Senior*innen-Aktiv-Zentrum Sahlkamp
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manja Taylor
| Funktion | Projektkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Niedrigschwellige Anlaufstelle für Senior*innen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte
Projektbeschreibung
Die Sparkasse geht - Projekt „Senior*innen-Aktiv-Zentrum Sahlkamp“ kommt!
Die Sparkassen-Filiale im hannoverschen Stadtteil Sahlkamp wird zu Ende August 2018 ihr gesamtes Personal abziehen, es verbleibt lediglich eine Automaten-Schalterhalle. Durch diese - für die Bewohner*innen durchaus mit Nachteilen verbundene, aber durch politische Einflussnahme letztlich nicht zu verhindern gewesene - Veränderung ergeben sich allerdings auch neue räumliche Möglichkeiten für die Quartiersentwicklung. Lange Jahre war es der Wunsch des seit 20 Jahren aktiven Seniorenbüros der Ev.-luth. Epiphanias-Gemeinde, Räume in ebenerdiger Lage zu finden, so dass Menschen das inhaltlich UND räumlich niedrigschwellige Angebot nutzen können. Nach Gesprächen mit dem Quartiersmanagement, der Gemeinwesenarbeit, der Sparkasse, dem Vermieter Deutsche Wohnen und dem gemeinnützigen SPATS e.V. wurden im Mai 2018 die Weichen neu gestellt: Auf rund 165 m² werden mehrere für das Quartier wichtige Einrichtungen räumlich UND inhaltlich zusammenfinden. Zusätzlich schließt der SPATS e.V. eine im „Quartiersgespräch Soziale Stadt Sahlkamp-Mitte 2017" mit der Sozialplanung des Dezernats III der Landeshauptstadt Hannover (LHH) erkannte Lücke im Bereich der Senior*innen-Arbeit mit Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Denn in die im Zentrum des Sahlkamp – und damit auch gleichzeitig im Zentrum des Sanierungsgebiets Soziale Stadt Sahlkamp-Mitte – gelegenen Räumlichkeiten wird - zusätzlich zu den im Quartier sehr gut angenommenen Angeboten der mit einziehenden Einrichtungen - eine Anlaufstelle für Senior*innen mit und ohne Migrationsgeschichte eingerichtet. Dieses neue Projekt arbeitet inhaltlich eng mit den beiden in unmittelbarer Nähe vorhandenen Einrichtungen, dem Quartiersmanagement Sahlkamp-Mitte (Träger: LHH) und dem NachbarschaftsDienstLaden NaDiLa (Träger: SPATS e.V.) zusammen. Das Projekt integriert die bewährten und erfolgreichen Tätigkeiten des Seniorenbüros Sahlkamp (Träger: Ev.-luth. Epiphanias-Gemeinde) sowie des Projekts „Wohnzufriedenheit“ (Träger: SPATS e.V. im Auftrag der LHH) und stimmt die Arbeitsinhalte mit diesen beiden Einrichtungen – auch zur Vermeidung von Doppelstrukturen – ab. Das Projekt soll mit einer Personalkapazität von einer 0,5 Stelle für ein/e Diplom Sozialarbeiter*in ab 01.01.2019 ausgestattet sein. Das eigenständige inhaltliche Profil des Projekts wird durch die vorrangige Fokussierung auf die Zielgruppe der älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte geprägt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Eines der wesentlichen Ergebnisse des „4. Quartiersgesprächs“ vom September 2017, das von der Sozialplanung des Dezernats III der LHH organisiert wurde, ist die Feststellung, dass ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte besser erreicht werden sollten, damit ihnen sowohl der Zugang zu Beratungs- und Hilfsangeboten als auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben adressatengerechter ermöglicht wird.Denn die seit rund 20 Jahren angebotenen Aktivitäten des Seniorenbüros Sahlkamp (Träger: Ev.-luth. Epiphanias-Kirchengemeinde) erreichen die älteren Menschen mit Migrationsgeschichte nicht. Es besteht ein hoher Informationsbedarf bei der älteren Bevölkerung mit Zuwanderungsgeschichte zu den Themen gesundheitliche Prävention, ambulante bis stationäre Versorgung, finanzielle Sicherheit, Freizeit, Kultur und Bildung. Hier setzt das neue Projekt „Senior*innen-Aktiv-Zentrum Sahlkamp“ an, das im Anschluss an Gespräche im Rahmen des „Fachaustausches Senioren“ im Mai 2018 vom Quartiersmanagement Sahlkamp-Mitte, dem gemeinnützigen Verein SPATS e.V. und dem Seniorenbüro Sahlkamp entwickelt wurde. In den frei werdenden barrierefrei zugänglichen Räumlichkeiten der Sparkasse Hannover in der Elmstraße 17 – im höchsten Hochhaus des Sahlkamps gegenüber dem Sahlkampmarkt gelegen – wird das Projekt räumlich ab Januar 2019 angesiedelt sein. Die Vorlaufzeit zur Organisierung der Räumlichkeiten, den Umzug des SPATS-Projekts „Wohnzufriedenheit“, der SPATS-Geschäftsstelle und des Seniorenbüros der Epiphanias-Gemeinde sowie erste inhaltliche Absprachen zur zukünftigen Kooperation der Beteiligten wird die Monate Oktober bis Dezember 2018 umfassen.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Sahlkamp und Sanierungsgebiet Soziale Stadt Sahlkamp-Mitte
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Sahlkamp, der das Soziale-Stadt-Gebiet „Sahlkamp-Mitte“, das im Zentrum des Stadtteil Sahlkamps mit seiner Hochhausbebauung liegt, mit einschließt. Denn hier leben die meisten Menschen der schwerpunktmäßigen Zielgruppe Senioren mit Zuwanderungsgeschichte.
Einwohnerzahl
14386
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover Wahlen und Statistik, Koordinationsstelle Sozialplanung der Stadt Hannover (Stand: Januar 2018)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Der Projektstandort ist zentral im Stadtteil Sahlkamp gelegen und liegt somit auch im Soziale-Stadt-Gebiet Sahlkamp-Mitte. Eine Doppelförderung durch Landesmittel ist ausgeschlossen, da das Projekt nicht über Mittel aus dem Städtebauförderprogramm gefördert werden kann.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover / Sozial- und Sportdezernat / Koordinierungsstelle Sozialplanung / Stand: Januar 2018
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover / Sozial- und Sportdezernat / Koordinierungsstelle Sozialplanung / Stand: Januar 2018
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
sahlkamp_1.jpg
(65.13 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Bewohner*innen stehen im Zentrum unserer Arbeit. Es gilt, ihre persönlichen Ressourcen zu stärken, sie zu aktivieren und sie zu befähigen, ihre Lebensumstände mit Unterstützung von außen zu gestalten. Der Nahraum gewinnt dabei gerade für ältere Menschen eine große Bedeutung, denn ihr Bewegungsradius nimmt ab, je immobiler sie aufgrund von Alter und Erkrankung werden. Unser Ziel ist, durch die Schaffung einer ersten offenen und wochentags geöffneten Anlaufstelle Senior*innen ohne und insbesondere mit Zuwanderungsgeschichte stärker in das Leben im Gemeinwesen einzubeziehen. Dafür braucht es starke Netzwerke und Kooperationen im Stadtteil. Die Netzwerke im Sahlkamp sind gut ausgebaut, so dass es über den Einsatz zusätzlicher finanzieller Ressourcen und über Kooperationen möglich ist, die identifizierte Lücke in der sozialen Infrastruktur zu schließen. Die aktuellen sozialstrukturellen Daten zeigen, dass es eine signifikante Zunahme des Anteils der Bevölkerung mit sog. „Migrationshintergrund“ gibt, insbesondere im Bereich der Generation 60+.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht, wenn es in der Projektlaufzeit gelingt, mehr als 200 Menschen mit und insbesondere ohne Migrationshintergrund zu beraten, zu aktivieren und für - auch zielgruppenübergreifende - Angebote zu interessieren.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn verschiedene Träger und Projekte - Seniorenbüro der Ev.-luth Epiphaniasgemeinde, Verein SPATS e.V. - in dem Projekt integriert zusammenarbeiten und dadurch Synergien sowohl räumlich als auch inhaltlich erzielt werden.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn das Projekt den Bedarf von Senior*innen - insbesondere der älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte - nach Information, Kontakten, Wahrnehmung von Angeboten dauerhaft deckt.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn es gelingt, eine Gruppe Ehrenamtlicher aufzubauen, die bei niedrigschwelligen Unterstützungsbedarfen älterer Menschen - insbesondere mit Zuwanderungsgeschichte - unterhalb der Schwelle professionell erforderlicher Dienste tätig werden.
Vorhandene Strukturen
Professionelle Gemeinwesenarbeit (GWA) ist im Sahlkamp seit 1991 tätig, Quartiersmanagement (QM) seit Beginn des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" im Jahr 2010. Konkrete Ziele und Wirkungen von GWA und QM im Verbund sind die Orientierung an den geäußerten Bedürfnissen und Interessen der Bewohner*innen, Organisation von Interessen im Stadtteil, die Entwicklung bewohnergetragener Aktivitäten/Strukturen und die Erhöhung der Beteiligung. QM und GWA arbeiten mit Ressourcenorientierung, sie stabilisieren vorhandene Beziehungsgefüge, nutzen und erweitern die Ressourcen im Stadtteil, sodass neue Ideen umgesetzt werden können und das Stadtteilleben bereichern. GWA und QM arbeiten mit zielgruppenübergreifendem Ansatz und erarbeiten gemeinsam mit den Einrichtungen, Initiativen und Projekten Lösungen für spezifische Probleme im Stadtteil.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement Sahlkamp-Mitte, Gemeinwesenarbeit Sahlkamp, Kommunaler Senioren Service im Stadtbezirk 3, Stadtteiltreff Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Internationale StadtteilGärten Hannover e.V., Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide, Theater Vernissage (Janusz K. e.V.9
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Epiphanias-Gemeinde, Ev. Freikirche Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder - Einrichtungen, Projekte, Initiativen - der Koordinationsrunde Sahlkamp (Stadtteilrunde)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sanierungskommission Sahlkamp-Mitte, Stadtbezirksrat Bothfeld-Vahrenheide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sparkasse Hannover, Filiale Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
HAZ-Stadtanzeiger, NordOstBlick, Sanierungszeitung, Hallo Hannover
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam in Norden
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Frank Martens
| Funktion | Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesenarbeit und Integration in Quartieren der Stadt Norden
Projektbeschreibung
Das vorliegende Projektvorhaben setzt in zwei Gebieten der Stadt Norden an. Es handelt sich daher um zwei Teilprojekte, die durch übergeordnete Strukturen miteinander verbunden sind. Die gleichzeitige Förderung aller Menschen innerhalb eines Quartiers baut Brücken zwischen den Bevölkerungsteilen. Innerhalb der definierten Gebiete gibt es eine gemischte Bewohnerstruktur (sowohl Mittelschichtangehörige als auch Leistungsbezieher und Neuzugewanderte). Es werden zwei Gemeinwesenarbeiter eingesetzt, in den Quartieren Südwesten und Ortsteil Tidofeld der Stadt Norden im Landkreis Aurich. Die Gemeinwesenarbeiter suchen die Bewohner in ihrem Zuhause auf und nehmen eine aktivierende Befragung vor. Anhand der Themen aus der Befragung kann erkannt werden, welche lebensweltlichen Anliegen die Menschen beschäftigen. Gemeinsam mit den Bewohnern wird ein Weg gefunden, das Leben im Gemeinwesen zu verbessern. Gemeinsam mit den Bewohnern wird daran gearbeitet. Die Bewohner werden ermutigt sich zu beteiligen. Dies fördert die Integration in das Gemeinwesen und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Neben der aufsuchenden Arbeit ist das Netzwerken mit allen Akteuren, die die Arbeit im Quartier unterstützen können, eine wichtige Säule innerhalb des Projektes. Es besteht eine enge Vernetzung mit den Ämtern des Landkreises. Die Vernetzung fördert die nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation.Die Unterstützung bezieht sich auf alle Personen in einem Quartier, auch auf Kinder und Jugendliche. Es werden die Probleme im gesamten Quartier berücksichtigt. Die Gemeinwesenarbeiter eröffnen Möglichkeiten für eigenes Engagement der Bewohner. Eine weitere Grundlage für die Verbesserung des Zusammenlebens im Quartier ist die Ermutigung zur Teilnahme an Freizeit- und kulturellen Angeboten. Personen, die in bestehende Angebote integriert sind, fällt es leichter die deutsche Sprache zu erlernen und über das direkte Umfeld hinaus Menschen kennen zu lernen. Genauso ist die Näherbringung kultureller und künstlerischer Bildung, gerade für bildungsfernere Menschen wichtig. Durch die Durchführung vor Ort sind die Angebote leichter zu erreichen. Außerdem finden sie an bereits bekannten Orten statt. Durch das Miteinander in den Angeboten wird die Akzeptanz gefördert und es entstehen Brücken für die gesamtgesellschaftliche Teilhabe. Diese Bereiche der non-formalen Bildung tragen ebenfalls zu einer nachhaltigen Entwicklung im Quartier bei und stärken das Engagement der Bewohner.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Landkreis Aurich hat seit 2015 ein breites Netzwerk zur Integrationsarbeit etabliert. Die Bildungsträger führten und führen eine Vielzahl von Sprach- und Qualifizierungsmaßnahmen durch. Bisher ist es nicht gelungen, alle Neuzugewanderten sowie weitere Personen mit und ohne Migrationshintergrund, die Unterstützung benötigen, zu erreichen. Die Integration der Menschen geht nur schleppend voran. Es wird außerdem immer deutlicher, dass die Integrationsarbeit nicht losgelöst von Maßnahmen betrachtet werden kann, die im Gemeinwesen ansetzen. Alle Menschen müssen miteinbezogen werden, auch, um einer stetigen Verschlechterung der Lebenssituation vorzubeugen. Die Wohnsituation trägt oft nicht zur Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens bei. Viele Neuzugewanderte und andere Leistungsberechtigte leben in einem Umfeld mit hohem Migrantenanteil und Anteil leistungsberechtigter Personen. Dort wird weniger deutsch gesprochen und die Umgebung ist durch enge Bebauung, wenig ausgebaute Infrastruktur und ein oft eher tristes Gesamtbild gekennzeichnet. Durch eine Analyse der Bewohnerstruktur der verschiedenen Stadtteile konnten stadtteilübergreifende Quartiere identifiziert werden, die sich teilweise durch hohe Ausländer- sowie Leistungsempfängeranteile auszeichnen. Die Gebiete Norden Südwest und Norden Tidofeld haben teilweise hohe Konzentrationen der Zielgruppe. Im vorliegenden Projektvorhaben setzt die Arbeit der Gemeinwesenarbeiter daher in den beiden Gebieten an. Norden ist die zweitgrößte Stadt des Landkreises. Es wird erwartet, dass durch die Fokussierung auf die beiden Gebiete ein großer Teil der Personen durch Gemeinwesensarbeit erreicht werden kann.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Norden Südwesten
Beschreibung
Norden Südwest: das Gebiet Norden Südwest umfasst Teile der Norder Stadtteile Westlintel, Westgaste sowie Fremouthswarf. Das Gebiet gruppiert sich hauptsächlich um die Straße Warfenweg und direkt angrenzende Straßen, in denen die Konzentration von leistungsberechtigten und ausländischen Bewohnern besonders hoch ist. Auch in anderen Straßen des Gebietes zeigen sich ähnliche Zusammensetzungen, sodass das Gebiet bewusst gewählt wurde. Es wird im Nordosten durch die Norddeicher Straße, im Südosten durch die Alleestraße bzw. die Westerstraße, im Südwesten durch den Westlinteler Weg und im Südwesten durch den Stadtrand eingegrenzt. Die Fläche beträgt 1655888 m², bzw. 165,59 ha.
