We4Us - aktiv im Musikerviertel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Philipp Legrand
| Organisation | Stadt Bergen |
|---|---|
| Funktion | Integrationsbeauftragter |
2. Kurzbeschreibung
We4Us - aktiv im Musikerviertel
Projektbeschreibung
Das Musikerviertel, geprägt von Bestandsbauten aus den 60er Jahren, ist bezogen auf seine Bevölkerungsstruktur ein junges Quartier im nordosten der Stadt Bergen und besteht aus ca. 1000 Einwohnern.Im Rahmen des Konversionsprozesses sind in kurzer Zeit die hier stationierten Nato-Angehörigen und ihre Familien 2015 aus dem Quartier fortgezogen.Analog sind Familien und junge Erwachsene zugezogen, die unzureichend am gesellschaftlichen Miteinander teilhaben - daher wird ein Quartiersbegleiter eingestellt und die Gemeinwesenarbeit gefördert. Mit dem Zuzug neuer Bewohner besteht die Chance und Herausforderung ein neues Stadtteilleben zu erfinden, aktiv zu gestalten sowie fruchtbare Entwicklungsprozesse im Sinne eines positiven Miteinanders anzuschieben. Der Quartiersbegleiter erarbeitet mit den Bewohnern, wie die Lebensverhältnisse vor Ort verbessert werden können. Die Motivation zur Teilnahme an Treffs sowie zur Wahrnehmung von Gestaltungsmöglichkeiten des Wohnumfeldes und der Bedarf an Beratung wurden bereits mit Bewohnern in Form von Bürgersteiggesprächen und aufsuchender Arbeit eruiert. U.a. wurden Ideen zur Ausgestaltung von Grünflächen, eines Spielplatzes und eines Frühstückstreff geäußert. Zu Projektbeginn werden Methoden, die Menschen im Quartier aktivieren und ihre Vorstellungen in den Fokus rücken, einen besonderen Schwerpunkt ausmachen – insbesondere Bürgersteiggespräche, Streetwork und aufsuchende Arbeit. Ausgangspunkt für die konkrete Gestaltung der Gemeinwesenarbeit im Quartier sind die Vorstellungen der Bürger vor Ort. Eingerichtet wird eine erste Anlaufstelle im Quartier, in der Beratungen, Begegnungen und Bildungsangebote umgesetzt werden können, sobald die Stelle von den Quartiersbewohnern anerkannt wird. Die konkrete Ausgestaltung der Angebote und die räumliche Gestaltung (eigene Bilder aufhängen usw.) der Anlaufstelle wird von den Bewohnern in Begleitung und Unterstützung vom Quartiersbegleiter erarbeitet. Um Aktivitäten umzusetzen, wird ein Aktivitätenfond für das Quartier eingerichtet, dessen Fördermodalitäten niederschwellig sind. Eine mit den Bewohnern eingerichtete Bürgerjury entscheidet über die Förderung von Initiativen. Bürgervertrer werden als Interessenvertreter gewählt und in Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse, mit Unterstützung vom Quartiersbegleiter, einbezogen. Der Quartiersbegleiter wird innerhalb der Verwaltung im Bürgerservice angesiedelt und eingebunden, um Bedarfe der Bürger schnell an geeigneter Stelle anzubringen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Bewohnerstruktur ist von einem deutlich überdurchschnittlichen Sozialhilfebezug (ca. 50 Prozent der Bewohner von Geschosswohnungen im Quartier) und Ausländeranteil (knapp 30 Prozent) geprägt. Viele der zugezogenen Einwohner_innen weisen neben den dargestellten Gegebenheiten weitere Aspekte auf, die auf einen erhöhten Förderbedarf schließen lassen: Viele Menschen haben Fluchterfahrungen in den zurückliegenden vier Jahren gemacht und benötigen aufgrund traumatisierender Erfahrungen sowie sprachlicher Barrieren besondere Unterstützung - viele derjenigen, die neu hinzugezogen sind, kommen aus Syrien, Afghanistan sowie aus dem Irak aber auch aus Osteuropa. Ferner befinden sich viele Bewohner bereits seit langer Zeit im Leistungsbezug. Vielfach lassen sich Reproduktionen sozialer Ungleichheiten und Partizipationsasymmetrien über Generationen hinweg konstatieren.
Um eine Reduktion sozialer Segregation zu erzielen, müssen Ansätze umgesetzt werden, die Partizipation im Musikerviertel und darüber hinaus fördern. Insgesamt werden Menschen aus dem Quartier aktuell unzureichend erreicht und aktiviert.
Zu berücksichtigen ist weiterhin, dass die Einwohner erst kürzlich in das Quartier neu zugezogen sind und damit verbunden Findungsprozesse und Konflikte stattfinden, die vor dem Hintergrund der Sozialstruktur im Quartier präventiv in Form eines Kümmerers, Aktivierers, Beraters und Vermittlers begleitet werden müssen. Die vom Kümmerer eingesetzten Methoden leiten sich dabei aus den Gegebenheiten vor Ort ab. Ziel ist es, fruchtbares Zusammenleben und ein positives Gemeinschaftsgefühl, das von möglichst vielen mitgetragen und - gestaltet wird, zu fördern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Bergen (LK Celle) Musikerviertel
Beschreibung
Das Fördergebiet liegt nordöstlich vom Stadtkern der Stadt Bergen und ist vom Geschosswohnungsbau geprägt. Die Mehrfamilienhäuser bedürfen der Modernisierung. Etwa 60 Wohnungen stehen noch frei, so dass davon ausgegangen wird, dass weitere 200 Personen in den kommenden Monaten ins Quartier neu hinzuziehen werden.
Einwohnerzahl
946
Quelle / Anmerkungen
Daten aus dem Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten beziehen sich auf Aussagen des Groß-Eigentümers, der ungefähr die Hälfte der Wohnungen an Leistungsbezieher vermietet hat. Er hat in großem Umfang im Musikerviertel in den Geschosswohnungsbau investiert.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten wurden vom Einwohnermeldeamt der Stadt Bergen am 21.03.2019 erhoben. Der Ausländeranteil im Quariter Musikerviertel liegt mit 27 Prozent deutlich über dem städtischen und auch bundesdeutschen Durchschnitt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten wurden vom Einwohnermeldeamt der Stadt Bergen am 15.03.2019 ermittelt.
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten wurden vom Einwohnermeldeamt der Stadt Bergen am 15.03.2019 ermittelt.
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten wurden vom Einwohnermeldeamt der Stadt Bergen am 15.03.2019 ermittelt.
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projektvorhaben richtet sich ganzheitlich auf die Lebenszusammenhänge von Menschen vor Ort im Quartier und ist darauf ausgerichetet, die materiellen, infrastrukturellen (hier insbesondere Mitgestaltung von Grünflächen, Wohnumfeldmaßnahmen) und immateriellen (u.a. Treffs) Begebenheiten mit den Quartiersbewohnern gemeinsam zu verbessern. Es werden im Rahmen der Gemeinwesenarbeit Angebote geschaffen, die möglichst viele Einwohner, unabhängig der jeweiligen sozialen,kulturellen und ökonomischen Ressourcen mit einbezieht und im Sinne eines fruchtbaren Gemeinwesens aktiviert.Die Arbeit im Quartier beinhaltet eine Auseinandersetzung mit individuellen, sozialen und strukturellen Ebenen,wobei die sozialräumliche Perspektive im Fokus steht. Der Kümmerer fördert in Form seiner Angebote und Arbeitsschwerpunkte (Beratung, Begegnung, Bildung und Vernetzung)die individuelle Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation im Sinne von kollektivem Empowerment, den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen innerhalb des Quartier. Neben den Tätigkeitsfeldern: Beratung, Bildung, Begegnung und Vernetzung wird ein Schwerpunkt auf den Bereich "Citizenship Education", der ebenfalls im Rahmen des Projektengagements erfolgen soll gelegt. Fokussiert wird die Beteiligung an der Stadtentwicklung. Der Kümmerer fungiert als Anlaufstelle grundsätzlich sozialräumlich und ressortübergreifend und weniger themen- und zielgruppenspezifisch - obglich zu Beginn die Aktivierung einzelner im Fokus steht.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Regelmäßige mindestens ein Treff wöchentlich initiiert und begleitet wird, der aktiv von seinen Besucher_innen mitgestaltet (inhaltlich) wird..
Beschreibung
Die Bewohner_innen werden u.a. über aktivierende Befragungen mit eingebunden. Der Indikator für die Zielerreichung ist, wenn die Bewohner_innen sich bei der Gestaltung und Gemeinwesenarbeit einbringen,Wünsche forumulieren und bei deren Umsetzung mitwirken
Kriterium
Beschreibung
Im ersten Fröderjahr soll bereits intensiv die Selbstorganisation vor Ort gefördert werder. Als Erfolgsindikatoren werden dabei Implikationen der Eigenbeteiligung der Menschen im Quartier bei der Umsetzung von Treffs und anderen Aktivitäten bewertet.
Kriterium
Beschreibung
Eine Vernetzung von Akteuren innerhalb des Quartiers soll erreicht werden. Das Ziel ist erreicht, wenn die Bürgerjury, Runde Tische und eine legitimierte Bürgervertretung, die die Interessen mit Unterstützung des Kümmerers vertritt sich aktiv einbringen.
Kriterium
Beschreibung
Ziel ist es, eine Vernetzung von Akteuren außerhalb des Quartiers zu erreichen. Das Ziel ist erreicht, wenn der Kümmerer und die Bürgervertretung ich an Netzwerktreffen und in (politischen) Gremien einbringen und die Interessen des Quartiers vertreten.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn im Rahmen der Aktivitäten die Bewohner sich mit ihren individuellen Stärken in die Entwicklungsprozesse vor Ort einbringen (z.B. beim Gestalten von Grünflächen oder beim Gestalten von Treffs in Form von Kuchenbacken, Kochen)
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn die soziale Infrastruktur, die kaum vorhanden ist, ausgebaut wird. Ziel ist, u.a. die Einrichtung von Treffs, die Veranstaltung von Bunten Nachmittagen, Beratungsangeboten und Bildungsangeboten (u.a. MiMi-Gesundheitsabende).
Kriterium
Beschreibung
Ziel ist es, dass Bewohner aktiviert werden, sich an verschiedenen Format beteiligen. Das Ziel ist erreicht, wenn sie im Kleinen z.B.Treffs in Teilen selbstorganisieren, Schwerpunkte setzen oder Aktivitäten eigenverantwortlich gestalten
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn am Gemeinwesen intergenerationelle und interkulturelle Zusammenarbeiten entstehen und dadurch ein positives Bewusstsein für Vielfalt gefördert wird.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn eine Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung ressortübergreifend unter Beteiligung der Bürgerschaft inklusive Bürgervertreter des Quarties entstehen und so eine Multiperspektivität bei der Quartiersentwicklung eingenommen wird.
