Gut zu Wissen Kiosk Mittelfeld
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Daniela Rück
| Funktion | Projektleiterin "Treffpunkt der Kulturen" |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Informationen unkompliziert erhalten und Mittelfeld aktiv mitgestalten
Projektbeschreibung
Um eine lebenswerte Nachbarschaft in Mittelfeld zu fördern, sollen die Bewohner*innen durch den "Gut zu Wissen Kiosk Mittelfeld" besser informiert, vernetzt & für eigenes Engagement gestärkt werden. Dieser wird aus einem hierfür angeschafften Lastenfahrrad gebaut & dient als mobile Informations-, Anlauf- & Vernetzungsstelle, die an unterschiedlichen Orten im Stadtteil platziert werden soll, um Bewohner*innen bedarfsgerecht mit ihren Anliegen & Ideen weiterzuhelfen. Der Kiosk muss mobil einsetzbar sein, da Mittelfeld durch den Messeschnellweg in West & Ost geteilt ist & eine deutliche Trennung im Stadtteil vorliegt. Mit dem Kiosk sollen auch die in den nächsten Jahren hinzukommenden neuen Bewohner*innen der Neubaugebiete von Anfang an einbezogen werden. Um den Gut zu Wissen Kiosk bedarfsgerecht & mehrsprachig mit Informationsmaterialien auszustatten, wird zunächst durch verschiedene Beteiligungsformate bei den Bewohner*innen erfragt, welche Informationen für sie relevant sind und welche Angebote sie noch nicht kennen. Zudem soll herausgefunden werden, für welche Themen die Bereitschaft zum Eigenengagement im Stadtteil da ist. Beteiligungsformate sind zum einen "Bankgespräche" auf öffentlichen Bänken überall im Stadtteil & eigens dafür angeschafften mobilen Bänken. Zum anderen soll die "Speak Up Box" zweimal zum Einsatz kommen: Mittelfeld "West" am Lehrter Platz + Mittelfeld "Ost" Nähe Kita Quittengarten. Letzteres Format stellt einen besonderen Safe Space dar, da alle Menschen in ihrer Muttersprache & einer eigenen Kabine sprechen können. Es wird mit verschiedenen Multiplikator*innen wie z.B. den Stadtteilmüttern & Sozialberater*innen kooperiert, die ihre Gruppen & Kontaktpersonen zu den Beteiligungsformaten bringen. Abhängig von den Ergebnissen aus den Beteiligungsformaten wird der Kiosk ausgestattet & zunächst in der GWA platziert, um dann im weiteren Verlauf bei den Bankgesprächen den Menschen vorgeführt zu werden. Zunächst ist das Projektteam nach einem regelmäßigem Stand- & Zeitplan mit dem Kiosk im Stadtteil unterwegs, langfristig werden Ehrenamtliche für die Betreuung gewonnen & geschult. Im weiteren Schritt werden Infomaterialien digitalisiert & auf der Hannover Mittelfeld Website zur Verfügung gestellt. In der letzten Projektphase finden zusätzlich zum mobilen Kiosk Ausflüge & Veranstaltungen zu den Themen Arbeit, Wohnen & Bildung orientiert an den Interessen der Bewohner*innen statt. Der Gut zu Wissen Kiosk informiert & bringt Menschen zusammen.
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Vergleich zur LHH & zum angrenzenden Stadtteil Döhren sind überdurchschnittlich viele Menschen in Mittelfeld auf Unterstützung im Bereich Soziales angewiesen. Zum 31.12.2019 existierten im Stadtteil 30,8% Belegrechtswohnungen (LHH 6,1%, Döhren 2,2 %), es gibt eine hohe Arbeitslosenquote & viele Menschen beziehen Transferleistungen. Zudem leben viele Alleinerziehende in Mittelfeld. Mehr als die Hälfte der Bewohner*innen haben Migrations- &/oder Fluchterfahrung. Bei vielen Menschen existieren im Hinblick auf deutsche Sprache & gesellschaftliche Prozesse große Barrieren. Im Wülferoder Weg befindet sich eine Obdachunterkunft für ca.150 Menschen.
Hinzu kommt, dass der Zuzug im Stadtteil enorm hoch ist & kontinuierlich neue Nachbarschaften entstehen. Der Bevölkerungszuwachs betrug in den Jahren 2015-2018 6,2% (3,2% LHH) & der Anteil an neuen Wohnungen 8,3% (2,6% LHH). In den nächsten Jahren werden zusätzlich ca. 1000 neue Bewohner*innen erwartet.
Mittelfelder Einrichtungen berichten oft, dass bereits jetzt viele Bewohner*innen nicht zu vorhandenen Unterstützungssystemen im Stadtteil finden oder nicht wissen, welche Angebote bereits existieren. Viele wenden sich mit Problemen an persönliche Kontakte oder Multiplikator*innen, die den Unterstützungsbedarf jedoch nicht abdecken können. Dies führt dazu, dass sich mehrere geschlossene Systeme entwickeln. Zuzug, die diverse Bevölkerungsstruktur & innerhalb des Stadtteils schlecht angebundene Quartiere verstärken diese Herausforderungen zusätzlich.
Abgesehen von Hilfsangeboten findet wenig kulturelles&wirtschaftliches Leben im Stadtteil statt. Es gibt Ladenleerstand & wenig Gastronomie oder Nutzung der öffentlichen Plätze.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Mittelfeld
Beschreibung
Mittelfeld als Stadtteil mit besonderem Fokus auf die noch im Bau befindlichen Gebiete Lieselotte-Rogge-Str., Käte-Werner-Str., Washingtonweg, Spittastr., Vitalquartier Berufsbildungswerk Annastift (alle in Mittelfeld Ost) sowie Ahornstr. und weitere in Mittelfeld West befindliche Neubauten der letzten Jahre inklusive der zwei Geflüchtetenunterkünfte seit 2015.
Einwohnerzahl
9000
Quelle / Anmerkungen
aus SoPla, Daten zur Bevölkerungsstruktur in der LHH für die Jahre 2015 – 2019, Bev.1 (Personen in Mittelfeld insgesamt: 8.984)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
aus LHH, SG Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2020 S. 105
Stand Dezember 2019
Mittelfeld: 9,7 %
Hannover: 6,3 %
Döhren: 4,1 %
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
aus LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2020, S. 15
Stand: 31.12.2019
Mittelfeld: 26,3 %
Hannover: 24,5 %
Döhren: 28 %
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
aus LHH, SG Wahlen und Statistik, Datenblatt Privathaushalte 2019
Stand: 31.12.2019
Mittelfeld: 33,7 %
Hannover: 24,7 %
Döhren: 13,7 %
Projektgebiet in Prozent
53
Gesamtstadt in Prozent
38
Sonstige in Prozent
26
Anmerkung
aus Statistische Berichte der LHH Bevölkerung mit Migrationshintergrund in der LHH, Hintergrund und Neudefinition, 2019 Tabelle 7
Stand: 31.12.2019
Mittelfeld: 53,2 %
Hannover: 38,1 %
Döhren: 26,4 %
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
aus Info-DS Teil1: Kinderarmut in Zahlen – Update 2020, S. 17
Stand Dezember 2018
Mittelfeld: 27,4 %
Hannover: 15,2 %
Döhren: 9,3 %
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
mittelfeld_speakupbox.jpg
(1.6 MB)
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mehr als 100 Menschen haben an der Speak Up Box und den Bankgesprächen teilgenommen und mindestens 30 haben sich im Projektzeitraum in verschiedenster Form engagiert.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Ziel von Gemeinwesenarbeit ist es, die Lebensqualität der Menschen in den Stadtteilen zu verbessern, ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen, die soziale Infrastruktur zu verbessern, Bewohner*innen zu aktivieren und zu beteiligen, Selbsthilfe zu fördern und den sozialen Zusammenhalt im Gemeinwesen zu stärken. GWA schafft dafür Zugänge zu zentralen Bereichen wie Bildung, Kultur, Beschäftigung und politische Partizipation. Es werden Begegnungsmöglichkeiten zwischen Menschen verschiedener ethnischer, nationaler und sozialer Herkunft geschaffen, um Vorurteile und Konkurrenzen abzubauen und langfristig gemeinsam das Miteinander und das Lebensumfeld zu gestalten. Dies erfolgt auf Basis von Qualitätsstandards (s. u.) durch die Entwicklung, Koordinierung und Unterstützung von Konzepten, Projekten und Veranstaltungen und wird im Zusammenwirken mit anderen Fachbereichen der LHH, freien Trägern und Einrichtungen in den Stadtteilen und anderen Stadtteilakteuren umgesetzt
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
DRK Migrations- und Sozialberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligenladen WILLI
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Geflüchtetenunterkunft Johanniter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Anwalts- und Mediationskanzlei Torlage
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AfW – Arbeitsgemeinschaften und sozialpädagogische Hilfen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Lebensmittelausgabe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
CJD Familienzentrum für inklusive Begabungsförderung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Geflüchtetenunterkunft Living Quarter GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhilfestützpunkt Stephansstift
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Juwelier und Uhrmachermeister Alfred Stilter e. K.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
stein-zeit SCHWARZ - Steinmetze & Bildhauer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hochschule Hannover - Fakultät III, Abteilung Design und Medien
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Projektleitung & Kaufmännische Leitung sind von Anfang an direkt bei SchMitt e.V. angebunden. Die Arbeitszeit als Eigenleistung des Vereins wird im Verlauf des Projektes sukzessive erhöht. Um das Engagement der Bewohner*innen dauerhaft lebendig zu halten, wird WILLI - Freiwilligenladen Mittelfeld von Anfang an als Koordinationsstelle eingebunden. Durch SchMitt e.V. & WILLI wird "Gut zu Wissen" als Marke im Stadtteil etabliert.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nachbarschaftszentrum Ahlhorn
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Thorsten Schmidtke
| Funktion | Bürgermeister |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftszentrum Ahlhorn - nicht nur nebenan, sondern auch mittendrin
Projektbeschreibung
Ahlhorn stellt mit etwa 8.500 Einwohnerinnen und Einwohnern der größten Ortsteil in der Gemeinde Großenkneten dar. 2019 wurde ein Teilbereich des Ortes, das "Quartier Wildeshauser Straße", in das Städtebauförderprogramm zunächst "Soziale Stadt", später "Sozialer Zusammenhalt" aufgenommen. Im Zuge dieser Städtebauförderung wurde bereits ein Quartiersmanagement eingerichtet.
Durch den erhöhten Zuzug von Menschen mit Migrationshintergrund (SpätaussiedlerInnen, Geflüchtete aus dem arabischen Raum und zunehmend osteuropäische Arbeitskräfte) reagiert die Gemeinde Großenkneten bereits seit Jahren mit eigenen Angeboten (Integrations- und Netzwerkarbeit, Streetwork, Schulsozialarbeit, Verfestigung des Ehrenamtes) auf die dadurch entstehenden Bedarfe - sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch für die zugezogenen Menschen. Dabei stellen sich die Integrations- und die Gemeinwesenarbeit als zentrale Bestandteile der Arbeit heraus, denn unter den vielen Zuwanderinnen und Zuwanderern befinden sich zahlreiche Menschen, deren Perspektive vor Ort nicht gut erscheint und deren Potenziale noch unentdeckt sind. Hieraus resultiert u.a. eine fehlende Identifikation mit dem neuen Wohnort.
