Haus der Mehrsprachigkeit
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Alexandra Konopleva
| Funktion | 1. Vorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mehrsprachigkeit leben – Integration gestalten
Projektbeschreibung
Viele mehrsprachige Kinder haben keine Gelegenheiten, ihre Familiensprachen außerhalb des Elternhauses anzuwenden.
Dadurch geht nicht nur ein wichtiger Teil ihrer Identität verloren, sondern auch die Möglichkeit, mit ihrer Familie auf Augenhöhe zu kommunizieren.
Gleichzeitig stehen neuzugewanderte Kinder und Erwachsene vor großen Herausforderungen bei der sozialen und sprachlichen Integration.
Diese beiden Gruppen können sich ideal gegenseitig unterstützen: während Neuzugewanderte von deutschsprachigen Gleichaltrigen profitieren, erhalten mehrsprachig aufgewachsene Kinder die Möglichkeit, ihre Familiensprache aktiv zu vertiefen. Wenn sich zudem deutschsprachige Menschen einbringen, entsteht ein offener Austausch, der zeigt, wie wertvoll und bereichernd Mehrsprachigkeit für alle ist.
Unser Ziel ist es, Mehrsprachigkeit als Ressource für das gesamte Quartier nutzbar zu machen und soziale Isolation durch niedrigschwellige Begegnungsangebote zu durchbrechen.
Die bisherigen Strukturen im Stadtteil bieten kaum interkulturelle Räume, in denen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft austauschen und aktiv einbringen können.
Hier setzt unser Projekt an: wir verknüpfen Bildungs- und Kulturförderung mit Gemeinwesenarbeit, um Begegnung und Teilhabe in der Nachbarschaft nachhaltig zu stärken.
Neben den vielfältigen Angeboten in unserem Jugendtreff, wo Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, ihre Herkunftssprachen aktiv im Alltag zu nutzen – durch kreative, spielerische und bildungsorientierte Angebote, die von Kunst über Naturwissenschaften bis hin zu Theater reichen - möchten wir auch im Quartier verstärkt präsent sein.
Durch mobile Angebote, Kooperationen mit lokalen Akteuren und die gezielte Aktivierung von Bewohner*innen schaffen wir neue Begegnungsräume.
Wir setzen auf eine Kombination aus festen Anlaufstellen und flexiblen Formaten im Stadtteil, um möglichst viele Menschen zu erreichen und langfristige Netzwerke aufzubauen.
Zusätzlich legen wir großen Wert auf die aktive Einbindung der Bewohnerinnen.
Teilnehmerinnen werden zu Multiplikator*innen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die bei uns aktiv sind, tragen ihre Erfahrungen weiter in ihre Nachbarschaft – sei es durch interkulturelle Projekte, ehrenamtliche Initiativen oder die Unterstützung neuer Teilnehmender.
Dadurch entsteht eine dynamische Struktur, die nicht auf unseren Jugendtreff beschränkt bleibt, sondern in den Alltag der Menschen übergeht.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In unserem Projektgebiet bestehen folgende Herausforderungen:
1) Fehlende Begegnungsräume: Es gibt kaum Orte, an denen Menschen unterschiedlicher Herkunft zwanglos miteinander in Kontakt treten können.
2) Eingeschränkte Vernetzung: Viele Bewohnerinnen mit Migrationsgeschichte haben wenig Kontakt zur Mehrheitsgesellschaft, , und es fehlen niedrigschwellige Begegnungsangebote, die einerseits die Herkunftskultur wertschätzen und andererseits Integration fördern. Es gibt Spannungen zwischen verschiedenen zugewanderten Gruppen.
3) Sozioökonomische Unsicherheiten: Viele Bewohner*innen haben prekäre Einkommensverhältnisse, was Passivität verstärkt.
4) Städtebauliche Defizite: Fehlende Aufenthaltsräume und wenig attraktive öffentliche Plätze.
Aktuell betreiben wir im Stadtteil einen mehrsprachigen Kinder- und Familientreff. Unser Fokus liegt auf der Förderung von Mehrsprachigkeit, interkultureller Kompetenz und der sozialen Teilhabe.
Durch den gezielten Einsatz von GWA und QM möchten wir den oben beschriebenen Herausforderungen entgegenwirken, unsere bestehende Struktur ausweiten und stärker in den Stadtteil hineinwirken. Dazu gehören unter anderem:
1) Mobile & aufsuchende Angebote, um auch Menschen zu erreichen, die bisher wenig Zugang zu unseren Programmen hatten.
2) Stärkere Kooperation mit anderen Akteuren im Quartier, um ein nachhaltiges Netzwerk zu schaffen.
3) Nutzung öffentlicher Räume für gemeinschaftliche Aktivitäten, um niedrigschwellige Begegnungen zwischen Nachbarn unterschiedlicher Herkunft zu ermöglichen.
Mit diesen Maßnahmen wollen wir das Quartier langfristig stärken, soziale Isolation abbauen und das interkulturelle Miteinander verbessern.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover - Vahrenwald List
Beschreibung
Der geplante Projektstandort befindet sich im Stadtbezirk Vahrenwald-List in Hannover, einem dicht besiedelten, urbanen Gebiet mit einer hohen sozialen und kulturellen Vielfalt. Das Fördergebiet umfasst vor allem die Wohnquartiere rund um die Vahrenwalder Straße, den Vahrenwalder Park und den Stadtteil List, die durch eine heterogene Bevölkerungsstruktur geprägt sind.
Vahrenwald-List gehört zu den Stadtteilen mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an Familien mit Migrationshintergrund. Viele Kinder wachsen hier mehrsprachig auf, jedoch fehlt es an gezielten Bildungsangeboten, die ihre sprachlichen Ressourcen fördern und ihnen gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Gleichzeitig gibt es in diesem Gebiet eine wachsende Nachfrage nach sozialen Begegnungsräumen, die als Brücke zwischen unterschiedlichen Kulturen dienen können.
Das Fördergebiet ist sozialräumlich abgegrenzt durch zentrale Verkehrsachsen wie die Vahrenwalder Straße im Westen und den Schiffgraben im Osten. Im Norden erstreckt es sich bis an die Grenzen des Stadtteils Hainholz, im Süden bis zur Podbielskistraße. Das Gebiet zeichnet sich durch eine Mischung aus Wohnquartieren, kleineren Gewerbegebieten und Bildungseinrichtungen aus, die das soziale Leben im Stadtteil prägen.
Einwohnerzahl
71000
Quelle / Anmerkungen
https://www.citypopulation.de/de/germany/hannover/admin/
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
vahrenwald-list_in_hannover.svg_.png
(200.82 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt einen klaren gemeinwesenorientierten Ansatz, da es direkt auf die Bedürfnisse und Herausforderungen der mehrsprachigen Bewohner*innen im Stadtteil eingeht.
1. Partizipation und Einbindung
Unser Ansatz basiert darauf, Bewohner*innen aktiv in die Gestaltung der Angebote einzubeziehen.
Ehrenamtliche aus der Community werden eingebunden.
2. Stärkung der Selbstorganisation und Eigeninitiative
Wir fördern Empowerment, indem wir Eltern und Jugendliche ermutigen, selbst aktiv zu werden – sei es durch die Organisation von Sprach- und Kulturprojekten oder durch gegenseitige Unterstützung im Bildungsbereich.
Unser Zentrum dient als Plattform für den Austausch, in der Nachbarschaften entstehen und Menschen sich vernetzen können.
3. Verbesserung der sozialen Teilhabe und Chancengleichheit
Viele mehrsprachige Familien haben begrenzte Zugänge zu Angeboten, die ihre Herkunftssprachen einbeziehen. Unser Projekt schafft niedrigschwellige Zugänge zu Bildung, Kultur und sozialer Interaktion.
Wir bieten Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum, in dem sie Mehrsprachigkeit als Ressource erleben und sich mit ihrer Identität auseinandersetzen können.
4. Nachhaltige Strukturen für das Quartier
Unser Ziel ist es, Mehrsprachigkeit als festen Bestandteil der Bildungs- und Gemeinwesenarbeit im Stadtteil zu etablieren.
Durch Kooperationen mit anderen lokalen Akteuren soll das „Haus der Mehrsprachigkeit“ langfristig für die Nachbarschaft bestehen bleiben.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kinder und Erwachsene, die bei uns Erfahrungen gesammelt haben, bringen ihre neu gewonnenen Perspektiven, Kontakte und interkulturellen Kompetenzen zurück in ihre Nachbarschaft. Dadurch entstehen neue Gesprächsräume.
Kriterium
Beschreibung
Familien starten eigene Initiativen und engagieren sich langfristig ehrenamtlich.
Kriterium
Beschreibung
Projekt nutzt bestehende mehrsprachige Ressourcen, indem wir Ehrenamtliche einbinden und Kooperationen mit lokalen Akteuren ausbauen.
Kriterium
Beschreibung
Menschen unterschiedlicher Herkunft, Altersgruppen und sozialer Hintergründe werden gemeinsam aktiv und lernen voneinander. Es entsteht mehr Offenheit zwischen verschiedenen Gruppen im Quartier
Beschreibung
Bildung, Integration und Kultur werden vernetzt und es entstehen Kooperationen mit Schulen und sozialen Einrichtungen.
Beschreibung
Intensivierung unserer Zusammenarbeit mit Schulen, sozialen Trägern und anderen relevanten Akteuren findet statt. Langfristig entsteht ein gestärktes soziales Miteinander.
Kriterium
Beschreibung
Unser Projekt stärkt den interkulturellen Austausch, indem es Räume für Begegnung schafft und das nachbarschaftliche Miteinander fördert.
Beschreibung
Wir streben an, nachhaltige Bildungs- und Begegnungsorte zu etablieren, indem wir neue Räumlichkeiten erschließen und bestehende Strukturen verbessern.
Kriterium
Beschreibung
Unser Modell wird erfolgreich, wenn es über den Stadtteil hinaus als Best-Practice-Beispiel wahrgenommen und auf andere Regionen übertragbar wird.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
1) Ehrenamtliche Strukturen
Unser Verein wird von einem großen Netzwerk an Ehrenamtlichen getragen. Monatlich engagieren sich rund 50 Freiwillige in verschiedenen Bereichen – von Bildungsarbeit bis hin zu nachbarschaftlichen Initiativen.
Viele unserer Ehrenamtlichen sind mehrsprachige Bewohnerinnen aus dem Stadtteil, die ihre eigenen Erfahrungen weitergeben und so zur gegenseitigen Unterstützung innerhalb der Community beitragen. Dadurch wird das soziale Miteinander im Quartier gestärkt.
Ehemalige Teilnehmende unseres Programms bleiben oft als Mentorinnen erhalten und begleiten neue Familien beim Ankommen.
2) Professionelle Strukturen
Unser Team besteht aus pädagogischen Fachkräften und interkulturellen Berater*innen, die Angebote zur Förderung von Mehrsprachigkeit und sozialer Teilhabe entwickeln.
Wir haben Erfahrung in der Durchführung von Projekten auf Landes- und Bundesebene.
3) Quartiersmanagement und Vernetzung
Unser Projekt ist in die bestehenden Strukturen des Stadtteils sowie der Stadt eingebunden. Wir sind Teil von Netzwerken wie AG 78 und kooperieren mit lokalen Vereinen, Schulen und sozialen Trägern.
Durch regelmäßige Austauschformate mit der Stadtverwaltung und anderen Akteuren tragen wir dazu bei, quartiersbezogene Herausforderungen zu identifizieren und gezielt anzugehen.
Unsere Räumlichkeiten dienen als Anlaufstelle für Familien, in der Beratung, Unterstützung und gemeinschaftliche Aktivitäten stattfinden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadtjugendring Hannover
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Unser Ziel ist es, das Haus der Mehrsprachigkeit langfristig als festen Bestandteil der Bildungs- und Integrationslandschaft in Hannover zu etablieren. Dafür arbeiten wir eng mit kommunalen Akteuren, Schulen, sozialen Trägern und Förderinstitutionen zusammen. Aktuell finanzieren wir uns über befristete Projektförderungen, Spenden und Ehrenamt. Langfristig streben wir eine strukturelle Förderung durch das Land Niedersachsen an, um eine nachhaltige Finanzierung zu sichern.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartiersprojekt Rhumeviertel. Nachbarschaftstreffpunkt ausbauen. Bildungschancen erhöhen. Demokratie fördern
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Holger Gatzenmeyer
| Funktion | Vorstand |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir im Quartier! Treffpunkt. Begegnung. Bildung.
