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Spielort Nachbarschaft - mobiler Treffpunkt im Quartier

Ansprechpartner
Kathrin Osterwald
Funktion Projektleitung
"Ich komm zu Euch – Lasst uns hier etwas zusammen machen!"
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt wollen wir in Form eines mobilen Treffpunktes zielgerichtet mehr Begegnung schaffen: je nach Zielgruppe wandelbar, spielerisch und leicht, beständig aber vor Ort und in der Person. Wir greifen damit die durch den Zuzug von Geflüchteten entstandene Herausforderung neuer Nachbarschaften auf. Unser Projekt stellt die Kinder in den Fokus. Zugleich besteht ein großes Kommunikations- und Austauschbedürfnis bei den Familien. Spielort Nachbarschaft soll hier eine Brücke schlagen und Angebote für die gemeinsame Nutzung in der freien Zeit, der Nachmittage oder auch mal am Wochenende sein. Das bestehende Vertrauensverhältnis vieler Geflüchteter in die Unterstützungsprojekte des ökumenischen Sozialprojektes NEULAND wie auch das große Interesse der Kinder für Angebote im Quartier sollen hier eine breite Basis für Begegnung und Miteinander schaffen. Der Stelleninhaber macht sich die Stärken und Ressourcen im Quartier (Spontaneität, Vertrautheit, Begeisterungsfähigkeit) zunutze und orientiert sich in der Ausrichtung der Arbeit daran. Als Kümmerer ist er nah bei den Menschen, gibt gezielte Unterstützung, z. B. im Rahmen von Hausbesuchen, kennt vorhandene Hilfsstrukturen und macht sie den Zielgruppen zugänglich. Die Vernetzung im Quartier mit vorhandenen Institutionen ist Teil des Aufgabenbereiches. „Ich bin da-lasst uns etwas zusammen machen“: Ein mobiler Treffpunkt in Form eines Bollerwagens bewegt sich durch das Quartier. Aus leicht aufzubauendem Mobiliar entsteht schnell und unkompliziert ein Verweilort. Der mobile Treffpunkt ist von weither sicht- und hörbar (optischer Bezug zum NEULAND-Logo, Alarmton mit Wiedererkennungswert) und kann halt machen vor einem Häuserblock, die Bewohner eines einzelnen Hauses in den Blick nehmen, mitten im Quartier stehen oder bestimmte Zielgruppen gezielt ansprechen. Auch bestehende Treffpunkte werden aufgesucht. Die Herausforderung liegt in einem Angebot, das zugleich von Beteiligung und Anleitung lebt – das Schaffen von Erlebnissen, Situationen im Sinne eines freizeitpädagogischen Angebots. Das "Sich Zeit nehmen", um Lösungen gemeinsam zu finden, ist ausdrücklich Teil des Projektes. "Vom Spiel zum Wort" setzt nah bei den Zielgruppen an und bezieht sie ein in die Entwicklung von Angeboten. Generationsübergreifende Spiele-Gruppendynamik-Senkung der Schwellen für Begegnung-feste Regeln zur Orientierung sind weitere wichtige Aspekte im Projekt.
Ausgangslage
Flüchtige Begegnungen im Quartier passieren ständig. Kennt man sich nicht, geht man häufig aneinander vorbei, Austausch findet nicht oder minimal statt. Mit Angeboten und Aktionen existieren bereits Begegnungsmöglichkeiten, wie z.B. sporadisch stattfindende Feste oder Ferienaktionen, im Quartier. Zielgruppenspezifische Angebote sind häufig von gewachsenen Gruppen besetzt oder ausgelastet. Es fehlt an weiteren offenen Angeboten zum Miteinander. Hier setzt unser Projekt an, in dem es flexibel neue Begegnungsmöglichkeiten und Raum für Interaktion schafft. Die Kinder durchstreifen das Quartier oft gelangweilt und in kleinen Grüppchen und halten sich aufgrund beengter Wohnverhältnisse bei fast jedem Wetter draußen auf. Durch den Familienzuzug Geflüchteter sind viele weitere Kinder in das Quartier gezogen. Sie suchen ihren Platz im Quartier und brauchen Orientierungshilfe ebenso wie die schon lange im Quartier lebenden Kinder. Hier fehlen ausreichend passende Angebote, die diese speziellen Bedürfnisse berücksichtigt. Die bisherigen Strukturen und Angebote sowie die personelle Ausstattung des ökumenischen Sozialprojektes NEULAND sind für die neuen Herausforderungen durch den Zuzug von Geflüchteten ins Quartier nicht ausreichend. Langjährige Beziehungsarbeit und Erfahrung in der Arbeit im Quartier und mit Ehrenamtlichen bieten jedoch eine gute Grundlage für den Ausbau passender Angeboten für und mit der "neuen Bewohnerschaft" im Quartier mit dem Ziel einer gelingenden Intergration.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Garbsen Berenbostel-Kronsberg
Beschreibung
Das Projektgebiet ist der Ortsteil Berenbostel-Kronsberg, durch weitestgehend einheitliche typische 60er-Jahre Wohnbebauung mit Mehrfamilienhäuser drei- bis vier-stöckig geprägt. Als einer der Ankunftsstadtteile der Stadt Garbsen mit einer höheren Fluktuation und stärker sozialen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen unterworfen. Abgegrenzt wird das Projektgebiet durch die umgebene Bebauung durch Ein- oder Reihenhäuser im Osten, Nordosten sowie angrenzende Misch-Gewerbefläche im Süden und Norden. Eine weitere Begrenzung erfährt das Gebiet durch umlaufende Ortsstraßen, die dem Quartier einen weiteren einheitlichen Charakter geben.
