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Alle Anwohner*innen

Integrativer Nachbarschaftstreff Klein-Hehlen

Ansprechpartner
Monika Rietze
Funktion Bildungsmanagerin
Funktionierende Nachbarschaft dank Ort der Begegnung
Projektbeschreibung
Das Quartier um die Händelstraße im Stadtteil Klein-Hehlen erfährt derzeit erhebliche Veränderungen in der Bewohnerschaft durch den Zuzug neuer Familien (freier Wohnraum wg Abzug des britischen Militärs). Durch die Schaffung von Räumen zur Begegnung, Beratung und Unterstützung soll Konflikten aufgrund kultureller, sozialer und ökonomischer Unterschiede vorgebeugt werden.
Ausgangslage
Das Quartier um die Händelstraße in Klein-Hehlen ist eines von drei Quartieren in Celle, in die vorrangig - aufgrund freier Wohnräume durch den Abzug des britischen Militärs vor einigen Jahren - der Stadt Celle zugewiesene Geflüchtete Wohnung beziehen. Durch diesen und auch weiteren erwarteten Zuzug durch unterschiedliche Bevölkerungsgruppen hat sich die Sozialstruktur verändert und wird sich weiterhin verändern.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Celle - Stadtteil Klein-Hehlen - Quartier um die Händelstraße herum
Beschreibung
Händelstraße - Bachstraße - Lortzingstraße - Lisztstraße
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die Interessen der Bewohner/innen erkunden, aushandeln sowie kollektivieren. Dabei die Menschen unterstützen, möglichst selbsttätig für ihre Interessen einzutreten, die das Gemeinwesen beeinträchtigenden Herausforderungen aufzugreifen und langfristig im Sinne der Steigerung der Lebensqualität vor Ort zu lösen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
.. die abschließende Evaluation zeigt, dass die Bewohnerinnen den Nachbarschaftstreff häufig und zahlreich aufsuchen und ihre Interessen/Bedarfe bedient wurden
Beschreibung
... vielfältige Projekte von ihnen initiert oder durch sie durchgeführt wurden.
Beschreibung
... die abschließende Evaluation ergibt, dass im Vergleich zum Beginn des Projektes die Lebenszufriedenheit in Bezug auf das nachbarschaftliche Zusammenleben gestiegen ist.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Fachdienst Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der Stadt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Klein-Hehlen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Klein-Hehlen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienbildungsstätte FABI
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenbeirat Stadt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur KELLU Stadt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
... noch zu identifizierende Akteur/innen bzw. Kooperationspartner/innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Print- und elektronische Medien in Celle, Menschen im Quartier/Stadtteil/Stadtgesellschaft
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Interkulturelle Öffnung des Sozialraumes Vorsfelde

Ansprechpartner
Ilka Volkmer
Funktion Projektleitung Interkulturelle Bildung
Miteinander - Füreinander: Zusammenhalt durch interkulturelle Öffnung in Vorsfelde stärken!
Projektbeschreibung
Vorsfelde ist ein über 850 Jahre alter Stadtteil Wolfsburgs mit historischem, niedersächsischen städtebaulichen Kern. Seit Ende der 1960er Jahre hat sich dieser sukzessive um umliegende Wohngebiete, geprägt durch Ein- und Zweifamilienhäuser, erweitert. Hier haben sich seitdem viele Familien angesiedelt. Kinder wachsen behütet in einer traditionell geprägten Umgebung auf, in der fußläufig und per Fahrrad vieles zu erreichen ist. Vereine wie der SSV Vorsfelde, der MTV Vorsfelde, die lokale Musikschule "Peter und der Wolf", die Freiwillige Feuewehr, die Landfrauen und noch andere bieten den Ortsansässigen nahe dem Naturschutzgebiet Drömling ein Repertoire an Betätigungsfeldern neben Arbeit und Familie. Auch der demographische Wandel und der Zuzug von Migranten ist in Vorsfelde seit der Nachkriegszeit zu beobachten. Während anfangs Vertriebene und Italiener die Ortsbevölkerung veränderte, sind es derzeit die Geflüchteten, die die Bevölkerung diversifizieren und die Aufnahmegesellschaft vor neue Herausforderungen stellen. Diesen Herausforderungen wollen wir mit unserem Projekt, das am ehesten unter präventiven Gesichtspunkten angelegt ist, begegnen. Ziel ist es, der ortsansässigen Bevölkerung den Raum zu geben, in dem Umgang mit Fremdheit thematisiert, reflektiert und geübt wird. Ängste und Unsicherheiten können so aufgegriffen und behoben werden. Damit wird die Grundlage gelegt für eine interkulturelle Öffnung der Vorsfelder Gesellschaft, die in Maßnahmen und Angeboten konstruktiv umgesetzt wird. Insbesondere sollen Gelegenheiten geschaffen werden, die zum Austausch anregen, so dass das Miteinander reden möglich wird und das Übereinander reden verdrängt. Diese Aktivitäten sollen Geflüchtete, die länger ansässige migrantische Ortsbevölkerung und Hiesige mitansprechen. Folgende Netzwerkpartner sind dabei: Der Unterstützerkreis Flüchtlingshilfe Vorsfelde, die kath. Kirche St. Michael, die ev. Kirche St. Petrus, der SSV Vorsfelde, das Kinder- und Familienzentrum Vorsfelde. Aus diesen Institutionen kommen sowohl Hauptamtliche als auch Ehrenamtliche, die ebenfalls für die aktuelle Situation im Quartier und damit verbundene Umgangsweisen sensibilisiert werden müssen. Konkret soll eine Sensibilisierung die eigene Haltung für gegenseitigen Respekt und Toleranz stärken, Vorurteile abbauen und die interkulturelle Handlungskompetenz erweitern. Als Bildungshaus - VHS verfügen wir über einen Trainerpool zur interkulturellen Öffnung. So wollen wir Lebensqualität erhalten.
Ausgangslage
Vorsfelde ist eine Kleinstadt, die 1972 von Wolfsburg eingemeindet wurde. Die Lebensqualität ist hoch, da eine gut funktionierende Infrastruktur existiert und die Menschen ein traditionell geprägtes Verständnis von gemeinschaftlichem Zusammenhalt haben. Diesen Zusammenhalt gilt es zu stärken und in Anbetracht der heutigen Herausforderungen (demographischer Wandel, Zuzug insbesondere von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte) zu fördern. Dafür ist es wesentlich, nicht nur die Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in ihren Integrationsbemühungen zu unterstützen, sondern insbesondere der aufnehmenden Bevölkerung Beachtung zu schenken. Verunsicherung, Angst und Unbehagen sind sehr menschliche Reaktionen auf Unbekanntes und Fremdes. Menschen aus anderen Kulturen bergen ein hohes Potential dieses Verhalten zu verstärken, da zum einen die Sprache (noch) nicht zur Erklärungshilfe dient und Verhaltensweisen oftmals missinterpretiert werden. In dieser Situation ist es wichtig, frühzeitig einzuschreiten und die örtliche Bevölkerung interkulturell zu sensibilisieren. In Vorsfelde werden derzeit Geflüchtete aus der Flüchtlingsunterkunft in neue Wohnunterkünfte umgesiedelt. Einerseits existiert eine große Hilfsbereitschaft aus dem lokalen Helferkreis, aber das Ankommen in einer neuen Nachbarschaft muss immer von mehreren Seiten aus mitgetragen werden. Hauptamtlich als auch ehrenamtlich Tätige wie auch Nachbarn im Umfeld der Geflüchteten gilt es anzusprechen. Vorsfelde ist derzeit ein Ort, in dem man sicher und friedvoll leben kann. Diese Situation soll unbedingt gestärkt werden. Eine behutsame Überführung in die multikulturell geprägte Gesellschaft kann hier zu einem Best Practice werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfsburg - Vorsfelde
Beschreibung
Vorsfelde liegt nordöstlich etwa 4 km von der Stadt Wolfsburg und dem VW Werk, getrennt durch Äcker, entfernt.
Einwohnerzahl
12744
Quelle / Anmerkungen
Stadt Wolfsburg, Referat Strategische Planung, Stadtentwicklung, Statistik
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistisches Jahrbuch 2016 der Stadt Wolfsburg
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit ist essentiell für das gelingende Miteinander unterschiedlichster Menschen in einem Bezirk/ Quartier. Angesichts der aktuellen politischen Situation gilt es, der Verunsicherung in Bezug auf Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und Geflüchteten entgegenzuwirken und negativen Konsequenzen unterschiedlicher Werte, Verhaltensweisen und Sozialisierungen vorzubeugen. Dabei sollte auch in den Quartieren in Gemeinwesenarbeit investiert werden, die noch nicht im negativen Rampenlicht stehen. Ein Ort, eine Stadt und eine Region benötigt vorbildliche Beispiele, an denen sich andere orientieren können. Vorsfelde ist ein solcher Ort. Mit fast 13000 Einwohnern und gut 1500 davon mit ausländischer Herkunft ist die Ausländerquote in Vorsfelde (10.1-15%) nicht so hoch wie in den beiden angrenzenden Gebieten Nordstadt (20,1-25%) und Neuhaus/ Reislingen (25,1-48,9%). Auch die Nähe zur sehr stark multikulturell geprägten Innenstadt (aktuell fast 31% Ausländerquote) ist gegeben. Hier fällt im Gegensatz zur Zeit der 90er Jahre ein Stadtbild auf, das kulturell und religiös deutlich veränderte Züge trägt, so zeigen sich zum Beispiel Frauen in Vollverschleierung oder Kopftuch regelmäßig. Verschiedenste Sprachen werden hier und dort gesprochen und der Eindruck von Parallelwelt mag manchmal entstehen. Insgesamt ist es wünschenswert, durch Austausch, Wissensvermittlung und Handlungskompetenz diesen Bildern gelassen begegnen zu können und die eigene Identität angemessen zu hinterfragen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Teilnahme an Trainings und Workshops
Beschreibung
Menschen unterschiedlicher Institutionen und Orte miteinander zusammenkommen, z.B. bei Projektangeboten.
