Skip to main content

Kommunikationsanlässe wie Nachbarschaftsfeste Weihnachts- und Flohmärkte.

Lebendiges Leineberg-Zentrum

Ansprechpartner
Hanna Köhn
Funktion Leitung Stadtteilbüro Leineberg
Wer, wenn nicht wir? Aktiv in unserem Quartier!
Projektbeschreibung
Im Göttinger Quartier „Leineberg“ (2.800 BewohnerInnen) eröffnete 2009 das Stadtteilbüro Leineberg. Seit 2013 wird das Stadtteilbüro getragen vom Nachbarschaftsverein Leineberg (ca. 80 Mitglieder). Derzeit arbeitet eine hauptamtliche Mitarbeiterin im Stadtteilbüro, die unterstützt wird von einer Minijobberin und vielen Ehrenamtlichen. Schwerpunkte der Arbeit sind die Inszenierung von Kommunikationsanlässen, die Förderung von Nachbarschaftshilfe und die Vernetzung der Akteure im Quartier. Dabei haben wir uns aufgrund des hohen Altersdurchschnitts im Quartier besonders mit dem Thema Vermeidung von (Alters-)einsamkeit befasst. Das Stadtteilbüro wirkt zudem mit am stadtweiten Netzwerk der Quartierszentren. Die BewohnerInnen des Leinebergs beklagen einvernehmlich den Zustand der Ladenzeile im Quartier. Das Stadtteilbüro befindet sich gegenüber der Ladenzeile, unweit der Kirchengemeinde und der Hausarztpraxis. Dieses räumliche Zentrum soll aufgewertet und belebt werden. Dabei wird mit den anliegenden Geschäften und Institutionen zusammen gearbeitet und gemeinsam eine Verbesserung der Nahversorgung in den Blick genommen. Vor dem Stadtteilbüro stehen bereits ein öffentlicher Bücherschrank und eine Bank, die gut genutzt und von AnwohnerInnen gepflegt werden. Allerdings stoßen wir mit einer Weiterentwicklung dieses Ansatzes personell und finanziell an unsere Grenzen. Um das Thema Nahversorgung und Begegnungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum gezielt in den Blick zu nehmen, benötigen wir Arbeitsgruppen, die sich gezielt mit dem Thema befassen und eine Unterstützung der Gruppen bei der Umsetzung ihrer Ideen. Hierzu braucht es zusätzliche Zeit und Sachmittell. Daher möchten wir das Projekt nutzen, um die Selbstorganisation der AnwohnerInnen für die Nahversorgung zu aktivieren, und die Vernetzung im Quartier zu verbessern. Wir denken die Nahversorgung und die Begegnung im öffentlichen Raum zusammen. Damit lehnen wir uns an am Konzept der „Dorfbegegnungsläden“. Die Aktivitäten werden mit BewohnerInnen geplant und umgesetzt., die Selbstorganisation wird gestärkt. Die bereits bestehende Stadtteilrunde (Netzwerk der Akteure im Quartier) wird gestärkt und durch die Ladenbetreiber ergänzt. Die Aktivitäten werden in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung durchgeführt. Die Ergebnisse des Projekts fließen in das Netzwerk der Nachbarschaftszentren ein und werden für andere Zentren und für die gesamtstädtische Strategie zur Arbeit der Nachbarschaftszentren nutzbar.
Laufzeit
2021-11-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Göttinger "Leineberg" liegt ca. 1,5 km südwestlich der Kernstadt und ist baulich klar vom Rest der Stadt getrennt. Hier leben derzeit 2.800 Menschen, überwiegend im Geschosswohnungsbau. Nachdem der Leineberg viele Jahre als "sozialer Brennpunkt" galt, hat sich das Image in den letzten Jahren gewandelt: Die Städtische Wohnungsbau GmbH als größter Vermieter im Quartier hat ihre Häuser und Wohnungen saniert, die stadtnahe und gleichzeitig ruhige Lage und die im Vergleich zu anderen Quartieren niedrigen Mieten machen die Wohnungen attraktiv und begehrt. Allerdings: Eine Studie zur Nahversorgung in Göttingen bescheinigt, was alle LeinebergerInnen schon lange wissen: Das Ladenzentrum ist nicht mehr zeitgemäß und die Nahversorgung ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Geschlossen haben in den letzten Jahren die Drogerie, die Apotheke und die Bankfiliale. Gleichzeitig ist der Altersdurchschnitt im Quartier hoch. Es leben also viele Menschen hier, die auf Einkaufsmöglichkeiten vor Ort angewiesen sind. Die kleine Ladenzeile und der davor liegende Grünstreifen haben momentan eine niedrige Aufenthaltsqualität. Das führt dazu, dass viele Menschen zum Einkaufen mit dem Bus oder dem Auto in die Stadt fahren. Dadurch fehlen Begegnungen im öffentlichen Raum und die Wirtschaft vor Ort wird weiter geschwächt. Gleichzeitig fehlt beim Einkauf in der Stadt der persönliche Charakter: Auf dem Leineberg kennen die LadenbetreiberInnen ihre Kundschaft, der Einkauf ist neben der schlichten Versorgung ein Kommunikationsanlass. Nicht zuletzt angesichtst zunehmender Alterseinsamkeit nehmen wir daher mit unserem Projekt die Nahvergung in Kombination mit Begegnung im Quartier in den Blick.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Leineberg
Beschreibung
Das Gebiet "Leineberg" umfasst nur wenige Straßen (s. Kartenausschnitt). Der Leineberg wird durch den Fluss "Leine" vom Rest der Stadt getrennt. Im Norden wird das Gebiet durch die Bahn und den Friedhofbegrenzt, im Süden liegen die psychiatrische Fachklinik und der offene Jugendvollzug. Durch seine räumlich klare Abgrenzung vom Rest der Stadt weist das Quartier eine starke Stadtteilidentität auf.
Einwohnerzahl
2768
Quelle / Anmerkungen
https://duva-stg-extern.kdgoe.de/Informationsportal/Dateien/PDat-Stb037-2019.pdf, Stand 2019
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich um eine Schätzung, die die Stadt Göttingen vorgenommen hat.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Auf dem Leineberg wird seit 2009 mit dem Stadtteilbüro und dem Nachbarschaftsverein Leineberg als Trägerverein der Ansatz der Gemeinwesenarbeit durchgeführt. Mit dem Projekt werden das Selbsthilfepotential und die Nachbarschaftshilfe im Quartier weiter gestärkt. Die Aktivierung der BewohnerInnen und die Stärkung der Netzwerke vor Ort sind die Grundlagen des Projekts. Dabei gehen wir ein Thema an, das von den BewohnerInnen in den letzten Jahren immer wieder angesprochen wurde. Die Arbeit am Thema "Aufwertung des Umfelds des Ladenzentrums und Verbesserung der Nahversorgung" ist der Aufhänger, unter dem die Netzwerke gestärkt werden. Die konkreten Maßnahmen werden mit LeinebergerInnen gemeinsam erarbeitet und umgesetzt. Ziel ist die Schaffung von Strukturen, die in Zukunft neue Themenbereiche im Quartier in den Blick nehmen. Dabei verstehen wir den Leineberg trotz seiner von der Stadt abgetrennten Lage als Teil der Gesamtstadt und möchten die Zusammenarbeit mit der Kommune und anderen Quartierszentren für unser Projekt nutzen. Die Ergebnisse fließen durch einen Austausch mit der Stadt Göttingen und im Netzwerk in die gesamtstädtische Strategie der Quartiersentwicklung ein. Zusätzlich wird neben der Sozialplanung Kontakt zur Stadtplanung aufgenommen. Besondere Nähe besteht zum benachbarten "Leineviertel", daher werden die Aktivitäten mit dem dortigen Quartiersmanagement gut abgestimmt, so werden Doppelstrukturen vermieden und Synergieeffekte genutzt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ausgangspunkt des Handelns sind die Bedürfnisse der BewohnerInnne, Aktivitäten werden nicht "für sie " sondern "mit ihnen" umgesetzt.ihnen
Beschreibung
BewohnerInnen übernehmen eigene Aufgabenbereiche und sind an den organisatorischen Aufgaben beteiligt.
Beschreibung
Es werden mehrere Alters- und Bevölkerungsgruppen mit dem Projekt erreicht (als Ehrenamtliche und als Teilnehmende).
Beschreibung
Das Projekt bearbeitet sowohl soziale Themen als auch die räumliche Gestaltung des Quartiers und die Stärkung der lokalen Ökonomie und Versorgung.
Beschreibung
Möglichst viele der relevanten Institionen und Firmen vor Ort sind am Projekt beteiligt und leisten einen Beitrag.
Beschreibung
Die neu geschaffenen Begegnungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum werden genutzt und nachbarschaftliche Unterstützung wird aktiviert. LeinebergerInnen erkennen, dass sie selbst ihr Wohnumfeld mitgestalten können.
Beschreibung
Die Nahversorgung auf dem Leineberg verbessert sich durch den Aufbau einer Einkaufshilfe und durch eine Ergänzung des Angebots (z. B. Markt)
Beschreibung
Das Projekt ist mit weiteren Quartierszentren in Göttingen vernetzt und arbeitet mit der Stadtverwaltung zusammen.
Vorhandene Strukturen
Das Stadtteilbüro Leineberg ist eine Anlaufstelle und Begegnungsstätte für die BewohnerInnen des Leinebergs. Es wird seit 2012 getragen vom Nachbarschaftsverein Leineberg und verfügt derzeit über eine hauptamtliche Leitung und eine Minijobberin, die für die Durchführung des 3mal wöchentlich stattfindenden Mittags- und Begegnungstischs zuständig ist. Der Altersdurchschnitt der BesucherInnen ist hoch. Arbeitsschwerpunkte sind: - Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, bei denen sich LeinebergerInnen kennenlernen und vernetzen - Förderung ehrenamtlichen Engagements: Unterstützung von LeinebergerInnen bei selbst organisierten Gruppen und Aktivitäten zur Verbesserung des Wohnumfelds, Vermittlung von Nachbarschaftshilfe - Vernetzung der vorhandenen Institutionen im Quartier - Einzelberatung und Lotsenfunktion - Prävention von (Alters-)Einsamkeit - Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds - Imageverbesserung des Quartiers
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Göttingen, Sozialplanung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Städtische Wohnungsbau GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Volksheimstätte eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Thomaskirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nahkauf Onal (örtlicher Lebensmittelladen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Göttingen, Stadtplanung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerinitiative "Leinebürger"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderhaus Leineberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhilfe Göttingen: Schulsozialarbeit (LiSA)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhilfe Göttingen: Quartiersbüro Leineviertel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Turn-und Wassersportverein Göttingen von 1861 e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonieverband Göttingen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt zielt auf den Aufbau selbsttragender Strukturen. Teilbereiche können nach der Schaffung der Strukturen ehrenamtlich fortgeführt werden. Zusätzlich wird im Projekt ein Netzwerk institutioneller Akteure aufgebaut, die einen individuellen Mehrwert aus dem Projekt ziehen und daher eine Motivation zur Fortführung entwickeln. Eine professionelle Rahmung und Bereitstellung von Ressourcen über den Förderzeitraum hinaus werden angestrebt, die Erarbeitung eines Konzepts ist Teil des Projekts.
Galerie
dji 0092 3 4 5 6 web
Zustimmung Veröffentlichung
On

