Seniorenquartier Alte Schmiede Ottenstein - eine "Quartierskraft" für die Gemeinschaft auf der Höhe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manfred Weiner
| Funktion | Gemeindedirektor |
|---|
2. Kurzbeschreibung
"Gemeinsam auf der Höhe" - Gute Nachbarschaft im Seniorenquartier Alte Schmiede.
Projektbeschreibung
Mitten im Ortskern von Ottenstein entsteht auf dem Areal der Alten Schmiede derzeit ein „Seniorenquartier“ mit umfangreichen Angeboten für eine älterwerdende aktive ländliche Bevölkerung. Ziel ist es, die Herausforderungen des demografischen Wandels auf einer abgelegenen Hochebene im südlichen Niedersachsen positiv zu gestalten und den alten Menschen hier eine Perspektive zu geben.
Eingeleitet wurde die Quartiersentwicklung bereits in 2013 durch eine aufsuchende Befragung der Menschen über 50 Jahre zu ihren Vorstellungen des Älterwerdens. Wichtigste Erkenntnis: 84 % hielten eine „Seniorenwohnanlage“ auf der Hochebene für wichtig. Seit 2015 wird an der baulichen Umsetzung einer bedarfsgerechten Lösung für die jetzigen und angehenden Alten gearbeitet. Eine Tagespflegeeinrichtung für ca. 15 bis 20 hilfebedürftige Gäste und ein Mehrfunktionshaus (MFH) mit Bibliothek, Kiosk und Café, Therapie- und Vereinsräumen und Friseur sowie Treffpunkt und Sitz einer Anlauf- und Vernetzungsstelle für das Quartier, sind im Bau. Zehn altengerechte Appartements in einer Hausgemeinschaft sowie Ein- und Zweipersonenhäuser komplettieren das Seniorenquartier, das auch im Freiraum Barrierefreiheit und hohe gestalterische Ansprüche verfolgt. Mindestens sechzig Menschen werden in dem neuen Quartier leben und arbeiten.
Jetzt sollen, aufbauend auf den vielen guten Ideen im Dorf, konkrete Angebote und damit die Belebung des Quartiers angestoßen werden. Allein schaffen Bürgerverein und Gemeinde es nicht dieses für den ländlichen Raum völlig neue Lebensmodell zu organisieren und mit der traditionellen Dorfgemeinschaft zu vernetzen. Als Verstärkung soll eine „Quartierskraft“ im MFH angesiedelt werden, die durch persönliche Ansprache an die Befragung anknüpfen und die Menschen mit ihrer sozialen Arbeit verknüpfen kann. Denn: Neue Themen kommen auf das Dorf zu. Hilfebedürftige Menschen und ihre Angehörigen stehen dabei im Fokus. Sie probieren neue Wege der Gemeinschaft und brauchen Lösungen für ihre zu groß gewordenen Häuser. - Neue Hilfestrukturen entstehen: Ambulante Betreuung, Nachbarschaftshilfe und Mittagstisch sollen im Quartier Fuß fassen. - Neue Beteiligungsmöglichkeiten werden angeboten: Aufbauend auf den positiven Erfahrungen der letzten Jahre werden die Menschen in ihrem Alltag abgeholt; über Kirche, Landfrauen und Vereine sowie zu Hause werden die Menschen angesprochen und ins Quartier eingeladen, um Angebote zu nutzen oder zu entwickeln, und sich selbst dort zu engagieren.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Ottensteins isolierte Lage auf der Hochebene und der starke Rückgang der Landwirtschaft als wichtigster Arbeitgeber führte bereits zu Beginn der 2000er Jahre zu extrem negativen Bevölkerungsprognosen von -35 % bis 2030. Mittlerweile zeigen Ottensteins Anstrengungen zur Imageverbesserung sowohl im Dorfbild als auch im Vereinsleben Erfolge gegen den Negativtrend, die Alterung der Bevölkerung und die damit häufig verbundene Hilfebedürftigkeit und Vereinsamung der Menschen ist aber trotzdem nicht aufzuhalten.
Damit die Menschen im Alter bleiben und ihre Wohnsituation bedarfsgerecht anpassen können, hat Ottenstein mit Unterstützung durch Land und EU den Schwerpunkt seiner baulichen Dorfentwicklung in den letzten Jahren auf die altengerechten Einrichtungen auf dem Gelände der Alten Schmiede gelegt. Der parallel dazu gestartete Informations- und Beteiligungsprozess hat durch Zelt- und Saalveranstaltungen einen großen Kreis an Interessierten erreicht und kritische wie begeisterte Meinungen erzeugt. Jetzt geht es darum die Menschen wieder individuell einzubeziehen - sei es als Helfende oder Nutznießende. Der 2018 vor diesem Hintergrund gegründete Verein Bürger für Bürger auf der Höhe e.V. steht geschlossen hinter dem Seniorenquartier und hat großen Zulauf. Er will sich als „verlängerter Arm“ der Quartierskraft umfassend im Rahmen der Nachbarschaftshilfe engagieren und die Menschen verbinden. Jedoch fehlen die Ressourcen und Kompetenzen, um den Prozess zu leiten und das Quartier zu managen. Hier setzt die Quartierskraft an und greift vorhandene Strukturen auf, um sie bedarfsgerecht zu verbessern. Eine Chance für gute Nachbarschaft 2020 zur Stärkung der Gemeinschaft auf der Höhe.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Flecken Ottenstein (Ottensteiner Hochebene)
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt durch die räumliche Abgrenzung des Seniorenquartiers und das Büro im dortigen Multifunktionshaus (Amtstraße 14-16) vorrangig im Flecken Ottenstein, dem Ankerort auf der Ottensteiner Hochebene. Veranstaltungen und Angebote werden sich hier konzentrieren. Darüber hinaus sollen aber auch umliegende Dörfer auf der Hochebene in den Blick genommen werden (insg. 3.500 Menschen). Aufgrund der Höhenlage sind die teils sehr kleinen Dörfer oft auf sich allein gestellt.
Einwohnerzahl
1160
Quelle / Anmerkungen
gemäß LSN-online, Stand 30.09.2020
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Alterung der Bevölkerung im südlichen Niedersachsen und damit auch im Projektgebiet ist eine der größten Herausforderungen der Gemeinden. Die Altersstruktur der Bevölkerung im Flecken Ottenstein zeigt mit 31,6% Einwohner*innen über 60 Jahre wovon allein 8,9% über 80-Jährige sind (LSN-online, Stand: 31.12.2019) den deutlichen Bedarf an Einrichtungen der Seniorenversorgung. Der Anteil der über 60- Jährigen auf der Hochebene dürfte bei über 25% liegen, der Anteil der über 80-Jährigen bei über 12% (Schätzung). Die neuen Angebote im Seniorenquartier sollen diesen Bedarf decken, die Koordination und Organisation des Quartiers ist dafür unbedingt erforderlich. Die Zahlen der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle (=Gesamtstadt) verdeutlichen eine ähnliche Situation. Vorhandene Alteneinrichtungen sind entsprechend ausgelastet.
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl der in den Gemeinden gemeldeten ausländischen Einwohner*innen hat sich ausgehend von den Jahren 2013/2014 bis 2018 lt. Statistischem Landesamt im Durchschnitt verdoppelt. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung lag 2013 bei 3,0 bis 3,5% und 2018 bei 7,0 bis 7,5%. Die unerwartet große Zahl neu Hinzugezogener hat die Dörfer vor die unterschiedlichsten Herausforderungen und Probleme gestellt. Der Flecken Ottenstein hat die damit verbundenen Chancen ergriffen und versucht die Menschen auf Dauer in die Dorfgemeinschaft zu integrieren und damit u.a. seine Daseinsvorsorgeeinrichtungen zu stärken. Der Fortbestand von Kindergarten und Grundschule wird somit derzeit nicht in Frage gestellt. Insbesondere durch die gefestigten ehrenamtlichen Strukturen konnten die anfänglichen Schwierigkeiten aufgefangen werden. Heute wäre professionelle Hilfe wichtig, um bürokratische Hürden bei der Arbeitssuche und in den weiterführenden Schulen zu unterstützen, aber auch um die endgültige Integration in die Dorfgemeinschaft zu vollziehen. Gebäude und Arbeitsplätze wären vorhanden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gwq-ott_tk25_uebersicht_a4.pdf
(2.05 MB)
gwq-ott_tk25_mit_ak_projektgebiet_a4.pdf
(1.05 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Gemeinwesenarbeit in Ottenstein wird durch das Management einer Quartierskraft im Seniorenquartier für die Gemeinschaft auf der Höhe aufgewertet und ausgeweitet. Dabei stehen einerseits die Bedürfnisse der Bewohner*innen des Quartiers und andererseits die Interessen der Dorfbevölkerung an einer guten Nachbarschaft im Fokus. Eine Anlauf- und Vernetzungsstelle wird, für alle gut erreichbar, vor Ort mit neuen Räumlichkeiten im Mehrfunktionshaus geschaffen und hält Kommunikationsräume bereit.
Die Quartierskraft baut auf den bestehenden Ressourcen des Gemeinwesens auf, indem die vorhandenen sozialen Beziehungen und Netzwerke genutzt werden, um die neue soziale und bauliche Infrastruktur im Seniorenquartier zu etablieren. Neue Kommunikationsanlässe und Beratungsangebote erfordern ressortübergreifendes Handeln, da die Themen und Aufgaben bedarfsgerecht angepasst werden sollen. Wichtige Themen werden altersgerechtes Wohnen, Gesundheitsvorsorge einschl. Hilfe- bis hin zum Pflegebedarf sowie Digitalisierung und Kultur im ländlichen Raum sein. Es wird zu einer Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen und der organisierten Nachbarschaft kommen sowie innovative Angebote der Daseinsvorsorge hervorbringen. Das Altwerden in Gemeinschaft mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe kann sich durch professionelles Management und Moderation etablieren. Der Einsatz einer Quartierskraft kann als modellhaft für abgelegene ländliche Räume gelten, um die Lebensqualität im Alter zu steigern.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Interessen der Bewohner*innen sind handlungsleitend für die Arbeit der Quartierskraft. Der Austausch zum Thema Altwerden auf der Hochebene wird positiv wahrgenommen. Die Menschen nehmen teil und bringen sich mit eigenen Ideen und Hilfeangeboten ein.
Kriterium
Beschreibung
Die Fähigkeiten der vor Ort lebenden Menschen werden in die Quartiersarbeit integriert. Kommunikationsanlässe im Seniorenquartier werden von den Menschen auf der Hochebene gut angenommen. Die Wohn- und Aufenthaltsangebote werden gern genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Die Zusammenarbeit der Betreiber von Angeboten im Seniorenquartier verläuft reibungslos. Neue Kooperationen haben sich dabei entwickelt. Entstanden sind bedarfsgerechte Angebote, die von den Menschen im Seniorenquartier gebraucht werden.
Kriterium
Beschreibung
Ehrenamtliche fühlen sich von der Quartierskraft unterstützt. Nachbarschaftshilfe hat sich weiter professionalisiert und wird in Anspruch genommen. Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen ist klar geregelt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Arbeiter-Samariter-Bund ASB Hannover Land
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürger für Bürger auf der Höhe e.V., Landfrauenverein Ottenstein, Sportverein, Jugend- und Sportausschuss
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Praxis für Allgemeinmedizin, Amt-Apotheke Ottenstein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Ottenstein, Kinderhaus Ottenstein, Bücherei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirchengemeinde Ottenstein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Physiotherapie, Logopädie, Kioskbetreiber/in, Cafébetreiber/in
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hausgemeinschaft des altengerechten Wohnhauses, Bewohner*innen der Einzelhäuser
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Seniorenquartier in Ottenstein wird sich zusammen mit der Quartierskraft etablieren. Die angestoßene Hilfe zur Selbsthilfe wird einen Teil der Arbeiten entbehrlich machen oder durch Ehrenamtliche ausfüllen. Damit würde sich der Umfang der Quartiersarbeit verringern, eine kommunale Finanzierung ohne Förderung wäre gesichert. Parallel ist geplant, ein Sanierungsgebiet um den Marktplatz von Ottenstein zu entwickeln, wodurch ein Quartiersmanagement neue Aufgaben und eine Finanzierung bekäme.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Familien im Zentrum: Teilhabe in der Altstadt von Northeim stärken
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Hansjörg Gutberger
| Funktion | Sozialwissenschaftler |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnungen ermöglichen, Netzwerke ausbauen, sozialen Zusammenhalt stärken
Projektbeschreibung
Gemeinwesenarbeit lässt sich im Zentrum Northeims nach der bisher durchgeführten Sozialraumanalyse (den zahlreichen Bewohner*innenbefragungen, der Beteiligung am "Kinderstadtplan", der genauen Beobachtung der öffentlichen Berichterstattung über Aktivitäten in der Innenstadt, der geleisteten Kontaktaufnahme zur soziokulturellen Szene Northeims u.a.) besser etablieren, wenn die gesamte Altstadt zum Projektgebiet wird. Wir werden darum in dem Folge-Projekt sukzessive die gesamte Northeimer Altstadt miteinbeziehen. Die Bestandsaufnahmen werden für das erweiterte Gebiet fortgeführt. Die Wahl eines größeren Projektgebiets dient auch der besseren Abstimmung mit parallel laufenden Stadtentwicklungsplanungen der Stadt Northeim, weil diese die gesamte Altstadt betrachten (Integriertes Entwicklungskonzept).
