Verwendungsnachweis: nachbarschaftsfabrik neuland - vom soziokulturellen Zentrum zum nachbarschaftlichen Dialog in Winsen (Luhe)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sven Dunker
| Organisation | Reso-Fabrik e.V. |
|---|---|
| Funktion | Dipl. Soz.-arbeiter |
2. Kurzbeschreibung
Die Kraft der guten Nachbarschaft entsteht im Dialog!
Projektbeschreibung
Lebensfreude, gute Nachbarschaft und sozialer Frieden brauchen den Dialog – offene Räume, Begegnung und Vertrauen.
In der nachbarschaftsfabrik erweitern wir den begonnenen Ausbau eines demokratischen, nachbarschaftlichen Zusammenhalts unter den Akteur*innen im Projektgebiet. Basis dieses Prozesses ist das Initiieren bedarfsorientierter Begegnungs- und Aktionsformate, die die unterschiedlichen Akteur*innen des Gemeinwesens – über das gegenseitige Kennen- und Verstehenlernen – nachhaltig in den Dialog führen.
In den nächsten drei Jahren entwickeln wir mit unserem Kooperationspartner, der Stadt Winsen (Luhe), die "Projekt-Palette" der nachbarschaftsfabrik strukturell soweit, dass daraus ein wirkungsvolles und nachhaltiges – sozialplanerische und städtebauliche Aspekte einschließendes – Konzept entsteht. Um es zielführend zu verwirklichen, bezieht unsere Gemeinwesenarbeit (GWA) alle Ebenen und Akteur*innen ein. Nicht nur die Bewohner*innen des Projektgebiets und der Umgebung stehen im Fokus, sondern auch das Netzwerk der Träger sozialer Hilfen und die kommunale Verwaltung und Politik.
In der nachbarschaftsfabrik kommen bedarfsorientierte Methoden aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern (Gesundheit, Bildung, Kultur, etc.) zum produktiven Einsatz. Unsere GWA setzt weiterhin auf die bewährten Kernthemen
• Entlastung durch Beratung und Vermittlung,
• Lebensfreude und Aktivierung durch kulturelles Erleben,
• Kooperation durch trägerübergreifende Projekte
• Integration und Teilhabe durch Begegnung der Akteur*innen im Gemeinwesen.
Leitlinie dieser professionellen Arbeit: Raus aus dem Büro und rein ins Quartier!
Durch die vergangene Projektförderung wurde eine Vorarbeit geleistet, die sich – insbesondere während der COVID-19-Pandemie – als wertvolles Fundament für ein langfristiges, vertrauensvolles Miteinander erwiesen hat. Die im Rahmen der Pandemie erlassenen Hygienevorschriften haben Arbeitsmethoden in den Blick gerückt, die Ausblicke auf zukünftige Arbeitsformen erlauben. Ihre Möglichkeiten sollen auf unterschiedlichen Ebenen und in relevanten Handlungsfeldern ausgelotet und genutzt werden.
Neben der Digitalisierung der Dialoge und der Online-Vermittlung von Kultur sind auch das direkte Nachbarschaftsgespräch an der Tür und der persönliche Vor-Ort-Kontakt stärker ins Zentrum der Methodenentwicklung geraten. Ihr Potenzial soll in der GWA – aber auch im Netzwerk der Träger sozialer Hilfen – fachlich weiterentwickelt werden.
Laufzeit
2020-12-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projektgebiet weist eine interkulturelle Bewohner*innenstruktur (64 verschiedene Nationalitäten) mit unterdurchschnittlichem Einkommen auf. Geflüchtete Familien und junge Familien mit Migrationshintergrund ziehen in die bereits belasteten Wohngegenden. Damit finden dort zwei gegenläufige Entwicklungen statt: Parallel zu dieser Verjüngung leben vermehrt ältere, alleinstehende Bewohner*innen ohne Migrationshintergrund in den kleinen Wohnungen und angrenzenden Einfamilienhäusern. Nach Aussage des LK Harburg werden hier relativ viele Hilfen nach § 27 ff SGB VIII verfügt: Familienhilfen bei jungen Familien mit Kleinkindern und Erziehungsbeistandschaften für Kinder und Jugendliche. Es besteht die Gefahr, dass sich innerhalb des Projektgebietes bestimmte Wohnbereiche abgrenzen und "ghettoisieren", Alte und Junge und Angehörige unterschiedlicher communities.
Weitere Probleme sind: Nicht konforme Rechtsauffassungen, insbesondere bei den Migrant*innen, die bereits langjährig in Deutschland leben, erheblicher und wiederkehrender Beratungsbedarf im Bereich Mietrecht/Mietschulden und bzgl. der wirtschaftlichen Situation.
In dem Gebiet bestehen einige, auf bestimmte Zielgruppen spezialisierte Einrichtungen sozialer Hilfen. Auch in der Reso-Fabrik e.V. gibt es bereits unterschiedliche Angebote. Eine Art Stadtteilkonferenz gibt es jedoch nicht.
Mit dem nachhaltigen Ausbau der GWA der nachbarschaftsfabrik wird eine Struktur geschaffen, in der Gremien und Fachgespräche etabliert, bestehende Projekte und Hilfen aufeinander abgestimmt, unterschiedliche Akteure in dem Gebiet zusammengebracht und eine möglichst bedarfsgerechte und bewohnernahe Infrastruktur aufgebaut und gepflegt wird.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Winsen (Luhe), Einzugsgebiet der Grundschule "Alte Stadtschule"
Beschreibung
Der Einzugsbereich der Grundschule "Alte Stadtschule" ist ein heterogenes Projektgebiet in der eher ländlich geprägten Mittelstadt Winsen (Luhe). Einfamilienhausbebauung, Mehrfamilienhausriegel bis hin zu zwei Hochhausbereichen, von denen einer 2009 in das Programm "Die Soziale Stadt" aufgenommen wurde. Ebenso heterogen ist die Bewohnerschaft dieses Stadtgebiets: Bewohner aus 64 verschiedenen Nationen, ca. 50% haben einen Migrationshintergrund.
Einwohnerzahl
4200
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Winsen (Luhe)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
In dem Projektgebiet liegt eines der kleinsten Programmgebiete für soziale Stadtentwicklung in Niedersachsen. In dem Soziale-Stadt-Gebiet, dem Albert-Schweitzer-Viertel, leben ca. 500 der 4200 Bewohner des gesamten Projektgebiets. Durch die Arbeit des QM, die seit 2009 ebenso von der Reso-Fabrik e.V. durchgeführt wird, konnten kleinräumige Strukturen mit den entsprechenden Ansätzen aufgebaut werden. Insbesondere auf dem Hintergrund dieser Erfahrungen erfolgte die Entscheidung, dass eine Übertragung der Erfahrungen und Methoden im Rahmen von GWA auf ein erweitertes Projektgebiet sinnvoll ist und damit Synergieeffekte für den Projektverlauf zu erwarten sind. Um diesen Transfer an Erfahrungen auf das Modellprojekt zu sichern, ist beabsichtigt, dass das Quartiersmanagment in die nachbarschaftsfabrik neuland überführt wird, um den Bewohner*innen des Wohngebiets nach Beendigung der Städtebauförderung einen Anschluss zu bieten. Z.Zt. wird das QM Soziale Stadt durch einen anderen Mitarbeiter weitergeführt.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Winsen und Landesamt für Statistik Nds. 2020
Zu bemerken ist, dass in dem Projektgebiet Wohnblöcke stehen, in denen der Anteil der Kinder bis 14 Jahren bei 29 % liegt, so dass wir in der Annahme gestärkt werden, dass der demoraphische Wandel in anderen Teilen des Gebiets sehr stark durchschlägt
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Winsen (Luhe) und Landesamt für Statistik Nds. 2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Winsen (Luhe)
In dem Projektgebiet leben Menschen aus 64 verschieden Herkunftsländern.
Insbesondere gibt es eine Ballung von Bewohner*innen mit Migrationshintergrund in zwei größeren Wohngebieten.
Projektgebiet in Prozent
66
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Jobcenter LK Harburg, LK Harburg, Abt. Besondere Leistungen und LK Harburg, Abt. Soziale Leistungen.
Die 66% an transferleistungsbeziehenden Bewohner*innen bezieht sich auf ein Wohngebiet innerhalb des Projektgebiets. Weitere aktuelle Zahlen zur Einkommenssituation waren leider nicht möglich zu bekommen. Es wird jedoch auch daran deutlich, dass es in diesem Projektgebiet zumindest ein Armutsquartier gibt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit wird von uns als handlungsleitendes Arbeitsprinzip (Konzept) verstanden. GWA arbeitet Methoden integrierend und interdiziplinär entlang der Interessen der unterschiedlichen Akteur*innen des Gemeinwesens. Unser Grundverständnis dabei ist: Die Bewohner*innen sind die Expert*innen ihrer Lebenswelt. QM kann nur ein Teilaspekt von GWA sein. GWA sieht sich als intermediäre Instanz oder "Katalysator" für den Dialog zwischen den unterschiedlichen Akteur*innen im Quartier (Verwaltung, Politik, Bewohner*innen, Polizei, Wirtschaft, Wohnungsbau, soziale und kulturelle Einrichtungen u.a.).
GWA schafft Nachbarschaftsstrukturen und Beziehungen zu den Bewohner*innen eines Gemeinwesens und ermöglicht somit den wechselseitigen Zugang zu anderen Themenfeldern, wie Gesundheit, Hilfen zur Erziehung, Bildung etc.. Neben diesen inhaltlichen Bezügen orientiert sich GWA an dem Lebensraum der Bewohner*innen und kann somit auch im World-Wide-Web ein Handlungsfeld finden. Außerdem initiiert und begleitet GWA den Dialog zu den Themenfeldern städtebauliche und sozialplanerische Entwicklung.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen sind die Expertert*innen ihrer Lebenswelt. Angebote müssen daher Zufriedenheit und weitere Aktivitäten schaffen. Diese ist in den Äußerungen der Bewohner*innen zu ermitteln.
Kriterium
Beschreibung
Die Räume und weitere Ressourcen der nachbarschaftsfabrik werden zunehmend nachgefragt und von Freizeit- und Interessengruppen genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Wenn die Bewohner*innen kreative Ideen einbringen oder äußern und Verantwortung für ihre Angebote übernehmen.
Kriterium
Beschreibung
Der Name des Projekts ist den Bewohner*innen bekannt und wird positiv besetzt.
Kriterium
Beschreibung
Die Angebote des Projekts werden nachgefragt und es wird Einfluss auf deren Ausgestaltung genommen.
Kriterium
Beschreibung
Die Ziele werden von Bewohner*innen als wichtig bewertet.
Beschreibung
Bewohner*innen und Netzwerkpartner*innen haben das Projektgebiet im Blick und suchen Lösungen in den Rahmenbedingungen.
Beschreibung
Akteur*innen aller Ebenen beteiligen sich aktiv an der Entwicklung einer gesamtkommunalen Struktur
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen bewerten ihre Lebenswelt positiv.
Beschreibung
Im Netzwerk werden gemeinsame Ziele formuliert und es besteht der Wunsch Veranstaltungen zu wiederholen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Die GWA der nachbarschaftsfabrik:
- 38 Std./ Woche GWA'ler
- Nachbarschaftsbüro offener Zugang an fünf Tagen in der Woche.
- 20 ehrenamtliche Bewohner*innen in unterschiedlichen Projekten
- Kooperation mit der Tafel Harburg
- Zusammenarbeit mit QM Soziale Stadt
- Kooperation mit weiteren Arbeitsfeldern der Reso-Fabrik e.V.
