Der mobile Nachbarschaftstreff
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Michael Schroeder- Busch
| Organisation | Diakonisches Werk Hannover gGmbH |
|---|---|
| Funktion | Stadtteildiakonie |
2. Kurzbeschreibung
Wir kommen zu ihnen, wir sind auch ihre Nachbarn!
Projektbeschreibung
Die Räume des "Treffs am Kamp" am bisherigen Standort sind zum 30. Juni diesen Jahres gekündigt. Dieses sehen wir als Chance, um neue Wege in der Nachbarschaftsarbeit zu gehen. Neben einem neuen festen Standort wollen wir im Stadtteil mobil werden und niedrigschwellige Angebote schaffen, in dem sich Nachbarn "vor ihrer Haustür" begegnen können. Mit einem "Event- Anhänger", der als mobiler Treffpunkt genutzt werden soll, stehen wir regelmäßig an markanten Plätzen im Viertel, um Anwohnende neugierig zu machen, sich dort zu begegnen, auszutauschen und gemeinsame Interessen entwickeln. Mithilfe eines/er Mitarbeitenden werden sie motiviert, selber aktiv zu werden. Neue Nachbar/innen und "Alt Eingesessene" lernen sich kennen. Nachbarschaftliche Hilfen werden ermöglicht.
Die bisherige Nachbarschaftsarbeit wird vorübergehend in kleine Räume der Kirchengemeinde mit einem Büro, das "nur" als Koordinierungs- und Kontaktstelle dienen kann, umziehen. Veranstaltungen werden in Räumen anderer Einrichtungen durchgeführt.
Mit dem mobilen Nachbarschaftstreff wird diese Arbeit ergänzt. Die traditionelle "Komm- Struktur" eines stationären Nachbarschaftstreffs wird mit diesem Projekt durch "aufsuchende" Nachbarschaftsarbeit erweitert. Durch regelmäßige wiederkehrende Präsens an 4 - 5 Plätzen im Stadtteil wird der Treff als bürgernahe niedrigschwellige Institution wahrgenommen werden. Je nach Standort und den dortigen Zielgruppen werden unterschiedliche Angebote gemacht und Aktionskisten mit zielgruppengerechten Materialien bereitgehalten.
Die Menschen im Stadtteil werden aufmerksam, neugierig und aktiv. Sie können sich "vor ihrer Haustür" treffen oder engagieren und erfahren einfacher den Zugang zu Hilfen und Angeboten.
Der Anhänger, der als Büro, als Bühne und auch als als kleiner Veranstaltungsraum genutzt wird, ist mit einem Pavillon erweiterbar. Damit ist das Angebot weitestgehend wetterunabhängig.
Den Abschluss des Projektes wird der mobile Treff mit einem aktiven Adventskalender an 4 Standorten in der Adventszeit 2020 in Davenstedt gestalten.
Mit einem/einer Mitarbeiter/in wird im Projektzeitraum ein Team mit ehrenamtlich Mitarbeitenden aufgebaut. Dieses Team soll nach Auslauf des Projektes, unter Federführung des hauptamtlichen Mitarbeiters im Nachbarschaftstreff, den mobilen Treff weiterführen.
Der Anhänger mit der Ausstattung kann auch für Stadtteilaktivitäten anderer Vereine und Gruppen zur Verfügung gestellt werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Nach über 11 Jahren muss der Nachbarschaftstreff seinen Platz in einer Unterkunft für obdachlose Familien, Alleinerziehende und Alleinstehende wegen einer Kernsanierung verlassen. Damit stehen die kleinen gemütlichen Räume auf unabsehbare Zeit nicht mehr zur Verfügung. In den vergangenen Jahren wurden die Angebote vorwiegend von den Bewohner/innen der Unterkunft angenommen. Interessierte aus dem Stadtteil haben trotz intensiver Ansprache nur vereinzelt Angebote im Nachbarschaftstreff angenommen.
Dabei ist der Bedarf an aktivierenden Angeboten im freizeitpädagogischen Bereich, der Hilfe zur Selbsthilfe und der Begegnung unterschiedlicher ethnischer Gruppen und altersgerechter Angebote steigend. Daraus ergibt sich eine notwendige sichtbare Öffnung der Arbeit für alle Bewohner/innen.
Nach der Stadtteiluntersuchung im Rahmen des Prozesses "Mein Quartier 2030" und der vorbereitenden Untersuchungen für das Programm Soziale Stadt stehen einige offene Fragen zur Klärung an.
Daraus ergibt sich, dass Handlungsansätze gefunden werden müssen, die die Unterschiedlichkeit der Wohnquartiere im Stadtteil aufgreifen müssen. Beispielhaft erwähnt sei hier das Quartier um den Marktplatz mit den angrenzenden Unterkunftshäusern am Geveker Kamp. Hier entwickelt sich ein sozialer Brennpunkt (so auch die Voruntersuchungen zum Programm "Soziale Stadt").
Im Nordwesten des Stadtteils gibt es ein Wohnviertel mit einem hohen Anteil der Ü 60 Generation.
Der Stadtteil selbst ist sehr großflächig und durchtrennt wird durch eine Kleingartenkolonie und die Sportanlagen des Sportvereins.
Dieses erfordert weitere Wege zur Nahversorgung, Gestaltung der Freizeit mit Angeboten im Stadtteil.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Davenstedt
Beschreibung
Das Projektgebiet entspricht dem Stadtteil. Im Süden ist es durch den "Fössegrünzug" zum Nachbarstadtteil abgegrenzt. Zur Innenstadt, im Osten liegt der Lindener Hafen, ein Industrie- und Gewerbegebiet als Barriere dazwischen, nach Norden gibt es keine markante Grenze zum Nachbarstadtteil. Im Westen ist der Stadtrand und geht in landwirtschaftliche Flächen über.
Der Stadtteil selbst ist sehr großflächig durch mehrere Kleingartenkolonien und eine große Sportanlage. Die Sportanlage und eine Kleingartenkolonie teilen Davenstedt in einen Nord- und einen Südteil. Im Südteil liegt der Marktplatz. Das umliegende Wohnquartier und direkt angrenzende Unterkunftshäuser sind vorgesehen für das Programm "Soziale Stadt. In direkter Nachbarschaft dazu liegt der alte Dorfkern.
Der nördliche Teil Davenstedts ist die Bevölkerung zum Teil überdurchschnittlich alt. Hier liegt auch eine Grund- und Hauptschule.
Davenstedt selbst ist nicht mit der Stadtbahn an die Innenstadt Hannovers angeschlossen. Eine direkte Buslinie fährt lediglich alle 20 Minuten.
Der Stadtteil verfügt nur über eine unzureichende Nahversorgung und eine sich stetig verschlechternde Infrastruktur, so sind seit dem vergangenen Herbst keine Geldinstitute mit Automaten mehr im Stadtteil vertreten.
Einwohnerzahl
10964
Quelle / Anmerkungen
STATISTISCHE BERICHTE 2018 der Landeshauptstadt Hannover, Untersuchungen von Plan 2 zu "Mein Quartier 2030" und Voruntersuchungen zum Programm "Soziale Stadt.
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
38
Anmerkung
Quelle Amt für Statistik Hannover.
Sonstige bezieht sich auf das Wohnquartier Auerhahnhof im Stadtteil Davenstedt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
50
Anmerkung
Quelle Amt für Statistik Hannover. Sonstige bezieht sich auf das Wohnquartier Davenstedter Markt im Stadtteil Davenstedt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
61
Gesamtstadt in Prozent
50
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistikbericht "Strukturdaten 2018" der Stadt Hannover
Hier Alleinerziehende mit dem Bezug von Transferleistungen. 61% der Alleinerziehenden im Stadtteil
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistikbericht "Strukturdaten 2018"
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
30455_hannover_davenstedt_karte.pdf
(158.65 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit diesem Projekt wird eine Anlaufstelle geschaffen, die sozialräumlich orientiert die Bewohner/innen vor Ort anspricht. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die territoriale Ebene gelegt; es werden Kommunikationsstrukturen zur Beteiligung der Bewohner/innen an stadtteilorientierten Entscheidungsprozessen zu sozialen, ökologischen und bildungspolitischen Vorhaben geschaffen.
Ein zweiter Schwerpunkt wird in der funktionalen GWA sein; es werden Angebote zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Bereichen Bildung, Freizeit und persönlicher Versorgung geschaffen.
Dabei wird zur Vorbereitung auf die klassischen Methoden der Befragung, Analyse und Diagnose zurückgegriffen und mit der Mobilisierung der Ressourcen im Stadtteil bedarfsgerechte Angebote geschaffen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es haben sich an den unterschiedlichen Standorten des mobilen Nachbarschaftstreffs kleine Selbsthilfegruppen für unterschiedlichen Unterstützungsvorhaben gebildet.
Kriterium
Beschreibung
Neue Interessengemeinschaften gestalten aktiv Veranstaltungen im Stadtteil mit. (winterliches Hüttendorf, Stadtteilfest, Europäischer Nachbarschaftstag, Belebung des Wochenmarktes, ...)
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunaler Seniorenservice der Stadt Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Johannes Gemeinde Davenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO: Kurt-Partzsch-Haus, Jugendtreff Desperados; DRK Familienzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule in der Steinbreite, Friedrich-Ebert-Schule
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
3 Brinker Stube (Teilprojekt 4)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Linster
| Funktion | Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinschaft gestalten, Isolation erkennen, Unterschiede akzeptieren
Projektbeschreibung
Die Stadt Bersenbrück möchte in einem ihrer Wohngebiete (Quartier) eine Begegnungsstätte aufbauen.
Das von der Wohnungsbaugesellschaft errichtete ca. 50 Jahre alte Wohngebiet ist geprägt von kleinen 60 - 80 m² Einzelwohnungen (Häuschen) und einigen Mehrfamilienhäusern. Die hohe Bevölkerungsdichte und die unterschiedlichsten Ethnien machen ein Zusammenleben nicht immer einfach.
Viele alte alleinstehende Menschen mit wenig Mobilität leben dort sehr abgeschirmt und zurückgezogen.
Es leben überwiegend Personen mit geringem Einkommen in diesem Quartier, viele Menschen mit Wohngeldbezug. Allgemeine Angebote und Beratungsstrukturen werden von den Einwohner/Innen wenig genutzt. Die Menschen sind oft gleichgültig, hilflos, desinteressiert. Gesellschaftliche Teilhabe ist schwer weil Vielen der Zugang und das Interesse an Angeboten fehlt und Viele sich auch nicht trauen, an der Gesellschaft teilzuhaben. Deshalb ist hier oberstes Ziel zu den Menschen zu gehen, soziale Kontakte anzustoßen und zu fördern. Ihnen die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen und gleichzeitig ihr Interesse an der Gesellschaft wecken. Auch Gesundheitsförderung, Bewegungsangebote und Suchtprävention sind hier nötig und stehen auf der Agenda.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier "am Brink" ist 1972/73 erbaut worden. Das Quartier liegt an der Peripherie der Stadt Bersenbrück. Die überwiegende Zahl der Bewohner/Innen ist über 65 Jahre alt. Es ist ein Quartier des sozialen Wohnungsbaus mit sehr einfachen Strukturen. Dadurch leben dort fast ausschließlich Menschen mit geringem bis sehr geringem Einkommen. Viele Rentner mit Wohngeldbezug. Viele Personen aus Osteuropa.