Beschreibung
Das Ziel ist errreicht, wenn sich das Quartier mit den Interessenvertretern aktiv in Stadtentwicklungen einbringt (z.B. Leitbildentwicklung) und umgekehrt das Quartier als wichtiges Element städtischer Entwicklungen im öffentlichen Raum wahrgenommen wird.
Kriterium
Beschreibung
Alle Aktivitäten im Rahmen des Programms werden in Form von quantitativen oder qualitativen Erhebungen(z.B. leitfadengestützte Gespräche/Reflextionsrunden, Online-Befragung)evaluiert.Aktivitäten-Austauschrunden mit Verantwortlichen finden regelmäßig statt
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Philipp Legrand, Integrationsbeauftragter der Stadt Bergen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rainer Prokop, Bürgermeister der Stadt Bergen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frank Heins, Fachdienstleiter Bürgerservice
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dr. Virandra Singh, Ortsbürgermeister Stadt Bergen (inklusive des Quartiers Musikerviertel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Horst Liedke, Vorsitzender TUS Bergen (größter Verein im Stadtgebiet)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Leyla Ferman, Koordinierungs- und Fachstelle im Programm Demokratie leben!, Gedenkstätte Bergen-Beslen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pastor Axel Stahlmann, St. Lamberti Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Katja Tank, Schulleiterin der Hinrich-Wolff-Schule (Einzugsgebiet Musikerviertel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kerstin Strack, Didaktische Leitung der Anne-Frank-Oberschule (Einzugsgebiet Musikerviertel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bernd Mill, Jugendpfleger und Leiter der Jugendfreizeitstätte Bergwerk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Steffen Hollung, Bereichsleiter Kindheit und Jugend bei der Lebenshilfe, Kita im Quartier
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
45b.Integratives Quartiersmanagement Hessisch Oldendorf
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Margareta Seibert
| Funktion | Fachbereichsleiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vielfalt leben um stark zu sein
Projektbeschreibung
Kernstück des Projektantrages ist der Aufbau eines Quartiersmanagement mittels Einrichtung der Personalstelle eines Kümmerers. Das Aufgabengebiet des Kümmerers umfasst: 1. Beratung und Unterstützung von Menschen mit Fluchterfahrung, Migrantenfamilien deren Integration noch nicht vollzogen ist, sowie finanziell prekär lebenden Familien die in den Brennpunktquartieren der Kernstadt leben. 2. Die Unterstützung und Öffnung der ehrenamtlich aufgebaut und geführten Projekte und Angebote wie z.B. Fahrradwerkstatt, Kleiderkammer, Sprachkurse, Kulturangebote, Bildungspaten, Nähkurse etc. für diesen erweiterten Personenkreis 3. Vorbereitung, Planung und Einrichtung des Stadthauses , um dort eine Begegnungskultur zu schaffen, die Vorbehalte abbaut und Kennenlernen der Einwohner mit neu Zugewanderten anbahnt und möglich macht. Dazu sollen Projekte initiiert werden die Wissen über kulturelle Hintergründe vermitteln: Erzählcafe, Filmveranstaltungen, Kulturveranstaltungen.
Begründung:In Hessisch Oldendorf gab und gibt es keine sozialräumliche Gemeinwesenarbeit die durch Wohnungsbaugesellschaften oder Freie Träger ausgeübt wird. In der Hochphase der Zuwanderung durch Flüchtlinge konnten die Herausforderungen nur im Zusammenspiel mit ehrenamtlich aufgebauten Strukturen bewältigt werden. .Die enge Begleitung und Unterstützung verhinderte Problemlagen in ohnehin angespannten Brennpunktquartieren. Nach dem Rückzug vieler Ehrenamtler entsteht ein Vakuum an Unterstützungskompetenz das sich in vielfältiger Weise äußert: Nachbarschaftskonflikte, Innerfamiliäre Konflikte, Konflikte mit Vermietern, drohende Obdachlosigkeit durch fristlose Kündigungen, Ordnungswidrigkeiten, Bußgeldverfahren aufgrund unregelmäßiger Schulbesuche, Ausländerbehördliche Konflikte, Kündigungen von Energieversorgungsverträgen etc. zählen zu den Alltags-Problemlagen im Quartier. Frühe Unterstützung und Intervention verhindert präventiv das Ausbrechen von Konfliktlagen und Zuspitzung eines migrantenfeindlichen Klimas. Gleichzeitig soll die Öffnung der ehemals "Flüchtlingsangebote" für den erweiterten Personenkreis vollzogen werden um die aus "Sozialneid" entstehende fremdenfeindliche Vorurteile abzumildern.
Nach wie vor fehlt es an Austausch und Kontakt zwischen den zugewanderten Menschen und den "Einheimischen" Dafür sollen im Stadthaus Raum und Angebote geschaffen werden, die bis zur Fertigstellung des Stadthauses in anderen städtischen Räumen stattfinden können.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Aufnahme von 380 Flüchtlingen seit 2015 und deren Integration in den ländlichen Raum und in die Bildungsangebote stellt eine große Aufgabe dar. Die vollzogene dezentrale Unterbringung auch in kleinere Ortsteile droht an fehlender Infrastruktur zu scheitern und führt zu einer Konzentration der zugewanderten Menschen in der Kernstadt Das Nahversorgungszentrum mit bereits ansässigen Migranten der ersten, zweiten und dritten Generation und deren gewachsene Community- Struktur wird von den Flüchtlingen als besseres Wohnumfeld wahrgenommen als Orte in denen Migranten nicht anzutreffen sind . Die Kitas und Grundschule in der Kernstadt weisen mittlerweile einen Migrantenanteil von 50-60 % aus. Deutsche Familien versuchen zunehmend per Ausnahmegenehmigung andere Schulstandorte zu erreichen ,präferieren Schulstandorte mit geringerem Migrantenanteil als "besseres Lernumfeld" für ihre Kinder. Neben den zugewanderten Gruppen entwickelt sich derzeit eine Ansiedlung eines großen Familienverbands von EU- Ausländern, die sich aus Hamburg wegen der günstigen Mieten und Immobilienpreisen im Weserbergland niederlassen. Die Stadt Hessisch Oldendorf konnte die starke Zuwanderung 2015 mit der Unterstützung zahlloser Ehrenamtler mit großer Kraftanstrengung ohne Not- Unterkünfte dezentral lösen und verschiedene ehrenamtliche Projekte starten. Der Stimmungsumschwang im Land und zugespitzte fremdenfeindliche Diskurse erfordern Zivilcourage, um öffentlich eine positive Haltung für Flüchtlinge und deren Integration einzunehmen. Viele Ehrenamtler reagieren mit Rückzug. Zur Unterstützung der ehrenamtlicher Arbeit wird deshalb der Aufbau einer professionellen Struktur erforderlich.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Stadt Hessisch Oldendorf verfügt als Grundzentrum über keine ortsansässigen Freien Träger die GWA/Quartiersmanagement anbieten. Darum ist kommunales Engagement gefragt. Die ersten Herausforderungen der Zuwanderung sind in Form der Unterbringung gemeistert, aber die komplexen Herausforderungen der Integration liegen noch vor uns. Dafür müssen tragfähige Strukturen entwickelt werden, die den sozialen Sprengstoff in den Blick nehmen und Lösungsansätze entwickeln und umsetzen. Insbesondere die Kernstadt kämpft mit einer deutlichen Spannungslage in der Bevölkerung. Billiger Wohnraum steht kaum noch zur Verfügung und die Bildungseinrichtungen (Kita und Schule) weisen Migrantenanteile zwischen 50- 60 % auf. Verschiedene Kulturelle Identitäten leben ohne Berührungspunkte und Begenungsorten nebeneinander her. Es fehlt an gegenseitigen Einblicken in die Lebenswelten, Vorurteile werden zum Teil seit Jahrzehnten zementiert. Der Aufbau einer Anlaufstelle vor Ort soll Kümmerern eine Heimat geben um eine Vernetzungs,- Beratungs- und Vermittlungsstruktur aufzubauen. Gezielte Angebote sollen das nachbarschaftliche Zusammenleben fördern und die Integration der verschiedenen Bevölkerungsgruppen stärken. Im zukünftigen Bürgerhaus soll ein Raum für Begegnung geschaffen werden, um mittels Angebote die Kommunikation und gleichermaßen die Attraktivität des Wohnumfeldes zu steigern. Gegenseitige Wertschätzung soll durch Kennenlernen und gemeinsame Aktionen entstehen.
StadtHaus
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ali Gürpinar
| Funktion | Koordinator Integration |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein StadtHaus/Sozialhaus u.a. für Integrationsprojekte im Innen ausstatten und beleben.
Projektbeschreibung
Nutzungskonzept
Das Gebäude soll künftig für verschiedene Nutzungen und Nutzergruppen zur Verfügung stehen, für die es im Stadtgebiet bisher keine gleichartigen Angebote gibt.
Netzwerk Vereinswesen & Ehrenamt - Treffpunkt örtliche Vereine und Initiativen
In der Stadt sind über 200 Vereine gemeldet, deren Angebot sich zum Teil vorwiegend an die Einwohner der Initiativen, die eine eher überörtliche/gesamtstädtische Ausrichtung haben wie etwa die Initiative „Augen auf“, der Culturverein Hess.Old.e.V., das Musikkorps der Stadt Hess.Old.,der Heimatbund oder der NABU etc.. Insbesondere für diese Gruppierungen ist es wichtig, eine Anlaufstelle mit Räumlichkeiten für die Eigenorganisation, aber auch für die Ausübung ihrer Aktivitäten in der Kernstadt vorzufinden.
Netzwerk Integrationsarbeit
Die Stadt Hessisch Oldendorf hatte 2016 auf die hohe Anzahl von Flüchtlingen, die ihr zugewiesen wurden, mit der Einrichtung einer Koordinationsstelle „Integration und Flüchtlingshilfe“, die im Rahmen des Leader-Prozesses gefördert wird, reagiert.Eine besondere Bedeutung für eine soziale Stadtentwicklung wurde dabei der Institutionalisierung der Integrationsarbeit mit begleitender Öffentlichkeitsarbeit beigemessen, um die Chancen, die mit der Zuwanderung verbunden sind, nicht nur der Öffentlichkeit besser vermitteln, sondern auch durch konkretes Handeln und sichtbare Projekte unter Beweis gestellt werden können.
Die Erfahrung aus der Arbeit der Koordinationsstelle der vergangenen Monate hat gezeigt, dass nicht nur Flüchtlinge intensiv von dem Angebot Gebrauch machen, sondern sich auch Menschen davon angesprochen fühlen, die schon vor längerer Zeit nach Hessisch Oldendorf gekommen sind.Da so ein sehr wichtiger Beitrag zur Integration von Migranten geleistet wird, soll die Arbeit der Koordinierungsstelle auch über den Förderzeitraum hinaus fortgeführt werden.
