialarbeiter, Leiter des Kinderheims Hoppetosse, nimmt Angst vor Höhe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sandra Vogt, Erzieherin, macht gerne Geschenke, fantasievolle "Basteltante", beruflich und als Mutter Multiplikatorin in die Elternschaft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Raoudah Guedri, treibende und werbende Kraft im Sprachcafé, Sprachmittlerin für Arabisch
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Recep Yesir, ausgebildeter Elektriker, Strippenzieher für die türkische Community, Sprachmittler Türkisch
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gino Sassone, Lehramtsstudent für Deutsch und Geschichte, seit Jahren ehrenamtlich engagiert in der Lernförderung und den Ferienangeboten, Sprachmittler Italienisch
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bert-Bastian Achtel, Master of International Social Work, Erlebnispädagoge, Globetrotter, Yoga- und Snowboardlehrer, gestaltet Seminare und Spieleabende, Sprachmittler Französisch, Englisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Harzwerk e.V. , harzwerk.org, Goslar-Oker / Bad Harzburg, das Harzwerk nutzt für Maßnahmen der Familienhilfe regelmäßig Räume im KuKa und beteiligt sich in unterschiedlichen Angeboten und Projekten.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreisjugendpflege, langjährige Zusammenarbeit bei Projekten und Ferienangeboten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter des Landkreises, regelmäßiger Kontakt im Rahmen der Sprachförderung und Sozialraumorientierung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mansfeld-Löbbecke-Stiftung, https://www.mansfeld-löbbecke.de/harlingerode-vor-dem-bruche, Kooperation mit Wohngruppen bei Aktionen und Ferienprogrammen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hoppetosse, http://kinderheim-hoppetosse.de/, Goslar-Oker, Kooperation mit Wohngruppe bei Aktionen und Ferienprogrammen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Juliane Wünsch, Vormundschaften/Pflegschaften, Juliane Wuensch@gmail.com, Kooperation bei Klient*innen in Bad Harzburg bei Lernförderung, Aktionen und Ferienprogrammen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kompass – Soziale Dienste, Kooperation bei Klient*innen in Bad Harzburg bei Lernförderung, Aktionen und Ferienprogrammen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Goslarsche Zeitung, Lokalredaktion Bad Harzburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Harzer Panorama
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Constanze Bleich, Migrationsberatung der Diakonie, Bad Harzburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Maike Glöckner, Berufs- und Studienberaterin, Arbeitsagentur, Netzwerk gg. Jugendarbeitslosigkeit, Initiative "Alternative Wege Schulpflicht zu erfüllen"
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
- Förderverein generiert Spenden und Aktivitätseinnahmen - Kreiswirtschaftsförderung fördert Sozialunternehmen, stellt möglicherweise Venture-Kapital - Tanz- und Bewegungsunterricht der Tanzpädagogin schafft regelmäßige Einnahmen - Kunstgruppen der Kunstpädagogin tragen in geringerem Maße bei - vor Ort gesicherte, angestellte Fachkompetenz ist Argument für Beantragung von weiteren Projekten - Zukunftsworkshops mit Bewohner*innen konzipieren zusätzlich langfristige Finanzierungsmöglichkeiten
Galerie
sprachcafe2
leerstaende buendheimschlewecke
leerstaende harlingerode
leerstaende innenstadt bahnhofsnaehe
bahnhof bad harzburg gesperrt
ferienprogramm 22
sprachcafe3
raeume. vor ort ist ueberall
sprachcafe1
sprachcafe4
streichaktion4
streichaktion5
kueche1.1
kueche2.1
kueche3.1
kueche4.1
kueche5.1
kueche6.1
kueche7.1
Zustimmung Veröffentlichung
On

KiS- Kultur im Stadtteil

Ansprechpartner
Marie Cordes
Funktion Stadttteilmanagerin
KiS - Kultur im Stadtteil
Projektbeschreibung
Das Nikolai-Viertel ist ein sehr heterogenes Stadtgebiet mit Menschen unterschiedlicher Kulturen und soziokultureller Hintergründe. Mit Unterstützung der kommunalen GWA werden seit 2017 im Stadtteil verschiedene Methoden der Gemeinwesenarbeit erprobt und festgestellt, dass über eine Mischung aus regelmäßigen kulturellen Veranstaltungen und einzelnen Aktionen verteilt eine hohe Bandbreite an Menschen vor Ort erreicht werden. Von den Anwohner:innen wurde die Entwicklung eines festen Rahmenprogramms sowohl mit wiederkehrenden als auch mit einzelnen Veranstaltungen bzw. Veranstaltungsreihen gewünscht. Ebenfalls haben niedrigschwellige Erhebungen das Bedürfnis nach offenen Angeboten verdeutlicht, die eine flexible und/oder spontane Teilnahme an Angeboten ermöglicht. KiS -Kultur im Stadtteil- zielt auf die Stärkung des Gemeinwesens und die Verbesserung der Lebensqualität durch kulturelle Begegnungen im Nikolaiviertel. Menschen aus dem Viertel werden über kulturelle Angebote zusammengebracht und so über Begegnungen der Aufbau von Bekanntschaften gefördert, der Zusammenhalt der Nachbarschaft nachhaltig gestärkt und ehrenamtliches Engagement gefördert. Über aktivierende Befragungen werden die Interessen der Anwohner:innen in die Entwicklung des Angebots- und Veranstaltungsformate aufgenommen u eine aktive Beteiligung bei der Planung u Umsetzung erstrebt. Mit KiS wirken wir der Vereinsamung der Menschen im Stadtteil entgegen u entwickeln das BGZ zum generationsübergreifenden (inter-) kulturellen Treffpunkt. Als stadtweit einziger barrierearmer Begegnungsort ermöglichen wir stadtteilübergreifend inklusive und interkulturelle Teilhabe für Menschen mit und ohne Einschränkungen. Über unterschiedliche Methoden der Kunst und Kultur wie Tanz, Theater, Malen, Gestalten, Kino werden Begegnungen von Bewohner:innen niedrigschwellig ermöglicht und Anlass, Raum und Möglichkeit gegeben, sich informell auszutauschen und so bestehende Vorurteile abzubauen und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft zu stärken. Die erforderlichen personellen und sachlichen Ressourcen sind derzeit nicht vorhanden, um die Aufgaben erfolgreich u nachhatlig umzusetzen. Daher hat die Gemeinde Ende 2023 einen Antrag bei der Stadt Verden zur Förderung d GWA gestellt. Dieser wurde mit Beschluss vom 12.12.23 gewährt. Die gewährte Summe i.H. von 20.000 € dient zur Sicherstellung des Eigenanteils des beantragten Projektes.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Nikolaiviertel ist ein sehr heterogenes Stadtgebiet mit wenig Freifläche und Raum für Treffpunkte, Spiel- und Bolzplätze. Das Nikolaiviertel ist geteilt in Reihenhäuser und Einfamilienhäuser auf der einen und große Wohnblöcke auf der anderen Seite. Eine Spaltung, die durch die Art der Wohnsituation sichtbar wird, sich aber auch gesellschaftlich, sozial und finanziell bemerkbar macht. In letzter Zeit nimmt die Vermüllung des Quatiers stetig zu. Seit den neunziger Jahren ist das Gebiet durch infrastrukturellen Wandel betroffen. Orte der Begegnung wie Bäckereien und Blumenläden haben ihre Geschäfte aufgegeben. Durch die Migrationsbewegung 2015/16 hat sich die soziale und ethnische Anwohner:innenstruktur im Stadtteil stark verändert und durchmischt. Die Verteilung der Menschen mit Migrationshintergrund konzentriert sich auf mehrere dicht beieinanderstehende Wohnblöcke. Ein weiterer Teil der Bewohner:innen besteht aus älteren und/ oder alleinstehenden Menschen und Familien mit wenig Einkommen und Transferleistungen. Für die Menschen in dem Stadtteil gibt es außer dem BGZ keine Anlaufstelle, die ein spontanes Treffen mit informellem Austausch über alltägliche Herausforderungen oder über Unterstützungsbedarfe ermöglicht, wie es früher beim Bäcker, Metzger o. ä. üblich war. Dies wurde insbesondere im vergangenen Jahr in einem der Wohnblöcke nach einem Fall häuslicher Gewalt mit Todesfolge deutlich. Insbesondere vor diesem Hintergrund strebt das Projekt eine Stärkung der nachbarschaftlichen Strukturen an, in denen die Anwohner:innen Verantwortung füreinander übernehmen und sich gegenseitig unterstützen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Verden/ Aller
Beschreibung
Das Gebiet ist eingekreist von der Lindhooper Straße, dem Berliner Ring, Moorstraße und den Eisenbahnschienen inkl. Bahnhof
Einwohnerzahl
4300
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Verden/Aller, Stand: 22.3.2024
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Verden/Aller, Stand: 22.3.2024
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Verden/Aller, Stand: 22.3.2024
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Verden/Aller, Stand: 22.3.2024
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Verden/Aller, Stand: 22.3.2024
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Landkreis Verden, Stand: 31.12.2021
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Landkreis Verden, Stand: 31.12.2021
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Landkreis Verden, Stand: 31.12.2021
