Lyrikwettbewerbe für alle in der Gemeinde Lehre
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Oliver Ding
| Funktion | Projektleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Lyrikwettbewerbe für alle in der Gemeinde Lehre
Projektbeschreibung
Wir möchten in der Gemeinde Lehre an drei Standorten bis Ende 2020 sechs Wettbewerbe zur Lyrik durchführen. Teilnehmen können alle Bewohner*innen der Gemeinde: z.B. Senioren, Geflüchtete, Migranten, Jugendliche, Kinder, Familien, Menschen mit Beeinträchtigungen. Wir möchten die Menschen zusammen bringen und vorhandene kulturelle Räume wie Gemeinderaum / Schule / Halle in Lehre, Groß Brunsrode und Wendhausen nutzen. Koordiniert wird das Projekt aus dem Büro in Groß Brunsrode.
Alle Teilnehmer*innen sollen in den Wettbewerben darüber schreiben, was es ihnen bedeutet in der Gemeinde zu leben, was für sie diese Gemeinde ausmacht und was ihnen möglicherweise fehlt. Außerdem sollen sie beschreiben was ihnen persönlich wichtig ist.
Damit erfassen wir was die Leute bewegt, bringen sie zusammen und entwickeln Verständnis füreinander. Wir stärken die Kommunikation und den Zusammenhalt - gleichzeitig finden wir Vorschläge für Verbesserungen / Ergänzungen. Die Wettbewerbe sollen vom Sommer 2019 bis Ende 2020 organisiert werden. Es handelt sich um vier Wettbewerbe. Die Teilnehmer/innen können jederzeit ein- und/oder aussteigen. Wir möchten die Menschen zusammenbringen und ihnen durch Workshops das Rüstzeug an die Hand geben ihre Texte zu entwickeln. Das heißt: Experten bringen den Interessierten bei, wie sie Texte entwickeln und präsentieren können. Die Möglichkeiten sind vielfältig und Inklusive. Auch Menschen, die auf eine leichte Sprache angewiesen sind (z.B. Geflüchtete, Menschen mit Beeinträchtigung) können mitmachen. Es wird neben dem Textlichen auch z.B. mit Kollagen, Icons und Bildsprache gearbeitet. Die Freiwilligenagentur verfügt über ein Netzwerk in der Region mit Dozenten, die die notwendigen Techniken niederschwellig vermitteln können. Die Dozenten werden ggf. aus den umliegenden Gemeinden (LK Helmstedt, Stadt Braunschweig und Stadt Wolfsburg sowie LK Gifhorn) gewonnen. Für die Umsetzung werden Kulturvereine aller Art sowie Einrichtungen (z.B. Wohlfahrtspflege, Lebenshilfe, Feuerwehr) und Sportvereine gebeten mitzumachen.
Die Ergebnisse der Wettbewerbe werden sowohl in die Gemeinde gegeben als auch veröffentlicht. Dies soll in Form von Ausstellungen erfolgen. Im Idealfall werden hier auf künstlerische/spielerische Weise Vorschläge entwickelt, die sich zur Erweiterung der Gemeinwesenarbeit einsetzen lassen. Nach Abschluss des Projektes können die Ergebnisse weiterhin genutzt werden - das Konzept können weitere Gemeinden nutzen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Es bestehen Kulturräume, die genutzt werden sollen (z.B. Börneken-Halle in Lehre, Koordinationsbüro in Groß-Brunsrode). Vor Ort sind Geflüchtete, vor allem aus afrikanischen Ländern, die sich integrieren möchten und vom Verein "Willkommen in Lehre" unterstützt werden.
Wir möchten in den Lyrik-Wettbewerben die verschiedenen Menschen in drei Standorten zusammen bringen, von ihnen wissen was sie bewegt, was ihnen wichtig ist, wie sie sich in der Gemeinde aufgehoben fühlen, was ihnen ggf. fehlt und was sie sich wünschen.
Die Gemeinde Lehre ist als Teil des ehemaligen Reviers Helmstedt von den Auswirkungen des Strukturwandels betroffen und wird dafür zu wenig entschädigt. In "strukturschwachen" Gebieten sind insbesondere die Menschen vor Ort gefordert, sich freiwillig zu engagieren und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. Zu diesen und ähnlichen Themen, die den Menschen auf der Seele liegen, soll der Lyrik-Wettbewerb herausfinden, was den Menschen wichtig ist und was es für Lösungen geben könnte. Darum bauen die Workshops auch thematisch aufeinander auf und die Netzwerke innerhalb und zwischen den Orten werden gestärkt. Die Inhalte der Texte bestimmen erst mal die Bürger und damit auch die Themen.
Die Freiwilligenagentur hat Erfahrung allen Themen um das Ehrenamt sowie mit der Umsetzung von Projekten, die von Bürgern ausgehen. Sie bringt Menschen zusammen, die sonst im Alltag selten ins Gespräch kommen. Das Projekt hilft auch mögliche Vorbehalte abzubauen und Menschen miteinander in Kommunikation bringen. In dieser wird die Kreativität angeregt und den Menschen die Möglichkeit gegeben ihre Ergebnisse zu präsentieren (hier: Texte, Gedichte, Kollagen).
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lehre
Beschreibung
Das Dorf Lehre befindet sich in der Gemeinde Lehre im Landkreis Helmstedt. Sie liegt räumlich zwischen Braunschweig und Wolfsburg.
Einwohnerzahl
4255
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Lehre Bürgermeister Andreas Busch / Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zum 1. Februar 2018 lebten nach Zählung der Gemeinde 4.255 Einwohner im Ortsteil Lehre. Er liegt etwa auf halber Höhe zwischen Braunschweig und Wolfsburg. Durch den Ort fließt von Ost nach West die Schunter. Im Osten des Ortes lag im Forst Kampstüh die Heeresmunitionsanstalt Lehre, heute teilweise ein Wohn- und Gewerbegebiet. Im Ort befinden sich die Oberschule Lehre und die Grundschule Lehre.
Quelle: Wikipedia
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
lehre_maps.jpg
(448.64 KB)
Gebiet-Name
Wendhausen
Beschreibung
Das Dorf Wendhausen befindet sich in der Gemeinde Lehre im Landkreis Helmstedt. Sie liegt räumlich zwischen Braunschweig und Wolfsburg. Es liegt an der Autobahn A2 an der Abfahrt Essehof.
Einwohnerzahl
1605
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Wendhausen liegt etwa 10 km nordöstlich vom Stadtzentrum Braunschweigs. Verkehrsmäßig ist er durch die L 295 an Braunschweig und Wolfsburg angebunden. Außerdem ist er an die A 2 durch die Autobahnausfahrt Braunschweig-Ost angeschlossen. Durch den Ort fließt die Schunter in zwei Armen, die in der Niederung einen etwa 400 m breiten und etwa 2 km langen Werder umfließen.
Nach dem letzten Schuljahr 2013/2014 wurde die Grundschule geschlossen. Heute beherbergt das Gebäude die Kindertagesstätte "Mühlenknirpse". Die alte Kita an der Hauptstraße wurde zu einem Dorfmuseum umfunktioniert.
Quelle: Wikipedia
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
wendhausen_maps.jpg
(789.48 KB)
Gebiet-Name
Groß Brunsrode
Beschreibung
Das Dorf Groß Brunsrode befindet sich in der Gemeinde Lehre im Landkreis Helmstedt. Es liegt räumlich genau in der Mitte zwischen Braunschweig und Wolfsburg.