Zu den Kernaufgaben der Arbeit des Koordinierungsbüros gehören die Organisation von Sprachkursen, die Durchführung des „Café International“ und sonstiger Integrationsprojekte wie aktuell Nähkurse oder PC-Schulungen. Diese Angebote müssen derzeit in wechselnden Räumlichkeiten, die i.d.R. für andere Nutzungen vorgesehen sind, angeboten werden.Eine Kontinuität ist so nur schwer zu erreichen.Die Option, mit den Räumlichkeiten im StadtHaus HO eine feste Adresse zu erhalten, wird die Integrationsarbeit in Hess.Oldendorf wesentlich stärken.
Das StadtHaus u.a. für Integrationsprojekte im Innen ausstatten und beleben.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Raumprobleme
Die Stadt Hessisch Oldendorf beabsichtigt, einen Teil eines seit geraumer Zeit ungenutztem Immobilie unter der Überschrift „StadtHaus HO“ umzubauen. Dieses Gebäude wurde 1903 als Lager der ehemaligen Eisenwarenhandlung „Pörtner“ errichtet, die im Nachbarhaus angesiedelt war, und steht nun seit etwa 10 Jahren weitgehend leer.
Das Haus wird für bauliche Änderung gefördert. Der Antrag hier hat den Grund für die Ausstattung und Beleben des Innenlebens des Hauses. Denn die bisher laufende und aber geplante sowie erweiterte Projekte haben wegen fehlender Räume ernste Realisierungsschwierigkeiten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
Gemeinwesenzentrum "Goosmanns Tannen"
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Daniel Sielaff
| Funktion | Einrichtungsleitung / Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Verbesserung lokaler Lebensbedingungen und Förderung/Erreichung individueller und gruppendynamischer Aktivierung durch katalytisch-aktivierende Gemeinwesenarbeit im Wohnquartier "Goosmanns Tannen" der Mittelstadt Lingen (Ems)
Projektbeschreibung
Das Zielstadtgebiet des Projektes Gemeinwesenzentrum „Goosmanns Tannen" ist ein als deklassiert zu bezeichnendes Wohngebiet der Mittelstadt Lingen (Ems) mit ca. 1500 Bewohnern/innen. Das Wohnquartier ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl an Menschen mit Migrationshintergrund (etwa 75%), alleinerziehende Elternteile und Menschen/Familien, welche von Sozialleistungen abhängig sind. Die materiellen Lebensbedingungen und die soziale Interaktion sowie Mobilität sind als stark eingeschränkt zu bezeichnen; in einer Vielzahl der Haushalte sind Suchtmittelkonsum und häusliche Gewalt regelmäßige Erfahrung, das Konfliktpotenzial zwischen den milieudifferenten Bewohnergruppen ist hoch, die Interaktionsqualität niedrig.
Das Projekt greift diese Bedingungen auf und zielt auf eine Aktivierung der Bewohner/innen an. Ziel ist die nachhaltige Verbesserung subjektiver Lebensqualität, das Erreichen von Autonomie und Selbstbestimmung durch Empowerment und die entsprechende Vertretung und Kommunikation der Interessen und Bedürfnisse in der Öffentlichkeit. Dabei werden gezielt drei Schwerpunktbereiche bedient, welche ganzheitlich und nachhaltig die Entwicklung im Wohnquartier positiv beeinflussen:
Cafè 107 (in Lingen leben Menschen aus 107 Nationen)
Ein Begegnungszentrum wird die infrastrukturellen Bedingungen im Wohnquartier erweitern. Die mangelhafte Angebotsstruktur des Wohnquartiers wird durch die Zubereitung und Ausgabe mul-tiethnischer Speisen ergänzt. Dieser Begegnungsraum ermöglicht soziale und interkulturelle Inter-aktion, fördert somit die interkulturellen Kompetenzen und ist zusätzlich begleiteter Erfahrungs-raum zur Kompensation von Problemlagen aufgrund sozialer und wirtschaftlicher Wohnraumsegregation.
systemische Sozialberatung
Den Anwohnern/innen wird systemisch, klientel- und lösungsorientiert Beratung, Begleitung und Vermittlung angeboten. Dies bedeutet zzgl. die Nutzbarmachung/ Generierung von Netzwerken und Anbindung anderenorts ansässiger Infrastruktur in Form von Bildung, Versorgung und Teilhabe.
Bürgerrat / Selbstaktivierung
Zentraler Inhalt des Projektes ist die Generierung einer quartiersbezogenen und -ansässigen Inte-ressenvertretung (Stadtteilgremium). Schulungsangebote vermitteln diesbezüglich Kompetenzen, welche dazu befähigen, öffentlichkeitswirksam diese Interessen und Bedürfnisse sachgerecht zu kommunizieren und durchzusetzen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Stadtteil Goosmanns Tannen leben ca. 1500 Menschen (etwa 75% Migrationshintergrund), überdurchschnittlich viele Kinder, Jugendliche, Erwachsene leben in problematischen Lebenssituationen (Abhängigkeit von Sozialleistungen, alleinerziehend, Gewalt, Suchtmittelkonsum). Es ist klar von einer Konzentration bestimmter sozialer Schichten und ethnischer Gruppen in bestimmte Wohngebiete zu sprechen (Krummbacher u.a.). Die hohen Mietpreise in der Stadt Lingen verstärken dieses Phänomen. Zwischen den Bewohnergruppen gibt es wenig Kommunikation. Es ist eine Zunahme kollektiver und individueller Problem- und Notlagen im Zusammenhang mit räumlichen Defiziten, Konkurrenzen um knappe Ressourcen festzustellen; es drohen soziale und interkulturelle Konflikte, Gewaltbereitschaft und Extremismus. Aus dem benachteiligten Quartier ist ein benachteiligendes Quartier geworden. Der Stadtteil unterscheidet sich erheblich von den angrenzenden Wohngebieten. Infrastrukturelle Anbindungen sind kaum vorhanden. Das Wohnquartier verfügt weder über Kindertagesstätten, noch über quartieransässige Vereine oder über Einkaufsmöglichkeiten.
In der konjunkturstarken Stadt Lingen soll ein angemessenes Armutsverständnis/-bewusstsein transportiert werden; längst nicht alle Stadtbewohner/innen teilen das Gefühl, dass „kaum Wünsche offen“ bleiben und Lingen sich „lohnt“ (lingen.de).
In der Reg. Emsland ist eine negative Entwicklung bzgl. Einkommen und Attraktivität zu verzeichnen. Arbeitsentgelte und Haushaltseinkommen sind einseitig verteilt, ebenso wirtschaftliche Teilhabe. Die Lebensqualität leidet unter dem Defizit der Gleichbehandlung von Frauen und Männern sowie dem Risiko der Altersarmut (noz.de).
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Stadtteil Goosmanns Tannen ist als sozialisationspluralistisch und multiethnisch sowie milieuheterogen zu bezeichnen. Die projektinitiierende Einrichtung ist Teil der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Lingen. Konzeptionelle Schwerpunkte sind pädagogische Arbeitsfelder der Kinder-, Jugend-, Eltern- und Erwachsenenarbeit, politische Bildung, Ehrenamtsförderung und Partizipation. Grundlage ist die Verbesserung sozialer und kultureller Lebensbedingungen im Stadtteil bzw. Abbau von Benachteiligungen und Prävention von Sucht, Gewalt und Extremismus zur Generierung sozialer Teilhabe und Mobilität.
Die Projekttreihe setzt unmittelbar an den Prinzipen der Sozialraumorientierung nach Hinte und Kreft an:
- Unterstützung von Selbsthilfekräften und Eigeninitiative, d.h. fördern aktiver Beteiligung, nicht einseitige Bedürfnisbefriedigung - Nutzen der Ressourcen des sozialen Raums / der beteiligten Akteure, d.h. aktivieren von Stärken, Fähigkeiten, Ideen, Räume etc.u. Einbeziehung von individuellen, sozialen und materiellen Ressourcen - Zielgruppen- und bereichsübrgreifende Orientierung, d.h. sozialer Raum ist komplexer Lebens-, Erlebnis- und Erfahrungsraum, bildet ganzheitliche Struktur. Ziel ist Verbesserung des sozialen und kulturellen Lebens und umfasst Bereiche wie Wohnen, Beschäftigung, Bildung, Gesundheit, Kultur etc.
- Kooperation und Koordination, d.h. Vielfalt einflussnehmender Dienste und Angebote wird durch die Projektreihe koordiniert, aufeinander abgestimmt.
Weststadt in Bewegung – Weststadt im Blick
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Björn Steinau
| Funktion | Fachdienstleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Weststadt in Bewegung – Weststadt im Blick
Projektbeschreibung
Das Projekt soll auf sehr unterschiedlichen Ebenen Bewegung in die Weststadt bringen:
• Durch die Beteiligungsmöglichkeiten, die im Rahmen der Städtebauförderung etabliert wurden und die möglichst viele dazu bewegen sollen, sich für den Stadtteil zu interessieren und einzusetzen.
• Durch die Möglichkeiten, die ergänzend das Programm der Städtebauförderung bietet z.B. zur Verbesserung der Freiflächen und des Wohnumfeldes, um Bewegung im Stadtteil attraktiv zu machen.
• Durch Angebote für Erwachsene, insbesondere Langzeitarbeitslose, die Bewegung in den Alltag und die Arbeits-Biografie bringen.
• Durch Angebote für hilfesuchende Bewohner, die festgefahrene persönliche Problemsituationen in Bewegung bringen.
• durch Bewegungs- und Bildungsangebote unterschiedlicher Art für Kinder sollen Körper und Geist in Bewegung gehalten werden.
• Für Senioren soll der Stadtteil dahingehend überprüft werden, wo Stolperstellen und Barrieren die Bewegung im Stadtteil einschränken und weiterhin Anreize geschaffen werden, mobil zu bleiben und die Beweglichkeit zu sichern.
• Durch das Teilprojekt „Weststadt im Blick“, in dem die Teilnehmenden – vorwiegend Langzeitarbeitslose in einer Aktivierungsphase einerseits – sich im Stadtteil bewegen, den Stadtteil – vor allem die Freiflächen – und seine Bewohner im Blick haben, (kleine) Alltagsprobleme vor allem im öffentlichen Raum lösen und bei der Umsetzung der vielfältigen Angebote zur Hand gehen.
Die Kernthemen des Projektes sind im Stadtteil verteilt verortet – auf den vorhandenen oder zu schaffenden Freiflächen, in den bereits vorhandenen Einrichtungen wie Schule, Kindertagesstätte, soll (mehr) Bewegung entstehen – eine größere Stadtteileinrichtung ist nicht geplant, vorgesehen ist allerdings eine Anlaufstelle, um die Erreichbarkeit zu gewährleisten.
