Gute Nachbarschaft - Eine Befragung der Stadtteilgesellschaft.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrich Hartig
2. Kurzbeschreibung
Was ist "Gute Nachbarschaft"?
Projektbeschreibung
Die Stadtteile Kreyenbrück und Bümmerstede werde durch die Vielfalt der Bewohner:innen gekennzeichnet. Nicht nur durch einen hohen Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte(n), sondern auch durch das Nebeneinander von Einzel-/Doppelhauswohneigentum und Mehrfamilienhäusern. Nicht zuletzt auch durch die Vielzahl von Institutionen wie Bürgerverein, Kirchen, Migrant:innenselbstorganisationen und kommunalen Einrichtungen. Unser Projekt soll unmittelbar in die Stadtteilgesellschaft hineinfragen, wie vor je persönlich-individueller Lebenspraxis und gesellschaftlicher Selbstverortung und - wahrnehmung "Gute Nachbarschaft" ist oder sein sollte. Hierzu soll ein Fragebogen entwickelt werden, der sowohl standardisierte, als auch "Prosaantworten" ermöglicht. Der Fragebogen soll auch in türkischer, kurdischer und arabischer Spreche zur Verfügung stehen, ebenso das Anschreiben. In Bereich der Blockbebauung soll der Fragebogen mit frankiertem Rücksendebriefumschlag verteilt werden. Im Bereich der Einzelhausbebauung sollen die Fragebogen möglichst persönlich überreicht werde, so dass die Chance auf persönliche Begegnungen besteht. Die Ergebnisse sollen, fachlich begleitet, ausgewertet, der Öffentlichkeit vorgestellt und in kleineren Foren auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft werden. Folgeprojekte sind vorgesehen.
Zudem beabsichtigen wir, den Fragebogen zusätzlich per Email-Listen zu verschicken.
Laufzeit
2021-08-31 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die je unterschiedlichen Bebauungen in den Stadtteilen Kreyenbrück/Bümmerstede - Einzel-/Doppelhaus und Blockbebauung ( Eigentum und Wohnungsbaugesellschaft(en) erschweren nachbarschaftliche Kontakte und gemeinsame stadtgesellschaftliche Engagements. Institutionen wie Bürgerverein, Kirchen und Migrant:innenselbstorganisationen und kommunale Einrichtungen haben ihre je eigenen Handlungsrahmen in Bezug auf die Klient:innen abgesteckt und sind interaktiv ausbaufähig. Mitverantwortung und Gestaltung der Stadtgesellschaft werden nicht ausreichend kommuniziert, diskutiert und in Handlungsoptionen überführt. Gesellschaftliche Aktiviäten erschöpfen sich oft noch in der Wahrnehmung von Partikularinteressen und versäumen die Chancen, gemeinsam aus der Privatsphäre heraus zu treten und sich der Erfahrung von wirksamer politischer Tätigkeit oder auch - je nachdem - notwendiger Kompromissbereitschaft im Rahmen demokratischer Entscheidungsprozesse auszusetzen. Die Vielfalt als Chance der Stadtteilgesellschaft zu begreifen und wahrzunehmen erscheint deutlich ausbaufähig. Insbesondere auch vor dem Hintergrund kommunaler Akltivitäten bestehender Einrichtungen (GWA, Kulturamt, Amt für Integration und Zuwanderung, usw.) die durch unser Befragungsprojekt eine breitere und aktuelle Grundlage für die je eigenen Angebote und Netzwerke erhalten können.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Stadtsüden, außerhalb des Autobahnrings, bis zur Stadtgrenze in ländliche Struktur übergehend
Einwohnerzahl
32000
Quelle / Anmerkungen
Statistisches Jahrbuch 2019/2020
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Kreyenbrück Nord liegt im Programmgebiet "Soziale Stadt". Unser Projekt bezieht den kompletten Stadtteil. Kreyenbrück-Bümmerstede ein.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
kreyenbrueck.jpg
(62.79 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Verbesserung der Selbstorganisation und Entfaltung je eigener Ressourcen in Bezug auf gesellschaftliche Mitgestaltung und Mitverantwortung der Stadtteilbewohner:innen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
... Engagementsergebnisse bürger:innenschaftlicher Initiativen öffentlich wahrnehmbar sind.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturamt und Amt für Zuwanderung und Integration
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Umfrage bildet die Grundlage für eine solidarischere und eigenverantwortliche Stadtgesellschaft im Netzwerk der aktuell handenen Akteure und Akteurinnen im Stadtteil. Folgeprojekte werden, so sie eine Finanzierung benötigen, durch weitere, dann zu beantragende Fördermittel gedeckt. Wir gehen aber davon aus, dass sich die beteiligten Personen, Institutionen und Initiativen weitgehend aus eigenen, auch materiellen Ressourcen "bedienen" können.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Ottenstein: eine vielfältige Gemeinschaft - VORsorgend + FÜReinander da!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manfred Weiner
| Funktion | Gemeindedirektor |
|---|
2. Kurzbeschreibung
GWA/QM als wichtiger Baustein der VISION Ottenstein 2030 für eine vielfältige Gemeinschaft.
Projektbeschreibung
Mitten im Ortskern von Ottenstein entsteht auf dem Areal der Alten Schmiede derzeit ein „Seniorenquartier“ mit umfangreichen Angeboten für eine älterwerdende ländliche Bevölkerung. Ziel der Gemeinde ist es, den sozialen Zusammenhalt im Dorf durch Investitionen in neue Wohnformen und eine bedarfsgerechte Infrastruktur zu stärken und damit die Herausforderungen des demografischen Wandels auf der abgelegenen Hochebene im südlichen Niedersachsen anzunehmen.
Eingeleitet wurde die Quartiersentwicklung bereits in 2013 durch eine aufsuchende Befragung der Menschen ü50 zu ihren Vorstellungen des Älterwerdens. Wichtigste Erkenntnis: 84 % hielten eine „Seniorenwohnanlage“ auf der Hochebene für wichtig. Seit 2015 wird deshalb an der baulichen Umsetzung gearbeitet. Eine Tagespflege für hilfebedürftige Gäste und ein Multifunktionshaus (MFH) mit flexiblen Büros, Therapieräumen, Treffpunkt sowie Anlauf- und Vernetzungsstelle, sind gebaut. Zehn altengerechte Appartements in einer Hausgemeinschaft sowie Ein- und Zweipersonenhäuser komplettieren das neue Quartier, das auch im Freiraum Barrierefreiheit und hohe gestalterische Ansprüche verfolgt. Gut sechzig Menschen werden hier später wohnen und arbeiten, Hunderte hoffentlich leben.
