Wir machen Nachbarschaftshilfe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Elke Menzel-Schäfer
| Funktion | Ehrenamtskoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftshilfe als Unterstützungssystem für Bürgerinnen und Bürger zum Austausch und für Hilfsangebote für alle Altersgruppen
Projektbeschreibung
Durch die Schaffung einer Nachbarschaftshilfe in Lehre sollen die Bürger und Bürgerinnen der Gemeinde Lehre Hilfe zur Selbsthilfe erfahren. Durch die Schaffung eines breiten Netzwerkes aus Vereinen, Politik, der Gemeinde Lehre, dem DRK, den Kirchen, Seniorenstützpunkt, Sportvereinen und freien Trägern, / können Angebote geschaffen werden, wie z.B. Energieberatung, Seniorenkreise, Sprachkurse und vieles mehr. Eine breitgefächerte Öffentlichkeitsarbeit (Gemeinde, DRK, Social Media und Infostände vor Supermärkten) bringt die Angebote zu den Bewohnern. Durch das Einstellen einer Fachkraft für Gemeinwesenarbeit gibt es eine direkte Ansprechmöglichkeit im Sozialshop. Finden aktuell nur etwa 5 Menschen pro Woche mit Ihren Anliegen Gehör und die Anliegen können nicht weiterverfolgt werden, könnten mit der Nachbarschaftshilfe zukünftig 20 Menschen pro Woche Ihr Anliegen äußern und diese Themen bearbeitet werden . Im Sozialshop entsteht ein Büro, um die Anliegen aufzunehmen und z.B. Ehrenamt für Besuche von Senioren zu organisieren. Senioren berichten in den Seniorenkreisen, dass sie mit dem Buchen von Online-Terminen nicht zurecht kommen. So können Sie nur durch Hilfestellungen Termine bei Ärzten, Optikern, Hörgeräteakustikern oder dem Flexo-Bus der Region erledigen. Da aber Familienangehörige oft nicht vor Ort leben oder einfach nicht vorhanden sind, bleiben die Hilfestellungen aus. Das Verlassen der Wohnung für Spaziergänge stellt sie vor weitere Herausforderungen da die Seh-und Hörfähigkeit nachlässt. Hier könnten Freiwillige der Nachbarschaftshilfe unterstützen, auch beim Begleiteten eines Erstbesuches der angebotenen Seniorenkreise, oder beim Recherchieren einer Beratungsstelle. Es werden regelmäßige Treffen zwischen der Sozialkoordinatorin der Gemeinde Lehre, den Netzwerkpartnern und der Nachbarschaftshilfe organisiert mit dem Ziel, die Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger auszutauschen und aktuelle Angebote zu gestalten. Die Gemeinde Lehre bezieht die Nachbarschaftshilfe in die langfristige Planung ein. Die Gemeinde Lehre stellt zentral im Ortskern von Lehre einen Raum zur Verfügung, wo Klönstunden, Kleiderbörsen oder Stammtische organisiert werden.
Laufzeit
2025-09-15 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Als DRK KV Helmstedt e.V. betreiben wir seit über 3 Jahren ein soziales Kaufhaus in der Ortsmitte von Lehre, das an vier Tagen in der Woche öffnet. Viele junge geflüchtete Menschen besuchen uns an fast jedem Öffnungstag, sie haben Langeweile, haben keinen Treffpunkt und suchen vor Ort eine Möglichkeit Kleidung zu erwerben. In Lehre sind ca. ein Viertel der Bevölkerung Menschen über 65 Jahre. Die Seniorinnen und Senioren kommen auf ein Gespräch vorbei, da sie sich eine Frühstücksrunde im benachbarten Café nicht leisten können. Der DRK Shop bietet keine Sitzmöglichkeit, somit ist das Verweilen eine körperliche Anstrengung. Die voranschreitende Digitalisierung hat vieles verändert. So sind Termine in Arztpraxen, den Optikern und vielen anderen Bereichen nur noch online möglich. Dies überfordert die ältere Generation, sie benötigen Hilfestellungen oder die Möglichkeit, diese Schritte zu üben. Alleinstehende Menschen,87 in Lehre, berichten über Ängste und Sorgen bezüglich der steigendenden Energiekosten. Viele Menschen in der Region melden zurück, dass sie einsam sind und sich Ansprechpartner wünschen. Es sind Menschen aus den unterschiedlichsten Altersgruppen: junge und alte Menschen, Alleinerziehende, Menschen mit Fluchterfahrung oder Menschen mit Beeinträchtigung. Ihnen fehlen Familienstrukturen, Hilfestellungen werden benötigt, weil Familienangehörige nicht vor Ort leben. Die Mitarbeitenden des Sozialshops können sich die Anliegen anhören aber nicht weiter verfolgen. Sie geben die konkreten Bedarfe an das DRK und die Sozialkoordinatorin der Gemeinde Lehre weiter. Daraus erwuchs die Bedarfsentwicklung einer Nachbarschaftshilfe mit einer hauptamtlichen Fachkraft.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Die Gemeinde Lehre
Einwohnerzahl
4200
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia/ Homepage Landkreis Helmstedt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
doc03155820250220095825.pdf
(238.46 KB)
zahlen_gemeinde_lehre.pdf
(272.65 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir schaffen einen Raum sozialer Begegnung, erfragen auch durch Infostände, Spaziergänge, Treffen in der Gemeinde die Bedarfslagen der Bürgerinnen und Bürger. Die Gemeinde Lehre stellt einen Raum mit Küche zentral in der Innenstadt zur Verfügung. Es können so unterschiedliche Formate zu Gesprächen ins Leben gerufen werden. Durch die Netzwerkarbeit mit der Gemeinde werden die Anliegen verfolgt und eine nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation angestrebt. Auch das gesundheitliche Wohl soll berücksichtigt werden. Angebote gegen Einsamkeit geschaffen werden.
Methoden
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Charlotte Salzmann, Gemeinde Lehre Fachbereich 30 Soziales Sozialkoordinatorin
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jutta Schnelle, Lehrscher Bote-Rundschau
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ilonka Bachmann, Seniorenstützpunkt LK Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jonas Stark, Pfarrer ev.-luth. Kirchengemeinde Lehre-Brunsrode
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bernward Mnich, Pfarrer kath. Kirchengemeinde St. Marien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oliver Dieckmann, Freiwilligenagentur Lehre
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Nachbarschaftshilfe ist ein Teil der langfristigen Planung der Gemeinde Lehre. Die Gemeinde Lehre möchte das Projekt möglichst auch nach der Förderung weiterführen und unterstützen. Das soll nach Möglichkeiten in der Haushaltsplanung 2028 berücksichtigt werden. Die Sozialkoordinatorin der Gemeinde Lehre war an der Antragsstellung beteiligt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nachbarschaftsbüro Dorftreffpunkt Beim Alten Haarmeyer
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulf Dieckmann
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftsbüro Dorftreffpunkt Beim Alten Haarmeyer
Projektbeschreibung
Die bisherige Arbeit der GWA der Samtgemeinde (SG) Neuenkirchen wird an die „Dorftreff Beim Alten Haarmeyer gGmbH“ überführt, dort soll ein Nachbarschaftsbüro (NB) entstehen. Diese gGmbH ist ein Zusammenschluss der Kirchengemeinde, der SG Neuenkirchen und der Gemeinde Neuenkirchen. Dieser Zusammenschluss wurde notwendig, da die Gesellschafter alleine nicht eine nachhaltige Finanzierung der GWA gewährleisten können. Dieser Zusammenschluss ermöglicht die gemeinsame Umsetzung von Projekten zur Förderung der GWA. Es wurde im Vorfeld eine Sozialraumanalyse und ein Konzept zur GWA erarbeitet. Dieses Konzept wurde gemeinsam erarbeitet und vom Aufsichtsrat der gGmbH, dem Kirchenvorstand und dem Rat der SG Neuenkirchen beschlossen. Handlungsbedarfe zeigten sich im Bereich der Armut bei Kindern/ Jugendlichen und im Alter. Es wurde auch deutlich, dass der Anteil der Neubürger steigt. Auch hier gibt es wenig Angebote für Neubürger (egal welcher Herkunft). Aus der bisherigen Arbeit im Bereich der Gemeinwesenarbeit (Kleine Hilfen, Dorfküche Voltlage) wird u.a. auch eine Vereinsamungsproblematik deutlich. Diese Problemstellungen sollen vor Ort in den Treffpunkten der Samtgemeinde mit hauptamtl. Unterstützung durch das Nachbarschaftsbüro gearbeitet werden. Alle sozialen Akteure, die Kirche und die Kommune möchten gemeinsam intensiv an diesen Problemlagen arbeiten. Ziel ist u.a. eine gemeinsame Lenkungsgruppe besteht aus Vertretern der Kirche, der SG Neuenkirchen, der Ortbürgermeister, den Dorfmoderatoren und Vertretern der Dorftreffpunkte Merzen, Neuenkirchen u Voltlage zu bilden. Diese Gruppe wird aktiv die Bedarfe der Bürger/innen bearbeiten und sich gemeinsam an Lösungen der Problemlagen arbeiten. Die im bisherigen Projekt der GWA tätige Sozialarbeiterin soll vor Ort erhalten bleiben und im diesem Projekt nahtlos weiterarbeiten. Beratungs- und Dienstleistungsangebote (Schuldner-, Bildungs- , Rentenberatung) die bisher dezentraler im Gebäude der Drehscheibe zu finden waren, werden im Dorftreffpunkt Haarmeyer etabliert. Die gGmbH ist Eigentümerin einer ehemal. Traditionsgaststätte aus den 50er Jahren. Diese wird aktuell mit Fördergelder aus der ZILE Richtlinie kernsaniert u. im April 2025 eröffnet wird. Das Gebäude ermöglicht der GgmbH, Erträge aus Vermietungen von Räumen wie Musikstudio, Co-Working-Pace etc. zu generieren. Die Ertragshöhe ist aktuell noch nicht abschätzbar, deshalb wird eine Anschubfinanzierung für das NB notwendig
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der SG Neuenkirchen ist der ÖPNV mäßig ausgebaut, Fußgängerzonen mit Geschäften oder Lokalen gibt es nicht. Die SG kämpft mit Weg-Zügen von jungen Menschen und Senioren. Neu Zugezogenen Bürger haben es schwer in eine stark konservative, kath. , heimat- u. ortverbunden Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Die Gesamtbevölkerungszahlen sinken, das Durchschnittsalter steigt. Viele insbes. ältere Bürger leben alleine, sind von Einsamkeit u. Armut betroffen u. auf Hilfen angewiesen. Diese Ergebnisse sind belegt im Datenteil der Sozialraumanalyse im Projekt Gute Nachbarschaft und wird durch den Einsatz von Ehrenamtlichen in der SG Neuenkirchen bestätigt. Diese Themen wurden der Politik, der Kirche u. den Ehrenamtlichen vorgestellt, sie sollen nun gemeinsam angegangen werden. Aufgrund der allgemein angespannten Haushaltslage der Kirche (viele Austritte vor Ort = weniger Geld für die Kirchengemeinde vor Ort) u. der Kommune ( kurz vor der Haushaltssicherung durch steigende Preis, Rückgang der Steuerkraft, einmalig hohe Abschreibung in Höhe von 400.000 € für das Projekt Dorfcampus in 2025), ist es notwendig die vorhandenen Strukturen u. Ressourcen der Kirche und der Kommune miteinander zu vernetzten, deshalb entstand die gGmbH. Kommune/ Kirche und gGmbH haben gemeinsam an einem Konzept zur GWA gearbeitet. Ziele und Maßnahmen des Konzeptes soll nun mit Unterstützung der gGmbH insbesondere des NB umgesetzt werden. Die gGmbH benötigt eine Anschubfinanzierung zur Realisierung des NB, ansonsten ist das Projekt nicht zu finanzieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Neuenkirchen
Beschreibung
Die Samtgemeinde Neuenkirchen liegt im südwestlichen Niedersachsen im Nordteil des Landkreises Osnabrück und ist somit Teil der Region Weser-Ems. Sie besteht aus den Mitgliedsgemeinden Merzen, Neuenkirchen und Voltlage. Die Samtgemeinde Neuenkirchen ist ein sehr ländlich gelegener Ort mit ca. Fläche: 152,81 km² Fläche. Sie ist die am dünnsten besiedelte Gemeinde im ländlich strukturieren Landkreis Osnabrück und liegt mit 68 Einwohnern je Quadratkilometer weit unter dem niedersächsischen Landesdurchschnitt von 163 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Samtgemeinde verfügt über einen typischen dörflichen Charakter und steht beispielhaft für viele Kommunen im wirtschaftlich starken nord-westlichen Niedersachsens
Einwohnerzahl
10820
Quelle / Anmerkungen
https://www.neuenkirchen-os.de/rathaus-politik/verwaltung/zahlen-daten-fakten
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/
Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen
Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/
Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen
Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/
Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen
Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/
Arbeitslose Menschen: hier wurde behelfsmäßig die Anzahl der Empfänger SGB II Bürgergeld-Leistung und SGB III Arbeitslosengeld-Leistungen als Indikator hinzugezogen
Auswertung Langzeitarbeitslose: SG Neuenkirchen: 49 Pers. ; Landkreis OS 2.554 Personen
Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen
Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/
Altersgruppenauswertung unter 25 Jahre
Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen
Gesamtgebiet: Landkreis Osnabrück
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier liegen leider keine Zahlen vor
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://opendata.regio-gmbh.de/lkos/#/
Projektgebiet: Samtgemeinde Neuenkirchen
Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier liegen leider keine Daten vor
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier liegen keine Daten vor
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier liegen keine Daten vor
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
lage_dorftreffpunkt_beim_alten_haarmeyer.pdf
(403.63 KB)
2025_karte_sg_neuenkirchen.pdf
(925.8 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die gGmbH möchte ein NB als Zentrum für die GWA errichten. Ziel des NB sind die Schaffung von Begegnungs-möglichkeiten, hierzu unterstützt die hauptl. MA die Ehrenamtlichen in der Dorfküche Voltlage, im neu eröffneten Dorftreffpunkt Haarmeyer u. in Merzen im Dorfgemeinschaftshaus bzw. Dorfcampus. Das NB steht jedem Bürger offen, es ist Anlaufstelle um erste Bedarfe/ Ideen zu besprechen. Insbesondere neu zugezogene Bürger finden im NB viele Informationen zu Aktivitäten in den Treffpunkten. Die Arbeit des NB findet auch außerhalb des Büros statt, auf Dorffesten, durch aktive aufsuchende Aktivierung der Bürger, Durchführung von Beteiligungsformaten u. den persönlichen Gesprächen im Sinne einer Geh-Struktur. Diese Ziele wurden auch im Konzept der GWA der SG MK vereinbart (s. Konzept S.15). Die Bedürfnisse der Bürger stehen im Vordergrund, zusätzlcih werden die Bedarfe aus der Sozialraumanalyse wie Vereinsamung, Armut von Kindern u. Senioren u. die Integration von Neubürgern gemeinsam mit einer Lenkungsgruppe bearbeiten. Diese Gruppe besteht aus Vertretern der Kirche, der Kommune, der gGmbH, den Dorfmoderatoren u. Vertretern aus den Dorftreffpunkten. Sie trifft alle Entscheidung zur GWA kollektiv (s. hierzu Organisation der Lenkungsgruppen Konzept S.19). Die LK-Gruppe hat auch die Möglichkeiten Bedarfslagen direkt über die Ortbürgermeister bzw. den Samtgemeindebürgermeister in die Politik zu geben. Über die Kommune kann Fachwissenwie z.B. Sozialarbeiter hinzugezogen werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bürger/innen der Samtgemeinde Neuenkirchen die drei Dorftreffpunkte regelmäßig besuchen. Die Bürger/innen sich der hauptamtlichen Kraft gegenüber öffnen und ihre Sorgen u. Bedarfe mitteilen und bereit sind gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten.