Vor allem der Pagels Garten (Bürgergarten, derzeit Eigentum einer Stiftung) stellt einen wichtigen Ort dar, an dem die verschiedenen Projektteile ansetzen:
Die Bewohner der Weststadt sollen bewegt werden, den Garten zu nutzen – aber auch, ihn im Blick zu haben, damit er als offener Garten dauerhaften Bestand hat. Es soll Bewegung kommen in die Kenntnis über Gartennutzung, Verarbeitung und Funktion eines solchen Gartens im Wohngebiet und vor allem im Rahmen des Teilprojektes „Weststadt im Blick“ soll der Garten im Blick sein, um ihn vor Vandalismus zu bewahren und Bewegung in die Wahrnehmung der Flächen als Wert zu bringen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Ausgangslage ist charakterisiert durch Bewegungslosigkeit an folgenden Stellen:
• eine Häufung von Haushalten in problematischen Lebenssituationen (Alleinerziehende, Zuwanderer, Langzeitarbeitslose), für die es wenig Unterstützungs- bzw. Beratungsangebote vor allem für alltagsbezogene Fragestellungen gibt. Es kommt nur mit viel Aufwand Bewegung in die Lösung dieser vergleichsweise einfachen Probleme.
• Bei vielen Kindern aber auch Erwachsenen mangelt es an körperlicher Bewegung und an Bewegung und Mobilität im Stadtteil.
• Es fehlt vielfach an Interesse und Bereitschaft, sich aus dem Alltagstrott und den eingefahrenen Weg im Stadtteil heraus zu bewegen, sich selber zu einem anderen Blick auf den Stadtteil und zur Beteiligung an den Veränderungsprozessen der Sanierung zu bewegen (was bietet der Stadtteil bzw. könnte er bieten, wo kann ich den Stadtteil nutzen, was kann ich beitragen, damit der Stadtteil voran kommt).
• Auf einigen der im Stadtteil vorhandenen Flächen fehlt es an Bewegung, da die Flächen aus unterschiedlichen Gründen nur sehr eingeschränkt für eine öffentliche Nutzung zur Verfügung stehen (Sorgen vor Vandalismus und Nutzung in den späten Abendstunden,…). Hier muss Bewegung auch in die Wahrnehmung der Eigentümer kommen.
• Es fehlt an einigen Stellen an attraktiven Verbindungen, um Bewegung zu fördern und Ziele für Bewegung in den Blick der Bewohner zu rücken – so ist z.B. der Pagels Garten aus dem Wohngebiet nicht direkt erreichbar.
• In dem innenstadtnah gelegen Stadtteil ist ein erheblicher Teil der Aktivitäten aus dem Stadtteil heraus orientiert – hier geht potentielle Bewegung für den Stadtteil verloren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Leer-Weststadt
Beschreibung
Das Gebiet wird umgrenzt von den Straßen Stadtring, Heisfelder Straße und Ubbo-Emmius-Str./Deichstraße, 93,5 ha (entsprechend Sanierungsgebiet Leer-Weststadt; das Fördergebiet soziale Stadt ist kleiner als das Sanierungsgebiet)
Einwohnerzahl
3200
Quelle / Anmerkungen
Vorbereitende Untersuchungen liegen vor
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Im Rahmen der Städtebauförderung Soziale Stadt ist die Förderung von Personal für GWA-Tätigkeiten nicht möglich (Förderung baulicher Maßnahmen und Sanierungstreuhänder / Sanierungsbeauftragter im Rahmen der Städtebauförderung). Durch die Initiierung einer GWA soll der Sanierungsprozess ergänzt, gestärkt und vervollständigt werden. Eine enge Abstimmung bzw. Einbindung der GWA in die Abläufe der Sanierung ist vorgesehen.
(Teilfunktionen des QM – sanierungsbezogene Beteiligung und Aktivierung usw. – werden während der Laufzeit der Sanierung vom Sanierungsbeauftragten / Sanierungstreuhänder übernommen, das QM ist daher nicht Bestandteil des Antrages; eine enge Kooperation wird stattfinden).
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten lagen nur für die Alterspannen 0-10 Jahre und 0-18 Jahre vor. Für die Altersgruppe 0-14 erfolgte eine entsprechende Hochrechnung. Stand 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten lagen nur für die Alterspannen 0-30 Jahre vor. Für die Altersgruppe 0-26 erfolgte eine entsprechende Hochrechnung. Stand 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslosenquote im Gebiet: 26,7 (geschätzt im Rahmen Biwaq, Daten liegen nicht vor), 6,4% im Bezirk der Agentur für Arbeit Emden/Leer gem. Arbeitsmarktreport Bundesagentur für Arbeit November 2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ausl. Bewohner: Gebiet: 13,4%, Teilbereich des Gebietes: 22%, Stadt 12% (Daten Stadt Leer 2017). Das Gebiet ist aufgrund seiner Größe nur minimal abweichend von städtischen Mittelwerten. Innerhalb des Gebietes gibt es insbesondere einen Teilbereich mit deutlich auffälligen Sozialdaten.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gebiet: 20% (Daten Stadt Leer 2014), Gesamtstadt: 13,8% (geschätzt); Das Gebiet ist aufgrund seiner Größe nur minimal abweichend von städtischen Mittelwerten. Innerhalb des Gebietes gibt es insbesondere einen Teilbereich mit deutlich auffälligen Sozialdaten: in diesem Teilbereich sind 61% der unter 18jährigen im Hilfeleistungsbezug (Daten Stadt Leer 2014). Weiterhin ist in diesem Teilbereich der Anteil an Ausländern überproportional hoch (22%) und erreicht in der Gruppe der unter 10jährigen über 30%.
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Davon Kinder: im Gebiet: 30% (Bezug Alter 0-17), 16% (Bezug Alter bis 9 Jahre); Das Gebiet ist aufgrund seiner Größe nur minimal abweichend von städtischen Mittelwerten. Innerhalb des Gebietes gibt es insbesondere einen Teilbereich mit deutlich auffälligen Sozialdaten: in diesem Teilbereich sind 61% der unter 18jährigen im Hilfeleistungsbezug (Daten Stadt Leer 2014). Weiterhin ist in diesem Teilbereich der Anteil an Ausländern überproportional hoch (22%) und erreicht in der Gruppe der unter 10jährigen über 30%.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
keine Daten, qualitative Einschätzungen: hoher Anteil
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
sanierungsgebiet.pdf
(1.09 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Verfolgt wird der Ansatz, parallel zum Prozess der Sanierung, eine Gemeinwesenarbeit im Stadtteil zu etablieren (die auf Langfristigkeit ausgelegt ist). Die Dynamik und Aufmerksamkeit, die sich aus dem Prozess der städtebaulichen Sanierung ergibt, soll dabei einerseits genutzt werden, andererseits sollen über die GWA die Bedarfe im Stadtteil gedeckt werden, die im Rahmen der Städtebauförderung nicht förderfähig sind.
Die erste Phase der Sanierung hat dabei gezeigt, dass es im Stadtteil einen Wunsch bzw. Bedarf nach einer zentralen Anlaufstelle gibt, die jetzt geschaffen werden soll (der Schwerpunkt liegt dabei auf einer ansprechbaren Person, nicht auf einem größeren Gebäude).
Weiterhin hat sich gezeigt, dass ein Potential an Flächen vorhanden ist, das derzeit von der Öffentlichkeit aber nicht bzw. nur eingeschränkt genutzt werden kann und das es eine Reihe von Einrichtungen im Gebiet gibt, deren Angebote abgestimmt, gemeinsam veröffentlicht und vor dem Hintergrund der Bedarfe des Stadtteiles weiter entwickelt werden sollten.
Hieraus ergeben sich die zentralen Projektinhalte der Anlaufstelle mit koordinierender Funktion und der Bestandteil des Projektes für (Langzeit)arbeitslose als eine Art Stadtteilhausmeister, die Flächen/Einrichtungen im Blick haben.
Der Bedarf an konkreten Angeboten für Kinder wird seit Beginn der Vorbereitenden Untersuchungen von den Einrichtungen (Kita, Grundschule) betont.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Leer - Zentrum für Arbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kindertagestättenverband Emden-Leer-Rhauderfehn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Synodalverband Südliches Ostfriesland der ev.-ref. Kirche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Plytenbergschule (Grundschule, Träger: Stadt Leer)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Friesenschule (Realschule, Träger: Landkreis Leer)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunale Wohnungsverwaltung Leer (KWL) - Eigenbetrieb der Stadt Leer
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam in Norden
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Frank Martens
| Funktion | Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesenarbeit und Integration in Quartieren der Stadt Norden
Projektbeschreibung
Das vorliegende Projektvorhaben setzt in zwei Gebieten der Stadt Norden an. Es handelt sich daher um zwei Teilprojekte, die durch übergeordnete Strukturen miteinander verbunden sind. Die gleichzeitige Förderung aller Menschen innerhalb eines Quartiers baut Brücken zwischen den Bevölkerungsteilen. Innerhalb der definierten Gebiete gibt es eine gemischte Bewohnerstruktur (sowohl Mittelschichtangehörige als auch Leistungsbezieher und Neuzugewanderte). Es werden zwei Gemeinwesenarbeiter eingesetzt, in den Quartieren Südwesten und Ortsteil Tidofeld der Stadt Norden im Landkreis Aurich. Die Gemeinwesenarbeiter suchen die Bewohner in ihrem Zuhause auf und nehmen eine aktivierende Befragung vor. Anhand der Themen aus der Befragung kann erkannt werden, welche lebensweltlichen Anliegen die Menschen beschäftigen. Gemeinsam mit den Bewohnern wird ein Weg gefunden, das Leben im Gemeinwesen zu verbessern. Gemeinsam mit den Bewohnern wird daran gearbeitet. Die Bewohner werden ermutigt sich zu beteiligen. Dies fördert die Integration in das Gemeinwesen und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Neben der aufsuchenden Arbeit ist das Netzwerken mit allen Akteuren, die die Arbeit im Quartier unterstützen können, eine wichtige Säule innerhalb des Projektes. Es besteht eine enge Vernetzung mit den Ämtern des Landkreises. Die Vernetzung fördert die nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation.Die Unterstützung bezieht sich auf alle Personen in einem Quartier, auch auf Kinder und Jugendliche. Es werden die Probleme im gesamten Quartier berücksichtigt. Die Gemeinwesenarbeiter eröffnen Möglichkeiten für eigenes Engagement der Bewohner. Eine weitere Grundlage für die Verbesserung des Zusammenlebens im Quartier ist die Ermutigung zur Teilnahme an Freizeit- und kulturellen Angeboten. Personen, die in bestehende Angebote integriert sind, fällt es leichter die deutsche Sprache zu erlernen und über das direkte Umfeld hinaus Menschen kennen zu lernen. Genauso ist die Näherbringung kultureller und künstlerischer Bildung, gerade für bildungsfernere Menschen wichtig. Durch die Durchführung vor Ort sind die Angebote leichter zu erreichen. Außerdem finden sie an bereits bekannten Orten statt. Durch das Miteinander in den Angeboten wird die Akzeptanz gefördert und es entstehen Brücken für die gesamtgesellschaftliche Teilhabe. Diese Bereiche der non-formalen Bildung tragen ebenfalls zu einer nachhaltigen Entwicklung im Quartier bei und stärken das Engagement der Bewohner.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Landkreis Aurich hat seit 2015 ein breites Netzwerk zur Integrationsarbeit etabliert. Die Bildungsträger führten und führen eine Vielzahl von Sprach- und Qualifizierungsmaßnahmen durch. Bisher ist es nicht gelungen, alle Neuzugewanderten sowie weitere Personen mit und ohne Migrationshintergrund, die Unterstützung benötigen, zu erreichen. Die Integration der Menschen geht nur schleppend voran. Es wird außerdem immer deutlicher, dass die Integrationsarbeit nicht losgelöst von Maßnahmen betrachtet werden kann, die im Gemeinwesen ansetzen. Alle Menschen müssen miteinbezogen werden, auch, um einer stetigen Verschlechterung der Lebenssituation vorzubeugen. Die Wohnsituation trägt oft nicht zur Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens bei. Viele Neuzugewanderte und andere Leistungsberechtigte leben in einem Umfeld mit hohem Migrantenanteil und Anteil leistungsberechtigter Personen. Dort wird weniger deutsch gesprochen und die Umgebung ist durch enge Bebauung, wenig ausgebaute Infrastruktur und ein oft eher tristes Gesamtbild gekennzeichnet. Durch eine Analyse der Bewohnerstruktur der verschiedenen Stadtteile konnten stadtteilübergreifende Quartiere identifiziert werden, die sich teilweise durch hohe Ausländer- sowie Leistungsempfängeranteile auszeichnen. Die Gebiete Norden Südwest und Norden Tidofeld haben teilweise hohe Konzentrationen der Zielgruppe. Im vorliegenden Projektvorhaben setzt die Arbeit der Gemeinwesenarbeiter daher in den beiden Gebieten an. Norden ist die zweitgrößte Stadt des Landkreises. Es wird erwartet, dass durch die Fokussierung auf die beiden Gebiete ein großer Teil der Personen durch Gemeinwesensarbeit erreicht werden kann.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Norden Südwesten
Beschreibung
Norden Südwest: das Gebiet Norden Südwest umfasst Teile der Norder Stadtteile Westlintel, Westgaste sowie Fremouthswarf. Das Gebiet gruppiert sich hauptsächlich um die Straße Warfenweg und direkt angrenzende Straßen, in denen die Konzentration von leistungsberechtigten und ausländischen Bewohnern besonders hoch ist. Auch in anderen Straßen des Gebietes zeigen sich ähnliche Zusammensetzungen, sodass das Gebiet bewusst gewählt wurde. Es wird im Nordosten durch die Norddeicher Straße, im Südosten durch die Alleestraße bzw. die Westerstraße, im Südwesten durch den Westlinteler Weg und im Südwesten durch den Stadtrand eingegrenzt. Die Fläche beträgt 1655888 m², bzw. 165,59 ha.