- Nutzung von Seminar- und Veranstaltungsräumen
- Netzwerk- und Gremienarbeit in städtischen Arbeitskreisen
- Kooperation mit Stiftungen und Kommunen im Landkreis
- Projektorientierte Netzwerktreffen mit über 40 Trägern aus dem Stadtgebiet
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Winsen (Luhe), Stabsstelle Kultur etc.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tafel Harburg e.V., Zweigstelle Winsen (Luhe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schuldenhilfe sofort e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. luth. Kirchengemeinde St. Marien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vertreter*innen der politischen Parteien im Rat der Stadt Winsen (Luhe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
andere Arbeitsfelder der Reso-Fabrik e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
regionale politische Vertreter*innen im Kreistag LK Harburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Harburg-Land e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk der Ev.-luth. Kirchenkreise Hittfeld und Winsen (Luhe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Kreisverband Harburg-Land e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
"Die Abräumer" Bewohnerinitiative Albert-Schweitzer Str.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Kreisverband Harburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung, Lebenshilfe Lüneburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
SoVD KV Harburg-Land
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritasverband LK Harburg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) Berufsakademie Lüneburg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LAG Praxisnetzwerk für soziale Stadtentwicklung Nds. e.V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nachhaltiges Ziel ist es bis 2023 einen Entscheidungsbildungsprozess mit Ratsbeschluss abzuschliessen.
Die Stadt investiert Gelder zum Ausbau der Reso-Fabrik. (s. Anlage)
Am 01.09.2020 wird ein fraktionsübergreifender Antrag abgestimmt, so dass der Eigenanteil der Reso-Fabrik und der Stadt auf insg. 40.000,- €/Jahr aufgestockt wird.
Evtl. beschließt eine Sondersitzung des Haushaltsausschusses im Oktober über den Antrag. (s. A. Nachhaltigkeit)
Es entsteht bereits ein dynamischer Prozess.
11. Medien
Galerie
Videos
interview_w._sasse.mov
(121.38 MB)
img_4336.mov
(187.07 MB)
interview_h._jagusch.mov
(163.28 MB)
interview_j._deppe.mov
(137.07 MB)
Aufsteller
roll_up.jpg
(845.58 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Hier-Gefühl stärken - Nachbarschaft sind wir!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Adalbert Mauerhof
| Funktion | Fachbereichsleiter Verbandsarbeit und Seniorenarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mit Teilhabe und sozialem Zusammenhalt ein zukunftsfähiges und l(i)ebenswertes Quartier gestalten
Projektbeschreibung
Mit einer Förderung für Quartiersentwicklung hat die AWO in den vergangenen Jahren im Stadtteil List-Nordost in Hannover lebendige Nachbarschaftsstrukturen geschaffen, die aus dem Quartier nicht mehr wegzudenken sind: Rund um ein gemeinschaftliches Wohnprojekt für Senior*innen entstanden zahlreiche Begegnungsräume, ehrenamtlich organisierte Angebote sowie verlässliche Unterstützungsmöglichkeiten. Der Schwerpunkt lag anfangs vor allem auf den Bedarfen älterer Menschen. Im Verlauf der Arbeit wurde auch der Wunsch nach generationsverbindenden Angeboten an uns herangetragen. Unsere niedrigschwelligen Angebote und Hilfen während der Pandemie haben deutlich gemacht, wie wichtig die direkten Kontakte in der Nachbarschaft zur Verhinderung von Vereinsamung und zur gegenseitigen Unterstützung für alle Generationen sind. Mit dem Projekt „Hier-Gefühl stärken“ wollen wir alle Anwohnenden im Quartier einbeziehen. Die bisherigen Strukturen, die ehrenamtlichen Gruppen, Nachbarschaftskontakte sowie Netzwerkarbeit werden dabei ausgebaut. Über eine aktivierende Befragung sollen weitere quartiersbezogenen Bedarfe ermittelt, bestehende Beteiligungsformate reflektiert und neue Teilhabemöglichkeiten entwickelt werden. Ziel ist es, unterschiedliche Generationen und Kulturen füreinander zu sensibilisieren und über gemeinsame Themen wie Gesundheit, gesellschaftliche Teilhabe, Bildung und Wohnen den Zusammenhalt zu fördern und Vorurteile abzubauen. Dabei stehen Selbsthilfepotenziale und das Empowerment im Vordergrund, um auch der zunehmenden (Alters)Armut zu begegnen. Der demografische Wandel wie auch die Digitalisierung bringen viele Herausforderungen und auch Chancen mit sich. Mit dem Projekt werden die Bewohnenden bestärkt, sich für die eigenen Belange und die der Nachbarschaft einzusetzen, sich zu solidarisieren und gemeinsam für ein gutes Leben im Quartier einzustehen. Nachbarschaftliche Patenschaften bilden hier einen Schwerpunkt. Durch Präsenz im Stadtteil bei vielfältigen Aktionen (z.B. Rikscha-Fahrten, Tauschtisch) werden Kontakte zu Menschen aufgebaut, die bisher nicht erreicht wurden. Durch Go-Strukturen werden mobilitätseingeschränkte Menschen erreicht und über digitale und analoge Beteiligungsstrukturen eingebunden. Menschen im Quartier sind füreinander da, erfahren Zusammenhalt und erleben eine Stärkung der eigenen Selbstwirksamkeit. In den kommenden drei Jahren soll aus der GWA ein Quartierszentrum erwachsen und zur Wirkungsstätte für alle Menschen im Quartier werden.
Laufzeit
2022-12-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier liegt nördlich im städtischen Raum der Landeshauptstadt Hannover (LHH: Einwohnende 533.900). In dem Quartier leben ca. 8.500 Menschen. Hierunter sind 15,8% Kinder und Jugendliche, 63,5% Personen mittleren Alters und 20,7% über 60 Jahre, 2,1% sind 85 Jahre und älter. Damit liegt das Quartier im stadtweiten Durchschnitt, auffällig jedoch ist der hohe Anteil der alleinlebenden Anwohnender mit 58% (LHH 54%), insbesondere alleinlebender Senior*innen mit 71% (LHH: 66%). Im Quartier gibt es zahlreiche kleine Wohnungen, was eine hohe Fluktuation mit sich bringt. Die Anonymität und Vereinzelung im städtischen Raum nimmt zu. Aus der Beratung und vorangegangenen Beteiligungsprozessen wissen wir, dass Vereinsamung - nicht nur unter den Älteren - häufig als Problem genannt wird und die vergangenen Pandemiejahre dies verstärkt haben. Zudem gibt es eine hohe Nachfrage an barrierearmen Wohnraum. Fehlende Fahrstühle in den Altbaubeständen erschweren die Teilhabe mobilitätseinschränkter Menschen erheblich. Im Quartier leben etwa 3630 Menschen mit Migrationsgeschichte (35,5% im Vergleich: LHH: 38%) - unter den Senior*innen leicht überdurchschnittlich 24% (LHH 23,2%). Die Transferleistungsquote ist bei Senior*innen leicht überdurchschn. (13,7 %, LHH 10,3%). Das Quartier ist sehr multinational (größte Nationengruppen: Türk*innen, Syrer*innen, Russ*innen und Pol*innen). Von Netzwerkpartner*innen wissen wir, dass Anwohnende wenig Berührungspunkte untereinander haben und fehlende gemeinsame Begegnungsräume beklagen. Das Quartier ist gut an den ÖPNV angebunden; es gibt naturnahe Räume und Einkaufsmöglichkeiten für den tägl. Bedarf, jedoch wenig konsumfreie Räume.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover List-Nord und Groß Buchholz
Beschreibung
Das Projektgebiet erstreckt sich relativ zentral bis nördlich in der Stadt Hannover. Die nördliche Grenze bildet der Mittellandkanal, westlich die Hebbelstraße und östlich der Eulenkamp bzw. die Guerckestraße. Im Süden endet das Quartier mit der Podbielskistraße bzw. der Defreggerstraße. Das Quartier umfasst damit vier Mikrobezirke komplett und drei zum Teil. Ein Mikrobezirk ist aufgrund der dort vorhandenen GWA ausgeklammert; eine verlässliche Kooperation dorthin besteht.
Das Quartier ist ein Wohnviertel, in äußerster Randlage zu einem belebten Stadtteil Hannovers. Bei den Quartiersbegehungen wurde deutlich, dass tagsüber wenig Leben auf der Straße, an öffentlichen Plätzen oder in den zwei Cafés stattfindet. Es bieten sich wenig Möglichkeiten für zufällige Begegnungen, bei denen man mit anderen Menschen ins Gespräch kommt, ohne sich vorher verabredet zu haben. Es gibt kaum konsumfreie Verweilräume.
Einwohnerzahl
8500
Quelle / Anmerkungen
Stadt Hannover, Koordinierungsstelle Sozialplanung (Einwohnerzahl wurde durch uns reduziert, da die Mikrobezirke nicht mit den gewählten Quartiersgrenzen übereinstimmen)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH Hannover, Koordinierungsstelle Sozialplanung
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LH Hannover, Koordinierungsstelle Sozialplanung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartierskarte_osm.jpg
(249.33 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir verfolgen mit dem Projekt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, da wir durch das Projekt aktiv auf die Quartiersbewohner*innen zugehen und Ermöglichungsräume bieten, eigene Wünsche und Ideen zu verfolgen. Wir unterstützen dabei alle Schritte von der Bedarfsermittlung, der kreativen Ideengewinnung bis zur Umsetzung. Dabei werden die Selbsthilfepotentiale gefördert und Wege aufgezeigt, sich im Quartier aktiv einzubringen. Das Projekt wirkt damit ganzheitlich auf die Menschen vor Ort und verbessert soziale Teilhabemöglichkeiten, die gesundheitliche Prävention und Wohn- und Versorgungssituation. Durch die verschiedenen Maßnahmen wird Selbstwirksamkeit erlebt und eine stärkere Identifikation mit dem Quartier gefördert. Dabei wird die individuelle Sichtweise mit den Strukturen vor Ort in Verbindung gebracht. Durch die vielfältigen Begegnungsmöglichkeiten wird Toleranz und der soziale Zusammenhalt gefördert. Darüberhinaus werden konkrete Verbesserungen für Einzelne und den Sozialraum angestrebt. Die feste Ansprechpartnerin vor Ort ist dabei eine verlässliche Koordinatorin, die Impulse schafft und als Ermöglicherin fungiert. Mit dem Aufbau von Vernetzungsstrukturen wird das Projekt nachhaltig gesichert.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
die Angebote von Menschen verschiedener Generationen, Nationalitäten, Milieus wahrgenommen werden; wenn unterschiedl. Generationen ihre Ressourcen anderen Generationen zur Verfügung stellen; die erreichte Zielgruppe divers ist
Beschreibung
Menschen erreicht werden, die bisher nicht erreicht wurden; Menschen die Möglichkeiten wahrnehmen, eigene Bedürfnisse und Ideen zu formulieren und ihre eigenen Anliegen verfolgen; wenn Selbstwirksamkeit erlebt wird
Kriterium
Beschreibung
Quartiersforum sich etabliert; Kooperation mit Wohnungsunternehmen etabliert ist; in der Zusammenarbeit mit den bestehenden Netzwerken Projekte umgesetzt und Anliegen bearbeitet werden
Kriterium
Beschreibung
Rikscha für Begegnung genutz twird; Nachbarschafthilfe etabliert ist; Ehrenamtliche sich engagieren; Patenschaften etabliert sind; Menschen mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten sich begegnen
Beschreibung
Netzwerkpartner*innen aus Kommune und Verwaltung aktiv mitarbeiten, da der Mehrwert für die Kommune sichtbar ist; die Kommune die QE als ein Standort für ein Quartierszentrum fördert
Kriterium
Beschreibung
Ehrenamtliche sich engagieren; das Quartiersforum sich für die Belange der Menschen im Quartier einsetzt; Selbstwirksamkeit erlebt wird; Nachbarschaftshilfe aktiv ist und Hilfe zur Selbsthilfe leistet
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunaler Seniorenservice, Netzwerk für Senioren, Seniorenbeirat (besteht)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungsunternehmen (Genosssenschaft Kleefeld-Buchholz, Ärzteversorgung) (besteht zum Teil, wird intensiviert und erweitert)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum, Pflegedienst, Kindertagesstätte (bestehen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksbürgermeister,Stadtbezirksmanager(in) (besteht, durch personelle Wechsel muss der Kontakt aber wieder neu aufgebaut werden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Käthe-Kollwitz-Gymnasium (angestrebt), Gebr.Grimm-Grundschule (angestrebt)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
MiSO - MigrantInnenSelbsthilfe-Netzwerk Hannover e.V. (angestrebt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KIBIS Kontakt- und Beratungsstelle Selbsthilfe (besteht)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Internationaler Elterntreff (besteht)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gethsemane Gemeinde (angestrebt)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekte wird mit Kooperationspartner*innen umgesetzt und ist so angelegt, dass diese von den Einrichtungen weitergeführt werden. Erfahrung von Selbstwirksamkeit in der ehrenamtl. Tätigkeit stärkt dauerhaftes Engagement und schafft eine langfristige Perspektive. Das Jugend- und Sozialdezernat der LHH hat das Thema „alter(n)sgerechte Quartiersentwicklung“ in das Stadtentwicklungsprogramm „Mein Hannover 2030“ aufgenommen und der FB Senioren plant mit den Verbänden Quartierszentren aufzubauen.
