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4. Förderung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens, Abbau von Konflikten und Stärkung der Integration der verschiedenen Bevölkerungs- und Interessengruppen im Quartier und Wohngebiet,

Mach Gandersheim zu Deinem Ort

Ansprechpartner
Marie-Luise Kisters
Funktion Gemeinwesenarbeiterin
Wir sind Bad Gandersheim - wir alle, wir gemeinsam!
Projektbeschreibung
Bis letztes Jahr waren wir eine herkömmliche GmbH, allerdings mit sozialer Ausrichtung. Unser Geschäftsführer wird 2022 in Rente gehen. So wurde beschlossen unsere Geschäftsbereiche 2020 in die Gemeinnützigkeit zu überführen, um 70 Arbeitsplätze & hohe Mitsprache der MA zu erhalten und unser bisheriges Portfolio der Sozialarbeit zu erweitern. In Bad Gandersheim gibt es bereits mehrere Initiativen und engagierte Menschen mit wunderbaren Ideen zur Verbesserung des sozialen und kulturellen Lebens. Was bisher fehlt, ist der GWArbeiter (für den diese Förderung beantragt wird), um die Menschen zu vernetzen & Ressourcen herauszuarbeiten, sowie ein Haus als Nachbarschaftszentrum, in dem das Leben toben kann. Es gibt ganz zentral ein leerstehendes Haus, das schon früher für alle Gandersheimer*innen offen stand und für Veranstaltungen/Beratung genutzt wurde. Hier möchten wir anknüpfen und das Haus von der Kirche kaufen, wenn wir diese Förderung erhalten. Treibhaus e.V. (ein örtlicher Kulturverein) und die Werk-statt-Schule haben bereits ihr Interesse an einer Zusammenarbeit in diesem Haus bekundet. Es wird ein Ort der Begegnung & des Austausches mit niedrigschwelligen Hilfsangeboten (wie Selbsthilfe-Fahrrad-Werkstatt & die „Omas-Handy-spinnt-Hilfe“), die zugleich die Nahversorgung verbessern. Sie ermöglichen mit unterschiedliche Menschen eher beiläufig in Kontakt zu kommen und so Vorurteile abzubauen und zur Partizipation zu anzuregen. Die Menschen erkennen, dass sie hier „ihr“ Beteiligungsformat finden & ihnen in dem Haus geholfen wird (ggf. durch Vermittlung an andere Institutionen). Wir haben die einmalige Chance, unsere Landesgartenschau 2022 als Initialzündung für ein Wir-Gefühl und identitätsstiftende Visionen zu nutzen, auf deren Grundlage Aktivierung, Vernetzung und eine hohe Beteiligungsbereitschaft erreicht werden können, die zur Verbesserung der Lebensqualität aller Gandersheimer*innen unter sozialen und kulturellen Gesichtspunkten führt - ein Standortfaktor, der GAN auch für Junge und Familien wieder attraktiv macht. Nicht wir bestimmen Weg und Ziel: Wir werden Bedarfsanalysen durchführen. Wir werden Prozesse (wie die Zukunftswerkstatt) initiieren, damit die Menschen „ihre“ Ziele und Träume entwerfen, verfolgen und erreichen können. Wir werden durch Netzwerkarbeit Synergieeffekte unter den Akteuren erschaffen. Wir werden durch Qualifizierung von Ehrenamtlichen die Selbstorganisation befördern. Kurz gesagt: Wir werden der Deckel auf dem Topf sein.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Bad Gandersheim (GAN) war vor Jahrzehnten eine bedeutende, prosperierende Stadt. Heute leidet sie unter dem demografischen Wandel und unter den Folgen des Strukturwandels. Der Bevölkerungsrückgang ist deutlich stärker als in Niedersachsen. Der Anteil Älterer ist hoch & wird nach aktuellen Prognosen in den nächsten 10 Jahren kräftig steigen. Den Jungen und Familien fehlt nicht nur die berufliche Perspektive; die Kernstadt ist für sie auch nicht mehr attraktiv. Sie fühlen sich nicht aufgehoben und wandern ab. Vereinsamung und Separierung sind ein Problem und führen zu wenig Verständnis und Gleichgültigkeit. In GAN ist wenig Energie spürbar. Es gibt kaum Orte der Begegnung, wenig Nachbarschaftshilfe, keine gute Nahversorgung, viele ungenutzte Plätze und Leerstände. Es ist wenig Identifikation mit der Kernstadt und den vorhandenen Einrichtungen (wie z.B. den Domfestspielen) vorhanden, dafür aber viel Resignation. Es gab Anläufe, neuen Wind in diese verstaubte Stadt zu bringen. Leider konnte bisher nichts nachhaltig wirken, was auch an der Rückhaltung vieler BewohnerInnen bezgl. Veränderungen liegt. Ehrenamtliches Engagement ist meist vorhanden bei Menschen über 50, solange sie gesundheitlich fit sind. Es trägt z.B. das Kino, das Schwimmbad und das Museum und ist thematisch ausgerichtet, nicht aber sozial. Soziales Engagement haben wir bei der Tafel. Es ist durch Corona minimal gestiegen. Die bisherigen Initiativen sind sehr wertvoll, aber nicht gut vernetzt. Sie sprechen nicht die Jungen an, die es aber braucht, um sie weiterzuführen. Es ist viel Potenzial erkennbar, das aber nur mit mehr Struktur und Organisation entfaltet/genutzt werden kann.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bad Gandersheim Kernstadt
Beschreibung
Projektgebiet ist die Kernstadt von Bad Gandersheim. Die 15 umliegenden Dörfer gehören nicht dazu. Wir werden aber niemanden ausschließen. Wenn Menschen aus den Nachbarorten zu uns kommen, sind sie willkommen.
Einwohnerzahl
6307
Quelle / Anmerkungen
Stadt Bad Gandersheim
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Auskunft der Stadt Bad Gandersheim, Stand 28.08.2020: 808 ausländische Personen in der Kernstadt (=12,8% der Bevölkerung). Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle): Bevölkerung nach Nationalität, Stand 31.12.2018: sonstige = Niedersachsen 749.694 ausländische Personen von 7.982.448 (=9,3 % der Bevölkerung); Gesamtstadt = unser Landkreis Northeim 8.330 ausländische Personen von 132.765 (=6,2% der Bevölkerung)
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
29
Anmerkung
Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle): Bevölkerung nach Altersgruppen, Stand 31.12.2018: Niedersachsen über 60 Jahre 2.276.622 Personen von 7.982.448 (= 29% der Bevölkerung); Auskunft des Einwohnermeldeamtes der Stadt Bad Gandersheim Stand 28.08.2020 (Quelle): Bad Gandersheim gesamt über 60 Jahre 3.519 Personen von 9.623 (=37% der Bevölkerung), Kernstadt über 60 Jahre 2.165 Personen von 6.307 (=11% der Bevölkerung)
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle): Bevölkerung nach Altersgruppen, Stand 31.12.2018: Niedersachsen 0-14 Jahre 1.089.108 Personen von 7.982.448 (= 14% der Bevölkerung); Auskunft des Einwohnermeldeamtes der Stadt Bad Gandersheim, Stand 28.08.2020 (Quelle): Bad Gandersheim gesamt 0-14 Jahre 1.204 Personen von 9.623 (=13% der Bevölkerung), Kernstadt 0-14 Jahre 715 Personen von 6.307 (=11% der Bevölkerung)
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle): Bevölkerung nach Altersgruppen, Stand 31.12.2018: Stadt Göttingen 15-26 Jahre 18.591 Personen von 119.801 (= 16% der Bevölkerung); Auskunft des Einwohnermeldeamtes der Stadt Bad Gandersheim, Stand 28.08.2020 (Quelle): Bad Gandersheim gesamt 15-26 Jahre 1.167 Personen von 9.923 (=12% der Bevölkerung), Kernstadt 0-14 Jahre 695 Personen von 6.307 (=11% der Bevölkerung)
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit 2019 (Quelle): Arbeitslosenquote aller Erwerbspersonen: Nds. 5,0% (sonstige), unser Landkreis Northeim 5,1% (Gesamtstadt); Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkt kommunal, 10.01.2020: Bad Gandersheim 2019 Arbeitslose 7,6% (Projektgebiet)
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit 2019 (Quelle): Arbeitslosenquote der Erwerbspersonen unter 25 Jahre: Nds 5,1% (sonstige), unser Landkreis Northeim 5,7% (Gesamtstadt). Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkt kommunal, 10.01.2020: Bad Gandersheim 2019 Arbeitslose unter 25 10,2%
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Unser gesamtes Handeln ist darauf ausgerichtet, die Bewohner*innen der Kernstadt zusammenzubringen – sowohl räumlich als auch emotional – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion, Grad der Behinderung oder Bildungsstand. Wir geben allen Menschen im Quartier eine Stimme und eine Aufgabe. Wir binden alle vorhandenen Stärken und Ressourcen ein und erweitern sie. Die Menschen erfahren Wertschätzung und können ihre Selbstwirksamkeit erkennen. Dies wirkt destruktivem Verhalten entgegen. Wer sich mitgenommen fühlt, muss keine Fensterscheiben einschlagen oder populistischen Parteien nachlaufen. Momentan fühlen sich die Menschen eher als unbeteiligte Zuschauer statt als Mitwirkende und haben wenig Verständnis für andere („den Migranten geht es doch viel zu gut “). Verständnis lässt sich aber entwickeln, in dem wir eine Infrastruktur zum gegenseitigen Kennen- und Verstehenlernen schaffen, in der verschiedenste Menschen gemeinsam an & in Projekten arbeiten, sich dabei austauschen & Vorurteile abbauen. Die Angebote des Nachbarschaftszentrums aktivieren Menschen mit unterschiedlichen Interessen (Musik, Handwerk/Handarbeit, Sport, Kunst, Essen, Spielen). Gefördert werden individuelle (Persönlichkeitsentwicklung, Bildung etc.) & objektive Prozesse (Netzwerke, Kooperationen etc.) mit Einfluss auf die Sozialpolitik. So wird die Versorgung in unserem strukturschwachen Gebiet durch Hilfe aus der Nachbarschaft & professionelle, psychosoziale Angebote deutlich besser.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Arbeit des/der GWArbeiter*in verändert sich vom Aktiviern, Motivieren und Entwickeln hin zum Begleiten und Festigen von Strukturen. Die Menschen nutzen die Gremien, Netzwerke und Ressourcen für die Umsetzung ihrer Ideen.
Beschreibung
Die Menschen nutzen die Zukunftswerkstatt aktiv. Sie bringen ihre Ideen und Bedürfnisse ein. Dementsprechend werden alle Aktionen ausgerichtet und auch an die Politik herangetragen.
Beschreibung
Jede/r, der/die ein Angebot macht, bedenkt stets, wie andere und deren Interessen und Bedürfnisse einbezogen werden können und wie der Zugang für alle erleichtert wird.
Beschreibung
Alle AkteurInnen wissen, welche anderen AkteurInnen es in der Kernstadt gibt und wo deren Schwerpunkte liegen. Bei allen Projekten wird überlegt, wessen Stärken und Steckenpferde für ein gutes Gelingen in die Planung & Umsetzung integriert werden sollten.
Beschreibung
Unterschiedliche Menschen kommen mit unterschiedlichen Interessen oder Unterstützungsbedarfen. Sie werden zielgerichtet an Helfer*innen mit unterschiedlichen Kompetenzen/Professionen vermittelt, die interdisziplinär zusammenarbeiten.
Beschreibung
Menschen, die sich bisher außen vor und alleingelassen gefühlt haben (z.B. Migranten, Menschen mit Behinderungen, arme Menschen), sind bei Politik und BewohnerInnen im Fokus. Es werden explizit Angebote gemacht, um sie zu unterstützen und einzubeziehen.
Beschreibung
Online und im Nachbarschaftszentrum gibt es eine Übersicht über alle Akteur*innen. Die Angebote werden nachgefragt und genutzt. Das Angebot ist vielfältig. Es kommen Menschen mit neuen Ideen aus unterschiedlichsten Bereichen auf den/die GWArbeiter*in zu.