Einwohnerzahl
4973
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Agentur für Arbeit, Jobcenter Landkreis Aurich, Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Das Projektgebiet beinhaltet Regionen mit einem Ausländeranteil von über 20% (Beispiel Warfenweg 46,5%, Kleine Riege 22,7%).
Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Das Projektgebiet beinhalten Straßen mit über 30% Einwohner, die Transferleistungen beziehen (Beispiel Warfenweg 64,5%, Norddeicher Straße 35,0%). Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Jobcenter Landkreis Aurich, Sozialamt Landkreis Aurich
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
uebersicht_flaeche_norden_suedwest.pdf
(529.62 KB)
suedwest_i.png
(1.61 MB)
suedwest_ii.jpg
(341.83 KB)
strassenliste_norden_suedwest.pdf
(176.64 KB)
Gebiet-Name
Norden Tidofeld
Beschreibung
Norden Tidofeld: umfasst den Stadtteil Tidofeld insgesamt, Fläche: 125202 m², 22,5 ha.
Einwohnerzahl
614
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Jobcenter Landkreis Aurich, Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In dem Projektgebiet liegt z.B. die Rheinstraße mit einem Ausländeranteil von 29,7%. Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In dem Projektgebiet liegt z.B. die Rheinstraße mit einem Anteil Einwohner, die Transferleistungen beziehen von 61,9%.Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Jobcenter Landkreis Aurich, Sozialamt Landkreis Aurich
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
tidofeld.png
(492.65 KB)
strassenliste_norden_tidofeld.pdf
(167.51 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das vorliegende Projektvorhaben orientiert sich an den Grundsätzen der Gemeinwesenarbeit. Es knüpft an die Interessen der Bewohner an, stärkt die Selbsthilfekräfte und die Eigeninitiative, nutzt die vorhandenen Ressourcen im Quartier, orientiert sich auch über die Zielgruppe hinaus und koordiniert und vernetzt soziale und kulturelle Dienste und Angebote. Die Gemeinwesenarbeiter sind in den Quartieren räumlich verankert und arbeiten mit Bewohnern auf Augenhöhe zusammen. Die Sozialarbeiter arbeiten in einem Netzwerk aus sozialen, gemeinnützigen und Ehrenamtlichen Einrichtungen sowie kommunalen Strukturen und Bildungs- und Qualifizierungsträgern. Dabei wird nicht rechtskreisorientiert gearbeitet, sondern es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt. Die Gemeinwesenarbeiter sind Ansprechpartner für die Personen vor Ort. In der gemeinsamen Aktivität der Gemeinwesenarbeiter mit den Bewohnern und der Bewohner untereinander werden soziale Prozesse in Gang gesetzt und Aktivitäten begleitet, durch die eine positive Veränderung unmittelbar erlebbar wird.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Arbeit mit den Bewohnern erfolgt auf Augenhöhe. Die Wünsche und Bedürfnisse der Personen stehen im Zentrum.
Kriterium
Beschreibung
Einrichtungen, wie Vereine, in der Stadt Norden werden geziehlt angesprochen. Es entsteht ein Portfolio der Angebote. So kann bei vorhandenem Interesse eine Übersicht über Angebote gegeben werden.
Kriterium
Beschreibung
Der Landkreis arbeitet bereits jetzt mit etablierten Netzwerken und Kooperationen. Im Laufe des Projektes entstehen quartiersbezogene Netzwerke durch gemeinsame Ziele und Interessen.
Kriterium
Beschreibung
Es werden alle Menschen innerhalb der Quartiere einbezogen, unabhängig davon, ob sie neuzugewandert, alteingesessen, Leistungsempfänger oder Nicht-Leistungsempfänger sind.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Leinerstift e.V., Deutscher Kinderschutzbund, AWO, Behindertenhilfe Norden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ulrichsgymnasium Norden, Grundschule im Spiet Norden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung Landkreis Aurich, Stadt Norden, Sozialamt, Jobcenter, Schulamt und Amt für Kinder, Jugend und Familie vom Landkreis Aurich
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
NETZ Zeven
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Wilhelm Helmers
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftlich Erleben Teilhaben Zusammenhalten
Projektbeschreibung
Ziel des Projekts „NETZ Zeven – Nachbarschaftlich Erleben Teilhaben Zusammenhalten“ ist es, in den ausgewählten Stadtvierteln die gesellschaftliche Teilhabe der BewohnerInnen durch das Schaffen von Begegnungsmöglichkeiten, der Vernetzung lokaler Akteure sowie die gezielte persönliche Beratung zu fördern. Es werden zudem Rahmenbedingungen zur Steigerung der Lebenszufriedenheit im Quartier geschaffen.
Hierbei werden zum einen die Bewohner durch verschiedene Beratungsmethoden der sozialen Arbeit gestärkt und empowert/ermächtigt, eigenverantwortlich und selbstständig ihr Leben zu gestalten.
Ebenso werden mit Hilfe des bereits bestehenden Akteursnetzwerks vor Ort, konkrete Maßnahmen der Hilfe zur Selbsthilfe initiiert, um auf dieser Basis den Ausbau stabiler und nachhaltiger Strukturen zu fördern.
Durch den Aufbau einer Sozialberatungsstelle im Jahr 1996 ist das Diakonische Werk ein maßgeblicher und langjähriger Akteur der Sozialen Arbeit vor Ort. Aktuell ist das Diakonische Werk mit einem Beratungsangebot in den Bereichen Sozial-, Schuldner-, Migrations- Schwangeren-, Schwangerschaftskonflikt- (nach § 219 StGB) sowie Paar- und Lebensberatung in Zeven vertreten. Das Diakonische Werk koordiniert bereits die Austauschtreffen aller sozialen Dienste und Einrichtungen in der Stadt Zeven und ist Träger der Zevener Tafel sowie des Sozialkaufhauses „Pütt un Pann“.
Wesentlich für diese Prozesse ist die konstante Einbindung der Bewohner, um die bereits vorhandenen Ressourcen zu nutzen und darüber hinaus den Austausch der heterogenen Bewohnergruppen – auch über die Quartiersgrenzen hinaus – zu unterstützen. Durch die Gemeinwesenarbeit vor Ort werden Strukturen zur Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders geschaffen.
Auf diese Weise soll gleichermaßen das bürgerschaftliche Engagement vor Ort verstärkt werden: Durch interkulturelle Angebote und das Ermöglichen niedrigschwelliger Begegnungen soll den verschiedenen Gruppen die Fähigkeit verliehen werden, sich selbst und ihre Interessen zu artikulieren und die Gründe ihrer bisherigen Segregation zu beseitigen.
Unterstützt werden soll diese Entwicklung durch den Aufbau und die kontinuierliche Förderung eines Netzwerks aus Stadtteilakteuren und Vertretern der Kommune.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In den vergangenen 15 Jahren fanden Polarisierungen innerhalb der Stadt Zevens statt, die einen deutlichen Abwärtstrend einzelner Stadtviertel mit sich brachten. Durch häufig wechselnde (fast jährlich) Eigentumsverhältnisse in den Quartieren entsteht eine starke Instabilität. Es folgten einseitige Bevölkerungsstrukturen mit einkommensschwachen Haushalten sowie fehlende soziale und kulturelle Infrastruktur vor Ort. Gemeinschaftliche Treffpunkte und Begegnungsmöglichkeiten sind nicht vorhanden. Viele Bewohner/innen leben ohne Erwerbseinkommen, beziehen Transferleistungen und befinden sich an bzw. unter der Armutsgrenze. In den Quartieren gibt es einen hohen Anteil zugewanderter Personen (EU-Bürger, Spätaussiedler, Geflüchtete, Bürger ehem. Sowjetunion), die deutliche Isolationsgefühle ausdrücken und sich vermehrt in Subkulturen bewegen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Zeven: Berliner Straße/Breslauer Straße, Eschenweg, Am Rehmenfeld/Herman-Allmers-Weg/Kronshusen
Beschreibung
Straßenzüge Berliner Straße/Breslauer Straße, Eschenweg, Am Rehmenfeld/Herman-Allmers-Weg/Kronshusen
Einwohnerzahl
1400
Quelle / Anmerkungen
Rathaus Zeven WebGIS
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Rathaus Zeven
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt: Quelle Rathaus Zeven; Projektgebiet: Schätzung
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt: Quelle Rathaus Zeven; Projektgebiet: Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
berlinerstrasse_breslauerstrasse.pdf
(3.53 MB)
kronshusen.pdf
(3.48 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch interdisziplinäre soziale Arbeit werden Rahmenbedingungen zur Steigerung der Lebenszufriedenheit im Quartier geschaffen. Strukturen zur Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders werden aufgebaut. Bewohner werden gestärkt, eigenverantwortlich und selbstständig ihr Leben zu gestalten. Mithilfe von regelmäßigen Treffen und der Zusammenarbeit werden Quartiers- und Kulturgrenzen überwunden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn ein gemeinsam beschriebenes Projekt gemeinschaftlich verwirklicht wurde.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Familienzentrum/Mehrgenerationenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder des Arbeitskreises „Soziale Dienste“ Zeven
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Frauen(t)räume - Räume für Frauen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Monika Rietze
| Funktion | Bildungsmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Frauen-Begegnungszentrum als Integrationsprojekt in Vorwerk
Projektbeschreibung
Im Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld im Celler Stadtteil Vorwerk leben ca. 60 Flüchtlingsfrauen mit ihren Familien. Nach anfänglich positiver Stimmung gegenüber den neuen Bewohner/innen, spiegelt die Atmosphäre im Quartier derzeit die im Bundesgebiet wieder - es gibt Vorbehalte, Ängste, Misstrauen, Neid.
