1 Leben im Meer - Aktiv für die Insel Spiekeroog (Teilprojekt 1)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Matthias Piszczan
| Funktion | Bürgermeister |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mikrokosmos Spiekeroog - Aufbau eines nachhaltigen Gemeinwesens mit dem Themenschwerpunkt "zukunftsfähige Mobilität sowie insulare Ver- und Entsorgung"
Projektbeschreibung
Die Insel Spiekeroog wird auch die grüne Insel genannt. Mit seinen 844 Einwohnern zählt sie zu den kleineren Inseln, in Bezug auf die Einwohnerzahl, wie auch in Bezug auf den Anteil an ausländischen Mitbürgern (rund 13% gegenüber Juist mit rund 28%). Die Siedlungsstrukturen und der Baubestand sind intakt, der Gesamteindruck idyllisch. Dennoch hat auch Spiekeroog mit der Abwanderung der Jugend, der zunehmenden Belastung durch die steigende Zahl an Gästen und Übernachtungen zu kämpfen. Auf der tideabhängigen und flugplatzlosen Insel müssen alle Gäste und alle Insulanerer mit der Fähre zum Festland bzw. zur Insel und es müssen sämtliche Nahrungsmittel, Konsumgüter und der gesamte Abfall per Fähre transportiert werden. Stetig wächst die Insel in der Hauptsaison von Dorf- auf Stadtgröße (rund 96.000 Gäste in 2017), mit allen Konsequenzen bei der insularen Infrastruktur, sowohl was die weichen, wie auch die harten Faktoren angeht. Bei allen Anstrengungen, den Gästen den Urlaub auf der Insel so bequem wie möglich zu machen, schließlich ist der Tourismus der einzige Wirtschaftsfaktor, kommt mittlerweile die work-life-balance, wie auf allen anderen Inseln, zu kurz. Die mit dem Projekt aufzubauende Gemeinwesenarbeit hat in dieser Gemengelage viele und komplexe Aufgaben zu bewältigen. Die ostfriesischen Inseln arbeiten zunehmend gemeinsam an ihrer Entwicklung; die Zusammenarbeit in der Leader-Region Wattenmeer-Achter ist ein deutliches Beispiel dafür. Deshal haben sich die beteiligten Inseln Schwerpunktthemen gesetzt, die exemplarisch für die jeweils anderen bearbeitet werden. Das Dachprojekt (ebenfalls beantragt) übernimmt deshalb die insel- und themenübergreifende Vernetzung der Inselpartner, um die Übertragbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten. Spiekeroog hat dabei das Schwerpunktthema "zukunftsfähige Mobilität und insulare Ver- und Entsorgung" stellvertretend für die anderen ostfriesischen Inseln übernommen. Diese Schwerpunktsetzung für die grüne Insel Spiekeroog kommt nicht von ungefähr, setzt sich doch die Insel bereits seit längerem intensiv mit der nachhaltigen Nutzung und Entwicklung der naturschutzfachlich hochwertigsten Flächen im Biosphärenreservat Nds. Wattenmeer auseinander (außeruniversitärer Forschungsstandort der Uni. Oldenburg). Die im Rahmen der des Wettbewerbs Zukunftsstadt (BMBF) durchgeführten Workshops haben gezeigt, dass die Inselgemeinschaft insbesondere diesen Themenkomplex stärker in den Fokus nehmen will. Hieran soll angeknüpft werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Auf Spiekeroog läuft seit 2007 ein Zukunftsprozess mit dem Ziel, Spiekeroog zu einer umweltgerechten Gemeinde zu entwickeln. Deutlich wird, dass trotz des bereits beachtlichen Engagements der Akteure immer noch großes Potenzial zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen besteht, gleichzeitig aber auch grundsätzliche Aspekte der Inselgemeinschaft zunehmend in den Fokus geraten (u.a.: bezahlbarer Wohnraum fehlt, die Nahversorgung ist mangelhaft, Freizeitangebote für Jugendliche fehlen) . Das bisherige Engagement der Akteure auf Spiekeroog, sich für ihre Lebensumwelt einzusetzen, soll dabei als positiver Motor für die Gemeinwesenarbeit fungieren. Nach der Einrichtung des Inselbüros sollen die Spiekerooger zum Mitmachen angeregt werden. Entsprechend ihrer Wünsche und Expertisen sollen sie sich selbst ihrer Themen annehmen, Arbeitsgruppen bilden, Schwerpunkte setzen, einen Aktionsplan aufstellen und ihre Ideen, Maßnahmen und Projekte priorisieren. Viele Ideen sind bereits in der Zukunftsstadt-Phase entstanden, sie können Ausgangspunkt sein für die weitere Arbeit. Die Akteure sollen stärker Einfluss auf die Politik und die übergeordneten Strukturen nehmen und Handlungsoptionen entwickeln, wie sich die Inseln stärker mit den Themen positionieren können. Ansätze für das Schwerpunktthema sind: der Einsatz bzw. die Nutzungsintensität von Ressourcen, die Ressourceneffizienz, der ökologische Fußabdruck, die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung, die Reduzierung des Wasserverbrauchs, die Abfallvermeidung und die Erhöhung der Recyclingquote sowie klimafreundliche Transportmittel (über Autofreiheit und E-Mobilität hinaus) und der Einsatz regenerativer Energien.
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Spiekeroog
Beschreibung
Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Inselgemeinde Spiekeroog.
Einwohnerzahl
805
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2019
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Spiekeroog
Gesamtstadt: Spiekeroog, Wangerooge, Juist
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Spiekeroog
Gesamtstadt: Spiekeroog, Wangerooge, Juist
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Spiekeroog
Gesamtstadt: Spiekeroog, Wangerooge, Juist
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
zs_ergebnisse_spiekeroog.pdf
(2.33 MB)
spiekeroog_inselkarte.pdf
(104.52 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale von GWA auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Die GWA soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können. Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mindestens 50% der Bevölkerung beteiligt sich aktiv an der Gestaltung des Gemeinwesens.
Kriterium
Beschreibung
In der Transformationsphase hat sich eine feste Gruppe an Aktiven auf Spiekeroog gebildet, die den Transformationsprozess weiter vorantreibt, sich regelmäßig trifft und ein Bündnis zwischen Insel-Politik, -Verwaltung und -Bürgerschaft verstetigt.
Kriterium
Beschreibung
Die Akteure haben auf Spiekeroog ein Kataster mit Stärken und Unterstützerpotentialen aufgestellt, das für die Insulaner zur Verfügung steht und insbesondere in Stresssituationen puffernd wirken kann.
Kriterium
Beschreibung
Spiekeroog hat bereits früher einen durch die Inseljugend angestossenen Mediationsprozess durchlaufen, an dessen Ergebnissen angeknüpft wurde. Durch die intensive GWA wurden die Kontakte zwischen den unterschiedlichen Inselgruppen deutlich verbessert.
Beschreibung
Spiekeroog steht als außeruniversitärer Standort (Uni. Oldenburg) bereits im wissenschaftlichen Fokus und konnte sich mit seinem Schwerpunktthema Mobilität und Ver-/Entsorgung sowohl den anderen Inseln, als auch überregional als Wissensstandort empfehlen.
Beschreibung
Die Spiekerooger Akteure haben ein insulares Netzwerk gebildet, das sowohl themen- wie auch zielgruppenübergreifend die Belange der Inselgemeinschaft nachhaltig und eigenständig befördert.
Kriterium
Beschreibung
Bereits bestehende Strukturen auf Ehrenamtsbasis (v.a. Vereine) konnten gestärkt und verbessert werden; neue sind aufgebaut worden. Gemeinsame Aktionen, z.B.Feste/gemeins. sportliche Aktivitäten sind wieder zum festen Bestandteil des Insellebens geworden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Nordseebad Spiekeroog GmbH - Kurverwaltung & Schifffahrt-
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hermann Lietz Schule (Internatsgymnasium)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KV Spiekeroog, Reit- und Fahrverein Spiekeroog, Spiekerooger Segelclub, Spiekerooger Sportverein, Museumsverein Spiekeroog
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
2 Leben im Meer - Lebendige Inselgemeinschaft Juist (Teilprojekt 2)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Dr. Tjark Goerges
| Funktion | Bürgermeister |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mikrokosmos Juist - Stärkung der Inselgemeinschaft durch Quartiersmanagement zur Sicherung der Daseinsvorsorge
Projektbeschreibung
Die Insel Juist wird auch "Töwerland", also Zauberland, genannt. Mit 1.593 Einwohnerinnen und Einwohnern zählt sie zu den kleineren Inseln. Die Juister Bevölkerung hat zunehmend mit der Belastung durch die steigende Anzahl der Gäste zu tun (in 2017 wurden knapp 1 Mio. Übernachtungen registriert), welche sich zwar positiv auf die wirtschaftlich Lage, aber negativ auf die Work-Life-Balance und das Gemeindeleben bzw. die Inselgemeinschaft auswirkt. Der Anteil der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern (hauptsächlich aus Polen) ist mit 430 Personen (28,3 %, Stand 2017) relativ hoch. Viele dieser Personen sind im Zuge der Saisonarbeit als Fachkräfte nach Juist gekommen und haben dann dauerhaft einen Job im Tourismus gefunden. Mit der Zeit hat sich so eine eigene Community etabliert. Allerdings sind die Überschneidungen und Berührungspunkte der beiden Gruppen auf Juist außerhalb des Arbeitslebens relativ gering und eine Zusammenführung wäre positiv.
Der Insel fehlt zudem zunehmend der Nachwuchs, da die Jugend im Zuge der Bildungswanderung die Insel verlässt und später aufgrund fehlender Perspektiven nur in wenigen Fällen zurückkehrt, u.a. aufgrund des Mangels an bezahlbarem Wohnraum und der hohen Lebenshaltungkosten - Auch nach und von Juist erfolgt der Großteil der Personen- und Gütertransporte mit der tideabhängigen Fähre. Dies begründet, neben anderen Faktoren, den Fachkräftemangel.
Die beschriebene Situation hat weitreichende Auswirkungen auf das Ehrenamt und das Vereinsleben und damit auch auf die langfristige Sicherung der Daseinsvorsorge. Das mit diesem Projekt aufzubauende Quartiersmanagement soll mit der Gemeinwesenarbeit die gesamte Inselbevölkerung aktivieren und zu einem funktionierendes Dorfleben beitragen. Dies geschieht exemplarisch und stellvertretend für die anderen Inseln; der Ansatz soll übertragbar sein. Das Dachprojekt (ebenfalls beantragt) übernimmt daher die insel- und themenübergreifende Vernetzung.