Einsamkeit, Ausweglosigkeit und Tristess sind an der Tagesordnung. Eigener Antrieb und eigenes Handeln ist kaum erkennbar. Um hier den Menschen Hilfestellung und Zuversicht zu geben bedarf es der Unterstützung von Außen. Die Menschen sind sehr wenig mobil, sie "trauen" sich nicht aus dem Haus, leben für sich und nehmen selten am gesellschaftlichen Leben teil. Unterstützungsangebote sind ihnen kaum bekannt, in der Gesellschaft schämen sie sich weil sie "nicht mithalten" können. Bei gelegentlichen Hausbesuchen dort (nach Anfrage z.B. des Krankenhauses oder des ambulanten Dienstes) wurde das Ausmaß der zu leistenden Hilfe besonders deutlich. Für eine Beratung benötigen wir häufig einen Übersetzer/In. Kollegen aus demSozialamt werden oft zugezogen um weitergehende Hilfe zu bieten.
Vor zwei Jahren wurde das Wohngebiet grundsaniert und sieht jetzt ansprechender aus. Den Menschen aber, die dort leben fehlt der Zusammenhalt und die sozialen Kontakte. Von sich aus sind sie nicht in der Lage, sich eine Kultur des Miteinanders und der Nachbarschaft aufzubauen.
wir möchten den sozialen Zusammenhalt, die Gesellschaftliche Teilhabe und die Gesundheit
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt ist ausgelegt auf die Stärkung der Bewohner/Innen. Wir möchten ihre Handlungsfähigkeit, Selbstorganisation und Resilienzen stärken. Wir unterstützen die Teilhabe an der Gesellschaft und fördern soziale Kontakte. Wir verbessern den Lebensraum durch Aufbau von Netzwerken zur Stärkung der sozialen Kontakte.
Durch die Zusammenarbeit mit den Kollegen/Innen in der SG BSB ist es uns möglich, auch im sozialen und finanziellen Bereich bessere Unterstützung zu bieten. Wir sind dann da wo es schwierig ist; die Menschen kommen nicht gerne als "Bittsteller" ins Rathaus. Ganz wichtig ist uns die Mitarbeit der Menschen, die im Quartier leben weil "zusammen etwas entstehen kann" und "weil die Menschen gestärkt werden wenn sie für sich und ihr Umfeld etwa tun können". Das Gefühl unterstützt zu werden, wahrgenommen zu werden hilft und fördert das Interesse an der Mitarbeit.
Quartiersmanagement: Gemeinsam Möbel upcyceln in der Kulturfabrik Krawatte
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Friedrich Holtiegel
| Funktion | Vorstandsmitglied |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Schönes schaffen, dabei: Kontakt mit Fremden aufnehmen, Erfahrungen austauschen, den anderen helfen - und das in unserem Quartier
Projektbeschreibung
Die Arbeit in der Kulturfabrik Krawatte kann zu Beginn von 2019 endlich aufgenommen werden. Noch wird - vom Büro abgesehen - kein Raum endgültig hergerichtet sein. Aber die Dächer sind saniert, die alte Rigips-Innenverkleidung ist abgerissen, die Toiletten sind hergerichtet, Teilbereiche sind heizbar. Und das Gebäude ist barrierefrei zugänglich. Warum nicht in der goßen Halle und ihren Nebenräumen mit der Soziokultur beginnen? Die Kunstschule Noa Noa wird mit seinem alten Inventar in das Provisorium einziehen, Werkstattbereiche abgrenzen und Leben einziehen lassen; der Kunstverein wird die erste Ausstellung vorbereiten. Das Gemeinschaftsbüro im Altbau ist leicht herzurichten. Und Vereine, die schon lange auf Räumlichkeiten warten, werden, soweit es irgend geht, das neue unfertige Haus nutzen.
Das erste Projekt "Gemeinsam Möbel upcyceln" soll zündend für die Gemeinwesenarbeit sein; es soll jung und alt ebenso zusammen bringen wie Flüchtlinge und Alteingesessene. Die Teilnehmer aus möglichst allen Bevölkerungskreisen sollen nicht nur stolz Selbst-Geschaffenes mit nach Hause nehmen können, sondern auch die Erfahrung freundschaftlicher Zusammenarbeit mit anderen und bisher Fremden. Sie sollen sehen, dass ihnen die Kulturfabrik mit ihrem Raum und ihrer Ausstattung Entfaltungsmöglichkeiten gibt, die sie zu Hause nicht haben. Sie werden die Chancen der Vernetzung kennen lernen, wenn Anleiter aus dem Freiwilligenzentrum kommen, Material aus der Labora-Werkstatt oder aus dem Sozialen Kaufhaus geholt werden kann und Kontaktpersonen aus der DRK-Beratungsstelle "Gemeinsam für Barsinghausen" vorbeischauen. Upcyceln liegt im Trend, lehrt den bewussten Umgang mit Resourcen, und das Upcyceln oder auch Aufbereiten von Möbeln verhilft zu sonst unerschwinglichen Einrichtungsgegenständen.
Das Upcycling-Atelier hat den Vorteil, in einem bestimmten Rhythmus - etwa alle 14 Tage - geöffnet zu sein, niemanden für eine bestimmte Zeitperiode festzulegen, und aufgrund von Dauer und Kontinuität nach und nach bekannt zu werden. Mehrere ehrenamtlichen Leiter können sich ablösen.
Parallel dazu soll die Arbeit der Quartiersmanagerin oder des Quartiersmanagers beginnen. Sie oder er richtet sich sein Büro ein, knüpft (vielleicht sogar als Teilnehmer im Recycling-Projekt) die ersten persönlichen Kontakte ins Quartier und zu den Kooperationspartnern und kann aus dem lebendigen Miteinander heraus leichter eigene Ideen entwickeln, als wenn er nur auf Kontaktgespräche angewiesen wäre.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die divergente Bevölkerungsstruktur Barsinghausens ist gekennzeichnet durch die 18 teils kleinstädtischen, teils ländlichen Ortsteile, seine Vergangenheit als Standort des Kohlebergbaus in der Kernstadt, durch einige Großbetriebe, eine Reihe mittelständischer Firmen, den Zuzug von Gastarbeitern in den 50-er Jahren, von Immigranten und Neubürgern in neue Wohngebiete sowie durch die Nähe zur Landeshauptstadt. Es fehlt in Barsinghausen ein Ort für die Herausbildung einer gesellschaftlichen Identität. Dringend benötigt wird ein Ort für die vielen ehrenamtlichen und institutionellen sozialen und kulturellen Aktivitäten, an dem sie betrieben, ausgebaut und durch Vernetzung gefördert werden sowie neue Initiativen sich bilden können. Zwei Flüchtlingsheime, die je auf über hundert Bewohner ausgelegt sind, liegen im Projektgebiet; ein drittes in unmittelbarer Nähe. Die Bürgerschaft ist wie überall gespalten in Gegner oder Skeptiker, Gleichgültige und Hilfswillige. Es beginnen die Mühen der eigentlichen Integrationsarbeit.
Auch die Kulturfabrik Krawatte muss um Akzeptanz kämpfen, sogar in wenn auch geringen Teilen des Rats und in der eher abwartenden Verwaltung. Für die Förderung taten sich immer wieder neue Hürden auf. So ist es für das Vorhaben dringend geboten, dass ihre Möglichkeiten in der Öffentlichkeit sichtbar werden und dass es durch seine Arbeit überzeugt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Baarsinghausen Egestorfer Str. und Stoppstr. mit Umgebung
Beschreibung
Das soziokulturelle Zentrum Kulturfabrik Krawatte entsteht im Gebäude einer ehemaligen Krawattenfabrik, das seit Jahren leer steht. Es liegt an der Hauptverbindungsstraße (L 391) zwischen der Kernstadt Barsinghausen und den Ortsteilen Kirchdorf und Egestorf, an der Egestorfer Straße. Der westliche Abschnitt des Quartiers ist im Süden von der Abraumhalde des ehemaligen Kohlebergwerks und im Norden von der Trasse der S-Bahn- Linie 1 bzw. 2 Haste-Hannover begrenzt. Auf der Nordseite der L
391 stehen vor allem charakteristischen Bergarbeiterhäuser des späten 19. Jahrhunderts, zum Teil durch frühere "Renovierungen" und Erweiterungen verändert und heute vernachlässigt, zum Teil auch liebevoll im Baumarktstil wieder hergerichtet, unterbrochen von Handwerksbetrieben und kurzlebigen Geschäften. Auf der südlichen Straßenseite wurde der Streifen zum Hang der Halde hin ehemals für Werkhallen genutzt. Heute befindet sich hier eine eintönige Abfolgen von Tankstelle, Chinarestaurant, Autohaus, Tennishalle, Getränkemarkt usw. Die ehemalige Krawattenfabrik liegt zwischen einer Metallwerkstatt und dem in 2014 errichteten Feuerwehrgebäude. Im östlichen Abschnitt des Quartiers herrscht auch an der Südseite der L 391, der Stoppstraße, Wohnbebauung vor. Hier befinden sich fußläufig 20 Minuten von der Kulturfabrik entfernt an der Einsteinstraße und am Rottkampweg auch zwei der drei Flüchtlingsheime Barsinghausens, die im Jahre 2017 für je 160 Bewohner errichtet wurden und inzwischen großenteils bezogen sind. Das dritte Flüchtlingsheim liegt nordwestlich von der Kulturfabrik an der Hannoverschen Straße. Das Projektgebiet ist großenteils städtebaulich desolat, zum Teil aufgrund der Tatsache, dass wegen der gemischten Zuständigkeiten zwischen der Region und der Stadt bisher kein Konzept für die Entwicklung der L 391 erstellt werden konnte. Die Stadt Barsinghausen begrüßt, dass das Projektgebiet durch den Bau der Kulturfabrik auch städtebaulich aufgewertet wird. Es sei aber auch an dieser Stelle betont, dass das soziokulturelle Zentrum nicht nur für das Projektgebiet, sondern für die soziale und kulturelle Entwicklung der gesamten Stadt von großer Bedeutung ist.
Einwohnerzahl
1000
Quelle / Anmerkungen
geschätzt, genaue Angaben werden nachgereicht
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Vom Förderprogramm Soziale Stadt wird die Nordstadt gefördert. Sie liegt außerhalb unseres Projektgebietes.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet-2600.pdf
(2.53 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Von den Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit treffen alle auf das soziokulturelle Projekt zu, aber Nr. 5 nur eingeschränkt, da der Schwerpunkt auf Kultur und Bildung liegt. Der Aspekt "Arbeit" kommt zum einen insofern zur Geltung, als jedes soziale oder kreative Projekt die persönliche Kompetenz und Einsatzbereitschaft stärkt, zum anderen ist Zusammenarbeit mit der Labora Jugendwerkstatt Barsinghausen geplant und ebenso mit der Barsinghäuser Beschäftigungsinitiative.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Labora Jugendwerkstätten Barsinghausen GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtmarketingverein Unser Barsinghusen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Calenberger Zeitung Hannoversche Allgemeine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
DRK-Beratungsstelle "Gemeinsam für Barsinghausen"
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
StadtHaus
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ali Gürpinar
| Funktion | Koordinator Integration |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein StadtHaus/Sozialhaus u.a. für Integrationsprojekte im Innen ausstatten und beleben.
