Theresienhof.connect
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ursel Ballin
| Funktion | Heimleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Digital und nah im Quartier Goslar / Rammelsberger Straße
Projektbeschreibung
Theresienhof.connect stärkt als digitale Plattform das nachbarschaftliche Zusammenleben, die soziale Teilhabe und die Vernetzung im Quartier rund um die Rammelsberger Straße in Goslar. Ziel ist der Aufbau einer digitalen und analogen Quartiersplattform, die Bewohner:innen, Angehörige, Nachbarschaft und lokale Akteur:innen verbindet und den Zugang zu Angeboten im sozialen Nahraum deutlich erleichtert.
Viele Angebote im Quartier – Freizeitaktivitäten, Beratungen, ehrenamtliche Initiativen, kirchliche oder vereinsgetragene Formate – sind bisher nur punktuell sichtbar oder gar nicht miteinander vernetzt. Gleichzeitig verändert sich die Zielgruppe: Jüngere Angehörige sowie die nachrückende ältere Generation sind digital wesentlich kompetenter, während bestehende Bewohnende Unterstützung bei der digitalen Teilhabe benötigen.
Mit der Plattform Theresienhof.connect entsteht eine niedrigschwellige Möglichkeit, soziale Teilhabe digital wie analog zu stärken. Es sollen Informationen zu Angeboten, Veranstaltungen, Unterstützungsmöglichkeiten, Beratungen und Kontakten im Quartier sichtbar werden. Für Bewohner:innen des Senioren- und Pflegezentrums Theresienhofs werden Betreuungs- und Freizeitangebote ebenso barrierearm zugänglich wie relevante Quartiersangebote. Angehörige erhalten einen strukturierten Kommunikationskanal zur Einrichtung, Beratung und Besuchsplanung. Quartiersakteur:innen – Vereine, Ehrenamtliche, Nachbarschaftsgruppen – können sichtbar werden, Angebote einbinden oder neue Kooperationen entwickeln.
Das Projekt setzt auf enge Zusammenarbeit: Bewohnende, Angehörige, Quartiersbewohnende und lokale Partner werden aktiv in die Entwicklung eingebunden. Analoge Begleitangebote (z. B. Sprechstunden, Workshops, offene Treffpunkte) sichern Zugänglichkeit und sozialen Zusammenhalt.
Ziel ist ein alltagsnaher Beitrag zu Teilhabe, Vernetzung und Integration im Quartier, der sowohl digitale wie klassische Gemeinwesenarbeit verbindet und langfristig verstetigt werden kann.
Laufzeit
2026-03-23 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Theresienhof liegt in einem sozial heterogenen Quartier in Goslar, in dem es eine Vielzahl einzelner Aktivitäten gibt, jedoch keine systematische Vernetzung und Sichtbarkeit dieser Angebote. Bewohnende und Anwohnende berichten von fehlenden Begegnungsorten, wenig strukturierten Informationskanälen sowie unübersichtlichen Zugängen zu bestehenden Freizeit‑, Unterstützungs‑ und Beratungsangeboten.
Die Bewohnendenstruktur in der Pflegeeinichtung wird sich in den kommenden Jahren verändern: Die Generation der Babyboomer rückt ins pflegerelevante Alter und ist mit digitalen Zugängen vertraut, gleichzeitig benötigen viele aktuelle Bewohnende Unterstützung beim Erhalt oder Ausbau digitaler Kompetenzen. Angehörige wünschen sich transparentere Informationen und leichtere Kontaktmöglichkeiten. Quartiersakteur:innen haben großes Interesse an Kooperation, verfügen jedoch über keine gemeinsame Plattform.
Bisher existieren viele voneinander getrennte analoge und digitale Einzelanwendungen, sodass soziale Teilhabe, Information und Kooperation häufig von Zufällen oder persönlichen Kontakten abhängen. Dadurch entstehen Lücken – sowohl für Bewohnende (interne Angebote) als auch für Nachbar:innen (Quartiersangebote, Beratungen, Ehrenamt).
Das Projekt adressiert diese Probleme mit einem integrierten Ansatz: Aufbau einer zugänglichen Quartiersplattform, Förderung von Begegnung, Abbau sozialer Isolation, Stärkung der Anschlussfähigkeit im Quartier und Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Akteur:innen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Goslar Rammelsberger Straße (Quartier rund um den Theresienhof)
Beschreibung
Wohn- und Sozialraum um den Theresienhof, geprägt durch eine Mischung aus Wohnbebauung, seniorennahen Angeboten, sozialräumlichen Herausforderungen, teils geringem Zuschnitt an Begegnungsorten und vielfältigen, aber wenig vernetzten Akteur:innen
Einwohnerzahl
2000
Quelle / Anmerkungen
https://www.goslar.de/wirtschafts-und-zukunftsort/goslar-in-zahlen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung: Goslar gilt als eine Region mit einem hohen Anteil an älteren Menschen, der Landkreis zählt zu den ältesten in Niedersachsen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_theresienhof.connect.pdf
(846.49 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt folgt klaren Prinzipien der Gemeinwesenarbeit: aktivierend, beteiligungsorientiert und sozialraumbezogen. Durch Nutzung sowohl digitaler als auch analoger Methoden werden unterschiedliche Zielgruppen niederschwellig eingebunden. Bewohnende, Angehörige, Nachbarschaft und lokale Akteur:innen gestalten Angebote, Strukturen und Inhalte der Plattform mit. Workshops, Interviews, Befragungen und Testphasen ermöglichen Mitwirkung in allen Projektphasen.
Die digitale Plattform dient als Werkzeug für die GWA: Sie macht Bedarfe sichtbar, unterstützt Beteiligungsprozesse, stärkt die Selbstorganisation und erleichtert Kooperation. Gleichzeitig entstehen analoge Begegnungsformate – wie Sprechstunden, Quartiersgespräche, Beteiligungswerkstätten –, die Brücken zwischen unterschiedlichen Gruppen schaffen.
Die Arbeit ist lebensweltorientiert, partizipativ und setzt gezielt auf Empowerment: Menschen sollen sich einbringen, Angebote entwickeln oder gemeinsam aktiv werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn alle Aktuere gewonnen sind und die Angebote im Quartier etabliert sind
Beschreibung
Wenn die Angebote bedürfnisorientiert und pratizipativ entwickelt wurden
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Frankenberg
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird dauerhaft in die Strukturen des Theresienhofs und der Quartiersarbeit integriert. Die Plattform wird nach Projektende weiterbetrieben und technisch wie analog gepflegt. Kooperationen werden verstetigt, analoge Treffpunkte und Austauschformate bleiben bestehen. Die Ergebnisse dienen als Modell für weitere Einrichtungen der Unternehmensgruppe.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
theresienhof.connect_hochkant.jpg
(461.17 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam statt einsam. Leben an der Wassermühle e.V.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Wiebke Ridderskamp
| Funktion | Vorstand |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam statt einsam
Projektbeschreibung
Der Verein "Leben an der Wassermühle e.V" i.Gr. setzt sich zum Ziel, selbstbestimmtes Wohnen in Gemeinschaft zu fördern. Der Verein verfolgt sein Ziel insbesondere durch Gründung eines Wohnprojektes in Rotenburg. Durch gemeinsame Verantwortung für Wohn- und Lebensräume soll das Entstehen gemeinschaftlicher, generationsübergreifender, kreativer und multikultureller Lebensformen unterstützt werden.
Der Verein "Leben an der Wassermühle e.V" i.Gr. leistet einen Beitrag zur Förderung des sozialen, kulturellen, ökologischen und politischen Lebens. Der Verein unterstützt eine innovative Quartiersentwicklung in Rotenburg.
Laufzeit
2026-04-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Gesellschaftliche Tendenzen zeigen auch in einer Kreisstadt wie Rotenburg (Wümme) eine zunehmende Vereinsamung, soziale Spezifizierung von Wohnvierteln und geringer werdende altersübergreifende Kontaktmöglichkeiten.
Um dem entgegenzuwirken wurde Ende 2025 das Wohnprojekt "Leben an der Wassermühle" e.V. gegründet.
Die zwölf erwachsenen Mitglieder des Vereins "Leben an der Wassermühle" e.V., die sich regelmäßig um die Angelegenheiten des Wohnprojektes kümmern, engagieren sich alle ehrenamtlich. Die Altersspanne aller Mitglieder des geplanten Wohnprojektes reicht von einem Jahr bis 79 Jahre.
Wir kommen aus unterschiedlichen sozialen Schichten, sind zum Teil Alleinerziehende, Eltern von behinderten Kindern, verwitwete Personen und Menschen mit Migrationshintergrund.
Unser gemeinsames Ziel ist ein generationsübergreifendes Wohnprojekt in zentraler Lage in Rotenburg für Menschen zu gestalten, die miteinander eine besondere gemeinschaftliche Nachbarschaft unabhängig ihres sozialen Status, kulturellen Hintergrundes und Alters pflegen wollen und eine nachhaltige, ökolog. Gütergemeinschaft leben (Car sharing, gemeinsame Haushaltsgeräte).