Einwohnerzahl
4973
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Agentur für Arbeit, Jobcenter Landkreis Aurich, Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Das Projektgebiet beinhaltet Regionen mit einem Ausländeranteil von über 20% (Beispiel Warfenweg 46,5%, Kleine Riege 22,7%).
Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Das Projektgebiet beinhalten Straßen mit über 30% Einwohner, die Transferleistungen beziehen (Beispiel Warfenweg 64,5%, Norddeicher Straße 35,0%). Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Jobcenter Landkreis Aurich, Sozialamt Landkreis Aurich
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
uebersicht_flaeche_norden_suedwest.pdf
(529.62 KB)
suedwest_i.png
(1.61 MB)
suedwest_ii.jpg
(341.83 KB)
strassenliste_norden_suedwest.pdf
(176.64 KB)
Gebiet-Name
Norden Tidofeld
Beschreibung
Norden Tidofeld: umfasst den Stadtteil Tidofeld insgesamt, Fläche: 125202 m², 22,5 ha.
Einwohnerzahl
614
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Jobcenter Landkreis Aurich, Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In dem Projektgebiet liegt z.B. die Rheinstraße mit einem Ausländeranteil von 29,7%. Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In dem Projektgebiet liegt z.B. die Rheinstraße mit einem Anteil Einwohner, die Transferleistungen beziehen von 61,9%.Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Jobcenter Landkreis Aurich, Sozialamt Landkreis Aurich
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
tidofeld.png
(492.65 KB)
strassenliste_norden_tidofeld.pdf
(167.51 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das vorliegende Projektvorhaben orientiert sich an den Grundsätzen der Gemeinwesenarbeit. Es knüpft an die Interessen der Bewohner an, stärkt die Selbsthilfekräfte und die Eigeninitiative, nutzt die vorhandenen Ressourcen im Quartier, orientiert sich auch über die Zielgruppe hinaus und koordiniert und vernetzt soziale und kulturelle Dienste und Angebote. Die Gemeinwesenarbeiter sind in den Quartieren räumlich verankert und arbeiten mit Bewohnern auf Augenhöhe zusammen. Die Sozialarbeiter arbeiten in einem Netzwerk aus sozialen, gemeinnützigen und Ehrenamtlichen Einrichtungen sowie kommunalen Strukturen und Bildungs- und Qualifizierungsträgern. Dabei wird nicht rechtskreisorientiert gearbeitet, sondern es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt. Die Gemeinwesenarbeiter sind Ansprechpartner für die Personen vor Ort. In der gemeinsamen Aktivität der Gemeinwesenarbeiter mit den Bewohnern und der Bewohner untereinander werden soziale Prozesse in Gang gesetzt und Aktivitäten begleitet, durch die eine positive Veränderung unmittelbar erlebbar wird.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Arbeit mit den Bewohnern erfolgt auf Augenhöhe. Die Wünsche und Bedürfnisse der Personen stehen im Zentrum.
Kriterium
Beschreibung
Einrichtungen, wie Vereine, in der Stadt Norden werden geziehlt angesprochen. Es entsteht ein Portfolio der Angebote. So kann bei vorhandenem Interesse eine Übersicht über Angebote gegeben werden.
Kriterium
Beschreibung
Der Landkreis arbeitet bereits jetzt mit etablierten Netzwerken und Kooperationen. Im Laufe des Projektes entstehen quartiersbezogene Netzwerke durch gemeinsame Ziele und Interessen.
Kriterium
Beschreibung
Es werden alle Menschen innerhalb der Quartiere einbezogen, unabhängig davon, ob sie neuzugewandert, alteingesessen, Leistungsempfänger oder Nicht-Leistungsempfänger sind.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Leinerstift e.V., Deutscher Kinderschutzbund, AWO, Behindertenhilfe Norden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ulrichsgymnasium Norden, Grundschule im Spiet Norden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung Landkreis Aurich, Stadt Norden, Sozialamt, Jobcenter, Schulamt und Amt für Kinder, Jugend und Familie vom Landkreis Aurich
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
PInsel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Stephanie Thiering
| Organisation | EJF gemeinnützige AG |
|---|---|
| Funktion | Bereichsleitung |
2. Kurzbeschreibung
niedrigschwellige Projektarbeit als Motor für Integration
Projektbeschreibung
Über die „P(roduktions)Insel“ sollen ein Netzwerk zur Nachbarschaftshilfe sowie die Integration in den Arbeitsmarkt entstehen. Gemeinsam mit Bewohnern des Bezirkes, Langzeitarbeitslosen und Jugendlichen mit Vermittlungshemmnissen sollen über einen niedrigschwelligen Einstieg durch gemeinsame handwerkliche Arbeitsgelegenheiten ihre sozialen Fähigkeiten in einer Gruppe sowie ihre fachlichen Fähigkeiten bei der Planung und Durchführung von verschiedenen Arbeiten erweitern, um so ihr Quartier mit Aktivitäten und kleinen Projekten zu verschönern. Arbeitsbereiche sind eine Kreativwerkstatt sowie eine Back- und Kochstraße, so dass die Teilnehmer kulinarische Kleinigkeiten ihres Herkunftslandes zum Selbstkostenpreis anbieten. Viel genutzte sowie brachliegende Flächen sollen z.B. mit selbstgebauten Hochbeeten verschönert und als Treffpunkte etabliert werden. Die Teilnehmer erfahren eine erhöhte Identifikation mit ihrem Stadtteil und den Nachbarn, es wird stärker auf die Instandhaltung geachtet und die Wertigkeit durch das Einbringen der eigenen Arbeitskraft erhöht sich. da vor allem in der Quakenbrücker Neustadt viele Jugendliche ohne Schulabschluss und Aussicht auf eine Arbeitsstelle wohnen, soll bei Ihnen das Bewusstsein entstehen, dass durch eigenes und gemeinschaftliches Tun das Wohnquartier eine Aufwertung erfährt und handwerkliche Tätigkeiten Spaß machen können. Gespräche mit Ehrenamtlichen können die Bedeutung eines Schulabschlusses sowie einer abgeschlossenen Ausbildung hervorheben. Die Erkenntnis, mit dem eigenen Handeln etwas für sich und andere bewirken zu können ist der erste Schritt, um die Integration in das Gemeinwesen und in eine langfristig orientierte Erwrbstätigkeit erfolgreich zu schaffen. In diesem Prozess werden alle Teilnehmer eng von Sozialpädagogen und Anleitern mit fachspezifischem handwerklichen Hintergrund in den unterschiedlichen Prozessstufen begleitet und in ihrer Entwicklung gefördert. Bei Teilnehmer, die über die MaßArbeit Grundsicherung erhalten, werden die Fortschritte monatlich besprochen, um bei guten Erfolgen eine Vermittlung der Teilnehmer in eine Einstiegsqualifizierung, in Arbeit oder Ausbildung zu erreichen. Um die Qualifizierung positiv zu bestärken werden die Teilnehmer weiterhin von dem Sozialpädagogen im Betrieb besucht, um gemeinsam mit den Arbeitgebern Entwicklungsgespräche zu führen. Wird keine weitere Unterstützung bei dem Nachgehen von Arbeit oder Ausbildung benötigt, ist die Reintegration gelungen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der Samtgemeinde, insbesondere in Quakenbrück, gibt es eine große Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, bei denen eine gute Schulbildung sowie das Erlernen eines Berufes oder das Ergreifen einer Arbeit eine geringe Bedeutung haben. Die angezeigten Schulpflichtverletzungen sind relativ hoch, so dass es in der Samtgemeinde Artland derzeit zwei Projekte zum Abbau von Sozialstunden gibt. die Hprde, den Schulbesuchwieder regelmäßig aufzunehmen, ist bei einige Jugendlichen aufgrund ihrer kulturellen Prägung und dem Miteinander in der Peer-Group relativ hoch. Aufgrund der unterschiedlichen Sozialisationen der verschiedenen Migrantengruppen erscheint ein miteinander Leben ohne gezielte Projektarbeit schwierig. nur durch gemeinsames Handeln und miteinander sprechen können die Werte, Normen und Befindlichkeiten des Gegenübers angehört und respektiert werden, ohne dass sich für das eigene Leben gerechtfertigt werden muss. Hervorzuheben sind bei einer Migrantengruppe die noch klassische Aufteilung der Männer- sowie Frauenrolle, nach der die Jungs dazu erzogen werden der Ernährer der Familie sein zu müssen, während für die Mädchen eine frühe Heirat inklusive Kinderwunsch vor einem Schulabschluss oder einer Ausbildung stehen. Daneben lassen sich Jugendlichen und junge Erwachsene ausmachen, die aufgrund fehlender sozialer, ökonomischer oder kultureller Ressourcen schlechtere Chancen für eine gute Schulbildung haben und sich einen Bildungsaufstieg nur mit viel Mühe erarbeiten können.
5. Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Gemeinwesenarbeit stellt einen Ansatz der Sozialen Arbeit dar, bei dem gemeinsam mit den Teilnehmern versucht wird, die Lebensqualität in ihren Wohnquartieren zu steigern. Zudem sollen Problemlagen, die das Miteinander im Quartier beeinträchtigen aufgegriffen und durch gezielte Handlungsansätze langfristig gelöst werden. Gemeinsam mit dem Sozialpädagogen und den Anleitern für die Arbeitsbereiche "Kreativwerkstatt" und "Back- und Kochstraße" sollen mit den Teilnehmern Ideen entstehen und umgesetzt werden, die ein gemeinsames Miteinander der unterschiedlichen Generationen, Kulturen und Migrationsgeschichten ermöglichen. Der Sozialpädagoge und die Anleiter bringen sich dabei aktiv in das Geschehen ein und helfen, Hürden des Miteinanders zu verringern und abzubauen. Zudem soll über die Integration in das Arbeitsleben eine Möglichkeit geschaffen werden, das Selbstwertgefühl des Einzelnen zu stärken und Kompetenzen zu erlernen, die auf unterschiedliche Arten wieder dem Gemeinwesen zu gute kommen.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk gemeinnützige AG betreibt in der Quakenbrücker Neustadt ein Mehrgenerationenhaus, in dem unterschiedliche Angebote für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Erwachsene und Senioren für einen geringen Kostenbeitrag angeboten werden. Ehrenamtliche begleiten einen Seniorenmittagstisch oder engagieren sich als Lesepaten. Über das Projekt "Jugend stärken im Quartier" sollen durch den Jugendcoach und den Berufsstarter Jugendlichen ohne institutionelle Anbindung aufgesucht und an bestehende Angebote in der Stadt oder der Samtgemeinde Artland angebunden werden. Mit ihnen wird an ihren persönlichen Entwicklungshemmnissen gearbeitet, so dass sie im besten Fall einen Hauptschulabschluss erwerben und in eine Einstiegsqualifizierung, eine Ausbildung oder in Arbeit weitervermittelt werden können. In dem Projekt "Deine Chance" bauen Schulverweigerer die vom Gericht auferlegten Sozialstunden am Nachmittag in gemeinnützigen Einrichtungen ab. Aufgrund der langjährigen Aktivitäten im Gebiet verfügt das EJF über ein gut ausgebautes Netzwerk an Kooperationspartner in der Samtgemeinde Artland. Zudem sind die Sozialarbeiter im Gebiet bekannt und werden bei Problemen auch direkt von den Jugendlichen oder ihren Eltern angesprochen und um Rat gefragt. Zudem gibt es in allen Gemeinden einen guten Zugang zu den jeweiligen Bürgermeistern und den Ratsmitgliedern, so dass die Umsetzung einzelner Maßnahmen durch geringen Aufwand realisiert werden können.
11. Medien
Galerie
Nachbarschaftsbüro Ahlhorn - Gemeinwesenarbeit als Strategie
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Thorsten Schmidtke
| Funktion | Bürgermeister |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftsbüro Ahlhorn – Gelebte Vielfalt!
Projektbeschreibung
Im Projektgebiet im Ortsteil Alhorn sind viele engagierte Akteure aktiv, die im Rahmen ihrer täglichen Arbeit alles versuchen, um mit den Auswirkungen des zahlreichen Zuzugs (überwiegend aus Osteuropa und dem Irak) zurechtzukommen. Die Gemeinde Großenkneten hat je nach Möglichkeit zeitnah auf Bedarfe reagiert und eigene Angebote installiert (u.a. Integrationsbeauftragte, Streetwork, Schulsozialarbeit) bzw. freie Träger unterstützt (u.a. Integrations-, Migrationsberatung, Flüchtlingssozialarbeit).
Bisher erfolgte vieles Top-Down, reaktiv und defizitorientiert.
Durch die weiteren Zuzüge seit 2015 hat sich die Lage zugespitzt und es wurde deutlich, dass es einer intermediären Instanz bedarf, die die Strukturen und Angebote der Gemeinde ebenso gut kennt wie die Interessen und Bedürfnisse der Menschen im Projektgebiet. Es fehlt an Zeit, Personal, Räumen und methodischem Wissen, um sogenannte „schwer zu erreichende Zielgruppen“ besser einzubinden und Ressourcen wahrzunehmen. Erst mit der Identifizierung von Eigeninteressen von Bewohner/innen gelingt Aktivierung, es werden neue Handlungsräume eröffnet und in Folge von Selbstwirksamkeitserfahrungen auch Selbstorganisation möglich.
Mittels eines Nachbarschaftsbüros in diakonischer Trägerschaft möchten wir jetzt Strukturen schaffen, die bestehende Angebote bündeln, die das Zusammenleben konstruktiv weiterentwickeln und die unsere Nachbarschaft in Ahlhorn nachhaltig fördern. Das Büro soll zentral im Gebiet in einer ehemaligen Logopädiepraxis angesiedelt werden. Hier gibt es auch Raum um bestehende Beratungsangebote bedarfsgerecht anzudocken. Um die Arbeit zu beginnen, soll eine aktivierende Befragung durchgeführt werden. Dies ist u.a. aufgrund der sprachlichen Barrieren eine Herausforderung, so dass hier Unterstützung durch den Streetworker, die Integrationsbeauftragte und Integrationslotsen angedacht ist.
Damit Erkenntnisse der Arbeit vor Ort und Aktivitäten der verschiedenen Akteure u.a. aus dem sozialen Bereich, der Verwaltung und Zivilgesellschaft transparent kommuniziert werden können und sich eine stärkere Verzahnung entwickelt, sollen flankierend Gremien etabliert werden (Steuerungskreis GWA der Gemeinde sowie ein Bewohnerbeirat.)
Um die städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Missstände zu bearbeiten wurden Städtebaufördermittel beantragt. Sollte eine Zusage erfolgen, kann Quartiersmanagement (planerisch/städtebaulich) 2019 die Gemeinwesenarbeit optimal ergänzen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Ortsteil Ahlhorn hat für eine ländliche Region eine sehr untypische Entwicklung genommen. Für die aktuelle Situation kamen u.a. folgende Faktoren zusammen: Aufgabe des Militärstandorts, Leerstände, lebensmittelverarbeitende Industrie im näheren Umfeld sowie die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit. 2015 kamen Geflüchtete hinzu. Zu sozialen Missständen kommen städtebauliche und wohnungswirtschaftliche. Mehrfamilienhäuser sind in einem sehr schlechten Zustand. Im Gebiet liegt der Ausländeranteil bei 54 % (einzelne Straßen über 70 %). Es besteht eine hohe Fluktuation. Lediglich 22 % wohnen seit mehr als 10 Jahren am jetzigen Wohnstandort. Demgegenüber sind 39 % (einzelne Straßen 50%) der Bewohner/innen kürzer als zwei Jahre am jetzigen wohnhaft. Diese Umstände verbunden mit einem negativen Image erschweren den Aufbau von Nachbarschaft und verstärken die Tendenz von Wegzügen. Gepaart mit Enge und Überbelegung vieler Wohnungen, die dazu führen, dass sich soziales Leben gerade von Jugendlichen und jungen Männern auch in den öffentlichen Raum verlagert, verursacht dies Ängste und Angsträume. Die soziale Segregation wird befördert. Die letzten alteingesessenen Bürger/innen sehen die sozialen Entwicklungen mit Sorge, fühlen sich von ihrem Heimatort entfremdet und vermissen Treff- und Anlaufpunkte für einen sozialen Austausch. Es gibt erste Angebote (u.a. Streetwork, Migrationsberatung, Flüchtlingssozialarbeit, Schulsozialarbeit, Präventionsketten), und das reiche Kultur- und Vereinsleben der Gemeinde. Es fehlt bisher an einer vernetzenden Stelle, die vor allem die Menschen vor Ort miteinbezieht, sowie Kontakte untereinander und niedrigschwellige Zugänge schafft.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Großenkneten Ahlhorn
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst einen Großteil der Ahlhorner Ortsmitte mit der Ortsdurchfahrt Wildeshauser Straße(zwischen dem Bahnhof im Westen und dem Kreuzungsbe-reich Visbecker / Schulstraße im Osten) sowie nördlich und südlich daran angrenzende Bereiche. Wie der Kartendarstellung zu entnehmen ist, schließt das Projektgebiet westlich der Bahn das Bahnhofsgebäude, den Parkplatz davor sowie die Grundstücke Cloppenburger Straße 1 und 3 und die Cloppenburger Straße selbst bis zum Kreisverkehr hinter der Bahn ein. Östlich des Kreisverkehrs wird die Cloppenburger zur Wildeshauser Straße. Ab hier sind auch die Grundstücke nördlich und südlich der Straße Teil des Untersuchungsgebietes, zuzüglich einer kleinen Brachfläche hinter dem EDEKA-Markt (Wildeshauser Straße 8). Ab dem Kreuzungsbereich mit „Am Lemsen“ und der Zeppelinstraße weitet sich der Gebietszuschnitt nördlich und südlich der Wildeshauser Straße wie folgt aus: • Nach Norden bildet „Am Lemsen“ die Grenze des Projektgebietes, ohne selbst Bestandteil zu sein. Die Schulgrundstücke des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums und der Graf-von-Zeppelin-Schule sind ebenso Teil des Projektgebietes wie die nördlich daran an-schließenden Grundstücke und im Südosten die Grundschule. Östlich der Grundschule bildet die Schulstraße die Gebietsgrenze, die aber selber nicht dazu zählt, bis zur Kreuzung mit der Wildeshauser Straße. Der Kreuzungsbereich inkl. der weiter nach Süden verlaufenden Visbecker Straße ist großzügig eingefasst. • Südlich der Wildeshauser Straße verläuft die Abgrenzung zunächst unter Einbeziehung aller Anliegergrundstücke der Zeppelinstraße bis Höhe Am Kasinowald, wo sie nach Nordosten verschwenkt und entlang „Am Kasinowald“ verläuft, allerdings ohne den Straßenraum einzu-schließen. Vor der Katharinenstraße knickt die Grenze wieder nach Südosten ab, so dass alle Anliegergrundstücke an der Katharinenstraße, der Dorfplatz und das angrenzende Wäldchen Teile des Projektgebietes sind. Hinter dem Sportplatz verläuft die Abgrenzung dann wieder nach Norden zur Wildeshauser Straße und daran entlang bis hinter die Visbecker Straße und schließt den Kreuzungsbereich mit ein (s. o.). Insgesamt umfasst das Projektgebiet eine Fläche von 62 ha. Zum Ende des Jahres 2016 lebten innerhalb dieser Gebietsabgrenzung 1.825 Menschen.
Einwohnerzahl
1825
Quelle / Anmerkungen
Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Großenkneten-Ahlhorn 2017
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
24
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Projektgebiet geschätzt;Sonstige: Landkreis Oldenburg
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
54
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Quelle: Landkreis Oldenburg,Gemeinde Großenkneten;LSN; Projektgebiet und Gesamtgemeinde geschätzt;Sonstige: Landkreis Oldenburg;- Zuwanderungsgeschichtliche Ausländer plus ausländischer Geburtsort
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Projektgebiet geschätzt; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Projektgebiet geschätzt; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.pdf
(962.22 KB)
kartenausschnitt.png
(260.17 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die GWA soll nach dem Bottom –Up Arbeitsprinzip erfolgen, welches von den geäußerten Bedürfnissen der BewohnerInnen ausgeht, von ihren Stärken, ihrer Bereitschaft, sich zu engagieren und die sich Vorhaben zutrauen. Gemeinwesenarbeit als Strategie für unsere Gemeinde verstehen wir als langfristigen Prozess, der auch über einen potentiellen der Städtebauförderung „Soziala Stadt“ hinaus Bestand haben soll, um Erfolge zu sichern und nachhaltig zu wirken.
Gemeinwesenarbeit denkt in Projekten, die von den Menschen im Stadtteil gewollt und getragen werden. Sicher kann Gemeinwesenarbeit auch von sich aus Impulse setzen und Anregungen geben, aber entscheidend bleibt, was von den Menschen im Stadtteil mitgetragen wird. Gemeinwesenarbeit hat den Stadtteil insgesamt im Blick, aber die Veränderungen ergeben sich aus den einzelnen Puzzleteilen, die als Projekte zusammengetragen werden.
Zusätzlich hoffen wir auf Quartiersmanagement, welches, wenn die Programmanmeldung erfolgreich beschieden wird, die (Weiter-)entwicklung des Ortsteils insgesamt von seinem Bedarf her entwickelt. Quartiersmanagement bearbeitet dann städtebauliche und sozialplanerische Herausforderungen und arbeitet mit der Gemeinwesenarbeit vor Ort Hand in Hand daran, Beteiligung zu leben.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mittels Akt. Befragung wurden Bewohner/innen als Experten vor Ort eingebunden. Nachbarschaftsbüro ist vor Ort und erreichbar, Bewohner/innen fühlen sich ernst genommen und bauen Vertrauen auf. (geben Mandat)
Kriterium
Beschreibung
Es konnten erste „local Leader“ im Gebiet identifiziert werden. Durch niedrigschwellige Projekte konnten die alltagsbezogenen Kompetenzen vor Ort gestärkt werden. Hilfe zur Selbsthilfe wird innerhalb der Gemeinde als positiv wahrgenommen.