Beschreibung
Die Menschen beteiligen sich an einem Nachbarschaftsrat und seinen Untergruppen (z.B. Jugend-Rat). Hierin werden die Belange der Bewohner*innen der Kernstadt diskutiert und nach konsensfähigen Lösungen gesucht.
Beschreibung
In die GWA finden neben den kommunalen Themen auch überregionale oder gesamtgesellschaftliche Themen (z.B. Ökologie/Fridays for Future) Eingang. Zugleich hat die GWA zunehmend Einfluss auf kommunale und überregionale (sozialpolitische) Themen.
Beschreibung
Die Politik kennt (z.B. durch die Zukunftswerkstatt) die Wünsche der Bewohnenden (nach neuen, gemeinsamen Wohnformen) und schafft die Voraussetzungen (z.B. Fördermittel), um dies umzusetzen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeisterin Schwarz mit Stadtrat
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Treibhaus e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein Landesgartenschau Bad Gandersheim e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pröpstin Elfriede Knotte, Pfarrer Thomas Ehgart, Pfarrerin Meike Bräuer-Ehgart und evangelisch-lutherische Stiftskirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum PHOENIX
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KVV Kur- und Verkehrsverein Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie im Braunschweiger Land gemeinnützige GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienberatungsstelle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frühe Hilfen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Citymanager Alexander Rudnick
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerstiftung Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Werk-statt-Schule e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinoverein Gandeon e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein für das Sole-Waldschwimmbad Bad Gandersheim e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Museumsfreunde Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hebammenpraxis
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landtagsabgeordneter Schwarz (Vorsitzender des Arbeitskreises Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bau- und Ordnungsamt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tourismus-Information
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialpsychiatrischer Dienst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gandersheimer Wirtschaftsforum (GWF) e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindergärten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pflegedienste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hausarzt-Praxen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gandersheimer Kreisblatt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Portal zur Geschichte e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
NABU Harzvorland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnungs-, Haus- und Grundbesitzerverein Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis barrierefrei Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas-Verband Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pfarrer Stefan Lampe und katholische Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Eine Kirche wird uns das Gebäude für die GWA zu 2/3 des Verkehrswertes verkaufen. In dem wir unseren Hauptsitz nach GAN verlagern, sind wir durch Einsparung unserer bisherigen Mietausgaben & finanzielle Beteiligung der anderen Mieter (soz. Einrichtungen) dauerhaft in der Lage, die (räumliche) Infrastruktur für die GWA zur Verfügung zu stellen. Unsere bereits initiierten weiteren Projekte (Alltagshilfen, Pflegedienst) stabilisieren die Finanzierung & das inhaltliche Spektrum der GWA nachhaltig.
Galerie
leerer dom vorplatz
leeres stadtzentrum bei gutem wetter am nachmittag
leere einkaufsstrasse gan
Videos
Zustimmung Veröffentlichung
On

GemeinWesen Liebenau

Ansprechpartner
Marthe Nietfeld
Funktion Gemeinwesen- und Quartiersmanagement, Familienservicebüro
Gestaltung und Entfaltung - von innen heraus und gemeinsam
Projektbeschreibung
Der Flecken Liebenau befindet sich 15 km süd-westlich von der Kreisstadt Nienburg/Weser entfernt. Die nächstgelegenen Oberzentren Hannover und Bremen sind jeweils gut 60 km entfernt und nur mit Fahrtzeiten von ca. 1 Stunde zu erreichen. Abwanderung der einheimischen Bevölkerung einerseits und hohe Zuwanderung aus dem Ausland andererseits stellen den Ort vor besondere integrative Herausforderungen, der Ausländeranteil unter den rund 4000 Einwohnern beträgt knapp 20%. Unternehmen im Umland bieten Beschäftigungsmöglichkeiten im Niedriglohnsektor, gleichzeitig gibt es viele „verwahrloste Immobilien“, der Wohnraum ist entsprechend günstig. Diese Kombination macht Liebenau zu einem beliebten Ankunftsort für Zuwanderer, insbesondere aus den südosteuropäischen Ländern, hier gilt Liebenau als „Hotspot“ im Landkreis. Viele Ortsgebiete sind von Ausgrenzung und Benachteiligung betroffen, die Bewohner mangelhaft integriert. Um das Gemeinwesen von innen heraus zu stärken, fokussiert die erste Projektphase die Aufwertung der Liebenauer Waldsiedlung, die exemplarisch für ein besonders benachteiligtes Gebiet steht. Die dort gesammelten Erkenntnisse werden in der zweiten Phase auf weitere Gebiete übertragen und angepasst. Eine Anlaufstelle mit multifunktionaler Nutzung und dem Charakter eines offenen Treffs bietet Bewohnern die Möglichkeit von Austausch, Begegnung und Co-Working. Eine feste Ansprechperson mit Beratungs- und Vernetzungsfunktion begleitet und koordiniert Prozesse. Beratungsangebote zur Stärkung der Integration und Teilhabe (z.B. Migrationsberatung, Familien- und Seniorenbüro der Samtgemeinde), aber auch zur Wohngebäudesanierung sind ebenfalls vertreten. In einem (Kreativ-)Wohnraum können sich Künstler, Kulturschaffende, Handwerker, Studierende etc. für einen begrenzten Zeitraum zurückziehen und im Gegenzug ihrer Profession entsprechend zur Aufwertung der Siedlung beitragen. Die Arbeit zu Themen der Kommunikation, Konfliktlösungsstrategien und Gemeinschaftsbildung stärken das siedlungsinterne Miteinander. Möglichkeiten zur Selbstorganisation mit dem Ziel der öffentlichen Interessenvertretung werden erörtert. Im Rahmen partizipativer Projekte wird das Gebiet gemeinschaftlich aufgewertet. Die Prozesse werden im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit sichtbar gemacht, um das Image der Siedlung zu verbessern. Ziel ist die Gestaltung und Potenzialentfaltung sowie die Implementierung von GWA im gesamten Ort. Das Projekt richtet sich generell an alle Einwohner Liebenaus.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Liebenau ist geprägt von Gebieten, die mangelhaft integriert und von Ausgrenzung betroffen sind. Die Wohngebäude weisen bauliche Mängel auf, der Wohnraum ist günstig, teils überbelegt, und zieht Menschen aus sozial schwachen Verhältnissen an. Der landkreisweit höchste Ausländeranteil, besonders unter den EU-Zugewanderten, für die die betroffenen Gebiete in der Hoffnung auf eine Beschäftigung im Niedriglohnsektor beliebte Ankunftsorte sind, führt zu immensen soziokulturellen Differenzen. Die Fluktuation ist sehr hoch, die Motivation zur Aufwertung des Wohnumfeldes und die Etablierung von nachbarschaftlichem Miteinander entsprechend gering. In der Öffentlichkeit haben diese Gebiete ein sehr negatives Image, sie werden von Anwohnern benachbarter Gebiete gemieden, tlws. kommt es zu Leerständen in diesen Grenzbereichen, Abgrenzungstendenzen drohen sich zu verschärfen. Exemplarisch für ein besonders benachteiligtes Gebiet steht die Waldsiedlung. Sie befindet sich in Ortsrandlage ohne Anbindung an den ÖPNV, die Gebäudestruktur stellt ein geschlossenes homogenes Ensemble dar. Erbaut in den 30er Jahren als Wohnsiedlung für Arbeiter der einst ansässigen Munitionsfabrik stehen die Gebäude mit mangelnder Substanz heute unter Denkmalschutz. Der Wohnraum ist günstig, die Bewohnerschaft stark heterogen. Eine gemeinsame Identität als Nachbarschaft und Identifizierung mit dem Wohnumfeld fehlt, das Konfliktpotenzial ist erhöht. Es gibt interne Spaltungstendenzen, sowohl innerhalb der Bewohnerschaft, als auch zwischen Mietern und Eigentümern. Das negative Image als sozialer Brennpunkt belastet die Siedlung bis heute, die Bewohnerschaft bleibt vom liebenauer Ortsgeschehen ausgeschlossen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeine Liebenau - Flecken Liebenau
Beschreibung
Der Flecken Liebenau wird nicht räumlich abgegrenzt; das Projekt bezieht sich auf den gesamten bebauten Ortskern.
Einwohnerzahl
4400
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Liebenau - Waldsiedlung Liebenau
Beschreibung
Die Waldsiedlung ist eine abgeschlossene Siedlung am Rande des Kernorts Liebenau. Die Siedlung umfasst die Straßenzüge „Waldsiedlung“ und „Königsberger Straße“ (teilweise).
Einwohnerzahl
217
Quelle / Anmerkungen
EInwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt entsteht von Beginn an in enger Zusammenarbeit mit den Bewohnern, die von innen heraus empowered werden, um sich langfristig eigenständig zu organisieren und ihre Interessen nach außen zu vertreten. Sie werden dabei begleitet, Ideen für ein verbessertes nachbarschaftliches Miteinander und die Aufwertung ihres Wohnumfeldes zu entwickeln und umzusetzen. So wird sichergestellt, dass die Maßnahmen passgenau auf die konkrete, individuelle Situation in dem jeweiligen Gebiet abgestimmt sind, die Bewohner sich mit den Resultaten identifizieren und ihr Lebensumfeld wertschätzen können. Die Stärkung des Gemeinwesens erfolgt über die Stärkung der Bewohner im Einzelnen und im Bezug zu ihrem Gebiet sowie die Stärkung der Gebiete im Einzelnen und im Bezug zum Gesamtort. Es gilt, Räume zu öffnen, Verbindungen zu schaffen, den Blick zu öffnen für das Gemeinsame sowie für die unterschiedlichen Bedarfe, aber auch die Potenziale und diese sinnvoll zu aktivieren, den gemeinsame Kern, das im wahrsten Sinne des Wortes „gemeinsame Wesen“ zu identifizieren, gemeinsam zu gestalten und zu entfalten. Die Maßnahmen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren/Institutionen, um für alle Beteiligten eine Bereicherung und positive Synergieeffekte zu erreichen. Die Samtgemeinde Liebenau unterstützt das Vorhaben und strebt eine Verstetigung des Bereichs GWQ/QM an. Für die Umsetzung der Aufgabe ist bereits eine Mitarbeiterin, die an dem Qualifizierungskurs „GWA/QM“ teilnimmt, vorgesehen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn allen Bewohnern eine Partizipation an der Planung und Umsetzung der Maßnahmen ermöglicht wird und die unterschiedlichen Bedarfe und Interessen der Bewohner dabei berückcihtigt werden, bestenfalls in Einklang gebracht werden
Beschreibung
Wenn die Bewohner Gremien bilden, die ihnen eine Partizipation/ Vertretung ihrer Interessen ermöglichen (z.B. Gründung eines Vereins in der Waldsiedlung, eines Gemeinwesenrates o.ä)
Beschreibung
Wenn die Besonderheiten des Gebietes/ die Potenziale der Bewohner identifiziert sind und sich daraus Pläne und Ideen entwickeln, diese Potenziale und Besonderheiten in konkreten Maßnahmen zu entfalten
Beschreibung
Wenn die Bewohner Bereitschaft zeigen an der gemeinsamen Lösung bestehender Konflikte zu arbeiten, in die Kommunikation/in den Austausch miteinader gehen, gemeinsame Aktivitäten/Events/Feste geplant werden, Formen von Nachbarschaftshilfe möglich sind
Beschreibung
Eigentümer und Mieter beteiligen sich zu gleichen Anteilen an Maßnahmen der Wohnumfeldverbesserung.
Beschreibung
Die lokale Kinder- und Jugendarbeit entwickelt gemeinsam mit der Baubehörde neue Konzepte für die Gestaltung der öffentlichen Anlagen.
