Gemeinwesenarbeit im Uelzener Stadteil "Am Königsberg"
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christiane Meyer-Fleischmann
2. Kurzbeschreibung
Wir vom Königsberg
Projektbeschreibung
Viele Menschen im Uelzener Stadtteil „Am Königsberg“ leben praktisch anonym neben einander. Sie kennen sich kaum oder gar nicht, obwohl sie z.T. eine lange Zeit räumlich zusammenwohnen. Eine zunehmende „Vereinzelung“ ist bei etlichen Bewohnern des Quartiers erkennbar.
In Form der Gemeinwesenarbeit (GWA) wollen wir die Bewohner des Stadtteiles aktivieren, befähigen und begleiten, ein „Wir-Gefühl“ untereinander und nach außen zu entwickeln. Wir wollen Menschen zusammenbringen, die dann gemeinsam ihr Zusammenleben gestalten. Dabei geht es darum, die Menschen im Stadtteil zu befähigen und zu begleiten ein aktives soziales Zusammenleben im Stadtteil zu initiieren. Dabei ist es uns wichtig, dass die Menschen im Stadtteil sich mit ihren Fähigkeiten in die Gemeinschaft des Stadtteils einbringen.
Durch eine breite Mischung von Angeboten im dortigen Nachbarschaftstreff, durch aufsuchende Angebote, durch verschiedene Aktionen im Stadtteil sollen die Bewohner zusammengeführt werden. Der seit 2012 bestehende Nachbarschaftstreff „TREFF Am KÖ“, Emsberg 2 in Uelzen bietet mit seiner Ausstattung gute Möglichkeiten zum Treffen von Gruppen und ein Büro für die Beschäftigten. Der Standort des TREFFs befindet sich an einer zentralen Stelle im Stadtteil.
Die Arbeit im Stadtteil soll von einem Sozialpädagogen (50%-Stelle) und einer pädagogisch erfahrenen Fachkraft (70%-Stelle), die aufgrund langjähriger Erfahrungen umfänglich mit anderen sozialen Einrichtungen in der Stadt vernetzt ist, gestaltet werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In dem Uelzener Stadtteil wohnen recht unterschiedliche Bewohnergruppen. Seit Oktober 2012 wird hier ein Nachbarschaftstreff (TREFF AM KÖ) von der Johanniter Unfallhilfe (JUH) und der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (gwk) betrieben. Konzipiert war die Arbeit im Rahmen des Quartiersmanagements. Primär aufgrund fehlender Qualifikation und aufgrund einer überdurchschnittlichen Personalfluktuation wurden die Aufgaben einer Quartiermanagerin fast nie durchgeführt. Kennzeichen der Arbeit waren eine klare „Kommstruktur“ und sogenannte geschlossene Gruppen. Das anfängliche Interesse der Bewohner ist mit den Jahren deutlich rückläufig. Kinder- und Jugendarbeit gibt es seit ca. 2 Jahren nicht mehr. Vormals war der Treff ein Ort, an dem Anliegen von Bewohnern eingebracht werden konnten. In einigen Straßen des Stadtteils gibt es z.B. Parkplatzprobleme. Diese kann man gemeinsam angehen und lösen. Da die gwk als „Erfahrungsträger“ weiter mit uns als neuem Anbieter zusammenarbeiten möchte, können Erfahrungen genutzt werden. Durch die geplante GWA sollen Bewohner motiviert und befähigt werden Gemeinsamkeiten zu entwickeln. Es wird nicht von außen verändert, sondern die Menschen ändern und entwickeln selber: (z.B. derzeit fehlender Parkraum) Stichwort: Kollektive Selbsthilfe. Damit die GWA keinen „Strohfeuereffekt“ entwickelt, halten wir die Vernetzung mit Kooperationspartner (Stadt Uelzen, Diakonie Uelzen, Paritäten Uelzen, Uelzer Tafel u.ä.) für fundamental wichtig. Uns geht es um eine möglichst dauerhafte und nachhaltige Ausrichtung der Arbeit. Im Uelzener Stadtteil „Stern“ wird in Kürze ein Stadtteilzentrum entstehen. Erfahrungen können in die neue Arbeit einfließen.
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Uelzen Am Königsberg
Beschreibung
Bei dem Stadtteil handelt es sich aufgrund seiner geografischen Lage um ein in sich quasi „geschlossenes“ Wohngebiet. Der Stadtteil hat eine Zufahrt. Wer in das Stadtgebiet per Pkw, ÖPNV oder ähnliches möchte, muss diese Straße nutzen. Der Stadtbezirk wird im Westen durch die Ilmenau, im Süden durch ein Waldgebiet, im Osten durch eine große Sportanlage und im Nord durch eine Bundesstraße abgegrenzt. Der Stadtteil ist ein reines Wohngebiet.
Einwohnerzahl
1378
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Etwa 1/3 der Bewohner leben in sogenannten Großwohnanlagen, in den höchsten Wohngebäuden der Stadt.
Der Stadtteil hat den höchsten Anteil von Bewohnern mit internationaler Herkunft. Diese Menschen stammen aus mehr als 30 verschiedenen Nationalitäten.
Der Anteil von älteren Bewohnern (70 plus) ist in dem Stadtteil signifikant. Das liegt auch daran, dass es etliche größere Wohnanlagen speziell für Senioren gibt (sozialer Wohnungsbau, deren Belegungsbindung).
Wenn vom Stadtteil Am Königsberg in Uelzen gesprochen wird, denken viele meist nur an die Großwohnanlagen, die es an anderen Stellen in Stadt und Landkreis Uelzen nicht gibt. Die Großwohnanlagen sind in der Stadt Uelzen stigmatisiert, Menschen die dort noch nie gewesen sind, meinen, dass in den Wohnungen nur Menschen mit internationaler Herkunft und Kriminelle wohnen, was real nicht zutrifft.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtplan.jpg
(105.57 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ein Ansatz der GWA ist das Stichwort: "Befähigung statt Betreuung". In diesem Projekt sollen insbesondere ehrenamtliche Mitarbeiter befähigt werden, mit Gruppen und ggf. Einzelpersonen im Stadtteil selbständig zu arbeiten. Da der Rahmen der Arbeit in diesem Projekt „abgesteckt“ ist, erscheint das Erreichen der Zielsetzung in dem gesetzten Rahmen gut möglich.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Arbeit die Bedürfnisse und interessen der Bewohner trifft
Kriterium
Beschreibung
Wenn wir die Fähigkeiten der Bewohner nutzen
Kriterium
Beschreibung
Wenn wir die Stärken einzelner für viele Nutzen
Kriterium
Beschreibung
Wenn möglichst viele partizipieren können
Beschreibung
Sind Voraussetzung für eine gute GWA im Stadtteil
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Wohnungsbau des Kreises Uelzen mbH (gwk), Veerßer Straße 66 29525 Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtverwaltung Hansestadt Uelzen, Rathaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirchengemeinde St. Marien zu Uelzen und Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Integratives Quartiersmanagement Hessisch Oldendorf
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Margareta Seibert
| Funktion | Fachbereichsleiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
HO - VereinT- Aufbau von Integrativer Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Kernstück des Projektantrages ist der Aufbau von Gemeinwesenarbeit mittels Einrichtung
der Personalstelle eines Kümmerers. Das Aufgabengebiet des Kümmerers umfasst: 1. Aktivierende Bewohnerbefragung um die Bedarfe, Bedürfnisse und Problemlagen im Quartier kennenzulernen. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und anonym und findet bei den Bewohnern zu Hause statt. Ergebnisse werden nach Abschluss öfffentlich präsentiert. 2. Beratung und Unterstützung der AnwohnerIn im Quartier 3. Die Unterstützung und Öffnung der ehrenamtlich aufgebaut und geführten Projekte und Angebote wie z.B. Fahrradwerkstatt etc. Weiter zählen zu den Aufgaben des Kümmerers die Vorbereitung, Planung und Einrichtung des Stadthauses das im März 2020 in Betrieb gehen soll . Dort soll eine
Begegnungsstätte geschaffen werden, die Vorbehalte abbaut und Kennenlernen der Einwohner anbahnt und möglich macht. Dazu sollen Projekte initiiert werden, die Hilfe zur Selbsthilfe zu aktivieren.
Begründung:
In Hessisch Oldendorf gab und gibt es keine sozialräumliche Gemeinwesenarbeit, die durch Wohnungsbaugesellschaften oder Freie Träger ausgeübt wird. In der Hochphase der Zuwanderung durch Flüchtlinge konnten die Herausforderungen nur im Zusammenspiel mit ehrenamtlich aufgebauten Strukturen bewältigt werden. Die enge Begleitung und Unterstützung verhinderte Problemlagen in ohnehin angespannten Brennpunktquartieren. Nach dem Rückzug vieler Ehrenamtler entstand ein Vakuum an Unterstützungskompetenz, das sich in vielfältiger Weise äußerte: Nachbarschaftskonflikte, Innerfamiliäre Konflikte, Konflikte mit Vermietern, drohende Obdachlosigkeit durch fristlose Kündigungen, Ordnungswidrigkeiten, Bußgeldverfahren aufgrund unregelmäßiger Schulbesuche, Ausländerbehördliche Konflikte, Kündigungen von Energieversorgungsverträgen etc. zählen zu den Alltags-Problemlagen im Quartier. Frühe Unterstützung und Intervention verhindert präventiv das Ausbrechen von Konfliktlagen und Zuspitzung eines migrantenfeindlichen Klimas. Gleichzeitig soll die Öffnung der ehemals "Flüchtlingsangebote" für den erweiterten Personenkreis vollzogen werden um die aus "Sozialneid" entstehende fremdenfeindliche
Vorurteile abzumildern.
