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Menschen mit Zuwanderungsgeschichte

NachBar

Ansprechpartner
Leonore Determann
Funktion Vorsitzende
Nachbarschaft-Gemeinsam gestalten
Projektbeschreibung
Bei dem Projekt „Nachbarschaft -Gemeinsam gestalten“ handelt es sich um soziale Maßnahmen zur Quartiersentwicklung. Die Maßnahmen beziehen sich auf das Gebiet der Samtgemeinde Holtriem, die acht Mitgliedsgemeinden umfasst. Es richtet sich an alle BewohnerInnen des Quartiers, mit besonderem Fokus auf die Bevölkerungsgruppen SeniorInnen und Flüchtlinge bzw. MigrantInnen, da sie auf die größten Hürden zur sozialen Teilhabe stoßen. Ziel ist es Anlaufstellen in den Gemeinden Utarp, Blomberg und Willmsfeld zu schaffen. Zentraler Netzwerkknoten wird im gesamten Projektverlauf das 2021 errichtete Gemeindezentrum in Utarp sein. Bestehende Netzwerke sind identifiziert, neue Netzwerkpartner gewonnen, so daß die BürgerInnen aktiv mitgestalten können. Kooperationen mit etablierten örtlichen Vereinen, Behörden und engagierten BürgerInnen aus allen Gesellschaftsbereichen, können ein tragfähiges Netz aus sozialen Kontakten, praktischer Unterstützung für Alltag und Haushalt sowie attraktiven Bildungs-, Beratungs- und Begegnungsangeboten schaffen. Von dort aus werden Treffen/Angebote koordiniert. Dafür können noch weitere nicht vollumfänglich genutzte, barrierefreie Räumlichkeiten, wie bspw. Vereinsheime in Anspruch genommen werden. Im Rahmen des Projektes werden weiterhin Maßnahmen entwickelt, um wohnortnahe Beratungs-, Freizeit-, Bildungs-, Begegnungs- und Hilfsangebote zu errichten, um damit die soziale Teilhabe, Mobilität, Nachbarschaftshilfe, intergenerationelle und – kulturelle Kompetenzen zu fördern. Ein besonderer Focus wird auf die Gruppe der Senior*innen und Geflüchteten gerichtet, da sie mit besonderen Hürden der sozialen Teilhabe zu kämpfen haben. Wir möchten nun auch das "Miteinander Alt & Jung" in den Focus rücken. Senior*innen und Kinder sollen voneinander profitieren. Vorhandene Angebote werden in das Projekt integriert oder auch ausgeweitet, damit sie auch gemeindeübergreifend wirken können. Vor allem gilt es, vorhandene Ressourcen zu mobilisieren, bislang ungenutzte Potentiale zu erschließen und die Bürger selbst aktiv werden zu lassen. Im Verlauf des Projektes werden Mobilitätsoptionen entwickelt, um die Möglichkeit für die Bewohner*innen zu eröffnen mehr an der Nahversorgung teilzunehmen und Mobilitätsdefizite "auszubremsen". Bereits bestehende private Initiativen/Vereine/etc. werden einbezogen. Um den Maßnahmenplan zielgerichtet gestalten zu können wurden Expertengespräche mit Vertretern der Samtgemeinde und potentiellen Kooperationspartner geführt.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Samtgemeinde Holtriem, besteht aus acht Mitgliedsgemeinden und liegt im Landkreis Wittmund, einem ländlich peripheren Raum, mit dem eine geringe Bevölkerungsdichte, ein ungünstiger ÖPNV und eine besondere Strukturschwäche einhergeht. Der Landkreis ist mit 57000 Einwohner*innen zweitkleinster in Niedersachsen. Behörden finden sich vorrangig in der Kreisstadt Wittmund. Diese zu erreichen stellt für ältere Menschen, die oft nicht mehr über familiäre Bindung verfügen, und in diesem Bereich untergebrachte Flüchtlingsfamilien vor große Herausforderungen. Arztbesuche kommen einem Tagesausflug gleich und peripher wohnende Geflüchtete haben geringere Integrationschancen. Die BürgerInnen haben kaum Möglichkeiten der sozialen Teilhabe. Insbesondere in der Pandemie ist deutlich geworden, wie stark die Menschen auf soziale Kontakte angewiesen sind, allein durch Alltagsbegleiter/Anti-Rost-Initiative ist dies nicht aufzufangen. Was teilweise von den Alltagsbegleitern vorgefunden wurde ist alarmierend. Viele Ältere haben dringende Arttermine aus Angst und in Ermangelung von Transportmöglichkeiten nicht wahrgenommen. Deutlich wird dies auch durch eine Bürgerbefragung. Viele BürgerInnen sind von Mobilitätsbeschränkungen betroffen und suchen nach Möglichkeiten mit anderen in Kontakt zu treten. Sie wünschen sich nachbarschaftliche Hilfe, sind aber auch bereit, sich gemeinschaftlich zu engagieren. Senior*innen und Geflüchtete sind von gleichartigen Problemen betroffen. Kinder wollen vor Ort ihre Freizeit gestalten und soziale Teilnahme erfahren.
GWA/QM-Ansatz
Ausschlaggebend für die Umsetzung des Projektes sind die Wünsche und Interessen der in in der Samtgemeinde Holtriem lebenden Bürger*innen mit dem Ziel eine Verbesserung der Lebensumstände zu erreichen. Die Bürger*innen werden angeregt ihr Umfeld/Zusammenleben in der Gemeinde aktiv zu gestalten, so dass sie entsprechend ihrer Bedürfnisse zufriedener leben können. Durch Nachbarschaftsarbeit und die damit verbundene Einbeziehung aller Bevölkerungsgruppen wird mehr Teilhabe vor Ort möglich. Während des gesamten Projektzeitraums wird durch aktivierende Befragungen, runde Tische, Zukunftswerkstatt, o.ä. eine permanente Bürgerbeteiligung sichergestellt und die Eigeninitiative/Selbsthilfe der Bürger*innen gefördert. Hierdurch identifizierte Potentiale und Schwächen sollen genutzt bzw. behoben werden. Die Bürger*innen werden befähigt Netzwerke zu knüpfen in denen sie kommunizieren und sich organisieren können.
Vorhandene Strukturen
Im Projektzeitraum 2022 bis 2025 wurde/wird das Projekt von einer Dipl. Sozialpädagogin (Stundenumfang von wöchentlich 6,25Std.) kontinuierlich geführt und begleitet. Sie wurde in der Arbeit durch vier unterschiedlichen Mitarbeitern (13.75Std. in der Woche) im Projektzeitraum unterstützt. Da wir anfänglich große Schwierigkeiten hatten, Honorarkräfte und Ehrenamtler zu finden, konnte das Projekt nur "langsam" beginnen. Im Laufe der Zeit haben sich mit und mit Ehrenamtler und Honorarkräfte gefunden, die die Arbeit und Strukturen stärken. Es haben sich an unseren drei Standorten viele bedarfsgerechte Kooperationsstrukturen gebildet, die immer die Interessen der Bewohner*innen im Focus stellt.
Nachhaltigkeit
Die Bürgermeister*innen der drei Gemeinden und auch der SG-Bürgermeister haben weiterhin großes Interesse an der Umsetzung des Projektes, sondern auch an der nachhaltigen Wirkung. Durch den Netzwerkaufbau, die Verstetigung, die Anleitung von Ehrenamtliche wird gewährleistet dass auch nach Projektende auf die veränderten Bedarfe der SG und den Bewohner*innen eingegangen werden kann.

Interkultureller Willkommens- und Begegnungsort DOM für Geflüchtete und Einheimische

Ansprechpartner
Achim Wolff
Funktion Pastor
Begegnungsort für geflüchtete und einheimische Familie
Projektbeschreibung
Mit dem Schaffen eines Mittagtisches werden wir die ältere Bevölkerung aus der Isolation holen und mit dem Gemeindehaus Begegnungen schaffen. Alle Menschen sollen den Mittagstisch nutzen können. Hier können neue Bekanntschaften geschlossen werden. Wir werden das Mittagsangebot nutzen, um Bedürfnisse zu ermitteln. Hierzu möchten wir ganz besonders die noch aktiven Senioren ermutigen, sich beim Kochen einzubringen und so einer sinnstiftenden Tätigkeit nachzugehen. Das Gefühl des „gebraucht werdens“ und ein aktiver Teil eines Teams zu werden, ist Teil des Projekts. Darüber hinaus werden wir bei den Geflüchteten intensiv nach Helfenden suchen. Wir werden zu themenbezogenen Veranstaltungen Kleingruppen einladen und diese gezielt nach ihren Wünschen und Bedürfnissen fragen. Hierbei sollen die hiesigen Vereine und Institutionen angesprochen werden. Im weiteren Verlauf werden wir dann gruppenübergreifende Workshops und Mitmachaktionen vor Ort schaffen. Ein offenes Konzept mit soziokulturellen Angeboten für alle Altersklassen soll zu einem regen Austausch unterschiedlicher Menschen führen. Das Augenmerk liegt immer darauf, möglichst viele unterschiedliche Menschen, auch unterschiedlicher Nationen, für ein Projekt zu begeistern und sich selbst einzubringen. Gemeinsam sollen Strukturen und eigene Ideen ausgearbeitet und gestaltet werden. Die Angst vor Fremden soll genommen werden und eine Akzeptanz soll geschaffen werden. Die Herausforderung der unterschiedlichen Werte und Erfahrungen soll angegangen werden. In Hinblick auf einen zunehmenden Rechtsruck in Deutschland möchten wir eine Begegnungsstätte für alle Menschen schaffen und diese miteinander verbinden. Wir wollen erreichen, dass die Menschen aus dem Ortsteil sich miteinander verbinden und sich gegenseitig helfen. Eine Art Nachbarschaftshilfe soll entstehen. Begegnung und Beteiligung aller trägt zum Gelingen des Miteinanderlebens bei. Der Quartierstreff soll ein Ort sein, in dem sich Menschen, egal welcher Herkunft und welchen Alters, auf Augenhöhe begegnen.
Laufzeit
2024-05-01 00:00:00
Ausgangslage
Im Jahr 2024 sollte die ehemalige Kaserne im Ortsteil Altenwalde zu einem Ankunftszentrum ertüchtigt werden. Zu diesem Zweck haben wir einen Antrag auf Förderung eines Quartierstreffs an die LAG gestellt. Dieser ist im Juni 2023 bewilligt worden. Der Bau des Ankunftszentrums wird sich allerdings zeitlich verzögern. Ein genaues Datum der Eröffnung ist final nicht absehbar. Da sich die Ausgangslage drastisch geändert hat, möchten wir die Zeit nutzen, einen Begegnungsort zu schaffen, in dem das interkulturelle Miteinander erlebt, Vielfalt erlernt und gelebt werden kann. Die Ankündigung auf ein zukünftiges AZ hat die Bevölkerung verunsichert, der Bau des AZ stößt auf Ablehnung. Der Anteil der Geflüchteten im Ort wird mit dem AZ von 1% auf 15% steigen. Da wir in die Planungen involviert sind, stellen wir fest, dass die Verwaltung im Wesentlichen den Betrieb des AZs im Visier hat, nicht aber den Ortsteil und die Bevölkerung. Mit der Errichtung des Quartierstreffs wollen wir Vorurteile nicht entstehen lassen bzw. abbauen. Besonders die älteren Menschen und junge Familien reagieren mit Angst und Vorbehalten. Hier können wir die vorhandene Zeit für Befragungen in den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen nutzen, um mit gezielten Angeboten die Menschen miteinander in Verbindung zu bringen und Akzeptanz zu schaffen. Wir merken, dass die Anwohner Begleitung im Umgang mit den veränderten Lebenswirklichkeiten benötigen. Sie brauchen die Möglichkeit der Mitgestaltung und das Gefühl des „ernst genommen“ werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Altenwalde, Franzenburg, Gudendorf, Oxstedt
Beschreibung
Deutlich abgegrenztes Gebiet in städtische Randlage Mangelnde Erreichbarkeit des Gebietes, kaum ÖPNV vorhanden Fehlen von Einrichtungen mit Treffpunkt-Charakter Starke und übermäßig schnelle Veränderung der Bewohnerstruktur
Einwohnerzahl
6325
Quelle / Anmerkungen
Stadt Cuxhaven
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistisches Landesamt Niedersachsen , Stadt Cuxhaven
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistisches Landesamt Niedersachsen, Stadt Cuxhaven
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistisches Landesamt Niedersachsen
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bei Betrieb der Einrichtung mit 800 Bewohner*innen
GWA/QM-Ansatz
Die Kirchengemeinde ist seit Jahren konzeptionell und methodisch im Bereich der GWA aktiv. Zielgruppen mit ihren Bedürfnissen, Interessen und Kompetenzen stehen im Mittelpunkt.34% der örtlichen Bevölkerung ist über 60 Jahre alt. Daraus ergeben sich Probleme der Immobilität und daraus soziale Armut. Oft kommt die monetäre Armut hinzu. Durch den Ausbau eines Quartierstreffs für alle Menschen aus dem Ortsteil werden verschiedene Aspekte der GWA aufgenommen. Im Konzept werden primär die Senioren in den Blick genommen, darüber hinaus sollen aber alle Menschen aus dem Ortsteil angesprochen werden. Ganz besonders Familien und ältere Menschen. Ein niedrigschwelliger Begegnungsort soll entstehen. Dabei sind Selbstorganisation, Partizipation und Durchmischung der Zielgruppen das wesentliche Prinzip. Da auf der Teilhabe am sozialen Leben für die ältere Bevölkerung das Hauptaugenmerk liegt, achten wir auf barrierefreie Zugänge, die unterschiedlichen Interessen der Akteure und bedarfsgerechte Angebote. Die Akteure entwickeln gemeinsam diese Angebote, die auch unter der Beteiligung der Mitwirkenden durchgeführt werden. Der Quartierstreff und seine zwei hauptamtlichen Kräfte fungieren als Mittler zwischen den Seniorinnen und Senioren und den Familien aus allen Kulturen. Ferner wird ein Augenmerk auf gesunde Ernährung gelegt. Mit dem begleiteten Begegnungsort wird eine Symbiose zwischen den Einwohnern geschaffen. Bedürfnisse und Erfahrungen der Senioren paaren sich mit denen der Familien.
Qualitätskriterien
Beschreibung
viele Menschen selbst Angebote kreieren und diese angenommen werden
Beschreibung
Im Quartierstreff die Bedürfnisse der Menschen aufgegriffen und befriedigt werden. Und wenn viele verschiedene Akteure sich mit unterschiedlichen Angeboten einbringen
Beschreibung
Ergebnisse der Ideenwerkstatt werden in ein Konzept und Angebote für verschiedene Zielgruppen umgesetzt
Beschreibung
Die Menschen sich im Ortsteil untereinander vernetzen und sich gegenseitig helfen können. Wir als Anlaufstelle genutzt werden, um gemeinsam neue Wege zu gehen und neue Ideen zu entwickeln und diese zu verwirklichen.
Beschreibung
Unsere Arbeit und der Quartierstreff auf kommunaler Ebene nicht mehr wegzudenken ist und sich die Stadt für den Erhalt unseres Projekt einsetzt.
Beschreibung
Wenn wir es schaffen, mit anderen Vereinen und Institutionen die Lebensqualität der Menschen im Ort zu verändern/verbessern. Wir auf die Unterstützung unserer Netzwerkpartner bauen können, um die GWA im Ort zu erhalten
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadtverwaltung Cuxhaven,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Oberbürgermeister, Ortsbürgermeister, örtliche (Sozial-)Politiker
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ernst Gock Stiftung, Kunstverein Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hahnel Senioren Stiftung, Stiftung der ev.-luth. Kirchengemeinde Altenwalde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wir für uns in Altenwalde, Freiwillige Feuerwehr Altenwalde, TSV Altenwalde, Freibad Oxstedt, Schützenvereine
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Kreisverband Land Hadeln
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Altenwalde, Geschwister-Scholl-Schule Altenwalde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev.-luth. Kirchengemeinde Altenwalde und die kath. Kirchengemeinde 12 Apostel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Werbegemeinschaft Altenwalde, sämtliche ortsansässige Betriebe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten, Niederelbe Zeitung, Nordsee Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat, Stadtrat, Landkreis
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Bewohner des Ortes
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der Quartierstreff DOM ist ein wichtiger Begegnungsort in der Ortsmitte, für Jugendliche, Anwohner und Menschen aus dem AZ. Er wird eingebunden in Maßnahmen zur Prävention, um den sozialen Frieden im Quartier zu erhalten und zu fördern. Gemeinsam mit der Verwaltung des Landkreises und der Stadt Cuxhaven werden während der Projektlaufzeit in einer Arbeitsgruppe Recourcen erschlossen, um das Projekt weiterführen zu können.
Galerie
dom 2022
Zustimmung Veröffentlichung
On