Das GWA-Projekt soll Teil des Stadtentwicklunsgeschehens werden und gerade bisher weniger beteiligte Bewohner*innen veranlassen, sich für die Gestaltung des öffentlichen Raums einzusetzen. Dazu werden wir den begonnenen Prozess der Selbstorganisation der Bewohner*innen weiter unterstützen. Der spezifische Fokus unserer GWA richtet sich dabei auf die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und ihren Familien.
Aber auch unsere Bemühungen um eine Bewusstmachung der besonderen Stärke der Northeimer Altstadt werden wir ausbauen (u.a. mit einer Fortführung der 3 Formate Quartiersgeschichten, Quartiersspaziergänge und Kolleg*innensuppe). Unsere besondere Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf die weitere Ansprache der Fachkräfte vor Ort. Sie könnten noch intensiver mit Blick auf die künftige Stadtentwicklung kooperieren.
Wir wollen deshalb bestehende Netzwerke sozialer Einrichtungen im Quartier besser erkennen und den Prozess ihrer weiteren Vernetzung mit Blick auf die Innenstadtentwicklung durch Anregungen aus der Gemeinwesenarbeit unsererseits unterstützen.
Wir werden viele Begegnungen ermöglichen: Der Bewohner*innen untereinander, aber auch der Fachkräfte, Passanten und sonstigen Nutzer*innen des Quartiers. Unser Familientreff (Einrichtung des Kinderschutzbundes) hat seit dem 2. Quartal 2020 weitere Räume und Personal erhalten und damit seine Kapazitäten deutlich erhöht. Seit dem August 2020 entsteht veranlasst durch das laufende GWA-Projekt ein Außengelände des Kinderschutzbundes in der Mitte des Quartiers Harztor. Dieses bietet durch seine zentrale Lage langfristig Entwicklungsmöglichkeiten. Für das Frühjahr 2021 ist an seine Eröffnung gedacht.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Altstadt Northeims ist durch viel Leerstand von Geschäftsräumen und durch eine vergleichsweise hohe Fluktuation der Bewohner*innen von preiswertem Wohnraum geprägt. Die Altstadt ist sozial durchmischt, aber gerade marginalisierte Familien wohnen bisher nur über kurze Zeiträume in der Altstadt. Das Wohnumfeld ist für Familien offenbar insgesamt nicht sehr attraktiv. Mit dem nun stark erweiterten Begegnungsort Familientreff und dem in Gründung befindlichen Außengelände des Kinderschutzbundes am Entenmarkt (ca. 250 qm Grünfläche) werden wir zukünftig noch mehr Erwachsene, Kinder und Jugendliche erreichen. Durch aktivierende Befragungen, regelmäßige Sozialraumbegehungen, die Anfertigung von Sozialraumkarten u.a. Methoden erfassen wir die Wünsche der Bewohner*innen hinsichtlich Veränderungen in ihrem Quartier. Der Verlauf des im Sommer 2019 gestarteten Projekts zeigt, dass wir seitdem mehr Bewohner*innen für die Angebote des Familientreffs haben gewinnen können (vor Corona). Wertvolle Beziehungen zu wichtigen Akteuren im Viertel (Gewährsleute, Fachkräfte) und zu politischen Entscheidungsträgern der zukünftigen Altstadtentwicklung in Northeim konnten aufgebaut werden (erster und zweiter Bürgermeister, Abteilungsleiter aus der Verwaltung, Vertreter der Parteien und der Beiräte des Stadtparlaments u.a.). Ein umfangreicher Pressespiegel über die Altstadtstadtentwicklung, über sozialkulturelle Angebote und das bürgerschaftliche Engagement für den öffentlichen Raum wurde angelegt. Das GWA-Projekt verfügt über Zugänge zu Familien, die im Zuge der Entwicklung der Altstadt an Bedeutung gewinnen. Wir wurden von Bewohner*innen ermutigt, unsere Arbeit längerfristig fortzusetzen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim - Altstadt mit Wallanlagen (Grüngürtel)
Beschreibung
Die historische Altstadt Northeims wird durch die sie umgegebenden Wallanlagen auch räumlich von der übrigen Innenstadt abgegrenzt. Die Northeimer Altstadt zeigt eine typische Verteilung an Gewerbe- und Wohnflächen
und einen für ein derart dicht bebautes Gebiet sehr hohen Anteil an Grünflächen (Parks, Plätze). Die Wallanlagen sind mögliche Entwicklungsflächen für familienfreundliche Angebote. In der Altstadt finden sich zahlreiche Anbieter zentraler (sozialer) Funktionen für die Gesamtstadt Northeim (s. Karten) sowie die ausgedehnte Fußgängerzone. Das Gebiet zeichnet sich durch eine Tendenz zur Überalterung aus. Mittlere Altersgruppen (35 bis 45 Jahre) sind im Vergleich unterdurchschnittlich vertreten. Im Vergleich zur Gesamtstadt ist der Anteil der älteren Mitbürger*nnen aber nicht ungewöhnlich hoch.
Unseren Beobachtungen nach bietet der Wohnungsmarkt in der Altstadt auch Wohnungen für Geringverdienende/Sozialleistungsempfänger*innen, aber die Verbleibdauer der Mieter*innen ist gering, weil die Qualität dieser Wohnungen nicht hoch ist. In der Altstadt wohnen Arme und Reiche räumlich dicht beieinander, weil viele in Eigentümerhand befindliche Häuser in den letzten Jahren aufwendig restauriert wurden. Es ist ein Projektgebiet vergleichsweise großer sozialer Heterogenität mit der Tendenz zur Ausbildung voneinander abgrenzbarer Mini-Quartiere (etwa das Viertel um die Mühlen-/Mauerstr; das Viertel um die St. Sixti-Kirche). Die Bevölkerungsdichte ist in den Arealen um das City-Center (westliche Altstadt) und in den Wohngebieten rund um den Entenmarkt (östliche Altstadt) am höchsten. In einigen (wenigen) Wohnblöcken leben überproportional viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Bei jungen Familien sind Familien mit Zuwanderungsgeschichte überproportional vertreten. Im Projektgebiet leben damit viele ältere Deutsche (besonders Frauen über 80 Jahre) neben jungen migrantischen Familien. Sollte sich diese demographische Entwicklung zukünftig verstärken, könnten soziale Konflikte entstehen. Der Familientreff wirkt hier mit seinen Angeboten präventiv und bietet Räume der Begegnung.
Nachdem wir mit dem "Quartier Harztor" in den Jahren 2019/20 zunächst nur weite Teile der östlichen Altstadt fokussiert haben, wollen wir mit dem dort modellhaft erprobten Ansatz (Sozialraumanalyse; Befragung der Bewohner*innen; Vernetzung von Akteur*innen der Stadtentwicklung; interkulturelle Begegnungen usw.) zukünftig in der gesamten Altstadt arbeiten.
Einwohnerzahl
2029
Quelle / Anmerkungen
Daten aus dem Melderegister der Stadt Northeim (Abteilung Informations- und Kommunikationsmanagement, Stand August 2020)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die 6% Arbeitslosenquote für die Gesamtstadt Northeim sind eine Schätzung, die sich auf das Frühjahr 2020 bezieht.
Daten für das Projektgebiet liegen uns nicht vor; Daten für die Gesamtstadt Northeim nur in absoluter Häufigkeit (2019) = 1065 Personen. (Jahresdurchschnitte) (Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Northeim Stadt, Gebietsstand im Jahr 2019).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten liegen uns in absoluter Häufigkeit nur für die Gesamtstadt Northeim vor:
Von den o.g. 1065 sind 134 Personen unter 25 Jahre. D. h., 12,6 % der Arbeitslosen in der Gesamtstadt sind unter 25 Jahre. (Jahrdurchschnitte 2019)
(Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Northeim Stadt, Gebietsstand im Jahr 2019)
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In absoluter Häufigkeit für das Projektgebiet: 560 Personen.
(Quelle: Melderegister der Stadt Northeim, Abteilung 1.5
Informations- und Kommunikationsmanagement, Stand: August 2020)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In absoluter Häufigkeit für das Projektgebiet: 224 Kinder bis einschließlich 14 Jahre. Unter ihnen gibt es einen hohen Anteil an unter 6Jährigen Kindern.
(Quelle: Melderegister der Stadt Northeim, Abteilung 1.5
Informations- und Kommunikationsmanagement, Stand: August 2020)
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
(Quelle: Daten des Melderegisters der Stadt Northeim, Abteilung 1.5
Informations- und Kommunikationsmanagement, Stand: August 2020)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es besteht keine Möglichkeit dazu Daten zu bekommen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Keine aktuellen Daten vorliegend.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung für das Projektgebiet auf der Basis der Daten über Herkunftsregionen aus dem Northeimer Melderegister. Ein vergleichsweise hoher Anteil der Bevölkerung mit Zuwanderungsgeschichte entstammt dem vorderasiatischen - und südasiatischen Raum. Es gibt im Projektgebiet drei Baublöcke mit auffällig hohen Anteilen an Menschen mit Geburtsregion Vorderasien/Südasien. Daten für die Gesamtstadt liegen uns nicht vor. (Quelle: Daten des Melderegisters der Stadt Northeim, Abteilung 1.5 Informations- und Kommunikationsmanagement, Stand: August 2020)
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten liegen uns nur für die Gesamtstadt Northeim, in absoluter Häufigkeit und nur für das Jahresende 2018 vor: Empfänger*innen sozialer Mindestsicherung (ALG II, Sozialgeld, HzL, Grundsicherung) waren 3579 Personen (31.12.2018). Dazu kamen Bezieher*innen von Regelleistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz (218 Personen). (Quelle: LSN-Online, Regionaldatenbank des Statistischen Landesamts Niedersachsen)
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Keine Daten vorliegend.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte1_projektgebiet_altstadt.pdf
(834.69 KB)
karte2_projektgebiet_altstadt.pdf
(4.16 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt zeichnet sich durch einen Mix aus Bewohner*innen-Aktivierung und Verstetigung der Kooperationen zwischen soziokulturellen Einrichtungen vor Ort aus. Wir sehen uns in der Rolle einer initiierenden und moderierenden Kraft für familiengerechte Maßnahmen der Altstadtentwicklung. Besonders die Anliegen von Kindern wollen wir im Gemeinwesen und in der Stadtentwicklung sichtbar werden lassen. Das schließt auch Legislaturperioden überdauernde Anliegen der jungen Generation mit ein.
Dazu sammeln wir Wünsche und Vorstellungen der Bewohner*innen / Kinder / sozialen Institutionen zur Quartiersentwicklung und vermitteln sie an Entscheider und in Gremien weiter (z.B. dem Sanierungsbeirat, Jugendbeirat, Runder Tisch Integration, Behindertenbeirat, Migrationsrat, Bündnis gegen rechts u.a.). Da Kinder im Fokus unserer GWA stehen, versuchen wir nachhaltig wirksame Maßnahmen mit zu initiieren, d.h. eine zukunftsgerechte Wohnumgebung anzustreben, die Klimaschutz, Kinderfreundlichkeit und Inklusion gleichermaßen umfasst. Voraussetzung dafür ist auch, dass sich mehr Bürgerinnen und Bürger für die zukunftsgerechte Entwicklung in der Altstadt einsetzen. Wir zielen auf ihre Aktivierung und auf die Erhöhung des Anteils der Ehrenamtlichen, die sich im Rahmen des Familientreffs schon jetzt engagieren.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Dokumentationen weiterer Bewohner*innenbefragungen liegen vor. Bedarfe/Wünsche wurden ermittelt. Macht-schwächere Gruppen werden erreicht und aktiviert. Vertrauen zum Familientreff verstetigt sich weiter. Interessen der Bewohner*innen werden kommuniziert.