Das bisherige Engagement erfolgte vorrangig nach dem Prinzip Top-Down - reaktiv und defizitorientiert.
Mit der Einrichtung eines Nachbarschaftszentrums können die bisher schwer zu erreichenden Zielgruppen besser eingebunden werden. Durch das Bottom-Up-Prinzip sollen die tatsächlichen Interessen, Bedürfnisse und Wünsche der Menschen im Projektgebiet vor Ort erfragt und möglichst umgesetzt werden. Vielfältige Angebote sind bereits vor Ort geschaffen worden - diese müssen weiter gebündelt und und bekannt gemacht werden. Durch die zentrale Ansiedlung des Nachbarschaftszentrums direkt im Quartier werden die Räumlichkeiten nicht als Institution, sondern als Begegnungs- und Beratungsraum geschaffen - einladend für Jedermann mit niedrigschwelligen Hilfestellungen und Kontaktvermittlungen zu den bestehenden Beratungsangeboten. Als Netzwerkpartner stehen bereits die ansässigen Kultur- und Sportvereine, Bildungseinrichtungen, Ehrenamtliche, sozialpädagogische Fachkräfte, aber auch viele interessierte Bürgerinnen und Bürger, wozu auch Migrantinnen und Migranten gezählt werden, zur Verfügung.
Die Konzeption und Verfestigung der Gemeinwesenarbeit ist von großer Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit des Ortsteils und ergänzt das vorhandene Quartiersmanagement optimal.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Ortsteil Ahlhorn als eigentlich dörflicher Raum weist viele städtische Strukturen und damit für eine ländliche Region eine sehr untypische Entwicklung auf. Hintergrund sind u.a. die Aufgabe als Militärstandort mit damit verbundenem damaligem Leerstand von Wohnraum, lebensmittelverarbeitende Industrie im näheren Umfeld sowie die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit. 2011 und seit 2015 kamen viele Geflüchtete hinzu.
Zu sozialen kommen auch städtebauliche und wohnungswirtschaftliche Missstände. Der Ausländeranteil im Projektgebiet liegt bei 54 % (einzelne Straßen über 70 %). Es besteht eine hohe Fluktuation. 22 % der Bewohner wohnen seit mehr als 10 Jahren am jetzigen Wohnstandort, im Gegensatz dazu aber 39 % (einzelne Straßen 50 %) weniger als zwei Jahre in der jetzigen Wohnung. Diese Umstände , verbunden mit einem negativen Image, erschweren den Aufbau von eigentlich typischer Nachbarschaft und verstärken die Tendenz von Wegzügen. Enge und Überbelegung vieler Wohnungen führt dazu, dass sich soziales Leben auch in den öffentlichen Raum verlagert, was wiederum Ängste und Angsträume bei der einheimischen Bevölkerung bewirkt. Die soziale Segregation wird befördert. Die alteingesessenen Bürgerinnen und Bürger sehen die sozialen Entwicklungen mit Sorge und fühlen sich entfremdet. Bestehende kommunale Angebote (u.a. Streetwork, Migrationsberatung, Flüchtlingssozialarbeit, Schulsozialarbeit, Präventionsketten), und das reiche Kultur- und Vereinsleben in der Gemeinde können diese Entwicklung nicht aufhalten. Es hat sich gezeigt, dass es an einer vernetzenden Stelle fehlt, die die Menschen vor Ort mit einbezieht sowie Kontakte untereinander und niedrigschwellige Zugänge schafft.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Großenkneten Ahlhorn
Einwohnerzahl
1825
Quelle / Anmerkungen
Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Großenkneten-Ahlhorn 2017
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Nach dem ISEK und den vorbereitenden Untersuchungen sind im Ort Ahlhorn erhebliche Missstände festgestellt worden.
Hier sind funktionale, städtebauliche und gestalterische Missstände im öffentlichen Raum, funktionale und gestalterische Missstände bei Grün- und Freiräumen, wohnungswirtschaftliche Missstände aber insbesondere funktionale Missstände hinsichtlich sozialer Infrastrukturen und sozialräumliche Problemlagen und Auffälligkeiten benannt. Auch die starke Konzentration von Armut sowie der hohe Ausländeranteil wurden aufgezeigt, wobei die Altersstruktur in Teilräumen auffallend jung ist. Eine hohe Fluktuation der Bevölkerung und gesundheitliche Defizite wurden festgestellt.
Mit dem Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ wurde ein Quartiersmanagement eingerichtet.
Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass gerade der Gemeinwesenarbeit im Quartier eine hohe Bedeutung zukommt.
Richten sich Beratungen des Quartiersmanagements vorrangig an die Eigentümer der Wohnobjekte sowie an bauliche Schwerpunkte, können über die Gemeinwesenarbeit die im Quartier lebenden Bewohnerinnen und Bewohner angesprochen, unterstützt und beraten werden.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
39
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
ISEK 2017
Gesamtstadt = Ortsteil Ahlhorn
Sonstige = Gemeinde Großenkneten
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die GWA soll nach dem "Bottom–Up" Prinzip erfolgen, welches von den geäußerten
Bedürfnissen der BewohnerInnen ausgeht (Befragungen), von ihren Stärken, ihrer Bereitschaft, sich zu
engagieren und die sich Vorhaben zutrauen. Gemeinwesenarbeit wird als langfristiger Prozess verstanden, der auch über das Förderprogramm "Sozialer Zusammenhalt" hinaus Bestand haben soll, um Erfolge zu sichern,
nachhaltig zu wirken und die Zufriedenheit und Identifikation alle Bürger*innen erhöht. Gemeinwesenarbeit denkt in Projekten, die von den Menschen im Projektgebiet gewollt und getragen werden. Zwar kann Gemeinwesenarbeit auch von sich aus Impulse setzen und Anregungen geben, aber entscheidend bleibt, was von der Zielgruppe, den Menschen im Projektgebiet, mitgetragen wird. Gemeinwesenarbeit hat den Ortsteil insgesamt im Blick, die Veränderungen ergeben sich jedoch aus zunächst einzelnen Projekten, die auf das Gesamtziel ausgerichtet sind und somit nachhaltig Verbesserungen erreichen. Ergänzt werden die Ansatzpunkte der Gemeinwesenarbeit insbesondere durch das Quartiersmanagement, aber ebenso durch Integrationsarbeit, Streetwork, Schulsozialarbeit, ehrenamtliche Helfer und Begleiter sowie weitere vor Ort bestehende und bedarfsabhängig ggf. noch einzurichtende Hilfeangebote. Durch das Quartiersmanagement werden städtebauliche und sozialplanerische Herausforderungen bearbeitet - gemeinsam mit der
Gemeinwesenarbeit vor Ort kann Hand in Hand daran Beteiligung gelebt und umgesetzt werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Nachbarschaftszentrum ist erreichbar und Ansprechpartner, BewohnerInnen fühlen sich ernst genommen
Kriterium
Beschreibung
Hilfe zur Selbsthilfe: Kompetenzstärkung wird angeboten
Kriterium
Beschreibung
Wenn sich die BewohnerInnen ernst genommen fühlen (s.o.), könne diese ihr eigenen Ideen einbringen und verwirklichen. Gleichzeitig können fokussiert und anlassbezogen Hilfestellungen für andere BewohnerInnen angeboten werden.
Kriterium
Beschreibung
Für die unterschiedlichen Bewohnergruppen (Alter, Geschlecht, Herkunft) werden passende Angebote entwickelt. Über örtliche (akzeptierte) Multiplikatoren werden auch andere Zielgruppen angesprochen
Beschreibung
Fachübergreifende Zusammenarbeit und Netzwerke werden gesamtheitlich thematisiert
Beschreibung
Regelmäßige und enge Austauschmöglichkeiten, insbesondere mit dem Quartiersmanagement, ermöglichen zielgerichtete Prozessabläufe, weitere Netzwerke und Kooperationen werden sich entwickeln.
Kriterium
Beschreibung
Mit neuen Angeboten werden auch übergreifende Begegnungen der örtlichen Akteure und Bewohner stattfinden. Durch gegenseitige Kennenlernprozesse können vorhandene Konflikte - unter Beachtung kultureller Besonderheiten - selbst gelöst werden.
Beschreibung
Umsetzung bedarfsgerechter Projekte bzw. Beratungsangebote verstetigen sich und werden somit im Quartier verankert.
Kriterium
Beschreibung
Das Förderprogramm "Sozialer Zusammenhalt" genießt einen sehr hohen Stellenwert in der Gemeinde. Die Entwicklung des Quartiers ist von hohem Interesse sowohl für die Verwaltung als auch für die Politik
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Zuge des Förderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ ist in Ahlhorn ein Quartiersmanagement ausgeschrieben worden. Diese Aufgabe wird von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. zunächst für vier Jahre (bis 31.12.2024) übernommen.
Unter dem Motto „Mitreden, Mitwirken, Mitgestalten!“ lädt das Quartiersmanagement dazu ein, sich an der Entwicklung Ahlhorns zu beteiligen. Das Quartiersmanagement ist Anlaufstelle für Fragen, Informationen, Anliegen und Ideen zur Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation in Ahlhorn. Gemeinsam sollen Ideen entwickelt, Projekte umgesetzt sowie das soziale Miteinander gefördert werden.
Das Quartiersmanagement ist im „Zeppelin – Treffpunkt im Quartier“, Zeppelinstraße 2 in Ahlhorn zu finden. Zahlreiche Kontakte zu den Bewohnerinnen und Bewohner sind bereits vorhanden, so dass in Zusammenarbeit mit der Gemeinwesenarbeit diese Grundlagen genutzt und ausgebaut werden können.
