Frauen(t)räume - Räume für Frauen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Monika Rietze
| Funktion | Bildungsmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
(Selbstverwaltete) Räume zur Begegnung, Beratung und Bildung für (geflüchtete) Frauen
Projektbeschreibung
Das Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld im Celler Stadtteil Vorwerk erfährt derzeit erhebliche Veränderungen in der Bewohnerschaft furch den Zuzug neuer Familien. Hier leben z.B. die meisten geflüchteten Frauen und Mädchen. Es geht darum, (selbstverwaltete) Räume zur Begegnung, Beratung und Bildung zu schaffen, um sie und andere Frauen in Gesellschaft und Erwerbsarbeit zu integrieren.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadt Celle sind bis dato ca. 1.000 geflüchtete Menschen zugewiesen worden. Mit dem erwarteten Familiennachzug kann sich diese Zahl um gut 50 % erhöhen. Bisher ist es der Stadt gelungen, das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen weitestgehend konfliktfrei zu gestalten. Dies liegt an der Schaffung städtischer Strukturen (Zentrale Anlaufstelle und Bildungsmanagement als Teil einer Celler Zuwanderungsagentur), bereits vorhandener Stadtteilmanagements für acht Stadtteile sowie an dem hohen Engagement motivierter Ehrenamtlicher.
Durch den Zuzug von geflüchteten und anderen Mitbürger/innen ergeben sich jedoch (so im Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld) neue Herausforderungen, den sozialen Zusammenhalt zu sichern und die gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
Geflüchtete Frauen sind aufgrund ihres Geschlechts im Heimatland, auf der Flucht und im Ankunftsland oft zusätzlichen Gefahren ausgesetzt (Vergewaltigung als Kriegswaffe; häusliche Gewalt). Zudem sind sie bei der Integration in den Erwerbsarbeitsmarkt und der Nutzung von Bildungsangeboten häufig aufgrund der Position in der Familie und der Betreuungssituation bezüglich der Kinder benachteiligt. Festzustellen ist, dass "für geflüchtete Frauen vor allem der Zugang zu den entsprechenden Institutionen eine Barriere darstellt" (BAMF-Kurzanalyse 1/2017). Sie bedürfen daher besonderer Beachtung und Integrationsbemühungen. Auf der anderen Seite haben Frauen in Krisengebieten Erfahrungen mit selbstverwalteten Strukturen (bspw. Rojava in Syrien). Im Celler Stadtteil Vorwerk - ein Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf - leben alleine etwa 60 Frauen und 90 Mädchen mit Fluchterfahrung in einigen wenigen Straßenzügen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle - Stadtteil Vorwerk - Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld
Beschreibung
Vorwerker Bach / Mummenhofstraße nach Zusammenführung Hohe Wende und Sprengerstraße
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung und Einwohnerstatistik Stadt Celle
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
73
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
80
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartier_talweg-himmelsberg-nordfeld.jpg
(3.35 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Frauen und Mädchen unterstützen, ihr Leben selbstständig so zu gestalten, dass sie ein "gutes" Leben leben.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
... die abschließende Evaluation ergibt, dass die Bedarfe (zumindest zum Teil) gedeckt sind.
Kriterium
Beschreibung
... das selbstverwaltete Café regelmäßige Öffnungszeiten hat.
Kriterium
Beschreibung
1. ... die Kooperationspartner/innen im Programm als Durchführende/Leitende zu erkennen sind und 2. eine Darstellung der Vernetzungen im Quartier dichter wird.
Kriterium
Beschreibung
... die abschließende Evaluation ergibt, dass die Lebenszufriedenheit mit dem nachbarschaftlichen Miteinander im Vergleich zum Beginn des Projektes gestiegen ist.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Celle - Mobile Jugendarbeit und Kinder-Familien- und Jugendhilfe u.a. Fachdienste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Psychosoziale Beratungsstelle Landkreis Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Erziehungsberatungsstelle Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienbildungsstätte FABI
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Print- und elektronische Medien Celles; ggf. eigener Newsletter; Menschen im Quartier/Stadtteil/Stadtgesellschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Vorwerk, Rat der Stadt Celle, Jugendhilfe- und Sozialausschuss
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Mehr Miteinander Füreinander - LeNa (Lebendige Nachbarschaft) in Seesen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sven Dickfeld
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
LeNa (Lebendige Nachbarschaft) will Sie und Euch fürs gemeinsame Zusammenleben begeistern
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt soll an vorhandene Strukturen der Gemeinwesenarbeit Seesen angeknüpft und in enger Kooperation mit der Stadt Seesen und der Wiederaufbau Baugenossenschaft eG ein niedrigschwelliges Beratungsangebot für alle Bewohner/innen im Quartier aufgebaut werden. Zudem sollen Gelegenheiten zum gegenseitigen Kennen Lernen und Austausch im Rahmen verschiedener punktueller Aktionen (bspw. interkulturelles Fest) geschaffen werden.
Darüber hinaus sollen kleinere Maßnahmen zur Verschönerung der Wohnumgebung umgesetzt werden (bspw. künstlerische Gestaltung trister Mauern/Wände).
Für die Planung und Begleitung soll ein Bewohner/innen-Rat ins Leben gerufen werden.
Die Koordination soll durch eine sozialpädagogische Fachkraft mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 10 Stunden erfolgen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Neben vorhandenen und auch genutzten Begegnungsmöglichkeiten im Stadtgebiet von Seesen ist von einer hohen Isolation einzelner Menschen bzw. einzelner Bevölkerungsgruppen auszugehen. Dazu gehören bspw. ältere (mobilitätseingeschränkte) Personen und auch Menschen mit Migrations- und/oder Flüchtlingshintergrund.
Dieses betrifft im besonderen Maße auch das in den Fokus gerückte Quartier in Seesen. So leben einem Teilareal des Quartiers ca. 320 Menschen über 65 Jahre, 90 Personen zwischen 70 und 80 Jahren und 55 Bürger über 80 Jahre. Neben diesem hohen Anteil an älteren und z. T. hochbetagten Menschen haben in dem Quartier auch viele Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere aus den ehemaligen Staaten der Sowjetunion, Spätaussiedler und Russlanddeutsche, ihr Zuhause gefunden. Letztere werden über den bestehenden Arbeitskreis Integrationstreff (AKIT) der Stadt Seesen zwar gut betreut, doch findet eine Öffnung für Andere nur bedingt statt. Zusätzlich sind in den letzten 2 Jahren auch über 100 Flüchtlinge nach Seesen gekommen, die das städtische Leben bereichern, aber ihren Platz z. T. noch finden müssen und dabei weiter der Hilfe bedürfen.
Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen des Projektes eine niedrigschwellige Beratung für die Bewohner/innen des Quartiers installiert und die gegenseitige Begegnung unter Einbeziehung vorhandener gesellschaftlicher Akteure gefördert werden.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Seesen Hochstraße
Beschreibung
Bundesstraßen im Westen, Süden und nach Osten. Ende der Bebauung im Norden.
Einwohnerzahl
4000
Quelle / Anmerkungen
Schätzung!
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
45
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung (Projektgebiet); Bertelsmann "Wegweiser Kommune" (Gesamtstadt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartierhochstrassese.jpg
(78.85 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Versuch einer Einbeziehung und Beteiligung von Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen.
Stärkung der Eigeninitiative und Selbstorganisation der beteiligten Menschen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ein Bewohner/innen-Rat konnte gegründet und in die Planung von Aktivitäten einbezogen werden
Kriterium
Beschreibung
Programmpunkte für geplante Aktionen der Begegnung werden selbstständig von Bevölkerungsgruppen organisiert
Kriterium
Beschreibung
Es werden unterschiedliche Zielgruppen erreicht bzw. nehmen diesen an Aktionen teil.
Beschreibung
Die Planung von Veranstaltung erfolgt unter Einbeziehung der relevanten sozialen Akteure vor Ort.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Anschluss an ein vom Deutschen Hilfswerk geförderten 3-jährigen Quartiersprojekts (Ende 30.06.2016) wird seit dem 01.07.2016 ein kleines Beratungsangebot für Bewohner/innen im Quartiers in enger Kooperation mit dem Wiederaufbau Baugenossenschaft eG weitergeführt, das insb. auf die Einzelberatung abzielt und nun im Rahmen der beantragten Projektförderung mit einem stärkeren Fokus auf die Gemeinwesenarbeit weiterentwickelt und ausgebaut werden soll.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis Integrations-Treff (AKIT) der Stadt Seesen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule "Am Schildberg" und weitere Schulen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirchengemeinde Seesen
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinwesenentwicklung "Goosmanns Tannen"
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Daniel Sielaff
| Funktion | Einrichtungsleitung / Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Verbesserung lokaler Lebensbedingungen und Förderung/Erreichung individueller Selbstaktivierung durch katalytisch-aktivierende Gemeinwesenarbeit im Quartier "Goosmanns Tannen"
Projektbeschreibung
Das Zielstadtgebiet des Projektes "Gemeinwesenentwicklung Goosmanns Tannen" ist ein als deklassiert zu bezeichnendes Wohngebiet der Mittelstadt Lingen (Ems) mit ca. 1500 Bewohnern/innen. Das Wohnquartier ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl an Menschen mit Migrationshintergrund (etwa 75%), alleinerziehende Elternteile und Menschen, welche von Sozialleistungen abhängig sind. Die materiellen Lebensbedingungen und soziale Interaktion sowie Mobilität sind als stark eingegrenzt zu bezeichnen, in einer Vielzahl der Haushalte sind Drogenkonsum und häusliche Gewalt regelmäßige Erfahrung. Das Konfliktpotenzial zwischen den Bewohnergruppen isst sehr hoch, die Interaktionsqualität sehr gering.
Das Projekt setzt daran an, diese Bedingungen aufzugreifen und im Sinne der Klientelorientierung eine Verbessrung der Lebensqualität anzustreben. Dabei sollen gezielt drei Schwerpunktbereiche bedient werden, welche ganzheitlich und nachhaltig die Entwicklung im Wohnquartier positiv beeinflussen sollen.
Im Sinne der interkulturellen Bildung soll auf niedrigschwelliger Ebene ein Versorgungs- und Begegnungsangebot die infrastrukturellen Bedingungen erweitern. Hierbei handelt es sich um ein "Kochprojekt", welches neben der Zubereitung internationaler Küche eine diesbezügliche Versorgung im Rahmen eines Begegnungszentrums für Stadtteilanwohner und darüber hinaus ergänzen soll. Mögliche Räumlichkeiten sind vorhanden und können genutzt werden. Dieser Begegnungsraum ermöglicht soziale und interkulturelle Interaktion und kann zusätzlich als begleiteter Kommunikationsraum und Raum zur Überwindung von Segregation verstanden werden.
Eine entsprechende zweite Anbindung dieserorts soll im Rahmen eines Beratungs-, Begleitungs- und Vermittlungszentrum stattfinden. Hierbei geht es darum, den Anwohnern/innen systemisch, klientel- und lösungsorientiert Beratung, Begleitung und Vermittlung anzubieten, was Hilfestellung vor Ort ebenso bedeutet wie die soziale Mobilität in Netzwerke und somit Anbindung von anderenorts ansässiger Infrastruktur in Form von Bildung und Teilhabe.
