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3. Förderung von Kommunikation, Vernetzung und Kooperation durch den Auf- und Ausbau bzw. die Umsetzung geeigneter Kooperationsstrukturen mit Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Sportvereinen, anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren und der Gemeinde,

Alt-Laatzen, Quartier Hildesheimer Straße Ost

Ansprechpartner
Yvonne Bestmann
Funktion stellv. Leitung Fachbereich Kinder, Jugend und Familie
soziale und kulturelle Integration in Alt-Laatzen
Projektbeschreibung
Der Zusammenhalt der Nachbarschaften im Gemeinwesen ist eine Grundlage für funktionsfähige Infrastruktur und friedvolles Zusammenleben. Die Arbeiterwohlfahrt arbeitet mit ehrenamtlichem Engagement und professionellen Dienstleistungen für eine sozial gerechte Gesellschaft. Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sind die Werte, die ihr Handeln bestimmen. In Alt-Laatzen ist die Notwendigkeit gegeben, eine soziale und kulturelle Verständigung zwischen „Alteingesessenen“ mit „Neuzugezogenen“ zu fördern und der Segregation entgegenzuwirken (soziale Integration). Menschen werden zusammengeführt und zum Dialog angeregt (Stärkung der demokratischen Bürgergesellschaft), Nachbarschaft und Integration werden gestärkt (interkulturelles und interreligiöses Lernen, antirassistische Bildungsarbeit). Die GWA fungiert dabei als antreibende, koordinierende und stabilisierende Kraft und hat hierfür verschiedene Instrumente zur Verfügung. Konkrete Handlungsschritte und Maßnahmen ergeben sich aus der Partizipation der Bewohner/innen, den Gegebenheiten und den realistischen Umsetzungsmöglichkeiten vor Ort und können nur begrenzt vorkonstruiert werden.
Ausgangslage
Soziale und kulturelle Integration im Quartier sind notwendig, weil sich die Anzeichen für die Bildung eines sozialen Brennpunktes vermehren. Die Wohnbebauung ist geprägt durch den städtebaulichen Charakter einiger Wohntürme und grauen Betongebäuden sowie mehrstöckiger Mehrfamilienhäuser, die zum Teil sehr nah an der vielbefahrenen Bahn-/ICE-Trasse liegen. Das Wohnumfeld ist teilweise durch Müll, Dreck, Unrat, Einkaufswagen und Sperrmüll gekennzeichnet. Die Wertschätzung des Wohnumfelds einiger Einwohnerinnen und Einwohner ist gering, sodass für einen sorgsamen Umgang mit dem Quartier verschiedene Maßnahmen umzusetzen sind. Die Tendenz einer Segretation zwischen "Alteingesessenen" und "Neuzugewanderten" nimmt überdurchschnittlich zu, so dass eine soziale Durchmischung gefährdet ist. Das soziale Miteinander bedarf der dringenden Förderung.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Laatzen, Alt-Laatzen, Quartier Hildesheimer Straße Ost
Beschreibung
Das ausgewählte Untersuchungsgebiet liegt im Stadtteil Alt-Laatzen. Die Abgrenzungen des Untersuchungsgebiet ist im Norden der "Mageritenweg", im Westen die "Hildesheimer Straße", im Süden vor der "Eichstraße" sowie im Osten die Bahntrasse.
Einwohnerzahl
2037
Quelle / Anmerkungen
Bürgerbüro Stadt Laatzen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
> die Bewohner/innen mit deutscher Staatsangehörigkeit (67 %) beinhalten einen hohen, nicht statistisch festgehaltenen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund /// > Kohorte 27-59 Jahre: ausländische Bewohner/innen 40%, Bewohner/innen mit deutscher Staatsangehörigkeit: 60%
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
davon 79,8% Bewohner/innen mit deutscher und 20,2% mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
davon 71% Bewohner/Innen mit deutscher + 29% mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
GWA ist professionelle soziale und sozialplanerische Arbeit in einem definierten Quartier. Die Grundlage der GWA ist eine stark sozialpolitisch ausgerichtete Soziale Arbeit, die ebenso in den vielfältigen Tätigkeitsfelder und der Tradition der Arbeiterwohlfahrt verankert ist. Die vielfältigen Maßnahmen und Methoden der GWA verfolgen das Ziel, soziale, kulturelle und ökonomische Entwicklungen im Quartier aufzuspüren und zu fördern. Die Interessen und Bedarfe der Bewohner/innen stehen dabei im Fokus. Im Quartier Alt-Laatzen, Hildesheimer Straße Ost ist das übergeordnete Entwicklungsziel, bereits vorhandene (residentielle) Segregation/en nach ethnischen, religiösen und/ oder demografische Merkmalen abzubauen und weiteren Segregationstendenzen entgegenzuwirken. Der Fokus liegt dabei auf den immateriellen Bedingungen (z.B. Qualität sozialer Beziehungen, Partizipation, Kultur, vgl. Qualitätsstandards der LAG Soziale Brennpunkte, S. 1, in der Fassung vom 16.06.2016), d. h. darauf, die Bewohner/innen des Quartiers dabei zu unterstützen, ihre Interessen zu artikulieren und kollektiv zu organisieren, um im Ergebnis die Beziehungen im Sinne positiver Nachbarschaften zu stärken.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn geschaffene Angebote genutzt/ besucht werden, die Nachbarschaften positiver bewertet werden, das Quartier in das sozialräumliche Netzwerk integriert ist.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ausländer und Zugewanderte mit Migrationshintergrund mit Alteingesessenen ohne Migrationshintergrund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
während der Projektlaufzeit zu erkunden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Ortsverein Alt-Laatzen; während der Projektlaufzeit zu erkunden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
während der Projektlaufzeit zu erkunden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
an das Quartier angrenzende Einrichtungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
während der Projektlaufzeit zu erkunden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
lokale Presse
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Lebenswertes Borßum (Teilprojekt)

Ansprechpartner
Martin Schabler
Funktion Stabsstelle Sozialplanung
Vernetzte Hilfen für den Zusammenhalt und die Teilhabe im Quartier
Projektbeschreibung
In Emden-Borßum soll ein Prozess einleitet werden, bei dem die Neuzugewanderten eine Identität mit dem Stadtteil aufbauen können und die Lebensqualität für alle Bewohner wieder erhöht wird. Durch das Projekt wird eine/n Gemeinwesenarbeiter/in neu eingestellt und vor Ort räumlich angebunden. Der Stadtteil erhält so eine zusätzliche Ressource, mit der das Aufspüren besonderer Problemlagen ebenso möglich ist, wie das Erkennen von Interessen, im Gebiet entsprechend aktiv zu werden. Ein Grundgedanke der Arbeit vor Ort ist die Erkenntnis, dass durch verstärkte Kooperation im Stadtteil soziale Problemlagen schneller und passgenauer gelöst werden können. Ausgangspunkt hierfür ist eine aufsuchende Arbeit mit einer fragenden Grundhaltung. Der/die Gemeinwesenarbeiter/in greift Themen, die für die Integration und Teilhabe der Menschen besonders wichtig sind auf, prüft welche Angebote im Gebiet bereits bestehen und ermittelt, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind. Sie/er stellt vor Ort Kontakte zwischen den Beteiligten her und unterstützt sie bei der Entwicklung von Projekten. Dabei wird der Aktivierung und Beteiligung der Betroffenen eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Der/Die Gemeinwesenarbeiter/in nimmt an Konferenzen und Arbeitskreisen im Gebiet teil und hat einen Überblick über alle Einrichtungen, Institutionen und Initiativen. Die Wirksamkeit der Arbeit bemisst sich auch daran, inwieweit es gelingt, die Teilhabe benachteiligter oder eingeschränkter Bewohnergruppen zu fördern. Es sollen auf ihre Bedarfe zugeschnittene Angebote entwickelt werden. Eine besondere Herausforderung liegt darin, dass es für diesen Personenkreis Barrieren gibt, vorhandene Angebote zu nutzen, sei es aus Unkenntnis, aus sprachlichen Problemen oder aus Unsicherheit. Das Projekt soll Anstöße geben, neue Beratungsformen und Beteiligungsprojekte in den Gebieten zu initiieren und auszuwerten. Eine andere wichtige Aufgabe des/der Gemeinwesenarbeiter/in besteht darin, zusammen mit den lokalen Akteuren Veranstaltungen und andere Anlässe zu schaffen, durch die die Gebiete eine positive Aufmerksamkeit erfahren und die den Besuch von Bewohnerinnen und Bewohner aus anderen Stadtteilen fördern. Das Projekt ist Teil eines umfassenderen Prozesses zur Neuorganisation der Gemeinwesenarbeit in Emden und steht in enger Verbindung mit dem Projekt "Quartiersbrücken".
Ausgangslage
Borßum hat sich in den vergangenen 10 Jahren von einer eigenständigen, gut funktionierenden Einheit zu einem Gebiet mit teilweise hohem Erneuerungsbedarf gewandelt. Besonders auffällig ist die stetige Zuwanderung von Familien mit Migrationshintergrund in die leerstehenden Wohnungen der größeren Wohnblocks. Der Anteil der nicht-deutschen Bevölkerung ist demzufolge stark, zuletzt sprunghaft gestiegen und liegt heute mit 12,7% (2011: 4,8%) deutlich über dem städtischen Durchschnitt (6,5%). Nur das Soziale Stadt Gebiet Barenburg weist in dieser Hinsicht eine höhere Quote auf (17,8%). Zusammen mit dem Stadtzentrum hat Borßum die meisten Flüchtlinge aufgenommen, hierunter einen höheren Anteil an Familien mit kleinen Kindern. Das Bild des Stadtteils wird heute geprägt von dem Gegensatz besonders kindereicher und tendenziell überalternder Wohnbereiche, sowie dem sozialen Gegensatz zwischen dem Neubaugebiet in östlicher und dem sozialen Brennpunkt in der Wilhelm-Leuschner-Straße in nordwestlicher Randlage. Das Gebiet verfügt über eine durchaus gute aber ältere Infrastrukturbasis, die teilweise stark modernisierungsbedürftig und nicht bedarfsgerecht ausgebaut ist. Auf die massive Konzentration sozialer Problemlagen in der Hochhaussiedlung hat die Stadt Emden bereits mit dem Aufbau einer Anlaufstelle (Leuschnertreff) reagiert (Förderung über die Selbsthilfe-Richtlinie). Ein koordinierter Handlungsansatz, der den sozialen und städtebaulichen Herausforderungen gerecht wird, und eine professionelle Unterstützung des Gemeinwesens, für die sich die noch junge Stadtteilinitiative Boßum (SIBO) einsetzt, fehlen dagegen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Emden-Borssum
Beschreibung
Der Stadtbereich Borssum befindet sich im Südwesten des Emder Stadtgebietes außerhalb des Autobahnrings und wird im Westen vom Hafengebiet und im Süden von der Ems begrenzt. Die Umgebung ist landwirtschaftlich geprägt. Die verkehrliche Anbindung wird durch die Petkumer Straße (Landesstraße 2), die den Stadtteil durchläuft, gewährleistet. Das Stadtteil gliedert sich- ohne das Umlandgebiet - in die vier Sozialräume: Siedlung Wilhelm-Leuschner-Straße, Borssum-West, Borssum-Mitte und Borssum-Ost.
Einwohnerzahl
6144
Quelle / Anmerkungen
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2016
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag 31.12.2016
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag 31.12.2016
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Stadt Emden, Sozialamt, Stichtag 31.12.2016 (die Prozentangaben entsprechen der Mindestsicherungsquote: ALG II + Hilfen zum Lebensunterhalt + Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung + Hilfen nach dem AsylBLG)
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Stadt Emden, Sozialamt, Stichtag 31.12.2016 (die Prozentangaben entsprechen dem Sozialgeldbezug)
GWA/QM-Ansatz
Die örtliche GWA baut auf der Gemeinwesenarbeit als Arbeitsprinzip auf und orientiert sich an den Grundsätzen: a) an den Interessen der Bewohner anknüpfen, b) Selbsthilfekräfte und Eigeninitiative unterstützen c) Ressourcen des sozialen Raumes nutzen, d) sich über Zielgruppen und Bereiche hinaus orientieren, e) soziale Dienste und Angebote koordinieren und vernetzen. Die Fachkraft ist im Quartier räumlich verankert und arbeitet mit Bewohnern auf Augenhöhe zusammen, sie wirkt aber in ihrer Aktivierungsstrategie primär über die örtlichen Einrichtungen und Organisationen sowie andere Multiplikatoren. Gemeinsam setzen sie soziale Prozesse in Gang und begleiten Aktivitäten, die unmittelbar das Erleben von positiven Veränderungen bewirken. Dabei sind sie auch an der Schnittstelle zu baulich-investiven Maßnahmen, die von Bewohnern nicht selbst geplant und organisiert werden, die aber vielfältige Möglichkeiten bieten, sich einzubringen und zu beteiligen, tätig.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Akteure aus dem Stadtteilnetzwerk haben unmittelbaren Kontakt zu den verschiedenen Bewohnergruppen und können gemeinsame Interessenlagen und edürfnisse einzelner Personengruppen klar benennen.
Beschreibung
Es werden Aktivitäten gefunden, an den sich möglchst viele Bewohner/innen beteiligen können. Hilfen und Angebote berühren die verschiedene Lebenswelten und stiften eine Verbundenheit untereinander und mit dem Stadtteil.
Beschreibung
Es bilden sich themen- und projektbezogene Arbeitsgremien. Die Zusammenarbeit ist nicht allein auf einen Austausch sondern auf die gemensame Planung und Umsetzung von Hilfsangeboten ausgerichtet.
Beschreibung
Die Arbeit fokusiert auch auf die materielle Situation der Beweohner/innen und entwickelt Ideen und Eigeninitiative zur Sicherung und Erneueung der Infrastrukturbasis.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Freibad Borßum (Stadtwerke Emden)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Westerburgschule, Oberschule Borssum, Kindergarten Sonnenstrahl, Kindergarten Borssum,Krippe „Kinnerhuus Middenmang“, Jugendzentrum Borssum, Ökowerk Borssum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Altenhilfe Emden e.V., Haus am Zingel, Domizil am Deich, Ifi gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Blau Weiß Borssum, Freiwillige Feuerwehr Borssum, Kleingartenbauverein Borssum e.V., AWO Ortsverband Emden Süd
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Erlösergemeinde Emden-Borssum, Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Borssum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GEWOBA Emden
Typ
Stadtteil
Galerie
wp 20150624 011
Zustimmung Veröffentlichung
On

