Skip to main content

Frauen

Dissen aktiv - in aller Vielfalt

Ansprechpartner
Monika Schnellhammer
Funktion Geschäftsführerin
Ressourcen der kulturellen, sozialen, ethnischen Vielfalt in Dissen sichtbar und wirksam machen
Projektbeschreibung
„Dissen aktiv – in aller Vielfalt“ verfolgt die Ansätze von Diversität, Chancengleichheit und Empowerment. Im Vordergrund steht die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von Menschen mit Migrationshintergrund. Das derzeit laufende Erstprojekt „Dissen aktiv“ zeigt bereits: MigrantInnen sind in der Gemeinwesenarbeit und damit in der zivilgesellschaftlichen Gestaltung des Lebensraumes wenig sichtbar. Dass die Gemeinwesenarbeit ihnen eine Handlungsplattform und ein Sprachrohr sein kann, mit dem sie aktiv ihren Lebensraum verbessern können ist meist nicht bekannt. Wir bieten mit „Dissen aktiv – in aller Vielfalt“ den Aufbau einer Ermöglichungsstruktur für bürgerschaftliches Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund, die die Zielgruppe zur Teilhabe an der Gemeinwesenarbeit befähigt und Prozesse der Selbstorganisation in Gang setzt. Folgende drei Säulen bilden dabei die Handlungsansätze: Gewinnung, Begleitung und Stärkung von Multiplikatoren. Wir gewinnen Menschen mit Migrationshintergrund, die bereits an öffentlichen Angeboten teilnehmen (z.B. Angebote KiFaZ, Sprachkurs, Müttercafe) als „Experten ihrer Community“. Ziel ist, dass diese besondere Verantwortung in ihren Communities als Multiplikatoren und für das Engagement übernehmen. Aufbau und Implementierung einer Kommunikationsstruktur zwischen Bürgerschaft und Professionellen: Wir führen gezielt Multiplikatoren und weitere Menschen mit Migrationshintergrund mit Professionellen zusammen (Politik, Verwaltung, Einrichtungen und Dienste). Ziel ist, dass kompetenz-, ressourcen- und ressortübergreifendes Wirken in der Gemeinwesenarbeit umsetzbar ist. Erschließung, Einrichtung und Gestaltung einer Begegnungsstruktur: Das neue katholische Gemeindezentrum bietet sich als Begegnungsraum an. Hier können aktiv Bedarfe ausgetauscht werden, (kreative) Lösungsansätze (Kleinprojekte, nachbarschaftliche Hilfe, internationaler Kinderchor o.ä.) entwickelt werden. Die Aktitiväten werden durch eine positive Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Folgendes Szenario beschreibt beispielhaft das Zusammenwirken der drei Säulen: Frau M. aus Syrien nimmt am Sprachkurs im KiFaZ teil. Im Gespräch beschreibt sie ihren Wunsch, dass die die Grünanlage in ihrer Straße familienfreundlich gestaltet sein sollte. Sie weiß von Nachbarn mit gleichem Anliegen. Mit Hilfe der Projektleitung und anderen Akteuren wird die Umsetzung des Anliegens auf den Weg gebracht.
Ausgangslage
Die Stadt Dissen ist trotz ländlicher Lage stark industriell geprägt. Im vergangenen Jahr beherrschte die Sorge um den Verbleib der Homann-Werke das öffentliche Leben. Inzwischen ist klar: der Standort bleibt bestehen. Große Arbeitgeber der Lebensmittel- und Fleischindustrie führten über Jahrzehnte zur Ansiedlung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund - insbesondere aus Süd-/Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion, die nun bereits in der 2./3. Generation dort leben. Zudem zeigt sich eine erhöhte Arbeitsmigration (Bulgaren, Rumänen, Ungarn) und ein Zuwachs an Flüchtlingen. Herausforderungen durch den demographischen Wandel kombinieren sich mit Integrationsanstrengungen für eine hohe Anzahl von Bürger/innen mit Flucht- bzw. Migrationsgeschichte, so wie Tendenzen zu infrastrukturellem Abbau. Oberstes Ziel ist, die Lebenszusammenhänge der Dissener Bewohnerschaft unter Einbezug der Betroffenen zu verbessern. Neben ersten Projekterfolgen zeigt sich, dass die kulturelle Vielfalt der Kleinstadt integrative und zukunftsfähige Gestaltung erfordert. Expertenbefragungen ergaben, dass die Idee des bürgerschaftlichen Engagements von Menschen mit Migrationshintergrund für die Gestaltung des Lebensraums Dissen zwar notwendig (Teilhabe und Integration) und bereichernd (kulturelle Öffnung) wäre. Letztlich ist diese Zielgruppe aber tatsächlich eher flankierend sichtbar (z.B. in Sprachkursen). Eine verlässliche Struktur, die Teilhabe und partizipative Gestaltung der Lebenswelt ermöglicht ist noch nicht realisiert. Es braucht vor allem Zeit für eine Adressaten gerechte Ansprache, den Aufbau vertrauensvoller Strukturen und Anerkennung von Möglichkeiten und Grenzen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Dissen
Beschreibung
Das Projekt richtet sich an die Bewohnerschaft (mit Migrationshintergrund) der Stadt Dissen. Damit umfasst es das gesamte Stadtgebiet Dissen als Gesamtquartier. Dissen hat eine Fläche von 31,9 qkm und eine Bevölkerungsdichte von ca. 298 Einwohner/qkm. Durch die nahe Lage im Städtedreieck Osnabrück-Bielefeld-Münster und die bisher günstige Arbeitsmarktsituation ist Dissen bisher ein beliebter Wohnort. Die Nahversorgung mit Gütern des täglichen Gebrauchs und Lebensmitteln ist gegeben. Der regionale Arbeitsmarkt profitiert von den ansässigen Wirtschaftsunternehmen in Kombination mit einer günstigen Verkehrslage: Die A30 und A33 sind hier wichtige Verkehrswege. Der Alltag ist stark durch Pendlerverkehr gekennzeichnet.
Einwohnerzahl
9374
Quelle / Anmerkungen
Angabe der Kommune, http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Bericht
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ergänzungen (Stand 2015): 3-Jährige mit Migrationshintergrund in Tageseinrichtungen (%) 40,3 Kinder mit Migrationshintergrund in Tageseinrichtungen (%) 43,3 Ausländische Auszubildende an den ausländischen SvB (%) 3,8 Auszubildende an den SvB (%) 6,7 Arbeitslose an der Gesamtbevölkerung (%) 4,2 Arbeitslose ausländische Jugendliche an der ausländischen Bevölkerung 15 bis 24 Jahre (%) Arbeitslose Jugendliche an der Bevölkerung 15 bis 24 Jahre (%) 1,6 SGB II-Quote - gesamt (%) 5,5 Kinderarmut - gesamt (%) 15,4 Dissen ist geprägt durch das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen: eine große Ansiedlung von Menschen mit portugiesischem Migrationshintergrund, eine große Gemeinde der Mennoniten (Spätaussiedler), türkisch stämmige Einwohner, Tamilen und ganz aktuell zuwandernde Arbeitskräfte aus Bulgarien und Rumänien prägen das Stadtleben ebenso wie Flüchtlinge und die deutsche Bevölkerung. Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ergänzung: Indikatoren Alterung 2030: Medianalter (Jahre) 45,4 Durchschnittsalter (Jahre) 44,6 Jugendquotient (unter 20-Jährige je 100 Pers. der AG 20-64) 35,3 Altenquotient (ab 65-Jährige je 100 Pers. der AG 20-64) 41,3 Anteil unter 18-Jährige (%) 18,1 Anteil 65- bis 79-Jährige männlich (%) 15,3 Anteil 65- bis 79-Jährige weiblich (%) 18,1 Anteil ab 80-Jährige männlich (%) 5,1 Anteil ab 80-Jährige weiblich (%) 8,3 Anteil der ab 65-Jährigen (%) 23,4 Der Altenquotient lag im Jahr 2015 bei 31,1% (Menschen ab 65), der Anteil 65-79 jähriger bei 13,3% und der Anteil der Menschen ab 80 bei 5,4%. Der Jugendquotient lag 2015 bei 36,1% (unter 20jährige). Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Grundlage des Handelns in „Dissen aktiv – in aller Vielfalt“ ist es, die Motivation und den Willen für Veränderung bei den Bürgern und Bürgerinnen mit Migrationshintergrund auszuloten. An diesen Ergebnissen orientieren sich alle weiteren Aktivitäten. Als „Experten in eigener Sache“ sind es Menschen mit Migrationshintergrund selber, die Ziele nach dem SMART-Prinzip transportieren können. Die Einbindung dieser Multiplikatoren entspricht diesem Ziel. Politik, Verwaltung, Verbände, Einrichtungen und Dienste werden als Sparringpartner auf Augenhöhe mit den MultiplikatorInnen zusammengeführt. Dieses ermöglicht bürgerschaftliche Beteiligung und führt zu einer Hebelwirkung für Veränderungen. Im Vordergrund steht, vorhandene Ressourcen zu nutzen, um die Ideen und Vorschläge aller Beteiligten in Handlungen umsetzen zu können. Positive Öffentlichkeitsarbeit und Kleinprojekte erhöhen das Bewusstsein für gesellschaftliche Zusammenhänge für alle Beteiligten und befördern Identitätsstiftende und solidarische Erfahrungen. Im Zentrum steht eine befähigende statt einer angebotsorientierten Arbeit. All dieses setzt voraus, dass Begegnung möglich ist. Hier steht der „Aktivraum“ in der kath. Gemeinde im Zentrum.
Qualitätskriterien
Beschreibung
wenn die von ihnen genannten Themen im Vordergrund stehen und tatsächlich vorangebracht werden.