2018 eröffnete eine Steuerungsgruppe aus Akteurinnen des Quartiers, koordiniert durch die Zuwanderungsagentur, die "Frauen(t)räume - Räume für Frauen" zur Begegnung, Bildung und Integration. Der partizipatorische Ansatz ermöglicht es, Ängsten, die nur hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen werden, zuzuhören, und sie anhand von Wünschen und eigenen Ressourcen in positive Handlungen umzuwandeln. Zur Eröffnungsfeier kamen 80 Menschen aus dem Quartier und aus Celle. Die "Frauen(t)räume" sind im Stadtteil angekommen. Sie befinden sich in einer Doppelhaushälfte mit Garten, es gibt 3 Gruppenräume, eine Küche, ein Spielzimmer, eine Terasse, Vorgarten + Garten. Nachbarinnen und Kinder des Quartiers kommen zu Veranstaltungen oder einfach so vorbei. Das Haus hat viel Neugier entfacht!
"Frauen(t)räume" sollen maximal geöffnet sein. Eine Woche könnte so aussehen: Montags Gartenprojekt und offene Sprechstunde; Mittwochs Sprechstunde und Teestube als niedrigschwelliges Kommunikationsangebot; Donnerstags selbstverwalteter Nachbarschaftsselbsthilfetreff und abends Veranstaltungen zur beruflichen Entwicklung (u.a. Fit für den Job/Zurück in den Beruf) sowie Diskussionsrunden, Freitags Selbsthilfetreff Body&Soul. Dienstags und am Wochenende wird das Zentrum spontan für selbstverwaltete Aktivitäten genutzt.
Kinder nutzen das Kinderspielzimmer/den Garten unter mütterlicher Aufsicht bzw. bei speziellen Veranstaltungen mit Betreuung.
2019 sollen mehr Frauen mit und ohne Fluchthintergrund zusammenkommen und sich gegenseitig stärken, die Nutzerinnen der Frauen(t)räume sollen Vorreiterinnen für Integration im Quartier werden. Vorgesehen sind bisher: Das Feiern lokaler+interkultureller Feste, Vorbilder-Projekt zum 8. März, Vereinsgründungsworkshops, internationales Themenkochen, Generationenstammtisch, interkulturelle Stadtführungen, Mobilitätstraining, Selbstbehauptungskurse, Smartphone-Schulungen, Quartiergestaltungsprojekte, Arabischkurs für Deutschsprachige, After-Work-Gespräche für hauptamtliche Frauen, Sportangebote, Trauercafé, Musik-/Filmworkshops, Vermittlung von Mentorinnen o. Praktika. Ideen aus dem Quartier werden bei Realisierung des Angebots berücksichtigt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Quartier sehen wir derzeit 3 Problemlagen:
- Innerhalb der gut vernetzten Institutionen im Stadtteil (u.a. im Sozialraumgremium) und der Projektpartnerinnen in unserer Steuerungsgruppe gibt es gute Angebote für viele Zielgruppen, sowie asylrechtliche und soziale Beratung.
Jedoch spricht kein gemeinwesenorientiertes Angebot ausschließlich Frauen und Mädchen an, wobei Frauen durch ihren sozialen Einfluss auf Kinder, Partner und Nachbarn die Multiplikatorinnen für Integration sind.
- Im Talweg wurden im Frühjahr 2018 zwei deutsche Sintifamilien nach langwierigen Problemen zwangsgeräumt. Die Anwohner/innen im Quartier sprechen von einer Periode, in der sie Angst auf der Straße hatten, Angst, ihre Kinder draußen spielen zu lassen. Angst, die jetzt endlich vorbei sei. Diese Erlebnisse haben Vorurteile jedoch bekräftigt und Integrationsbemühungen behindert, weil die Anwohner der Analogie Sintifamilie=Ausländer=Flüchtlinge folgen. Neue Konflikte werden als kumulierend wahrgenommen und verstärken die Vorbehalte. Deutsche Familien ziehen weg, wenn weitere folgen, kann das die Brennpunktbildung des Stadtteils verstärken.
- Die Frauenerwerbsquote im Quartier ist gering. Viele Frauen (speziell die mit Fluchthintergrund) sind aufgrund von Betreuungsarbeit von Aktivitäten außerhalb des Quartiers abgeschnitten oder in der Aufnahme von Erwerbsarbeit gehindert. Teilweise fehlt die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse oder Sprachkenntnisse. Die Gründe für den berichtet hohen Anteil an Hartz-IV-Empfängerinnen unter den Frauen ohne Fluchthintergrund müssen noch erforscht werden. Dabei sind viele Familien aufgrund niedriger Gehälter auf ein Einkommen der Frauen angewiesen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle - Stadtteil Vorwerk - Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld
Beschreibung
Vorwerker Bach / Mummenhofstraße nach Zusammenführung Hohe Wende und Sprengerstraße
Einwohnerzahl
937
Quelle / Anmerkungen
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle - 0 bis unter 15 Jahren
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Projektgebiet in Prozent
53
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
1
Anmerkung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit: Transferleistungen gem. SGB II § 53a
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Bedarfsgemeinschaften)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle, 15 bis unter 27 Jahren
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle, 60 Jahre und älter
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Bundesanstalt für Arbeit - Arbeitslose gem. SGB III § 16
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt:unter 20 Jahren 0,1 Prozent; 20 bis unter 25 Jahren -> 0,12 Prozent; Projektgebiet jeweils 0.
Statistik der Bundesanstalt für Arbeit
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartier_talweg-himmelsberg-nordfeld.pdf
(148.28 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit Unterstützung der Hauptamtlichen vor Ort möchten wir die Ressourcen im Quartier, die 2015 so positiv* genutzt wurden, als die Flüchtlinge in die Britensiedlung einzogen, wieder wecken, neue Ressourcen aufdecken und allen Bewohner/innen des Quartiers Mut machen, dass Integration gelingen kann.
Hier ein Beispiel für örtliche versteckte Ressourcen und wie wir diese zur Lösung von Problemen aktivieren: Ein Verein klagt über interkulturelle Konflikte. Wir planen, eine Nutzerin dorthin als Integrationslotsin zu vermitteln. A) Konflikte können gelöst werden, B) Flüchtlingsfrau kann in ihrem Beruf Arbeitserfahrung sammeln und Sprache trainieren, C) Das Team des örtlichen Vereins wird entlastet, D) Erfolg durch einfache integrative Lösungen machen allen im Quartier Mut für zukünftige Integrationslösungen.
Die Frauen(t)räume haben in der 2. Hälfte 2017 und 1. Hälfte 2018 zunächst hauptsächlich Flüchtlingsfrauen im Quartier aktiviert. In der 2. Hälfte 2018 und 2019 soll das Zentrum sich klar zielgruppenübergreifend an ALLE Frauen im Stadtteil richten. Es sollen sowohl gemeinsame Erlebnisse als auch das kulturübergreifende Lösen von Problemen im Quartier ermöglicht werden, um so den nachbarschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Hierfür streben wir die Erweiterung des Selbstverwaltungsteams an, in dem möglichst viele weibliche demographische Gruppen im Quartier vertreten sind.
*http://www.cellesche-zeitung.de/S4399639/Vorwerker-heissen-Fluechtlinge-willkommen
Qualitätskriterien
Beschreibung
1. Bewohnerinnen zu Wünschen befragt werden, 2. diese Wünsche ins Programm einfließen, 3. Die zeitliche Programmgestaltung auf Nutzerinnen zugeschnitten wird
Kriterium
Beschreibung
1. Bewohnerinnen in der Steuerungsgruppe mitarbeiten, 2. Bewohnerinnen das Zentrum aktiv mitgestalten, 3. Bewohnerinnen eigene, selbstverwaltete Angebote planen und durchführen, die eine diverse Teilnehmerschaft ansprechen
Kriterium
Beschreibung
1. Nutzerinnen der Frauen(t)räume in Angebote anderer Träger eingebunden sind, 2. Bewohnerinnen eigene Fähigkeiten zum Einsatz bringen können
Kriterium
Beschreibung
1. Teilnehmende verschiedener/n Herkunft, Religion, Alters zu Veranstaltungen kommen, 2. die nachbarlichen Anekdoten eher positiv als negativ ausfallen, 3. Nachbarn sich auch außerhalb der Frauen(t)räume solidarisieren
Beschreibung
1. mehrere Veranstaltungen pro Jahr in Kooperation mit ein- oder mehreren Trägern stattfinden, 2. das Selbstverwaltungsteam in die Netzwerkarbeit eingebunden ist und eigenständig kommuniziert, 3. trägerübergreifende Konfliktlösungen gefunden werden
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Celle - Mobile Jugendarbeit und ZAS - Zentrale Anlaufstelle der Celler Zuwanderungsagentur
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Celle (Migrationsberatung)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
kath. Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev-luth. Kirchengemeinde Vorwerk mit Familienzentrum Vorwerk
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Psychosoziale Beratungsstelle der Diakonie Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Erziehungsberatungsstelle des Landkreis Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienbildungsstätte FABI
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Vorwerk, Ortsbürgermeisterin Vorwerk, Rat der Stadt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Cellesche Zeitung u.a. Medien, FB-Gruppen VorwerkerChat und Stadtteilmanagement, Webseite der Zuwanderungsagentur (https://www.celle.de/Rathaus/Die-Stadtverwaltung/Bildung-Jugend-Integration-und-Bürgerservice/Eigenbetrieb-Celler-Zuwanderungsagentur-/)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
3 Flüchtlings-Frauen aus dem Quartier, die derzeit der Steuerungsgruppe angehören. 6 weitere Frauen, die regelmäßig wöchentliche Angebote wahrnehmen. 20 weitere Frauen, die unregelmäßig an Angeboten teilnehmen.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarin und deren Tochter, die in einem örtlichen Verein aktiv ist; Nachbarin und deren Mutter, die Kinder betreut
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
"Allerhand" - Secondhand-Laden in Vorwerk, bei dem viele aus dem Quartier einkaufen; Edeka Vorwerk und andere Läden im Stadtteil, bei denen wir Informationen auslegen dürfen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frauen(t)räume-Whatsapp-Gruppe: 8 Multiplikatorinnen (inkl der 3 Mitglieder der Steuerungsgruppe)
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Koordinierung und Entwicklung der Gemeinwesenarbeit in Visselhövede
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Elke Motzkau
| Funktion | Leiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Zusammenführung und Optimierung der Gemeinwesenarbeit, Unterstützung der ehrenamtl. Arbeit, sowie Schaffung eines Netzwerkes für Beratung und Vermittlung
Projektbeschreibung
In Visselhövede leben ca. 10.000 Einwohner. Davon ca. 5.200 i. d. Kernstadt. Hier ist die höchste Arbeitslosigkeit im LK Rotenburg u. ein hoher Anteil an Jugendlichen ohne Schul-/ Berufsabschluss. Obwohl ländlich geprägt, leben mehrere größere Gruppen von Zuwanderern in eigenen Gebieten/Strukturen. In diese Situation wurden ca. 120 Geflüchtete neu aufgenommen. Die Koordinierungs- /Integrationsarbeit wurde fast ausschließlich durch den ehrenamtlichen Präventionsrat geleistet, stieß aber zunehmend an die Grenze der Belastbarkeit.
