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Empowerment

Verwendungsnachweis: NeNa (Neustädter Nachbarschatz)

Ansprechpartner
Martina Uhlenkamp
Funktion Geschäftsführerin
Die Vielfalt der Neustadt bildet einen Schatz, den wir gemeinsam heben wollen!
Projektbeschreibung
Die Quakenbrücker Neustadt weist mit ihrem 46,63 % igen Ausländer*innenanteil einen immensen Gestaltungsbedarf auf, was das Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen angeht. Sie leben mit sehr unterschiedlichen Lebensentwürfen in der Neustadt zusammen. Die unterschiedlichen Vorstellungen führen nicht selten zu Konflikten. Diese Vielfältigkeit stellt gleichzeitig ein Potential da und bietet einen großen Schatz an Ressourcen und Kompetenzen, die planvoll und prozessorientiert für die Neustadt nutzbar gemacht werden können. Im Mittelpunkt des geplanten Nachbarschaftsprojektes NeNa (Neustäter Nachbarschatz) steht die Aktivierung und Beteiligung der Bürger*innen zur Gestaltung ihres Stadtteils. Dabei geht es nicht nur um das Feiern von Festen und Ritualen, sondern auch um soziale und kulturelle Begegnungsmöglichkeiten, um bedarfsgerechte Bildungsangebote und um die Gestaltung öffentlichen Raums. Zentraler Bestandteil der Projektarbeit ist dabei ein moderierter Beteiligungsprozess, der die BürgerInnen mit ihren Ideen und Kompetenzen aktiv in die Umsetzung einbindet. In diesem Zusammenhang ist es geplant, Orte zu identifizieren, die als Anlaufstelle dienen und die BürgerInnen selbstverantwortlich nutzen können, die aber auch gleichzeitig der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Das es an entsprechenden Räumen und Möglichkeiten fehlt, ist eine zentrale Erkenntnis aus einem vorgelegten Projekt, das von einer bulgarisch/türkisch sprechenden Mitarbeiterin durchgeführt wurde. Sie wird eine wichtige Rolle im Projekt NeNa spielen. Eine rumänisch sprechende Mitarbeiterin soll in die Stadtteilarbeit einbezogen werden. Die vernetzte Zusammenarbeit mit Schulen, Kindertagesstätten, Vereinen und Diensten sind ein weiterer wichtiger Aspekt. Die einzelnen Anlaufstellen sollen sichtbarer werden, Hemmschwellen abgebaut, Bildungsangebote und Dienstleistungen zugänglicher gemacht werden. Darüber hinaus werden weitere Gruppierungen durch die Beteiligung der Projektpartner*innen/Multiplikator*innen erreicht. Zur weiteren Aktivierung und Beteiligung aller Bürger*innen wird ein externer Moderator für Beteiligungsprozesse eingebunden. Mit ihm werden Befragungen, moderierte Veranstaltungen und Arbeitskreise mit Bürger*innen und KoopPartnern durchgeführt. Die Ergebnisse werden dokumentiert. Die Ressourcen im Sozialraum und Kompetenzen der Bürger*innen werden in einer Datenbank festgehalten.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Quakenbrück ist eine Stadt im Landkreis Osnabrück mit fast 15.000 Einwohner*innen. Im Stadtteil Neustadt wird mit 46,63 % der höchste Anteil an zugewanderten Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit gezählt. Der Stadtteil ist von der Altstadt und den anderen Stadtteilen durch eine Bahnlinie sichtbar aber auch in den Köpfen der Bürger*innen getrennt. Die Bewohnerschaft (4572 Menschen) ist sehr heterogen und vielfältig: 69 verschiedene Herkunftsländer, Reihenhäuschen neben alten Kasernengebäuden, die heute Wohnzwecken dienen, viele junge Familien mit Kindern aber auch ältere Menschen in kleinen Eigenheimen, die früher als Arbeiter*innen in der großen Fahrradfabrik (Kynast) beschäftigt waren. Bedingt durch die Fleischindustrie gibt es einen hohe Dynamik von Zu- und Wegzügen im Quartier. Viele junge Menschen stammen aus Rumänien, Griechenland, Polen und Bulgarien. Die Wohn- und Lebensbedingungen sind häufig prekär. In den letzten Jahren konnte eine deutliche bauliche Aufwertung des Gebiets durch das Programm „Soziale Stadt“ erreicht werden. Es existieren bis heute viele Vorbehalte, die Neustadt hat ein negatives Image. Viele soziale Akteur*innen arbeiten gut vernetzt an einer stetigen Verbesserung der Situation. Dennoch ist der Zugang zu vielen Bewohner*innen aufgrund der Sprachhürden sehr herausfordernd für beide Seiten. Eine Begegnung der unterschiedlichen Stadtteilbewohner*innen wurde in den letzten Jahren durch eine türkisch- bulgarisch sprechende Mitarbeiterin angeregt und kontinuierlich aufgebaut. Um den Bedarf an dem Zuzug rumänisch sprechender Bewohner*innen zu begegnen ist es geplant, im Tandem mit einer rumänischen Mitarbeiterin zu arbeiten.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Quakenbrück Neustadt
Beschreibung
Die Stadt Quakenbrück ist durch die Bahnlinie in Altstadt und Neustadt getrennt. Die .....
Einwohnerzahl
4572
Quelle / Anmerkungen
Statistikprogramm Samtgemeinde Artland
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Der Gebietsausschnitt des Programms "Sozialer Zusammenhalt" ist nur ein kleiner Teil der Neustadt, der sich auf den Bedarf aus dem Jahre 2004 bezog. Zielgruppen waren zu diesem Zeitpunkt vor allem muslimische Griechen und Arbeitslose, die durch die Insolvenz eines großen Fahrradherstellers Anfang der 2000er Jahre in soziale Notlagen geraten waren. Das Klientel hat sich in wenigen Jahren deutlich verändert Es gibt eine hohe Fluktuation. Durch Wohnraummangel sind auch Personen aus angrenzenden Landkreisen (Fleischindustrie) in die Neustadt gezogen. Im gesamten Stadtteil verzeichnet sich ein erhöhter Zuzug von Geflüchteten und Arbeitsmigrant*innen aus der EU.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
MPS Statistikprogramm der Samtgemeinde Artland (Stand 31.12.2021)
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bei dem Wert handelt es sich um Schätzwert. Offizielle Zahlen sind aufgrund der niedrigen Einwohnerzahl nicht verfügbar. Viele Personen in der Neustadt arbeiten im Niedriglohnsektor und sind auf Hilfe angewiesen.
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
MPS Statistikprogramm der Samtgemeinde Artland. Die tatsächlichen Zahlen sind höher, da in den Einwohnermeldedaten kein Bezug zu Herkunftsfamilien hergestellt werden können.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt des geplanten Vorhabens steht die Aktivierung und Beteiligung der BürgerInnen für ihren Stadtteil. Der Prozess wird durch einen externen Moderator für Beteiligungsprojekte über den gesamten Zeitraum begleitet. Mit Bürger*innen des Stadtteils und Vereinen und Partnern aus der Neustadt werden Ideen entwickelt und gemeinsam um gesetzt. Geplant ist die Einrichtung eines Stadtteiltreffs als niederschwellige Anlaufstelle (Neustädter Bürgerschatz), für die Bürger*innen sich eigenverantwortlich zuständig fühlen. Entwickelt werden niederschwellige, bedarfsgerechte Bildungsangebote, die im Stadtteiltreff und bei den beteiligten Partnern im Sozialraum durchgeführt werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Stadtteiltreff ist eingerichtet und selbst organisierte Angebote finden statt
Beschreibung
An den Beteiligungskonferenzen nehmen mind. 20 Bewohner*innen teil und sie bringen sich aktiv mit Ideen ein.
Beschreibung
Es bringen sich mindestens 8 Kooperationspartner (Vereine/Dienste/Einrichtungen) aktiv in die Gestaltung des Stadtteils ein.
Beschreibung
Die Angebote in der Neustadt werden zum Ende des Projektes mehr in Anspruch genommen als zu Beginn der Zusammenarbeit.
Vorhandene Strukturen
Eine bulgarisch (und türkisch) sprechende Mitarbeiterin hat in den letzten Jahren vertrauensvolle Kontakte zu vielen Bewohner*innen der Neustadt aufgebaut. Sie ist im Stadtteil bekannt und wird als Ansprechpartnerin genutzt. Durch die Zusammenarbeit haben sich bereits verlässliche Vernetzungsstrukturen gebildet. Es besteht ein guter Kontakt zu vielen Akteuren in der Neustadt. Durch die in den Nachbarorten ansässigen Firmen der Fleischindustrie kam es zu einem Zuzug, vor allem an rumänischen Mitbürger*innen. Dem gewachsenen Bedarf soll mit einer rumänisch sprechenden Mitarbeiterin begegnet werden. Geplant ist eine Zusammenarbeit im Tandem der beiden Pädagoginnen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Artland, Fachstelle Integration
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Neustadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
EJF Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk (Mehrgenerationenhaus)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk (Schuldnerberatung, Diakonieshop, allgem. Sozialberatung)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement Quakenbrück Neustadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Büro für Behördenangelegenheiten (Landkreis Osnabrück/ Samtgemeinde Artland)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tafel Quakenbrück e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Islamischer Kulturverein Quakenbrück e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonische Stiftung Bethanien (Kindertagesstätten in der Neustadt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Petrus ev.-luth. Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Osnabrück - Fachdienst Jugend Sozialraum I
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der Neustädter Nachbarschatz wird nach Ende der Projektförderung weiterhin als Anlaufstelle zur Verfügung stehen. Es hat sich eine Struktur etabliert, in der engagierte Bürger*innen einen festen Platz haben. Die Samtgemeinde Artland wird einen finanziellen Beitrag leisten und den Aufbau einer Freiwilligenagentur forcieren.
Galerie
img 9482
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Verstetigung der Gemeinwesenarbeit in der Samtgemeinde Bersenbrück durch Sicherstellung der Finanzierung