Nach wie vor fehlt es an Austausch und Kontakt zwischen den zugewanderten Menschen und den "Einheimischen". Dafür sollen im Stadthaus Raum und Angebote geschaffen werden, die bis zur Fertigstellung des Stadthauses in anderen städtischen Räumen stattfinden können.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Hessisch Oldendorf ist eine Flächenkommune mit 24 Ortsteilen. Der größte Ortsteil, die Kernstadt, weist eine besondere Bevölkerungsstruktur auf. Hier leben 30 % der Menschen mit Migrationshintergrund, während in den den anderen OTs nur wenige leben. Der Anteil der Haushalte mit niedrigem Einkommen (51,1%) liegt über dem Landesdurchschnitt. 380 Geflüchteten und deren Integration in die Infrastruktur istdeshalb eine große Herausforderung. Die dezentrale Unterbringung auch in kleinere Ortsteile scheiterte an fehlender Infrastruktur und führte zu einer Konzentration der zugewanderten Menschen in der Kernstadt. Das Nahversorgungszentrum mit bereits ansässigen Migranten der ersten, zweiten und dritten Generation und deren gewachsene Community- Struktur wurde von den Geflüchteten als besseres Wohnumfeld angenommen. Die Kitas und Grundschule in der Kernstadt weisen mittlerweile einen Migrantenanteil von 50-60 % aus. Neben den aus ca. 20 Nationen geflüchteten Menschen entwickelt sich derzeit eine Ansiedlung von EU- Ausländern, die sich wegen der günstigen Mieten und Immobilienpreisen im Weserbergland niederlassen. Die Stadt Hessisch Oldendorf konnte die starke Zuwanderung 2015 mit der Unterstützung zahlloser Ehrenamtler mit großer Kraftanstrengung ohne Notunterkünfte dezentral lösen und verschiedene ehrenamtliche Projekte starten. Der Stimmungsumschwang im Land und zugespitzte fremdenfeindliche Diskurse erfordern Zivilcourage, um öffentlich eine positive Haltung für Flüchtlinge und deren Integration einzunehmen. Viele Ehrenamtler reagierten mit Rückzug. Zur Unterstützung der ehrenamtlicher Arbeit wird deshalb der Aufbau einer professionellen Struktur dringend erforderlich.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Stadt Hessisch Oldendorf verfügt als Grundzentrum über keine ortsansässigen Freien Träger die GWA/Quartiersmanagement anbieten. Darum ist kommunales Engagement gefragt. Die ersten Herausforderungen der Zuwanderung sind gemeistert, aber die komplexen Herausforderungen der Integration liegen noch vor uns. Dafür müssen tragfähige Strukturen entwickelt werden, die den sozialen Sprengstoff in den Blick nehmen und Lösungsansätze entwickeln und umsetzen. Insbesondere die Kernstadt kämpft mit einer deutlichen Spannungslage in der Bevölkerung. Billiger Wohnraum steht kaum noch zur Verfügung und die Bildungsein-richtungen (Kita und Schule) weisen hohe Migrantenanteile auf. Es fehlt an gegenseitigem Einblick in die Lebenswelten, Vorurteile werden zum Teil seit Jahrzehnten zementiert. Der Aufbau der GWA vor Ort soll Unterstützer und Unterstützungsbedürftigen Hilfe zur Sebstorganisation bieten um eine tragfähige Vernetzungsstruktur aufzubauen. Gezielte Angebote sollen das nachbarschaftliche Zusammenleben fördern und die Integration der verschiedenen Bevölkerungsgruppen stärken. Im zukünftigen Stadthaus soll ein Raum für Begegnung geschaffen werden, um mittels Angeboten die Kommunikation zu steigern. Gegenseitige Wertschätzung soll durch Kennenlernen und gemeinsame Aktionen entstehen. Die GWA ist sozialräumlich ausgerichtet und stellt die BewohnerIn ins Zentrum. Sie versteht sich sowohl als Bildungsarbeit als auch als Motor zur Förderung der Selbstorganisation.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
img_3304.jpg
(1.37 MB)
Gesellschaftliche Teilhabe fördern in Bremervörde
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Petra Janssen
| Funktion | 1. Vorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Räume für Begegnung, Beratung und Unterstützung schaffen
Projektbeschreibung
Das PaNaMa Familienzentrum steht in Bremervörde und Umgebung seit 10 Jahren für die Gestaltung von Begegnungsräumen zur Unterstützung von Familien, insbesondere mit Kindern in den ersten entscheidenden Lebens- und Entwicklungsjahren. Die Bedeutung dieser Art von Unterstützung nimmt dort weiter zu, wo andere Strukturen wegbrechen. Die Geburtenraten steigen wieder leicht an und die Anzahl der freiberuflich tätigen Hebammen sinkt weiter. Dies führt zu einer Zunahme der Unterversorgung mit fachlicher Begleitung in der Schwangerschaft und in den ersten entscheidenden Wochen nach der Geburt. Die jungen Familien wohnen zudem oft hunderte Kilometer von ihren Eltern entfernt, so dass auf deren Erfahrungswissen und Unterstützung kaum zurückgegriffen werden kann. Hinzu kommt, dass in den ersten Wochen entscheidende Entwicklungen stattfinden. Das Baby soll gestillt werden aber es klappt nicht. Die Babys können von Koliken und Regulationsstörungen betroffen sein, schreien viel, schlafen schlecht. Für die Eltern findet eine Umstellung vom Paar zur Elternschaft statt, die eine krisenhafte Situation darstellen kann etc.
Ein wichtiger Baustein zur Unterstützung der Familien ist die Schaffung eines Raumes, in dem der fehlende Erfahrungsaustausch und die fachliche Begleitung der Familien weiter stattfinden können und in dem ein gesundes Aufwachsen der Neugeborenen begleitet wird. Dieses werden wir in Form eines offenen Cafés zur Verfügung stellen, welches einmal wöchentlich geöffnet ist. Dieses wird geleitet von einer medizinisch/sozialpädagogischen Fachkraft und besucht von Schwangeren und Eltern mit Neugeborenen bis zum Ende des dritten Monats. Die Eltern können sich dort zur Entwicklung des Kindes beraten lassen, ihr Kind wiegen und Erfahrungen austauschen. Die koordinierende Fachkraft des Familienzentrums sorgt über die Vernetzung mit bestehenden Unterstützungsangeboten in den Frühen Hilfen dafür, dass auch Projekte wie wellcome (erfahrene Eltern/Großeltern entlasten junge Familien), Familienpatenschaften, Babysprechstunde (Babys mit Regulationsstörungen), etc. eingebunden werden. Darüber hinaus sind Veranstaltungen wie Erzählcafés zum Austausch der verschiedenen Generationen und Kulturen über Geburt und Start ins Familienleben angedacht.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Geburtenraten steigen wieder leicht an und die Anzahl der freiberuflich tätigen Hebammen sinkt weiter. Dies führt zu einer Zunahme der Unterversorgung mit fachlicher Begleitung in der Schwangerschaft und in den ersten entscheidenden Wochen nach der Geburt. Die jungen Familien wohnen oft hunderte Kilometer von ihren Eltern entfernt, so dass auf deren Erfahrungswissen und Unterstützung kaum zurückgegriffen werden kann. Hinzu kommt, dass in den ersten Wochen entscheidende Entwicklungen stattfinden. Das Baby soll gestillt werden aber es klappt nicht. Die Babys können von Koliken und Regulationsstörungen betroffen sein, schreien viel, schlafen schlecht. Für die Eltern findet eine Umstellung vom Paar zur Elternschaft statt, was eine krisenhafte Situation darstellen kann etc. Bei überlasteten, allein gelassenen jungen Eltern steigt das Risiko von Fehlentwicklungen bei den Kindern und Kurzschlussreaktionen der Eltern und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wird eingeschränkt.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bremervörde Stadt und zugehörige Ortschaften
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst die Stadt Bremervörde und ihre 11 angrenzenden Ortschaften
Einwohnerzahl
18000
Quelle / Anmerkungen
Homepage der Stadt: https://www.bremervoerde.de/35-home/home.html?start=7
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
bremervoerde.pdf
(204.37 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Wegbrechen von Versorgungsstrukturen für junge Familien verhindert, dass sie ihr Recht auf Gesundheitsprävention durch die Begleitung einer Hebamme nicht wahrnehmen können. Es stehen keine ausreichenden Ressourcen zur Individualversorgung der Frau mit Baby zur Teilnahme an Präventionskursen wie Geburtsvorbereitung und Rückbildungsgymnastik zur Verfügung. Diese Leistungen kann das Projekt nicht ersetzen, jedoch den jungen Familien Unterstützung und Beratung zur Verfügung stellen, die es ihnen ermöglichen einen gesunden Start ins Familienleben und weitergehende gesellschaftliche Teilhabe zu erleben. Darüber hinaus fördert das Projekt den gesellschaftlichen Zusammenhalt dadurch, dass junge Eltern mit erfahrenen Eltern zusammen kommen können und sich so neue familienunterstützende Strukturen ergeben. Aus diesen Begegnungen heraus erhalten Eltern eine Stimme, die deutlich macht, das sie mit ihrer Verantwortung ihren Kindern gegenüber zunehmend allein gelassen werden und Bestärkung und Zuspruch brauchen.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Das PaNaMa Familienzentrum ist ein regionales Kompetenzzentrum Frühe Hilfen und hat sich zur Aufgabe gemacht, Eltern mit Kindern im Vorschulalter mit niedrigschwelligen Angeboten zu unterstützen. Regelmäßig treffen sich Eltern und Großeltern mit Kindern in offenen Eltern-Kind-Gruppen und lernen in verschiedenen Kursen und Vorträgen etwas über gesunde Ernährung, adäquates Handeln bei Unfällen, die richtige Erziehung etc. Darüber hinaus werden Familien mit Unterstützungsbedarf beraten und an entsprechende Hilfen weitervermittelt. Hierzu wird ein großes Netzwerk an Kooperationspartnern gepflegt.
Die Gruppen finden an verschiedenen Standorten und in verschiedenen Gemeinden statt.
Familien mit Neugeborenen und Schwangere werden durch dieses Projekt bislang unzureichend unterstützt und erreicht. Aufgrund der sehr emotionalen und sensiblen ersten Zeit brauchen diese ihren eigenen Schutzraum, der mit diesem Projektantrag verwirklicht werden soll.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Familienkinderkrankenschwestern, Ärzte*innen
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartiersbrücken in Emden (Teilprojekt 1)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Egon Philipps
| Funktion | Fachdienstleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Bündelung und Koordination gebietsbezogener und lebensweltorientierter Arbeitsansätze in Emden
Projektbeschreibung
Das Projekt Quartiersbrücken (Teilprojekt 1) steht für eine umfassende Neuorganisation der GWA/QM in der Stadt Emden, mit der gleichzeitig der Grundstein für den Aufbau bzw. die Weiterentwicklung einer Stadtteilarbeit und -koordination in mehreren Teilgebieten gelegt wird. Das Projekt bezieht sich wegen seines Charakters als übergeordnetes Projekt grds. auf die Stadtteile Barenburg, Port Arthur/Transvaal, Borssum(Teilprojekt 2) und Conrebbersweg (Teilprojekt 3). Dem innerhalb der Stadtverwaltung für die Gemeinwesenarbeit neu geschaffenen Fachdienst Gemeinwesen sind diese Projekte zugeordnet und auf operativer Ebene mit Fachkräften besetzt. Um die Präsenz der GWA in Barenburg zu stärken, ist der Einsatz eines weitern GWA Mitarbeiters als Kümmerer Vorort geplant.