Doch wie sieht die Bevölkerung die neu entstandenen Angebote vor Ort heute, wie passt die Entwicklung in ihre Lebenszusammenhänge und wie können sie hier eine neue Nachbarschaft (er)leben? Ein Seniorenquartier in einem kleinen Dorf ist eine große Chance für Menschen und Kommune ein beispielhaftes Modell auch für andere zu sein. Doch gerade jetzt braucht das Quartier einen Anstoß, denn die bestehende Gemeinwesenarbeit des Flecken Ottenstein reicht bei weitem nicht aus, um die neuen Strukturen zu managen. Das Quartier bietet alternativen individuellen Wohnraum sowie Begegnungsraum für die Dorfgemeinschaft, es erweitert damit das Zusammenleben aller. Aber bisher ist nur der gebaute Raum da, der Sozialraum muss erst noch entstehen. Die Gemeinde hat vorgelegt, ein Bürgerverein hat seine Arbeit aufgenommen, nun müssen die potenziellen Nutzer*innen abgeholt werden, um ihre Bedürfnisse darzulegen. Eine starke Gemeinwesenarbeit und das Engagement vieler wird erforderlich, um Ottensteins Vision bis 2030 hin zu einer vielfältigen Gemeinschaft und Gemeinde, die VORsorgt und FÜR sich sorgt, zu schaffen. Hierzu soll eine „Gemeinwesenarbeiter*in“ eines der flexiblen Büros im MFH besetzen, von dem aus sie die Menschen aufsuchen und das Quartier managen kann.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Ottensteins isolierte Lage auf der Hochebene und der starke Rückgang der Landwirtschaft als wichtigster Arbeitgeber führte zu Beginn der 2000er Jahre zu extrem negativen Bevölkerungsprognosen von -35 % bis 2030. Mittlerweile zeigen Ottensteins Anstrengungen sowohl im Dorfbild als auch im Vereinsleben Erfolge gegen den Negativtrend, die Alterung der Bevölkerung und die damit häufig verbundene Armut, Hilfebedürftigkeit und Vereinsamung ist aber trotzdem nicht aufzuhalten. Damit die Menschen im Alter bleiben und ihre Wohnsituation bedarfsgerecht anpassen können, hat Ottenstein mit Unterstützung durch Land und EU den Schwerpunkt seiner baulichen Entwicklung in den letzten Jahren auf die altengerechten Einrichtungen auf dem Gelände der Alten Schmiede gelegt. Der parallel dazu gestartete Informations- und Beteiligungsprozess hat durch Veranstaltungen viele Interessierte erreicht und kritische wie begeisterte Meinungen erzeugt. Jetzt geht es darum die Menschen zur Nutzung und Unterstützung einzuladen. Der 2018 gegründete Verein Bürger für Bürger auf der Höhe e.V. steht geschlossen hinter der Quartiersentwicklung und hat großen Zulauf. Er will sich als „verlängerter Arm“ der Gemeinwesenarbeit umfassend im Rahmen der Nachbarschaftshilfe engagieren und die Menschen verbinden. Jedoch fehlen sowohl die Gelegenheiten und (digitalen) Strukturen, in denen Menschen ihre Anliegen äußern können sowie die Kompetenzen und Ressourcen, um Prozesse zu initiieren und das Quartier zu managen. Hier zeigt sich der Bedarf für eine professionelle Gemeinwesenarbeiter*in, die die vorhandenen Stärken nutzt, um die Menschen zur Gestaltung der Zukunft ihrer vielfältigen Dorfgemeinschaft zu motivieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Gemeinwesenarbeit im Flecken Ottenstein wird neu organisiert und erstmals durch eine hauptamtliche „Gemeinwesenarbeiter*in“ mit Büro im MFH besetzt. Dabei stehen einerseits die Interessen der neuen Bewohner*innen des Seniorenquartiers im Fokus und andererseits die Gemeinschaft der Menschen auf der Hochebene. Für alle nachvollziehbar wird dadurch ein Prozess angestoßen, der die Menschen zusammenbringt und den neuen (Sozial)Raum belebt.
Das Quartiersmanagement baut auf den bestehenden Ressourcen des Gemeinwesens auf, indem die vorhandenen Netzwerke der Etablierung der neuen sozialen und baulichen Infrastruktur dienen. Zielgruppenübergreifendes Denken führt zu neuen Kommunikationsanlässen und Beratungsangeboten, die neue Perspektiven für alle in der Gemeinschaft bieten. Wichtigste Themen werden alternsgerechtes Wohnen, Gesundheitsvorsorge einschl. Hilfe- bis hin zum Pflegebedarf sowie Digitalisierung und Kultur im ländlichen Raum sein. Die Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen und der organisierten Nachbarschaft bringt innovative Angebote der Daseinsvorsorge hervor und stärkt den Ort. Das Altwerden im Dorf mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe etabliert sich durch ein professionelles Management und Moderation. Der soziale Zusammenhalt und die sozialen Orte als wichtige Bausteine der Vision 2030 werden gestärkt. Der Einsatz einer Gemeinwesenarbeiter*in kann als modellhaft für abgelegene ländliche Räume gelten, um die Lebensqualität besonders im Alter zu steigern.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Interessen der Bewohner*innen sind handlungsleitend für die Gemeinwesenarbeit. Der Austausch zum Thema Altwerden auf der Hochebene wird positiv wahrgenommen. Die Menschen nehmen teil und bringen sich mit eigenen Ideen und Hilfeangeboten ein.
Kriterium
Beschreibung
Die Fähigkeiten der vor Ort lebenden Menschen werden in die Gemeinwesenarbeit integriert. Kommunikationsanlässe im Seniorenquartier werden gut angenommen. Die Ressourcen des Gemeinwesens sind bekannt, werden genutzt, ggf. aktiviert und weiterentwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Die Zusammenarbeit der Betreiber von Angeboten im Seniorenquartier verläuft reibungslos. Neue Kooperationen arbeiten mit den angestammten Netzwerken zusammen. Gemeinsame Angebote wurden bedarfsgerecht angepasst und werden von allen im Dorf gebraucht.
Kriterium
Beschreibung
Ehrenamtliche werden gefördert und unterstützt. Die Nachbarschaftshilfe hat sich weiter professionalisiert und wird in Anspruch genommen. Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen ist klar geregelt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Arbeiter-Samariter-Bund ASB Hannover Land, Landfrauenverein Ottenstein, Bürger für Bürger auf der Höhe e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Turn- und Sportverein Ottenstein, Verkehrsverein Ottenstein, Landjugend, Freiwillige Feuerwehr Ottenstein, Schützenverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Praxis für Allgemeinmedizin, Amt-Apotheke Ottenstein, Tagespflege des ASB, Physiotherapie, Logopädie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule, Kinderhaus und Arche (u3-Betreuung) Ottenstein, Gemeindebücherei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirchengemeinde Ottenstein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hausgemeinschaft des altengerechten Wohnhauses, Bewohner*innen der Einzelhäuser im Quartier, direkte Nachbarschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kompetenzzentrum Ottenstein, Multifunktionshaus
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Seniorenquartier in Ottenstein ist fester Bestandteil der VISION 2030 und damit des Gemeinwesens. Das Quartiersmanagement wird durch selbstorganisierte Projekte entlastet. Der Nachbarschaftshilfeverein arbeitet selbstständig. Einnahmen sind gesichert. Damit reduziert sich die hauptamtliche Arbeit im Quartier. Die kommunale Finanzierung einer Teilzeitstelle wäre gesichert. Parallel wird ein Sanierungsgebiet Ortsmitte entwickelt. Teilaufgaben bekämen damit eine neue finanzielle Unterstützung.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Buntes Quartier Nordstadt für alle
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Julia Gebauer
| Funktion | Koordination Nachbarschaftszentrum |
|---|
2. Kurzbeschreibung
gemeinsam - vielfältig - selbstverständlich - freiwillig
Projektbeschreibung
Die Lebenshilfe ist in der Braunschweiger Nordstadt mit einem vielfältigen Angebot vertreten. Es gibt an vier Standorten im Stadtteil Wohn- und Assistenzangebote für erwachsene Menschen mit Beeinträchtigung. Die Lebenshilfe ist außerdem Kooperationspartner in einem Bürgerzentrum und öffnet gerade einen parkähnlichen Garten einer Wohnstätte für die Bevölkerung als Stadtteilgarten („Ludwigsgarten"). Das Bürgerzentrum existiert seit 2009 als niedrigschwelliger Nachbarschaftstreff mit Kaffee-Ecke und wird von Ehrenamtlichen mit und ohne Beeinträchtigung bewirtschaftet. Es gibt ein inklusives Programm mit Freizeit-, Bildungs- und Beratungsangeboten, größtenteils auch auf ehrenamtlicher Basis. Kooperationspartner im Bürgerzentrum ist die Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten. Mit dem Ludwigsgarten entsteht auf dem Gelände einer Wohnstätte aktuell eine grüne "Oase" mit ökologischem und kulturellen Potential. Neben einem Mehr an Wohnqualität für alle Nachbarn bei insgesamt wenig Grün im unmittelbaren Umfeld entsteht vor allem auch ein Begegnungsort für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung.
Es sind dementsprechend räumliche Ressourcen, fachliche Kompetenz und ehrenamtliches Potential vorhanden, die es nahelegen, gebündelt zu werden.
Bereits vorhandene Strukturen im Bürgerzentrum sollen ausgebaut, Strukturen im Stadtteilgarten aufgebaut werden. Beide Begegnungsorte können aus einer Hand in Person eines "Kümmerers" miteinander vernetzt und "bespielt" werden und eröffnen neue Möglichkeiten und Chancen für alle Nachbarn im Stadtteil.