Beschreibung
Am Beispiel der Waldsiedlung wäre ein starkes Netzwerk aus Eigentümern, Mietern und Kommune gegeben, wenn es zu einer Vereinsgründung kommen würde (Verein zur Förderung und Entwicklung dieses städtebaulichen Sonderquartiers).
Beschreibung
Maßnahmen der Wohnumfeldverbesserung sind erreicht (zusätzliche Sitzgelegenheiten, Siedlungstreffpunkt, hochwertige Grünflächen, verkehrsberuhigter Bereich).
Beschreibung
Sowohl die Waldsiedlung als auch die anderen bislang nicht integrierten Gebiete sind regelmäßig Gegenstand von Beratungen in den kommunalen Gremien, Maßnahmen zur Verbesserung der Integration einschl GWA/QM werden verabschiedet.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Liebenau
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tageszeitungen (Die Harke, Blickpunkt, Aue-Bote)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
EHAP - Beratungsstelle für EU-Zugewanderte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Einwohnerversammlung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Polizei Liebenau
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lebensgarten Steyerberg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Denkmalschutzbehörde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Liebenau, Kindertagesstätte Liebenau, Großtagespflegestelle Liebenau
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirch GmbH (nur Waldsiedlung), weitere institutionelle Wohnungsanbieter in Liebenau
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine aus Liebenau
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunale Jugendpflege der Samtgemeinde Liebenau (Hauptamtlicher Jugendpfleger)
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Samtgemeinde strebt grundsätzlich eine Verstetigung des Arbeitsbereichs GWA/QM an. Folgende flankierende Maßnahmen ermöglichen Synergien: Integriertes Energetisches Quartierskonzept (sowohl für die Waldsiedlung, als auch für den Flecken Liebenau), die derzeit vom Rat des Fleckens Liebenau entwickelte Strategie für den Umgang mit verwahrlosten Immobilien mit dem Ziel der Beseitigung städtebaulicher Missstände. Die Beratungsstelle der Samtgemeinde für EU-Zugewanderte.
Galerie
einfahrt waldsiedlung
gebaeude waldsiedlung i
gebaeude waldsiedlung ii
strasse waldsiedlung
gebaeude ortskern liebenau
einwohnerversammlung ii
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Hessisch Oldendorf VereinT

Ansprechpartner
Tina Begemann
Organisation Stadt Hessisch-Oldendorf
Funktion Quartiersmanagerin
Menschen verbinden.Synergien erschließen.
Projektbeschreibung
Der Aufbau der GWA ist ein Baustein der Gesamtstrategie HO - Baut um, die Wege aufzeigt, das Grundzentrum, in dem etwa 5.000 Menschen leben, langfristig als Identifikationsort der Gesellschaft und Kristallisationspunkt für das Alltagsleben zu erhalten. Das StadtHaus wurde mit EU-Fördermittel als Schlüsselimmobilie für städtische Daseinsfürsorge und als Standort u.a. für die Gemeinwesenarbeit umgebaut . Mit der Stelle des Quartiersmanager wird das StadtHaus mit Leben und Aktivität im Zusammenwirken mit den städtischen Vereinen, dem Ehrenamt und lokalen Akteuren erfüllt und für Kulturarbeit und Daseinsfürsorge entwickelt. Der Ort bietet Raum für das Beratungsbüro der Gemeinwesenarbeit,die Stadtbücherei, einen Versammlungsraum für das Vereinswesen, und einen Veranstaltungsraum für Kulturveranstaltungen und Begegnungsanlässe. Dabei ist unser QM der zentrale integrierende Faktor. Die GWA in Hessisch Oldendorf startete im Januar 2020 mit der Besetzung der Personalstelle. Die ersten Monate beinhalteten Konzeptentwicklung und Kontaktaufnahme zu potentiellen Vernetzungspartnern.Im Februar fand eine erste öffentliche Veranstaltung zum Thema GWA mit Stadthausbesichtigung statt, die auf eine breite Ressonanz stieß. 36 Vereine und weitere interessierte Bürger/innen bringen sich zukünftig mit Angeboten im StadtHauses ein. Die Liste der Kooperationspartner ist durch Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzungsarbeit erfolgreich erweitert und daraus entstehen fortlaufend konkrete Mikroprojekte. Neue Projektideen werden auch aus der aktuellen Pandemiesituation heraus entwickelt und umgesetzt. So koordiniert der Quartiersmanager mit Ehrenamtlern Einkaufshilfen für Kranke und Bedürftige und ist in Kontakt zu Nachbarschaftsapps um ein digitales Medium aufzubauen. Der Quartiermanager hat viele offenen Türen vorgefunden und generiert stetig Kooperationsangebote. Er ist beteiligt an der Umsetzung des Gesundheit-Projektes 3000 Schritte, ist als Ehrenmitglied im Stadtmarketingverein mit regelmäßiger Teilnahme an den Vorstandssitzungen.Für die Zukunft erarbeitet das QM u.a.mit der Grünplanerin ein Konzept für Urban gardening, und unterstützt Zugewanderte bei Eintritt n die Erwerbsarbeit, bei Schwierigkeiten bei Beruf und Ausbildung werden sie durch das Eherenamt unterstützt. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Vorbereitung der Nachhaltigkeit ein, regelmäßger Kontakt zu Politik, Stadtplanung und Wirtschaft soll die langfristige Sicherung der GWA herbeiführen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Stadt Hessisch Oldendorf, mit gut 18.000 Einwohnern gelegen im LK Hameln-Pyrmont sieht sich wie viele andere Orte ähnlicher Struktur, die nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem prosperierenden Oberzentrum liegen, mit verschiedenen Problemen der städtebaulichen Entwicklung konfrontiert. Insbesondere in ihrem grundzentralen Ort Hessisch Oldendorf werden diese manifest: Verlagerung von Handels- und Versorgungsfunktionen in Entwicklungsschwerpunkte außerhalb der Altstadt mit der Folge von Leerstand im ehemaligen zentralen Versorgungsbereich, Verfall historischer Bausubstanz, kein verfügbarer und den aktuellen Anforderungen entsprechender Bestand an Wohn- oder Gewerbeflächen, geringe Attraktivität wegen unzureichender kultureller oder sozialer Angebote, hohe Diversität in der Bevökerungsstruktur, viele Singlehaushalte, fehlende nachbarschaftliche Kontakte etc.In dem Bewusstsein, dass sich in den Zentren sozialer Zusammenhalt, ökologische Verträglichkeit, ökonomische Tragfähigkeit und kulturelle Innovation der Städte und Gemeinden entscheidet und die Zentren vielfältige Orte für Wirtschaft und Kultur, Orte zum Arbeiten und Wohnen, für Versorgung und Freizeit sind oder zumindest sein sollten, hat die Stadt Hessisch Oldendorf unter der Überschrift „Hessisch Oldendorf baut um“ eine städteplanerische Strategie zur Aufwertung der Innenstadt entwickelt und u.a. als Schlüsselimmobilie ein leerstehendes Lagerhaus revitalisiert, zum StadtHaus, als Begegnungsstätte für die Stadtgesellschaft und Standort für die Gemeinwesenarbeit umgebaut. Im Herz der Altsstadt, initiiert und koordiniert durch die GWA finden Vereine, Ehrenamt und Kultur einen neuen Ort des Zusammenhalts.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Altstadtquartier Hessisch Oldendorf
Beschreibung
Historischer Stadtkern und die anliegenden Wohngebiete Maibergring und Keukenhof
Einwohnerzahl
5000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung der Einwohnermeldeamtdaten, Angaben des Grundschulstandortes
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bertelsmann Stiftung Sozialbericht Wegweiser Kommune
GWA/QM-Ansatz
GWA richtet sich ganzheitlich auf die Lebenszusammenhänge von Menschen im Quartier aus und nimmt sie und ihre Lebensumstände in den Blickpunkt, um die Ziele einer sozialen Stadt zu erreichen. Langfristige Ziele der GWA sind die Verbesserung der materiellen Situation der BewohnerInnen (z.B. Wohnraum, Existenzsicherung) durch Aktivierung, die strategische Mitarbeit an der Verbesserung der städtischen Infrastruktur, und die Verbesserung der Lebensqualität in einem Quartier durch das Schaffen von Möglichkeiten der sozialen und kulturellen Teilhabe. GWA integriert individuelle und strukturelle Aspekte in die sozialräumlicher Perspektive und fördert die Handlungsfähigkeit und Selbstorga­nisation von Nachbarschaften, sowie den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. In Hessisch Oldendorf liegt die Trägerschaft und Verortung des Quartiersmanagers in der Stadtverwaltung, einstimmig durch die Kommunalpolitik beschlossen. Triebfeder ist das öffentliche Interesse an der Verbesserung der Lebensumstände und dem Wohnumfeld in einem problematischen Quartier mit Abwärtsbewegung. Mitmachen will der, der an die Potenziale eines Quartiers/Stadtteils glaubt, und eine Aufwärtsspiral für greifbar und möglich hält. Dafür wird die Ressource und Professionalität eines Quartiersmanagers gebraucht, um unterstützende und initiale Signale und Impulse in das Quartier zu senden, damit die Menschen erreicht und abgeholt werden.Proaktive Teilhabe und Selbsthilfe ist dann der gemeinsame Weg
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn Politik, Verwaltung, Wirtschaft und BewohnerInnen ein gemeinsam entwickeltes Konzept zur Verbesserung der Wohn-und Lebensqualität umsetzen und sich für die nachhaltige Fortführung der GWA als koordinierende und integrierende Kraft einsetzen.
Beschreibung
Wenn Vereine, Ehrenamtler u. aktive BewohnerInnen bestehende und neue Angebote in Zusammenarbeit mit dem QM erstellen.Mit dem Ziel gemeinsam die Attraktivität des Quartiers zu steigern, sowie neue Kooperationen zu gewinnen und positive Wirkung zu erzielen
Beschreibung
Wenn Vereinzelung u. Berührungsängste innerhalb der diversen Bewohnerstruktur zurückgehen, und durch gemeinsame Teilnahme an z.B. Stadtteilfrühstück, Straßenfest, Kochaktionen für alle Kulturen, jung und alt , arm und reich Nachbarschaft gefördert wird.
Vorhandene Strukturen
GWA ist ein Prozess der sich auf der individuellen, strategischen und politischen Ebene abspielt. Dafür ist die Verankerung in die Stadtverwaltung als Träger der Maßnahme wichtig. Örtliche und überörtliche Vernetzung braucht Form, und gemeinsame Sprache. Wir bilden daher interkommunal, in enger Abstimmung mit unseren Kollegen in Hameln, den Clusters GWA. In kollegialer Beratung werden Qualität und innovative Perspektiven gemeinsam bearbeitet. Die Vernetzung u. Zusammenarbeit mit dem Ehrenamt schreitet trotz Corona voran, weitere Kooperationspartner wurden gefunden. Ein Projekte in der Gesundheitsförderung wurde konzipiert, zertifiziert und begonnen. Die derzeitige Arbeit steht unter den Gegebenheiten der Coronakrise. Momentan wird durch Quartiersmanagement, Seniorenbüro und Freiwilliger Feuerwehr, ein Helfertelefon betrieben und eine Vernetzung mit der lokalen Wirtschaft entsteht gerade. Dort sollen dem Prinzip B2B folgend, Bedarfe der lokalen Wirtschaft in aktivierender Befragung ermittelt, und aus den Ergebnissen innovative Angebote entwickelt werden.Die Nutzung einer Nachbarschaftsapp ist geplant. Die Pandemie zeigt wie wichtig funktionierende digitale Kommunikationsstrukturen sind, um auch in social distancing Phasen den lokalen Sozialraum in Socialmedia sichtbar zu machen und Kontakt zu halten. Die Integrationsarbeit ist mittlerweile im StadtHaus angesiedelt, und Kursangebote finden regen Zuspruch. QM hat seine Arbeit in der Politik vorgestellt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Hameln Kann s
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Projekt Glaswände
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VFL Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenbüro Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendamt Landkreis Hameln-Pyrmond Sozialraumkoordinierung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fototreff Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimatbund Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
NABU Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtjugendpflege
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtbibliothek Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pflegestützpunkt Hameln-Pyrmond
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Werbering und Stadtmarketing für Hessisch Oldendorf e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Hessisch Oldendorf Fachbereichleiter III – Liegenschaftsverwaltung & Stadtgrün
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Hessisch Oldendorf AG Räumliche Planung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schaufenster
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialausschuss Stadt Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bauausschuss Stadt Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verwaltungsausschuss Stadt Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) Landesvereine Niedersachsen e.V
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Polizeiinspektion Hameln-Pyrmond
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LEB - Beratungsbüro Weserbergland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verein für Kinder und Jugendarbeit Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die GWA ist ein wichtiger Baustein für die Aufwertung des Quartiers. Die Kommune hat erkannt, dass die KernstadttbewohnerInnen besondere Herausforderungen ihres Wohnumfeldes nicht aus eigener Kraft lösen können, u. deshalb den Antrag auf GWA gestellt. Wenn es GWA im StadtHaus gelingt in den kommenden 3 Jahren einen lebendigen Ort der Begegnung, Kultur, gesellschaftl. Zusammenhalts zu schaffen, wird sie wegen des sichtbaren u. unverzchtbaren Erfolgs u. Wirkung durch die Kommune fortgeführt.
