Hier-Gefühl stärken - Nachbarschaft sind wir!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Adalbert Mauerhof
| Funktion | Fachbereichsleiter Verbandsarbeit und Seniorenarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mit Teilhabe und sozialem Zusammenhalt ein zukunftsfähiges und l(i)ebenswertes Quartier gestalten
Projektbeschreibung
Mit einer Förderung für Quartiersentwicklung hat die AWO in den vergangenen Jahren im Stadtteil List-Nordost in Hannover lebendige Nachbarschaftsstrukturen geschaffen, die aus dem Quartier nicht mehr wegzudenken sind: Rund um ein gemeinschaftliches Wohnprojekt für Senior*innen entstanden zahlreiche Begegnungsräume, ehrenamtlich organisierte Angebote sowie verlässliche Unterstützungsmöglichkeiten. Der Schwerpunkt lag anfangs vor allem auf den Bedarfen älterer Menschen. Im Verlauf der Arbeit wurde auch der Wunsch nach generationsverbindenden Angeboten an uns herangetragen. Unsere niedrigschwelligen Angebote und Hilfen während der Pandemie haben deutlich gemacht, wie wichtig die direkten Kontakte in der Nachbarschaft zur Verhinderung von Vereinsamung und zur gegenseitigen Unterstützung für alle Generationen sind. Mit dem Projekt „Hier-Gefühl stärken“ wollen wir alle Anwohnenden im Quartier einbeziehen. Die bisherigen Strukturen, die ehrenamtlichen Gruppen, Nachbarschaftskontakte sowie Netzwerkarbeit werden dabei ausgebaut. Über eine aktivierende Befragung sollen weitere quartiersbezogenen Bedarfe ermittelt, bestehende Beteiligungsformate reflektiert und neue Teilhabemöglichkeiten entwickelt werden. Ziel ist es, unterschiedliche Generationen und Kulturen füreinander zu sensibilisieren und über gemeinsame Themen wie Gesundheit, gesellschaftliche Teilhabe, Bildung und Wohnen den Zusammenhalt zu fördern und Vorurteile abzubauen. Dabei stehen Selbsthilfepotenziale und das Empowerment im Vordergrund, um auch der zunehmenden (Alters)Armut zu begegnen. Der demografische Wandel wie auch die Digitalisierung bringen viele Herausforderungen und auch Chancen mit sich. Mit dem Projekt werden die Bewohnenden bestärkt, sich für die eigenen Belange und die der Nachbarschaft einzusetzen, sich zu solidarisieren und gemeinsam für ein gutes Leben im Quartier einzustehen. Nachbarschaftliche Patenschaften bilden hier einen Schwerpunkt. Durch Präsenz im Stadtteil bei vielfältigen Aktionen (z.B. Rikscha-Fahrten, Tauschtisch) werden Kontakte zu Menschen aufgebaut, die bisher nicht erreicht wurden. Durch Go-Strukturen werden mobilitätseingeschränkte Menschen erreicht und über digitale und analoge Beteiligungsstrukturen eingebunden. Menschen im Quartier sind füreinander da, erfahren Zusammenhalt und erleben eine Stärkung der eigenen Selbstwirksamkeit. In den kommenden drei Jahren soll aus der GWA ein Quartierszentrum erwachsen und zur Wirkungsstätte für alle Menschen im Quartier werden.
Laufzeit
2022-12-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier liegt nördlich im städtischen Raum der Landeshauptstadt Hannover (LHH: Einwohnende 533.900). In dem Quartier leben ca. 8.500 Menschen. Hierunter sind 15,8% Kinder und Jugendliche, 63,5% Personen mittleren Alters und 20,7% über 60 Jahre, 2,1% sind 85 Jahre und älter. Damit liegt das Quartier im stadtweiten Durchschnitt, auffällig jedoch ist der hohe Anteil der alleinlebenden Anwohnender mit 58% (LHH 54%), insbesondere alleinlebender Senior*innen mit 71% (LHH: 66%). Im Quartier gibt es zahlreiche kleine Wohnungen, was eine hohe Fluktuation mit sich bringt. Die Anonymität und Vereinzelung im städtischen Raum nimmt zu. Aus der Beratung und vorangegangenen Beteiligungsprozessen wissen wir, dass Vereinsamung - nicht nur unter den Älteren - häufig als Problem genannt wird und die vergangenen Pandemiejahre dies verstärkt haben. Zudem gibt es eine hohe Nachfrage an barrierearmen Wohnraum. Fehlende Fahrstühle in den Altbaubeständen erschweren die Teilhabe mobilitätseinschränkter Menschen erheblich. Im Quartier leben etwa 3630 Menschen mit Migrationsgeschichte (35,5% im Vergleich: LHH: 38%) - unter den Senior*innen leicht überdurchschnittlich 24% (LHH 23,2%). Die Transferleistungsquote ist bei Senior*innen leicht überdurchschn. (13,7 %, LHH 10,3%). Das Quartier ist sehr multinational (größte Nationengruppen: Türk*innen, Syrer*innen, Russ*innen und Pol*innen). Von Netzwerkpartner*innen wissen wir, dass Anwohnende wenig Berührungspunkte untereinander haben und fehlende gemeinsame Begegnungsräume beklagen. Das Quartier ist gut an den ÖPNV angebunden; es gibt naturnahe Räume und Einkaufsmöglichkeiten für den tägl. Bedarf, jedoch wenig konsumfreie Räume.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover List-Nord und Groß Buchholz
Beschreibung
Das Projektgebiet erstreckt sich relativ zentral bis nördlich in der Stadt Hannover. Die nördliche Grenze bildet der Mittellandkanal, westlich die Hebbelstraße und östlich der Eulenkamp bzw. die Guerckestraße. Im Süden endet das Quartier mit der Podbielskistraße bzw. der Defreggerstraße. Das Quartier umfasst damit vier Mikrobezirke komplett und drei zum Teil. Ein Mikrobezirk ist aufgrund der dort vorhandenen GWA ausgeklammert; eine verlässliche Kooperation dorthin besteht.
Das Quartier ist ein Wohnviertel, in äußerster Randlage zu einem belebten Stadtteil Hannovers. Bei den Quartiersbegehungen wurde deutlich, dass tagsüber wenig Leben auf der Straße, an öffentlichen Plätzen oder in den zwei Cafés stattfindet. Es bieten sich wenig Möglichkeiten für zufällige Begegnungen, bei denen man mit anderen Menschen ins Gespräch kommt, ohne sich vorher verabredet zu haben. Es gibt kaum konsumfreie Verweilräume.
Einwohnerzahl
8500
Quelle / Anmerkungen
Stadt Hannover, Koordinierungsstelle Sozialplanung (Einwohnerzahl wurde durch uns reduziert, da die Mikrobezirke nicht mit den gewählten Quartiersgrenzen übereinstimmen)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH Hannover, Koordinierungsstelle Sozialplanung
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LH Hannover, Koordinierungsstelle Sozialplanung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartierskarte_osm.jpg
(249.33 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir verfolgen mit dem Projekt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, da wir durch das Projekt aktiv auf die Quartiersbewohner*innen zugehen und Ermöglichungsräume bieten, eigene Wünsche und Ideen zu verfolgen. Wir unterstützen dabei alle Schritte von der Bedarfsermittlung, der kreativen Ideengewinnung bis zur Umsetzung. Dabei werden die Selbsthilfepotentiale gefördert und Wege aufgezeigt, sich im Quartier aktiv einzubringen. Das Projekt wirkt damit ganzheitlich auf die Menschen vor Ort und verbessert soziale Teilhabemöglichkeiten, die gesundheitliche Prävention und Wohn- und Versorgungssituation. Durch die verschiedenen Maßnahmen wird Selbstwirksamkeit erlebt und eine stärkere Identifikation mit dem Quartier gefördert. Dabei wird die individuelle Sichtweise mit den Strukturen vor Ort in Verbindung gebracht. Durch die vielfältigen Begegnungsmöglichkeiten wird Toleranz und der soziale Zusammenhalt gefördert. Darüberhinaus werden konkrete Verbesserungen für Einzelne und den Sozialraum angestrebt. Die feste Ansprechpartnerin vor Ort ist dabei eine verlässliche Koordinatorin, die Impulse schafft und als Ermöglicherin fungiert. Mit dem Aufbau von Vernetzungsstrukturen wird das Projekt nachhaltig gesichert.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
die Angebote von Menschen verschiedener Generationen, Nationalitäten, Milieus wahrgenommen werden; wenn unterschiedl. Generationen ihre Ressourcen anderen Generationen zur Verfügung stellen; die erreichte Zielgruppe divers ist
Beschreibung
Menschen erreicht werden, die bisher nicht erreicht wurden; Menschen die Möglichkeiten wahrnehmen, eigene Bedürfnisse und Ideen zu formulieren und ihre eigenen Anliegen verfolgen; wenn Selbstwirksamkeit erlebt wird
Kriterium
Beschreibung
Quartiersforum sich etabliert; Kooperation mit Wohnungsunternehmen etabliert ist; in der Zusammenarbeit mit den bestehenden Netzwerken Projekte umgesetzt und Anliegen bearbeitet werden
Kriterium
Beschreibung
Rikscha für Begegnung genutz twird; Nachbarschafthilfe etabliert ist; Ehrenamtliche sich engagieren; Patenschaften etabliert sind; Menschen mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten sich begegnen
Beschreibung
Netzwerkpartner*innen aus Kommune und Verwaltung aktiv mitarbeiten, da der Mehrwert für die Kommune sichtbar ist; die Kommune die QE als ein Standort für ein Quartierszentrum fördert
Kriterium
Beschreibung
Ehrenamtliche sich engagieren; das Quartiersforum sich für die Belange der Menschen im Quartier einsetzt; Selbstwirksamkeit erlebt wird; Nachbarschaftshilfe aktiv ist und Hilfe zur Selbsthilfe leistet
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunaler Seniorenservice, Netzwerk für Senioren, Seniorenbeirat (besteht)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungsunternehmen (Genosssenschaft Kleefeld-Buchholz, Ärzteversorgung) (besteht zum Teil, wird intensiviert und erweitert)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum, Pflegedienst, Kindertagesstätte (bestehen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksbürgermeister,Stadtbezirksmanager(in) (besteht, durch personelle Wechsel muss der Kontakt aber wieder neu aufgebaut werden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Käthe-Kollwitz-Gymnasium (angestrebt), Gebr.Grimm-Grundschule (angestrebt)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
MiSO - MigrantInnenSelbsthilfe-Netzwerk Hannover e.V. (angestrebt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KIBIS Kontakt- und Beratungsstelle Selbsthilfe (besteht)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Internationaler Elterntreff (besteht)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gethsemane Gemeinde (angestrebt)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekte wird mit Kooperationspartner*innen umgesetzt und ist so angelegt, dass diese von den Einrichtungen weitergeführt werden. Erfahrung von Selbstwirksamkeit in der ehrenamtl. Tätigkeit stärkt dauerhaftes Engagement und schafft eine langfristige Perspektive. Das Jugend- und Sozialdezernat der LHH hat das Thema „alter(n)sgerechte Quartiersentwicklung“ in das Stadtentwicklungsprogramm „Mein Hannover 2030“ aufgenommen und der FB Senioren plant mit den Verbänden Quartierszentren aufzubauen.