Die Auswahl der Schwerpunktsetzung kommt nicht von ungefähr: Die Inselgemeinde Juist arbeitet seit einigen Jahren bereits an dem Thema: Die im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt (BMBF) durchgeführten Workshops haben gezeigt, dass die Inselgemeinschaft insb. diesen Themenkomplex stärker in den Fokus nehmen will. Hieran soll angeknüpft werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
"Was für die Einheimischen gut ist, ist auch für die Touristen gut." - Mit dieser Maxime wurde 2017 das Lebensraumkonzept "Lebendiges Juist" unter Beteiligung der Bevölkerung erstellt, welches Handlungsansätze zur Erhöhung der Lebensqualität formuliert. Allerdings fehlt auf der Insel eine Ansprechperson, die sich um die Belange der Bürger kümmert und die gesamte Inselgemeinschaft im Blick hat, zu denen auch die Saisonkräfte und Personen mit Zweitwohnsitz auf Juist gehören. Im Zuge des einzurichtenden Quartiersmanagements mit starker Anbindung an die Inselgemeinschaft soll die Umsetzung von Maßnahmen aus dem Lebensraumkonzept angeschoben werden, insb. aus dem Handlungsfeld "Inselgemeinschaft" bzw. damit verknüpfte Maßnahmen. Es sollen ehrenamtliche Initiativen und die zivilgesellschaften Selbstorganisation gestärkt werden, damit langfristig die Daseinsvorsorge aufrecht erhalten werden kann.
Mit der Einrichtung des Quartiersmanagementes (Inselbüro) sollen alle Juister aktiviert werden. Entsprechend ihrer Wünsche und Expertisen sollen sie sich selbst der Themen annehmen und ins Handeln kommen. Dabei soll das bisherige Engagement der Juisterinnen und Juister als Motor fungieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Juist
Beschreibung
Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Insel Juist (Hauptort, Loog, Ost- und Westende)
Einwohnerzahl
1593
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2019
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Juist
Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Juist
Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Juist
Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100001V, Stand 07/2017
Projektgebiet: Juist
Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
uebersichtskarte_juist.pdf
(158.37 KB)
lebensraumkonzept_juist.pdf
(3.32 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Das Quartiersmanagement soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können. Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mind. 50 % der Juister Bevölkerung sich beteiligt.
Kriterium
Beschreibung
In der Transformationsphase haben sich Gruppen von Aktiven gefunden, die die Entwicklung in die Hand nehmen. Es finden Aktionen für die Inselgemeinschaft statt, die gut besucht werden.
Kriterium
Beschreibung
Alle Gruppen auf Juist in den Prozess involviert sind.
Beschreibung
Bereits bestehende Strukturen auf Ehrenamtsbasis (v.a. Vereine) konnten gestärkt und verbessert werden; neue sind aufgebaut worden. Gemeinsame Aktionen, z.B.Feste/gemeins. sportliche Aktivitäten sind wieder zum festen Bestandteil des Insellebens geworden.
Beschreibung
Die Juister Akteure haben ein insulares Netzwerk gebildet, das sowohl themen- wie auch zielgruppenübergreifend die Belange der Inselgemeinschaft nachhaltig und eigenständig befördert.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Juist Stiftung - Bürgerstiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinner un Lue e.V. - Gemeinnütziger Verein zum Schutz und Förderung unserer Kinder
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
3 Leben im Meer - Jugend mit Zukunft auf Wangerooge (Teilprojekt 3)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marcel Fangohr
| Funktion | Bürgermeister |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mikrokosmos Wangerooge - Qualifizierte Jugendarbeit und Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten
Projektbeschreibung
Wangerooge ist die östlichste der Ostfriesischen Inseln und mit 1.330 Einwohnern auch eine der kleineren. Wangerooge ist mit 127.000 Gästen und knapp 1 Mio. Übernachtungen jährlich ein touristisches Schwergewicht und einer der Tourismus Hotspots in Niedersachsen. Das heißt im Jahresrhythmus: In der Saison sind alle Betriebe der Insel vollständig ausgelastet und die Einwohnerzahl der Insel steigt auf Großstadtniveau an. Außerhalb der Saison zieht sich die Einwohnerzahl wieder auf Dorfniveau zusammen. Dies wirkt sich zwar positiv auf die wirtschaftliche Situation aus, aber negativ auf die Work-Life-Balance und das Gemeindeleben.
Der Insel fehlt außerdem zunehmend der Nachwuchs: Die Beschulung ist auf Wangerooge zwar bis einschließlich 10. Klasse möglich, der weitere Bildungsweg erfordert i. d. R. jedoch dem Umzug aufs Festland. Die Jugend, die im Zuge der Bildungswanderung die Insel verlässt, kehrt später in den wenigsten Fällen zurück, aufgrund fehlender Perspektiven wie z. B. dem Mangel an bezahlbaren Wohnraum und den hohen Lebenshaltungskosten (Wangerooge ist nur per tideabhängiger Fähre oder Inselflieger erreichbar; damit werden auch alle Güter transportiert). Für diejenigen, die auf der Insel bleiben wollen, fehlen meist Ausbildungsmöglichkeiten abseits des Tourismus, sodass die Entscheidung, auf das Festland zu gehen, schnell getroffen ist, zumal Bedürfnisse der Jugendlichen, insb. in Sachen Freizeitgestaltung, auf Wangerooge aufgrund der begrenzten Möglichkeiten oftmals zu kurz kommen.
Die beschriebene Situation hat weitreichend Auswirkungen auf das Vereinsleben, die Inselgemeinschaft und die langfristige Sicherung der Daseinsvorsorge, aber auch die Verfügbarkeit von Fachkräften. Die mit diesem Projekt aufzubauende Gemeinwesenarbeit soll die gesamte Inselbevölkerung aktivieren und damit einen attraktiven Wohnort, insb. auch für Jugendliche und junge Menschen. Dies geschieht exemplarisch und stellvertretend für die anderen Inseln; der Ansatz soll übertragbar sein. Das Dachprojekt (ebenfalls beantragt) übernimmt daher die insel- und themenübergreifende Vernetzung.
Die Auswahl der Schwerpunktsetzung kommt nicht von ungefähr: Die Inselgemeinde Wangerooge arbeitet seit einigen Jahren bereits an dem Thema: Die im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt (BMBF) durchgeführten Workshops haben gezeigt, dass die Inselgemeinschaft insb. diesen Themenkomplex stärker in den Fokus nehmen will. Hieran soll angeknüpft werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Warum bietet die Insel mir nicht das in meiner Freizeit, was ich mir wünsche? Wie komme ich aufs Festland, wenn die Fähren gerade mal wieder nicht fahren? Was mache ich, wenn ich die Schule abgeschlossen habe? - Dieses sind nur einige der Fragen, die sich Jugendliche auf Wangerooge, gleichermaßen wie auf den anderen Inseln, stellen und die im Rahmen des Projektes eine Rolle spielen werden. Seit einiger Zeit arbeiten zwei Jugendvertreter in den politischen Gremien mit. Darüber hinaus gibt es eine Jugendbeauftragte der Verwaltung, die als Kontaktperson für die Jugendlichen zur Verfügung steht. Auf diese ersten Ansätze soll aufgebaut werden. Durch die Gemeinwesenarbeit soll ein Prozess angeschoben werden, der die gesamte Inselbevölkerung einschließt und in Folge dessen die Herausforderungen, denen sich die Wangerooger Inselgemeinschaft stellt, angegangen werden; mit dem Ziel, dass die Insel langfristig auch wieder für junge Menschen attraktiv wird. In diesem Zuge müssen Bleibe- und Rückkehrperspektiven geschaffen werden, um Fachkräfteengpässe zu beheben und einen Umgang sowohl mit dem Fachkräftemangel wie auch mit dem demografischen Wandel zu entwickeln. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Verknüpfung der Sicherung und Entwicklung von Angeboten für Fachkräfte und Ausbildungsmöglichkeiten gerade für junge Menschen gelegt werden. Darüber hinaus sollen alle Bewohnerinnen und Bewohner Wangerooges, darunter auch die Jugendlichen, für Mitbestimmung und ehrenamtliches Engagement sensibilisiert und motiviert werden. Die Art und Weise wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern selber vorgegeben, die einzustellende Person arbeitet als Motivator, Netzwerker und Facilitator.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Wangerooge
Beschreibung
Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Insel (Hauptort und Westdorf).
Einwohnerzahl
1330
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand 07/2017
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Wangerooge
Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Wangerooge
Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Wangerooge
Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
uebersichtskarte_wangerooge.pdf
(192.07 KB)
wangerooge_inselkarte.pdf
(99.94 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Das Quartiersmanagement soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können. Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mind. 50 % der Wangerooger Bevölkerung sich beteiligt.
Kriterium
Beschreibung
In der Transformationsphase haben sich Gruppen von Aktiven gefunden, die die Entwicklung in die Hand nehmen. Es finden Aktionen für die Inselgemeinschaft statt, die gut besucht werden.
Kriterium
Beschreibung
Alle (Alters-)Gruppen sind in den Prozess involviert und profitieren davon.
Beschreibung
Bereits bestehende Strukturen auf Ehrenamtsbasis (v.a. Vereine) konnten gestärkt und verbessert werden; neue sind aufgebaut worden. Gemeinsame Aktionen, z.B.Feste/gemeins. sportliche Aktivitäten sind wieder zum festen Bestandteil des Insellebens geworden.