Zukunft in Langenforth durch Dialog und Partizipation demokratisch gestalten

Ansprechpartner
Nina Landers
Funktion Koordinatorin
Mit Emma und Paul im verbunT selbstbewusst handeln, vernetzt gestalten, verantwortungsvoll leben.
Projektbeschreibung
Aufbauend auf der bisherigen Arbeit im Quartier Langenforth werden die Formate für Familien (einem offenen Familienbegriff folgend) noch stärker auf andere Lebensphasen ausgeweitet. Dabei werden bestehende und neue Netzwerke gepflegt und erweitert. Schwerpunkte der GWA bilden die aufsuchende Arbeit, unterstützt durch die Stadtteilmutter, sowie die Aktivitäten rund um den Ada-Lessing-Platz als neuem „Herz“ des Quartiers. Laufende Angebote werden unter Beteiligung von Ehrenamtlichen und Anwohner:innen in die Selbstständigkeit begleitet und neue Aktionsformen unterstützt. Der Aufbau einer sozialen Infrastruktur im Quartier fördert das Zusammenleben der Generationen sowie unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen. Mit diesem Folgeantrag sollen die drei Themenschwerpunkte gestärkt werden: (1) Zusammenleben der Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten, (2) Sichtbarmachung demokratischer Grundwerte durch kooperative Arbeitsweisen auf unterschiedlichen Ebenen, (3) Implementierung der Erfahrungen in kirchliche Handlungsfelder und in Netzwerkpartnerschaften. Durch die Kombination aus einer fundierten Bedarfserhebung, zielgerichteter und partizipativer Angebotsentwicklung und der Gestaltung eines offenen und inklusiven Austauschs entsteht eine vielfältige und solidarische Stadtteilkultur, die auf den Prinzipien von Teilhabe und gegenseitigem Respekt basiert. Erfahrungen aus dem ersten Förderzeitraum (aufsuchende Arbeit / Bollerwagen-Café, Vernetzungsmöglichkeiten / Donnerstags-Frühstück, interkultureller Austausch / Bilderbuch-Kino) bieten die Grundlage für eine Weiterentwicklung und zukunftsgerichtete GWA. Ergänzend hierzu werden im verbunT konzeptionell Schulungen für Ehrenamtliche entwickelt und angeboten. Für die Weiterentwicklung kirchlicher Arbeit muss die Verzahnung mit GWA – gepaart mit den Erfahrungen aus den Projekten – eine notwendige Grundlage für die sozialräumliche Ausrichtung sein.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Quartier Langenforth wird durch die Randlage zu Hannover und zu Gewerbegebieten geprägt. Die Bevölkerungsstruktur ist international, neben osteuropäischen Migrant:innen sind in den vergangenen zehn Jahren vor allem Menschen aus dem Nahen Osten zugezogen. Knapp ein Viertel der Anwohner:innen ist über 65 Jahr alt und gehört vielfach zur „Gründergeneration“ des Stadtteils in den 60er Jahren, bahnt sich ein Generationenwechsel an. Die Communities in den einzelnen Straßenzügen bilden sich in der Bebauungsstruktur ab, sie haben wenig Beziehung zueinander, es bestehen Vorurteile. Im kirchengemeindlichen Kontext hat sich vorwiegend die ältere Generation engagiert, weitergehende Kontakte in das Quartier wurden durch aufsuchende Arbeit angebahnt. Es müssen Berührungsängste abgebaut werden. Erste gemeinsame Aktivitäten sind Ergebnis einer Beziehungsarbeit, die ausgebaut und gepflegt werden muss. Die erhobenen Bedarfe zeigen Konfliktlinien innerhalb der Bewohner:innen sowie den Wohnungsbaugesellschaften auf, etwa bei der Nutzung von Gemeinschaftsanlagen. Die Umbenennung des Stadtraums vor der Kirche 2023 in Ada-Lessing-Platz ist Ausgangspunkt für Veranstaltungen und Begegnungen, hier entstehen Möglichkeiten für demokratische Beteiligungsformate. Verantwortlichkeiten und Strukturen im Netzwerk müssen weiterentwickelt werden. Innerhalb der älteren Bevölkerung ist Vereinsamung ein häufiges Problem. Für die junge Generation spielt Vernetzung + Familienbildung eine wichtige Rolle. Ziel ist, den Personenkreis, die GWA mitgestalten, zu erweitern + stärker in die Eigenverantwortlichkeit zu überführen. GWA im verbunT hat mit ihren Leitlinien einen gemeinsamen Arbeitsansatz entwickelt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Langenhagen Langenforth
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im südlichen Bereich der Kernstadt Langenhagen und wird begrenzt durch folgende Straßen - nördlich - Bothfeider Straße - östlich - Oertzeweg und Wümmehof - südlich - Emil-Berliner-Straße - westlich - lthweg / Sollingweg / Harzweg und Walsroder Straße. Lagenhagen ist 7.190 ha groß, das Projekt-gebiet umfass mit 73 ha nur 1 c% des Stadtgebiets, es leben aber mit 5.595 rund 10 % der Bewohner:innen in Langenforth (Gesamtlangenhagen 56.342 Bewohner:innen).
Einwohnerzahl
5595
Quelle / Anmerkungen
Informationen aus der Stadtverwaltung, Geoinformation Stadt Langenhagen, Informationssystem der Landeskirche Hannovers
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Das Projektgebiet liegt nicht im Programmgebiet "Sozialer Zusammenhalt".
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Unterlagen zum Gebiet
langenforth.jpg (153.08 KB)
GWA/QM-Ansatz
Eine aktive Bürgerschaft gestaltet den Sozialraum. Durch vielfältige Beteiligungsformen sowie Mitwirkung an konkreten Projekten werden Erfahrungen von Selbstwirksamkeit gestärkt und ehrenamtliches Handeln angestoßen. Gelebte Beteiligungskultur, in der sich Menschen wahrgenommen fühlen, steigert die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Im direkten Kontakt mit den Anwohner:innen werden Bedarfe aus ihrer alltäglichen Lebenswelt heraus mit den dort auftretenden Themen erfasst. Dies ermöglicht die Bewusstwerdung von Belastungen, aber auch die Entwicklung von gemeinsamen Ideen und Zielen. Kreative Aktivitäten führen zu einer veränderten Stadtteilkultur als Ausgangspunkt für eine erhöhte Identifikation mit dem Quartier. Durch Beziehungsarbeit werden Selbstbewusstsein und neue Formen von Kommunikation gefördert sowie unterschiedliche Gruppen in Kontakt zueinander gebracht und Vorurteile durch Austausch abgebaut. In demokratischen Prozessen werden Anwohner:innen ermutigt und befähigt, sich gegenseitig zu unterstützen. Entstehende Netzwerke sind horizontal, die Anwohner:innen formulieren ihre Ziele selbst und setzen diese um. Auf kommunaler Ebene entwickelt das Netzwerk verbunT (Stadt und drei Kirchengemein-den) einen gemeinsamen GWA-Ansatz, der mit weiteren Kooperationspartnern fortgeschrieben werden soll. Dabei setzt die sozialraumbezogene gemeinwesen-diakonische Arbeit orientierungsgebende Impulse. Der Prozess profitiert von der fachlichen Begleitung durch die Landeskirche.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bedarfe sind durch gezielte u. aktivierende Befragung sind erfasst; Gelegenheiten und Strukturen sind ge-schaffen und bieten Raum für Kommunikation; Selbstwirksamkeit wird erfahren, lokale Demokratie und eine Kultur der Wertschätzung wird gelebt.
Beschreibung
Selbstorganisation erfolgt größtenteils losgelöst von der Fachkraft, engagiertes EA übernimmt Verantwor-tung und werden Entscheidungsprozesse eingebunden; Kooperationen werden gelebt; Schulungen und Vor-tragsreihen stärken Resilienz.
Beschreibung
Öffentliche Plätze (Ada-Lessing-Platz) werden für Begegnungen und als Gestaltungsraum genutzt; die durch Befragung ermittelten Stärken im Quartier sind ausgebaut; Nachbarschaftshilfen sind entstanden
Beschreibung
Kommunikationsanlässe und Aktivitäten werden interkulturell, inklusiv und generationenübergreifend wahr-genommen; Begegnungen sind von gegenseitigem Verständnis und Respekt geprägt; Lösungsansätze werden gemeinsam entwickelt.
Beschreibung
Fachliche und organisatorische Angebote der kommunalen Fachstelle GWA werden angenommen; Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugesellschaft findet statt, Absprachen sind getroffen, Absprachen sind getroffen; KGs in LGH arbeiten gemeindeübergreifend GWA-orientiert
Beschreibung
Emma und Paul hat im verbunT mit weiteren Kooperationspartnern und der Gemeinwesen-Diakonie ein tragfähiges Konzept für GWA entwickelt; Netzwerkpartner unterstützen in der Gestaltung von Angeboten und Aktionen und gehen proaktiv aufeinander zu.
Beschreibung
Menschen gestalten interkulturell + generationenübergreifend ihr Zusammenleben,das von gegenseitiger Akzeptanz + demokratischem Handeln geprägt ist. Aktionen und Veranstaltungen finden regelmäßig statt;die Selbstwirksamkeit der Anwohnerinnen ist gestärkt
Beschreibung
GWA wird von KGs, verbunT und Kommune interdisziplinär betrachtet, Zusammenhänge, Unterschiede und Defizite sind sichtbar; Kommunikationsstrukturen sind entwickeln; gelebte Partizipation durch Einbindung der EAs; Kooperationsnetzwerke werden gepflegt.
Beschreibung
Kommunikationsstrukturen sind auf allen Ebenen geschaffen: Nachbarschaften – KG / Quartier – verbunT – Verwaltung + Politik – Kirchenkreis; Austausch und Vernetzung mit anderen Gemeinwesen finden statt; GWA-Ansatz wird verbreitet.
Vorhandene Strukturen
Familiencafé mit Kaffeevollautomat, mobiler Einrichtung, Materiallager für päd. Angebote. Im Außenbereich Veranstaltungsmöglichkeiten mit Hüpfburg, mobiler Bühne, Bierzeltgarnituren + Pavillons. Bollerwagen-Café ermöglicht Ausbau der Geh-Struktur in Koop. mit der Stadtteilmutter (finanziert durch Kommune + Job-Center). Rikscha für inklusive Fahrradtouren. EA-Engagement ermöglicht Angebote wie Lernraum, Eltern-Kind-Gruppen, Bilderbuch-Kino, Musikgruppen, Kaffee-Klatsch, 70 drunter & drüber, generationenübergreifendes Basteln, Generationenfrühstück, Senioren-Englisch. Feste im Jahresverlauf bieten neue Kontaktflächen (interkult. Familienfasching, Wochen gegen Rassismus, EA-Dank, Ada-Lessing-Platz-Fest zum Tag der Nachbarschaft, Generationen-Olympiade, Familien-Sommer-Programm, Radtour zum Weltkindertag, Spendenaktion „Leuchtende Kinderaugen“ zu Weihnachten sowie Vortragsreihen). EA tragen durch ihr Engagement einen finanziellen Beitrag (Muskelhypothek) und erfahren Selbstwirksamkeit. EA werden von den Koordinatorinnen in ihrer Arbeit begleitet und durch moderierte Treffen, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung unterstützt. Sichtbare Vernetzung in den Kirchengemeinden Emmaus + St. Paulus durch Beteiligung an Gemeindefesten, Jahresauftakt. Netzwerktreffen + Steuergruppenarbeit auf kommunaler Ebene sichern Qualitätsstandards + ermöglichen Verstetigung + Ausweitung von GWA. GWA in der KG + auf kommunaler Ebene im verbunT wird durch Kirchenkreis + Landeskirche beraten + unterstützt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales, Fachbereich Bauverwaltung, Stadtplanung und Geoinformation, Integrationsbeirat; Frühe Hilfen; Haus der Jugend; Jugendtreffs; Seniorennetzwerk; Freiwilligen-Agentur; Netzwerk Stadtteileltern
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturnetz Langenhagen; Musikschule; Kunstschule; Shanti-Chor
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Kirchen in Langenhagen, kath. Kirche Liebfrauen, Kirchenkreisjugenddienst, Kirchenkreissozialar-beit / Diakonie, kirchl. Familienzentren der Region Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kitas (St.-Paulus; Emmaus, Wimmelburg, kl. Strolche); Friedrich-Ebert-Grundschule; Berufsfachschule Erzieher:in.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
selvi e.V.; Ophelia e.V. für Mädchen und Frauen mit Gewalterfahrung; Behindertensport LGH; Schützenverein; Segelverein; Sportvereine (Sparta / Radsport-Verein / Tennisverein); win-e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bäckerei (Duygu / Rehbock; Lebensmitteleinzelhandel (REWE / EDEKA); Fleischerei-Riedel; Sanitär-Firma Jung; Event-Agentur
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Maja-Mobil (aufsuchende Jugendarbeit der Lebenshilfe), Willkommensgruppe LGH, Mehrgenerationenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Meravis; KSG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Echo; HAZ; social media; Homepage Emma und Paul; Homepage verbunT; Gemeindebriefe Emmaus und St. Paulus; Schaukästen Emmaus und St. Paulus; Messanger- und Mail-Verteiler / Newsletter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Polizei LGH; Stadtbibliothek; Ophelia Gesundheitscoaching Sara Mössinger
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SPD Langenhagen, Bündnis 90/Grünen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Anwohner:innen und Ehrenamtliche nutzen vorhandene Ressourcen und sind selbstwirksam. Beziehungsgefüge im Gemeinwesen sind gestärkt. Teilnahme an kommunal ausgerichteten Netzwerken der GWA, um gemeinsam praxis- und prozessorientiert Leitlinien der GWA in Langenhagen zu verankern. Kommunale Steuergruppe sorgt für Einbeziehung der Politik. Langfristige Finanzierung des Projekts soll durch Kooperation von Kirche, Diakonie und Kommune erfolgen.
Galerie
ada lessing platzfest
bauwagen und bollerwagen
bollerwagencafe
buecherschrank
fahrradtour
fotosafari
generationenfruehstueck mit auftritt von grundschule
herbstfest
kaffeeklatsch haende
kinder befragung mit stickern
kunstprojekt
landtag
laternenfest mit kita schule und kirchengemeinden
seminar gewaltfreie kommunikation
spieleecke
0001
0002
0003
0004
Videos
katarina_repp.mp4 (12.76 MB)
Aufsteller
0001.jpg (1.51 MB)
Zustimmung Veröffentlichung
On