Kriterium
Beschreibung
Durch Bewohner*innen mitgetragene Angebote sind verstetigt: interkultureller Austausch, öffentliche Frühstücke, Gestaltung eines Außengeländes des DKSB. Eigene Gestaltungsmöglichkeiten bzgl. des öffentlichen Raums sind den Anwohner*innen transparent(er).
Kriterium
Beschreibung
Stärken des eigenen Quartiers (u.a. die soziokulturelle Infrastruktur) sind den Anwohner*innen bewusst(er). Die Identifikation mit dem Wohngebiet Altstadt und dem öffentlichen Raum im Quartier ist gestiegen. Das Image des Quartiers ist gebessert.
Kriterium
Beschreibung
Teilnehmer*innen an Aktionen sind nach sozialer und kultureller Herkunft/Milieu, Gesundheit, nach Lebensalter und Bildungsstand divers zusammengesetzt. Gegenseitige Kontakte werden gepflegt und das Verständnis füreinander wächst. Inklusion ist ‚normaler‘.
Beschreibung
Bei stakeholdern (aus Politik/Verwaltung, Fachkräfte im Quartier u.a.) wird durch die neue GWA dieser Effekt gefördert und verstetigt sich; ressortübergreifende Vereinbarungen werden geschlossen, z.B. zwischen Kultur- und Sozialbereich, Wohnungswirtschaft
Beschreibung
Gemeinsame Projekte für die GWA werden jährlich angestrebt (durch Akteure der Stadtentwicklung; der soziokulturellen Einrichtungen vor Ort) und vereinbart. Die GWA unterstützt diesen Prozess; sie erreicht v.a. Familien und vernetzt diese untereinander.
Kriterium
Beschreibung
Der Familientreff ist ein Anlaufpunkt für nicht-migrantische und migrantische Familien. Gemeinsam werden Aktionen initiiert und durchgeführt. Im gesamten Quartier werden entsprechende Begegnungen durch GWA gefördert. Teilhabe und Engagement steigt.
Beschreibung
Die Bedarfe der Familien im Quartier sind transparent(er) und die GWA des Familientreffs vermittelt auch ggf. an Fachstellen weiter. Begegnungsräume wurden geschaffen und mehr Bürgerbeteiligung wurde ermöglicht, die das soziale Miteinander stärkt.
Kriterium
Beschreibung
Die GWA in der Innenstadt steht im Austausch mit GWA-Projekten in Northeimer Stadtteilen und stimmt ihr Vorgehen darauf ab. Stadtentwicklung und GWA sieht sie im Kontext der Gesamtstadt. Sie nutzt auch (stadtteil)-externe Ressourcen für das Quartier.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Stadt ist über die Ziele, Entwicklung und Aktivitäten im Projekt informiert; das Vorgehen erfolgt abgestimmt. Beteiligung an Sitzungen des Beirats für Menschen mit Behinderungen, dem Jugendbeirat, dem Migrationsrat u.ä. geplant.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendkulturzentrum "Alte Brauerei", Theater der Nacht, Kino Neue Schauburg, Stadthalle Northeim; Stadtführungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oase (Diakonie), AWO, Caritas, Evangelische Jugend, Pro Inklusion, Unabh. Teilhabeberatung (EUTB), Ev. Jugendhilfe, Bahn-Sozialwerk, Flexible ambulante Hilfen (FLEX), Kooperation Werk-Statt-Schule (Südstadt) zum Austausch über Vorgehen und Ansatz GWA
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren heute e.V. (Seniorenbegegnungsstätte Alte Wache) , Deutsch für alle e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Krippen, Kindergärten, Martin-Luther-Schule, Gymnasium Corvinianum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Sixti, Evangelische Jugend, katholische Kirchengemeinde St. Marien, evang. Superindentur (Entenmarkt), CVJM
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kiosk Breite Str., Friseure; Bäckereien, Buchhandlungen, Standortgemeinschaft (gewerb. Interessenver.), Architektenbüro Lange/Puche, Kaufland Northeim, Sportschule Mark Haubold, Hotel Schere; Thai-Massagen u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungsgenossenschaft: Wohnen in Northeim GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lokale Presse (Hallo, HNA, Northeim News)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
DJH Jugendherberge Northeim, Medienzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Simon Hartmann; MdL Frauke Heiligenstadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wissenschaft und Forschung (Prof.Dr. Peter-Ulrich Wendt, Hochschule Magdeburg-Stendal); NABU Northeim, Interkultureller Garten Northeim, Internationale Gärten e.V. Göttingen, Demokratie leben ! Externe Fach- und Koordinierungsstelle der Stadt Northeim,
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das GWA-Projekt will die begonnene Zusammenarbeit mit der Stadt Northeim (Stand Juli 2020: drei Arbeitstreffen mit Behördenleitern aus dem Bereich der Stadtentwicklung) und mehrere Treffen mit dem ersten bzw. zweiten Bürgermeister der Stadt Northeim, mit einem Planungs- und Architekturbüro, mit Akteuren des sog. Fachwerk-Fünfecks und der Wohnen in Northeim GmbH fortsetzen. Ein längerfristig gültiger Nutzungsvertrag für das Außengelände vor der Geschäftsstelle des DKSB liegt vor.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nordertor ist Ehrensache
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Klaus Lüdeke
| Funktion | Geschäftsführung / Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
JuNG - Jugend und Nachbarschaft Gemeinsam
Projektbeschreibung
Im Rahmen von Nordertor ist Ehrensache konnten wir in der Vergangenheit bereits einen Bewohnertreff eröffnen und Bewohner*innen zu einem Engagement für ihren Stadtteil aktivieren. So ist z.B. eine Müllsammelgruppe, mit durchschnittlich 10 Beteiligten, entstanden, die einmal im Monat Spielplätze und Gebüsche von Unrat befreit. Handwerker*innen haben im Rahmen der Nachbarschaftshilfe Unterstützungen bei Fahrrad- und Möbelreparaturen, Gartenarbeiten und Einkaufshilfe gegeben. Viele der ehrenamtlichen Helfer*innen und der Teilnehmer*innen unserer Angebote wie der Sitzgymnastik sind aber schon älter. Im neuen Projetzeitraum wollen wir nicht nur das ehrenamtliche Engagement vertiefen, sondern verstärkt auf die Jugendlichen im Stadtteil blicken. Durch spezielle Angebote nur für Jugendliche, wie z.B. ein Graffiti-Projekt und Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche werden Jugendliche direkt angesprochen. Als vorläufiger Treffpunkt und um den Kontakt zu den Jugendlichen aufzubauen, wird ein Basketballfeld in der Nähe des Bewohnertreffs (BT) eingerichtet. Zusätzlich bekommen sie einen Raum als vorläufigen Treffpunkt. Da der Bewohnertreff in einer nur ca. 60m² Wohnung eingerichtet ist, rechnen wir mittelfristig aber auch mit Nutzungskonflikten mit anderen Gruppen im Bewohnertreff. Darum suchen wir im nächsten Schritt gemeinsam mit den Jugendlichen im Stadtteil nach einem Ort, wo sich junge Menschen treffen können und den sie sich selber gestalten können. Regelmäßige Treffen zw. Jugendlichen, Anwohner*innen, Projektmitarbeiter*innen finden statt, um das Projekt weiter zu planen und umzusetzen. Während der Beteiligungstreffen werden Ideen, Fragen und Probleme zu einem Jugendtreffpunkt erarbeitet. Wenn ein Grundstück gefunden ist und feststeht, ob nun Bauwagen, Holzhütte oder Container soll im 3. Schritt die Umsetzung erfolgen und ein neuer Jugendtreffpunkt im Nordertor entstehen. Dieser wird durch Mitglieder des Vereins und in Kooperationen mit dem Jugendhaus Nienburg, dem Stadteilhaus Nordertor und der Schulsozialarbeit betreut und für Jugendprojekte genutzt. Langfristig soll im Nordertor ein neues Stadtteilhaus entstehen, bei dessen Planung Jugendliche beteiligt werden, um ihre Bedarfe einzubringen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der 2018 gegründete Verein Unser Nordertor ist ein Stadtteilverein und mit zwei Standorten im Nordertor vertreten - der Geschäftsstelle UNo und dem Bewohnertreff in der Ernsting-Siedlung. Dieser wurde im Januar 2020 eröffnet und musste wg. Corona von März bis Ende Mai geschlossen werden.
Die Ernsting Siedlung wurde 1959 errichtet und besteht aus 33 Mehrfamilien- und 22 Reihenhäusern mit insg. 144 Wohnungen. In den letzten 20 Jahren hat sich die Siedlung in eine Sozialsiedlung verwandelt. Armut, Arbeitslosigkeit und Kriminalität prägten diese. Nach einem Eigentümerwechsel werden nun alle Wohnungen nach und nach saniert. Nicht alle der „alten“ Mieter bekommen eine neue Wohnung in der Siedlung. Neue Mieter kommen aus der Mittelschicht der Gesellschaft. Dadurch entsteht nicht nur eine neue Nachbarschaft, sondern auch Anonymität in der Siedlung.
Die Jugendlichen aus prekären Verhältnissen treffen sich meist am Bahnhof, auf Spielplätzen oder an Straßenkreuzungen. Andere wiederum sehnen sich nach Wärme, Hilfe und suchen Ansprechpartner oder einfach einen Ort um sich mit Freunden zu treffen. Jugendliche treffen sich um zu reden, Musik zu hören und sich die Zeit zu vertreiben. Diese und weitere jugendtypische Aktivitäten im öffentlichen Raum stoßen bei Erwachsenen häufig auf Ablehnung, führen zu Konflikten und Beschwerden. Bew. stören sich an Lärm, Müll und Vandalismus oder sie fühlen sich verunsichert, wenn sie jugendlichen Gruppen auf der Straße begegnen. Auch der Konsum von Alkohol und Drogen sowie verschiedene Formen von Gewalt unter Jugendlichen sind Ausdruck von Konflikten im öffentlichen Raum. Ein Grund dafür sind fehlende gezielte Angebote für Jugendliche.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg/Weser Nordertor
Beschreibung
Im Norden ist die Grenze bei der Holtorfer Straße/Wilhelm-Busch-Str. zu ziehen. Westlich bildet die Große Drakenburger Str. die Grenze des Stadtteils. Südlich verläuft die Grenze Verdener Landstr./Dr.-Franck-Str. Östlich verläuft die Grenze an der Straße Grefengrund, Platanenstr., B6/2124 und Celler Str. bis zur Holtorfer Straße.
Einwohnerzahl
4776
Quelle / Anmerkungen
Keck-Atlas Nienburg
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Programmgebiet der Sozialen Stadt ist nur ein Teilgebiet des Nordertors (siehe Karte 1). Ein Möglicher Standort für einen Jugendtreff könnte im Sanierungsgebiet liegen. Der Schwerpunkt des Projektes liegt nicht bei der baulichen Herstellung eines Jugendtreffs sondern bei der Aktivierung für gem. Projekte und Schaffung von nachhaltigen Beteiligungsstrukturen.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Regionalstelle der Bundesagentur für Arbeit
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Regionalstelle der Bundesagentur für Arbeit
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_1.jpg
(1.1 MB)
karte_2.jpg
(1.06 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Gleichzeitig mit der Sanierung der Ernsting-Siedlung und der damit entstehenden neuen Hausgemeinschaften soll sich der Bewohnertreff als Anlaufstelle für Gemeinwesenarbeit etablieren. Durch die GWA werden bestehende und neu entstehende Bedarfe abgedeckt. Im Zentrum stehen die Bewohner*innen. „Was habt ihr für Interessen?“ „Was wünscht ihr euch für „eure“ Siedlung?“. Mit Unterstützung der GWAler*innen sollen Angebote mit allen Altersgruppen entstehen, die zur Verbesserung der eigenen Situation führen. Ein gemeinsam organisiertes Siedlungsfest oder ein Flohmarkt sollen die Nachbarschaft stärken und den Kontakt zw. Jung und Alt fördern. Gegenseitige Unterstützung bei der Kindebetreuung oder der Hilfe für Ältere soll entstehen. „Local Leader“ mobilisieren die Bewohner*innen zu gemeinsamen Aktivitäten und Projekten und motivieren sie, ihre eigenen Ideen zu verwirklichen und neue Wege zu erproben. Es soll erreicht werden, gegenseitiges Verständnis und Solidarität unter allen Bewohner*innen, generationen-, milieu- und nationalitätsübergreifend zu entwickeln. Um nachhaltige Verbesserungen für die Menschen in der Siedlung aber auch im Stadtteil zu erreichen, werden weitere Akteure der GWA mit einbezogen. Es werden vorhandene Ressourcen und Potentiale im Stadtteil aktiviert, verknüpft und soziale Netzwerke geschaffen bzw. gestärkt. Erreichen wollen wir das durch aufsuchende persönliche Gespräche und durch stark beteiligungsorientierte Angebote.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Angebote werden von den Bewohner*innen selbst angeregt und umgesetzt
Kriterium
Beschreibung
Angebote werden generations- milieu- und nationalitätsübergreifend angenommen.
