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Sozialpädagogische Beratung und Begleitung

Gemeinsam in Norden

Ansprechpartner
Frank Martens
Funktion Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe
Gemeinwesenarbeit und Integration in Quartieren der Stadt Norden
Projektbeschreibung
Das vorliegende Projektvorhaben setzt in zwei Gebieten der Stadt Norden an. Es handelt sich daher um zwei Teilprojekte, die durch übergeordnete Strukturen miteinander verbunden sind. Innerhalb der definierten Gebiete gibt es eine gemischte Bewohnerstruktur mit vielen neuzugewanderten Personen sowie Personen, die von Transferleistungen abhängig sind. Ein Gemeinschaftsgefühl konnte bisher in den Gebieten nicht entstehen. Daher wird durch das Projekt eine Anlaufstelle geschaffen. Dort ist Begegnung möglich und es können von Bewohner/innen gewünschte Beratungs- oder andere Angebote stattfinden. Es werden zwei Gemeinwesenarbeiter/innen eingesetzt, in den Quartieren Südwesten und Tidofeld. Es ist geplant, dass die Gemeinwesenarbeiter/innen sich mit den Strukturen vor Ort auskennen und durch ihre Anbindung an den Landkreis mit Ämtern und anderen Akteuren gut vernetzt sind. Die Gemeinwesenarbeiter/innen gestalten ihre Arbeit offen für die Bedürfnisse der Bewohner/innen und bieten Hilfe zur Selbsthilfe an. Gemeinsam wird ein Weg erarbeitet, das Leben im Gemeinwesen zu verbessern. Die Bewohner/innen werden ermutigt sich in ihrer Nachbarschaft einzubringen. Neben der Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten und der Ansprache der einzelnen Bewohner/innen bezüglich ihrer Verbesserungsvorschläge, ist das Netzwerk mit allen Akteuren, die die Arbeit im Quartier unterstützen können, eine wichtige Säule innerhalb des Projektes. Die Gemeinwesenarbeiter/innen eröffnen Möglichkeiten für eigenes Engagement der Menschen in den beiden Gebieten. Eine weitere Grundlage für die Verbesserung des Zusammenlebens im Quartier ist die Ermutigung zur Teilnahme an Freizeit- und kulturellen Angeboten sowie non-formalen Bildungsangeboten. Personen, die in bestehende Angebote integriert sind, fällt es leichter die deutsche Sprache zu erlernen und über das direkte Umfeld hinaus Menschen kennenzulernen. Durch die gemeinsame Teilnahme wird die Akzeptanz gefördert und es entstehen Brücken für die gesamtgesellschaftliche Teilhabe. Bereits heute arbeitet die Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung in verschiedenen Projekten mit der Hochschule Emden zusammen. Für das vorliegende Projekt ist eine wissenschaftliche Begleitung durch die HS Emden geplant.
Ausgangslage
Der Landkreis Aurich hat seit 2015 ein Netzwerk zur Integrationsarbeit etabliert. Bisher ist es jedoch nicht gelungen, alle Neuzugewanderten sowie weitere Personen mit und ohne Migrationshintergrund, die Unterstützung benötigen, zu erreichen. Es wird immer deutlicher, dass die Integrationsarbeit nicht losgelöst von Maßnahmen betrachtet werden kann, die im Gemeinwesen ansetzen. Es konnten innerhalb des Landkreises verschiedene Gebiete identifiziert werden, die stark von Flüchtlingszuzug betroffen sind. Zu diesen Gebieten gehören zwei Quartiere in der Stadt Norden. In diesen Bereichen lebt gleichzeitig ein hoher Anteil von Leistungsempfänger/innen. Beide Quartiere sind einerseits geprägt durch Straßen mit Wohnblocks, in denen sich ausländische und sozial benachteiligte Menschen ansiedeln. Wegen günstiger Mieten und der zentralen Lage in der Mittelstadt Norden ziehen weiterhin neuzugewanderte Menschen in die Wohnblocks der Quartiere. Die ausländischen Bewohner/innen sind teilweise bereits gut miteinander vernetzt, nehmen aber keinen Kontakt zu Einheimischen auf. Die Wohnblocks grenzen andererseits an Straßen mit Einfamilienhäusern, die größtenteils von Alteingesessenen bewohnt werden. Das Nebeneinander ohne Miteinander birgt großes Konfliktpotential. Bisherige Angebote und Initiativen wenden sich an spezielle Gruppen und lassen keine Brücken zwischen den Bevölkerungsteilen entstehen. Außerdem sind Angebote oft nicht ausreichend bekannt. Es fehlt eine Stelle, die die Angebote besser miteinander vernetzt. Außerdem gibt es keinen Treffpunkt innerhalb des Quartiers, der die Anonymität der Stadt aufhebt und die verschiedenen Bevölkerungsgruppen einander näherbringt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Norden Südwest
Beschreibung
Norden Südwest: das Gebiet Norden Südwest umfasst Teile der Norder Stadtteile Westlintel, Westgaste sowie Fremouthswarf. Das Gebiet gruppiert sich hauptsächlich um die Straße Warfenweg und direkt angrenzende Straßen, in denen die Konzentration von leistungsberechtigten und ausländischen Bewohner/innen besonders hoch ist. Auch in anderen Straßen des Gebietes zeigen sich ähnliche Zusammensetzungen, sodass das Gebiet bewusst gewählt wurde. Es wird im Nordosten durch die Norddeicher Straße, im Südosten durch die Alleestraße bzw. die Westerstraße, im Südwesten durch den Westlinteler Weg und im Südwesten durch den Stadtrand eingegrenzt. Die Fläche beträgt 1655888 m², bzw. 165,59 ha.
Einwohnerzahl
4993
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Das Projektgebiet beinhaltet Straßen mit einem Ausländer/innenanteil von über 50% (Warfenweg 51,5%), Sonstige: Prozentanteil im gesamten Landkreis Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Es handelt sich um die Zahlen der ALG II - Empfänger/innen, ALG I - Empfänger/innen wurden nicht erfasst. Sonstige: ALG II - Empfänger/innen im Landkreis Aurich gesamt, Quelle: Jobcenter Landkreis Aurich, Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Das Projektgebiet beinhalten Straßen mit über 30% Einwohner/innen, die Transferleistungen beziehen (Bremer Str. 73,7%, Gerhart-Hauptmann-Str. 74,6%, Funkweg 34,1%, Hamburger Str. 59,8%, Mühlenlohne 34,8%, Warfenweg 60,8%). Sonstige: Empfänger von Transferleistungen im Landkreis Aurich insgesamt, Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Jobcenter Landkreis Aurich, Sozialamt Landkreis Aurich, Landkreis Aurich
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Stadtteil Tidofeld
Beschreibung
Das Gebiet umfasst den Stadtteil Tidofeld insgesamt, Fläche: 125202 m², 22,5 ha.
Einwohnerzahl
608
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
In dem Gebiet liegt die Rheinstraße mit einem Ausländeranteil von 18,2%, Sonstige: Ausländer/innen im Landkreis Aurich insgesamt, Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Es handelt sich um die Zahlen der ALG II - Empfänger, ALG I - Empfänger wurden nicht erfasst. Sonstige: ALG II-Empfänger im Landkreis Aurich insgesamt, Quelle: Jobcenter Landkreis Aurich, Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
In dem Projektgebiet liegt die Rheinstraße mit einem Anteil Einwohner/innen, die Transferleistungen beziehen von 45%. Sonstige: Einwohner/innen, die Transferleistungen beziehen im Landkreis Aurich insgesamt Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Jobcenter Landkreis Aurich, Sozialamt Landkreis Aurich, Landkreis Aurich
Unterlagen zum Gebiet
tidofeld.png (492.65 KB)
GWA/QM-Ansatz
Bisher gibt es keinen ganzheitlichen Ansatz in der Stadt Norden. Die Ämter und Institutionen arbeiten ressort- bzw. rechtskreis- und nicht gemeinwesenorientiert. Die Gemeinwesenarbeiter/innen werden die verschiedenen Bereiche zusammenbringen. Gleichzeitig sollen die verschiedenen Angebote auch allen Bewohner/innen der Quartiere offenstehen, sodass sie die Angebote bei Bedarf in Anspruch nehmen können. Dafür wird ein Begegnungszentrum geschaffen. Es werden noch passende Räumlichkeiten gesucht. Nicht nur Ämter können in diesen Räumen Angebote machen. Auch Vereine und Initiativen können die Räume nutzen und ihre Angebote den Menschen vor Ort leichter näherbringen. Das Begegnungszentrum steht allen Menschen offen, sodass durch gemeinsame Veranstaltungen dort Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Alters und Geschlechts zusammenkommen. Dadurch entsteht ein Miteinander, welches mittelfristig sozialen Konflikten vorbeugen kann und damit auch eine präventive Funktion hat. Um Interessen zu erkennen und das Begegnungszentrum bekannt zu machen, ist die Aktivierung und persönliche Ansprache der Quartiersbewohner/innen eine der wichtigsten Aufgaben der Gemeinwesenarbeiter/innen. Unabhängig von spezifischen Fragestellungen werden Themen, Interessen und Neigungen ermittelt, die das Zusammenleben verbessern und die Gemeinschaft stärken können.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Arbeit mit den Bewohner/innen erfolgt auf Augenhöhe. Die Wünsche und Bedürfnisse der Personen stehen im Zentrum.
Beschreibung
Einrichtungen wie Vereine und Bildungsträger in der Stadt Norden werden gezielt angesprochen. So kann bei vorhandenem Interesse eine Übersicht über die Angebote gegeben und neue Angebote geschaffen werden. Die Menschen werden an die Angebote herangeführt.
Beschreibung
Das Ziel ist es nicht wie bisher bezogen auf einen bestimmten Rechtskreis oder eine bestimmte Zielgruppe zu arbeiten, sondern ein übergreifendes Netzwerk für die Quartiere zu schaffen.
Beschreibung
Der Landkreis arbeitet bereits jetzt mit etablierten Netzwerken und Kooperationen. Im Laufe des Projektes entstehen quartiersbezogene Netzwerke durch gemeinsame Ziele und Interessen.
Beschreibung
Es werden alle Menschen innerhalb der Quartiere einbezogen, unabhängig davon, ob sie neuzugewandert, alteingesessen, Leistungsempfänger oder Nicht-Leistungsempfänger sind. Es entstehen Brücken zwischen den verschiedenen Gruppen und zu den Institutionen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Leinerstift e.V., Deutscher Kinderschutzbund, AWO, Behindertenhilfe Norden, (Migrations-) Beratungsstellen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ulrichsgymnasium Norden, Oberschule Norden, Grundschule im Spiet Norden, KVHS Norden, weitere Bildungsträger
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
PSV Norden e.V., Norder Turnverein von 1861
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung Landkreis Aurich, Stadt Norden, Sozialamt, Jobcenter, Schulamt und Amt für Kinder, Jugend und Familie vom Landkreis Aurich
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gesellschaftliche Teilhabe fördern in Bremervörde