Konkret soll das Projekt Nachbarn über gemeinsame Aktivitäten zusammen- und sich gegenseitig näherbringen – unabhängig von Alter, Beeinträchtigung oder Migrationshintergrund. Über gemeinsame Interessen und entsprechende Beteiligungsmöglichkeiten wird das nachbarschaftliche Miteinander gestärkt und die Wohn- und Lebensqualität erhöht. Mitdenken und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Nordstadt ist ein lebendiger Stadtteil mit einer bunt gemischten Bewohnerschaft–alte Menschen, zunehmend Studenten, Menschen mit Migrationshintergrund sowie Menschen mit Beeinträchtig. und mit Menschen in schwierigen sozial. Lagen, für die die Nordstadt dank zahlreicher Unterstützungsangebote zum Zuhause geworden ist.
Profession. Akteure sozialer Dienstleister, Vereine, Wohnungswirtschaft, etc. haben ein Interesse daran, die Nordstadt zu einem lebenswerten Stadtteil zu machen und zusammen zu arbeiten. Für richtige Netzwerkarbeit fehlt es aber noch an geeigneten Strukturen und Verantwortlichen. Ein direktes Budget für die Sozialraumarbeit existiert nicht, deshalb konnte bisher keine hauptamtl. Stelle im Bürgerzentrum realisiert werden. Das, was mit Ehrenamt erreicht werden kann, ist erreicht. Für die qualitative Weiterentwicklung der Arbeit bedarf es professionell. Begleitung. Die Lebenshilfe hat sich in der Vergangenheit bereits um Fördermittel für die Arbeit im Sozialraum bemüht. Durch eine von Aktion Mensch geförderte Stelle wurde z.B. Menschen mit Beeinträchtig. ermöglicht, ein Ehrenamt in ihrem Quartier auszuüben. Für den Ludwigsgarten konnten Mittel über Aktion Mensch akquiriert werden. Aktuell ist eine neue Projektstelle zum Thema Inklusive Nachbarschaft beantragt, die auch die Ressourcen vom Bürgerzentrum nutzt, aber nicht für dessen Organisation zuständig ist. Die hiermit beantragten Fördermittel könnten diese Lücke schließen, die Sozialraumarbeit qualitativ weiterentwickeln. Auch beim neu entstehenden Ludwigsgarten geht es darum, ihn als Ressource im entstehenden Netzwerk zu verankern, ihn für Umwelt-, Bildungs- und Kulturangebote verfügbar zu machen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Nordstadt
Beschreibung
Statistische Stadtbezirke 16 (Nordbahnhof) und 43 (Siegfriedviertel)
Einwohnerzahl
11905
Quelle / Anmerkungen
Statistik Stadt Braunschweig
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Stadt Braunschweig 2016 (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Stadt Braunschweig 2016 (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schlaglichter Soziale Stadt Braunschweig 2020
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Sozialatlas Stadt Braunschweig 2016 (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)
Gesamtstadt: Schlaglichter Soziales Braunschweig 2020
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
buntes_quartier_nordstadt_fuer_alle_2.pdf
(108.36 KB)
buntes_quartier_nordstadt_fuer_alle_1.pdf
(174.82 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Erfahrung letzten Jahre hat gezeigt, dass mit ehrenamtlichem Engagement viel erreicht werden kann. Mit dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit wird das Ziel verfolgt bereits vorhandene Strukturen auszubauen und zu professionalisieren, Ressourcen zu bündeln und für das Projekt verfügbar zu machen. Mit der Schaffung der Stelle eines "Kümmerers" werden Vernetzung, Vermittlung und Beratung in einer Person zusammengefasst, die den "Hut" auf hat, organisiert und koordiniert. Mitdenken und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Interessierte Nachbarn sollen an Prozessen im Stadtteil beteiligt werden und das Angebot mitgestalten. Über gemeinsame Interessen und Tätigkeiten wird das nachbarschaftliche Miteinander der unterschiedlichen Gruppen gestärkt. Nachbarn sollen sich dadurch stärker mit ihrem Stadtteil identifizieren, was wiederum die Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement erhöht.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
nicht die Lebenshilfe alleine das Angebot in Garten und Bürgerzentrum vorgibt und steuert, sondern Bewohner das Angebot entsprechend ihrer Bedarfe und Wünsche mitgestalten und dementsprechend auch annehmen.
Kriterium
Beschreibung
nicht der persönliche soziale oder Migrations-Hintergrund, eine Beinträchtigung, Alter, etc. im Vordergrund steht, sondern das gemeinsame Interesse an einer Tätigkeit.
Beschreibung
alle Beteiligten für sich einen persönlichen Mehrwert an Wohn- und Lebensqualität durch die Beteiligung/ gemeinsame Tätigkeiten haben.
Beschreibung
die räumlichen, fachlichen und vor allem ehrenamtlichen Ressourcen gebündelt und durch einen profesionellen Kümmerer kanalisiert und für alle Beteiligten verfügbar gemacht werden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk an Ehrenamtlichen, Nachbarn und Besuchern
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nibelungen Wohnbau GmbH/ Braunschweiger Baugenossenschaft eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung St. Thomaehof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kinder- und Familienzentrum St. Georg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
FANPROJEKT Braunschweig (AWO)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mansfeld-Löbbecke-Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SoLaWi Dahlum GbR (Bio-Landwirtschaftsbetrieb)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Forum Verein zur Förderung bürgernaher Stadtplanung e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Protohaus Makerspace gGmbH (offene Hightec-Werkstatt)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Julius-Kühn-Institut (Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Lebenshilfe bedient mit ihren Aktivitäten im Stadtteil die Ziele städtischer Programme. Die Stadt ist über die Arbeit der Lebenshilfe in der Nordstadt informiert und unterstützt diese inhaltlich. Sie hat das Potential der sozialräumlichen Arbeit und die Notwendigkeit einer entsprechenden personellen Ausstattung erkannt und entwickelt zur Zeit Standards für Nachbarschaftszentren. Die Akteure sind im Gespräch, es ist aber noch nicht absehbar, wann dies umgesetzt wird.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Sport statt Stress - Streetworkout als integrativer Baustein im Magdeburger Viertel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Eric Stellmacher
| Funktion | Leitung Bürgerzentrum |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Sport statt Stress - Streetworkout als integrativer Baustein im Magdeburger Viertel
Projektbeschreibung
Das Projekt bietet insbesondere den Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Quartier die Möglichkeit über gleiche Interessen kulturübergreifend zueinander zu finden und kostenlos, ohne Mobilitätsnachteile, eine Trendsportart zu betreiben und etwas gemeinsam für ihre körperliche Fitness und die Steigerung ihres Selbstwertes zu tun. Der Schlüssel hierzu ist die Errichtung und fachliche Begleitung eines Calisthenics-Sportparks.
Calisthenics-Parks ermöglichen vielfältige Trainingsübungen im Freien, die ohne Hilfsmittel nur mit dem eigenen Körpergewicht ausgeführt werden. Die Sportart Calisthenics verbindet klassische Übungen des Geräteturnens und der Akrobatik. Das Grundgerüst der Parks besteht aus Stangen in verschiedener Höhe und Position, welche Reck und Barren nachempfunden sind. Bei der Gestaltung gibt es verschiedenste Kombinationsmöglichkeiten für eine Vielfalt an Nutzungsoptionen. Besonders bei der jüngeren Generation erfreut sich die Sportart weltweit einer immer größeren Beliebtheit, da mit ihr auch ein moderner „Lifestyle“ transportiert wird. Calisthenics kann in allen Altersgruppen betrieben werden und bildet eine Freizeitalternative für fast alle Menschen im Magdeburger Viertel.
Der Sportpark soll in der „Grünen Mitte“ des Quartiers platziert und offen gestaltet sein. Die Anlage wird frei zugänglich sein und bietet eine uneingeschränkte, kostenlose Nutzung für die Bewohner/innen. Der Park wird durch wöchentlich stattfindende Trainingseinheiten (1x Angebot für Jungs / 1x Angebot für Mädchen) bespielt, um insbesondere den Jugendlichen diese Form der konstruktiven und stressbewältigenden Freizeitgestaltung näher zu bringen und sie nachhaltig an das Sportprojekt zu binden. Angeleitet werden sie dabei von einer sozialpädagogischen Fachkraft mit Trainerlizenz. Ziel ist es durch die Arbeit auf Augenhöhe mit den Jugendlichen den Trainer / die Trainerin als Vorbild und Respektperson zu etablieren. Im Rahmen der Beziehungsarbeit werden sukzessive verschiedene pädagogische Ansätze (u.a. Konfliktlösungsstrategien) in das Training integriert und den Jugendlichen neue Perspektiven eröffnet. Veranstaltungen und Wettbewerbe sollen neben dem Training das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken.