Beschreibung
Die Wangerooger Bewohnerinnen und Bewohner haben ein insulares Netzwerk gebildet, das sowohl themen- wie auch zielgruppenübergreifend die Belange der Inselgemeinschaft nachhaltig und eigenständig befördert.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Evangelische und Katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr, Sportvereine (Yacht- und Segelclub, Turn- und Sportverein)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Handwerks- und andere Ausbildungsbetriebe
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam in Norden
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Frank Martens
| Funktion | Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesenarbeit und Integration in Quartieren der Stadt Norden
Projektbeschreibung
Das vorliegende Projektvorhaben setzt in zwei Gebieten der Stadt Norden an. Es handelt sich daher um zwei Teilprojekte, die durch übergeordnete Strukturen miteinander verbunden sind. Innerhalb der definierten Gebiete gibt es eine gemischte Bewohnerstruktur mit vielen neuzugewanderten Personen sowie Personen, die von Transferleistungen abhängig sind. Ein Gemeinschaftsgefühl konnte bisher in den Gebieten nicht entstehen. Daher wird durch das Projekt eine Anlaufstelle geschaffen. Dort ist Begegnung möglich und es können von Bewohner/innen gewünschte Beratungs- oder andere Angebote stattfinden. Es werden zwei Gemeinwesenarbeiter/innen eingesetzt, in den Quartieren Südwesten und Tidofeld. Es ist geplant, dass die Gemeinwesenarbeiter/innen sich mit den Strukturen vor Ort auskennen und durch ihre Anbindung an den Landkreis mit Ämtern und anderen Akteuren gut vernetzt sind. Die Gemeinwesenarbeiter/innen gestalten ihre Arbeit offen für die Bedürfnisse der Bewohner/innen und bieten Hilfe zur Selbsthilfe an. Gemeinsam wird ein Weg erarbeitet, das Leben im Gemeinwesen zu verbessern. Die Bewohner/innen werden ermutigt sich in ihrer Nachbarschaft einzubringen. Neben der Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten und der Ansprache der einzelnen Bewohner/innen bezüglich ihrer Verbesserungsvorschläge, ist das Netzwerk mit allen Akteuren, die die Arbeit im Quartier unterstützen können, eine wichtige Säule innerhalb des Projektes. Die Gemeinwesenarbeiter/innen eröffnen Möglichkeiten für eigenes Engagement der Menschen in den beiden Gebieten. Eine weitere Grundlage für die Verbesserung des Zusammenlebens im Quartier ist die Ermutigung zur Teilnahme an Freizeit- und kulturellen Angeboten sowie non-formalen Bildungsangeboten. Personen, die in bestehende Angebote integriert sind, fällt es leichter die deutsche Sprache zu erlernen und über das direkte Umfeld hinaus Menschen kennenzulernen. Durch die gemeinsame Teilnahme wird die Akzeptanz gefördert und es entstehen Brücken für die gesamtgesellschaftliche Teilhabe. Bereits heute arbeitet die Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung in verschiedenen Projekten mit der Hochschule Emden zusammen. Für das vorliegende Projekt ist eine wissenschaftliche Begleitung durch die HS Emden geplant.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Landkreis Aurich hat seit 2015 ein Netzwerk zur Integrationsarbeit etabliert. Bisher ist es jedoch nicht gelungen, alle Neuzugewanderten sowie weitere Personen mit und ohne Migrationshintergrund, die Unterstützung benötigen, zu erreichen. Es wird immer deutlicher, dass die Integrationsarbeit nicht losgelöst von Maßnahmen betrachtet werden kann, die im Gemeinwesen ansetzen. Es konnten innerhalb des Landkreises verschiedene Gebiete identifiziert werden, die stark von Flüchtlingszuzug betroffen sind. Zu diesen Gebieten gehören zwei Quartiere in der Stadt Norden. In diesen Bereichen lebt gleichzeitig ein hoher Anteil von Leistungsempfänger/innen. Beide Quartiere sind einerseits geprägt durch Straßen mit Wohnblocks, in denen sich ausländische und sozial benachteiligte Menschen ansiedeln. Wegen günstiger Mieten und der zentralen Lage in der Mittelstadt Norden ziehen weiterhin neuzugewanderte Menschen in die Wohnblocks der Quartiere. Die ausländischen Bewohner/innen sind teilweise bereits gut miteinander vernetzt, nehmen aber keinen Kontakt zu Einheimischen auf. Die Wohnblocks grenzen andererseits an Straßen mit Einfamilienhäusern, die größtenteils von Alteingesessenen bewohnt werden. Das Nebeneinander ohne Miteinander birgt großes Konfliktpotential. Bisherige Angebote und Initiativen wenden sich an spezielle Gruppen und lassen keine Brücken zwischen den Bevölkerungsteilen entstehen. Außerdem sind Angebote oft nicht ausreichend bekannt. Es fehlt eine Stelle, die die Angebote besser miteinander vernetzt. Außerdem gibt es keinen Treffpunkt innerhalb des Quartiers, der die Anonymität der Stadt aufhebt und die verschiedenen Bevölkerungsgruppen einander näherbringt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Norden Südwest
Beschreibung
Norden Südwest: das Gebiet Norden Südwest umfasst Teile der Norder Stadtteile Westlintel, Westgaste sowie Fremouthswarf. Das Gebiet gruppiert sich hauptsächlich um die Straße Warfenweg und direkt angrenzende Straßen, in denen die Konzentration von leistungsberechtigten und ausländischen Bewohner/innen besonders hoch ist. Auch in anderen Straßen des Gebietes zeigen sich ähnliche Zusammensetzungen, sodass das Gebiet bewusst gewählt wurde. Es wird im Nordosten durch die Norddeicher Straße, im Südosten durch die Alleestraße bzw. die Westerstraße, im Südwesten durch den Westlinteler Weg und im Südwesten durch den Stadtrand eingegrenzt. Die Fläche beträgt 1655888 m², bzw. 165,59 ha.
Einwohnerzahl
4993
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Das Projektgebiet beinhaltet Straßen mit einem Ausländer/innenanteil von über 50% (Warfenweg 51,5%), Sonstige: Prozentanteil im gesamten Landkreis
Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Landkreis Aurich
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Es handelt sich um die Zahlen der ALG II - Empfänger/innen, ALG I - Empfänger/innen wurden nicht erfasst. Sonstige: ALG II - Empfänger/innen im Landkreis Aurich gesamt, Quelle: Jobcenter Landkreis Aurich, Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Das Projektgebiet beinhalten Straßen mit über 30% Einwohner/innen, die Transferleistungen beziehen (Bremer Str. 73,7%, Gerhart-Hauptmann-Str. 74,6%, Funkweg 34,1%, Hamburger Str. 59,8%, Mühlenlohne 34,8%, Warfenweg 60,8%). Sonstige: Empfänger von Transferleistungen im Landkreis Aurich insgesamt, Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Jobcenter Landkreis Aurich, Sozialamt Landkreis Aurich, Landkreis Aurich
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
suedwest_i.png
(1.61 MB)
suedwest_ii.jpg
(341.83 KB)
uebersicht_flaeche_norden_suedwest.pdf
(529.62 KB)
strassenliste_norden_suedwest.pdf
(176.24 KB)
Gebiet-Name
Stadtteil Tidofeld
Beschreibung
Das Gebiet umfasst den Stadtteil Tidofeld insgesamt, Fläche: 125202 m², 22,5 ha.
Einwohnerzahl
608
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
In dem Gebiet liegt die Rheinstraße mit einem Ausländeranteil von 18,2%, Sonstige: Ausländer/innen im Landkreis Aurich insgesamt,
Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Landkreis Aurich
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Es handelt sich um die Zahlen der ALG II - Empfänger, ALG I - Empfänger wurden nicht erfasst. Sonstige: ALG II-Empfänger im Landkreis Aurich insgesamt, Quelle: Jobcenter Landkreis Aurich, Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
In dem Projektgebiet liegt die Rheinstraße mit einem Anteil Einwohner/innen, die Transferleistungen beziehen von 45%. Sonstige: Einwohner/innen, die Transferleistungen beziehen im Landkreis Aurich insgesamt
Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Jobcenter Landkreis Aurich, Sozialamt Landkreis Aurich, Landkreis Aurich
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartier_tidofeld.pdf
(168.97 KB)
tidofeld.png
(492.65 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Bisher gibt es keinen ganzheitlichen Ansatz in der Stadt Norden. Die Ämter und Institutionen arbeiten ressort- bzw. rechtskreis- und nicht gemeinwesenorientiert. Die Gemeinwesenarbeiter/innen werden die verschiedenen Bereiche zusammenbringen. Gleichzeitig sollen die verschiedenen Angebote auch allen Bewohner/innen der Quartiere offenstehen, sodass sie die Angebote bei Bedarf in Anspruch nehmen können. Dafür wird ein Begegnungszentrum geschaffen. Es werden noch passende Räumlichkeiten gesucht. Nicht nur Ämter können in diesen Räumen Angebote machen. Auch Vereine und Initiativen können die Räume nutzen und ihre Angebote den Menschen vor Ort leichter näherbringen. Das Begegnungszentrum steht allen Menschen offen, sodass durch gemeinsame Veranstaltungen dort Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Alters und Geschlechts zusammenkommen. Dadurch entsteht ein Miteinander, welches mittelfristig sozialen Konflikten vorbeugen kann und damit auch eine präventive Funktion hat. Um Interessen zu erkennen und das Begegnungszentrum bekannt zu machen, ist die Aktivierung und persönliche Ansprache der Quartiersbewohner/innen eine der wichtigsten Aufgaben der Gemeinwesenarbeiter/innen. Unabhängig von spezifischen Fragestellungen werden Themen, Interessen und Neigungen ermittelt, die das Zusammenleben verbessern und die Gemeinschaft stärken können.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Arbeit mit den Bewohner/innen erfolgt auf Augenhöhe. Die Wünsche und Bedürfnisse der Personen stehen im Zentrum.
Kriterium
Beschreibung
Einrichtungen wie Vereine und Bildungsträger in der Stadt Norden werden gezielt angesprochen. So kann bei vorhandenem Interesse eine Übersicht über die Angebote gegeben und neue Angebote geschaffen werden. Die Menschen werden an die Angebote herangeführt.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist es nicht wie bisher bezogen auf einen bestimmten Rechtskreis oder eine bestimmte Zielgruppe zu arbeiten, sondern ein übergreifendes Netzwerk für die Quartiere zu schaffen.
Beschreibung
Der Landkreis arbeitet bereits jetzt mit etablierten Netzwerken und Kooperationen. Im Laufe des Projektes entstehen quartiersbezogene Netzwerke durch gemeinsame Ziele und Interessen.
Kriterium
Beschreibung
Es werden alle Menschen innerhalb der Quartiere einbezogen, unabhängig davon, ob sie neuzugewandert, alteingesessen, Leistungsempfänger oder Nicht-Leistungsempfänger sind. Es entstehen Brücken zwischen den verschiedenen Gruppen und zu den Institutionen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Leinerstift e.V., Deutscher Kinderschutzbund, AWO, Behindertenhilfe Norden, (Migrations-) Beratungsstellen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ulrichsgymnasium Norden, Oberschule Norden, Grundschule im Spiet Norden, KVHS Norden, weitere Bildungsträger
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung Landkreis Aurich, Stadt Norden, Sozialamt, Jobcenter, Schulamt und Amt für Kinder, Jugend und Familie vom Landkreis Aurich
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinschaftliches Wohnen plus für Bolzum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Adalbert Mauerhof
| Funktion | Fachbereichsleiter Verbandsarbeit und Seniorenarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Zukunftsperspektive füihrer vertrauten Umgebung bleiben können und Teilhabe gewährleistet ist
Projektbeschreibung
Die AWO Region Hannover e.V. hat in den letzten Jahren an verschiedenen Standorten positive Erfahrungen mit dem Aufbau und der Begleitung Gemeinschaftlicher Wohnprojekte und Quartiersentwicklung in der Region Hannover gemacht. Es zeigte sich, dass aus den gemeinschaftlichen Wohnprojekten Impulse in das weitere Wohnumfeld gesetzt wurden, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Quartiers oder Nachbarschaft hatten. Vor diesem Erfahrungshintergrund wurde dieses Projekt konzipiert, das eine Weiterentwicklung des gemeinschaftlichen Wohnens bedeutet und weitere Aspekte mit einschließt. Das Projektes soll im ländlichen Raum umgesetzt werden, da hier in den nächsten Jahren eine ausreichende Daseinsvorsorge und der demografische Wandel die Bewohnerinnen und Bewohner vor besondere Herausforderungen stellen werden.
