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Erzählcafés

Von der „AltenSchule" zur neuen guten Nachbarschaft

Ansprechpartner
Anja Oppermann
Funktion Vorsitzende Jugend- und Sozialausschuss
Ein „Schlafdorf“ wacht auf - zur neuen Gemeinschaft in alten Räumen
Projektbeschreibung
Ziel des Projekts ist die Bildung einer Dorfgemeinschaft und Beheimatung der Zugezogenen in Lauenbrück, einem Grundzentrum mit wenig ausgeprägter Infrastruktur und Willkommenskultur. Es ist besonders für viele Neubürger und Geflüchtete, kein wirkliches „zu Hause“. Pandemiebedingt hat auch die beliebte Dorfkneipe ihren Betrieb eingestellt, geblieben sind eine Raucherkneipe und eine Event-Gastronomie. Aber der notwendige Bau einer neuen Grundschule 2023 ermöglichte es der Gemeinde, das alte Grundschulgebäude 2024 zurückzuerhalten und mit Fördermitteln des ZILE-Programms für eine Umnutzung als offenes Bürgerhaus vorzubereiten. 2018 hatte die Gemeinde bereits in der „AltenSparkasse“ einen Gemeinschaftsraum für Vereine und Gruppen eingerichtet, der stets ausgebucht ist. Dieser bietet nur isoliert voneinander Platz für jeweils ein Angebot und keinen Raum für Begegnung und ein übergreifendes Miteinander. Eine multifunktionale Nach- und Umnutzung des bisherigen Grundschulgebäudes an der Wümme kann eine Begegnungsstätte schaffen. Dieser generationenübergreifende Treffpunkt wird sicher die Integration besonders auch unserer Neubürgerinnen und -bürger aller Herkunft bewirken. Als Grundzentrum sollte Lauenbrück über eine solche identitäts- wie gemeinschaftsstiftende Einrichtung unbedingt verfügen und damit zugleich zur Versorgung mit soziokulturellen Angeboten und Dienstleistungen beitragen. Schon früh bildete sich zur Klärung der weiteren Nutzung der alten Schule aus allen Fraktionen des Lauenbrücker Gemeinderats die „IFAG“, eine ehrenamtliche interfraktionelle Arbeitsgruppe als Planungsstab. Der Umbau und die Umnutzung wurden vom Gemeinderat beschlossen. Allen am Prozess Beteiligten war aber klar, dass die Inbetriebnahme eines solchen Hauses einer professionellen Ausgestaltung bedarf, die die IFAG selbst und auch die Gemeindeverwaltung nicht wird leisten können. Ein so das Gemeinwesen förderndes Projekt bedarf einer Person, die „da ist“. Dabei wird es bei der Gestaltung nicht nur darauf ankommen, die „AlteSchule“ mit Leben zu füllen, vielmehr muss es Aufgabe sein, die Dorfbevölkerung aus den unterschiedlichen dörflichen „Inseln“ einzubeziehen und „abzuholen“ - im Sinne eines zu schaffenden lebendigen Dorfes. Die „AlteSchule“ als Ankerpunkt für das Projekt kann so neben allen Maßnahmen, die erforderlich sein werden, zur Bildung und Stärkung der Dorfgemeinschaft beitragen.
Laufzeit
2025-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Lauenbrück ist ein „Schlafdorf“ am Rande des Landkreises Rotenburg. Ursprünglich als Siedlungsort für Arbeitskräfte des Bothmerschen Ritterguts, später der Eisenbahn und nach dem zweiten Weltkrieg neue Heimat für viele Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten verfügt über kein historisch gewachsenes Zentrum. Die soziale Infrastruktur in diesem ländlichen benachteiligten Raum beschränkt sich auf Vereine. Wie damals fällt es den heutigen Geflüchteten schwer, sich zu integrieren. Auch bei pendelnden Neubürgern beschränken sich die Kontakte auf die unmittelbare Nachbarschaft. Geographische und verkehrsinfrastrukturelle Besonderheiten (Wümme, Fintau, Moor, Bahndamm, Bundesstraße 75) haben zu einer aufgelockerten Bebauung und kleinräumigen Ansiedlungen („Vogelviertel“, „Fischtown“; „Klein Moskau“, „Aukamp“) geführt und die Isolation verschärft. Bedingt durch die Randlage Lauenbrücks und den demographischen Wandel sind besonders ältere Menschen und Geflüchtete auf ein Auto angewiesen, um bedarfsgerechte Angebote wahrnehmen zu können. Und es fehlt allen an einem beheimatenden Anlaufort, besonders auch jungen Menschen (ohne Führerschein). Mehrfache Versuche, für sie ein Angebot zu schaffen, sind in der Vergangenheit gescheitert, wären aber dringend erforderlich. Um Abgrenzung und Isolation in den „dörflichen Inseln“ in Lauenbrück aufzubrechen, wird die „AlteSchule“ zwar räumliche Bedingungen schaffen, die Ausgestaltung des Projekts erfordert aber Begleitung, die ohne professionelle Hilfe nicht gelingt. Die aus der Kommunalpolitik entstandene IFAG „AlteSchule“ bedarf für ihr bürgerschaftliches Engagement Hauptamtlicher, die das Projekt umsetzen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lauenbrück
Beschreibung
Das Fördergebiet erstreckt sich über die Fläche der Gemeinde Lauenbrück innerhalb der Samtgemeinde Fintel (Landkreis Rotenburg / Wümme).
Einwohnerzahl
2662
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Lauenbrück
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung auf der Grundlage eines Ausdrucks der Samtgemeinde Fintel am 26.3.2024 (Ausländer und Doppelstaatler); Altersstrukturen waren leider nicht verfügbar
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Statistischem Bundesamt beträgt der Anteil der bis 20-Jährigen 19 %, Daten für die Gemeinde Lauenbrück sind nicht zugänglich und wurden mit 24 % für alle ( 0 bis 26 Jahre ) geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Statistischem Bundesamt beträgt der Anteil der über 66-Jährigen 20 %, Daten für die Gemeinde Lauenbrück sind nicht zugänglich und wurden mit ca. 27 % geschätzt.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die isoliert nebeneinander lebenden Bevölkerungsgruppen Lauenbrücks sollen durch die Einstellung eines Gemeinwesenarbeiters zusammengebracht werden. Als zentrale professionelle Person für alle Menschen im Dorf soll er initiativ sein und auf die Menschen zugehen. Er soll Kontakte fördern, Hilfsangebote koordinieren sowie (Bildungs-) Angebote eröffnen und damit für Gemeinschaft, Austausch und Teilhabe sorgen. Mit der „AltenSchule“ als Ausgangsbasis, einem emotionalen Ort für Altbürger mit Verwurzelungspotential für Neubürger, soll der Gemeinwesenarbeiter für die Entstehung eines dörflichen Gemeinschaftsgefühl sorgen und den Zusammenhalt unter allen Bevölkerungsgruppen herstellen und stärken. Seine Aufgabenschwerpunkte sind: • Entwicklung von Gemeinwesenarbeit, Förderung des gemeinschaftlichen Zusammenlebens, Umsetzung von Projekten im Zuge unseres Projektes Von der „AltenSchule“ zur neuen guten Nachbarschaft • Angebotsentwicklung zur Stärkung der Nachbarschaft und des Ehrenamts, der Integration und der Teilhabe in der Gemeinde • Stärkung der individuellen und im Sozialraum vorhandenen Ressourcen • Projektmanagement von gemeindeinternen, sozialen und integrativen Projekten • Aufbau und Betreuung von Bürgerbeteiligungsprozessen • Planung und Durchführung von Veranstaltungen, Arbeitsgruppen und Bürgerworkshops • Konzeptentwicklung, Projektanträge, Evaluation • Öffentlichkeitsarbeit • Fördermittel akquirieren, Dokumentation und Berichte für Geldgeber
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die „AlteSchule“ unser „Bienenstock“ ist beheimatender Treffpunkt für alle Menschen im Ort unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft und wächst so zu einem immer größer werdenden „Bienenhaus“.
Beschreibung
Ziel ist es, Potentiale aller Einwohner zu nutzen. Wir fragen uns nicht:, „Was kann die „AlteSchule“ mir als Bewohner bieten?, sondern: „ Was kann ich meinem Dorf bieten?" Auch Geflüchtete wirken als Ehrenamtliche mit.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn alle Einwohner Zugang zu der mit der „AltenSchule“ geschaffenen sozialen und mobilisierenden Infrastruktur haben, und der Ort allen ein gesundes Lebensumfeld bietet mit klima- und umweltfreundlichen Strukturen.
Beschreibung
Ziel ist es, den mit der IFAG begonnenen demokratischen Prozess weiter zu fördern. Mitgestaltungsprozesse am Gemeinwesen durch Ideenbörsen, Befragungen und Workshops zu vertiefen. Der Einzelne und die Gemeinschaft vertreten ihre Interessen.
Beschreibung
Alle Lauenbrücker stehen im Mittelpunkt. Aktive Beteiligung ist erreicht, wenn die „AlteSchule“ als Kommunikations- und Begegnungsstätte angenommen wird, gemeinsame Projekte entstanden sind und bedarfsorientierte Angebote durchgeführt werden.
Beschreibung
Bürgerbeteiligung ( Ideenbörsen, Befragungen, Austausch ) findet regelmäßig statt. Synergieeffekte entstehen, neue Projekte und Veranstaltungen gehen daraus hervor. Ein starkes Netzwerk ist erreicht, wenn die Angebote auch den ermittelten Bedarf decken.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lauenbrücker Speeldeel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Volkshochschule Rotenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ländliche Erwachenenbildung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreismusikschule Rotenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerbus-Verein Fintel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Aktive Frauen Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VdK
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dorfgemeinschaft Lauenbrück e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FDP-Bürgersprechstunde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren-Treff
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kneipp-Verein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Selbsthilfegruppen „Menschen in seelischer Notlage“
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Selbsthilfegruppe „Anti-Depression“
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauen Rotenburg und Umgebung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesundheitslotsin der SG Fintel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Chor Continuo
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Ortsverein Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther-Kirchengemeinde Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jagdhorn-Bläsergruppe „Günters wilde Bande“
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hegering Lauenbrück in der Jägerschaft Rotenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hundefreunde Lauenbrück e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rat der Gemeinde Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportverein Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Angelsportverein Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialverband Deutschand, OV Sittensen-Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Lauenbrück, Oberschule Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Simbav Familienforum Fintau
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
div. Yoga-Gruppen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
NABU, BUND
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Scharnow-Stiftung „Tier hilft Mensch“ / Landpark Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Nach Ablauf der Förderung soll der von der IFAG angestoßene demokratische Prozess unbedingt fortgeführt werden, zumal uns die Räumlichkeiten unserer „AltenSchule“ erhalten bleiben - idealerweise in Eigenregie der Nutzergruppen, die dort eine Heimat gefunden haben werden. Denkbare Optionen sind: 1. Gründung eines Fördervereins mit entsprechender Finanzierung, 2. Fortführung auf Honorar-Basis, 3. Übernahme in die kommunalen Verwaltungsstrukturen und 4. Rekrutierung weiterer Fördermittel.
Galerie
schuleingang
schulhof
schulnebeneingang
schulwand
schulgarten
schulwald
kreiszeitungaugust23
planalteschule
putztag
flyer tag
Aufsteller
putztag.jpg (242.01 KB)
Zustimmung Veröffentlichung
On