Kriterium
Beschreibung
Räume und Zugänge ermöglichen es Bewohner/innen eigene Ideen einbringen und zu verwirklichen. Ressourcen des Quartiers werden sichtbar und genutzt. Entwickelte Projekte werden öffentlichkeitswirksam im Gebiet und in der Gemeinde kommuniziert.
Kriterium
Beschreibung
Es wurde für unterschiedl. Bevölkerungsgruppen passende Angebote entwickelt. Multiplikatoren aus unterschiedl. Zielgruppen sind eingebunden und zielgruppenübergreifende Begegnungs- und kommunikationsmöglichkeiten geschaffen.
Beschreibung
Es gibt eine produktive fachübergreifende Zusammenarbeit versch. Professionen im Rahmen von Quartierstreffen, AGs u.ä. Themen wie Wohnen, Gesundheit, Bildung, Arbeit werden integriert gedacht und bearbeitet.
Beschreibung
Es gibt regelmäßige und enge Austauschmöglichkeiten, die einen Informationsfluss zwischen Bewohnenden, Projektmitarbeitenden, kommunalen Mitarbeitenden und Beratungs/Bildungseinrichtungen ermöglichen. Neue Projektkooperationen entstehen.
Kriterium
Beschreibung
Es entstehen neue Angebote die Begegnungen ermöglichen. Aushandlungsprozesse werden begleitet und Kompetenzen & Strategien vermittelt, um Konflikte kultursensibel selbst zu lösen bzw. Unterstützung anzunehmen.
Beschreibung
Es konnten bedarfsgerecht Projekte bzw. Beratungssprechstunden (z:B. gesundheitsfördernde, niedrigschwellige Angebote) im Quartier verankert werden.
Kriterium
Beschreibung
Die Entwicklung des Projektgebiets ist in die gesamtkommunale Entwicklung mit hohem Stellenwert einbezogen. Vertreter/innen der Politik nehmen an den Gemeinwesenkonferenzen teil.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ev.luth. Hans-Roth Gemeinde (zugehörig zur Kirchengemeinde Ahlhorn)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Oldenburg , Präventionsketten (Familienhebammen, Sozialmediz. Angestellte)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Kirchengemeinde Herz-Jesu, (zugehörig zu St. Peter)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Leinerstift e.V. - Familie im Blick
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationsberatung Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freie Evangeliums-Christengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ev. Hans-Roth Kindergarten und Krippe
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
NaDi - NachbarschaftsDialog
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christoph Matschinsky
| Funktion | Teamleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Stärkung des sozialen Zusammenhaltes durch Begegnung & Elternarbeit für geflüchtete Familien
Projektbeschreibung
Das Projekt "NaDi – NachbarschaftsDialog“ zielt darauf ab, den sozialen Zusammenhalt im Projektgebiet zu stärken und Möglichkeiten für das Zusammenwachsen als soziale Gemeinschaft zu bieten. NaDi ist dabei nicht nur Akronym, sondern auch das arabische Wort für "Club" und wird im Alltag als Begriff für Orte der Begegnung verwendet. Auf diesen Orten liegt der Fokus des Projektes. Das Projektgebiet ist von einer wirtschaftlich schwachen und aus verschiedenen Gruppen bestehenden Bevölkerung geprägt, die sich nicht als soziale Gemeinschaft verstehen. Die vor Ort bereits vorhandenen Räume verschiedener sozialer Akteur*innen wie der Ökumenischen Jugendhilfen, der ev. Gemeinde und auch der offenen Jugendsozialarbeit werden im Rahmen des Projektes für neue, teils schwer zu erreichende Zielgruppen geöffnet. Hier finden partizipative und v.a. gruppenübergreifende Angebote statt – von Kochabenden über Kreativangebote bis hin zu Vorträgen - die Berührungsängste und Vorurteile abbauen und einen Kontakt überhaupt ermöglichen. Zugang zu den verschiedenen Bevölkerungsgruppen wird über bereits aktive soziale Akteur*innen in dem Gebiet geschaffen. Dazu zählen die Diakonie-Anlaufstelle „miteinander“, die ev. Nachbarschaftshilfe „Tatkraft“ und die Flüchtlingssozialarbeit. Gerade im Projektgebiet fand ein starker Zuzug Geflüchteter statt, der neue Herausforderungen mit sich bringt – sowohl in Bezug auf Vorurteile gegenüber den Neuzugezogenen als auch im Bereich Integration. Eine besondere Rolle spielen daher die Kindergärten und Grundschulen im Projektgebiet. Hier können zum einen auch Menschen erreicht werden, die noch an keine anderen Angebote angebunden sind, und zum anderen sind Kindergärten und Schulen selbst Begegnungsorte, in denen Aktivitäten stattfinden können. Geflüchtete haben in den Bereichen Bildung und Erziehung, speziell im Bereich frühkindlicher Bildung, großen Beratungsbedarf. Auch die Mitarbeiter*innen der Einrichtungen brauchen Unterstützung im Umgang mit dieser speziellen Zielgruppe. Um in diesem wichtigen Bereich Sicherheit zu schaffen, bietet das Projekt umfassende Begleitung bei Terminen sowie Sprechstunden und Workshops an. Dies schafft Vertrauen seitens der Familien und motiviert zur Teilnahme an den Begegnungsangeboten, die diese Familien sonst aus Unsicherheit nicht nutzen würden. NaDi schafft Zusammenhalt, indem es vorhandene Ressourcen – räumlich und personell – nutzt, vernetzt, öffnet und um eigene Angebote bereichert.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Bei dem Fördergebiet handelt es sich um das ehemalige Sanierungsgebiet der "Sozialen Stadt" und ist daher mit diesem kongruent. Es umfasst die Straßen: Breslauer Ring, Stettiner Straße, Frankfurter Straße 2-10 und Heideweg 37-45. Damals wurden Quartiersmanagementstrukturen aufgebaut. Ziel war es, diese auch nach Beendigung des Projektes "Soziale Stadt" aufrecht zu erhalten. Ohne hauptamtliche Unterstützung war dies jedoch nur schwer möglich. Hinzu kam der Zuzug vieler Geflüchteter in dieses Gebiet, was zu neuen Herausforderungen führte. Der Anteil von Ausländer*innen im Gebiet ist deutlich höher als in der Gesamtgemeinde, gleiches gilt für den Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund. Gerade die Gruppe der Spätaussiedler*innen steht den Geflüchteten oft kritisch gegenüber. Dies liegt vor allem auch daran, dass sie Bund, Land und Kommune vorwerfen, sich damals nicht um sie gekümmert zu haben, jetzt aber alles für Geflüchtete zu tun. Auch rassistische Zuschreibungen sind nicht selten. So lange die Gruppen für sich bleiben, wird sich an diesen Vorurteilen nichts ändern. Daher ist es zwingend notwendig, hier durch Information und Begegnung neue Impulse zu setzen. Hinzu kommt der im Vergleich zur gesamten Gemeinde hohe Anteil von Menschen, die Transferleistungen beziehen, was zusätzlich zu sozialen Spannungen beiträgt. Hier ist also erneut hauptamtliches Engagement nötig, um Strukturen wieder zu beleben und neue Angebote zu schaffen. Wichtig ist dabei vor allem der Bereich Bildung, der für Geflüchtete besonders wichtig, aber gleichzeitig besonders schwer durchschaubar ist. Eine gute Begleitung stärkt Kindern und Eltern und bildet die Grundlage für Integration.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Belm - Powe zentral
Beschreibung
Bei dem Fördergebiet handelt es sich um das ehemalige Sanierungsgebiet der "Sozialen Stadt" und ist daher mit diesem kongruent. Es hat eine Größe von 17 ha und umfasst die Straßen: Breslauer Ring, Stettiner Straße, Frankfurter Straße und Heideweg.
Neben dem Ziel, sozialen Zusammenhalt zu fördern liegt der Fokus des Projektes auf der Beratung im Bereich Bildung sowie der Unterstützung von Familien als auch Institutionen. Hier ist eine enge Kooperation notwendig, entsprechend sind die beiden Kindergärten, die an das Gebiet angrenzen (Christkindergarten und St. Josef Kindergarten) Teil des Projektes, gleiches gilt für die beiden Grundschulen (Grundschule Powe und Grundschule Belm). Da jedoch auch in den anderen Kindergärten der Gemeinde Belm Kinder von Flüchtlingsfamilien betreut werden, ist auch hier eine Kooperation und Unterstützung nötig. Zudem sollen Familien, die in anderen Bereichen wohnen, nicht von den Beratungsleistungen an Kindergärten und Schulen ausgeschlossen werden. Fokus liegt jedoch auf dem Projektgebiet.
Einwohnerzahl
1504
Quelle / Anmerkungen
Strukturdatenfortschreibung 2017 der Gemeinde Belm (Fred Anders)
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
75
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2017
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2017 & eigene Berechnung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.jpg
(451.95 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit zielt auf die Verbesserung der Lebensqualität in Gebieten unter Mitarbeit der dortigen Anwohner*innen. Fokus des Projektes liegt auf den Gebieten der Gemeinde Belm, in der eine hohe Anzahl geflüchteter Personen lebt. Diese Gebiete sind geprägt durch eine sozial und wirtschaftlich benachteiligte Bevölkerung, hinzu kommen Konflikte zwischen Geflüchteten und Spätaussiedler*innen. Das Projekt nutzt die vorhandenen Ressourcen im Sozialraum (existente Angebote, die teilweise zu wenig genutzt werden) sowie der Menschen vor Ort. Auch wenn der Fokus auf der Stärkung geflüchteter Familien liegt indem eine Anlaufstelle für Fragen im Bereich Bildung geschaffen wird, ist der Ansatz zielgruppenübergreifend, schließlich geht es final darum, den Zusammenhalt im Quartier zu stärken und Gemeinschaft zu leben. Durch das Engagement diverser sozialer Akteur*innen gibt es bereits verschiedene Angebote, die durch den bereichsübergreifenden Gedanken des Projektes geöffnet werden sollen, so dass mehr Personen an den Angeboten teilnehmen und sich einbringen. Grundsätzlich ist Gemeinwesenarbeit ein langfristiger Prozess, das beantragte Projekt ist daher vor allem als "Türöffner" zu sehen, der die Anwohner*innen bestimmter benachteiligter Gebiete darin bestärkt, sich zu engagieren, vorhandene Projekte zu nutzen und eigene Ideen zu entwickeln.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
im Projekt wird auf Fragen und Interessen der Menschen eingegangen, die Menschen suchen das Projekt von sich aus auf
Kriterium
Beschreibung
Menschen werden zu eigenen Ideen ermutigt, bei Vorschlägen zu Aktivitäten wird versucht diese umzusetzen oder Unterstützung über das Netzwerk zu generieren
Kriterium
Beschreibung
es finden partizipative und kooperative Projekte mit den Menschen und sozialen Akteuren vor Ort statt
Kriterium
Beschreibung
Menschen engagieren sich bei bereits existierenden Projekten oder Akteur*innen oder gründen eigene Netzwerke oder Gruppen
Kriterium
Beschreibung
es finden regelmäßig gemeinsame Aktivitäten statt
Vorhandene Strukturen
In Belm gibt es das „Netzwerk Sozialer Akteure Belm“. Dazu gehören z.B. verschiedene Kindergärten und Schulen, die Kirchengemeinden und freie Träger der Sozialarbeit. Einen besonderen Fokus auf das Projektgebiet haben z.B. der offene Kindertreff und die Diakonie Anlaufstelle „miteinander“. Zur Diakonie Anlaufstelle gehören die allgemeine Sozialberatung, Suchtberatung und Suchtprävention sowie die Schuldnerberatung. Auch die evangelische Nachbarschaftshilfe „Tatkraft“ engagiert sich im Projektgebiet. Im Rahmen der „Sozialen Stadt“ wurden diese Strukturen weiter ausgebaut und gestärkt. Nach Ende des Programmes konnte das Netzwerk ohne die Koordinierung durch das Quartiersmanagement, das 2014 auslief, weiterbestehen und ist bis heute eine gute Möglichkeit gemeinsame Ideen zu entwickeln und schnell alle wichtigen Akteur*innen zu erreichen. Regelmäßige Netzwerktreffen wurden früher durch das Quartiersmanagement organisiert, dies übernimmt jetzt die Gemeinde. Es ist also durchaus gelungen, Projektansätze in Regelstrukturen zu überführen. Bis Ende 2018 läuft zudem das Projekt „BIBA-Belmer Initiative für Bildung und Arbeit“. Das Projekt wird im ESF-Bundesprogramm „BIWAQ“ gefördert. Hierüber kann z.B. das jährliche Begegnungsfest der Gemeinde fortgeführt werden. Die bestehenden Strukturen sollen nun genutzt werden, um auch Geflüchtete besser einzubinden und die Begegnung zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ökumenische Jugendhilfen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Gemeinde Belm
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Flüchtlingssozialarbeit Gemeinde Belm
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Wir in Gelingen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Eva Paetzold
| Organisation | Gelingen e.V |
|---|---|
| Funktion | Schriftführerin u. Pressewartin |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwohl stärken, generationsübergreifend und interkulturell arbeiten, Aktivierung, Mobilisierung und Entwicklung struktureller und individueller Ressourcen, Empowerment. Verbesserung der Lebensqualität, insbesondere von Senioren/innen im Quartierr
Projektbeschreibung
Die Stadt Lingen ist eine Stadt mittlerer Größe, die in ihren Grundstrukturen nach wie vor ländlich geprägt ist. In den Lingener Stadtteilen Stroot und Goosmanns Tannen leben ca. 50% Menschen über 60 Jahre, mit und ohne Migrationshintergrund. Die Aktivierung dieser Personen ist die primäre Zielsetzung des Projektes.