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
-keine aktuellen Zahlen-
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
-keine aktuellen Zahlen-
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
-keine aktuellen Zahlen-
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Ziel ist, in dem Projektgebiet allen Anwohner:innen Beteiligung über kulturelle Angebote zu ermöglichen sowie Mitsprache und Mitgestaltung für ihr unmittelbares Lebensumfeld deutlich zu machen. Sie sollen zu Selbsthilfe und Selbstständigkeit aktiviert werden, um Verantwortung für das persönliche, soziale und wohnliche Umfeld zu übernehmen. In dem Projekt werden vorhandene Potentiale über vielschichtige kulturelle Methoden genutzt und aktiv eingebunden. Dies betrifft insbesindere die hohe Bereitschaft der Anwohner:innen sich zu engagieren. Im Allgemeinen zielt das Projekt darauf ab, die Situation einzelner Menschen sowie die soziale und kulturelle Infrastruktur des Stadtteils gemeinsam zu verbessern. Kunst und Kultur bieten zur Selbstreflektion, zur Reflektion der äußeren Lebensumstände und zum Erproben neuer/ alternativer Lebens-/ Umgangsformen eine breite Methodenvielfalt. Die Angliederung an die kommunalen Strukturen gewährleisten eine aktive interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Bereiche: Kulturförderung, Stadtplanung- und entwicklung, Wohnumfeld- und infrastrukturelle Verbesserung, Gesundheitsförderung, Stadtmarketing. Über die Einbindung in die kommunale GWA und den AK GWA sowie der Orientierung an der städtischen "Rahmenrichtlinie zur GWA der Stadt Verden (Aller)" ist ein hoher Wissens- und Erfahrungstransfer gewährleistet.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bedarfe der Bewohner:innen werden niedrigschwellig an neuralgischen Standorten im Stadtteil erhoben; sie sind eingeladen, sich aktiv an der Entwicklung von kulturellen Angebote zu beteiligen, ihre Interessen werden hierbei berücksichtig
Beschreibung
Das BGZ steht Anwohnenden zur Durchführung von selbstorganisierten Angeboten, Veranstaltungen zur Verfügung. Das BGZ ist für eine unabhängige Nutzung mit Küche mit Kühlschrank, Kaffemaschine, Wasserkocher etc. ausgestattet
Beschreibung
Bei den Anwohner:innen besteht ein großes Interesse und der Wunsch, sich für die Interessen und das Image des Stadtteils zu engagieren. Dieses Engagement soll gestärkt und gefördert werden.
Beschreibung
Bei der Planung und Durchführung von Angeboten werden die einzelnen Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen berücksichtigt; Es finden vielseitige Angebote statt, die zielgruppendspezifisch aber auch zielgruppenübergreifend ausgerichtet sind
Beschreibung
Die Projektumsetzung ist interdisziplinär ausgerichtet und bezieht bei der Planung und Umsetzung von Angeboten, Aktionen etc. die unterschiedlichen Fachrichtungen (Kulturförderung Stadtplanung, Sicherheit&Ordnung Polik, Gesundheit&Sport, Inklusion...) ein
Beschreibung
Gemeinsame Ziele werden entwickelt und Synergien zwischen Netzwerkpartnern werden aufgebaut; Aktionen und Angebote werden gemeinsam durchgeführt; ein wechselseitiger Informationsfluss ist sichergestellt & eine verlässliche/ nachhaltige Zusammenarbeit
Beschreibung
über regelmäßige Aktionen wie Stadtteilkonferenzen, Nachbarschaftsgrillen, Anwohner:innenversammlungen sind Möglichkeiten der informellen Begegnung geschaffen; engagierte Menschen werden unterstützt und gefördert, sich in ihrer Nachbarschaft einzubringen
Beschreibung
Es finden niedrigschwellige Wohnumfeldverbesserungen statt; Der Zugang zu sozialer, kultureller und gesundheitsfördernder Teilhabe wird durch eigene Angebote, Kooperationen u. durch Vermittlung erwirkt; über Begegnungen wird das soz. Miteinander gestärkt
Beschreibung
Das BGZ erhält eine kommunale Förderung zur Stärkung der GWA im Stadtteil und wird eng durch die städt. Abteilung GWA bei der Umsetzung von Methoden und Angeboten begleitet.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Verden: Abteilungen Gemeinwesenarbeit/ Inklusion, Integration/ Kulturförderung; Landkreis Verden: Kreisjugendpflege, Sozialraumorientierung, JUZ, VHS, Ferienprogramm
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tintenklecks e. V., Trägerverein Verdener Kulturflügel e.V., DomMusiken Verden, Verdener Jazz und Bluestage e.V., Lighttrain e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Verden Ost-Borstel, Jugendzentrum Verden, Stadtbibliothek, Aufsuchende Straßensozialarbeit, Musikschule Verden, Kindertagesstätte St. Nikolai
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe e.V., AWO Trialog, Fokus gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtkirchen Gemeinden, Kirchenkreis Verden, Kirchenkreis Jugenddienst, Haus kirchlicher Dienste, diakonisches Werk, Micha Keding Popcantor Verden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
HSG Aller, Kreissportbund Verden e.V, DRK Kreisverband Verden e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verdener Campus, Janusz Korzcak Schule, Jahnschule, BBS
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister, Ausschuss Jugend und Soziales, politische Gremien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verdener Aller Zeitung, Verdener Nachrichten, Allerdings, Överblick, facebook, instagram, Homepage, Schaukästen, youtube
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Baalk Backboard, Rewe, Classic, Lidl
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Anwohner des Nikolaiviertels, Ehrenamtliche
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Durch die Vernetzung im Stadtteil, den Einrichtungen der GWA+dem AK GWA findet ein steter Austausch über die erprobten Methoden statt, sodass ein aktiver Wissen- und Erfahrungstransfer zur Sicherstellung der Projektziele gewährleistet ist; Über regelmäßige Berichterstattung d. Projektverlaufs mit in polit. Gremien soll nach Projektbeendigung eine Verstetigung des BGZ über einen Stadtratsbeschluss erwirkt werden. Per Ratsbeschluss 23 wird der Zuschuss ihv 20000€ nach Projektende weitergezahlt.
Galerie
gebietseingrenzung
nikolaiansicht
drohnenaufnahme gemeinwesendiakonie verden
Zustimmung Veröffentlichung
On

Nord.Pol 2.0

Ansprechpartner
Ann-Kathrin Büdenbender
Funktion Gemeinwesenarbeit
Gesamtgesellschaftliche Bündnisse sichern langfristig die Gemeinwesenarbeit in Hildesheim
Projektbeschreibung
Im Fokus steht die Entwicklung eines Hildesheimer Modells, das als interdisziplinäre Verantwortungsgemeinschaft die GWA in der Hildesheimer Nordstadt langfristig finanziell sichern und verstetigen soll. In den letzten drei Jahren, in der ersten Förderperiode, konnte GWA in der Hildesheimer Nordstadt ausgebaut werden. Dabei ging es insbesondere um Beteiligung und die Durchführung partizipativer, stadtteilbezogener Projekte mit Netzwerkpartnern, sowie um strukturfördernde Koordinations-, Vernetzungs- und Aktivierungsarbeit. Diese Arbeit hat für die geplante Entwicklung eines Hildesheimer Modells eine gute Ausgangsbasis geschaffen, denn die Bereitschaft zur Zusammenarbeit, u.a. mit der Stadt, der Wohnungswirtschaft, dem Jobcenter und fördernden Stiftungen hat sich deutlich erhöht: Die Stadt ist mit uns, durch die beiliegende Kooperationsabsichtserklärung im März 2024 eine enge Kooperation eingegangen, weitere Einrichtungen erklären ihre Unterstützung durch Letter of Intents. Die Kooperation mit den Akteuren der Städtebauförderung „Sozialer Zusammenhalt“ ermöglicht Beteiligung von Bewohnenden an baulichen Prozessen. Die Netzwerkarbeit funktioniert sehr gut: Durch die Zusammenarbeit verschiedener Partner ergeben sich Synergien, die zu einer gelingenden GWA maßgeblich beitragen. Die bisherige Arbeit von Nord.Pol hat hieran großen Anteil. Der Kontakt untereinander konnte maßgeblich und zielgerichtet intensiviert werden, der Kreis der Sprecher*innen bildet den zentralen Netzwerkknoten und leitet die Arbeit des Stadtteilbüros. Potential sehen wir in der weiteren, intensiven Bewohnerbeteiligung und der Sozialraumorientierung von Bildungs-, Kultur- und Sozialeinrichtungen. Hier möchten wir in den kommenden Jahren Transformationsprozesse und Kooperationen anstiften, die u.a. dabei helfen, außerschulische Bildung im Stadtteil zu verankern. Dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung soll proaktiv durch ein Bündnis von Einrichtungen und Grundschulen begegnet werden, um gemeinsam Angebote zu entwickeln. Schlussendlich bedarf es neuer interkultureller Konzepte und einer digitalen Stadtteilplattform für bestehende Kontaktorte und zusätzlicher Ansätze für die Ansprache von Bewohnenden und Ehrenamtlichen. Langfristige Prozesse in Gang zu bringen und Veränderungen zu begleiten, wird durch das Hildesheimer Modell möglich. Der Folge-Projektantrag sichert die Entwicklung eines solchen, auf andere Kommunen mit fehlenden Haushaltsmitteln übertragbaren, Konzepts.