Quartierszentrum 15,7

Ansprechpartner
Björn/ Julia Bamberg/ Bötel
Funktion Leitung
Aufbau des Quartierszentrum 15,7 dieses strebt an, ein Ort der Begegnung und der Vernetzung für sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Rote Schanze zu werden.
Projektbeschreibung
Das Quartierszentrum 15,7 in Rote Schanze steht vor der Herausforderung, dass es im Stadtteil einen Mangel an sozialen Treffpunkten und kulturellen Angeboten gibt. Dies führt zu Isolation, insbesondere bei Kindern, Jugendlichen und Senioren. Um diesem Problem zu begegnen, strebt das Zentrum an, durch gezielte Maßnahmen und bedarfsorientierte Angebote die soziale Integration, Bildungschancen und den interkulturellen Austausch zu fördern. Unser Bestreben liegt darin, einen Wohlfühlort zu schaffen, der allen Menschen im Stadtteil einen niedrigschwelligen Zugang zu Beratungs-, Kreativ-, Bildungs-, Freizeit- und Kulturangeboten ermöglicht. Die Ausrichtung unserer Angebote erfolgt dabei auf Basis des ermittelten Bedarfs der Bewohnerinnen und Bewohner durch qualitative Befragungen und vorhandene Sozialdaten. Wir betrachten das Quartierszentrum als einen zentralen Ankerpunkt in der Gemeinschaft, der nicht nur Unterstützung und Beratung bietet, sondern auch den sozialen Zusammenhalt stärkt und die individuelle sowie kollektive Entwicklung fördert. Wir planen die Eröffnung eines Sozialcafés als zentralen Treffpunkt für alle, welches Speisen und Getränke zum Einkaufspreis anbietet und eine einladende Atmosphäre schafft. Dieses Café soll als niedrigschwelliger Zugang zu weiteren Angeboten im Quartierszentrum dienen und gleichzeitig als Rahmen für sozialpädagogische Arbeit vor Ort fungieren. Durch eine Kooperation mit Foodsharing e.V. möchten wir Lebensmittelverschwendung entgegenwirken. Erste Angebote (teilweise in Kooperation mit externen Institutionen) würden mit der Eröffnung des Zentrums aufgenommen, z.B. Hausaufgabenhilfe, Beratungsangebote, Spieletreffs der Nachbarn, Nachbarschaftsfrühstück, etc. Zu Beginn planen wir die Öffnung durch die pädagogischen Mitarbeitenden an vier Nachmittagen und zwei Vormittagen in der Woche, sowie punktuell erweiterte Öffnungszeiten und Abendstunden für besondere Angebote und Anlässe. Für einen erfolgreichen Start sind feste pädagogische Mitarbeitende entscheidend, um eine tragfähige Arbeitsbeziehung im Stadtteil aufzubauen. Langfristig sind je nach Bedarf weitere Angebote wie die Ausweitung der Öffnungszeiten, ein täglicher Mittagstisch, ein Stadtteilgarten und ein mobiles Café mit einem "Caféwagen" auf Freiflächen und Spielplätzen im Stadtteil denkbar. Auch die Ausweitung und Initiierung weiterer Angebote in angrenzenden Stadtteilen sind von der Stadt gewünscht und denkbar.
Laufzeit
2024-04-02 00:00:00
Ausgangslage
Das 15,7 begann als Jugendzentrum und wurde später zu einem Familienzentrum. Trotz hoher Nachfrage mussten Angebote aufgrund Corona eingestellt werden. Teile des Gebäudes wurden im letzten Jahr aufwendig saniert, da es umfunktioniert und eine Kita integriert wurde. Die sachliche Ausstattung wurde durch einen Projektantrag bei der Landeskirche gesichert, jedoch fehlt noch die Finanzierung für das Personal. Im Stadtteil Rote Schanze ist die junge Generation überproportional vertreten, aber es gibt kaum offene Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche. Insbesondere der hohe Anteil an Kindern unter 6 Jahren stellt zusätzliche Herausforderungen für frühkindliche Bildung und Betreuung dar. Infolge des Mangels an Treffpunkten und Aufenthaltsorten im Stadtteil sind junge Bewohner von einem Mangel an sozialen und kulturellen Angeboten betroffen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der hohe Ausländeranteil. Angesichts möglicher sprachlicher, kultureller und sozioökonomischer Barrieren ist es unerlässlich, gezielte Maßnahmen zur Förderung der Integration und Teilhabe sowie zur Stärkung interkultureller Kompetenzen zu ergreifen. Diese Herausforderungen begegnen uns bereits in der Kita. Durch die guten Kontakte zu den Familien über die Kita-Gruppe konnten bereits weitere ausländische Bürger des Stadtteils erreicht werden. Die hohe Quote im Bereich der Transferleistungen weist auf eine erhöhte Gefährdung von sozialer Benachteiligung und Armut hin. Ziel ist es, diesen Personen den Zugang zu Bildung und sozialen Angeboten zu ermöglichen. Der Altersquotient zeigt einen hohen Anteil an Senioren im Stadtteil. Daher braucht es Angebote gegen Einsamkeit und Altersarmut.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfenbüttel Rote Schanze
Beschreibung
Der Stadtteil Rote Schanze wird von der Stadt Wolfenbüttel als statistischer Bezirk geführt. In den Medien wird dieser noch einmal bildlich dargestellt. Der Stadtteil umfasst folgende Straßenzüge: Albert-Schweitzer-Allee Altdorferstraße Am Wall Berliner Straße Bodelschwinghstraße Bunsenweg Cranachstraße Dürerstraße Dietrich-Bonhoeffer-Straße Drei-Linden-Weg Elsässer Straße Feuerbachstraße Fröbelstraße Friedenauer Weg Gaußstraße Grünewaldstraße Grimmstraße Halberstädter Straße Harnackstraße Hegelstraße Heimstättenweg Holbeinstraße Humboldtweg Im Kamp Jochen-Klepper-Straße Josef-Müller-Straße Kantstraße Käthe-Kollwitz-Platz Keplerstraße Kopernikusstraße Leipziger Straße Lindener Straße Ludwig-Richter-Straße Martin-Luther-Straße Max-Planck-Straße Melanchthonstraß Nansenweg Neuköllner Weg Pestalozzistraße Philosophenweg Rembrandtstraße Rubensstraße Schöneberger Weg Schlegelstraße Schleiermacherstraße Schopenhauerstraße Tegeler Weg Teichgarten Tempelhofer Weg Treptower Weg Vor dem Gotteslager Weberstraße Wichernstraße Zeughausstraße
Einwohnerzahl
5216
Quelle / Anmerkungen
Stadt Wolfenbüttel stand 31.12.2022
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Als Quartierszentrum streben wir danach, ein inklusives und vielfältiges Umfeld zu schaffen, das allen Bewohnerinnen und Bewohnern offensteht. Durch die Einrichtung von Begegnungsräumen und die Organisation generationsübergreifender und interkultureller Aktivitäten fördern wir den Austausch und das gegenseitige Verständnis innerhalb der Gemeinschaft. Darüber hinaus bieten wir gezielte Angebote, die auf die individuellen Bedürfnisse der verschiedenen Bevölkerungsgruppen abgestimmt sind. Durch diese ganzheitliche und bedarfsorientierte Herangehensweise tragen wir dazu bei, die soziale Teilhabe zu stärken und den Zusammenhalt im Quartier nachhaltig zu fördern. Gleichzeitig werden Anteile des Quartiersmanagments integriert, indem vorhandene Angebote vernetzt werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Entsprechende Angebote für die Besucher:innen des Zentrums basierend auf vorheriger Bedarfsermittlung gestaltet worden. Deren Wirksamkeit wird über eine Reflexion der Besucherzahlen ermittelt.
Beschreibung
Verschiedene Akteuere für alle Bewohner:innen des Stadtteils erreichbar sind und die Zusammarbeit zur Lösung der Herausforderungen beiträgt
Beschreibung
Sich der Zusammenhalt und das subjektive Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil gestärkt hat- Befragungen
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Anwohner des Stadtteils
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wilhelm-Busch Grundschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Erich-Kästner Hauptschule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ERNÄHRUNGSBERATUNG Kontakt: Sarah Rittierott
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LEBENSBERATUNG Kontakt: Psychologin Hanna Klein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
MARTIN LUTHER KINDERTAGESSTÄTTE Ort. Ludwig-Richter-Str. 32
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KITA WARTBURG HORT Ort: Cranachstr. 3
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtjugendpflege Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Martin-Luther (Träger)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Leibnitz-Realschule Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenheim CASA REHA Ort: Dietrich-Bonhoeffer-Str. 14
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenheim AWO Wohnen Ort: Ludwig-Richter-Str. 28
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beratungsstelle für Eltern, Kinder & Jugendliche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fachstelle Frühe Hilfen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendamt LK Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Galerie
zukuenftiges sozialcafe
vom grundstueck d. 157
gebaeude vor der renovierung
img 9533
anderer nachbar
nachbarhasu
rote schanze
Zustimmung Veröffentlichung
On

