Lebendige Dorftreffpunkte in der Samtgemeinde Neuenkirchen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ruth Klaus-Karwisch
| Funktion | Fachbereichsleitung Familien, Bildung und Ehrenamt |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Projektbeschreibung
Die SG Neuenkirchen muss sich den demographischen Veränderungen und damit auch den gesellschaftlichen u. urbanen Veränderungsprozessen stellen. Zum Erhalt und zur Verbesser-ung der Lebensqualität vor Ort sind bürgerschaftliches Engagement und zivilgesellschaftliche Strukturen unverzichtbar. Durch lebendige Treff-punkte in allen Gemeinden soll eine nachhaltige Verbesserung Infrastruktur vor Ort und wichtige Kristal-lisationspunkte des gesellschaftlichen Lebens entstehen. In Merzen ein Jugend- u. Dorftreffpunkt an der Schule, in Neuenkirchen soll 2021/22 der Dorftreff Beim Alten Haarmeyer und in Voltlage entsteht zurzeit der erste Dorftreffpunkt die Dorfküche. Die Projekte in Neuenkirchen und Voltlage werden im Rahmen der ZILE Förderung- soziale Dorfentwicklung bezuschusst. Die Treffpunkte sollen zukünftige folgende Funktonen für die Dorfgemeinschaft einnehmen: Treffpunkt für Alle Bürger/innen, Organisation und Durchführung von Kultur-, Informations- und Begegnungsangebote, Jugend- und Seniorenarbeit, Raum für Vereinsarbeit und Treffpunkt der Ehrenamtlichen vor Ort, Integrations- und Migrationsarbeit vor Ort, Begegnungs- und Austauschmöglich-keiten für Ehrenamtliche und Angebote der Freiwilligen Agentur der Samtgemeinde Neuenkirchen. Durch die Treffpunkte werden offene Begegnungsstätte geschaffen, die zum Dialog einladen und zur Stärkung der Dorfgemeinschaft führen. Diese Treffpunkte unterstützt dadurch nicht nur die Ziele der Sozialen Dorfent-wicklung, sondern auch die im Audit familiengerechte Kommune. In den Bürgerbeteiligungsformaten wurde deutlich, dass:
- ein starker Bedarf an Beratungs- u.Unterstützungsangebot in unterschiedlichen Lebenslagen u. Altersgruppen fehlt
-Struktur der Dorfgemeinschaften hat sich verändert ( Überalterung, fehlende Integration von „Neubürger*innen und Vereinsamung
- Die Kompetenzen zur Erkennung von Problemlagen/Bedarfen und Hilfe zur Selbsthilfe fehlen.
Im Rahmen der Gemeinwesenarbeit, soll eine hauptamtliche Person, zur Koordination und Belebung der „lebendige Treffpunkte“ einsetzen werden. Aufgabe ist der Aufbau der Treffpunkte, die Bündelung /Vernetzung bereits vorhandenen Strukturen und Angebote, Lotsenaufgabe, Bedarfsermittlung sowie Stärkung der ausgebildeten Dorfmoderatoren. Durch den Prozess der Gemeinwesenarbeit soll der soziale Zusammenhalt aller Bewohner-gruppen gefördert, die soziale Teilhabe aller ermöglicht, die soziale Infrastruktur insgesamt verbessert werden und Selbsthilfepotenziale gefördert werden
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
IIn der SG Neuenkirchen haben sich keine Dorfgemeinschaften gebildet. Die Altein-gesessenen, die Aussiedler und Menschen mit Fluchterfahrung bleiben unter sich. Eine wirkliche Integration ist bisher nicht gelungen. Zusätzlich steht die SG Neuenkirchen steht vor der Herausforderung einer überalternden Bevölkerung. Mehr-generationenfamilienstrukturen, gibt es aufgrund des Fortzuges von jüngeren Menschen, selten. Alte, allein-stehende Menschen leben isoliert. Die Einsamkeit und der Hilfebedarf der Bürger/innen (soziale Kontakte, Mangelernährung, Sicherung d. Versorgung und Unterstützungsangebote) steigt stetig. Vor Ort werde deshalb Angebote benötigt die das soziale Miteinander stärken. Bisher hat die SG Neuenkirchen lediglich langfristige, ortsnahe Unterstützungsstrukturen aufgebaut. Es wurden ehrenamtliche Helfer- und Unterstützerstrukturen für alle Bürger*innen die Kleinen Hilfen“ gegründet. Zur Unterstützung des Ehrenamtes gibt eine Freiwilligen-agentur und über die soziale Dorfentwicklung wurden Dorfmoderatoren ausgebildet. Es gibt zahlreiche Beratungs- u. Dienstleistungsangebote in der“ Drehscheibe“. Diese Infrastruktur unterstützt Bürger, stärkt aber nicht die Dorfgemeinschaft in sich. Zukünftiges Ziel ist es, langfristig die Dorfgemeinschaften zu stärken. Sie soll befähigt werden Probleme vor Ort zu erkennen und Selbstheilungspotenziale gezielt einzusetzen. Bürger sollen Verantwortung für sich und für andere übernehmen. Der Schwerpunkt des Projektes liegt in der Koordinierung u. Vernetzung der vorhandenen Ressourcen, Etablierung von Beteiligungsmöglichkeiten, Aktivierung der Selbstorganisationspotentiale sowie Selbsthilfepotenziale in den Mitgliedsgemeinden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Neuenkirchen
Beschreibung
Die Samtgemeinde Neuenkirchen liegt im südwestlichen Niedersachsen im Nordteil des Landkreises Osnabrück und ist somit Teil der Region Weser-Ems. Sie besteht aus den Mitgliedsgemeinden Merzen, Neuenkirchen und Voltlage. Die Samtgemeinde Neuenkirchen ist ein sehr ländlich gelegener Ort mit ca. Fläche: 152,81 km² Fläche. Sie ist die am dünnsten besiedelte Gemeinde im ländlich strukturieren Landkreis Osnabrück und liegt mit 68 Einwohnern je Quadratkilometer weit unter dem niedersächsischen Landesdurchschnitt von 163 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Samtgemeinde verfügt über einen typischen dörflichen Charakter und steht beispielhaft für viele Kommunen im wirtschaftlich starken nord-westlichen Niedersachsens.
In Samtgemeindeverwaltung soll eine hauptamtliche Stelle zur Entwicklung des Gemeinwesens entstehen. In jeder Mitgliedsgemeinde sollen lebendige Dorftreffpunkt für die Dorfgemeinschaften entstehen. Jede einzelne Dorfgemeinschaft soll gestärkt werden. Es soll ein „Kirchtumdenken“ gefördert werden. Aber wo Synergien zwischen den Gemeinden hilfreich sind, soll die Gemeinschaft der Samtgemeinde Neuenkirchen auch funktionieren.
Das Projektgebiet liegt im Programmgebiet „Soziale Stadt“: nein
Einwohnerzahl
10687
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeabteilung SG Neuenkirchen Stand 04/2021
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklungsdaten Referat S Landkreis OS
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklungsdaten Referat S Landkreis OS
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklungsdaten Referat S Landkreis OS
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ww.wegweiser-kommune.de/statistik/neuenkirchen-os+soziale-lage+2016-2018+tabelle
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ww.wegweiser-kommune.de/statistik/neuenkirchen-os+soziale-lage+2016-2018+tabelle
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ww.wegweiser-kommune.de/statistik/neuenkirchen-os+soziale-lage+2016-2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ww.wegweiser-kommune.de/statistik/neuenkirchen-os+soziale-lage+2016-2018+tabelle
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
samtgemeinde_neuenkirchen_2020-08-03.pdf
(175.94 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Samtgemeinde Neuenkirchen wird in ihren Mitgliedsgemeinden lebendige Dorftreffpunkt in den jeweiligen Gemeindezentren baulich errichten. Es bestehen bereits vielfältige u.a. Beratungs- und Dienstleistungsangebote, ein Fahrdienst für Bürger*innen und eine FreiwilligenAgenturen. Die Politik und Verwaltung hat Beteiliungsformate wie das Audit familiengerechte Kommune und die sozialen Dorfentwicklung durchgeführt. Es wurden Dorfmoderatoren ausgebildet, die soziale Kleinstprojekte betreuen und als Ansprechpartner vor Ort für die zur Verfügung stehen. Bisher wurden alle Maßnahmen von der Politik und Verwaltung angeregt und gesteuert. Langfristig sollen Bedingungen geschaffen werden, die dazu führen, dass sich Bürger*innen für Ihre Belangen vor Ort einsetzen und das vorhandene Know-How z.B. der Ehrenamtlichen Helferkreise und der Dorfmoderatoren nutzen bzw. auf/ausbauen.
Im Gesamtprozess braucht es eine hauptamtliche Koordination zur Planung, Steuerung und Unterstützung für eine etablierte Praxis von Gemeinwesenarbeit. Durch eine professionelle Gemeinwesenarbeit soll die vorhandenen Strukturen/ Angebote (s.o) bekannter und ein lebendiges Zusammenleben vor Ort in den Mitgliedsgemeinden angeregt, die Anliegen von Bürger*innen noch stärker aufgegriffen und ihr Engagement und die gemeinschaftlichen Aktivitäten in den Mitgliedsgemeinden in den Dorftreffpunkten gefördert werden. Hilfe zur Selbsthilfe steht im Fokus, kollektives Empowerment soll erreicht werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bürger*innen die lebendigen Treffpunkte nutzen und mit Leben füllen. Eigene Aktionen, Veranstaltungen,gemeinsame Aktivitäten die der Gemeinschaft dienen. Die Gemeinschaft erkennt die Belange des Ortes und versucht gemeinsam Lösungen/Ideen umzusetzen.
Beschreibung
Potenziale der Vereine, Verbände und Ehrenamtlichen sind bekannt und werden für die Gemeinschaft vor Ort gewinnbringend eingesetzt und ggfs. ausgebaut.
Kriterium
Beschreibung
Bürger*innen nutzen die Treffpunkte als Anlaufstelle. Aktivitäten vor Ort werden selbst organisiert und umgesetzt. Es haben sich verlässliche Strukturen für Aktive Bürger*innen zur Organisation vor Ort gebildet. für
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Sport-, Heimatverein, Landfrauen und - jugend, Triebwerk e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Osanbrück -Senioren und Pflegeberatung, FreiwilligenAgentur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschulen vor Ort und die Oberschule der Samtgemeinde, VHS, Musikschule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bestehende Ehrenamtskreis aus sozialer Dorfentwicklung, Seniorenarbeit, Jugendteam, Dorfmoderatoren, Mitglieder der GgmbH "Beim alten Haarmeyer"
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Vor Ort werden derzeit baulich die Treffpunkt errichtet. Mit Hilfe der Koordinierungsstelle soll nachhaltige Beteiligungsformate und Ehrenamtsstrukturen vor Ort aufgebaut werden. Die laufenden Kosten für die Treffpunkte werden langfristig von der SG Neuenkirchen getragen. Die Arbeit der FreiwilligenAgentur ist bereits langfristig im Stellenplan der SG Neuenkirchen etabliert. Die Politik muss im Laufe des Projektes entscheiden, ob Sie für die GWA Arbeit eine Planstelle schaffen wird.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bewegende Begegnungen im Nordertor
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Klaus Lüdeke
| Funktion | Geschäftsführung / Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Es sind die Begegnungen, die das Zusammenleben in einem Stadtteil gestalten und bereichern.