Galerie
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zertifikat bewegungsbegleiter felix walden
was koennen andere von uns lernen 1
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Bürgertreff am Klostergarten

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
Gemeinschaft gestalten, Prävention stärken, Altern begleiten und unterstützen
Projektbeschreibung
Im "Bürgertreff am Klostergarten" treffen sich täglich viele Menschen zu unterschiedlichen Alltagsangeboten. Durch eine Seniorenumfrage (70 Plus) vor zwei Jahren wissen wir, wo ältere Menschen Unterstützung und Begleitung suchen und benötigen. Die Arbeit der letzten Monate im Bürgertreff haben dieses Bild noch deutlicher werden lassen. Unsere Anstrengung geht jetzt dahin, präventive Angebote zu schaffen um die Resilienzen der Senior/Innen zu stärken und Sie in ihrer Selbständigkeit zu fördern. Wir möchten dies in Zusammenarbeit mit allen Bürger/Innen tun, die unseren Bürgertreff besuchen. Viele Angebote wie "gesunder Mittagstisch" "Walken mit Rollator" "Gedächtnistraining" "Sitztanz" werden schon gut angenommen. Bürger/Innen aus allen Bevölkerungsschichten nehmen mittlerweile an den Angeboten teil und helfen z.T. schon bei der Umsetzung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch im Aufbau von multikulturellen Angeboten. Menschen mit Migrations - und Fluchtbiografie sollen sich im Bürgertreff angenommen fühlen. Er soll ihnen eine Plattform sein ihre Gedanken, Nöte, Sorgen aber auch ihre Ideen einzubringen. Mit unserer Unterstützung soll es jedermann möglich sein, sich in Bersenbrück zu beheimaten. Auch durch Mitsprache und Mitwirkung. Unsere Migrationsbeauftragte ist regelmäßig im Bürgertreff und unterstützt die Angebote für geflüchtete Menschen. Auch Kindergärten und Schulen nutzen den Bürgertreff um außerhalb der Institutionen in kleinen Gruppen Treffen zu ermöglichen. Wir versuchen alle Tageszeiten zu nutzen um auch berufstätigen Menschen eine Chance zum Treffen zu bieten.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Aufgrund der demografischen Entwicklung und den Alterungszahlen in unserer SG haben wir vor 3 Jahren eine Seniorenumfrage durchgeführt. Die daraus resultierenden Informationen und Ergebnisse sind für uns jetzt Arbeitsgrundlage. Der "Bürgertreff am Klostergarten" ist dabei eine große Hilfe! In Bersenbrück leben viele ältere Menschen aus Russland die vor 20 Jahren hierher gekommen sind. Oft leben sie allein in kleinen Wohnungen und haben wenig bis keine Kontakte zu einheimischen Bürger/Innen. Auch nach so langer Zeit sind die Deutschkenntnisse oft sehr schlecht. Viele Aussiedler kommen ins zum Sozialamt und fragen nach finanzieller Hilfe und Unterstützung. Wir berichten dann gerne auch über die Möglichkeiten, den Bürgertreff zu besuchen und dort gemeinsam mit anderen alten Menschen den Alltag zu gestalten. Es wurden mittlerweile Fahrgemeinschaften gegründet um Personen aus Randgebieten der Stadt oder mit schlechter Mobilität zum Bürgertreff zu bringen. Vor allem die Menschen aus schwierigen Soziallagen genießen die kostenlosen Angebote und die besondere Aufmerksamkeit. Viele Menschen haben nicht das Geld, im Café oder Restaurant Kontakte zu pflegen. Im Bürgertreff ist dies kostenlos möglich. Eine Pinnwand mit "Angebot und Nachfrage" hilft den Bürger/Innen bei der Suche nach Hilfe und Begleitung. Oft sind es die jüngeren, fitteren Senior/Innen die den älteren Hilfe anbieten können. Gemeinsames kochen, essen und bewegen macht den Menschen Spaß und dient ihrer Gesundheit. Wertschätzung und Teilhabe bildet Gemeinschaft und Vertrauen. Auch, wenn sich die zugezogenen Bürger/Innen nur zögerlich auf einen Besuch im Bürgertreff einlassen, die guten Beispiele machen Schule
Projektgebiet
Beschreibung
Die Stadt Bersenbrück ist eine Stadt an der Hase und Verwaltungssitz der Samtgemeinde Bersenbrück im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen.
Einwohnerzahl
8816
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Maßarbeit Landkreis Osnabrück
GWA/QM-Ansatz
Dieses Projekt dient in hohem Maße der Förderung von sozialen Kontakten/ Beziehungen und der Ermöglichung von Teilhabe aller Bürger/Innen an Angeboten die sonst (ohne einen neutralen Treffpunkt) nicht stattfinden würden/könnten. Außerdem soll mit Hilfe der Angebote die Handlungsfähigkeit der einzelnen Bürger/Innen gestärkt werden. Eigene Ideen und Perspektiven sollen aufgezeigt und gefördert werden. Durch viele unterschiedliche gesundheitspräventive Maßnahmen möchten wir die Senior/Innen stärken und sicherer machen. Durch unterschiedliche Bildungsangebote Freude und Zuversicht schenken. Durch einen Helfer/Innen - Kreis möchten wir aktiv das Alter(n) begleiten und unterstützen. Wichtig ist uns durch unsere Angebote die Bürgerschaft zu sensibilisieren und sie zu interessieren für ein Mittun und Mitgestalten. Leider hat die Corona - Krise einen deutlichen Einbruch auch in der Arbeit im Bürgertreff Bersenbrück bewirkt. In der Stadt leben viele Aussiedler und mittlerweile auch viele geflüchtete Menschen. Wir werden in der nächsten Zeit viel Energie in die Weiterentwicklung der multikulturellen Angebote stecken müssen. Vor dem Hintergrund der Fremdenfeindlichkeit scheint dies wichtiger denn je.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gabi Linster Seniorenbeauftragte, Freiwilligenmanagerin und alle Kollegen/Innen im SG Rathaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
alle in der SG BSB bekannten Institutionen und Mitarbeiter/Innen im Rathaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Durch die Arbeit im Rathaus sind uns alle öffentlichen Einrichtungen bekannt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Als Kommune kennen wir alle freien Träger und gemeinnützige Organisationen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Vereine der Samtgemeinde sind im Rathaus gelistet und bekannt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Gesundheits - und Pflegeeinrichtungen sind in der Kommune bekannt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Einrichtungen sind im Rathaus bekannt, viele Einrichtungen stehen unter kommunaler Verwaltung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
In der Samtgemeinde kennen wir alle kirchlichen Einrichtungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wir kennen alle Gewerbe, zuständig ist der Wirtschaftsförderer Ewald Beelmann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
hier sind uns alle Player bekannt, der FD Bauen und Planen wird geleitet von Reinhold Heidemann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Samtgemeinde hat eine eigene Pressestelle, die Kollegen/Innen des Bersenbrücker Kreisblattes sind uns bekannt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
in der Samtgemeinde kennen wir alle politischen Vertreter/Innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
über den Bürgerservice werden alle Bürger/Innen der Samtgemeinde erfasst.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der Bürgertreff der Stadt Bersenbrück soll Teil der GWA der SG BSB bleiben. Die Stadt BSB ist sehr bemüht, eigene Mittel einzubringen. Leider sind aber auch hier die zur Verfügung stehenden Finanzmittel sehr knapp und die Stadt wäre nicht in der Lage, mehr als 25% der aufkommenden Kosten zu übernehmen. BSB muss genau wie auch die kleinen Gemeinden hohe Steuer Einbußen durch die Corona Pandemie hinnehmen. BSB würde alles versuchen um den Bürgertreff halten zu können.
Galerie
kartenausschnitt gemeindeflaeche bersenbrueck osm
2015 08 20 09.46.58
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Dorftreff "Gehrda"

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
Gemeinschaft gestalten, Prävention stärken, Altern begleiten und unterstützen, Integration fördern
Projektbeschreibung
Der Dorftreff "Gehrda" hat sich inzwischen zu einem allgemeinen, beliebten Treffpunkt im Dorf entwickelt. Viele Menschen auch von außerhalb kommen um an den Angeboten teilzunehmen oder auch weil sie Interesse haben, selbst einen Dorftreff aufzubauen. In Gehrde konnten im vergangenen Jahr sehr viele Angebote gemacht werden. Neben den generellen Öffnungszeiten (8 Angebote sind wöchentlich vorgegeben) gibt es zusätzliche Veranstaltungen wie Lesungen, Vorträge oder Schulungen, die größtenteils mit Ehrenamtlichen durchgeführt werden. Der Dorftreff wird genutzt um dort gemeinsam alte Kinofilme zu schauen oder gemeinsam zu kochen. Die Menschen kommen zu Infoveranstaltungen z.B. vom Apotheker, vom Ärzteteam oder von Privatleuten die von ihren Reisen berichten. Eine sehr große Vielfalt mit immer mehr interessanten, lehrreichen, versorgenden und präventiven Angeboten. Ehrenamtliche Bürger/Innen singen, basteln, malen, kochen, rudelrätseln oder sind einfach nur da um Gespräche zu führen und um zu zu hören. Der Dorftreff ist Anlaufstelle auch für Familien die neu zugezogen sind. Ganz besonders bemühen wir uns um die Arbeiter*innen die im Dorf wohnen und in die Fabriken im Niedersachsenpark arbeiten gehen. Meist sind das Saisonarbeiter*innen genau so, wie die Erntehelfer*innen. In der Corona Zeit haben die Mitarbeiter*innen und viele Ehrenamtliche den Kontakt zu den Besucher*innen vor allem zu den alten Menschen weiter gepflegt. Durch Telefonketten, Einkaufsbesuche und Zaungespräche wurde der Kontakt gehalten. Es wurden auch Friedhofsbesuche Initiiert damit die alten Menschen ihre Verstorbenen besuchen konnten. Auf einer Friedhofsbank kann man gut Abstand halten und doch Trost finden.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Gehrde ist ein kleines Dorf in der Samtgemeinde Bersenbrück mit schlechter Nahverkehrsversorgung. Es gibt noch einen Kindergarten und eine Schule vor Ort. Es gibt nur noch einen Bäcker aber keinen Lebensmittelladen, keine Apotheke, keinen Arzt. Es gab bisher keinen Ort mit Treffpunktcharakter. Gehrde ist einerseits ein sehr altes Dorf mit vielen historischen Gebäuden, andererseits gehören zu Gehrde aber auch einige Neubaugebiete. Die Einheimischen kommen teilweise noch in den wenigen Vereinen vor Ort zusammen, die Neubürger/Innen leben aber eher zurückgezogen in ihren Wohngebieten. In Gehrde leben anonym viele Menschen die aus EU Ländern zu uns kommen um hier Arbeit zu finden. Diese Menschen beteiligen sich kaum bis gar nicht am Dorfleben. Außerdem haben wir eine große Gruppe Aussiedler die schon aufgrund ihrer Religion lieber unter sich bleiben. Durch den Dorftreff haben wir einen neutralen Treffpunkt schaffen können. In Gehrde leben sehr viele alte Menschen oft allein und weiter draußen in der Bauernschaft. Soziale Kontakte fallen weg weil es keine Nachbarn mehr gibt oder die Nachbarn jetzt im Heim sind oder im Betreuten Wohnen. Die Häuser sind viel zu groß und Hilfe und Unterstützung gibt es kaum. Vor allem die Einsamkeit macht den Menschen zu schaffen. Jetzt in der Coronazeit wurde das noch einmal sehr deutlich. Die Menschen brauchen Gelegenheiten zum Gespräch, zum Beisammensein, zum gemeinsamen Essen etc. "ich verliere noch meine Stimme weil ich oft tagelang mit niemandem rede!" "Wo soll ich hingehen wenn ich kein Geld habe?" "Wer will mich denn schon noch sehen?" Wir müssen hier unbedingt weiterarbeiten und Lösungen anbieten um diese Menschen aufzufangen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück, Mitgliedsgemeinde Gehrde
Beschreibung
Die Gemeinde Gehrde liegt 6 km vom Ortskern der Samtgemeinde Bersenbrück entfernt. Gehrde ist ein sehr ländlich gelegener Ort mit ca. 40 km² Fläche. In Gehrde gibt es viele alte Höfe und Alleinlagen, der Ortskern ist teils historisch erhalten, im Laufe der Jahre sind rund um den Ortskern Siedlungen entstanden.