Laufzeit
2024-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Nordstadt ist und bleibt ein Ankunftsort in Hildesheim. Multiple Problemlagen haben sich durch anhaltenden Zuzug von Menschen mit vielfältigem Unterstützungsbedarf und dem Anwachsen der Bevölkerung allgemein, in den letzten Jahren verschärft. Zwar trägt die Arbeit der Vergangenheit Früchte, kann aber die vielen Bedarfe der Bewohner*innen und an Formen der Beteiligung nicht abdecken. Dadurch kommt es zur Überförderung der Einrichtungen und Ehrenamt zieht sich teils zurück. Stetige Kürzungen in Bereichen erschweren die kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort. Bundesprogramme für Kultur sind beendet, Projekte finden nicht mehr statt. Eine Verstetigung bereichsübergreifender GWA ist durch fehlende Mittel der Kommune nicht absehbar. Durch die Einführung des Ganztags25 sind alle Schulen im Stadtteil Ganztagsschulen. Der Unterstützungsbedarf, nicht nur der Bildungseinrichtungen, wird noch weiter steigen. Hier kann Erleichterung durch die Unterstützung bei der Sozialraumorientierung und der weiteren Öffnung in den Stadtteil entstehen. Dafür braucht es weitere Gelder und Ressourcen. Trotz der erschwerten Ausgangslage wurde in den letzten Jahren viel im Stadtteil geschafft. Vergangene Förderungen haben den Stadtteilverein mit dem Ehrenamt, eine Koordinierungsstelle Sport und ein AOK gefördertes Gesundheitsprogramm etabliert. Der Vernetzungsgrad aktiver Einrichtungen ist hoch und wurde ausgebaut. Veranstaltungen werden gemeinsam durchgeführt, Materialien selbstverständlich geteilt und Lösungen für Herausforderungen erarbeitet. Hier wollen/ müssen wir weiter machen und absichern, dies gelingt jedoch nur durch eine einmalige Folgeförderung von Nord.Pol 2.0.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Nordstadt
Beschreibung
Die Hildesheimer Nordstadt ist klar zum weiteren Stadtgebiet abgegrenzt. Der Hauptbahnhof und Bahnschienen im Süden stellen eine Grenze zur Innenstadt dar. Die Innerste fließt als weitere Grenze im Westen, der Norden grenzt sich durch die anliegenden Gemeinden Harsum und Giesen ab und im Osten liegt die B6 als weitere Grenze hinter dem Flugplatz (Gewerbegebiet). Die Gewerbegebiete führen zu einem entsprechend hohen Verkehrsaufkommen, die Emissionsbelastung ist erhöht und die Einwohnerdichte im Kerngebiet der Nordstadt besonders hoch. Die wenigen vorhandenen Freiflächen im Stadtteil sind häufig übernutzt und bei zugleich unzureichender Pflege und durch viel Müllaufkommen unattraktiv.
Einwohnerzahl
11485
Quelle / Anmerkungen
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Der Förderbereich „Sozialer Zusammenhalt nördliche Nordstadt“ umfasst nicht den gesamten Stadtteil, sondern nur ein deutlich kleineres Teilgebiet. Es sind neben der Förderung von kleineren Projekten im Sanierungsgebiet durch den Verfügungsfonds nur solche Maßnahmen förderfähig, die sich unmittelbar auf eine bauliche Sanierung bzw. investive Maßnahme beziehen. Aktivierung von Bewohner*innen-Engagement ist nur förderfähig, wenn es sich auf die Planung bzw. Umsetzung einer baulichen Maßnahme bezieht, z.B. auf die Planungsbeteiligung. Das sozialplanerische Quartiersmanagement ist entsprechend gering mit Personalstunden ausgestattet. Der Antrag Nord.Pol 2.0 bezieht sich auf den gesamten Stadtteil Nordstadt. Die Aufgaben, die mit der Weiterführung des Projekts verbunden sind, können nicht durch das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ geleistet werden. Dies hat sich auch in der letzten Förderperiode gezeigt. Die Zusammenarbeit ist sinnvoll und soll fortgesetzt werden. Eine Verankerung in städtische Strukturen, die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk und der Aufbau des „Hildesheimer Modells“ als nachhaltige Finanzierungsstruktur der GWA lassen sich entsprechend ebenso wenig aus den Mitteln und Ressourcen des Förderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ realisieren. Genauso wenig die Planungen hinsichtlich einer Zusammenarbeit mit den Bildungs- und Kultureinrichtungen und der Unterstützung deren Bemühungen hin zu mehr Sozialraumorientierung. Sie sind weiterhin Aufgabe der Gemeinwesen- und Kulturarbeit im Stadtteil, die nur durch Nord.Pol 2.0 entsprechende Ressourcen zur Verfügung hat. Die Synergien im Netzwerk sind vorhanden, die Grundlagen geschaffen, die Förderung darf aber zu diesem Zeitpunkt nicht wieder zurück gehen. Durch die Förderung von Nord.Pol 2.0 wäre dies gewährleistet und eine nachhaltige Finanzierungsstruktur durch das Hildesheimer Modell kann entstehen. Das städtebaulich wirksame Förderprogramm Sozialer Zusammenhalt erhält dadurch die notwendige, flankierende Wirkung im sozialen und kulturellen Bereich. Baulich entstehende Verbesserungen werden durch soziale, beschäftigungsfördernde, (inter-)kulturelle und bildungsbezogene Maßnahmen mit Leben gefüllt und Teilhabe gefördert.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kinder 0- incl. 13 Jahre 17 % und 12 % Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
0-incl. 26 Jahre 37 % und 28 % Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ALO unter 25 Jahren Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
77
Gesamtstadt in Prozent
66
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten zum 31.12.2023 Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt erfüllt alle Qualitätsstandards der GWA. Der übergreifende, vernetzte Ansatz wurde aus jahrelangen Erfahrungen lokaler Akteur*innen im Netzwerk entwickelt. Im Kreis der Sprecher*innen sind trägerübergreifend alle Akteure aus 12 AKs und Netzwerken verbunden und arbeiten an langfristig ausgerichteten Zielen. Neu ist, dass die verschiedenen Verwaltungsbereiche der Stadt und Behörden wie z.B. Jobcenter einbezogen werden. Gemeinsam wird ein strategisch ausgerichteter, bereichsübergreifender Ansatz mit dem Ziel der Absicherung im Hildesheimer Modell entwickelt. Die Zusammenarbeit zwischen der KuFa, die zentrale Kulturtechniken thematisiert, und dem Stadtteilbüro als zentrale Anlaufstelle, die weiter interkulturell und digitaler ausgerichtet wird, sind maßgeblich für die Weiterentwicklung von GWA. Möglich ist das nur, wenn es weitere Ressourcen gibt und GWA gemeinsam mit der Stadtkultur die koordinierende, aktivierende Rolle in der Bewohnerschaft, sowie im Netzwerk der Akteure und in der Kooperation auf Augenhöhe mit den Verwaltungsbereichen spielen können. Der Aufbau des Gesamtprojektes ermöglicht auch Akteuren Zugänge, die nur punktuell Beiträge leisten und erhöht deren Möglichkeit zur Erweiterung eigener Sozialraumorientierung. Das Konzept zur Förderung (trans-)kultureller Teilhabe setzt dabei auf die Selbstwirksamkeit der Nordstädter*innen, welche Aktionen mitgestalten und somit durch das eigene kooperative Tun Teilhabe im gesamten Quartier fördern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Teilhabe und Partizipation von Bewohner*innen sind handlungsleitend, ein Anteil von 5% der Erreichten arbeitet ehrenamtlich, Ideen und Anliegen finden Eingang in Prozesse des Städtebau, Kulturprojekte, Beschäftigungsförderung & nachbarschaftliche Aktionen
Beschreibung
Bewohner*innen werden befähigt und ermutigt, eigene Projekte umzusetzen und sich so in ihrer Nachbarschaft, der Beschäftigungsförderung und der kulturellen Bildung zu engagieren. Erkennbar wird dies, wenn Module in Mitverantwortung durchgeführt werden
Beschreibung
Die Diversität im Stadtteil ist zentrale Herausforderung und Ressource zugleich; Der Standard ist erreicht, wenn bei mind. 50% aller Aktivitäten Stärken und Ressourcen aus der Nachbarschaft bzw. aus den Kooperationen eingeflossen sind.