Kriterium
Beschreibung
Gründung eines Netzwerkes bestehend aus Kirche, gGmbH, Kommune, Dorfmoderatoren und Ehrenamtl. der Dorftreffpunkte. Regelmäßige Arbeitstreffen zur Lösung von Problemlagen aus der Sozialraumanalyse und Bedarf von Bürger/innen finden statt
Kriterium
Beschreibung
Das gemeinsam erarbeitete u. beschlossene Konzept der GWA wird aktiv mit vereinten Kräften umgesetzt. Nach 3 Jahren wird dieses Konzept fortgeschrieben. Das entstandene Vertrauen wird durch zusätzliche Kooperation ausgeweitet.
Kriterium
Beschreibung
Ressortübergreifendes Denken und Handeln der Akteure vor Ort findet in u.a. in gemeinsamen Aktionen wie Weltkindertag, 72 Std-Aktion, Mit dem Rad binnendür statt. Multiplikatoren für andere Akteure wie Kommunen im Landkreis OS, Land Nds, Bund etc.
Beschreibung
Durchführung von Nachbarschaftsfesten, Aktionen gegen Vereinsamung wie Bürgerspaziergänge, Bingo-Abende, Aufsuchende aktivierende Ansprache von Personen die durch Projekte wie Kleine Hilfe bekannt werden. Erstellung von Programm für Veranstaltungen, etc.
Beschreibung
Förderung des Ehrenamtes durch Ausbildung weiterer Dorfmoderatoren, Juleica- Schulungen, Programmplanungen in allen drei Mitgliedsgemeinden, regelmäßige offene Begegnungsmöglichkeiten schaffen, Sichtbarkeit der GWA auf Dorffesten, Seniorennachmittagen
Kriterium
Beschreibung
Nutzung der bereits vorh. Seniorenanlaufstellen, der Unterstützungsangebote der Kleinen Hilfen,um zu erfahren, welche Personen(gruppen) direkte Ansprache benötigen. Auf Empfehlungen/ Bekanntheit setzten damit ein pers. Kontakt möglich wird.
Kriterium
Beschreibung
Ausbildung von weiteren Ehrenamtlichen (Juleica, Dorfmoderatoren), Unterstützer für z.B. Frühstückstreffs, Walking-Bus, gemeinsame Spaziergänge finden, Ehrenamtssuche,
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Osnabrück, LAG-NOL (Leader), Samtgemeinde Neuenkirchen, Gemeinde Neuenkirchen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theatergruppe Neuenkirchen, Gospel-Chor Neuenkirchen, Kirchenchor Cäcilia, Tanzschule Hülsmann, Kinderchor Neuenkirchen, Blaskapelle Neuenkirchen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Goode-Weg-Schule Neuenkirchen, Kreismusikschule, VHS,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landfrauen Neuenkirchen, Eintracht Neuenkirchen (Dartsportgruppe), Hasetal-Touristik,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eintracht Neuenkirchen e.V, Heimatverein Neuenkirchen e.V:,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hocker-Gymnastik-Gruppe- Landfrauen, Spielgruppe Neuenkirchen ( Kleinkindergruppe),
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Neuenkirchen im Hülsen, Goode-Weg-Schule Neuenkirchen, Kindertagesstätten St. Christophorus u. St. Laurentius, Kinderzentrum Neuenkirchen im Hülsen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Kirchengemeinde St. Laurentius, Ev. Kirche Uffeln, Landjugend, Pfadfinder, Frauengemeinschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Drehscheibe Neuenkirchen, Anfrage von örtlichen Unternehmen für Mitarbeiter Fortbildung nach Eröffnung, Alibaba Imbiss, Kebab Haus, Caterer aus dem Umland, Zusammenarbeit mit verschiedenen Eventfirmen Artika Imbiss,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bersenbrücker Kreisblatt, Neue Osnabrücker Zeitung, NDR Niedersachsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rat der Gemeinde Neuenkirchen, Rat der Samtgemeinde Neuenkirchen, Ortbürgermeister Merzen, Voltlage, Samtgemeindebürgermeister der umliegenden Nordkreiskommunen, Christian Calderone MdL, Anke Henning , Lutz Brinkmann MdB, Thomas Uhlen MdL
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Bürger/innen aus der Samtgemeinde Neuenkirchen, Ehrenamtsgruppe der Dorfküche, Dorfmoderatoren aus der sozialen Dorfentwicklung Merzen- Neuenkirchen , Ehrenamtliche aus der Dorfküche Voltlage
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nach Eröffnung: Beratungsangebot durch: Schuldnerberatungsstellen- Caritas, Sprechstunde des Finanzamtes, Rentenversicherungsberatung, Gerland- Hörgeräte, Heißmangel/ Reinigung Hummert, Bildungsberatung Bildungsbüro des Landkreises,
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Weder Kirche noch der SG NK verfügen über ausreichend Haushaltsmittel zur Errichtung eines NB. Begründung: Bau Dorftreffpunkt+ gehäufte Kirchenaustritte u. kommunal angespannte Haushaltslage durch veränderte Wirtschaftslagen sowie Bau des Dorfcampus mit Dorftreffpunkt ca. 19 Mio. Aufwendungen. Der gGmbH benötigt eine Anschubfinanzierung für das NB vor Ort. Ab Eröffnung können Erträge erwirtschaftet werden. Eine Co-Finanzierungsvereinbarung soll zwischen Kirche u. SG NK abgeschlossen werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: NeNa (Neustädter Nachbarschatz)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Martina Uhlenkamp
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Die Vielfalt der Neustadt bildet einen Schatz, den wir gemeinsam heben wollen!
Projektbeschreibung
Die Quakenbrücker Neustadt weist mit ihrem 46,63 % igen Ausländer*innenanteil einen immensen Gestaltungsbedarf auf, was das Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen angeht. Sie leben mit sehr unterschiedlichen Lebensentwürfen in der Neustadt zusammen. Die unterschiedlichen Vorstellungen führen nicht selten zu Konflikten. Diese Vielfältigkeit stellt gleichzeitig ein Potential da und bietet einen großen Schatz an Ressourcen und Kompetenzen, die planvoll und prozessorientiert für die Neustadt nutzbar gemacht werden können. Im Mittelpunkt des geplanten Nachbarschaftsprojektes NeNa (Neustäter Nachbarschatz) steht die Aktivierung und Beteiligung der Bürger*innen zur Gestaltung ihres Stadtteils. Dabei geht es nicht nur um das Feiern von Festen und Ritualen, sondern auch um soziale und kulturelle Begegnungsmöglichkeiten, um bedarfsgerechte Bildungsangebote und um die Gestaltung öffentlichen Raums. Zentraler Bestandteil der Projektarbeit ist dabei ein moderierter Beteiligungsprozess, der die BürgerInnen mit ihren Ideen und Kompetenzen aktiv in die Umsetzung einbindet. In diesem Zusammenhang ist es geplant, Orte zu identifizieren, die als Anlaufstelle dienen und die BürgerInnen selbstverantwortlich nutzen können, die aber auch gleichzeitig der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Das es an entsprechenden Räumen und Möglichkeiten fehlt, ist eine zentrale Erkenntnis aus einem vorgelegten Projekt, das von einer bulgarisch/türkisch sprechenden Mitarbeiterin durchgeführt wurde. Sie wird eine wichtige Rolle im Projekt NeNa spielen. Eine rumänisch sprechende Mitarbeiterin soll in die Stadtteilarbeit einbezogen werden. Die vernetzte Zusammenarbeit mit Schulen, Kindertagesstätten, Vereinen und Diensten sind ein weiterer wichtiger Aspekt. Die einzelnen Anlaufstellen sollen sichtbarer werden, Hemmschwellen abgebaut, Bildungsangebote und Dienstleistungen zugänglicher gemacht werden. Darüber hinaus werden weitere Gruppierungen durch die Beteiligung der Projektpartner*innen/Multiplikator*innen erreicht. Zur weiteren Aktivierung und Beteiligung aller Bürger*innen wird ein externer Moderator für Beteiligungsprozesse eingebunden. Mit ihm werden Befragungen, moderierte Veranstaltungen und Arbeitskreise mit Bürger*innen und KoopPartnern durchgeführt. Die Ergebnisse werden dokumentiert. Die Ressourcen im Sozialraum und Kompetenzen der Bürger*innen werden in einer Datenbank festgehalten.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Quakenbrück ist eine Stadt im Landkreis Osnabrück mit fast 15.000 Einwohner*innen. Im Stadtteil Neustadt wird mit 46,63 % der höchste Anteil an zugewanderten Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit gezählt. Der Stadtteil ist von der Altstadt und den anderen Stadtteilen durch eine Bahnlinie sichtbar aber auch in den Köpfen der Bürger*innen getrennt. Die Bewohnerschaft (4572 Menschen) ist sehr heterogen und vielfältig: 69 verschiedene Herkunftsländer, Reihenhäuschen neben alten Kasernengebäuden, die heute Wohnzwecken dienen, viele junge Familien mit Kindern aber auch ältere Menschen in kleinen Eigenheimen, die früher als Arbeiter*innen in der großen Fahrradfabrik (Kynast) beschäftigt waren. Bedingt durch die Fleischindustrie gibt es einen hohe Dynamik von Zu- und Wegzügen im Quartier. Viele junge Menschen stammen aus Rumänien, Griechenland, Polen und Bulgarien. Die Wohn- und Lebensbedingungen sind häufig prekär. In den letzten Jahren konnte eine deutliche bauliche Aufwertung des Gebiets durch das Programm „Soziale Stadt“ erreicht werden. Es existieren bis heute viele Vorbehalte, die Neustadt hat ein negatives Image. Viele soziale Akteur*innen arbeiten gut vernetzt an einer stetigen Verbesserung der Situation. Dennoch ist der Zugang zu vielen Bewohner*innen aufgrund der Sprachhürden sehr herausfordernd für beide Seiten. Eine Begegnung der unterschiedlichen Stadtteilbewohner*innen wurde in den letzten Jahren durch eine türkisch- bulgarisch sprechende Mitarbeiterin angeregt und kontinuierlich aufgebaut. Um den Bedarf an dem Zuzug rumänisch sprechender Bewohner*innen zu begegnen ist es geplant, im Tandem mit einer rumänischen Mitarbeiterin zu arbeiten.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Quakenbrück Neustadt
Beschreibung
Die Stadt Quakenbrück ist durch die Bahnlinie in Altstadt und Neustadt getrennt. Die .....
Einwohnerzahl
4572
Quelle / Anmerkungen
Statistikprogramm Samtgemeinde Artland
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Der Gebietsausschnitt des Programms "Sozialer Zusammenhalt" ist nur ein kleiner Teil der Neustadt, der sich auf den Bedarf aus dem Jahre 2004 bezog. Zielgruppen waren zu diesem Zeitpunkt vor allem muslimische Griechen und Arbeitslose, die durch die Insolvenz eines großen Fahrradherstellers Anfang der 2000er Jahre in soziale Notlagen geraten waren. Das Klientel hat sich in wenigen Jahren deutlich verändert Es gibt eine hohe Fluktuation. Durch Wohnraummangel sind auch Personen aus angrenzenden Landkreisen (Fleischindustrie) in die Neustadt gezogen. Im gesamten Stadtteil verzeichnet sich ein erhöhter Zuzug von Geflüchteten und Arbeitsmigrant*innen aus der EU.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
MPS Statistikprogramm der Samtgemeinde Artland (Stand 31.12.2021)
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bei dem Wert handelt es sich um Schätzwert. Offizielle Zahlen sind aufgrund der niedrigen Einwohnerzahl nicht verfügbar. Viele Personen in der Neustadt arbeiten im Niedriglohnsektor und sind auf Hilfe angewiesen.