Einwohnerzahl
2554
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt SG BSB
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt SG BSB
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt SG BSB
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Maßarbeit Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Nicht bekannt
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
in der SG BSB leben Menschen aus ca. 130 Nationen. Die hohe Zahl an Aussiedlern wird nicht erfasst da diese als Deutsche gelten. Ausländer gesamt ca. 8%
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Durch den Dorftreff haben wir die Möglichkeit bekommen, dass sich Menschen begegnen können. Durch die Neutralität und die Vielfalt der Angebote ist für fast alle Bürger/Innen etwas interessantes dabei. Das ermutigt viele Menschen, sich für ihren Dorftreff, für ihr Dorf und auch für ihre Mitbürger/Innen einzusetzen und sich zu engagieren. Viel leichter können so Dinge angestoßen und aufgebaut werden. Die Personen, die sonst oft allein und einsam in ihren Wohnungen waren können jetzt jederzeit Kontakt finden. Es entsteht mehr Verständnis füreinander und Miteinander. Ein Netz von Kümmerern wird aufgebaut und Notwendigkeiten für den anderen eher erkannt weil mehr Kommunikation stattfindet. Es entstehen neue Beziehungen zu Menschen und auch ein neues Verständnis zu anderen Personen, Traditionen und Kulturen. Durch das Miteinander fördern wir auch die Handlungsfähigkeit des Einzelnen und das ist vor allem für alte Menschen und fremde Menschen von großer Bedeutung. Die Corona - Krise hat uns in unseren Bemühungen weit zurück geworfen. Jetzt ist es um so wichtiger, den Zusammenhalt im Dorf weiter zu stärken. Leider sehen wir in dieser 'Corona Zeit häufiger Schuldzuweisungen, Diskriminierung und Ignoranz gegenüber anderen oder anders denkenden. Um so wichtiger ist die GWA vor Ort! Anders sein bedeutet nicht schlecht zu sein, es gibt aber leider auch bei uns durchaus Tendenzen die unruhig machen!
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Bürger/Innen sich gerne treffen, miteinander Dinge anpacken und entwickeln und wenn sich jeder wohl und wertgeschätzt fühlt.
Beschreibung
Wenn wir sehen, dass für mansche Bürger/Innen leichter wird, ihren Alltag zu strukturieren und zu leben.
Beschreibung
Wenn das Miteinander gut funktioniert und sich mehr und mehr Kümmerer engagieren
Beschreibung
Wenn sich zunehmend alle Bürger/Innen interessieren, sich einbringen und dabei sein möchten.
Beschreibung
Wenn die Nachbarn sich untereinander wahrnehmen und kennen lernen. Wenn es Austausch gibt auf der Strasse oder im Garten. Wenn man sich unterstützt da wo es notwendig ist. Wenn man nacheinander fragt und aufeinander Acht gibt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Durch die Zusammenarbeit mit der SG BSB sind die Ortsgemeinden vernetzt mit allen Akteuren in der SG. Vor allem durch die Unterstützung des Freiwilligenbüros sind Vernetzungen bekannt und Alltag.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wir haben durch eine gute Struktur in der SG BSB die Möglichkeit, zu allen Themen Netzwerkpartner/Innen zu benennen und sie in Verbindung zu bringen.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist mit allen örtlichen und vielen überörtlichen Akteuren vernetzt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der SG-bürgermeister und die Ortsbürgermeister stehen voll hinter der GWA und unterstützen wo es geht. Im Moment sind die Gemeinden nicht in der Lage, selbst die Finanzierung der Dorftreffs zu übernehmen weil nicht genügend finanzieller Spielraum vorhanden ist. Durch die Corona Pandemie hat sich die finanzielle Lage noch deutlich verschlechtert. Aber, die Pandemie hat uns auch deutlich gezeigt, wie wichtig GWA ist! GWA muss kommunale Aufgabe werden. Die Gemeinden brauchen Unterstützung.
Galerie
kartenausschnitt gemeindeflaeche gehrde osm
Zustimmung Veröffentlichung
On

Dorftreff Eggermühlen

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
Gemeinschaft gestalten, Prävention stärken, Altern begleiten und unterstützen
Projektbeschreibung
Seit September 2019 gibt es in Eggermühlen den Dorftreff der zunächst in den Räumen des Jugendheims untergebracht wurde. Sobald ein Neubau mit Betreutem Wohnen, Tagespflegeeinrichtung und Lebensmittelladen fertiggestellt ist wird der Dorftreff dorthin umziehen. (bei der Gebäudeplanung wurden die Räumlichkeiten für einen Dorftreff mit eingeplant) Die Angebote, die seit September im Dorftreff gemacht werden sind vielseitig und werden von der Bürgerschaft gut angenommen. Einige Ideen und Angebote von Seiten der Bürgerschaft konnten bereits umgesetzt und angeschoben werden. Vor allem die generationenübergreifenden Angebote sind gut angekommen. (Spielenachmittage, Krabbelgruppe, Generationenfrühstück, Kutschfahrten und Liederabende. Derzeit sind wir dabei, die präventiven Angebote rund um das Thema "gesund älter werden" zu erweitern. So gibt es schon einen regelmäßigen Mittagstisch, Sitztanz und eine Walkinggruppe 60 Plus. Der Dorftreff ist schon fester Bestandteil im Alltag der Bürger/Innen. Allerdings ist der Aufbau bei Weitem noch nicht abgeschlossen. (was ja auch in 7 Monaten nicht zu erwarten war) Was wir jetzt schon sagen können ist, dass sich das ehrenamtliche Engagement sehr erweitert hat und viele Bürger/Innen den Dorftreff nutzen, um dort ihre Kontakte zu pflegen und miteinander Dinge zu entwickeln. Auch ist es gelungen, Menschen mit Migrationshintergrund zu regelmäßigen Angeboten in den Dorftreff einzuladen. Leider bremst uns momentan die Coronapandemie aus. Nach einer sehr langsamen Öffnung mit wenigen Öffnungszeiten und Angeboten geht es jetzt wieder bergauf. Nach den Ferien hoffen wir, dass wir wieder alle Angebote machen können. Die Menschen sind froh, einen neutralen Treffpunkt zu haben den sie zu allen Öffnungszeiten kostenfrei besuchen können. Es gibt in Eggermühlen sonst keinen Ort mit Treffpunktcharakter.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Ein besonderes Problem in Eggermühlen ist der Verlust vieler Versorger im Ort. Ein Neubau in dem es bald auch wieder ein Lebensmittelangebot geben soll, ist im Bau. Leider gibt es auch keine Bank mehr, keine Apotheke, keine Bäckerei. Die Kirchengemeinde ist zu einem Gemeindeverbund zusammengeschlossen worden und das Gemeindebüro nur noch sporadisch geöffnet. Viele alte Menschen sind in Eggermühlen tagsüber allein weil ihre Kinder und Enkel in die größeren Gemeinden oder Städte zur Schule oder zum Arbeitsplatz zu fahren. Viele Aussiedler haben in Eggermühlen ein kleines Haus gebaut, sind aber in der einheimischen Gesellschaft nur schlecht integriert. Eggermühlen ist ein ländlich sehr schön gelegener Ort. Ältere Menschen haben es allerdings schwer weil die Mobilität sehr eingeschränkt ist. Es fehlen dort Einrichtungen mit Begegnungscharakter.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück, Mitgliedsgemeinde Eggermühlen
Beschreibung
Eggermühlen ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Bersenbrück, im Norden des Landkreises Osnabrück in Niedersachsen. Eggermühlen liegt innerhalb der Ankumer Höhe im Nordwesten vom Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald- Wiehengebirge. Die Nachbargemeinden sind im Osten Ankum, im Süden Merzen, im Westen Bippen und im Norden Menslage.
Einwohnerzahl
1751
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
4,54% Aussiedler werden als Deutsche geführt SGBSB 7,49%
GWA/QM-Ansatz
Unser Ansatz verfolgt insbesondere die Qualität der sozialen Beziehungen (Ursprungsgesellschaft und Zugezogene) Wir unterstützen die Selbstorganisation und Handlungsfähigkeit der Bürger/Innen (vor allem der alten allein stehenden Menschen). Wir fördern mit unserer Arbeit die Gesundheit und stärken dadurch die Resilienz der Bürger/Innen. Wir machen Dinge möglich und begleiten die Umsetzung von Ideen. Wir legen großen Wert auf das ehrenamtliche Engagement der Bürger/Innen und unterstützen dieses durch Begleitung und Schulung. Wir fördern und unterstützen die Ideen von Bürger/Innen und helfen ihnen bei der Umsetzung. Wir sehen jetzt in der Corona - Krise eine besondere Herausforderung für die Gemeinwesenarbeit. Angst, Entfremdung, Schuldzuweisung sind zu großen Problemen geworden. Hier werden wir sehr genau hinsehen müssen um wieder eine Dorfgemeinschaft auch mit "nicht Einheimischen" stabil zu gestalten.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Bürger/Innen zum Dorftreff kommen, sich dort einbringen und ihre Ideen umsetzen können. Wenn wir Lösungen finden für Bedarfe und Probleme und gemeinsam daran arbeiten können.
Beschreibung
Wenn wir die einzelnen Personen stärken und ermutigen können, die Bürger/Innen sich gegenseitig helfen und Eigeninitiativen zu tollen Projekten führen.
Beschreibung
Wenn im Dorf ein gutes Miteinander herrscht, niemand sich als Konkurrenz empfindet und gegenseitige Unterstützung Alltag ist.
Beschreibung
Alle Bürger/Innen ob jung oder alt, Ursprungs- oder Zuwanderungsgesellschaft, an der Entwicklung und dem Miteinander im Dorftreff teilnehmen.
Beschreibung
Sich die Vereine und Organisationen einbringen und Spaß am Miteinander haben.