Nachdem bisher der strukturelle und organisatorische Aufbau sowie die operative Arbeit vor Ort vorangetrieben wurden, steht im weiteren Projektverlauf die Arbeit auf der inhaltlich-methodischen Ebene im Mittelpunkt. Die Ergebnisse bilden zukünftig die Grundlage der Arbeit an allen GWA Standorten in Emden.
Ziel ist, zunächst ein Leitbild für die GWA der Stadt Emden zu entwickeln. Dazu wird Raum geschaffen, in dem das gemeinsame Nachdenken über Ziele und Visionen sowie die eigene Haltung notwendig und erwünscht ist. Eigene Standpunkte und Sichtweisen werden in der Diskussion zu gemeinsamen Vorstellungen über Qualitätsstandards und Handlungsfelder der GWA und damit zur Stabilität innerhalb der Organisation führen.
Für das inhaltliche Profil ist das Leitbild aber nicht ausreichend. Deshalb soll auf Basis der entwickelten Leitsätze im zweiten Schritt eine Rahmenkonzeption ausgearbeitet werden. Sie beschreibt gebietsübergreifend die Ziele und Aufgaben der GWA in Emden, erläutert Arbeitsprinzipien und fachübergreifende Standards in der sozialräumlichen Arbeit und zeigt auf, mit welcher Infrastruktur an welchen Standorten gearbeitet wird.
Die konzeptionell verankerten Standards sollen schließlich in einem dritten Schritt über die Erarbeitung eines Qualitätshandbuches messbar gemacht werden. In der späteren schriftlichen Fassung wird die Qualität des Arbeitsfeldes der GWA in Emden transparent und nachvollziehbar beschrieben. Außerdem ist das Handbuch als Dokumentationssystem, geplant, in dem Protokolle, Projektdarstellungen etc. abgelegt werden oder die Aufgabenorganisation im Gebiet detailliert beschrieben wird.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Stadt Emden konzentriert sich mit dem Strukturaufbau der GWA zunächst auf die oben genannten Gebiete. Der 2018 veröffentlichte Sozialbericht ordnet diesen Stadtbereichen mit Blick auf den Arbeitslosenanteil, die Mindestsicherungsquote, den Anteil der Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit und Anteil der Haushalte mit alleinerziehenden Elternteilen und bei gleichzeitigen hohem Jugendquotienten den höchsten sozial-integrativen Entwicklungsbedarf/Entwicklungspotentiale zu. In jedem dieser Gebiete finden sich außerdem einzelne Sozialräume mit besonders geringen Teilhabechancen. Für die Quartiersentwicklung konnten mit Hilfe der Projektförderung mittlerweile Basisstrukturen an allen Standorten geschaffen werden (Verankerung von Fachkräften in Anlauf- und Kontaktstellen/Stadtteilbüros, neue bewohnergetragene Aktivitäten, Kontaktaufbau zu belasteten Nachbarschaften, Bereitstellung von Stadtteilfonds), allerdings bedarf es weiterer Entwicklungs- und Verstetigungsschritte, um den alltäglichen Herausforderungen vor Ort begegnen zu können: Netzwerk- und Beteiligungsstrukturen aufrechterhalten und beleben; Transparenz über die Angebotsstrukturen im Stadtteil herstellen, vorhandene soziale Infrastruktur öffnen und anpassen, Neuzugewanderte zur Nutzung und (Mit-)Gestaltung der Freizeitstrukturen aktivieren, Strukturen der Bildungsarbeit im Quartier ausbauen. Für eine nachhaltige Bearbeitung müssen die Schnittmengen zwischen den Gebieten und den Teilaufgaben im neugeschaffenen Fachdienst Gemeinwesen noch systematisch herausgearbeitet und die Mitarbeiter prozessbegleitend geschult werden.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Emden Barenburg
Beschreibung
Der Stadtteil Barenburg grenzt nordöstlich an die Innenstadt und wird im Süden durch den Wall, im Westen von der Auricher Straße (Hauptverkehrsachse), im Norden von dem Autobahnring und im Osten durch den Kanal Treckfahrtstief begrenzt.
Einwohnerzahl
7310
Quelle / Anmerkungen
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
13
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
8
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
18
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
Stadt Emden, Fachdienst Service, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Berechnet ist die Mindestsicherungsquote (ALG II, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, Leistungen nach dem AsylbLG)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gebiet_barenburg.pdf
(1.07 MB)
strassenliste_barenburg.pdf
(195.85 KB)
Gebiet-Name
Port Arthur/Transvaal- südliche Ringstraße
Beschreibung
Das Gebiet Port Arthur/Transvaal-südliche
Ringstraße erstreckt sich von der Altstadt im Stadtzentrum in südlicher Richtung und wird im Osten vom
Industriehafen und im Westen von den Industrieflächen der VW-Werke begrenzt.
Einwohnerzahl
5981
Quelle / Anmerkungen
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Teilgebiet Port Arthur/Transvaal ist 2016 in das Programm Soziale Stadt aufgenommen. Seit 2018 wird damit begonnen, ein Quartiersmanagement aufzubauen. Der Projektansatz zielt auf die Entwicklung von Organisation, Strukturen und Koordination im Bereich der GWA der Stadt Emden ab. Der inhaltliche "Überbau" ist für alle Standorte - auch zukünftige- verbindlich. Direkte Aktivitäten im Bereich Soziale Stadt sind nicht vorgesehen. Ein Teil des modellhaften Charakters ergibt sich aus der inhaltlichen Verknüpfung der Teilgebiete mit unterschiedlichem Förderstatus und unterschiedlichem Erfahrungshintergrund.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Die Daten beziehen sich auf die beiden Sozialräume PAT-Nord und PAT-Mitte, die zu der Gruppe der Teilgebiete mit der höchsten Jugendarbeitslosigkeit gehören.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
8
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Stadt Emden, Fachdienst Service, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Berechnet ist die Mindestsicherungsquote (ALG II, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, Leistungen nach dem AsylbLG)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
strassenliste_pat_suedl._ringstrasse.pdf
(196.46 KB)
flaeche_pat_suedl.ringstrasse.pdf
(326.04 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz orientiert sich an einem Modell der prozesshaften Gestaltung von
Sozialräumen (Teilgebieten der Stadt) durch GWA und QM, in dem prinzipiell drei
Aufgabenbereiche und Aktionsebenen miteinander verknüpft sind: die Gemeinwesenarbeit im Stadtteil, vermittelnde Tätigkeiten zwischen Stadtteil und Verwaltung sowie organisatorische und koordinierende Aufgaben in der Verwaltung. Das Projekt „Quartiersbrücken“ ist in der Stadtverwaltung nah an der Steuerungsebene angesiedelt und fungiert als Bindeglied zwischen dem gesamtstädtischen Strukturaufbau und den Aufgaben der GWA in den Gebieten. Eine neue Komponente der Bindegliedfunktion ist die Vernetzung und Vermittlung von Know-how zwischen den drei einbezogenen Gebieten. Der Ansatz von „Quartiersbrücken“ steht in enger Verbindung mit dem Stadtteil Borssum und dem hier wirkenden Projekt „Lebenswertes Borssum“.Nachdem der organisatorisch, strukturelle Aufbau weitestgehend abgeschlossen und mit Praxis und Erfahrung gefüllt werden muss, wird der inhaltliche pädagogische Aufbau vorangetrieben. Die dort entwickelten Inhalte, Prozessbeschreibungen und Standards werden zukünftig auf alle Standorte – letztendlich auf die gesamte Stadt, übertragen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Akteure der einzelnen Standorte haben Kontakt zu Bewohnergruppen. Es finden Begegnungen und Angebote in den Standorten statt, die Interessenlagen sind bekannt, über aufsuchende Arbeit werden zusätzliche Kontakte hergestellt.
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen kennen die für sie wichtigen Angebote und Hilfen und suchen sie selbstständig auf. Aktivitäten finden ohne Anleitung statt oder werden sogar aus dem Bewohner*innenkreis heraus organisiert.
Kriterium
Beschreibung
Es erfolgt zunehmend eine Identifikation mit dem Stadtteil. Dieser wird positiv wahrgenommen. Es gibt ein Netzwerk aus Akteuren im Gebiet.
Kriterium
Beschreibung
Möglichst viele Bewohner*innen beteiligen sich an Aktivitäten. Über das gemeinsame Tun, die gemeinsame Sache, das gemeinsame Interesse entsteht eine Verbundenheit untereinander über die unterschiedlichen Lebenswelten hinweg.
Beschreibung
Die Kooperationspartner im Gebiet sind bekannt. Über das Wissen voneinander entwickelt sich eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit. Gemeinsame Prokekte oder Ideeen werden umgesetzt.
Kriterium
Beschreibung
Öffentlichen Räume, Räume in Einrichtungen werden von unterschiedlichen Gruppen, unabhängig von deren Lebenswelten, genutzt. Die Nutzung orientiert sich vorrangig am Bedarf. Öffentliche Treffpunkte sind hergestellt und belebt.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Nur bei Fördergegenstand 2: Beschreibung vorhandener GWA/QM:
Im Gebiet Barenburg ist mit dem Mehrgenerationenhaus Kulturbunker ein integratives
Bürgerzentrum für Jung und Alt aufgebaut worden. Hier verschneiden sich verschiedene
Aufgaben: Förderung von Vereinen und Initiativen im Stadtteil, Begleitung von
Stadtteilaktivitäten (wie z.B. Stadtteilfest), Ausstattung des Gebietes mit materieller
Infrastruktur (in Form von Räumen, Technik und mobil einsetzbaren Geräten, Organisation
bewohnergetragener Kulturveranstaltungen, Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten. Für die Leitung der Einrichtung wurde die Arbeitskraft der GWA eingesetzt. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Stadtteilbüro Barenburg als Anlaufstelle und als Sitz der ehrenamtlichen Mieterberatung sowie des Vereins Barenburg e.V. Dazu ist dort eine Vollzeitkraft im Rahmen der Flüchtlingssozialarbeit tätig.
