1 Dorftreff Gehrda (Teilprojekt 2)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Linster
| Funktion | Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin |
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2. Kurzbeschreibung
gestärkte Gemeinschaft
Projektbeschreibung
Der Dorftreff Gehrda besteht seit nunmehr 8 Monaten. Er ist zu einem allgemeinen Treffpunkt für alle Dorfbewohner/Innen geworden. Wesentlich mehr Personen als wir zunächst angenommen hatten beteiligen sich aktiv an der Programmgestaltung. Alte, einsame Menschen kommen regelmäßig mehrmals wöchentlich in den Dorftreff. Viele Bürger/Innen die wir sonst nicht erreichen konnten kommen zu Angeboten oder nutzen auch die Geselligkeit. Es ist eine große Bereicherung für das Dorfleben und hilft durch das niedrigschwellige Angebot allen Menschen, an der Gesellschaft teilzuhaben.
Durch die Implementierung eines Integrationslotsen und seine "Hausbesuche" in den Familien der Aussiedler hat sich auch die Teilnahme dieses Personenkreises schon deutlich gesteigert.
Im Bereich der Jugendarbeit ist es uns gelungen, das Projekt "Demokratie leben" nach Bersenbrück zu holen. Eine jugendliche Aussiedlerin wurde für dieses Projekt eingestellt und hilft durch ihre Mitarbeit enorm, die Grenzen zwischen Ursprungsgesellschaft und Aussiedlern aufzubrechen. Jugendliche Aussiedler kommen z.B. jetzt in den Dorftreff um am "Rudelrätseln" teilzunehmen. Wir werden im kommenden Jahr versuchen, in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen Kursangebote nach Gehrde zu holen. z.B. Sprachkurse, Nähkurse o.ä. um auch auf diese Weise mehr und unterschiedliche Personen anzusprechen. Ein Wochenprogramm erscheint jeweils in der Tageszeitung und auch auf der homepage von Gehrde. Außerdem gibt es im Dorftreff einen Aushang im Schaufenster. Der Treffpunkt soll auch weiterhin die Dorfgemeinschaft stärken, die Randgruppen ansprechen und Ehrenamtliche aktivieren. Senior/Innen sollen sich wohl fühlen und sich zwanglos begegnen können. Beratungsangebote werden weiterhin stattfinden. Kursangebote sind neu in Planung.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Seit nunmehr 8 Monaten betreiben wir in der Mitgliedsgemeinde Gehrde den Dorftreff Gehrda. Bisher konnten wir fast alle im Erstantrag gestellten Ziele erreichen. In vielen Punkten haben sich unsere Erwartungen weit übertroffen! Die Ehrenamtsstruktur hat sich so positiv entwickelt, dass schon die Hälfte aller Angebote von Ehrenamtlichen gemacht werden. Der Leitung des Dorftreffs durch die beiden 450€ Kräfte ist es gelungen, Bürger/Innen in den Dorftreff zu holen, die sonst nie an irgendwelchen Angeboten teilnehmen! Vor allem das niedrigschwellige Angebot durch Einwohner des Dorfes findet sehr hohe Akzeptanz. Es ist schon vorgekommen, dass die Besucherzahl zu einem Vortrag so hoch war, dass wir kaum genügend Platz hatten (68 Personen) Die regelmäßigen Angebote sind immer gut bis sehr gut besucht. Immer neue Ideen und Angebote bereichern den Dorftreff, Ehrenamtliche bieten Malkurse, Babymassage, Rudelrätseln, Doppelkopfrunden etc. an. Auch die Dekoration im Dorftreff wird je nach Jahreszeit wunderschön von Ehrenamtlichen hergestellt. Es ist in dieser kurzen Zeit gelungen einen echten Mittelpunkt im Dorf auzubauen. Das soziale Miteinander und die Teilhabe der Aussiedler an dem Projekt hat sich deutlich verbessert. Jetzt gilt es, dieses Angebot zu verstetigen, weiter auszubauen und weitere Angebote nach Gehrde zu holen. Manche alleinstehende alte Menschen konnten wir noch nicht aktivieren, vor allem Männer tun sich schwer. Hier arbeiten wir gerade daran, regel. Fahr- mitfahrangebote zu entwickeln. Akteure aus Gehrde suchen gerade nach einer Lösung für einen Dorfladen der evtl. sogar neben dem Dorftreff entstehen könnte!
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit unserem Projekt stärken wir die Selbstorganisation der Bürger/Innen und geben den Menschen die Möglichkeit sich zwanglos zu treffen. Die Bürger/Innen bringen sich ein und unterstützen einander. Durch den Integrationslotsen gelingt es, dass auch Aussiedler und Ausländer Interesse am Dorftreff zeigen. Der Dorftreff ist ein Ort für Beratung, Information und Unterstützung. Gemeinsame Feste und Projekte werden geplant und durch dieses Beispiele kommen immer neue Menschen dazu. Das Mobilitätsproblem hat sich auch schon ein wenig gebessert dadurch, dass im Dorftreff Fahrgemeinschaften gebildet werden und Aushänge möglich sind um eine Mitfahrgelegenheit zu suchen oder um ein Angebot zum Mitfahren zu machen.
Methoden
Vorhandene Strukturen
In Gehrde haben wir bereits eine sehr gut funktionierende Ehrenamtsstruktur. Durch den schon vor Jahren eingesetzten Ehrenamtslotsen und das Freiwilligenbüro der SG BSB gelingt der Aufbau, die Begleitung und Schulung der Ehrenamtlichen sehr gut. Außerdem sind die Vernetzungen zu Vereinen und Kirchengemeinden gut so dass auch von der Seite immer Unterstützung möglich ist.
2 Egger-(Mühlentreff) (Teilprojekt 3)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Linster
| Funktion | Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin |
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2. Kurzbeschreibung
wir halten zusammen, du bist nicht allein, gemeinsam das Dorf stärken, so kann es weitergehen
Projektbeschreibung
Eggermühlen ist die kleinste Gemeinde in der SG BSB. Im Laufe der Jahre haben in Eggermühlen viele Versorger ihre Geschäfte geschlossen. Es gibt keine Bank, keinen Apotheker, kein Lebensmittelgeschäft. Eine ehemalige Gaststätte mit Lebensmittelladen wird jetzt abgerissen und auf dem Grundstück werden Seniorenwohnungen, ein kleiner Lebensmittelladen und eine Tagespflegeeinrichtung neu gebaut. Diese Idee ist entstanden, als vor 2 Jahren die Gemeinde über hauptamtliche Dorfmoderatoren (kath. Landvolkschule Kloster Oesede) für die Belange ihres Dorfes sensibilisiert wurde. Die Bürger/Innen wurden im Rahmen dieser Dorfmoderation gefragt zu ihren Bedarfen und Notwendigkeiten. Es sind gute inhaltvolle Konzepte entwickelt worden (wie die Seniorenwohnungen z.B.) die von der ganzen Bürgerschaft mitgetragen werden. In Eggermühlen gibt es viele alleinstehende ältere Menschen oder Personen, die tagsüber allein sind weil ihre Kinder arbeiten gehen. Wer in Eggermühlen lebt hat zwar wunderschöne Natur vor Ort aber bis zum nächsten größeren Ort kommt man nur mit dem Auto. Mobilität ist ein großes Thema!
Eggermühlen hat einen sehr starken, ehrenamtlichen Bürgermeister! Herr Frerker versucht alle Ansätze, die durch die Dorfmoderation entstanden sind, umzusetzen. Ein erster Schritt war es, ein Mittagstischangebot zu initiiert weil viele Bürger/Innen lieber zusammen als allein essen möchten. Dieses Angebot wird sehr gut angenommen! In Eggermühlen gibt es noch eine gute Ehreamtsstruktur, viele Menschen möchten sich engagieren und da sehen wir eine Chance für einen Treffpunkt der für alle Menschen tagsüber zu nutzen wäre. Diesen Wunsch haben auch die Teilnehmer/innen des Mittagstischangebotes an uns gerichtet. Einen Mittelpunkt zu haben, mal zum Klönen gehen können und nicht immer so alleine sein. Regelmäßige Öffnungszeiten mit Angeboten zum Mitmachen, zur Gesundheitsförderung und Aktivierung, die Gemeinschaft fördern und Randgruppen dabei mitnehmen ist das langfristige Ziel. Dabei die Angebote von Vereinen und Organisationen einbinden, ausbauen und vernetzen zum Wohl der Bürger/Innen und für ein gutes Miteinander.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das größte Problem für die Bürger/Innen in Eggermühlen ist der Verlut fast aller Versorger vor Ort. Es gibt keine Apotheke, keine Bank, keinen Lebensmittelladen. Die Kirchengemeinde ist ein Gemeindeverbund geworden also gibt es vor Ort auch keine regelmäßigen Öffnungszeiten dort. Die jungen Leute müssen in die Städte zur Arbeit fahren, die alten Menschen sind tagsüber alleine und oft nicht mobil.
Einen Ort zum Treffen und Reden gibt es nicht. Wenn wir einen Dorftreff hätten wäre es in Eggermühlen sicher gut möglich, ähnliche Strukturen wie in Gehrde aufzubauen.
In Eggermühlen gibt es eine Siedlung, in der sehr viele Aussiedler/Innen wohnen. Dieser Personenkreis hat sich nach wie vor nicht so richtig in das Dorfleben integriert. Bis auf Schule und Kita gibt es kaum soziale Kontakte. Daran möchten wir arbeiten weil auch dort viele Menschen tagsüber allein in ihren Wohnungen sind und weil Information und Beratung oft sehr schlecht dort ankommt bzw. schlecht angenommen wird.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Eggermühlen möchte seine Bürger/Innen stärken durch Angebote der sozialen Teilhabe, Angebote der Gesundheitsfördrung, Angebote der Integration. GWA bedeutet in Eggermühlen das ganze Dorf mitnehmen und die Bürger/Innen motivieren an der Entwicklung teilzuhaben und sich einzubringen.
Methoden
3 Brinker Stube (Teilprojekt 4)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Linster
| Funktion | Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin |
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2. Kurzbeschreibung
Gemeinschaft gestalten, Isolation erkennen, Unterschiede akzeptieren
Projektbeschreibung
Die Stadt Bersenbrück möchte in einem ihrer Wohngebiete (Quartier) eine Begegnungsstätte aufbauen.
Das von der Wohnungsbaugesellschaft errichtete ca. 50 Jahre alte Wohngebiet ist geprägt von kleinen 60 - 80 m² Einzelwohnungen (Häuschen) und einigen Mehrfamilienhäusern. Die hohe Bevölkerungsdichte und die unterschiedlichsten Ethnien machen ein Zusammenleben nicht immer einfach.