Zusammenführung verschiedener Kulturen – Wie Integration in einem Flächenlandkreis gelingen kann

Ansprechpartner
Karin Single
Funktion Fachbereichsleitung Kinder, Jugend und Familie
Integration von Migraten/innen in den zugewiesenen Wohnorten; Vernetzung und Beratung ehrenamtlicher Unterstützer; Stärkung u. Unterstützung eines Stadtteils, in dem der Anteil der MIgranten/innen sehr hoch ist
Projektbeschreibung
Der Landkreis Gifhorn ist ein großer Flächenlandkreis, der sehr unterschiedlich strukturiert ist. Der Norden des Landkreises ist eher dünn besiedelt, bietet nur wenige Angebote vor Ort und die Verkehrsanbindungen durch den öffentlichen Nahverkehr sind für eine regelmäßige Nutzung unzureichend und vorwiegend an den Schülertransport angepasst. Migranten/innen, die im Nordkreis Wohnmöglichkeiten erhalten, äußern oftmals den Wunsch, von dort wieder wegzuziehen. Sehr gut angelegt ist im Nordkreis die Vereinskultur und auch der Zusammenhalt und die Unterstützung innerhalb der Dörfer ist sehr stark. Im Norden des Landkreises soll der Schwerpunkt des Projektes darauf liegen, dass Migranten/innen integriert und in der Mobilität unterstützt werden, so dass auch Ihnen daran gelegen ist, dort zu bleiben. Im Süden des Landkreises Gifhorn ist die Besiedelung viel dichter und eine Anbindung an die größeren Städte in der Nähe gegeben. So lassen sich beispielsweise Wolfsburg, Braunschweig und auch Hannover gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Im Südkreis gibt es schon einige ehrenamtliche Angebote zur Unterstützung von Migranten/innen. Hier liegt der Schwerpunkt des Projektes vor allem auf der Vernetzung der ehrenamtlichen Unterstützer, des ehrenamtlichen Angebotes. Des Weiteren möchten wir in diesem Gebiet ein Angebot schaffen, welches ehrenamtliche Unterstützer zum Beispiel zu rechtlichen Grundlagen berät. In der Kreisstadt Gifhorn ist vor allem in der Südstadt die Besiedelung durch Migranten/innen sehr dicht. Als Betreiber einer Kindertagesstätte in der Südstadt können wir berichten, dass 80 von 99 Kindern der Kindertagesstätte aus Familien mit Migrationshintergrund stammen. In dieser Kindertagesstätte treffen ca. 20 Nationalitäten aufeinander. Genauso multikulturell wie die Kindertagesstätte, ist auch das Zusammenleben in der Südstadt. Hier liegt unser Fokus insbesondere darauf, ein gutes Zusammenleben und eine gute Verständigung innerhalb der verschiedenen Kulturen zu ermöglichen und sie bei der Integration zu unterstützen. Da wir als Betreiber von 38 Kindertagesstätten und 3 Familienzentren und als Koordinator weiterer sozialer Angebote im Landkreis sehr früh Kontakt zu den Familien mit Kindern bekommen, bietet es sich für uns an, dieses Projekt durchzuführen. Gemeinsam mit der Stadt und dem Landkreis Gifhorn führen wir ein Familienbüro, dem wir dieses Projekt angliedern würden, so dass bereits eine erste Koordinierungsstelle vorhanden ist.
Ausgangslage
Der Landkreis Gifhorn ist ein großer Flächenlandkreis, der hauptsächlich von ländlichen Regionen geprägt ist. Mittelpunkt des Landkreises ist die Stadt Gifhorn. Bis in das 2016 hinein waren wir als Deutsche Rotes Kreuz Kreisverband Gifhorn e.V. Betreiber einer Flüchtlingsunterkunft in Ehra. Unterstützt wurden wir bei unserer Arbeit durch sehr viele ehrenamtliche Helfer. Noch heute pflegen wir die Kontakte zu den Ehrenamtlichen und auch zu einigen Migranten/innen, die in dieser Unterkunft aufgenommen wurden und noch in unserem Landkreis leben. Inzwischen sind die Migranten/innen über den gesamten Landkreis verteilt und dieser große Landkreis bringt in den einzelnen Regionen unterschiedliche Probleme mit sich. Im Nordkreis dominiert die Problematik der schwachen Infrastruktur. Es ist Wohnraum vorhanden, aber insbesondere wegen der fehlenden Verkehrsanbindungen und Angebote ist es für die Migranten/innen unattraktiv dort zu leben. Dieses erschwert die Integration oder macht sie sogar unmöglich. Im Südkreis gibt es eine große Anzahl ehrenamtlicher Unterstützer, denen es ein Anliegen ist, Migranten/innen gut aufzunehmen und bei ihrer Integration in die neue Heimat zu unterstützen. Es fehlt aber noch an der Vernetzung der Angebote und der Ehrenamtlichen und an geregelter Informationsweitergabe in Rechtsfragen etc. In der Stadt Gifhorn, liegt die Problematik in der Ballung verschiedener Kulturen und der hohen Anzahl von Familien mit Migrationshintergrund in der Südstadt. Dort gibt es einen hohen Beratungsbedarf bei den Migranten/innen und es fehlt an einer gesunden Mischung mit deutschen Familien, um Integration und das Erlernen der deutschen Sprache zu erleichtern.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Gifhorn Südstadt
Beschreibung
Die Südstadt von Gifhorn ist nicht genau eingegrenzt und daher kann auch keine differenzierte Bevölkerungszahl genannt werden. Es ist aber Fakt, dass der Bereich der Südstadt von vielen Menschen aus dem Ausland bewohnt wird und dort sehr viele Kulturen aufeinander treffen. Im gesamten Stadtgebiet der Stadt Gifhorn liegt der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund bei 28,4%. In der Südstadt ist der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund jedoch deutlich höher. Hier liegt der Anteil schätzungsweise bei 70%. Im Laufe dieser Projektbeschreibung wurde bereits das Beispiel einer Kindertagesstätte (DRK-Kindertagesstätte Gifhorn-Süd) herbei geführt, die derzeit einen Anteil von ausländischen Kindern in Höhe von fast 80% hat. Die Herkunft der Kinder setzt sich aus 20 verschiedenen Ländern zusammen.
Einwohnerzahl
42000
Quelle / Anmerkungen
http://www.gifhorn.de/pics/medien/1_1481786987/Verwaltungsbericht_2015.pdf, Bevölkerungszahlen aus dem Melderegister der Samtgemeinden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht von 2012 des Landkreises Gifhorn. Prozentzahl für den Landkreis (Gesamtstadt) wurde dem Bericht entnommen, die Prozentzahl für das Projektgebiet beruht auf Schätzungen nach Skalierungen aus dem Sozialbericht.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht von 2012 des Landkreises Gifhorn. Prozentzahl für den Landkreis (Gesamtstadt) wurde dem Bericht entnommen, die Prozentzahl für das Projektgebiet beruht auf Schätzungen nach Skalierungen aus dem Sozialbericht.
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Sozialbericht von 2012 des Landkreises Gifhorn. Prozentzahl für den Landkreis (Gesamtstadt) wurde dem Bericht entnommen, die Prozentzahl für das Projektgebiet beruht auf Schätzungen nach Skalierungen aus dem Sozialbericht (Anteil Arbeitslosigkeit ausländischer Mitbürger) Sonstige beschreibt hier die Arbeitslosenzahl des Bundes.
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Melderegister. Das Melderegister unterliegt ständigen Aktualisierungen. Mit Projektgebiet ist in diesem Fall die gesamte Stadt Gifhorn gemeint, da wie bereits beschrieben, das Projektgebiet Südstadt nicht ganz genau umrissen werden kann und hierfür auch keine gesonderte Erhebung existiert. Der Anteil der ausländischen Bewohnerinnen ist in der Südstadt auf jeden Fall erheblich höher. Gesamtstadt bezeichnet in diesem Fall die Zahlen des Landkreises Gifhorn.
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Landkreis Gifhorn Nordkreis; Samtgemeinde Hankensbüttel - und -Samtgemeinde Wesendorf - und - Stadt Wittingen
Beschreibung
Der Nordkreis des Landkreises Gifhorn umfasst die Samtgemeinden Hankensbüttel und Wesendorf und die Kleinstadt Wittingen. Insgesamt wohnen in diesem Bereich ca. 38.000 Menschen auf einer Fläche von ca. 724 km². In der Samtgemeinde Hankensbüttel leben unter 10.000 Einwohner auf einer Fläche von 290 km². In der Samtgemeinde Wesendorf leben über 14.000 Einwohner auf einer Fläche von 209 km². Und in der Stadt Wittingen mit ihren dazugehörigen Ortschaften leben über 11.000 Einwohner auf einer Fläche von 225 km².
Einwohnerzahl
40000
Quelle / Anmerkungen
https://www.sg-hankensbuettel.de/portal/seiten/einwohnerzahlen-904000002-20751.htmlhttp://www.wesendorf.de/staticsite/staticsite.php?menuid=152&topmenu=2;http://www.wittingen.de/images/files/Einwohnerzahlen.pdf; Bevölkerungszahlen Melderegister d. SG
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht von 2012 des Landkreises Gifhorn. Mit Gesamtstadt wird in diesem Fall der gesamte Landkreis benannt. Im Projektgebiet Nordkreis gibt es sehr starke Unterschiede beim Anteil der Kinder. Während in der SG Wesendorf der Anteil der Kinder bei 24,4% liegt, liegt er im selben Projektgebiet in der Stadt Wittingen nur bei 19,2%. In der SG Hankensbüttel liegt er leicht steigend im Durchschnitt (keine Angabe in Prozent vorhanden)
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht von 2012 des Landkreises Gifhorn. Mit Gesamtstadt wird in diesem Fall der gesamte Landkreis benannt.
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Melderegister der Samtgemeinden. Hier der Durchschnittswert. Das Melderegister unterliegt ständigen Aktualisierungen. Im Projektgebiet Nordkreis gibt es sehr starke Unterschiede beim Anteil der ausländischen Bewohner/innen. Während in der SG Wesendorf der Anteil bei 22% liegt, liegt er im selben Projektgebiet in der Stadt Wittingen nur bei 13% und in der SG Hankensbüttel bei 12,5%.
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Landkreis Gifhorn Südkreis; Samtgemeinde Papenteich - und - Samtgemeinde Isenbüttel - und - Samtgemeinde Meinersen
Beschreibung
Der Südkreis des Landkreises Gifhorn umfasst die Samtgemeinden Papenteich, Isenbüttel und Meinersen. Insgesamt wohnen in diesem Bereich ca. 60.000 Menschen auf einer Fläche von ca. 360 km². In der Samtgemeinde Papenteich leben über 24.000 Einwohner auf einer Fläche von 110 km². In der Samtgemeinde Isenbüttel leben über 15.000 Einwohner auf einer Fläche von 77 km² und in der Samtgemeinde Meinersen leben über 20.000 Einwohner auf einer Fläche von 170 km².
Einwohnerzahl
60000
Quelle / Anmerkungen
https://www.papenteich.de/pics/medien/1_1465548653/Einwohnerstatistik_Papenteich.pdf;
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht von 2012 des Landkreises Gifhorn. Mit Gesamtstadt wird in diesem Fall der gesamte Landkreis benannt. Im Projektgebiet Südkreis gibt es sehr starke Unterschiede beim Anteil der Kinder, welches sich aus einer Skalierung des Sozialberichtes erkennen lässt. Daraus lässt sich aber auch erkennen, dass insgesamt kein erheblicher Unterschied zur Gesamtstadt (Landkreis Gifhorn) besteht.
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht von 2012 des Landkreises Gifhorn. Mit Gesamtstadt wird in diesem Fall der gesamte Landkreis benannt. Im Projektgebiet "Südkreis" ist der Anteil der älteren Bewohner/innen eher niedrig. Die 19% beziehen sich auf das Beispiel einer Ortschaft aus der SG isenbüttel.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Melderegister der Samtgemeinden. Hier der Durchschnittswert. Das Melderegister unterliegt ständigen Aktualisierungen. Im Projektgebiet "Südkreis" ist der Anteil der ausländischen Bewohner/innen im Vergleich zu anderen Teilen des Landkreises eher gering. Allerdings ist der Anteil ehrenamtlicher Unterstützer für geflüchtete Menschen sehr hoch und bei diesen Personen soll unser Ansatz in diesem Projektgebiet liegen.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der DRK KV Gifhorn ist sehr erfahren in der Kinder u. Familienarbeit. In unseren Einrichtungen erleben wir, welche Hürden sich für Migranten/innen ergeben. Aufgrund unserer hohen Präsenz im Landkreis, können wir uns gut vorstellen, in der Gemeinwesenarbeit zu agieren. Wir verfolgen das Ziel, die Menschen in unserem Landkreis mit ihren Bedürfnissen zu sehen und auf diese einzugehen. Wir möchten die zugezogenen Bürger gut in der Gemeinschaft der eingesessenen Bürger aufnehmen und streben an, dass die Menschen voneinander lernen u. gegenseitige Akzeptanz entsteht. Im Idealfall möchten wir bei einem großen Teil der Bevölkerung die Überzeugung wecken, dass der Zuzug anderer/fremder Kulturen als Bereicherung des eigenen Lebens verstanden wird. Großen Wert legen wir darauf, dass die neu zugezogenen Menschen mit Fluchthintergrund sich in den Gemeinden, in denen sie untergebracht werden, wohl u. angenommen fühlen, damit die Bereitschaft zur Integration gegeben ist. Quartiersmanagement trifft auf einen Stadtteil unserer Kreisstadt zu, der einen sehr hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund aufweist und in dem viele unterschiedliche Kulturen aufeinander treffen. In diesem Stadtteil verfolgen wir das Ziel, Treffpunkte zu schaffen, an denen sich die Menschen begegnen und kennenlernen können. Wir möchten diesen Stadtteil attraktiver machen und damit erreichen, dass er auch für deutsche Bürger interessant wird und deren Bereitschaft steigt, in diesem Stadtteil mitzuwirken.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht wenn: Bewohner/innen sich für das Projekt interessieren, an Veranstaltungen teilnehmen und idealerweise auch engagieren. Ein weiteres Messinstrument wäre für uns auch die Streuung des Projektes innerhalb der Bevölkerung.
Beschreibung
Erreicht wenn: Vereine, Institutionen und Ehrenamt sich innerhalb des Projektes engagieren. Im Idealfall wird das Projekt dadurch weiterentwickelt..
Beschreibung
Erreicht wenn: Nicht nur die Menschen mit Migrationshintergrund von diesem Projekt profitieren, sondern bei einem großen Anteil der Menschen im Projektgebiet der Eindruck entsteht, gemeinsam ein gutes Zusammenleben initiert zu haben.
Beschreibung
Erreicht wenn: Verschiedene Kulturen in Vereinen und bei Veranstaltungen aufeinander treffen und die unterschiedlichen Sitten, Bräuche und Feste auch Platz finden, von allen erlebt, bzw. kennengelernt zu werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gifhorner Wohnungsbaugesellschaft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
in den Projektgebieten befinden sich über 25 Grundschulen, 19 weiterführende Schulen und 2 Berufsfachschulen, die als Akteure in Frage kommen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
20 DRK Ortsvereine stehen in den Projektgebieten für eine Zusammenarbeit zur Verfügung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine, vor allem Fußballvereine sind in fast jeder Ortschaft der einzelnen Samtgemeinden vorhanden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturverein Hankensbüttel; Kulturverein Gifhorn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Regionale Presse
Typ
Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Familienbüro der Stadt und des Landkreises Gifhorn, 3 Familienzentren innerhalb des Projektgebietes
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Gifhorn Integrationsstützpunkt (im Aufbau befindlich), 39 Kindertagesstätten in DRK-Trägerschaft, Kindertagesstätten anderer Träger, Kindertagespflege
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Osternburger Familienzentrum