Einwohnerzahl
769
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Groß Brunsrode ist durch Kreisstraßen mit den umliegenden Ortschaften verbunden. Von 1942 bis 1975 besaß das Dorf einen Bahnhof an der Schuntertalbahn Braunschweig–Fallersleben.
In der Ortschaft gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus, welches von der Gemeinde Lehre unterhalten wird. Im selben Gebäude befindet sich die Gaststätte "Zum Krug".
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
grossbrunsrode_maps.jpg
(437.61 KB)
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Lyrik-Wettbewerbe werden angenommen und es kommen verschiedenen Menschen zusammen. Sie nehmen an Workshops teil, tauschen sich aus und lernen sich "lyrisch" auszudrücken. Gemeinsam stellen sie die Ergebnisse als Ausstellungen in der Gemeinde aus.
Beschreibung
Die Bewohner/innen verschiedenen Alters, mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Beeinträchtigung kommen in diesem Projekt zusammen. Sie nehmen gemeinsam an Lyrik-Wettbewerben teil und stellen ihre persönliche Sicht zu ihrem Lebensumfeld vor.
Kriterium
Beschreibung
Die in den Wettbewerben von der Bewohner/innen verfassten Texte werden ausgestellt und ausgezeichnet. Diese Texte enthalten idealerweise Statements / Ideen / Vorschläge zur Verbesserung / Erweiterung der Infrastruktur.
Kriterium
Beschreibung
Die Netzwerke der drei Orte Lehre, Groß Brunsrode und Wendhausen werden gestärkt. Die Lyrik-Wettbewerbe beiden die Möglichkeit zum Austausch und sie bringen Vereinen und Initiativen, die als Netzwerkpartner eingebunden werden, (noch) enger zusammen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Wir verfügen vor Ort über ein Projektbüro (mit festen Öffnungszeiten) von dem aus das Projekt koordiniert wird. Dieses Projektbüro wird von der Gemeinde Lehre zur Verfügung gestellt. Es befindet sich in Groß Brunsrode. Dabei arbeiten wir mit der Gemeinde (d.h. dem Rathaus und dem Bürgermeister) sowie den an den drei Standorten ansässigen Initiativen, Gruppen und Vereinen wie z.B. Feuerwehren, Chor und Musikgruppen, Kulturvereinen, Künstler*innen, Multiplikatoren, Initiativen und Gruppen eng zusammen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Willkommen in Lehre e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Engagierte Bürger/innen der Kommunen Lehre / Wendhausen / Brunsrode
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
ONE WORLD Ostheide e.V. / Stätte des interkulturellen Dialoges und Integration auf Augenhöhe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jens Thomsen
| Funktion | 1. Vorsitzender |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Kulturzentrum, das Menschen mit Migrationshintergrund Forum, betriebliche Integrationsmöglichkeiten und Ausbildungsperspektiven gibt sowie interkulturellen Dialog und Verbreiterung des kulturellen Angebotes im ländlichen Gemeinwesen fördert. Eröffnet 2018
Projektbeschreibung
Viele Mitglieder unseres 2017 gegründeten Vereins sind seit 6 Jahren in der Geflüchteten-Arbeit tätig - z.B. in den Samtgemeinden Ostheide (kirchliche Arbeit) und Ilmenau (im Rahmen der mit dem Hans Herrmann Stelljes-Preis ausgezeichneten Initiative "Benefiz Musikmeile Barnstedt"). In dieser Zeit entstanden erste Netzwerkansätze. Einzelne Kontakte in das einheimischen Gemeinwesen konnten z.B. im Rahmen von Sportvereinen, Gemeinde oder punktuellen Veranstaltungen hergestellt werde. Jedoch konnte keine nachhaltige Konstanz auf Basis dieser Kontakte erwachsen. So entstand die Vision, ein Zentrum für kontinuierlichen Austausch und Zusammenwachsen der Kulturen zu schaffen. Hierfür wurde der gemeinnützige Verein ONE WORLD Ostheide e.V. (www.1w-lg.net) mit dem Ziel gegründet, im über Jahre leerstehenden Gasthaus Reinstorf diese Form kulturübergreifender Gemeinwesen-Arbeit zu bündeln und darüber hinaus die Vernetzungen zu Vereinen und Institutionen der Region zu vertiefen. Menschen mit Migrationshintergrund sollen Kontakte zu bestehenden Gemeinwesen-Strukturen eröffnet werden, gleichzeitig die Möglichkeit zur eigenen kulturellen Präsentation von Musik, Kunst, Film, Literatur, Mode, Küche. Damit ist ONE WORLD die einzige Institution dieser Art im Landkreis. Geplant ist weiter die Einrichtung von Praktikums-, Arbeits- und Ausbildungsstellen für Gastro und Event - zur Zeit sind Migranten ehrenamtlich aktiv im Kulturzentrum eingebunden.
Seit am 4.3.2018 das Haus eröffnet wurde, sind Künstler*innen z.B. aus Syrien, Irak, Iran, Senegal, Ghana, Südafrika und 12 weiteren Ländern aufgetreten. Mit durchschnittlich 3 Veranstaltungen pro Woche bereichert ONE WORLD schon jetzt das soziale Leben im Gemeinwesen des Landkreises und erzeugt über die Gemeinde hinaus einen Abstrahleffekt als Beispiel solidarischen Miteinanders. Um den Inhalten weitere Resonaz zu verschaffen, sind Multimedia-Dokumentationen vorgesehen für Online-, Schulmaterial-, Kino- und TV-Verwendung.
Kurz: Wir wollen in der Region Ansprechpartner, Koordinator, Forum und Bühne für alle in der ländlichen Region sein, die das Zusammenleben und die gegenseitige Unterstützung zwischen den Kulturen suchen und fördern wollen. Um dieses Ziel effizienter zu gestalten, breiter zu publizieren und zu verankern reichen die bisher rein ehrenamtlichen Strukturen nicht aus. Es bedarf einer Organisations-Struktur mit gesamt 2 festen Planstellen und technischer Optimierungen, um deren Förderung wir uns bewerben.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Aus der täglichen Betreuungsarbeit haben sich aus Sicht der ehrenamtlich über nunmehr 6 Jahre in der Geflüchteten-Arbeit tätigen Vereinsmitglieder folgende Problemfelder mit höchster Priorität für die Geflüchteten herausgestellt:
- keine Möglichkeiten, während der langwierigen Anerkennungs-Prozedur sinnvoller und gesellschaftlicher anerkannter Betätigung nachzugehen
- geringe Möglichkeiten die eigene Kultur darzustellen, bzw. sie in Dialog mit der Kultur des Gastlandes treten zu lassen
- weitestgehender Ausschluss von gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten
- besonders verstärkt durch schwierige Mobilitätsanbindung im ländlichen Raum
- hohe sprachliche und auf die Vorausbildung bezogene Zugangsschwellen zu Arbeitsmöglichkeiten
Folge:
- gesellschaftliche Isolation und Vereinsamung
- zuzüglich Flucht-Traumatisierung verstärkte Entwicklung depressiver Neigungen bzw. Erkrankungen
- bedingt hierdurch hohe Gefährdung durch Alkohol- und Drogenabhängigkeit
- Abrutschen in kriminelle Aktivitäten
Deshalb wurde der Verein gegründet, um einen Ort zu schaffen, an dem nachhaltig gesellschaftliche, kulturelle und perspektivisch Ausbildungs-Integration möglich wird. Es gibt im Landkreis kein vergleichbares integriertes Zentrum. Die in der Kurzbeschreibung skizzierten Projekte sollen die Arbeit im zweiten Jahr vertiefen mit effizienteren und professionellen Strukturen versehen. Dies wird jedoch ohne mehr Zeitaufwand, somit Schaffung von in Summe 2 Stellen (Schnittstelle zu bestehenden Gemeinwesen-Strukturen, Kümmerer, Konzeption und Koordination interkultureller Veranstaltungen, technischer Aufrüstung und Intensivierung der Kommunikation) nicht möglich sein.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lankreis Lüneburg mit Abstrahleffekt auf die Stadt Lüneburg und umliegende Landkreise
Beschreibung
Bisherige punktuelle Besucherbefragungen, die aktuelle Mitgliederstruktur und die Struktur der Newsletter-Abonnenten lassen den Schluß zu, dass bisher Besucher Teilnehmer aus dem Raum östlich von Lüneburg erreicht wurden. Gleiches gilt für Migranten, die wir bisher einbinden konnten.