Im Stadtteil Port Arthur/Transvaal zählen ein Jugendtreff in der Kita Schwabenstraße und ein
Stadtteiltreffpunkt mit altersgruppenübergreifenden Freizeitangeboten. Dieser ist inzwischen mit einer Vollzeitkraft besetzt. Im Stadtteil Port Arthur/Transvaal ist ein gewachsenes, sehr traditionsreiches Stadtteilnetzwerk verankert.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Ausschuss für Gesundheit und Soziales, Ausschuss fürStadtentwicklung und Umwelt, FD Jugendförderung - Alte Post/Zentrum für junge Menschen, Jugendzentrum Borssum - Flüchtlingshilfe im FD Wohnen, FD Stadtplanung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Outlaw gGmbH, IFI gGmbH, Arbeitswohlfahrt Kreisverband Emden sowie Bezirksverband, Pro Familia, Technisches Hilfswerk
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Bürgervereine Transvaal, Barenburg, Sportverein Blau-Weiß-Borssum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilinitiative Siebo, Bürgerverein Transvaal, Stadtteiltreffen Barenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hochschule Emden-Leer, Oberschule Borssum, Grundschule Cirksena, Westerburschule, Grundschule Grüner Weg, Familienbildungsstätte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
GEWOBA Emden, Beamtenbauverein, Private Konsortien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Emder Zeitung, Ostfriesen Zeitung, Radio Ostfriesland
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
WIR sind Quartier – Strukturen für ein gelingendes Miteinander in Salzgitter (WIQu)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katharina Wunderling
| Funktion | Fachdienstleiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
WIR sind Quartier – Strukturen für ein gelingendes Miteinander in Salzgitter (WIQu)
Projektbeschreibung
Die Stadt Salzgitter ist vielfältig und bunt. Über 100.000 Menschen aus über 120 Nationen haben hier ein Zuhause gefunden. Zuzüge unterschiedlicher Art haben die Stadtgesellschaft seit Gründung geprägt.
Durch den Zuzug von Flüchtlingen ab 2015, sowie dem aktuell Zuzug von EU-Osteuropäern ist der Druck auf die bestehenden Strukturen und die Nachbarschaftsbeziehungen der Bewohner in Salzgitter massiv angestiegen.
Diese Vielfalt an Kulturen, Lebensstilen, Religionen und Sprachen bietet auf der einen Seite die Chance des gegenseitigen Profitierens und voneinander Lernens, auf der anderen Seite steigen die Herausforderungen im Miteinander der Menschen. Vergleichsweise preiswerter Wohnraum in einigen Quartieren begünstigt den Zuzug von Menschen mit Unterstützungsbedarf und oft multiplen Problemlagen.
Als Antwort auf die quartierbezogenen Herausforderungen ist vielfältige GWA oft durch freie Träger, Institutionen, Verbände und Vereine entstanden. Mit dem Projekt WIQu soll eine stadtweit vergleichbare, moderierte, quartiersbezogene Beteiligungs- und Kooperationsstruktur etabliert werden, die ausgehend von der Beteiligung der Bewohnerschaft auch die handelnden Akteure zusammenführen soll. Zukünftig soll WIQu auf weitere Quartiere übertragbar sein.
Salzgitter etabliert in problembelasteten Quartieren Kontorsarbeit, um mit den Bewohnenden und Akteuren und der Kommune zu arbeiten. Die Stadtteilkontore bilden eine Brücke zwischen den in der GWA bereits tätigen Personen und den neu zu etablierenden Strukturen in den jeweiligen Quartieren. Schulungen für alles Beteiligten erfolgen durch die Ostfalia Hochschule.
Die Interessen, Wünsche und Bedürfnisse aller Bewohner in den Quartieren stehen hierbei im Vordergrund. Ziel ist die Gestaltung eines „inklusiven Stadtteils“ durch Informieren, Koordinieren, Vernetzen und Evaluieren. Das Konzept der GWA soll in die kommunalen Strukturen implementiert werden. Stadteinheitliche Strukturen schafft Transparenz und fördert Beteiligung der Menschen.
Die drei ausgewählten Quartiere zeigen neben benachteiligten Wohngebieten (Ankunftsorte für Flüchtlinge und EU-Bürger) und dem demografischen Wandel auch eine deutliche Gefährdung des Zusammenhaltes im Gemeinwesen bzw. der Teilhabe im Gemeinwesen auf. Die bestehende soziale Infrastruktur entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen, Nachbarschaften schauen zunehmend distanziert und ablehnend aufeinander. Die Wohnungswirtschaft wird in die Lösungsprozesse eingebunden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Stadt Salzgitter hat sich frühzeitig konzeptionell auf die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet. Insbesondere aufgrund des hohen Wohnungsleerstandes im Billigsegment und einer bereits bestehenden syrischen Community war jedoch ein rasanter Zuzug zu verzeichnen, dessen Quantität alle Strukturen und Einrichtungen extrem überfordert hat.
Besonders belastete Quartiere mit hohem Migrationsniveau und hohem Wohnungsleerstand im Billigsegment verzeichneten einen rasanten Zuzug, der die Quantität aller Strukturen und Einrichtung extrem überforderte.
Die von der Stadtverwaltung erstellte integrierte Sozialstrukturplanung ist in der Lage, sich anhand diverser Indikatoren ein differenziertes Bild über die Sozialstruktur und deren Veränderungen zu machen. Der Zuzug konzentriert sich u.a. auf den Norden von Salzgitter, der seit vielen Jahren als Brennpunkt eingestuft ist. Der Leerstand ist derzeit noch hoch und wird auf stadtweit ungefähr 3.000 Wohnungen geschätzt.
Die ausgewählten Quartiere sind für dieses Projekt bewusst fokussiert worden. In den drei Quartieren wurden bereits Umstrukturierungen durch die Bundesprojekte „Soziale Stadt“ und „Stadtumbau West“ implementiert.
Diese Strukturierung ist in den letzten vier Jahren stark aufgebrochen und bedarf der Neuorientierung. Die Unterschiedlichkeit der Quartiere in den bisherigen Unterstützungssystemen entspricht bewusst dem modellhaften Ansatz des Förderprojekts.
Besonders auffällig und im Regelsystem kaum greifbar, sind die Zielgruppen Frauen und Jugendliche/junge Erwachsene. Mit diesem Projekt sollen sowohl individuelle, bedarfsgerechte Angebote vor Ort als auch stadtweit geltende Strukturmodelle entwickelt werden.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter Nord mit den Quartieren Fredenberg, Seeviertel und Steterburg
Beschreibung
Das Projektgebiet besteht aus drei Quartieren (Seeviertel, Fredenberg und Steterburg), die im Norden bzw. Nordosten von Salzgitter liegen.
Das „Seeviertel“ besteht aus 4 statistischen Bezirken, die in Salzgitter-Lebenstedt am Salzgittersee bzw. in unmittelbarer Nähe liegen. Das Quartier dehnt sich bis zum zentral gelegenen Rathaus aus.
Der Fredenberg gehört auch zu Salzgitter-Lebenstedt und ist ein (großer und bevölkerungsstarker) statistischer Bezirk. Fredenberg grenzt südöstlich an den Salzgittersee.
Steterburg befindet sich im Nordosten der Stadt Salzgitter, im Stadtteil Salzgitter-Thiede und ist dort ein statistischer Bezirk im westlichen Teil.
Einwohnerzahl
24921
Quelle / Anmerkungen
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Mit Abschluss des Projektes Soziale Stadt am Fredenberg konnte eine Stabilisierung der sozioökonomischen Struktur verzeichnet werden. Aufgebaute Netzwerke blieben erhalten.
Den Herausforderungen der Zuzüge von Flüchtlingen und EU-Osteuropäern waren den Strukturen nicht gewachsen. Zur Anpassung der Strukturen an die Interessen der Zugewanderten ist die Erarbeitung eines gemeinsamen Konzeptes mit Akteuren, Bewohnenden und der Stadt Projektziel.
Aufgrund dieser Erfahrung ist für das soziale Stadtgebiet Steterburg die frühzeitige Aktivierung der Bewohnenden durch Gemeinwesenarbeit und der parallele Aufbau Quartiersmanagement zum baulichen Quartiersmanagement geplant.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 16,7 %
Gesamtstadt: 14,3 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
(15 - einschl. 26 Jahre)
Projektgebiet: 14,2 %
Gesamtstadt: 13,8 %
(0 - einschl. 26 Jahre)
Projektgebiet: 30,9 %
Gesamtstadt: 28,1 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 27,2 %
Gesamtstadt: 28,8 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 8,9 %
Gesamtstadt: 7,7 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
(Arbeitslose bis 24 Jahre)
Projektgebiet: 5,0 %
Gesamtstadt: 4,8 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 23,2 %
Gesamtstadt: 23,0 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017; Kosis HHGen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 24,6 %
Gesamtstadt: 17,2 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
57
Gesamtstadt in Prozent
39
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 56,8 %
Gesamtstadt: 38,7 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: 19,2 %
Gesamtstadt: 15,7 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017; Statistik der Bundesagentur für Arbeit; eigene Statistiken des Fachdienstes Soziales und Senioren
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
(Kinder unter 15 Jahren im SGB II-Bezug (Kinderarmut))
Projektgebiet: 36,1 %
Gesamtstadt: 27,8 %
Stadt Salzgitter/Einwohnermeldewesen 31.12.2017; Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
abgrenzung_des_projektgebietes.jpg
(287.1 KB)
darstellung_des_projektgebietes.pdf
(362.81 KB)
statistische_bezirke_groesse.pdf
(58.27 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Stadt Salzgitter liegt am Herzen, dass sich die Bewohner wohlfühlen und mit ihrem Wohnumfeld, dem Sozialraum, zufrieden sind. Wir legen großen Wert darauf, eine Kinder- und lernfreundliche Stadt zu sein – wobei sich lernfreundlich nicht allein auf die klassische Schulbildung bezieht. Wir als Kommune wollen zusammen den Sozialleistungsträgern und den Bewohner langfristig lernen, planen, entwickeln und handeln.