Projektbeschreibung
Das Quartiersprojekt fördert gute Nachbarschaft und sorgt für mehr Miteinander. Als Anlaufpunkt des Stadtteils wurde der "Quartierstreff Rhumeviertel" errichtet. Er fungiert als multikulturelle Begegnungsstätte und als Beratungsstelle für soziale Anliegen der NachbarInnen und ist Ausgangsort für weitere Unternehmungen. Wir möchten ein Stadtteil-Team, bestehend aus engagierten BewohnerInnen ausbilden und diese MultiplikatorInnen für ein demokratisches Quartiersleben einsetzen. Es soll der Vernetzung zw. der Nachbarschaft und anderer Institutionen, dienen. Patenmodelle empowern die BewohnerInnen und fördern das Miteinander. Die Nachbarschaft ist gut miteinander vernetzt und ergänzt sich bei Bedarfen: z.B. Einkaufstandems. Der Wirkungskreis wird um den Kooperationspartner Werkstattschule ergänzt. Die Angebote werden miteinander abgestimmt und somit erweitert.
Im Rahmen von Bürgerforen wird der demokratische Austausch unter Nachbarn und die Mitarbeit für das Stadtteilleben begleitet. Das Format „Politik to go“ bietet Berührungspunkte mit PolitikerInnen und baut Hürden ab.
Für BürgerInnen aus dem Stadtteil, die Freunde und Partner verloren haben, sind soziale Kontakte ein wichtiger Pfeiler für den Erhalt der mentalen Gesundheit und körperlichem Wohlbefinden. Im Quartierstreff entstehen Kontakte, die weit über die Treffen hinausgehen. Die Menschen vernetzen sich, sozialer Einsamkeit wird vorgebeugt. In Zusammenarbeit mit dem Seniorenstützpunkt des LK, findet eine qualifizierte Wohnberatung statt. Erweitert werden soll das Angebot um digitale Begleitung, die SeniorInnen ohne Anbindung an ein junges Umfeld fehlt und von alltäglichen Angeboten teilweise ausschließt (online-Anträge, Arzttermine, Apothekenbestellungen usw.)
Der Kindertreff ist eist ein fester Bestandteil des Quartiertreffs. Bereits jetzt fördern wir die generationenübergreifenden Begegnungen, die in Rahmen von Festen (Weihnachtsfeier, Karneval) aber auch Ausflügen (Freibad, Tierpark) umgesetzt werden. Im neuen Projektjahr wird ein weiterer Schwerpunkt im Rahmen der digitalen Begleitung gesetzt. „Jung hilft Alt“- Projekt: SchülerInnen, z.B. einer Schule aus dem Stadtteil begleiten SeniorInnen beim Umgang mit Smartphones, Tablets und digitalen Diensten. Hierfür kommt eine Kooperation mit der Oberschule im Quartier in Frage. Der generationsübergreifende Austausch wird gestärkt und es entstehen Patenschaften. Des Weiteren soll eine Hausaufgabenhilfe durch ehrenamtliche Helfende etabliert werden.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier zwischen Eisenbahn und Rhume ist geprägt von sozialen Gegensätzen. Während einige BewohnerInnen in gesicherten Lebenslagen leben, stehen andere – insbesondere zugezogene Familien, Geflüchtete und ältere Menschen – vor großen Herausforderungen. Viele haben geringe Deutschkenntnisse, was den Kontakt zur Nachbarschaft erschwert. Gleichzeitig führen Vorurteile und Unsicherheiten der alteingesessenen Bevölkerung zu sozialer Distanz.
Soziale Isolation betrifft vor allem ältere Menschen, die durch den Verlust von Angehörigen wenige soziale Kontakte haben. Die Corona-Pandemie hat dies verstärkt. Zudem fehlt vielen SeniorInnen digitale Kompetenz, wodurch sie von alltäglichen Angeboten wie Online-Arztterminen oder Behördengängen ausgeschlossen sind.
Vernetzung und Gemeinschaft sind dringend nötig, da viele Communitys isoliert nebeneinander leben. Der Quartierstreff Rhumeviertel schafft Begegnungen, unterstützt Nachbarschaftshilfe und fördert interkulturellen Austausch. Stadtteilrundgänge, botanische Spaziergänge und generationsübergreifende Patenschaften helfen, Vorurteile abzubauen.
Bildung und Chancengleichheit sind zentrale Themen, da viele Kinder wenig Zugang zu gesunder Ernährung und alternativen Freizeitangeboten haben. Der Kindertreff bietet wöchentliche Programme und generationenübergreifende Aktivitäten, um Familien stärker einzubinden und soziale Strukturen zu stärken.Das Quartiersprojekt hat erste Erfolge erzielt und soll langfristig den Zusammenhalt im Viertel fördern.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim Rhumeviertel
Beschreibung
Das Quartiersgebiet grenzt an die Innenstadt Northeims und ist gleichzeitig durch die Bahngleise, in gedachter Linie, davon getrennt. Zur rechten Seite (Rückingsallee) wurde ebenfalls eine Grenze gezogen. Dahinter befindet sich ein Gebiet mit wenigen Anwohnern, einer Veranstaltungsfläche für z.B. Zirkuszelte ein Bürgersaal und Gewerbe. Zur linken Seite wurde das Gebiet über die Berliner Allee hinaus, um ein Wohngebiet erweitert, in dem viele Menschen mit Migrationshintergrund leben, dort verhältnismäßig viele Kinder wohnen und sich mehrere Betriebe befinden. Z.B. ein Eisenwarenhandel, ein Bildungsträger, eine Physiopraxis usw. Nach Norden hin wurde an der Rhume entlang (dem Naherholungsgebiet) das Viertel auch hinter dem Fluss mit einbezogen. Dort befindet sich ein großer Spielplatz, der nur über eine Brücke zu erreichen ist. Diese wurde im vergangenen Jahr saniert und bietet nun die Möglichkeit für beide Seiten den Fluss zu queren und sich an Aktionen im Stadtteil zu beteiligen. Im ursprünglichen Gebiet befinden sich weiterhin drei Kitas, eine Oberschule, die Tafel, eine Moschee und eine neuapostolische Kirche, das Hallenbad und die Sporthalle. Des Weiteren gibt es hier brach liegende Gebäude, ehemalige Autohäuser aber auch Werkstätten für Autos. Die Bevölkerung hier ist bunt gemischt. Eine Vielzahl von Kulturen treffen hier aufeinander. Durch die Namensgebung im ersten Projektjahr wurde eine Identifizierung mit dem Stadtteil und ein Zusammengehörigkeitsgefühl der BewohnerInnen erreicht.
Einwohnerzahl
2673
Quelle / Anmerkungen
Bürgerbüro Stadt Northeim
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro Northeim
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro Northeim
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro Northeim
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartiersprojekt_rhumeviertel.pdf
(253.5 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersprojekt basiert auf einem gemeinwesenorientieten Ansatz, der die BewohnerInnen aktiv in die Gestaltung ihres sozialen Umfelds einbindet und die Gemeinschaft stärkt. Der Quartierstreff dient als offener Begegnungsort, an dem Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialem Status zusammenkommen, sich austauschen und gegenseitig unterstützen. Durch partizipative Angebote wie Nachbarschaftscafé, Selbsthilfegruppen, generationsübergreifende Aktivitäten und Bildungsprogramme, fördern wir die Eigeninitiative der BürgerInnen und die ihre Selbstwirksamkeit. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist das Empowerment der BewohnerInnen. Sie werden ermutigt, eigene Ideen und Bedürfnisse in den Stadtteil einzubringen und aktiv an Entscheidungsprozessen mitzuwirken. Community Organizing spielt eine zentrale Rolle in unserem Ansatz. BewohnerInnen werden befähigt, sich gemeinsam für ihre Interessen einzusetzen und aktiv Veränderungen im Stadtteil voran zu bringen. Neben der Stärkung sozialer Strukturen kooperieren wir mit lokalen Akteuren und Vereinen, um bestehende Ressourcen zu vernetzen. Besonders wichtig sind niederschwellige Angebote, die für alle zugänglich sind und gezielt benachteiligte Gruppen einbeziehen. Unser Ansatz setzt auf soziale Nachhaltigkeit. Durch gemeinschaftliche Aktivitäten und ehrenamtliches Engagement tragen wir dazu bei, die Lebensqualität im Quartier zu verbessern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt langfristig zu stärken.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Handlungskompetenzen der BewohnerInnen sind gestärkt, sodass sie ihre Ideen im Stadtteil einbringen und selbständig umsetzen können: Organisation eines Nachbarschaftscafés, Gründung von Selbsthilfegruppen (Community Organizing), Nachbarschaftshilfen
Kriterium
Beschreibung
Durch öffentlichkeitswirksame Aktionen wie Pressearbeit, social media und Flyer/ Plakate, werden die Angebote und Ergebnisse der GWA sichtbar gemacht. Die Kompetenzen der BewohnerInnen fließen in die Entwicklung des Quartiers ein.
Kriterium
Beschreibung
Durch gemeinsame Feste, Ausflüge, Workshops und Versammlungen, lernen sich die Gruppen besser kennen. Sie profitieren von ihren Erfahrungen: Ältere sind Lesepaten und Wunschgroßeltern, während Jugendliche bei digitalen Herausforderungen unterstützen.
Beschreibung
Akteure des Stadtteils treffen sich bei regelmäßigen Austauschplattformen. Gemeinsam werden Projektideen erarbeitet und durch unterschiedliche Ressourcen bereichert. Durch Programme wie "Demokratie leben" werden Projekte, wie interkult. Flohmarkt geförde
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Der Caritasverband verfügt über etablierte ehrenamtliche und professionelle Strukturen, die eine Grundlage für die Gemeinwesenarbeit bilden. Insbesondere die Ehrenamtsarbeit im Caritex Laden, die Erziehungslots*innen sowie die ZISS Selbsthilfekontaktstelle stärken das Gemeinwesen nachhaltig.
Der Caritex Laden dient nicht nur als soziale Einrichtung, sondern auch als Begegnungsstätte, in der Ehrenamtliche gesellschaftliche Teilhabe fördern. Die Erziehungslots*innen begleiten Familien in Erziehungsfragen und vermitteln zwischen Familien und Beratungsstellen. Die ZISS Selbsthilfekontaktstelle unterstützt Betroffene durch den Aufbau und die Begleitung von Selbsthilfegruppen.
In den nächsten drei Jahren sollen diese Strukturen gezielt in die Gemeinwesenarbeit integriert und ausgebaut werden. Ziel ist es, nachhaltige ehrenamtliche Strukturen zu schaffen, die nach Projektende weiterbestehen. Dies erfolgt durch stärkere Vernetzung, neue quartiersbezogene Initiativen und gezielte Qualifizierung der Ehrenamtlichen. Eine koordinierende Stelle wird als Schnittstelle zwischen Ehrenamtlichen, Fachkräften und der Quartiersbevölkerung fungieren. So wird langfristig eine stabile soziale Infrastruktur geschaffen, die das Gemeinwesen nachhaltig stärkt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Northeim: Senioren- und Pflegestützpunkt, Jobcenter LK Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Mariä Heimsuchung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Harz-Weser-Werke gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ZISS Selbsthilfekontaktstelle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Al-Ithbât und Tanzîh Moschee
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Northeim Abteilung Jugend/Sport/Kultur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fa. GollArt, Tischlerei und Möbelbau
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bizim: Lebensmittelhändler, Kaufland: Supermerkt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Caritas Northeim ist Teil des Quartiers und des Quartiersprojektes. Die Beteiligung aller Bürger:innen und die Parteilichkeit für vulnerable Gruppen, wird von den Beratungsdiensten des Caritas-Centrums Northeim weiter praktiziert. Das Empowerment der Bewohner:innen wird durch die Ehrenamtskoordination und die Selbsthilfekontaktstelle ZISS weiter begleitet. Diese Strukturen sowie die Erfahrungen aus dem Projekt bilden eine Grundlage für die Fortführung der sich entwickelnden Bedarfe.
11. Medien
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Göttinger Quartiere - Gute Nachbarschaft in Göttingen, intelligent finanziert_1
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christina Hammer
| Funktion | Sozialplanerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesenarbeit für alle unter einem Dach!
Projektbeschreibung
Die Stadt Göttingen als Projektträgerin kooperiert mit dem NBZ Holtenser Berg sowie dem Stadteilbüro Leineberg, die beide als Nachbarschaftsvereine im Quartier tätig sind, was eine besondere Herausforderung durch das Ehrenamt und die Finanzierungsstrukturen bedeutet. Das Konzept verfolgt vier Ziele, die miteinander verzahnt sind: Übergeordnetes Ziel ist es, die NBZ und die GWA finanziell und strukturell abzusichern sowie die Gemeinschaften in den Quartieren zu stärken und die Teilhabe aller Menschen zu fördern.