Einwohnerzahl
180000
Quelle / Anmerkungen
www.landkreis-lueneburg.de / beim derzeitigen Projektstand gehen wir davon aus, dass die Samtgemeinde Ostheide, Bleckede, Dahlenburg, Samtgemeinde Ilmenau und Teile Lüneburgs zum Einzugsgebiet gehören. Ziel ist eine Erschließung der gesamten Region
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
einzugsgebiet_one_world.pdf
(218.51 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ONE WORLD ist durch seine interkulturelle Programmausrichtung und deren angestrebte weitere Vertiefung wesentlich auf die Verbesserung immaterieller Bedingungen ausgerichtet. Die bezieht sich sowohl auf die Qualität sozialer Beziehungen zwischen Einheimischen und Zugezogenen als auch auf die Beziehungen der angestammten Wohnbevölkerung. Niederschlag findet dies zum Beispiel in der Nutzung der Räume durch Landfrauen, Wirschaftskreis, Kulturgruppen wie Senioren-Kabarett, Linedance-Gruppen und durch sich neu bildenden Initiativen wie Literatur-Café oder Ferien-Jugendprogramme. Kurz: mit Wiederöffung des Hauses durch den ONE WORLD e.V. ist ein sozialer Treffpunkt entstanden der unter dem traditionellen Konzept Dorf-Gasthof nicht mehr möglich gewesen wäre, was auch der jahrelange Leerstand dokumentiert. Bemerkenswert ist hierbei, dass nach anfänglicher Zurückhaltung immer mehr Menschen aus der Region mit Anregungen und eigenen Projekten das Haus nutzen (Tanzgruppen, Vortragsveranstaltungen, Netzwerkveranstaltungen regionaler Vereine etc.). Und das Haus bietet - dem Ursprungsansatz folgend - Einheimischen wie Zugezogenen gesellschaftlich wertvolle Interaktionsmöglichkeiten und Geflüchteten Ausbildungs- und somit existenzsichernde Perspektiven.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Top-Ziel ist Integration auf Augenhöhe, seriöser Dialog über gesellschaftliches Miteinander. Wenn Einheimische wie Zugezogen analog und digital messbar steigendes Interesse an Kulturveranstaltungen der anderen zeigen, sind wir auf dem richtigen Weg.
Beschreibung
Wenn die Bewohner proaktiv mit Vorschlägen und Aktivitäten das Programm des Zentrums gestalten
Kriterium
Beschreibung
Siehe 1.
Kriterium
Beschreibung
Erste Kooperationen mit dem Wirtschaftskreis, der Kirchengemeinde, der Freiwilligen Feuerwehr halfen beim Aufbau des Zentrums. Erfolg wird messbar, wenn diese Kooperationen nutzen, um Geflüchteten Praktika, Ausbildung, Arbei zu verschaffen.
Kriterium
Beschreibung
siehe 3.
Kriterium
Beschreibung
Ziel ist es mehrfach im Jahr Feste / inhaltliche Veranstaltungen zu schaffen, die für alle Gruppen Relevanz bekommen. Beispiel kurdisches Neujahrsfest oder Geschichte der Flucht durch die Zeiten und aus unterschiedlichen Perspektiven.
Beschreibung
Das stetig steigende Interesse (gemessen an Besucherzahlen und Online-Reichweite) an dem solidarischen Kern des Eine-Welt-Gedankens ist das Erfolgskriterium. Ziel ist es mit einem kontinuierlich bedienten Kanal, die Resonanz weiter zu steigern.
Kriterium
Beschreibung
Infrastrukturell messen wir den Erfolg an der Akzeptanz des Hauses als gesellschaftlicher Treffpunkt.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Der Verein ONE WORLD Ostheide e.V. hat mittlerweile über hundert Mitglieder. Hierbei sind rund 70% Fördermitglieder und ca. 30% in unterschiedlicher Form und Intensität strukturell involviert:
Vorstand :
Vorsitz Marketing-Director i.R. mit Ausbildereignung : zuständig für Programmplanung Musik, Film, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Kooperationen, Ausbildung im Eventbereich
stellv. Vorsitzende Schauspielerin und Sprachtrainerin: zuständig für Programmplanung Konzeptionierung Theater, Literatur, Ausstellungen
stellv. Vorstand Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Kirchenvorstand zuständig für regionalen Kooperationen und Finanzen.
Küchen-Team: Supervising durch eine Hauswirtschaftsmeisterin und Berufsschul-Lehrerin, perspektivische Leitung durch eine ehemalige Inhaberin eines Catering-Services, 7 wechselde ehrenamtliche Mitarbeiter, 4 davon aus dem Kreis der Geflüchteten
Team Service: 7 wechselnde ehrenamtliche Mitarbeiter, 3 davon aus dem Kreis der Geflüchteten
Team Eventtechnik: 5 ehrenamtliche Mitarbeiter, hiervon 1 professioneller Event-Techniker, 1 Musiklehrer, 1 TV-Techniker aus Burundi, 1 Elektronik-Fachmann aus dem Iran, 1 Musiker aus Kuba
Team Ausbildung: 4 ehrenamtliche Mitarbeiter - ein Studiendirektor i.R., 1 Schulleiter i.R., ein ehemaliger Leiter einer Erwachsenenbildungsstätte, 1 Marketing-Direktor i.R.