Ansprechpartner
Anita Lennartz
Organisation Samtgemeinde Bersenbrück
Funktion Teamleitung GWA und Soziales
Finanzierung und Verstetigung über soziale Kooperationen
Projektbeschreibung
Das Angebot in den mittlerweile unverzichtbar gewordenen Dorftreffs in vier Mitgliedsgemeinden soll erweitert und über verschiedene Wege dauerhaft gesichert und finanziert werden. Nicht nur die Bürger*innen, sondern auch die Bürgermeister*innen in der Samtgemeinde haben erkannt, dass für eine gute Gemeinwesenarbeit das Vorhalten von Treffpunkten unumgänglich ist. Das Konzept der vier bestehenden Dorftreffs soll als Muster gelten und auf die Kommunen übertragen werden können, die bisher noch keinen Dorftreff haben. Somit sollen alle Bürger*innen der flächenmäßig größten Samtgemeinde in Niedersachsen kurze Wege zur Teilhabe bekommen und zu einem guten Leben in der Gemeinschaft befähigt werden. Gleichzeitig soll das überaus vielseitige Angebot, das mittlerweile insgesamt durchschnittlich 1.600 Besucher im Monat nutzen, noch breiter gefächert werden und diese über gut sichtbare Öffentlichkeitsarbeit weiter bekannt gemacht werden. Gerade im Hinblick auf die demographische Entwicklung ist das Vorhalten von Teilhabemöglichkeiten für alle Generationen - und hier insbesondere die Ü60-Generation -, sowie das gemeinsame Gestalten von Freizeitmöglichkeiten unerlässlich. Auch der Zuzug von ausländischen Menschen ist weiterhin verstärkt in den Blick zu nehmen, um den Gefahren der Vereinsamung entgegenzuwirken. Auch wenn die geplante Aufnahme des Projekts "StoP" in der Samtgemeinde Bersenbrück als Modellkommune für den ländlichen Bereich u.a. das Bestehen und Vorhalten von niedrigschwellligen Zugangspunkten sowie deren Bestandssicherung von mind. drei Jahren voraussetzt, soll dieses Konzept trotz des kürzeren Förderzeitraums hier etabliert werden. Aufgrund der Erfahrung der letzten Jahre, die durch die Arbeit in den Dorf-/Bürgertreffs gemacht wurde, ist die Samtgemeinde Bersenbrück ein idealer Standort, um hier dieses präventive Projekt durchzuführen. Um diese wichtigen Aufgaben durchführen zu können, während die Gemeinwesenarbeit (noch) nicht als Pflichtaufgabe für Kommunen definiert ist, müssen Anstrengungen in alle Richtungen unternommen werden, diese Teilhabemöglichkeiten (mit) zu finanzieren. Hierfür sollen alle lokalen aber möglichst auch überregionale Akteure an einen Tisch geholt werden. Eine Vernetzung mit anderen Kommunen, die sich in der gleichen Situation befinden, soll mithilfe der kommunalen Spitzenverbände (NStGB, NST) erreicht werden. Hierdurch werden BestPractice-Beispiele als Inspiration für verschiedene Finanzierungsideen erwartet.
Laufzeit
2024-01-01 00:00:00
Ausgangslage
In der Samtgemeinde Bersenbrück gibt es vier Dorf-/Bürgertreffs. Mit dem Dorftreff "Gehrda" wurde im Jahr 2018 gestartet. Die drei anderen Treffs sind im September 2019 geöffnet worden. Die ursprüngliche Unsicherheit bwz. Skepsis gegenüber dieser neuen Form von Teilhabe-Möglichkeiten in der Samtgemeinde hat sich vollständig in Akzeptanz und Unverzichtbarkeit geändert. Allen ist mittlerweile bewusst geworden, wie wertvoll - gerade in einer Flächengemeinde wie der Samtgemeinde - diese Treffpunkte sind. Diese Entwicklung in den Köpfen von Bürger*innen, Bürgermeister*innen und Politik zu erreichen - trotz der großen Hindernisse durch Corona (insbes. keine Treffen in Präsenz möglich) - verdient hohen Respekt und Dank an die Mitarbeiter*innen! Um diese positive Entwicklung nicht nur beizubehalten, sondern darüber hinaus noch zu verbessern, werden Anstrengungen in alle Richtungen unternommen, um zum einen das Angebot in den Dortreffs noch vielfältiger zu machen, aber insbesondere auch nach dauerhaften Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen. Die finanzielle Lage der Gemeinden erlaubt es nicht, die Dorftreffs eigenständig zu finanzieren. Die Bereitschaft, weiterhin anteilig die Kosten zu tragen, wurde nicht nur zugesichert, sondern gleichzeitig auch betont, dass alle Akteure unterschiedlichste Formen der Finanzierungsmöglichkeiten ausloten wollen. Während schon vor dem Ukraine-Krieg die Bevölkerungsstruktur sehr heterogen war, die Infrastruktur (insbesondere Anbindung durch ÖPNV) seit Jahren unzureichend ist und gleichzeitig die Bevölkerungsprognose eine überdurchschnittliche Zunahme der Ü60-Jährigen vorhersagt, ist die Lage durch die Kriegssituation noch drastischer geworden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück
Beschreibung
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform am 01.07.1972 gegründet worden. Sie gehört zum Land Niedersachsen und liegt im Landkreis Osnabrück, 30 – 140 m über dem Meeresspiegel. Die geographische Abgrenzung der Samtgemeinde Bersenbrück wird durch die Meridiane 7°40´ und 8°0´ östlicher Länge und durch die Breitenkreise 52°24´ und 52° 36´ nördlicher Breite begrenzt. Zur Samtgemeinde Bersenbrück, die eine Gesamtfläche von 25.550 ha umfasst, gehören die Mitgliedsgemeinden Alfhausen, Ankum, Eggermühlen, Gehrde, Kettenkamp und Rieste, sowie die Stadt Bersenbrück.
Einwohnerzahl
31359
Quelle / Anmerkungen
Statistik Einwohnermeldeamt SG Bersenbrück, Stand 30.03.2023
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Samtgemeinde Bersenbrück Quelle: Statistik EWO SG BSB, Stand 30.03.2023
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Samtgemeinde Bersenbrück Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück Quelle: Statistische Daten des LK OS (Stand 31.12.2021)
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Samtgemeinde Bersenbrück Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück Quelle: Nationalitätenstatistik EWO SG BSB, Stand 30.03.2023
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Samtgemeinde Bersenbrück Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück Quelle jeweils LSN-Online, Stand 31.12.2021 (Empfänger von Mindestsicherungsleistungen ohne Bezieher von Wohngeld)
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Samtgemeinde Bersenbrück Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück Statistik der Bundesagentur für Arbeit für Februar 2023
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Indem Wege zur Finanzierung der bestehenden und zukünftigen Dorftreffs gefunden werden, soll das (Zusammen)Leben in dem ländlich strukturierten Gebiet der Samtgemeinde Bersenbrück dauerhaft verbessert werden. Eine aktive Teilhabe aller Menschen steht im Fokus, wodurch Vereinsamung verhindert und Schwierigkeiten beim Altern überwunden werden sollen. Der Gemeinschaftsgedanke soll verstärkt werden, und durch geschlechter-, nationen- und altersübergreifende Aktionen und Veranstaltungen soll das gegenseitige Verständnis verbessert werden. Im Hinblick auf Zukunftsthemen wie z.B. Überalterung der Gesellschaft, Zuwanderung/Integration, (Alters)Armut, Pflegenotstand wird der Aufbau und Erhalt von sozialen Beziehungen besonders wichtig. Durch regelmäßige Zusammenkünfte in den Treffpunkten mit den unterschiedlichsten Personen können immer wieder neue Themen besprochen und gemeinsam Lösungswege gefunden werden. Die Vernetzung mit anderen Akteuren, sowohl lokal als auch (über)regional soll zu ganzheitlichen Lösungsansätzen führen. So wird auch das Thema "Partnerschaftliche Gewalt" in den Fokus genommen. Das Implementieren des Projektes StoP soll ein friedvolles Miteinander fördern und gleichzeitig die Menschen auch für Themen sensibilisieren, die in der Regel als schwierig angesehen werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
wenn die Ideen aller Bewohner/innen (egal welcher Herkunft, welchen Alters, welchen Geschlechts) ernst genommen und diese auch umgesetzt werden. Wenn die Probleme der Bewohner/innen aufgegriffen und Lösungsmöglichkeiten gemeinsam gesucht werden.
Beschreibung
wenn Hilfe zur Selbsthilfe geleistet wurde. Wenn Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass die Menschen ihre Bedarfe formulieren und Potenziale erkennen können.
Beschreibung
wenn funktionierende Kooperationen aufrechterhalten werden und neue Partner gewonnen werden. Wenn aus Ideen "Best pratice-Beispiele" werden, die auf andere Orte übertragbar sind.
Beschreibung
wenn Alter, Herkunft, Geschlecht keine Rolle mehr spielen hinsichtlich gemeinsamer Aktionen. Wenn Integration gelebt und weiterentwickelt wird. Wenn auch Neuzugezogene für Ehrenamt gewonnen werden können. Wenn verschiedene "Finanzpartner" kooperieren.
Beschreibung
wenn der Bereich "Gemeinwesenarbeit" als ein Teil der Daseinsvorsorge anerkannt wird. Wenn dieser Bereich als Pflichtaufgabe und nicht als freiwillige Leistung einer Kommune auch vom Land/Bund finanziell unterstützt wird.
Beschreibung
wenn die Bereiche Gewerbe/Handel/Wohnungsbau als Partner und Mitfinanzierer gewonnen werden können. Wenn die gute Zusammenarbeit in den bestehenden Netzwerken fortgeführt wird. Wenn von anderen Partnern gute Beispiele übertragen werden können.
Beschreibung
wenn Integration funktioniert. Wenn auch Inklusion (vor)gelebt wird. Wenn Sprachbarrieren abgebaut werden durch z.B. kulturelle/sportive/kulinarische Angebote.
Beschreibung
wenn die Wichtigkeit des Themas Gemeinwesenarbeit (mit den verschiedenen Bereichen s.o.) inkl. dessen notwendigen Finanzierungsmitteln in allen Gremien wahrgenommen und weiter nach oben an die übergeordneten Entscheidungsträger transportiert wird.
Vorhandene Strukturen
Die bestehenden Dorftreffs in den vier Mitgliedsgemeinden werden weiterhin durch die Mitarbeiterinnen in der Samtgemeindeverwaltung koordiniert. Das Team Gemeinwesen besteht mittlerweile aus drei Personen, die die Bereiche Dorftreffs, Seniorenarbeit und Freiwilligenagentur abdecken. Hinzu kommt noch eine Person (Vollzeit) für den Bereich Migration und Integration. Das ganze Team arbeitet sehr eng mit den Mitarbeiter*innen in den Dorftreffs zusammen. Ehrenamtliche können über die Freiwilligenagentur flexibel eingesetzt werden. Neue Ehrenamtliche können über die Aktionen in den Dorftreffs gewonnen werden. Aus der diesem Antrag beigefügten Übersicht (Zahlen in den Dorftreffs) ist ersichtlich, in welchem Maße die Angebote von Ehrenamtlichen unterstützt werden. Besonders hervorzuheben ist das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt - auch über die verschiedenen Berufszweige hinaus. So engagieren sich in den Dorftreffs zum Beispiel Menschen, die hauptberuflich in sozialen Berufen tätig sind und ihr Wissen und ihr Können auch außerhalb ihres Berufslebens einbringen möchten.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Wirtschaftsförderer der Samtgemeinde Bersenbrück: Thomas Oeverhaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HaseWohnbau GmbH, Baugenossenschaft Landkreis Osnabrück (BGLO)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landespräventionsrat
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wirtschaftsministerium (Olaf Lies)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
kommunale Spitzenverbände: NStGB, NST
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dr. Stövesand, Hamburg (Initiatorin StoP)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LAG Niedersachsen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
alle KiTas und Grund- und weiterführenden Schulen in der Samtgemeinde Bersenbrück sowie das Medienforum Bersenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk Zukunftsorte, Netzwerk Engagierte Stadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
verschiedene Vereine innerhalb des Samtgemeindegebiets
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas, Malteser Hilfsdienst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Familienbildungsstätte Osnabrück, Volkshochschule Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Partnerschaft für Demokratie Bersenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
umliegende Kommunen, Landkreis Osnabrück
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Verstetigung der Gemeinwesenarbeit und Finanzierung durch Verankerung der Gemeinwesenarbeit im Stellenplan der Samtgemeinde Bersenbrück (insgesamt 2,3 Vollzeitstellen) ist gesichert. Nachhaltige Koordination der bestehenden und neu hinzukommenden Dorftreffs. Abdeckung der erforderlichen 0,5 Stelle für StoP für die Dauer von zwei Jahren. Anteilige Finanzierungsmittel über Landesmittel (Konzessionsabgaben) und "gesellschaftliche Abgabe" zur Entlastung der Mitgliedsgemeinden (Standortgemeinden).
Galerie
gehrda aussenansicht
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Gute Nachbarschaft in Syke- gemeinsam aktiv gestalten!