Folgende Projektziele werden dabei verfolgt:
• Aufbau und Begleitung des Gemeinschaftlichen Wohnens
• Vernetzung von bestehenden Angeboten
• Ermöglichung und Weiterentwicklung des bürgerschaftlichen Engagements
• Ausbau der Teilhabe an der Daseinsvorsorge und niedrigschwellige Beratungsmöglichkeiten
. Kooperation mit Pflegeeinrichtung
• Entwicklung von aktiver und unterstützender Nachbarschaft
• Schaffung von bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum
In dem Servicehaus in Bolzum entstehen bis Ende des Jahres 2019 elf seniorengerechte Wohnungen (zwei Wohnungen mit B-Schein und zwei Wohnungen mit B-Schein +60%), eine Tagespflege und eine ambulant betreute Wohngemeinschaft. Durch das Gemeinschaftliche Wohnprojekt erhalten ältere Menschen eine Perspektive für den Verbleib in der vertrauten Umgebung. Mit dem Projekt ist das Servicehaus ein Ausgangsort für Vernetzung und bürgerschaftliches Engagement für das gesamte Dorf und die Einwohnerinnen und Einwohner.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Dorf Bolzum gehört zur Stadt Sehnde und liegt ca. 20 km von Hannover entfernt. Bolzum hat 1300 Einwohnerinnen und Einwohner. Um dem Strukturwandel durch den demographischen Wandel und die Abwanderung in die Stadt etwas entgegenzusetzen, hat eine engagierte Gruppe unter anderem einen Dorfladen aufgebaut. Die Versorgung mit seniorengerechten Wohnungen ist jedoch ein großes Problem, wodurch ältere Menschen schwer in der vertrauten Umgebung bleiben können. Vor diesem Hintergrund baut die AWO Jugend- und Sozialdienste gGmbH ein Servicehaus in zentraler Lage im Dorf. Das Servicehaus wird neben einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft und einer Tagespflege auch 11 seniorengerechte Wohnungen aufweisen. Die Wohnungen, die zum Teil geförderten Wohnraum bieten, bilden das das Gemeinschaftliche Wohnen. Das Projekt geht aber über das gemeinschaftliche Wohnprojekt, das den Mieterinnen und Mietern eine Perspektive für das eigenen Altwerden bieten, weit hinaus. So wird durch die sozialpädagogische Begleitung eine niedrigschwellige Beratung für ältere Menschen im Dorf angeboten, bürgerschaftliches Engagement ermöglicht und aktiviert und eine Vernetzung im Dorf hergestellt. Darüber hinaus bietet die frühe Anbindung an die Tagespflege und spätere "Pflege WG" die Gewissheit einer umfangreichen individuellen Unterstüzungs im Pflegefall. Damit stellt das Projekt eine Keimzelle im Dorf dar, durch die ein Verbleib im Dorf von älteren Menschen mit Hilfebedarf möglich wird und von der auch andere Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes profitieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Sehnde - Dorf Bolzum
Beschreibung
Das Dorf Bolzum gehört zur Stadt Sehnde und liegt südöstlich von Hannover. Das Zentrum von Hannover ist ca. 20 km entfernt
Einwohnerzahl
1300
Quelle / Anmerkungen
Veröffentlichung der Stadt Sehnde
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil der Menschen ab 60 Jahre für die Stadt Sehnde abgeleitet aus dem Demographiebericht. Zahl für Bolzum (Projektgebiet) geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Schaffung eines konkreten Projekte, dass die älteren Bevölkerung und die Familien unterstützt.
Das Projekt wirkt in das Quartier hinein. Vorhandene Strukturen werden miteinander vernetzt und neue Angebote aufgebaut.
Aktivierung von bürgerschaftlichem Engagement
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Wohnungen werden belegt und bieten eine nachhaltige Wohnmöglichkeit für ältere Menschen; die bei der Beteiligung geäußerten Themen werden aufgegriffen und bearbeitet
Kriterium
Beschreibung
zunehmende Selbststeuerung der Wohnprojektgruppe; Netzwerke arbeiten konstruktiv miteinander
Kriterium
Beschreibung
gute Vernetzung mit den bestehenden Angeboten im Dorf (Dorfladen, Vereine); es besteht ein breites Bündnis aus Aktueren im Dorf, die das Projekt mit tragen
Kriterium
Beschreibung
Veranstaltungen gut besucht werden; das Gemeinschaftliche Wohnprojekt wird als wichtiger Bestandteil des Dorflebens gesehen; bürgerschaftliches Engagement entwickelt sich aus dem Projekt heraus
Beschreibung
niedrigschwellige Beratungsangebote werden angenommen; Informationsveranstaltungen und Treffen werden genutzt;
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportverein SV Bolzum und Turn- und Sportverein von 1908 Wehmingen, Freiwillige Feuerwehr
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ambulante Pflegedienste, u.a. Pflegeteam Sehnde
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinwesen "Goosmanns Tannen"
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Daniel Sielaff
| Funktion | Einrichtungsleitung / Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aufbau eines Gemeinwesenzentrums unter Aktivierung der Bewohnerschaft zur Aufwertung der Lebensqualität (Bildung, Qualität der Umwelt, soziale Beziehungen, Beteiligung, Mobilität, Kultur und Freizeit) im Wohnquartier
Projektbeschreibung
Das Wohnquartier „Goosmanns Tannen" liegt am nördlichen Stadtrand der Mittelstadt Lingen (Ems), in welchem ca. 1500 Bewohner*innen leben. Trotz Stadtrandlage mit hohem Grünflächenanteil, ist die Qualität der Infrastruktur als mangelhaft zu bezeichnen, was dazu führt, dass die bereits begrenzte Teilhabe der Anwohner*innen aufgrund sozialer und wirtschaftlicher Benachteiligung noch weiter eingeschränkt ist. In Goosmanns Tannen leben überdurchschnittlich viele Menschen mit Migrationshintergrund, überdurchschnittlich viele Menschen beziehen Transferleistungen und befinden sich in problematischen Lebenssituationen.
Das Projekt "Gemeinwesen Goosmanns Tannen" orientiert sich an diesen Bedingungen und strebt eine Selbstbestimmung der Bewohner*innen an. Ziel ist eine nachhaltige Verbesserung der subjektiven Lebensqualität, das Erreichen von Autonomie und die Vertretung und Kommunikation von Interessen und Bedürfnissen in der Öffentlichkeit; zur Imageverbesserung und zur Überwindung von Strukturbenachteiligung. Dabei werden drei zentrale Schwerpunkte gesetzt: Beteiligung und Selbstbestimmung im Sinne politischer Autonomie; Begegnung und Zugang; Unterstützung und Begleitung.
Beteiligung: Bürgerrat, Aktivierung
Zentraler Inhalt des Projektes ist die Gestaltung einer quartiersbezogenen und -ansässigen Interessenvertretung (Stadtteilgremium) zur Entwicklung, Formulierung und Kommunikation quartiersbezogener Ziele und Visionen. Kooperative Schulungsangebote vermitteln Kompetenzen, welche dazu befähigen, öffentlichkeitswirksam Interessen und Bedürfnisse sachgerecht zu kommunizieren und durchzusetzen.
Begegnung: Cafè 107
Die mangelhafte Infrastruktur des Wohnquartiers wird durch ein Begegnungscafè erweitert. Hier können Menschen unterschiedlicher Herkunft und Alter (Auswirkungen des demografischen Wandels) niedrigschwellig in Kontakt treten. internationale Speisen, zubereitet durch eine Projektgruppe, dienen neben bedarfsorientierten Angeboten als kommunikative Brücke sozialer und interkultureller Interaktion. So werden interkulturelle Kompetenzen gefördert und ein begleiteter Erfahrungsraum zur Kompensation von Problemlagen und Konflikten geschaffen.
Unterstützung: systemische Sozialberatung
Den Anwohnern*innen wird systemisch, klientel- und lösungsorientiert Beratung, Begleitung und Vermittlung angeboten. Dies bedeutet Nutzbarmachung/Generierung von Netzwerken und Anbindung anderenorts ansässiger Infrastruktur in Form von Bildung, Versorgung und Teilhabe.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtteiltreff Abenteuerspielplatz ist eine Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Lingen und bildet die zentrale Anlaufstelle im Wohnquartier „Goosmanns Tannen". Ursprünglich als Ferienpassangebot geplant, hat sich die Einrichtung im Laufe der letzten Jahrzehnte mehr und mehr zu einer Einrichtung entwickelt, die neben Freizeitbetreuung besonders die Bedürfnisse und Interessen der ansässigen Bewohner*innen vertritt, welche bei der Gestaltung ihrer Umwelt und der Korrespondenz mit dieser eine Vielzahl an Problemen zu bewältigen haben. Durch einen steten Anstieg von Hilfeersuchen vielfältigster Art und "Schwere", erhält die Einrichtung immer deutlicher den Auftrag durch die Bewohnerschaft, das Angebot zu erweitern und mit gezielten Maßnahmen Benachteiligungen zu thematisieren und auf Problemlagen aufgrund wirtschaftlicher und sozialer Benachteiligung zu reagieren. Auch geht es darum, Stereotype zu entkräften und das Negativ-image des Wohnquartiers aufzuwerten sowie sozialen und interkulturellen Konflikten, Gewaltbereitschaft und Rassismus entgegenzuwirken. So wird eine ganzheitlich und nachhaltige, selbstbestimmte und -initiierte positive Entwicklung des Lebensumfeldes und der empfundenen Lebensqualität ermöglicht. Diese Aktivierung ist durch das Projekt erreichbar, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln allerdings nicht umsetztbar.
Goosmanns Tannen unterscheidet sich sozioökonomisch erheblich von restlichen Wohngebieten der Stadt. Es verfügt weder über Kindertagesstätten, noch über quartieransässige Vereine oder über Einkaufsmöglichkeiten. Aus einem benachteiligten Quartier ist längst ein benachteiligendes Quartier geworden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lingen (Ems) Goosmanns Tannen
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im nordöstlichen Randgebiet der Stadt Lingen und ist von einem angrenzenden Wohn-, bzw. Gewerbegebiet durch eine Bahntrasse im Westen, im südlichen und östlichen Bereich durch Straßen ohne angrenzende Wohngebiete und im nördlichen Teil durch ein Gewerbegebiet abgegrenzt.