Projektbeschreibung
Nutzungskonzept
Das Gebäude soll künftig für verschiedene Nutzungen und Nutzergruppen zur Verfügung stehen, für die es im Stadtgebiet bisher keine gleichartigen Angebote gibt.
Netzwerk Vereinswesen & Ehrenamt - Treffpunkt örtliche Vereine und Initiativen
In der Stadt sind über 200 Vereine gemeldet, deren Angebot sich zum Teil vorwiegend an die Einwohner der Initiativen, die eine eher überörtliche/gesamtstädtische Ausrichtung haben wie etwa die Initiative „Augen auf“, der Culturverein Hess.Old.e.V., das Musikkorps der Stadt Hess.Old.,der Heimatbund oder der NABU etc.. Insbesondere für diese Gruppierungen ist es wichtig, eine Anlaufstelle mit Räumlichkeiten für die Eigenorganisation, aber auch für die Ausübung ihrer Aktivitäten in der Kernstadt vorzufinden.
Netzwerk Integrationsarbeit
Die Stadt Hessisch Oldendorf hatte 2016 auf die hohe Anzahl von Flüchtlingen, die ihr zugewiesen wurden, mit der Einrichtung einer Koordinationsstelle „Integration und Flüchtlingshilfe“, die im Rahmen des Leader-Prozesses gefördert wird, reagiert.Eine besondere Bedeutung für eine soziale Stadtentwicklung wurde dabei der Institutionalisierung der Integrationsarbeit mit begleitender Öffentlichkeitsarbeit beigemessen, um die Chancen, die mit der Zuwanderung verbunden sind, nicht nur der Öffentlichkeit besser vermitteln, sondern auch durch konkretes Handeln und sichtbare Projekte unter Beweis gestellt werden können.
Die Erfahrung aus der Arbeit der Koordinationsstelle der vergangenen Monate hat gezeigt, dass nicht nur Flüchtlinge intensiv von dem Angebot Gebrauch machen, sondern sich auch Menschen davon angesprochen fühlen, die schon vor längerer Zeit nach Hessisch Oldendorf gekommen sind.Da so ein sehr wichtiger Beitrag zur Integration von Migranten geleistet wird, soll die Arbeit der Koordinierungsstelle auch über den Förderzeitraum hinaus fortgeführt werden.
Zu den Kernaufgaben der Arbeit des Koordinierungsbüros gehören die Organisation von Sprachkursen, die Durchführung des „Café International“ und sonstiger Integrationsprojekte wie aktuell Nähkurse oder PC-Schulungen. Diese Angebote müssen derzeit in wechselnden Räumlichkeiten, die i.d.R. für andere Nutzungen vorgesehen sind, angeboten werden.Eine Kontinuität ist so nur schwer zu erreichen.Die Option, mit den Räumlichkeiten im StadtHaus HO eine feste Adresse zu erhalten, wird die Integrationsarbeit in Hess.Oldendorf wesentlich stärken.
Das StadtHaus u.a. für Integrationsprojekte im Innen ausstatten und beleben.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Raumprobleme
Die Stadt Hessisch Oldendorf beabsichtigt, einen Teil eines seit geraumer Zeit ungenutztem Immobilie unter der Überschrift „StadtHaus HO“ umzubauen. Dieses Gebäude wurde 1903 als Lager der ehemaligen Eisenwarenhandlung „Pörtner“ errichtet, die im Nachbarhaus angesiedelt war, und steht nun seit etwa 10 Jahren weitgehend leer.
Das Haus wird für bauliche Änderung gefördert. Der Antrag hier hat den Grund für die Ausstattung und Beleben des Innenlebens des Hauses. Denn die bisher laufende und aber geplante sowie erweiterte Projekte haben wegen fehlender Räume ernste Realisierungsschwierigkeiten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
Gemeinwesenzentrum "Goosmanns Tannen"
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Daniel Sielaff
| Funktion | Einrichtungsleitung / Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Verbesserung lokaler Lebensbedingungen und Förderung/Erreichung individueller und gruppendynamischer Aktivierung durch katalytisch-aktivierende Gemeinwesenarbeit im Wohnquartier "Goosmanns Tannen" der Mittelstadt Lingen (Ems)
Projektbeschreibung
Das Zielstadtgebiet des Projektes Gemeinwesenzentrum „Goosmanns Tannen" ist ein als deklassiert zu bezeichnendes Wohngebiet der Mittelstadt Lingen (Ems) mit ca. 1500 Bewohnern/innen. Das Wohnquartier ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl an Menschen mit Migrationshintergrund (etwa 75%), alleinerziehende Elternteile und Menschen/Familien, welche von Sozialleistungen abhängig sind. Die materiellen Lebensbedingungen und die soziale Interaktion sowie Mobilität sind als stark eingeschränkt zu bezeichnen; in einer Vielzahl der Haushalte sind Suchtmittelkonsum und häusliche Gewalt regelmäßige Erfahrung, das Konfliktpotenzial zwischen den milieudifferenten Bewohnergruppen ist hoch, die Interaktionsqualität niedrig.
Das Projekt greift diese Bedingungen auf und zielt auf eine Aktivierung der Bewohner/innen an. Ziel ist die nachhaltige Verbesserung subjektiver Lebensqualität, das Erreichen von Autonomie und Selbstbestimmung durch Empowerment und die entsprechende Vertretung und Kommunikation der Interessen und Bedürfnisse in der Öffentlichkeit. Dabei werden gezielt drei Schwerpunktbereiche bedient, welche ganzheitlich und nachhaltig die Entwicklung im Wohnquartier positiv beeinflussen:
Cafè 107 (in Lingen leben Menschen aus 107 Nationen)
Ein Begegnungszentrum wird die infrastrukturellen Bedingungen im Wohnquartier erweitern. Die mangelhafte Angebotsstruktur des Wohnquartiers wird durch die Zubereitung und Ausgabe mul-tiethnischer Speisen ergänzt. Dieser Begegnungsraum ermöglicht soziale und interkulturelle Inter-aktion, fördert somit die interkulturellen Kompetenzen und ist zusätzlich begleiteter Erfahrungs-raum zur Kompensation von Problemlagen aufgrund sozialer und wirtschaftlicher Wohnraumsegregation.
systemische Sozialberatung
Den Anwohnern/innen wird systemisch, klientel- und lösungsorientiert Beratung, Begleitung und Vermittlung angeboten. Dies bedeutet zzgl. die Nutzbarmachung/ Generierung von Netzwerken und Anbindung anderenorts ansässiger Infrastruktur in Form von Bildung, Versorgung und Teilhabe.
Bürgerrat / Selbstaktivierung
Zentraler Inhalt des Projektes ist die Generierung einer quartiersbezogenen und -ansässigen Inte-ressenvertretung (Stadtteilgremium). Schulungsangebote vermitteln diesbezüglich Kompetenzen, welche dazu befähigen, öffentlichkeitswirksam diese Interessen und Bedürfnisse sachgerecht zu kommunizieren und durchzusetzen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Stadtteil Goosmanns Tannen leben ca. 1500 Menschen (etwa 75% Migrationshintergrund), überdurchschnittlich viele Kinder, Jugendliche, Erwachsene leben in problematischen Lebenssituationen (Abhängigkeit von Sozialleistungen, alleinerziehend, Gewalt, Suchtmittelkonsum). Es ist klar von einer Konzentration bestimmter sozialer Schichten und ethnischer Gruppen in bestimmte Wohngebiete zu sprechen (Krummbacher u.a.). Die hohen Mietpreise in der Stadt Lingen verstärken dieses Phänomen. Zwischen den Bewohnergruppen gibt es wenig Kommunikation. Es ist eine Zunahme kollektiver und individueller Problem- und Notlagen im Zusammenhang mit räumlichen Defiziten, Konkurrenzen um knappe Ressourcen festzustellen; es drohen soziale und interkulturelle Konflikte, Gewaltbereitschaft und Extremismus. Aus dem benachteiligten Quartier ist ein benachteiligendes Quartier geworden. Der Stadtteil unterscheidet sich erheblich von den angrenzenden Wohngebieten. Infrastrukturelle Anbindungen sind kaum vorhanden. Das Wohnquartier verfügt weder über Kindertagesstätten, noch über quartieransässige Vereine oder über Einkaufsmöglichkeiten.
In der konjunkturstarken Stadt Lingen soll ein angemessenes Armutsverständnis/-bewusstsein transportiert werden; längst nicht alle Stadtbewohner/innen teilen das Gefühl, dass „kaum Wünsche offen“ bleiben und Lingen sich „lohnt“ (lingen.de).
In der Reg. Emsland ist eine negative Entwicklung bzgl. Einkommen und Attraktivität zu verzeichnen. Arbeitsentgelte und Haushaltseinkommen sind einseitig verteilt, ebenso wirtschaftliche Teilhabe. Die Lebensqualität leidet unter dem Defizit der Gleichbehandlung von Frauen und Männern sowie dem Risiko der Altersarmut (noz.de).
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Stadtteil Goosmanns Tannen ist als sozialisationspluralistisch und multiethnisch sowie milieuheterogen zu bezeichnen. Die projektinitiierende Einrichtung ist Teil der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Lingen. Konzeptionelle Schwerpunkte sind pädagogische Arbeitsfelder der Kinder-, Jugend-, Eltern- und Erwachsenenarbeit, politische Bildung, Ehrenamtsförderung und Partizipation. Grundlage ist die Verbesserung sozialer und kultureller Lebensbedingungen im Stadtteil bzw. Abbau von Benachteiligungen und Prävention von Sucht, Gewalt und Extremismus zur Generierung sozialer Teilhabe und Mobilität.
Die Projekttreihe setzt unmittelbar an den Prinzipen der Sozialraumorientierung nach Hinte und Kreft an:
- Unterstützung von Selbsthilfekräften und Eigeninitiative, d.h. fördern aktiver Beteiligung, nicht einseitige Bedürfnisbefriedigung - Nutzen der Ressourcen des sozialen Raums / der beteiligten Akteure, d.h. aktivieren von Stärken, Fähigkeiten, Ideen, Räume etc.u. Einbeziehung von individuellen, sozialen und materiellen Ressourcen - Zielgruppen- und bereichsübrgreifende Orientierung, d.h. sozialer Raum ist komplexer Lebens-, Erlebnis- und Erfahrungsraum, bildet ganzheitliche Struktur. Ziel ist Verbesserung des sozialen und kulturellen Lebens und umfasst Bereiche wie Wohnen, Beschäftigung, Bildung, Gesundheit, Kultur etc.