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
MPS Statistikprogramm der Samtgemeinde Artland. Die tatsächlichen Zahlen sind höher, da in den Einwohnermeldedaten kein Bezug zu Herkunftsfamilien hergestellt werden können.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_nena.pdf
(3.36 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt des geplanten Vorhabens steht die Aktivierung und Beteiligung der BürgerInnen für ihren Stadtteil. Der Prozess wird durch einen externen Moderator für Beteiligungsprojekte über den gesamten Zeitraum begleitet. Mit Bürger*innen des Stadtteils und Vereinen und Partnern aus der Neustadt werden Ideen entwickelt und gemeinsam um gesetzt. Geplant ist die Einrichtung eines Stadtteiltreffs als niederschwellige Anlaufstelle (Neustädter Bürgerschatz), für die Bürger*innen sich eigenverantwortlich zuständig fühlen. Entwickelt werden niederschwellige, bedarfsgerechte Bildungsangebote, die im Stadtteiltreff und bei den beteiligten Partnern im Sozialraum durchgeführt werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Stadtteiltreff ist eingerichtet und selbst organisierte Angebote finden statt
Kriterium
Beschreibung
An den Beteiligungskonferenzen nehmen mind. 20 Bewohner*innen teil und sie bringen sich aktiv mit Ideen ein.
Kriterium
Beschreibung
Es bringen sich mindestens 8 Kooperationspartner (Vereine/Dienste/Einrichtungen) aktiv in die Gestaltung des Stadtteils ein.
Kriterium
Beschreibung
Die Angebote in der Neustadt werden zum Ende des Projektes mehr in Anspruch genommen als zu Beginn der Zusammenarbeit.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Eine bulgarisch (und türkisch) sprechende Mitarbeiterin hat in den letzten Jahren vertrauensvolle Kontakte zu vielen Bewohner*innen der Neustadt aufgebaut. Sie ist im Stadtteil bekannt und wird als Ansprechpartnerin genutzt. Durch die Zusammenarbeit haben sich bereits verlässliche Vernetzungsstrukturen gebildet. Es besteht ein guter Kontakt zu vielen Akteuren in der Neustadt. Durch die in den Nachbarorten ansässigen Firmen der Fleischindustrie kam es zu einem Zuzug, vor allem an rumänischen Mitbürger*innen. Dem gewachsenen Bedarf soll mit einer rumänisch sprechenden Mitarbeiterin begegnet werden. Geplant ist eine Zusammenarbeit im Tandem der beiden Pädagoginnen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Artland, Fachstelle Integration
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
EJF Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk (Mehrgenerationenhaus)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk (Schuldnerberatung, Diakonieshop, allgem. Sozialberatung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement Quakenbrück Neustadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Büro für Behördenangelegenheiten (Landkreis Osnabrück/ Samtgemeinde Artland)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diakonische Stiftung Bethanien (Kindertagesstätten in der Neustadt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Petrus ev.-luth. Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Osnabrück - Fachdienst Jugend Sozialraum I
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Neustädter Nachbarschatz wird nach Ende der Projektförderung weiterhin als Anlaufstelle zur Verfügung stehen. Es hat sich eine Struktur etabliert, in der engagierte Bürger*innen einen festen Platz haben. Die Samtgemeinde Artland wird einen finanziellen Beitrag leisten und den Aufbau einer Freiwilligenagentur forcieren.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
JuLeiQua - Vitalisierung der lokalen Demokratie durch Aktivierung und Teilhabe von mehrfachbelasteten Communities
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sophie Wagner
| Funktion | Leitung Weststadtzentrum |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aktivierung und Teilhabe von mehrfachbelasteten Communities durch Ehrenamt nach Qualifizierung von jungen Erwachsenen anhand eines angepassten JuLeiCa-Konzeptes
Projektbeschreibung
Das Modellprojekt JuLeiQua (Jugendleiter*innen im Quartier) will die soziale Teilhabe von mehrfachbelasteten Communities ermöglichen, um die Lebensverhältnisse u. die soziale Kohärenz in der Weststadt zu verbessern. Zugänge der professionellen GWA zu diesen Gruppen haben wir über die Anliegen von Jugendlichen geschaffen, die vereinzelt auch als soziale Multiplikator*innen in den jeweiligen Communities fungieren. Dieses Potenzial soll zum ersten Mal herausgearbeitet, in koordinierte Bildungs- u. Mitmachstrukturen überführt u. verstetigt werden.
Nach Aktivierung u. niedrigschwelliger Qualifizierung sollen die Selbstorganisations- u. Artikulationsfähigkeit von jungen Erwachsenen ausgebaut werden, um in u. außerhalb ihrer Communities die Selbstwirksamkeit von Mitmenschen u. ihr Engagement in Bereichen wie Prävention, Demokratisierung durch Mitarbeit in Stadtteilgremien, Kooperation mit Akteur*innen durch Ehrenamt, Partizipation in der Nachbarschaftshilfe u. Gestaltung von Veranstaltungen zu fördern.
Als anerkannte niedrigschwellige Multiplikator*innenbildung für junge Menschen ist die JuLeiCa lange etabliert. In der Weststadt erreichen zertifizierte Träger mit ihren Angeboten die Jugendlichen nicht; diese bleiben von diesen Qualifizierungen ausgeschlossen. Andere Akteur*innen im Stadtteil haben vergleichsweise gute Verbindungen zu der Zielgruppe, bieten aber keine Qualifizierung an. Durch innovative Formate soll ein flexibles u. umfassendes Konzept entwickelt werden, das die Ausbildungsstrukturen an die Bedürfnisse u. Vorstellungen der Zielgruppen anpasst u. weitere Kooperationspartner einbezieht, um neue Wirkungsfelder zu erschließen. Das Konzept wird in einem Stadtteil exemplarisch erprobt, der bezeichnend für komplexe Problemstellungen ist.
Das Weststadtzentrum als etabliertes Quartierszentrum dient als Koordinierungsstelle der Kooperationspartner*innen, organisiert Befragungen u. Workshops für Beteiligung u. Konzeptentwicklung, akquiriert u. begleitet die Teilnehmenden sozialpädagogisch, berichtet u. reflektiert in den Fachnetzwerken, leistet ÖA u. initiiert den Aufbau von kommunalen Strukturen zur Verstetigung. So entsteht eine neue Gruppe von Akteur*innen, die inhaltlich u. personell aus dem Quartier kommt, bidirektional die sozialen Interessen der Communities in der GWA widerspiegelt, intergenerationell Menschen aktiviert, Partizipation gestaltet u. dabei die Ressourcen u. Methoden der Träger zur Verbesserung der kollektiven Lebensverhältnisse einsetzt.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Brennpunkte der Weststadt (Rosenwinkel, Hagenweg 20) bestehen großteils aus jeweils geschlossenen Rom*nja-Communities aus Südosteuropa; dazu kommen Menschen aus Asien u. Afrika. Die gemischte Bevölkerungsstruktur u. die prekären Wohnverhältnisse prägen das Image des Stadtteils, führen zu nachbarschaftlichen Spannungen u. zur Exklusion der Bewohner*innen von Wohnungs- u. Arbeitsmarkt.
Unsichere Bleibeperspektiven, prekäre Wohnsituation, materielle Armut sowie fehlende Qualifikationen für den Arbeitsmarktzugang sind symptomatisch für alle Generationen in den Brennpunkten. Bildungsferne Familienhintergründe und scheinbar kaum vorhandenes Interesse, Teilhabechancen wahrzunehmen/einzufordern, bedingen das Miteinander im Quartier. Trotz 12jähriger aktiver Präsenz des WeZet u. der Netzwerkarbeit der Weststadtkonferenz gibt es hier noch keinen stabilen Zugang für die Zusammenarbeit mit verschlossenen Gruppen. Integrations-/Bildungsangebote verfangen in allen Altersgruppen nur sehr schwer. 2021 wurde eine stadtteilweite aktivierende Befragung zur Förderung der Partizipation aller Anwohner*innen bei der Angebotsentwicklung durchgeführt. Rückmeldungen aus den Brennpunkten blieben aus. In der täglichen Arbeit werden aber latenter Bedarf u. zögerliche Nachfrage nach Unterstützung bei Teilhabeversuchen sichtbar. Die Altersgruppe, die diesen über die Daseinsvorsorge hinausgehenden Anspruch formuliert, ist die der jungen Erwachsenen. Hier existiert doch das Interesse, die eigene Zukunft u. das eigene Umfeld aktiv mitzugestalten, aber die eingeschlagenen Bildungswege führen zu einem niedrigen / keinem Schulabschluss u. münden in prekären Beschäftigungsverhältnissen o. im Sozialsystem.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Weststadt
Beschreibung
Die Weststadt bilden vier Stadtgebiete, nämlich 42, 43, 44 und 46. Ein Kartenausschnitt ist angehängt. Im Jahr 2021 lebten im Einzugsgebiet des Weststadtzentrums 7.323 Menschen in 4.118 Haushalte, davon 4 % Alleinerziehende und 52,1% Konfessionslose. Der Anteil der kinderreichen Familien, die auf sehr engem Wohnraum leben, ist 2021 mit 900 Kindern und 1030 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren sehr hoch.
Einwohnerzahl
7323
Quelle / Anmerkungen
Sozialstrukturdaten 2021
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die Weststadt bzw. das Gebiet westlich des Maschmühlenwegs in Göttingen ist seit Ende 2009 ein „Soziale Stadt-Gebiet“. Allerdings sind die Stadtgebiete Egelsberg und Hagenberg sowie weite Teile vom Blümchenviertel und Maschmühlenweg nicht Teil des Förderprograms "Soziale Zusammenhalt". Darüber hinaus ist das Programm Soziale Stadt ein Investitionsprogramm, d.h. die Mittel der Städtebauförderung werden vorrangig für bauliche und planungsvorbereitende Maßnahmen bereitgestellt. Die Investitionen sollen durch Maßnahmen aus anderen Programmen oder Initiativen ergänzt werden. Jahresende 2024 wird das Programm für die Weststadt beendet. Gerade weil "Soziale Stadt" bald abgeschlossen und GWA Projekte durch dieses Programm nicht gefördert, sondern als Ergänzungsmaßnahmen betrachtet werden, ist der Ausnahmefall gegeben. Bereits im 2. Jahr des Projektes wird eine Wirkung über den Rahmen des Quartiers gezielt. Im 3. Jahr des Projekts wird das Projektgebiet auf die Stadt Göttingen erweitert.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2016-2021
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_weststadt_goettingen.pdf
(1.4 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Modellprojekt JuleiQua nimmt sich ausgehend von der Jugendarbeit vor, ein neues Konzept für die GWA unter Einbeziehung der im Sozialraum aktiven städtischen und zivilgesellschaftlichen Initiativen, der Anwohner*innen und des Fachpersonals im Quartier selbst herauszuarbeiten und zu formulieren. Das Projekt entwickelt in Kooperation mit den Teilnehmer*innen konkrete, lebensweltorientierte Bildungs-, Gestaltungs- und Teilhabemöglichkeiten. Grundsätzlich angestrebt wird das Empowerment der Teilnehmer*innen. Kooperations-, Artikulations- und Selbstorganisationsfähigkeit steigen sowohl für die Individuen als auch kollektiv für diese als Gruppe. Wichtigstes Zwischenziel des Projektes ist nach Aktivierung und niedrigschwelliger Qualifizierung das Agieren der jungen Leute im und mit dem sozialen Raum. Die angestoßenen Prozesse wirken so über das Projekt hinaus direkt ins Quartier zurück und führen zu Empowerment und selbst geschaffener Verbesserungsmöglichkeiten der Lebensbedingungen weiterer Personenkreise. Das Projekt ist interkulturell, milieuübergreifend und intergenerationell angelegt. Verschlossene Communities öffnen sich dabei eben DURCH Jugendarbeit und tragen zu einem aktiven, "etwas wollenden" Gemeinwesen in der Weststadt bei. Das Projekt stärkt die Zusammenarbeit der vernetzten professionellen und ehrenamtlichen Akteur*innen im gesamten Sozialraum. Es führt darüber hinaus in der Bewohnerschaft zum Entstehen neuer Akteure und weiterer Zweige des Netzwerks.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Junge Erwachsene organisieren die Beteilung ihrer Communities an der Entwicklung der Angebote und ermöglichen die Partizipation aller Altersgruppen bei der Durchführung von Veranstaltungen
Kriterium
Beschreibung
Selbstverwaltete Räume im Quartier stehen für Begegnung und Veranstaltungen zur Verfügung, die qualifizierten Kinder- u Jugendleiter*innen sind untereinander vernetzt und bringen sich als Unterstützer*innen in Angeboten ein bzw. entwickeln eigene Projekte
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen kennen die strukturellen Möglichkeiten, Vorteile und Ressourcen in ihrem Quartier, erkennen die eigenen Stärken, können Ihre Interesse formulieren, um sie in ihrem Engagement einzubeziehen und weiterzuentwickeln.
Kriterium
Beschreibung
Eine ethnisch heterogene Gruppe von jungen Erwachsenen unterstützt Akteur*innen im Quartier, um generationsübergreifende interkulturelle Veranstaltungen zu organisieren und durchzuführen.
Beschreibung
Durch niedrigschwellige Bildung entstehen neue Angebote in den Bereichen Kultur, Sport u. Soziales bzw. Zusammenleben. Individuelle Arbeitsmarkchancen der Teilnehmenden steigen. Informationen in Muttersprachen zu Themen wie Gesundheit u. Wohnen möglich.
Beschreibung
Die Bewohner*innen und Akteur*innen im Quartier arbeiten bei der gemeinsamen Konzeptentwicklung und Durchführung der Qualifikation sowie bei der Entwicklung von neuen Angeboten zusammen.
Kriterium
Beschreibung
Die Kinder- u. Jugendleiter*innen sind untereinander vernetzt und selbstorganisiert und nehmen z.B. an Sitzungen der Weststadtkonferenz teil.