Das sportliche Hohnsenviertel - der soziale Treffpunkt für alle

Ansprechpartner
Joshua Becker
Funktion Projektmanagement
Das Sport- und Bewegungsviertel in Hildesheim / Treffpunkt Hohnsen
Projektbeschreibung
Die Eintracht BürgerSporthalle gUG ist eine 100% Tochtergesellschaft des Großsportvereins Eintracht Hildesheim und bietet vielseitige Sport- und Bildungsangebote für über 15.000 Menschen. Mit 32 Standorten und einem 70.000 qm² großen Areal ist Eintracht Hildesheim Norddeutschlands einer der größten und aktivsten Vereine. Das Konzept umfasst zwei Teilprojekte: Im ersten Teilprojekt "Das Sport- und Bewegungsviertel in Hildesheim" dreht sich alles um den Bereich Sport. In Kooperation mit dem Großsportverein Eintracht Hildesheim werden hierzu verschiedene Angebote und Projekte im und aus dem Sport geschaffen. Dabei werden sowohl die ganz kleinen Kinder, ab dem Krippenalter, über junge Heranwachsende bis 27 Jahren, bis hin zu Erwachsenen und Senioren. Das Sport- und Bewegungsviertel fördert inklusive Sportangebote wie Schwimmkurse für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung und frühe Bewegungserziehung in Kitas. Zudem gibt es Kampfkunstunterricht, Fitnesskurse und spezielle Angebote für Menschen mit Adipositas. Im zweiten Teilprojekt "Treffpunkt Hohnsen" setzen wir die gesellschaftliche Fürsorge in den Mittelpunkt. Dabei ist es uns besonders wichtig, dass wir Kinder und Jugendliche aus sozialschwachen Gegebenheiten und einem bildungsfernen Umfeld herauslösen und mit Hausaufgabenbetreuungen, Sport- und Freizeitangeboten, sowie offenen Treffpunkten begleiten, betreuen und begeistern. Treffpunkt Hohnsen ist ein gesellschaftlicher Treffpunkt, der Demokratie, Toleranz und Gemeinschaft stärkt. Es umfasst die Auslobung des Guy-Stern-Preises, Sport- und Betreuungsangebote für ältere Menschen, sowie Aktionen zur Integration von Geflüchteten und Inhaftierten Frauen. Beide Projekte bieten vielfältige Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung, gesellschaftlichen Teilhabe und persönlichen Entwicklung für Menschen jeden Alters und jeder Herkunft. Die Angebote und Projektideen wurden in enger Zusammenarbeit mit den Menschen aus dem Quartier entworfen. Damit die Angebote auch wirklich aktuell und für die Personen zugeschnitten sind, wird eine Servicestelle mit einer festen Ansprechperson geschaffen. Dort können Ideen, Wünsche, Anregungen und auch Zweifel, Kritik oder Gedanken eingereicht und besprochen werden. Ergänzend wird zweimal im Quartal ein Quartierstreffen von Politik, Sportvereinen, Wirtschaft, Kirche, Bildungseinrichtungen und Bewohnern durchgeführt. Dabei sollen aktuelle Themen und Aktionen aus dem Quartier besprochen werden, sowie neue Ideen erarbeitet werden.
Laufzeit
2024-08-01 00:00:00
Ausgangslage
Ochtersum steht vor dem Problem des demografischen Wandels. Die Bevölkerung altert, während die Geburtenrate sinkt. Wir möchten die Gesellschaftskrankheit „Einsamkeit“ aktiv angehen und in unserem Quartier vermeiden. Mit vielen Angeboten für Kinder und Familien machen wir das Quartier interessant, ältere Generationen werden aktiv eingebunden und die sozialen Kontakte vermehrt. Die ursprünglich gute und sinnvolle Durchmischung von geflüchteten Menschen, Gastarbeitern, Menschen mit Migrationsvordergrund und den Einheimischen bleibt herausfordernd. Aus einer Parallelgesellschaft wird eine Gegengesellschaft. Wir möchten die Menschen aktiv als Ideengeber, Treffpunktorganisatoren und Ansprechpersonen einbinden und das Quartier zu einer Gesellschaft formen. Es gibt es kaum Anlaufstellen und Angebote für bildungsferne und sozialschwache Familien. Die Kriminalität im Jungendalter wächst. Auch die Zahl der Schulabbrecher steigt rasant. Dem möchten wir aktiv entgegenwirken und die Kinder und Jugendliche aus dem Umfeld holen. Mit Hausaufgabenhilfen und Orientierungsjahren nach der Schule im BFD holen wir die Jugendlichen ab, wo sie gerade stehen. Auch die Zahl des Drogenmissbrauchs wächst stetig. 83% der befragten Eltern haben Sorge, dass Ihre Kinder durch die Legalisierung von Cannabis abrutschen. Durch eine Initiiative mit "Salto" wirken wir an Drogenumschlagsplätzen durch Mitmachprojekte und einem offenen Ohr entgegen. Wir wollen die Hemmschwelle nehmen und durch sinnvolle Freizeitangebote die Versuchung nehmen. Wir kommen nicht aus der Quartiersarbeit, erkennen aber dringenden Handlungsbedarf. Wir trauen uns das zu - Sport verbindet Menschen. Sport ist Teil der Lösung.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Ochtersum
Beschreibung
Ochtersum gehört mit 8327 Bewohner*innen zu den dicht bewohnten Stadtgebieten der kleinsten Großstadt Deutschlands. 82% der Menschen in Ochtersum gehören zu der mittleren bis älteren Generationen - der demografische Wandel macht sich hier deutlich bemerkbar. Ochtersum ist mit 20-30% Wohnbevölkerung mit Migartionshintergrund sehr gemischt, was den Stadtteil bunt und facettenreich belebt. Die Kinderarmut ist in den letzten Jahren um bis zu 10% im Quartier gestiegen. Die Grundsicherung im Alter ist auf 5,7% gestiegen. Im Bereich der Erwerbslosen liegt Ochtersum bei maximal 5% - ein guter Wert. Daraus lässt sich jedoch ableiten, dass Kinder nach der Schule Betreuung benötigen, da die Eltern meist berufstätig sind. 41% der Kitakinder aus Ochtersum sprechen im Elternhaus eine andere Sprache als deutsch. Mit unter 2,5% sind HzE-Fälle in Ochtersum kaum vorhanden.
Einwohnerzahl
8327
Quelle / Anmerkungen
Stadt Hildesheim - Sozialmonitoring 2023
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
ochtersum.jpg (84.74 KB)
ochtersum_karte.png (437.72 KB)
GWA/QM-Ansatz
Ein besonders und wichtiges Anliegen ist es uns, dass wir nicht Aktionen und Projekte für die Menschen aus dem Quartier entwickeln, sondern mit ihnen zusammen. Zudem gehen wir aktiv in die Wohngebiete und Treffpunkte des Quartiers mit dafür von den Bewohnern zugeschnittenen Angeboten, sodass wir die Menschen dort abholen, wo sie sich befinden. Bedarfe und Wünsche der Menschen aus Ochtersum werden in der Umsetzung gestärkt, die Umsetzung von Maßnahmen aktiv begleitet und die Kräfte für die Quartiersentwicklung werden zentral in der FWA gebündelt. Eine zentrale Anlaufstelle wird geschaffen. Des Weiteren können alle ehrenamtlichen Helfer und Freiwilligen aus dem Quartier die Agentur und die Einrichtung nutzen, um Projekte zu planen, Meetings und Konferenzen abzuhalten und als offenen Ort des Austausches und Kennenlernens nutzen. In den Räumlichkeiten möchten wir auch eine Art des Eltern-Kind-Kaffees eröffnen. Auch die Kooperationspartner im Rahmen der Projekte haben die Möglichkeit die Räumlichkeiten für Veranstaltungen, Workshops oder Präsentationen nutzen. Eine Art Berufsinformationsabend wird geplant.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Regelmäßige Treffen im Quartier werden gut besucht und Ideen von den Menschen aus dem Quartier erarbeitet und umgesetzt werden.
Beschreibung
Aktive Beteiligung bei Projektideen und auch der Umsetzung.
Beschreibung
Ein großes Ochtersumer Netzwerk entsteht mit neuen und alten Partnern, sowie schon vorhandene Strukturen werden eingebunden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Malte Spitzer, Dezernent Stadt Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lukas Hahnsch, Geschäftsführer Eintracht Schwimmen gUG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gerhard Bürger, Inhaber Bürgergruppe GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Clemens Löcke, Vorstandsvorsitzender Eintracht Hildesheim von 1861 e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Michaela Szameit, Schulleiterin GS Hohnsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frank Wodsack, CDU, KSB Vorsitzender
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dennis Münter, CDU, KSB Geschäftsführer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stefan Fischer, Geschäftsführer St. Bernward Krankenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sascha Kucera, Geschäftsführer Helios Klinikum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sebastian Adamski, Geschäftsführer Daheim statt Heim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lisa Kundt, Kita Alter Markt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Herr Singelmann, Singelmann Immobilien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
diverse
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frau Stosch, Schulleiterin GS Ochtersum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frau Weiss, RP Museum
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Es werden unbegrenzt Anteile des Projektes an Privatpersonen & Unternehmen verkauft. Diese Anteile werden jährlich gezahlt, sodass diese ihre Aktualität nicht verlieren. Die Anteile haben kein Gewicht - eine Stimme ist für eine Person, bzw. ein Unternehmen. Jemand mit 10 Anteilen hat eine Stimme, genaus wie jemand mit einem Anteil. So wird bei Abstimmungen über Projekte und Vorhaben gerecht entschieden. Zusätzlich wird ein Zuschuss der Kommune angestrebt, sowie feste Förderer gewonnen.
Galerie
x aaa 0537
weltspieltag a1zaf 6796
w at presse westphal aaa 0157
gaststaette innenraum 17.05.2022
Videos
Aufsteller
x_aaa_0179.jpg (1.02 MB)
Zustimmung Veröffentlichung
On

Starke Innenstadt - WIR für ein lebendiges Peine

Ansprechpartner
Berit Kühne
Raum der Begegnungen
Projektbeschreibung
Wie viele Kleinstädte (Kernstadt 27327 Einwohner) und ländliche Kommunen beschäftigt sich auch die Stadt Peine seit vielen Jahren mit den Herausforderungen des demografischen Wandels und der Integration. In den letzten zehn Jahren ist in der Kleinstadt Peine, vor allem in der Innestadt, die Zahl der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte stark angestiegen. Im Januar 2014 lag die Zahl noch bei 16%, im Jahr 01/2020 bereits bei 27% und vier Jahre später im Jahr 01/2024 bereits bei 34% - Tendenz steigend. Dieser rasche Anstieg stellt die Innenstadt vor ganz neue Herausforderungen. Wir wollen einen "Raum der Begegnungen" schaffen. Wir, das ist der Paritätische Niedersachsen e.V., Kreisverband Peine. Wir bieten direkt in der Innestadt Räume an, die über eine sehr gute Ausstattung verfügen. Ein großer, heller Gemeinschaftsraum/Eingangsbereich, eine Küche, Nähmaschinen, Büroräume, Internetzugänge, Sitzlounge und vieles mehr. Dort möchten wir Probleme erfragen und erforschen, Interessen sowie Ressourcen eruieren, sozialräumliche Lebensbedingungen der Menschen vor Ort verändern und gestalten. Durch die Schaffung eines zentralen Gemeinschaftsortes, gezielte Ansprache durch aktive Befragung, niedrigschwellige Zugänge und Beratung möchten wir einen Beitrag leisten, die Nachbarschaft zu stärken und den sozialen Zusammenhalt zu fördern. Verschiedene Angebote wie beispeilsweise ein (Reparatur)Café, ein Frauengespächskreis, oder auch Informationsveranstaltungen zu unterschiedlichen Themen verbessern die Kommunikation und das Miteinander im Stadtteil. Die Kooperation und Partnerschaften zu verschiedenen Akteuren im Quartier fördern strukturelle Entwicklungen vor Ort.
Laufzeit
2025-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Wie eingangs bereits erwähnt hat sich die Bevölkerung in den letzten zehn Jahren in der Stadt Peine, vor allem in der Innestadt, stark verändert. Im Januar 2014 lag die Zahl noch bei 16% im Jahr 01/2024 bereits bei 34% - Tendenz steigend. Dieser rasche Anstieg stellt die Innenstadt vor ganz neue Herausforderungen. Menschen unterschiedlicher Kulturen leben zusammen und bringen ihre eigene Sozialisation und Lebensgeschichte mit. Wohnraum ist begrenzt vorhanden, somit wird es immer schwieriger eine bezahlbare Wohnung in der Innensatdt zu bekommen. Der Einzelhandel verringert sich stetig, Geschäfte schließen. Ferner entstehen immer mehr Bereiche, die von Menschen gemieden werden. Sowohl ältere Menschen, als auch Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind auf eine gute Versorgung und Anbindung vor Ort angewiesen. Die Mobilität dieser Zielgruppe ist häufig eingeschränkt. Die rasche Wandel der Bevölkerung in der Innenstadt führt zu unterschiedlichen Veränderungen und Herausforderungen, denen präventiv entgegengewirkt werden muss. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Paritätischen, die täglich vor Ort in der Innenstadt arbeiten, nehmen diese Veränderungen und Herausforderungen auch subjektiv wahr. Aus diesem Grund beabsichtigt der Paritätische die Gemeinwesenarbeit vor Ort als eine weitere, neue Säule zu etablieren und zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen in der Innenstadt einen wichtigen Beitrag zu leisten.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Peine Innenstadt
Beschreibung
Peiner Innenstadt, Gebiet 101
Einwohnerzahl
4488
Quelle / Anmerkungen
Einwohnerzahlen 01/2024 Stadt Peine
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Peine Einwohnerzahlen, 01/2024
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auskunft der Stadt Peine, Zahlen Stand 01/2024
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auskunft der Stadt Peine, Zahlen Stand 01/2024
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Wir möchten Beziehungsarbeit leisten und bestenfalls die Entwicklung des Einzelnen fördern, sich im Stadtteil selbstwirksam einzubringen. Ziel ist es, die Lebensqualität der Menschen vor Ort zu verbessern. Ferner soll die Partizipation der Menschen, eine offene Kommunikation, eine Vernetzung untereinander und die Fähigkeit der Selbstorganisation gefördert werden. Da wir in der GWA bisher noch nicht gearbeitet haben, möchten wir uns auf diesem Gebiet weiterentwickeln. Wir sind davon überzeugt, dass der ganzheitliche Ansatz der GWA in der Innenstadt alle Bewohner gleichermaßen erreichen kann. Aktuellen Herausforderungen wird begegnet und präventiv entgegengesteuert.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gemeinschaftsraum wird angenommen und genutzt.
Beschreibung
Menschen vernetzen sich eigenständig und helfen sich untereinander.
Beschreibung
Menschen erkennen ihr Potenzial und können es einbringen. Raum der Begegnungen und andere Schnittstellen unterstützen dabei.
Beschreibung
Alle Menschen fühlen sich gleichermaßen angesprochen.
Beschreibung
Vermittlung zwischen Bewohnern, Politik und Verwaltung gelingt.
Beschreibung
Netzwerke und Kooperationen sind bekannt und können genutzt werden.
Beschreibung
Nachbarschaft wird sichtbar und erlebbar. Sozialer Zusammenhalt ensteht. Ziel ist es, die Entwicklung eines starken Gemeinwesens zu fördern.
Beschreibung
Die Daseinsvorsorge ist gesichert. Menschen sind vor Ort für den täglichen Bedarf ausgestattet.
Beschreibung
Die kommunale Verwaltung sieht das Projekt als ein sinnvolles und langfristiges Mittel zur Nachbarschaftsförderung an und unterstützt einen zukünftigen Fortbestand.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Peine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Peine Marketing
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Peiner Heimstätte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Peiner Allgemeine Zeitung, Peiner Nachrichten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arcus, Pro Familia, Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-Luth. Friedenskirche Peine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interessensgemeinschaft Marktplatz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie Wohnen, Ambulante Hilfe Peine
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Peine, Selbsthilfe, Freiwilligen-Agentur, Jungregio
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Im Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt Peine stellte sich heraus, dass ein Raum der Begegnungen und der Ausbau der Gemeinwesenarbeit vor Ort befürwortet wird. Es wird eine enge Zusammenarbeit im Projektzeitraum mit der Stadt Peine angestrebt. In dieser Zeit werden weitere Säulen der Finanzierung betrachtet und ausgelotet. Ziel ist es, den Raum der Begegnungen langfristig zu etablieren.
Galerie
bild raeume
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Quartier:PLUS