Einwohnerzahl
1500
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt
Lingen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt
Lingen
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt
Lingen
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt
Lingen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt
Lingen
Projektgebiet in Prozent
75
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt
Lingen Bzgl. Gesamtstadt liegen keine Daten vor
Projektgebiet in Prozent
80
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtteil.png
(409.32 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die GWA Goosmanns Tannen erkennt und erklärt die vorherrschenden sozialen Probleme und Phänomene im Rahmen ihrer historischen und gesellschaftlichen Entwicklung, integriert dazu Theorien unterschiedlicher Professionen und ist dazu in der Lage, Grundlagen aus empirischen und theoretisch fundierten Ansätze abzuleiten, um diese Erkenntnisse in praktische Strategien umzusetzten und zu erklären.
Die GWA Goosmanns Tannen bezieht sich so mit ihrer Strategie auf die Lebenswelt der Menschen, auf ihre Bedürfnisse und ihre Problemlagen. Sie verfolgt somit einen ganzheitlichen Ansatz der Selbstbestimmung
und bezieht die Arbeitsgrundlage auf die Lebensverhältnisse, -formen, -zusammenhänge und Ressourcen der Menschen in deren Sozialraum Goosmanns Tannen.
Zentraler Aspekt der GWA Goosmanns Tannen ist die Aktivierung der Menschen. Durch Bildungs- und Beteiligungsangebote, Begegnung und Zugang, wird politisch aktives Handeln gefördert. Das erreicht individuelles und solidarisches Vertreten und Kommunizieren von Bedürfnisse und Interessen sowie demokratisches Aushandeln und Bewältigen sozialer und persönlicher Konflikte. Dabei sieht sich die GWA Goosmanns Tannen nicht als neutraler Betrachter, sondern als Vertreter einer Interessengruppe und übernimmt Parteilichkeit für die Menschen des Wohnquartiers, erfolgt so eine verantwortungsbewusste und selbstorganisierte Lebensweltgestaltung sowie die Teilhabe am ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Leben.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Aus dem Hausrat der Einrichtung hat sich durch unterschiedliche Bildungsangebote und Unterstützungsmaßnahmen eine Vertretung extrahiert, welche die Bedürfnisse und Interessen der Bewohner*innen selbstorganisiert formuliert und öffentlich kommuniziert.
Kriterium
Beschreibung
Menschen aus verschiedenen sozialen Gruppen nehmen gemeinschaftlich an Maßnahmen und Fortbildungen teil und formulieren im Rahmen demokratischer Prozesse solidarische Entwicklungsorientierung.
Beschreibung
Begegnungs- und Beratungsangebote (z.B. Cafe 107, Konfliktbegleitung etc.) sowie Veranstaltungen werden besucht und im Sinne der Interessen- und Bedarfsorientierung gestaltet.
Beschreibung
Das bestehende Partnernetzwerk ist in den Bereichen Bildung, Teilhabe und Versorgung ergänzt und ermöglicht zunehmend nachaltige, ganzheitliche und eigenständige Arbeit.
Kriterium
Beschreibung
Zur Qualitätssicherung und Erhebung empirischer Daten führen die 10. Jahrg. der Gesamtschule Emsland (Politikunt.) eine qualitative und quantitative Längsschnittstudie durch, um empirische Daten für die Reproduktion in andere Wohngebiete zu erfassen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. (LEB) - Beratungsbüro Emsland / Grafschaft Bentheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesamtschule in Trägerschaft des Landkreises Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tafel Lingen e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Ortsverein Lingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Integrationsberatung Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Jugendmigrationsdienst Emsland
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Nationen - Neumündener Begegnungszentrum (2019)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manfred Fraatz
| Funktion | Leiter Fachbereich Soziales |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vielfalt in Neumünden leben
Projektbeschreibung
Im Stadtteil Neumünden wird ein Prozess des friedl. Zusammenlebens unter multiethn. Anwohnern implementiert. Für diese Vielfalt wurde ein Begegnungszentrum (BZ) mit einer Projektkümmerin errichtet. Der LK Göttingen als Eigentümer hat die Baumaßnahmen für die Räumlichkeiten im Haus der Nationen im Stadtteil Neumünden, in denen das BZ entsteht, bereits abgeschlossen. Im ersten Projektjahr wurden bereits in einem interaktiven Beteiligungsprozess Angebote für und mit Anwohnern etabliert. Nun werden mit Teilprojekten wie z.B. regelm. Kochabenden, gem. Feiern, Frauencafé, HA-Hilfe u. Familienseminaren das BZ sowie der angeschlossene Inklusionsbetrieb Bistro mit Leben gefüllt. Damit wird die Sozialstruktur im Stadtteil merklich verbessert u. Defizite im Gemeinwesen werden behoben. Eine Kümmerin beschäftigt sich mit Organisation, Planung, Öffentlichkeits- & Netzwerkarbeit sowie mit Unterstützung u. Aufbau v. selbstorganisierten Aktivitäten v. Anwohnern. Im Folgejahr werden im BZ für generations- u. kulturübergreifende Zielgruppen mit variierenden Problemlagen geeignete Hilfsformen u. Angebotsstrukturen ausgebaut u. optimiert, welche im Sozialraum bisher nicht vorhanden/defizitär sind. Darauf sind auch die drei Hauptziele des Projekts ausgerichtet. 1. Es sollen religionsübergreifende u. interkulturelle Begegnungsformate, z.B. Stadtteilfeste, Sport-, Kultur o. Kunstangebote entwickelt u. umgesetzt werden. 2. Das BZ soll als ein Ort f. selbstorganisierte Aktivitäten der Bevölkerung dienen. Zu diesem Zweck wird ein offener Treff eingerichtet u. Menschen mit/ohne Migrationshintergrund werden bei der Begegnungsarbeit unterstützt. Der Treffpunkt-Ansatz wird durch örtliche Initiativen selbsttragend fortgeführt, z.B. multikulturelle Männerrunden, Seniorentreffs, Spieletreff, Selbsthilfegruppen, wie zivilgesellschaftliche Umweltinitiativen. 3. Die Zentrierung u. Vernetzung der Beratungs- u. Unterstützungsangebote f. versch. im Stadtteil lebende Zielgruppen wird einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung leisten, z.B. die Sprechzeiten von Suchtberatungsstelle/ProFamilia als Erstkontakt, Weiterleitung dieser Bedarfe an Fachdienste, ständige Bedarfsermittlung durch Anwohnerbefragungen. Durch das Projekt sollen die Bürger weiterhin in Detailplanungen des Bistroangebots und der zukünftigen Nutzung Räume des BZ einbezogen werden. Ein partizip. Projektbeirat (multiethn.) begleitet die konzeptionelle u. operationelle Arbeit während der Projektlaufzeit.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Hann. Münden (HMÜ) liegt im südlichen Bereich von Nds, unmittelbar an der Grenze zu Hessen, zwischen den beiden Oberzentren Göttingen und Kassel. Obwohl die Lage eine gute Verkehrsanbindung bietet, ist die soziale Infrastruktur in HMÜ unzureichend. Dies zeigt sich bspw. an der Abwanderung der jungen Generation in die umliegenden größeren Städte. Neben einer hohen Jugendarbeitslosigkeit ist auch der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund (MHG) mit ca. 17,4% und im Innenstadtbereich mit mehr als 35% überdurchschnittlich hoch. Im Stadtteil Neumünden liegt der Anteil von Personen mit MHG mit ca. 20% der Gesamtbevölkerung deutlich über dem Landes- und Kreisdurchschnitt.
Außerdem wurde in den letzten drei Jahren eine Vielzahl von Flüchtlingen in HMÜ und Umgebung untergebracht. Insbesondere in Neumünden ist die Kommunikation zwischen den minderjährigen unbegleiteten Ausländern und den Jugendlichen ohne MHG besonders von Missverständnissen und Problemen geprägt, die durch Vorurteile und Ängste entstehen. Überproportional viele Bürger sind auf staatl. Hilfsleistungen bzw. die Grundsicherung nach dem SGB II angewiesen. Dies zeigt, dass in Neumünden besonders viele sozial schwache Familien mit und ohne MHG leben. Daraus resultiert der Ruf als Konzentrationspunkt für die sozial benachteiligte Bevölkerung. Insgesamt kann kaum von einer gewachsenen Gemeinschaft gesprochen werden. So wurde ermittelt, dass sich bei Begegnungen speziell in den Bildungseinrichtungen, auf öffentlichen Plätzen, bei der karitativen Organisation sowie im nachbarschaftlichen Zusammenleben latente und offene Spannungen, Verständigungsschwierigkeiten und interkulturelle Konflikte im Umgang ergeben.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hann. Münden Neumünden
Beschreibung
Neumünden ist ein Stadtteil von Hann. Münden, ohne kommunalrechtlich als solcher
verfasst zu sein. Neumünden zählt zu den mittelgroßen Stadtteilen der Stadt Hann. Münden. Aufgrund der Lage Neumündens südlich von Altmünden am westlichen Ufer der Fulda und durch diese vom historischen Stadtkern getrennt stellt sich dieser Stadtbereich als geographisch gut abzugrenzendes Quartier dar. Es befindet sich auf
einem Streifen zwischen der Fulda und dem unbewohnten Osthang des
Reinhardswaldes. Hauptstraße ist die Wilhelmshäuser Straße, die als Abschnitt der B 3 durch den Stadtteil führt. In der Fuldaaue finden sich zahlreiche Kleingärten und einige
Vereine. Als Verbindung zur Kernstadt und den östlich gelegenen Stadtteilen dient die Pionierbrücke. Die Bebauung von Neumünden ist geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser der 1920er bis 1950er Jahre. Während sich am Hang des Reinhardswaldes hauptsächlich eine Einfamilienhausbebauung
findet, herrscht an der Wilhelmshäuser Straße als Hauptstraße eine teils gründerzeitliche Baustruktur mit Mehrfamilienhäusern vor.