Beschreibung
In den Veranstaltungen zum Projekt kommen geflüchtete Menschen oder Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sowie ihre Nachbarn zusammen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kinder- und Familienzentrum Vorsfelde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirche St. Petrus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Kirche St. Michael
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
SSV Vorsfelde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreis Flüchtlingshilfe Vorsfelde
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinwesenentwicklung "Goosmanns Tannen"

Ansprechpartner
Daniel Sielaff
Funktion Einrichtungsleitung / Projektleitung
Verbesserung lokaler Lebensbedingungen und Förderung/Erreichung individueller Selbstaktivierung durch katalytisch-aktivierende Gemeinwesenarbeit im Quartier "Goosmanns Tannen"
Projektbeschreibung
Das Zielstadtgebiet des Projektes "Gemeinwesenentwicklung Goosmanns Tannen" ist ein als deklassiert zu bezeichnendes Wohngebiet der Mittelstadt Lingen (Ems) mit ca. 1500 Bewohnern/innen. Das Wohnquartier ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl an Menschen mit Migrationshintergrund (etwa 75%), alleinerziehende Elternteile und Menschen, welche von Sozialleistungen abhängig sind. Die materiellen Lebensbedingungen und soziale Interaktion sowie Mobilität sind als stark eingegrenzt zu bezeichnen, in einer Vielzahl der Haushalte sind Drogenkonsum und häusliche Gewalt regelmäßige Erfahrung. Das Konfliktpotenzial zwischen den Bewohnergruppen isst sehr hoch, die Interaktionsqualität sehr gering. Das Projekt setzt daran an, diese Bedingungen aufzugreifen und im Sinne der Klientelorientierung eine Verbessrung der Lebensqualität anzustreben. Dabei sollen gezielt drei Schwerpunktbereiche bedient werden, welche ganzheitlich und nachhaltig die Entwicklung im Wohnquartier positiv beeinflussen sollen. Im Sinne der interkulturellen Bildung soll auf niedrigschwelliger Ebene ein Versorgungs- und Begegnungsangebot die infrastrukturellen Bedingungen erweitern. Hierbei handelt es sich um ein "Kochprojekt", welches neben der Zubereitung internationaler Küche eine diesbezügliche Versorgung im Rahmen eines Begegnungszentrums für Stadtteilanwohner und darüber hinaus ergänzen soll. Mögliche Räumlichkeiten sind vorhanden und können genutzt werden. Dieser Begegnungsraum ermöglicht soziale und interkulturelle Interaktion und kann zusätzlich als begleiteter Kommunikationsraum und Raum zur Überwindung von Segregation verstanden werden. Eine entsprechende zweite Anbindung dieserorts soll im Rahmen eines Beratungs-, Begleitungs- und Vermittlungszentrum stattfinden. Hierbei geht es darum, den Anwohnern/innen systemisch, klientel- und lösungsorientiert Beratung, Begleitung und Vermittlung anzubieten, was Hilfestellung vor Ort ebenso bedeutet wie die soziale Mobilität in Netzwerke und somit Anbindung von anderenorts ansässiger Infrastruktur in Form von Bildung und Teilhabe. Wichtigster Bestandteil der Verbesserung der Lebensqualität vor Ort ist das Empowerment der Bewohner/innen und die entsprechende Vertretung der Interessen und Bedürfnisse in der Öffentlichkeit. Somit ist Zentraler Inhalt des Projektes die Generierung einer quartiersbezogenen und -ansässigen Interessenvertretung. Diese soll geschult und begleitet die Interessen der Bevölkerung des Stadtteils öffentlich vertreten.
Ausgangslage
Im Stadtteil „Goosmanns Tannen“ Lingen (Ems) leben ca. 1000 Menschen, davon ca. 75% mit Migrationshintergrund. Der Stadtteil ist gekennzeichnet durch benachteiligte und benachteiligende Milieustrukturen; eine ungleiche räumliche Verteilung nach ökonomischen, sozialen und kulturellen Bedingungen. Der zentrale Bereich des Stadtgebietes ist gekennzeichnet durch mehrstöckige und dicht zusammenstehende Häuserblöcke (Sozialer Wohnungsbau) mit je 8 Mietparteien. In dieser Wohnraumstruktur lebt ein hoher Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund und Familien mit niedrigem Einkommen und Abhängigkeit von Sozialen Hilfeleistungen. Die wirtschaftliche und soziale Benachteiligung führt zu Ausgrenzungserfahrungen- und wahrnehmungen, zunehmend zu integrativer und sozialer Desillusion und somit zu einem Rückzug. Insbesondere in den vorzufindenden Wohnblöcken leben überdurchschnittlich viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene in problematischen Lebenssituationen, in denen unter anderem - Arbeitslosengeld II oder andere Sozialleistungen bezogen werden, - nur ein Elternteil erzieht (allein erziehend, getrennt lebend, geschieden), - Gewalt, Alkoholismus und Drogen alltägliche Erfahrung sind. Zwischen den Bewohnergruppen gibt es nur wenig Kommunikation. So ist eine Zunahme kollektiver und individueller Problem- und Notlagen im Zusammenhang mit räumlichen Defiziten, Konflikten und Konkurrenzen um knappe Ressourcen festzustellen, was zunehmend droht in soziale und interkulturelle Konflikte, Gewaltbereitschaft und Rassismus zu münden. Aus einem benachteiligten Quartier kann somit ein benachteiligendes Quartier werden.
GWA/QM-Ansatz
Bei dem Projektansatz geht es um die Einbindung der Bürger in ihr System. Dabei spielen zwei voneinander abhängige Hauptaspekte zentarle Rolle: Planung und Integration. Im Rahmen der Planung ging es um eine Bedarfsanalyse unter Einbindung der Bewohner/innen, um Probleme herauszufiltern und Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Der Projektansatz zielt nun darauf ab, in Richtung der ausgewählten Lösungen aktiv zu werden. Im Rahmen der Gemeinwesenintegration soll durch kooperatives Verhalten das Verantwortungsgefühl für das Gemeinwesen gefördert werden. Das bedeutet: - Orientierung an den Bedürfnissen der Menschen - Unterstützung von Eigeninitiative und Selbsthilfe - Hilfe zur Selbstständigkeit und Abhängigkeitsprävention und soll durch: - Kommunikations- und Interaktionsförderung - Bieten von Erfahrungs- und Präventionsräumen - Bedienen von Beratungs- und Unterstützungsnetzwerken als Beratungs-, Vermittlungs- und Begleitungsstandort - Erziehungsbegleitung zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Familien, vor allem Kindern folgende Ziele erreichbar machen: - Armutsprävention durch gezielte Förderung der Kompetenzen von Bewohner/innen (Hilfe zur Selbsthilfe, Erwachsenenarbeit im Sinne Empowerment) - Integration durch Beteiligung und Stärkung der psychosozialen Identitätsstatus - Extremismusprävention - Integration durch Unterbindung „ghetto“ähnlicher Strukturen – im Empfinden und Wahrnehmen - Kooperation und Koordination
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erfassung Teilnehmerzahlen
Beschreibung
TN aus den verschiedenen sozialen und kulturellen Zielgruppen nehmen gemeinsam an Maßnahmen und Fortbildungen im Projektrahmen teil. Darüberhinaus wird sich eine "Stadteilvertretung" mit aktiven TN bilden. Qualitative Befragung.
Beschreibung
Das bestehende Partnernetzwerk soll dahingehend ergänzt werden, dass besonders in den Bereichen Bildung, Versorgung, Teilhabe zunehmend nachhaltig und eigenständig gearbeitet werden kann.
Beschreibung
Die Politikklasse der "Integrierten Gesamtschule" wird eine Längstschnittstudie (Jahreszeitraum) durchführen und analysieren.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Integrierte Gesamtschule in Trägerschaft des Landkreises Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. (LEB)/ Beratungsbüro Emsland / Grafschaft Bentheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Lingen (Ems)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lingener Tafel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Ortsverein Lingen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AWO Kreisjugendwerk Emsland
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

IQ Fredenberg-Kampstraße-Ost- und Westsiedlung

Ansprechpartner
Katharina Wunderling
Funktion Fachdienstleiterin
ICH + DU = WIR – verändern das Quartier
Projektbeschreibung
Einrichtung und Betrieb eines inklusiven Quartiers im Bereich der Stadt Salzgitter, Stadtteil Fredenberg, Kampstraße und Ost-West-Siedlung Bad. Es soll ein Quartiersmanagement eingerichtet werden, welches die Bevölkerung in dem Stadtteilen mit den unterschiedlichsten Herkünften berät, betreut und vernetzt.