Die beinhaltet u.a. viel Dialogarbeit, unterschiedlichste Aktionsformen und Projekte, die besonders durch Empowerment und Ressourcennutzung der Menschen vor Ort den Sozialraum zum Leben erwecken. Zeitgleich erarbeiten Haupt- und Ehrenamtliche eine Kooperations- und Koordinationsstruktur, welche als Basis für die GWA in Salzgitter dienen soll und dennoch Individualität fördert. Dahinter steckt der Verbesserungswunsch für materielle, immaterielle und infrastrukturelle Bedingungen (Stövesand/Stoik 2013).
Wir sehen diesen Prozess als langfristiges Projekt.
Wir wollen Begegnungen auf interdisziplinärer Ebene ermöglichen.
Wir arbeiten transparent.
Wir verwerfen Altes der strukturieren es um.
Wir entwickeln Neues.
Wir lernen.
WIR sind Quartier.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohnenden werden aktiv eingebunden und nehmen nicht nur an bestehenden Angeboten teil sondern gestalten neue passgenaue Aktivitäten mit. Sie werden fester und wesentlicher Teil der neuen Quartiersstruktur und bringen ihre Fähigkeiten direkt ein.
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen sind im Gemeinwesen in der Lage, Beiträge bei Quartierstreffen und Veranstaltungen einzubringen. Sie können Angebote (auch begleitet) selbst schaffen und umsetzen.
Kriterium
Beschreibung
Die Arbeit im Quartier wird von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gleichermaßen belebt und gestaltet. Gemeinsamkeiten werden entdeckt und Verbindungen zwischen den Menschen geschaffen. Es gibt zahlreiche Kontaktmöglichkeiten.
Beschreibung
Zum Aufbau einer funktionierenden Gemeinschaft werden die Ressourcen der Einzelnen und der Akteure genutzt und gefördert. Das aktive Bürgerengagement wird unterstützt.
Kriterium
Beschreibung
Durch die wissenschaftliche Begleitung und den Aufbau stadtweit einheitlicher Strukturen werden die bestehenden Netzwerke den aktuellen Herausforderungen angepasst und verlässlich implementiert. Die Zusammenarbeit aller findet „auf Augenhöhe“ statt.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
In den ausgewählten Quartieren sind bereits Stadtteiltreffpunkte als Kristallisationsorte für Bürgerbeteiligung, GWA und Bewohnerthemen eingerichtet. Wohlfahrtsverbände bzw. ein Bürgerverein (Steterburg) betreuen die Treffs. Wichtige Beziehungsarbeit mit der Bewohnerschaft und den Akteuren wurde bereits geleistet. Das Bürgerengagement hat hier teilweise einen festen Platz und benötigt weiterhin Unterstützung und Stärkung. Neben dem vorhandenen hauptamtlichen QM sind qualifizierte Unterstützungskräfte (Stadtteilmütter/-väter, Maßnahmeteilnehmer des Jobcenters, Ehrenamtliche) in den Treffpunkten eingesetzt. Bereits jetzt werden unterschiedliche Zielgruppen erreicht. Insbesondere die Stadtteilmütter/-väter gehen auf Gruppen gezielt zu, die bisher die Angebote nicht genutzten. Strukturen zur Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten und niedrigeschwelligen Bildungsangeboten für Bewohnende in Kooperation mit dem Jobcenter und Bildungsträgern sind vereinzelt aufgebaut. Eines der Projektziele ist die Implementierung der „guten Erfahrungen“ einzelner Treffs in den anderen Quartieren. Durch die geplanten neuen Strukturen können vorhandenen Quartierserfahrungen zielgerichtet transferiert werden. Die Bewohner stehen dabei mit ihren Wünschen und Bedürfnissen im Fokus und bilden die Basis des Strukturmodells. Gerade selbst organisierte Bürgerprojekte und Bewohnerstrukturen sollen eingebunden und die schon aufgebauten Netzwerke im Quartier können stärkend integriert werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Die Wohlfahrtsverbände im Stadtgebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Van der Horst Wohnen GmbH, TAG Wohnen & Service GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Herrn Özcan Irkan, Vertreter der Türkisch-Islamischen Gemeinde in Salzgitter-Lebenstedt (DITIB)
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Der mobile Nachbarschaftstreff
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Michael Schroeder- Busch
| Organisation | Diakonisches Werk Hannover gGmbH |
|---|---|
| Funktion | Stadtteildiakonie |
2. Kurzbeschreibung
Wir kommen zu ihnen, wir sind auch ihre Nachbarn!
Projektbeschreibung
Die Räume des "Treffs am Kamp" am bisherigen Standort sind zum 30. Juni diesen Jahres gekündigt. Dieses sehen wir als Chance, um neue Wege in der Nachbarschaftsarbeit zu gehen. Neben einem neuen festen Standort wollen wir im Stadtteil mobil werden und niedrigschwellige Angebote schaffen, in dem sich Nachbarn "vor ihrer Haustür" begegnen können. Mit einem "Event- Anhänger", der als mobiler Treffpunkt genutzt werden soll, stehen wir regelmäßig an markanten Plätzen im Viertel, um Anwohnende neugierig zu machen, sich dort zu begegnen, auszutauschen und gemeinsame Interessen entwickeln. Mithilfe eines/er Mitarbeitenden werden sie motiviert, selber aktiv zu werden. Neue Nachbar/innen und "Alt Eingesessene" lernen sich kennen. Nachbarschaftliche Hilfen werden ermöglicht.
Die bisherige Nachbarschaftsarbeit wird vorübergehend in kleine Räume der Kirchengemeinde mit einem Büro, das "nur" als Koordinierungs- und Kontaktstelle dienen kann, umziehen. Veranstaltungen werden in Räumen anderer Einrichtungen durchgeführt.
Mit dem mobilen Nachbarschaftstreff wird diese Arbeit ergänzt. Die traditionelle "Komm- Struktur" eines stationären Nachbarschaftstreffs wird mit diesem Projekt durch "aufsuchende" Nachbarschaftsarbeit erweitert. Durch regelmäßige wiederkehrende Präsens an 4 - 5 Plätzen im Stadtteil wird der Treff als bürgernahe niedrigschwellige Institution wahrgenommen werden. Je nach Standort und den dortigen Zielgruppen werden unterschiedliche Angebote gemacht und Aktionskisten mit zielgruppengerechten Materialien bereitgehalten.
Die Menschen im Stadtteil werden aufmerksam, neugierig und aktiv. Sie können sich "vor ihrer Haustür" treffen oder engagieren und erfahren einfacher den Zugang zu Hilfen und Angeboten.
Der Anhänger, der als Büro, als Bühne und auch als als kleiner Veranstaltungsraum genutzt wird, ist mit einem Pavillon erweiterbar. Damit ist das Angebot weitestgehend wetterunabhängig.
Den Abschluss des Projektes wird der mobile Treff mit einem aktiven Adventskalender an 4 Standorten in der Adventszeit 2020 in Davenstedt gestalten.
Mit einem/einer Mitarbeiter/in wird im Projektzeitraum ein Team mit ehrenamtlich Mitarbeitenden aufgebaut. Dieses Team soll nach Auslauf des Projektes, unter Federführung des hauptamtlichen Mitarbeiters im Nachbarschaftstreff, den mobilen Treff weiterführen.
Der Anhänger mit der Ausstattung kann auch für Stadtteilaktivitäten anderer Vereine und Gruppen zur Verfügung gestellt werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Nach über 11 Jahren muss der Nachbarschaftstreff seinen Platz in einer Unterkunft für obdachlose Familien, Alleinerziehende und Alleinstehende wegen einer Kernsanierung verlassen. Damit stehen die kleinen gemütlichen Räume auf unabsehbare Zeit nicht mehr zur Verfügung. In den vergangenen Jahren wurden die Angebote vorwiegend von den Bewohner/innen der Unterkunft angenommen. Interessierte aus dem Stadtteil haben trotz intensiver Ansprache nur vereinzelt Angebote im Nachbarschaftstreff angenommen.
Dabei ist der Bedarf an aktivierenden Angeboten im freizeitpädagogischen Bereich, der Hilfe zur Selbsthilfe und der Begegnung unterschiedlicher ethnischer Gruppen und altersgerechter Angebote steigend. Daraus ergibt sich eine notwendige sichtbare Öffnung der Arbeit für alle Bewohner/innen.
Nach der Stadtteiluntersuchung im Rahmen des Prozesses "Mein Quartier 2030" und der vorbereitenden Untersuchungen für das Programm Soziale Stadt stehen einige offene Fragen zur Klärung an.
Daraus ergibt sich, dass Handlungsansätze gefunden werden müssen, die die Unterschiedlichkeit der Wohnquartiere im Stadtteil aufgreifen müssen. Beispielhaft erwähnt sei hier das Quartier um den Marktplatz mit den angrenzenden Unterkunftshäusern am Geveker Kamp. Hier entwickelt sich ein sozialer Brennpunkt (so auch die Voruntersuchungen zum Programm "Soziale Stadt").
Im Nordwesten des Stadtteils gibt es ein Wohnviertel mit einem hohen Anteil der Ü 60 Generation.
Der Stadtteil selbst ist sehr großflächig und durchtrennt wird durch eine Kleingartenkolonie und die Sportanlagen des Sportvereins.
Dieses erfordert weitere Wege zur Nahversorgung, Gestaltung der Freizeit mit Angeboten im Stadtteil.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Davenstedt
Beschreibung
Das Projektgebiet entspricht dem Stadtteil. Im Süden ist es durch den "Fössegrünzug" zum Nachbarstadtteil abgegrenzt. Zur Innenstadt, im Osten liegt der Lindener Hafen, ein Industrie- und Gewerbegebiet als Barriere dazwischen, nach Norden gibt es keine markante Grenze zum Nachbarstadtteil. Im Westen ist der Stadtrand und geht in landwirtschaftliche Flächen über.
Der Stadtteil selbst ist sehr großflächig durch mehrere Kleingartenkolonien und eine große Sportanlage. Die Sportanlage und eine Kleingartenkolonie teilen Davenstedt in einen Nord- und einen Südteil. Im Südteil liegt der Marktplatz. Das umliegende Wohnquartier und direkt angrenzende Unterkunftshäuser sind vorgesehen für das Programm "Soziale Stadt. In direkter Nachbarschaft dazu liegt der alte Dorfkern.