Kriterium
Beschreibung
Das Netzwerk der „Göttinger Quartiere“ veranstaltet regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept in Zusammenarbeit mit den Stadtjugendring bzw. Stadtsportbund.
Kriterium
Beschreibung
Junge Menschen aus dem Stadtteil unterstützen sprachlich und organisatorisch Bewohner*innen, sich zielgruppenübergreifend mit Themen der Nachbarschaft auseinanderzusetzen und können ihre Ideen in ehrenamtlicher Zusammenarbeit umsetzen.
Beschreibung
Die Bewohner*innen und Akteur*innen im Quartier verfügen über eine klar definierte Struktur für niedrigschwellige Aktivierung und Qualifizierung von Kinder- u. Jugendleiter*innen und nutzen diese regelmäßig, um ihr Interesse zu vertreten.
Kriterium
Beschreibung
Eine Bedarfsanalyse im Austausch mit neuerschlossenen Zielgruppen wird durchgeführt, fehlende soziale Infrastruktur identifiziert und der Politik und Verwaltung für die Erarbeitung von Lösungsansätzen in Zusammenarbeit mit den Bewohner*innen kommuniziert.
Kriterium
Beschreibung
Dezentralisierung von Strukturen u. direkte Versorgung mithilfe der Quartierszentren stehen im neuen Integrationskonzept der Stadt. JuLeiQua unterstützt diese Prozesse, indem sie neue Multiplikator*innen vor Ort in den lokalen Fachnetzwerken qualifiziert
Kriterium
Beschreibung
Indem sie niedrigschwellige Angebote für Spracherwerb, Qualifizierung, Teilhabe u. allgemeine soziale Beratung entwickelt, gehört JuLeiQua zu einer gesamtkommunalen Strategie für Integration- u. Gemeinwesenarbeit durch ehrenamtliches Engagement.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Trägerin des Weststadtzentrums ist die BfGoe – Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR). Sie ist seit Anfang 2022 im Bereich der Gemeinwohlökonomie zertifiziert.
Die Leitung des Weststadtzentrums obliegt einem Mitarbeiter der BfGoe. Eine Kollegin von der Jugendhilfe Göttingen e.V. unterstützt im Bereich GWA. Sie ist gleichzeitig anteilig im Sanierungsmanagement tätig.
Durch die Mitarbeit von ehrenamtlich tätigen Bewohner*innen, Honorardozent*innen und Teilnehmer*innen der Maßnahme AGH-MAE u. des BFD bietet das WeZet neben Gruppen-Veranstaltungen niedrigschwellig allgemeine Sozial- und Verweisberatung sowie Formularhilfe an, organisiert Meinungsumfragen zu Quartiersthemen u. unterstützt Bewohner*inneninitiativen. Das WeZet fungiert als Schnittstelle zwischen Bewohner*innen, Aktuer*innen und Verwaltung.
Seit 25 Jahren sind die Träger*innen der GWA im Stadtteil in der Form einer Weststadtkonferenz organisiert, deren Sitzungen monatlich stattfinden. Dabei arbeiten Akteur*innen eng mit engagierten Anwohner*innen zusammen.
Seit 2018 ist das Weststadtzentrum auf gesamtstädtischer Ebene Mitglied im Vernetzungsprojekt „Göttinger Quartiere“, in dem einer kommunalen GWA-Strategie zufolge alle Göttinger Quartiers-/ Stadtteil-/Nachbarschaftszentren inklusive der Stadtverwaltung (Sozialplanung) engengagiert sind.
In diesen Gremien werden Informationen ausgetauscht, Bedarfe eruiert, lösungsorientierte Handlungsoptionen erwogen, die ins kommunale Denken u Handeln einfließen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Büro für Integration der Stadt Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dezernat Kultur, Soziales und Gesundheit der Stadt Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hagenwegzentrum (Familienzentrum, Jugendzentrum usw.)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) - Bildungszentrum für Zugewanderte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) - Projekt Jugend Stärken
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschulen (Hagenberg, Egelsberg u. Godehard)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationszentrum für Stadt und Landkreis Göttingen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Verstetigung des Projektes soll durch die Göttinger Quartiere in Zusammenarbeit mit Stadtjugendring und Stadtsportbund als Teil der kommunalen Integrationsstrategie erfolgen. Austausch im Praxisnetzwerk LAG mit dem Ziel, dass niedersächsische Stadtteilzentren regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept durchführen können. Die qualifizierten Jugendleiter*innen sollen strukturell unterstützt werden, eine Selbstorganisation mit eigenen Räumlichkeiten zu gründen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Integrativer Nachbarschaftstreff Diepholz
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Evelin Romagnoli
| Organisation | Eleganz Bildungsplattform e.V. |
|---|---|
| Funktion | GWA vor Ort in Diepholz |
2. Kurzbeschreibung
Begegnung aktiv und partizipativ gestalten - für eine bunte & starke Zivilgesellschaft
Projektbeschreibung
In Diepholz wurde in zentraler Lage ein Quartierstreff eröffnet, der sich schwerpunktmäßig der niederschwelligen Begegnung zwischen Einheimischen und Zugewanderten widmet. Der Nachbrschaftstreff bietet einen öffentlichen Raum des Dialogs zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen der Stadt Diepholz. Dabei wird ein offenes Konzept mit einem niederschwelligen soziokulturellen Angebot für alle Altersgruppen und Gestaltungsfreiraum für die Anwohnern verbunden. Echte, beiderseitige Integration funktioniert nur dort, wo ein gegenseitiges Kennenlernen auf Augenhöhe und ein gemeinsames An-einem-Strang-Ziehen möglich ist. Als Migrantenselbstorganisation mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Integration und Bildung ist uns, der Eleganz Bildungsplattform, dies bewusst, weshalb wir mit dem Projekt einen Schritt in diese Richtung gehen wollen.
Nach Einrichtung der Räumlichkeiten starten wir vier Tage die Woche (Mo - Do) mit dem offenen Treff am Nachmittag und einem soziokulturellen Programm, das von den Anwohnern und Ehrenamtlichen überwiegend selbst gestaltet werden soll. Dabei werden die Bedürfnisse aller Altersgruppen berücksichtigt: von Spieleabenden für die ganze Familie über Seniorennachmittage bis hin zu einem Jugendtreff ist für jeden etwas dabei. Den rahmengebenden Gedanken liefert das interkulturelle Beisammensein.
Als regelmäßige Veranstaltung mit Wiedererkennungswert – quasi als Marke des Quartierstreffs – umfasst das Projekt zur Stärkung des nachbarschaftlichen Miteinanders die Veranstaltungsreihe "Wir Menschen in Diepholz", in deren Rahmen sich einmal im Monat Menschen aus dem Quartier vorstellen. Jedes Treffen umfasst einen einleitenden Impuls und einen anschließenden Austausch. Der Impuls wird jeweils von einem/r Einwohner/in oder einer Gruppe gestaltet. Hier sind unterschiedliche Formen denkbar. So kann sich die beitragende Person dem Publikum vorstellen, von ihrer Biografie, ihrer Kultur, ihrem Herkunftsland, ihren Erfahrungen in Deutschland, ihrer Sprache, den Gründen für ihr Hiersein oder einem sie bewegenden Thema berichten. Gleichzeitig sind Musikbeiträge, Sketche, Interviews oder dergleichen denkbar.
Dank der Kombination aus offenem Treffpunkt und Veranstaltungsprogramm fördert der Quartierstreff Zusammenhalt und Miteinander in Diepholz und bringt die Menschen ins Gespräch. Raum zur partizipativen Mitgestaltung, zum Einbringen eigener Ideen usw. ist fester Bestandteil unseres bürgernahen und bedarfsorientierten Vorhabens.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Bedarf, an einem zentral gelegenen, niederschwelligen Begegnungsort, der Vielfalt lebt und Ambiguitätstoleranz fördert, der gleichzeitig Raum zu Mitgestaltung gibt, ist also größer als je zuvor. Seit April 2023 sind wir aktiv im Quartier integrativer Nachbarschaftreff tätig. Das Projekt trägt dazu bei, das nachbarschaftliche Miteinander zwischen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte im Quartier sowie den Aufbau sozialer Netzwerke zu fördern. Die Besucher*innen begegnen sich bei uns in einer inklusiven Atmosphäre und auf Augenhöhe. Des Weiteren bieten wir den Anwohner*innen Raum für vielfältige nachbarschaftliche Initiativen zu geben und dabei eigene kleinere Projekte zu verwirklichen
Mit dem Projekt wollen wir an bestehende Strukturen anknüpfen und mit den vorhandenen Trägern und Akteuren zusammenarbeiten.
Neben dem Stadtteilladen e.V. sind hier bspw. Grafenkind, die Caritas, die Flüchtlingssozialarbeit etc. zu nennen. Für eine bedarfsgerechte Gestaltung, beziehen wir die Menschen im Quartier von Beginn an aktiv in die Gestaltung des Projektes mit ein und verdeutlichen, dass das Projekt von ihrem Engagement lebt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Diepholz Innenstadt
Beschreibung
Das Sanierungsgebiet/Quartier "Diepholz - Innenstadt" umfasst insgesamt 31 ha. Der Geltungsbereich umfasst die Diepholzer Innenstadt mit ihrem Altstadtbereich. Im Süden wird das Sanierungsgebiet durch die nördliche Abgrenzung der Schlossinsel begrenzt, im Norden durch den Mollerkreisel. Die Hinterlohne ist die südwestliche Grenze des Plangebiets. In diesem Bereich verspringen Sanierungs- und Fördergebiet. Die Grenze des Fördergebiets verläuft entlang der Vorderlohne und Parkplatz der Münte. Im Bereich der Steinstraße/Mühlenstraße ist der Grenzverlauf von Sanierungs- und Fördergebiet wieder identisch. Die Abgrenzung verläuft anschließend bis zum Kreuzungsbereich Steinstraße/Willenberg/Lüderstraße entlang der rückwärtigen Grundstücksgrenze der straßenbegleitenden Bebauung. Im weiteren Verlauf begrenzt die Flöthestraße das Plangebiet. Entlang der Mollerstraße sind die nördlichen Grundstücke zwischen Feuerwehr und Mollerkreisel Teil des Sanierungsgebiets. Die Abgrenzung folgt einer Grundstückstiefe der Lange Straße und Wellestraße bis zur Prinzhornstraße. Die Prinzhornstraße ist nicht mehr Teil des Sanierungsgebiets. Die Bahnhofstraße als Wegeverbindung zwischen Innenstadt und Bahnhof ist in Gänze Teil des Sanierungsgebiets. Die Grenze läuft entlang der rückwärtigen Grundstücksgrenze der straßenbegleitenden Gebäude in der Bahnhofstraße. Die Gleise bilden die östliche Abgrenzung des Sanierungsgebiets. Die Park and Ride Anlage sowie der ZOB sind Teil des Sanierungsgebiets.
Einwohnerzahl
17152
Quelle / Anmerkungen
LSN-Online (https://www1.nls.niedersachsen.de/statistik/html/default.asp); Einwohnerzahl für gesamtes Stadtgebiet
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Obwohl das Quartier im Förderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" gefördert wird, besteht ein hoher Bedarf an einem integrativen Nachbarschaftstreff. Zum einen sind die geplanten Maßnahmen in dem Förderprogramm in erster Linie städtebaulicher Natur. Zum anderen war zum Zeitpunkt der Projektentstehung der Corona-bedingte Leerstand im Quartier kaum vorauszusehen, ebenso wenig wie die hohe Anzahl ukrainischer Geflüchteter, die nach Diepholz kommen und die Begleitung bei der Erstintegration benötigen. Zudem besteht eine Lücke in der Angebotslandschaft: Es fehlt an einem niederschwelligen, explizit integrativ ausgerichteten Begegnungsort. Dieses neue Zentrum hat das Potenzial, über partizipative Angebote auf Augenhöhe Leben ins Quartier zu bringen und nachhaltig Bürgerbeteiligung und interkulturelles Zusammenleben im Quartier zu stärken.
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Ansatz der GWA wird sowohl in konzeptioneller als auch methodischer Hinsicht dem Projekt zu Grunde gelegt. Im Mittelpunkt stehen die Menschen im Quartier mit ihren Bedarfen, Interessen und Kompetenzen. Das Projekt greift ihre Anliegen auf und motiviert zur aktiven gesellschaftlichen Teilhabe und Mitgestaltung im Quartier. Durch den Nachbarschaftstreff verbessert sich das Quartiersleben sowohl in materieller (räumlicher) als auch immaterieller Hinsicht, insofern ein partizipativer Begegnungsort geschaffen wird. Sowohl das soziale Klima zwischen den diversen in Diepholz lebenden Zielgruppen als auch das bürgerschaftliche Engagement werden gestärkt. Der demokratische und empowernde Ansatz motiviert zum Mitmachen und Miteinander auf Augenhöhe. Methodisch arbeiten wir in Anlehnung an die "Community Organisation" nach den Grundsätzen "zuhören", "Bedarfe erheben/recherchieren", "informieren" und "handeln". Zu den angewandten Formaten gehören aktivierende Befragungen, Projekt- und Ideenwerkstätten, Runde Tische/Arbeitsgruppe, Begleitung, Mentoring und niederschwellige Workshops. Da ein Hauptaugenmerk auf dem multikulturellen Zusammenleben liegt, wird auf den Gebrauch einfacher Sprache, auf Durchmischung der Zielgruppen, bedarfsgerechte Zuschneidung der Angebote (z.B. Übersetzungen, kleinere Sprachtrainings, altersgerechte Angebote etc.) uvm. geachtet. Die Angebote sind themenübergreifend und bieten den Anwohnern eine Plattform für ihre Kreativität und ihr Engagement.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Orientierung am Menschen ist erreicht, wenn sich die Quartiersbewohner aktiv an den Projektmaßnahmen beteiligen, diese prägend mitgestalten und ihre eigenen Ideen als Engagierte realisieren.