Beschreibung
Bewohner*innen unterstützen sich gegenseit z.B. bei der Kinderbetreuung oder bei haushaltsnahen Hilfen.
Beschreibung
Selbstorganisierte Angebote werden von Bewohner*innen in Eigenregie durchgeführt
Kriterium
Beschreibung
Regelmäßiger Austausch der Akteure über bedarfsgerechte Angebote. Kooperation und Zusammenarbeit bei der Durchführung von Projekten. Gemeinsame Evaluation
Kriterium
Beschreibung
Leitbild der Stadt Nienburg ist Grundlage der Vereinsarbeit. Insbesondere Maßnahmen zum Empowerment der Bewohner*innen zur Förderung der Identifikation mit dem Stadtteil.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Seit 09/2015 sind eine Sozialarbeiterin der Stadt Nienburg und, seit 03/2017, zusätzlich ein Quartiersmanager für den Aufbau der GWA im Sanierungsgebiet "Soziale Stadt -Nordertor" tätig. Unser Stadtteilverein Unser Nordertor e.V. kam 09/2018 hinzu. Es bestehen stabile Kooperationen zu hauptamtlichen Akteuren der sozialen Infrastruktur und zu Netzwerken der Integration, Jugendhilfe, Bildungseinrichtungen und zu Betrieben im Stadtteil. Es bestehen ehrenamtliche Strukturen im Sanierungsgebiet wie den Stadtteilbeirat und Arbeitsgruppen die sich den Themen Wohnumfeld, Verkehr, Stadtteilzeitung, Stadtteilfond und Soziales widmen. Im Stadtteilverein, der über das Sanierungsgebiet hinaus agiert, engagieren sich Mitglieder wie auch Nichtmitglieder beispielsweise in einer Müllsammelgruppe oder im Bereich der Nachbarschaftshilfe und beim Bewohnercafé.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
CJD - Christliches Jugenddorf, Jugendmigrationsdienst, Vater/Mutter - Kind Wohnen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilhaus Nordertor mit GWA und QM
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schulen Rahn gemeinnützige Schulgesellschaft mbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Michael
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Nienburg / Weser
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diverse Groß- (Industrie-) Unternehmen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diverse Klein- und Einzelhandelsunternehmen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
lokale Medien: Die Harke, Blickpunkt, Radio Mittelweser, TV2020
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitsgruppen: Verkehr, Wohnumfeld, Soziales, Stadtteilfond, Jugend und Stadtteilzeitung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wirtschaftsförderung der Stadt Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur der Stadt Nienburg
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach Projektablauf wird der Verein den Bewohnertreff und den Jugendtreff weiter betreiben. Die Zusage zur finanziellen Unterstützung der Vereinarbeit durch die Stadt Nienburg liegt bereits vor. Jugendliche werden z.B. in Form einer Arbeitsgruppe in die weitere Gebietsentwicklung einbezogen. In der Partizipation sieht die kommunale Verwaltung auch eine Komplettierung der GWA im Nordertor.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
bt_kopf.jpg
(192.76 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
WIR in Baddeckenstedt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Melanie Ahmann
| Funktion | Sachbearbeiterin für Soziales und Geflüchtete |
|---|
2. Kurzbeschreibung
WIR - Wertschätzend, Integrierend, Regional
Projektbeschreibung
In dem Projekt „WIR in Baddeckenstedt“ erhalten unsere Bewohner*innen das Wort und entwickeln und realisieren mit Unterstützung eigene Ideen und Schwerpunkte für ein gutes Leben in der Gemeinde. Ausschlaggebend für diesen Prozess sind verschiedene Entwicklungen vor Ort. So existiert seit fünf Jahren die „Sprachschule Baddeckenstedt“ in den von der Haupt- und Realschule im Innerstetal zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten. Die Sprachschule hat sich neben der Sprachvermittlung als Bildungsort und sozialer Treffpunkt für Neuzugewanderte und Ehrenamtliche etabliert. Neuzugewanderte in der Gemeinde formulieren vielfach den Wunsch auch über die Sprachschule hinaus stärker in Kontakt mit Einheimischen zu treten. Der neu gegründete Verein Vielfalt Innerste e.V. oder auch die Flüchtlingsvertretung zeugen hierbei von einem hohen Engagement. Weitere aktive Zusammenhänge, wie Nähgruppen, Chöre und LandFrauen, sind ferner mit spezifischen Bedarfslagen in der ländlichen Gemeinde konfrontiert. In diesem Zusammenhang fand im März 2020 ein Kick-Off Workshop mit Anwohner*innen, ehrenamtlichen und hauptamtlichen Multiplikator*innen statt. Teilnehmende sprachen sich für einen Treffpunkt aus, „um sozialer Isolation entgegenzuwirken, individuelle Potentiale, aber auch Bedarfe sichtbar und nutzbar zu machen und Baddeckenstedt langfristig attraktiv zu halten.“ „Regelmäßige Treffpunkte schützen vor Vereinsamung und aktivieren das Dorfleben. Man muss nicht in die Stadt fahren.“ Es solle „eine Anlaufstelle für alle Belange: Kontakte, Hilfesuche, gegenseitige Unterstützung, Vernetzung, Anwendung von Sprachkenntnissen“ aufgebaut werden (Ergebnisse Kick-Off Workshop).
In dem vorliegenden Projekt stellen die Anliegen und Bedarfslagen von Bewohner*innen und deren eigenverantwortliche Bearbeitung die Basis weiteren Handelns dar. Als tatkräftige und professionelle Begleitung agiert die Koordinations- und Ansprechperson, die Zugänge zu den vielfältigen Adressatengruppen herstellt. Sie kann die Menschen in der Gemeinde bei der Generierung und Umsetzung von Projektideen unterstützen. Als wichtige Ressource steht hierfür ein Trakt der Schule im Innerste Tal bereit. Bewohner*innen können hier Möglichkeits- und Partizipationsräume gestalten und nutzen oder auch einfach in den Kontakt mit ihren Nachbar*innen treten. Mit diesen Schritten können wir gemeinsam zu einem guten und zukunftsfähigen Leben in der Gemeinde Baddeckenstedt beitragen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Baddeckenstedt umfasst das Zentrum und den Verwaltungssitz in der gleichnamigen Samtgemeinde. Diese ist stark ländlich geprägt und weist als Exklave des Landkreises Wolfenbüttel eine einzigartige geographische Stellung auf. Die daraus resultierende Entfernung zur Kreisstadt mit den relevanten Infrastrukturen sowie die hürdenreiche Erreichbarkeit mittels des öffentlichen Personennahverkehrs schmälern die Teilhabemöglichkeiten (vgl. Thünen Report 53, Braunschweig, November 2017, S. 19). Dies gilt insbesondere für sozial schwächere Bevölkerungsgruppen, die mit sozialer Isolation in der Gemeinde konfrontiert sind. Soziale und inklusive Treffpunkte für Bewohnergruppen sind in Baddeckenstedt indes nur rudimentär existent. Erschwerend wirkt sich das Fehlen zielgruppenspezifischer Angebote vor Ort, beispielsweise für Jugendliche oder junge Familien, auch vor dem Hintergrund der im Kreisvergleich überproportionalen Inanspruchnahme von Jugendhilfe- und Transferleistungen in familiären Kontexten aus (vgl. Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe 2017).
Angesichts eines zu erwartenden Bevölkerungsrückgangs in der Samtgemeinde bis 2032 um circa 20 Prozent bei gleichzeitiger Alterung steht auch Baddeckenstedt perspektivisch vor großen Herausforderungen (vgl. Kleinräumige Bevölkerungsvorausberechnung für den Landkreis Wolfenbüttel 2016-2032, Niedersächsische Landgesellschaft 2019). Dies berücksichtigend möchte das Projekt mit den Bewohner*innen der Gemeinde zeitnah Problem- und Bedarfslagen ermitteln und nachhaltig bearbeiten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Baddeckenstedt
Beschreibung
Die Gemeinde Baddeckenstedt ist eine von sechs Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Baddeckenstedt und beherbergt die Samtgemeindeverwaltung. Sie ist damit Teil eines sehr ländlich geprägten Planungsbereiches zwischen den Höhenzügen Vorholz und Lichtenberg (ein Teil des Salzgitter-Höhenzuges). Sie grenzt nordwestlich an den Landkreis Hildesheim und östlich an die kreisfreie Stadt Salzgitter sowie weitere Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde.
Einwohnerzahl
3082
Quelle / Anmerkungen
Quelle: Statistik des Bürgerbüros der Samtgemeinde Baddeckenstedt, August 2020.
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten aus der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistik des Bürgerbüros der Samtgemeinde Baddeckenstedt, August 2020.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
SGB II-Beziehende Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten aus der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
SGB II beziehende Kinder 0 bis 18 Jahre Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten aus der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
183 ausländische Bewohner. Quelle: Statistik des Bürgerbüros der Samtgemeinde Baddeckenstedt, August 2020.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
53 arbeitslose Menschen sind im Juli 2020 in der Gemeinde Baddeckenstedt gemeldet. Quelle: Statistik Service Nordost der Agentur für Arbeit.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
6 arbeitslose Menschen unter 25 Jahren sind im Juli 2020 in der Gemeinde Baddeckenstedt gemeldet. Quelle: Statistik Service Nordost der Agentur für Arbeit.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
wir_in_baddeckenstedt_kartenausschnitt1.jpg
(505.58 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem im Kick-Off Workshop von neuen und alteingesessenen Bewohner*innen in der Gemeinde artikulierten Bedarf und Wunsch nach Intensivierung von sozialen Beziehungen und dem Kennenlernen von Nachbar*innen in einem Treffpunkt in nächster Nähe ist eine wesentliche Voraussetzung von gemeinwesenorientierter Arbeit erfüllt. Das Projekt „WIR in Baddeckenstedt“ führt diese und weitere zu identifizierende Anliegen gezielt mit dem vorliegenden Engagement und Potenzialen zusammen. Bewohner*innen werden als Betroffene, Gestalter*innen ihres Umfeldes und Expert*innen wahrgenommen, angesprochen und aktiv eingebunden. Personelle Ressourcen einer koordinierenden und begleitenden Ansprechperson sind hierfür zentral. Hier laufen die Fäden zusammen, werden Workshops zur Ideenfindung moderiert und wird Schnittstellen- und Netzwerkarbeit mit Bewohner*innen, (Samt)Gemeinde, Politik sowie lokal tätigen Verbänden und Zivilgesellschaft geleistet. Aus der Bewohnerschaft heraus entwickelte und von Kooperationspartner*innen flankierend unterstützte Angebote können in den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten der Schule im Innerste Tal eingebettet sein. Hier soll bereits und potentiell Engagierten ein Raum zur Artikulation geboten werden, welcher als Treffpunkt fungieren kann und von den Beteiligten gemeinschaftlich ausgestaltet wird.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen werden zu ihren Anliegen befragt, treten in Ideenfindungsprozesse ein und gestalten entsprechend ihren Interessen maßgeblich die Angebote und den Treffpunkt (Start mit Kick-Off Workshop 04. März 2020).
Kriterium
Beschreibung
Durchführung von Qualifizierungs-/Empowerment-Kursen (z.B. Flüchtlingsvertretung)/Bewohner*innen nutzen bereitgestellte Räume und setzen eigene Projekte um/ Local leaders und Brückenbauer in Communities sind eingebunden.
Kriterium
Beschreibung
Nutzung der hohen Motivation, Potenziale und Expertisen von Bewohner*innen (z.B. Fahrdienste, Reparaturen, Kinderbetreuung, Kuchenbacken, Übersetzungen), die sich bei der Befragung und in informellen/niedrigschwelligen Anlässen herauskristallisieren.
Kriterium
Beschreibung
Neu aufzubauendes Netzwerk zur Kooperation tagt regelmäßig mit Bewohner*innen sowie Ehrenamtsvertretung, Entscheidungsträgern, Kooperationspartnern (wie (Samt)Gemeinde, Schule, DRK-Ortsverband, Caritas, Landkreis) zur Gemeinwesenarbeit vor Ort.
