45b.Integratives Quartiersmanagement Hessisch Oldendorf
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Margareta Seibert
| Funktion | Fachbereichsleiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vielfalt leben um stark zu sein
Projektbeschreibung
Kernstück des Projektantrages ist der Aufbau eines Quartiersmanagement mittels Einrichtung der Personalstelle eines Kümmerers. Das Aufgabengebiet des Kümmerers umfasst: 1. Beratung und Unterstützung von Menschen mit Fluchterfahrung, Migrantenfamilien deren Integration noch nicht vollzogen ist, sowie finanziell prekär lebenden Familien die in den Brennpunktquartieren der Kernstadt leben. 2. Die Unterstützung und Öffnung der ehrenamtlich aufgebaut und geführten Projekte und Angebote wie z.B. Fahrradwerkstatt, Kleiderkammer, Sprachkurse, Kulturangebote, Bildungspaten, Nähkurse etc. für diesen erweiterten Personenkreis 3. Vorbereitung, Planung und Einrichtung des Stadthauses , um dort eine Begegnungskultur zu schaffen, die Vorbehalte abbaut und Kennenlernen der Einwohner mit neu Zugewanderten anbahnt und möglich macht. Dazu sollen Projekte initiiert werden die Wissen über kulturelle Hintergründe vermitteln: Erzählcafe, Filmveranstaltungen, Kulturveranstaltungen.
Begründung:In Hessisch Oldendorf gab und gibt es keine sozialräumliche Gemeinwesenarbeit die durch Wohnungsbaugesellschaften oder Freie Träger ausgeübt wird. In der Hochphase der Zuwanderung durch Flüchtlinge konnten die Herausforderungen nur im Zusammenspiel mit ehrenamtlich aufgebauten Strukturen bewältigt werden. .Die enge Begleitung und Unterstützung verhinderte Problemlagen in ohnehin angespannten Brennpunktquartieren. Nach dem Rückzug vieler Ehrenamtler entsteht ein Vakuum an Unterstützungskompetenz das sich in vielfältiger Weise äußert: Nachbarschaftskonflikte, Innerfamiliäre Konflikte, Konflikte mit Vermietern, drohende Obdachlosigkeit durch fristlose Kündigungen, Ordnungswidrigkeiten, Bußgeldverfahren aufgrund unregelmäßiger Schulbesuche, Ausländerbehördliche Konflikte, Kündigungen von Energieversorgungsverträgen etc. zählen zu den Alltags-Problemlagen im Quartier. Frühe Unterstützung und Intervention verhindert präventiv das Ausbrechen von Konfliktlagen und Zuspitzung eines migrantenfeindlichen Klimas. Gleichzeitig soll die Öffnung der ehemals "Flüchtlingsangebote" für den erweiterten Personenkreis vollzogen werden um die aus "Sozialneid" entstehende fremdenfeindliche Vorurteile abzumildern.
Nach wie vor fehlt es an Austausch und Kontakt zwischen den zugewanderten Menschen und den "Einheimischen" Dafür sollen im Stadthaus Raum und Angebote geschaffen werden, die bis zur Fertigstellung des Stadthauses in anderen städtischen Räumen stattfinden können.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Aufnahme von 380 Flüchtlingen seit 2015 und deren Integration in den ländlichen Raum und in die Bildungsangebote stellt eine große Aufgabe dar. Die vollzogene dezentrale Unterbringung auch in kleinere Ortsteile droht an fehlender Infrastruktur zu scheitern und führt zu einer Konzentration der zugewanderten Menschen in der Kernstadt Das Nahversorgungszentrum mit bereits ansässigen Migranten der ersten, zweiten und dritten Generation und deren gewachsene Community- Struktur wird von den Flüchtlingen als besseres Wohnumfeld wahrgenommen als Orte in denen Migranten nicht anzutreffen sind . Die Kitas und Grundschule in der Kernstadt weisen mittlerweile einen Migrantenanteil von 50-60 % aus. Deutsche Familien versuchen zunehmend per Ausnahmegenehmigung andere Schulstandorte zu erreichen ,präferieren Schulstandorte mit geringerem Migrantenanteil als "besseres Lernumfeld" für ihre Kinder. Neben den zugewanderten Gruppen entwickelt sich derzeit eine Ansiedlung eines großen Familienverbands von EU- Ausländern, die sich aus Hamburg wegen der günstigen Mieten und Immobilienpreisen im Weserbergland niederlassen. Die Stadt Hessisch Oldendorf konnte die starke Zuwanderung 2015 mit der Unterstützung zahlloser Ehrenamtler mit großer Kraftanstrengung ohne Not- Unterkünfte dezentral lösen und verschiedene ehrenamtliche Projekte starten. Der Stimmungsumschwang im Land und zugespitzte fremdenfeindliche Diskurse erfordern Zivilcourage, um öffentlich eine positive Haltung für Flüchtlinge und deren Integration einzunehmen. Viele Ehrenamtler reagieren mit Rückzug. Zur Unterstützung der ehrenamtlicher Arbeit wird deshalb der Aufbau einer professionellen Struktur erforderlich.