Das geplante Wohnprojekt soll eine Ausstrahlungskraft für die Stadt Rotenburg entwickeln. Kulturelle, sportliche Projekte und Festivitäten sollen auch die Mitbürger Rotenburgs einladen und integrieren. Es ist vorgesehen, dass eine Teilhabe am Vereinsleben unabhängig des Wohnverhältnisses möglich ist. Besondere Gemeinschaftsflächen, wie Co Working places, Seminar- Beratungsräume, Gästewohnungen werden für Interessierte zur Verfügung gestellt. Damit werden Orte der Begnungen und des Dialoges im Zentrum Rotenburgs geschaffen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Rotenburg (Wümme)
Beschreibung
Baugebiet zwischen Heimathaus und historischer Wassermühle. Siehe Internetseite: www.leben-an-der-wassermuehle.de
Einwohnerzahl
23000
Quelle / Anmerkungen
/
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Siehe Ausgangslage und Ziele.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Typ
Stadtteil
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Über Vereinsbeiträge und ehrenamtlich organisierte Aktionen sollen die Gemeinschaftsräume und Begegnungsorte des Wohnprojektes finanziert werden. Dabei setzt der Verein auf Nachhaltigkeit, Eigenleistung und Wiederverwendung von Baumaterialien und Einrichtungsgegenständen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam . aktiv . gegen Einsamkeit
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Hartmut Kampmann
| Funktion | 1. Vorsitzender |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mobil Bewohner niedrigschwellig ansprechen - Aktivierung des Sozialraums - Potenziale der Menschen nutzen - Gemeinsinn
Projektbeschreibung
Der Stadtteil ist stark geprägt durch einen überdurchschnittlich hohen Anteil der Altersklassen 20-40 Jahre und älteren Menschen ab 60 Jahren - 63,5% leben in Single-Haushalten. Deshalb ist hier die Einsamkeit besonders zu bemerken. In den letzten Jahren hat sich der Zuzug von Migranten verstärkt - kulturelle und sprachliche Vielfältigkeit sind häufig Ursache für Einsamkeit solange keine gemeinsamen Treffpunkte angeboten werden. Dieser Missstand ist die Motivation unseres Vereins, eine Vernetzung von Akteuren, Institutionen und Vereinen zu initiieren. Diese Treffpunkte sollen gut erreichbar sein, niedrigschwellige und preisgünstige Angebote. vorhalten. Dazu ist eine Vernetzung unserer Einrichtung Stadtteilladen Neustadtring 16a u.a. mit "Yvonnes Kiosk", Tiertafel Braunschweig, KGV Eichtal, Kirchengemeinde St. Petri, Sportverein VfB Rot-Weiß 04, Rot-Kreuz Schuldnerberatung und Kindergärten des Quartiers angestrebt. Gewünschtes optimales Fernziel ist ein zentrales Familienzentrum im Stadtteil, da bisher eine öffentliche Einrichtung für 19444 Einwohner nicht existiert. Dort sollten insbesondere Kulturveranstaltungen, Seniorentreffs, Informationsveranstaltungen, Vorträge, Gesprächskreise, Sprachschulungen, Hobbytreffs wie Basteln mit Jung und Alt und vieles mehr stattfinden. Unser gemeinnütziger Verein betreibt seit 2003 den Stadtteilladen mit dem Ziel, sich für ein gutes nachbarschaftliches Miteinander und für mehr Lebensqualität einzusetzen. Unsere Einrichtung verfügt auf 32 Quadratmeter über ein Büro mit Küchenzeile und kleiner Toilette, sowie einem Besucher- und Besprechungsraum mit Tischen, Stühlen und einem "Offenen Bücherschrank". Die Ausstattung besteht aus einem Verwaltungs- und einem Besucher-PC mit Drucker und Kopierer sowie einem Großbildmonitor. Erfahrung hat unser Verein u.a. mit außerschulischem Lernen, Angeboten für Arbeitssuchende, Veranstaltungen von Anwohner-Flohmärkten und Kulturbühnen am Ringgleis, Bürgersprechstunden des Kontaktbereichsbeamten und des Bezirksbürgermeisters. Weiterhin haben wir Stadtteilkonferenzen und Stadtteilrundgänge, Vorträge, Veranstaltungen und Ausstellungen organisiert. Wir möchten mobil bei Vernetzungspartnern unser Angebot gegen Einsamkeit durch Beratung und Hilfestellungen erweitern. Viele der Bewohner kennen sich im Dschungel der Behörden nicht aus - wir wollen sie mit niedrigschwelligen Angeboten fit machen im Umgang mit Bürokratie und auf die Nutzung eines Familienzentrums vorbereiten.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die fortschreitende Einsamkeit der Menschen in unserem Quartier hat verschieden Ursachen: Single-Haushalte mit eingeschränkten direkten und persönlichen Kommunikationsmöglichkeiten, Sprach- und Artikulationsmöglichkeiten durch den Zuzug von Migranten mit wenigen deutschen Sprachkenntnissen, immer häufigere Verwendung der Neuen Medien (Handy, Internet, Soziale Netzwerke). Liefer-und Paketdienste ersetzen Restaurantbesuche und Gespräche an der Ladentheke. Mehr als 19000 Einwohner im Westlichen Ringgebiet Nord haben keine Anlaufstellen bzw. Begegnungseinrichtungen, um die Einsamkeitsprobleme zu erkennen und möglichst zu lösen. Auch der Armutsaspekt im Stadtteil spielt eine Rolle für den Zurückzug aus der Gemeinschaft und Gesellschaft.
Kommunikationsorte wie Eckkneipen, Stadionbesuche, Theater, Kino, Ausstellungen, Museen werden nicht mehr besucht. Fernsehen und Internet ersetzen die früher üblichen Begegnungen und tragen so zur Vereinsamung bei. Dieser Trend verstärkt sich weiter und soll gestoppt werden. Unser Verein hat seit 2003 ehrenamtlich gearbeitet, die Stadt Braunschweig übernahm die Betriebskosten des Stadtteilladens. Durch unseren Antrag "Gemeinsam . aktiv . gegen Einsamkeit" soll es unserem Verein möglich werden, durch Honorar und Übungsleiterpauschalen mobil in den Räumlichkeiten unserer Vernetzungspartner Angebote vor Ort anzubieten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Westliches Ringgebiet Petritor
Beschreibung
Das Projekt soll auf die 3 statistischen Bezirke Petritor- Nord, Petritor-Ost und Petritor-West begrenzt werden - ins Netzwerk aber Partner, z.B. Sportvereine, aus dem gesamten Stadtbezirk 310 Westliches Ringgebiet einbezogen werden.
Einwohnerzahl
19373
Quelle / Anmerkungen
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung und Wahlen Sonderauswertung Ref. 0120.12-phi / 12.03.2026
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung und Wahlen
Sonderauswertung Ref. 0120.12-phi / 12.03.2026
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung und Wahlen
Sonderauswertung Ref. 0120.12-phi / 12.03.2026
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung und Wahlen
Sonderauswertung Ref. 0120.12-phi / 12.03.2026
hier: Anteil der Personen in Bedarfsgemeinschaften
Stand 30-09.2025
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gemeinsam_aktiv_gegeneinsamkeit20.jpg
(38.2 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der GWA, aber begleitet durch QM.
Das Quartiersmanagement soll im Stadtteilladen und im Wohnquartier präsent sein und vor Ort mit Bewohnern, Gewerbetreibenden sowie anderen Akteuren an der Entwicklung des Quartiers arbeiten – dazu etwa Stadtteilkonferenzen einberufen. Einbezogen werden soll ressortübergreifend die Verwaltung der Stadt, wie Sozialreferat, Integration, Vielfalt und Demokratie, Stadtplanung, Gesundheitsamt, Stadtgrün, mit ihrem Fachwissen und Möglichkeiten im Quartier benötigte Ressourcen bereitzustellen bzw. zu bündeln. Insbesondere in der Anfangsphase soll der Kontakt zu der Bevölkerung und Akteuren aufgebaut werden und mit kleineren Maßnahmen, z.B. einem Stadtteilfest, Möglichkeiten der Begegnung geschaffen werden – das erleichtert den Zugang.