Beschreibung
Transkulturelle Konzeption und Perspektive erfordern die Einbeziehung und das gemeinsame Tun ganz verschiedener Menschen und deren Begegnung. Menschen mit Migrationsgeschichte, Arbeitslose, sowie Eltern und Jugendliche sind besonders berücksichtigt.
Beschreibung
Stadtkultur & GWA werden in Synergie miteinander und mit Jobcenter, Beschäftigungsförderung verbunden. Das Netzwerk, sowie diverse Verwaltungen der Stadt, Stiftungen und andere Förderer werden im Projekt am Hildesheimer Modell gemeinsam arbeiten.
Beschreibung
Das Gesamtnetzwerk bildet das Fundament. Das Netzwerk besteht aus Haupt- und Ehrenamtlichen. Das Hildesheimer Modell entwickelt ein nachhaltiges Finanzierungsmodell. Mind. 5 neue Kooperationen entstehen.
Beschreibung
Durch Partizipation und Beteiligung der Bewohner*innen sowie die Ermutigung und Befähigung zu selbst organisierten, nachbarschaftlichen Aktionen und beschäftigungsfördernden Projekten wird Selbstwirksamkeit gestärkt und lebendige Nachbarschaft erreicht.
Beschreibung
Infrastruktur für beschäftigungsfördernde Maßnahmen und Teilhabe-Förderung werden weiter ausgebaut. Netzwerk und Trägerverbund erweitern sich durch die Zusammenarbeit mit städtischer Ebene und Verwaltung und Behörden. Das Netzwerk strahlt in Gesamtstadt.
Beschreibung
Hildesheimer Modell dient als Vorbild für finanzschwache Kommunen. Gemeinsam wird GWA weiterentwickelt, Träger aus Bildung und Kultur arbeiten sozialraumorientiert. Ehrenamt und Hauptamt arbeiten gemeinsam bereichsübergreifend. Mind. 3 neue Aktivitäten.
Vorhandene Strukturen
Im Stadtteilbüro Nordstadt (Trägerschaft Lebenshilfe) arbeitet im Auftrag der Stadt Hildesheim die Fachkraft für GWA mit 8 Wochenstunden, anteilig durch Stadt, Kreis, Wohnungswirtschaft und Sparkasse finanziert. Sie beinhaltet Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen des Vereins Nordstadt.Mehr.Wert, der einzelne Aufgaben der Vernetzung und Bewohneraktivierung übernimmt. Mit weiteren 6 Stunden wird die Umsetzung der Präventionsstrategie CTC vorangetrieben, mit 11 Stunden das sozialplanerische Quartiersmanagement, finanziert durch das Programm Sozialer Zusammenhalt. Die zusätzlichen Handlungsfelder betreffen Antragsstellung, Koordination, Vernetzung, Programmentwicklung, aufsuchende Kulturarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Buchhaltung. Dies und direktes Kommunizieren mit Anwohner*innen ist nur durch die aktuell geförderten halben Stellen möglich. Insbesondere Austausch mit Ehrenamt und Aktivierung von Bewohner*innen kann nur durch die 2 halben Stellen aus Stadtteilbüro und Kulturfabrik gewährleistet werden. Die Arbeit aller Netzwerkakteur*innen fokussiert sich auf den Aufbau langfristig wirksamer Strukturen, sowie auf Aktivierung und vor allem auf (trans-)kulturelle Teilhabe sehr diverser Zielgruppen. Der erhebliche Mehrbedarf an GWA und Stadtkultur in Kooperation mit Beschäftigungsförderung soll im vorliegenden Projekt gedeckt und in eine durch das Hildesheimer Modell aufgebaute, zukünftig endlich langfristig abgesicherte, standfeste Träger- und Finanzierungsstruktur geführt werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadtplanung, Städtebauförderung, Sozialdezernat, Sozialplanung, Stabstelle für Kultur und Stiftungen, Stabstelle Migration und Inklusion, FB Soziales, Jugendpflege, Smart City, Landkreis Hildesheim: Jugend- und Gesundheitsamt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturfabrik Löseke, Theaterpädagogisches Zentrum, Theaterhaus Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter, Agentur für Arbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Hildesheim, LABORA Jugendwerkstatt, SBH Nord, Bahnhofsmission, Caritas Wohnen, Caritas Hildesheim, Diakonie Himmelsthür und Diakonisches Werk (mit Blick auf die verstärkte stadtteilübergreifende Kooperation der GWA),
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilverein Nordstadt.Mehr.Wert e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AOK Gesundheitsprogramm Nordstadt, Koordinierungsstelle Sport, AK Gesundheit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Geschwister-Scholl-Schule, Grundschule Nord, Grundschule Johannesschule, Robert-Bosch-Gesamtschule, Hermann-Nohl-Berufsschule, Walter-Gropius-Berufsschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther-Kirchengemeinde, Türkisch-islamische Gemeinde, Ayasofia Moscheeverein, Alevitische Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gbg, Beamtenwohnungsverein, Sievers Hausverwaltung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgersender Radio Tonkuhle, Nordstädter Stadtteilzeitung, Hildesheimer Allgemeine Zeitung, Kehrwieder am Sonntag
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Nordstadt, Lenkungsgruppe Sozialer Zusammenhalt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Projektgruppen Stadtteilverein Nordstadt.Mehr.Wert, Ehrenamtliche Bewohner*innen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk Nordstadt Kreis der Sprecher*innen, Johannishofstiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sparkasse Hildesheim, Volksbank
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Durch das Hildesheimer Modell wird eine nachhaltige Finanzierung von GWA erarbeitet. Mit der strukturellen Verankerung in Politik und Verwaltung wird ein gemeinsames Verständnis von GWA und deren langfristige Absicherung bereichsübergreifend konzipiert. Der Eigenanteil der Stadt ist im Haushalt eingeplant. Durch das Hildesheimer Modell entsteht eine nachhaltig wirksame GWA, die bereichsübergreifend Bildung, Kultur, Beschäftigungsförderung, Teilhabe, Stadtentwicklung und Soziales verknüpft.