Ansprechpartner
Katrin Moser
Funktion Kirchenkreissozialarbeit
Umbruch und Verstetigung durch aktive Quartiersbürger_innen
Projektbeschreibung
In der Förderung 2019 wurde das Projekt erstmalig für eineinhalb Jahre gefördert. Das Quartier zeigt zum einen eine Bebauung mit gepflegten Siedlungs-und Einfamilienhäusern u. zum anderen, insbesondere im Straßenzug Berliner Str., eine Plattenbausiedlung mit starkem Sanierungsrückstand. Das Gesamtbild ist durch vermüllte Grünflachen, überfüllte Mülleimer und Sperrmüll geprägt. Viele Postkästen an den Gebäuden werden nur unregelmäßig geleert, es zeigt sich eine deutliche Verwahrlosung. Eine Befragung sowie Zaun-u. Balkongespräche führten zu dem Bedarf, einen Treffpunkt im Quartier einzurichten. An einem Tag in der Woche wurde die Grundschule im Quartier zum Bewohner_innentreff, so konnten kontinuierliche Kontakte zu Bewohner_innen entstehen u. genutzt werden. Genannt wurde das Außenbild, insbesondere der Berliner Str. aufzuwerten, bessere Aufenthaltsflächen zu gestalten, häufigere Kontaktflächen zu anderen Bewohnern zu haben u. über die Aktivitäten und Begebenheiten im Quartier informiert zu sein. Eine stillgelegte Bushaltestelle unmittelbar im Quartier konnte als Fläche zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden. Trotz alldem ist die Anonymität im Stadtteil weiterhin groß, die meisten Bewohner_innen kennen sich untereinander nicht, es bestehen Ängste und Vorurteile untereinander. Die coronabedingten Kontaktbeschränkungen haben dazu geführt, dass der Stadtteiltreff unter Bedauern der Bewohner_innen eingestellt werden musste. Kontakte fanden daraufhin ausschließlich einzeln, online oder per Telefon statt. Mit kleineren Aktionen z.B. Basteltüten zum Abholen, Malwettbewerbe etc. wurde ein niederschwelliger Kontakt zu den Bewohner_innen aufrechterhalten. Diese Kontakte bestehen trotz der mittlerweile fehlenden Förderung weiterhin. Die Menschen im Quartier wünschen sich, dass sie mit ihren Vorschlägen und Veränderungswünschen wahrgenommen u. unterstützt werden. Die Kommune Syke hat ein starkes Interesse an der Fortsetzung der Gemeinwesenarbeit und wird dieses mit geeigneten Räumlichkeiten für den Aufbau eines langfristigen Treffpunkts im Quartier unterstützen. In der nächsten Förderperiode werden weitere Beteiligungsstrukturen geschaffen u. ein Bewohner_innenbeirat gegründet. Die Anwohner_innen werden durch Ansprache, Einbindung u. Unterstützung befähigt ihre Interessen vorzubringen und sich aktiv zu beteiligen. Der Beirat baut gemeinsam mit der GWA einen engen Kontakt zur ZBVV (Wohnungsbaugesellschaft) auf mit dem Ziel, das Gesamtbild des Quartiers aufzuwerten.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Soziale Benachteiligung und die wohlhabende Mittelschicht wohnen im Quartier rund um die Berliner Str. fast Tür an Tür. Die Bewohner_innen der Berliner Str. können mitunter von ihren kleinen Balkonen direkt oder mit wenigen Schritten die Straße hinunter auf gepflegte Neubauten oder sanierte Gebäude schauen. Diese Situation ist eine Besondere und zeigt auf drastische Weise das Problem der gesellschaftlichen Ungleichheit in Syke. Die 35 Gebäudekomplexe an der Berliner Str. fallen durch einen starken Sanierungsrückstand auf. Viele Bewohner_innen beziehen Transferleistungen, die zahlreichen Kinder die dort leben, müssen mit geringen wirtschaftlichen Ressourcen zurechtkommen. Alle Dienstleistungen am und in den Gebäuden wurden outgesourct. Eine/n direkte Ansprechpartner_in vor Ort gibt es nicht, die Kontaktaufnahme gestaltet sich schwierig. Die Aufenthaltsflächen im Quartier sind nicht attraktiv gestaltet, es gibt Nutzungskonflikte zwischen den einzelnen Zielgruppen, so z.B. bei Spielplätzen, die auch als Treffpunkt von Jugendlichen genutzt werden. Innerhalb der ersten eineinhalb Jahre der Förderung wurden Kontakte zur Bewohnerschaft geknüpft. Die Bewohner_innen äußern, dass es innerhalb der Nachbarschaft kaum bis keine Kontakte gibt, es herrscht Anonymität. Der auf diesen Bedarf hin im ersten Projektjahr gebildete Nachbarschaftstreff gab den Anwohner_innen eine kleine Kontaktfläche. Dieser ist nunmehr auf Grund von Corona und fehlender Förderung wieder eingestellt worden. Oberflächliche Kontakte zur Bewohnerschaft bestehen weiterhin, viele Bewohner_innen fragen, ob und wann es mit den Treffen weitergehen kann und wie sie das Projekt unterstützen können.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Syker Neustadt-Berliner Str.
Beschreibung
Südlich der Grundschule am Lindhof, eine Karte vom Katasteramt ist beigefügt.
Einwohnerzahl
3500
Quelle / Anmerkungen
Stadt Syke
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Von Beginn an werden die Bewohner_innen in die Prozesse des Projekts einbezogen. Wir arbeiten mit unterschiedlichen Beteiligungsverfahren, wie der aktivierenden Befragung, Zaun-und Balkongesprächen, Gespräche mit Schlüsselpersonen, Quartiers-Begehungen etc. Die Bewohner_innen stehen im Mittelpunkt des Projekts, gestalten dieses aktiv mit und werden als Expert_innen ihres Gebiets gesehen. Die Bewohner_innen erhalten "eine Stimme", werden mit ihren Wünschen und Bedürfnissen wahrgenommen und befähigt sich dafür einzusetzen. Die GWAler im Quartier bauen ein Vertrauensverhältnis zu den Bewohner_innen auf, setzen sich für die Bewohner_innen ein und unterstützen die Bewohner_innen bei der Gestaltung und Veränderung der Quartiersstrukturen. Starke Netzwerke und Kooperationen gelten als Hauptbestandteil der Gemeinwesenarbeit. Die entstehenden Netzwerke und Gremien bekommen eine langfristige Rolle und stoßen Veränderungsprozesse an. Es wird daraufhin gearbeitet, die Gemeinwesenarbeit als eine gesamtkommunale Struktur zu verstetigen und zu erleben.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es sind Beteiligungsstrukturen vorhanden, die die Bewohner_innen immer wieder in den Prozess der Gemeinwesenentwicklung einbeziehen. Ein Bewohner_innenbeirat ist entstanden, dieser setzt sich für die Belange der Bewohner_innen ein.
Beschreibung
Die enstandenen Gruppen und Strukturen haben auch über die Förderlaufzeit hinweg bestand und sind verstetigt. Der Bewohner_innenbeirat organisiert sich selbstständig. Entstandene Formate wie der Bewohner_innentreff werden von Freiwilligen organisiert.
Beschreibung
Die Gemeinwesenarbeit ist in das gesamtkommunale Handeln einbezogen. Die entstanden Beteiligungsstrukturen werden von der Kommune gesehen und eingebunden. Die Kommune setzt sich gemeinsam mit der GWA für die Verstetigung der entstanden Strukturen ein.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales, Leitung Frau Wilhelm , Jugendpfleger der Stadt Syke Herr Catruat, Bürgermeisterin Frau Laue, 1. Stadtrat Herr Kuchem
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchenvorstand, Vorsitz Pastor Kopp
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulsozialarbeiter_innen, Frau Hartmann und Herr Gerz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ZBVV Zentrale Boden Vermietung und Verwaltung GmbH, Frau Lojek
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreiszeitung Syke, Webseite des Diakonischen Werk-Diepholz-Syke- Hoya
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Engagierte Bewohner_innen des Bewohnertreffens
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
PRO DEM e.V. Senioren- und Pflegestützpunkt & Regionale Alzheimergesellschaft, Frau Helms & Frau Brümmer
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Etablierung eines Fachbereiches ist Ziel unserer regionalen Gemeinwesenstrategie. Dies bedeutet, dass für die Stadt Syke über die Förderlaufzeit ein gesamtkommunales Konzept für die Gemeinwesenarbeit entstehen wird. Dies beinhaltet die Zusammenarbeit u. das fachübergreifende Arbeiten zwischen den Fachdiensten: Bau, Planung u. Umwelt, Soziales u. dem Diakonischen Werk Diepholz-Syke-Hoya. Die Kommune Syke möchte langfristig einen Fachbereich für das Aufgabenfeld Gemeinwesenarbeit installieren.
Galerie
p1040666
p1040667
berliner strasse
front bloecke
gegenueber der bloecke
Aufsteller
aufsteller.jpg (388.15 KB)
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Mien Langeoog - mien too huus

Ansprechpartner
Heike Horn
Funktion Bürgermeisterin
Stärkung der insularen Dorfgemeinschaft einer überlasteten und im Gemeinwesen reduzierten Inselgemeinde.
Projektbeschreibung
Geprägt von ihrem natürlichen Sandstrand, ihren weiten Dünenlandschaften und ihrer einzigartigen Natur zieht die ostfriesische Insel Langeoog jährlich zahlreiche Besucher:innen an. Die Insel lebt zu fast 100 % vom Tourismus und war insb. in den letzten zwei Jahrzehnten als Destination sehr erfolgreich. Das zeigen die über 1,6 Mio. Übernachtungen und mehr als 240 Tausend Gäste, bei rund 1.800 Einwohner:innen. Dieser Erfolg hat jedoch auch seine Schattenseiten, die für die Insulaner bereits in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens spürbar sind. So gibt es z. B. aufgrund der fast ganzjährigen Saison keine Winterruhe mehr, Freiräume für die Insulaner sind kaum noch vorhanden, Wohnraum zu teuer. Die größte Sorge der Insulaner: das soziale Miteinander der Inselgemeinschaft leidet enorm unter der touristische Auslastung. Zunehmend werden die kritischen Stimmen der Einwohner:innen lauter. Der Spaltung der Dorfgemeinschaft muss entgegengewirkt werden, die insulare Identität wieder in den Vordergrund geraten. Nach außen hin scheint die Welt auf den Inseln noch in Ordnung, den Gästen wird Sonne, Sand und strahlender Himmel verkauft - Story Telling eben. Doch längst gehen Eigeninteressen vor Interessen der Inselgemeinschaft. Diese Inselgemeinschaft wieder zu erreichen, sie zu stärken und damit die Lebensqualität auf der Insel zu verbessern hat nun höchste Priorität. Dies ist nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und der entsprechenden Unterstützung zu erreichen. Sie müssen in den Fokus gerückt werden. Ein Austausch mit den bereits im Programm Gute Nachbarschaft aktiven Inseln hat gezeigt, dass erfolgreiche Methode, um dies zu ermöglichen, die Gemeinwesenarbeit ist. Deshalb soll eine Stelle eingerichtet werden, die sowohl Schnittstelle zw. Bevölkerung und Verwaltung sowie zur Politik bildet, um den Erfolg aller Maßnahmen, aber eben auch die Bürgerbeteiligung an sich auf der Insel zu verstetigen. Eine Vernetzung mit dem Projekt "Leben im Meer" ist geplant. Die Implementierung der Gemeinwesenarbeit über den Förderzeitraum hinaus wird angestrebt. Die Corona-Krise hat die Wirtschaft auf der Insel nahezu zum vollständigen Erliegen gebracht und natürlich auch Existenzängste erzeugt. Es ist aber auch deutlich geworden: Die Inselbevölkerung kann ihre Potentiale beleben. Man hilft sich wieder gegenseitig, wie früher, als man in Extremwetterlagen auf sich allein gestellt war. Das gibt positiven Schub und Kraft für die GWA auf der Insel.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Langeoog verzeichnete im Jahr 2019 über 1,6 Mio. Übernachtungen und über 240 Tausend Gäste, bei rund 1.800 Einwohner:innen. Tourismus ist der Hauptwirtschaftsfaktor und damit Lebensgrundlage für die Inselbevölkerung. Zunehmend leidet jedoch die Inselgemeinschaft unter dem Overtourism. Zu lange standen die Gäste und passende Angebote für sie sowie die Auslastung auch außerhalb der Hauptsaison im Vordergrund, während die Bedürfnisse der Insulaner zunehmend in den Hintergrund gerieten. Nun hat die Insel ihre Belastungsgrenze erreicht. Zahlreiche Saisonkräfte und ganzjährig beschäftigte Mitarbeiter:innen nehmen nicht am gemeinschaftlichen Inselleben teil. Es sind weder gesunde Strukturen, noch eine Dorfgemeinschaft mehr vorhanden. Die Folgen sind bereits in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens spürbar. Auf der gesamten Insel gibt es zwar etliche Vereine, aber die Vernetzung muss verbessert werden. In der Jugendpflege ist eine Mitarbeiterin Ansprechpartnerin für alle Inselkinder. Während das kulturelle Leben nur für Gäste stattfindet, müssen die Insulaner dafür auf das Festland ausweichen. Da es mittlerweile eine quasi durchgehende Saison gibt, entfällt auch die Winterruhe, in der sich die Insulaner bisher um sich selbst kümmern konnten. Auch die Traditionspflege gerät so sehr in den Hintergrund, dass die insulare Identität kaum mehr spürbar ist. Die Folge: Insulaner fühlen sich wie Statisten in einem Freizeitpark. Der Satz "wir finden nicht mehr statt auf der Insel" ist längst überall zu hören. All das hat zur Spaltung der Dorfgemeinschaft geführt. Höchste Zeit also, sich diesen Problemen aktiv zu stellen und das Wohlergehen der Insulaner wieder in den Fokus zu rücken.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Langeoog
Beschreibung
Langeoog ist eine der Ostfriesischen Inseln mit einer Fläche von rund 20 km² und einer Bevölkerungsdichte von 93,9 Personen pro km². Das Zentrum befindet sich an der Westseite der Insel. Fast zwei Drittel der Fläche von Langeoog gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Die Insel ist autofrei. Es gibt eine tideunabhängige Fährverbindung zum Festland mit mehreren Fahrten täglich. Die Fahrtzeit dauert etwa 35 Minuten.
Einwohnerzahl
1827
Quelle / Anmerkungen
Stand: 31.12.2019 (Gemeinde Langeoog)
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Quelle: Gemeinde Langeoog, umfasst die Altersgruppe 0 bis <15 Jahre
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Quelle: Gemeinde Langeoog, umfasst die Altersgruppe 15 bis <27 Jahre
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Quelle: Gemeinde Langeoog, umfasst die Altersgruppe 60+ Jahre
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Quelle: Gemeinde Langeoog, umfasst Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Mit der Besetzung einer "Kümmerer"-Stelle will die Verwaltung von Langeoog professionelle GWA auf der Insel etablieren. Ziel ist, damit alle Inselbewohner in den Fokus kommunalen Handelns zu setzten, Teilhabe zu ermöglichen - bedarfsgerecht, sozialräumlich und ressortübergreifend. Der Fokus liegt auf der Erhöhung der Lebensqualität der Bevölkerung durch ihre Beteiligung an der Gestaltung des Prozesses. Bewirkt werden soll dies durch die Aktivierung der Inselgemeinschaft, durch die Errichtung einer Beteiligungskultur. Augenmerk wird insb. auf die Stärkung des Ehrenamtes, auf die Willkommenskultur für Menschen mit Migrationshintergrund und auf Saisonarbeitskräfte und der intensiveren Zusammenarbeit mit den sozialen Institutionen/Wohlfahrtsorganisationen zu legen sein. Die Belange und Bedürfnisse der Inselbevölkerung bilden die Grundlage für die Aktivitäten. Der/die hauptamtliche Kümmerer ist Anlauf- und Vernetzungsstelle für alle Bewohner, soll sie ansprechen und aktivieren sowie den Rahmen für die Aktivitäten und Projekte bereit stellen, soll unterstützen und befähigen (Empowerment), soll Kooperationen suchen und initiieren sowie Plattformen zum Austausch und zur Vernetzung schaffen. Die Begegnungsräume sind die zentralen physischen Räume, die sich die Inselbevölkerung aneignen und nach ihren Bedürfnissen ausgestalten, "befüllen" kann und soll. Bei den Aktivitäten sollen unterschiedliche Alters- und Interessensgruppen angesprochen und zusammengebracht werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Inselbevölkerung ist motiviert und engagiert, sich aktiv in die Verbesserung der eigenen Insel-Lebensqualität einzubringen.
Beschreibung
Unterschiedliche Alters- und Interessengruppen können bei den Angeboten (u. a. in Begegnungsräumen) zusammenkommen und beteiligen sich über die App an kommunalen Entscheidungsprozessen.
Beschreibung
Eine Willkommenskultur lässt Zugezogene und Saisonkräfte an der Inselgemeinschaft teilhaben. Lebendige Nachbarschaft wird durch Treffen in privaten Gruppen und Vereinen und wieder mehr gemeinsame Feste initiiert und gefördert.
Beschreibung
Es haben sich Gruppen gebildet, um Projektideen durch eigenes bürgerschaftliches Engagement voranzubringen und umzusetzen.
Beschreibung
Die Interessen der Inselgemeinschaft werden bei Entscheidungen des Rates und der Verwaltung einbezogen. Ein breites Bündnis aus Bewohnerschaft, Politik und Wirtschaft sowie Verwaltung wirkt gemeinsam an der Verbesserung der Lebensqualität.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine und Freizeitvereine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimatvereine und Kulturvereine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fördervereine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Chöre und Musikgruppen/-vereine
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesellschafts-Clubs (Rotary, Lions, Inner Wheel Club)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhaus am Meer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsmitglieder aus Schule-, Jugend- und Sozialausschuss; Bauausschuss; Tourismusausschuss; Finanz- und Wirtschaftsausschuss; Nachhaltigkeits-, Umwelt- und Landschaftsausschuss
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohlfahrtsverbände (AWO, Caritas)
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Gemeinsam besser werden: Ein Konzept Gemeinwesenarbeit für die Samtgemeinde Neuenkirchen