Beschreibung
wenn Einzelne oder Gruppen sich für Angebote oder Teilbereiche von Vorhaben verantwortlich erklären
Beschreibung
wenn Kompetenz und Ressourcen von spezifischen Gruppen gezielt eingebracht werden
Beschreibung
wenn Aktivitäten gemeinschaftlich und zielgruppenübergreifend umgesetzt werden
Beschreibung
wenn Ressourcen themenübergreifend genutzt werden (z.B. "Müttercafe" beinhaltet mehr als "Mutter und Kinder-Themen")
Beschreibung
wenn eine hohe Akzeptanz in Verwaltung, Politik und Bürgerschaft besteht
Beschreibung
wenn interkulturelle Veranstaltungen zum Regelangebot gehören
Beschreibung
wenn das neue Gemeindezentrum als Ort der Begegnung genutzt wird
Beschreibung
wenn multikulturelle Engagementförderung ein etabliertes Handlungsfeld ist
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
FB Bildung, Betreuung, Soziales (Stadt Dissen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Büro für Ehrenamt und Selbsthilfe, Landkreis Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienservicebüro
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinder- und Familienzentrum Dissen (KiFaZ)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Pfarreiengemeinschaft Teutoburger Wald
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirchengemeinde St.Mauritius
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ditib Türkisch-Islamische Gemeinde Dissen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister und Rat der Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialausschuss der Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Emsal Okutur, Integrationsbeauftragte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Maren Öeynhausen, UWG
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Derk van Berkum, sv. Bürgermeister
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stammtisch Integration
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Runder Tisch der Religionen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk Frühe Hilfen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KiTa St. Ansgar
Typ
Stadtteil
Galerie
20171211 dissen aktiv 4
cimg3349
cimg3355
cimg3356
Zustimmung Veröffentlichung
On

PInsel

Ansprechpartner
Stephanie Thiering
Organisation EJF gemeinnützige AG
Funktion Bereichsleitung
niedrigschwellige Projektarbeit als Motor für Integration
Projektbeschreibung
Über die „P(roduktions)Insel“ sollen ein Netzwerk zur Nachbarschaftshilfe sowie die Integration in den Arbeitsmarkt entstehen. Gemeinsam mit Bewohnern des Bezirkes, Langzeitarbeitslosen und Jugendlichen mit Vermittlungshemmnissen sollen über einen niedrigschwelligen Einstieg durch gemeinsame handwerkliche Arbeitsgelegenheiten ihre sozialen Fähigkeiten in einer Gruppe sowie ihre fachlichen Fähigkeiten bei der Planung und Durchführung von verschiedenen Arbeiten erweitern, um so ihr Quartier mit Aktivitäten und kleinen Projekten zu verschönern. Arbeitsbereiche sind eine Kreativwerkstatt sowie eine Back- und Kochstraße, so dass die Teilnehmer kulinarische Kleinigkeiten ihres Herkunftslandes zum Selbstkostenpreis anbieten. Viel genutzte sowie brachliegende Flächen sollen z.B. mit selbstgebauten Hochbeeten verschönert und als Treffpunkte etabliert werden. Die Teilnehmer erfahren eine erhöhte Identifikation mit ihrem Stadtteil und den Nachbarn, es wird stärker auf die Instandhaltung geachtet und die Wertigkeit durch das Einbringen der eigenen Arbeitskraft erhöht sich. da vor allem in der Quakenbrücker Neustadt viele Jugendliche ohne Schulabschluss und Aussicht auf eine Arbeitsstelle wohnen, soll bei Ihnen das Bewusstsein entstehen, dass durch eigenes und gemeinschaftliches Tun das Wohnquartier eine Aufwertung erfährt und handwerkliche Tätigkeiten Spaß machen können. Gespräche mit Ehrenamtlichen können die Bedeutung eines Schulabschlusses sowie einer abgeschlossenen Ausbildung hervorheben. Die Erkenntnis, mit dem eigenen Handeln etwas für sich und andere bewirken zu können ist der erste Schritt, um die Integration in das Gemeinwesen und in eine langfristig orientierte Erwrbstätigkeit erfolgreich zu schaffen. In diesem Prozess werden alle Teilnehmer eng von Sozialpädagogen und Anleitern mit fachspezifischem handwerklichen Hintergrund in den unterschiedlichen Prozessstufen begleitet und in ihrer Entwicklung gefördert. Bei Teilnehmer, die über die MaßArbeit Grundsicherung erhalten, werden die Fortschritte monatlich besprochen, um bei guten Erfolgen eine Vermittlung der Teilnehmer in eine Einstiegsqualifizierung, in Arbeit oder Ausbildung zu erreichen. Um die Qualifizierung positiv zu bestärken werden die Teilnehmer weiterhin von dem Sozialpädagogen im Betrieb besucht, um gemeinsam mit den Arbeitgebern Entwicklungsgespräche zu führen. Wird keine weitere Unterstützung bei dem Nachgehen von Arbeit oder Ausbildung benötigt, ist die Reintegration gelungen.
Ausgangslage
In der Samtgemeinde, insbesondere in Quakenbrück, gibt es eine große Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, bei denen eine gute Schulbildung sowie das Erlernen eines Berufes oder das Ergreifen einer Arbeit eine geringe Bedeutung haben. Die angezeigten Schulpflichtverletzungen sind relativ hoch, so dass es in der Samtgemeinde Artland derzeit zwei Projekte zum Abbau von Sozialstunden gibt. die Hprde, den Schulbesuchwieder regelmäßig aufzunehmen, ist bei einige Jugendlichen aufgrund ihrer kulturellen Prägung und dem Miteinander in der Peer-Group relativ hoch. Aufgrund der unterschiedlichen Sozialisationen der verschiedenen Migrantengruppen erscheint ein miteinander Leben ohne gezielte Projektarbeit schwierig. nur durch gemeinsames Handeln und miteinander sprechen können die Werte, Normen und Befindlichkeiten des Gegenübers angehört und respektiert werden, ohne dass sich für das eigene Leben gerechtfertigt werden muss. Hervorzuheben sind bei einer Migrantengruppe die noch klassische Aufteilung der Männer- sowie Frauenrolle, nach der die Jungs dazu erzogen werden der Ernährer der Familie sein zu müssen, während für die Mädchen eine frühe Heirat inklusive Kinderwunsch vor einem Schulabschluss oder einer Ausbildung stehen. Daneben lassen sich Jugendlichen und junge Erwachsene ausmachen, die aufgrund fehlender sozialer, ökonomischer oder kultureller Ressourcen schlechtere Chancen für eine gute Schulbildung haben und sich einen Bildungsaufstieg nur mit viel Mühe erarbeiten können.
GWA/QM-Ansatz
Die Gemeinwesenarbeit stellt einen Ansatz der Sozialen Arbeit dar, bei dem gemeinsam mit den Teilnehmern versucht wird, die Lebensqualität in ihren Wohnquartieren zu steigern. Zudem sollen Problemlagen, die das Miteinander im Quartier beeinträchtigen aufgegriffen und durch gezielte Handlungsansätze langfristig gelöst werden. Gemeinsam mit dem Sozialpädagogen und den Anleitern für die Arbeitsbereiche "Kreativwerkstatt" und "Back- und Kochstraße" sollen mit den Teilnehmern Ideen entstehen und umgesetzt werden, die ein gemeinsames Miteinander der unterschiedlichen Generationen, Kulturen und Migrationsgeschichten ermöglichen. Der Sozialpädagoge und die Anleiter bringen sich dabei aktiv in das Geschehen ein und helfen, Hürden des Miteinanders zu verringern und abzubauen. Zudem soll über die Integration in das Arbeitsleben eine Möglichkeit geschaffen werden, das Selbstwertgefühl des Einzelnen zu stärken und Kompetenzen zu erlernen, die auf unterschiedliche Arten wieder dem Gemeinwesen zu gute kommen.
Vorhandene Strukturen
Das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk gemeinnützige AG betreibt in der Quakenbrücker Neustadt ein Mehrgenerationenhaus, in dem unterschiedliche Angebote für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Erwachsene und Senioren für einen geringen Kostenbeitrag angeboten werden. Ehrenamtliche begleiten einen Seniorenmittagstisch oder engagieren sich als Lesepaten. Über das Projekt "Jugend stärken im Quartier" sollen durch den Jugendcoach und den Berufsstarter Jugendlichen ohne institutionelle Anbindung aufgesucht und an bestehende Angebote in der Stadt oder der Samtgemeinde Artland angebunden werden. Mit ihnen wird an ihren persönlichen Entwicklungshemmnissen gearbeitet, so dass sie im besten Fall einen Hauptschulabschluss erwerben und in eine Einstiegsqualifizierung, eine Ausbildung oder in Arbeit weitervermittelt werden können. In dem Projekt "Deine Chance" bauen Schulverweigerer die vom Gericht auferlegten Sozialstunden am Nachmittag in gemeinnützigen Einrichtungen ab. Aufgrund der langjährigen Aktivitäten im Gebiet verfügt das EJF über ein gut ausgebautes Netzwerk an Kooperationspartner in der Samtgemeinde Artland. Zudem sind die Sozialarbeiter im Gebiet bekannt und werden bei Problemen auch direkt von den Jugendlichen oder ihren Eltern angesprochen und um Rat gefragt. Zudem gibt es in allen Gemeinden einen guten Zugang zu den jeweiligen Bürgermeistern und den Ratsmitgliedern, so dass die Umsetzung einzelner Maßnahmen durch geringen Aufwand realisiert werden können.
Galerie
aufbau projekt
kompetenzvermittlung
anordnung raum

Koordinierungsstelle zur Entwicklung für das „Soziokulturelle Begegnungszentrum Mitte-West Wolfsburg“

Ansprechpartner
Sylvia Cultus
Organisation Stadt Wolfsburg
Funktion Leiterin des Integrationsreferates
soziokulturelles Begegnungszentrum
Projektbeschreibung
Dem Wolfsburger Ortsratsbereich Mitte-West sind die Stadtteile Laagberg, Wohltberg, Eichelkamp, Hageberg, Hohenstein, Klieversberg und Rabenberg zugeordnet. Im Stadtteil Laagberg befindet sich das in 1968 errichtete und in den 1970iger Jahren als Freizeitheim West konzipiertes städtische Gebäude. Der Kommune ist daran gelegen, das Haus zukunftsfähig als soziokulturelle Begegnungsstätte sowohl für den Stadtteil Laagberg als auch die weiteren Stadtteile des Ortsrates Mitte-West aufzustellen. Das soziokulturelle Begegnungszentrum soll sich als ein Informations- Kommunikations- und Begegnungsort für unterschiedliche Zielgruppen etablieren und damit einer Vielzahl von Einrichtungen und Institutionen, Initiativen und Vereinen Aktivitäten ermöglichen.Zur Bewirtschaftung des Gebäudes und seiner inhaltlich konzeptionellen Ausgestaltung sowie der Koordinierung mit den diversen Nutzern ist die Vergabe an einen Träger denkbar. Grundsätzlich ist die Einrichtung eines Quartiersmanagements vorgesehen. Mit Blick auf Akzeptanz, Identifikation und Aktivität der zukünftigen Nutzer einer soziokulturellen Begegnungsstätte ist es zielführend, bereits zu Beginn des Projektvorhabens diese Position personell zu besetzen - dies entspräche der Idee eines „Kümmerers“, eines „Wegbereiters“. Dieser soll die Konzeptentwicklung im Rahmen von Beteiligungsstrukturen voranbringen. Dabei sind der Ortsrat Mitte-West, die Akteure der Stadtteile und des Netzwerkes „Laagbergtreff“ einzubeziehen. Darüber hinaus ist die Verwaltungsexpertise der Sozialplanung und Stadtplanung zu beteiligen sowie mit dem örtlichen JobCenter zusammen zu arbeiten. Der „Kümmerer“ wird an der Schnittstelle zwischen den Bürger*innen und der Stadtverwaltung fungieren. Der Auf- und Ausbau sowie die Entwicklung des soziokulturellen Zentrums wäre operativ koordiniert. Das bestehende Gebäude könnte bereits vor einem fertig gestellten Konzept mit Leben gefüllt werden und zeitnah den Einwohner*Innen für ihre Bedarfe sukzessive zur Verfügung gestellt werden. Langfristig betrachtet könnte die einzurichtende Stelle des Quartiersmanagements vom „Wegbereiter“/ „Kümmerer“ übernommen werden und damit entsprechende notwendige Aufgaben verstetigt sowie erforderliche Innovationen vorangebracht werden. Die verschiedenen Anbieter und Nutzer im geplanten soziokulturellen Begegnungszentrum können diverse Synergieeffekte und Kooperationen ermöglichen. Dies kann sowohl einen erheblichen Beitrag zu einer gelingenden Integration.