Team Kommunikation: 7 ehrenamtliche Mitarbeiter (1 IT-Verantworliche i.R. für Online-Kommunikation, 1 Market.-Dir. i.R.) 2 aus dem Kreis der Geflüchteten
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Reinstorf, Samtgemeinde Ostheide, Landkreis Lüneburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vakuum e.V. Bad Bevensen, LAG Rock Hannover, filmpalast Lüneburg, div. Kulturzentren im Rahmen der LAGS Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Lüneburg - Bildungs- und Integrationsbüro
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
mosaique, Haus der Kulturen, Lüneburg, Dörferbus e.V. Ostheide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauenvereinigung Landkreis Lüneburg, FFW Reinstorf, Kulturscheune Reinstorf, TuS Neetze, Linedance Bleckede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Reinstorf, deutsch iranische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IHK Lüneburg, Wirtschaftskreis Ostheide e.V., Heide Hotel Reinstorf, Contigo Fairtrade, Lüneburg, Biohof Koch, Heiderinder,Protones Veranstaltungstechnik Lüneburg, GVK Werbeagentur Lüneburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
NDR, DLF Kultur, FFN, Landeszeitung Lüneburg, Radio Zusa Lüneburg, Quadrat-Magazin Lüneburg, Zero Magazin Wendland, Stadlichter Lüneburg, Lüneinfo
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Buchläden Lüneburg, Neetze, Scharnebeck, Bleckede, Häcklingen
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
Videos
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
1 Lebenswertes Borssum (Teilprojekt 2)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Egon Philipps
| Funktion | Fachdienstleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Räume für Begegnung, Bildung und Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Im Stadtteil Borssum ist wegen der starken Zuwanderung und des hohen sozial-integrativen Entwicklungsbedarfes im Jahr 2016 mit dem Aufbau der Gemeinwesenarbeit begonnen worden. Mit dem Leuschnertreff und dem Schulhaus Borssum sind neue Anlaufstellen mit Treffpunktcharakter entstanden. An beiden Standorten wird in enger Zusammenarbeit mit der Flüchtlingssozialarbeit der Kontakt zu den verschiedenen Bewohnergruppen hergestellt und mit ihnen an der Gestaltung des Zusammenlebens gearbeitet. Nachdem für die neuen Fachkräfte vor Ort die Orientierungsphase mit dem Kontaktaufbau zu den örtlichen Institutionen abgeschlossen ist und verschiedenste neue Aktivitäten und Angebote initiiert sind, sollen mit dem Teilprojekt „Räume für Begegnung, Bildung und Nachbarschaft“ der Arbeitsansatz der GWA im Stadtteil fest verankert und der Übergang von der Förderphase in die Verstetigung der Strukturen gelingen. Dazu sind zwei Arbeitsschwerpunkte geplant:
1. Zusammenwirken am Standort des Schulhauses: Durch die Nutzung der Hausmeisterwohnung für die Stadtteilarbeit ist die Öffnung der Oberschule eingeleitet.Im Kontakt sind Ideen zur Belebung weiterer Begegnungsräume entstanden, die zusammen mit Lehrkräften und der Schulsozialarbeit unter Beteiligung der Schüler*innen, Familien, Bewohnern und Institutionen aus der Nachbarschaften umgesetzt werden sollen. Im Mittelpunkt steht dabei die Umgestaltung und multifunktionale Nutzung der Pausenhalle. Dadurch bekommen Schule und Stadtteil einen Ort für das generationenübergreifende Lernen und die kulturelle Bildung. Die Aktivitäten greifen Anregungen aus der Schüler- und Nachbarschaft auf (singen, trommeln, malen, Theater spielen, plattdeutsch sprechen) und helfen, das Miteinander zu stärken.
2. Zusammenwirken an beliebten Treffpunkten/informellen Lernorten: Die Projektmitarbeiterinnen verstärken ihren Einsatz zur Verbesserung der Aufenthalts- und Nutzungsqualität von öffentlichen Treffpunkten. Ein zentrales Projekt in diesem Handlungsfeld ist die Beteiligung der Bürger an der Sanierung „ihres“ Freibades. Die GWA unterstützt die Stadtteilinitiative Borssum (SIBO) bei der Organisation des bürgerschaftlichen Engagements und nutzt die Aktivitäten, um auch zurückgezogene und noch wenig integrierte Bewohnergruppen in den Erhalt der wichtigsten Freizeitstätte des Stadtteils einzubinden. Beispielgebend hierfür ist unter anderem die Planung und Neugestaltung eines stark verwilderten Bolzplatzes mit Jugendlichen aus dem Wohnumfeld.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gründung und die Aktivitäten der Stadtteilinitiative Borssum sind Ausdruck der Sorge über den Wandel des Stadtteils zu einem Gebiet mit umfassendem städtebaulichen und sozialen-integrativen Handlungsbedarf. Das kommunale Klimaschutzkonzept (2010) und das Stadtentwicklungskonzept Wohnen (StEK 2013) stellen übereinstimmend Defizite im Gebäudebestand und den Wohnumfeldern fest und weisen mit Blick auf eine nachhaltige Stadtentwicklung auf großen (energetischen) Sanierungsbedarf hin. Die Jugendhilfe sieht in diesem besonders kindereichen Gebiet einen Ausbau- und Sanierungsstau in den Einrichtungen zur Kinderbetreuung und der Jugendarbeit. Die Sozialplanung stellt einen starken Anstieg des Transleistungsbezuges und einen besonders hohen Zuzug von Flüchtlingen sowie extreme Armutsquoten im sozialen Brennpunkt Wilhelm-Leuschner-Straße fest.
Der Gesamtsituation kann nur durch den Aufbau von Basisstrukturen zur Stärkung des Gemeinwesens, durch eine gesteuerte Projektentwicklung und einen gezielten Mitteleinsatz im Quartier begegnet werden. Neben der Teilnahme an den Modellvorhaben für die GWA/QM wurde ein integriertes energetisches Quartierskonzept für Borssum erarbeitet und beschlossen. Auf diesen Grundlagen wird zur Zeit ein umfassender Stadtteilerneuerungsprozess unter Einsatz von StädtBF-Mitteln vorbereitet. Die Sanierung des Freibades ist jüngst als Maßnahme in das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen“ aufgenommen werden.
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Emden-Borssum
Beschreibung
Der Stadtbereich Borssum befindet sich im Südwesten des Emder Stadtgebietes außerhalb des Autobahnrings und wird im Westen vom Hafengebiet und im Süden von der Ems begrenzt. Die Umgebung ist landwirtschaftlich eprägt. Die verkehrliche Anbindung wird durch die Petkumer Straße (Landesstraße 2), die den Stadtteil durchläuft, gewährleistet. Das Stadtteil gliedert sich- ohne das Umlandgebiet - in die vier Sozialräume: Siedlung Wilhelm- Leuschner-Straße, Borssum-West, Borssum-Mitte und Borssum-Ost.
Einwohnerzahl
6056
Quelle / Anmerkungen
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
13
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Stadt Emden, Fachdienst Service, Stichtag 31.12.2018, Bundesagentur für Arbeit, 30.06.2018
Berechnet ist die Mindestsicherungsquote (ALG II, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, Leistungen nach dem AsylbLG)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Stadt Emden, Statistikstelle, Stichtag: 31.12.2018
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gebiet_borssum.pdf
(926.31 KB)
strassenliste_borssum.pdf
(195.68 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt „Lebenswertes Borssum“ bewegt sich aktuell noch primär auf der operativen Ebene des Gemeinwesens. Die Mitarbeiter/innen der GWA wenden sich unmittelbar an die Bewohner und arbeiten mit ihnen auf Augenhöhe. Das Schulhaus dient als Anlaufstelle und Begegnungsstätte. Unterschiedliche Maßnahmen zur Aktivierung und Beteiligung der Bewohner*innen haben dort ihren Platz bzw. werden von dort aus initiiert.
Parallel wird zunehmend eine Aktivierungsstrategie über die örtlichen Einrichtungen und Organisationen sowie andere Multiplikatoren verfolgt. Gemeinsam setzen sie soziale Aktivitäten in Gang, die unmittelbar das Erleben von positiven Veränderungen bewirken.