Kriterium
Beschreibung
Die in der Befragung und in Workshops/Werkstätten geäußerten Anliegen zu einem guten, nachbarschaftlichen Leben werden im Rahmen ihrer Machbarkeit angebahnt und von Bewohner*innen mit hauptamtlicher Unterstützung umgesetzt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Caritasverband für Stadt und Landkreis Wolfenbüttel e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Wolfenbüttel e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Familienbildungsstätte/MigrantenElternNetzwerk
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Flüchtlingsvertretung Samtgemeinde Baddeckenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und Katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehren Baddeckenstedt, Oelber, Rhene und Wartjenstedt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt schafft langfristige Strukturen, die auch über den Projektzeitraum verfügbar bleiben. Die Samtgemeinde plant, sich langfristig in diesem Bereich durch Bündelung verschiedener Aufgaben im Sozialbereich unter dem Themenschwerpunkt "Familien- und Sozialservice" zu engagieren. Ferner stellt der Landkreis Wolfenbüttel den Schultrakt nachhaltig als Möglichkeits- und Partizipationsraum zur Verfügung und unterstützt diesen als sozialräumlichen Treffpunkt in Baddeckenstedt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Berliner Straße- ein Viertel wächst zusammen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katrin Moser
| Funktion | Kirchenkreissozialarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Umbruch und Verstetigung durch aktive Quartiersbürger*innen
Projektbeschreibung
In der laufenden Arbeit fiel uns auf, dass viele Klient*innen - gerade auch Jugendliche- aus dem Viertel der Berliner Straße stammen. Der Stadtteil ist zum einen durch Anonymität gekennzeichnet und andererseits durch Konflikte der einzelnen Bewohner*innen untereinander sowie mit umliegenden Anwohner*innen. Um etwas in diesem Quartier zu verändern haben wir nach passenden Methoden der Sozialarbeit gesucht und sind auf das Programm der Landesarbeitsgemeinschaft gestoßen. Seit der Förderung 06/2019 sind wir im Stadtteil Syker-Neustadt aktiv.
Viele Bürger*innen erzählten zu Beginn der Förderung immer noch von einem vor einiger Zeit geschlossenem Lebensmittelladen, der als vernetzende Institution diente und wo nötige Informationen über Ort und Leute ausgetauscht wurden. Weitere Maßnahmen wie Balkongespräche unterstützen diese Aussagen. Dies war für uns Anlass einen Stadtteiltreff in der örtlichen Grundschule für die Bürger*innen des Quartiers zu eröffnen. Dieser wurde von den Bürger*innen der Syker-Neustadt sehr gut angenommen und etablierte sich zunehmend.
Wir möchten den Treffpunkt in der Grundschule ausweiten und die GS langfristig mit dem Treffpunkt und dem Quartier verweben. Schule im Quartier und mit dem Quartier, wodurch auch bildungsferne Eltern erreicht werden. Einerseits durch neue Freizeit- und Bildungsangebote in der Schule, andererseits durch äußere Erkundungen der Schule wie z.B Quartiersbegehungen mit den Grundschülern.
Zunehmend rückt auch die Problematik der jugendlichen Straftäter aus dem Viertel, in das Visier der Quartiersarbeit. Polizeiliche Kriminalberichte und mediale Berichterstattung bestätigen den Anstieg, weswegen wir neben dem unterstützenden kommunalen Projekt "Beteiligung und gesellschaftliche Integration in Syke" (Beleuchtung der kommunalen Strukturen) ebenfalls an diesem Punkt mit unserer Arbeit praktisch ansetzen. Aktuell läuft noch eine aktivierende Jugendbefragung bis Oktober, welche an alle Jugendlichen des Quartiers zwischen 12 und 25 gerichtet ist.
Mit dem Folgeantrag möchten wir delinquente und delinquentgefährdete Jugendliche durch aufsuchende Arbeit, Befragungen und daraus resultierenden Angeboten weiter erreichen, wodurch langfristig Jugenddelinquenz vermindert werden soll. Unterstützend dazu werden kommunale Strukturen und Netzwerke geschaffen die u.a an der Angebotsentwicklung und -umsetzung aktiv teilnehmen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Syke ist eine Kleinstadt südlich von Bremen. Die Stadt Syke und die umliegenden, dazugehörigen Ortsteile haben eine Einwohnerdichte von etwa 25.000 Einwohnern. Bezahlbarer Wohnraum ist in Syke rar. Nicht nur durch immer weniger bezahlbaren Wohnraum entstehen ganze Straßenzüge, in denen das Abbild von Arm und Reich deutlich zu erkennen ist. Wohnraum, der für Transferleistungen angemessen ist, befindet sich in Syke in der Berliner Straße.
Über die Jahre haben sich hier viele Familien verschiedener Nationalitäten niedergelassen und blieben aufgrund mangelnder Angebote hier wohnen, andererseits gibt es viel Fluktuation. Die Unzufriedenheit der Bewohner*innen der Blöcke wird durch den ständigen Wechsel der Hausverwaltungen ihres Gebäudes geschürt. Auch der verwahrloste Anblick der Blöcke aufgrund fehlender Renovierungen fördert die Unzufriedenheit. Zwar gibt es auch einige Reihen- und Einfamilienhäuser um die Häuserblöcke herum, dennoch wird von Außenstehenden das Viertel über die Blöcke definiert und stigmatisiert.
Allgemein herrscht Anonymität im Quartier, unter Nachbarn kennt man sich meist nicht. Zudem gibt es Konflikte der einzelnen Bewohner*innen sowie mit umliegenden Parteien. Menschen mit Migrationshintergrund bleiben unter sich. Ein „Wir-Gefühl“ sucht man im Quartier vergeblich.
Problematisch ist das Bild der außenstehenden Öffentlichkeit. Das Gebiet Berliner-Straße wird überwiegend gemieden und es wird davor gewarnt. Das Negativimage wird durch mediale Berichtserstattungen wie Messerstechereien und polizeiliche Kriminalstatistiken zunehmend gefördert. Die ansteigende Kleinkriminalität wird von der Kleinstadt zwar stillschweigend geduldet und umgangen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadtteil Syker-Neustadt
Beschreibung
Südlich der Grundschule am Lindhof, eine Karte vom Katasteramt ist beigefügt.
Einwohnerzahl
3500
Quelle / Anmerkungen
Stadt Syke
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt "Berliner Straße - ein Viertel wächst zusammen" wird besonders durch aufsuchende Arbeit und aktivierende Befragungen der Jugendlichen geprägt. Das geäußerte Interesse der Jugendlichen wird angenommen und führt zur Umsetzung gewünschter Angebote wie z.B Boxen, Hiphop Workshop etc.. Wir möchten dadurch die Eigeninitiative der Jugendlichen durch Möglichkeiten der Beteiligung fördern.
Auch liegt uns die Partizipation benachteiligter Familien/ Eltern durch niedrigschwellige Angebote der Quartiersschule wie z.B Elternschule im Quartier, Quartiersbegehungen etc. sehr am Herzen. Wir verfolgen damit das Ziel, Beteiligungsstrukturen zu stärken und bildungsferne Familien/ Eltern nachhaltig in das "Syker Leben" zu integrieren.
Mit der kommunale Netzwerkarbeit, mit bestehenden und neuen Kooperationspartnern, verfolgen wir die Intention, dass der Blick auf Einzelfälle und Gruppierungen gezielt gerichtet wird und dadurch gemeinsam tragbare Strukturen und Angebote entwickelt werden.
Insgesamt möchten wir die Selbstwirksamkeit in unserem Projektgebiet steigern. Ziel ist es, dass die Bewohner*innen lernen sich langfristig und nachhaltig selbst zu organisieren und einzubringen, wodurch sie merken, dass durch ihr eigenes Handeln etwas bewegt werden kann.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es sind kommunale, tragbare Strukturen entstanden. Es gibt einen Jugendbeirat und fachübergreifende Zusammenarbeit sowie Angebotsentwicklung für Jugendliche
Kriterium
Beschreibung
Selbstwirksamkeit der Bewohner*innen wird erkannt, Bürger*innen organisieren und verwalten sich und ihre Angelegenheiten langfristig und nachhaltig selbst
Kriterium
Beschreibung
Delinquenz vermindert sich langfristig, Kriminalstatistik kann dies belegen
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales, Leitung Frau Wilhelm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchenvorstand, Vorsitz Pastor Kopp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendpfleger der Stadt Syke, Herr Catruat
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerktreffen Bildung und Teilhabe von Kindern und Eltern mit und ohne Migrationshintergrund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerktreffen der Schulsozialarbeiter*innen Syke
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Unser Ziel ist es, eine dauerhafte Stelle für Gemeinwesenarbeit zu schaffen. Die Stadt ist offen und kooperativ gegenüber dem Projekt und sieht sich auch selbst in der Verantwortung unser Vorhaben weiterhin zu unterstützen. Eine geteilte Finanzierung durch die Diakonie und Stadt Syke steht ebenfalls im Raum, sollten die Steuereinnahmen der Kommune bzw. die wirtschaftliche Lage sich erheblich verschlechtern.
Die Finanzierung im Anschluss wird in dem Fall durch kirchliche Fördemitel ggf. mögl.
11. Medien
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Stadtteilmanagement Lüneburger Innenstadt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Friedrich Graf
| Organisation | Hansestadt Lüneburg Stabsstelle Jugend/Soziales |
|---|---|
| Funktion | Stabsstelle Strategische Steuerung und Entwicklung - Schwerpunkt Stadtteilarbeit |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesenarbeit für eine sorgende Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Wir wollen nah dran sein an den Anliegen der Menschen, sie in ihren Potentialen stärken, Gestaltungsräume bieten und damit die Entwicklung aktiver Nachbarschaften fördern. Mit diesem Ziel wird im Rahmen der Weiterentwicklung der Stadtteilarbeit im Dezernat für Bildung, Jugend und Soziales aktuell u.a. in Zusammenarbeit mit freien Trägern das Fachkonzept „Stadtteilmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ entwickelt. Damit sollen organisatorisch bisher dem ASD zugeordnete Aufgaben des Stadtteilmanagements zukünftig in einem neu geschaffenen Bereich Stadtteilmanagement verfolgt und damit die Gemeinwesenarbeit in den Stadtteilen gestärkt werden.
Die Innenstadt bringt neben vielen Vorteilen durch attraktive Straßenzüge, Plätze mit Verweilqualität, Gewerbe und Gastronomie auch besondere soziale Herausforderungen mit sich: Hier treffen Suchtmittelabhängige, Partygänger, Gewerbetreibende und Anwohner mit ihren jeweiligen Interessen auf einander. Damit einher gehen Probleme durch Lärmbelästigung, Verschmutzung öffentlicher Bereiche und die Entstehung von Angsträumen, die letztlich zu Konflikten und Frustration insbesondere auf Seiten der Anwohner führen. Das Stadtteilmanagement soll u.a. den Austausch zwischen den Interessengruppen und das gegenseitige Verständnis fördern. Mit dem Fokus auf die Bewohnerschaft zielt das Stadtteilmanagement ebenfalls darauf ab, die Identifikation der Bewohner als sorgende Nachbarschaft zu fördern und gemeinsame Perspektiven für die Gestaltung des Stadtteils und des Zusammenlebens zu entwickeln.
Die erste und zugleich stetige Aufgabe des Stadtteilmanagements wird in der Beziehungsarbeit mit den Anwohnern und Akteuren im Stadtteil liegen. Darauf aufbauend sollen die Bürger darin begleitet werden, ihre Visionen des Zusammenlebens selbst zu artikulieren und aktiv zu verfolgen. Eine weitere Aufgabe des Stadtteilmanagements liegt in der Förderung der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und nichtstädtischen Akteuren. Durch das Aufnehmen und Teilen von Informationen und die Initiierung von Austauschtreffen und gemeinsamen Projekten verschiedener Akteure soll das Stadtteilmanagement zur Vernetzung in der Innenstadt beitragen und mögliche Synergien sichtbar machen.
Wir brauchen das Stadtteilmanagement in der Innenstadt, um den Bürgern Mut zu machen, sich zu engagieren und die Bildung einer aktiven Nachbarschaft zu fördern.
Laufzeit
2021-02-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Lüneburger Innenstadt ist Zuhause für fast 6000 Bewohner. Zugleich ist sie Aufenthaltsort für viele Tagesbesucher und Touristen. Vermutlich auch dadurch beeinflusst, ist das Leben in der Innenstadt von einer größeren Anonymität geprägt, als dies in anderen Stadtteilen zu beobachten ist. Entsprechend gering ist überwiegend die Identifikation mit der Innenstadt als eigenem Quartier und das damit verbundene Wir-Gefühl der Bewohner.