11. Medien
Galerie
Videos
bratapfelessen.jpg
(636.52 KB)
hoffest_2021.jpg
(1.46 MB)
drehorgelspaziergang_2020.jpg
(1.4 MB)
besuch_schulgarten_1.jpg
(3.71 MB)
ausstellungschnecken_2021.jpg
(791.52 KB)
awoclub_gks.jpg
(113.41 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Vesperkirchen in Hannover
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Heiko Deppe
| Funktion | Projektreferent |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam zu Tisch - Nachbarschaft im Quartier stärken
Projektbeschreibung
Die Vesperkirche will Menschen zusammen und miteinander ins Gespräch bringen, bei einemAbendessen mit Impulsen, aktivierendem Begleitprogramm und anschließendemKulturprogramm. Mitten im Stadtteil schafft die Vesperkirche offene Begegnungsräume fürunterschiedliche soziale Milieus. Dazu werden für 15 Tage die Kirchentüren geöffnet.Menschen werden unabhängig von ihren Ressourcen eingeladen und gastlich bewirtet,soziale Teilhabe wird erfahrbar. Erwartet werden pro Vesperkirche 5.000 Besucher*innen,3.000 ausgegebene Essen, mind. 100 Ehrenamtliche/Freiwillige, 20 soziale Akteure.Menschen im Stadtteil werden aktiviert, sich einzubringen und gestaltend tätig zu sein.Einrichtungen, Initiativen, Vereine und einzelne Akteure aus dem Sozialraum sowie Gruppenund Kreise aus dem Bezug von Kirche und Diakonie sind bei der Gestaltung des Programms beteiligt und prägen die Vesperkirche in besonderer Weise.Das Begleitprogramm auf dem Kirchplatz hat einen praktischen Nutzen für die Menschen desStadtteils und inspiriert. Gleichzeitig ermöglicht es einen niedrigschwelligen Zugang zurVesperkirche.Nach einer Pilotphase in 2019 soll nun das Modell in verschiedene Stadtteile übertragenwerden. Jedes Jahr sollen bis zu drei Versperkirchen an unterschiedlichen Standortendurchgeführt werden. Die Vesperkirchen werden zentral koordiniert und organisatorischunterstützt.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Gesamtgesellschaftlich ist erkennbar, dass die Unterschiede zwischen sozialen Gruppenimmer größer werden. Die sogenannte „Schere“ zwischen arm und reich klafft immer weiterauseinander. Dies bringt mit sich, dass sich bestimmte gesellschaftliche Gruppen innerhalbihrer Stadtteile und Kommunen nicht mehr begegnen. Folglich kommt es dazu, dassbestimmte soziale und kulturelle Gruppen Angebote sozialer Akteure nicht nutzen odererschwerte Zugangsbedingungen haben. Es bilden sich Nebengesellschaften.In der Stadt Hannover zeigt sich das unter anderem an der prekären Lage wohnungsloserMenschen. Schätzungsweise 4000 Wohnungslose gibt es stadtweit. Wohnungslosigkeit gehthäufig mit dem Ausschluss aus sozialen Kontexten einher. Die Teilhabemöglichkeiten sindhier besonders eingeschränkt.Insgesamt fehlt es an Raum für Begegnungen und Verständnis, an Kenntnis über vorhandeneAngebote und Anlaufstellen oder Ansprechpartner*innen, an Aktivierung und Zusammenhaltvor Ort im Sozialraum.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover-Garbsen-Seelze, jeweils einzelne Stadtteile
Beschreibung
jeweiliger Stadtteil/ Ortsteil von Hannover, Garbsen oder Seelze, der jeweiligen Vesperkirche
Einwohnerzahl
20000
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Als Gäste stehen die Bewohner*innen bei der Vesperkirche im Zentrum. Dafür ist dieEinbindung der Sozialen Akteure aus dem Stadtteil wichtig. Die beruflichen Mitarbeitendenhaben aufgrund ihrer Fachlichkeit und ihrer Ressourcen eine besondere Bedeutung. DieVernetzung und Zusammenarbeit dieser Mitarbeitenden wird gestärkt, ob aus dem Kontextvon Schule, Familienzentrum, Kindergarten, Polizei oder KSD, etc. Das gemeinsame Arbeitenan einem Projekt bietet Schnittflächen und schweißt zusammen. Nicht nur die vielenEhrenamtlichen/Freiwilligen, sondern darüber hinaus die vielen Bewohner*innen als Gästeder Vesperkirche erhalten Kontakte zu den beruflichen Mitarbeitenden. Sie können alsAnsprechpartner*innen wahrgenommen werden, und ihre Einrichtungen liegen quasi um dieEcke. Es ist wichtig, voneinander zu wissen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Besucher*innen werden als Gäste wertschätzendbehandelt, Wohnungslose wie Besserverdiener. Mind. 100Bewohner*innen bringen sich ehrenamtlich/freiwilliggestaltend ein.
Kriterium
Beschreibung
Das niedrigschwellige Begleitprogramm auf dem Platzbeinhaltet aus der Nachbarschaft gestaltete Aktionen.
Kriterium
Beschreibung
Jung und Alt, Bewohner*innen verschiedener Kulturen,Arm und Reich, arbeiten bei der Vesperkirche zusammen.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach der dreijährigen Anlaufphase ist der Bedarf an personeller Unterstützung zur weiterenPlanung und Durchführung von Vesperkirchen in Hannover-Garbsen-Seelze geringer.Einrichtungen der Diakonie oder Kirchengemeinden können in Zusammenarbeit mit weiterenAkteuren aus dem Stadtteil Vesperkirchen wiederholen und im Stadtteil als Begegnungsraumetablieren. Finanziell sind die Vesperkirchen auf Sponsoren und Spenden sowieZuwendungen von Stiftungen etc. angewiesen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Tjorven Maack
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Teilprojekt Altstadt Goslar
Projektbeschreibung
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!" soll an zwei Standorten (Immenrode und Altstadt Goslar) und somit zwei Projekte beinhalten. Ziel des Gesamtprojektes ist es, dass alle Menschen im Einzugsgebiet der Projektstandorte gleichermaßen angesprochen werden.
Am jeweiligen Standort soll eine Begegnungsstätte geschaffen werden. Ziel der Begegnungsstätte ist es, dass ein Ort geschaffen wird, an dem jeder Mensch willkommen und geschätzt wird. Die Begegnungsstätten dienen als "Save Haven", also einem Ort, an dem es keine Diskriminierung, Ausgrenzung und/oder andere Diffamierungen gibt. Bei uns ist jede Person willkommen, unabhängig der sozialen Herkunft, dem Geschlecht, der Religions- und Kulturzugehörigkeit. Stigmatisierungen sind bei uns nicht willkommen. Genau dies ist der Ansatz des Gesamtprojektes.
Wir möchten Menschen zusammenführen und durch gemeinsame Projekte erwirken, dass eine Gemeinschaft entsteht, in der sich alle gleichermaßen respektieren, unterstützen und wertschätzen. Damit dies gelingt, bedarf es nicht nur einer festen Anlaufstelle, sondern ebenfalls regionenbezogene Unterstützungen. Diese Herausforderung wird durch die Aufteilung in zwei Projekte, mit jeweils eigenem Themenschwerpunkt - gemeistert. So soll sich das Teilprojekt (Immenrode) schwerpunktmäßig mit den Themen des demographischen Wandels und dem Auf- und Ausbau eines Unterstützungsnetzwerkes innerhalb des Dorfes, aber auch der Implementierung eines festen Treffpunktes für Jung und Alt, so dass alle Generationen eine Anlaufstelle haben, fokussieren.
Das zweite Teilprojekte (Altstadt Goslar) hat seinen inhaltlichen Schwerpunkt im Themenfeld der Zusammenführung der Menschen mit & ohne Migrationshintergrund. Hintergrund hierbei ist, dass der LK Goslar im Rahmen der Zuwanderung ab 2015 viele Menschen mit Migrationshintergrund aufgenommen hat. Die Menschen sind mittlerweile formal in der neuen Heimat angekommen. Leider ist es bisher kaum gelungen, dass die verschiedenen Religionen und Kulturen zusammengeführt werden und sich als gemeinsame Gesellschaft verstehen und dies ausleben. Ziel es Projektes ist, dass die Menschen nicht nebeneinander, sondern miteinander leben.
Diese Ziele sollen durch das Gesamtprojekt und den zwei Teilprojekten initiiert, gefördert und langfristig begleitet werden. Das Selbstverständnis des AWO-Kreisverbandes Region Harz e.V. ist, dass man nur gemeinsam stark ist. Dieses Motto spiegelt sich in unserem Gesamtprojekt wieder.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Ausgangslagen der zwei Standorte sind differenziert zu betrachten. Daher soll im folgenden einzeln die Ausgangslage dargestellt werden.
Ausgangslage Altstadt Goslar:
In der Altstadt Goslar gibt es eine starke Kluft zwischen den Menschen, die seit Jahren bzw. Jahrzehnten in Goslar wohnen und den Menschen, die in der Altstadt eine neue Heimat gefunden hat. Zwar gibt es vereinzelte sehr spezifische Angebote, diese sind jedoch immer nur für besondere Gruppen offen. Es gibt keinen Treffpunkt, an dem Menschen aller sozialen, kulturellen, religiösen Hintergrunde zusammenkommen können.
Dazu ist anzumerken, dass einzig die Schaffung eines solchen Raumes nicht genügen würde. Aufgabe des Projekts ist es, dass alle Gruppen zielgerichtet angesprochen, zusammengeführt und begleitet werden. Nur wenn man gemeinsam etwas etabliert, kann man langfristig als Gemeinschaft zusammenwachsen. Hier reicht es nicht einzelne Angebote vorzuhalten, sondern muss den Prozess engmaschig begleiten und beraten/unterstützen/vermitteln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Goslar Altstadt
Beschreibung
Die Kernstadt Goslar beheimatet insgesamt 29.310 Einwohner_innen, wobei davon 7.771 Einwohner_innen in der Altstadt angesiedelt sind. Der Stadtkern umfasst neben der Altstadt folgende weitere Gebiete: Baßgeige, Georgenberg, Jürgenphl, Ohlhof, Rammelsberg, Steinberg und Sudmerberg.
Goslar befindet sich zwischen den nordwestlichen Ausläufern des Harzes und dem äußersten Südende des Salzgitter-Höhenzugs.
Aufgrund ihres besonderen Erhaltungszustandes mit über 1.500 Fachwerkhäusern unterschiedlichster Epochen im Altstadtkern wurde die Altstadt Goslar von der UNESCO ausgezeichnet. Innerhalb der Altstadt nimmt der Tourismus eine große Rolle ein.
Einwohnerzahl
7771
Quelle / Anmerkungen
Auszug aus der Datenbank Stadt Goslar (Quelle liegt gedruckt vor und kann bei Bedarf eingereicht werden.)