Die Träger*innen der Zentren sollen stärker zusammenwachsen, eine gemeinsame Finanzierungsstrategie der Gemeinwesenarbeit entwickeln und unabhängig werden. Innerhalb des Förderzeitraums von drei Jahren soll eine Planung erstellt und prozesshaft umgesetzt, die die Grundfinanzierung der NBZ verbessern soll. Zur Diskussion steht die Gründung eines gemeinsamen Daches für alle Standorte der GWA in Göttingen. Verbunden wird dies mit einem „Marketing“ „NBZ für alle“. Die Ergebnisse fließen in das Gesamtnetzwerk der GWA ein. Die intelligente Finanzierung der NBZ soll eine größere finanzielle Unabhängigkeit umfassen und die monetäre Verstetigung derselben. Zusätzlich wird ein kommunaler Austausch mit der Stadt Braunschweig und der lokalen GWA angestrebt.
Die Umsetzung der Teilprojekte beinhaltet die Inklusion von Migrant*innen und soll deren Selbstorganisation ermöglichen. Unterziele sind 1. Demokratieförderung 2. Kriminalprävention und Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls 3. Intelligente Finanzierung. Demokratieförderung und -bildung umfasst die gelebte Vermittlung der Prinzipien der Demokratie: Partizipation, Transparenz, Informationsfluss und Entscheidungsfindung sowie die Werte des Grundgesetzes. Nicht alleine als Vermittlung von Wissen, sondern praktisch in Form von Mikroprojekten sollen diese Prinzipien und Werte gefördert und gelebt werden. Darüber hinaus soll die Affinität zu rechtsextremen Parteien von einem Teil der Bewohnerschaft in den Blick genommen, mögliche Gründe aus der Gruppe heraus thematisiert und demokratische Prinzipien praktisch eingeübt werden. Vorurteilsbewusstes Handeln und Denken sowie die Reflexionen hierauf bilden einen weiteren Inhalt. Kriminalprävention wird in Zusammenarbeit mit dem lokalen Präventionsrat und der Polizei in den Quartieren umgesetzt. Täterarbeit ist in dem einen und Opferarbeit in dem anderen Stadtteil vorgesehen. Wissenstransfer und Auswertung zwischen beiden Nachbarschaftszentren sind vorgesehen.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Seit 2017 beantragt die Stadt Göttingen Fördermittel aus dem Programm Gute Nachbarschaft und konnte darüber den kommunalen Aufbau der Gemeinwesensarbeit in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Trägern strategisch und strukturell weiterentwickeln sowie teilweise verstetigen. Diese Trägerstruktur zeichnet sich durch Vielfalt aus: Wohlfahrtsverbände, Nachbarschaftsvereine, die Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR), die Jugendhilfe Göttingen e. V. und der SC Hainberg 1980 e. V. setzen mit ihrem trägerspezifischen Know How die GWA in den Stadtteilen um.
Zur strukturellen Sicherung wird jede Stadtteileinrichtung in Form einer anteiligen Sockelfinanzierung von der Stadt Göttingen gefördert, muss aber zusätzlich weitere Mittel einwerben. Hier bietet die oben beschriebene Trägerstruktur zwar Vorteile durch die Nutzung der trägerspezifischen Kompetenzen, jedoch große Unsicherheiten und Unterschiede in der Finanzierung. Insbesondere den überwiegend ehrenamtlich strukturierten Nachbarschaftsvereinen fehlt es an hauptamtlichen Ressourcen für Drittmittelakquise. Auch mit den Herausforderungen durch die gesellschaftlich veränderten Lagen (Zuwanderung, Demokratieverdrossenheit, Sicherheitsängste) sind die ehrenamtlich organisierten Nachbarschaftsvereine überfordert.
Um eine weitgehende finanzielle Unabhängigkeit zu gewährleisten, bedarf es der Schaffung neuer quantitativer und qualitativer Strukturen, wie bspw. eines übergeordneten Dachverbandes GWA.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Göttingen Holtenser Berg/Holtensen/Hagenberg
Beschreibung
Der Holtenser Berg liegt im Nordwesten Göttingens auf einem Hügel, der nach Osten hin steil zu Leine und Grone abfällt. Südlich davon, getrennt durch den nördlichen Autobahnzubringer, liegt der Hagenberg. Westlich vom Holtenser Berg liegt Holtensen. Der Holtenser Berg und Holtensen sind durch die Straße unterm Hagen verbunden, die für den Autoverkehr gesperrt ist. Aufgrund der Lage am Stadtrand und der baulichen Trennung zwischen den umgebenden Stadtteilen stellen diese eigene Viertel dar. Das Nachbarschaftszentrum Holtenser Berg bezieht sich in seiner Arbeit auf die drei Quartiere Hagenberg, Holtenser Berg und Holtensen.
Einwohnerzahl
7892
Quelle / Anmerkungen
Referat 06 Statistik und Wahlen - Stadt Göttingen 2023
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 30.06.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 30.06.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Anmerkungen: Haushalte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Prägung
Gebiet-Name
Leineberg
Beschreibung
Das Quartier Leineberg liegt im südwestlichen Stadtgebiet von Göttingen zwischen dem südlichen Bahnbogen und der Leine deutlich abgegrenzt und ist im Osten über die Weserstraße als Hauptverkehrsader zu erreichen.
Einwohnerzahl
2959
Quelle / Anmerkungen
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stad Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 30.06.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 30.06.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, Anmerkung: Haushalte, 31.12.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 31.12.2023
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Stadt Göttingen verfolgt mit der Förderung der Göttinger NBZ den Ansatz der Gemeinwesenarbeit.
Das Förderprogramm Gute Nachbarschaft bildet seit 2017 einen wichtigen Bestandteil für die Weiterentwicklung und Verstetigung der GWA in der Stadt Göttingen. Mit Hilfe der Landesförderung konnte in den bisherigen Förderrunden eine gesamtstädtische Strategie für die GWA, ein gemeinsames Verständnis und ein Netzwerk der GWA entwickelt werden. Das Stadtteilbüro Leineberg und das NBZ Holtenser Berg sind Teil dieses Netzwerkes, verpflichten sich dem Leitbild der GWA und setzten den Ansatz der GWA über die Säulen: Koordination der GWA, Förderung von Kooperation und Vernetzung und Förderung des bürgerschaftlichen Engagements um. Die neu einzurichtende kommunale Koordinierungsstelle Gemeinwesenarbeit unterstützt das Netzwerk GWA, koordiniert die Trägertreffen GWA und fungiert als "Verwaltungslotse" und Bindeglied zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft. Das Projekt beinhaltet vielfältige Aktivierungsmethoden, einen hohen Grad an Beteiligung als auch konzeptioneller und interkommunaler Netzwerksarbeit. Aufgabe der Koordinierungsstelle ist es, diese Arbeitsschwerpunkte zu begleiten und konzeptionell zu unterstützen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Aktivitäten werden mit lokalen Partnern aus Wirtschaft, Kirchen und Sozialverbänden durchgeführt und der Austausch findet regelmäßig statt.
Kriterium
Beschreibung
Das Selbstverständnis der Quartiere geht über das eigene Quartier hinaus. Die NBZ sind Teil der kommunalen sozialen Infrastruktur, arbeiten aktiv im Netzwerk der Göttinger Nachbarschaftszentren mit.
Kriterium
Beschreibung
Finanzierungskonzept ist erstellt und eine Gesellschafterform ist entwickelt.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
In beiden Gebieten bestehen bereits Stadtteileinrichtungen, die in der Trägerschaft der für diesen Zweck gegründeten Nachbarschaftsvereine liegen. Die Stadt Göttingen unterstützt den Betrieb der Nachbarschaftszentren anteilig in Form einer Sockelfinanzierung und stellt zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements ein geringfügiges Sozialraumbudget zur Verfügung. Zusätzliche Mittel müssen über Drittmittelakquise und Projektförderungen eingeworben werden. Das NBZ Holtenser Berg wird vom Nachbarschaftsverein Holtenser Berg e. V., der sich aus Bewohner*innen der Zielviertel zusammensetzt, getragen. Es gibt eine hauptamtliche Leitungskraft, die mit Hilfe des ehrenamtlichen Vorstandes die Verwaltung und Koordination der Ehrenamtlichen und ehrenamtlich geleiteten Veranstaltungen übernimmt. Bestandteile der GWA sind: ehrenamtliche Beratungsangebote, informelle Nachbarschaftshilfe und Beratung, Begegnungsfeste, Vernetzung mit Beratungsstellen und Institutionen im Quartier. Das Stadtteilbüro Leineberg wird vom Nachbarschaftsverein Leineberg betrieben. Die Mitgliederschaft besteht hauptsächlich aus Privatpersonen und einigen wenigen Institutionen, hier u. a. die Städtische Wohnungsbau GmbH als größte Vermieterin in dem Quartier. Als Anlauf- und Begegnungsstellen stehen die Angebote der Stadtteileinrichtungen allen Bewohner*innen der Quartiere zur Verfügung, unabhängig von der Mitgliedschaft in den Vereinen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Jugendhilfe Göttingen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen kAöR
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationszentrum für Stadt und Landkreis Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Beide NBZ sind bereits Bestandteile des Netzwerkes GWA - Göttinger Quartiere und werden in Form einer Sockelfinanzierung anteilig von der Stadt Göttingen gefördert. Die ehrenamtlich geführten Nachbarschaftsvereine sollen mittels der Projektförderung professionalisiert und zusätzliche Finanzierungsstrategien entwickelt werden. Perspektivisch soll ein Dachverband der Göttinger Quartiere in freier Trägerschaft eingerichtet werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nachbarschaftszentrum Ahlhorn
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Benjamin Bak
| Organisation | Gemeinde Großenkneten |
|---|---|
| Funktion | Leiter für Ordnung uns Soziales |
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftszentrum Ahlhorn- nicht nur nebenan, sondern auch mittendrin
Projektbeschreibung
Ahlhorn stellt mit etwa 8.200 Einwohner*innen den größten Ortsteil der Gemeinde Großenkneten dar. 2023 wurde Ahlhorn in die Förderung "Gute Nachbarschaft" aufgenommen. Seitdem konnte bereits ein gutes Netzwerk aufgebaut und die Angebote an die Bevölkerung zielgerichtet eingesetzt werden. Diese Arbeit soll mit dem neuen Nachbarschaftszentrum verstetigt und gefestigt werden. 2023 hat die Gemeinde ein renovierungsbedürftiges Gebäude erworben, welches ab Sommer 2025 Instand gesetzt und der GWA und QM ab Sommer 2026 zur Verfügung gestellt wird. Hier können Begegnungen der unterschiedlichen Nationen stattfinden sowie Veranstaltungen größer und einfacher gestaltet werden, ein Begegnungs - und Bildungsgebäude mit niedrigschwelliger Hilfestellung und Ideenaustausch. Die Bürger*innen können sich mit einbringen und werden so animiert, ihr Quartier selber durch das Bottom-Up-Prinzip mitzugestalten. Die Interessen und Bedarfe werden gezielter und schneller umsetzbar. Die Zusammenarbeit mit der ländlichen Erwachenenbildung, Sportvereinen, Ehrenamtlichen und den unterschiedlichen sozialpädagogischen Fachkräften (Integration, Jugendpflege, Streetwork), Diakonie sowie den Bürger*innen wird im neuen Nachbarschaftszentrum möglich gemacht.