Das Bürgerzentrum der Stadt, 50m vom Standort des geplanten Parks gelegen, ist seit jeher gut im Stadtteil vernetzt und bietet die Möglichkeit sanitäre Anlagen zu nutzen, sich bei schlechtem Wetter in die Räumlichkeiten zu begeben und benötigtes Sportgerät zwischenzulagern.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier ist geprägt von einem hohen Anteil von Familien mit Migrations- und/oder Fluchthintergrund aus unterschiedlichen religiösen und ethnischen Milieus, vielfach sozialer Benachteiligung und bildungsbenachteiligter Personenkreise.
Im Quartier verstärkt sich die Segregation stetig, da nur hier „bezahlbarer“ Wohnraum zur Verfügung steht. Viele Familien haben nicht ausreichend Wohnraum zur Verfügung, finden jedoch keine angemessen große Wohnung. Besonders Jugendliche leiden unter dieser Situation. Durch eingeschränkte Mobilität und geringe finanzielle Möglichkeiten sind die Optionen der Freizeitgestaltung sehr eingeschränkt. Betreute, kostenlose Angebote sind kaum vorhanden. Sie suchen ihre Freiräume entweder draußen und „hängen“ aufgrund von mangelnden Alternativen ab oder verharren in ihrer Situation und isolieren sich. Aufgrund der Bildungsbenachteiligung fällt es ihnen außerdem schwerer Erfolge in der Schule zu erleben. Es stellt sich ein Gefühl des „Versagens“ ein.
Der Mix aus verringertem Selbstwert, Langeweile und Enge hat oft destruktive Folgen, wie z.B. Delinquenz oder Süchte. Gefährdet sind vor allem Jugendliche mit Fluchthintergrund. Die Eltern leiden häufig noch unter „Anpassungsproblemen“ und können ihren Kindern oftmals wenig Perspektiven aufzeigen. Erschwerend ist, dass sie meist nur auf wenig gefestigte Beziehungen zurückgreifen können. Generell mangelt es im Quartier an Vorbildern zu denen Jugendliche aufschauen können, denn diejenigen mit erfolgreichen Bildungskarrieren wechseln den Wohnort. In der tagtäglichen Gemeinwesenarbeit ist festzustellen, dass sich unter den Bedingungen der Corona-Pandemie diese negative Entwicklung verstärkt fortsetzt.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Achim Magdeburger Viertel
Beschreibung
Das Projektgebiet erstreckt sich quadratisch innerhalb der Straßen: Borsteler Landstraße, An der Eisenbahn, Hasseler Straße und Leipziger Straße. (Siehe png-Datei: Sport_statt_Stress_1)
Einwohnerzahl
3075
Quelle / Anmerkungen
Meldeamt der Stadt Achim
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Meldeamt Stadt Achim. Siehe PNG-Datei Sport_statt_Stress2
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
sport_statt_stress1.png
(750.51 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt auf mehreren Ebenen den Ansatz von Gemeinwesenarbeit. Der Calisthenics Park schafft im Quartier eine neue Form der Freizeitgestaltung, die vor allem die jüngeren Bewohner/innen aktivieren soll. Es wird ein neuer Raum für Begegnungen in der Nachbarschaft geschaffen, der über das Medium „Sport“ gleichzeitig ein kulturübergreifendes, sozialintegratives Element darstellt. Das Projekt bietet den Menschen vor Ort die Teilhabe an einem kostenlosen Angebot, welches nicht nur die körperliche Fitness stärkt, sondern auch das Miteinander positiv beeinflussen soll. Besonders die Jugendliche haben häufig konfliktbehaftete Beziehungen untereinander. Der pädagogische Ansatz des Projekts setzt an diesem Punkt an und soll für ein besseres „Klima“ im Quartier sorgen.
Die Bespielung durch ein festes Angebot als auch durch Veranstaltungen/Wettbewerbe belebt die Quartiersmitte und schafft kontinuierlich neue Kontaktmöglichkeiten für die Bewohnerschaft. Aufgrund der Beliebtheit der Calisthenics-Parks setzen außerdem Pull-Effekte ein. Es wäre der erste Park in Achim und würde die Nutzung durch Sportler/innen aus dem übrigen Stadtgebiet nach sich ziehen. Somit können Beziehungen auch zu Menschen außerhalb des Viertels aufgebaut werden. Letztlich ist das Projekt mit einer sozialen, integrativen, baulichen und gesundheitlichen Aufwertung für das Quartier verbunden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die professionell angeleiteten Trainingsangebote werden kontinuierlich von jeweils min. 10 Teilnehmenden genutzt. Außerhalb der festen Angebote organisieren sich Trainingsgruppen selbst;der Platz fungiert als neuer Treffpunkt an dem sich Menschen begegnen
Vorhandene Strukturen
Seit über vierzig Jahren ist das Bürgerzentrum der Stadt Achim mit der Gemeinwesenarbeit im Magdeburger Viertel beauftragt. Mitten im Quartier gelegen, ist es seit jeher für viele der Bewohner/innen, teilweise bereits in der 3.Generation, eine wichtige Anlaufstelle. Neben der Beratungsarbeit, der Umsetzung von Projekten, Aktivitäten und Veranstaltungen für die Bewohnerschaft, nehmen die vor Ort agierenden Sozialarbeiter/innen ebenso eine wichtige Rolle in der Konfliktschlichtung als auch in der Wahrung der Interessen und Bedürfnisse der Menschen ein. Anzutreffen über externe Beratungen oder Projekte sind hier auch z.B. freie Träger wie das DRK, die Caritas oder der von der Stadt für Jugendarbeit beauftragte Verein SoFa e.V. Neben diesen Akteuren verfügt das Bürgerzentrum über einen festen Pool von Ehrenamtlichen, die in verschiedenen Projekten eingebunden sind.
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich um das Bürgerzentrum herum ein aktives Netzwerk im Stadtteil gebildet. So ist das Bürgerzentrum Teil des Familienzentrum Magdeburger Viertel, zu dem die Grundschule als auch zwei Kitas gehören. Aufgrund der Fußläufigkeit bestehen ein reger Austausch und kontinuierliche Treffen. Gleiches gilt für den Stadtteilverein MaVi e.V. und die vor Ort ansässigen Moscheen und den Sportverein TSV Achim. Die zweimal jährlich vom Bürgerzentrum durchgeführte Stadtteilkonferenz lässt alle lokalen Akteure zusammenfinden und gibt allen Interessierten die Möglichkeit sich vor Ort zu vernetzen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Freiwilligenagentur der Stadt wird vor Ablauf des Projekts eingebunden, um in der Folge die Bespielung des Parks durch Ehrenamtliche sicherzustellen. Das Bürgerzentrum wird das Projekt weiterhin in der Gemeinwesenarbeit verankern und es mit verschiedenen Akteuren u. Projekten bespielen. Es gilt als fester Ansprechpartner. Die Jugendarbeit der Stadt wird den Platz als weitere Option für die Gestaltung ihrer Arbeit nutzen. Der Bauhof kümmert sich um die Instandhaltung des Platzes.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Jung dabei - ich gestalte mein Ehrenamt in meinem Dorf
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Astrid Hunke
| Funktion | Agentur zur Vermittlung von Ehrenamt im Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Junge Menschen in der Region Elm Asse des Landkreises Wolfenbüttel in Remlingen gestalten ihre Umgebung selbst und passen ihre neue Ehrenamtsstrukturen an ihren Lebensraum vor Ort an.