Mit der Gemeinwesenarbeit möchten wir die Interessen der Quartiersbewohner in den Mittelpunkt stellen. Mit der Erreichbarkeit in unserem Stadtteilladen und den Räumen der Netzwerkpartner möchten wir offenen Zugang bieten. Damit möchten wir Vertrauen zu den Menschen finden, ihre Lebenslage erfassen, gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten für die erlebten Alltagswidrigkeiten suchen. Zusammen möchten wir die Erfahrung herausarbeiten, dass es sich lohnt, nicht einsam zu sein, sondern gemeinschaftlich sich für eigene Anliegen und die anderer Nachbarn, einzusetzen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Rotes Kreuz Schuldnerberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Friedenskirche Projekt Würfelgleis
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Rat der Stadt Braunschweig hat die Erarbeitung eines Bedarfsplanes für quartiersorientierte Nachbarschaftszentren beschlossen. Dabei sollen Treffpunkte entstehen, die niedrigschwellig erreichbar multifunktionale Räumlichkeiten für die jeweilige Stadtteilbevölkerung zur Verfügung stellen. Im Westlichen Ringgebiet Nord gibt es bisher keine entsprechende Einrichtung. Da der Stadtteil anerkannter Sozialer Brennpunkt ist, gilt eine Finanzierung in einem der kommenden Doppelhaushalte als sicher.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Wi kümmert us – Beratung stärken, Netzwerk leben
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Silvia Funke
2. Kurzbeschreibung
Menschen verbinden. Nachbarschaft stärken. Gemeinsam leben.
Projektbeschreibung
Die Gemeinden Börger und Lorup stehen vor dringenden Herausforderungen: Immer mehr ältere Menschen leben allein, ohne familiäre Unterstützung im direkten Umfeld. Sie benötigen Orientierung im zunehmend komplexen Hilfesystem sowie alltagspraktische Unterstützung. Gleichzeitig fehlen niedrigschwellige Beratungs‑ und Begegnungsangebote, die soziale Isolation verhindern und Teilhabe ermöglichen. Diese Entwicklungen machen ein strukturiertes, verlässliches Unterstützungsnetzwerk im ländlichen Raum dringend erforderlich.
Mit dem Projekt „Wi kümmert us – Beratung stärken, Netzwerk leben“ reagieren wir gezielt auf diese Bedarfe. Zwei Kümmerer-Stellen sollen aufgebaut werden, die Bürgerinnen und Bürger bei Hilfebedarf begleiten, ehrenamtliches Engagement koordinieren und Begegnung im Dorf stärken. Die Quartiers-Kümmerer übernehmen eine zentrale Vermittlungs‑ und Vernetzungsfunktion: Sie organisieren Begegnungsangebote, koordinieren ehrenamtliche Unterstützung wie Fahr‑ oder Besuchsdienste, bieten niedrigschwellige Beratungen an und initiieren generationenübergreifende Projekte mit Schulen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Aufbau und die Begleitung ehrenamtlicher Netzwerke, etwa im Rahmen der Nachbarschaftshilfe. Wir schaffen einen strukturierten Rahmen, in dem Ehrenamtliche unkompliziert Aufwandsentschädigungen akquirieren können, und integrieren ihr Engagement in bestehende Unterstützungs‑ und Begegnungsangebote. Als zentraler Hub bündeln wir Ressourcen, stärken freiwilliges Engagement und schaffen nachhaltige Mehrwerte für die Gemeinschaft.
Darüber hinaus öffnen wir das Angebot bewusst auch für Menschen, die nicht unmittelbar hilfebedürftig sind oder nicht zur Kernzielgruppe gehören. Offene Begegnungsformate, Aktivierungsangebote und niedrigschwellige Teilhabeangebote fördern ein lebendiges Miteinander, stärken die Dorfgemeinschaft und ermöglichen allen Generationen, sich einzubringen und voneinander zu profitieren.
So verbindet das Projekt professionelle Beratungskompetenz, ehrenamtliche Strukturen und generationenübergreifende Angebote zu einer tragfähigen und zukunftsorientierten Form der Quartiersarbeit im ländlichen Raum.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Beide Gemeinden stehen vor zunehmend dringlichen Herausforderungen. Der Anteil älterer Menschen wächst kontinuierlich, während familiäre Unterstützungsstrukturen spürbar abnehmen. Sie leben allein und benötigen Orientierung im komplexen Hilfesystem sowie niedrigschwellige Angebote zur Beratung und sozialen Teilhabe. Ohne gezielte Maßnahmen drohen Vereinsamung, Überforderung im Alltag und eine Überlastung informeller Netzwerke.
Gleichzeitig verfügen beide Orte über engagierte Vereine, Initiativen und nachbarschaftliche Ressourcen. Deren Potenziale werden bislang nur teilweise vernetzt genutzt, sodass wertvolle Unterstützungsmöglichkeiten unverbunden nebeneinanderstehen. Die Herausforderung besteht darin, diese vorhandenen Kräfte zu bündeln und in ein verlässliches, zugängliches Unterstützungssystem zu überführen.
Trotz vieler Parallelen unterscheiden sich die Quartiere in ihren lokalen Ausgangsvoraussetzungen. Vereinslandschaften, Schwerpunkte und gewachsene Traditionen sind unterschiedlich ausgeprägt. Diese Vielfalt macht deutlich, dass ein einheitlicher Ansatz nicht ausreicht. Es braucht quartiersspezifische Zugänge, um Ressourcen wirksam zu aktivieren. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist daher die Identifikation und Einbindung bereits gut funktionierender Strukturen. Diese sollen nicht ersetzt, sondern in ein jeweils quartiersbezogenes Beratungs‑Hub integriert werden. So entsteht ein Rahmen, der lokale Akteure vernetzt, Ehrenamtliche über die Ehrenamts‑ und Übungsleiterpauschale aktiviert und niedrigschwellige Unterstützungs‑ und Begegnungsangebote bündelt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Emsland Börger
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die Gemeinde Börger im Landkreis Emsland mit rund 2.900 Einwohnerinnen und Einwohnern. Börger ist eine von acht Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Sögel, die ca. 17.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählt. Sie weist eine ausgeprägt ländliche Struktur auf. Einige Vereine und Gruppen sind bereits mit gleichwertigen Strukturen in der Nachbargemeinde Lorup vernetzt, was erste Anknüpfungspunkte für einen überörtlichen Austausch bietet. Die beiden Orte sind ca. 10km voneinander entfernt.
Die Gemeinde zeichnet sich durch eine starke Dorfmentalität aus. Die Bewohnerinnen und Bewohner identifizieren sich intensiv mit ihrem Ort und engagieren sich traditionell stark für das Gemeinwohl. Diese Haltung wirkt verbindend, schafft aber zugleich eine besondere lokale Kultur, die bei der Quartiersarbeit berücksichtigt werden muss.
Einwohnerzahl
2916
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia Stand Dez. 2024
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus Erhebung 2022
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
boerger_in_el.svg_.png
(100.14 KB)
Gebiet-Name
Landkreis Emsland Lorup
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die Gemeinde Lorup im Landkreis Emsland mit rund 3.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Lorup liegt in der Samtgemeinde Werlte und ist – wie Börger – ländlich geprägt. Zwischen beiden Orten bestehen bereits gewachsene Verbindungen: Mehrere Vereine, Gruppen und Initiativen kooperieren seit Jahren miteinander, was eine gute Grundlage für einen strukturierten Quartiersaustausch bildet. Die Entfernung von rund 10 km ermöglicht zudem eine unkomplizierte Zusammenarbeit
Einwohnerzahl
3200
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia Stand Dezember 2024
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus Erhebung 2022
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
screenshot_lorup_2026-03-05_095546.png
(1.34 MB)
lorup.png
(523.72 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Projekt „Wi kümmert us – Beratung stärken, Netzwerk leben“ verfolgen wir einen quartiersorientierten Ansatz, der darauf abzielt, vorhandene Strukturen im Dorf besser miteinander zu verbinden und die Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger zu stärken. Die Kümmerer-Stellen dienen dabei als niedrigschwellige Anlaufstelle im Quartier. Sie unterstützen Menschen bei Fragen rund um Unterstützungsmöglichkeiten im Alltag, informieren über bestehende Angebote und helfen dabei, passende Hilfen zu finden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Aktivierung und Begleitung ehrenamtlichen Engagements in den Quartieren.
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren wie Vereinen, Bildungseinrichtungen, sozialen Diensten und ehrenamtlich Engagierten. Durch regelmäßigen Austausch und gemeinsame Aktivitäten sollen vorhandene Ressourcen besser genutzt und neue Angebote entwickelt werden.
Zudem werden Begegnungsmöglichkeiten geschaffen, die Menschen zusammenbringen und das nachbarschaftliche Miteinander stärken – etwa durch gemeinsame Veranstaltungen, generationenübergreifende Projekte oder offene Treffpunkte.
Die Kommune ist langfristig inhaltlich in das Projekt eingebunden und übernimmt eine unterstützende Rolle. Sie schafft Rahmenbedingungen, fördert Vernetzung und begleitet die strategische Ausrichtung.