Ansprechpartner
Petra Janssen
Funktion 1. Vorsitzende
Räume für Begegnung, Beratung und Unterstützung schaffen
Projektbeschreibung
Das PaNaMa Familienzentrum steht in Bremervörde und Umgebung seit 10 Jahren für die Gestaltung von Begegnungsräumen zur Unterstützung von Familien, insbesondere mit Kindern in den ersten entscheidenden Lebens- und Entwicklungsjahren. Die Bedeutung dieser Art von Unterstützung nimmt dort weiter zu, wo andere Strukturen wegbrechen. Die Geburtenraten steigen wieder leicht an und die Anzahl der freiberuflich tätigen Hebammen sinkt weiter. Dies führt zu einer Zunahme der Unterversorgung mit fachlicher Begleitung in der Schwangerschaft und in den ersten entscheidenden Wochen nach der Geburt. Die jungen Familien wohnen zudem oft hunderte Kilometer von ihren Eltern entfernt, so dass auf deren Erfahrungswissen und Unterstützung kaum zurückgegriffen werden kann. Hinzu kommt, dass in den ersten Wochen entscheidende Entwicklungen stattfinden. Das Baby soll gestillt werden aber es klappt nicht. Die Babys können von Koliken und Regulationsstörungen betroffen sein, schreien viel, schlafen schlecht. Für die Eltern findet eine Umstellung vom Paar zur Elternschaft statt, die eine krisenhafte Situation darstellen kann etc. Ein wichtiger Baustein zur Unterstützung der Familien ist die Schaffung eines Raumes, in dem der fehlende Erfahrungsaustausch und die fachliche Begleitung der Familien weiter stattfinden können und in dem ein gesundes Aufwachsen der Neugeborenen begleitet wird. Dieses werden wir in Form eines offenen Cafés zur Verfügung stellen, welches einmal wöchentlich geöffnet ist. Dieses wird geleitet von einer medizinisch/sozialpädagogischen Fachkraft und besucht von Schwangeren und Eltern mit Neugeborenen bis zum Ende des dritten Monats. Die Eltern können sich dort zur Entwicklung des Kindes beraten lassen, ihr Kind wiegen und Erfahrungen austauschen. Die koordinierende Fachkraft des Familienzentrums sorgt über die Vernetzung mit bestehenden Unterstützungsangeboten in den Frühen Hilfen dafür, dass auch Projekte wie wellcome (erfahrene Eltern/Großeltern entlasten junge Familien), Familienpatenschaften, Babysprechstunde (Babys mit Regulationsstörungen), etc. eingebunden werden. Darüber hinaus sind Veranstaltungen wie Erzählcafés zum Austausch der verschiedenen Generationen und Kulturen über Geburt und Start ins Familienleben angedacht.
Ausgangslage
Die Geburtenraten steigen wieder leicht an und die Anzahl der freiberuflich tätigen Hebammen sinkt weiter. Dies führt zu einer Zunahme der Unterversorgung mit fachlicher Begleitung in der Schwangerschaft und in den ersten entscheidenden Wochen nach der Geburt. Die jungen Familien wohnen oft hunderte Kilometer von ihren Eltern entfernt, so dass auf deren Erfahrungswissen und Unterstützung kaum zurückgegriffen werden kann. Hinzu kommt, dass in den ersten Wochen entscheidende Entwicklungen stattfinden. Das Baby soll gestillt werden aber es klappt nicht. Die Babys können von Koliken und Regulationsstörungen betroffen sein, schreien viel, schlafen schlecht. Für die Eltern findet eine Umstellung vom Paar zur Elternschaft statt, was eine krisenhafte Situation darstellen kann etc. Bei überlasteten, allein gelassenen jungen Eltern steigt das Risiko von Fehlentwicklungen bei den Kindern und Kurzschlussreaktionen der Eltern und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wird eingeschränkt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bremervörde Stadt und zugehörige Ortschaften
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst die Stadt Bremervörde und ihre 11 angrenzenden Ortschaften
Einwohnerzahl
18000
Quelle / Anmerkungen
Homepage der Stadt: https://www.bremervoerde.de/35-home/home.html?start=7
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
bremervoerde.pdf (204.37 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Das Wegbrechen von Versorgungsstrukturen für junge Familien verhindert, dass sie ihr Recht auf Gesundheitsprävention durch die Begleitung einer Hebamme nicht wahrnehmen können. Es stehen keine ausreichenden Ressourcen zur Individualversorgung der Frau mit Baby zur Teilnahme an Präventionskursen wie Geburtsvorbereitung und Rückbildungsgymnastik zur Verfügung. Diese Leistungen kann das Projekt nicht ersetzen, jedoch den jungen Familien Unterstützung und Beratung zur Verfügung stellen, die es ihnen ermöglichen einen gesunden Start ins Familienleben und weitergehende gesellschaftliche Teilhabe zu erleben. Darüber hinaus fördert das Projekt den gesellschaftlichen Zusammenhalt dadurch, dass junge Eltern mit erfahrenen Eltern zusammen kommen können und sich so neue familienunterstützende Strukturen ergeben. Aus diesen Begegnungen heraus erhalten Eltern eine Stimme, die deutlich macht, das sie mit ihrer Verantwortung ihren Kindern gegenüber zunehmend allein gelassen werden und Bestärkung und Zuspruch brauchen.
Vorhandene Strukturen
Das PaNaMa Familienzentrum ist ein regionales Kompetenzzentrum Frühe Hilfen und hat sich zur Aufgabe gemacht, Eltern mit Kindern im Vorschulalter mit niedrigschwelligen Angeboten zu unterstützen. Regelmäßig treffen sich Eltern und Großeltern mit Kindern in offenen Eltern-Kind-Gruppen und lernen in verschiedenen Kursen und Vorträgen etwas über gesunde Ernährung, adäquates Handeln bei Unfällen, die richtige Erziehung etc. Darüber hinaus werden Familien mit Unterstützungsbedarf beraten und an entsprechende Hilfen weitervermittelt. Hierzu wird ein großes Netzwerk an Kooperationspartnern gepflegt. Die Gruppen finden an verschiedenen Standorten und in verschiedenen Gemeinden statt. Familien mit Neugeborenen und Schwangere werden durch dieses Projekt bislang unzureichend unterstützt und erreicht. Aufgrund der sehr emotionalen und sensiblen ersten Zeit brauchen diese ihren eigenen Schutzraum, der mit diesem Projektantrag verwirklicht werden soll.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Familienkinderkrankenschwestern, Ärzte*innen
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

1 TanteEmma (TE) - ein Ladengeschäft für Begegnung mit Beratungsort entsteht und wird in eine Sozialgenossenschaft (SG) überführt