2011 gründeten 9 ältere Menschen im Stadtzentrum den Verein Gelingen e.V. mit dem Ziel eine Begegnungsstätte zu schaffen , in welcher aktive und interessierte Senioren/-innen die Möglichkeit fanden, sich unverbindlich und ohne die Zugehörigkeit zu einem Verband oder einer kirchlichen Gemeinde zu treffen und um miteinander zu kommunizieren. Hieraus entwickelte sich in den letzten 7 Jahren ein bislang rein ehrenamtlich tätiges Zentrum, welches die Bedarfe älterer selbständig lebender Menschen sichtbar macht. Neben dem Bedürfnis nach persönlichem Kontakt, Anerkennung und Tagesstruktur, benötigen viele Personen u.a. auch Unterstützung in alltäglichen Bereichen wie Einkaufen,Hilfe beim Ausfüllen von Formularen oder bei kleinere Hausarbeiten oder einfach die Gesellschaft gleichaltriger Personen. Hieraus entwickelten sich weitere Projekte, wie bspw. die Kümmerer und „Wir helfen Senioren“.
Mangelnde Mobilität, ein geringes Bildungsniveau und kulturelle Unterschiede sind für viele insbesondere älterer Menschen eine Hemmschwelle „ unbekanntes Terrain“ (hier: Gelingen e.V.) aufzusuchen. Hinzu kommen zum Teil geringe finanzielle Ressourcen, die generell eine Teilnahme am öffentlichen Leben einschränken. Um diesen Personenkreis zu aktivieren ist zunächst eine aufsuchende soziale Arbeit nötig. Dies ist mit unseren jetzigen Kapazitäten nicht mehr machbar. Hier kommt das Ehrenamt an seine Grenzen.
Ziel unseres Projektes ist es unseren generationenübergreifenden Empowermentansatz in die Gebiete zu bringen, dort lebende Bewohner/innen aktivieren und langfristig mit den Angeboten von Gelingen e.V.zu vernetzen. Dabei berücksichtigen wir die besonderen Bedarfe und Wünsche der Bewohner vor Ort und beziehen sie aktiv mit in die Gestaltung (z.B. durch Arbeitskreise oder Lenkungskreise) mit ein. Der generationenübergreifende Ansatz bietet, neben der Schaffung einer Anlaufstelle auch praktische Möglichkeiten der interkulturellen Hilfsstellungen. Hier ist die Ausweitung des Projektes " Wir helfen Senioren/Bedürftigen" auf diese beiden Stadtteile geplant. Jüngere und ältere gleich welcher Herkunft kommen über praktische Tätigkeiten in Kontakt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In den Lingener Stadtteilen Goosmanns Tannen und Stroot lebt jeweils ein hoher Prozentsatz von Personen mit Migrationshintergrund unterschiedlicher Herkunft (ca. 70% - 50 %), die überwiegend in dicht zusammenstehenden Häuserblocks (sozialer Wohnungsbau) untergekommen sind. Das generelle Einkommensniveau ist in beiden Gebieten durchschnittlich niedrig (SGB II).Viele Familien in Goosmanns Tannen sind alleinerziehend. Alkohol, Drogen und Gewalt sind alltägliche Erfahrungen. Ein hoher Anteil der in diesen Gebieten lebenden Menschen ist zudem über 60 Jahre.
Das Gebiet der Stroot ist geschichtlich eng mit der Geschichte der Deutschen Bundesbahn in Lingen verbunden. Als Mitte der 90iger Jahren das Eisenbahnausbesserungswerk aufgegeben wurde, verließen viele jüngere Personen dies Gebiet und zurück blieben die Älteren, und Personen mit Migrationshintergrund und Auswanderungsgeschichte zogen hinzu. Dies veränderte das Sozialgefüge dieses Gebietes erheblich. Soziale Strukturen brachen zusammen und neue konnten sich nicht entwickeln. Das gilt insbesondere für die ältere Generation, die auf Grund einer zunehmenden Immobilität vereinsamt. Viele sind auf Hilfen angewiesen, von der sie nichts erfahren oder die sie sich nicht leisten können.
Der rein ehrenamtliche Verein Gelingen e.V., mit seinem Schwerpunkt der Seniorenarbeit wird von diesen Zielgruppen im Stadtzentrum nicht frequentiert. Geschichtlich gewachsene und soziale unsichtbare Grenzen bilden Hemmschwellen, die es zu überwinden gilt. Von daher bedarf es eine Ausweitung der bestehenden Angebote auf diese Gebiete, um den Menschen dort zu begegnen, wo sie leben.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lingen Stadtmitte - Goosmanns Tannen -Stroot
Beschreibung
Stadtgebiet mit dem bereits bestehenden "Stammhaus" Ge-Lingen e.V. ( Wilhelmstrasse- Konrad - Adenauer-Ring, Kaiserstraße - Haselünner-Str.)
Strootgebiet: Kaiserstrasse - Kiesbergstrasse - Frerener Straße - Georgstraße)
Goosmanns Tannen: Haselünner Strasse . Schwarzer Weg - Delp Strape - Kardinal von Galen- Straße
Einwohnerzahl
8000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Lingen, allgemeine Strukturdaten (https://www.lingen.de/rathaus_und_buergerservice/zahlen_und_daten/strukturdaten/allgemeine_strukturdaten.html)( Anhand der Alterspyramide geschätzt).
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
14
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
54
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
20
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
6
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
14
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
17
Projektgebiet in Prozent
38
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
17
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
6
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
6
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
skm_c45818052313090.pdf
(264.4 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Primärer Handlungsschwerpunkt unseres Projektes ist die Entwicklung der sozialen Aktivität sowie die Förderung sozialer Infrastrukturen im Quartier.
Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit werden zunächst interessierte Bewohner/-innen im Quartier angesprochen und bei dem Aufbau der sozialen Anlaufstellen durch eine Fachkraft begleitet.
Dabei wird besonderer Wert auf den Erhalt und die Entwicklung bestehender Ressourcen und Bedürfnisse der Bewohner/-innen und Aktiven vor Ort gelegt. Gemeinsam erarbeitet und umgesetzt werden sowohl kommunikative, bildungspolitische und lebenspraktische Angebote für Bewohner der jeweiligen Quartiere. Dabei wird Wert auf die interkulturelle Zusammenarbeit gelegt. Hierzu können gehören: Wöchentlicher multikultureller Mittagstisch, regelmäßige Veranstaltungen der Gesundheits,- Freizeit und Bildungsförderung. Dabei werden die Handelnden u.a. vom Stammhaus „Gelingen e.V.“ im Sinn „Ehrenamt unterstützt Ehrenamt“ gefördert. Ziel ist eine Verbesserung der Lebensqualität insbesondere für ältere Bewohner/-innen des jeweiligen Quartiers.
Die Anlaufstelle wird als offener Treffpunkt gestaltet. Mit seinen wiederkehrenden Angeboten wird sie als Kommunikationsbrücke zwischen kulturellen, ethnischen und sozialisatorischen Unterschieden genutzt, um Vorurteilen und Stigmata entgegenzuwirken.
Mit dem Angebot „ Wir helfen Bedürfigen“ werden gezielt Personen mit dem Wunsch nach praktischen Hilfeleistungen angesprochen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtverwaltung Lingen, Landkreis Emsland, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lingen, Service - Demenzzentrum des Landkreises Emsland, Kinder - und Jugenparlament, Seniorenbeirat der Stadt Lingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theaterpädagogisches Zentrum, Musikschule Emsland(Lingen),
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christophorus - Werk Lingen e.V., Aids - Hilfe Lingen e.V., AWO (Abendteuerspielplatz ), Stadtteiltreff Stroot, DRLG Lingen, Caritas Suchtberatung, Maltheser Hilfsdienst, Deutsches Rotes Kreuz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrativer Verein für Sozialmedizin e.V. , Afrikanischer Frauen e.V., Skatclub Herzbube Lingen e.V., Schachverein Lingen, Wis_EL (Willkommen im südlichen Emsland)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Pflegedienst Lippert, Mutter - Theresa - Haus, AOK Niedersachsen, DAK, Genial e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schulen Lingen, Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V., Volkshochschule Lingen, Gesamtschule Lingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Meyering Reisen, Sparkasse Emsland, Medicus Wesken Orthopädietechnik,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Neue Osnabrücker Zeitung, EVE TV, Ems - Vechte - Welle, Drehscheibe, Flyer , Plakate,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Daniela de Ridder (MdB), Albert Stegemann (Mdb), Jens Beek (MdB), Christian Fühner (MdL), Johanne Modder (MdL),
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Selbsthilfegruppe Diabethiker, Selbsthilfegruppe Aphasiker
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Mühlenberg - gemeinsam vielfältig aktiv
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Mareile Walter
| Funktion | Gemeinwesenarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Förderung von Bürgerschaftlichem Engagement, Beteiligung und Selbstorganisation; Verbesserung der Bildungs- und Beschäftigungschancen; Verbesserung des Zusammenlebens im Stadtteil; Sicherung der Resilienz des Gemeinwesens
Projektbeschreibung
Aufbauend auf der bisherigen Arbeit der neu installierten Kontakt- und Beratungsstelle Mühlenberg (KoBe), die im Stadtteil sehr gut angenommen wurde, ist ein Ausbau sowie eine neue Schwerpunktsetzung der GWA geplant, um die langfristige Integration sozial Benachteiligter ins Gemeinwesen zu sichern. Durch die bedarfsorientierte und niedrigschwellige Arbeit der KoBe konnten viele Kontakte zu den BewohnerInnen in den benachteiligten Gebieten/ Straßenzügen hergestellt werden. Schwerpunkt der Arbeit der Hauptamtlichen ist hierbei die Unterstützung, Stärkung und Befähigung der BewohnerInnen. Die unterschiedlichen Gruppen haben die Möglichkeit, über die Schnittstelle bzw. Vermittlung der KoBe miteinander in Kontakt zu kommen und soziale Netzwerke aufzubauen.