Viele alte alleinstehende Menschen mit wenig Mobilität leben dort sehr abgeschirmt und zurückgezogen.
Es leben überwiegend Personen mit geringem Einkommen in diesem Quartier, viele Menschen mit Wohngeldbezug. Allgemeine Angebote und Beratungsstrukturen werden von den Einwohner/Innen wenig genutzt. Die Menschen sind oft gleichgültig, hilflos, desinteressiert. Gesellschaftliche Teilhabe ist schwer weil Vielen der Zugang und das Interesse an Angeboten fehlt und Viele sich auch nicht trauen, an der Gesellschaft teilzuhaben. Deshalb ist hier oberstes Ziel zu den Menschen zu gehen, soziale Kontakte anzustoßen und zu fördern. Ihnen die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen und gleichzeitig ihr Interesse an der Gesellschaft wecken. Auch Gesundheitsförderung, Bewegungsangebote und Suchtprävention sind hier nötig und stehen auf der Agenda.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier "am Brink" ist 1972/73 erbaut worden. Das Quartier liegt an der Peripherie der Stadt Bersenbrück. Die überwiegende Zahl der Bewohner/Innen ist über 65 Jahre alt. Es ist ein Quartier des sozialen Wohnungsbaus mit sehr einfachen Strukturen. Dadurch leben dort fast ausschließlich Menschen mit geringem bis sehr geringem Einkommen. Viele Rentner mit Wohngeldbezug. Viele Personen aus Osteuropa.
Einsamkeit, Ausweglosigkeit und Tristess sind an der Tagesordnung. Eigener Antrieb und eigenes Handeln ist kaum erkennbar. Um hier den Menschen Hilfestellung und Zuversicht zu geben bedarf es der Unterstützung von Außen. Die Menschen sind sehr wenig mobil, sie "trauen" sich nicht aus dem Haus, leben für sich und nehmen selten am gesellschaftlichen Leben teil. Unterstützungsangebote sind ihnen kaum bekannt, in der Gesellschaft schämen sie sich weil sie "nicht mithalten" können. Bei gelegentlichen Hausbesuchen dort (nach Anfrage z.B. des Krankenhauses oder des ambulanten Dienstes) wurde das Ausmaß der zu leistenden Hilfe besonders deutlich. Für eine Beratung benötigen wir häufig einen Übersetzer/In. Kollegen aus demSozialamt werden oft zugezogen um weitergehende Hilfe zu bieten.
Vor zwei Jahren wurde das Wohngebiet grundsaniert und sieht jetzt ansprechender aus. Den Menschen aber, die dort leben fehlt der Zusammenhalt und die sozialen Kontakte. Von sich aus sind sie nicht in der Lage, sich eine Kultur des Miteinanders und der Nachbarschaft aufzubauen.
wir möchten den sozialen Zusammenhalt, die Gesellschaftliche Teilhabe und die Gesundheit
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt ist ausgelegt auf die Stärkung der Bewohner/Innen. Wir möchten ihre Handlungsfähigkeit, Selbstorganisation und Resilienzen stärken. Wir unterstützen die Teilhabe an der Gesellschaft und fördern soziale Kontakte. Wir verbessern den Lebensraum durch Aufbau von Netzwerken zur Stärkung der sozialen Kontakte.
Durch die Zusammenarbeit mit den Kollegen/Innen in der SG BSB ist es uns möglich, auch im sozialen und finanziellen Bereich bessere Unterstützung zu bieten. Wir sind dann da wo es schwierig ist; die Menschen kommen nicht gerne als "Bittsteller" ins Rathaus. Ganz wichtig ist uns die Mitarbeit der Menschen, die im Quartier leben weil "zusammen etwas entstehen kann" und "weil die Menschen gestärkt werden wenn sie für sich und ihr Umfeld etwa tun können". Das Gefühl unterstützt zu werden, wahrgenommen zu werden hilft und fördert das Interesse an der Mitarbeit.
Gemeinsam leben und lernen in der (neuen) Heimat
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Tjorven Maack
| Funktion | Geschäftsführerin |
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2. Kurzbeschreibung
Zueinander finden und gemeinsam neue Wege gehen
Projektbeschreibung
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen in der (neuen) Heimat" richtet sich an Neu- und Altbürger_innen des Landkreises Goslar und im Speziellen an die Bürger_innen in der Stadt Goslar. Es soll eine Begegnungsstätte für Neu- und Altbürger_innen geschaffen werden, in der man sich trifft, austauscht, im Alltag unterstützt und neue gemeinsame Wege geht, indem man sein Gegenüber und dessen kulturellen und sozialen Hintergrund kennenlernt, versteht und respektiert. Nur dann können gemeinsam neue Erinnerungen geschaffen werden. Darüber hinaus soll ein langfristiges Netzwerk der Bürger_innen in der Stadt Goslar entstehen, welches seinen Kern - in Form einer festen Anlaufstelle - bei uns hat. Somit wird die Begegnungsstätte fester Anlaufpunkt für ein generations- geschlechts-, Kultur- und Ethnien- übergreifendes Zusammenleben.
Das Projekt soll im AWO-Kreisverband Region Harz e.V. verankert werden. Dort besteht bereits Kontakt zu allen in dem Projekt anzusprechenden Personenkreisen. Altbürger_innen werden durch die räumliche Nähe des Wohnortes und über die vorhandenen Mitglieder der AWO in der Region (etwa 90 im Projektgebiet und 800 im Gesamtgebiet) sowie die Nähe und den engen Kontakt zu den Neubürger_innen durch die bei uns etablierte Migrationsberatung (in unserem Hause sowie an Standorten innerhalb des Gesamtgebiets) angesprochen werden. Neben dem bereits vorhandenen potentiellen Personenkreis von 0 - 100 Jahren besteht weiterhin ein großes Potential durch den zentral gelegenen Standort.
Die (bereits) vorhandenen Kanäle sollen genutzt werden, um die Personen zielgerichtet zusammenzuführen und gemeinsam Vorurteile abzubauen und neue gemeinsame Erinnerungen zu schaffen und somit die Skepsis und Vorurteile gegenseitig abzubauen. Begleitet wird das Projekt von einer hauptamtlichen konstanten Ansprechpartnerin, welche Projekte mit den interessierten Bürger_innen ausarbeitet, bei der Realisierung unterstützt und grundsätzlich als Vermittlerin/Ansprechpartnerin agiert. Mögliche Projekte sind dabei gemeinsame Koch/-Backnachmittage (Strukturen sind bereits vorhanden), Schaffung eines gemeinsamen Raumes zum Austauschen, Lernen (wie beispielsweise niederschwellige Sprachkurse für weibliche Migrant_innen, bei gleichzeitiger Kinderbetreuung vor Ort), entdecken der Vielfalt der verschiedenen Kulturen, gemeinsame (Kultur-) Ausflüge, Spielnachmittage oder geselliges Beisammensein und "quatschen".
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Goslar ist eine ländliche Stadt mit einem hohen Altersdurchschnitt. Neben dem demographischen Wandel, dem rasant gestiegenen Zugang von Neubürger_innen sowie der Ausgangslage einer wirtschaftlich schwachen Region und der damit einhergehenden Arbeitslosenquote von 14,3% (Anmerkung:bezieht sich auf den kompletten Landkreis Goslar; Stand: 2009) liegt die Stadt weit über dem niedersächsischen Durchschnitt. Dies birgt für den Integrationsprozess der Neubürger_innen erhebliche Risiken. Es besteht die Gefahr, dass Altbürger_innen sich von der enormen Steigerung der Neubürger_innen – welche in kürzester Zeit stattgefunden hat – eingeschüchtert und verängstigt fühlen. Das führt zu einer steigenden Skepsis gegenüber den Neubürger_innen. Ebenso hat die negative Berichterstattung der Presse bereits dazu beigetragen, dass Altbürger_innen, speziell die Bürger_innen im hohen Alter, sich vermehrt zurückziehen und Vorurteile und Abneigungen gegen die Neubürger_innen aufbauen. Durch diese ablehnende und/oder skeptische Haltung besteht die Gefahr, dass sich die Neubürger_innen in der neuen Heimat nicht willkommen fühlen und als Reaktion vermehrt in den bekannten kulturellen und sozialen Kreisen verkehren. Grund für beide Reaktionen ist meist ein Mangel der Kenntnis des anderen kulturellen und sozialen Hintergrunds. Dies führt zu einer Bildung von vorurteilsbehafteten Parallelgesellschaften. Dies gilt es zu verhindern, indem man mit hauptamtlicher Tätigkeit eine Brücke zwischen den verschiedenen Kulturen schlägt und gemeinsam neue Erfahrungen schafft. Dadurch wird den Altbürger_innen die Angst genommen und die Neubürger_innen werden in der vorhandenen Gesellschaft aufgenommen und integriert.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Goslar - Kernstadt
Beschreibung
Die Stadt Goslar umfasst eine Fläche von 163,71 km² und insgesamt 52.987 Einwohner_innen. Die Stadt untergliedert sich in insgesamt 18 Ortsteile. Das Gebiet des Stadtkerns umfasst 31.169 Einwohner_innen und umfasst die Gebiete Altstadt, Baßgeige, Georgenberg, Jürgenohl, Ohlhof, Rammelsberg, Steinberg und Sudmerberg. (Stand 23.05.2018; Auskunft der zuständigen Mitarbeiterin bei der Stadt Goslar (Frau Gindhaut). Eine genaue Einwohner_innenzahl für den Bereich der Kernstadt/Altstadt kann nicht separat gegeben werden).
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen in der (neuen) Heimat" soll in den Räumlichkeiten des AWO-Sozialzentrums in der Altstadt (Bäringerstr. 24/25; 38640 Goslar) angesiedelt werden und ist damit zentral gelegen (Nähe zur Innenstadt, aber auch direkte Busanbindungen vor der Haustür). Daher kann die Begegnungsstätte von allen Bürger_innen, besonders von den Altbürger_innen aus dem Gebiet der Altstadt und den Neubürger_innen, welche teilweise nicht frei wählen können, wo sie in der Stadt untergebracht sind, erreicht werden.
Der Kontakt zu den Neubürger_innen kann durch die AWO-Migrationsberatung hergestellt werden, welche sich im gleichen Haus befindet. Der Kontakt zu den Altbürger_innen wird durch das Einzugsgebiet des Wohnortes und die Mitglieder, die bereits in der AWO sind, hergestellt.