Beschreibung
Nachbarschaften sich neu bilden, (Zuzug) und alte Nachbarschaften bestehen bleiben. (Tod, Wegzug) Wenn die Menschen sich kennen und voneinander wissen. Wenn sich Kümmerer für die anderen stark machen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Freiwilligenbüro der Samtgemeinde Bersenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Vereine die in der Gemeinde ansässig sind und evtl. auch aus den Nachbargemeinden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kita und Grundschule der Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde vor Ort
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
möglichst alle Bewohner/Innen der Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Markus Frerker
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist mit allen örtlichen und vielen überörtlichen Akteuren vernetzt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Auch in Eggermühlen sehen wir keine Möglichkeit, ohne finanzielle Unterstützung die GWA weiter zu fördern. Die kleine Gemeinde verfügt nicht über genügend Steuereinnahmen um selbst die Kosten für den Dorftreff zu tragen. Jetzt durch die Corona Pandemie sind viele weitere Einnahmen weggebrochen. Wir können nur versuchen über Spenden oder Stiftungen eine Basis zu finden.
Galerie
kartenausschnitt gemeindeflaeche eggermuehlen osm
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Dorftreff Rieste "Riesterei"

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
Rieste engagiert, wir für hier
Projektbeschreibung
Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen in einem ehemaligen Ausstellungsraum einer Landmaschinenfirma (die von vielen Bürger/Innen unterstützt und begleitet wurden) konnten wir im September 2019 mit dem Dorftreff "Riesterei" beginnen. Der Dorftreff bekam seinen Namen durch die Bürger/Innen während der Eröffnungsfeier. Ein sehr umfangreicher Monatsplan mit Angeboten im Dorftreff, der von den Mitarbeiter/Innen und dem Bürgermeister zusammengestellt wird, kommt in der Bürgerschaft richtig gut an. Viele Bürger/Innen helfen mit ihren Ideen und ihrem Engagement den Monatsplan vielfältig zu gestalten. Neben geselligen Angeboten wie "Spieletreffen" " Klönkaffe" oder "Tanzen" gibt es vor allem auch Gesundheitsangebote wie "Mittagstisch" "Sportgruppen" "gesundes Frühstück" "Gedächtnistraining" In der Regel gibt es 8 - 10 Angebote pro Woche, alle Tageszeiten werden dabei beachtet so, dass auch berufstätige Personen an Angeboten teilnehmen können. Vereine, Organisationen, Gruppen, Kindergarten etc. sind mit eingebunden. Der Dorftreff ist an wenigstens 5 Tagen in der Woche geöffnet. Auch Spaziergänger oder Urlauber können so einen Blick in den Dorftreff werfen. Kaffee oder Tee wird angeboten und die Besucher/Innen können sich über die einzelnen Angebote informieren.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
In Rieste gibt es keinen Ort mit Treffpunktcharakter. Die Gemeinde hat viele kleine Außenbereiche und keinen richtigen Ortskern. Die Kirchengemeinde liegt weit außerhalb, ebenso die Vereine. Eine Teilhabe vieler älterer Menschen ist aufgrund fehlender Mobilität sehr schwierig geworden. Beratungs- und Unterstützungsangebote gibt es vor Ort kaum. In Rieste leben viele EU Ausländer die im Gewerbepark der Gemeinde (weit außerhalb) arbeiten und kaum Kontakt zu den Einheimischen haben. Das Freizeit- und Tourismusgebiet liegt auch weit außerhalb. Dort trifft man auf Urlauber die sich kaum im Dorf selbst aufhalten. Somit ist der Dorftreff zu einer sehr wichtige Einrichtung geworden! Man kann einfach mal reinschauen, einen Tee trinken und ein Gespräch führen. Für viele Urlauber eine ganz neue Entdeckung und interessante Abwechslung. Die Menschen sind sehr interessiert und nehmen gerne an den Angeboten teil. Die Möglichkeit, sich selbst einzubringen hat das ehrenamtliche Engagement stark erhöht. Jetzt ist es möglich für den Ort und für die Gemeinschaft etwas zu machen und sich (auch kurzfristig) für ein Projekt oder eine Initiative zu interessieren. Vor allem allein stehende alte Menschen haben jetzt einen Begegnungsort wo sie sich zwanglos ohne Kosten treffen können und (außerhalb von Coronazeiten) gemeinsam etwas unternehmen können. Vereine nutzen die Riesterei als Treffpunkt für z.B. Vorstandssitzungen weil viele Vereine kein eigenes Vereinsheim haben und es nur noch eine Kneipe gibt. Auch Gruppen und Initiativen treffen sich in der Riesterei weil der Treffpunkt kostenfrei ist und viele Möglichkeiten bietet.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück, Gemeinde Rieste
Beschreibung
Die Gemeinde Rieste liegt an der östlichen Grenze des Landkreises Osnabrück und berührt hier das Oldenburger Land. Sie bildet mit sechs weiteren Gemeinden die Samtgemeinde Bersenbrück. Rieste liegt 40 m über NN und hat eine Gesamtgröße von 30,58 qkm
Einwohnerzahl
3645
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
In Rieste liegt der spezielle GWA Ansatz insbesondere in der Zusammenführung unterschiedlicher Bürger/Innen. Wir möchten die sozialen Beziehungen von Zugereisten und Einheimischen stärken und den Neubürger/Innen die Möglichkeit geben, sich in ihrer neuen Heimat wohl zu fühlen. Außerdem arbeiten wir verstärkt daran, dass alte Menschen zusammenkommen können und somit weiter in die Gesellschaft eingebunden sind. Dadurch stärken wir die Qualität der sozialen Beziehungen, geben den Bürger/Innen die Möglichkeit, sich zu engagieren und für ihren Ort aktiv zu werden und helfen, Schwachstellen zu erkennen und Lösungen zu finden. In der Corona - Zeit waren die Dorftreffs geschlossen. Viele Menschen hatten Angst, waren verunsichert. Nur langsam beginnt das Leben wieder in den Dorftreffs. Wir spüren bei der Arbeit deutlich die für uns neue Ablehnung der vermeintlich "Anderen". Schuldzuweisungen machen die Runde, Senior*innen haben Angst und Ausgrenzung ist alltäglich. Hier werden wir erneut sehr viel Zeit und Energie brauchen um die entstandenen Hemmschwellen und Aggressionen abzubauen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
es gelungen ist, die Bewohner/Innen zu interessieren, zu aktivieren und gemeinsam Dinge anzustoßen und umzusetzen. Wenn Menschen mit Migrationshintergrund teilnehmen und gerne wiederkommen, sich wohl fühlen und selbst auch mitmachen.
Beschreibung
wir den Bürger/Innen genügend Möglichkeiten bieten, ihr eigenes Leben und ihr Umfeld selbst zu gestalten. Wenn wir untereinander Hilfestellung geben können um den Alltag zu meistern und es möglich ist, gegenseitig Anteil zu nehmen und Hilfe zu geben.
Beschreibung
die Bürger/Innen ohne Vorbehalte auch mit fremden Menschen zusammen kommen. Wenn Alt und Jung sich ergänzen, alle Menschen am Aufbau und der Entwicklung im Dorf teilnehmen.
Beschreibung
in der Gemeinde ein gutes Miteinander herrscht, wenn man sich gegenseitig achtet. Wenn die Bürger/Innen erkennen, dass jeder Einzelne im Dorf wichtig ist und dass nur durch ein Miteinander die Gemeinde Bestand haben kann.
Beschreibung
die Vereine und Organisationen die in der Gemeinde noch vorhanden sind unterstützt werden und die Bürger/Innen helfen, dass sie auch im Dorf Bestand haben. Wenn die Vereine vor Ort sich in die Arbeit im Dorftreff einbringen und so Gemeinsamkeiten schaffen
Beschreibung
es gelingt, neue Nachbarschaften aufzubauen (Zuzug) und alte Nachbarschaften zu festigen (Tod, Wegzug) Wenn Menschen voneinander wissen und füreinander da sind. Wenn es Kümmerer gibt, die die gute Nachbarschaft fördern.
Nachhaltigkeit
Auch der Dorftreff in Rieste soll fester Bestandteil in der GWA der SG BSB bleiben. Leider hat auch die Gemeinde Rieste nicht genügend finanzielle Ressourcen um aus eigener Kraft die Kosten für den Dorftreff zu übernehmen. Die Steuereinnahmen sind auch hier massiv eingebrochen durch die Corona Krise. Natürlich versuchen wir durch Spenden oder durch andere Gelder von Bürger*innen einen Teil der Kosten zu decken, eine Gesamtfinanzierung wird aber auch hier leider nicht möglich sein.
Galerie
kartenausschnitt gemeindeflaeche rieste osm
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On

Verwendungsnachweis: Leer Weststadt - Neue Wege zu einem neuen WIR -

Ansprechpartner
Arne Salge
Funktion GWA in der Weststadt
Ab jetzt gemeinsam!
Projektbeschreibung
Die Weststadt in Leer hat viele Probleme und viel Potenzial. Nach der überwiegend baulichen Planung im Rahmen der Förderung „Soziale Stadt“, werden seit dem 1.1. 2020 mit dem Start der GWA zunehmend die sozialen Aspekte berücksichtigt. Das gesellschaftliche Ungleichgewicht ist im Quartier deutlich zu erkennen. Große Einfamilienhäuser mit gepflegten Gärten gehören genauso zum Bild wie Wohnblocks mit zu engen Wohnungen und weniger gepflegten Außenflächen. Es fehlen Orte zum Bewegen und Begegnen. Nachbarschaftskonflikte und Vandalismus nehmen zu. Insgesamt mangelt es an Verbundenheit im und zum Stadtteil (ST). Ein ganzheitlicher Stadtteiltreff (STT) war eine Forderung des Runden Tisches (RT) (das Beteiligungsgremium der Anwohner*innen bei der Sanierungsplanung). Mit dem Kauf eines Gebäudes mit großem Außengelände hat die Stadt Leer eine Basis für Partizipation, Selbsthilfe, Begegnung und Beratung geschaffen. Ein anfängliches „einfach nur da sein“ und aktivierende Gespräche beim Mobilen-Café (so konnten wir trotz Corona präsent sein) haben bereits den Tatendrang einiger Bürger*innen verdeutlicht und Bedarfe aufgezeigt. Kreative Ideen für das Außengelände und inhaltliche Angebote wurden genauso geäußert, wie der Wunsch nach einem selbstverwalteten Nachbarschafts-Café, damit auch finanziell und körperlich eingeschränkte Nachbar*innen am ST-Leben teilhaben können. Kuchenbäcker*innen haben sich schon gemeldet. Entstanden ist daraus das Mit-Mach-Café (MMC). Cafés mit verschiedenen Themen bringen Menschen zusammen und stärken Eigeninitiative durch erfahrene Selbstwirksamkeit. Z.B. wirken in einem Ideen-Café Interessierte bei der Gestaltung des STT mit. Weitere Themen entwickeln sich aus den Ressourcen und Bedürfnissen der Menschen vor Ort, aber auch aus den derzeitigen gesellschaftlichen Herausforderungen wie z.B. der Coronakrise, um ein verantwortungsbewusstes Miteinander zu fördern. Durch ein niedrigschwelliges Beratungsangebot und Projekte mit lokalen Akteur*innen werden Wege zu den schwerer Erreichbaren und Freiflächen eröffnet, z.B. ein gemeinsam konzipiertes Eltern-Café mit Schulen und Kitas und ein Garten-Café in Kooperation mit der Stiftung Pagels-Garten (ein bisher zu wenig wahrgenommener Bürger*innengarten im Quartier). Eine von Kindern und Jugendlichen entwickelte Fotoausstellung, Feste, Logo- und Namenswettbewerbe sollen identifikationsstiftende Impulse geben und damit ebenfalls zu einem neuen WIR in der Weststadt und einer Imageverbesserung beitragen.