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auszug aus der Bestandsstatistik der Stadt Goslar vom 06.05.2021. (Ansprechpartner: Herr Sven Busse) Hinweis: Quelle liegt in Papierform vor und könnte eingereicht werden, nur habe ich keine Option zum Hochladen des Dokuments gefunden.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auszug aus der Bestandsstatistik der Stadt Goslar vom 06.05.2021. (Ansprechpartner: Herr Sven Busse) Hinweis: Quelle liegt in Papierform vor und könnte eingereicht werden, nur habe ich keine Option zum Hochladen des Dokuments gefunden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt "Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!" - mit seinen zwei Teilprojekten in Immenrode und der Altstadt Goslar - verfolgt den Ansatz des Quartiersmanagements.
Ziel des Gesamtprojektes ist die soziale Stabilisierung der Projektgebiete. Durch unsere Unterstützung als Koordinator_innen sollen verschiedene Akteuer_innen zusammengeführt, aktiviert sowie bei der Planung und Realisierung begleitet und unterstützt werden. Darüber hinaus soll durch die Weitergabe der beantragten Mittel finanzielle Ressourcen zur Umsetzung weitergegeben werden.
Durch unsere Anregung zum Empowerment in beiden Teilprojekten soll von den Bürger_innen die Verantwortung für den eigenen Stadtteil bzw. das eigene Dorf übernommen werden, so dass eine langfristige, selbsttragende und ehrenamtliche Selbstorganisation geschaffen, aufgebaut und langfristig implementiert wird.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es den Koordinator_innen gelingt, dass die Bewohner_innen eigenständig ihre Bedarfe/Interessen selbstständig eruieren und Vorhaben planen.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es gelingt, dass die Menschen freiwillig interkulturell und religionsübergreifend zusammenkommen, um sich im Sinne des Ansatzes des Empowerments zu organisieren und strukturieren.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn die vorhandenen Ressourcen nicht nur bekannt, sondern auch aktiv genutzt werden, um das Ziel der Schaffung einer gemeinsamen Begegnungsstätte zu erreichen.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn im Projekt generations-, geschlechts-, kultur- und religionsübergreifend gedacht und agiert wird, um gemeinsame (gemeinwesenbezogene) Interessen zu erarbeiten und umzusetzen.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn themenübergreifend alle für die Bürger_innen relevanten Aspekte im Projekt abgebildet bzw. integriert sind. Das bedeutet, dass es einer Vielzahl an Beteiligungs- und Angebotsmöglichkeiten bedarf, um alle Bedarfe abzudecken.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es gelingt, dass die von uns als Koordinator_innen initiierten Netzwerke und Kooperationen nicht nur gegründet, sondern kontinuierlich auf- und ausgebaut sowie weiterentwickelt werden.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das soziale Zusammenleben angestoßen, gefördert und in der Praxis umgesetzt wurde. Deutlich wird das Gelingen, wenn die Begegnungsstätte rege besucht und ehrenamtlich begleitet und geführt wird.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das Projekt dazu beiträgt, dass die Infrastruktur im Gebiet nicht nur aufgewertet, sondern nachweislich zum positiven, nämlich durch interkulturelle soziale Partizipation aller, geändert werden konnte.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das gesamtkommunale Denken und Handeln dazu geführt hat, dass die Menschen sich nicht nur im Gebiet des Projektes, sondern darüber hinaus in der gesamten sozialen Gesellschaft akzeptiert und willkommen fühlen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle geschlechts-, kultur- und religionsübergreifenden Vereine und Kirchengemeinden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle im Gesamtprojekt vorhandene Glaubenseinrichtungen (Kirchen, Synagogen und Moscheen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unsere sozialen Plattformen (Facebook, Instagram, Homepage) sowie die regionale Presse (Goslarsche Zeitung sowie die Wochenend- und regionalen Blätter)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Bürger_innen aus dem Einzugsgebiet Altstadt, aber auch innerhalb der zwei Teilprojekte sollen sich untereinander austauschen und vernetzen.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Der/Die Oberbürgermeistermeister_in (Wahlen sind am 12.09.21)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ziel des Projektes ist, dass die Begegnungsstätte sich nach Ablauf der drei Jahre nicht nur selbst organisiert, sondern auch selbst tragen bzw. die anfälligen Kosten für Miete und kleinere Sachausgaben durch die Stadt bzw. die Politik beglichen wird. Hierfür soll erwirkt werden, dass das Projekt als "Leuchtturm" eingeführt und etabliert wird und den Entscheidungsträger_innen aufgezeigt wird, welch positives "outcome" ein solches Projekt haben kann und daher bezuschusst werden sollte.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Von der kleinen Idee zum Modell des Miteinanders - das inklusive Quartier St. Leonhard
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Martin von Hoyningen Huene
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein baulich integratives Quartier mit altersübergreifenden Wohn-, Lern- und Kulturprojekten für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung will gemeinsam Mitbestimmungsstrukturen zur Gestaltung von Infrastruktur, Veranstaltungen und Zusammenleben schaffen.
Projektbeschreibung
Das Quartier St. Leonhard gehört weder zum kultigen "Östlichen Ringgebiet" noch zur in naher Zukunft geförderten "Bahnstadt Braunschweig", es liegt als kleine Insel genau dazwischen. Mit der Idee, ein integratives Quartier zu sein, umfasste es von Beginn an generationssübergreifende Wohn-, Lern-, Gesundheits- und Kulturprojekte für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen.
Betreibende Institutionen waren einBildungs- und Sozialunternehmen mit Schule, KiTa und Internat sowie eine Stiftung für Sozialdienstleistungen mit Behindertenbetreuung, Altenhilfe und Gesundheitsberatung. Im Jahr 2022 vervollständigt sich nun die Betreiber*innengruppe um eine freie Theaterspielstätte mit theaterpädagogischen Zentrum. In diesem Zusammenhang sollen die Grundideen nun nachhaltig zum Leben erweckt werden.
In gemeinsamen Entscheidungen entstehen Mitbestimmungsstrukturen zur Gestaltung von Infrastruktur, Veranstaltungen und Zusammenleben. Über eine ausführliche Vorbereitung wird über Recherchemaßnahmen ein Bedarfsplan erstellt. Zugleich soll ein „Quartiersparlament“ entstehen, welches aus den Bedarfen priorisiert und die Umsetzungen beschließt. Diese betreffen sowohl die zukünftigen Kommunikationsformen (intern wie extern, analog wie digital), die Veranstaltungen (Theater, Konzerte, Stadtteilfeste, Tage der offenen Tür, Vorträge) sowie kulturelle Teilhabeangebote und Freizeitangebote bis hin zu Beschilderungen, äußerlichen Gestaltungsmaßnahmen und Einkaufsmöglichkeiten.
Diese Dinge sollen nicht isoliert entstehen, sondern in zunehmendem Kontakt und Austausch mit den umliegenden Quartieren. Mit Organisationen dieser Nachbarquartiere sollen Kooperationen entstehen, um sowohl die gemeinsame Nachbarschaftskultur durch Veranstaltungen etc. zu vergrößern und zu festigen als auch die alle Menschen umfassenden demokratischen Teilhabestrukturen auszuweiten.
Für diese Umsetzung werden Einstellungen und Aufstockungen durchgeführt im Bereich von Sozial-, Theater- und Heilpädagogik, von Veranstaltungstechnik und Veranstaltungskaufleuten sowie von Künstler*innen, Kunsttherapeut*innen oder anderen Fachleuten zur ästhetischen Umsetzung von Vorschlägen.
Desweiteren wird entsprechend den Anforderungen Material angeschafft zur äußerlichen Gestaltung und für Außenveranstaltungen.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier St. Leonhard wurde gebaut als "erstes integratives Quartier in der Stadt Braunschweig". Die Architektur trägt dem Rechnung, die betreibenden Institutionen passen auch (über die Evangelische Stiftung Neuerkerode und das CJD kommen Kinder, Jugendliche mit besonderen Unterstützungsbedarfen mit und ohne Migrationshintergrund, Menschen mit Beeinträchtigungen, Senioren, Menschen mit Suchtproblemen etc. zusammen). Damit ein Zusammenleben nicht zum Clash wird, sondern in gemeinsamer Verantwortung gestaltet wird, braucht es allerdings mehr als eine Diversität bei Bewohner*innen und Nutzer*innen: Ein funktionierendes Quartiersmanagement muss, wenn es denn inklusiv sein soll, konzeptionell entwickelt und begleitet werden. Da die Nutzer*innen hauptsächlich auf das eigene Tagesgeschehen gucken, würde ein solcher Aufbau hin zu einer demokratischen Selbstverwaltung vermutlich auf der Strecke bleiben. Der Bauherr und Betreiber ist zwar bereit, gemeinschaftsbildende Massnahmen auch über Jahre finanziell zu unterstützen, aber für Konzepterstellung, Workshops, Aufbau eines Kommunikationsnetzwerks, Schaffung einer hybriden Infrastruktur sowie einer beratenden Anlaufstelle wird das nicht reichen. Daher könnte dieses potentiell modellhafte Projekt zum Scheitern verurteilt sein, wenn dort nicht in den ersten Jahren mit weiterer finanzieller Unterstützung eine nachhaltige Struktur aufgebaut würde. Gerade die sonst in der Gesellschaft benachteiligten Gruppen brauchen dabei ein besonderes Augenmerk.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Quartier St- Leonhard (Bezirk Viewegs Garten / Bebelhof)
Beschreibung
Innerhalb des Bezirks Viewegsgarten/Bebelhof wurde ein neues Wohnquartier errichtet. Baulich als integratives Quartier geplant wird es Kern des Projektes sein, um den umliegenden Teil mit einzubeziehen. Das gesamte Quartier liegt zwischen Hauptbahnhof und östlichem Ringgebiet
Einwohnerzahl
2000
Quelle / Anmerkungen
https://de.wikipedia.org/wiki/Viewegsgarten-Bebelhof
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
- es geht um einen definierten Raum innerhalb einer Großstadt, der sich im Wandel befindet
- in diesem Bereich treffen in überdurchschnittlicher Konzentration Kinder, Jugendliche, Alte Menschen, Menschen mit Beeinträchtigungen, Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf und Menschen mit Migrationshintergründen aufeinander
- Wir bieten Unterstützung bei Vernetzung, Gestaltung und Mitbestimmung und leisten Hilfe zur Selbsthilfe: in demokratischen Mitbestimmungsprozessen übernehmen die Anwohner*innen und Nutzer*innen die Verantwortung für Entscheidungen, die ihren Alltag und ihre Infrastruktur betreffen
- Dabei leben wir Werte vor, die auf einer humanistischen Weltanschauung und unserem Grundgesetz beruhen: Die Gleichheit und Gleichwertigkeit der Menschen und die Unantastbarkeit der Menschenwürde, aber auch die Toleranz und das produktive Miteinander
- Gemeinsam soll Einfluss genommen werden auf Faktoren, die die Lebensqualität bestimmen: Versorgung, Bildung, Kultur, Unterhaltung...
- Im Laufe des Entwicklungsprozesses entstehen Strukturen, die es den ehrenamtlichen Aktiven ermöglichen, diese Verantwortung für Entscheidungen langfristig und nachhaltig zu tragen
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
alle entschiedenen Maßnahmen durch diese angeregt, beschlossen und zu ihrem Vorteil ausgerichtet sind
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn die Beteiligten durch den Entwicklungsprozess ausreichend qualifiziert und bestärkt wurden, dass sie die eingeführten Entscheidungsmöglichkeiten über Gestaltung, Angebote und Infrastruktur mit geringster Unterstützung weiterführen können.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn auch vermeintlich "schwächere" Beteiligte (Menschen mit Beeinträchtigungen oder sonstigem Unterstützungsbedarf) ihre Besonderheiten produktiv in Entscheidungsprozesse einbringen können.