Ansprechpartner
Hiltrud Boomgaarden
Funktion Leiterin
Osternburg Fit für Familien
Projektbeschreibung
In Osternburg, einem Stadtteil Oldenburgs, wird ein Familienzentrum als Erweiterung der Evang. Familien- Bildungsstätte Oldenburg (EFB) gegründet, welches die bewährten Strukturen dieser Einrichtung nutzt. Familien brauchen die größtmögliche Unterstützung, damit Kinder gesund an Körper und Geist aufwachsen können. Zeit, verlässliche Betreuung, Ansprechpersonen und Austausch mit anderen Eltern sind die wichtigsten Voraussetzungen für Eltern, um den Alltag mit Kindern zu meistern. Dabei sollten die Angebote für Familien möglichst  kostengünstig,  in der Nähe des Wohnortes oder  dort, wo sie sich oft aufhalten,  zu Zeiten, die nicht mit Arbeitszeiten kollidieren und  so flexibel wie möglich sein. Mit dem Projekt "Osternburg Fit für Familien" des Familienzentrums wird eine zeitgemäße Antwort auf diese Anforderungen im Stadtteil gegeben. Es sollen alltagsnahe und niedrigschwellige Begegnungsorte für Familien, mit dem Ziel, Eltern-interessen und Kindeswohl in Einklang zu bringen, angeboten werden. Die Kernpunkte sind Hilfen zur Alltagsbewältigung und zur Stärkung der Erziehungskompetenz und orientieren sich an den jeweiligen örtlichen und familiären Gegebenheiten. - Daten aus der Sozialraumanalyse - Sozialraumbezug (Familien, Themen, Angeboten)
Ausgangslage
Die Familie heute ist einem großen Wandel unterworfen. Als Trends sind auszumachen: Späte Familiengründung, Berufstätigkeit beider Eltern kurz nach der Geburt eines Kindes, ein Arbeitsleben, das Mobilität und Flexibilität erfordert, zahlreiche Trennungen und in der Folge viele verschiedene Familienformen, großer medialer Einfluss, Migration mit allen Erfordernissen der Integration, demografische Entwicklung hin zu vielen alten Menschen, die Pflege benötigen. Vor diesem Hintergrund werden viele Erwartungen an die einzelnen Familienmitglieder gestellt, von der Gesellschaft aber auch innerhalb der Familie. Nicht alle Familien halten diesem Druck stand - es ergeben sich Probleme, die weitreichende Folgen vor allem für die Kinder haben können. Die Familie ist damit beschäftigt, den Alltag zwischen Arbeitsstelle, Kita und Ganztagsschule zu organisieren. In der Regel kommen noch Termine beim Arzt, der Krankengymnastik oder Logopädie, etc. dazu. Das sollte für ein gelingendes Familienleben nicht alles sein! Das Bedürfnis, sich mit anderen Familien – unabhängig von Konsumdruck zu treffen, sich auszutauschen und stressfrei miteinander zu spielen, zu klönen und sich mal fallen zu lassen muss auch Raum haben. Da ist der 10-wöchige Eltern-Kind-Kurs mit bezahlten und verpflichtenden Terminen nicht immer das Richtige. Zeit ist ein kostbares Gut für Familien. Wenn dann noch verschiedene Beratungs- und Serviceangebote an einem Ort im eigenen Stadtteil zu finden sind, wie bei einem Familienzentrum, ist das ein großer Vorteil. Mit dem Projekt "Osternburg Fit für Familie" werden niederschwellige Angebote und Zugänge mit präventiver Ausrichtung für Familien im Stadtteil geschaffen.
GWA/QM-Ansatz
Grundlage für die Arbeit des Projektes im Rahmen des Familienzentrums sind die Beratung, die Schaffung von präventiven Angeboten für die Zielgruppe der Familien und deren Kinder, die Stärkung der frühkindlichen Bildungsqualität, sowie die sozialräumliche Ausrichtung. Dabei ist das Konzept des Familienzentrums so offen gehalten, dass mit der Bereitstellung von entsprechenden Angeboten auch die Zielgruppe der älteren Menschen im Stadtteil berücksichtigt werden kann und so der demographischen Entwicklung Rechnung getragen wird. Als methodische Grundlagen werden für die Arbeit des Familienzentrums unter anderem der Einbezug sowie die Ausbildung und Qualifizierung von Ehrenamtlichen benannt. Neben der aufsuchenden Elternarbeit ist die Zusammenarbeit mit den Akteuren des Sozialraumes eine wesentliche Grundlage. Während das Familienzentrum die Zielgruppe der Familien mit einer präventiven Ausrichtung im Blick hat, richten sich die bestehenden Gemeinweseneinrichtungen an die Hauptzielgruppe der Menschen in sozialen Brennpunkten.
Galerie
cam00722
cam00723
cam00724