Wichtigster Bestandteil der Verbesserung der Lebensqualität vor Ort ist das Empowerment der Bewohner/innen und die entsprechende Vertretung der Interessen und Bedürfnisse in der Öffentlichkeit. Somit ist Zentraler Inhalt des Projektes die Generierung einer quartiersbezogenen und -ansässigen Interessenvertretung. Diese soll geschult und begleitet die Interessen der Bevölkerung des Stadtteils öffentlich vertreten.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Stadtteil „Goosmanns Tannen“ Lingen (Ems) leben ca. 1000 Menschen, davon ca. 75% mit Migrationshintergrund.
Der Stadtteil ist gekennzeichnet durch benachteiligte und benachteiligende Milieustrukturen; eine ungleiche räumliche Verteilung nach ökonomischen, sozialen und kulturellen Bedingungen. Der zentrale Bereich des Stadtgebietes ist gekennzeichnet durch mehrstöckige und dicht zusammenstehende Häuserblöcke (Sozialer Wohnungsbau) mit je 8 Mietparteien. In dieser Wohnraumstruktur lebt ein hoher Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund und Familien mit niedrigem Einkommen und Abhängigkeit von Sozialen Hilfeleistungen. Die wirtschaftliche und soziale Benachteiligung führt zu Ausgrenzungserfahrungen- und wahrnehmungen, zunehmend zu integrativer und sozialer Desillusion und somit zu einem Rückzug. Insbesondere in den vorzufindenden Wohnblöcken leben überdurchschnittlich viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene in problematischen Lebenssituationen, in denen unter anderem
- Arbeitslosengeld II oder andere Sozialleistungen bezogen werden,
- nur ein Elternteil erzieht (allein erziehend, getrennt lebend, geschieden),
- Gewalt, Alkoholismus und Drogen alltägliche Erfahrung sind.
Zwischen den Bewohnergruppen gibt es nur wenig Kommunikation.
So ist eine Zunahme kollektiver und individueller Problem- und Notlagen im Zusammenhang mit räumlichen Defiziten, Konflikten und Konkurrenzen um knappe Ressourcen festzustellen, was zunehmend droht in soziale und interkulturelle Konflikte, Gewaltbereitschaft und Rassismus zu münden. Aus einem benachteiligten Quartier kann somit ein benachteiligendes Quartier werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Goosmanns Tannen
Einwohnerzahl
1000
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
goosmanns_tannen.jpg
(342.54 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Bei dem Projektansatz geht es um die Einbindung der Bürger in ihr System. Dabei spielen zwei voneinander abhängige Hauptaspekte zentarle Rolle: Planung und Integration. Im Rahmen der Planung ging es um eine Bedarfsanalyse unter Einbindung der Bewohner/innen, um Probleme herauszufiltern und Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Der Projektansatz zielt nun darauf ab, in Richtung der ausgewählten Lösungen aktiv zu werden. Im Rahmen der Gemeinwesenintegration soll durch kooperatives Verhalten das Verantwortungsgefühl für das Gemeinwesen gefördert werden.
Das bedeutet:
- Orientierung an den Bedürfnissen der Menschen
- Unterstützung von Eigeninitiative und Selbsthilfe
- Hilfe zur Selbstständigkeit und Abhängigkeitsprävention
und soll durch:
- Kommunikations- und Interaktionsförderung
- Bieten von Erfahrungs- und Präventionsräumen
- Bedienen von Beratungs- und Unterstützungsnetzwerken als Beratungs-, Vermittlungs- und Begleitungsstandort
- Erziehungsbegleitung zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Familien, vor allem Kindern
folgende Ziele erreichbar machen:
- Armutsprävention durch gezielte Förderung der Kompetenzen von Bewohner/innen (Hilfe zur Selbsthilfe, Erwachsenenarbeit im Sinne Empowerment)
- Integration durch Beteiligung und Stärkung der psychosozialen Identitätsstatus
- Extremismusprävention
- Integration durch Unterbindung „ghetto“ähnlicher Strukturen – im Empfinden und Wahrnehmen
- Kooperation und Koordination
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erfassung Teilnehmerzahlen
Kriterium
Beschreibung
TN aus den verschiedenen sozialen und kulturellen Zielgruppen nehmen gemeinsam an Maßnahmen und Fortbildungen im Projektrahmen teil. Darüberhinaus wird sich eine "Stadteilvertretung" mit aktiven TN bilden. Qualitative Befragung.
Beschreibung
Das bestehende Partnernetzwerk soll dahingehend ergänzt werden, dass besonders in den Bereichen Bildung, Versorgung, Teilhabe zunehmend nachhaltig und eigenständig gearbeitet werden kann.
Kriterium
Beschreibung
Die Politikklasse der "Integrierten Gesamtschule" wird eine Längstschnittstudie (Jahreszeitraum) durchführen und analysieren.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrierte Gesamtschule in Trägerschaft des Landkreises Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. (LEB)/ Beratungsbüro Emsland / Grafschaft Bentheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Ortsverein Lingen e.V.
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
IQ Fredenberg-Kampstraße-Ost- und Westsiedlung
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katharina Wunderling
| Funktion | Fachdienstleiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
ICH + DU = WIR – verändern das Quartier
Projektbeschreibung
Einrichtung und Betrieb eines inklusiven Quartiers im Bereich der Stadt Salzgitter, Stadtteil Fredenberg, Kampstraße und Ost-West-Siedlung Bad. Es soll ein Quartiersmanagement eingerichtet werden, welches die Bevölkerung in dem Stadtteilen mit den unterschiedlichsten Herkünften berät, betreut und vernetzt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Fredenberg ist ein stark besiedelter Bezirk im nördlichen Salzgitter. Fredenberg hatte in der Vergangenheit viele Wohnungsleerstände zu verzeichnen. Diese günstigen Wohnungen sind damit besonders für Menschen mit geringem Einkommen attraktiv. Diese beziehen oftmals Transferleistungen. Monatlich ziehen weitere Flüchtlinge und hilfsbedürftige Familien aus Osteuropa hinzu. Mit weiteren Zuzügen von Flüchtlingen im Rahmen des Familienzuzuges ist ab 2018 zu rechnen. Fredenberg war von 2002 bis 2013 Gebiet "Soziale Stadt". Die Angebots- und Vernetzungsstruktur ist an die neuen Herausforderungen anzupassen und zu verstetigen.
Der Bereich Kampstraße schließt unmittelbar an den Bereich Fredenberg an. Der Bezirk rund um die Kampstraße ist der Sozialraum mit der höchsten Kinderarmutsquote. Um diese erfolgreich zu bekämpfen bedarf es einer guten Infrastruktur, diese ist derzeit nicht vorhanden. Der hohe Migrationsanteil kann in Bezug zur hohen Kinderarmutsquote gesetzt werden, was besonderen Handlungsbedarf in den Bereichen Bildung und Integration erfordert.
Das Quartier in der Ost- und Westsiedlung wird durch das Programm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ gefördert. Aufgrund der veralteten Bausubstanz und der günstigen Mietpreise zieht das Quartier überwiegend Menschen mit geringem Einkommen an. Das Quartier weist einen hohen Anteil jüngerer Menschen mit und ohne Migrationshintergrund auf. Die Arbeitslosenquote und die Kinderarmutsquote sind überdurchschnittlich hoch. Auch hier ist eine Anpassung vorhandener sozialer Angebote an die geänderten Rahmenbedingungen erforderlich.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter Stadtteil Fredenberg und Kampstraße Stadtteil Lebenstedt und Ost-West-Siedlung Stadtteil Bad
Beschreibung
Der Bereich des Stadtteiles Salzgitter Fredenberg ist räumlich etwas von der Kernstadt abgeteilt und bildet mit seinem kleinen Zentrum einen eigenen Sozialraum. Nahversorgung, grundlegende Beratungsangebote und medizinische Versorgung ist sichergestellt, wenn häufig auch eine fremdsprachliche Betreuung nur in angrenzenden Stadtteilen für Auspendler möglich ist. Der Bereich ist durch die Zuzüge von Spätaussiedlern aus den Ostgebieten in den 80er Jahren und einem jahrelangem Leerstand viele Wohnungen geprägt. Erst vor rund 3 Jahren begann eine Zuzugswelle, häufig aus anderen Kommunen deutschlandweit, von Personen mit Migrationshintergrund. Zurzeit ist in dem Bereich eine hohe Zahl von Ansiedlungen Neubürgerinnen und Neubürgern aus den syrischen Gebieten feststellbar.
Einwohnerzahl
17790
Quelle / Anmerkungen
Einwohnerstatistik der Stadt Salzgitter
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
36
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik der Stadt Salzgitter
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Stadt Salzgitter
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagement strebt die Schaffung nachhaltiger sozialer, wirtschaftlicher und wohnumfeldverbessernder Strukturen in den Projektgebieten an. Zum einen geht es um das Erschließen neuer, zum anderen um die Festigung und Erweiterung der bestehenden Netzwerke.
Das QM soll kommunale quartiersspezifische Interventionsstrategien entwickeln. Unabdingbar ist die Vernetzung der Akteure aus den Bereichen Wohlfahrtspflege, Kirchen, Schulen, Städt. Fachdienste, Jobcenter und Agentur für Arbeit. Diese sollen in partizipativen Prozessen alle geeigneten Möglichkeiten (insbesondere Regelangebote) zur Verbesserung der Lebensperspektiven und -bedingungen ( Bildung, Erwerbstätigkeit, Integration, Gesundheit) nutzen.
Bevölkerung, Ehrenamt und Netzwerkpartner kooperieren zur Stärkung des sozialen Zusammenhaltes, um so ein neues
Verantwortungsbewusstsein hervorzubringen.
Erstellen eines gemeinsamen Handlungs- und Entwicklungskonzeptes alsgemeinsamer Arbeitsplanmit verbindlicher Einbindung der Partner.
Auf der Basis der Daten der integrierten Sozialplanung und der Arbeit vor Ort entsteht ein Frühwarnsystem für positive und negative Entwicklungen. Das Monitoring der sozialen Quartierswicklung wird als kontinuierliches Beobachtungssystem erstellt. Es dient als Frühwarnsystems gebietsbezogener Handlungsbedarfe.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Selbstwertgefühl der im Gemeinwesen lebenden Menschen gestärkt, die Identifikation mit dem eigenen Gemeinwesen gefördert, das Image des Gemeinwesens nach innen und nach außen verbessert und so einer (weiteren) Stigmatisierung entgegen getreten ist
Kriterium
Beschreibung
Wenn die Arbeit der Akteure im Gemeinwesen fachlich aufeinander abgestimmt, die Netzwerkarbeit auf- / ausgebaut und Synergieeffekte erzielt sind. Ein breites Bündnis für das Gemeinwesen aus Bewohnerschaft und den Akteuren vor Ort auf- bzw. ausgebaut ist.