Ansprechpartner
Ruth Klaus-Karwisch
Funktion Fachbereichsleitung Familien, Bildung und Ehrenamt
Gemeinsam besser werden
Projektbeschreibung
Die SG Neuenkirchen besteht aus den Mitgliedsgemeinden Merzen, Neuenkirchen und Voltlage. Wie viele ländliche Kommunen steht auch die SG Neuenkirchen vor den Herausforderungen des Demografischen Wandels und der Belebung der Dorfzentren. Diesen Herausforderungen begegnet die SG Neuenkirchen mit unterschiedlichsten Projekten: dem Audit familiengerechte Kommune (2017, 2021), einem Multifunktionshaus (Drehscheibe), der Freiwilligenagentur, der Sozialen Dorfentwicklung, Ausbildung von Dorfmoderatoren und dem Dorftreffpunkt – Dorfküche Voltlage. Bürger:innen sind bereit sich vor Ort zu engagieren, müssen aber noch lernen, für ihre Belange einzustehen. Im Rahmen dieser Projekte haben sich viele unterschiedliche Strukturen zur Umsetzung von Maßnahmen vor Ort gebildet. Ziel ist es nun ein Gesamtkonzept zur Gemeinwesenarbeit in der Samtgemeinde Neuenkirchen zu erarbeiten, strukturell umzusetzen und dauerhaft zu etablieren. Gemeinsam sind wir stark! In einem ersten Schritt soll zunächst eine Darstellung der bisherigen Aktivitäten und eine Identifizierung aller Aktiven in Form eines Ressourcenkataloges erfolgen. Die Bürger:innen, sollen aktiviert und motiviert werden. Handlungsfelder u. Maßnahmen sollen vor Ort von den Akteur:innen mit Unterstützung aus dem Projekt im Rahmen von Aktivitäten (Bratwurstaktionen, Familientag, Kirmes) und Befragungen ermittelt werden. Ergänzt werden diese Informationen durch Daten einer durchgeführten Sozialraumanalyse. Dies ermöglicht eine Benennung und Priorisierung von Handlungsfeldern u. Maßnahmen. Zur Bündelung von Ressourcen und Fachwissen werden Kooperationen/Vernetzungen sowie die Gründung eines gemeinsamen Netzwerkes GWA in der SG angestrebt. Im Zuge/ Laufe der Projektlaufzeit können erste Umsetzungsschritte, Aktivitäten und Projekte vor Ort aktiv umgesetzt werden. Hier unterstützt und begleitet das Personal aus dem Projekt. Während dieser aktiven Phase bieten sie Fortbildungs- und Schulungsangebote zur Stärkung der Selbsthilfepotenziale an. Im Netzwerk werden im Rahmen von gemeinsamen Aktivitäten (Sternläufe, Grünkohlessen, Besichtigungen) auch Erfahrungen aus der Projektumsetzung, Beteiligungsprozesse und Netzwerkstrukturen abgestimmt. Diese Ergebnisse sind ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzeptes. Im letzten Projektjahr wird ein Konzeptentwurf mit den Akteurinnen u. der Politik abgestimmt und über eine langfristige Finanzierung der GWA beraten. Ein Konzept zur GWA liegt als Handlungsleitfaden zukünftiger Arbeit vor.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Neuenkirchen ist eine ländlich geprägte Samtgemeinde (SG) mit 10.373 Einwohnern). sie besteht aus den Mitgliedsgemeinden (MG) Merzen (3.930 EW), Neuenkirchen (4.658 EW) u. Voltlage (1.758 EW). In jeder MG gibt es eine Kita, eine Grundschule u. die Versorgung vor Ort im Rahmen einer ortsüblichen Infrastruktur ist gewährleistet. Fußgängerzonen mit Geschäften zum Bummeln gibt es nicht. Viele junge Menschen ziehen im Zuge ihrer Ausbildung / ihres Studiums weg u. kommen später zur Familiengründung zurück. Der überwiegende Anteil der EW sind katholisch, sehr heimat- u. ortsverbunden. Die SG steht vor den Herausforderungen des Demografischen Wandels. Die Gesamtbevölkerungszahlen sinken, das Durchschnittsalter steigt. Viele ältere EW leben alleine, sind von Einsamkeit betroffen und auf nachbarschaftliche Hilfen angewiesen. Eine gut funktionierende Nachbarschaft, ein attraktives Vereins- und Brauchtumswesen, sowie Treffpunkte für die Dorfgemeinschaften sind wichtig. Mit kommunalen Aktivitäten wie der Freiwilligenagentur, den Dorfmoderatoren u. den Kleinen Hilfen wird auf die jeweils spezifischen sozialen Problemlagen (Alltagshilfen, Vereinsamung, Integration, Stärkung der Dorfgemeinschaft) reagiert. Ergänzt durch Beteiligungsprozesse wie dem Audit familiengerechte Kommune u. der Sozialen Dorfentwicklung. Nun müssen wir feststellen, dass es nicht gelungen ist die vorhandenen Selbsthilfepotenziale dauerhaft in allen Altersgruppen zu aktivieren sowie Beteiligungsstrukturen u. – prozesse (auch Verwaltungsstrukturen) zu etablieren. Es fehlt eine Gesamtbetrachtung aller Aktivitäten u. ein abgestimmtes Gesamtkonzept zur Bündelung von Ressourcen u. als Grundlage für zukünftiges Handeln.
GWA/QM-Ansatz
Gemeinsam besser werden: Getreu diesem Prinzip möchte die SG Neuenkirchen (NK) ein Gesamtkonzept GWA erarbeiten und dauerhaft als Handlungsleitfaden etablieren. Die SG NK möchte die bereits vorhandenen Aktivitäten in der SG bündeln, stärken u. miteinander gezielt vernetzen. Ziel ist es, die Lebensbedingungen und die Infrastruktur in der SG NK und damit auch in den einzelnen Mitgliedsgemeinden nachhaltig zu verbessern. Insofern ist es elementar die Zusammenarbeit der lokalen Akteur:innen unter Berücksichtigung der bestehenden Angebote und der bereits entstandenen unterschiedlichen Organisationsformen (Ehrenamt, gGmbH, Vereine, Einrichtungen) zu fördern, sie aber auch durch gemeinsam abgestimmte Prozesse besser miteinander zu verzahnen. Durch diese Verzahnung sollen Selbsthilfepotenziale gestärkt u. Handlungsfelder erkannt u. priorisiert werden, Beteiligungsstrukturen und eine Wertschätzungskultur auf allen Ebenen dauerhaft etabliert werden. Durch diese Maßnahmen werden die Teilhabe und Chancengleichheit aller gestärkt sowie Ressourcen und Wissen gebündelt und Synergien besser genutzt. Wichtig ist, dass alle gemeinsam eine Grundverständigung für die GWA in der SG NK entwickeln. Bedeutsam ist aber bereits jetzt, dass sich alle bisherigen und zukünftigen Ansätze der GWA an den Anliegen aller Bürger:innen (gleich welcher Nationalität) orientiert und sie u.a. auch die Kommunikation u. den Austausch zwischen den eingesessenen sowie den „Neu“-Bürger:innen dienen soll.
Nachhaltigkeit
Vor Ort werden derzeit bauliche Treffpunkte errichtet. Raumnutzungen, Beteiligungstrukturen, Netzwerke, Handlungsfelder und Maßnahme werden in einen abgestimmten Konzept der GWA für die SG NK zusammenfefasst. Zur Unterstützung der Akteur:innen der GWA gibt es bereits eine Freiwilligenagentur u. ein Quartiersmanagement mit 15 Std/ Wo. Diese Personalressource soll dauerhaft erhalten u. ggfs. aufgrund der Ergebnisse im Projekt bedarfsgerecht ausgebaut werden.