11. Medien
Galerie
Videos
bratapfelessen.jpg
(636.52 KB)
hoffest_2021.jpg
(1.46 MB)
drehorgelspaziergang_2020.jpg
(1.4 MB)
besuch_schulgarten_1.jpg
(3.71 MB)
ausstellungschnecken_2021.jpg
(791.52 KB)
awoclub_gks.jpg
(113.41 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Vesperkirchen in Hannover
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Heiko Deppe
| Funktion | Projektreferent |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam zu Tisch - Nachbarschaft im Quartier stärken
Projektbeschreibung
Die Vesperkirche will Menschen zusammen und miteinander ins Gespräch bringen, bei einemAbendessen mit Impulsen, aktivierendem Begleitprogramm und anschließendemKulturprogramm. Mitten im Stadtteil schafft die Vesperkirche offene Begegnungsräume fürunterschiedliche soziale Milieus. Dazu werden für 15 Tage die Kirchentüren geöffnet.Menschen werden unabhängig von ihren Ressourcen eingeladen und gastlich bewirtet,soziale Teilhabe wird erfahrbar. Erwartet werden pro Vesperkirche 5.000 Besucher*innen,3.000 ausgegebene Essen, mind. 100 Ehrenamtliche/Freiwillige, 20 soziale Akteure.Menschen im Stadtteil werden aktiviert, sich einzubringen und gestaltend tätig zu sein.Einrichtungen, Initiativen, Vereine und einzelne Akteure aus dem Sozialraum sowie Gruppenund Kreise aus dem Bezug von Kirche und Diakonie sind bei der Gestaltung des Programms beteiligt und prägen die Vesperkirche in besonderer Weise.Das Begleitprogramm auf dem Kirchplatz hat einen praktischen Nutzen für die Menschen desStadtteils und inspiriert. Gleichzeitig ermöglicht es einen niedrigschwelligen Zugang zurVesperkirche.Nach einer Pilotphase in 2019 soll nun das Modell in verschiedene Stadtteile übertragenwerden. Jedes Jahr sollen bis zu drei Versperkirchen an unterschiedlichen Standortendurchgeführt werden. Die Vesperkirchen werden zentral koordiniert und organisatorischunterstützt.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Gesamtgesellschaftlich ist erkennbar, dass die Unterschiede zwischen sozialen Gruppenimmer größer werden. Die sogenannte „Schere“ zwischen arm und reich klafft immer weiterauseinander. Dies bringt mit sich, dass sich bestimmte gesellschaftliche Gruppen innerhalbihrer Stadtteile und Kommunen nicht mehr begegnen. Folglich kommt es dazu, dassbestimmte soziale und kulturelle Gruppen Angebote sozialer Akteure nicht nutzen odererschwerte Zugangsbedingungen haben. Es bilden sich Nebengesellschaften.In der Stadt Hannover zeigt sich das unter anderem an der prekären Lage wohnungsloserMenschen. Schätzungsweise 4000 Wohnungslose gibt es stadtweit. Wohnungslosigkeit gehthäufig mit dem Ausschluss aus sozialen Kontexten einher. Die Teilhabemöglichkeiten sindhier besonders eingeschränkt.Insgesamt fehlt es an Raum für Begegnungen und Verständnis, an Kenntnis über vorhandeneAngebote und Anlaufstellen oder Ansprechpartner*innen, an Aktivierung und Zusammenhaltvor Ort im Sozialraum.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover-Garbsen-Seelze, jeweils einzelne Stadtteile
Beschreibung
jeweiliger Stadtteil/ Ortsteil von Hannover, Garbsen oder Seelze, der jeweiligen Vesperkirche
Einwohnerzahl
20000
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Als Gäste stehen die Bewohner*innen bei der Vesperkirche im Zentrum. Dafür ist dieEinbindung der Sozialen Akteure aus dem Stadtteil wichtig. Die beruflichen Mitarbeitendenhaben aufgrund ihrer Fachlichkeit und ihrer Ressourcen eine besondere Bedeutung. DieVernetzung und Zusammenarbeit dieser Mitarbeitenden wird gestärkt, ob aus dem Kontextvon Schule, Familienzentrum, Kindergarten, Polizei oder KSD, etc. Das gemeinsame Arbeitenan einem Projekt bietet Schnittflächen und schweißt zusammen. Nicht nur die vielenEhrenamtlichen/Freiwilligen, sondern darüber hinaus die vielen Bewohner*innen als Gästeder Vesperkirche erhalten Kontakte zu den beruflichen Mitarbeitenden. Sie können alsAnsprechpartner*innen wahrgenommen werden, und ihre Einrichtungen liegen quasi um dieEcke. Es ist wichtig, voneinander zu wissen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Besucher*innen werden als Gäste wertschätzendbehandelt, Wohnungslose wie Besserverdiener. Mind. 100Bewohner*innen bringen sich ehrenamtlich/freiwilliggestaltend ein.
Kriterium
Beschreibung
Das niedrigschwellige Begleitprogramm auf dem Platzbeinhaltet aus der Nachbarschaft gestaltete Aktionen.
Kriterium
Beschreibung
Jung und Alt, Bewohner*innen verschiedener Kulturen,Arm und Reich, arbeiten bei der Vesperkirche zusammen.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach der dreijährigen Anlaufphase ist der Bedarf an personeller Unterstützung zur weiterenPlanung und Durchführung von Vesperkirchen in Hannover-Garbsen-Seelze geringer.Einrichtungen der Diakonie oder Kirchengemeinden können in Zusammenarbeit mit weiterenAkteuren aus dem Stadtteil Vesperkirchen wiederholen und im Stadtteil als Begegnungsraumetablieren. Finanziell sind die Vesperkirchen auf Sponsoren und Spenden sowieZuwendungen von Stiftungen etc. angewiesen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Begegnungs-Treff für Bedürftige in Buchholz Zentrum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Werner Huber
| Funktion | Vorsitzender |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam gegen soziale Nöte der Stadt
Projektbeschreibung
Als Sozialwerk und Mitglied im Paritätischen Niedersachsen versuchen wir seit unserer Gründung, "Kümmerer" für die arme Bevölkerungsschicht unserer Stadt zu sein durch Projekte wie Kleidershop für Bedürftige und Essen für Bedürftige. In der Vergangenheit haben wir gesehen und auch die Information vom Sozialamt unserer Stadt erhalten, dass unser Standort zu weit abseits gelegen ist. Deshalb möchten wir eine Anlaufstelle "Help-Treff" mitten im Quartier (Buchholz i.d.N.), um unserer Zielgruppe nahe zu sein. Wir wollen dort Anlaufstelle für soziale Nöte sein, um Obdachlosigkeit und extremer Armut mit sozialer Isolierung vorzubeugen. Mit diesem Projekt wollen wir unsere Arbeit weiter professionalisieren und den Standards der GWA anpassen. U.a. wollen wir den Schritt von reiner ehrenamtlicher Tätigkeit zur Anstellung einer Fachkraft gehen. Wir wollen dort einen Sozialarbeiter beschäftigen, der den Nöten begegnen kann und Hilfe vermittelt wie z.B. mit Behördenanträgen und Schuldnerberatung. Öffnungszeiten sollen der Zielgruppe angepasst täglich sein, mglw. tägl. 15 - 18 Uhr, auch sonntags. Das enge Netzwerk unserer Mitglieder und unserer Gemeinde, zu der eine gute Kommunikation besteht, soll als Zubringer zu unseren Diensten dienen. Obdachlose und sehr Arme der Stadt werden durch dieses Netzwerk unserer Arbeit zugeführt. Unsere erste Zielgruppe sind Obdachlose oder Personen, denen Wohnungslosigkeit droht mit dem Ziel eines Quartiers ohne Obdachlose. Wir haben etwa 20 ehrenamtliche Kräfte, die im Projekt mitarbeiten möchten. Hauptinhalte des Projektes: Willkommen und Versorgung für Obdachlose (einschließlich Essen, WC-Nutzung etc). Wir versorgen diese erste Zielgruppe gerne, auch wenn es Arbeit macht (schmutziges WC etc), wir stehen zu Gesprächen für soziale Nöte bereit, helfen bei Anträgen, gehen mit zu Behörden, Kleidershop für Bedürftige für 1€, Musikschule für Bedürftige, b.Bed. Ambulanz für nicht Versicherte (z.B. Obdachlose), Integration von Flüchtlingen und Behinderten. Dazu mieten wir einen Laden mitten im Zentrum und stellen einen Sozialarbeiter ein. Der Laden ist mindestens mit 2 Personen besetzt. Wir arbeiten mit dem Sozialamt der Stadt zusammen und sorgen für entsprechende Werbung an den Brennpunkten, um die Arbeit in der Zielgruppe bekannt zu machen. Leider haben wir nicht genügend Eigenmittel, um das Projekt zu verwirklichen, aber wir würden einen Teil der Kosten mit Spenden abdecken können.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Jeder Obdachlose und jeder sehr Arme in der Stadt motivieren uns, zu helfen. In Buchholz gibt es nicht viele offen erkennbare Wohnungslose, der Stadt ist es bereits gelungen, offene Wohnungslosigkeit weitgehend unsichtbar zu machen. Viele von ihnen sind in einer Unterkunft, in der sie nur kurze Zeit verweilen dürfen. Für uns sind auch einzelne Wohnungslose zu viel. Wir wollen für diese ein Rückzugsort schaffen, an dem ihnen nachhaltig geholfen wird. Es gibt sicher nicht viele Hungernde, aber auch da sind einzelne schon zu viel. Aus meiner Erfahrung als Arzt weiß ich, dass es versteckt Hungernde gibt. Es gibt viele Leute, die in Armut leben, weil sie nicht wissen, wie ein Antrag an eine Behörde ausgestellt wird, bzw. trauen sich nicht zur Behörde zu gehen. Es gibt Flüchtlinge und auch Behinderte, denen soziale Kontakte fehlen. Kinder aus armen Familien können sich keine Musikschule leisten, wir wollen ihnen und Flüchtlingen und Behinderten Spiel an Instrumenten beibringen..
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Buchholz i.d.N. einschl. Umgebung
Beschreibung
Hilfe im Zentrum, aber auch in den Randgebieten fühlen wir uns zuständig, dorthin soll auch Vernetzung wirken.
Einwohnerzahl
40000
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
40
Anmerkung
Nach Schätzung unserer Mitarbeiter
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Als Organisation empfinden wir den besonderen Auftrag, benachteiligten Menschen am Ort unserer Kirchengemeinde, also in unserem Quartier, zu helfen. Das empfinden auch unsere Mitglieder so und das motiviert uns alle, eine gute soziale Arbeit zu leisten. Wir sind seit über 10 Jahren Mitglied im Paritätischen Niedersachsen und bieten verschiedene Soziale Dienste an wie Selbsthilfegruppen, Essen für Bedürftige, Bewerbungshilfe u.a. .