Kriterium
Beschreibung
Unterschiedlichste Beziehungsgefüge sind stabilisiert, Konflikte im Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen konstruktiv bewältigt, freiwilliges Engagement gefördert, Ressourcen wirksam und kostensparend koordiniert sind.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
DRK; Diakonisches Werk; Katholische Familienbildungsstätte; AWO; Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Box-Club Tigers SZ; Freiwilligenzentrum; MTV; Ditib; Kreissportbund SZ e.V.; Fredenberg-Forum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS; HS An der Klunkau; GS Am Ziesberg; Dr.-Klaus-Schmidt Hauptschule; BNB; Gymnasium Am Fredenberg, Berufsbildende Schulen Fredenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kirchengemeinde Fredenberg; Kirchengemeinde Noah;
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wirtschafts- und Innovationsgesellschaft SZ
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Städt. Fachdienste; Jobcenter; Agentur für Arbeit; PI Salzgitter-Peine-Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Spielort Nachbarschaft - mobiler Treffpunkt im Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Kathrin Osterwald
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
"Ich komm zu Euch – Lasst uns hier etwas zusammen machen!"
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt wollen wir in Form eines mobilen Treffpunktes zielgerichtet mehr Begegnung schaffen: je nach Zielgruppe wandelbar, spielerisch und leicht, beständig aber vor Ort und in der Person. Wir greifen damit die durch den Zuzug von Geflüchteten entstandene Herausforderung neuer Nachbarschaften auf.
Unser Projekt stellt die Kinder in den Fokus. Zugleich besteht ein großes Kommunikations- und Austauschbedürfnis bei den Familien. Spielort Nachbarschaft soll hier eine Brücke schlagen und Angebote für die gemeinsame Nutzung in der freien Zeit, der Nachmittage oder auch mal am Wochenende sein.
Das bestehende Vertrauensverhältnis vieler Geflüchteter in die Unterstützungsprojekte des ökumenischen Sozialprojektes NEULAND wie auch das große Interesse der Kinder für Angebote im Quartier sollen hier eine breite Basis für Begegnung und Miteinander schaffen.
Der Stelleninhaber macht sich die Stärken und Ressourcen im Quartier (Spontaneität, Vertrautheit, Begeisterungsfähigkeit) zunutze und orientiert sich in der Ausrichtung der Arbeit daran. Als Kümmerer ist er nah bei den Menschen, gibt gezielte Unterstützung, z. B. im Rahmen von Hausbesuchen, kennt vorhandene Hilfsstrukturen und macht sie den Zielgruppen zugänglich. Die Vernetzung im Quartier mit vorhandenen Institutionen ist Teil des Aufgabenbereiches.
„Ich bin da-lasst uns etwas zusammen machen“:
Ein mobiler Treffpunkt in Form eines Bollerwagens bewegt sich durch das Quartier. Aus leicht aufzubauendem Mobiliar entsteht schnell und unkompliziert ein Verweilort. Der mobile Treffpunkt ist von weither sicht- und hörbar (optischer Bezug zum NEULAND-Logo, Alarmton mit Wiedererkennungswert) und kann halt machen vor einem Häuserblock, die Bewohner eines einzelnen Hauses in den Blick nehmen, mitten im Quartier stehen oder bestimmte Zielgruppen gezielt ansprechen. Auch bestehende Treffpunkte werden aufgesucht. Die Herausforderung liegt in einem Angebot, das zugleich von Beteiligung und Anleitung lebt – das Schaffen von Erlebnissen, Situationen im Sinne eines freizeitpädagogischen Angebots. Das "Sich Zeit nehmen", um Lösungen gemeinsam zu finden, ist ausdrücklich Teil des Projektes. "Vom Spiel zum Wort" setzt nah bei den Zielgruppen an und bezieht sie ein in die Entwicklung von Angeboten. Generationsübergreifende Spiele-Gruppendynamik-Senkung der Schwellen für Begegnung-feste Regeln zur Orientierung sind weitere wichtige Aspekte im Projekt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Flüchtige Begegnungen im Quartier passieren ständig. Kennt man sich nicht, geht man häufig aneinander vorbei, Austausch findet nicht oder minimal statt. Mit Angeboten und Aktionen existieren bereits Begegnungsmöglichkeiten, wie z.B. sporadisch stattfindende Feste oder Ferienaktionen, im Quartier. Zielgruppenspezifische Angebote sind häufig von gewachsenen Gruppen besetzt oder ausgelastet. Es fehlt an weiteren offenen Angeboten zum Miteinander. Hier setzt unser Projekt an, in dem es flexibel neue Begegnungsmöglichkeiten und Raum für Interaktion schafft.
Die Kinder durchstreifen das Quartier oft gelangweilt und in kleinen Grüppchen und halten sich aufgrund beengter Wohnverhältnisse bei fast jedem Wetter draußen auf. Durch den Familienzuzug Geflüchteter sind viele weitere Kinder in das Quartier gezogen. Sie suchen ihren Platz im Quartier und brauchen Orientierungshilfe ebenso wie die schon lange im Quartier lebenden Kinder. Hier fehlen ausreichend passende Angebote, die diese speziellen Bedürfnisse berücksichtigt.
Die bisherigen Strukturen und Angebote sowie die personelle Ausstattung des ökumenischen Sozialprojektes NEULAND sind für die neuen Herausforderungen durch den Zuzug von Geflüchteten ins Quartier nicht ausreichend. Langjährige Beziehungsarbeit und Erfahrung in der Arbeit im Quartier und mit Ehrenamtlichen bieten jedoch eine gute Grundlage für den Ausbau passender Angeboten für und mit der "neuen Bewohnerschaft" im Quartier mit dem Ziel einer gelingenden Intergration.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Garbsen Berenbostel-Kronsberg
Beschreibung
Das Projektgebiet ist der Ortsteil Berenbostel-Kronsberg, durch weitestgehend einheitliche typische 60er-Jahre Wohnbebauung mit Mehrfamilienhäuser drei- bis vier-stöckig geprägt. Als einer der Ankunftsstadtteile der Stadt Garbsen mit einer höheren Fluktuation und stärker sozialen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen unterworfen. Abgegrenzt wird das Projektgebiet durch die umgebene Bebauung durch Ein- oder Reihenhäuser im Osten, Nordosten sowie angrenzende Misch-Gewerbefläche im Süden und Norden. Eine weitere Begrenzung erfährt das Gebiet durch umlaufende Ortsstraßen, die dem Quartier einen weiteren einheitlichen Charakter geben.
Einwohnerzahl
2675
Quelle / Anmerkungen
Zahlen, Daten und Fakten zum Sanierungsgebiet "Berenbostel-Kronsberg", Stadt Garbsen Abt. 41.2. Stadtentwicklung und Stadtplanung 04.05.2017
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Projektgebiet unterliegt durch die benannten neuen Herausforderungen einer zusätzlichen hohen Dynamik. Bestehende Konzepte von GWA/QM sind nicht ausreichend darauf ausgelegt und die soziale Infrastruktur entspricht den veränderten Anforderungen nicht mehr.
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen beziehen sich eigentlich auf Kinder < 18 Jahre.
aus: Zahlen, Daten und Fakten zum Sanierungsgebiet "Berenbostel-Kronsberg", Stadt Garbsen Abt. 41.2. Stadtentwicklung und Stadtplanung 04.05.2017
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
38
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen, Daten und Fakten zum Sanierungsgebiet "Berenbostel-Kronsberg", Stadt Garbsen Abt. 41.2. Stadtentwicklung und Stadtplanung 04.05.2017
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_berenbostel-kronsberg.jpg
(236.2 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das ökumenische Sozialprojekt NEULAND ist in Trägerschaft der ev. Silvanuskirchengemeinde sowie der kath. Kirchengemeinde St. Raphael (in Berenbostel: St. Maria Regina), Garbsen in Projektpartnerschaft mit der Stadt Garbsen. Grundlage der Arbeit ist das christliche Menschenbild des caritativen/diakonischen Handelns. Dem Fremden, der Hilfe braucht und/oder ausgegrenzt wird, nahe zu sein und ihr/ihm als Mensch auf Augenhöhe zu begegnen, Respekt zu erweisen und ihr/ihm zu helfen, selbständig und selbstbewusst handeln zu können - und sich als gleichwertiger Teil der Gesellschaft zu fühlen.
Die Arbeit des ökumenischen Sozialprojektes NEULAND ist seit 2003 mit Gemeinwesenarbeit im Quartier fest verankert und beinhaltet ein regelmäßiges Angebotsprogramm mit einem Nachbarschaftsladen als niedrigschwellige Anlaufstelle sowie zielgruppenspezifischen Angeboten (Hausaufgabenhilfe, Cafe Kronsberg, Fahrradwerkstatt, Ferienangebote, Deutschkurse, Mutter-Kind und Frauengruppen, Angebote für Geflüchtete u.v.m.) mit dem Ziel, eine gutes Miteinander aller Bewohner_innen im Stadtteil „Berenbostel-Auf dem Kronsberg“ zu erreichen und Nachbarschaften zu fördern. NEULAND ist seit 2014/15 auch Anlaufstelle für Geflüchtete, die zu großer Zahl durch die Kommune dem Quartier zugewiesen wurden. Die bisherigen Strukturen und Angebote sowie die personelle Ausstattung sind dafür nicht ausreichend. Langjährige Beziehungsarbeit und Erfahrung bieten jedoch eine wichtige Basis beim Ausbau der Angebote.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
durch die mobilen Treffpunkte Orte entstanden sind, die sich als eigenständige Treffpunkte der Bewohner des Quartiers entwickelt haben.