Galerie
230602 reallabor foto frederikpreuschoft 5
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nordstadt miteinander machen cover
ins licht   ins licht gerueckt   willi durckstein
2023 04 18 make a window nordstadt labor a.buedenbender 6
2023 06 08 speilcafe haseplatz a.buedenbender 6
skizze hildesheim nordstadt netzwerkkarte
Zustimmung Veröffentlichung
On

Das Heersumer Ammonshaus

Ansprechpartner
Jürgen Zinke
Funktion Geschäftsführung
Ein neuer Gemischtwarenladen für Ungezogene und Zugezogene
Projektbeschreibung
Heersum ist ein kleines Dorf im Landkreis Hildesheim. Die florierenden Neubaugebiete haben in den vergangenen Jahren für regen Bevölkerungszuwachs gesorgt. Die EinwohnerInnenzahl hat sich in kurzer Zeit fast verdoppelt. Das „alte Dorf“ hingegen wirkt wie ein verlassenes Zentrum, umsäumt von Schlafburgen auf den Hügeln am Ortsrand. Hier haben alle Läden zugemacht. Fast alle. Denn seit Kurzem gibt es einen Marktplatz mit großer Konzerthalle. Die "Innerstephilharmonie" war Bühnenbild unseres großen Landschaftstheaterprojekts „Das Ammonshorn“ (vgl. Anlage Medien). Obwohl das Projekt beendet ist, wird das leerstehende Ladenlokal mit der markanten Fassade weiterhin als Treffpunkt genutzt. Aber die Dorfgemeinschaft ist sich nicht einig, wie ein zukünftiges Dorfgemeinschaftshaus beschaffen sein muss. Mit qualifizierter Gemeinwesenarbeit wollen wir den Zusammenhalt im Dorf verbessern und aus der eigenwilligen Sehenswürdigkeit ein neues Wahrzeichen für eine intakte demokratische Dorfgemeinschaft machen. Obwohl unsere jährlichen Theaterspektakel mittlerweile auf wechselnden Landschaftsbühnen im Kreisgebiet stattfinden, will das Forum Heersum in seinem Heimatdorf nicht nur eine Briefkastenfirma sein. Mit unserem Marktplatz-Projekt wollen wir den HeersumerInnen etwas zurückgeben, das auch ohne große Theaterspektakel funktioniert. Einen Ort, der von den EinwohnerInnen des Dorfs selbst bespielt wird, auch wenn das Heersumer Landschaftstheater gerade im Südkreis zu Gast ist. Unsere Stärke ist es, ganz unterschiedliche Leute unterzuhaken und mit auf Entdeckungsreise zu nehmen. Auf diese Weise gelingt es uns, über den Kirchturmradius hinaus Interesse für das Dorf und seine Geschichte(n) zu wecken. Mit unseren Theaterspektakeln schaffen wir gemeinsame Erlebnisse und setzen damit ein Thema, über das wir die Leute ins Gespräch bringen. Nach innen bewirkt das einen angenehmen Lokalpatriotismus, der länger anhält als eine Theatersaison. Diesem Lokalpatriotismus wollen wir in Heersum zu einem Ladenlokal verhelfen. Es soll ein öffentliches Wohnzimmer für Neubürger*innen und Alteingesessene sein, für Leute aus dem Dorf und für Leute von auswärts. Die Musik spielt nicht nur in den Metropolen der Welt, sie spielt auch im kleinen Dorf Heersum. Dafür soll es nach unserem Theaterspektakel als „dritten Ort“ die Innerstephilharmonie geben, wo man selbst den Ton angeben kann. Dabei wollen wir unsere soziokulturelle Expertise einsetzen und mit qualifizierter Gemeinwesenarbeit erweitern.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Heersum ist ein kleines Dorf im Landkreis Hildesheim. Die Neubaugebiete „Innersteblick“ und „In den Gänseköpfen“ haben in den vergangenen Jahren für regen Bevölkerungszuwachs gesorgt. Die Einwohner*innenzahl hat sich in kurzer Zeit fast verdoppelt (derzeit 750). Das „alte Dorf“ mit seinen leerstehenden Ladenlokalen wirkt wie ein entkoppeltes Zentrum, umsäumt von Schlafburgen am Ortsrand. Die Neubaugebiete florieren, während der Ortskern schrumpft. Weil es keine Kommunikationsorte gibt, vereinzeln die Interessen. Projekte wie der Aufbau eines Dorfgemeinschaftshauses scheitern, weil niemand im Dorf die Einzelinteressen bündelt und sich um eine übergreifende Gemeinwesenarbeit kümmert. Eine Bereicherung des Dorflebens kam 1990 mit dem „Forum Heersum“ in den Ort. Viele Jahre beteiligen sich fast alle Vereine an den jährlichen „Heersumer Sommerspielen“, bei denen das Leben des Dorfes Heersum unter geschichtlichen und alltäglichen Aspekten inszeniert wurde. Mittlerweile hat sich das Konzept des Landschaftstheaters gewandelt. Der Verein agiert kreisweit und inszeniert seine Theaterspektakel an jährlich wechselnden Spielorten im Landkreis. Im Dorf Heersum befindet sich nur noch das Büro und die Fundus-Werkstattscheune. Anlässlich des 1000jährigen Jubiläums des Dorfes hat der Verein nach vielen Jahren wieder ein Gastspiel in Heersum gegeben. Dabei wurde im Ortskern ein verwahrloster Platz mit zwei leerstehenden Ladenlokalen bespielt. Den entstandenen „Marktplatz samt Ammonshaus“ möchte der Verein nach dem Dorfjubiläum als neuen „dritten Ort“ erhalten und von dort mit qualifizierter Gemeinwesenarbeit den Zusammenhalt und die Qualität sozialer Beziehungen verbessern.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Heersum, Gemeinde Holle, Landkreis Hildesheim
Beschreibung
Heersum ist ein Dorf der Gemeinde Holle (ca. 7100 Einwohner*innen) im Landkreis Hildesheim, ca. 16 km Süd-östlich der Kreisstadt
Einwohnerzahl
750
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.citypopulation.de/de/germany/niedersachsen/hildesheim/03254022__holle/
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.citypopulation.de/de/germany/niedersachsen/hildesheim/03254022__holle/
Unterlagen zum Gebiet
karte.jpg (135.9 KB)
GWA/QM-Ansatz
Die Kernkompetenz des Vereins ist die Durchführung niederschwelliger soziokultureller Theaterprojekte. Um damit im Dorf nachhaltige "Entwicklungshilfe" und Impulse zur Selbsthilfe geben zu können, will der Verein sein KnowHow mit qualifizierter Gemeinwesenarbeit anreichern, bzw. zusätzliche personelle Kapazitäten dafür schaffen. In der Verbindung hoffen wir auf eine win-win-Situation. Durch die Gemeinwesenarbeit findet unser Theater einen guten Draht zur Bevölkerung. Mit unserem kulturellen Ansatz wiederum geben wir der Gemeinwesenarbeit besondere Impulse. Alljährlich können wir über hundert Menschen motivieren, Teil unseres humorvollen Landschaftstheaters zu werden, das in einer Mischung aus regionalem Stoff mit bekannten popkulturellen Motiven auf wechselnde Spielorte maßgeschneidert wird und damit jedes Jahr Tausende Zuschauer aufs Land hinaus lockt. Mit den Inszenierungen eignen wir uns profane Orte des Landlebens an und schaffen das Kunststück, die „LaiendarstellerInnen“ zum Bestandteil der Bühnenkunst zu machen anstatt die Kunst auf „Laienniveau“ herunterzubrechen. “Eine Region spielt sich selbst und ihre eigenen Geschichten! Besser kann Theater seine Funktion als Ort der kollektiven Selbstvergewisserung und als Ort der lebendigen Auseinandersetzung mit der lokalen Lebensrealität nicht erfüllen.“ (B. Ellenberger, ehem. Chefdramaturgin des Stadttheaters Hildesheim). Unsere soziokulturelle Expertise wollen wir einsetzen und mit qualifizierter Gemeinwesenarbeit erweitern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
jährlich mindestens 3 größere Veranstaltungen mit jew. mindestens 50 Besucher*innen sowohl aus dem alten Dorf als auch aus den Neubaugebieten durchgeführt werden.
Beschreibung
400 Personen/Jahr das Angebot genutzt haben, das "Ammonshaus" als Treffpunkt genutzt wird
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Holle, BM Hoppe, Jugendpflegerin Müller
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
WIR für Heersum e.V., Dachverein der Ortsvereine, Vorsitzende: Claudia Wolff
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TTC Heersum e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Heersum-Astenbeck, Kirchenvorstand Günter Gondeck
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk Kultur & Heimat Hildesheimer Land e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
"Rentnerband", "Goldener Oktober" (DRK-Gymnastikgruppe 50+)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hildesheimer Allgemeine Zeitung, Holler Nachrichten
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt stößt im Ortsrat und in der Gemeindeverwaltung auf Interesse. Dass sich der Verein mit seiner überregionalen Ausstrahlung neben den kreisweiten Kulturprojekten auch für den Ort seines Vereinssitzes engagieren will, wird positiv bewertet. Unterstützung und Zusammenarbeit mit dem Ortsverein "WIR für Heersum" wurde zugesagt. Ob eine finanzielle Unterstützung möglich ist, wird sich im Rahmen der Projektarbeit zeigen. Die Dauer der Projektförderung schafft dafür gute Voraussetzungen.