Projektbeschreibung
Durch eine Vielzahl von Bewegungs- und Ernährungsangeboten wollen wir aktiv Begegnungen fördern, die für alle Menschen im Stadtteil zugänglich sind. Ein gemeinsamer Nenner ist das Kochen und Essen. Mit der mobilen Fahrradküche, die wir z.Zt. in Kooperation mit dem CJD bauen, werden wir an verschiedenen Standorten die Bew. zum gemeinsamen Kochen, Essen und Plaudern einladen. An unseren beiden Standorten, dem UNo und dem Bewohnertreff werden Kochgruppen entstehen, die sich wöchentlich zum gemeinsamen Kochen und Austauschen treffen. Ein weiterer gemeinsamer Nenner ist die Bewegung. Ein Bewegungspark mit Outdoor-Fitness Geräten, zu einem großen Teil abgestimmt auf die Bedürfnisse älterer Menschen, soll im ersten Jahr als feste Anlaufstelle entstehen. Rund um diesen Bewegungspark sollen weitere, durch die Bewohnerschaft organisierte, Bewegungsangebote wie z.B. Pilates, Walking und Gymnastik stattfinden. Unter Beteiligung der Zielgruppen werden nach und nach weitere Anlaufpunkte für Begegnungen und Beteiligungen geschaffen. Dies sollen öffentliche Freiflächen ohne und mit Trimm-Dich-Pfad Geräten sein. Auf diese Weise soll ein "Rundparcours" entstehen, der sich durch das ganze Nordertor zieht. Gesundheits- und Bewegungsförderung sollen an der Lebenswelt aller Menschen anknüpfen bzw. in ihrer Lebensumwelt stattfinden. Der Focus liegt dabei auf den Faktoren „soziale Beziehungen“, „Partizipation“ und „lokale Intervention“ da der unmittelbare Raum von Bewohner*innen eines Stadtteils eine soziale Relevanz für Wohlbefinden und Gesundheit darstellt. In Nienburg leben viele Student*innen der Polizeiakademie, die bei ihren Freisportübungen auch Anwohner*innen Anregungen und Tipps für die richtige Bewegung geben können und mit ihnen ins Gespräch kommen sollen. Die Einzelnen Treffpunkte werden mit 1-2 Trim-Pfad-Gerät(en) und einer "Nordertorbank" ausgestattet um für Jüngere und Ältere Treffpunkte zu schaffen. Am Ende werden wir eine Broschüre erstellen, in der die einzelnen Standorte aufgeführt und die Geräte erklärt sind. Über den Projektzeitraum hinaus sollen die Bewegungs- und Ernährungsangebote um Kultur- und Freizeitangebote erweitert werden. Mit der mobilen Fahrradküche werden wir die Standorte immer wieder anfahren und die Bewohner*innen zum gem. Kochen und Essen einladen. Um den angestrebten Begegnungscharakter an den Treffpunkten zu erreichen, werden wir das Beteiligungsprojekt „Nordertorbänke“ in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilhaus und dem QM forcieren.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die GWA im Nordertor wird gemeinsam vom Team des Stadtteilhauses Nordertor und dem Verein Unser Nordertor e.V. wahrgenommen und jeweils aufeinander abgestimmt. Ein gemischtes Wohnumfeld (Einfamilienhäuser und kommunaler Wohnungsbau) trägt zur Beheimatung einer heterogenen Bevölkerung mit verschiedenen sozialen und kulturellen Hintergründen bei.
Es fehlen jedoch weiterhin im Nordertor Plätze/Einrichtungen mit Begegnungscharakter für Jung und Alt. Ältere Menschen können oft wg. ihrer eingeschränkten Mobilität nicht an Angeboten teilnehmen. Auch unsere Räume sind für sie z.T. schwer zu erreichen. Jugendliche wie auch Student*innen wünschen sich in ihrem Umfeld weitere Sport-/Bewegungsmöglichkeiten. Einige Student*innen haben bereits eine Initiative zur Errichtung eines Calisthenic-Parks gegründet. Eine erste Anlage ist außerhalb des Nordertors in der Innenstadt geplant. Eine weitere Anlage soll im Nordertor entstehen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg Nordertor
Beschreibung
Im Norden ist die Grenze bei der Holtorfer Straße/Wilhelm-Busch-Str. zu ziehen. Westlich bildet die Große Drakenburger Str. die Grenze des Stadtteils. Südlich verläuft die Grenze Verdener Landstr./Dr.-Franck-Str. Östlich verläuft die Grenze an der Straße Grefengrund, Platanenstr., B6/2124 und Celler Str. bis zur Holtorfer Straße.
Einwohnerzahl
4776
Quelle / Anmerkungen
Keck-Atlas Nienburg
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Das Programmgebiet der Sozialen Stadt ist nur ein Teilgebiet des Nordertors (siehe Karte 1)
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
53
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Nienburg/Weser
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
nordertor1.jpg
(1.1 MB)
nordertor2.jpg
(1.06 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit der direkten Ansprache und unseren wohnortnahen Angeboten wollen wir eine große Beteiligung der Bewohner*innen erreichen. Dies haben wir in den letzten Jahren bereits erfolgreich mit unserem "roten Sofa" durchgeführt. Zusätzlich sind Kooperationen mit verschiedenen Akteuren aus den Bereichen Gesundheit, Sport, Pflege und Betreuung, Wohnungswirtschaft und im Quartier (Stadtteilebene) geplant. Wir unterstützen Bewohner*innen bei der Selbstorganisation und der eigenen Handlungsfähigkeit. Wir setzen Ideen und Anregungen der Bewohner*innen um. Durch die GWA werden bestehende und neu entstehende Bedarfe abgedeckt. Im Zentrum stehen die Bewohner*innen. „Was habt ihr für Interessen?“ „Was wünscht ihr euch?".
Es sollen Angebote für alle Altersgruppen entstehen, die zur Verbesserung der eigenen Lebenssituation führen. Es soll erreicht werden, gegenseitiges Verständnis und Solidarität unter allen Bewohner*innen, generationen-, milieu- und nationalitätsübergreifend zu entwickeln. Es werden vorhandene Ressourcen und Potentiale im Stadtteil aktiviert, verknüpft und soziale Netzwerke geschaffen bzw. gestärkt. Erreichen wollen wir das durch aufsuchende persönliche Gespräche und durch stark beteiligungsorientierte Angebote.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Angebote werden von den Bewohner*innen angenommen und es werden von den Bewohner*innen selbst Angebote angeregt und umgesetzt.
Kriterium
Beschreibung
Selbstorganisierte Angebote werden von Bewohner*innen in Eigenregie durchgeführt
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen unterstützen sich gegenseitig z.B. beim gemeinsamen Kochen oder unterstützen sich bei den Bewegungsangeboten.
Vorhandene Strukturen
Seit 09/2015 sind eine Sozialarbeiterin der Stadt Nienburg und, seit 03/2017, zusätzlich ein
Quartiersmanager für den Aufbau der GWA im Sanierungsgebiet "Soziale Stadt -Nordertor"
tätig. Unser Stadtteilverein Unser Nordertor e.V. kam 09/2018 hinzu. Es bestehen stabile
Kooperationen zu hauptamtlichen Akteuren der sozialen Infrastruktur und zu Netzwerken der
Integration, Jugendhilfe, Bildungseinrichtungen und zu Betrieben im Stadtteil. Es bestehen
ehrenamtliche Strukturen im Sanierungsgebiet wie den Stadtteilbeirat und Arbeitsgruppen,
die sich den Themen Wohnumfeld, Verkehr, Stadtteilzeitung, Stadtteilfonds und Soziales
widmen. Im Stadtteilverein, der über das Sanierungsgebiet hinaus agiert, engagieren sich
Mitglieder wie auch Nichtmitglieder beispielsweise in einer Müllsammelgruppe oder im
Bereich der Nachbarschaftshilfe und beim Bewohnercafé.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtverwaltung Nienburg/Weser, Stadtteilhaus Nordertor mit QM
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christliches Jugenddorf (CJD)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Michael Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Nienburg / Weser
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nienburger Wohnungsbau Konrad Ernsting GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diakonie-Sozialstation Nienburg gemeinnützige GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SCHULEN RAHN Gemeinnützige Schulgesellschaft mbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Harke, Die Harke am Sonntag, Blickpunkt Nienburg, Radio Mittelweser
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach Projektablauf wird der Verein die Angebote weiter betreiben und nach den Bedürfnissen der Bewohner*innen weiter ausbauen.
In der Partizipation sieht die kommunale Verwaltung auch eine Komplettierung der GWA im Nordertor. Eine vertragliche Vereinbarung zw. der Stadt Nienburg/Weser und dem Verein zur Übernahme einer ergänzenden GWA, über das "Soziale-Stadt-Gebiet" hinaus, ist in Vorbereitung.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinwesenarbeit für Einbeck
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Andreas Dorfschmidt
2. Kurzbeschreibung
Einbeck: pura vida (das reine Leben) – aber nur gemeinsam
Projektbeschreibung
In der Kernstadt von Einbeck wird ein Prozess etabliert, der in Form eines Perpetuum Mobiles zu immer größerer Lebensqualität für die Bewohnenden führt. Wir initiieren diesen Prozess, begleiten/moderieren ihn und übergeben ihn letztendlich in die völlige Selbstorganisation der Bewohnenden, u.a. gestützt durch zuvor qualifizierte Ehrenamtliche.
Hierbei begleiten uns engagierte Akteur*innen der Stadt: Wir vernetzen alle relevanten Einrichtungen Ressortübergreifend und beziehen auch diejenigen mit ein, die bisher nur Konsument*innen oder "Zuschauer*innen" waren.
Die Akteur*innen verbinden humanistische Werte, soziales und kulturelles Engagement sowie Identifikation mit einer bemerkenswerten Stadt, die Tradition und Aufbruch vereint. Auf dieser Grundlage setzen u.a. gegensätzliche Interessen und Betrachtungsweisen Energie frei und werden Motor eines dialektischen Prozesses, der zu immer mehr Lebensqualität führt – wir freuen uns darauf.
Die Akteur*innen bilden den Beirat für die GWA, der die Querschnittsthemen der GWA-Arbeit setzt:
- Zusammenleben: Welchen Beitrag kann jede*r einzelne zu einem solidarischen, toleranten und lebenswerten GW leisten?
- Wie können wir allen, insbesondere den Älteren und Migrant*innen, die Beteiligung am GW ermöglichen und ihre soziale Situation verbessern?
- Selbstbestimmung der jungen Menschen: „Es ist unsere Zukunft“ – alle Initiativen sind danach zu bewerten. Andererseits werden sie gefordert, sich im Besonderen für die Benachteiligten einzusetzen.
- Was können wir in unserer GWA und jede*r einzelne für den Klimaschutz tun?
Es werden konkrete Projekte entstehen, die dem GW eine Identität, eine Stimme und Strahlkraft in die gesamte Stadt verleihen (z.B. eine würdige Lebensqualität der Älteren).
Für diese Entwicklung, für Begegnung, Austausch und niedrigschwellige Hilfsangebote braucht es realen Raum: Ein Nachbarschaftszentrum – mitten in der Stadt, die Tür immer offen und die Sonne immer scheinend – für Einzelne, verbundene und lose Gruppen.
Bei spezifischem Beratungsbedarf vermitteln wir weiter – als Nebeneffekt werden so sogar zusätzliche soziale Dienstleistungsangebote entstehen.
Unser*e GW-Arbeiter*in verfügt über die Sozialkompetenzen und einen Instrumentenkoffer, um ein Nachbarschaftszentrum dauerhaft pulsierend zu halten, in dem jede*r sein/ihr Beteiligungsformat findet.
„Und Bekämpfung des (Rechts-)Extremismus?“ Das GW erreicht ein Level an Lebensqualität, auf dem es keine Opfer für „Menschenfänger“ gibt.