Schwerpunkte des Quartiersmanagements ist die Bürgerbeteiligung (Mitreden – Mitwirken - Mitgestalten): Die Bewohner sind herzlich eingeladen, mit Ihren Ideen, Anregungen und Aktivitäten zu den sozialen und baulichen Entwicklungen in Ahlhorn beizutragen. Neben der Gründung eines Sanierungsbeirates steht vor allem die Einbindung in die vorhandenen Netzwerke und die Kontaktaufnahme zu Bewohnerinnen und Bewohnern mit Informationen zu den städtebaulichen Projekten im Vordergrund der im Januar 2020 begonnen Arbeit.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbeauftragte/r, Streetworker/in
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeindejugendpflege, Jugendzentren, Beratungsangebote der Gesundheitsregion und der Jugendsozialarbeit, Jugendamt, Gesundheitsamt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Diakonie Migrationsberatung, Wohnungslosenhilfe, Wildeshauser Tafel e.V.; DGB-Beratung "Faire Mobilität", Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg e.V. (ALSO), DRK Kleiderkammer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ahlhorner Sportverein, TV Ahlhorn, Kreissportbund Oldenburg-Land, Bürgerverein Ahlhorn, Schützenverein Ahlhorn e.V., Freiwillige Feuerwehr
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesundheitsamt, Gesundheitsregion Oldenburg, Projekt Präventionsketten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Oberschule Graf-von Zeppelin, Dietrich Bonhoeffer Gymnasium, Grundschule Ahlhorn, Ländliche Erwachsenenbildung LEB, Landkreis Oldenburg - Jobcenter Sprachbildung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev.-luth. Kirchengemeinde Ahlhorn, Kath. Kirchengemeinde Herz-Jesu Ahlhorn
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ehrenamtliche Integrationshelfer (Sprachtreff, Café Kunterbunt, Männercafé), Hausaufgabenbetreuung, Polizei (Prävention)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fa. Heidemark, weitere Unternehmen mit vorrangiger Beschäftigung ausländischer MitarbeiterInnen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Zusammensetzung des Ortsteils Ahlhorn lässt eine langfristige Erforderlichkeit für die örtliche - quartiersbezogene - Sozialarbeit vermuten. Gemeinsam mit dem Quartiersmanagement (Laufzeit voraussichtlich bis etwa 2030), der Integrationsfachkraft, der (mobilen) Jugendarbeit und ggf. weiterer sozialer Akteure soll die Grundlage für die Verfestigung der sozialarbeiterischen Arbeit und entsprechender Beratungs- und Begleitangebote im Ort geschaffen werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Vesperkirchen in Hannover
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Heiko Deppe
| Funktion | Projektreferent |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam zu Tisch - Nachbarschaft im Quartier stärken
Projektbeschreibung
Die Vesperkirche will Menschen zusammen und miteinander ins Gespräch bringen, bei einem Abendessen mit Impulsen, aktivierendem Begleitprogramm und anschließendem Kulturprogramm. Mitten im Stadtteil schafft die Vesperkirche offene Begegnungsräume für unterschiedliche soziale Milieus. Dazu werden für 15 Tage die Kirchentüren geöffnet. Menschen werden unabhängig von ihren Ressourcen eingeladen und gastlich bewirtet, soziale Teilhabe wird erfahrbar. Erwartet werden pro Vesperkirche 5.000 Besucher*innen, 3.000 ausgegebene Essen, mind. 100 Ehrenamtliche/Freiwillige, 20 soziale Akteure.
Menschen im Stadtteil werden aktiviert, sich einzubringen und gestaltend tätig zu sein. Einrichtungen, Initiativen, Vereine und einzelne Akteure aus dem Sozialraum sowie Gruppen und Kreise aus dem Bezug von Kirche und Diakonie sind bei der Gestaltung des Programms beteiligt und prägen die Vesperkirche in besonderer Weise.
Das Begleitprogramm auf dem Kirchplatz hat einen praktischen Nutzen für die Menschen des Stadtteils und inspiriert. Gleichzeitig ermöglicht es einen niedrigschwelligen Zugang zur Vesperkirche.
Nach einer Pilotphase in 2019 soll nun das Modell in verschiedene Stadtteile übertragen werden. Jedes Jahr sollen bis zu drei Versperkirchen an unterschiedlichen Standorten durchgeführt werden. Die Vesperkirchen werden zentral koordiniert und organisatorisch unterstützt.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Gesamtgesellschaftlich ist erkennbar, dass die Unterschiede zwischen sozialen Gruppen immer größer werden. Die sogenannte „Schere“ zwischen arm und reich klafft immer weiter auseinander. Dies bringt mit sich, dass sich bestimmte gesellschaftliche Gruppen innerhalb ihrer Stadtteile und Kommunen nicht mehr begegnen. Folglich kommt es dazu, dass bestimmte soziale und kulturelle Gruppen Angebote sozialer Akteure nicht nutzen oder erschwerte Zugangsbedingungen haben. Es bilden sich Nebengesellschaften.
In der Stadt Hannover zeigt sich das unter anderem an der prekären Lage wohnungsloser Menschen. Schätzungsweise 4000 Wohnungslose gibt es stadtweit. Wohnungslosigkeit geht häufig mit dem Ausschluss aus sozialen Kontexten einher. Die Teilhabemöglichkeiten sind hier besonders eingeschränkt.
Insgesamt fehlt es an Raum für Begegnungen und Verständnis, an Kenntnis über vorhandene Angebote und Anlaufstellen oder Ansprechpartner*innen, an Aktivierung und Zusammenhalt vor Ort im Sozialraum.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover-Garbsen-Seelze, jeweils einzelne Stadtteile
Beschreibung
jeweiliger Stadtteil/ Ortsteil von Hannover, Garbsen oder Seelze, der jeweiligen Vesperkirche
Einwohnerzahl
20000
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Als Gäste stehen die Bewohner*innen bei der Vesperkirche im Zentrum.
Dafür ist die Einbindung der Sozialen Akteure aus dem Stadtteil wichtig. Die beruflichen Mitarbeitenden haben aufgrund ihrer Fachlichkeit und ihrer Ressourcen eine besondere Bedeutung. Die Vernetzung und Zusammenarbeit dieser Mitarbeitenden wird gestärkt, ob aus dem Kontext von Schule, Familienzentrum, Kindergarten, Polizei oder KSD, etc. Das gemeinsame Arbeiten an einem Projekt bietet Schnittflächen und schweißt zusammen.
Nicht nur die vielen Ehrenamtlichen/Freiwilligen, sondern darüber hinaus die vielen Bewohner*innen als Gäste der Vesperkirche erhalten Kontakte zu den beruflichen Mitarbeitenden. Sie können als Ansprechpartner*innen wahrgenommen werden, und ihre Einrichtungen liegen quasi um die Ecke. Es ist wichtig, voneinander zu wissen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Besucher*innen werden als Gäste wertschätzend behandelt, Wohnungslose wie Besserverdiener. Mind. 100 Bewohner*innen bringen sich ehrenamtlich/freiwillig gestaltend ein.
Kriterium
Beschreibung
Jung und Alt, Bewohner*innen verschiedener Kulturen, Arm und Reich, arbeiten bei der Vesperkirche zusammen.
Beschreibung
Das niedrigschwellige Begleitprogramm auf dem Platz beinhaltet aus der Nachbarschaft gestaltete Aktionen.
Kriterium
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach der dreijährigen Anlaufphase ist der Bedarf an personeller Unterstützung zur weiteren Planung und Durchführung von Vesperkirchen in Hannover-Garbsen-Seelze geringer. Einrichtungen der Diakonie oder Kirchengemeinden können in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren aus dem Stadtteil Vesperkirchen wiederholen und im Stadtteil als Begegnungsraum etablieren. Finanziell sind die Vesperkirchen auf Sponsoren und Spenden sowie Zuwendungen von Stiftungen etc. angewiesen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
1 Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Tjorven Maack
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Teilprojekt Immenrode
Projektbeschreibung
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!" soll an zwei Standorten (Immenrode und Altstadt Goslar) und somit zwei Projekte beinhalten. Ziel des Gesamtprojektes ist es, dass alle Menschen im Einzugsgebiet der Projektstandorte gleichermaßen angesprochen werden.
Am jeweiligen Standort soll eine Begegnungsstätte geschaffen werden. Ziel der Begegnungsstätte ist es, dass ein Ort geschaffen wird, an dem jeder Mensch willkommen und geschätzt wird. Die Begegnungsstätten dienen als "Save Haven", also einem Ort, an dem es keine Diskriminierung, Ausgrenzung und/oder andere Diffamierungen gibt. Bei uns ist jede Person willkommen, unabhängig der sozialen Herkunft, dem Geschlecht, der Religions- und Kulturzugehörigkeit. Stigmatisierungen sind bei uns nicht willkommen. Genau dies ist der Ansatz des Gesamtprojektes.
Wir möchten Menschen zusammenführen und durch gemeinsame Projekte erwirken, dass eine Gemeinschaft entsteht, in der sich alle gleichermaßen respektieren, unterstützen und wertschätzen. Damit dies gelingt, bedarf es nicht nur einer festen Anlaufstelle, sondern ebenfalls regionenbezogene Unterstützungen. Diese Herausforderung wird durch die Aufteilung in zwei Projekte, mit jeweils eigenem Themenschwerpunkt - gemeistert. So soll sich das Teilprojekt (Immenrode) schwerpunktmäßig mit den Themen des demographischen Wandels und dem Auf- und Ausbau eines Unterstützungsnetzwerkes innerhalb des Dorfes, aber auch der Implementierung eines festen Treffpunktes für Jung und Alt, so dass alle Generationen eine Anlaufstelle haben, fokussieren.
Das zweite Teilprojekte (Altstadt Goslar) hat seinen inhaltlichen Schwerpunkt im Themenfeld der Zusammenführung der Menschen mit & ohne Migrationshintergrund. Hintergrund hierbei ist, dass der LK Goslar im Rahmen der Zuwanderung ab 2015 viele Menschen mit Migrationshintergrund aufgenommen hat. Die Menschen sind mittlerweile formal in der neuen Heimat angekommen. Leider ist es bisher kaum gelungen, dass die verschiedenen Religionen und Kulturen zusammengeführt werden und sich als gemeinsame Gesellschaft verstehen und dies ausleben. Ziel es Projektes ist, dass die Menschen nicht nebeneinander, sondern miteinander leben.
Diese Ziele sollen durch das Gesamtprojekt und den zwei Teilprojekten initiiert, gefördert und langfristig begleitet werden. Das Selbstverständnis des AWO-Kreisverbandes Region Harz e.V. ist, dass man nur gemeinsam stark ist. Dieses Motto spiegelt sich in unserem Gesamtprojekt wieder.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Ausgangslagen der zwei Standorte sind differenziert zu betrachten. Daher soll im folgenden einzeln die Ausgangslage dargestellt werden.
Ausgangslage Immenrode:
Immenrode befindet sich nicht nur im ländlichen Raum, sondern ist darüber hinaus nochmals von der sozialen Infrastruktur des LK Goslar relativ abgeschieden. Aufgrund der Tatsache, dass das Dorf kaum in die (soziale) Infrastruktur integriert ist, sind die Bewohner_innen - besonders ältere und/oder nicht mobile Menschen - auf Angebote und eine Infrastruktur vor Ort angewiesen. Zwar gibt es eine Grundschule, ein Mütterzentrum und verschiedene Vereine, jedoch gibt es, besonders für ältere Menschen, keine Räumlichkeit bzw. keinen Ort, an dem Menschen aller Generationen und (sozialen) Herkünfte zusammenkommen und sich austauschen und/oder unterstützen können.