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Stadt Hessisch Oldendorf verfügt als Grundzentrum über keine ortsansässigen Freien Träger die GWA/Quartiersmanagement anbieten. Darum ist kommunales Engagement gefragt. Die ersten Herausforderungen der Zuwanderung sind in Form der Unterbringung gemeistert, aber die komplexen Herausforderungen der Integration liegen noch vor uns. Dafür müssen tragfähige Strukturen entwickelt werden, die den sozialen Sprengstoff in den Blick nehmen und Lösungsansätze entwickeln und umsetzen. Insbesondere die Kernstadt kämpft mit einer deutlichen Spannungslage in der Bevölkerung. Billiger Wohnraum steht kaum noch zur Verfügung und die Bildungseinrichtungen (Kita und Schule) weisen Migrantenanteile zwischen 50- 60 % auf. Verschiedene Kulturelle Identitäten leben ohne Berührungspunkte und Begenungsorten nebeneinander her. Es fehlt an gegenseitigen Einblicken in die Lebenswelten, Vorurteile werden zum Teil seit Jahrzehnten zementiert. Der Aufbau einer Anlaufstelle vor Ort soll Kümmerern eine Heimat geben um eine Vernetzungs,- Beratungs- und Vermittlungsstruktur aufzubauen. Gezielte Angebote sollen das nachbarschaftliche Zusammenleben fördern und die Integration der verschiedenen Bevölkerungsgruppen stärken. Im zukünftigen Bürgerhaus soll ein Raum für Begegnung geschaffen werden, um mittels Angebote die Kommunikation und gleichermaßen die Attraktivität des Wohnumfeldes zu steigern. Gegenseitige Wertschätzung soll durch Kennenlernen und gemeinsame Aktionen entstehen.
Quartiersmanagement: Gemeinsam Möbel upcyceln in der Kulturfabrik Krawatte
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Friedrich Holtiegel
| Funktion | Vorstandsmitglied |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Schönes schaffen, dabei: Kontakt mit Fremden aufnehmen, Erfahrungen austauschen, den anderen helfen - und das in unserem Quartier
Projektbeschreibung
Die Arbeit in der Kulturfabrik Krawatte kann zu Beginn von 2019 endlich aufgenommen werden. Noch wird - vom Büro abgesehen - kein Raum endgültig hergerichtet sein. Aber die Dächer sind saniert, die alte Rigips-Innenverkleidung ist abgerissen, die Toiletten sind hergerichtet, Teilbereiche sind heizbar. Und das Gebäude ist barrierefrei zugänglich. Warum nicht in der goßen Halle und ihren Nebenräumen mit der Soziokultur beginnen? Die Kunstschule Noa Noa wird mit seinem alten Inventar in das Provisorium einziehen, Werkstattbereiche abgrenzen und Leben einziehen lassen; der Kunstverein wird die erste Ausstellung vorbereiten. Das Gemeinschaftsbüro im Altbau ist leicht herzurichten. Und Vereine, die schon lange auf Räumlichkeiten warten, werden, soweit es irgend geht, das neue unfertige Haus nutzen.
Das erste Projekt "Gemeinsam Möbel upcyceln" soll zündend für die Gemeinwesenarbeit sein; es soll jung und alt ebenso zusammen bringen wie Flüchtlinge und Alteingesessene. Die Teilnehmer aus möglichst allen Bevölkerungskreisen sollen nicht nur stolz Selbst-Geschaffenes mit nach Hause nehmen können, sondern auch die Erfahrung freundschaftlicher Zusammenarbeit mit anderen und bisher Fremden. Sie sollen sehen, dass ihnen die Kulturfabrik mit ihrem Raum und ihrer Ausstattung Entfaltungsmöglichkeiten gibt, die sie zu Hause nicht haben. Sie werden die Chancen der Vernetzung kennen lernen, wenn Anleiter aus dem Freiwilligenzentrum kommen, Material aus der Labora-Werkstatt oder aus dem Sozialen Kaufhaus geholt werden kann und Kontaktpersonen aus der DRK-Beratungsstelle "Gemeinsam für Barsinghausen" vorbeischauen. Upcyceln liegt im Trend, lehrt den bewussten Umgang mit Resourcen, und das Upcyceln oder auch Aufbereiten von Möbeln verhilft zu sonst unerschwinglichen Einrichtungsgegenständen.
Das Upcycling-Atelier hat den Vorteil, in einem bestimmten Rhythmus - etwa alle 14 Tage - geöffnet zu sein, niemanden für eine bestimmte Zeitperiode festzulegen, und aufgrund von Dauer und Kontinuität nach und nach bekannt zu werden. Mehrere ehrenamtlichen Leiter können sich ablösen.