Projektbeschreibung
Die Freiwilligenagentur gehört zum LK Wolfenbüttel, ist in WF verortet und in der Region seit
23 Jahren tätig. Sie möchte in Remlingen erreichen, dass ein Jugendstützpunkt errichtet wird, die von Jugendlichen hybrid(Digital/Präsenz) betrieben wird. Sie bekommen die Möglichkeit, die Entstehung und Errichtung selbst zu organisieren, von der Planung bis zum Betrieb. Dieser Stützpunkt hat den Charakter einer selbstgeführten Jugendzentrale, die auch für Institutionen und Verbände als Treff oder als Informationsdrehscheibe genutzt werden soll und zentral und sichtbar im Kern der Ortschaft liegen. Junge Menschen vor Ort bringen sich für die ältere Generation ein, machen ihre Jugendkultur transparent, um ein generatives Gleichgewicht in den Bereichen Kunst, Kultur und Sport herzustellen und initiieren demokratiefördernde Aktivitäten in hybrider Form. Sie dienen zur Neuentstehung und Erhaltung des Ehrenamtes vor Ort. Die jungen Menschen leisten einen Anteil zur Bereicherung des Gemeinwesens vor Ort, identifizieren sich mit ihrem Lebensraum und fördern Akzeptanz und gemeinschaftliches Handeln in den ländlichen Gemeinschaften. Sie entwickeln gemeinschaftliches Leben und demokratische Mitbestimmung. Da bisher im Ort viel traditionelles Ehrenamt stattfindet, in dem junge Menschen wenig Möglichkeiten zur Entfaltung vorfinden, haben sich Nischengesellschaften gebildet. A.) Junge Menschen, die sich an Strukturen orientieren, die der rechten Szene zuzuordnen sind. B.) Jugendliche mit Migrationshintergrund, (1982 - 1985 und 2015 - 2018). C.) Junge Menschen die sich weder der einen noch der anderen Gruppierung zuordnen möchten, vor Ort keine Möglichkeiten der Entfaltung vorfinden und daher in die nahegelegenen Städte Wolfenbüttel
und Braunschweig ausweichen um ihre Freizeit und ihr Ehrenamt auszuüben. Diese Entwicklung führt zu Frontenbildungen und Fluchtbewegungen junger Menschen aus ländlichen Gebieten vor allen deshalb, weil hier eine Rechte Szene auf Sekundärmigration stößt und diese Entwicklung dem Gemeinwesen vor Ort abträglich ist. In unserem Projekt werden junge Menschen empowert, damit diese wiederum das Gemeinwesen empowern. Das geschieht in dem zu entwickelnden Stützpunk. Wir möchten die Zielgruppen aufsuchen, Kontakt herstellen, Gruppen zusammenführen durch kleine Veranstaltungen, Ideen sammeln und die Jugendlichen empowern Ideen vor Ort umzusetzen. Sie sollen befähigt werden im Netzwerk vor Ort aktiv zu sein.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Remlingen - einer kleinen Ortschaft im ländlichen Raum, leben knapp 2400 Einwohner. Umfragen im Ort weisen uns darauf hin, dass unterschiedliche Voraussetzungen zur Entwicklung des Gemeinwesens vorliegen, die vorherrschende Träger und Vereinslandschaft tradiert ist und nicht mit den Ideen/ Lebenseinstellungen junger Menschen kompatibel ist, Jugendliche kaum Zugang zu diesen Strukturen finden und sich zurückziehen, sie sich außerhalb der Gemeinde orientieren und sich Zugänge suchen, die ihren Interessen entsprechen, kostengünstig sind und Mobilität/Fahrmöglichkeiten ermöglichen, die sonst sehr eingeschränkt vorhanden sind. Einhergehend mit finanziellen Engpässen in den Familien, ein hoher Anteil der jungen Menschen bezieht Transferleistungen, nutzten Jugendliche die Angebote, die reizvoll und kostenfrei sind. Da diese wenig Identifikation mit ihrer Gemeinde haben, verlassen sie ihre Umgebung und dadurch die
aktuellen ländlichen Strukturen. Die Verbands-, Vereinszugehörigkeit schwindet, der Zugriff
von demokratiefeindlichen Vereinigungen gelingt, die Zugehörigkeit junger Menschen in
diesen Verbindungen wächst. Gleichzeitig stagniert das Gemeinwesen, es kann sich nicht
entwickeln. Diese Problematik ist in Remlingen sichtbar. Hier entwickelt sich eine Nischengesellschaft, die parallel zu den vorhandenen Strukturen agiert, bedingt durch Corona verstetigen sich diese Tendenzen schnell und sind nicht mehr kontrollierbar. Die Nischen bestehen aus jungen Menschen, die ihre eigenen Interessen hybrid (Gestaltung von Freizeit) umsetzen. Zu ihnen zählen vermehrt demokratiefeindliche Gruppen, die auf
Sekundärmigration treffen. Das birgt Frust- und Gewaltpotentiale.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Elm-Asse / Remlingen
Beschreibung
Remlingen liegt zentral zwischen Wittmar und Semmenstedt . Es gehört zur Samtgemeinde Elm/Asse und grenzt sich zu allen umliegenden Ortschaften mit mehr als 3 Km ab. Remlingen hat keine geschäftliche Infrastruktur und ist durch den Asse-Schacht zusätzlich belastet. Durch die Asse-Problematik hat sich eine sehr kritische Bevölkerungsstruktur aufgebaut, die flankiert wird durch Gruppierungen mit rechtsradikaler Tendenz. Zusätzlich sind junge Flüchtlinge untergebracht worden.
Einwohnerzahl
2400
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia / Umfeld der Kolleg*innen
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Remlingen leben im Alter 15 Jahre bis 27 Jahre insgesamt 282 Bewohner*innen. davon sind 20 mit Migrationshintergrund die hier bei Sonstige eingetragen sind. Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in
jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Remlingen leben 81 Bewohner+innen mit Migrationshintergrund aller
Altersgruppen. Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
8
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Remlingen leben im Alter 7 Jahre bis 15 Jahre insgesamt 199 Bewohner*innen. davon sind 15 mit Migrationshintergrund die hier bei Sonstige eingetragen sind Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
img_remlingen_1.jpg
(569.34 KB)
img_remlingen_2.jpg
(133.08 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Freiwilligenagentur steigert mit diesem Projekt in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen
die gesamte Lebensqualität vor Ort. Sie werden dabei unterstützt, die Strukturen für sie
interessanter zu gestalten und sie zu motivieren sich selbst für ihre Bedürfnisse in der
Gemeinde einzusetzen. Dazu wird gemeinsam mit den Jugendlichen 1 Stützpunk in der
Ortschaft errichtet. Der Ansatz den wir verfolgen, ist eine Peer to Peer Methode. Im
Hinblick auf entstandene rechtslastige Tendenzen in den Gemeinden (sog. "Elm-Asse-Front")
werden hier Strukturen entwickelt, die durch die Mitgestaltung und die Übernahme von
Verantwortung das demokratische Denken erhöhen und verfestigen. Zusätzlich werden die
älteren Generationen in diese Prozesse der Verbesserung der Lebensqualität der beiden
Ortschaften aktiv eingebunden. Die Teilnehmer*innen an dem Jugendstützpunkt werden
dazu motiviert andere vorhandene Gruppen vor Ort (Ältere Menschen, Geflüchtete) in ihre
Aktivitäten mit einzubinden. Der Jugendstützpunkt soll Aktionen ins Leben rufen und
Alternativen bieten um der Rechten Szene etwas entgegenzusetzen, ihr den Boden zu entziehen. Damit wirken sie präventiv - sie stellen attraktive Angebote in hybrider Form zur Verfügung und verhindern den Zulauf zu Rechten Gruppen. Das Ansehen der Gemeinde steigt. Die Steigerungen werden auf die Bemühungen des "jungen Ehrenamtes und des Stützpunktes vor Ort zurückgeführt. Damit steigt das Gemeinwohl und die Anerkennung der Leistungen der Jugend.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Jugendliche bauen Stützpunkte selbst auf und übernehmen Verantwortung, sie binden andere Gruppen der Gemeinde mit ein
Kriterium
Beschreibung
Die Jugendlichen werden über ihre Interessen befragt und wir empowern ihre Ideen im Sinne einer Verbesserung der Lebensqualität und Stärkung des Gemeinwesens umzusetzen
Kriterium
Beschreibung
Die Jugendstützpunkte wollen weitere Gruppen erreichen und in die Arbeit einbeziehen (z.B. junge Menschen mit Gefährdungspotential, Geflüchtete, Ältere Menschen)
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Eltern und Großeltern der Wohnbezirke in Remlingen sowie der Flüchtlingsunterbringungen in Remlingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsbeauftragte des Landkreises Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisjugendpflege des Landkreises Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Junge Menschen mit selbst gewählten Standorten in Remlingen mit und ohne Migrationshintergrund
