Neubau eines Mehrgenerationenhauses in Salzgitter Schwerpunkt "Gute Nachbarschaft 2021"
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jürgen Richter
| Funktion | Architekt |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Neubau eines Mehrgenerationenhauses in Salzgitter Schwerpunkt "Gute Nachbarschaft 2021"
Projektbeschreibung
Im Mittelpunkt steht die Eigenverantwortlichkeit kombiniert mit der Sicherheit und gegenseitigen Unterstützung. Sämtliche Wohnungen werden auf der Grundlage des Modellprogramms mit digitaler und Technikgestützter Ausstattung versehen. Jede Wohnung wird mit einem Notrufsystem ausgestattet sowie mit einer besonderen Telekommunikation untereinander, damit bei Bedarf notwendige Hilfe untereinander möglich ist. Ein W-LAN Anschluss gehört zur Grundausstattung. Außerdem wird im gesamten Haus ein Orientierungssystem eingebaut, damit im Falle einer Veränderung einer Person z.B. bei Demenz eine Hilfe gegeben werden kann. Im durch eine Schiebewand unterteilten Sozialraum werden je Raum 1 kompl. PC-Ausstattung, mit Bildschirm, Tastatur und Funkgesteuerter Maus installiert. Die Nutzung der online Verbindung steht jedem Bewohner zur Verfügung Außerdem dient die Technik auch dazu, das die Betreuung der Kinder der Familien im Haus bis zum Eintreffen der Eltern als Hilfe zu den Schularbeitengenutzt werden kann. Auch die gesonderte Betreuung der Eltern mit Migrationshintergrund könnte durch die Senioren erfolgen.Durch den Vertrag mit einer anerkannten örtlichen Pflegehilfe bzw. einer physiotherapeuthischen Praxis im Ort wird eine Betreuung ermöglicht.
Die Wohnbau Salzgitter als Generalunternehmer für den Neubau vermietet die Wohnungen zu einem günstigen Preis, der nur durch die zu erwartenden Zuschüsse und ohne Kosten für den Aufwand der Verwaltung (erledigt der Beirat der Hausbewohner) möglich ist. Es ist daran gedacht, dass sich die Bewohner des Hauses gegenseitig helfen und unterstützen.So können z.B. in Abstimmung mit den berufstätigen Eltern / Alleinerziehenden Betreuungsleistungem durch die Senioren für die Kinder für den Zeitraum zwischen Schulende und dem Eintreffen der Erziehenden erbracht werden. Im Gegenzug könnten diese und auch die Studenten / Einzelpersonen Dinge des täglichen Bedarfs wie z.B. Einkäufe, Mithilfe bei Formularen, Begleitung bei Arzt- oder >Behördenbesuchen für die Bewohner erbringen. Um das Miteinander und die Hilfe zu ermöglichen steht im EG der Sozialraum mit Küche, WC´s etc. zur Verfügung. Mit der Wohnbau wurde abgeklärt, dass nach Rücksprache mit dem Bewohnerbeirat auch eine Nutzung für Versammlungen von Mietern andere Objekte der WOHNBAU in der Ortschaft Steterburg / Thiede möglich ist. Auch stehen allen Bewohnern nach Absprache mit dem Beirat die Räume für familiäre Anlässe zur Verfügung.
Laufzeit
2021-04-12 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gruppe hat festgestellt, dass aufgrund des Rentenalters ein Leben im Eigentum / Wohnung in dieser form körperlich nicht mehr zu bewältigen ist. Wir wollen erreichen, dass in der gemeinsamen Wohnanlage das Zusammenwirken von alt und jung für beide Seiten Vorteile inform von gegenseitiger Unterstützung bringt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Salzgitter Thiede und Steterburg
Beschreibung
Salzgitter Thiede / Steterburg ist drittgrößter Stadteil der Stadt Salzgitter und grenzt im Westen an die Stadt Wolfenbüttel, und im Osten an die Stadt Braunschweig.
Einwohnerzahl
12000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Selbsteinschätzung und Strukturermittlung durch den Bürgerverein.
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gn21-salzgitter_thiede_google.jpg
(222.15 KB)
gn21-sammifeld.pdf
(207.64 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Es sollen Strukturen geschaffen werden um ein Zusammenleben von alt und jung zu ermöglichen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Funktion des Projektes ist dadurch gewährleistet, das alle Bewohner selbstbestimmt miteinander Leben können.
Beschreibung
Alleinstehende Familien mit Kindern sowie Studenten im Gemeinsinn fördern.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Paritätischer Wohlfahrtsverband, Caritasverband, Diakonie etc.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Pflegedienst Strunk, Gemeinschaftspraxis Siebold.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt entsteht auf dem Grundstück der Wohnbau Salzgitter gegenüber dem Bahnhof und der Bushaltestelle. In Verbindung mit dem dahinterliegenden Baugebiet TH39 der Stadt Salzgitter.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nachbarschaft stärken
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Beatrix Alznauer
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaft stärken
Projektbeschreibung
Das Projekt soll mehr Menschen aus der Gemeinde Algermissen aktivieren am gesellschaftlichen Leben in Algermissen teilzuhaben und /oder es mitzugestalten. Es richtet sich vor allem an Personen, die sich derzeit noch nicht in den Angeboten und Veranstaltungen der Gemeinde wiederfinden. Durch das Projekt sollen Menschen unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft sich gemeinsam in ihrem Wohnumfeld engagieren.
Im ersten Teil des Projektes ist der Schwerpunkt die Kontaktaufnahme und das Erfragen von Bedürfnissen, Ideen und Ressourcen. Dies soll durch markante, niederschwellige Aktionen direkt vor Ort wie ein mobiles Café, Spielplatzaktionen, Lesebollerwagen (Mehrsprachrige Bilderbücher) stattfinden. Es sollen mit vielfaltigen Methoden Meinungsbilder eingeholt werden, ein Bedürfnis-, Ideen- und Ressourcenpool aufgebaut und dokumentiert werden. Sollten weiterhin Kontaktbeschränkungen bestehen, werden Mittel wie offene Fenster und digitale Methoden zum Tragen kommen. Um positive Selbstwirksamskeiterfahrungen zu ermöglichen, werden kleine Aktionen zeitnah gemeinsam umgesetzt. Es sollen sowohl neue Formate entstehen, als auch Hemmnisse für die Teilnahme an Bestehendem abgebaut werden. Dies bleibt Bestandteil der Arbeit über die gesamte Projektzeit. Wie es im Einzelnen geschieht, wird durch die Art der Hemmnisse bestimmt. In der zweiten Phase des Projektes sollen verstärkt Teile aus dem Pool umgesetzt werden mit dem Ziel, dass neue Formate vor Ort durchgeführt werden. Als mobiler Veranstaltungsort soll z. B. ein Zirkuszelt angeschafft werden. Die Art der Formate kann sehr vielfältig sein, sowohl inhaltlich als auch in der Gestaltung. Die Planung soll in verschiedenen Kleingruppen vor Ort stattfinden. Dabei wird auf den Aufbau von Strukturen besonderen Wert gelegt, um eine eigenständige Weiterführung zu fördern und damit die Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Das betrifft sowohl die Arbeitsmethoden als auch Faktoren wie langfristige Nutzung von Räumlichkeiten vor Ort, Finanzierungsmöglichkeiten usw. In der dritten Phase des Projektes kommt hinzu, dass eine stärkere Vernetzung untereinander und zu anderen Vereinen und Verbänden aufgebaut wird.
Durch das Projekt soll erreicht werden, dass die Angebote die Vielfalt der in Algermissen lebenden Bürger wiederspiegelt und dass alle die Möglichkeit haben, diese zu gestalten und daran teilzuhaben.
Laufzeit
2021-04-08 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Algermissen liegt im Norden des Landkreises Hildesheim. Sie setzt sich aus sechs Ortschaften zusammen. In der Gesamtgemeinde leben ca. 8.000 Menschen, ungefähr 4.500 davon im Ort Algermissen, hingegen ca. 200 Personen im kleinsten Ortsteil. Alle Ortsteile sind mehrere Kilometer von Algermissen entfernt und ohne eigenes Auto nur schwer erreichbar. Die Orte sind zwar durch Kreis- und Landstraßen miteinander verbunden, aber es gibt kaum Fahrradwege. Ein Bus zwischen den Ortsteilen ist im Wesentlichen auf Schülertransport ausgerichtet und fährt sehr unregelmäßig (am Wochenende gar nicht). Daraus ergibt sich das Problem, dass Menschen ohne Auto nur erschwert an allen Angeboten teilnehmen können.
Ein Vereins- und öffentliches Leben ist zwar in hohem Maße gegeben, wird allerdings im Wesentlichen von alteingesessenen Bürgern und der Bildungsschicht geprägt. So spiegeln sich z. B. multikulturelle Inhalte kaum wieder. Ein bedeutender Teil der Menschen wird nicht durch die bestehenden Angebote angesprochen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
Wagenfeld-Ich bring mich ein!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Michael & Ann-Christin Steinmeyer & Leymann
2. Kurzbeschreibung
Kommunikation. Motivation. Beteiligung.
Projektbeschreibung
Wagenfeld ist eine ländlich strukturierte Einheitsgemeinde. Seit 2016 ist der Bevölkerungsstand über 7000 Einwohner mit aufsteigender Tendenz. Der Gemeinde teilt sich in die Ortsteile Wagenfeld und Ströhen. Die Orte liegen etwa 8km auseinander. Die meiste Infrastruktur, Ärzte, Supermärkte, die Verwaltung etc., befinden sich in Wagenfeld.
In besonderem kommunalen Interesse gelegen sind in der Region die Qualitäten Kommunikation, Motivation und Beteiligung. Für diese Werte gibt es im Raum Wagenfeld gegenwertig keine zentrale Multiplikationsmöglichkeit. Bedarfe formulieren sich momentan deutlich in Form von Defizitnennungen und Forderungen. Dies geschieht fast ausschließlich in unterschiedlichen Online-Foren. Dadurch ist weder ein unmittelbares Reagieren noch eine konstruktive Aktivierung der Beschwerdeführenden möglich. In einem funktionierenden Netzwerk zwischen Kirchengemeinde, Kommune und Kirchenkreissozialarbeit des Diakonischen Werks wurden ähnliche Beobachtungen und Erfahrungen gemacht. Gemeinsam wurde daher nach einer Möglichkeit zur offenen Partizipation der unterschiedlichen Interessensgruppen gesucht. Aus Gründen coronabedingter Einschränkungen zeigt sich eine breitflächig angelegte Online-Befragung als geeignet und praktikabel. Die Wagenfelder Bürger_innen können sich entsprechend ihrer Bedarfe in den Orientierungsfeldern, Familie, Senior_innen, Jugend und Freizeit formulieren.