Parallel dazu soll die Arbeit der Quartiersmanagerin oder des Quartiersmanagers beginnen. Sie oder er richtet sich sein Büro ein, knüpft (vielleicht sogar als Teilnehmer im Recycling-Projekt) die ersten persönlichen Kontakte ins Quartier und zu den Kooperationspartnern und kann aus dem lebendigen Miteinander heraus leichter eigene Ideen entwickeln, als wenn er nur auf Kontaktgespräche angewiesen wäre.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die divergente Bevölkerungsstruktur Barsinghausens ist gekennzeichnet durch die 18 teils kleinstädtischen, teils ländlichen Ortsteile, seine Vergangenheit als Standort des Kohlebergbaus in der Kernstadt, durch einige Großbetriebe, eine Reihe mittelständischer Firmen, den Zuzug von Gastarbeitern in den 50-er Jahren, von Immigranten und Neubürgern in neue Wohngebiete sowie durch die Nähe zur Landeshauptstadt. Es fehlt in Barsinghausen ein Ort für die Herausbildung einer gesellschaftlichen Identität. Dringend benötigt wird ein Ort für die vielen ehrenamtlichen und institutionellen sozialen und kulturellen Aktivitäten, an dem sie betrieben, ausgebaut und durch Vernetzung gefördert werden sowie neue Initiativen sich bilden können. Zwei Flüchtlingsheime, die je auf über hundert Bewohner ausgelegt sind, liegen im Projektgebiet; ein drittes in unmittelbarer Nähe. Die Bürgerschaft ist wie überall gespalten in Gegner oder Skeptiker, Gleichgültige und Hilfswillige. Es beginnen die Mühen der eigentlichen Integrationsarbeit.
Auch die Kulturfabrik Krawatte muss um Akzeptanz kämpfen, sogar in wenn auch geringen Teilen des Rats und in der eher abwartenden Verwaltung. Für die Förderung taten sich immer wieder neue Hürden auf. So ist es für das Vorhaben dringend geboten, dass ihre Möglichkeiten in der Öffentlichkeit sichtbar werden und dass es durch seine Arbeit überzeugt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Baarsinghausen Egestorfer Str. und Stoppstr. mit Umgebung
Beschreibung
Das soziokulturelle Zentrum Kulturfabrik Krawatte entsteht im Gebäude einer ehemaligen Krawattenfabrik, das seit Jahren leer steht. Es liegt an der Hauptverbindungsstraße (L 391) zwischen der Kernstadt Barsinghausen und den Ortsteilen Kirchdorf und Egestorf, an der Egestorfer Straße. Der westliche Abschnitt des Quartiers ist im Süden von der Abraumhalde des ehemaligen Kohlebergwerks und im Norden von der Trasse der S-Bahn- Linie 1 bzw. 2 Haste-Hannover begrenzt. Auf der Nordseite der L
391 stehen vor allem charakteristischen Bergarbeiterhäuser des späten 19. Jahrhunderts, zum Teil durch frühere "Renovierungen" und Erweiterungen verändert und heute vernachlässigt, zum Teil auch liebevoll im Baumarktstil wieder hergerichtet, unterbrochen von Handwerksbetrieben und kurzlebigen Geschäften. Auf der südlichen Straßenseite wurde der Streifen zum Hang der Halde hin ehemals für Werkhallen genutzt. Heute befindet sich hier eine eintönige Abfolgen von Tankstelle, Chinarestaurant, Autohaus, Tennishalle, Getränkemarkt usw. Die ehemalige Krawattenfabrik liegt zwischen einer Metallwerkstatt und dem in 2014 errichteten Feuerwehrgebäude. Im östlichen Abschnitt des Quartiers herrscht auch an der Südseite der L 391, der Stoppstraße, Wohnbebauung vor. Hier befinden sich fußläufig 20 Minuten von der Kulturfabrik entfernt an der Einsteinstraße und am Rottkampweg auch zwei der drei Flüchtlingsheime Barsinghausens, die im Jahre 2017 für je 160 Bewohner errichtet wurden und inzwischen großenteils bezogen sind. Das dritte Flüchtlingsheim liegt nordwestlich von der Kulturfabrik an der Hannoverschen Straße. Das Projektgebiet ist großenteils städtebaulich desolat, zum Teil aufgrund der Tatsache, dass wegen der gemischten Zuständigkeiten zwischen der Region und der Stadt bisher kein Konzept für die Entwicklung der L 391 erstellt werden konnte. Die Stadt Barsinghausen begrüßt, dass das Projektgebiet durch den Bau der Kulturfabrik auch städtebaulich aufgewertet wird. Es sei aber auch an dieser Stelle betont, dass das soziokulturelle Zentrum nicht nur für das Projektgebiet, sondern für die soziale und kulturelle Entwicklung der gesamten Stadt von großer Bedeutung ist.