Laufzeit
2026-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Ortsteil Ahlhorn als dörflicher Raum weist viele städtische Strukturen und damit für eine ländliche Region eine sehr untypische Entwicklung auf. Hintergrund sind u. a. die Aufgabe des Militärstandortes mit damit verbundenem damaligen Leerstand von Wohnraum, lebensmittelverarbeitende Industrie, große Logistikzentren im näheren Umfeld, sowie die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit. Der Ausländeranteil im Projektgebiet liegt bei ca. 60%, einzelne Straßen bei über 70%. Es besteht eine hohe Fluktation, 22% der Bewohner*innen wohnen seit mehr als 10 Jahren am jetzigen Wohnstandort, im Gegensatz dazu aber 39% (einzelne Straßen 50%) weniger als 2 Jahre. Diese Umstände, verbunden mit dem negativen Image, erschweren den Aufbau von eigentlicher typischer Nachbarschaft und verstärken die Tendenz von Wegzügen. Enge und Überbelegung vieler Wohnungen führt dazu, dass sich soziales Leben auch in den öffentlichen Raum verlagert, was wiederum Ängste und Angsträume bei der einheimischen Bevölkerung bewirkt. Die alteingesessenen Bürger*innen sehen die sozialen Entwicklungen mit Sorge und fühlen sich entfremdet. Bestehende kommunale Angebote und das reiche Kultur- und Vereinsleben in der Gemeinde können diese Entwicklung bisher mit den aktuell vorhandenen Strukturen nicht aufhalten. Politische und kommunale Skepsis der osteuropäischen Bevölkerung im Ort ist deutlich spürbar. Ängste sind auf beiden Seiten durch Unwissenheit gegeben. Seitens der GWA wurde bisher vieles versucht, um diesen Umstand zu ändern. Mit Spaziergängen im Quartier, Plaudern auf dem Mehrgenerationenplatz und vielen unterschiedlichen Projekten im Zeppelin. Leider ist der Anteil der rumänischen Bevölkerung daran sehr gering.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Großenkneten Ahlhorn
Einwohnerzahl
8200
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Großenkneten
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Nach dem ISEK und den vorbereitenden Untersuchungen sind im Ort Ahlhorn erhebliche Missstände festgestellt worden. Hier sind funktionale, städtebauliche und gestalterische Missstände im öffentlichen Raum, funktionale und gestalterische Missstände bei Grün- und Freiräumen, wohnungswirtschaftliche Missstände aber insbesondere funtktionale hinsichtlich sozialer Infrastrukturen und sozialräumliche Problemlagen und Auffälligkeiten benannt. Auch die starke Konzentration von Armut sowie der hohe Ausländeranteil wurden aufgezeigt, wobei die Altersstruktur in Teilräumen auffallend jung ist. Eine hohe Fluktation der Bevölkerung und gesundheitliche Defizite wurden festgestellt. Mit dem Förderprogramm "Sozialer Zusammenhalt" wurde ein Quartiersmanagement eingerichtet. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass gerade der Gemeinwesenarbeit im Quartier eine hohe Bedeutung im Quartier zukommt. Richten sich die Beratungen vorrangig an die Eigentümer der Wohnobjekte sowie an bauliche Schwerpunkte, können über die Gemeinwesenarbeit die im Quartier lebenden Bewohner*innen angesprochen, unterstütz und beraten werden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch viele Projekte, die schon gestartet sind: Kunstprojekte, Gartenprojekte, Fahrrad fahren lernen, Fahrradregeln, Handy hacken-Vortrag, Lesezirkel. Einige dieser Ideen stammen von den Bewohner*innen. Ukrainische Frauen, Ahlhorner*innen.
Die Projekte wurden teilweise mit der Bildungseinrichtung der LEB und der Diakonie sowie der Ingetrationsbeauftragten durchgeführt. Ich suche die Menschen in ihren Wohnungen und im Quartier auf und komme mit ihnen ins Gespräch. Durch die politische Lage in einigen Heimatländern der Bewohner*innen ist es oftmals sehr schwierig, diese Menschen zu erreichen und ihnen die Angst vor Behörden zu nehmen. Als GWA versuche ich den Kontakt zu diesen Bewohner*innen herzustellen und die Hemmschwellen abzubauen. Es sind kleine Schritte nötig, um eine vertrauensvolle Basis zu schaffen. Da im neuen Nachbarschaftsgebäude ein besseres äußeres Umfeld gegeben ist, wird sich die Situation durch Angebote wie Kaffee/Tee und einen leichten Zugang zum Gespräch verbessern. Durch Angebote wie Sprachkurse und Hilfe beim Ausfüllen von Formularen seitens der QM ist ein viel direkter Kontakt möglich.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kommunikation unter den Bewohner*innen gestärkt ist und gemeinsam für Interessen eingestanden wird. Expert*innen aus dem Quartier heraus kommunizieren die Bedarfe und Wünsche der Bevölkerung.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Eine GWA sowie eine QM sind im Quartier tätig. Ehrenamtliche Unterstützung ist gegeben, ein Netzwerk mit Bildungseinrichtungen, Diakonie und sozialen Institutionen gibt es.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch Verstetigung der durch die GWA übernommenen Aufgaben und das Zusammenführen verschiedener Zielgruppen ist zu erwarten, dass diese Aufgaben auch künftig von entscheidender Bedeutung sein werden und somit einer Finanzierung auch politisch zugestimmt wird. Ergänzend sollen bei den örtlichen Wirtschaftsbetrieben Zuschüsse für diese Aufgaben eingeworben werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nachbarschaftsbüro Dorftreffpunkt Beim Alten Haarmeyer
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulf Dieckmann
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftsbüro Dorftreffpunkt Beim Alten Haarmeyer
Projektbeschreibung
Die bisherige Arbeit der GWA der Samtgemeinde (SG) Neuenkirchen wird an die „Dorftreff Beim Alten Haarmeyer gGmbH“ überführt, dort soll ein Nachbarschaftsbüro (NB) entstehen. Diese gGmbH ist ein Zusammenschluss der Kirchengemeinde, der SG Neuenkirchen und der Gemeinde Neuenkirchen. Dieser Zusammenschluss wurde notwendig, da die Gesellschafter alleine nicht eine nachhaltige Finanzierung der GWA gewährleisten können. Dieser Zusammenschluss ermöglicht die gemeinsame Umsetzung von Projekten zur Förderung der GWA. Es wurde im Vorfeld eine Sozialraumanalyse und ein Konzept zur GWA erarbeitet. Dieses Konzept wurde gemeinsam erarbeitet und vom Aufsichtsrat der gGmbH, dem Kirchenvorstand und dem Rat der SG Neuenkirchen beschlossen. Handlungsbedarfe zeigten sich im Bereich der Armut bei Kindern/ Jugendlichen und im Alter. Es wurde auch deutlich, dass der Anteil der Neubürger steigt. Auch hier gibt es wenig Angebote für Neubürger (egal welcher Herkunft). Aus der bisherigen Arbeit im Bereich der Gemeinwesenarbeit (Kleine Hilfen, Dorfküche Voltlage) wird u.a. auch eine Vereinsamungsproblematik deutlich. Diese Problemstellungen sollen vor Ort in den Treffpunkten der Samtgemeinde mit hauptamtl. Unterstützung durch das Nachbarschaftsbüro gearbeitet werden. Alle sozialen Akteure, die Kirche und die Kommune möchten gemeinsam intensiv an diesen Problemlagen arbeiten. Ziel ist u.a. eine gemeinsame Lenkungsgruppe besteht aus Vertretern der Kirche, der SG Neuenkirchen, der Ortbürgermeister, den Dorfmoderatoren und Vertretern der Dorftreffpunkte Merzen, Neuenkirchen u Voltlage zu bilden. Diese Gruppe wird aktiv die Bedarfe der Bürger/innen bearbeiten und sich gemeinsam an Lösungen der Problemlagen arbeiten. Die im bisherigen Projekt der GWA tätige Sozialarbeiterin soll vor Ort erhalten bleiben und im diesem Projekt nahtlos weiterarbeiten. Beratungs- und Dienstleistungsangebote (Schuldner-, Bildungs- , Rentenberatung) die bisher dezentraler im Gebäude der Drehscheibe zu finden waren, werden im Dorftreffpunkt Haarmeyer etabliert. Die gGmbH ist Eigentümerin einer ehemal. Traditionsgaststätte aus den 50er Jahren. Diese wird aktuell mit Fördergelder aus der ZILE Richtlinie kernsaniert u. im April 2025 eröffnet wird. Das Gebäude ermöglicht der GgmbH, Erträge aus Vermietungen von Räumen wie Musikstudio, Co-Working-Pace etc. zu generieren. Die Ertragshöhe ist aktuell noch nicht abschätzbar, deshalb wird eine Anschubfinanzierung für das NB notwendig
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der SG Neuenkirchen ist der ÖPNV mäßig ausgebaut, Fußgängerzonen mit Geschäften oder Lokalen gibt es nicht. Die SG kämpft mit Weg-Zügen von jungen Menschen und Senioren. Neu Zugezogenen Bürger haben es schwer in eine stark konservative, kath. , heimat- u. ortverbunden Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Die Gesamtbevölkerungszahlen sinken, das Durchschnittsalter steigt. Viele insbes. ältere Bürger leben alleine, sind von Einsamkeit u. Armut betroffen u. auf Hilfen angewiesen. Diese Ergebnisse sind belegt im Datenteil der Sozialraumanalyse im Projekt Gute Nachbarschaft und wird durch den Einsatz von Ehrenamtlichen in der SG Neuenkirchen bestätigt. Diese Themen wurden der Politik, der Kirche u. den Ehrenamtlichen vorgestellt, sie sollen nun gemeinsam angegangen werden. Aufgrund der allgemein angespannten Haushaltslage der Kirche (viele Austritte vor Ort = weniger Geld für die Kirchengemeinde vor Ort) u. der Kommune ( kurz vor der Haushaltssicherung durch steigende Preis, Rückgang der Steuerkraft, einmalig hohe Abschreibung in Höhe von 400.000 € für das Projekt Dorfcampus in 2025), ist es notwendig die vorhandenen Strukturen u. Ressourcen der Kirche und der Kommune miteinander zu vernetzten, deshalb entstand die gGmbH. Kommune/ Kirche und gGmbH haben gemeinsam an einem Konzept zur GWA gearbeitet. Ziele und Maßnahmen des Konzeptes soll nun mit Unterstützung der gGmbH insbesondere des NB umgesetzt werden. Die gGmbH benötigt eine Anschubfinanzierung zur Realisierung des NB, ansonsten ist das Projekt nicht zu finanzieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Neuenkirchen
Beschreibung
Die Samtgemeinde Neuenkirchen liegt im südwestlichen Niedersachsen im Nordteil des Landkreises Osnabrück und ist somit Teil der Region Weser-Ems. Sie besteht aus den Mitgliedsgemeinden Merzen, Neuenkirchen und Voltlage. Die Samtgemeinde Neuenkirchen ist ein sehr ländlich gelegener Ort mit ca. Fläche: 152,81 km² Fläche. Sie ist die am dünnsten besiedelte Gemeinde im ländlich strukturieren Landkreis Osnabrück und liegt mit 68 Einwohnern je Quadratkilometer weit unter dem niedersächsischen Landesdurchschnitt von 163 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Samtgemeinde verfügt über einen typischen dörflichen Charakter und steht beispielhaft für viele Kommunen im wirtschaftlich starken nord-westlichen Niedersachsens
Einwohnerzahl
10820
Quelle / Anmerkungen
https://www.neuenkirchen-os.de/rathaus-politik/verwaltung/zahlen-daten-fakten
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/
Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen
Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/
Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen
Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/
Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen
Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/
Arbeitslose Menschen: hier wurde behelfsmäßig die Anzahl der Empfänger SGB II Bürgergeld-Leistung und SGB III Arbeitslosengeld-Leistungen als Indikator hinzugezogen
Auswertung Langzeitarbeitslose: SG Neuenkirchen: 49 Pers. ; Landkreis OS 2.554 Personen
Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen
Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/
Altersgruppenauswertung unter 25 Jahre
Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen
Gesamtgebiet: Landkreis Osnabrück
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier liegen leider keine Zahlen vor
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/
Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen
Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier liegen leider keine Daten vor
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier liegen keine Daten vor
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier liegen keine Daten vor
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
lage_dorftreffpunkt_beim_alten_haarmeyer.pdf
(403.63 KB)
2025_karte_sg_neuenkirchen.pdf
(925.8 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die gGmbH möchte ein NB als Zentrum für die GWA errichten. Ziel des NB sind die Schaffung von Begegnungs-möglichkeiten, hierzu unterstützt die hauptl. MA die Ehrenamtlichen in der Dorfküche Voltlage, im neu eröffneten Dorftreffpunkt Haarmeyer u. in Merzen im Dorfgemeinschaftshaus bzw. Dorfcampus. Das NB steht jedem Bürger offen, es ist Anlaufstelle um erste Bedarfe/ Ideen zu besprechen. Insbesondere neu zugezogene Bürger finden im NB viele Informationen zu Aktivitäten in den Treffpunkten. Die Arbeit des NB findet auch außerhalb des Büros statt, auf Dorffesten, durch aktive aufsuchende Aktivierung der Bürger, Durchführung von Beteiligungsformaten u. den persönlichen Gesprächen im Sinne einer Geh-Struktur. Diese Ziele wurden auch im Konzept der GWA der SG MK vereinbart (s. Konzept S.15). Die Bedürfnisse der Bürger stehen im Vordergrund, zusätzlcih werden die Bedarfe aus der Sozialraumanalyse wie Vereinsamung, Armut von Kindern u. Senioren u. die Integration von Neubürgern gemeinsam mit einer Lenkungsgruppe bearbeiten. Diese Gruppe besteht aus Vertretern der Kirche, der Kommune, der gGmbH, den Dorfmoderatoren u. Vertretern aus den Dorftreffpunkten. Sie trifft alle Entscheidung zur GWA kollektiv (s. hierzu Organisation der Lenkungsgruppen Konzept S.19). Die LK-Gruppe hat auch die Möglichkeiten Bedarfslagen direkt über die Ortbürgermeister bzw. den Samtgemeindebürgermeister in die Politik zu geben. Über die Kommune kann Fachwissenwie z.B. Sozialarbeiter hinzugezogen werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bürger/innen der Samtgemeinde Neuenkirchen die drei Dorftreffpunkte regelmäßig besuchen. Die Bürger/innen sich der hauptamtlichen Kraft gegenüber öffnen und ihre Sorgen u. Bedarfe mitteilen und bereit sind gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten.