Das Projekt bietet den unterschiedlichen Interessengruppen eine gemeinsame Diskussionsplattform, ermöglicht die Entwicklung von Entscheidungsstrukturen und lässt zu mehrheitlich vereinbarten Handlungsformen finden. Damit ist das Projekt ein Ausdruck basisdemokratischer Entscheidungsfindung. Dies kann zu Formen der Selbstorganisation führen und zur Stärkung nachbarschaftlichen Engagements. Die Kommune öffnet sich für Formen externer Beteiligungsstrukturen. Die vorhandenen Interessensströme müssen im Netzwerk koordiniert, Beteiligungen gleichmäßig gewichtet und handhabbare Strukturen aufgebaut werden. Dieses Vorgehen muss prozessbegleitend, kontinuierlich sichergestellt sein. Nur so kann die Gemeinwesenarbeit als Orientierungsprinzip langfristig und dauerhaft in die kommunale Struktur eingebunden werden.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wagenfeld ist eine kleine Kommune im ländl. Raum, mit 7218 Einw.. Die nächsten Mittelzentren liegen etwa 30 Km entfernt. Bei einer früheren online Befragung in Kooperation mit der Kirchengemeinde, der Kommune u. dem Diakonischen Werk, hatten die Bewohner_innen Wagenfelds u. Ströhens die Möglichkeit Bedarfe zu äußern und Ideen einzubringen. Ergebnis war, dass es den Bürger_innen an öffentlichen Räumen der Begegnung von Jung und Alt fehlt. Hierzu zählen auch Flächen mit Aufenthaltsqualität, die sich die Bewohner_innen wünschen. Gedacht ist hierbei an Orte, an denen generationsübergreifende Veranstaltungen stattfinden können u. Nachbarschaft gelebt werden kann. Für die Jugendlichen in Wagenfeld/Ströhen gibt es nach der Beobachtung, keine neutralen, niederschwelligen Treffpunkte, die allen zur Verfügung stehen u. an dem Begegnung stattfinden kann. Es gibt zwar eine Reihe von Vereinen, diese setzen aber vorraus, Mitglied zu sein. Die Bedürfnisse und Bedarfe der Zielgruppe Jugend sollen in diesem Projekt erforscht und bearbeitet werden. Grundsätzliches Ziel ist die Entwicklung einer Beteiligungsstruktur u. die Befähigung diese zu nutzen. Die Einheitskommune Wagenfeld teilt sich in die Ortsteile Wagenfeld/Ströhen. Die meiste Infrastruktur befindet sich in Wagenfeld. So gilt es auch, die Bedarfe insbesondere der Ströher Bürger_innen zu eruieren, um auch dort gegebenenfalls das bestehende Miteinander zu fördern u. in nachhaltig handhabbare Strukturen zu bringen. Eine weitere Zielgruppe sind die Hochbetagten, die ebenfalls nur wenig Möglichkeiten haben Bedarfe u. Wünsche zu äußern. Ziel ist die Verbesserung der Lebensverhältnisse in den ländlichen Räumen in Wagenfeld/Ströhen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Wagenfeld gliedert sich in die Ortsteile Wagenfeld und Ströhen. Gemeinsam bilden sie eine Einheitsgemeinde. Es ist keine Abgrenzung des Gebietes geplant. Sowohl Wagenfeld als auch Ströhen werden in das Projekt einbezogen.
Einwohnerzahl
7218
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Wagenfeld
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kommune Wagenfeld
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kommune Wagenfeld
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kommune Wagenfeld
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.pdf
(3.86 MB)
wagenfeldstroehen_karte.pdf
(754.15 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Das Empowerment zur Entwicklung des Projektes kommt von den Bewohner_innen. Die entstehenden Strukturen werden maßgeblich von den Interessen, Wünschen und Bedarfen der Bewohner_innen aus Wagenfeld und Ströhen geleitet. Nur unter Beteiligung der Bewohner_innen können langfristige und nachhaltige Strukturen der Gemeinwesenarbeit entstehen. Der „Bottum up“ Prozess ist die tragende Struktur für den Aufbau. Nur was von der Bewohner_innenschaft auch gewollt ist und woran sie arbeiten wollen, wird umgesetzt und begleitet. Die Bewohner_innen werden aktiv befähigt, sich für ihre Bedarfe einzusetzen. Das gemeinschaftliche agieren steht im Vordergrund. Die gebietsbezogenen Strukturen spielen im Projekt eine große Rolle und werden dauerhaft mit einbezogen. Die Kommune hat eine entscheidende und zentrale Rolle in der Umsetzung und Entwicklung des Projekts, durch eine langfristige Etablierung der Beteiligungsstrukturen in die kommunalen Strukturen wird die Nachhaltigkeit gewährleistet.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner_innen sind durch geeignete Beteiligungsverfahren dauerhaft und regelmäßig in den Prozess des Aufbaus, des Ablaufs und der Verstetigung der Strukturen der Gemeinwesenarbeit einbezogen.
Kriterium
Beschreibung
Die GWA steht mit wichtigen Akteuren vor Ort in engem Kontakt. Netzwerke/Runde Tische/Arbeitsgruppen sind installiert u. finden regelmäßig statt. Die Akteure nehmen kontinuierlich teil. Aktionen werden im Netzwerk gemeinsam geplant u. umgesetzt.
Kriterium
Beschreibung
Das Netzwerk der GWA ist in soweit verstetigt, dass es auch über die Förderlaufeit hinweg bestand hat. Das Netzwerk trifft sich ohne Begleitung und Anleitung.
Kriterium
Beschreibung
Die Kommune unterstützt das Projekt und sieht GWA als wichtigen Bestandteil der Gesamtstrukturen an. Die Kommune sieht das Netzwerk GWA als Beteiligungsgremium. Gemeinsam ist ein Konzept zur Verstetigung der GWA über die Laufzeit hinweg entwickelt.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommune Wagenfeld: Bürgermeister, Fachdienst Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Ströhen; Blau Kreuz Wagenfeld/Ströhen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimatverein/ Lebendiges Wagenfeld, Landfrauen Wagenfeld/Ströhen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interessierte Bewohner_innen aus der ersten Online-Befragung, Engagierte des Runden Tisch Integration
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreiszeitung Diepholz/Wagenfeld, Klönschnack (regionales Blatt), Wochenblatt, Webseite Kirchenkreis, Webseite Kommune, Webseite Diakonisches Werk, Gemeindebrief
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk Diepholz-Syke-Hoya
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Modellprojekt bietet Wagenfeld die Möglichkeit, die Gemeinwesenarbeit langfristig in die kommunalen Strukturen einzubinden. Die im Rahmen der Gemeinwesenarbeit erarbeiteten Beteiligungsstrukturen sollen sich nachhaltig, kommunal und gebietsbezogen etablieren. Das entstandene Netzwerk wird auch über die Förderlaufzeit hinweg Bestand haben und im Rahmen bürgerschaftlichen Engagements weitergeführt. Die Kommune unterstützt das aufgebaute Netzwerk.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Das Zusammen sind wir stärker Netzwerk Fachkräfte, Bürgerinnen und Bürger engagieren sich für gute Pflege- und Arbeitsbedingungen in ihrem Sozialraum.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ute Tobias
| Funktion | Gemeinwesenarbeit, Pflegedienst, Quartiersnetzwerk |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam: Für bestmögliche Lebens- & Pflegebedingungenbedingungen für Bürger*innen und bestmögliche Arbeitsbedingungen für Fachkräfte in fest zugeordneten Sozialräumen
Projektbeschreibung
Pflegekräfte und pflegebedürftige Menschen schließen sich im Emder Stadtteil Groß Faldern zusammen + organisieren selbstbestimmt die Erbringung sozialpflegerischer, medizinischer Leistungen, weiterer Unterstützungsangebote wie z.B. e. Pflegedienst, der bei der Genossenschaft angedockt wird.
Es werden moderne Arbeitsbedingungen geschaffen, die sich an d. Bedürfnissen der Bürger + Pflegekräfte ausrichten.
Entsprechend d. Prinzipien der Genossenschaft wirtschaften die Menschen für i. Gemeinschaft+haben die Entscheidungshoheit. Bürger+Pfleger nutzen Beteiligungsmethoden + treffen ihre Entscheidungen gemeinsam. D. Genossenschaft unterstützt bei d. Umsetzung, dadurch entstehen tatsächlich benötigte Dienstleistungen in Groß Faldern. Die Zusammenarbeit der Menschen im Stadtteil stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl, alle werden gebraucht, Probleme werden gelöst, Vereinsamung vorgebeut, Potenziale können entfaltet werden. Die Mitarbeiter finden sich in Kleingruppen von max. 12 Pflegefachkräften zusammen+organisieren alle Belange ihrer Gemeinschaft eigenständig, selbstorganisiert und selbstführend. Wir denken v.Sozialraum aus + unterscheiden uns damit von Mitbewerben.
Die gemeinschaftliche Problemlösung stärkt die Team-Bildung. Der Beratungsprozess ermöglicht, dass alle Beteiligten Ideen, Einwände einbringen, Lösungspotenziale nutzbar werden. Die Mitarbeiter handeln auf der Basis ihrer Profession+sichern so die Qualität der Prozesse. Alle gehören zu einer wachsenden Gemeinschaft, die zusammenhält.
Die „Mission“ der Genossenschaft in Kürze
a) Seniorenbestimmte Pflege und bestmögliche Arbeitsbedingungen für Pflegefachkräfte
b) Einrichtung von selbstorganisiert arbeitenden Pflege- und Fachkraftteams
b) Schulung der Fachkräfte in Beteiligungsmethoden. Gemeinschaftliche Ermittlung von benötigten Unterstützungsleistungen durch pflegerische Fachkräfte mit den BürgerInnen ihres Gemeinwesens.
b) Aufbau der Genossenschaft als lernende Organisation, Vernetzung aller Personen über ein Portal.
c) Ganzheitliche Versorgung pflegebedürftiger Menschen - Erbringung der notwendigen pflegerischen und medizinischen Dienstleistungen
d) Prävention von Pflegebedürftigkeit + Erhaltung der Selbstständigkeit von Pflegebedürftigen
e) Aufbau eines informellen Netzwerkes aus Familienangehörigen, Nachbarn und Freunden in einem fest zugeordneten Gemeinwesen
f) Aufbau, Pflege, Koordination eines stabilen, verlässlichen, formalen Netzwerkes in einem fest zugeordneten Gemeinwesen.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Emder Pflegegenossenschaft für Ostfriesland eG ist gegründet und als gemeinnützig anerkannt. Wir haben 58 Mitglieder, ohne Werbemaßnahmen+trotz der Pandemie. Kontakt besteht zum Landkreis Aurich (Herr Liebl-Wachsmuth), der Stadt Norden (Fr. Kirsten) und der Stadt Emden (FD Sozialwesen und FD Gemeinwesen). Die Stadt Emden möchte mit uns Gespräche zu einer Intensivierung der Zusammenarbeit im Bereich „Demografie“ führen, (APs sind Herr Düring & Hr. Phillips). Durch die Stammkommune wurden im vergangenen Jahr Zukunftswerkstätten ermöglicht, die zu der Zusammenführung von 21 BürgerInnen und 3 daraus hervorgehenden AGs geführt haben. Unsere AGs Pflege, Technik, Tagesgestaltung, Musik und logopädische Beratung stehen bereit und wollen sich in der Aufbauarbeit im Stadtteil Groß Faldern beteiligen.
Wir werden mit dem Abklingen der Pandemie die Gemeinwesenarbeit im Stadtteil Groß Faldern aufnehmen, da dies der Stadtteil mit den meisten älteren (61 – unter 80 und über 80-Jährigen) in Emden ist. Die Summe wurde aufaddiert in ihre Tabelle geschrieben. Für unser Projekt ist es von entscheidender Bedeutung, eine qualifizierte 32 Stunden Kraft zu beschäftigen, die das Projekt zügig voranbringt, damit die Bürgerschaft merkt, dass es voran geht und wir weitere Mitglieder akquirieren können. Ein Newsletter ist seit 2018 eingerichtet und informiert unsere Unterstützer-+ Interessentengruppen.