Beschreibung
die Bewohner aktiv und initiativ die Angebote mitgestalten.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Zwei hauptamtlichen Mitarbeiter_innen (1/2 Diakon-Stelle und eine volle Stelle mit Schwerpunkten Gemeinwesenarbeit, Flüchtlingssozialarbeit und Ehrenamt) werden in Ihrer Arbeit von ca. 40 Ehrenamtlichen unterstützt. Das Einbeziehen von Ehrenamtlichen ist ausdrücklich Teil des Aufgabenbereichs der Mitarbeiter von NEULAND. Ein besonderer Fokus liegt auf der Motivierung von Bewohnern, sich bei Aktivitäten zu beteiligen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Haus der Jugend, Mobile Jugendarbeit, Quartiersmanagement
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jukimob (VCP), Gruppe Jugendhilfe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Silvanuskirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsschule (GS), DRK-Kita, Familienzentrum St. Maria Regina
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Miteinander sicher im Stadtteil
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Regina Dirksen
| Funktion | Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Integration und Sicherheit im nachbarschaftlichen Zusammenleben
Projektbeschreibung
Das Projekt soll in Kooperation mit dem Präventionsrat zum einen der Verbesserung von Bildungs- und Beschäftigungschancen von Müttern mit Migrationshintergrund mit Kindern dienen und zum anderen das subjektive Sicherheitsgefühl im Stadtteil stärken. Durch Kooperation mit verschiedenen Akteuren im Stadtteil(Schulen, Jobcenter, Bildungsträgern, Sportvereinen etc.) werden diese Frauen gezielt zu ausgewählten Themen geschult und durch praktische Vororterkundungen auf das Leben hier konkret vorbereitet. So sollen Möglichkeiten geschaffen werden, im Stadtteil anzukommen und dort am sozialen und gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Zum anderen soll das Projekt explorative Stadtteilrundgänge anbieten, die der Thematisierung und Verbesserung des subjektiven Sicherheitsempfindens dienen, da dass das subjektive Sicherheitsempfinden und die objektive Sicherheitslage oft weit auseinanderliegen. Da das Empfinden von Unsicherheit die Einzelnen auch in der Gestaltung ihres Umfeldes und ihrer sozialen Beziehungen beeinträchtigt, dienen die explorativen Stadtteilrundgänge der Suche nach den Ursachen für diese Unsicherheiten. Diese können in baulichen oder in sozialen Zusammenhängen liegen. Die Rundgänge dienen der Reflexion von Vorurteilen, der Prüfung der eigenen Wahrnehmung und der Stärkung des Miteinanders im Wohngebiet. Die Stadtteilrundgänge werden sich zunächst einmal an ältere Menschen im Wohngebiet richten, sollen aber sukzessive auf andere Personengruppen ausgebaut werden. Für das kontinuierliche und an unterschiedliche Personengruppen gerichtete Angebot der Stadtteilrundgänge braucht es eine Anlaufstelle, in diesem Falle eine/n Quartiersmoderator/in. Diese Stelle soll GWA und Präventionsrat eng miteinander verzahnen und damit auch für andere Standorte beispielhaft Erfahrungen darin sammeln, wie sich beide, Kriminalprävention und Gemeinwesenarbeit, im Quartier optimal ergänzen. Gemeinsames Ziel ist immer das gelingende Zusammenleben im Stadtteil.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Durch den Zuzug von Geflüchteten in den vergangenen Jahren hat sich der Stadtteil von seiner Bewohnerschaft verändert. In der Zeit der großen Flüchtlingswelle kamen sehr viele Geflüchtete (geschätzt 400-500 Personen) in den Gemeinschaftsunterkünften in der unmittelbaren Nachbarschaft an und orientierten sich hier im Stadtteil. Da Dietrichsfeld eine Wohnstruktur mit vorwiegend Mehrfamilienhäusern und damit entgegen der üblichen Verhältnisse in Oldenburg noch recht günstigen Wohnraum bietet und auch kleine Wohnungen zur Verfügung stehen, ist das Gebiet sehr gefragt von Menschen mit niedrigem Einkommen (Rentner, Arbeitslose, Studierende, Geflüchtete etc.). So haben auch viele Geflüchtete gerade aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und Eritrea im letzten Jahr nach ihrem Auszug aus der Gemeinschaftsunterkunft eigene Wohnungen in Dietrichsfeld gefunden. Schulen und Kindergärten werden besucht und man begegnet sich in Geschäften, bei Ärzten und im Alltag. Dies sorgt bei vielen Alteingesessenen "Dietrichsfeldern" für ein subjektives Unsicherheitsgefühl gegenüber den "Fremden", es entsteht außerdem der Eindruck, die Geflüchteten nehmen den „Anderen“ die knappen Ressourcen an Wohnungen, Kita-Plätzen etc. weg. Deshalb ist es wichtig, durch entsprechende Begegnungsmöglichkeiten, einem Miteinander, Informationen und gegenseitigen Respekt voreinander entgegenzuwirken. Ein weiteres Problem ist das subjektive Sicherheitsempfinden im Stadtteil. Da das Empfinden von Unsicherheit die Einzelnen auch in der Gestaltung ihres Umfeldes und in der Gestaltung ihrer sozialen Beziehungen beeinträchtigt, dienen die explorativen Stadtteilrundgänge der Suche nach den Ursachen für Unsicherheiten.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Dietrichsfeld
Beschreibung
Abgrenzung Dietrichsfeld:
-im Norden der Fliegerhorst und der Bürgerbuschweg bis zur Bahn
- im Osten die Bahnlinie, die auch an den Großen Bürgerbusch (Stadtpark) grenzt
- im Süden die Autobahn (bzw. die Stelle, an der die Autobahn die Alexanderstraße überquert) und Babenend
- im Westen der Mittelweg, aber teilweise zieht sich das auch bis zum Rauhehorst
Einwohnerzahl
8687
Quelle / Anmerkungen
Statistik Stadt Oldenburg
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle statistische Daten des Amtes für Jugend und Familie
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle statistische Daten des Amtes für Jugend und Familie
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle statistische Daten des Amtes für Jugend und Familie
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle statistische Daten des Amtes für Jugend und Familie
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gwa_dietrichsfeld.pdf
(1.55 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit ist für uns eine an den Ressourcen der Bewohnerinnen und Bewohner orientierte soziale Arbeit in sozial benachteiligten Wohngebieten. Ausgangslage für das sozialpädagogische Handeln sind dabei stets die individuellen Fähigkeiten der im Wohngebiet lebenden Menschen. Dabei sollen sie ermutigt, gefördert und unterstützt werden, sich für ihre Interessen und Bedürfnisse zu engagieren, Empowerment zu entwickeln und damit ihre Lebensqualität zu erhöhen. Des weiteren soll eine Verbesserung der sozialen und kulturellen Infrastruktur durch vielfältige Angebote und durch Vernetzung mit anderen Akteuren im Stadtteil erreicht werden, um Synergieeffekte zu bewirken. Damit soll eine Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner zur Selbsthilfe und Selbstständigkeit erfolgen und diese sollen befähigt werden, Verantwortung für das persönliche, soziale und wohnliche Umfeld zu übernehmen. Zu den Grundsätzen der Arbeit gehören daher Schritte zur Integration aller im Stadtteil lebender Menschen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Vertrauen zu Müttern mit Migrantionshintergrund mit kleinen Kindern ist aufgebaut
Kriterium
Beschreibung
Bedarfslagen der Bewohnerinnen und Bewohner sind durch Befragungen erfasst
Kriterium
Beschreibung
Menschen im Stadtteil werden unterstützt und begleitet
Kriterium
Beschreibung
Menschen aus dem Stadtteil unterstützen andere in Sprache und Alltagskompetenz
Kriterium
Beschreibung
Themenbezogene Gruppen organisieren sich
Kriterium
Beschreibung
Ideen und Vorschläge der Bewohnerinnen und Bewohner sind erfragt und werden genutzt
Kriterium
Beschreibung
Multiplikatoren aus unterschiedlichen Zielgruppen wirken aktiv mit
Beschreibung
Regelmäßig finden gemeinsame Austauschtreffen und Möglichkeiten zur Kommunikation für die unterschiedlichen Gruppen statt
Beschreibung
Fachübergreifende Zusammenarbeit mit anderen Akteuren auf lokaler Ebene findet statt
Beschreibung
Themen werden als Teil eines Ganzen in die Gemeinwesenarbeit integriert.
Beschreibung
Bestehende Kooperationen und Netzwerke werden genutzt zum Informationsaustausch
Kriterium
Beschreibung
Neue Kooperationen entstehen
Kriterium
Beschreibung
Räume der Begegnung für unterschiedliche Kulturen werden geschaffen
Beschreibung
Freiwilliges Engagement entsteht in der Nachbarschaft, Ehrenamt wird unterstützt
Beschreibung
Bedarfe werden erfragt und erkannt und Planungen werden vorangetrieben
Kriterium
Beschreibung
Gemeinsame Aktionen mit anderen Akteuren im Stadtgebiet
Kriterium
Beschreibung
Bekanntmachung des ´Projektes durch öffentliche Aktionen oder Pressearbeit
Kriterium
Vorhandene Strukturen
In der GWA Dietrichsfeld sind zwei hauptamtliche Sozialpädagogen-Stellen und eine 50 % Erzieher-Stelle sowie eine 50 % Hauswirtschaftsstelle vorhanden. Außerdem ist regelmäßig eine Praktikantin für das Berufsanerkennungsjahr soziale Arbeit im Einsatz.
Daneben gibt es regelmäßig ca. 5-8 Honorarkräfte, die im Rahmen von 2-4 Stunden pro Woche unterstützen sowie zahlreiche Ehrenamtliche, die regelmäßig oder unregelmäßig die Aktivitäten der GWA begleiten, Ideen und Projekte initiieren, anregen und umsetzen, je nach Bedarf der im Stadtteil lebenden Bewohnerinnen und Bewohner. Eine Unterstützung und Begleitung erfolgt durch das hauptamtliche Personal.
Des weiteren gibt es zahlreiche Kooperationen mit anderen Akteuren der sozialen Arbeit.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschulen und weiterführenden Schulen im Gebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchen und Religionsgemeinschaften
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Amt für Jugend und Familie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Amt für Schule und Bildung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Zentrales Flüchtlingsmanagement
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Amt für Kultur und Sport
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhilfeeinrichtungen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Freizeitstätte Bürgerfelde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bildungsträger wie z.B. VHS und Arbeit und Leben
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätten
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Kontakt- und Beratungsstelle Mühlenberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Birgit Teschner
| Funktion | Bereichsleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Krisenintervention, Aufbau Anlaufstelle, Integration, Förderung Kommunikation und nachbarschaftlichen Zusammenlebens
Projektbeschreibung
Den problematischen Entwicklungen im hannoverschen Stadtteil Mühlenberg soll mit einem interdisziplinären Nutzungskonzept für ein leerstehendes Gebäude entgegengewirkt werden. Für und mit den BewohnerInnen soll in diesem Gebiet mit besonderem sozialen Entwicklungsbedarf eine Anlaufstelle aufgebaut werden, in der unterschiedliche Beratungen (Schuldnerberatung, JobCenter, Integration, EU-Zuwanderung, etc.), ein Betreuungs- und Familientreffpunkt zur Förderung frühkindlicher Bildung und Entwicklung angeboten werden, Integrationsgruppen wie z.B. Erzählcafé oder offener Treff einen Ort finden und Beteiligungsprozesse mit den BewohnerInnen durchgeführt werden.
Im Vordergrund steht die Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe, der Hilfe zur Selbsthilfe, des bürgerschaftlichen Engagements, der Aufbau nachbarschaftlicher Unterstützungssysteme und der Kommunikation der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen (sozial und national) im Stadtteil.
Das Gebiet Mühlenbrg wurde 2014 vom Land in das Programm Soziale Stadt aufgenommen. Extreme Bevölkerungszuwächse in den Jahren 2015 und 2016 haben die Sozialstruktur besonders in den Wohnanlagen Canarisweg (Hochhäuser) und Teilen des Ossietzkyring so verändert, das zusätzliche Interventionen dringend notwendig sind. Einerseits sollen für die BewohnerInnen aus den genannten Straßenzügen zusätzliche Angebote/Unterstützungen geschaffen werden, um sie vor weiteren Stigmatisierungen zu schützen, gleichzeitig sollen sie und alle StadtteilbewohnerInnen in Integrationsprozesse eingebunden und aktiv beteiligt werden, um das Zusammenleben positiv zu gestalten und die Lebensqualität in diesem Stadtteil zu erhöhen.