Kriterium
Beschreibung
Die Quartiersbewohner sich in den Ideenwerkstätten, Arbeitsgruppen und im Runden Tisch organisieren, um gemeinsam an der Gestaltung des Projekts mitzuwirken.
Kriterium
Beschreibung
Der Grundgedanke des Projekt, das Miteinander in einer vielfältigen Quartiersgesellschaft zu stärken, ist erreicht, wenn im Projekt Menschen verschiedener sozialer Hintergründe auf Augenhöhe zusammenwirken und soziale Kontakte knüpfen.
Beschreibung
Der Nachbarschaftstreff wird als Teil bestehender Strukturen und Netzwerke etabliert, im Runden Tisch beteiligen sich diverse lokal vertretene Akteure wie die Kommune, Vereine, Initiativen usw.
Kriterium
Beschreibung
Im Projekt wird die Vielfalt des Quartiers sicht- und erfahrbar. Gleichzeitig lernen die Menschen aktiv das multikulturelle Zusammenleben auf Augenhöhe und hierzu wichtige Schlüsselkompetenzen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Beratungsstelle für Frauen und Mädchen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Über den Tellerrand
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungslosenhilfe Tagestreffpunkt DIE ARCHE
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Eine feste Einbindung des Nachbarschaftstreffs in die bestehenden kommunalen Strukturen wird angestrebt, wozu bestehende Akteure in die Gestaltung einbezogen werden. Für eine langfristige Finanzierung werden im dritten Projektjahr im Rahmen einer Arbeitsgruppe und Ideenwerkstatt Optionen erarbeitet und Ideen zur Weiterführung entwickelt. Angestrebt werden Anträge zur Anschlussfinanzierung. Langfristig wird auch mit der Kommune über finanzielle Unterstützung verhandelt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Quartiersmanagement NeuDonnerschwee
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ute Goronczy
| Funktion | Quartiersmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aufbau und Etablierung eines professionellen Quartiersmanagements in Oldenburg NeuDonnerschwee zur Entwicklung eines nachhaltigen Wohnquartiers für alle Bewohner*innen.
Projektbeschreibung
Das Quartier NeuDonnerschwee zeichnet sich durch ein hohes Maß an Diversität der Bewohner*innenschaft aus. Vom Säugling bis zur Seniorin, vom Hipster bis zum Hilfsbedürftigen, vom Single bis zur Großfamilie mit Migrationshintergrund sind viele Bevölkerungsgruppen auf dem ehemaligen Kasernengelände vertreten. Wohngemeinschaften, alternative Wohnformen wie Wohngenossenschaften, Pflege-, Demenz-, Beatmungs- und Senioren-WGs, eine Kita, ein Verein für Jugendkulturarbeit und demnächst das Kulturzentrum Globe (vormals Militärkino), sind Bestandteile des Quartiers.
Seit Herbst 2015 existiert die Quartiersrunde, begleitet von der Stadt Oldenburg, in der sich viele interessierte Menschen regelmäßig zusammenfinden und relevante Themen von NeuDonnerschwee behandeln. Diese Runde formulierte den Wunsch nach einem professionellen Quartiersmanagement, um die Lebensqualität und den Zusammenhalt im Quartier nachhaltig zu steigern. Zusätzlich gab es 2019 eine Online-Befragung der Bewohner*innen durch externe Experten, um weitere Erkenntnisse zum Quartiersmanagement zu sammeln. Dazu wurde im Juni 2019 ein Workshop durchgeführt. Die Umfrageergebnisse und die Wünsche und Vorstellungen der anwesenden Bewohner*innen wurden gesammelt und professionell aufbereitet. Anschließend hat sich eine Arbeitsgruppe Quartiersmanagement weiter mit dem Thema befasst und festgestellt, dass es eines Trägervereins dafür bedarf.
So entstand im März 2021 der gemeinnützige Verein NeuDonnerschwee verbindet e. V. Um die Vielfalt der Lebensstile zu vernetzen, die Kompetenzen der Bewohner*innen zu nutzen und die Lebensqualität der Menschen hier zu steigern, möchte der Verein ein professionelles, inklusives, partizipatives und nachhaltiges Quartiersmanagement etablieren. Dazu bedarf es einer festen Anlaufstelle in Form eines Quartiersbüros mit einer hauptamtlichen Besetzung, ergänzt durch ehrenamtliche Unterstützung.
Ein Schwerpunkt des Quartiersmanagements ist der Sharing-Gedanke, der in verschiedenen Bereichen umgesetzt werden soll, sowohl digital u. a. in einer Dienstleistungs-, Verleih- und Tauschbörse als auch analog auf einem 2.500 qm großen, zentral gelegenen Urban Gardening Feld, das durch zwei Stiftungen für die Gestaltung zur Verfügung gestellt wird und interessierte Bewohner*innen beim gemeinschaftlichen Gärtnern begeistern soll. Begleitend sind gemeinsame Quartiersfeste, sportliche Aktivitäten und ähnliches geplant, um die Bewohner*innen in einer zwanglosen Atmosphäre zusammenzubringen.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die ehemalige Donnerschwee Kaserne wurde 2012 vom Bund an einen Investor verkauft. Von der Stadt Oldenburg gab es die Auflage, 10% der Wohnungen als Sozialwohnungen anzubieten. Da der Investor kein Interesse am Bau dieser Wohnungen hatte, weil sie für ihn nicht profitabel waren, vergab er diesen Teil an zwei gemeinnützige Stiftungen, die am Rande des Geländes sieben Neubauten mit ungefähr 90 überwiegend barrierefreien Sozialwohnungen errichteten. Darin befinden sich u. a. Mehrgenerationenhäuser und Pflege-Wohngemeinschaften. Nach Kernsanierung der 17 Bestandsbauten und Erstellung von 10 Neubauten wurden einzelne Gebäude und Wohnungen an Eigentümer*innen-Gemeinschaften weiterverkauft, über 1/3 der Gebäude und Wohnungen ist in der Hand der Investoren verblieben. Im Quartier gibt es eine städtische Kita, den Verein für Jugendkulturarbeit in ebenfalls städtischen Gebäuden, zwei generationsübergreifende Wohnprojekte und eine Genossenschaft für den Erhalt und Umbau eines ehemaligen britischen Militärkinos (Globe) in ein Kulturzentrum. Auf 19 ha Fläche entstanden so 850 Wohneinheiten, die ab 2016 nach und nach von ca. 1.600 Einwohner*innen bezogen wurden.
Durch den Bezug des Quartiers in kurzer Zeit, durch Bauverzögerungen, spätere Fertigstellung weiterer Wohneinheiten und häufigen Mieter*innenwechsel hatten bzw. haben viele Bewohner*innen des Quartiers nicht die Gelegenheit, sich kennenzulernen und zu vernetzen. Die hohe Diversität und die Vielfalt der Lebensstile der Bewohner*innen tragen zur Anonymität bei und erschweren eine gemeinsame gute Nachbarschaft und einen Zusammenhalt in NeuDonnerschwee. Die Corona-Pandemie trägt zur Verstärkung dieser Probleme bei.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Neu-Donnerschwee
Beschreibung
Das Fördergebiet wird im Norden begrenzt durch die Ammergaustraße, im Osten durch die Schlieffenstraße, im Süden durch die Kasernenstraße und im Westen durch die Beverbäke und die Kranichstraße.
Einwohnerzahl
1560
Quelle / Anmerkungen
Statistische Abteilung der Stadt Oldenburg
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Bundesagentur für Arbeit.
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es liegen keine Daten bei der Stadt Oldenburg vor.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden nur für das Gesamtgebiet der Stadt mit 636 jungen Arbeitslosen angegeben; das entspricht 0,4 % an der Gesamtbevölkerung bzw. 10 % von allen Arbeitslosen in Oldenburg. Die Zahl der jungen Arbeitslosen im Quartier wird von der Bundesagentur für Arbeit aus Geheimhaltungsgründen nicht
veröffentlich (zu geringe Grundgesamtheit).
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten konnten von der Stadt Oldenburg nicht zur Verfügung gestellt werden.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten konnten von der Stadt Oldenburg nicht zur Verfügung gestellt werden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
neudonnerschwee_karte.pdf
(2.54 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unsere Aufgabe ist es im Wesentlichen, Beteiligungsprozesse zu organisieren. Ziel ist es, vor allem hilfebedürftige Bewohner*innen von NeuDonnerschwee, aber auch diejenigen, die das gemeinschaftliche Miteinander noch nicht akzeptiert haben, zu motivieren, sich im Quartier einzubringen und sich an Projekten zu beteiligen die den Zusammenhalt fördern. Die Aufgabe des Quartiersmanagements besteht darin, diese Planungsschritte zu vermitteln und den Bewohner*innen verständlich zu machen, aber auch deren Wünsche und Interessen zusammen mit der Planung in konkrete Schritte umzusetzen. Quartiersmanagement dient dabei als Mittel, zur Förderung des Zusammenhalts
und Aufwertung des Stadtteils, an dem die Bewohnerschaft aktiv beteiligt ist.
Aktuelle Fortbildungsangebote zum Quartiersmanagement werden von uns mit großem Interesse wahrgenommen.
Möglichst jede Person im Quartier soll ein Eigeninteresse entwickeln, das Leben und Wohnen in NeuDonnerschwee qualitativ hochwertiger zu gestalten. Dies hat zur Folge, dass es weniger Fluktuation bei den Ein- und Auszügen gibt und sich eine nachhaltige Kultur des Zusammenlebens festigt. Durch die Vielfalt der Lebensstile und der Diversität der
Bewohnerschaft gibt es in NeuDonnerschwee viele Ressourcen, die mobilisiert werden können. Folgende Aktivitäten sollen initiiert und unter Beteiligung der Bewohner*innen durchgeführt werden: ökologisches Urban Gardening, Bewegungsangebote, Teilen und Tauschen, Feste zum Kennenlernen, Flohmärkte u. ä.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ein erstes Ziel ist erreicht, wenn sich 10 % der Einwohnerschaft an den Aktionen des Quartiersmanagements aktiv beteiligen.
Kriterium
Beschreibung
Ein Kompetenzpool der Bewohnerschaft aufgebaut wurde und dieser rege genutzt wird.
Kriterium
Beschreibung
Alle Beteiligten sich in einem Gesamtplenum für das Quartier zusammenfinden.
Beschreibung
Wenn mindestens 5 Arbeitsgruppen mit jeweils mehr als 5 Beteiligten zu unterschiedlichen Themenbereichen aktiv sind.
Kriterium
Beschreibung
Wenn sich in den einzelnen Wohnblöcken und übergreifend im Quartier ein Zusammenhalt und Nachbarschaftshilfe entwickeln.
Beschreibung
Wenn eine zentrale Anlaufstelle in angemieteten Räumlichkeiten mit personeller Besetzung durch eine Quartiersmanagerin etabliert ist.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Amt für Teilhabe, Amt für Kultur und Sport, Amt für Grünflächen, Amt für Integration und Migration
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturgenossenschaft GLOBE e.G., Jugendkulturarbeit e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Oldenburg-Ammerland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Donnerschwee e.V., Stadtsportbund Oldenburg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
NeuDonnerschwee verbindet e. V., Lebensimpulse e. V., KreAktiv e. V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Schon während der Anschubfinanzierung durch das Land Niedersachsen wird
an einer Verstetigung des Quartiersmanagements für NeuDonnerschwee gearbeitet. Eine
solide Grundfinanzierung soll über ein 3-Säulen-Modell, getragen 1. von der Stadt Oldenburg, 2. einem Pflichtbeitrag der Eigentümer*innen und Mieter*innen sowie 3. Mitgliedsbeiträgen des Vereins NeuDonnerschwee verbindet e. V., erfolgen. Nähere Informationen dazu sind der beigefügten Datei zu entnehmen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Gute Nachbarschaft in Syke- gemeinsam aktiv gestalten!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katrin Moser
| Funktion | Kirchenkreissozialarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Umbruch und Verstetigung durch aktive Quartiersbürger_innen
Projektbeschreibung
In der Förderung 2019 wurde das Projekt erstmalig für eineinhalb Jahre gefördert. Das Quartier zeigt zum einen eine Bebauung mit gepflegten Siedlungs-und Einfamilienhäusern u. zum anderen, insbesondere im Straßenzug Berliner Str., eine Plattenbausiedlung mit starkem Sanierungsrückstand. Das Gesamtbild ist durch vermüllte Grünflachen, überfüllte Mülleimer und Sperrmüll geprägt. Viele Postkästen an den Gebäuden werden nur unregelmäßig geleert, es zeigt sich eine deutliche Verwahrlosung. Eine Befragung sowie Zaun-u. Balkongespräche führten zu dem Bedarf, einen Treffpunkt im Quartier einzurichten. An einem Tag in der Woche wurde die Grundschule im Quartier zum Bewohner_innentreff, so konnten kontinuierliche Kontakte zu Bewohner_innen entstehen u. genutzt werden. Genannt wurde das Außenbild, insbesondere der Berliner Str. aufzuwerten, bessere Aufenthaltsflächen zu gestalten, häufigere Kontaktflächen zu anderen Bewohnern zu haben u. über die Aktivitäten und Begebenheiten im Quartier informiert zu sein. Eine stillgelegte Bushaltestelle unmittelbar im Quartier konnte als Fläche zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden. Trotz alldem ist die Anonymität im Stadtteil weiterhin groß, die meisten Bewohner_innen kennen sich untereinander nicht, es bestehen Ängste und Vorurteile untereinander. Die coronabedingten Kontaktbeschränkungen haben dazu geführt, dass der Stadtteiltreff unter Bedauern der Bewohner_innen eingestellt werden musste. Kontakte fanden daraufhin ausschließlich einzeln, online oder per Telefon statt. Mit kleineren Aktionen z.B. Basteltüten zum Abholen, Malwettbewerbe etc. wurde ein niederschwelliger Kontakt zu den Bewohner_innen aufrechterhalten. Diese Kontakte bestehen trotz der mittlerweile fehlenden Förderung weiterhin. Die Menschen im Quartier wünschen sich, dass sie mit ihren Vorschlägen und Veränderungswünschen wahrgenommen u. unterstützt werden. Die Kommune Syke hat ein starkes Interesse an der Fortsetzung der Gemeinwesenarbeit und wird dieses mit geeigneten Räumlichkeiten für den Aufbau eines langfristigen Treffpunkts im Quartier unterstützen. In der nächsten Förderperiode werden weitere Beteiligungsstrukturen geschaffen u. ein Bewohner_innenbeirat gegründet. Die Anwohner_innen werden durch Ansprache, Einbindung u. Unterstützung befähigt ihre Interessen vorzubringen und sich aktiv zu beteiligen.