Durch das verfügbare Know-how können wir alle pädagogischen, pflegerischen & betriebswirtschaftlichen Fragestellungen bearbeiten. Der potenzielle Leuchtturmprojektcharakter wurde uns bescheinigt. Das Projekt wurde für den Deutschen Demografie Preis 2021 in der Kategorie New Work nominiert.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Emden Groß Faldern (Bezirknummer 54 für Karte)
Beschreibung
Wir wollen ein großes Netzwerk aufbauen, welches in Emden im Stadtteil Groß Faldern starten soll. Emdens Stadtmitte verfügt über eine Nachkriegsbebauung mit vielen Mehrparteienhäusern im Innenstadtbereich, die oft nicht behindertengerecht ausgestattet sind.
Einwohnerzahl
2035
Quelle / Anmerkungen
Online im Internet: Basisbericht - Integrierte Sozialplanung Stadt Emden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Wegweiser Kommune: Emden zählt zum Demografietyp 6 Städte und Wirtschaftsstandorte mit sozioökonomischen Herausforderungen:
(...)
Überdurchschnittliche Bevölkerungsentwicklung durch Zuwanderung, Niedrige Kaufkraft und hohe Soziallasten - Heterogene Armeistmarktsituation
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
sozialraeumliche_gliederung_der_stadt_emden.pdf
(209.25 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die gemeinnützige Emder Pflegegenossenschaft für Ostfriesland eG verfolgt einen Gemeinwesenansatz. In unserem Netzwerkansatz sind selbstorganisiert arbeitende Sozialraumteams festen Sozialräumen zugeordnet
und haben dort ihr Gemeinwesenbüro. Von hier aus kümmern Sie sich um die Bewohner und stricken für z.B. pflegebedürftige Menschen ein formelles, aber auch informelles Helfernetzwerk, in dem Sie die Ressourcen des Einzelnen aber auch der Nachbarschaft nutzen. Durch die aktive Ansprache aller BürgerInnen des Stadtteils wird neben dem sozialpflegerisch, pädagogischen & medizinischen Ansatz für pflegebedürftige Menschen eine horizontale Vernetzung der BürgerInnen untereinander forciert. Diese Entwicklung können wir bereits beobachten (Einzelne versuchen die Vernetzung untereinander voranzutreiben, andere planen Besuchsdienste, Literatur- und Diskussionsrunden oder wollen für kranke Mitglieder musizieren). Als starke Gemeinschaft, die nicht durch direkte Angaben aus einer Entscheiderhierarchie gebremst wird, machen wir die Potenziale der Gemeinschaft nutzbar und können uns um alle Anliegen der Gemeinschaft kümmern (z.B. Verbesserung von materiellen, infrastrukturellen & immateriellen Bedingungen). Bei uns stehen die Menschen im Mittelpunkt & stehen in alle Richtungen füreinander ein. Z.B. finanzieren die Mitglieder über ihren Genossenschaftsbeitrag die geplanten besseren Arbeitsbedingungen und Pflegebedingungen mit. Alle QM Standards der Gemeinwesenarbeit berücksichtigen wir
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Alle Handlungen werden an dem Ziel "bestmögliche Pflege" ausgerichtet. Durch die gemeinsame Bedarfermittlung mittels Beteiligungsmethoden im Sozialraumteam+Priorisierung zwecks Mittelverwertung in der Vollversammlung können benötigte Dienstleistungen ents
Kriterium
Beschreibung
Feste Sozialraumteams leisten selbstorganisierte Arbeit in einem fest verabredeten Handlungsrahmen + brauchen wenig oder keine Unterstützung aus der "Verwaltung"
Kriterium
Beschreibung
Aufbau eines informellen Helfernetzwerkes für jeden pflegebedürftigen Anwohnenden + Anbindung an Ressourcen im Sozialraum durch das Sozialraumteam. Dadurch werden die Stärken vor Ort aktiv genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Für jeden pflegebedürftigen Menschen wird eine Pflegeplanung geschrieben. Diese Gruppe +die aktiven, helfenden Bürger diskutieren Bedarfe in den Sozialraumkonferenzen. Dadurch werden Sie mit dem Bedürfnissen der Zielgruppen kommunikativ konfrontiert.
Beschreibung
In der Vollversammlung werden alle ermittelten Bedarfe allen Genossenschaftsmitgliedern vorgestellt. Gemeinschaftlich werden diese priorisiert und eine Verwirklichung überSozialraumbudget ermöglicht. Maximale Tranparenz b. Geldverteilung ermögl.Verständni
Beschreibung
Die Pflegegenossenschaft verfolgt einen autarken Zusammenschlusses vieler autarker Netzwerke, die in einem festen Handlungs- & Qualitätsrahmen aktiv sind.
Kriterium
Beschreibung
Alle Anwohner werden eingeladen sich zu beteiligen. Durch die feste Präsenz im Sozialraum werden die Sozialraumteams eine feste Größe. Durch die kontinuierliche Einzelfall-&soziale Gruppenarbeit kann die positive Gruppendynamik entstehen, die Nachbars
Beschreibung
Die Genossenschaftsmitglieder entwickeln ihren Bedarf über Beteiligungsmethoden und entscheiden darüber. Durch den Verzicht auf die Entscheiderhierarchie können tatsächlich benötigte Dienstleistungen + soziale Infrastruktur entstehen.
Kriterium
Beschreibung
In Ostfriesland finden keine Innovationen v. Trägern statt, die von der Organisationsentwicklung mit Blick auf die nachwachsende Mitarbeiter- + Patientengeneration gefordert werden. Die eG baut sich dementsp. auf, um die Versorgungssicherheit zu sichern.
Kriterium
Beschreibung
Uns ist klar, dass Sie Indikatoren abfragen, die wir nicht klar benennen. Ihre Qualitätsstandards sind bei uns feste Elemente des Organisationsaufbaus.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Emden, später Landkreis Aurich, Landkreis Leer und kleinere Gemeinden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Pflegestützpunkte, Alzheimergesellschaft, Selbsthilfegruppen, Stellen für Senioren bzw. Sozialplanung, Sozialämter, FD Gesundheit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ärzte, Krankengymnasten, Logopäden, Ergotherapeuten. Krankenhaussozialdienste, gesetzliche Betreuer etc.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wir werden Wirtschaftsvertreter ansprechen, da wir der Meinung sind, dass alle Bürger darüber nachdenken sollen, ob sie sich mit einem finanziellen oder ideelle Beitrag für das Wohl unserer Pflegefachkräfte und pflegebedürftigen Menschen einsetzen kön
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ansprache über Kampagne zur PR- und Öffentlichkeitsarbeit, Flyerverteilung, Ansprache über Wohnungsbaugenossenschaft, weitere Wohnungsbaugesellschaften
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Um die BewohnerInnen, pflegebedürftige und gesunde Menschen der jeweiligen Stadtteile geht es in unserem Netzwerkansatz.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird finanziert aus den Erträgen für pflegerischen und medizinische Dienstleistungen aus Pflegeversicherung- und Krankenkassenrecht. )Sozialgesetzgebung) dem Mitgliederförderbeitrag einer wachsenden Gemeinschaft, öffentliche Drittmittel, Spenden. Die Kommunen sollen motiviert werden und den erweiterten Betreuungs- + Pflegebedürftigkeitspräventionsansatz finanzieren. Durch den ehrenamtlichen Einsatz fitter Mitglieder soll Geld für gute Pflege--+Arbeitsbedingungen frei werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Digitale Kompetenznetzwerke - Soziales Miteinander im digitalen Raum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katarina Wetzel
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir werfen das Netz aus (1. Jahr) / Wir stärken das Netzwerk (2. + 3. Jahr)
Projektbeschreibung
Das Mütter-Kinder-Zentrum bietet seit 30 Jahren einen festen Anlaufpunkt für Neubürger*innen und Alteingesessene. Es liegt im Zentrum des Projektgebietes, ist gut erreichbar und nutzt seine Vernetzungen mit anderen Institutionen, z.B. dem Seniorenbüro, dem Familienzentrum, der LEB und dem Jugendhaus für gemeinsame Aktionen.
In den letzten Jahren ist die Kluft zwischen "digitalisierten" und "analogen" Bewohner*innen größer geworden. Die Auswirkungen der Pandemie zeigen deutlich das Auseinanderreißen von sozialen Strukturen. Es fehlen für Angehörige bestimmter Altersstufen und sozialer Schichten Möglichkeiten der Befähigung und Teilhabe an sozial-digitalen Vernetzungen.
Wir möchten mit den Menschen im Quartier ins Gespräch und in Aktion kommen. Mit Hilfe von Netzwerkarbeit mit den verbundenen Institutionen vor Ort und der direkten Kontaktaufnahme mit den Bewohner*innen wollen wir eine möglichst große Zahl an Menschen ansprechen, die mit den bisherigen Bemühungen und besonders durch die Beschränkung durch die Pandemie nicht erreicht werden konnten. Nach der Auswertung von Wünschen und Bedürfnissen verschiedener Altersgruppen, ist es unser Ziel die Bewohner*innen zu befähigen, im Bereich der digitalen und analogen Vernetzung lösungsorientierte Wege zu beschreiten und selbstbestimmte Angebote und Kommunikationsformen zu entwickeln.
Viele Bewohner*innen des Quartiers haben uns signalisiert, dass sie sich dem Mütter-Kinder-Zentrum bei der digitalen Vernetzung anvertrauen möchten und dieses Empowerment gewünscht ist. Die Beschränkungen durch die Pandemie haben diese Notwendigkeit noch dringender in den Fokus gerückt. Das Mütter-Kinder-Zentrum startete bereits mit einigen digitalen Angeboten, leider konnte nur ein kleiner Kreis an Menschen teilnehmen, da nur dieser über das notwendige Equipment und Know-how verfügte.
Ältere Einwohner*innen, Menschen mit Migrationshintergrund und andere Bewohnergruppen waren meistens ausgeschlossen. Das digitale Engagement ersetzt die traditionellen Formen nicht, aber es kann sie wirksam ergänzen. Es ist wichtig, analoges und digitales Engagement besser miteinander zu verknüpfen.
Dazu möchten wir zusammen mit den Quartiersbewohner*innen analoge und digitale Räume gestalten, um sie in ihren Kompetenzen, besonders den Medienkompetenzen, zu stärken, sie zu empowern und zu aktivieren um eine bessere Lebensqualität zu erreichen.
Laufzeit
2021-08-03 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Bassum ist durch die verzweigten Stadtteile und eingemeindeten Klein- und Großdörfer als ländliche Gegend mit Kleinstadtcharakter zu betrachten. Durch den Zusammenschluss von drei eigenständigen Flecken existiert kein gewachsener zentraler Stadtmittelpunkt. Im Stadtkern gibt es viele Leerstände von Geschäften. Das digitale Zeitalter steht bereit, wird aber verzögert genutzt.
Im Innenstadtbereich ist es still geworden. Ein aktives Gemeindeleben findet verzögert statt. Der Kontakt von Senioren, über Alltagsgeplauder bis hin zu Seniorentreffs, ist erschwert und von Angst vor Ansteckung geprägt. Das gewohnte soziale Miteinander wird nicht einfach wieder aufzunehmen sein.
