Starke Nachbarschaft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sönke Deitlaff
| Funktion | Fachdienstleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesen Gemeinsam Gestalten
Projektbeschreibung
Das Projekt ist in der Gemeinde Algermissen angesiedelt. Mit Hilfe des Projektes sollen neue Wege entwickelt werden, das gesellschaftliche Leben vielfältig zu gestalten. Einen besonderen Schwerpunkt bietet die Arbeit in den einzelnen Ortsteilen. Handlungsleitend sollen dabei die Belange der Bewohner*innen sein. Besonders berücksichtigt werden vor allem Personen, die sich derzeit nicht in den Angeboten und Veranstaltungen der Gemeinde wiederfinden. Ein Mobiles Café wird entwickelt. Es bietet eine niedrigschwellige Methode zum Kontaktaufbau und zu aktivierenden Befragungen. Vor Ort werden die Belange der Bewohner*innen erfasst. Ausgehend von ihren Ressourcen werden die Bewohner*innen motiviert und begleitet, sich für ihre Interessen zu engagieren. Neue nachbarschaftliche Netzwerke werden gebildet. Die Bewohner*innen werden bestärkt, neue Veranstaltungen wie z. B. offene Treffen oder Bildungsangebote in den Dorfgemeinschaftshäusern zu planen und durchzuführen. Die Formate können sehr vielfältig sein, ebenso wie die Handlungsbereiche. Aus Vorgesprächen mit Eingewanderten und ihren Nachkommen ist bekannt, dass Bildung, Kultur und Mobilität bedeutende Themen darstellen. Im letzten Jahr wurde deutlich, dass viele Menschen von der digitalen Teilhabe weitgehend ausgeschlossen sind. Dieses wurde besonders von der Leitung des Mehrgenerationenhauses über die Seniorenarbeit berichtet. Andererseits ist gerade im digitalen Bereich viel individuelles Wissen vorhanden. Ein ehrenamtliches Team wird in Rahmen des Projektes niederschwellige Hilfs- und Bildungsstrukturen entwickeln. Innerhalb des gesamten Projektes werden digitale Elemente integriert und niedrigschwellig erfahrbar sein. Die Projektleitung wird die Aufgaben innehaben: Durchführung des Mobilen Cafés, Impulse von den Bewohnern aufnehmen, Akteure stärken, neue Netzwerke anbahnen und durch gemeinsames Planen und Durchführen Arbeitsstrukturen etablieren. Ziel ist es, dass die Akteure zum Ende des Projektes weitgehend eigenständig die Projekte umsetzen und neue generieren. Nur im Bedarfsfall werden sie durch einen Sozialarbeiter der Gemeinde unterstützt. Durch das Projekt soll erreicht werden, dass Nachbarschaften neu entdeckt werden und die Angebote im Gemeinwesen die Vielfalt der in Algermissen lebenden Bürger*innen widerspiegelt.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Algermissen liegt im Norden des Landkreises Hildesheim. In sechs Ortschaften leben circa 8.000 Menschen, davon circa 4.500 im Kernort.
1. Die fünf kleineren Ortschaften liegen mehrere Kilometer entfernt und sind ohne eigenes Auto nur schwer erreichbar. Fahrradwege sind kaum vorhanden, der ÖPNV erreicht die Ortschaft mit dem Linienbus sehr unregelmäßig.
Fehlende Mobilität verringert die Teilhabemöglichkeiten vor allem bei älteren Menschen oder wenn bei einem fehlenden persönlichen Netzwerk wenig Unterstützung erfolgt. Gleichzeitig steigt der Bedarf nach alternativen Mobilitäts-Formen durch Diskussionen um Klimaschutz und Nachhaltigkeit, geäußert in Gruppendiskussionen vor Ort. Es fehlen vor Ort Anreize für Car-Sharing, E-Mobilität und die Unterstützung von ehrenamtlichen Strukturen für Mobilitätsangebote.
2. Ein fortschreitender Generationenwechsel in den Bestandswohnungen, neue Bauvorhaben und -gebiete oder die Aufnahme von Menschen mit Fluchterfahrung sind Gründe für Zuzug. Nachbarschaften bleiben anonym, wenn unterschiedliche Lebensentwürfe blockieren oder wenig Kommunikation und Interaktion zwischen den unterschiedlichen Gruppen und Einzelpersonen stattfindet. Anonyme Nachbarschaften wurden von Ehrenamtlichen, Kooperationspartnern und aus Familien mit und ohne Fluchterfahrung als Problem genannt. In der Gemeinde leben Menschen aus 59 verschiedenen Ländern (Stand 2020).
3. Die Corona-Pandemie verstärkt die beschriebenen Problemlagen durch Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren. Fehlende Digitalisierung, mangelnde Kenntnisse in der Nutzung digitaler Medien müssen zukünftig ebenso überwunden werden wie Isolation und Vereinsamung.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Das Fördergebiet bezieht sich auf den Sozialraum der Gemeinde mit seinen sechs Ortschaften.
Einwohnerzahl
8083
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt.
Es wurden Ausländer und Menschen mit doppelter Staatsangehörigkeit erfasst. Das Problem ist, dass diese Gruppen im gesellschaftlichen Leben kaum in Erscheinung treten.
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt versteht sich als eine Prozessbegleitung. Ziel ist es, Menschen – unabhängig von Alter, Herkunft und Milieu - zu aktivieren und zu stärken, ihre Belange ins Gemeinwesen einzubringen. Der Ansatz ist niedrigschwellig. Die Bewohner*innen werden motiviert, in nachbarschaftlichen, sozialen Netzwerken ihr direktes Umfeld zu gestalten. Dabei sind die Belange und Ressourcen der Bewohner*innen handlungsleitend. Dies bezieht sich sowohl auf die Formate, als auch auf die Handlungsbereiche. Die Handlungskompetenz des Einzelnen wird gestärkt, aus individuellem Empowerment soll sich kollektives Empowerment entwickeln. Eine aktive, gemeinschaftliche Beteiligung stärkt das Selbstwertgefühl und die Identifikation mit dem sozialen Raum. Neue Begegnungsräume werden durch die Bewohner*innen entwickelt, um langfristig die Möglichkeiten der Partizipation am Gemeinwesen zu stärken.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen geben ein positives Feedback, dass sie sich wahrgenommen fühlen, sie äußern ihre Belange und nehmen an Aktionen teil.
Kriterium
Beschreibung
Die Projekte werden von Bewohner*innen zunehmend eigenständig geplant, umgesetzt und generiert. Es gibt dafür eine Infrastruktur. Es gibt eine niederschwellige Möglichkeit der aktiven Teilnahme. Die Projekte werden von vielen Akteure getragen.
Kriterium
Beschreibung
Kooperationen mit bestehenden Gruppen werden eingegangen. Örtliche Ressourcen wie Dorfgemeinschaftshäuser u. Ä. werden genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Die Projekte werden von Bewohner*innen unterschiedlicher Herkunft, Alters und Milieu gemeinsam besucht und umgesetzt. Die Bewohner*innen nehmen eine Haltung der gegenseitigen Toleranz, Akzeptanz und Wertschätzung ein.
Beschreibung
Die Netzwerke haben eine Struktur, mit der sie ihre Projekte eigenständig umsetzen und neue Ideen entwickeln können. Die Netzwerke arbeiten innerhalb und untereinander kollegial und bieten sich gegenseitig Hilfe.
Kriterium
Beschreibung
Nachbarschaftliche Treffen haben sich etabliert und zeigen die Vielfalt ihrer Bewohner*innen. Es gibt für alle die Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Beschreibung
In Bereich der Mobilität gibt es Angebote der nachbarschaftlichen Hilfe. Nachbarschaftliche Treffen haben sich etabliert und zeigen die Vielfalt ihrer Bewohner*innen. Es gibt für alle die Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
DRK Algermissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
TVE Algermissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Klimaschutzgruppe Algermissen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Nachhaltigkeit und Wirkung des Projektes über den Projektzeitraum hinaus soll durch die folgenden Punkte gesichert werden. • Erweitertes dauerhaftes Angebot, dass von Kooperationspartnern und Ehrenamtlichen weitergetragen werden kann • Verankerung bei Netzwerk- und Kooperationspartnern • Bei Teilnehmenden wurden Kompetenzen und Bewusstsein gestärkt. • Die Gemeinde stellt Räume. • Der Sozialarbeiter der Gemeinde unterstützt in Bedarfsfall die Akteure
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gute Nachbarschaft - Eine Befragung der Stadtteilgesellschaft.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrich Hartig
2. Kurzbeschreibung
Was ist "Gute Nachbarschaft"?
Projektbeschreibung
Die Stadtteile Kreyenbrück und Bümmerstede werde durch die Vielfalt der Bewohner:innen gekennzeichnet. Nicht nur durch einen hohen Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte(n), sondern auch durch das Nebeneinander von Einzel-/Doppelhauswohneigentum und Mehrfamilienhäusern. Nicht zuletzt auch durch die Vielzahl von Institutionen wie Bürgerverein, Kirchen, Migrant:innenselbstorganisationen und kommunalen Einrichtungen. Unser Projekt soll unmittelbar in die Stadtteilgesellschaft hineinfragen, wie vor je persönlich-individueller Lebenspraxis und gesellschaftlicher Selbstverortung und - wahrnehmung "Gute Nachbarschaft" ist oder sein sollte. Hierzu soll ein Fragebogen entwickelt werden, der sowohl standardisierte, als auch "Prosaantworten" ermöglicht. Der Fragebogen soll auch in türkischer, kurdischer und arabischer Spreche zur Verfügung stehen, ebenso das Anschreiben. In Bereich der Blockbebauung soll der Fragebogen mit frankiertem Rücksendebriefumschlag verteilt werden. Im Bereich der Einzelhausbebauung sollen die Fragebogen möglichst persönlich überreicht werde, so dass die Chance auf persönliche Begegnungen besteht. Die Ergebnisse sollen, fachlich begleitet, ausgewertet, der Öffentlichkeit vorgestellt und in kleineren Foren auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft werden. Folgeprojekte sind vorgesehen.