Der hohe Bevölkerungsanteil mit ganz unterschiedlichen Migrations- und Zuwanderungshintergründen in diesem Gebiet wird als Belastung angesehen und verantwortlich gemacht für Probleme wie z. B. mit Müll im öffentlichen Raum. Die kulturelle Vielfalt kann jedoch auch als Potential positiv genutzt werden. Kommunikation und Austausch sind dafür notwendig, die über Angebote und "Kümmerer" in der neuen Kontakt- und Beratungsstelle am Stauffenbergplatz hergestellt werden sollen.
Das vorhandene Quartiersmanagement braucht aufgrund der Größe des Gebietes (72 ha) dringend Unterstützung in diesem Prozess, um eine Balance zwischen den Interessen der engagierten Menschen mit Wohnungseigentum, den "normalen" Mietern im Wohnungsbestand und der Bevölkerung in den tendenziell problematischen Wohnungen im Programm Soziale Stadt zu erzielen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Stadtteil Mühlenberg wird seit 2015 das Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt umgesetzt, mit dem vorrangig investive Maßnahmen gefördert werden. Ein extremer Bevölkerungszuwachs in den Jahren 2015 und 2016, der in erster Linie durch die Beseitigung von Wohnungsleerständen erfolgte, durch den Familiennachzug von Geflüchteten, die hier ihre erste Wohnung nach der Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften bezogen und durch EU-Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien, führen aktuell zu einer besonders angespannten Situation in diesem Gebiet. Zeitgleich konnte die soziale Infrastruktur nicht adäquat ausgebaut werden, sodass Kinderbetreuungsplätze fehlen und in den Schulen nunmehr vom "pädagogischen Notstand" die Rede ist. Vorhandene Vereine und Einrichtungen, die Nachbarschaftsarbeit fördern und Beratungen anbieten sind schon lange an ihre Grenzen gestoßen und können den großen und vor allen Dingen vielfältigen (z. B. sprachlichen) Bedarfen aus der Bewohnerschaft nicht mehr entsprechen. Da diese Situation in der Gesamtbevölkerung des Stadtteils zu großem Unmut führt, Zuschreibungen insbesondere bezogen auf die BewohnerInnen der Hochhaussiedlung am Canarisweg und Teilen des Ossietzkyrings zu einer weiteren Stigmatisierung dieses Quartiers führen, besteht dringender Handlungsbedarf an zusätzlichen Maßnahmen und Interventionen, die das Zusammenleben positiv befördern und den negativen Entwicklungen etwas entgegensetzen. Dazu brauchen die hier lebenden Menschen Unterstützung, müssen aber gleichzeitig auch aktiviert und beteiligt werden, zur Selbstorganisation ermutigt werden und die etablierte Bevölkerungnd in den Integrationsprozess eingebunden werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Mühlenberg
Beschreibung
Bewusst wird die Gebietskulisse für das Progranmm Soziale Stadt auch für diese Landesförderung gewählt, da es nicht nur um Unterstützung der BewohnerInnen in den aktuell extrem stigmatisieten Straßenzügen geht, sondern um eine Problemlösung größtenteils städtebaulich erzeugter Probleme aus 1970er Jahren, die eine Trennung der Bevölkerung links oder rechts der Bornumer Strasse (tiefergelegte Schnellstrasse) zur Folge hatten. Mühlenberger BewohnerInnen beider Seiten werden aber gebraucht, um Integrationsprozesse in diesem Gebiet zu befördern und es muss ein Bewusstsein möglichst vieler Menschen im Stadtteil entwickelt werden, das den unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen eeine gemeinsame Stadtteilidentität ermöglicht.
Einwohnerzahl
7573
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover Wahlen und Statistik, Koordinationsstelle Sozialplanung der Stadt Hannover
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die besondere und aktuell auch sehr brisante Situation am Mühlenberg, auf die in über 20 Presseberichten in den letzten Wochen aufmerksam gemacht wurde, macht es notwendig, hier zusätzlich zum Programm Soziale Stadt Maßnahmen zu ergreifen, um Konflikte abzubauen, Integrationsprozesse zu befördern und die Bewohnerschaft zu stabilisieren.
Mit dem Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt werden überwiegend investive Maßnahmen gefördert, gefragt sind hier aber soziale Kompetenzen, mit denen der soziale Zusammenhalt gestärkt wird und Begegnung und Kommunikation gefördert wird. Der Arbeitsansatz Gemeinwesenarbeit eignet sich hierfür in besonderer Weise.
Obwohl die Landeshauptstadt Hannover auch kommunale Mittel zur Verbesserung der sozialen und kulturellen Infrastruktur in Gebieten Soziale Stadt einsetzt, sind diese Mittel natürlich begrenzt.
Die Bevölkerung im Mühlenberg ist in erster Linie durch eine große Gruppe von EU-Zuwanderern aus Bulgarien und Rumänien gewachsen und durch Geflüchtete vornehmlich aus dem Irak und Syrien. Um weitere Eskalationen zu vermeiden, besteht dringender Handlungsbedarf auch dieses Bevölkerungsgruppen in die deutschen Regelwerke bzgl. z.B. Bildung und in den Stadtteil zu integrieren.
Städtebauliche Probleme und die Qualität des Wohnungsbestandes tragen dazu bei, dass sich die Sozialstruktur im Stadtteil stark verändert hat. Das Gebiet weist überproportional viele Arbeitslose und TransferleistungsempfängerInnen auf. Die Situation dieser Menschen hat wiederum Auswirkungen auf das Quartier. Während in freiwerdende Wohnungen vor allem Menschen in prekären Lebenslagen oder mit Migrationsgeschichte (Geflüchtete, EU-Zuwanderung) ziehen, die es insgesamt schwerer auf dem Wohnungsmarkt haben, nehmen die stabilisierenden Kräfte zur Selbstorganisation des Stadtteillebens und zur Integration tendenziell ab. Der extreme Bevölkerungszuwachs hat die Veränderung der Sozialstruktur nochmal maßgeblich beeinflusst und führt zu Problemen im Stadtteil, denen jetzt entgegengewirkt werden muss.
Die bestehenden Veränderungen der Sozialstruktur betreffen allgemein das gesamte Gebiet, besondere Probleme weisen allerdings der Bereich Canarisweg und Teile des Ossietzkyrings auf. Bereits bestehende Angebote müssen dringend erweitert und durch gezielte Integrationsmaßnahmen ergänzt werden, um auch das Selbsthilfepotential der Bewohnerinnen und Bewohner zu aktivieren.
Durch die Stärkung von Mitwirkungs- und Beteiligungsstrukturen sollen sich für die Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeiten verbessern, sich für ihre Belange und das Stadtteilleben zu engagieren. Dies umfasst auch die Stärkung von Strukturen der nachbarschaftlichen Selbstorganisation, die zur Stabilisierung des Quartiers beitragen sollen.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit und Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit und Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
44
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gebietsgrenze_soziale_stadt_muehlenberg.pdf
(745.52 KB)
gebietsumschreibung_muehlenberg.pdf
(16.58 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Ziel, eine gleichberechtigte Teilhabe aller Bewohnerinnen und Bewohner eines Stadtteils am gesellschaftlichen Leben im Quartier zu erreichen, schafft GWA Zugänge zu den zentralen Bereichen wie Bildung, Kultur, Beschäftigung und politische Partizipation. Es werden Begegnungsmöglichkeiten zwischen Menschen verschiedener ethnischer, nationaler und sozialer Herkunft geschaffen, um Vorurteile und Konkurrenzen abzubauen und langfristig gemeinsam das Miteinander und das Lebensumfeld zu gestalten. Menschen ist ihr direktes Lebensumfeld sehr wichtig, ihr Quartier, ihr Stadtteil. Genau hier setzt Gemeinwesenarbeit an mit dem Ziel, die Lebensqualität der Menschen in Stadtteilen zu erhöhen und ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen.
Die Gemeinwesenarbeit der Landeshauptstadt Hannover ist in vier Gebieten mit besonderem sozialen Entwicklungsbedarf eingesetzt, in denen ein hoher Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner in der Regel über ein geringes Einkommen verfügen und/oder Transferleistungen beziehen und viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus ganz unterschiedlichen Nationen leben. Aktuell gehören diese Stadtteile auch zu den Ankommensorten von Flüchtlingen, so wie Mühlenberg. Der Arbeitsansatz der Gemeinwesenarbeit ermöglicht eine unmittelbare und flexible Reaktion auf die sich bewegenden Strömungen und aktuellen Situationen in den Stadtteilen. Vor allem ihr Zielgruppen übergreifender Ansatz ist gut geeignet Brücken zu bauen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohnerinnen und Bewohner aus den Häusern Canarisweg, Ossietzkyring und Leuschnerstraße organisieren sich, formulieren Ihre eigenen Interessen und Bedarfe und vertreten diese z.B. in Stadtteilgremien und/oder der Sanierungskommission.
Kriterium
Beschreibung
Die Kontakt- und Anlaufstelle wird auch von selbstorganiserten Gruppen genutzt, die sich über die Aktivierung durch GWA gebildet haben.
Kriterium
Beschreibung
Die vorhandenen Einrichtungen und Kompetenzen werden in die Umsetzung der Kontakt- und Beratungsstelle eingebunden und durch regelmäßigen Austausch sinnvoll ergänzt. Vorhandene Potentiale von bürgerschaftlichem Engagement neu belebt werden.
Kriterium
Beschreibung
Begegnung und Kommunikation finden zwischen den zugezogenen Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und den "Pionieren" (Erstbewohner meist mit Wohneigentum) statt, soziale Unterschiede überwunden, der Stadtteil als gemeinsamer Raum gestaltet.
Beschreibung
Fachbereichsübergreifende Nutzung der Kontakt- und Beratunsstelle funktioniert, weitere Disziplinen (Beschäftigungsförderung, Gesundheit, etc.) zur Problemlösung eingebunden.
Beschreibung
Bestehende Netzwerke vor Ort werden auf ihre Funktionalität bezogen auf die Problemlage geprüft, evtl. verändert und ausgebaut.
Kriterium
Beschreibung
Die unsichtbaren Grenzen des Stadtteils verschwimmen zunehmend, gegenseitiger Respekt, Anerkennung und Toleranz führen zu einem friedlichen Miteinander der verschiedenen Kulturenund soziale Lagen.
Beschreibung
Anpassung der sozialen Infrastruktur an die Bevölkerungsentwicklung im Mühlenberg besonders in Bezug auf Bildungseinrichtungen (Kta, Schule, Qualifizierungsmaßnahmen, etc.) und Integrationsmaßnahmen.
Kriterium
Beschreibung
Bewusster Umgang mit dem Stadtteil als Ankommensort der Stadt für Geflüchtete und Zuwanderer, deshalb verstärkte dezentrale Integrationsangebote.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
LHH Koordierungstelle Zuwanderung Osteuropa - Frau Galinat
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LHH Integrationsmanagment - Frau Stolzenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LHH Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilentwicklung - Quartiersmanagment, Frau Dieckmann-Bartels
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Bereich frühkindliche Bildung/Elterntreffs
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Miteinander für ein schönes Viertel - MSV e.V. Nachbarschaftsarbeit - Frau Schroers, Frau Bleichwehl
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
hanova - städtisches Wohnungsunternehmen, Quartiersmanagement, Frau Koller
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentren und Kindertagesstätten im Gebiet
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinwesen in Delmenhorst - Wir alle gemeinsam als Bürger dieser Stadt!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Rudolf Mattern
| Funktion | Fachbereichsleitung Soziales |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir alle gemeinsam Bürger dieser Stadt!