In Weiterentwicklung dieser Arbeit soll mit dem Projekt „Mühlenberg – gemeinsam vielfältig aktiv“ ein neuer Schwerpunkt gesetzt werden, der insbesondere auf die Förderung der Beteiligung und des Bürgerschaftlichen Engagements vor Ort und auf die Verbesserung der Bildungs- und Beschäftigungschancen abzielt. Die BewohnerInnen sollen durch spezifische Maßnahmen aktiviert und befähigt werden, sich für ihre eigenen Belange und das Zusammenleben im Stadtteil einzusetzen. Eine zunehmende Segregation der verschiedenen Gruppen im Stadtteil soll verhindert, hingegen soll die Fähigkeit zur Selbstorganisation und Resilienz des Gemeinwesens gezielt befördert und unterstützt werden. Die Ziele und Handlungsansätze für die Entwicklung und Gestaltung des sozialen Zusammenlebens vor Ort sollen gemeinsam mit den BewohnerInnen entwickelt werden. Darüber hinaus sollen Ehrenamtliche (Alteingesessene und Zugewanderte, die schon länger am Mühlenberg leben) im Sinne von Patenschaften für die Unterstützung neu Zugewanderter gewonnen werden. Dadurch können die unterschiedlichen Gruppen miteinander in Kontakt kommen, von den gegenseitigen Kompetenzen profitieren, voneinander lernen und gemeinsam zur Verbesserung des Zusammenlebens im Stadtteil beitragen. Um eine erfolgreiche Integration und Teilhabe zu ermöglichen, sollen verstärkt auch die Bildungs- und Beschäftigungschancen der Bewohnerinnen in den Fokus gerückt und gezielt verbessert werden. Dies soll sowohl durch den Aufbau neuer Ehrenamtsstrukturen als auch durch neue Angebote im Rahmen bzw. in intensiver Zusammenarbeit mit der KoBe ermöglicht werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Gebiet Mühlenberg wurde 2014 vom Land in das Programm Soziale Stadt aufgenommen. Bevölkerungszuwächse aus den damaligen Kriegs - und Krisengebieten, aber auch im Rahmen der Arbeitsmigration aus Osteuropa in den Jahren 2015 und 2016 haben die Sozialstruktur besonders in den Wohnanlagen Canarisweg (Hochhäuser) und Teilen des Ossietzkyrings stark verändert. Aber auch in den angrenzenden Wohngebieten Weisse Rose, Teilen der Beck- und Leuschnerstraße leben sozial benachteilgte BewohnerInnen, die vor 2015 zugewandert sind und die Unterstützung bei der Integration benötigen. Die unterschiedlichen Zuwanderergenerationen und -gruppen stehen kaum miteinander in Kontakt und haben zum Teil sehr große Vorurteile gegenüber der jeweils anderen Gruppe. Von den alteingesessenen BewohnerInnen wird der erneute Bevölkerungszuwachs seit 2015 als Ursache für Probleme (z.B. Müll) und für das schlechte Image des Stadtteils verantwortlich gemacht. Durch die Einrichtung der KoBe konnte einem Teil dieser Problemlagen u.a. durch die Einrichtung eines Familientreffpunkts und unterschiedliche Beratungs- und Integrationsangebote, die die Stärkung und Unterstützung der BesucherInnen zum Ziel haben, begegnet werden.
Die Integrationsprozesse, in die alle StadtteilbewohnerInnen mit eingebunden werden sollen, benötigen darüber hinaus aber eine aktivere Beteiligung aller, um das Zusammenleben positiv zu gestalten und die Lebensqualität in diesem Stadtteil zu erhöhen. Die Zugänge zu Bildung und Beschäftigung sind oftmals an bestimmte Voraussetzungen gebunden, die sozial Benachteiligte nicht erfüllen. Hier muss die soziale Infrastruktur durch bedarfsgerechte, niedrigschwellige Angebote ergänzt werden.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Mühlenberg
Beschreibung
Bewusst wurde für diesen Förderantrag das Projektgebiet wieder identisch mit dem Programm Soziale Stadt gewählt, da es nicht nur um die Unterstützung der BewohnerInnen in den stigmatisierten Straßenzügen geht, sondern auch darum, die unterschiedlichen sozialen und ethnischen Gruppen miteinander in Kontakt zu bringen, Ressourcen nutzbar zu machen und es zu ermöglichen, voneinander zu lernen. Um Integrationsprozesse in diesem Gebiet nachhaltig zu befördern, muss ein positives Bewusstsein und ein Engagement möglichst vieler Menschen im Stadtteil entwickelt werden.
Einwohnerzahl
7544
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Durch die nach wie vor großen Herausforderungen im Bereich sozialer Infrastruktur und nachbarschaftlichem Miteinander beabsichtigen wir, neben dem Programm Soziale Stadt, zusätzliche Ressourcen in Form von Gemeinwesenarbeit für den Stadtteil zur Verfügung zu stellen. Gemeinwesenarbeit erfüllt mit ihrer niedrigschwelligen und aktivierenden Arbeitsweise insbesondere im Bereich Teilhabe und Integration und als "Brückenbauerin" zwischen den unterschiedlichen Zuwanderergenerationen eine wichtige Funktion und ergänzt damit bestehende Strukturen.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018 (Kinder und Jugendliche 0 - 17 Jahre)
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, Stand 12/2017 (18 - 26 Jahre)
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018 (unter 25 Jahren)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018 (Alleinerziehende von allen Familienhaushalten)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
43
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018
Projektgebiet in Prozent
69
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018 (0 - 17 Jahre)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gebietsgrenze_soziale_stadt_muehlenberg.pdf
(745.52 KB)
gebietsumschreibung_muehlenberg.pdf
(16.58 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Ziel, eine gleichberechtigte Teilhabe aller Bewohnerinnen und Bewohner eines Stadtteils am gesellschaftlichen Leben im Quartier zu erreichen, schafft GWA Zugänge zu den zentralen Bereichen wie Bildung, Kultur, Beschäftigung und politische Partizipation. Es werden Begegnungsmöglichkeiten zwischen Menschen verschiedener ethnischer, nationaler und sozialer Herkunft geschaffen, um Vorurteile und Konkurrenzen abzubauen und langfristig gemeinsam das Miteinander und das Lebensumfeld zu gestalten. Menschen ist ihr direktes Lebensumfeld sehr wichtig, ihr Quartier, ihr Stadtteil. Genau hier setzt Gemeinwesenarbeit an mit dem Ziel, die Lebensqualität der Menschen in Stadtteilen zu erhöhen und ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Da die BewohnerInnen im Zentrum allen Handelns stehen, können langfristig" Empowermentprozesse" initiert und begleitet werden. Mit ihrem zielgruppenübergreifenden Arbeitsweise kann GWA als "Brückenbauerin" fungieren und darüber das Zusammenleben im Stadtteil/ Quartier verbessern.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Sozial benachteiligte BewohnerInnen werden erreicht und gemeinsam mit ihnen wird an selbst gesteckten Zielen gearbeitet.
Kriterium
Beschreibung
Die BewohnerInnen werden aktiviert und begleitet, um langfristig ihre Interessen selbst vertreten zu können.
Kriterium
Beschreibung
Es werden Strukturen für ehrenamtliches Engagement im nachbarschaftlichen Umfeld aufgebaut.
Kriterium
Beschreibung
Es werden gezielt unterschiedliche soziale und ethnische Gruppen angespochen und im Hinblick auf gemeinsame Ziele mit eingebunden.
Beschreibung
Die ressortübergreifende Zusammenarbeit (Stadtentwicklung im Rahmen Soziale Stadt, Integrationsmanagement, Familienbildung etc.) wird gestärkt und weiter ausgebaut (Beschäftigungsförderung etc.).
Beschreibung
Bestehende Netzwerke werden themenbezogen genutzt und daruf aufbauend Kooperationen geschlossen. Bestehende Strukturen werden gegebenenfalls ergänzt.
Kriterium
Beschreibung
Es werden gezielt Möglichkeiten und Räume für Begegnung und nachbarschaftliches Miteinander geschaffen. Konflikte werden aufgegriffen und unter Beteiligung der Betroffenen bearbeitet.
Beschreibung
Ergänzung und Ausbau der bestehenden sozialen Infrastruktur - gerade im Hinblick auf niedrigschwellige Angebote für Integration und Teilhabe.
Kriterium
Beschreibung
Ressourcen ausserhalb des Stadtteils werden genutzt und für den Stadtteil fruchtbar gemacht. An langfristigen Startegien zur Problembewältigung wird auf kommunaler Ebene gearbeitet.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Um den problematischen Entwicklungen im Stadtteil Mühlenberg entgegenzuwirken, hat im November 2018 die Kontakt - und Beratungsstelle Mühlenberg (KoBe) ihre Arbeit aufgenommen. Sie ergänzt mit ihrem interdisziplinären Konzept die soziale Infrastruktur, entlastet bestehende Einrichtungen und stellt zusätzliche Ressourcen für Integration und Teilhabe zur Verfügung. Das Konzept der "drei Säulen" der Kontakt - und Beratungsstelle bestehend aus internationalem Elterntreffpunkt (nach derzeitigem Stand insgesamt ca. 980 erwachsene BesucherInnen und ca. 990 Kinder), Beratungs- und Integrationsangeboten für neu Zugewanderte (derzeit insgesamt 440 Beratungen durchgeführt) und der koordinierenden, vernetzenden und zielgruppenübergreifenden Arbeit der Gemeinwesenarbeit hat zu deutlichen Synergieeffekten nach "innen" im Rahmen der Kontakt - und Beratungsstelle und nach "außen" in der Arbeit mit anderen Akteuren im Quartier geführt. Die BesucherInnen des Elterntreffs nehmen die Beratungsangebote wahr und umgekehrt. Gemeinsam wird an komplexen Fällen gearbeitet (Erziehungsthemen, Spracherwerb, Unterstützung im Alltag, etc.). Die Vernetzung mit anderen Akteuren und Angeboten und der Kontakt zu anderen Zielgruppen (Ehrenamtliche aus dem Stadtteil, alteingesessenen Bewohnerschaft) durch die Gemeinwesenarbeit ergänzt die Angebote und hilft, sie weiterzuentwickeln. Dies steigert die Akzeptanz im Stadtteil und die Kooperationsbereitschaft von Akteuren und Bewohnerschaft.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
LHH Integrationsmanagement, LHH Zuwanderung Osteuropa, LHH Schuldnerberatung, LHH Quartiersmanagement Soziale Stadt, LHH Heimverbund, LHH IKEM (Koordinierungsstelle für Arbeit mit Ehrenamtlichen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Familienbildung, AWO Migrationsberatung, Familienzentren und Kitas im Gebiet, Verein sozialtherapeutischer Einrichtungen, Ökumenisches Kirchenzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mühlenberger Sportverein, Miteinander für ein schöneres Viertel e.V. (Nachbarschaftsarbeit Canarisweg)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
hanova (QM), Vonovia (Ansprechpartner vor Ort)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sanierungskommission Mühlenberg, Integrationsbeirat, Bezirksrat
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fairkauf (Mühlenberg), Neue Arbeit GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Selbsthilfe: KIBIS - Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle im Selbsthilfebereich
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Kommunale Intelligenz
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Prof. Stefan Müller-Teusler
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Kommunale Intelligenz - Umsetzung einer Strategie in kommunale Handlungssteuerung
Projektbeschreibung
Kommunale Intelligenz (nach Prof. Dr. G. Hüther) ist eine Strategie (Hamburg 2013), bei der es um die regionale Potenzialentfaltung geht. In diesem Projekt soll die Strategie in ein regionales Handlungskonzept "übersetzt" werden, so dass es als regionales Instrument zur Koordinierung der vorhandenen Aktivitäten wie auch zur Entwicklung notwendiger Felder für die Zukunft genutzt werden kann. Außerdem soll eine erste Erprobung stattfinden. Gleichzeitig sollen daraus allgemeine Items für die Verwendung dieses Konzeptes abgeleitet werden. Am Beispiel des Dorfes Lüder im Süden des Landkreises Uelzen soll insbesondere der ländliche Raum in den Blick genommen werden, auch unter dem Aspekt des demographischen Wandels. Dabei geht es einerseits um die Entwicklung notwendiger Potenziale, andererseits um die regionale Entwicklung in Wirtschaft, die Stärkung und Förderung des Ehrenamtes, ein neues Miteinander im Generationenverhältnis durch intergenerative Bildung und die Umsetzung lebenslanges Lernens zur Förderung der Lebensqualität.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Dorf Lüder (mit ca. 1000 Bewohnern) im Süden des Landkreises Uelzen ist typisch für den ländlichen Raum in Niedersachsen: Es ist geprägt von einer überalternden Bevölkerung, die lokale Grundschule ist geschlossenen worden und die meisten Arbeitsplätze sind meistens mit längeren Fahrzeiten verbunden (Richtung Uelzen, Gifhorn, Wolfsburg und andernorts). Die regionale Versorgung ist unzureichend, weil eine schlechte regionale Infrastruktur besteht (Einkauf, ÖPNV etc.) und für alle Personengruppen längere Wege notwendig sind, um Versorgungseinheiten zu erreichen (wie z.B. medizinische Versorgung).
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Uelzen Lüder
Beschreibung
Lüder leigt im Süden des Landkreises Uelzen, begrenzt durch den Elbe-Seitenkanal. Um Lüder herum sind viele landwirtschaftlichen Flächen. Lüder grenzt an den Landkreis Gifhorn sowie an die Stadt bad Bodenteich.
Einwohnerzahl
1290
Quelle / Anmerkungen
https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCder_(L%C3%BCneburger_Heide); Abruf 02.05.2018
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
lueder.pdf
(71.86 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Beteiligung von Bürger*innen für ihre Region und ihre Belange und Entwicklung der Region für die Zukunft, um im demographischen Wandel nachhaltige Versorgungsstrukturen und Lebensgrundlagen für die Zukunft dauerhaft zu bilden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Anhand Items Kommunale Intelligenz sind neue Strukturen gebildet und Planungen für die Zukunft verabredet.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kult-Ur-Dorf e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tagespflege Alte Schule des Paritätischen
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nordertor ist Ehrensache!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Klaus Lüdeke
| Funktion | Geschäftsführung / Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mentor*innen für den Stadtteil.
