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Wohnbedürfnisse im Alter

Ansprechpartner
Sarah Bramlage
Funktion selbstgestALTER
Bürger beteiligen, Zusammenleben gestalten
Projektbeschreibung
Die Gemeinde Bakum ist in einer besonderen Art und Weise vom demografischen Wandel betroffen, sodass für die Kommune die Gruppe der älteren Menschen mit ihren Bedürfnissen immer bedeutsamer wird. Mit dem Älterwerden stellt sich immer häufiger die Frage, wie sich ein Leben in der eigenen Häuslichkeit - möglichst bis zum Lebensende - realisieren lässt. Die peripherer werdenden familiären Hilfestrukturen und die Herausforderungen des ländlichen Raums sind dabei besonders zu beachten. Die Senioren haben im Rahmen des Projektes die Möglichkeit, sich mit diesem Thema intensiv auseinander zu setzen und Lösungen zu entwickeln. Bei dem Vorhaben handelt es sich somit um ein Projekt, welches darauf abzielt, die Bedarfe der älteren Bürger zu analysieren und sie zur aktiven Gestaltung ihres Gemeindelebens zu motivieren. Geplant ist, auf Basis einer Erhebung und verschiedener Themenworkshops die Bürger an der Gestaltung ihres sozialen Lebens zu beteiligen. Handlungsleitend sind die Intereressen der Bürger vor Ort. Nur wer die Ressourcen einer Gemeinde kennt, kann sie nutzen und weiter entwickeln. Die Familie und der Sozialraum als wichtige Hilfenetze gilt es dabei miteinzubinden, denn nur zielgruppenübergreifendes Handeln ermöglicht eine nachhaltige Gemeinwesenarbeit. Dieses Projekt soll der Grundstein für eine gelebte Engagementkultur sein. Zivilgesellschaftliches Handeln bedarf einer strategischen Herangehensweise der Förderung und Wertschätzung. Nachbarschaftshilfe und bürgerschaftliches Engagement müssen einen festen Platz im Alltag finden und Akzeptanz in der breiten Masse erleben. Dazu gilt es Hemmschwellen abzubauen und die Bürger in Bakum dazu zu befähigen, Hilfe von Nachbarn und Bekannten anzunehmen und zu geben. Dies kann nur gelingen, wenn von Anfang an ein partizipativer Ansatz verfolgt wird und die Senioren positive Mitwirkungserfahrungen machen können. Langfristig sollen so auch offene Kommunikationsstrukturen zwischen Bürgern und kommunalen Vertretern entstehen und verstetigt werden. Die Bakumer Bürger erlangen dadurch die Kompetenz, ihre Interessen selbst zu organisieren. Ein Netzwerk zwischen Bürgern und professionellen Akteuren kann entstehen und weiterentwickelt werden. Für eine qualifizierte und erfolgreiche Umsetzung des beschriebenen Vorhabens bedarf es der Unterstützung eines hauptamtlichen Projektmitarbeiters und einer Verwaltungskraft. Die Sozialstation Nordkreis Vechta übernimmt die Trägerschaft in enger Zusammenarbeit mit der Kommune.
Ausgangslage
Der demografische Wandel ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. In Bakum kommt es zu einem wesentlich stärkeren Anstieg an über 65-jährigen als im Bundesgebiet, sodass die Kommune besonders vom Alterungsprozess betroffen ist. So steigt die Anzahl der Senioren in Bakum bis 2030 um 67% (Bundesdurchschnitt 33%). Bis 2020 ist vorallem in der Gruppe der 80-jährigen und älter mit einem enormen Anstieg zurechnen. Entsprechend dieser Entwicklungen wird der Bedarf an Hilfeleistungen wachsen. Ältere Menschen möchten in ihrer gewohnten Umgebung bleiben, auch wenn mit zunehmendem Alter der Bedarf an Unterstützung steigt. Die Familie alleine kann ein alter(n)sgerechtes Leben zu Hause jedoch häufig nicht sicherstellen, sodass ein alternatives Hilfenetz geschaffen werden muss. Für die älteren Personen gilt es, sich damit auseinander zu setzen, wie trotz dieser Entwicklungen ein Leben in der Häuslichkeit bis zum Lebensende realisiert werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass das Leben in Bakum durch die periphere ländliche Lage charakterisiert ist. Die Gemeindefläche ist im Verhältnis zur Bevölkerung relativ groß und gliedert sich in verschiedene Dörfer und Bauerschaften. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen an Infrastruktur und Nahraumversorgung, die im Hinblick auf die Umsetzung von GWA und QM unbedingt berücksichtigt werden müssen. Bislang fehlen jedoch valide Daten, wie sich die Bakumer Senioren ein selbstbestimmtes Altern in der Häuslichkeit vorstellen und welche Bedarfe und Rahmenbedingungen noch nicht ausreichend betrachtet wurden. Es ist eine besondere Herausforderung, die ältere Generation dazu zu befähigen, ihre Wünsche zu formulieren und Bedarfe zu benennen
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Bakum
Beschreibung
Das Projektgebiet bezieht sich auf die gesamte Gemeindefläche Bakums, dies sind ca. 79qkm verteilt auf 14 Ortsteile. Bakum gehört zum Landkreis Vechta und liegt in der norddeutschen Tiefebene, am Südrand der Cloppenburger Geest.
Einwohnerzahl
6123
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Das Projekt bezieht sich auf das gesamte Gemeindegebiet Bakum. Somit ist eine Unterscheidung in Projektgebiet und Gesamtstadt nicht möglich. Die größte Herausforderung für Bakum besteht in dem laut Bertelsmann Stiftung überproportional steigendem Anteil an Personen über 65 Jahren um 67% bis 2030. Aktuell liegt der Altenquotient bei 24%. Bis 2030 wird er sich auf 46% erhöhen.