Laufzeit
2021-04-01 00:00:00
Ausgangslage
In der Weststadt zeigt sich eine gesellschaftliche Trennung zwischen den Gebieten mit Einfamilienhäusern und einigen Straßen mit Wohnblocks. Im letztgenannten Bereich gibt es überdurchschnittlich viele Haushalte mit belastenden Lebenssituationen. Das Image des Quartiers hat sich durch den vermehrten Zuzug von Menschen mit Migrationsgeschichte weiter verschlechtert. Sprachbarrieren und unzureichende Kenntnisse über hiesige Strukturen fördern ebenso Misstrauen und Vorurteile wie mangelndes Interesse an kultureller Vielfalt. Beim RT hat die Schwerpunktlegung auf bauliche Maßnahmen die sozialen Bedarfe und Ressourcen, die anfangs deutlich gemacht wurden, nebensächlich werden lassen. Dadurch haben viele das Interesse wieder verloren, sich aktiv für ihren ST einzusetzen. Es mangelt an Orten und Möglichkeiten für positive Begegnungen, Selbstwirksamkeitserfahrungen und niedrigschwellige Beratung. Kindern und Jugendlichen fehlen Außen- und Innenräume zum Treffen, Spielen und Bewegen. Ihre Kreativität den Mangel zu kompensieren, verursacht häufig Ärger. Vandalismus und Nachbarschaftskonflikte bzgl. Müll, Lärm und Freizeitgestaltung nehmen zu und beeinflussen das Miteinander. Bürgerliche Haushalte schotten sich ab und orientieren sich aus dem Viertel heraus. Problembelastete Menschen ohne Migrationsgeschichte sehen sich benachteiligt und suchen Schuldige. Kinder und Jugendliche provozieren und randalieren. Beispielsweise Ältere und Alleinstehende fühlen sich z.T. nicht mehr sicher, sie ziehen sich zurück und verlieren dadurch wichtige Kontaktmöglichkeiten. Gemeinsam mit der GWA erhoffen sich die Bürger*innen der Weststadt, die Abwärtsspirale zu durchbrechen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Leer Weststadt
Beschreibung
Die Fläche des Sanierungsgebietes Leer-Weststadt beträgt 93,5 ha. Das Gebiet wird umgrenzt von den Straßen Stadtring, Heisfelder Straße und Ubbo-Emmius-Str./Deichstraße. Das Fördergebiet Soziale Stadt liegt in diesem Gebiet und ist kleiner (ca. 55,2 ha). Das Teilgebiet mit überwiegender Blockbebauung hat eine Fläche von ca. 20,2 ha.
Einwohnerzahl
3243
Quelle / Anmerkungen
Anmerkung: Das im Folgenden erwähnte Teilgebiet ist der Teil der Weststadt, in dem überwiegend Blockbebauung vorherrscht. In diesem Gebiet wohnen 39% der Einwohnerschaft der Weststadt auf ca. 22% der Gesamtfläche.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Der RT hat von der Stadt eingefordert, die soziale Entwicklung professionell und ganzheitlich zu begleiten. Das dafür benötigte GWA-Personal kann nicht durch die Förderung Soziale Stadt finanziert werden. Das Fördergebiet ist außerdem nur ein Teil der Weststadt, auf die sich dieser Antrag bezieht.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Stadt Leer (Stand 30.6.2020): Im Teilgebiet beträgt der Anteil 17 %
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Stadt Leer (Stand 30.6.2020)
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Stadt Leer (Stand 30.6.2020)
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Stadt Leer (Stand 30.6.2020): Der Anteil der ausländischen Bewohner*innen beträgt im Teilgebiet 27 % und im restlichen Gebiet der Weststadt 11 %
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
40
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit (Stand April 2020): Es liegen keine stadtteilbezogenen Daten vor. Der angegebene Wert unter Sonstige ist ein Schätzwert und bezieht sich auf das Teilgebiet mit überwiegender Blockbebauung. Die Arbeitslosenquote der ausländischen Bürger*innen im gesamten Stadtgebiet beträgt 27% und die Quote der deutschen Bürger*innen beträgt 6,6%. Da der Anteil der ausländischen Bürger*innen in diesem Gebiet weit über dem Durchschnitt liegt und außerdem davon auszugehen ist, dass auch die Arbeitslosenquote der deutschen Bürger*innen weit über dem Durchschnitt verglichen mit der gesamten Stadt ist, ist von einer hohen Arbeitslosigkeit auszugehen.
GWA/QM-Ansatz
Die Bürger*innen des ST stehen im Mittelpunkt, handlungsleitend sind deren geäußerten Interessen und Bedarfe. Die Hauptamtlichen begegnen den sehr unterschiedlichen Lebenswelten wertschätzend und pflegen den direkten Kontakt auf Augenhöhe. Durch die wechselnden MMC werden verschiedene Generationen, Interessen und Kulturen angesprochen und ein bewusster Umgang mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen gefördert. Die Gestaltung des STT ermöglicht Selbstwirksamkeitserfahrungen und aktiviert die Potenziale der Bürger*innen. Ein Projekttagebuch veranschaulicht die Entwicklungen und das Engagement und fördert ein Verbundenheitsgefühl zum STT. Die Präsentation der Ergebnisse stärkt das Selbstbewusstsein. Neben der Stärkung und Koordination gemeinschaftlichen Engagements, werden diejenigen zur Teilhabe ermutigt, die sich bisher nicht bemerkbar machen konnten oder ungünstige Strategien (Vandalismus, Streit, Rückzug) ergriffen haben. Durch eine verlässliche Präsenz in dem STT und ein niedrigschwelliges Beratungsangebot werden Strukturen geschaffen, die die Bedarfe ermitteln und die Entwicklung sozialer Kompetenzen stärken. Die Vernetzung mit bereits bestehender Infrastruktur soll die Akteur*innen für den Aufbau resort- und zielgruppenübergreifender Handlungsfelder sensibilisieren. Mit gemeinsamen Aktionen und Konzepten sollen Ressourcen besser genutzt und Angebote so gestaltet werden, dass sie langfristig die Selbsthilfekräfte der Bürger*innen fördern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Räume und Angebote des STT spiegeln die Bedürfnisse, Interessen und Ressourcen der Anwohner*innen der Weststadt wider.
Beschreibung
Die Bürger*innen initiieren eigene Angebote (z.B. ein selbstverwaltetes Café), ermitteln die Bedarfe und aktivieren die nötigen Ressourcen in der Bevölkerung.
Beschreibung
Die Akteur*innen bestehender Infrastruktur haben ihr Interesse an einer kontinuierlichen Kooperation unterstrichen. In kleineren Netzwerken werden gemeinsame Ressourcen, Ziele und Handlungskonzepte erarbeitet. Erste konkrete Angebote werden durchgeführt.
Beschreibung
Die Bürger*innen setzen sich mit den Konflikten (Lärm, Müll, Freizeitgestaltung) in ihrem Quartier auseinander, hören sich gegenseitig zu und planen gemeinsame Aktionen (z.B. gemeinsames Müllsammeln, Nachbarschaftsfest) die zur Entspannung beitragen.
Beschreibung
Die Weststadt hat einen STT für bürgerschaftliches Engagement, Begegnung und niedrigschwellige Beratung. Für den Außenbereich des STT und Pagels Garten gibt es Konzepte zur gemeinschaftlichen Nutzung zusätzlicher Freiflächen.
Beschreibung
Die Bürger*innen präsentieren selbstbewusst die Entwicklungen in der Weststadt. Die Beteiligung spiegelt die kulturelle Vielfalt wider.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Leer (Fachstellen für Senioren, Kinder und Jugend, Gleichstellung, Schule, Sport, Stadtenwicklung, Öffentlichkeitsarbeit); Landkreis Leer (Jugendamt, Schulamt, Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe, Gesundheitsamt, Zentrum für Arbeit)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. luth. Kindertagesstättenverband Emden-Leer-Rhauderfehn; Ostfriesische Beschäftigungs- und Wohnstätten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kindergarten Klecks e.V., Sport-Club 04 Leer e.V., Förderverein Ernst Pagels Garten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Plytenbergschule; Friesenschule; Berufsbildende Schule Leer (nutzt Flächen im Projektgebiet); Volkshochschule (VHS)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kommunale Wohnungsverwaltung Leer (KWL) Eigenbetrieb der Stadt Leer; Bauverein Leer eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ostfriesen Zeitung; SonntagsReport;
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsausschüsse: Sozialausschuss; Kinder- und Jugendausschuss; Ausschuss für Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Runder Tisch
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Mit dem Kauf des Gebäudes und der Finanzierung von Umbaumaßnahmen haben Politik und Verwaltung unterstrichen, die Veränderungen im ST durch die GWA langfristig zu unterstützen. Dies bedeutet allerdings auch ein Abweichen von gewohnten Versorgungsstrukturen. Für die Verstetigung der GWA ist es notwendig, den Stadtrat kontinuierlich einzubinden und von der Wirksamkeit dieser Methode zu überzeugen. Ein von den Anwohner*innen getragener STT und eine gestärkten Nachbarschaft tragen dazu bei.
Galerie
foto team
haus hermann
fahrrad und hlr 28
haushermann
ansicht hinten
umzugsspass
nahaufnahme fahrrad
buero min
gemeinschaftraum2 min
bewegungsraum min
img 0879 min
img 0877
plakat a3 vermuellte altglascontainer weststadt leer oeffentlich al01384507
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Leben im Meer 2.0 - Inselgesellschaften sind eben anders - auch vor, während und nach Corona - Aktiv für die Insel Wangerooge

Ansprechpartner
Rieka Beewen
Funktion Interims- Bürgermeisterin
Gemeinsam statt (insel-)isoliert - Zukunftsfähiges Leben auf kleinen niedersächsischen Insel - Erkenntnisgewinne generieren und für die Zukunft nutzen
Projektbeschreibung
Im Fokus unserer Gemeinwesenarbeit steht die Lebensqualität der Insulaner/Inselbewohner. Lernen–Arbeiten–Leben: Mit diesen drei Begriffen möchte sich Wangerooge auf alle Altersgruppen konzentrieren. Im Gegensatz zum Erstantrag soll im Folgeantrag nicht allein die Jugendarbeit und die Ausbildungsmöglichkeiten verbessert werden. Wunsch ist, GWA gesamtheitlich zu entwickeln. Die Notwendigkeit wurde durch die Corona-Ausnahmesituation offenbar. Lernen: Die qualifizierte Jugendarbeit und die Ausbildungsmöglichkeiten sollen erneut im Fokus stehen. Der Insel fehlt zunehmend der Nachwuchs: Die Schule kann auf Wangerooge zwar bis einschließlich 10. Klasse besucht werden, der weitere Bildungsweg erfordert i. d. R. jedoch dem Umzug aufs Festland. Für diejenigen, die auf der Insel bleiben wollen, fehlen Ausbildungsmöglichkeiten. Des Weiteren kommen die Bedürfnisse der Jugendlichen, in Sachen Freizeitgestaltung, auf Wangerooge oftmals zu kurz. Daher müssen Lösungsansätze gemeinsam mit den Jugendlichen, der Schule, den möglichen Arbeitgebern sowie den Berufsbildenden Schulen erarbeitet werden, um den Jugendlichen wieder eine Zukunft auf der Insel Wangerooge zu ermöglichen. Arbeiten: Work-Life-Balance und Fachkräftesicherung – Das Privat- und Arbeitsleben muss wieder im Einklang stehen. Die mit diesem Projekt aufzubauende GWA soll die gesamte Inselbevölkerung aktivieren und damit einen attraktiven Wohnort schaffen, in dem sich auch die Insulaner wieder rundum wohlfühlen können. Leben: Die Lebensqualität im Alter auf Wangerooge stellt eine große Herausforderung dar. Die Infrastruktur ist zum größten Teil nicht an die Bedürfnisse der Einheimischen angepasst. Durch das Projekt soll die ehrenamtliche Seniorenarbeit verbessert, generationsübergreifende Projekte gestartet sowie die Infrastruktur, die die Lebensqualität auch im Alter aufrecht erhält, ausgebaut werden. Der Erfolg dieses Projektes wird weitreichende Auswirkungen auf Wangerooge haben: die Verfügbarkeit von Fachkräften, das Vereinsleben, die Inselgemeinschaften und die langfristige Sicherung der Daseinsvorsorge werden sich mit einer etablierten GWA verbessern. Damit kann wieder ein attraktiver InselWohnort geschaffen werden. Der Ansatz soll übertragbar sein auf die anderen ostfr. Inseln. Das Dachprojekt übernimmt dabei die insel- und themenübergreifende Vernetzung. Die Insellotsinnen konnten dabei schon in der Vergangenheit auf die Vorbereitungen und Vernetzung untereinander durch das Dachprojekt zurückgreifen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Wangerooge ist wie die restlichen Ostfriesischen Inseln mit 127.000 Gästen und knapp 1 Mio. Übernachtungen jährlich ein touristisches Schwergewicht und einer der Tourismus Hotspots in Niedersachsen. Das heißt im Jahresrhythmus: In der Saison sind alle Betriebe vollständig ausgelastet und die Personenanzahl auf der Insel steigt auf Stadtniveau und außerhalb der Saison wieder auf Dorfniveau zusammen. Dies wirkt sich zwar positiv auf die wirtschaftliche Situation aus, aber negativ auf die Work-Life-Balance und das Gemeindeleben. Durch den saisonalen Tourismus gestaltet sich die Schaffung von Dauerarbeitsplätzen als schwierig, weshalb es immer mehr zum Problem wird, den Fachkräfteengpässen entgegenzuwirken. Auch die Schaffung von Ausbildungsplätzen gestaltet sich aufgrund der insularen Infrastruktur immer mehr zum Problem. Der Tourismus- und Immobilienboom der letzten 10 Jahre hat die Immobilienpreise sowie die Mietkosten auf der Insel auf Großstadtniveau ansteigen lassen, ohne das sich gleichzeitig die Einkommensstruktur der Einheimischen groß verändert hätte. Die Wohnkosten liegen deshalb bei bis zu 50 % des Haushaltseinkommens. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum führt zu einer fehlenden Zukunftsperspektive für junge Leute, für Familien, für Fachkräfte sowie für die ältere Generation auf der Insel Wangerooge. Aufgrund der eingeschränkten räumlichen Situation einer ostfriesischen Insel im Nationalpark Wattenmeer, wurde der vorhandene Raum vorrangig für die touristische Infrastruktur und nicht auf die Belange der Einheimischen ausgelegt. Für Einheimische von jung bis alt ist so gut wie keine Infrastruktur abseits der touristischen Hotspots vorhanden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Wangerooge
Beschreibung
Wangerooge ist eine ostfriesische Insel mit ca. 7,8 km². Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Insel (Hauptort und Westdorf).