Galerie
ammonshaus
jahresbericht lv soziokultur nds 2023
hiaz ammonshorn2
hiaz ammonshorn3
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Nord.Pol - Strukturen sichern, kulturelle Teilhabe ermöglichen, beschäftigungsfördernd wirken

Ansprechpartner
Ann-Kathrin Büdenbender
Funktion Gemeinwesenarbeit
Strukturen sichern, kulturelle Teilhabe ermöglichen, beschäftigungsfördernd wirken - Magnetfeld Sein
Projektbeschreibung
Projektkern ist die neuartige Kooperation von GWA und Stadtkulturarbeit mit der Beschäftigungsförderung, Jobcenter und Stadtplanung. Des weiteren steht die Fokussierung auf die Bildung nachhaltiger Strukturen im Zentrum der Projektidee. Die GWA ist mit aktuell 10 Wochenstunden nicht in der Lage, strukturfördernde Koordinations-, Vernetzungs-, und Aktivierungsarbeit zu leisten. Sozialer Zusammenhalt entsteht aber nur dort, wo Teilhabe an Gestaltungsprozessen, am Arbeitsmarkt und im Bildungsbereich bereichsübergreifend konzipiert, umgesetzt und langfristig verlässlich gewährleistet wird. Diesem Themenbereich und dem Aufbau entsprechend dauerhaft wirksamer Strukturen im Trägerverbund, in Kooperation mit Stadt, Jobcenter, Quartiersmanagement und Beschäftigungsträgern stellt sich das vorliegende Projekt. Der Kulturbereich ermöglicht dabei, ergänzend zur GWA, neue Wege und Umwege zu eröffnen und positive Synergie im Zusammenspiel zu fördern. Jedoch ist bislang auch für die Arbeit der Stadtkultur lediglich eine projektabhängige, halbe, befristete Stelle geschaffen, deren Stunden sich um immer wechselnde Projekte bemühen muss. Langfristig Prozesse in Gang zu bringen und Transformationen zu begleiten, ist auch damit nicht möglich. Die Herausforderung in der Nordstadt besteht aber genau darin, in der fehlenden langfristig wirksamen Struktur der GWA, sowie in gering vernetzten Akteur*innen, die alle je nur mit Projektmitteln ausgestattet sind. Die beantragten Maßnahmen basieren auf in wechselnden Projektkonstellationen bereits erprobten Kooperationen in den Bereichen Soziales, Bildung und Kultur. Der Arbeitsansatz ist bereichsübergreifend angelegt, Nord.Pol wirkt als Magnetfeld mit klarer Ausrichtung, tief verankernd! Auf dem Weg dahin setzen wir auf persönliche Ansprache, Kontakte, dezentrale Aktivitäten, beschäftigungsfördernde Kooperationen mit Stadtplanung und Jobcenter, Flexibilität, vielseitige und niedrigschwellige partizipative Angebote (s. dazu Projektskizze als Kurzfilm unter dem Video-Link: https://youtu.be/ChFgIY2YVKc). Der Wille zur bereichsübergreifenden Kooperation und die Unterstützung für die Entwicklung der neuen Trägerstruktur wurde seitens der Stadt (Sozialdezernat, Kulturamt und Bildungskoordination), dem Job-Center sowie den Schulen im Stadtteil zugesichert. Mit der Stadtplanung wird bereits kontinuierlich und langfristig zusammengearbeitet.
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Im Stadtteil herrscht nicht erst seit 2015, seither aber eine sich deutlich wandelnde Bewohner*innenstruktur: vermehrter Zuzug von Geflüchteten und eine Zunahme des Anteils von Transferleistungsempfänger*innen, bei immer weiter sinkender Schulreife der Vorschulkinder, deren Eltern zu mehr als 85% Migrationserfahrung haben. Die kulturelle Diversität ist viel höher als überall sonst im Kreisgebiet. Herausforderungen bestehen in mangelnder Teilhabe, insbesondere auch am Arbeitsmarkt, Erreichbarkeit der Zielgruppen zur Vermeidung von Bildungsungerechtigkeit, Beschäftigungsförderung und im Zugang zu Bildung und Kultur für die schwerer erreichbaren Zielgruppen. Die wenigen vorhandenen Stunden der Gemeinwesenarbeit und Stadtkultur können den in all diesen Handlungsfeldern wachsenden Bedarf mit Blick auf den Aufbau langfristig wirksamer Strukturen, Vernetzung der Akteur*innen, sowie Partizipation und Teilhabeförderung mit Bewohner*innen bei weitem nicht decken. Dies verstärkt sich durch eine stark sektoral geprägte Verwaltungsstruktur in Stadt und Landkreis. Eine bereichsübergreifende Ansprechperson gibt es trotz der Umsetzung der Städtebauförderung für die sozialen, kulturellen und beschäftigungsfördernden Bereiche nicht. Aktuell herrscht der Eindruck vor: „Wir machen total viel, nach ein paar Jahren erinnert sich aber niemand, weil immer etwas Neues kommt – verändert das wirklich das Zusammenleben im Viertel?“ Die existenzielle Herausforderung liegt demnach im Aufbau langfristig wirksamer Strukturen. Projektziel für die kommenden drei Jahre muss es sein, diese Kooperation aufzubauen und nachhaltig zu verankern. Die Nordstadt ist typischer Ankunftsort und damit Modellstandort.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Nordstadt
Beschreibung
Die Nordstadt ist zur Innenstadt und anderen Stadtteilen klar abgegrenzt. Sie liegt innenstadtnah und wird begrenzt durch die Bahn mit dem Hauptbahnhof im Süden, dem Fluss Innerste im Westen, die Gemeindegrenze zu Giesen und Harsum im Norden und einer gedachten Linie um den Flugplatz herum entlang der B6 im Osten. Die Nordstadt ist geprägt durch hohe Einwohnerdichte und erhöhte Emissionsbelastung durch große Gewerbegebiete und entsprechendes Verkehrsaufkommen. Es gibt insgesamt wenige und oft unattraktive Freiflächen.
Einwohnerzahl
11200
Quelle / Anmerkungen
Stadt HIldesheim
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Programmgebiet "Sozialer Zusammenhalt nördliche Nordstadt" ist nur auf einen kleinen Bereich des mit ungefähr 11.000 Bewohner*innen zweitgrößten Hildesheimer Stadtteils begrenzt! Es sind neben der Förderung von kleineren Projekten im Sanierungsgebiet durch den Verfügungsfonds nur solche Maßnahmen förderfähig, die sich unmittelbar auf eine bauliche Sanierung bzw. investive Maßnahme beziehen. Aktivierung von Bewohner*innenengagement ist nur förderfähig, wenn es sich auf die Planung bzw. Umsetzung einer baulichen Maßnahme bezieht, z.B. auf die Planungsbeteiligung. Das sozialplanerische Quartiersmanagement ist entsprechend gering mit Personalstunden ausgestattet. Die für das vorliegende Projekt beschriebenen Aufgaben, die notwendige Koordinierung, der Aufbau langfristiger Strukturen und verstärkte Aktivierung sind daraus nicht zu leisten. Zugleich benötigt der gesamte Stadtteil als ausdrücklicher „Ankunftsort“, geprägt durch eine sehr hohe kulturelle Diversität, eine deutlich verstärkte und langfristig gesicherte Aufmerksamkeit und Aktivierungsleistung. Die Bedarfe hinsichtlich beruflicher Integration, frühkindlicher Bildung, Stärkung der Nachbarschaft und insbesondere der Förderung von Transkulturalität sind immens. Eine besondere Betonung muss dabei auf der Beschäftigungsförderung (mit Blick auf die höchsten Zahlen an Bedarfsgemeinschaften landkreisweit), sowie der Erreichbarkeit der Zielgruppe der Eltern mit ihren Kindern liegen, weil dort die Situation besonders besorgniserregend ist. So wurde über die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen im Jahr 2019 für die Nordstadt festgestellt, dass die Schulfähigkeit der Kinder im Vergleich zu anderen Stadtteilen deutlich geringer ausfällt: Nur jedes 8. Kind in der Nordstadt ist glatt einschulbar (12 Prozent). Im Jahr 2014 war die Zahl noch mehr als doppelt so hoch! Im CTC-Prozess und der Arbeit der AG Nordstadt wurde durch die Fachakteur*innen herausgearbeitet, dass es im Stadtteil an der Erreichbarkeit diverser kultureller Milieus und vieler Eltern mangelt, wenig Nachbarschaftshilfe stattfindet und ein geringer Zusammenhalt existiert. Diese Entwicklungen werden sich langfristig eher verfestigen, als dass eine grundlegende Änderung in Sicht wäre. Deshalb muss eine langfristig wirksame und dafür geeignete Kooperations- und Trägerstruktur entwickelt werden. Die Ergebnisse der diversen Erhebungen unterstützen weiterhin die unbedingte Notwendigkeit, deutlich mehr zu aktivieren und die Teilhabe zu fördern und dabei vor allem die Partizipation der Bewohner*innen und die Beschäftigungsförderung in den Vordergrund zu stellen. Teilhabe kann in der Nordstadt nur auf Basis des Konzeptes der Transkulturalität entwickelt werden, andere Teilhabekonzepte scheitern in dem durch hohe Diversität geprägten Viertel u.a. an der Zugänglichkeit oder aber der isolierten Ansprache einzelner kultureller Gruppen. Aufgrund der hohen fachlichen Kompetenz, die im CTC-Prozess und in der AG Nordstadt sowie den themenbezogenen Unterarbeitsgruppen vertreten ist, können fachliche Impulse über das koordinierende Stadtteilbüro für das geplante Projekt eingebracht werden. Durch eine starke Gemeinwesenarbeit in unmittelbarer Kooperation mit Stadtkultur und Beschäftigungsförderung - das besondere Potential in diesem Stadtteil, insbesondere jetzt nach der Neustrukturierung des Jobcenter - werden Synergieeffekte genutzt und Doppelstrukturen vermieden. Eine enge Verzahnung soll im vorliegend beschriebenen Projekt nicht nur mit dem Programm "Sozialer Zusammenhalt" (früher Soziale Stadt), sondern insbesondere mit dem Jobcenter, mit der Arbeit des Stadtteilvereins, der Arbeit des Sozialdezernates, dem Kulturbüro und der Sozialplanung stattfinden.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, FB Statistik - Daten zum 31.12.2020