Dazu ist anzumerken, dass einzig die Schaffung eines solchen Raumes nicht genügen würde. Aufgabe des Projekts ist es, dass alle Gruppen zielgerichtet angesprochen, zusammengeführt und begleitet werden. Nur wenn man gemeinsam etwas etabliert, kann man langfristig als Gemeinschaft zusammenwachsen. Hier reicht es nicht einzelne Angebote vorzuhalten, sondern muss den Prozess engmaschig begleiten und beraten/unterstützen/vermitteln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Goslar Immenrode
Beschreibung
Immenrode gehört seit 2014 zur Stadt Goslar und umfasst etwa 11 Quadratkilometer. Das Dorf ist etwa 7 km (Luftlinie) nordöstlich von Goslar und 5,5 km (Luftlinie) westlich von Vienenburg) an einer Bundesstraße an den Ausläufern des Salzgitter-Höhenzuges im nördlichen Vorland. An den öffentlichen Nahverkehr ist Immenrode durch eine Busanbindung (Bus 822) angeschlossen. Mit diesem gelangt man etwa einmal stündlich nach Goslar und/oder nach Vienenburg.
Einwohnerzahl
1509
Quelle / Anmerkungen
https://www.goslar.de/wirtschaft/wirtschaftsstandort; https://immenro.de/lage
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle Datensätze sind nicht vorhanden. Daher wurden die Werte mündlich mit dem Ortsvorsteher (Eckhard Wagner) eruiert und hochgerechnet.
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle Datensätze sind nicht vorhanden. Daher wurden die Werte mündlich mit dem Ortsvorsteher (Eckhard Wagner) eruiert und hochgerechnet.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt "Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!" - mit seinen zwei Teilprojekten in Immenrode und der Altstadt Goslar - verfolgt den Ansatz des Quartiersmanagements.
Ziel des Gesamtprojektes ist die soziale Stabilisierung der Projektgebiete. Durch unsere Unterstützung als Koordinator_innen sollen verschiedene Akteuer_innen zusammengeführt, aktiviert sowie bei der Planung und Realisierung begleitet und unterstützt werden. Darüber hinaus soll durch die Weitergabe der beantragten Mittel finanzielle Ressourcen zur Umsetzung weitergegeben werden.
Durch unsere Anregung zum Empowerment in beiden Teilprojekten soll von den Bürger_innen die Verantwortung für den eigenen Stadtteil bzw. das eigene Dorf übernommen werden, so dass eine langfristige, selbsttragende und ehrenamtliche Selbstorganisation geschaffen, aufgebaut und langfristig implementiert wird.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es den Koordinator_innen gelingt, dass die Bewohner_innen eigenständig ihre Bedarfe/Interesse selbstständig eruieren und Vorhaben planen.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es gelingt, dass die Menschen freiwillig zusammenkommen, um sich im Sinne des Ansatzes des Empowerments organisieren und strukturieren.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn die vorhandenen Ressourcen nicht nur bekannt, sondern auch aktiv genutzt werden, um das Ziel der Schaffung einer gemeinsamen Begegnungsstätte zu erreichen.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das Projekt generations-, geschlechts, kultur- und religionsübergreifend gedacht und agiert wird, um gemeinsame (gemeinwesenbezogene) Interessen zu erarbeiten und umzusetzen.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn themenübergreifend alle für die Bürger_innen relevanten Aspekte im Projekt abgebildet bzw. integriert sind. Das bedeutet, dass es einer Vielzahl an Beteiligungs- und Angebotsmöglichkeiten bedarf, um alle Bedarfe abzudecken.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es gelingt, dass die von uns als Koordinator_innen initiierten Netzwerke und Kooperationen nicht nur gegründet, sondern kontinuierlich auf- und ausgebaut sowie weiterentwickelt werden.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das soziale Zusammenleben angestoßen, gefördert und in der Praxis umgesetzt wurde. Deutlich wird das Gelingen, wenn die Begegnungsstätte rege besucht und ehrenamtlich begleitet und geführt wird.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das Projekt dazu beiträgt, dass die Infrastruktur im Gebiet nicht nur aufgewertet, sondern nachweislich zum positiven, nämlich durch soziale Partizipation aller, geändert werden konnte.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das gesamtkommunale Denken und Handeln dazu geführt hat, dass die Menschen sich nicht nur im Gebiet des Projektes, sondern darüber hinaus in der gesamten sozialen Gesellschaft akzeptiert und willkommen fühlen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Vereine des Dorfes (Freiwillige Feuerwehr, Mütterzentrum, Schützenverein ...)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle im Gesamtprojekt vorhandene Glaubenseinrichtungen (Kirchen, Synagogen und Moscheen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unsere sozialen Plattformen (Facebook, Instagram, Homepage) sowie die regionale Presse (Goslarsche Zeitung sowie die Wochenend- und regionalen Blätter)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Bürger_innen aus dem Einzugsgebiet Immenrode, aber auch innerhalb der beiden Teilprojekte soll sich untereinander vernetzt und austauscht werden.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Der/Die Oberbürgermeister_in der Stadt Goslar (Wahl ist am 12.09.2021)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ziel des Projektes ist, dass die Begegnungsstätte sich nach Ablauf der drei Jahre nicht nur selbst organisiert, sondern auch selbst tragen bzw. die anfälligen Kosten für Miete und kleinere Sachausgaben durch die Stadt bzw. die Politik beglichen wird. Hierfür soll erwirkt werden, dass das Projekt als "Leuchtturm" eingeführt und etabliert wird und den Entscheidungsträger_innen aufgezeigt wird, welch positives "outcome" ein solches Projekt haben kann und daher bezuschusst werden sollte.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Engagement ermöglichen - Gemeinwesen stärken - Kreativ und Aktiv in Lehre
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Oliver Ding
| Funktion | Projektleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Poetry-Slam "Lehrscher für Lehrscher": Engagement ermöglichen - kreativ das Gemeinwesen stärken
Projektbeschreibung
Das Gemeinwesen in Lehre, zwischen Braunschweig und Wolfsburg gelegen, wird durch das Engagement ihrer Mitglieder gestärkt. Zunächst wird ein Wettbewerb (Poetry-Slam) für Jung und Alt angeboten. Dabei werden Wünsche/ Vorschläge und Ideen gewonnen. Ziel ist, dass sich die Menschen in der Gemeinde mehr für- und miteinander engagieren. Sowohl Menschen der verschiedenen Ortschaften, als auch der (abseits gelegene, von Geflüchteten bewohnte) soziale Brennpunkt "Kampstüh“ wird eingebunden. Das wird im ersten Jahr mit Schreibwerkstätten und Poetry-Slams umgesetzt. Dieser wird als Wettbewerb mit dem Inhalt: „Lehrscher für Lehrscher: Wir engagieren uns in unserer Gemeinde“ angeboten. Der Vorschlag dazu kam von Schülern und Eltern der Oberschule, die gern Geschichten in Lehre zusammentragen möchten. Sie haben Poetry-Slams in Braunschweig gesehen und möchten auch welche in Lehre umsetzen. Die Gemeinde stellt z.B. eine transportable Bühne zur Verfügung, die in die Orte gebracht werden kann. Die Freiwilligenagentur hat Kontakte zu Dozenten, Literaten und weiteren Künstlern der Region, die sich daran beteiligen. Die Teilnehmer*innen lernen in Werkstätten Texte zu schreiben und zu präsentieren. Alle können mitmachen - generations- und kulturübergreifend! Die Werbung läuft via Internet, Presse, Flyer und Kulturveranstaltungen. Geflüchtete im Brennpunkt "Kampstüh" gewinnen wir über den Verein "Willkommen in Lehre". Die Ergebnisse der Inhalte (das heißt hierbei entstehende Ideen und Vorschläge der Teilnehmer*innen zur Verbesserung des Gemeinwesens) des/der Poetry-Slams werden gesammelt, sortiert und präsentiert. Im Nachgang werden moderierte Kreativ-Workshops unter der Anwendung entsprechender Techniken mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde ausgearbeitet. Dabei werden die gewonnenen Ideen und Wünsche in Vorschläge zur Umsetzung im Gemeinwesen umgewandelt. Diese werden dann im zweiten Jahr der Politik nahegebracht und gemeinsam umgesetzt. Hiermit wird das Engagement in der Gemeinde gestärkt. Das Ergebnis: Die Menschen der Gemeinde werden motiviert sich für ihre Belange gemeinsam einzusetzen. Die im Poetry-Slam gewonnenen Ideen kommen aus der Bürgerschaft und werden gemeinsam umgesetzt. Das bedingt eine hohe (Gemeinde-)Identifikation und Motivation zum persönlichen Engagement. Es engagieren sich Menschen, die bisher eher nebeneinander leben, gemeinsam. Die Ortsteile (auch der "Kampstüh") werden belebt und das Engagement in der gesamten Gemeinde gestärkt.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Freiwilligenagentur ist in Lehre aktiv und setzt kulturelle Projekte um. Sie kooperiert mit der Gemeinde, Vereinen und engagierten Bürger*innen. Der Freiwilligenagentur liegt eine Anfrage nach Poetry-Slams aus der Oberschule vor - sie ist die Basis des Projektes. Weitere Umfragen in der Gemeinde (z.B. Ortsbürgermeister, Vereinsmitgliedern und Aktionsteilnehmer:innen) ergaben folgende Ausgangslage: A): Geringe Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung für junge Menschen – vor allem zu kulturellen Themen. Resultat: Jugendliche und junge Familien unternehmen wenig in der Gemeinde, fahren nach Braunschweig oder Wolfsburg. Die jungen Menschen der verschiedenen Orte / Ortsteile unternehmen selten etwas zusammen. Das kann die Identifikation mit der Gemeinde vermindern. B): Die Gemeinde besteht aus acht verschiedenen kleinen Orten, die wenig miteinander vernetzt sind. Den Menschen fehlt etwas, was sie verbindet und zusammenbringt. C): Der soziale Brennpunkt in Lehre liegt am Ortsausgang am „Kampstüh“: In dem etwa 1 km östlich des Ortskerns (abseits) von Lehre gelegenen Anwesen, ist ein großer Teil der Geflüchteten der Gemeinde zu Hause. Am Ortsausgang wohnen dagegen u.a. Familien, die dem Thema „Einwanderung und Flüchtlinge“ skeptisch gegenüberstehen. Das birgt Konfliktpotential. D): Für eine Gemeinwesenarbeit wollen wir mehr Details über die Menschen in der Gemeinde erfahren und Wege finden, mehr Verständnis für einander zu entwickeln sowie das gemeinsame Engagement zu fördern. Wir suchen nach Angeboten, bei denen sich kreativ und niederschwellig mit den Wünschen und Sorgen der Bürger*innen vertraut gemacht wird und Lösungsvorschläge an die Politik der Gemeinde gerichtet werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lehre
Beschreibung
Die Gemeinde Lehre gehört seit der Gebietsreform 1972 Jahren mit seinen 8 Orten zum LK Helmstedt. Da sie aber räumlich weit weg von Helmstedt liegt (ca. 40 km), gab es immer wieder Streit um die Zugehörigkeit der Gemeinde. Einige wünschen eine Angliederung an Braunschweig, andere wollen von dem starken Wirtschaftsstandort Wolfsburg profitieren. Beide Städte liegen räumlich deutlich näher an Lehre als die Stadt Helmstedt - derzeit ruht
dieser Streit.