Einwohnerzahl
1260
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2019 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2019 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
29
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2019 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
18
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2019 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Die Gemeinwesenarbeit bzw. das Quartiersmanagement soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können. Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Projekte werden im Sinne der Insulaner/innen und nicht für den Tourismus umgesetzt.
Beschreibung
Beim Auftreten von Problemen können sich Gruppen selbständig organisieren und Interessen durchsetzen und Probleme lösen.
Beschreibung
Gemeinschaftliche Themen und Problemlagen können im Sinne der gesamten Insel umgesetzt werden.
Beschreibung
Das soziale Miteinander verbessert sich. Angebote der Jugendarbeit, Work-Life-Balance und der generationsübergreifenden Arbeit harmonisieren.
Beschreibung
Die Infrastruktur der Jugendarbeit, Work-Life-Balance und der Lebensqualität im Alter entwickelt sich bedarfsgerecht.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Nordseeheilbad Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Inselschule Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und Katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr, Sportvereine (Yacht- und Segelclub, Turn- und Sportverein), Kulturgruppen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ortsansässige Handwerks- und andere Ausbildungsbetriebe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
BBS Jever
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
BBS Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
BBS Norden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
nicht ortsansässige Handwerks- und andere Ausbildungsbetriebe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinderat Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Inselprojektbüro als zentrale Anlaufstelle für die GWA soll auf Wangerooge Bestand haben. Für die während der 3-jährigen Laufzeit entwickelten Bürgerprojekte sollen feste Akteursgruppen eingerichtet sein, die durch einen/eine "KümmererIn" als Bindeglied zur Verwaltung unterstützt werden. Die "Kümmerer"-Stelle soll nach derzeitigem Plan fest in der Verwaltung angesiedelt sein. Andere Möglichkeiten sind während der Projektlaufzeit zu prüfen.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Leben im Meer 2.0 - Inselgesellschaften sind eben anders - auch vor, während und nach Corona - Aktiv für die Insel Spiekeroog

Ansprechpartner
Patrick Kösters
Gemeinsam statt (insel-)isoliert - Zukunftsfähiges Leben auf kleinen niedersächsischen Inseln - Erkenntnisgewinne generieren und für die Zukunft nutzen
Projektbeschreibung
Die Insel Spiekeroog wird auch die grüne Insel genannt. Dieser Begriff ist historisch gewachsen und wurde durch den überdurchschnittlich hohen Baumbestand im 19. Jahrhundert geprägt. Heutzutage bedeutet „grüne Insel“ auch einen Fokus auf Nachhaltigkeit zu legen. Die Spiekerooger möchten die schöne Natur ihrer Insel für die Zukunft bewahren und nehmen die Verantwortung für den Erhalt ihrer Lebensgrundlage sehr ernst. Die Kurverwaltung hat eine Nachhaltigkeitsinitiative gegründet, in deren Arbeitsgruppen auch einige Insulaner mitarbeiten, und eigens für die Koordination der einzelnen Projekte eine Teilzeitstelle geschaffen, welche im Oktober 2019 besetzt wurde. Mit seinen knapp 800 Einwohnern ist Spiekeroog nach Baltrum die zweitkleinste Insel. Die Siedlungsstrukturen und der Baubestand sind intakt, im Dorfkern gibt es mehrere historische Gebäude. Der Gesamteindruck ist der eines idyllischen Inseldorfes. Hochhäuser und „Bettenburgen“ sucht man hier vergeblich. Auch eine Strandpromenade mit viel Trubel und Kommerz gibt es nicht. Die Strandgastronomie am Hauptbadestrand besteht genau aus einem Gebäude. Spiekeroog hat als einzige ostfriesische Insel keinen Flugplatz und die Fährverbindung ist tideabhängig. Alle Gäste, alle Insulaner, sämtliche Nahrungsmittel und Konsumgüter sowie der gesamte Abfall werden per Fähre transportiert. Die Gäste kommen wegen des intensiven Naturerlebnisses und der damit verbundenen Ruhe und Erholung auf die grüne Insel. Obwohl es das erklärte Ziel der Kurverwaltung ist, den Tourismus im Einklang mit der Natur zu entwickeln, hat man sich in den letzten Jahren im Tourismus weitestgehend verausgabt, so dass das Bild der nachhaltigen grünen Insel droht ins Wanken zu geraten. Es tut sich eine Lücke auf, welche offenbart, dass im Kampf um das Wirtschaftliche vieles im sozialen Miteinander verloren gegangen ist. Auch die wunderschöne Natur vor der Haustür kann der Insulaner selber kaum noch genießen, weil die Zeit fehlt. Tourismus ist wie auf den anderen Inseln der einzige Wirtschaftszweig. Obwohl Spiekeroog mit seinen knapp 4000 Gästebetten eher klein ist, hat die Insel mit einer zunehmenden Belastung der Infrastruktur durch die steigende Zahl an Gästen zu kämpfen. Wo ist die Balance zwischen einem nachhaltigen auskömmlichen Tourismus, einer intakten Natur und ausreichender Lebensqualität für Insulaner? Wie kann sich daraus eine Inselidentität entwickeln? Dies soll auf Spiekeroog exemplarisch für die anderen Inseln untersucht werden.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Auf Spiekeroog wird deutlich, dass trotz des bereits beachtlichen Engagements der Akteure immer noch großes Potenzial zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen besteht. Gleichzeitig gilt es die fortgeschrittene ökologische Nachhaltigkeit mit sozialer Nachhaltigkeit zu ergänzen und in Einklang zu bringen. Grundsätzliche Aspekte der Inselgemeinschaft geraten zunehmend in den Fokus, z.B. fehlender bezahlbarer Wohnraum gepaart mit einem Ausverkauf von Flächen und Immobilien an auswärtige Investoren, nicht ausreichend gesicherte Daseinsvorsorge, kaum Angebote für Jugendliche und Senioren, fehlende Teilhabe von Saisonkräften an der Dorfgemeinschaft, keine ausgeprägte Dorfidentität. Das „anders sein“ Spiekeroogs (kein Flugplatz, tideabhängige Erreichbarkeit, idyllischer Dorfkern, wenig Infrastruktur) bedeutet für den Gast Ruhe, Erholung und Entschleunigung. Doch was bedeutet es für die Insulaner, speziell für die arbeitende Bevölkerung? Tourismus bedeutet häufig eine 7-Tage-Woche in der Saison, welche mittlerweile auch länger dauert als nur drei Sommermonate, der Trend geht zu rund-ums-Jahr. In dieser Überbelastung mangelt es den Insulanern häufig an Zeit und Energie, um soziale Kontakte zu pflegen oder Traditionen nachzugehen, welche früher für ein soziales Miteinander selbstverständlich und auch essentiell waren. Die schöne Natur wird zwar wahrgenommen, ist aber als Freizeitangebot alleine nicht ausreichend. Wie kann unter diesen Umständen trotzdem gute Daseinsvorsorge gelingen? Deckt die vorhandene Infrastruktur die Bedarfe der Insulaner oder bleiben Bedürfnisse offen? Was fehlt für mehr soziales Miteinander und mehr Lebensqualität auf der Insel?
Projektgebiet
Gebiet-Name
Spiekeroog gesamte Insel
Beschreibung
Spiekeroog ist eine niedersächsische Insel mit ca. 18 qm2 Fläche. Die Entfernung zum Festland beträgt ca. 6 km. Es gibt eine tideabhängige Fährverbindung.
Einwohnerzahl
780
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt, Landesamt für Statistik Niedersachsen
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt, Landesamt für Statistik Niedersachsen
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt, Landesamt für Statistik Niedersachsen
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt, Landesamt für Statistik Niedersachsen
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Als Projektgebiet gilt unsere Gemeinde, Quelle der Daten ist unser Einwohnermeldeamt. Als Gesamtstadt bzw. Referenzgebiet gilt unser Landkreis (Wittmund), Quelle ist das Landesamt für Statistik Niedersachsen.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Auf der Insel Spiekeroog wird GWA als ganzheitlicher Ansatz verfolgt. Es gilt alle Bevölkerungsgruppen zusammen zu bringen und wieder Bewußtsein für die gemeinsamen Handlungsspielräume zu schaffen. Anhand der Bedarfe der Insulaner sollen kommunalpolitische Aufgaben angegangen werden. Ziel ist die Verbesserung von sowohl harten (Infrastruktur) als auch weichen Faktoren (Lebensqualität, Qualität des sozialen Miteinander). Die Insellotsin ist dabei die Anlauf- und Vernetzungsstelle. Sie moderiert die Prozesse, unterstützt mit Methodenkenntnissen und bei der Bildung von Netzwerken und Kooperationen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Insulaner gehen mit konkret formulierten Bedarfen und Ideen auf die Insellotsin zu.
Beschreibung
Es formen sich Gruppen, welche in der Lage sind sich selbst zu organisieren und Themen im Sinne der gesamten Insel zu verwirklichen.
Beschreibung
Das soziale Miteinander verbessert sich merklich, Anzahl Ehrenämter steigt.
Beschreibung
Die Infrastruktur der Daseinsvorsorge entwickelt sich bedarfsgerecht und dies wird positiv von den Insulanern wahrgenommen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Pastorin und Kirchenvorstand
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsmitglieder
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Es ist das erklärte Ziel, eine Weiterführung dieser Maßnahme mit Implementierung der Stelle in den Haushaltsplan der Gemeinde Spiekeroog über das Jahr 2023 hinaus dauerhaft in die Organisationsabläufe der Gemeinde Spiekeroog einzubinden. Der Rat der Gemeinde Spiekeroog hat dem Vorgehen in seiner Gesamtheit zugestimmt.
Zustimmung Veröffentlichung
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