Im Zusammenspiel mit dem Projekt Quartiersbrücken, das quasi als Überbau zu sehen ist, werden Grundlagen der Gemeinwesenarbeit etabliert, standardisiert und übertragbar gemacht. Der Arbeitsansatz der GWA wird, vor allem in Hinblick auf den gewünschten Beginn des Städtebauprogramms Soziale Stadt im Stadtteil fest verankert. Mit dem Übergang von der Förderphase in die Verstetigung der Strukturen ist der Grundstein für den Übergang in ein Quartiersmanagement gelegt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Aktivitäten, die die Bewohner*innen initiiert und gestaltet haben treffen auf Resonanz im Stadtteil, die Menschen sind bei gemeinsamen Aktionen, z.B. Müllsammeln, motiviert und aktiv.
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen organisieren sich entsprechend ihren Vorstellungen und Wünschen selbstständig. Die Bewohner*innen wissen um die Angebote im Stadtteil und nutzen sie entsprechend dem Bedarf.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen sich zu bestimmten Themen aus ihrer Lebenswelt treffen/organisieren und gemmeinsam aktiv werden z.B. gemeinsame Gestaltung eines öffentlichen Raums.
Beschreibung
Die Zusammenarbeit ist nicht allein auf Austausch sondern auf gemeinsames Handeln gelegt. Aus unterschiedlichen Kooperationen netstehen neue Handlungsansätze
Kriterium
Beschreibung
Räume im Gebiet geöffnet, gestaltet und von unterschiedlichen Gruppen genutzt werden.
Kriterium
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
PLATZprojekt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ture Claußen
2. Kurzbeschreibung
Stadt selber machen
Projektbeschreibung
Das PLATZprojekt ist an der Fössestr. 103 in Hannover Linden heimisch. Auf einer ehemaligen Brachfläche aktivieren wir selbstverantwortlich ungenutzten urbanen Raum. Wir sehen unser Projekt als ein Experimentierfeld für zivilgesellschaftliches Engagement und Mitgestaltung im Stadtraum. Ein Ort an dem Begegnungen stattfinden. Ein Ort an dem gelernt und geschaffen wird. Ein Ort der Transformation: einen Freiraum im besten Sinn.
Das PLATZprojekt ist aus der Mentalität der 2er Skateparks entstanden. Dessen Initiatoren hatten mit einer Kombination aus kompromissloser Selbstermächtigung und gleichzeitiger Verantwortungsübernahme die 5000 m² Brachfläche subkulturell umgenutzt und dabei eine Leerstelle im urbanen Raum geschlossen. Der sich zugleich entwickelnde PLATZgarten machte den Bedarf für derartige Freiräume und Möglichkeitsräume sichtbar und weckte die Idee des PLATZprojektes.
Mit Hilfe der Förderung „Jugend.Stadt.Labor“ des BBSR konnte vor rund vier Jahren die grundlegende Infrastruktur für das PLATZprojekt geschaffen werden. So wurde in völliger Eigenregie Strom-, Wasser- und Internetversorgung hergestellt. Gegen eine geringe monatliche Gebühr können auf dem PLATZprojekt Container aufgestellt werden und bieten somit einen Aktionsraum für Tätigkeiten, welche im kommerziellen Rahmen keine Grundlage finden würden.
Schnell siedelte sich eine bunte Vielfalt an Projekten an: Eine Fahrradmanufaktur, eine Skateboardwerkstatt, Atelierräume, ein offener Veranstaltungsort, offene Werkstätten, Siebdruckwerkstatt, Coworkingbüro, ein Krökelverein usw., sodass mittlerweile 25 Projekte und Kollektive auf dem Gelände heimisch sind.
Unser Verein selbst hat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von soziokulturellen Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. Diese haben für die Menschen aus den Quartieren Möglichkeiten der Begegnung geboten: Konzerte, Tauschbörsen, Vortragsreihen, Theatervorführungen, Workshops aber auch Frühlings-, Sommerfest oder Flohmärkte. Wir organisieren die Infrastruktur, kümmern uns um die Neuankömmlinge und fördern die Synergieeffekte zwischen den einzelnen Projekten.
Das PLATZprojekt verfolgt drei wesentliche Ziele: gemeinschaftliche Bewirtschaftung und Nutzung einer Fläche, das freiwillige, am Gemeinwohl orientierte Engagement und die prinzipielle Offenheit und Zugänglichkeit des Ortes.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wachsende Verdichtung im Stadtraum und steigende Mieten lassen immer weniger Platz für die Menschen sich zu entfalten und über das Alltägliche hinaus zu engagieren. Besonders unser Quartier Linden ist von dieser Entwicklung betroffen. Ehemals noch ein Arbeiterviertel, unterliegt es zunehmend einer starken Gentrifizierung.
Wir sehen die zunehmende Passivität der Menschen, eine Haltung die aus der Rolle des Konsumenten erwächst. Genau an diesem Punkt möchten wir ansetzen. Wir wollen die Menschen aktivieren und dazu ermutigen Verantwortung für sich selbst und ihre Mitmenschen zu übernehmen. Spezialisierung und Zentralisierung entfremden die Menschen von der Umgebung und den Dingen. Selber machen ist dazu der direkte Gegenimpuls und verändert die Wahrnehmung und Wertschätzung.
Das PLATZprojekt wurde bisher in ausschließlich ehrenamtlicher Arbeit aufgebaut und betrieben. Alle Fördergelder und Einnahmen sind in investive Mittel geflossen. So konnte das PLATZprojekt während des Förderzeitraumes schnell, flexibel und mit großer Energie wachsen. Jedoch führte es auch dazu, dass der Verein selbst nun stark überlastet ist. Die Organisation der Fläche stellt ähnliche Herausforderungen wie die einer kleinen Stadt.
Es besteht die Notwendigkeit bestimmte Aufgabenbereiche zu professionalisieren, damit wieder Energie für die eigentliche inhaltliche Arbeit frei wird und das PLATZprojekt seiner Idee gerecht werden kann. Auf Basis dieser neu gewonnen Stabilität wollen wir darüber hinaus wieder in unseren Kiez ausschwärmen, die Leute direkter und intensiver ansprechen, eine dynamische und integrative Institution unseres Stadtteils werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Linden/Limmer
Einwohnerzahl
45725
Quelle / Anmerkungen
Statistische Profile der Stadtteile und Stadtbezirke 2018
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Profile der Stadtteile und Stadtbezirke 2018
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Profile der Stadtteile und Stadtbezirke 2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Profile der Stadtteile und Stadtbezirke 2018
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.png
(157.07 KB)
projektgebiet2.png
(128.29 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Grundsätzlich besteht unsere Hauptarbeit in der Organisation des PLATZprojektes, also der Plattform, auf der die Anwohner unseres Quartiers den Raum und die Infrastruktur erhalten, ihre Anliegen zu verwirklichen: Seien es Konzerte der eigenen Garagenband, politische Arbeitsgruppen, die eigene Selbstständigkeit oder ein Treffpunkt für das eigene Kollektiv. Um diese Plattform möglichst niederschwellig zu gestalten, bedarf Menschen, die sich Zeit nehmen können, die vor Ort sind und als Anlaufstelle fungieren können.
Besonders hervorzuheben ist dabei das Konzept des Mittwoch- und Sonntagscafés, welches ein sehr erfolgreiche Maßnahme war und ist, Interessierte aufzufangen und z.B. durch Hilfe an der Theke zu aktivieren. Genauso sind die gemeinschaftlichen Bauaktionen ein wichtige Methodik unseres Arbeitens. Sie sind sehr wirksam die Selbstermächtigung zu lehren und eine Verbindung zum Quartier herzustellen.