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Strukturanalysen stellen für Einbeck eine überdurchschnittliche Betroffenheit vom demographischen Wandel fest (mit starker Zunahme der Älteren und starkem Rückgang der Jüngeren) und fordern für die Kernstadt u. a. einen Ausbau der sozialen u. kulturellen Infrastruktur – wir „malen“ ein psychosozial geprägtes Bild:
Einbeck...
- ein „Weltunternehmen“ – aber auch einen harten Kern an Langzeitarbeitslosen, nicht integrierten Migrant*innen und Älteren, die ohne ausreichende Versorgung vereinsamen
- eine einmalige historische Altstadt – mit vernachlässigten Wohnungen, in denen sich Benachteiligte fokussieren
- überregionale Aufmerksamkeit durch ein Oldtimermuseum – aber auch durch Rechtsextreme mit einer gespaltenen Gegenbewegung
- Einrichtungen, die hochwertige (Sozial-)Arbeit leisten – aber verzweifeln, weil sie Familien z.T. schon in 3. Generation mit derselben Problematik begleiten
- viele Angebote für spezielle Zielgruppen, die auf professioneller Ebene vernetzt sind – sich aber teilweise als Konkurrenz empfinden u. um ihre Existenz bangen
- ein entstehendes Jugendparlament – aber viele Jugendliche, die sich hierbei nicht mitgenommen fühlen
- wachsende Handelsketten – aber sterbende Läden
- tolle städtische und andere Initiativen (Fachwerk5eck, Smart-City etc.), gut funktionierende Netzwerke – aber nicht diese eine Strategie, die alle Facetten von „lebenswert“ einbezieht und dem GW eine Identität und Stimme verleiht
Die gesamte o. a. Widersprüchlichkeit fokussiert sich in unserem Quartier. Sie enthält eine große Energie, die – ergänzt durch das Engagement der zahlreichen soziokulturellen Selbsthilfeinitiativen – dem Motor des GW einen enormen Schub verleiht.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Bewohnenden des GW entwickeln sich von Konsumenten (z.B. sozialer Dienstleistungen) zu Produzenten ihres Lebens; von passiven Einwohnenden zu Produzenten ihres Lebensumfeldes (des GW). Über das Tun, ihre Beiträge zum GW, bauen sie ihr Selbst aus.
Das wachsende Selbstbewusstsein benötigt keine Diskriminierungen. Es öffnet sich für andere Menschen, ein Miteinander, umso mehr, als ein gemeinsames Ziel verfolgt wird, das GW nach den eigenen Vorstellungen immer lebenswerter zu gestalten.
Der Mangel an Diskriminierungen schafft Platz - gesellschaftliche Themen fließen förmlich in den Freiraum, und damit in die sich ständig gegenseitig befruchtenden Angebote bzw. das Quartier, hinein.
In Einbeck gibt es eine Basis, um hieraus Handlungsansätze zu entwickeln: Das Jugendparlament, die No-Future-Bewegung, diverse soziale und kulturell engagierte Selbsthilfegruppen, Migrant*innenunterstützende Hilfen, auch etablierte Träger und UnterstützerInnen u. v. m.
Der/die GW-Mitarbeiterin baut hierauf auf: Er aktiviert, fördert die Beteiligung und das Miteinander, ausgestattet mit entsprechenden Sozialkompetenzen und einem „Instrumentenkoffer“. Er/sie „spinnt“ Netzwerke, knüpft Kooperationen, organisiert die Steuerung hin zur Selbstorganisation.
So werden Barrieren für Behinderte beseitigt, Migrant*innen bereichern das GW. Die „Alten“ beteiligen sich, die Jungen erweisen sich als solidarisch, in dem sie diese bei der Mobilität und der Anwendung der sozialen Medien (zwecks Vernetzung unte
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Inhaltlich stellen die individuellen und kollektiven Erfolge, die Selbstorganisation, eine Zukunftswerkstatt und der eher steigende Bedarf nach „Bearbeitung“ der gesellschaftlichen Themen die Fortführung des Auftrages auch nach Ablauf von 3 Jahren sicher.
Über die durch Umsiedlung unserer in der Stadt verteilten Standorte zum Nachbarschaftszentrum - ggf. zusammen mit anderen Trägern - generieren wir Synergieeffekte, um die Gemeinkosten und die sachliche Infrastruktur zu finanzieren.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
adobestock_98826047.jpeg
(1.9 MB)
Lebendiges Leineberg-Zentrum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Hanna Köhn
| Funktion | Leitung Stadtteilbüro Leineberg |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wer, wenn nicht wir? Aktiv in unserem Quartier!
Projektbeschreibung
Im Göttinger Quartier „Leineberg“ (2.800 BewohnerInnen) eröffnete 2009 das Stadtteilbüro Leineberg. Seit 2013 wird das Stadtteilbüro getragen vom Nachbarschaftsverein Leineberg (ca. 80 Mitglieder). Derzeit arbeitet eine hauptamtliche Mitarbeiterin im Stadtteilbüro, die unterstützt wird von einer Minijobberin und vielen Ehrenamtlichen. Schwerpunkte der Arbeit sind die Inszenierung von Kommunikationsanlässen, die Förderung von Nachbarschaftshilfe und die Vernetzung der Akteure im Quartier. Dabei haben wir uns aufgrund des hohen Altersdurchschnitts im Quartier besonders mit dem Thema Vermeidung von (Alters-)einsamkeit befasst. Das Stadtteilbüro wirkt zudem mit am stadtweiten Netzwerk der Quartierszentren.
Die BewohnerInnen des Leinebergs beklagen einvernehmlich den Zustand der Ladenzeile im Quartier. Das Stadtteilbüro befindet sich gegenüber der Ladenzeile, unweit der Kirchengemeinde und der Hausarztpraxis. Dieses räumliche Zentrum soll aufgewertet und belebt werden. Dabei wird mit den anliegenden Geschäften und Institutionen zusammen gearbeitet und gemeinsam eine Verbesserung der Nahversorgung in den Blick genommen. Vor dem Stadtteilbüro stehen bereits ein öffentlicher Bücherschrank und eine Bank, die gut genutzt und von AnwohnerInnen gepflegt werden. Allerdings stoßen wir mit einer Weiterentwicklung dieses Ansatzes personell und finanziell an unsere Grenzen. Um das Thema Nahversorgung und Begegnungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum gezielt in den Blick zu nehmen, benötigen wir Arbeitsgruppen, die sich gezielt mit dem Thema befassen und eine Unterstützung der Gruppen bei der Umsetzung ihrer Ideen. Hierzu braucht es zusätzliche Zeit und Sachmittell. Daher möchten wir das Projekt nutzen, um die Selbstorganisation der AnwohnerInnen für die Nahversorgung zu aktivieren, und die Vernetzung im Quartier zu verbessern.
Wir denken die Nahversorgung und die Begegnung im öffentlichen Raum zusammen. Damit lehnen wir uns an am Konzept der „Dorfbegegnungsläden“.
Die Aktivitäten werden mit BewohnerInnen geplant und umgesetzt., die Selbstorganisation wird gestärkt. Die bereits bestehende Stadtteilrunde (Netzwerk der Akteure im Quartier) wird gestärkt und durch die Ladenbetreiber ergänzt.
Die Aktivitäten werden in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung durchgeführt. Die Ergebnisse des Projekts fließen in das Netzwerk der Nachbarschaftszentren ein und werden für andere Zentren und für die gesamtstädtische Strategie zur Arbeit der Nachbarschaftszentren nutzbar.
Laufzeit
2021-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Göttinger "Leineberg" liegt ca. 1,5 km südwestlich der Kernstadt und ist baulich klar vom Rest der Stadt getrennt. Hier leben derzeit 2.800 Menschen, überwiegend im Geschosswohnungsbau. Nachdem der Leineberg viele Jahre als "sozialer Brennpunkt" galt, hat sich das Image in den letzten Jahren gewandelt: Die Städtische Wohnungsbau GmbH als größter Vermieter im Quartier hat ihre Häuser und Wohnungen saniert, die stadtnahe und gleichzeitig ruhige Lage und die im Vergleich zu anderen Quartieren niedrigen Mieten machen die Wohnungen attraktiv und begehrt. Allerdings: Eine Studie zur Nahversorgung in Göttingen bescheinigt, was alle LeinebergerInnen schon lange wissen: Das Ladenzentrum ist nicht mehr zeitgemäß und die Nahversorgung ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Geschlossen haben in den letzten Jahren die Drogerie, die Apotheke und die Bankfiliale. Gleichzeitig ist der Altersdurchschnitt im Quartier hoch. Es leben also viele Menschen hier, die auf Einkaufsmöglichkeiten vor Ort angewiesen sind. Die kleine Ladenzeile und der davor liegende Grünstreifen haben momentan eine niedrige Aufenthaltsqualität. Das führt dazu, dass viele Menschen zum Einkaufen mit dem Bus oder dem Auto in die Stadt fahren. Dadurch fehlen Begegnungen im öffentlichen Raum und die Wirtschaft vor Ort wird weiter geschwächt. Gleichzeitig fehlt beim Einkauf in der Stadt der persönliche Charakter: Auf dem Leineberg kennen die LadenbetreiberInnen ihre Kundschaft, der Einkauf ist neben der schlichten Versorgung ein Kommunikationsanlass. Nicht zuletzt angesichtst zunehmender Alterseinsamkeit nehmen wir daher mit unserem Projekt die Nahvergung in Kombination mit Begegnung im Quartier in den Blick.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Leineberg
Beschreibung
Das Gebiet "Leineberg" umfasst nur wenige Straßen (s. Kartenausschnitt). Der Leineberg wird durch den Fluss "Leine" vom Rest der Stadt getrennt. Im Norden wird das Gebiet durch die Bahn und den Friedhofbegrenzt, im Süden liegen die psychiatrische Fachklinik und der offene Jugendvollzug. Durch seine räumlich klare Abgrenzung vom Rest der Stadt weist das Quartier eine starke Stadtteilidentität auf.
Einwohnerzahl
2768
Quelle / Anmerkungen
https://duva-stg-extern.kdgoe.de/Informationsportal/Dateien/PDat-Stb037-2019.pdf, Stand 2019
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich um eine Schätzung, die die Stadt Göttingen vorgenommen hat.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
leineberg_karte-01.jpg
(308.53 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Auf dem Leineberg wird seit 2009 mit dem Stadtteilbüro und dem Nachbarschaftsverein Leineberg als Trägerverein der Ansatz der Gemeinwesenarbeit durchgeführt. Mit dem Projekt werden das Selbsthilfepotential und die Nachbarschaftshilfe im Quartier weiter gestärkt. Die Aktivierung der BewohnerInnen und die Stärkung der Netzwerke vor Ort sind die Grundlagen des Projekts. Dabei gehen wir ein Thema an, das von den BewohnerInnen in den letzten Jahren immer wieder angesprochen wurde. Die Arbeit am Thema "Aufwertung des Umfelds des Ladenzentrums und Verbesserung der Nahversorgung" ist der Aufhänger, unter dem die Netzwerke gestärkt werden. Die konkreten Maßnahmen werden mit LeinebergerInnen gemeinsam erarbeitet und umgesetzt. Ziel ist die Schaffung von Strukturen, die in Zukunft neue Themenbereiche im Quartier in den Blick nehmen. Dabei verstehen wir den Leineberg trotz seiner von der Stadt abgetrennten Lage als Teil der Gesamtstadt und möchten die Zusammenarbeit mit der Kommune und anderen Quartierszentren für unser Projekt nutzen. Die Ergebnisse fließen durch einen Austausch mit der Stadt Göttingen und im Netzwerk in die gesamtstädtische Strategie der Quartiersentwicklung ein. Zusätzlich wird neben der Sozialplanung Kontakt zur Stadtplanung aufgenommen. Besondere Nähe besteht zum benachbarten "Leineviertel", daher werden die Aktivitäten mit dem dortigen Quartiersmanagement gut abgestimmt, so werden Doppelstrukturen vermieden und Synergieeffekte genutzt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ausgangspunkt des Handelns sind die Bedürfnisse der BewohnerInnne, Aktivitäten werden nicht "für sie " sondern "mit ihnen" umgesetzt.ihnen
Kriterium
Beschreibung
BewohnerInnen übernehmen eigene Aufgabenbereiche und sind an den organisatorischen Aufgaben beteiligt.