- Kooperation und Koordination, d.h. Vielfalt einflussnehmender Dienste und Angebote wird durch die Projektreihe koordiniert, aufeinander abgestimmt.
Gemeinsam leben und lernen in der (neuen) Heimat
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Tjorven Maack
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Zueinander finden und gemeinsam neue Wege gehen
Projektbeschreibung
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen in der (neuen) Heimat" richtet sich an Neu- und Altbürger_innen des Landkreises Goslar und im Speziellen an die Bürger_innen in der Stadt Goslar. Es soll eine Begegnungsstätte für Neu- und Altbürger_innen geschaffen werden, in der man sich trifft, austauscht, im Alltag unterstützt und neue gemeinsame Wege geht, indem man sein Gegenüber und dessen kulturellen und sozialen Hintergrund kennenlernt, versteht und respektiert. Nur dann können gemeinsam neue Erinnerungen geschaffen werden. Darüber hinaus soll ein langfristiges Netzwerk der Bürger_innen in der Stadt Goslar entstehen, welches seinen Kern - in Form einer festen Anlaufstelle - bei uns hat. Somit wird die Begegnungsstätte fester Anlaufpunkt für ein generations- geschlechts-, Kultur- und Ethnien- übergreifendes Zusammenleben.
Das Projekt soll im AWO-Kreisverband Region Harz e.V. verankert werden. Dort besteht bereits Kontakt zu allen in dem Projekt anzusprechenden Personenkreisen. Altbürger_innen werden durch die räumliche Nähe des Wohnortes und über die vorhandenen Mitglieder der AWO in der Region (etwa 90 im Projektgebiet und 800 im Gesamtgebiet) sowie die Nähe und den engen Kontakt zu den Neubürger_innen durch die bei uns etablierte Migrationsberatung (in unserem Hause sowie an Standorten innerhalb des Gesamtgebiets) angesprochen werden. Neben dem bereits vorhandenen potentiellen Personenkreis von 0 - 100 Jahren besteht weiterhin ein großes Potential durch den zentral gelegenen Standort.
Die (bereits) vorhandenen Kanäle sollen genutzt werden, um die Personen zielgerichtet zusammenzuführen und gemeinsam Vorurteile abzubauen und neue gemeinsame Erinnerungen zu schaffen und somit die Skepsis und Vorurteile gegenseitig abzubauen. Begleitet wird das Projekt von einer hauptamtlichen konstanten Ansprechpartnerin, welche Projekte mit den interessierten Bürger_innen ausarbeitet, bei der Realisierung unterstützt und grundsätzlich als Vermittlerin/Ansprechpartnerin agiert. Mögliche Projekte sind dabei gemeinsame Koch/-Backnachmittage (Strukturen sind bereits vorhanden), Schaffung eines gemeinsamen Raumes zum Austauschen, Lernen (wie beispielsweise niederschwellige Sprachkurse für weibliche Migrant_innen, bei gleichzeitiger Kinderbetreuung vor Ort), entdecken der Vielfalt der verschiedenen Kulturen, gemeinsame (Kultur-) Ausflüge, Spielnachmittage oder geselliges Beisammensein und "quatschen".
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Goslar ist eine ländliche Stadt mit einem hohen Altersdurchschnitt. Neben dem demographischen Wandel, dem rasant gestiegenen Zugang von Neubürger_innen sowie der Ausgangslage einer wirtschaftlich schwachen Region und der damit einhergehenden Arbeitslosenquote von 14,3% (Anmerkung:bezieht sich auf den kompletten Landkreis Goslar; Stand: 2009) liegt die Stadt weit über dem niedersächsischen Durchschnitt. Dies birgt für den Integrationsprozess der Neubürger_innen erhebliche Risiken. Es besteht die Gefahr, dass Altbürger_innen sich von der enormen Steigerung der Neubürger_innen – welche in kürzester Zeit stattgefunden hat – eingeschüchtert und verängstigt fühlen. Das führt zu einer steigenden Skepsis gegenüber den Neubürger_innen. Ebenso hat die negative Berichterstattung der Presse bereits dazu beigetragen, dass Altbürger_innen, speziell die Bürger_innen im hohen Alter, sich vermehrt zurückziehen und Vorurteile und Abneigungen gegen die Neubürger_innen aufbauen. Durch diese ablehnende und/oder skeptische Haltung besteht die Gefahr, dass sich die Neubürger_innen in der neuen Heimat nicht willkommen fühlen und als Reaktion vermehrt in den bekannten kulturellen und sozialen Kreisen verkehren. Grund für beide Reaktionen ist meist ein Mangel der Kenntnis des anderen kulturellen und sozialen Hintergrunds. Dies führt zu einer Bildung von vorurteilsbehafteten Parallelgesellschaften. Dies gilt es zu verhindern, indem man mit hauptamtlicher Tätigkeit eine Brücke zwischen den verschiedenen Kulturen schlägt und gemeinsam neue Erfahrungen schafft. Dadurch wird den Altbürger_innen die Angst genommen und die Neubürger_innen werden in der vorhandenen Gesellschaft aufgenommen und integriert.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Goslar - Kernstadt
Beschreibung
Die Stadt Goslar umfasst eine Fläche von 163,71 km² und insgesamt 52.987 Einwohner_innen. Die Stadt untergliedert sich in insgesamt 18 Ortsteile. Das Gebiet des Stadtkerns umfasst 31.169 Einwohner_innen und umfasst die Gebiete Altstadt, Baßgeige, Georgenberg, Jürgenohl, Ohlhof, Rammelsberg, Steinberg und Sudmerberg. (Stand 23.05.2018; Auskunft der zuständigen Mitarbeiterin bei der Stadt Goslar (Frau Gindhaut). Eine genaue Einwohner_innenzahl für den Bereich der Kernstadt/Altstadt kann nicht separat gegeben werden).
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen in der (neuen) Heimat" soll in den Räumlichkeiten des AWO-Sozialzentrums in der Altstadt (Bäringerstr. 24/25; 38640 Goslar) angesiedelt werden und ist damit zentral gelegen (Nähe zur Innenstadt, aber auch direkte Busanbindungen vor der Haustür). Daher kann die Begegnungsstätte von allen Bürger_innen, besonders von den Altbürger_innen aus dem Gebiet der Altstadt und den Neubürger_innen, welche teilweise nicht frei wählen können, wo sie in der Stadt untergebracht sind, erreicht werden.
Der Kontakt zu den Neubürger_innen kann durch die AWO-Migrationsberatung hergestellt werden, welche sich im gleichen Haus befindet. Der Kontakt zu den Altbürger_innen wird durch das Einzugsgebiet des Wohnortes und die Mitglieder, die bereits in der AWO sind, hergestellt.
Generell ist anzumerken, dass es schwierig ist, das Projektgebiet klar einzugrenzen. Fest steht, dass das Projektgebiet (Altstadt) primär von Altbürger_innen bewohnt wird. Die Neubürger_innen wohnen meist im "breiteren Gürtel" der Stadt, da dort die Mieten günstiger und daher die Zuweisung durch das Amt in diese Gebiete verstärkt vorgenommen wird. Obwohl das eigentliche Projektgebiet breiter aufgestellt ist als das Gebiet der Stadt Goslar ist es sinnvoll, dieses als Standort und Gebiet zu wählen, da beide Gruppen durch die räumliche Nähe und die bereits vorhandene Implementierung der Anlaufstelle des Sozialzentrums (durch die dort angesiedelte Migrationsberatung) bei den Neubürger_innen verankert ist.
Einwohnerzahl
31169
Quelle / Anmerkungen
Stand: 23.05.2018; erfragt bei der Stadt Goslar
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anmerkung: Bei der Berechnung handelt es sich um eine prozentualen Vergleich innerhalb des Projektgebiets und der Gesamtstadt. (Das Projektgebiet umfasst 31.169 Einwohner_innen, wovon 10.607 Einwohner_innen über 60 Jahre sind. Die Gesamtstadt (inklusive aller 18 Ortsteile) umfasst 52.987 Einwohner_innen, wovon 17.804 Einwohner_innen über 60 Jahre sind. Eine detailliertere Angabe zur Einwohnerzahl des Projektgebiets ist nicht möglich, da die Stadt keine detailliertere Auswertung vorlegen kann.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Stadt Goslar kann keine Auskünfte über die Anzahl der Menschen in den geforderten Gebieten machen. Es wäre lediglich möglich gewesen, die Anzahl der Einwohner nach einzelnen Herkunftsländern zu erfahren. Diese Daten hätten sich dann jedoch nicht auf die Stadt und das Projektgebiet bezogen, sondern auf den kompletten Landkreis. Somit können keine verlässlichen Angaben gemacht werden, was die Stadt selbst bedauert.
Anmerkung: Auskunft von der zuständigen Mitarbeiterin der Stadt (Frau Gindhaut).
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen in der (neuen) Heimat" versteht sich als eine Mischung beider Konzepte. Sieht die Quartiersmanagementarbeit die TOP-DOWN-Strategie vor, in der eine feste Strategie die Handlungsfelder und Vorgehensweise vorgibt, so verfolgt die Gemeinwesenarbeit den Ansatz der BOTTOM-UP-Strategie und demnach eine Strategie, in der Bürger_inneninitiativen gefördert und unterstützt werden.
Da unser einen Rahmen und eine grobe Strategie sowie hauptamtliche Tätigkeit für die Erreichung der Ziele vorgibt, ist es unter der Rubrik Quartiersarbeit anzusiedeln. Es gibt feste Vorhaben und einen festen Rahmen (Örtlichkeit; hauptamtliche Mitarbeiter_innen; feste Vorstellungen, welche Gruppen angesprochen werden sollen; erste Veranstaltungsideen...).
Allerdings setzt das Projekt ebenfalls auf die Initiativen und Ideen der Neu- und Altbürger_innen. Ziel ist es, dass gemeinsam neue Projekte/Angebote geschaffen werden. Dies soll durch die Unterstützung/Leitung von hauptamtlicher Tätigkeit in Zusammenarbeit und mit dem Engagement der ehrenamtlichen Neu- und Altbürger_innen erfolgen. Diese sind maßgeblich für die inhaltliche Ausrichtung und Entwicklung des Projekts verantwortlich. Somit wird hier eine Brücke zur Gemeinwesenarbeit geschlagen und man kann festhalten, dass es den (schwachen) Ansatz des Quartiersmanagement verfolgt, indem es ebenfalls den Ansatz der Gemeinwesenarbeit als Kernaspekt in seinem Konzept integriert hat.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Neu- und Altbürger_innen den regelmäßigen und langfristigen Kontakt zueinander gefunden haben.
Beschreibung
Defizite im Angebot erkannt wurden und Lücken durch unsere Angebote geschlossen werden konnten.
Kriterium
Beschreibung
Zielgruppenübergreifendes Handeln ist erreicht, wenn die einstigen Neubürger_innen sich nicht mehr als solche verstehen, sondern als Teil der Altbürger_innen und neuen Neubürger_innen bei der Integration helfen.