Zudem beabsichtigen wir, den Fragebogen zusätzlich per Email-Listen zu verschicken.
Laufzeit
2021-08-31 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die je unterschiedlichen Bebauungen in den Stadtteilen Kreyenbrück/Bümmerstede - Einzel-/Doppelhaus und Blockbebauung ( Eigentum und Wohnungsbaugesellschaft(en) erschweren nachbarschaftliche Kontakte und gemeinsame stadtgesellschaftliche Engagements. Institutionen wie Bürgerverein, Kirchen und Migrant:innenselbstorganisationen und kommunale Einrichtungen haben ihre je eigenen Handlungsrahmen in Bezug auf die Klient:innen abgesteckt und sind interaktiv ausbaufähig. Mitverantwortung und Gestaltung der Stadtgesellschaft werden nicht ausreichend kommuniziert, diskutiert und in Handlungsoptionen überführt. Gesellschaftliche Aktiviäten erschöpfen sich oft noch in der Wahrnehmung von Partikularinteressen und versäumen die Chancen, gemeinsam aus der Privatsphäre heraus zu treten und sich der Erfahrung von wirksamer politischer Tätigkeit oder auch - je nachdem - notwendiger Kompromissbereitschaft im Rahmen demokratischer Entscheidungsprozesse auszusetzen. Die Vielfalt als Chance der Stadtteilgesellschaft zu begreifen und wahrzunehmen erscheint deutlich ausbaufähig. Insbesondere auch vor dem Hintergrund kommunaler Akltivitäten bestehender Einrichtungen (GWA, Kulturamt, Amt für Integration und Zuwanderung, usw.) die durch unser Befragungsprojekt eine breitere und aktuelle Grundlage für die je eigenen Angebote und Netzwerke erhalten können.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Stadtsüden, außerhalb des Autobahnrings, bis zur Stadtgrenze in ländliche Struktur übergehend
Einwohnerzahl
32000
Quelle / Anmerkungen
Statistisches Jahrbuch 2019/2020
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Kreyenbrück Nord liegt im Programmgebiet "Soziale Stadt". Unser Projekt bezieht den kompletten Stadtteil. Kreyenbrück-Bümmerstede ein.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
kreyenbrueck.jpg
(62.79 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Verbesserung der Selbstorganisation und Entfaltung je eigener Ressourcen in Bezug auf gesellschaftliche Mitgestaltung und Mitverantwortung der Stadtteilbewohner:innen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
... Engagementsergebnisse bürger:innenschaftlicher Initiativen öffentlich wahrnehmbar sind.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturamt und Amt für Zuwanderung und Integration
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Umfrage bildet die Grundlage für eine solidarischere und eigenverantwortliche Stadtgesellschaft im Netzwerk der aktuell handenen Akteure und Akteurinnen im Stadtteil. Folgeprojekte werden, so sie eine Finanzierung benötigen, durch weitere, dann zu beantragende Fördermittel gedeckt. Wir gehen aber davon aus, dass sich die beteiligten Personen, Institutionen und Initiativen weitgehend aus eigenen, auch materiellen Ressourcen "bedienen" können.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bürgerrat für Prävention und Integration im Rosenplatzquartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sebastian Häfker
| Funktion | 1. Vorsitzender |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Miteinander auf Augenhöhe
Projektbeschreibung
Im Projekt „Bürgerrat für Prävention und Integration im Rosenplatzquartier“ antwortet der Bürgerverein Neustadt in Kooperation mit der Eleganz Bildungsplattform e.V. und in Zusammenarbeit mit ansässigen Vereinen und Akteuren der Integrations- und Bildungsarbeit auf einen dringenden Handlungsbedarf im Osnabrücker Rosenplatzquartier. Das Projekt, dessen Ziel die Etablierung eines bürgergetragenen Gremiums für Prävention und Integration ist, umfasst mehrere Maßnahmen und Phasen. In einem ersten Schritt wird ein Netzwerk aus Akteur*innen im Quartier geknüpft, in dem sowohl Menschen mit als auch ohne Migrationsgeschichte vertreten sind. Hier sind monatliche Netzwerktreffen vorgesehen. Im Netzwerk wird das Konzept des eigentlichen Bürgerrates ausgearbeitet und ausdiskutiert. Zum einen verlangt es daher nach einer aktiven Mitwirkung von Anwohner*innen möglichst vieler sozialer Gruppen, zum anderen ist Expertise gefragt. Daher umfassen ein zweiter und dritter Baustein folgende Aspekte: Organisiert vom Netzwerk finden zwei vorbereitende Quartiersforen sowie eine Bestandserhebung der Probleme und Bedarfe aller Anwohner im Quartier zusammen mit der Polizeiinspektion und der Stadt Osnabrück im Rahmen der Forschungsprojekte CCI und CTC statt. Zudem lädt der Bürgerverein bzw. das Netzwerk zu fachlichen Themenabenden in Form kleinerer Workshops und Vorträge ein, um die (ehrenamtliche) Arbeit auf ein fachlich adäquates Niveau zu heben. Auf dieser Basis wird das Konzept des Gremiums verabschiedet und selbiges aus ehrenamtlich engagierten Anwohnern formiert. Die entstandene Institution repräsentiert die Anwohnerschaft in ihrer Vielfalt – mindestens 40 % des Gremiums haben eine Migrationsgeschichte. Es erfüllt folgende Aufgaben: Weiterführen der Netzwerkarbeit und –treffen, Bündeln und Bereitstellen von Informationen zu einschlägigen Angeboten im Quartier, Organisation von Veranstaltungen von Bürger*innen für Bürger*innen, enge Zusammenarbeit mit Kommunen und bestehenden Akteuren. Zum Gremium gehört eine Beratungsstelle der Präventions- und Integrationsarbeit mitsamt mediativer Funktion in Konfliktsituation und als Anlaufstelle für Betroffene. Fortbildungsangebote zur Präventionsarbeit, zum sozialen Lernen und zu demokratischer Resilienz werden hierüber unterbreitet. Das Gremium, welches regelmäßig tagt und auch über den Projektzeitraum hinaus Bestand hat, verleiht allen Anwohnern eine Stimme und ermöglicht so ein Zusammenleben auf Augenhöhe.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Rosenplatzquartier als Teil des Einzugsgebiets des Bürgervereins Neustadt verläuft vom Neumarkt über die Johannisstraße, die Meller, Iburger und Sutthauser Straße. Das Quartier zeichnet sich durch beengte Wohnverhältnisse und eine dichte Bebauung aus. Wie der angrenzende Stadtteil Fledder (15% SGBII) wird es laut Osnabrücker Sozialmonitoring durch einen niedrigen bis sehr niedrigen sozialen Status und eine Häufung sozialer Problemlagen charakterisiert. Mehrere Tötungsdelikte und Tumultlagen in den letzten Jahren im Bereich Neumarkt und Rosenplatz, aber auch der Extremismusverdacht eines jungen Mannes nach den Anschlägen in Wien, der im Quartier aufwuchs, verdeutlichen, dass dringend Handlungsbedarf besteht. Die Beispiele zeigen, dass Menschen, die im Bereich der Neustadt aufwachsen, Risikofaktoren ausgesetzt sind, selbst kriminell zu werden. Durch eine Zunahme der Anwohner*innen mit ökonomischen, sprachlichen, kulturellen, gesundheitlichen und sozialen Benachteiligungen in den Stadtteilen besteht die Gefahr, dass Konflikte dadurch entstehen, dass die soziale Infrastruktur den veränderten Anforderungen nicht mehr entspricht. Unser Ziel ist es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, so kriminellem Verhalten und Radikalisierung vorzubeugen und das Sicherheitsgefühl der Bürger*innen zu verbessern. Im Quartier und der näheren Umgebung sind Akteure der Bildungs- und Integrationsarbeit tätig, die mit ihren Projekten und Angeboten versuchen, die Situation zu verbessern. Hier fehlt es jedoch an Vernetzung und Verzahnung der Angebote, mit dem Runden Tisch Rosenplatz gibt es ein nur halbjährlich stattfindendes Treffen. In diese Lücke stößt das Projekt des Bürgerrats.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück Rosenplatzquartier
Beschreibung
Das Projektgebiet erstreckt sich über den südlichen Teil des Stadtteils Innenstadt rund um den Rosenplatz, einschließlich der Johannisstraße, dem unteren Teil der Iburger-, Meller- und Sutthauser Straße. Es grenzt an die bzw. überschneidet sich partiell mit den Stadtteilen Schölerberg, Kalkhügel und Fledder. Das Projektgebiet wird begrenzt durch die Süsterstraße/Johannisfreiheit (Richtung Innenstadt), der Hannoverschen Straße (Richtung Osten), der Magdalenenstraße/Miguelstraße/Am Riedenbach (stadtauswärts) und der Sutthauser Straße (Richtung Westen).
