Johannis-Quartier in Osnabrück - interkultureller Wohlfühlort mit inhaber*innengeführten Geschäften
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrich Freisel
| Funktion | Sachgebietsleitung Bürgerbeteiligung, Freiwilligenengagement und Senioren |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaft stärken - Akteure vernetzen – Generationen verbinden – Mitmach-Stadtteil für Alle!
Projektbeschreibung
Mit dem „Johannis-Quartier“ wird der Ansatz „Quartier für Alle“ auf ein neues Gebiet mit komplett anderen Rahmenbedingungen/Herausforderungen übertragen. Es ist Teil einer kommunalen Gesamtstrategie: Im „Nette-Quartier“ hatte die Stadt Osnabrück 2019 einen Pilotprozess initiiert, bei dem kommunale Fachbereiche erstmals ressortübergreifend zusammenarbeiten. Aus dieser Praxiserfahrung soll im Ressort Nachhaltige Stadtentwicklung ein gesamtstädtisches Konzept der partizipativen, integrativen GWA/QE etabliert und auf weitere Quartiere übertragen werden. Dafür wird 2023 0,5 Planstelle „Konzeptentwicklung für integrative Quartiersarbeit“ besetzt. Als Schnittstelle zw. Verwaltung u. Quartiersprojekten organisiert sie den Wissenstransfer, begleitet verwaltungsintern die Konzeptumsetzung und koordiniert das Netzwerk Osnabrücker Quartiersprojekte.
In Folge innerstädtischen Strukturwandels u. gescheiterter Umgestaltungsansätze zeigen sich in der Johannisstraße seit Jahren Negativeffekte für die verbliebenen Gewerbetreibenden u. Gastronomen. Das Gebiet wurde von Politik/Verwaltung bisher primär als Gewerbestandort wahrgenommen. Folglich wurde per Ratsbeschluss eine Intervention mit Marketing-/Image-Schwerpunkt (Sofortprogramm Johannisstr.) initiiert, um die Situation der Geschäftsleute zu verbessern u. die Kundenfrequenz zu erhöhen. Im Beteiligungsprozess von Gewerbe/Unternehmern u. Eigentümern wurde jedoch deutlich, dass die Teilnehmenden das Gebiet auch als Wohnstandort erleben. Sie formulierten Bedarfe einer Verbesserung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens, der sozialen Infrastruktur u. der Wohnqualität. „Interkultureller Wohlfühlort mit inhaber*innengeführten Geschäften“ wurde ihr Motto.
Ein neuer Projektansatz der GWA bietet die Chance, die genannten Ziele mit allen Bewohnergruppen umzusetzen. Dafür greift der Marketingansatz zu kurz. Besondere Herausforderung des Quartiers ist, die Stärkung der interkulturellen Nachbarschaft u. die Vernetzung der interkulturellen lokalen Ökonomie zusammenzudenken. Weiter bietet ein geplantes Wohnquartier „Johannishöfe“ (47.000qm) die Chance, das Gebiet durch Neukonzeption der Innenstadtnutzung (Mixed Use: Einkaufen/Wohnen/Kultur) zu beleben, das Wohngebiet aufzuwerten, die Zuziehenden in die GWA zu integrieren u. neue Wohnangebote für 60+ zu schaffen. Hier stellt die Verbesserung der Lebensqualität durch kurze Wege u. die Möglichkeit einer Verkleinerung des Wohnraums eine aktive Gestaltung des demographischen Wandels dar
Laufzeit
2023-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Kaufhaussterben, Onlinehandel u. gescheiterte Umbau-/Centerprojekte, von denen Aufwertungs-Effekte erwartet wurden, bewirken seit Jahren Negativeffekte für den verbliebenen Einzelhandel in der Johannisstraße u. der nahen Umgebung: Leerstände, Dauerbaustellen, Ansiedlung von Billigketten/Kiosken. Der Abwärtstrend zieht soziale Probleme für Anwohnende nach sich: Verfall der Wohnqualität, starke Fluktuation der Wohnbevölkerung, starker Zuzug von Menschen mit Migrations- /Fluchtgeschichte u. Transferleistungsbezug, (Kinder-)Armut, die Sichtbarkeit von Obdachlosigkeit, Alkohol-/Drogenkonsum, fehlende Nachbarschaft/Anonymität u. mangelnde Sicherheit im öffentl. Raum (Angsträume). Ferner baulicher Verfall, Vermüllung, Vandalismus. Auffällig ist eine überproportional hohe Kinderarmut, die Teilhabe-, Bildungs- u. Mobilitätschancen stark beeinträchtigt. Ein überproportional hoher Anteil von Durchgangspopulation (Studierende), Einpersonenhaushalten u. der geringe Anteil von 60+ erschweren die Entstehung stabiler Nachbarschaften.
Eine erste Intervention mit Schwerpunkt: Baustellen-/Leerstands-Management u. Marketing hat zur Interessenbündelung der lokalen Ökonomie geführt, Bewohnerwünsche sind weniger bekannt. Mit einem GWA-Ansatz wird eine Fokusverschiebung möglich: alle Bewohner-/Zielgruppen können in demokratische Prozesse der Beteiligung/Aktivierung einbezogen u. durch Angebote des Quartiersbüros miteinander in Kontakt gebracht werden. Stärkung der Nachbarschaft, Verbesserung des eigenen Lebensumfeldes u. des Quartiersimages, Gestaltung des öffentl. Raums, Schaffung von Begegnung u. sozialen Netzwerken können von Akteursgruppen (Bewohner und Ökonomie) gemeinsam angegangen werden
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück Innenstadt Neustadt
Beschreibung
Das geplante Johannis-Quartier erstreckt sich auf einer Fläche von 0,4km² in der südlichen Innenstadt Osnabrücks. Gebietsgrenzen bilden verschiedene Straßen: im Norden der "Neumarkt", im Osten der Kollegienwall, im Süden der Johannistorwall, im Westen das Schloss bzw. der Schlossgarten. Die Johannisstraße bildet die zentrale Achse des Quartiers. Es fehlt bisher die Funktion eines Quartierszentrums.
Insgesamt leben 3.354 Menschen im Johannis-Quartier. Kinder bis 14 Jahren (5,4%) und Menschen 60+ (15,7%) sind gegenüber dem städtischen Durchschnitt stark unterrepräsentiert. Junge Erwachsene zw. 18 und 29 Jahren bilden die größte Bevölkerungsgruppe, darunter eine große Gruppe Studierender als sog. Durchgangspopulation. Auch die Haushaltsgrößen divergieren stark vom städtischen Durchschnitt: Der Anteil der Einpersonenhaushalte beträgt 75%, Haushalte von Paaren oder Familien sind jeweils um ca. 10% gegenüber dem städtischen Durchschnitt unterrepräsentiert.
Die Wohnbevölkerung im Quartier ist mit 103 vertretenen Herkunftsländern sehr international und divers. Der Anteil der Personen mit (familiären) Migrationshintergrund ist mit 35,7% doppelt so hoch wie in der Gesamtstadt. Die Top 5 der Herkunftsländer sind Syrien, Ukraine, Türkei, Bulgarien, Polen. Während die Quote der Transferleistungsbeziehenden des Beschäftigungsanteils sowohl im Quartier als auch im Umfeldund nicht stark vom städtischen Durchschnitt abweichen, ist die Quote bei den SGBII beziehenden Kindern fast doppelt so hoch.
Im Quartier sind 276 Unternehmen gemeldet, Zentrum der Unternehmensansiedlung bildet die Johannisstraße mit 111 – teilweise interkulturell geführten – Unternehmen: Schwerpunkte sind hier Einzelhandel und Gastronomie, ferner Gesundheit und freiberufliche Dienstleistungen. Weitere Player im Quartier sind ein Wohlfahrtsverband mit Beratungseinrichtungen, Einrichtungen der med. Versorgung, Bildungsträger und eine "Drei-Religionen-Grundschule".
Einwohnerzahl
3354
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermelderegister Stadt Osnabrück Stand 31.01.2023
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück, 31.01.2023
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück, 31.01.2023
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück, 31.01.2023
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück, 31.01.2023
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen der BfA zum Transferleistungsbezug können für das Projektgebiet nicht adressscharf ausgewiesen werden, da das Projektgebiet nicht deckungsgleich mit Planungsräumen ist. Zahlen dazu siehe Anlage Analyse Statistik
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen der BfA zum Transferleistungsbezug können für das Projektgebiet nicht adressscharf ausgewiesen werden, da das Projektgebiet nicht deckungsgleich mit Planungsräumen ist. Zahlen dazu siehe Anlage Analyse Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück, 31.01.2023
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
johannis-quartier_karten_kooppartner.pdf
(2.03 MB)
johannis-quartier_analyse_statistik.pdf
(1.99 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Quartierskoordination arbeitet schwerpunktmäßig mit Methoden der GWA und integriert Elemente des QM. Im Rahmen von GWA initiiert sie die horizontale Vernetzung der Akteure u. Einrichtungen u. orientiert die Kooperation auf das integrative kommunale Leitbild „Quartier für Alle“. Methoden der Aktivierung ermitteln Interessen, Bedarfe, Ressourcen aller Bewohnergruppen, die für die Quartiersentwicklung handlungsleitend werden. GWA unterstützt die Bewohner, Verantwortung für ihre Belange zu übernehmen u. gemeinsam mit lokaler Ökonomie u. sozialen Einrichtungen (Teilhabe-) Angebote zu entwickeln u. umzusetzen. Durch Befähigung zur Partizipation u. Schaffung von Begegnung wird soziale Segregation abgebaut und Versorgungs-/ Unterstützungssicherheit erreicht. Besonderer Akzent im Projekt und zugleich Entwicklungspotential liegt in der interkulturellen Ausrichtung der nachbarschaftlichen Netze u. sozialen Aktivitäten sowie auf der Ausbalancierung der Interessen zw. Bewohnenden und Gewerbetreibenden. GWA versteht sich als Unterstützer für „Demokratielernen und Quartiersentwicklung“ auf Augenhöhe. Wichtige Partner sind soziale Dienstleister im Gebiet.