Generell ist anzumerken, dass es schwierig ist, das Projektgebiet klar einzugrenzen. Fest steht, dass das Projektgebiet (Altstadt) primär von Altbürger_innen bewohnt wird. Die Neubürger_innen wohnen meist im "breiteren Gürtel" der Stadt, da dort die Mieten günstiger und daher die Zuweisung durch das Amt in diese Gebiete verstärkt vorgenommen wird. Obwohl das eigentliche Projektgebiet breiter aufgestellt ist als das Gebiet der Stadt Goslar ist es sinnvoll, dieses als Standort und Gebiet zu wählen, da beide Gruppen durch die räumliche Nähe und die bereits vorhandene Implementierung der Anlaufstelle des Sozialzentrums (durch die dort angesiedelte Migrationsberatung) bei den Neubürger_innen verankert ist.
Einwohnerzahl
31169
Quelle / Anmerkungen
Stand: 23.05.2018; erfragt bei der Stadt Goslar
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anmerkung: Bei der Berechnung handelt es sich um eine prozentualen Vergleich innerhalb des Projektgebiets und der Gesamtstadt. (Das Projektgebiet umfasst 31.169 Einwohner_innen, wovon 10.607 Einwohner_innen über 60 Jahre sind. Die Gesamtstadt (inklusive aller 18 Ortsteile) umfasst 52.987 Einwohner_innen, wovon 17.804 Einwohner_innen über 60 Jahre sind. Eine detailliertere Angabe zur Einwohnerzahl des Projektgebiets ist nicht möglich, da die Stadt keine detailliertere Auswertung vorlegen kann.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Stadt Goslar kann keine Auskünfte über die Anzahl der Menschen in den geforderten Gebieten machen. Es wäre lediglich möglich gewesen, die Anzahl der Einwohner nach einzelnen Herkunftsländern zu erfahren. Diese Daten hätten sich dann jedoch nicht auf die Stadt und das Projektgebiet bezogen, sondern auf den kompletten Landkreis. Somit können keine verlässlichen Angaben gemacht werden, was die Stadt selbst bedauert.
Anmerkung: Auskunft von der zuständigen Mitarbeiterin der Stadt (Frau Gindhaut).
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen in der (neuen) Heimat" versteht sich als eine Mischung beider Konzepte. Sieht die Quartiersmanagementarbeit die TOP-DOWN-Strategie vor, in der eine feste Strategie die Handlungsfelder und Vorgehensweise vorgibt, so verfolgt die Gemeinwesenarbeit den Ansatz der BOTTOM-UP-Strategie und demnach eine Strategie, in der Bürger_inneninitiativen gefördert und unterstützt werden.
Da unser einen Rahmen und eine grobe Strategie sowie hauptamtliche Tätigkeit für die Erreichung der Ziele vorgibt, ist es unter der Rubrik Quartiersarbeit anzusiedeln. Es gibt feste Vorhaben und einen festen Rahmen (Örtlichkeit; hauptamtliche Mitarbeiter_innen; feste Vorstellungen, welche Gruppen angesprochen werden sollen; erste Veranstaltungsideen...).
Allerdings setzt das Projekt ebenfalls auf die Initiativen und Ideen der Neu- und Altbürger_innen. Ziel ist es, dass gemeinsam neue Projekte/Angebote geschaffen werden. Dies soll durch die Unterstützung/Leitung von hauptamtlicher Tätigkeit in Zusammenarbeit und mit dem Engagement der ehrenamtlichen Neu- und Altbürger_innen erfolgen. Diese sind maßgeblich für die inhaltliche Ausrichtung und Entwicklung des Projekts verantwortlich. Somit wird hier eine Brücke zur Gemeinwesenarbeit geschlagen und man kann festhalten, dass es den (schwachen) Ansatz des Quartiersmanagement verfolgt, indem es ebenfalls den Ansatz der Gemeinwesenarbeit als Kernaspekt in seinem Konzept integriert hat.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Neu- und Altbürger_innen den regelmäßigen und langfristigen Kontakt zueinander gefunden haben.
Beschreibung
Defizite im Angebot erkannt wurden und Lücken durch unsere Angebote geschlossen werden konnten.
Kriterium
Beschreibung
Zielgruppenübergreifendes Handeln ist erreicht, wenn die einstigen Neubürger_innen sich nicht mehr als solche verstehen, sondern als Teil der Altbürger_innen und neuen Neubürger_innen bei der Integration helfen.
Beschreibung
Bedürfnisse/Anfragen von Bürger_innen zeitnah und zielgerichtet an Kooperations- und/oder Netzwerkpartner vermittelt werden können.
Kriterium
Beschreibung
Altbürger_innen die Kultur und den sozialen Hintergrund der Neubürger_innen nachvollziehen können und umgekehrt. Ebenso, wenn die Bedürfnisse/Gewohnheiten aus anderen kulturellen Kreisen beim Zusammenleben akzeptiert, toleriert und integriert werden.
Beschreibung
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen in der (neuen) Heimat" in der Stadt Goslar bekannt und angenommen wurde (sowohl von den Bürger_innen als auch möglichen Partnern wie Vereinen, Initiativen ...)
Kriterium
Beschreibung
Senior_innen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie junger Familien unterstützen können.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Der AWO-Kreisverband Region Harz e.V. ist ein gemeinnütziger Wohlfahrtsverein, welcher im Landkreis Goslar und ehemals Osterode (jetzt Göttingen) vertreten ist. Insgesamt weist der Verein ca. 900 Mitglieder auf. Im Stadtgebiet Goslar gibt es etwa 150 Mitglieder. Im Landkreis Goslar gibt es insgesamt ca. 800 Mitglieder der AWO. (Die restlichen 100 Mitglieder sind im ehemaligen Landkreis Osterode).
Neben den Mitgliedern verfügt der Kreisverband am Standort Goslar über zahlreiche soziale Dienstleistungen, wie etwa das Lernzentrum (Lernförderung für Kinder, bei denen ein Förderbedarf festgestellt wurde. Voraussetzung ist, dass die Familien BuT berechtigt sein müssen.); eine Migrationsberatung (dadurch besteht ein enger und reger Kontakt zu vielen Neubürger_innen in unserer Stadt und dem Landkreis); das Patenschaftsprojekt (Neu- und Altbürger_innen werden vermittelt. Eine hinreichende und nachhaltige Betreuung ist jedoch nicht möglich); die externe Koordinierungs- und Fachstelle Demokratie leben (setzt sich für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung und Rassismus ein); verschiedene Sozialberatungen sowie die Betreuung und Angebote für unsere Mitglieder (dadurch kann Kontakt zu den Altbürger_innen hergestellt werden).
Des Weiteren ist der AWO-Kreisverband Region Harz e.V. im engen Austausch mit dem Landkreis Goslar sowie der Stadt Goslar und den anderen sozialen Wohlfahrtverbänden und Vereinen. Somit kann schnell ein breites Netzwerk aufgebaut und implementiert werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AWO-Kreisverband Region Harz e.V. sowie die anderen Wohlfahrtsverbände vor Ort.
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Senior*innen-Aktiv-Zentrum Sahlkamp
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manja Taylor
| Funktion | Projektkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Niedrigschwellige Anlaufstelle für Senior*innen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte
Projektbeschreibung
Die Sparkasse geht - Projekt „Senior*innen-Aktiv-Zentrum Sahlkamp“ kommt!
Die Sparkassen-Filiale im hannoverschen Stadtteil Sahlkamp wird zu Ende August 2018 ihr gesamtes Personal abziehen, es verbleibt lediglich eine Automaten-Schalterhalle. Durch diese - für die Bewohner*innen durchaus mit Nachteilen verbundene, aber durch politische Einflussnahme letztlich nicht zu verhindern gewesene - Veränderung ergeben sich allerdings auch neue räumliche Möglichkeiten für die Quartiersentwicklung. Lange Jahre war es der Wunsch des seit 20 Jahren aktiven Seniorenbüros der Ev.-luth. Epiphanias-Gemeinde, Räume in ebenerdiger Lage zu finden, so dass Menschen das inhaltlich UND räumlich niedrigschwellige Angebot nutzen können. Nach Gesprächen mit dem Quartiersmanagement, der Gemeinwesenarbeit, der Sparkasse, dem Vermieter Deutsche Wohnen und dem gemeinnützigen SPATS e.V. wurden im Mai 2018 die Weichen neu gestellt: Auf rund 165 m² werden mehrere für das Quartier wichtige Einrichtungen räumlich UND inhaltlich zusammenfinden. Zusätzlich schließt der SPATS e.V. eine im „Quartiersgespräch Soziale Stadt Sahlkamp-Mitte 2017" mit der Sozialplanung des Dezernats III der Landeshauptstadt Hannover (LHH) erkannte Lücke im Bereich der Senior*innen-Arbeit mit Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Denn in die im Zentrum des Sahlkamp – und damit auch gleichzeitig im Zentrum des Sanierungsgebiets Soziale Stadt Sahlkamp-Mitte – gelegenen Räumlichkeiten wird - zusätzlich zu den im Quartier sehr gut angenommenen Angeboten der mit einziehenden Einrichtungen - eine Anlaufstelle für Senior*innen mit und ohne Migrationsgeschichte eingerichtet. Dieses neue Projekt arbeitet inhaltlich eng mit den beiden in unmittelbarer Nähe vorhandenen Einrichtungen, dem Quartiersmanagement Sahlkamp-Mitte (Träger: LHH) und dem NachbarschaftsDienstLaden NaDiLa (Träger: SPATS e.V.) zusammen. Das Projekt integriert die bewährten und erfolgreichen Tätigkeiten des Seniorenbüros Sahlkamp (Träger: Ev.-luth. Epiphanias-Gemeinde) sowie des Projekts „Wohnzufriedenheit“ (Träger: SPATS e.V. im Auftrag der LHH) und stimmt die Arbeitsinhalte mit diesen beiden Einrichtungen – auch zur Vermeidung von Doppelstrukturen – ab. Das Projekt soll mit einer Personalkapazität von einer 0,5 Stelle für ein/e Diplom Sozialarbeiter*in ab 01.01.2019 ausgestattet sein. Das eigenständige inhaltliche Profil des Projekts wird durch die vorrangige Fokussierung auf die Zielgruppe der älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte geprägt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Eines der wesentlichen Ergebnisse des „4. Quartiersgesprächs“ vom September 2017, das von der Sozialplanung des Dezernats III der LHH organisiert wurde, ist die Feststellung, dass ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte besser erreicht werden sollten, damit ihnen sowohl der Zugang zu Beratungs- und Hilfsangeboten als auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben adressatengerechter ermöglicht wird.Denn die seit rund 20 Jahren angebotenen Aktivitäten des Seniorenbüros Sahlkamp (Träger: Ev.-luth. Epiphanias-Kirchengemeinde) erreichen die älteren Menschen mit Migrationsgeschichte nicht. Es besteht ein hoher Informationsbedarf bei der älteren Bevölkerung mit Zuwanderungsgeschichte zu den Themen gesundheitliche Prävention, ambulante bis stationäre Versorgung, finanzielle Sicherheit, Freizeit, Kultur und Bildung. Hier setzt das neue Projekt „Senior*innen-Aktiv-Zentrum Sahlkamp“ an, das im Anschluss an Gespräche im Rahmen des „Fachaustausches Senioren“ im Mai 2018 vom Quartiersmanagement Sahlkamp-Mitte, dem gemeinnützigen Verein SPATS e.V. und dem Seniorenbüro Sahlkamp entwickelt wurde. In den frei werdenden barrierefrei zugänglichen Räumlichkeiten der Sparkasse Hannover in der Elmstraße 17 – im höchsten Hochhaus des Sahlkamps gegenüber dem Sahlkampmarkt gelegen – wird das Projekt räumlich ab Januar 2019 angesiedelt sein. Die Vorlaufzeit zur Organisierung der Räumlichkeiten, den Umzug des SPATS-Projekts „Wohnzufriedenheit“, der SPATS-Geschäftsstelle und des Seniorenbüros der Epiphanias-Gemeinde sowie erste inhaltliche Absprachen zur zukünftigen Kooperation der Beteiligten wird die Monate Oktober bis Dezember 2018 umfassen.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Sahlkamp und Sanierungsgebiet Soziale Stadt Sahlkamp-Mitte
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Sahlkamp, der das Soziale-Stadt-Gebiet „Sahlkamp-Mitte“, das im Zentrum des Stadtteil Sahlkamps mit seiner Hochhausbebauung liegt, mit einschließt. Denn hier leben die meisten Menschen der schwerpunktmäßigen Zielgruppe Senioren mit Zuwanderungsgeschichte.