Herausfordernd für viele Bewohner der Innenstadt sind als Angsträume wahrgenommene Orte (bspw. Am Sande, Clamartpark, St. Johanniskirche). Diese sind häufig dominiert von Alkohol-und Drogenkranken, Dealern und schwer erreichbaren sozialen Randgruppen. Zu Spannungen kommt es zudem immer wieder durch Interessenkonflikte zwischen Anwohnern, Tagesgästen die zum Feiern kommen und Gastronomen.
Erfahrungen der Corona-Pandemie zeigen, dass ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von funktionierenden Nachbarschaften besteht. Die Herausforderung besteht darin, die Menschen darin zu unterstützen, ihren Willen zu artikulieren, sich zu organisieren und das Zusammenleben in der Innenstadt zu gestalten. Die Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen zur Förderung und Etablierung einer sorgenden Gemeinschaft zu schaffen und den Austausch der verschiedenen Interessengruppen zu fördern.
Im Rahmen eines umfassenden Prozesses zur Weiterentwicklung der stadtteilorientierten Arbeit der Hansestadt wird aktuell in Abstimmung mit freien Trägern ein Fachkonzept „Stadtteilmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ erarbeitet. Ziel ist es, die Gemeinwesenarbeit und damit das Stadtteilmanagement in Lüneburg konzeptionell neu aufzustellen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg Innenstadt (Altstadt)
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst den definierten Bereich des Stadtteils "Altstadt" mit einer Flächengröße von 104 ha.
Es grenzt im Süden an den Clamartpark und die Lindenstraße,
im Westen an die Sülztorstraße, Am Sülzwall, Am Bendikt und Am Springintgut
im Norden an die Hindenburgstraße und Reichenbachstraße
im Osten an die Schießgrabenstraße
Einwohnerzahl
5962
Quelle / Anmerkungen
Hiesiges Melderegister, Stichtag 23.04.2019
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hiesiges Melderegister
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hiesiges Melderegister
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hiesiges Melderegister
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hiesiges Melderegister
Unterlagen zum Gebiet
auswertung_einwohner_altstadt_23.04.2019.pdf
(24.51 KB)
projektgebiet_lueneburg_innenstadt.pdf
(2.04 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Einrichtung des Stadtteilmanagements in der Innenstadt bildet den Auftakt der Gemeinwesenarbeit in diesem Stadtteil. Damit liegt der Fokus deutlich stärker als bisher auf der Information und Beteiligung der Bürger. Planungsprozesse der sozialen Infra- und Angebotsstruktur im Stadtteil werden in Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern neu aufgestellt. Mit der Weiterentwicklung sollen die Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume für die Menschen und Akteure im Stadtteil erweitert und Zugänge zu sozialen Angeboten und Dienstleistungen erleichtert werden. Partizipation, Unterstützung von Kommunikation, Selbstorganisation und gemeinsamer Handlungsfähigkeit sind dabei zentrale Merkmale.
Als Aufgaben und Methoden des Stadtteilmanagements werden im umzusetzenden Fachkonzept „Stadtteilmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ deshalb folgende Aufgaben und Methoden definiert: Bedarfs- und Bestandsaufnahme, Koordination und Moderation von Stadtteilrunden/ Netzwerken, Förderung der Zusammenarbeit der Akteure, Förderung der Bewohnerschaft zur Mitwirkung bei der Gestaltung des Stadtteillebens, Beteiligung der Bewohnerschaft, Ehrenamtspflege, Informationsarbeit für Bürger*innen, Akteure, Verwaltung und Politik, Initiierung, Aufbau und Begleitung von Nachbarschafts- /Bürgerprojekten, Steuerung von Angeboten im Stadtteil.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner werden mit ihrem Willen und ihren Interessen als konstruktiv kritisches Gegenüber ernst genommen. Sie haben die Möglichkeit, Projekte zu initiieren und Planungsprozessen anderer, insbesondere städtischer Akteure mitzugestalten.
Kriterium
Beschreibung
Die Bürger werden durch das Stadtteilmanagement nach Bedarf darin unterstützt, gemeinsame Formate des Dialogs zu entwickeln, ihren Willen zu artikulieren, gemeinsame Aushandlungsprozesse zu führen und Projekte und Angebote zu initiieren.
Kriterium
Beschreibung
Die Akteure wissen um die Interessen und Themen voneinander. Darüber hinaus arbeiten sie in definierten Gremien und anlassbezogenen temporären Runden zusammen. Im Fokus steht das Wohl und die Stärkung des Gemeinwesens.
Kriterium
Beschreibung
Durch gemeinsames Engagement wächst die Akzeptanz unterschiedlicher Personengruppen füreinander. Individuelle Netzwerke werden erweitert und durch verschiedene Veranstaltungen Erfahrungen der Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit gemacht.
Beschreibung
In einem Stadtteilteam aus Vertretern verschiedener Handlungsfelder und Institutionen, zu dem Themenbezogen weitere Akteure eingeladen werden können, wird integriert an Projekten und Herausforderungen zusammengearbeitet.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Lebensraum Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
drobs - Fachstelle für Sucht und Suchtprävention
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Aktuell befinden wir uns als Dezernat für Bildung, Jugend und Soziales der Hansestadt Lüneburg im Prozess der Weiterentwicklung der Stadtteilarbeit. Als ein Baustein dieses Prozesses wird ein Fachkonzept „Stadtteilmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ erarbeitet. Ziel ist es, organisatorisch einen neuen Bereich inkl. Personal für diese Tätigkeit zu schaffen, um dem mit dem Fachkonzept verbundenen Anspruch an das Stadtteilmanagement auch zukünftig nachkommen zu können.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Die Welt als Heimat - Linden Süd als Zuhause
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Bettina Kahle
| Funktion | Kulturpädagogik |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Linden Süd als Zuhause
Projektbeschreibung
Kurzbeschreibung: jede Gesellschaft, jeder Ort und jeder Stadtteil braucht stabile Beziehungen, um ein langfristiges und nachhaltig friedliches, demokratisches Miteinander zu gestalten, zu verändern, lebendig zu erhalten (siehe dazu: „Auf die Freundschaft“, die aktuelle Ausgabe des Magazins „dafür ‚2“ unter der Herausgeberschaft von Harald Welzer & der offenen Gesellschaft). Linden-Süd ist ein Stadtteil mit einer enormen Vielfalt der Nationalitäten, Sprachen und kulturellen Hintergründe in der direkten und engen Nachbarschaft. Das sorgt für soziale und integrative Herausforderungen, darin steckt aber auch Potential. Das Kultur-Projekt „die Welt als Heimat – Linden-Süd als Zuhause“ will mit verschiedenen künstlerischen Aktionen gute Nachbarschaft und Freundschaften im Stadtteil sichtbar machen und zu langfristig freundschaftlichem Miteinander in diesem in der Öffentlichkeit oft als „problematisch“ wahrgenommenen Stadtteil, beflügeln.
Die künstlerischen Projekte:
Im Treffpunkt Allerweg plus Küche, Lager und Flur, der zum Ort für „Freunde“ werden soll: Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern gestalten das Programm:
In 2 Jahren sollen verschiedene Kulturkreise vorgestellt werden. An dieser Stelle sollen die Menschen im Stadtteil, aus der Nachbarschaft, sich beteiligen.
Wir wollen die Räume für ein halbes Jahr zu jeweils einem Kulturkreis gestalten (4 Kulturkreise in 2 Jahren).
1. Arabische Kulturkreis
2. Afrikanische Kulturkreis
3. Kulturkreis im Mittelmeerraum (Griechenland, Spanien etc.)
4. Asiatische Kultur
Projektdarstellung:
Raum: Die Räume werden je nach dem Kulturkreis mit den Menschen im Stadtteil gestaltet.
Feste: Zu jedem Kulturkreis gibt es ein gemeinsames Fest mit Musik, Tanz, Literatur, Kunst, Speisen und Getränken.
Literatur: Es werden zu jedem Kulturkreis 1 Erzählcafé und 1 Fest des Wortes angeboten (Poetry Slam, Lieder, Gedichte und Geschichten (mit und von den Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils).
Kunst: An 4 Wochenenden sollen gemeinsam Kunstobjekte zu dem Kulturkreis entworfen werden.
Des Weiteren gibt es 4 Wochentermine (montags 14:00 – 16:00 Uhr) pro Kulturkreis mit künstlerischen Aktionen für Eltern und Kinder.
Kochen: Jeder Kulturkreis kocht an 2 Freitagen (Erwachsene und Kinder).
Musik: 4 Musikveranstaltung (1 pro Kulturkreis).
Alle diese Aktionen geschehen unter der Anleitung von verschiedener Künstlerinnen aus dem Stadtteil Vera Hoppe und Maria Eilers
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtteil Linden-Süd hat viele Menschen mit einem geringen Einkommen, die meisten alleinerziehenden Personen, kleine Wohnungen mit vielen Personen, hohe Arbeitslosigkeit, viele Kinder und viele verschiedene Kulturen. In den sozialen Einrichtungen kommen über 90 % der Kinder aus einem nicht deutschen Kulturkreis. Die einzelnen Kulturkreise sind für sich abgeschlossen. Es gibt türkische, spanische, arabische, griechische, bulgarische und afrikanische Gruppen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht Angebote, Veranstaltungen, Kurse, Seminare etc. für alle Kulturen zu organisieren. Das ist sehr schwierig. wir treffen oft auf Abgrenzungen. Aber wir sind der Auffassung: Nur im gemeinsamen Kontakt können die Vorurteile abgeschafft werden. Des Weiteren wollen wir die Probleme im Stadtteil gemeinsam besprechen und versuchen Lösungen zu finden. Die Menschen sollen aktiviert werden den Stadtteil mit zu gestalten: Müll- oder Drogenproblem. Aktivierung der Besucherinnen und Besucher ist mit ein Hauptziel!!!
Die einzelnen Besuchergruppen sollen über die Konflikte ins Gespräch kommen und sich austauschen. Es sollen wertschätzende Gespräche geführt werden. Hier sind Seminare geplant.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Verbesserung der Kommunikation der unterschiedlichen Kulturen - Vernetzung
Methoden
Berthas Machbarschaften
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lotta Braunert
| Funktion | gemeinnütziger Verein |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Beteiligung und Befähigung der Nachbarschaft rund um den Bertha-von-Suttner Platz
Projektbeschreibung
Zentral gelegen, im Stadtbezirk Hannover Südstadt-Bult, befindet sich der Bertha-von-Suttner Platz. Hier wurde 2014 das Projekt Berthas Beete gestartet. Berthas Beete sollen zu Berthas Machbarschaften wachsen. Mit gemeinsamen Aktionen auf dem Bertha-von-Suttner Platz wird die Nachbarschaft lebendig. Besonders im Fokus stehen soll der Austausch zwischen Jung und Alt. In Workshops sollen die Anwohner*innen befähigt werden Netzwerke zu bilden. Und aktiv zu werden, um ihre eigene Nachbarschaft mit zu gestalten. Gleichzeitig wird der Platz genutzt um Skill Sharing zu ermöglichen. Die Nachbar*innen befähigen sich gegenseitig. So wird der soziale Zusammenhalt gestärkt. Die Südstadt ist einer der am dicht besiedelten Stadtteile in Hannover mit 77 Einwohner*innen je Hektar. Der Anteil der Einzelwohnungen ist dafür sehr hoch. Es gibt also einen hohen Druck auf öffentliche Räume durch dichte Besiedelung. Gleichzeitig erhöht dies die Gefahr von Vereinzelung, da sich Menschen in ihre eigenen Wohnungen zurück ziehen. Berthas Machbarschaften wirkt dem entgegen und schafft Nachbarschaften die Austausch, gegenseitige Befähigung und Hilfe möglich machen.
Im erweiterten Projektgebiet wird mit einer mobilen Plattform (Parklet) dezentral gearbeitet. Das Parklet wird auf einem umgebauter Autoanhänger installiert. Es ist begrünt, bietet Aufenthaltsfläche und die Möglichkeit kleine Ausstellungen zu zeigen. So kann es multifunktional für soziale, ökologische und kulturelle Zwecke genutzt werden. Es zieht durch die benachbarten Straßen und eröffnet so neue Räume. Es wird eine Art Beteiligungsinsel. Dadurch werden die Anwohner*innen angeregt über ihre Wünsche für eine lebenswerte Stadt nachzudenken und sie zu äußern. Außerdem wird Raum geschaffen um sich kennen zulernen und auszutauschen.