Projektbeschreibung
Mentor*innen sind unerlässlich, will man mit Erfahrung und Wissen andere Menschen unterstützen und begleiten. Dies liegt für berufliche Netzwerke auf der Hand. Die Funktion von Mentor*innen lässt sich aber auch für Nachbarschaften nutzen, die Entwicklungsbedarf haben. Der Nienburger Stadtteil Nordertor ist ein solcher: Er ist stark vom demographischen Wandel, Auflösung von Nachbarschaftsverbunden und aktuellen Migrationsprozesse geprägt. Zudem schneidet das Nordertor im Hinblick auf Beschäftigungsquoten unterdurchschnittlich ab. Es besteht also klarer Handlungsbedarf, um das gemeinschaftliche Miteinander zu fördern. Ansonsten könnten sich alters- kultur- und stratifizierungsspezifische Gräben vertiefen. Da ist es wohl "Ehrensache", die (bessere) Zukunft mitzugestalten?! Nordertor-Mentor*innen engagieren sich im Nordertor (bereits) ehrenamtlich, sind als Mentor*in Vertrauensperson ihrer eigenen 'peer group', Fachperson für ein bestimmtes Gebiet und zudem Ansprechperson für andere (Mentor*innen, Akteure, Bewohner*innen, Betriebe etc.) und gehen mit gutem Beispiel an Bürger*innen-Engagement voran. An engagierten Bewohner*innen mangelt es nicht im Nordertor. Aber eben an entsprechenden Netzwerken, die Engagement und Fähigkeiten zusammenbringen. Nordertor-Mentoring bringt also die junge arbeitssuchende Migrantin, vielleicht als Expertin für moderne Kommunikationsmedien, mit der alteingessenen Nordertor-Bewohnerin zusammen, die die Betriebe im Stadtteil wie ihre Westentasche kennt, aber mehr über die neuen Medien erfahren möchte. Im Nordertor liegt hierfür großes Potential. Dieses soll vom bereits ansässigen "Mitmachladen" aus mit einem Kompetenz-Tausch-System in neue Bahnen gelenkt werden. Wir wollen dabei nicht nur die Ressourcen der Bewohner*innen, sondern auch die Struktur von Gewerbe und Gemeinwesen als weiteres Potential vor Ort nutzbar machen: die Verankerung einer vielschichtigen lokalen Ökonomie, einer wachsenden GWA-Struktur und vorhandener NPO's. Durch Ansprache aller BewohnerInnen, gezielte Angebote zum Engagieren und Mitmachen, dem Gewinnen von Mentor*innen und Einbinden der lokalen Ökonomie einerseits und durch stärkere Vernetzung mit anderen Akteuren - insbesondere dem Stadtteilhaus Nordertor - andererseits soll das ganze Nordertor gestärkt werden. Die Mentor*innen sind wichtige Türöffner*innen für neue starke Kooperationen, die das gemeinsame Ziel haben, ihren Stadtteil nach ihren Bedürfnissen zu gestalten. "Nordertor ist (eben) Ehrensache"!
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Nordertor bestehen Hürden für Integration, gesellschaftliche Teilhabe (etwa über Beschäftigung) und nicht zuletzt für ein gemeinschaftliches Miteinander. Hier leben heterogene Bevölkerungsgruppen, allerdings bis dato mehr neben- als miteinander, und es kommt gleichzeitig immer wieder zu sozialen Spannungen. Seit September 2015 wird in einem als Sanierungsgebiet ausgewählten Teil des Nordertors im Rahmen von "Soziale Stadt" GWA/QM aufgebaut. Insofern sind - räumlich begrenzt - erste Strukturen zur GWA/QM vorhanden und bestimmte Bewohner*innen-Gruppierungen beteiligen sich aktiv. Aber die Ressourcen etwa der Älteren und der Nachbarschaften im Ganzen konnten bisher noch nicht bzw. nur unzureichend genutzt werden. Gleiches gilt für Migrant*innen (aller Altersgruppen), nicht zuletzt für jene, die erst seit kurzem im Nordertor leben. Überproportional gehören hierzu jüngere Altersgruppen. Auch das Interesse der lokalen Ökonomie für die spezifischen Veränderungsprozesse vor Ort konnte bisher kaum geweckt werden. Außerhalb des räumlich begrenzten Sanierungsgebietes existiert im Nordertor seit 2017 der Mitmachladen, der bis Ende 2018 als BIWAQ-Projekt den Bereich "Beschäftigung und Qualifizierung" im Gemeinwesen bearbeitet. Hier sind erste Kontakte zur lokalen Ökonomie entstanden, die aber weiter intensiviert werden müssen. Der Standort des Mitmachladens bietet Räumlichkeiten für vielfältige offene Angebote. Hier soll das Kompetenz-Tausch-System entwickelt, lokalisiert sein und damit das Nordertor-Mentoring ausgebaut werden. Er ist eine wichtige Ergänzung zu den Angeboten des Stadtteilhauses und der dort vorhandenen - räumlich noch sehr begrenzten - sozialen Infrastruktur.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg/Weser Nordertor
Beschreibung
Der Stadtteil Nordertor ist wie folgt eingegrenzt: Im Norden ist die Grenze bei der Holtorfer Straße/ Wilhelm-Busch-Straße zu ziehen. Westlich bildet die Große Drakenburger Straße die Grenze des Stadtteils. Südlich verläuft die Grenze Verdener Landstraße/Dr.-Franck-Straße. Östlich verläuft die Grenze an der Straße Grefengrund, Platanenstraße und B6/B214 Richtung Celler Straße und Celler Straße und trifft dort wieder die Holtorfer Straße.
Einwohnerzahl
4875
Quelle / Anmerkungen
Diese Zahlen entstammen einer aktuellen hausinternen Berechnung der Stadtverwaltung Nienburg.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Resultierend aus den Erfahrungen des BIWAQ-Projektes "KoMBI" erscheint die Ausweitung des Projektgebietes dringend geboten, um soziale Entwicklungen/Angebotsstrukturen einer größeren Bewohnerschaft zu öffnen und dieTeilhabebereitschaft an der stadtteilbezogenen Angebotsstruktur zu erhöhen. Der Mitmachladen liegt bereits jetzt außerhalb des Sanierungsgebietes, wird aber als "im Nordertor liegend" wahrgenommen. Im Sanierungsgebiet konzentriert sich die GWA zur Zeit noch auf Aktivierung der Bewohnerschaft, Aufbau (sozialer) Infrastruktur, Beteiligungsprojekte insbesondere im Bereich Stadtteilkultur und Wohnen/Wohnumfeld. Die durch den Mitmachladen zu initiierenden Angebote und langfristig auch zu verstetigenden Innovationen im Dienstleistungsbereich (z.B. ambulante Versorgung von alternden Nachbarschaften) bilden schon jetzt keine Parallelstrukturen, sondern ergänzen die im Aufbau befindliche GWA im Sanierungsgebiet. Durch weitere Verbesserungen in der abgestimmten Zusammenarbeit können Synergien erzielt werden.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten aus dem Melderegister der Stadt Nienburg/Weser (Stand: 31.12.2017)
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersgruppe 14 bis 26 Jahre; Daten aus dem Melderegister der Stadt Nienburg/Weser (Stand: 31.12.2017)
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten aus dem Melderegister der Stadt Nienburg/Weser (Stand: 31.12.2017)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten aus dem Melderegister der Stadt Nienburg/Weser (Stand: 31.12.2017)
Projektgebiet in Prozent
38
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten aus dem Melderegister der Stadt Nienburg/Weser (Stand: 31.12.2017)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Regionalstelle der Bundesagentur für Arbeit (Stand: Dezember 2016); die Angaben hier entstammen einer hausinternen Berechnung der Anteile auf Grundlage der absoluten Zahlen (Arbeitslose nach SGB II + III)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Regionalstelle der Bundesagentur für Arbeit (Stand: Dezember 2016); Altersgruppe der Unter-25 Jährigen (hierzu gehören folglich auch Schüler*innen, Studierende etc.); die Angaben hier entstammen einer hausinternen Berechnung der Anteile auf Grundlage der absoluten Zahlen (Arbeitslose nach SGB II + III)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
nienburg_nordertor_mit_sozstadt_a3.pdf
(2.11 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
"Mentor*innen für den Stadtteil" schaffen die Grundlagen für den Aufbau eines Netzwerkes "Nordertor ist Ehrensache!" für Soziale Kooperationen und Nachbarschaftshilfe. Als Einstieg dienen niedrigschwellige Aktionen wie "Was ist ein*e Mentor*in?", die sich direkt vor Ort ins Gespräch bringen und (Mitmach-)Angebote, die sich aus bereits bekannten Bedarfen ergeben (z.B. Nordertorbänke). Es kann sich mit Unterstützung des Mitmachladens als zentrale Anlaufstelle und Treffpunkt ein Kompetenz-Austausch-System in Nachbarschaften entwickeln, das sowohl für die Einzelnen als auch für das Gemeinwesen positiven Nutzen hat. Die große Ressource "Lokale Ökonomie" (LÖ) wird auch mit Hilfe von Mentor*innen ("ich kenne den/die Unternehmer*in, ich begleite euch") gewonnen. Die LÖ soll sich im Sinne der "Corporate Citizenship", der "Unternehmensbürgerschaft" im Gemeinwesen - eben nicht nur mit Geld - auch zum eigenen Nutzen einbringen. Dabei werden bereits bestehende Kontakte (Befragung der LÖ, Projekt "Nordertör(t)chen") weiter ausgebaut. NPO's sind ebenso aufgefordert zu schauen, was sie als "Soziales Kapital" einbringen. Überschaubare Aktivitäten wie "Nachmittag für Gute Geschäfte" und "Sozialer Tag" und deren Evaluation zielen darauf, dass erste gute Erfahrungen für weitere Kooperation und Netzwerkaufbau sorgen. Der Mitmachladen ist wegen guter Erreichbarkeit und seiner mobilen Ausstattung gut als "Zentrale" für den Einstieg in "Soziale Kooperationen" geeignet.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bedarfs- und Ressourcenentwicklung kann durch gemeinsam mit Bewohner*innen entwickelte Formate erfolgen. Bürger*innen bieten Ressourcen an und geben Bedarfe an.
Kriterium
Beschreibung
Ergebnisse der Bedarfsermittlung werden von Bürger*innen im Stadtteilbeirat vorgestellt. Der Mitmachladen wird als Treffpunkt zum Austausch über Nachbarschaftshilfe genutzt. Es ist gelungen, Menschen über 'Mentor-Mentee'- Beziehungen zu verbinden.
Kriterium
Beschreibung
Die Bedarfs- und Ressourcenermittlung wird von den verschiedenen Generationen/Milieus/Nationalitäten durch gute Beteiligung an den jeweiligen Formaten positiv bewertet.
Beschreibung
Es gibt zweimonatliche Treffen aller am "Nordertor-Mentoring" interessierten Akteure, bei denen das Mentoring genauer beschrieben und die Umsetzung geplant wird.
Kriterium
Beschreibung
Der Mitmachladen bietet in Kooperation mit der Freiwilligenagentur der Stadt Nienburg Veranstaltungen für interessierte Mentor*innen an, die sich zunehmender Nachfrage erfreuen.