Kriterium
Beschreibung
Gründung eines Netzwerkes bestehend aus Kirche, gGmbH, Kommune, Dorfmoderatoren und Ehrenamtl. der Dorftreffpunkte. Regelmäßige Arbeitstreffen zur Lösung von Problemlagen aus der Sozialraumanalyse und Bedarf von Bürger/innen finden statt
Kriterium
Beschreibung
Das gemeinsam erarbeitete u. beschlossene Konzept der GWA wird aktiv mit vereinten Kräften umgesetzt. Nach 3 Jahren wird dieses Konzept fortgeschrieben. Das entstandene Vertrauen wird durch zusätzliche Kooperation ausgeweitet.
Kriterium
Beschreibung
Ressortübergreifendes Denken und Handeln der Akteure vor Ort findet in u.a. in gemeinsamen Aktionen wie Weltkindertag, 72 Std-Aktion, Mit dem Rad binnendür statt. Multiplikatoren für andere Akteure wie Kommunen im Landkreis OS, Land Nds, Bund etc.
Beschreibung
Durchführung von Nachbarschaftsfesten, Aktionen gegen Vereinsamung wie Bürgerspaziergänge, Bingo-Abende, Aufsuchende aktivierende Ansprache von Personen die durch Projekte wie Kleine Hilfe bekannt werden. Erstellung von Programm für Veranstaltungen, etc.
Beschreibung
Förderung des Ehrenamtes durch Ausbildung weiterer Dorfmoderatoren, Juleica- Schulungen, Programmplanungen in allen drei Mitgliedsgemeinden, regelmäßige offene Begegnungsmöglichkeiten schaffen, Sichtbarkeit der GWA auf Dorffesten, Seniorennachmittagen
Kriterium
Beschreibung
Nutzung der bereits vorh. Seniorenanlaufstellen, der Unterstützungsangebote der Kleinen Hilfen,um zu erfahren, welche Personen(gruppen) direkte Ansprache benötigen. Auf Empfehlungen/ Bekanntheit setzten damit ein pers. Kontakt möglich wird.
Kriterium
Beschreibung
Ausbildung von weiteren Ehrenamtlichen (Juleica, Dorfmoderatoren), Unterstützer für z.B. Frühstückstreffs, Walking-Bus, gemeinsame Spaziergänge finden, Ehrenamtssuche,
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Osnabrück, LAG-NOL (Leader), Samtgemeinde Neuenkirchen, Gemeinde Neuenkirchen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theatergruppe Neuenkirchen, Gospel-Chor Neuenkirchen, Kirchenchor Cäcilia, Tanzschule Hülsmann, Kinderchor Neuenkirchen, Blaskapelle Neuenkirchen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Goode-Weg-Schule Neuenkirchen, Kreismusikschule, VHS,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landfrauen Neuenkirchen, Eintracht Neuenkirchen (Dartsportgruppe), Hasetal-Touristik,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eintracht Neuenkirchen e.V, Heimatverein Neuenkirchen e.V:,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hocker-Gymnastik-Gruppe- Landfrauen, Spielgruppe Neuenkirchen ( Kleinkindergruppe),
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Neuenkirchen im Hülsen, Goode-Weg-Schule Neuenkirchen, Kindertagesstätten St. Christophorus u. St. Laurentius, Kinderzentrum Neuenkirchen im Hülsen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Kirchengemeinde St. Laurentius, Ev. Kirche Uffeln, Landjugend, Pfadfinder, Frauengemeinschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Drehscheibe Neuenkirchen, Anfrage von örtlichen Unternehmen für Mitarbeiter Fortbildung nach Eröffnung, Alibaba Imbiss, Kebab Haus, Caterer aus dem Umland, Zusammenarbeit mit verschiedenen Eventfirmen Artika Imbiss,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bersenbrücker Kreisblatt, Neue Osnabrücker Zeitung, NDR Niedersachsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rat der Gemeinde Neuenkirchen, Rat der Samtgemeinde Neuenkirchen, Ortbürgermeister Merzen, Voltlage, Samtgemeindebürgermeister der umliegenden Nordkreiskommunen, Christian Calderone MdL, Anke Henning , Lutz Brinkmann MdB, Thomas Uhlen MdL
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Bürger/innen aus der Samtgemeinde Neuenkirchen, Ehrenamtsgruppe der Dorfküche, Dorfmoderatoren aus der sozialen Dorfentwicklung Merzen- Neuenkirchen , Ehrenamtliche aus der Dorfküche Voltlage
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nach Eröffnung: Beratungsangebot durch: Schuldnerberatungsstellen- Caritas, Sprechstunde des Finanzamtes, Rentenversicherungsberatung, Gerland- Hörgeräte, Heißmangel/ Reinigung Hummert, Bildungsberatung Bildungsbüro des Landkreises,
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Weder Kirche noch der SG NK verfügen über ausreichend Haushaltsmittel zur Errichtung eines NB. Begründung: Bau Dorftreffpunkt+ gehäufte Kirchenaustritte u. kommunal angespannte Haushaltslage durch veränderte Wirtschaftslagen sowie Bau des Dorfcampus mit Dorftreffpunkt ca. 19 Mio. Aufwendungen. Der gGmbH benötigt eine Anschubfinanzierung für das NB vor Ort. Ab Eröffnung können Erträge erwirtschaftet werden. Eine Co-Finanzierungsvereinbarung soll zwischen Kirche u. SG NK abgeschlossen werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Suwi - das Nachbarschaftshaus im Suthwiesenviertel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nicola Pöckler
| Funktion | Stellv. Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnung und Aktivierung der Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Seit einigen Jahren schon sind wir als Akteur und Teil der städtischen Sozialstrukturplanung aktiv. U.a. sind wir an der Entwicklung gemeinsamer Ziele und Evaluationsmöglichkeiten für Quartiere mit Unterstützungsbedarf beteiligt und sind Träger eines Stadtteilzentrums in Salzgitter-Fredenberg. Bisher konnten wir im Quartier Suthwiesenstraße mit Migrationsberatung (Förderung Land Nds.) in einer kleinen Wohnung im Stadtteil tätig werden. Über die aussagekräftigen Daten (s. Ausgangslage) hinaus konnten wir so ein eigenes Bild der Bedarfslage entwickeln. Um diesen Stadtteil weiterzuentwickeln fehlen Räume, in denen sich Bewohner:innen treffen und aktiv werden können. Deshalb planen wir ein Stadtteilzentrum für die Bewohner:innen mit Angeboten der Begegnung, Beratung und Bildung. Räumlichkeiten im Quartier sind uns zugesagt, Voraussetzung für die Anmietung ist aber eine Finanzierung über Projektmittel, weil uns andere Mittel nicht zur Verfügung stehen. Im Stadtteilzentrum soll es einen offenen Cafébereich geben, auch die Migrationsberatung soll im Zentrum stattfinden. Für die Planung weiterer Aktivitäten ist die Beteiligung der Bewohner:innen wesentlich. Wir beziehen sie ein, indem wir im Stadtteil unterwegs sind, Menschen und Einrichtungen aufsuchen und indem im Stadtteilzentrum eine Beteiligungskultur gelebt wird. Zentral ist zunächst die Kontaktaufnahme zu den Bewohner:innen und ihre Aktivierung. Nach unserer Wahrnehmung des Quartiers können wir nicht davon ausgehen, dass unser Angebot und eine Aktivierung der Bewohner:innen sofort die Übernahme von Verantwortung und eigene Projekte bedeutet. Sie müssen als erstes eine Stimme bekommen, erfahren, dass ihnen jemand zuhört, ihre Anliegen und Wünsche auf- und ernstnimmt und sie dabei unterstützt, ihren Alltag gut zu leben. Dazu gehört auf jeden Fall die Möglichkeit der Begegnung mit Nachbarinnen und Nachbarn. Es geht im Weiteren darum, dass die Bewohner:innen dabei unterstützt werden, ihre Anliegen zu vertreten und im Wohnumfeld Dinge zu ändern, die sie für verbesserungswürdig halten. Wir schaffen dafür Strukturen, indem wir Netzwerke aufbauen, mit denen Bewohner:innen ganz praktisch an der Gestaltung ihres Wohnumfeldes mitwirken können und sich über diese Möglichkeit mehr mit ihrem Viertel identifizieren. Davon versprechen wir uns auch eine Verbesserung des Rufs dieses Quartiers, so dass man gern hier wohnen möchte.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Gebiet ist ein Viertel mit Mehrfamilienhaus-Bebauung in z.T. sehr schlechten Zustand, die Fassaden sind unästhetisch und haben keine Isolation. Hier leben Familien ohne Kontakt zu anderen, viele von ihnen haben einen Migrationshintergrund (s. Daten). Es herrscht ein Nebeneinander statt Miteinander. Die Menschen stammen aus verschiedenen Nationen und haben aufgrund von Unwissenheit und Furcht große Vorbehalte gegeneinander und gegen die einheimische Bevölkerung. Viele Familien haben jüngere Kinder und leben mit ihnen relativ isoliert in kleinen Wohnungen. Bspw. die Familien aus Syrien leben seit 2015 in Salzgitter, haben aber noch nie Kontakt zu anderen Migranten oder Einheimischen gehabt, weil es für sie in ihrer Nachbarschaft keinen Ort für eine Begegnung gibt. Es besteht zu dem ein sehr verzerrtes Bild über Deutschland, sein Bildungs- und Rechtssystem. Der Stadtteil wird nicht als Wohnort zum Leben wahrgenommen, sondern als zweckmäßige Unterkunft ohne Anspruch auf Ästhetik oder Praktikabilität. Man sieht z.B. nie Familien auf den vielen Grünflächen spielen oder verweilen. Viele Familien erhalten Transferleistungen. Sie nehmen unser Angebot der Beratung zwar an, haben aber anfangs kein großes Vertrauen, weil sie die Hilfe als kostenlose Leistung nicht begreifen. Im den sehr kleinen Räumen der AWO, Über den Bülten 24, 38226 Salzgitter, wurde das Projekt „Stark im Beruf“ angeboten und ist nun ausgelaufen. Viele Familien, vor allem Frauen, wünschen sich die Erweiterung der Angebote, leider ist das in den kleinen Räumen nicht möglich. Die Migrationsberatung, die weiterhin stattfindet, ermöglicht uns einen guten Zugang zu den Bewohner:innen, hier können wir anknüpfen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter - Lebenstedt/55/57
Beschreibung
Das Gebiet erstreckt sich über die städtischen Planungsbezirke 55 und 57. Folgende Straßen begrenzen das Gebiet: Neißestraße (südl.), Schäferkamp, Feldstraße (mit einem größeren unbebauten Gelände norwestlich) (westl.), Nordstr./An der Krähenriede (nördl.), Ludwig-Erhard-Str./Albert-Schweitzer.Str, (östl.)
Einwohnerzahl
6126
Quelle / Anmerkungen
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022, Zahlen beziehen sich direkt auf das Projektgebiet
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
41
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
suthwiesenviertel02763520230315132212.pdf
(618.62 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Angebot richtet sich an die gesamte Bevölkerung im Quartier. Der Bereich Suthwiesenstraße ist den statistischen Daten nach und auch von seinem Image in der Stadt ein benachteiligtes Gebiet. Zunächst geht es darum, den Menschen bzw. den unterschiedlichen Gruppen hier (seit langem und neu Zugewanderte unterschiedlicher Herkunft) Begegnung und Kennenlernen zu ermöglichen, um das Gefühl der Zugehörigkeit zu stärken. Das geschieht u.a. durch Beteiligungsaktionen sowie Freizeit- und Bildungsangebote. Diese Zugehörigkeit wird auch durch die Übernahme von Verantwortung gestärkt. Wir gewinnen Bewohner*innen für Aufgaben im Stadtteil, wobei nicht wir vorgeben, welche das sein sollen, sondern ihre Kompetenzen und Ideen dazu aufgreifen. Die Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben ist ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit, wobei wir keine fertigen Programme anbieten, sondern unser Netzwerk nutzen, um individuelle Wege zu unterstützen. Dabei wollen wir auch Arbeitsmöglichkeiten schaffen und anbieten oder kleine lokale gewerbliche Initiativen unterstützen. Die Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Raums ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit. Gemeinsam mit Bewohner:innen identifizieren wir sowohl Bereiche, die für Aktivitäten genutzt werden und ggf. besser ausgestattet werden können, aber auch vernachlässigte oder "Angst"-Räume, für deren Aufwertung sich Bewohner:innen mit unserer Unterstützung einsetzen wollen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Angebot im Stadtteilzentrum ist maßgeblich von den Wünschen der Bewohner:innen geprägt. Sie machen eigene Angebote, treffen sich im offenen Café und werden von uns bei der Durchsetzung ihrer Wünsche unterstützt.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner:innen treffen sich selbst organisiert im Stadtteilzentrum und übernehmen für die Räume Verantwortung (abschließen, sauber halten...)