Ansprechpartner
Sven Wersien
Organisation Christus Centrum Cuxhaven Flüchtlingshilfe/ IG Sozialwerk
Funktion 1.Vorsitzender
TanteEmma (TE) - das Beste von Früher für Heute; Begegnungs- und Beratungsort; getragen von einer breiten Bewegung in Cuxhaven, mit der Zielsetzung eine Sozialgenossenschaft zu gründen
Projektbeschreibung
TanteEmma soll in der Innenstadt im Januar 2020 eröffnen. TE sieht in ersten Moment aus wie ein normales Ladengeschäft. In den Hinterräumen befinden sich aber auch Beratungsbüros und Versammlungsräume. Dadurch soll dies die neue Adresse des Freiwilligenzentrums werden und als "Ehrenamtsagentur" dienen. Zur Konzeption, Planung und Umsetzung soll ab 09/19 sich die Marktleiter*in in TZ kümmern. Für praktische Renovierungsarbeiten werden Ehrenamtliche Hand anlegen. Wenn der Betrieb in 01/20 anläuft soll die Marktleiter*in sich um die optimale Infrastruktur des Ortes kümmern und wird im Tagesgeschäft von zwei 450 €-Kräfte und Ehrenamtliche unterstützt. Der attraktive Laden wird Kunden anlocken, die sich gerne in einer angenehmen Atmosphäre mit überwiegend gebrauchten Artikeln des alltäglichen Bedarfs, Kunsthandwerk, Souvenirs von Cuxhaven aber auch Kuriositäten etc. eindecken möchten. Verkäufer (Bürger, Künstler, Vereine...) können sich gegen eine Gebühr eine Regalfläche mieten, um ihre Waren + Flohmarktdinge zum VK anzubieten. Diese Fläche füllen sie auf und kümmern sich während der Mietphase um die attraktive Präsentation. Aufgrund der Warenvielfalt und des sich ständig verändernden Sortimentes werden sich Käufer*innen und Verkäufer*innen im TE aufgrund der längeren Verweildauer immer wieder über den Weg laufen. In TE findet Beratung bewusst im "Hinterzimmer" statt, so dass Hilfesuchende ohne Gesichtsverlust die Räumlichkeiten betreten können. So werden u.a. die Themen Sucht, Gewalt und Schulden von den professionellen Partnern aus dem Stadtgebiet in diesen Räumlichkeiten zusätzlich angeboten. Da im unmittelbaren Umfeld extrem viele Spielhallen zu finden sind, soll das Thema Spielsucht besonders beleuchtet werden. TE wird zudem ein Herzstück für das Ehrenamt in der Stadt. Menschen werden hier u.a. auf das Thema "Ehrenamt" aufmerksam, erhalten Infos und Schulung und werden von hier ausgesendet (Geh-Struktur). Kleine Vereine und IG´s können hier eine Adresse und einen Ort für ihre Aktivitäten finden. Ggf. finden hier Workshops, Planungstreffen und Schulungen durch diese statt. Eine Fahrschule oder ein anderer Betrieb könnte hier zur Gegenfinanzierung ebenfalls unterkommen. Durch geschicktes Buchen dieser Veranstaltungs- und Büroräume kann die Fläche vielfach, nachhaltig und effektiv genutzt werden. Abgerundet durch eine "TE-Lounge", können die Besucher sich bei Tee oder Kaffee austauschen und Kontakte knüpfen.
Ausgangslage
Momentan befinden wir uns mit einem Vermieter im Lotsenviertel in Vorverhandlungen, der uns bei einer Anschubfinanzierung durch die Modellförderung seine Geschäftsräume (ca.330 qm) vermieten würde. Breite Kreise der Cuxhavener Gesellschaft und Politik unterstützen uns. Unsere Netzwerkpartner und wir erfuhren, dass sich Hilfsbedürftigkeit nicht nur durch fehlende materielle Dinge auszeichnet, sondern auch durch immaterielle, wie z.B. Einsamkeit, Nicht-Gebraucht-Werden... Unser primärer Gedanke ist immer, etwas Gutes für die Menschen in Cuxhaven zu tun. Durch Begegnung von unterschiedlichen Menschen werden Unterschiede aufgeklärt, Vorurteile abgebaut und das Leben der Bewohner ein Stück angenehmer und friedlicher. Unser Projekt TanteEmma wird Menschen verschiedenster Herkunft, sozialer Schicht, Motivation und Problemlagen unter ein Dach bringen und aus dem Laden heraus können wir auf sie zugehen. In einem ersten Schritt möchten wir unseren TE planen und eröffnen, um in einem zweiten Schritt mit einigen unserer Partner eine Sozialgenossenschaft gründen (s.Projektziel Gründung einer SG), um Doppelungen von Hilfsmaßnahmen zu vermeiden um noch stärker und sichtbarer für die Bürger*innen zu sein. Das ist eines der Probleme, welches wir in unseren "sozialen Landschaft" anpacken möchten. Unser Standort gilt vielen Bürgern als "Ärgernis" (Leerstand, Spielhallen,...) TE liegt direkt am Eingangstor zum Lotsenviertel. Daher würde sich die Kaufmannschaft der IG Lotsenviertel sehr über eine Steigerung der Attraktivität zur Schillerstraße freuen, und uns ideell aber auch praktisch unterstützen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Innenstadt Alt-Cuxhaven
Beschreibung
TanteEmma liegt direkt in unserem Quartier. Hier wohnt auch ein Großteil unserer "Klientel" in einem Radius von ca. 2 km. (s. Karte im Anhang) Einige Teile des Gebietes sind zwar keine unmittelbaren Brennpunkte, aber hier haben sich lokale und überregionale Vermieter eine große Menge an Wohnungen gesichert, die nur in geringem Maße saniert wurden. Dadurch sind sie Zuzugsgebiet für sozialschwache geworden. Viele der Menschen kommen nur hier an günstigen Wohnraum.
Einwohnerzahl
2000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Cuxhaven (Insgesamt Innenstadtbereich 13956)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung der Stadt Cuxhaven
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet Schätzung Gesamtstadt Arbeitsagentur
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Cuxhavener Nachrichten
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Soziale Aktivität/Infrastruktur: Eine leerstehende Geschäftsimmobilie wird zum einen als Ort für günstiges Einkaufen und zum anderen als Ort der Begegnung und des Engagements geschaffen. Zusammenleben: TE ermöglicht ein Miteinander unabhängig von kultureller Herkunft, sozialer Schicht und Alter/Generation. Schule/Bildung: TE wird ein außerschulischer Ort des Lernens. Amateure und Experten geben Wissen weiter und stellen ihre Kompetenz der Allgemeinheit zur Verfügung. Stadtteilkultur: Menschen lernen miteinander in Workshops und Kursen. Sie gestalten ihr privates und lokales Umfeld.
Qualitätskriterien
Beschreibung
TE ein Ort ist, an dem die Bewohner ihre Anliegen und Interessen äußern. Sie vertrauen drauf, dass gemeinsam Wege gefunden werden diese zu erreichen und umzusetzen.
Beschreibung
TE wird in seiner Form der Sozialgenossenschaft als Vorbild wahrgenommen. Gemeinsame Interessen können gebündelt und kanalisiert werden, so dass eine größere und stärkere Lobby entsteht.
Beschreibung
TE wird von den Bürgern genutzt und gestaltet. Es wird als ein Tool/Vehikel wahrgenommen und benutzt, welches der Nachbarschaft und dem Miteinander dient.
Beschreibung
TE wird von Vereinen und Kooperationen genutzt, um Ehrenamtliche aus dem Pool der Ehrenamtsagentur zu "buchen". Auch werden die Mitarbeiter von TE als Experten und Berater in sozialen, städtischen Belangen wahrgenommen und zu Rate gezogen.
Beschreibung
TE als Sprachrohr der Bürger auftritt. Es wird ein Rahmen geschaffen, dass Menschen ihre Anliegen formulieren und im Verfolgen dieser vom TE-Team unterstützt und begleitet werden. Durch Empowerment lassen sich Lebensbedingungen verbessern.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Cuxhaven (Dezernat 3 /Aufgabenbereiche: Demokratie Leben; Mehrgenerationenhaus; Prävention; Soziale Stadt; Stadtteilarbeit) /// Landkreis Cuxhaven ( Amt Strategische Sozialplanung / Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Centrum Cuxhaven e.V. /// Freie ev. Gemeinde Cuxhaven ///Offenes Herz Altenwalde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie (Allg. Sozialberatung; Psychosoziale Beratung; Schwangerschaftskonfliktberatung)/// Caritas (Migrationsdienst, Integrationsberatung und Flüchtlingsarbeit) /// Der Paritätische (Jugendmigrationsdienst; Aufsuchende Sozialarbeit)/// Hospizgruppe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Unternehmerverband Cuxhaven /// Lions Club Cuxhaven /// Rotary Club Cuxhaven /// IG Lotsenviertel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten (Bereich Soziales) // Stiftung der Stadtsparkasse Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LK Cuxhaven - Gesundheitsamt MiMi Projekt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
BBS Cuxhaven (Kontakt zur Koordinatorin der Sprachintegrationsklassen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
1.FC Eintracht Cuxhaven e.V. /// Baskets Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontakt zu den MdL´s Thiemo Röhler (CDU) und Uwe Santjer (SPD)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied und Initiator: "Cuxhaven für Respekt und Menschenwürde" (ca. 50 Mitgliedsvereine-und Verbände)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied der Lenkungsrunde "Engagierte Stadt"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hahnel Seniorenstiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ritzebüttel Aktiv (Soziale Stadt Lehfeld) /// Soziale Stadt Süderwisch
Typ
Stadtteil
Galerie
ansicht gebaeude tanteemma
bild moderationswand
projektgebiet csc e.v
logo gruen
logo blau
Zustimmung Veröffentlichung
On

Kulturelle Teilhabe für ALLE Menschen im Quartier und kreative Entwicklung des Stadtteils

Ansprechpartner
Marion Werth
Funktion Quartiersentwicklerin
Aktive Teilhabe für Alle Menschen!
Projektbeschreibung
Das Begegnungszentrum "St. Nikolai" liegt zentral im Stadtteil. Das Haus befindet sich seit 2015 auf dem Weg vom Gemeindezentrum zum Begegnungszentrum. Die in diesem Rahmen der bereits installierten GWA zusehends als Treffpunkt im Quartier wahrgenommen und genutzt. Als ein neuer Schwerpunkt soll ganz niedrigschwellig allen Menschen im Stadtteil die Teilhabe an kulturellen Veranstaltungen unterschiedlichster Art ermöglicht werden: Kino, Theater, Musik zum Mitmachen, Konzerte, Instrumente erlernen, Filme drehen etc. Ein weiterer Schwerpunkt soll die optische Entwicklung, Gestaltung und somit Aufwertung des Quartiers sein. In Kooperation mit dem ortsansässigen Kleingärtnerverein sollen gemeinschaftliche Pflanzaktion durchgeführt werden. Mit den Bewohnern wird im Rahmen einer großräumigen Beteiligung über gemeinsame Treffpunkte und die Verkehrsgestaltung nachgedacht. Die Maßnahmen und Ideen werden in den kommunalen Leitfaden des sich in der Fortschreibung befindenden Rahmenplan Spielplätze und Treffpunkte eingebracht. Im Rahmen der Vernetzung und Kooperationen des Begegnungszentrums sollen immer mehr Beratungsstellen mit Sprechzeiten präsent sein, da im Quartier zusehends der Bedarf deutlich wird und die Menschen das Begegnungszentrum immer mehr als Ort erleben, in dem man auch Hilfe und Unterstützung finden kann. Durch den demographischen Wandel sind zunehmend ältere Menschen hier ansässig. Hier gilt es, mangelnder Mobilität und Vereinsamung entgegen zu wirken ( wie z. B. durch Themenbezogene Seniorennachmittage, generationsübergreifende Spielangebote etc.) Gleichzeitig ziehen auch jüngere Familien hierher, da es eine gut funktionierende Kita mit einem breiten Betreuungsangebot gibt. Hieraus ergibt sich ein breites Spektrum an Bedarfen und Aufgaben für die Quartiersentwicklung! Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit und Einbeziehung der neuen Medien sowie die Weiterentwicklung der Stadtteilzeitung. Wichtig ist uns auch die kirchliche Gemeindearbeit, hier wollen wir neue Wege gehen. Gottesdienst mit den Menschen vor Ort neu entwickeln und trotzdem an Traditionen festhalten. Kirche kann auch ANDERS ! Wir möchten mit den Menschen im aktiven Austausch sein. Sie mitnehmen ohne Vorgaben zu machen, wir wollen gemeinschaftlich Gestalten.
Ausgangslage
Wir haben die Idee für ein Gemeinde- und Begegnungszentrum St. Nikolai, welches Menschen in unserem Sozialraum offen steht und Angebote zur Begegnung, Beratung und gemeinschaftlichen Aktionen mit verschiedenen öffentlichen Träger und Vereinen bietet. Im Blick sind dabei sowohl Mitglieder der Kirchengemeinde, in der viele ältere Menschen leben, wie auch Familien im Quartier, die aus verschiedenen Kulturen. Dazu gehören Spätaussiedler aus Russland und Kasachstan, Geflüchtete aus Syrien, dem Sudan etc. Vor allem in den Wohnblocks leben mittlerweile Familien und Alleinlebende mit sozialen Problemstellungen. Seit vielen Jahren gibt es hier kein soziales Angebot, aber einen erhöhten Bedarf an Beratung in sozialen und Erziehungsfragen und an Begegnungsmöglichkeiten. Dabei vollzieht sich nicht nur hier in der Gemeinde, sondern im gesamten Viertel seit Jahren ein demographischer Wandel: Durch Zuzug junger Familien in Häuser, die von alt gewordenen Erstbewohnerinnen aufgegeben werden, wächst die Bevölkerungszahl erstmals nach Jahrzehnten wieder. Demgegenüber wurden Standorte für Einkaufsmöglichkeiten, Banken etc. endgültig aufgegeben, so dass innerhalb des Viertels nur mehr Friseur, Apotheke, Pizzeria und Kirche „vor Ort“ sind.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Verden / Plattenberg Jahnstraße
Beschreibung
Das Gebiet ist eingekreist von der Lindhooper Straße, dem Berliner Ring, Moorstraße und den Eisenbahnschienen inkl. Bahnhof;
Quelle / Anmerkungen
Stadt Verden / Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Anlass für die Gemeinde St. Nikolai, sich näher mit dem Thema GWA auseinander zu setzen, war die Anfrage seitens der Stadt Verden, die 2015 Interesse an einer Kooperation und Weiterentwicklung des Stadtteils geäußert hat. Mit einem Familien- und Begegnungszentrum St. Nikolai ergab sich die Möglichkeit zu einer Zusammenarbeit von Kirche und Kommune, die sich in der Kita-Arbeit bereits bewährt hat. Das Gebäude bietet mit seiner Barrierefreiheit vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und Möglichkeiten, als Kirche in heutiger Zeit sozial- diakonisch Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen zu begleiten. Von seiner Konzeption her ist das gesamte Gebäude auf Kommunikation angelegt: Ein multifunktionaler Saal in der Mitte, Gruppen-, Zwischen-, und Funktionsräume drumherum gruppiert sowie Erweiterungsmöglichkeit in der Nutzung durch Keller, Außengelände und Kita. Das Ziel ist ein kirchliches Gemeinde- und Begegnungszentrum, das allen Menschen im Viertel offensteht. Anknüpfungspunkte sind dabei das Jahrzehnte bewährte Motto von St. Nikolai „Kirche mittendrin“ oder moderner „Nikolai sei dabei“. Zu denken ist dabei neben konkreten Angeboten für Familien ( Beratung und offene Angebote) an Werkstatt der Generationen“, Krabbelgruppen, Beratung für Flüchtlinge/ Bürgerinnen mit Migrationenshintergrund, Mittagstisch, Hausaufgabenbetreuung etc. Die Kirchengemeinde erhält für die Druchführung von Gemeinwesenarbeit einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 30.000,00 € durch die Stadt Verden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit
Beschreibung
Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern
Beschreibung
Zulauf von unterschiedlichen Altersstrukturen
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Verden Abteilung Gemeinwesenarbeit und Abteilung Integration, Inklusion und Prävention
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Verden, Jugendzentrum Verden, Stadtbibliothek Verden, Ferienprogramm Verden, Kitas
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theaterpädagogin, Musikschule, Buchhandlungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, DRK, Fokus e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oberschule Verden (Campus Verden), Berufsbildende Schule Verden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus kirchlicher Dienste der EV.-luth. Landeskirche Hannover, Schulen, Diakonisches Werk, St. Johannis Gemeinde Verden
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Bau eines öffentlichen Skateparks als Beteiligungsprojekt mit Kindern und Jugendlichen