Einwohnerzahl
2541
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnermeldeamt -
Bei Menschen mit einem ausländischen Pass Quelle: Schätzung des Integrationsbüros nach empirischen Untersuchungen zur Fortschreibung des Integrationskonzepts - Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund wird auf ca. 20% geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben des Fachbereich Soziales (Landkreis Göttingen)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzungen des Integrationsbüros nach Angaben diverser offizieller Stellen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt entspricht dem speziellen Ansatz der Gemeinwesenarbeit, da es sich an alle Bewohner Neumündens richtet. Die verschiedenen Begegnungs- und
Unterstützungsangebote, die im Rahmen des Projekts offeriert werden, orientieren sich ganzheitlich an den ermittelten Bedarfen der Bevölkerung. Ziel ist, das HdN durch die Schaffung eines Ortes der Begegnung zu beleben, aber auch die Verbesserung der Qualität der Beziehungen unter Migranten und der hiesigen Bevölkerung. Kultursensible Angebote spielen hierbei eine zentrale Rolle. Bei der Erfüllung dieser Ziele ist die Einbeziehung der Betroffenen zentral, wie das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ verdeutlicht. Im Begegnungszentrum soll die „Kümmerin/Gastgeberin“ als Anlauf- und Vernetzungsstelle dienen. Der Stadtteil bzw. das Haus der Nationen wird mit Hilfe des Begegnungszentrum bzw. der „Kümmerin“ aufgewertet. Somit ist eine wohnortnahe Bearbeitung individueller u. struktureller Probleme/Phänomene in sozialräumlicher Perspektive möglich. Das Begegnungszentrum leistet auch Hilfestellungen für Selbstorganisationen und Vereinsgründungen. Da Vereinen im Begegnungszentrum direkt Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden können, vereinfacht dies den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. Die Ansätze des Begegnungszentrums verstehen sich im Sinne der Gemeinwesenarbeit sowohl als Bildungsarbeit, als auch sozial- bzw. lokal ausgerichtet. Dies zeigt sich deutlich durch niedrigschwellige Möglichkeiten, die geboten werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
das Begegnungszentrum u. gute persönliche Erfahrungen (Umsetzung von Beteiligung) stärken Nachbarschaft und Zusammenhalt in Neumünden
Beschreibung
50 % der Bewohner/innen in Neumünden sind informiert und wurden und werden aktiv beteiligt (quantitative Messung u. qualitative Beurteilung im Rahmen der Fortschreibung des Integrationskonzeptes)
Kriterium
Beschreibung
Multiethnische Bewohner/innen im Stadtteil nutzen die Einrichtung zu selbst gewählten Themen; ehrenamtliche Aktivitäten werden periodisch erfasst und gefördert.
Kriterium
Beschreibung
Stärken-Schwächen-Analyse wird bei der Weiterentwicklung der Arbeit eingesetzt. (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität)
Kriterium
Beschreibung
aus einem ziel- u. ressortübergreifenden Denken werden Netzwerke und Kooperationen abgeleitet bzw. für das Begegnungszentrum genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Kreis- und Stadtpolitik u. Verwaltung sind in den Entwicklungsprozess des Begegnungszentrums einbezogen und unterstützen eine überkommunale Gesamtstrategie
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro, Fachbereich Jugend, Gleichstellungsstelle, Partnerschaft für Demokratie, Jobcenter, Ausländerbehörde, Gesundheitsamt, Fachbereich Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Arbeit und Berufsförderung Südniedersachsen (GAB), AWO Kreisverband Göttingen, Deutsches Rotes Kreuz, Jugendhilfe Südniedersachsen (JSN), Jugendhilfe Münden e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Moscheeverein Hann. Münden, Kneippverein, Bürgerinitiative Ein.münden, Geschwister-Scholl-Haus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Bildung, Grund- und weiterführende Schulen aus Hann. Münden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Moscheeverein, Kirchenkreis Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationslotsen, Ehrenamtliche, Bürgerinitivative Ein.münden
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Finde die Glaswände!“ – Gemeinsam Durchgänge zur guten Nachbarschaft schaffen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nikola Stasko
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Der Landkreis Hameln-Pyrmont will mit dem zu fördernden Projekt „Finde die Glaswände!“ in seinen acht Kommunen ehrenamtliche Potentiale wecken, Trennungen identifizieren und durch gute Ideen ganz neue Durchgänge schaffen.
Projektbeschreibung
Unter dem Motto: „Finde die Glaswände!“ sollen die Teilnehmer (aus kommunalen, gemeinnützigen, privaten und ehrenamtlichen Strukturen) aktiviert werden zu erforschen, welche unsichtbaren Wände eine gute Nachbarschaft verhindern, was uns trennt und Beziehungen hemmt. Im zweiten Schritt sollen neue Ideen entwickelt werden, um die „Glaswände zu durchbrechen“. Ziel der zukünftigen GWA soll die Zusammenführung sozialer, demografischer u. ethnischer Potenziale sein. Es entsteht ein Mehrwert für die gesamte Bevölkerung, der sich in der Steigerung der Lebensqualität und damit der Attraktivität des Standorts widerspiegelt, besonders wichtig ist dies im ländlichen Raum. Deshalb kommt es darauf an, Akteure des sozialen Lebens zu vernetzen, damit so Menschen zueinander finden. Die menschlichen Bedürfnisse nach Teilhabe und Teilgabe sind hier grundlegend. So werden eine gegenseitige Unterstützung und ein Austausch unter Nachbarn möglich. Hierzu benötigt man Projekte auf freiwilliger Basis, die Begegnungen unterschiedlichster Menschen fördern. (z.B. Stadtteilfeste, Kinder-Eltern-Sponsoring-Lauf, Aufbau einer Fahrrad-Werkstatt)
Um dies umsetzen zu können, soll eine zunächst für anderthalb Jahre befristete ¾-Stelle geschaffen werden. Diese zentrale Koordinierungsstelle mit Fokus auf GWA, besetzt durch eine universitär ausgebildete Fachkraft, soll in den ersten 6 Monaten mit einem Steuerungskreis in Rückkoppelung mit der Hausleitung diesen Auftakt für freiwillig teilnehmende Bürgermeister, ggf. Bürgervertretungen vorbereiten und koordinieren.
Anschließend wird die Umsetzung der dort gesammelten Ideen in Projektgruppen für 1 Jahr von der Fachkraft begleitet. Für die Start- u. Abschlussveranstaltungen u. Begleitung der Projektgruppen werden zusätzlich Moderatoren o. Referenten auf Honorarbasis eingesetzt. Ziel ist es, mit den einzelnen Städten u. Gemeinden konkrete Ansätze zur Überwindung der Glaswände zu erheben u. dass diese Ideen unter Mitwirkung der Städte u. Gemeinden in Gemeinwesenarbeit vor Ort durchgeführt werden.
In einer Abschlusskonferenz werden alle Projekte vorgestellt, die besten 2-3 bekommen ein Preisgeld als Anschubfinanzierung oder andere aktivierende „Preise". Zudem werden diese Best-Practise-Beispiele in einer übergreifenden Öffentlichkeitsarbeit sowie in einer Broschüre hervorgehoben. Durch entstandene Netzwerke u. weitere Konzeptplanung im LK soll für Nachhaltigkeit gesorgt werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Landkreis Hameln-Pyrmont gehört mit einer Größe von 796 qkm u. einer Einwohnerzahl von rund 150.000 zu den dichter besiedelten Kreisen in Nds. 8 Städte und Gemeinden bilden den Landkreis Hameln-Pyrmont: Hameln, Bad Pyrmont, Hessisch Oldendorf, Bad Münder, Aerzen, Salzhemmendorf, Coppenbrügge und Emmerthal. Insgesamt ist der Landkreis urban und ländlich geprägt mit vielen kleinen Ortsteilen und Dörfern. Dem demografischen Wandel begegnen wir durch Zuzug, Attraktivierung , Förderung von Dorfläden, Glasfaserausbau und einem wegweisenden Nahverkehrskonzept. Bereits vor Jahren hat sich die Region auf den Weg der Vernetzung und Weiterentwicklung gemacht: vorbildliche Flüchtlingssozialarbeit, Lokale Allianzen, eine flächendeckende spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), Pflegekonferenz, Sozialraum AGs, Freiwilligenagenturen sowie die Bildungs- und die Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont prägen eine gute Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen kommunalen, gemeinnützigen, privaten und ehrenamtlichen Strukturen. Als grundlegende gesellschaftliche Veränderungen erkennen wir:
a) Rückzug und Definition über Milieus und zunehmend weniger gemeinsame Räume für die Alltagsbegegnung.
b) Einen sich ändernden Altersaufbau und die fortschreitende Singularisierung, die neue Bedarfe bei den Alteingesessenen vor Ort verursachen.
c) Flüchtlinge, die nun „dezentral“ in Wohngebieten wohnen, benötigen neben ihren besonderen Bedarfen einer Anbindung in ein Quartier, Viertel oder Dorf, um dauerhaft teilhaben zu können und Perspektiven für ein Leben im Gemeinwesen entwickeln zu können.
d) Ehrenamtliche Potentiale, die in einem neuen selbstbestimmten Rahmen geweckt werden können.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Hameln-Pyrmont
Beschreibung
Der Landkreis Hameln-Pyrmont gehört mit einer Größe von 796 qkm und einer Einwohnerzahl von rund 150.000 zu den dichter besiedelten Kreisen in Niedersachsen. Der Weserraum mit der Kreisstadt Hameln als Zentrum ist eine alte Kulturlandschaft. Acht Städte und Gemeinden bilden seit der Verwaltungs- und Gebietsreform der 70er Jahre den Landkreis: Hameln, Bad Pyrmont, Hessisch Oldendorf, Bad Münder, Aerzen, Salzhemmendorf, Coppenbrügge und Emmerthal. Insgesamt ist der Landkreis urban und ländlich geprägt mit vielen kleinen Ortsteilen und Dörfern.
Einwohnerzahl
150000
Quelle / Anmerkungen
https://www.hameln-pyrmont.de/Landkreis/Der-Landkreis/Zahlen-Daten-Fakten
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die aktivierenden, partizipativen, vernetzenden und empirischen Methoden befähigt das Projekt „Finde die Glaswände“ die Bürger dazu, Trennungen als Problemlagen zu erkennen und diese durch innovative Ideen zu durchbrechen. Genau dies ist der Kern der GWA. Mit dieser Art der Analyse am Anfang des Projektes praktizieren wir bereits GWA.
Der LK orientiert sich dabei an den Bedürfnissen und Interessen der vor Ort lebenden Menschen und fördert ihre Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Wir unterstützen die Menschen dabei, ihre Bedürfnisse zu erkennen, selbst aktiv zu werden und sich für ihre Anliegen einzusetzen. Hier sollte sowohl zielgruppen- als auch ressortübergreifend gearbeitet werden. Der LK versteht sich als Bindeglied zwischen den Interessen und Aktivitäten der Menschen und den Ressourcen der Kommunen und bietet durch das Projekt eine Plattform für Aushandlungsprozesse zwischen Entscheidungsträgern aus Verwaltung und Politik einerseits und Bürgern andererseits. Vernetzung und Kooperation spielen hier eine fundamentale Rolle. Vorhandene Ressourcen und Potenziale werden vor Ort gestärkt, aktiviert und miteinander verknüpft.
Der LK Hameln-Pyrmont sieht dieses Projekt daher als einen Teil seiner sozial- und kommunalpolitischen Aufgabe. Der LK will zur Ausgestaltung vor Ort „bottom-up“ anregen und motivieren.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Open-Space-Auftakt u. Abschlussveranstaltung finden statt mit kommunaler Verwaltung, Fachkräften vor Ort, ehrenamtlich Tätigen und Bewohnern. Zudem sind entstandene Projektgruppen begleitet.