Stadtteiltreff Neuenhäusen

Ansprechpartner
Lukas Barlian
Funktion Vorstand
Gemeinschaft leben - Zukunft gestalten
Projektbeschreibung
Das Projekt "Stadtteiltreff Neuenhäusen" zielt darauf ab, einen inklusiven und vielfältigen Treffpunkt für die Bewohner:innen des Stadtteils zu schaffen. Dieser soll dazu beitragen, soziale und kulturelle Angebote für verschiedene Zielgruppen bereitzustellen und somit die Lebensqualität im Stadtteil zu verbessern. Durch die aktive Einbindung der Bewohner:innen und verschiedener Akteur:innen in die Projektarbeit und -planung wird eine nachhaltige Entwicklung des Stadtteils angestrebt. Im ersten Jahr konzentriert sich das Projekt auf die Schaffung eines barrierearmen Treffpunkts, der von verschiedenen Nutzer:innengruppen für ihre Bedürfnisse genutzt wird. Dazu gehören Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien sowie Migrant:innen und FLINT-Personen (Frauen, Lesben, Divers, Inter, Trans). In Zusammenarbeit mit lokalen Akteur:innen, Ehrenamtlichen und Einrichtungen werden Veranstaltungen, Workshops und Projekte organisiert, die auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Gruppen eingehen. Die Formate sind vielfältig und decken verschiedene Interessen und Zielgruppen ab - das reicht von konkreten Hilfsangeboten über soziale Treffpunkte, bis zu kulturellen und kreativen Angeboten. Durch die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern und externen Akteuren soll die Vielfalt und Qualität der Angebote im Stadtteiltreff gesteigert werden. Im zweiten Jahr liegt der Fokus auf der Stärkung der Verbindungen zwischen verschiedenen Gruppen und Akteur:innen im Stadtteil. Hierbei werden gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen geplant, um Vorurteile und Diskriminierung abzubauen und den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil zu fördern. Das wachsende Vertrauen untereinander sorgt somit auch für ein gesteigertes Sicherheitsempfinden. Der Antragsteller stellt dabei insbesondere mit dem Format des „Offenen Cafés“ im Stadtteiltreff eine Anlaufstelle zum Austausch und Kennenlernen sicher. Im dritten Jahr sollen gemeinsame Visionen für die Zukunft des Stadtteils entwickelt werden. Durch Workshops, Diskussionsrunden und Evaluationsmaßnahmen werden die bisherigen Erfolge reflektiert und auf Basis dieser Erkenntnisse konkrete Schritte für die Umsetzung der Visionen erarbeitet. Der Antragsteller KUBIN e.V. arbeitet in enger Kooperation mit der “Solidarischen Initiative Neuenhäusen” und verfügt über ein breites Netzwerk zu zivilgesellschaftlichen Akteuren in Celle. Diese Zusammenarbeit ist wichtiger Bestandteil des Projekts und sichert eine erfolgreiche Projektdurchführung.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Im Projektgebiet, dem Stadtteil Neuenhäusen in Celle, leben 8.000 Menschen. Es befindet sich zentral zwischen Bahnhof und Altstadt. In einer 2021 von uns im Projektgebiet durchgeführten Befragung der Bewohner:innen wurden jedoch einige Probleme und Mängel identifiziert, die ihre Lebensqualität beeinträchtigen: - Bemängelt wird ein schlechtes Sicherheitsgefühl, Gewalt und Kriminalität. - 34% der Befragten fühlten sich von Diskriminierung betroffen. Beispiele sind Rassismus, Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder aufgrund von Erwerbslosigkeit und ökonomischer Lage. - 19% der Befragten empfinden ihren Wohnraum als zu klein. - Die Anonymität und zu wenig Kontakte unter Kindern wurden ebenso als Probleme eingestuft. - Im Stadtteil fehlt es den Bewohner:innen insbesondere an sozialer und kultureller Infrastruktur wie Begegnungsorten/-Cafés, kostenlosen Kultur- & Freizeitangeboten, insbesondere für Familien, kreativen & multikulturellen Angeboten sowie Möglichkeiten für die Zielgruppen Jugend, migrantische Jugend und FLINT (Frauen, Lesben, Divers, Inter, Trans). Dieser Mangel wird auch durch die Schwächeanalyse bestätigt, die im Rahmen des 2. Bürgerforums zum Rahmenplanentwurf für die Sanierung eines Teilbereichs des Projektgebietes erstellt wurde (https://stadtsanierung-celle.de/Neuenh%C3%A4usen/Sanierung/St%C3%A4dtebaulicher-Rahmenplan/). Vom Projektträger KUBIN e.V. wurde bereits ein Raum für den Stadtteiltreff angemietet und wird derzeit für die von den Anwohner:innen gewünschte Nutzung saniert. Die Förderung soll eine Professionalisierung ermöglichen, weitere Kapazitäten freisetzen und GWA-Standards sicherstellen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle Neuenhäusen
Beschreibung
Das Projektgebiet entspricht dem Stadtteil Neuenhäusen. Dieser wird im wesentlichen spürbar begrenzt durch eine Bahnlinie im Westen, Flüsse im Norden & Osten, sowie große Straßen im Osten und Süden). Unter anderem dadurch stellt der Stadtteil auch für die Bewohner:innen einen realen Bezugsrahmen dar.
Einwohnerzahl
8015
Quelle / Anmerkungen
https://www.celle.de/Celle-entdecken/Celle-Dein-Zuhause-/Ortsteile/Neuenh%C3%A4usen/ Stand 31.12.2018
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2015 Laut ISEK Neuenhäusen, Stadt Celle Mai 2017 / März 2019 https://stadtsanierung-celle.de/output/download.php?fid=3478.37.1.PDF
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt "Stadtteiltreff Neuenhäusen" basiert auf den Ansätzen der Gemeinwesenarbeit und zielt zielt darauf ab, die Lebensqualität und den sozialen Zusammenhalt in Stadtteilen zu verbessern, indem lokale Akteur:innen, Ressourcen und Potenziale aktiviert und genutzt werden. Das Projekts verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und setzt u.a. folgende Methoden der Gemeinwesenarbeit ein: - Empowerment: Das Projekt fördert die Selbstwirksamkeit und das Selbstvertrauen der Bewohner:innen, indem sie aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden werden und die Möglichkeit erhalten, eigene Ideen und Projekte umzusetzen. - Durch die Organisation von Theater- & Filmvorführungen, Musik- & Schreibworkshops werden kreative Ausdrucksformen gefördert und der Austausch zwischen verschiedenen Kulturgruppen angeregt. - Im Stadtteiltreff wird ein Mit-Mach-Café eingerichtet, das als zentraler Treffpunkt für alle Bewohner:innen dient und die Möglichkeit bietet, sich bei gemeinsamen Aktivitäten und Gesprächen besser kennenzulernen und so den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil zu stärken - Die Mitarbeitenden des Projekts legen großen Wert auf den persönlichen Kontakt und sind stets ansprechbar für Fragen, Anliegen und Ideen. - Der Stadtteiltreff stellt einen barrierearmen und inklusiven Raum zur Verfügung. Für das Vorhaben wird bereits ein Raum gemietet. Mit Hilfe der Förderung soll die Arbeit professionalisiert und zusätzliche Kapazitäten freigesetzt werden und GWA-Standards sichergestellt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Interessen und Bedürfnisse der Anwohner:innen sind der Ausgangspunkt für Planung und Umsetzung von Maßnahmen im Stadtteiltreff. Durch offene Kommunikation, Befragung und ehrenamtliche Mitarbeit werden die Bewohner:innen kontinuierlich einbezogen.
Beschreibung
Der Projektträger schafft einen zugänglichen Rahmen, in dem die Selbstorganisation von Nutzer:innengruppen in Eigeninitiative möglich ist. Die entsprechenden Bedürfnisse werden durch offene Kommunikation und regelmäßige Abfragen der Nutzenden abgefragt.
Beschreibung
Das Netzwerk zu zivilgesellschaftlichen Initiativen wird für Kooperationen genutzt, die auf bestehende Kompetenzen zugreifen und Synergieeffekte erzeugen. Ebenso werden Räume geschaffen, in denen einzelne Bewohner:innen ihre Erfahrungen einbringen können.
Beschreibung
Insbesondere im Jahr 2 und 3 entwickeln Anwohner:innen in Formaten, die verschiedene Nutzer:innengruppen zusammenbringen, zielgruppenübergreifendes Denken und Handeln für den gemeinsamen Kontext Neuenhäusen (Bsp. Straßenfest, Zukunfstwerkstatt).
Beschreibung
Der Standard wird erreicht durch die gemeinsame Bearbeitung verschiedener alltäglicher Interessen der Bewohner:innen wie Soziales und Kultur. Die Anwohner:innen entwickeln eine ganzheitliche Praxis, die über den Tellerrand eines Bereichs hinausgeht.
Beschreibung
Das Netzwerk an Kooperationspartnern nutzt den Stadtteiltreff als Knotenpunkt und sorgt mit dem eingebrachten Kompetenzen für positive Effekte – sowohl für Initiativen als auch für Einzelpersonen. Gemeinsame Ziele stärken diesem Prozess.
Beschreibung
Anwohner:innen verschiedener Hintergründe führen gemeinsame Aktivitäten in der Nachbarschaft durch, die den sozialen Zusammenanhalt fördern. Der Stadtteiltreff nimmt als soziale Knotenpunkt eine unterstützende und vermittelnde Funktion ein.
Beschreibung
Das Projekt behebt mit dem Stadtteiltreff einen Mangel an Infrastruktur für soziale und kulturelle Bedürfnisse in der Nachbarschaft. Ein zu erarbeitendes Finanzierungskonzept und die Einbeziehung Ehrenamtlicher sichern eine nachhaltige Entwicklung.
Beschreibung
Der Austausch mit Partnern, die in weiteren Teilen Celles tätig sind (z.B. Klimaplattform, Êzîdischer Frauenverein Hêvî), sowie der Stadt schaffen Perspektiven über das Projektgebiet hinaus und bewirken einen Beitrag in der gesamtkommunalen Entwicklung.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Solidarische Initiative Neuenhäusen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Buntes Haus e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis Internationalismus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Foodsaving Initiative
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein Bahnhof Celle e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Radretter – Fahrrad Selbsthilfe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Celler Lastenrad Initiative
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Queeres Netzwerk
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Selbsthilfegruppe soziale Angst
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Junges Forum gegen Antiziganismus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Asylberatung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Klimaplattform
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Feministische Organisierung gemeinsam kämpfen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kultur Trifft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Näh-Werkstatt alte Molkerei
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hêvî – Êzîdischer Frauenverein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Antifaschistische Stadtrundgänge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Celler Presse
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Cellesche Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
CelleHeute
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sanierungsbeirat für das Sanierungsprojekt Neuenhäusen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Wir streben eine Diversifizierung der Finanzierungsquellen an, um nicht von einer einzelnen Förderung abhängig zu sein. Zur Eigenmittelgenerierung können wir Räume vermieten oder Kulturveranstaltungen mit Eintritt organisieren. Die Beteiligung von Ehrenamtlichen hilft, die Kosten niedrig zu halten und die langfristige Nachhaltigkeit des Stadtteiltreffs zu gewährleisten. Die Verstetigung der Kooperationen mit anderen lokalen Akteur:innen trägt zur nachhaltigen Verankerung im Stadtteil bei.
Zustimmung Veröffentlichung
On