Einwohnerzahl
14386
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover Wahlen und Statistik, Koordinationsstelle Sozialplanung der Stadt Hannover (Stand: Januar 2018)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Der Projektstandort ist zentral im Stadtteil Sahlkamp gelegen und liegt somit auch im Soziale-Stadt-Gebiet Sahlkamp-Mitte. Eine Doppelförderung durch Landesmittel ist ausgeschlossen, da das Projekt nicht über Mittel aus dem Städtebauförderprogramm gefördert werden kann.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover / Sozial- und Sportdezernat / Koordinierungsstelle Sozialplanung / Stand: Januar 2018
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover / Sozial- und Sportdezernat / Koordinierungsstelle Sozialplanung / Stand: Januar 2018
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
sahlkamp_1.jpg
(65.13 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Bewohner*innen stehen im Zentrum unserer Arbeit. Es gilt, ihre persönlichen Ressourcen zu stärken, sie zu aktivieren und sie zu befähigen, ihre Lebensumstände mit Unterstützung von außen zu gestalten. Der Nahraum gewinnt dabei gerade für ältere Menschen eine große Bedeutung, denn ihr Bewegungsradius nimmt ab, je immobiler sie aufgrund von Alter und Erkrankung werden. Unser Ziel ist, durch die Schaffung einer ersten offenen und wochentags geöffneten Anlaufstelle Senior*innen ohne und insbesondere mit Zuwanderungsgeschichte stärker in das Leben im Gemeinwesen einzubeziehen. Dafür braucht es starke Netzwerke und Kooperationen im Stadtteil. Die Netzwerke im Sahlkamp sind gut ausgebaut, so dass es über den Einsatz zusätzlicher finanzieller Ressourcen und über Kooperationen möglich ist, die identifizierte Lücke in der sozialen Infrastruktur zu schließen. Die aktuellen sozialstrukturellen Daten zeigen, dass es eine signifikante Zunahme des Anteils der Bevölkerung mit sog. „Migrationshintergrund“ gibt, insbesondere im Bereich der Generation 60+.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht, wenn es in der Projektlaufzeit gelingt, mehr als 200 Menschen mit und insbesondere ohne Migrationshintergrund zu beraten, zu aktivieren und für - auch zielgruppenübergreifende - Angebote zu interessieren.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn verschiedene Träger und Projekte - Seniorenbüro der Ev.-luth Epiphaniasgemeinde, Verein SPATS e.V. - in dem Projekt integriert zusammenarbeiten und dadurch Synergien sowohl räumlich als auch inhaltlich erzielt werden.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn das Projekt den Bedarf von Senior*innen - insbesondere der älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte - nach Information, Kontakten, Wahrnehmung von Angeboten dauerhaft deckt.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn es gelingt, eine Gruppe Ehrenamtlicher aufzubauen, die bei niedrigschwelligen Unterstützungsbedarfen älterer Menschen - insbesondere mit Zuwanderungsgeschichte - unterhalb der Schwelle professionell erforderlicher Dienste tätig werden.
Vorhandene Strukturen
Professionelle Gemeinwesenarbeit (GWA) ist im Sahlkamp seit 1991 tätig, Quartiersmanagement (QM) seit Beginn des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" im Jahr 2010. Konkrete Ziele und Wirkungen von GWA und QM im Verbund sind die Orientierung an den geäußerten Bedürfnissen und Interessen der Bewohner*innen, Organisation von Interessen im Stadtteil, die Entwicklung bewohnergetragener Aktivitäten/Strukturen und die Erhöhung der Beteiligung. QM und GWA arbeiten mit Ressourcenorientierung, sie stabilisieren vorhandene Beziehungsgefüge, nutzen und erweitern die Ressourcen im Stadtteil, sodass neue Ideen umgesetzt werden können und das Stadtteilleben bereichern. GWA und QM arbeiten mit zielgruppenübergreifendem Ansatz und erarbeiten gemeinsam mit den Einrichtungen, Initiativen und Projekten Lösungen für spezifische Probleme im Stadtteil.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement Sahlkamp-Mitte, Gemeinwesenarbeit Sahlkamp, Kommunaler Senioren Service im Stadtbezirk 3, Stadtteiltreff Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Internationale StadtteilGärten Hannover e.V., Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide, Theater Vernissage (Janusz K. e.V.9
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Epiphanias-Gemeinde, Ev. Freikirche Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder - Einrichtungen, Projekte, Initiativen - der Koordinationsrunde Sahlkamp (Stadtteilrunde)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sanierungskommission Sahlkamp-Mitte, Stadtbezirksrat Bothfeld-Vahrenheide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sparkasse Hannover, Filiale Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
HAZ-Stadtanzeiger, NordOstBlick, Sanierungszeitung, Hallo Hannover
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Sommerbühne an der Lerchenstraße
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Martin Büker
| Funktion | Sprecher |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinschaftlicher Bau und Nutzung einer Freilichtbühne für Musiker und Künstler aus den Stadtteile Sonnenhügel, Dodesheide und Haste
Projektbeschreibung
Die Kulturinitiative „Sommerbühne an der Lerchenstraße“ möchte den Mehrgenerationen-Großspielplatz neben dem Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße um einen weiteren „Spielplatz“ erweitern: Eine Freilichtbühne wäre genau hier zwischen den Stadtteilen Sonnenhügel, Dodesheide und Haste eine tolle Möglichkeit Menschen zusammenzubringen.
Es geht hierbei nicht um Großveranstaltungen, sondern um einen Ort für hiesige Musiker, Chöre, Instrumentalklassen... Es soll dort Puppentheater, Lesungen, Improvisationstheater, Schultheater und auch gemeinschaftliches Singen stattfinden.
Der Spielplatz ist schon jetzt sehr gut besucht mit kleinen und großen Menschen aus den drei angrenzenden Stadtteilen. Viele der Besucher des Großspielplatzes stammen aus Zuwandererfamilien, die wenig Kontakt zum vielfältigen Musik- und Kulturleben Osnabrücks haben.
Bei einen Ortstermin der Initiative mit Vertretern der Osnabrücker Service Betriebe (OSB), die für die Planung und den Bau von öffentlichen Spielplätzen zuständig sind, wurde die Idee sehr begrüßt. Die OSB unterstützen das Projekt mit Matrial und Logistik. Daraus enstand die Idee den Bau selbständig zu realisieren. Hierbei versucht die Konzeption sowohl bauliche Überlegungen einzubeziehen als auch soziale Aspekte, da die Förderung des Miteinanders in den Stadtteilen neben den kulturellen Aspekten eine grundsätzliche Intention des Projektes darstellt. Die Planung, Bauleitung und die Arbeit mit Baumaschinen muss durch Garten-/Landschaftsbauer erfolgen. Der eigentliche Bau der Freilichtbühne soll aber weitgehend von den Bürgern der drei Stadtteile erfolgen. Der Einsatz von einfach zu bedienenden Transportwerkzeugen wie Sackkarre, Schiebkarre, Steinzange und Hilfskran wird dem Baumaschineneinsatz vorgezogen. Die gemeinsame Arbeit von Stadtteilbewohnern an der Bühne soll eine Identifikation mit dem Gesamtprojekt „Sommerbühne“ herstellen.
Grundsätzlich ist der Bau als mehrjähriger Prozess angelegt. Diese Bauphasen sind für das Frühjahr geplant. Im Sommer wird die Bühne genutzt und im Winter der nächste Baufortschritt geplant. Helfer melden sich verbindlich für eine Bauphase. Dieser Antrag bezieht sich nur auf den ersten Bauabschnitt mit der Erstellung der Bühnenplatte, zwei Zuschauerreihen und einer hölzernen Lärmschutzwand hinter der Bühne.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Stadtteile Sonnenhügel, Dodesheide und Haste sind aus etablierten, z.T. dörflichen Strukturen erwachsen. Die alteingesessenen Bewohner leben zumeist in Einfamilienhäusern. Soziale Strukturen werden maßgeblich von den Kirchengemeinenden, den Sportvereinen und den Straßengemeinschaften geprägt. Demgegenüber stehen die Mietskasernen in Haste mit einem hohen Anteil russischstämmiger Aussiedlerfamilen und die Bewohnern der Dodesheide-Ost. Hier wohnen sehr viele neu zugewanderte Familien. Letztere stellen auch die größte Besuchergruppe des Mehrgenerationen- Großspielplatzes. Die Kontaktaufnahme zwischen diesen Gruppen erweist sich als schwierig. Im Stadtteil Dodesheide-Ost wurde daher ein Quartierstreff eingerichtet. Hier bemühen sich Sozialrbeiter/-innen um die Verbesserung der Integration der Zugewanderten und der Teilhabechancen, insbesondere von Kindern und Jugendllichen. Gute Integrationsarbeit wird von den Sportvereinen geleistet. Die Gegensätze zwischen den Bevölkerungsgruppen sind sehr groß und sie zeigen sich in einem Nebeneinander der Alteingesessenen und den Neuankömmlinge.