Einwohnerzahl
9918
Quelle / Anmerkungen
Wert gilt für gesamten Stadtteil Innenstadt, für das Quartier liegen keine Zahlen vor. Quelle: https://geo.osnabrueck.de/kosmos/bericht_daten_statistik/atlas.html?select=Stadtgrenze
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://geo.osnabrueck.de/kosmos/bericht_daten_statistik/atlas.html?select=Stadtgrenze
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://geo.osnabrueck.de/kosmos/bericht_daten_statistik/atlas.html?select=Stadtgrenze
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt entspricht insofern der Gemeinwesenarbeit, als dass es einen ganzheitlichen Ansatz zur Verbesserung der immateriellen Lebensbedingungen im Quartier verfolgt, bei dem die Betroffenen - in diesem Fall die Anwohner*innen mit und ohne Migrationsgeschichte - aktiv mit einbezogen und in ihrer Selbstorganisation gestärkt werden. Diese partizipative Orientierung schlägt sich in den verschiedenen Maßnahmen des Projekts nieder: Bedarfserhebung mittels mehrsprachiger Anwohner*innenbefragungen und Quartiersforen, bei denen auch auf konzeptueller Ebene mitgewirkt wird, die Anhörung im Quartier vertretener Akteure aus der Vereinslandschaft sowie die vertiefende Vernetzung der sozialen Gruppen. Durch Bürgerbeteiligung, Wahlen und Mediation trägt es zur Wahrung demokratischer Verhältnisse im Quartier bei. Elemente wie Fortbildungen, Workshops und Themenabende unterstreichen, dass die angestrebte GWA gleichsam Bildungsangebote beinhaltet. Als sozialpolitisches Instrument strebt sie die Begegnung unterschiedlicher sozialer Gruppen auf Augenhöhe sowie die Einbeziehung divergierender individueller Perspektiven an, um im Sinne einer Intervention Kriminalisierung und Radikalisierung vorzubeugen. Gleichermaßen werden das Sicherheitsgefühl und die demokratische Resilienz über das gemeinsame soziale Lernen gestärkt und Schutzfaktoren ausgebildet. Das Projekt integriert professionelle (Beratungsstelle) und ehrenamtliche (Bürgerrat, Netzwerk) Arbeit.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Sich Anwohner*innen verschiedener sozialer Gruppen am Netzwerk, den Quartiersforen, dem Bürgerrat beteiligen und die Beratung in Anspruch nehmen.
Kriterium
Beschreibung
Anwohner*innen und Akteure den Bürgerrat konzeptuell mitgestalten, ihre Interessen vertreten sehen und sich ihrem Empfinden nach auf Augenhöhe begegnen; Beteiligung bei der Wahl des Bürgerrats
Kriterium
Beschreibung
Menschen verschiedener sozialer Gruppen gemeinsam am Projekt mitwirken, d.h. unterschiedliche Zielgruppen bei den einzelnen Maßnahmen vertreten sind und gemeinsam agieren.
Beschreibung
Einbezogen in das Netzwerk, die Fortbildungen und den Bürgerrat werden Akteure aus unterschiedlichen Bereichen (Schulen, Horte, Vereine, Gemeinden, Polizei, Verwaltung, ...).
Beschreibung
Im Netzwerk Integration und Prävention treffen sich monatlich professionelle und ehrenamtliche Akteure mit Anwohner*innen und arbeiten gemeinsam.
Kriterium
Beschreibung
Die mediative Funktion des Bürgerrats trägt zu einem Abbau von Konflikten bei, Quartiersforen und Wahlen erhöhen die (politische) Partizipation, Netzwerk sowie der Bürgerrat und seine Maßnahmen fördern das ehrenamtliche Engagement.
Beschreibung
Das Projekt fungiert als Modellprojekt eines lokalen, quartiersbezogenen bürgergetragenen Präventionsgremiums, welches bei erfolgreicher Durchführung auf andere Stadtteile/Quartiere übertragbar ist.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Eleganz Bildungsplattform e.V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Bürgerrat wird ehrenamtlich weitergeführt und ggf. als Modellprojekt in kommunale Strukturen eingebunden. Auch das Netzwerk bleibt erhalten und die nach dem Projekt eingespielten Akteure treffen sich weiterhin regelmäßig. Für die Beratungsstelle werden bei anhaltendem Bedarf frühzeitig Fördermittel bei verschiedenen Geldgebern (Stiftungen etc.) beantragt. Auch ein Sponsoring durch lokale Unternehmen im Quartier wird geprüft.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Lobetal baut Brücken
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Monika Bawardi
| Funktion | Assistenz Kfm. Vorstand; Fördermittelmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Lobetal "baut Brücken"
Projektbeschreibung
Der Lobetalarbeit e.V. ist eine diakonische Einrichtung der Eingliederungshilfe. Der zugrundeliegender Eingliederungsauftrag lautet, Menschen zu befähigen, an Arbeits,-Bildungs,- und Freizeitangeboten teilzunehmen, auch wenn es erschwerte Voraussetzungen zu überwinden gilt. Die Lobetalarbeit will Brückenbauer sein und diese Intention auf alle, aber vorrangig auf benachteiligte in den Stadtteilen Heese und Wietzenbruch lebenden, arbeitenden Menschen übertragen: Und dafür geht Lobetal in die Nachbarschaft! Die Komplex-Einrichtung hat über 70 Jahre Erfahrung in den Stadtteilen, im Umgang mit Barrieren sprachlicher oder physischer Natur, aber auch Know-How, wie diese überwunden werden. Über 1000 in Lobetal lebenden Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung werden unterstützt, am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen. D. h. sie sollen gestärkt werden, mit den Menschen in den Stadtteilen zu leben und zu arbeiten, Konflikte im Alltag zu bewältigen. Und dafür braucht es einen Sozialraum in beiden Stadtteilen, in denen Begegnungen gestaltet werden! Inklusion und Teilhabe erfolgt nicht automatisch. So soll dieses Projekt "Lobetal baut Brücken" für die Stadtteile Heese und Wietzenbruch folgende Brücken bauen:
Die erste Brücke: Aufbau einer Nachbarschaftshilfe und Ausbau einer Nachbarschaftshilfe-Börse von und mit benachteiligten Gruppen sein (inklusiv und integrativ).
Die zweite Brücke: Entwicklung und Nutzung von Orientierungshilfen mit einfacher Sprache oder Bildsprache in Form von Buttons, die „sprechen“ können oder selbsterklärenden Tafeln, sodass die Nutzung von Verkehrsmitteln oder von Bildungs-oder Kulturangeboten einfacher wird (Teilhabe).
Die dritte Brücke: Bereits bestehende Projekte und Initiativen stärken und erweitern (kooperativ und komplementär), da diese sich bislang auf Kinder und Jugendliche fokussieren. Es sollen mehr Anlaufstellen für Nachbarschaftshilfe gewonnen werden (Patenschaften für Straßen, Quartiers- und Stadtteilkarten, Barrierenabbau fördern).
Die Lobetalarbeit kann in mehrfacher Hinsicht ein wichtiger Kümmerer und Vermittler für Teilhabe und Inklusion im Projektgebiet sein: sie befindet sich schon geographisch genau in der Mitte zwischen den beiden Stadtteilen, von denen einer bereits einen Brennpunkt hat und der andere trotz einiger Initiativen in der Gefahr steht, dass Konflikte im Zusammenleben verstärkt auftreten, da es so unterschiedliche Interessengruppen in den Quartieren gibt.
Laufzeit
2021-08-30 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Heese und Wietzenbruch sind aneinander angrenzende Stadtteile der Stadt Celle, in denen Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement wichtige Aufgaben darstellen, da es bereits in einem einen Brennpunkt gibt. In beiden Stadtteilen gibt es sehr heterogene Bevölkerungsschichten, unterschiedliche ethnische Gruppen, Ungleichheiten in der Wohnungssituation und den Zugängen zu Arbeits- und Bildungsangeboten und daher sehr disparate und parallele Lebenswelten, die aufeinanderprallen. Das wird erkennbar in Konflikten im Zusammenleben wie z.B. im öffentlichen Nahverkehr, wo unter anderem Menschen mit körperlicher und/oder geistiger Behinderung nicht selten auf Ablehnung und Beschimpfungen stoßen. Nicht wenige wählen daher bewusst Zeiten für Einkäufe aus, in denen sie keine Berührungspunkte mit anderen haben müssen, aus Angst, sie könnten negative Erfahrung sammeln. Gerade in der aktuellen Corona bedingten Situation sind soziales Miteinander und inklusive und integrative Teilhabeangebote im Quartier erschwert und die Zukunft des Zusammenhalts ist gefährdet. So sollen keine Gruppen durchmischt werden, wo es nötig wäre, sich kennen und einschätzen zu lernen. Auch haben viele niedrigschwellige Anlaufstellen geschlossen. Die bestehenden Vorurteile manifestieren sich und die einzelnen Gruppen isolieren sich momentan noch mehr. Die grundlegende Problematik in beiden Stadtteilen besteht hauptsächlich darin, dass benachteiligte Bevölkerungsgruppen und Neuhinzukommende nicht ohne Hürden Angebote an Begegnungen kennenlernen und nutzen können ohne negative Erlebnisse zu erfahren. Die Herausforderung ist, im Quartier Trennendes zu überwinden, Vorurteile abzubauen, das Miteinander zu fördern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Residenzstadt Celle Ortsteil Wietzenbruch und Ortsteil Heese
Beschreibung
Das Projektgebiet ist ein deutlich abgegrenztes Gebiet in städtischer Randlage mit hoher Einwohnerdichte, geprägt durch starke und schnelle Veränderung der Bewohnerstruktur. Merkmale: hohe Belastung des Zusammenhalts aufgrund von starken unterschiedlichen Sozialniveaus in und zwischen den Stadtteilen, Sozialer Wohnungsbau, Bevölkerungsgruppen unterschiedlichster ethnischer Herkunft.