So trägt das Projekt dazu bei, soziale Kontakte zu fördern, Potenziale im Dorf zu aktivieren und optimal in das Quartier zu integrieren.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinden Börger und Lorup
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas -Werkstatt für Menschen mit Behinderung/ Wohnassistenz
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Projektträger, eine finanziell solide aufgestellte gGmbH, verfügt über stabile Strukturen und ausreichende Eigenmittel, um das Angebot langfristig zu sichern. Durch die enge Einbindung in die Gemeinden Lorup und Börger sowie lokale Partner wird eine dauerhafte Verankerung und perspektivische Weiterfinanzierung gewährleistet.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Multifunktionaler Dorfladen lässt geographisch getrennte Ortsteile zusammenwachsen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nicole Zakrzewski
| Organisation | Gemeinde Adenbüttel |
|---|---|
| Funktion | GWA |
2. Kurzbeschreibung
Dorfleben heute: Nah versorgt. Miteinander verbunden. Gemeinsam getragen.
Projektbeschreibung
Was braucht ein Dorf heute, damit Menschen nicht nur versorgt sind, sondern sich auch verbunden fühlen? Und was verändert sich, wenn ein kleiner Ortsteil nicht nur mitgemeint ist, sondern wirklich dazugehört?
Genau hier setzt das Vorhaben der Gemeinde Adenbüttel an. Gemeinsam mit den BürgerInnen in Adenbüttel und Rolfsbüttel wird die im ersten Förderzeitraum angestoßene Gemeinwesenarbeit zu einem tragfähigen Gesamtvorhaben weiterentwickelt. Mit dem Pavillon an der Schweineweide, dem Begegnungsgarten sowie Formaten wie Klöncafé, Mittagstisch, Spielenachmittag und Kreativabend wurden Grundlagen für Austausch, Beteiligung und nachbarschaftliches Miteinander geschaffen. Diese Erfahrungen zeigen: Vor Ort gibt es Bereitschaft zur Mitwirkung, erste tragfähige Strukturen und einen klaren Bedarf an weiteren gemeinschaftlich nutzbaren Angeboten.
Daran knüpft das Projekt an und reagiert auf zentrale Herausforderungen im ländlichen Raum: fragile soziale Infrastruktur, Fragen der Nahversorgung, die Grenzen rein ehrenamtlich getragener Strukturen und das Risiko, dass kleinere Ortsteile im Alltag an Teilhabe verlieren. Ziel ist es, Versorgung, Begegnung, Beteiligung und soziale Infrastruktur in beiden Dörfern durch einen professionell begleiteten Entwicklungsprozess dauerhaft zu stärken.
Kern des Vorhabens ist ein multifunktionaler Dorfladen, der beide Ortsteile über das Dorfauto nicht nur infrastrukturell verbindet, sondern auch das Bewusstsein stärkt, Teil eines gemeinsamen Dorfes mit gleichwertigen Teilhabechancen zu sein. Auch Rolfsbüttel wird gezielt einbezogen: Das Dorfgemeinschaftshaus soll stärker belebt, bestehende Aktivitäten weiterentwickelt und mit dem Dorfauto zusätzliche Zugänge zu Versorgung, Erreichbarkeit und Teilhabe schaffen. So verbindet das Projekt nicht nur Orte, sondern Menschen und Alltagswege.
Zugleich zeigt das Vorhaben beispielhaft, wie kleine ländliche Kommunen mit mehreren Ortsteilen durch professionell begleitete Gemeinwesenarbeit, verbindliche Beteiligung, einen multifunktionalen Dorfladen, Begegnungsorte und ergänzende Mobilitätsbausteine tragfähige Strukturen für Versorgung, Teilhabe und Gemeinschaft entwickeln können. Erfahrungen, Entscheidungen und übertragbare Bausteine werden so dokumentiert und aufbereitet, dass andere Kommunen daraus Schritte für vergleichbare Vorhaben ableiten können. Gerade darin liegt die Stärke des Vorhabens: Es verbindet soziale und infrastrukturelle Lösungen zu einem übertragbaren Gesamtansatz.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wie bleibt ein Dorf für alle lebendig, wenn Versorgung, Begegnung und Teilhabe nicht selbstverständlich vor der Haustür liegen? Und woran entscheidet sich, ob ein kleinerer Ortsteil wirklich dazugehört oder im Alltag schleichend zurückfällt?
Vor dieser Aufgabe steht die Gemeinde Adenbüttel. Gerade im ländlichen Raum sind wohnortnahe Angebote, informelle Treffpunkte und gut erreichbare Strukturen entscheidend für Zusammenhalt und Lebensqualität. Besonders ältere Menschen, weniger mobile Personen und Haushalte ohne flexible Mobilität sind auf niedrigschwellige Angebote vor Ort angewiesen. Im ersten Förderzeitraum wurden dafür bereits wichtige Grundlagen geschaffen. Mit dem Pavillon an der Schweineweide, dem Begegnungsgarten und ersten Formaten wurde Gemeinwesenarbeit vor Ort sichtbar gestärkt. Diese Erfahrung zeigt, dass es Bereitschaft zur Beteiligung, erste tragfähige Strukturen und einen klaren Bedarf an weiteren gemeinschaftlich nutzbaren Angeboten gibt. Zugleich zeigt sich eine typische Herausforderung vieler Flächengemeinden mit mehreren Ortsteilen: Wenn sich Entwicklungsbemühungen vor allem im Hauptort bündeln, drohen kleinere Ortsteile im Alltag an Teilhabe zu verlieren. Genau diese Spannung prägt auch die Lage von Rolfsbüttel. Hier entscheidet sich, ob Versorgung, Begegnung und Mitwirkung wirklich für alle mitgedacht werden oder ob Wege, Angebote und Kontakte am Hauptort enden. Vor diesem Hintergrund ist das beantragte Vorhaben die folgerichtige Weiterentwicklung des bisherigen Prozesses. Das Vorhaben reagiert nicht nur auf lokale Bedarfe, sondern greift eine typische Zukunftsfrage ländlicher Kommunen auf und entwickelt daraus einen übertragbaren Ansatz
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Gifhorn, Adenbüttel
Beschreibung
Die Gemeinde Adenbüttel besteht aus den beiden Ortsteilen Adenbüttel und Rolfsbüttel und ist Teil der Samtgemeinde Papenteich, des Landkreis Gifhorn. Unzählige alte Bäume und Fachwerkhäuser prägen das Dorfbild. Es dominieren Einfamilienhäuser. Vor allem junge Familien und ältere BewohnerInnen leben hier. Junge Erwachsene verlassen meist die Gemeinde. Das Fördergebiet beinhaltet die komplette Gemeinde Adenbüttel mit 1788 EinwohnerInnen auf 13,7km². Angebote an Grund- und Gesundheitsvorsorge gibt es vor Ort leider zu wenig. Die damit einhergehende Haushaltssituation stellt die Gemeinde vor große Herausforderungen.
Einwohnerzahl
1832
Quelle / Anmerkungen
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/eta/adenbuttel/20151631/4
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/eta/adenbuttel/20151631/4
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/eta/gifhorn%2c-landkreis/3151/3
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/stranieri/gifhorn%2c-landkreis/3151/3
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
dorfkarte.pdf
(1.26 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem die Menschen in Adenbüttel und Rolfsbüttel aktiv in die Entwicklung ihres Gemeinwesens einbezogen werden. Im Mittelpunkt steht nicht die isolierte Umsetzung einzelner Maßnahmen, sondern die gemeinsame Bearbeitung konkreter Bedarfe vor Ort, die Aktivierung von Beteiligung, die Stärkung von Eigenverantwortung und der Aufbau tragfähiger sozialer Strukturen. Dies zeigt sich besonders in der gegründeten AG Dorfladen, in der gemeinsam mit der Bevölkerung erarbeitet wird, welche Form von Nahversorgung und Begegnung vor Ort sinnvoll und tragfähig ist. Dabei werden Fragen zu Bedarf, Standort, Ausgestaltung, Begegnungsstätte, Organisationsform und Nutzung nicht von oben vorgegeben, sondern gemeinsam entwickelt. Das zeigt sich hier außerdem darin, dass vorhandene Orte, Ideen und Gruppen miteinander verknüpft werden. Dazu gehören bestehende Begegnungsformate, die Schweineweide mit Pavillon, das Dorfgemeinschaftshaus in Rolfsbüttel mit Dorfplatz sowie die Einbindung eines Dorfautos, damit auch der kleinere Ortsteil sozial und praktisch angebunden bleibt. Das Projekt stärkt damit Begegnung, Teilhabe, Mitwirkung und Zusammenhalt über Generationen hinweg. Der Dorfladen ist dabei nicht nur als Versorgungsort gedacht, sondern als sozialer Ankerpunkt, dessen Entwicklung gemeinwesenorientiert begleitet, moderiert und gemeinsam getragen wird. Dies soll auch auf andere Orte mit ähnlichen Strukturen übertragbar sein.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bedarfe, Ideen und Entscheidungen der Bevölkerung die Entwicklung rund um Dorfladen, Café, Begegnungsangebote und die Einbindung Rolfsbüttels sichtbar prägen.