Kriterium
Beschreibung
Die Zielgruppen im Quartier sind divers und spezifisch. Nur wenn diese konsequent zum Subjekt allen QM-Handelns gemacht werden, sind die Aktivitäten gelungen.
Beschreibung
Erreicht, wenn durch den errichteten Netzwerkknotenpunkt Bedarfe zielgenau an die ansässigen fachlichen Stellen weitergeleitet werden.
Beschreibung
Erreicht, wenn über die eingeführten Kommunikations- und Mitbestimmungstools ein regelmäßiger Austausch mit nach außen sichtbaren Resultaten stattfindet.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
LOT-Theater, Theaterpädagogisches Zentrum, Staatstheater
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Kaufbar e.V., Zentrum Würde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnen und Betreuen gGmBH, Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH, Diakoniestation Braunschweig gGmbH, SAPV Harz-Heide gGmbH, Senioren- und Pflegezentrum Bethanien gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
CJD mit KiTa, Grundschule, Gymnasium und Internat sowie Wohnbereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Christengemeinschaft - Gemeinde Braunschweig, St. Johannis-Gemeinde
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die im Kern beteiligten Institutionen, namentlich Evangelische Stiftung Neuerkerode, CJD e.V., Freie Spielstätten Braunschweig gGmbH (in Trägerschaft von LOT-Theater e.V. und Spielraum TPZ. Theaterpädagogisches Zentrum für Braunschweig und die Region e.V.) und Richard Borek Stiftung haben sich dazu bekannt, das Quartiersmanagment langfristig finanziell und inhaltlich-methodisch zu unterstützen. Die genauen Einsätze werden gemeinsam und regelmäßig abgestimmt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Aufbau einer Koordinationsstelle zur Vitalisierung des Flecken Steyerberg im Landkreis Nienburg-Weser
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Michael Stork
2. Kurzbeschreibung
Aufbau einer Koordinationsstelle zur Vitalisierung des Flecken Steyerberg im Landkreis Nienburg/Weser
Projektbeschreibung
Ländliche Regionen stehen vor der Herausforderung sich in der heutigen Welt zu behaupten: Demografischer Wandel, Landflucht und Fachkräftemangel sind nur einige Probleme. Es benötigt neue Maßnahmen, um insb. strukturschwache Regionen nachhaltig zu vitalisieren.
In der Schnittmenge von Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur dient unser Vorhaben dem ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Wandel: Wir wollen mit dem Reallabor ECO City Village (ECO CiVi) im Flecken Steyerberg einen Modellraum entwickeln, der Innovation und Perspektiven für ein gesundes und zukunftsgewandtes Miteinander so kombiniert, dass Transformation, von den Bürger*innen ausgehend, stattfinden kann: Themenübergreifend, transdisziplinär und gemeinwohlorientiert.
Das ECO CiVi identifiziert, aktiviert und entfaltet Potenziale für nachhaltige Veränderung: Lokal vorhandene Ressourcen und gewachsene Strukturen werden bewahrt und, den Ansprüchen des 21. Jh. entsprechend, aktualisiert und weiterentwickelt.
Wir widmen uns den 17 Zielen der globalen Nachhaltigkeitsagenda und arbeiten gemeinsam mit vielen lokalen und nationalen Partner*innen u.a. in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Innovation (1), Bildung, New Work und moderne Nachbarschaftskonzepte (2), sowie Umwelt- und Klimaschutz (3). Wir verfolgen eine nachhaltige Raumplanung, deren Ziele sich mit denen der Territorialen Agenda der Europäischen Union, der deutschen Raumentwicklungsplanung, den Querschnittszielen der niedersächsischen Raumplanung und der regionalen Handlungsstrategie Leine-Weser decken.
Um die Vitalisierung nachhaltig sicherzustellen, wollen wir in Kooperation mit der Kommune eine Koordinationsstelle errichten, welche als vernetzendes Organ die geplanten und zukünftigen Projekte steuert und dabei
1. Gelder zur Umsetzung verschiedener Projekte akquiriert, welche direkt der lokalen Ökonomie zu Gute kommen und damit Arbeitsplätze schafft und sichert.
2. Auf die vielfältigen Möglichkeiten der Region und ihrer Projekte hinweist, diese u.a. touristisch vermarktet und unterschiedliche Projekte und Akteur*innen mit lokalen Gruppen vernetzt.
3. Zahlreiche Bürger*innenbeteiligungs- und Partizipationsmaßnahmen im Rahmen verschiedener Projekte plant, durchführt und zudem Bottom-Up- und Multistakeholderprozesse initiiert und koordiniert.
Die Koordinationsstelle soll sich nicht ausschließlich der Umsetzung der eigenen Projekte widmen, sondern auch der lokalen Wirtschaft beratend und ausführend zur Seite stehen.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Aktuell leben knapp 25% der Deutschen auf dem Land. 2050 werden es nur noch 16% sein. Der demographische Wandel und die Megatrends Silver Society und Urbanisierung verstärken die Konsequenzen dieser Entwicklung in ländlichen Regionen, zu denen auch der Flecken Steyerberg im LK Nienburg/Weser gehört, etwa 60km von Hannover sowie Bremen entfernt. Er zählt aktuell ca. 5.200 Einwohner*innen und ist umgeben von Natur- und Landschaftsschutzgebieten, die zum Teil stark gefährdete Pflanzen- und Tierarten beheimaten.
Aufgrund dieser demographischen Entwicklungen sind zahlreiche Dörfer und Gemeinden in ihrer Existenz gefährdet. Der Verlust von mehreren Hundert Arbeitsplätzen im Flecken Steyerberg in den letzten Jahren, der zunehmende Leerstand und Verfall von Gebäuden, die Umgestaltung der Einwohnerstruktur, sowie der Rückgang von Gewerbesteuereinnahmen und der damit zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel zeigen den Handlungsbedarf in dieser strukturschwachen Region auf.
Die Kommune muss sich daher anderweitig in einer wirtschaftlich-global gelenkten und urbanisierten Welt behaupten: Ein ausschließlich wirtschaftlicher Strukturwandel bremst diese Landflucht nicht, es bedarf neuer und nachhaltiger Ansätze, die sich mit den jeweiligen regionalen Strategien decken.
Der Fl. Steyerberg bietet dabei die idealen Voraussetzungen für unser Projekt: So wurde er 2016 als kleinste Gemeinde in das Netzwerk der Masterplankommunen für 100% Klimaschutz aufgenommen und verfolgt u.a. eine Null-Flächenverbrauchs-Politik, um die lokale Artenvielfalt zu schützen und sich an den Klimawandel anzupassen. Der Flecken Steyerberg wurde daher auch 2020 für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Flecken Steyerberg und Umgebung
Beschreibung
Die Stadtgrenzen des Flecken Steyerberg, zuzüglich der Nutzung etwaiger Synergieeffekte in angrenzenden Gemeinden.
Einwohnerzahl
5191
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand 31. Dezember 2019
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Der Anteil der älteren Einwohner*innen über 65 Jahren steigt in Steyerberg (Projektgebiet) seit Jahren kontinuierlich und liegt inzwischen über dem Durchschnittswert im Kreis Nienburg (Gesamtstadt) und Niedersachsen (Sonstige). Zahlen vom Regionalmonitoring Niedersachsen 2019.
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
3
Anmerkung
Der Wanderungssaldo im Alter von 18 bis unter 25 Jahren je 1000 Einwohner/-innen im Flecken Steyerberg (Projektgebiet) lag bei -22% (sic!) im Jahr 2019 (Abgang von Einwohner/-innen), Durchschnitt im Landkreis Nienburg (Gesamtstadt) war -21%, für Niedersachsen bei 3% (Zuwachs). Hier lässt sich ablesen, dass gerade junge Menschen keine Perspektive im Flecken Steyerberg sehen und deswegen abwandern. Zahlen vom Regionalmonitoring Niedersachsen 2019.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem ECO CiVi arbeiten wir an der Transformation hin zu einem System, dass alle Teile des Ökosystems achtet, mit einbezieht und das Wohlergehen des Ganzen betont.
In all unseren Überlegungen spielt daher ein zielgruppen- und ressortübergreifendes Denken und Handeln eine zentrale Rolle: Wir setzen auf partizipative und kooperative Prozesse, um das individuelle Wissen der Bürger*innen über die Region, als auch ihr individuelles Können in die nachhaltige Entwicklung des Flecken Steyerbergs mit einzubeziehen und die Gemeinschaft in den Vordergrund zu stellen.
Aktuell arbeiten wir insb. an Projekten zum Ausbau der lokalen Ökonomie, von innovativen Bildungs- und Umweltkonzepten, sowie zur Schaffung sozialer Aktivitäten und sozialer Infrastrukturen. Dabei kooperieren wir bereits aktiv und eng mit der kommunalen Verwaltung, um unsere Visionen auch nachhaltig auf eine fundierte Basis zu stellen: So entwickeln wir aktuell u.a. einen außerschulischen Lernort für Kinder und Jugendliche, wo wir eine alte Grundschule im Ortsteil Deblinghausen in ein ganzheitliches Bildungszentrum für nachhaltige Entwicklung umwandeln, oder einen Innovationshub mit Unternehmer*innen und Unternehmen der Gemeinde, Projektentwickler*innen und Investor*innen.
Durch den Aufbau der Koordinationsstelle wollen wir diesen Einsatz nochmals erweitern und insbesondere Kooperationen mit den Einwohner*innen der Region eingehen und diese zur Partizipation an den verschiedenen Projekten anregen und befähigen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Lokale und regionale Partner*innen eigenständige und unabhängige Kooperationen mit (inter-)nationalen Netzwerken eingegangen sind.
Kriterium
Beschreibung
Einwohner*innen eigene Projekte konzipieren und mit umsetzen
Kriterium
Beschreibung
Mehrere Projekte und Vorhaben ineinandergreifen und zu einer ganzheitlichen Verbesserung der lokalen (ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen) Strukturen führen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
In enger Kooperation mit der Kommune erarbeiten wir bereits gemeinsame Konzepte zur Umnutzung von Leerstand und vernetzen uns mit lokalen Initiativen und Unternehmen.
Mit strategischen Kooperationen (Universitäten, Stiftungen u.a.) in Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur planen wir langfristige Forschungs- und Projektvorhaben, auf deren Grundlage schließlich Gelder akquiriert werden, welche die ganzheitliche Entwicklung des Standortes und letztlich auch das Projekt nachhaltig sichern.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Starke Nachbarschaft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sönke Deitlaff
| Funktion | Fachdienstleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesen Gemeinsam Gestalten
Projektbeschreibung
Das Projekt ist in der Gemeinde Algermissen angesiedelt. Mit Hilfe des Projektes sollen neue Wege entwickelt werden, das gesellschaftliche Leben vielfältig zu gestalten. Einen besonderen Schwerpunkt bietet die Arbeit in den einzelnen Ortsteilen. Handlungsleitend sollen dabei die Belange der Bewohner*innen sein. Besonders berücksichtigt werden vor allem Personen, die sich derzeit nicht in den Angeboten und Veranstaltungen der Gemeinde wiederfinden. Ein Mobiles Café wird entwickelt. Es bietet eine niedrigschwellige Methode zum Kontaktaufbau und zu aktivierenden Befragungen. Vor Ort werden die Belange der Bewohner*innen erfasst. Ausgehend von ihren Ressourcen werden die Bewohner*innen motiviert und begleitet, sich für ihre Interessen zu engagieren. Neue nachbarschaftliche Netzwerke werden gebildet. Die Bewohner*innen werden bestärkt, neue Veranstaltungen wie z. B. offene Treffen oder Bildungsangebote in den Dorfgemeinschaftshäusern zu planen und durchzuführen. Die Formate können sehr vielfältig sein, ebenso wie die Handlungsbereiche. Aus Vorgesprächen mit Eingewanderten und ihren Nachkommen ist bekannt, dass Bildung, Kultur und Mobilität bedeutende Themen darstellen. Im letzten Jahr wurde deutlich, dass viele Menschen von der digitalen Teilhabe weitgehend ausgeschlossen sind. Dieses wurde besonders von der Leitung des Mehrgenerationenhauses über die Seniorenarbeit berichtet. Andererseits ist gerade im digitalen Bereich viel individuelles Wissen vorhanden. Ein ehrenamtliches Team wird in Rahmen des Projektes niederschwellige Hilfs- und Bildungsstrukturen entwickeln. Innerhalb des gesamten Projektes werden digitale Elemente integriert und niedrigschwellig erfahrbar sein. Die Projektleitung wird die Aufgaben innehaben: Durchführung des Mobilen Cafés, Impulse von den Bewohnern aufnehmen, Akteure stärken, neue Netzwerke anbahnen und durch gemeinsames Planen und Durchführen Arbeitsstrukturen etablieren. Ziel ist es, dass die Akteure zum Ende des Projektes weitgehend eigenständig die Projekte umsetzen und neue generieren. Nur im Bedarfsfall werden sie durch einen Sozialarbeiter der Gemeinde unterstützt. Durch das Projekt soll erreicht werden, dass Nachbarschaften neu entdeckt werden und die Angebote im Gemeinwesen die Vielfalt der in Algermissen lebenden Bürger*innen widerspiegelt.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Algermissen liegt im Norden des Landkreises Hildesheim. In sechs Ortschaften leben circa 8.000 Menschen, davon circa 4.500 im Kernort.