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Remlingen gehört zum LK Wolfenbüttel. Dieser wird von 2 Stiftungen flankiert. Die Kurt - Mast - Jägermeister Stiftung, die sich für Gemeinwohl und Jugend einsetzt sowie die Stiftung Zukunftsfond - Asse, die Langzeitförderungen von Jugendinitiativen übernimmt, so diese eigenständig aufgestellt und vor Ort aktiv sind. Die Jugendstützpunkte
bekommen die Möglichkeit eigenständig an diese Stiftungen heranzutreten und Anträge zu stellen. Die FWA wird diesen Prozess nachhaltig begleiten.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
InGe hilft!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nikolaus Lemberg
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Unterstützungsnetzwerk für internationale Familien, Geflüchtete und Hilfsbedürftige in der Samtgemeinde Salzhausen
Projektbeschreibung
Die Interessengemeinschaft e.V. (InGe) ist als Sozialunternehmen seit 35 Jahren in Salzhausen aktiv. Die Arbeit mit internationalen Familien und die Hilfen für Geflüchtete ist schrittweise über die letzten Jahren entstanden. Seit 2020 bieten wir mit der Nachbarschaftshilfe „Handschlag“ eine Corona-Einkaufshilfe für die ländlich strukturierte Samtgemeinde an. Ehrenamtliche Helfer*innen übernehmen Patenschaften für die 1-zu-1 Nachbarschaftshilfe. Im Rahmen der Gemeinwesenarbeit wollen wir die entstandenen Projektteile zusammenführen und verstetigen. Schon heute unterstützen wir, wo erforderlich, mit allgemeiner Sozialberatung und ggf. auch Vermittlung zu anderen Hilfsangeboten. Diesen Ansatz gilt es, mit Hilfe von drei Teilstellen, zu professionalisieren und damit langfristig eine Ehrenamtsbörse zu initiieren. Bedarfe werden zeitnah erfasst, aufgenommen oder weitervermittelt. Hilfreich ist dafür sowohl das vereinseigene Angebot als auch das regionale Netzwerk. Zentral ist z.B. die Kooperation mit der ortsansässigen Tafel „InterZOB“, die coronabedingt ihre Türen nicht mehr für die hilfsbedürftigen Menschen öffnen konnte. Nun obliegt es uns und den Helfern des ehrenamtlichen Fahrdienstes die bedürftigen Haushalte zu beliefern. Neben vielen Familien, Paaren und Einzelpersonen verschiedensten Alters und kulturellem Hintergrund, gehören immer mehr BewohnerInnen aus dem betreuten Wohnen für Senioren dazu, sowie Bewohner*innen der drei Wohnunterkünfte für geflüchtete Menschen. Besonders bei den ausländischen Familien, innerhalb der Unterkünfte, aber auch im privathäuslichem Umfeld, tauchen immer wieder zusätzliche Bedarfe auf. Ziel ist es dort Entlastung zu schaffen, z.B. durch die Bereitstellung von Beschäftigungsmöglichkeiten, Beratung bei der Kindererziehung und der Gelegenheit des Austauschs zur aktuellen Situation. Unser besonderer Fokus liegt in der Schnittstelle zwischen Schule und Elternhaus. Es gilt Schreiben der Schulen und Kitas adäquat zu übersetzen, Homeschooling zu unterstützen und auch individuelle Hilfen zu installieren. Während des Distanz-, Wechsel- und Home-Unterrichts war es oberstes Ziel, Kindern den so wichtigen Anschluss ans Bildungssystem zu erhalten oder überhaupt erst zu ermöglichen. Im Bereich Schule, Jugendhilfe und Bildungsarbeit mit geflüchteten Familien, können wir schnelle Hilfen installieren und greifen hier auf Erfahrungen von mittlerweile 12 Jahren zurück. Wichtig ist uns die Menschen im Gemeinwesen partizipativ zu beteiligen.
Laufzeit
2021-07-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Zuwanderung hat sich in den letzten Jahren im Landkreis Harburg sehr dynamisch entwickelt. Hierzu gehören Zuzüge aus dem europäischen Ausland, aber auch eine deutlich gestiegene Zahl von Zuwanderungen aus Kriegs- und Krisenländern. Bereits 2015 lebten Menschen aus 39 (!) Nationen in Salzhausen. Heute existieren 3 Flüchtlingsunterkünfte in der Samtgemeinde. Ein Umzug in privaten Wohnraum in Dörfer und Ortsteile der ländlichen Region stellt unsere "Quartiersarbeit" vor besondere Herausforderungen. An den Schulen zeigen sich uns seit Jahren die Grenzen, aber auch Möglichkeiten der Integration. Schule allein kann die komplexen Bedarfe von ausländischen Familien nicht kompensieren. Sprachliche Barrieren werden nur punktuell aufgegriffen, die Unterstützung für die Kinder ist abhängig vom Einsatz und dem Engagement der Schulen und der Fördermöglichkeiten durch die Landesschulbehörde. Auch die ältere Bevölkerung steht vermehrt im Fokus: im Landkreis Harburg lässt sich der demographische Wandel durch eine Verschiebung der Altersstruktur klar erkennen. Angehörige alter und hilfsbedürftiger Menschen wohnen vielfach nicht mehr in der Nähe, so dass die Versorgung Hilfsbedürftiger durch Institutionen oder ehrenamtlich Helfende übernommen werden muss. Insgesamt verfügen die Mitgliedsgemeinden teilweise über keine ausreichende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Das Bemühen einzelner Personen und Gruppen ist schon seit langer Zeit hoch, nur fehlt es in einigen Bereichen an einer Vernetzung der Hilfsangebote, wodurch Ressourcen teilweise verschwendet werden. Cornabedingt ruhen Hilfen und Angebote oder sind stark eingeschränkt. Hier gilt es neue Wege zu finden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzhausen - Eyendorf - Garlstorf - Garstedt - Gödenstorf - Salzhausen - Toppenstedt - Vierhöfen + Ortsteile
Beschreibung
Unser Angbebot richtet sich grundsätzlich an alle Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Salzhausen, da unser bestehendes Netzwerk bereits alle Orte erreicht. Eine Abgrenzung des Fördergebietes besteht zum Landkreis Harburg insgesamt. Bezüglich der Unterstützung von geflüchteten und ausländischen Familien liegt der Fokus auf Salzhausen, Eyendorf und Gödenstorf plus der jeweiligen Ortsteile, da in diesem Bereich die drei Wohnunterkünfte für geflüchtete Menschen und der Großteil derer Privathaushalte liegen.
Einwohnerzahl
14965
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Samtgemeinde Salzhausen; Stand 26.5.2021
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung; Grundlage Demographie-Gutachten Landkreis Harburg, CIMA Institut für Regionalwirtschaft GmbH
Hannover, Oktober 2019
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung, CIMA 2019 (s.o.)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Samtgemeinde Salzhausen; Stand 26.5.2021/ Landkreis Harburg (Abteilung Migration); Stand 31.12.2020
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
landkreis_harburg_grafik.jpg
(32.54 KB)
karte-sg-salzhausen-mitgliedsgemeinden.jpg
(310.26 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Schon in der Gründungssatzung unseres Vereins wurden 1986 grundlegende Punkte der Gemeinwesenarbeit als Basis der bevorstehenden Arbeit benannt. Der generationsübergreifende Gedanke, aber auch die Belange von hilfebedürftigen und kranken Menschen, bilden bis heute das Fundament unseres Tuns. Der ehrenamtliche Vereinsvorstand sowie alle beteiligten MitarbeiterInnen und weiteren ehrenamtlichen HelferInnen, haben aufgrund der vielfältigen Arbeitfelder einen guten Überblick in die Bedürfnislagen der Menschen vor Ort. Diese schnell, flexibel und niedrigschwellig aufzugreifen gelingt uns seit Jahrzehnten in vielerlei Projekten und beruht vor allem auf einem großflächigen Netzwerk. Zu diesem gehören neben öffentlichen Einrichtungen vor allem auch Vereine, Helferkreise und private, einflussreiche Einzelpersonen. Da sich in unserem Verein jede Altersgruppe wieder findet und auch Themen wie Zuwanderung und demographischer Wandel immer mitgedacht wurden, sind unsere Angebote sozialräumlich und ressortübergreifend. InGe ist mittlerweile eine wichtige Anlaufstelle vor Ort geworden, rund um Pflege und Betreuung, aber auch bezüglich Angebote an Schulen, wie Schulkindbetreuung, Schulassistenz und Müttercafé international. Gleichzeitig vernetzen wir bestehende Strukturen und versuchen den Bewohnerinnen und Bewohnern in der Samtgemeinde Salzhausen einen Roten Faden in der Vielfalt der Angebotsstruktur zu vermitteln.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen achten auf ihre Nachbarn und interessieren sich für deren Belange und Nöte. Es besteht eine Offenheit gegenüber verschiedenen Kulturen und Interessen.