Kinder und Jugendliche sind zwar an allen medialen Fronten unterwegs, nutzen die kreativen und sozialgesellschaftlichen Möglichkeiten der Technik kaum. Digitalen Medien werden von den Mitbürger*innen ab 50+ oft mit Skepsis betrachtet. Angst vor Internetbetrug oder falscher Handhabung, mangelndes Equipment und fehlende Erfahrung verhindert die Entwicklung und Teilhabe. Was aktuell an Interaktion möglich ist, findet oftmals im digitalen Raum statt, von dem diese Bewohner*innen ausgeschlossen sind. Viele digitale Veränderungen werden Bestand haben und Menschen deshalb ausgeschlossen bleiben.
Die Kinder und Jugendlichen wagen sich dagegen ohne Scheu in die digitale Welt, sie vernetzen sich und halten ihre persönlichen Kontakte damit aufrecht. Sie laufen aber auch Gefahr, sich in den Möglichkeiten des Netzes zu verirren und übersehen dabei gesamtgesellschaftliche Auswirkungen von unreflektierter Mediennutzung. Über das Konsumieren geht die aktive Gestaltung ihrer Umwelt mittels der Medien verloren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bassum - Innenstadt
Beschreibung
Bassum hat verzweigte Stadtteile durch den Zusammenschluss eigenständiger Orte/Flecken (gelbe Bereiche), um das Gebiet des Rathauses hat sich Stadtmittelpunkt gebildet, der das Gebiet des ehemaligen Hauptfleckens Bassum einschließt. Darüber hinaus haben sich viele Wohnstraßen gebildet, die nun zwischen den verschiedenen Einkaufsgebieten liegen. Der Bereich des Fördergebietes umfasst den roten Bereich. Die Begrenzung liegt an den ehemaligen Hauptverkehrsadern Bremer Straße und Syker Straße. Nach Süden begrenzt die Kirchstraße (mit Ausläufer Maierkampstr.) und der Bahnhofstraße das Gebiet. Innerhalb des Gebietes liegen fast alle Kindergärten des Stadtgebietes, das Rathaus, Familienzentrum, Seniorenbüro und wichtige Einkaufsläden, sowie die momentan unbelebte Haupteinkaufsstraße Sulinger Str. Das Mütter-Kinder-Zentrum liegt im Mittelpunkt dieser Abgrenzung an der Ecke Alte Poststraße/Mittelstraße und ist gut erreichbar.
Der Bereich ist geprägt von älteren Einfamiliengebäuden mit Modernisierungsbedarf aus den 1950er Jahren mit großen Gärten. Eine Bebauung der zusammenhängenden Gartenbereich ist mittelfristig geplant.
Einwohnerzahl
3500
Quelle / Anmerkungen
Quelle: Google Maps
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
21
Anmerkung
Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN), statistikportal.de und Schätzung im Projektgebiet
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN), statistikportal.de, Zuwachs von 6,38 % von 2019 auf 2020, eigene Schätzung,
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN), Kinder bis 16 Jahren, Zuwachs von 7 % im Vergleich zum Vorjahr
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtgebiet2021.jpg
(151.29 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Mütter-Kinder-Zentrum versteht Gemeinwesenarbeit als ganzheitliche Verbesserung der Lebenswirklichkeiten der Menschen im Quartier. Mit einfachen, bewährten und innovativen Methoden möchten wir die Bewohner*innen erreichen und digital und analog empowern und aktivieren. Im Mittelpunkt stehen die Menschen im Quartier, sie sind Expert*innen für ihre Bedürfnisse und Wünsche. In Zeiten von Kontaktbeschränkungen und darüber hinaus ist die Erlangung der selbstorganisierenden Teilhabe an weiteren Entwicklungen von Gemeinde, Kultur und sozialen Beziehungen schwieriger geworden. Wir möchten die Bewohner*innen auf ihrem Weg zur Teilhabe und Selbstorganisation befähigen und unterstützen. Das Gefühl des Nicht-Gehört-werdens weicht der aktiven Teilhabe und dem Selbstbewusstsein von Wirksamkeit von Kommunikation und Handlung. Durch Verbesserung der immateriellen, materiellen und infrastrukturellen Bedingungen in Zusammenarbeit mit unseren starken Netzwerkpartnern kann eine aktive Beteiligung an den Quartiersprozessen ermöglicht werden. Diese Stärkung der fachlichen und digital-sozialen Kompetenzen der Bewohner*innen soll nachhaltig wirken, sie selbst als Multiplikator*innen der Ausgangspunkt eigener, weitreichender Entwicklungen werden.
Mit professioneller Unterstützung auf Augenhöhe sind wir sicher, dieses Ziel zu erreichen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen fühlen sich ernst genommen und tragen ihre Bedarfe an uns heran, Projekte werden von ihnen selbst thematisiert und umgesetzt, das Gemeinwesen profitiert von ihren Ideen und Aktionen
Kriterium
Beschreibung
Gemeinsame Aktionen werden von vielen Teilen der Bevölkerung getragen, Probleme werden aufgegriffen und ergebnisoffen von den Beteiligten diskutiert und gelöst, nachbarschaftliche Aktionen und Feste fördern die Gemeinschaft
Beschreibung
Netzwerkinstitutionen arbeiten nachhaltig mit dem aufgebauten digitalen und analogen Netzwerken der Bewohner*innen, viele Projekte mit kurz- und langfristige Kooperationen stärken das Quartier
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen nutzen die Angebote und Strukturen im Quartier und organisieren selbständig/mit Unterstützung Aktivitäten, sie übernehmen Verantwortung und zeigen Engagement
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen haben ihre Stärken und Ressourcen kennen und schätzen gelernt, sie integrieren diese in den Prozess der Quartiersentwicklung, sie erweitern selbständig/mit Unterstützung ihre Kompetenzen und Fähigkeiten
Kriterium
Beschreibung
Die Verwaltung der Stadt Bassum schafft mit Hilfe von Netzwerkarbeit Strukturen, die zum Austausch der unterschiedlichen Gruppen führen wird, die Bewohner*innen beteiligen sich generations- und zielgruppenübergreifend an Entwicklungsprozessen der Gemeinde
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendhaus Fönix, Leitung Marcus Libbertz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschulen der Stadt Bassum, Neubruchhausen, Bramstedt und Norwohlde, jeweilige Leitung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Weser-Kurier/Syker Kurier, Herr Tobias Denne
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Kirche Bassum, Pastor Wirdus Straatmann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kultur- und Heimatverein Bassum, Frau Christine Franzke
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenbüro Bassum, Frau Nina Ehlers-Röpe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Bassum, Frau Elsbeth Ruholl
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Polizeistation Bassum, Herr Ingo Hüttemeier
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Stadtverwaltung Bassum unterstützt mit einer finanziellen Zuwendung (Beschluss) unser Projekt. Verschiedene Ratsmitglieder sind sehr an der Durchführung interessiert und haben ihre Teilnahme zugesagt, kommunale Einrichtungen wie Seniorenbüro werden die Schirmherrschaft über Teilbereiche der angeschobenen Projekte übernehmen. Das aufgebaute Ideenbüro wird weiter vom Verein getragen und in kommunale Abläufe integriert, weitere Förderungen sind im Anschluss geplant.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Der Mobile Einkaufswagen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Barbara Parizsky
| Funktion | Koordinatorin Freiwilligen-Agentur |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Förderung der Mobilität für Senior*innen und Menschen mit Einschränkungen in den Bereichen Einkauf, Freizeit, Kultur
Projektbeschreibung
Das Projekt "Mobiler Einkaufswagen" des Malteser Hilfsdienstes im Bistum Osnabrück. bestand in Diepholz seit September 2017. Für 1-mal wöchentliche begleitete Einkaufsfahrten für Senior*Innen und Menschen mit Einschränkungen wurde zu diesem Zweck ein barrierefreies Fahrzeug (Ford Transit) zur Verfügung gestellt. Die Aufgabe der Freiwilligen-Agentur Diepholz bestand darin, Ehrenamtliche für die Begleitung von Senior*Innen und der Führung des Fahrzeugs einzubinden. Auch die Organisation der Fahrten, Bewerbung der Fahrgäste wurde von der Freiwilligen-Agentur übernommen. Die Aktion war für die Fahrgäste kostenlos, da die Kosten für das Fahrzeug, Werbung, Information sowie für die Fortbildung der Ehrenamtlichen von den Maltesern übernommen wurden. Zu Ende Februar 2021 wurde das Projekt von Seiten des Malteser Hilfsdienstes beendet und das Fahrzeug eingezogen. Das Projekt erfuhr in Diepholz einen großen Bekanntheitsgrad, über 20 Fahrgäste wurden inzwischen auf der Liste verzeichnet. Besonders beliebt war das wöchentliche Treffen nach dem Einkauf im Supermarkt-Café. Dort wurde vom Marktinhaber für Ehrenamtliche und Gäste jeweils ein Heißgetränk an einem reservierten Tisch gespendet. Der Austausch war für die überwiegend alleinlebenden Senior*innen besonders wichtig. Der Beginn der Corona-Einschränkungen hat diese wichtigen Kontakte zunächst zum Erliegen gebracht. Seit Ende April 2020 konnte jedoch mit einem Hygiene-Konzept, das von den Maltesern vorgegeben war, ein Lieferservice für diesen Personenkreis eingerichtet werden. Es hat sich seitdem eine kleinere Gruppe von Ehrenamtlichen und Einkaufswilligen herausgebildet, die diesen Dienst weiterhin wöchentlich bedienen und annehmen. Wegen des fehlenden Fahrzeugs wird die Ware inzwischen mit Privatwagen ausgeliefert. Alle zur Zeit nicht teilnehmenden Einkaufsgäste werden regelmäßig mit Informationen durch Telefonate, Briefe oder Besuchsdienste versorgt.
Der große Wunsch der Fahrgäste besteht darin, sobald wie möglich wieder selbst mitfahren zu können. Das ist natürlich erst dann möglich, wenn die Corona-Einschränkungen beendet sind und die Freiwilligen-Agentur Diepholz ein neues Projekt mit einem geeigneten Fahrzeug als Herzstück auf die Beine stellen kann.
Dazu wird vor allem die Unterstützung mit finanziellen Mitteln benötigt.
Laufzeit
2021-08-03 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Diepholz ist eine Kleinstadt mit zur Zeit 17.729 Einwohnern. Davon sind 4.975 Personen über 60 Jahre alt. Ein Teil der Senior*Innen und Menschen mit Behinderungen sind zum Teil nicht in der Lage, aufgrund ihrer Einschränkungen am öffentlichen Leben teilzunehmen. Dazu zählen Grundbedürfnisse wie Einkäufe (im Stadtbereich gibt es nur einen fußläufigen Supermarkt), Teilnahme an kulturellen Ereignissen und die Freizeitgestaltung. Die Senior*Innen wohnen zum Teil im abgelegenen ländlichen Teil der Stadt. Nicht wenige leiden aufgrund fehlender Vernetzung und geringer oder fehlender nachbarschaftlicher Kontakte unter Einsamkeit.
Die Freiwilligen-Agentur Diepholz besteht seit 2012. Ihre Aufgabe ist es , das Ehrenamt zu fördern, Projekte ins Leben zu rufen und zu begleiten. Der Schwerpunkt liegt dabei im sozialen Bereich wie Flüchtlingshilfe, Vernetzung mit Stadtteilinitiativen, Seniorenheimen, Kinder- und Jugendeinrichtungen.