Projektbeschreibung
Ziel des Projektes ist der Ausbau der bisherigen Einrichtungen und Bemühungen der Stadt Delmenhorst, ein flächendeckendes Netz an Begegnungs- und Beratungsstätten in Delmenhorst zu schaffen. Dazu sollen neben den bisherigen Standorten "Wollepark" und "Düsternort" auch die Stadtteile "Hasport" und "Deichhorst" in ein gemeinschaftliches Konzept zur nachhaltigen Etablierung von Gemeinwesenarbeit in Delmenhorst eingebunden werden. Hierfür konnte die AWO in Delmenhorst als starker und verlässlicher Partner gewonnen werden. So ist geplant, dass die AWO die Arbeit im Stadtteil "Deichhorst" und das Diakonische Werk in "Hasport" übernehmen wird.
Neben der Einrichtung zweier neuer Standorte, ist auch die Einrichtung einer Koordinierungs- und Leitungsstelle geplant, die den Austausch aller vier Standorte unterstützen und die Kooperation und Kommunikation auch nach Außen übernehmen soll und als ein Ziel verfolgen wird, Gemeinwesenarbeit als Handlungskonzept in andere Einrichtungen und bei anderen Akteuren zu etablieren.
Als Devise dieses Projekts gilt es, bestehende Ressourcen und Erfahrungen zu nutzen und in die "neuen" Standorte zu tragen. Alle weiteren Ausführungen können den folgenden Teilen entnommen werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die beiden Standorte "Hasport" und "Deichhorst" weisen jeweils unterschiedliche Ausgangslagen auf. In Hasport geht es um das Wohnquartier in der Helgolandstraße. Zwischen Möbelhaus, Naherholungsgebiet und Einfamilienhäusern mit Pool liegt wie auf einer "Insel" eine Wohnanlage mit Mehrfamilienhäusern. Mehr als 20 Nationen teilen sich den Lebensraum auf dieser Insel und grenzen sich nicht nur durch unterschiedliche Wohnformen, sondern auch durch unterschiedliche kulturelle Hintergründe, Religionen und Sprachen von den umliegenden Nachbarn ab. Doch auch das Zusammenleben auf der "Insel" ist nicht als homogen zu bezeichnen. Es fehlt an einer gemeinsamen Identität, der Möglichkeit, neben der bloßen Nachbarschaft Gemeinsamkeiten zu finden und Kontakte herzustellen.
Der Standort "Deichhorst" weist dagegen ein ganz anderes Problem auf. Wo in Hasport eine Segregation der "Probleme" vorliegt, ist das Bild des Stadtteils Deichhorst nur als heterogen zu bezeichnen. Das für das Projekt ausgewählte Gebiet ist in der Mehrheit eine Einfamilienhaussiedlung. Diese Siedlung wird dabei immer wieder durchzogen von "Blacks" und Großwohnanlagen, die entweder vereinzelt oder als größere Ansiedlung über das Projektgebiet verteilt sind. Eine Durchmischung der Bewohnenden dieser Siedlungstypen findet nur bedingt oder gar nicht statt.
Beide Projektbereiche weisen eine hohe Zahl von Migranten aus unterschiedlichen Nationen, eine Vielzahl von Leistungsempfängern und Armutslagen auf. Ein vereinzelter Zuzug von Menschen mit Flucht- oder Asylbewerbungshintergrund ist zwar zu verzeichnen, die Fallzahl rechtfertigt hierbei jedoch keine besondere Problematisierung.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Delmenhorst - Deichhorst
Beschreibung
Das Gebiet zwischen Moorweg und Oldenburger Straße, seitlich begrenzt durch die Brauenkamper Straße im Westen und den Burggrafendamm im Osten sowie die Blocks an der Grundigstraße nördlich der Oldenburger Straße, ist Projektraum im Stadtteil Deichhorst.
Einwohnerzahl
5032
Quelle / Anmerkungen
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
-entfällt
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017; Leider liegen nur Daten bis 29 Jahre vor)
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
deichhorst_foerdergebiet_byopenstreetmap.jpg
(270.9 KB)
Gebiet-Name
Stadt Delmenhorst - Hasport
Beschreibung
Hasport: Wohnanlage in der Helgolandstraße und der Wohnblock an der Seestraße, sowie die angrenzenden Straßenzüge als Nachbarschaft.
Einwohnerzahl
2854
Quelle / Anmerkungen
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
- entfällt
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017; Leider liegen nur Daten bis 29 Jahre vor)
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Spezifizierung des o.g. Wertes. es ist davon auszugehen, dass 70% der Ausländischen Bewohnenden in der Helgolandstraße bzw. am Block in der Seestraße leben.
Schätzung Diakonisches Werk
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
hasport_foerdergebiet_byopenstreetmap.jpg
(178.96 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Ansatz der Gemeinwesenarbeit lässt sich kurz zusammenfassen:
Der Mensch steht im Mittelpunkt!
Davon lassen sich die Handlungsansätze ableiten, dass unserer Nachbarschaftsbüros nur Rahmenkonstruktionen sein können, die den Ideen und Interessen der Bewohnenden Halt und unterstützende Struktur geben können. Die Menschen sollen in die Lage versetzt werden, eigene Interessen und Belange zu benennen und umzusetzen bzw. Probleme zu lösen.
Der Mensch soll nicht über Defizite sondern über Stärken und Potentiale definiert werden. Dies bedeutet, dass Identitätsbildung und Abbau von Stigmatisierungseffekten ebenso wichtig sind, wie der Ausbau dieser Potenziale durch Bildungsarbeit oder Projekte zur Etablierung positiver Handlungsmuster.
Gemeinwesenarbeit ist nicht die Arbeit mit den "Problembürgern", sondern soll helfen und unterstützen, Nachbarschaft in der pluralisierten Gesellschaft zu festigen. Ängste vor dem Fremden nehmen und Kontaktmöglichkeiten herstellen - Multikulturalität lebt durch Begegnung.
GWA bietet die Möglichkeit, den Menschen als Ganzes zu betrachten und den komplexen multivariaten Bedürfnissen gerecht zu werden. Arbeit, Leben, Wohnen, Bildung, Kultur und Gesundheit und das über alle Generationen hinweg, der Mensch zählt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Zwei neue Nachbarschaftsbüros eingerichtet sind. Eine Orte der Begegnung bieten Raum für Ideen und Wünsche der Bewohnenden.
Kriterium
Beschreibung
Eine aktivierende Bewohnendenbefragung wurde durchgeführt. Die Ergebnisse werden zusammengefasst und dienen als Arbeitsgrundlage/ Arbeitsauftrag der Bewohnenden.
Kriterium
Beschreibung
Projekte aus Wünschen/Ideen der Bewohnenden sind entstanden und werden regelmäßig durchgeführt.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner führen eigene Projekte eigenverantwortlich durch. Die Bewohnenden werden in die Lage versetzt eigene Interessen zu erkennen, sich zu organisieren und gleichgesinnte zu finden. Die Räume der Nachbarschaftsbüros stehen als Handlungsort bereit.
Kriterium
Beschreibung
Kooperationen mit den handelnden Einrichtungen und Akteuren wurden erreicht. GWA soll nicht ersetzten, sondern abholen und mitnehmen. Bewohnende, Akteure und bestehende Einrichtungen sind wichtigste Ressource GWA.
Kriterium
Beschreibung
Alle Personalstelle wurden besetzt und eine verlässliche Erreichbarkeit ist sichergestellt. Diese ist wichtig um GWA als verlässlichen Ansprechpartner für die Bewohnenden zu etablieren.
Kriterium
Beschreibung
AWO und Diakonie vertreten und leben gemeinschaftlich eine GWA Konzept. GWA als Grundprinzip der Sozialen Arbeit. Diakonie und AWO gehen diesen Weg gemeinsam und sind gespannt auf die Erfahrungen der gemeinschaftlichen Aktivitäten.
Beschreibung
Die Koordinierungsstelle stellt Kontakte mit allen relevanten Netzwerken her. Delmenhorst zeichnet sich durch einen breites Netz an Akteuren und Einrichtungen aus. Wichtig ist es die Lücken der Netzwerke zu entdecken und sinnhaft zu füllen.
Kriterium
Beschreibung
Die Mehrheit der Bewohnenden über die Einrichtung der neuen Einrichtungen informiert sind. Hiezu ist eine umfassende und wirksame Öffentlichkeitsarbeit unabdingbar.
Kriterium
Beschreibung
Die Koordinierungsstelle hat eine Handreichung zur GWA entwickelt und veröffentlicht. Was bringt gute Arbeit, wenn man nicht darüber spricht. Erkenntnisse und Ergebnisse der Arbeit können für andere Akteure und Kommunen übertragbar sein.
Kriterium
Beschreibung
Strukturen wurden entwickelt , die eine Durchmischung ermöglichen. Zusammenbringen was zusammen lebt, könnte das Motto der GWA sein. Nachbarschaften etablieren und aktiv mitgestalten.
Beschreibung
Die Bewohner entwickeln eine positive Einstellung gegenüber ihrem Quartier. Ein positives Selbstbild entwickeln und stärken. Menschen werden oft über Defizite und Mangel definiert, der Mensch mit all seinen Gaben und Fähigkeiten sollte im Blick sein.
Beschreibung
Die angrenzenden Quartiere/Nachbarschaften einen positive Einstellung gegenüber dem Projektgebiet entwickeln. Es gibt Kontaktmöglichkeiten, die es erlaubt die "Anderen" kennen zu lernen.
Beschreibung
Die Koordinierungsstelle begleitet neben den beiden neuen Standorten auch die etablierten Standorte und entwickelt so ein gemeinsame Konzept für eine GWA für das gesamte Stadtgebiet.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
entfällt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kita Hasport/AWO
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendtreff Hasport/AWO
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
5 Schulen im Projektgebiet Hasport (Schulzentrum West, Realschule Hohlbeinstraße, Grundschule Beethovenstraße, BBSII und Marienschule)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nordwest Zeitung; Delmenhorster Kurier, Delmenhorster Kreisblatt u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Relevanten Netzwerke und Akteure zum Themenbereich
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftszentrum Wollepark/Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftsbüro Düsternort
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Waldorf Kita Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirche St. Johannes Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationslotsenteam Delmenhorst und Umgebung e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Villa/ Stadt Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KITA "Unterm Regenbogen"
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Meine Nachbarschaft - Guckst Du nur, oder machst Du schon? Quartiersmanagement Stuhr & Weyhe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lilja Helms
| Funktion | Leitung geronto-sozialer Bereich |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Senisibilisierung von jungen Menschen bzw. Schülern zum Thema "Nachbarschaft" in den Gemeinden Stuhr und Weyhe
Projektbeschreibung
Wir möchten mit diesem Projekt junge Menschen, also Schüler/innen in den Gemeinden Stuhr und Weyhe ansprechen, um das Thema „Nachbarschaft“ aktiv ins Bewusstsein zu rufen.Verdeutlicht werden soll, welche Vorteile es haben kann seine Nachbarn richtig wahrzunehmen, zu kennen und sich für eine aktive Nachbarschaft einzusetzen. Behandelt werden soll ebenfalls, welche Probleme durch die steigende Anonymität in den Nachbarschaften entstehen können und wie „gut funktionierende Nachbarschaften“ in Zukunft aussehen könnten.