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Benachteiligte haben sich besser in Gesellschaft integriert
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Zusammenarbeit mit ev. und Kath. Kirchen geplant in Bereichen wie Essen für Bedürftige
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Zusammenarbeit mit Sozialamt der Stadt vorgesehen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder unseres Vereins und unserer Kirchengemeinde sollen an Hilfsangeboten beteiligt werden.und Notlagen nennen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach den drei Jahren des beantragten Projektes soll das Projekt ein etabliertes Angebot in der Stadt sein, das in einem Netzwerk mit der Kommune und mit sozialen Diensten der Kirchen zusammenarbeitet. Die Finanzierung wird durch Spenden und Einnahmen für Dienstleistungen wie Musikschule geben, die je nach Einkommen kostenfrei oder kostenpflichtig sein werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Wir in ORINO - gesund und digital unterwegs
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Stefanie Akwa
| Funktion | Fachbereichsleitung Soziale Arbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gesundheitsförderung und Digitalisierung in Oberricklingen Nord-Ost
Projektbeschreibung
Wir in ORINO - gesund und digital unterwegs ist ein Kooperationsprojekt der LHH und des DRK. Das Projekt ist angesiedelt in Oberricklingen Nord-Ost (ORINO), dass durch eine hohe Diversität der 3056 Einwohner*innen geprägt ist und als Gebiet mit erhöhtem sozialen Handlungsbedarf identifiziert wurde. Die bisherigen Aktivitäten im Quartier zeigen, dass besonders im Bereich Gesundheit und digitaler Teilhabe Unterstützungsbedarf besteht. Es fehlt an Wissen über Angebote und Bewusstsein für die eigene Gesundheit. Zugänge zu Angeboten werden zunehmend digitalisiert, was eine zusätzliche Hürde darstellt. Die Ermutigung zur Beteiligung von Menschen im Quartier braucht verstärkt personelle und zeitliche Ressourcen. Ziel des Projektes ist deshalb die Gesundheit und digitale Teilhabe durch erlebte Selbstwirksamkeit im Quartier zu verbessern. Dazu setzt eine Vollzeitstelle im Sinne der GWA verschiedene Maßnahmen um. 1. Erfasst sie Bedarfe und Ressourcen, erstellt einen Ressourcenatlas, bringt Akteure zusammen und nutzt vorhandene Strukturen für Synergien. Eine AG Gesundheit und Digitalisierung wird gegründet. Als gemeinsamer Auftakt finden die ersten Gesundheitstage in ORINO statt. Die Menschen werden in die Entwicklung geeigneter Maßnahmen einbezogen. Durch aktivierende Befragungen, z.B. mit dem Kulturwagen MobiRick, werden Ideen und Bedarfe der im Quartier lebenden Menschen erfasst. 2. Diese münden in niedrigschwellige Angebote im Bereich Gesundheit (z.B. Sprechstunde, Bewegungsangebote) und Digitalisierung (z.B. Basiskurs) ein, die für die Menschen als nutzbringend empfunden werden und so als Türöffner fungieren. Darüber hinaus dienen sie auch als niedrigschwellige Begegnungsräume, die gegenseitiges Kennen- und Verstehenlernen ermöglichen. 3. Damit Selbstwirksamkeit wirklich erlebbar wird, reicht Empowerment nicht aus. Die Ressourcen der Menschen im Quartier sollen genutzt und sie schrittweise dazu angeleitet werden, selbst Angebote zu übernehmen. So findet ein Perspektivwechsel vom Hilfesuchenden zum Helfenden statt. Gleichzeitig werden sie ermutigt, sich einzubringen, Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten, diese in die Sanierungskommission einzubringen und aktiv das Quartier mitzugestalten. Die Besonderheit liegt darin, dass geplante Angebote direkt in den Räumlichkeiten verschiedener Träger angedockt werden, um diese möglichst nachhaltig im Quartier zu verankern. Das Projekt findet in der Lebenswelt des Quartiers statt.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Quartier leben viele sozial benachteiligte Familien, die Langzeitarbeitslosigkeit ist hoch. Das erhöhte Armutsrisiko bedeutet Einschränkungen in Lebensbedingungen und Teilhabechancen. Dies zeigt sich u.a. im Gesundheitsverhalten, z.B. in mangelnder Bewegung, unausgewogener Ernährung oder in chronischen Erkrankungen. Infos über Gesundheitsvorsorge und Bewusstheit für Gesundheit fehlen, Angebote werden nicht genutzt. Ein Drittel der Handlungsbedarfe, die von im Familiencoaching des Jobcenters befindlichen Personen benannt wurden, beziehen sich auf gesundheitliche Probleme. Dies liegt auch an mangelnder digitaler Teilhabe. Online-Dienste bekommen mehr Bedeutung, z.B. bei Terminvereinbarungen oder Bewerbungen. Auch Dienste der Krankenkassen werden digitalisiert (z.B. ePA). Es fehlt an Know-how im Umgang mit Online-Formularen, Datenschutz, Vetragswesen und Gefahren im Internet. Darüber hinaus treffen verschiedene Zuwanderungsgenerationen und Multiproblemlagen aufeinander, Annahmen über „den Anderen“ fördern das „Unter-sich-bleiben“, Menschen im Quartier bringen sich kaum ein, Begegnungsmöglichkeiten gibt es wenige. Deshalb gibt es das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ (seit 2017). Die Stadt Hannover hat zwei Mitarbeitende im Quartiersmanagement eingesetzt. Im Rahmen des Programms sind gute Maßnahmen entstanden, z.B. Runde Tische zur Vermeidung Jugendarbeitslosigkeit und Sicherheit im Quartier. Es gibt ebenfalls eine Sanierungskommission. Diese Strukturen können genutzt werden, um die Themen digitale Teilhabe und Gesundheit im Quartier voranzubringen, neue Akteure zu gewinnen, vorhandene Ressourcen zu bündeln und gleichzeitig die Menschen im Quartier stärker einzubinden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Oberricklingen Nord-Ost
Beschreibung
Das Projektgebiet ist das Gebiet Oberricklingen Nord-Ost. Die westliche Grenze bildet die Pyrmonter Straße, die östliche Grenze die Frankfurter Allee. Im Süden wird das Projektgebiet begrenzt durch die Wallensteinstraße, im Norden bildet die B65 eine natürliche Grenze.
Einwohnerzahl
3056
Quelle / Anmerkungen
Integriertes Entwicklungskonzept 2019 Oberricklingen Nord-Ost
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Oberricklingen Nord-Ost gehört durch seine Problemlagen zu den besonders benachteiligen Quartieren, weshalb das Gebiet durch das Programm Sozialer Zusammenhalt gefördert wird. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Sanierung des Gebietes. Das Quartiersmanagement vor Ort hat das Ziel über die Maßnahmen der Verwaltung zu informieren und die Anliegen der Verwaltung weiter zu tragen. Im Rahmen der Aktivitäten des Programms und des Quartiersmanagements wurde deutlich, dass besonders im Bereich Gesundheit und digitaler Teilhabe ein erhöhter Förderbedarf im Gebiet besteht. Die vorhandenen sozialen Einrichtungen sind jedoch bereits stark ausgelastet. Es ist keine Einrichtung in der Lage, sich den Themen Gesundheit und Digitalisierung in dem Maße zu widmen, in dem es notwendig wäre, um die Teilhabe der Menschen im Quartier zu sichern. Dies liegt insbesondere daran, dass der Zugang zu den Menschen, insbesondere bei sensiblen Themen wie Gesundheit, durch eine Vertrauensbasis aufgebaut werden muss. Dies benötigt Zeit und Ressourcen. In Abgrenzung zum Sozialen Zusammenhalt widmet sich das Projekt Wir in ORINO – gesund und digital unterwegs durch eine Maßnahmekombination den Themen Gesundheit und digitale Teilhabe, bringt diese koordiniert im Quartier vorwärts und nutzt und ergänzt dafür auch bereits entstandene Strukturen. Das Projekt dient also als sinnvolle Ergänzung zum Programm Sozialer Zusammenhalt. Es sind bereits gute Initiativen entstanden, darunter verschiedene Gremien, die sich mit verschiedenen Themenstellungen beschäftigen. Die Themen Gesundheit und digitale Teilhabe sind dabei bisher nicht berücksichtigt. Durch konkrete Angebote (z.B. Gesundheitsangebote) deckt es identifizierte Angebotslücken und stellt durch Empowerment-Angebote niedrigschwellig einen Zugang zu den Menschen im Quartier her. Dabei fokussiert es insbesondere die Zielgruppen, die bisher kaum oder keine Angebote wahrnehmen. Die Erfahrungen zeigen, dass dies zeitliche und personelle Ressourcen benötigt. Kontakte zu den Menschen und besonders Vertrauen müssen niedrigschwellig aufgebaut werden. Dies geht nur durch zusätzliche menpower. Ist niedrigschwellig Kontakt aufgebaut, kann schrittweise Selbstorganisation und Beteiligung gefördert werden. Diese soll dann sinnstiftend in die bestehende Sanierungskommission einfließen. Es besteht ein Bezug und eine Kooperation zum Quartiersmanagement, um eine nachhaltige Verankerung im Quartier zu gewährleisten, Synergien zu erzielen und Doppelstrukturen zu vermeiden.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen beziehen sich auf den Anteil an Kindern und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren. Im Vergleich zur gesamtstädtischen Zahlen ist der Anteil höher.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen beziehen sich auf Deutsche mit Migrationshintergrund. Im Vergleich zur gesamtstädtischen Zahlen ist der Anteil höher.
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Verwaltungen-Kommunen/Die-Verwaltung-der-Landeshauptstadt-Hannover/Dezernate-und-Fachbereiche-der-LHH/Stadtentwicklung-und-Bauen/Fachbereich-Planen-und-Stadtentwicklung/Stadtentwicklung/Bev%C3%B6lkerungsentwicklung-und-demografischer-Wandel
sowie
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Vergleich zu den Zahlen der Stadt Hannover, leben im Projektgebiet weniger Menschen über 60 Jahren.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil ausländischer Bewohner*innen liegt ist im Projektgebiet um ein vielfaches höher als in der Stadt Hannover.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Anzahl der Alleinerziehenden liegt über dem hannoveraner Durchschnitt.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Anzahl arbeitsloser Menschen ist im Projektgebiet mehr als doppelt so hoch wie im gesamtstädtischen Bereich.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
63
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl bezieht sich auf Kinder bis einschließlich 17 Jahren.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartier_orino.jpg
(234.36 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Diese wird als Handlungsansatz verstanden, bei dem durch geeignete Methoden Bedarfe und Stärken im Quartier entdeckt, Ressourcen genutzt und aufeinander abgestimmt werden. Ziel ist die Schließung der entdeckten Bedarfslücken. Wichtiges Instrument hierfür ist die Netzwerkarbeit und das erschließen von Synergien der im Quartier aktiven Akteur*innen. Dort, wo Partner*innen und Angebote fehlen, werden neue Angebote gemeinsam entwickelt. Die Interessen der Menschen im Quartier und die Hilfe zur Selbsthilfe stehen dabei im Fokus. Sie sollen dazu ermutigt werden, sich selbst und ihre Bedürfnisse einzubringen und ihre Lebensbedingungen so zu verbessern. Dazu verfolgt das Projekt zunächst den Ansatz, die persönlichen Kompetenzen der Menschen vor Ort im Bereich Digitalisierung und Gesundheit durch empowernde Angebote zu stärken, die als nutzbringend empfunden werden. Sie dienen als Türöffner. Sind niedrigschwellig Kontakte aufgebaut, werden die Menschen im Quartier dazu ermutigt, selbst Angebote zu planen und durchzuführen. Das Projekt wirkt dabei als Unterstützerin. Gleichzeitig wird nicht nur die Selbstermächtigung gefördert (Hilfesuchende werden zu Helfenden), sondern durch niedrigschwellige Angebote werden auch die Kontakte zu und zwischen den Menschen gestärkt. Gegenseitiges Verständnis für unterschiedliche Lebenswirklichkeiten kann so wachsen, Isolation und Konflikte werden verringert, helfende Strukturen entstehen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Akteure vor Ort haben sich zu einem Bündniss zusammen geschlossen und bringen konsequent die Themen Gesundheit/digitale Teilhabe im Quartier vorwärts. Eine AG hat sich gegründet, alle vorhandenen Gremien arbeiten aufeinander abgestimmt.