Einwohnerzahl
1000
Quelle / Anmerkungen
geschätzt, genaue Angaben werden nachgereicht
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Vom Förderprogramm Soziale Stadt wird die Nordstadt gefördert. Sie liegt außerhalb unseres Projektgebietes.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet-2600.pdf
(2.53 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Von den Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit treffen alle auf das soziokulturelle Projekt zu, aber Nr. 5 nur eingeschränkt, da der Schwerpunkt auf Kultur und Bildung liegt. Der Aspekt "Arbeit" kommt zum einen insofern zur Geltung, als jedes soziale oder kreative Projekt die persönliche Kompetenz und Einsatzbereitschaft stärkt, zum anderen ist Zusammenarbeit mit der Labora Jugendwerkstatt Barsinghausen geplant und ebenso mit der Barsinghäuser Beschäftigungsinitiative.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Labora Jugendwerkstätten Barsinghausen GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtmarketingverein Unser Barsinghusen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Calenberger Zeitung Hannoversche Allgemeine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
DRK-Beratungsstelle "Gemeinsam für Barsinghausen"
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
KulturPLUS für alle - aus Fremden werden Nachbarn
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katharina Mohs
2. Kurzbeschreibung
eine kostenlose Angebotsstruktur zur Förderung von Begegnung und kultureller Integration im Roderbruch
Projektbeschreibung
KulturPLUS ist eine kostenlose Angebotsstruktur zur Förderung von Begegnung und kultureller Integration von Geflüchteten und Beheimateten des Quartiers Roderbruch. Gerade für die Geflüchteten sind alle strukturgebenden Dinge wie Heimat, zu Hause, gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie sowie Hobbies wahrscheinlich verloren gegangen. Im Gegensatz zu einmaligen Projekten sorgen Fixpunkte wie wöchentliches Nähen, monatliche Stadtteilbegehungen oder gemeinsame Feste für ein wirkliches Ankommen nach der Flucht, sie geben den Menschen Halt und die Möglichkeit, regelmäßig Menschen (wieder) zu treffen und so neue Kontakte aufzubauen. Es ist wichtig, nachhaltig eine Angebotsstruktur zu etablieren, die für alle, Geflüchtete sowie Roderbrucher*innen, zugänglich ist und vor allem regelmäßig und unkompliziert angeboten werden kann. Dieses Konzept weist einen nachhaltigen Charakter auf und spricht alle im Stadteil lebenden Menschen an. Viele der Geflüchteten bleiben nur kurz in ihren Unterkünften aufgrund ihres Status und wechseln durchaus die Stadtteile. Auch dafür müssen Angebote konzipiert sein, dass ein reger Wechsel an Teilnehmenden und eine hohe Fluktuation das Angebot nicht minder wertvoll oder gar unbrauchbar macht. Diese Angebotsstruktur ist eine Art Kulturkalender, welcher im Charakter wiederkehrend, offen und unkompliziert ist und dessen Angebote auf Augenhöhe mit den Teilnehmenden passiert. Angeboten werden sollen: eine wöchentlich stattfindende Nähgruppe und Kreativwerkstatt, als Workshops eine Handwerkstatt (Holz, Metall), Ferienangebote sowie Tänze um die Welt, monatlich Zukunftsmusik mit Karin Fischer, vierteljährlich Ausflüge wie Stadtteilbegehungen und Stadterkundung auf dem Roten Faden, dazu einmal ein Nachbarschaftsfest "Tag der Nachbarn" sowie das Nouruz-Fest.
Wir sprechen hier insbesondere Geflüchtete an, legen aber großen Wert auf Austausch und Begegnung der im Stadtteil lebenden Menschen untereinander, so dass alle daran teilhaben können. So soll es neben einem Musikangebot Workshops für Handmade-Angebote geben, Stadtteilbegehungen und auch Ferienangebote sowie gemeinsame Feste.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Geflüchtete haben kaum noch Strukturen wie Heimat, zu Hause, gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie oder feste Hobbies. Sie fühlen sich fremd, kennen ihren Stadtteil kaum. Solange ihr Status ungeklärt ist, wissen sie nicht, ob sie in dem Stadtteil bleiben können oder wieder wegziehen. Das alles sorgt für einen schwebenden Zustand, weniger für ein "Ankommen" im Stadtteil. Wir möchten mit unserer Angebotsstruktur "KulturPLUS" aus Fremden Nachbarn werden lassen, in dem sie eingeladen werden, regelmäßig und unkompliziert an Angeboten, die immer wieder kehren, teilnehmen zu können. Wichtig sind Austausch und Begegnung mit anderen im Stadtteil lebenden Menschen, weshalb wir das Angebot für alle öffnen wollen. Wiederholbarkeit und Offenheit sind wichtige Faktoren, um auf die hohe Fluktuation bei Wegzug oder Statuswechsel reagieren zu können und das Konzept als solches nicht qualitativ gemindert wird. Die Angebote sind niedrigschwellig, man braucht nicht zwingend immer Sprachkenntnisse und kann regelmäßig Leute (wieder) treffen. Handwerkliche Angebote werden unserer Erfahrung nach sehr gerne von Geflüchteten angenommen, genauso wie musikalische und kreative Workshops, da sie Emotionen widerspiegeln können.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Roderbruch
Beschreibung
Der Roderbruch ist ein Quartier im hannoverschen Stadtteil Groß-Buchholz. Es wird begrenzt durch die Eilenriede im Westen, den Messeschnellweg im Norden, den Osterfelddamm im Osten und die Baumschulenallee im Süden. Die Karl-Wiechert-Allee durchzieht das Viertel in Nord-Süd-Richtung.