Beschreibung
Bedürfnisse/Anfragen von Bürger_innen zeitnah und zielgerichtet an Kooperations- und/oder Netzwerkpartner vermittelt werden können.
Kriterium
Beschreibung
Altbürger_innen die Kultur und den sozialen Hintergrund der Neubürger_innen nachvollziehen können und umgekehrt. Ebenso, wenn die Bedürfnisse/Gewohnheiten aus anderen kulturellen Kreisen beim Zusammenleben akzeptiert, toleriert und integriert werden.
Beschreibung
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen in der (neuen) Heimat" in der Stadt Goslar bekannt und angenommen wurde (sowohl von den Bürger_innen als auch möglichen Partnern wie Vereinen, Initiativen ...)
Kriterium
Beschreibung
Senior_innen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie junger Familien unterstützen können.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Der AWO-Kreisverband Region Harz e.V. ist ein gemeinnütziger Wohlfahrtsverein, welcher im Landkreis Goslar und ehemals Osterode (jetzt Göttingen) vertreten ist. Insgesamt weist der Verein ca. 900 Mitglieder auf. Im Stadtgebiet Goslar gibt es etwa 150 Mitglieder. Im Landkreis Goslar gibt es insgesamt ca. 800 Mitglieder der AWO. (Die restlichen 100 Mitglieder sind im ehemaligen Landkreis Osterode).
Neben den Mitgliedern verfügt der Kreisverband am Standort Goslar über zahlreiche soziale Dienstleistungen, wie etwa das Lernzentrum (Lernförderung für Kinder, bei denen ein Förderbedarf festgestellt wurde. Voraussetzung ist, dass die Familien BuT berechtigt sein müssen.); eine Migrationsberatung (dadurch besteht ein enger und reger Kontakt zu vielen Neubürger_innen in unserer Stadt und dem Landkreis); das Patenschaftsprojekt (Neu- und Altbürger_innen werden vermittelt. Eine hinreichende und nachhaltige Betreuung ist jedoch nicht möglich); die externe Koordinierungs- und Fachstelle Demokratie leben (setzt sich für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung und Rassismus ein); verschiedene Sozialberatungen sowie die Betreuung und Angebote für unsere Mitglieder (dadurch kann Kontakt zu den Altbürger_innen hergestellt werden).
Des Weiteren ist der AWO-Kreisverband Region Harz e.V. im engen Austausch mit dem Landkreis Goslar sowie der Stadt Goslar und den anderen sozialen Wohlfahrtverbänden und Vereinen. Somit kann schnell ein breites Netzwerk aufgebaut und implementiert werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AWO-Kreisverband Region Harz e.V. sowie die anderen Wohlfahrtsverbände vor Ort.
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Eltern-Kind-Treff im Quartier Northeimer Innenstadt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jutta List-Ivankovic
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Es braucht die Northeimer Gemeinschaft, um Kinder großzuziehen und die Zukunft zu gestalten!
Projektbeschreibung
Es braucht ein ganzes Dorf – die Gemeinschaft, um ein Kind großzuziehen (Afrikanisches Sprichwort).
Die Verantwortung für das Aufwachsen der Kinder sollte nicht nur auf den Schultern von ein oder zwei Menschen lasten, sondern von der Gemeinschaft mitgetragen werden. Kinder wachsen in einem sozialen Gefüge auf und brauchen vielfältige Ansprechpartner. Der Alltag sieht oft anders aus: Eltern sind mit ihren Kindern isoliert und auf sich gestellt mit allen Themen, Fragen und Problemen. Kinder erleben wenig oder selten ihre Großeltern, weil sie in anderen Städten wohnen. Auf der anderen Seite sind ältere Menschen häufig allein und haben kaum soziale Kontakte oder Familienanschluss. Und auch Menschen mit Migrationshintergrund sind oft nicht in die Stadtgemeinschaft integriert und können sich kaum aktiv einbringen - weder die Erwachsenen, noch die Kinder.
Hier setzt das Projekt „Eltern-Kind-Treff im Quartier Northeimer Innenstadt“ an: Es wird ein niedrigschwelliges Angebot, ein leicht zu findender, offener Treffpunkt in der Innenstadt aufgebaut, in dem alle Bewohner*innen willkommen sind. Hier werden aktiv Beziehungen aufgebaut und es wird bei Bedarf Hilfestellung gegeben bei den Herausforderungen des Familienmanagements und des Lebens bzw. Zusammenlebens. Der Eltern-Kind-Treff soll wie früher in Orten die Dorflinde als Treffpunkt genutzt werden, um Veranstaltungen anzubieten, sich zu treffen, zu feiern und zu beraten.
Mit dem Vorhaben soll über die Schaffung eines einladenden Treffpunktes hinaus die Gemeinschaft dahingehend gestärkt werden, dass die Angebote für Kinder, Eltern, Großeltern und Wahlverwandtschaft koordiniert und ressortübergreifend zusammengetragen werden. Dafür werden in einer Zukunftswerkstatt mit Teilnehmern aus Verwaltung, Politik und der Bevölkerung Ziele entwickelt und Maßnahmen zur Realisierung erarbeitet.
Außerdem wird mit Northeimer Kindern aktiv gearbeitet. Es werden Methoden zur Beteiligung erarbeitet und eingesetzt (z.B. Zukunftswerkstatt, ein Experiment: „Die Stadt mit den Augen der Kinder sehen!“, Kinder-Bürgermeister*in, Befragung oder Wettbewerb: „Was kann in Northeim besser gemacht werden?“).
Das Motto des „Eltern-Kind-Treffs im Quartier Northeimer Innenstadt“ ist: Es braucht die Northeimer Gemeinschaft, um Kinder großzuziehen und die Zukunft zu gestalten!
Wir wollen die Stadtgemeinschaft für mehr Beteiligung an der gemeinsamen Gestaltung eines familienfreundlichen Quartiers für alle Generationen und Kulturen gewinnen!
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Northeim liegt im strukturschwachen, ländlich geprägten, gleichnamigen Landkreis. Die Einwohnerzahlen sinken stetig durch die negative natürliche Bevölkerungsentwicklung und dem Wegzug Jüngerer. Einzig wachsende Altersgruppe ist die ab 65 Jahren, alle anderen Altersgruppen nehmen ab. Es besteht ein leichter Frauenüberschuss, überwiegend in den höheren Altersgruppen. Die deutsche Bevölkerung hat deutlich abgenommen. Der wesentliche Grund für die relativ konstante Bevölkerungszahl im Projektgebiet ist der angestiegene Zuzug von Migranten, der eine stabilisierende Wirkung auf die Einwohnerzahl hat.
Die Innenstadt ist das funktionale Zentrum von Northeim und der Region. Northeim leidet jedoch unter Attraktivitätsverlust, Modernisierungsstau und Leerständen. Die Gestaltung vieler Straßen entsprechen nicht heutigen Anforderungen an ein attraktives Umfeld zum Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Verweilen und Freizeit verbringen. Hinzu kommt ein erhöhtes Konfliktpotenzial durch fehlende integrative Maßnahmen im Zusammenhang mit Flucht und Migration. Dies zeigt sich anschaulich auf dem Markplatz: Hier versammeln sich Geflüchtete, die den zentralen Platz als Treffpunkt nutzen, was viele Anwohner und Gewerbetreibende verunsichert, stört oder sogar verärgert. Ohne existenzsichernde Integration dieser Gruppen drohen jedoch Segregationstendenzen.
In Northeim müssen die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien attraktiver werden, um den Wegzug von Jüngeren zu verhindern bzw. deren Zuzug zu fördern. Außerdem müssen die Angebote für ältere Menschen für mehr Lebensqualität sorgen und schließlich die Menschen mit Migrationshintergrund integriert werden. Die Gemeinschaft muss gestärkt werden!
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim Innenstadt
Beschreibung
Das Projekt bezieht sich auf das Gebiet "Innenstadt Northeim". Das Gebiet Innenstadt ist durch die Stadtmauer und Wallanlagen räumlich abgegrenzt. Bis auf den Abbruch des Klosters zu Beginn der 70er Jahre und die Errichtung des City-Centers ist die Stadtstruktur der Altstadt weitgehend erhalten geblieben. Die Blütezeit des Mittelalters hat den Stadtgrundriss bis heute geprägt. Auf den Bildern (siehe angehängte Dateien) ist der begrünte Ring um die Innenstadt sichtbar. In der Innenstadt leben 18800 Einwohner (in der Stadt Northeim sind es insgesamt 29000).
Die Altstadt als Teil der Kernstadt von Northeim ist der funktionale Mittelpunkt der Stadt. Hier konzentrieren sich Einzelhandel, private und (teilweise) öffentliche Dienstleistungen, kulturelle, bildungs- und freizeitbezogene Angebote, ambulante medizinische Dienstleistungen und unterschiedliche Wohnformen. Die Altstadt ist der zentrale Versorgungsbereich und bedient neben der Stadt die Region um Northeim. Gleichzeitig sind jedoch in der Altstadt auch zahlreiche städtebauliche, bauliche und funktionale Defizite vorhanden, die trotz des zurückliegenden Stadterneuerungsprozesses bislang nicht beseitigt werden konnten.
Northeim muss sich mit der zunehmenden Dynamik der Einzelhandelsentwicklung, mit den sich ändernden Anforderungen an das Wohnen und mit neuen Ansprüchen an das Stadterlebnis auseinandersetzen. So sind die kleinteiligen Strukturen der Altstadt nur bedingt für die großflächigen Bedarfe des Einzelhandels geeignet; durch Verlagerung an zentrumsperiphere Standorte gehen Magnetwirkung und Wechselwirkungen mit den kleinflächigen Geschäften und Läden verloren, es folgen niedrigschwellige Verkaufsangebote und Leerstand. Der damit verbundene Verlust an Rentabilität führt zu Modernisierungsstau, die Nachfrage lässt nach, es droht die Verödung von Straßenzügen und Quartieren. Das hat Auswirkungen auf die Wohnqualität und das Wohnumfeld; mittelfristig verliert das Wohnungsangebot an Qualität. Hinzu kommt, dass Stadterleben nicht mehr nur auf Einkaufen, historische Gebäude und Stadtbild reduziert wird, sondern die Stadt als „Gesamtevent“ vermarktet werden muss. Folge ist ein nur schwer zu durchbrechender Kreislauf, der bei Erreichen struktureller und mehrere Bereiche der (inner) städtischen Entwicklung umfassende Defizite von der Stadt nicht mehr allein bewältigt werden kann. Meist bedarf es dazu instrumenteller und finanzieller Impulse, um einen bereits begonnenen Abwärtstrend aufzuhalten und mittels neuer Ideen das „Gesamterlebnis" Stadt an die Vorstellungen und Bedarfe der Bewohner und Besucher anzupassen. Die Stadt Northeim steht vor dieser Aufgabe. Trotz guter Voraussetzungen nehmen u.a. Attraktivitätsverlust, Modernisierungsstau und Leerstände zu. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um die Attraktivität der Stadt zu verbessern!