Gemeinsam im Stadtteil

Ansprechpartner
Alena Timofeev
Funktion Projektleitung
Anlaufstelle für ein Quartiersmanagement und Durchführung von Gemeinwesenarbeit im Braunschweiger Stadtteil Heidberg
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projektes sollen die bisherigen Aktivitäten unterschiedlicher Akteure im Stadtteil in einem Stadtteilladen gebündelt vernetzt werden. Eine zentrale Anlauf- und Informationsstelle für alle Bürgerinnen und Bürger soll dadurch neu geschaffen werden, die durch eine Personalstelle für Quartiersmanagement und Gemeinwesenarbeit vor Ort betreut wird. Die vorhandenen Aktivitäten aller Akteure im Stadtteil werden weitergeführt, durch das Netzwerk dann die Synergien genutzt, Maßnahmen abgestimmt und durch die neue Anlaufstelle auch Gemeinsinn schaffende Aktionen vorangebracht. Gleichzeitig soll ein Ideenfonds für Projektideen der Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils eingerichtet werden, der diesen ermöglichen soll, ihre eigenen Ideen zur Entwicklung des Stadtteils umzusetzen. Gerade die Förderung der Partizipation der Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner sowie die Schaffung von Möglichkeiten für deren gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe ist ein wichtiger Baustein dieses Konzeptes.
Ausgangslage
Im Braunschweiger Stadtteil Heidberg leben 7.600 Einwohner. Zwar gibt es zahlreiche Aktivitäten von Vereinen, Organisationen, Parteien und Privatpersonen, die sich für das Gemeinwohl und für das friedliche Zusammenleben aller Menschen in diesem Quartier stark machen. Allerdings werden die Aktivitäten dieser engagierten Akteure dadurch beeinträchtigt, dass es kein Quartiersmanagement gibt. Weiterhin ist ein unzulängliches Raumangebot zu beklagen: Trotz aller Bemühungen auf unterschiedlichen Ebenen konnte bislang leider noch kein Stadtteilladen im Heidberg eröffnet werden. Dies ist umso bedauerlicher, da dieser Bezirk einen sehr hohen Altersdurchschnitt in der Bewohnerschaft aufweist. 33,2 % der Einwohner sind 65 Jahre und älter. Im Vergleich liegt der gesamtstädtische Durchschnitt bei 20,8 %. Gleichzeitig liegt der Anteil der Kinder von 0-6 Jahren mit 4,3 % unter dem gesamtstädtischen von 5,1 %. Ferner leben im Stadtteil mehr Einwohner mit Migrationshintergrund als im Braunschweiger Durchschnitt: 31,4 % der Stadtteilbewohner weisen einen sogenannten "erweiterten Migrationshintergrund" (verfügen über nur ausländische oder über doppelte Staatbürgerschaft). In der gesamten Stadt sind es 25,7 %. In Hinsicht auf die soziale Struktur ist zu beachten, dass bezogen auf 1.000 Einwohner (zwischen 15 und 65 Jahren) mehr Arbeitslose im Stadtteil sind (57) als gesamtstädtisch (48). Weiterhin liegt der Anteil der arbeitslosen Ausländer wesentlich höher als im gesamtstädtischen Durchschnitt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Heidberg
Beschreibung
Bei dem Stadtteil Heidberg handelt es sich in großen Teilen um einen in den 60er Jahren neu gewachsenen Stadtteil mit Hochhauswohnungsbau sowie auf den Autoverkehr ausgelegten großräumigen Straßenzügen.
Einwohnerzahl
7594
Quelle / Anmerkungen
Referat Stadtentwicklung und Statistik - Stadt Braunschweig
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Referat Stadtentwicklung und Statistik - Stadt Braunschweig
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Referat Stadtentwicklung und Statistik - Stadt Braunschweig
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Referat Stadtentwicklung und Statistik - Stadt Braunschweig
GWA/QM-Ansatz
Das beantragte Projekt dient sowohl dem Auf- und Ausbau von Strukturen der Gemeinwesenarbeit und auch eines Quartiersmanagements. Der Fokus liegt auf - der Förderung der Partizipation von Stadtteilbewohnern an der Entwicklung und Gestaltung der Zukunft des Stadtteils; - der Ermöglichung der gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe; - der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements; - der Einrichtung einer Räumlichkeit als Anlaufstelle für die Bürger und als Arbeitsplatz für die Stelle des neuen Quartiersmanagers; - der Förderung der Begegnung unterschiedlicher Bewohnergruppen im Stadtteil.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Für das beantragte Projekt besteht ein handlingsfähiger Beirat (mit Untergruppen) unter Beteiligung von "Experten" und besonders von engagierten Stadtteilbewohnern.
Beschreibung
Erfolgreicher Abschluss der Gründung eines neuen Bürgervereins durch die Mitwirkung des Quartiersmanagers
Beschreibung
Bezirksbürgermeisterin unterstützt das beantragte Projekt und werdt Mitglied im Beirat
Beschreibung
Durchführung einer Stadtteilkonferenz mit Einbindung von Vertretern unterschiedlicher Generationen und unterschiedlicher Herkunft
Beschreibung
Durchführung von drei publikumsträchtigen Veranstaltungen in Kooperation mit relevanten Netzwerkpartnern (Stadtteilweihnachtsmarkt, interkulturelles Konzert und interkulturelle Ausstellung "Heimat im Koffer")
Beschreibung
Durchführung von einem Stadtteilsommerfest als Ort der Begegnung unter Einbeziehung von Nachbarschaften und Kooperationspartnern
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Baugenossenschasft eG
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein "Offener Heidberg e. V." - Gründungsprozess läuft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nibelungen-Wohnbau-GmbH Braunschweig
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftshilfe Heidberg-Melverode-Stöckheim-Leiferde e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
HSC Leu e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Wohn- und Pflegeheim, Kurzzeit- und Tagespflege Heidberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Thomas im Heidberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Heidberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat Heidberg-Melverode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Braunschweig, Fachbereich Kultur, Stelle "Kultur vor Ort"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deutsch-Philippinischer Kulturkreis e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenkreis Heidberg
Typ
Stadtteil
Galerie
heidberg 1
heidberg 2
Zustimmung Veröffentlichung
On