QM erfolgt in Hinblick auf Prozesssteuerung bezogen auf die Projektziele und den Wissenstransfer an der Schnittstelle zwischen Praxisprojekt u. Verwaltung. Im Rahmen von QM werden Maßnahmen und Handlungsfelder koordiniert, die Akteurskommunikation moderiert und erfolgt die Mitarbeit am kommunalen Handlungskonzept „Quartier für Alle“.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Anliegen, Wünsche und (Veränderungs-)Bedarfe der Bewohner:innen werden mit Methoden der GWA erhoben, dokumentiert und kommuniziert. Sie sind handlungsleitend für die Ausrichtung der Quartiersarbeit. Der GWArbeiter signalisiert Offenheit für alle Anliegen
Kriterium
Beschreibung
Ressourcen d. Quartiers (Stärken-Schwächen-Analyse), der Bewohnenden u. Interessengruppen werden mit Methoden der GWA u. fortlaufend erhoben, in die Quartiersentwicklung eingebunden u. weiterentwickelt. Bewohnende bringen ihre Fähigkeiten /Kompetenzen ein
Kriterium
Beschreibung
Netzwerke, Aktivitäten und Angebote werden kultur-, generationen- und zielgruppenübergreifend angelegt, um Quartiersakteure und Bewohnergruppen für das kommunale Leitbild „Quartier für Alle“ zu sensibilisieren
Beschreibung
Das Quartiersbüro als Vernetzungsstelle legt Beteiligungsformate (Zukunftswerkstätten, Runde Tische, Bürgerforen) ressortübergreifend an, um Beteiligungsprozesse und Aktivitäten multi-perspektivisch auszurichten und dabei alle Akteure mitzunehmen
Beschreibung
Das Quartiersbüro als Schnittstelle initiiert Netzwerkbildung / Kooperation von Akteuren und Bewohnerschaft. Die Zusammenarbeit der Akteure (lokale Ökonomie bzw.Nachbarschaft) hat sich vom Austausch zum abgestimmten Handeln weiterentwickelt
Kriterium
Beschreibung
Engagementpotentiale für bestehende u. neue Unterstützungsbedarfe u. Angebote wurden erschlossen, insbes. das Potential der Babyboomer. Alle Zielgruppen sind in die Engagement-, Unterstützungs-, Teilhabe- und polit. Partizipationsstrukturen eingebunden
Beschreibung
Neben sozialer Infrastruktur (s. 7) wurde Infrastruktur in den Bereichen Wohnumfeld, Aufenthaltsqualität (Grünes Quartier, Sitzgelegenheiten), Nachhaltigkeit, Mobilität (Fahrradinfrastrukt.) bedarfsgerecht weiterentwickelt. "Interkultureller Wohlfühlort"
Kriterium
Beschreibung
In der Verwaltung besteht eine ressortübergr. „AG integrierte Sozialplanung“. Die Stelle „strategische Konzeptentwicklung f.d. integrative partizipative Quartiersarbeit“ etabliert eine gesamtstädtische Strategie im Referat Nachhaltige Stadtentwicklung
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Osnabrück, Referat Nachhaltige Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Osnabrück, FB Kinder Jugend und Familie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Osnabrück, Referat Nachhaltige Stadtentwicklung, Fachstelle Senioren
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Osnabrück, Osnabrücker Servicebetrieb
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Marienhospital Osnabrück Nils Stensen Kliniken
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Christliches Kinderhospital Osnabrück GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Beratungsstelle Osnabrück, Johannisstraße 91
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
SKM Osnabrück Männerberatung, Johannisstraße 24
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Osnabrück - Freiwilligenmanagement
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialdienst katholischer Frauen, Johannisstraße 91
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Kreisverband für die Region Osnabrück e.V., Johannisstraße 37/38
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Exil e.V., Unterstützung und Beratung für Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Pflegedienst PIOS - Pflege in Osnabrück Stadt & Land GbR, Holtstraße 34
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AWO Wohnen & Service am Salzmarkt, Holtstraße 43 (Einrichtung des betreuten Wohnens)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pfarrei St. Johann, Johannisstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bijoubelle, Hüseyin Taskiran, Geschenkartikel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Anne´s Theke, (Kneipe Pub)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Restaurant Aroma, Metin Oktai
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Balou (Studierenden-/ Fußballkneipe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Restaurant Fanus, Hasan Abbarah
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: M&C Döner, Veysel Ozyurt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
CFS Meyer, Co-Living für Mitarbeiter*innen und Dozent*innen der Universität und Hochschule Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Restaurant Treibhaus, deutsche und europäische Küche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gastronomie: Zinnober, Restaurant und Lounge
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft südliche Innenstadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: Wohn- und Geschäftshaus Johannisstraße 75, Quartiersbüro Citymarketing
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: ASP Lindhorst-Gruppe, (ehem. Kachelhaus), Bauträger Neubauprojekt Johannishöfe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: CFS Meyer (Wohn- und Geschäftshaus (EDEKA))
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: Filmpassage (Leerstand) Steinkamp, Johannisstraße 112
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: A. Ammann (Architekt), ehem. Leder Berensen (Wohn- und Geschäftshaus)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: Wohn- und Geschäftshaus "Jonatans Laden" (soziales Kaufhaus), Bäumer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: M. Gravelmann (List-Gruppe) (ehem. Sinn-Leffers Gelände)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: M. Meier (List-Gruppe) (ehem. Sinn-Leffers Gelände)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: M. Rauschen, ehem. Reformhaus Bacher Wohn- und Geschäftshaus, Ladenleerstand
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eigentümer*in: O. Richter, Wohn- und Geschäftshaus Restaurant Treibhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersbewohnerin, Studentin, Masterarbeit über Johannisstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alzheimer-Gesellschaft Osnabrück, Holtstraße 43
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Quartiersansatz/Sozialraumorientierung sind in den strategischen Zielen der Stadt Osnabrück 2021-30 verankert. Per Ratsauftrag für ein gesamtstädtisches Handlungskonzept „Quartier für Alle (Zielgruppen)“ wird der Ansatz in der kommunalen Stadtentwicklung konzeptionell verankert. Dafür wurde eine 0,5 VÄ Planstelle besetzt (s. Anl.). Sie wird die GWA nach Projektlaufzeit auf andere Stadtteile übertragen. Die Kommune trägt im Johannis-Quartier neben Stellenanteilen f. Projektleitung die Mietkosten
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Wolfsburger Süden - Begegnen, Gestalten, Zukunft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Tim Fahse
| Funktion | Vorstandsmitglied |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Verlässlichen Begegnungsort schaffen, Bedarfe ermitteln und Umsetzen, gemeinsam Zukunft gestalten
Projektbeschreibung
Im Süden von Wolfsburg liegen drei unterschiedliche Dörfer nah beieinander. Unterschiedlich in ihrer Größe, Infrastruktur und der Landkreis/Stadt-Zugehörigkeit, aber mit großer Ähnlichkeit der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen.
Ein kurzer Blick in die Lebensrealität der Dörfer und auf die demografische Entwicklung zeigt: Wir müssen jetzt, gemeinsam Zukunft gestalten um später Handlungsfähig zu sein!
„Wo soll ich denn jetzt meine Worte loswerden? Ich habe doch sonst niemanden.“: fragt eine Teilnehmerin unseres wöchentlichen Mittagstisches in Hattorf bestürzt mit Beginn der Corona Maßnahmen 2020. Die baulichen und sozialen Entwicklungen in unserem Dorf sind eben die gleichen wie in den beiden Nachbarorten. Die Folge Vereinsamung, Anonymität und ohne Auto keine Teilhabe/Partizipationsmöglichkeit. Trotz des Engagements der ehrenamtlichen Vereine und Initiativen. Vor 10 Jahren haben wir als BürgerInnen ein Generationen Begegnungszentrum aufgebaut, für mehr Miteinander und als Ort an dem Initiativen und Ideen selbstwirksam Raum finden. Aber uns fehlen Ehrenamtliche, Zeit und Geld. Wir möchten ausgehend von Hattorf drei Dinge schaffen:
a) Eine Kommstruktur - Verlässlichen Ort für Begegnung
unser Haus der Generationen als einen bekannten, gut vernetzten, verlässlichen Begegnungsort mit „Kümmerer-, Beratungs-, und Hilfsfunktion“, Möglichkeiten der sozialen und kulturellen Teilhabe, bei den BewohnerInnen etablieren. Die Gründung von ähnlichen Initiativen in anderen Dörfern/Stadteilen unterstützen.
b) Eine Geh-Struktur - Aktiv Bedarfe erfragen und zum Selbstgestalten einladen
Aktiv auf die Menschen vor Ort zugehen und sie dabei unterstützen ihre vorhandenen Bedarfe für ein gutes, gesundes Miteinander zu finden, zu äußern und zu vertreten und/oder selbst umzusetzen.
c) Eine Zukunftstrategie über 3 Dörfer hinweg
Eingerahmt wird das Projekt von der Idee, die drei durch Tradition, Stadtteils- und Landkreisgrenzen getrennten Dörfer Beienrode, Hattorf und Heiligendorf in den Austausch zu bringen, Ideen und Intitiativen zu teilen, zu verbinden und so insgesamt resillienter und lebendiger zu machen. Gemeinsam mit den Menschen, Politik und Akteuren, mutig an einer konkreten, wünschenswerten Zukunftsvision des dörflichen Raumes zu arbeiten. Unter Aspekten wie: Mobilität, demografischer Wandel, Zukunft der Pflege, Resilienz, Teilhabe, ökologischer Wandel und gesellschaftliches Miteinander.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Projektgebiet liegen Hattorf, Heiligendorf und Beienrode, drei unterschiedliche Dörfer nah beieinander. Unterschiedlich in ihrer Größe, Infrastruktur und der Landkreis/Stadt-Zugehörigkeit, aber mit großer Ähnlichkeit in den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen. Im Niemandsland am Rande des Hattorfer Industriegebiets befindet sich die Sammelunterkunft für Geflüchtete.
Schwerpunkt der Komm-Struktur im Projekt und damit Aktionsbasis für unser "Zu den Menschen Gehen": Das Haus der Generationen, befindet sich in Hattorf, 2024 EW. Geprägt von Einfamilienhäusern und der typischen, baulichen und sozialen Trennung von altem Dorf und Neubaugebiet hinter Lärmschutzwall. Menschen pendeln zwischen dem eigenen Heim und Schule/Arbeitsplatz - Begegnungen finden höchstens in der Grundschule, Kita oder im Aldimarkt statt. ÖPNV und damit Verbindung zu Teilhabe, Kultur und Beratung, Austausch besteht nur auf dem Papier.
Vereine, Kirche und Initiativen im Ort beleben das soziale Miteinander im Rahmen ihrer personellen Ressourcen und Möglichkeiten, aber Kontaktlosigkeit, Anonymität und Einsamkeit sind die großen Themen. Bei den Älteren deren Kinder zumeist weggezogen sind, und bei den Neuen und ihren Kindern, die Eltern und Großeltern in der Heimat gelassen haben. Insbesondere Kinder und Jugendliche haben keinerlei Rückzugs- und Kreativitätsräume, genauso die Geflüchteten.
Es gibt keine verlässlichen, niedrigschwelligen Treffpunkte, unverbindlichen Begegnungsorte im öffentlichen Raum wo Menschen in Kontakt kommen können und sich Visionen und Veränderungspotential entwickeln kann. Visionen die alle drei Dörfer JETZT dringend für eine selbstbestimmte Zukunft entwickeln müssen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfsburg Hattorf und Wolfsburg Heiligendorf und Helmstedt Beienrode
Beschreibung
Die Gemeindegrenzen von Hattorf und zusätzlich Heiligendorf und Beienrode. Zuzüglich der Sammelunterkunft für Geflüchtete im Hattorfer Heinenkamp (ganz im Nordwesten)
Einwohnerzahl
4991
Quelle / Anmerkungen
https://statistik.stadt.wolfsburg.de/Informationsportal_15/Upload/Veroeffentlichungen/PDF/StadtWolfsburg_DatenFakten2022.pdf und Gemeinde Lehre
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung nach Datenbasis https://statistik.stadt.wolfsburg.de/Informationsportal_15/Upload/Veroeffentlichungen/PDF/StadtWolfsburg_Bevoelkerungsbericht2023.pdf // Hier sind die Alterskohorten bei 18 getrennt.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung nach Datenbasis https://statistik.stadt.wolfsburg.de/Informationsportal_15/Upload/Veroeffentlichungen/PDF/StadtWolfsburg_Bevoelkerungsbericht2023.pdf // Hier sind die Alterskohorten bei 65 getrennt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir machen, als Verein der aus dem bürgerlichen Engagement hervorgegangen ist, seit jeher Gemeinwesenarbeit! Denn: Unser Ziel ist 1. sozial- und lokal-politisch klar fokussiert. 2. Zielt auf die Verbesserung von immateriellen Bedingungen unter maßgeblicher Einbeziehung der Betroffenen. Also auf die Qualität der sozialer Beziehungen, Möglichkeiten der Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben, Stärkung der indivduellen Handlungsfähigkeit durch Selbstwirksamkeitserfahrung. Klarer Fokus sind die aktuellen Bedarfe, Bedürfnisse und Wünsche der Menschen im Projektgebiet. Wir fragen seit Anfang an: "Was braucht ihr für ein gutes Leben?"
3. Entwicklen wir unter genau diesen Gesichtspunkten gemeinsam Visionen zukünftiger Infrastruktur und Wohnumgebung für ein Leben mit Zukunft im resillienten, grenzenüberschreitenden Dörferverbund.
4. Wir leben das Verständnis, dass Menschen -die den Raum dafür bekommen- und denen das Potential zugesprochen wird -, die sich wirksam selbst organisieren zu können-, sich als resilienter und Handlungsfähiger erleben.
5. Wir fördern die Selbstorganisation durch die Bereitstellung von Raum und Zeit und inittieren entsprechende Netzwerke und Kooperationen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Menschen sich äußern, dass ihre Interessen wahrgenommen und wertgeschätzt werden. Wenn antizipierte Angebote angenommen werden. Angebote aus den geäußerten Bedürfnissen der Menschen entstehen und angenommen werden
Kriterium
Beschreibung
Wenn: Angebote, Gruppen und Initiativen selbstorganisiert enstehen und Raum finden. Sich die Menschen als handlungsfähiger und verbundener im Gemeinwesen beschreiben
Kriterium
Beschreibung
Wenn wir die Ressourcen der Menschen vor Ort kennen und für den Prozess aktivieren konnten
Kriterium
Beschreibung
Wenn die diversität der Bewohner sich in der Nutzung und in der Partizipation wiederspiegelt. Wenn wir erleben das Angebote Verbindungen aufbauen. Wenn wir uns immer auch selbst fragen: Wer nimmt (noch) nicht teil?
Beschreibung
Wenn wir gemeinsam sichtbare Visionen von notwendiger Infrastruktur für eine Zukunft auf dem Land entwickelt und öffentlich gemacht haben.