Der nördliche Teil Davenstedts ist die Bevölkerung zum Teil überdurchschnittlich alt. Hier liegt auch eine Grund- und Hauptschule.
Davenstedt selbst ist nicht mit der Stadtbahn an die Innenstadt Hannovers angeschlossen. Eine direkte Buslinie fährt lediglich alle 20 Minuten.
Der Stadtteil verfügt nur über eine unzureichende Nahversorgung und eine sich stetig verschlechternde Infrastruktur, so sind seit dem vergangenen Herbst keine Geldinstitute mit Automaten mehr im Stadtteil vertreten.
Einwohnerzahl
10964
Quelle / Anmerkungen
STATISTISCHE BERICHTE 2018 der Landeshauptstadt Hannover, Untersuchungen von Plan 2 zu "Mein Quartier 2030" und Voruntersuchungen zum Programm "Soziale Stadt.
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
38
Anmerkung
Quelle Amt für Statistik Hannover.
Sonstige bezieht sich auf das Wohnquartier Auerhahnhof im Stadtteil Davenstedt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
50
Anmerkung
Quelle Amt für Statistik Hannover. Sonstige bezieht sich auf das Wohnquartier Davenstedter Markt im Stadtteil Davenstedt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
61
Gesamtstadt in Prozent
50
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistikbericht "Strukturdaten 2018" der Stadt Hannover
Hier Alleinerziehende mit dem Bezug von Transferleistungen. 61% der Alleinerziehenden im Stadtteil
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistikbericht "Strukturdaten 2018"
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
30455_hannover_davenstedt_karte.pdf
(158.65 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit diesem Projekt wird eine Anlaufstelle geschaffen, die sozialräumlich orientiert die Bewohner/innen vor Ort anspricht. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die territoriale Ebene gelegt; es werden Kommunikationsstrukturen zur Beteiligung der Bewohner/innen an stadtteilorientierten Entscheidungsprozessen zu sozialen, ökologischen und bildungspolitischen Vorhaben geschaffen.
Ein zweiter Schwerpunkt wird in der funktionalen GWA sein; es werden Angebote zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Bereichen Bildung, Freizeit und persönlicher Versorgung geschaffen.
Dabei wird zur Vorbereitung auf die klassischen Methoden der Befragung, Analyse und Diagnose zurückgegriffen und mit der Mobilisierung der Ressourcen im Stadtteil bedarfsgerechte Angebote geschaffen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es haben sich an den unterschiedlichen Standorten des mobilen Nachbarschaftstreffs kleine Selbsthilfegruppen für unterschiedlichen Unterstützungsvorhaben gebildet.
Kriterium
Beschreibung
Neue Interessengemeinschaften gestalten aktiv Veranstaltungen im Stadtteil mit. (winterliches Hüttendorf, Stadtteilfest, Europäischer Nachbarschaftstag, Belebung des Wochenmarktes, ...)
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunaler Seniorenservice der Stadt Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Johannes Gemeinde Davenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO: Kurt-Partzsch-Haus, Jugendtreff Desperados; DRK Familienzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule in der Steinbreite, Friedrich-Ebert-Schule
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
3 Brinker Stube (Teilprojekt 4)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Linster
| Funktion | Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinschaft gestalten, Isolation erkennen, Unterschiede akzeptieren
Projektbeschreibung
Die Stadt Bersenbrück möchte in einem ihrer Wohngebiete (Quartier) eine Begegnungsstätte aufbauen.
Das von der Wohnungsbaugesellschaft errichtete ca. 50 Jahre alte Wohngebiet ist geprägt von kleinen 60 - 80 m² Einzelwohnungen (Häuschen) und einigen Mehrfamilienhäusern. Die hohe Bevölkerungsdichte und die unterschiedlichsten Ethnien machen ein Zusammenleben nicht immer einfach.
Viele alte alleinstehende Menschen mit wenig Mobilität leben dort sehr abgeschirmt und zurückgezogen.
Es leben überwiegend Personen mit geringem Einkommen in diesem Quartier, viele Menschen mit Wohngeldbezug. Allgemeine Angebote und Beratungsstrukturen werden von den Einwohner/Innen wenig genutzt. Die Menschen sind oft gleichgültig, hilflos, desinteressiert. Gesellschaftliche Teilhabe ist schwer weil Vielen der Zugang und das Interesse an Angeboten fehlt und Viele sich auch nicht trauen, an der Gesellschaft teilzuhaben. Deshalb ist hier oberstes Ziel zu den Menschen zu gehen, soziale Kontakte anzustoßen und zu fördern. Ihnen die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen und gleichzeitig ihr Interesse an der Gesellschaft wecken. Auch Gesundheitsförderung, Bewegungsangebote und Suchtprävention sind hier nötig und stehen auf der Agenda.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier "am Brink" ist 1972/73 erbaut worden. Das Quartier liegt an der Peripherie der Stadt Bersenbrück. Die überwiegende Zahl der Bewohner/Innen ist über 65 Jahre alt. Es ist ein Quartier des sozialen Wohnungsbaus mit sehr einfachen Strukturen. Dadurch leben dort fast ausschließlich Menschen mit geringem bis sehr geringem Einkommen. Viele Rentner mit Wohngeldbezug. Viele Personen aus Osteuropa.
Einsamkeit, Ausweglosigkeit und Tristess sind an der Tagesordnung. Eigener Antrieb und eigenes Handeln ist kaum erkennbar. Um hier den Menschen Hilfestellung und Zuversicht zu geben bedarf es der Unterstützung von Außen. Die Menschen sind sehr wenig mobil, sie "trauen" sich nicht aus dem Haus, leben für sich und nehmen selten am gesellschaftlichen Leben teil. Unterstützungsangebote sind ihnen kaum bekannt, in der Gesellschaft schämen sie sich weil sie "nicht mithalten" können. Bei gelegentlichen Hausbesuchen dort (nach Anfrage z.B. des Krankenhauses oder des ambulanten Dienstes) wurde das Ausmaß der zu leistenden Hilfe besonders deutlich. Für eine Beratung benötigen wir häufig einen Übersetzer/In. Kollegen aus demSozialamt werden oft zugezogen um weitergehende Hilfe zu bieten.
Vor zwei Jahren wurde das Wohngebiet grundsaniert und sieht jetzt ansprechender aus. Den Menschen aber, die dort leben fehlt der Zusammenhalt und die sozialen Kontakte. Von sich aus sind sie nicht in der Lage, sich eine Kultur des Miteinanders und der Nachbarschaft aufzubauen.
wir möchten den sozialen Zusammenhalt, die Gesellschaftliche Teilhabe und die Gesundheit
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt ist ausgelegt auf die Stärkung der Bewohner/Innen. Wir möchten ihre Handlungsfähigkeit, Selbstorganisation und Resilienzen stärken. Wir unterstützen die Teilhabe an der Gesellschaft und fördern soziale Kontakte. Wir verbessern den Lebensraum durch Aufbau von Netzwerken zur Stärkung der sozialen Kontakte.
Durch die Zusammenarbeit mit den Kollegen/Innen in der SG BSB ist es uns möglich, auch im sozialen und finanziellen Bereich bessere Unterstützung zu bieten. Wir sind dann da wo es schwierig ist; die Menschen kommen nicht gerne als "Bittsteller" ins Rathaus. Ganz wichtig ist uns die Mitarbeit der Menschen, die im Quartier leben weil "zusammen etwas entstehen kann" und "weil die Menschen gestärkt werden wenn sie für sich und ihr Umfeld etwa tun können". Das Gefühl unterstützt zu werden, wahrgenommen zu werden hilft und fördert das Interesse an der Mitarbeit.
We4Us - aktiv im Musikerviertel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Philipp Legrand
| Organisation | Stadt Bergen |
|---|---|
| Funktion | Integrationsbeauftragter |
2. Kurzbeschreibung
We4Us - aktiv im Musikerviertel
Projektbeschreibung
Das Musikerviertel, geprägt von Bestandsbauten aus den 60er Jahren, ist bezogen auf seine Bevölkerungsstruktur ein junges Quartier im nordosten der Stadt Bergen und besteht aus ca. 1000 Einwohnern.Im Rahmen des Konversionsprozesses sind in kurzer Zeit die hier stationierten Nato-Angehörigen und ihre Familien 2015 aus dem Quartier fortgezogen.Analog sind Familien und junge Erwachsene zugezogen, die unzureichend am gesellschaftlichen Miteinander teilhaben - daher wird ein Quartiersbegleiter eingestellt und die Gemeinwesenarbeit gefördert. Mit dem Zuzug neuer Bewohner besteht die Chance und Herausforderung ein neues Stadtteilleben zu erfinden, aktiv zu gestalten sowie fruchtbare Entwicklungsprozesse im Sinne eines positiven Miteinanders anzuschieben. Der Quartiersbegleiter erarbeitet mit den Bewohnern, wie die Lebensverhältnisse vor Ort verbessert werden können. Die Motivation zur Teilnahme an Treffs sowie zur Wahrnehmung von Gestaltungsmöglichkeiten des Wohnumfeldes und der Bedarf an Beratung wurden bereits mit Bewohnern in Form von Bürgersteiggesprächen und aufsuchender Arbeit eruiert. U.a. wurden Ideen zur Ausgestaltung von Grünflächen, eines Spielplatzes und eines Frühstückstreff geäußert. Zu Projektbeginn werden Methoden, die Menschen im Quartier aktivieren und ihre Vorstellungen in den Fokus rücken, einen besonderen Schwerpunkt ausmachen – insbesondere Bürgersteiggespräche, Streetwork und aufsuchende Arbeit. Ausgangspunkt für die konkrete Gestaltung der Gemeinwesenarbeit im Quartier sind die Vorstellungen der Bürger vor Ort. Eingerichtet wird eine erste Anlaufstelle im Quartier, in der Beratungen, Begegnungen und Bildungsangebote umgesetzt werden können, sobald die Stelle von den Quartiersbewohnern anerkannt wird. Die konkrete Ausgestaltung der Angebote und die räumliche Gestaltung (eigene Bilder aufhängen usw.) der Anlaufstelle wird von den Bewohnern in Begleitung und Unterstützung vom Quartiersbegleiter erarbeitet. Um Aktivitäten umzusetzen, wird ein Aktivitätenfond für das Quartier eingerichtet, dessen Fördermodalitäten niederschwellig sind. Eine mit den Bewohnern eingerichtete Bürgerjury entscheidet über die Förderung von Initiativen. Bürgervertrer werden als Interessenvertreter gewählt und in Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse, mit Unterstützung vom Quartiersbegleiter, einbezogen. Der Quartiersbegleiter wird innerhalb der Verwaltung im Bürgerservice angesiedelt und eingebunden, um Bedarfe der Bürger schnell an geeigneter Stelle anzubringen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Bewohnerstruktur ist von einem deutlich überdurchschnittlichen Sozialhilfebezug (ca. 50 Prozent der Bewohner von Geschosswohnungen im Quartier) und Ausländeranteil (knapp 30 Prozent) geprägt. Viele der zugezogenen Einwohner_innen weisen neben den dargestellten Gegebenheiten weitere Aspekte auf, die auf einen erhöhten Förderbedarf schließen lassen: Viele Menschen haben Fluchterfahrungen in den zurückliegenden vier Jahren gemacht und benötigen aufgrund traumatisierender Erfahrungen sowie sprachlicher Barrieren besondere Unterstützung - viele derjenigen, die neu hinzugezogen sind, kommen aus Syrien, Afghanistan sowie aus dem Irak aber auch aus Osteuropa. Ferner befinden sich viele Bewohner bereits seit langer Zeit im Leistungsbezug. Vielfach lassen sich Reproduktionen sozialer Ungleichheiten und Partizipationsasymmetrien über Generationen hinweg konstatieren.