Die Einbindung von Ehrenamtlichen spielt dabei eine große Rolle. Viele der Freiwilligen sind selbst im Seniorenalter und suchen eine sinnvolle Betätigung. Gerade bei Projekten wie "Der Mobile Einkaufswagen" spielen das Miteinander und die Begegnung eine große Rolle. Regelmäßige Austauschtreffen und Fortbildungsangebote werden gerne angenommen. Wir konnten feststellen, dass es gerade im Bereich Hilfsangebote für Senior*Innen und Menschen mit Behinderungen kein Problem war, Ehrenamtliche zu finden. Das Projekt " Mobiler Einkaufswagen", das bisher erfolgreich gelaufen ist, soll in Eigenregie neu aufgestellt und mit mehr Inhalt gefüllt werden. Erfahrene Ehrenamtliche stehen zur Verfügung. Voraussetzung ist die Beschaffung eines barrierefreien Fahrzeugs
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Diepholz das gesamte Stadtgebiet
Beschreibung
Diepholz ist die Kreisstadt und Mittelzentrum des gleichnamigen Landkreises im ehemaligen Regierungsbezirk Hannover in Niedersachsen und die viertgrößte Gemeinde im Landkreis. Seit 1994 gehört Diepholz dem Städtequartett an, zu dem sich die Städte Damme, Diepholz, Lohne und Vechta zusammengeschlossen haben.
Fläche: 104,4 km²
Einwohnerzahl
17729
Quelle / Anmerkungen
Stadt Diepholz, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Diepholz
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Beschaffung und Unterhaltung eines behindertengerechten Fahrzeugs ist das Hauptanliegen dieses Antrags. Durch das geförderte Vorhaben soll die Lebenssituation von Senior*Innen und Menschen mit Behinderung verbessert werden. Ihre Wünsche nach sinnvoller Freizeitbeschäftigung, Begegnung und Dialog sollen ermöglicht werden. Dazu wird ihnen Barrierefreiheit und Mobilität angeboten. Wichtig ist auch der Aufbau von Netzwerken in Kooperation mit bestehenden Einrichtungen und Vereinen. Dazu zählen Seniorenheime, der Seniorenbeirat und das Quartiersmanagement des Stadtteilladens der Stadt Diepholz mit seinen vielfältigen Angeboten zur Begegnung.
Weitere Ehrenamtliche sollen für das Engagement im sozialen Bereich gewonnen und dafür qualifiziert werden. Die Freiwilligen sollen an der Planung für die einzelnen Vorhaben beteiligt werden. In Teamarbeit mit den Beschäftigten der Freiwilligen-Agentur werden Konzepte erstellt und Unternehmungen geplant.
Durch die Einbeziehung aller Betroffenen soll die Qualität von sozialen Beziehungen, Teilhabe am Gemeindeleben und der Kultur verbessert werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ein hoher Bekanntheitsgrad des Projekts innerhalb des Stadtgebietes erreicht ist. Durch die verschiedenen Angebote wird die Begegnung und die Vernetzung untereinander gefördert und signifikant gestärkt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturverein der Stadt Diepholz - Theaterprogramm, Museum Tuchmacherhaus, Industriemuseum.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilladen e.V. mit Quartiersbüro, ASB - Angebote für Senior*Innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinden der Stadt Diepholz mit Angeboten für Senior*Innen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SG Diepholz mit Behindertensportgruppen, Heimatverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lokale Presse: Diepholzer Kreisblatt/Wochenblatt für Verbreitung von Informationen, Öffentlichkeitsarbeit der Freiwilligen-Agentur und der Agenda 21-Bürgerstiftung, Homepage der Stadt Diepholz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
alle Bewohner*Innen der Stadt Diepholz, die sich angesprochen fühlen, können zu diesem Projekt einen Beitrag leisten
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Voraussetzung zur Durchführung des Projekts "Der Mobile Einkaufswagen" ist die Beschaffung und Unterhaltung eines barrierefreien Fahrzeugs. Die Finanzierung nach dem Ende des Förderzeitraums wird gewährleistet durch: einen Eigenanteil der Personengruppe, die die Angebote wahrnimmt, Förderung des Projektes durch lokale Einrichtungen wie Banken, Geschäftswelt, Agenda 21-Bürgerstiftung.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartier ohne Grenzen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Göntje Schoeps
| Funktion | Quartiersmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftliches Engagement im Quartier Ilmenauwiesen als Antwort auf den gesellschaftlichen Wandel
Projektbeschreibung
Das Quartier Ilmenauwiesen spiegelte stets die kleinstädtischen Charakterzüge Uelzens wieder: Veränderungen werden kritisch beäugt und das Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung des gemeinschaftlichen Lebens ist gering. 2017 wurde hier die Quartiersarbeit aufgenommen. Besonderer Schwerpunkt lag auf den Bewohner*innen der Seniorenwohnanlage im Quartierszentrum, denen es ermöglicht werden sollte, so lange wie möglich in häuslicher Umgebung zu verbleiben. Bis heute arbeiten Akteure unterschiedlicher Bereiche, wie z.B. das Mehrgenerationenhaus und der Pflegedienst ressortübergreifend und koordiniert durch das Quartiersmanagement zusammen, um die Lebensqualität der Bewohner*innen im Stadtteil zu erhöhen. Kooperationen mit externen Akteuren konnten aufgebaut und Begegnungsangebote für den nachbarschaftlichen Austausch realisiert werden. Angebote zur Gesundheitsförderung und Freizeitgestaltung wurden von Senior*innen aus dem Quartier und dem ganzen Landkreis sehr gut angenommen und bildeten wichtigen sozialen Anker im Quartier.
Mit der Pandemie wird sichtbar: Wenn die Angebote wegfallen, bricht auch der nachbarschaftliche Austausch weg. Die sozialen Strukturen erweisen sich als nicht nachhaltig genug. Neben der bedarfsgerechten Entwicklung von Teilhabe- und Unterstützungsangeboten ist Ziel der GWA, die Bewohnerschaft zur selbstorganisierten Gestaltung des Wohn- und Lebensumfeldes zu aktivieren und zu befähigen, Begegnungsräume für die Nachbarschaft über die Wohnanlage hinaus zu schaffen und so die Entstehung eines nachbarschaftlichen Netzwerks zu fördern, in dem sich alle im Quartier anzutreffenden Gruppen, unabhängig vom sozioökonomischen Status und der Herkunft, generationenübergreifend mit ihren diversen Stärken gegenseitig unterstützen. Ältere Menschen, Angehörige und Pflegende können so langfristig entlastet werden und der intergenerationelle sowie -kulturelle Dialog schafft neue Perspektiven und Zugehörigkeitsgefühl. Um die Heterogenität der Sozialstruktur insb. im Quartierszentrum zu steigern, wird der für 2022 geplante Bezug barrierefreier Neubau-Wohnungen nicht nur Erweiterung des Seniorenwohnens sein, sondern Menschen jeder Lebensphase und -lage offenstehen. Durch die Belebung der Parkflächen im Quartier durch die Nachbarschaft, soll sich der Lebensraum niedrigschwellig zugänglich für alle Uelzener*innen zeigen und zu einer gesamtstädtischen Entwicklungsstrategie inspirieren.
Laufzeit
2021-12-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier zeichnet sich durch die optimale Infrastruktur im grünen Stadtzentrum der Hansestadt Uelzen aus - einer typischen Kleinstadt im Nordosten Niedersachsens. Die heterogene Sozialstruktur aus jungen und alten Generationen, Bürger*innen der oberen Mittelschicht, Migrant*innen und einkommensschwachen Familien und die Parkflächen bieten großes Potenzial für ein buntes Stadtteil-Leben. Jedoch scheint die Senior*innenwohnanlage wie eine Grenze zu wirken, die zwischen Park/Stadtkern und Wohngebiet liegt und die Belebung des Gebiets hemmt. Angebote im Quartierszentrum konzentrieren sich zudem auf Ältere, Jüngere erkennen keine Attraktivität. Mit der Pandemie brachen Freizeitangebote weg, wurden teils in den digitalen Raum verlagert. Senior*innen im Quartier haben keinen Zugang, isolieren sich, lehnen alternative 1:1-Angebote ab, warten passiv auf das Ende der Beschränkungen. Der soziale Austausch beschränkt sich noch mehr auf Familie und Pflegende. Das Risiko der physischen und psychischen Langzeitfolgen insbesondere unter den älteren Menschen steigt mit jedem Tag. Die Folgen sind an einem Großteil der Bewohner*innen bereits sichtbar. Der Fachkräftemangel in der Altenpflege bedingt durch den demographischen Wandel wird einmal mehr zum Problem und die Versorgung Älterer kann nicht mehr vollständig gewährleistet werden. Es sind neue Unterstützungsstrukturen gefordert, die über den familiären Rahmen hinausgehen. Das Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens ist aber wenig bis gar nicht vorhanden. Es gilt, ein stärkendes Netzwerk aufzubauen, dass zur Belebung des gemeinsamen Lebensraumes motiviert, alle einlädt und Grenzen auflöst.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Uelzen
Beschreibung
Der Mittelpunkt des Projektgebiets Quartier Ilmenauwiesen liegt entlang der Ripdorfer Straße bzw. dem Ilmenauufer (Hausnummern 1-35) direkt am Stadtkern von Uelzen. Die Umgebung ist durch großfläche Grümanlagen, wie die Ilmenauwiesen und den Friedhof, einen Sportplatz, eine Schule sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser geprägt. Das örtliche Projektgebiet endet im Norden an der Birkenallee, im Osten an der Bernhard-Nigebur-Straße, im Süd-Osten an der Kasernenstraße, im Süden an der Gudesstraße und im Westen mit dem Flusslauf der Ilmenau.
Einwohnerzahl
994
Quelle / Anmerkungen
Bürger- und Standesamt der Hansestadt Uelzen im April 2021
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzen-ue+demographischer-wandel+2018+tabelle
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzen-ue+demographischer-wandel+2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzen-ue+demographischer-wandel+2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzen-ue+integration+2018+tabelle
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagement des DRK-Kreisverband Uelzen e. V. verfolgt einen sozialraumorientierten Versorgungsansatz. Essentiell für die Entstehung von Verantwortungsgemeinschaften ist die Vernetzung auf horizontaler Ebene, mit Aktivierung der Bewohner*innen, sowie auf vertikaler Ebene, unter der Beteiligung von Ehrenamtlichen, lokalen Einrichtungen und der Kommune. Der konzeptionelle Schwerpunkt liegt auf verbessernden Maßnahmen des Lebensumfelds, die darauf ausgerichtet sind, vor allem Bewohner*innen mit einem Lebensalter über 65 Jahren sowie deren Angehörige am Standort Ilmenauwiesen praktisch darin zu unterstützen, ein langes, selbstbestimmtes Leben in der eigenen Häuslichkeit zu führen. Des Weiteren soll das Quartier Treffpunkt für alle weiteren Zielgruppen sein und Angebote geschaffen werden, die den intergenerationellen und -kulturellen Austausch fördern. Die Bewohner*innen werden dabei aktiv in die Quartiersarbeit einbezogen, um das Verantwortungsbewusstsein und Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und eine bedarfsgerechte Entwicklung sicherzustellen. Übergeordnete Ziele, die sich aus Befragungen ableiten, sind u.a. der Zugang zu sozialen Netzwerken, mehr nachbarschaftliches Miteinander, sowie die ortsnahe Beratung bei Anliegen aller Art. Durch das Quartiersmanagement wird der zielgruppenübergreifende Aspekt neutral moderiert, eine nachhaltige Entwicklung der Strukturen und das Monitoring der Bedarfe einzelner Zielgruppen unter Einhaltung der Qualitätsstandards sichergestellt
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Quartiersentwicklung zeichnet sich durch die unterschiedlichen Stärken der Quartiersbewohner*innen aus. Das nachbarschaftliche Netzwerk organisiert bei Bedarf gegenseitige Unterstützung.