Kriterium
Beschreibung
Wenn wir erlebbare Kooperationen mit den lokalen Akteuren aufgebaut haben. Wenn auch in anderen Dörfern die Idee änlicher, selbstorganisierter Projekte wächst
Kriterium
Beschreibung
Wenn die Notwendigkeit für eine aktive Gestaltung der Zukunft der dörflichen Bereiche allgemein akzeptiert ist und durch Wort und Tat unterstützt wird. Wenn (Dorf)grenzenüberschreitendes gemeinsames Handeln von Politik und Verwaltung unterstützt wird.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bauamt Stadt Wolfsburg - Zukunftsentwicklung Generationenwohnen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Adrian
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wir stellen uns ein Mischfinanzierung vor, haben aber in der Kürze der Zeit noch keinen Stand dazu.
1. Arbeiten an einer Finanzierungsbeteiligung der Kommune
2. Erwarten das das Projekt in Zukunft unsere Eigenmittel erhöhen wird
3. Denken an finanzielle Bürgerbeteiligung in Anlehnung unseres Social Entrepener Ansatzes
4. Stiftungsmittel und andere Drittmittel
In jedem Fall wird es weitergehen und zwar im hervorragenden Verhälnis mit der Kommune. Siehe Schreiben der Stadt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Guter Nachbar, machbar: ein Dorf, ein Haus, ein Miteinander
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Eva-Maria Junker-Schlarmann
| Funktion | Projektkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Füreinander mitgestalten, miteinander neu entfalten
Projektbeschreibung
Holdorf ist eine Gemeinde mit ca. 7600 Einwohnern. Gerade in der jüngsten Vergangenheit ist Holdorf kontinuierlich gewachsen. Neue Baugebiete sind entstanden, viele Mietwohneinheiten sind dazu gekommen. Dies bedeutet auch den Zuzug neuer BürgerInnen. Diesen Zuzug gilt es nun zu kompensieren, die „neuen“ zusammen mit den „alten“ Holdorfern ins „Gemeindeboot“ zu holen, eine Schnittstelle zu schaffen. Eine Schnittstelle zwischen BürgerInnen, einem dafür geeigneten Ort, mit einem zuständigen Ansprechpartner. Der passende Ort, das neue Bürgerhaus, dessen Fertigstellung ca. Herbst 2024 vorgesehen ist. Nun fehlt es an einer entsprechenden Fachkraft, die sich um die Aktivierung und Beteiligung der BürgerInnen in der Mitgestaltung kümmert.
Diese Mitgestaltung kann wie folgt aussehen: ein Bürgerfest im Bürgerpark etablieren, unter Einbindung des Gewerbes, des Handels, der Landwirtschaft und der Vereine. Eine Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen planen, um dem auch hier erfahrungsgemäß immer einflussreicher werdenden Part des Medienkonsums entgegenzuwirken, zum Beispiel in Form von "Waldbaden mit Kindern und Jugendlichen", einem regelmäßig stattfindenden Kinderkino unter Einbindung einer gezielten Thematik.
Eine Ausstellung im Bürgerhaus ins Leben rufen, gemeinsam mit hiesigen Künstlern und den BürgernInnen den für sich schönsten Ort im Dorf auf Leinwand zu bringen oder zu fotografieren, um dann die „Herzensorte“ der BürgerInnen zu präsentieren.
Die Vereine und auch die Politik ansprechen, um Generalversammlungen oder Sitzungen im Bürgerhaus abzuhalten, diese dort über Neuigkeiten und Förderprogramme zu informieren oder Termine zu koordinieren.
Das Zusammenführen von Jung und Alt, gemeinsame Veranstaltungen: Wie nutze ich das Internet, wie bediene ich ein Smartphone. Junge Menschen geben ihr Wissen weiter, das führt zu Wertschätzung. Vorurteile werden abgebaut und das Miteinander wird generationsübergreifend gestärkt.
Hilfe für und Integration von ausländischen Mitbürgern: regelmäßige, offene Treffen anbieten, sich austauschen können, Probleme besprechen. In Zusammenarbeit mit dem Familienbüro und dem Sozialamt Fragen und Themen erörtern und weiterhelfen.
Dabei sollte die Beteiligung der BürgerInnen mit ihren Ideen und Wünschen im Vordergrund stehen, um sich besser mit ihrem Wohnort identifizieren zu können. Es braucht jemanden, der koordiniert. Diese Stelle ist aus politischer Sicht jedoch nur über eine Co-Finanzierung realisierbar.
Laufzeit
2023-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Verschiedenste Gründe tragen dazu bei, dass sich der Ort verändert, sei es durch Generationswechsel, demographischen Wandel oder, dass sich durch neue Baugebiete und die Schaffung immer mehr Mietwohnungen, die soziale und gesellschaftliche Struktur verändert. So entstanden vor einigen Jahren, relativ nahe des Ortskerns mehrere Wohnblöcke mit Mietwohnungen, unweit eines Discounters. Diese tragen aufgrund ihrer Besiedelungsdichte mittlerweile den Namen „Netto Ghetto“.
Es geht entscheidend um das Erhalten und den Ausbau des gemeinschaftlichen Dorflebens. Die Bereitschaft sich einzubringen wird immer geringer. Die Leute kommen gebürtig nicht von hier oder wohnen nur hier, anstatt hier zu „leben“. Das klassische Gemeindeleben scheint "keinen mehr etwas anzugehen". Die Wahrnehmung der örtlichen Demokratie, auch in Bezug auf Wahlbeteiligung, findet immer weniger Beachtung. Die Menschen kennen die Leute nicht mehr, die ihnen von den Wahlplakaten entgegenblicken.
Im Ortsteil nebenan hat kürzlich der einzige kleine Lebensmittelladen geschlossen. Gerade für die Älteren ist somit ein gut erreichbarer Anlaufpunkt, auch aufgrund fehlender Mobilität und ein Treffpunkt zum „Schnacken“ weggebrochen.
Der aktuellen Situation des „immer mehr für sich Seins“ und somit auch des Einschlafen des Ehrenamtes, das auf dem Land von so großer Bedeutung ist, muss etwas entgegengesetzt werden. Es bedarf zwangsläufig der Schaffung einer Stelle, die sich dieser Problematik annimmt. Diese Stelle ist jedoch nur über eine Förderung möglich.
Es müssen ALLE angesprochen und angespornt werden, den Ort mit ihren Ideen und ihrem Einsatz zu ihrer persönlichen und gemeinschaftlichen Wohlfühloase zu machen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Holdorf
Beschreibung
Holdorf ist eine Einheitsgemeinde im Landkreis Vechta in Niedersachsen mit einer Größe von 5.486 Hektar. Die Gemeinde liegt im Oldenburger Münsterland. Nachbargemeinden sind die Stadt Dinklage, die Gemeinde Steinfeld, die Stadt Damme und die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden im Landkreis Vechta sowie die Gemeinden Gehrde und Badbergen im Landkreis Osnabrück.
Einwohnerzahl
7672
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte.png
(218.12 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt stehen die BürgerInnen und deren Bedarfe. Durch das Abfragen von Interessen, soll das freiwillige Engagement geweckt und weiterentwickelt werden. Das Miteinander zu fördern und zu stärken steht im Vordergrund. Dies gilt es zu begleiten und dadurch langfristig eine GWA Struktur zu verankern. Ansatz des Projektes ist es vorhandene Ressourcen zu nutzen, das Bürgerhaus. Von hier aus haben die BürgerInnen die Möglichkeit gemeinschaftlich zu agieren und sich Miteinander zu engagieren. Somit bietet das Projekt die Möglichkeit die soziale Teilhabe zu verbessern. Das Haus wird zu einem Ort der Teilhabe. Für die BürgerInnen bietet sich die Möglichkeit des Netzwerkens, der Kommunikation und des Austausches. Durch aktivierende Befragungen während des Projektzeitraums und darüber hinaus, Workshops, Runde Tische, Arbeitskreise, wird die Einbindung der BürgerInnen und deren Bedürfnisse sicher gestellt. Dabei werden Kommune und Politik kontinuierlich mit einbezogen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Bürgerhaus für jeden offen und erreichbar ist. Die BürgerInnen es als Anlaufstelle mit ihren Anliegen wahrnehmen, dort entsprechende Ansprechpartner haben und bedarfsgerechte Angebote auf Akzeptanz stoßen.
Kriterium
Beschreibung
Die BürgerInnen ihre Projekte und Ideen, in enger Zusammenarbeit und mit Unterstützung von Kommune und Politik, nach ihren Vorstellungen verwirklichen können.
Kriterium
Beschreibung
Neue Angebote werden durch neue Zielgruppen wahrgenommen. Es zu einem Austausch zwischen Jung und Alt, Zugezogenen und Alteingesessenen, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund kommt.