Ansprechpartner
Daniel Starmann
Funktion 1. Vorsitzender
Strategien für eine gemeinwesenorientierte Quartiersentwicklung am Schwarzen Berg
Projektbeschreibung
Gemeinsam für den Schwarzer Berg. Die Idee zu "Quartier:PLUS" ist im Rahmen einer Masterarbeit im Bereich Architektur mit dem Schwerpunkt gemeinwohlorientierte Quartiersentwicklung an der TU Braunschweig entstanden. Die Grundidee des Projektes ist es, durch niedrigschwellige zielgruppenbezogene Maßnahmen und Angebote langfristig das Wohlbefinden der Bewohner*innen positiv zu beeinflussen und ihre Identifikation mit dem Stadtteil zu steigern. Das Quartier kämpft schon seit mehreren Jahren mit Problemen wie beispielsweise Leerständen im Bereich der Gewerbeimmobilien und einer fragwürdigen Vermietungspolitik der große Teile der Mietwohnungen im Quartier haltenden bundesweit operierenden Wohnungsgesellschaft. Diese Ausgangslage befördert bereits seit vielen Jahren die soziale Segregation im Quartier in einen "wohlhabenden" Teil des Quartiers mit Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen auf der einen Seite und einem durch einen hohen Anteil an Bewohner*innen in prekären Lebenslagen in großwohnsiedlungsähnlichen Wohnungsbeständen im anderen Teil des Quartiers. Auf Basis dieser Ausgangslage entstand die Idee, das Quartier langfristiger zu entwickeln und im Zusammenschluss mit dem Bürgerverein Schwarzer Berg und Bürger*innen vor Ort ein Quartier:HAUS als zentrale Anlaufstelle für eine gemeinwohlorientierte Quartiersentwicklung, in der Bürger*innen mitbestimmen und mitgestalten können, entstehen zu lassen. Im Rahmen von niedrigschwelliger Quartiersarbeit sollen die Bürger*innen befähigt werden, Eigenengagement zu entwickeln und lernen, Verantwortung für ihre Umgebung zu übernehmen. Gemeinsam mit den Bürger*innen sollen einfache und kreative Ideen entwickelt werden, um das Quartier lebendiger und attraktiver zu gestalten. Zentrale Ziele sind die Stärkung der Nachbarschaften, die Identifikation und Stärkung vorhandener Potenziale im Quartier. Durch partizipative Projekte sollen Bürger*innen lernen miteinander zu kommunizieren und zu interagieren um so eine Quartier: IDENTITÄT entstehen zu lassen. Das aktuell vorhandene Team setzt sich aus unterschiedlichsten ehrenamtlichen Akteur*innen aus Braunschweig zusammen. Diese bauen Netzwerke auf, sammeln Spendengelder und planen erste Projekte im Quartier. Alle Aktiven sind voller Energie und Tatendrang gemeinsam das Quartier Schwarzer Berg zu gestalten, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und viele nachhaltige, positive Projekte zu realisieren!
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Schwarze Berg im Norden Braunschweigs, ist ein durch unterschiedlichste Bautypologien geprägtes Quartier von Einfamilienhäusern mit Blick auf den See bis hin zu Wohnblocks an den Bahnschienen am Rand des Quartiers. Es herrscht aufgrund der starken situativen Trennung der Wohntypologien auch eine generelle soziale Trennung im Gebiet. Ein gemeinschaftlicher Sinn sich für das Quartier einzusetzen fehlt, was sich unter anderem an verwahrlosten Grünräumen, zu wenigen Angeboten für junge Erwachsene und einem generellen Müllproblem widerspiegelt. Die Einwohner bleiben eher unter sich in ihren sozialen Gruppen und ihre ganz individuellen Persönlichkeiten und Fähigkeiten bleiben für das Quartier ungenutzt. Geprägt von Vorurteilen ist es schwer den Dialog im Quartier zu fördern und unvoreingenommen Projekte zu entwickeln. Um all dem entgegenzuwirken, soll ein Quartier:HAUS im Einkaufszentrum die Menschen miteinander in Kontakt bringen und als Ort des Dialoges dienen. Ein weiterer Effekt des Quartier:HAUS soll die Belebung des Einkaufszentrums sein, das derzeit von mehreren Leerständen geprägt wird und in Zukunft mit weiteren Schließungen zu kämpfen haben wird. Das Einkaufszentrum ist derzeit in einem schlechten baulichen Zustand, was die Abwanderung von kleinen Unternehmen weiter beschleunigt. Auch Dienstleistungen des täglichen Bedarfs sind in den letzten Jahren ausgezogen oder wurden aus Altersgründen geschlossen, aktuell die Arztpraxis. Die Nahversorgung ist daher nicht mehr vollumfänglich gewährleistet. Es gilt das Potenzial des zentral gelegenen Einkaufszentrums als Ort der Begegnung neu zu entdecken und durch kleinere, auch bauliche Eingriffe zu aktivieren.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Schwarzer Berg
Beschreibung
Der Schwarzer Berg wird im Norden von den Bahnschienen von der Hafenbahnstrecke und VW Financial Services, sowie einer Kleingartensiedlung, im Osten von der Gifhorner Straße/Hamburger Straße, im Süden vom Naherholungsgebiet Ölper See und im Westen von der Okeraue begrenzt. Der Schwarze Berg ist ein durch eine zentrale Ringstraße erschlossenes und dadurch in sich geschlossenes Quartier, das keine klassische Durchfahrt ermöglicht, sondern das gezielt angesteuert werden muss.
Einwohnerzahl
4666
Quelle / Anmerkungen
https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/statistik/ez_statistische_bezirke.php
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2020
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2020
Unterlagen zum Gebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
In dem Projekt Quartier:PLUS sind Beteiligung, Aktvierung, Vernetzung und eine gelingende Kommunikation die zentralen Instrumente um die Menschen zum Mitmachen zu bewegen. Nach einer intensiven Phase der Bedarfermittlung gemeinsam mit den Bewohner*innen des Quartiers sollen passgenaue neue Angebote für die Menschen im Quartier geschaffen werden. Zielsetzung ist die Unterstützung der Menschen, aber auch die Aktivierung und die Stärkung der Eigeninitiative. Bewohner*innen sollen motiviert werden Verantwortung für ihr Quartier zu übernehmen. Durch diverse Quartier:EVENTS und niederschwellige Angebote lernen Bürger*innen sich kennen, soziale Barrieren im Quartier werden dadurch schrittweise abgebaut. Der Dialog untereinander wird gefördert, vor allem Menschen mit Migrationshintergrund oder im Transferleistungsbezug sollen verstärkt in die Aktivitäten im Quartier integriert werden. Dadurch erleben diese eine neue Form von Akzeptanz und im Idealfall auch Selbstwirksamkeit so dass sich das Zusammenleben im Quartier auf Dauer positiv gestaltet. Mittels neuer Kommunikationsmedien sind die Bewohner*innen des Quartiers miteinander vernetzt und tauschen sich untereinander aus. Die Leerstände im Quartier gilt es gemeinsam mit Leben zu füllen und mit unterschiedlichen Akteuren neue Nutzungskonzepte zu entwickeln. Die Bewohner*innen profitieren von einem funktionierenden Nahversorgungssystem und einer substanziellen Verbesserung ihres Lebensumfeldes.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen kommunizieren und interagieren miteinander. Bewohner*innen werden aktiv und fangen an ein Selbstbewusstsein für ihr Umfeld und Mitmenschen zu entwickeln.
Beschreibung
Netzwerkpartner*innen kümmern sich um das Quartier und um das Wohlbefinden der Bürger*innen. Soziokuturelle Veranstalltungen werden von den Netzwerkpartner*innen gefördert.
Beschreibung
Bewohner*innen kennen sich am besten in ihrem Quartier aus und wissen was sie brauchen.
Vernetzung im Gebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat Nordstadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Forum e.V., schrill e.V., Haus der Kulturen e.V., Kinder- und Jugendschachverein Rochade e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt (AWO), Aktivspielplatz Schwarzer Berg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätte der Christuskirche, Grundschule Schwarzer Berg, Technische Universität Braunschweig, Institut für Geschichte und Theorien der Architektur und Stadt, Hochschule für bildende Künste Braunschweig
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Zeitung, Internetseite des Stadtteils, Social Media (Instagram)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Einzelhändler im Einkaufszentrum Schwarzer Berg, VW Financial Services
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakoniestation Am Schwarzen Berge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Braunschweig, Sozialreferat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grand City Property Ltd.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Stadt Braunschweig ist gerade dabei, ein Konzept für "Nachbarschaftszentren in Braunschweig" zu erstellen und dabei auch zu ermitteln, welche finanzielle Unterstützung aus dem Haushalt der Stadt Braunschweig notwendig ist, um Nachbarschaftszentren (wie z.B. das Quartier:Haus) in Braunschweig betreiben zu können. Insofern ist davon auszugehen, dass die langfristige Finanzierung des Quartier:Hauses über den Haushalt der Stadt Braunschweig sichergestellt werden kann.
Galerie
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verdichtung kleiner
Aufsteller
Zustimmung Veröffentlichung
On