Außerdem fehlt den Stadtteilen eine öffentliche Auftrittsmöglichkeit für die hiesigen Musiker, Sänger und Künstler. Insbesondere fehlt den hiesigen Schulen ein Ort, wo sich Schulklassen mit ihren Musik- und Theaterstücken präsentieren können. Der Stadtteil Sonnenhügel hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt. da hier viele junge Familien in die ehemaligen Reihenhäuser der britischen Armee gezogen sind. Die Häuser wurden gekauft und renoviert. Diese Familien haben nur zum Teil Berührungspunkte mit den Alteineingesessenen.
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück Sonnenhügel-Dodesheide-Haste
Beschreibung
Osnabrück Stadtteile Sonnenhügel, Dodesheide und Haste
Einwohnerzahl
25000
Quelle / Anmerkungen
Bevölkerung nach Stadtteilen Stand: 31.12.2013 Quelle: Einwohnermelderegister (Hauptwohnsitze)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist von Bürgern der Stadtteile selbst ins Leben gerufen worden. Die Arbeit an der Bühne soll nicht an Firmen vergeben werden, sondern die Beteiligung möglichst viele Gruppen steht im Vordergrund. Mit dem Bau der Bühne wird ein Baustein einer kulturellen Infrastruktur geschaffen, der von vielen verschiedenen Gruppen der Stadtteile genutzt werden kann.
Hier werden auch zielgruppenübergreifende Verbindungen geschaffen. Neubürger aus Dodesheide-Ost arbeiten mit Alteingesessenen gemeinsam. Die Nachbarschaft entwickelt sich von einem Nebeneinander zu einem Miteinander.
Qualitätskriterien
Beschreibung
es gelingt, die Bühne unter Beteilgung von Bürgern aus dem Stadtteil selbständig zu planen und zu bauen.
Kriterium
Beschreibung
es gelingt, dass Musiker, Sänger, darstellende Künstler...aus den Stadtteilen miteinender an der Bühne arbeiten und diese als Auftrittsmöglichkeit nutzen.
Kriterium
Beschreibung
die Bühne als Auftrittsmöglichkeit von den hiesigen Schulen für Schulchöre, Bläserklassen, Vorspiel genutzt wird.
Kriterium
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Eltern-Kind-Treff im Quartier Northeimer Innenstadt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jutta List-Ivankovic
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Es braucht die Northeimer Gemeinschaft, um Kinder großzuziehen und die Zukunft zu gestalten!
Projektbeschreibung
Es braucht ein ganzes Dorf – die Gemeinschaft, um ein Kind großzuziehen (Afrikanisches Sprichwort).
Die Verantwortung für das Aufwachsen der Kinder sollte nicht nur auf den Schultern von ein oder zwei Menschen lasten, sondern von der Gemeinschaft mitgetragen werden. Kinder wachsen in einem sozialen Gefüge auf und brauchen vielfältige Ansprechpartner. Der Alltag sieht oft anders aus: Eltern sind mit ihren Kindern isoliert und auf sich gestellt mit allen Themen, Fragen und Problemen. Kinder erleben wenig oder selten ihre Großeltern, weil sie in anderen Städten wohnen. Auf der anderen Seite sind ältere Menschen häufig allein und haben kaum soziale Kontakte oder Familienanschluss. Und auch Menschen mit Migrationshintergrund sind oft nicht in die Stadtgemeinschaft integriert und können sich kaum aktiv einbringen - weder die Erwachsenen, noch die Kinder.
Hier setzt das Projekt „Eltern-Kind-Treff im Quartier Northeimer Innenstadt“ an: Es wird ein niedrigschwelliges Angebot, ein leicht zu findender, offener Treffpunkt in der Innenstadt aufgebaut, in dem alle Bewohner*innen willkommen sind. Hier werden aktiv Beziehungen aufgebaut und es wird bei Bedarf Hilfestellung gegeben bei den Herausforderungen des Familienmanagements und des Lebens bzw. Zusammenlebens. Der Eltern-Kind-Treff soll wie früher in Orten die Dorflinde als Treffpunkt genutzt werden, um Veranstaltungen anzubieten, sich zu treffen, zu feiern und zu beraten.
Mit dem Vorhaben soll über die Schaffung eines einladenden Treffpunktes hinaus die Gemeinschaft dahingehend gestärkt werden, dass die Angebote für Kinder, Eltern, Großeltern und Wahlverwandtschaft koordiniert und ressortübergreifend zusammengetragen werden. Dafür werden in einer Zukunftswerkstatt mit Teilnehmern aus Verwaltung, Politik und der Bevölkerung Ziele entwickelt und Maßnahmen zur Realisierung erarbeitet.
Außerdem wird mit Northeimer Kindern aktiv gearbeitet. Es werden Methoden zur Beteiligung erarbeitet und eingesetzt (z.B. Zukunftswerkstatt, ein Experiment: „Die Stadt mit den Augen der Kinder sehen!“, Kinder-Bürgermeister*in, Befragung oder Wettbewerb: „Was kann in Northeim besser gemacht werden?“).
Das Motto des „Eltern-Kind-Treffs im Quartier Northeimer Innenstadt“ ist: Es braucht die Northeimer Gemeinschaft, um Kinder großzuziehen und die Zukunft zu gestalten!
Wir wollen die Stadtgemeinschaft für mehr Beteiligung an der gemeinsamen Gestaltung eines familienfreundlichen Quartiers für alle Generationen und Kulturen gewinnen!
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Northeim liegt im strukturschwachen, ländlich geprägten, gleichnamigen Landkreis. Die Einwohnerzahlen sinken stetig durch die negative natürliche Bevölkerungsentwicklung und dem Wegzug Jüngerer. Einzig wachsende Altersgruppe ist die ab 65 Jahren, alle anderen Altersgruppen nehmen ab. Es besteht ein leichter Frauenüberschuss, überwiegend in den höheren Altersgruppen. Die deutsche Bevölkerung hat deutlich abgenommen. Der wesentliche Grund für die relativ konstante Bevölkerungszahl im Projektgebiet ist der angestiegene Zuzug von Migranten, der eine stabilisierende Wirkung auf die Einwohnerzahl hat.
Die Innenstadt ist das funktionale Zentrum von Northeim und der Region. Northeim leidet jedoch unter Attraktivitätsverlust, Modernisierungsstau und Leerständen. Die Gestaltung vieler Straßen entsprechen nicht heutigen Anforderungen an ein attraktives Umfeld zum Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Verweilen und Freizeit verbringen. Hinzu kommt ein erhöhtes Konfliktpotenzial durch fehlende integrative Maßnahmen im Zusammenhang mit Flucht und Migration. Dies zeigt sich anschaulich auf dem Markplatz: Hier versammeln sich Geflüchtete, die den zentralen Platz als Treffpunkt nutzen, was viele Anwohner und Gewerbetreibende verunsichert, stört oder sogar verärgert. Ohne existenzsichernde Integration dieser Gruppen drohen jedoch Segregationstendenzen.
In Northeim müssen die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien attraktiver werden, um den Wegzug von Jüngeren zu verhindern bzw. deren Zuzug zu fördern. Außerdem müssen die Angebote für ältere Menschen für mehr Lebensqualität sorgen und schließlich die Menschen mit Migrationshintergrund integriert werden. Die Gemeinschaft muss gestärkt werden!
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim Innenstadt
Beschreibung
Das Projekt bezieht sich auf das Gebiet "Innenstadt Northeim". Das Gebiet Innenstadt ist durch die Stadtmauer und Wallanlagen räumlich abgegrenzt. Bis auf den Abbruch des Klosters zu Beginn der 70er Jahre und die Errichtung des City-Centers ist die Stadtstruktur der Altstadt weitgehend erhalten geblieben. Die Blütezeit des Mittelalters hat den Stadtgrundriss bis heute geprägt. Auf den Bildern (siehe angehängte Dateien) ist der begrünte Ring um die Innenstadt sichtbar. In der Innenstadt leben 18800 Einwohner (in der Stadt Northeim sind es insgesamt 29000).
Die Altstadt als Teil der Kernstadt von Northeim ist der funktionale Mittelpunkt der Stadt. Hier konzentrieren sich Einzelhandel, private und (teilweise) öffentliche Dienstleistungen, kulturelle, bildungs- und freizeitbezogene Angebote, ambulante medizinische Dienstleistungen und unterschiedliche Wohnformen. Die Altstadt ist der zentrale Versorgungsbereich und bedient neben der Stadt die Region um Northeim. Gleichzeitig sind jedoch in der Altstadt auch zahlreiche städtebauliche, bauliche und funktionale Defizite vorhanden, die trotz des zurückliegenden Stadterneuerungsprozesses bislang nicht beseitigt werden konnten.
Northeim muss sich mit der zunehmenden Dynamik der Einzelhandelsentwicklung, mit den sich ändernden Anforderungen an das Wohnen und mit neuen Ansprüchen an das Stadterlebnis auseinandersetzen. So sind die kleinteiligen Strukturen der Altstadt nur bedingt für die großflächigen Bedarfe des Einzelhandels geeignet; durch Verlagerung an zentrumsperiphere Standorte gehen Magnetwirkung und Wechselwirkungen mit den kleinflächigen Geschäften und Läden verloren, es folgen niedrigschwellige Verkaufsangebote und Leerstand. Der damit verbundene Verlust an Rentabilität führt zu Modernisierungsstau, die Nachfrage lässt nach, es droht die Verödung von Straßenzügen und Quartieren. Das hat Auswirkungen auf die Wohnqualität und das Wohnumfeld; mittelfristig verliert das Wohnungsangebot an Qualität. Hinzu kommt, dass Stadterleben nicht mehr nur auf Einkaufen, historische Gebäude und Stadtbild reduziert wird, sondern die Stadt als „Gesamtevent“ vermarktet werden muss. Folge ist ein nur schwer zu durchbrechender Kreislauf, der bei Erreichen struktureller und mehrere Bereiche der (inner) städtischen Entwicklung umfassende Defizite von der Stadt nicht mehr allein bewältigt werden kann. Meist bedarf es dazu instrumenteller und finanzieller Impulse, um einen bereits begonnenen Abwärtstrend aufzuhalten und mittels neuer Ideen das „Gesamterlebnis" Stadt an die Vorstellungen und Bedarfe der Bewohner und Besucher anzupassen. Die Stadt Northeim steht vor dieser Aufgabe. Trotz guter Voraussetzungen nehmen u.a. Attraktivitätsverlust, Modernisierungsstau und Leerstände zu. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um die Attraktivität der Stadt zu verbessern!
Einwohnerzahl
18800
Quelle / Anmerkungen
Stand Herbst 2017
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 6
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Gilt für alle Merkmale: Es liegen keine gesonderten Daten für die Innenstadt von Northeim vor (nach telefonischer Auskunft beim Bundesamt für Statistik und beim Landesamt für Statistik).
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 6
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 6
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 8
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 34
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 9
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 7
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Nach Auskunft der Migrationsstelle leben die meisten ausländischen Bewohner*innen in der Innenstadt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Bewohner*innen stehen im Zentrum und werden von Anfang an in den Aufbau des Eltern-Kind-Treffs einbezogen: In der aktivierenden Befragung werden Meinungen, Interessen und Bedarfe direkt erfasst. Das Angebot wird entsprechend entwickelt bzw. angepasst. In der Zukunftswerkstatt werden Bewohner*innen aktiv einbezogen in die Entwicklung und Realisierung von Zukunftsvisionen.
Dienstleistungen und Aktivierung der Selbstorganisation: Zum einen werden Dienstleistungen für Besucher*innen bereitgestellt (Beratung, Vermittlung, Unterstützung, Rückzugsmöglichkeit sowie Treffpunkt und Kontaktmöglichkeit). Zum anderen werden Bewohner*innen ermutigt, eigenständig Lösungen zu finden, sich in der Stadt zu vernetzen und eine starke Gemeinschaft zu bilden.
Zusammenleben gestalten – Nachbarschaft fördern: Das Zusammenleben wird durch Feste und Aktionen aktiv gestaltet und ein gutes nachbarschaftliches Miteinander gefördert. Dies verbessert die Qualität des sozialen und kulturellen Lebens. Das Gebiet der Innenstadt soll belebt und bereichert werden durch die Menschen, die hier leben, einkaufen und ihre Freizeit verbringen. Dabei sind auf das Gemeinwesen bezogene Interessen zentral.
Ressortübergreifendes Denken und Handeln: Um die Gestaltung der Innenstadt und die Bereitstellung von Angeboten nachhaltig zu sichern, wird ressortübergreifend gedacht und gehandelt. Akteure aus den Bereichen Verwaltung, Soziales, Bildung und Kultur werden, z.B. in der Zukunftswerkstatt, in die Arbeit einbezogen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Interessen und Bedürfnisse der Bewohner*innen in der aktivierenden Befragung deutlich werden und Lösungen sowie Handlungen darauf aufbauend umgesetzt werden. Wenn Bewohner*innen an der Zukunftswerkstatt teilnehmen. Wenn eine Radiosendung entsteht
Kriterium
Beschreibung
Die Kommunikation dahingehend angeregt wurde, dass ein Problem gemeinsam von Bewohner*innen definiert wird, Lösungen entwickelt und umgesetzt werden (z.B. zum Thema Nutzung des Marktplatzes).
Kriterium
Beschreibung
Eine systematische Sammlung (Auflistung, Zusammenfassung) zu bestehenden Angeboten und Einrichtungen erarbeitet wurde. Wenn im Sozialadressbuch unsere und bereits bestehende Angebote erfasst und aktualisiert sind.
Kriterium
Beschreibung
In der Zukunftswerkstatt Handlungsbedarfe ermittelt, Zukunftsvisionen entwickelt und Realisierungsmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt werden. Wenn in gemeinsamen Aktionen (z.B. Pflanzaktion) Menschen verschiedenen Alters zusammen arbeiten für Ihre Stadt!
Beschreibung
Sich in der Zukunftswerkstatt Vertreter*innen aus verschiedenen Bereichen beteiligen und einbringen (Stadt, Verwaltung, Politik, Kultur, Bildung, Gesundheit).
Beschreibung
Die Zusammenarbeit mit Verwaltung, sozialen, kulturellen Einrichtungen und Bildungsinstitutuonen gelingt d.h. Treffen stattfinden zu denen alle kommen und gemeinsam etwas erarbeiten.
Kriterium
Beschreibung
Gemeinsame Aktionen finden statt (Weihnachtsbasar, Flohmarkt), Feste werden besucht & gefeiert (Nachbarschaftsfest, Kürbisfest), Kochkurs realisiert, Mehrgenerationenfrühstück und Promi-Frühstück finden statt, Vorträge werden gehalten, Musik vorgeführt.
Beschreibung
Stadt und Landkreis sind in die Entwicklung einbezogen und Vertreter*innen bringen sich aktiv ein (Zukunftswerkstatt, Runder Tisch, Teilnahme an Aktionen und Festen)
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Theater der Nacht, Kino "Neue Schauburg", Jugend- und Kulturzentrum "Alte Brauerei"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Werkstattschule mit Cafe Dialog, AWO, Ehrenamtsagentur der AWO, Paritätischer, DRK, Senioren heute, Caritas, Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verschiedene Kirchengemeinden (Sixties, St.Marien)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lokale Presse (HNA, Hallo), Stadtradio Göttingen, live-Magazin
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Nationen - Neumündener Begegnungszentrum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manfred Fraatz
| Funktion | Leiter Fachbereich Soziales |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vielfalt in Neumünden leben
Projektbeschreibung
Im Stadtteil Neumünden (Stadt Hann. Münden) wird ein Prozess des friedlichen Zusammenlebens unter multiethnischen Anwohnern entwickelt. Das soll mit interaktiver Entwicklung von Angeboten für und mit Anwohnern erreicht werden. Für diese Vielfalt in Neumünden wird ein Begegnungszentrum mit einem Projektkümmerer errichtet. Der Landkreis Göttingen als Eigentümer hat bereits erste bauliche Voraussetzungen für das ehemalige Vereinskrankenhaus, in dem das Begegnungszentrum entsteht, geschaffen. Mit dem beantragten Projekt "Vielfalt in Neumünden leben" soll das Begegnungszentrum sowie der angeschlossene Inklusionsbetrieb Bistro nun mit Leben gefüllt werden. Damit wird die soziale Struktur in Neumünden verbessert und Defizite im Gemeinwesen behoben. Ein qualifizierter Kümmerer/Gastgeber soll sich v.a. um Organisation, Planung, Administration, Öffentlichkeits- & Netzwerkarbeit sowie die Unterstützung von selbstorganisierten Aktivitäten kümmern.
Im Begegnungszentrum sollen für generations- und kulturübergreifende Zielgruppen mit variierenden Problemlagen passende Hilfsformen und Angebotsstrukturen entwickelt und installiert werden, welche im Sozialraum bisher nicht vorhanden bzw. defizitär sind.
Darauf sind auch die drei Hauptziele des Projekts ausgerichtet.
1. Es sollen religionsübergreifende und interkulturelle Begegnungsformate, z.B. Stadtteilfeste, Sport-, Kultur oder Kunstangebote entwickelt und umgesetzt werden.
2.Das Begegnungszentrum soll als ein Ort für selbstorganisierte Aktivitäten der Bevölkerung dienen. Zu diesem Zweck wird ein offener Treff eingerichtet und Menschen mit/ohne Migrationshintergrund werden bei der Begegnungsarbeit unterstützt. Es wird angebahnt, den Treffpunkt-Ansatz durch örtliche Initiativen selbsttragend fortzuführen.
3.Die Zentrierung und Vernetzung der Beratungs- und Unterstützungsangebote für verschiedene im Stadtteil lebende Zielgruppen soll einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung leisten.
Die Belebung des Begegnungszentrums wird im Rahmen dieser Zielsetzung innerhalb von 1,5 Jahren stattfinden. Das Bistro wird bis August 2018 fertiggestellt sein. Durch das Projekt sollen die Bürger in die Detailplanungen des Bistroangebots, der weiteren Räume im Begegnungszentrum sowie der Spielflächen im Außenbereich einbezogen werden, deren Fertigstellung bis Ende 2018 geplant ist. Ein partizipativer Projektbeirat wird die konzeptionelle und operationelle Arbeit während der Projektlaufzeit begleiten.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Hann. Münden (HMÜ) liegt im südlichen Bereich von Nds, unmittelbar an der Grenze zu Hessen, zwischen den beiden Oberzentren Göttingen und Kassel. Obwohl die Lage eine gute Verkehrsanbindung bietet, ist die soziale Infrastruktur in HMÜ unzureichend. Dies zeigt sich bspw. an der Abwanderung der jungen Generation in die umliegenden größeren Städte.
Neben einer hohen Jugendarbeitslosigkeit ist auch der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund (MHG) mit 17,4% und im Innenstadtbereich mit mehr als 35% überdurchschnittlich hoch. Im Stadtteil Neumünden liegt der Anteil von Personen mit MHG mit 20% der Gesamtbevölkerung deutlich über dem Landes- und Kreisdurchschnitt. Außerdem wurde in den letzten drei Jahren eine Vielzahl von Flüchtlingen in HMÜ und Umgebung untergebracht. Insbesondere in Neumünden ist die Kommunikation zwischen den minderjährigen unbegleiteten Ausländern und den Jugendlichen ohne MHG besonders von Missverständnissen und Problemen geprägt, die durch Vorurteile und Ängste entstehen.
Überproportional viele Bürger sind auf staatliche Hilfsleistungen bzw. die Grundsicherung nach dem SGB II angewiesen. Dies zeigt, dass in Neumünden besonders viele sozial schwache Familien mit und ohne MHG leben. Dadurch resultiert der Ruf als Arme-Leute Stadtteil.
Insgesamt kann kaum von einer gewachsenen Gemeinschaft gesprochen werden. So wurde ermittelt, dass sich bei Begegnungen speziell in den Bildungseinrichtungen, auf öffentlichen Plätzen, bei der karitativen Organisation sowie im nachbarschaftlichen Zusammenleben latente und offene Spannungen, Verständigungsschwierigkeiten und interkulturelle Konflikte im Umgang ergeben.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hann. Münden Neumünden
Beschreibung
Neumünden ist ein Stadtteil von Hann. Münden, ohne kommunalrechtlich als solcher verfasst zu sein. Neumünden zählt zu den mittelgroßen Stadtteilen der Stadt Hann. Münden.
Aufgrund der Lage Neumündens südlich von Altmünden am westlichen Ufer der Fulda und durch diese vom historischen Stadtkern getrennt stellt sich dieser Stadtbereich als geographisch gut abzugrenzendes Quartier dar. Es befindet sich auf einem Streifen zwischen der Fulda und dem unbewohnten Osthang des Reinhardswaldes. Hauptstraße ist die Wilhelmshäuser Straße, die als Abschnitt der B 3 durch den Stadtteil führt. In der Fuldaaue finden sich zahlreiche Kleingärten und einige Vereine. Als Verbindung zur Kernstadt und den östlich gelegenen Stadtteilen dient die Pionierbrücke.
Die Bebauung von Neumünden ist geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser der 1920er bis 1950er Jahre. Während sich am Hang des Reinhardswaldes hauptsächlich eine Einfamilienhausbebauung findet, herrscht an der Wilhelmshäuser Straße als Hauptstraße eine teils gründerzeitliche Baustruktur mit Mehrfamilienhäusern vor.
Einwohnerzahl
2541
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnermeldeamt - Bei Menschen mit einem ausländischen Pass
Quelle: Schätzung des Integrationsbüros nach empirischen Untersuchungen zur Fortschreibung des Integrationskonzepts - Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund wird ca. 20% geschätzt
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben des Fachbereich Soziales (Landkreis Göttingen)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung des Integrationsbüros nach Angaben diverser offizieller Stellen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten von der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt entspricht dem speziellen Ansatz der Gemeinwesenarbeit, da es sich an alle Bewohner Neumündens richtet. Die verschiedenen Begegnungs- und Unterstützungsangebote, die im Rahmen des Projekts offeriert werden, orientieren sich ganzheitlich an den ermittelten Bedarfen der Bevölkerung. Ziel ist, das HdN durch die Schaffung eines Ortes der Begegnung zu beleben, aber auch die Verbesserung der Qualität der Beziehungen unter Migranten und der hiesigen Bevölkerung. Kultursensible Angebote spielen hierbei eine zentrale Rolle. Bei der Erfüllung dieser Ziele ist die Einbeziehung der Betroffenen zentral, wie das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ verdeutlicht. Im Begegnungszentrum soll der „Kümmerer/Gastgeber“ als Anlauf- und Vernetzungsstelle dienen. Der Stadtteil bzw. das Haus der Nationen wird mit Hilfe des Begegnungszentrum bzw. des „Kümmerers“ aufgewertet. Somit ist eine wohnortnahe Bearbeitung individueller u. struktureller Probleme/Phänomene in sozialräumlicher Perspektive möglich. Das Begegnungszentrum leistet auch Hilfestellungen für Selbstorganisationen und Vereinsgründungen. Da Vereinen im Begegnungszentrum direkt Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden können, vereinfacht dies den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. Die Ansätze des Begegnungszentrums verstehen sich im Sinne der Gemeinwesenarbeit sowohl als Bildungsarbeit, als auch sozial- bzw. lokal ausgerichtet. Dies zeigt sich deutlich durch niedrigschwellige Möglichkeiten, die geboten werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
das Begegnungszentrum u. gute persönliche Erfahrungen (Umsetzung von Beteiligung) stärken Nachbarschaft und Zusammenhalt in Neumünden
Beschreibung
50 % der Bewohner/innen in Neumünden sind informiert und wurden und werden aktiv beteiligt (quantitative Messung u. qualitative Beurteilung im Rahmen der Fortschreibung des Integrationskonzeptes)
Kriterium
Beschreibung
Multiethnische Bewohner/innen im Stadtteil nutzen die Einrichtung zu selbst gewählten Themen; ehrenamtliche Aktivitäten werden periodisch erfasst und gefördert.
Kriterium
Beschreibung
Stärken-Schwächen-Analyse wird bei der Weiterentwicklung der Arbeit eingesetzt. (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität)
Kriterium
Beschreibung
aus einem ziel- u. ressortübergreifenden Denken werden Netzwerke und Kooperationen abgeleitet bzw. für das Begegnungszentrum genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Kreis- und Stadtpolitik u. Verwaltung sind in den Entwicklungsprozess des Begegnungszentrums einbezogen und unterstützen eine überkommunale Gesamtstrategie
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro, Fachbereich Jugend, Gleichstellungsstelle, Partnerschaft für Demokratie, Jobcenter ,Ausländerbehörde, Gesundheitsamt, Fachbereich Soziales,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Arbeit und Berufsförderung Südniedersachsen (GAB), AWO Kreisverband Göttingen, Deutsches Rotes Kreuz, Jugendhilfe Südniedersachsen (JSN), Jugendhilfemünden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Moscheeverein Hann. Münden, Kneippverein, Ein.münden, Geschwister-Scholl-Haus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Bildung, Grund- und weiterführende Schulen aus Hann. Münden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Moscheeverein, Kirchenkreis Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationslotsen, Ehrenamtliche Bürgerinitivative Ein.münden
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
INGE- Integrativer Gesundheitstreff
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ann-Kathrin Büdenbender
| Funktion | Gemeinwesenarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Für mehr Gesundheit, Bewegung und Wohnbefinden im Stadtteil.
Projektbeschreibung
Im vergangenem Jahr wurde der Antrag bei der Förderung "Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement" zur Einrichtung eines integrativen Gesundheitstreffs im Stadtteil bewilligt. Die Arbeit begann im August 2017 und läuft bis zum 31.12.2018. Ziel war/ist es, das Thema Gesundheit sichtbar zu machen und dauerhaft im Stadtteil zu verankern sowie Sport und Gesundheit als Mittel der Integration zu nutzen. Es wurde eine Koordinationsstelle geschaffen, welche die Entwicklung von Gesundheitskompetenz und Integration im Stadtteil unterstützt. Einige Ziele konnten noch nicht erreicht werden. Das Vorhaben scheint zu groß für den derzeitigen Projektzeitraum. Aus diesem Grund stellen wir erneut einen Antrag sowie, um die zum Teil erreichten Ziele zu verstetigen. Dazu gehört die Verstetigung des Netzwerkes sowie die nachhaltige Schaffung von Zugängen zu Informationen und Beratungsangeboten. Eine Fortführung des Projekts mit fokussierten Zielen ist wichtig, um die bereits geleistete Arbeit nachhaltig zu sichern und begonnene Kooperationen und aussichtsreiche Vorhaben nicht zu verlieren. So konnte bspw. das ansässige Familienzentrum sowie die Stadt Hildesheim dafür gewonnen werden, einen Antrag für den Investitionspakt Soziale Integration einzureichen, der es ermöglicht, in einer etablierten Einrichtung einen großen, barrierefreien Bewegungsraum zu integrieren. Des Weiteren wurden wichtige Kontakte zu regionalen Sportvereinen, zum Gesundheitsamt und weiteren Einrichtungen aufgenommen, diese nach Beendigung des Projektes zu verlieren wäre fatal für die Entwicklung im Stadtteil. Um einen Beitrag zur Integration zu leisten wurden verschiedene migrantische Gruppen und Einrichtungen aufgesucht und beraten/informiert sowie gemeinsame Projekte umgesetzt. Darüber hinaus leistet die bisherige Arbeit einen wichtigen Teil zur Gemeinwesenarbeit im Stadtteil, die durch ein breites Themenspektrum unterstütztwird, jedoch auf Kontinuität bei der Aktivierung von Bewohner*innen angewiesen ist. Durch den Einsatz der Koordinierungsstelle INGE Integrativer Gesundheitstreff, sollen Angebote in den Stadtteil geholt werden, neue Orte für Bewegung und Gesundheit geschaffen werden und das Netzwerk zu Gesundheit aktiviert bleiben.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Hildesheimer Nordstadt ist ein bunter und vielfältiger Stadtteil mit rund 11000 Einwohner*innen, in dem alle sozialen Schichten und Milieus vertreten sind. Hier ist eine Vielzahl verschiedener religiöser bzw. Werte-Gemeinschaften ansässig. Zugleich sind hier mehr Transferleistungen zu finden sowie zunehmend mehr Menschen mit Behinderungen. Der Anteil an Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist hier höher als in anderen Stadtteilen, es gibt viele Einpersonen-Haushalte und günstige Wohnungen, worin ein möglicher Grund für die zunehmende Anonymisierung und Fluktuation liegen könnte. Hier befindet sich die städtische Unterkunft für Flüchtlinge sowie die meisten der dezentral angemieteten Wohnungen für Geflüchtete. Um die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen im Quartier noch stärker zusammenzubringen und die Potenziale der Bewohner*innen zu aktivieren, wurde im Jahr 2012 von der Stadt Hildesheim und der Lebenshilfe Hildesheim das Projekt "Gemeinwesenprojekt Nordstadt.Mehr.Wert" initiiert. Mit Kooperationspartnern und Akteuren aus dem Quartier wurden viele Projekte und Aktivitäten durchgeführt. Dadurch konnten Themen, wie Kindheit und Jugend, der Sozialraum und Kultur*en, bearbeitet. Gesundheit wird seit 2013 in der Nordstadt im Rahmen einer Kooperation zwischen der Gemeinweseninitiative Nordstadt.Mehr.Wert und der Hochschule Hildesheim/Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit bearbeitet. Darauf aufbauend wurde beispielsweise ein Aktionsplan "Gesundheit" erarbeitet (2013) sowie ein Gesundheitswegweiser (2015) und zuletzt ein Leitbild Gesundheit im Rahmen des Aktionsplans Nordstadt 2022 (2016). Alles in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Gesundheit.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Nordstadt
Beschreibung
Das Projektgebiet begrenzt sich auf den Hildesheimer Stadtteil Nordstadt. Die Hildesheimer Nordstadt liegt am nördlichen Stadtrand der Stadt Hildesheim. Das Gebiet Nordstadt wird begrenzt durch die Eisenbahn im Süden (ergänzt um den Langen Garten, die Stadtwerke und den Pferdeanger), dem Fluss die Innerste im Westen (ergänzt um Teile des Mastbergs), die Gemeindegrenze zu Giesen und Harsum im Norden und einer gedachten Linie um den Flugplatz herum und entlang der B6 sowie des Kennedydamms im Osten.
Einwohnerzahl
10996
Quelle / Anmerkungen
Stand 12/2017, Stadt Hildesheim
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Ein Teil der Nordstadt, genauer die nördliche Nordstadt ist seit Januar 2017 im Programm der Sozialen Stadt. Die Begründung, dennoch einen Antrag im Förderprogramm "Gemeinwesen und Quartiersentwicklung" zu stellen liegt an der thematischen Besonderheit. Wir möchten Gemeinwesenarbeit mit Gesundheit, Sport und Integration verbinden und eine räumliche wie personelle Ressource schaffen, dies umzusetzen. Die Menschen in der Nordstadt sind sehr vielfältig, ein hoher Anteil davon sind Kinder und Jugendliche, bezieht Transferleistungen, hat Migrationshintergrund oder Fluchterfahrung. All diese besonderen Merkmale führen zu Konflikten und einem besonders hohen Handlungsbedarf in der Nordstadt. Durch eine starke Gemeinwesenarbeit ist es bereits in den vergangen Jahren gelungen, einige Ziele zu erreichen und durch die Programme CTC - Communities that Care und "Soziale Stadt" kann dies nun in einem bestimmten Bereich, der nördlichen Nordstadt, weitergeführt werden. Durch den vielfältigen Handlungsbedarf ist dies aber nicht ausreichend, auch weil der Anteil der Gemeinwesenarbeit sich durch die neuen Aufgaben andernfalls reduziert. Nach gut einem Jahr im Programm "Soziale Stadt" kann noch deutlicher betont werden, dass die klassische Gemeinwesenarbeit anteilig abnimmt und eindeutig weitere Programme eingesetzt werden müssen, die sich spezifischen Themen widmen, welche die Soziale Stadt nicht leisten kann und auch Themen flexibler aufgreifen kann, die im gesamten Stadtteil, und eben nicht nur in der "nördlichen Nordstadt" aktiv werden wie beispielsweise der Aufbau eines Stadtteilvereins. Mit der beantragten Förderung soll nach wie vor die vorhandene Gemeinwesenarbeit unterstützt aber vor allem ausgebaut und auf mehr Themen und Gebiete ausgebreitet werden.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kinder bis 15 Jahre, 2017, Stadt Hildesheim
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
15 bis 15 Jährige, Stadt Hildesheim, 2017
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ab 65 Jahre, Stadt Hildesheim, 2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, 2014
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, 2017
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, 2017
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
2013_stadtkarte_m15000.pdf
(665.27 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der integrative Gesundheitstreff setzt an der vorhandenen, aber durch Aufgabenverlagerung reduzierten Gemeinwesenarbeit an und möchte Menschen in ihrer Lebensumwelt fördern. Durch gezielte Angebote und aktivierende Maßnahmen im Stadtteil kann die Lebensqualität im direkten Umfeld der Bewohnenden verbessert werden. Der Fokus liegt auf den Bedürfnissen und Wünschen der Wohnbevölkerung. Zentral sind hier die bereits erfolgten und noch auszuweitenden Bedarfsanalysen und (aktivierenden) Befragungen. Vor allem im Bereich Gesundheit ist Empowerment ein zentrales Ziel, also die Befähigung der Menschen sich selbst zu bilden und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Gefördert werden dabei die Selbsthilfekräfte und Eigeninitiative mit einer ressourcenorientierten Perspektive, die die Potentiale der Menschen in der Nordstadt aber auch des Stadtteils selbst forciert. Der integrative Gesundheitstreff soll alle Bewohner*innen in der Nordstadt erreichen und zu einem besseren Verständnis unter den Generationen und Kulturen beitragen, mit Hilfe von zielgruppenübergreifenden Angeboten. Darüber hinaus werden ein bereichsübergreifender Ansatz sowie Kooperation und Koordination die zentralen Aufgaben im Gesundheitstreff sein. Es gilt die Potentiale und Kompetenzen der Expert*innen im Stadtteil zu nutzen und Anknüpfungspunkte zu finden, um Interventionen bezogen auf Einzelfälle, Gruppen und Aktionen zu planen und gemeinsame Projekte zu entwickeln und durchzuführen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht wenn es mehr Räume für Gesundheit und Bewegung gibt und wenn sich INGE als eine Anlaufstelle zu Gesundheitsthemen etabliert hat
Kriterium
Beschreibung
mehr Kooperationspartner*innen Angebote in der Nordstadt vorhalten und sie bei der Entwicklung des Stadtteils positiv mitwirken
Kriterium
Beschreibung
Erreicht wenn die Angebote verschiedene Zielgruppen erreichen, ihnen Raum zum "unter sich sein" bieten aber auch Kommunikation und Kontakt über die Generationen/ Kulturen/Hintergründe hinweg ermöglichen
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
MiMi- Mit Migranten Für Migranten, Interkulturelles Gesundheitsprojekt, Landkreis Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim, Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Herman-Nohl-Schule, Ausbildungsgang Heilerziehungspflege
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Reha-Akademie Ausbildungsgang Heilerzeihungspflege
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsleitstelle Stadt Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stabsstelle für Migration und Integration, Landkreis Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Maluki, Stadt Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther-Kirchengemeinde Hildesheim, Nordstadt und Drispenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Hildesheim e.V., Programme Rucksack und Griffbereit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialdienst katholischer Frauen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Johanniter, Flüchtlingshilfe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie Himmelsthür, medizinische Leitung, Beratungs- und Begegnungsstätte "Treffer"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Hildesheim, Stadtteilmütter
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Begegnung Bad Lauterberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Raum und Räume für eine nachhaltige Gemeinwesenarbeit schaffen
Projektbeschreibung
Trotz provisorischer räumlicher Situation wurde begonnen die Strukturen der Gemeinwesenarbeit in der Kommune Bad Lauterberg auf- und auszubauen. In den wenigen Monaten seit Projektbeginn wurde das Netzwerk gestärkt, es wurden wie geplant auch vermehrt Alteingesessene erreicht und das Personal fortlaufend weiterentwickelt und im Themenfeld qualifiziert. Das Ursprungsproblem und Ausgangspunkt für das Projekt war, dass adäquate Räumlichkeiten für ein Haus der Begegnung fehlen. Nach intensiver aber erfolgloser Suche nach passenden Räumlichkeiten mit der Unterstützung der Stadt stellte sich das Problem größer als gedacht dar.
Übergangsweise gibt es einen Raum im Rathaus als Anlaufstelle für das GWA-Projekt. Dies erwies sich einerseits als sinnvoll, da durch die räumliche Nähe zu Mitarbeitenden der (Arbeits-)Verwaltung ein besseres Verständnis für die gegenseitige Arbeit entstand und Synergien genutzt werden konnten. Andererseits kann dies wirklich nur eine Übergangslösung sein, da der Raum auch anderweitig durch die Verwaltung genutzt wird und so nie wirklich Teil des Projekts geworden ist und bspw. nicht von Bewohner*innen gestaltet werden konnte. Da sich mittlerweile rausstellte, dass die eigentlich gemeinsam mit der Kommune anvisierten Räumlichkeiten bis auf weiteres nicht freigegeben werden aufgrund baulicher Mängel bzw. zu hohe Umbaukosten erfordern würden, die im Rahmen der Förderung nicht leistbar sind, hält dieses Provisorium schon länger als geplant an.
Damit das Haus der Begegnung trotzdem Gestalt annehmen kann, soll nun ein sinnbildliches Haus geschaffen werden. In dem, verglichen mit einem Stadtteil, verhältnismäßig großen Sozialraum Bad Lauterberg gibt es zwar ein Zentrum, in das es alle zieht, aber die Menschen möchten oder müssen auch etwas in unmittelbarer Umgebung machen. Entweder aufgrund fehlendes ÖPNV oder körperlicher Mobilität oder aus Bezug zum eigenen Dorf und der direkten Nachbarschaft. Daher sollen bereits vorhandene Räume in Kitas, Schulen, Senior*inneneneinrichtungen, Gemeindesälen u.Ä. genutzt werden, um Veranstaltungen zu realisieren wie bspw. die im Rahmen der aktivierenden Befragung gewünschten Spielenachmittage, Eltern-Kind- und Begegnungscafés.
Das langfristige Ziel ist nach wie vor eine aktive Gemeinwesenarbeit, die die Einwohner*innen begleitet, unterstützt und präventiv bezüglich sozialen Konflikten, Vernachlässigung und Radikalisierung wirkt. Dafür braucht es Raum und Räume, wenn auch nicht zwingend in einem Haus.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Durch die anfänglich rein ehrenamtliche und mittlerweile teilweise auch hauptamtliche Arbeit im Stadthaus wurde gezeigt, das diese Anlaufstelle eine wichtige Funktion füllt. Von Verwaltung, Jugendamt, Polizei und anderen wurde den Mitarbeitenden wiederholt mitgeteilt, dass sie dankbar sind für die Unterstützung und dass dadurch viele potentielle Konflikte entschärft werden konnten bzw. sich gar nicht erst soweit entwickelten. Allen ist auch daran gelegen, dass die Arbeit aufrecht erhalten wird. Doch aufgrund der finanziellen Lage der Kommune kann die Gemeinwesenarbeit nicht mit den notwendigen Räumen ausgestattet werden. Das alte Stadthaus, das den Vereinen zur Verfügung gestellt wurde, müsste umfangreich saniert werden, um modernen Brandschutzanforderungen usw. zu entsprechen. In der ehemaligen Lutterbergschule im Zentrum von Bad Lauterberg wurden Räume für das Jobcenter umgebaut und im selben Trakt sollte es auch eine Möglichkeit geben das Projekt mit unterzubringen. Jedoch verschiebt sich der Umzug dorthin fortlaufend und ist aktuell bis auf unbekannte Zeit ausgesetzt, da die Brandschutzfreigabe nicht erfolgt. Auch Versuche einen weiteren Trakt der ehemaligen Schule mit einem anderen Architekten umzubauen, um den Angeboten aus dem Stadthaus dort eine neue Heimat zu geben, scheiterten bisher an fehlender Finanzierung und langsamen Verwaltungsabläufen. Die Situation mit dem Provisorium im Rathaus zehrt an den Kräften der Mitarbeitenden.
Von all diesen Hindernissen möchten wir uns jedoch nicht entmutigen lassen, da wir unabhängig von der Raumsituation merken, dass die aktuelle Förderung die Vernetzung der Akteur*innen stärkt und die Gemeinwesenarbeit voranbringt.
5. Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Ansatz des Projekts ist es nach wie vor bestehende Angebote mit den notwendigen personellen und räumlichen Ressourcen auszustatten, um weiterhin soziale Aktivitäten und zielgruppenorientierte (Beratungs-)Angebote durchführen zu können und bei Bedarf zu erweitern und anzupassen. Damit weiterhin und verstärkt durch Begegnung und Austausch ein Kennenlernen ermöglicht und Vorurteile abgebaut werden, braucht es eine gezielte Unterstützung. So sollen Akzeptanz und Verständnis zu einem guten Zusammenleben beitragen und Präventionsarbeit leisten. In dem Menschen eine sinnvolle Beschäftigung durch das Einbinden in die Gemeinwesenarbeit gegeben wird, beugt das auch Kriminalität, Einsamkeit und Konflikten vor.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Sowohl vor Start der ersten Förderung für dieses GWA-Projekt, gab es gewisse haupt- und ehrenamtliche Strukturen vor Ort. Im Rahmen des Projekts hat sich dies noch verstärkt. Von der Organisation von Veranstaltungen zum Herrichten von Fahrrädern in einer Fahrradwerkstatt, Musikprojekten, Nachbarschaftshilfe, Sozialberatung, Sprachunterricht, Kinderbeaufsichtigung und Eltern-Kind-Cafés ist vieles dabei. Die Spinne im Netz, die verschiedene Angebote zusammendrahtet und Austausch schafft, ist insbesondere Janka Eckhardt, die sowohl ehrenamtlich im Kinderschutzbund als auch hauptamtlich im Gemeinwesen-Projekt der Johanniter aktiv ist.
11. Medien
Galerie