Quartier im Dialog - gemeinsam stark für die Nachbarschaft Innenstadt

Ansprechpartner
Christina Huwald
Funktion Projektmanagement
Wir gestalten unser Quartier
Projektbeschreibung
Im Zentrum von Northeim liegt das Quartier Innenstadt, das von Leerstand, fehlenden Begegnungsangeboten und prekären Wohnsituationen geprägt ist. Hier setzt das Projekt an, um durch die Gemeinwesenarbeit im Quartier eine präsente Anlaufstelle zu schaffen, die Bewohner*innen bei individuellen und strukturellen Problemen unterstützt. Ziel ist es, bedarfsgerechte Angebote zur Begegnung und Teilhabe zu etablieren und einen tragfähigen Strukturaufbau zu realisieren, der ein Netzwerk aus lokalen Kooperationspartnern umfasst. Damit wird nicht nur das Wohnumfeld nachhaltig verbessert, sondern auch das Empowerment und die Selbstwirksamkeit der Bewohner gestärkt, sodass sie sich aktiv an der Gestaltung ihrer Nachbarschaft beteiligen. Zur Umsetzung werden Kooperationen intensiviert, ein runder Tisch / Arbeitsgruppe etabliert und die Verwaltung einbezogen, um gemeinsame Strategien zur Belebung des Quartiers zu entwickeln. Über direkte Befragungen der Anwohner (u.a. im Rahmen von Integrationskursen, Migrationsberatung, Seniorentreffs, Familienangeboten des Kinderschutzbunds, Jugendwerkstätten, Schulen, Straßenumfrage) werden konkrete Bedarfe der Bewohner*innen für das Quartier erfasst und auf dieser Basis passgenaue Angebote mit den Menschen entwickelt. Dies können u.a. niedrigschwellige Sportangebote, Verschönerungsinitiativen im Wohnumfeld und biografieorientierte Workshops (in Kooperation mit dem Projekt Biografiewerkstatt) sein. Kernbestandteil des Projekts ist die Idee, den bedrückenden Leerstand gemeinsam mit Anwohnern kreativ zu beleben und somit ein positives Signal zu setzen (auch gegenüber der Öffentlichkeit). Durch gemeinsames Tun und Begegnung zwischen verschiedenen Gruppen wird das Wir-Gefühl gestärkt und Vorurteile abgebaut. Ein Austausch zwischen Bewohnern und Politik wird gefördert, so dass Anwohner bei städtebaulichen Prozessen mitgenommen werden und ihre Bedarfe aufgenommen werden können. Wesentlicher Baustein ist der Aufbau eines Nachbarschaftscafés (im Kassebeerschen Haus/Breite Str. - 3. Projektjahr). Hier können sich Nachbarschaftsgruppen u. Vereine treffen sowie Kooperationspartner Angebote umsetzen, wodurch eine niedrigschwelliger Treffpunkt mit vielfältigen Angeboten gefestigt wird. Projektstandort ist zunächst die Werk-statt-Schule (WsS) im Friedrich-Ebert-Wall. Im dritten Projektjahr ist ein Umzug in den neuen Standort der WsS (Breite Str. 37) mit Platz für das Nachbarschaftscafé geplant. Das Café soll auch nach Projektende fortbestehen.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Northeim ist eine Mittelstadt in der strukturschwachen Region Südniedersachsen, die von den Merkmalen des demografischen Wandels geprägt ist. Die Innenstadt Northeims bietet architektonisch eine Vielzahl an denkmalgeschützten Gebäuden, jedoch wirken sich Sanierungsstau u. Leerstand auf die Lebensqualität aus. Das Quartier ist gekennzeichnet von Mangel an adäquatem Wohnraum, prekären Wohnverhältnissen sowie durch das Entstehen von Angsträumen. Die Innenstadt ist stärker als die Gesamtstadt vom Zuzug von Migrant*innen geprägt und weist einen steigenden Bezug von Transfer- und Sozialleistungen auf. Es bedarf positiver Impulse für dieses Quartier, um ein attraktives Lebensumfeld aufzubauen und die Bewohner in diesen Prozess zu integrieren. Die Stadt hat sich auf den Weg gemacht, die Innenstadt städtebaulich aufzuwerten. Hier soll ein Dialog zwischen Stadt und Anwohnern gefördert werden, um deren Bedarfe zu berücksichtigen. Für ein lebendiges Quartier ist die Stärkung des Wir-Gefühls besonders wichtig. Die Innenstadt ist nicht nur das Zentrum der Gesamtstadt sondern explizit auch ein Wohnquartier, in dem aktuell Zusammenhalt, Austausch und Begegnungen der Nachbarschaft Förderungsbedarf haben. Wir haben in der Innenstadt ein leerstehendes Haus gekauft, das wir zu unserem neuen Standort ausbauen (Bezug ab 2027, www.kassebeersches-haus.de), um so einen Beitrag zur Belebung des Leerstands zu leisten. Das zentrale Anliegen, den Leerstand wieder für die Menschen im Quartier zugänglich zu machen, die Räume selbst gestalten können, ist ein wichtiger Bestandteil unseres GWA-Ansatzes. Projektstandort im Quartier ist zunächst der Friedrich-Ebert-Wall und ab 2027 die Breite Str. 37.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim Innenstadt
Beschreibung
Innestadt innerhalb des Walls, Außengrenzen bilden: Friedrich-Ebert-Wall, Gardekürrassierstraße etc., angrenzend liegt das Rhumeviertel
Einwohnerzahl
2900
Quelle / Anmerkungen
Meldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten aus 2022, Statistisch Berichte des Landes Niedersachsen - Demografiebericht Northeim
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung, ähnlich zu Zahlen U18
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten aus 2022, Statistisch Berichte des Landes Niedersachsen - Demografiebericht Northeim
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit Regionbericht Northeim 2022
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Northeim Integrationsbericht 2021
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
In Kooperation mit den betroffenen Personen im Quartier zielt unser Ansatz darauf ab, die Problemstellungen und Handlungsbedarfe auf individueller und struktureller Ebene im Quartier zu identifizieren und die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner sichtbar zu machen. Faktoren, die das Quartier belasten, sollen durch mittel- und langfristige Maßnahmen reduziert werden. Ein zentrales Ziel ist die Aktivierung der Bewohnerschaft zur aktiven Teilhabe und Mitgestaltung, damit sie selbstbestimmt die Zukunft ihres Gemeinwesens gestalten können. Wir fördern die Handlungsfähigkeit der Bewohner*innen, indem wir sie in die Lage versetzen Bedarfe zu erkennen, zu formulieren und gemeinsam Lösungen zu finden. Hierzu wird auch ein Netzwerk bestehend aus zivilgesellschaftlichen Akteuren wie Vereinen, Initiativen, Kirche, Bildungsträgern etc. aus dem Quartier aufgebaut, das gemeinsam daran arbeitet strukturelle Aspekte im Sozialraum zu verbessern. Dazu erfolgt eine enge Kooperation mit Politik /Verwaltung, um Problemlagen struktureller Art nachhaltig zu stabilisieren (siehe auch LoI des Bürgermeisters). Dieser Ansatz soll wesentlich dazu beitragen die Lebensumstände im Quartier Innenstadt ganzheitlich zu verbessern (u.a. bezogen auf Wohnraum / Infrastruktur, Lebensqualität, Möglichkeiten zur Partizipation) und demokratische Prozesse zu beleben, Begeisterung dafür zu wecken und demokratische Verhältnisse langfristig zu sichern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner erlernen, wie sie Angebote selbst organisieren können (z.B. kleinere Nachbarschaftsfeste, Stammtisch o.ä.), jährlich wird überprüft ob und wie viele weitgehend selbstorganisierte Angebote umgesetzt wurden, anfangs engere Unterstützung
Beschreibung
Aufbei einer Arbeitsgruppe / Runder Tische Innenstadt mit relevanten Sozialpartnern als Sprachrohr und Arbeitsgremium für die Belange des Quartiers ist erfolgt, auch übergreifend mit Caritas für Innenstadt u. Rhumeviertel gemeinsam
Beschreibung
Bedarfsanalyse mit Bewohner*innen und Netzwerk, spiegeln der Bedarfe an Politik/Verwaltung und Entwicklung gemeinsamer Lösungsansätze zur Verbesserung der Infrastruktur, niedrigschwelliges Verschönern des Wohnumfelds
Beschreibung
Bedarfsanalyse liegt vor, Angebote für die Bewohner*innen orientieren sich an den tatsächlichen Bedarfen und werden von den Bewohner*innen angenommen (Überprüfung von Teilnehmerzahlen, Zufriedenheitsbefragung der Teilnehmenden))
Beschreibung
Das Projekt hat sich als Anlaufstelle im Quartier etabliert und die Angebote zur Begegnung zwischen den verschiedenen Nachbarn werden angenommen; Teilnehmerzahlen u. Vielfalt der Teilnehmerschaft wird überprüft
Beschreibung
Das Projekt kooperiert mit der Stadt Northeim und begleitet den Prozess der Aufwertung der Innenstadt u.a. durch Städtebauförderung mit, indem die Bedarfe der Bewohner eingebracht werden und ein Dialog mit den Bewohnern gefördert wird
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Innenstadtmanagement
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Marketing, Tourismus der Stadt Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theater der Nacht
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Initiative Kunst und Kultur Northeim e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alte Brauerei Jugendzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oase e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St.-Sixti-Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fachwerk5Eck
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Northeim u.a. Dezernat Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pro Inklusion e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren heute Northeim e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationsberatung, Integrationskurse der Werk-statt-Schule, der LEB (Ländl. Erwachsenenbildung) u. anderer Anbieter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Partnerschaft für Demokratie Stadt Northeim und Landkreis Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartierstreff Rhumeviertel der Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gymnasium Corvinianum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther-Schule / Grundschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Stadt Northeim
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Gespräche mit Stadt/Landkreis gemeinsam mit Treffp. Rhumeviertel zur langfristigen Implementierung von GWA /finanzielle Verankerung. Einwerben v. Fördermitteln, mit denen sich Grundstrukturen der GWA weiterführen lassen (z.B.Programm LEADER Harzweserland mit Ko-Finanzierung Stadt / Landkreis). Runder Tisch wird zu Projektende auf Netzwerkpartner zur Fortführung übertragen. Café im Kasseb. Haus bleibt u. kann durch Bewohner/Netzwerkpartner weiter für Angebote/Treffpunkt genutzt werden.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Quartiersmanagement Bernwardsquartier Hildesheim