1. Die fünf kleineren Ortschaften liegen mehrere Kilometer entfernt und sind ohne eigenes Auto nur schwer erreichbar. Fahrradwege sind kaum vorhanden, der ÖPNV erreicht die Ortschaft mit dem Linienbus sehr unregelmäßig.
Fehlende Mobilität verringert die Teilhabemöglichkeiten vor allem bei älteren Menschen oder wenn bei einem fehlenden persönlichen Netzwerk wenig Unterstützung erfolgt. Gleichzeitig steigt der Bedarf nach alternativen Mobilitäts-Formen durch Diskussionen um Klimaschutz und Nachhaltigkeit, geäußert in Gruppendiskussionen vor Ort. Es fehlen vor Ort Anreize für Car-Sharing, E-Mobilität und die Unterstützung von ehrenamtlichen Strukturen für Mobilitätsangebote.
2. Ein fortschreitender Generationenwechsel in den Bestandswohnungen, neue Bauvorhaben und -gebiete oder die Aufnahme von Menschen mit Fluchterfahrung sind Gründe für Zuzug. Nachbarschaften bleiben anonym, wenn unterschiedliche Lebensentwürfe blockieren oder wenig Kommunikation und Interaktion zwischen den unterschiedlichen Gruppen und Einzelpersonen stattfindet. Anonyme Nachbarschaften wurden von Ehrenamtlichen, Kooperationspartnern und aus Familien mit und ohne Fluchterfahrung als Problem genannt. In der Gemeinde leben Menschen aus 59 verschiedenen Ländern (Stand 2020).
3. Die Corona-Pandemie verstärkt die beschriebenen Problemlagen durch Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren. Fehlende Digitalisierung, mangelnde Kenntnisse in der Nutzung digitaler Medien müssen zukünftig ebenso überwunden werden wie Isolation und Vereinsamung.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Das Fördergebiet bezieht sich auf den Sozialraum der Gemeinde mit seinen sechs Ortschaften.
Einwohnerzahl
8083
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt.
Es wurden Ausländer und Menschen mit doppelter Staatsangehörigkeit erfasst. Das Problem ist, dass diese Gruppen im gesellschaftlichen Leben kaum in Erscheinung treten.
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt versteht sich als eine Prozessbegleitung. Ziel ist es, Menschen – unabhängig von Alter, Herkunft und Milieu - zu aktivieren und zu stärken, ihre Belange ins Gemeinwesen einzubringen. Der Ansatz ist niedrigschwellig. Die Bewohner*innen werden motiviert, in nachbarschaftlichen, sozialen Netzwerken ihr direktes Umfeld zu gestalten. Dabei sind die Belange und Ressourcen der Bewohner*innen handlungsleitend. Dies bezieht sich sowohl auf die Formate, als auch auf die Handlungsbereiche. Die Handlungskompetenz des Einzelnen wird gestärkt, aus individuellem Empowerment soll sich kollektives Empowerment entwickeln. Eine aktive, gemeinschaftliche Beteiligung stärkt das Selbstwertgefühl und die Identifikation mit dem sozialen Raum. Neue Begegnungsräume werden durch die Bewohner*innen entwickelt, um langfristig die Möglichkeiten der Partizipation am Gemeinwesen zu stärken.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen geben ein positives Feedback, dass sie sich wahrgenommen fühlen, sie äußern ihre Belange und nehmen an Aktionen teil.
Kriterium
Beschreibung
Die Projekte werden von Bewohner*innen zunehmend eigenständig geplant, umgesetzt und generiert. Es gibt dafür eine Infrastruktur. Es gibt eine niederschwellige Möglichkeit der aktiven Teilnahme. Die Projekte werden von vielen Akteure getragen.
Kriterium
Beschreibung
Kooperationen mit bestehenden Gruppen werden eingegangen. Örtliche Ressourcen wie Dorfgemeinschaftshäuser u. Ä. werden genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Die Projekte werden von Bewohner*innen unterschiedlicher Herkunft, Alters und Milieu gemeinsam besucht und umgesetzt. Die Bewohner*innen nehmen eine Haltung der gegenseitigen Toleranz, Akzeptanz und Wertschätzung ein.
Beschreibung
Die Netzwerke haben eine Struktur, mit der sie ihre Projekte eigenständig umsetzen und neue Ideen entwickeln können. Die Netzwerke arbeiten innerhalb und untereinander kollegial und bieten sich gegenseitig Hilfe.
Kriterium
Beschreibung
Nachbarschaftliche Treffen haben sich etabliert und zeigen die Vielfalt ihrer Bewohner*innen. Es gibt für alle die Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Beschreibung
In Bereich der Mobilität gibt es Angebote der nachbarschaftlichen Hilfe. Nachbarschaftliche Treffen haben sich etabliert und zeigen die Vielfalt ihrer Bewohner*innen. Es gibt für alle die Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
DRK Algermissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
TVE Algermissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Klimaschutzgruppe Algermissen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Nachhaltigkeit und Wirkung des Projektes über den Projektzeitraum hinaus soll durch die folgenden Punkte gesichert werden. • Erweitertes dauerhaftes Angebot, dass von Kooperationspartnern und Ehrenamtlichen weitergetragen werden kann • Verankerung bei Netzwerk- und Kooperationspartnern • Bei Teilnehmenden wurden Kompetenzen und Bewusstsein gestärkt. • Die Gemeinde stellt Räume. • Der Sozialarbeiter der Gemeinde unterstützt in Bedarfsfall die Akteure
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Ottenstein: eine vielfältige Gemeinschaft - VORsorgend + FÜReinander da!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manfred Weiner
| Funktion | Gemeindedirektor |
|---|
2. Kurzbeschreibung
GWA/QM als wichtiger Baustein der VISION Ottenstein 2030 für eine vielfältige Gemeinschaft.
Projektbeschreibung
Mitten im Ortskern von Ottenstein entsteht auf dem Areal der Alten Schmiede derzeit ein „Seniorenquartier“ mit umfangreichen Angeboten für eine älterwerdende ländliche Bevölkerung. Ziel der Gemeinde ist es, den sozialen Zusammenhalt im Dorf durch Investitionen in neue Wohnformen und eine bedarfsgerechte Infrastruktur zu stärken und damit die Herausforderungen des demografischen Wandels auf der abgelegenen Hochebene im südlichen Niedersachsen anzunehmen.
Eingeleitet wurde die Quartiersentwicklung bereits in 2013 durch eine aufsuchende Befragung der Menschen ü50 zu ihren Vorstellungen des Älterwerdens. Wichtigste Erkenntnis: 84 % hielten eine „Seniorenwohnanlage“ auf der Hochebene für wichtig. Seit 2015 wird deshalb an der baulichen Umsetzung gearbeitet. Eine Tagespflege für hilfebedürftige Gäste und ein Multifunktionshaus (MFH) mit flexiblen Büros, Therapieräumen, Treffpunkt sowie Anlauf- und Vernetzungsstelle, sind gebaut. Zehn altengerechte Appartements in einer Hausgemeinschaft sowie Ein- und Zweipersonenhäuser komplettieren das neue Quartier, das auch im Freiraum Barrierefreiheit und hohe gestalterische Ansprüche verfolgt. Gut sechzig Menschen werden hier später wohnen und arbeiten, Hunderte hoffentlich leben.
Doch wie sieht die Bevölkerung die neu entstandenen Angebote vor Ort heute, wie passt die Entwicklung in ihre Lebenszusammenhänge und wie können sie hier eine neue Nachbarschaft (er)leben? Ein Seniorenquartier in einem kleinen Dorf ist eine große Chance für Menschen und Kommune ein beispielhaftes Modell auch für andere zu sein. Doch gerade jetzt braucht das Quartier einen Anstoß, denn die bestehende Gemeinwesenarbeit des Flecken Ottenstein reicht bei weitem nicht aus, um die neuen Strukturen zu managen. Das Quartier bietet alternativen individuellen Wohnraum sowie Begegnungsraum für die Dorfgemeinschaft, es erweitert damit das Zusammenleben aller. Aber bisher ist nur der gebaute Raum da, der Sozialraum muss erst noch entstehen. Die Gemeinde hat vorgelegt, ein Bürgerverein hat seine Arbeit aufgenommen, nun müssen die potenziellen Nutzer*innen abgeholt werden, um ihre Bedürfnisse darzulegen. Eine starke Gemeinwesenarbeit und das Engagement vieler wird erforderlich, um Ottensteins Vision bis 2030 hin zu einer vielfältigen Gemeinschaft und Gemeinde, die VORsorgt und FÜR sich sorgt, zu schaffen. Hierzu soll eine „Gemeinwesenarbeiter*in“ eines der flexiblen Büros im MFH besetzen, von dem aus sie die Menschen aufsuchen und das Quartier managen kann.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Ottensteins isolierte Lage auf der Hochebene und der starke Rückgang der Landwirtschaft als wichtigster Arbeitgeber führte zu Beginn der 2000er Jahre zu extrem negativen Bevölkerungsprognosen von -35 % bis 2030. Mittlerweile zeigen Ottensteins Anstrengungen sowohl im Dorfbild als auch im Vereinsleben Erfolge gegen den Negativtrend, die Alterung der Bevölkerung und die damit häufig verbundene Armut, Hilfebedürftigkeit und Vereinsamung ist aber trotzdem nicht aufzuhalten. Damit die Menschen im Alter bleiben und ihre Wohnsituation bedarfsgerecht anpassen können, hat Ottenstein mit Unterstützung durch Land und EU den Schwerpunkt seiner baulichen Entwicklung in den letzten Jahren auf die altengerechten Einrichtungen auf dem Gelände der Alten Schmiede gelegt. Der parallel dazu gestartete Informations- und Beteiligungsprozess hat durch Veranstaltungen viele Interessierte erreicht und kritische wie begeisterte Meinungen erzeugt. Jetzt geht es darum die Menschen zur Nutzung und Unterstützung einzuladen. Der 2018 gegründete Verein Bürger für Bürger auf der Höhe e.V. steht geschlossen hinter der Quartiersentwicklung und hat großen Zulauf. Er will sich als „verlängerter Arm“ der Gemeinwesenarbeit umfassend im Rahmen der Nachbarschaftshilfe engagieren und die Menschen verbinden. Jedoch fehlen sowohl die Gelegenheiten und (digitalen) Strukturen, in denen Menschen ihre Anliegen äußern können sowie die Kompetenzen und Ressourcen, um Prozesse zu initiieren und das Quartier zu managen. Hier zeigt sich der Bedarf für eine professionelle Gemeinwesenarbeiter*in, die die vorhandenen Stärken nutzt, um die Menschen zur Gestaltung der Zukunft ihrer vielfältigen Dorfgemeinschaft zu motivieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Gemeinwesenarbeit im Flecken Ottenstein wird neu organisiert und erstmals durch eine hauptamtliche „Gemeinwesenarbeiter*in“ mit Büro im MFH besetzt. Dabei stehen einerseits die Interessen der neuen Bewohner*innen des Seniorenquartiers im Fokus und andererseits die Gemeinschaft der Menschen auf der Hochebene. Für alle nachvollziehbar wird dadurch ein Prozess angestoßen, der die Menschen zusammenbringt und den neuen (Sozial)Raum belebt.