Ansprechpartner
Jürgen Eilers
Funktion Fachdienstleiter Jugend
Neubau eines Skateparks
Projektbeschreibung
Bau eines öffentlichen Skateparks als Beteiligungsprojekt mit Kindern und Jugendlichen
Ausgangslage
Papenburg ist eine selbständige Stadt im Norden des Landkreises Emsland mit derzeit ca. 38.000 Einwohnern. Der Ausländeranteil beträgt aktuell ca. 18 %, was u.a. auch auf die Aufnahme von Flüchtlingen und den Zuzug von Werksvertragsarbeitern und ihren Familien aus osteuropäischen Ländern zurückzuführen ist. Die Stadt Papenburg besteht aus insgesamt 7 Stadtteilen mit einer Gesamtfläche von 11.836 Hektar. Derzeit leben in Papenburg ca. 5.500 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, verteilt auf das gesamte Stadtgebiet. Das Freizeitverhalten in Papenburg wird immer noch geprägt durch die Angebote der Sportvereine, die in allen Stadtteilen vorhanden sind. Fußball ist auch in Papenburg die populärste Sportart. Weitere größere Freizeitmöglichkeiten außerhalb kommerzieller Strukturen gibt es kaum für Jugendliche, so dass sich ein Großteil der Aktivitäten Jugendlicher im informellen Rahmen abspielt. Das im Stadtkern ansässige städtische Jugendzentrum bietet Kindern und Jugendlichen mit einer Vielzahl von Angeboten im Nachmittags- und Abendbereich sowie in den Ferien eine attraktive Freizeitgestaltung. Seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrtausends unterhält die Stadt zudem eine Skateanlage in unmittelbarer Nähe des Jugendzentrums. Diese war bislang ein beliebter Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und ihren kulturellen Hintergründen. Der Skatesport und die damit einhergehenden Erscheinungen haben in Papenburg stets einen integrativen Charakter gehabt und bilden somit einen bedeutenden Sozialisationsfaktor in der Lebenswelt der Papenburger Jugendlichen. Die Anlage soll nun zeitgemäß erneuert werden.
GWA/QM-Ansatz
Nutzung vorhandener Partizipationsstrukturen im Stadtgebiet für die Verbesserung von Freizeitangeboten für junge Bürger: der Jugendvorstand als institutionalisiertes Mitbestimmungsgremium aller Papenburger Kinder und Jugendlichen sowie der von jungen Menschen gegründete Skateverein "Four Wheels e.V." möchten gemeinsam ein Angebot schaffen, um sportbegeisterten Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle zum Ausüben eines zukunftsfähigen Sports (olympisch ab 2020) in der Stadt zu geben. Zurzeit ist diese Möglichkeit nicht gegeben, so dass die Zielgruppe momentan ihrer Leidenschaft auf dafür nicht vorgesehenen Plätzen oder auf Anlagen weit außerhalb der Stadt nachgehen muss. Der Schulterschluss von Jugendvorstand und Verein führt darüber hinaus zu weiteren gemeinsamen Aktionen, nachdem die Anlage fertig gestellt wurde. So ist bereits jetzt geplant, alle interessierten jungen Menschen zu Workshops, Wettbewerben und weiteren Events einzuladen. Darüber hinaus werden die Mitglieder des Vereins "Four Wheels" regelmäßig ehrenamtlich Übungsstunden für Einsteiger und sonstige Interessierte anbieten. Die dafür notwendige Ausrüstung wird auf Wunsch unentgeltlich von der Jugendpflege der Stadt zur Verfügung gestellt, um Hemmschwellen abzubauen und jedem Interessierten den Einstieg in den Sport zu ermöglichen. Daneben wird erfahrungsgemäß eine zeitgemäße Skateanlage innerhalb kurzer Zeit ein sozialer Treffpunkt für junge Menschen, die nicht zwangsläufig nur das Ziel "Skaten" verfolgen.