Ansprechpartner
Jens Dunemann
Funktion Quartiersmanager
Inklusive, partizipative und digitale Gestaltung städtischen Raums mit kulturellen Mitteln.
Projektbeschreibung
Wir wollen das Bernwardsquartier in Hildesheim zu einem lebenswerten Ort für viele Menschen und vielfältige Gruppen umgestalten. Die Aufgabe der Transformation und Aufwertung verstehen wir als inklusive, an den Bedarfen der Menschen orientierte, partizipative und digitale Gestaltung städtischen Raums. Im stark migrantisch geprägten Quartier erschließen und gestalten wir neue Netzwerke und Beziehungen. Gezielt und strategisch überwinden wir dabei soziale Grenzen, erreichen z. B. Migrant*innen, Student*innen, Kulturschaffende, Konsument*innen und Gewerbetreibende gleichermaßen und schaffen so neue Verbindungen. Die Quartiersarbeit aus den letzten zweieinhalb Jahren (Förderung endet 08/2025) soll weitergeführt und -entwickelt werden. Bereits entstandene Verbindungen und Netzwerke wollen wir stärken und erweitern. Dabei haben wir den Ausbau von Beziehungen auf Graswurzelebene im Fokus. Hier hat sich gezeigt, dass es individueller Ansätze bedarf, um diesen sehr heterogenen Pool an Menschen zu erreichen, ihre Bedarfe zu ermitteln, adäquate Begegnungsformate zu schaffen und nachhaltig selbsttragende Netzwerke zu etablieren. Mit unserer Arbeit wollen wir dafür sorgen, dass die Menschen im Berwardsquartier sich als Teil der Hildesheimer Stadtbevölkerung fühlen und auch als solche gesehen werden. Mit verschiedenen Kulturformaten, regelmäßig stattfindenden Quartierstreffen sowie der Ausweitung in den digitalen Raum wollen wir weiter daran arbeiten, Menschen aktiv einzubeziehen und das Viertel gemeinsam weiterzuentwickeln für ein gutes Miteinander, auch über die Quartiersgrenzen hinaus. Daneben sind wichtige Aspekte unseres Herangehens, niedrigschwellige Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, mit Diversität als sozialer Ressource zu arbeiten, Beziehungen auch aufsuchend zu knüpfen, digitale Sozialräume grundsätzlich mitzudenken und interkulturell zu arbeiten. Das beinhaltet u. a. auch Gewerbetreibende, Konsument*innen oder bspw. ÖPNV-Nutzer*innen, mit ihren spezifischen Interessen und Erwartungen, als Akteur*innen zu begreifen und sie intensiv mit einzubinden. Insbesondere sollen Synergien mit wirtschaftlichen Akteur*innen gefunden werden, welche die Quartiers- und Kulturarbeit unterstützen.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Bernwardsquartier liegt zwischen B1 und Bahnhof und ist aufgrund seiner Struktur und isolierten Lage ein schwaches Quartier, im Kanon der Hildesheimer Quartiere. Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage ist das Areal zwar stark frequentiert, lädt allerdings kaum zum Verweilen ein und wird meist nur passiert. Die ehemalige 1A-Lage Bernwardstraße/Angoulêmeplatz ist inzwischen durch Leerstände und fortschreitende Down-Trading-Prozesse geprägt, obwohl Straße und Platz 2017 saniert wurden. Im Viertel treffen verschiedene Kulturen und Interessen aufeinander. Das sozioökonomische Spektrum des Quartiers ist weit gefächert. Viele hier fühlen sich abgehängt und nicht gemeint, wenn es um Hildesheim geht. Es gibt eine allgemeine Sehnsucht nach stärkerer Sichtbarkeit und Identität. Gesehen wird das Quartier hingegen oft nur als schmuddelige, unsichere Ecke Hildesheims. In den letzten 2 Jahren wurden über eine Bundesförderung/Weiterleitung durch die Stadt Hildesheim QM und Quartierszentrum eingerichtet. Erste Erfolge können verzeichnet werden: Anwohnende und Gewerbetreibende wurden aktiviert, Netzwerke gebildet und verstärkt, regelmäßige Kulturveranstaltungen initiiert. Die Kommune kann einen dauerhaften Betrieb des QM aufgrund fehlender finanzieller Mittel aber nicht leisten. Wir verfolgen eine inklusive, an den Bedarfen der Menschen orientierte und partizipative Gestaltung des innenstädtischen Raums mit kulturellen & digitalen Mitteln. Dieser Prozess muss, damit die zarten Pflänzchen der ersten 2 Jahre nicht eingehen, fortgeführt und fachlich begleitet werden. Insbesondere digitale Sozialräume brauchen nach unserer Erfahrung strategische Ansätze, um sie zu erschließen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Bernwardsquartier
Beschreibung
Das Projektgebiet ist im Norden vom Bahnhof mit Zentralem Busbahnhof klar zur Hildesheimer Nordstadt abgegrenzt, offiziell bildet Gleis 1 die Grenze. Das Quartier erstreckt sich bis zur Kaiserstraße (B1), diese bildet als vierspurige Straße mit Durchgangsverkehr eine Barriere zum von vielen als "eigentliche" Innenstadt mit Fußgängerzone empfundenen Gebiet. Im Westen wird das Quartier ebenfalls durch eine zweispurige große Straße, die Marie-Wagenknecht-Straße, begrenzt. Hier dominieren das Verwaltungsgebäude des Landkreises Hildesheim und ein Schwimmbad. Jenseits der Straße geht die Bebauung ebenfalls als Mischung aus Gewerbe- und Wohngebiet weiter. Der Marienfriedhof, heute vor allem als Grünanlage genutzt, bildet im Osten wiederum eine natürliche Begrenzung. Die Bernwardstraße, die dem Quartier auch den Namen gegeben hat, verläuft als Fußgängerzone von Norden nach Süden durch das Gebiet und ist Hauptquerungszone für Menschen auf dem täglichen Weg vom Bahnhof und ZOB zur Arbeit bzw. Schule. Hier sind vor allem Klein- und Kleinstgewerbe angesiedelt. Direkt angegliedert liegt der Angoulêmeplatz als größter Platz im Quartier, hier hat auch der Antragsteller seinen Sitz und hier ist das zurzeit betriebene Quartierszentrum angesiedelt. In den letzten beiden Jahren haben verschiedene Maßnahmen dazu geführt, dass sich die als von vielen als belastend dargestellte Müll- und Sicherheitssituation gebessert ebenso wie sich die Aufenthaltsqualität auf dem Platz erhöht hat. In den Abendstunden, vor allem in der wärmeren Jahreszeit, dient der Platz als Spielwiese und Treffpunkt, vor allem für migrantisch geprägte Communities.
Einwohnerzahl
1571
Quelle / Anmerkungen
Stadt Hildesheim, Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Anmerkung: Daten aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit sind leider nicht kleinteiliger als Bezirke erhältlich. Daher hier Aufschlüsselung nach "Mitte Marienfriedhof"
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Anmerkung: Daten aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit sind leider nicht kleinteiliger als Bezirke erhältlich. Daher hier Aufschlüsselung nach statistischen Bezirken, "Mitte Marienfriedhof"
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslose Menschen unter 25 J. Stadt Hildesheim, Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Anmerkung: Daten aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit sind leider nicht kleinteiliger als Bezirke erhältlich. Daher hier Aufschlüsselung nach statistischen Bezirken, "Mitte Marienfriedhof",
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslose Menschen 25-34 J. Stadt Hildesheim, Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Anmerkung: Daten aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit sind leider nicht kleinteiliger als Bezirke erhältlich. Daher hier Aufschlüsselung nach statistischen Bezirken, "Mitte Marienfriedhof",
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Anmerkung: Daten aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit sind leider nicht kleinteiliger als Bezirke erhältlich. Daher hier Aufschlüsselung nach statistischen Bezirken, "Mitte Marienfriedhof"
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung, Anmerkung: Daten aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit sind leider nicht kleinteiliger als Bezirke erhältlich. Daher hier Aufschlüsselung nach statistischen Bezirken, "Mitte Marienfriedhof"
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagement im Bernwardsquartier entstand vor dem Hintergrund von Stadtentwicklungsbemühungen Hildesheims und hat Schwerpunkte in der ökonomischen und sozialen Aufwertung des innerstädtischen Raums. Wir arbeiten projektorientiert an Kooperationen, Vernetzung sowie der Aktivierung von Ressourcen im Quartier. In diesem Zusammenhang ist der Übergang zur GWA fließend: Das QM setzt in der Quartiersarbeit stark auf kulturell-partizipative Formate und Methoden, Einbindung lokaler Akteur*innen in Projekte sowie niedrigschwellige Begegnungsformate. Diese Ansätze von GWA gilt es im Projekt weiterzuentwickeln und um weitere zielführende Methoden zu ergänzen. Dabei wollen wir durch aufsuchende Kontaktaufnahme die persönlichen Beziehungen ins Quartier stärker entwickeln. Über die weitere Differenzierung der Quartiersarbeit in den digitalen Raum hinein, wollen wir mehr Bewohner*innen erreichen/ansprechen und das Quartier besser sichtbar machen. Aufgrund der Bewohner*innenstruktur im Quartier verfolgen wir bei allen Aktionen eine interkulturelle Herangehensweise.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Hildesheim/Wirtschaftsförderung und Beteiligungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Hildesheim, Stabsstelle Migration und Inklusion
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Hildesheim, FB 61 Stadtplanung und Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IQ- Interessengemeinschaft Kultur Hildesheim e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theaterpädagogisches Zentrum Hildesheim e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk Kultur & Heimat Hildesheimer Land e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Hildesheim, Stabsstelle Kultur und Stiftungen, dazugehörend auch Projektbüro Kulturregion Hildesheim und Interkulturelle Stelle (sitzen im selben Haus)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Hildesheim, Kulturbüro (sitzen im selben Haus)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Hildesheim, Jugendparlament
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Region Hildesheim, Social Innovation Center
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Universität Hildesheim, Fachbereich 2: Kulturwissenschaften & ästhetische Kommunikation
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim Holzminden Göttingen, Fakultät Gestaltung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim Holzminden Göttingen, Fakultät Soziale Arbeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Abrahams Runder Tisch Kultur
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeit und Leben Niedersachsen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Radio Tonkuhle (sitzen im selben Gebäude)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KulturLeben e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Greg vom Eck (Kunstfigur, ehrenamtliches Engagement)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Hildesheim, Stadtteilbüro Nordstadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hildesheim Marketing GbmH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsbürgermeister Neustadt/Stadtmitte Tobias Eckardt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hildesheimer Allgemeine Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtmagazin PUBLIC
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kehrwieder am Sonntag
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturfabrik Löseke e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Labora gGmbH Pro Aktiv Center (PACE) & JobClub
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Stadtmitte/Neustadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Hildesheim, Amt 403 für Soziales und Senior*innen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Stadt Hildesheim leitet bereits seit 2022 Fördermittel des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen an den PULS Hildesheim e.V. weiter, um damit die Entwicklung des Quartiers voranzutreiben. Ein Austausch mit dem Projekt Nord.Pol 2.0 besteht ebenfalls. Wir wollen daraufhin arbeiten, Ressourcen auch mit weiteren Innenstadt-Projekten (u.a. mit dem Bildungsverband Arbeit und Leben Nds. e. V.) zu bündeln, um tendenziell die ganze Stadt koordiniert mit GWA/QM voranzubringen.
Galerie
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20241207 163953
20241105 152429
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Vielfalt gemeinsam im Gemeinwesen gestalten