Kriterium
Beschreibung
Menschen aus dem Quartier engagieren sich in Projekten oder bringen ihre Fähigkeiten bei Festen ein. Die lokale Wirtschaft wird in Aktivitäten und die Unterstützung des Stadtteilzentrums eingebunden.
Kriterium
Beschreibung
Menschen aus verschiedenen Generationen und Herkunftsländern treffen und beteiligen sich oder setzen sich gemeinsam für ihren Stadtteil ein
Beschreibung
Das Stadtteilzentrum ist Anlaufstelle für soziale Problemlagen, aber auch für Verbesserung des Wohnumfeldes und Schaffung von Teilhabe am öffenltichen Leben in der Stadt an
Beschreibung
Regelmäßige Netzwerktreffen finden sowohl unter den Akteuren im Quartier, als auch mit den benachbarten Quartiersprojekten und stadtweit statt. Die meisten Angebote im Stadtteilzentrum sind Kooperationsprojekte.
Kriterium
Beschreibung
Es gibt neben dem Stadtteilzentrum auch andere neue Orte der Begegnung und des Wohlfühlens im Stadtteil. Feste und Feiern sind für alle da und haben ein entsprechendes Angebot (keine religiösen, kulturellen oder armutsbedingten Hürden)
Beschreibung
Das Quartier Suthwiesenstraße bleibt im Kontorskonzept der Stadt Salzgitter eins von 7 unterstützungswürdigen Gebieten. Träger und Mitarbeiter:innen sind in Planungen einbezogen und Teil der städtischen Integrationsstrategie.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Jumpers, Jugend mit Perspektive
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreff StartPunkt der Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreffs in anderen Quartieren
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
- Stadt SZ: identifiziert das Gebiet als Quartier mit Unterstützungsbedarf, bisher schon Förderung eines Arbeitsmarktprojekts und unserer Beratungsstelle. Lange Kooperation im Rahmen der Sozialstrukturplanung, daher versprechen wir uns eine dauerhafte Finanzierung.
- TAG, größter Vermieter vor Ort: langjährige Kooperation und finanzielle Förderung in anderen Stadtteilen, Kooperation für diesen Stadtteil zugesagt (LoI liegt vor).
- Jobcenter: regelmäßiges Angebot vor Ort geplant (LoI vorh.)
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: NeNa (Neustädter Nachbarschatz)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Martina Uhlenkamp
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Die Vielfalt der Neustadt bildet einen Schatz, den wir gemeinsam heben wollen!
Projektbeschreibung
Die Quakenbrücker Neustadt weist mit ihrem 46,63 % igen Ausländer*innenanteil einen immensen Gestaltungsbedarf auf, was das Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen angeht. Sie leben mit sehr unterschiedlichen Lebensentwürfen in der Neustadt zusammen. Die unterschiedlichen Vorstellungen führen nicht selten zu Konflikten. Diese Vielfältigkeit stellt gleichzeitig ein Potential da und bietet einen großen Schatz an Ressourcen und Kompetenzen, die planvoll und prozessorientiert für die Neustadt nutzbar gemacht werden können. Im Mittelpunkt des geplanten Nachbarschaftsprojektes NeNa (Neustäter Nachbarschatz) steht die Aktivierung und Beteiligung der Bürger*innen zur Gestaltung ihres Stadtteils. Dabei geht es nicht nur um das Feiern von Festen und Ritualen, sondern auch um soziale und kulturelle Begegnungsmöglichkeiten, um bedarfsgerechte Bildungsangebote und um die Gestaltung öffentlichen Raums. Zentraler Bestandteil der Projektarbeit ist dabei ein moderierter Beteiligungsprozess, der die BürgerInnen mit ihren Ideen und Kompetenzen aktiv in die Umsetzung einbindet. In diesem Zusammenhang ist es geplant, Orte zu identifizieren, die als Anlaufstelle dienen und die BürgerInnen selbstverantwortlich nutzen können, die aber auch gleichzeitig der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Das es an entsprechenden Räumen und Möglichkeiten fehlt, ist eine zentrale Erkenntnis aus einem vorgelegten Projekt, das von einer bulgarisch/türkisch sprechenden Mitarbeiterin durchgeführt wurde. Sie wird eine wichtige Rolle im Projekt NeNa spielen. Eine rumänisch sprechende Mitarbeiterin soll in die Stadtteilarbeit einbezogen werden. Die vernetzte Zusammenarbeit mit Schulen, Kindertagesstätten, Vereinen und Diensten sind ein weiterer wichtiger Aspekt. Die einzelnen Anlaufstellen sollen sichtbarer werden, Hemmschwellen abgebaut, Bildungsangebote und Dienstleistungen zugänglicher gemacht werden. Darüber hinaus werden weitere Gruppierungen durch die Beteiligung der Projektpartner*innen/Multiplikator*innen erreicht. Zur weiteren Aktivierung und Beteiligung aller Bürger*innen wird ein externer Moderator für Beteiligungsprozesse eingebunden. Mit ihm werden Befragungen, moderierte Veranstaltungen und Arbeitskreise mit Bürger*innen und KoopPartnern durchgeführt. Die Ergebnisse werden dokumentiert. Die Ressourcen im Sozialraum und Kompetenzen der Bürger*innen werden in einer Datenbank festgehalten.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Quakenbrück ist eine Stadt im Landkreis Osnabrück mit fast 15.000 Einwohner*innen. Im Stadtteil Neustadt wird mit 46,63 % der höchste Anteil an zugewanderten Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit gezählt. Der Stadtteil ist von der Altstadt und den anderen Stadtteilen durch eine Bahnlinie sichtbar aber auch in den Köpfen der Bürger*innen getrennt. Die Bewohnerschaft (4572 Menschen) ist sehr heterogen und vielfältig: 69 verschiedene Herkunftsländer, Reihenhäuschen neben alten Kasernengebäuden, die heute Wohnzwecken dienen, viele junge Familien mit Kindern aber auch ältere Menschen in kleinen Eigenheimen, die früher als Arbeiter*innen in der großen Fahrradfabrik (Kynast) beschäftigt waren. Bedingt durch die Fleischindustrie gibt es einen hohe Dynamik von Zu- und Wegzügen im Quartier. Viele junge Menschen stammen aus Rumänien, Griechenland, Polen und Bulgarien. Die Wohn- und Lebensbedingungen sind häufig prekär. In den letzten Jahren konnte eine deutliche bauliche Aufwertung des Gebiets durch das Programm „Soziale Stadt“ erreicht werden. Es existieren bis heute viele Vorbehalte, die Neustadt hat ein negatives Image. Viele soziale Akteur*innen arbeiten gut vernetzt an einer stetigen Verbesserung der Situation. Dennoch ist der Zugang zu vielen Bewohner*innen aufgrund der Sprachhürden sehr herausfordernd für beide Seiten. Eine Begegnung der unterschiedlichen Stadtteilbewohner*innen wurde in den letzten Jahren durch eine türkisch- bulgarisch sprechende Mitarbeiterin angeregt und kontinuierlich aufgebaut. Um den Bedarf an dem Zuzug rumänisch sprechender Bewohner*innen zu begegnen ist es geplant, im Tandem mit einer rumänischen Mitarbeiterin zu arbeiten.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Quakenbrück Neustadt
Beschreibung
Die Stadt Quakenbrück ist durch die Bahnlinie in Altstadt und Neustadt getrennt. Die .....
Einwohnerzahl
4572
Quelle / Anmerkungen
Statistikprogramm Samtgemeinde Artland
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Der Gebietsausschnitt des Programms "Sozialer Zusammenhalt" ist nur ein kleiner Teil der Neustadt, der sich auf den Bedarf aus dem Jahre 2004 bezog. Zielgruppen waren zu diesem Zeitpunkt vor allem muslimische Griechen und Arbeitslose, die durch die Insolvenz eines großen Fahrradherstellers Anfang der 2000er Jahre in soziale Notlagen geraten waren. Das Klientel hat sich in wenigen Jahren deutlich verändert Es gibt eine hohe Fluktuation. Durch Wohnraummangel sind auch Personen aus angrenzenden Landkreisen (Fleischindustrie) in die Neustadt gezogen. Im gesamten Stadtteil verzeichnet sich ein erhöhter Zuzug von Geflüchteten und Arbeitsmigrant*innen aus der EU.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
MPS Statistikprogramm der Samtgemeinde Artland (Stand 31.12.2021)
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bei dem Wert handelt es sich um Schätzwert. Offizielle Zahlen sind aufgrund der niedrigen Einwohnerzahl nicht verfügbar. Viele Personen in der Neustadt arbeiten im Niedriglohnsektor und sind auf Hilfe angewiesen.
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
MPS Statistikprogramm der Samtgemeinde Artland. Die tatsächlichen Zahlen sind höher, da in den Einwohnermeldedaten kein Bezug zu Herkunftsfamilien hergestellt werden können.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_nena.pdf
(3.36 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt des geplanten Vorhabens steht die Aktivierung und Beteiligung der BürgerInnen für ihren Stadtteil. Der Prozess wird durch einen externen Moderator für Beteiligungsprojekte über den gesamten Zeitraum begleitet. Mit Bürger*innen des Stadtteils und Vereinen und Partnern aus der Neustadt werden Ideen entwickelt und gemeinsam um gesetzt. Geplant ist die Einrichtung eines Stadtteiltreffs als niederschwellige Anlaufstelle (Neustädter Bürgerschatz), für die Bürger*innen sich eigenverantwortlich zuständig fühlen. Entwickelt werden niederschwellige, bedarfsgerechte Bildungsangebote, die im Stadtteiltreff und bei den beteiligten Partnern im Sozialraum durchgeführt werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Stadtteiltreff ist eingerichtet und selbst organisierte Angebote finden statt
Kriterium
Beschreibung
An den Beteiligungskonferenzen nehmen mind. 20 Bewohner*innen teil und sie bringen sich aktiv mit Ideen ein.
Kriterium
Beschreibung
Es bringen sich mindestens 8 Kooperationspartner (Vereine/Dienste/Einrichtungen) aktiv in die Gestaltung des Stadtteils ein.
Kriterium
Beschreibung
Die Angebote in der Neustadt werden zum Ende des Projektes mehr in Anspruch genommen als zu Beginn der Zusammenarbeit.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Eine bulgarisch (und türkisch) sprechende Mitarbeiterin hat in den letzten Jahren vertrauensvolle Kontakte zu vielen Bewohner*innen der Neustadt aufgebaut. Sie ist im Stadtteil bekannt und wird als Ansprechpartnerin genutzt. Durch die Zusammenarbeit haben sich bereits verlässliche Vernetzungsstrukturen gebildet. Es besteht ein guter Kontakt zu vielen Akteuren in der Neustadt. Durch die in den Nachbarorten ansässigen Firmen der Fleischindustrie kam es zu einem Zuzug, vor allem an rumänischen Mitbürger*innen. Dem gewachsenen Bedarf soll mit einer rumänisch sprechenden Mitarbeiterin begegnet werden. Geplant ist eine Zusammenarbeit im Tandem der beiden Pädagoginnen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Artland, Fachstelle Integration
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
EJF Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk (Mehrgenerationenhaus)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk (Schuldnerberatung, Diakonieshop, allgem. Sozialberatung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement Quakenbrück Neustadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Büro für Behördenangelegenheiten (Landkreis Osnabrück/ Samtgemeinde Artland)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diakonische Stiftung Bethanien (Kindertagesstätten in der Neustadt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Petrus ev.-luth. Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Osnabrück - Fachdienst Jugend Sozialraum I
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Neustädter Nachbarschatz wird nach Ende der Projektförderung weiterhin als Anlaufstelle zur Verfügung stehen. Es hat sich eine Struktur etabliert, in der engagierte Bürger*innen einen festen Platz haben. Die Samtgemeinde Artland wird einen finanziellen Beitrag leisten und den Aufbau einer Freiwilligenagentur forcieren.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
JuLeiQua - Vitalisierung der lokalen Demokratie durch Aktivierung und Teilhabe von mehrfachbelasteten Communities
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sophie Wagner
| Funktion | Leitung Weststadtzentrum |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aktivierung und Teilhabe von mehrfachbelasteten Communities durch Ehrenamt nach Qualifizierung von jungen Erwachsenen anhand eines angepassten JuLeiCa-Konzeptes
Projektbeschreibung
Das Modellprojekt JuLeiQua (Jugendleiter*innen im Quartier) will die soziale Teilhabe von mehrfachbelasteten Communities ermöglichen, um die Lebensverhältnisse u. die soziale Kohärenz in der Weststadt zu verbessern. Zugänge der professionellen GWA zu diesen Gruppen haben wir über die Anliegen von Jugendlichen geschaffen, die vereinzelt auch als soziale Multiplikator*innen in den jeweiligen Communities fungieren. Dieses Potenzial soll zum ersten Mal herausgearbeitet, in koordinierte Bildungs- u. Mitmachstrukturen überführt u. verstetigt werden.