Einwohnerzahl
18800
Quelle / Anmerkungen
Stand Herbst 2017
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 6
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Gilt für alle Merkmale: Es liegen keine gesonderten Daten für die Innenstadt von Northeim vor (nach telefonischer Auskunft beim Bundesamt für Statistik und beim Landesamt für Statistik).
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 6
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 6
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 8
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 34
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 9
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 7
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Nach Auskunft der Migrationsstelle leben die meisten ausländischen Bewohner*innen in der Innenstadt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Bewohner*innen stehen im Zentrum und werden von Anfang an in den Aufbau des Eltern-Kind-Treffs einbezogen: In der aktivierenden Befragung werden Meinungen, Interessen und Bedarfe direkt erfasst. Das Angebot wird entsprechend entwickelt bzw. angepasst. In der Zukunftswerkstatt werden Bewohner*innen aktiv einbezogen in die Entwicklung und Realisierung von Zukunftsvisionen.
Dienstleistungen und Aktivierung der Selbstorganisation: Zum einen werden Dienstleistungen für Besucher*innen bereitgestellt (Beratung, Vermittlung, Unterstützung, Rückzugsmöglichkeit sowie Treffpunkt und Kontaktmöglichkeit). Zum anderen werden Bewohner*innen ermutigt, eigenständig Lösungen zu finden, sich in der Stadt zu vernetzen und eine starke Gemeinschaft zu bilden.
Zusammenleben gestalten – Nachbarschaft fördern: Das Zusammenleben wird durch Feste und Aktionen aktiv gestaltet und ein gutes nachbarschaftliches Miteinander gefördert. Dies verbessert die Qualität des sozialen und kulturellen Lebens. Das Gebiet der Innenstadt soll belebt und bereichert werden durch die Menschen, die hier leben, einkaufen und ihre Freizeit verbringen. Dabei sind auf das Gemeinwesen bezogene Interessen zentral.
Ressortübergreifendes Denken und Handeln: Um die Gestaltung der Innenstadt und die Bereitstellung von Angeboten nachhaltig zu sichern, wird ressortübergreifend gedacht und gehandelt. Akteure aus den Bereichen Verwaltung, Soziales, Bildung und Kultur werden, z.B. in der Zukunftswerkstatt, in die Arbeit einbezogen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Interessen und Bedürfnisse der Bewohner*innen in der aktivierenden Befragung deutlich werden und Lösungen sowie Handlungen darauf aufbauend umgesetzt werden. Wenn Bewohner*innen an der Zukunftswerkstatt teilnehmen. Wenn eine Radiosendung entsteht
Kriterium
Beschreibung
Die Kommunikation dahingehend angeregt wurde, dass ein Problem gemeinsam von Bewohner*innen definiert wird, Lösungen entwickelt und umgesetzt werden (z.B. zum Thema Nutzung des Marktplatzes).
Kriterium
Beschreibung
Eine systematische Sammlung (Auflistung, Zusammenfassung) zu bestehenden Angeboten und Einrichtungen erarbeitet wurde. Wenn im Sozialadressbuch unsere und bereits bestehende Angebote erfasst und aktualisiert sind.
Kriterium
Beschreibung
In der Zukunftswerkstatt Handlungsbedarfe ermittelt, Zukunftsvisionen entwickelt und Realisierungsmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt werden. Wenn in gemeinsamen Aktionen (z.B. Pflanzaktion) Menschen verschiedenen Alters zusammen arbeiten für Ihre Stadt!
Beschreibung
Sich in der Zukunftswerkstatt Vertreter*innen aus verschiedenen Bereichen beteiligen und einbringen (Stadt, Verwaltung, Politik, Kultur, Bildung, Gesundheit).
Beschreibung
Die Zusammenarbeit mit Verwaltung, sozialen, kulturellen Einrichtungen und Bildungsinstitutuonen gelingt d.h. Treffen stattfinden zu denen alle kommen und gemeinsam etwas erarbeiten.
Kriterium
Beschreibung
Gemeinsame Aktionen finden statt (Weihnachtsbasar, Flohmarkt), Feste werden besucht & gefeiert (Nachbarschaftsfest, Kürbisfest), Kochkurs realisiert, Mehrgenerationenfrühstück und Promi-Frühstück finden statt, Vorträge werden gehalten, Musik vorgeführt.
Beschreibung
Stadt und Landkreis sind in die Entwicklung einbezogen und Vertreter*innen bringen sich aktiv ein (Zukunftswerkstatt, Runder Tisch, Teilnahme an Aktionen und Festen)
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Theater der Nacht, Kino "Neue Schauburg", Jugend- und Kulturzentrum "Alte Brauerei"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Werkstattschule mit Cafe Dialog, AWO, Ehrenamtsagentur der AWO, Paritätischer, DRK, Senioren heute, Caritas, Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verschiedene Kirchengemeinden (Sixties, St.Marien)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lokale Presse (HNA, Hallo), Stadtradio Göttingen, live-Magazin
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Nationen - Neumündener Begegnungszentrum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manfred Fraatz
| Funktion | Leiter Fachbereich Soziales |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vielfalt in Neumünden leben
Projektbeschreibung
Im Stadtteil Neumünden (Stadt Hann. Münden) wird ein Prozess des friedlichen Zusammenlebens unter multiethnischen Anwohnern entwickelt. Das soll mit interaktiver Entwicklung von Angeboten für und mit Anwohnern erreicht werden. Für diese Vielfalt in Neumünden wird ein Begegnungszentrum mit einem Projektkümmerer errichtet. Der Landkreis Göttingen als Eigentümer hat bereits erste bauliche Voraussetzungen für das ehemalige Vereinskrankenhaus, in dem das Begegnungszentrum entsteht, geschaffen. Mit dem beantragten Projekt "Vielfalt in Neumünden leben" soll das Begegnungszentrum sowie der angeschlossene Inklusionsbetrieb Bistro nun mit Leben gefüllt werden. Damit wird die soziale Struktur in Neumünden verbessert und Defizite im Gemeinwesen behoben. Ein qualifizierter Kümmerer/Gastgeber soll sich v.a. um Organisation, Planung, Administration, Öffentlichkeits- & Netzwerkarbeit sowie die Unterstützung von selbstorganisierten Aktivitäten kümmern.
Im Begegnungszentrum sollen für generations- und kulturübergreifende Zielgruppen mit variierenden Problemlagen passende Hilfsformen und Angebotsstrukturen entwickelt und installiert werden, welche im Sozialraum bisher nicht vorhanden bzw. defizitär sind.
Darauf sind auch die drei Hauptziele des Projekts ausgerichtet.
1. Es sollen religionsübergreifende und interkulturelle Begegnungsformate, z.B. Stadtteilfeste, Sport-, Kultur oder Kunstangebote entwickelt und umgesetzt werden.
2.Das Begegnungszentrum soll als ein Ort für selbstorganisierte Aktivitäten der Bevölkerung dienen. Zu diesem Zweck wird ein offener Treff eingerichtet und Menschen mit/ohne Migrationshintergrund werden bei der Begegnungsarbeit unterstützt. Es wird angebahnt, den Treffpunkt-Ansatz durch örtliche Initiativen selbsttragend fortzuführen.
3.Die Zentrierung und Vernetzung der Beratungs- und Unterstützungsangebote für verschiedene im Stadtteil lebende Zielgruppen soll einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung leisten.
Die Belebung des Begegnungszentrums wird im Rahmen dieser Zielsetzung innerhalb von 1,5 Jahren stattfinden. Das Bistro wird bis August 2018 fertiggestellt sein. Durch das Projekt sollen die Bürger in die Detailplanungen des Bistroangebots, der weiteren Räume im Begegnungszentrum sowie der Spielflächen im Außenbereich einbezogen werden, deren Fertigstellung bis Ende 2018 geplant ist. Ein partizipativer Projektbeirat wird die konzeptionelle und operationelle Arbeit während der Projektlaufzeit begleiten.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Hann. Münden (HMÜ) liegt im südlichen Bereich von Nds, unmittelbar an der Grenze zu Hessen, zwischen den beiden Oberzentren Göttingen und Kassel. Obwohl die Lage eine gute Verkehrsanbindung bietet, ist die soziale Infrastruktur in HMÜ unzureichend. Dies zeigt sich bspw. an der Abwanderung der jungen Generation in die umliegenden größeren Städte.
Neben einer hohen Jugendarbeitslosigkeit ist auch der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund (MHG) mit 17,4% und im Innenstadtbereich mit mehr als 35% überdurchschnittlich hoch. Im Stadtteil Neumünden liegt der Anteil von Personen mit MHG mit 20% der Gesamtbevölkerung deutlich über dem Landes- und Kreisdurchschnitt. Außerdem wurde in den letzten drei Jahren eine Vielzahl von Flüchtlingen in HMÜ und Umgebung untergebracht. Insbesondere in Neumünden ist die Kommunikation zwischen den minderjährigen unbegleiteten Ausländern und den Jugendlichen ohne MHG besonders von Missverständnissen und Problemen geprägt, die durch Vorurteile und Ängste entstehen.
Überproportional viele Bürger sind auf staatliche Hilfsleistungen bzw. die Grundsicherung nach dem SGB II angewiesen. Dies zeigt, dass in Neumünden besonders viele sozial schwache Familien mit und ohne MHG leben. Dadurch resultiert der Ruf als Arme-Leute Stadtteil.
Insgesamt kann kaum von einer gewachsenen Gemeinschaft gesprochen werden. So wurde ermittelt, dass sich bei Begegnungen speziell in den Bildungseinrichtungen, auf öffentlichen Plätzen, bei der karitativen Organisation sowie im nachbarschaftlichen Zusammenleben latente und offene Spannungen, Verständigungsschwierigkeiten und interkulturelle Konflikte im Umgang ergeben.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hann. Münden Neumünden
Beschreibung
Neumünden ist ein Stadtteil von Hann. Münden, ohne kommunalrechtlich als solcher verfasst zu sein. Neumünden zählt zu den mittelgroßen Stadtteilen der Stadt Hann. Münden.
Aufgrund der Lage Neumündens südlich von Altmünden am westlichen Ufer der Fulda und durch diese vom historischen Stadtkern getrennt stellt sich dieser Stadtbereich als geographisch gut abzugrenzendes Quartier dar. Es befindet sich auf einem Streifen zwischen der Fulda und dem unbewohnten Osthang des Reinhardswaldes. Hauptstraße ist die Wilhelmshäuser Straße, die als Abschnitt der B 3 durch den Stadtteil führt. In der Fuldaaue finden sich zahlreiche Kleingärten und einige Vereine. Als Verbindung zur Kernstadt und den östlich gelegenen Stadtteilen dient die Pionierbrücke.
Die Bebauung von Neumünden ist geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser der 1920er bis 1950er Jahre. Während sich am Hang des Reinhardswaldes hauptsächlich eine Einfamilienhausbebauung findet, herrscht an der Wilhelmshäuser Straße als Hauptstraße eine teils gründerzeitliche Baustruktur mit Mehrfamilienhäusern vor.