Haus der Begegnung Bad Lauterberg

Ansprechpartner
Marie Henners
Organisation Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen
Funktion Fachbereichsleitung Integration
Projektbeschreibung
Es wurden neue Räume für die ursprünglich rein ehrenamtliche und nunmehr hauptamtlich besetzte Anlaufstelle gefunden. Durch Angebote, zum Einen in der zentralen Anlaufstelle zum Anderen aber auch verteilt im gesamten Sozialraum der Stadt und den dazugehörigen Dörfer, werden die Bewohner:innen bei der aktiven Gestaltung der Nachbarschaft unterstützt. Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung von wirtschaftlich benachteiligten Menschen durch Beratung & Vermittlung, Begleitung von Angeboten wie dem Kleider-Shop und Schaffen eines Zusammenhangs. Dies gilt für Neuzugewanderte & Alteingesessene. Ein anderer Schwerpunkt ist aufgrund des Bedarfs die Arbeit mit älteren Menschen. Nach Möglichkeit werden Zielgruppenübergreifende Angebote gemacht und durch Begegnung Vorurteilen entgegengewirkt sowie Zusammenhalt gestärkt. Bestehende regelmäßige Angebote in Kooperation mit dem Kinderschutzbund wie das Montagscafé, die Eltern-Kind-Gruppe sowie Veranstaltungen sollen unter angepassten Hygienemaßnahmen fortgeführt und weiterentwickelt werden. Der Bedarf nach Kontakt ist trotz oder gerade wegen der Verbreitung des neuartigen Corona-Virus groß. Auch wenn es nun feste Räumlichkeiten für das Projektteam gibt, sollen Angebote und Aktivitäten nach wie vor auch im Sozialraum verteilt stattfinden, um möglichst viele Menschen zu erreichen und das Gemeinwesen an sich zu stärken und nicht alles nur auf einen Raum und bestimmte Personen zu fokussieren. Das Haus der Begegnung wird von verschiedenen (Selbsthilfe-)Gruppen und Vereinen genutzt. Das Team geht regelmäßig auf den Wochenmarkt, auf den Spielplatz etc. Insgesamt soll durch das Schaffen von Begegnungsanlässen und daraus resultierenden weiteren Aktivitäten die Lebensqualität der Menschen steigen, sodass der Ort und die Region trotz der Folgen des demografischen Wandels und vorhandener Armut lebenswert ist. Laut Robert-Koch-Institut "[bestimmen] nach wie vor [...] soziale Ungleichheiten die Entwicklung von Gesundheit und Lebenserwartung in Deutschland". In einen Kurort wie Bad Lauterberg kommen somit paradoxerweise einerseits Menschen, um ihre Gesundheit zu verbessern, und zum anderen leben dort Menschen, deren Gesundheit aufgrund von Armut massiv leidet. Ein gut funktionierendes Gemeinwesen hat präventiven Charakter, kann soziale und politische Teilhabe ermöglichen und dadurch die Demokratie stärken. Diesen Effekt strebt dieses Projekt an. Das notwendige Engagement wird von den Projektmitarbeiterinnen vorgelebt und unterstützt.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
In Bad Lauterberg lebt ein überdurchschnittlich hoher Anteil von Menschen in Armut, laut Statistik fast jedes vierte Kind und jeder sechste Erwachsene. Seit Beginn des Projekts wurden zwei Personen der ehemals rein ehrenamtlich organisierten Anlaufstelle hauptamtlich für die Gemeinwesenarbeit angestellt. So konnte diese Anlaufstelle, die eine wichtige Funktion in den örtlichen Strukturen füllt, da sie viele Konflikte entschärfen konnte bzw. dazu beiträgt, dass sie sich gar nicht erst soweit entwickeln, trotz schwindenden ehrenamtlichen Engagements aufrecht erhalten und stetig professionalisiert werden. Durch vernetztes Arbeiten werden Bedarfe erfasst und Lösungen gefunden. Realisiert wurde in der Vergangenheit zusammen mit Netzwerkpartner:innen u.a. die Entstehung eines Traumspielplatzes im Kurpark durch Engagement zur Sammlung des notwendigen Geldes und Begleitung des Bauprozesses, die Organisation und Durchführung des "Tag der Vielfalt" und des sozialen Weihnachtsmarkts. Ende 2019 konnten nach mehrjähriger Verzögerung endlich die Räume in der ehemaligen Lutterbergschule im Zentrum von Bad Lauterberg bezogen werden. Im selben Gebäude befindet sich auch das Jobcenter und langfristig ist auch der Einzug des Familienzentrums des Jugendhilfeträgers Manyways anvisiert. Diese Räumlichkeiten sind aufgrund Lage und Größe ideal als Anlaufstelle. Im Haus der Begegnung gibt es einen größeren Raum, in dem verschiedene Gruppenaktivitäten stattfinden sowie ein Büro für Verwaltungs- und Organisationstätigkeiten und einen kleineren Raum für individuelle Beratung. Das Haus der Begegnung eignet sich gut als Basis für vernetzte, sozialraumorientierte Arbeit.
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt wurden bestehende Angebote mit den notwendigen personellen und räumlichen Ressourcen ausgestattet. So werden weiterhin soziale Aktivitäten und zielgruppenorientierte (Beratungs-)Angebote durchgeführt und bei Bedarf erweitert und angepasst. Damit weiterhin, und verstärkt durch Begegnung und Austausch, ein Kennenlernen ermöglicht und Vorurteile abgebaut werden, braucht es eine gezielte Unterstützung. So sollen Akzeptanz und Verständnis zu einem guten Zusammenleben beitragen und Präventionsarbeit leisten. Indem Menschen eine sinnvolle Beschäftigung durch das Einbinden in die Gemeinwesenarbeit gegeben wird, beugt das Einsamkeit, Chancenlosigkeit und Konflikten vor. In Bad Lauterberg sowie in der gesamten dezentralen Region im Harz konnten rechte Ideologien in den vergangenen Jahren an Einfluss gewinnen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken sind die oben beschriebenen Ansätze von grundlegender Bedeutung. Bewohner:innen bekommen dadurch neue Perspektiven und werden an Wege der politischen Mitbestimmung erinnert oder lernen sie erstmals kennen. Im direkten Kontakt mit den Menschen sind bei einigen bereits Zeichen für eine ins positive veränderte Wahrnehmung von Situationen, Mitmenschen und Strukturen erkennbar. Das wirkt sich dann wiederum positiv auf ihren eigenen Alltag aus, weil neue Kontakte entstehen oder sich andere Perspektiven entwickeln. Der beste Hinweis, dass die Arbeit Früchte trägt und stabil aufrecht erhalten werden sollte.
Vorhandene Strukturen
Bereits vor Start der ersten Förderphase, gab es gewisse haupt- und ehrenamtliche Strukturen vor Ort. Im Rahmen des Projekts hat sich dies noch verstärkt und zunehmend professionalisiert. Von der Organisation von Veranstaltungen zum Herrichten von Fahrrädern in einer Fahrradwerkstatt, Musikprojekten, Nachbarschaftshilfe, Sozialberatung, Sprachunterricht, Kinderbeaufsichtigung, Lesungen und Eltern-Kind-Cafés ist vieles dabei. Im Rahmen von Runden Tischen und Arbeitskreisen sowie durch den persönlichen Kontakt der Projektmitarbeiter:innen zu vielen Menschen vor Ort besteht ein engmaschiges Netzwerk. Durch das Projekt werden die verschiedenen Angebote zusammendrahtet und noch besserer Austausch geschaffen. Beide hauptamtliche Johanniterinnen sind auch ehrenamtlich im Vorstand des Kinderschutzbundes und deswegen und da sie selbst im Ort wohnen, wo sie vielseitig aktiv sind, bestens vernetzt. Es gibt Eigeninitiativen von Bewohner:innen wie "Lauterberger helfen sich", mit denen das Team eng zusammenarbeitet und durch das aufgebaute Netzwerk unterstützt. Im Rahmen der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus hat sich die Stärke dieses Netzwerks, aber auch die Wichtigkeit der hauptamtlichen Unterstützung durch das Projekt bewiesen.
Nachhaltigkeit
Das Haus der Begegnung soll als wichtiger Teil der kommunalen Strukturen langfristig Bestand haben. Es soll durch eine Grundfinanzierung aus öffentlichen Geldern (Landkreis, Land) sowie eine Mietumlage auf alle Akteur*innen je nach Möglichkeit finanziert werden. Vor Ort braucht es daher Kompetenzen für Fundraising von Fördermitteln & Spenden für ehrenamtliche Arbeit in verschiedenen Bereichen, Nachbarschaftshilfe etc. für Teilprojekte, Veranstaltungen, Aktionen.
Galerie
besuch in den neuen raeumlichkeiten
einweihung
einweihung2

Bibu - Belm ist bunt

Ansprechpartner
Christoph Matschinsky
Funktion Teamleiter
Empowerment durch Stärkung von Ressourcen und Gestaltungsmöglichkeiten
Projektbeschreibung
Das Projekt "Belm ist bunt - Bibu" fördert die Partizipation der Einwohner*innen im sozialen und politischen Bereich. Ziel ist es, im Projektgebiet und darüber hinaus zu einer Aktivierung der Menschen beizutragen und so deren Teilhabe in der Gemeinde zu fördern. "Bibu" knüpft dabei an bestehende Strukturen und Vorarbeiten, die u.a. im Rahmen der "Sozialen Stadt" sowie des Projektes "NaDi - Nachbarschaftsdialog" erfolgten, an. Hier wurden Strukturen, z.B. das Netzwerk Sozialer Akteure, und Zugänge, z.B. über Beratungsangebote und gemeinsame Freizeitaktivitäten, geschaffen. Nun soll auf dieser Basis die Partizipation der Anwohner*innen im Fokus stehen. In dem Projektgebiet finden regelmäßige Aktionen statt, bei denen Probleme und Wünsche der Anwohner*innen diskutiert werden können (z.B. ein Neujahrswunschbaum, gemeinsames Frühlingsfest). Dafür werden die Räumlichkeiten ansässiger Netzwerkpartner*innen ebenso genutzt wie der öffentliche Raum. Mit Unterstützung der Mitarbeitenden können die Anwohner*innen dann überlegen, wie sie eine Verbesserung für ihr Viertel oder die gesamte Gemeinde erreichen können. Diese werden dann gemeinsam mit den Mitarbeitenden an das Netzwerk und vor allem an Politik und Verwaltung kommuniziert. Hier können z.B. die im letzten Jahr etablierten Bürgerforen eine Möglichkeit darstellen, zu denen die Anwohner*innen begleitet werden können, so dass auch sprachliche Unterstützung (das Team verfügt über englische, arabische und russische Sprachkenntnisse, Türkisch sowie Gebärdensprache können durch den Träger ebenfalls gestellt werden) möglich ist. Dabei nutzt das Projekt zudem die 2021 anstehenden Kommunal- und Bürgermeister*innenwahlen in Belm, um soziale Fragen mit politischer Partizipation zu verknüpfen. In Veranstaltungen werden die Möglichkeiten und Grenzen sowie die Bedeutung von Kommunalpolitik verdeutlicht, gemeinsame Gespräche mit Politiker*innen dienen nicht nur dem Austausch, sondern auch dem Abbau von Berührungsängsten. Zudem können die Anwohner*innen hier direkt ihre Ideen an Verwaltung und Politik weitergeben um gemeinsam Strategien für einen lebenswerten Stadtteil zu entwickeln. Besonderer Fokus liegt hier auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. "Bibu" ist dabei in der Arbeit nicht nur Name, sondern auch Maskottchen des Projektes - ein klassischer "bunter Vogel", der die zahlreichen Facetten des Projektgebietes in sich vereint und von den Anwohner*innen je nach Bedarf gestaltet werden kann (siehe Punkt 11).
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Bei dem Fördergebiet handelt es sich um das ehemalige Sanierungsgebiet der "Sozialen Stadt" und ist daher mit diesem kongruent. Es umfasst die Straßen: Breslauer Ring, Stettiner Straße, Frankfurter Straße 2-10 und Heideweg 37-45. Damals wurden Quartiersmanagementstrukturen aufgebaut. Ziel war es, diese auch nach Beendigung des Projektes "Soziale Stadt" aufrecht zu erhalten. Ohne hauptamtliche Unterstützung war dies jedoch nur schwer möglich. Es gibt Angebote verschiedener Akteur*innen sowie ein Freiwilligenbüro, das versucht Ehrenamtliche anzubinden. Den Zugang zu Anwohner*innen zu finden gestaltet sich jedoch als äußerst schwierig. Geprägt ist das Gebiet durch einen hohen Anteil von Menschen, die Transferleistungen beziehen. Zudem ist der Anteil von Ausländer*innen in dem Gebiet deutlich höher als in der Gesamtgemeinde, gleiches gilt für Menschen mit Migrationshintergrund. Hier handelt es sich vor allem um Spätaussiedler*innen. Verschärft hat sich diese Entwicklung durch den hohen Zuzug von Geflüchteten ab 2015 und den seit 2017 zu beobachtenden Zuzug von Menschen aus Osteuropa. Diese Gruppen leben nebeneinander her, was zu Vorurteilen und negativen Zuschreiben gegenüber „der Anderen“ führt. Über das Projekt „NaDi“ wird daran gearbeitet, hier ein Gemeinschaftsgefühl aufzubauen, dies gestaltet sich durch die Corona-Einschränkungen als schwierig. Es ist aber deutliches Interesse an einem Engagement für Gebiet und Gemeinde erkennbar. Wichtig ist jedoch diesem noch diffusen Interesse Raum zu verleihen und den Menschen zu zeigen, wie sie sich Gehör verschaffen können und welche Möglichkeiten sich zur Gestaltung des Gebietes ergeben. Hier soll „Bibu“ ansetzen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Belm- Powe
Beschreibung
Bei dem Fördergebiet handelt es sich um das ehemalige Sanierungsgebiet der "Sozialen Stadt" und ist daher mit diesem kongruent. Es hat eine Größe von 17 ha und umfasst die Straßen: Breslauer Ring, Stettiner Straße, Frankfurter Straße und Heideweg. Angrenzend an das Gebiet befinden sich zwei Kindergärten (Christkindergarten und St. Josef Kindergarten) sowie die beiden Grundschulen (Grundschule Powe und Grundschule Belm). An den Christuskindergarten angegliedert ist das Familienzentrum. Dies stellt den räumlichen Fixpunkt für den Großteil der Aktivitäten dar, da es als Raum für gemeinsame Angebote bereits bekannt ist und die entsprechenden Möglichkeiten vorhanden sind.
Einwohnerzahl
1504
Quelle / Anmerkungen
Strukturdatenfortschreibung 2018 Gemeinde Belm
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
73
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2018
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2018
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdatenfortschreibung 2018
Unterlagen zum Gebiet
bibu1.jpg (252.17 KB)
bibu2.jpg (638.11 KB)
GWA/QM-Ansatz
GWA arbeitet anhand der Bedürfnisse und Interessen der Anwohner*innen und fördert die Partizipation im sozialen und politischen Bereich durch Vernetzung und Stärkung vorhandener Ressourcen. GWA versteht sich dabei als Unterstützung, nicht als Leitung. Mit Blick auf die soziale Teilhabe zielt das Projekt daher darauf ab, niedrigschwellige Diskussionsräume zu schaffen (z.B. durch Beratungs- und Freizeitangebote wie gemeinsame Feiern). Hier sollen die Anwohner*innen ihre Meinung zur Situation vor Ort kommunizieren und Bedarfe sowie Ideen zur Verbesserung formulieren. Darauf aufbauend werden dann gemeinsam Lösungsstrategien entwickelt. Dabei lebt das Projekt von der Rückkopplung mit und dem Engagement der Anwohner*innen, die Mitarbeitenden haben vor allem die Funktion den Austausch anzustoßen und daraus entstehende Ideen zu unterstützen bzw. andere Akteur*innen für die Unterstützung zu gewinnen. Verschränkt wird dieser Bereich mit politischer Partizipation. Da 2021 neben den niedersächsischen Kommunalwahlen auch Wahlen zum*zur Bürgermeister*in in Belm anstehen bietet sich dies an, um den Anwohner*innen die Bedeutung von Kommunalpolitik sowie ihre Einflussmöglichkeiten näher zu bringen und den Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Anwohner*innen zu fördern. Hier können z.B. Workshops zur Entwicklung von Ideen für die Gemeinde oder Diskussionsrunden mit Politiker*innen stattfinden, bei denen die Anwohner*innen die zuvor entwickelten Ideen vorstellen können.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Projekt geht auf Interessen der Menschen ein, Inhalte der Bewohner*innen bestimmten Veranstaltungen
Beschreibung
Anwohner*innen werden zur eigenen Ideen ermutigt, Vorschläge und Ideen werden gemeinsam umgesetzt, Strukturen für mehr Partizipation werden augebaut
Beschreibung
bestehende Angebote werden vorgestellt und Zugänge geschaffen, Fähigkeiten der Anwohner*innen werden gefördert
Beschreibung
Aktivitäten werden für alle Anwohner*innen konzipiert, bei gemeinsamen Diskussionen werden alle Bedarfe in den Blick genommen
Beschreibung
Unterstützung und Einbeziehung Netzwerk sozialer Akteure, Aktionen werden immer im Verbund gestaltet
Beschreibung
Projektgebiet wird als Teil der Gesamtkommune verstanden, spezielle Bedürfnisse kommuniziert, gleichzeitig wird die ganze Gemeinde in den Blick genommen
Vorhandene Strukturen
In Belm gibt es das „Netzwerk Sozialer Akteure Belm“. Einen besonderen Fokus auf das Projektgebiet haben z.B. der offene Kinder- sowie Jugendtreff. Auch die katholische Kirche ist vor Ort engagiert. Im Rahmen der „Sozialen Stadt“ wurden diese Strukturen weiter ausgebaut und gestärkt. Nach Ende des Programmes konnte das Netzwerk ohne die Koordinierung durch das Quartiersmanagement, das 2014 auslief, weiterbestehen und ist bis heute eine gute Möglichkeit gemeinsame Ideen zu entwickeln und schnell alle wichtigen Akteur*innen zu erreichen. Regelmäßige Netzwerktreffen wurden früher durch das Quartiersmanagement organisiert, dies übernimmt jetzt die Gemeinde. Es ist also durchaus gelungen, Projektansätze in Regelstrukturen zu überführen. Bis Ende 2018 läuft zudem das Projekt „BIBA-Belmer Initiative für Bildung und Arbeit“. Das Projekt wird im ESF-Bundesprogramm „BIWAQ“ gefördert. Hierüber kann z.B. das jährliche Begegnungsfest der Gemeinde fortgeführt werden. Zudem gibt es in der Gemeinde ein Freiwilligenbüro, dass Ehrenamtliche akquirieren und vermitteln will. Das Projekt „NaDi“ zielt darauf ab, Zugänge zu den mannigfaltigen Zielgruppen zu generieren und ein Bewusstsein für den sozialen Zusammenhalt zu schaffen, darauf aufbauend soll nun „Bibu“ die Partizipation der Menschen vor Ort stärken.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Belm (Bürgermeister, stellv. Bürgermeister, Gleichstellungsbeauftragte, Pressesprecher)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ökumenische Jugendhilfen (Projektträger)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gleis 3 - Pro Belmer Jugend
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Josef Kindergarten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Kindergarten Belm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Belm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertreff Belm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Belm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Powe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
kath. Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Belmer Schaufenster
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Belmer Integrationswerkstatt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenbeirat
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk Soziale Akteure Belm
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Ökumenischen Jugendhilfen arbeiten seit ihrer Gründung sozialraumorientiert und versuchen im Rahmen verschiedener Projekte sowie in ihrer alltäglichen Arbeit das Thema Gemeinwesenarbeit mitzudenken. Erfahrungen aus dem geplanten Projekt werden dabei genutzt. Die Gemeinde plant langfristig eine Finanzierung im Bereich Quartiersmanagement zu ermöglichen, hier können die Ergebnisse aus dem Projekt genutzt werden. Träger und Gemeinde sind diesbezüglich in Absprache.
Galerie
maskottchen bibu
bibu herkunft
Zustimmung Veröffentlichung
On