Beschreibung
Es zu regelmäßigen Veranstaltungen kommt, z. B.: ein Bürgerfest im Bürgerhaus & Bürgerpark, dessen Initiatoren die BürgerInnen selbst sind. Bei diesem Bürgerfest möglichst viele Akteure gibt, bestehend aus BürgerInnen, Vereinen, Gewerbe und Handel.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Schützenvereine, Sportvereine, Heimatverein, Verein Zukunft für Jugend, Musikverein
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Bürgerhaus dient als Ausgangspunkt und zentrale Wirkungsstätte der GWA. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass dieses Haus vom Bürgermeister gewollt und zugleich ratifiziert ist, ist eine Finanzierung nach Ablauf der Förderung, die diese Stelle zum jetzigen Zeitpunkt erst möglich machen würde, durch Kommune und Politik abgesichert. Aufgrund aktueller größerer, finanzieller Hürden seitens der Gemeinde, lässt dies eine Finanzierung dieser Stelle zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Vielfalt gemeinsam im Gemeinwesen gestalten
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Moqem Omari
| Organisation | Stadt Dissen aTW |
|---|---|
| Funktion | Integration- und Gemeinwesenarbeit |
2. Kurzbeschreibung
Zusammenleben iterativ gestalten
Projektbeschreibung
Bereits heute stellt die Vielfalt im Gemeinwesen das Zusammenleben vor eine große Herausforderung. Konflikte müssen gemanaged, das Zusammenleben gestaltet werden. Die Gemeinwesenarbeit bietet großes Potenzial, Vielfalt lebensweltnah und ganzheitlich Vielfalt zu gestalten – gerade auch im Hinblick auf die aktuellen Herausforderungen der Integration von Geflüchteten aus der Ukraine. Dieser Ansatz kann nur ganzheitlich unter Einbindung möglichst aller Akteur*innen der Zivilgesellschaft und aller Abteilungen der Stadtverwaltung und Teilen der Landkreisverwaltung erfolgreich sein. Deshalb soll in einem iterativen Prozess ein Masterplan für das Gemeinwesen entwickelt werden, bei dem von Anfang an das Handeln im und mit dem Gemeinwesen im Mittelpunkt steht, um Barrieren zu überwinden oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Hier kommen digitale (z.B. digitale Umfragen, QR-Codes im Projektgebiet) wie analoge Methoden zum Einsatz (z.B. das mobile Café oder Straßenzeitungen). Gerade das Projektgebiet in der Kleinstadt Dissen aTW eignet sich besonders für eine solches Vorgehen, weil die Wege kurz sind und die sozialen Netzwerke in vielen Bereichen noch funktionieren. Nichtdestotrotz ist Dissen aTW – und besonders das Projektgebiet – von einem hohen Migrationsanteil und dem Weggang mehrerer Großbetriebe gekennzeichnet, was einen unmittelbaren Einfluss auf das Zusammenleben in Vielfalt hat. Daher ist hier ein ganzheitlicher Handlungsbedarf geboten. Besonders jetzt ist es wichtig, einen multiperspektivischen Ansatz zu fahren, der den Herausforderungen auf allen Ebenen der Stadtgesellschaft begegnet und z.B. auch die Stadtplanung mit einbezieht. Die Vernetzung vor Ort soll nachhaltig durch die Verwendung von analogen und digitalen Methoden weiterentwickelt und noch näher an die Bürger*innen im Gemeinwesen gebracht werden. Zentral geht es darum, die Stadtgesellschaft auch zukünftig für kommende Herausforderungen und Krisen aus dem Blickwinkel des Zusammenlebens krisenfest zu machen.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Dissen aTW mit über 10.200 Einwohner*innen aus mehr als 60 Nationen liegt im Süden des Landkreises Osnabrück am Teutoburger Wald. Einen besonders großen Teil machen EU-Arbeitsmigrant*innen v.a. aus Rumänien, Polen und Bulgarien aus. Hinzu kommt ein hoher Anteil an Spätaussiedler*innen. Der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund im Projektgebiet ist überdurchschnittlich im Vergleich zur Gesamtstadt und diese liegt über dem kreisweiten Durchschnitt. Im Gemeinwesen zeigt sich eine stark segmentierte Gesellschaft. Vielfalt wird nicht gelebt. Hier stellt sich die große Herausforderung, ein Zusammenleben in Vielfalt aktiv und unter Einbindung aller Bewohner*innen im Gemeinwesen zu gestalten – gerade auch im Hinblick auf die zu erwartenden Flüchtlinge aus der Ukraine. Daher soll mit dem Projekt ein Verständnis und die Umsetzung von Maßnahmen zur Gestaltung des Zusammenlebens in Vielfalt gemeinsam mit den Bewohner*innen des Gemeinwesens, der Stadtverwaltung/ -politik sowie weiteren Akteur*innen des Zusammenlebens in Vielfalt erarbeitet und umgesetzt werden. In den drei Vorläuferprojekten wurden bereits unterschiedliche Zielgruppen erreicht und erste Netzwerke aufgebaut, die auch als Grundlage für das aktuelle Projekt dienen. Eine Verstetigung der GWA ist allerdings bislang nicht gelungen. Deshalb übernimmt die Stadt Dissen aTW nun selbst die GWA, für die Herr Moqem Omari gewonnen werden kann, der bislang als Integrationsmanager für die Stadt Dissen tätig ist. Er ist Politikwissenschaftler MA mit den Schwerpunkten Zivilgesellschaft und Migration und weist eine langjährige Erfahrung in der sozialen Arbeit auch in Dissen auf. Eine GWA-Fortbildung ist geplant.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Hier wird ein ganzheitlicher GWA-Ansatz in engem Austausch mit der Stadtverwaltung und weiteren Akteur*innen verfolgt (Triple-Mandat). Es geht um die konkrete Gestaltung der Lebenswelt der Menschen im Gemeinwesen. Dies kann nur im Zusammenspiel aller Akteur*innen in einem integrierten Ansatz funktionieren. Die GWA arbeitet niedrigschwellig, an Ressourcen der Bewohner*innen orientiert, immer mit dem Blick auf Hilfe zur Selbsthilfe und präventiv. Im Zentrum der Arbeit steht die Vernetzung der Akteur*innen und Bewohner*innen, um selbstwirksam den Herausforderungen im Zusammenleben zu begegnen. Die GWA führt eine aktivierende Arbeit durch, um möglichst viele Menschen für die Mitarbeit an der Entwicklung und Umsetzung des Maßnahmenplans zu gewinnen. Durch das mobile Café und andere Methoden wird eine Mischung aus Komm- und Geh-Strukturen in der GWA etabliert.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es ist beabsichtigt, eine GWA-Stelle für die Kernstadt in Dissen zu verstetigen. Hierzu ist allerdings eine Förderung der Kick-Off-Phase zu Implementierung der notwendigen Strukturen nötig. Die Basis für ein ganzheitliches Herangehen an die sozialen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft soll in der Stadtverwaltung zunächst geschaffen und dann ebenfalls verstetigt werden. Die aufgebaute Netzwerkstruktur mit den Akteur*innen und Bewohner*innen des Gemeinwesens wird durch die GWA begleitet.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
2023_rollup_vielfalt-g-i-g-g.jpg
(2.12 MB)
Gemeinsam und gesund – gut leben im Quartier! Alter(n)sgerecht in die Zukunft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Hilke Meyer
| Funktion | Seniorenbeauftragte |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Zwischen heute und morgen, unser zuhause im Quartier. Lebendige Quartier für ein lebenswertes Miteinander aller Generationen. Aber sicher!
Projektbeschreibung
Das Projekt „Gemeinsam und gesund – gut leben im Quartier! Alter(n)sgerecht in die Zukunft“ möchte dazu beitragen, ältere Menschen gezielt in die GWA und die schon vorhandenen Strukturen der Quartiere zu integrieren. Im Zuge der GWA ist es für ältere Menschen wichtig, dass zentrale Versorgungsstrukturen und Dienstleistungen in erreichbarer Distanz verfügbar sind und diese den älteren Menschen bekannt sind. Soziale Kontakte sollten in der Nähe der Wohnung gepflegt werden können. Ein Ziel der GWA mit älteren Menschen sollte sein, dass diese Personengruppe durch Mitgestaltung selbstbestimmt und in Würde altwerden darf und an generationenübergreifenden Formen des Zusammenlebens im Quartier teilhaben kann. Methodisch soll es mit zwei Sozialarbeiterinnen „Kümmerinnen vor Ort“ geben, die im Schwerpunkt in aufsuchender Beratung zum einen die Bedarfe der Zielgruppe erheben und somit ihre Beteiligung am Gemeinwesen stärken können und zum anderen als Mittlerinnen dienen zwischen den älteren Menschen, den Versorgungs- und Dienstleistern und den Stadtteiltreffpunkten. Zusätzlich sollen durch das Projekt gezielte Angebote zur Gestaltung sozialer Kontakte, generationsübergreifender Aktionen, dem Ausbau von Begegnungsräumen sowie Angeboten zur Gesundheitsförderung und auch gezieltem Engagement initiiert werden, die dazu beitragen, das Leben im Quartier für alle Altersgruppen demographiefest und nachhaltig zu gestalten.
Durch die Einbeziehung von interdisziplinären Expert*innen und Akteur*innen in den Sozialräumen sowie die Bürger*innen als Expert*innen in eigener Sache sollen Defizite, Bedarfe aber auch Potenziale erkannt werden, um die Quartiere altern(s)gerecht und zeitgemäß fort- bzw. neu zu entwickeln.
Laufzeit
2024-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Herausforderungen/Auswirkungen der demographischen Entwicklung und des sozialen Wandels sind in Hameln deutlich erlebbar. Besonders deutlich wird dies angesichts des bereits jetzt überdurchschnittlichen Anteils älterer Menschen (Ü60=33,2%;Ü80=8,6%), der in den kommenden Jahren verlässlich weiter ansteigen wird. Besonders die fragile Lebenslage alleinlebender älterer Menschen ohne soziales Netzwerk erfordert die Notwendigkeit, eine nachhaltige Struktur auf- & auszubauen, um zukünftig eine selbständige Lebensführung in der eigenen Häuslichkeit zu erhalten u. zu fördern. Pandemiebedingtes Rückzugsverhalten und gleichzeitiger Rückgang ehrenamtlicher Potenziale haben diese Situation noch verschärft. Die Entwicklung neuer sozialer, generationsübergreifender Netzwerkstrukturen im nahen Wohnumfeld ist angesichts rückläufiger familiärer Hilfe-und Unterstützung sowie der Zunahme von Singles/Kinderlosen zur Mobilisierung einer aktiven Selbst- u. Mitverantwortung erforderlich. Besonders für ältere Menschen mit eingeschränktem Aktionsradius oder geringen finanziellen Spielräumen sind die Ressourcen ihres Quartiers relevant für Selbstbestimmung u. Lebensqualität und ermöglicht ihnen soziale und kulturelle Teilhabe. In Zukunft werden dabei gleichzeitig die verschiedenen Lebenslagen von älterwerdenden (Sekundär-)Migrant:innen, die zwischenzeitlich hier ihr Zuhause gefunden haben, mehr Berücksichtigung finden müssen. Hameln möchte ihr Gemeinwesen für heutige u. zukünftige Generationen proaktiv u. nachhaltig alter(n)sgerecht gestalten. Dieses Vorhaben stellt die Umsetzung der Leitlinie 1 des 2020 „Hameln ist eine Stadt für alle Menschen“ sowie Ihren zugeordneten Zielen/Maßnahmen dar.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hameln Kernstadt (Nordstadt, Südstadt, Klütviertel, Basberg, Altstadt)
Beschreibung
Stadtteile der Hamelner Kernstadt, zentrale Lage mit recht guter Anbindung und Versorgungsstrukturen.
Einwohnerzahl
40000
Quelle / Anmerkungen
https://www.hameln.de/de/buergerservice-verwaltung/blick-in-die-geschichte/hamelns-ortsteile | https://www.hameln.de/fileadmin/media/Dokumente/Abt._41_Stadtentwicklung_und_Planung/Statistische_Daten_2022.pdf
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Einwohnermeldeabteilung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil ausländischer Bewohner/innen über 60 Jahre (Daten der Einwohnermeldeabteilung)
Unterlagen zum Gebiet
einwohneranteil_ue65_hameln.png
(260.85 KB)
Gebiet-Name
Hamelner Ortsteile (Afferde, Hilligsfeld, Rohrsen, Tündern, Wehrbergen, Sünteltal, Halvestorf, Haverbeck, Hastenbeck, Klein Berkel, Wangelist)
Beschreibung
Abstand zur Kernstadt zw. 1-6 Kilometer. Dörflich geprägte Ortsteile.
Einwohnerzahl
20000
Quelle / Anmerkungen
https://www.hameln.de/de/buergerservice-verwaltung/blick-in-die-geschichte/hamelns-ortsteile | https://www.hameln.de/fileadmin/media/Dokumente/Abt._41_Stadtentwicklung_und_Planung/Statistische_Daten_2022.pdf
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
38
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Einwohnermeldeabteilung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil Ausländische Bewohner/innen über 60 Jahren. Daten Einwohnermeldeabteilung.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
einwohneranteil_ue65_hameln.png
(260.85 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Ziel einer ganzheitlichen Weiterentwicklung aller Stadtquartiere soll auf die besondere soziale Herausforderung des demographischen Wandels und der besonderen Bedarfe älterer Menschen in ihrem natürlichen Radius, dem nahen Wohnumfeld mit gezielten Methoden der GWA im Projekt eingegangen werden.
Im Sinne der Integrationsarbeit können durch die Methode der aufsuchenden Beratung ältere Menschen, besonders die in schwierigeren sozialen Lagen, besser in ihrem Stadtteil partizipieren. Dies wiederum trägt zu einer Sicherung der demokratischen Verhältnisse vor Ort bei, da die Zielgruppe oftmals nicht durch die klassischen Beteiligungsformen im Quartier erreicht wird. Durch die Anbindung des Projektes bei der Stadt Hameln können Bedarfe der Zielgruppe nach der Ermittlung unmittelbar an die richtige Stelle weitergeleitet werden.
So lassen sich in erster Linie die immateriellen Bedingungen vor Ort verbessern, so dass alle Generationen gewinnbringende soziale Beziehungen vor Ort leben können. Aber auch materielle und infrastrukturelle Bedarfe können zunächst Erhoben und in den aufzubauenden oder aufrechtzuerhaltenden Netzwerkstrukturen lösungsorientiert diskutiert werden.
Im Sinne des lebenslangen Lernens sollen Veranstaltungen mit Kooperationspartner:innen zu verschiedensten Themen informieren, beraten und auch zur gesundheitlichen und präventiven Förderung beitragen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ideen, die die Zielgruppen entwickelt hat sind im Quartier umgesetzt oder etabliert worden.
Kriterium
Beschreibung
Durch aufsuchende Beratung sind neue Zugänge geschaffen worden und Bewohner:innen direkt angesprochen worden
Kriterium
Beschreibung
Durch Einbezug älterer Menschen in Netzwerkstrukturen und Angebote vor Ort ist generationsübergreifendes Denken und Handeln im Quartier gestärkt.
Beschreibung
Vorhandene Dienstleistende und Versorgungsangebote, sowie Netzwerke und Stadtteiltreffpunkte liegen im Zentrum der aufsuchenden Beratung und werden bei der Planung neuer Angebote unterstützt oder aktiv mit einbezogen.
Kriterium
Beschreibung
Zusammenarbeit mit der Abteilung Stadtentwicklung und Planung, sowie weiteren Fachabteilungen je nach anstehendem Thema sind erfolgt.