Einwohnerzahl
12135
Quelle / Anmerkungen
Quellen: Wikipedia / Rathaus Lehre
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es gibt immer mal Konflikte mit den Bewohnern des Kampstüh (Flüchtlinge), da es in der ländlichen Region einige Mitbürger:innen mit rechten Tendenzen gibt. Zur Gewalt hat es bislang zum Glück noch nicht geführt. Die meisten Geflüchteten der Gemeinde wohnen im Kampstüh (in Randlage - was auf einige ausgrenzend wirkt!). Quellen: Persönliche Befragung von Mitbürger:innen bei Veranstaltungen der Freiwilligenagentur und Mitarbeiter:innen im Rathaus / Wegweiser Kommune
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es gibt nur zwei Grundschulen und eine Oberschule. Andere weiterführende Schulen, wie z.B. ein Gymnasium und Ausbildungsmöglichkeiten fehlen in der ganzen Gemeinde. Die jungen Leute erfahren schon früh den Zwang zum Pendeln. Folge: Viele Jugendliche und junge Familien orientieren sich nach Braunschweig oder Wolfsburg - unternehmen dadurch wenig für und in der Gemeinde. Dabei könnte es auch zu einer "Überalterung" der Bevölkerung in der Gemeinde kommen. Quelle: Persönliche Befragung von Mitbürger:innen bei Veranstaltungen der Freiwilligenagentur und Mitarbeiter:innen im Rathaus / Wegweiser Kommune
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gemeinde_lehre_0.jpg
(28.63 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt werden die Kommunikation, Selbstorganisation und die gemeinsame Handlungsfähigkeit der Bevölkerung in der Gemeinde gestärkt. Damit dient es dem Empowerment der Menschen in der Gemeinde. Die Workshops (be)stärken die teilnehmenden Menschen darin, ihre Interessen zu formulieren. Die Poetry Slams als
öffentliche Veranstaltung sowie die Sammlung und Aufbereitung der Ergebnisse helfen dabei, diese Interessen an verantwortliche Stellen (Politik und Verwaltung) zu transportieren. Die Freiwilligenagentur wird ihre Stärken vor Ort nutzen: Im bestehenden Kulturprojekt mit der Gemeinde verfügt sie über Zugänge zu Multiplikatoren. Sie nutzt Ausstellungen (z.B. zum Thema "Demokratie"), die von einem Projekt aus Braunschweig begleitet werden, um auf den
Poetry-Slam aufmerksam zu machen. Sie gewinnt Ehrenamtliche aus verschiedenen Themenfeldern (Kultur, Bildung, Sport, Feuerwehr) und nutzt bestehende Kooperationen zu Vereinen und Initiativen. Die Bewohner:innen werden durch diese Netzwerke und Aktionen aktiviert und motiviert am Poetry-Slam teilzunehmen. Vorhandene Strukturen z. B. zu Theatergruppen werden genutzt. Die aus den Aktionen gewonnen Erkenntnisse werden für die Arbeit im Gemeinwesen genutzt. Im Vordergrund steht, die Menschen in verschiedenen Gemeindeorten und im sozialen Brennpunkt Kampstüh zusammen zu bringen. Sie alle nehmen an den Gemeindeprozessen rund um das Thema "Engagement" teil. Sie haben eine hohe Identifikation durch ihre Eigenbeteiligung.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Erfolgsrezept: Die Menschen nehmen an den Workshops und dem Poetry Slam teil. Hierbei können sie niederschwellig und mit Spaß ihre Wünsche an die Gemeinde vermitteln. Die Identifikation ist hoch, denn sie sind aktiv an den Prozessen beteiligt.
Kriterium
Beschreibung
Ein Erfolg ist, wenn die Nachbarschaften (Orte) mehr zusammenrücken und gemeinsam etwas veranstalten (hier: den Poetry Slam als Wettbewerb in den Orten) und wenn Bewohner des "Kampstüh" eingebunden werden (z.B. Geflüchtete)
Beschreibung
Von einem Erfolg sprechen wir, wenn Teilnehmer*innen und Teilnehmer aus den verschiedenen Orten und vor allem dem "Kampstüh" mitmachen und lernen, sich (künstlerisch / niederigschwellig) zu Wort melden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Ober-Schule (einzige weiterführende Schule) in der Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lokale / Regionale Presse (z.B. Helmstedter Nachrichten)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Willkommen in Lehre (Verein, der sich für die Geflüchteten einsetzt und über einen Laden an der Hauptstraße verfügt)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Zur Sicherung und Fortsetzung des Projektes ist es notwendig, dass eine hauptamtliche Ansprechperson (mit mind. einer Halbtagsstelle) vor Ort bleibt. Die Freiwilligenagentur wird, mit Hilfe der Kommune und / oder mit Multiplikatoren des Projektes, die Mittel dafür auftreiben. Diese können über lokale Ressourcen (z.B. Firmen oder Sponsoren im Projektgebiet, z.B. VW oder Zulieferer) bzw. über regionale Stiftungen (z.B. Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz) eingeworben werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bürgerhaus im Mittelpunkt - gute Nachbarschaft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Silke Gherbi-Opel
| Funktion | Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnungscafe
Projektbeschreibung
Mit dem Begegnungscafe möchte das Bürgerhaus Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen (Familien, Senioren, Alleinerziehende, Menschen mit Flucht- o. Migrationshintergrund, langzeitarbeitslose) zusammenbringen. Das Begegnungscafe möchte für eben diese Zielgruppe mit geringem Einkommen ein kostengünstiges, gesundes Mittagessen zur Verfügung stellen. Bestehende Strukturen, zu unterschiedlichen Vereinen, Gruppen, Schule, Flüchtlingshilfe sollen genutzt und ausgeweitet werden. Eine Zusammenarbeit mit der Speisekammer e.V. (ähnlich Tafel) wird angestrebt. Weiterhin will das Projekt die Vernetzungen der hiesigen Vereine u. Gruppen, wie die Fairtradegruppe anstreben, um auch den Aspekt des fairen Handels, Auswirkungen unseren Konsums auf das Klima zu berücksichtigen. Das Begegnungscafe soll mit ehrenamtlicher Unterstützung aufgebaut werden, Nutzer*innen haben langfristig die Perspektive in das Projekt eingebunden zu werden und es weiterzuentwickeln und mitzuarbeiten.
Laufzeit
2021-04-27 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Bürgerhaus ist im Mai 2020 fertiggestellt worden und liegt im Kernort Wardenburg. Wardenburg ist eine ländlich geprägte Gemeinde mit vielen kleinen Dörfern und einer unmittelbaren Nähe zu Oldenburg. Das Bürgerhaus versteht sich als ein offenes, barrierefreies Haus für alle Menschen aus der Gemeinde Wardenburg. Es ist eine soziokulturelle Einrichtung, ein Treffpunkt für Freizeitgestaltung, Beratung, Betreuung u. Bildung aller Altersgruppen der Gemeinde. Unser Haus bietet Veranstaltungen u. Projekte für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen. Aufgrund der Corona Pandemie konnte das Haus nur phasenweise öffnen. In den Öffnungsphasen wurde es von verschiedenen Gruppen ( Cafe Kinderwagen, Seniorentreff, offene Kinder- und Jugendarbeit; Beratungen usw.) sehr gut besucht. Die Nutzer*innen sind Menschen, die bereits in Vereinen, Gruppen, Verbänden organisiert sind. Sie sind fähig sich für Ihre Belange einzusetzen und nehmen teil am gesellschaftlichen Leben. Wenig bis gar nicht sind Menschen aus vulnerablen Gruppen repräsentiert oder nutzen die Angebote des Bürgerhauses. Die Angebote des Bürgerhauses sollten sich dahin entwickeln genau diese Menschen zu erreichen, Angebote sollten von ihnen selbständig entwickelt und gestaltet werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
Miteinander für Bredenbeck
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Kersten Prasuhn
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Das Miteinander in Bredenbeck soll sich für alle Bürger entwickeln, erweitern und erhalten.
Projektbeschreibung
Der 3200 Einwohner starke Ort Bredenbeck ist Teil der Gemeinde Wennigsen. In den letzten 8 Jahren hat im Ort ein downgrading-Prozess eingesetzt, unter dem die Infrastruktur und die Nahversorgung des Ortes sehr gelitten hat.
Es gab keinen Platz mehr, an dem man sich treffen konnte. Das gesamte Dorfleben, die Gemeinschaft und Identifikation mit Bredenbeck fiel auseinander.
Zwölf Einwohner trafen sich 2013 und begannen ein Projekt, das zunächst viele für unmöglich hielten. Sie gründeten einen Verein und hatten die Vision, für Bredenbeck wieder einen Ortsmittelpunkt zu schaffen. Eine alte Scheune, die mitten im Ort liegt, konnte gekauft werden. Es folgten viele Verhandlungen, in den letzten 3 Jahren ist unser Dorfgemeinschaftshaus entstanden. Über 9000 Std ehrenamtliche Arbeit!
Um die Dorfgemeinschaft mit ins Boot zu holen, wurden bei allen Versammlungen der Vereine, in Kindergarten und Schule Bedarfe ermittelt. So ist es gelungen, den Bau des DGH zu einem Gemein-schaftsprojekt von ganz Bredenbeck zu machen. Alle 15 Vereine sind dem Dorfgemeinschaftsverein beigetreten u. in einem Vereinsbeirat organisiert.
Jetzt wollen wir durch die persönliche Einladung jedes Einzelnen und die Veröffentlichung in verschiedenen Medien (Zeitung, soz. Medien, Newsletter) Menschen zu einer Auftaktveranstaltung motivieren, um Wünsche u. Ressourcen zu sammeln. Durch Vorstellen in den VHS Kursen u. im VHS-Programmheft werden weitere Teilnehmer gewonnen.
Der demografische Wandel macht es nötig, dass wir ein besonderes Augenmerk auf die ältere Generation haben. Die Einwohnerstruktur Bredenbecks lässt einen zweiten Schwerpunkt in den Single-Haushalten erkennen. Nach mehreren Umfragen haben wir aus diesen Gruppen Wünsche gesammelt, die wir in unseren Projektzielen umsetzen möchten. An erster Stelle stand der Wunsch nach Geselligkeit. Dann folgte der Wunsch für ein Netzwerk zur gegenseitigen Unterstützung.
Bei all diesen Projekten möchten wir in enger Kooperation mit der im DGH ansässigen VHS zusammenarbeiten. Ihre Erfahrungen im Bereich Bildung u. Qualifizierung kann sehr gut genutzt werden. Unsere Wünsche werden in den Kursen verwirklicht.
Die VHS als Träger einer zukünftigen Stelle, die Gemeinde Wennigsen, die Ortsbürgermeisterin, die ortsansässigern Vereine u. speziell die Mitglieder des DGV arbeiten hierfür eng zusammen.
All das soll auch in den Ort ausstrahlen und eine größere Solidarität aufbauen. Dafür brauchen wir die Unterstützung durch ein Quartiersmanagement.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In den letzten 8 Jahren hat in Bredenbeck ein downgrading-Prozess eingesetzt, unter dem die Infrastruktur und die Nahversorgung des Ortes sehr gelitten hat. So schlossen neben den restlichen drei verbleibenden Gaststätten auch das örtliche Reisebüro und einer von zwei Supermärkten. Es waren keine Treff- und Versammlungsräume in entsprechender Größe und Ausstattung mehr vorhanden.