Der Beirat baut gemeinsam mit der GWA einen engen Kontakt zur ZBVV (Wohnungsbaugesellschaft) auf mit dem Ziel, das Gesamtbild des Quartiers aufzuwerten.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Soziale Benachteiligung und die wohlhabende Mittelschicht wohnen im Quartier rund um die Berliner Str. fast Tür an Tür. Die Bewohner_innen der Berliner Str. können mitunter von ihren kleinen Balkonen direkt oder mit wenigen Schritten die Straße hinunter auf gepflegte Neubauten oder sanierte Gebäude schauen. Diese Situation ist eine Besondere und zeigt auf drastische Weise das Problem der gesellschaftlichen Ungleichheit in Syke.
Die 35 Gebäudekomplexe an der Berliner Str. fallen durch einen starken Sanierungsrückstand auf. Viele Bewohner_innen beziehen Transferleistungen, die zahlreichen Kinder die dort leben, müssen mit geringen wirtschaftlichen Ressourcen zurechtkommen.
Alle Dienstleistungen am und in den Gebäuden wurden outgesourct. Eine/n direkte Ansprechpartner_in vor Ort gibt es nicht, die Kontaktaufnahme gestaltet sich schwierig. Die Aufenthaltsflächen im Quartier sind nicht attraktiv gestaltet, es gibt Nutzungskonflikte zwischen den einzelnen Zielgruppen, so z.B. bei Spielplätzen, die auch als Treffpunkt von Jugendlichen genutzt werden. Innerhalb der ersten eineinhalb Jahre der Förderung wurden Kontakte zur Bewohnerschaft geknüpft. Die Bewohner_innen äußern, dass es innerhalb der Nachbarschaft kaum bis keine Kontakte gibt, es herrscht Anonymität. Der auf diesen Bedarf hin im ersten Projektjahr gebildete Nachbarschaftstreff gab den Anwohner_innen eine kleine Kontaktfläche. Dieser ist nunmehr auf Grund von Corona und fehlender Förderung wieder eingestellt worden. Oberflächliche Kontakte zur Bewohnerschaft bestehen weiterhin, viele Bewohner_innen fragen, ob und wann es mit den Treffen weitergehen kann und wie sie das Projekt unterstützen können.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Syker Neustadt-Berliner Str.
Beschreibung
Südlich der Grundschule am Lindhof, eine Karte vom Katasteramt ist beigefügt.
Einwohnerzahl
3500
Quelle / Anmerkungen
Stadt Syke
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_katasteramt_1_zu_2500_2019.jpg
(1.48 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Von Beginn an werden die Bewohner_innen in die Prozesse des Projekts einbezogen. Wir arbeiten mit unterschiedlichen Beteiligungsverfahren, wie der aktivierenden Befragung, Zaun-und Balkongesprächen, Gespräche mit Schlüsselpersonen, Quartiers-Begehungen etc. Die Bewohner_innen stehen im Mittelpunkt des Projekts, gestalten dieses aktiv mit und werden als Expert_innen ihres Gebiets gesehen. Die Bewohner_innen erhalten "eine Stimme", werden mit ihren Wünschen und Bedürfnissen wahrgenommen und befähigt sich dafür einzusetzen. Die GWAler im Quartier bauen ein Vertrauensverhältnis zu den Bewohner_innen auf, setzen sich für die Bewohner_innen ein und unterstützen die Bewohner_innen bei der Gestaltung und Veränderung der Quartiersstrukturen. Starke Netzwerke und Kooperationen gelten als Hauptbestandteil der Gemeinwesenarbeit. Die entstehenden Netzwerke und Gremien bekommen eine langfristige Rolle und stoßen Veränderungsprozesse an. Es wird daraufhin gearbeitet, die Gemeinwesenarbeit als eine gesamtkommunale Struktur zu verstetigen und zu erleben.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es sind Beteiligungsstrukturen vorhanden, die die Bewohner_innen immer wieder in den Prozess der Gemeinwesenentwicklung einbeziehen. Ein Bewohner_innenbeirat ist entstanden, dieser setzt sich für die Belange der Bewohner_innen ein.
Kriterium
Beschreibung
Die enstandenen Gruppen und Strukturen haben auch über die Förderlaufzeit hinweg bestand und sind verstetigt. Der Bewohner_innenbeirat organisiert sich selbstständig. Entstandene Formate wie der Bewohner_innentreff werden von Freiwilligen organisiert.
Kriterium
Beschreibung
Die Gemeinwesenarbeit ist in das gesamtkommunale Handeln einbezogen. Die entstanden Beteiligungsstrukturen werden von der Kommune gesehen und eingebunden. Die Kommune setzt sich gemeinsam mit der GWA für die Verstetigung der entstanden Strukturen ein.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales, Leitung Frau Wilhelm , Jugendpfleger der Stadt Syke Herr Catruat, Bürgermeisterin Frau Laue, 1. Stadtrat Herr Kuchem
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchenvorstand, Vorsitz Pastor Kopp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schulsozialarbeiter_innen, Frau Hartmann und Herr Gerz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ZBVV Zentrale Boden Vermietung und Verwaltung GmbH, Frau Lojek
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreiszeitung Syke, Webseite des Diakonischen Werk-Diepholz-Syke- Hoya
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Engagierte Bewohner_innen des Bewohnertreffens
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
PRO DEM e.V. Senioren- und Pflegestützpunkt & Regionale Alzheimergesellschaft, Frau Helms & Frau Brümmer
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Etablierung eines Fachbereiches ist Ziel unserer regionalen Gemeinwesenstrategie. Dies bedeutet, dass für die Stadt Syke über die Förderlaufzeit ein gesamtkommunales Konzept für die Gemeinwesenarbeit entstehen wird. Dies beinhaltet die Zusammenarbeit u. das fachübergreifende Arbeiten zwischen den Fachdiensten: Bau, Planung u. Umwelt, Soziales u. dem Diakonischen Werk Diepholz-Syke-Hoya. Die Kommune Syke möchte langfristig einen Fachbereich für das Aufgabenfeld Gemeinwesenarbeit installieren.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
aufsteller.jpg
(388.15 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Johannis-Quartier in Osnabrück - interkultureller Wohlfühlort mit inhaber*innengeführten Geschäften
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrich Freisel
| Funktion | Sachgebietsleitung Bürgerbeteiligung, Freiwilligenengagement und Senioren |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaft stärken - Akteure vernetzen – Generationen verbinden – Mitmach-Stadtteil für Alle!
Projektbeschreibung
Mit dem „Johannis-Quartier“ wird der Ansatz „Quartier für Alle“ auf ein neues Gebiet mit komplett anderen Rahmenbedingungen/Herausforderungen übertragen. Es ist Teil einer kommunalen Gesamtstrategie: Im „Nette-Quartier“ hatte die Stadt Osnabrück 2019 einen Pilotprozess initiiert, bei dem kommunale Fachbereiche erstmals ressortübergreifend zusammenarbeiten. Aus dieser Praxiserfahrung soll im Ressort Nachhaltige Stadtentwicklung ein gesamtstädtisches Konzept der partizipativen, integrativen GWA/QE etabliert und auf weitere Quartiere übertragen werden. Dafür wird 2023 0,5 Planstelle „Konzeptentwicklung für integrative Quartiersarbeit“ besetzt. Als Schnittstelle zw. Verwaltung u. Quartiersprojekten organisiert sie den Wissenstransfer, begleitet verwaltungsintern die Konzeptumsetzung und koordiniert das Netzwerk Osnabrücker Quartiersprojekte.
In Folge innerstädtischen Strukturwandels u. gescheiterter Umgestaltungsansätze zeigen sich in der Johannisstraße seit Jahren Negativeffekte für die verbliebenen Gewerbetreibenden u. Gastronomen. Das Gebiet wurde von Politik/Verwaltung bisher primär als Gewerbestandort wahrgenommen. Folglich wurde per Ratsbeschluss eine Intervention mit Marketing-/Image-Schwerpunkt (Sofortprogramm Johannisstr.) initiiert, um die Situation der Geschäftsleute zu verbessern u. die Kundenfrequenz zu erhöhen. Im Beteiligungsprozess von Gewerbe/Unternehmern u. Eigentümern wurde jedoch deutlich, dass die Teilnehmenden das Gebiet auch als Wohnstandort erleben. Sie formulierten Bedarfe einer Verbesserung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens, der sozialen Infrastruktur u. der Wohnqualität. „Interkultureller Wohlfühlort mit inhaber*innengeführten Geschäften“ wurde ihr Motto.
Ein neuer Projektansatz der GWA bietet die Chance, die genannten Ziele mit allen Bewohnergruppen umzusetzen. Dafür greift der Marketingansatz zu kurz. Besondere Herausforderung des Quartiers ist, die Stärkung der interkulturellen Nachbarschaft u. die Vernetzung der interkulturellen lokalen Ökonomie zusammenzudenken. Weiter bietet ein geplantes Wohnquartier „Johannishöfe“ (47.000qm) die Chance, das Gebiet durch Neukonzeption der Innenstadtnutzung (Mixed Use: Einkaufen/Wohnen/Kultur) zu beleben, das Wohngebiet aufzuwerten, die Zuziehenden in die GWA zu integrieren u. neue Wohnangebote für 60+ zu schaffen. Hier stellt die Verbesserung der Lebensqualität durch kurze Wege u. die Möglichkeit einer Verkleinerung des Wohnraums eine aktive Gestaltung des demographischen Wandels dar
Laufzeit
2023-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Kaufhaussterben, Onlinehandel u. gescheiterte Umbau-/Centerprojekte, von denen Aufwertungs-Effekte erwartet wurden, bewirken seit Jahren Negativeffekte für den verbliebenen Einzelhandel in der Johannisstraße u. der nahen Umgebung: Leerstände, Dauerbaustellen, Ansiedlung von Billigketten/Kiosken. Der Abwärtstrend zieht soziale Probleme für Anwohnende nach sich: Verfall der Wohnqualität, starke Fluktuation der Wohnbevölkerung, starker Zuzug von Menschen mit Migrations- /Fluchtgeschichte u. Transferleistungsbezug, (Kinder-)Armut, die Sichtbarkeit von Obdachlosigkeit, Alkohol-/Drogenkonsum, fehlende Nachbarschaft/Anonymität u. mangelnde Sicherheit im öffentl. Raum (Angsträume). Ferner baulicher Verfall, Vermüllung, Vandalismus. Auffällig ist eine überproportional hohe Kinderarmut, die Teilhabe-, Bildungs- u. Mobilitätschancen stark beeinträchtigt. Ein überproportional hoher Anteil von Durchgangspopulation (Studierende), Einpersonenhaushalten u. der geringe Anteil von 60+ erschweren die Entstehung stabiler Nachbarschaften.
Eine erste Intervention mit Schwerpunkt: Baustellen-/Leerstands-Management u. Marketing hat zur Interessenbündelung der lokalen Ökonomie geführt, Bewohnerwünsche sind weniger bekannt. Mit einem GWA-Ansatz wird eine Fokusverschiebung möglich: alle Bewohner-/Zielgruppen können in demokratische Prozesse der Beteiligung/Aktivierung einbezogen u. durch Angebote des Quartiersbüros miteinander in Kontakt gebracht werden. Stärkung der Nachbarschaft, Verbesserung des eigenen Lebensumfeldes u. des Quartiersimages, Gestaltung des öffentl. Raums, Schaffung von Begegnung u. sozialen Netzwerken können von Akteursgruppen (Bewohner und Ökonomie) gemeinsam angegangen werden
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück Innenstadt Neustadt
Beschreibung
Das geplante Johannis-Quartier erstreckt sich auf einer Fläche von 0,4km² in der südlichen Innenstadt Osnabrücks. Gebietsgrenzen bilden verschiedene Straßen: im Norden der "Neumarkt", im Osten der Kollegienwall, im Süden der Johannistorwall, im Westen das Schloss bzw. der Schlossgarten. Die Johannisstraße bildet die zentrale Achse des Quartiers. Es fehlt bisher die Funktion eines Quartierszentrums.
Insgesamt leben 3.354 Menschen im Johannis-Quartier. Kinder bis 14 Jahren (5,4%) und Menschen 60+ (15,7%) sind gegenüber dem städtischen Durchschnitt stark unterrepräsentiert. Junge Erwachsene zw. 18 und 29 Jahren bilden die größte Bevölkerungsgruppe, darunter eine große Gruppe Studierender als sog. Durchgangspopulation. Auch die Haushaltsgrößen divergieren stark vom städtischen Durchschnitt: Der Anteil der Einpersonenhaushalte beträgt 75%, Haushalte von Paaren oder Familien sind jeweils um ca. 10% gegenüber dem städtischen Durchschnitt unterrepräsentiert.