Ausgangslage
Aufgrund der aufgezeigten Daten wird bereits deutlich, dass die Etablierung eines generationenverbindenden, soziokulturellen Begegnungszentrum zur Reduktion von Ungleichheit und Unterstützung der Nachbarschaft sinnvoll ist. Aus verschiedenen Gesprächen im Sozialraum wurde deutlich, dass sich die Einwohner*innen vor Ort eine solche Begegnungsstätte mit niedrigschwelligem Zugang zu erschwinglichen Angeboten für Teilhabe an Qualifizierung, Kultur und Freizeitgestaltung wünschen. Neben solchen Angeboten im Begegnungszentrum sollen auch Ehrenamtliche verstärkt in ihrem Tun unterstützt werden. Bei all diesen Vorhaben sind der Generationendialog sowie die Begegnung zwischen Einwohner*innen der unterschiedlichen Herkunftsländer zentral.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfsburg Laagberg
Beschreibung
Der Laagberg gehört städtebaulich zur Innenstadt.
Einwohnerzahl
5732
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Stadtteil Laagberg sind im Vergleich mehr Kinder und Jugendliche (13,7%) zu Hause.
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Jedoch sind auch hier erneut mehr Senior*innen wohnhaft (17,3%).
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
38
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eine Zuwanderungsgeschichte weisen Ende 2017 in Mitte-West 26,3% (bzw. 4.794 Personen), im Laagberg 46,1% (bzw. 2.643 Personen) der Bevölkerung vor. Hinzu kommt seit dem Jahr 2015 eine beträchtliche Zahl Geflüchteter. Dies sind insgesamt 3226 Personen in Wolfsburg. Auf den Ortsratsbereich Mitte West entfallen 534 Personen (Quelle GB 01-11, Ausländerstelle, 31.12.2017), die in Mitte-West in verschiedenen Unterkünften aufgenommen wurden und nunmehr in die Stadtgesellschaft integriert werden. Quelle: Stadt Wolfsburg, Geschäftsbereich Soziales und Gesundheit, Stabsstelle Sozialplanung. Auswertung Melderegister und MigraPro. Datenstand: 31.12.2017.
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Für Mitte-West wurde mit Hilfe der Haushaltegenerierung ein Anteil von 3,9% Alleinerziehenden-Haushalten ermittelt. Im Vergleich dazu sind es im Stadtteil Laagberg 5,1% Alleinerziehenden-Haushalte.
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Bundesagentur für Arbeit stellte bis zum Jahr 2016 darüber hinaus Informationen hinsichtlich der kleinräumigen Verteilung von leistungsberechtigten Personen in SGB II-Bedarfsgemeinschaften zur Verfügung. Ende 2016 lebten in Mitte-West 1.547 Personen in einer Bedarfsgemeinschaft (Anteil an allen Einwohner*innen in MitteWest: 8,5%); im Laagberg waren es 605 bzw. 10,5%.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Heilig-Geist Kita
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Paulus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Mitte-West
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen Ost gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Flüchtlingshilfe Wolfsburg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
NEULAND Wohnungsgesellschaft mbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk Wolfsburg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Laagbergschule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Laagbergtreff
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum Café Extrem
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Mühlenberg - gemeinsam vielfältig aktiv

Ansprechpartner
Mareile Walter
Funktion Gemeinwesenarbeit
Förderung von Bürgerschaftlichem Engagement, Beteiligung und Selbstorganisation; Verbesserung der Bildungs- und Beschäftigungschancen; Verbesserung des Zusammenlebens im Stadtteil; Sicherung der Resilienz des Gemeinwesens
Projektbeschreibung
Aufbauend auf der bisherigen Arbeit der neu installierten Kontakt- und Beratungsstelle Mühlenberg (KoBe), die im Stadtteil sehr gut angenommen wurde, ist ein Ausbau sowie eine neue Schwerpunktsetzung der GWA geplant, um die langfristige Integration sozial Benachteiligter ins Gemeinwesen zu sichern. Durch die bedarfsorientierte und niedrigschwellige Arbeit der KoBe konnten viele Kontakte zu den BewohnerInnen in den benachteiligten Gebieten/ Straßenzügen hergestellt werden. Schwerpunkt der Arbeit der Hauptamtlichen ist hierbei die Unterstützung, Stärkung und Befähigung der BewohnerInnen. Die unterschiedlichen Gruppen haben die Möglichkeit, über die Schnittstelle bzw. Vermittlung der KoBe miteinander in Kontakt zu kommen und soziale Netzwerke aufzubauen. In Weiterentwicklung dieser Arbeit soll mit dem Projekt „Mühlenberg – gemeinsam vielfältig aktiv“ ein neuer Schwerpunkt gesetzt werden, der insbesondere auf die Förderung der Beteiligung und des Bürgerschaftlichen Engagements vor Ort und auf die Verbesserung der Bildungs- und Beschäftigungschancen abzielt. Die BewohnerInnen sollen durch spezifische Maßnahmen aktiviert und befähigt werden, sich für ihre eigenen Belange und das Zusammenleben im Stadtteil einzusetzen. Eine zunehmende Segregation der verschiedenen Gruppen im Stadtteil soll verhindert, hingegen soll die Fähigkeit zur Selbstorganisation und Resilienz des Gemeinwesens gezielt befördert und unterstützt werden. Die Ziele und Handlungsansätze für die Entwicklung und Gestaltung des sozialen Zusammenlebens vor Ort sollen gemeinsam mit den BewohnerInnen entwickelt werden. Darüber hinaus sollen Ehrenamtliche (Alteingesessene und Zugewanderte, die schon länger am Mühlenberg leben) im Sinne von Patenschaften für die Unterstützung neu Zugewanderter gewonnen werden. Dadurch können die unterschiedlichen Gruppen miteinander in Kontakt kommen, von den gegenseitigen Kompetenzen profitieren, voneinander lernen und gemeinsam zur Verbesserung des Zusammenlebens im Stadtteil beitragen. Um eine erfolgreiche Integration und Teilhabe zu ermöglichen, sollen verstärkt auch die Bildungs- und Beschäftigungschancen der Bewohnerinnen in den Fokus gerückt und gezielt verbessert werden. Dies soll sowohl durch den Aufbau neuer Ehrenamtsstrukturen als auch durch neue Angebote im Rahmen bzw. in intensiver Zusammenarbeit mit der KoBe ermöglicht werden.
Ausgangslage
Das Gebiet Mühlenberg wurde 2014 vom Land in das Programm Soziale Stadt aufgenommen. Bevölkerungszuwächse aus den damaligen Kriegs - und Krisengebieten, aber auch im Rahmen der Arbeitsmigration aus Osteuropa in den Jahren 2015 und 2016 haben die Sozialstruktur besonders in den Wohnanlagen Canarisweg (Hochhäuser) und Teilen des Ossietzkyrings stark verändert. Aber auch in den angrenzenden Wohngebieten Weisse Rose, Teilen der Beck- und Leuschnerstraße leben sozial benachteilgte BewohnerInnen, die vor 2015 zugewandert sind und die Unterstützung bei der Integration benötigen. Die unterschiedlichen Zuwanderergenerationen und -gruppen stehen kaum miteinander in Kontakt und haben zum Teil sehr große Vorurteile gegenüber der jeweils anderen Gruppe. Von den alteingesessenen BewohnerInnen wird der erneute Bevölkerungszuwachs seit 2015 als Ursache für Probleme (z.B. Müll) und für das schlechte Image des Stadtteils verantwortlich gemacht. Durch die Einrichtung der KoBe konnte einem Teil dieser Problemlagen u.a. durch die Einrichtung eines Familientreffpunkts und unterschiedliche Beratungs- und Integrationsangebote, die die Stärkung und Unterstützung der BesucherInnen zum Ziel haben, begegnet werden. Die Integrationsprozesse, in die alle StadtteilbewohnerInnen mit eingebunden werden sollen, benötigen darüber hinaus aber eine aktivere Beteiligung aller, um das Zusammenleben positiv zu gestalten und die Lebensqualität in diesem Stadtteil zu erhöhen. Die Zugänge zu Bildung und Beschäftigung sind oftmals an bestimmte Voraussetzungen gebunden, die sozial Benachteiligte nicht erfüllen. Hier muss die soziale Infrastruktur durch bedarfsgerechte, niedrigschwellige Angebote ergänzt werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Mühlenberg
Beschreibung
Bewusst wurde für diesen Förderantrag das Projektgebiet wieder identisch mit dem Programm Soziale Stadt gewählt, da es nicht nur um die Unterstützung der BewohnerInnen in den stigmatisierten Straßenzügen geht, sondern auch darum, die unterschiedlichen sozialen und ethnischen Gruppen miteinander in Kontakt zu bringen, Ressourcen nutzbar zu machen und es zu ermöglichen, voneinander zu lernen. Um Integrationsprozesse in diesem Gebiet nachhaltig zu befördern, muss ein positives Bewusstsein und ein Engagement möglichst vieler Menschen im Stadtteil entwickelt werden.