Kriterium
Beschreibung
rund um Dorfladen, Café, Begegnungsorte und die Anbindung Rolfsbüttels tragfähige Strukturen für Versorgung, Begegnung und Teilhabe entstehen, die im Alltag nutzbar und gemeinsam getragen sind.
Kriterium
Beschreibung
vorhandene Orte, Ideen, Engagement und Kompetenzen im Dorf für die Entwicklung rund um Dorfladen, Café, Begegnungsangebote und die Einbindung Rolfsbüttels aktiv aufgegriffen und weiterentwickelt werden.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Projektgebiet bestehen bereits ehrenamtliche und professionelle Strukturen der Gemeinwesenarbeit, die im bisherigen Förderzeitraum aufgebaut und weiterentwickelt wurden. Die Gemeinwesenarbeit ist vor Ort durch regelmäßige aktivierende und vernetzende Arbeit sichtbar geworden und hat erste tragfähige Beteiligungsstrukturen geschaffen. Dazu gehören wiederkehrende Begegnungs und Beteiligungsformate wie Klöncafé, Mittagstisch und Bastelabend zu festen wöchentlichen Zeiten. Hinzu kommen aktivierte Arbeits und Entwicklungszusammenhänge wie die AG Dorfladen, die aus einer Bürgerversammlung hervorgegangen ist und in der gemeinsam mit Einwohnerinnen und Einwohnern konkrete Bedarfe, Umsetzungsformen, Standortfragen und Entwicklungsperspektiven bearbeitet werden.
Darüber hinaus bestehen bereits genutzte bzw. entwickelte Orte der Gemeinwesenarbeit, insbesondere im Umfeld der Schweineweide mit dem gemeinschaftlichen Aufbau des Pavillon und der Anpassung der Umgebung, der als niedrigschwellige Orte der Begegnung für alle Gruppierungen und Information dient. Auch das Dorfgemeinschaftshaus in Rolfsbüttel ist als Ort für gemeinschaftliche Aktivitäten eingebunden. Die vorhandenen Strukturen zeigen sich zudem in der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen, Einwohnerinnen und Einwohnern, Gemeinde und weiteren lokalen Akteuren. Damit bestehen im Projektgebiet bereits belastbare Strukturen der Gemeinwesenarbeit, auf denen das beantragte Folgeprojekt aufbauen kann.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird in bestehende kommunale und dörfliche Strukturen eingebunden. Mit Gemeinde, AG Dorfladen, Begegnungsformaten und vorhandenen Orten bestehen bereits tragfähige Ansätze. Langfristig soll der Dorfladen, das dazu gehörende Dorfauto und professionelle Begleitung über eine eigenständige Organisations- und Finanzierungsstruktur getragen werden. Die Projektförderung schafft dafür die sozialen, organisatorischen und beteiligungsorientierten Voraussetzungen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Vielfalt wächst: Mehr Begegnung - Mehr Gemeinsam!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Andrea Helmer
| Funktion | Bildungsreferentin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Garten für Begegnung, Vielfalt und Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Zentrale Herausforderungen im Stadtteil Obenende sind fehlende niedrigschwellige Begegnungsorte, begrenzte Beteiligungsmöglichkeiten. Vereine, Einrichtungen, Initiativen arbeiten parallel statt gemeinsam, sowie erschwerte soziale Teilhabe. Das Projekt „Vielfalt wächst: Mehr Begegnung – Mehr Gemeinsam!“ reagiert auf diese Herausforderungen, indem es durch Gemeinwesenarbeit neue Zugänge zu Begegnung, Beteiligung & gemeinschaftlichem Engagement schafft, zugleich bestehende Lücken in den Angeboten des Mehrgenerationenhauses schließt. Ziel ist der Aufbau & die nachhaltige Verankerung eines offenen, niedrigschwelligen Begegnungsortes, der von Bewohnenden & lokalen Akteuren gemeinsam genutzt &
gestaltet wird. Zur Kommune werden von Beginn an verbindliche Schnittstellen aufgebaut.
Ausgangspunkt ist eine aktivierende Sozialraumanalyse, in der Bedarfe, Ressourcen & Interessen der Bewohnenden sichtbar gemacht werden. Eine im Stadtteil bekannte Kümmererin ist kontinuierlich präsent, arbeitet eng mit der Kommune zusammen & spricht Menschen gezielt an. Niedrigschwellige Formate wie Gespräche in Treffpunkten, aktivierende Befragungen und ein mobiles Pop-up-Café schaffen erste Gelegenheiten für Austausch und Beteiligung. Vertrauen wird aufgebaut, Kontakte entstehen und Schlüsselpersonen werden einbezogen. In offenen Dialogformaten, wie dem „Nachbarschafts-Café: Mein Obenende“, werden Perspektiven gebündelt und Ideen für die Stadtteilentwicklung erarbeitet. Eine partizipative Stadtteilkarte macht Ressourcen, Orte & Bedarfe sichtbar. Zentral ist die gemeinsame Entwicklung eines Begegnungsortes in Form eines Gartens. In partizipativen Prozessen wird dieser gemeinsam aufgebaut & als sozialräumliche Infrastruktur gestaltet, die vielfältige Nutzungen ermöglicht & als offener Treffpunkt dient. Im weiteren Verlauf wird der Begegnungsort durch regelmäßige Angebote & gemeinschaftliche Aktivitäten belebt. Bewohnende, Vereine & Einrichtungen bringen eigene Ideen ein und nutzen den Ort zunehmend eigenständig. Es entstehen neue Kontakte, Kooperationen & gegenseitige Unterstützung. Parallel werden verlässliche Nutzungs- & Organisationsstrukturen aufgebaut. Nutzergruppen übernehmen schrittweise Verantwortung; der Begegnungsort wird in bestehende Netzwerke, das MGH & kommunale Strukturen eingebunden. Langfristig entsteht ein lebendiger, gemeinschaftlich getragener Ort, der über den Projektzeitraum hinaus Bestand hat & Teilhabe, Zusammenhalt und Selbstorganisation im Stadtteil stärkt.
Laufzeit
2026-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projekt wird im Stadtteil Obenende in Papenburg umgesetzt, einem dörflich geprägten Stadtteil. Die durch Kanäle geprägte Struktur erschwert alltägliche, zufällige Begegnungen. Die Einwohnerzahl ist deutlich gestiegen (ca. 8.200 Jahr 2010 auf 13.249 Jahr 2024), gleichzeitig verändert sich die Bevölkerungsstruktur. Der Anteil älterer Menschen liegt bei rund 27 %, zugleich wächst der Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte. Unterschiedliche Lebenslagen, kulturelle Hintergründe treffen zunehmend aufeinander. Mit dem Mehrgenerationenhaus besteht eine wichtige, jedoch nicht ausreichend niedrigschwellige Struktur für Begegnung und Beteiligung im Stadtteil. Vor diesem Hintergrund zeigen sich drei zentrale Herausforderungen:
1. Fehlende niedrigschwellige Begegnungsorte: Im Stadtteil fehlen frei zugängliche Orte für spontane, generationenübergreifende Begegnung. Bestehende Angebote sind häufig institutionell gebunden, erreichen nicht alle Zielgruppen. Folge: Begegnung und Austausch entstehen nur eingeschränkt und werden durch fehlende offene Treffpunkte zusätzlich erschwert.
2. Begrenzte Beteiligung und Vernetzung: Viele Bewohnende erleben geringe Mitgestaltungsmöglichkeiten. Lokale Akteure arbeiten überwiegend nebeneinander, vorhandene Ressourcen werden nicht ausreichend genutzt und miteinander verbunden. Folge: Beteiligungspotenziale bleiben ungenutzt und gemeinschaftliche Entwicklungen werden erschwert.
3. Erschwerte soziale Teilhabe in einem vielfältigen Stadtteil: Neue und gewachsene Nachbarschaften bestehen häufig nebeneinander, Zugezogene finden schwer Zugang zu bestehenden Strukturen. Folge: Zusammenhalt und Zugehörigkeit entwickeln sich nur begrenzt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im Stadtteil Obenende in Papenburg, nördlich des Hauptkanals. Obenende erstreckt sich über eine Fläche von 39,55 km² und hat 13.249 Einwohner/-innen. Papenburg insgesamt umfasst sieben Stadtteile mit 39.453 Einwohner/-innen und einer Gesamtfläche von rund 118 km². Historisch war Obenende das Arbeiter- und Handwerkerviertel, während Untenende als kaufmännisches Zentrum fungierte. Das Fördergebiet ist geprägt durch eine Mischstruktur aus Wohnquartieren, kleineren Gewerbebetrieben und sozialen Einrichtungen. Es gibt nur wenige öffentliche Begegnungsorte,
Es grenzt nördlich an den Ortsteil Völlenerkönigsfehn der Gemeinde Westoverledingen, westlich an die Stadtteile Untenende, Bokel, Aschendorf und Herbrum und östlich an die Gemeinde Surwold.