Quelle/Links zu den Stadtteilen/Stadtteikarten:
https://www.celle.de/Celle/Ortsteile/Wietzenbruch
https://www.celle.de/Celle-entdecken/Celle-Dein-Zuhause-/Ortsteile/Neustadt-Heese/
Einwohnerzahl
16000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Celle Homepage
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
31
Anmerkung
geschätzt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
ortsteilplan_neustadt_heese.pdf
(1.11 MB)
ortsteilplan_wietzenbruch.pdf
(516.09 KB)
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Paulus-Gemeinde, Gemeinde zum Guten Hirten, Johannesgemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Angesprochen sind alle in den Stadtteilen lebenden und arbeitenden Personen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
u.a. Cellesche Zeitung, Celle heute, Social media, Lobetalarbeit Website etc.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hölty-Gymnasium, Hermann-Billung-Gymnasium, Paul-Klee-Schule, Hermann-Reske-Schule, Grund- und Hauptschule Wietezenbruch, Grundschule Heese-Süd, Volkshochschule Celle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Geplant ist, alle in den Stadtteilen Heese und Wietzenbruch ansässigen FIrmen und Geschäfte zu beteiligen.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Geplant sind Vereine und Verbände, die in den beiden Stadtteilen aktiv sind, in das Projekt einzubeziehen (z.B. Sportvereine, Caritas, freiw. Feuerwehr etc.)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bibliothek, Garten der Begegnung, Jugendtreff Wietzenbruch
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Da das Projekt zur Selbstsaktivierung und Beteiligung durch das Nachbarschaftsnetzwerk begründet ist, soll es danach ohne Projektleitung weiterbestehen können. Im Projekt sollen Verantwortliche, wie Paten u. Förderer identifiziert und gewonnen werden, die die Schirmherrschaft für die einzelnen Bürger übernehmen. Im Projekt selbst wird angelegt sein, wie Förderanträge gestellt werden. Ensprechende Tools sollten die Teihaber (geschäftl. u. privat) an die Hand bekommen, um das weiterzuführen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Ottenstein: eine vielfältige Gemeinschaft - VORsorgend + FÜReinander da!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manfred Weiner
| Funktion | Gemeindedirektor |
|---|
2. Kurzbeschreibung
GWA/QM als wichtiger Baustein der VISION Ottenstein 2030 für eine vielfältige Gemeinschaft.
Projektbeschreibung
Mitten im Ortskern von Ottenstein entsteht auf dem Areal der Alten Schmiede derzeit ein „Seniorenquartier“ mit umfangreichen Angeboten für eine älterwerdende ländliche Bevölkerung. Ziel der Gemeinde ist es, den sozialen Zusammenhalt im Dorf durch Investitionen in neue Wohnformen und eine bedarfsgerechte Infrastruktur zu stärken und damit die Herausforderungen des demografischen Wandels auf der abgelegenen Hochebene im südlichen Niedersachsen anzunehmen.
Eingeleitet wurde die Quartiersentwicklung bereits in 2013 durch eine aufsuchende Befragung der Menschen ü50 zu ihren Vorstellungen des Älterwerdens. Wichtigste Erkenntnis: 84 % hielten eine „Seniorenwohnanlage“ auf der Hochebene für wichtig. Seit 2015 wird deshalb an der baulichen Umsetzung gearbeitet. Eine Tagespflege für hilfebedürftige Gäste und ein Multifunktionshaus (MFH) mit flexiblen Büros, Therapieräumen, Treffpunkt sowie Anlauf- und Vernetzungsstelle, sind gebaut. Zehn altengerechte Appartements in einer Hausgemeinschaft sowie Ein- und Zweipersonenhäuser komplettieren das neue Quartier, das auch im Freiraum Barrierefreiheit und hohe gestalterische Ansprüche verfolgt. Gut sechzig Menschen werden hier später wohnen und arbeiten, Hunderte hoffentlich leben.
Doch wie sieht die Bevölkerung die neu entstandenen Angebote vor Ort heute, wie passt die Entwicklung in ihre Lebenszusammenhänge und wie können sie hier eine neue Nachbarschaft (er)leben? Ein Seniorenquartier in einem kleinen Dorf ist eine große Chance für Menschen und Kommune ein beispielhaftes Modell auch für andere zu sein. Doch gerade jetzt braucht das Quartier einen Anstoß, denn die bestehende Gemeinwesenarbeit des Flecken Ottenstein reicht bei weitem nicht aus, um die neuen Strukturen zu managen. Das Quartier bietet alternativen individuellen Wohnraum sowie Begegnungsraum für die Dorfgemeinschaft, es erweitert damit das Zusammenleben aller. Aber bisher ist nur der gebaute Raum da, der Sozialraum muss erst noch entstehen. Die Gemeinde hat vorgelegt, ein Bürgerverein hat seine Arbeit aufgenommen, nun müssen die potenziellen Nutzer*innen abgeholt werden, um ihre Bedürfnisse darzulegen. Eine starke Gemeinwesenarbeit und das Engagement vieler wird erforderlich, um Ottensteins Vision bis 2030 hin zu einer vielfältigen Gemeinschaft und Gemeinde, die VORsorgt und FÜR sich sorgt, zu schaffen. Hierzu soll eine „Gemeinwesenarbeiter*in“ eines der flexiblen Büros im MFH besetzen, von dem aus sie die Menschen aufsuchen und das Quartier managen kann.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Ottensteins isolierte Lage auf der Hochebene und der starke Rückgang der Landwirtschaft als wichtigster Arbeitgeber führte zu Beginn der 2000er Jahre zu extrem negativen Bevölkerungsprognosen von -35 % bis 2030. Mittlerweile zeigen Ottensteins Anstrengungen sowohl im Dorfbild als auch im Vereinsleben Erfolge gegen den Negativtrend, die Alterung der Bevölkerung und die damit häufig verbundene Armut, Hilfebedürftigkeit und Vereinsamung ist aber trotzdem nicht aufzuhalten. Damit die Menschen im Alter bleiben und ihre Wohnsituation bedarfsgerecht anpassen können, hat Ottenstein mit Unterstützung durch Land und EU den Schwerpunkt seiner baulichen Entwicklung in den letzten Jahren auf die altengerechten Einrichtungen auf dem Gelände der Alten Schmiede gelegt. Der parallel dazu gestartete Informations- und Beteiligungsprozess hat durch Veranstaltungen viele Interessierte erreicht und kritische wie begeisterte Meinungen erzeugt. Jetzt geht es darum die Menschen zur Nutzung und Unterstützung einzuladen. Der 2018 gegründete Verein Bürger für Bürger auf der Höhe e.V. steht geschlossen hinter der Quartiersentwicklung und hat großen Zulauf. Er will sich als „verlängerter Arm“ der Gemeinwesenarbeit umfassend im Rahmen der Nachbarschaftshilfe engagieren und die Menschen verbinden. Jedoch fehlen sowohl die Gelegenheiten und (digitalen) Strukturen, in denen Menschen ihre Anliegen äußern können sowie die Kompetenzen und Ressourcen, um Prozesse zu initiieren und das Quartier zu managen. Hier zeigt sich der Bedarf für eine professionelle Gemeinwesenarbeiter*in, die die vorhandenen Stärken nutzt, um die Menschen zur Gestaltung der Zukunft ihrer vielfältigen Dorfgemeinschaft zu motivieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Gemeinwesenarbeit im Flecken Ottenstein wird neu organisiert und erstmals durch eine hauptamtliche „Gemeinwesenarbeiter*in“ mit Büro im MFH besetzt. Dabei stehen einerseits die Interessen der neuen Bewohner*innen des Seniorenquartiers im Fokus und andererseits die Gemeinschaft der Menschen auf der Hochebene. Für alle nachvollziehbar wird dadurch ein Prozess angestoßen, der die Menschen zusammenbringt und den neuen (Sozial)Raum belebt.
Das Quartiersmanagement baut auf den bestehenden Ressourcen des Gemeinwesens auf, indem die vorhandenen Netzwerke der Etablierung der neuen sozialen und baulichen Infrastruktur dienen. Zielgruppenübergreifendes Denken führt zu neuen Kommunikationsanlässen und Beratungsangeboten, die neue Perspektiven für alle in der Gemeinschaft bieten. Wichtigste Themen werden alternsgerechtes Wohnen, Gesundheitsvorsorge einschl. Hilfe- bis hin zum Pflegebedarf sowie Digitalisierung und Kultur im ländlichen Raum sein. Die Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen und der organisierten Nachbarschaft bringt innovative Angebote der Daseinsvorsorge hervor und stärkt den Ort. Das Altwerden im Dorf mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe etabliert sich durch ein professionelles Management und Moderation. Der soziale Zusammenhalt und die sozialen Orte als wichtige Bausteine der Vision 2030 werden gestärkt. Der Einsatz einer Gemeinwesenarbeiter*in kann als modellhaft für abgelegene ländliche Räume gelten, um die Lebensqualität besonders im Alter zu steigern.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Interessen der Bewohner*innen sind handlungsleitend für die Gemeinwesenarbeit. Der Austausch zum Thema Altwerden auf der Hochebene wird positiv wahrgenommen. Die Menschen nehmen teil und bringen sich mit eigenen Ideen und Hilfeangeboten ein.
Kriterium
Beschreibung
Die Fähigkeiten der vor Ort lebenden Menschen werden in die Gemeinwesenarbeit integriert. Kommunikationsanlässe im Seniorenquartier werden gut angenommen. Die Ressourcen des Gemeinwesens sind bekannt, werden genutzt, ggf. aktiviert und weiterentwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Die Zusammenarbeit der Betreiber von Angeboten im Seniorenquartier verläuft reibungslos. Neue Kooperationen arbeiten mit den angestammten Netzwerken zusammen. Gemeinsame Angebote wurden bedarfsgerecht angepasst und werden von allen im Dorf gebraucht.