Villa Luise - Teilhabe zentral organisieren und dezentral wirken

Ansprechpartner
Dirk Pohl
Funktion VHS-Direktor
Villa Luise - Teilhabe zentral organisieren und dezentral wirken
Projektbeschreibung
Ein Teilhabezentrum für Buxtehude – mit Satelliten in der ganzen Stadt! Die Hansestadt Buxtehude gründet ein Teilhabezentrum mit den Fachgruppen Soziales, Wohnen und Senioren, der VHS, dem Jugendamt und fakultativ der Wirtschaftsförderung. Ebenso werden die AWO, Jobcenter und andere Träger eingeladen, sich einzubringen. Geplant wird ein zentraler Anlaufpunkt für alle Menschen mit verminderten Teilhabechancen, um mit Ihnen gemeinsam die vorhandenen Fördermöglichkeiten besser nutzen zu lernen. Neben der zentralen Anlaufstelle werden Stadtteilzentren (FABIZ, Stieglitzhaus, VHS) mit einbezogen, darüberhinaus werden Wohnorte der Menschen gezielt aufgesucht und Unterstützung auch vor Ort beratschlagt. Insofern führt die Villa Luise wichtige Bausteine der kommunalen Versorgung integriert zusammen und soll durch die Anbindung der Stadtteilhäuser ebenso zentral wie auch vor Ort bis hin zu den Wohnquartieren wirken. 2017 wurde Integration noch als spezieller Auftrag verstanden, der sich nun zu einem kommunalen Teilhabegedanken weiterentwickelt und in einem Teilhabekonzept umgesetzt wird. Ziele: - Teilhabe und Partizipation nachhaltig stärken - Förderung und Stärkung individueller Ressourcen und Kompetenzen - Stärkung des Gemeinwesens Buxtehude und in der direkten Nachbarschaft durch neue Räume der Begegnung, Beratung und Unterstützung - Beratungsangebote werden gebündelt - Für die Nachbarschaft entstehen Begegnungsformen, die zielgruppengerechte Kursangebote informeller und formeller Art ermöglichen, bis hin zu BAMF-Integrationskursen. Die Schaffung von informellen Lern- und Begegnungsräumen (Selbstlerncafé, Begegnungsküche) neben Orten des formalen Lernens (Kursräume) und der Beratung fördert die Zusammenarbeit der jeweiligen Partner und stärkt das Unterstützungssystem insgesamt. Durch den Prozess der Beratschlagung (Augenhöhe!) führt ein Teilhabe-Lotse, der dabei auch notwendige Informationen (natürlich datenschutzkonform) sichert. Zugleich können im Bedarfsfall alle prozessbezogenen Beteiligten zu gemeinsamen Beratschlagungen zusammengeholt werden. Die Villa Luise wird Synergieeffekte für benachteiligte Menschen in Buxtehude fördern. Die architektonische Ensemblegestaltung mit dem Stadthaus (zentraler Verwaltungssitz) kann die Sensibilisierung der Stadtgesellschaft, insbesondere auch der Nachbarschaft (Geschäftsmittel und angrenzende Wohnbebauung) fördern und damit zu einem besseren Zusammenwachsen beitragen.
Laufzeit
2020-12-01 00:00:00
Ausgangslage
Im 2017 entwickelten Integrationskonzept wurde Handlungsleitlinien aufgestellt, die auf einen gelingenden Integrationsprozess abzielen. Dabei richteten sich diesean alle in Buxtehude lebenden Bürger/innen, die aus anderen Ländern zugewandert sind, wenn besondere Förderungen notwendig sind. Der Integrationsprozess wurde als reziproker Prozess der Eingliederung von Migranten/innen in die hiesige Stadtgesellschaft verstanden. Seit 2017 hat sich aber die Wahrnehmung und die Reflexion über die Zuwanderung und deren Bewältigung in Buxtehude verändert. Die Zugewanderten wurden zunehmend als Teil der Gesellschaft verstanden und sind in unterschiedlichen Quartieren der Stadt angekommen. Die vorhandenen Stadtteilhäuser und die VHS haben sich teilweise zu Quartiershäusern entwickelt, sind aber noch nicht als Teil einer integrierten kommunalen Versorgung gedacht worden. Seit 2017 wurde auch immer deutlicher, dass der Blick auf die Migranten zu eng war, da größere Bevölkerungsgruppe von Teilhabe tendenziell ausgeschlossen sind und man durch die zu enge Zielgruppendefinition den Problemlagen nicht gerecht wurde. Bezahlbarer Wohnraum, Obdachlosigkeit, mangelnde Bildungschancen, Vereinsamung im Alter usw.: das alles sind Phänomene, die gemeinsam, fach- und institutionsübergreifend betrachtet werden müssen. Mit der Villa Luise entwickelt sich ein Teilhabekonzept, dass zugleich zentral und durch systematischen Einbezug der Stadtteilhäuser auch dezentral wirken soll; aufsuchende Unterstützung auch vor Ort und der Einbezug der Nachbarschaften sind elementare Bestandteile des Konzepts.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Buxtehude
Beschreibung
Das Projektgebiet erstreckt sich insbesondere auf die Sozialräume 1, 4 und 5. Diese Räume werden durch die Villa Luise miteinander verbunden (Sozialraum 1).
Einwohnerzahl
20000
Quelle / Anmerkungen
Sozialraumanalyse GEBIT 2015
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialraum 1 umfasst die Kernstadt mit Neubaubestand aus den 60er Jahren und mit Hochhausbebauung. Es finden sich aber auch bürgerliche Teile mit Einfamilienhäusern. Das Innenstadtgeschäftsviertel befindet sich hier. Zum Geschäftsviertel in unmittelbarer Nähe befindet sich das Stadthaus mit der Villa Luise. Sozialräume 4 und 5 sind von starker Wohnbebauung geprägt mit nur wenigen Geschäften des täglichen Bedarfs geprägt. Schulen, Kinderärztn, VHS, Klinikum und Heidebad haben Buxtehudeweit eine Bedeutung. Soziostrukturell handelt sich ebenfalls um eine sehr gemischte Wohnbebauung. Von der Odachlosenunterkunft über Sozialwohnungen hin zu Einfamilienhäusern eines gehobenen Anspruches ist alles dabei. Die VHS stellt dabei einen zentralen Anlaufpunkt der Migrationscommunity über Buxtehude hinaus dar. (Quellen: Sozialraumanalyse GEBIT 2015)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In den Sozialräumen ist der Ausländer siginifikant höher. Durch die VHS (5) und das Begegnungscafe und die Familienbildungsstätte (1) existieren bereits wichtige Anlaufstellen für Migranten. (Zahlen von 2015 leider veraltet)
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil der Kinder ohne deutschen Pass ist im Sozialraum 1 am höchsten, dann folgt der Sozialraum 5. Insbesondere in Sozialraum 5 fehlt es bisher an passenden Angeboten. (zahlen nur absolut vorhanden, Stand 2015)
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Unser Ansatz geht von einem gesamtkommunalen Denken und Handeln aus. In Buxtehude hat sich seit langem bewährt, die Zivilgesellschaft über den Präventionsrat an gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen und die kommunale Antwort darauf zu beteiligen. Dann wird die Politik einbezogen, so dass es häufig zu einem stadtgesellschaftlichen Konsens kommt, der nur beim Thema Integration immer wieder in Frage gestellt wird. Dieses Vorgehen hat sich bei der Entwicklung vom Integrationskonzept zu einem Teilhabekonzept sehr bewährt. Seit 2020 sind auch die Aufgaben des Klimaschutzes vom Präventionsrat zu seiner Sache gemacht worden (übrigens bei der Jurybegründung zum Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2020 besonders hervorgehoben). Wir gehen von den Teilhabebedarfen der Bewohner dieser drei Projektgebiete aus, die ausdrücklich nicht beraten werden, sondern mit denen durch den Teilhabe-Lotsen und mithilfe der Netzwerkressourcen gemeinsam der Teilhabeprozess beratschlagt wird. Denn die Experten sind die Menschen selbst! Aus dem Prozeß selbst wird der fachübergreifende Charakter deutlich. Durch den aufsuchenden Einbezug der Statteilhäuser und der VHS wird gezielt die gesamte Wohnbevölkerung angesprochen, um alle Ressourcen nutzen zu können (z.B. Geschäftsviertel - Arbeitsmarkt oder Initiative Stadtteileltern im Sozialraum und im dortigen Stadtteilzentrum). Ein Ziel besteht in der koordinierten Vernetzung aller Stadtteilhäuser mit dem neuen zentralen Anlaufpunkt "Villa Luise"
Qualitätskriterien
Beschreibung
es gelingt, Netzwerkressourcen wie geplant in einen individuellem Beratschlagungsprozess einzubringen
Beschreibung
es gelingt, das Netzwerk der Stadtteilhäuser mit der Villa Luise zu einem intergrierten kommunalen Teilhabenetz zu entwickeln.
Beschreibung
es gelingt, örtliche an einem Stadtzentrum bereits existierende Initiativen einzubinden und zu nutzen (z.B. Stadteileltern im FABIZ Sozialraum 1)
Beschreibung
wenn die Menschen so gestärkt werden, dass sich (wieder) als "Steuermann" des eigenen Lebens verstehen. Jeder einzelne Fall einer individuellen erfolgreichen Entwicklung zählt!
Beschreibung
wenn die Menschen in den Stadtteileltern die angeboten Infrastruktur und das Netzwerk nutzen, um eigene Vorstellungen im Stadtteil umzusetzen. In der Vergangenheit: Selbstorganisierte Kochkurse für Frauen
Beschreibung
wir das Konzept wie geplant umsetzen, werden nicht mehr Zielgruppen im Vordergrund stehen, sondern individuelle Teilhabewege und funktionierende Nachbarschaften
Beschreibung
es gelingt neben den bereits geplanten Partnern, weitere Akteure zu entdecken, zu entwickeln und zu gewinnen, die sich mit einbringen.
Beschreibung
es gelingt, die Nachbarschaften unabhängig ihrer bisherigen Teilhabechancen einzubinden, z.B. wenn das klassische VHS-Klientel sich an Aktionen einbringt, die nicht nur ihre Bedürfnisse bedient; wenn an Stadtteilfesten alle Gruppen des Stadtteils mitmache
Beschreibung
die Villa Luise eröffnet wird
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Fachgruppen der Hansestadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteileltern und andere ehrenamtliche Akteure, AWO
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Städtische Wirtschaftsförderung, Wirtschaftsverein, Altstadtverein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS, Schulen, Kindergärten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rat, Präventionsrat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Durch nachbarschaftsbezogene Aktivitäten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pressestelle der Hansestadt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Villa Luise wird von der Hansestadt Buxtehude konzeptionell umgesetzt. Das Gebäude wird langfristig angemietet. Weitere Akteure werden zu einer Zusammenarbeit eingeladen, das Ziel eint die Akteure, die auch eine gemeinsame Kooperationsgeschichte haben. Die gute Arbeit wird auch das Image der Hansestadt und der beteiligten Institutionen fördern, so dass wir fest davon ausgehen, dass eine Verstetigung im Interesse aller Beteiligten sein wird.
Galerie
image
Zustimmung Veröffentlichung
On