Das Quartiersmanagement baut auf den bestehenden Ressourcen des Gemeinwesens auf, indem die vorhandenen Netzwerke der Etablierung der neuen sozialen und baulichen Infrastruktur dienen. Zielgruppenübergreifendes Denken führt zu neuen Kommunikationsanlässen und Beratungsangeboten, die neue Perspektiven für alle in der Gemeinschaft bieten. Wichtigste Themen werden alternsgerechtes Wohnen, Gesundheitsvorsorge einschl. Hilfe- bis hin zum Pflegebedarf sowie Digitalisierung und Kultur im ländlichen Raum sein. Die Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen und der organisierten Nachbarschaft bringt innovative Angebote der Daseinsvorsorge hervor und stärkt den Ort. Das Altwerden im Dorf mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe etabliert sich durch ein professionelles Management und Moderation. Der soziale Zusammenhalt und die sozialen Orte als wichtige Bausteine der Vision 2030 werden gestärkt. Der Einsatz einer Gemeinwesenarbeiter*in kann als modellhaft für abgelegene ländliche Räume gelten, um die Lebensqualität besonders im Alter zu steigern.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Interessen der Bewohner*innen sind handlungsleitend für die Gemeinwesenarbeit. Der Austausch zum Thema Altwerden auf der Hochebene wird positiv wahrgenommen. Die Menschen nehmen teil und bringen sich mit eigenen Ideen und Hilfeangeboten ein.
Kriterium
Beschreibung
Die Fähigkeiten der vor Ort lebenden Menschen werden in die Gemeinwesenarbeit integriert. Kommunikationsanlässe im Seniorenquartier werden gut angenommen. Die Ressourcen des Gemeinwesens sind bekannt, werden genutzt, ggf. aktiviert und weiterentwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Die Zusammenarbeit der Betreiber von Angeboten im Seniorenquartier verläuft reibungslos. Neue Kooperationen arbeiten mit den angestammten Netzwerken zusammen. Gemeinsame Angebote wurden bedarfsgerecht angepasst und werden von allen im Dorf gebraucht.
Kriterium
Beschreibung
Ehrenamtliche werden gefördert und unterstützt. Die Nachbarschaftshilfe hat sich weiter professionalisiert und wird in Anspruch genommen. Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen ist klar geregelt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Arbeiter-Samariter-Bund ASB Hannover Land, Landfrauenverein Ottenstein, Bürger für Bürger auf der Höhe e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Turn- und Sportverein Ottenstein, Verkehrsverein Ottenstein, Landjugend, Freiwillige Feuerwehr Ottenstein, Schützenverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Praxis für Allgemeinmedizin, Amt-Apotheke Ottenstein, Tagespflege des ASB, Physiotherapie, Logopädie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule, Kinderhaus und Arche (u3-Betreuung) Ottenstein, Gemeindebücherei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirchengemeinde Ottenstein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hausgemeinschaft des altengerechten Wohnhauses, Bewohner*innen der Einzelhäuser im Quartier, direkte Nachbarschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kompetenzzentrum Ottenstein, Multifunktionshaus
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Seniorenquartier in Ottenstein ist fester Bestandteil der VISION 2030 und damit des Gemeinwesens. Das Quartiersmanagement wird durch selbstorganisierte Projekte entlastet. Der Nachbarschaftshilfeverein arbeitet selbstständig. Einnahmen sind gesichert. Damit reduziert sich die hauptamtliche Arbeit im Quartier. Die kommunale Finanzierung einer Teilzeitstelle wäre gesichert. Parallel wird ein Sanierungsgebiet Ortsmitte entwickelt. Teilaufgaben bekämen damit eine neue finanzielle Unterstützung.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Die Pflegeassistenten
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Heike Stachowiak
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir wollen das soziale Unterstützungsnetzwerk in Schneverdingen werden.
Projektbeschreibung
Der noch zu gründende Verein Die Pflegeassistenten will die Last der Betreuung und Unterstützung von hilfsbedürftigen Personen egal welchen Alters und welcher Nationalität auf viele Schultern verteilen. Der als gemeinütziger anzuerkennende Verein möchte geschulte ehrenamtliche Helfer und Helferinnen dafür einsetzen. Dabei soll der Verein nach §45a/b SGB XI vom Nds. Sozialministerium anerkannt werden, so dass die Ehrenamtlichen dann auch eine Übungsleiterpauschale erhalten können. § 45a/b SGB XI beschreibt die Angebote zur Unterstützung im Alltag, die über die Entlastungspauschale ab dem Pflegegrad 1 mit 125 Euro monatlich abgerechnet werden kann. Unter Betreuung meinen wir das Ehrenamtliche konkret vor Ort z.B Hilfestellung geben bei alltäglichen Aufgaben in der Häuslichen Umgebung, Besuchsdienste, Unterstüzung bei kleinen technischen Herausforderungen, Begleitung eines Gottesdienstes oder Friedhofs, Begleitung bei der Freizeitgestaltung. Auch das Angebot sich wöchentlich mit einer Gruppe von Hilfsbedürftigen im Mehrgenerationenhaus zu treffen, ist zu berücksichtigen. Die einfache Unterstützung von Eltern im Form einer Begleitung bei pflegebedürftigen Kindern oder der geplante Austausch untereinander, soll ermöglicht werden. Alle für den Verein tätigen ehrenamtlichen Tätigen müssen eine 30 stündige Schulung absolvieren, die sie auf die auftretenden möglichen Situationen vorbereitet. Hierzu muss auch noch ein Schulungskonzept erarbeitet werden. Wir wollen mit unseren erhrenamtlichen Helfern, Mitarbeitern und uns in Zukunft Unterstützenden die Nachbarschaft auch in den einzelnen Ortsteilen von Schneverdingen neu gestalten. Es soll ebenfalls mit Hilfe von digitalen noch zu erstellenden Medien eine Möglichkeit gechaffen werden, dass zum einen die Helfer und auch die zu Unterstützenden mit gleichen Interessen zusammen finden können. Zum anderen soll auch die Unterstützung vor Ort zeitlich flexibel bleiben, so dass jeder durch die digitale Medien wie z.B. eine noch zu programierende App oder Homepage seinen Bedarf anmelden kann. Hierzu muss der Verein einen Pool an Ehrenamtlichen wie auch einen Pool an Hilfsbedürftigen gewinnen. Dafür bedarf es Werbung wie auch Flyer, Homepage und die Nutzung sozialer Medien wie auch die Zusammenarbeit mit verschiedenen bestehenden Organisationen wie Kommune Inklusiv, Verbände der Landfrauen oder den Kirchen usw. Ebenfalls wird Hilfe bei der Beantragung des Pflegegrades angeboten.
Laufzeit
2021-08-02 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Derzeit gibt es in Schneverdingen lediglich Pflegedienste, die komplett überlastet sind. Es gibt keine Möglichkeiten, sich auszutauschen oder eine Betreuung für pflegebedürftigte Kinder oder Jugendliche zu erhalten. Es werden keine anderen Betreuungsleistungen angeboten. Insbesondere bei den Zugereisten gibt es eine große Vereinsamung, da sie auch nach Jahren noch nicht in die örtliche Gemeinschaft integriert worden sind. Es muss ersteinmal in Schneverdingen eine Institution geschaffen werden, der diesen Betroffenen einen kompetenten Ansprechpartner zur Seite stellen kann. Viele Betroffene wissen nicht, welche Rechte sie haben ein. Hier muss Aufklärungsarbeit geleistet werden. Das es neben hauswirtschaflicher und pflegender Unterstützung noch andere Hilfestellungen gibt, ist den auch in diesem Umfeld Tätigen zum großen Teil nicht bekannt. Auch das es für viele Kinder und Jugendliche oder auch junge Erwachsene die Möglichkeit der Untersützung durch die Pflegekasse gibt, wird von seiten der Krankenkassen nicht angesprochen. Und dabei handelt es sich nicht nur um körperbehinderte Personen, sondern auch um z.B. entwicklungsverzögerte Kinder und Jugendliche. Durch noch zu erstellende Vorträge auch in Zusammenhang mit den Schulen wie auch den einzelnen Verbänden und Kirchen müssen diese Informationen weitergegeben werden. Auch sind nicht ausreichend geschulte oder ausgebildete Kräfte vorhanden, diese Lücke muss durch Ehrenamtliche gefüllt werden. Diese Möglichkeit kann derzeit noch nicht genutzt werden, da es für diesen Einsatz von diesen Helfern noch keine Instutition gibt, die von Nds. Sozialministerium nach §45a/b SGB XI anerkannt ist.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Schneverdingen
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst die Stadt Schneverdingen mit ihren zugehörigen Ortsteilen.
Einwohnerzahl
19000
Quelle / Anmerkungen
homepage Stadt Schneverdingen
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
schneverdingen_-_google_maps.pdf
(769.85 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Es soll ein sozialer Raum geschaffen werden, in dem es durch koordinierte Angebote und gegenseitige Hilfen auch älteren und pflegebedürftigen Menschen möglich ist, in ihrem vertrauten Umfeld betreut werden zu können.
Diese Betreuungsleistung gibt Antwort auf zwei Problemfelder:
1. Wir hoffen so dem Wunsch der Menschen zu entsprechen, in ihren „eigenen vier Wänden“ unterstützt werden zu können und auch in schwierigsten Fällen Hilfe zu erhalten.
2. Mit unseren Ehrenamtlichen können wir die teilweise überlasteten ambulanten Versorgungsunternehmen auch unterstützend als Nachbarschaftshilfe beiseite stehen.
Beides soll damit erreicht werden, dass Versorgungsangebote in den Stadt besser vernetzt und wir als neuer gegründeter Verein neue Hilfen anbieten werden. Unsere Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten sollen effektiver und besser zugeschnitten auf das individuelle Problem angeboten werden. Dabei sollen nicht nur die professionellen Dienste, sondern auch die Quartiersbewohner selbst beteiligt werden. Daneben stehen Eigeninitiative und gegenseitige Hilfe im Mittelpunkt, insbesondere im Zusammenspiel von älteren und jüngeren Menschen. Es sollen soziale Netzwerke und Verbindungen zwischen allen Generationen unterstützt und gebildet werden. Gemeint sind damit Maßnahmen, wie Alltagshilfeleistungen, gemeinsame Freizeitbeschäftigungen und soziale Maßnahmen.