Ansprechpartner
Moqem Omari
Organisation Stadt Dissen aTW
Funktion Integration- und Gemeinwesenarbeit
Gemeinsam für ein lebendiges Dissen
Projektbeschreibung
Verschiedene Bevölkerungsgruppen an einem Ort führen nicht automatisch zu einem lebendigen Miteinander. Damit Vielfalt tatsächlich gelebt wird, müssen infrastrukturelle Veränderungen gezielt gestaltet, gemanagt und begleitet werden. Hier setzt die Gemeinwesenarbeit (GWA) an. Ziel des Projekts ist es, den sozialen Zusammenhalt in Dissen nachhaltig zu stärken, partizipative Prozesse zu vertiefen und GWA als festen Bestandteil der Stadtentwicklung zu verankern. Dabei soll das Narrativ einer vielfältigen Dissener Stadtgesellschaft gestärkt werden, in der Unterschiedlichkeit als Bereicherung erlebt wird. Aufbauend auf den Erfahrungen des laufenden Projekts (2023-2025) wurden bereits Maßnahmen zur Förderung von Begegnung und Teilhabe entwickelt. Dabei hat sich gezeigt, dass GWA besonders erfolgreich ist, wenn sie niedrigschwellige Begegnungsformate schafft, die auf gemeinsamen Interessen basieren oder im öffentlichen Raum stattfinden. Beispiele dafür sind bewährte Begegnungsformate wie das Tannenbaumsingen oder interkulturelle Picknicks. Weitere Anlässe, wie z.B. die Jubiläumsfeier „75 Jahre Stadtrechte“ sollen genutzt werden, um Begegnung und Partizipation zu stärken, Aufmerksamkeit für die GWA zu schaffen und neue Akteur*innen gezielt einzubinden. Die geplante Neugestaltung des Homann-Areals Geländes bietet zudem die Möglichkeit, bauliche und soziale Aspekte von Anfang an zusammenzudenken und die vielfältigen Bedürfnisse der Bewohner*innen aktiv einzubeziehen. Beteiligungsaktionen wie Pop-up-Workshops oder Stadtteilspaziergänge erfassen Ideen aus der Bevölkerung, während aktivierende Befragungen gezielt die Bedarfe marginalisierter Gruppen ermitteln, um ihre Perspektiven in die Planung einzubringen. Zudem bietet sich die Gelegenheit, neue – dringend benötigte – Begegnungsorte zu schaffen, an denen Menschen zusammenkommen können. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit mit der Stadtplanung intensiviert, um GWA langfristig in städtische Entwicklungsprozesse zu integrieren. Auch die Zusammenarbeit mit der lokalen Wirtschaft wird gezielt ausgebaut. Erste Gespräche mit Unternehmen sondieren mögliche Kooperationen, während z.B. das Stadtjubiläum genutzt wird, um GWA in der Wirtschaft sichtbar – und ihren Mehrwert erlebbar zu machen. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz wird Dissen aTW als lebenswerte, vielfältige Stadt gestärkt, in der sich alle Bevölkerungsgruppen zugehörig fühlen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
Laufzeit
2026-01-01 00:00:00
Ausgangslage
In Dissen am Teutoburger Wald leben Menschen aus über 80 Nationen. Besonders prägend ist der hohe Anteil an Arbeitsmigrant*innen aus Südosteuropa, Geflüchteten, Spätaussiedler*innen sowie Personen mit türkischen Wurzeln. Der Anteil der Menschen mit Migrationsgeschichte liegt deutlich über dem Durchschnitt im Landkreis. Diese Vielfalt spiegelt sich jedoch nicht in einem lebendigen Miteinander wider. Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Hintergründe sind nach wie vor begrenzt und bleiben oft oberflächlich. Eine zentrale Herausforderung für die Stadt ist der Wegfall der Homann-Salatfabrik, die bis 2022 der größte Arbeitgeber der Region war. Mit dem Abzug des Unternehmens verlor Dissen nicht nur zahlreiche Arbeitsplätze, sondern steht auch vor der Aufgabe, das frei gewordene Gelände sinnvoll zu nutzen. Die Neugestaltung dieses Areals bietet eine einmalige Chance, bauliche und soziale Aspekte von Anfang an gemeinsam zu denken. Dabei ist es essenziell, eine breite Beteiligung sicherzustellen und auch marginalisierte Gruppen aktiv einzubeziehen. Die wirtschaftliche Struktur in Dissen ist weiterhin stark von der Lebensmittel- und fleischverarbeitenden Industrie geprägt. Gleichzeitig leidet die Innenstadt unter einem Rückgang des Einzelhandels und dem Fehlen öffentlicher Begegnungsräume. Vor diesem Hintergrund wird die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu einer zentralen Aufgabe. Durch die Aktivierung der lokalen Wirtschaft kann Vielfalt als Chance sichtbar gemacht werden. Die Verknüpfung von wirtschaftlicher Entwicklung und GWA bietet die Möglichkeit, langfristig Strukturen zu schaffen, die das Zusammenleben in Dissen nachhaltig fördern.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Dissen(aTW) Kernstadt
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die Kernstadt von Dissen aTW, in der sich die genannten Herausforderungen besonders bemerkbar machen, insbesondere im Hinblick auf das Miteinander, den Mangel an Begegnungsräumen und die wenig belebte Innenstadt.
Einwohnerzahl
8665
Quelle / Anmerkungen
Stadt Dissen aTW 2025, Landkreis Osnabrück 31.12.2023, Zensus 15.05.2025
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Innerhalb dieses Gebiets leben 2.446 Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft sowie 6.219 Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft, was einem Ausländeranteil von mehr als 28 % entspricht. Über die Hälfte (65%) der ausländischen Bevölkerung stammt aus EU-Ländern. Laut dem Melderegister der Stadt Dissen aTW liegt der Anteil ausländischer Mitbürger im gesamten Stadtgebiet bei 24,9 %. In der Kernstadt lebt eine bemerkenswerte Zahl von Menschen mit internationalem Hintergrund. Dies liegt unter anderem daran, dass es dort viele Mehrfamilienhäuser und Wohnungen gibt, die oft in einem weniger guten Zustand sind und daher vergleichbar günstiger angeboten werden. Auffällig ist auch, dass die Bewohner*innen häufig wechseln (höher Fluktuation), da viele Menschen aus osteuropäischen Ländern nur für eine begrenzte Zeit hier bleiben und anschließend weiterziehen.
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
38
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund liegt im Projektgebiet dabei noch deutlich höher. Laut Zensus 2022 haben mehr als 38 % der Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Dissen aTW eine Einwanderungsgeschichte.
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im gesamten Stadtgebiet beträgt der Anteil der Bewohner*innen über 60 Jahre 25,5 %. Im Projektgebiet liegt dieser Anteil deutlich höher, da sich dort viele Seniorenheime und betreute Wohnanlagen im Innenstadtbereich befinden. Besonders interessant ist der Anteil älterer Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Während der Gesamtanteil ausländischer Einwohner*innen in der Stadt bei fast 25 % liegt, machen Personen über 60 Jahre innerhalb dieser Gruppe nur 10 % aus.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt setzt auf einen ganzheitlichen GWA-Ansatz in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und weiteren Akteur*innen. Mit Maßnahmen wie einem mobilen Café, Stadtteilfesten, interkulturellem Picknicken und anderen Formaten werden niederschwellige Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten geschaffen. Die GWA orientiert sich an den Ressourcen der Bewohner*innen und bindet diese sowie lokale Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung aktiv ein, um nachhaltige Netzwerke aufzubauen und das soziale Miteinander in Dissen aTW zu stärken. Ziel ist es, die Teilhabe und Mitgestaltung aller Bevölkerungsgruppen zu fördern. Partizipative Methoden wie Befragungen, Workshops und Pilotprojekte ermöglichen es, Ideen einzubringen und Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen. Bestehende Ressourcen werden gezielt genutzt, um tragfähige Strukturen zu schaffen. Die GWA wird dabei in Stadtentwicklungsprozesse integriert und mit Bereichen wie Wirtschaftsförderung und Stadtplanung verknüpft. Besonderes Augenmerk liegt auf der Entwicklung des Homann-Areals als sozialen Treffpunkt, der Netzwerkbildung und der Sensibilisierung für den Mehrwert von GWA. Durch Kooperationen mit lokalen Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen sollen langfristige Strukturen entstehen, die über den Förderzeitraum hinaus Bestand haben und die GWA nachhaltig sichern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen beteiligen sich aktiv an Planungsprozessen und Begegnungsformaten. Ihre Ideen fließen sichtbar in Maßnahmen ein, und die Angebote orientieren sich an ihren Bedarfen.
Beschreibung
Bewohner*innen und lokale Akteur*innen initiieren eigene Projekte oder übernehmen Verantwortung in bestehenden Formaten.
Beschreibung
Lokale Ressourcen, Akteur*innen und bestehende Netzwerke werden in die GWA eingebunden und aktiv genutzt. Erfolgreiche Formate werden verstetigt.
Beschreibung
Begegnungsformate werden von einer vielfältigen Bewohner*innenschaft genutzt, sodass interkulturelle und generationsübergreifende Kontakte entstehen.
Beschreibung
Stadtentwicklung, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft arbeiten eng zusammen; GWA wird in kommunale Prozesse eingebunden.
Beschreibung
Dauerhafte Kooperationen mit lokalen Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung bestehen. Mindestens eine neue feste Partnerschaft entsteht.
Beschreibung
Begegnung ist fester Bestandteil des Stadtlebens. Neu entstandene Kontakte und Netzwerke zwischen Bewohner*innen stärken den Zusammenhalt, und Segmentierung nimmt spürbar ab.
Beschreibung
Neue Begegnungsorte entstehen oder bestehende Räume für GWA werden genutzt und dauerhaft gesichert.
Beschreibung
GWA ist in kommunalen Prozessen verankert, über das Projekt hinaus gesichert und mit anderen Stadtentwicklungsprozessen verknüpft.
Vorhandene Strukturen
In Dissen aTW bestehen seit 2023 professionelle Strukturen der Gemeinwesenarbeit, die im Rahmen des Projekts „Vielfalt gemeinsam im Gemeinwesen gestalten“ systematisch aufgebaut wurden. Ziel war es, in engem Dialog mit Bewohner*innen, Zivilgesellschaft und Verwaltung Maßnahmen zur Förderung von Begegnung, Teilhabe und Vernetzung zu entwickeln. Durch Methoden wie aktivierende Befragungen, mobile Cafés und Workshops wurden Möglichkeitsräume geschaffen, um über Vielfalt ins Gespräch zu kommen. Dabei wurden bestehende Herausforderungen und Potenziale identifiziert und Ideen zur Verbesserung des Zusammenlebens in Vielfalt entwickelt. Zudem wurden erste tragfähige Netzwerke geknüpft und niedrigschwellige, wiederkehrende Begegnungsformate etabliert. Formate wie das gemeinsame Picknicken das Tannenbaumsingen oder das interreligiöse Friedensgebet wurden bewusst im öffentlichen Raum platziert, um neue Zielgruppen zu erreichen und Bewohner*innen unterschiedlicher Herkunft und Hintergründe miteinander in Kontakt zu bringen. Mit dem Arbeitskreis Interreligiöser Dialog wurde zudem eine neue, verbindliche Netzwerkstruktur geschaffen, die regelmäßig tagt und öffentlich sichtbare Impulse (z.B. durch die Aktion „Interreligiöses Friedensgebet“) setzt. Darüber hinaus absolviert der für das Projekt verantwortliche GWA-Mitarbeiter bei der Stadt Dissen aktuell den Zertifikatskurs „Gemeinwesenarbeit“, den er im Mai 2025 abschließen wird.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Dissen aTW (Öffentlichkeits-, Senioren- Jugend-, Ehrenamts-, Familien- und Integrationsarbeit, Stadtplanung, Ordnungsamt, Soziales und Stadtbücherei); Landkreis Osnabrück (Migrationszentrum, Integrationsbeauftragte, Ehrenamt…), Nachbarkommunen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kunst und Kultur im südlichen Osnabrücker Land e.V. , Kreismusikschule Osnabrück e. V., Jazz Club Dissen-Bad Rothenfelde e. V. u.v.m (u.a. Chöre und Ensembles).
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung Dissen, Generationennetzwerk der Stiftung Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Westfälisches Kinderdorf e.V. , Kinder- und Familienzentrum Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verein für Nachhaltigkeit e.V., Industriekultur HOMANN e.V. u.v.m…
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie-Pflegedienst, Altenhilfe Bethel / Seniorenzentrum Dissen, DRK-Seniorenheim Dissen gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Dissen, Hermann-Freye-Gesamtschule, Lernstandort Noller Schlucht gGmbH, VHS Osnabrücker Land gGmbH und Kindergärten vor Ort (7)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Luth. St.-Mauritius-Kirchengemeinde Dissen, Freie evangelische Gemeinde Dissen, Kath. Pfarreiengemeinschaft a.T.W., Mennoniten-Kirchengemeinde Dissen e.V., Neuapostolische Kirche, DITIB Türkisch-Islamische Gemeinde zu Dissen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe e. V., Fuchs GmbH & Co. KG, Schulte Fleisch- und Wurstwaren GmbH, Dachser SE Food Logistics, Schlingmann GmbH & Co. KG und weitere Industrie und Handwerkbetriebe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Baugenossenschaft Landkreis Osnabrück eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Öffentlichkeit der Stadt Dissen aTW, Neue Osnabrücker Zeitung GmbH & Co. KG, Teuto Express Verlags-GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtrat der Stadt Dissen aTW, Fraktionen und politische Parteien in Dissen aTW, Lokale Vertreter im Landtag und Bundestag
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bewohner*innen im Projektgebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sport: Billard Club Dissen e. V., Turn- und Sportgemeinde Dissen e.V. (Mehrere Abteilungen), Tennisclub Dissen e. V. TUS Aschen-Strang e. V. 1912
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt zielt darauf ab, GWA langfristig in die Stadtentwicklung zu integrieren und ihren Mehrwert für das soziale Miteinander flächendeckend noch stärker erlebbar/ sichtbar zu machen. Durch den Aufbau tragfähiger Netzwerke mit Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung sollen zudem nachhaltige Strukturen geschaffen werden. Insbesondere Unternehmen sollen als Partner gewonnen und Finanzierungsmodelle erarbeitet werden, um GWA langfristig in Dissen zu verankern.
Galerie
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Aufsteller
Zustimmung Veröffentlichung
On

Women connect!