Beschreibung
Vorhandene Helferkreise sind vielfach bereits vorhanden. Ressourcen werden verdoppelt, wenn unser Projekt es schafft die Angebotsstruktur aufzudecken und Unterstützung in der Organisation anzubieten.
Kriterium
Beschreibung
Unser Verein/ Netzwerk richtet den Blick immer wieder auf die Bedürfnisse der BewohnerInnen und gleicht das vorhandene Angebot damit ab.
Kriterium
Beschreibung
Akteure vor Ort, auch ehrenamtliche Gruppen, sind gut vernetzt und haben eine Anlaufstelle, wo sich ihre Ressourcen bündeln und sinnvoll einsetzen lassen. Stichwort Ehrenamtsbörse.
Kriterium
Beschreibung
Helferkreise übernehmen eingenständig Patenschaften für Personen und/ oder Projekte.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gesamtkirchengemeinde Salzhausen - Raven (St. Johannis Kirche Salzhausen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
https://www.salzhausen.de/portal/meldungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Living Quarters (Betreiber der Wohnunterkünfte für geflüchtete Menschen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft e.V. mit ihren vielfältigen Angeboten für alle Generationen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Handschlag-Projekt ist auf großes Wohlwollen beim SG-Bürgermeister gestoßen. Wir wollen weiter den guten Kontakt dorthin suchen/ halten, um über ggf. anschließende Finanzierungsmöglichkeiten im Gespräch zu bleiben. Mit den Schulen der SG stehen wir permanent im Austausch und arbeiten gemeinsam an Lösungen für die Kinder und Familien. Der Verein selber ist auch aus sich selbst heraus in der Lage weitere Fördermittel zu akquirieren und für genannte Ziele einzusetzen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gut zu Wissen Kiosk Mittelfeld
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Daniela Rück
| Funktion | Projektleiterin "Treffpunkt der Kulturen" |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Informationen unkompliziert erhalten und Mittelfeld aktiv mitgestalten
Projektbeschreibung
Um eine lebenswerte Nachbarschaft in Mittelfeld zu fördern, sollen die Bewohner*innen durch den "Gut zu Wissen Kiosk Mittelfeld" besser informiert, vernetzt & für eigenes Engagement gestärkt werden. Dieser wird aus einem hierfür angeschafften Lastenfahrrad gebaut & dient als mobile Informations-, Anlauf- & Vernetzungsstelle, die an unterschiedlichen Orten im Stadtteil platziert werden soll, um Bewohner*innen bedarfsgerecht mit ihren Anliegen & Ideen weiterzuhelfen. Der Kiosk muss mobil einsetzbar sein, da Mittelfeld durch den Messeschnellweg in West & Ost geteilt ist & eine deutliche Trennung im Stadtteil vorliegt. Mit dem Kiosk sollen auch die in den nächsten Jahren hinzukommenden neuen Bewohner*innen der Neubaugebiete von Anfang an einbezogen werden. Um den Gut zu Wissen Kiosk bedarfsgerecht & mehrsprachig mit Informationsmaterialien auszustatten, wird zunächst durch verschiedene Beteiligungsformate bei den Bewohner*innen erfragt, welche Informationen für sie relevant sind und welche Angebote sie noch nicht kennen. Zudem soll herausgefunden werden, für welche Themen die Bereitschaft zum Eigenengagement im Stadtteil da ist. Beteiligungsformate sind zum einen "Bankgespräche" auf öffentlichen Bänken überall im Stadtteil & eigens dafür angeschafften mobilen Bänken. Zum anderen soll die "Speak Up Box" zweimal zum Einsatz kommen: Mittelfeld "West" am Lehrter Platz + Mittelfeld "Ost" Nähe Kita Quittengarten. Letzteres Format stellt einen besonderen Safe Space dar, da alle Menschen in ihrer Muttersprache & einer eigenen Kabine sprechen können. Es wird mit verschiedenen Multiplikator*innen wie z.B. den Stadtteilmüttern & Sozialberater*innen kooperiert, die ihre Gruppen & Kontaktpersonen zu den Beteiligungsformaten bringen. Abhängig von den Ergebnissen aus den Beteiligungsformaten wird der Kiosk ausgestattet & zunächst in der GWA platziert, um dann im weiteren Verlauf bei den Bankgesprächen den Menschen vorgeführt zu werden. Zunächst ist das Projektteam nach einem regelmäßigem Stand- & Zeitplan mit dem Kiosk im Stadtteil unterwegs, langfristig werden Ehrenamtliche für die Betreuung gewonnen & geschult. Im weiteren Schritt werden Infomaterialien digitalisiert & auf der Hannover Mittelfeld Website zur Verfügung gestellt. In der letzten Projektphase finden zusätzlich zum mobilen Kiosk Ausflüge & Veranstaltungen zu den Themen Arbeit, Wohnen & Bildung orientiert an den Interessen der Bewohner*innen statt. Der Gut zu Wissen Kiosk informiert & bringt Menschen zusammen.
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Vergleich zur LHH & zum angrenzenden Stadtteil Döhren sind überdurchschnittlich viele Menschen in Mittelfeld auf Unterstützung im Bereich Soziales angewiesen. Zum 31.12.2019 existierten im Stadtteil 30,8% Belegrechtswohnungen (LHH 6,1%, Döhren 2,2 %), es gibt eine hohe Arbeitslosenquote & viele Menschen beziehen Transferleistungen. Zudem leben viele Alleinerziehende in Mittelfeld. Mehr als die Hälfte der Bewohner*innen haben Migrations- &/oder Fluchterfahrung. Bei vielen Menschen existieren im Hinblick auf deutsche Sprache & gesellschaftliche Prozesse große Barrieren. Im Wülferoder Weg befindet sich eine Obdachunterkunft für ca.150 Menschen.
Hinzu kommt, dass der Zuzug im Stadtteil enorm hoch ist & kontinuierlich neue Nachbarschaften entstehen. Der Bevölkerungszuwachs betrug in den Jahren 2015-2018 6,2% (3,2% LHH) & der Anteil an neuen Wohnungen 8,3% (2,6% LHH). In den nächsten Jahren werden zusätzlich ca. 1000 neue Bewohner*innen erwartet.
Mittelfelder Einrichtungen berichten oft, dass bereits jetzt viele Bewohner*innen nicht zu vorhandenen Unterstützungssystemen im Stadtteil finden oder nicht wissen, welche Angebote bereits existieren. Viele wenden sich mit Problemen an persönliche Kontakte oder Multiplikator*innen, die den Unterstützungsbedarf jedoch nicht abdecken können. Dies führt dazu, dass sich mehrere geschlossene Systeme entwickeln. Zuzug, die diverse Bevölkerungsstruktur & innerhalb des Stadtteils schlecht angebundene Quartiere verstärken diese Herausforderungen zusätzlich.
Abgesehen von Hilfsangeboten findet wenig kulturelles&wirtschaftliches Leben im Stadtteil statt. Es gibt Ladenleerstand & wenig Gastronomie oder Nutzung der öffentlichen Plätze.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Mittelfeld
Beschreibung
Mittelfeld als Stadtteil mit besonderem Fokus auf die noch im Bau befindlichen Gebiete Lieselotte-Rogge-Str., Käte-Werner-Str., Washingtonweg, Spittastr., Vitalquartier Berufsbildungswerk Annastift (alle in Mittelfeld Ost) sowie Ahornstr. und weitere in Mittelfeld West befindliche Neubauten der letzten Jahre inklusive der zwei Geflüchtetenunterkünfte seit 2015.