Das Secondhandkaufhaus als Willkommens- und Begegnungsort

Ansprechpartner
Achim Wolff
Funktion Pastor
Begegnung von Einheimischen und Menschen mit Fluchthintergrund
Projektbeschreibung
Anfang 2024 wird in Altenwalde ein Erstaufnahmeeinrichtung (EA) für 800 Menschen fertig sein. Es liegt 750m vom Ortskern mit Geschäften und Ev. Gemeindezentrum entfernt. 2016 war dort eine Notunterkunft. Das wird erneut das Leben im Ortsteil verändern. Die Flüchtlingsinitiative Offenes Herz Altenwalde (OHA), die wir 2016 gegründet haben, wird mit 2 Quartierstreffpunkten Integration fördern. Um das Sozialkaufhaus (Teilprojekt 1) und den Jugendtreff DOM (Teilprojekt 2) zu ertüchtigen bringen wir verschiedene Akteure im Ort zusammen. Das Gemeindehaus mit Park und Spielplatz und das Sozialkaufhaus werden erste Anlaufpunkte für Menschen aus der EA sein. Hier können sie günstig Hausrat, Elektrogeräte, Fahrräder und Einrichtungsgegenstände erwerben. Es ist ein Treffpunkt, der niederschwellige Begegnung ermöglicht. Das Kaufhaus wird z.Zt. durch einheimische Freiwillige betreut. Wir möchten Menschen mit Fluchterfahrung, die wir seit Jahren begleiten, gewinnen, sich im Kaufhaus ehrenamtlich zu engagieren. Das soll Geflüchteten das Ankommen erleichtern und hier lebenden Zugewanderten die Chance bieten, mitzugestalten, Willkommenskultur zu verbessern, eigene deutsche Sprachkenntnisse zu erweitern und erste Erfahrungen in einer Art Berufsleben zu finden. Das Engagement fördert Selbstwirksamkeit und ist Teil des integrativen Ansatzes. Integration funktioniert dort, wo Begegnung auf Augenhöhe und gemeinsames Gestalten möglich ist. Die Geflüchteten bringen ihre Muttersprache und kulturelle Nähe als Kompetenz ein. Sie bereichern das gemischtkulturelle Team und tragen zum Erfolg des Kaufhauses als Begegnungsort maßgeblich bei. Die Einheimischen erleben eine Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses und ihres Engagements im Team. Um die Freiwilligen zu begleiten und das Projekt zum Erfolg zu führen bedarf es einer Projektleitung. Yvonne Pröpper, leitet ein Projekt für Geflüchtete aus der Ukraine. Sie lebt den interkulturellen Ansatz, erhebt Bedarfe durch achtsame Kommunikation und setzt sie kooperativ um. Sie möchte das Sozialkaufhaus zur Begegnungsstätte für alle Menschen machen. Dabei wird ein offenes Konzept mit niederschwelligen soziokulturellen Angeboten für alle Altersgruppen und Gestaltungsfreiraum für Besucher*innen verbunden. So sollen dort z.B. Erzählcafes, Upcycling-Workshops u.a. angeboten werden, die gemeinsam mit den Geflüchteten geplant und durchgeführt werden. Solche Workshopangebote sollen Angebote mit und für die Menschen aus der EA sein.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Secondhandkaufhaus möchte in einer Zeit neue Ehrenamtliche gewinnen, in der in Altenwalde, nach Corona und inmitten eines Krieges, der Inflation und Unsicherheit mit sich bringt, die ehemalige Kaserne als Erstaufnahme EA für bis zu 10 Jahre ausgebaut wird. Das verunsichert Menschen. Wir beantragen dieses Projekt, um den Menschen, die z.T. traumatisiert und Halt suchend, ein neues soziales Netzwerk aufbauen müssen, ein niederschwelliges Begegnungsangebot mitten im Ortskern zu machen, der keine 700 Meter entfernt ist. Bereits in Cuxhaven lebenden Zugewanderte, die als Ehrenamtliche gewonnen werden geben den Ankommenden das Gefühl willkommen zu sein, durch gleiche Herkunft und Sprache. Sie selbst verbessern ihre deutschen Sprachkenntnisse im Team. Sie erleben ihre Selbstwirksamkeit und Mitgestaltungsmöglichkeiten im Quartier. Die Anwohner*innen brauchen Begleitung in dieser veränderten Lebenswirklichkeit. Bereits 2016 wurden in der Kaserne Geflüchtete untergebracht. Die Erfahrungen waren überwiegend positiv. Akteure aus Politik, Kirche, Sportvereinen und öffentlichem Leben moderierten die Nutzung so, dass Bürger*nnen sich mit ihren Bedenken ernst genommen fühlten. Die Flüchtlingsinitiative Offenes Herz Altenwalde, die bis heute ein wesentlicher Akteur der Flüchtlingsarbeit in der Stadt Cuxhaven ist verfügt über langjährige Erfahrungen in der Gemeinwesenarbeit und ist gut vernetzt. Wir schaffen Begegnungsräume, in denen das interkulturelle Miteinander gelebt werden kann. So ist eine Akzeptanz der EA und gutes Zusammenleben möglich. Mit zwei Teilprojekten knüpfen wir an bestehende Kooperationen an. Die Menschen im Quartier werden in die Gestaltung eingebunden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Altenwalde, Franzenburg, Gudendorf, Oxstedt
Beschreibung
Das Fördergebiet sind 4 Ortsteile von Cuxhaven bestehend aus Altenwalde, Franzenburg, Gudendorf und Oxstedt
Einwohnerzahl
7000
Quelle / Anmerkungen
Anfang des Jahres 2024 erwartet der Ortsteil Altenwalde einen Zuzug von 800 geflüchteten Menschen in der Erstaufaufnahmeeinrichtung
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistisches Landesamt Niedersachsen Stadt Cuxhaven
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistisches Landesamt Niedersachsen Stadt Cuxhaven
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistisches Landesamt Niedersachsen
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Veränderung durch die Belegung der Erstaufnahmeeinrichtung
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt stehen alle Menschen im Quartier, ihre Bedarfe, Interessen und Kompetenzen. Der GWA Ansatz ist konzeptionell und methodisch Projektgrundlage, nimmt Sorgen wegen der Erstaufnahme ernst, baut sprachliche Barrieren und Vorurteile ab. Das Projekt greift Anliegen auf, motiviert zur aktiven Teilhabe und Mitgestaltung im Quartier. Das multikulturelle Kaufhaus-Team schafft eine Begegnungsstätte für Alle, verbessert Leben in materieller und immaterieller Hinsicht. Ehrenamtliche mit Fluchterfahrung kennen die Situation der Bewohner der EA, machen niedrigschwellige Angebote, Hilfen und Freizeitaktivitäten im Ort bekannt. Das Kaufhaus bringt die Zielgruppen in Kontakt. Das soziale Klima und ehrenamtliche Engagement wird gestärkt. Der demokratische und empowernde Ansatz motiviert zum Miteinander auf Augenhöhe. Methodisch arbeiten wir nach den Grundsätzen (Community Organisation): Zuhören, Bedarfe erheben, Informieren und Handeln. Wir nutzen Formate der aktivierenden Befragung, Projekt- und Ideenwerkstatt, Kommunikative Freizeitangebote, Erzählcafe, Mentoring im Ehrenamt. Wir legen Wert auf gutes Zusammenleben, nutzen einfache Sprache und die Durchmischung der Zielgruppen. Durch das Miteinander im multikulturellen Team und die zufriedene Kundschaft stärken die Teammitglieder als Multiplikatoren eine diverse und intakte Gemeinschaft im Quartier. Die Angebote bereichern das Leben, sie bieten eine Plattform für Kreativität und Engagement.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Eine breite Bevölkerungsschicht das Kaufhaus als eine feste Größe in der Integrationsarbeit ansieht und eine Vielzahl der geflüchteten Menschen in das Dorfleben integriert ist.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ev. luth. Kirchengemeinde Altenwalde, Diakonisches Werk, freie Kirchengemeinde Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten, Elbe-Weser aktuell, Facebook, Instagram, Blickpunkt (Gemeindeblatt), Cuxverein, eigene Homepage
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Einwohner des Ortsteils Altenwalde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wir für uns in Altenwalde, Wir vom Süderwisch, Ritzebüttel aktiv e.V., Runder Tisch Cuxhaven, Hanel Senioren-Stiftung, Engagierte Stadt Cuxhaven e.V., Heimatkultur guG, TuS Altenwalde, Freibad Oxstedt, TuS Altenwalde, Freiwillige Feuerwehr Altenwalde,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Cuxhaven, Stadt Cuxhaven, Gemeinde Altenwalde,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Demokratie Leben, Bündnis für Respekt und Menschenwürde
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Während des Projektes wertet eine Arbeitsgruppe das Projekt laufend aus und erschließt von Anfang an Anschlussfinanzierungsmöglichkeiten. Dazu werden Netzwerkpartner in geeigneter Weise einbezogen. Die Koordinatorin des Offenen Herzens Altenwalde Mirjam Schneider und Pastor Achim Wolff gehören einer Gruppe an, die die Einrichtung der EA in Altenwalde begleitet. Auch hier werden Überlegungen für eine gute Begleitung des Ortes angestellt.
Galerie
20221001 104004
Zustimmung Veröffentlichung
On