Einwohnerzahl
2675
Quelle / Anmerkungen
Zahlen, Daten und Fakten zum Sanierungsgebiet "Berenbostel-Kronsberg", Stadt Garbsen Abt. 41.2. Stadtentwicklung und Stadtplanung 04.05.2017
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Projektgebiet unterliegt durch die benannten neuen Herausforderungen einer zusätzlichen hohen Dynamik. Bestehende Konzepte von GWA/QM sind nicht ausreichend darauf ausgelegt und die soziale Infrastruktur entspricht den veränderten Anforderungen nicht mehr.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen beziehen sich eigentlich auf Kinder < 18 Jahre. aus: Zahlen, Daten und Fakten zum Sanierungsgebiet "Berenbostel-Kronsberg", Stadt Garbsen Abt. 41.2. Stadtentwicklung und Stadtplanung 04.05.2017
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
38
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen, Daten und Fakten zum Sanierungsgebiet "Berenbostel-Kronsberg", Stadt Garbsen Abt. 41.2. Stadtentwicklung und Stadtplanung 04.05.2017
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das ökumenische Sozialprojekt NEULAND ist in Trägerschaft der ev. Silvanuskirchengemeinde sowie der kath. Kirchengemeinde St. Raphael (in Berenbostel: St. Maria Regina), Garbsen in Projektpartnerschaft mit der Stadt Garbsen. Grundlage der Arbeit ist das christliche Menschenbild des caritativen/diakonischen Handelns. Dem Fremden, der Hilfe braucht und/oder ausgegrenzt wird, nahe zu sein und ihr/ihm als Mensch auf Augenhöhe zu begegnen, Respekt zu erweisen und ihr/ihm zu helfen, selbständig und selbstbewusst handeln zu können - und sich als gleichwertiger Teil der Gesellschaft zu fühlen. Die Arbeit des ökumenischen Sozialprojektes NEULAND ist seit 2003 mit Gemeinwesenarbeit im Quartier fest verankert und beinhaltet ein regelmäßiges Angebotsprogramm mit einem Nachbarschaftsladen als niedrigschwellige Anlaufstelle sowie zielgruppenspezifischen Angeboten (Hausaufgabenhilfe, Cafe Kronsberg, Fahrradwerkstatt, Ferienangebote, Deutschkurse, Mutter-Kind und Frauengruppen, Angebote für Geflüchtete u.v.m.) mit dem Ziel, eine gutes Miteinander aller Bewohner_innen im Stadtteil „Berenbostel-Auf dem Kronsberg“ zu erreichen und Nachbarschaften zu fördern. NEULAND ist seit 2014/15 auch Anlaufstelle für Geflüchtete, die zu großer Zahl durch die Kommune dem Quartier zugewiesen wurden. Die bisherigen Strukturen und Angebote sowie die personelle Ausstattung sind dafür nicht ausreichend. Langjährige Beziehungsarbeit und Erfahrung bieten jedoch eine wichtige Basis beim Ausbau der Angebote.
Qualitätskriterien
Beschreibung
durch die mobilen Treffpunkte Orte entstanden sind, die sich als eigenständige Treffpunkte der Bewohner des Quartiers entwickelt haben.
Beschreibung
die Bewohner aktiv und initiativ die Angebote mitgestalten.
Vorhandene Strukturen
Zwei hauptamtlichen Mitarbeiter_innen (1/2 Diakon-Stelle und eine volle Stelle mit Schwerpunkten Gemeinwesenarbeit, Flüchtlingssozialarbeit und Ehrenamt) werden in Ihrer Arbeit von ca. 40 Ehrenamtlichen unterstützt. Das Einbeziehen von Ehrenamtlichen ist ausdrücklich Teil des Aufgabenbereichs der Mitarbeiter von NEULAND. Ein besonderer Fokus liegt auf der Motivierung von Bewohnern, sich bei Aktivitäten zu beteiligen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Haus der Jugend, Mobile Jugendarbeit, Quartiersmanagement
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jukimob (VCP), Gruppe Jugendhilfe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Silvanuskirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ratsschule (GS), DRK-Kita, Familienzentrum St. Maria Regina
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
internationaler Frauentreff
Typ
Stadtteil
Galerie
img 20150811 wa0002 ii
Zustimmung Veröffentlichung
On