Ausgangslage
Fredenberg ist ein stark besiedelter Bezirk im nördlichen Salzgitter. Fredenberg hatte in der Vergangenheit viele Wohnungsleerstände zu verzeichnen. Diese günstigen Wohnungen sind damit besonders für Menschen mit geringem Einkommen attraktiv. Diese beziehen oftmals Transferleistungen. Monatlich ziehen weitere Flüchtlinge und hilfsbedürftige Familien aus Osteuropa hinzu. Mit weiteren Zuzügen von Flüchtlingen im Rahmen des Familienzuzuges ist ab 2018 zu rechnen. Fredenberg war von 2002 bis 2013 Gebiet "Soziale Stadt". Die Angebots- und Vernetzungsstruktur ist an die neuen Herausforderungen anzupassen und zu verstetigen. Der Bereich Kampstraße schließt unmittelbar an den Bereich Fredenberg an. Der Bezirk rund um die Kampstraße ist der Sozialraum mit der höchsten Kinderarmutsquote. Um diese erfolgreich zu bekämpfen bedarf es einer guten Infrastruktur, diese ist derzeit nicht vorhanden. Der hohe Migrationsanteil kann in Bezug zur hohen Kinderarmutsquote gesetzt werden, was besonderen Handlungsbedarf in den Bereichen Bildung und Integration erfordert. Das Quartier in der Ost- und Westsiedlung wird durch das Programm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ gefördert. Aufgrund der veralteten Bausubstanz und der günstigen Mietpreise zieht das Quartier überwiegend Menschen mit geringem Einkommen an. Das Quartier weist einen hohen Anteil jüngerer Menschen mit und ohne Migrationshintergrund auf. Die Arbeitslosenquote und die Kinderarmutsquote sind überdurchschnittlich hoch. Auch hier ist eine Anpassung vorhandener sozialer Angebote an die geänderten Rahmenbedingungen erforderlich.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter Stadtteil Fredenberg und Kampstraße Stadtteil Lebenstedt und Ost-West-Siedlung Stadtteil Bad
Beschreibung
Der Bereich des Stadtteiles Salzgitter Fredenberg ist räumlich etwas von der Kernstadt abgeteilt und bildet mit seinem kleinen Zentrum einen eigenen Sozialraum. Nahversorgung, grundlegende Beratungsangebote und medizinische Versorgung ist sichergestellt, wenn häufig auch eine fremdsprachliche Betreuung nur in angrenzenden Stadtteilen für Auspendler möglich ist. Der Bereich ist durch die Zuzüge von Spätaussiedlern aus den Ostgebieten in den 80er Jahren und einem jahrelangem Leerstand viele Wohnungen geprägt. Erst vor rund 3 Jahren begann eine Zuzugswelle, häufig aus anderen Kommunen deutschlandweit, von Personen mit Migrationshintergrund. Zurzeit ist in dem Bereich eine hohe Zahl von Ansiedlungen Neubürgerinnen und Neubürgern aus den syrischen Gebieten feststellbar.
Einwohnerzahl
17790
Quelle / Anmerkungen
Einwohnerstatistik der Stadt Salzgitter
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
36
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik der Stadt Salzgitter
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Stadt Salzgitter
Unterlagen zum Gebiet
fredenberg.png (648.5 KB)
kampstrasse.png (619.35 KB)
ow-siedlung.png (677.01 KB)
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagement strebt die Schaffung nachhaltiger sozialer, wirtschaftlicher und wohnumfeldverbessernder Strukturen in den Projektgebieten an. Zum einen geht es um das Erschließen neuer, zum anderen um die Festigung und Erweiterung der bestehenden Netzwerke. Das QM soll kommunale quartiersspezifische Interventionsstrategien entwickeln. Unabdingbar ist die Vernetzung der Akteure aus den Bereichen Wohlfahrtspflege, Kirchen, Schulen, Städt. Fachdienste, Jobcenter und Agentur für Arbeit. Diese sollen in partizipativen Prozessen alle geeigneten Möglichkeiten (insbesondere Regelangebote) zur Verbesserung der Lebensperspektiven und -bedingungen ( Bildung, Erwerbstätigkeit, Integration, Gesundheit) nutzen. Bevölkerung, Ehrenamt und Netzwerkpartner kooperieren zur Stärkung des sozialen Zusammenhaltes, um so ein neues Verantwortungsbewusstsein hervorzubringen. Erstellen eines gemeinsamen Handlungs- und Entwicklungskonzeptes als gemeinsamer Arbeitsplan mit verbindlicher Einbindung der Partner. Auf der Basis der Daten der integrierten Sozialplanung und der Arbeit vor Ort entsteht ein Frühwarnsystem für positive und negative Entwicklungen. Das Monitoring der sozialen Quartierswicklung wird als kontinuierliches Beobachtungssystem erstellt. Es dient als Frühwarnsystems gebietsbezogener Handlungsbedarfe.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Selbstwertgefühl der im Gemeinwesen lebenden Menschen gestärkt, die Identifikation mit dem eigenen Gemeinwesen gefördert, das Image des Gemeinwesens nach innen und nach außen verbessert und so einer (weiteren) Stigmatisierung entgegen getreten ist
Beschreibung
Wenn die Arbeit der Akteure im Gemeinwesen fachlich aufeinander abgestimmt, die Netzwerkarbeit auf- / ausgebaut und Synergieeffekte erzielt sind. Ein breites Bündnis für das Gemeinwesen aus Bewohnerschaft und den Akteuren vor Ort auf- bzw. ausgebaut ist.
Beschreibung
Unterschiedlichste Beziehungsgefüge sind stabilisiert, Konflikte im Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen konstruktiv bewältigt, freiwilliges Engagement gefördert, Ressourcen wirksam und kostensparend koordiniert sind.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
DRK; Diakonisches Werk; Katholische Familienbildungsstätte; AWO; Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Box-Club Tigers SZ; Freiwilligenzentrum; MTV; Ditib; Kreissportbund SZ e.V.; Fredenberg-Forum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS; HS An der Klunkau; GS Am Ziesberg; Dr.-Klaus-Schmidt Hauptschule; BNB; Gymnasium Am Fredenberg, Berufsbildende Schulen Fredenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kirchengemeinde Fredenberg; Kirchengemeinde Noah;
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wirtschafts- und Innovationsgesellschaft SZ
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
TAG; HVg Munte; Wohnbau Salzgitter GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsparteien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Städt. Fachdienste; Jobcenter; Agentur für Arbeit; PI Salzgitter-Peine-Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
diverse KITAS und Familienzentren; Jugendzentren
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Spielort Nachbarschaft - mobiler Treffpunkt im Quartier

Ansprechpartner
Kathrin Osterwald
Funktion Projektleitung
"Ich komm zu Euch – Lasst uns hier etwas zusammen machen!"
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt wollen wir in Form eines mobilen Treffpunktes zielgerichtet mehr Begegnung schaffen: je nach Zielgruppe wandelbar, spielerisch und leicht, beständig aber vor Ort und in der Person. Wir greifen damit die durch den Zuzug von Geflüchteten entstandene Herausforderung neuer Nachbarschaften auf. Unser Projekt stellt die Kinder in den Fokus. Zugleich besteht ein großes Kommunikations- und Austauschbedürfnis bei den Familien. Spielort Nachbarschaft soll hier eine Brücke schlagen und Angebote für die gemeinsame Nutzung in der freien Zeit, der Nachmittage oder auch mal am Wochenende sein. Das bestehende Vertrauensverhältnis vieler Geflüchteter in die Unterstützungsprojekte des ökumenischen Sozialprojektes NEULAND wie auch das große Interesse der Kinder für Angebote im Quartier sollen hier eine breite Basis für Begegnung und Miteinander schaffen. Der Stelleninhaber macht sich die Stärken und Ressourcen im Quartier (Spontaneität, Vertrautheit, Begeisterungsfähigkeit) zunutze und orientiert sich in der Ausrichtung der Arbeit daran. Als Kümmerer ist er nah bei den Menschen, gibt gezielte Unterstützung, z. B. im Rahmen von Hausbesuchen, kennt vorhandene Hilfsstrukturen und macht sie den Zielgruppen zugänglich. Die Vernetzung im Quartier mit vorhandenen Institutionen ist Teil des Aufgabenbereiches. „Ich bin da-lasst uns etwas zusammen machen“: Ein mobiler Treffpunkt in Form eines Bollerwagens bewegt sich durch das Quartier. Aus leicht aufzubauendem Mobiliar entsteht schnell und unkompliziert ein Verweilort. Der mobile Treffpunkt ist von weither sicht- und hörbar (optischer Bezug zum NEULAND-Logo, Alarmton mit Wiedererkennungswert) und kann halt machen vor einem Häuserblock, die Bewohner eines einzelnen Hauses in den Blick nehmen, mitten im Quartier stehen oder bestimmte Zielgruppen gezielt ansprechen. Auch bestehende Treffpunkte werden aufgesucht. Die Herausforderung liegt in einem Angebot, das zugleich von Beteiligung und Anleitung lebt – das Schaffen von Erlebnissen, Situationen im Sinne eines freizeitpädagogischen Angebots. Das "Sich Zeit nehmen", um Lösungen gemeinsam zu finden, ist ausdrücklich Teil des Projektes. "Vom Spiel zum Wort" setzt nah bei den Zielgruppen an und bezieht sie ein in die Entwicklung von Angeboten. Generationsübergreifende Spiele-Gruppendynamik-Senkung der Schwellen für Begegnung-feste Regeln zur Orientierung sind weitere wichtige Aspekte im Projekt.