Nach Aktivierung u. niedrigschwelliger Qualifizierung sollen die Selbstorganisations- u. Artikulationsfähigkeit von jungen Erwachsenen ausgebaut werden, um in u. außerhalb ihrer Communities die Selbstwirksamkeit von Mitmenschen u. ihr Engagement in Bereichen wie Prävention, Demokratisierung durch Mitarbeit in Stadtteilgremien, Kooperation mit Akteur*innen durch Ehrenamt, Partizipation in der Nachbarschaftshilfe u. Gestaltung von Veranstaltungen zu fördern.
Als anerkannte niedrigschwellige Multiplikator*innenbildung für junge Menschen ist die JuLeiCa lange etabliert. In der Weststadt erreichen zertifizierte Träger mit ihren Angeboten die Jugendlichen nicht; diese bleiben von diesen Qualifizierungen ausgeschlossen. Andere Akteur*innen im Stadtteil haben vergleichsweise gute Verbindungen zu der Zielgruppe, bieten aber keine Qualifizierung an. Durch innovative Formate soll ein flexibles u. umfassendes Konzept entwickelt werden, das die Ausbildungsstrukturen an die Bedürfnisse u. Vorstellungen der Zielgruppen anpasst u. weitere Kooperationspartner einbezieht, um neue Wirkungsfelder zu erschließen. Das Konzept wird in einem Stadtteil exemplarisch erprobt, der bezeichnend für komplexe Problemstellungen ist.
Das Weststadtzentrum als etabliertes Quartierszentrum dient als Koordinierungsstelle der Kooperationspartner*innen, organisiert Befragungen u. Workshops für Beteiligung u. Konzeptentwicklung, akquiriert u. begleitet die Teilnehmenden sozialpädagogisch, berichtet u. reflektiert in den Fachnetzwerken, leistet ÖA u. initiiert den Aufbau von kommunalen Strukturen zur Verstetigung. So entsteht eine neue Gruppe von Akteur*innen, die inhaltlich u. personell aus dem Quartier kommt, bidirektional die sozialen Interessen der Communities in der GWA widerspiegelt, intergenerationell Menschen aktiviert, Partizipation gestaltet u. dabei die Ressourcen u. Methoden der Träger zur Verbesserung der kollektiven Lebensverhältnisse einsetzt.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Brennpunkte der Weststadt (Rosenwinkel, Hagenweg 20) bestehen großteils aus jeweils geschlossenen Rom*nja-Communities aus Südosteuropa; dazu kommen Menschen aus Asien u. Afrika. Die gemischte Bevölkerungsstruktur u. die prekären Wohnverhältnisse prägen das Image des Stadtteils, führen zu nachbarschaftlichen Spannungen u. zur Exklusion der Bewohner*innen von Wohnungs- u. Arbeitsmarkt.
Unsichere Bleibeperspektiven, prekäre Wohnsituation, materielle Armut sowie fehlende Qualifikationen für den Arbeitsmarktzugang sind symptomatisch für alle Generationen in den Brennpunkten. Bildungsferne Familienhintergründe und scheinbar kaum vorhandenes Interesse, Teilhabechancen wahrzunehmen/einzufordern, bedingen das Miteinander im Quartier. Trotz 12jähriger aktiver Präsenz des WeZet u. der Netzwerkarbeit der Weststadtkonferenz gibt es hier noch keinen stabilen Zugang für die Zusammenarbeit mit verschlossenen Gruppen. Integrations-/Bildungsangebote verfangen in allen Altersgruppen nur sehr schwer. 2021 wurde eine stadtteilweite aktivierende Befragung zur Förderung der Partizipation aller Anwohner*innen bei der Angebotsentwicklung durchgeführt. Rückmeldungen aus den Brennpunkten blieben aus. In der täglichen Arbeit werden aber latenter Bedarf u. zögerliche Nachfrage nach Unterstützung bei Teilhabeversuchen sichtbar. Die Altersgruppe, die diesen über die Daseinsvorsorge hinausgehenden Anspruch formuliert, ist die der jungen Erwachsenen. Hier existiert doch das Interesse, die eigene Zukunft u. das eigene Umfeld aktiv mitzugestalten, aber die eingeschlagenen Bildungswege führen zu einem niedrigen / keinem Schulabschluss u. münden in prekären Beschäftigungsverhältnissen o. im Sozialsystem.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Weststadt
Beschreibung
Die Weststadt bilden vier Stadtgebiete, nämlich 42, 43, 44 und 46. Ein Kartenausschnitt ist angehängt. Im Jahr 2021 lebten im Einzugsgebiet des Weststadtzentrums 7.323 Menschen in 4.118 Haushalte, davon 4 % Alleinerziehende und 52,1% Konfessionslose. Der Anteil der kinderreichen Familien, die auf sehr engem Wohnraum leben, ist 2021 mit 900 Kindern und 1030 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren sehr hoch.
Einwohnerzahl
7323
Quelle / Anmerkungen
Sozialstrukturdaten 2021
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die Weststadt bzw. das Gebiet westlich des Maschmühlenwegs in Göttingen ist seit Ende 2009 ein „Soziale Stadt-Gebiet“. Allerdings sind die Stadtgebiete Egelsberg und Hagenberg sowie weite Teile vom Blümchenviertel und Maschmühlenweg nicht Teil des Förderprograms "Soziale Zusammenhalt". Darüber hinaus ist das Programm Soziale Stadt ein Investitionsprogramm, d.h. die Mittel der Städtebauförderung werden vorrangig für bauliche und planungsvorbereitende Maßnahmen bereitgestellt. Die Investitionen sollen durch Maßnahmen aus anderen Programmen oder Initiativen ergänzt werden. Jahresende 2024 wird das Programm für die Weststadt beendet. Gerade weil "Soziale Stadt" bald abgeschlossen und GWA Projekte durch dieses Programm nicht gefördert, sondern als Ergänzungsmaßnahmen betrachtet werden, ist der Ausnahmefall gegeben. Bereits im 2. Jahr des Projektes wird eine Wirkung über den Rahmen des Quartiers gezielt. Im 3. Jahr des Projekts wird das Projektgebiet auf die Stadt Göttingen erweitert.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_weststadt_goettingen.pdf
(1.4 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Modellprojekt JuleiQua nimmt sich ausgehend von der Jugendarbeit vor, ein neues Konzept für die GWA unter Einbeziehung der im Sozialraum aktiven städtischen und zivilgesellschaftlichen Initiativen, der Anwohner*innen und des Fachpersonals im Quartier selbst herauszuarbeiten und zu formulieren. Das Projekt entwickelt in Kooperation mit den Teilnehmer*innen konkrete, lebensweltorientierte Bildungs-, Gestaltungs- und Teilhabemöglichkeiten. Grundsätzlich angestrebt wird das Empowerment der Teilnehmer*innen. Kooperations-, Artikulations- und Selbstorganisationsfähigkeit steigen sowohl für die Individuen als auch kollektiv für diese als Gruppe. Wichtigstes Zwischenziel des Projektes ist nach Aktivierung und niedrigschwelliger Qualifizierung das Agieren der jungen Leute im und mit dem sozialen Raum. Die angestoßenen Prozesse wirken so über das Projekt hinaus direkt ins Quartier zurück und führen zu Empowerment und selbst geschaffener Verbesserungsmöglichkeiten der Lebensbedingungen weiterer Personenkreise. Das Projekt ist interkulturell, milieuübergreifend und intergenerationell angelegt. Verschlossene Communities öffnen sich dabei eben DURCH Jugendarbeit und tragen zu einem aktiven, "etwas wollenden" Gemeinwesen in der Weststadt bei. Das Projekt stärkt die Zusammenarbeit der vernetzten professionellen und ehrenamtlichen Akteur*innen im gesamten Sozialraum. Es führt darüber hinaus in der Bewohnerschaft zum Entstehen neuer Akteure und weiterer Zweige des Netzwerks.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Junge Erwachsene organisieren die Beteilung ihrer Communities an der Entwicklung der Angebote und ermöglichen die Partizipation aller Altersgruppen bei der Durchführung von Veranstaltungen
Kriterium
Beschreibung
Selbstverwaltete Räume im Quartier stehen für Begegnung und Veranstaltungen zur Verfügung, die qualifizierten Kinder- u Jugendleiter*innen sind untereinander vernetzt und bringen sich als Unterstützer*innen in Angeboten ein bzw. entwickeln eigene Projekte
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen kennen die strukturellen Möglichkeiten, Vorteile und Ressourcen in ihrem Quartier, erkennen die eigenen Stärken, können Ihre Interesse formulieren, um sie in ihrem Engagement einzubeziehen und weiterzuentwickeln.
Kriterium
Beschreibung
Eine ethnisch heterogene Gruppe von jungen Erwachsenen unterstützt Akteur*innen im Quartier, um generationsübergreifende interkulturelle Veranstaltungen zu organisieren und durchzuführen.
Beschreibung
Durch niedrigschwellige Bildung entstehen neue Angebote in den Bereichen Kultur, Sport u. Soziales bzw. Zusammenleben. Individuelle Arbeitsmarkchancen der Teilnehmenden steigen. Informationen in Muttersprachen zu Themen wie Gesundheit u. Wohnen möglich.
Beschreibung
Die Bewohner*innen und Akteur*innen im Quartier arbeiten bei der gemeinsamen Konzeptentwicklung und Durchführung der Qualifikation sowie bei der Entwicklung von neuen Angeboten zusammen.
Kriterium
Beschreibung
Die Kinder- u. Jugendleiter*innen sind untereinander vernetzt und selbstorganisiert und nehmen z.B. an Sitzungen der Weststadtkonferenz teil.
Kriterium
Beschreibung
Das Netzwerk der „Göttinger Quartiere“ veranstaltet regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept in Zusammenarbeit mit den Stadtjugendring bzw. Stadtsportbund.
Kriterium
Beschreibung
Junge Menschen aus dem Stadtteil unterstützen sprachlich und organisatorisch Bewohner*innen, sich zielgruppenübergreifend mit Themen der Nachbarschaft auseinanderzusetzen und können ihre Ideen in ehrenamtlicher Zusammenarbeit umsetzen.
Beschreibung
Die Bewohner*innen und Akteur*innen im Quartier verfügen über eine klar definierte Struktur für niedrigschwellige Aktivierung und Qualifizierung von Kinder- u. Jugendleiter*innen und nutzen diese regelmäßig, um ihr Interesse zu vertreten.
Kriterium
Beschreibung
Eine Bedarfsanalyse im Austausch mit neuerschlossenen Zielgruppen wird durchgeführt, fehlende soziale Infrastruktur identifiziert und der Politik und Verwaltung für die Erarbeitung von Lösungsansätzen in Zusammenarbeit mit den Bewohner*innen kommuniziert.
Kriterium
Beschreibung
Dezentralisierung von Strukturen u. direkte Versorgung mithilfe der Quartierszentren stehen im neuen Integrationskonzept der Stadt. JuLeiQua unterstützt diese Prozesse, indem sie neue Multiplikator*innen vor Ort in den lokalen Fachnetzwerken qualifiziert
Kriterium
Beschreibung
Indem sie niedrigschwellige Angebote für Spracherwerb, Qualifizierung, Teilhabe u. allgemeine soziale Beratung entwickelt, gehört JuLeiQua zu einer gesamtkommunalen Strategie für Integration- u. Gemeinwesenarbeit durch ehrenamtliches Engagement.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Trägerin des Weststadtzentrums ist die BfGoe – Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR). Sie ist seit Anfang 2022 im Bereich der Gemeinwohlökonomie zertifiziert.
Die Leitung des Weststadtzentrums obliegt einem Mitarbeiter der BfGoe. Eine Kollegin von der Jugendhilfe Göttingen e.V. unterstützt im Bereich GWA. Sie ist gleichzeitig anteilig im Sanierungsmanagement tätig.
Durch die Mitarbeit von ehrenamtlich tätigen Bewohner*innen, Honorardozent*innen und Teilnehmer*innen der Maßnahme AGH-MAE u. des BFD bietet das WeZet neben Gruppen-Veranstaltungen niedrigschwellig allgemeine Sozial- und Verweisberatung sowie Formularhilfe an, organisiert Meinungsumfragen zu Quartiersthemen u. unterstützt Bewohner*inneninitiativen. Das WeZet fungiert als Schnittstelle zwischen Bewohner*innen, Aktuer*innen und Verwaltung.