Kriterium
Beschreibung
Ehrenamtliche werden gefördert und unterstützt. Die Nachbarschaftshilfe hat sich weiter professionalisiert und wird in Anspruch genommen. Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen ist klar geregelt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Arbeiter-Samariter-Bund ASB Hannover Land, Landfrauenverein Ottenstein, Bürger für Bürger auf der Höhe e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Turn- und Sportverein Ottenstein, Verkehrsverein Ottenstein, Landjugend, Freiwillige Feuerwehr Ottenstein, Schützenverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Praxis für Allgemeinmedizin, Amt-Apotheke Ottenstein, Tagespflege des ASB, Physiotherapie, Logopädie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule, Kinderhaus und Arche (u3-Betreuung) Ottenstein, Gemeindebücherei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirchengemeinde Ottenstein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hausgemeinschaft des altengerechten Wohnhauses, Bewohner*innen der Einzelhäuser im Quartier, direkte Nachbarschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kompetenzzentrum Ottenstein, Multifunktionshaus
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Seniorenquartier in Ottenstein ist fester Bestandteil der VISION 2030 und damit des Gemeinwesens. Das Quartiersmanagement wird durch selbstorganisierte Projekte entlastet. Der Nachbarschaftshilfeverein arbeitet selbstständig. Einnahmen sind gesichert. Damit reduziert sich die hauptamtliche Arbeit im Quartier. Die kommunale Finanzierung einer Teilzeitstelle wäre gesichert. Parallel wird ein Sanierungsgebiet Ortsmitte entwickelt. Teilaufgaben bekämen damit eine neue finanzielle Unterstützung.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Begegnungsstätte Netzwerk Rammelsberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ursel Ballin
| Funktion | Heimleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Soziale Teilhabe im Quartier Rammelsberg mit ganzheitlichen, vernetzten Versorgungsangeboten im Bereich Beratung, Kultur, Pflege und Betreuung
Projektbeschreibung
Der Theresienhof Goslar (THH) in Trägerschaft der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (esn) bietet etablierte Strukturen im Bereich Pflege u. Betreuung mit perspektivisch 144 stationären Pflegeplätzen, 20 Servicewohnungen u. einem großen Außenareal. Darauf aufbauend soll die Begegnungsstätte Netzwerk Rammelsberg (BGS NR) erschaffen werden, um als Sozialtreff Raum für soziale Teilhabe, vereint mit Angeboten aus den Bereichen Beratung, Kultur, Pflege u. Betreuung zu bieten. Ziel ist die Implementierung u. der Aufbau eines zentralen Sozialraums zur Gewährung von Teilhabe im Alter unabhängig von sozialer Herkunft, gesundheitlichen Voraussetzungen u. bestehenden geistigen o. körperlichen Einschränkungen in einem verlässlichen sektorenübergreifenden Versorgungsnetzwerk im Quartier Rammelsberg, in generationsübergreifenden Settings u. in Ergänzung zu etablierten, aber isolierten Angeboten.
Handlungsfeld | SOZIALES: Teilhabe u. Integration schaffen
Handlungsfeld | PFLEGE: Aufbau Dienstleistungs-Hub Teil I
Handlungsfeld | WOHNEN: Entwicklung Dienstleistungs-Hub Teil II
Soziale Teilhabe im Alter: vernetzt und nachhaltig gestalten – inhaltliches Kernziel des Projekts ist die Schaffung eines breiten Teilhabeangebots für ältere Menschen im Quartier. Eingedenk eines ganzheitlichen Teilhabeansatzes, der barrierefreie Zugänge zu kulturellem u. sozialem Miteinander, lebenslangem Lernen sowie bedarfsgerechter Unterstützung u. individueller Beratung umfasst, bietet die BGS NR idyllisch gelegen am Weltkulturerbe Rammelsberg Goslar auf dem Gelände des THH zukünftig einen idealen Ort zur Bündelung und Zentralisierung von Angeboten für die Nachbarschaft u. Interessierte. Ausgehend von den bereits etablierten Pflege- u. Betreuungsangeboten des THH für ältere Menschen werden diese in drei Handlungsfeldern durch Sozial-, - Pflege- und Wohnangebote in Kooperation mit Netzwerkpartner:innen im Quartier ergänzt.
Die zentral koordinierten Angebote erzielen durch die breite Ansprache innerhalb der Nachbarschaft wünschenswerte soziale Effekte: Ältere Menschen erfahren soziale Teilhabe u. Integration, Bürger:innen erhalten einen attraktiven Sozialraum und generationsübergreifende Angebote. Ergänzt wird das Projekt durch die Zugriffsmöglichkeiten auf die intersektoralen, Sozialgesetzbücher-übergreifende Unterstützungsangebote u. passgenauen Beratungsangebote seitens des THH und Netzwerkpartner:innen im Quartier.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der demografische Wandel spiegelt sich auch in der Altersstruktur der Bevölkerung im LK Goslar wieder. So ist die Gruppe der über 75-jährigen mit einem Anteil von 13,7 % deutlich älter als der nds. Durchschnitt. Ein daraus resultierender Effekt für die Silver Society u. ein relevantes gesellschaftliches Phänomen ist Einsamkeit u. soziale Isolation. Diese Tendenz wird mit dem Eintritt in den Ruhestand der Babyboomer-Generation verstärkt. In Goslar ist der Anteil an vollstationären Pflegeplätzen von 2012 bis 2020 um 37% gestiegen, wobei adäquate u. kombinierte Wohnformen für selbstbestimmtes Leben im Alter mit u. ohne Pflegebedarfe fehlen. Darüber hinaus ist das Projektgebiet in einer deutlich abgegrenzten städtischen Randlage mit fehlender Infrastruktur u. schlechter Nahversorgung. Auch das Gelände um den THH ist bisher als anonyme Freifläche mit Defiziten in der Aufenthaltsqualität zu kategorisieren. Durch die hervorgerufene Wahrnehmung als wenig attraktives Wohnumfeld ist das Fehlen von Einrichtungen mit Treffpunkt-Charakter zu verzeichnen. Im Zuge des Wegfalls gewohnter Sozialräume bedingen z.B. Krankheiten o. Behinderungen, Mangel an sinnstiftenden Aufgaben, eingeschränkte Mobilität u. Single-Dasein eine fortschreitende Alterseinsamkeit. Dies resultiert in einer geringeren Lebensqualität der Betroffenen u. in wesentlich höheren Gesundheitskosten für die Gesellschaft. Lösungen bieten das ehrenamtliche Engagement, die Teilnahme an kulturellen und offenen Freizeitangeboten u. der Zugang zu nachbarschaftlichen Netzwerken als Teilhabemöglichkeiten. Diese Angebote finden sich z.Z. kommunal im Projektgebiet in isolierten Ansätzen wieder.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Goslar Rammelsberg
Beschreibung
Primäres Projektgebiet: Beginnend am Theresienhof gehört das Areal links zwischen der Rammelsberger Str. und der Clausthaler Str. in das Projektgebiet und grenzt es nach Westen hin ab. Richtung Norden ist der gesamte Bereich rechts der Clausthaler Str. Teil des Gebietes. Die Clausthaler Str. geht im Norden über in die Wasserbreeke und kreuzt Nord-Östlich die Straße am Stollen. Richtung Süden ist das gesamte Gebiet von Nord-Osten, Osten bis Süd-Osten links von Am Stollen Teil des Projektbietes. Am Stollen Endet am Fuß des Rammelsbergs, der im Süden das Projektgebiet begrent. Im Süd-Westen ist die gesamte Straße am Rammelsberg links- und rechts-seitig Teil des Projektgebietes.
Einwohnerzahl
2000
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
anhang_3_-_projektgebiet.png
(3.45 MB)
anhang_4_-_projektgebiet_1.pdf
(661.69 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch den Aufbau der Begegnungsstätte Netzwerk Rammelsberg im Quartier Rammelsberg schaffen wir eine Anlauf- und Vernetzungsstelle vor Ort für alle Bürger:innen im benannten Stadtteil. Durch die Schaffung von konkreten Beratungs-, Kultur-, Bildungs-, Pflege- und Betreuungsangeboten fördern wir die Verstetigung stabiler Sozialstrukturen und Stabilisieren die Lebensbedingungen vor Ort. Durch die Beteiligung und das Mitwirken der Bürger:innen fördern wir Partizipation und erreichen soziale und gesellschaftliche Teilhabe. Durch die Installation und die Etablierung eines sektorenübergreifendes, generationsübergreifendes und zielgruppenübergreifendes Versorgungsnetzwerk kooperieren unterschiedliche Player, wie z.B. Kommune, Wohlfahrtsverbände, kirchliche Einrichtungen, Initiativen etc. dimensions- und hierarchieübergreifend zum Wohle der Bewohner:innen. Wir initiieren und begleiten innovative soziale Projekte aus den unterschiedlichen Handlungsfeldern (Soziales, Wohnen, Pflege). Die Begegnungsstätte mit einem Bistro und Multifunktionsraum aktiviert das Stadtteilleben und führt zu einer Imageverbesserung nach innen und außen. Wir sind die niederschwelligen und nahbaren Ansprechpartner:innen für die Bewohner:innen des Rammelsbergs. Wir gestalten ein lebendiges und nachhaltiges Netzwerk, in dem Menschen im Mittelpunkt stehen, Halt und Unterstützung finden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bei allen strategischen und planerischen Schritten im Aufbau der Begegnungsstätte werden Bewohner:innen in den Entscheidungsprozess eingebunden und aktiv beteiligt. Wünsche und Anregungen werden ernstgenommen und beachtet.
Kriterium
Beschreibung
Der Theresienhof Goslar ist in Trägerschaft der Evangelischen Stiftung Neuerkerode und hat somit Zugriff auf soziale Dienstleistungen des Netzwerkes. Wir binden die Suchthilfe und ambulante Altenhilfe aktiv ein und weiten das Netzwerk aus.