Einwohnerzahl
10000
Quelle / Anmerkungen
Quartiersmanagement
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover Stand 31.12.2011
Dies ist der Schnitt vom Stadtteil Groß-Buchholz, vom Quartier Roderbruch wissen wir, dass über 50 % der Kinder von Transferleistungen leben
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hannovers Stadtteile, soziale Vielfalt Groß-Buchholz, veröffentlicht Jan. 2018
Dies ist der Schnitt vom Stadtteil Groß-Buchholz, vom Quartier Roderbruch wissen wir, dass über 50 % der Menschen eine Zuwanderungsgeschichte haben
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover 2013
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover 2013
Unterlagen zum Gebiet
karte_roderbruch_mit_massangabe.jpg
(41.86 KB)
karte_roderbruch.jpg
(1.72 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Kulturtreff Roderbruch arbeitet eng mit der hanova, Tochtergesellschaft der Stadt Hannover für Immobilien, zusammen. Wir haben bereits ein gut funktionierendes Quartiersmanagement, deren Quartiersmanager Jörg Kofink leitet gemeinsam mit der Stadtbezirksmanagerin die AG "Arbeitskreis Roderbruch", der aus dem Stadtteilgespräch Roderbruch e.V. entstand. Hier kam auch der Impuls, diesen Antrag zu stellen, um der Entwicklung des Zuzugs von ca. 440 Geflüchteten bis Sommer 2018 entgegenzukommen und Angebote für die Zugezogenen zu entwickeln.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Angebotsstruktur wahrgenommen wird, Teilnahme von Geflüchteten und Einheimischen, Aktive Mitgestaltung der Angebote, regelmäßige Teilnahme
Kriterium
Beschreibung
Begegnung und Austausch bei Angeboten stattfindet, Wiederkommen von Teilnehmenden, kreative Prozesse angeregt werden und nachhaltige Ergebnisse (kulturelles Schaffen, gemeinsamer Auftritt, gemeinsames Fest) entstehen
Beschreibung
jeder individuell seine Stärken einbringen kann im kulturellen Schaffen und kreativen Prozess, Vielfalt gelebt wird, Kooperationen mit vorhandenem Potential, vorhandener Infrastruktur
Kriterium
Beschreibung
Angebot als Modellprojekt fungiert und auf andere Standorte und Zielgruppen übertragbar ist
Beschreibung
gute Zusammenarbeit mit allen umliegen Flüchtlingsunterkünften und Wohnprojekten stattfindet, Angebote über Stadtteilgespräch e.V. verteilt und kommuniziert werden, Vernetzung mit anderem im Sadtteil passiert
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Die Bürgergemeinschaft Roderbruch e.V. wurde 1982 im Hochhausviertel Hannover-Roderbruch gegründet. Ziel des Vereins war und ist, im neu entstandenen Quartier die Interessen der Bewohner*innen zu vertreten sowie Kommunikation und Lebensqualität im Stadtteil zu fördern. Seit 1984 trägt der Verein ein Stadtteilkulturzentrum, den Kulturtreff Roderbruch. Im Laufe der Jahre wurde mit viel ehrenamtlichen Engagement eine lebendige Stadtteilkulturarbeit aufgebaut. Ein besonderes Anliegen der Bürgergemeinschaft ist es, die sozial benachteiligten Menschen im Stadtteil zu fördern. 52 % der Kinder im Quartier sind arm, 2/3 haben einen Migrationshintergrund. Der Verein beschäftigt 4 Hauptamtliche und über 40 Honorarkräfte. Der Verein hat über 110 Mitglieder, ca. 35 Ehrenamtliche sind engagiert. Die Stadt Hannover fördert den Verein mit einer jährlichen Beihilfe für 2 Hauptamtliche. Zum Angebot gehören Musikunterricht, Kurse, Chöre, Theater, Ausstellungen, Sprachcafé, Flohmärkte, Ferienangebote, Angebote im Ganztag von Schulen, Sprachförderangebote für Kitakinder und seit September 2017 die Clownswohnung im Wohnprojekt für Flüchtlinge.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilgespräch e.V., speziell "Arbeitskreis Roderbruch"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IGS Roderbruch, Grundschule Lüneburger Damm, KITAs im Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
gute Kooperationen mit Bezirksbürgermeister Henning Hofmann
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Nationen - Neumündener Begegnungszentrum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manfred Fraatz
| Funktion | Leiter Fachbereich Soziales |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vielfalt in Neumünden leben
Projektbeschreibung
Im Stadtteil Neumünden (Stadt Hann. Münden) wird ein Prozess des friedlichen Zusammenlebens unter multiethnischen Anwohnern entwickelt. Das soll mit interaktiver Entwicklung von Angeboten für und mit Anwohnern erreicht werden. Für diese Vielfalt in Neumünden wird ein Begegnungszentrum mit einem Projektkümmerer errichtet. Der Landkreis Göttingen als Eigentümer hat bereits erste bauliche Voraussetzungen für das ehemalige Vereinskrankenhaus, in dem das Begegnungszentrum entsteht, geschaffen. Mit dem beantragten Projekt "Vielfalt in Neumünden leben" soll das Begegnungszentrum sowie der angeschlossene Inklusionsbetrieb Bistro nun mit Leben gefüllt werden. Damit wird die soziale Struktur in Neumünden verbessert und Defizite im Gemeinwesen behoben. Ein qualifizierter Kümmerer/Gastgeber soll sich v.a. um Organisation, Planung, Administration, Öffentlichkeits- & Netzwerkarbeit sowie die Unterstützung von selbstorganisierten Aktivitäten kümmern.