Beschreibung
Neue Formen der Begegnung sind entstanden, neue Kontakte zwischen Nachbar:innen wurden geknüpft.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Mütterzentrum - Mehrgenerationenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Polizeiinspektion Hameln-Weserbergland, Team Prävention
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin- Luther Gemeinde (ev.)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Augustinus Hameln (kath.)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hamelner Wohnungsbau Gesellschaft (hwg) (Heinrich-Heine-Treffpunkt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Wohlfahrtsverband
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenradio von radio aktiv (Hameln-Pyrmonter Lokalradio)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FiZ (Familie im Zentrum Einrichtung der Eugen-Reintjes-Stiftung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro/ Integrationsmanagement der Stadt Hameln (Thema (Sekundär-)Migration)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Smart City Projektbüro Landkreis Hameln-Pyrmont
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesundheitsregion Landkreis Hameln-Pyrmont
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es ist angedacht, das Themengebiet der offenen und aufsuchenden Seniorenarbeit im Quartier zu verstetigen. Dafür ist in Vorbereitung wichtig, über das Projekt in der Abteilung, im Fachbereich und auch im Rat der Stadt Hameln regelmäßig zu berichten, Projektergebnisse vorzustellen und im Projektverlauf entstehende Ideen für die Zukunft weiterzuentwickeln. Anschließende Fördermöglichkeiten werden außerdem im Projektzeitraum geprüft.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: MITeinander am Stadtwald
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Silja Weßelmann
| Funktion | Abteilungsleitung Gemeinwesenarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
MITeinander im Stadtwald
Projektbeschreibung
Das Projekt "MITeinander am Stadtwald" zielt auf die Stärkung der Gemeinwesenarbeit und des Gemeinwesens im Stadtgebiet am Stadtwald ab. In dem Stadtteil am Stadtwald befindet sich bisher keine Einrichtung der Gemeinwesenarbeit. Bedarfe, die sich zielgruppenüberbgreifend im Hinblick auf unterschiedliche strukturelle Veränderungen und Herausforderungen in den vergangenen Jahren ergeben haben, können durch ehrenamtliche Tätigkeiten und Netzwerkarbeit nicht aufgefangen werden. Der Bedarf eines inklusiven und interkulturellen Ortes der Begegnung unmittelbar im Stadtteil wurde insbesondere nach der Migrationsbewegung 2015/16 immer deutlicher. Im September 2021 stellte der aus einer Anwohner:inneninitiative entstandene Verein SOWAS e. V. einen Antrag an die Stadt Verden zur Stärkung der Gemeinwesenarbeit im Stadtteil am Stadtwald. Mit Beschluss des Stadtrats vom 03.12.2021 wurde diesem Antrag zugestimmt und entschieden, dass im Rahmen einer möglichen Projektförderung modellhaft bereits erprobte und erfolgreiche Methoden der Gemeinwesenarbeit im Stadtteil angewendet und entsprechend der vor Ort vorherrschenden Bedarfe modifiziert werden. Es soll ein Treffpunkt entstehen, der zielgruppen- und generationenübergreifend eine Anlaufstelle für alle Anwohnerinnen und Anwohner bietet. Der Treffpunkt bietet neben dem offenen Bereich niedrigschwellige Beratungsangebote sowie Verweisberatung an. Zur Förderung einer guten Nachbarschaft finden aufsuchende Aktionen und Veranstaltungen zur Wohnumfeldverbesserung, zur niedrigschwelligen Bedarfsermittlung sowie zur Beratung im Stadtteil statt, die Anwohner:innen zufällige Begegnungen und somit einen informellen Austausch ermöglichen und Vorurteile untereinander abbauen. Gleichzeitig soll über die Aktionen der Gemeinschaftssinn gestärkt und ein gegenseitiges Unterstützungssystem in der Nachbarschaft aufgebaut werden. Vorhandene Ressourcen wie der Anwohner:innenverein und das Bildungsnetzwerk "MITeinander am Stadtwald" (Namensgeber für das Projekt) werden aktiv in die Projektumsetzung eingebunden und in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit fachlich unterstützt. Der neue Treffpunkt ist Mitglied im Arbeitskreis Gemeinwesenarbeit, der alle kommunalen und kommunalgeförderten Träger und Einrichtungen verbindet und eine Plattform zum Austausch über Methoden, Angebote, (neue) Herausforderungen bietet. Grundlage der Arbeit bildet unter anderem die "Rahmenrichtlinie zur Gemeinwesenarbeit in der Stadt Verden (Aller)".
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtteil am Stadtwald ist ein sehr heterogenes Stadtgebiet mit wenig Freifläche und Raum für Treffpunkte, Spiel- und Bolzplätze. Seit den neunziger Jahren ist das Gebiet durch infrastrukturellen Wandel betroffen. Orte der Begegnung wie Bäckereien und Blumenläden haben ihre Geschäfte aufgegeben und wurden von u.a. Versicherungen ersetzt. Durch die Migrationsbewegung 2015/16 hat sich die soziale und ethnische Anwohner:innenstruktur im Stadtteil stark verändert und durchmischt. Die Verteilung der Menschen mit Migrationshintergrund konzentriert sich auf mehrere dicht beieinanderstehende Wohnblöcke an einer stadtteilzentralen Straße. Die Wohnblöcke gehören wechselnden, privaten Immobiliengesellschaft, die die Wohnungen und Grundstücke vernachlässigen. Dies führt zur Vermüllung sowohl der Gebäude als auch der Grundstücke und regelmäßig zu Ungezieferbefall. Bis 2018 wurde das Gebiet im Rahmen von GWA abwechselnd durch den Spielbus Fridolin der Stadt u. d. Weltenbummler des DRK angefahren. Die Angebote fanden auf dem Grundstück der Immobiliengesellschaft statt. Die Immobiliengesellschaft hat 2018 die Nutzung des Grundstücks untersagt, sodass weitere Angebote nicht durchgeführt werden konnten. Der Imageverlust des Stadtteils durch die Vermüllung und den Ungezieferbefall, das nicht Vorhandensein eines “Kümmerers” sowie das Fehlen eines formalen, zielgruppenübergreifenden Begegnungsorts führt bei den Anwohner:innen zu immer mehr Unmut. Dieser Unmut führte Ende 2021 zu dem Antrag des Anwohner:innenvereins SOWAS. Der Bedarf zur Stärkung der GWA im Stadtteil wurde durch den Stadtrat bestätigt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Verden (Aller) - Stadtwald
Beschreibung
Lindhooper Straße ab Eisenbahnunterführung E-Center – Artilleriestraße – Brunnenweg inklusive Lindenviertel – Eisenbahntrasse Höhe Niedersachsenring bis zur Eisenbahnunterführung Lindhooper Straße E-Center
Einwohnerzahl
4000
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Einwohnermeldeamt Stadt Verden (Aller) Stichtag 04.02.2022
Gesamtstadt: Sozialatlas 2020 Landkreis Verden, Fachdienst Jugend und Familie
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet und Gesamtstadt: Einwohnermeldeamt Stadt Verden (Aller) Stichtag 04.02.2022
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet und Gesamtstadt: Einwohnermeldeamt Stadt Verden (Aller) Stichtag 04.02.2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Landkreis Verden 25. Fassung Stand 31.12.2020;
Im Projektverlauf findet eine Sozialraumanalyse in Kooperation mit verschiedenen Fachdiensten des LK Verden statt: Stabstelle Jugendhilfeplanung und Fachcontrolling, den sozialräumlichen Gremien sowie FD Arbeit und Wirtschaftsförderung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Landkreis Verden 25. Fassung Stand 31.12.2020;
IIm Projektverlauf findet eine Sozialraumanalyse in Kooperation mit verschiedenen Fachdiensten des LK Verden statt: Stabstelle Jugendhilfeplanung und Fachcontrolling, den sozialräumlichen Gremien sowie FD Arbeit und Wirtschaftsförderung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Projektverlauf findet eine Sozialraumanalyse in Kooperation mit verschiedenen Fachdiensten des LK Verden statt: Stabstelle Jugendhilfeplanung und Fachcontrolling, den sozialräumlichen Gremien sowie FD Arbeit und Wirtschaftsförderung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt der Stadt Verden (Aller), Stand 04.02.2022
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Landkreis Verden 25. Fassung Stand 31.12.2020;
Im Projektverlauf findet eine Sozialraumanalyse in Kooperation mit verschiedenen Fachdiensten des LK Verden statt: Stabstelle Jugendhilfeplanung und Fachcontrolling, den sozialräumlichen Gremien sowie FD Arbeit und Wirtschaftsförderung
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Projektverlauf findet eine Sozialraumanalyse in Kooperation mit verschiedenen Fachdiensten des LK Verden statt: Stabstelle Jugendhilfeplanung und Fachcontrolling, den sozialräumlichen Gremien sowie FD Arbeit und Wirtschaftsförderung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gebietreingrenzung_antrag.pdf
(463.99 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ziel ist, in dem Projektgebiet allen Anwohner:innen Beteiligung zu ermöglichen sowie Mitsprache und Mitgestaltungsrechte für ihr unmittelbares Lebensumfeld deutlich und erlebbar zu machen. Sie sollen zu Selbsthilfe und Selbstständigkeit aktiviert werden, um Verantwortung für das persönliche, soziale und wohnliche Umfeld zu übernehmen. In dem Projekt werden die vorliegenden Potentiale genutzt und aktiv eingebunden. Dies betrifft insbesondere die hohe Bereitschaft der Anwohner:innen sich zu engagieren und die bereits vorhandenen Netzwerke. Im Allgemeinen zielt das Projekt darauf ab, die Situation einzelner Menschen sowie die soziale und kulturelle Infrarstruktur des Stadteils gemeinsam zu verbessern. Vor diesem Hintergrund ist ein Schwerpunkt die interdisziplinäre Ausrichtung des Projekts. Neben den Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und GWA vernetzt das Projekt Ressourcen aus den Bereichen Stadtplanung und -entwicklung zur Wohnumfeld- und infrastrukturellen Verbesserung, Gesundheitsförderung, Stadtmarketing, Bildung, Wirtschaft. Über die kommunale Angliederung des Projektes ist der Bedarfstransfer in die einzelnen Disziplinen/ Fachbereiche gewährleistet. Ebenfalls ist das Projekt eingebettet in die kommunale Gemeinwesenarbeit der Stadt Verden (Aller) und richtet sich nach der " Rahmenrichtlinie zur Gemeinwesenarbeit der Stadt Verden (Aller)". Hier ist ein hoher Wissens- und Erfahrungstransfer gewähreistet.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bedarfe der Bewohner:innen werden niedrigschwellig an neuralgischen Standorten im Stadtteil erhoben; sie sind eingeladen, sich aktiv an dem Aufbau und der Entwicklung des Begegbungsortes zu beteiligen, ihre Interessen werden hierbei berücksichtigt
Kriterium
Beschreibung
Der Treffpunkt steht Anwohnenden zur Durchführung von selbstorganisierten Angeboten, Veranstaltungen zur Verfügung. Der Treffpunkt ist für eine unabhängige Nutzung mit Küche mit Kühlschrank, Kaffemaschine, Wasserkocher etc. ausgestattet
Kriterium
Beschreibung
Bei den Anwohner:innen besteht ein großes Interesse und der Wunsch, sich für die Interessen und das Image des Stadtteils zu engagieren (Anwohner:innenverein SOWAS; Bildungsnetzwerk MITeinander am SW). Dieses Engagement soll gestärkt und gefördert werden.