Dissen aktiv

Ansprechpartner
Monika Schnellhammer
Funktion Geschäftsführerin
Dissen aktiv - Infrastrukturabbau mit Engagementstrukturaufbau begegnen
Projektbeschreibung
Die Stadt Dissen, eine Kleinstadt mit ca. 10.000 Einwohnern, ist in den letzten Jahren von einem wirtschaftlichen und infrastrukturellen Abbauprozess betroffen. Aktuell bedroht der mögliche Wegfall vieler hundert Arbeitsplätze durch die Schließung der Homann-Feinkost GmbH viele Dissener direkt und indirekt. Herausforderungen an die regionalen Akteure und die Bürger der Stadt durch den demographischen Wandel kombinieren sich mit Integrationsanstrengungen für eine hohe Anzahl von Bürger/innen mit Flucht- bzw. Migrationsgeschichte. Die Dissener wollen mögliche negative Folgen dieser Entwicklungen nicht passiv hinnehmen; die Caritas möchte Impulse setzen und "Dissen aktiv" unterstützen. Wir bieten mit „Dissen aktiv“ den Aufbau einer zentralen Anlaufstelle an, deren Stärken zu sehen sind im Angebot: • einer ergänzenden allgemeinen sozialen Beratung: vorhandene Angebote vor Ort werden im Sinne der Bewohner/innen genutzt, bedarfsgerecht ergänzt und weiterentwickelt. Das Angebot ist alters-, milieu- und kulturübergreifend. • einer bürgernahen Vernetzungs- und Kooperationsarbeit: in Kenntnis und Kooperation mit weiteren Akteuren vor Ort werden Stärken und Ressourcen von Professionellen und Bewohnerschaft bedarfsgerecht zusammengeführt, initiiert und für neue Angebote vor Ort zielführend entwickelt. • eines nachbarschaftlichen Unterstützungsnetzwerkes: mit engagierten Bürger/innen, Vereinen, Verbänden, Initiativen und der Stadtverwaltung werden integrierte Selbsthilfepotenziale erschlossen und alltagsbezogene Kompetenzen der Bewohnerschaft gestärkt. „Dissen aktiv“ verfolgt niedrigschwellige Ansätze und einen ressourcen- und stärkenorientierten Ansatz: es gilt regionale Probleme als Herausforderungen anzusehen und als Potential für generationsübergeifendes bürgerschaftliches Engagement, das aus vielfältigen individuellen, kulturellen und religiösen Hintergründen gespeist wird. Folgendes Szenario beschreibt beispielhaft, wie sich die drei Säulen der Anlaufstelle gewinnbringend für die Bewohnerschaft ergänzen und gegenseitig fördern: Durch die Sozialberatung können individuelle Notlagen in den Blick genommen und Bedarfe klar benannt werden; daraus lassen sich gemeinsam mit potentiell Engagierten und professionellen Akteuren vor Ort konkrete Projekte entwickeln wie „Kleine Hilfen im Alltag“, "Ersatz-Oma-Dienste", „Freizeitgestaltung“, "Gemeinsam gegen einsam" oder zur Förderung der Sprachkompetenz im Alltag, Fahrdienste
Ausgangslage
Die Stadt Dissen ist trotz ländlicher Lage stark industriell geprägt. Große Arbeitgeber der Lebensmittel- und Fleischindustrie führten über Jahrzehnte zur Ansiedlung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund (insbesondere aus Südeuropa, der ehemaligen Sowjetunion und osteuropäischen Ländern), die nun bereits in der 2./3. Generation dort leben. Diese kulturelle Vielfalt erfordert integrative und zukunftsfähige Gestaltung. In Dissen ist mit der Schließung des Krankenhauses 2014, dem Abbau der Fleischverarbeitenden Industrie und aktuell der drohenden Schließung der Homann-Werke ein kontinuierlicher wirtschaftlicher und infrastruktureller Abbauprozess im Gange. Zukunftsängste und die Suche nach Lösungen prägen die Lebenszusammenhänge der Dissener Bürger und fordern die regionalen Akteure in besonderem Maße. Neben der hohen Migrationsrate ist eine überdurchschnittliche, weiter steigende Überalterung/Unterjüngung der Bewohnerschaft wahrzunehmen. Die gesundheitliche und soziale Versorgung insbesondere alternder Menschen, Vereinsamungstendenzen, Überforderung im Alltag, mangelnde Mobilität bedürfen integrierter Lösungskonzepte. Schon 2014 benannte der Rat der Stadt über das „Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept 2014-2020“ notwendige Maßnahmen weiterer Strukturförderung. Kath. Kirchengemeinde und Caritasverband waren und sind kontinuierlich beteiligt. Im Maßnahmenkatalog finden sich bereits Aussagen zur Notwendigkeit eines verlässlichen Angebots allgemeiner sozialer Beratung, zur Förderung ehrenamtlichen Engagements und nachbarschaftlicher Unterstützungssysteme auf der Grundlage sozialraumorientierten Handelns.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Dissen
Beschreibung
Das Projekt richtet sich an die Bewohnerschaft der Stadt Dissen. Damit umfasst es das gesamte Stadtgebiet Dissen als Gesamtquartier. Dissen hat eine Fläche von 31,9 qkm und eine Bevölkerungsdichte von ca. 298 Einwohner/qkm. Durch die nahe Lage im Städtedreieck Osnabrück-Bielefeld-Münster und die bisher günstige Arbeitsmarktsituation ist Dissen bisher ein beliebter Wohnort. Die Nahversorgung mit Gütern des täglichen Gebrauchs und Lebensmitteln ist gegeben. Der regionale Arbeitsmarkt profitiert von den ansässigen Wirtschaftsunternehmen in Kombination mit einer günstigen Verkehrslage: Die A30 und A33 sind hier wichtige Verkehrswege. Der Alltag ist stark durch Pendlerverkehr gekennzeichnet.
Einwohnerzahl
9374
Quelle / Anmerkungen
Angabe der Kommune, http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berich
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ergänzungen (Stand 2015): 3-Jährige mit Migrationshintergrund in Tageseinrichtungen (%) 40,3 Kinder mit Migrationshintergrund in Tageseinrichtungen (%) 43,3 Ausländische Auszubildende an den ausländischen SvB (%) 3,8 Auszubildende an den SvB (%) 6,7 Arbeitslose an der Gesamtbevölkerung (%) 4,2 Arbeitslose ausländische Jugendliche an der ausländischen Bevölkerung 15 bis 24 Jahre (%) Arbeitslose Jugendliche an der Bevölkerung 15 bis 24 Jahre (%) 1,6 SGB II-Quote - gesamt (%) 5,5 Kinderarmut - gesamt (%) 15,4 Dissen ist geprägt durch das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen: eine große Ansiedlung von Menschen mit portugiesischem Migrationshintergrund, eine große Gemeinde der Mennoniten (Spätaussiedler), türkisch stämmige Einwohner, Tamilen und ganz aktuell zuwandernde Arbeitskräfte aus Bulgarien und Rumänien prägen das Stadtleben ebenso wie Flüchtlinge und die deutsche Bevölkerung. Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ergänzung: Indikatoren Alterung 2030: Medianalter (Jahre) 45,4 Durchschnittsalter (Jahre) 44,6 Jugendquotient (unter 20-Jährige je 100 Pers. der AG 20-64) 35,3 Altenquotient (ab 65-Jährige je 100 Pers. der AG 20-64) 41,3 Anteil unter 18-Jährige (%) 18,1 Anteil 65- bis 79-Jährige männlich (%) 15,3 Anteil 65- bis 79-Jährige weiblich (%) 18,1 Anteil ab 80-Jährige männlich (%) 5,1 Anteil ab 80-Jährige weiblich (%) 8,3 Anteil der ab 65-Jährigen (%) 23,4 Der Altenquotient lag im Jahr 2015 bei 31,1% (Menschen ab 65), der Anteil 65-79 jähriger bei 13,3% und der Anteil der Menschen ab 80 bei 5,4%. Der Jugendquotient lag 2015 bei 36,1% (unter 20jährige). Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die Vernetzung und Kooperation mit anderen ist eine Chance zur Förderung von nachhaltigen Prozessen, um die Lebensqualität im Sozialraum zu verbessern. Ausgehend von z.B. Foren für Akteure und Bürger*innen, aktivierenden Befragungen und Sozialraumerkundungen und -analysen können gemeinsam innovative Angebote und Arbeitsformen entwickelt werden, die auf die Bedarfe der Menschen zugeschnitten sind. Der Erfahrungsschatz der Menschen vor Ort und die professionelle Kompetenz der Verwaltung, der Wohlfahrtsverbände und anderer Dienste/Einrichtungen haben gut aufeinander abgestimmt, transparent und partizipativ eine optimale Hebelwirkung für Veränderungen. Der Caritasverband für die Diözese Osnabrück war u.a. von 2014 bis 2017 in Ostfriesland und im Emsland beteiligt am bundesweiten Prozess "Gemeinsam aktiv im Sozialraum", der begleitet wurde durch Prof. Dr. Stefan Bestmann, Berlin. Erfahrungen und Erkenntnisse daraus werden in das Vorhaben eingebracht. Die Stadt Dissen ist ins Städtebauförderprogramm "Kleine Städte und Gemeinden" aufgenommen worden, hat aber bislang noch keine Förderung beantragt oder erhalten.
Qualitätskriterien
Beschreibung
, wenn bedarfs-, ressourcengerechte Unterstützung entwickelt wird; Partizipation, Kommunikation transparent sind (Beteiligung Bewohner/innen, Erfassung/Einbezug regionaler Ressourcen, Projektmanagement, Kontrolle Zielzahlen, Arbeiten nach PDCA-Kreis)
Beschreibung
...wenn Angebot und Nachfrage übereinstimmen; sich Aktivitäten für unterschiedliche Alters- und Zielgruppen messbar positiv entwickeln (Evaluation und Fortschreibung, Projektmanagement, Kontrolle Zielzahlen, Arbeiten nach PDCA-Kreis)
Beschreibung
, wenn die Vielfalt der Altersgruppen, Kulturen, Konfessionen positiv zum Tragen kommt (Reflexion mit Beteiligten: positive Entwicklungen und Umgang mit Hindernissen/Dokumentation, Projektmanagement, Kontrolle Zielzahlen, Arbeiten nach PDCA-Kreis)
Beschreibung
, wenn z.B. Senioren u. junge Leute gemeinsam nach Lösungen suchen; Nachbarn und Rollstuhlfahrer nebenan Mobilitätsprobleme angehen (Kriterium: Dokumentation Zielgruppen/Aktivitäten, Projektmanagement, Kontrolle Zielzahlen, Arbeiten nach PDCA-Kreis
Beschreibung
, wenn Träger übergreifend gehandelt wird u. die Summe der Möglichkeiten im Hinblick auf die Unterstützung für den Einzelnen zählt (Beteiligung Bewohner/innen, Zielvereinbarungen regionale Akteur, Gremienprotokolle, Projektmanagement, Arbeiten PDCA-Kreis)
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
FB Bildung, Betreuung, Soziales (Stadt Dissen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk in Stadt und Landkreis Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ), Westfälisches Kinderdorf Dissen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienservicebüro
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenzentrum Dissen, Stiftung Bethel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Pfarreiengemeinschaft Teutoburger Wald
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirchengemeinde St. Mauritius
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätte St. Ansgar
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lernstandort Noller Schlucht, Verein zur Förderung des regionalen Lernens e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister und Rat der Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauenverein Dissen-Bad Rothenfelde-Hilter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kolpingfamilie Dissen-Bad Rothenfelde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
MaßArbeit kAöR, Außenstelle Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Büro für Ehrenamt und Selbsthilfe, Landkreis Osnabrück
Typ
Stadtteil
Galerie
nlg 2014 dissen quartiersabgrenzungen
Zustimmung Veröffentlichung
On

Generationentreff Trockener Kamp/ Hildesheim

Ansprechpartner
Jörg Aschemann
Funktion Bereichsleitung Jugend
Jung und alt trifft sich am Hildesheimer Wald!
Projektbeschreibung
Der "Generationentreff Trockener Kamp" möchte Menschen jeglichen Alters im Quartier zusammenbringen, ein gutes nachbarschaftliches Miteinander fördern und damit das gesellschaftliche Leben im Stadtteil bereichern sowie dazu beitragen mit viel Freude, Engagement und hoher Identifikation im Stadtteil Neuhof/ Trockener Kamp/ Hildesheimer Wald zu wohnen. Der schon bestehende "Jugendtreff" bietet mit seinem Netzwerk und seiner Angebotsstruktur wie auch den Räumlichkeiten in der Ladenzeile Trockener Kamp die Basis für den Ausbau zu einer quartiersbezogenen Gemeinwesenarbeit. Der "Generationentreff Trockener Kamp" soll die Anlaufstelle für jung und alt im Quartier sein, in der ein/e hauptamtlicher/e Mitarbeiter/in vor Ort die Öffnungszeiten gewährleistet und Ansprechpartner/in für alle BewohnerInnen sein soll. Er/Sie soll als Netzwerker/in im Stadtteil fungieren, wichtige Beratungsfunktionen wahrnehmen, kreativer/e Ideengeber/in sein und alle Prozesse effektiven Stadtteilmanagements sichern und steuern. Die Bewohnerschaft soll aktiviert werden, sich für ihr Quartier einzusetzen und sich ehrenamtlich engagieren. Junge Menschen sollen von den Erfahrungen der Älteren lernen und profitieren. Ältere Menschen hingegen sollen ihre sozialen Kontakte sichern, ihre geistige Selbständigkeit bewahren und durch die jungen Menschen "jung" bleiben. Alle Generationen haben im Treff intensive Kontaktmöglichkeiten, ein hohes Maß an Austausch und Information und somit die Chance viel voneinander zu erfahren und sich verstehen zu lernen. Dies geschieht durch Aktionen, Bildungsangebote, Workshops, Gruppenaktivitäten sowohl kulturell, medienspezifisch, politisch und inklusiv. Die Netzwerkakteure vor Ort wie Vereine, Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Initiativen und der Sport werden dabei stets eingebunden.
Ausgangslage
Das Bild des Stadtteils ist geprägt durch seine räumliche Distanz zur Stadt Hildesheim in westlicher Randlage und die Aufteilung in offiziell drei Ortsteile: Neuhof/ Hildesheimer Wald/ Trockener Kamp. "Gefühlt" sind das jedoch mit dem angrenzenden Dorf Marienrode sehr unterschiedliche Quartiere: Trockener Kamp (Neubaugebiet mit vielen Mehrfamilienhäusern), Hildesheimer Wald (Alte Werksiedlung mit Mehrfamilienhäusern), Neuhof (Altdorf) und Marienrode (Dorf). Das führt letztlich kaum zu großen Begegnungen der StadtteilbewohnerInnen untereinander. Die Probleme im Quartier: - es gibt zu wenig kostengünstig, betreute Angebote für alle Altersgruppen, - die bestehenden Angebote für Unterstützung und Beratung für Erwachsene und ältere Menschen reichen nicht aus, - die Infrastruktur ist nicht besonders ausgeprägt, - die verkehrstechnische Anbindung an die Innenstadt ist nicht ausreichend, - es gibt Isolation und Vereinsamung gerade der älteren MitbürgerInnen, - die Treffmöglichkeiten sind sehr begrenzt, - die hinzugezogenen Flüchtlingsfamilien leben überwiegend in ihrer eigenen Gemeinschaft.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Trockener Kamp/ Neuhof/ Hildesheimer Wald
Beschreibung
Das Projektgebiet hat eine deutliche Randlage in Hildesheim. Der Ortsteil Neuhof als ehemaliges Dorf liegt im Südwesten Hildesheim, angrenzend dazu als Neubauwohngebiet mit Hochhäusern und Einfamilenhäusern der Trockene Kamp und dazu im äußersten Südwesten der Stadt Hildesheim der Ortsteil Hildesheimer Wald in direkter Nachbarschaft zu Bosch und den ehemaligen Blaupunkt Werken.
Einwohnerzahl
3000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Hildesheim/ Bereich Statistik + Wahlen 2016
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, Bereich Statistik + Wahlen 2016
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, Bereich Statistik + Wahlen 2016
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, Bereich Statistik + Wahlen 2016
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geschätzt, da keine Daten über den Bereich Statistik + Wahlen zur Verfügung stehen.
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, Bereich Statistik + Wahlen 2016
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geschätzt, da vom Bereich Statistik + Wahlen keine Zahlen vorliegen. Das Quartier insbesondere der Trockene Kamp hat in seinen Hochhäusern immer eine sehr hohe Population von russlandstämmigen AussiedlernInnen gehabt. Seit 2016 gibt es auch einen starken Zuzug von geflüchteten Menschen. Vor allem im Stadtteil Hildesheimer Wald, wo Wohneinheiten für die Unterbringung von Flüchtlingen geschaffen wurden.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geschätzt, da das Jobcenter keine differenzierte Daten für den Stadtteil vorlegen kann.
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geschätzt, da das Jobcenter keine differenzierte Daten für den Stadtteil vorlegen kann.
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, Bereich Statistik + Wahlen 2016. Die Angaben für das Projektgebiet sind geschätzt. Ansonsten für das gesamte Stadtgebiet: Anzahl SGB II d.s. 952, SGB III d.s. 3876
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, Bereich Statistik + Wahlen 2016. Die Angaben für das Projektgebiet sind geschätzt. Ansonsten für das gesamte Stadtgebiet: Anzahl der Jugendlichen unter 20 + 20 bis 24m d.s. SGB II 407, SGB II 96
GWA/QM-Ansatz
Durch die Gemeinwesenarbeit sollen die Ressourcen der BewohnerInnen genutzt, erkannte Bedürfnisse berücksichtigt und analysierte Defizite im Sozialraum ausgeglichen werden. Die Menschen in ihrer Wohn- und Lebenswelt werden zu VertreterInnen ihrer eigenen Interessen, aktivieren sich und nehmen für sich selbst und die Menschen unterschiedlicher Generationen um sich herum eine gesellschaftliche und politischen Funktion wahr. Gemeinwesenarbeit ist professionelles Geschäft, unterstützt von ausgebildete Fachleuten, geht immer strategisch nach Plan, systematisch und methodisch vor. Sie bietet Partizipation und vielfältiger Methoden. Insofern greift die Gemeinwesenheit auf etliche Instrumente wie Beratung, Gruppenarbeit, aktivierende Befragung, Sozialraumanalyse, Öffentlichkeitsarbeit, Bürgerversammlung zurück, um die Bewohnerschaft des Quartiers einzubeziehen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Beteiligung der Bewohnerschaft bei Veranstaltungen, Workshops, Treffbesuchen überprüfen bzw. ermitteln
Beschreibung
Anzahl der Projekte und Aktivitäten subsummieren
Beschreibung
Stärkenregister für die Ressourcen des Quartiers anlegen
Beschreibung
Netzwerktreffen und Gemeinschaftaktionen prüfen und auswerten
Beschreibung
Netzwerktreffen über die Bewohnerschaft mit allen Partner, Institionen und Behörden überprüfen und auswerten
Beschreibung
Zusammenarbeit anhand eines Aktionsplan evaluieren und eine Strategie für einen erfolgreichen Aktionsplan im Quartier aufstellen
Beschreibung
Nachbarschaftshilfe institutionalisieren
Beschreibung
Anregungen geben bei Wohnungsbausgesellschaften, im ortsrat, beim Seniorenbeirat, um strukturelle Verbesserungen anzuregen
Beschreibung
Sich politisch in Parteien, Initiativen, Beiräten etc. engagieren und mitreden lernen
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Grundschule Neuhof, Evangelische Kindertagesstätte Lämmerweide, Katholischer Kindergarten St. Michael, Fachbereich Soziales der Stadt Hildesheim, Fachbereich Familie, Bildung und Sport der Stadt Hildesheim, Jugendamt des Landkreises Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Malteser Hilfsdienst e.V., Freiwillige Feuerwehr
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportverein Blau Weiß Neuhof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Gemeinde St. Cosmar und Damian, Katholisches Pfarramt St. Michael
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Baugenossenschaft Wiederaufbau e.G.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Neuhof/ Hildesheimer Wald/ Marienrode, Seniorenbeirat der Stadt Hildesheim
Typ
Stadtteil
Galerie
eingang kjtn
hochhaeuser trockener kamp
trockener kamp mit neuhof
Zustimmung Veröffentlichung
On