Im Begegnungszentrum sollen für generations- und kulturübergreifende Zielgruppen mit variierenden Problemlagen passende Hilfsformen und Angebotsstrukturen entwickelt und installiert werden, welche im Sozialraum bisher nicht vorhanden bzw. defizitär sind.
Darauf sind auch die drei Hauptziele des Projekts ausgerichtet.
1. Es sollen religionsübergreifende und interkulturelle Begegnungsformate, z.B. Stadtteilfeste, Sport-, Kultur oder Kunstangebote entwickelt und umgesetzt werden.
2.Das Begegnungszentrum soll als ein Ort für selbstorganisierte Aktivitäten der Bevölkerung dienen. Zu diesem Zweck wird ein offener Treff eingerichtet und Menschen mit/ohne Migrationshintergrund werden bei der Begegnungsarbeit unterstützt. Es wird angebahnt, den Treffpunkt-Ansatz durch örtliche Initiativen selbsttragend fortzuführen.
3.Die Zentrierung und Vernetzung der Beratungs- und Unterstützungsangebote für verschiedene im Stadtteil lebende Zielgruppen soll einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung leisten.
Die Belebung des Begegnungszentrums wird im Rahmen dieser Zielsetzung innerhalb von 1,5 Jahren stattfinden. Das Bistro wird bis August 2018 fertiggestellt sein. Durch das Projekt sollen die Bürger in die Detailplanungen des Bistroangebots, der weiteren Räume im Begegnungszentrum sowie der Spielflächen im Außenbereich einbezogen werden, deren Fertigstellung bis Ende 2018 geplant ist. Ein partizipativer Projektbeirat wird die konzeptionelle und operationelle Arbeit während der Projektlaufzeit begleiten.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Hann. Münden (HMÜ) liegt im südlichen Bereich von Nds, unmittelbar an der Grenze zu Hessen, zwischen den beiden Oberzentren Göttingen und Kassel. Obwohl die Lage eine gute Verkehrsanbindung bietet, ist die soziale Infrastruktur in HMÜ unzureichend. Dies zeigt sich bspw. an der Abwanderung der jungen Generation in die umliegenden größeren Städte.
Neben einer hohen Jugendarbeitslosigkeit ist auch der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund (MHG) mit 17,4% und im Innenstadtbereich mit mehr als 35% überdurchschnittlich hoch. Im Stadtteil Neumünden liegt der Anteil von Personen mit MHG mit 20% der Gesamtbevölkerung deutlich über dem Landes- und Kreisdurchschnitt. Außerdem wurde in den letzten drei Jahren eine Vielzahl von Flüchtlingen in HMÜ und Umgebung untergebracht. Insbesondere in Neumünden ist die Kommunikation zwischen den minderjährigen unbegleiteten Ausländern und den Jugendlichen ohne MHG besonders von Missverständnissen und Problemen geprägt, die durch Vorurteile und Ängste entstehen.
Überproportional viele Bürger sind auf staatliche Hilfsleistungen bzw. die Grundsicherung nach dem SGB II angewiesen. Dies zeigt, dass in Neumünden besonders viele sozial schwache Familien mit und ohne MHG leben. Dadurch resultiert der Ruf als Arme-Leute Stadtteil.
Insgesamt kann kaum von einer gewachsenen Gemeinschaft gesprochen werden. So wurde ermittelt, dass sich bei Begegnungen speziell in den Bildungseinrichtungen, auf öffentlichen Plätzen, bei der karitativen Organisation sowie im nachbarschaftlichen Zusammenleben latente und offene Spannungen, Verständigungsschwierigkeiten und interkulturelle Konflikte im Umgang ergeben.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hann. Münden Neumünden
Beschreibung
Neumünden ist ein Stadtteil von Hann. Münden, ohne kommunalrechtlich als solcher verfasst zu sein. Neumünden zählt zu den mittelgroßen Stadtteilen der Stadt Hann. Münden.