Kriterium
Beschreibung
Bei der Planung und Durchführung von Angeboten werden die einzelnen Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen berücksichtigt; Es finden vielseitige Angebote statt, die unterschiedliche Zielgruppen aber auch zielgruppenübergreifend ausgerichtet sind
Beschreibung
Die Projektumsetzung ist interdisziplonär ausgerichtet und bezieht bei der Planung und Umsetzung von Angeboten, Aktionen etc. die unterschiedlichen Fachrichtungen (Stadtplanung, Sicherheit&Ordnung,Beteiligung, Polik, Gesundheit&Sport, Inklusion...) ein
Beschreibung
Gemeinsame Ziele werden entwickelt und Synergien zwischen Netzwerkpartnen werden aufgebaut; Aktionen und Angebote werden gemeinsam durchgeführt; ein wechselseitiger Informationsfluss ist sichergestellt & eine verlässliche/ nachhaltige Zusammenarbeit
Kriterium
Beschreibung
über regelmäßige Aktionen wie Stadteilkonferenzen, Nachbarschaftsgrillen, Anwohner:innenversammlungen sind Möglichkeiten der informellen Begegnung geschaffen; engagierte Menschen werden unterstützt und gefördert, sich in ihrer Nachbarschaft einzubringen
Beschreibung
Es finden niedrigschwellige Wohnumfeldverbesserungen statt; Der Zugang zu sozialer, kultureller und gesundheitsfördernder Teilhabe wird durch eigene Angebote, Kooperationen u. durch Vermittlung erwirkt; über Begegnungen wird das soz. Miteinander gestärkt
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt ist als kommunale Einrichtung interdisziplinär ausgerichtet; es ist angegliedert in der Abteilung GWA, sodass der Transfer in die Fachbereiche sicher gestellt ist
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Verden (Aller) (interdisziplinär Fachbereichsübergreifend); LK Verden: Stabstelle Jugendhilfeplanung und Fachcontrolling, den sozialräumlichen Gremien sowie FD Arbeit und Wirtschaftsförderung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tintenklecks e.V.; Stadthalle Verden, Theaterabo Verden, Kommunales Kino, JuMP Festival, Pferdemuseum, Domherrenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Verden - Ost, Jugendzentrum Verden, Aufsuchende Straßensozialarbeit, Ferienprogramm, Stadtbibliothek, Zeitspende (Freiwillgienagentur), KULTurencafé
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fokus gGmbH, DRK KV Verden - Weltenbummler, Stadtwaldfarm
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
GS am Lönsweg, Waldkita der Lebenshilfe, Kreisvolkshochschule, GS Nicolai
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Begegnungs- und Gemeindezentrum St. Nikolaigemeinde, Haus am Oderplatz St. Johannisgemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisbau Verden, Kürner Immobilien, Heise Immobilien, Hanseatische Wohnungsbaugesellschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Printmedien (Verdener Allerzeitung, Verdener Nachrichten, Sonntagstip, Allerdings, Överblick), Instagram, Facebook, eigene Homepage, Flyer, Plakate, Schaukästen/ Schwarze Bretter (digital und analog)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtratsfraktionen sind eingeladen, sich in die Arbeit einzubringen und/ oder bei Veranstaltungen teilzunehmen, regelmäßige Berichterstattung im Ausschuss Jugend und Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
alle Bewohner:innen des Stadtteils und auch darüber hinaus, sind eingeladen, sich entsprechend ihrer Interessen, Fähigkeiten und Bedürnisse zu engagieren, sich zu treffen, auszutauschen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch die Vernetzung im Stadtteil, den Einrichtungen der GWA sowie dem Arbeitskreis GWA findet ein steter Austausch über die erprobten Methoden und erfolgreiche Praktiken statt, sodass ein aktiver Wissen- und Erfahrungstransfer zur Sicherstellung der Projektziele gewährleistet ist;
Über regelmäßige Berichterstattung d. Projektverlaufs mit Zwischenergebnissen in polit. Gremien soll nach Projektbeendigung eine Verstetigung des Begegnungsortes über einen Stadtratsbeschluss erwirkt werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Gemeinschaftszentrum Bruchhausen-Vilsen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Imke Dirks
| Organisation | Lebenswege Begleiten e.V. |
|---|---|
| Funktion | Mitarbeiter |
2. Kurzbeschreibung
Integratives und interkulturelles Gemeinschaftszentrum Bruchhausen-Vilsen
Projektbeschreibung
Mit dem Gemeinschaftszentrum wird ein gemeinwesenorientierter Ort geschaffen, bei dem jenseits der traditionellen dörflichen Begegnungsanlässe (Sport, Schützenverein, Kirchengemeinde) Menschen zusammenkommen, die sich – da aus verschiedenen kulturellen und sozialen Bezügen kommend – privat nicht verabreden würden. Zentrales Moment ist die Niederschwelligkeit. Individuelle Interessen und Neigungen stehen im Vordergrund der Besuchsanlässe, woraus sich persönliche Begegnungen, gegenseitiges Kennenlernen, das Knüpfen privater Kontakte und Folgeaktivitäten ergeben. Da Menschen mit unterschiedlichen sozialen, kulturellen und Bildungserfahrungen und Traditionen zusammenkommen werden, sind bei den Mitarbeitenden soziale Kompetenz, interkulturelle Kenntnisse und Sensibilität für ebendiese Differenzen erforderlich.
Unter Nutzung der professionellen Küche wird ein offener, internationaler, preiswerter Mittagstisch angeboten. Es wird abwechselnd international gekocht. Die Verantwortung liegt dabei jeweils bei einer Person aus einer Sprachgruppe, die jeweils ehrenamtlich unterstützt wird. Neben einem wöchentlichen klassischen Caféangebot wird es ebenfalls regelmäßig Themennachmittage mit Cafébetrieb geben: Sprachcafé, Repaircafé, Spielenachmittag „laut und lebhaft“ für sich spontan ergebende Kleingruppen, Spielenachmittag „leise & nachdenklich“ für verabredete und ad-hoc-Duos (Schache, Dame, Mühle), Gesprächs- und Arbeitskreise, Spielenachmittag für Kinder ohne Elternbegleitung, verschiedene Kurse (Kochen, Computer etc.). Dies sind die Vorhaben / Ideen zum Antragszeitpunkt, weitere werden folgen durch den laufenden Betrieb, durch Freiwillige, hinzukommende Ehrenamtliche, die Verantwortung für einen Programmpunkt übernehmen möchten. Der Abendbetrieb ist vorgesehen für Informations- und kulturelle Veranstaltungen, Vortragende bzw. Verantwortliche werden aus dem Aktivenkreis kommen oder extern eingeladen. Das Themenspektrum ist zurzeit nicht eingrenzbar, mithin Gegenstand der Abrede unter den Café-Aktiven. Hörspiel- und Filmabende, zweisprachige Lesungen, Kleinkunst sind avisiert. Gerade weil die Verkehrssprache aller Veranstaltungen und Aktivitäten Deutsch sein wird: Einmal monatlich möchte Lebenswege begleiten e. V. den Angehörigen einer Sprachfamilie (Arabisch, Kurdisch, Farsi etc.) das Café zur Verfügung stellen, um die Heimatsprache zu pflegen. Vorhaben für den Wochenendbetrieb: Internationales Frauenfrühstück, Männer-Café, Kurs für Tänze aus aller Welt u.v.m.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
[Erfahrung] Lebenswege Begleiten ist seit 2015 sehr erfolgreich bei der Migrationsberatung (Erstintegration, Sprachkurse, Arbeitsmarktintegration) in der Kommune. Es fehlt jenseits der professionellen Unterstützung indes an Gelegenheit für regelmäßige niederschwellige Begegnungs- und Kontaktmöglichkeiten, für kulturelle Integration und soziale Teilhabe im Alltag. [Gemeinwohl] Viele Menschen suchen Gemeinschaft und Aktivität, nach einer sinnvollen Aufgabe neben dem Berufsleben. In der Kommune fehlt es jenseits traditioneller Begegnungsanlässe (Sport, Schützenverein, Kirchengemeinde) an Möglichkeiten, interessen-, generationen- und kulturübergreifend teilzuhaben, mitzugestalten, soziale Netzwerke aufzubauen, Verantwortung zu übernehmen. Es gilt, einen wesentlichen Beitrag für die Kommune Bruchhausen-Vilsen zu leisten, indem ein Ort persönlicher Begegnung, kulturellen Austausches sowie von Erfahrungen und Erlebnissen, die Menschen verbinden und über den Alltag hinausgehen, geschaffen wird. [Prophylaxe] Wer sich in der eigenen Kommune zu Hause fühlt, in ein Gemeinwesen sozial integriert ist, ist weniger anfällig für Fremdenangst und Abgrenzungswunsch. Das gilt sowohl für Alteingesessene als auch für Menschen, die wegen einer Flucht vor Bürgerkrieg oder Verfolgung in die Gemeinde gekommen sind, sowie zahlreiche Neubürger, die sich aus anderen Gründen neu angesiedelt haben. [Ausblick] Das Gemeinschaftszentrum wird die Nutzer*innen in ihrer Lebenswelt aktivieren, ihre persönlichen Interessen einbeziehen und Selbstwirksamkeit fördern. Es bietet Gelegenheit, Aktivierung und Unterstützung für neue private und öffentliche Gemeinschaftsprojekte, die anderweitig nicht entstünden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen
Beschreibung
Es handelt sich um die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen (Landkreis Diepholz) mit dem Flecken Bruchhausen-Vilsen als Zentrum.
Einwohnerzahl
17500
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachen (Stand: 31. 12. 2019)
Daten für:
Kinder (bis 18 Jahre statt 14 Jahre)
Projektgebiet: Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen
Gesamtstadt: Landkreis Diepholz
Sonstige: Land Niedersachsen
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachen (Stand: 31. 12. 2019)
Daten für:
Ältere (ab 65 Jahre statt 60 Jahre)
Projektgebiet: Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen
Gesamtstadt: Landkreis Diepholz
Sonstige: Land Niedersachsen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachen (Stand: 31. 12. 2019)
Projektgebiet: Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen
Gesamtstadt: Landkreis Diepholz
Sonstige: Land Niedersachsen
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
8
Anmerkung
Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachen (Stand: 31. 12. 2019)
Daten für:
Kinder (bis 18 Jahre statt 14 Jahre)
Projektgebiet: Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen
Gesamtstadt: Landkreis Diepholz
Sonstige: Land Niedersachsen
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
2
Anmerkung
Quelle: Migrations- und Integrationsbericht des Landkreises Diepholz (Stand: 2. 11. 2020)
Flüchtlinge (Personen mit Aufenthaltserlaubnis, Personen mit Duldung, ausreisepflichtige Personen)
Projektgebiet: Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen
Gesamtstadt: Landkreis Diepholz
Sonstige: Land Niedersachsen
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
sg_bruchhausen-vilsen.png
(233.71 KB)
standort_gemeinschaftszentrum.png
(949.13 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Gemeinschaftszentrum ist – wie die reguläre Integrations- und außerschulische Schülerarbeit des Vereins Lebenswege Begleiten e. V. – insofern ein ganzheitlicher, auf die Lebenszusammenhänge der Bevölkerung bezogener Ansatz von Gemeinwesenarbeit, als das Vorhaben auf die Verbesserung der infrastrukturellen und immateriellen Lebensbedingungen in der Kommune abstellt. Dies inkludiert stets die Einbeziehung der potentiellen Besucherinnen und Besucher. Lebenswege Begleiten fördert mit dem Gemeinschaftszentrum Handlungsfähigkeit, Kooperation und Selbstwirksamkeit, Gemeinwesenarbeit versteht der Verein deshalb stets auch als Bildungs- und Netzwerkarbeit.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Dieser Qualitätsstandard ist erreicht, wenn die Leitung lediglich Rahmenbedingungen für den Betrieb des Gemeinschaftszentrums sichert, die inhaltliche Gestaltung indes über diverse Freiwilligenteams erfolgt.
Kriterium
Beschreibung
Dieser Qualitätsstandard ist erreicht, wenn die Wahrnehmung aller anlassbezogenen Begegnungsanlässe unabhängig von nationaler Herkunft, kulturellem Hintergrund und sozialer Stellung, mithin ausschließlich von Interessen und Bedürfnissen motiviert ist.
Beschreibung
Dieser Qualitätsstandard ist erreicht, wenn a) ein täglicher Betrieb des Gemeinschaftszentrums in Vollauslastung erreicht ist, b) Freiwillige und Teilnehmende generations-, kulturell, einkommensklassen- sowie interessenübergreifend aktiviert sind.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen (Bürgermeister, Gleichstellungsbeauftragte, Wirtschaftsförderin, Regionale Entwicklung, Fachbereichsleiterin Bildung, Fachbereichsleiter Bürgerservice), Arbeitskreis Prävention
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Parteien (SPD, Grüne, CDU) in Samtgemeinde, Samtgemeinderat, Samtgemeindesozialausschuss
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirchengemeinden in allen Teilgemeinden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Oberschule (Kooperationspartner), Gymnasium, Schulsozialarbeiter*innen Schulzentrum Bruchhausen-Vilsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Diepholz: Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe, Arbeitskreis Flüchtlingssozialarbeit, Arbeitskreis Integration
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. (LEB), Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Gemeinschaftszentrum soll eine kommunale Dauereinrichtung werden. Für die Kostendeckung ab dem 1.9.25 ist alternativ und / oder komplementär avisiert:
1. Förderung im Rahmen des Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK).
2. Förderung durch das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie.
3. Förderung durch das BAMF im Bundesprogramm "Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden."
4. Eine kommunale Förderung ist stets angestrebt.
(Näheres siehe PDF)
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Integration durch verbesserte Teilhabe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Wolfgang Steen
| Funktion | 1. Vorsitzender |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gewinnung von Freiwilligen, Schulergänzende Maßnahmen und Berufsvorbereitung
Projektbeschreibung
Hagen im Bremischen liegt im Südkreis Cuxhaven, umfasst 17 Dörfer und hat ca. 11.500 Einwohner. Die Kreisverwaltung und Wohlfahrtsverbände sind zentralisiert in Cuxhaven, ca. 65 Kilometer entfernt. Sprechstundenangebote der Dienste in der Fläche müssen lokal zuverlässig organisiert werden. ÖPNV: jeweils eine Verbindung nach Bremerhaven und Bremen, im Gemeindegebiet nur Schulbusverkehr oder Anrufsammeltaxi. Im Hauptort Hagen gibt es Bildungseinrichtungen von der Krippe bis zum Gymnasium. In zwei Dörfern befinden sich noch 2 kleine Grundschulen und 7 weitere Kindergärten. An drei Standorten gibt es Hortangebote. Der Verein NESTWERK im Brem. wurde 2008 gegründet, um als gemeinnütziger Träger soziale, kulturelle und ökologische Projekte und Bildungsangebote zu entwickeln und generationsübergreifend umzusetzen. Der Verein hat aktuell 50 Mitglieder und ca. 40 freiwillige Mitarbeiter/innen und verfügt über angemietete Räume (ca. 350 qm) in zentraler Lage. Alle Räume werden flexibel genutzt. Seit 2015 betreibt der Verein eine Kleiderkammer, zugänglich für alle Menschen. Die Umsätze ermöglichen einen Gewinn, der für die Vereinsarbeit eingesetzt wird. Mit der Gemeinde gibt es eine enge Zusammenarbeit im Bereich Erwachsenenbildung und Integrationsarbeit. Gemeinsam wurde vor fünf Jahren ein Integrationskonzept erarbeitet, aktuell wird an einer Fortschreibung geschrieben. Ein wichtiger Bestandteil der Vereinsarbeit ist die Flüchtlingsinitiative, die individuelle Begleitung und alltägliche Unterstützung von Menschen mit Fluchtgeschichte übernimmt. Neben einem allgemeinen Bildungsprogramm und verschiedenen Projekten bietet das Nestwerk eine Eltern-Kind Gruppe sowie Schularbeitenhilfe, gezielte Veranstaltungen auch für Menschen mit Fluchtgeschichte sowie qualifizierte Deutschkurse an. 2023 wurde das Nestwerk mit dem nds. Integrationspreis ausgezeichnet, der uns motiviert, die Arbeit weiter zu professionalisieren und sie zukunftsfähig zu gestalten, d.h. in drei Bereichen: Freiwilligenarbeit, Unterstützung von Menschen mit Fluchtgeschichte und Jugendliche aktivieren und begleiten müssen wir neue Wege gehen. Dazu braucht es eine Projektleitung, die die Arbeit professionalisiert.
Laufzeit
2024-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Verlust des örtlichen Soziamtes bedeutet: es gibt keine Verantwortlichkeit für soziale Unterstützung vor Ort und Hilfesuchende werden an das Nestwerk verwiesen. Dort wird die umfangreiche Arbeit ehrenamtlich bewältigt und kann so nicht befriedigend fortgesetzt werden. Eine Professionalisierung durch hauptamtliche Mitarbeit ist erforderlich, um die vielfältigen gesellschaftlichen Bedarfe zu bewältigen. Es braucht mehr personelle Ressourcen, finanzielle Stabilität und Tatkraft. Das Projekt wird in den drei Handlungsfeldern: Freiwilligenarbeit, Menschen mit Fluchtgeschichte sowie Kinder und Jugendliche neue Wege gehen, um weitere Unterstützung anzubieten und Situationen zu verbessern. Im Bereich älterer Menschen fehlt Unterstützung und Menschen mit Fluchtgeschichte brauchen Hilfe zur Eingewöhnung und längerfristige Begleitung bei Sprachkursen und Berufsausbildung. Auch Kitas und Schulen verfügen nicht über eine angemessene personelle Ausstattung, um lernschwache Kinder und solche mit Fluchtgeschichte angemessen zu fördern. Diese Kinder und Jugendlichen werden mit schlechtem oder keinem Schulabschluss die Schule verlassen und Schwierigkeiten auf dem Ausbildungsmarkt haben. Das Nestwerk bietet seit vielen Jahren eine ehrenamtliche Hilfe bei Schularbeiten an. Der Bedarf kann nicht abgedeckt werden. Es müssen weitere Freiwillige und qualifizierte Lehrkräfte für Intensiv-Förderung gewonnen werden. Die Vernetzung mit Kitas und Schulen soll entwickelt und die jeweiligen Übergänge müssen vorbereitet werden. Insbesondere der Übergang zu Ausbildung und Arbeit funktioniert für die Zielgruppe nicht. Der persönliche Kontakt zu Betrieben und Ausbildungskräften soll intensiviert werden
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Hagen im Bremischen - Hauptort Hagen
Beschreibung
Der Schwerpunkt der Aktivitäten im liegt Hauptort Hagen, aber die umliegenden Dörfer der Gemeinde werden einbezogen
Einwohnerzahl
4000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Daten von LSN-online für Gemeinde Hagen im Bremischen und LK Cuxhaven
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
8
Anmerkung
Geschätzte Angaben
Sonstige = Landkreis Cuxhaven - ohne Geflüchtete aus der Ukraine
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gwa_2024_lk_cuxhaven_karte.jpg
(22.15 KB)
nestwerk_hagen_im_bremischen_1.png
(452.18 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die vielfältigen Angebote des Nestwerk werden erhalten und ausgeweitet, sollen aber durch neue und aus der Bevölkerung getragene Projekte ergänzt werden. Dabei geht es nicht nur um den Hauptort Hagen sondern auch um die umliegenden Dörfer der Gemeinde. In Versammlungen und Befragungen entwickeln sich neue Impulse für Projekte nahe an den Menschen und Bereitschaft, sich auch zu engagieren. Für diese organisatorischen und inhaltlichen Aufgaben braucht es eine minimale professionelle Struktur, auf die sich Freiwillige verlassen können und die Zukunftsfähigkeit gewährleistet. Dafür ist Hauptamtlichkeit geboten. Notwendige Organisationsaufgaben, Netzwerkarbeit mit BIldungseinrichtungen und Betrieben sowie Kooperation mit Gemeinde und Landkreis sind freiwillig nicht leistbar. Außerdem muss freiwillige Mitarbeit attraktiv für jüngere Menschen werden und sich Verantwortungsbereitschaft entwickeln.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es beteiligen sich deutlich mehr Freiwillige in den skizzierten Handlungsfeldern, die Projekte werden wertschätzend und zuverlässig bearbeitet, das Nestwerk hat eine stabile finanzielle Basis für die weitere Arbeit.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendberufsagentur / Jobcenter Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
3 Grundschulen, 1 Haupt- und Realschule, 1 privates Gymnasium, 9 kommunale Kitas
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO-Jugendhilfestation
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
NordseeZeitung / Weserkurier / Heimatzeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
lokale Senioren- und Sozialorganisationen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Verein Nestwerk ist von der Gemeinde Hagen begünstigter Träger der Erw.bildung und erhält € 1,- pro Einwohner aus LK-Mitteln: € 11.000,- p.a. / Landesförderung für Erw.bildung ca 10.000,- p.a. / Die Gemeinde fördert Integrationsarbeit mit € 20.000,- p.a. / Die Kleiderkammer erwirtschaftet einen Gewinn ca. € 8.000,-, / Beiträge und Spenden ca € 5.000,-. Außerdem Gelder aus verschiedenen Projektförderungen. Daraus wurden Mieten+NK, Honorare, Anschaffungen und Geschäftskosten bezahlt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
InselOase - Gemeinschaft im Fokus
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Maren Bruns
| Funktion | Bauleitplanung & strategische Dorfentwicklung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Schaffung eines lebendigen, lebenswerten und liebenswerten Lebensraums durch soziale Intervention, aktive Bürgerbeteiligung im Einklang mit einer integrierten, kommunalen Entwicklung.
Projektbeschreibung
Spiekeroog, eine idyllische Insel mit einer der höchsten Tourismus-Intensitäten in Deutschland, steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die umfangreiche Maßnahmen zum Erhalt des insularen Lebens und Sicherung der Authentizität als Urlaubsinsel erforderlich machen. Im Zuge der Förderung beabsichtigen wir die Weiterentwicklung der bisherigen Gemeinwesenarbeit hin zu einem funktionierenden, ganzheitlichen Quartiersmanagement, u.a. mit folgenden Ansätzen:
Sicherung und Rückgewinnung von Wohnmöglichkeiten der insularen Bevölkerung durch Festlegung von Quoten für Dauerwohnen und Ferienwohnen auf Ebene der städtebaulichen Planung / in Bauleitplänen, Erhaltungssatzungen zum Schutz der lokalen Bevölkerung sowie Zweckentfremdungssatzungen zur Sicherung und Wiederherstellung von Wohnraum. Die Herausforderung in diesem Handlungsfeld ist das Konfliktpotential, welches durch eine konsequente Anwendung baurechtlicher Regelungen und Steuerungsinstrumente zu erwarten ist. Hier sehen wir Vermittlungs-, Erklärungs-, Zuhör- und Schlichtungsaufgaben durch den Ansatz des Gemeinwesens und des sozialen Quartiersmanagements, welches die baurechtliche Seite komplementiert und die Akzeptanz und den Zusammenhalt nachhaltig sichert.
Schaffung von Anreizen und Rahmenbedingungen für den Bau von bezahlbarem Wohnraum für die lokale Bevölkerung: Ausweisung eines Neubaugebiets, Zusammenarbeit mit relevanten Stakeholdern (z.B. Genossenschaft, Eigentümer, Gewerbetriebe, …), Mitarbeit bei der Verbesserung der Wohnraum-Förderkulissen, Aufbau eines Fundraisingkonzepts zur Finanzierung der Schaffung von freiem Dauerwohnraum für die allgemeine Inselbevölkerung.
Verstetigung der bisherigen Gemeinwesenarbeit zur Stärkung der Inselgemeinschaft: Durch versch. Maßnahmen wie die Förderung von Integration, die Schaffung von Treffpunkten und die Unterstützung von Vereins- und Jugendarbeit möchten wir die Lebens- und Wohnqualität auf Spiekeroog steigern. In Abgrenzung zu unseren bisherigen Projekttätigkeiten in diesem Bereich ist der Fokus auf die Vorbereitung zur Aufnahme in das niedersächsische Dorfentwicklungsprogramm. Um das ehrenamtliche Netzwerk rund um dieses Vorhaben ans Laufen zu bringen und verbindliche Arbeitsgruppen ins Lebens zu rufen wie auch Verantwortlichkeiten langfristig in die Dorfgemeinschaft zu übertragen, gilt es, eine Aufbruchsstimmung zu erzeugen und ersten Arbeitsgruppen eine Ernsthaftigkeit zu verleihen und Personen mit Kompetenzen und Budget auszustatten.
Laufzeit
2024-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Bevölkerungsstruktur besteht größtenteils aus ortsgebundenen Personen, deren Zusammensetzung für die Erhaltung der Wohn- und Wirtschaftsfunktion sowie zur Wahrung der gewachsenen nachbarschaftlichen Beziehungen von entscheidender Bedeutung ist. Wohnraum ist absolute Mangelware, Spiekeroog gehört zu einer vom Land festgelegten Gebietskulisse mit einem besonders angespannten Wohnungsmarkt, in welcher die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen besonders gefährdet ist. Das führt zu einer Verdrängung ans Festland oder zu einer Veränderung der Wohnformen und Lebensweisen mit direkter Auswirkung auf die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung, also zu einer negativen Veränderung der insularen Bevölkerungsstruktur in ihrer bisherigen, gesamtheitlich funktionierenden Zusammensetzung.
Dies beeinträchtigt die Lebensqualität und veranlasst Personen nur noch für einen Lebensabschnitt auf der Insel zu bleiben. Das führt zu einer hohen Fluktuation innerhalb der Wohnbevölkerung und zu einer Unstetigkeit in der Zusammensetzung. Ohne konsequentes Gegensteuern wird ein hoher Anteil der Bevölkerung nur noch im erwerbsfähigen Alter auf der Insel leben können. Häufig wechselnden Individuen mit einer saisonal begründeten hohen Arbeitsbelastung werden sich weniger intensiv in eine bestehende Wohnbevölkerung, die gleichzeitig abnimmt, integrieren und z.B. weniger ehrenamtliche Positionen im gemeinschaftlichen und dörflichen Miteinander übernehmen. Nachbarschaftliche Beziehungen werden aufgebrochen, die über viele Generationen funktionierende Gemeinschaft schwindet, das Geldverdienen und nicht das soziale Miteinander / Leben stehen im Vordergrund.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Insel Spiekeroog
Beschreibung
Spiekeroog ist eine niedersächsische Insel mit ca. 18 qm2 Fläche. Die
Entfernung zum Festland beträgt ca. 6 km. Es gibt eine tideabhängige
Fährverbindung.