Kriterium
Beschreibung
Vorhandene und neue Angebote im Bereich/Gesundheit sind so strukturiert, dass sie alle mitdenken. Zugangsbarrieren sind abgebaut und auch Zielgruppen, die bisher Hemmungen/Probleme hatten, Angebote anzunehmen, nutzen die Angebote im Quartier.
Beschreibung
Geeignete Methoden zur Beteiligung sind entstanden. Bedarfe der Menschen im Quartier werden in den Quartiersgremien mitgedacht. Sie fließen in die Sanierungskommission ein, entsprechende Maßnahmen werden verabschiedet. Passende Angebote sind entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Kontakte zu den Menschen im Quartier sind aufgebaut, ihre Bedarfe erfasst. Für sie als nuztbringend empfundene Angebote sind etabliert. Diese haben sie selbst durch geeignete Beteiligungsformate mitentwickelt. Sie wurden nicht über sie hinweg entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Durch konkrete Angebote der Begegnung und des Empowerment begegnen sich Menschen im Quartier unterschiedlicher Lebensmillieus. Verständnis füreinander und gegenseitige Hilfe entsteht durch das gemeinsame Stärken von Kompetenzen (z.B. digitale Kompetenzen)
Beschreibung
Die vorhandenen Akteure kennen sich und arbeiten zusammen. Sie entwickeln gemeinsame Projekte, ausgerichtet an den Bedarfen der Menschen. Die AG Gesundheit und Digitalisierung besteht auch nach Projektende weiter.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kita St. Lucia der Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kita und Krippe der beiden Trägervereine wirbelwind e.V.“ und Sausewind e.V
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hort Munzeler Straße der AWO
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingsunterkunft Munzeler Straße des DRK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Thomas Gemeinde Ricklingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftsarbeit Welcome vom Verein „Miteinander für ein schöneres Viertel e.V
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch die Kooperation des DRK und der LHH ist das Projekt von Beginn an in die kommunalen Netzwerke und Strukturen eingebunden, Finanzierungsmöglichkeiten frühzeitig eruiert. Gesundheitsangebote finden z.T. direkt in den Räumlichkeiten der benannten Akteure statt, z.B. im Stadtteilzentrum und Nachbarschaftsarbeit. Dadurch werden die vorhandenen Akteure sinnvoll ergänzt, keine Doppelstrukturen geschaffen. Akteure sind informiert und befürworten das Projekt, bieten z.T. Räume und Unterstützung.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam Lamspringe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam Nachbarschaft entwickeln. Nachhaltige Nachbarschaft, nachhaltige Kommune.
Projektbeschreibung
Das Projekt unterstützt bürgerschaftliches Engagement & Vernetzung verschiedener Initiativen, um bewusst & nachhaltig mit dem demografischen Wandel & seinen Folgen umzugehen. Ziel ist es, dass alle Bewohner:innen sich inkludiert fühlen & gleichberechtigt an allen Bereichen des Lebens teilhaben können. Seit 2017 gibt es eine Anlaufstelle namens "Treffpunkt", in der verschiedene Beratungs- & Bildungsangebote sowie Veranstaltungen stattfinden. Die Projektmitarbeiter:innen führen diese zum Teil selbst durch & koordinieren, begleiten & unterstützen Angebote von Ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen Netzwerkpartner:innen. Auch über die Räumlichkeiten des Treffpunkts hinaus werden Aktivitäten im Sozialraum organisiert, als Möglichkeit der Aktivierung von Bewohner:innen für das Gemeinwesen genutzt & unter Einbeziehung des Netzwerks unterstützt.
Damit ist das Projekt ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur nachhaltigen Kommune für die Gemeinde Lamspringe.
Durch Angebote wie das monatliche gemeinsame Frühstück & das ebenfalls monatlich stattfindende gemeinsame Abendessen entsteht Raum für Austausch. Bedarfe & Ideen der Bewohner:innen werden geäußert, gemeinsam konkretisiert & angegangen. Mittlerweile gibt es daher bspw. auch eine Küche im Treffpunkt, damit auf vielfachen Wunsch zukünftig gemeinsam gekocht & gebacken werden kann. Aufgrund des neuartigen Corona-Viruses konnte sie bisher leider noch nicht vollumfänglich genutzt werden.
Der Grundgedanke des gemeinsamen Gestalten des Miteinanders in der Gemeinde findet sich nicht nur im Projekttitel wieder sondern auch in den Namen der Veranstaltungen, wie bspw. Gemeinsam ESSEN, und natürlich vor allem im Miteinander unter den Teilnehmenden. Gemeinsam werden Bedarfe erhoben & bedarfsgerechte Angebote von Bewohner:innen (und) für Bewohner:innen gemacht. Gemeinsam wird erarbeitet, was eine nachhaltige Gemeinschaft beinhalten kann & welche Stärken sich daraus ergeben. Bei den Aktivitäten soll als Klammer Nachhaltigkeit leitend sein. Dadurch soll die vom demografischen Wandel betroffene Nachbarschaft gestärkt, toleranter & damit nachhaltig lebenswerter für alle werden.
In Kooperation insbesondere mit der Gemeinde, dem Netzwerk Jugend, dem Netzwerk-Senioren e.V. & der evangelischen Kirche arbeiten wir daran auch unter den pandemiebedingten veränderten Rahmenbedingungen Begegnung & Kontakt zu ermöglichen, Einsamkeit & Lücken in der Grundversorgung entgegen zu wirken & den Zusammenhalt zu stärken.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die größte Herausforderung ist nach wie vor der demografische Wandel. Laut dem Landesamt für
Statistik Niedersachsen wird zwischen 2008 und 2031 die Bevölkerung
des Landkreises Hildesheim einen Rückgang von 12,4 % verzeichnen. Von dieser
Entwicklung ist insbesondere der Südkreis also auch die Gemeinde Lamspringe betroffen. "Die Bevölkerungsprognose des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung für die NBank
weist eine Bevölkerungsentwicklung in der Samtgemeinde Lamspringe vom
Jahr 2010 bis zum Jahr 2030 von 5 873 auf 3 658 Einwohner:innen
aus" (MI 02.09.2015).
Die Bevölkerung wird nicht nur insgesamt weniger sondern auch wesentlich älter im Durchschnitt. Um für diese Entwicklung gut aufgestellt zu sein, braucht es eine gut vernetzte und engagierte Einwohner:innenschaft. Weitere Querschnittthemen im Rahmen der Globalisierung möchte die Gemeinde durch Teilnahme am Projekt "Global Nachhaltige Kommune in Niedersachsen" in den Fokus nehmen, um sich zukunftsorientiert aufzustellen. Anhand der vielen Vereine & dem Netzwerk Jugend ist erkennbar, dass der Wille die Zukunft mitzubestimmen & zu gestalten da ist. Allerdings ist der Zusammenhalt im einzelnen noch nicht in der ganzen Gemeinde, die erst seit 2016 eine Einheitsgemeinde ist & noch stark in alten Strukturen denkt, zu spüren.
Teilhabe & Inklusion sind in der Theorie weiter als in der Praxis.
Durch die Arbeit des Projekts "Gemeinsam Lamspringe" wird eine wichtige Plattform zur Begegnung & zum Austausch für die zahlreichen Zusammenschlüsse & Einzelpersonen geboten. Die strategische Gemeinwesenarbeit ermöglicht das zielgerichtete Zusammenführen von Engagement & erhöht damit das Wirkungspotential.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lamspringe
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt durch die räumliche Anlaufstelle in der Hauptstr. 73 vorrangig im Flecken Lamspringe, dem Hauptort der Gemeinde Lamspringe. An zentralen Punkten im Ort wie Einrichtungen der Gemeinde, der Kirche usw. finden Veranstaltungen ebenfalls statt. Darüber hinaus wird aber die ganze Gemeinde, inklusive den dazugehörigen umliegenden Ortsteilen, in den Blick genommen. Eine eindeutige Abgrenzung legten wir im Erstantrag bei der geografischen Begrenzung der Gemeinde Lamspringe fest. Allerdings kommen zum Teil auch Menschen aus Dörfern, die eigentlich zur Nachbarkommune Freden gehören nach Lamspringe zum Einkaufen oder Arztbesuch und nehmen an Veranstaltungen teil. Grundsätzlich ist der Fokus also die Gemeinde Lamspringe, aber es wird bei Interesse niemand ausgeschlossen. Somit ist auch die Einwohner:innenzahl des Projektgebietes nicht eindeutig festzulegen.
Einwohnerzahl
5592
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2019, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsbestandes
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
24
Anmerkung
In Lamspringe ca. 28%: https://www.komsis.de/de/standorte_niedersachsen/?profile=SI-40663 In Deutschland gut 23% über 60 Jahre, knapp 18% über 65. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1365/umfrage/bevoelkerung-deutschlands-nach-altersgruppen/
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
In Lamspringe 5,7%:https://www.komsis.de/de/standorte_niedersachsen/?profile=SI-40663 In Niedersachsen 5,1%: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36651/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-nach-bundeslaendern/ In Deutschland 5,2%: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die stärkere Vernetzung der Institutionen im Sozialraum wird das Gemeinwesen insgesamt entwickelt. Es geht um die Vernetzung der Bewohner:innen, um den Zusammenhalt zu stärken und Nachhaltigkeit auf allen Ebenen zu fördern. Möglichkeit zur Teilhabe für alle Menschen soll geschaffen werden. Durch Begegnungs- und Austauschangebote soll gegenseitiges Verständnis füreinander geschaffen und ein nachbarschaftliches Miteinander gestärkt werden. Die daraus folgende Akzeptanz hat präventiven Charakter, was soziale Konflikte betrifft, sodass ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters, ethnischen Ursprungs, Geschlechts etc. möglich ist. Durch die verstärkten Netzwerke auf persönlicher wie auf struktureller Ebene wird es zu einer Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen kommen. Auch infrastrukturelle Bedingungen können im Idealfall verbessert werden, da es im Rahmen des Projektes zu neuen Ideen & Ansätzen einer gemeinschaftlich organisierten Mobilität und Nutzung vom öffentlichen Raum kommt. Durch verstärkten Austausch & nachbarschaftliche Hilfe kann auch der umfangreiche Beratungsbedarf vermindert werden. So können die Menschen auf (Beratungs-)Institutionen zurückgreifen, aber sind zur Bewältigung ihres Alltags nicht davon abhängig, da sie zur Selbsthilfe befähigt werden. Als Modellprojekt hat es nach wie vor lokalpolitischen Einfluss, da Gemeinden im Landkreis es aufgreifen können.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner:innen teilen in Rahmen von aktivierenden Veranstaltungen und Angeboten ihre Wünsche und Ideen mit. Sie werden als Ausgangslage für Entwicklungsprozesse und Entscheidungen genommen.
Kriterium
Beschreibung
Interessen und Kompetenzen der Haupt- und Ehrenamtlichen sowie der Bewohner:innen werden für vielfältige Aktivitäten genutzt, die die Vielfalt des Projektgebiets erlebbar machen und dadurch die Nachbarschaft stärken.
Kriterium
Beschreibung
Zielgruppenübergreifende Themen wie Mobilität, Konsum & Umwelt werden so gedacht & bearbeitet, dass nicht nur der kleinste gemeinsame Nenner sondern auch individuelle Bedürfnisse von Teilzielgruppen berücksichtigt werden
Beschreibung
Das Projekt trägt dazu bei, dass Akteur:innen gemeinsam daran arbeiten den Zusammenhalt in der Gemeinde zu stärken und Nachhaltigkeit zu fördern. Die Kooperationen sind wirkungsorientiert. Die Kommunikation ist regelmäßig und transparent.