Durch die Förderung GWA/QM konnte eine Stelle zur professionellen Unterstützung /Aufbau von GWA eingerichtet werden. Die Stelle ist eingebunden in den ehrenamtlichen Steuerungskreis in dem das Vorgehen abgesprochen und begleitet wird.
Integration kann nur gelingen, wenn alle Bevölkerungsgruppen miteinbezogen werden. Darum war der 1. Schritt eine ausführliche (aktivierende) Befragung der Bewohner in unterschied. Gebieten u. Gruppen. Dazu ging die Mitarbeiterin, z.T. begleitet durch Mitglieder des Steuerungskreises, von Tür zu Tür, befragte Passanten auf dem Markt und lud in das zentralgelegene Büro. An der Befragung haben sich bis jetzt über 200 Menschen beteiligt!
Resultat: Die große Mehrzahl lebt gern in Visselhövede. Gleichzeitig wurden versch. negative Orte/Themen benannt. Z.B.: Alle Gruppen wünschen sich Verbesserungen im öffentl. Nahverkehr. Sehr deutlich ist der Ruf nach Treffpunkten in allen Altersgruppen. Eine ebenso wichtige Erkenntnis ist, dass alle Befragten erstaunt waren, dass sie nach ihrer Meinung gefragt wurden. Allerdings erwarten sie jetzt auch, dass etwas mit ihren Antworten passiert.
Mit der ausführlichen Befragung wurde eine einmalige Basis geschaffen. Sie führte auf verschiedenen Ebenen u. Gremien zu Diskussionen, Zuspruch aber auch Widerspruch. Damit ist bereits jetzt ein wichtiger Prozess in Gang gebracht. Wir sehen aber auch wie schwierig es ist, die unterschied. Befindlichkeiten von Einrichtungen, Institutionen u. Bewohnern zusammenzubringen. Gerade in einer Kleinstadt ist es eine große Kunst mit gewachsenen Strukturen/Netzwerken umzugehen. Es braucht sehr viel Gespür u. Geduld um möglichst alle einzubeziehen.
Zurzeit sind wir, u.a. in Absprache mit Bürgermeister u. Stadtrat in der Diskussion welche Schwerpunkte wir weiterverfolgen sollen. Der nächste große Schritt ist es, diese im Rahmen einer großen Veranstaltung “Tisch an Tisch” (1.7.18) vorzustellen und damit in die zweite Phase zu starten.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Visselhövede kann man verschiedene Problempunkte und Problemgruppen ausmachen. Räumliche Punkte sind die Pappelstr. mit d. für e. Kleinstadt untypischen Wohnblocks in Randlage. Auf Grund d. niedrigen Mieten treten hier sozial benachteiligte gehäuft auf. Dazu kommen noch d. hier Ansässigen Sinti in den kleinen ehemaligen Behelfswohnungen/Häusern, d. jetzt meist in deren Eigentum übergegangen ist. Ähnliches trifft auch auf die Wohnsituation d. Sinti im Wehnser Weg zu. Ein weiteres Problemgebiet liegt links u. rechts der Walsroder Str. Auf d. einen Seite haben wir e. in den 60-70 J. entstandenes Wohngebiet m. überalteter Bevölkerung. Auf d. anderen Seite e. neu entstandenes Eigenheimgebiet m. überwiegend kurdischer Bevölkerung, d. starke Abkapselung erkennen lassen.
Sehr auffällig sind d. 15-23 j. männl. Jugendlichen, d. in der Schule stören, keinen o. schlechten Schulabschluss haben, in V. keinen Ausbildungsplatz finden aber auch nicht weg wollen oder können. Weiter ist die rasant ansteigende Gruppe junger und sehr junger Mütter. ohne schulische und berufliche Perspektive auffällig. D. extrem niedrige Mietzinsniveau trägt sicher dazu bei, d. diese Gruppen in V. verbleiben, aber hindert andere sich in diesen Gebieten anzusiedeln. D. niedrigen Mieten u. größere bezahlbare Wohnungen lassen größere Familiengruppen m. Flucht- o. Migr. nach V. kommen, d. d. Problem der Jugendlichen in Schule, Freizeit, Ausbildung u. Beschäftigung noch verschärfen. Dazu kommt n. Integration.
Das für alle größte Problem sind die fehlenden Verkehrsanbindungen, bes. in den Schulferien. Fehlende Freizeitang. für Jugendl., fehlende Sozialberatungsstellen und Treffpunkte.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Visselhövede, Kernstadt
Beschreibung
Kernstadt Visselhövede,
insbesondere die Pappelstr., Bahnhof
und Wehnser Weg, die Stadtgebiete
links und rechts der Walsroder Str
Einwohnerzahl
10000
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Visselhövede
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Lt. Frau Waechter vom Landkreis
Rotenburg sind in Visselhövede 750
Personen im SGB II-Leistungsbezug,
davon 520 erwerbfähige
Leistungsberechtigte. Dazu kommen
noch die SGB III Leistungsempfänger,
AsylbLG -Berechtigten. Die
Prozentzahlen sind Schätzungen.
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Lt. Frau Waechtler vom Landkreis
Rotenburg sind in Visselhövede 326
Jugendliche im SGB II-Leistungsbezug,
davon 115 erwerbfähige
Leistungsberechtigte. Dazu kommen
noch die SGB III Leistungsempfänger,
AsylbLG -Berechtigten. Die
Prozentzahlen sind Schätzungen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karten.pdf
(1.8 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit unserer Arbeit möchten wir alle Bevölkerungsgruppen der Stadt zu einem verbesserten
Gemeinwesen motivieren. Einerseits möchten wir die bestehenden Gruppen ansprechen sich
zu öffnen und die Angebote zur Gemeinwesenarbeit anzunehmen. Andereseits werden die
neuen Bevölkerungsgruppen angeregt sich zu präsentieren und sich in die bestehenden
Gruppen einzubrigen, beispielsweise neue Gruppenzusammenhänge erarbeiten. Die bisher
ehrenamtliche Arbeit soll aufgenommen, begleitet und optimiert werden. Es sollen tragfähige
Netzwerke geschaffen werden um in V. ein Gemeinwesen zu schaffen, dass sich konfliktarm
und konstruktiv entwickeln kann. Jetzige Problembereiche sollen mit den Anwohnern und der
Verwaltung bearbeitet und positiv entwickelt werden. Probleme sollen benannt, bearbeitet und entschärft werden. Schon jetzt ist abzusehen, dass Treffpunkte ausgewiesen werden müssen. Ein besonderer Augenmerk dabei sollte Kindern ab 10 J., Jugendlichen bis 25J., Genderarbeit, Benachteiligten und der älteren Bevölkerung gelten. Generell sollte sich
Wohnen und Arbeiten in Visselhövede durch eine strukturierte, durchdachte Gemeinwesenarbeit verbessern.
Methoden:
Aktivierende Projekte in Zusammenarbeit mit BA, Begleitung bei Projekten von Bewohner/innen, Beratung, Beteiligungs-projekte, Bildungsangebote, Gebietsbegehungen /-erkundungen, Gremienarbeit, Gruppendiskussionen, Herstellung von Mobilität, JC und Jugendamt einbinden, Kommunikationsanlässe wie Nachbarschaftsfeste, Märkte nutzen
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohnerinnen beteiligen sich massiv an den aktivierenden Befragungen. Die Ergebisse werden in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Die Sprechstunden werden optimal genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Die ehrenamtlichen Arbeiten nicht nur auf einzelne Projekte ausgerichtet sind, sondern Vernetzt und konstruktiv zusammenarbeiten.
Kriterium
Beschreibung
Die Entscheider, die Politik, Ehrenamtliche und Bewohner respektieren sich und arbeiten konstruktiv zusammen. Durch diese Netzwerke wird die soziale Infrastrktur verbessert und Bedürfnisgerecht umgesetzt.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner übernehmen Verantwortung für Ihren Wohnbereich und gestalten diesen attraktiv. In den Befragungen wird dieser als guter Ort genannt.
Beschreibung
Attraktive Treffpunkte für alle Bewohnergruppen sind geschaffen und werden von den Bewohnern in Eigenregie in Stand gehalten.
Kriterium
Beschreibung
Politik sich zur Aufgabe macht eine Beratungsinfrastruktur zu schaffen und dauerhaft zu etablieren.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtverwaltung Herrn BGM Goebel/ Präv-Beamte der Polizei Herrn Teuber, Frau Sabbert-Flägel/Landkreis Frau Charbonnier
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DAA Frau Motzkau/ SOFA e.V. Frau Schlösser/Senioenbeirat Herr Sündermann/DRK Herr Langanke/BNW Herr Eden/JMD Herr Neumann/Flüchtlingsberatung Kirchenkreis Rotenburg FrauGolegos/Tafel Rotenburg e.V. Herrn Seitz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VfL Visselhövede Herr Golke/MTV Jeddingen Herrn Leefers/SSV Wittorf Herr Jessen/SV Schwitschen Herr Rickers/Lauftreff Visselhövede Frau Wachtmann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diakonie-Sozial-Station Frau Rück/Visselhöveder Pflegedienst Frau Rathmann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schulleiter der Oberschule, Herrn Dyck / der Grundschulen Frau Lattemann und Frau Darboven/Schulssozialarbeiter/Schuleinstiegsbegleiter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Kirche St. Johannis Herrn Pahling
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gewerbeverein Visselhövede Herrn Timmann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Redaktion der Kreiszeitung Herrn Wieters
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
alle im Rat vertretenen Gruppierungen/Bundestagsabgeordneten Herr Klingbeil und Kindler/Landtagsabgeordnete Frau Trautmann-Liebe, Herr Oetjen
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bewegte Leben - Biografien von Frauen aus aller Welt und mitten unter uns: Schreibwerkstatt, Lesecafe und Ausstellung
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christine Katz
| Organisation | diversu e.V. |
|---|---|
| Funktion | Geschäftsführerin und 1. Vorsitzende von diversu e.V. |
2. Kurzbeschreibung
Interkulturelle Biografiearbeit: Schreibwerkstatt, Lesecafe und Ausstellung
Projektbeschreibung
Der Lüneburger Stadtteil Kaltenmoor kämpft seit Jahren mit einem Imageproblem und wird von Außenstehenden überwiegend als Fremdkörper und Problembezirk wahrgenommen. Seine Sozialstruktur ist interkulturell geprägt, der Anteil von wenig finanzkräftigen Menschen ist hoch. Das (Freizeit)Leben findet meist in den eigenen vier Wänden statt, was zu einer verstärkten Separierung der verschiedenen soziokulturellen Gruppen/ Familien führt. Intensiverer Kontakt über kulturelle Grenzen hinweg ist eher die Ausnahme.