Kriterium
Beschreibung
Open-Space-Auftakt bringt mehrere interdisziplinär u. mit Bürgern/ Ehrenamtlichen besetzte AGs hervor. In diesen erarbeiten die Bewohner ihre Bedürfnisse methodisch analytisch und bennenen ihren Willen.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner entwickeln und organisieren in den entstandenen AGs entsprechend ihren Fähigkeiten Strukturen befarfsentsprechend. Soziale, demografische und ethnische Potenziale sind vor Ort genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Die Qualität der Umsetzung des Programms zeigt sich auch, wenn kommunale Verwaltung, Fachkräfte vor Ort, ehrenamtlich Tätige und BewohnerInnen kooperieren, um divers und ressortübergreifend auf die Bedürfnissen zu reagieren.
Beschreibung
Des Weiteren ist Qualität abzulesen, wenn sich die Infrastruktur dahingehend entwickelt hat, dass benennbare Aktivitäten an diversen Stellen nachbarschaftliches Zusammenleben positiv unterstützen können.
Kriterium
Beschreibung
Glaswände sind zwischen unterschiedlichsten Gruppen in Projekten durchbrochen: arm/reich; gebildet/ungebildet; nach Herkunft; digital native/digital immigrants (Verängstigung); zugezogen/Ursprungsbevölkerung
Beschreibung
Der Mehrwert ist von den teilnehmenden Kommunen erkannt und feste Ansprechpartner vor Ort stehen für eine Kooperation zur Verfügung.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner/ Ehrenamtliche entwickeln ihren Bedarfen entsprechende Projekte, die Brücken bauen trotz demografischer, sozialer und ethnischer Unterschiede.
Kriterium
Beschreibung
Übergreifende Öffentlichkeitsarbeit in Social Media, Zeitung und Lokalradio sowie die Entwicklung einer Broschüre mit allen Projekten erreichen die Gesamtbevölkerung.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagenturen
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
NaDi - NachbarschaftsDialog
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christoph Matschinsky
| Funktion | Teamleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Stärkung des sozialen Zusammenhaltes durch Begegnung und Partizipation
Projektbeschreibung
Das Projekt "NaDi – NachbarschaftsDialog“ zielt darauf ab, den sozialen Zusammenhalt im
Projektgebiet zu stärken und Möglichkeiten für das Zusammenwachsen als soziale
Gemeinschaft zu bieten. NaDi ist dabei nicht nur Akronym, sondern auch das arabische Wort
für "Club". Es wird im Alltag als Begriff für Orte der Begegnung verwendet. Auf diesen Orten
liegt der Fokus des Projektes. Das Projektgebiet umfasst das ehemalige Sanierungsgebiet "Soziale Stadt", die damals geschaffenen Strukturen sollen wieder durch Hauptamtliche reaktiviert werden. Es ist von einer wirtschaftlich schwachen und
aus verschiedenen Gruppen (v.a. Russlanddeutsche, Geflüchtete, Ausländer aus Osteuropa) bestehenden Bevölkerung geprägt, die sich nicht als soziale Gemeinschaft verstehen. Die vor Ort bereits vorhandenen Räume werden im Rahmen des Projektes für schwer zu erreichende Zielgruppen geöffnet. Hier finden gruppenübergreifende Angebote statt, die Kontakt ermöglichen. Der Fokus der Aktivitäten liegt dabei auf dem Familienzentrum sowie auf den im Projektgebiet liegenden bzw. an das Projektgebiet angrenzenden KiTas und Schulen. Dies hat zwei Gründe. Zum einen bildet sich in den oben genannten Räumen die gesamte Vielfalt der Bewohner*innen des Projektgebietes ab. KiTas und Grundschulen sind Orte, die von allen genutzt werden und so ideale Voraussetzungen dafür bieten, Menschen zu erreichen, die sich sonst eher in ihre eigenen sozialen Gruppen zurückziehen. Zum anderen gibt es bei den Themen Bildung und Erziehung großen Nachholbedarf – dies beginnt bei Rechten von Kindern und endet bei den diversen Möglichkeiten institutioneller Bildung und Freizeitförderung. Hier anzusetzen heißt auch, Teilhabechancen zu erhöhen und positive Zukunftspersperspektiven zu entwicklen. Die Bedarfe sind hier für alle Gruppen gleich – eine möglichst gute Unterstützung und damit gute Chancen für die eigenen Kinder. Sie schaffen damit ein verbindendes Element. Weitere relevante Themen und damit Zugänge sollen im Laufe des Projektes gefunden werden. Die Bewohner sollen sich aktiv in das Gemeinwesen und die Entwicklung des Projektgebietes einbringen. Daher werden monatlich Initiativen und Angebote der Gemeinde vorgestellt, um so das Engagement zu fördern. Auch für eigene Ideen und Wünsche können die Projektmitarbeiterinnen Unterstützung bieten. Die Anwohner werden so in kleinen Schritten dazu gebracht, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und ein positives Miteinander zu fördern.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Bei dem Fördergebiet handelt es sich um das ehemalige Sanierungsgebiet der "Sozialen
Stadt" und ist daher mit diesem kongruent. Es umfasst die Straßen: Breslauer Ring, Stettiner
Straße, Frankfurter Straße 2-10 und Heideweg 37-45. Damals wurden Quartiersmanagementstrukturen aufgebaut. Ziel war es, diese auch nach Beendigung des Projektes "Soziale Stadt" aufrecht zu erhalten. Ohne hauptamtliche Unterstützung war dies jedoch nur schwer möglich. Es gibt Angebote verschiedener Akteur*innen sowie ein Freiwilligenbüro, das versucht Ehrenamtliche anzubinden, den Zugang zu Anwohner*innen zu finden gestaltet sich jedoch als äußerst schwierig. Geprägt ist das Gebiet durch einen hohen Anteil von Menschen, die Transferleistungen beziehen. Zudem ist der Anteil von Ausländer*innen in dem Gebiet deutlich höher als in der Gesamtgemeinde, gleiches gilt für Menschen mit Migrationshintergrund. Hier handelt es sich vor allem um Spätaussiedler*innen. Verschärft hat sich diese Entwicklung durch den hohen Zuzug von Geflüchteten ab 2015 und den seit 2017 zu beobachtenden Zuzug von Menschen aus Osteuropa. Diese Gruppen leben nebeneinander her, was zu Vorurteilen und negativen Zuschreiben gegenüber „der Anderen“ führt. Es gibt kein Gemeinschaftsgefühl oder Engagement für das Gemeinwesen. Daher ist es zwingend notwendig, hier durch Information und Begegnung neue Impulse zu setzen und die Menschen einzubinden, Strukturen wiederzubeleben und neue Angebote zu schaffen sowie den Weg in bestehende Angebote zu öffnen. Dafür braucht es hauptamtliches Engagement in Form von Personen, die einen vertrauensbasierten Zugang zu den Gruppen aufbauen können. Ansatzpunkt für diesen Zugang ist der Bereich Bildung.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Belm - Powe zentral
Beschreibung
Bei dem Fördergebiet handelt es sich um das ehemalige Sanierungsgebiet der "Sozialen Stadt" und ist daher mit diesem kongruent. Es hat eine Größe von 17 ha und umfasst die Straßen: Breslauer Ring, Stettiner Straße, Frankfurter Straße und Heideweg. Angrenzend an das Gebiet befinden sich zwei Kindergärten (Christkindergarten und St. Josef Kindergarten) sowie die beiden Grundschulen (Grundschule Powe und Grundschule Belm). An den Christuskindergarten angegliedert ist das Familienzentrum. Dies stellt den räumlichen Fixpunkt für den Großteil der Aktivitäten dar, da es als Raum für gemeinsame Angebote bereits bekannt ist und die entsprechenden Möglichkeiten vorhanden sind.
Einwohnerzahl
1504
Quelle / Anmerkungen
Strukturdatenfortschreibung 2018 der Gemeinde Belm (Fred Anders)
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
73
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2018
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2018
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.jpg
(451.95 KB)
luftbild_projektgebiet.jpg
(1.37 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit zielt auf die Verbesserung der Lebensqualität in Gebieten unter Mitarbeit der dortigen Anwohner*innen ab. Die erste Herausforderung ist hier, den Zugang zu den Gruppen zu bekommen und genug Vertrauen zu generieren. Die Mitarbeiterinnen des Projektes werden im Familienzentrum sowie den KiTa und Grundschulen regelmäßige Sprechstunden anbieten, um bei Problemen im Bereich Erziehung und Bildung zu helfen, sie sind dabei auch Ansprechpartnerinnen für die Mitarbeiter*innen und können Anwohner*innen bei Terminen sowie zu Veranstaltungen begleiten. Damit wird die Basis für die weitere Arbeit des Projektes gelegt. Jeden Monat wird im Familienzentrum ein gemeinsamer Nachmittag gestaltet, der neben Freizeitaktivitäten (z.B. gemeinsames Kochen, Kreativangebote) auch die Vorstellung einer bereits existierenden Initative beinhaltet. So soll den Anwohner*innen gezeigt werden, welche Möglichkeiten sie haben sich einzubringen und der direkte Kontakt geschaffen werden. Die Angebote sind dabei explizit an alle Anwohner*innen gerichtet, die Atmosphäre soll dazu ermutigen eigene Wünsche und Ideen einzubringen. Neben diesen informellen Angeboten wird es zudem alle 3 Monate einen Workshop zu den Themen Erziehung und Bildung und Angebote der Multifamilientherapie geben. Bei diesem Ansatz bearbeiten 4-8 Familien gemeinsam themenspezifische und erkennen dadurch 1. dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind und 2. wie sie sich selbst als Ressourcen nutzen können.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
im Projekt wird auf die Interessen der Menschen eingegangen (z.B. Nachmittagsangebote nach Bedarf, nicht nach Vorgabe)
Kriterium
Beschreibung
Anwohner*innen werden zur eigenen Ideen ermutigt, Vorschläge und Ideen werden gemeinsam umgesetzt
Kriterium
Beschreibung
bestehende Angebote werden vorgestellt und Zugänge geschaffen, Anwohner*innen engagieren sich bei bestehenden Initiativen
Kriterium
Beschreibung
Netzwerk Soziale Akteur*innen wird einbezogen und re-aktiviert
Kriterium
Beschreibung
gemeinsame Aktivitäten, die alle vorhandenen Gruppen umfassen
Vorhandene Strukturen
In Belm gibt es das „Netzwerk Sozialer Akteure Belm“. Dazu gehören z.B. verschiedene
Kindergärten und Schulen, die Kirchengemeinden und freie Träger der Sozialarbeit. Einen
besonderen Fokus auf das Projektgebiet haben z.B. der offene Kindertreff und die Diakonie
Anlaufstelle „miteinander“. Zur Diakonie Anlaufstelle gehören die allgemeine Sozialberatung,
Suchtberatung und Suchtprävention sowie die Schuldnerberatung. Auch die evangelische
Nachbarschaftshilfe „Tatkraft“ engagiert sich im Projektgebiet. Im Rahmen der „Sozialen
Stadt“ wurden diese Strukturen weiter ausgebaut und gestärkt. Nach Ende des Programmes
konnte das Netzwerk ohne die Koordinierung durch das Quartiersmanagement, das 2014
auslief, weiterbestehen und ist bis heute eine gute Möglichkeit gemeinsame Ideen zu
entwickeln und schnell alle wichtigen Akteur*innen zu erreichen. Regelmäßige Netzwerktreffen wurden früher durch das Quartiersmanagement organisiert, dies übernimmt
jetzt die Gemeinde. Es ist also durchaus gelungen, Projektansätze in Regelstrukturen zu
überführen. Bis Ende 2018 läuft zudem das Projekt „BIBA-Belmer Initiative für Bildung und
Arbeit“. Das Projekt wird im ESF-Bundesprogramm „BIWAQ“ gefördert. Hierüber kann z.B. das jährliche Begegnungsfest der Gemeinde fortgeführt werden. Zudem gibt es in der Gemeinde ein Freiwilligenbüro, dass Ehrenamtliche akquirieren und vermitteln will.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ökumenische Jugendhilfen Belm
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Modellprojekt HAFEZ (Projekt für Demokratiestärkung und Radikalisierungsprävention)
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
1 TanteEmma (TE) - ein Ladengeschäft für Begegnung mit Beratungsort entsteht und wird in eine Sozialgenossenschaft (SG) überführt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sven Wersien
| Organisation | Christus Centrum Cuxhaven Flüchtlingshilfe/ IG Sozialwerk |
|---|---|
| Funktion | 1.Vorsitzender |
2. Kurzbeschreibung
TanteEmma (TE) - das Beste von Früher für Heute; Begegnungs- und Beratungsort; getragen von einer breiten Bewegung in Cuxhaven, mit der Zielsetzung eine Sozialgenossenschaft zu gründen
Projektbeschreibung
TanteEmma soll in der Innenstadt im Januar 2020 eröffnen. TE sieht in ersten Moment aus wie ein normales Ladengeschäft. In den Hinterräumen befinden sich aber auch Beratungsbüros und Versammlungsräume. Dadurch soll dies die neue Adresse des Freiwilligenzentrums werden und als "Ehrenamtsagentur" dienen.