Die Wohnbevölkerung im Quartier ist mit 103 vertretenen Herkunftsländern sehr international und divers. Der Anteil der Personen mit (familiären) Migrationshintergrund ist mit 35,7% doppelt so hoch wie in der Gesamtstadt. Die Top 5 der Herkunftsländer sind Syrien, Ukraine, Türkei, Bulgarien, Polen. Während die Quote der Transferleistungsbeziehenden des Beschäftigungsanteils sowohl im Quartier als auch im Umfeldund nicht stark vom städtischen Durchschnitt abweichen, ist die Quote bei den SGBII beziehenden Kindern fast doppelt so hoch.
Im Quartier sind 276 Unternehmen gemeldet, Zentrum der Unternehmensansiedlung bildet die Johannisstraße mit 111 – teilweise interkulturell geführten – Unternehmen: Schwerpunkte sind hier Einzelhandel und Gastronomie, ferner Gesundheit und freiberufliche Dienstleistungen. Weitere Player im Quartier sind ein Wohlfahrtsverband mit Beratungseinrichtungen, Einrichtungen der med. Versorgung, Bildungsträger und eine "Drei-Religionen-Grundschule".
Einwohnerzahl
3354
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermelderegister Stadt Osnabrück Stand 31.01.2023
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück, 31.01.2023
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück, 31.01.2023
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück, 31.01.2023
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück, 31.01.2023
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen der BfA zum Transferleistungsbezug können für das Projektgebiet nicht adressscharf ausgewiesen werden, da das Projektgebiet nicht deckungsgleich mit Planungsräumen ist. Zahlen dazu siehe Anlage Analyse Statistik
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen der BfA zum Transferleistungsbezug können für das Projektgebiet nicht adressscharf ausgewiesen werden, da das Projektgebiet nicht deckungsgleich mit Planungsräumen ist. Zahlen dazu siehe Anlage Analyse Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück, 31.01.2023
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
johannis-quartier_karten_kooppartner.pdf
(2.03 MB)
johannis-quartier_analyse_statistik.pdf
(1.99 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Quartierskoordination arbeitet schwerpunktmäßig mit Methoden der GWA und integriert Elemente des QM. Im Rahmen von GWA initiiert sie die horizontale Vernetzung der Akteure u. Einrichtungen u. orientiert die Kooperation auf das integrative kommunale Leitbild „Quartier für Alle“. Methoden der Aktivierung ermitteln Interessen, Bedarfe, Ressourcen aller Bewohnergruppen, die für die Quartiersentwicklung handlungsleitend werden. GWA unterstützt die Bewohner, Verantwortung für ihre Belange zu übernehmen u. gemeinsam mit lokaler Ökonomie u. sozialen Einrichtungen (Teilhabe-) Angebote zu entwickeln u. umzusetzen. Durch Befähigung zur Partizipation u. Schaffung von Begegnung wird soziale Segregation abgebaut und Versorgungs-/ Unterstützungssicherheit erreicht. Besonderer Akzent im Projekt und zugleich Entwicklungspotential liegt in der interkulturellen Ausrichtung der nachbarschaftlichen Netze u. sozialen Aktivitäten sowie auf der Ausbalancierung der Interessen zw. Bewohnenden und Gewerbetreibenden. GWA versteht sich als Unterstützer für „Demokratielernen und Quartiersentwicklung“ auf Augenhöhe. Wichtige Partner sind soziale Dienstleister im Gebiet.
QM erfolgt in Hinblick auf Prozesssteuerung bezogen auf die Projektziele und den Wissenstransfer an der Schnittstelle zwischen Praxisprojekt u. Verwaltung. Im Rahmen von QM werden Maßnahmen und Handlungsfelder koordiniert, die Akteurskommunikation moderiert und erfolgt die Mitarbeit am kommunalen Handlungskonzept „Quartier für Alle“.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Anliegen, Wünsche und (Veränderungs-)Bedarfe der Bewohner:innen werden mit Methoden der GWA erhoben, dokumentiert und kommuniziert. Sie sind handlungsleitend für die Ausrichtung der Quartiersarbeit. Der GWArbeiter signalisiert Offenheit für alle Anliegen
Kriterium
Beschreibung
Ressourcen d. Quartiers (Stärken-Schwächen-Analyse), der Bewohnenden u. Interessengruppen werden mit Methoden der GWA u. fortlaufend erhoben, in die Quartiersentwicklung eingebunden u. weiterentwickelt. Bewohnende bringen ihre Fähigkeiten /Kompetenzen ein
Kriterium
Beschreibung
Netzwerke, Aktivitäten und Angebote werden kultur-, generationen- und zielgruppenübergreifend angelegt, um Quartiersakteure und Bewohnergruppen für das kommunale Leitbild „Quartier für Alle“ zu sensibilisieren
Beschreibung
Das Quartiersbüro als Vernetzungsstelle legt Beteiligungsformate (Zukunftswerkstätten, Runde Tische, Bürgerforen) ressortübergreifend an, um Beteiligungsprozesse und Aktivitäten multi-perspektivisch auszurichten und dabei alle Akteure mitzunehmen
Beschreibung
Das Quartiersbüro als Schnittstelle initiiert Netzwerkbildung / Kooperation von Akteuren und Bewohnerschaft. Die Zusammenarbeit der Akteure (lokale Ökonomie bzw.Nachbarschaft) hat sich vom Austausch zum abgestimmten Handeln weiterentwickelt
Kriterium
Beschreibung
Engagementpotentiale für bestehende u. neue Unterstützungsbedarfe u. Angebote wurden erschlossen, insbes. das Potential der Babyboomer. Alle Zielgruppen sind in die Engagement-, Unterstützungs-, Teilhabe- und polit. Partizipationsstrukturen eingebunden
Beschreibung
Neben sozialer Infrastruktur (s. 7) wurde Infrastruktur in den Bereichen Wohnumfeld, Aufenthaltsqualität (Grünes Quartier, Sitzgelegenheiten), Nachhaltigkeit, Mobilität (Fahrradinfrastrukt.) bedarfsgerecht weiterentwickelt. "Interkultureller Wohlfühlort"
Kriterium
Beschreibung
In der Verwaltung besteht eine ressortübergr. „AG integrierte Sozialplanung“. Die Stelle „strategische Konzeptentwicklung f.d. integrative partizipative Quartiersarbeit“ etabliert eine gesamtstädtische Strategie im Referat Nachhaltige Stadtentwicklung
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Osnabrück, Referat Nachhaltige Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Osnabrück, FB Kinder Jugend und Familie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Osnabrück, Referat Nachhaltige Stadtentwicklung, Fachstelle Senioren
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Osnabrück, Osnabrücker Servicebetrieb
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Marienhospital Osnabrück Nils Stensen Kliniken
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Christliches Kinderhospital Osnabrück GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Beratungsstelle Osnabrück, Johannisstraße 91
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
SKM Osnabrück Männerberatung, Johannisstraße 24
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Osnabrück - Freiwilligenmanagement
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialdienst katholischer Frauen, Johannisstraße 91
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Kreisverband für die Region Osnabrück e.V., Johannisstraße 37/38
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Exil e.V., Unterstützung und Beratung für Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Pflegedienst PIOS - Pflege in Osnabrück Stadt & Land GbR, Holtstraße 34
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AWO Wohnen & Service am Salzmarkt, Holtstraße 43 (Einrichtung des betreuten Wohnens)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pfarrei St. Johann, Johannisstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bijoubelle, Hüseyin Taskiran, Geschenkartikel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Anne´s Theke, (Kneipe Pub)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Restaurant Aroma, Metin Oktai
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Balou (Studierenden-/ Fußballkneipe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Restaurant Fanus, Hasan Abbarah
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: M&C Döner, Veysel Ozyurt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
CFS Meyer, Co-Living für Mitarbeiter*innen und Dozent*innen der Universität und Hochschule Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Restaurant Treibhaus, deutsche und europäische Küche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Zinnober, Restaurant und Lounge
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft südliche Innenstadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: Wohn- und Geschäftshaus Johannisstraße 75, Quartiersbüro Citymarketing
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: ASP Lindhorst-Gruppe, (ehem. Kachelhaus), Bauträger Neubauprojekt Johannishöfe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: CFS Meyer (Wohn- und Geschäftshaus (EDEKA))
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: Filmpassage (Leerstand) Steinkamp, Johannisstraße 112
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: A. Ammann (Architekt), ehem. Leder Berensen (Wohn- und Geschäftshaus)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: Wohn- und Geschäftshaus "Jonatans Laden" (soziales Kaufhaus), Bäumer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: M. Gravelmann (List-Gruppe) (ehem. Sinn-Leffers Gelände)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: M. Meier (List-Gruppe) (ehem. Sinn-Leffers Gelände)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: M. Rauschen, ehem. Reformhaus Bacher Wohn- und Geschäftshaus, Ladenleerstand
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: O. Richter, Wohn- und Geschäftshaus Restaurant Treibhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersbewohnerin, Studentin, Masterarbeit über Johannisstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alzheimer-Gesellschaft Osnabrück, Holtstraße 43
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Quartiersansatz/Sozialraumorientierung sind in den strategischen Zielen der Stadt Osnabrück 2021-30 verankert. Per Ratsauftrag für ein gesamtstädtisches Handlungskonzept „Quartier für Alle (Zielgruppen)“ wird der Ansatz in der kommunalen Stadtentwicklung konzeptionell verankert. Dafür wurde eine 0,5 VÄ Planstelle besetzt (s. Anl.). Sie wird die GWA nach Projektlaufzeit auf andere Stadtteile übertragen. Die Kommune trägt im Johannis-Quartier neben Stellenanteilen f. Projektleitung die Mietkosten
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Neues Quartier Kronsberg - Süd / Start eines Quartiersmanagements
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Claudia Koch
| Funktion | Stabstelle Quartiersentwicklung und Sozialmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam vernetzt auf dem Kronsberg
Projektbeschreibung
Das Baugebiet "Kronsrode"/ Kronsberg-Süd wächst auf 53 Hektar zu einem neuen Wohnquartier am südöstlichen Rand der Landeshauptstadt Hannover. Im Neubaugebiet werden insgesamt zwischen 3.500 – 4.000 neue Wohnungen entstehen, die ein neues Zuhause für ca. 8 -10.000 Menschen bieten werden. Bereits Ende 2022 sind die ersten Bewohner in die fertiggestellten Wohnungen, unter anderem gebaut von der KSG Hannover GmbH, eingezogen. Neben der KSG sind eine Vielzahl weiterer Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften, sowie auswärtige Investoren an der Entwicklung des Baugebiets beteiligt. Die bereits eingezogenen Bewohner erleben nun, wie sich in den nächsten Monaten und Jahren das Quartier entwickelt und wächst. Um frühzeitig nicht nur den Wohnraum anzubieten, sondern auch die Akteure vor Ort zu vernetzen, um ein soziales Netz zu spannen und die Menschen einzubinden, möchte der Verein win e.V. eine Personalstelle für den Start eines Quartiersmanagement schaffen. Der Antrag richtet sich auf eine Mischung aus QM und GWA mit dem Ziel, zunächst strategische Strukturen und Kooperationen aufzubauen, gleichzeitig aber auch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zu arbeiten. win e.V. reicht den Antrag in Abstimmung und Kooperation mit hanova und dem Spar- und Bauverein ein. Wir möchten gemeinsam einen Blick für das Quartier entwickeln und dafür sorgen, dass stabile soziale Verbindungen für die Menschen vor Ort entstehen und die Akteure vor Ort zusammen an der Entwicklung des Quartiers arbeiten. win e.V. stellt den Antrag, die beiden Wohnungsunternehmen unterstützen diesen aktiv.
Laufzeit
2023-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Wohngebiet liegt in guter Anbindung im Südosten von Hannover. Es ist derzeit in der Entstehung, erste Wohnungen im mittleren Bereich des neuen Baugebiets wurden bereits Ende 2022 bezogen. Den Menschen, die nun dort bereits leben, fehlt es an öffentlichen Orten oder Räumen, um sich zu begegnen und sich kennenzulernen. Sie leben auf absehbare Zeit auf einer riesigen Baustelle. Die vorhandenen Akteure vor Ort (Bauträger, soziale Organisationen, Gruppen, Verbände etc.) sind bislang nicht vernetzt. Es fehlt eine gemeinsame Strategie, wie sich das Quartier sozial entwickeln sollte. win e.V., als erfahrener Akteur in der Quartiersarbeit, möchte eine führende Rolle in dem Prozess der Vernetzung der Akteure werden. Ziel dieser integrierenden sozialen Arbeit ist es, mit allen Akteuren und den neuen Bewohnern eine umfängliche Wohnqualität mit Schwerpunkt aktiver und lebendiger Nachbarschaften zu entwickeln. Ohne aktive und frühzeitige Steuerung der sozialen Prozesse im Quartier besteht die Befürchtung, dass zwar neuer Wohnraum geschaffen wurde, den wichtigen Bedürfnissen, Wünschen und Anliegen der Menschen aber zu wenig Rechnung getragen wird und es damit zu sozialen Friktionen kommen kann.Aktuell fehlen gewachsene Strukturen, die genutzt werden können, um Informationen und Angebote zu entwickeln, abzustimmen und zu vernetzen. Die Landeshauptstadt Hannover wird auf Rückfrage im Vorfeld zu dieser Antragstellung kein Quartiersmanagement oder eine aktive Gemeinwesenarbeit aufbauen um Angebote vor Ort im Quartier zu entwickeln. Der Antrag richtet sich auf eine Mischung aus QM und GWA.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Der übergeordnete Entwurfsgedanke für das neue Wohnquartier ist von der besonderen Lage des Projektgebietes am südöstlichen Stadtrand, dem Übergang des städtischen Gefüges in die offene Kulturlandschaft, geprägt. Einerseits schließt das Quartier an das Messegelände Ost an und andererseits an das Wohngebiet Kronsberg Mitte. Wegen seines großen Umfangs von ca. 53 ha ist Kronsberg Süd in drei selbständige Wohnquartiere aufgeteilt, die eine schrittweise Realisierung zulassen. Zwischen den Quartieren befindet sich ein Stadtteilpark, dessen Form zwischen dem Höhenrücken des Kronsbergs und den Stadtbahnhaltepunkten Stockholmer Straße und Messe Ost aufgespannt ist. Die Quartiersplätze sind die Zentren der Einzelquartiere, an denen sich soziale Einrichtungen und gemeinschaftliche Nutzungen befinden. Das verkehrliche Rückgrat von Kronsberg Süd ist eine parallel zur Stadtbahn angelegte Hauptstraße, die die Kattenbrookstrift (Kronsberg Mitte) mit der Lissabonner Allee (Messe Ost) verbindet. Die Hauptstraße schließt zudem an die Emmy-Noether-Allee, die Stockholmer Allee und die Mailänder
Straße an. Von der zentralen Hauptstraße aus werden die drei Wohnquartiere erschlossen.