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, FB Statistik - Daten zum 31.12.2020 (15-24jährige)
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, FB Statistik - Daten zum 31.12.2020
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil der Alleinerziehenden-Haushalte an allen Haushalten, Daten zum 31.12.2018 Quelle: Stadt Hildesheim FB Statistik
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, FB Statistik - Daten zum 31.12.2020
Projektgebiet in Prozent
51
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, FB Statistik - Daten zum 31.12.2020
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Menschen ab 65 Jahren Quelle: Stadt Hildesheim, FB Statistik - Daten zum 31.12.2020
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt erfüllt alle Qualitätsstandards der GWA (s.u.). Der übergreifende, vernetzte Ansatz ist aus jahrelangen Erfahrungen der lokalen Akteur*innen im Stadtteilnetzwerk entwickelt worden. Neu ist das ganz besonders ausgeprägte Netzwerk von GWA, Stadt- bzw. Soziokultur, u.a. mit dem Faserwerk, das zentrale Kulturtechniken rund um Mode und Nachhaltigkeit thematisiert. Es birgt enormes Potenzial und erweist sich mit dem Einsatz partizipativer Kunst, Musik, Theater, Kulturtechniken, Kommunikation, Sprachmittlung, öffentliches, begleitetes Spiel und handwerklicher Kompetenz bei Mitmach-Baustellen als besonders hilfreich. Dies ist nur möglich, wenn es Mitarbeitende mit Ressourcen gibt, damit die geringen vorhandenen Ressourcen der Kooperationspartner*innen (QM, Jobcenter, Schulen, Kultur, Bildungsprojekte) aufgefangen und GWA und Stadtkultur die koordinierende, aktivierende Rolle im Netzwerk und in der Kooperation auf Augenhöhe mit den Verwaltungsbereichen spielen können. Der modulare Aufbau des Gesamtprojektes ermöglicht auch solchen Akteuren Zugänge, die nur punktuell und zeitlich begrenzt Beiträge leisten. Das Konzept zur Förderung der (trans-)kulturellen Teilhabe setzt den Fokus auf Partizipation, Beschäftigungsförderung, den Aufbau tragfähiger Strukturen, sowie Zugänge zu Kultur und Bildung zu fördern. Es setzt dabei auf Selbstwirksamkeit der Nordstädter*innen, welche Aktionen mitgestalten und somit durch das eigene kooperative Tun Teilhabe im gesamten Quartier fördern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Teilhabe und Partizipation von Bewohner*innen sind handlungsleitend, ein Anteil von 5% der Erreichten arbeitet aktiv mit, Ideen und Anliegen finden EIngang in Prozesse des Städtebau, Kulturprojekte, Beschäftungsförderung und nachbarschaftliche Aktionen
Beschreibung
Bewohner*innen werden befähigt und ermutigt, eigene Projekte umzusetzen und sich so in ihrer Nachbarschaft, der Beschäftigungsförderung und der kulturellen Bildung zu engagieren. Erkennbar wird dies, wenn Module in Mitverantwortung durchgeführt werden
Beschreibung
DIe Diversität im Stadtteil ist zentrale Herausforderung und Ressource zugleich; Der Standard ist erreicht, wenn bei mindestens 20% aller Aktivitäten Stärken und Ressourcen aus der Nachbarschaft bzw. aus den neuen Kooperationen eingeflossen sind.
Beschreibung
Transkulturelle Konzeption und Perspektive erfordern die Einbeziehung und das gemeinsame Tun ganz verschiedener Menschen und deren Begegnung. Menschen mit Migrationsgeschichte, Arbeitslose, sowie Eltern und Jugendliche sind besonders berücksichtigt.
Beschreibung
Stadtkultur und Gemeinwesenarbeit werden in Synergie miteinander und mit Jobcenter und Beschäftigungsträgern verbunden. Kooperationen mit Schule, religiösen und kulturellen Vereinigungen, sowie diversen Fachverwaltungen werden im Projekt realisiert.
Beschreibung
Das Gesamtnetzwerk bildet das Fundament, bezogen auf je ein Teilziel soll es tragfähige Netzwerke aus Haupt- und Ehrenamtlichen geben, Mindestens 5 neue Kooperationen sind entstanden und ein Trägerverbund aus Stadtkultur und GWA dauerhaft gesichert
Beschreibung
Durch Partizipation und Beteiligung der Bewohner*innen sowie die Ermutigung und Befähigung zu selbst organisierten, nachbarschaftlichen Aktionen und beschäftigungsfördernden Projekten wird Selbstwirksamkeit gestärkt und lebendige Nachbarschaft erreicht.
Beschreibung
Infrastruktur für beschäftigungsfördernde Maßnahmen und Teilhabe-Förderung ist nach dem Projekt deutlich verbessert. Leitfaden ist erarbeitet, um die Module weiterhin nutzbar zu haben. Fonds für kulturelle BIldung, Netzwerk und Trägerverbund bestehen.
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn eine gesamtkommunale, ressortübergreifende Gruppe mit dem Jobcenter nachhaltig tätig ist und Teilhabe in Diversität zu einer Stärke umgedeutet worden ist - Beschäftigungsförderung, Transkulturalität - bereichsübergreifend!
Vorhandene Strukturen
Im Stadtteilbüro Nordstadt (Trägerschaft Lebenshilfe) arbeitet im Auftrag der Stadt Hildesheim die Fachkraft für GWA mit 10 Wochenstunden, anteilig durch die Stadt, Wohnungswirtschaft und Sparkasse finanziert. Sie beinhaltet die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen des Vereins, der einige Aufgaben in der Vernetzung und Bewohneraktivierung übernommen hat. Mit weiteren 4 Wochenstunden wird die Umsetzung der Präventionsstrategie CTC vorangetrieben, mit 11 Wochenstunden das sozialplanerische Quartiersmanagement, finanziert durch das Programm „Sozialer Zusammenhalt“. Im Bereich Stadtkultur der Kulturfabrik ist eine bis Ende 2021 befristete Stelle mit 25 Wochenstunden geschaffen. Die Handlungsfelder betreffen Antragsstellung, Koordination, Vernetzung, Programmentwicklung, aufsuchende Kulturarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Buchhaltung. Insbesondere der Aufbau von langfristigen Kooperationen und direktes Kommunizieren mit Anwohner*innen ist so kaum möglich und aktuell lediglich durch Ehrenamt zu leisten. Die Arbeit aller Akteur*innen hat eine notwendige Fokussierung auf den Aufbau langfristig wirksamer Strukturen, sowie auf Aktivierung und vor allem auf (trans-) kulturelle Teilhabe sehr diverser Zielgruppen ergeben. Der erhebliche Mehrbedarf an GWA und Stadtkultur in Kooperation mit Beschäftigungsförderung soll im vorliegenden Projekt gedeckt und in eine zukünftig langfristig abgesicherte, standfeste Träger- und Finanzierungsstruktur geführt werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadtplanung, Städtebauförderung, Sozialdezernat, Sozialplanung, Stabstelle für Kultur und Stiftungen, Stabstelle Migration und Inklusion, FB Soziales, Jugendpflege, Landkreis Hildesheim: Jugend- und Gesundheitsamt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturfabrik Löseke, Theaterpädagogisches Zentrum, Theaterhaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter, Agentur für Arbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Hildesheim, LABORA Jugendwerkstatt, SBH Nord, Arbeit und Dritte Welt e.V. , Caritas Hildesheim (mit Blick auf die verstärkte stadtteilübergreifende Kooperation der GWA)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilverein Nordstadt.Mehr.Wert e.V., Stadtblühen e.V., Gemeinwesenentwicklung Stadt e.V. (mit Blick auf die verstärkte stadtteilübergreifende Kooperation der GWA)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HS Geschwister Scholl Schule, Robert-Bosch-Gesamtschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther-Kirchengemeinde, Türkisch-islamische Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gbg, Beamtenwohnungsverein, Sievers Hausverwaltung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerradio Tonkuhle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Nordstadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Projektgruppen über den Stadtteilverein
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Stadt erhöht im Projektverlauf ihren Eigenanteil. Außerdem wird die bestehende GWA und die Städtebauförderung über den Projektzeitraum hinaus fortgeführt. Nachhaltigkeit soll erreicht werden durch den Aufbau langfristig zu sichernder Trägerstruktur aus GWA und Stadtkultur, ggf. durch eine gGmbH. Dies ist durch feste Vereinbarungen mit Jobcenter, Beschäftigungsträger, Stadtverwaltung und tragfähigem Finanzierungskonzept, für das alle ihren Beitrag leisten wollen (s. Schreiben), abzusichern .