Zur Konzeption, Planung und Umsetzung soll ab 09/19 sich die Marktleiter*in in TZ kümmern. Für praktische Renovierungsarbeiten werden Ehrenamtliche Hand anlegen. Wenn der Betrieb in 01/20 anläuft soll die Marktleiter*in sich um die optimale Infrastruktur des Ortes kümmern und wird im Tagesgeschäft von zwei 450 €-Kräfte und Ehrenamtliche unterstützt. Der attraktive Laden wird Kunden anlocken, die sich gerne in einer angenehmen Atmosphäre mit überwiegend gebrauchten Artikeln des alltäglichen Bedarfs, Kunsthandwerk, Souvenirs von Cuxhaven aber auch Kuriositäten etc. eindecken möchten. Verkäufer (Bürger, Künstler, Vereine...) können sich gegen eine Gebühr eine Regalfläche mieten, um ihre Waren + Flohmarktdinge zum VK anzubieten. Diese Fläche füllen sie auf und kümmern sich während der Mietphase um die attraktive Präsentation.
Aufgrund der Warenvielfalt und des sich ständig verändernden Sortimentes werden sich Käufer*innen und Verkäufer*innen im TE aufgrund der längeren Verweildauer immer wieder über den Weg laufen.
In TE findet Beratung bewusst im "Hinterzimmer" statt, so dass Hilfesuchende ohne Gesichtsverlust die Räumlichkeiten betreten können. So werden u.a. die Themen Sucht, Gewalt und Schulden von den professionellen Partnern aus dem Stadtgebiet in diesen Räumlichkeiten zusätzlich angeboten. Da im unmittelbaren Umfeld extrem viele Spielhallen zu finden sind, soll das Thema Spielsucht besonders beleuchtet werden.
TE wird zudem ein Herzstück für das Ehrenamt in der Stadt. Menschen werden hier u.a. auf das Thema "Ehrenamt" aufmerksam, erhalten Infos und Schulung und werden von hier ausgesendet (Geh-Struktur). Kleine Vereine und IG´s können hier eine Adresse und einen Ort für ihre Aktivitäten finden. Ggf. finden hier Workshops, Planungstreffen und Schulungen durch diese statt.
Eine Fahrschule oder ein anderer Betrieb könnte hier zur Gegenfinanzierung ebenfalls unterkommen.
Durch geschicktes Buchen dieser Veranstaltungs- und Büroräume kann die Fläche vielfach, nachhaltig und effektiv genutzt werden. Abgerundet durch eine "TE-Lounge", können die Besucher sich bei Tee oder Kaffee austauschen und Kontakte knüpfen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Momentan befinden wir uns mit einem Vermieter im Lotsenviertel in Vorverhandlungen, der uns bei einer Anschubfinanzierung durch die Modellförderung seine Geschäftsräume (ca.330 qm) vermieten würde. Breite Kreise der Cuxhavener Gesellschaft und Politik unterstützen uns. Unsere Netzwerkpartner und wir erfuhren, dass sich Hilfsbedürftigkeit nicht nur durch fehlende materielle Dinge auszeichnet, sondern auch durch immaterielle, wie z.B. Einsamkeit, Nicht-Gebraucht-Werden...
Unser primärer Gedanke ist immer, etwas Gutes für die Menschen in Cuxhaven zu tun. Durch Begegnung von unterschiedlichen Menschen werden Unterschiede aufgeklärt, Vorurteile abgebaut und das Leben der Bewohner ein Stück angenehmer und friedlicher. Unser Projekt TanteEmma wird Menschen verschiedenster Herkunft, sozialer Schicht, Motivation und Problemlagen unter ein Dach bringen und aus dem Laden heraus können wir auf sie zugehen. In einem ersten Schritt möchten wir unseren TE planen und eröffnen, um in einem zweiten Schritt mit einigen unserer Partner eine Sozialgenossenschaft gründen (s.Projektziel Gründung einer SG), um Doppelungen von Hilfsmaßnahmen zu vermeiden um noch stärker und sichtbarer für die Bürger*innen zu sein. Das ist eines der Probleme, welches wir in unseren "sozialen Landschaft" anpacken möchten. Unser Standort gilt vielen Bürgern als "Ärgernis" (Leerstand, Spielhallen,...) TE liegt direkt am Eingangstor zum Lotsenviertel. Daher würde sich die Kaufmannschaft der IG Lotsenviertel sehr über eine Steigerung der Attraktivität zur Schillerstraße freuen, und uns ideell aber auch praktisch unterstützen.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Innenstadt Alt-Cuxhaven
Beschreibung
TanteEmma liegt direkt in unserem Quartier. Hier wohnt auch ein Großteil unserer "Klientel" in einem Radius von ca. 2 km. (s. Karte im Anhang) Einige Teile des Gebietes sind zwar keine unmittelbaren Brennpunkte, aber hier haben sich lokale und überregionale Vermieter eine große Menge an Wohnungen gesichert, die nur in geringem Maße saniert wurden. Dadurch sind sie Zuzugsgebiet für sozialschwache geworden. Viele der Menschen kommen nur hier an günstigen Wohnraum.
Einwohnerzahl
2000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Cuxhaven (Insgesamt Innenstadtbereich 13956)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung der Stadt Cuxhaven
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet Schätzung
Gesamtstadt Arbeitsagentur
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Cuxhavener Nachrichten
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_csc_e.v.jpg
(104.87 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Soziale Aktivität/Infrastruktur: Eine leerstehende Geschäftsimmobilie wird zum einen als Ort für günstiges Einkaufen und zum anderen als Ort der Begegnung und des Engagements geschaffen.
Zusammenleben: TE ermöglicht ein Miteinander unabhängig von kultureller Herkunft, sozialer Schicht und Alter/Generation.
Schule/Bildung: TE wird ein außerschulischer Ort des Lernens. Amateure und Experten geben Wissen weiter und stellen ihre Kompetenz der Allgemeinheit zur Verfügung.
Stadtteilkultur: Menschen lernen miteinander in Workshops und Kursen. Sie gestalten ihr privates und lokales Umfeld.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
TE ein Ort ist, an dem die Bewohner ihre Anliegen und Interessen äußern. Sie vertrauen drauf, dass gemeinsam Wege gefunden werden diese zu erreichen und umzusetzen.
Kriterium
Beschreibung
TE wird in seiner Form der Sozialgenossenschaft als Vorbild wahrgenommen. Gemeinsame Interessen können gebündelt und kanalisiert werden, so dass eine größere und stärkere Lobby entsteht.
Kriterium
Beschreibung
TE wird von den Bürgern genutzt und gestaltet. Es wird als ein Tool/Vehikel wahrgenommen und benutzt, welches der Nachbarschaft und dem Miteinander dient.
Beschreibung
TE wird von Vereinen und Kooperationen genutzt, um Ehrenamtliche aus dem Pool der Ehrenamtsagentur zu "buchen". Auch werden die Mitarbeiter von TE als Experten und Berater in sozialen, städtischen Belangen wahrgenommen und zu Rate gezogen.
Kriterium
Beschreibung
TE als Sprachrohr der Bürger auftritt. Es wird ein Rahmen geschaffen, dass Menschen ihre Anliegen formulieren und im Verfolgen dieser vom TE-Team unterstützt und begleitet werden. Durch Empowerment lassen sich Lebensbedingungen verbessern.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Cuxhaven (Dezernat 3 /Aufgabenbereiche: Demokratie Leben; Mehrgenerationenhaus; Prävention; Soziale Stadt; Stadtteilarbeit) /// Landkreis Cuxhaven ( Amt Strategische Sozialplanung / Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Centrum Cuxhaven e.V. /// Freie ev. Gemeinde Cuxhaven ///Offenes Herz Altenwalde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie (Allg. Sozialberatung; Psychosoziale Beratung; Schwangerschaftskonfliktberatung)/// Caritas (Migrationsdienst, Integrationsberatung und Flüchtlingsarbeit) /// Der Paritätische (Jugendmigrationsdienst; Aufsuchende Sozialarbeit)/// Hospizgruppe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unternehmerverband Cuxhaven /// Lions Club Cuxhaven /// Rotary Club Cuxhaven /// IG Lotsenviertel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten (Bereich Soziales) // Stiftung der Stadtsparkasse Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
BBS Cuxhaven (Kontakt zur Koordinatorin der Sprachintegrationsklassen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontakt zu den MdL´s Thiemo Röhler (CDU) und Uwe Santjer (SPD)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied und Initiator: "Cuxhaven für Respekt und Menschenwürde" (ca. 50 Mitgliedsvereine-und Verbände)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ritzebüttel Aktiv (Soziale Stadt Lehfeld) /// Soziale Stadt Süderwisch
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On