Einwohnerzahl
7544
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Durch die nach wie vor großen Herausforderungen im Bereich sozialer Infrastruktur und nachbarschaftlichem Miteinander beabsichtigen wir, neben dem Programm Soziale Stadt, zusätzliche Ressourcen in Form von Gemeinwesenarbeit für den Stadtteil zur Verfügung zu stellen. Gemeinwesenarbeit erfüllt mit ihrer niedrigschwelligen und aktivierenden Arbeitsweise insbesondere im Bereich Teilhabe und Integration und als "Brückenbauerin" zwischen den unterschiedlichen Zuwanderergenerationen eine wichtige Funktion und ergänzt damit bestehende Strukturen.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018 (Kinder und Jugendliche 0 - 17 Jahre)
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Sachgebiet Wahlen und Statistik, Stand 12/2017 (18 - 26 Jahre)
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018 (unter 25 Jahren)
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018 (Alleinerziehende von allen Familienhaushalten)
Projektgebiet in Prozent
43
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018
Projektgebiet in Prozent
69
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH, Koordinierungsstelle Sozialplanung, Stand 03/2018 (0 - 17 Jahre)
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Ziel, eine gleichberechtigte Teilhabe aller Bewohnerinnen und Bewohner eines Stadtteils am gesellschaftlichen Leben im Quartier zu erreichen, schafft GWA Zugänge zu den zentralen Bereichen wie Bildung, Kultur, Beschäftigung und politische Partizipation. Es werden Begegnungsmöglichkeiten zwischen Menschen verschiedener ethnischer, nationaler und sozialer Herkunft geschaffen, um Vorurteile und Konkurrenzen abzubauen und langfristig gemeinsam das Miteinander und das Lebensumfeld zu gestalten. Menschen ist ihr direktes Lebensumfeld sehr wichtig, ihr Quartier, ihr Stadtteil. Genau hier setzt Gemeinwesenarbeit an mit dem Ziel, die Lebensqualität der Menschen in Stadtteilen zu erhöhen und ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Da die BewohnerInnen im Zentrum allen Handelns stehen, können langfristig" Empowermentprozesse" initiert und begleitet werden. Mit ihrem zielgruppenübergreifenden Arbeitsweise kann GWA als "Brückenbauerin" fungieren und darüber das Zusammenleben im Stadtteil/ Quartier verbessern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Sozial benachteiligte BewohnerInnen werden erreicht und gemeinsam mit ihnen wird an selbst gesteckten Zielen gearbeitet.
Beschreibung
Die BewohnerInnen werden aktiviert und begleitet, um langfristig ihre Interessen selbst vertreten zu können.
Beschreibung
Es werden Strukturen für ehrenamtliches Engagement im nachbarschaftlichen Umfeld aufgebaut.
Beschreibung
Es werden gezielt unterschiedliche soziale und ethnische Gruppen angespochen und im Hinblick auf gemeinsame Ziele mit eingebunden.
Beschreibung
Die ressortübergreifende Zusammenarbeit (Stadtentwicklung im Rahmen Soziale Stadt, Integrationsmanagement, Familienbildung etc.) wird gestärkt und weiter ausgebaut (Beschäftigungsförderung etc.).
Beschreibung
Bestehende Netzwerke werden themenbezogen genutzt und daruf aufbauend Kooperationen geschlossen. Bestehende Strukturen werden gegebenenfalls ergänzt.
Beschreibung
Es werden gezielt Möglichkeiten und Räume für Begegnung und nachbarschaftliches Miteinander geschaffen. Konflikte werden aufgegriffen und unter Beteiligung der Betroffenen bearbeitet.
Beschreibung
Ergänzung und Ausbau der bestehenden sozialen Infrastruktur - gerade im Hinblick auf niedrigschwellige Angebote für Integration und Teilhabe.
Beschreibung
Ressourcen ausserhalb des Stadtteils werden genutzt und für den Stadtteil fruchtbar gemacht. An langfristigen Startegien zur Problembewältigung wird auf kommunaler Ebene gearbeitet.
Vorhandene Strukturen
Um den problematischen Entwicklungen im Stadtteil Mühlenberg entgegenzuwirken, hat im November 2018 die Kontakt - und Beratungsstelle Mühlenberg (KoBe) ihre Arbeit aufgenommen. Sie ergänzt mit ihrem interdisziplinären Konzept die soziale Infrastruktur, entlastet bestehende Einrichtungen und stellt zusätzliche Ressourcen für Integration und Teilhabe zur Verfügung. Das Konzept der "drei Säulen" der Kontakt - und Beratungsstelle bestehend aus internationalem Elterntreffpunkt (nach derzeitigem Stand insgesamt ca. 980 erwachsene BesucherInnen und ca. 990 Kinder), Beratungs- und Integrationsangeboten für neu Zugewanderte (derzeit insgesamt 440 Beratungen durchgeführt) und der koordinierenden, vernetzenden und zielgruppenübergreifenden Arbeit der Gemeinwesenarbeit hat zu deutlichen Synergieeffekten nach "innen" im Rahmen der Kontakt - und Beratungsstelle und nach "außen" in der Arbeit mit anderen Akteuren im Quartier geführt. Die BesucherInnen des Elterntreffs nehmen die Beratungsangebote wahr und umgekehrt. Gemeinsam wird an komplexen Fällen gearbeitet (Erziehungsthemen, Spracherwerb, Unterstützung im Alltag, etc.). Die Vernetzung mit anderen Akteuren und Angeboten und der Kontakt zu anderen Zielgruppen (Ehrenamtliche aus dem Stadtteil, alteingesessenen Bewohnerschaft) durch die Gemeinwesenarbeit ergänzt die Angebote und hilft, sie weiterzuentwickeln. Dies steigert die Akzeptanz im Stadtteil und die Kooperationsbereitschaft von Akteuren und Bewohnerschaft.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilzentrum Weiße Rose
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Integrationsmanagement, LHH Zuwanderung Osteuropa, LHH Schuldnerberatung, LHH Quartiersmanagement Soziale Stadt, LHH Heimverbund, LHH IKEM (Koordinierungsstelle für Arbeit mit Ehrenamtlichen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Familienbildung, AWO Migrationsberatung, Familienzentren und Kitas im Gebiet, Verein sozialtherapeutischer Einrichtungen, Ökumenisches Kirchenzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mühlenberger Sportverein, Miteinander für ein schöneres Viertel e.V. (Nachbarschaftsarbeit Canarisweg)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
hanova (QM), Vonovia (Ansprechpartner vor Ort)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AG Image, Nachbarschaftskreis Wettbergen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sanierungskommission Mühlenberg, Integrationsbeirat, Bezirksrat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Mühlenberg, VHS (Volkshochschule)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fairkauf (Mühlenberg), Neue Arbeit GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Selbsthilfe: KIBIS - Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle im Selbsthilfebereich
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Nordertor ist Ehrensache!

Ansprechpartner
Klaus Lüdeke
Funktion Geschäftsführung / Projektleitung
Mentor*innen für den Stadtteil.
Projektbeschreibung
Mentor*innen sind unerlässlich, will man mit Erfahrung und Wissen andere Menschen unterstützen und begleiten. Dies liegt für berufliche Netzwerke auf der Hand. Die Funktion von Mentor*innen lässt sich aber auch für Nachbarschaften nutzen, die Entwicklungsbedarf haben. Der Nienburger Stadtteil Nordertor ist ein solcher: Er ist stark vom demographischen Wandel, Auflösung von Nachbarschaftsverbunden und aktuellen Migrationsprozesse geprägt. Zudem schneidet das Nordertor im Hinblick auf Beschäftigungsquoten unterdurchschnittlich ab. Es besteht also klarer Handlungsbedarf, um das gemeinschaftliche Miteinander zu fördern. Ansonsten könnten sich alters- kultur- und stratifizierungsspezifische Gräben vertiefen. Da ist es wohl "Ehrensache", die (bessere) Zukunft mitzugestalten?! Nordertor-Mentor*innen engagieren sich im Nordertor (bereits) ehrenamtlich, sind als Mentor*in Vertrauensperson ihrer eigenen 'peer group', Fachperson für ein bestimmtes Gebiet und zudem Ansprechperson für andere (Mentor*innen, Akteure, Bewohner*innen, Betriebe etc.) und gehen mit gutem Beispiel an Bürger*innen-Engagement voran. An engagierten Bewohner*innen mangelt es nicht im Nordertor. Aber eben an entsprechenden Netzwerken, die Engagement und Fähigkeiten zusammenbringen. Nordertor-Mentoring bringt also die junge arbeitssuchende Migrantin, vielleicht als Expertin für moderne Kommunikationsmedien, mit der alteingessenen Nordertor-Bewohnerin zusammen, die die Betriebe im Stadtteil wie ihre Westentasche kennt, aber mehr über die neuen Medien erfahren möchte. Im Nordertor liegt hierfür großes Potential. Dieses soll vom bereits ansässigen "Mitmachladen" aus mit einem Kompetenz-Tausch-System in neue Bahnen gelenkt werden. Wir wollen dabei nicht nur die Ressourcen der Bewohner*innen, sondern auch die Struktur von Gewerbe und Gemeinwesen als weiteres Potential vor Ort nutzbar machen: die Verankerung einer vielschichtigen lokalen Ökonomie, einer wachsenden GWA-Struktur und vorhandener NPO's. Durch Ansprache aller BewohnerInnen, gezielte Angebote zum Engagieren und Mitmachen, dem Gewinnen von Mentor*innen und Einbinden der lokalen Ökonomie einerseits und durch stärkere Vernetzung mit anderen Akteuren - insbesondere dem Stadtteilhaus Nordertor - andererseits soll das ganze Nordertor gestärkt werden. Die Mentor*innen sind wichtige Türöffner*innen für neue starke Kooperationen, die das gemeinsame Ziel haben, ihren Stadtteil nach ihren Bedürfnissen zu gestalten. "Nordertor ist (eben) Ehrensache"!