Methoden
Vorhandene Strukturen
In Schneverdingen gibt es neben dem Mehrgenerationenhaus e.V. als Kümmerer auch eine Freiwilligenagentur, die ebenfalls im Mehrgenerationenhaus angesiedelt ist. Das Mehrgenerationenhaus kümmert sich umfassend um alle Generationen, es bietet sowohl eine Kinderbetreuung wie auch vielfältige Seniorenaktivitätenund ehrenamtliche Engagementmöglichkeiten an. Der Verein ist Partner bei der Integration von Migranten und arbeitet mit mehren Partnerorganisationen zusammen. Die Freiwilligenagentur unterstützt vor Ort mit Ehrenamtliche. Hier ist die Freiwilligenagentur konkreter Ansprechpartner wie z.B. die Suche nach Lernpaten für die einzelnen Schüler. Hier kann die Freiwilligenagentur auch die Räumlichkeiten des Mehrgenerationenhauses nutzten. Gleichzeitig gibt es in Schneverdingen das Projekt Kommune Inklusiv von der Aktion Mensch, das sich um Belange von Behinderten kümmert und neue Konzepte erarbeitet. Diese arbeiten sowohl mit den Schulen wie auch mit dem Mehrgenerationenhaus und der Freiwilligenagentur zusammen. Gleichzeitig gibt es mehre Arbeitskreise wie Prävention Kinder und Jugend sowie den Hilfe aus einer Hand. Diese GbR Sozialdienstleister bringt alle mögliche Unterstüzungsangebote für Eltern zusammen wie z.B. Tagesmütter und Beratungsleistungen für diese. Zusätzlich gibt es noch den Verein zur Pflege e.V. der alle ambulanten Pflegeleistungen anbietet und als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Gleiches gibt es auch für die für die ambulante Pflege zugelassene Diakonie.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Freiwilligen Agentur Schneverdigen, Kommune Inklusiv Schneverdingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ambulanter Kinder- und Jugenhospizdienst Calluna e.V. für Schneverdingen , Landfrauen Schneverdingen, Landfrauen Lünzen, Landfrauen Zahrensen, Mehrgenerationenhaus Schneverdingen, Hilfe aus einer Hand
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ansässige Ärzte in Schneverdingen Verein zur Pflege e.V. Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KGS Schneverdingen, Grundschule Lünzen, Grundschule Pietzmoor, Grundschule Osterwald,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
evangelische Peter und Paul Gemeinde Schneverdingen, CVJM Schneverdingen, katholische Gemeinde Schneverdingen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Pflegeassistenten wird innerhalb des Mehrgenerationenhauses Schneverdingen e.V. tätig werden. Eine Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Agentur, Kommune Inklusiv und den Landfrauenverbänden ist geplant. Die Unterstützung der Kommune Schneverdingen ist zugesagt, da es derzeit noch kein Angebot dieser Art gibt. Die Wirtschaftlichkeit ist durch die Abrechnungen des Entlastungsbeitrages bei den Pflegekasse gewährleistet. Dieser Betrag wird durch die geplanten Pflegereform 2021 erheblich erhöht.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Aufbau eines Quartiersmanagements in NeuDonnerschwee
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ina Lehnert-Jenisch
| Funktion | 2. Vorsitzende im Verein |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aufbau und Etablierung eines professionellen Quartiermanagements in Oldenburg NeuDonnerschwee zur Steigerung der Lebensqualität der Bewohner*innen.
Projektbeschreibung
Das Quartier NeuDonnerschwee zeichnet sich durch ein hohes Maß an Diversität der Bewohner*innenschaft aus. Vom Säugling bis zur Seniorin, vom Hipster bis zum Hilfsbedürftigen, vom Single bis zur Großfamilie mit Migrationshintergrund sind viele Bevölkerungsgruppen auf dem ehemaligen Kasernengelände vertreten. Wohngemeinschaften, alternative Wohnformen wie Wohngenossenschaften, Pflege- und Senioren-WGs, eine Kita, ein Verein für Jugendkulturarbeit und demnächst das Kulturzentrum Globe (vormals Militärkino), sind Bestandteile des Quartiers. Um diese Vielfalt der Lebensstile zu vernetzen, die Kompetenzen der Bewohner*innen zu nutzen und die Lebensqualität der Menschen hier nachhaltig zu steigern, hat sich im März 2021 der gemeinnützige Verein NeuDonnerschwee verbindet e. V. gegründet, um als Träger für ein professionelles Quartiersmanagement zu dienen. Der Verein will die Chance nutzen, ein modernes urbanes und nachhaltiges Quartier zu schaffen.
Ziele des Quartiersmanagements sind:
Vernetzung, Beratung, Vermittlung
Förderung bürgerschaftlichen Engagements
Erhöhung der Lebensqualität
Aktivierung der Bewohner*innenschaft
Entwicklung eines Wir-Gefühls
Schaffung attraktiver Lebensräume in einer bewohner*innenfreundlichen Umgebung
Bereithaltung einer intakten, barrierearmen Infrastruktur
Vermeidung von Umzügen und Leerständen
Verhinderung sozialer Brennpunktbildung
Erhöhung des Images des Quartiers
Die Aufgaben des Quartiersmanagements:
Förderung von Nachbarschaftsinitiativen und -hilfen
Hilfe zur Selbsthilfe
Integrationsmaßnahmen für Hilfsbedürftige
Vermittlung von Beratungs- und Betreuungsdiensten
Schaffung von Begegnungsräumen
Organisation von Veranstaltungen
Vernetzung von Informationen
Einrichtung und Begleitung von Arbeitsgruppen
Offene Bürosprechzeiten
Akquise von Fördergeldern
Anlaufstelle für Neuankömmlinge
Schaffung von interkulturellen Begegnungen
Partner*innen:
Wohnungswirtschaft (als Dienstleister)
Paritätischer Wohlfahrtsverband (als Arbeitgeber für Quartiersmanager*in)
Stadt Oldenburg (Quartierskoordinatorin für alle Quartiere der Stadt)
Bürgerverein Donnerschwee
Verein für Jugendkulturarbeit etc.
Stadtsportbund
Kulturgenossenschaft Globe
Finanzierung:
Anschubfinanzierung über Projektgelder für drei Jahre, Eigenanteil über Muskelhypothek und Vereinsbeiträge
danach eine nachhaltige Grundfinanzierung über Mitgliedsbeiträge, Beiträge der Wohnungseigentümer*innen, Mieter*innen und der Stadt Oldenburg.
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die ehemalige Donnerschwee Kaserne wurde 2012 vom Bund an einen Investor verkauft. Das Bauvorhaben erfolgte größtenteils über die Parkresidenz Oldenburg. Nach Kernsanierung wurden einzelne Gebäude und Wohnungen an Eigentümer*innen-Gemeinschaften weiterverkauft, über 1/3 der Gebäude und Wohnungen ist in der Hand der Investoren verblieben. Auf 19 ha Fläche entstanden 850 Wohneinheiten, die ab 2016 nach und nach von ca. 1.600 Einwohner*innen bezogen wurden. Durch den Bezug des Quartiers in nur zwei Jahren konnte keine Nachbarschaft und kein Zusammenhalt wachsen.
Ab Herbst 2015 entstand die Quartiersrunde, begleitet von der Stadt Oldenburg, in der sich viele interessierte Menschen aus dem Quartier regelmäßig zusammenfinden und relevante Themen von NeuDonnerschwee behandeln. Diese Runde formulierte den Wunsch nach einem professionellen Quartiersmanagement, um die Lebensqualität und den Zusammenhalt im Quartier nachhaltig zu steigern. Dazu entstand als Trägerinstitution im März 2021 der gemeinnützige Verein NeuDonnerschwee verbindet e. V. Dieser übernahm den Namen und die Homepage eines zweijährigen Projektes, das von 2017 bis 2019 Alternativen zum herkömmlichen Ernährungs-, Mobilitäts- und Konsumverhalten aufgezeigt hat. Die hier entstandenen ehrenamtlichen Aktivitäten und Verbindungen wurden inaktiv, denn ihnen fehlt sowohl ein Raum zum Treffen als auch eine Koordination. Dazu kommt, dass durch Bauverzögerungen, zukünftige Fertigstellung weiterer Wohneinheiten und häufigen Mieter*innenwechsel viele Bewohner*innen des Quartiers nie Gelegenheit hatten bzw. haben sich kennenzulernen bzw. zu vernetzen. Die Corona-Pandemie trägt zur Verstärkung dieser Probleme bei.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg NeuDonnerschwee
Beschreibung
Das Fördergebiet wird im Norden begrenzt durch die Ammergaustraße, im Osten durch die Schlieffenstraße, im Süden durch die Kasernenstraße und im Westen durch die Beverbäke und die Kranichstraße.
Einwohnerzahl
1560
Quelle / Anmerkungen
Statistische Abteilung der Stadt Oldenburg
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Bundesagentur für Arbeit.
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es liegen keine Daten bei der Stadt Oldenburg vor.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden nur für das Gesamtgebiet der Stadt mit 636 jungen Arbeitslosen angegeben; das entspricht 0,4 % an der Gesamtbevölkerung bzw. 10 % von allen Arbeitslosen in Oldenburg. Die Zahl der jungen Arbeitslosen im Quartier wird von der Bundesagentur für Arbeit aus Geheimhaltungsgründen nicht veröffentlich (zu geringe Grundgesamtheit).
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten konnten von der Stadt Oldenburg nicht zur Verfügung gestellt werden.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten konnten von der Stadt Oldenburg nicht zur Verfügung gestellt werden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
neudonnerschwee_karte.pdf
(2.54 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unsere Aufgabe ist es im Wesentlichen, Beteiligungsprozesse zu organisieren. Ziel ist es, vor allem hilfebedürftige Bewohner*innen von NeuDonnerschwee, aber auch diejenigen, die das gemeinschaftliche Miteinander noch nicht akzeptiert haben, zu motivieren, sich im Quartier einzubringen und sich an der Planung und Durchführung von Projekten zu beteiligen, die den Zusammenhalt fördern. Die Aufgabe des Quartiersmanagements besteht darin, diese Planungsschritte zu vermitteln und den Bewohner*innen verständlich zu machen, aber auch deren Wünsche und Interessen zusammen mit der Planung in konkrete Planungsschritte umzusetzen. Quartiersmanagement dient dabei als Mittel, zur Förderung des Zusammenhalts und Aufwertung des Stadtteils, an dem die Bewohnerschaft aktiv beteiligt ist. Möglichst jede Person im Quartier soll ein Eigeninteresse entwickeln, das Leben und Wohnen in NeuDonnerschwee qualitativ hochwertiger zu gestalten. Dies hat zur Folge, dass es weniger Fluktuation bei den Ein- und Auszügen gibt und sich eine nachhaltige Kultur des Zusammenlebens festigt. Durch die Vielfalt der Lebensstile und der Diversität der Bewohnerschaft gibt es in NeuDonnerschwee eine Vielfalt an Ressourcen, die mobilisiert werden können. Folgende Aktivitäten sollen zunächst initiiert und unter Beteiligung der Bewohner*innen durchgeführt werden: Gestaltung des Außengeländes, Barrierefreiheit, Urban Gardening ökologisch, Müllvermeidung, Mitbringbrunch, Teilen und Tauschen, Sommerfest, gemeinsames Kochen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ein erstes Ziel ist erreicht, wenn sich 10 % der Einwohnerschaft an den Aktionen des Quartiersmanagements aktiv beteiligen.
Kriterium
Beschreibung
Wenn mindestens 5 Arbeitsgruppen mit jeweils mehr als 5 Beteiligten zu unterschiedlichen Themenbereichen aktiv sind.
Kriterium
Beschreibung
Wenn eine zentrale Anlaufstelle in angemieteten Räumlichkeiten mit personeller Besetzung durch eine Quartiersmanagerin etabliert ist.
Kriterium
Beschreibung
Alle Beteiligten sich in einem Gesamtplenum für das Quartier zusammenfinden.
Beschreibung
Ein Kompetenzpool der Bewohnerschaft aufgebaut wurde und dieser rege genutzt wird.
Kriterium
Beschreibung
In den einzelnen Wohnblöcken und übergreifend im Quartier sich ein Zusammenhalt und Nachbarschaftshilfe entwickelt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturgenossenschaft GLOBE e.G., Jugendkulturarbeit e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Oldenburg-Ammerland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Donnerschwee e.V., Stadtsportbund Oldenburg e.V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Schon während der Anschubfinanzierung durch das Land Niedersachsen über drei Jahre wird an einer Verstetigung des Quartiersmanagements für NeuDonnerschwee gearbeitet. Eine solide Grundfinanzierung soll über Mitgliedsbeiträge des Vereins gesichert werden, sodass nach drei Jahren 20.000 € an Eigenmittel jährlich zur Verfügung stehen. Weitere Mittel sollen durch Umlagen der Eigentümer*innen und Mieter*innen requiriert werden. Eine anteilige Förderung soll bei der Stadt Oldenburg beantragt werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On