Auf gute Nachbarschaft! - Gemeinsam aktiv im Hüttenstraßen-Quartier

Ansprechpartner
Stephan Hartmann
Organisation Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Schaumburg e.V.
Funktion Leiter AWO Fachbereich Integration
Interkulturelle und generationsübergreifende Nachbarschaft leben - Zusammenhalt stärken - Integration voranbringen
Projektbeschreibung
Die Verstetigung und Weiterentwicklung des 2017/2018 entstandenen Begegnungszentrums Mittelpunkt Hüttenstraße in der Weststadt von Stadthagen steht im Fokus des Projektes. Die zentrale Aufgabe ist die Förderung generationsübergreifender Partizipation und Teilhabe am Gemeinwesen aller Bewohner*innen im Quartier mit und ohne Migrationsgeschichte. Die Quartiersmanagerin und die Migrationssozialarbeit als "Kümmerer" vor Ort vermitteln Hilfe zur Selbsthilfe. Menschen mit Zuwanderungshistorie (u.a. Geflüchtete) werden dadurch ermutigt, ihre Integrationsbemühungen voranzubringen. Bestehende Netzwerke, Beratungsleistungen und Angebote zum Aufbau einer guten Nachbarschaft sollen direkt im Quartier begleitet und unterstützt werden. Dafür soll auch ein Kaffee-Mobil (Fahrrad mit Anhänger) zur verstärkten Präsenz im Quartier angeschafft werden. Die Zusammenarbeit mit der Jugendpflege, der städt. Integrationsbeauftragten, dem Kindergarten und den Schulen wird weiter ausgebaut, ebenso die Projektarbeit mit den Vereinen und den 2018 neu entstandenen Migrantenselbstorganisationen. Das Wohnumfeld (u.a. Infrastruktur und bauliche Gegebenheiten) soll gemeinsam so gestaltet werden, dass sich die Mehrzahl der Bewohner*innen mit dem Quartier positiv identifizieren können. Neben den Beratungsangeboten im Begegnungszentrum, ist genügend Raum für Begegnungen, Austausch und Veranstaltungen vorhanden. Hierbei wird das tolerante Miteinander der Menschen mit ihren Religionen und Kulturen gefördert, um insbesondere Gewalt und Ausgrenzung präventiv zu begegnen. Die ortsbezogene bedürfnisorientierte Integrationsarbeit mit den Zugewanderten, sowie den Einheimischen fördert die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und ebnet die Wege in den Arbeitsmarkt. Die Vernetzung mit dem CoWorking-Space-Angebot im Gebäude des BMH und auch mit dem JobCenter sind weitere Schwerpunkte. Die Aktivierung zum bürgerschaftlichen Engagement spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle für ein positives Miteinander und steht im Fokus der Sozialarbeit. Die Verstetigung der schon hohen Vernetzung lokaler Akteure im Quartier ist eine weitere Aufgabe. Dabei sollen die bereits vorhandenen Kontakte genutzt, ausgebaut und intensiviert werden. Ebenso ist die Einbindung von externen Referenten und Experten geplant. Eine enge Zusammenarbeit mit dem städtischen Integrationsbeirat, den Bildungsträgern, der Verwaltung und dem Netzwerk der Kooperativen Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN) ist obligatorisch.
Ausgangslage
Das Begegnungszentrum Mittelpunkt Hüttenstraße (BMH) wurde 2017/2018 initiiert und eröffnet. Seitdem hat es sich sehr positiv entwickelt und wird sehr gut von der Bevölkerung des Quartiers angenommen. Im letzten Jahr haben über 2.000 Menschen die zahlreichen Angebote genutzt. Trotzdem bleibt eine prekäre Situation im Quartier. Der Flüchtlings- und Ausländeranteil steigt seit mehreren Jahren weiterhin stetig an. Spannungen zwischen den Gruppen und den unterschiedlichen Kulturen führen zu Nachbarschaftsproblemen. Die Randlage, die fehlende Infrastruktur und wenige Freizeitmöglichkeiten verschärfen die Situation für die Weststadt. Das Bedürfnis eines Austausches ist bei den aktiven Bewohnern und Vereinen vorhanden. Dabei müssen etablierte Stellen unterstützt und entlastet werden, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Seit der letzten Antragstellung hat sich die Bevölkerung im Quartier weiter erhöht. Ein Großteil davon sind Geflüchtete und deren Familiennachzug. Quartiersbewohner der sog. "Mittelschicht" nutzen das Angebot noch relativ wenig und grenzen sich von den neu Zugezogenen ab, so dass ein Miteinander nur schwer entstehen kann. Die geleistete Hilfe im BMH insbesondere bei der Arbeitsmarktintegration zeigte vielfach Wirkung bei den Betroffenen. Diese positiven Erfahrungen werden in die Communities getragen und bringen neue Interessierte ins BMH. Aus deren Engagement entwickeln sich wiederum neue Angebote.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadthagen Weststadt, Hüttenstraßen-Quartier
Beschreibung
Das Quartier liegt im Nordwesten von Stadthagen. Im Süden bildet die Enzer-Straße, im Osten an die Breslauer Straße, im Norden die Bahnlinie Minden-Hannover und im Westen das Industriegebiet an der Gubener Straße die Grenzen des Gebietes.
Einwohnerzahl
4588
Quelle / Anmerkungen
Angaben der Stadt Stadthagen, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
34
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
35
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslosenzahlen zum Quartier werden statistisch nicht erfasst und können nur vorsichtig geschätzt werden. Es ist davon auszugehen, dass sie wesentlich höher sind als der Anteil in der Gesamtstadt, da insbesondere Flüchtlinge einen eingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Im LK Schaumburg liegt die Arbeitslosenquote am 30.3.2019 bei 5,7 Prozent. In der Stadt Stadthagen gibt es 1030 Arbeitslose. Quelle: www.komsis.de. Durch den geplanten Abbau von Beschäftigten bei der Firma Faurecia wird die Zahl in absehbarer Zeit erheblich zunehmen. Viele der Menschen leben im Quartier.
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Migrationshintergrund wird als Merkmal von der Stadt Stadthagen statistisch nicht erfasst. In Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeirat Stadthagen, haben wir eine vorsichtige Schätzung im Quartier vorgenommen. In der Gesamtstadt lag er 2011 bei der Volkszählung bei 24,8 Prozent. Zurzeit liegt er wohl bei über 30 Prozent.
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es liegen keine statistischen Zahlen für die Gesamtstadt vor. Nach vorsichtigen Schätzungen liegt er in Teilbereichen rund um die Hüttenstraße bei rund 70 bis 80 Prozent.
GWA/QM-Ansatz
Wir wollen die Gemeinwesenarbeit als prozessorientiertes, partizipatives und interdisziplinäres Arbeitsprinzip nutzen, um bei den Menschen im Quartier nachhaltige Verbesserungen ihrer Lebenssituation zu erreichen. Dabei orientieren wir uns an deren Bedürfnissen und Interessen und fördern die Teilhabe am ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Leben. Wir werden dabei insbesondere die Selbstorganisationen und vorhandenen Selbsthilfekräfte in den Fokus der sozialen Arbeit nehmen. So werden die Menschen dabei unterstützt, selbst aktiv zu werden, um ihre Bedürfnisse und Interessen im demokratischen Verfahren wahrzunehmen. In unserem Verständnis der Gemeinwesenarbeit werden wir zielgruppen- und ressortübergreifend arbeiten (Wohnen, Gesundheit, Arbeit, Freizeit, Bildung, Kultur etc.), um die komplexen Aufgabenstellungen für eine gelungene Integration bewältigen zu können. Wir sehen das Projekt als Bindeglied zwischen den Interessen und Aktivitäten der Menschen und den Ressourcen der Stadt und wollen Aushandlungsprozesse zwischen Entscheidungsträgern aus Verwaltung und Politik einerseits und den Menschen andererseits gestalten. Außerdem steht die Vernetzung und Kooperation aller Akteure im Vordergrund. Dabei sollen Stärken herausgearbeitet und vorhandene Ressourcen und Potenziale im Stadtteil aktiviert und miteinander verknüpft werden, um ein funktionierendes soziales Netzwerk mit einer guten Nachbarschaft zu schaffen und Rahmenbedingungen zu verbessern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
gemeinsame Projekte zur Verbesserung des Zusammenlebens angenommen werden und bedarfsorientierte Angebote initiiert und durchgeführt wurden.
Beschreibung
die Bewohner / Vereine selbst ihre Ideen, Angebote und Veranstaltungen umsetzen.
Beschreibung
die beteiligten Akteure sich regelmäßig gemeinsam austauschen und externe Kooperationspartner Veranstaltungen durchführen.
Beschreibung
der "Mittelpunkt" angenommen, akzeptiert und genutzt wird und das Wohnumfeld und die Infrastruktur gemeinsam mit den Bewohnern positiv verändert wurde.
Vorhandene Strukturen
In der erste Förderperiode wurde eine Quartiersmanagerin eingestellt, die sich seitdem um die Vernetzung und Beratungsanliegen der Bewohner des Quartiers im Begegnungszentrum kümmert (Ansprechpartnerin, Sprechstunden). Außerdem werden Freizeit- und Bildungsangebote in Kooperation mit Ehrenamtlichen und Vereinen initiiert und koordiniert. Der Afrikanische Verein in Schaumburg und der somalische Verein (Migrantenselbstorganisationen) werden seit der Gründung unterstützt und nutzen das BMH für Beratungszeiten und Vereinstreffen. Die Integrations- und Migrationssozialarbeit im Quartier (ehemals Flüchtlingssozialarbeit) hat ebenfalls ihren Sitz im BMH und unterstützt die Vernetzung / Zusammenarbeit der Akteure im Quartier. Desweiteren gibt es Austauschtreffen der Netzwerkpartner und Qualifizierungsangebote für Ehrenamtliche und eine enge Vernetzung mit dem Integrationsbeirat und der Integrationsbeauftragten der Stadt Stadthagen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Stadthagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Afrikanische Vereine, Somalischer Verein, Alevitischer Verein, Ezidisches Zentrum, DITIP Moschee, Kulturzentrum Alte Polizei, Schaumburger Landschaft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
JobCenter, Bundesagentur für Arbeit, Sozialamt, Jugendamt, Ausländerbehörde, Landkreis Schaumburg, Stadt Stadthagen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Kreisverband Schaumburg (Schwangerenberatung, Frauenhaus, BISS-Beratung, Jugendberufshilfe, Migrationsberatung, MBE), Diakonisches Werk (Schuldnerberatung, Drogenberatung), DRK Tafel und Kleiderkammer, Familienzentrum, Kinderschutzbund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine, Freiwillige Feuerwehr, SHG-Treff, AWO Ortsverein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesundheitsamt, Krankenkassen, GVK, Seniorenheime
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Am Sonnenbrink, Oberschule Am Schlosspark, Schulsozialarbeit, Gymnasien, IGS Schaumburg, Berufsschule, Kindergärten Regenbogenhaus und Fasanenweg, Volkshochschule Schaumburg, DAA, Donner GmbH, ESTA-Bildungswerk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirche, Katholische Kirchengemeinde, DITIP Moschee, Freikirche Ecclesia
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Geschäfte vor Ort, Stadtmarketing Stadthagen, Fitness-Studio Looms, Innovationspark Schaumburg (CoWorking-Space), Wirtschaftsförderung der Stadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnbau (LK Schaumburg), Immoblienmakler, Wohnungsbaugesellschaften
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schaumburger Nachrichten, Schaumburger Wochenblatt, Schaumburger Zeitung, Internet / Homepage
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsfraktionen (SPD, CDU, Grüne, FDP, WIR, Die Linke), Landtags- und Bundestagsabgeordnete
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle BewohnerInnen im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbeirat der Stadt Stadthagen, Arbeitskreis Interkulturelle Woche, Kooperative Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN), Arbeitsgemeinschaft Soziales im Landkreis Schaumburg
Typ
Stadtteil
Galerie
bmh 01   eingang
bmh 02   eingang
bmh 03   bewerbung schreiben
bmh 04   hausaufgaben
bmh 05   begegnungscafe
bmh 06   naehkurs
bmh 07   kollegiale beratung
bmh 08   kreativtreff
bmh 09   zeichen gegen rassismus
bmh 10   coworking space
bmh 11   seminarraum
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinsam gesund leben im Sahlkamp