Ausgangslage
Im Nordertor bestehen Hürden für Integration, gesellschaftliche Teilhabe (etwa über Beschäftigung) und nicht zuletzt für ein gemeinschaftliches Miteinander. Hier leben heterogene Bevölkerungsgruppen, allerdings bis dato mehr neben- als miteinander, und es kommt gleichzeitig immer wieder zu sozialen Spannungen. Seit September 2015 wird in einem als Sanierungsgebiet ausgewählten Teil des Nordertors im Rahmen von "Soziale Stadt" GWA/QM aufgebaut. Insofern sind - räumlich begrenzt - erste Strukturen zur GWA/QM vorhanden und bestimmte Bewohner*innen-Gruppierungen beteiligen sich aktiv. Aber die Ressourcen etwa der Älteren und der Nachbarschaften im Ganzen konnten bisher noch nicht bzw. nur unzureichend genutzt werden. Gleiches gilt für Migrant*innen (aller Altersgruppen), nicht zuletzt für jene, die erst seit kurzem im Nordertor leben. Überproportional gehören hierzu jüngere Altersgruppen. Auch das Interesse der lokalen Ökonomie für die spezifischen Veränderungsprozesse vor Ort konnte bisher kaum geweckt werden. Außerhalb des räumlich begrenzten Sanierungsgebietes existiert im Nordertor seit 2017 der Mitmachladen, der bis Ende 2018 als BIWAQ-Projekt den Bereich "Beschäftigung und Qualifizierung" im Gemeinwesen bearbeitet. Hier sind erste Kontakte zur lokalen Ökonomie entstanden, die aber weiter intensiviert werden müssen. Der Standort des Mitmachladens bietet Räumlichkeiten für vielfältige offene Angebote. Hier soll das Kompetenz-Tausch-System entwickelt, lokalisiert sein und damit das Nordertor-Mentoring ausgebaut werden. Er ist eine wichtige Ergänzung zu den Angeboten des Stadtteilhauses und der dort vorhandenen - räumlich noch sehr begrenzten - sozialen Infrastruktur.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg/Weser Nordertor
Beschreibung
Der Stadtteil Nordertor ist wie folgt eingegrenzt: Im Norden ist die Grenze bei der Holtorfer Straße/ Wilhelm-Busch-Straße zu ziehen. Westlich bildet die Große Drakenburger Straße die Grenze des Stadtteils. Südlich verläuft die Grenze Verdener Landstraße/Dr.-Franck-Straße. Östlich verläuft die Grenze an der Straße Grefengrund, Platanenstraße und B6/B214 Richtung Celler Straße und Celler Straße und trifft dort wieder die Holtorfer Straße.
Einwohnerzahl
4875
Quelle / Anmerkungen
Diese Zahlen entstammen einer aktuellen hausinternen Berechnung der Stadtverwaltung Nienburg.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Resultierend aus den Erfahrungen des BIWAQ-Projektes "KoMBI" erscheint die Ausweitung des Projektgebietes dringend geboten, um soziale Entwicklungen/Angebotsstrukturen einer größeren Bewohnerschaft zu öffnen und dieTeilhabebereitschaft an der stadtteilbezogenen Angebotsstruktur zu erhöhen. Der Mitmachladen liegt bereits jetzt außerhalb des Sanierungsgebietes, wird aber als "im Nordertor liegend" wahrgenommen. Im Sanierungsgebiet konzentriert sich die GWA zur Zeit noch auf Aktivierung der Bewohnerschaft, Aufbau (sozialer) Infrastruktur, Beteiligungsprojekte insbesondere im Bereich Stadtteilkultur und Wohnen/Wohnumfeld. Die durch den Mitmachladen zu initiierenden Angebote und langfristig auch zu verstetigenden Innovationen im Dienstleistungsbereich (z.B. ambulante Versorgung von alternden Nachbarschaften) bilden schon jetzt keine Parallelstrukturen, sondern ergänzen die im Aufbau befindliche GWA im Sanierungsgebiet. Durch weitere Verbesserungen in der abgestimmten Zusammenarbeit können Synergien erzielt werden.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten aus dem Melderegister der Stadt Nienburg/Weser (Stand: 31.12.2017)
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersgruppe 14 bis 26 Jahre; Daten aus dem Melderegister der Stadt Nienburg/Weser (Stand: 31.12.2017)
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten aus dem Melderegister der Stadt Nienburg/Weser (Stand: 31.12.2017)
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten aus dem Melderegister der Stadt Nienburg/Weser (Stand: 31.12.2017)
Projektgebiet in Prozent
38
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten aus dem Melderegister der Stadt Nienburg/Weser (Stand: 31.12.2017)
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Regionalstelle der Bundesagentur für Arbeit (Stand: Dezember 2016); die Angaben hier entstammen einer hausinternen Berechnung der Anteile auf Grundlage der absoluten Zahlen (Arbeitslose nach SGB II + III)
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Regionalstelle der Bundesagentur für Arbeit (Stand: Dezember 2016); Altersgruppe der Unter-25 Jährigen (hierzu gehören folglich auch Schüler*innen, Studierende etc.); die Angaben hier entstammen einer hausinternen Berechnung der Anteile auf Grundlage der absoluten Zahlen (Arbeitslose nach SGB II + III)
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
"Mentor*innen für den Stadtteil" schaffen die Grundlagen für den Aufbau eines Netzwerkes "Nordertor ist Ehrensache!" für Soziale Kooperationen und Nachbarschaftshilfe. Als Einstieg dienen niedrigschwellige Aktionen wie "Was ist ein*e Mentor*in?", die sich direkt vor Ort ins Gespräch bringen und (Mitmach-)Angebote, die sich aus bereits bekannten Bedarfen ergeben (z.B. Nordertorbänke). Es kann sich mit Unterstützung des Mitmachladens als zentrale Anlaufstelle und Treffpunkt ein Kompetenz-Austausch-System in Nachbarschaften entwickeln, das sowohl für die Einzelnen als auch für das Gemeinwesen positiven Nutzen hat. Die große Ressource "Lokale Ökonomie" (LÖ) wird auch mit Hilfe von Mentor*innen ("ich kenne den/die Unternehmer*in, ich begleite euch") gewonnen. Die LÖ soll sich im Sinne der "Corporate Citizenship", der "Unternehmensbürgerschaft" im Gemeinwesen - eben nicht nur mit Geld - auch zum eigenen Nutzen einbringen. Dabei werden bereits bestehende Kontakte (Befragung der LÖ, Projekt "Nordertör(t)chen") weiter ausgebaut. NPO's sind ebenso aufgefordert zu schauen, was sie als "Soziales Kapital" einbringen. Überschaubare Aktivitäten wie "Nachmittag für Gute Geschäfte" und "Sozialer Tag" und deren Evaluation zielen darauf, dass erste gute Erfahrungen für weitere Kooperation und Netzwerkaufbau sorgen. Der Mitmachladen ist wegen guter Erreichbarkeit und seiner mobilen Ausstattung gut als "Zentrale" für den Einstieg in "Soziale Kooperationen" geeignet.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bedarfs- und Ressourcenentwicklung kann durch gemeinsam mit Bewohner*innen entwickelte Formate erfolgen. Bürger*innen bieten Ressourcen an und geben Bedarfe an.
Beschreibung
Ergebnisse der Bedarfsermittlung werden von Bürger*innen im Stadtteilbeirat vorgestellt. Der Mitmachladen wird als Treffpunkt zum Austausch über Nachbarschaftshilfe genutzt. Es ist gelungen, Menschen über 'Mentor-Mentee'- Beziehungen zu verbinden.
Beschreibung
Die Bedarfs- und Ressourcenermittlung wird von den verschiedenen Generationen/Milieus/Nationalitäten durch gute Beteiligung an den jeweiligen Formaten positiv bewertet.
Beschreibung
Es gibt zweimonatliche Treffen aller am "Nordertor-Mentoring" interessierten Akteure, bei denen das Mentoring genauer beschrieben und die Umsetzung geplant wird.
Beschreibung
Der Mitmachladen bietet in Kooperation mit der Freiwilligenagentur der Stadt Nienburg Veranstaltungen für interessierte Mentor*innen an, die sich zunehmender Nachfrage erfreuen.
Vorhandene Strukturen
Seit September 2015 ist eine Sozialarbeiterin im Dienst der Stadt Nienburg für den Aufbau der Gemeinwesenarbeit (GWA) im Stadtteil tätig. Seit März 2017 kümmert sich eine Stadtentwicklungsgesellschaft um Quartiersmanagement im Sanierungsprozess der "Soziale(n) Stadt-Nordertor". Inzwischen gibt es stabile Kooperation insbesondere zu hauptamtlichen Akteuren der sozialen Infrastruktur und Netzwerken der Integration, der Jugendhilfe, Bildungseinrichtungen und zu Betrieben im Stadtteil. Es wurden erfolgreich Beteiligungsaktionen wie z.B. Spielplatzplanung, Entwicklung des lokalen Produkts "Nordertör(t)chen", Umgestaltung eines Friedhofs zum Park, Verkehrsplanung, "Kunst im Quartier", Logo-Entwicklung, und Stadtteilfeste durchgeführt. Inzwischen sind auch erste ehrenamtliche Strukturen entstanden. So gibt es im Sanierungsgebiet einen Stadtteilbeirat sowie zur Zeit 4 Arbeitsgruppen, die sich mit verschiedenen Themenbereichen wie Wohnen/Wohnumfeldgestaltung, Verkehr, Stadtteilfonds, soziale Infrastruktur beschäftigen, bzw. gemeinsam mit der GWA Bedarfe im Quartier ermitteln und schon einige Projekte angestoßen bzw. in die Umsetzung gebracht haben. Während des BiWAQ-Projekts "KoMBI" entstanden einige Angebote wie Nähgruppe und Garten- und Gewächshausgruppe aus der Initiative von Quartiersbewohner*innen heraus, die in den ganzen Stadtteil hinein wirken und zu weitergehendem ehrenamtlichen Engagement geführt haben. Damit konnten auch Menschen mit Migrationshintergrund erreicht werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ausbildungsstätten Rahn GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christliches Jugenddorfwerk Nienburg Jugendmigrationsdienst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GBN Wohnungsunternehmen GmbH Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diverse
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lokale Medien: Die Harke, Blickpunkt, Harke am Sonntag, Radio Mittelweser, TV 2020
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Nienburg - Fachbereich 5 - Sozialplaner, Offene Jugendarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GS Nordertorschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nienburger Wohnungsbau Konrad Ernsting KG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilhaus Nordertor mit GWA/QM
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum/KiTa St. Michael
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband, Tagesstätte Prinzenstraße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
FUNDUS gGmbH Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Michael
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fussballvereine ASC Nienburg, Inter Komata
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Volleyballclub VC Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
MTV Nienburg - Breitensport
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilbeirat "Soziale Stadt - Nordertor"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitsgruppen Verkehr, Wohnumfeld, Soziales, Stadtteilfonds der "Sozialen Stadt Nordertor"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diverse ansässige Klein- und Einzelunternehmen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diverse Groß (Industrie-)unternehmen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diverse Handwerksbetriebe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wirtschaftsförderung der Stadt Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur der Stadt Nienburg
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Frauen(t)räume - Räume für Frauen

Ansprechpartner
Monika Rietze
Funktion Bildungsmanagerin
(Selbstverwaltete) Räume zur Begegnung, Beratung und Bildung für (geflüchtete) Frauen
Projektbeschreibung
Das Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld im Celler Stadtteil Vorwerk erfährt derzeit erhebliche Veränderungen in der Bewohnerschaft furch den Zuzug neuer Familien. Hier leben z.B. die meisten geflüchteten Frauen und Mädchen. Es geht darum, (selbstverwaltete) Räume zur Begegnung, Beratung und Bildung zu schaffen, um sie und andere Frauen in Gesellschaft und Erwerbsarbeit zu integrieren.