TIDE-HUUS Großenmeer

Ansprechpartner
Ulrike Mayer
Funktion Gleichstellungsbeauftragte, Fuks-Büro
TEILHABE-INKLUSION-DABEISEIN-EINBRINGEN = TIDE-Huus
Projektbeschreibung
Das Projekt TIDE-Huus Großenmeer (TEILHABE-INKLUSION-DABEISEIN-EINBRINGEN) baut auf dem Prinzip des organisierten Gemeinwesens auf. Tide ist die Bezeichnung für die Gezeiten wie Ebbe und Flut. Die Macht der Gezeiten steht auch sinnbildlich für Ängste und Hoffnung. Das „Tide-Huus“ soll für die Menschen ein sicherer Ort für Austausch und Begegnung sein. Das TIDE-Huus wird zum Erhalt und Förderung der Selbstorganisation; zur Vorbeugung früher Hilfebedürftigkeit, zur (Wieder-)Herstellung und Ermöglichung von größtmöglicher Selbstbestimmung und sozialer, kultureller Teilhabe, nach individuellen Bedarfen genutzt. Hier soll Austausch auf allen Ebenen (von Angeboten im Supermarkt bis hin zu Tipps bei Anträgen oder "Wie bist du mit der Situation umgegangen?") stattfinden. Der Ansatz ist dabei partizipativ, niedrigschwellig sowie offen, präventiv und basiert auf der Freiwilligkeit der Teilnahme. Er ist individuell, bedürfnisorientiert, ressourcenorientiert, persönlich im gewohnten und sicheren Umfeld, in Beratung und Begleitung. Die individuellen Bedarfe – von Einzelnen oder Gruppen – werden ermittelt und transformiert in konkreten Unterstützungs- und Teilhabe-Angeboten. Das "offene Ohr" haben und aktiv zuhören stehen an erster Stelle und geht bei gutem Wetter mit einem Kaffee oder Tee und etwas Süßem im Strandkorb auf dem Außengelände am besten. Die Anlaufstelle ist barrierefrei. Sie verfügt über einen großen Gruppenraum, sowie ein bis zwei kleinere Gruppenräume. Eine funktionale Küche und getrennt geschlechtliche Sanitäranlagen gehören zum Bestand. Es gibt Räumlichkeiten in denen ein Jugendtreff, Krabbelgruppe sowie ein generationsübergreifendes Angebot stattfinden kann. Außerdem gibt es ein Außengelände mit Sitzgelegenheiten und Spielfläche, sowie ausreichend Parkfläche. Eine Anbindung an den ÖPNV ist gegeben.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
Ausgangslage
„Einsamkeit kann jede und jeden treffen.“ (BMFSFJ, 2023) Dieses Problem sieht die Gemeinde Ovelgönne ebenfalls und möchte sich aktiv an dieser Stelle einbringen. Es gibt aktuell zwar ein reichhaltiges Angebot an Veranstaltungen, Institutionen und Akteuren, allerdings gibt es auch hier Defizite. Die Forschungslage des Projekts Kompetenznetz Einsamkeit (2023) zeigt, dass der Faktor Raum vielfältige Auswirkungen auf Einsamkeit haben kann. Da die Gemeinde Ovelgönne, mit rund 124 km², eine große Fläche fasst und kein wirkliches Zentrum besitzt ist es für einige Menschen schwer, Angebote zu finden, wahrzunehmen und sich mit anderen Menschen zu verknüpfen. Nicht nur faktisch, sondern auch in der subjektiven Wahrnehmung der Bürger*innen wie lokale Ärzte, Organisatoren von Senioren- und Krabbelgruppen-Treffs, die die sich steigernde Isolation hautnah mitbekommen, ist Vereinsamung ein großes Thema. In der 3. Sitzung des Präventionsrats 2023 und mit Unterstützung des Landes Präventionsrats wurde ebenfalls sehr deutlich, dass eine Tendenz der zunehmenden Vereinsamung besteht. Die lokalen Angebote wurden evaluiert, es gibt Angebotsdefizite im Bereich der alleinstehenden Personen mit und ohne Kind sowie der alleinstehenden „jungen“ Senioren. Durch den vermehrten Zuzug, von unterschiedlichsten Menschen, gibt es einen Bedarf für (inter-)kulturelle Angebote. Um Begegnungen zwischen diesen Zielgruppen anzustoßen, wird ein Raum benötigt. Durch (Fach-)Kräfte soll eine Unterstützung bei der Verknüpfung der Angebote von Vereinen, Institutionen und Hilfeleistungen geschaffen werden. Die vorhandenen Strukturen sollen gestärkt und Zugangsbarrieren abbaut werden.
GWA/QM-Ansatz
Strukturell bedarf es einer – den jeweiligen Beständen und Bedarfen angepassten – Variante des organisierten Gemeinwesens, wie sie in ihren Grundzügen etwa unter dem Konzept der „Caring Community“ umrissen wird. (Klein, 2018) Auf diesem Prinzip des organisierten Gemeinwesens baut das Projekt „TIDE-HUUS Großenmeer (TEILHABE-INKLUSION-DABEISEIN-EINBRINGEN) der Gemeinde ebenso auf. Die Anlauf- und Verknüpfungsstelle bzw. die Begegnungseinrichtung soll einen festen Sitz in Großenmeer haben, allerdings auch mobil agieren können.
Nachhaltigkeit
Im Vorfeld ist dieses Projekt im Zuge der Arbeit des Präventionsrates entstanden. Das Projekt verfolgt das Ziel Einsamkeit im Alltag entgegenzuwirken und orientiert sich an §71 SGB XII und §§ 4a und 11 SGB VIII. Es wird beabsichtigt mit einem externen Anbieter gemeinsam eine kommunale Nachhaltigkeitsstrategie, die sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen (Ziele: 1, 3, 5, 10, 11 und 16) orientieren, zu erarbeiten. Dabei wird das Projekt in dieser Strategie berücksichtigt.
Galerie
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ZusammenWachsen

Ansprechpartner
Katarina Wetzel
Funktion Geschäftsführerin
ZusammenWachsen - Lebensqualität für die Menschen in der Bassumer Innenstadt
Projektbeschreibung
Die Bassumer Innenstadt um das Quartier der Sulinger Straße soll wieder ein attraktiver Lebensort für Bassumer Bürger:innen werden. Durch das Projekt "ZusammenWachsen" sollen Räume der Begegnung entstehen, die die Sulinger Straße zu einem aktiven Lebensort des Zusammenseins machen. Ein Begegnungscafé inmitten der Innenstadt soll an einigen Nachmittagen/Abenden in der Woche niedrigschwellige Angebote machen, an denen alle interessierten Bürger:innen unabhängig von Kultur, Alter und sozialer Schicht teilnehmen können. Ausgewählte Schwerpunkte schaffen dabei die Möglichkeit gemeinsam ins Gespräch zu kommen. So können Brettspielnachmittage, gemeinsame Sessionnachmittage/Abende, Treffen zu Kunst und Literatur etc. schnell Kontaktmöglichkeiten schaffen. Hier sollen einerseits regelmäßige Treffen geplant werden, als auch außerplanmäßige Veranstaltungen stattfinden. In den Räumen sollen ebenfalls eine Kochgruppe für Mädchen, Treffen von Lesepatenschaften und Nähkurse stattfinden. Das Begegnungscafé soll Menschen zusammenbringen und darüber die Möglichkeit bieten, generations- und kulturübergreifend das soziale Zusammenleben zu stärken. Durch die erst kürzlich erfolgte Modernisierung großer Räumlichkeiten im Herzen der Sulinger Straße durch einen Träger, der dort eine Tagespflegeeinrichtung unterhält, stehen zusätzliche Räume zur Verfügung, die für die beschriebenen Angebote teilweise bereits über die entsprechende Ausstattung verfügen. Die Räume liegen zentral und sind für Bürger:innen im Quartier, aber auch darüber hinaus, gut erreichbar. Zusammenwachsen sollen neben den Menschen aber auch die sozialen Akteure vor Ort. In Bassum soll im Rahmen des Projektes die Gemeinwesenarbeit aktiv aufgebaut werden. Träger und Einrichtungen vor Ort sollen vernetzt und langfristig neue Kooperationen geschaffen werden. Die Angebote im Begegnungscafé können durch die Akteure unterstützt, initiiert, gestaltet und mit durchgeführt werden. Geplant ist eine Koordinationsstelle, die einerseits den Aufbau der GWA realisiert und andererseits das Begegnungscafé organisiert sowie Stadtfeste für das Zusammenwachsen der Bürger:innen organisiert. Regelmäßige Stadtfeste sollen das Projekt abrunden, auf das Projekt selbst und die neuen Angebote aufmerksam machen und die Menschen im Quartier zusammen bringen.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Bassum ist durch die verzweigten Stadtteile und eingemeindeten kleinen und großen Dörfer als ländliche Gegend zu betrachten. Die Bassumer Innenstadt zeichnet sich seit einiger Zeit durch Leerstand und verwaiste Plätze aus. Zunehmender Vandalismus an Gebäuden und Gegenständen führt dazu, dass das Gesamtbild wenig einladend wirkt und immer weniger Menschen die Innenstadt als Lebens- und Aufenthaltsort nutzen. Die Zerstörung von öffentlichen Plätzen und angrenzenden Spielplätzen geht unter anderem von Jugendgruppen aus. Plätze müssen regelmäßig von Müll und Scherben befreit werden, um genutzt werden zu können. Zudem nutzen Obdachlose und Menschen mit Suchterkrankungen vermehrt die Sulinger Straße als Treffpunkt und Schlafplatz. Dies führt zu Unsicherheiten der Anwohner:innen und zur Vermeidung des Besuchs der Geschäftsstraße. Es besteht die Gefahr, dass sich die Sulinger Straße zunehmend zu einem Brennpunkt entwickelt. Die Sulinger Straße ist von Veränderungen gekennzeichnet. Durch den Einzug eines Pflegedienstes in einem leerstehenden Gebäude wird die Innenstadt jetzt zum Lebensmittelpunkt älterer Menschen. Zudem ziehen viele junge Familien nach Bassum, da sie hier bezahlbaren Wohnraum finden. Neu zugewanderte bleiben bisher unter sich, die Menschen kommen kaum zusammen. Es fehlt an generations- und kulturübergreifenden Angeboten und Kontaktmöglichkeiten. Weiterhin existiert bisher weder ein Quartiersmanagement, noch ist die Gemeinwesenarbeit ausreichend aufgebaut. Verantwortliche Personen, die soziale Akteure in der Innenstadt zusammenbringen, mit ihnen Angebote entwickeln und umsetzen und Räume der Begegnung und des Zusammenseins schaffen, gibt es nicht.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bassumer Innenstadt: Kirchstraße - Sulinger Straße - Langestraße - Bahnhofstraße - Bürgermeister-Lienhop-Straße
Beschreibung
Das Gebiet des Rathauses hat sich als Stadtmittelpunkt gebildet. Darüber hinaus haben sich viele Wohnstraßen gebildet, die zwischen den verschiedenen Einkaufsgebieten liegen. Der Bereich des Fördergebietes umfasst den roten Bereich. Die Begrenzung liegt an den ehemaligen Hauptverkehrsadern Bremer Straße und Syker Straße. Nach Süden begrenzt die Kirchstraße und die Bahnhofstraße das Gebiet. Innerhalb des Gebietes liegen fast alle Kindergärten des Stadtgebietes, das Rathaus, Familienzentrum, Seniorenbüro, sowie die momentan unbelebte Haupteinkaufstraße Sulinger Straße. Das Mütter-Kinder-Zentrum liegt im Mittelpunkt dieser Abgrenzung an der Ecke Alte Poststraße/Mittelstraße und ist gut erreichbar.
Einwohnerzahl
3500
Quelle / Anmerkungen
Quelle: Google Maps
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
80
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LSN und Schätzung im Projektgebiet
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
stadtplan.pdf (604.49 KB)
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt soll die Gemeinwesenarbeit in Bassum aufgebaut werden. Die Stadt verfügt nicht über ein Quartiersmanagement und es fehlt an verantwortlichen Personen, die die Akteure zusammenbringen, Kooperationen aufbauen und Angebote für Bürger:innen schaffen, die das Zusammenleben miteinander verbessern und damit die Lebensqualität in der Stadt erhöhen. Das Projekt dient weiterhin dazu die Kontakte unter Bürger:innen unterschiedlicher Generationen und Nationalitäten zielgruppenübergreifend zu fördern. Das Zusammensein und der Austausch untereinander soll eine alters- und kulturübergreifende Kommunikation ermöglichen. Darüber können Einsamkeit, soziale Benachteiligungen und soziale Ängste abgebaut werden. Durch den Ausbau der Vernetzung der Akteure im Quartier und die damit einhergehende Weiterentwicklung können niederschwellige Angebote geschaffen werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bedürfnisse der Menschen und ihre Wünsche stehen im Vordergrund aller Aktivitäten
Beschreibung
Soziale und räumliche Gefüge einer Nachbarschaft sind sichtbar
Beschreibung
Die entstehenden Netzwerke stoßen Veränderungsprozesse an
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Bewohner:innen im Quartier Sulinger Straße/Bassumer Innenstadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
akb Sozialdienstleistungs GmbH Bassum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderarztpraxis Theek
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhaus Fönix, Leitung Marcus Libbertz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulsozialarbeiterin Cora Weyhe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauenverein Bassum, Vorsitzende Birgit Meyer-Borchers
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenbüro Bassum, Leitung Nina Ehlers-Röpe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christine Gaumann, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Bassum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Matthias Mondorf, Kinderbetreuung Stadt Bassum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Britt Merdon, Kinderbetreuung Stadt Bassum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Julia Mielke, Leitung Fachbereich 1 Stadt Bassum, Kindertagesstätten, Soziales, Schulträgerangelegenheiten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Susanne Vogelberg, Tourismusbeauftragte Stadt Bassum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Karsten Bödeker, Erster Stadtrat Stadt Bassum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Weser-Kurier/Syker Kurier, Tobias Denne
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreiszeitung, Frau Kreykenhop
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Mütter-Kinder-Zentrum Bassum ist seit mehr als 30 Jahren ein wichtiger Baustein im Stadtbild und kooperiert eng räumlich-inhaltlich mit dem kommunalen Familienzentrum. Die Mitarbeiterin war an der Planung dieses Projektes beteiligt und wird es fachlich begleiten und unterstützen. Wie vom Bürgermeister der Stadt Basum dargelegt, ist das Projekt ein passgenauer Baustein sozialer Integration im mit Bürgerbeteiligung 2018 aktivierten und laufend fortentwickelten Stadtentwicklungsprozesses.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Dorftreff Rieste "Riesterei"