Ausgangslage
Flüchtige Begegnungen im Quartier passieren ständig. Kennt man sich nicht, geht man häufig aneinander vorbei, Austausch findet nicht oder minimal statt. Mit Angeboten und Aktionen existieren bereits Begegnungsmöglichkeiten, wie z.B. sporadisch stattfindende Feste oder Ferienaktionen, im Quartier. Zielgruppenspezifische Angebote sind häufig von gewachsenen Gruppen besetzt oder ausgelastet. Es fehlt an weiteren offenen Angeboten zum Miteinander. Hier setzt unser Projekt an, in dem es flexibel neue Begegnungsmöglichkeiten und Raum für Interaktion schafft. Die Kinder durchstreifen das Quartier oft gelangweilt und in kleinen Grüppchen und halten sich aufgrund beengter Wohnverhältnisse bei fast jedem Wetter draußen auf. Durch den Familienzuzug Geflüchteter sind viele weitere Kinder in das Quartier gezogen. Sie suchen ihren Platz im Quartier und brauchen Orientierungshilfe ebenso wie die schon lange im Quartier lebenden Kinder. Hier fehlen ausreichend passende Angebote, die diese speziellen Bedürfnisse berücksichtigt. Die bisherigen Strukturen und Angebote sowie die personelle Ausstattung des ökumenischen Sozialprojektes NEULAND sind für die neuen Herausforderungen durch den Zuzug von Geflüchteten ins Quartier nicht ausreichend. Langjährige Beziehungsarbeit und Erfahrung in der Arbeit im Quartier und mit Ehrenamtlichen bieten jedoch eine gute Grundlage für den Ausbau passender Angeboten für und mit der "neuen Bewohnerschaft" im Quartier mit dem Ziel einer gelingenden Intergration.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Garbsen Berenbostel-Kronsberg
Beschreibung
Das Projektgebiet ist der Ortsteil Berenbostel-Kronsberg, durch weitestgehend einheitliche typische 60er-Jahre Wohnbebauung mit Mehrfamilienhäuser drei- bis vier-stöckig geprägt. Als einer der Ankunftsstadtteile der Stadt Garbsen mit einer höheren Fluktuation und stärker sozialen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen unterworfen. Abgegrenzt wird das Projektgebiet durch die umgebene Bebauung durch Ein- oder Reihenhäuser im Osten, Nordosten sowie angrenzende Misch-Gewerbefläche im Süden und Norden. Eine weitere Begrenzung erfährt das Gebiet durch umlaufende Ortsstraßen, die dem Quartier einen weiteren einheitlichen Charakter geben.
Einwohnerzahl
2675
Quelle / Anmerkungen
Zahlen, Daten und Fakten zum Sanierungsgebiet "Berenbostel-Kronsberg", Stadt Garbsen Abt. 41.2. Stadtentwicklung und Stadtplanung 04.05.2017
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Projektgebiet unterliegt durch die benannten neuen Herausforderungen einer zusätzlichen hohen Dynamik. Bestehende Konzepte von GWA/QM sind nicht ausreichend darauf ausgelegt und die soziale Infrastruktur entspricht den veränderten Anforderungen nicht mehr.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen beziehen sich eigentlich auf Kinder < 18 Jahre. aus: Zahlen, Daten und Fakten zum Sanierungsgebiet "Berenbostel-Kronsberg", Stadt Garbsen Abt. 41.2. Stadtentwicklung und Stadtplanung 04.05.2017
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
38
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen, Daten und Fakten zum Sanierungsgebiet "Berenbostel-Kronsberg", Stadt Garbsen Abt. 41.2. Stadtentwicklung und Stadtplanung 04.05.2017
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das ökumenische Sozialprojekt NEULAND ist in Trägerschaft der ev. Silvanuskirchengemeinde sowie der kath. Kirchengemeinde St. Raphael (in Berenbostel: St. Maria Regina), Garbsen in Projektpartnerschaft mit der Stadt Garbsen. Grundlage der Arbeit ist das christliche Menschenbild des caritativen/diakonischen Handelns. Dem Fremden, der Hilfe braucht und/oder ausgegrenzt wird, nahe zu sein und ihr/ihm als Mensch auf Augenhöhe zu begegnen, Respekt zu erweisen und ihr/ihm zu helfen, selbständig und selbstbewusst handeln zu können - und sich als gleichwertiger Teil der Gesellschaft zu fühlen. Die Arbeit des ökumenischen Sozialprojektes NEULAND ist seit 2003 mit Gemeinwesenarbeit im Quartier fest verankert und beinhaltet ein regelmäßiges Angebotsprogramm mit einem Nachbarschaftsladen als niedrigschwellige Anlaufstelle sowie zielgruppenspezifischen Angeboten (Hausaufgabenhilfe, Cafe Kronsberg, Fahrradwerkstatt, Ferienangebote, Deutschkurse, Mutter-Kind und Frauengruppen, Angebote für Geflüchtete u.v.m.) mit dem Ziel, eine gutes Miteinander aller Bewohner_innen im Stadtteil „Berenbostel-Auf dem Kronsberg“ zu erreichen und Nachbarschaften zu fördern. NEULAND ist seit 2014/15 auch Anlaufstelle für Geflüchtete, die zu großer Zahl durch die Kommune dem Quartier zugewiesen wurden. Die bisherigen Strukturen und Angebote sowie die personelle Ausstattung sind dafür nicht ausreichend. Langjährige Beziehungsarbeit und Erfahrung bieten jedoch eine wichtige Basis beim Ausbau der Angebote.
Qualitätskriterien
Beschreibung
durch die mobilen Treffpunkte Orte entstanden sind, die sich als eigenständige Treffpunkte der Bewohner des Quartiers entwickelt haben.
Beschreibung
die Bewohner aktiv und initiativ die Angebote mitgestalten.
Vorhandene Strukturen
Zwei hauptamtlichen Mitarbeiter_innen (1/2 Diakon-Stelle und eine volle Stelle mit Schwerpunkten Gemeinwesenarbeit, Flüchtlingssozialarbeit und Ehrenamt) werden in Ihrer Arbeit von ca. 40 Ehrenamtlichen unterstützt. Das Einbeziehen von Ehrenamtlichen ist ausdrücklich Teil des Aufgabenbereichs der Mitarbeiter von NEULAND. Ein besonderer Fokus liegt auf der Motivierung von Bewohnern, sich bei Aktivitäten zu beteiligen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Haus der Jugend, Mobile Jugendarbeit, Quartiersmanagement
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jukimob (VCP), Gruppe Jugendhilfe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Silvanuskirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ratsschule (GS), DRK-Kita, Familienzentrum St. Maria Regina
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
internationaler Frauentreff
Typ
Stadtteil
Galerie
img 20150811 wa0002 ii
Zustimmung Veröffentlichung
On

Die Clownswohnung im Wohnprojekt für Flüchtlinge

Ansprechpartner
Katharina Mohs
Neue Wege kultureller Integration und Begegnung
Projektbeschreibung
Unser Verein trägt im Quartier Roderbruch/ sozialer Brennpunkt ein Kulturzentrum (seit 1984) und im Hochhaus Osterfelddamm eine Clownswohnung (seit 2006). Die Clownswohnung ist Anlaufpunkt für die Familien im Hochhaus (600 Wohneinheiten) und für die Kinder aus dem Stadtteil. Dort findet 1 - 2 x wöchentlich ein offenes Spielangebot (Bühne, Schwarzlichttheater, Manege, kreative Angebote) mit Clown Fidolo und seinen Helfern statt. Seit der Flüchtlingskrise wurde die Clownswohnung regelmäßig von Flüchtlingskindern aus den umliegenden Flüchtlingsunterkünften besucht. Die Wohnung wurde uns gekündigt und wir müssen das Projekt beenden (Ende Mai 2017). Nun werden im Roderbruch Wohnhäuser für Flüchtlinge gebaut und wir haben uns darum bemüht, in einem der Häuser eine Wohnung zu bekommen. Wir wollen dort eine Clownswohnung als Raum der Begegnung und der kulturellen Integration eröffnen. Damit wollen wir "zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen", d.h. wir wollen den Stadtteilkindern das seit Jahren bewährte Spielangebot erhalten und zusätzlich einen Raum haben, in dem wir Geflüchtete und Beheimatete zusammenbringen können. Der gemeinnützige Bauträger und das Wohnungsamt der Stadt Hannover haben uns jetzt eine 3-Zimmer-Wohnung zugesagt, die wir ab September 2017 mieten könnten. In dem Wohnprojekt/ Neubau werden Geflohene leben, die keine homogene Gruppe bilden. Wir wissen nicht, wer in die Wohnungen einziehen wird (Familien? Alleinstehende junge Männer?). Ziel ist, Aktivitäten und Projekte zu entwickeln, die den Flüchtlingen bei der Integration helfen und für die beheimateten Stadtteilbewohner interessant sind. Da diese Aktivitäten unter Einbeziehung der Zielgruppen entstehen sollen, können wir jetzt nur Bespiele zur Veranschaulichung nennen: Feste (internat. Nachbarschaftstag, Norus, Bayram), Kurse: kochen, Chor, Trommeln. Projekte: Tänze um die Welt, Kunstprojekt und Ausstellung, Filmprojekt, Maskenprojekt, Stadt(teil)erkundungen. So unterschiedlich die ethnischen, religiösen, kulturellen und sozialen Hintergründe auch sind, kulturelle Integration bietet die Chance, gemeinsam in künstlerische Prozesse einzutauchen, in denen jeder seinen Platz findet. Die Räume der Clownswohnung bieten sich als Raum der Begegnung an, z.B. für Kurse, die für die Bewohner und den Rest des Stadtteils offen sind (z.B. Chor, Trommeln, Kunstprojekt, Handy-Computerkurs). Außerdem könnten von hier aus Ausflüge starten, die für Flüchtlinge und andere Stadtteilbewohner/-innen offen sind.