Kriterium
Beschreibung
Einsicht, dass eine starke Nachbarschaft nicht automatisch entsteht, sondern geschaffen werden muss. Die Menschen in der Nachbarschaft sind miteinander verbunden & ressourcenorientiert füreinander da. Neuzugewanderte fühlen sich willkommen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Steuerungsgruppe Fairtrade & Arbeitsgruppe Nachhaltige Kommune
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt soll maßgebend zum Ziel der nachhaltigen Kommune beitragen & Zusammenhalt stärken. Die Gemeinde Lamspringe zahlt bereits als freiwillige Leistung eine halbe Stelle Migrationsberatung, die ein wichtiger Baustein des Projekts ist. Es soll eine vielfältige Nutzung des Treffpunkts verstärkt werden, um eine Mischfinanzierung der Miete zu erreichen. Angestrebt ist eine Kombination aus Landkreismitteln, Teilangeboten, die über SGB regelfinanziert sind, Förderungen & Spenden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Arrival City - Ein Ankunftsquartier in Hannover
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Joana Shino Maier
| Funktion | Bildungs- und Kulturmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ankunftsorte in der Innenstadt: Ausschlaggebender Faktor für die erfolgreiche Inklusion von Menschen internationaler Biographien in die Ankunftsgesellschaft
Projektbeschreibung
Der Quartiersbereich zwischen Steintor und Goetheplatz dient als Ankunftsquartier und Vernetzungsstelle für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, die als sogenannte Newcomer:innen nach Hannover kommen. Hier wird durch Netzwerke auf informeller Ebene ein Zugang zur Stadtgesellschaft geschaffen. Der Fokus für die besagte Personengruppe liegt auf: Arbeit finden, soziale Netzwerke aufbauen, ihren Kindern Schulbildung und eine Zukunft ermöglichen. Doch ist die Stadt auf diese Bedürfnisse ausreichend vorbereitet? Scheitert ein solches Quartier an Informalität und fehlenden Strukturen, wird sie zum sozialen Brennpunkt, zum Ort von Kriminalität, des Drogenmissbrauchs und des Konflikts. Blüht das Konzept auf, wird ein solches "Arrival Quartier" zur Geburtsstätte der neuen transkulturellen Mittelschicht, der stabilen Wirtschaft und des sozialen Friedens und Austauschs der diversen Bevölkerung einer Stadt. Um diesen positiven Aspekt voranzutreiben und die öffentliche Wahrnehmung des Quartiers und somit die Lebensbedingungen der Anwohner:innen zu verbessern, wird ein neues Quartierszentrum im Franz-Mock-Weg auf dem ehemaligen Gelände der Abfallwirtschaftsbetriebe gegründet. Das “StadtWerk” ist ein innovatives Pilotprojekt, in dem neue Formen des Zusammenlebens und -arbeitens erprobt werden.
Im Rahmen einer Zwischenraumnutzung ziehen 7 Akteur:innen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Holz- und Textilhandwerk sowie soziale Arbeit für 1,5 Jahre in den Franz-Mock-Weg. Mitten in Hannover entsteht damit eine Werkstatt für Stadtkultur.
Im Stadtwerk kommen urbane Gestaltung, nachhaltige Produktion, inklusive Bürger* innen-Beteiligung, Kunst und Kultur zusammen und machen den Bereich zum neuen Inklusions-Quartier. Es öffnet im Sommer 2021 für die Öffentlichkeit mit dem Potential die durch den Stadtrat beschlossene Innenstadtentwicklung Hannovers maßgeblich mitzugestalten.
Der Fokus liegt explizit auf einer durchgängigen Beteiligung der Anwohner:innen und lokaler Akteur:innen (lokale Gastronomie, Einzelhandel, Vereine...).
Den Bedürfnissen des Stadtteils entsprechend wird hier ein Ort der Ankunft und der Unterstützung vor Allem für Menschen mit Flucht- und/oder Migrationsgeschichte geschaffen. Zudem gilt es schrittweise einen Neustart von Wirtschaft und Kultur im von der Pandemie besonders betroffenen Innenstadtbereich voranzutreiben.
Beteiligte Initiativen:
https://unter-einem-dach.org/pages/home
https://snntg.de
Laufzeit
2021-07-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtbezirk Mitte mit ihrer Funktion als Einkaufsziel, Kultur und Vergnügungsort ist bereits heute ein lebendiger Wohn- und Lebensort für mehr als 36.000 Einwohner:innen, den es deutlich zu stärken gilt.
Vor allem der Bereich zwischen dem Steintor und Goetheplatz zieht hierbei unterschiedliche Menschen an – solche, die hier in ihrer Freizeit „etwas erleben wollen“, Menschen ohne Obdach, Sexarbeiter:innen und weitere Gruppen. Der urbane Raum ist von einer extrem hohen Fluktuation geprägt, wobei nur wenige der Passant:innen auch Anwohner:innen sind. Es fehlt an Aufenthalts-Orten, die sich speziell an den Bedürfnissen der Besucher:innen und Bewohner:innen unterschiedlicher Herkunft orientieren. Die zentrale Lage und Zugänglichkeit der Freiflächen und Abgeschiedenheit der Seitenstraßen bietet sich an als optimaler Ort für Veranstaltungen, für den Einzelhandel, aber auch für unerwünschte Nutzungen wie z. B. Drogenhandel und -missbrauch. Diese sehr unterschiedlichen Nutzungen und Funktionen führen zum Teil zu Konflikten zwischen den verschiedenen Gruppen und ihren Ansprüchen und Bedürfnissen. Die soziale Funktion des Quartiers insbesondere für Menschen diverser Herkünfte bedarf einer intensiven Betrachtung und kluger Lösungsansätze um Konflikte und eine Abwärtsspirale zu vermeiden. Bisherige Ansätze haben sich insbesondere auf die Umgestaltung öffentlicher Plätze bezogen (siehe Wettbewerb Steintorplatz). Wir sehen jedoch einen akuten Bedarf an Beratungs-, Kultur und Bildungsangeboten sowie gemeinsamer Workshops zur Stärkung einer gemeinsamen Quartiers-Identität.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Calenberger Neustadt
Beschreibung
Quartiersfläche: ca. 17 ha
Straßenliste:
Franz-Mock-Weg
Goethestraße
Brühlstraße
Andretsche Wiese
Goetheplatz
Braunstraße
Clemensstraße
Feuerwehrstraße
Am Kanonenwall
Leibnizufer
Am hohen Ufer
Am Marstall
Reuterstraße
Scholvinstraße
Reitwallstraße
Am Steintor
Lützowstraße
Einwohnerzahl
700
Quelle / Anmerkungen
Offizielles Stadtportal der Landeshauptstadt Hannover (ausgehend von der Bevölkerungsdichte der Calenberger Neustadt)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
91
Anmerkung
Sachgebiet Wahlen und Statistik der Landeshauptstadt Hannover
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sachgebiet Wahlen und Statistik der Landeshauptstadt Hannover
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sachgebiet Wahlen und Statistik der Landeshauptstadt Hannover
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
arrival-city_.png
(409.97 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Als ein emanzipatorisches und gesellschaftskritisches Projekt zeigen wir die diversen und oftmals marginalisierten Perspektiven eines Arrival-Quartiers auf. Wir fördern die Selbstwirksamkeit, Kooperation und Eigeninitiative von Menschen mit unterschiedlichen persönlichen Problemlagen im Kontext eines gemeinsamen Sozialraums.
Unser Ausgangspunkt ist die Unzufriedenheit mit herkömmlichen Methoden der Sozialarbeit, die sich auf die Herstellung und Erhaltung der Arbeitskraft, sowie die Erhaltung einer minimalen Lebensfähigkeit von Arbeitsunfähigen bezieht. Wir zeigen die Vereinbarkeit von Lohnarbeit, gesellschaftlicher Teilhabe und zivilem Engagement auf.
Darüber hinaus streben wir eine unabhängige Ermächtigung der Klient:innen an. Hierfür nutzen wir gezielt Methoden außerhalb der klassischen Sozialarbeit bsp. "Urban Gardening".
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Nach dem letzten Jahresziel haben wir bis zu 10 Mulitplikator:innen ausgebildet, die das Quartier nachhaltig gestalten.
Kriterium
Beschreibung
Durch Beratungsangebote werden berufliche, sprachliche und administrative Perspektiven aufgezeigt.
Kriterium
Beschreibung
Neue Kooperationen vernetzen Anwohner:innen und Quartiers-Nutzer:innen systematisch miteinander
Beschreibung
Öffentliche Stigmatisierung in Medien und Politik wird reflektiert
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Katholische Erwachsenenbildung Hannover https://www.keb-net.de/hannover/Aktuelles/
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Aurelis Real Estate https://www.aurelis-real-estate.de/
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftsgarten Baulücke https://www.tthannover.de/projekte/bauluecke/
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtkind Hannover http://www.stadtkind-hannover.de/
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch die Ausgründung der inklusiven, sozialen und nachhaltigen Taschenmarke maesh, sollen langfristig Arbeitsplätze vor allem für Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte geschaffen werden. Eine aktuelle Ausgründung durch den dritten Platz einer Crowdfunding-Kampagne ermöglicht uns die Professionalisierung und eine Ausweitung unseres Angebots. https://maeshbag.company.site/. Zudem gibt es bereits Verhandlungen mit der Immobilien-Besitzerin Aurelis für weitere Quartiersprojekte.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
bildschirmfoto_2021-05-26_um_19.56.17.png
(153.2 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Multifunktionshaus für die Stadt Fürstenau
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Thomas Wagener
2. Kurzbeschreibung
Multifunktionshaus "Alles unter einem Dach"
Projektbeschreibung
Das Multifunktionshaus Fürstenau (Arbeitstitel) unterscheidet sich von den erfreulicherweise vielerorts entstehenden Dorfläden oder Regionalkaufhäusern durch die Vielfalt der Projektziele. Unbestritten ist eine wesentliche Säule des Projekts die Stärkung des Fürstenauer Stadtkerns als Handels-, Wohn- und Aufenthaltsort durch die Frequenzsteigerung in der Großen Straße, die mit dem Regionalkaufhaus verbunden ist. Hier haben lokale und regionale Anbieter, Handwerker, Gewerbe- und Hobbytreibenden einen Marktplatz für Produkte und Dienstleistungen, der auch als Ersatz für in der Corona-Krise entgangene Märkte und Ausstellungen dienen kann. Ortsansässige und Händler und Handwerker erhalten somit eine Präsenz im Stadtkern. Die Kunden erhalten ein attraktives Angebot von 60-80 Produzenten. In den verbundenen Räumlichkeiten werden soziale Angebote und Beratungsmöglichkeiten (AOK, Pflege- und Seniorenstückpunkt, Rentenberatung, Finanzamt, Orthopädiegeschäft, Gemeinnützige Werkstätten etc.) vorgehalten, womit das Projekt der originären Daseinsvorsorge dient. Auch Start-Ups erhalten hier geeignete Bedingungen zur Prüfung ihrer Marktfähigkeit. Das touristische Angebot wird durch die Ausweitung der Servicezeiten, die durch die Öffnungszeiten des Multifunktionshauses ergänzt werden, deutlich ausgeweitet. Das Repair-Café ist nicht nur nachhaltig i. S. d. der Vermeidung von Abfällen, sondern dient auch der Vernetzung unterschiedlicher Alters- und sozialer Gruppen. Der Nachhaltigkeitsgedanke findet sich auch durch den Verkauf regionaler und Bioprodukte wieder. Auch die Vereine werden sich durch Angebote und Veranstaltungen in den Räumen des Multifunktionshauses wiederfinden und stärken in Zusammenarbeit mit der Freiwilligenagentur Fürstenau damit das Ehrenamt, das in ländlichen Strukturen wesentliche Bedeutung hat, aber wie überall unter Nachwuchssorgen leidet. Letztlich wird das Projekt durch niederschwellige Angebote wie eine „Wo drückt der Schuh“-Tafel, „Ideenschmiede“ oder Suche-Finde-Biete-Tafel Alltagsbedeutung erhalten. Für Touristen und Gäste ist das Multifunktionshaus durch sein Beratungsangebot erster Anlaufpunkt. Neben den touristische Tipps erhalten Sie einen Lieferservice für Produkte, die nicht sofort mitgenommen werden können.
Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt, der Werbegemeinschaft, des Stadtmarketingvereins und vieler ehrenamtlich Engagierter. Das Projekt wird mit der Vielfalt der Akteure und deren Ideen weiter wachsen.
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtkern Fürstenaus befindet sich im Wandel. Während auch hier der klassische Einzelhandel schwindet, nehmen Wohnnutzungen zu. Dabei steigt der Anteil der älteren Bevölkerungsgruppe an. Gerade diese erwartet jedoch soziale Strukturen und Nahversorgungsangebote in unmittelbarer Nähe, die nicht mehr vorhanden sind. Vormals inhabergeführte Einzelhandelsstandorte werden nicht wieder besetzt. Es kommt zu Gewerbeleerständen im Stadtkern, dessen Bedeutung als Einzelhandelsstandort abnimmt. Durch zurückgehende Besucherfrequenz wird der Standort auch für die Gastronomie uninteressanter. Mit dem Angebot würde die Besucherfrequenz steigen, ohne Frequenz werden aber keine Angebote entwickelt. Mit dem Projekt sollen also die Angebotslücken in der Innenstadt geschlossen und gleichzeitig ein so umfangreiches Angebot entwickelt und vorgehalten werden, dass es zu spürbar steigenden Besucherzahlen in der Innenstadt kommt.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Fürstenau - Innenstadt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Rahmen des Projekts wurde ermittelt, welche Problemlagen im Stadtgebiet Fürstenaus (ohne Stadtteile) vorhanden sind. Diese liegen im Wandel des Stadtkerns weg von dem klassischen Einzelhandelsstandort. In der Innenstadt nimmt die Wohnnutzung eine immer größere Bedeutung ein. Dabei spielt die Gruppe der über 65jährigen eine zunehmende Rolle. Gerade diese hat aber auch besondere Ansprüche an ihre Lebensumgebung, die ebenfalls wachsen müssen. Insbesondere Dinge des täglichen Bedarfs ebenso wie der soziale Austausch und die Freizeitgestaltung müssen im direkten Lebensumfeld verfügbar sein. Dies nicht nur vor dem Gedanken fehlender Mobilität, sondern auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Hier setzt der Gedanke des Multifunktionshauses an. Wenn Nahrungsmittel und andere Produkte vor Ort produziert werden, müssen sie auch vor Ort verfügbar sein. Das Multifunktionshaus übernimmt dabei eine Nahversorgungsfunktion. Und dies nicht nur für Dinge des periodischen und aperiodischen Bedarfs, sondern auch für Beratungsbedarfe z. B. in besonderen Lebenslagen. Gleichzeitig soll der Ort für soziale Angebote wie Kurse, Probier- oder Leseabende etc. etabliert werden.
Durch das hochwertige und hochfrequentierte Angebot wird das Quartier sowohl in seinen Funktionen als Wohnstandort wie auch als Gewerbestandort gestärkt und wirkt sich dadurch positiv auf die Gesamtzahl seine Nutzer aus.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die beantragte Förderung versteht sich als Anschubfinanzierung. Langfristig soll sich das Projekt finanzieren über die Vermietung von Regal- und Büroflächen, Zuschüsse der Stadt zur Kulturförderung und der Samtgemeinde zur Stärkung des Tourismus.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
fuerstenau_aufsteller.jpg
(625.62 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Frauenräume
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Heike Stürmeyer
| Funktion | Pädagogische Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Frauenräume
Projektbeschreibung
"Frauenräume" ist ein Projekt für Frauen, das in einem Quartier angesiedelt wird, das geprägt ist von Menschen mit Migrationshintergrund. Viele von ihnen sind geflüchtet und nach 2015 nach Deutschland gekommen. Wir wollen den Frauen einen geschützten Rahmen anbieten. Dies meint ganz konkret geschützte Räume, zu denen nur sie Zugang haben. In sensiblen und geschützten Räumen, können sich Frauen mit gleichen oder ähnlichen Erfahrungen austauschen. Dies hilft dabei, die eigene Ausgrenzung oder Unterdrückung zu erkennen und das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. Für stark marginalisierte Gruppen ist es notwendig, diese Räume für eine zeitlich begrenzte Dauer für Andere zu schließen, damit Erfahrungen von z.B. psychischer und physischer Gewalt im geschützten Rahmen verarbeitet werden können. Die Herausforderung ist es, Menschen Hilfestellungen anzubieten, die sie nicht in einer eher passiven Rolle festigen, sondern die sie zur Entdeckung ihrer eigenen Stärken und ihrer Handlungsfähigkeit ermutigen. Mit Ansätzen des Empowerments wollen wir Frauen ansprechen und ihnen Gruppenangebote zur Verfügung stellen. Gruppen und Gesprächskreise stabilisieren den Integrationsprozess. Migrierte Frauen erfahren in ihnen Rückhalt und Unterstützung, besprechen dort ihre Fragen und Probleme und beraten sich gegenseitig.
Angeboten werden: Niedrigschwellige Angebote, um die Zielgruppen anzusprechen und zu motivieren, Themenspezifische Angebote Persönlichkeitsbildende und stabilisierende Angebote, Kulturpädagogische Angebote, Angebote zur Förderung des interkulturellen Miteinanders, Angebote zur Förderung der Selbstorganisation, Aufbau von Selbsthilfegruppen.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projekt soll im Stadtteil Vorwerk angesiedelt werden. Hier sind besonders drei Straßenzüge (Talweg, Himmelsberg, Nordfeld) prekär. Es handelt sich dabei um ehemalige Wohnungen der britischen Armee, die sich in Wohnblöcken befinden. Dies Quartier war schon immer geprägt von häufiger Fluktuation bei den Mieter*innen. Diese leben häufig von ALG2- Bezügen, kommen aus einem bildungsfernen Milieu und/oder sind alleinerziehend. Mit dem Zustrom von Geflüchteten 2015 kamen viele Menschen mit Migrationshintergrund in das Wohngebiet. Dies ist vom Rest des Stadtteils abgetrennt. Es gibt dort keinen Spielplatz, so dass die KInder häufig zwischen den Wohnblöcken oder Garagen spielen. In den Straßenzügen hat der Caritasverband Celle seit 15 Jahren Räumlichkeiten angemietet, in denen Kindergruppen angeboten werden und ein niederschwelliges Beratungsangebot für allgemeine Sozialberatung und Migrationsberatung vorgehalten wird. Hier wird besonders die Situation der Frauen deutlich, die häufig ihre Kinder betreuen und nicht schnell deutsch lernen, da ihnen die Bezüge und Anlässe fehlen. Viele Frauen haben durch die Flucht Traumatisierungen erfahren. Die Gruppe der geflüchteten Frauen ist keineswegs homogen. Vielmehr handelt es sich um eine Vielzahl von Individuen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen mit unterschiedlichen Aufenthaltsstatus, Herkunftsland, Alter, Religionszugehörigkeit, Familienstand sowie Bildungsstand und beruflichen Erfahrungen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie bereits schwerwiegende Einschnitte in ihr Leben erfahren haben und Erfahrungen des Scheiterns, Verluste oder Ängste zu bewältigen haben.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle Vorwerk
Beschreibung
Straßenzüge Talweg, Himmelsberg, Nordfeld
Einwohnerzahl
1000
Quelle / Anmerkungen
Statistik Stadt Celle
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Celle
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Celle
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Celle
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Projekt soll das Grundverständnis der Gemeinwesenarbeit berührt werden, nämlich die Frauen dabei zu unterstützen, ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten zur Selbstveränderung zu entdecken und sie zu ermutigen, aktiv nach neuen Lebensperspektiven zu suchen, die ihnen ein selbstbestimmteres Leben und eine größere soziale Teilhabe ermöglichen. Es bedeutet also, die Frauen über die Umstände
des eigenen Lebens (wieder) selbst bestimmen und Erfahrungen der Ohnmacht und Hilflosigkeit überwinden. Durch das Projekt sollen Frauen zusammengebracht und aktiviert werden. Dazu werden bereits bestehende Kooperationen mit Ehrenamtlichen und weiteren Akteurinnen im Stadtteil genutzt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bedarfe der Bewohnerinnen werden abgefragt und es wird daras gemeinsame Angebote entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Es ist Ziel im Projektzeitraum, dass die Frauen sich selbst organisieren
Kriterium
Beschreibung
Die Frauen bringen sich, ihre Ideen und ihre Fähigkeiten im Projekt mit ein
Kriterium
Beschreibung
Mit dem Stärken der Frauen wird deren gesamte Familie gestärkt, das gesamte Quartier profitiert, wenn Frauen unterschiedlicher Nationen zusammenkommen und miteinander arbeiten
Beschreibung
Bei dem Projekt kommen verschiedene Ressorts wie Politik, Wirtschaft, Sport, Medien zusammen
Beschreibung
Im Projektzeitram wird auf etablierte Netzwerke der Kommune im Bereich Migration und Sozialem Miteinander zurückgegriffen
Kriterium
Beschreibung
es finden Frauen mit unerschiedlicher Herkunft, Bildung, Religion zusammen und arbeiten an gemeinsamen Zielen
Beschreibung
Am Ende des Projektzeitraums steht die Selbstorganisation der Frauen und die haupamtlichen Mitarbieterinnen treten in den Hintergrund
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt breitet sich über das Quartier hinaus aus und Frauen aus weiteren Stadtgebieten kommen hinzu
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Integerationsbeauftragter des Landkreises
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familenbildungsstätte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verbund Sozialtherapeutische Einrichtung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Kirche St. Johannes
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.- luth. Kirchengemeinde Matthäus
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Caritasverband Celle unterhält seit 15 Jahren Räumlichkeiten in dem Quartier, finanziert aus Eigenmitteln, Bundes- und Landesmittel und kommunalen Mitteln, wir sind optimistisch dies auch zukünftig zu leisten, so dass die Räumlichkeiten für die Frauen auch zukünftig genutzt werden können. Dies soll dann nicht mehr von hauptamtlichen Mitarbeiterinnen unterstützt werden, sondern in eine Selbstorganisation übergehen
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Tjorven Maack
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Teilprojekt Altstadt Goslar
Projektbeschreibung
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!" soll an zwei Standorten (Immenrode und Altstadt Goslar) und somit zwei Projekte beinhalten. Ziel des Gesamtprojektes ist es, dass alle Menschen im Einzugsgebiet der Projektstandorte gleichermaßen angesprochen werden.
Am jeweiligen Standort soll eine Begegnungsstätte geschaffen werden. Ziel der Begegnungsstätte ist es, dass ein Ort geschaffen wird, an dem jeder Mensch willkommen und geschätzt wird. Die Begegnungsstätten dienen als "Save Haven", also einem Ort, an dem es keine Diskriminierung, Ausgrenzung und/oder andere Diffamierungen gibt. Bei uns ist jede Person willkommen, unabhängig der sozialen Herkunft, dem Geschlecht, der Religions- und Kulturzugehörigkeit. Stigmatisierungen sind bei uns nicht willkommen. Genau dies ist der Ansatz des Gesamtprojektes.