Kriterium
Beschreibung
Die verschiedenen Interessen der Zielgruppen im Quartier werden in einem nachbarschaftlichen Netzwerk demokratisch vertreten und verhandelt (z.B. Kinder, Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund und Senior*innen).
Beschreibung
Expert*innen mit relevanten Angeboten für das Quartier tauschen sich aus, geben Impulse und bieten Unterstützung bei der Quartiersentwicklung.
Beschreibung
Quartiersbewohner*innen zeigen sich verantwortlich für die Quartiersentwicklung und haben einen aktiven Part im nachbarschaftlichen Netzwerk. Sie nutzen die niedrigschwelligen Unterstützungs- und Begegnungsangebote im Quartier.
Beschreibung
Das Quartier ist über seine Ansprechpartner dauerhaft in kommunalen Gremien präsent und vertreten.
Kriterium
Beschreibung
Das Quartier steht über seine Ansprechpartner in regelmäßigem Austausch mit regionalen und überregionalen Kooperationspartnern.
Kriterium
Beschreibung
Die Bedarfe der relevanten Akteure im Quartier werden regelmäßig erhoben und evaluiert und sind handlungsleitend für die Angebotsentwicklung.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Medizinisches Versorgungszentrum am Hammersteinplatz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligen-Agentur Region Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK-Geflüchtetenunterkunft Nothmannstraße Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK- Sozialpädagogische Familienhilfe
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Bis 2024 wird angestrebt, die Quartiersentwicklung konzeptionell zu einer trägerübergreifenden und politischen Aufgabe der Stadt Uelzen wachsen zu lassen. Netzwerkstrukturen und Verantwortungsgemeinschaften werden forciert und der Modellcharakter des Projektes schafft einen Mehrwehrt für die Stadtentwicklung. So können idealerweise Unterstützer*innen, wie die Kommune, gewonnen werden. Die langfristige Finanzierung ist so nur zu geringen Anteilen von Drittmitteln und Querfinanzierung abhängig.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam Lamspringe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam Nachbarschaft entwickeln. Nachhaltige Nachbarschaft, nachhaltige Kommune.
Projektbeschreibung
Das Projekt unterstützt bürgerschaftliches Engagement & Vernetzung verschiedener Initiativen, um bewusst & nachhaltig mit dem demografischen Wandel & seinen Folgen umzugehen. Ziel ist es, dass alle Bewohner:innen sich inkludiert fühlen & gleichberechtigt an allen Bereichen des Lebens teilhaben können. Seit 2017 gibt es eine Anlaufstelle namens "Treffpunkt", in der verschiedene Beratungs- & Bildungsangebote sowie Veranstaltungen stattfinden. Die Projektmitarbeiter:innen führen diese zum Teil selbst durch & koordinieren, begleiten & unterstützen Angebote von Ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen Netzwerkpartner:innen. Auch über die Räumlichkeiten des Treffpunkts hinaus werden Aktivitäten im Sozialraum organisiert, als Möglichkeit der Aktivierung von Bewohner:innen für das Gemeinwesen genutzt & unter Einbeziehung des Netzwerks unterstützt.
Damit ist das Projekt ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur nachhaltigen Kommune für die Gemeinde Lamspringe.
Durch Angebote wie das monatliche gemeinsame Frühstück & das ebenfalls monatlich stattfindende gemeinsame Abendessen entsteht Raum für Austausch. Bedarfe & Ideen der Bewohner:innen werden geäußert, gemeinsam konkretisiert & angegangen. Mittlerweile gibt es daher bspw. auch eine Küche im Treffpunkt, damit auf vielfachen Wunsch zukünftig gemeinsam gekocht & gebacken werden kann. Aufgrund des neuartigen Corona-Viruses konnte sie bisher leider noch nicht vollumfänglich genutzt werden.
Der Grundgedanke des gemeinsamen Gestalten des Miteinanders in der Gemeinde findet sich nicht nur im Projekttitel wieder sondern auch in den Namen der Veranstaltungen, wie bspw. Gemeinsam ESSEN, und natürlich vor allem im Miteinander unter den Teilnehmenden. Gemeinsam werden Bedarfe erhoben & bedarfsgerechte Angebote von Bewohner:innen (und) für Bewohner:innen gemacht. Gemeinsam wird erarbeitet, wie vielfältig diese Gemeinschaft ist & welche Stärken sich daraus ergeben. Bei den Aktivitäten sollen als Klammer die Begriffe Heimat, Nachbarschaft & Vielfalt leitend sein. Dadurch soll die vom demografischen Wandel betroffene Nachbarschaft gestärkt, toleranter & damit nachhaltig lebenswerter für alle werden.
In Kooperation insbesondere mit der Gemeinde, dem Netzwerk Jugend, dem Netzwerk-Senioren e.V. & der evangelischen Kirche arbeiten wir daran auch unter den seit März veränderten Rahmenbedingungen Begegnung & Kontakt zu ermöglichen, Einsamkeit & Lücken in der Grundversorgung entgegen zu wirken & den Zusammenhalt zu stärken.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die größte Herausforderung ist nach wie vor der demografische Wandel. Laut dem Landesamt für
Statistik Niedersachsen wird zwischen 2008 und 2031 die Bevölkerung
des Landkreises Hildesheim einen Rückgang von 12,4 % verzeichnen. Von dieser
Entwicklung ist insbesondere der Südkreis also auch die Gemeinde Lamspringe betroffen. "Die Bevölkerungsprognose des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung für die NBank
weist eine Bevölkerungsentwicklung in der Samtgemeinde Lamspringe vom
Jahr 2010 bis zum Jahr 2030 von 5 873 auf 3 658 Einwohner:innen
aus" (MI 02.09.2015).
Die Bevölkerung wird nicht nur insgesamt weniger sondern auch wesentlich älter im Durchschnitt. Um für diese Entwicklung gut aufgestellt zu sein, braucht es eine gut vernetzte und engagierte Einwohner:innenschaft. Weitere Querschnittthemen im Rahmen der Globalisierung möchte die Gemeinde durch Teilnahme am Projekt "Global Nachhaltige Kommune in Niedersachsen" in den Fokus nehmen, um sich zukunftsorientiert aufzustellen. Anhand der vielen Vereine & dem Netzwerk Jugend ist erkennbar, dass der Wille die Zukunft mitzubestimmen & zu gestalten da ist. Allerdings ist der Zusammenhalt im einzelnen noch nicht in der ganzen Gemeinde, die erst seit 2016 eine Einheitsgemeinde ist & noch stark in alten Strukturen denkt, zu spüren.
Teilhabe & Inklusion sind in der Theorie weiter als in der Praxis.
Durch die Arbeit des Projekts "Gemeinsam Lamspringe" wird eine wichtige Plattform zur Begegnung & zum Austausch für die zahlreichen Zusammenschlüsse & Einzelpersonen geboten. Die strategische Gemeinwesenarbeit ermöglicht das zielgerichtete Zusammenführen von Engagement & erhöht damit das Wirkungspotential.
5. Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die stärkere Vernetzung der Institutionen im Sozialraum wird das Gemeinwesen insgesamt entwickelt. Es geht um die Vernetzung der Bewohner:innen, um den Zusammenhalt zu stärken und Nachhaltigkeit auf allen Ebenen zu fördern. Möglichkeit zur Teilhabe für alle Menschen soll geschaffen werden. Durch Begegnungs- und Austauschangebote soll gegenseitiges Verständnis füreinander geschaffen und ein nachbarschaftliches Miteinander gestärkt werden. Die daraus folgende Akzeptanz hat präventiven Charakter, was soziale Konflikte betrifft, sodass ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters, ethnischen Ursprungs, Geschlechts etc. möglich ist. Durch die verstärkten Netzwerke auf persönlicher wie auf struktureller Ebene wird es zu einer Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen kommen. Auch infrastrukturelle Bedingungen können im Idealfall verbessert werden, da es im Rahmen des Projektes zu neuen Ideen & Ansätzen einer gemeinschaftlich organisierten Mobilität und Nutzung vom öffentlichen Raum kommt. Durch verstärkten Austausch & nachbarschaftliche Hilfe kann auch der umfangreiche Beratungsbedarf vermindert werden. So können die Menschen auf (Beratungs-)Institutionen zurückgreifen, aber sind zur Bewältigung ihres Alltags nicht davon abhängig, da sie zur Selbsthilfe befähigt werden. Als Modellprojekt hat es nach wie vor lokalpolitischen Einfluss, da Gemeinden im Landkreis es aufgreifen können.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Bereits vor dem Start der ersten Projektphase im Herbst 2017 gab es durch Ehrenamtliche aus dem kirchlichen Bereich sowie durch andere Vereine Strukturen der Gemeinwesenarbeit. In einer Gemeinde wie Lamspringe sind Menschen häufig gut untereinander vernetzt oder zumindest mit einander bekannt. Diejenigen, die ehrenamtlich engagiert sind, sind häufig in mehreren Vereinen oder Gruppen Mitglied, sodass dort ein Transfer stattfindet. Jedoch sind nach wie vor nicht alle Bewohner:innen in diese Strukturen integriert oder fühlen sich ausreichend von ihr angesprochen. Viele sind auch hauptsächlich innerhalb ihres eigenen Ortes & nicht Gemeindeweit vernetzt. Hauptamtliche Strukturen gibt es zum einen durch die Regeldienste wie Schule & Kindertagesstätten & zum anderen durch die Angebote des Jugendpflegers & der Migrationsberaterin. Im Rahmen vom Ferienpass, dem "Lamspringer September", Weihnachtsmarkt, Jubileen u.a. gibt es gemeinsame Veranstaltungen & Aktivitäten. Der ehrenamtliche Gemeinderat hat einen Ausschuss zu Themen wie Mobilität, Jugend- & Senior:innenarbeit & auch die Verbindung dieser Themen mit der Arbeit im Bereich Flucht & Migration auf die Agenda gesetzt. Seit Ende 2017 gibt es einen Treffpunkt, in dem verschiedene Begegnungs- & Beratungsangebote stattfinden. Die Netzwerkarbeit wurde durch das Projekt schrittweise professionalisiert. Es finden Quartalsgespräche mit Bürgermeister & Verwaltung statt, um die Gemeinwesenarbeit strategischer & damit nachhaltiger zu machen.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt soll maßgebend zum Ziel der nachhaltigen Kommune beitragen & Zusammenhalt stärken. Die Gemeinde Lamspringe zahlt bereits als freiwillige Leistung eine halbe Stelle Migrationsberatung, die ein wichtiger Baustein des Projekts ist. Es soll eine vielfältige Nutzung des Treffpunkts verstärkt werden, um eine Mischfinanzierung der Miete zu erreichen. Angestrebt ist eine Kombination aus Landkreismitteln, Teilangeboten, die über SGB regelfinanziert sind, Förderungen & Spenden.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
20200812_185023.jpg
(464.73 KB)
Partnerbesuchsdienst digital
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Herbert Haun
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vereinsamung bekämpfen - trotz Kontaktbeschränkungen! Jung und Alt digital.