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bakum ist eine relativ junge Gemeinde. So liegt der Jugendquotient der unter 20-jährigen bei 38,7%. Dies führt dazu, dass die Gruppe der Älteren im anteiligen Vergleich häufig nicht ausreichend Berücksichtigung findet. Der Jugendquotient steigt bis 2030 mäßig an (43%). In diesem Projekt wird ein besonderer Fokus auf der Zielgruppe der Senioren liegen, da die Interessenvertretung für diese Gruppe bislang unterrepräsentiert war. Die Gruppe der Jugendlichen bietet Potenziale in der Zusammenarbeit mit älteren Menschen, sodass diese Zielgruppe als chancenreich bewertet wird.
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bertelsmann Stiftung 2017
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bertelsmann Stiftung 2017
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bertelsmann Stiftung 2017
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
3% der Jugendlichen (15-17J.) und 5% der Kinder (bis 15J.) erhalten Leistungen nach SGB 2.
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bertelsmann Stiftung 2017
Unterlagen zum Gebiet
gemeinde_bakum.jpg (115.25 KB)
GWA/QM-Ansatz
Die Gemeinde Bakum ist in einer besonderen Art und Weise vom demografischen Wandel betroffen. Diese Entwicklung stellt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar, welche durch gemeinwesenorientiertes Handeln bearbeitet werden kann. Die Senioren haben im Rahmen des Projektes die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung ihres Lebens in der Kommune bis ins hohe Alter zu beteiligen. Handlungsleitend sind die Intereressen der Bürger vor Ort. Nur wer die Ressourcen einer Gemeinde kennt, kann sie nutzen und weiter entwickeln. Durch den Einbezug der Familien und des gesamten Sozialraums wird ein zielgruppenübergreifendes Handeln ermöglicht und eine nachhaltige Gemeinwesenarbeit angestrebt. Nachbarschaftshilfe und bürgerschaftliches Engagement werden gefördert, indem Hemmschwellen abgebaut und die Bürger in Bakum dazu zu befähigt werden, Hilfe von Nachbarn und Bekannten anzunehmen und zu geben. Dies kann nur gelingen, wenn von Anfang an ein partizipativer Ansatz verfolgt wird. Mithilfe der Sozialsraumanalyse, der aktivierenden Befragung und der Themennachmittage sollen die Wirkungszusammenhänge der verschiedenen Handlungsbereiche ganzheitlich gedacht werden. Der Aufbau von stabilen Kooperationsbeziehungen mit allen relevanten Akteuren ist dabei unumgänglich. Allerdings müssen auch Konflikte zwischen den unterschiedlichen Beziehungsgefügen bewältigt und ein soziales Miteinander gefördert werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Dies ist erreicht, wenn mind. 10% der Personen über 65 Jahre an der Befragung und den Themennachmittagen/Workshops teilnehmen und die Kommunalvertreter mind. eine Veranstaltung im Quartier mitgestalten.
Beschreibung
Dies gelingt, indem im Rahmen der Sozialraumanalyse Schlüsselpersonen identifiziert und zur Mitarbeit aktiviert wurden. Die Kommunalpolitiker und Funktionsträger unterstützen aktiv das Vorhaben durch die Initiierung von Gemeindefesten, Märkten o.ä.
Beschreibung
Dies ist erreicht, wenn die älteren Anwohner im Rahmen der Themennachmittage ihre Anregungen vortragen und diskutieren. Sie sind dazu in der Lage, ihre Interessen selbst zu organisieren. Eingebrachte Lösungsstrategien der Teilnehmer werden unterstützt.
Beschreibung
Dies ist erreicht, wenn die Themennachmittage durchgeführt werden. Bei den Versammlungen werden die interessierten Bürger beraten und qualifiziert, das soziale und kulturelle Leben mitzugestalten.
Beschreibung
Dies ist erreicht, wenn die Anregungen der Senioren im gesamten Gemeindegebiet bekannt sind und Ideen gesamtkommunal umgesetzt werden. Es besteht eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung den Platz der Senioren in der Gemeinwesenarbeit zu stärken.
Beschreibung
Dies ist erreicht, wenn die Sozialraumanalyse und die aktivierende Befragung durchgeführt sind. Die Ressourcen vor Ort werden identifiziert und in die Gemeinwesenarbeit eingebracht.
Beschreibung
Dies ist erreicht, wenn die Handlungsbereiche der Älteren identifiziert und in fachübergreifender Zusammenarbeit diskutiert werden. Die Bearbeitung der Ressorts findet ganzheitlich und unter Einbezug aller relevanten Akteure statt.
Beschreibung
Das Projekt verfolgt in hohem Maße einen partizipativen Ansatz. Neben dem Kooperationspartner Kommune werden Sozialdienstleister und Akteure des dritten Sektors z.B. Kirche miteinbezogen. Dem Austausch dienen gemeinwesenbezogene Arbeitsgruppentreffen.
Beschreibung
Dies ist erreicht, wenn die Bedarfsanalyse in Form einer Befragung durchgeführt ist. Da der Fokus auf der Wohn- und Lebenssituation der älteren Menschen liegt, können so ortsnahe, bedarfsgerechte Angebote geschaffen und organisiert werden..
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
alle Bürger über 65 Jahre, die im Gemeindegebiet Bakum leben
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeindeverwaltung Bakum, Bürgermeister Tobias Averbeck, Kirchstr. 3, 49456 Bakum
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On