Einwohnerzahl
800
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
geschätzt für das Projektgebiet (Gemeinde Spiekeroog);
Als Gesamtstadt bzw. Referenzgebiet gilt der Landkreis Wittmund, Quelle ist das Landesamt für Statistik Niedersachsen (Stand 2020).
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
geschätzt für das Projektgebiet (Gemeinde Spiekeroog); Als Gesamtstadt bzw. Referenzgebiet gilt der Landkreis Wittmund, Quelle ist das Landesamt für Statistik Niedersachsen (Stand 2020).
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
geschätzt für das Projektgebiet (Gemeinde Spiekeroog); Als Gesamtstadt bzw. Referenzgebiet gilt der Landkreis Wittmund, Quelle ist das Landesamt für Statistik Niedersachsen (Stand 2020).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
geschätzt für das Projektgebiet (Gemeinde Spiekeroog); Als Gesamtstadt bzw. Referenzgebiet gilt der Landkreis Wittmund, Quelle ist eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit für den Berichtsmonat 03.2024.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
leben_im_meer_spiekeroog_1.jpg
(165.56 KB)
leben_im_meer_spiekeroog_2.jpg
(231 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesensarbeit und Quartiersmanagement sind künftig integriert und "zusammengedacht". Es werden (weiterhin) Bedürfnisse und Ressourcen unserer Gemeinschaft identifiziert, Maßnahmen daraus abgeleitet und somit die Lebensqualität verbessert, wobei ein großer Schwerpunkt auf der Aktivierung des Ehrenamtes liegt. Weiterhin werden gezielte Verbesserungen der Lebensbedingungen, insb. Wohnraumversorgung erreicht. Denn Wohnraum ist der "Schlüssel" zu fast allem auf Spiekeroog und somit die wichtigste Zutat für die Inselgemeinschaft.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Standard erreicht, wenn Bürger:innen aktiviert und motiviert werden konnten, sich als Dorfmoderator:in für ein Themenfeld zur Verfügung zu stellen und eigenverantwortlich eine AG-Leitung zu übernehmen.
Kriterium
Beschreibung
Standard erreicht, wenn Immobilieneigentümer:innen / Grundstücksbesitzer:innen in Diskussionen offen sind, gemeinwohlorientierte Belange in der Wohnraumnutzung gleichwertig neben den individuellen Vorteilen einer möglichen Gewinnmaximierung zu tolerieren
Beschreibung
Standard erreicht, wenn geleitet durch die Kommune und gemeinschaftlich entwickelt mit relevanten Stakeholdern ein Neubaugebiet sowohl unter städtebaulichen, sozialen und naturschutzrechtlichen Aspekten gemeinschaftlich entwickelt wird.
Vorhandene Strukturen
Die Gemeinwesenarbeit (GWA) auf Spiekeroog, definiert im Vorgängerprojekt "Leben im Meer" die Verwaltung als Möglichmacher, der Rahmenbedingungen für Bürger:innen schafft, um ihr Lebensumfeld zu verbessern. Durch Aktivierung und Sichtbarmachung der Bürger:innen entstand z.B. der "insulare Jahreskalender", der ehrenamtliches Engagement koordiniert und planbar macht. Erfahrungen aus dem Projekt sowie positive Einzelmaßnahmen seit Mitte 2022 haben das insulare Leben signifikant verbessert. Neben dem Jahreskalender ist noch zu nennen: der Aufbau einer aktiven Kommunikation – nebenan.de, Website, Schaukasten, Rundbriefe, persönliche Ansprache, Videobotschaften; Implementierung von Sprachkursen, Willkommensveranstaltungen, Patenschaften zur besseren Integration; Schaffung von Räumen sowie Kleinst-Veranstaltungen (wie z.B. Insulares Picknick); Schaffung eines Jugend-Outdoor-Treffpunktes zur Verbesserung der Freizeitaktivitäten um nur einige zu nennen.
Trotz begrenzter Ressourcen in der Verwaltungseinheit besteht das Ziel, Gemeinwesenarbeit als integralen Bestandteil des Insellebens zu etablieren. Viele Aktivitäten sind zwischenzeitig verstetigt, dabei ist es erklärtes Ziel, dass die Gemeinwesenarbeit künftig nicht isoliert betrachtet, sondern integraler Bestandteil des Insellebens und Handelns der Gemeindeverwaltung wird. Jedoch wurden wichtige Aspekte bisher vernachlässigt, was eine Fokussierung auf Problemfelder in diesem Projekt erfordert.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Personalgestellung sichert nachhaltige Strukturen, da Projektmitarbeiterinnen langfristig in der Verwaltung bleiben und den Geist der GWA / QM in ihrem allgemeinen Doing integrieren. Durch das über einen längeren Zeitraum angelegten Dorfentwicklungsprogramm werden die in den ersten 3 Jahren gefestigten und neu etablierten Strukturen erhalten bleiben. Freiwillige finanzielle Ausgaben sind für Kommunen kommunalrechtlich bei angespannter Haushaltslage schwierig. Aber wir bleiben optimistisch.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
WIR - gemeinsam aktiv im Edo-Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Conrady
| Funktion | Fachbereichsleiterin Soziale Dienste |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aufbau eines Quartiersmanagements + Räumen in einem sozialen Brennpunkt mit wenig Infrastruktur und sozialen Angeboten
Projektbeschreibung
Mit der Wohnungsbaugesellschaft Wesermarsch mbH planen wir - die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. - im alten Kern der Edo-Schröder-Siedlung in Elsfleth ein Quartiersmanagement aufzubauen, um mit den Bewohner:innen gemeinsam Angebote zu schaffen, die die Lebensqualität verbessern, das soziale Miteinander fördern und die Integration unterstützen. In der Siedlung leben viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Ethnien, oft mit geringem Einkommen und wenig gesellschaftlicher Teilhabe. Die Bewohner:innen sollen direkt in ihrem Wohnumfeld erreicht und nach ihren Bedürfnissen und Wünschen für das Zusammenleben in ihrem Stadtteil befragt werden, um zusammen bedarfsgerechte, individuell angepasste Angebote zu schaffen. Zu Beginn des Projektes steht uns das Hausmeisterbüro der Wohnungsbau zur Verfügung, um einen Ort für Gespräche zu haben; ein Büro wird in Berne zur Verfügung stehen. Um im Quartier eine konkrete Anlaufstelle für die Anwohner:innen zu haben, ist die Anschaffung eines Bauwagens geplant. Dieser dient zunächst als Station bis adäquate ebenerdige und barrierefreie Räumlichkeiten gefunden werden. Danach soll der Bauwagen gezielt für Aktionen wie zum Beispiel fahrbare Bibliothek genutzt werden. Mit Hilfe des Bauwagens erregen wir die Aufmerksamkeit der Menschen des Quartiers und können so mit ihnen direkt ins Gespräch und einen Austausch darüber kommen, was sie bewegt und was sie sich für ihre Siedlung wünschen. Was belastet sie? Welche Ideen haben sie für ein Miteinander? Wir möchten die Bewohner:innen miteinander ins Gespräch bringen, Kontakte stiften und gemeinsame Aktionen unternehmen, um die Gemeinschaft und den Zusammenhalt sowie die Identifikation der Bewohnerschaft mit ihrem Quartier zu stärken. Eine Quartiersmanagerin ist die Ansprechperson für die Anwohner:innen, sie koordiniert das Projekt und setzt Angebote um, unterstützt von Ehrenamtlichen, die auch aus der Bewohnerschaft generiert werden sollen. Unser Ansatz ist generationsübergreifend und nationalitätenverbindend. Austausch und Kooperation mit anderen Akteur:innen im LK Wesermarsch sind uns wichtig. Wir verfügen bereits über ein großes Netzwerk, da wir seit vielen Jahren Quartiere in Brake und in Lemwerder betreiben. Außerdem haben wir einen Integrationsdienst, der Familien mit Fluchtgeschichte in der gesamten Wesermarsch ambulant aufsucht. Dadurch bestehen viele Kontakte und Synergien, deren Effekte wir für den Aufbau des neuen Quartiers im sozialen Brennpunkt nutzen möchten.
Laufzeit
2024-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der alten Edo-Schröder-Siedlung in der Stadt Elsfleth im Landkreis Wesermarsch leben sehr viele Menschen auf wenig Raum in Mehrfamilien-Häusern zusammen. Die Zusammensetzung ist in sehr vielen Bereichen (zum Beispiel Altersstruktur, "ethnische" Herkunft) heterogen. Mehr als ein Viertel der Bewohner:innen sind über 60 Jahre alt (30 %), 20 % sind Jugendliche oder junge Erwachsene bis 26 Jahre. Aufgrund der fehlenden Infrastruktur und der ländlichen Lage ziehen viele Menschen nach der Ausbildung/dem Studium oftmals in andere Städte, die in dieser Hinsicht mehr zu bieten haben. Für ältere Bewohner:innen bedeutet dies eine fehlende Unterstützung/Begleitung seitens ihrer erwachsenen Kinder. Es gibt große kulturelle Unterschiede, da sehr viele Ethnien und Kulturen in diesem Wohngebiet leben. Der Anteil ausländischer Bewohner:innen beträgt 25 %, also ein Viertel der Bewohnerschaft. Auch der Anteil der Geflüchteten ist im Gebiet überproportional. Es gibt viele Sprachbarrieren Vorurteile und Konflikte. Ein Großteil der im Quartier lebenden Menschen verfügt über wenig finanzielle Mittel. Es gibt wenige Hilfs- und soziale Angebote. Treffpunkte/Räumlichkeiten für Begegnung fehlen komplett, es gibt nicht einmal eine Kneipe oder ein Café. Die meisten der Menschen aus dem Quartier identifizieren sich nicht mit ihrem Wohngebiet. Es gibt kaum positive Begegnung. Die Freiflächen sind kahl und ungastlich. Das Gebiet wird durch eine Bundesstraße flankiert, die die Bewohner:innen des Quartiers von Versorgungs- und Beratungsangeboten "trennt". Die Edo-Schröder-Siedlung gilt als sozialer Brennpunkt und für Mieter als "letzte Option". Die Wahrnehmung geht über die Stadt hinaus.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unsere Quartiersmanagerin(QM) ist als Ansprechpartnerin vor Ort und steht in engem Kontakt und Austausch mit den Bewohner*innen des Quartiers, deren Interessen im Zentrum stehen. Sie erfragt deren Bedarfe, Wünsche und Ideen für ihre Siedlung, fördert vorhandene Ressourcen und setzt gemeinsam mit ihnen Projekte um. Sie erstellt eine Bestandsanalyse und stellt Kontakte zu weiteren Akteur:innen der Stadt Elsfleth und anderen Gemeinden des Landkreises Wesermarsch her. Sie baut ein Netzwerk auf, das kooperativ zusammenarbeitet und initiiert gemeinsam mit einzelnen Akteur:innen der Region Veranstaltungen. Die QM arbeitet generationsübergreifend, nationalitätenverbindend und ganzheitlich, sie bezieht die Bewohner:innen maßgeblich in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes und die Steigerung der Wohnqualität mit ein. Ausgehend von ihren Bedarfen schafft sie Kommunikationsanlässe und Austauschmöglichkeiten zwischen den Bewohner:innen (z. B. durch gemeinsame Feste, Café) und stärkt deren Gemeinschaftsgefühl, z. B. auch durch Nachbarschaftshilfe. Sie fördert die Selbstwirksamkeit der Bewohnerschaft, gestaltet gemeinsam mit ihnen Projekte und unterstützt ihre Selbstorganisation. Sie empowert die Menschen des Quartiers und verringert Konfliktpotential. Die QM berät die Bewohner*innen zu sozialen Belangen und vermittelt sie gegebenenfalls an andere Institutionen weiter. Sie leistet Presse-Öffentlichkeitsarbeit und hilft gemeinsam mit den Bewohner:innen das Ansehen des Quartiers zu steigern.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Schaffung eines Treffpunktes soll auf kommunalem Grundstück und/oder an einer kommunalen Einrichtung angegliedert werden. Die Wohnungsbau unterstützt bei den baulichen Voraussetzungen und plant die langfristige Unterstützung des Projektes - auch finanziell. Vgl. auch schriftliche Stellungnahme wbw
11. Medien
Galerie