Auch die Angebote des geselligen Zusammenseins wie der Frauen- und der Männerchor, die Treffen des DRK und die Kurse der VHS waren nicht mehr vorhanden. Theaterbühne und Kegelbahn wurden abgerissen. Besonders ältere Mitbürger und Alleinlebende vereinsamten.
Im Alltag ist gut zu beobachten, dass durch diese Entwicklungen das Gemeinschaftsgefühl aller im Ort sehr nachgelassen hat. So musste ein Bücherschrank wegen Vandalismus abgebaut werden und die Vemüllung des Ortes ist an vielen Stellen zu beobachten.
Problematisch in Bredenbeck ist die Überalterung. 32,6 % der Einwohner*innen sind über 60 Jahre alt. Die zweitgrößte Gruppe ist zwischen 50 und 60 Jahre alt, so dass die Überalterung in der Ortschaft auch zukünftig weiter stark ansteigt. Insgesamt leben 54% der Einwohner in Single-Haushalten. Hier drohen Anonymität und Vereinsamung.
Wir brauchen professionelle Strukturen, um speziell abgestimmte Angebote in Bredenbeck zu realisieren. Es müssen dringend Netzwerke aufgebaut werden: Versorgung, generationsübergreifende Kommunikation, Hilfe bei Reparaturen oder Gartenarbeiten, Sport u. vor allem Geselligkeit und Kultur.
Corona hat die Problemlage noch erheblich verschärft. Angebote des öffentlichen Lebens müssen wieder aufgebaut werden, um das Miteinander für Bredenbeck umzusetzen
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wennigsen Bredenbeck
Beschreibung
Eine sozio-demographische Analyse des Studenten Lukas Rethschulte von der Universität Bielefeld aus dem Jahr 2014, stellte in Bredenbeck neben einer starken Überalterung auch eine sehr hohe Single-Haushaltsquote von 54% (davon 91% ohne Kinder) fest. Das Durchschnittsalter beträgt 47,5 Jahre und die größte Altersklasse ist die Gruppe der 50 bis 65-jährigen mit einem Anteil 23,2%. Von diesen Personen sind nur 41% berufstätig, was im Umkehrschluss ein erhebliches ehrenamtliches Potential birgt. Die Überalterung in der Ortschaft ist zukünftig weiter stark ansteigend. Ein weiteres Ergebnis ist, dass es für die Altersgruppen der Familien und Senioren sowie insbesondere die alleinstehenden Einwohner, keine sozialen Treffpunkte, außer dem Dorfgemeinschaftshaus, gibt. Dies könne zukünftig zu einer drastischen sozialen Ausgrenzung führen und das selbstbestimmte Leben auch im höheren Alter damit gefährden. Durch das hohe ehrenamtliche Potential kann mit Hilfe eines Quartiersmanagements dieser Begegnungsraum gefüllt werden, Vernetzungsstrukturen aufbaut und autarke Interessengruppen gebildet werden. Die Überalterung des Gebietes ist unübersehbar. Das letzte Neubaugebiet in Bredenbeck wurde 2012 fertig gestellt. Junge Familien sind in der Zwischenzeit kaum zugezogen. Diese genauen Zahlen können im Moment für 2021nicht erhoben werden. (Datenschutz)
Einwohnerzahl
3200
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Wennigsen , Phillip Thiedau
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Die Daten des Projektgebietes stammen aus der Statistik der Gemeinde vom 29.01.2020, die Angaben der Gesamtstadt sind von Mai 2021 von der Gemeinde Wennigsen. Sonstige stellt der Anteil in der Bevölkerung im gesamten Bundesgebiet dar.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
map_openstreet_bredenbeck.jpg
(234.83 KB)
karte_verteilung-infrastrukt._bredenbeck.gif
(110.94 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem DGH bieten wir einen Raum, in dem sich Menschen begegnen können. Durch Beratungsangebote der Gemeinde, VHS Kurse und ein Restaurant gibt es die Möglichkeit, niederschwellig diesen Raum kennenzulernen. Durch persönliche Anschreiben in jedem Briefkasten wird zur Auftaktveranstaltung eingeladen. Dort werden die Wünsche und Ideen der Einwohner gesammelt und vernetzt, Selbstorganisation wird aufgebaut, Arbeitskreise entstehen. Alle Generationen können sich wiederfinden in speziellen VHS Kursen, Sport- und Kulturangeboten, was zu einem kollektiven Empowerment führt. Idealerweise entwickelt sich ein Modell, bei dem das Angebot der VHS von den Teilnehmern selbst bestimmt und eigenständig weiter geführt wird. Die VHS kann dabei wesentlich zur Vernetzung und Kooperation beitragen. Das Wirgefühl wird durch geselliges Beisammensein im Klöncafé gestärkt. Jeder kann seine Ressourcen einbringen (Kuchen backen, Liederzettel, Handarbeitsideen). Soziale Bindungen werden aufgebaut. Durch Gespräche, Aushänge, digitale Medien und Flyer werden Bewohner zu einem Stammtisch eingeladen. Durch dieses Begegnungs- und Austauschangebot wird das nachbarschaftliche Miteinander gestärkt. Die Ressourcen jedes/jeder einzelnen werden genutzt, vom Gurken einwecken zum Handy einrichten. Die Qualität der sozialen Beziehungen wird intensiviert. Besonders ältere Mitbewohner und Alleinlebende werden dadurch unterstützt, ihre eigenen Bedürfnisse zu äußern und ihre besonderen Fähigkeiten einzubringen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bredenbecker führen selbstständig ein Café, Spiel-, Näh- und Theaterabende durch. Eine eigenständige Gruppe organisiert eine Einkaufs- und Gartenhilfe für Senioren. Ressourcen werden genutzt. Gruppenleitungen sind gefunden und miteinander vernetzt.
Kriterium
Beschreibung
Alle Generationen engagieren sich, alt hilft jung - jung hilft alt, vom Kuchen backen zum Computerkurs. Die Gemeinschaft ist gewachsen und eine gegenseitige Akzeptanz gefestigt. Ehrenamtliche werden unterstützt, gefördert und wertgeschätzt.
Beschreibung
Ein Empowerment hat stattgefunden. Die Befragung der Bewohner wurde ausgewertet. Die Ressourcen wurden sichtbar gemacht und werden eingesetzt. Verschiedene Treffen finden statt. Für die positive Außendarstellung hat sich ein Gremium gebildet.
Kriterium
Beschreibung
Vielfältige Kooperationen zwischen der VHS, der Gemeinde, dem DGV und Vereinen, regelmäßige Treffen finden statt. Das DGH ist offen für alle. Die Medientechnik und der Saal werden von Gemeinde, VHS u. Sportkursen genutzt. Die VHS bietet spezielle Kurse an
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Wennigsen, Ortsbürgermeisterin Fr. Kügler, Frau Zunker Fachbereich Soziales.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Khoch3 (Verein für Kunst, Kultur, Kinder), Theater zwischen den Dörfern, Fotogruppe Bredenbeck, Second Star Big Band
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportgemeinschaft Bredenbeck-Holtensen, Handwerkerverein, Heimatverein, Dorfkino
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS Calenberger Land, Kindergarten, Grundschule, Bücherei.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schneiderin, Weberin, Steinmetz, Tischler, Drechsler, Musiker, Computerfachmann, Landwirt, Förster, (Nähkurse, Spieleabende, Tanzcafé, Lieder- und Literaturabende, Waldspaziergänge, Umwelt und Naturschutz)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportkurse zur Gesundheitsförderung (Sportverein) Physiotherapiepraxen, Pflegedienst, Einzelpersonen (Yoga, Walking, Seniorenturnen)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch die Raumanmietung der Gemeinde sind Sprechstunden und z. B. Rentenberatung langfristig gesichert. VHS-Kurse werden ebenfalls durchgeführt. Der DGV besteht. Durch das Projekt werden Strukturen und Methoden erlernt, Gremien gebildet, um Gruppen danach selbstständig weiterzuführen. Die Vermietung des Saals und weiterer Räumlichkeiten sowie regelmäßige Veranstaltungen, Mitgliederbeiträge, projektbezogenen Förderungen und Spenden sichern das finanzielle Bestehen des DGH und seiner Angebote.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
gemeinsamp1040559.jpg
(586.38 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bildung und Integration zur vielfältigen Unterstützung individueller Zukunftschancen von Menschen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Helmut Völker
| Funktion | Vorsitzender des Stiftungsvorstandes |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Das Ameling-Haus: Auch ein Bildungsort für ALLE!
Laufzeit
2021-04-22 00:00:00
5. Schwerpunkte
Gute Nachbarschaft - Jetzt WIR Zusammen!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sigrid Lemp
| Funktion | Fachbereichsleitung Arbeit, Familie und Soziales |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Jetzt WIR Zusammen - Qualität stärken im Quartier für Senioren, Geflüchtete, Zuwanderer und alle Familien
Projektbeschreibung
Für die Problem-Quartiere in der Gemeinde (Wiefelstede und Metjendorf) sollen im Projekt Konzepte entwickelt und realisiert werden, die folgende Problemsituationen systematisch angehen und in den Fokus von Politik und Gemeindeentwicklung rücken:
1. Demografische Herausforderungen und nicht ausreichende barrierefreie Wohnmöglichkeiten für Senioren mit/ohne Betreuung im Kernort Wiefelstede, Einsatz ambulanter Pflegedienste, zu wenig Nachbarschaftsdienste und Dienstleistungen für Senioren:
Hier soll in einem großen geplanten Baugebiet ein Wohnprojekt für/mit Senioren entwickelt und in der Umsetzung begleitet werden. Die Beteiligung einer Stiftung für Wohnen im Alter soll erfolgen. Gleichzeitig soll eine Kümmerer-Struktur aufgebaut werden.
2. Integration von Zugewanderten und Geflüchteten:
(Parallelgesellschaften, Effektivität aber Überforderung (ehrenamtlicher) Flüchtlingshelfer/-paten), Flucht in Drogenkonsum, wenig Integration in das Vereins- und Gemeinwesen, zu wenig Mietwohnraum.
Für das o.g. Baugebiet soll bezahlbarer Mietwohnungsbau initiiert werden, die ehrenamtlichen Paten sollen stärker in ihren Bemühungen unterstützt und begleitet werden.
3.soziale Integration von Menschen und Familien an der Armutsgrenze/mit Transferbezug:
Schaffung von Mietwohnraum, Integration ins dörfliche Vereinsleben, Stärkung der Beratungsstrukturen im Netzwerk hinsichtlich familienpolitischer Leistungen, Kinderbetreuung etc.
4.Stärkung des Gemeinwesens und Integration von Neubürgern in die Dorfgemeinschaft im Quartier Metjendorf: Initiierung von Nachbarschaften und Zugehörigkeitsgefühl zum Wohnquartier.