Kriterium
Beschreibung
Es werden mehrere Alters- und Bevölkerungsgruppen mit dem Projekt erreicht (als Ehrenamtliche und als Teilnehmende).
Beschreibung
Das Projekt bearbeitet sowohl soziale Themen als auch die räumliche Gestaltung des Quartiers und die Stärkung der lokalen Ökonomie und Versorgung.
Beschreibung
Möglichst viele der relevanten Institionen und Firmen vor Ort sind am Projekt beteiligt und leisten einen Beitrag.
Kriterium
Beschreibung
Die neu geschaffenen Begegnungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum werden genutzt und nachbarschaftliche Unterstützung wird aktiviert. LeinebergerInnen erkennen, dass sie selbst ihr Wohnumfeld mitgestalten können.
Beschreibung
Die Nahversorgung auf dem Leineberg verbessert sich durch den Aufbau einer Einkaufshilfe und durch eine Ergänzung des Angebots (z. B. Markt)
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt ist mit weiteren Quartierszentren in Göttingen vernetzt und arbeitet mit der Stadtverwaltung zusammen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Das Stadtteilbüro Leineberg ist eine Anlaufstelle und Begegnungsstätte für die BewohnerInnen des Leinebergs. Es wird seit 2012 getragen vom Nachbarschaftsverein Leineberg und verfügt derzeit über eine hauptamtliche Leitung und eine Minijobberin, die für die Durchführung des 3mal wöchentlich stattfindenden Mittags- und Begegnungstischs zuständig ist. Der Altersdurchschnitt der BesucherInnen ist hoch. Arbeitsschwerpunkte sind:
- Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, bei denen sich LeinebergerInnen kennenlernen und vernetzen
- Förderung ehrenamtlichen Engagements: Unterstützung von LeinebergerInnen bei selbst organisierten Gruppen und Aktivitäten zur Verbesserung des Wohnumfelds, Vermittlung von Nachbarschaftshilfe
- Vernetzung der vorhandenen Institutionen im Quartier
- Einzelberatung und Lotsenfunktion
- Prävention von (Alters-)Einsamkeit
- Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds
- Imageverbesserung des Quartiers
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Nahkauf Onal (örtlicher Lebensmittelladen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhilfe Göttingen: Schulsozialarbeit (LiSA)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhilfe Göttingen: Quartiersbüro Leineviertel
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt zielt auf den Aufbau selbsttragender Strukturen. Teilbereiche können nach der Schaffung der Strukturen ehrenamtlich fortgeführt werden. Zusätzlich wird im Projekt ein Netzwerk institutioneller Akteure aufgebaut, die einen individuellen Mehrwert aus dem Projekt ziehen und daher eine Motivation zur Fortführung entwickeln. Eine professionelle Rahmung und Bereitstellung von Ressourcen über den Förderzeitraum hinaus werden angestrebt, die Erarbeitung eines Konzepts ist Teil des Projekts.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Der Flecken und der Lebensgarten - 2 Lebenswelten treten in Verbindung
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sven Lamers
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Der Flecken und der Lebensgarten - 2 Welten treten in Verbindung
Projektbeschreibung
In den frühen 1980ern wurde oberhalb des Ortskerns Steyerberg die Gemeinschaft „Lebensgarten“ gegründet. In den Gebäuden des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers und der späteren britischen Militär-Kommandantur siedelten sich Menschen an, die einen spirituell-ökologischen Lebensstil in Gemeinschaft leben wollten. Seit dieser Zeit wird von Seiten des Ortskerns und des Lebensgartens eine wechselseitige Abgrenzung gelebt, die bis heute nicht überwunden ist. Die Menschen, die hierher kamen, um eine ökologisch-spirituelle Lebensweise zu führen, brachten ihre eigene Lebenswelt mit, die sich nur schwer mit den ländlich-konservativen Werte-Vorstellungen des Ortes vereinbaren ließ. Gegenseitiges Misstrauen sowie Vorurteile haben von Beginn an Gräben zwischen beide Gruppierungen gezogen. Nach mehreren Jahrzehnten haben sich heute erste kleinere Schnittmengen entwickelt. So ist der Flecken Steyerberg als kleinste Gemeinde Deutschlands in den nationalen Klimaschutzplan 2050 aufgenommen worden und strebt aktuell die Zertifizierung als nachhaltige Gemeinde an. Dies wurde durch Kooperation auf rein politischer Ebene zwischen Gemeindevorstand und Lebensgarten/PaLS möglich. Insgesamt sind in Steyerberg mehr als 40 verschiedene Initiativen zu unterschiedlichsten Themen aktiv, die jedoch oftmals nicht miteinander kooperieren. Auch hat sich der örtliche Lebensmitteleinzelhandel teilweise auf die verstärkte Nachfrage an Bio-Produkten durch den Lebensgarten in seinem Sortiment eingestellt, und Steyerberg verfügt auf Initiative des Lebensgartens über eine freie Schule sowie einen Waldkindergarten. Diese ersten Schritte reichen jedoch nicht aus, um das weiterhin wechselseitig vorhandene Misstrauen in der Bevölkerung so weit abzubauen, dass alle EinwohnerInnen gemeinsam zum Wohle der Gemeinde als Ganzes an einem Strang ziehen. Ziel des Projektes ist es daher, in den kommenden 3 Jahren durch geeignete Methoden und mit Partizipation der Menschen vor Ort Widerstände und Vorurteile abzubauen sowie Kooperationsmöglichkeiten zu entwickeln und zu etablieren. Dies soll auch insbesondere durch die Einbeziehung der jungen Generation geschehen. Es soll aufgezeigt und ein Verständnis dafür entwickelt werden, dass beide Lebenswelten ihre Vorzüge und Berechtigungen haben und sie gemeinsam zum Wohle aller im Sinne eines „wir für Steyerberg“ ihre beste Wirkung für alle Beteiligten erreichen.
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die in der Kurzbeschreibung beschriebene Situation hat sich im Ort verstetigt und wird bereits in die nächsten Generationen übertragen. Es lässt sich am Beispiel Waldkindergarten aufzeigen, wie tief die Gräben in den Köpfen der Eltern immer noch sind. Dieser war zunächst auf dem Gelände des Lebensgartens angesiedelt, wurde jedoch kaum von Eltern aus dem Ortskern genutzt, da diese ihre Kinder nicht in den Einflussbereich der LebensgärtnerInnen geben wollten. Aufgrund zu geringer Kinderzahlen im Lebensgarten ist dann der Waldkindergarten in den Ortskern umgezogen, wo er sofort voll war und heute über eine dreijährige Warteliste verfügt. Des Weiteren gibt es sowohl im Lebensgarten als auch im Ortskern einen separaten Jugendtreff, der jedoch ausschließlich von den Kindern/Jugendlichen der jeweiligen Gruppen genutzt wird. Dadurch ergibt sich der jungen Generation keine Möglichkeit, die Gräben zu schließen, die die Eltern in vielen Bereichen immer noch leben. Natürlich richten sowohl der Ortskern als auch der Lebensgarten unterschiedlichste öffentliche Veranstaltungen aus (Märkte, Hoffeste, Schützenfest etc.), jedoch werden diese kaum wechselseitig besucht. Jede Gruppierung geht nur auf die von ihr ausgerichteten Veranstaltungen. Ein Austausch beider Gruppen findet nicht oder nur auf dem absolut notwendigen Minimum statt. Als Folge dieser Entwicklung findet kaum Austausch statt und die Qualitäten, über die sowohl die Menschen des Ortskerns als auch die LebensgärtnerInnen in ihren jeweiligen Bereichen verfügen, werden nicht zum Wohle aller und zur Steigerung der Lebensqualität, der Attraktivität sowie der Innovationskraft des Ortes genutzt.
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Steyerberg Kernort und Lebensgarten
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst den Kernort des Flecken Steyerberg zuzüglich der Siedlung "Lebensgarten".
Einwohnerzahl
3000
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
REGISonline.de
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
geschätzt auf Basis von REGISonline.de
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kernort_steyerberg_und_siedlung_lebensgarten.png
(885.12 KB)
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Buddhistische Gemeinschaft Choka Sangha mit Tempel ToGenJi
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zentrum gewaltfreie Kommunikation
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Institut für angewandte Elektromobilität
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Flecken Steyerberg ist Mitglied im nationalen Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung. Für das Jahr 2021 wird die Auszeichnung als nachhaltige Gemeinde durch das Land Niedersachsen angestrebt. Dazu wurde ein Nachhaltigkeitsrat gegründet. Der Permakulturpark ist integraler Bestandteil dieser Bestrebungen. Dieses Projekt soll ebenfalls in das Gesamtkonzept der Gemeinde eingebunden werden. Somit hat die Gemeinde ein starkes Interesse an der Verstetigung.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartier ohne Grenzen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Göntje Schoeps
| Funktion | Quartiersmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftliches Engagement im Quartier Ilmenauwiesen als Antwort auf den gesellschaftlichen Wandel
Projektbeschreibung
Das Quartier Ilmenauwiesen spiegelte stets die kleinstädtischen Charakterzüge Uelzens wieder: Veränderungen werden kritisch beäugt und das Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung des gemeinschaftlichen Lebens ist gering. 2017 wurde hier die Quartiersarbeit aufgenommen. Besonderer Schwerpunkt lag auf den Bewohner*innen der Seniorenwohnanlage im Quartierszentrum, denen es ermöglicht werden sollte, so lange wie möglich in häuslicher Umgebung zu verbleiben. Bis heute arbeiten Akteure unterschiedlicher Bereiche, wie z.B. das Mehrgenerationenhaus und der Pflegedienst ressortübergreifend und koordiniert durch das Quartiersmanagement zusammen, um die Lebensqualität der Bewohner*innen im Stadtteil zu erhöhen. Kooperationen mit externen Akteuren konnten aufgebaut und Begegnungsangebote für den nachbarschaftlichen Austausch realisiert werden. Angebote zur Gesundheitsförderung und Freizeitgestaltung wurden von Senior*innen aus dem Quartier und dem ganzen Landkreis sehr gut angenommen und bildeten wichtigen sozialen Anker im Quartier.
Mit der Pandemie wird sichtbar: Wenn die Angebote wegfallen, bricht auch der nachbarschaftliche Austausch weg. Die sozialen Strukturen erweisen sich als nicht nachhaltig genug. Neben der bedarfsgerechten Entwicklung von Teilhabe- und Unterstützungsangeboten ist Ziel der GWA, die Bewohnerschaft zur selbstorganisierten Gestaltung des Wohn- und Lebensumfeldes zu aktivieren und zu befähigen, Begegnungsräume für die Nachbarschaft über die Wohnanlage hinaus zu schaffen und so die Entstehung eines nachbarschaftlichen Netzwerks zu fördern, in dem sich alle im Quartier anzutreffenden Gruppen, unabhängig vom sozioökonomischen Status und der Herkunft, generationenübergreifend mit ihren diversen Stärken gegenseitig unterstützen. Ältere Menschen, Angehörige und Pflegende können so langfristig entlastet werden und der intergenerationelle sowie -kulturelle Dialog schafft neue Perspektiven und Zugehörigkeitsgefühl. Um die Heterogenität der Sozialstruktur insb. im Quartierszentrum zu steigern, wird der für 2022 geplante Bezug barrierefreier Neubau-Wohnungen nicht nur Erweiterung des Seniorenwohnens sein, sondern Menschen jeder Lebensphase und -lage offenstehen. Durch die Belebung der Parkflächen im Quartier durch die Nachbarschaft, soll sich der Lebensraum niedrigschwellig zugänglich für alle Uelzener*innen zeigen und zu einer gesamtstädtischen Entwicklungsstrategie inspirieren.