Einwohnerzahl
2541
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnermeldeamt - Bei Menschen mit einem ausländischen Pass
Quelle: Schätzung des Integrationsbüros nach empirischen Untersuchungen zur Fortschreibung des Integrationskonzepts - Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund wird ca. 20% geschätzt
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben des Fachbereich Soziales (Landkreis Göttingen)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung des Integrationsbüros nach Angaben diverser offizieller Stellen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten von der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt entspricht dem speziellen Ansatz der Gemeinwesenarbeit, da es sich an alle Bewohner Neumündens richtet. Die verschiedenen Begegnungs- und Unterstützungsangebote, die im Rahmen des Projekts offeriert werden, orientieren sich ganzheitlich an den ermittelten Bedarfen der Bevölkerung. Ziel ist, das HdN durch die Schaffung eines Ortes der Begegnung zu beleben, aber auch die Verbesserung der Qualität der Beziehungen unter Migranten und der hiesigen Bevölkerung. Kultursensible Angebote spielen hierbei eine zentrale Rolle. Bei der Erfüllung dieser Ziele ist die Einbeziehung der Betroffenen zentral, wie das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ verdeutlicht. Im Begegnungszentrum soll der „Kümmerer/Gastgeber“ als Anlauf- und Vernetzungsstelle dienen. Der Stadtteil bzw. das Haus der Nationen wird mit Hilfe des Begegnungszentrum bzw. des „Kümmerers“ aufgewertet. Somit ist eine wohnortnahe Bearbeitung individueller u. struktureller Probleme/Phänomene in sozialräumlicher Perspektive möglich. Das Begegnungszentrum leistet auch Hilfestellungen für Selbstorganisationen und Vereinsgründungen. Da Vereinen im Begegnungszentrum direkt Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden können, vereinfacht dies den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. Die Ansätze des Begegnungszentrums verstehen sich im Sinne der Gemeinwesenarbeit sowohl als Bildungsarbeit, als auch sozial- bzw. lokal ausgerichtet. Dies zeigt sich deutlich durch niedrigschwellige Möglichkeiten, die geboten werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
das Begegnungszentrum u. gute persönliche Erfahrungen (Umsetzung von Beteiligung) stärken Nachbarschaft und Zusammenhalt in Neumünden
Beschreibung
50 % der Bewohner/innen in Neumünden sind informiert und wurden und werden aktiv beteiligt (quantitative Messung u. qualitative Beurteilung im Rahmen der Fortschreibung des Integrationskonzeptes)
Kriterium
Beschreibung
Multiethnische Bewohner/innen im Stadtteil nutzen die Einrichtung zu selbst gewählten Themen; ehrenamtliche Aktivitäten werden periodisch erfasst und gefördert.
Kriterium
Beschreibung
Stärken-Schwächen-Analyse wird bei der Weiterentwicklung der Arbeit eingesetzt. (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität)
Kriterium
Beschreibung
aus einem ziel- u. ressortübergreifenden Denken werden Netzwerke und Kooperationen abgeleitet bzw. für das Begegnungszentrum genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Kreis- und Stadtpolitik u. Verwaltung sind in den Entwicklungsprozess des Begegnungszentrums einbezogen und unterstützen eine überkommunale Gesamtstrategie
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro, Fachbereich Jugend, Gleichstellungsstelle, Partnerschaft für Demokratie, Jobcenter ,Ausländerbehörde, Gesundheitsamt, Fachbereich Soziales,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Arbeit und Berufsförderung Südniedersachsen (GAB), AWO Kreisverband Göttingen, Deutsches Rotes Kreuz, Jugendhilfe Südniedersachsen (JSN), Jugendhilfemünden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Moscheeverein Hann. Münden, Kneippverein, Ein.münden, Geschwister-Scholl-Haus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Bildung, Grund- und weiterführende Schulen aus Hann. Münden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Moscheeverein, Kirchenkreis Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationslotsen, Ehrenamtliche Bürgerinitivative Ein.münden
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
INGE- Integrativer Gesundheitstreff
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ann-Kathrin Büdenbender
| Funktion | Gemeinwesenarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Für mehr Gesundheit, Bewegung und Wohnbefinden im Stadtteil.
Projektbeschreibung
Im vergangenem Jahr wurde der Antrag bei der Förderung "Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement" zur Einrichtung eines integrativen Gesundheitstreffs im Stadtteil bewilligt. Die Arbeit begann im August 2017 und läuft bis zum 31.12.2018. Ziel war/ist es, das Thema Gesundheit sichtbar zu machen und dauerhaft im Stadtteil zu verankern sowie Sport und Gesundheit als Mittel der Integration zu nutzen. Es wurde eine Koordinationsstelle geschaffen, welche die Entwicklung von Gesundheitskompetenz und Integration im Stadtteil unterstützt. Einige Ziele konnten noch nicht erreicht werden. Das Vorhaben scheint zu groß für den derzeitigen Projektzeitraum. Aus diesem Grund stellen wir erneut einen Antrag sowie, um die zum Teil erreichten Ziele zu verstetigen. Dazu gehört die Verstetigung des Netzwerkes sowie die nachhaltige Schaffung von Zugängen zu Informationen und Beratungsangeboten. Eine Fortführung des Projekts mit fokussierten Zielen ist wichtig, um die bereits geleistete Arbeit nachhaltig zu sichern und begonnene Kooperationen und aussichtsreiche Vorhaben nicht zu verlieren. So konnte bspw. das ansässige Familienzentrum sowie die Stadt Hildesheim dafür gewonnen werden, einen Antrag für den Investitionspakt Soziale Integration einzureichen, der es ermöglicht, in einer etablierten Einrichtung einen großen, barrierefreien Bewegungsraum zu integrieren. Des Weiteren wurden wichtige Kontakte zu regionalen Sportvereinen, zum Gesundheitsamt und weiteren Einrichtungen aufgenommen, diese nach Beendigung des Projektes zu verlieren wäre fatal für die Entwicklung im Stadtteil. Um einen Beitrag zur Integration zu leisten wurden verschiedene migrantische Gruppen und Einrichtungen aufgesucht und beraten/informiert sowie gemeinsame Projekte umgesetzt. Darüber hinaus leistet die bisherige Arbeit einen wichtigen Teil zur Gemeinwesenarbeit im Stadtteil, die durch ein breites Themenspektrum unterstütztwird, jedoch auf Kontinuität bei der Aktivierung von Bewohner*innen angewiesen ist. Durch den Einsatz der Koordinierungsstelle INGE Integrativer Gesundheitstreff, sollen Angebote in den Stadtteil geholt werden, neue Orte für Bewegung und Gesundheit geschaffen werden und das Netzwerk zu Gesundheit aktiviert bleiben.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Hildesheimer Nordstadt ist ein bunter und vielfältiger Stadtteil mit rund 11000 Einwohner*innen, in dem alle sozialen Schichten und Milieus vertreten sind. Hier ist eine Vielzahl verschiedener religiöser bzw. Werte-Gemeinschaften ansässig. Zugleich sind hier mehr Transferleistungen zu finden sowie zunehmend mehr Menschen mit Behinderungen. Der Anteil an Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist hier höher als in anderen Stadtteilen, es gibt viele Einpersonen-Haushalte und günstige Wohnungen, worin ein möglicher Grund für die zunehmende Anonymisierung und Fluktuation liegen könnte. Hier befindet sich die städtische Unterkunft für Flüchtlinge sowie die meisten der dezentral angemieteten Wohnungen für Geflüchtete. Um die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen im Quartier noch stärker zusammenzubringen und die Potenziale der Bewohner*innen zu aktivieren, wurde im Jahr 2012 von der Stadt Hildesheim und der Lebenshilfe Hildesheim das Projekt "Gemeinwesenprojekt Nordstadt.Mehr.Wert" initiiert. Mit Kooperationspartnern und Akteuren aus dem Quartier wurden viele Projekte und Aktivitäten durchgeführt. Dadurch konnten Themen, wie Kindheit und Jugend, der Sozialraum und Kultur*en, bearbeitet. Gesundheit wird seit 2013 in der Nordstadt im Rahmen einer Kooperation zwischen der Gemeinweseninitiative Nordstadt.Mehr.Wert und der Hochschule Hildesheim/Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit bearbeitet. Darauf aufbauend wurde beispielsweise ein Aktionsplan "Gesundheit" erarbeitet (2013) sowie ein Gesundheitswegweiser (2015) und zuletzt ein Leitbild Gesundheit im Rahmen des Aktionsplans Nordstadt 2022 (2016). Alles in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Gesundheit.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Nordstadt
Beschreibung
Das Projektgebiet begrenzt sich auf den Hildesheimer Stadtteil Nordstadt. Die Hildesheimer Nordstadt liegt am nördlichen Stadtrand der Stadt Hildesheim. Das Gebiet Nordstadt wird begrenzt durch die Eisenbahn im Süden (ergänzt um den Langen Garten, die Stadtwerke und den Pferdeanger), dem Fluss die Innerste im Westen (ergänzt um Teile des Mastbergs), die Gemeindegrenze zu Giesen und Harsum im Norden und einer gedachten Linie um den Flugplatz herum und entlang der B6 sowie des Kennedydamms im Osten.
