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KulturPLUS für alle - aus Fremden werden Nachbarn

Ansprechpartner
Katharina Mohs
eine kostenlose Angebotsstruktur zur Förderung von Begegnung und kultureller Integration im Roderbruch
Projektbeschreibung
KulturPLUS ist eine kostenlose Angebotsstruktur zur Förderung von Begegnung und kultureller Integration von Geflüchteten und Beheimateten des Quartiers Roderbruch. Gerade für die Geflüchteten sind alle strukturgebenden Dinge wie Heimat, zu Hause, gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie sowie Hobbies wahrscheinlich verloren gegangen. Im Gegensatz zu einmaligen Projekten sorgen Fixpunkte wie wöchentliches Nähen, monatliche Stadtteilbegehungen oder gemeinsame Feste für ein wirkliches Ankommen nach der Flucht, sie geben den Menschen Halt und die Möglichkeit, regelmäßig Menschen (wieder) zu treffen und so neue Kontakte aufzubauen. Es ist wichtig, nachhaltig eine Angebotsstruktur zu etablieren, die für alle, Geflüchtete sowie Roderbrucher*innen, zugänglich ist und vor allem regelmäßig und unkompliziert angeboten werden kann. Dieses Konzept weist einen nachhaltigen Charakter auf und spricht alle im Stadteil lebenden Menschen an. Viele der Geflüchteten bleiben nur kurz in ihren Unterkünften aufgrund ihres Status und wechseln durchaus die Stadtteile. Auch dafür müssen Angebote konzipiert sein, dass ein reger Wechsel an Teilnehmenden und eine hohe Fluktuation das Angebot nicht minder wertvoll oder gar unbrauchbar macht. Diese Angebotsstruktur ist eine Art Kulturkalender, welcher im Charakter wiederkehrend, offen und unkompliziert ist und dessen Angebote auf Augenhöhe mit den Teilnehmenden passiert. Angeboten werden sollen: eine wöchentlich stattfindende Nähgruppe und Kreativwerkstatt, als Workshops eine Handwerkstatt (Holz, Metall), Ferienangebote sowie Tänze um die Welt, monatlich Zukunftsmusik mit Karin Fischer, vierteljährlich Ausflüge wie Stadtteilbegehungen und Stadterkundung auf dem Roten Faden, dazu einmal ein Nachbarschaftsfest "Tag der Nachbarn" sowie das Nouruz-Fest. Wir sprechen hier insbesondere Geflüchtete an, legen aber großen Wert auf Austausch und Begegnung der im Stadtteil lebenden Menschen untereinander, so dass alle daran teilhaben können. So soll es neben einem Musikangebot Workshops für Handmade-Angebote geben, Stadtteilbegehungen und auch Ferienangebote sowie gemeinsame Feste.
Ausgangslage
Geflüchtete haben kaum noch Strukturen wie Heimat, zu Hause, gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie oder feste Hobbies. Sie fühlen sich fremd, kennen ihren Stadtteil kaum. Solange ihr Status ungeklärt ist, wissen sie nicht, ob sie in dem Stadtteil bleiben können oder wieder wegziehen. Das alles sorgt für einen schwebenden Zustand, weniger für ein "Ankommen" im Stadtteil. Wir möchten mit unserer Angebotsstruktur "KulturPLUS" aus Fremden Nachbarn werden lassen, in dem sie eingeladen werden, regelmäßig und unkompliziert an Angeboten, die immer wieder kehren, teilnehmen zu können. Wichtig sind Austausch und Begegnung mit anderen im Stadtteil lebenden Menschen, weshalb wir das Angebot für alle öffnen wollen. Wiederholbarkeit und Offenheit sind wichtige Faktoren, um auf die hohe Fluktuation bei Wegzug oder Statuswechsel reagieren zu können und das Konzept als solches nicht qualitativ gemindert wird. Die Angebote sind niedrigschwellig, man braucht nicht zwingend immer Sprachkenntnisse und kann regelmäßig Leute (wieder) treffen. Handwerkliche Angebote werden unserer Erfahrung nach sehr gerne von Geflüchteten angenommen, genauso wie musikalische und kreative Workshops, da sie Emotionen widerspiegeln können.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Roderbruch
Beschreibung
Der Roderbruch ist ein Quartier im hannoverschen Stadtteil Groß-Buchholz. Es wird begrenzt durch die Eilenriede im Westen, den Messeschnellweg im Norden, den Osterfelddamm im Osten und die Baumschulenallee im Süden. Die Karl-Wiechert-Allee durchzieht das Viertel in Nord-Süd-Richtung.