Frauen mit Migrationshintergrund sieht man in Kaltenmoor öffentlich vorrangig in traditionellen Geschlechterrollen: Einkaufen, Kinderbegleitung. Sie sprechen zudem meist schlecht Deutsch, was zusätzlich den Rückzug ins Private und zur vertrauten Sprachgruppe befördert. Männer sind demgegenüber deutlich präsenter im öffentlichen Raum.
Trotz einiger vorhandener Strukturen zum interkulturellen Austausch, sind die Möglichkeiten für ein intensiveres Kennenlernen z.B. der verschiedenen Lebenswege und kulturellen Erfahrungen von Frauen, und für ihre sichtbare Vielfalt im öffentlichen Raum äußerst begrenzt. Es fehlen Orte und Gelegenheiten, Sprachkompetenzen informell im interkulturellen Miteinander zu entwickeln.
Das Projekt möchte Begegnungen von Frauen über soziokulturelle Grenzen hinweg einführen und darüber ein Kennenlernen und gegenseitiges Wertschätzen ihrer verschiedenen Lebenswege unterstützen. Dafür werden in Tandems aus Frauen mit und ohne Migrationshintergrund in begleiteten Schreibwerkstätten deren Biografien erzählt, aufgeschrieben und öffentlich bei einer Ausstellung (Texte und Bildportraits) präsentiert. Die Biografiearbeit ist nicht nur eine geeignete Form zur Selbstreflexion des bisher Erlebten, die dem Verständnis eigener und fremder Lebensverläufe dient und zur gegenseitigen Anerkennung beiträgt. Darüber hinaus werden im strukturierten und professionell begleiteten Erzählen und Aufschreiben die Sprachkompetenzen quasi nebenbei verfeinert. Die Vorstellung ausgewählter Biografiepassagen in Lesungen im Rahmen einer Ausstellung in Kaltenmoor und in der Innenstadt macht die Frauen außerdem öffentlich sichtbar, stärkt ihr Selbstwertgefühl und entfaltet eine Breitenwirkung, die sich auch positiv auf die Wahrnehmung des Quartiers auswirkt. Der Blick auf geteilte Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Träumen, Schicksalen, Erfahrungen und Entscheidungen fördert das Gemeinschaftsgefühl und löst einen Perspektivwechsel auf Frauen in Kaltenmoor aus
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Kaltenmoor kämpft seit Jahren mit einem Imageproblem. Seine Sozialstruktur ist interkulturell geprägt, der Anteil von wenig finanzkräftigen Menschen ist hoch. Das (Freizeit)Leben findet meist in den eigenen vier Wänden statt, was zu einer verstärkten Separierung der verschiedenen soziokulturellen Gruppen/ Familien führt. Intensivere Kontakte über kulturelle Grenzen hinweg sind eher die Ausnahme. Frauen mit Migrationshintergrund sieht man in Kaltenmoor öffentlich vorrangig in traditionellen Geschlechterrollen. Sie sprechen meist schlecht Deutsch, was zusätzlich den Rückzug ins Private und zur vertrauten Sprachgruppe befördert. Trotz einiger vorhandener Strukturen zum interkulturellen Austausch, sind die Möglichkeiten zum Kennenlernen für Frauen und für ihre sichtbare Vielfalt im öffentlichen Raum äußerst begrenzt. Es fehlen Orte und Gelegenheiten, Sprachkompetenzen informell im interkulturellen Miteinander zu entwickeln.
Das Projekt möchte solche interkulturellen Begegnungen zwischen Frauen in Kaltenmoor ermöglichen. Dafür werden in Tandems aus Frauen mit und ohne Migrationshintergrund in professionell begleiteten Schreibwerkstätten die Biografien erzählt, aufgeschrieben und öffentlich präsentiert (Ausstellung). Die Biografiearbeit trägt nicht nur zur gegenseitigen Wertschätzung bei, sondern verfeinert quasi nebenbei die Sprachkompetenzen. Die Vorstellung ausgewählter Biografiepassagen in sog. Lesecafes rund um die Ausstellung in Kaltenmoor und in der Innenstadt macht die Frauen außerdem öffentlich sichtbar, stärkt ihr Selbstwertgefühl und entfaltet eine Breitenwirkung, die sich auch positiv auf die Wahrnehmung des Quartiers auswirkt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg Kaltenmoor
Beschreibung
Kaltenmoor grenzt im Norden an den Stadtteil Hagen, im Süden an das sog. Schäferfeld. Im Osten wird es durch die Bundesstraße B4/ B209 begrenzt und zur Stadtmitte hin im Westen durch die Bahnlinie (Straße Blümchensaal).
Einwohnerzahl
9600
Quelle / Anmerkungen
Aussage des Quartiersmanager
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Initiativen von und für Frauen, zur Förderung von interkulturellen Begegnungen und eigenen selbstbestimmten Räumen werden in diesem Gebiet nicht gefördert. So erhält bspw. weder das seit 2007 aktive Netzwerk Kaltenmoor e.V. noch das Projekt Internationaler Frauentreff darüber eine Förderung. Die meisten dort verankerten Aktivitäten werden ehrenamtlich durchgeführt oder mit anderweitig eingeworbenen Mitteln unterstützt. Von den Frauen, die den Frauentreff regelmäßig aufsuchen (z.B. zum Nähcafe, zu Sprachkursen) (ca. 40 aus ca. 10 verschiedenen Ländern) wünschen sich viele mehr Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten in ihrem Wohnumfeld. Die in den kleinen Organisationen ehrenamtlich Engagierten sind dringend auf finanzielle Förderung angewiesen, um Projekte durchführen zu können.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben von Quartiersmanager Herr Nehring
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe: Herr Nehring Quartiersmanager
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben: Herr Nehring, Quartiersmanager
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahl für Projektgebiet: Schätzwert (Nehring)
Gesamtstadt (und Landkreis): Bundesagentur für Arbeit, April 2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzwert (Nehring)
Gesamtstadt und (Landkreis): Bundesagentur für Arbeit, April 2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
plus 13.6% Bewohner*innen mit Doppelstaatsbürgerschaft
Projektgebiet in Prozent
59
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
herausgegeben vom Einwohnermeldeamt der Hansestadt Lüneburg, Stand 2014.
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die SGB II-Quote (November 2014) in Kaltenmoor bei 23,5 %. Die Arbeitslos-Meldungen betrugen im gesamten Stadt-gebiet 5,8%, im Programmgebiet Kaltenmoors 46,5%.
Einwohnermeldeamt Lüneburg 2014
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtplanansicht.docx
(1.35 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt zielt auf eine Stärkung des Gemeinschaftsgefühls als INtegrationsbeitrag durch ein spezifisches interkulturelles Begegnungsformat: dem Arbeiten an der eigenen Biografie im Tandem aus Frauen mit und ohne Migrationshintergrund. Die Schreibwerkstätten, im Rahmen dessen die Auseinandersetzung mit den Biografien angeleitet moderiert werden, fördern das Verständnis füreinander und den Respekt vor der jeweiligen "Lebensleistung", was zur gegenseitigen Wertschätzung beiträgt. Durch das soziale Miteinander in den Werkstätten wächst Vertrauen und auch der Eindruck, ernst genommen zu werden, was wiederum förderlich für die Integration, das Gefühl von "Zuhause sein" ist. Letztlich könen darüber Nachbarschaftsbeziehungen aufgebaut bzw. intensiviert, unterschwellige Konflikte deeskaliert oder produktiv bearbeitet werden. Gemeinsame Aktivitäten und die sichtbare Präsentation von Ergebnissen fördern die Verbundenheit und führen zu einem empowerment der Einzelnen mit Wirkung nach innen (Selbstbewusstsein, in die Familien) und nach außen (in den Stadtteil). Das intensive Kennenlernen durch die Projektzusammenarbeit erleichtert die Bewältigung evtl. auftretender Konflikte/ Probleme und die Lust auf weitere gemeinsame Aktivitäten und solidarisches Handeln (z.B. Kinderbetreuung).
Qualitätskriterien
Beschreibung
die Teilnehmerinnen am Projekt ihre Kontakte verstetigen, wenn die Ausstellung viele Kaltenmoorer besuchen, wenn weitere interkulturelle Aktivitäten entstehen
Vorhandene Strukturen
In Kaltenmoor ist die professionelle Gemeinwesenarbeit geprägt von Aktivitäten der AWO (hat im Rahmen des BIWAQ-Förderprogrammes z.B. ein arabisches Buffet aufgebaut, in dem auch gastronomische Weiterqualifikationen laufen und betreibt das Cafehaus; außerdem läuft darüber der AWOCADO Service gGmbH, ein Unternehmen für Dienstleistungen, Qualifizierung, Ausbildung und Arbeit zur (Wieder-)eingliederung von Arbeitslosen in das Berufsleben), der VHS Region Lüneburg (führt über BIWAQ-Projekte Weiterqualifizierungs- und Schulabschlusskurse für Frauen durch) und dem ökumenischen Gemeindezentrum St. Stephanus mit zahlreichen kirchlichen und überkonfessionellen Angeboten. Es gibt einen Quartiersmanager, mit dem auch das Netzwerk Kaltenmoor stark vernetzt zusammenarbeitet. Dieses Netzwerk hat als gemeinnütziger Verein seit 2007 zahlreiche Aktivitäten und Projekte v.a. für und mit Frauen durchgeführt und eben den Internationalen Frauentreff aufgebaut, eine interkulturelle Begegnungsstätte für Frauen. Dort finden Nähcafes und Deutschkurse statt, es gibt Angebote zur Beratung bei Behördengängen, in allen sozialen Fragen und Familienkonflikten, aber es finden auch Veranstaltungen zu einer breiten Themenpalette wie bspw. zu Klimaschutz, Yoga, Schwimmen und Tanz statt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS Region Lüneburg, Anne Franck Schule, IGS Gesamtschule Kaltenmoor
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frauen aus dem Internationalen Frauentreff und andere Frauen aus dem Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanager von Kaltenmoor, Herr Nehring
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On