Ansprechpartner
Ron Herzberg
Funktion Standortleitung
Frauenpower für soziale Integration in Döhren
Projektbeschreibung
Im Projekt "Women connect!" entsteht durch Begegnung und selbstorganisierte Aktivitäten ein Netzwerk aus Frauen aus den unterschiedlichen sozialen Gruppen des Hannoveraner Stadtteils Döhren, das in Zusammenarbeit mit bestehenden Organisationen und Akteuren das Miteinander und die soziale Integration im Stadtteil stärkt. Das Projekt setzt an bestehenden informellen Begegnungsorten wie den Spielplätzen am Fiedeler Platz und der Peiner Straße an, wo es über niedrigschwellige Angebote (z.B. Picknicks, Bastelaktionen etc.) Frauen über die Grenzen ihrer sozialen Blasen hinweg zusammen und in einen produktiven Austausch bringt. Die sich dabei im Gespräch ergebenen Bedarfe und Wünsche werden in abwechslungsreichen Formaten wie Meckercafés, Aufstellungen, Stadtteilbegehungen, Ideenschmieden, Lösungs-Sit-Ins usw. aufgegriffen. In diesen Formaten werden die Bedarfe gemeinsam thematisiert, systematisiert und zusammen angegangen, indem Ideen und Pläne für deren Umsetzung entwickelt werden. Unterstützend setzt das Projekt von Beginn an auf eine enge Vernetzung zu und Zusammenarbeit mit der Akteurslandschaft im Stadtteil, um sich nachhaltig zu etablieren. Aus den anfänglichen Begegnungsformaten entwickelt sich im Projektverlauf ein fester Treffpunkt, bevorzugt mit eigenen Räumlichkeiten, der den Frauen als Safe Space dient und den sie räumlich wie inhaltlich ausgestalten. Der Raum steht ihnen offen, um sich zu treffen und Agebote zu organisieren. Aus diesem Safe Space heraus entsteht nicht nur ein sich verdichtendes soziales Netzwerk, das schnell in die Familien der Frauen und weitere Bevölkerungsteile wirkt. Von hier aus setzen die Frauen auch ihre Ideen und Lösungen für den Stadtteil in Form von selbstgewählten Formaten und Aktionen um. Das Projektteam nimmt dabei eine unterstützende, beratende Rolle ein und stiftet sinnvolle Vernetzung zu einschlägigen Akteuren aus dem Stadtteil. Egal, ob die Frauen ein Stadtteilfest organisieren, Kreativangebote oder Ausstellungen gestalten, einen lokalen Videopodcast produzieren oder Hilfsnetzwerke initiieren - durch ihre Aktivitäten wirken sie sichtbar in den gesamten Stadtteil hinein. Die gesammelten Erfahrungen und erworbenen Kenntnisse bringen sie dann auch nach und nach in die Leitung heterogener Organisationsteams mit ein, in denen sie mit engagierten Einwohnern eine aktive Beteiligungskultur im Stadtteil befeuern und ihre Projektarbeit ausbauen. Zusammengefasst vernetzt, aktiviert und empowert das Projekt Döhren.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Hannoveraner Stadtteil Döhren liegt zwischen der innenstadtnahen, gutbürgerlichen Südstadt und Laatzen. Er ist ein lebendiger, familienfreundlicher Stadtteil mit vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, gastronomischem Angebot und attraktiven Spielplätzen. Besonders hervorzuheben sind das Mehrgenerationenhaus und gut etablierte Jugendzentrum, das seit Jahren auch Jugendlichen aus sozial benachteiligten Lebenslagen Halt und Perspektiven bietet. In den vergangenen Jahren ist die Stadtteilbevölkerung zunehmend heterogener geworden. 2024 hatten 30,6 % der Einwohner*innen in Döhren eine Migrationsgeschichte – ein Zuwachs von 20 % im Vergleich zu 2018. Die wachsende Diversität stellt den Stadtteil vor neue Herausforderungen: Es braucht Strukturen, die ein echtes Miteinander fördern und ein bloßes Nebeneinander verhindern. Gelingende Integration wirkt spannungspräventiv und stärkt den sozialen Zusammenhalt. Ein zentraler Ort des Aufeinandertreffens sind die Spielplätze – etwa an der Peiner Straße oder am Fiedeler Platz. Hier halten sich täglich vor allem Mütter mit ihren Kindern auf. Diese informellen Begegnungsorte bieten großes Potenzial für Austausch – bislang jedoch weitgehend ungenutzt. Frauen wirken in ihre Familien hinein und können somit als Schlüsselakteurinnen sozialer Integration wirken. Werden sie vernetzt und ins gemeinsame Tun gebracht, profitieren nicht nur sie, sondern der gesamte Stadtteil. Döhren braucht daher Angebote, die Frauen aus unterschiedlichen Lebensrealitäten zusammenbringen, den Dialog stärken und gegenseitiges Empowerment ermöglichen. Ein geschützter, gleichzeitig offener Raum – als Treffpunkt, Ideenschmiede und Motor für ein gelingendes Miteinander.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Döhren
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Hannover-Döhren im Stadtbezirk Döhren-Wülfel. Döhren liegt im Südosten der Stadt Hannover und ist klar durch Straßenzüge und natürliche Gegebenheiten abgegrenzt. Im Westen bildet die Leine die Grenze, einschließlich der angrenzenden Grünflächen der Leinemasch. Nördlich wird der Stadtteil durch die Hildesheimer Straße begrenzt, die als wichtige Verkehrsachse die Verbindung zur Innenstadt darstellt. Im Osten verläuft die Grenze entlang der Peiner Straße bis zur Garkenburgstraße, die gleichzeitig die südliche Abgrenzung zu Wülfel bildet. Innerhalb dieses klar umrissenen Gebiets befinden sich zentrale Orte, die für das Projekt Women connect! besonders relevant sind. Dazu gehört der Fiedeler Platz, ein lebendiger Treffpunkt mit Wochenmarkt, Cafés und einem großen Spielplatz – ein Ort alltäglicher Begegnung verschiedener Gruppen. Ebenfalls bedeutend ist der Spielpark an der Peiner Straße, ein gut besuchter Spiel- und Freizeitort für Kinder und Familien. Ergänzt wird das soziale Leben im Stadtteil durch Einrichtungen wie das Mehrgenerationenhaus des Mütterzentrums, Jugendzentrum Döhren, das Freizeitheim und verschiedene Kirchengemeinden.
Einwohnerzahl
13571
Quelle / Anmerkungen
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/B%C3%BCrger-Service/Stadtbezirksportale-Hannover/Stadtbezirk-D%C3%B6hren-W%C3%BClfel/Der-Stadtbezirk/Ein-Stadtbezirk-stellt-sich-vor
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt „Women connect!“ verfolgt einen gemeinwesenorientierten Ansatz. Ziel ist es, Frauen unterschiedlicher sozialer und kultureller Hintergründe im Stadtteil Döhren miteinander zu vernetzen, ihre Teilhabe zu stärken und sie in ihrer Rolle als Akteurinnen des Gemeinwesens zu aktivieren. Ausgangspunkt sind alltägliche Begegnungssituationen an informellen Orten wie Spielplätzen, die bewusst genutzt werden, um niedrigschwellige Kontakte zwischen Frauen zu ermöglichen. So knüpft das Projekt gezielt an die informellen Alltagssituationen an, in denen Frauen ohnehin präsent sind – und wandelt beiläufige Begegnungen in aktive Mitgestaltung um. In strukturierten Formaten wie Stadtteilbegehungen, Mecker-Cafés oder Ideenwerkstätten äußern die Teilnehmerinnen ihre Anliegen und entwickeln gemeinsam Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil. Diese werden in selbstgewählten Aktionen umgesetzt. Ein zentraler Bestandteil ist der Aufbau eines regelmäßigen Treffpunkts als „Safe Space“, den die Frauen inhaltlich mitgestalten und organisatorisch mittragen. Das Projektteam übernimmt dabei eine begleitende, unterstützende Rolle und stellt die Verbindung zu relevanten Akteur*innen im Stadtteil her - es vernetzt, empowert und aktiviert. Die Maßnahmen zielen auf langfristige Selbstorganisation, Stärkung nachbarschaftlicher Beziehungen und die nachhaltige Verankerung im Sozialraum.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn die Frauen untereinander über das Projekt hinaus auch im Privaten vernetzt sind und diese Vernetzung ihre Familien, Freunde und Nachbarn umfasst, sodass die Interaktion der sozialen Gruppen im Stadtteil sichtbar zunimmt.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn von den Aktivitäten der teilnehmenden Frauen sowie der heterogenen Organisationsgruppen unterschiedliche Bevölkerungsteile des Stadtteils profitieren und sich vernetzen.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das Netzwerk aus engagierten Frauen, welches im Projekt entsteht, über den Förderzeitraum hinaus Hand in Hand mit anderen Akteuren im Stadtteil agiert und die Beteiligungskultur aufrecht erhält.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn sich das Projekt in bestehende Angebote eingefügt und deren Vernetzung untereinander weiter vorangetrieben und gleichzeitig die teilnehmenden Frauen hierin integriert hat.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Mütterzentrum/Mehrgenerationenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Maria e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freizeitheim Döhren
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum Döhren
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtbibliothek Döhren
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
habiba studio
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
DRK Ortsverein Döhren/Wülfel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Spvg Niedersachsen Döhren
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Petri-Kirche Döhren
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Bernward-Kirche Döhren
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Glockseeschule
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Von Beginn an werden die Stadt Hannover und Organisationen im Stadtteil in die nachhaltige Etablierung des Projekts einbezogen. Gemeinsam wird frühzeitig eine Handlungsstrategie entwickelt. Ziel ist eine Anschlussfinanzierung über städtische oder andere Mittel. Perspektivisch kann das Projekt als selbstorganisiertes Frauennetzwerk weitergeführt werden. Die beratende, qualifizierende und materielle Unterstützung der Frauen könnte in diesem Fall auf mehrere Akteure im Stadtteil verteilt werden.
Galerie
women connect 1
women connect 2
women connect 3
Zustimmung Veröffentlichung
On

Viertel Berliner Straße - Aus "Ankommen" wird "Bleiben", aus "Verinselung" wird "Gemeinschaft".

Ansprechpartner
Markus Meyer
Menschen verschiedenster Ankommensgenerationen nehmen sich gegenseitig wahr, lernen sich kennen und werden zu (Mit-)Gestaltenden ihrer Nachbarschaft. Der "Verinselung" von Gruppen entgegenwirken.
Projektbeschreibung
Das Projekt wird ergänzend zu zwei Stadtteiltreffs herausfinden, welche Menschen mit welchen individuellen "Ankommens-"Geschichten die aktuelle Nachbarschaft bilden. Eine neue Gehstruktur ins Viertel erweitert die bisher nur mögliche Kommstruktur der Treffs. Der Blick wird nicht nur auf die Zuzüge der letzten Jahre gerichtet. Es werden gezielt Menschen angesprochen, die seit langer Zeit mit eigener Migrationsgeschichte hier leben. In den letzten Jahren gab es wesentliche Veränderungen im "Kern" des Gemeinwesens. Das Viertel ist noch vielfältiger und bunter geworden. Menschen kommen aus vielen Teilen der Welt, mit eigenen Kulturen, Traditionen und Lebensgeschichten. Was sind ihre Alltagsthemen? Was beschäftigt sie? Was macht ihnen Sorgen in diesem sich schnell verändernden Umfeld? Wie gelang bisher das Ankommen? Was bedeutet ihnen Nachbarschaft? Durch systematische Befragungen und aktivierende Methoden werden die Themen, Wünsche und Ziele der Bewohnenden erfasst und diese zur Selbsthilfe aktiviert. Dabei werden vorhandene Netzwerke genutzt und erweitert. Es werden Menschen gefunden und beteiligt, die Zugänge zu bisher verschlossenen Communities schaffen. Die "Verinselung" wird aufgebrochen, neue Verbindungen geschaffen, Brücken gebaut. Die durch den Wandel herausgeforderte Aufnahmegesellschaft wird gezielt angesprochen und einbezogen. Die Menschen nutzen und erschließen sich gemeinsam neue Räume. Erweiterte Teilhabe- und Teilgabemöglichkeiten entstehen und der bereits vorhandenen Vereinsamung wird entgegengewirkt. Begegnungsräume und Begegnungsanlässe werden systematisch mit den Bewohnenden initiiert und gefestigt. Der Zugang zur bestehenden sozialen Infrastruktur wird erleichtert, die Treffs als ganz eigene "Inseln" eingebunden. Menschen entdecken, dass sie ähnliche Themen und Fragestellungen im Alltag beschäftigen und sie diese gemeinsam bearbeiten und voneinander lernen können. Das "Ankommen" verbindet die Menschen über Generationen hinweg. Sie entwickeln Aktivitäten, um den "sozialen Kitt" und das Miteinander als Nachbarschaft zu stärken. Eigene Ressourcen werden entdeckt und für "Schwächere" im Viertel eingesetzt. Aus Rückzug wird wieder Öffnung/Interesse an den anderen. Die Menschen identifizieren sich wieder mit ihrem Viertel, mit ihrem "Kiez" und leben gerne hier. Sie betrachten die Vielfalt als Vorteil und Stärke des Quartiers, sehen ihre eigene Zukunft und neue Heimat hier - aus "Ankommen" wird "Bleiben" aus "Verinselung" wird "Gemeinschaft"!
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Viertel Berliner Straße ist seit Jahrzehnten ein Ankommensquartier von Menschen aus vielen Teilen dieser Welt. Die Gründe für den Zuzug sind aktuell oft Kriege und globale Krisen, aber auch die Suche nach einem besseren Leben für sich und die eigene Familie. Da die Gründe für die Migration der Menschen eher fremdbestimmt waren, haben sie sich hier zunächst in ihren Communities zusammengefunden und zum Teil eigene Strukturen der Alltagsbewältigung aufgebaut. Das gibt ihnen ein Gefühl von Sicherheit und "Heimat" in einem für sie meist sehr fremden Umfeld. Sie nutzen Beratung und Unterstützung in den vorhandenen Stadtteiltreffs, ziehen sich aber sonst sehr ins Private zurück. Es kommt zunehmend zur "Verinselung" von Gruppen in einem Nebeneinander der Nachbarschaften. Fremdheit und Distanz sind prägend. "Die" und "Wir" sind häufige Zuweisungen, Verständnis füreinander und der Blick auf das Verbindende schwindet. Langjährige Bewohnerschaft überfordert die rasante Veränderung des Viertels, sie fühlen sich oft nicht gesehen und abgehängt - fremd in ihrem eigentlich gewohnten Umfeld. Insgesamt entsteht vermehrt eine angespannte Stimmungslage und schwindende Kommunikation untereinander. Gut 70% der Bewohnerschaft hat eine Zuwanderungsgeschichte, ca. die Hälfte einen ausländischen Pass und fast jede/r Vierte eine eigene Fluchtgeschichte. Es ziehen im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit zahlreiche Menschen aus Osteuropa, vor allem aus Bulgarien und Rumänien ins Viertel. Der Zugang zu diesen Gruppen scheint besonders schwierig. Die Treffs sind stark ausgelastet mit Beratung und Unterterstützung in einer "Kommstruktur". Eine "Gehstruktur" ins Viertel ist bisher kaum möglich.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter Lebenstedt - Viertel Berliner Straße
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die statistischen Bezirke 53 und 54 und deckt damit den Bereich um die gesamte Länge der Berliner Straße ab. Im Norden wird es abgegrenzt von der Ludwig-Erhard-Straße, im Osten von der Peiner Straße, im Süden von der Konrad-Adenauer-Straße und im Westen von der Albert-Schweitzer-Straße.
Einwohnerzahl
7050
Quelle / Anmerkungen
Daten Stadt Salzgitter / Einwohnerverfahren Meso, Kosis HHGen sowie eigene Statistiken und Advis
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Daten der Kommune - Mittelwert der Bezirke 53 & 54
Projektgebiet in Prozent
49
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Daten der Kommune - Mittelwert der Bezirke 53 & 54
Projektgebiet in Prozent
71
Gesamtstadt in Prozent
44
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Daten der Kommune - Mittelwert der Bezirke 53 & 54
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Daten der Kommune - Mittelwert der Bezirke 53 & 54
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Daten der Kommune - Mittelwert der Bezirke 53 & 54
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Daten der Kommune - Mittelwert der Bezirke 53 & 54
GWA/QM-Ansatz
Wir stellen die Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit ins Zentrum unseres Vorgehens. Ausgehend von den Interessen der Menschen (durch gründliche Analyse und Verstehen des Viertels und der hier lebenden Menschen mit ihren Ankommensgeschichten) werden passgenaue Aktivitäten entwickelt und neue Räume mit den Bewohnenden erschlossen (Beteiligungsformate einsetzen und Teilhabe sowie Teilgabe ermöglichen). Dabei werden die Beteiligten in ihrer Handlungsfähigkeit gestärkt und in Richtung Selbstorganisation und Empowerment begleitet. Sie erschließen sich, unterstützt aber eigenständig, neue "Räume"/Orte und entdecken ihre Gemeinsamkeiten in der Ankommensbiografie. Sie einbringen ihre Stärken und Ressourcen ein und lernen voneinander. Die Selbstwirksamkeit im Gestalten ihres Zusammenlebens, als über Generationen "Angekommene" in der Nachbarschaft und das Entstehen tragfähiger Netzwerke und neuer Verbindungen werden entwickelt und gestärkt. Verschiedenste Zielgruppen werden angesprochen und miteinander in Kontakt gebracht. Die bisher vorhandene "Kommstruktur" der Stadtteiltreffs wird gezielt erweitert durch eine "Geh-ins-Viertel-Struktur" z.B. mit einem umgebauten Lastenrad als "Treffpunkt-to-go" in den öffentlichen Raum. Bewohnende werden befähigt, selber GWA-Teile zu übernehmen und neue Angebote zu organisieren und zu verantworten. Sie werden zu "Ankommens"-Experten und geben ihr Wissen weiter, entwickeln passende Strukturen und Finanzierungsmodelle für ihre Ideen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kontakte zu verschiedensten Menschen mit Ankommensgeschichte aufgebaut wurden und sich diese mit ihren Themen einbringen. Die Menschen sich selbst für sie passende Räume erschlossen haben und diese in gemeinsamer Verantwortung nutzen.
Beschreibung
Bewohner*innen sich (neu) eigenständig treffen, ihre Alltagsfragen besprechen und sich verabreden. Menschen qualifiziert sind, um selbständig (kleinere) Anträge zu stellen und für Gemeinsames einzusetzen. Ein Bürgerverein entsteht.
Beschreibung
Unterschiedlichste Menschen (Alter, Geschlecht, Herkunft, Wohnzeiten im Viertel, Einkommen, Familienstand) einbezogen sind. Menschen aus verschiedenen "Inseln" miteinander agieren und neue Verbindungen entstanden sind.
Beschreibung
Netzwerke eine erkennbare Struktur (Verteiler, Protokolle, Sitzungsrhythmus) haben und eine breite Beteiligung sichtbar ist. Unterschiedliche Beteiligte verlässlich Dinge miteinander gestalten und regelmäßig kommunizieren. Ein Stadtteilgremium existiert.
Beschreibung
Menschen aus dem Viertel eigene Ideen einbringen und zusammen mit anderen aus der Nachbarschaft umsetzen. Regelmäßig Feste und Feiern mit breiter Beteilgung stattfinden. Menschen sich im Alltag unterstützen und miteinander in Kontakt sind.
Beschreibung
Menschen eigene gelingende Ankommensgeschichten weitergeben, sich mit ihren Fähigkeiten verantwortlich einbringen und Nachbarschaft selbst gestalten. Neue Räume von Bewohnenden erschlossen wurden. Menschen sich in der Ortspolitik engagieren.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ev-luth. Kirchengemeinde Martin-Luther
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kontorsarbeit der Stadt Salzgitter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
TAG Wohnen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Nord
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Salzgitter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DITIB Salzgitter-Lebenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGMG Am Haudorn Salzgitter-Lebenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KSV Vahdet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat des Gebietes
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreff Start.Punkt.SZ Berliner Straße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Generationentreff Martin-Luther-Straße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kita und Familienzentrum Martin-Luther
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Engagierte Menschen aus dem Viertel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bildungshelden e.V. Berliner Straße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugend-/Mädchengruppe aus dem Start.Punkt.SZ
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frauenhilfsgruppe der Martin-Luther-Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorengruppe des Generationentreffs
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Männergruppe Start.Punkt.SZ
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nähgruppen Start.Punkt.SZ und Familienzentrum Martin-Luther
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gitarrengruppe Martin-Luther
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Elternschaft Familienzentrum und Kita Martin-Luther
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Bewohnende nutzen die erschlossenen Räume eigenständig weiter und verantworten Angebote. (Wohnungs-)Wirtschaft wird einbezogen für finanzielle und räumliche Unterstützung. Räume der Treffs und der Partner stehen mietfrei zur Verfügung. Die Kommune hat ein Interesse am Bürgerengagement/GWA und stellt Kontorskoordination zur Verfügung. Qualifizierung Engagierter für kleinere Projektanträge, Fundraising und Spendensammelaktionen. Gründung Bürgerverein/Gremium mit Stadtteilbudgeterarbeitung.
Galerie
begegnungen
generationentreffen
generationentreff sz 2
generationtreff sz 1
start.punkt sz jugendliche
start.punkt sz austausch
startpunkt frauengruppe
startpunkt jugendliche
startpunkt maedchengruppe
startpunkt maedchengruppe2
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinsam.Weststadt.Aktiv. GWA "Mehr als Raum" - ein Ort der Begegnung, wo Gemeinschaft wächst