Um eine Reduktion sozialer Segregation zu erzielen, müssen Ansätze umgesetzt werden, die Partizipation im Musikerviertel und darüber hinaus fördern. Insgesamt werden Menschen aus dem Quartier aktuell unzureichend erreicht und aktiviert.
Zu berücksichtigen ist weiterhin, dass die Einwohner erst kürzlich in das Quartier neu zugezogen sind und damit verbunden Findungsprozesse und Konflikte stattfinden, die vor dem Hintergrund der Sozialstruktur im Quartier präventiv in Form eines Kümmerers, Aktivierers, Beraters und Vermittlers begleitet werden müssen. Die vom Kümmerer eingesetzten Methoden leiten sich dabei aus den Gegebenheiten vor Ort ab. Ziel ist es, fruchtbares Zusammenleben und ein positives Gemeinschaftsgefühl, das von möglichst vielen mitgetragen und - gestaltet wird, zu fördern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Bergen (LK Celle) Musikerviertel
Beschreibung
Das Fördergebiet liegt nordöstlich vom Stadtkern der Stadt Bergen und ist vom Geschosswohnungsbau geprägt. Die Mehrfamilienhäuser bedürfen der Modernisierung. Etwa 60 Wohnungen stehen noch frei, so dass davon ausgegangen wird, dass weitere 200 Personen in den kommenden Monaten ins Quartier neu hinzuziehen werden.
Einwohnerzahl
946
Quelle / Anmerkungen
Daten aus dem Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten beziehen sich auf Aussagen des Groß-Eigentümers, der ungefähr die Hälfte der Wohnungen an Leistungsbezieher vermietet hat. Er hat in großem Umfang im Musikerviertel in den Geschosswohnungsbau investiert.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten wurden vom Einwohnermeldeamt der Stadt Bergen am 21.03.2019 erhoben. Der Ausländeranteil im Quariter Musikerviertel liegt mit 27 Prozent deutlich über dem städtischen und auch bundesdeutschen Durchschnitt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten wurden vom Einwohnermeldeamt der Stadt Bergen am 15.03.2019 ermittelt.
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten wurden vom Einwohnermeldeamt der Stadt Bergen am 15.03.2019 ermittelt.
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten wurden vom Einwohnermeldeamt der Stadt Bergen am 15.03.2019 ermittelt.
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projektvorhaben richtet sich ganzheitlich auf die Lebenszusammenhänge von Menschen vor Ort im Quartier und ist darauf ausgerichetet, die materiellen, infrastrukturellen (hier insbesondere Mitgestaltung von Grünflächen, Wohnumfeldmaßnahmen) und immateriellen (u.a. Treffs) Begebenheiten mit den Quartiersbewohnern gemeinsam zu verbessern. Es werden im Rahmen der Gemeinwesenarbeit Angebote geschaffen, die möglichst viele Einwohner, unabhängig der jeweiligen sozialen,kulturellen und ökonomischen Ressourcen mit einbezieht und im Sinne eines fruchtbaren Gemeinwesens aktiviert.Die Arbeit im Quartier beinhaltet eine Auseinandersetzung mit individuellen, sozialen und strukturellen Ebenen,wobei die sozialräumliche Perspektive im Fokus steht. Der Kümmerer fördert in Form seiner Angebote und Arbeitsschwerpunkte (Beratung, Begegnung, Bildung und Vernetzung)die individuelle Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation im Sinne von kollektivem Empowerment, den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen innerhalb des Quartier. Neben den Tätigkeitsfeldern: Beratung, Bildung, Begegnung und Vernetzung wird ein Schwerpunkt auf den Bereich "Citizenship Education", der ebenfalls im Rahmen des Projektengagements erfolgen soll gelegt. Fokussiert wird die Beteiligung an der Stadtentwicklung. Der Kümmerer fungiert als Anlaufstelle grundsätzlich sozialräumlich und ressortübergreifend und weniger themen- und zielgruppenspezifisch - obglich zu Beginn die Aktivierung einzelner im Fokus steht.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Regelmäßige mindestens ein Treff wöchentlich initiiert und begleitet wird, der aktiv von seinen Besucher_innen mitgestaltet (inhaltlich) wird..
Beschreibung
Die Bewohner_innen werden u.a. über aktivierende Befragungen mit eingebunden. Der Indikator für die Zielerreichung ist, wenn die Bewohner_innen sich bei der Gestaltung und Gemeinwesenarbeit einbringen,Wünsche forumulieren und bei deren Umsetzung mitwirken
Kriterium
Beschreibung
Im ersten Fröderjahr soll bereits intensiv die Selbstorganisation vor Ort gefördert werder. Als Erfolgsindikatoren werden dabei Implikationen der Eigenbeteiligung der Menschen im Quartier bei der Umsetzung von Treffs und anderen Aktivitäten bewertet.
Kriterium
Beschreibung
Eine Vernetzung von Akteuren innerhalb des Quartiers soll erreicht werden. Das Ziel ist erreicht, wenn die Bürgerjury, Runde Tische und eine legitimierte Bürgervertretung, die die Interessen mit Unterstützung des Kümmerers vertritt sich aktiv einbringen.
Kriterium
Beschreibung
Ziel ist es, eine Vernetzung von Akteuren außerhalb des Quartiers zu erreichen. Das Ziel ist erreicht, wenn der Kümmerer und die Bürgervertretung ich an Netzwerktreffen und in (politischen) Gremien einbringen und die Interessen des Quartiers vertreten.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn im Rahmen der Aktivitäten die Bewohner sich mit ihren individuellen Stärken in die Entwicklungsprozesse vor Ort einbringen (z.B. beim Gestalten von Grünflächen oder beim Gestalten von Treffs in Form von Kuchenbacken, Kochen)
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn die soziale Infrastruktur, die kaum vorhanden ist, ausgebaut wird. Ziel ist, u.a. die Einrichtung von Treffs, die Veranstaltung von Bunten Nachmittagen, Beratungsangeboten und Bildungsangeboten (u.a. MiMi-Gesundheitsabende).
Kriterium
Beschreibung
Ziel ist es, dass Bewohner aktiviert werden, sich an verschiedenen Format beteiligen. Das Ziel ist erreicht, wenn sie im Kleinen z.B.Treffs in Teilen selbstorganisieren, Schwerpunkte setzen oder Aktivitäten eigenverantwortlich gestalten
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn am Gemeinwesen intergenerationelle und interkulturelle Zusammenarbeiten entstehen und dadurch ein positives Bewusstsein für Vielfalt gefördert wird.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn eine Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung ressortübergreifend unter Beteiligung der Bürgerschaft inklusive Bürgervertreter des Quarties entstehen und so eine Multiperspektivität bei der Quartiersentwicklung eingenommen wird.
Beschreibung
Das Ziel ist errreicht, wenn sich das Quartier mit den Interessenvertretern aktiv in Stadtentwicklungen einbringt (z.B. Leitbildentwicklung) und umgekehrt das Quartier als wichtiges Element städtischer Entwicklungen im öffentlichen Raum wahrgenommen wird.
Kriterium
Beschreibung
Alle Aktivitäten im Rahmen des Programms werden in Form von quantitativen oder qualitativen Erhebungen(z.B. leitfadengestützte Gespräche/Reflextionsrunden, Online-Befragung)evaluiert.Aktivitäten-Austauschrunden mit Verantwortlichen finden regelmäßig statt
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Philipp Legrand, Integrationsbeauftragter der Stadt Bergen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rainer Prokop, Bürgermeister der Stadt Bergen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frank Heins, Fachdienstleiter Bürgerservice
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dr. Virandra Singh, Ortsbürgermeister Stadt Bergen (inklusive des Quartiers Musikerviertel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Horst Liedke, Vorsitzender TUS Bergen (größter Verein im Stadtgebiet)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Leyla Ferman, Koordinierungs- und Fachstelle im Programm Demokratie leben!, Gedenkstätte Bergen-Beslen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pastor Axel Stahlmann, St. Lamberti Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Katja Tank, Schulleiterin der Hinrich-Wolff-Schule (Einzugsgebiet Musikerviertel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kerstin Strack, Didaktische Leitung der Anne-Frank-Oberschule (Einzugsgebiet Musikerviertel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bernd Mill, Jugendpfleger und Leiter der Jugendfreizeitstätte Bergwerk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Steffen Hollung, Bereichsleiter Kindheit und Jugend bei der Lebenshilfe, Kita im Quartier
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
StadtHaus
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ali Gürpinar
| Funktion | Koordinator Integration |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein StadtHaus/Sozialhaus u.a. für Integrationsprojekte im Innen ausstatten und beleben.
Projektbeschreibung
Nutzungskonzept
Das Gebäude soll künftig für verschiedene Nutzungen und Nutzergruppen zur Verfügung stehen, für die es im Stadtgebiet bisher keine gleichartigen Angebote gibt.