Aufbau mehr gesellschaftlicher Teilhabe/Nachbarschaft in einer aktiven GWA mit Beteiligungsstrukturen, die Problemlagen der Bewohner sollen aufgegriffen und bearbeitet werden. Ziel ist die Identitätsfindung im Quartier und die Integration der vielen Neubürger. Hierzu soll vor allem die Zusammenarbeit mit Vereinen, aber auch Grundschule und KiTas forciert werden. Das Mehrgenerationenhaus soll zur Kümmerer-Station der Bürger werden.
Um größere Effektivität der bisherigen Bemühungen in der GWA zu erlangen bzw. die Probleme greifbar zu lösen, soll eine bessere Koordinierung der vorhandenen Einrichtungen und Maßnahmen sozialer Arbeit in der Kommune und mit Netzwerkpartnern in den Fokus der kommunalen Bemühungen gesetzt werden.
Aktiv sollen durch Netzwerkarbeit einbezogen werden:
Familienservicebüro
Flüchtlingshelfer
Mehrgenerationenhaus in Metjendorf
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wiefelstede ist eine ländlich geprägte Flächengemeinde (ca.106 qkm) mit zwei Kernortzentren, die 10 km voneinander entfernt sind. Diese Kernorte, Wiefelstede und Metjendorf (zusammen mit den direkt anlegenden Bauerschaften Heidkamp und Ofenerfeld) haben unterschiedliche Problemlagen.
Beide Kernort-Quartiere sind geprägt durch Einfamilienhäuser und Doppelhäuser im Eigentum der Bewohner und der demografische Wandel ist deutlich wahrzunehmen. Auf die steigende Alterung der Bevölkerung ist die soziale Gemeinschaft und die Infrastruktur vor allem im Kernort Wiefelstede nicht ausreichend vorbereitet. Seniorengerechte Wohnungen und bezahlbare (Miet)-Wohnungen sind nicht in ausreichender Anzahl vorhanden, Zudem ist die Integration von sozial schwächeren Familien durch die vorhandene Wohnraumstruktur schwierig, so auch besonders die Integration von Migranten- und Flüchtlingsfamilien, die seit 2015 vor allem im Kernort Wiefelstede aufgenommen wurden. Einzelne Vermieter nutzen die Situation, heruntergekommene Wohnungen überteuert zu vermieten. Die Bildung von Parallel-Gesellschaften ist zu befürchten, die "Ersatzwelt Drogen" wird vermehrt zum Problem.
Im südl. Gemeindequartier Metjendorf, das direkt an die Großstadtgrenze von Oldenburg grenzt, gibt es eine starke Durchmischung der bisherigen Bevölkerung durch Zuzug von Auswärtigen. Werden Häuser durch Sterbefälle der Bewohner frei, werden sie hochpreisig an Höchstbietende, die aus der Stadt Oldenburg kommen, verkauft oder vermietet. Die bisherige Kultur der ländlichen Dorfgemeinschaft und des solidarischen Miteinanders leidet und wird immer weniger lebendig gelebt, für viele ist der eigentliche Wohnort nur die Schlafstadt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wiefelstede Kernort
Beschreibung
Das Projektgebiet umfaßt über eine
Fläche von ca. 4,3 qkm die
Bauerschaften Wiefelstede 1,
Wiefelstede 2 und Wiefelstede 3.
Diese Bauerschaften im Zentrum der
ländlich geprägten Gemeinde waren
ursprünglich der Kern der Gemeinde
und hier ist auch jetzt noch das
Rathaus und die einzige Kirche der
Kommune. Das Quartier ist geprägt
von Einfamilienhäusern und
Doppelhäusern (letzteres in den
neueren Baugebieten), die von den
Eigentümern zumeist selbst genutzt
sind. Mietwohnungsbau ist nur in
sehr geringem Ausmaß zu finden.
Direkt an das Quartier grenzen in
allen Ortsrichtungen
landwirtschaftliche Flächen. Die
Versorgung mit Lebensmitteln aller
Art kann direkt im Quartier erfolgen,
Fachgeschäfte für andere Bedarfe
sind nur sehr begrenzt oder gar nicht
vorhanden. OPNV ist nur begrenzt
nutzbar. In diesem Quartier sind die
meisten Zuwanderer (fast 200
Personen) der Gemeinde
wohnhaft/untergebracht, die seit
dem Flüchtlingszustrom 2015/2016
zugewiesen wurden.
Einwohnerzahl
5352
Quelle / Anmerkungen
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachdienst Soziale Hilfen Gemeinde Wiefelstede
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachdienst Soziale Hilfen Gemeinde Wiefelstede
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
bauerschaften_wiefelstede1.jpg
(869.8 KB)
wiefelstede_google_maps.jpg
(162.24 KB)
Gebiet-Name
Wiefelstede Bauerschaften Metjendorf, Heidkamp, Ofenerfeld
Beschreibung
Dieses Quartier grenzt in einer
Fläche von ca. 3 qkm südlich und
östlich direkt an die Großstadt
Oldenburg, viele der Bewohner
arbeiten auch dort und sind sich
nicht bewusst, dass sie nicht in
Oldenburg, sondern in der dörflichen Gemeinde
Wiefelstede wohnen. Das Gebiet gilt
als Speckgürtel der Stadt Oldenburg.
In nördlicher und westlicher Richtung
grenzen an das Projektgebiet
ausgedehnt landwirtschaftliche
Flächen. Das Projektgebiet ist
geprägt von Einfamilien- oder
Doppelhäusern, die im Eigentum der
Bewohner stehen. In einigen
Straßenzügen im Quartier überwiegt
die ältere Bevölkerung ab 75 Jahren,
dort sind die Einfamilienhäuser alle
vor ca. 50 Jahren erbaut worden.
Aufgrund der Überalterung kommt es
hier vermehrt zu Verkäufen des
Wohnraums. Insofern gibt es eine
starke Durchmischung der ehemals
eher dörflichen Bewohnerstruktur. In
den letzten Jahren sind zudem neue
Baugebiete erschlossen worden, die
inzwischen fast fertiggestellt sind
und in denen es auch etliche Zuzüge
aus der benachbarten Großstadt
gibt. Die Infrastruktur, KiTas und
Schule sind entsprechend angepasst
worden. Der ÖPNV ist der Stadt
Oldenburg angepasst und
ausreichend. Mietwohnungen sind
nur sehr begrenzt vorhanden und
decken den Bedarf nicht, da auch
hier die Bürger aus Oldenburg
zugreifen.
Einwohnerzahl
6492
Quelle / Anmerkungen
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachdienst Soziale Hilfen Gemeinde Wiefelstede
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
metjendorf_google_maps.jpg
(277.53 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Alle Probleme und Besonderheiten, die die soziale Lebensqualität der Bewohner im Quartier mindern, sollen ganzheitlich in ihrer Ursache gesehen und angegangen werden. Für dieses Ziel sollen vorhandene kommunale professionelle Ressourcen wie Familienservicebüro (besetzt mit 20 WoSt.), Flüchtlingshelfer (39 WoSt.) u. Mehrgenerationenhaus (hauptamtlich 49,5 WoSt.) effektiver genutzt und als "Kümmererstationen" eingesetzt werden. Gleichzeitig soll die Werbung für das Ehrenamt im sozialen Bereich forciert werden. Daneben wurden in der Politik weitere wesentliche Akzente gesetzt. Es gibt ein Seniorenpolitisches Konzept sowie ein Bekenntnis zum Mehrgenerationenhaus und dessen Arbeit. Alle genannten Voraussetzungen sollen für GWA effektiver genutzt werden. In einem Projektteam von 3 in der Kommune erfahrenen Mitarbeitern, welche mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Aktionsbereichen agieren können, sollen ergebnisorientiert die Problemlagen analysiert, dargestellt und partizipativ mit Akteuren, Bewohnern und kommunalen Gremien angegangen werden. MA 1/Projektleitung - Fachbereichsleitung Arbeit, Familie u. Soziales: Struktur und Koordination der GWA mit den vorhandenen kommunalen Ressourcen, Arbeit in politischen Gremien, Wohnraumentwicklung in den Quartieren. MA 2/Päd. Leitung: Mitarbeiter im Mehrgenerationenhaus, Vernetzung mit Vereinen u. Akteuren, Integration, Veranstaltungen MA 3/Projektmitarbeiter: Seniorenwohnprojekte, Freiwilligendienste, Nachbarschaftshilfe,
Methoden:
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ist erreicht, wenn die Kooperationen und Netzwerkarbeit alle Personen in den Quartieren erreichen, die Zuständigkeiten und die Kooperationsmodalitäten abgeklärt und ein Mehrwert wie z.B. Erhöhung der Angebotsvielfalt etc. vorhanden ist.
Kriterium
Beschreibung
Ist erreicht, wenn unterschiedliche Menschen (evtl. mit verschiedenen Herkunftsgeschichten) in den Quartieren zueinander finden, sich austauschen und eigeninitiativ oder mit ehren- oder hauptamtlicher Hilfe Aktivitäten entwickeln.
Beschreibung
Ist erreicht, wenn die Wohn- , Hilfs-, und Beratungsbedarfe der Menschen im Quartier (möglichst mit Partizipation der Bewohner) verbessert werden und die Veränderungen das soziale Miteinander verbessern.
Kriterium
Beschreibung
Ist erreicht, wenn es gelingt, dass verschiedene Akteure im Quartier offen ihre Angebote für verschiedene Zielgruppen wie Einheimische, Zugewanderte, Migranten und Senioren planen , möglichst unter Einbeziehung von Multiplikatoren dieser Gruppen.
Beschreibung
Ist erreicht, wenn aus Anfragen und Anregungen von Menschen in Sprechstunden und Kümmererstationen in den Kontakten und in der Kommunikation eine Ermutigung und Stärkung erreicht wird, selber für Verbesserungen im Quartier aktiv zu werden
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachausschuss für Generationen und Soziales der Gemeinde Wiefelstede
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diakoniestation Wiefelstede / Metjendorf (Ambulante Pflege)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Familienservicebüro, Flüchtlingshilfe, Seniorenberatung, Mehrgenerationenhaus , kommunale Arbeitskreise und Gremien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
kvhs Ammerland g GmbH (Maßnahmen KOLA, KOLA+ und weitere)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis Kinder, Jugendliche und Familien in Wiefelstede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Ammerland. e.V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch das Projekt "Gute Nachbarschaft - Jetzt WIR Zusammen!" wird in zwei großen
Quartieren in der Gemeinde konsequent der Focus auf den Aufbau einer vernetzten
problemlösenden GWA gelegt. Ein beständiger Meilenstein ist das Wohnprojekt. Als Grundlage sind bereits kommunal finanzierte Einrichtungen der Sozialen Arbeit vorhanden.