Ausgangslage
Nachdem der Eigentümer im Zuge von Sanierungsvorhaben 2016 eine Kündigung der Clownswohnung ausgesprochen hat, sind wir auf der Suche nach einer neuen Wohnung für Clown Fidolo. Da wir gern „zu den Menschen gehen“ und vor Ort Angebote entwickeln, kam die Idee auf, mit Clown Fidolo in die Flüchtlingsunterkunft zu ziehen. Hier könnten wir an unsere guten Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit anknüpfen. Anders als bisher muss eine Clownswohnung in der Flüchtlingsunterkunft zusätzliche Ziele bzw. Zielgruppen haben. Sie muss dem besonderen Ort gerecht werden und Aktivitäten entwickeln, die der kulturellen Integration der Bewohner/-innen der Unterkunft dienen und Begegnung mit den beheimateten Stadtteilbewohnern ermöglichen. Bei der Integration kann kulturelle Bildung eine zentrale Schlüsselfunktion einnehmen die zur Teilhabe, zur Mitbestimmung und Mitgestaltung ihres Lebensumfeldes einlädt: In einer noch fremden Umgebung, in der sprachliche Verständigung noch schwer fällt, bieten künstlerische Ausdrucksformen neue Wege der Kommunikation und Auseinandersetzung mit dem Unbekannten, Erlebten und Gefühlten. Auf künstlerischem Wege können Menschen zum Ausdruck bringen, wofür ihnen noch Worte fehlen. So werden sie als Individuen sichtbar und hörbar mit einer Geschichte, einer Gegenwart und einer Zukunft. Kulturelle Integration ist keine Einbahnstraße, sondern ein wechselseitiger Bereicherungsprozess für alle Beteiligten. Sie schafft Begegnung und Beziehung und macht neugierig auf das, was jede(r) mitbringt. Sie gibt Mut und Motivation das gewohnte Terrain zu verlassen und Verhaltenssicherheit für unvertraute Situationen zu gewinnen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Groß-Buchholz Quartier Roderbruch
Beschreibung
Roderbruch ist ein Stadtviertel im hannoverschen Stadtteil Groß-Buchholz. Es wird begrenzt durch die Eilenriede im Westen, den Messeschnellweg im Norden, den Osterfelddamm im Osten und die Baumschulenallee im Süden. Die Karl-Wiechert-Allee durchzieht das Viertel in Nord-Süd-Richtung.
Einwohnerzahl
8500
Quelle / Anmerkungen
Quartiersmanagement
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover Stand 31.12.2011
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover 2013
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover 2013
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover 2013, Stadt Hannover, FB Personal und Organisation, Sachgebiet Wahlen und Statistik, Roderbruch, Stand Dez. 2015
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Kulturtreff Roderbruch arbeitet eng mit der hanova, Tochtergesellschaft der Stadt Hannover für Immobilien, zusammen. Wir haben bereits ein gut funktionierendes Quartiersmanagement, deren Quartiersmanager Jörg Kofink gab uns den Tipp zu dieser Förderung und unterstützt uns in unserem Vorhaben, das Projekt Clownswohnung im Wohnprojekt für Flüchtlinge zu realisieren. Unsere Stadtteilkultureinrichtung ist Anlaufpunkt für die im Quartier lebenden Menschen. Hier setzen wir kulturelle Teilhabe um und bieten ein niederschwelliges Bildungsangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Clownswohnung ist Anlaufpunkt für viele Kinder und Kindergruppen aus Kitas und Schulen. Dieses Angebot wollen wir gerne im Wohnprojekt für Flüchtlinge fortsetzen und um die Angebote für Geflüchtete erweitern. Die Clownswohnung innerhalb des Wohnprojektes schafft Vertrauen bei den Bewohnern des Stadtteils, aber auch bei den Geflüchteten selbst. In Zusammenarbeit mit der Wohnungsgesellschaft hanova haben wir diesen Ort gewählt, um interkulturelle Begegnungen im Zentrum von Flüchtlingswohnungen zu ermöglichen. Somit wird ein zentraler Anlaufpunkt für alle Bewohner im Stadtteil geschaffen, von dem aus Netzwerkarbeit, Workshops und weitere Aktionen für die Begegnung von Menschen verschiedener Herkünfte möglich werden. Damit fördern wir das nachbarschaftliche Zusammenleben, den Abbau von Konflikten und stärken die Integration der Geflüchteten in das Gemeindeleben des Stadtteils.
Qualitätskriterien
Beschreibung
die Bewohner der Unterkunft und die Menschen aus dem Stadtteil gemeinsame Projekte umsetzen, die Ergebnisse gemeinsam präsentieren, Kontakte außerhalb der Aktivitäten der Clownswohnung bestehen, Kinder das Wohnprojekt als Teil ihres Stadtteils sehen
Beschreibung
Angebote für Geflüchtete wahrgenommen werden und Begegnungen mit Bewohner des Stadtteils möglich werden, Angebote entstehen im Prozess des Kennenlernens der Bewohner des Wohnprojekts, sie die Aktionen aktiv mitgestalten
Beschreibung
Durch Kooperationen mit Stadtteilgespräch Roderbruch e.V. werden Feste im Stadtteil mit anderen Partnern durchgeführt, gemeinsame Aktionen geplant und Bekanntmachungen können über dieses Netzwerk in den ganzen Stadtteil gestreut werden
Vorhandene Strukturen
Die Bürgergemeinschaft Roderbruch e.V. wurde 1982 im Hochhausviertel Hannover-Roderbruch gegründet. Ziel des Vereins war und ist, im neu entstandenen Quartier die Interessen der Bewohner/-innen zu vertreten sowie Kommunikation und Lebensqualität im Stadtteil zu fördern. Seit 1984 trägt der Verein ein Stadtteilkulturzentrum, den Kulturtreff Roderbruch. Im Laufe der Jahre wurde mit viel ehrenamtlichem Engagement eine lebendige Stadtteilkulturarbeit aufgebaut. Ein besonderes Anliegen der Bürgergemeinschaft ist es, die sozial benachteiligten Menschen im Stadtteil zu fördern. 52 % der Kinder im Quartier sind arm, 2/3 haben einen Migrationshintergrund. Der Verein beschäftigt 4 Hauptamtliche und über 40 Honorarkräfte. Der Verein hat 110 Mitglieder, 35 Ehrenamtliche sind engagiert. Die Stadt Hannover fördert den Verein mit einer jährlichen Beihilfe für zwei Hauptamtliche. Zum Angebot gehören Musikunterricht, Kurse, Chöre, Theatergruppe, Ausstellungen, Sprachcafe für Deutschlernende, Projekte, 6 Jugendbands, offene Kunstwerkstatt, Lesungen, Konzerte, Vorträge, Flohmärkte, Ferienangebote, Angebote im Ganztag von Schulen, Sprachförderangebote für Kitakinder und seit 2005 die Clownswohnung.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
hanova
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilgespräch Roderbruch e.V.: Zusammenschluss von im Quartier Roderbruch vorhandenen Parteien, Institutionen (Sozialamt, FB Soziales, FB Jugend und Familie, FB Senioren), Kirche, Polizei, Schulen, Vereine, Initiativen, dem Bezirksrat
Typ
Stadtteil
Galerie
p1020017 2
p1020011
Zustimmung Veröffentlichung
On

Nachbarschaftsnetzwerk CAPITO

Ansprechpartner
Doris Tjaden-Jöhren
Funktion Projektleitung
Nachbarschaftshilfe in der Heese - ein Netzwerk von und mit Bewohnern für mehr Lebensqualität
Projektbeschreibung
Im Nachbarschaftstreff CAPITO soll ein Netzwerk entstehen, das entsprechend der Interessen und Bedürfnisse der Bewohner (vorrangige Zielgruppen: Senioren und Familien mit Migrationshintergrund) durch den Einsatz von "Kümmerern" das nachbarschaftliche Zusammenleben fördert, in verschiedenen Bereichen des alltäglichen Lebens Hilfen leistet, Vorurteile abbaut und zur Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen beiträgt. Verschiedene kulturelle Angebote, Aktivitäten zu besonderen Anlässen (Weihnachten...) und der Cafebetrieb fördern Begegnungen und Kommunikation. Darüber hinaus würde das Image des Stadtteils positiv beeinflusst.