Diese besonderen Bauwerke lassen sich eindeutig dem Obenende zuordnen: Der alte Turm, St. Michaelskirche, St. Marienkirche, Van Velen Anlage(Museumsanlage mit historischen Bauten und Gebäuden)
Der Großteil der Obenender wohnte ursprünglich an den Kanälen, die das Obenende durchziehen: Mittelkanal, Splitting, Erste Wiek, Umländerwiek, Lüchtenburg, Bethlehem . Am Obenende gibt es drei Grundschulen: Michaelschule, Waldschule und Splittingschule. Die Oberschule Michaelschule ist die größte Schule der Stadt. Am Obenende gibt es drei Sportplätze
Einwohnerzahl
13249
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025) keine Unterscheidung im Stadtgebiet
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Emslandweite Daten
https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/Politische-Gebietsstruktur/Bundeslaender/Niedersachsen.html?nn=25856&year_month=202202
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Emslandweite Daten
https://www.regionalmonitoring-statistik.niedersachsen.de/index.html
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
abgrenzung_obenende_mit_groesse.pdf
(1.5 MB)
standort_garten_mit_groesse.jpg
(120.96 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt setzt Gemeinwesenarbeit um, indem es sich ganzheitlich auf die Interessen der Menschen vor Ort bezieht. Es stärkt die Selbstorganisation und fördert die Handlungsfähigkeit der Bewohnenden als Nachbarschaft. Dabei werden sowohl individuelle als auch strukturelle Aspekte im Sozialraum berücksichtigt. Durch niedrigschwellige Beteiligungsformate werden die Menschen aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes einbezogen. Das Projekt schafft eine Anlauf- und Vernetzungsstelle, die als zentrale Ansprechperson für lokale Akteurinnen dient. Dabei werden unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen zusammengebracht, um gemeinsame Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln. Die sozialräumliche Orientierung zeigt sich in der ressortübergreifenden Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren wie Kommune, Vereinen, Sozialraumprävention und Schulsozialarbeiterinnen. So entsteht ein Netzwerk aus Bewohnenden, Akteuren und Kommune, das Kooperationen im Stadtteil stärkt. Die Verbesserung infrastruktureller Bedingungen wie Zugänge zu Bildungs- und Freizeitangeboten fördert soziale Teilhabe. Das Projekt geht aktiv in den Sozialraum: Die HÖB und das MGH öffnen sich bewusst nach außen, sodass Angebote ergänzen und bestehende Strukturen stärken. Gleichzeitig unterstützt das Projekt die demokratische Mitbestimmung, indem es Bewohnende ermutigt, ihre Interessen zu vertreten und ihre Umgebung aktiv mitzugestalten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen unterschiedlicher Gruppen aktiv an Planung, Nutzung und Weiterentwicklung des Begegnungsortes beteiligt sind, eigene Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und auch bisher wenig erreichte Zielgruppen einbezogen werden.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen eigenständig Angebote initiieren und durchführen, Aufgaben in Organisation und Pflege übernehmen und verlässliche Nutzer- und Verantwortungsstrukturen bestehen, die auch ohne kontinuierliche Projektbegleitung funktionieren.
Kriterium
Beschreibung
vorhandene Ressourcen im Stadtteil (z. B. Fähigkeiten von Bewohner*innen, Vereine, Netzwerke) systematisch eingebunden, sichtbar gemacht und für die Gestaltung und Nutzung des Begegnungsortes aktiv genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Lebenslagen und Herkunft im Begegnungsort regelmäßig zusammenkommen, gemeinsam Aktivitäten gestalten und neue Verbindungen zwischen bislang getrennten Gruppen im Stadtteil entstehen.“
Beschreibung
Kommune, soziale Einrichtungen, Bildungsträger und Vereine im Stadtteil verbindlich zusammenarbeiten, Ressourcen bündeln und gemeinsam Angebote und Strukturen für den Begegnungsort entwickeln und weitertragen.
Beschreibung
ein stabiles Netzwerk aus Bewohner*innen, Vereinen, Einrichtungen und Kommune besteht, das regelmäßig zusammenarbeitet, Verantwortung für den Begegnungsort übernimmt und gemeinsame Aktivitäten und Angebote dauerhaft trägt.
Kriterium
Beschreibung
im Begegnungsort regelmäßige Begegnungen stattfinden, neue Kontakte entstehen und Bewohner*innen unterschiedlicher Gruppen ihr Zusammenleben aktiv gestalten, sich gegenseitig unterstützen und Zugehörigkeit im Stadtteil wächst.
Beschreibung
ein offener, niedrigschwelliger Begegnungsort geschaffen ist, der von unterschiedlichen Gruppen regelmäßig genutzt wird, dauerhaft zugänglich bleibt und als soziale Infrastruktur Begegnung, Beteiligung und Teilhabe im Stadtteil ermöglicht.
Kriterium
Beschreibung
das Projekt in kommunale Strukturen eingebunden ist, die Kommune aktiv mitwirkt und Ergebnisse in bestehende Planungen und Netzwerke integriert werden, sodass der Begegnungsort langfristig im Stadtteil verankert ist.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderkreis Papenburg Obenende e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Michael
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Marien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Katholische Frauengemeinschaft Deutschland in St. Marien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SKFM Papenburg e.V. (Tafel, soziales Kaufhaus, Wohnungslosenhilfe, rechtliche Betreuung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rheuma LIGA Niedersachsen e.V. AG Papenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionales Umweltbildungszentrum Emsland in Papenburg e.V
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FRIDA (freiwillige Initiative für Demenzkranke und ihre pflegenden Angehörigen e.V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird von Beginn an mit Kommune, MGH, Vereinen & Einrichtungen geplant, umgesetzt & in kommunale Strukturen eingebunden. Über 36 Monate werden tragfähige Netzwerke, klare Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten & verbindliche Regeln erarbeitet. Der Begegnungsort wird ans MGH angebunden, das langfristig Koordination & Begleitung übernimmt. Ergänzende Fördermittel werden gezielt eingeworben. Durch Integration in bestehende Strukturen wird eine dauerhafte Nutzung & Verstetigung gesichert.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
dscf1749.jpg_2.jpg
(1.28 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
West-Ring AKTIV (Aktivitäten, Koordination, Toleranz, Integration, Vernetzung)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lale Vahabzada
| Funktion | Projektkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Miteinander im Quartier - Integrative, nachhaltige Gemeinwesenarbeit im Braunschweiger Stadtteil Westliches Ringgebiet
Projektbeschreibung
In dem Projekt "West-Ring AKTIV" werden im Stadtteil "Westliches Ringgebiet" durch die Adressierung der im Vorfeld identifizierten Handlungsfelder Altersarmut, Ernährungsarmut und Einsamkeit Strategien zur Schaffung niedrigschwelliger Teilhabemöglichkeiten entwickelt und in zielgruppengerechten Maßnahmen umgesetzt. Synergien im Quartier werden genutzt, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken.
Eine Projektkoordinatorin übernimmt dabei aktivierende Aufgaben und fungiert als zentrale Ansprechperson für besonders vulnerable Gruppen. Sie unterstützt bei individuellen Anliegen, fördert die Selbstorganisation und initiiert Maßnahmen.
Das Projekt knüpft an erfolgreiche Ansätze des Vorgängerprojekts "Bunter Ring" an, entwickelt diese weiter und ergänzt sie durch neue Aktivitäten. Formate wie z.B. gemeinsames Kochen, Gewinnung älterer Bewohner*innen und Migrant*innen für Gremienarbeit (u. a. Gründung eines "Rats der Aktiven") und das Angebot von Quartierssprechstunden für die vulnerablen Zielgruppen sollen durchgeführt werden. Diese Maßnahmen sollen die Vielfalt der sozialen Herausforderungen im Quartier aufgreifen und die Selbstorganisation stärken.
Das Projekt wird in Kooperation mit dem städtischen Seniorenbüro und dem AWO-Kreisverband durchgeführt. Die Umsetzung erfolgt mit lokalen Kooperationspartnern im Stadtteil, insbesondere mit dem Garten ohne Grenzen, der Begegnungsstätte des Stadtteils, der Nachbarschaftshilfe, dem Mehrgenerationenhaus, der ehrenamtlich tätigen und studentisch geprägten Initiative "WRG solidarisch" sowie der Senioreninitiative "AntiRost". Die Begegnungsstätte wird zudem mietfreier Sitz des Projekts und bietet damit eine zentrale Anlaufstelle für die Projektaktivitäten. Eine besondere Rolle spielt der "Garten ohne Grenzen", der seit 2015 als Keimzelle für nachbarschaftliche Aktivitäten dient. Die dort gesammelten Erfahrungen fließen in das neue Konzept ein, das die Bedarfe für Aktivitäten zur Verringerung von Einsamkeit, gesunder und günstiger Ernährung sowie zur Förderung von Integration aufgreift.