Wir möchten Menschen zusammenführen und durch gemeinsame Projekte erwirken, dass eine Gemeinschaft entsteht, in der sich alle gleichermaßen respektieren, unterstützen und wertschätzen. Damit dies gelingt, bedarf es nicht nur einer festen Anlaufstelle, sondern ebenfalls regionenbezogene Unterstützungen. Diese Herausforderung wird durch die Aufteilung in zwei Projekte, mit jeweils eigenem Themenschwerpunkt - gemeistert. So soll sich das Teilprojekt (Immenrode) schwerpunktmäßig mit den Themen des demographischen Wandels und dem Auf- und Ausbau eines Unterstützungsnetzwerkes innerhalb des Dorfes, aber auch der Implementierung eines festen Treffpunktes für Jung und Alt, so dass alle Generationen eine Anlaufstelle haben, fokussieren.
Das zweite Teilprojekte (Altstadt Goslar) hat seinen inhaltlichen Schwerpunkt im Themenfeld der Zusammenführung der Menschen mit & ohne Migrationshintergrund. Hintergrund hierbei ist, dass der LK Goslar im Rahmen der Zuwanderung ab 2015 viele Menschen mit Migrationshintergrund aufgenommen hat. Die Menschen sind mittlerweile formal in der neuen Heimat angekommen. Leider ist es bisher kaum gelungen, dass die verschiedenen Religionen und Kulturen zusammengeführt werden und sich als gemeinsame Gesellschaft verstehen und dies ausleben. Ziel es Projektes ist, dass die Menschen nicht nebeneinander, sondern miteinander leben.
Diese Ziele sollen durch das Gesamtprojekt und den zwei Teilprojekten initiiert, gefördert und langfristig begleitet werden. Das Selbstverständnis des AWO-Kreisverbandes Region Harz e.V. ist, dass man nur gemeinsam stark ist. Dieses Motto spiegelt sich in unserem Gesamtprojekt wieder.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Ausgangslagen der zwei Standorte sind differenziert zu betrachten. Daher soll im folgenden einzeln die Ausgangslage dargestellt werden.
Ausgangslage Altstadt Goslar:
In der Altstadt Goslar gibt es eine starke Kluft zwischen den Menschen, die seit Jahren bzw. Jahrzehnten in Goslar wohnen und den Menschen, die in der Altstadt eine neue Heimat gefunden hat. Zwar gibt es vereinzelte sehr spezifische Angebote, diese sind jedoch immer nur für besondere Gruppen offen. Es gibt keinen Treffpunkt, an dem Menschen aller sozialen, kulturellen, religiösen Hintergrunde zusammenkommen können.
Dazu ist anzumerken, dass einzig die Schaffung eines solchen Raumes nicht genügen würde. Aufgabe des Projekts ist es, dass alle Gruppen zielgerichtet angesprochen, zusammengeführt und begleitet werden. Nur wenn man gemeinsam etwas etabliert, kann man langfristig als Gemeinschaft zusammenwachsen. Hier reicht es nicht einzelne Angebote vorzuhalten, sondern muss den Prozess engmaschig begleiten und beraten/unterstützen/vermitteln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Goslar Altstadt
Beschreibung
Die Kernstadt Goslar beheimatet insgesamt 29.310 Einwohner_innen, wobei davon 7.771 Einwohner_innen in der Altstadt angesiedelt sind. Der Stadtkern umfasst neben der Altstadt folgende weitere Gebiete: Baßgeige, Georgenberg, Jürgenphl, Ohlhof, Rammelsberg, Steinberg und Sudmerberg.
Goslar befindet sich zwischen den nordwestlichen Ausläufern des Harzes und dem äußersten Südende des Salzgitter-Höhenzugs.
Aufgrund ihres besonderen Erhaltungszustandes mit über 1.500 Fachwerkhäusern unterschiedlichster Epochen im Altstadtkern wurde die Altstadt Goslar von der UNESCO ausgezeichnet. Innerhalb der Altstadt nimmt der Tourismus eine große Rolle ein.
Einwohnerzahl
7771
Quelle / Anmerkungen
Auszug aus der Datenbank Stadt Goslar (Quelle liegt gedruckt vor und kann bei Bedarf eingereicht werden.)
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auszug aus der Bestandsstatistik der Stadt Goslar vom 06.05.2021. (Ansprechpartner: Herr Sven Busse) Hinweis: Quelle liegt in Papierform vor und könnte eingereicht werden, nur habe ich keine Option zum Hochladen des Dokuments gefunden.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auszug aus der Bestandsstatistik der Stadt Goslar vom 06.05.2021. (Ansprechpartner: Herr Sven Busse) Hinweis: Quelle liegt in Papierform vor und könnte eingereicht werden, nur habe ich keine Option zum Hochladen des Dokuments gefunden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt "Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!" - mit seinen zwei Teilprojekten in Immenrode und der Altstadt Goslar - verfolgt den Ansatz des Quartiersmanagements.
Ziel des Gesamtprojektes ist die soziale Stabilisierung der Projektgebiete. Durch unsere Unterstützung als Koordinator_innen sollen verschiedene Akteuer_innen zusammengeführt, aktiviert sowie bei der Planung und Realisierung begleitet und unterstützt werden. Darüber hinaus soll durch die Weitergabe der beantragten Mittel finanzielle Ressourcen zur Umsetzung weitergegeben werden.
Durch unsere Anregung zum Empowerment in beiden Teilprojekten soll von den Bürger_innen die Verantwortung für den eigenen Stadtteil bzw. das eigene Dorf übernommen werden, so dass eine langfristige, selbsttragende und ehrenamtliche Selbstorganisation geschaffen, aufgebaut und langfristig implementiert wird.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es den Koordinator_innen gelingt, dass die Bewohner_innen eigenständig ihre Bedarfe/Interessen selbstständig eruieren und Vorhaben planen.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es gelingt, dass die Menschen freiwillig interkulturell und religionsübergreifend zusammenkommen, um sich im Sinne des Ansatzes des Empowerments zu organisieren und strukturieren.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn die vorhandenen Ressourcen nicht nur bekannt, sondern auch aktiv genutzt werden, um das Ziel der Schaffung einer gemeinsamen Begegnungsstätte zu erreichen.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn im Projekt generations-, geschlechts-, kultur- und religionsübergreifend gedacht und agiert wird, um gemeinsame (gemeinwesenbezogene) Interessen zu erarbeiten und umzusetzen.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn themenübergreifend alle für die Bürger_innen relevanten Aspekte im Projekt abgebildet bzw. integriert sind. Das bedeutet, dass es einer Vielzahl an Beteiligungs- und Angebotsmöglichkeiten bedarf, um alle Bedarfe abzudecken.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es gelingt, dass die von uns als Koordinator_innen initiierten Netzwerke und Kooperationen nicht nur gegründet, sondern kontinuierlich auf- und ausgebaut sowie weiterentwickelt werden.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das soziale Zusammenleben angestoßen, gefördert und in der Praxis umgesetzt wurde. Deutlich wird das Gelingen, wenn die Begegnungsstätte rege besucht und ehrenamtlich begleitet und geführt wird.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das Projekt dazu beiträgt, dass die Infrastruktur im Gebiet nicht nur aufgewertet, sondern nachweislich zum positiven, nämlich durch interkulturelle soziale Partizipation aller, geändert werden konnte.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das gesamtkommunale Denken und Handeln dazu geführt hat, dass die Menschen sich nicht nur im Gebiet des Projektes, sondern darüber hinaus in der gesamten sozialen Gesellschaft akzeptiert und willkommen fühlen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle geschlechts-, kultur- und religionsübergreifenden Vereine und Kirchengemeinden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle im Gesamtprojekt vorhandene Glaubenseinrichtungen (Kirchen, Synagogen und Moscheen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unsere sozialen Plattformen (Facebook, Instagram, Homepage) sowie die regionale Presse (Goslarsche Zeitung sowie die Wochenend- und regionalen Blätter)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Bürger_innen aus dem Einzugsgebiet Altstadt, aber auch innerhalb der zwei Teilprojekte sollen sich untereinander austauschen und vernetzen.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Der/Die Oberbürgermeistermeister_in (Wahlen sind am 12.09.21)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ziel des Projektes ist, dass die Begegnungsstätte sich nach Ablauf der drei Jahre nicht nur selbst organisiert, sondern auch selbst tragen bzw. die anfälligen Kosten für Miete und kleinere Sachausgaben durch die Stadt bzw. die Politik beglichen wird. Hierfür soll erwirkt werden, dass das Projekt als "Leuchtturm" eingeführt und etabliert wird und den Entscheidungsträger_innen aufgezeigt wird, welch positives "outcome" ein solches Projekt haben kann und daher bezuschusst werden sollte.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Begegnung Bad Lauterberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Nachhaltig soziale Infrastruktur schaffen/ stärken, in einer Region mit schwacher Infrastruktur.
Projektbeschreibung
Das Haus der Begegnung stellt eine wichtige Anlaufstelle dar. Durch Angebote, zum Einen in der zentralen Anlaufstelle zum Anderen aber auch verteilt im gesamten Sozialraum der Stadt und den dazugehörigen Dörfer, werden die Bewohner:innen bei der aktiven Gestaltung der Nachbarschaft unterstützt.
Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung von wirtschaftlich benachteiligten Menschen durch Beratung & Vermittlung, Begleitung von Angeboten wie dem Kleider-Shop oder der Tafel und Schaffen eines Zusammenhangs insbesondere auch in Zeiten der Pandemie. Dies gilt für Neuzugewanderte & Alteingesessene. Ein anderer Schwerpunkt ist aufgrund des Bedarfs die Arbeit mit älteren Menschen. Nach Möglichkeit werden Zielgruppenübergreifende Angebote gemacht und durch Begegnung Vorurteilen entgegengewirkt sowie Zusammenhalt gestärkt. Bestehende regelmäßige Angebote in Kooperation mit dem Kinderschutzbund wie das Montagscafé, die Eltern-Kind-Gruppe sowie Veranstaltungen sollen unter angepassten Hygienemaßnahmen fortgeführt und weiterentwickelt werden. Der Bedarf nach Kontakt ist trotz oder gerade wegen der Verbreitung des neuartigen Corona-Virus groß.
Auch wenn es nun feste Räumlichkeiten für das Projektteam gibt, sollen Angebote und Aktivitäten nach wie vor auch im Sozialraum verteilt stattfinden, um möglichst viele Menschen zu erreichen und das Gemeinwesen an sich zu stärken. Das Haus der Begegnung wird von verschiedenen (Selbsthilfe-)Gruppen und Vereinen genutzt.
Insgesamt wird durch das Schaffen von Begegnungsanlässen und daraus resultierenden weiteren Aktivitäten die Lebensqualität der Menschen steigen, sodass der Ort und die Region trotz der Folgen des demografischen Wandels und vorhandener Armut lebenswert ist.
Laut Robert-Koch-Institut "[bestimmen] nach wie vor [...] soziale Ungleichheiten die Entwicklung von Gesundheit und Lebenserwartung in Deutschland". In einen Kurort wie Bad Lauterberg kommen somit paradoxerweise einerseits Menschen, um ihre Gesundheit zu verbessern, und zum anderen leben dort Menschen, deren Gesundheit aufgrund von Armut massiv leidet.
Ein gut funktionierendes Gemeinwesen hat präventiven Charakter, kann soziale und politische Teilhabe ermöglichen und dadurch die Demokratie stärken. Diesen Effekt strebt dieses Projekt an. Das notwendige Engagement wird von den Projektmitarbeiterinnen vorgelebt und unterstützt. Es braucht die räumliche Anlaufstelle & das gut vernetzte Personal zur Unterstützung des Gemeinwesens& insbesondere wirtschaftlich Schwachen.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Bad Lauterberg lebt ein überdurchschnittlich hoher Anteil von Menschen in Armut, laut Statistik bereits vor Corona fast jedes vierte Kind und jeder sechste Erwachsene.
Seit Beginn des Projekts wurden zwei Personen der ehemals rein ehrenamtlich organisierten Anlaufstelle hauptamtlich für die Gemeinwesenarbeit angestellt. So konnte diese Anlaufstelle, die eine wichtige Funktion in den örtlichen Strukturen füllt, da sie viele Konflikte entschärfen konnte bzw. dazu beiträgt, dass sie sich gar nicht erst soweit entwickeln, aufrecht erhalten und stetig professionalisiert werden. Durch vernetztes Arbeiten werden Bedarfe erfasst und Lösungen gefunden. Wohnungslose und anderweitig von Armut betroffene Menschen vertrauen dem Team des Hauses, da durch die niedrigschwellige Ansprachemöglichkeit bereits viele Probleme adressiert, im Sozialraum thematisiert und gelöst werden konnten. Die Ausgabe der Tafel in den Räumlichkeiten ist ein Beispiel für niedrigschwellige Kontaktmöglichkeiten und Bedarfsermittlung.
Ende 2019 konnten nach mehrjähriger Verzögerung endlich die Räume in der ehemaligen Lutterbergschule im Zentrum von Bad Lauterberg bezogen werden. Im selben Gebäude befindet sich auch das Jobcenter und langfristig ist auch der Einzug des Familienzentrums des Jugendhilfeträgers Manyways anvisiert. Diese Räumlichkeiten sind aufgrund Lage und Größe ideal als Anlaufstelle. Im Haus der Begegnung gibt es einen größeren Raum, in dem verschiedene Gruppenaktivitäten stattfinden sowie ein Büro für Verwaltungs- und Organisationstätigkeiten und einen kleineren Raum für individuelle Beratung. Das Haus der Begegnung eignet sich gut als Basis für vernetzte, sozialraumorientierte Arbeit.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bad Lauterberg
Beschreibung
In kleineren Städten und Orten sind gesellschaftliche Merkmale wie wachsende Einkommensunterschiede ebenso vorhanden wie in großen Städten. Sie manifestieren sich jedoch häufig weniger durch Segregation kompletter Viertel oder Stadtteile sondern maximal durch einzelne Straßen oder Gebäudekomplexe. Da unsere Zielgruppen (wirtschaftlich schwache, neuzugewanderte Menschen und ältere Menschen) keine in sich homogene Gruppe sind und nicht kompakt im Umkreis des Haus der Begegnung sondern viel mehr in der ganzen Stadt und auch auf die dazugehörigen Dörfer verteilt wohnen, ist eine räumliche Abgrenzung im Sinne von einem Quartier mit bestimmten dazugehörigen Straßen(-zügen) schwierig. Nicht jedes Dorf oder jeder Stadtteil ist ein in sich geschlossener Sozialraum, weil beispielsweise Bildungseinrichtungen zentral besucht oder Einkaufsmöglichkeiten nur im Hauptort der Kommune vorhanden sind. Dort befindet sich auch der Schwerpunkt der Projekttätigkeiten mit dem Haus der Begegnung in der Bahnhofstraße 10. Dort finden Veranstaltungen und Angebote von und mit Netzwerkpartner:innen statt, die zum Teil vom Team begleitet und unterstützt aber nicht federführend durchgeführt werden und zum Teil federführend vom HdB-Team organisiert werden. Weitere Veranstaltungen wie der "Tag der Vielfalt" im September finden auf öffentlichen Plätzen oder in Räumlichkeiten von Kooperationspartner:innen stattfinden. Das Projektgebiet umfasst also den gesamten Sozialraum der Kleinstadt Bad Lauterberg und verschiedene Räume innerhalb dessen. Teilnehmer:innen reisen zum Teil auch aus den umliegenden Dörfern an. Durch das Nutzen verschiedener Räume kann auch der Wahrnehmungs- und Bewegungsradius der Bewohner:innen geweitet werden. Insgesamt hat die Stadt Bad Lauterberg und die dazugehörigen Dörfer und damit auch das geografische Projektgebiet (Stand Juli 2019) zwar 10 290 Einwohner:innen, dennoch geben wir oben weniger als 5000 an. Da wir zwar theoretisch für alle diese Menschen ansprechbar sind und mit ihnen gemeinsam für das Gebiet etwas bewegen möchten, jedoch realistischerweise nicht alle erreichen oder zeitgleich in den Fokus nehmen können. Selbst die 5000 sind nicht alle Teil der schwerpunktmäßigen Zielgruppen, aber leben de facto im Projektgebiet.
Einwohnerzahl
5000
Quelle / Anmerkungen
https://www.badlauterberg.de/fileadmin/user_upload/leben/Haushaltsplan_2020/Haushaltsdaten/2_-_Einwohnerzahlen.pdf
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
In Bad Lauterberg bei 5,5%: https://www.komsis.de/goe-si/de/profile/SI-40561 In Niedersachsen bei 5,1%: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36651/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-nach-bundeslaendern/ In Deutschland bei 5,2%: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
23
Anmerkung
Einwohner:innenzahl in der Stadt Bad Lauterberg im Harz ist stetig rückläufig. Im Durchschnitt findet pro Jahr aktuell ein Rückgang um 0,7 % statt. Stetiger Rückgang aufgrund Abwanderung junger Menschen. Leichte Stagnation durch Zuwanderung in den letzten Jahren. Vorbericht zum Haushaltsplan der Stadt Bad Lauterberg im Harz für das Haushaltsjahr 2020, S. 40 https://ratsinfo.kdgoe.de/ratsinfo/badlauterberg/871/Vm9yYmVyaWNodF8yMDIwX3VuZF9LZW5uemFobGVuLnBkZg==/12/n/12453.doc Seite 33 In Deutschland gut 23% über 60 Jahre, knapp 18% über 65. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1365/umfrage/bevoelkerung-deutschlands-nach-altersgruppen/
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Tendenz steigend u.a. durch Pandemie und durch Tendenz, dass Kindern von Transferleistungsempfänger:innen ebenfalls den Einstieg in den Arbeitsmarkt nur schwer oder gar nicht finden, laut Aussage vom örtlichen Jobcenter.
https://www.badlauterberg.de/fileadmin/user_upload/leben/Haushalt_2021/17_-_Haushaltssicherungsbericht_und_Konzept_2021.pdf
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Armutskonferenz-warnt-vor-wachsender-Armut-durch-Corona,aktuellhannover8266.html#:~:text=Die%20Landesarmutskonferenz%20Niedersachsen%20warnt%20davor,der%20Corona%2DPandemie%20versch%C3%A4rfen%20k%C3%B6nnte.&text=Bereits%20jetzt%20sei%20fast%20jeder,Prozentpunkt%20auf%2016%20Prozent%20gestiegen.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
https://www.statistik.niedersachsen.de/startseite/presse_service/presse/presse_archiv/armutsgefahrdung-in-niedersachsen-2019-hoher-als-in-den-vorjahren-191469.html
https://www.gruene-osterode.de/archiv/kommunalwahl-2011-gemeinden-und-landkreis-osterode-am-harz/stadt-bad-lauterberg/buergermeisterwahl/expand/356847/nc/1/dn/1/
Sowie Medienberichte und die Wahrnehmung vor Ort, dass die Situation durch die Pandemie und die wachsende Einkommenskluft in der Gesellschaft verschärft wird.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
haus_der_begegnung1.pdf
(652.14 KB)
haus_der_begegnung2.pdf
(172.83 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt wurden bestehende Angebote mit den notwendigen personellen und räumlichen Ressourcen ausgestattet. So werden weiterhin soziale Aktivitäten und zielgruppenorientierte (Beratungs-)Angebote durchgeführt und bei Bedarf erweitert und angepasst. Damit weiterhin, und verstärkt durch Begegnung und Austausch, ein Kennenlernen ermöglicht und Vorurteile abgebaut werden, braucht es eine gezielte Unterstützung. So sollen Akzeptanz und Verständnis zu einem guten Zusammenleben beitragen und Präventionsarbeit leisten. Indem Menschen eine sinnvolle Beschäftigung durch das Einbinden in die Gemeinwesenarbeit gegeben wird, beugt das Einsamkeit, Chancenlosigkeit und Konflikten vor. In Bad Lauterberg sowie in der gesamten dezentralen Region im Harz konnten rechte Ideologien in den vergangenen Jahren an Einfluss gewinnen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken sind die oben beschriebenen Ansätze von grundlegender Bedeutung. Bewohner:innen bekommen dadurch neue Perspektiven und werden an Wege der politischen Mitbestimmung erinnert oder lernen sie erstmals kennen. Im direkten Kontakt mit den Menschen sind bei einigen bereits Zeichen für eine ins positive veränderte Wahrnehmung von Situationen, Mitmenschen und Strukturen erkennbar. Das wirkt sich dann wiederum positiv auf ihren eigenen Alltag aus, weil neue Kontakte entstehen oder sich andere Perspektiven entwickeln. Der beste Hinweis, dass die Arbeit Früchte trägt und stabil aufrecht erhalten werden sollte.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Persönliches Netzwerk und Vertrauen zueinander wird für Stärkung der Zusammenhalt in der Nachbarschaft und die Teilhabe aller Bewohner:innen genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Von Wohnungslosigkeit bedrohte oder betroffene Menschen erhalten die notwendige Unterstützung und eine menschenwürdige Unterkunft.
Kriterium
Beschreibung
Stabile und zielgerichtete Angebote und Aktivitäten Ergebnis der Kooperation im Netzwerk sind.
Kriterium
Beschreibung
Es wird sowohl strategisch und langfristig gemeinsam geplant, als auch kurzfristige Unterstützung zum Wohle der Bewohner:innen gemeinsam organisiert.
Kriterium
Beschreibung
Einsicht, dass eine starke Nachbarschaft nicht automatisch entsteht, sondern geschaffen werden muss. Die Menschen in der Nachbarschaft sind miteinander verbunden und füreinander da.
Beschreibung
Gemeinsam mit dem Netzwerk eine soziale Infrastruktur entwickelt wurde, die sicherstellt, dass wohnungslose & arme Menschen gut unterstützt & nicht aufgrund von "Nicht-Zuständigkeiten" oder mangelhafter Absprachen nicht ausreichend unterstützt werden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Vitalis plus/ abw
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senior:inneneinrichtungen Cursana, Kuranum, Abendfrieden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pastor:innen Andreasgemeinde und Paulusgemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Manyways Familienzentrum
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Haus der Begegnung soll als wichtiger Teil der kommunalen Strukturen langfristig Bestand haben. Es soll durch eine Grundfinanzierung aus öffentlichen Geldern (Landkreis & Stadt) sowie eine Mietumlage auf alle Akteur:innen je nach Möglichkeit & Spenden finanziert werden. Bereits jetzt sind Stadt und Landkreis mit einer anteiligen Finanzierung dabei. Da es freiwillige Leistungen sind, ist das Budget noch begrenzt. Weitere Förderungen wie bspw. des BAMF wurden für Einzelmaßnahmen beantragt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On