Außerdem gilt es die verschiedenen Angebote und Möglichkeiten des PLATZprojektes effektiver nach außen zu tragen. Es muss eine Durchdringung des gesamten Kiezes erreicht werden. Dies geschieht auf der einen Seite durch Musikveranstaltungen und Feste, sowie Fortbildungsveranstaltungen und Vorträge, auf der anderen Seite aber auch durch direkte Interventionen in den Stadtraum, wie es z.B. mit PLATZprojekt on Tour geplant ist.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das PLATZprojekt wird das Abbild der Interessen und Fähigkeiten der Anwohner, ein Ort auf den die Menschen stolz sind, ein Ort der sich wandeln kann entlang des Zeitgeistes
Kriterium
Beschreibung
Gruppen sind sich ihrer Möglichkeiten vor Ort bewusst und nutzen diese eigenständig, ein reger Ort des Austausches und der Ideen, die konstruktiv aufeinander treffen
Kriterium
Beschreibung
Alle Bereiche und Randbereiche der gesellschaftlichen Tätigkeiten abbilden und zusätzlich Inkubator für Innovatives sein, Synergien zwischen den Projekten überdurchschnittlich nutzen, Akteure des Projektes schwärmen in den Stadtraum aus und initiieren
Beschreibung
Treffpunkt für die Initiativen und Kollektive des Quartiers, überregionaler und internationaler Austausch von Wissen und Erfahrungen, enge Zusammenarbeit mit Stadt und Verwaltung
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen nehmen den PLATZ als integralen Bestandteil ihres Quartiers wahr, ein Ort der die Stadt erst wirklich zur Heimat macht, ein Ort an dem man sich kennt und kennenlernt
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
LAG Soziokultur Niedersachen
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
Videos
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gesichter des Emsviertels - Vielfalt ist unsere Chance
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christian Symalla
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aufmerksamkeit und Anerkennung schenken - Internationalität und Nachbarschaft fördern - Mitwirkung erreichen
Projektbeschreibung
"Mit dem Quartiersforum Emsviertel haben wir ein Format geschaffen, in dem die Anliegen des Quartiers bereits artikuliert und bearbeitet werden", sagen die Projektmitarbeiter/innen Violetta Lenz und Jasmin Kruškić. "Wir merken aber auch, dass sich trotz unserer Öffentlichkeitsarbeit die Vielfalt der Bewohnerschaft dort nicht widerspiegelt. Wir brauchen deshalb noch niedrigschwelligere Zugänge zu den Bewohner/innen, um sie für die Mitarbeit an einer guten Nachbarschaft zu gewinnen. Auch das Quartiersforum, das Akteursnetzwerk und die Gruppen brauchen weitere Unterstützung. Wir als Team müssen dazu unsere Methodik verbreitern und verfeinern. Dafür brauchen wir Qualifizierungen." Das ist die Halbzeitbilanz des Projektteams. Die große Mehrheit der Bewohnerschaft, insbesondere die Migrationsbevölkerung, konnte bisher nicht für die Mitarbeit an einer guten Nachbarschaft gewonnen werden. Ihre Fähigkeiten und Potenziale sollen deshalb in diesem Folgeprojekt für das Quartier nutzbar gemacht werden. Zentrales Element dabei ist eine Beziehungsarbeit des Projektteams, die von Aufmerksamkeit und Anerkennung für die Bewohner/innen geprägt ist, und ihre öffentliche Wertschätzung ermöglicht. Mit unterschiedlichen Maßnahmen unter der Überschrift "Gesichter des Emsviertels" sollen die Menschen des Quartiers die Möglichkeit zur Begegnung bekommen und mit ihren vielfältigen Talenten und biografischen sowie kulturellen Hintergründen auch öffentliche Anerkennung erfahren. So sollen sie gestärkt und motiviert werden, sich für ihr Quartier einzubringen. Anreiz zur Umsetzung von Maßnahmen soll auch eine Quartierskasse bieten. Für die Projektaktivitäten brauchen die Mitarbeiter/innen eine vertiefte Methodenkompetenz, die sie durch Qualifizierungen im Projekt erwerben sollen. "Die meisten Menschen hier haben noch nie die öffentliche Anerkennung bekommen, die sie verdienen", ist Jasmin Kruškić überzeugt. Er erinnert sich an die Zeit, in der es ihm als Flüchtling selbst so erging, bis er als Kiosk-Inhaber im Emsviertel zu einer anerkannten und gestaltenden Rolle fand. Violetta Lenz ergänzt mit Blick auf ihre eigene Migrationserfahrung: "Wir wollen die Menschen mehr zusammenbringen und erreichen, dass sie sich selbst und einander in ihrer Vielfalt positiver wahrnehmen. Indem wir ihre Wertschätzung organisieren, erhöhen wir auch ihre Mitwirkungsbereitschaft für das Quartier. Wäre es nicht beflügelnd, wenn der Bundespräsident zu Besuch käme, um die Menschen im Emsviertel zu würdigen?"
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Emsviertel ist Teil des Stadtbezirks Weststadt, einer typischen Trabantenstadt der 1960/1970er Jahre mit rund 24.000 Einwohner/innen. In der Weststadt gibt es zwei Städtebauförderungsgebiete. Das Emsviertel konnte trotz seiner signifikanten Sozial- und Baustruktur bisher allerdings nicht von der Städtebauförderung profitieren. Vom Sept. 2018 an konnten aufgrund der Förderung des Projektes "Quartiersforum Emsviertel" dort Elemente der Gemeinwesenarbeit aufgebaut werden. Zur Verstetigung bedürfen diese allerdings weiterer Unterstützung. Das Emsviertel ist geprägt von Migrationsbevölkerung (2/3 der Bewohnerschaft) und dem stadtweit höchsten Transferleistungsempfängeranteil. In der öffentlichen Wahrnehmung gilt es deshalb als Problemviertel. Die Bewohner/innen leben ganz überwiegend zurückgezogen in ihren eigenen communities und bringen sich so gut wie nicht in das Quartiersleben ein. So bleiben viele ihrer kulturspezifischen und persönlichen Besonderheiten und Fähigkeiten verborgen, so dass hierfür auch keine öffentliche Anerkennung erfolgen kann. Dem will das Projekt entgegenwirken: Die in Tradition und Kultur unterschiedlichen "Gesichter des Emsviertels" sollen als Chancenpool hervorgehoben werden. Im ersten Schritt sollen gemeinsam mit den Bewohner/innen niedrigschwellige Begegnungsformate entwickelt werden. Daran andocken sollen öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen unter Teilnahme von Prestigeträger/innen aus Politik, Wirtschaft u. ä. Bereichen zur Würdigung der Bewohner/innen. Geplant ist u. a., den Bundespräsidenten einzuladen. Damit sollen das Selbstbewusstsein der Menschen, ihre Teilhabe an der Nachbarschaft und das Image des Quartiers gestärkt werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Emsviertel
Beschreibung
Das Emsviertel wird im Norden durch Kleingartenanlagen und den Westpark, im Osten durch die Autobahn A 391 und im Süden durch die vierspurig ausgebaute Münchenstraße/Elbestraße (inkl. Straßenbahntrasse) begrenzt. Im Westen schließt sich das Rheinviertel mit einer sich vom Emsviertel stark unterscheidenden Sozialstruktur an.