GEMEINSAM - STARK - UNTERSTÜTZEN in Dodesheide-West, Haste und Sonnenhügel (Teilprojekt)

Ansprechpartner
Sabine Steinkamp
Organisation Stadt Osnabrück - FB f. Kinder Jugendliche und Familien
Funktion Projektkoordination
Ressortübergreifende Stärkung der Akteurs- und Ehrenamtsstrukturen zur Unterstützung von Zuwanderern und Älteren sowie zur Stabilisierung des Projektgebietes
Projektbeschreibung
Seit 2014 trifft sich im Mehrgenerationenhaus Haste eine Akteursgruppe zum Austausch über Unterstützungsangebote, Bedarfe und Ressourcen in Dodesheide-West, Sonnenhügel und Haste (Teilnehmer: Nachbarschaftshilfe Haste-Dodesheide-Sonnenhügel, Kirchen, Quartierstreff Dodesheide-Ost, Sozialer Dienst/Regionaldienst Nord, Hochschule Osnabrück/Projekt Urbane Interventionen, Pflegeheime, Caritas, Seniorenbüro, Freiwilligen-Agentur und andere). Wichtige Akteure, wie Runde Tische, Bürger- und Sportvereine einzubeziehen sowie das Vorhaben gemeinsam neue Ehrenamtliche zu gewinnen, scheitern aufgrund fehlender personeller Ressourcen. Regelmäßige Treffen finden zwar statt, aber der Schritt vom Austausch zum gemeinsamen Handeln gelingt nicht. Ein weiterer Aspekt ist, dass die im benachbarten Dodesheide-Ost entstandene Quartiersstruktur von den BewohnerInnen des Projektgebietes negativ wahrgenommen und interpretiert wird. Das Projekt „GEMEINSAM - STARK - UNTERSTÜTZEN in Dodesheide-West, Haste und Sonnenhügel“ stärkt die vorhandene Akteursgruppe bei dem Ziel, gemeinsam und koordiniert (weitere) Ehrenamtliche für Ehrenamts- und Unterstützungsprojekte zu gewinnen. Schwerpunkte liegen auf den Zielgruppen „Geflüchtete/Zuwanderer“ und „SeniorInnen“. Da Dodesheide-West, Haste und Sonnenhügel vielfältige Schnittmengen besitzen, ist es sinnvoll, sie zusammenzufassen. Für ein effektives, gemeinsames Vorgehen wird die Unterstützung einer/s Gemeinwesenkoordinatorin/s benötigt, die mit den Akteuren 1) das Netzwerk stärkt, ausweitet und langfristig arbeitsfähig macht, 2) neue Ehrenamtliche gewinnt sowie 3) bestehende Angebote fördert und neue für die o.g. Zielgruppen entwickelt. Erstmals soll eine Verzahnung der sozialräumlichen Methoden der Fachbereiche „Kinder, Jugendliche und Familien“ sowie „Integration, Soziales und Bürgerengagement“ erfolgen, um voneinander zu lernen und die unterschiedlichen sozialräumlichen Ansätze (z.B. Geh- /Komm-Struktur) in Verbindung zu bringen. Langfristiges Ziel ist es, mit haupt- und ehrenamtlichen Ansätzen Integration und Älterwerden im Quartier zu unterstützen sowie negative Entwicklungen, Verunsicherungen und Einschätzungen der Gesamtbevölkerung im Sinne von Prävention abzufangen und eine positive Identifikation mit dem Projektgebiet zu ermöglichen. Die sozialräumlichen Ansätze der beiden Fachbereiche sollen zur Ausweitung der Methodenkompetenz und mit dem Ziel abgestimmten und gemeinsamen Handelns miteinander verflochten werden.
Ausgangslage
1) Seit 2014 bemühen sich die sehr aktiven Akteure im Projektgebiet miteinander zu kooperieren und gemeinsam Lösungsansätze für gleichartige Fragestellungen zu finden, Doppelstrukturen zu vermeiden und gemeinsam zu agieren. So wurden unter Beteiligung der Freiwilligen-Agentur und des Seniorenbüros Osnabrück erste Ideen entwickelt. Es fehlt aber an der Umsetzungskraft, da keiner der Akteure die Koordination für größere, verbindende Projekte übernehmen kann. 2) Der demografische Wandel vor allem in Form einer älter werdenden Bevölkerung und einer erhöhten Zuwanderung führt zu unterschiedlichen Problematiken: vielfältige Unterstützungsbedarfe Älterer, vor allem im vorpflegerischen Bereich; Unsicherheitsgefühl gerade dieses Personenkreises gegenüber Menschen aus anderen Kulturen,... Eine große Chance liegt in der spürbaren Engagementbereitschaft der jungen Älteren, aber auch der anderen BewohnerInnen im Projektgebiet, sich für ihr Umfeld einzusetzen. Diese Bereitschaft wird als ausgesprochen hoch eingeschätzt, kann derzeit aber nicht aktiviert werden. 3) Der Flüchtlings- und allgemeine Zuwandererzuzug in Dodesheide-Ost verändert das Stadtbild auch im weiteren Umfeld. Das positive Image des Projektgebietes droht sich zu verschlechtern. Ängste vor dem Fremden, dem Unvertrauten sind auf beiden Seiten vorhanden. Niederschwellige (Freizeit- und Hilfs-)Angebote, die für eine Durchmischung der vorhandenen und der zugezogenen Bevölkerung sorgen, können Vertrauen schaffen und stabilisieren.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück - Dodesheide-West, Sonnenhügel, Haste
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst die Bereiche Dodesheide-West, Sonnenhügel und Haste, die im äußeren Ring der Stadt Osnabrück liegen und sich durch eher unauffällige Sozialdaten auszeichnen, die nahe dem städtischen Durchschnitt liegen. Dies unterscheidet sie stark vom statistischen Bezirk Dodesheide-Ost, der häufig als besonders auffällig bezeichnet wird (hohe Fluktuation, einkommensschwach, hoher Zuwandereranteil, viele Kinder... s. Antrag zu Dodesheide-Ost) . Im Projektgebiet kann von einer eher beständigen Bewohnerschaft ausgegangen werden. Es ist teilweise ländlich geprägt, "man kennt sich". Lediglich der Altersdurchschnitt ist gegenüber dem Stadtmittel erhöht. Hinsichtlich Zuwanderung ist im Projektgebiete der hohe Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund aus den Ländern Polen, Russland und Kasachstan bedeutsam. Es gibt einzelne Blockbebauungen im Projektgebiet, die für sich betrachtet, schlechtere Sozialdaten und eigenständige Problematiken aufweisen. Dodesheide-West, Haste, Sonnenhügel sind traditionell miteinander verbunden. So umfasst die heutige kath. Pfarreiengemeinschaft Christus-König mit den weiteren Teilen St. Franziskus und Heilig Geist dieses Gebiet. In jedem Stadtteil steht eine Kirche inkl. angeschlossener Einrichtungen wie Pfarrbüro, Gemeindetreff oder Kindertagesstätte. Die Nachbarschaftshilfe Haste, Dodesheide, Sonnenhügel e.V. ist ebenfalls in diesen Grenzen aktiv. Auch das städtische Bürgerform, das halbjährlich auf Einladung des Oberbürgermeisters tagt, umfasst Haste-Dodesheide-Sonnenhügel. Es gibt weiterhin das kostenlose Stadtteilblatt "Haste (Dodesheide-Sonnenhügel) Töne", das in alle Haushalte im Projektgebiet verteilt und als Informationsmedium gerade auch der Institutionen, Vereine, Verbände im Erscheinungsgebiet genutzt wird.
Einwohnerzahl
22000
Quelle / Anmerkungen
Team Strategische Stadtentwicklung und Statistik, Melderegister der Stadt Osnabrück, gerundet
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Team Strategische Stadtentwicklung und Statistik, Melderegister der Stadt Osnabrück, gerundet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Es geht um die Ertüchtigung einer vorhandenen Gemeinwesenarbeit, die aber ihre weiteren Potentiale nicht nutzen kann. Es ist eine prozesshafte Unterstützung erforderlich, die die Beteiligten langfristig gemeinsam handlungsfähiger macht. Zum einen dient der Projektzeitraum zur Ertüchtigung der vorhanden Akteure, so dass sie eigenständig handeln können. Zum anderen ist nach Projektende dauerhaft eine Grundunterstützung durch das Mehrgenerationenhaus Haste sowie Freiwilligen-Agentur und Seniorenbüro der Stadt Osnabrück gewährleist. Inwieweit eine Weiterführung der Stelle des GWK erforderlich und möglich ist, wird im Laufe des Projektes zu prüfen sein.
Qualitätskriterien
Beschreibung
1) Es wurden neue Ehrenamtliche für bestehende und ggf. neue Projekte gewonnen. 2) Es wurde Unterstützung (Alltagshilfen, aber auch soziale Kontakte) für Zugewanderte und Ältere Personen geleistet.
Beschreibung
Am Projektende hat sich die gewachsene Akteursgruppe auf ein konkretes Weiterarbeiten verständigt und die dafür erforderlichen Ressourcen (z.B. Räumlichkeit) sind gegeben.
Beschreibung
Es ist gelungen die relevanten Akteure im Projektgebiet, z.B. Bürgervereine /Runde Tische zu beteiligen. Erste Stufe: Alle Akteure wissen voneinander. Zweite Stufe: Akteure handeln gemeinsam.
Beschreibung
Akteure haben unterschiedliche Zielgruppen bearbeitet. Das ambitionierte Ziel Tandems aus Ehrenamtlichen und Zugewanderten zur Unterstützung Älterer oder sonstiger Gemeinwesenarbeit zu bilden, ist geglückt.
Beschreibung
1) Jugend-, Senioren- und Freiwilligenressort haben sich im Sinne einer Ausweitung der Methodenkompetenz ausgetauscht. 2) Mindestens eine Veranstaltung wurde kooperativ durchgeführt.
Beschreibung
Weitere Beteiligte aktiv im Netzwerk, in der Akteursgruppe mitarbeiten. Konkrete Maßnahmen wurden gemeinsam umgesetzt.
Beschreibung
Stufe eins: Nach außen wirkende Treffen/Aktivitäten/Feste haben stattgefunden. Es haben sowohl Zugewanderte, Ältere als auch allgemein Menschen aus dem Projektgebiet teilgenommen. Stufe 2: Eine Schulung zu Nachbarschaft wurde durchgeführt.
Beschreibung
Das Gemeinwesenmanagement im Projektgebiet und die Kooperation der Ressorts werden in und außerhalb der Verwaltung als bespielhaft wahrgenommen, sind Vorbild und haben Initiativcharakter für weiteres Handeln in Osnabrück.
Vorhandene Strukturen
Alle Akteure, die im weiteren Antrag auch benannt sind, leisten vielfältige Gemeinwesenarbeit im Projektgebiet. Freiwilligen-Agentur und Seniorenbüro wurden seitens der Akteure in der Vergangenheit immer wieder in Prozesse eingebunden. Das Mehrgenerationenhaus Haste hat 2014 eine Initiativrolle übernommen, kann aber über das bisherige Engagement hinaus keine weiteren Kapazitäten aufgrund anderer Aufgabenstellungen bereitstellen. Die Akteure, die sich derzeit zum Austausch treffen sind eine Mischung aus hauptamtlich und ehrenamtlich Tätigen. Sie vereint der Gedanke ihr Lebensumfeld positiv zu gestalten und insbesondere Menschen mit Unterstützungsbedarf zu helfen. Diese Unterstützung erfolgt durch regelmäßige (Gruppen-)Angebote und durch Einzelfallhilfe. Beispielhafte Angebote aus dem Projektgebiet: Seniorenmahlzeit, Begleitdienste, Repair-Cafe, Sozialberatung, Vorträge, Heimwerkerdienst, Hausaufgabenhilfe, Demenzbegleitergruppe, Freizeitgruppen, Fahrradfahren für Flüchtlingsfrauen/Migrantinnen, Großelternpatenschaften und Geselligkeit/Treffen/Ermöglichung sozialer Kontakte, regelmäßige Treffen mit Zuwandererfamilien, Einzelfallhilfen für Flüchtlingsfamilien...
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftshilfe Haste, Dodesheide, Sonnenhügel e.V. (bietet u.a. Begleitdienste, Heimwerkerdienst, Hausaufgabenhilfe, Demenzbegleitergruppe, Freizeitgruppen, Großelternpatenschaften und Geselligkeit/Treffen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SSC Dodesheide e.V. (Sportverein)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TUS Haste e.V. (Sportverein)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Haste e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Nord-Ost der Stadt Osnabrück e.V. (für Dodesheide/Sonnenhügel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kleingartenverein Nord e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Haste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Sonnenhügel/Dodesheide inkl. Initiative Sommerkulturtage
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Pfarrei Christus König (Christus König/Haste - Heilig Geist/Sonnenhügel - St. Franziskus/Dodesheide)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Matthäusgemeinde (Sonnenhügel)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev-luth. Thomasgemeinde (Dodesheide)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paul-Gerhardt-Gemeinde (Haste)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
rum-orthodoxe Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas in der Christus-König-Pfarrei (http://www.christus-koenig-os.de/gemeindeleben/verbande-und-gruppen/caritas-in-der-gemeinde/)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SPD-Ortsverein Osnabrück-Nord - Aktiv in Haste, Dodesheide, Sonnenhügel und Pye
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
CDU Ortsverband Haste-Dodesheide-Sonnenhügel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
politische VertreterInnen anderer Ratsfraktionen/Parteien mit Gebietsbezug
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
SoVD-Ortsverband Osnabrück-Haste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pflegeheim und Altenwohnungen St. Franziskus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pflegeheim/Betreutes Wohnen Residenz Ambiente
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tagespflege Haste, St. Elisabeth-Pflege
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pflegedienst Westerfeld
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Haste, Träger Kath.-Familienbildungsstätte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße (Stadt Osnabrück)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pflegeheim Katharina von Bora Haus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Siedlergemeinschaft Wakhegge
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Friedensgarteninitiative
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartierstreff Dodesheide-Ost (Stadt Osnabrück)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreff Haste (Stadt Osnabrück)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozial Dienst Nord, städt. Jugendhilfe (Standort Haste) - Stadt Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hochschule Osnabrück mit Studierenden und dem Projekt Urbane Interventionen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
"freie Kulturszene" am Limberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ggf. Umweltbildungszentrum Nackte Mühle/Lega S
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ggf. Schulen / Kitas
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ggf. Geschäfte, Ärzte
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinwesenarbeit als Vereinsaufgabe