Ausbau des Quartiers Ilmenauwiesen

Ansprechpartner
Rudolf Dickers
Funktion Bereichsleiter Bildung & Qualität
Ausbau und Weiterentwicklung des Quartiers Ilmenauwiesen und der damit verbundenen Angebotsstruktur
Projektbeschreibung
Der DRK-Kreisverband Uelzen e.V. verfügt im Quartier Ilmenauwiesen in der Stadt Uelzen über 77 Seniorenwohnungen, eine Tagespflege mit 20 Plätzen sowie 3 Wohngemeinschaften mit insgesamt 21 Plätzen. Auf Basis einer Sozialraumanalyse und gemeinsam mit Stadt und Landkreis Uelzen sowie zahlreichen weiteren Kooperationspartnern hat der Kreisverband im Herbst 2017 die Quartiersentwicklung für das Areal entlang der Ripdorfer Straße maßgeblich initiiert und konzeptionell entwickelt. Ziel war und ist es, das Wohn- und Lebensumfeld, das Teilhabe- und Unterstützungsangebot und die gesundheitliche Versorgung so in die Quartiersarbeit zu integrieren, dass die Lebensqualität der Bewohner*innen im Stadtteil in inklusiver Weise erhöht wird. Zum Quartier gehört außerdem ein Mehrgenerationenzentrum (MGZ), ebenfalls unter Trägerschaft des DRK, das allen Bürger*innen jeden Alters aus Stadt und Landkreis Uelzen offensteht und vielfältige Angebote in den Bereichen Gesundheit, Kultur, Freizeitgestaltung und Bildung vorhält. Schon heute arbeitet das MGZ mit Partnern unterschiedlicher Leistungsanbieter und Gemeinwohlorganisationen, Initiativen und Selbsthilfeorganisationen in Uelzen erfolgreich zusammen, u.a. mit der Freiwilligenagentur, der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) sowie etlichen Sportvereinen. Neben den genannten Angeboten nimmt die niedrigschwellige Beratung von Gästen und Bewohner*innen, deren Einbindung in gesellschaftliche Bezüge sowie die Vernetzung unterschiedlicher Hilfeleistungen einen großen Schwerpunkt der Tätigkeit im Quartier ein. Die gesundheitliche Versorgung wird schließlich über das Medizinische Versorgungszentrum eines Kooperationspartners sowie die DRK eigenen Pflegedienste sichergestellt. In den kommenden 2-3 Jahren soll das Quartier nun um zwei neue Gebäude ergänzt werden, die 51 barrierefreie Wohneinheiten, eine solitäre Kurzzeitpflege sowie weitere Wohngemeinschaften beinhalten. Mit dieser quantitativen und inhaltlichen Erweiterung nimmt die Komplexität und Vielfalt der Angebotsstruktur im Quartier noch einmal deutlich zu. Die Anforderungen an das bereits bestehende Quartiersmanagment wachsen spürbar und machen eine Neukonzeptionierung erforderlich, um eine langfristig erfolgreiche Quartiersarbeit zu gewährleisten. Mit der Förderung sollen die hierfür notwendigen Projektkosten in Form von personellen und sachlichen Ressourcen ermöglicht werden.
Laufzeit
2020-11-01 00:00:00
Ausgangslage
Der demographische Wandel führt insbesondere in einer ländlichen Region wie im Landkreis Uelzen zu einem stetig steigenden Bedarf an seniorengerechten Wohnmöglichkeiten, verbunden mit ergänzenden pflegerischen Leistungen nach SGB XI und V und dem Wunsch nach (sozialen und kulturellen) Betreuungsangeboten. Abhängig vom Gesundheits- und Pflegezustand kann die Versorgung entweder in einer stationären Pflegeeinrichtung stattfinden oder in der Häuslichkeit. Darüber hinaus wächst die Nachfrage nach Angeboten im Rahmen von Betreutem Wohnen oder alternativen Wohnformen wie z.B. Senioren-Wohngemeinschaften. Ziel dieser Angebote ist es, möglichst lange selbstständig und selbstbestimmt zu leben und dabei ergänzende Leistungen wie z.B. einen Betreuungsservice für den alltäglichen Bedarf sowie zusätzliche tagesstrukturierende Maßnahmen in Anspruch zu nehmen. Diese komplexen Wohn- und Betreuungsmodelle gewinnen gesamtgesellschaftlich und natürlich auch in Stadt und Landkreis Uelzen mehr und mehr an Bedeutung. Der DRK Kreisverband Uelzen e.V. verfügt im vorhandenen Quartier Ilmenauwiesen bereits über zahlreiche Seniorenwohnungen, einige Wohngemeinschaften, eine Tagespflege sowie über ein Mehrgenerationenzentrum und bestreitet damit den Großteil der Leistungen vor Ort. Zur Vernetzung und Bündelung der Angebote ist seit Herbst 2017 ein Quartiersmanagement eingerichtet. Aufgrund der weiterhin wachsenden Bedarfe an Wohn-, Pflege- und Betreuungsangeboten ist eine bauliche und konzeptionelle Erweiterung der Angebotspalette am Standort Ilmenauwiesen erforderlich (in Form von Wohnraum, WGs und Kurzzeitpflege), die gleichzeitig erhöhte Anforderungen an das Quartiersmanagement mit sich bringt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Uelzen
Beschreibung
Der Mittelpunkt des Projektgebiets Ilmenauwiesen liegt entlang der Ripdorfer Straße (Hausnummern 2-35) direkt am Stadtkern von Uelzen und beinhaltet überwiegend Bestandseinrichtungen des DRK (Seniorenwohnanlagen, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätte). Die Umgebung des Grundstücks ist durch Wald und Wiesen, einen Sportplatz, einen Friedhof, eine Schule sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser geprägt. Grünflächen prägen das unmittelbare Umfeld im Quartier. Die topografischen Gegebenheiten sind für die Quartiersentwicklung ideal. In ca. 250 m Entfernung befindet sich die Bushaltestelle „Uelzen Mauerstraße“ an der Mauerstraße, die von mehreren Buslinien bedient wird. Die nächstgelegenen Einkaufsmöglichkeiten des täglichen Bedarfs befinden sich in ca. 600 m Entfernung. Weitere Einkaufsmöglichkeiten des längerfristigen Bedarfs sind im Umkreis von ca. 2 km vorzufinden. Eine Apotheke liegt in ca. 600 m Entfernung vom Standort. Die medizinische Versorgung im Quartier ist durch Fachärzte sichergestellt. Das nächstgelegene Akutkrankenhaus ist das Helios Klinikum Uelzen. Es befindet sich in ca. 3 km Entfernung.
Einwohnerzahl
500
Quelle / Anmerkungen
https://www.hansestadt-uelzen.de/home/stadt-verwaltung/wissenswertes/uelzen-in-zahlen.aspx
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Datenanalyse der on-geo GmbH in 2017
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagement des DRK-Kreisverband Uelzen e. V. verfolgt einen sozialraumorientierten Versorgungsansatz und setzt auf eine gute Kooperation mit zahlreichen Akteuren und vielen Netzwerkpartnern. Der konzeptionelle Schwerpunkt liegt auf verbessernden Maßnahmen des Lebensumfelds, die darauf ausgerichtet sind, vor allem Bewohner*innen mit einem Lebensalter über 65 Jahren sowie deren Angehörige am Standort Ilmenauwiesen praktisch darin zu unterstützen, ein langes, selbstbestimmtes Leben in der eigenen Häuslichkeit zu führen, unabhängig von etwaigem Bedarf an pflegerischen Leistungen. Für die Senioren sollen zudem auch neue Räume im Quartier geschaffen werden, in denen sie sich zu Hause fühlen können. Die Bewohner*innen werden dabei aktiv in die Quartiersarbeit einbezogen, um ein lebendiges Miteinander zu ermöglichen. Übergeordnete Ziele, die sich aus einer 2017 durchgeführten Befragung ableiten, sind u.a. a) die Weiterentwicklung von sozialen Netzwerken und bürgerschaftlichem Engagement (tragende soziale Infrastruktur), b) die Schaffung von bedarfsgerechten Wohnangeboten, c) das Vorhalten von bedarfsgerechten Dienstleistungen und Betreuungsangeboten sowie die d) ortsnahe Beratung und Begleitung. Über das Quartiersmanagement als Dreh- und Angelpunkt wird sichergestellt, dass Bewohner*innen die für sie relevanten professionellen und niedrigschwelligen Leistungen "wie aus einer Hand" in Anspruch nehmen können.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Alle Akteure im Quartier treffen sich regelmäßig zu gemeinsamen Themen und Fragestellungen und tauschen sich aus.
Beschreibung
Alle vorhandenen Leistungen und Angebote im Quartier werden im Sinne eines Casemanagements ganzheitlich von den Bewohner*innen genutzt.
Beschreibung
Bewohner*innen kennen und nutzen die niedrigschwelligen und professionellen Leistungen und Angebote im Quartier und unterstützen sich gegenseitig.
Beschreibung
Es enstehen Angebote im Quartier, die auch von neuen Zielgruppen (z.B. Kinder und Jugendliche) in Anspruch genommen werden.
Beschreibung
Das Quartier ist über seine Ansprechpartner dauerhaft in kommunalen Gremien präsent und vertreten.
Vorhandene Strukturen
Im Jahr 2017 hat der DRK Kreisverband Uelzen e.V. auf Basis einer umfangreichen Sozialraumanalyse und gemeinsam mit der Stadt und dem Landkreis Uelzen sowie zahlreichen weiteren Kooperationspartnern und Akteuren die Quartiersentwicklung für das Areal entlang der Ripdorfer Straße initiiert und im Rahmen eines Projektes schrittweise auf den Weg gebracht. Die Aufgaben des Quartiersmanagements wurden dabei zentral von einer hauptamtlichen Kraft (Quartiersmanagerin) übernommen, die als Projektleitung die verschiedenen professionellen und ehrenamtlichen Leistungen und Angebote im Quartier koordiniert und miteinander vernetzt hat (und das auch zukünftig tun soll). Im Zuge des Projektes wurden darüber hinaus erste Grundlagen für eine langfristige Quartiersarbeit geschaffen, insbesondere mit dem Blick auf folgende konzeptionelle Handlungsfelder und Ziele: 1) Sensibilisierung und aktive Teilhabe aller Quartiersakteure, 2) Konzeptkonkretisierung und Alltagstauglichkeit, 3) Professionalisierung des Wissensmanagements, 4) Systematisierung von Partnerschaften im Quartier und im Fachbereich. Auf diesem inhaltlichen und personellen Fundament soll nun mit Hilfe einer weiteren Projektförderung die Stelle der Quartiersmanager*in fortgeschrieben werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Medizinisches Versorgungszentrum am Hammersteinplatz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Pflegedienste im Landkreis Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligen-Agentur Region Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreissportbund Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Seniorenwohnanlage Ilmenauwiesen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Turnverein Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenzentrum Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bücherei Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenbeirat der Stadt Uelzen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das bestehende Quartiersmanagement wird auch nach dem Projektzeitraum fester und strategisch elementarer Bestandteil des DRK Leistungsangebotes im Quartier Ilmenauwiesen sein. Mit der Projektförderung sollen die vorhandenen Strukturen dergestalt gesichert und weiterentwickelt werden, dass ein dauerhaft etabliertes Quartiersmanagement konzeptionell und personell gewährleistet ist. Die zukünftige Finanzierung soll dann anteilig über die vielen DRK eigenen Leistungsangebote mitgetragen werden.
Galerie
img 0816
bearb quartier 2
dji 0081
dji 0100
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gute Nachbarschaft 2020 - Jetzt Wir Zusammen!