Projektbeschreibung
Ältere Menschen bleiben immer länger in ihrem eigenen Wohnumfeld. Neben vielen positiven Effekten führt dies auch zu Vereinsamung der Menschen und Überalterung von Quartieren. In zwei Wolfsburger Quartieren, die über ein städtisches (Nordstadt) und ein städtisch gefördertes (Detmerode) Quartiersmanagement verfügen, wollen wir eine in das jeweilige QM integrierte Besuchs-Infrastruktur etablieren, die vereinsamende Menschen unter Beachtung der geltenden Datenschutzrichtlinien aufspürt, die junge und ältere Ehrenamtliche als Besucher findet und stabile peer-to-peer-Beziehungen ("Tandems") etabliert, die ergänzend zu den Pflichtaufgaben von Pflegediensten und Sozialverwaltung die Kommunikation der Vereinsamenden mit ihrer Umgebung neu etabliert und ausbaut, um zugleich die nachbarschaftlichen Beziehungen im Quartier zu verbessern.
Unter dem Zeichen der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise, die möglicherweise über Jahre hinaus Gültigkeit behalten werden, wollen wir digitale Kommunikationswege abseits von und ergänzend zu bekannten Plattformen aufbauen, die es ermöglichen, die Kommunikation per Text, Sprache und Bild aufrecht zu erhalten und persönliche Treffen der Tandems flexibel abstimmbar zu halten. Dabei wollen wir niedrigschwellig auf die Fähigkeiten und Möglichkeiten der älteren Menschen eingehen. Dazu gehört auch der nötige Support, der die Lösung aus IT-Standards aufbaut und bei Problemen eingreift.
Wir greifen dazu auf das Netzwerk unserer Stiftung in Wolfsburg zurück. Dazu gehören unter anderem die NEULAND Wohnungsgesellschaft (Stifterin, im Kuratorium vertreten), der Senioren- und Pflegestützpunkt des Sozialdezernats der Stadt Wolfsburg (Dezernat im Vorstand vertreten), das Digitaldezernat , die Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule , die evangelische Familienbildungsstätte, die Diakonie und die Caritas sowie eine Reihe von mittelständischen Unternehmen. Mit allen diesen sind wir durch mehrjährige Projektarbeit verbunden.
Die dazu nötigen Teilprojekte werden im Projektverlauf ausführlich beschrieben. Die NEULAND Stiftung wird dabei Träger des Dienstes sein und die überfangende Projektleitung für den Förderzeitraum etablieren. Wir wollen stiftungsbezogene Förder- und Organisationsstrukturen für die Zukunft etablieren, um nach Projektende den Dienst als Ankerprojekt der NEULAND Stiftung fortzuführen.
Laufzeit
2020-11-16 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Acht Millionen der über Sechzigjährigen in Deutschland fühlen sich einsam oder isoliert. Ambulante Hilfsdienste und Pflegeeinrichtungen gewährleisten die lebensnotwendige Versorgung, nicht aber menschliche
Nähe, Zuwendung und Gespräche. Viele einsame ältere Menschen wünschen sich einen Menschen, mit dem sie sich austauschen können und der einfach etwas Zeit für sie hat. Übertragen auf Wolfsburg bedeutet dies, dass potentiell 12.000 Menschen vereinsamt sind oder sich einsam fühlen.
Wolfsburg ist geprägt von Quartieren, die zu diskreten Zeitpunkten errichtet und bezogen wurden. Die Menschen in diesen Quartieren altern quasi "im Gleichschritt", sodass aufgrund der Standorttreue der Menschen die Quartiere überaltern. Die Stadt Wolfsburg verfolgt diese Entwicklung aufmerksam und hat daher in der Nordstadt ein Quartiersmanagement mit Fokus auf ältere Menschen eingerichtet.
Überalternde Quartiere führen zugleich zur Überalterung der Bausubstanz, die dazu führt, dass aufgrund günstiger Mietpreise vorwiegend sozial schwache Familien nachziehen. Die drohende Ghettoisierung dieser Quartiere ist eine weitere Herausforderung, der durch die Förderung nachbarschaftlichen Kontakts entgegengewirkt werden kann. Die NEULAND Wohnungsgesellschaft hat daher das Quartier Detmerode im Rahmen ihrer Möglichkeiten nicht nur deutlich modernisiert, sondern auch ein generationsübergreifendes Quartiersmanagement etabliert.
Die operative Umsetzung nachbarschaftsfördernder Maßnahmen wird in beiden Quartieren vom Quartiersmanagement gewünscht, kann aber nicht selbst geleistet werden. Hier setzt unsere Initiative an.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfsburg Nordstadt und Wolfsburg Detmerode
Beschreibung
Detmerode ist ein eigenständiges Quartier in Wolfsburg (Quelle: https://www.wolfsburg.de/rathaus/sprechstellen/ortsteilseite-detmerode). Es hat ca. 7.400 Einwohner (Quelle: Bevölkerungsbericht 2015 / Hochrechnung 2020 in Verbindung mit Bevölkerungsbericht 2017). Die räumliche Abgrenzung geht aus der beigefügten Grafik partnerbesuchsdienstdigital_1.jpg (aus dem Bevölkerungsbericht 2015 entnommen) hervor.
Das Quartier Nordstadt umfasst die Stadtteile Alt-Wolfsburg, Kreuzheide, Teichbreite, Tiergartenbreite (Quelle: https://www.wolfsburg.de/rathaus/sprechstellen/ortsteilseite-nordstadt). Es hat ca. 9.740 Einwohner (Quelle: Bevölkerungsbericht 2015 / Hochrechnung 2020 in Verbindung mit Bevölkerungsbericht 2017). Die räumliche Abgrenzung geht aus der beigefügten Grafik partnerbesuchsdienstdigital_1.jpg (aus dem Bevölkerungsbericht 2015 entnommen) hervor.
Einwohnerzahl
17140
Quelle / Anmerkungen
Bevölkerungsbericht 2015 und Kurzübersicht Bevölkerung 2017 der Stadt Wolfsburg
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsbericht 2015 mit Hochrechnung auf 2020
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsbericht 2015 mit Hochrechnung auf 2020
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
partnerbesuchsdienstdigital_1.jpg
(190.98 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Partnerbesuchsdienst digital wendet sich - wie die GWA - direkt an die immateriellen Bedingungen (besonders die Qualität sozialer Beziehungen und die Partizipation) unter maßgeblicher Einbeziehung der Betroffenen.
Partnerbesuchsdienst digital integriert - wie die GWA - die Bearbeitung individueller und struktureller Aspekte in sozial- und stadträumlicher Perspektive. Er fördert Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation junger und älterer Menschen wie eine Generationenbrücke.
Die NEULAND Stiftung Wolfsburg baut den Partnerbesuchsdienst unter Nutzung seiner Netzwerke und fördert damit in neu geschaffenen Kooperationsstrukturen das gegenseitige Verständnis von kommunalen und privatwirtschaftlichen Strukturen.
Der Partnerbesuchsdienst stellt in der Etablierung von Besuchs- und Supportstrukturen bei jungen Menschen sowohl Bildungsarbeit als auch sozialpolitisch Ausrichtung dar. Der sozialpolitische Aspekt betrifft ebenso den Einbezug älterer Menschen in die Kommunikation mit den Vereinsamenden.
Kern des Partnerbesuchsdienst digital ist die Tätigkeit von professionellen, dafür bezahlten Fachkräften in der Projektleitung, Schulung und Supervision, um eine nachhaltige, über die Projektdauer hinausweisende Wirksamkeit sicherzustellen. Dabei werden bestehende Schulungs- und Supervisionsangebote identifiziert und im Sinne der netzwerklichen Kooperation eingebunden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Tandems kommen vorzugsweise aus dem gleichen Quartier. Die Öffentlichkeitsarbeit erfolgt über quartiersbezogene Kanäle.
Kriterium
Beschreibung
Möglichst alle drei großen Wohnungsgesellschaften und der Haus- und Grundbesitzerverein sind involviert. Sozial- und Digitalreferat der Stadt Wolfsburg engagieren sich. Mittelständische Wolfsburger Unternehmen fördern.
Kriterium
Beschreibung
Funktionsfähige digitale Infrastruktur ist für die peer-to-peer und Außenkommunikation der Vereinsamenden gefunden, etabliert und durch eine Supportinfrastruktur abgesichert.
Kriterium
Beschreibung
Tandems "gehen vor die Tür" und beginnen, am kulturellen und nachbarschaftlichen Leben teilzunehmen
Vorhandene Strukturen
In Detmerode hat die NEULAND Wohnungsgesellschaft gemeinsam mit der Stadt Wolfsburg ein funktionierendes Quartiersmanagement gemeinsam mit kommunalen und privaten Kooperationspartnern etabliert. Eine Beschreibung ist hier zu finden: https://www.nld.de/unternehmen/soziales-engagement/quartiersmanagement
In der Nordstadt hat die Stadt Wolfsburg mit einer „alter(n)sfreundlichen Quartiersarbeit“ in der Tiergartenbreite und Teichbreite begonnen. Eingebunden werden Bürger der Nordstadt – sie sollen Ideen und Anregungen liefern. Aufgrund des demografischen Wandels stellen sich die Fragen: Welche Angebote sind wünschenswert, um möglichst lange in der eigenen Wohnung verbleiben zu können? Wie kann eine Versorgung gestaltet werden? Zu diesen und vielen weiteren Fragen sollen die Menschen aus und in der Nordstadt zu Worte kommen.