GWA in Visselhövede - durch Kommunikation verbinden

Ansprechpartner
Sabine Voss
Organisation Präventionsrat Visselhövede
Funktion Leiterin
Soziale Stadt- und Dorfentwicklung im ländlichen Raum
Projektbeschreibung
Durch GWA und Jugendarbeit in der GWA haben wir in Visselhövede bisher viel erreicht. Es wurden belastbare Strukturen geschaffen (z.B. Patensystem für Zugewanderte, Kümmerer vor Ort, Belebung des neu entstandenen Jugendzentrums, Vernetzung verschiedenster Akteure über Palettenlandschaft am Marktplatz, Vereinsmesse, Ausbildungsmesse an der OBS, Zusammenarbeit mit Unternehmen/ Verwaltung/ Politik/ Bürgerinitiativen/ Kultur/ Sport). Diese Strukturen gilt es auch zukünftig zu nutzen und zu weiter zu stärken, um die anstehenden Herausforderungen, vor denen die Stadt Visselhövede steht, zu bewältigen: 1. GWA als Anlaufpunkt für alle Visselhöveder Bürger*innen wahrzunehmen, der ehrenamtliches und kommunales Engagement verbindet und vernetzt, Hilfe zur Selbsthilfe gibt, für jedwedes Anliegen da ist und durch öffentlichkeitswirksame Arbeit zur positiven Binnen- und Außenwirkung der Stadt beiträgt. 2. Den veränderten Sozialstrukturen durch einen überproportional hohen Anteil Geflüchteter in Visselhövede und damit Neubürgern durch Kommunikation und Integration Rechnung tragen. 3. Ausbau der Jugendarbeit im Rahmen der GWA, um daraus ein noch internationaleres Angebot zu machen, dies schließt auch raumplanerische Aspekte der Stadt V. mit ein (z.B. Verlegung der bestehenden Skateranlage an das Jugendzentrum, Nutzung der Calisthenicsanlage) 4. Die weiter bestehenden, eher isoliert in Parallelwelten lebenden Bevölkerungsgruppen im Sinne eines community organizing ansprechen und in die GWA einbinden. Hier wurden erste erfolgreiche Ansätze im bereits seit Jahren im Fokus stehende Projektgebiet "Pappelstraße" erzielt (Bewohnerbefragungen, Gemeinschaftsaktion "Tannenbaumschmücken", Elternberatung in Kooperation mit Schulen), was intensiv weiter verfolgt, ausgebaut und auf andere Projektgebiete übertragen werden muss 5. Ökologie, Nachhaltigkeit und Inklusion weiter verbinden und ausbauen, wie beispielsweise im Projekt Haus der Bildung (verschiedene Organisationen ziehen unter ein Dach und kooperieren), Aktion Rollfiets, Inklusionskutsche, Prüfen der Stadt Visselhövede auf Barrierefreiheit, Aktion "gelbes Band", gemeinsame Aktionen mit "Vissel for future", Seniorenbeirat u.a., aber auch die Unterstützung von Bemühungen der Stadtverwaltung hinsichtlich Klimaneutralität.
Laufzeit
2024-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Die GWA und die in der vergangenen Förderperiode hinzugekommene Jugendarbeit im Rahmen der GWA wird in Visselhövede - vielfach anerkennend - sowohl von Bürger*innen als auch Verwaltung und Politik wahrgenommen und benötigt. Obwohl sich Vieles positiv entwickelt hat und belastbare Strukturen geschaffen wurden, konnten noch nicht sämtliche Probleme gelöst werden, vielmehr sind besondere Herausforderungen für die Stadt hinzugekommen. Dazu gehören die Folgen des Angriffs auf die Ukraine. So hat Visselhövede eine Überquote ukrainischer Geflüchteter. Durch Familienzuzug hat sich die die Anzahl zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits um 20 Personen erhöht. Der Landkreis Rotenburg (Wümme) nimmt bis Ende April 2023 700 weitere Geflüchtete anderer Nationalitäten auf, von denen wiederum anteilig Personen der Stadt V. zugewiesen werden, weil dort noch (günstiger) Wohnraum vorhanden ist. Es bedarf weiterer, großer Anstrengungen diese Neubürger zu integrieren. Diesen Menschen soll in Visselhövede eine Perspektive geboten werden, sodass neben Wohnraum, auch Arbeits- bzw. Ausbildungsplätze, Spracherwerb und Freizeitaktivitäten ermöglicht werden, die verschiedenen Kulturen miteinander auskommen und sich wiederum in das Gemeinwohl einbringen. Hierzu sollen die GWA sowie die Jugendarbeit in der GWA durch Aktionen, Projekte und Präsenz in hohem Maße beitragen. Darüber hinaus sind auch die bisherigen Problemlagen (Beispiel Pappelstraße mit den für eine Kleinstadt unüblichen Wohnblocks in Randlage mit niedrigen Mieten, hierdurch hohem Anteil sozial Benachteiligter sowie angrenzendem Wohngebiet, deren Bewohner mittlerweile Eigentümer ehemaliger Behelfswohnungen sind) noch nicht gelöst.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Visselhövede
Beschreibung
Projektgebiet 1: Pappelstraße und angrenzende Straßen
Einwohnerzahl
950
Quelle / Anmerkungen
Stadt Visselhövede
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Projektgebiet 2: Großer Kamp Straße
Beschreibung
Neubaugebiet Großer Kamp Straße und Bosberg, von ca. 70 dort ansässigen Bewohnern sind ca. 45 kurdischstämmig.
Einwohnerzahl
70
Quelle / Anmerkungen
Stadt Visselhövede
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung, Projektgebiet 2 zeichnet sich durch Isolation/ Parallelgesellschaft aus
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Projektgebiet 3: Wehnser Weg, Hunnehop Straße, überproportional viele Bewohner aus der Volksgruppe der Sinti
Beschreibung
Wehnser Weg, Hunnehopstraße
Einwohnerzahl
50
Quelle / Anmerkungen
Stadt Visselhövede
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Projektgebiet 4: Am Rohlmannshof, durch Zuzug/ Zuweisung durch die Stadt überproportional viele Geflüchtete (Ukraine, afrikanische Ethnien)
Beschreibung
Am Rohlmannshof, durch Zuzug/ Zuweisung durch die Stadt überproportional viele Geflüchtete (Ukrainer*innen, afrikanische Ethnien)
Einwohnerzahl
300
Quelle / Anmerkungen
Stadt Visselhövede
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das GWA-Projekt umfasst mehrere Ebenen, weshalb verschiedene Ansätze bedient werden: Im Ansatz der integrativen Stadtteilentwicklung nimmt die GWA eine intermediäre Funktion ein und handelt ressortübergreifend. GWA ist Vermittler zwischen den Bürgern(Initiativen), Verwaltung, kommunaler Politik, öffentlichen Einrichtungen, Verwaltung und Vereinen. Sie ist Promoter von Initiativen und Ansprechpartner. Handlungsgrundlage ist Lebensweltorientierung von Thiersch. Ökologie, Inklusion und die Interessen von Anwohnern werden zusammengebracht. Für die Jugendlichen wird die sozialräumliche Jugendarbeit als Nachbarschaftsfeld der GWA umgesetzt. Die Handlungsziele werden aus der Sozialraum-Lebensraumanalyse abgeleitet. GWA ist Experte für die Belange der Jugendlichen und hat eine Mandatsfunktion. GWA ist Kooperationspartner für Schulen und andere jugendbezogene Einrichtungen. Für die Reduzierung von Vorurteilen eignet sich der Ansatz der transkulturellen Stadt(teil)arbeit. Sie sensibilisiert die Teilnehmenden für kulturelle und geschlechtsspezifische Lebensweisen. Die Entwicklungen von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus werden reflektiert. Die Bereitschaft zum Dialog und zur Kooperation zwischen Kulturen und Personengruppen werden gefördert. Dies stärkt die Vernetzung zwischen Organisationen sowie das Zusammenleben der Bewohner mit und ohne Migrationshintergrund.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Verschiedene Menschen oder Gruppierungen sich mit ihren Interessen wahrgenommen fühlen, GWA-Handeln zu Empowerment der Menschen führt und Demokratie gelebt wird
Beschreibung
Ideen werden zu Projekten, mit denen durch Hilfe zur Selbsthilfe und Kooperation Selbstwirksamkeit und Stärke der Beteiligten wachsen
Beschreibung
Vorhandene Ressourcen genutzt werden, um das Gemeinwohl zu stärken und die Stadt wieder ein Stück lebenswerter zu machen
Beschreibung
Unterschiedliche Menschen bzw. Organisationen bzw. Generationen bzw. Milieus bzw. Nationalitäten miteinander kommunizieren und arbeiten, um das Gemeinwohl zu stärken
Beschreibung
Gesamtgesellschaftliche und internationale Entwicklungen finden sich im gemeinwesenorientierten Handeln wieder. Die gerechte, grüne und produktive Stadt ist das Ziel des Handelns, das sich an den 5 Schlüsselprinzipien orientiert.
Beschreibung
GWA fördert belastbare Strukturen, Netzwerke und Kooperationen, die flexibel auf die jeweiligen Anforderungen reagieren können. GWA selbst arbeitet vernetzt
Beschreibung
Starke Nachbarschaften entwickeln sich durch GWA. indem das soziale und räumliche Gefüge sicht-, erfahr- und erlebbar gemacht wurde
Beschreibung
Durch GWA wird das Ziel einer ganzheitlichen Entwicklung (z.B. Wohnraum, Treffpunkte, Spielplätze) ausgewählter Gebiete verfolgt
Beschreibung
GWA ist eingebunden in örtliche Strukturen, kann gesamtkommunale Entwicklungen einschätzen und Expertise geben
Vorhandene Strukturen
Sowohl der GWA-Mitarbeiter als auch die beiden Mitarbeiterinnen, die sich aktuell die Stelle in der Jugendarbeit etwa pari teilen, sind vor Ort etabliert. Sie sind Kümmerer vor Ort und können mittlerweile auf belastbare Strukturen in der Netzwerkarbeit zurückgreifen. Beispiele sind das Patensystem für Geflüchtete, ehrenamtliche personelle Unterstützung im Jugendzentrum, Initiatoren für zahlreiche Projekte sowie deren Begleitung (z.B. gelbes Band, Rollfiets, Belebung Marktplatz, Pappelstraße, Vereinsmesse u.a.), aber mittlerweile auch die Übergabe von Projekten in andere (ehrenamtliche) Hände zur Verselbständigung derselben (z.B. Betreuung der Visselquelle). Die GWA wird in Planungen der Stadtverwaltung einbezogen (z.B. bei der Planung/ Einrichtung des Jugendzentrums, Verwaltung Räume Haus der Bildung u.a.).
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kreisverwaltung Rotenburg, Landrat Herr Prietz, Sozialdezernentin Frau Colshorn, Jobcenter Herr Stein, Frau Eickhoff, Frau Roon, Frau Heldt, Jugendberufszentrum Herr Baier, Kreisjugendpflege Frau Martens, Stadt Visselhövede Herr Lüdemann, Herr Grünhagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theater Metronom Frau Schröder, Kultur- und Heimatverein Visselhövede Frau Wuttke, ArtOutlet Herr Reichert, EigenArt Kultur e.V. Herr Netter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Präventionsbeamte der Polizei, Schwimmbad Visselhövede, Jugendzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DAA Standortleitung Frau Voss, Seniorenbeirat Herr Sündermann, DRK Herr Langanke, BNW Frau Bellmann, Jugendmigrationsdienst Frau Schwegler, Flüchtlingsbeirat Frau Zimmermann, Tafel Visselhövede Herr Seitz, Lebensräume e.V. Frau Steenblock, Simbav
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VfL Visselhövede Herr Gohlke, MTV Jeddingen Herr Schumacher, SV Schwitschen Herr Rickers, SV Wittorf Herr Jessen, Freilauf Visselhövede Frau Wachtmann, Kneippverein Frau Rohr
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie-Sozialstation Herr Goebel, Visselhöveder Pflegedienst Frau Rathmann, Seniorenresidenz Zur Mühle Herr Meyer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulleiter OBS Visselhövede Herr Wieland, Leitung Kastanienschule Frau Puschmann, Grundschule Jeddingen Frau Darboven, Schulsozialarbeit aller Schulen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rotenburger Werke der Inneren Mission Herr Faltermann, ev. St. Johannisgemeinde Visselhövede Jugenddiakon Herr Pahling, Pastorin Rosenfeld, Pastor Wohlfahrt, Kirchenvorstand Frau Meier-Zindler
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gewerbeverein Visselhövede Herr Grünhagen, Hoyer Mineralöle Herr Hoyer, JBS Herr Behrens, Handwerkskammer Frau Krüger, Unternehmerverband Rotenburg-Verden Herr Esselmann, Rotenburger Wirtschaftsforum Herr Kehrstephan
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Redaktion Visselhöveder Nachrichten Herr Wieters, Redaktionsteam Rotenburger Kreiszeitung, Redaktionsteam Rotenburger Rundschau
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Vulpes Immobilien Management GmbH, Eckernförde (Eigentümerin Wohnblocks Pappelstraße)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Vissel for future Herr Gabriel, Präventionsrat der Stadt Visselhövede Frau Schumann, unsere gewonnenen Paten*innen, Ehrenamtliche in der Unterstützung des Jugendzentrums, zahlreiche weitere engagierte Bürger*innen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Lüdemann, alle im Rat vertretenen Gruppierungen, Lars Klingbeil Parteivorsitzender SPD, Landtagsabgeordnete Herr Holsten (CDU), Frau Liebetruth (SPD)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Leader-Region Hohe Heide Herr Pahl, Herr Eberle, Herr Brunkhorst
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
GWA + GWA Jugendarbeit sind mittlerweile fest vor Ort eingebunden und unverzichtbar. Das finanzielle Engagement trotz enormer, teils unvorhersehbarer Belastungen der Stadt V. steigt für die beantragte Förderperiode nochmals deutlich. Es besteht der Wille der Stadt V. die Planungen so zu gestalten, dass eine Übernahme der GWA in Eigenregie der Stadt ab 2027 erfolgt, idealerweise als eine Art Stabstelle für Gemeinwohl, soziale Integration und Stadtentwicklung und entsprechend im Haushalt geplant.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Langenhagen hebt ab - für gute Nachbarschaft mit Emma und Paul

Ansprechpartner
Sabine Behrens
Funktion geschäftsführende Pastroin
Gemeinwesenarbeit im Quartier - für gute Nachbarschaft mit Emma und Paul
Projektbeschreibung
Langenhagens Identifikationspunkte sind die alten Dörfer und Ortskerne, aus denen die Mittelstadt an der Peripherie zu Hannover seit den 70er Jahren zusammengewachsen ist. Die Lebensgeschichte der Bewohner:innen ist von diesen lokalen Bezügen geprägt und wird häufig aus den Erfahrungen der Zuwanderung gespeist. Im Quartier Langenforth leben Menschen unterschiedlicher Herkunft und Konfessionen. Provisorische Unterkünfte für Geflüchtete aus der Ukraine sind in fußläufiger Entfernung. Gelegenheiten der spontanen Begegnung für alteingesessene Nachbarn und Hinzugezogene sind von großer Bedeutung, um Segregation entgegenzuwirken. Besonders die ältere Bevölkerung leidet unter fehlenden Kontaktflächen. Durch die sozialen Folgen von Corona wird diese Entwicklung verschärft. Das Familienzentrum Emma&Paul wurde von den Kirchengemeinden Emmaus und St. Paulus gegründet, es wirkt seit 12 Jahren im Süden Langenhagens und bietet vor allem Familien Anknüpfungspunkte. Das Tätigkeitsfeld wird zukünftig erweitert, eine Umbenennung in „Nachbarschaftszentrum“ ist geplant. Mit dem Quartier Langenforth ist ein Teil des Wirkungsbereichs benannt, das sich rund um das Paulus-Gemeindehaus erstreckt. Von den Beteiligungsprozessen werden in der Langenhagener Südachse auch die benachbarten Stadtteile profitieren. Das Mitwirken im gesamtstädtischen Entwicklungsprozess GWA bietet die Möglichkeit, eine professionelle und interdisziplinäre Kultur der Partizipation aufzubauen. Die Förderung durch die LAG ermöglicht seit 2021 der Stadt Langenhagen und zwei Kirchengemeinden, Strukturen der GWA zu implementieren. Dieser Prozess wird durch das Projektgebiet Langeforth und die Beteiligung von zwei weiteren Kirchengemeinden gestärkt. Durch den fachlichen Austausch GWA entstehen neue Synergieeffekte. Kirche schafft Orte der Begegnung im Sozialraum, für alle Lebenslagen und Generationen. Das sozialräumliche Engagement der vier Kirchengemeinden wird von der Landeskirche als Pilotprojekt unterstützt und entfaltet Modellcharakter. Durch Mitwirkung wird das Selbsthilfepotential gestärkt. Mit den Methoden der Aktivierung und Beteiligung begeben sich das Familienzentrum und die Nachbarschaft in einen gemeinsamen Lernprozess, um die Bedarfe zu erkunden und Lösungsansätze zu entwickeln. Wohnortnahe soziale und gesundheitsfördernde Aktionen und eine niedrigschwellige Infrastruktur bereichern das Quartier. Die Mehrdimensionalität der Interessen ist akzeptiert und Orte des Austauches sind gefunden.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Langenforth ist ein Stadtteil im Süden Langenhagens, an der Stadtgrenze zu Hannover. Das Umfeld der Paulusgemeinde ist durch Wohnblöcke und Reihenhäuser mit einer hohen Einwohnerdichte geprägt. Eine städtebauliche Sonderstellung kommt dem Geschosswohnungsbau der "Europahaus-Siedlung" mit einer durchmischten Bewohnerschaft zu. Viele Menschen sind auf Transferleistungen angewiesen, auch im Männerwohnheim der KSG mit 90 Wohneinheiten. Es besteht ein Spannungsverhältnis zwischen vernachlässigten Industriearealen im Süden mit Verlust an Wohnqualität einerseits und steigenden Preisen für Wohnraum andererseits. Die Kirchengemeinden Emmaus und Paulus haben mit der Gründung des Familienzentrums „Emma und Paul“ vor 12 Jahren Unterstützungsangebote geschaffen. „Familienzentrum“ suggeriert als Zielgruppe die klassische Kernfamilie, sodass sich die inzwischen große Anzahl der Alleinerziehenden, Singles und von Vereinsamung bedrohten Menschen nicht angesprochen fühlt. Kirchliche Angebote entsprechen immer weniger den Bedarfen der Bewohner:innen. Um im gesellschaftlichen Wandel weiterhin als Ressource zur Verfügung zu stehen, muss kirchliches Handeln einen Paradigmenwechsel vollziehen: Kirche bietet keine fertigen Lösungen sondern wird zu einer lernenden Institution. Diesem Veränderungsprozess stellen sich vier Kirchengemeinden, um in Kooperation mit Netzwerkpartnern als Brückenbauer zwischen Generationen, Ortsteilen und Lebensweisen zu wirken. Lösungsansätze und Methodenvielfalt können nur im Verbund mit Wohnungswirtschaft, Verbänden und Kommune Wirkung entfalten. Kirche als Akteur will dauerhaft vor Ort zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen.
GWA/QM-Ansatz
Möglichkeitsräume für Partizipation – die Stadt Langenhagen entwickelt mit Kirchengemeinden, Wohnungswirtschaft und Verbänden Strategien für eine koordinierte GWA. Ein gemeinsames Methoden-Reservoir wird aufgebaut. In der verzahnten Zusammenarbeit entstehen Handlungskonzepte für Stadtplanung und Teilhabe. Miteinander - Mitdenken – Mitwirken: Sozialraumentwicklung braucht die Zusammenarbeit der Akteure und Menschen vor Ort. Im Projekt „für gute Nachbarschaft mit Emma und Paul“ stehen die Bewohner:innen mit ihren Bedarfen im Zentrum. Für aktivierende Maßnahmen ist eine vertrauensvolle Beziehung von entscheidender Bedeutung. Engagierte Ehrenamtliche sind wichtige Multiplikatoren. Ziel ist, gemeinsam Neues auszuprobieren und das eigene Lebensumfeld zu gestalten. In Langenforth verändert sich die soziale Lage, verstärkt durch die Corona-Pandemie. Mitgestaltung und Zuarbeit eröffnen sozialräumliche Perspektiven, die der Sandwichposition der Kernstadt Langenhagen zwischen Hannover und den angegliederten Ortschaften Rechnung tragen. Durch vielfältige Beteiligungsformen und die Mitwirkung an konkreten Projekten werden Erfahrungen von Selbstwirksamkeit gestärkt. Eine gelebte Beteiligungskultur, in der sich Menschen ernst genommen fühlen, steigert die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, fördert die Selbsthilfe und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Kirche ist eine wichtige Ressource im Sozialraum, sie schafft Orte der Begegnung für alle Lebenslagen und Generationen.
Nachhaltigkeit
GWA ermöglicht Synergieeffekte zwischen kirchlicher und kommunaler Arbeit. Eine fragende Haltung (kein Fokus auf Bedürftigkeit) ermöglicht, die Ressourcen der Bewohner:innen wirksam werden zu lassen; Kooperation und Methoden der sozialräumlichen Arbeit verankern GWA im landeskirchlichen Selbstverständnis; Übersetzungsarbeit von kirchlicher Arbeit in soziale Arbeit, Sozialraumorientierung verändert kirchlichen „Hilfe-Ethos“; Verstetigung durch Kooperation, Ehrenamt, Drittmittel und Spenden.
Galerie
a1 leuchtendeaugen spielzeugtausch
a2 keksebacken
a3 lernraum
a4 fruehstueck
a5 buergermeisteraktionsstand
a6 rockamkirchturm
Videos
baby_gebaerden.mp4 (79.15 MB)