Seit 25 Jahren sind die Träger*innen der GWA im Stadtteil in der Form einer Weststadtkonferenz organisiert, deren Sitzungen monatlich stattfinden. Dabei arbeiten Akteur*innen eng mit engagierten Anwohner*innen zusammen.
Seit 2018 ist das Weststadtzentrum auf gesamtstädtischer Ebene Mitglied im Vernetzungsprojekt „Göttinger Quartiere“, in dem einer kommunalen GWA-Strategie zufolge alle Göttinger Quartiers-/ Stadtteil-/Nachbarschaftszentren inklusive der Stadtverwaltung (Sozialplanung) engengagiert sind.
In diesen Gremien werden Informationen ausgetauscht, Bedarfe eruiert, lösungsorientierte Handlungsoptionen erwogen, die ins kommunale Denken u Handeln einfließen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Büro für Integration der Stadt Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dezernat Kultur, Soziales und Gesundheit der Stadt Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hagenwegzentrum (Familienzentrum, Jugendzentrum usw.)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) - Bildungszentrum für Zugewanderte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) - Projekt Jugend Stärken
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschulen (Hagenberg, Egelsberg u. Godehard)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationszentrum für Stadt und Landkreis Göttingen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Verstetigung des Projektes soll durch die Göttinger Quartiere in Zusammenarbeit mit Stadtjugendring und Stadtsportbund als Teil der kommunalen Integrationsstrategie erfolgen. Austausch im Praxisnetzwerk LAG mit dem Ziel, dass niedersächsische Stadtteilzentren regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept durchführen können. Die qualifizierten Jugendleiter*innen sollen strukturell unterstützt werden, eine Selbstorganisation mit eigenen Räumlichkeiten zu gründen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Kultur- und Begegnungszentrum Welcome Thedinghausen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katja Schulz
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
"Willkommen in Thedinghausen – Thedinghausen willkommen!"
Projektbeschreibung
„Welcome Thedinghausen“ ist Aufgabe, Herausforderung und vor allem inklusive Chance: Menschen, die hier schon lange leben, heißen Neuankommende willkommen und diese wiederum lassen sich auf den Ort und seine Menschen ein. Gemeinsam gestalten sie ihr Wohn- und Lebensumfeld.
In den Jahren der aktiven Arbeit in der Flüchtlingsinitiative war die Notwendigkeit erkannt worden, Begegnungsräume zu schaffen, die ein friedliches und respektierendes Zusammenleben aller Bewohner*innen in Thedinghausen fördern. Mit „Welcome Thedinghausen“ soll deshalb ein inklusives Kultur- und Begegnungszentrum für alle entstehen. Das übergeordnete Projektziel – die gegenseitige Akzeptanz – wird erreicht, indem die Menschen sich kennen lernen, miteinander sprechen, spielen, arbeiten, nachbarschaftlich aktiv sind, voneinander lernen, Vorurteile abbauen und gemeinsam ihren sozialen Lebensraum gestalten.
Basisstandort wird das kommunale Gebäude "Haus auf der Wurth", von dem aus Aktionen und Maßnahmen im Projektgebiet gestartet werden (z.B. in den Räumen der Kirchengemeinde, des Jugendzentrums, der Schule …). Hier wird eine Anlaufstelle für die Bewohner*innen geschaffen, die sowohl der Beratung und Vermittlung dient als auch die Kommunikation und Vernetzung verschiedener Gruppen fördert. Von dort aus werden Menschen in ihren Wohnumgebungen aufgesucht und aktiviert, sich zu beteiligen.
Viel Wert wird auf den Aufbau von Beteiligungsstrukturen gelegt, um bedarfsgerechte Angebote zu konzipieren, die im Begegnungszentrum alle gesellschaftlichen Gruppen einbeziehen können. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei sein, Benachteiligten gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, Selbstwirksamkeit erlebbar zu machen und Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern. Für den Ort bedeutet das eine Stärkung des Gemeinwesens und der Demokratiefähigkeit seiner Bewohner*innen. Denkbar ist es etwa, dass „Welcome Thedinghausen“ ein Experimentierfeld bietet für demokratie- und teilhabefördende Bewohner*innenräte.
Mittelfristig sollen auch lokalökonomische Selbsthilfeprojekte in Angriff genommen werden, zum Beispiel indem ein leerstehender Laden angemietet wird, um dort ein Bistro zu eröffnen, das die besonderen Ressourcen etwa von Menschen mit Behinderung und von Geflüchteten nutzt und ihnen gleichzeitig Lohnarbeit bietet.
Außerdem soll das alte historische Amtsgericht (das ohnehin saniert werden muss) ins Auge gefasst werden, um dort mit mehr Platz und Möglichkeiten das Kultur- und Begegnungszentrum zu verorten.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Thedinghausen hat mit vielen Herausforderungen einer Kommune im ländlichen Raum zu kämpfen: demografischer Wandel, Strukturwandel im Einzelhandel, hoher Leerstand an der Hauptverkehrsstraße.
Von anfänglich 400 Geflüchteten im Camp leben immer noch viele, vor allem Familien, im Ort und es kommen weiter neue Geflüchtete an. Nach wie vor bestehen strukturelle Probleme bei der Integration: fehlende Treffpunkte erschweren die sprachliche und soziokulturelle Integration und begünstigen die Bildung von Parallelgesellschaften, wie sie bereits im Ort aus früheren Zeiten bestehen (v.a. kurdische Communities). Sprachkurse und Ausbildungs-/Arbeitsmöglichkeiten gibt es vorrangig in Verden o. Achim, was Mobilität erfordert und u.a. für Frauen mit kleinen Kindern schwer zu realisieren ist.
Gleichzeitig ist Thedinghausen das Zentrum der Samtgemeinde, das – im Speckgürtel von Bremen gelegen – durch die Ausweisung immer neuer Baugebiete stetig wächst. Vor allem junge Familien ziehen zu, die es zu integrieren gilt: Nachbarschaftliche Netzwerke müssen sich erst entwickeln und das Fehlen von öffentlichen Begegnungsorten macht sich auch hier negativ bemerkbar (das letzte Gasthaus mit Saalbetrieb wurde geschlossen und abgerissen).
Es mangelt an Kultur-, Bildungs-, Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten, an niederschwelligen Beratungs- und Beteiligungsstrukturen – es fehlt eine GWA, die sich dieser Probleme zielgruppen-, themen- und ebenenübergreifend annimmt. Das Konzept dazu wurde im letzten Jahr entwickelt und bei Umfragen, Interviews und einer Bürger*innenversammlung entsprechende Erwartungen geweckt – sowie eine hohe Bereitschaft und Lust seitens der Bewohner*innen mitzugestalten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Thedinghausen - Kernort Thedinghausen
Beschreibung
Thedinghausen ist eine Mitgliedsgemeinde der insgesamt 15.652 Einwohner (Stand 31.12.2021) umfassenden Samtgemeinde Thedinghausen. Das 6 km² große Projektgebiet umfasst den alten Ortskern Thedinghausen und ist im Westen durch die Westerwischer Straße (K 67), im Norden und Nordosten durch die Bremer Straße (L 203) sowie im Osten durch den Fluss Eiter, einen kleinen linken Nebenfluss der Weser, begrenzt. Der sich östlich der Eiter befindende Schloss Erbhof samt Baumpark gehören ebenfalls zum Projektgebiet.
Die Hauptverkehrsstraße ist die Braunschweiger Straße, die im Osten in die Achimer Straße und im Süden in die Syker Straße mündet. Entlang der Hauptverkehrsstraße befinden sich ein Großteil der Nah- und Gesundheitsversorgung des Ortsteils, wobei den Leerstand in den vergangenen Jahren deutlich sichtbar geworden ist. Das Projektgebiet umfasst im Süden die Syker Straße und ist begrenzt durch das Ende der Ortschaft.
Die Bebauung ist geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser der 1920er bis 1960er Jahre. Im Norden sind in den letzten zwei Jahrzehnten mehrere Neubaugebiete entstanden, die mehrheitlich von jungen Familien bewohnt werden.
Mitten im Ortskern, in fußläufiger Nähe zu Kirche und Rathaus und in direkter Nachbarschaft zum Altersheim, liegt das kommunale "Haus auf der Wurth", das Basisstandort des künftigen Begegnungszentrums werden soll.
Einwohnerzahl
4360
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Gemeinde Thedinghausen
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
15
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022;
Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022;
Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
30
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022;
Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022 - zudem besteht enger Kontakt mit der Gemeinde bezüglich neuer Zuweisungen;
Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021 (jeweils Anteil der Personen, deren erste oder zweite Staatsbürgerschaft nicht deutsch ist) - Zu beachten ist, dass der Anteil der Personen mit Zuwanderungsgeschichte mit rein deutscher Staatsbürgerschaft nicht quantifiziert werden kann, sodass die tatsächlichen Anteile um einige Prozentpunkte jeweils oberhalb der Angaben liegen dürften.
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
8
Anmerkung
Schätzung für das Kerngebiet Thedinghausen, da keine kleinräumigeren Daten vorhanden sind nach Erörterung der Statistikstelle beim Landkreis Verden - es findet zudem enger Austausch mit der Tafel statt, deren Ausgabestelle im Haus auf der Wurth ist; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021 (Leistungen nach SGB II, SGB XII, AsylbLG, WoGG)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
2
Anmerkung
Daten des Landkreises Verden für die Gemeinde Thedinghausen, Stand 08/2021 (davon 21 % ausländische Bewohner/innen) - es sind keine kleinräumigeren Daten vorhanden; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
bz_welcome_thedinghausen_karte_gm.jpg
(82.79 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Auf Grund von Bemühungen engagierter Ehrenamtlicher der Flüchtlingsinitiative gab es eine erste einjährige Förderung durch das Deutsche Hilfswerk für die Konzeptentwicklung eines Begegnungszentrums. Innerhalb dessen wurde eine Bestands- und Bedarfsanalyse durchgeführt: Expert*inneninterviews mit lokalen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Stakeholdern ergaben Probleme wie Strukturwandel, wenig Berührungspunkte zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, geringer Bekanntheitsgrad der bestehenden sozialen Angebote, Rückzug ins Private verstärkt durch die Corona-Pandemie, sowie ein großes Interesse seitens der Institutionen an mehr Vernetzung und Kooperationen. Eine Bewohner*innenbefragung mit 235 Teilnehmenden ergab Bedarfe an niederschwelligen, offenen Treffpunkten für Austausch und interkulturelle Begegnung, des Weiteren an Kulturveranstaltungen, gemeinsamen Freizeitaktivitäten sowie Bildungs- und Beratungsangeboten, insb. für Senior*innen und Familien. An die Befragung anknüpfend wurde ein Bürgerversammlung organisiert, auf der sich Arbeitsgruppen zu den genannten Themenbereichen gebildet haben. Die AGs haben erste Maßnahmen geplant. Da die DHW-Förderung ausgelaufen ist, aber mit den aktivierenden Methoden Begehrlichkeiten geweckt wurden und sich zudem bereits Menschen gefunden haben, die etwas starten wollen, ist eine Anschlussförderung für die hauptamtliche Unterstützung und finanzielle Ausgestaltung der geplanten Maßnahmen dringend erforderlich.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner*innen werden in den verschiedenen Formaten (offene Sprechstunde, Angebote der AGs, Projektwerkstätten, Gremien, aufsuchende Arbeit) gehört und aufgenommen.
Kriterium
Beschreibung
Es wurden Strukturen entwickelt und eingerichtet, die die Selbstorganisation der Bewohner*innen und Ehrenamtlichen ermöglichen und fördern (Räumlichkeiten, Materialien, digitale Kommunikationsplattformen).
Kriterium
Beschreibung
Nachbarschaftliche Begegnung der verschiedenen Bevölkerungs- und Altersgruppen findet in gemeinsamen Aktivitäten im Ort statt; es gibt freiwillig Engagierte, die sich für das Gemeinwesen einsetzen.
Beschreibung
Verschiedene Zielgruppen werden bei den offenen Angeboten nicht nur mitgedacht, sondern nehmen daran tatsächlich in nennenswerter Zahl teil und gestalten diese selbst aktiv mit.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gudewill-Schule (Oberschule mit gymnasialem Angebot)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohngruppe der Stiftung Waldheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Achimer Tafel Ausgabestelle Thedinghausen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Anschlussfinanzierung durch die Kommune ist durch regelmäßige Gespräche vorbereitet: Schon in der Konzeptentwicklung ist sie thematisiert worden und durch intensive Gespräche mit Ratsmitgliedern verschiedener Parteien angebahnt. Hierbei kann auf eine erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Flüchtlingsarbeit zwischen Kommune, Kirchengemeinde und der Bürgerinitiative „Ankommen in Thedinghausen“ aufgebaut werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
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