Ansprechpartner
Barbara Weissenborn
Organisation Sprotte e. V.
Funktion Geschäftsführerin
Gründung eines Vereins zur Übernahmen vorhandener Strukturen und Inhalte der Gemeinwesenarbeit im Quartier
Projektbeschreibung
In dem Quartier soll die durch den Sprotte e. V. eingeführte GWA einer durch die BürgerInnen des Gebietes zu gründenden Organisation übertragen werden, um den sozialen Zusammenhalt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels zu stärken. Anknüpfungspunkt ist das seit 2017 in Aufbau befindliche MGH "familienhORT", das, entwickelt aus dem ExWost- "Orte der Integration" und "Anlaufstellen für ältere Menschen im Quartier" die Funktionen von Gemeinwesenarbeit im Gebiet wahrnimmt. Es ist zentrale Begegnungsstätte im Gebiet und wurde aus dem konzeptionell sozial-räumlichen Ansatz des KECK-Atlasses des Stadtquartiers ermittelt. Das Projekt soll erste Impulse setzen, einen im Gebiet verankerten Verein zu gründen und in seiner Gründungsphase begleiten, dabei systematisch die Strukturen der GWA im Gebiet auf den Sozialraum konzentrieren und dort Mitarbeitenden und Aktive des Sprotte e.V. durch lokale Akteure ersetzen, um die Bindungen des Gebietes an die Einrichtung zu stärken. Stolpersteine der Gründungsphase und rechtliche Hemmnisse sollen gemeinsam mit den BewohnerInnen erarbeitet und bewältigt werden. Organisatorisches und strukturelles Lernen bis zur Erstellung eines Konzeptes für die GWA im Gebiet werden gemeinschaftlich mit professioneller Unterstützung umgesetzt, um eine Trägerstruktur zu schaffen, die sich an den Qualitätsstandards der LAG orientiert und konzeptionell den Bedarfen der BewohnerInnen und des Gebiets entspricht. Wichtige Ergebnisse dieses Prozesses müssen das zielgruppen- und resourcenübergreifende Planen und Handeln sein. Durch das Projekt sollen möglichst viele BewohnerInnen erreicht und eingebunden werden, um durch Selbstwirksamkeitserfahrungen mehr Teilhabe zu ermöglichen. Anknüpfungspunkte im Projekt sind die bereits vorhandenen Netztwerke des MGH, die um weiter Partner ergänzt werden sollen. Durch Professionalisierung der Akteure soll die GWA im Gebiet nachhaltig und langfristig angelegt und verstetigt werden und der Anspruch an Verantwortung für das eigene Lebensumfeld wachsen. Im Zentrum bleibt der Kerngedanke Sozialraumorientierung als konzeptionelle Ausrichtung Sozialer Arbeit zu nutzen, bei der es nicht darum geht, Einzelpersonen mit pädagogischen Maßnahmen zu verändern, sondern Lebenswelten so zu gestalten und Verhältnisse zu schaffen, die es Menschen ermöglichen, besser in ihren Lebenslagen zurechtzukommen und lokale Potentiale zu Entwickeln bzw. zu stärken.
Ausgangslage
Das Quartier im Süden der Stadt grenzt an das Gebiet der "Sozialen Stadt Lehmwandlung". Etwa 3300 Menschen unterschiedlichster Sozialstruktur und Herkunft leben hier: u. a. Migrantenfamilien aus dem Ostmittelmeerraum und Familien aus der ehemaligen Sowjetunion sind ein Großteil der BewohnerInnen des Gebietes, das im hohen Maße durch moderaten Geschosswohnungsbau und Einfamilienhäuser geprägt ist. Das Gebiet aus den 1980ger Jahren ist relativ dicht bebaut; neben Wohngebäuden ein Senioren- und Pflegeheim, einem städtischen Integrationskindergarten, eine Grundschule. An der Peripherie gibt es Discounter, eine Hausarztpraxis. Das Quartier wird von der Lehmwandlung", dessen Kinder die Grundschule im Gebiet besuchen, durch eine Hauptverkehrsstraße getrennt. In dem Wohnquartier soll die durch den Sprotte e. V. wahrgenommene GWA durch die BürgerInnen des Gebietes übernommen werden, um den sozialen Zusammenhalt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels zu stärken. Anknüpfungspunkt ist die bestehende Begegnungsstätte, die Funktionen der Gemeinwesenarbeit wahrnimmt. Durch die Übertragung der GWA wird der Identifikationsgrad der Bewohnerschaft erhöht, um gleichzeitig den spezifischen Herausforderungen des Gebietes deutlich stärker zu begegnen. Durch das Projekt sollen weitere Bewohnerschichten angesprochen werden, Selbstwirksamkeitserfahrungen vermittelt, Organisation, Struktur, Aufbau der Gemeinwesenarbeit auf ehrenamtlich Strukturen übertragen werden. Ein Schwerpunkt der kommenden jahre muss es sein, die nachbarschaften deutlich zu verbessern und ein inklusives Wohnquartier zu gestalten, um die Wohn-und Lebenssituation der stark alternden BewohnerInnen zu verbessern
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg - Alpheide
Beschreibung
Das Gebiet wird im Norden durch die DB-Strecke Hannover - Bremen, im Osten durch die Ortsumgehung B6 bzw. die Straße "An der Stadtgrenze", im Süden durch die DB-Strecke Nienburg - Minden und im Westen durch den Steinhuder Meerbach begrenzt.
Einwohnerzahl
5000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Nienburg - Stadtkontor
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der neue Verein soll mit Engagement, umfangreichen Angeboten und Projekten und dem langfristigen Ziel, das Zusammenleben positiv mitzugestalten, für Integration, Inklusion und die Verbesserung der Lebenslagen aller Menschen eintreten. Das Begegnungszentrum Mehrgenerationenhaus im ehemaligen "Ort der Integration" ist wesentliche Grundlage dieser Arbeit. Darüber soll die Zusammenarbeit mit anderen sozialen, kulturellen Initiativen vor Ort, Koordination lokaler sozialer und kultureller Arbeit entwickelt werden. Vorbeugende, helfende Tätigkeit auf allen Gebieten sozialer Arbeit, Anregungen und Hilfe zur Selbsthilfe, Förderung des ehrenamtlichen Engagements und internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten ist obligatorisch. Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Lebenslage der Unterstützung bedürfen oder die von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen oder bedroht sind, wird Hilfe angeboten durch Beratung, Versorgung, Eingliederung, Qualifizierung, Nachsorge und Begleitung. Ziel ist es, über die Förderung freiwilligen sozialen Engagements, selbsttragende Strukturen zu entwickeln, die ihren formalen Niederschlag in einer Vereinsgründung finden, um einen deutlichen Quartiersbezug herzustellen. Dadurch wird die Identifikation mit dem Stadtteil erhöht, evtl. Informationsdefizite im und über den Stadtteil abgebaut und ein Alleinstellungsmerkmales des Quartiers implementiert.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Verein ist gegründet
Beschreibung
Die Bewohner/innen nehmen regelmäßig an den Veranstaltungen teil
Vorhandene Strukturen
Durch die Entwicklung des MGH aus dem Ort der Integration gibt es Grundstrukturen der GWA im Gebiet, es sind Netzwerke vorhanden und einige BewohnerInnen sind bereits als Multiplikatoren in die ehrenamtliche Arbeit im Haus eingebunden. Aufgabe der Leiterin des MGH ist es, die Ehrenamtlichen und gemeinsam mit anderen Professionellen aus dem Netzwerk des MGH bei Ihrerem Engagement zu unterstützen und durch Beratungsangebote ins Gebiet zu wirken. Eine Ausweitung der GWA auf das Gebiet und seine BewohnerInnen ist noch nicht gut entwickelt, da das MGH erst seit Januar 2017 besteht und noch in der Aufbauphase ist. Von 2012 bis 2016 diente der "Ort der Integration" vor allem als Brücke für die Eltern der Grundschüler aus dem entfernten Einzugsgebiet "Lehmwandlung", parallel dazu haben sich erste Bedarfe der BewohnerInnen aus der Alpheide entwickelt, die über das Projekt "Anlaufstellen für ältere Menschen" aktiviert worden sind. Über die neuen räumlichen Möglichkeiten (Offener Treff, zwei Räume mit guter Aussstattung im MGH, barrierefreier Zugang, freies WLAN) entsteht eine neue Stadtteilkultur, die über die GWA im Mehrgenerationenhaus gefördert wird, aber eigentlich eine Verankerung im Quartier selber braucht, um nachhaltig die Nachbarschaften zu stärken und ein neues Bewusstsein für Mitbestimmung und Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes mobilisiert. Da das Gebiet kein Gebiet der Sozialen Stadt ist, fehlen wichtige Beteiligungs- und Selbstwirksamkeitserfahrungen bei BewohnerInnen
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Helvita Seniorenzentrum Alpheide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Turnklub Weser - TKW Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GBN Wohnungsunternehmen GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alzheimergesellschaft Nienburg e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Harke/Die Harke am Sonntag
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Radio Mittelweser
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
TV2020
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus familienhORT
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Guter Rat und gutes Rad