Ansprechpartner
Sigrid Lemp
Funktion Fachbereichsleitung Arbeit, Familie und Soziales
Wir Jetzt Zusammen! - Qualität stärken im Quartier für Senioren, Geflüchtete, Zuwanderer und alle Familien
Projektbeschreibung
Wiefelstede ist eine ländlich geprägte Flächengemeinde (ca. 106 qkm ) mit zwei Kernortzentren, die 10 km voneinander entfernt sind. In beiden Quartieren ist der demografischer Wandel deutlich wahrzunehmen, auf die die steigende Alterung der Bevölkerung ist die soziale Gemeinschaft und die Infrastruktur nicht ausreichend vorbereitet. Seniorengerechte Wohnungen und bezahlbare (Miet)-Wohnungen sind nicht in ausreichender Anzahl vorhanden. Die Abwanderung junger erwachsener Menschen in andere Kommunen und vor allem in die benachbarte Großstadt Oldenburg ist deutlich wahrnehmbar. Beide Kernortzentren sind geprägt durch Einfamilienhäuser und Doppelhäuser im Eigentum der Bewohner. Werden diese durch Wegzug oder Sterbefälle der Bewohner frei, so werden sie hochpreisig an Höchstbietende, die zunehmend aus dem benachbarten Oldenburg kommen, verkauft oder vermietet. Insofern gibt es besonders im südlichen Gemeindequartier, welches direkt an die Großstadtgrenze grenzt, eine starke Durchmischung der bisherigen Bevölkerung durch Zuzug von Auswärtigen. Die bisherige Kultur der ländlichen Dorfgemeinschaft und des solidarischen Miteinanders werden immer weniger lebendig gelebt, für viele ist der eigentliche Wohnort nur die Schlafstadt. Die Integration von sozial schwächeren Personen und Familien ist durch die vorhandene Wohnraumstruktur schwierig. Mietwohnungen stehen nicht ausreichend zur Verfügung. Einzelne Vermieter nutzen die Situation, heruntergekommene Wohnungen überteuert zu vermieten. Die Integration der Flüchtlinge und zugewanderter Familien, vor allem derer seit 2015, gestaltet sich aus der aktuellen Situation ebenfalls problematisch. Somit ist die Bildung von Parallel-Gesellschaften zu befürchten und die "Ersatzwelt Drogen" wird zunehmend zum Problem. Es gibt Ansätze und Verantwortliche, die einzelne Problembereiche separiert bearbeiten. Aber die soziale Arbeit geschieht nicht übergreifend, ganzheitlich und als Konzept der GWA. Für effektive Ziellösungen ist es unabdingbar, dass die soziale Arbeit für die Quartiere gebündelt, strukturiert und zielgerichtet koordiniert wird und diese Gemeinwesenarbeit nachhaltig verortet wird. Die sozialen, demografischen und integrativen Herausforderungen sollen innerhalb des Projektes in den Focus der sozialen Aufgaben in der ländlich geprägten Kommune gestellt werden. Um Nachhaltigkeit und Veränderungen zu bewirken, werden Möglichkeiten der Sensibilisierung der Politik in den Gremien der Gemeinde genutzt.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Neben etablierter Jugendarbeit in beiden Quartieren existieren einzelne kommunale Handlungsfelder der sozialen Arbeit sowie anderer Institutionen, die zielgerichteter und effektiver wirken könnten, wenn sie eine ganzheitliche Strategie der Gemeinwesenarbeit bewusst verfolgen würden. Grundsätzlich ist viel ehrenamtliche Hilfsbereitschaft abrufbar - Beispiele aus Vergangenheit: Maskennähen, Flüchtlingshilfe Im Fokus des Projektes stehen folgende Problemsituationen: -Demografische Herausforderungen: Alterung der Bevölkerung, nicht ausreichende barrierefreie Wohnmöglichkeiten für Senioren mit/ohne Betreuung, Einsatz ambulanter Pflegedienste, zu wenig Nachbarschaftsdienste und Dienstleistungen für Senioren. -Integration von Zugewanderten und Geflüchteten: Parallelgesellschaften, Effektivität aber Überforderung (ehrenamtliche) Flüchtlingshelfer/-paten), Flucht in den Drogenkonsum, zu wenig Integration in das Vereins- und Gemeinwesen, zu wenig Mietwohnraum. -soziale Integration von Menschen und Familien an der Armutsgrenze/mit Transferbezug: zu wenig Mietwohnraum, wenig gesellschaftliche Teilhabe Um hinsichtlich einer GWA, die die Ganzheitlichkeit der Strukturen in den Quartieren und der Problemlagen der Bewohner aufgreift und bearbeitet, eine größere Effektivität zu erlangen bzw. Probleme greifbar zu lösen, bedarf es einer besseren Koordinierung der vorhandenen Maßnahmen und der partizipativen Entwicklung neuer Lösungsansätze. In dem ländlich geprägtem Raum ist die Kooperation mit den für das soziale Leben wesentlichen Vereinen aufzunehmen und zu verstärken. Beteiligen sind zudem: Familienservicebüro Flüchtlingshelfer Mehrgenerationenhaus
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wiefelstede Kernort
Beschreibung
Das Projektgebiet umfaßt über eine Fläche von ca. 4,3 qkm die Bauerschaften Wiefelstede 1, Wiefelstede 2 und Wiefelstede 3. Diese Bauerschaften im Zentrum der ländlich geprägten Gemeinde waren ursprünglich der Kern der Gemeinde und hier ist auch jetzt noch das Rathaus und die einzige Kirche der Kommune. Das Quartier ist geprägt von Einfamilienhäusern und Doppelhäusern (letzteres in den neueren Baugebieten), die von den Eigentümern zumeist selbst genutzt sind. Mietwohnungsbau ist nur in sehr geringem Ausmaß zu finden. Direkt an das Quartier grenzen in allen Ortsrichtungen landwirtschaftliche Flächen. Die Versorgung mit Lebensmitteln aller Art kann direkt im Quartier erfolgen, Fachgeschäfte für andere Bedarfe sind nur sehr begrenzt oder gar nicht vorhanden. OPNV ist nur begrenzt nutzbar. In diesem Quartier sind die meisten Zuwanderer (fast 200 Personen) der Gemeinde wohnhaft/untergebracht, die seit dem Flüchtlingszustrom 2015/2016 zugewiesen wurden.
Einwohnerzahl
5462
Quelle / Anmerkungen
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro /Meldeamt der Gemeinde Wiefelstede
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro / Meldeamt der Gemeinde Wiefelstede
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachdienst Soziale Hilfen Gemeinde Wiefelstede
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachdienst Soziale Hilfen Gemeinde Wiefelstede
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Wiefelstede Bauerschaften Metjendorf, Heidkamp, Ofenerfeld
Beschreibung
Dieses Quartier grenzt in einer Fläche von ca. 3 qkm südlich und östlich direkt an die Großstadt Oldenburg, viele der Bewohner arbeiten auch dort und sind sich nicht bewusst, dass sie nicht in Oldenburg, sondern in der Gemeinde Wiefelstede wohnen. Das Gebiet gilt als Speckgürtel der Stadt Oldenburg. In nördlicher und westlicher Richtung grenzen an das Projektgebiet ausgedehnt landwirtschaftliche Flächen. Das Projektgebiet ist geprägt von Einfamilien- oder Doppelhäusern, die im Eigentum der Bewohner stehen. In einigen Straßenzügen im Quartier überwiegt die ältere Bevölkerung ab 75 Jahren, dort sind die Einfamilienhäuser alle vor ca. 50 Jahren erbaut worden. Aufgrund der Überalterung kommt es hier vermehrt zu Verkäufen des Wohnraums. Insofern gibt es eine starke Durchmischung der ehemals eher dörflichen Bewohnerstruktur. In den letzten Jahren sind zudem neue Baugebiete erschlossen worden, die inzwischen fast fertiggestellt sind und in denen es auch etliche Zuzüge aus der benachbarten Großstadt gibt. Die Infrastruktur, KiTas und Schule sind entsprechend angepasst worden. Der ÖPNV ist der Stadt Oldenburg angepasst und ausreichend. Mietwohnungen sind nur sehr begrenzt vorhanden und decken den Bedarf nicht, da auch hier die Bürger aus Oldenburg zugreifen.
Einwohnerzahl
6433
Quelle / Anmerkungen
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachdienst Soziale Hilfen Gemeinde Wiefelstede
GWA/QM-Ansatz
Alle Probleme und Besonderheiten, die die soziale Lebensqualität der Bewohner im Quartier mindern, sollen ganzheitlich in ihrer Ursache gesehen und angegangen werden. Für dieses Ziel sollen vorhandene kommunale professionelle Ressourcen wie Familienservicebüro (besetzt mit 20 WoSt.), Flüchtlingshelfer (39 WoSt.) u. Mehrgenerationenhaus (hauptamtlich 49,5 WoSt.) effektiver genutzt und als "Kümmererstationen" eingesetzt werden. Gleichzeitig soll die Werbung für das Ehrenamt im sozialen Bereich forciert werden. Daneben wurden in der Politik weitere wesentliche Akzente gesetzt. Es gibt ein Seniorenpolitisches Konzept sowie ein Bekenntnis zum Mehrgenerationenhaus und dessen Arbeit. Alle genannten Voraussetzungen sollen für GWA effektiver genutzt werden. In einem Projektteam von 3 in der Kommune erfahrenen Mitarbeitern, welche mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Aktionsbereichen agieren können, sollen ergebnisorientiert die Problemlagen analysiert, dargestellt und partizipativ mit Akteuren, Bewohnern und kommunalen Gremien angegangen werden. MA 1/Projektleitung - Fachbereichsleitung Arbeit, Familie u. Soziales: Struktur und Koordination der GWA mit den vorhandenen kommunalen Ressourcen, Arbeit in politischen Gremien, Wohnraumentwicklung in den Quartieren. MA 2/Päd. Leitung: Mitarbeiter im Mehrgenerationenhaus, Vernetzung mit Vereinen u. Akteuren, Integration, Veranstaltungen MA 3/Projektmitarbeiter: Seniorenwohnprojekte, Freiwilligendienste, Nachbarschaftshilfe,
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
SVE Wiefelstede und TV Metjendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachausschuss für Generationen und Soziales der Gemeinde Wiefelstede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakoniestation Wiefelstede / Metjendorf (Ambulante Pflege)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienservicebüro, Flüchtlingshilfe, Seniorenberatung, Mehrgenerationenhaus, kommunale Arbeitskreise und Gremien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
kvhs Ammerland gGmbH (Maßnahmen KOLA, KOLA+ und weitere)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein Präventionsprojekte Wiefelstede e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis Kinder, Jugendliche und Familien in Wiefelstede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Ammerland. e.V.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Durch das Projekt "Gute Nachbarschaft - Jetzt Wir Zusammen!" wird in den zwei großen Quartieren in der Gemeinde konsequent der Focus auf den Aufbau einer vernetzten problemlösenden GWA gelegt. Als Grundlage sind bereits kommunal finanzierte Einrichtungen der Sozialen Arbeit vorhanden, die zurzeit autark und kleinteilig handeln. Durch starke Vernetzung und die Entwicklung neuer Strukturen und Maßnahmen im Team wird eine effektive GWA geschaffen werden, die nach Projektende kommunal Fakt bleibt.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Humanopolis öffnet sich