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
Rieste engagiert, wir für hier
Projektbeschreibung
Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen in einem ehemaligen Ausstellungsraum einer Landmaschinenfirma (die von vielen Bürger/Innen unterstützt und begleitet wurden) konnten wir im September 2019 mit dem Dorftreff "Riesterei" beginnen. Der Dorftreff bekam seinen Namen durch die Bürger/Innen während der Eröffnungsfeier. Ein sehr umfangreicher Monatsplan mit Angeboten im Dorftreff, der von den Mitarbeiter/Innen und dem Bürgermeister zusammengestellt wird, kommt in der Bürgerschaft richtig gut an. Viele Bürger/Innen helfen mit ihren Ideen und ihrem Engagement den Monatsplan vielfältig zu gestalten. Neben geselligen Angeboten wie "Spieletreffen" " Klönkaffe" oder "Tanzen" gibt es vor allem auch Gesundheitsangebote wie "Mittagstisch" "Sportgruppen" "gesundes Frühstück" "Gedächtnistraining" In der Regel gibt es 8 - 10 Angebote pro Woche, alle Tageszeiten werden dabei beachtet so, dass auch berufstätige Personen an Angeboten teilnehmen können. Vereine, Organisationen, Gruppen, Kindergarten etc. sind mit eingebunden. Der Dorftreff ist an wenigstens 5 Tagen in der Woche geöffnet. Auch Spaziergänger oder Urlauber können so einen Blick in den Dorftreff werfen. Kaffee oder Tee wird angeboten und die Besucher/Innen können sich über die einzelnen Angebote informieren.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
In Rieste gibt es keinen Ort mit Treffpunktcharakter. Die Gemeinde hat viele kleine Außenbereiche und keinen richtigen Ortskern. Die Kirchengemeinde liegt weit außerhalb, ebenso die Vereine. Eine Teilhabe vieler älterer Menschen ist aufgrund fehlender Mobilität sehr schwierig geworden. Beratungs- und Unterstützungsangebote gibt es vor Ort kaum. In Rieste leben viele EU Ausländer die im Gewerbepark der Gemeinde (weit außerhalb) arbeiten und kaum Kontakt zu den Einheimischen haben. Das Freizeit- und Tourismusgebiet liegt auch weit außerhalb. Dort trifft man auf Urlauber die sich kaum im Dorf selbst aufhalten. Somit ist der Dorftreff zu einer sehr wichtige Einrichtung geworden! Man kann einfach mal reinschauen, einen Tee trinken und ein Gespräch führen. Für viele Urlauber eine ganz neue Entdeckung und interessante Abwechslung. Die Menschen sind sehr interessiert und nehmen gerne an den Angeboten teil. Die Möglichkeit, sich selbst einzubringen hat das ehrenamtliche Engagement stark erhöht. Jetzt ist es möglich für den Ort und für die Gemeinschaft etwas zu machen und sich (auch kurzfristig) für ein Projekt oder eine Initiative zu interessieren. Vor allem allein stehende alte Menschen haben jetzt einen Begegnungsort wo sie sich zwanglos ohne Kosten treffen können und (außerhalb von Coronazeiten) gemeinsam etwas unternehmen können. Vereine nutzen die Riesterei als Treffpunkt für z.B. Vorstandssitzungen weil viele Vereine kein eigenes Vereinsheim haben und es nur noch eine Kneipe gibt. Auch Gruppen und Initiativen treffen sich in der Riesterei weil der Treffpunkt kostenfrei ist und viele Möglichkeiten bietet.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück, Gemeinde Rieste
Beschreibung
Die Gemeinde Rieste liegt an der östlichen Grenze des Landkreises Osnabrück und berührt hier das Oldenburger Land. Sie bildet mit sechs weiteren Gemeinden die Samtgemeinde Bersenbrück. Rieste liegt 40 m über NN und hat eine Gesamtgröße von 30,58 qkm
Einwohnerzahl
3645
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
In Rieste liegt der spezielle GWA Ansatz insbesondere in der Zusammenführung unterschiedlicher Bürger/Innen. Wir möchten die sozialen Beziehungen von Zugereisten und Einheimischen stärken und den Neubürger/Innen die Möglichkeit geben, sich in ihrer neuen Heimat wohl zu fühlen. Außerdem arbeiten wir verstärkt daran, dass alte Menschen zusammenkommen können und somit weiter in die Gesellschaft eingebunden sind. Dadurch stärken wir die Qualität der sozialen Beziehungen, geben den Bürger/Innen die Möglichkeit, sich zu engagieren und für ihren Ort aktiv zu werden und helfen, Schwachstellen zu erkennen und Lösungen zu finden. In der Corona - Zeit waren die Dorftreffs geschlossen. Viele Menschen hatten Angst, waren verunsichert. Nur langsam beginnt das Leben wieder in den Dorftreffs. Wir spüren bei der Arbeit deutlich die für uns neue Ablehnung der vermeintlich "Anderen". Schuldzuweisungen machen die Runde, Senior*innen haben Angst und Ausgrenzung ist alltäglich. Hier werden wir erneut sehr viel Zeit und Energie brauchen um die entstandenen Hemmschwellen und Aggressionen abzubauen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
es gelungen ist, die Bewohner/Innen zu interessieren, zu aktivieren und gemeinsam Dinge anzustoßen und umzusetzen. Wenn Menschen mit Migrationshintergrund teilnehmen und gerne wiederkommen, sich wohl fühlen und selbst auch mitmachen.
Beschreibung
wir den Bürger/Innen genügend Möglichkeiten bieten, ihr eigenes Leben und ihr Umfeld selbst zu gestalten. Wenn wir untereinander Hilfestellung geben können um den Alltag zu meistern und es möglich ist, gegenseitig Anteil zu nehmen und Hilfe zu geben.
Beschreibung
die Bürger/Innen ohne Vorbehalte auch mit fremden Menschen zusammen kommen. Wenn Alt und Jung sich ergänzen, alle Menschen am Aufbau und der Entwicklung im Dorf teilnehmen.
Beschreibung
in der Gemeinde ein gutes Miteinander herrscht, wenn man sich gegenseitig achtet. Wenn die Bürger/Innen erkennen, dass jeder Einzelne im Dorf wichtig ist und dass nur durch ein Miteinander die Gemeinde Bestand haben kann.
Beschreibung
die Vereine und Organisationen die in der Gemeinde noch vorhanden sind unterstützt werden und die Bürger/Innen helfen, dass sie auch im Dorf Bestand haben. Wenn die Vereine vor Ort sich in die Arbeit im Dorftreff einbringen und so Gemeinsamkeiten schaffen
Beschreibung
es gelingt, neue Nachbarschaften aufzubauen (Zuzug) und alte Nachbarschaften zu festigen (Tod, Wegzug) Wenn Menschen voneinander wissen und füreinander da sind. Wenn es Kümmerer gibt, die die gute Nachbarschaft fördern.
Nachhaltigkeit
Auch der Dorftreff in Rieste soll fester Bestandteil in der GWA der SG BSB bleiben. Leider hat auch die Gemeinde Rieste nicht genügend finanzielle Ressourcen um aus eigener Kraft die Kosten für den Dorftreff zu übernehmen. Die Steuereinnahmen sind auch hier massiv eingebrochen durch die Corona Krise. Natürlich versuchen wir durch Spenden oder durch andere Gelder von Bürger*innen einen Teil der Kosten zu decken, eine Gesamtfinanzierung wird aber auch hier leider nicht möglich sein.
Galerie
kartenausschnitt gemeindeflaeche rieste osm
Zustimmung Veröffentlichung
On

Ein Ort mit zwei Lebenswelten: Steyerberg und der Lebensgarten treten in Verbindung