Einwohnerzahl
10000
Quelle / Anmerkungen
Quartiersmanagement
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover Stand 31.12.2011 Dies ist der Schnitt vom Stadtteil Groß-Buchholz, vom Quartier Roderbruch wissen wir, dass über 50 % der Kinder von Transferleistungen leben
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hannovers Stadtteile, soziale Vielfalt Groß-Buchholz, veröffentlicht Jan. 2018 Dies ist der Schnitt vom Stadtteil Groß-Buchholz, vom Quartier Roderbruch wissen wir, dass über 50 % der Menschen eine Zuwanderungsgeschichte haben
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover 2013
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hannover 2013
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Kulturtreff Roderbruch arbeitet eng mit der hanova, Tochtergesellschaft der Stadt Hannover für Immobilien, zusammen. Wir haben bereits ein gut funktionierendes Quartiersmanagement, deren Quartiersmanager Jörg Kofink leitet gemeinsam mit der Stadtbezirksmanagerin die AG "Arbeitskreis Roderbruch", der aus dem Stadtteilgespräch Roderbruch e.V. entstand. Hier kam auch der Impuls, diesen Antrag zu stellen, um der Entwicklung des Zuzugs von ca. 440 Geflüchteten bis Sommer 2018 entgegenzukommen und Angebote für die Zugezogenen zu entwickeln.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Angebotsstruktur wahrgenommen wird, Teilnahme von Geflüchteten und Einheimischen, Aktive Mitgestaltung der Angebote, regelmäßige Teilnahme
Beschreibung
Begegnung und Austausch bei Angeboten stattfindet, Wiederkommen von Teilnehmenden, kreative Prozesse angeregt werden und nachhaltige Ergebnisse (kulturelles Schaffen, gemeinsamer Auftritt, gemeinsames Fest) entstehen
Beschreibung
jeder individuell seine Stärken einbringen kann im kulturellen Schaffen und kreativen Prozess, Vielfalt gelebt wird, Kooperationen mit vorhandenem Potential, vorhandener Infrastruktur
Beschreibung
Angebot als Modellprojekt fungiert und auf andere Standorte und Zielgruppen übertragbar ist
Beschreibung
gute Zusammenarbeit mit allen umliegen Flüchtlingsunterkünften und Wohnprojekten stattfindet, Angebote über Stadtteilgespräch e.V. verteilt und kommuniziert werden, Vernetzung mit anderem im Sadtteil passiert
Vorhandene Strukturen
Die Bürgergemeinschaft Roderbruch e.V. wurde 1982 im Hochhausviertel Hannover-Roderbruch gegründet. Ziel des Vereins war und ist, im neu entstandenen Quartier die Interessen der Bewohner*innen zu vertreten sowie Kommunikation und Lebensqualität im Stadtteil zu fördern. Seit 1984 trägt der Verein ein Stadtteilkulturzentrum, den Kulturtreff Roderbruch. Im Laufe der Jahre wurde mit viel ehrenamtlichen Engagement eine lebendige Stadtteilkulturarbeit aufgebaut. Ein besonderes Anliegen der Bürgergemeinschaft ist es, die sozial benachteiligten Menschen im Stadtteil zu fördern. 52 % der Kinder im Quartier sind arm, 2/3 haben einen Migrationshintergrund. Der Verein beschäftigt 4 Hauptamtliche und über 40 Honorarkräfte. Der Verein hat über 110 Mitglieder, ca. 35 Ehrenamtliche sind engagiert. Die Stadt Hannover fördert den Verein mit einer jährlichen Beihilfe für 2 Hauptamtliche. Zum Angebot gehören Musikunterricht, Kurse, Chöre, Theater, Ausstellungen, Sprachcafé, Flohmärkte, Ferienangebote, Angebote im Ganztag von Schulen, Sprachförderangebote für Kitakinder und seit September 2017 die Clownswohnung im Wohnprojekt für Flüchtlinge.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
hanova
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilgespräch e.V., speziell "Arbeitskreis Roderbruch"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilkulturarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
der Flüchtlingsunterkünfte und des Stadtteils
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Hannover - Entdeckungstour auf dem Roten Faden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Roderbruch, Grundschule Lüneburger Damm, KITAs im Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
gute Kooperationen mit Bezirksbürgermeister Henning Hofmann
Typ
Stadtteil
Galerie
kulturplus uebersicht
kulturplus kalender
Zustimmung Veröffentlichung
On