Kriterium
Beschreibung
Die Begegnungsstätte und der Multifunktionsraum sind ein räumlicher zentral gelegener Ort und nutzbar für alle Interessierten. Bewohner:innen wissen Bescheid, kommen und gehen, fühlen sich wohl, nehmen Angebote an & leben soziale Teilhabe aktiv vor Ort.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakoniestation Harz-Heide gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Steuerungsgruppe der Gesundheitsregion im Landkreis Goslar
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alzheimer Gesellschaft Goslar
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis Diakonie
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Sicherstellung der nachhaltigen Verankerung u. der Transfer der Projektergebnisse sowohl intern als auch extern an weitere Interessierte (andere Träger der Sozialwirtschaft, Kommunen u. Netzwerkpartner:innen) ist ein wesentliches Projektziel. Das Projekt fungiert zunächst als Pilot mit dem Ziel, neue Wege zur sozialen Teilhabe im Quartier Rammelsberg zu erproben und Refinanzierungsmöglichkeiten zu eruieren mit einer anschließenden Verstetigung in der regionalen Versorgungslandschaft.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bunt zusammengesetzt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Barbara Weissenborn
| Organisation | Sprotte e. V. |
|---|---|
| Funktion | Geschäftsführerin |
2. Kurzbeschreibung
Ein interkultureller und intergenerativer Treff-Garten mit Pavillon für die Lehmwandlung
Projektbeschreibung
Schaffung eines öffentlichen Platzes der Begegnung zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts durch Aufwertung einer vorhandenen Sitzgruppe an der Hauptstraße der Lehmwandlung als selbstgenutzter und angeleiteter Treffpunkt für Menschen aus dem Quartier. Als Gemeinschaftsprojekt soll die bisherige Fläche mit Sitzgruppe nach einer Planphase mit Ideen und unter Beteiligung der Bewohnenden ertüchtigt werden. Nach der gemeinsamen Umgestaltung als Phase des gemeinsamen Kennenlernens sollen dort neben den bisher überwiegend selbstorganisierten Treffen Angebote für Kinder- und Jugendliche, Erwachsene und Ältere aus allen Kulturen stattfinden, gemeinsame und spezifische Angebote, kreative und gärtnerische, aber auch gesundheitssportliche Treffen sollen Menschen erreichen, die bisher kaum oder schwer Zugang in das Begegnungszentrum finden und auch die große Sport-und Freizeitfläche im Gebiet nicht nutzen. Hauptamtliche Sozialarbeitende, Erziehende und Fachkräfte aus der Senioren-/Begleitungsarbeit werden "aufsuchend" vor Ort sein, anlassbezogen für Beratung zur Verfügung stehen, an den selbstorganisierten Treffen teilnehmen und diese auffordernd unterstützen, um die bereits gebildeten Nutzendengruppen aufzulockern, neue Nachbarschaftsgruppen zu ermöglichen, Konflikten abzubauen und Integration der verschiedenen Bevölkerungs- und Interessengruppen im Quartier zu verbessern und durch die stärkere, organisierte Nutzung das Wohnumfeldes verbessern und kriminalpräventiv wirken.
Mit diesem Projekt setzt der Sprotte-Verein eine Anregung aus der Bewohnerschaft, vor allem aus dem zahlreichen Geschosswohnungsbau um, die im Corona-Jahr die Bedeutung öffentlicher Aufenthaltsorte an der frischen Luft als neue Möglichkeit des Zusammentreffens für sich entdeckt haben und sich aus nachvollziehbaren Gründen z. B. eine Überdachung wünschen, um diesen Platz wetterunabhängig nutzen zu können. Der Verein wiederum möchte den Ort nutzen, um offensiv neue Kontakte mit und unter den Bewohnenden zu knüpfen und das Aktions-und Beratungsangebot niedrigschwellig auszubauen. Außerdem soll durch die Nutzung und Pflege der gemeinschaftlichen Fläche ein besseres Bewusstsein für Verantwortung im Wohnumfeld entstehen. In einer ersten Phase sollen über verschiedene Beteiligungsmethoden die Bewohnenden an der Planung beteiligt werden, danach der Umbau gemeinschaftlich stattfinden und die Fläche für alle gleichberechtigt nutzbar gemacht werden
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In einem BiWAQ-Projekt wurden 2017 auf einer Grünfläche (85 m²) an der Hauptstraße des Quartiers eine offene Sitzecke mit Tisch und Bänken und zwei Gemeinschaftsbeete angelegt, die über die Jahre durch ehrenamtliche Pflege des Sprotte e.V. erhalten werden konnten und von unterschiedlichen Kultur- und Altersgruppen zu verschiedenen Zeiten genutzt wird. Im Corona-Jahr 2020 kam diesem Platz vor allem für die zahlreichen Bewohnenden des Quartiers aus den Wohnungen des Geschosswohnungsbaus als Corona-gerechter Aufenthaltsplatz eine besondere Bedeutung zu. Viele Wohnungen sind stark belegt, verfügen über kleine/ keine Balkone, im Wohnumfeld wurden Sitzmöbel entfernt, Spielplätze abgesperrt. Durch den Wegfall aller Aktivitäten mangelt es an gemeinsamen Tun. Aus der verstärkten Nutzung ergaben sich schnell Nutzungskonflikte, vor allem zwischen den verschiedenen Kulturgruppen, die sich durch Zuzug neuer Bewohnender ohne Kenntnis der Gepflogenheiten und Sitten verschlimmerten. Das Areal offen und kann nur bei trockenem Wetter genutzt werden. Seitens der Kommune soll dieses Areal geräumt werden, die Bewohnenden nutzen die Sitzgruppe intensiv und möchten das Areal aufwerten, mehr Sitzgelegenheiten schaffen, überdachen und neue Beete anlegen. Sprotte e.V. möchte gemeinsam mit der MSO "Menschen helfen Menschen e.V“ über einen gemeinsamen Planungsprozess mit den Bewohnenden die aktive Aufwertung, Gesprächsanlässe und gemeinsame Aktionen anbieten, notwendige Aktivierung und Eigeninitiative forcieren und die Situation in der Nachbarschaft und unter den Bewohnenden befrieden. Das Gebiet verfügt über eine 10.000 m² große Sport-und Freizeitfläche, ruhige Treffmöglichkeiten sind jedoch rar.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg Lehmwandlung
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt zentral im durch Geschosswohnungsbau geprägten südöstlichen Teil der Lehmwandlung.
Die Lehmwandlung hat eine Gebietsfläche von 1,22 km², 4305 EW und eine Bevölkerungsdichte von 3528,68 EW/km² (Gesamtstadt 502)
Einwohnerzahl
4305
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt/ Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Sprotte e.V. arbeitet nach den 10 durch die LAG definierten Handlungsfeldern der Gemeinwesenarbeit und verfolgt mit dem Projekt die Handlungsfelder Wohnumfeld, Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur, Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen, der Stadtteilkultur und Imageverbesserung. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf Grund der Konfliktlage im Wohnumfeld im Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen. Das Projekt soll einen neutralen Begegnungsraum schaffen und so zum besseren und eigenständigen Zusammenleben beitragen, der Zusammenhalt der Bewohnenden stärken und Offenheit für Akzeptanz und Anerkennung erhöhen. Wir sorgen mit Angeboten für Begegnung und Kommunikation, möchten Fähigkeiten des Konfliktmanagements vermitteln und verstärken und mit Spaß und Leidenschaft für gemeinsames Tun den nachbarschaftlichen Zusammenhalt beleben. Durch die neue, neutrale Fläche wollen wir den Zugang zu sozialer Infrastruktur im Gebiet erleichtern und Vertrauen in die bereits bestehenden Einrichtungen schaffen, niedrigschwellig Menschen "auf der Straße" ansprechen und die unterschiedlichen Bedürfnisse und Bedarfe der Bewohnenden zur Nutzung öffentlicher Flächen analysieren und zu einem gemeinsamen Konzept entwickeln. Die Maßnahme trägt zur Wohnumfeldverbesserung bei und soll durch den gärntnerischen Anteil (Beete und Infotafeln) eine bereits vorhandene Fläche höher qualifizieren, gleichzeitig den Blick auf die Umwelt richten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
es gelungen ist, die bestehenden Konflikte zu befrieden und durch neue, noch unbesetzte Plätze und Angebote, gemeinsame Aktionen und Aktivitäten das WIR-Gefühl zu stärken, neue Nachbarschaftsnetzwerke zu bilden und Diversität eine Bereicherung ist.
Beschreibung
es gelingt, den Platz gemeinsam so zu beleben und zu nutzen, dass es stadtseitig nicht als kritisch angesehen wird und der Wunsch der Bewohnenden nach Ausbau und Ertüchtigung respektiert wird und erfolgreich dem Abbau entgegensteht
Kriterium
Beschreibung
sich eine Gruppe gefestigt hat und durch Einzelpersonen ergänzt wird, die Verantwortung dafür übernehmen, dass der Platz für alle offen und nutzbar bleib und ein friedliches Neben- oder Miteinander das Wohnumfeld bereichert.
Kriterium
Beschreibung
wenn durch den zusätzlichen Treffpunkt ein neuer "dritter Ort" im Gebiet entstanden ist, der für viele Aktivitäten genutzt werden kann.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Der Sprotte e.V. ist ein aus bürgerschaftlichem Engagement entstandener Verein, der seit 2006 ehrenamtlich im Feld der Gemeinwesenarbeit im ehemaligen Soziale Stadt-Gebiet Lehmwandlung aktiv ist. Seit 2010 führen wir im Auftrag der Stadt Nienburg die Gemeinwesenarbeit des Gebietes auch hauptamtlich aus, bieten Bildungs- und Beratungsangebote, sind Ansprechpartner*innen für die Anliegen und Ideen und Bedarfe aus der Gebietsbevölkerung. Gut eingeführte und stetig ausgebaute Strukturen, langjähriges Vertrauen aus erfolgreicher Unterstützung und Beratung verleihen der GWA, aber auch den anderen Aktivitäten des Vereins eine hohe Akzeptanz in der inhomogenen Bevölkerung. Als neutrale und gebietsparteiische Einrichtung stellen wir das Haus und alle seine Möglichkeiten und die hohen Qualifikationen und interkulturellen Fähigkeiten des Teams in unseren Netzwerken auch anderen Organisationen und Einrichtungen zur Verfügung, arbeiten seit vielen Jahren erfolgreich in der Entwicklung und Fortentwicklung eines besseren und für alle gerechten Gebietsumfeldes und für mehr Teilhabe an Gesellschaft, Erwerbsarbeit und Bildung. Wir motivieren zu Selbstorganisation und ermutigen zu eigenständigem und am Ende auch selbstbestimmtem Leben, vor allem nach Lebenskrisen, Flucht oder familiären Schicksalsschlägen. Wir sind die Kümmerer vor Ort und begleiten Kinder inzwischen von der Krabbelgruppe bis zu Abitur und Studium. Wir machen Zusammenleben besser, Eltern stolz und geben Menschen Perspektive.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das gelungene Projekt braucht im Anschluss an die Förderung etwa 5.000 € jährlich, um Sachkosten und Ehrenamtspauschalen zu decken und ist neben Spenden, die der Verein dafür aus einem festen Unterstützendem -Pool generiert über den Etat der Gemeinwesenarbeit des Sprotte e.V. dauerhaft abgesichert.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
img_4350.jpg
(206.75 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Die Pflegeassistenten
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Heike Stachowiak
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir wollen das soziale Unterstützungsnetzwerk in Schneverdingen werden.