Laufzeit
2021-12-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier zeichnet sich durch die optimale Infrastruktur im grünen Stadtzentrum der Hansestadt Uelzen aus - einer typischen Kleinstadt im Nordosten Niedersachsens. Die heterogene Sozialstruktur aus jungen und alten Generationen, Bürger*innen der oberen Mittelschicht, Migrant*innen und einkommensschwachen Familien und die Parkflächen bieten großes Potenzial für ein buntes Stadtteil-Leben. Jedoch scheint die Senior*innenwohnanlage wie eine Grenze zu wirken, die zwischen Park/Stadtkern und Wohngebiet liegt und die Belebung des Gebiets hemmt. Angebote im Quartierszentrum konzentrieren sich zudem auf Ältere, Jüngere erkennen keine Attraktivität. Mit der Pandemie brachen Freizeitangebote weg, wurden teils in den digitalen Raum verlagert. Senior*innen im Quartier haben keinen Zugang, isolieren sich, lehnen alternative 1:1-Angebote ab, warten passiv auf das Ende der Beschränkungen. Der soziale Austausch beschränkt sich noch mehr auf Familie und Pflegende. Das Risiko der physischen und psychischen Langzeitfolgen insbesondere unter den älteren Menschen steigt mit jedem Tag. Die Folgen sind an einem Großteil der Bewohner*innen bereits sichtbar. Der Fachkräftemangel in der Altenpflege bedingt durch den demographischen Wandel wird einmal mehr zum Problem und die Versorgung Älterer kann nicht mehr vollständig gewährleistet werden. Es sind neue Unterstützungsstrukturen gefordert, die über den familiären Rahmen hinausgehen. Das Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens ist aber wenig bis gar nicht vorhanden. Es gilt, ein stärkendes Netzwerk aufzubauen, dass zur Belebung des gemeinsamen Lebensraumes motiviert, alle einlädt und Grenzen auflöst.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Uelzen
Beschreibung
Der Mittelpunkt des Projektgebiets Quartier Ilmenauwiesen liegt entlang der Ripdorfer Straße bzw. dem Ilmenauufer (Hausnummern 1-35) direkt am Stadtkern von Uelzen. Die Umgebung ist durch großfläche Grümanlagen, wie die Ilmenauwiesen und den Friedhof, einen Sportplatz, eine Schule sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser geprägt. Das örtliche Projektgebiet endet im Norden an der Birkenallee, im Osten an der Bernhard-Nigebur-Straße, im Süd-Osten an der Kasernenstraße, im Süden an der Gudesstraße und im Westen mit dem Flusslauf der Ilmenau.
Einwohnerzahl
994
Quelle / Anmerkungen
Bürger- und Standesamt der Hansestadt Uelzen im April 2021
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzen-ue+demographischer-wandel+2018+tabelle
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzen-ue+demographischer-wandel+2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzen-ue+demographischer-wandel+2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzen-ue+integration+2018+tabelle
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagement des DRK-Kreisverband Uelzen e. V. verfolgt einen sozialraumorientierten Versorgungsansatz. Essentiell für die Entstehung von Verantwortungsgemeinschaften ist die Vernetzung auf horizontaler Ebene, mit Aktivierung der Bewohner*innen, sowie auf vertikaler Ebene, unter der Beteiligung von Ehrenamtlichen, lokalen Einrichtungen und der Kommune. Der konzeptionelle Schwerpunkt liegt auf verbessernden Maßnahmen des Lebensumfelds, die darauf ausgerichtet sind, vor allem Bewohner*innen mit einem Lebensalter über 65 Jahren sowie deren Angehörige am Standort Ilmenauwiesen praktisch darin zu unterstützen, ein langes, selbstbestimmtes Leben in der eigenen Häuslichkeit zu führen. Des Weiteren soll das Quartier Treffpunkt für alle weiteren Zielgruppen sein und Angebote geschaffen werden, die den intergenerationellen und -kulturellen Austausch fördern. Die Bewohner*innen werden dabei aktiv in die Quartiersarbeit einbezogen, um das Verantwortungsbewusstsein und Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und eine bedarfsgerechte Entwicklung sicherzustellen. Übergeordnete Ziele, die sich aus Befragungen ableiten, sind u.a. der Zugang zu sozialen Netzwerken, mehr nachbarschaftliches Miteinander, sowie die ortsnahe Beratung bei Anliegen aller Art. Durch das Quartiersmanagement wird der zielgruppenübergreifende Aspekt neutral moderiert, eine nachhaltige Entwicklung der Strukturen und das Monitoring der Bedarfe einzelner Zielgruppen unter Einhaltung der Qualitätsstandards sichergestellt
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Quartiersentwicklung zeichnet sich durch die unterschiedlichen Stärken der Quartiersbewohner*innen aus. Das nachbarschaftliche Netzwerk organisiert bei Bedarf gegenseitige Unterstützung.
Kriterium
Beschreibung
Die verschiedenen Interessen der Zielgruppen im Quartier werden in einem nachbarschaftlichen Netzwerk demokratisch vertreten und verhandelt (z.B. Kinder, Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund und Senior*innen).
Beschreibung
Expert*innen mit relevanten Angeboten für das Quartier tauschen sich aus, geben Impulse und bieten Unterstützung bei der Quartiersentwicklung.
Beschreibung
Quartiersbewohner*innen zeigen sich verantwortlich für die Quartiersentwicklung und haben einen aktiven Part im nachbarschaftlichen Netzwerk. Sie nutzen die niedrigschwelligen Unterstützungs- und Begegnungsangebote im Quartier.
Beschreibung
Das Quartier ist über seine Ansprechpartner dauerhaft in kommunalen Gremien präsent und vertreten.
Kriterium
Beschreibung
Das Quartier steht über seine Ansprechpartner in regelmäßigem Austausch mit regionalen und überregionalen Kooperationspartnern.
Kriterium
Beschreibung
Die Bedarfe der relevanten Akteure im Quartier werden regelmäßig erhoben und evaluiert und sind handlungsleitend für die Angebotsentwicklung.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Medizinisches Versorgungszentrum am Hammersteinplatz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligen-Agentur Region Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK-Geflüchtetenunterkunft Nothmannstraße Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK- Sozialpädagogische Familienhilfe
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Bis 2024 wird angestrebt, die Quartiersentwicklung konzeptionell zu einer trägerübergreifenden und politischen Aufgabe der Stadt Uelzen wachsen zu lassen. Netzwerkstrukturen und Verantwortungsgemeinschaften werden forciert und der Modellcharakter des Projektes schafft einen Mehrwehrt für die Stadtentwicklung. So können idealerweise Unterstützer*innen, wie die Kommune, gewonnen werden. Die langfristige Finanzierung ist so nur zu geringen Anteilen von Drittmitteln und Querfinanzierung abhängig.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam Lamspringe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam Nachbarschaft entwickeln. Nachhaltige Nachbarschaft, nachhaltige Kommune.
Projektbeschreibung
Das Projekt unterstützt bürgerschaftliches Engagement & Vernetzung verschiedener Initiativen, um bewusst & nachhaltig mit dem demografischen Wandel & seinen Folgen umzugehen. Ziel ist es, dass alle Bewohner:innen sich inkludiert fühlen & gleichberechtigt an allen Bereichen des Lebens teilhaben können. Seit 2017 gibt es eine Anlaufstelle namens "Treffpunkt", in der verschiedene Beratungs- & Bildungsangebote sowie Veranstaltungen stattfinden. Die Projektmitarbeiter:innen führen diese zum Teil selbst durch & koordinieren, begleiten & unterstützen Angebote von Ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen Netzwerkpartner:innen. Auch über die Räumlichkeiten des Treffpunkts hinaus werden Aktivitäten im Sozialraum organisiert, als Möglichkeit der Aktivierung von Bewohner:innen für das Gemeinwesen genutzt & unter Einbeziehung des Netzwerks unterstützt.
Damit ist das Projekt ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur nachhaltigen Kommune für die Gemeinde Lamspringe.
Durch Angebote wie das monatliche gemeinsame Frühstück & das ebenfalls monatlich stattfindende gemeinsame Abendessen entsteht Raum für Austausch. Bedarfe & Ideen der Bewohner:innen werden geäußert, gemeinsam konkretisiert & angegangen. Mittlerweile gibt es daher bspw. auch eine Küche im Treffpunkt, damit auf vielfachen Wunsch zukünftig gemeinsam gekocht & gebacken werden kann. Aufgrund des neuartigen Corona-Viruses konnte sie bisher leider noch nicht vollumfänglich genutzt werden.
Der Grundgedanke des gemeinsamen Gestalten des Miteinanders in der Gemeinde findet sich nicht nur im Projekttitel wieder sondern auch in den Namen der Veranstaltungen, wie bspw. Gemeinsam ESSEN, und natürlich vor allem im Miteinander unter den Teilnehmenden. Gemeinsam werden Bedarfe erhoben & bedarfsgerechte Angebote von Bewohner:innen (und) für Bewohner:innen gemacht. Gemeinsam wird erarbeitet, wie vielfältig diese Gemeinschaft ist & welche Stärken sich daraus ergeben. Bei den Aktivitäten sollen als Klammer die Begriffe Heimat, Nachbarschaft & Vielfalt leitend sein. Dadurch soll die vom demografischen Wandel betroffene Nachbarschaft gestärkt, toleranter & damit nachhaltig lebenswerter für alle werden.
In Kooperation insbesondere mit der Gemeinde, dem Netzwerk Jugend, dem Netzwerk-Senioren e.V. & der evangelischen Kirche arbeiten wir daran auch unter den seit März veränderten Rahmenbedingungen Begegnung & Kontakt zu ermöglichen, Einsamkeit & Lücken in der Grundversorgung entgegen zu wirken & den Zusammenhalt zu stärken.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die größte Herausforderung ist nach wie vor der demografische Wandel. Laut dem Landesamt für
Statistik Niedersachsen wird zwischen 2008 und 2031 die Bevölkerung
des Landkreises Hildesheim einen Rückgang von 12,4 % verzeichnen. Von dieser
Entwicklung ist insbesondere der Südkreis also auch die Gemeinde Lamspringe betroffen. "Die Bevölkerungsprognose des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung für die NBank
weist eine Bevölkerungsentwicklung in der Samtgemeinde Lamspringe vom
Jahr 2010 bis zum Jahr 2030 von 5 873 auf 3 658 Einwohner:innen
aus" (MI 02.09.2015).
Die Bevölkerung wird nicht nur insgesamt weniger sondern auch wesentlich älter im Durchschnitt. Um für diese Entwicklung gut aufgestellt zu sein, braucht es eine gut vernetzte und engagierte Einwohner:innenschaft. Weitere Querschnittthemen im Rahmen der Globalisierung möchte die Gemeinde durch Teilnahme am Projekt "Global Nachhaltige Kommune in Niedersachsen" in den Fokus nehmen, um sich zukunftsorientiert aufzustellen. Anhand der vielen Vereine & dem Netzwerk Jugend ist erkennbar, dass der Wille die Zukunft mitzubestimmen & zu gestalten da ist. Allerdings ist der Zusammenhalt im einzelnen noch nicht in der ganzen Gemeinde, die erst seit 2016 eine Einheitsgemeinde ist & noch stark in alten Strukturen denkt, zu spüren.