Durch starke Vernetzung und die Entwicklung neuer Strukturen und Maßnahmen im Team
wird eine effektive GWA geschaffen, die nach Projektende kommunal Fakt bleibt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Lebendige Dorftreffpunkte in der Samtgemeinde Neuenkirchen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ruth Klaus-Karwisch
| Funktion | Fachbereichsleitung Familien, Bildung und Ehrenamt |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Projektbeschreibung
Die SG Neuenkirchen muss sich den demographischen Veränderungen und damit auch den gesellschaftlichen u. urbanen Veränderungsprozessen stellen. Zum Erhalt und zur Verbesser-ung der Lebensqualität vor Ort sind bürgerschaftliches Engagement und zivilgesellschaftliche Strukturen unverzichtbar. Durch lebendige Treff-punkte in allen Gemeinden soll eine nachhaltige Verbesserung Infrastruktur vor Ort und wichtige Kristal-lisationspunkte des gesellschaftlichen Lebens entstehen. In Merzen ein Jugend- u. Dorftreffpunkt an der Schule, in Neuenkirchen soll 2021/22 der Dorftreff Beim Alten Haarmeyer und in Voltlage entsteht zurzeit der erste Dorftreffpunkt die Dorfküche. Die Projekte in Neuenkirchen und Voltlage werden im Rahmen der ZILE Förderung- soziale Dorfentwicklung bezuschusst. Die Treffpunkte sollen zukünftige folgende Funktonen für die Dorfgemeinschaft einnehmen: Treffpunkt für Alle Bürger/innen, Organisation und Durchführung von Kultur-, Informations- und Begegnungsangebote, Jugend- und Seniorenarbeit, Raum für Vereinsarbeit und Treffpunkt der Ehrenamtlichen vor Ort, Integrations- und Migrationsarbeit vor Ort, Begegnungs- und Austauschmöglich-keiten für Ehrenamtliche und Angebote der Freiwilligen Agentur der Samtgemeinde Neuenkirchen. Durch die Treffpunkte werden offene Begegnungsstätte geschaffen, die zum Dialog einladen und zur Stärkung der Dorfgemeinschaft führen. Diese Treffpunkte unterstützt dadurch nicht nur die Ziele der Sozialen Dorfent-wicklung, sondern auch die im Audit familiengerechte Kommune. In den Bürgerbeteiligungsformaten wurde deutlich, dass:
- ein starker Bedarf an Beratungs- u.Unterstützungsangebot in unterschiedlichen Lebenslagen u. Altersgruppen fehlt
-Struktur der Dorfgemeinschaften hat sich verändert ( Überalterung, fehlende Integration von „Neubürger*innen und Vereinsamung
- Die Kompetenzen zur Erkennung von Problemlagen/Bedarfen und Hilfe zur Selbsthilfe fehlen.
Im Rahmen der Gemeinwesenarbeit, soll eine hauptamtliche Person, zur Koordination und Belebung der „lebendige Treffpunkte“ einsetzen werden. Aufgabe ist der Aufbau der Treffpunkte, die Bündelung /Vernetzung bereits vorhandenen Strukturen und Angebote, Lotsenaufgabe, Bedarfsermittlung sowie Stärkung der ausgebildeten Dorfmoderatoren. Durch den Prozess der Gemeinwesenarbeit soll der soziale Zusammenhalt aller Bewohner-gruppen gefördert, die soziale Teilhabe aller ermöglicht, die soziale Infrastruktur insgesamt verbessert werden und Selbsthilfepotenziale gefördert werden
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
IIn der SG Neuenkirchen haben sich keine Dorfgemeinschaften gebildet. Die Altein-gesessenen, die Aussiedler und Menschen mit Fluchterfahrung bleiben unter sich. Eine wirkliche Integration ist bisher nicht gelungen. Zusätzlich steht die SG Neuenkirchen steht vor der Herausforderung einer überalternden Bevölkerung. Mehr-generationenfamilienstrukturen, gibt es aufgrund des Fortzuges von jüngeren Menschen, selten. Alte, allein-stehende Menschen leben isoliert. Die Einsamkeit und der Hilfebedarf der Bürger/innen (soziale Kontakte, Mangelernährung, Sicherung d. Versorgung und Unterstützungsangebote) steigt stetig. Vor Ort werde deshalb Angebote benötigt die das soziale Miteinander stärken. Bisher hat die SG Neuenkirchen lediglich langfristige, ortsnahe Unterstützungsstrukturen aufgebaut. Es wurden ehrenamtliche Helfer- und Unterstützerstrukturen für alle Bürger*innen die Kleinen Hilfen“ gegründet. Zur Unterstützung des Ehrenamtes gibt eine Freiwilligen-agentur und über die soziale Dorfentwicklung wurden Dorfmoderatoren ausgebildet. Es gibt zahlreiche Beratungs- u. Dienstleistungsangebote in der“ Drehscheibe“. Diese Infrastruktur unterstützt Bürger, stärkt aber nicht die Dorfgemeinschaft in sich. Zukünftiges Ziel ist es, langfristig die Dorfgemeinschaften zu stärken. Sie soll befähigt werden Probleme vor Ort zu erkennen und Selbstheilungspotenziale gezielt einzusetzen. Bürger sollen Verantwortung für sich und für andere übernehmen. Der Schwerpunkt des Projektes liegt in der Koordinierung u. Vernetzung der vorhandenen Ressourcen, Etablierung von Beteiligungsmöglichkeiten, Aktivierung der Selbstorganisationspotentiale sowie Selbsthilfepotenziale in den Mitgliedsgemeinden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Neuenkirchen
Beschreibung
Die Samtgemeinde Neuenkirchen liegt im südwestlichen Niedersachsen im Nordteil des Landkreises Osnabrück und ist somit Teil der Region Weser-Ems. Sie besteht aus den Mitgliedsgemeinden Merzen, Neuenkirchen und Voltlage. Die Samtgemeinde Neuenkirchen ist ein sehr ländlich gelegener Ort mit ca. Fläche: 152,81 km² Fläche. Sie ist die am dünnsten besiedelte Gemeinde im ländlich strukturieren Landkreis Osnabrück und liegt mit 68 Einwohnern je Quadratkilometer weit unter dem niedersächsischen Landesdurchschnitt von 163 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Samtgemeinde verfügt über einen typischen dörflichen Charakter und steht beispielhaft für viele Kommunen im wirtschaftlich starken nord-westlichen Niedersachsens.
In Samtgemeindeverwaltung soll eine hauptamtliche Stelle zur Entwicklung des Gemeinwesens entstehen. In jeder Mitgliedsgemeinde sollen lebendige Dorftreffpunkt für die Dorfgemeinschaften entstehen. Jede einzelne Dorfgemeinschaft soll gestärkt werden. Es soll ein „Kirchtumdenken“ gefördert werden. Aber wo Synergien zwischen den Gemeinden hilfreich sind, soll die Gemeinschaft der Samtgemeinde Neuenkirchen auch funktionieren.
Das Projektgebiet liegt im Programmgebiet „Soziale Stadt“: nein
Einwohnerzahl
10687
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeabteilung SG Neuenkirchen Stand 04/2021
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklungsdaten Referat S Landkreis OS
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklungsdaten Referat S Landkreis OS
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklungsdaten Referat S Landkreis OS
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ww.wegweiser-kommune.de/statistik/neuenkirchen-os+soziale-lage+2016-2018+tabelle
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ww.wegweiser-kommune.de/statistik/neuenkirchen-os+soziale-lage+2016-2018+tabelle
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ww.wegweiser-kommune.de/statistik/neuenkirchen-os+soziale-lage+2016-2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ww.wegweiser-kommune.de/statistik/neuenkirchen-os+soziale-lage+2016-2018+tabelle
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
samtgemeinde_neuenkirchen_2020-08-03.pdf
(175.94 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Samtgemeinde Neuenkirchen wird in ihren Mitgliedsgemeinden lebendige Dorftreffpunkt in den jeweiligen Gemeindezentren baulich errichten. Es bestehen bereits vielfältige u.a. Beratungs- und Dienstleistungsangebote, ein Fahrdienst für Bürger*innen und eine FreiwilligenAgenturen. Die Politik und Verwaltung hat Beteiliungsformate wie das Audit familiengerechte Kommune und die sozialen Dorfentwicklung durchgeführt. Es wurden Dorfmoderatoren ausgebildet, die soziale Kleinstprojekte betreuen und als Ansprechpartner vor Ort für die zur Verfügung stehen. Bisher wurden alle Maßnahmen von der Politik und Verwaltung angeregt und gesteuert. Langfristig sollen Bedingungen geschaffen werden, die dazu führen, dass sich Bürger*innen für Ihre Belangen vor Ort einsetzen und das vorhandene Know-How z.B. der Ehrenamtlichen Helferkreise und der Dorfmoderatoren nutzen bzw. auf/ausbauen.
Im Gesamtprozess braucht es eine hauptamtliche Koordination zur Planung, Steuerung und Unterstützung für eine etablierte Praxis von Gemeinwesenarbeit. Durch eine professionelle Gemeinwesenarbeit soll die vorhandenen Strukturen/ Angebote (s.o) bekannter und ein lebendiges Zusammenleben vor Ort in den Mitgliedsgemeinden angeregt, die Anliegen von Bürger*innen noch stärker aufgegriffen und ihr Engagement und die gemeinschaftlichen Aktivitäten in den Mitgliedsgemeinden in den Dorftreffpunkten gefördert werden. Hilfe zur Selbsthilfe steht im Fokus, kollektives Empowerment soll erreicht werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bürger*innen die lebendigen Treffpunkte nutzen und mit Leben füllen. Eigene Aktionen, Veranstaltungen,gemeinsame Aktivitäten die der Gemeinschaft dienen. Die Gemeinschaft erkennt die Belange des Ortes und versucht gemeinsam Lösungen/Ideen umzusetzen.
Beschreibung
Potenziale der Vereine, Verbände und Ehrenamtlichen sind bekannt und werden für die Gemeinschaft vor Ort gewinnbringend eingesetzt und ggfs. ausgebaut.
Kriterium
Beschreibung
Bürger*innen nutzen die Treffpunkte als Anlaufstelle. Aktivitäten vor Ort werden selbst organisiert und umgesetzt. Es haben sich verlässliche Strukturen für Aktive Bürger*innen zur Organisation vor Ort gebildet. für
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Sport-, Heimatverein, Landfrauen und - jugend, Triebwerk e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Osanbrück -Senioren und Pflegeberatung, FreiwilligenAgentur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschulen vor Ort und die Oberschule der Samtgemeinde, VHS, Musikschule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bestehende Ehrenamtskreis aus sozialer Dorfentwicklung, Seniorenarbeit, Jugendteam, Dorfmoderatoren, Mitglieder der GgmbH "Beim alten Haarmeyer"
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Vor Ort werden derzeit baulich die Treffpunkt errichtet. Mit Hilfe der Koordinierungsstelle soll nachhaltige Beteiligungsformate und Ehrenamtsstrukturen vor Ort aufgebaut werden. Die laufenden Kosten für die Treffpunkte werden langfristig von der SG Neuenkirchen getragen. Die Arbeit der FreiwilligenAgentur ist bereits langfristig im Stellenplan der SG Neuenkirchen etabliert. Die Politik muss im Laufe des Projektes entscheiden, ob Sie für die GWA Arbeit eine Planstelle schaffen wird.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On