Netzwerk Vereinswesen & Ehrenamt - Treffpunkt örtliche Vereine und Initiativen
In der Stadt sind über 200 Vereine gemeldet, deren Angebot sich zum Teil vorwiegend an die Einwohner der Initiativen, die eine eher überörtliche/gesamtstädtische Ausrichtung haben wie etwa die Initiative „Augen auf“, der Culturverein Hess.Old.e.V., das Musikkorps der Stadt Hess.Old.,der Heimatbund oder der NABU etc.. Insbesondere für diese Gruppierungen ist es wichtig, eine Anlaufstelle mit Räumlichkeiten für die Eigenorganisation, aber auch für die Ausübung ihrer Aktivitäten in der Kernstadt vorzufinden.
Netzwerk Integrationsarbeit
Die Stadt Hessisch Oldendorf hatte 2016 auf die hohe Anzahl von Flüchtlingen, die ihr zugewiesen wurden, mit der Einrichtung einer Koordinationsstelle „Integration und Flüchtlingshilfe“, die im Rahmen des Leader-Prozesses gefördert wird, reagiert.Eine besondere Bedeutung für eine soziale Stadtentwicklung wurde dabei der Institutionalisierung der Integrationsarbeit mit begleitender Öffentlichkeitsarbeit beigemessen, um die Chancen, die mit der Zuwanderung verbunden sind, nicht nur der Öffentlichkeit besser vermitteln, sondern auch durch konkretes Handeln und sichtbare Projekte unter Beweis gestellt werden können.
Die Erfahrung aus der Arbeit der Koordinationsstelle der vergangenen Monate hat gezeigt, dass nicht nur Flüchtlinge intensiv von dem Angebot Gebrauch machen, sondern sich auch Menschen davon angesprochen fühlen, die schon vor längerer Zeit nach Hessisch Oldendorf gekommen sind.Da so ein sehr wichtiger Beitrag zur Integration von Migranten geleistet wird, soll die Arbeit der Koordinierungsstelle auch über den Förderzeitraum hinaus fortgeführt werden.
Zu den Kernaufgaben der Arbeit des Koordinierungsbüros gehören die Organisation von Sprachkursen, die Durchführung des „Café International“ und sonstiger Integrationsprojekte wie aktuell Nähkurse oder PC-Schulungen. Diese Angebote müssen derzeit in wechselnden Räumlichkeiten, die i.d.R. für andere Nutzungen vorgesehen sind, angeboten werden.Eine Kontinuität ist so nur schwer zu erreichen.Die Option, mit den Räumlichkeiten im StadtHaus HO eine feste Adresse zu erhalten, wird die Integrationsarbeit in Hess.Oldendorf wesentlich stärken.
Das StadtHaus u.a. für Integrationsprojekte im Innen ausstatten und beleben.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Raumprobleme
Die Stadt Hessisch Oldendorf beabsichtigt, einen Teil eines seit geraumer Zeit ungenutztem Immobilie unter der Überschrift „StadtHaus HO“ umzubauen. Dieses Gebäude wurde 1903 als Lager der ehemaligen Eisenwarenhandlung „Pörtner“ errichtet, die im Nachbarhaus angesiedelt war, und steht nun seit etwa 10 Jahren weitgehend leer.
Das Haus wird für bauliche Änderung gefördert. Der Antrag hier hat den Grund für die Ausstattung und Beleben des Innenlebens des Hauses. Denn die bisher laufende und aber geplante sowie erweiterte Projekte haben wegen fehlender Räume ernste Realisierungsschwierigkeiten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
Gemeinwesenzentrum "Goosmanns Tannen"
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Daniel Sielaff
| Funktion | Einrichtungsleitung / Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Verbesserung lokaler Lebensbedingungen und Förderung/Erreichung individueller und gruppendynamischer Aktivierung durch katalytisch-aktivierende Gemeinwesenarbeit im Wohnquartier "Goosmanns Tannen" der Mittelstadt Lingen (Ems)
Projektbeschreibung
Das Zielstadtgebiet des Projektes Gemeinwesenzentrum „Goosmanns Tannen" ist ein als deklassiert zu bezeichnendes Wohngebiet der Mittelstadt Lingen (Ems) mit ca. 1500 Bewohnern/innen. Das Wohnquartier ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl an Menschen mit Migrationshintergrund (etwa 75%), alleinerziehende Elternteile und Menschen/Familien, welche von Sozialleistungen abhängig sind. Die materiellen Lebensbedingungen und die soziale Interaktion sowie Mobilität sind als stark eingeschränkt zu bezeichnen; in einer Vielzahl der Haushalte sind Suchtmittelkonsum und häusliche Gewalt regelmäßige Erfahrung, das Konfliktpotenzial zwischen den milieudifferenten Bewohnergruppen ist hoch, die Interaktionsqualität niedrig.
Das Projekt greift diese Bedingungen auf und zielt auf eine Aktivierung der Bewohner/innen an. Ziel ist die nachhaltige Verbesserung subjektiver Lebensqualität, das Erreichen von Autonomie und Selbstbestimmung durch Empowerment und die entsprechende Vertretung und Kommunikation der Interessen und Bedürfnisse in der Öffentlichkeit. Dabei werden gezielt drei Schwerpunktbereiche bedient, welche ganzheitlich und nachhaltig die Entwicklung im Wohnquartier positiv beeinflussen:
Cafè 107 (in Lingen leben Menschen aus 107 Nationen)
Ein Begegnungszentrum wird die infrastrukturellen Bedingungen im Wohnquartier erweitern. Die mangelhafte Angebotsstruktur des Wohnquartiers wird durch die Zubereitung und Ausgabe mul-tiethnischer Speisen ergänzt. Dieser Begegnungsraum ermöglicht soziale und interkulturelle Inter-aktion, fördert somit die interkulturellen Kompetenzen und ist zusätzlich begleiteter Erfahrungs-raum zur Kompensation von Problemlagen aufgrund sozialer und wirtschaftlicher Wohnraumsegregation.
systemische Sozialberatung
Den Anwohnern/innen wird systemisch, klientel- und lösungsorientiert Beratung, Begleitung und Vermittlung angeboten. Dies bedeutet zzgl. die Nutzbarmachung/ Generierung von Netzwerken und Anbindung anderenorts ansässiger Infrastruktur in Form von Bildung, Versorgung und Teilhabe.
Bürgerrat / Selbstaktivierung
Zentraler Inhalt des Projektes ist die Generierung einer quartiersbezogenen und -ansässigen Inte-ressenvertretung (Stadtteilgremium). Schulungsangebote vermitteln diesbezüglich Kompetenzen, welche dazu befähigen, öffentlichkeitswirksam diese Interessen und Bedürfnisse sachgerecht zu kommunizieren und durchzusetzen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Stadtteil Goosmanns Tannen leben ca. 1500 Menschen (etwa 75% Migrationshintergrund), überdurchschnittlich viele Kinder, Jugendliche, Erwachsene leben in problematischen Lebenssituationen (Abhängigkeit von Sozialleistungen, alleinerziehend, Gewalt, Suchtmittelkonsum). Es ist klar von einer Konzentration bestimmter sozialer Schichten und ethnischer Gruppen in bestimmte Wohngebiete zu sprechen (Krummbacher u.a.). Die hohen Mietpreise in der Stadt Lingen verstärken dieses Phänomen. Zwischen den Bewohnergruppen gibt es wenig Kommunikation. Es ist eine Zunahme kollektiver und individueller Problem- und Notlagen im Zusammenhang mit räumlichen Defiziten, Konkurrenzen um knappe Ressourcen festzustellen; es drohen soziale und interkulturelle Konflikte, Gewaltbereitschaft und Extremismus. Aus dem benachteiligten Quartier ist ein benachteiligendes Quartier geworden. Der Stadtteil unterscheidet sich erheblich von den angrenzenden Wohngebieten. Infrastrukturelle Anbindungen sind kaum vorhanden. Das Wohnquartier verfügt weder über Kindertagesstätten, noch über quartieransässige Vereine oder über Einkaufsmöglichkeiten.
In der konjunkturstarken Stadt Lingen soll ein angemessenes Armutsverständnis/-bewusstsein transportiert werden; längst nicht alle Stadtbewohner/innen teilen das Gefühl, dass „kaum Wünsche offen“ bleiben und Lingen sich „lohnt“ (lingen.de).
In der Reg. Emsland ist eine negative Entwicklung bzgl. Einkommen und Attraktivität zu verzeichnen. Arbeitsentgelte und Haushaltseinkommen sind einseitig verteilt, ebenso wirtschaftliche Teilhabe. Die Lebensqualität leidet unter dem Defizit der Gleichbehandlung von Frauen und Männern sowie dem Risiko der Altersarmut (noz.de).
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Stadtteil Goosmanns Tannen ist als sozialisationspluralistisch und multiethnisch sowie milieuheterogen zu bezeichnen. Die projektinitiierende Einrichtung ist Teil der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Lingen. Konzeptionelle Schwerpunkte sind pädagogische Arbeitsfelder der Kinder-, Jugend-, Eltern- und Erwachsenenarbeit, politische Bildung, Ehrenamtsförderung und Partizipation. Grundlage ist die Verbesserung sozialer und kultureller Lebensbedingungen im Stadtteil bzw. Abbau von Benachteiligungen und Prävention von Sucht, Gewalt und Extremismus zur Generierung sozialer Teilhabe und Mobilität.
Die Projekttreihe setzt unmittelbar an den Prinzipen der Sozialraumorientierung nach Hinte und Kreft an:
- Unterstützung von Selbsthilfekräften und Eigeninitiative, d.h. fördern aktiver Beteiligung, nicht einseitige Bedürfnisbefriedigung - Nutzen der Ressourcen des sozialen Raums / der beteiligten Akteure, d.h. aktivieren von Stärken, Fähigkeiten, Ideen, Räume etc.u. Einbeziehung von individuellen, sozialen und materiellen Ressourcen - Zielgruppen- und bereichsübrgreifende Orientierung, d.h. sozialer Raum ist komplexer Lebens-, Erlebnis- und Erfahrungsraum, bildet ganzheitliche Struktur. Ziel ist Verbesserung des sozialen und kulturellen Lebens und umfasst Bereiche wie Wohnen, Beschäftigung, Bildung, Gesundheit, Kultur etc.
- Kooperation und Koordination, d.h. Vielfalt einflussnehmender Dienste und Angebote wird durch die Projektreihe koordiniert, aufeinander abgestimmt.