Zielsetzung/Inhalte der Projekt-Idee: Nach Absprache mit den jeweiligen Lehrern wäre das Angebot von „Projektarbeiten“ (oder Projektwochen) zum Thema wünschenswert.
Die Schüler/innen sollen:
- über die bereits seit 2010 bestehende Quartiersarbeit/Quartiersmanagement in Stuhr und Weyhe informiert werden
- sich über die Bedeutung von Nachbarschaften für ihre eigene Person bewusst werden
- über die eigene Rolle in ihrer Nachbarschaft sensibilisiert werden
- in Bezug auf die eigene Nachbarschaft/das eigene Wohnquartier: Bedürfnisse und Hilfebedarf Anderer erkennen und sich mit diesen auseinandersetzen
- Quellen zum Thema Nachbarschaften „wie es früher war“ (z.B. Fotos oder Zeitzeugenbefragungen/Interviews) heranziehen und bewerten und diese Erkenntnisse zur heutigen Situation von Nachbarschaften in Beziehung setzen
- Lösungsmöglichkeiten für Konflikte im nachbarschaftlichen Umfeld erarbeiten und erproben
- Ansätze erarbeiten, wie man sich in der eigenen Nachbarschaft einbringen könnte (Nachbarschaftshilfe/"Talente-Tausch")
- die Angebote des Vereins PRO DEM e.V. vorgestellt bekommen
Vorgehen/Zeitplan für den Zeitraum 2017-2018
1. Projektidee der zuständigen Schulleitung bzw. den Lehrern an den Stuhrer und Weyher Schulen vorstellen (2 - 6 Wochen im Herbst 2017)
2. Gemeinsam (mit den Lehrern) Unterrichtseinheiten/Projektwoche/Exkursionen in die bestehenden "Quartieren/Quartiersrunden" und konkrete Projekte/Stundenbilder planen/terminieren (Winter/Frühjahr 2017/2018)
2 a. Power-Point-Präsentationen/Stundenformate erstellen (zielgruppenorientiert)
2 b. Arbeitsmaterialen erstellen
2 c. Literatur- und Internetrecherche
3. Durchführung der Projekte/Stunden/Exkursionen (Frühjahr/Sommer 2018)
3 a. nach Abstimmung mit den Lehrern und dem Lehrplan
3 b. Zeitfenster: mehrere Wochen bis zu einem Schulhalbjahr
Zielgruppe/n der Projekt-Idee:
- Grundschüler der Klasse 4
- Schüler der Sekundarstufe 1 (Klassen 5 - 10)
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Nachbarschaft früher – Nachbarschaft heute
Der demografische Wandel der Gesellschaft wirft viele Fragen auf, mit denen sich die Gesellschaft und die Politik jetzt und in der Zukunft befassen sollte und muss. Dazu gehört auch die Frage, was sich in unseren Gemeinden, in den "Quartieren" vor Ort, verändern muss, damit sie attraktiv für alle Generationen werden bzw. bleiben?
Die Menschen wollen ihr Leben auch im Alter genießen können. Soziale Kontakte und gute Nachbarschaften, die aktive Teilhabe an der Gesellschaft und das Gefühl gebraucht zu werden – das sind die Wünsche vieler an ihr Leben im Alter. Die meisten Menschen wollen auch im hohen Alter in ihrem gewohnten Umfeld und mit vertrauten Menschen leben; sie wollen in "ihrem Quartier" bleiben. Dafür brauchen sie eine barrierefreie/barrierearme Wohnung und ein eben solches Wohnumfeld, aber auch funktionierende und belastbare soziale Strukturen vor Ort. Oft fehlt es aber genau an diesen nachbarschaftlichen Netzwerken. Hinzu kommt schließlich, dass aufgrund des demografischen Wandels die verschiedenen Generationen in Zukunft mehr Lebenszeit miteinander verbringen werden, als das früher der Fall war. Umso wichtiger ist es, dafür zu sorgen, dass die Generationen auch künftig harmonisch miteinander leben, voneinander profitieren und für einander da sind. In den kommenden Jahren wird es kaum noch "Mehrgenerationenhäuser" geben und immer mehr Single-Haushalte und Kleinfamilien. Die Familie lebt heute oft über den gesamten Globus verstreut, für Studium oder Beruf zieht man um bzw. von der Familie weg - die "Familie als soziales Netz" fällt damit oftmals weg. Daraus resultierend kann die Bedeutung von Nachbarschaft wachsen.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stuhr
Beschreibung
Die Gemeinde Stuhr liegt im Norden des Landkreises Diepholz (Einwohnanzahl LK DH: 213.976/Stand 2016). Die Gemeinde Stuhr hat insgesamt 8 Ortsteile.
Einwohnerzahl
33083
Quelle / Anmerkungen
https://www.stuhr.de/gemeinde-verwaltung/portrait/zahlen-daten-fakten/
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen für die Gemeinde Stuhr wurden uns vom Rathaus übermittelt. Die Zahlen für den Landkreis DIEPHOLZ sind nachzulesen unter: https://www.diepholz.de/buergerinfo/landkreis-im-ueberblick/zahlen-daten-fakten/
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen für die Gemeinde Stuhr wurden uns vom Rathaus übermittelt. Die Zahlen für den Landkreis DIEPHOLZ sind nachzulesen unter: https://www.diepholz.de/buergerinfo/landkreis-im-ueberblick/zahlen-daten-fakten/
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen für die Gemeinde Stuhr wurden uns vom Rathaus übermittelt. Die Zahlen für den Landkreis DIEPHOLZ sind nachzulesen unter: https://www.diepholz.de/buergerinfo/landkreis-im-ueberblick/zahlen-daten-fakten//
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_stuhr.docx
(38.26 KB)
Gebiet-Name
Weyhe
Beschreibung
Die Gemeinde Weyhe liegt im Norden des Landkreises Diepolz (Einwohnanzahl LK DH: 213.976/Stand 2016). Die Gemeinde Weyhe hat insgesamt 9 Ortsteile.
Einwohnerzahl
32019
Quelle / Anmerkungen
file://master/home$/helms/Downloads/bevoelkerungsstatistik_2016_12_extern.pdf
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen für die Gemeinde Weyhe wurden uns vom Rathaus übermittelt. Die Zahlen für den Landkreis DIEPHOLZ sind nachzulesen unter: https://www.diepholz.de/buergerinfo/landkreis-im-ueberblick/zahlen-daten-fakten/
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen für die Gemeinde Weyhe wurden uns vom Rathaus übermittelt. Die Zahlen für den Landkreis DIEPHOLZ sind nachzulesen unter: https://www.diepholz.de/buergerinfo/landkreis-im-ueberblick/zahlen-daten-fakten/
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen für die Gemeinde Weyhe wurden uns vom Rathaus übermittelt. Die Zahlen für den Landkreis DIEPHOLZ sind nachzulesen unter: https://www.diepholz.de/buergerinfo/landkreis-im-ueberblick/zahlen-daten-fakten/
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
3d-karte-fw-weyhe.png
(72.89 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch das bereits seit 2010 bestehende Quartierskonzept in den Gemeinden Stuhr und Weyhe, gibt es bereits eine intensive Verbindung zwischen der hauptamtlichen Quartiersmanagerin und den über 100 Ehrenamtlichen in den jeweiligen "Quartieren". Das Hauptziel der regionalen Quartiersarbeit ist die Aufrechterhaltung der selbstständigen Lebensführung im Alter in der jeweiligen gewohnten und vertrauten Umgebung. Um die Anliegen, Sorgen und Probleme der Senioren in den jeweiligen Quartieren (i.d.R. ist das ein Ortsteil – wie Kirchweyhe) zu erkennen und einen schnellen, direkten Kontakt zu den Anwohnern zu erhalten, hat der gemeinnützige Verein PRO DEM bzw. die dort tätige hauptamtliche Quartiersmanagerin ein Netzwerk von Ehrenamtlichen innerhalb der einzelnen Weyher Quartiere aufgebaut. Diese Ehrenamtlichen sind i.d.R. zwischen 50 und 90 Jahren alt. Mit diesem neuen Projekt wollen wir die jüngeren Personen - die Schüler beider Gemeinden - in den Quartieren erreichen und für das Thema "Nachbarschaft" sensibilisieren. Unser zielgruppenübergreifendes Projekt (junge Menschen tun etwas für die älteren Menschen) verstehen wir eher als eine Tätigkeit im Rahmen der Gemeinwesenarbeit, und weniger als ein "isoliertes" Projekt im Rahmen der bestehenden Quartiersarbeit/Quartiersmanagement.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Standard erreicht, wenn wir alle Schulen in Stuhr und Weyhe für uns und das Projekt gewinnen können (13 Schulen) und möglichst viele dieser Schüler erreicht bzw. sensibilisiert werden können.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Unter der Federführung von PRO DEM e.V. – zusammen mit den beiden Gemeindeverwaltungen – werden seit 2010 die Gemeinden Stuhr und Weyhe (Landkreis Diepholz/südlich der Stadt Bremen) in kleine sogenannte „Quartiere“ (i.d.R. Ortsteile) eingeteilt und von der hauptamtlichen Quartiersmanagerin betreut.
Das Quartierskonzept: Um die Anliegen, Sorgen und Probleme der Senioren in den jeweiligen Quartieren zu erkennen und einen schnellen, direkten Kontakt zu den Anwohnern zu erhalten, hat PRO DEM e.V. ein Netzwerk von über 100 Ehrenamtlichen innerhalb der einzelnen Quartiere aufgebaut. Diese ehrenamtlichen „Ansprechpartner der Nachbarschaft“ (Abkürzung ASPDN) fungieren als „Sensor für das Quartier“. Mit „Sensor“ ist gemeint, dass man als ASPDN im Quartier lernt, einen Hilfe- oder Beratungsbedarf zu erkennen und diesen in Kooperation PRO DEM e.V. beheben kann. Ein weiteres, wichtiges Ziel der Quartiersarbeit ist der Auf- und Ausbau von funktionierenden Nachbarschaften. Regelmäßige Treffen innerhalb des Quartiers, aber auch Vorträge rund um das Thema Alter(n) sowie gute Gespräche am und über den Gartenzaun sollen das Leben im Quartier wieder bunter machen. Es gibt Quartiere, in denen werden regelmäßige „Runden“ und Veranstaltungen organisiert. Durch die Verknüpfung zwischen dem Haupt- und Ehrenamt kann dem Wunsch der Quartiersbewohner- möglichst lange in den eigenen „vier Wänden“ zu verbleiben - Rechnung getragen werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nachbarschaftsbüro Ahlhorn
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Franz-Josef Franke
| Funktion | Geschäftsführung/Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ahlhorn - hier ist die Vielfalt zuhause
Projektbeschreibung
Der Ortsteil Ahlhorn in der Gemeinde Großenkneten hat als ehemaliger Militärstandort eine für eine ländliche Region sehr ungewöhnliche Entwicklung genommen. So entstanden in den 1950er und 1960er Jahre eine Vielzahl an Miet- und Geschosswohnungen (Wohnblocks)im Ortszentrum zur Unterbringung von Soldaten und Zivilbeschäftigten. Nach Aufgabe der militärischen Nutzung des Fliegerhorstes wurde der freie Wohnraum von unterschiedlichen (Migranten-) Gruppen genutzt. Hier sind die Spätaussiedler der 1990er Jahre bis hin zu den Geflüchteten der jüngeren Vergangenheit zu nennen. Hieraus resultiert ein sehr hoher Anteil an Bewohner/innen mit ausländischer Staatsangehörigkeit.