Ausgangslage
Der Stadt Celle sind bis dato ca. 1.000 geflüchtete Menschen zugewiesen worden. Mit dem erwarteten Familiennachzug kann sich diese Zahl um gut 50 % erhöhen. Bisher ist es der Stadt gelungen, das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen weitestgehend konfliktfrei zu gestalten. Dies liegt an der Schaffung städtischer Strukturen (Zentrale Anlaufstelle und Bildungsmanagement als Teil einer Celler Zuwanderungsagentur), bereits vorhandener Stadtteilmanagements für acht Stadtteile sowie an dem hohen Engagement motivierter Ehrenamtlicher. Durch den Zuzug von geflüchteten und anderen Mitbürger/innen ergeben sich jedoch (so im Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld) neue Herausforderungen, den sozialen Zusammenhalt zu sichern und die gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Geflüchtete Frauen sind aufgrund ihres Geschlechts im Heimatland, auf der Flucht und im Ankunftsland oft zusätzlichen Gefahren ausgesetzt (Vergewaltigung als Kriegswaffe; häusliche Gewalt). Zudem sind sie bei der Integration in den Erwerbsarbeitsmarkt und der Nutzung von Bildungsangeboten häufig aufgrund der Position in der Familie und der Betreuungssituation bezüglich der Kinder benachteiligt. Festzustellen ist, dass "für geflüchtete Frauen vor allem der Zugang zu den entsprechenden Institutionen eine Barriere darstellt" (BAMF-Kurzanalyse 1/2017). Sie bedürfen daher besonderer Beachtung und Integrationsbemühungen. Auf der anderen Seite haben Frauen in Krisengebieten Erfahrungen mit selbstverwalteten Strukturen (bspw. Rojava in Syrien). Im Celler Stadtteil Vorwerk - ein Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf - leben alleine etwa 60 Frauen und 90 Mädchen mit Fluchterfahrung in einigen wenigen Straßenzügen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle - Stadtteil Vorwerk - Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld
Beschreibung
Vorwerker Bach / Mummenhofstraße nach Zusammenführung Hohe Wende und Sprengerstraße
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung und Einwohnerstatistik Stadt Celle
Projektgebiet in Prozent
73
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
80
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die Frauen und Mädchen unterstützen, ihr Leben selbstständig so zu gestalten, dass sie ein "gutes" Leben leben.
Qualitätskriterien
Beschreibung
... die abschließende Evaluation ergibt, dass die Bedarfe (zumindest zum Teil) gedeckt sind.
Beschreibung
... das selbstverwaltete Café regelmäßige Öffnungszeiten hat.
Beschreibung
1. ... die Kooperationspartner/innen im Programm als Durchführende/Leitende zu erkennen sind und 2. eine Darstellung der Vernetzungen im Quartier dichter wird.
Beschreibung
... die abschließende Evaluation ergibt, dass die Lebenszufriedenheit mit dem nachbarschaftlichen Miteinander im Vergleich zum Beginn des Projektes gestiegen ist.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Celle - Mobile Jugendarbeit und Kinder-Familien- und Jugendhilfe u.a. Fachdienste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Psychosoziale Beratungsstelle Landkreis Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Erziehungsberatungsstelle Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SportClub Vorwerk eV
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreissportbund Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Vorwerk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
unterschiedliche Bildungsträger
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienbildungsstätte FABI
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IHK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HWK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bundesagentur für Arbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Print- und elektronische Medien Celles; ggf. eigener Newsletter; Menschen im Quartier/Stadtteil/Stadtgesellschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Vorwerk, Rat der Stadt Celle, Jugendhilfe- und Sozialausschuss
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bewohnerinnen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ehrenamtliche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
weitere Akteur/innen im Feld
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Miteinander sicher im Stadtteil

Ansprechpartner
Regina Dirksen
Funktion Leitung
Integration und Sicherheit im nachbarschaftlichen Zusammenleben
Projektbeschreibung
Das Projekt soll in Kooperation mit dem Präventionsrat zum einen der Verbesserung von Bildungs- und Beschäftigungschancen von Müttern mit Migrationshintergrund mit Kindern dienen und zum anderen das subjektive Sicherheitsgefühl im Stadtteil stärken. Durch Kooperation mit verschiedenen Akteuren im Stadtteil(Schulen, Jobcenter, Bildungsträgern, Sportvereinen etc.) werden diese Frauen gezielt zu ausgewählten Themen geschult und durch praktische Vororterkundungen auf das Leben hier konkret vorbereitet. So sollen Möglichkeiten geschaffen werden, im Stadtteil anzukommen und dort am sozialen und gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Zum anderen soll das Projekt explorative Stadtteilrundgänge anbieten, die der Thematisierung und Verbesserung des subjektiven Sicherheitsempfindens dienen, da dass das subjektive Sicherheitsempfinden und die objektive Sicherheitslage oft weit auseinanderliegen. Da das Empfinden von Unsicherheit die Einzelnen auch in der Gestaltung ihres Umfeldes und ihrer sozialen Beziehungen beeinträchtigt, dienen die explorativen Stadtteilrundgänge der Suche nach den Ursachen für diese Unsicherheiten. Diese können in baulichen oder in sozialen Zusammenhängen liegen. Die Rundgänge dienen der Reflexion von Vorurteilen, der Prüfung der eigenen Wahrnehmung und der Stärkung des Miteinanders im Wohngebiet. Die Stadtteilrundgänge werden sich zunächst einmal an ältere Menschen im Wohngebiet richten, sollen aber sukzessive auf andere Personengruppen ausgebaut werden. Für das kontinuierliche und an unterschiedliche Personengruppen gerichtete Angebot der Stadtteilrundgänge braucht es eine Anlaufstelle, in diesem Falle eine/n Quartiersmoderator/in. Diese Stelle soll GWA und Präventionsrat eng miteinander verzahnen und damit auch für andere Standorte beispielhaft Erfahrungen darin sammeln, wie sich beide, Kriminalprävention und Gemeinwesenarbeit, im Quartier optimal ergänzen. Gemeinsames Ziel ist immer das gelingende Zusammenleben im Stadtteil.
Ausgangslage
Durch den Zuzug von Geflüchteten in den vergangenen Jahren hat sich der Stadtteil von seiner Bewohnerschaft verändert. In der Zeit der großen Flüchtlingswelle kamen sehr viele Geflüchtete (geschätzt 400-500 Personen) in den Gemeinschaftsunterkünften in der unmittelbaren Nachbarschaft an und orientierten sich hier im Stadtteil. Da Dietrichsfeld eine Wohnstruktur mit vorwiegend Mehrfamilienhäusern und damit entgegen der üblichen Verhältnisse in Oldenburg noch recht günstigen Wohnraum bietet und auch kleine Wohnungen zur Verfügung stehen, ist das Gebiet sehr gefragt von Menschen mit niedrigem Einkommen (Rentner, Arbeitslose, Studierende, Geflüchtete etc.). So haben auch viele Geflüchtete gerade aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und Eritrea im letzten Jahr nach ihrem Auszug aus der Gemeinschaftsunterkunft eigene Wohnungen in Dietrichsfeld gefunden. Schulen und Kindergärten werden besucht und man begegnet sich in Geschäften, bei Ärzten und im Alltag. Dies sorgt bei vielen Alteingesessenen "Dietrichsfeldern" für ein subjektives Unsicherheitsgefühl gegenüber den "Fremden", es entsteht außerdem der Eindruck, die Geflüchteten nehmen den „Anderen“ die knappen Ressourcen an Wohnungen, Kita-Plätzen etc. weg. Deshalb ist es wichtig, durch entsprechende Begegnungsmöglichkeiten, einem Miteinander, Informationen und gegenseitigen Respekt voreinander entgegenzuwirken. Ein weiteres Problem ist das subjektive Sicherheitsempfinden im Stadtteil. Da das Empfinden von Unsicherheit die Einzelnen auch in der Gestaltung ihres Umfeldes und in der Gestaltung ihrer sozialen Beziehungen beeinträchtigt, dienen die explorativen Stadtteilrundgänge der Suche nach den Ursachen für Unsicherheiten.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Dietrichsfeld
Beschreibung
Abgrenzung Dietrichsfeld: -im Norden der Fliegerhorst und der Bürgerbuschweg bis zur Bahn - im Osten die Bahnlinie, die auch an den Großen Bürgerbusch (Stadtpark) grenzt - im Süden die Autobahn (bzw. die Stelle, an der die Autobahn die Alexanderstraße überquert) und Babenend - im Westen der Mittelweg, aber teilweise zieht sich das auch bis zum Rauhehorst
Einwohnerzahl
8687
Quelle / Anmerkungen
Statistik Stadt Oldenburg
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle statistische Daten des Amtes für Jugend und Familie
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle statistische Daten des Amtes für Jugend und Familie
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle statistische Daten des Amtes für Jugend und Familie
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle statistische Daten des Amtes für Jugend und Familie
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit ist für uns eine an den Ressourcen der Bewohnerinnen und Bewohner orientierte soziale Arbeit in sozial benachteiligten Wohngebieten. Ausgangslage für das sozialpädagogische Handeln sind dabei stets die individuellen Fähigkeiten der im Wohngebiet lebenden Menschen. Dabei sollen sie ermutigt, gefördert und unterstützt werden, sich für ihre Interessen und Bedürfnisse zu engagieren, Empowerment zu entwickeln und damit ihre Lebensqualität zu erhöhen. Des weiteren soll eine Verbesserung der sozialen und kulturellen Infrastruktur durch vielfältige Angebote und durch Vernetzung mit anderen Akteuren im Stadtteil erreicht werden, um Synergieeffekte zu bewirken. Damit soll eine Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner zur Selbsthilfe und Selbstständigkeit erfolgen und diese sollen befähigt werden, Verantwortung für das persönliche, soziale und wohnliche Umfeld zu übernehmen. Zu den Grundsätzen der Arbeit gehören daher Schritte zur Integration aller im Stadtteil lebender Menschen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Vertrauen zu Müttern mit Migrantionshintergrund mit kleinen Kindern ist aufgebaut
Beschreibung
Bedarfslagen der Bewohnerinnen und Bewohner sind durch Befragungen erfasst
Beschreibung
Menschen im Stadtteil werden unterstützt und begleitet
Beschreibung
Menschen aus dem Stadtteil unterstützen andere in Sprache und Alltagskompetenz
Beschreibung
Themenbezogene Gruppen organisieren sich
Beschreibung
Ideen und Vorschläge der Bewohnerinnen und Bewohner sind erfragt und werden genutzt
Beschreibung
Multiplikatoren aus unterschiedlichen Zielgruppen wirken aktiv mit
Beschreibung
Regelmäßig finden gemeinsame Austauschtreffen und Möglichkeiten zur Kommunikation für die unterschiedlichen Gruppen statt
Beschreibung
Fachübergreifende Zusammenarbeit mit anderen Akteuren auf lokaler Ebene findet statt
Beschreibung
Themen werden als Teil eines Ganzen in die Gemeinwesenarbeit integriert.