Ansprechpartner
Patricia Frahm
Funktion Verwaltungsangestellte
Humanopolis - Ein verbindender Ort für Kultur und Austausch
Projektbeschreibung
Unsere Gegend ist geprägt durch eine schwache Infrastruktur. Hier ohne Auto von A nach B zu kommen, ist ein schwieriges Unterfangen. Der nächste Lebensmittelladen ist ca. 6 km entfernt. Oberschulen, weiterführende Schulen, Fachärzte, Apotheken, Banken, kulturelles Leben und attraktive soziale Angebote finden sich erst in Bad Bevensen (16 km) oder in Uelzen (22 km) oder noch weiter entfernt. Die umliegenden Dörfer weisen ein nur gering aktives Dorfleben auf. Soziale Isolation und Vereinsamung sind nicht nur Themen der älteren Generation. Auch den Jugendlichen fehlt ein Ort, an dem sie sich willkommen, gefördert und gefordert fühlen. Im Nachbarort Stoetze wurde letztes Jahr ein Gemeindehaus fertiggestellt, worüber sich die Dorfbewohner sehr erfreut zeigten und dennoch wird es kaum genutzt. Hier fehlt es an Menschen, die hier initiativ werden und mitgestalten wollen, sodass uns Vertreter der Gemeinde und der Samtgemeinde bereits fragten, ob wir nicht bei der Belebung des Gemeindehauses behilflich sein könnten, da ihnen bekannt war, dass wir bereits öffentlich wirksame Projekte gestaltet haben. Bei den vielen Ideen, die wir gerne umsetzen möchten, um hier einen Ort der Begegnung und des Austauschs zu initiieren, kommt uns dies sehr entgegen. Doch auch wir benötigen hierzu hauptberufliche und ehrenamtliche Helfer und Mittel, um hier ein soziales Netzwerk aufzubauen. Ein „Kümmerer“ vor Ort soll zunächst in Erfahrung bringen, wie wir „Brücken“ bauen können, um die Belange und Bedürfnisse der Menschen hier im Umland mit unseren Möglichkeiten verbinden und ausweiten können. Hier heißt es, Kontakte zu knüpfen und Interesse zu wecken über kleine Aktionen in den Dörfern und bestehenden Vereinen und Institutionen. Auch wäre es wichtig, ein Informations- und Kommunikationsnetz aufzubauen. Was wir bereits auf Grund der Rückfragen der im Umland lebenden Menschen erfahren haben, ist der Wunsch nach einem Café und Hofladen. Dies würden wir gerne aufgreifen und mit einer Vollzeitkraft und ehrenamtlichen Helfern einen ansprechenden Ort zu schaffen, um hier themenbezogene und auch generationsübergreifende Angebote zu machen, die die Menschen ins Gespräch und ins gemeinsame Tun bringen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Eines der größten Probleme hier ist die mangelnde Mobilität. Ohne Auto ist man im wahrsten Sinne des Wortes abgekoppelt. Dies betrifft besonders die Jugendlichen und die ältere Generation. Schon allein das führt zur Isolation und Vereinsamung. Dann fehlen einfach attraktive regelmäßige Angebote und ansprechende Orte, an denen man sich gerne aufhalten und wiederkommen möchte. Die Humanopolis gGmbH ist eine Jugendhilfeeinrichtung mit einem ca 7ha großem Gelände, auf dem eine Tischlerei, eine Pferdewirtschaft, eine Gärtnerei mit Gemüseanbau, eine Hauswirtschaft und eine Hausmeisterei als Arbeitsangebote bzw. Tätigkeitsmöglichkeiten für die Jugendlichen installiert sind. Auch wohnen auf dem Gelände teilweise die Gründer der Einrichtung, MitarbeiterInnen und Menschen, die gerne in Gemeinschaft leben möchten und sich bereits vielfältig hier einbringen. Groß Malchau ist ein Dorf, umgeben von Feldern, Wald und Wiesen. Die nächste Einkaufmöglichkeit liegt ca. 6 km entfernt, der nächste größere Ort ist ca. 16 km entfernt. Unser Gelände mit den vielen Bereichen bietet viele Ansatzmöglichkeiten, um Menschen aus dem Umfeld vielfältig anzusprechen, in Kontakt zu bringen, ein soziales Umfeld zu schaffen, in dem sich jeder mit ins Boot genommen fühlt und eine Teilhabe an gemeinschaftlichen Aktionen möglich sind.Schon in den Nachbarorten kennt man uns nicht. Wir haben viele Ideen, aber um diese umsetzen zu können, benötigen wir Menschen und Mittel sowie ein gutes Werbungs- und Kommunikationsnetz.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Groß Malchau Gemeinde Stoetze und Samtgemeinde Rosche
Beschreibung
Die Aktionen sollen auf dem Gelände der Humanopolis gGmbH stattfinden. Auch haben wir vor, den Gemeindesaal der Gemeinde Stoetze zu nutzen. Wir gehen davon aus, mit den Unternehmungen Menschen im Umkreis von 20 km und mehr anzusprechen, da aufgrund der ländlichen Strukturen weite Wege oft nötig und üblich sind.
Einwohnerzahl
2053
Quelle / Anmerkungen
Internet
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Website der Samtgemeinde Rosche im Internet (Stand 2012)
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
21
Anmerkung
Website der Samtgemeinde Rosche im Internet (Stand 2012)
GWA/QM-Ansatz
Wir wollen auf dem Gelände von Humanopolis einen lebendigen Ort der Begegnung, des Miteinanders und des Austauschs aufbauen. Dies wollen wir über das Teilen gemeinsamer Interessen, über gemeinsames Handeln und neue Impulse einbringend erreichen. Wichtig ist uns auch, neue Wege der Kommunikation intern sowie öffentlich zu schaffen. Es ist uns wichtig, auch hier viele Menschen zu erreichen, sie über Aktionen zu informieren, sie teilhaben zu lassen an aktuellen Themen, an unseren Visionen und die Möglichkeit zu geben, sich mit eigenen Ideen und Handlungen einbringen zu können. Das erleichtert die Verbindung untereinander, alle werden mit ins Boot genommen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
unsere Umfragen und Aktionen zum Mitmachen/Dabeisein animieren, sich die Menschen in der Umgebung von den Themenbereichen angesprochen fühlen und teilnehmen.
Beschreibung
wir Aktionen ins Leben rufen und es schaffen, hier Interesse und Engagement zu wecken und die Kompetenzen und Potentiale der Einzelnen erkennen, und begleitend in einen verantwortungsbewusstes Handeln führen, auch Raum für Ideen anderer geben.
Beschreibung
wir es schaffen, dass sich die Menschen hier in der Umgebung mit ihren Fähigkeiten und Ideen einbringen möchten verbunden mit den Gestaltungsmöglichkeiten, die bereits bestehen und auch vorhandenen Strukturen im Umfeld einzubinden, wie z.B. Rufbus
Beschreibung
Jung und Alt miteinander im Kontakt sind, gemeinschaftliche Aktionen planen und mitmachen
Beschreibung
Kooperationen mit Vereinen und Organisationen
Beschreibung
Informationen gelangen rechtzeitig und zuverlässig an Interessierte, an aktiv Gestaltende, etc., Kontakte zu Kooperationspartnern werden geknüpft und gepflegt, Aufstellung vorhandener Verbindungen anlegen und weiterentwickel, um Kontakt leicht zu machen.
Beschreibung
regelmäßige Treffen finden statt, reger Austausch zwischen den hier lebenden Menschen mit den Nachbarn
Beschreibung
Verbindungen zu anderen Organisationen/ Menschen werden gepflegt und ausgebaut. Konzept Rufbus in Zernien bzgl. der Mobilität, Überlegung des Ausbaus in unsere Region
Beschreibung
Austausch über das aufgebaute soziale Netzwerk nicht nur als Einbahnstraße sondern in alle Richtungen und ausdehnend
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Feuerwehr Stoetze, Gemeinde Stoetze
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bauckhof Stütensen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freie Schule Hitzacker, Rudolf-Steiner-Schule Lüneburg, Erzieherschule Uelzen und freiberufliche Dozenten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauenverein, Sportvereine Himbergen, Römstedt, Bad Bevensen und Uelzen, Musikschule Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
freiberufliche Dozenten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
EJZ, AZ, Heidetrommel, Internet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinden Himbergen und Altenmedingen, Posaunenchor Römstedt und Altenmedingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Handwerker, Künstler, Musiker, Dozenten
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Wir wollen durch den Aufbau eines sozialen Netzwerks erreichen, dass hier vor Ort Räume und Strukturen genutzt werden können und die Inhalte über viele verschiedene Instanzen (Vereine, Organisationen, Selbstständige, Ehrenamtliche, etc.)getragen werden. Wenn sich das Café zu einer attraktiven Anlaufstelle entwickelt, rechnen wir zumindest mit einer Deckung der Ausgaben. Aus unserer Erfahrung können wir auch mit Spenden rechnen, denn die Bereitschaft dazu wächst, wenn die Aktion sichtbar ist.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinschaftliches Wohnen - ökologisch und kostengünstig im ecovillage hannover