Ansprechpartner
Sven Lamers
Funktion Geschäftsführer
Zwei Lebenswelten treten in Verbindung
Projektbeschreibung
Zur Umsetzung unserer Vision in Steyerberg bilden wir in einem Auftakttreffen die "Vertrauens- und Aktivierungsgruppe" (VAG). Wir kommen aus der AG Nachhaltigkeit, Heimatverein, Stadtpolitik und -gemeinde, dem Lebensgarten e.V. sowie Achtsamkeit & Verständigung e.V.. Als strategische Akteure des Ortskerns und Lebensgartens bilden wir die Kerngruppe, die weitere Menschen aus Nachbarschaft und Vereinen aktiviert, um sie als VAG-Akteure in die Nachbarschaftsinitiative zu integrieren. Da beide Quartiere über starke Vereinsstrukturen verfügen, nutzen wir diese als Ressource. Auf diese Weise vergrößert sich das Engagement konzentrisch und bringt zugleich Verein wie Nachbar beider Quartiere zusammen. Hierin liegt unsere zentrale Strategie des Vernetzens, Aktivierens und schließlich des Versöhnens. Hauptverantwortliche für die Planung und operative Umsetzung der Maßnahmen sind die Projektleitung und -koordination, die von den VAG-Akteuren unterstützt werden. Sie sind zentrale Ansprechpartner für die Menschen beider Quartiere und der VAGs, die bei PR, Organisation sowie Vertrauen und Aktivierung unterstützen. Ziel unserer Initiative ist es, die Menschen beider Quartiere zu einem eigenen GWA-Nachbarschaftsprojekt zu gewinnen. Dazu schaffen wir im 1. Jahr eine Sensibilisierung für beide Lebenswelten. Ein Osterfest mit Tauschbörsen zu Saatgut sowie eine aktivierende Befragung schaffen Kommunikation und Beteiligung, während die Umfrageergebnisse das weitere Vorgehen bestimmen. Diese werden auf einem sommerfestlichen Erlebnisspaziergang durch beide Quartiere im Kontext der Wirklichkeit erlebbar. Ein Planwagen ermöglicht zudem Teilhabe für Ältere. Maßnahme im 2. Jahr ist die Errichtung eines "Erzählcafés" im Ortskern. Neben dem bereits Bestehenden im Lebensgarten dienen sie als Quartiersforum und Sozialraum zur Etablierung einer gemeinsamen kommunikativen Alltagspraxis: Stereotype über den 'Anderen' der jeweiligen Lebenswelt wahrnehmen, abbauen und gemeinsame Normen und Werte aufdecken. Zusammen mit internationalen Freiwilligen führen wir ein Anti-Bias-Training mithilfe eines methodischen Erzählcafés durch. Hinzu kommen Kinoabende, Kunst- und Fotoausstellung, welche die Festlichkeiten reflektieren. Im 3. Jahr arbeiten wir mit einem GWA-Beteiligungsprojekt der Nachbarn auf Basis der Umfrage auf eine Verstetigung des Projektes hin. Alle GWA-Ergebnisse werden auf einem abschließenden Erntedankfest präsentiert. Ein Abschlusstreffen der VAG-Akteure evaluiert das Projekt.
Laufzeit
2022-10-04 00:00:00
Ausgangslage
Zwei Kilometer nördlich des Ortskerns von Steyerberg liegt am Ortsrand die Gemeinschaftssiedlung „Lebensgarten“. Im ehemals größten Zwangsarbeiterlager der 1938 gegründeten Rüstungsfabrik EIBIA siedelten sich in den 1980ern Intellektuelle, wie das Professorenehepaar Kennedy, KünstlerInnen und Visionäre des sozio-ökologischen Wandels an. Sie haben den Permakulturpark (spätere PaLS gGmbH) als Forschungs- und Demonstrationsprojekt für nachhaltige Landwirtschaft oder die erste norddeutsche Stromladestelle für E-Autos realisiert. Dieses Lebensgemeinschaftsprojekt hat heute noch eine Leuchtturmwirkung. Die Warteliste für den Zuzug junger, (inter-)nationaler Familien ist lang. Um die hohe Nachfrage an Wohnraum zu decken, ist ein erweiterbares Smallhouse-Projekt nach traditionell japanischer Modulbauweise geplant. Doch im nahegelegenen Ortskern herrscht dagegen Wohnleerstand. Abwanderung junger Menschen, Mangel an attraktiver Bildung und hochqualifizierter Kräfte stellen den demografischen Wandel vor Herausforderungen. Diese Trennung der zwei Lebensräume ist historisch gewachsen, denn die neuen Siedler kamen, um eine konventionelle Gesellschaft zu verlassen. Ein Klima von Misstrauen, Abgrenzung und Polarisierung beider Quartiere entstand. Jedoch haben wir die Vision von einem Ort, in dem Jung wie Alt beisammenleben, in dem jedermanns Idee gehört und genutzt wird. Für diese Verflechtung haben wir zentrale Partner aus Kommune und Zivilgesellschaft beider Quartiere für eine GWA-Nachbarschaftsinitiative gewonnen. Wir Akteure aus Verein, Lebensgarten und Stadt bilden eine Kerngruppe, die nachbarschaftliches Vertrauen schaffen und zu Partizipation aktivieren will.
Projektgebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Als Nachbarn und Akteure aus Vereinen, Politik und Stadtgemeinde verfolgen wir einen holistischen, integrativen Ansatz: ressortübergreifend bilden wir eine Initiative aus den Ressourcen der BürgerInnen heraus, um ein verbessertes Zusammenleben nach dem Bedarf des Gemeinwesens zu erreichen. Damit erwächst unser Anliegen einer verbesserten Nachbarschaft aus der gesellschaftlichen Basis heraus und schließt zugleich Vertreter aus Stadtverwaltung und -politik ein. Folglich ergibt sich eine spiral-vertikale Denk- und Wirkrichtung, die eine nachhaltige GWA-Struktur gewährleistet. Dies wird zudem durch die Vertretung beider Quartiere im VAG-Kernteam sichergestellt (spiral-horizontale Denk- und Wirkrichtung). Ergebnis ist eine multidirektionale Vernetzung zw. Institutionen sowie BürgerInnen beider Quartiere, die durch die gemeinsame Reflexion stereotypisierter Lebenswelten entstanden sein wird. Damit diese Reflexion zw. den unterschiedlichen Sozialräumen gelingen kann, bieten wir Beteiligungsmöglichkeiten in vielfältigen Maßnahmen von Anbeginn des Projektes an, als auch nach dem Bedarf des Gemeinwesens in Form eines eigenen GWA-Nachbarschaftsprojektes. Da internationale Vielfalt nach unserem Verständnis eine kulturelle Ressource ist, aktivieren wir diesen Aspekt durch die Einbindung von ESC-Freiwilligen, die nicht nur eine starke Wirkung in der Überwindung eines direkten Austauschs ausüben können, sondern auch auf die Integration der (in Steyerberg wenigen) migrantischen BürgerInnen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen aus Nachbarschaft und Vereinen auf das Projekt aufmerksam geworden sind, sich im Austauschforum beteiligen, sukzessiv zur Projektbeteiligung gewonnen & ihre Ideen in der VAG eingebracht haben & als GWA-Nachbarschaftsprojekt umgesetzt worden sind.
Beschreibung
eine breite generationsübergreifende Umfragebeteiligung, sich ein internationaler (ESC-Freiwillige aktiviert auch MigrantInnen) & generationsübergreifneder & interdisziplinärer Beteiligungsanteil in den beschreibenen Maßnahmen gezeigt hat.
Beschreibung
die Nachbarn beider Quartiere mit Unterstützung des VAG-Kernteams eigene Projektidee(n) entwickeln, planen & umsetzen; bestenfalls sogar ein Engagement über den Projektzeitraum hinaus entwickeln.
Beschreibung
die Vereinsstrukturen beider Quartiere durch die VAG vernetzt sind, um die Polarisierung beider Sozialräume abzubauen & Nachbarn einzubeziehen; Vernetzung auf Homepage von Lebensgarten, Stadt & Vereinen sichtbar gemacht ist; Quartiersforum genutzt wird.
Beschreibung
die Vereinsstrukturen beider Quartiere durch die Maßnahmen der VAG miteinander vernetzt sind, um die Polarisierung beider Sozialräume durch Beteiligung abzubauen; Vereine ein Selbstverständnis als Begegnungsraum beider Quartiere entwickelt haben.
Beschreibung
das Quartiersforum von Nachbarn beider Quartiere für Engagements angenommen worden ist; das GWA-Beteiligungsprojekt durch Nachbarn & Vereine beider Quartiere auf Basis der Umfrage umgeszt werden konnte; entstandene Ideen zur Projektvestetigung führen.
Beschreibung
Die sich stetig erweiterende VAG bildet sich aus Nachbarn & Vertretern unterschiedlicher Vereine sowie Vertretern der Stadt. Die Einbeziehung von ESC-Freiwilligen bildet an dieser Stelle auch einen interkulturellen Aspekt ab.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimatverein Steyerberg e.V. (starker Projektpartner zur Bildung identitätsstiftender Aktivitäten mit dem Ort: generationsübergreifende Aktivitäten, räumliche Ressourcen etc.; Unterstützung kulturpädagogischer Maßnahmen))
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AG Nachhaltigkeit (Bürgerinitiative Steyerbergs mit den Themenschwerpunkten "Demografie, Teilhabe, Gender" u.a.)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Klimabüro der Gemeinde Steyerberg (bei Bedarf Flächenbereitstellung für einen Teilhabe-Garten)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro der Gemeinde Steyerberg (Aktivierung von MigrantInnen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familien- und Seniorenbüro der Gemeinde Steyerberg (Aktivierung marginalisierter Menschen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evang. Pfarrgemeinde St. Katharinen Steyerberg (Unterstützung bei der Friedens- u. Konfliktarbeit; Aktivierung von jugendlichen KonfirmandInnen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lebensgarten Steyerberg e.V. (Aktivierung der LebensgärtnerInnen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Achtsamkeit und Verständigung (AVev) e.V. (Aktivierung der LebensgärtnerInnen; Unterstützung bei der Friedens- und Konfliktarbeit; Moderation der Maßnahmen in Jahr 2)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Permakulturpark am Lebensgarten Steyerberg (PaLS) gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KulturImpuls Steyerberg e.V. (Unterstützung kulturpädagogischer Maßnahmen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr Steyerberg e.V. (Unterstützung bei Osterfest (Feuer) u. Erlebnisspaziergang (ggf. Sicherung der Straße für Planwagen) (Jahr 1))
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Pfarrgemeinde St. Marien Steyerberg (Unterstützung bei der Friedens- u. Konfliktarbeit; Aktivierung von jugendlichen KommunikantInnen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schützenverein Steyerberg e.V. (Aktivierung der Nachbarn; Unterstützung bei den Festlichkeiten)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frauenchor Steyerberg e.V. (Unterstützung kulturpädagogischer Maßnahmen; Aktivierung der Nachbarn)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhaus Steyerberg (Aktivierung für Maßnahmen u. pädagogische Unterstützung in Jahr 2; Unterstützung bei den Festlichkeiten)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fanfarenzug Steyerberg e.V. (Unterstützung kulturpädagogischer Maßnahmen; Aktivierung der Nachbarn)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Feuerwehrkapelle Steyerberg e.V. (Aktivierung der Nachbarn; kulturelle Unterstützung bei den Festlichkeiten)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Choka Sangha e.V. - Zen & Permakultur (Unterstützung bei Friedens- und Konfliktarbeit; Vernetzung mit Kirchengemeinde über Themen der Kontemplation/Meditation)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Harke (Regionalzeitung zur Veröffentlichung des Projektes und seiner Aktivitäten)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freie Schule Mittelweser ((kultur-)pädagogische Unterstützung in Jahr 1 u. 2; Aktivierung von Jugendlichen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Herr Hans-Jürgen Weber (ehem. Bürgermeister der Gemeinde Steyerberg (CDU) und Vorsitzender der AG Nachhaltigkeit)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Reit- und Fahrverein Steyerberg e.V. (stellt seinen Planwagen zur Verfügung, um ältere Menschen beim Erlebnisspaziergang (Jahr 1, Ziel 3) zw. den Quartieren zu befördern)
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Aktueller Stand: Kooperationszusicherung strategischer ProjektpartnerInnen: AG Nachhaltigkeit mit Themenschwerpunkt "Demographie & Teilhabe", Vorsitzende sind eh. Bürgermeister & Stabstellenleiterin Klima; Stadt Steyerberg; Lebensgarten e.V.; Heimatverein Steyerberg e.V.; Achtsamkeit & Verständigung e.V. Pläne: Verstetigung aus Nachbarschaftsinitiative selbst heraus & Ausweitung auf Gemeinde; langfristige Kooperation im Laufe der Projektarbeit mit bestehenden & weiteren strategischen Partnern
Zustimmung Veröffentlichung
On