Ausgangslage
Im Projektgebiet lebt eine Mischung aus verschiedenen ethnischen Gruppen und Senioren mit enger Verbundenheit zum Quartier. Der Anteil der Menschen mit ausländischer Herkunft ist im Vergleich zu anderen Stadtteilen höher. Vorurteile und Ängste (z-B. Sicherheit) werden häufig thematisiert. Ältere Bewohner möchten so lange wie möglich im vertrauten Quartier verbleiben und benötigen in verschiedenen Bereichen des alltäglichen Lebens zunehmend und flexibel Unterstützung. Bei einem hohen Anteil der Alleinlebenden drohen Rückzug und Vereinsamung. Beide Zielgruppen wünschen sich Angebote für Begegnung und Austausch. Die Interessen und Bedürfnisse der Betroffenen müssen gemeinsam analysiert und Konzepte entwickelt werden. Mit den Aktivitäten der Beteiligten werden Lebensqualität und Image des Heesequartiers verbessert.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle, Stadtteil Heese
Beschreibung
Stadtteile Neustadt, Westercelle, Neuenhausen, Klein Hehlen, Boye
Einwohnerzahl
4000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Celle
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
GWA/QM-Ansatz
Im geplanten Projekt sollen die Interessen der Bewohner des Quartiers analysiert und Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden. Dabei geht es um Inhalte, die die Betroffenen als Benachteiligung, fehlende Hilfen und Angebote empfinden. Mit dem Einsatz von "Kümmerern" soll ein Netzwerk entstehen, das auf die wechselnden Bedürfnisse der Bewohner flexibel und möglichst selbsttätig reagiert, die nachbarschaftlichen Beziehungen fördert und die Lebensqualität verbessert. Vorhandene Partner/ Stellen werden einbezogen. Der Nachbarschaftstreff dient als Anlaufstelle mit aktuellen und langfristigen Angeboten.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Etablierung der nachbarschaftsfördernden Maßnahmen mit Beteiligung aller Bewohner und der Mitwirkenden des Nachbarschaftstreffs erfolgt ist
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Atelier 22, Frau Reschke
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ASB, Johanniter, Caritas - div. Ansprechpartner
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diverse Referenten nach Themen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Celler Bau- und Sparverein, Herr Stünkel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement, Frau Rietze
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinschaftliches Wohnprojekt "Celler Woge", Frau Vette, Div. Bewohner
Typ
Stadtteil
Galerie
skm c224e17052314220 0001
skm c224e17052314220 0002
skm c224e17052314220 0003
eingangsfoto flyer
dscf0630   kopie
jd800029
Zustimmung Veröffentlichung
On

Kontakt- und Beratungsstelle Mühlenberg

Ansprechpartner
Birgit Teschner
Funktion Bereichsleitung
Krisenintervention, Aufbau Anlaufstelle, Integration, Förderung Kommunikation und nachbarschaftlichen Zusammenlebens
Projektbeschreibung
Den problematischen Entwicklungen im hannoverschen Stadtteil Mühlenberg soll mit einem interdisziplinären Nutzungskonzept für ein leerstehendes Gebäude entgegengewirkt werden. Für und mit den BewohnerInnen soll in diesem Gebiet mit besonderem sozialen Entwicklungsbedarf eine Anlaufstelle aufgebaut werden, in der unterschiedliche Beratungen (Schuldnerberatung, JobCenter, Integration, EU-Zuwanderung, etc.), ein Betreuungs- und Familientreffpunkt zur Förderung frühkindlicher Bildung und Entwicklung angeboten werden, Integrationsgruppen wie z.B. Erzählcafé oder offener Treff einen Ort finden und Beteiligungsprozesse mit den BewohnerInnen durchgeführt werden. Im Vordergrund steht die Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe, der Hilfe zur Selbsthilfe, des bürgerschaftlichen Engagements, der Aufbau nachbarschaftlicher Unterstützungssysteme und der Kommunikation der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen (sozial und national) im Stadtteil. Das Gebiet Mühlenbrg wurde 2014 vom Land in das Programm Soziale Stadt aufgenommen. Extreme Bevölkerungszuwächse in den Jahren 2015 und 2016 haben die Sozialstruktur besonders in den Wohnanlagen Canarisweg (Hochhäuser) und Teilen des Ossietzkyring so verändert, das zusätzliche Interventionen dringend notwendig sind. Einerseits sollen für die BewohnerInnen aus den genannten Straßenzügen zusätzliche Angebote/Unterstützungen geschaffen werden, um sie vor weiteren Stigmatisierungen zu schützen, gleichzeitig sollen sie und alle StadtteilbewohnerInnen in Integrationsprozesse eingebunden und aktiv beteiligt werden, um das Zusammenleben positiv zu gestalten und die Lebensqualität in diesem Stadtteil zu erhöhen. Der hohe Bevölkerungsanteil mit ganz unterschiedlichen Migrations- und Zuwanderungshintergründen in diesem Gebiet wird als Belastung angesehen und verantwortlich gemacht für Probleme wie z. B. mit Müll im öffentlichen Raum. Die kulturelle Vielfalt kann jedoch auch als Potential positiv genutzt werden. Kommunikation und Austausch sind dafür notwendig, die über Angebote und "Kümmerer" in der neuen Kontakt- und Beratungsstelle am Stauffenbergplatz hergestellt werden sollen. Das vorhandene Quartiersmanagement braucht aufgrund der Größe des Gebietes (72 ha) dringend Unterstützung in diesem Prozess, um eine Balance zwischen den Interessen der engagierten Menschen mit Wohnungseigentum, den "normalen" Mietern im Wohnungsbestand und der Bevölkerung in den tendenziell problematischen Wohnungen im Programm Soziale Stadt zu erzielen.
Ausgangslage
Im Stadtteil Mühlenberg wird seit 2015 das Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt umgesetzt, mit dem vorrangig investive Maßnahmen gefördert werden. Ein extremer Bevölkerungszuwachs in den Jahren 2015 und 2016, der in erster Linie durch die Beseitigung von Wohnungsleerständen erfolgte, durch den Familiennachzug von Geflüchteten, die hier ihre erste Wohnung nach der Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften bezogen und durch EU-Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien, führen aktuell zu einer besonders angespannten Situation in diesem Gebiet. Zeitgleich konnte die soziale Infrastruktur nicht adäquat ausgebaut werden, sodass Kinderbetreuungsplätze fehlen und in den Schulen nunmehr vom "pädagogischen Notstand" die Rede ist. Vorhandene Vereine und Einrichtungen, die Nachbarschaftsarbeit fördern und Beratungen anbieten sind schon lange an ihre Grenzen gestoßen und können den großen und vor allen Dingen vielfältigen (z. B. sprachlichen) Bedarfen aus der Bewohnerschaft nicht mehr entsprechen. Da diese Situation in der Gesamtbevölkerung des Stadtteils zu großem Unmut führt, Zuschreibungen insbesondere bezogen auf die BewohnerInnen der Hochhaussiedlung am Canarisweg und Teilen des Ossietzkyrings zu einer weiteren Stigmatisierung dieses Quartiers führen, besteht dringender Handlungsbedarf an zusätzlichen Maßnahmen und Interventionen, die das Zusammenleben positiv befördern und den negativen Entwicklungen etwas entgegensetzen. Dazu brauchen die hier lebenden Menschen Unterstützung, müssen aber gleichzeitig auch aktiviert und beteiligt werden, zur Selbstorganisation ermutigt werden und die etablierte Bevölkerungnd in den Integrationsprozess eingebunden werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Mühlenberg
Beschreibung
Bewusst wird die Gebietskulisse für das Progranmm Soziale Stadt auch für diese Landesförderung gewählt, da es nicht nur um Unterstützung der BewohnerInnen in den aktuell extrem stigmatisieten Straßenzügen geht, sondern um eine Problemlösung größtenteils städtebaulich erzeugter Probleme aus 1970er Jahren, die eine Trennung der Bevölkerung links oder rechts der Bornumer Strasse (tiefergelegte Schnellstrasse) zur Folge hatten. Mühlenberger BewohnerInnen beider Seiten werden aber gebraucht, um Integrationsprozesse in diesem Gebiet zu befördern und es muss ein Bewusstsein möglichst vieler Menschen im Stadtteil entwickelt werden, das den unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen eeine gemeinsame Stadtteilidentität ermöglicht.