Einwohnerzahl
5007
Quelle / Anmerkungen
Zahlen aus dem Einwohnermelderegister
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Alle im Abschnitt "Merkmale des Projektgebietes" angegebenen Werte wurden aus bei der Stadt Braunschweig vorhandenen statistischen Daten auf Basis der Zahlen des Einwohnermelderegisters speziell für das Projektgebiet Emsviertel herausgefiltert. Alle Werte beziehen sich auf den Stichtag 31.12.2018 mit Ausnahme des in der Kategorie "Menschen, die Transferleistungen beziehen" angegebenen Wertes (s. dort).
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
67
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil der 0- 18-Jährigen mit erweitertem Migrationshintergrund liegt im Projektgebiet bei 85,0 %.
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stichtag 31.12.2017, da aktuellere Daten noch nicht vorliegen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
2019-04-23_projektgebiet_emsviertel.pdf
(3.84 MB)
2019-04-23_projektgebiet_groesse.pdf
(88.48 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt nimmt das Quartier Emsviertel, seine Bewohner/innen und Akteure als Ganzes in den Blick. Es ist darauf ausgerichtet, die Bewohner/innen und Akteure zu aktivieren, zu beraten, zu beteiligen und sie dabei zu unterstützen, selbst tragende Strukturen im Quartier aufzubauen. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei darauf gelegt, die bisher schwer erreichbare Migrationsbevölkerung einzubeziehen. Dies geschieht durch eine direkte oder über Schlüsselpersonen stattfindende Kontaktaufnahme, die auch muttersprachlich erfolgen kann. Ein Teil der relevanten Sprachen wird durch die Projektmitarbeiter/innen selbst abgedeckt, ansonsten können Sprachmittler genutzt werden. Gemeinsam werden bedürfnisorientierte, lebensweltnahe Begegnungsangebote entwickelt und umgesetzt, gefolgt von Veranstaltungen zur öffentlichen Anerkennung. Dieser "Aktivierungsschwung" und Motivationsschub soll auch zu Engagement im Quartier führen. Die Projektziele sind somit schwerpunktmäßig auf die Bereiche "Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur", "Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen" und "Imageverbesserung/Öffentlichkeitsarbeit" ausgerichtet. Im "Quartiersforum Emsviertel" wird zudem die begonnene integrierte sozialräumliche Betrachtung des Quartiers fortgesetzt, die auch die Handlungsfelder "Wohnen und Wohnumfeld", "Schule und Bildung", "Lokale Ökonomie", "Stadtteilkultur", "Sport und Freizeit", "Gesundheitsförderung" und "Umwelt und Verkehr" in den Blick nimmt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner/innen nehmen an Begegnungs- und Anerkennungsformaten teil, die sie z.T. selbst mit entwickeln. Ein Teil der neu erreichten Bewohner/innen bringt sich darüber hinaus im Quartiersforum, in Gruppen oder auf andere Weise aktiv im Quartier ein.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner/innen bringen ihre kulturspezifischen u. persönlichen, v.a. auch in Migrationsbiografien begründeten, Besonderheiten in den Quartiersprozess ein. Das bestehende Akteursnetzwerk ist in der Lage, Teile des Quartiersprozesses selbst zu organisieren.
Kriterium
Beschreibung
Menschen aus unterschiedlichen Gruppen, insbesondere aus unterschiedlichen Kulturen, und Akteure mit unterschiedlichen Zielsetzungen setzen sich gemeinsam für das Gemeinwesen "Emsviertel" ein.
Beschreibung
Es gibt mehr Möglichkeiten zur Begegnung. Das Verständnis der Menschen unterschiedlicher Herkunft für einander nimmt zu. Bewohner/innen werden öffentlich gewürdigt. Bewohner/innen wirken gemeinsam am Quartiersleben mit.
Vorhandene Strukturen
Der gemeinnützige Verein Stadtteilentwicklung Weststadt e. V. ist seit dem Jahr 2008 in der Weststadt tätig und betreibt seit Ende 2010 im Emsviertel den "Treffpunkt Pregelstraße". Die Angebote des Treffpunktes Pregelstraße konzentrieren sich vor allem auf die Bereiche Beratung/Vermittlung, Durchführung von Veranstaltungen, Exkursionen und Überlassung/Vermietung von Räumen für externe Nutzungen. Die Gruppen, die den
Treffpunkt Pregelstraße in der Vergangenheit nutzten, beschäftigten sich ganz überwiegend mit speziellen Themen, so dass die daran interessierten Teilnehmer/innen in aller Regel unter sich blieben. Eine systematische Unterstützung und Vernetzung der Gruppen untereinander und im Quartier sowie die Entwicklung von Quartierszielen konnte erst im Zuge des Projektes "Quartiersforum Emsviertel" begonnen werden: In dem derzeit laufenden Projekt wurden bisher zwei Sitzungen des Quartiersforums durchgeführt. Mit Hilfe eines Fragenkataloges wurden Gespräche mit Bewohner/innen und Gruppen geführt. Eine positive Berichterstattung über das Projekt in mehreren Print- und Online-Medien wurde erreicht. Eine Projektvorstellung in einem lokalen Radiosender erfolgt am 14.05.2019. Am 25.05.2019 wird ein Straßenfest im Emsviertel zusammen mit vielen Akteuren und Gruppen durchgeführt, das derzeit gemeinsam vorbereitet wird, und bei dem sich die Bewohner/innen aktiv einbringen können.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder des Rates der Stadt und des Stadtbezirksrates Weststadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Handwerkskammer, Industrie- u. Handelskammer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deutsche Wohnen Immobilien Management GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Braunschweig gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Johanniter Unfallhilfe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jüdisch-soziokulturelles Alexander David Zentrum e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Pfarrstelle für Menschen mit geistiger Behinderung - mit Uns Gemeinde
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
wasmitherz e.V.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Alina Zimmermann
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Kreativer Raum für Impulsgeber - Ideenspinner und Inspirationssuchende für das Gemeinwohl im Stadtteil
Projektbeschreibung
Im Herzen Hannovers - der Nordstadt - entsteht gerade ein junges, innovatives Zentrum für ein neues Quartiers- und Gemeinschaftsgefühl. Engagierte Menschen schaffen Raum für kreative Projekte, die Strahlkraft für Schaffende und Nutzende im Stadtteil und darüber hinaus haben. Das Risiko der Raumanmietung wird durch die entstehende Gemeinschaft solidarisch auf ein Minimum reduziert - so dass ausreichend Platz für Menschen ist, die endlich den Mut finden, ihr Herzprojekt für das Quartier umzusetzen. Die Räume sollen Impulsstätte für gemeinschaftsschaffende Projekte sein.
Wir haben 200qm Fläche in der Nordstadt angemietet und sind gerade dabei diese mit 100% Ehrenamt zu renovieren und zu gestalten.
Wir wollen echte Begegnung stattfinden lassen - authentisch interkulturell - Nordstadt eben! Hier gibt es Moscheen und Kirchen, Alte und Junge, Punks und Bänker und viel Berührungsangst, das wollen wir durch gemeinsame Aktionen im direkten Miteinander auflösen, denn wir leben und lieben alle hier - hier in 30167!