Aufgrund der Lage Neumündens südlich von Altmünden am westlichen Ufer der Fulda und durch diese vom historischen Stadtkern getrennt stellt sich dieser Stadtbereich als geographisch gut abzugrenzendes Quartier dar. Es befindet sich auf einem Streifen zwischen der Fulda und dem unbewohnten Osthang des Reinhardswaldes. Hauptstraße ist die Wilhelmshäuser Straße, die als Abschnitt der B 3 durch den Stadtteil führt. In der Fuldaaue finden sich zahlreiche Kleingärten und einige Vereine. Als Verbindung zur Kernstadt und den östlich gelegenen Stadtteilen dient die Pionierbrücke.
Die Bebauung von Neumünden ist geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser der 1920er bis 1950er Jahre. Während sich am Hang des Reinhardswaldes hauptsächlich eine Einfamilienhausbebauung findet, herrscht an der Wilhelmshäuser Straße als Hauptstraße eine teils gründerzeitliche Baustruktur mit Mehrfamilienhäusern vor.
Einwohnerzahl
2541
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnermeldeamt - Bei Menschen mit einem ausländischen Pass
Quelle: Schätzung des Integrationsbüros nach empirischen Untersuchungen zur Fortschreibung des Integrationskonzepts - Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund wird ca. 20% geschätzt
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben des Fachbereich Soziales (Landkreis Göttingen)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung des Integrationsbüros nach Angaben diverser offizieller Stellen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten von der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt entspricht dem speziellen Ansatz der Gemeinwesenarbeit, da es sich an alle Bewohner Neumündens richtet. Die verschiedenen Begegnungs- und Unterstützungsangebote, die im Rahmen des Projekts offeriert werden, orientieren sich ganzheitlich an den ermittelten Bedarfen der Bevölkerung. Ziel ist, das HdN durch die Schaffung eines Ortes der Begegnung zu beleben, aber auch die Verbesserung der Qualität der Beziehungen unter Migranten und der hiesigen Bevölkerung. Kultursensible Angebote spielen hierbei eine zentrale Rolle. Bei der Erfüllung dieser Ziele ist die Einbeziehung der Betroffenen zentral, wie das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ verdeutlicht. Im Begegnungszentrum soll der „Kümmerer/Gastgeber“ als Anlauf- und Vernetzungsstelle dienen. Der Stadtteil bzw. das Haus der Nationen wird mit Hilfe des Begegnungszentrum bzw. des „Kümmerers“ aufgewertet. Somit ist eine wohnortnahe Bearbeitung individueller u. struktureller Probleme/Phänomene in sozialräumlicher Perspektive möglich. Das Begegnungszentrum leistet auch Hilfestellungen für Selbstorganisationen und Vereinsgründungen. Da Vereinen im Begegnungszentrum direkt Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden können, vereinfacht dies den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. Die Ansätze des Begegnungszentrums verstehen sich im Sinne der Gemeinwesenarbeit sowohl als Bildungsarbeit, als auch sozial- bzw. lokal ausgerichtet. Dies zeigt sich deutlich durch niedrigschwellige Möglichkeiten, die geboten werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
das Begegnungszentrum u. gute persönliche Erfahrungen (Umsetzung von Beteiligung) stärken Nachbarschaft und Zusammenhalt in Neumünden
Beschreibung
50 % der Bewohner/innen in Neumünden sind informiert und wurden und werden aktiv beteiligt (quantitative Messung u. qualitative Beurteilung im Rahmen der Fortschreibung des Integrationskonzeptes)
Kriterium
Beschreibung
Multiethnische Bewohner/innen im Stadtteil nutzen die Einrichtung zu selbst gewählten Themen; ehrenamtliche Aktivitäten werden periodisch erfasst und gefördert.
Kriterium
Beschreibung
Stärken-Schwächen-Analyse wird bei der Weiterentwicklung der Arbeit eingesetzt. (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität)
Kriterium
Beschreibung
aus einem ziel- u. ressortübergreifenden Denken werden Netzwerke und Kooperationen abgeleitet bzw. für das Begegnungszentrum genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Kreis- und Stadtpolitik u. Verwaltung sind in den Entwicklungsprozess des Begegnungszentrums einbezogen und unterstützen eine überkommunale Gesamtstrategie
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro, Fachbereich Jugend, Gleichstellungsstelle, Partnerschaft für Demokratie, Jobcenter ,Ausländerbehörde, Gesundheitsamt, Fachbereich Soziales,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Arbeit und Berufsförderung Südniedersachsen (GAB), AWO Kreisverband Göttingen, Deutsches Rotes Kreuz, Jugendhilfe Südniedersachsen (JSN), Jugendhilfemünden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Moscheeverein Hann. Münden, Kneippverein, Ein.münden, Geschwister-Scholl-Haus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Bildung, Grund- und weiterführende Schulen aus Hann. Münden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Moscheeverein, Kirchenkreis Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationslotsen, Ehrenamtliche Bürgerinitivative Ein.münden
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
NETZ Zeven
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Wilhelm Helmers
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftlich Erleben Teilhaben Zusammenhalten
Projektbeschreibung
Ziel des Projekts „NETZ Zeven – Nachbarschaftlich Erleben Teilhaben Zusammenhalten“ ist es, in den ausgewählten Stadtvierteln die gesellschaftliche Teilhabe der BewohnerInnen durch das Schaffen von Begegnungsmöglichkeiten, der Vernetzung lokaler Akteure sowie die gezielte persönliche Beratung zu fördern. Es werden zudem Rahmenbedingungen zur Steigerung der Lebenszufriedenheit im Quartier geschaffen.