Das Projekt richtet sich insbesondere an ältere Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund. Dabei sollen besonders vulnerable Zielgruppen (Armut, Einsamkeit) gezielt erreicht werden. Durch die interkulturelle Kompetenz und die Sprachkenntnisse der Projektkoordinatorin werden Barrieren abgebaut und Brücken geschaffen. Mit der Funktion als "Kümmererin" bindet sie Menschen ein, die von anderen Institutionen nicht erreicht werden.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das westliche Ringgebiet ist ein innenstadtnahes, dicht besiedeltes Quartier mit sozialer und kultureller Vielfalt. Unterschiedliche Lebenslagen, Einkommenssituationen und Herkunftsgeschichten prägen das Gebiet. Neben einer lebendigen Nachbarschaft zeigt sich eine Vielfalt sozialer Herausforderungen. Ein erheblicher Teil der Bewohnerschaft ist von Armut betroffen. Die eingeschränkten Ressourcen wirken sich negativ auf gesellschaftliche Teilhabe, Gesundheit und soziale Integration aus. Parallel steigt die Zahl älterer Menschen. Viele von ihnen leben allein. Einsamkeit und Isolation sowie materielle und soziale Ernährungsarmut sind Risiken und negative Folgen dieser Lebensumstände. Die Bevölkerungsstruktur des Stadtbezirkes zeichnet sich durch einen hohen Anteil von Menschen mit Einwanderungsgeschichte (1/3) aus. Sprachliche Barrieren, fehlende Zugänge zu Unterstützungsangeboten sowie strukturelle Benachteiligungen erschweren die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Zum 31.12.2026 endet die mehr als 20 Jahre währende Förderung des Stadtteils im Rahmen des Bundesprogramms "Soziale Stadt". Damit entfallen die Fördergelder und auch das Quartiersmanagement. Die kommunale Verwaltung bestrebt den Aufbau eines Nachbarschaftszentrums als Nachfolgestruktur. Ob und wann eine Realisierung erfolgen kann, ist derzeit unbestimmt. Tätigkeiten des Quartiersmanagements sollen durch das Projekt nicht ersetzt werden. Vielmehr erfordert die komplexe Gemengelage weiterhin gemeinwesenorientierte Aktivitäten, um die Nachbarschaft, Teilhabe und Begegnungsmöglichkeiten nachhaltig zu stärken. Die Bedarfe besonders vulnerabler Zielgruppen stehen dabei im Mittelpunkt des Projektes.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Westliches Ringgebiet
Beschreibung
Während sich das Vorgängerprojekt "Bunter Ring" sich noch auf einen Teilbereich des großen Stadtteils "Westliches Ringgebiet" bezog, richten Sie die Angebote des neuen Projekts aufgrund der großen Nachfrage und der positiven Resonanz sowie des großen Zuspruchs aus Politik und Verwaltung an die Bewohner*innen des gesamten Stadtteils.
Einwohnerzahl
33122
Quelle / Anmerkungen
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz von Gemeinwesenarbeit mit einer themen- und zielgruppenspezifischen Fokussierung.
Die Projektkoordinatorin wird, ausgehend vom Garten ohne Grenzen und von der Begegnungsstätte des Stadtteils, eine Anlaufstelle für die heterogene Bewohner*innenschaft einrichten. Als "Kümmererin" wird sie sich für die vulnerablen Gruppen der älteren Menschen, der einsamen Bewohner*innen und der Migrant*innen im Quartier stark machen und deren gesellschaftliche Teilhabe durch geeignete Maßnahmen fördern. Die Zielgruppen werden in die Maßnahmenplanung eingebunden.
Ein Grundstock von ehrenamtlichen Helfer*innen besteht durch das Vorläuferprojekt und wird ausgebaut. Die örtliche Politik und die Verwaltung begrüßen das Vorhaben und die geplante Verzahnung mit Maßnahmen der kommunalen Altenhilfeplanung.
Aus den Erfahrungen der letzten drei Jahre haben sich die Schwerpunkte "Präventiv gegen Einsamkeit", "Förderung von vielfältiger Ernährung" und "Integration der Migrant*innen im Quartier" entwickelt. Im Verbund mit den Kooperationspartnern wird ein wertvoller Beitrag zur Förderung des Gemeinwohls und eine Verbesserung der Lebensverhältnisse für die Zielgruppen des Projekts entwickelt werden. Die Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit werden bei der Umsetzung der Aktivitäten berücksichtigt. Durch die Anbindung des Projekts an die AWO-Migrationsberatung sowie die eigene Migrationsgeschichte der Koordinatorin können die Stärken von Migrant*innen eingebunden werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
es uns gelingt , in einen inhaltlischen Austausch mit anderen Braunschweiger Projekten zu treten und gegenseitig von den Erfahrungen und Inhalten profitieren zu können
Kriterium
Beschreibung
wenn es uns gelingt, vulnerable Gruppen wie einsame Bewohner*innen, Alleinerziehende, ältere Migrant*innen und von Altersarmut betroffene Menschen in die Aktivitäten einzubeziehen.
Kriterium
Beschreibung
es uns gelingt, unter Beteiligung von Menschen unterschiedlicher Herkunft sowie älterer Bewohner*innen einen selbst verwalteten Rat der Aktiven zu installierenn
Kriterium
Beschreibung
es uns gelingt, ausgehend vom Garten ohne Grenzen gemeinsam nachhaltige Veranstaltungsformate mit den unterschiedlichen Bewohner*innengruppen zu entwickeln und diese gemeinsam durchzuführen
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Die südliche Hälfte des Braunschweiger Stadtbezirks 310 wurde 2001 als Sanierungsgebiet "Westliches Ringgebiet" förmlich festgelegt und in das Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt“/ seit Anfang 2020 „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“) aufgenommen.
Die Stadt Braunschweig hat die plankontor Stadt & Gesellschaft GmbH im September 2002 mit dem Quartiersmanagement beauftragt. 2002 wurde auch das Stadtteilbüro in der Hugo-Luther-Straße 60a eingerichtet, in dem plankontor integriert in das Quartierszentrum seither seinen Sitz hat.
Diese Förderung - und somit auch die Tätigkeit von plankontor - endet am 31.12.2026. Die kommunale Verwaltung ist bestrebt, die bisherigen Tätigkeiten von plankontor und das Stadtteilbüro durch ein Nachbarschaftszentrum zu verstetigen. Ob und wann eine Realisierung erfolgen kann, ist derzeit unklar.
Zudem verfügt das Quartier über ein unabhängiges Stadtteil-Gremium, die Stadtteilkonferenz Süd. Das Gremium dient der Beratung aktueller Themen und der Vernetzung der Akteure im Stadtteil.
Das neue Projekt "West-Ring AKTIV" baut bezüglich der gewählten Zielgruppen, Maßnahmenziele und Inhalte auf den Erfahrungen des Vorgängerprojekts "Bunter Ring" auf. Es handelt sich um ein eigenständiges Projekt - ein neues Vorhaben mit neuen Kooperationspartnern, differenzierten (vulnerablen) Zielgruppen, einem geänderten Projektstandort und erweiterten Inhalten.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Organisationen Mütterzentrum Braunschweig e.V./ MehrGenerationenHaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AntiRost Braunschweig e.V. (Senioreninitiative in Form eines Repair-Cafés)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nähwerkstatt "Flickwerk"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Spielstube Hebbelstraße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Polnisch-deutscher Hilfsverein (Poldeh)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Begegnungsstätte Frankfurter Straße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftshilfe Frankfurter Straße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum Drachenflug
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Begegnungsstätte „Louise–Schroeder–Haus" des städtischen Seniorenbüros
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Im dritten Projektjahr soll ein Rat der Aktiven die Weiterführung der Ideen sicherstellen. Hier wird u.a. eine weitergehende finanzielle Förderung über Stiftungen angestrebt. Erste Kontakte bestehen bereits. Darüber hinaus werden im Projekt Maßnahmen für die Umsetzung der Altenhilfe- und Pflegehilfeplanung (Ernährungsarmut, Strategie gegen Einsamkeit) erprobt und entwickelt. Diese müssen dann über finanzielle Mittel der Kommune verstetigt werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Ein Dorf erfindet sich neu
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ilka Morr
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Perspektiven und Chancen für einen inklusiven Lebensraum im demografischen Wandel
Projektbeschreibung
Das Projekt reagiert auf die besonderen demografischen und strukturellen Herausforderungen eines inklusiven Lebensraums in ländlich geprägtem Umfeld. Die Bevölkerung altert, junge Menschen wandern ab und auch ältere Menschen müssen ihr vertrautes Lebensumfeld verlassen, weil sie keinen adäquaten Wohnraum vorfinden. Gleichfalls sind versorgungsbezogene soziale Infrastrukturen zunehmend in ihrer Existenz bedroht. Dabei besteht im traditionsreichen Burgdorf Ovelgönne im Zentrum der Wesermarsch eine besondere Konstellation: Die Stiftung Lebensräume Ovelgönner Mühle (SLOM) trägt mit u.a. Burgdorfladen, Landhotel und Gastronomie wesentliche Teile der sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur, die den Menschen mit Behinderungen Arbeit und Teilhabe und der dörflichen Gemeinschaft Versorgung und soziale Begegnungsorte geben. Inklusion und Innovation sind im Burgdorf eng miteinander verzahnt.