Beschreibung
Bestehende Kooperationen und Netzwerke werden genutzt zum Informationsaustausch
Beschreibung
Neue Kooperationen entstehen
Beschreibung
Räume der Begegnung für unterschiedliche Kulturen werden geschaffen
Beschreibung
Freiwilliges Engagement entsteht in der Nachbarschaft, Ehrenamt wird unterstützt
Beschreibung
Bedarfe werden erfragt und erkannt und Planungen werden vorangetrieben
Beschreibung
Gemeinsame Aktionen mit anderen Akteuren im Stadtgebiet
Beschreibung
Bekanntmachung des ´Projektes durch öffentliche Aktionen oder Pressearbeit
Vorhandene Strukturen
In der GWA Dietrichsfeld sind zwei hauptamtliche Sozialpädagogen-Stellen und eine 50 % Erzieher-Stelle sowie eine 50 % Hauswirtschaftsstelle vorhanden. Außerdem ist regelmäßig eine Praktikantin für das Berufsanerkennungsjahr soziale Arbeit im Einsatz. Daneben gibt es regelmäßig ca. 5-8 Honorarkräfte, die im Rahmen von 2-4 Stunden pro Woche unterstützen sowie zahlreiche Ehrenamtliche, die regelmäßig oder unregelmäßig die Aktivitäten der GWA begleiten, Ideen und Projekte initiieren, anregen und umsetzen, je nach Bedarf der im Stadtteil lebenden Bewohnerinnen und Bewohner. Eine Unterstützung und Begleitung erfolgt durch das hauptamtliche Personal. Des weiteren gibt es zahlreiche Kooperationen mit anderen Akteuren der sozialen Arbeit.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsrat Oldenburg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein Dietrichsfeld e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschulen und weiterführenden Schulen im Gebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Engagierte Bewohner/innen im Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Internationale Frauengruppe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter, Agentur für Arbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchen und Religionsgemeinschaften
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GSG, Gewoba
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theaterpädagogen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
pro:connect e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Amt für Jugend und Familie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Amt für Schule und Bildung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Zentrales Flüchtlingsmanagement
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Amt für Kultur und Sport
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hebammen, Ärzten usw.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Polizei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lokale Presse
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vertreter aus den kommunalen Parteien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhilfeeinrichtungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Freizeitstätte Bürgerfelde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bildungsträger wie z.B. VHS und Arbeit und Leben
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Universität Oldenburg, FH Emden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunale Arbeitskreise, Runde Tische
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunale Gemeinschaftsunterkünfte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingssozialarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landesarbeitsgemeinschaften
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Cafe Allerlei - Stadtteilprojekt Hannover Linden

Ansprechpartner
Tatjana Makarowski
Funktion Abteilungsleitung der Sozialen Dienste
Stadtteilcafe Allerlei in Linden
Projektbeschreibung
Der Stadtteil Hannover Linden ist durch einen hohen Bevölkerungsanteil von Menschen mit Migrationshintergrund geprägt. Die Flüchtlingswelle hat einen neuen Teil zu integrierender Menschen mit sich gebracht. Das Cafe Allerlei möchte sich unter der Trägerschaft des Caritasverbandes Hannover e.V. dieser interkulturellen Arbeit im Quartier annehmen. Ziel ist es das vom Fels e.V. initiierten Projekt zu erhalten und auszubauen und den entstandenen Bedarfen an integrativen Angeboten, Beratung und Begleitung zu begegnen.2013 hat der Verein Fels e.V. das Cafe Allerlei in Hannover Linden innitiiert und mit Hilfe eines Koordinators des Caritasverbandes Hannover e.V. ein niedrigschwelliges Angebot etabliert in dem Bewohner des Stadtteils Angebote für Bewohner vorhalten.Zunächst waren diese auf die Zielgruppe von Müttern und Kindern ausgerichtet. Durch die Flüchtlingswelle, wie auch die Akzeptanz der Angebote des Cafes sind weitere Angebote etabliert worden, darüber sind Handlungsfelder,Beratungs- und Begleitungsbedarfe im Stadtteil sichtbar geworden, die weiterer personeller Ressourcen bedürfen.Das Cafe als bisherige Anlaufstelle bedarf der Weiterentwicklung in der Vernetzungs- und Beratungsfunktion,wie auch der weitergehenden Unterstützung der Selbstorganisation der Ehrenamtlich tätigen und der Umsetzung weiterer Kooperationsstrukturen.
Ausgangslage
Der Caritasverband Hannover e.V. hat mit dem Verein Fels e.V. eine Kooperation geschlossen um das Anliegen ein multikulturelles Stadtteilcafe für Bewohner mit Bewohnern zu unterstützen.Der Koordinator des Caritasverbandes arbeitet mit dem Gremium,dem Caferat, das Angebot des Cafes aus. Die Angebote richteten sich zunächst an Familien , Mütter und Kinder. In der Zwischenzeit sind durch den Caferat,der sich aus verschiedenen Bewohnern des Stadtteils zusammensetzt, weitere und andere Angebote etabliert worden. Durch die Erweiterung des Angebotes sind Handlungsfelder, Beratungs- und Vernetzungsbedarfe aufgetreten, die einer Weiterentwicklung bedürfen,dies möchte sich der Caritasverband zur Aufgabe machen und die bisherige Quartiersarbeit in Trägerschaft fortführen.Bedarfe liegen in der interkulturellen Kommunikation, der Gesundheitsförderung, sowie der Verbesserung der Beschäftigungschancen.Die BewohnerInnen nutzen die Angebote des Cafes, bleiben jedoch in ihrer Community.Hier sollen Angebote etabliert werden die die interkulturelle Kommunikation fördern.Fragen rund um das Thema Gesundheit haben zugenommen, es bedarf hier thematischer Angebote wie auch Angebote die zur Auseinandersetzung mit dem Thema Gesundheit einladen.Die BewohnerInnen tragen maßgeblich zum Betrieb und zur Gestaltung des Angebotes im Cafe Allerlei bei, hier sollen Qualifizierungsmaßnahmen der dort ehrenamtlich Tätigen stattfinden und nach Möglichkeit eine Beschäftigungsmöglichkeit geschaffen werden. Die ermöglicht Teilhabe und Identifikation Die Einbindung des Cafes in die Netzwerkstruktur des Caritasverbandes mit seinen verschiedenen Beratungsangeboten erweitert die Kooperationsstrukturen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Linden
Beschreibung
Linden Süd
Einwohnerzahl
13000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Hannover - Strukturdaten der Stadteile 2016
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
1
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
1
Projektgebiet in Prozent
52
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
1
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Cafe Allerlei wird in die Trägerschaft des Caritasverbandes eine Gemeinwesenorientierung bekommen. Das Quartiersmanagement der Hanova (ehem. GBH ) und der Verein Fels e.V. haben das Cafe im Quartier Linden innitiiert und mit Unterstützung des Koordinators des Caritasverbandes Hannover e.V. partizipative Angebote für die BewohnerInnen im Stadteil etabliert.Durch die aktive Beteiligung der BewohnerInnen und der Annahme der bestehenden Angebote sind weitere Handlungsfelder deutlich geworden,die einer Weiterentwicklung des bisherigen Angebotes bedürfen.Im Projekt des Cafe Allerlei sind ehrenamtliche und professionelle Strukturen vorhanden. Durch die Arbeit des Quartiersmanagements der GBH wurde der Bedarf an zielorientierter Stadtteilarbeit im Sozialraum Linden benannt, das Cafe Allerlei wurde mit der GBH und dem Verein Fels e.V. gegründet. Ein Sozialarbeiter des Caritasverbandes unterstützt die Arbeit als Koordinator. Der Betrieb des Cafes, die Auswahl der Angebote findet unter Abstimmung des Cafeteam, ehrenamtlich tätige BewohnerInnen des Stadtteils, statt. In diesem Gremium werden auch neue Angebote und Bedarfe diskutiert und erhoben. Der Förderantrag resultiert aus den Bottom Up Prozessen des Cafeteams. Ohne weitere personellen Ressourcen werden die erkannten Handlungsfelder, Beratungs - und Vernetzungsangebote im Stadtteil nicht etabliert werden können.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Besuchergruppen im Cafe Allerlei sich interkulturell vermischen und die Angebote nicht nur kulturspezifisch genutzt werden.
Beschreibung
Die Bewohner aus dem Stadtteil eigenständig Aktivitäten für sich und für andere durchführen.