Anschließend an diese erste Projektphase soll das Projekt in andere Stadtteile ziehen. Die an dem Projekt Partizipierenden werden zu Multiplikator*innen. Sie helfen dabei weitere Nachbarschaften zu Machbarschaften zu machen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Südstadt ist ein dicht besiedelter Stadtteil indem die Altersverteilung weit auseinander reicht. Zum einen sind 21% der Bewohner*innen über 60 Jahre alt. Zum anderen weist die Südstadt die höchste Säuglingsdichte (10,8 Säuglinge je 1000 Einwohner*innen) auf. Bei einer Dichte von 77 Einwohner*innen pro Hektar wohnen durchschnittlich nur 1,6 Menschen in einer Wohnung. Dies birgt die Gefahr von gesellschaftlicher Isolation. Durch die großen Altersunterschiede kann es zu Segregation kommen. Der demografische Wandel ist auch in der Südstadt spürbar. Die Einwohner*innen sind zunehmend älter und oft auch sozial isoliert. Um mehr Diversität im Stadtteil zu fördern braucht es Austausch und sozialen Zusammenhalt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Südstadt
Beschreibung
Vorrangig Gebiet um den Bertha-von-Suttner Platz, Sallstraße, Stresemannallee, Wredestraße, Böhmerstraße, Stüvestraße, Geibelstraße, An der Questenhorst, Jordanstraße, An der Teifenriede bis Altenbekener Damm, Heinrich-Heine Straße,
Einwohnerzahl
40010
Quelle / Anmerkungen
hannover.de
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hannover.de Strukturdaten 2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Interessant hier aber die höchste Säuglingsdichte in Stadt Hannover (10 Säuglinge pro 1000 Einwohner*innen) Diese Zahl wird sich also in den nächsten Jahren starkt ändern.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.pdf
(1.4 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesensarbeit dadurch, dass Einwohner*innen befähigt werden sollen sich für ihre Nachbarschaft zu engagieren und sich für sozialen Zusammenhalt einzusetzen. Das Projekt lädt aktiv zur Teilhabe ein und aktiviert die Stadtbewohner*innen, befähigen sich zu engagieren. Nach den Prinzipien des Gemeinwohls sollen gemeinsame Orte geschaffen werden, Erfahrungen, Wissen und Materialien geteilt werden. Aus Nachbarschaften werden Machbarschaften. Friedliches und solidarisches Zusammenleben in einer dichten Stadt wird möglich. Niedrigschwellige Beteiligung wird möglich. Austausch und Befähigung wird möglich. Das Projekt soll ein Startpunkt sein um darauf folgend in weitere Stadtteile zu ziehen. Der Anlaufpunkt Bertha-von-Suttner-Platz sowie die die Räume die sich in das Netzwerk integrieren werden von einem Kümmerer/einer Kümmerer*in betreut und koordiniert.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Veranstaltungen von Bewohner*innen initiiert worden sind, wenn diese ihre Stärken und Fähigkeiten in kooperativ organisierten Workshops teilen, wenn die Bedürfnisse der Bewohner*innen sichtbar gemacht wurden
Kriterium
Beschreibung
Räume gemeinsam genutzt worden sind, es ein aktives Netzwerk um Berthas Machbarschaften gefunden hat, das für gegenseitige Befähigung steht
Kriterium
Beschreibung
Platz belebt und Berthas Beete gewachsen sind. Wenn es weitere kleine Gärten und Nachbarschaftsaktivitäten (wie gestaltete und geöffnete Räume) gibt.
Beschreibung
Es fernab der im Projekt implizierten Veranstaltungen weitere gibt die unabhängig organisiert werden. Wenn es ein oder mehrere Folgeprojekte gibt die durch den Austausch im Projekt entstehen
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Selbstorganisierter Nachbarschaftsgarten zur Förderung von Integration, Toleranz und Teilhabe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christine Katz
| Organisation | diversu e.V. |
|---|---|
| Funktion | Geschäftsführerin und 1. Vorsitzende von diversu e.V. |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsame Gartengestaltung schafft interkulturelle und -generationsübergreifende Begegnungsräume, die die soziale Integration, Teilhabe und Wohnortqualität verbessert und zum Empowerment und zur Demokratieentwicklung beiträgt.
Projektbeschreibung
Das Projekt möchte einen gemeinschaftlich von Anwohner*innen organisierten und bewirtschafteten Nachbarschaftsgarten im Stadtgebiet „Weißer Turm“ (ATU) der Hansestadt Lüneburg als Möglichkeit und Ort der interkulturellen und generationsübergreifenden gesellschaftlichen Mitgestaltung und Begegnung aufbauen. Es ergänzt im Rahmen des Programms der sozialen Stadt begonnene bauliche Sanierungs- und Quartiersentwicklungsaktivitäten um interaktive Sozialangebote, um zur Bewältigung von Anonymität, Konflikten zwischen Gruppen mit unterschiedlicher Migrationserfahrung, fehlender Aufenthaltsqualitäten im Außenbereich(insbesondere für Jugendliche und Kinder) – den zentralen Herausforderungen des Quartiers -, beizutragen. Gartenplanung, -verwirklichung und –verwaltung bietet vielfältige Möglichkeiten für gemeinschaftsorientiertes Handeln, bei dem tolerantes Miteinander sowie eine demokratische Mitgestaltungskultur niederschwellig praktiziert und die Folgen eigenen Engagements unmittelbar erlebt werden können. Durch die extern moderierten und mit gezielten Fortbildungsworkshops zu Themen wie Projektmanagement, Event-Konzeption, interkulturelle Kooperation, Öffentlichkeitsarbeit, Produkteherstellung und –vertrieb unterstützten selbstorganisierten Phasen der Planung, des Aufbaus und der Konkretisierung des Gartens können darüber hinaus individuelle Kompetenzen erworben und Selbstwirksamkeit im interkulturellen und generationsübergreifenden Miteinander erfahren werden (Empowerment). Dies fördert nicht nur die Lust auf Mitmachen, Integration, Teilhabe und ggs. Toleranz, sondern kann auch anderweitig (z.B. beruflich) dienlich sein. Zielgruppe sind in erster Linie die Bewohner*innen des Stadtgebiets ATU sowohl in der Rolle als für den Aufbau zu Aktiviernde als auch als potentiell den Garten Nutzende. Der Garten und die dort stattfindenden Aktionen richten sich jedoch an alle Stadtteilbewohner*innen und interessierte Bürger*innen Lüneburgs. Das Projekt bietet ein großes Potenzial an Vernetzungs- und Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Akteuren mit GWA Bezug im Quartier. Dies wird von Beginn an genutzt. Das Arbeiten an dem beteiligungs-, gestaltungs- und gemeinwohlorientierten Gartenprojekt verändert sowohl das soziale Miteinander als auch die Wohnortqualität. Es hilft bei der Identifikation mit dem Quartier, das eine spürbare Aufwertung erfährt und fördert die demokratische Auseinandersetzungskultur jenseits rein sprachlichen Austauschs.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
„Am Weißen Turm“ ist ein zentral gelegenes Lüneburger Wohnquartier des Stadtteils Mittelfeld. Die Wohngebäude aus den 1970er Jahren sind in einem schlechten Zustand, ebenso wie das Außengelände - sicherlich ein Grund für die starke Wohnfluktuation. Seit 2015 ist es als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Seit Ende 2016 gibt es eine Quartiersmanagerin (50%), die zwischen Bewohner*innen und Verwaltung bzgl. der Sanierungsmaßnahmen vermittelt und Vernetzungen anstößt. Unter den rund 1.100 Menschen gibt es vergleichsweise viele Leistungsempfänger*innen nach dem SGB II (22,06 %) und auffallend viele Kinder und Jugendliche (23%). Knapp 40% der Bewohner*innen haben Migrationserfahrung. Der Bedarf an Nachmittags- und Ferienbetreuung ist hoch und kann mit den vorhandenen Institutionen nicht abgedeckt werden. Zudem fehlen altersgemäßen Betätigungs- und Begegnungsräume. Im Quartier herrscht eine große Anonymität und Abschottungstendenz, die viel Konfliktpotenzial in sich trägt: Deutsche grenzen sich gegen Geflüchtete ab, frühere Migrant*innen-Generationen gegenüber den Neuzugezogenen aus Syrien, Senior*innen kommen nicht mit Kindern in Kontakt etc. Ein Gartenprojekt könnte ein guter Mittler sein, nicht zuletzt weil das Gärtnern niederschwellige und grenzüberschreitend Interaktionen eröffnet und einen qualitativen Mehrwert im Quartier schafft. Im Freiflächenkonzept, das die Stadt als eine der ersten Maßnahmen im Sanierungsgebiet beauftragt hat, wird ein "Urban Gardening" Bereich vorgeschlagen, den auch die Besitzer*innen des Grundstücks unterstützen. Durch die prozessbegleitenden Fortbildungsangebote werden individuell Kompetenzen erworben, die u.a. auch Demokratieentwicklung befördern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg Mittelfeld "Am Weißen Turm"
Beschreibung
Das Stadtgebiet"Am Weißen Turm" ATU liegt zentrumsnah in der nordöstlichen Ausbuchtung des Stadtteils Mittelfeld zwischen den Stadtteilen Weststadt, Altstadt und Rotes Feld. Das Stadtzentrum ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Es ist insgresamt 8,6 ha groß und gliedert sich in zwei strukturell unterschiedliche Teile, wobei den Kern eine Wohnanlage (ca. 7 ha) aus den 1970 er 1980er Jahren mit ca. 600 Wohnungen ausmacht. Um dieses Kerngebiet geht es im vorliegenden Antrag. Die Abgrenzung verläuft entlang der Straßen Hinter der Saline im Osten, Soltauer Straße und Bögelstraße im Süden, am Weißen Turm im Westen und am Bargenturm im Norden. Der nordöstliche Teil ist im Norden durch die Grundstücksgrenze der anliegenden Parkplätze und im Osten und Süden durch die in das Gebiet eingeschlossene Sülfmeisterstraße abgegrent. Die unmittelbare Umgebung ist geprägt durch eine Seniorenwohnanlage, Parkplätze und Sportplätze im Norden, das Familienzentrum , einen Versicherungsgebäudekomplex sowie weitere Gewerbeflächen im Westen, das Klinikum, ein Wohngebiet und eine Hotelanlage im Süden, vier Zeilen mit Studentenwohnungen, das Postgelände und Parkplätze im Osten. Der angrenzende Lambertiplatz im Nordosten bildet den Übergang zur Altstadt.
Einwohnerzahl
1100
Quelle / Anmerkungen
Quartiersmanagerin
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Im Freiflächenkonzept, das die Stadt als eine der ersten Maßnahmen im Sanierungsgebiet beauftragt hat, gibt es den Vorschlag für einen "Urban Gardening" Bereich, den sowohl Stadtrat als auch die Besitzer*innen des Grundstücks unterstützen.
Das Gebiet ist seit 2015 Sanierungsgebiet, hat inzwischen eine Quartiersmanagerin (50%), die jedoch v.a. für die Vermittlung der baulichen Sanierungsmaßnahmenan die Bewohner*innen und daran anknüpfende soziale Interkationen zuständig ist, und als Ansprechpartnerin für die gesamten dort angestoßenen Veränderungen fungiert. Die Stadt hat für das Sanierungsgebiet ein Freiraumplanungskonzept in Auftrag gegeben und bereits positiv verabschiedet. Dort ist ein Bereich für Gartenentwicklung vorgesehen, was sowohl vonm Stadtrat als auch den Besitzer*innen des Grundstücks begrüßt und unterstützt wird. Die Stadt kann die im Rahmen eines Gartenaufbaus erforderlichen und anfallenden baulichen Kosten übernehmen und über die Quartiersmanagerin langfristige Unterstützung einbringen als (Ansprechpartnerin, Werbung, Vernetzung, Initiierung von Aktivitäten über den Verfügungsfonds). Aufgrund der geringen Budgetierung der Stelle besteht jedoch seitens der Stadt keinerlei Möglichkeit, Kapazitäten für die Initiierung und Begleitung des sozialen Prozesses eines Nachbarschaftsgarten aufzubringen. Einesolche Prozessbegleitiung ist jedoch erforderlich für das Gelingen - insbesondere in der Aufbau- und Umsetzungsphase. Die im Projekt angelegten Fortbildungsangebote im und mit dem Prozess der Gartenentstehung sind ein innovativer Ansatz zur Verstetigung und selbständigen Weiterführung des Nachbarschaftsgartens, die ohne gezielte Förderung nicht durchgeführt werden können.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
Quelle: Stadt Lüneburg, Bericht zur Sozialen Stadt;
Die Zahlen beziehen sich auf Kinder und Jugendliche; Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren liegen bei auffallend hohen 12%
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Aussage der Quartiersmanagerin gibt es eine stattliche Anzahl an schon lange hier lebenden älteren Bewohner*innen ohne Zahlenangaben.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
Quelle: Dokument der Stadt Lüneburg zur Sozialen Stadt;
die Zahlen beziehen sich auf Leistungsempf#änger*innen nach SGB II
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Quelle, wie oben;
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt zielt auf das Gestaltungspotenzial von Gemeinschaftsaktivitäten, auf die Wirksamkeit von kooperativem Handeln und selbstorganisiertem Arbeiten an einem gemeinsamen Ziel. Es geht stark darum, diese Selbstorganisation und -bestimmung bewohner*innen-zentriert zu stärken bzw. an die vorhandenen Ressourcen anzuknüpfen, d.h. existierende Kooperationsstrukturen und Akteure, die sich bereits engagieren, nutzen bzw. von hnen profitieren und sie weeter auszubauen.