Die Stadtverwaltung will im gemeinsamen Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern sowie den Einrichtungen und Anbietern vor Ort dann Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten klären und erarbeiten. Das Quartiersmanagement Nordstadt wird dafür eine Nachbarschaftsplattform nutzen, um über die Altenarbeit zu informieren, sowie Raum für Ideen und Anregungen zu geben. „Ein gutes Miteinander fängt mit einer guten Nachbarschaft an“, sagt Stadträtin Monika Müller. „Aber gerade ältere Menschen sind manchmal nicht mehr mobil genug, um Nachbarschaftskontakte durch Besuche oder Gespräche am Gartenzaun zu pflegen. Hier kann Digitalisierung Vorteile bringen." Quelle: WAZ
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren- und Pflegestützpunkt des Sozialdezernats der Stadt Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Familienbildungsstätte Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Annemarie-Tausch-Schule Wolfsburg (BBS Sozialwesen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ostfalia Fachhochschule Wolfsburg/Braunschweig/Salzgitter
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Vorbereitende Gespräche mit Vertretern der Sozial- und Digitaldezernate der Stadt Wolfsburg, mit Verantwortlichen der NEULAND Wohnungsgesellschaft sowie Vertretern der evangelischen Familienbildungsstätte und der Diakonie sind geführt worden. Die NEULAND Stiftung wird den Partnerbesuchsdienst digital auch über das Projektende hinaus als Ankerprojekt fortführen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
„Garten der Vielfalt“ - Miteinander-füreinander-engagiert im Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Fabienne Stavropoulos
| Funktion | Referentin Fördermittelmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ort der Begegnung, Teilhabe und Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Ein „Garten der Vielfalt“ entsteht, der zum Mitgestalten einlädt und sich zu einem naturnahen Begegnungs- und Betätigungsort der Menschen im Quartier mit niederschwelligen Angeboten entwickelt. Der Garten dient auch als Ankerpunkt, aus dem Kampagnen und Aktionen in das Quartier wachsen. In einer Quartiersbefragung aus 2019 wurden u. a. folgende Bedarfe formuliert: Schaffung von Begegnungsorten, verbessertes nachbarschaftliches Miteinander, Abbau von Konflikten, stärkere Integration der verschiedenen Bevölkerungsgruppen, saubereres Wohnumfeld sowie Aufwertung des Quartiers. Einen offenen Ort der Begegnung gibt es im Viertel noch nicht. Im Zuge des Umbaus der AWO Senioreneinrichtung Vahrenwald zu einem quartiersoffenen Sozial –u. Pflegezentrum unterstützt der AWO Bezirksverband Hannover dieses Projekt und stellt mit einer Teilöffnung den neu gestalteten, 2800 m² großen Innenhofgarten der Einrichtung für neue Möglichkeiten der Begegnung für alle Quartiersbewohner*innen zur Verfügung. Der „Garten der Vielfalt“ wird über folgende Schritte realisiert: Im 1. Jahr werden die Quartiersbewohner*innen in den Aufbau der neuen sozialen und räumlichen Infrastruktur eingebunden. Die Angebote richten sich nach ihren aktuellen Bedarfen. Sie wirken tatkräftig an der Gestaltung des Gartens mit (z.B. Hochbeete bauen). Im 2. Jahr werden die Strukturen verstetigt. Der „Garten der Vielfalt“ ist als fester Treffpunkt u. Ort der generationsübergreifenden u. interkulturellen Teilhabe etabliert. Regelmäßige Angebote für Kommunikation, Konfliktmanagement, Präventionsarbeit u. Umweltbildung finden statt. Nachbarschaftliche u. soziale Netzwerke werden stabilisiert und ausgebaut. Im 3. Jahr werden aus dem Ankerpunkt Garten heraus Aktionen und Kampagnen zu den Themen Kunst, Kultur u. Umwelt ins Quartier wachsen. Durch das Mitgestalten und die Teilhabe an verschiedenen Quartiersaktionen wird eine neue Wahrnehmung auf das eigene Wohnviertel angeregt und neue Sichtweisen eröffnet.
Im Ergebnis des Projektes werden über ein gemeinschaftliches Tun Vorurteile abgebaut. Nachbarschaftliche Begegnungen werden alltäglich. Die Erfahrung von Anerkennung, etwas zu bewirken und eingebunden zu sein wirkt sich positiv auf die Selbstwirksamkeit sowie das Gemeinschaftsgefühl aus. Die Identifikation mit dem Viertel wird gestärkt. Die Tätigkeit im Naturraum Garten regt die Sinne an und fördert die Gesundheit. Die Nachhaltigkeit wird durch starke Kooperationen und Ehrenamtliches Engagement sichergestellt.
Laufzeit
2021-04-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Schleswiger Viertel, inmitten des Stadtteils Vahrenwald, leben 7500 Menschen. Viele von ihnen sind von Armut betroffen (z.B. Altersarmut 13 %, Gesamtstadtwert 9,6%) und haben eine Zuwanderungsgeschichte. Im Sozialreport der Stadt Hannover 2017 wird Vahrenwald umrissen mit den Schlagworten „Fluktuierend, viele Singles u. Alleinerziehende, hoher Migrant*innenanteil u. große Nationalitätenvielfalt“.
Weiter sind im Projektgebiet ein Wohnheim für 200 Obdachlose und eine Einrichtung für Geflüchtete angesiedelt. In Quartiersgesprächen wurde die Anonymität durch die hohe Fluktuation und das Fehlen von Begegnungsorten drinnen u. im Außenraum (Park) mit Angeboten zur Teilhabe genannt. Das Image des Quartiers ist das einer „grauen Maus“, in dem gewohnt wird, „wenn man sich nichts anderes leisten kann“.
Der Neu- u. Umbau der AWO Senioreneinrichtung Vahrenwald wird 04/2021 abgeschlossen. Neben seniorengerechten Wohn-und Pflegemöglichkeiten wird es eine Therapie- u. Arztpraxis, ein Café, ein Veranstaltungsraum (Ausweichort für Angebote im Winter) sowie ein Quartiersbüro geben, dass als Basis für die 2019 installierte Quartiersentwicklung dient. In 2019 wurden bereits über 200 Menschen zu ihren Bedarfen befragt, Maßnahmen abgeleitet u. das Quartierskonzept „Wir im Schleswiger Viertel- vielfältig, tolerant und gemeinsam engagiert“ formuliert. 2020 wurde mit der Umsetzung erster Maßnahmen der Quartiersarbeit begonnen. Mit dem „Garten der Vielfalt“ soll die Gemeinwesenarbeit ausgebaut u. ein Raum für vielfältige Kooperationen geschaffen werden, um auf die Problemlagen des Quartiers noch besser zu reagieren. Für die Übernahme dieser Aufgaben soll eine Projektstelle geschaffen werden
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Vahrenwald - Quartier: Schleswiger Viertel
Beschreibung
Das Quartier "Schleswiger Viertel" liegt inmitten des Stadtteils Vahrenwald. Mitten durch das Quartier führt eine der größten Verkehrsachsen der Stadt, die Vahrenwalder Straße. Sie verläuft als mehrspurige Ausfallstraße aus dem Stadtzentrum nach Norden Richtung Langenhagen (Flughafen) zur Autobahn A 2. Die Vahrenwalder Straße ist vollständig verbaut und bietet zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten. Entlang der Vahrenwalder Straße verläuft die Stadtbahn mit überirdischen Haltestellen.
Im Norden wird das Schleswiger Viertel durch ein großes Gewerbegebiet mit angrenzenden Kleingärten begrenzt. Die östlichen Grenzen markiert das Areal der Heilig-Geist-Kirche mit vielen Nachkriegsmehrfamilienhäusern ohne Fahrstuhl. Die südliche Grenze des Viertels verläuft entlang der Melanchthonstraße. Die Grenzbiegung in Richtung Westen verläuft entlang des Schulgeländes der IGS Büssingweg. Hier grenzen Straßen mit Einfamilienhäusern aus den 60iger Jahren an, bevor das Gelände in Kleingärten mündet. Die Quartierseingrenzung des Schleswiger Viertels wurde im Rahmen von durchgeführten Expertengesprächen sowie der Zukunftswerkstatt mit 61 Anwohner*innen des Viertels erhoben.
In unmittelbarer Nachbarschaft des "Gartens der Vielfalt" befinden sich große soziale Einrichtungen: ein Wohnheim für über 200 obdachlose Männer, was derzeit um einen Neubau erweitert wird; ein Wohnheim für über 100 Familien mit Fluchterfahrung; Tageseinrichtungen der LEBENSHILFE für mehrfach beeinträchtige Menschen, eine Einrichtung der Gesellschaft für integrative Behindertenarbeit, eine Grundschule und mehrere KITAs und Krippen unterschiedlicher Träger.
Einwohnerzahl
7500
Quelle / Anmerkungen
Einwohnerzahl bezogen auf das Quartier "Schleswiger Viertel"
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Peter Korpak vom Sachgebiet Wahlen und Statistik der LHH in 2019 zur Verfügung gestellt.
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Peter Korpak vom Sachgebiet Wahlen und Statistik der LHH in 2019 zur Verfügung gestellt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Peter Korpak vom Sachgebiet Wahlen und Statistik der LHH in 2019 zur Verfügung gestellt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Peter Korpak vom Sachgebiet Wahlen und Statistik der LHH in 2019 zur Verfügung gestellt.
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Peter Korpak vom Sachgebiet Wahlen und Statistik der LHH in 2016 zur Verfügung gestellt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unter Einbeziehung aller Bewohner*innen des Projektgebiets wird ein ganzheitliches Angebot für soziale Teilhabe entsprechend der besonderen Gegebenheiten u. Strukturen des Quartiers geschaffen. So bilden sich Schwerpunkte, die ihre Bedarfe widerspiegeln. Um die vielfältige Bewohnerschaft anzusprechen setzen wir u.a. auf generationsübergreifende Maßnahmen u. Angebote bei denen Faktoren wie Nationalität, Sprache, Schulabschluss oder Einkommen keine Rolle spielen. Die Begegnung auf Augenhöhe wird ermöglicht. Eine aktive Mitwirkung der Bewohner*innen bei der Entstehung u. Umsetzung von Angeboten ist selbstverständlich. Selbstinitiierte Gruppen u. nachbarschaftliches Miteinander werden nachdrücklich gefördert. Die Entstehung u. Gestaltung eines naturnahen Begegnungsortes, der allen Bewohner*innen des Quartiers offen steht, dient der Verbesserung der Infrastruktur. Durch die Partizipation der Bewohner*innen u. die Schaffung eines geschützten Raums soll die Selbstwirksamkeit gestärkt u. die Wahrnehmung der eigenen Gestaltungsspielräume und Ressourcen unterstützt werden. Ziel ist die Erhöhung des Wohlbefindens u. des ehrenamtliches Engagement. Die Identifikation mit dem Quartier steigt. Die Maßnahmen werden auf die speziellen Erfordernisse des Quartiers abgestimmt. Dies kann nur durch die Einbeziehung der bereits vorhandenen Kompetenzen, Erfahrungen u. Ressourcen des Viertels gelingen. Die Vernetzung u. Kooperationen mit weiteren Akteuren des Quartiers sind von zentraler Bedeutung.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gemeinsame Aktionen im Stadtteil haben das Quartiersansehen positiv verändert und die Identifikation der Bewohner*innen nachweislich gestärkt.
Kriterium
Beschreibung
Es bestehen Kooperationsvereinbarungen und der Garten wird von Kooperationspartnern und Akteuren aus dem Quartier genutzt. Gemeinsame Aktionen sind daraus im Garten und Quartier entstanden.
Kriterium
Beschreibung
Quartiersbewohner*innen unterschiedlichster kultureller/sozialer Herkunft begegnen sich auf Augenhöhe. Angebote und selbstinitiierte Gruppen für unterschiedliche Zielgruppen sind entstanden und werden durch Ehrenamtliche unterstützt und/oder getragen.
Beschreibung
Garten ist als Begegnungsraum+ Anlaufstelle für Bewohnerschaft etabliert u. genutzt. Bietet niederschwellige Kultur-, Bildungs- u. gesundheitsfördernde Angebote. Personen werden erreicht, die bisher wenig eingebunden u. kaum Anschluss im Quartier haben
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Umwelt und Stadtgrün; Fachbereich Senioren
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kleingartenvereine des Quartiers "Krügers Ruh", Abendfrieden", "Feierabend"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
GS Glücksburger Weg, IGS Büssingweg, KITAs im Quartier
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Eine Übertragung von Verantwortung an Ehrenamtliche und die aktive Mitgestaltung der direkt am Garten Wohnenden ist ein Ziel des Projektes. Die Nachhaltigkeit wird durch den Aufbau von ehrenamtlich geleiteten festen Arbeitsgruppen und starken Kooperationen mit Akteuren des Quartiers sichergestellt. Die Anbindung an bestehende Strukturen (Quartiersbüro) ermöglicht die Koordinierung und bietet eine feste Anlaufstelle. Die Gründung eines Vereins ist angedacht.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On