Dafür wollen wir 3 zentrale Nutzertypen erreichen, durch die die Räume lebendig werden und Gemeinschaft bilden und zu Gemeinschaft einladen:
- Impulsgeber
Sind Menschen, die wir in ihrer Schaffens- und Unternehmerkraft unterstützen.Wir wollen Mut machen, selber Projekte, Selbstständigkeiten und Unternehmungen im sozialen Bereich zu gründen. Sie bekommen bei uns dafür kostengünstige Räume, unternehmerisches Know-How und eine Marketing-Plattform zur Veröffentlichung und Verbreitung ihrer Projekte. Es wird Interdisziplinären Austausch geben, um wirklich Neues zu erschaffen.
- Ideenspinner
Wir wollen den Potenzialen unseres Quartiers Raum und Gelegenheit bieten. Jede/r kann etwas, das es zu teilen lohnt: Es wird Raum für Herzensangelegenheiten gegeben. Zum Beispiel ein Jurist, der Jugendlichen erklärt, welche juristischen Herausforderungen auf sie warten und wie sie zu meistern sind! Hier bekommt er Kontakt zu den Jugendlichen, auf die er in seiner Kanzlei nicht stoßen würde.
- Inspirationssuchende
Wir wollen Inspiration leben und damit Menschen abholen, die Lust auf Kreativität und Gemeinschaft haben und die Kurse von Ideenspinnern und Impulsgebern füllen.
Das "wasmitherz-Projekt" hat 2018 den Innovationspreis für Kunst und Kultur gewonnen, ausgeschrieben vom Kulturbüro „junge Kultur“ Hannover. Unsere Vision ist, dass hier ein lebendiges, freies und unabhängiges Zentrum für schaffende Menschen entsteht. Ein Modell zum Nachahmen?!
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Seit April 2018 sind die von dem im Dezember 2017 gegründeten Verein „wasmitherz e.V.“ geschaffenen Räume für Gemeinschaftsprojekte im Stadtteil nutzbar. Diese Räume sind durch 100% Ehrenamt entstanden. Eine Gemeinschaft von Menschen zwischen 20 und 50 Jahren, die vor Schaffenskraft und Ideen sprüht und eine völlig neue Qualität von ehrenamtlicher Initiativ mitten in der Nordstadt darstellt.
Der Stadtteil ist jung, fluktuierend, hier leben viele Singles und es herrscht eine große Nationalitätenvielfalt. Dadurch findet Gemeinschaftsleben nur punktuell statt.
wasmitherz e.V. will einen stetigen Raum schaffen, in dem moderne, projektbezogene, solidarische Gemeinschaft gelebt wird und zu inspirierenden Veranstaltungen einlädt.
Die Räume sollen eine bekannte, lustbringende, mutmachende und fröhliche Impulsstätte sein für authentische Begegnungen im Stadtteil. Wir wollen durch bewusst niedrig gehaltenen Raummieten verschiedene Projekte und Veranstaltungen möglich machen.
Die größte Herausforderung für uns ist es jetzt, Menschen zu erreichen, die diese Räume mit innovativen Projekt-Ideen füllen. Ein wichtiges Ziel dabei ist, den Bedarf der unterschiedlichen Menschen abzufragen und mit Projekt-Ideen zu verknüpfen, die jetzt schon in den Köpfen und Herzen der Menschen sind. Die Umsetzung der Ziele wird die beantragte halbe Stelle in Anspruch nehmen, sowie weiteres ehrenamtliches Engagement.
Wir nehmen an diesem Wettbewerb Teil, um eine kontinuierliche Kraft neben dem Ehrenamt zu installieren, um die gesetzten Ziele umzusetzen und die Räume weiter auszustatten, so dass sie auch für große Veranstaltungen nutzbar sind.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Nordstadt
Beschreibung
Die Nordstadt erstreckt sich auf einem rund 364 ha (Stand: 01.01.2017) großen Areal zwischen der Bahnstrecke Hannover–Minden im Norden und Osten, dem Berggarten, dem Großen Garten im Westen, der Leine, der Steintormasch im Süd-Westen und dem über Schloßwender und Arndtstraße führenden Cityring im Süd-Osten. An vorgenannter Zugverbindung liegt auch eine S-Bahnstation.
Der Engelbosteler Damm trennt als Hauptgeschäftsstraße die Nordstadt in einen nach 1946 wiederaufgebauten Ostteil und einen nach 1985 sanierten Kernbereich. Daran schließt sich im Westen eine durch einen Gürtel aus Universitäts-, Friedhofs- und Krankenhausflächen abgetrennte ruhige Villengegend an. Im Südwesten bieten der Welfengarten und der Georgengarten sowie die daran anschließenden Kleingärten und Sportanlagen Flächen für Naherholung.
Mit dem Klinikum Nordstadt befindet sich ein Krankenhaus des Klinikums Region Hannover im Stadtteil. An der Bahnlinie im Osten ist seit 2014 die neue Feuer- und Rettungswache 1 der Feuerwehr Hannover in Dienst.
Einwohnerzahl
17829
Quelle / Anmerkungen
Zahlen: 31.12.2017, Quelle: Statistische Berichte Landeshauptstadt Hannover 2017
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte Landeshauptstadt Hannover 2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte Landeshauptstadt Hannover 2017
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte Landeshauptstadt Hannover 2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2017, Kinder unter 18 Jahre
Unterlagen zum Gebiet
karte_hannover_nordstadt.png
(386.5 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
wasmitherz ist ein gemeinnütziger Verein, der sich an alle Bewohner*innen des Quartiers richtet. Durch unser Projekt werden Bewohner*innen vernetzt, miteinander in den Kontakt zu treten, sich gegenseitig zu inspirieren, zu motivieren und zu unterstützen. Unser Wunsch ist es, dass sich die Lebensqualität aller Beteiligten erhöht. Wir verbinden Ideenspinner und Impulsgeber mit Inspirationssuchenden, in dem wir Anbieter / kreative Köpfe und Teilnehmende niedrigschwellig zusammenführen. Wir schaffen für die Bewohner*innen einen Ort des Zusammenkommens. Dabei liegt der Fokus darauf, voneinander zu lernen, sich auszutauschen, zu experimentieren und daraus etwas Neues zu schaffen. Hierbei geht es uns ganz besonders darum, Menschen zu motivieren in Eigen-Aktion zu kommen. Unser quartierbezogenes Projekt hat Strahlkraft auf die gesamte Stadt und rückt die Nordstadt weiter in ein kreativ innovatives und gemeinschaftsförderndes Licht. Gerade unter Berücksichtigung von möglichen gesellschaftlichen Entwicklungen bieten wir ein Konzept für zukunftsweisendes bürgerliches Engagement.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
zu unserem halbjährlichen Brunch im Herbst/Winter 2019 kommen >80 Bewohner*innen
Kriterium
Beschreibung
bis Ende 2019 haben 70 unterschiedliche Anbieter*innen die Räume genutzt
Kriterium
Beschreibung
wir bis Ende 2019 haben wir mit mind. 4 ortsansässigen freien, kirchlichen, kommunalen Trägern einen Kooperationsvertrag vereinbart
Kriterium
Beschreibung
wir bis Ende 2019 haben wir mind. 7 eigene, vereinsorganisierte Veranstaltungen mit mind. 50 Gästen durchgeführt
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Muse - ein ganzer Stadtteil für die Kunst (jeweils Aktionswochen pro Jahr, 2018 - 07.-22.09.2018)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hafven - Coworkingspace in der Nordstadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lutherkirche - evangelische Jugendkirche Nordstadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
lieb.es Restaurant, genossenschaftliche Brauerei - Nordstadt braut!, Sport Kaufmann, Onkel Olli´s Kiosk
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On