Hierbei werden zum einen die Bewohner durch verschiedene Beratungsmethoden der sozialen Arbeit gestärkt und empowert/ermächtigt, eigenverantwortlich und selbstständig ihr Leben zu gestalten.
Ebenso werden mit Hilfe des bereits bestehenden Akteursnetzwerks vor Ort, konkrete Maßnahmen der Hilfe zur Selbsthilfe initiiert, um auf dieser Basis den Ausbau stabiler und nachhaltiger Strukturen zu fördern.
Durch den Aufbau einer Sozialberatungsstelle im Jahr 1996 ist das Diakonische Werk ein maßgeblicher und langjähriger Akteur der Sozialen Arbeit vor Ort. Aktuell ist das Diakonische Werk mit einem Beratungsangebot in den Bereichen Sozial-, Schuldner-, Migrations- Schwangeren-, Schwangerschaftskonflikt- (nach § 219 StGB) sowie Paar- und Lebensberatung in Zeven vertreten. Das Diakonische Werk koordiniert bereits die Austauschtreffen aller sozialen Dienste und Einrichtungen in der Stadt Zeven und ist Träger der Zevener Tafel sowie des Sozialkaufhauses „Pütt un Pann“.
Wesentlich für diese Prozesse ist die konstante Einbindung der Bewohner, um die bereits vorhandenen Ressourcen zu nutzen und darüber hinaus den Austausch der heterogenen Bewohnergruppen – auch über die Quartiersgrenzen hinaus – zu unterstützen. Durch die Gemeinwesenarbeit vor Ort werden Strukturen zur Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders geschaffen.
Auf diese Weise soll gleichermaßen das bürgerschaftliche Engagement vor Ort verstärkt werden: Durch interkulturelle Angebote und das Ermöglichen niedrigschwelliger Begegnungen soll den verschiedenen Gruppen die Fähigkeit verliehen werden, sich selbst und ihre Interessen zu artikulieren und die Gründe ihrer bisherigen Segregation zu beseitigen.
Unterstützt werden soll diese Entwicklung durch den Aufbau und die kontinuierliche Förderung eines Netzwerks aus Stadtteilakteuren und Vertretern der Kommune.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In den vergangenen 15 Jahren fanden Polarisierungen innerhalb der Stadt Zevens statt, die einen deutlichen Abwärtstrend einzelner Stadtviertel mit sich brachten. Durch häufig wechselnde (fast jährlich) Eigentumsverhältnisse in den Quartieren entsteht eine starke Instabilität. Es folgten einseitige Bevölkerungsstrukturen mit einkommensschwachen Haushalten sowie fehlende soziale und kulturelle Infrastruktur vor Ort. Gemeinschaftliche Treffpunkte und Begegnungsmöglichkeiten sind nicht vorhanden. Viele Bewohner/innen leben ohne Erwerbseinkommen, beziehen Transferleistungen und befinden sich an bzw. unter der Armutsgrenze. In den Quartieren gibt es einen hohen Anteil zugewanderter Personen (EU-Bürger, Spätaussiedler, Geflüchtete, Bürger ehem. Sowjetunion), die deutliche Isolationsgefühle ausdrücken und sich vermehrt in Subkulturen bewegen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Zeven: Berliner Straße/Breslauer Straße, Eschenweg, Am Rehmenfeld/Herman-Allmers-Weg/Kronshusen
Beschreibung
Straßenzüge Berliner Straße/Breslauer Straße, Eschenweg, Am Rehmenfeld/Herman-Allmers-Weg/Kronshusen
Einwohnerzahl
1400
Quelle / Anmerkungen
Rathaus Zeven WebGIS
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Rathaus Zeven
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt: Quelle Rathaus Zeven; Projektgebiet: Schätzung
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt: Quelle Rathaus Zeven; Projektgebiet: Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
berlinerstrasse_breslauerstrasse.pdf
(3.53 MB)
kronshusen.pdf
(3.48 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch interdisziplinäre soziale Arbeit werden Rahmenbedingungen zur Steigerung der Lebenszufriedenheit im Quartier geschaffen. Strukturen zur Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders werden aufgebaut. Bewohner werden gestärkt, eigenverantwortlich und selbstständig ihr Leben zu gestalten. Mithilfe von regelmäßigen Treffen und der Zusammenarbeit werden Quartiers- und Kulturgrenzen überwunden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn ein gemeinsam beschriebenes Projekt gemeinschaftlich verwirklicht wurde.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Familienzentrum/Mehrgenerationenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder des Arbeitskreises „Soziale Dienste“ Zeven
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On