Ansprechpartner
Manja Taylor
Funktion Projektkoordinatorin
Fünf am Tag: 5 Einrichtungen fördern generationsübergreifend Gesundheit, Teilhabe und sozialen Zusammenhalt
Projektbeschreibung
Solidarisch, Präventiv, Attraktiv, Tatkräftig, Sozial - SPATS e.V. fördert Lebensqualität im Quartier. WARUM GEMEINSAM? Die 5 "SPATSen" Stadtteilbauernhof, NAchbarschaftsDIenstLAden, NaDu-Kinderhaus, Wohnzufriedenheit und Senior*innen-Aktiv-Zentrum verbünden sich: Gerade in Quartieren mit demographischer Struktur und Geschichte wie dem Sahlkamp ist Zusammenhalt und nachbarschaftliche Solidarität so wichtig. Die Menschen leben quartiersbezogen mit kleinem Mobilitätsradius. Ihre unmittelbaren Nachbarn sind oft die einzige Ressource – die möchten wir stärker aktivieren. Bereits in den 90ern plante der Stadtteilbauernhof das erste intergenerative Projekt, beteiligt waren damals Menschen von 14-82 Jahren. Darauffolgende Planungen scheiterten an den stark zielgruppenorientierten städtischen Verwaltungsstrukturen: Der Stadtteilbauernhof und das NaDu-Kinderhaus werden vom Dezernat IV / FB Jugend und Familie gefördert, der NaDiLa vom Dezernat III / FB Soziales, die Wohnzufriedenheit vom Dezernat VI / FB Planen+Stadtentwicklung. Die Praxis zeigt: Generationsübergreifende Arbeit ist schwer möglich, wenn sie nicht abrechenbar ist! Das Senior*innen-Aktiv-Zentrum durchbricht diese geteilten Förderstrukturen – dank der zielgruppenübergreifenden Landesförderung, die ganzheitlich alle Bewohner*innen des Quartiers einbezieht. Für 2020 hat das SAZ bisher Mittel vom FB Senioren zugesichert bekommen – mit Beschränkung auf eine Zielgruppe. Mithilfe der GWA+QM-Ausschreibung des Nds. Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Wohnen können wir endlich umsetzen, was der Stadtteilbauernhof schon vor langer Zeit erkannte: Gemeinsame Angebote für alle Zielgruppen* im Stadtteil. WARUM GESUND? Mit dem neuen Schwerpunktthema "Gesundheit im Sahlkamp" will der SPATS e.V. einrichtungsübergreifend das Wissen um Gesundheit verbessern. Gleichzeitig wollen wir Selbsthilfekräfte und Motivation der Bewohner im Stadtteil wecken, und so einen Beitrag zur Lösung der unter Armutsfolgen zu verbuchenden physischen und psychischen Gesundheitsprobleme leisten. Wir wollen die Arbeit an diesem Themengebiet entwickeln und verstetigen, was u.a. auch die personellen Ressourcen der Einrichtungen nachhaltig verstetigt. Kooperationen zwischen Trägern sozialer und sozialkultureller Angebote im Stadtteil sollen vertieft werden, neue Akteur*innen und Träger sollen zur Entwicklung des Gemeinwesens und des Schwerpunktthemas „Gesundheit“ gewonnen werden. *unter 3.) haben wir Fokusgruppen angekreuzt.
Ausgangslage
WARUM LEBEN IM SAHLKAMP? Hier kommen viele Risikofaktoren zusammen: Menschen aus rund 80 Nationen leben auf engstem Raum, davon sind überdurchschnittlich viele Menschen von Armut, beruflicher Perspektivlosigkeit und zunehmend damit zusammenhängenden Existenzängsten betroffen – auch psychische und physische Erkrankungen betreffend. Aufgrund von vermehrt festzustellenden Mieterhöhungen sind viele Menschen im Quartier im Förderzeitraum von Zwangsumzügen betroffen. Von den Menschen, die zum Projekt Wohnzufriedenheit in die Beratung kommen, möchte niemand das Quartier verlassen, trotz seines schlechten Außen-Images. Die Menschen fühlen sich hier verankert, schätzen die soziale Infrastruktur. ARMUT & GESUNDHEIT Bis Ende 2018 war der NaDiLa ein Teilprojekt im BIWAQ-III-Projekt der Landeshauptstadt Hannover. Eine der gewonnenen Erkenntnisse ist: Die meisten Langzeitarbeitslosen im Quartier können krankheitsbedingt höchstens 15 Stunden pro Woche arbeiten. Gesundheit ist aber viel mehr als arbeits- und leistungsfähig zu sein und nicht zum Arzt gehen zu müssen. Gesundheit ist Lebensqualität und Lebensfreude, bedeutet besonders bei zunehmendem Alter Selbständigkeit und Unabhängigkeit und ist die Grundlage – neben einer gesicherten Existenz – für Teilhabe! Unsere gemeinsame Vorbereitung der für Teilnehmer*innen aus ganz Niedersachsen geplanten Veranstaltung "Gesundheit im Quartier" mit der LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen und der Landesvereinigung für Gesundheit am 18.06.19 im Stadtteiltreff Sahlkamp trägt dazu bei, unseren Blick auf alle Facetten der menschlichen und gesellschaftlichen Gesundheit zu schärfen und die Potentiale der Gemeinwesenarbeit zu erkennen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Sahlkamp
Beschreibung
Der Stadtteil Hannover-Sahlkamp liegt im Nordosten zwischen Autobahn (im Norden), Mittellandkanal (im Süden), General-Wever-Straße (im Osten) und Holzwiesen (im Westen). Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Sahlkamp, der das Soziale-Stadt-Gebiet „Sahlkamp-Mitte“, das im Zentrum des Stadtteil Sahlkamps mit seiner Hochhausbebauung liegt, mit einschließt.
Einwohnerzahl
14368
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover Wahlen und Statistik, Koordinationsstelle Sozialplanung der Stadt Hannover (Stand: 31.12.2018)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das beantragte Projekt umfasst im Soziale-Stadt-Gebiet Sahlkamp-Mitte 3 Einrichtungen des Trägers SPATS e.V. (NaDu-Kinderhaus, Stadtteilbauernhof, NachbarschaftsDienstLaden NaDiLa) sowie 2 Projekte des SPATS e.V. (Senior*innen-Aktiv-Zentrum; Projekt Wohnzufriedenheit). Darüber hinaus umfasst das Projekt eine Einrichtung eines Projekt-Kooperationspartners (ASB Tagespflege), die ebenfalls im Soziale-Stadt-Gebiet liegt, sowie die Einrichtung eines zweiten Kooperationspartners (Katharina-von-Bora Haus) im Stadtteil Sahlkamp. Das Quartiersmanagement Soziale-Stadt Sahlkamp-Mitte ist Kooperationspartner. Eine Doppelförderung durch Landesmittel ist ausgeschlossen, da das Projekt nicht über Mittel aus dem Städtebauförderprogramm gefördert werden kann.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Angaben beziehen sich Kinder bis 15 Jahre; Quelle: LHH, Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2018
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2018
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2018
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2018
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die Netzwerke im Quartier und die Bewohner*innen stehen im Zentrum unserer Arbeit. Es gilt, die bereits vorhandenen Netzwerke zu stärken und neue Akteur*innen einzubeziehen. Es gilt zudem, die persönlichen Ressourcen der Bewohner*innen zu stärken, sie zu aktivieren und sie zu befähigen, ihre Lebensumstände mit Unterstützung von außen zu gestalten. Der Nahraum gewinnt dabei eine große Bedeutung, sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Ältere. Insbesondere spielt der Nahraum unter dem Aspekt der Schaffung generationsübergreifender Angebote eine besondere Rolle. Dafür braucht es starke Netzwerke und Kooperationen im Quartier. Die Einrichtungen, Projekte und Initiativen im Quartier sind gut vernetzt, so dass es über den Einsatz zusätzlicher finanzieller Ressourcen und über neue Kooperationen möglich ist, die soziale Infrastruktur im Hinblick auf das Thema Gesundheit weiter auszubauen. Dass diese Landes-Ressourcen gemeinwesenorientiert ausgerichtet sind, kommt diesem Kooperationsprojekt sehr zugute, da die bisherigen Einzelförderungen der einzelnen Einrichtungen fast alle nach Zielgruppen getrennt vergeben werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
1. Wir identifizieren und adaptieren bestehende Angebote, die sich für generationsübergreifenden Ansatz eignen, diese werden bis Ende 2020 von mehreren Altersgruppen gemeinsam genutzt
Beschreibung
1. Stärken der SPATS-Einzeleinrichtungen werden im Intergenerationsansatz genutzt, 2. neue Netzwerkpartner aus dem Stadtteil wurden für Gesundheitskooperationen gewonnen, 3. Bewohnerressourcen fließen direkt in Maßnahmen ein.
Beschreibung
Erreicht, wenn es in der Projektlaufzeit gelingt, 150 Menschen für generationsübergreifende Angebote zu begeistern.
Beschreibung
Erreicht, wenn es innerhalb der Projektlaufzeit gelingt, 5 neue Netzwerkpartner*innen in das bestehende Netzwerk im Quartier zu integrieren.
Beschreibung
Erreicht, wenn es gelingt, innerhalb der Projektlaufzeit 5 neue Gruppierungen intergenerativer Art im Quartier zu initiieren.
Vorhandene Strukturen
Professionelle Gemeinwesenarbeit (GWA) ist im Sahlkamp seit 1991 tätig, Quartiersmanagement (QM) seit Beginn des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" im Jahr 2010. Konkrete Ziele und Wirkungen von GWA und QM im Verbund sind die Orientierung an den geäußerten Bedürfnissen und Interessen der Bewohner*innen, Organisation von Interessen im Stadtteil, die Entwicklung bewohnergetragener Aktivitäten/Strukturen und die Erhöhung der Beteiligung. QM und GWA arbeiten mit Ressourcenorientierung, sie stabilisieren vorhandene Beziehungsgefüge, nutzen und erweitern die Ressourcen im Stadtteil, sodass neue Ideen umgesetzt werden können und das Stadtteilleben bereichern. GWA und QM arbeiten mit zielgruppenübergreifendem Ansatz und erarbeiten gemeinsam mit den Einrichtungen, Initiativen und Projekten Lösungen für spezifische Probleme im Stadtteil.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinwesenarbeit Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreff Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sanierungskommission
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsche Wohnen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Planen und Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeshauptsstadt Hannover Fachbereich Jugend
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Senioren
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderladen Eselfreunde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenbüro Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sparkasse Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Epiphanias Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Hägewiesen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Niedersächsische Kinderturnstiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
3 Familienzentren: Awo Elmstraße, Paritätischer Hägewiesen, Unterm Kirchturm Hägewiesen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Epiphanias Sportgemeinschaft (ESG)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
INSEA - evidenzbasiertes Stanford Selbstmanagement Programm für chronisch Erkrankte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Niedersächsischer Turnerbund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Koop-Lab "Teilhabe durch kooperative Freiraumentwicklung in Ankunftsquartieren"
Typ
Stadtteil
Galerie
nadu kinderhaus bisherigeskonzeptzielgruppe
stadtteilbauernhof bisherigeskonzeptzielgruppe
nadila  bisherigeskonzeptzielgruppe
wohnzufriedenheit spats bisherigeskonzeptzielgruppe
saz bisheriges konzeptzielgruppe
fuenf sind truempf
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinsam in Norden