Verwendungsnachweis: Gute Nachbarschaft in DuDerStadt. WirDerStadt

Ansprechpartner
Isa Sandiraz
Funktion Integrationsbeauftragter
Begegnungszentrum. WirDerStadt
Projektbeschreibung
Im Quartier (Q) an der historischen Wallanlage der Stadt Duderstadt (u.a. Berliner Straße, Industriestraße, Schöneberger Straße, Charlottenburger Straße und Kolpingstraße) & in der Innenstadt wird ein Prozess des friedlichen Zusammenlebens unter multiethnischen Bewohner*innen (BW) entwickelt. Das soll mit interaktiver Entwicklung von Angeboten für & mit den heterogenen BW erreicht werden. Für diese Vielfalt wird im Inklusiven Campus (IC) ein Begegnungszentrum (BZ) mit einer Projektkümmer*in (PK) errichtet. Im Rahmen des beantragten Projekts wird unter Einbeziehung der BW ein neues BZ entstehen. Ausgehend vom neu zu errichtenden BZ werden die soziale Struktur im Q & Innenstadt verbessert & die Defizite im Gemeinwesen behoben. Ein*e qualifizierte*r Kümmerer*in soll sich v.a. um Organisation, Planung, Administration, Öffentlichkeits- & Netzwerkarbeit sowie die Unterstützung von selbstorganisierten Aktivitäten kümmern. Im BZ werden für generations- & kulturübergreifende Zielgruppen mit variierenden Problemlagen passende Hilfsformen und Angebotsstrukturen entwickelt und installiert, welche im Sozialraum bisher nicht vorhanden bzw. defizitär sind. Darauf sind auch die drei Hauptziele des Projekts ausgerichtet. 1. Es werden religionen- & kulturenübergreifende Begegnungsformate, z.B. Gesundheits-, Bildungs-, Kultur- & Austauschangebote entwickelt & umgesetzt. 2. Das BZ im IC soll als ein Ort für selbstorganisierte Aktivitäten der Bevölkerung dienen. Zu diesem Zweck wird ein Offener Treff eingerichtet & dadurch werden die Menschen mit/ohne Migrationshintergrund (MHG) aus dem Quartier & der Innenstadt bei der Begegnungsarbeit unterstützt. Es wird angebahnt, den Treffpunkt-Ansatz durch örtliche Initiativen selbst tragend zu etablieren. 3. Die Zentrierung & die Vernetzung der interkulturell sensiblen Beratungs- & Unterstützungsangebote im Inklusiven Campus für verschiedene (im Quartier & in der Innenstadt lebende) Zielgruppen wird mit Hilfe der GWA stattfinden. Das wird einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung der multiethn. BW im Quartier leisten. Die Belebung des BZs wird in Phasen stattfinden. Die PK wird aufsuchend & aktivierend im Q arbeiten. Parallel dazu wird eine, alle Gruppen ansprechende Räumlichkeit, unter der Mitwirkung der BW im IC aufbereitet. Ein partizipativer Projektbeirat wird die konzeptionelle und operationelle GWA-Arbeit während der Projektlaufzeit begleiten. Inklusiver Campus befindet sich unter Trägerschaft von Caritasverband
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
Ausgangslage
Duderstadt (DUD) liegt an der Grenze zu Thüringen zw. GÖ & Nordhausen & ist Teil des LK Gö. Der ländl. Sozialraum hat eine unzureichende Sozialinfrastruktur. Das Projektgebiet besteht aus zwei ungleichen „Teilen“, dem Q & der Innenstadt. Das Q ist ausschl. durch Zu- und Abwanderung geprägt. Dies führt häufig zu Spannungen & Ängsten unter den Einheim.(40%) & Mig. (60% laut Stadt) im Q. Erschwerend dazu werden 267 Ukrainern im & um Q untergebracht. Es gibt kaum Freizeitaktivitäten für KuJ & Fam. & Hilfs- & Unterstützungsstrukturen gehen verloren. Multiethn. Konflikte sind zu beobachten. Intergenerationale & - ethn. Begegnungen finden nicht statt. Im Q ist in den 60ern eine Plattenbausiedlung entstanden. Die Wohnkomplexe sind in Ethnien unterteilt. Menschen mit komplexen Problemlagen & prekären Lebenssituationen finden hier ein Zuhause. Laut Fachdiensten sind viele von ihnen über lange Zeit erwerbslos, haben z. B. eine Suchtproblematik od. psych. Probleme. Unter den BW herrscht eine gegenseitige Stigmatisierung als „Ghettokinder vs. Nazis“ & eine daraus resultierende Ablehnung. Das Q wird zunehmend zu einem Brennpunkt. Im Gegensatz dazu steht die Innenstadt, die mit dem Inklusiven Campus (IC) & versch. Beratungsangeboten über eine für die Innenstadt ausreichende Sozialinfrastruktur verfügt. Die im IC neu angesiedelte GWA wird sich der Bedarfe des Q & der Innenstadt annehmen & mit allen BW interkult. sensible Lösungsansätze & Begegnungsformate schaffen, um die Teile d. Projektgebietes zusammenzuführen. Durch vorhandene Ressourcen konnte das Q bisher nicht mit einbezogen werden. Von diesen Ansätzen & Strukturen wird die heterogene Bevölkerung im Q & in der Innenstadt profitieren.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Quartier Duderstadt, in und um Innenstadt südwestlich
Beschreibung
Das Quartier befindet sich überwiegend südwestlich der historischen Wallanlage der Stadt Duderstadt (Aufzählung ist nicht abschließend: Berliner Straße, Industriestraße, Schöneberger Straße, Charlottenburger Straße und Kolpingstraße etc.). Dazu zählt jedoch auch die Innenstadt. Das Quartier besteht aus einer gemischten Baufläche aus Gewerbe- und Wohngebiet. Die Hauptstraße ist die Industriestraße, welche mit dem Sachsenring und der Göttinger Straße das Gebiet umkreist. In den 60er Jahren wurden im Quartier mehrere Plattenbauten errichtet. In unmittelbarer Nähe der Plattenbauten befindet sich eine berufsbildende Schule, während in einer Nebeneinmündung eine Einfamilienhaussiedlung angrenzt. Das Begegnungszentrum befindet sich geographisch zentral in der Duderstädter Innenstadt gelegen und wird dazu dienen Bewohner*innen in- und außerhalb der Wallanlage (Quartier und Innenstadt) miteinander zu verbinden.
Einwohnerzahl
4500
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt entspricht dem speziellen Ansatz der Gemeinwesenarbeit (GWA), da es sich an alle BW des Quartiers und der Umgebung richtet. Nach Bedarf werden auch weitere Quartiere/Stadtteile DUD aktiv miteinbezogen. Die versch. Begegnungs- und Unterstützungsangebote, die im Rahmen des Projekts offeriert werden, orientieren sich ganzheitlich an den ermittelten Bedarfen der BW des aktuellen Quartiers. Ziel ist es, das Quartier an die Innenstadt mit anzubinden, aber auch die Qualität der multiethnischen Nachbarschaft zu verbessern. Kultur-, generation- und geschlechtersensible Angebote spielen hierbei eine zentrale Rolle. Zur Erreichung dieser Ziele ist die Einbeziehung der BW zentral, wie der Fokus auf die Selbsthilfeangebote verdeutlicht. Das BZ wird mit der „Kümmer*in“ als Anlauf- und Vernetzungsstelle dienen. Das Projekt „Gute Nachbarschaft in DUD“ wird mit Hilfe des BZ bzw. der „Kümmer*in“ aufgewertet. Die Kümmer*in fungiert als Türöffner*in. Somit ist eine wohnortnahe Bearbeitung individueller u. struktureller Probleme und Konflikte in sozialräumlicher Perspektive möglich. Das BZ bietet, neben eigenen Angeboten, die Möglichkeit für Selbstorganisationen und Vereinsgründungen. Da Vereinen im BZ direkt Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden können, vereinfacht dies den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. Die Ansätze des BZ verstehen sich im Sinne der GWA sowohl als Aufwertung des Quartiers, als auch als Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens.
Qualitätskriterien
Beschreibung
50 % der Bewohner*innen Duderstadt sind informiert und wurden und werden aktiv an der Angebotsentwicklung- und Umsetzung beteiligt
Beschreibung
Multiethnische Bewohner*innen im Quartier nutzen das Begegnungszentrum zu selbst gewählten Themen; ehrenamtliche Aktivitäten werden periodisch erfasst und gefördert. Gründung von migrantischen Vereinen gefördert
Beschreibung
Das Begegnungszentrum u. gute persönliche Erfahrungen (Umsetzung von Beteiligung) stärken Nachbarschaft und Zusammenhalt in Duderstadt
Beschreibung
SWOT-Analyse und Befragung, Kulturen-Vielfalt und Fähigkeiten der BW als Chance sehen, ländlicher Charakter und zentrale Lage des Q ermöglicht Einbindung großer Bewohner*innenanzahl
Beschreibung
Wohnumfeld & Lebenssituation d. Menschen haben sich verbessert, Quartier merklich attraktiver, soziale und kulturelle Angebote werden von allen Bewohnergruppen wahrgenommen und positiv evaluiert
Beschreibung
Netzwerk d. IC wird für GWA genutzt und ausgebaut, aus Netzwerk wird ein Projektbeirat gebildet, mit dem Netzwerk werden gem. Projekte geschaffen, BW von Q nutzen Angebote aus dem Netzwerk, Kooperationen werden halbjährlich evaluiert und ggfls. optimiert
Beschreibung
Stadt u. LK arbeiten im Prozess eng zusammen, GWA wird in Stadtentwicklungsprozess integriert, GWA soll Ausstrahlungskraft für umliegende Städte und Gemeinden haben, GWA-Nachhaltigkeit wird durch Integration in die komm. Strukturen gesichert
Beschreibung
GWA im IC bezieht alle BW unabhängig von Zielgruppenangehörigkeit ein, GWA ist von Struktur und Inhalt her flexibel, GWA-Netzwerk im IC erreicht vielfältige Zielgruppen
Beschreibung
GWA-Netzwerk bietet weitreichende Möglichkeiten u. Knowhow, Im IC befinden sich interdisziplinäre Strukturen, GWA kooperiert zum Wohle der BW Ressort/Disziplin übergreifend, z.B. mit Beratungsstellen, Schulen, KiTas, Zivilgesellschaft, Behörden etc.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadtverwaltung Duderstadt insb. Bereich Stadtplanung- und Entwicklung, Gleichstellungsstelle, Rat der Stadt Duderstadt, Landkreis Göttingen, Integrationsbüro, Gleichstellungsstelle, Demografiebeauftragte, FB Jugend, Soziales, ABH und Jobcenter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritasverband, Inklusiver Campus-Familienzentrum, AWO, DRK, Kath. Familienbildungsstätte, Tafel Duderstadt, Jugendhilfe am Rohns, Sozialdienst kath. Frauen, Lorenz-Wertmann-Haus, Psychosoziale Beratungsstelle für Suchtkranke Duderstadt etc.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
JuFi - Das MehrGenerationenHaus; Sportvereine, Schützenverein Geselligkeit, Freiwillige Feuerwehr, Landfrauen-Frauengemeinschaft Breitenberg, Cafe Grenzenlos, Kulturvereine, Museen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser, Psychotherapeuten (erwachsenen und KuJ), Suchtberatungsstelle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulen z.B. Berufsbildende Schule, Grundschulen, Eichsfeld-Gymnasium, KiTas, Familienzentrum-Inklusiver Campus, Erziehungsberatungsstelle,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Kirche, Evangelische Kirche, Vertreter*innen aus anderen Religionsgemeinsschaften
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zuständige Wohnbaugesellschaften bzw. private Vermieter von Plattenbauten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Eichsfelder Tageblatt, Göttinger Tageblatt, NDR, Homepage der Bürgerstiftung, Webseite von AWO, Stadt u. LK
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtrat Duderstadt sowie Kreistag Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Multiethnische, intergenerationale Bewohner*innen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der Landkreis Göttingen beabsichtigt, das im Inklusiven Campus bzw. im Familienzentrum geschaffene Begegnungszentrum über die Förderperiode hinaus weiter zu finanzieren. Die Weiterfinanzierung wird hauptsächlich durch die Verwendung von kreiseigenen Finanzmitteln erfolgen, sowie der zusätzlichen Akquise von externen Fördermitteln. Diese Finanzmittel können sowohl für Sachausgaben als auch Personalausgaben verwendet werden. Dadurch wird das zukünftige Fortbestehen der GWA nahtlos gewährleistet.
Galerie
ukrainische kinder im inklusiven campus zdf team filmt
Zustimmung Veröffentlichung
On