Ansprechpartner
Herr Isa Sandiraz
Organisation Landkreis Göttingen
Funktion Integrationsbeauftragter
"Mehr als Raum" - Begegnungsstrukturen finden vielseitig Raum
Projektbeschreibung
Das GWA-Projekt hat in der ersten Förderperiode (2023 – 2025) mit unterschiedlichen aktivierenden Maßnahmen Bewohnende (BW) des Quartiers (Q) erreicht. Das Q zeichnet sich durch eine sehr heterogene städtische Struktur (Einfamilienhäuser vs. Wohnblöcke) und eine höchst diverse Bewohnerstruktur (z.B. viele Ethnien, Alter etc.) aus. Die BW wurden in die Angebote des BZ des Inklusiven Campus (IC) eingebunden. Zum Teil konnten Veranstaltungen im Zusammenwirken mit dem IC ins Q geholt werden. Weiterhin konnte in der ersten Förderperiode eine zentrale und neutrale Wiese im Q identifiziert werden, die in den Fokus der umliegenden Adressaten/Akteure rückte. Die Stadt Dud. pachtete diese Fläche in diesem Zuge an. Zusätzlich wurden/werden andere Räume im Stadtgebiet für Begegnungen mitgedacht. Aus diesen Begegnungen ist eine Mobilisierung entstanden, die sich mit dem Lebensumfeld im Q beschäftigt und aktiv auf die Verbesserung hinarbeitet. Die Verbindung zum IC mit dem dort ansässigen Familienzentrum (FZ) und den weiteren Unterstützungsformen, wie z.B. der Frühförderung oder der Beratungsdienste, wird als ergänzende, wertvolle Hilfsstruktur betrachtet. Das bietet eine ganzheitliche, bedürfnisorientierte Vorgehensweise im Q. Zudem wurde ein Projektbeirat (PB) aus Vertreter*innen LK Gö., Stadt Dud., Caritas, BBS, Sportverein und Bewohner*innen gegründet, welcher z.B. diesen Folgeantrag mit erstellt und abgestimmt hat. Weiterhin ist es angedacht, dass der PB für die nächsten drei Jahre eine wesentliche Rolle im Projekt einnimmt. In einer weiteren Förderperiode sollen nun das Gemeinschaftsgefühl der im Q befindlichen unterschiedlichen Gruppen so gestärkt werden, dass die Menschen (BW und Kooperationspartner*innen) Verantwortung übernehmen sich gemeinsam zielgerichtet um ihr Q zu kümmern, sodass eine Imageverbesserung und Reduktion von Vorurteilen inner- und außerhalb des Q spürbar wird. Die Zielsetzung liegt dabei auf die im Q sehr zentral gelegene Wiese als Begegnungsort. Zudem ist die Etablierung und Verfestigung einer nachhaltigen Bündnisstruktur durch weitere Einbindung und Einbeziehung der Kooperationspartner*innen (Stadt Dud., BBS, Sportverein, DRK, FZ) geplant. Durch nachhaltiges Verfestigen der Begegnungsstrukturen, Erhöhung der Identifikation mit dem Q mit passgenauen Maßnahmen, die die Fähigkeiten, das Wissen und die Ressourcen der BV stärken und ermöglichen die Potenziale zu entfalten, wird eine sich selbst tragende Gemeinwesenarbeit etabliert.
Laufzeit
2026-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Innerhalb des Quartiers sind Spannungen, Vorurteile und Stigmatisierungen zwischen den Bewohnenden zu verzeichnen. Diese konnten in der ersten Förderperiode sichtbar gemacht werden und wurden zum Teil schon angegangen. Zudem gilt das Q auch in der Außenwahrnehmung zur Stadt als verrufen und wenig attraktiv. Durch die hohe Heterogenität der Bewohnerschaft sind intergenerationale und interkulturelle Begegnungen nur schwer möglich. Unterschiede beziehen sich vor allem auf Bildung, Sprachkompetenzen und Beteiligung am Arbeitsmarkt in Kombination mit einer generell hohen vorhandenen Arbeitslosigkeit und einer Migrationsproblematik. Gekennzeichnet ist das Quartier dadurch, dass soziale Gruppen nicht gleichmäßig verteilt sind. Auf der einen Seite sind wohlhabendere Straßen und auf der anderen Seite die Plattenbau-Siedlung, in welcher die Sozialhilfequote wesentlich höher ist. Die lokalen Wohnbedingungen sind durch eine schlechte Infrastruktur und schlechten Wohnbedingungen geprägt. In diesem von der gesamtstädtischen Entwicklung zunehmend abgekoppelten Armuts-Bereich häufen sich Risiken, welche die Lebenschancen der Bewohner erheblich belasten. In der ersten Förderperiode konnten Probleme des Quartiers benannt und geclustert werden. Zudem konnten bereits Kooperationen mit wichtigen Akteuren im Quartier geschlossen werden. Dies gilt es nun sukzessive auszuweiten, Bewohner*innen nachhaltig zu befähigen und zu unterstützen, um Begegnungen und ein soziales Miteinander im Quartier zu stabilisieren und zu verfestigen. Insbesondere die vorhandenen Müllproblematik ist ein Faktor, welcher zur stigmatisierenden Wahrnehmung von innen und Außen beiträgt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Duderstadt Weststadt
Beschreibung
Das Projektgebiet schließt sich über folgende Straßen im westlichen Bereich von Duderstadt: Kolpingstraße mit Plattenbau-Siedlung, Bodelschwingstraße, Auf dem Westerborn mit Einfamilienhäusern, Industriestraße mit Mehrfamilienhäusern sowie die Schöneberger-, Charlottenburger-, Berliner- und Potsdamerstraße
Einwohnerzahl
3000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
GWA/QM-Ansatz
Bisweilen war das Projekt eher GWA orientiert und hatte Empowerment und Partizipation der Bewohnenden im Sinn mit dem Ziel, die Selbstorganisation und Selbsthilfe der Gemeinschaft zu stärken. Daraus ist im Verlauf des Projektes der Wunsch nach einem QM erwachsen, bzw. sollte beides in den nächsten drei Jahren parallel gedacht werden. Somit steht in den nächsten Jahr auch ein ein Fokus auf der Verbesserung der Infrastuktur, der Wohn- und Lebensqualität der Menschen vor Ort. Als Methoden wird weiterhin die Vernetzung von Akteuren und Steuerung von Projekten ( AG Spielplatz für ALLE) antizipiert. Ein Ziel ist es nach den drei Jahren die Gemeinwesenarbeit so fest etabliert zu haben, dass daraus eine nachhaltige QM erwachsen ist für die sich die im Quartier befindlichen Akteure (BBS, DRK, Sportverein) und die Kommune verantwortlich fühlen. Da die im Quartier befindliche Wiese neutral und mittig liegt, sollte weiterhin daran gearbeitet werden, aus dem Begegnungsort heraus strukturelle Veränderungen zu erwirken wie einen Bewegungspfad, Grünareale und Spielflächen für Kinder.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bestehende Ressourcen (Menschen, Netzwerke, Institutionen) arbeiten im gemeinsamen Interesse aktiv miteinander
Beschreibung
Die Projektpartner und Kooperationspartner gemeinschaftlich an Lösungen arbeiten und bereits sind, auch jeder für sich in das Projekt zu investieren.
Beschreibung
Wenn die Bewohnende und die umlegenden Akteure sich die Wiese als Begegnungsort teilen und dort ein Ort für ALLE entstanden ist
Vorhandene Strukturen
Bisweilen konnten ehrenamtlich Engagierte identizifziert werden, dies gilt es aber weiterhin auszubauen und zu festigen, sodass ein ehrenamtsnetzwerk entsteht. Die bisherige GWA-Stelle wurde zu jeweils 1/2 durch Sozialpädagogen und Sozialarbeiter besetzt. Da der Caritasverband Südniedersachsen auch die 2. Förderperiode übernehmen möchte, kann von dem Netzwerk der Caritas im GWA-Projekt unglaublich profitiert werden. Beratungsdienste können niedrigschwellig eingebunden werden, übergeordnete Projekte können stattfinden, Verweisberatung gelingt schnell und unkompliziert. Zudem ist die Caritas mit anderen Akteuren der Stadt gut vernetzt und kooperiert, sodass dies bedarfsgerecht mit in das GWA-Projekt eingebunden werden kann. Darüber hinaus sind bereits der Sportverein und die Berufsbildende Schule im Quartier als Kooperationspartner im Projekt eingebunden und daraus bilden sich bereits vorhandene ehrenamtliche Strukturen. In der nächsten Förderperiode soll das DRK, welches ebenso im Q ist, als Kooperationspartner gewonnen werden. Somit kann aus den unterschiedlichen bereits vorhandenen ehrenamtlichen Strukturen ein großes Netzwerk entstehen, wo gegenseitig voneinander profitiert werden kann
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Duderstadt, Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Duderstadt, Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Duderstadt, Jufi - das Mehrgenerationshaus, Landkreis Göttingen (FB Soziales, FB Jugend, Jobcenter), Integrationsbüro
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schule Duderstadt, Astrid-Lindgren-Grundschule, Janusz-Korczak-Grundschule, Heinz-Sielmann-Realschule, Eichsfeld-Gymnasium, Familienbildungsstätte Duderstadt, VHS Duderstadt, Vinzenz-von-Paul-Schule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportverein VFL Olympia, TV-Jahn-Duderstadt, Schützenverein Duderstadt, freiwillige Feuerwehr, Kulturvereine
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnungsbaugesellschaft Eichsfeld und private Vermieter der Plattenbau-Gebäude
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
vorallem ältere Bewohner*innen, sozial-isolierte Bewohner*innen, Bewohner*innen in unterschiedlichen prekären Problemlagen, von Armut betroffene oder Armutsgefährdete Bewohner*innen, multiethische Bewohner*innen, Bewohner*innen des Quartiers
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz, Familienzentrum, AWO Bürgertreff, Tafel Duderstadt, Lorenz-Werthmann-Haus, psychosoziale Beratungsstelle für Suchterkrankungen, Erziehungsberatungsstelle, Schuldnerberatung, Familienzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtrat Duderstadt, Kreisrat Göttingen, Landtag
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Göttinger Tageblatt, Eichsfelder Tageblatt, Clany`s Eichsfeld-Blog, Webseite Caritas, Social Media Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Niedergelassene Ärzte, Kinder- und Jugendpsychotherapeut*innen, St. Martini-Krankenhaus Duderstadt,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
katholische und evangelische Kirche, Vertreter*innen aus anderen Relegionsgemeinschaften
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Stärkere Einbindung der unterschiedlichen Akteure (Kommune, Sportverein, Schule) zur Schaffung einer nachhaltigen Struktur durch Maßnahmen, die eine sogenannte Win-Win-Situation erzeugen. Dies gelingt durch Etablierung und Aufrechterhaltung eines Ehrenamtsnetzwerk. Durch Einbindung und Verantwortungsübernahme für die Wiese der Kommune u Stakeholder entwickeln sich multimodale Finanzierungsmöglichkeiten. Dies kann durch Förderungen über den Sportverein sein (LSB), Förderungen Aktion Mensch usw.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinsam in Grone