Teilhabe & Inklusion sind in der Theorie weiter als in der Praxis.
Durch die Arbeit des Projekts "Gemeinsam Lamspringe" wird eine wichtige Plattform zur Begegnung & zum Austausch für die zahlreichen Zusammenschlüsse & Einzelpersonen geboten. Die strategische Gemeinwesenarbeit ermöglicht das zielgerichtete Zusammenführen von Engagement & erhöht damit das Wirkungspotential.
5. Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die stärkere Vernetzung der Institutionen im Sozialraum wird das Gemeinwesen insgesamt entwickelt. Es geht um die Vernetzung der Bewohner:innen, um den Zusammenhalt zu stärken und Nachhaltigkeit auf allen Ebenen zu fördern. Möglichkeit zur Teilhabe für alle Menschen soll geschaffen werden. Durch Begegnungs- und Austauschangebote soll gegenseitiges Verständnis füreinander geschaffen und ein nachbarschaftliches Miteinander gestärkt werden. Die daraus folgende Akzeptanz hat präventiven Charakter, was soziale Konflikte betrifft, sodass ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters, ethnischen Ursprungs, Geschlechts etc. möglich ist. Durch die verstärkten Netzwerke auf persönlicher wie auf struktureller Ebene wird es zu einer Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen kommen. Auch infrastrukturelle Bedingungen können im Idealfall verbessert werden, da es im Rahmen des Projektes zu neuen Ideen & Ansätzen einer gemeinschaftlich organisierten Mobilität und Nutzung vom öffentlichen Raum kommt. Durch verstärkten Austausch & nachbarschaftliche Hilfe kann auch der umfangreiche Beratungsbedarf vermindert werden. So können die Menschen auf (Beratungs-)Institutionen zurückgreifen, aber sind zur Bewältigung ihres Alltags nicht davon abhängig, da sie zur Selbsthilfe befähigt werden. Als Modellprojekt hat es nach wie vor lokalpolitischen Einfluss, da Gemeinden im Landkreis es aufgreifen können.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Bereits vor dem Start der ersten Projektphase im Herbst 2017 gab es durch Ehrenamtliche aus dem kirchlichen Bereich sowie durch andere Vereine Strukturen der Gemeinwesenarbeit. In einer Gemeinde wie Lamspringe sind Menschen häufig gut untereinander vernetzt oder zumindest mit einander bekannt. Diejenigen, die ehrenamtlich engagiert sind, sind häufig in mehreren Vereinen oder Gruppen Mitglied, sodass dort ein Transfer stattfindet. Jedoch sind nach wie vor nicht alle Bewohner:innen in diese Strukturen integriert oder fühlen sich ausreichend von ihr angesprochen. Viele sind auch hauptsächlich innerhalb ihres eigenen Ortes & nicht Gemeindeweit vernetzt. Hauptamtliche Strukturen gibt es zum einen durch die Regeldienste wie Schule & Kindertagesstätten & zum anderen durch die Angebote des Jugendpflegers & der Migrationsberaterin. Im Rahmen vom Ferienpass, dem "Lamspringer September", Weihnachtsmarkt, Jubileen u.a. gibt es gemeinsame Veranstaltungen & Aktivitäten. Der ehrenamtliche Gemeinderat hat einen Ausschuss zu Themen wie Mobilität, Jugend- & Senior:innenarbeit & auch die Verbindung dieser Themen mit der Arbeit im Bereich Flucht & Migration auf die Agenda gesetzt. Seit Ende 2017 gibt es einen Treffpunkt, in dem verschiedene Begegnungs- & Beratungsangebote stattfinden. Die Netzwerkarbeit wurde durch das Projekt schrittweise professionalisiert. Es finden Quartalsgespräche mit Bürgermeister & Verwaltung statt, um die Gemeinwesenarbeit strategischer & damit nachhaltiger zu machen.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt soll maßgebend zum Ziel der nachhaltigen Kommune beitragen & Zusammenhalt stärken. Die Gemeinde Lamspringe zahlt bereits als freiwillige Leistung eine halbe Stelle Migrationsberatung, die ein wichtiger Baustein des Projekts ist. Es soll eine vielfältige Nutzung des Treffpunkts verstärkt werden, um eine Mischfinanzierung der Miete zu erreichen. Angestrebt ist eine Kombination aus Landkreismitteln, Teilangeboten, die über SGB regelfinanziert sind, Förderungen & Spenden.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
20200812_185023.jpg
(464.73 KB)
Haus der Begegnung Bad Lauterberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Projektbeschreibung
Es wurden neue Räume für die ursprünglich rein ehrenamtliche und nunmehr hauptamtlich besetzte Anlaufstelle gefunden. Durch Angebote, zum Einen in der zentralen Anlaufstelle zum Anderen aber auch verteilt im gesamten Sozialraum der Stadt und den dazugehörigen Dörfer, werden die Bewohner:innen bei der aktiven Gestaltung der Nachbarschaft unterstützt.
Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung von wirtschaftlich benachteiligten Menschen durch Beratung & Vermittlung, Begleitung von Angeboten wie dem Kleider-Shop und Schaffen eines Zusammenhangs. Dies gilt für Neuzugewanderte & Alteingesessene. Ein anderer Schwerpunkt ist aufgrund des Bedarfs die Arbeit mit älteren Menschen. Nach Möglichkeit werden Zielgruppenübergreifende Angebote gemacht und durch Begegnung Vorurteilen entgegengewirkt sowie Zusammenhalt gestärkt. Bestehende regelmäßige Angebote in Kooperation mit dem Kinderschutzbund wie das Montagscafé, die Eltern-Kind-Gruppe sowie Veranstaltungen sollen unter angepassten Hygienemaßnahmen fortgeführt und weiterentwickelt werden. Der Bedarf nach Kontakt ist trotz oder gerade wegen der Verbreitung des neuartigen Corona-Virus groß.
Auch wenn es nun feste Räumlichkeiten für das Projektteam gibt, sollen Angebote und Aktivitäten nach wie vor auch im Sozialraum verteilt stattfinden, um möglichst viele Menschen zu erreichen und das Gemeinwesen an sich zu stärken und nicht alles nur auf einen Raum und bestimmte Personen zu fokussieren. Das Haus der Begegnung wird von verschiedenen (Selbsthilfe-)Gruppen und Vereinen genutzt. Das Team geht regelmäßig auf den Wochenmarkt, auf den Spielplatz etc.
Insgesamt soll durch das Schaffen von Begegnungsanlässen und daraus resultierenden weiteren Aktivitäten die Lebensqualität der Menschen steigen, sodass der Ort und die Region trotz der Folgen des demografischen Wandels und vorhandener Armut lebenswert ist.
Laut Robert-Koch-Institut "[bestimmen] nach wie vor [...] soziale Ungleichheiten die Entwicklung von Gesundheit und Lebenserwartung in Deutschland". In einen Kurort wie Bad Lauterberg kommen somit paradoxerweise einerseits Menschen, um ihre Gesundheit zu verbessern, und zum anderen leben dort Menschen, deren Gesundheit aufgrund von Armut massiv leidet.
Ein gut funktionierendes Gemeinwesen hat präventiven Charakter, kann soziale und politische Teilhabe ermöglichen und dadurch die Demokratie stärken. Diesen Effekt strebt dieses Projekt an. Das notwendige Engagement wird von den Projektmitarbeiterinnen vorgelebt und unterstützt.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Bad Lauterberg lebt ein überdurchschnittlich hoher Anteil von Menschen in Armut, laut Statistik fast jedes vierte Kind und jeder sechste Erwachsene.
Seit Beginn des Projekts wurden zwei Personen der ehemals rein ehrenamtlich organisierten Anlaufstelle hauptamtlich für die Gemeinwesenarbeit angestellt. So konnte diese Anlaufstelle, die eine wichtige Funktion in den örtlichen Strukturen füllt, da sie viele Konflikte entschärfen konnte bzw. dazu beiträgt, dass sie sich gar nicht erst soweit entwickeln, trotz schwindenden ehrenamtlichen Engagements aufrecht erhalten und stetig professionalisiert werden. Durch vernetztes Arbeiten werden Bedarfe erfasst und Lösungen gefunden. Realisiert wurde in der Vergangenheit zusammen mit Netzwerkpartner:innen u.a. die Entstehung eines Traumspielplatzes im Kurpark durch Engagement zur Sammlung des notwendigen Geldes und Begleitung des Bauprozesses, die Organisation und Durchführung des "Tag der Vielfalt" und des sozialen Weihnachtsmarkts.
Ende 2019 konnten nach mehrjähriger Verzögerung endlich die Räume in der ehemaligen Lutterbergschule im Zentrum von Bad Lauterberg bezogen werden. Im selben Gebäude befindet sich auch das Jobcenter und langfristig ist auch der Einzug des Familienzentrums des Jugendhilfeträgers Manyways anvisiert. Diese Räumlichkeiten sind aufgrund Lage und Größe ideal als Anlaufstelle. Im Haus der Begegnung gibt es einen größeren Raum, in dem verschiedene Gruppenaktivitäten stattfinden sowie ein Büro für Verwaltungs- und Organisationstätigkeiten und einen kleineren Raum für individuelle Beratung. Das Haus der Begegnung eignet sich gut als Basis für vernetzte, sozialraumorientierte Arbeit.
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt wurden bestehende Angebote mit den notwendigen personellen und räumlichen Ressourcen ausgestattet. So werden weiterhin soziale Aktivitäten und zielgruppenorientierte (Beratungs-)Angebote durchgeführt und bei Bedarf erweitert und angepasst. Damit weiterhin, und verstärkt durch Begegnung und Austausch, ein Kennenlernen ermöglicht und Vorurteile abgebaut werden, braucht es eine gezielte Unterstützung. So sollen Akzeptanz und Verständnis zu einem guten Zusammenleben beitragen und Präventionsarbeit leisten. Indem Menschen eine sinnvolle Beschäftigung durch das Einbinden in die Gemeinwesenarbeit gegeben wird, beugt das Einsamkeit, Chancenlosigkeit und Konflikten vor. In Bad Lauterberg sowie in der gesamten dezentralen Region im Harz konnten rechte Ideologien in den vergangenen Jahren an Einfluss gewinnen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken sind die oben beschriebenen Ansätze von grundlegender Bedeutung. Bewohner:innen bekommen dadurch neue Perspektiven und werden an Wege der politischen Mitbestimmung erinnert oder lernen sie erstmals kennen. Im direkten Kontakt mit den Menschen sind bei einigen bereits Zeichen für eine ins positive veränderte Wahrnehmung von Situationen, Mitmenschen und Strukturen erkennbar. Das wirkt sich dann wiederum positiv auf ihren eigenen Alltag aus, weil neue Kontakte entstehen oder sich andere Perspektiven entwickeln. Der beste Hinweis, dass die Arbeit Früchte trägt und stabil aufrecht erhalten werden sollte.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Bereits vor Start der ersten Förderphase, gab es gewisse haupt- und ehrenamtliche Strukturen vor Ort. Im Rahmen des Projekts hat sich dies noch verstärkt und zunehmend professionalisiert. Von der Organisation von Veranstaltungen zum Herrichten von Fahrrädern in einer Fahrradwerkstatt, Musikprojekten, Nachbarschaftshilfe, Sozialberatung, Sprachunterricht, Kinderbeaufsichtigung, Lesungen und Eltern-Kind-Cafés ist vieles dabei. Im Rahmen von Runden Tischen und Arbeitskreisen sowie durch den persönlichen Kontakt der Projektmitarbeiter:innen zu vielen Menschen vor Ort besteht ein engmaschiges Netzwerk. Durch das Projekt werden die verschiedenen Angebote zusammendrahtet und noch besserer Austausch geschaffen. Beide hauptamtliche Johanniterinnen sind auch ehrenamtlich im Vorstand des Kinderschutzbundes und deswegen und da sie selbst im Ort wohnen, wo sie vielseitig aktiv sind, bestens vernetzt. Es gibt Eigeninitiativen von Bewohner:innen wie "Lauterberger helfen sich", mit denen das Team eng zusammenarbeitet und durch das aufgebaute Netzwerk unterstützt. Im Rahmen der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus hat sich die Stärke dieses Netzwerks, aber auch die Wichtigkeit der hauptamtlichen Unterstützung durch das Projekt bewiesen.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Haus der Begegnung soll als wichtiger Teil der kommunalen Strukturen langfristig Bestand haben. Es soll durch eine Grundfinanzierung aus öffentlichen Geldern (Landkreis, Land) sowie eine Mietumlage auf alle Akteur*innen je nach Möglichkeit finanziert werden. Vor Ort braucht es daher Kompetenzen für Fundraising von Fördermitteln & Spenden für ehrenamtliche Arbeit in verschiedenen Bereichen, Nachbarschaftshilfe etc. für Teilprojekte, Veranstaltungen, Aktionen.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
stein-mal-_aktion_07.07.2020_harz_kurier.jpg
(119.75 KB)
Partnerbesuchsdienst digital
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Herbert Haun
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vereinsamung bekämpfen - trotz Kontaktbeschränkungen! Jung und Alt digital.