Einwohnerzahl
7573
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover Wahlen und Statistik, Koordinationsstelle Sozialplanung der Stadt Hannover
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die besondere und aktuell auch sehr brisante Situation am Mühlenberg, auf die in über 20 Presseberichten in den letzten Wochen aufmerksam gemacht wurde, macht es notwendig, hier zusätzlich zum Programm Soziale Stadt Maßnahmen zu ergreifen, um Konflikte abzubauen, Integrationsprozesse zu befördern und die Bewohnerschaft zu stabilisieren. Mit dem Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt werden überwiegend investive Maßnahmen gefördert, gefragt sind hier aber soziale Kompetenzen, mit denen der soziale Zusammenhalt gestärkt wird und Begegnung und Kommunikation gefördert wird. Der Arbeitsansatz Gemeinwesenarbeit eignet sich hierfür in besonderer Weise. Obwohl die Landeshauptstadt Hannover auch kommunale Mittel zur Verbesserung der sozialen und kulturellen Infrastruktur in Gebieten Soziale Stadt einsetzt, sind diese Mittel natürlich begrenzt. Die Bevölkerung im Mühlenberg ist in erster Linie durch eine große Gruppe von EU-Zuwanderern aus Bulgarien und Rumänien gewachsen und durch Geflüchtete vornehmlich aus dem Irak und Syrien. Um weitere Eskalationen zu vermeiden, besteht dringender Handlungsbedarf auch dieses Bevölkerungsgruppen in die deutschen Regelwerke bzgl. z.B. Bildung und in den Stadtteil zu integrieren. Städtebauliche Probleme und die Qualität des Wohnungsbestandes tragen dazu bei, dass sich die Sozialstruktur im Stadtteil stark verändert hat. Das Gebiet weist überproportional viele Arbeitslose und TransferleistungsempfängerInnen auf. Die Situation dieser Menschen hat wiederum Auswirkungen auf das Quartier. Während in freiwerdende Wohnungen vor allem Menschen in prekären Lebenslagen oder mit Migrationsgeschichte (Geflüchtete, EU-Zuwanderung) ziehen, die es insgesamt schwerer auf dem Wohnungsmarkt haben, nehmen die stabilisierenden Kräfte zur Selbstorganisation des Stadtteillebens und zur Integration tendenziell ab. Der extreme Bevölkerungszuwachs hat die Veränderung der Sozialstruktur nochmal maßgeblich beeinflusst und führt zu Problemen im Stadtteil, denen jetzt entgegengewirkt werden muss. Die bestehenden Veränderungen der Sozialstruktur betreffen allgemein das gesamte Gebiet, besondere Probleme weisen allerdings der Bereich Canarisweg und Teile des Ossietzkyrings auf. Bereits bestehende Angebote müssen dringend erweitert und durch gezielte Integrationsmaßnahmen ergänzt werden, um auch das Selbsthilfepotential der Bewohnerinnen und Bewohner zu aktivieren. Durch die Stärkung von Mitwirkungs- und Beteiligungsstrukturen sollen sich für die Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeiten verbessern, sich für ihre Belange und das Stadtteilleben zu engagieren. Dies umfasst auch die Stärkung von Strukturen der nachbarschaftlichen Selbstorganisation, die zur Stabilisierung des Quartiers beitragen sollen.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit und Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit und Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
44
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Ziel, eine gleichberechtigte Teilhabe aller Bewohnerinnen und Bewohner eines Stadtteils am gesellschaftlichen Leben im Quartier zu erreichen, schafft GWA Zugänge zu den zentralen Bereichen wie Bildung, Kultur, Beschäftigung und politische Partizipation. Es werden Begegnungsmöglichkeiten zwischen Menschen verschiedener ethnischer, nationaler und sozialer Herkunft geschaffen, um Vorurteile und Konkurrenzen abzubauen und langfristig gemeinsam das Miteinander und das Lebensumfeld zu gestalten. Menschen ist ihr direktes Lebensumfeld sehr wichtig, ihr Quartier, ihr Stadtteil. Genau hier setzt Gemeinwesenarbeit an mit dem Ziel, die Lebensqualität der Menschen in Stadtteilen zu erhöhen und ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Die Gemeinwesenarbeit der Landeshauptstadt Hannover ist in vier Gebieten mit besonderem sozialen Entwicklungsbedarf eingesetzt, in denen ein hoher Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner in der Regel über ein geringes Einkommen verfügen und/oder Transferleistungen beziehen und viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus ganz unterschiedlichen Nationen leben. Aktuell gehören diese Stadtteile auch zu den Ankommensorten von Flüchtlingen, so wie Mühlenberg. Der Arbeitsansatz der Gemeinwesenarbeit ermöglicht eine unmittelbare und flexible Reaktion auf die sich bewegenden Strömungen und aktuellen Situationen in den Stadtteilen. Vor allem ihr Zielgruppen übergreifender Ansatz ist gut geeignet Brücken zu bauen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohnerinnen und Bewohner aus den Häusern Canarisweg, Ossietzkyring und Leuschnerstraße organisieren sich, formulieren Ihre eigenen Interessen und Bedarfe und vertreten diese z.B. in Stadtteilgremien und/oder der Sanierungskommission.
Beschreibung
Die Kontakt- und Anlaufstelle wird auch von selbstorganiserten Gruppen genutzt, die sich über die Aktivierung durch GWA gebildet haben.
Beschreibung
Die vorhandenen Einrichtungen und Kompetenzen werden in die Umsetzung der Kontakt- und Beratungsstelle eingebunden und durch regelmäßigen Austausch sinnvoll ergänzt. Vorhandene Potentiale von bürgerschaftlichem Engagement neu belebt werden.
Beschreibung
Begegnung und Kommunikation finden zwischen den zugezogenen Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und den "Pionieren" (Erstbewohner meist mit Wohneigentum) statt, soziale Unterschiede überwunden, der Stadtteil als gemeinsamer Raum gestaltet.
Beschreibung
Fachbereichsübergreifende Nutzung der Kontakt- und Beratunsstelle funktioniert, weitere Disziplinen (Beschäftigungsförderung, Gesundheit, etc.) zur Problemlösung eingebunden.
Beschreibung
Bestehende Netzwerke vor Ort werden auf ihre Funktionalität bezogen auf die Problemlage geprüft, evtl. verändert und ausgebaut.
Beschreibung
Die unsichtbaren Grenzen des Stadtteils verschwimmen zunehmend, gegenseitiger Respekt, Anerkennung und Toleranz führen zu einem friedlichen Miteinander der verschiedenen Kulturenund soziale Lagen.
Beschreibung
Anpassung der sozialen Infrastruktur an die Bevölkerungsentwicklung im Mühlenberg besonders in Bezug auf Bildungseinrichtungen (Kta, Schule, Qualifizierungsmaßnahmen, etc.) und Integrationsmaßnahmen.
Beschreibung
Bewusster Umgang mit dem Stadtteil als Ankommensort der Stadt für Geflüchtete und Zuwanderer, deshalb verstärkte dezentrale Integrationsangebote.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Freizeitheim Weiße Rose - Herr Seeberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Koordierungstelle Zuwanderung Osteuropa - Frau Galinat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Integrationsmanagment - Frau Stolzenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilentwicklung - Quartiersmanagment, Frau Dieckmann-Bartels
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Bereich frühkindliche Bildung/Elterntreffs
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Miteinander für ein schönes Viertel - MSV e.V. Nachbarschaftsarbeit - Frau Schroers, Frau Bleichwehl
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
hanova - städtisches Wohnungsunternehmen, Quartiersmanagement, Frau Koller
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Stadterneuerung, Frau Boss
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AG Image
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sanierungskommission Mühlenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentren und Kindertagesstätten im Gebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Mühlenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Neue Arbeit GmbH - Herr Willeke
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
fairkauf - Filliale Mühlenberg
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinwesen in Delmenhorst - Wir alle gemeinsam als Bürger dieser Stadt!

Ansprechpartner
Rudolf Mattern
Funktion Fachbereichsleitung Soziales
Wir alle gemeinsam Bürger dieser Stadt!
Projektbeschreibung
Ziel des Projektes ist der Ausbau der bisherigen Einrichtungen und Bemühungen der Stadt Delmenhorst, ein flächendeckendes Netz an Begegnungs- und Beratungsstätten in Delmenhorst zu schaffen. Dazu sollen neben den bisherigen Standorten "Wollepark" und "Düsternort" auch die Stadtteile "Hasport" und "Deichhorst" in ein gemeinschaftliches Konzept zur nachhaltigen Etablierung von Gemeinwesenarbeit in Delmenhorst eingebunden werden. Hierfür konnte die AWO in Delmenhorst als starker und verlässlicher Partner gewonnen werden. So ist geplant, dass die AWO die Arbeit im Stadtteil "Deichhorst" und das Diakonische Werk in "Hasport" übernehmen wird. Neben der Einrichtung zweier neuer Standorte, ist auch die Einrichtung einer Koordinierungs- und Leitungsstelle geplant, die den Austausch aller vier Standorte unterstützen und die Kooperation und Kommunikation auch nach Außen übernehmen soll und als ein Ziel verfolgen wird, Gemeinwesenarbeit als Handlungskonzept in andere Einrichtungen und bei anderen Akteuren zu etablieren. Als Devise dieses Projekts gilt es, bestehende Ressourcen und Erfahrungen zu nutzen und in die "neuen" Standorte zu tragen. Alle weiteren Ausführungen können den folgenden Teilen entnommen werden.