Ansprechpartner
Elvira Hendricks
Funktion Vorstand
Soziale und wohnräumliche Integration von Migranten*innen und einkommensschwachen Menschen in das ecovillage hannover
Projektbeschreibung
Im letzten Förderezeitraum (12 Monate) ist es uns gelungen, aus einer "losen Initiative" eine eingetragene Baugenossenschaft mit 386 Mitgliedern zu gründen. Der Verein dorfleben ecovillage ist aus dem Prozess der der Genossenschaftsbildung hervorgegangen. Wir haben uns eine gemeinschaftliche Wertebasis geschaffen in Abgrenzung zu "jeder macht sein Ding", die eine breite Identifikation mit dem Projekt möglich macht. Der nachhaltige Beteiligungsprozess wirkt sich auf die Menschen Sinn- und Identifikations-stiftend aus. Wir haben Barrieren weites gehend vermieden, indem wir Themen und die Menschen in den Mittelpunkt gestellt haben. Die in diesem Jahr (auch unter erschwerten Bedingungen seit dem Frühjahr 2020) neu gewonnenen 300 Mitglieder wollen wir, genauso wie einkommensschwache zukünftige Bewohner*innen und Menschen mit Migrations- und /oder Fluchthintergrund, gezielt ansprechen und einbinden. Der Verein dorfleben ecovillage hannover e.V. will damit die soziale Integration sowie die aktive Beteiligung in den laufenden Bottom-Up-Prozess der Genossenschaft, in das direkte Wohnumfeld und den Stadtteil fördern. Geplant sind vor Ort zur Unterstützung dieser Ziele folgende Bausteine: eine Begegnungsstätte für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen, ein Info- und Beratungs-Point, betriebliche Erprobungsplätze, die Möglichkeit zur solidarischen Eigenleistung innerhalb der Bauphasen zugunsten Einkommensschwacher. Die Möglichkeit sich vor Ort zu verschiedenen Anlässen und Aktionen zu Begegnen, sich zu Beteiligen (interessensgesteuert) wird gefördert unter Einbindung des Stadteiles. In jeder Gemeinschaft gibt es Konflikte und Schwierigkeiten, deshalb wollen wir mit Moderation, Mediation, Coaching und Konfliktmanagement unterstützen und Interessierte potentielle Bewohner*innen begleiten. Das vorhandene Netzwerk soll weiter ausgebaut und intensiviert werden. Desweiteren möchten wir mit dem Projekt durch professionelle Sozialarbeit erreichen, das die Integration des ecovillage hannover in den Kronsberg angebahnt und ausgebaut wird. Für die Bewohner*innen soll so ein attraktives, lebens- und liebenswertes Wohnumfeld entstehen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Ausgangslage ist, dass ein experimentelles Wohn- und Lebensquartier für ca. bis zu 850 Menschen geschaffen werden soll, wir uns zur Zeit in der Endphase eines städtebaulichen Wettbewerbes befinden und die Mitglieder*innen umfassend in den Bottum-Up-Prozess eingebunden werden sollen. Zur Zeit ist dies noch nicht der Fall, da unter Corona neue Wege der Beteilungen gefunden werden mussten (digital) und dies, wie die persönliche Ansprache, ausgebaut werden soll. Wir nutzen die demokratischen Beteiligungsformen im vollen Umfang aus, um eine hohe Diversität unter den Beteiligten im Prozess zu erreichen. Die Themen des sozialen Zusammenlebens (wie Inklusion, Integration, Kooperation, generationsübergreifende Solidarität und Netzwerkarbeit) sollen einen hohen Stellenwert erreichen. Konzepte der solidarischen Landwirtschaft, Mobilität, Tausch- und Ausleihsysteme, Energie-Kreisläufe sind derzeit in Planung. Einkommensschwache Bevölkerungsgruppen sollen durch niedrige Mieten und alternative gemeinschaftliche Lebensformen angesprochen werden. Wir, der im März 2020 gegründeten Verein "dorfleben ecovillage hannover e.V. " will an diesen beschriebenen Ausgangs- und Problemstellung den Prozess unterstützen. Weitere Informationen unter www.ecovillage-hannover.de.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Nord Kronsberg
Beschreibung
Die Stadt Hannover ist bereit für das Projekt ein Gebiet von 50.000 m2 Baufläche im nördlichen Bereich des Kronsberges zur Verfügung zu stellen.
Einwohnerzahl
850
Quelle / Anmerkungen
Gemäß aktuellem Planungsstand gehen ab 2021 jährlich ca. 100 von am Ende ca. 500 Wohnungen im Bau, so dass dort am Ende des Bauprozesses voraussichtlich 850 Menschen wohnen werden.
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: derzeitiger Stand der Genossenschaftsmitglieder ab Ü60, die die Absicht haben in den neu entstehenden Stadtteil ecovillage Hannover zu ziehen.
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stand der Genossenschaftsmitglieder Jugendliche und junge Menschen auf der Suche nach alternativen Lebensformen.
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Sozialbericht 2018 LH Hannover und Quelle Genossenschaftsmitlieder 23 %
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung der prekär wohnenden Migrant*innen anteilig in der Region Hannover
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Unser Handlungskonzept wird durch professionelle Umsetzung der Ziele zu einer Erhöhung der Lebensqualität in dem neuen Quartier führen. Die in diesem Nachfolgeantrag formulierten Ziele zur Verstetigung des Projektes unterstützen den Prozess der Gemeinschaftsfindung und inhaltlichen Themenstellungen in den verschiedenen Gremien, den Arbeitsgruppen und Teams der Genossenschaft. Ein wesentlicher Bestandteil ist hierbei die konsensorientierte Partizipation / Aktivierung im Sinne einer Beteiligungs-und Integrationskultur auch für die Menschen in den angrenzenden Stadtteilen. Wir arbeiten gemeinsam auf die Alternativen zur gemeinsamen Strategie und Lösungsfindung hin. Durch die gute Infrastruktur (KrokuS) haben wir für die Bewohner*innen der Stadtteile zur Nachbarschaftspflege durch Veranstaltungen beigetragen, am 9.3. 2020 eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Ernährungsbeirat Hannover/TTH "Sei teil des Wandels" mit Rob Greenfield oder Vorschläge zur Umsetzung des "Wunschbuches" zur Gestaltung des Quartiers durch die Mitglieder und Interessenten*innen erarbeitet. Unter Corona-Bedingungen wurden ein Picknick neben den Baufeldern am 02.08.20 für die "Neuen" organisiert. Treffen der AGs / Gremien, um die Gestaltungs-Pläne zu besprechen und die Eindrücke und Fragen an die Architekten zurück zu koppeln, wurden digital durchgeführt. Diese Formate - persönlich und digital - sollen niedrigschwellig ausgebaut und vertieft werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wir gehen aktiv auf die Zielgruppen und Menschen des Stadtteiles zu, und motivieren sie zur sie zur eigenständigen Teilhabe. Wenn die Interessenslagen der Bewohner*innen berücksichtigt wurden und sie an der Planung und Umsetzung aktiv teilnehmen.
Beschreibung
Wenn die Bedarfe der unterschiedlichen zu fördernden Zielgruppen der Bewohner*innen im Quartier effektiv und zielgerichtet im Netzwerk / zu Kooperationspartnern vermittelt werden können.
Beschreibung
Sobald die Gruppenbildung zu freiwilligem Engagement führt, können Synergieeffekte in der Nachbarschaft genutzt werden und die Teilnahme an Veranstaltungen und interkulturellen Angeboten zu einer gesellschaftlichen Integration führen.
Beschreibung
Die Gremien, Teams und AGs sind offen für die vor Ort lebenden Menschen und deren Empowerment. Wir laden dazu ein in sog. "Briefkastenaktionen" und durch persönliche Einladung und Ansprache, denn unterschiedliche Akteure bereichern das Zusammenleben.
Beschreibung
Durch die gute Infrastruktur (KrokuS) werden wir Veranstaltungen für die Bewohner*innen der Stadtteile, des Quartiers zur Vernetzung, persönlichen Austausch sowie Informationen über das Quartier und weitergeben.
Vorhandene Strukturen
Die Pro-Aktive Einbindung der Bewohner*innen des zukünftigen ecovillage hannover in den Stadtteil Kronsberg wird durch persönliche Ansprache und vernetzende Arbeit mit der bestehenden Infrastruktur vor Ort nachhaltige Unterstützung erfahren. Akteuer*innen der benannten benachteiligten Zielgruppen werden direkt angesprochen, eingebunden und gestärkt. Durch die Erfahrungen unserer bisherigen Angebote, stellen wir mit Baubeginn sofort einen mobilen Begegnungsraum (Container) auf, damit wir einen ungezwungenen Austausch pflegen können und ein Angebot für alle Interessierten an dem Modellprojekt haben. Der Aufbau eines Info- und Beratungspoints ist als Folgeangebot geplant. Dieser soll langfristig der Unterstützung der jeweiligen Interessen dienen und wird auch genutzt, um Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten und die Erkundung von Neigungen und Stärken zu fördern. Die aktive Netzwerkarbeit gilt es auszubauen und zu verstetigen - unter anderem auf unterschiedlichen Ebenen mit Behörden, Initiativen vor Ort, Wohlfahrtsverbänden, freie Träger, Vereinen und Ehrenamtlichen durch Einbindung und Betreuung, um eine nachhaltige und integrative Wirkung für die zukünftigen Bewohner*innen zu schaffen. Die Bewohner*innen sollen eine selbstbestimmt und selbstständige Möglichkeit erlernen, Problemstellungen langfristig vor Ort unkompliziert und für sie transparent zu lösen. Wir fühlen uns mit der im ecovillage-Prozess geschaffenen Charta des Zusammenlebens verbunden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Baudezernat (Stadtplanung, Bereich Wohnversorgung), Sozialdezernat, FB Senioren, Stadt Hannover, Integrationsmanagement für Flüchtlinge LH Hannover, LH Hannover Koordinationsstelle ALBuM, Koordinierungsstelle Integration Region Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HAZ / Neue Presse / Wochenblätter / Hallo Sonntag / Soziale Medien / h1 / Radio Hannover / ZDF / ARD / RTL
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KrokuS / Stadtteilzentrum Kronsberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus- und Grundeigentum, LBS Bausparkasse, Ostland Wohnungsbaugesellschaft, Verband Wohnungseigentum Niedersachsen e.V., Stiftungen soll die Möglichkeit gegeben werden sich mit Bausteinen zu beteiligen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Schirmherr d. Vereines dorfleben ecovillage hannover e.V.) ; MdB Yasmin Fahimi; Die Ratsfraktionen und der Stadtbezirksrat stehen nahezu geschlossen hinter dem Projekt.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Genossenschaftsmitglieder von ecovillage hannover , die Bewohner*innen der angrenzenden Stadtteile sowie an dem Thema Suffizienz (Selbstgenügsam) interessierte Bewohner*innen Hannovers
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationsberatung Caritas/Diakonisches Werk- EVLK
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V. , AMFN Arbeitsgemeinschaften Migranten/innen und Flüchtlinge in Niedersachsen e.V. , jukus e.V. , TTH Hannover e.V., kreHtiv e.V., baobab Zusammensein e.V., GeFaZ e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V. , Ethno Medizinisches Zentrum e.V., Hannöversche Aidshilfe e.V., STEP- Drobs Hannover, diverse Pflegedienste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Anerkennungs-und Qualifizierungs-Beratung Industrie- und Handelskammer sowie Handwerkskammer Hannover ,Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ in Hannover, Hannover Impuls GmbH,NeMiA – Netzwerk Migrantinnen und Arbeitsmarkt Niedersachen DGB-Bezirk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diverse Bildungsträger u.a. LEB Sprachenzentrum Mittelfeld, DAA Laatzen, SBH Nord GmbH, AWO Bezirk Hannover, BNW (Maßnahme "Alles aus einer Hand") u.a. Sozialverbände, Gruppierungen zu den Bereichen Obdachlose, Migranten und Senioren
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interkultureller Sozialdienst Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Genossenschaft ecovillage wird Eigentümer des ersten Baufeldes Ende 2020, mit den Hochbauarbeiten wird im Sommer 2021 begonnen. Zur Zeit befinden wir uns im Endstadium des städtebaulichen Wettbewerbes. Eine Vernetzung mit dem Quartiersmanagement mit der LH Hannover und dem Bezirksrat Bemerode, Wülferode und Kirchrode besteht. Das Projekt soll langfristig aus den Mieteinnahmen der Genossenschaft finanziert werden.
Galerie
dsc 7609
dsc 7682
dsc 7722
img 0137
s56a4241
s56a4246
20200116 200056
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gute Nachbarschaft Hahle