Doch diese über Jahrzehnte gewachsene Lebensgemeinschaft und damit auch die Zukunftsfähigkeit des Dorfes steht auf dem Spiel. Die Gemeinde, die SLOM als eine Einrichtung der Eingliederungshilfe, die Wohnungsbau Wesermarsch und BürgerInnen aus Ovelgönne haben die Herausforderungen deutlich erkannt und sehen gleichzeitig die Chance einer beispielhaften Entwicklungsmöglichkeit. Sie übernehmen gemeinsam Verantwortung: Über einen Zeitraum von drei Jahren soll ein Quartiersmanagement aufgebaut werden, das Dorfentwicklung und Inklusion systematisch zusammen denkt und dafür neue verbindliche Strukturen der Gemeinwesenarbeit schafft und aktiv in das Dorfleben integriert.
Methodisch setzt das Projekt auf Beteiligung, Aktivierung von Ehrenamt und Selbstorganisation. Informelle Nachbarschaftsstrukturen werden gestärkt, Teilhabe von älteren Menschen mit und ohne Behinderung konsequent gefördert und für Daseinsvorsorge, Wohnumfeld und Wohnen gemeinsame Lösungen vor Ort entwickelt.
Ziel ist es, den älteren MitbürgerInnen mit und ohne Behinderungen ein qualitätsvolles Leben in vertrauter Nachbarschaft zu sichern, Zuzug zu ermöglichen und die inklusive Dorfgemeinschaft langfristig zu stabilisieren. Das Burgdorf soll als lebenswerter Ort für alle Generationen erhalten und der innovative Ansatz von Inklusion, Teilhabe und dörflicher Daseinsvorsorge, auch als Modell für andere ländliche Kommunen, mit dauerhaften Strukturen und einem lebendigen Netzwerk aus Nachbarschaft, Ehrenamt, Kommune und Stiftung zukunftsfähig weiterentwickelt werden.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im 1.241 EinwohnerInnen umfassenden Burgdorf Ovelgönne im Zentrum der Wesermarsch leben Menschen mit Behinderungen der Stiftung Lebensräume Ovelgönner Mühle (SLOM) in selbstverständlicher Nachbarschaft mit der Bevölkerung vor Ort. Die inklusive Gemeinschaft hat sich über Jahrzehnte beispielhaft organisiert und getragen, doch angesichts starker demografischer und struktureller Veränderungen steht die Überlebensfähigkeit des Dorfes und eine gewachsene inklusive Gemeinschaft auf dem Spiel:
(1) Die Bevölkerung altert, junge und auch ältere Menschen wandern ab, weil sie keinen adäquaten bezahlbaren oder altersgerechten Wohnraum vorfinden. Somit bleibt auch Zuzug aus, der für eine ausgewogene Bevölkerungsstruktur und die Zukunftsfähigkeit des Dorfes dringend benötigt wird.
(2) Soziale versorgungsbezogene Infrastrukturen sind in ihrer Existenz bedroht. Burgdorfladen und ein traditionsreiches Landhotel mit Gastronomie und Festsaal sichern vielen Menschen Arbeit und Teilhabe, Versorgung und soziale Begegnungsorte. Mit ihrem Wegfall bricht auch das Fundament des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
(3) Der Unterstützungsbedarf wächst. Für die älter werdenden Menschen mit und ohne Behinderungen fehlen geeignete Wohn-, Begegnungs- und Unterstützungsstrukturen. Vielen droht, dass sie ihr vertrautes Lebensumfeld verlassen müssen. Eine über Jahrzehnte gewachsene inklusive Nachbarschaft kann nicht fortgeführt werden.
Mit einem inklusiven Seniorenwohnprojekt und öffentlichem Begegnungsraum entstehen erste wichtige Impulse. Es fehlen Gemeinde und SLOM jedoch die Ressourcen, die neuen Strukturen aktiv ins Dorfleben zu integrieren und das Dorf insgesamt zukunftsfähig aufzustellen.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Ovelgönne - Burgdorf Ovelgönne
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst das Burgdorf Ovelgönne in der Gemeinde Ovelgönne.
Einwohnerzahl
1081
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Ovelgönne
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Ovelgönne
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Ovelgönne
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Ovelgönne
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist als Quartiersmanagement mit gemeinwesenorientiertem Ansatz konzipiert.
Das Quartiersmanagement hat die koordinierte Entwicklung des gesamten inklusiven Sozialraums zum Ziel. Es vernetzt soziale, wirtschaftliche und versorgungsbezogene Strukturen, integriert das inklusive Seniorenwohnen in das Dorfleben und schafft verbindliche Kooperationsformen zwischen Kommune, Stiftung und BürgerInnen.
Gleichzeitig folgt das Vorhaben in seiner Methodik einem gemeinwesenorientierten Ansatz. Beteiligung, Aktivierung von Ehrenamt und Selbstorganisation der BewohnerInnen stehen im Mittelpunkt. Lösungen werden gemeinsam entwickelt, informelle Nachbarschaftsstrukturen gestärkt und die Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung konsequent berücksichtigt.
Das Quartiersmanagement verbindet somit Strukturentwicklung und Empowerment: Es steuert Entwicklungsprozesse auf Dorfebene und arbeitet zugleich partizipativ, ressourcenorientiert und inklusiv. Auf diese Weise entstehen tragfähige, von der Gemeinschaft mitgetragene Lösungen, die langfristig im Sozialraum verankert werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Begegnungsorte werden aktiv und vielfältig genutzt und insbesondere die älteren Menschen mit und ohne Behinderung erleben Teilhabe und Geborgenheit
Kriterium
Beschreibung
Angebote, Prozesse, Strukturen und Zusammenarbeit sind etabliert. Das Ehrenamt organisiert sich selbstständig.
Kriterium
Beschreibung
Menschen mit und ohne Behinderungen leben in selbstverständlicher Nachbarschaft zusammen. Die kompakte Zentrumsstruktur im geschicktsträchtigen Burgdorf erlaubt es, Versorgungsstrukturen und Begegnungsorte fußläufig zu erreichen.
Kriterium
Beschreibung
Es konnten zielgruppenübergreifende Lösungen entwickelt, diese im Ortsbild sichtbar und insgesamt die Projektziele erreicht werden.
Beschreibung
Starke Netzwerke und Kooperationen mit örtlichen Vereinen, Initiativen, KulturträgerInnen auch über die Region hinaus sind aufgebaut und etabliert. Daran kann angeknüpft werden.
Kriterium
Beschreibung
Der inklusive Begegnungsraum wird lebendiger Treffpunkt und Ort der Interaktion von Jung und Alt. Die örtliche Bevölkerung bringt sich in vielfältiger Weise und mit eigenen Ideen für das inklusive Miteinander und Teilhabe ein.
Beschreibung
Die Versorgungs- und sozialen Infrastrukturen werden gut angenommen; ihre Tragfähigkeit ist gesichert.
Kriterium
Beschreibung
Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Stiftung Lebensräume und Bürgerschaft hat sich etabliert und wird fortgeführt.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Ovelgönne, Landkreis Wesermarsch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Handwerkermuseum Ovelgönne, Niederdeutsche Bühne, weitere Kulturakteure Wesermarsch
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Der Paritätische (Mitgliedschaft), Bundesverband Anhroppoi und Netzwerk Nord e.V. (Mitgliedschaft)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Ovelgönne, Kreisvolkshochschule Wesermarsch
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kichengemeinde ("Die vier Kirchen Ovelgönne")
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionale Handwerksbetriebe, Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH, JadeBay GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungsbau Wesermarsch GmbH (Kooperationspartner für das Inklusive Seniorenwohnprojekt)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
BürgerInnen, die in direkter Nachbarschaft leben; Ehrenamt Vereine, Kirche
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Nachhaltigkeit des Projekts ist von Beginn an integraler Bestandteil der Konzeption. Das Quartiersmanagement ist struktureller Baustein einer langfristigen inklusiven Dorfentwicklung. Es entstehen neben tragfähiger sozialer und Versorgungsinfrastruktur Nachbarschaftsnetzwerke und informelle Unterstützerstrukturen, die auch ohne vollständige Projektförderung weiterwirken. Ziel ist, das gemeinsame Engagement von Kommune, Stiftung und Bürgerschaft dauerhaft zu verankern.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On