Ansprechpartner
Johannes Meyer
Organisation Evangelische Flüchtlingsnetzwerk Hannover
Funktion Koordinator
Aufsuchende Koordinierung, Vernetzung durch die "Mobile Fahrradwerkstatt" in Hannover
Projektbeschreibung
Ein Projekttag: Das Werkstattmobil der „Mobilen Fahrradwerkstatt“ hat seine Garage verlassen. Diesmal ist das Ziel eine Flüchtlingsunterkunft in Hannover. Es ist mit zwei MitarbeiterInnen besetzt. Der technische Mitarbeiter hat im Vorfeld gespendete Fahrräder abgeholt und aufgeladen. Werkzeugkästen und Reparaturmaterial sind ergänzt worden. Die Fachkraft mit den gemeinwesenorientierten Aufgaben, ein Sozialarbeiter, hat Flyer und Informationsbroschüren dabei. Sie verfügt über Kontakte zu Integrationslotsen, zu den quartiernahen Unterstützerkreisen, zu Beratungsinstitutionen und zum kommunalen Quartiersmanagement. Am Einsatzort, auf dem Platz vor der Unterkunft angekommen haben sich erste Flüchtlinge eingefunden, möchten ein gespendetes Fahrrad entgegennehmen oder ihr eigenes reparieren. Auch ehrenamtliche „Fahrradschrauber“ sind eingetroffen. MitarbeiterInnen des Betreibers der Unterkunft sagen „Hallo“ und nennen Bewohner, die dringend ein Fahrrad benötigen. Ehrenamtliche hören sich die Wünsche der Bewohner an und beginnen, gemeinsam mit ihnen an den Fahrrädern zu arbeiten. Bewohner des Viertels sehen interessiert zu. Als sie hören, dass ihnen auch bei Fahrradproblemen geholfen wird, wenn sie einen HannoverAktivPass haben, fragen sie nach dem nächsten Termin. Der Sozialarbeiter kommt mit Flüchtlingen, Anwohnern und Hauptamtlichen ins Gespräch: „Gibt es die Möglichkeit, einen Fahrradkurs für Frauen zu organisieren?“ „Ich komme mit der Ausländerbehörde nicht weiter“ oder „Könnt Ihr nicht auf dem nächsten Stadtfest mit Eurem Projekt vertreten sein?“ Ideen und Best Practice werden ausgetauscht, Kontakte zu Beratungsstellen vermittelt, Finanzierungsmöglichkeiten angedacht. Fortbildungen für Ehrenamtliche, Praktikumsmöglichkeiten für Flüchtlinge und weitere Projekte wurden kommuniziert. Auch heute hat sich gezeigt, dass die hier entstandene Kommunikation weit effektiver ist als das Senden und Emfangen von gestreuten Emails. Nach 2 ½ Stunden schließen sich die Türen des Werkstattmobils. Es hat noch 4 weitere Termine in dieser Woche.
Ausgangslage
Für Flüchtlinge ist der Besuch von Integrationskursen, Einkaufen, Besuch von Veranstaltungen nicht immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln realisierbar zumal Fahrkarten bezahlt werden müssen. Aus dieser Problemlage heraus öffnete sich die im Nahbereich der Flüchtlingsunterkunft "Oststadtkrankenhaus" für Kinder und Jugendliche konzipierte Fahrradwerkstatt in der Dietrich-Bonhoeffer Kirchengemeinde der neuen Zielgruppe. Mit der zunehmenden dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge erfolgten Anfragen von Betreibern, Nachbarschaftskreisen und Bewohnern aus weiteren Unterkünften. Zeitgleich bildete sich das Evangelische Flüchtlingsnetzwerk, das diese Bedarfe erkannte und als erstes Projekt die beschriebene Werkstatt mobil machte, eben als "Mobile Fahrradwerkstatt" mit einem Transporter für Werkzeug und Material. Parallel dazu wurden Ehrenamtliche gewonnen. Seitdem tourt das "Werkstattmobil" ehrenamtlich durch Hannover. Lediglich punktuell wurde es durch einen Mitarbeiter des Flüchtlingsnetzwerkes begleitet. Wenn dies aber der Fall war bildeten sich Anfragen und Bedarfe heraus, die weit über das Reparieren herausgingen. Ehrenamtliche schilderten schwierige Situationen, äußerten Beratungsbedarf. Hauptamtliche fragten nach Praktikumsmöglichkeiten und Fortbildungen. Die "Mobile Fahrradwerkstatt", die wie ein früherer Landbriefträger kontinuierlich im Kontakt ist konnte quer durch bestehende Netzwerke Anfragen beantworten. Zu Verstetigung und Professionalisierung des Angebotes wird angestrebt das "Werkstattmobil" mit zwei MitarbeiterInnenauszustatten: ein MA für den technisch/organisatorischem Anteil und ein MA für den Vernetzungs/Informationsanteil.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover
Beschreibung
Das Projektgebiet besteht aus der Stadt Hannover, mit allen Stadtteilen, in denen quartiersnahe Fahrradinitiativen und/oder Flüchtlingsunterkünfte vorhanden sind.
Einwohnerzahl
551914
Quelle / Anmerkungen
http://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Hannover-in-Zahlen/Einwohner
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Unterlagen zum Gebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Das Ziel unseres Projektes ist zum einen die Verbesserung von infrastrukturellen Bedingungen im Bereich Verkehr und Mobilität im Sozialen Raum. Dabei denken wir ressortübergreifend und orientieren uns an den Bedarfen der BewohnerInnen. Neben der Hilfe für den Einzelnen arbeiten wir darauf hin, das Strukturen geschaffen werden in denen die erkannte Defizite behoben werden können. Zum anderen zielen wir auf eine Vernetzung mit den Quartiersmanagement(en) in den verschiedenen Ortsteilen an. Erste Kontakte bestehen bereits zum QM Herrenhausen-Stöcken, wo bereits Vernetzungserfolge vorzuweisen sind - Zusammenarbeit "TalenteTreff - Miigranten Mobil machen" , Unterstützungs Kleiderkammer Ledeburg Stöcken, Teilnahme am Nachbarschaftsfest. Weitere Kontakte bestehen zum Quartiersmanagement Mitte, Groß-Buchholz - Kleefeld, die aber aus Kapazitätsgründen bisher nicht intensiviert werden konnten.
Qualitätskriterien
Beschreibung
gelungen wenn eine Fahrradkonferenz eingerichtet ist.
Beschreibung
gelungen wenn Partner vor Ort in das Projekt eingebunden werden
Beschreibung
gelungen wenn in Flüchtlingsunterkünften Bewohner sich untereinander bei Reparaturen unterstützen.
Beschreibung
gelungen wenn die Mobile Fahrradwerkstatt mit Institutionen wie Schulen oder mit Bewohnerinitiativen kooperiert.
Vorhandene Strukturen
Die schon vorhandene Mobile Fahrradwerkstatt hat bisher "Hardware" und ehrenamtliches Engagement bereitgehalten und es ist gelungen wöchentlich drei Werkstatteinsätze zu realisieren. Die Bedarfe gehen aber weit darüber hinaus und wöchentlich sechs Einsätze wären erwünscht.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis hauptamtlicher Ehrenamtskoordinatoren in Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeitsstelle "Migration" im Diakonischen Werk Hannover sowie alle evangelischen Kirchengemeinden in Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreise der einzelnen Flüchtlingsunterkünfte in Hannover u.a. in Stöcken, Hannovr Mitte, Nodstadt, Badenstedt/Davenstedt. List, Vahrenwald
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Soziales Bereich Migration und Integration Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nichtkommerzielle Fahrradinitiativen in Hannover ua. Jugendwerkstatt Linden, Werkstatt in Kleefeld/Bemerode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement Herrenhausen-Stöcken (aktiv) Groß-Buchholz- Kleefeld u. Mitte
Typ
Stadtteil
Galerie
frau mit kopftuch
bildschirmfoto 2016 04 01 um 20.54.221
sam 0597ggg
hier schrauben wir 1 2017
Zustimmung Veröffentlichung
On