Einwohnerzahl
6000
Quelle / Anmerkungen
https://kronsrode.de/content/Gebrauchsanweisung.pdf
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten wurden am 23.03.2023 von der Landeshauptstadt Hannover, Wahlen und Statistik zur Verfügung gestellt. Achtung: Daten für das Gebiet Kronsberg- Süd gibt es noch nicht! Die Daten beziehen sich auf das Wohnquartier Kronsberg, das in unmittelbarer Nähe ist.
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
funktionsplan_staedtebau_fuer_antrag.jpg
(179.34 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt sieht zunächst eine strategische Vernetzung der Kooperationspartner im Quartier vor, um eine gemeinsame planerische Ausrichtung zu erzielen, aber auch um Austausch und Informationsfluss untereinander zu organisieren. Gemeinsam werden die verschiedenen Handlungsfelder betrachtet, z. B. Wohnen, Freizeit, Arbeit und Beschäftigung, Stadtteilleben und Partizipation, Wohnumfeld. Im nächsten Schritt beginnt die Arbeit mit den Menschen vor Ort, der eigentlichen Gemeinwesenarbeit "direkt am Menschen". Das Projekt hat also einen starken QM - Faktor. Allerdings wird parallel an Strukturen der GWA gearbeitet, ganz konkret mit den Bewohnerinnen und Bewohnern.
In einem Quartier, in dem es noch keine Verbindungen gibt, bedarf es aus unserer Sicht ein Agreement, dass die Akteure gemeinsam eine integrierte Gebietsentwicklung voran treiben wollen (im Sinne der Qualitätsstandards der LAG). Wir sehen hier die erste Herausforderung: Was ist QM? Welche Aufgaben haben einzelne Akteure und wie kann eine echte Zusammenarbeit gelingen, so dass Weichen gestellt werden? Diese Aufgabe es sehr komplex, aber notwendig. Parallel ist vorgesehen, dass es eine Personalstelle für GWA gibt. So können zeitgleich auch Projekte und Initiativen mit den Menschen vor Ort geplant werden. In dem Projekt ist dafür eine Vollzeitstelle vorgesehen. Für den QM- Teil werden aus Eigenmitteln 10 Stunden pro Woche eingesetzt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ein Austauschforum verschiedenster Akteure gegründet wurde, die sich regelmäßig zu aktuellen Entwicklungen im Quartier informieren und austauschen (Runder Tisch) und in der Weiterführung gemeinsame Aktivitäten planen.
Beschreibung
Kooperationspartner wertschätzend miteinander kooperieren, ohne Konkurrenzgedanke, für ein gemeinsames Vorgehen mit Schulterschluss.
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen zu Festen und Aktivitäten zusammenkommen, es zu Austausch und Vernetzungen kommt und Nachbarschaftshilfe organisiert werden kann.
Beschreibung
Die Menschen an den Beteiligungsmaßnahmen teilnehmen und sich für ihr Quartier engagieren möchten und selber aktiv werden.
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen eigene Ideen in das Quartiersmanagement einbringen und sich für "ihre Themen" engagieren.
Kriterium
Beschreibung
Zunächst müssen Stärken erkannt werden - wer kann eigentlich was? Das QM analysiert die Ressourcen und aktiviert diese im zweiten Schritt (bei Bewohnern und Kooperationspartnern).
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AWO, Hannoversche Werkstätten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
hanova, Spar- und Bauverein, Meravis und andere
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Menschen vor Ort als Expertinnen und Experten des Quartiers
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die langfristige Finanzierung wird über win e.V. bzw. die KSG Hannover GmbH sicher gestellt. Wir planen keinen Projektcharakter sondern wissen, dass GWA und QM langfristig installiert sein müssen. Wir streben eine langfristige Kooperation mit den Partnern vor Ort an und möchten das Quartier entsprechend entwickeln.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Mien Langeoog - mien too huus
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Heike Horn
| Funktion | Bürgermeisterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Stärkung der insularen Dorfgemeinschaft einer überlasteten und im Gemeinwesen reduzierten Inselgemeinde.
Projektbeschreibung
Geprägt von ihrem natürlichen Sandstrand, ihren weiten Dünenlandschaften und ihrer einzigartigen Natur zieht die ostfriesische Insel Langeoog jährlich zahlreiche Besucher:innen an. Die Insel lebt zu fast 100 % vom Tourismus und war insb. in den letzten zwei Jahrzehnten als Destination sehr erfolgreich. Das zeigen die über 1,6 Mio. Übernachtungen und mehr als 240 Tausend Gäste, bei rund 1.800 Einwohner:innen. Dieser Erfolg hat jedoch auch seine Schattenseiten, die für die Insulaner bereits in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens spürbar sind. So gibt es z. B. aufgrund der fast ganzjährigen Saison keine Winterruhe mehr, Freiräume für die Insulaner sind kaum noch vorhanden, Wohnraum zu teuer. Die größte Sorge der Insulaner: das soziale Miteinander der Inselgemeinschaft leidet enorm unter der touristische Auslastung. Zunehmend werden die kritischen Stimmen der Einwohner:innen lauter. Der Spaltung der Dorfgemeinschaft muss entgegengewirkt werden, die insulare Identität wieder in den Vordergrund geraten. Nach außen hin scheint die Welt auf den Inseln noch in Ordnung, den Gästen wird Sonne, Sand und strahlender Himmel verkauft - Story Telling eben. Doch längst gehen Eigeninteressen vor Interessen der Inselgemeinschaft. Diese Inselgemeinschaft wieder zu erreichen, sie zu stärken und damit die Lebensqualität auf der Insel zu verbessern hat nun höchste Priorität. Dies ist nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und der entsprechenden Unterstützung zu erreichen. Sie müssen in den Fokus gerückt werden. Ein Austausch mit den bereits im Programm Gute Nachbarschaft aktiven Inseln hat gezeigt, dass erfolgreiche Methode, um dies zu ermöglichen, die Gemeinwesenarbeit ist. Deshalb soll eine Stelle eingerichtet werden, die sowohl Schnittstelle zw. Bevölkerung und Verwaltung sowie zur Politik bildet, um den Erfolg aller Maßnahmen, aber eben auch die Bürgerbeteiligung an sich auf der Insel zu verstetigen. Eine Vernetzung mit dem Projekt "Leben im Meer" ist geplant. Die Implementierung der Gemeinwesenarbeit über den Förderzeitraum hinaus wird angestrebt. Die Corona-Krise hat die Wirtschaft auf der Insel nahezu zum vollständigen Erliegen gebracht und natürlich auch Existenzängste erzeugt. Es ist aber auch deutlich geworden: Die Inselbevölkerung kann ihre Potentiale beleben. Man hilft sich wieder gegenseitig, wie früher, als man in Extremwetterlagen auf sich allein gestellt war. Das gibt positiven Schub und Kraft für die GWA auf der Insel.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Langeoog verzeichnete im Jahr 2019 über 1,6 Mio. Übernachtungen und über 240 Tausend Gäste, bei rund 1.800 Einwohner:innen. Tourismus ist der Hauptwirtschaftsfaktor und damit Lebensgrundlage für die Inselbevölkerung. Zunehmend leidet jedoch die Inselgemeinschaft unter dem Overtourism. Zu lange standen die Gäste und passende Angebote für sie sowie die Auslastung auch außerhalb der Hauptsaison im Vordergrund, während die Bedürfnisse der Insulaner zunehmend in den Hintergrund gerieten. Nun hat die Insel ihre Belastungsgrenze erreicht. Zahlreiche Saisonkräfte und ganzjährig beschäftigte Mitarbeiter:innen nehmen nicht am gemeinschaftlichen Inselleben teil. Es sind weder gesunde Strukturen, noch eine Dorfgemeinschaft mehr vorhanden. Die Folgen sind bereits in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens spürbar. Auf der gesamten Insel gibt es zwar etliche Vereine, aber die Vernetzung muss verbessert werden. In der Jugendpflege ist eine Mitarbeiterin Ansprechpartnerin für alle Inselkinder. Während das kulturelle Leben nur für Gäste stattfindet, müssen die Insulaner dafür auf das Festland ausweichen. Da es mittlerweile eine quasi durchgehende Saison gibt, entfällt auch die Winterruhe, in der sich die Insulaner bisher um sich selbst kümmern konnten. Auch die Traditionspflege gerät so sehr in den Hintergrund, dass die insulare Identität kaum mehr spürbar ist. Die Folge: Insulaner fühlen sich wie Statisten in einem Freizeitpark. Der Satz "wir finden nicht mehr statt auf der Insel" ist längst überall zu hören. All das hat zur Spaltung der Dorfgemeinschaft geführt. Höchste Zeit also, sich diesen Problemen aktiv zu stellen und das Wohlergehen der Insulaner wieder in den Fokus zu rücken.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Langeoog
Beschreibung
Langeoog ist eine der Ostfriesischen Inseln mit einer Fläche von rund 20 km² und einer Bevölkerungsdichte von 93,9 Personen pro km². Das Zentrum befindet sich an der Westseite der Insel. Fast zwei Drittel der Fläche von Langeoog gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Die Insel ist autofrei. Es gibt eine tideunabhängige Fährverbindung zum Festland mit mehreren Fahrten täglich. Die Fahrtzeit dauert etwa 35 Minuten.
Einwohnerzahl
1827
Quelle / Anmerkungen
Stand: 31.12.2019 (Gemeinde Langeoog)
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Quelle: Gemeinde Langeoog, umfasst die Altersgruppe 0 bis <15 Jahre
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Quelle: Gemeinde Langeoog, umfasst die Altersgruppe 15 bis <27 Jahre
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Quelle: Gemeinde Langeoog, umfasst die Altersgruppe 60+ Jahre
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Quelle: Gemeinde Langeoog, umfasst Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
langeoog-zentrum.pdf
(1.51 MB)
langeoog-luftbild.png
(4.53 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit der Besetzung einer "Kümmerer"-Stelle will die Verwaltung von Langeoog professionelle GWA auf der Insel etablieren. Ziel ist, damit alle Inselbewohner in den Fokus kommunalen Handelns zu setzten, Teilhabe zu ermöglichen - bedarfsgerecht, sozialräumlich und ressortübergreifend. Der Fokus liegt auf der Erhöhung der Lebensqualität der Bevölkerung durch ihre Beteiligung an der Gestaltung des Prozesses. Bewirkt werden soll dies durch die Aktivierung der Inselgemeinschaft, durch die Errichtung einer Beteiligungskultur. Augenmerk wird insb. auf die Stärkung des Ehrenamtes, auf die Willkommenskultur für Menschen mit Migrationshintergrund und auf Saisonarbeitskräfte und der intensiveren Zusammenarbeit mit den sozialen Institutionen/Wohlfahrtsorganisationen zu legen sein. Die Belange und Bedürfnisse der Inselbevölkerung bilden die Grundlage für die Aktivitäten. Der/die hauptamtliche Kümmerer ist Anlauf- und Vernetzungsstelle für alle Bewohner, soll sie ansprechen und aktivieren sowie den Rahmen für die Aktivitäten und Projekte bereit stellen, soll unterstützen und befähigen (Empowerment), soll Kooperationen suchen und initiieren sowie Plattformen zum Austausch und zur Vernetzung schaffen. Die Begegnungsräume sind die zentralen physischen Räume, die sich die Inselbevölkerung aneignen und nach ihren Bedürfnissen ausgestalten, "befüllen" kann und soll. Bei den Aktivitäten sollen unterschiedliche Alters- und Interessensgruppen angesprochen und zusammengebracht werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Inselbevölkerung ist motiviert und engagiert, sich aktiv in die Verbesserung der eigenen Insel-Lebensqualität einzubringen.
Kriterium
Beschreibung
Unterschiedliche Alters- und Interessengruppen können bei den Angeboten (u. a. in Begegnungsräumen) zusammenkommen und beteiligen sich über die App an kommunalen Entscheidungsprozessen.
Beschreibung
Eine Willkommenskultur lässt Zugezogene und Saisonkräfte an der Inselgemeinschaft teilhaben. Lebendige Nachbarschaft wird durch Treffen in privaten Gruppen und Vereinen und wieder mehr gemeinsame Feste initiiert und gefördert.
Beschreibung
Es haben sich Gruppen gebildet, um Projektideen durch eigenes bürgerschaftliches Engagement voranzubringen und umzusetzen.
Kriterium
Beschreibung
Die Interessen der Inselgemeinschaft werden bei Entscheidungen des Rates und der Verwaltung einbezogen. Ein breites Bündnis aus Bewohnerschaft, Politik und Wirtschaft sowie Verwaltung wirkt gemeinsam an der Verbesserung der Lebensqualität.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesellschafts-Clubs (Rotary, Lions, Inner Wheel Club)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsmitglieder aus Schule-, Jugend- und Sozialausschuss; Bauausschuss; Tourismusausschuss; Finanz- und Wirtschaftsausschuss; Nachhaltigkeits-, Umwelt- und Landschaftsausschuss
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohlfahrtsverbände (AWO, Caritas)
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On