Durch die Arbeitsmöglichkeiten in der Landwirtschaft und fleischverarbeitenden Industrie auch im angrenzenden Oldenburger Münsterland ist zusätzlich ein hoher Anteil von nur vorübergehend zuziehenden Menschen zum Zwecke der Arbeitsaufnahme vorhanden.
Neben dem hohen Ausländeranteil ist Ahlhorn geprägt durch eine sehr hohe Fluktuation, so leben mehr als 20 % der Bewohner/innen noch nicht länger als 2 Jahre im Quartier.
Insbesondere dieser Umstand erschwert das Entstehen von tragfähigen Nachbarschaften. Im Rahmen des Projektes sollen deshalb sowohl Begegnungsmöglichkeiten geschaffen als auch die Verwirklichung gemeinsamer gemeinwesenbezogener Interessen durch Menschen unterschiedlicher Kulturen befördert werden.
Hierdurch kann eine Imageverbesserung erreicht werden, die die Stärken des interkulturellen Zusammenlebens und der ländlichen Strukturen zusammenbringt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projektgebiet im Ortsteil Ahlhorn der Gemeinde Großenkneten ist insbesondere für eine ländlich gelegene Ortschaft in ganz besonderer Weise von einer Kumulation städtebaulicher, wohnungswirtschaftlicher und sozialer Missstände betroffen.
Die Mehrfamilienhausbestände sind größtenteils in einem sehr sanierungsbedürftigen Zustand. Insbesondere in diesen Wohnungen leben überwiegend Ausländer/innen. Im gesamten Gebiet liegt der Ausländeranteil bei 54 %. In einzelnen Straßen erreicht er über 70 %. Es besteht eine hohe Fluktuation. Lediglich 22 % wohnen seit mehr als 10 Jahren am jetzigen Wohnstandort. Demgegenüber sind 39 % (in einzelnen Straßen die Hälfte) der Bewohner/innen kürzer als zwei Jahre am jetzigen Wohnstandort. Diese Umstände verbunden mit einem negativen Image erschweren die Entwicklung einer Nachbarschaft und verstärken die Tendenz von Wegzügen. Eine Auswertung der Kriminalitätsstatistik zeigt eine in Relation zur Einwohnerzahl deutlich erhöhte und tendenziell steigende Fallzahl im Projektgebiet. Gepaart mit Enge und Überbelegung vieler Wohnungen, die dazu führen, dass sich soziales Leben gerade von Jugendlichen und jungen Männern zu großen Teilen auf die Straße und in den öffentlichen Raum verlagert, verursacht dies Ängste und Angsträume speziell bei Kindern / Frauen. Die soziale Segregation wird befördert. Die verbliebenen alteingessenen Bürger/innen sehen die sozialen Entwicklungen mit Sorge, fühlen sich von ihrem Heimatort entfremdet und vermissen Treff- und Anlaufpunkte für einen sozialen Austausch. Es gibt nichtsdestotrotz eine hohe Bereitschaft zu Integrationshilfen für die neu zugezogenen Bewohner, hierzu werden jedoch Begegnungsmöglichkeiten benötigt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Großenkneten Ahlhorn
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst einen Großteil der Ahlhorner Ortsmitte mit der Ortsdurchfahrt Wildeshauser Straße(zwischen dem Bahnhof im Westen und dem Kreuzungsbe-reich Visbecker / Schulstraße im Osten) sowie nördlich und südlich daran angrenzende Bereiche.
Wie der Kartendarstellung zu entnehmen ist, schließt das Projektgebiet westlich der Bahn das Bahnhofsgebäude, den Parkplatz davor sowie die Grundstücke Cloppenburger Straße 1 und 3 und die Cloppenburger Straße selbst bis zum Kreisverkehr hinter der Bahn ein. Östlich des Kreisverkehrs wird die Cloppenburger zur Wildeshauser Straße. Ab hier sind auch die Grundstücke nördlich und südlich der Straße Teil des Untersuchungsgebietes, zuzüglich einer kleinen Brachfläche hinter dem EDEKA-Markt (Wildeshauser Straße 8). Ab dem Kreuzungsbereich mit „Am Lemsen“ und der Zeppelinstraße weitet sich der Gebietszuschnitt nördlich und südlich der Wildeshauser Straße wie folgt aus:
• Nach Norden bildet „Am Lemsen“ die Grenze des Projektgebietes, ohne selbst Bestandteil zu sein. Die Schulgrundstücke des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums und der Graf-von-Zeppelin-Schule sind ebenso Teil des Projektgebietes wie die nördlich daran an-schließenden Grundstücke und im Südosten die Grundschule. Östlich der Grundschule bildet die Schulstraße die Gebietsgrenze, die aber selber nicht dazu zählt, bis zur Kreuzung mit der Wildeshauser Straße. Der Kreuzungsbereich inkl. der weiter nach Süden verlaufenden Visbecker Straße ist großzügig eingefasst.
• Südlich der Wildeshauser Straße verläuft die Abgrenzung zunächst unter Einbeziehung aller Anliegergrundstücke der Zeppelinstraße bis Höhe Am Kasinowald, wo sie nach Nordosten verschwenkt und entlang „Am Kasinowald“ verläuft, allerdings ohne den Straßenraum einzu-schließen. Vor der Katharinenstraße knickt die Grenze wieder nach Südosten ab, so dass alle Anliegergrundstücke an der Katharinenstraße, der Dorfplatz und das angrenzende Wäldchen Teile des Projektgebietes sind. Hinter dem Sportplatz verläuft die Abgrenzung dann wieder nach Norden zur Wildeshauser Straße und daran entlang bis hinter die Visbecker Straße und schließt den Kreuzungsbereich mit ein (s. o.).
Insgesamt umfasst das Projektgebiet eine Fläche von 62,2 ha.
Zum Ende des Jahres 2016 lebten innerhalb dieser Gebietsabgrenzung 1.825 Menschen.
Einwohnerzahl
1825
Quelle / Anmerkungen
Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Großenkneten-Ahlhorn 2017
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN;
Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN;
Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
24
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN;
Sonstige: Landkreis Oldenburg
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Projektgebiet geschätzt;
Sonstige: Landkreis Oldenburg
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
54
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN;
Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Quelle: Landkreis Oldenburg, Gemeinde Großenkneten; LSN; Projektgebiet und Gesamtstadt geschätzt; Sonstige: Landkreis Oldenburg; - Zuwanderungsgeschichte: Ausländer plus ausländischer Geburtsort
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Projektgebiet: geschätzt;
Sonstige: Landkreis Oldenburg
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, Zensus; Projektgebiet geschätzt,
Sonstige: Landkreis Oldenburg
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.pdf
(962.22 KB)
kartenausschnitt.png
(260.17 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Aus unserer Sicht ist der Unterscheid zwischen Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement eher geschichtlich bzw. förderrechtlich begründet.
Im Rahmen unserer Arbeit stehen die Bewohnerinnen und Bewohner im Zentrum des Handelns. Alle Prozesse sollen möglichst mit ihnen geplant und besprochen werden, sie sollen zu einer aktiven Beteiligung motiviert werden.
Zugleich verfolgen wir in unserer Arbeit einen vermittelnden Ansatz, in dem wir die Interessen aller beteiligten Akteure berücksichtigen und erläutern. Wir nehmen hierbei eine mediative Haltung ein, die davon überzeugt ist, dass Lösungen gefunden werden können, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt.
Die Grundlage dieser Arbeit ist deshalb der Aufbau von Vertrauensverhältnissen zu den Bewohner/innen und allen übrigen Akteueren und die Stärkung der Bewohner/innen, damit ein Dialog auf Augenhöhe möglich wird.
Der geschichtlich mit dem Quartiersmanangement verbundene Aspekt der stadtplanerischen Umsetzung, steht während des Projektzeitraumes (noch) nicht im Mittelpunkt. Die Gemeinde Großenkneten beabsichtigt, dass Projektgebiet in das Förderprogramm "Soziale Stadt" aufnehmen zu lassen. Insofern stehen diese Aspekte zu einem späteren Zeitpunkt an.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
1/3 der Bewohner/innen (610) werden direkt erreicht. Die Bedürfnisse der Bewohner/innen werden aufgegriffen, die Themen werden auf Augenhöhe besprochen, Erreichbarkeit ist regelmäßig sicher gestellt, Bewohner/innen fühlen sich ernst genommen (Feedback)
Kriterium
Beschreibung
Es sind Strukturen / Ressourcen entstanden, an denen Bewohner/innen eigene Ideen einbringen und verwirklichen können. Die Bewohner/innen sehen bis zum Ende der Projektzeit das Quartier positiver als zu Beginn.
Kriterium
Beschreibung
An den Angeboten nehmen Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen teil. Die Angebote richten sich an Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen.
Beschreibung
Es gibt einen regelmäßigen Austausch zwischen Projektträger und Gemeinde. Innerhalb der Verwaltung ist die Kommunikation und der Informationsfluss zwischen den einzelnen Ressorts sichergestellt.
Beschreibung
Es gibt einen regelmäßigen und engen Austausch zwischen den Projektmitarbeitenden, den kommunalen Mitarbeitenden (Integrationsbeauftragte, mobile Jugendarbeit) und den Beratungs/Bildungseinrichtungen (LEB, Migrationsberatung, ALSO, Wohnungslosenhilfe)
Kriterium
Beschreibung
Es entstehen neue Angebote für die Anwohner/innen. Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen lernen sich kennen. Konflikte werden mit Unterstützung der Projektmitarbeitenden friedlich gelöst.
Beschreibung
Die Entwicklung des Projektgebiets ist in die gesamtkommunale Entwicklung mit hohem Stellenwert einbezogen. Vertreter/innen der Politik nehmen an den Gemeinwesenkonferenzen teil.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsprojekt - Leben im Viertel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Leinerstift e.V. - Familie im Blick
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationsberatung Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kirchengemeinde Ahlhorn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Kirchengemeinde St. Peter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freie Evangeliums-Christengemeinde
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On