Ansprechpartner
Frank Martens
Funktion Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe
Gemeinwesenarbeit und Integration in Quartieren der Stadt Norden
Projektbeschreibung
Das vorliegende Projektvorhaben setzt in zwei Gebieten der Stadt Norden an. Es handelt sich daher um zwei Teilprojekte, die durch übergeordnete Strukturen miteinander verbunden sind. Die gleichzeitige Förderung aller Menschen innerhalb eines Quartiers baut Brücken zwischen den Bevölkerungsteilen. Innerhalb der definierten Gebiete gibt es eine gemischte Bewohnerstruktur (sowohl Mittelschichtangehörige als auch Leistungsbezieher und Neuzugewanderte). Es werden zwei Gemeinwesenarbeiter eingesetzt, in den Quartieren Südwesten und Ortsteil Tidofeld der Stadt Norden im Landkreis Aurich. Die Gemeinwesenarbeiter suchen die Bewohner in ihrem Zuhause auf und nehmen eine aktivierende Befragung vor. Anhand der Themen aus der Befragung kann erkannt werden, welche lebensweltlichen Anliegen die Menschen beschäftigen. Gemeinsam mit den Bewohnern wird ein Weg gefunden, das Leben im Gemeinwesen zu verbessern. Gemeinsam mit den Bewohnern wird daran gearbeitet. Die Bewohner werden ermutigt sich zu beteiligen. Dies fördert die Integration in das Gemeinwesen und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Neben der aufsuchenden Arbeit ist das Netzwerken mit allen Akteuren, die die Arbeit im Quartier unterstützen können, eine wichtige Säule innerhalb des Projektes. Es besteht eine enge Vernetzung mit den Ämtern des Landkreises. Die Vernetzung fördert die nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation.Die Unterstützung bezieht sich auf alle Personen in einem Quartier, auch auf Kinder und Jugendliche. Es werden die Probleme im gesamten Quartier berücksichtigt. Die Gemeinwesenarbeiter eröffnen Möglichkeiten für eigenes Engagement der Bewohner. Eine weitere Grundlage für die Verbesserung des Zusammenlebens im Quartier ist die Ermutigung zur Teilnahme an Freizeit- und kulturellen Angeboten. Personen, die in bestehende Angebote integriert sind, fällt es leichter die deutsche Sprache zu erlernen und über das direkte Umfeld hinaus Menschen kennen zu lernen. Genauso ist die Näherbringung kultureller und künstlerischer Bildung, gerade für bildungsfernere Menschen wichtig. Durch die Durchführung vor Ort sind die Angebote leichter zu erreichen. Außerdem finden sie an bereits bekannten Orten statt. Durch das Miteinander in den Angeboten wird die Akzeptanz gefördert und es entstehen Brücken für die gesamtgesellschaftliche Teilhabe. Diese Bereiche der non-formalen Bildung tragen ebenfalls zu einer nachhaltigen Entwicklung im Quartier bei und stärken das Engagement der Bewohner.
Ausgangslage
Der Landkreis Aurich hat seit 2015 ein breites Netzwerk zur Integrationsarbeit etabliert. Die Bildungsträger führten und führen eine Vielzahl von Sprach- und Qualifizierungsmaßnahmen durch. Bisher ist es nicht gelungen, alle Neuzugewanderten sowie weitere Personen mit und ohne Migrationshintergrund, die Unterstützung benötigen, zu erreichen. Die Integration der Menschen geht nur schleppend voran. Es wird außerdem immer deutlicher, dass die Integrationsarbeit nicht losgelöst von Maßnahmen betrachtet werden kann, die im Gemeinwesen ansetzen. Alle Menschen müssen miteinbezogen werden, auch, um einer stetigen Verschlechterung der Lebenssituation vorzubeugen. Die Wohnsituation trägt oft nicht zur Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens bei. Viele Neuzugewanderte und andere Leistungsberechtigte leben in einem Umfeld mit hohem Migrantenanteil und Anteil leistungsberechtigter Personen. Dort wird weniger deutsch gesprochen und die Umgebung ist durch enge Bebauung, wenig ausgebaute Infrastruktur und ein oft eher tristes Gesamtbild gekennzeichnet. Durch eine Analyse der Bewohnerstruktur der verschiedenen Stadtteile konnten stadtteilübergreifende Quartiere identifiziert werden, die sich teilweise durch hohe Ausländer- sowie Leistungsempfängeranteile auszeichnen. Die Gebiete Norden Südwest und Norden Tidofeld haben teilweise hohe Konzentrationen der Zielgruppe. Im vorliegenden Projektvorhaben setzt die Arbeit der Gemeinwesenarbeiter daher in den beiden Gebieten an. Norden ist die zweitgrößte Stadt des Landkreises. Es wird erwartet, dass durch die Fokussierung auf die beiden Gebiete ein großer Teil der Personen durch Gemeinwesensarbeit erreicht werden kann.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Norden Südwesten
Beschreibung
Norden Südwest: das Gebiet Norden Südwest umfasst Teile der Norder Stadtteile Westlintel, Westgaste sowie Fremouthswarf. Das Gebiet gruppiert sich hauptsächlich um die Straße Warfenweg und direkt angrenzende Straßen, in denen die Konzentration von leistungsberechtigten und ausländischen Bewohnern besonders hoch ist. Auch in anderen Straßen des Gebietes zeigen sich ähnliche Zusammensetzungen, sodass das Gebiet bewusst gewählt wurde. Es wird im Nordosten durch die Norddeicher Straße, im Südosten durch die Alleestraße bzw. die Westerstraße, im Südwesten durch den Westlinteler Weg und im Südwesten durch den Stadtrand eingegrenzt. Die Fläche beträgt 1655888 m², bzw. 165,59 ha.
Einwohnerzahl
4973
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Agentur für Arbeit, Jobcenter Landkreis Aurich, Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Das Projektgebiet beinhaltet Regionen mit einem Ausländeranteil von über 20% (Beispiel Warfenweg 46,5%, Kleine Riege 22,7%). Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Das Projektgebiet beinhalten Straßen mit über 30% Einwohner, die Transferleistungen beziehen (Beispiel Warfenweg 64,5%, Norddeicher Straße 35,0%). Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Jobcenter Landkreis Aurich, Sozialamt Landkreis Aurich
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Norden Tidofeld
Beschreibung
Norden Tidofeld: umfasst den Stadtteil Tidofeld insgesamt, Fläche: 125202 m², 22,5 ha.
Einwohnerzahl
614
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Jobcenter Landkreis Aurich, Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In dem Projektgebiet liegt z.B. die Rheinstraße mit einem Ausländeranteil von 29,7%. Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In dem Projektgebiet liegt z.B. die Rheinstraße mit einem Anteil Einwohner, die Transferleistungen beziehen von 61,9%.Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Jobcenter Landkreis Aurich, Sozialamt Landkreis Aurich
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das vorliegende Projektvorhaben orientiert sich an den Grundsätzen der Gemeinwesenarbeit. Es knüpft an die Interessen der Bewohner an, stärkt die Selbsthilfekräfte und die Eigeninitiative, nutzt die vorhandenen Ressourcen im Quartier, orientiert sich auch über die Zielgruppe hinaus und koordiniert und vernetzt soziale und kulturelle Dienste und Angebote. Die Gemeinwesenarbeiter sind in den Quartieren räumlich verankert und arbeiten mit Bewohnern auf Augenhöhe zusammen. Die Sozialarbeiter arbeiten in einem Netzwerk aus sozialen, gemeinnützigen und Ehrenamtlichen Einrichtungen sowie kommunalen Strukturen und Bildungs- und Qualifizierungsträgern. Dabei wird nicht rechtskreisorientiert gearbeitet, sondern es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt. Die Gemeinwesenarbeiter sind Ansprechpartner für die Personen vor Ort. In der gemeinsamen Aktivität der Gemeinwesenarbeiter mit den Bewohnern und der Bewohner untereinander werden soziale Prozesse in Gang gesetzt und Aktivitäten begleitet, durch die eine positive Veränderung unmittelbar erlebbar wird.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Arbeit mit den Bewohnern erfolgt auf Augenhöhe. Die Wünsche und Bedürfnisse der Personen stehen im Zentrum.
Beschreibung
Einrichtungen, wie Vereine, in der Stadt Norden werden geziehlt angesprochen. Es entsteht ein Portfolio der Angebote. So kann bei vorhandenem Interesse eine Übersicht über Angebote gegeben werden.
Beschreibung
Der Landkreis arbeitet bereits jetzt mit etablierten Netzwerken und Kooperationen. Im Laufe des Projektes entstehen quartiersbezogene Netzwerke durch gemeinsame Ziele und Interessen.
Beschreibung
Es werden alle Menschen innerhalb der Quartiere einbezogen, unabhängig davon, ob sie neuzugewandert, alteingesessen, Leistungsempfänger oder Nicht-Leistungsempfänger sind.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Leinerstift e.V., Deutscher Kinderschutzbund, AWO, Behindertenhilfe Norden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ulrichsgymnasium Norden, Grundschule im Spiet Norden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
PSV Norden e.V., Nordern Turnverein von 1861
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung Landkreis Aurich, Stadt Norden, Sozialamt, Jobcenter, Schulamt und Amt für Kinder, Jugend und Familie vom Landkreis Aurich
Typ
Stadtteil
Galerie
fisha bild 05
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dsc 1110
Zustimmung Veröffentlichung
On

PInsel

Ansprechpartner
Stephanie Thiering
Organisation EJF gemeinnützige AG
Funktion Bereichsleitung
niedrigschwellige Projektarbeit als Motor für Integration
Projektbeschreibung
Über die „P(roduktions)Insel“ sollen ein Netzwerk zur Nachbarschaftshilfe sowie die Integration in den Arbeitsmarkt entstehen. Gemeinsam mit Bewohnern des Bezirkes, Langzeitarbeitslosen und Jugendlichen mit Vermittlungshemmnissen sollen über einen niedrigschwelligen Einstieg durch gemeinsame handwerkliche Arbeitsgelegenheiten ihre sozialen Fähigkeiten in einer Gruppe sowie ihre fachlichen Fähigkeiten bei der Planung und Durchführung von verschiedenen Arbeiten erweitern, um so ihr Quartier mit Aktivitäten und kleinen Projekten zu verschönern. Arbeitsbereiche sind eine Kreativwerkstatt sowie eine Back- und Kochstraße, so dass die Teilnehmer kulinarische Kleinigkeiten ihres Herkunftslandes zum Selbstkostenpreis anbieten. Viel genutzte sowie brachliegende Flächen sollen z.B. mit selbstgebauten Hochbeeten verschönert und als Treffpunkte etabliert werden. Die Teilnehmer erfahren eine erhöhte Identifikation mit ihrem Stadtteil und den Nachbarn, es wird stärker auf die Instandhaltung geachtet und die Wertigkeit durch das Einbringen der eigenen Arbeitskraft erhöht sich. da vor allem in der Quakenbrücker Neustadt viele Jugendliche ohne Schulabschluss und Aussicht auf eine Arbeitsstelle wohnen, soll bei Ihnen das Bewusstsein entstehen, dass durch eigenes und gemeinschaftliches Tun das Wohnquartier eine Aufwertung erfährt und handwerkliche Tätigkeiten Spaß machen können. Gespräche mit Ehrenamtlichen können die Bedeutung eines Schulabschlusses sowie einer abgeschlossenen Ausbildung hervorheben. Die Erkenntnis, mit dem eigenen Handeln etwas für sich und andere bewirken zu können ist der erste Schritt, um die Integration in das Gemeinwesen und in eine langfristig orientierte Erwrbstätigkeit erfolgreich zu schaffen. In diesem Prozess werden alle Teilnehmer eng von Sozialpädagogen und Anleitern mit fachspezifischem handwerklichen Hintergrund in den unterschiedlichen Prozessstufen begleitet und in ihrer Entwicklung gefördert. Bei Teilnehmer, die über die MaßArbeit Grundsicherung erhalten, werden die Fortschritte monatlich besprochen, um bei guten Erfolgen eine Vermittlung der Teilnehmer in eine Einstiegsqualifizierung, in Arbeit oder Ausbildung zu erreichen. Um die Qualifizierung positiv zu bestärken werden die Teilnehmer weiterhin von dem Sozialpädagogen im Betrieb besucht, um gemeinsam mit den Arbeitgebern Entwicklungsgespräche zu führen. Wird keine weitere Unterstützung bei dem Nachgehen von Arbeit oder Ausbildung benötigt, ist die Reintegration gelungen.
Ausgangslage
In der Samtgemeinde, insbesondere in Quakenbrück, gibt es eine große Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, bei denen eine gute Schulbildung sowie das Erlernen eines Berufes oder das Ergreifen einer Arbeit eine geringe Bedeutung haben. Die angezeigten Schulpflichtverletzungen sind relativ hoch, so dass es in der Samtgemeinde Artland derzeit zwei Projekte zum Abbau von Sozialstunden gibt. die Hprde, den Schulbesuchwieder regelmäßig aufzunehmen, ist bei einige Jugendlichen aufgrund ihrer kulturellen Prägung und dem Miteinander in der Peer-Group relativ hoch. Aufgrund der unterschiedlichen Sozialisationen der verschiedenen Migrantengruppen erscheint ein miteinander Leben ohne gezielte Projektarbeit schwierig. nur durch gemeinsames Handeln und miteinander sprechen können die Werte, Normen und Befindlichkeiten des Gegenübers angehört und respektiert werden, ohne dass sich für das eigene Leben gerechtfertigt werden muss. Hervorzuheben sind bei einer Migrantengruppe die noch klassische Aufteilung der Männer- sowie Frauenrolle, nach der die Jungs dazu erzogen werden der Ernährer der Familie sein zu müssen, während für die Mädchen eine frühe Heirat inklusive Kinderwunsch vor einem Schulabschluss oder einer Ausbildung stehen. Daneben lassen sich Jugendlichen und junge Erwachsene ausmachen, die aufgrund fehlender sozialer, ökonomischer oder kultureller Ressourcen schlechtere Chancen für eine gute Schulbildung haben und sich einen Bildungsaufstieg nur mit viel Mühe erarbeiten können.
GWA/QM-Ansatz
Die Gemeinwesenarbeit stellt einen Ansatz der Sozialen Arbeit dar, bei dem gemeinsam mit den Teilnehmern versucht wird, die Lebensqualität in ihren Wohnquartieren zu steigern. Zudem sollen Problemlagen, die das Miteinander im Quartier beeinträchtigen aufgegriffen und durch gezielte Handlungsansätze langfristig gelöst werden. Gemeinsam mit dem Sozialpädagogen und den Anleitern für die Arbeitsbereiche "Kreativwerkstatt" und "Back- und Kochstraße" sollen mit den Teilnehmern Ideen entstehen und umgesetzt werden, die ein gemeinsames Miteinander der unterschiedlichen Generationen, Kulturen und Migrationsgeschichten ermöglichen. Der Sozialpädagoge und die Anleiter bringen sich dabei aktiv in das Geschehen ein und helfen, Hürden des Miteinanders zu verringern und abzubauen. Zudem soll über die Integration in das Arbeitsleben eine Möglichkeit geschaffen werden, das Selbstwertgefühl des Einzelnen zu stärken und Kompetenzen zu erlernen, die auf unterschiedliche Arten wieder dem Gemeinwesen zu gute kommen.
Vorhandene Strukturen
Das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk gemeinnützige AG betreibt in der Quakenbrücker Neustadt ein Mehrgenerationenhaus, in dem unterschiedliche Angebote für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Erwachsene und Senioren für einen geringen Kostenbeitrag angeboten werden. Ehrenamtliche begleiten einen Seniorenmittagstisch oder engagieren sich als Lesepaten. Über das Projekt "Jugend stärken im Quartier" sollen durch den Jugendcoach und den Berufsstarter Jugendlichen ohne institutionelle Anbindung aufgesucht und an bestehende Angebote in der Stadt oder der Samtgemeinde Artland angebunden werden. Mit ihnen wird an ihren persönlichen Entwicklungshemmnissen gearbeitet, so dass sie im besten Fall einen Hauptschulabschluss erwerben und in eine Einstiegsqualifizierung, eine Ausbildung oder in Arbeit weitervermittelt werden können. In dem Projekt "Deine Chance" bauen Schulverweigerer die vom Gericht auferlegten Sozialstunden am Nachmittag in gemeinnützigen Einrichtungen ab. Aufgrund der langjährigen Aktivitäten im Gebiet verfügt das EJF über ein gut ausgebautes Netzwerk an Kooperationspartner in der Samtgemeinde Artland. Zudem sind die Sozialarbeiter im Gebiet bekannt und werden bei Problemen auch direkt von den Jugendlichen oder ihren Eltern angesprochen und um Rat gefragt. Zudem gibt es in allen Gemeinden einen guten Zugang zu den jeweiligen Bürgermeistern und den Ratsmitgliedern, so dass die Umsetzung einzelner Maßnahmen durch geringen Aufwand realisiert werden können.
Galerie
aufbau projekt
kompetenzvermittlung
anordnung raum