KITZ Alfeld - Kommunikation, Integration, Teilhabe, Zusammenhalt in und für Alfeld

Ansprechpartner
Sonja Granzow
Funktion Leitung Dezernat I
Projektbeschreibung
Die Stabstelle Sozialplanung des Landkreises Hildesheim hat im vergangenen Jahr die Sozialdaten der kreisangehörigen Kommunen analysiert. Dabei ist aufgefallen, dass die Stadt Alfeld (Leine) nach der Stadt Hildesheim die Kommune mit dem höchsten Anteil an unter 15-jährigen nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten SGB II EmpfängerInnen in Bedarfsgemeinschaften aufweist. Laut dem Kinderarmutsindikator ist somit jedes 6. Kind in Alfeld von Armut betroffen. Im Januar 2024 hat daraufhin erstmalig eine Sozialraumkonferenz zum Thema Kinderarmut mit rund 90 teilnehmenden Fachkräften stattgefunden. Alle TeilnehmerInnen waren sich einig, dass ein akuter Handlungsbedarf für die Stadt Alfeld besteht. Hier kann der GWA-Ansatz erste Weichen stellen, um den Sozialraum genauer zu betrachten und ihn gemeinsam mit den BürgerInnen der Stadt zu entwickeln. Mit dem Projekt soll in der Innenstadt eine niedrigschwellige Anlauf- und Vernetzungsstelle geschaffen werden, die den Menschen den Weg zu Hilfen (staatlichen und ehrenamtlichen) weist und gleichzeitig selbst konkrete Hilfe im Sinne eines Empowerments anbietet. Für diese Anlaufstelle soll zentral in der Fußgängerzone ein Raum angemietet werden. So ist die Anlaufstelle für alle BürgerInnen gut sichtbar und gut erreichbar und liegt gleichzeitig in einem sozialen Brennpunkt. Durch die Lage werden Angebotsstrukturen, aber auch die Bedürfnisse für alle erkennbar und jeder hat die Möglichkeit sich mit Ideen und Anliegen einzubringen. Vor Ort steht eine sozialpädagogische Fachkraft als Ansprechpartner zur Verfügung und übernimmt die Funktion des "Kümmerers". Es geht vor allem darum, eine Beziehung zu den BürgerInnen aufzubauen und einen Ort der Begegnung und des Zuhörens zu schaffen. Es geht darum, gemeinsam mit den Menschen vor Ort neue Strukturen und Angebote zu entwickeln. Dazu gehört auch zu schauen, wer kommt und nimmt die Möglichkeit wahr sich mit seinen Ideen und Bedürfnissen einzubringen und wer kommt nicht und warum nicht? Der Kümmerer vernetzt in die haupt- wie auch in die ehrenamtliche Arbeit. Er entwickelt gemeinsam mit den BürgerInnen und den sozialen Akteuren Ideen, wie die bestehenden Angebote bedarfsgerecht angepasst und ausgebaut werden können. Ein weiterer wichtiger Schritt ist es, die Bedeutung der Gemeinwesensarbeit in die Verwaltungsstruktur mit einfließen zu lassen sowie die politischen Gremien für diese Arbeit zu gewinnen. Nur so kann eine langfristige Sicherung der GWA herbeigeführt werden.
Laufzeit
2024-11-01 00:00:00
Ausgangslage
Bei der Stadt Alfeld handelt es sich um eine stark schrumpfende und alternde Gemeinde in einer strukturschwachen Region (Demographietyp 1 nach Bertelsmannstiftung). Sie ist Bedarfszuweisungsgemeinde. In der Innenstadt von Alfeld konzentriert sich diese Problemlage. Die Innenstadt von Alfeld ist gekennzeichnet durch Leerstand und geringe Mieten. Es wohnen viele arme Menschen in der Innenstadt und viele Menschen mit Migrationshintergrund. Häufig handelt es sich dabei um Familien mit mehreren Kindern. Dennoch bleibt die Innenstadt, die als Fußgängerzone ausgestaltet ist, Anlaufpunkt für alle BürgerInnen. Das bedeutet, dass Projekte, die in der Innenstadt angesiedelt sind, gut sichtbar sind und eine hohe Wirksamkeit haben. Die Ergebnisse einer im Januar 2024 durchgeführten Sozialraumkonferenz haben gezeigt, dass Alfeld nach der Stadt Hildesheim die Kommune mit dem höchsten Anteil an unter 15-jährigen SGB II Empfängern aufweist. Laut dem Kinderarmutsindikator ist jedes 6. Kind in Alfeld von Armut betroffen. Die Sozialraumkonferenz hat weiter gezeigt, dass die bestehenden Hilfsangebote des Landkreises für arme und armutsgefährdete Menschen die Zielgruppen nicht erreichen. Es gibt zwar eine Vielzahl von haupt- und ehrenamtlichen Hilfsangeboten, diese sind jedoch untereinander wenig vernetzt und koordiniert. Dies gilt auch für institutionelle Strukturen wie Kitas, Schulen und andere Bildungseinrichtungen. Die Sozialraumkonferenz zum Thema Kinderarmut hat nur ein Schlaglicht auf einen besonders dringlichen sozialen Bereich geworfen. Eine Betrachtung des gesamten Sozialraums in all seinen Facetten fehlt bisher.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Alfeld (Leine) Innenstadt
Beschreibung
Das Projekt richtet sich an alle Einwohner der Stadt Alfeld. In der Kernstadt von Alfeld, d.h. fußläufig zur Innenstadt wohnen 11.423 BürgerInnnen. Die Stadt insgesamt, d.h. mit Ortsteilen hat 18.802 Einwohner. Wir haben den Fokus unseres Projektes auf die Innenstadt gelegt, weil diese von allen BürgerInnen frequentiert wird. Hier finden sich Einkaufsmöglichkeiten aber auch die Gebäude der Stadt- und Kreisverwaltung (im Lageplan rot hervorgehoben). Gleichzeitig zeigen die Sozialdaten der Innenstadt, dass es sich um einen Brennpunkt handelt. Bei einer Verortung des Projektes in der Innenstadt kann diese spezielle Zielgruppe (arme Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund) also direkt an ihrem Wohnort erreicht werden. Obwohl sich also das Projekt an alle EinwohnerInnen richtet, haben wir deshalb als Projektgebiet die Innenstadt benannt. Die Innenstadt ist zu einem großen Teil als Fußgängerzone ausgestaltet. Sie wird begrenzt durch die Wallanlagen der ehemaligen Stadtmauer.
Einwohnerzahl
1101
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Alfeld (Leine), Stand: 03.04.2024; Die Angaben beziehen sich auf das Projektgebiet Innenstadt und die fußläufig angrenzende Kernstadt als Gesamtstadt. Unter der Angabe Sonstige sind die Ortsteile berücksichtigt. Berücksichtigt sind nur ausländische Staatsangehörige, keine Doppelstaatler.
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Alfeld (Leine), Stand: 03.04.2024. Die Angaben beziehen sich auf das Projektgebiet Innenstadt und die fußläufig angrenzende Kernstadt als Gesamtstadt. Unter der Angabe Sonstige sind die Ortsteile berücksichtigt. Erfasst sind ausländische Staatsangehörige und Doppelstaatler.
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung auf Grund der Daten zur Sozialraumkonferenz; Stabsstelle Sozialplanung, Landkreis Hildesheim
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung auf Grund der Daten zur Sozialraumkonferenz; Stabsstelle Sozialplanung, Landkreis Hildesheim
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Projekt soll eine zentrale Anlauf- und Vernetzungsstelle geschaffen werden. Durch die Lage mitten in der Fußgängerzone ist die Anlaufstelle für alle BürgerInnen gut sichtbar und gut erreichbar und liegt zugleich in einem sozialen Brennpunkt der Stadt. Die Anlaufstelle wird mit einem Mitarbeiter der Stadt besetzt, der als Kümmerer vor Ort ist. Im Verlauf des Projekts sollen zu verschiedenen Zeiten Ansprechpartner des Landkreises, der Wohlfahrtsverbände und aus dem Ehrenamt die Anlaufstelle zusätzlich mit Leben füllen. Ziel ist es herauszufinden, warum die bestehenden Hilfen manche Menschen nicht erreichen und wie sich das ändern lässt. So soll ressortübergreifend und gemeinsam mit den Menschen vor Ort eine bedarfsgerechte Angebotsstruktur entwickelt werden. Durch die gemeinsame Erfahrung soll idealerweise ein Sozialraum entstehen, für den sich die BürgerInnen verantwortlich fühlen und den sie gerne mitgestalten. Im Fokus hierbei steht der Ausbau von starken Vernetzungsstrukturen auf institutioneller Ebene sowie die Stärkung des Ehrenamts für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Integration. Im Sinne eines Empowerments sollen alle BürgerInnen der Stadt angesprochen werden. Auf Grund der alarmierenden Ergebnisse einer im Januar 2024 durchgeführten Sozialraumkonferenz liegt der Schwerpunkt allerdings zunächst auf den Themen Kinderarmut und Migration. Die Ausweitung auf weitere Themen wie Alter und Gesundheit ist in der Folge angedacht.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn das Projekt von BürgerInnen, Institutionen und Ehrenamt als zentrale Anlaufstelle akzeptiert ist.
Beschreibung
Wenn das Ehrenamt zusammen mit neuen Mitstreitern weitere Angebote entwickelt und umsetzt.
Beschreibung
Wenn Landkreis, Wohlfahrtsverbände und Stadt gemeinsame Angebote ausbauen und entwickeln.
Beschreibung
Wenn alle Akteure im Sozialraum umeinander wissen und sich gegenseitig unterstützen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Landkreis Hildesheim, Dezernat 4 Jugend, Soziales und Integration
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freie Wohlfahrtspflege wie bspw. AWO, Paritätischer u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
mit den lokalen Vereinen, wie bspw. Sportvereine, Seniorenakademie, Deutscher Kinderschutzbund, IVV Integrations- und Völkerverständigungsverein u.v.m.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kitas, Grundschulen, weiterführende Schulen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
soziale Anlaufstellen der Diakonie und Caritas vor Ort
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alfelder Zeitung, Stadtmagazin Sieben, Hildesheimer Zeitung, Die Woche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rat der Stadt Alfeld (Leine), Runder Tisch Kinderarmut des Kreistages des Landkreises Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
alle AnwohnerInnen der Innenstadt, alle BürgerInnen Alfelds
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Mit dem Projekt nimmt die Stadt als Bedarfszuweisungsgemeinde durch den ressortübergreifenden Ansatz den Sozialraum mehr in den Fokus. Ziel ist es über den Förderzeitraum hinaus eine verlässliche Anlaufstelle für alle BürgerInnen vorzuhalten, die flexibel auf aktuelle und zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen reagieren kann. Themenschwerpunkte sind zunächst Kinderarmut und Migration. Weitere Aufgaben zeichnen sich in den Bereichen Alter und Gesundheit ab.
Zustimmung Veröffentlichung
On