Der Aufbau eines Nachbarschaftsgartens ermöglicht viele der Qualitäten von GWA durch den Prozess an sich, der allerdings eine moderierende und strukturierende, z.T. auch intervenierende Begleitung braucht. Durch das aktive Miteinander auf ein konkretes Ziel hin, die Teilhabe von auch rhetorisch oder allgemein sprachlich vergleichsweise schlecht ausgestatteten Mitürger*innen, durch die Sichtbarkeit des eigenen Engagements bietet ein Gartenprojekt eine Vielfalt an Lernfeldern und Auseinandersetzungsräumen, die wichtig sind für die gemeinwohlorientierte Entwicklung von Quartieren. Insbesondere auch Kinder und Jugendliche, die in dem Gebiet ATU hier bzgl. der Attraktivität von Außenflächen weitgehend benachteiligt sind, können darüber gut erreicht und für Aktionen motiviert werden. Die begleitenden Fortbildungsangebote ergänzen darüber hinaus das praktische Einüben von Toleranz, und fördern generations- und kulturübergreifendes Handeln und Denken.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen unterschiedlicher Zielgruppen (Frauen, Menschen mit Migrationserfahrung, Jugendliche, Kinder, Senior*innen) aktiv das Projekt vorantreiben, sichtbar im Team dabei sind.
Kriterium
Beschreibung
aus den Ideenwerkstätten konkrete Arbeitsschritte und Aufgabenverteilungen werden, die selbständig abgearbeitet und deren Einhaltung von den Bewohner*innen kontrolliert und eingefordert wird.
Kriterium
Beschreibung
Kontakte zu existierenden Netzwerkpartner*innen bestehen und einzelne Kooperationsprojekte angestoßen sind
Kriterium
Beschreibung
die Planungsphase abgeschlossen, mit der Umsetzung in Gruppen begonnen wurde und der Garten wachst und gedeiht, und sich Bewohner*innen (15 plus) dort aktiv engagieren, zusammen Aktionen initiieren und gemeinschaftlich arbeiten
Beschreibung
der Nachbarhscaft als intergultureller und generationsübergreifender Begegnungsraum steht, genutzt und bewirtschaftet wird.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Stadtgebiet ATU gibt es eine Grundschule (Heiligengeistschule), die auch ein Ferienprogramm anbietet. Die ÜMI Am Weißen Turm betreut Kinder der Heiligengeistschule, von denen viele hier im Quartier leben.
Die ÜMI war bereits aktiv in die Antragstellung für Hochbeete involviert. Diese sollen als Treffpunkt und Begegnungsmöglichkeit für die Bewohner*innen dienen.
Die Gemeinwesenarbeit wird im Quartier außerdem geleistet vom Eins A Treff, einer Einrichtung der Matthäus Gemeinde. Sie bieten Nachmittags Programm für Kinder und Jugendliche, aber auch ein monatliches Frauenfrühstück, am Wochenende Familiengottesdienste. Seit Neuestem findet hier auch ein Seniorennachmittag statt. Auch das SalinO Stadtteilhaus macht Angebote für die Menschen im Quartier und ist als Anlaufstelle für die Bewohner*innen ein fester Bestandteil.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Heiligengeistschule, VHS Region Lüneburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gartenbaubetriebe: Wrede, Hagebaumarkt, WIR Garten, Interkultureller Garten Lüneburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landeszeitung Lüneburg, Lünepost, Radio ZuSa,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilhaus SalinO, Eins A Treff (Einrichtung der Matthäus Gemeinde)
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Von Anfang an stark!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ina Helwig
| Organisation | simbav Rotenburg e. V. |
|---|---|
| Funktion | Teamleiterin |
2. Kurzbeschreibung
Elternnetzwerk trifft Gemeinwesen - gemeinsam geht's besser...
Projektbeschreibung
Das Familienforum SIMBAV ist ein gewachsener und lebendiger Ort für Familien in Rotenburg. Es besteht aus zwei Standorten: Dem Forum, in dem jeden Tag unterschiedliche niederschwellige Angebote für Eltern mit ihren Kindern stattfinden und dem Treffpunkt Düs & Dat. Hier können Eltern gespendete Kinderkleidung, Spielzeug, Kinderwägen u.v.m. für ihre Zwerge zu Flohmarktpreisen kaufen oder auch am Eltern-Kind-Frühstück teilnehmen. Außerdem gibt es hier - wie auch im Forum immer ein offenes Ohr bei Fragen und Problemen. Der Treffpunkt wie auch die Eltern-Kind-Gruppenangebote im Forum werden von festen Gruppenleiterinnen durchgeführt. Diese sind fast alle ehrenamtlich tätig und meistens Eltern in Elternzeit. Der Ansatz "Eltern für Eltern" bewährt sich immer wieder. Diese tauschen sich in den Gruppenzeiten rege aus. Durch die Gruppenleitung werden die Gespräche ein Stück weit moderiert, damit sich immer alle mitgenommen fühlen. Außerdem können Ideen von den Eltern so aufgegriffen werden und eine Umsetzung unterstützt werden (z.B. Schwimmkurse für Familien mit wenig Geld). Weiterhin hat das Familienforum eine breite Palette an Angeboten im Bereich Elternbildung wie auch jederzeit die Möglichkeit einer sozialpädagogischen Beratung für die Familien. Die gewachsene Arbeit des Elternnetzwerkes in Rotenburg soll nun auch auf zwei neue Standorte in Visselhövede und Lauenbrück übertragen werden. Ein Anfang ist hier gemacht. Durch eine(n) Koordinator(in) soll eine Anpassung eines einheitlichen Qualitätsstandards unterstützt werden. Auch soll ein Austausch unter den Eltern der drei Standorten erzielt werden, damit sich für diese neue Ressourcen und Ideen auftun, die sie bei sich vor Ort umsetzen können. Mit dem Projekt soll aber auch eine Weiterentwicklung der Arbeit in Rotenburg passieren: Bislang kommen die Familien ins Forum oder in den Treffpunkt, um die Angebote zu nutzen. Mit dem Projekt soll nunmehr begonnen werden, Arbeit für Familien auch direkt in ihrem Lebensumfeld stattfinden zu lassen. Die Idee ist, mit Kooperationspartner aus dem Quartier Aktionen stattfinden zu lassen, um auch Familien zu erreichen, die bislang Schwierigkeiten haben, sich selbst auf den Weg zu machen. Eine Schule ist bereits angesprochen worden und hat ihr Interesse bekundet. Es besteht die Idee, Elternkurse in einem Kindergarten stattfinden zu lassen. Im Vordergrund soll unserem Ansatz nach immer stehen, dass Eltern aktiv mitwirken - Verantwortung zu übernehmen ist der Anfang von allem...
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Familien sind die Zukunft der Orte in denen sie leben. Ein gut gelingendes Familienleben - in welcher Form auch immer - sowie eine gesunde Entwicklung der Kinder setzt voraus, dass Eltern Eigenverantwortung übernehmen können. Das die Übernahme von Verantwortung Spaß machen kann und Entwicklung für jeden möglich ist, erleben Eltern im Familienforum Rotenburg jeden Tag. Die Foren in Lauenbrück und Visselhövede sind noch sehr jung - was z.B. an der Bereitschaft der Familien, aktiv mitzuwirken, zu erkennen ist. Auch ein gutes und wertschätzendes Miteinander ist noch nicht immer so selbstverständlich, wie in Rotenburg's Forum. Besonders für Kinder ist dieses jedoch ganz wichtig: Ausgegrenzte Eltern haben spätestens in Kindergarten oder Schule auch ausgegrenzte Kinder, was sich negativ auf deren Entwicklung auswirkt. Dieses ist nur ein Beispiel, warum eine Übertragung der gewachsenen Erfahrung des Familienforums in Rotenburg auf die anderen beiden Standorte notwendig erscheint. Besonders in Visselhövede gibt es wenig Infrastruktur für Familien dafür viele Familien mit erschwerten sozialen Bedingungen - hier: Aufbau Kooperation zum GW-Arbeiter . In Lauenbrück: Viele zugezogene Familien ohne gewachsene Sozialkontakte/familiärer Unterstützung. Der Bedarf der Weiterentwicklung der Arbeit in Rotenburg im Bereich GWA hat den Hintergrund, dass besonders Familien, aus sozialschwachen Verhältnissen den Weg in Angebote nicht schaffen, wenn sie sich allein auf den Weg machen müssen. Im Einzugsgebiet der Stadtschule ist dieses der Fall. Es hat einen hohen Migrationsanteil und sozialen Wohnungsbau. Hier soll Hilfe zur Selbsthilfe stattfinden und Elternaktivität im Quartier stattfinden!
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Rotenburg
Beschreibung
Das Gebiet wird zu zwei Seiten von der B71 und zu zwei Seiten durch Wälder und Wiesen abgegrenzt. Im Süden wird das Gebiet durch die B71 durchkreuzt.
Einwohnerzahl
6000
Quelle / Anmerkungen
Schätzung, da keine Informationen erhalten werden konnten...
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schreiben der Grundschule des Sozialraums wird angegeben, dass der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund konstant über 35 % liegt. Der Anteil der Gesamtstadt wurde geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Angaben sind Schätzungen, die sich aus den Angaben der Statistik 2018 des Landkreises Rotenburg und der Angaben der Stadtschule Rotenburg ergeben.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gwa_kartenausschnitt_pdf.pdf
(1.99 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Geprägt durch den Ansatz des Empowerments sollen Familien vor Ort ihre und die Stärken ihres Sozialraums finden, ausbauen und weitergeben. Durch eine partizipative Herangehensweise soll aktives Handeln und Mitmachen erreicht werden. Frühe Elternbildung soll eigenes Handeln der Eltern stärken und ihnen in ihrer Aufgabe Sicherheit geben. Die Frühe Elternbildung z.B. in den offenen Eltern-Kind-Gruppen fördert die Übernahme von Aufgaben im Sozialraum seitens der Eltern. Weiterhin soll das Netzwerk/die Kooperation hiesiger Einrichtungen (Grundschule, Kitas, Polizei, Kirche, Moschee) intensiviert werden und für die Bürger "greifbarer" werden. Elternnetzwerke werden ausgebaut und beziehen bislang isolierte Familien mit ein. Dieses wiederum überträgt sich auch auf die anderen im Gebiet lebenden Menschen (Nachbarschaft, Menschen die eine Aufgabe suche und sich als Mitstreiter einbringen möchten)... Der Transfer der Erfahrung des Rotenburger Familienforums in die Orte Visselhövede und Lauenbrück soll neben der Stadtteilarbeit in Rotenburg das Elternnetzwerk vor Ort stärken, damit auch hier die Familien vom Austausch untereinander profitieren. Die enge Vernetzung nach Rotenburg soll Ideen wecken, die dann auch vor Ort umgesetzt werden können.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
...Bewohner die Angebote vor Ort nutzen und sich aktiv mit einbringen. Dieses zeigt, dass die Angebote im Sinne der Menschen vor Ort sind.
Kriterium
Beschreibung
...wenn Eltern und Bewohner aktiv mitgestalten und Projekte eigenverantwortlich/mit Unterstützung weiterführen können und hierbei kommunizieren, was sie dafür brauchen.
Kriterium
Beschreibung
...Kinder mehr Sport und Natur erleben können - das Gebiet hat eine große Turnhalle mit Angeboten sowie viel Natur zu bieten!
Kriterium
Beschreibung
...es in der Zusammenarbeit Verständnis für einander gibt und unterschiedliche Meinungen nicht die Interessen der Bewohner aus dem Blick bringen. Netzwerke unter den Familien/Bewohner unterstützen sich und profitieren von den Stärken des jeweils anderen!
Kriterium
Beschreibung
... Unterschiede sich ergänzen können!
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On