Ansprechpartner
Daniel Lang
Funktion Sozialpädagoge
Von der Nachbarschaft zur Gemeinschaft in Hahle
Projektbeschreibung
Im Stader Stadtteil Hahle zeigen soziale Indikatoren (Wahl-Statistiken, Arbeitslosenzahlen, Sekundärmigration usw.), dass der demographische Wandel die gewachsenen Strukturen deutlich verändern wird. Zu erwarten ist, dass die Identität des Stadtteils aufbricht und die Bevölkerungsschichten und –gruppierungen auseinander driften. Als präventive Maßnahme sollen partizipative Projekte die Bewohner dazu bringen, miteinander zu kommunizieren und zu interagieren und dadurch eine gemeinschaftliche Stadtteil-Identität zu entwickeln. Als zentrale Maßnahme wird eine Beteiligungsgesellschaft, im Sinne einer AG, durch den Quartiersmanager gegründet. Diese AG verkauft, gegen einen symbolischen Betrag, an jeden Erwachsenen Bewohner des Stadtteils eine "Aktie". Dadurch wird jeder Hahler vom passiven "Bewohner" zum potentiellen "Eigentümer" des Stadtteils und des Nachbarschaftsbüros. Grundsätzlich sind alle Hahler eingeladen sich an einem Forum zu beteiligen, in dem die Arbeit des Quartiersmanagers und seiner Aktivitäten bestimmt werden. Die Analogie zu einer Aktiengesellschaft, in der die Shareholder die Arbeit des "Vorstands" mitbestimmen ist hierbei durchaus gewollt. Der Vorstand setzt sich zusammen aus dem Quartiersmanager des Hahler Nachbarschaftsbüros und Vertretern der im Stadtteil aktiven Vereine, der Kirchengemeinde, Schule und KiTas. Die AG führt Hauptversammlungen durch und veröffentlicht Quartalsberichte. Die Bedürfnisse der Hahler Bewohner, unabhängig von sozialem Status, Herkunft, Religion und Geschlecht bestimmen dabei maßgeblich die Ziele und Aktivitäten der Hahle AG. Damit niemand ausgeschlossen wird, haben auch Bewohner ohne Aktie Stimmrecht und Beteiligungsmöglichkeiten. Aber die Aktie ermöglicht zusätzliche Optionen. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten wird beispielsweise direkt im Quartierszentrum ein "Wahrzeichen" errichtet werden. Die Namen der Besitzer der Hahler Aktien werden dort eingraviert und somit als "Gründer" des neuen Hahler Gemeinschaftsgefühls erhalten bleiben. In Kürze beginnen in Hahle bauliche Sanierungsmaßnahmen, die für Lebendigkeit und Wohlfühlatmosphäre sorgen sollen. Die Aktiengesellschaft wird hierbei Einfluss auf die Umsetzung, die Priorität und die Art der baulichen Projekte nehmen sowie eigene Projekte initiieren. Hierzu entwickelt die AG einen Projektplan, ein zeitliches und sachliches Vorgehensmodell, stimmt diese mit den Shareholdern der AG ab und investiert dann in die entsprechenden Projekte.
Laufzeit
2021-02-05 00:00:00
Ausgangslage
Hansestadt Stade - Der Stadtteil Hahle Hahle ist ein Stadtteil der Hansestadt Stade. Die Innenstadt liegt ca. 2,5 km entfernt. Der Stadtteil wurde in Siedlungsbauweise in den 1950/60er Jahren erbaut und wird von der Bundesstraße 73 und der Bahnlinie Stade-Cuxhaven begrenzt. Im Kerngebiet von Hahle wohnen ca. 3.300 Menschen. Hahles Infrastruktur besteht aus Supermärkten, die vor allem am Stadtrand zur „grünen Wiese“ gehören, zu der aber auch eine Tankstelle, Fahrschule etc. gehören. Soziale Einrichtungen sind ebenfalls im Stadtteil beheimatet. Das Sanierungsgebiet Hahle Vor allem der Versorgungsbereich im Zentrum von Hahle, der ca. 15 Hektar umfasst, ist von Sanierungsarbeiten betroffen, die dazu führen sollen, dass Hahle wieder zu einem lebenswerteren Stadtteil wird. Im ISEK-Rahmen „Lebendiges Zentrum – Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ sollen in Hahle insgesamt drei Millionen EURO investiert werden. Status Quo und demographischer Wandel Der Ruf Hahles ist durch sozialen Wohnungsbau mit entsprechender Bewohnerschaft sowie optisch durch die Blockbauweise gekennzeichnet. Der demographische Wandel zeigt eine älter werdende Bewohnerschaft und gleichzeitig ist der Stadtteil zunehmend von Sekundärmigration betroffen. Durch diesen Wandel wird verstärkt eine Veränderung der Stadtteilidentität begünstigt. Sozialindikatoren wie Wahlergebnisse, Wahlbeteiligung, Arbeitslosenzahlen deuten außerdem an, dass Hahle vor besonderen demografischen, sozialen und integrativen Herausforderungen steht.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hansestadt Stade Stadtteil Hahle
Beschreibung
Hahle wird im Norden von der Bahnlinie Hamburg-Cuxhaven eingegrenzt, im Süden von der Bundesstraße 73. Westlich liegt großräumiger Einzelhandel: Marktkauf/EDEKA, Lidl, Poco Möbel-Discounter etc. Im Osten begrenzt die stark befahrene Bremervörder Straße den Stadtteil.
Einwohnerzahl
3300
Quelle / Anmerkungen
Statistiken des Einwohnermeldeamtes Stade bezogen auf die Teilräume Hahle Ost und Hahle West unter Abzug der Bewohnerzahlen am "Schwarzen Berg"
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Agentur für Arbeit, März 2020
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Ausländerbehörde des Landkreises Stade zu Menschen die sich auf Basis der §§ 22 - 26 in Stade aufhalten. (Mai 2019)
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen basieren auf Statistiken des Einwohnermeldeamts (2019). Da für den Stadtteil Hahle keine Werte vorliegen wurde auf Basis der Ortschaft Wiepenkathen (mit vergleichbarer Alterssturktur) der Wert auf Hahle adaptiert.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Slogan des US-Präsidenten aus dem Wahlkampf 2016 "America first", ist die sinngemäße Transformation von Egoismus und Individualisimus, von Konkurrenzdenken und Ellenbogenmentalität. Die Folgen sind Spaltung von Gesellschaften, Rücksichts- und Verantwortungslosigkeit. Das Projekt "Gute Nachbarschaft Hahle" und die Gründung der Hahle AG sind ein konsequenter Gegenentwurf zu "America first", der auf den Pfeilern von Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement beruht. In der AG bilden sich demokratische und gleichberechtigte Strukturen ab. Die Rolle des Quartiersmanagers und Kümmerers als Vorsitzender der AG ist zwar hierarchisch überlegen, aber gleichzeitig an die Bedürfnisse der Bewohner und des Stadtteils gebunden. Seine professionellen und sozialen Interventionen beruhen auf der Kernkompetenz eines sozialarbeitenden Quartiersmanagers, der in der Lage ist integrierend und ausgleichend zu agieren und dabei materielle, infrastrukturelle, informelle und soziale Verbesserungen zu ermöglichen. Die Beteiligungsgesellschaft der Hahle AG erreicht eine substantielle Verbesserung der Lebensumstände in Hahle durch die Bildung einer geförderten und ermöglichten Gemeinschaft bei der die Bewohner im Zentrum stehen. Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation werden attraktive Methoden, die für jeden Einzelnen in Netzwerken und Kooperationsstrukturen gefördert werden. Diese lokalpolitische Bildungsarbeit zeigt dass "Wir in Hahle" dem "America first" überlegen ist.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Eine eingerichtete Sprechstunde des Quartiersmanagers wöchentlich von wenigstens 10 Personen in Anspruch genommen wird
Beschreibung
Wenigstens drei starke lokale Akteure wie Schule, KiTA, Kirchengemeinde als Partner des Quartiersmanagers im Sinne der Gemeinwesenarbeit agieren
Beschreibung
Zwei Lokale Projekte, wie Stadtteilfest o. ä. gemeinsam mit den Bewohnern oder von den Bewohnern umgesetzt werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Markuskirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Hahle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Interessengruppe Nachbarn im Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rotes Kreuz - Schwinge Werkstätten, Café "Haus der Vielfalt"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Langjährige stadtteilansässige kleinere Unternehmen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rat der Hansestadt Stade
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kita Hahle, DRK Kita, Kita Bildungshaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugenhaus Hahle
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Hansestadt Stade wird aus dem Integrationsfonds gefördert. Das Bewusstsein in Verwaltung, Politik und bei Unternehmen ist geweckt, in Quartiersmanagement und Gemeinwesenarbeit zu investieren. Die "Stader Erklärung" zeigt parteiübergreifend die Bereitschaft sich zu engagieren. In der Hansestade Stade iszt die eindeutige Absicht vorhanden, dauerhaft in die soziale Verstetigung von Sanierungsgebieten zu investieren. Für den Stadtteil Hahle ist damit die Stelle des "Kümmerers" sichergestellt.
Galerie
20200824 133704
20200824 133811
20200824 133815
20200824 133842
20200824 134012
20200824 134138
20200824 134300
20200824 134322
20200824 134326
20200824 134442
20200824 134539
Zustimmung Veröffentlichung
On

www- Wunderbares Wohnzimmer Wagenfeld

Ansprechpartner
Michael Steinmeyer
Aktionsräume gestalten-gemeinsam handeln!
Projektbeschreibung
Wagenfeld ist eine kleine Kommune im ländlichen Raum des Landkreises Diepholz mit 7.218 Einwohnern. Der Kommune fehlt ein Ort der Begegnung, der für alle Menschen zugänglich ist: Also ein Ort der Beteiligung und der gelebten Nachbarschaft. Solch ein Raum soll mit unserem Projekt "www-Wunderbares Wohnzimmer Wagenfeld" entstehen. Ein Bürger Wagenfelds hat eine im Februar 2020 geschlossene ehemalige Gaststätte erworben und möchte einen Teil des Gebäudes für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Dort soll ein Begegnungszentrum für die Bürger_innen Wagenfelds entstehen. Jede/r Bürger_in soll die Möglichkeit erhalten sich zu beteiligen und das Zentrum mit aufzubauen. Das Gebäude ist traditionsreich, allen Einwohner_innen Wagenfelds bekannt und mit positiven Erinnerungen an Festlichkeiten, Treffen mit der Familie und Freunden besetzt. Das Projekt ist ein Zugewinn für die Gemeinde, da Interessen gebündelt werden, Beteiligung ermöglicht wird und Demokratie erlernt sowie erprobt werden kann. Verschiedene Angebote können unter einem Dach stattfinden und Nachbarschafts- und Netzwerkstrukturen können entstehen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
2019 wurde von der Kommune Wagenfeld ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept in Auftrag gegeben. Hierbei wurde erkannt u. benannt, dass es keine neutrale Anlaufstelle für Jugendliche gibt. Weder kommunale noch kirchliche Akteure verfügen über solch eine Anlaufstelle für jene Zielgruppen.In Wagenfeld gibt es zudem keinen neutralen Ort der Begegnung, der unabhängig von Institutionen oder Vereinszugehörigkeit aufzusuchen ist: Also einen Ort, an dem Wünsche geäußert, Beteiligung ermöglicht und Demokratie erlernt werden kann. Seit 2015 hat Wagenfeld eine Vielzahl geflüchteter Personen aufgenommen. Seitdem gibt es dank der Kooperation von Kirchengemeinde, Kommune u. Diakonischem Werk (DW) Deine kontinuierliche Flüchtlingshilfe durch Ehrenamtliche (EA´s). Diese begleiten sowohl den Runden Tisch Integration als auch das Café International. Doch auch noch so engagierte EA´s geraten in ihrem Handeln an ihre persönlichen Grenzen. Seit 2018 ist das DW in Form eines Projektes in der Kirchengemeinde Wagenfeld aktiv u. begleitet die EA´s in der Flüchtlingshilfe. Im Rahmen dieser Tätigkeit wurden die EA´s befragt, welche Bedarfe und Wünsche sie haben, um ihre hochbelastende Tätigkeit fortführen zu können. Die EA´s wünschen sich eine kontinuierliche Begleitung u. eine/n Ansprechpartner_in vor Ort. An verschiedenen Orten in der Gemeinde Wagenfeld sind (manchmal in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Geflüchteten) auch Arbeitsmigrant_innen untergebracht. Hauptarbeitsfelder für Arbeitnehmer_innen aus Bulgarien, Rumänien und Polen sind die Landwirtschaft u. Fleischindustrie. Die Gruppen der Arbeitsmigrant_innen bilden meist ein in sich geschlossenes System.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wagenfeld
Beschreibung
Da es sich in Wagenfeld um eine Kleinstadt mit nur knapp über 7000 Einwohnern handelt, ist für das Projekt keine räumliche Abgrenzung des Gebiets geplant, zu dem ist Wagenfeld eine Einheitsgemeinde, so dass alle Ortsteile mit einbezogen werden müssen.
Einwohnerzahl
7218
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Wagenfeld
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeinde Wagenfeld
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeinde Wagenfeld
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeinde Wagenfeld
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Gemeinsam mit den Bewohner_innen vor Ort solle ein Ort der Begegnung aufgebaut und gestaltet werden. Der Einbezug der Bevölkerung ist dabei von höchster Bedeutung. Mittels Beteiligungsverfahren können die Bewohner_innen ihre Bedürfnisse und Wünsche zum Ausdruck bringen und die Erfahrung machen, dass durch ihr zu tun etwas erreicht werden kann. Die Erhebung der Bedarfe, dient dem Aufbau einer langfristigen Struktur der Gemeinwesenarbeit. Die Bewohner_innen werden aktiv befähigt und motiviert, sich für ihre Bedarfe einzusetzen. Das gemeinschaftliche agieren steht im Vordergrund. Das Projekt verbessert die soziale Teilhabe in der Gemeinde. Die gebietsbezogenen Strukturen spielen im Projekt eine große Rolle und werden dauerhaft mit einbezogen. Das Gebäude für den Ort der Begegnung hat Tradition und würde ohne die Hilfe aktiver Bürger_innen verfallen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner_innen werden durch geeignete Beteiligungsverfahren dauerhaft und regelmäßig in den Prozess des Aufbaus, des Ablaufs und der Verstetigung der Strukturen der Gemeinwesenarbeit einbezogen.
Beschreibung
Die Gemeinwesenarbeit steht mit wichtigen Akteuren vor Ort in engem Kontakt. Runde Tische/Arbeitsgruppen werden installiert und finden regelmäßig statt. Die Teilnahme ist den Akteuren wichtig. Aktionen/ Projekte werden gemeinsam geplant und umgesetzt.
Beschreibung
Bewohner_innen unterschiedlichster Zielgruppen kommen regelmäßig zu Projekten und Angeboten. Es konnten Kontakte entstehen, die es zuvor auf Grund fehlender Begegnungsmöglichkeit nicht gegeben hätte. Niederschwellige Nachbarschaftshilfen sind entstanden.
Beschreibung
Die Kommune unterstützt das Projekt und sieht Gemeinwesenarbeit als wichtigen Bestandteil der Gesamtstrukturen an. Die Kommune erarbeitet in Zusammenarbeit mit der GWA , Möglichkeiten, die Struktren der GWA über die Projektlaufzeit hinweg zu verstetigen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Wagenfeld
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreiszeitung DH, Klönschnack, Wochenblatt, Webseite des Diakonischen Werks, Gemeindebrief
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ehrenamtliche des Runden Tisch Integration
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Auburg Grundschule, Oberschule Wagenfeld
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsfrauen und Ratsherren
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk Diepholz Syke Hoya
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauen, Landjugend, Freiwillige Feuerwehr, TuS Wagenfeld, TSV Jahn Ströhen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Kommune befürwortet das Projekt und ist ein starker Kooperationspartner. Nach Auslauf der Projektlaufzeit hat sich das Projekt in soweit verstetigt, als dass es von den Bürger_innen Wagenfelds, der Kommune und der Kirchengemeinde Wagenfeld selbstständig getragen und fortgeführt werden kann. Dies ist möglich, da die Immobilie für das Projekt kostenfrei zur Verfügung steht und mit tragenden ehrenamtlichen Strukturen weitergeführt werden kann.
Galerie
gebaeude begegnungszentrum 3
Zustimmung Veröffentlichung
On