Projektbeschreibung
Der noch zu gründende Verein Die Pflegeassistenten will die Last der Betreuung und Unterstützung von hilfsbedürftigen Personen egal welchen Alters und welcher Nationalität auf viele Schultern verteilen. Der als gemeinütziger anzuerkennende Verein möchte geschulte ehrenamtliche Helfer und Helferinnen dafür einsetzen. Dabei soll der Verein nach §45a/b SGB XI vom Nds. Sozialministerium anerkannt werden, so dass die Ehrenamtlichen dann auch eine Übungsleiterpauschale erhalten können. § 45a/b SGB XI beschreibt die Angebote zur Unterstützung im Alltag, die über die Entlastungspauschale ab dem Pflegegrad 1 mit 125 Euro monatlich abgerechnet werden kann. Unter Betreuung meinen wir das Ehrenamtliche konkret vor Ort z.B Hilfestellung geben bei alltäglichen Aufgaben in der Häuslichen Umgebung, Besuchsdienste, Unterstüzung bei kleinen technischen Herausforderungen, Begleitung eines Gottesdienstes oder Friedhofs, Begleitung bei der Freizeitgestaltung. Auch das Angebot sich wöchentlich mit einer Gruppe von Hilfsbedürftigen im Mehrgenerationenhaus zu treffen, ist zu berücksichtigen. Die einfache Unterstützung von Eltern im Form einer Begleitung bei pflegebedürftigen Kindern oder der geplante Austausch untereinander, soll ermöglicht werden. Alle für den Verein tätigen ehrenamtlichen Tätigen müssen eine 30 stündige Schulung absolvieren, die sie auf die auftretenden möglichen Situationen vorbereitet. Hierzu muss auch noch ein Schulungskonzept erarbeitet werden. Wir wollen mit unseren erhrenamtlichen Helfern, Mitarbeitern und uns in Zukunft Unterstützenden die Nachbarschaft auch in den einzelnen Ortsteilen von Schneverdingen neu gestalten. Es soll ebenfalls mit Hilfe von digitalen noch zu erstellenden Medien eine Möglichkeit gechaffen werden, dass zum einen die Helfer und auch die zu Unterstützenden mit gleichen Interessen zusammen finden können. Zum anderen soll auch die Unterstützung vor Ort zeitlich flexibel bleiben, so dass jeder durch die digitale Medien wie z.B. eine noch zu programierende App oder Homepage seinen Bedarf anmelden kann. Hierzu muss der Verein einen Pool an Ehrenamtlichen wie auch einen Pool an Hilfsbedürftigen gewinnen. Dafür bedarf es Werbung wie auch Flyer, Homepage und die Nutzung sozialer Medien wie auch die Zusammenarbeit mit verschiedenen bestehenden Organisationen wie Kommune Inklusiv, Verbände der Landfrauen oder den Kirchen usw. Ebenfalls wird Hilfe bei der Beantragung des Pflegegrades angeboten.
Laufzeit
2021-08-02 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Derzeit gibt es in Schneverdingen lediglich Pflegedienste, die komplett überlastet sind. Es gibt keine Möglichkeiten, sich auszutauschen oder eine Betreuung für pflegebedürftigte Kinder oder Jugendliche zu erhalten. Es werden keine anderen Betreuungsleistungen angeboten. Insbesondere bei den Zugereisten gibt es eine große Vereinsamung, da sie auch nach Jahren noch nicht in die örtliche Gemeinschaft integriert worden sind. Es muss ersteinmal in Schneverdingen eine Institution geschaffen werden, der diesen Betroffenen einen kompetenten Ansprechpartner zur Seite stellen kann. Viele Betroffene wissen nicht, welche Rechte sie haben ein. Hier muss Aufklärungsarbeit geleistet werden. Das es neben hauswirtschaflicher und pflegender Unterstützung noch andere Hilfestellungen gibt, ist den auch in diesem Umfeld Tätigen zum großen Teil nicht bekannt. Auch das es für viele Kinder und Jugendliche oder auch junge Erwachsene die Möglichkeit der Untersützung durch die Pflegekasse gibt, wird von seiten der Krankenkassen nicht angesprochen. Und dabei handelt es sich nicht nur um körperbehinderte Personen, sondern auch um z.B. entwicklungsverzögerte Kinder und Jugendliche. Durch noch zu erstellende Vorträge auch in Zusammenhang mit den Schulen wie auch den einzelnen Verbänden und Kirchen müssen diese Informationen weitergegeben werden. Auch sind nicht ausreichend geschulte oder ausgebildete Kräfte vorhanden, diese Lücke muss durch Ehrenamtliche gefüllt werden. Diese Möglichkeit kann derzeit noch nicht genutzt werden, da es für diesen Einsatz von diesen Helfern noch keine Instutition gibt, die von Nds. Sozialministerium nach §45a/b SGB XI anerkannt ist.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Schneverdingen
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst die Stadt Schneverdingen mit ihren zugehörigen Ortsteilen.
Einwohnerzahl
19000
Quelle / Anmerkungen
homepage Stadt Schneverdingen
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
schneverdingen_-_google_maps.pdf
(769.85 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Es soll ein sozialer Raum geschaffen werden, in dem es durch koordinierte Angebote und gegenseitige Hilfen auch älteren und pflegebedürftigen Menschen möglich ist, in ihrem vertrauten Umfeld betreut werden zu können.
Diese Betreuungsleistung gibt Antwort auf zwei Problemfelder:
1. Wir hoffen so dem Wunsch der Menschen zu entsprechen, in ihren „eigenen vier Wänden“ unterstützt werden zu können und auch in schwierigsten Fällen Hilfe zu erhalten.
2. Mit unseren Ehrenamtlichen können wir die teilweise überlasteten ambulanten Versorgungsunternehmen auch unterstützend als Nachbarschaftshilfe beiseite stehen.
Beides soll damit erreicht werden, dass Versorgungsangebote in den Stadt besser vernetzt und wir als neuer gegründeter Verein neue Hilfen anbieten werden. Unsere Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten sollen effektiver und besser zugeschnitten auf das individuelle Problem angeboten werden. Dabei sollen nicht nur die professionellen Dienste, sondern auch die Quartiersbewohner selbst beteiligt werden. Daneben stehen Eigeninitiative und gegenseitige Hilfe im Mittelpunkt, insbesondere im Zusammenspiel von älteren und jüngeren Menschen. Es sollen soziale Netzwerke und Verbindungen zwischen allen Generationen unterstützt und gebildet werden. Gemeint sind damit Maßnahmen, wie Alltagshilfeleistungen, gemeinsame Freizeitbeschäftigungen und soziale Maßnahmen.
Methoden
Vorhandene Strukturen
In Schneverdingen gibt es neben dem Mehrgenerationenhaus e.V. als Kümmerer auch eine Freiwilligenagentur, die ebenfalls im Mehrgenerationenhaus angesiedelt ist. Das Mehrgenerationenhaus kümmert sich umfassend um alle Generationen, es bietet sowohl eine Kinderbetreuung wie auch vielfältige Seniorenaktivitätenund ehrenamtliche Engagementmöglichkeiten an. Der Verein ist Partner bei der Integration von Migranten und arbeitet mit mehren Partnerorganisationen zusammen. Die Freiwilligenagentur unterstützt vor Ort mit Ehrenamtliche. Hier ist die Freiwilligenagentur konkreter Ansprechpartner wie z.B. die Suche nach Lernpaten für die einzelnen Schüler. Hier kann die Freiwilligenagentur auch die Räumlichkeiten des Mehrgenerationenhauses nutzten. Gleichzeitig gibt es in Schneverdingen das Projekt Kommune Inklusiv von der Aktion Mensch, das sich um Belange von Behinderten kümmert und neue Konzepte erarbeitet. Diese arbeiten sowohl mit den Schulen wie auch mit dem Mehrgenerationenhaus und der Freiwilligenagentur zusammen. Gleichzeitig gibt es mehre Arbeitskreise wie Prävention Kinder und Jugend sowie den Hilfe aus einer Hand. Diese GbR Sozialdienstleister bringt alle mögliche Unterstüzungsangebote für Eltern zusammen wie z.B. Tagesmütter und Beratungsleistungen für diese. Zusätzlich gibt es noch den Verein zur Pflege e.V. der alle ambulanten Pflegeleistungen anbietet und als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Gleiches gibt es auch für die für die ambulante Pflege zugelassene Diakonie.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Freiwilligen Agentur Schneverdigen, Kommune Inklusiv Schneverdingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ambulanter Kinder- und Jugenhospizdienst Calluna e.V. für Schneverdingen , Landfrauen Schneverdingen, Landfrauen Lünzen, Landfrauen Zahrensen, Mehrgenerationenhaus Schneverdingen, Hilfe aus einer Hand
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ansässige Ärzte in Schneverdingen Verein zur Pflege e.V. Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KGS Schneverdingen, Grundschule Lünzen, Grundschule Pietzmoor, Grundschule Osterwald,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
evangelische Peter und Paul Gemeinde Schneverdingen, CVJM Schneverdingen, katholische Gemeinde Schneverdingen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Pflegeassistenten wird innerhalb des Mehrgenerationenhauses Schneverdingen e.V. tätig werden. Eine Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Agentur, Kommune Inklusiv und den Landfrauenverbänden ist geplant. Die Unterstützung der Kommune Schneverdingen ist zugesagt, da es derzeit noch kein Angebot dieser Art gibt. Die Wirtschaftlichkeit ist durch die Abrechnungen des Entlastungsbeitrages bei den Pflegekasse gewährleistet. Dieser Betrag wird durch die geplanten Pflegereform 2021 erheblich erhöht.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Aufbau eines Quartiersmanagements in NeuDonnerschwee
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ina Lehnert-Jenisch
| Funktion | 2. Vorsitzende im Verein |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aufbau und Etablierung eines professionellen Quartiermanagements in Oldenburg NeuDonnerschwee zur Steigerung der Lebensqualität der Bewohner*innen.