Einwohnerzahl
10996
Quelle / Anmerkungen
Stand 12/2017, Stadt Hildesheim
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Ein Teil der Nordstadt, genauer die nördliche Nordstadt ist seit Januar 2017 im Programm der Sozialen Stadt. Die Begründung, dennoch einen Antrag im Förderprogramm "Gemeinwesen und Quartiersentwicklung" zu stellen liegt an der thematischen Besonderheit. Wir möchten Gemeinwesenarbeit mit Gesundheit, Sport und Integration verbinden und eine räumliche wie personelle Ressource schaffen, dies umzusetzen. Die Menschen in der Nordstadt sind sehr vielfältig, ein hoher Anteil davon sind Kinder und Jugendliche, bezieht Transferleistungen, hat Migrationshintergrund oder Fluchterfahrung. All diese besonderen Merkmale führen zu Konflikten und einem besonders hohen Handlungsbedarf in der Nordstadt. Durch eine starke Gemeinwesenarbeit ist es bereits in den vergangen Jahren gelungen, einige Ziele zu erreichen und durch die Programme CTC - Communities that Care und "Soziale Stadt" kann dies nun in einem bestimmten Bereich, der nördlichen Nordstadt, weitergeführt werden. Durch den vielfältigen Handlungsbedarf ist dies aber nicht ausreichend, auch weil der Anteil der Gemeinwesenarbeit sich durch die neuen Aufgaben andernfalls reduziert. Nach gut einem Jahr im Programm "Soziale Stadt" kann noch deutlicher betont werden, dass die klassische Gemeinwesenarbeit anteilig abnimmt und eindeutig weitere Programme eingesetzt werden müssen, die sich spezifischen Themen widmen, welche die Soziale Stadt nicht leisten kann und auch Themen flexibler aufgreifen kann, die im gesamten Stadtteil, und eben nicht nur in der "nördlichen Nordstadt" aktiv werden wie beispielsweise der Aufbau eines Stadtteilvereins. Mit der beantragten Förderung soll nach wie vor die vorhandene Gemeinwesenarbeit unterstützt aber vor allem ausgebaut und auf mehr Themen und Gebiete ausgebreitet werden.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kinder bis 15 Jahre, 2017, Stadt Hildesheim
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
15 bis 15 Jährige, Stadt Hildesheim, 2017
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ab 65 Jahre, Stadt Hildesheim, 2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, 2014
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, 2017
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, 2017
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
2013_stadtkarte_m15000.pdf
(665.27 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der integrative Gesundheitstreff setzt an der vorhandenen, aber durch Aufgabenverlagerung reduzierten Gemeinwesenarbeit an und möchte Menschen in ihrer Lebensumwelt fördern. Durch gezielte Angebote und aktivierende Maßnahmen im Stadtteil kann die Lebensqualität im direkten Umfeld der Bewohnenden verbessert werden. Der Fokus liegt auf den Bedürfnissen und Wünschen der Wohnbevölkerung. Zentral sind hier die bereits erfolgten und noch auszuweitenden Bedarfsanalysen und (aktivierenden) Befragungen. Vor allem im Bereich Gesundheit ist Empowerment ein zentrales Ziel, also die Befähigung der Menschen sich selbst zu bilden und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Gefördert werden dabei die Selbsthilfekräfte und Eigeninitiative mit einer ressourcenorientierten Perspektive, die die Potentiale der Menschen in der Nordstadt aber auch des Stadtteils selbst forciert. Der integrative Gesundheitstreff soll alle Bewohner*innen in der Nordstadt erreichen und zu einem besseren Verständnis unter den Generationen und Kulturen beitragen, mit Hilfe von zielgruppenübergreifenden Angeboten. Darüber hinaus werden ein bereichsübergreifender Ansatz sowie Kooperation und Koordination die zentralen Aufgaben im Gesundheitstreff sein. Es gilt die Potentiale und Kompetenzen der Expert*innen im Stadtteil zu nutzen und Anknüpfungspunkte zu finden, um Interventionen bezogen auf Einzelfälle, Gruppen und Aktionen zu planen und gemeinsame Projekte zu entwickeln und durchzuführen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht wenn es mehr Räume für Gesundheit und Bewegung gibt und wenn sich INGE als eine Anlaufstelle zu Gesundheitsthemen etabliert hat
Kriterium
Beschreibung
mehr Kooperationspartner*innen Angebote in der Nordstadt vorhalten und sie bei der Entwicklung des Stadtteils positiv mitwirken
Kriterium
Beschreibung
Erreicht wenn die Angebote verschiedene Zielgruppen erreichen, ihnen Raum zum "unter sich sein" bieten aber auch Kommunikation und Kontakt über die Generationen/ Kulturen/Hintergründe hinweg ermöglichen
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
MiMi- Mit Migranten Für Migranten, Interkulturelles Gesundheitsprojekt, Landkreis Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim, Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Herman-Nohl-Schule, Ausbildungsgang Heilerziehungspflege
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Reha-Akademie Ausbildungsgang Heilerzeihungspflege
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsleitstelle Stadt Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stabsstelle für Migration und Integration, Landkreis Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Maluki, Stadt Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther-Kirchengemeinde Hildesheim, Nordstadt und Drispenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Hildesheim e.V., Programme Rucksack und Griffbereit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialdienst katholischer Frauen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Johanniter, Flüchtlingshilfe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie Himmelsthür, medizinische Leitung, Beratungs- und Begegnungsstätte "Treffer"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Hildesheim, Stadtteilmütter
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
PInsel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Stephanie Thiering
| Organisation | EJF gemeinnützige AG |
|---|---|
| Funktion | Bereichsleitung |
2. Kurzbeschreibung
niedrigschwellige Projektarbeit als Motor für Integration
Projektbeschreibung
Über die „P(roduktions)Insel“ sollen ein Netzwerk zur Nachbarschaftshilfe sowie die Integration in den Arbeitsmarkt entstehen. Gemeinsam mit Bewohnern des Bezirkes, Langzeitarbeitslosen und Jugendlichen mit Vermittlungshemmnissen sollen über einen niedrigschwelligen Einstieg durch gemeinsame handwerkliche Arbeitsgelegenheiten ihre sozialen Fähigkeiten in einer Gruppe sowie ihre fachlichen Fähigkeiten bei der Planung und Durchführung von verschiedenen Arbeiten erweitern, um so ihr Quartier mit Aktivitäten und kleinen Projekten zu verschönern. Arbeitsbereiche sind eine Kreativwerkstatt sowie eine Back- und Kochstraße, so dass die Teilnehmer kulinarische Kleinigkeiten ihres Herkunftslandes zum Selbstkostenpreis anbieten. Viel genutzte sowie brachliegende Flächen sollen z.B. mit selbstgebauten Hochbeeten verschönert und als Treffpunkte etabliert werden. Die Teilnehmer erfahren eine erhöhte Identifikation mit ihrem Stadtteil und den Nachbarn, es wird stärker auf die Instandhaltung geachtet und die Wertigkeit durch das Einbringen der eigenen Arbeitskraft erhöht sich. da vor allem in der Quakenbrücker Neustadt viele Jugendliche ohne Schulabschluss und Aussicht auf eine Arbeitsstelle wohnen, soll bei Ihnen das Bewusstsein entstehen, dass durch eigenes und gemeinschaftliches Tun das Wohnquartier eine Aufwertung erfährt und handwerkliche Tätigkeiten Spaß machen können. Gespräche mit Ehrenamtlichen können die Bedeutung eines Schulabschlusses sowie einer abgeschlossenen Ausbildung hervorheben. Die Erkenntnis, mit dem eigenen Handeln etwas für sich und andere bewirken zu können ist der erste Schritt, um die Integration in das Gemeinwesen und in eine langfristig orientierte Erwrbstätigkeit erfolgreich zu schaffen. In diesem Prozess werden alle Teilnehmer eng von Sozialpädagogen und Anleitern mit fachspezifischem handwerklichen Hintergrund in den unterschiedlichen Prozessstufen begleitet und in ihrer Entwicklung gefördert. Bei Teilnehmer, die über die MaßArbeit Grundsicherung erhalten, werden die Fortschritte monatlich besprochen, um bei guten Erfolgen eine Vermittlung der Teilnehmer in eine Einstiegsqualifizierung, in Arbeit oder Ausbildung zu erreichen. Um die Qualifizierung positiv zu bestärken werden die Teilnehmer weiterhin von dem Sozialpädagogen im Betrieb besucht, um gemeinsam mit den Arbeitgebern Entwicklungsgespräche zu führen. Wird keine weitere Unterstützung bei dem Nachgehen von Arbeit oder Ausbildung benötigt, ist die Reintegration gelungen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der Samtgemeinde, insbesondere in Quakenbrück, gibt es eine große Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, bei denen eine gute Schulbildung sowie das Erlernen eines Berufes oder das Ergreifen einer Arbeit eine geringe Bedeutung haben. Die angezeigten Schulpflichtverletzungen sind relativ hoch, so dass es in der Samtgemeinde Artland derzeit zwei Projekte zum Abbau von Sozialstunden gibt. die Hprde, den Schulbesuchwieder regelmäßig aufzunehmen, ist bei einige Jugendlichen aufgrund ihrer kulturellen Prägung und dem Miteinander in der Peer-Group relativ hoch. Aufgrund der unterschiedlichen Sozialisationen der verschiedenen Migrantengruppen erscheint ein miteinander Leben ohne gezielte Projektarbeit schwierig. nur durch gemeinsames Handeln und miteinander sprechen können die Werte, Normen und Befindlichkeiten des Gegenübers angehört und respektiert werden, ohne dass sich für das eigene Leben gerechtfertigt werden muss. Hervorzuheben sind bei einer Migrantengruppe die noch klassische Aufteilung der Männer- sowie Frauenrolle, nach der die Jungs dazu erzogen werden der Ernährer der Familie sein zu müssen, während für die Mädchen eine frühe Heirat inklusive Kinderwunsch vor einem Schulabschluss oder einer Ausbildung stehen. Daneben lassen sich Jugendlichen und junge Erwachsene ausmachen, die aufgrund fehlender sozialer, ökonomischer oder kultureller Ressourcen schlechtere Chancen für eine gute Schulbildung haben und sich einen Bildungsaufstieg nur mit viel Mühe erarbeiten können.
5. Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Gemeinwesenarbeit stellt einen Ansatz der Sozialen Arbeit dar, bei dem gemeinsam mit den Teilnehmern versucht wird, die Lebensqualität in ihren Wohnquartieren zu steigern. Zudem sollen Problemlagen, die das Miteinander im Quartier beeinträchtigen aufgegriffen und durch gezielte Handlungsansätze langfristig gelöst werden. Gemeinsam mit dem Sozialpädagogen und den Anleitern für die Arbeitsbereiche "Kreativwerkstatt" und "Back- und Kochstraße" sollen mit den Teilnehmern Ideen entstehen und umgesetzt werden, die ein gemeinsames Miteinander der unterschiedlichen Generationen, Kulturen und Migrationsgeschichten ermöglichen. Der Sozialpädagoge und die Anleiter bringen sich dabei aktiv in das Geschehen ein und helfen, Hürden des Miteinanders zu verringern und abzubauen. Zudem soll über die Integration in das Arbeitsleben eine Möglichkeit geschaffen werden, das Selbstwertgefühl des Einzelnen zu stärken und Kompetenzen zu erlernen, die auf unterschiedliche Arten wieder dem Gemeinwesen zu gute kommen.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk gemeinnützige AG betreibt in der Quakenbrücker Neustadt ein Mehrgenerationenhaus, in dem unterschiedliche Angebote für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Erwachsene und Senioren für einen geringen Kostenbeitrag angeboten werden. Ehrenamtliche begleiten einen Seniorenmittagstisch oder engagieren sich als Lesepaten. Über das Projekt "Jugend stärken im Quartier" sollen durch den Jugendcoach und den Berufsstarter Jugendlichen ohne institutionelle Anbindung aufgesucht und an bestehende Angebote in der Stadt oder der Samtgemeinde Artland angebunden werden. Mit ihnen wird an ihren persönlichen Entwicklungshemmnissen gearbeitet, so dass sie im besten Fall einen Hauptschulabschluss erwerben und in eine Einstiegsqualifizierung, eine Ausbildung oder in Arbeit weitervermittelt werden können. In dem Projekt "Deine Chance" bauen Schulverweigerer die vom Gericht auferlegten Sozialstunden am Nachmittag in gemeinnützigen Einrichtungen ab. Aufgrund der langjährigen Aktivitäten im Gebiet verfügt das EJF über ein gut ausgebautes Netzwerk an Kooperationspartner in der Samtgemeinde Artland. Zudem sind die Sozialarbeiter im Gebiet bekannt und werden bei Problemen auch direkt von den Jugendlichen oder ihren Eltern angesprochen und um Rat gefragt. Zudem gibt es in allen Gemeinden einen guten Zugang zu den jeweiligen Bürgermeistern und den Ratsmitgliedern, so dass die Umsetzung einzelner Maßnahmen durch geringen Aufwand realisiert werden können.
11. Medien
Galerie