Projektbeschreibung
Ältere Menschen bleiben immer länger in ihrem eigenen Wohnumfeld. Neben vielen positiven Effekten führt dies auch zu Vereinsamung der Menschen und Überalterung von Quartieren. In zwei Wolfsburger Quartieren, die über ein städtisches (Nordstadt) und ein städtisch gefördertes (Detmerode) Quartiersmanagement verfügen, wollen wir eine in das jeweilige QM integrierte Besuchs-Infrastruktur etablieren, die vereinsamende Menschen unter Beachtung der geltenden Datenschutzrichtlinien aufspürt, die junge und ältere Ehrenamtliche als Besucher findet und stabile peer-to-peer-Beziehungen ("Tandems") etabliert, die ergänzend zu den Pflichtaufgaben von Pflegediensten und Sozialverwaltung die Kommunikation der Vereinsamenden mit ihrer Umgebung neu etabliert und ausbaut, um zugleich die nachbarschaftlichen Beziehungen im Quartier zu verbessern.
Unter dem Zeichen der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise, die möglicherweise über Jahre hinaus Gültigkeit behalten werden, wollen wir digitale Kommunikationswege abseits von und ergänzend zu bekannten Plattformen aufbauen, die es ermöglichen, die Kommunikation per Text, Sprache und Bild aufrecht zu erhalten und persönliche Treffen der Tandems flexibel abstimmbar zu halten. Dabei wollen wir niedrigschwellig auf die Fähigkeiten und Möglichkeiten der älteren Menschen eingehen. Dazu gehört auch der nötige Support, der die Lösung aus IT-Standards aufbaut und bei Problemen eingreift.
Wir greifen dazu auf das Netzwerk unserer Stiftung in Wolfsburg zurück. Dazu gehören unter anderem die NEULAND Wohnungsgesellschaft (Stifterin, im Kuratorium vertreten), der Senioren- und Pflegestützpunkt des Sozialdezernats der Stadt Wolfsburg (Dezernat im Vorstand vertreten), das Digitaldezernat , die Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule , die evangelische Familienbildungsstätte, die Diakonie und die Caritas sowie eine Reihe von mittelständischen Unternehmen. Mit allen diesen sind wir durch mehrjährige Projektarbeit verbunden.
Die dazu nötigen Teilprojekte werden im Projektverlauf ausführlich beschrieben. Die NEULAND Stiftung wird dabei Träger des Dienstes sein und die überfangende Projektleitung für den Förderzeitraum etablieren. Wir wollen stiftungsbezogene Förder- und Organisationsstrukturen für die Zukunft etablieren, um nach Projektende den Dienst als Ankerprojekt der NEULAND Stiftung fortzuführen.
Laufzeit
2020-11-16 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Acht Millionen der über Sechzigjährigen in Deutschland fühlen sich einsam oder isoliert. Ambulante Hilfsdienste und Pflegeeinrichtungen gewährleisten die lebensnotwendige Versorgung, nicht aber menschliche
Nähe, Zuwendung und Gespräche. Viele einsame ältere Menschen wünschen sich einen Menschen, mit dem sie sich austauschen können und der einfach etwas Zeit für sie hat. Übertragen auf Wolfsburg bedeutet dies, dass potentiell 12.000 Menschen vereinsamt sind oder sich einsam fühlen.
Wolfsburg ist geprägt von Quartieren, die zu diskreten Zeitpunkten errichtet und bezogen wurden. Die Menschen in diesen Quartieren altern quasi "im Gleichschritt", sodass aufgrund der Standorttreue der Menschen die Quartiere überaltern. Die Stadt Wolfsburg verfolgt diese Entwicklung aufmerksam und hat daher in der Nordstadt ein Quartiersmanagement mit Fokus auf ältere Menschen eingerichtet.
Überalternde Quartiere führen zugleich zur Überalterung der Bausubstanz, die dazu führt, dass aufgrund günstiger Mietpreise vorwiegend sozial schwache Familien nachziehen. Die drohende Ghettoisierung dieser Quartiere ist eine weitere Herausforderung, der durch die Förderung nachbarschaftlichen Kontakts entgegengewirkt werden kann. Die NEULAND Wohnungsgesellschaft hat daher das Quartier Detmerode im Rahmen ihrer Möglichkeiten nicht nur deutlich modernisiert, sondern auch ein generationsübergreifendes Quartiersmanagement etabliert.
Die operative Umsetzung nachbarschaftsfördernder Maßnahmen wird in beiden Quartieren vom Quartiersmanagement gewünscht, kann aber nicht selbst geleistet werden. Hier setzt unsere Initiative an.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfsburg Nordstadt und Wolfsburg Detmerode
Beschreibung
Detmerode ist ein eigenständiges Quartier in Wolfsburg (Quelle: https://www.wolfsburg.de/rathaus/sprechstellen/ortsteilseite-detmerode). Es hat ca. 7.400 Einwohner (Quelle: Bevölkerungsbericht 2015 / Hochrechnung 2020 in Verbindung mit Bevölkerungsbericht 2017). Die räumliche Abgrenzung geht aus der beigefügten Grafik partnerbesuchsdienstdigital_1.jpg (aus dem Bevölkerungsbericht 2015 entnommen) hervor.
Das Quartier Nordstadt umfasst die Stadtteile Alt-Wolfsburg, Kreuzheide, Teichbreite, Tiergartenbreite (Quelle: https://www.wolfsburg.de/rathaus/sprechstellen/ortsteilseite-nordstadt). Es hat ca. 9.740 Einwohner (Quelle: Bevölkerungsbericht 2015 / Hochrechnung 2020 in Verbindung mit Bevölkerungsbericht 2017). Die räumliche Abgrenzung geht aus der beigefügten Grafik partnerbesuchsdienstdigital_1.jpg (aus dem Bevölkerungsbericht 2015 entnommen) hervor.
Einwohnerzahl
17140
Quelle / Anmerkungen
Bevölkerungsbericht 2015 und Kurzübersicht Bevölkerung 2017 der Stadt Wolfsburg
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsbericht 2015 mit Hochrechnung auf 2020
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsbericht 2015 mit Hochrechnung auf 2020
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
partnerbesuchsdienstdigital_1.jpg
(190.98 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Partnerbesuchsdienst digital wendet sich - wie die GWA - direkt an die immateriellen Bedingungen (besonders die Qualität sozialer Beziehungen und die Partizipation) unter maßgeblicher Einbeziehung der Betroffenen.
Partnerbesuchsdienst digital integriert - wie die GWA - die Bearbeitung individueller und struktureller Aspekte in sozial- und stadträumlicher Perspektive. Er fördert Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation junger und älterer Menschen wie eine Generationenbrücke.
Die NEULAND Stiftung Wolfsburg baut den Partnerbesuchsdienst unter Nutzung seiner Netzwerke und fördert damit in neu geschaffenen Kooperationsstrukturen das gegenseitige Verständnis von kommunalen und privatwirtschaftlichen Strukturen.
Der Partnerbesuchsdienst stellt in der Etablierung von Besuchs- und Supportstrukturen bei jungen Menschen sowohl Bildungsarbeit als auch sozialpolitisch Ausrichtung dar. Der sozialpolitische Aspekt betrifft ebenso den Einbezug älterer Menschen in die Kommunikation mit den Vereinsamenden.
Kern des Partnerbesuchsdienst digital ist die Tätigkeit von professionellen, dafür bezahlten Fachkräften in der Projektleitung, Schulung und Supervision, um eine nachhaltige, über die Projektdauer hinausweisende Wirksamkeit sicherzustellen. Dabei werden bestehende Schulungs- und Supervisionsangebote identifiziert und im Sinne der netzwerklichen Kooperation eingebunden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Tandems kommen vorzugsweise aus dem gleichen Quartier. Die Öffentlichkeitsarbeit erfolgt über quartiersbezogene Kanäle.
Kriterium
Beschreibung
Möglichst alle drei großen Wohnungsgesellschaften und der Haus- und Grundbesitzerverein sind involviert. Sozial- und Digitalreferat der Stadt Wolfsburg engagieren sich. Mittelständische Wolfsburger Unternehmen fördern.
Kriterium
Beschreibung
Funktionsfähige digitale Infrastruktur ist für die peer-to-peer und Außenkommunikation der Vereinsamenden gefunden, etabliert und durch eine Supportinfrastruktur abgesichert.
Kriterium
Beschreibung
Tandems "gehen vor die Tür" und beginnen, am kulturellen und nachbarschaftlichen Leben teilzunehmen
Vorhandene Strukturen
In Detmerode hat die NEULAND Wohnungsgesellschaft gemeinsam mit der Stadt Wolfsburg ein funktionierendes Quartiersmanagement gemeinsam mit kommunalen und privaten Kooperationspartnern etabliert. Eine Beschreibung ist hier zu finden: https://www.nld.de/unternehmen/soziales-engagement/quartiersmanagement
In der Nordstadt hat die Stadt Wolfsburg mit einer „alter(n)sfreundlichen Quartiersarbeit“ in der Tiergartenbreite und Teichbreite begonnen. Eingebunden werden Bürger der Nordstadt – sie sollen Ideen und Anregungen liefern. Aufgrund des demografischen Wandels stellen sich die Fragen: Welche Angebote sind wünschenswert, um möglichst lange in der eigenen Wohnung verbleiben zu können? Wie kann eine Versorgung gestaltet werden? Zu diesen und vielen weiteren Fragen sollen die Menschen aus und in der Nordstadt zu Worte kommen.
Die Stadtverwaltung will im gemeinsamen Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern sowie den Einrichtungen und Anbietern vor Ort dann Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten klären und erarbeiten. Das Quartiersmanagement Nordstadt wird dafür eine Nachbarschaftsplattform nutzen, um über die Altenarbeit zu informieren, sowie Raum für Ideen und Anregungen zu geben. „Ein gutes Miteinander fängt mit einer guten Nachbarschaft an“, sagt Stadträtin Monika Müller. „Aber gerade ältere Menschen sind manchmal nicht mehr mobil genug, um Nachbarschaftskontakte durch Besuche oder Gespräche am Gartenzaun zu pflegen. Hier kann Digitalisierung Vorteile bringen." Quelle: WAZ
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren- und Pflegestützpunkt des Sozialdezernats der Stadt Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Familienbildungsstätte Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Annemarie-Tausch-Schule Wolfsburg (BBS Sozialwesen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ostfalia Fachhochschule Wolfsburg/Braunschweig/Salzgitter
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Vorbereitende Gespräche mit Vertretern der Sozial- und Digitaldezernate der Stadt Wolfsburg, mit Verantwortlichen der NEULAND Wohnungsgesellschaft sowie Vertretern der evangelischen Familienbildungsstätte und der Diakonie sind geführt worden. Die NEULAND Stiftung wird den Partnerbesuchsdienst digital auch über das Projektende hinaus als Ankerprojekt fortführen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Silber - Rücken: Vereinsamung und soziale Isolation in Bissendorf mindern
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Heike Lindenborn
| Funktion | Erwachsenenbildungsträger gemäß §§3+5 NEBG |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Miteinander in Bissendorf - von und für Nachbarn, Vertrauenspersonen qualifizieren, Betroffene erkennen, ansprechen und zu deren Aktivierung beitragen
Projektbeschreibung
Studien zeigen eindeutig, dass Einsamkeit im Alter zunimmt. Die Gefahren der Einsamkeit für die älteren Menschen und die Gesellschaft zu erkennen und sich damit auseinanderzusetzen ist eine sinnvolle Gemeinwesen orientierte Aufgabe in der Gemeinde Bissendorf. In der aktuellen Situation von Covid-19 ist dies von hoher Priorität. Denn gerade jetzt leben viele Senior*innen in der Isolation. Wenn Verwandte oder Familienangehörige zu Besuch kommen, bleiben sie nicht lang, aus Furcht vor Ansteckung gehen sie auf Abstand oder sprechen nur "über den Zaun". Gerade gesellschaftliche und familiäre Nähe fehlt vielen Senior*innen. Dem möchten wir mit dem Projekt in der Gemeinde Bissendorf entgegenwirken zusammen mit den Gruppen und Vereinen. In der Gemeinde leben ca. 15500 Einwohner, hier von sind 3353 über 65 Jahre. Unser Ziel ist es Tandems von Pat*innen und Senior*innen zu bilden, die an gemeinsamen Veranstaltungen teilnehmen. Zunächst bilden wir ehrenamtliche Paten und ihre Mentoren (Alltagsbetreuer) aus (1. Schritt). Die Mentor*innen begleiten hauptamtlich die Tandems. Der Pate trifft sich regelmäßig mit dem/der Senior*innen zum gemeinsamen Spielen, Erkunden und Ausprobieren. Hier sollen jegliche Hindernisse aus dem Weg geräumt werden, egal ob jemand eingeschränkt in der Mobilität ist oder eine Sprachbarriere herrscht, der passende Pate ist für ihn/sie da.
Im 2. Schritt werden Vereine, Gruppen aus Bissendorf sowie die Tandems in einer Auftaktveranstaltung gemeinsam einen Veranstaltungskalender planen, dann anbieten und anschließend durchführen. So können die Sportvereine Kurse wie zum Beispiel "Senioren - Yoga" anbieten; Chöre "Singen im Alter" oder Imker "Tanzen mit Bienen". Nun kommen die Tandems in Aktion und besuchen die Angebote. Ebenso treffen sich hier alle Senior*innen und tauschen sich aus. Auch die Paten vernetzen sich. Aus der sozialen Isolation raus! In die teilhabende Gemeinschaft hinein! Jung und alt werden zusammengeführt, Vielfalt ist gefragt. Von und Für Nachbarn! Hilfe zur Selbsthilfe durch Bildung. Der Veranstaltungskalender soll etabliert und regelmäßig wiederholt werden (der 3. Schritt). Im 4. Schritt soll dies in den örtlichen Zeitungen, wie zum Beispiel der Neuen Osnabrücker Zeitung, im Westfalen-Blatt oder dem Blickpunkt und in den Kirchenheften veröffentlicht werden. Das Programm (Ausbildung von Paten, gemeinsame Aktionen, Veranstaltungskalender der Vereine) soll fortlaufend weitergeführt werden, sodass wirksam Isolation gemindert wird.
Laufzeit
2020-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen hat sich in den letzten Jahren stets erhöht und wird sich auch in Zukunft weiter erhöhen. Gerade in den letzten Monaten, seit Beginn der Pandemie Covid-19, leben viele Senior*innen noch isolierter als zuvor.
Die Betreuung dieser Menschen braucht viel Kraft, Zeit und außerordentliche Konzepte in diesen Zeiten. Besonders im ländlichen Raum müssen lange Wege bewältigt werden. Durch gut funktionierende nachbarschaftliche Unterstützung und große Bereitschaft zur gegenseitigen Hilfe wird viel bewegt. Doch um fehlende Angebote und Hilfen auszugleichen, müssen neue, wie z.B. dieses Projekt, geschaffen werden.
Damit Menschen in ihrer vertrauten Umgebung alt werden können, braucht es die Unterstützung und Teilhabe der Menschen vor Ort.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bissendorf, mit den Ortsteilen Bissendorf, Schledehausen und Wissingen
Beschreibung
Die Gemeinde grenzt im Norden an Belm und Ostercappeln, im Osten an Bad Essen und Melle, im Süden an Hilter am Teutoburger Wald und Georgsmarienhütte sowie im Westen an die kreisfreie Stadt Osnabrück
Einwohnerzahl
15500
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Bissendorf
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
520px-bissendorf_in_os_svg.png
(153.41 KB)
resize_706x628.jpg
(83.88 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In dem Projekt wird der spezielle Ansatz von GWA verfolgt, indem wir die Bedarfslagen der Senior*innen filtern, auswerten und dem nachgehen. Ebenso fördern wir durch Tandems das Engagement und die Bereitschaft zur Übernahme sozialer Verantwortung bei (jungen) Erwachsenen in der Gemeinde Bissendorf. Die Tandems besuchen die geplanten und bedarfsgerechten Angebote der örtlichen Vereine und Gruppen. Egal ob der/die Senior*innen Lust auf Sport, Kaninchen oder Kultur hat, jegliche Aktivitäten finden sich im Veranstaltungskalender "Silberrücken" wieder. Diese kollektive Durchsetzung der Interessen der Senioren*innen und der Pat*innen ist damit gewährleistet. Eine gemeinsame Auftaktveranstaltung der Vereine und Tandems in der Gemeinde sowie die Umsetzung des Veranstaltungskalenders „Silberrücken“ verdeutlicht den Ansatz der GWA.
Mit dem Arbeitskreis „Goldener Oktober“ und anderen örtlichen Einrichtungen wird gezielt mit den Senior*innen zusammen gearbeitet, sie bestimmen mit, wie ihre Einsamkeit gemindert, die Lebensqualität gestärkt und die Gesundheitskompetenz gefördert wird.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn die Angebote durch die Bewohner*innen besucht werden.
Kriterium
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn 50% der genannten Vereine und Gruppen an der Auftaktveranstaltung teilnehmen.
Kriterium
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn 25 Tandems regelmäßig in Kontakt zueinander stehen.
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn die unterschiedlichen Einrichtungen für Senioren miteinander interagieren.
Kriterium
Beschreibung
Der Standard ist erreicht,wenn die Veranstaltungen der Vereine vor Ort mit den Tandems besucht werden und sich diese regelmäßig treffen und austauschen.
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn die soziale Isolation von Senior*innen gemindert wurde.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bogenschützenclub Wolfsangel e.V., Sascha Thiemann, Auf der Heide 38, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bujinkan-Ninpo e.V. - Japanische Kampfkunst, Markus Schlechter, Bergstr. 9, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FC Bissendorf e.V., Wolfgang Uckel, Schubertstr. 20, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Minigolf im Kurgarten Schledehausen, Kirmesweg 1, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
MSC Osnabrücker Land e.V. im ADAC, Thomas Tauz, Gesmolder Str. 11, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Osnabrücker Golf Club e.V., Am Golfplatz 3, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportfreunde Schledehausen, Bodo Arndt, Sledesenstr. 5, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SV 28 Wissingen e.V., Jens Krenitz, Johannstr. 2, Jeggen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SV Eintracht Nemden, Harald Ellrich, Nemdener Str. 5, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TV Schledehausen, Volker Buch, Warener Str. 3b, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wandergruppe SV 28 Wissingen, Hans- Dieter Lammich, Bahnhofstr. 21, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimat- u. Verkehrsverein Schledehausen e.V., Ulrich Wienke, Gramberger Str. 5, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimat- u. Wanderverein Bissendorf e.V., Peter Spach, Am Reitplatz 2, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis "Goldener Oktober", Ingrid Wechsel, Heideweg 13, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Senioren-Kath.Kirchengemeinde Bissendorf, Maria Kampmeyer, Listzhof 3, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenkreis Ellerbeck 76, Bärbel Oberdiek, Breslauer Str. 6, Melle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Brieftaubenzuchtverein 080 Blick Auf Bissendorf, Harald Sauert, Fritz-Reuter-Str. 23, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fischereischutzverein Wissingen e.V., Olaf Voltmann, Heideweg 35, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Imkerverein Bissendorf e.V., Heinrich Timmer, Steinkuhlenweg 5, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kaninchenzuchtverein J 85 Bissendorf und Umgebung, Albert Brömmelhaup, Am Hallbrink 6, Melle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
kfd - Bissendorf, Maria Kampmeyer, Listzhof 3, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
kfd Schledehausen, Ingrid Meyer, Pastorenweg 2, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauen Schledehausen, Almut Detert, Niederberger Mark 4, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauenverein Bissendorf-Holte, Irmgard Heckmann, Kronsundern 13, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturpark Haus Nemden, Karsten Luckmann, Kummetstr. 5, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturverein Bissendorf (KuBISS), Angelika Rothe, Heideweg 9, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Chor Cantabile, Mariele Jansen, Nordstr. 7, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gospel-Chor - Shine, Dorothee Steinkamp, Wöbekingstr. 10, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchenchor St. Dionysius Bissendorf, Eckhard Hindahl, Greifswalder Str. 9, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Laurentiuschor der ev.-luth. Kirchengemeinde Schledehausen, Karl-Ulrich Voß, Neue Str. 51, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
MGV Fidelitas von 1877 Holte e. V., Robin Fox, An der Holter Burg 8, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
MGV Schledehausen von 1881 e.V., Armin Jäkel, An der Windmühle 4, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Facharzt für Allgemeinmedizin Dr. Herbert Huch, Jeggener Str 1b, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dr. med. Waldemar Darscht Facharzt für Allgemeinmedizin, Rechliner Str. 2, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haus am Bredberg, Am Bredberg 2, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haus am Lechtenbrink, Stadtweg 6, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Betreutes Wohnen Rudolfshöhe, Meller Str. 6a, Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, Kirchplatz 1, Bissendorf
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Langfristig werden regelmäßige Fortbildungen für Pat*innen und Mentor*innen angeboten, die über Pflegeeinrichtungen bzw. Pflegekassen finanziert werden. Das Patenschaftsprogramm hat sich im ehrenamtlichen Bereich etabliert und wird über den Freiwilligenserver organisiert. Die Vereine veröffentlichen regelmäßig ihre Angebote auf dem Veranstaltungskalender "Silberrücken". Die Gemeinde unterstützt die Arbeit. Dadurch wird langfristig eine Struktur aufgebaut, die soziale Isolation mindert.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
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13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On