Projektbeschreibung
Das Quartier NeuDonnerschwee zeichnet sich durch ein hohes Maß an Diversität der Bewohner*innenschaft aus. Vom Säugling bis zur Seniorin, vom Hipster bis zum Hilfsbedürftigen, vom Single bis zur Großfamilie mit Migrationshintergrund sind viele Bevölkerungsgruppen auf dem ehemaligen Kasernengelände vertreten. Wohngemeinschaften, alternative Wohnformen wie Wohngenossenschaften, Pflege- und Senioren-WGs, eine Kita, ein Verein für Jugendkulturarbeit und demnächst das Kulturzentrum Globe (vormals Militärkino), sind Bestandteile des Quartiers. Um diese Vielfalt der Lebensstile zu vernetzen, die Kompetenzen der Bewohner*innen zu nutzen und die Lebensqualität der Menschen hier nachhaltig zu steigern, hat sich im März 2021 der gemeinnützige Verein NeuDonnerschwee verbindet e. V. gegründet, um als Träger für ein professionelles Quartiersmanagement zu dienen. Der Verein will die Chance nutzen, ein modernes urbanes und nachhaltiges Quartier zu schaffen.
Ziele des Quartiersmanagements sind:
Vernetzung, Beratung, Vermittlung
Förderung bürgerschaftlichen Engagements
Erhöhung der Lebensqualität
Aktivierung der Bewohner*innenschaft
Entwicklung eines Wir-Gefühls
Schaffung attraktiver Lebensräume in einer bewohner*innenfreundlichen Umgebung
Bereithaltung einer intakten, barrierearmen Infrastruktur
Vermeidung von Umzügen und Leerständen
Verhinderung sozialer Brennpunktbildung
Erhöhung des Images des Quartiers
Die Aufgaben des Quartiersmanagements:
Förderung von Nachbarschaftsinitiativen und -hilfen
Hilfe zur Selbsthilfe
Integrationsmaßnahmen für Hilfsbedürftige
Vermittlung von Beratungs- und Betreuungsdiensten
Schaffung von Begegnungsräumen
Organisation von Veranstaltungen
Vernetzung von Informationen
Einrichtung und Begleitung von Arbeitsgruppen
Offene Bürosprechzeiten
Akquise von Fördergeldern
Anlaufstelle für Neuankömmlinge
Schaffung von interkulturellen Begegnungen
Partner*innen:
Wohnungswirtschaft (als Dienstleister)
Paritätischer Wohlfahrtsverband (als Arbeitgeber für Quartiersmanager*in)
Stadt Oldenburg (Quartierskoordinatorin für alle Quartiere der Stadt)
Bürgerverein Donnerschwee
Verein für Jugendkulturarbeit etc.
Stadtsportbund
Kulturgenossenschaft Globe
Finanzierung:
Anschubfinanzierung über Projektgelder für drei Jahre, Eigenanteil über Muskelhypothek und Vereinsbeiträge
danach eine nachhaltige Grundfinanzierung über Mitgliedsbeiträge, Beiträge der Wohnungseigentümer*innen, Mieter*innen und der Stadt Oldenburg.
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die ehemalige Donnerschwee Kaserne wurde 2012 vom Bund an einen Investor verkauft. Das Bauvorhaben erfolgte größtenteils über die Parkresidenz Oldenburg. Nach Kernsanierung wurden einzelne Gebäude und Wohnungen an Eigentümer*innen-Gemeinschaften weiterverkauft, über 1/3 der Gebäude und Wohnungen ist in der Hand der Investoren verblieben. Auf 19 ha Fläche entstanden 850 Wohneinheiten, die ab 2016 nach und nach von ca. 1.600 Einwohner*innen bezogen wurden. Durch den Bezug des Quartiers in nur zwei Jahren konnte keine Nachbarschaft und kein Zusammenhalt wachsen.
Ab Herbst 2015 entstand die Quartiersrunde, begleitet von der Stadt Oldenburg, in der sich viele interessierte Menschen aus dem Quartier regelmäßig zusammenfinden und relevante Themen von NeuDonnerschwee behandeln. Diese Runde formulierte den Wunsch nach einem professionellen Quartiersmanagement, um die Lebensqualität und den Zusammenhalt im Quartier nachhaltig zu steigern. Dazu entstand als Trägerinstitution im März 2021 der gemeinnützige Verein NeuDonnerschwee verbindet e. V. Dieser übernahm den Namen und die Homepage eines zweijährigen Projektes, das von 2017 bis 2019 Alternativen zum herkömmlichen Ernährungs-, Mobilitäts- und Konsumverhalten aufgezeigt hat. Die hier entstandenen ehrenamtlichen Aktivitäten und Verbindungen wurden inaktiv, denn ihnen fehlt sowohl ein Raum zum Treffen als auch eine Koordination. Dazu kommt, dass durch Bauverzögerungen, zukünftige Fertigstellung weiterer Wohneinheiten und häufigen Mieter*innenwechsel viele Bewohner*innen des Quartiers nie Gelegenheit hatten bzw. haben sich kennenzulernen bzw. zu vernetzen. Die Corona-Pandemie trägt zur Verstärkung dieser Probleme bei.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg NeuDonnerschwee
Beschreibung
Das Fördergebiet wird im Norden begrenzt durch die Ammergaustraße, im Osten durch die Schlieffenstraße, im Süden durch die Kasernenstraße und im Westen durch die Beverbäke und die Kranichstraße.
Einwohnerzahl
1560
Quelle / Anmerkungen
Statistische Abteilung der Stadt Oldenburg
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Bundesagentur für Arbeit.
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es liegen keine Daten bei der Stadt Oldenburg vor.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden nur für das Gesamtgebiet der Stadt mit 636 jungen Arbeitslosen angegeben; das entspricht 0,4 % an der Gesamtbevölkerung bzw. 10 % von allen Arbeitslosen in Oldenburg. Die Zahl der jungen Arbeitslosen im Quartier wird von der Bundesagentur für Arbeit aus Geheimhaltungsgründen nicht veröffentlich (zu geringe Grundgesamtheit).
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten konnten von der Stadt Oldenburg nicht zur Verfügung gestellt werden.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten konnten von der Stadt Oldenburg nicht zur Verfügung gestellt werden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
neudonnerschwee_karte.pdf
(2.54 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unsere Aufgabe ist es im Wesentlichen, Beteiligungsprozesse zu organisieren. Ziel ist es, vor allem hilfebedürftige Bewohner*innen von NeuDonnerschwee, aber auch diejenigen, die das gemeinschaftliche Miteinander noch nicht akzeptiert haben, zu motivieren, sich im Quartier einzubringen und sich an der Planung und Durchführung von Projekten zu beteiligen, die den Zusammenhalt fördern. Die Aufgabe des Quartiersmanagements besteht darin, diese Planungsschritte zu vermitteln und den Bewohner*innen verständlich zu machen, aber auch deren Wünsche und Interessen zusammen mit der Planung in konkrete Planungsschritte umzusetzen. Quartiersmanagement dient dabei als Mittel, zur Förderung des Zusammenhalts und Aufwertung des Stadtteils, an dem die Bewohnerschaft aktiv beteiligt ist. Möglichst jede Person im Quartier soll ein Eigeninteresse entwickeln, das Leben und Wohnen in NeuDonnerschwee qualitativ hochwertiger zu gestalten. Dies hat zur Folge, dass es weniger Fluktuation bei den Ein- und Auszügen gibt und sich eine nachhaltige Kultur des Zusammenlebens festigt. Durch die Vielfalt der Lebensstile und der Diversität der Bewohnerschaft gibt es in NeuDonnerschwee eine Vielfalt an Ressourcen, die mobilisiert werden können. Folgende Aktivitäten sollen zunächst initiiert und unter Beteiligung der Bewohner*innen durchgeführt werden: Gestaltung des Außengeländes, Barrierefreiheit, Urban Gardening ökologisch, Müllvermeidung, Mitbringbrunch, Teilen und Tauschen, Sommerfest, gemeinsames Kochen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ein erstes Ziel ist erreicht, wenn sich 10 % der Einwohnerschaft an den Aktionen des Quartiersmanagements aktiv beteiligen.
Kriterium
Beschreibung
Wenn mindestens 5 Arbeitsgruppen mit jeweils mehr als 5 Beteiligten zu unterschiedlichen Themenbereichen aktiv sind.
Kriterium
Beschreibung
Wenn eine zentrale Anlaufstelle in angemieteten Räumlichkeiten mit personeller Besetzung durch eine Quartiersmanagerin etabliert ist.
Kriterium
Beschreibung
Alle Beteiligten sich in einem Gesamtplenum für das Quartier zusammenfinden.
Beschreibung
Ein Kompetenzpool der Bewohnerschaft aufgebaut wurde und dieser rege genutzt wird.
Kriterium
Beschreibung
In den einzelnen Wohnblöcken und übergreifend im Quartier sich ein Zusammenhalt und Nachbarschaftshilfe entwickelt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturgenossenschaft GLOBE e.G., Jugendkulturarbeit e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Oldenburg-Ammerland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Donnerschwee e.V., Stadtsportbund Oldenburg e.V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Schon während der Anschubfinanzierung durch das Land Niedersachsen über drei Jahre wird an einer Verstetigung des Quartiersmanagements für NeuDonnerschwee gearbeitet. Eine solide Grundfinanzierung soll über Mitgliedsbeiträge des Vereins gesichert werden, sodass nach drei Jahren 20.000 € an Eigenmittel jährlich zur Verfügung stehen. Weitere Mittel sollen durch Umlagen der Eigentümer*innen und Mieter*innen requiriert werden. Eine anteilige Förderung soll bei der Stadt Oldenburg beantragt werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Peyman Javaher Haghighi
2. Kurzbeschreibung
Laufzeit
2021-05-14 00:00:00
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte