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Göttinger Quartiere - Gemeinsam geht mehr

Ansprechpartner
Renate Kornhardt
Funktion Sozialplanerin
Göttinger Quartiere - Voneinander und miteinander lernen
Projektbeschreibung
In der Stadt Göttingen sollen 2 Wohnquartiere dadurch aufgewertet werden, dass die dort jeweils vorhandenen Einrichtungen der Jugendarbeit zu vielfältigen Begegnungsorten für Gemeinwesenarbeit weiterentwickelt werden. Es soll ein Prozess des „Voneinander Lernens“ initiiert werden. Erfahrungen aus der Arbeit in einem sozial belasteten Gebiet (B) sollen dabei u. a. auch genutzt werden, um diese präventiv auf ein Wohngebiet (A) zu übertragen, welches neu strukturiert werden soll. In beiden Quartieren befinden sich Einrichtungen der Jugendarbeit freier Träger (A: AWO mit dem "Kinder- u. Jugendhaus Lönsweg", B: Jugendhilfe e.V. mit dem „Jugendhaus Gartetalbahnhof“), die sich gut etabliert haben. Aktuelle Entwicklungen in beiden Sozialräumen, sich verändernde Bevölkerungsstrukturen und auch neue Ansätze in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien machen eine sozialräumliche Öffnung und Einbeziehung der Bewohner/innen und weiterer Akteure notwendig. Es wird daher angestrebt, eine aktivierende u partizipative Gemeinwesenarbeit in bestehende Strukturen der beiden Einrichtungen zu implementieren und diese zu Akteuren der Quartiersentwicklung zu profilieren, die neben Aktivierung u. Beteiligung auch sozialräumliche Kooperationen und Vernetzungen initiieren. Durch das Anknüpfen an bestehende Strukturen, z. B. bestehende Kontakte zu Eltern und anderen Akteuren im Quartier, die genutzt und ausgebaut werden können, wird dieser erweiterte Ansatz als sehr nachhaltig eingeschätzt. Über eine zu intensivierende Bewohneransprache und neue Beteiligungsformen sollen dabei auch spezifische quartiersbezogene Anforderungen reflektiert und dazu Prozesse von Empowerment und Nachbarschaftsförderung in Gang gesetzt werden. Dabei werden der Erfahrungsaustausch und der kontinuierliche Informationstransfer vergleichbarer Einrichtungen in zwei unterschiedlichen Gebieten als große Chance gesehen. In der Zielrichtung sollen die Einrichtungen darüber zu wichtigen Begegnungs- und Ankerorten weiterentwickelt werden, die maßgeblich mit dazu beitragen, die Lebensqualität der Bevölkerung in den jeweiligen Sozialräumen nachhaltig zu erhöhen. Für die Stadt Göttingen eröffnet sich darüber die Möglichkeit, unter dem Ansatz der Subsidiarität neue Impulse für die Weiterentwicklung von Arbeitsansätzen in der Kinder- u. Jugendhilfe und eine gesamtstädtische Strategie zu entwickeln. Insoweit handelt es sich um einen Pilotprozess, in dem die Stadt als Akteur eine koordinierende Rolle einnimmt.
Ausgangslage
Das Wohngebiet A "Ebertal" hat sich aus einer Barackensiedlung mit ehemaligen Kriegsgefangenen entwickelt, die in den 60er Jahren in rd. 450 neu gebaute Sozialwohnungen der Städtischen Wohnungsbau gezogen sind. Die Bewohnerstruktur war von Beginn an durch ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl geprägt. Dieses zeigt sich auch heute noch in einer vergleichsweise stabilen Mieterstruktur, geringer Fluktuation und Mieten im unteren Segment. Das Kinder- u. Jugendhaus entstand hier Ende der 80er Jahre in Eigeninitiative und mit städt. Unterstützung. Der anstehende Prozess der Sanierung des Wohnungsbestandes und Neustrukturierung des Quartiers, verdichtet um rd. 150 weitere Wohnungen, verfolgt ein familienfreundliches, barrierefreies Wohnen mit Dienstleistungen vor Ort. Jetzige Mieter sollen bleiben, Neubürger zuziehen. In dem auf 10 Jahre avisierten Planungsprozess kommt dem Kinder- u. Jugendhaus eine besondere Bedeutung zu, als Ort der Vertrauensbildung und als "Kümmerer" bzw. Ankerplatz für neue Impulse u. Aktivitäten. Das im Wohngebiet B bestehende Jugendhaus Gartetalbahnhof befindet sich demgegenüber in einem mehr von sozialen Problemen, Anonymität u. Fluktuation gekennzeichnetem Quartier, was insbes. durch einen Hochhauskomplex mit 432 Appartements (750 Pers.) geprägt wird. Eine randständige Bevölkerung, u. a. aus Südosteuropa, stellt Bewohner u. Akteure hier vor besondere Herausforderungen. Auch der öffentliche Raum hat Defizite, die verkehrliche Lage am Bahnhof mit Ausfahrtstrasse und hoher Lärmbelästigung ist unattraktiv. Die Bewohner sind im Quartier kaum sozial und kulturell eingebunden, entsprechend ergeben sich spezifische Anforderungen an die Gemeinwesenarbeit.
Projektgebiet
Gebiet-Name
(A) Göttingen Ebertal
Beschreibung
Das durch 3 - 5 geschossige Zeilenbebauung gekennzeichnete Wohnquartier Ebertal befindet sich in der südlichen Oststadt von Göttingen und umfasst eine Fläche von rd. 10 ha. Das Gebiet wird im Westen begrenzt durch die Wörthstr., im Norden durch die Straße Am Steinsgraben, im Osten durch einen Teilabschnitt der Merkelstr. und der Görlitzer Straße, im Süden durch eine Fußgängerverbindung nördlich des Einfamilienhausgebietes am Liegnitzer Weg.
Einwohnerzahl
967
Quelle / Anmerkungen
www.goesis.de
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl der Alleinerziehenden wurde aus den Haushaltszahlen abgeleitet, nicht aus den Bevölkerungsdaten, und auf 35 für das Ebertal geschätzt, stadtweit auf 2.443.
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten zur Arbeitslosigkeit beruhen auf Schätzungen, da die Einzugsbereiche der Datenquellen nicht deckungsgleich sind. Die Bevölkerungsdaten können demgegenüber baublockweise ermittelt werden.
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
siehe Anmerkungen zu arbeitslosen Menschen (gesamt). Die Prozentsätze wurden auf jeweils 1% geschätzt. Die Definition von Arbeitslosigkeit erfolgt nach den Rechtsgrundlagen des Sozialgesetzbuches (SGB III und II).
Unterlagen zum Gebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Gebiet-Name
(B) Göttingen Gartetal
Beschreibung
Das rd. 25 ha umfassende Gebiet Gartetalbahnhof bildet einen größeren Einzugsbereich des gleichlautenden Jugendzentrums. Das Gebiet grenzt westlich an die Bahnlinie mit der viel befahrenen Groner Landstr., eröffnet nordöstlich mit der Groner-Tor-Str. den Zugang zur Innenstadt, grenzt östlich an die Bürgerstraße (Ringstraße um die Innenstadt) und durchquert südlich mit der Wiesenstraße ein Wohngebiet, was in jüngster Zeit um attraktive Stadthäuser mit Eigentumswohnungen sowie Reihenhäuser baulich erweitert wurde. Anm.: Alle Daten wurden nach Baublöcken ermittelt und aus dem Einwohnermelderegister der Stadt Göttingen generiert, Stichtag 31.12.2016.
Einwohnerzahl
2951
Quelle / Anmerkungen
www.goesis.goettingen.de
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl der Alleinerziehenden erfolgte als Schätzwert und beträgt absolut 41, abgeleitet aus den Haushaltszahlen. Der Status wird im Einwohnermelderegister nicht erfasst. Dieser umfasst die persönlichen Lebensumstände und kann sich auch ändern.
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die beiden bestehenden Jugendeinrichtungen sollen zu Einrichtungen der Gemeinwesenarbeit weiterentwickelt werden, die allen Bewohner/innen offenstehen und Menschen unterstützen und aktiv in Beteiligungsprozesse einbeziehen. Wesensmerkmal ist dabei eine Bottum up-Strategie. Das Interesse am Gemeinwesen soll der Bevölkerung im Quartier nahegebracht und die Chancen von Beteiligung verdeutlicht werden. Über aktivierende Angebote und konkrete Maßnahmen soll Empowerment und Selbstorganisation der Bevölkerung gefördert werden und mittelfristig eine nachhaltige Mitarbeit an Netzwerken für Bürger/innen entstehen (Aufbau selbsttragender Strukturen in den Quartieren). Damit können die Bewohner/innen als Experten in eigener Sache Wertschätzung erfahren und selbst zu Akteuren der Quartiersentwicklung werden. Über die Gestaltung der Arbeit in einem Quartierszentrum mit Bezug zu weiteren Bedarfen/ Maßnahmen im Sozialraum kann die Identifikation mit dem Quartier erhöht werden. Insoweit erfolgt in der Folge eine Weiterentwicklung von der Gemeinwesenarbeit zum Quartiersmanagement. Der eingeleitete Quartiersentwicklungsprozess im Ebertal bietet hier konkrete Chancen und Möglichkeiten, der auch für das Gebiet Gartetalbahnhof genutzt werden kann. Die Maßgabe, dass hier Ergebnisse von Bewohnermitwirkung und Beteiligungen in konkrete Planungen, Maßnahmen und Umsetzungen münden, ist auf Verstetigung ausgerichtet und erhöht die Motivation von Bürgerengagement in der Stadt Göttingen insgesamt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
50 % der Bewohner/innen sind informiert und werden aktiv beteiligt (quantitative Messung u. qualitative Beurteilung
Beschreibung
Bewohner/innen nutzen die Einrichtung zu selbst gewählten Themen; ehrenamtliche Aktivitäten werden p. a. erfasst
Beschreibung
Ressourcen werden einbezogen u. weiterentwickelt; Stärken-Schwächen-Analyse (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität)
Beschreibung
aus einem ziel- u. ressortübergreifenden Denken werden Netzwerke und Kooperationen abgeleitet
Beschreibung
das Quartierszentrum u. gute persönliche Erfahrungen (Umsetzung von Beteiligung) stärken Nachbarschaft und Zusammenhalt
Beschreibung
Politik u. Verwaltung sind in den Entwicklungsprozess beider Jugendeinrichtungen einbezogen und unterstützen eine kommunale Gesamtstrategie
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Lohbergschule, Leinerbergschule, Förderverein Leinebergschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialpädagogisches Schüler- u. Lehrlingszentrum e. V.; ev. Jugendhilfe Obernjesa; Strassensozialarbeit des Diakonischen Werkes; Migrationszentrum für Stadt und Landkreis; AG der Wohlfahrtsverbände (AWO, Caritas, Diakonie, DRK, Paritätischer, ZWST)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
städt. Kinderhaus Lohmühle; Familientreff Iduna-Zentrum, Einrichtungen der Stadt Göttingen (z.B.Sozialamt, FB Jugend); versch. Dezernate und Fachbereiche der Stadtverwaltung (z. B. Referat des OBs, Bau- u. Sozialdezernat, Büro für Integration)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Städt. Wohnungsbaugesellschaft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Göttingen; Projekt Frühe Hilfen und Familienhebammen des Jugendamtes; MiMi-Gesundheitsprojekt des städt. Büros für Integration und EMZ Hannover;
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder des Rates, insbesondere Ausschuss für Soziales, Integration, Gesundheit u. Wohnungsbau; Bau- u. Planungsausschuss; Senioren-, Behinderten- u. Integrationsrat.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Elterngruppe ADHS Wellenreiter; Kreativgruppe des AWO Kinder- u. Jugendhauses; Gartenclub mit untersstützung Nabu; Familiennachmittage und Feste mit Bewohner/innen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturzentrum musa; Kommunikations- u. Aktionszentrum KAZ e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Göttinger Tageblatt; StadtRadio Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freie Altenarbeit Göttingen e. V. mit Erzählcafes für Senioren; Sparta Göttingen e. V.; Pflegeelternverein "Pfad für Kinder"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Mariengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bonveno Göttingen gGmbH: es findet bereits eine Zusammenarbeit mit der Flüchtlingsunterkunft Zietenterrassen statt und mit der Flüchtlingsunterkunft Bürgerstraße
Typ
Stadtteil
Galerie
foto jugendeinrichtung gartetalbhf
foto jugendeinrichtung ebertal
Zustimmung Veröffentlichung
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