Vorhandene Strukturen
Seit September 2015 ist eine Sozialarbeiterin im Dienst der Stadt Nienburg für den Aufbau der Gemeinwesenarbeit (GWA) im Stadtteil tätig. Seit März 2017 kümmert sich eine Stadtentwicklungsgesellschaft um Quartiersmanagement im Sanierungsprozess der "Soziale(n) Stadt-Nordertor". Inzwischen gibt es stabile Kooperation insbesondere zu hauptamtlichen Akteuren der sozialen Infrastruktur und Netzwerken der Integration, der Jugendhilfe, Bildungseinrichtungen und zu Betrieben im Stadtteil. Es wurden erfolgreich Beteiligungsaktionen wie z.B. Spielplatzplanung, Entwicklung des lokalen Produkts "Nordertör(t)chen", Umgestaltung eines Friedhofs zum Park, Verkehrsplanung, "Kunst im Quartier", Logo-Entwicklung, und Stadtteilfeste durchgeführt. Inzwischen sind auch erste ehrenamtliche Strukturen entstanden. So gibt es im Sanierungsgebiet einen Stadtteilbeirat sowie zur Zeit 4 Arbeitsgruppen, die sich mit verschiedenen Themenbereichen wie Wohnen/Wohnumfeldgestaltung, Verkehr, Stadtteilfonds, soziale Infrastruktur beschäftigen, bzw. gemeinsam mit der GWA Bedarfe im Quartier ermitteln und schon einige Projekte angestoßen bzw. in die Umsetzung gebracht haben. Während des BiWAQ-Projekts "KoMBI" entstanden einige Angebote wie Nähgruppe und Garten- und Gewächshausgruppe aus der Initiative von Quartiersbewohner*innen heraus, die in den ganzen Stadtteil hinein wirken und zu weitergehendem ehrenamtlichen Engagement geführt haben. Damit konnten auch Menschen mit Migrationshintergrund erreicht werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Christliches Jugenddorfwerk Nienburg Jugendmigrationsdienst
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lokale Medien: Die Harke, Blickpunkt, Harke am Sonntag, Radio Mittelweser, TV 2020
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Nienburg - Fachbereich 5 - Sozialplaner, Offene Jugendarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband, Tagesstätte Prinzenstraße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
FUNDUS gGmbH Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Michael
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitsgruppen Verkehr, Wohnumfeld, Soziales, Stadtteilfonds der "Sozialen Stadt Nordertor"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diverse ansässige Klein- und Einzelunternehmen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diverse Groß (Industrie-)unternehmen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wirtschaftsförderung der Stadt Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur der Stadt Nienburg
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Zukunftszentrum- von und für Menschen gemacht! 2.0
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Chanel Habermann
| Funktion | 1. Vorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ausbau und Erweiterung des Zukunftszentrums und der stadtteilbezogenen Projekte in den jeweiligen Stadtteilgebieten
Projektbeschreibung
Das Zukunftszentrum ist die erste Anlaufstelle und Begegnungsstätte mit verschiedenen Begegnung- Hilfs- und Kulturprojekten. Das Besondere des Zukunftszentrums ist die Vielfalt der Angebote, womit jeder im Stadtteil angesprochen wird. Wir haben verschiedene Förder- und Hilfsangebote, aber auch verschiedene Begegnungsangebote zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen initiiert und durchgeführt. Die ersten Schritte zum Aufbau der Förderung von Selbsthilfe und Selbständigkeit wurden durchgeführt. Vom Zukunftszentrum aus, betreuen wir die drei benachteiligten Stadtteile mit den Bew. zusammen und haben viele tolle Projekte geplant und erfolgreich umgesetzt.Um mit den Menschen in Kontakt zu kommen, planen wir regelmäßig Aktionen, wie mit dem roten Sofa auf dem Marktplatz oder mit einem Infostand im Einkaufszentrum mit Themen, wie: Wir malen das Wappen v. Dbg. Hier sprechen die Stadtteilmanager die Menschen aktiv an, befragen sie zu ihren Bedürfnissen, so dass hieraus neue Bedarfe entdeckt wurden. Die Kontaktstellen mit den Stadtteilmanagern erfreuen sich großer Resonanz und Zuspruch, auch hier gehen die Stadtteilmanager aktiv auf die Bew. zu, um mit ihnen über die Projekte zu sprechen und sie zum Mitmachen zu bewegen. Die Stadtteilmanager konnten sehr aktiv die Bewohner/innen in den verschiedenen Stadtteilen unterstützen, um ihre Lebenssituation zu verbessern, Kommunikation zwischen unterschiedlichen Kulturen möglich machen und Gemeinschaft entwickeln. Wir konnten weitere Netzwerke und Kooperationen aufbauen. Die Ergebnisse der ersten neun Monate zeigen ganz eindeutig, dass es sehr wichtig und richtig war, das Zukunftszentrum mit ihren Kontaktstellen ins Leben zu rufen und zu fördern, weil viele Menschen diese Angebote nutzen und täglich neue Personen kommen, die sich einbringen wollen. Jetzt geht es darum, die bestehenden Projekte weiter auszubauen und neue, wichtige Projekte hinzuzufügen. Die Erfolge der ersten Monate zeigen auch, dass die Menschen sich hier wohl fühlen und endlich einen Platz gefunden haben, um sich zu treffen, sich auszutauschen, gemeinsam Aktivitäten zu planen und etwas zu unternehmen, um ihre Lebenssituation in die Hand zu nehmen und zu verbessern. Das Zukunftszentrum ist für viele fester Bestandteil im Hilfesystem der Stadt Dannenberg geworden und erhält von allen Seiten einen positiven Zuspruch. Allerdings wäre es ohne die Förderung des Ministeriums nicht möglich gewesen, in so kurzer Zeit so viel Positives zu erreichen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Als wir 2017 mit dem Projekt gestartet sind, war die Ausgangslage in den drei Stadtteilgebieten mit sozialem Brennpunkt, dass im Stadtteilgebiet Develangring und Feldstr./Bellmannsfeld überwiegend Spätaussiedler, vorwiegend aus Kasachstan und mit Stadtteilgebiet Kochst./Franz-Lübeck-str. überwiegend Menschen mit Migrationshintergrund aus den Ländern Syrien und Afghanistan leben. Da die Wohnungen günstig sind, leben hier auch viele Langzeitarbeitslose und Rentner. Das größte Problem war, dass es für die verschiedenen Personengruppen keinerlei Unterstützung gab, so dass es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den verschiedene Kulturen kam. Da zudem viele Menschen keiner geregelten Tätigkeit nachgehen, gibt es viel Zeit für wenig Geld. Dadurch verfallen die Menschen in Hoffnungslosigkeit, Demotivation, Alkohol und Isolation. Hier haben wir durch unsere intensive Arbeit eine erste Kehrtwende erreicht. Wir haben durch die verschiedenen Projekte, die ersten Menschen aus dieser Abwärtsspirale geholt. Viele Bewohner/innen haben die Angebote dankbar angenommen, weil sie bei uns Wertschätzung und Anerkennung erhalten. Dies ist der erste Schritt in eine positive Richtung, in der sie das Gefühl bekommen haben, gebraucht zu werden und eine Aufgabe haben. Wir haben es geschafft, ein Teil der Bewohner/innen aus ihrer Isolation zu holen und mit ihnen an einer neuen Perspektive zu arbeiten. Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, dieses Projekt weiterzuführen und zu fördern, da sonst die Arbeit und Mühen, die wir bisher in die Bewohner/innen und in dieses Projekt gesteckt haben, völlig umsonst wären und diese Menschen wieder zurück in ihre alte Situation fallen würden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Dannenberg/Samtgemeinde Elbtalaue-Feldstr./Bellmannsfeld/Bahnhofstr.
Beschreibung
Das Projektgebiet bezieht sich auf die Straßenzüge Feldstraße, Bellmannsfeld und Bahnhofstr.
Einwohnerzahl
800
Quelle / Anmerkungen
Samtgemeinde Elbtalaue
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
49
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Integrationsbeauftragte des Landkreises Lüchow-Dannenberg und Samtgemeinde Elbtalaue
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitsmarktbericht des Jobcenters Lüchow-Dannenberg
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Studie der Elise (Elbe-Informationssystem) des Fraunhofer Institutes
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
feldstr_bellmannsfeld.png
(72.6 KB)
Gebiet-Name
Stadt Dannenberg/Samtgemeinde Elbtalaue-Develangring
Beschreibung
Der Develangring mit seinen Nebenstraßen ist ein in sich geschlossenes Wohngebiet mit überwiegendem Anteil an Blockbauten. Hier wohnen überwiegend Spätaussiedler, Langzeitarbeitslose und Rentner. Gerade im Develangring gibt es Segregationserscheinungen.
Einwohnerzahl
1200
Quelle / Anmerkungen
Samtgemeinde Elbtalaue
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Samtgemeinde Elbtalaue
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Samtgemeinde Elbtalaue
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Samtgemeinde Elbtalaue
Gebiet-Name
Stadt Dannenberg/Samtgemeinde Elbtalaue-Kochstr. und Franz-Lübeck-Str.
Beschreibung
Die räumliche Abgrenzung bezieht sich auf die beiden Straßenzüge-Kochstraße und Franz-Lübeck-Str.
Einwohnerzahl
500
Quelle / Anmerkungen
Samtgemeinde Elbtalaue
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
68
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Samtgemeinde Elbtalaue
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Samtgemeinde Elbtalaue
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Samtgemeinde Elbtalaue
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kochstr_franz_luebeck.png
(53.21 KB)
Gebiet-Name
Stadt Dannenberg/Samtgemeinde Elbtalaue-Develangring
Beschreibung
Der Develangring ist mit seinen Nebenstraßen ist ein in sich geschlossenes Wohngebiet mit überwiegenden Anteil an Blockbauten. Hier wohnen überwiegend Spätaussiedler und Langzeitarbeitslose. Gerade im Develangring gibt es Segregationserscheinungen.
Einwohnerzahl
1200
Quelle / Anmerkungen
Samtgemeinde Elbtalaue
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitsmarktbericht des Jobcenters Lüchow-Dannenberg
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Integrationsbeauftragte des Landkreises Lüchow-Dannenberg
Projektgebiet in Prozent
49
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Studie Elise(Elbe Informationssystem) des Fraunhofer Institutes
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
develangring.png
(56.34 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In unseren Projekten verfolgen wir den ganzheitlichen Ansatz auf die Lebenszusammenhänge. Ziel ist es, die immateriellen und materiellen Bedingungen zusammen mit den Bewohnern zu verbessern. Mit den nächsten Schritten wollen wir die Arbeit noch professioneller gestalten. Denn bei den materiellen Bedingungen geht es darum, zum einen die Existenzsicherung, aber auch den Wohnraumbereich zu verbessern. Bei den immateriellen Bedingungen soll sich die Qualität der sozialen Beziehungen, die Partizipation und Kultur in den Stadtteilen weiter verbessern. Dabei hilft uns sehr, das die Stadtmanagerin neben ihrem Sozialpädagogikstudium auch Islamwissenschaften studiert hat. Dadurch kann sie sich auch sehr auf die Bedürfnisse der Menschen mit Migrationshintergrund einstellen. Die Angebote der Hilfe zur Selbsthilfe steht gerade auch in den neuen Projekten sehr im Vordergrund. Somit können wir die Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation des Einzelnen, aber auch der Gruppe weiter fördern. Im Vordergrund steht immer die Stärkung der Personen. Dabei sollen die eigenen Ressourcen entdeckt und entwickelt werden. Durch die neuen Projektziele können wir aber auch gerade die Bedingungen fördern, die es Menschen ermöglichen, selbst über das eigene Leben zu bestimmen und "Kontrolle über die Gestaltung der eigenen sozialen Lebenswelt" zu erlangen. Hierbei legen wir auf den Aufbau weiter Netzwerke und Kooperationsstrukturen, wie Nachbarschaftshilfe, Senioren-Hilfsdienst usw. einen Schwerpunkt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner/innen bringen sich aktiv ein. Sie werden als "Experten" anerkannt und wertgeschätzt. Sie gehen respektvoll miteinander um. Bewohner kommen mit eigenen Projektideen, die gemeinsam umgesetzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Unser Leitgedanke"Hilfe zur Selbsthilfe" wird weiter professionalisiert. Ziel soll es sein, dass die Nachbarschaftshilfe, der Senioren-Hilfsdienst, wie auch der "Oma auf Zeit" Service von den Bewohnern selbst organisiert werden kann.
Kriterium
Beschreibung
Die Netzwerke und Kooperationen sollen noch stärker in den Fokus der Arbeit rücken. Die Bewohner sollen noch stärker in den Aufbau von Netzwerken und Kooperationen eingebunden werden, damit sie jederzeit darauf zugreifen können.
Kriterium
Beschreibung
Das soziale und kulturelle Leben soll durch die Bewohner in den Stadtteilen weiter aktiviert und gestaltet werden. Dabei sollen die Menschen mit unterschiedlichen Kulturen weiter zusammen gebracht werden, um Zusammenleben und Nachbarschaft zu fördern.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Lüchow-Dannenberg, Integrationsbeauftragte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jobcenter Lüchow-Dannenberg, Fallmanagerin Integration und Markt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Violetta e. V. Beratungsstelle für Mädchen und Frauen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verein die Brücke e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Caritas e.V. für den Landkreis Lüchow-Dannenberg, Koordinierungsstelle Integration und Migration
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schuldnerberatung Lüneburger Heide e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
die Caritas-Gärten e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialamt der Samtgemeinde Elbtalaue
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO soziale Dienste gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Perspektive gGmbH
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On