Ansprechpartner
Lara Wunder
Unser Grone - Gemeinsam gestalten
Projektbeschreibung
Der Antrag wird als Unterprojekt des Vereins InGrone e.V. gestellt. Ziel ist der Aufbau nachhaltiger Strukturen zur Stärkung der Gemeinschaft und Selbstorganisation in Grone Süd. Ein gemeinschaftlich organisierter Stadtteiltreff soll als sozialer Knotenpunkt dienen. Im ersten Jahr steht die Schaffung eines zentralen Treffpunkts im Fokus. Geplant ist die Anmietung oder Aufstellung eines Bürocontainers mit Teeküche, Toilette und Gemeinschaftsraum. Hier sollen Beratungen, Gruppen- und Nachbarschaftstreffen sowie Veranstaltungen stattfinden. Ein regelmäßiges Beratungsangebot für Frauen könnte Themen wie häusliche Gewalt, Eigenständigkeit und Trennungen adressieren. Interkulturelle Verständigung soll durch Feste, Filmabende und gemeinsame Kochveranstaltungen gefördert werden, um Vorurteile abzubauen und die Vernetzung im Stadtteil zu stärken. Im zweiten Jahr liegt der Schwerpunkt auf Mitgestaltung und Selbstorganisation. Jugendliche werden durch kreative und niedrigschwellige Angebote wie Graffiti-Workshops, Kinoabende und politische Bildungsformate einbezogen. Ein Gartenkomitee könnte klimafreundliche Grünflächen gestalten. Beteiligungsformate wie eine „Küche für alle“ oder Aktiventreffen sollen die Motivation zur Mitgestaltung des Viertels fördern, die Lebensqualität verbessern und den sozialen Zusammenhalt stärken. Das dritte Jahr konzentriert sich auf die Vertiefung der Vernetzung und nachhaltige Strukturen. Eine nachbarschaftlich getragene Beratungsstruktur könnte langfristige Unterstützungsangebote schaffen. Parallel dazu wird eine Finanzierungsstrategie entwickelt, um den Stadtteiltreff dauerhaft abzusichern. Thematische Treffen mit Anwohner:innen und lokalen Akteur:innen sollen eine gemeinsame Vision für die Zukunft des Stadtteils erarbeiten. Durch die schrittweise Umsetzung entsteht ein langfristig tragfähiger Stadtteiltreff, der Partizipation, interkulturellen Austausch und nachhaltige Entwicklung fördert. Eine Anlaufstelle mit Beratungs-, Vermittlungs- und Vernetzungsangeboten schafft ein aktives Gemeinwesen. Begegnungsräume erleichtern den Austausch und die Integration. Ziel ist ein dauerhaft tragfähiges Netzwerk aus Bewohner:innen, Vereinen und sozialen Trägern, das langfristig zu einer stabilen Nachbarschaft beiträgt.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Grone ist einer der ärmsten Stadtteile in Göttingen. Das Projektgebiet Grone Süd ist eine Wohnsiedlung von der 1100 Wohnungen der Immobilienfirma LEG gehören. Die hohe Bevölkerungsdichte von 60 EW/ha spiegelt enge Ansiedlung wieder. Probleme: 1.Armut: 28% der Bewohnerinnen beziehen Sozialleistungen, was die Lebensqualität einschränkt. 2.Arbeitslosigkeit: Mit 11% liegt die Arbeitslosenquote über dem Durchschnitt und verstärkt die Perspektivlosigkeit. 3.Migration und Rassismus: 56% haben einen Migrationshintergrund. Rassismus erschwert die soziale Integration und verstärkt Spaltung. 4.Wohnsituation: existenzbedrohende Nebenkosten und Schäden durch schlechte Renovierungen. Die LEG bietet kaum Unterstützung. 5.Wohnumfeld: Das Umfeld ist unattraktiv, mit Blockbauten und vernachlässigten Spielplätzen. Der Bedarf an Gärten ist groß, doch viele Mieterinnen dürfen diese nicht nutzen. 6.Mangelnde Freizeitangebote: Es fehlen Treffpunkte und kulturelle Angebote. Öffentliche Orte zum Verweilen sind kaum vorhanden, hohe Anonymität. 7.Häusliche Gewalt: wiederholt Fälle von häuslicher Gewalt, darunter drei Morde an Frauen (2019, 2024), was die Problematik von männlicher Gewalt in Familien verdeutlicht. 8.Mangelnde Angebote: Das Mehrgenerationen Haus ist unser Startpunkt, Angebote sind überlastet und wenig interkulturell, keine langfristige Einbindung/Selbstorganisierung. 9.Perspektivlosigkeit: Besonders Jugendliche aus armen Familien haben geringe Zukunftsperspektiven, fördert Kriminalität. Treffpunkte insbesondere für Mädchen, fehlen. 10.Fehlende Mitbestimmung: Bewohner*innen können nicht aktiv an Gestaltung des Viertels teilnehmen, was Anonymität und Einsamkeit verstärkt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Grone-Süd
Beschreibung
Abgrenzung nach Norden: Kassler Landstraße Abgrenzung nach Osten: Stadtfriedhof Abgrenzung nach Süden: Bahngleise Abgrenzung nach Westen: Siekweg
Einwohnerzahl
4326
Quelle / Anmerkungen
Stadt Göttingen : Profildaten für Statistische Bezirke 2022
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen : Profildaten für Statistische Bezirke 2022
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen : Profildaten für Statistische Bezirke 2022
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen : Profildaten für Statistische Bezirke 2022
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt "Gemeinsam in Grone" will Quartiersmanagement mit Gemeinwesenarbeit verbinden: Unter Einbezug der Wünsche und Ressourcen der Bewohner:innen sollen Verbesserungen des Lebens- und Wohnraumes Grone erwirkt werden. Verstärkt setzt das Projekt auf die Gemeinwesenarbeit: Durch Etablierung einer Gemeinwesenstelle und eines Begegnungs- und Beratungsortes soll einerseits die infrastrukturelle Ausstattung Grones gefördert und andererseits die Bewohner:innen aktiviert und unterstützt werden. Das Projekt "Gemeinsam in Grone" nimmt eine "aktivierende" Beratung sowie Begegnungen und kulturelle Aktivitäten zum Ausgangspunkt. Die Beratungen sollen zum einen die Situation der Bewohner:innen verbessern und somit die Möglichkeiten der Partizipation vergrößern. Zum anderen wirken die Beratungen insofern aktivierend, als dass die behandelten Themen an anderer Stelle wieder aufgegriffen und die Bewohner:innen darin zur Selbstorganisation ermutigt werden. Darüber hinaus findet die Gemeinwesenarbeit ihren Ausdruck in der Organisierung verschiedener Aktivitäten. Unter Berücksichtigung der diversen Kulturen und Sprachen, die in Grone aufeinander treffen, sind das Feste zu weltweiten Feiertagen und Anlässen wie Newroz und Eid al-Fitr oder auch niedrigschwellige, verbindende Aktivitäten wie offene Cafés, Gärtnern oder Ausflüge in die Umgebung. Diese Angebote haben zum Ziel, das Stadtteilleben zu beleben, den Zusammenhalt zu stärken und die Bewohner:innen zur Selbstorganisation anzuregen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Interessen und Bedürfnisse der Anwohner*innen sind der Ausgangspunkt für Planung und Umsetzung von Maßnahmen im Stadtteiltreffen. Durch offene Kommunikation, Befragung und ehrenamtliche Mitarbeit werden die Bewohner*innen kontinuierlich einbezogen.
Beschreibung
Der Projektträger schafft einen zugänglichen Rahmen, in dem die Selbstorganisation der Zielgruppen in Eigeninitiative in offenen Treffen möglich ist. Die Bedürfnisse werden durch offene Kommunikation und regelmäßige Abfragen der Nutzenden ermittelt.
Beschreibung
Es wird auf bestehende Kompetenzen des Gemeinwesens im Stadtteil zugegriffen und Synergieeffekte erzeugt. Ebenso werden Räume geschaffen, in denen einzelne Bewohner*innen ihre Erfahrungen einbringen können und verschiedene Initiativen zusammenkommen.
Beschreibung
Anwohner*innen entwickeln in Formaten, die verschiedene Nutzer*innengruppen zusammenbringen, zielgruppenübergreifendes Denken und Handeln für den gemeinsamen Stadtteil Grone (z.B. Straßenfest, kulturelle Feste).
Beschreibung
Der Standard wird erreicht durch die gemeinsame Bearbeitung verschiedener Interessen der Bewohner*innen wie Soziales, Politik und Kultur. Die Anwohner*innen entwickeln eine ganzheitliche Praxis, die über den Tellerrand eines Bereichs hinausgeht.
Beschreibung
Es bildet sich ein Netzwerk aus zivilgesellschaftlichen Initiativen. Das Netzwerk nutzt das Stadtteiltreffen als Knotenpunkt und sorgt mit den eingebrachten Kompetenzen für positive Effekte – sowohl für Initiativen als auch für Einzelpersonen.
Beschreibung
Bewohner*innen verschiedener Hintergründe führen gemeinsame Aktivitäten in der Nachbarschaft durch, die den sozialen Zusammenanhalt fördern. Das Stadtteiltreffen nimmt als sozialer Knotenpunkt eine unterstützende und vermittelnde Funktion ein.
Beschreibung
Das Projekt behebt mit dem Stadtteiltreffen einen Mangel an Infrastruktur für soziale und kulturelle Bedürfnisse in der Nachbarschaft. Ein zu erarbeitendes Finanzierungskonzept und die Einbeziehung Ehrenamtlicher sichern eine nachhaltige Entwicklung.
Beschreibung
Der Austausch mit Partnern, die in Göttingens tätig sind (z.B. Forum Waageplatzviertel, Netzwerk gegen Femizide, Internationale Gärten), sowie der Stadt schaffen Perspektiven über das Projektgebiet hinaus und stärken die gesamtkommunale Entwicklung.
Vorhandene Strukturen
In Grone besteht ein "Mehrgenerationenhaus" (MGH), welches seit 2007 als Nachbarschaftszentrum dient. Das Haus sollte die soziale Infrastruktur verbessern und stellt einen Begegnunsort dar. Allerdings ist es in seinen Kapazitäten heute vollkommen ausgeschöpft. Nicht nur sind die Räume sind in der Woche (über-)belegt, auch erreicht das Zentrum kaum mehr Menschen über die hinaus, die es gerade nutzen. Es braucht vor allem weitere Beratungsangebote, da diese in dem Mehrgenerationenhaus nur in wenigen Stunden pro Woche und oft vormittags stattfinden. Der größte Unterschied lässt sich allerdings in der Aktivierung über die Angebote hinaus ausmachen: Mit dem Projekt "Gemeinsam in Grone" werden nicht nur Dienstleistungen für die Bewohner:innen erbracht, sondern vor allem Selbstorganisation gefördert. Dies soll gelingen, in dem die Themen aus Beratung und Begegnung immer mehr in ehrenamtlich geführten Komittees ihren Ausdruck in Festen und Aktionen finden. So soll sich die Gemeinwesenarbeit in dem Projekt langfristig selber überflüssig machen. Dem Mehrgenerationenhaus gelingt dies nicht und es gibt auch kaum Ressourcen, um diese Aktivierung auszubauen. "Gemeinsam in Grone" ist daher eine Ergänzung und Fortführung der Arbeit, die in dem MGH begonnen wurde. Die Selbstorganisation in einem zusäzlichen Projekt anzusiedeln ist keine Abgrenzung, sondern soll die Selbstorganisation hervorheben. Gemessen an der Bewohner:innen-Struktur stärken zwei Projekte der Art das Viertel nachhaltig.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Jonakirche - Jona-Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Solawi
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk gegen Femizide Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehr Generationen Haus Grone
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
paritätischer Kindergarten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frauen Notruf e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
GROBIAN Groner Bürgerinitiative Antifaschismus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Internationaler Bund e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Internationale Gärten e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Essbarer Waldgarten Göttingen JANUN e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Erich-Kästner Grundschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Göttinger Tageblatt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Peloton e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Austausch mit vorhandenen städtischen GWA Strukturen in Göttingen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Für die Verankerung von “Gemeinsam in Grone” ist eine Anbindung an kommunale und zivilgesellschaftliche Akteure durch projektbezogene Zusammenarbeit und Bündnisse vorgesehen. Weiter ist eine Diversifizierung der Finanzierungsquellen angestrebt: Sachkosten sollen durch Spenden in den Förderverein, durch Vermietung der Räumlichkeiten sowie Vergabe von Eintritten u.ä. getragen werden. Das Projekt wird verstärkt auf Ehrenamt setzen und so Personalkosten nach dem Projektzeitraum reduzieren können.
Zustimmung Veröffentlichung
On