Beschreibung
Wenn verschiedene Bewohner und Institutionen des Stadtteils im Cafe zusammenarbeiten.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Familienzentren des Caritasverbandes in Hannover Linden,Beratungsstelle Lichtpunkt,Kinderzentrum Linden, Spielhaus Linden, Fels e.V., Kreofant,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bulgar(i)en in Hannover e.V.,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturbüro der Landeshaupstadt Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
BewohnerInnen des Stadtteils, Nachbarschaftskreis Siloah, Flüchtlingshilfe D 33
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinde St. Godehardt, Erlösergemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HANOVA (ehem. GBH)
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Wohnbedürfnisse im Alter

Ansprechpartner
Sarah Bramlage
Funktion selbstgestALTER
Bürger beteiligen, Zusammenleben gestalten
Projektbeschreibung
Die Gemeinde Bakum ist in einer besonderen Art und Weise vom demografischen Wandel betroffen, sodass für die Kommune die Gruppe der älteren Menschen mit ihren Bedürfnissen immer bedeutsamer wird. Mit dem Älterwerden stellt sich immer häufiger die Frage, wie sich ein Leben in der eigenen Häuslichkeit - möglichst bis zum Lebensende - realisieren lässt. Die peripherer werdenden familiären Hilfestrukturen und die Herausforderungen des ländlichen Raums sind dabei besonders zu beachten. Die Senioren haben im Rahmen des Projektes die Möglichkeit, sich mit diesem Thema intensiv auseinander zu setzen und Lösungen zu entwickeln. Bei dem Vorhaben handelt es sich somit um ein Projekt, welches darauf abzielt, die Bedarfe der älteren Bürger zu analysieren und sie zur aktiven Gestaltung ihres Gemeindelebens zu motivieren. Geplant ist, auf Basis einer Erhebung und verschiedener Themenworkshops die Bürger an der Gestaltung ihres sozialen Lebens zu beteiligen. Handlungsleitend sind die Intereressen der Bürger vor Ort. Nur wer die Ressourcen einer Gemeinde kennt, kann sie nutzen und weiter entwickeln. Die Familie und der Sozialraum als wichtige Hilfenetze gilt es dabei miteinzubinden, denn nur zielgruppenübergreifendes Handeln ermöglicht eine nachhaltige Gemeinwesenarbeit. Dieses Projekt soll der Grundstein für eine gelebte Engagementkultur sein. Zivilgesellschaftliches Handeln bedarf einer strategischen Herangehensweise der Förderung und Wertschätzung. Nachbarschaftshilfe und bürgerschaftliches Engagement müssen einen festen Platz im Alltag finden und Akzeptanz in der breiten Masse erleben. Dazu gilt es Hemmschwellen abzubauen und die Bürger in Bakum dazu zu befähigen, Hilfe von Nachbarn und Bekannten anzunehmen und zu geben. Dies kann nur gelingen, wenn von Anfang an ein partizipativer Ansatz verfolgt wird und die Senioren positive Mitwirkungserfahrungen machen können. Langfristig sollen so auch offene Kommunikationsstrukturen zwischen Bürgern und kommunalen Vertretern entstehen und verstetigt werden. Die Bakumer Bürger erlangen dadurch die Kompetenz, ihre Interessen selbst zu organisieren. Ein Netzwerk zwischen Bürgern und professionellen Akteuren kann entstehen und weiterentwickelt werden. Für eine qualifizierte und erfolgreiche Umsetzung des beschriebenen Vorhabens bedarf es der Unterstützung eines hauptamtlichen Projektmitarbeiters und einer Verwaltungskraft. Die Sozialstation Nordkreis Vechta übernimmt die Trägerschaft in enger Zusammenarbeit mit der Kommune.
Ausgangslage
Der demografische Wandel ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. In Bakum kommt es zu einem wesentlich stärkeren Anstieg an über 65-jährigen als im Bundesgebiet, sodass die Kommune besonders vom Alterungsprozess betroffen ist. So steigt die Anzahl der Senioren in Bakum bis 2030 um 67% (Bundesdurchschnitt 33%). Bis 2020 ist vorallem in der Gruppe der 80-jährigen und älter mit einem enormen Anstieg zurechnen. Entsprechend dieser Entwicklungen wird der Bedarf an Hilfeleistungen wachsen. Ältere Menschen möchten in ihrer gewohnten Umgebung bleiben, auch wenn mit zunehmendem Alter der Bedarf an Unterstützung steigt. Die Familie alleine kann ein alter(n)sgerechtes Leben zu Hause jedoch häufig nicht sicherstellen, sodass ein alternatives Hilfenetz geschaffen werden muss. Für die älteren Personen gilt es, sich damit auseinander zu setzen, wie trotz dieser Entwicklungen ein Leben in der Häuslichkeit bis zum Lebensende realisiert werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass das Leben in Bakum durch die periphere ländliche Lage charakterisiert ist. Die Gemeindefläche ist im Verhältnis zur Bevölkerung relativ groß und gliedert sich in verschiedene Dörfer und Bauerschaften. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen an Infrastruktur und Nahraumversorgung, die im Hinblick auf die Umsetzung von GWA und QM unbedingt berücksichtigt werden müssen. Bislang fehlen jedoch valide Daten, wie sich die Bakumer Senioren ein selbstbestimmtes Altern in der Häuslichkeit vorstellen und welche Bedarfe und Rahmenbedingungen noch nicht ausreichend betrachtet wurden. Es ist eine besondere Herausforderung, die ältere Generation dazu zu befähigen, ihre Wünsche zu formulieren und Bedarfe zu benennen
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Bakum
Beschreibung
Das Projektgebiet bezieht sich auf die gesamte Gemeindefläche Bakums, dies sind ca. 79qkm verteilt auf 14 Ortsteile. Bakum gehört zum Landkreis Vechta und liegt in der norddeutschen Tiefebene, am Südrand der Cloppenburger Geest.
Einwohnerzahl
6123
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Das Projekt bezieht sich auf das gesamte Gemeindegebiet Bakum. Somit ist eine Unterscheidung in Projektgebiet und Gesamtstadt nicht möglich. Die größte Herausforderung für Bakum besteht in dem laut Bertelsmann Stiftung überproportional steigendem Anteil an Personen über 65 Jahren um 67% bis 2030. Aktuell liegt der Altenquotient bei 24%. Bis 2030 wird er sich auf 46% erhöhen.
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bakum ist eine relativ junge Gemeinde. So liegt der Jugendquotient der unter 20-jährigen bei 38,7%. Dies führt dazu, dass die Gruppe der Älteren im anteiligen Vergleich häufig nicht ausreichend Berücksichtigung findet. Der Jugendquotient steigt bis 2030 mäßig an (43%). In diesem Projekt wird ein besonderer Fokus auf der Zielgruppe der Senioren liegen, da die Interessenvertretung für diese Gruppe bislang unterrepräsentiert war. Die Gruppe der Jugendlichen bietet Potenziale in der Zusammenarbeit mit älteren Menschen, sodass diese Zielgruppe als chancenreich bewertet wird.
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bertelsmann Stiftung 2017
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bertelsmann Stiftung 2017
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bertelsmann Stiftung 2017
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
3% der Jugendlichen (15-17J.) und 5% der Kinder (bis 15J.) erhalten Leistungen nach SGB 2.
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bertelsmann Stiftung 2017
Unterlagen zum Gebiet
gemeinde_bakum.jpg (115.25 KB)
GWA/QM-Ansatz
Die Gemeinde Bakum ist in einer besonderen Art und Weise vom demografischen Wandel betroffen. Diese Entwicklung stellt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar, welche durch gemeinwesenorientiertes Handeln bearbeitet werden kann. Die Senioren haben im Rahmen des Projektes die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung ihres Lebens in der Kommune bis ins hohe Alter zu beteiligen. Handlungsleitend sind die Intereressen der Bürger vor Ort. Nur wer die Ressourcen einer Gemeinde kennt, kann sie nutzen und weiter entwickeln. Durch den Einbezug der Familien und des gesamten Sozialraums wird ein zielgruppenübergreifendes Handeln ermöglicht und eine nachhaltige Gemeinwesenarbeit angestrebt. Nachbarschaftshilfe und bürgerschaftliches Engagement werden gefördert, indem Hemmschwellen abgebaut und die Bürger in Bakum dazu zu befähigt werden, Hilfe von Nachbarn und Bekannten anzunehmen und zu geben. Dies kann nur gelingen, wenn von Anfang an ein partizipativer Ansatz verfolgt wird. Mithilfe der Sozialsraumanalyse, der aktivierenden Befragung und der Themennachmittage sollen die Wirkungszusammenhänge der verschiedenen Handlungsbereiche ganzheitlich gedacht werden. Der Aufbau von stabilen Kooperationsbeziehungen mit allen relevanten Akteuren ist dabei unumgänglich. Allerdings müssen auch Konflikte zwischen den unterschiedlichen Beziehungsgefügen bewältigt und ein soziales Miteinander gefördert werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Dies ist erreicht, wenn mind. 10% der Personen über 65 Jahre an der Befragung und den Themennachmittagen/Workshops teilnehmen und die Kommunalvertreter mind. eine Veranstaltung im Quartier mitgestalten.
Beschreibung
Dies gelingt, indem im Rahmen der Sozialraumanalyse Schlüsselpersonen identifiziert und zur Mitarbeit aktiviert wurden. Die Kommunalpolitiker und Funktionsträger unterstützen aktiv das Vorhaben durch die Initiierung von Gemeindefesten, Märkten o.ä.
Beschreibung
Dies ist erreicht, wenn die älteren Anwohner im Rahmen der Themennachmittage ihre Anregungen vortragen und diskutieren. Sie sind dazu in der Lage, ihre Interessen selbst zu organisieren. Eingebrachte Lösungsstrategien der Teilnehmer werden unterstützt.
Beschreibung
Dies ist erreicht, wenn die Themennachmittage durchgeführt werden. Bei den Versammlungen werden die interessierten Bürger beraten und qualifiziert, das soziale und kulturelle Leben mitzugestalten.
Beschreibung
Dies ist erreicht, wenn die Anregungen der Senioren im gesamten Gemeindegebiet bekannt sind und Ideen gesamtkommunal umgesetzt werden. Es besteht eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung den Platz der Senioren in der Gemeinwesenarbeit zu stärken.
Beschreibung
Dies ist erreicht, wenn die Sozialraumanalyse und die aktivierende Befragung durchgeführt sind. Die Ressourcen vor Ort werden identifiziert und in die Gemeinwesenarbeit eingebracht.
Beschreibung
Dies ist erreicht, wenn die Handlungsbereiche der Älteren identifiziert und in fachübergreifender Zusammenarbeit diskutiert werden. Die Bearbeitung der Ressorts findet ganzheitlich und unter Einbezug aller relevanten Akteure statt.
Beschreibung
Das Projekt verfolgt in hohem Maße einen partizipativen Ansatz. Neben dem Kooperationspartner Kommune werden Sozialdienstleister und Akteure des dritten Sektors z.B. Kirche miteinbezogen. Dem Austausch dienen gemeinwesenbezogene Arbeitsgruppentreffen.
Beschreibung
Dies ist erreicht, wenn die Bedarfsanalyse in Form einer Befragung durchgeführt ist. Da der Fokus auf der Wohn- und Lebenssituation der älteren Menschen liegt, können so ortsnahe, bedarfsgerechte Angebote geschaffen und organisiert werden..
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
alle Bürger über 65 Jahre, die im Gemeindegebiet Bakum leben
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeindeverwaltung Bakum, Bürgermeister Tobias Averbeck, Kirchstr. 3, 49456 Bakum
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On