Ausgangslage
Die beiden Standorte "Hasport" und "Deichhorst" weisen jeweils unterschiedliche Ausgangslagen auf. In Hasport geht es um das Wohnquartier in der Helgolandstraße. Zwischen Möbelhaus, Naherholungsgebiet und Einfamilienhäusern mit Pool liegt wie auf einer "Insel" eine Wohnanlage mit Mehrfamilienhäusern. Mehr als 20 Nationen teilen sich den Lebensraum auf dieser Insel und grenzen sich nicht nur durch unterschiedliche Wohnformen, sondern auch durch unterschiedliche kulturelle Hintergründe, Religionen und Sprachen von den umliegenden Nachbarn ab. Doch auch das Zusammenleben auf der "Insel" ist nicht als homogen zu bezeichnen. Es fehlt an einer gemeinsamen Identität, der Möglichkeit, neben der bloßen Nachbarschaft Gemeinsamkeiten zu finden und Kontakte herzustellen. Der Standort "Deichhorst" weist dagegen ein ganz anderes Problem auf. Wo in Hasport eine Segregation der "Probleme" vorliegt, ist das Bild des Stadtteils Deichhorst nur als heterogen zu bezeichnen. Das für das Projekt ausgewählte Gebiet ist in der Mehrheit eine Einfamilienhaussiedlung. Diese Siedlung wird dabei immer wieder durchzogen von "Blacks" und Großwohnanlagen, die entweder vereinzelt oder als größere Ansiedlung über das Projektgebiet verteilt sind. Eine Durchmischung der Bewohnenden dieser Siedlungstypen findet nur bedingt oder gar nicht statt. Beide Projektbereiche weisen eine hohe Zahl von Migranten aus unterschiedlichen Nationen, eine Vielzahl von Leistungsempfängern und Armutslagen auf. Ein vereinzelter Zuzug von Menschen mit Flucht- oder Asylbewerbungshintergrund ist zwar zu verzeichnen, die Fallzahl rechtfertigt hierbei jedoch keine besondere Problematisierung.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Delmenhorst - Deichhorst
Beschreibung
Das Gebiet zwischen Moorweg und Oldenburger Straße, seitlich begrenzt durch die Brauenkamper Straße im Westen und den Burggrafendamm im Osten sowie die Blocks an der Grundigstraße nördlich der Oldenburger Straße, ist Projektraum im Stadtteil Deichhorst.
Einwohnerzahl
5032
Quelle / Anmerkungen
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
-entfällt
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017; Leider liegen nur Daten bis 29 Jahre vor)
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Stadt Delmenhorst - Hasport
Beschreibung
Hasport: Wohnanlage in der Helgolandstraße und der Wohnblock an der Seestraße, sowie die angrenzenden Straßenzüge als Nachbarschaft.
Einwohnerzahl
2854
Quelle / Anmerkungen
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
- entfällt
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017; Leider liegen nur Daten bis 29 Jahre vor)
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Spezifizierung des o.g. Wertes. es ist davon auszugehen, dass 70% der Ausländischen Bewohnenden in der Helgolandstraße bzw. am Block in der Seestraße leben. Schätzung Diakonisches Werk
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Ansatz der Gemeinwesenarbeit lässt sich kurz zusammenfassen: Der Mensch steht im Mittelpunkt! Davon lassen sich die Handlungsansätze ableiten, dass unserer Nachbarschaftsbüros nur Rahmenkonstruktionen sein können, die den Ideen und Interessen der Bewohnenden Halt und unterstützende Struktur geben können. Die Menschen sollen in die Lage versetzt werden, eigene Interessen und Belange zu benennen und umzusetzen bzw. Probleme zu lösen. Der Mensch soll nicht über Defizite sondern über Stärken und Potentiale definiert werden. Dies bedeutet, dass Identitätsbildung und Abbau von Stigmatisierungseffekten ebenso wichtig sind, wie der Ausbau dieser Potenziale durch Bildungsarbeit oder Projekte zur Etablierung positiver Handlungsmuster. Gemeinwesenarbeit ist nicht die Arbeit mit den "Problembürgern", sondern soll helfen und unterstützen, Nachbarschaft in der pluralisierten Gesellschaft zu festigen. Ängste vor dem Fremden nehmen und Kontaktmöglichkeiten herstellen - Multikulturalität lebt durch Begegnung. GWA bietet die Möglichkeit, den Menschen als Ganzes zu betrachten und den komplexen multivariaten Bedürfnissen gerecht zu werden. Arbeit, Leben, Wohnen, Bildung, Kultur und Gesundheit und das über alle Generationen hinweg, der Mensch zählt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Zwei neue Nachbarschaftsbüros eingerichtet sind. Eine Orte der Begegnung bieten Raum für Ideen und Wünsche der Bewohnenden.
Beschreibung
Eine aktivierende Bewohnendenbefragung wurde durchgeführt. Die Ergebnisse werden zusammengefasst und dienen als Arbeitsgrundlage/ Arbeitsauftrag der Bewohnenden.
Beschreibung
Projekte aus Wünschen/Ideen der Bewohnenden sind entstanden und werden regelmäßig durchgeführt.
Beschreibung
Bewohner führen eigene Projekte eigenverantwortlich durch. Die Bewohnenden werden in die Lage versetzt eigene Interessen zu erkennen, sich zu organisieren und gleichgesinnte zu finden. Die Räume der Nachbarschaftsbüros stehen als Handlungsort bereit.
Beschreibung
Kooperationen mit den handelnden Einrichtungen und Akteuren wurden erreicht. GWA soll nicht ersetzten, sondern abholen und mitnehmen. Bewohnende, Akteure und bestehende Einrichtungen sind wichtigste Ressource GWA.
Beschreibung
Alle Personalstelle wurden besetzt und eine verlässliche Erreichbarkeit ist sichergestellt. Diese ist wichtig um GWA als verlässlichen Ansprechpartner für die Bewohnenden zu etablieren.
Beschreibung
AWO und Diakonie vertreten und leben gemeinschaftlich eine GWA Konzept. GWA als Grundprinzip der Sozialen Arbeit. Diakonie und AWO gehen diesen Weg gemeinsam und sind gespannt auf die Erfahrungen der gemeinschaftlichen Aktivitäten.
Beschreibung
Die Koordinierungsstelle stellt Kontakte mit allen relevanten Netzwerken her. Delmenhorst zeichnet sich durch einen breites Netz an Akteuren und Einrichtungen aus. Wichtig ist es die Lücken der Netzwerke zu entdecken und sinnhaft zu füllen.
Beschreibung
Die Mehrheit der Bewohnenden über die Einrichtung der neuen Einrichtungen informiert sind. Hiezu ist eine umfassende und wirksame Öffentlichkeitsarbeit unabdingbar.
Beschreibung
Die Koordinierungsstelle hat eine Handreichung zur GWA entwickelt und veröffentlicht. Was bringt gute Arbeit, wenn man nicht darüber spricht. Erkenntnisse und Ergebnisse der Arbeit können für andere Akteure und Kommunen übertragbar sein.
Beschreibung
Strukturen wurden entwickelt , die eine Durchmischung ermöglichen. Zusammenbringen was zusammen lebt, könnte das Motto der GWA sein. Nachbarschaften etablieren und aktiv mitgestalten.
Beschreibung
Die Bewohner entwickeln eine positive Einstellung gegenüber ihrem Quartier. Ein positives Selbstbild entwickeln und stärken. Menschen werden oft über Defizite und Mangel definiert, der Mensch mit all seinen Gaben und Fähigkeiten sollte im Blick sein.
Beschreibung
Die angrenzenden Quartiere/Nachbarschaften einen positive Einstellung gegenüber dem Projektgebiet entwickeln. Es gibt Kontaktmöglichkeiten, die es erlaubt die "Anderen" kennen zu lernen.
Beschreibung
Die Koordinierungsstelle begleitet neben den beiden neuen Standorten auch die etablierten Standorte und entwickelt so ein gemeinsame Konzept für eine GWA für das gesamte Stadtgebiet.
Vorhandene Strukturen
entfällt.
Vernetzung im Gebiet
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Kita Hasport/AWO
Typ
Stadtteil
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Jugendtreff Hasport/AWO
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinschaft Hasport
Typ
Stadtteil
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5 Schulen im Projektgebiet Hasport (Schulzentrum West, Realschule Hohlbeinstraße, Grundschule Beethovenstraße, BBSII und Marienschule)
Typ
Stadtteil
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Spielhaus/ Stadt Delmenhorst
Typ
Stadtteil
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Nordwest Zeitung; Delmenhorster Kurier, Delmenhorster Kreisblatt u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
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Alle Relevanten Netzwerke und Akteure zum Themenbereich
Typ
Stadtteil
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AWO Delmenhorst
Typ
Stadtteil
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Nachbarschaftszentrum Wollepark/Diakonie
Typ
Stadtteil
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Nachbarschaftsbüro Düsternort
Typ
Stadtteil
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Kita Arche
Typ
Stadtteil
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Waldorf Kita Hasport
Typ
Stadtteil
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GSG
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Stadtteil
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Grand City Properties
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Stadtteil
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Knister Grundschule Hasport
Typ
Stadtteil
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Ev. Kirche St. Johannes Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur
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Integrationslotsenteam Delmenhorst und Umgebung e. V.
Typ
Stadtteil
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Stadt Delmenhorst
Typ
Stadtteil
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Familienzentrum Villa/ Stadt Delmenhorst
Typ
Stadtteil
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KITA "Unterm Regenbogen"
Typ
Stadtteil
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Städtische Kindertagesstätte
Typ
Stadtteil
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Overbergschule (katholisch)
Typ
Stadtteil
Galerie
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deichhorst moritz von schwindt strasse
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hasport wohnanlage helgolandstrasse 2
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