Galerie
3  ottoplatz pflanzwaende
2 agh im fw
6 mobile kueche
7 ecki und kinder pflanzen klein
befuellung der hochbeete auf dem platzpark im bischofskamp 2019 foto daniel kunzfeld
bunter weg 2
container alternativ
drohne go20 zentrum
justus jonas strasse
lutherwiese   nordi tischt auf
ottoplatz 15
umzug stadtteilbuero 1 klein
vorplatz familienzentrum maluki klein
Zustimmung Veröffentlichung
On

Secondhand Kaufhaus als Interkultureller Willkommens- und Begegnungsort für Geflüchtete und Einheimische

Ansprechpartner
Achim Wolff
Funktion Pastor
Begegnungsort für geflüchtete und einheimische Familien
Projektbeschreibung
Anfang 2024 wird in Altenwalde eine Ankunftszentrum (AZ) für 800 Geflüchtete entstehen. 2016 war dort eine Notunterkunft. Durch das Engagement der Flüchtlingsinitiative Offenes Herz Altenwalde (OHA) wurde eine aktivierende Begleitung der Bürger*innen und geflüchteten Menschen organisiert. Letzteres bis heute. Dennoch gibt Ängste in der Bevölkerung. Um mögliche Konflikte zu vermeiden und Begegnungen zwischen Einheimischen und Geflüchteten zu ermöglichen, wollen wir das Sozialkaufhaus (Teilprojekt 1) und den offenen Kinder- und Jugendtreff DOM als Quartierstreffpunkte (Teilprojekt 2) ertüchtigen. Dabei soll ein offenes Konzept mit niederschwelligen soziokulturellen Angeboten für alle Altersgruppen für Anwohner im Ort und der AZ umgesetzt werden. Integration funktioniert wo ein gegenseitiges Kennenlernen auf Augenhöhe und gelingende Selbstwirksamkeit möglich ist. Als Flüchtlingsinitiative mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Integration und Bildung wollen wir mit den beiden Projekten einen weiteren Schritt in diese Richtung gehen. Der Jugendtreff, z.Zt. durch ehrenamtliche Jugendliche an 2 Tagen geöffnet, wird durch den Mitarbeitenden im Quartierstreff auf 7 Tage ausgeweitet. Er wird gemeinsam mit den Anwohner*innen und Ehrenamtlichen gestaltet. Dabei werden Bedürfnisse aller Altersgruppen berücksichtigt. Familien-, Seniorenangebote und schwerpunktmäßig die Arbeit als Jugendtreffpunkt werden dabei sein. Das gelingende Miteinander, das die Bedürfnisse der Geflüchteten nach geschützten Räumen aufgrund von Traumatisierungen ernstnimmt und Begegnung und Beteiligung aller ermöglicht, trägt erneut zum Gelingen des Ankommens und Willkommens und letztlich des gemeinsamen Lebens bei. Hier wird die Fachkraft sensibilisieren. Eine Herausforderung für die gemeinsame Normalität werden die unterschiedlichen Werte und Erfahrungen der Menschen sein. Bei Traumata müssen therapeutische Angebote vermittelt werden. Der Schwerpunkt liegt auf Partizipation. Die BesucherInnen sollen Angebote und Aktivitäten wie Kochabende, Feste und Fußballturniere mitbestimmen und -gestalten dürfen. So können sie sich als aktiv Handelnde erleben, nicht als Bittsteller und Opfer. Da Anwohner*innen der Kaserne erst kurz in Deutschland sein werden, müssen die Angebote mit rudimentären Sprachkenntnissen funktionieren. Die Angebote sind eingebettet in die vielfältigen Angebote der Kirchengemeinde und deren zugehöriger Flüchtlingsinitiative Offenes Herz Altenwalde.
Laufzeit
2023-12-11 00:00:00
Ausgangslage
Der Quartierstreff Dom soll in einer Zeit ertüchtigt werden, in der, nach Corona und inmitten eines Krieges, der Unsicherheit mit sich bringt, die ehemalige Kaserne als Aufnahmeeinrichtung (AZ) für bis zu 10 Jahre ausgebaut wird. Das verunsichert die Menschen. Wir hoffen das Projekt in Altenwalde umsetzen zu können, weil die geflüchteten Menschen, die z.T. traumatisiert kommen, eine Kultur des Willkommens vor Ort brauchen, um anzukommen, Halt zu finden, erste Kontakte zu knüpfen. Die Anwohner*innen brauchen Begleitung in dieser veränderten Lebenswirklichkeit, Möglichkeiten der Mitgestaltung und Bearbeitung ihrer Vorbehalte. Bereits 2016 wurden in der Kaserne wenige Monate Geflüchtete untergebracht. Die gemachten Erfahrungen waren überwiegend positiv. Akteure aus Politik, Kirche, Sportvereinen und öffentlichem Leben moderierten die Nutzung, so dass BürgerInnen sich mit ihren Bedenken ernst genommen fühlten. Die Flüchtlingsinitiative Offenes Herz Altenwalde, die bis heute ein wesentlicher Akteur der Flüchtlingsarbeit in der Stadt Cuxhaven ist, verfügt über langjährige Erfahrungen in der Gemeinwesenarbeit und ist gut vernetzt. Wir schaffen Begegnungsräume, in denen das interkulturelle Miteinander erlebt, Vielfalt erlernt und gelebt werden kann. Nur mit Strukturen im Ort ist eine Akzeptanz des AZ und gutes Zusammenleben möglich. Mit zwei Teilprojekten knüpfen wir an bestehende Kooperationen an, wie mit dem Bündnis für Respekt in Cuxhaven, der engagierten Stadt, den in der Flüchtlingsarbeit engagierten Wohlfahrtorganisationen von Caritas, Diakonie und Paritätischen und dem Landkreis Cuxhaven. Die Menschen im Quartier werden von Beginn an in die Gestaltung eingebunden.
GWA/QM-Ansatz
Die Kirchengemeinde ist seit Jahren konzeptionell und methodisch im Bereich der GWA aktiv. Die Zielgruppen mit ihren Bedarfen, Interessen und Kompetenzen stehen im Mittelpunkt. Dies umfasst neben dem offenen Kinder- u. Jugendtreff DOM ein Kinderferiendorf („Hammer“), die Aktivitäten der Flüchtlingsinitiative mit ca. 50 Freiwilligen, das SecOndHAnd-Sozialkaufhaus, den Mittagstisch von und für SeniorInnen u.v.a.. Das AZ wird das Quartiersleben nachhaltig verändern. Durch die Erweiterung des DOM zum Quartierstreff für Menschen aus dem Quartier und dem AZ, werden verschiedene Aspekte der GWA aufgenommen. Im Konzept werden alle Kinder und Jugendliche des Sozialraums in den Blick genommen, darüberhinaus weitere Ziuelgruppen. Ein niedrigschwelliger Begegnungsort soll entstehen. Die Selbstorganisation, Partizipation und Durchmischung der Zielgruppen sind wesentliches Prinzip. Da multikulturelles Zusammenleben Hauptaugenmerk ist, achten wir auf einfache Sprache, kultur-, alters- und bedarfsgerechte Angebote. Nach Bedürfnissen der Besucher werden gemeinsam mit ihnen Angebote entwickelt. (Zuhören/Bedarfe recherchieren) und unter Beteiligung (Mitwirken/Handeln) durchgeführt. Der Quartierstreff DOM und seine hauptamtliche Kraft fungieren als Mittler zwischen den verschiedenen Kulturen und Bevölkerungsgruppen. Mit dem begleiteten Begegnungsort wird der soziale Frieden im Ort gefördert, die längerfristige Akzeptanz des Ankunftszentrums wird wahrscheinlicher.
Nachhaltigkeit
Der Quartierstreff DOM ist ein wichtiger Begegnungsort in der Ortsmitte, für Jugendliche, Anwohner und Menschen aus dem AZ. Er wird eingebunden in Maßnahmen zur Prävention, um den sozialen Frieden im Quartier zu erhalten und zu fördern. Gemeinsam mit der Verwaltung des Landkreises und der Stadt Cuxhaven werden während der Projektlaufzeit Recourcen erschlossen, um das Projekt weiterführen zu können.
Galerie
dom 2022