PInsel

Ansprechpartner
Stephanie Thiering
Organisation EJF gemeinnützige AG
Funktion Bereichsleitung
niedrigschwellige Projektarbeit als Motor für Integration
Projektbeschreibung
Über das Projekt P(roduktions)Insel sollen junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren mit Vermittlungshemmnissen über einen niedrigschwelligen Einstieg durch gemeinsame handwerkliche Tätigkeiten ihre sozialen Fähigkeiten in einer Gruppe sowie ihre fachlichen Fähigkeiten bei der Planung und Durchführung von verschiedenen Arbeiten erweitern. Ziel ist es, in den Arbeitsbereichen "Back- und Kochstraße" und "Bauen und Basteln" den Quakenbrücker Stadtteil Neustadt sowie die vier Jugendtreffs in der Samtgemeinde Artland mit kulinarischen Köstlichkeiten zum Selbstkostenpreis zu versorgen. Zudem sollen viel genutzte Plätze z.B. mit selbstgebauten Blumenkästen verschönert und brachliegende Flächen wieder der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. So erfolgt bei den Teilnehmern eine Identifikation mit ihrer Gemeinde, es wird stärker auf die Instandhaltung geachtet und die Wertigkeit durch das Einbringen der eigenen Arbeitskraft erhöht sich. Da vor allem in der Quakenbrücker Neustadt viele Jugendliche ohne Schulabschluss und Aussicht auf eine Arbeitsstelle wohnen, soll mit diesem Projekt zunächst das Bewusstsein entstehen, dass jeder sich durch die eigenen Hände und somit durch die eigene Tätigkeit die nach außen sichtbar Wohnqualität verbessern kann und Spaß an handwerklicher Arbeit findet. Die Wichtigkeit eines Schulabschlusses und damit verbunden eine abgeschlossene Ausbildung wird mit dem Sozialpädagogen erarbeitet. Diese Erkenntnis, mit dem eigenen Handeln etwas für sich und andere bewirken zu können ist der erste Schritt, um die Integration in das Gemeinwesen und in eine langfristig orientierte Erwerbstätigkeit erfolgreich zu schaffen. In diesem Prozess werden die Teilnehmer eng von Sozialpädagogen und Anleitern mit fachspezifischem handwerklichen Hintergrund in den unterschiedlichen Prozessstufen begleitet und in ihrer Entwicklung gefördert. In monatlichen Gespräche mit der MaßArbeit kAöR (SGB II) werden die Fortschritte miteinander besprochen. Bei guten Erfolgen in der Projektarbeit erfolgt eine Vermittlung der Teilnehmer in eine Ausbildung, eine Einstiegsqualifizierung oder eine Arbeitsstelle. Um die Erfolgschancen des Teilnehmer auf Dauer zu sichern, wird dieser weiterhin regelmäßig von dem Sozialpädagogen im Betrieb besucht. Zudem sollen Gespräche mit dem Firmenchef ein Abbrechen der Arbeit verhindern. Die Reintegrationsphase ist abgeschlossen, wenn der Teilnehmer ohne weitere Unterstützung einer Ausbildung oder Arbeit nachgeht bzw. nachgehen kann.
Ausgangslage
In der Samtgemeinde Artland, insbesondere in Quakenbrück, gibt es eine große Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, bei denen eine gute Schulbildung sowie das Erlernen eines Berufes oder das Ergreifen einer Arbeitsstelle eine geringe Bedeutung haben. Die angezeigten Schulpflichtverletzungen sind relativ hoch, so dass es für die Samtgemeinde Artland zwei Projekte zum Abbau von Sozialstunden gibt. Die Hürde, den Schulbesuch wieder regelmäßig aufzunehmen, sind bei einigen Jugendlichen aufgrund ihrer kulturellen Prägung und dem Miteinander in der Peer-Group relativ hoch. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bekommen von den älteren Personen ihres Kulturkreises zumeist das Bild vermittelt, dass Schulbildung und Arbeit eine geringe Rolle für das weitere Leben spielen. Es fehlt ihnen an Leistungsbereitschaft und Durchhaltevermögen, die Motivation, morgens aufzustehen und für die Erfüllung ihrer Wünsche und Träume etwas zu leisten. Für die Mädchen ist häufig eine frühe Heirat verbunden mit einer frühen Schwangerschaft das wichtigste in ihrem jungen Leben. Da sich die Probleme im Jugendalter manifestieren, gibt es genügend Erwachsene zwischen 28 und 55 Jahren, die weder einer geregelten Arbeit nachgehen, noch eine abgeschlossene Ausbildung haben. Um diese kulturellen Einflüsse und eingefahrenen Verhaltensmuster aufzuweichen wird angestrebt, dass sich die jungen Menschen gemeinsam mit den Erwachsenen für ihre jeweilige Gemeinde engagieren und in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen voneinander und miteinander lernen.
GWA/QM-Ansatz
Die Gemeinwesenarbeit stellt einen Ansatz der Sozialen Arbeit dar, bei dem gemeinsam mit den Teilnehmern versucht wird, die Lebensqualität in ihrem Wohnquartier zu steigern. Zudem sollen Problemlagen, die das Miteinander im Quartier beeinträchtigen aufgegriffen und durch gezielte Handlungsansätze langfristig gelöst werden. Gemeinsam mit dem Sozialpädagogen und den Anleitern für die Arbeitsbereiche "Bauen und Basteln" und "Back- und Kochstraße" sollen mit den Teilnehmern Ideen entstehen und umgesetzt werden, die ein gemeinsames Miteinander der unterschiedlichen Generationen, Kulturen und Migrationsgeschichten ermöglichen. Der Sozialpädagoge und die Anleiter bringen sich dabei aktiv in das Geschehen ein und helfen, Hürden des Miteinanders zu verringern und abzubauen. Zudem soll über die Integration in das Arbeitsleben eine Möglichkeit geschaffen werden, das Selbstwertgefühl des Einzelnen zu stärken und Kompetenzen zu erlernen, die auf unterschiedliche Arten wieder dem Gemeinwesen zu gute kommen.
Vorhandene Strukturen
Das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk gemeinnützige AG betreibt in der Quakenbrücker Neustadt ein Mehrgenerationenhaus, in dem unterschiedliche Angebote für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Erwachsene und Senioren für einen geringen Kostenbeitrag angeboten werden. Ehrenamtliche begleiten einen Seniorenmittagstisch oder engagieren sich als Lesepaten. Über das Projekt "Jugend stärken im Quartier" sollen durch den Jugendcoach und den Berufsstarter Jugendlichen ohne institutionelle Anbindung aufgesucht und an bestehende Angebote in der Stadt oder der Samtgemeinde Artland angebunden werden. Mit ihnen wird an ihren persönlichen Entwicklungshemmnissen gearbeitet, so dass sie im besten Fall einen Hauptschulabschluss erwerben und in eine Einstiegsqualifizierung, eine Ausbildung oder in Arbeit weitervermittelt werden können. In dem Projekt "Deine Chance" bauen Schulverweigerer die vom Gericht auferlegten Sozialstunden am Nachmittag in gemeinnützigen Einrichtungen ab. Aufgrund der langjährigen Aktivitäten im Gebiet verfügt das EJF über ein gut ausgebautes Netzwerk an Kooperationspartner in der Samtgemeinde Artland. Zudem sind die Sozialarbeiter im Gebiet bekannt und werden bei Problemen auch direkt von den Jugendlichen oder ihren Eltern angesprochen und um Rat gefragt. Zudem gibt es in allen Gemeinden einen guten Zugang zu den jeweiligen Bürgermeistern und den Ratsmitgliedern, so dass die Umsetzung einzelner Maßnahmen durch geringen Aufwand realisiert werden können.
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