Einwohnerzahl
9000
Quelle / Anmerkungen
aus SoPla, Daten zur Bevölkerungsstruktur in der LHH für die Jahre 2015 – 2019, Bev.1 (Personen in Mittelfeld insgesamt: 8.984)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
aus LHH, SG Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2020 S. 105
Stand Dezember 2019
Mittelfeld: 9,7 %
Hannover: 6,3 %
Döhren: 4,1 %
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
aus LHH, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2020, S. 15
Stand: 31.12.2019
Mittelfeld: 26,3 %
Hannover: 24,5 %
Döhren: 28 %
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
aus LHH, SG Wahlen und Statistik, Datenblatt Privathaushalte 2019
Stand: 31.12.2019
Mittelfeld: 33,7 %
Hannover: 24,7 %
Döhren: 13,7 %
Projektgebiet in Prozent
53
Gesamtstadt in Prozent
38
Sonstige in Prozent
26
Anmerkung
aus Statistische Berichte der LHH Bevölkerung mit Migrationshintergrund in der LHH, Hintergrund und Neudefinition, 2019 Tabelle 7
Stand: 31.12.2019
Mittelfeld: 53,2 %
Hannover: 38,1 %
Döhren: 26,4 %
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
aus Info-DS Teil1: Kinderarmut in Zahlen – Update 2020, S. 17
Stand Dezember 2018
Mittelfeld: 27,4 %
Hannover: 15,2 %
Döhren: 9,3 %
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
mittelfeld_speakupbox.jpg
(1.6 MB)
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mehr als 100 Menschen haben an der Speak Up Box und den Bankgesprächen teilgenommen und mindestens 30 haben sich im Projektzeitraum in verschiedenster Form engagiert.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Ziel von Gemeinwesenarbeit ist es, die Lebensqualität der Menschen in den Stadtteilen zu verbessern, ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen, die soziale Infrastruktur zu verbessern, Bewohner*innen zu aktivieren und zu beteiligen, Selbsthilfe zu fördern und den sozialen Zusammenhalt im Gemeinwesen zu stärken. GWA schafft dafür Zugänge zu zentralen Bereichen wie Bildung, Kultur, Beschäftigung und politische Partizipation. Es werden Begegnungsmöglichkeiten zwischen Menschen verschiedener ethnischer, nationaler und sozialer Herkunft geschaffen, um Vorurteile und Konkurrenzen abzubauen und langfristig gemeinsam das Miteinander und das Lebensumfeld zu gestalten. Dies erfolgt auf Basis von Qualitätsstandards (s. u.) durch die Entwicklung, Koordinierung und Unterstützung von Konzepten, Projekten und Veranstaltungen und wird im Zusammenwirken mit anderen Fachbereichen der LHH, freien Trägern und Einrichtungen in den Stadtteilen und anderen Stadtteilakteuren umgesetzt
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
DRK Migrations- und Sozialberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligenladen WILLI
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Geflüchtetenunterkunft Johanniter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Anwalts- und Mediationskanzlei Torlage
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AfW – Arbeitsgemeinschaften und sozialpädagogische Hilfen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Lebensmittelausgabe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
CJD Familienzentrum für inklusive Begabungsförderung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Geflüchtetenunterkunft Living Quarter GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhilfestützpunkt Stephansstift
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Juwelier und Uhrmachermeister Alfred Stilter e. K.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
stein-zeit SCHWARZ - Steinmetze & Bildhauer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hochschule Hannover - Fakultät III, Abteilung Design und Medien
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Projektleitung & Kaufmännische Leitung sind von Anfang an direkt bei SchMitt e.V. angebunden. Die Arbeitszeit als Eigenleistung des Vereins wird im Verlauf des Projektes sukzessive erhöht. Um das Engagement der Bewohner*innen dauerhaft lebendig zu halten, wird WILLI - Freiwilligenladen Mittelfeld von Anfang an als Koordinationsstelle eingebunden. Durch SchMitt e.V. & WILLI wird "Gut zu Wissen" als Marke im Stadtteil etabliert.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nachbarschaftszentrum Ahlhorn
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Thorsten Schmidtke
| Funktion | Bürgermeister |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftszentrum Ahlhorn - nicht nur nebenan, sondern auch mittendrin
Projektbeschreibung
Ahlhorn stellt mit etwa 8.500 Einwohnerinnen und Einwohnern der größten Ortsteil in der Gemeinde Großenkneten dar. 2019 wurde ein Teilbereich des Ortes, das "Quartier Wildeshauser Straße", in das Städtebauförderprogramm zunächst "Soziale Stadt", später "Sozialer Zusammenhalt" aufgenommen. Im Zuge dieser Städtebauförderung wurde bereits ein Quartiersmanagement eingerichtet.
Durch den erhöhten Zuzug von Menschen mit Migrationshintergrund (SpätaussiedlerInnen, Geflüchtete aus dem arabischen Raum und zunehmend osteuropäische Arbeitskräfte) reagiert die Gemeinde Großenkneten bereits seit Jahren mit eigenen Angeboten (Integrations- und Netzwerkarbeit, Streetwork, Schulsozialarbeit, Verfestigung des Ehrenamtes) auf die dadurch entstehenden Bedarfe - sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch für die zugezogenen Menschen. Dabei stellen sich die Integrations- und die Gemeinwesenarbeit als zentrale Bestandteile der Arbeit heraus, denn unter den vielen Zuwanderinnen und Zuwanderern befinden sich zahlreiche Menschen, deren Perspektive vor Ort nicht gut erscheint und deren Potenziale noch unentdeckt sind. Hieraus resultiert u.a. eine fehlende Identifikation mit dem neuen Wohnort.
Das bisherige Engagement erfolgte vorrangig nach dem Prinzip Top-Down - reaktiv und defizitorientiert.
Mit der Einrichtung eines Nachbarschaftszentrums können die bisher schwer zu erreichenden Zielgruppen besser eingebunden werden. Durch das Bottom-Up-Prinzip sollen die tatsächlichen Interessen, Bedürfnisse und Wünsche der Menschen im Projektgebiet vor Ort erfragt und möglichst umgesetzt werden. Vielfältige Angebote sind bereits vor Ort geschaffen worden - diese müssen weiter gebündelt und und bekannt gemacht werden. Durch die zentrale Ansiedlung des Nachbarschaftszentrums direkt im Quartier werden die Räumlichkeiten nicht als Institution, sondern als Begegnungs- und Beratungsraum geschaffen - einladend für Jedermann mit niedrigschwelligen Hilfestellungen und Kontaktvermittlungen zu den bestehenden Beratungsangeboten. Als Netzwerkpartner stehen bereits die ansässigen Kultur- und Sportvereine, Bildungseinrichtungen, Ehrenamtliche, sozialpädagogische Fachkräfte, aber auch viele interessierte Bürgerinnen und Bürger, wozu auch Migrantinnen und Migranten gezählt werden, zur Verfügung.
Die Konzeption und Verfestigung der Gemeinwesenarbeit ist von großer Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit des Ortsteils und ergänzt das vorhandene Quartiersmanagement optimal.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Ortsteil Ahlhorn als eigentlich dörflicher Raum weist viele städtische Strukturen und damit für eine ländliche Region eine sehr untypische Entwicklung auf. Hintergrund sind u.a. die Aufgabe als Militärstandort mit damit verbundenem damaligem Leerstand von Wohnraum, lebensmittelverarbeitende Industrie im näheren Umfeld sowie die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit. 2011 und seit 2015 kamen viele Geflüchtete hinzu.
Zu sozialen kommen auch städtebauliche und wohnungswirtschaftliche Missstände. Der Ausländeranteil im Projektgebiet liegt bei 54 % (einzelne Straßen über 70 %). Es besteht eine hohe Fluktuation. 22 % der Bewohner wohnen seit mehr als 10 Jahren am jetzigen Wohnstandort, im Gegensatz dazu aber 39 % (einzelne Straßen 50 %) weniger als zwei Jahre in der jetzigen Wohnung. Diese Umstände , verbunden mit einem negativen Image, erschweren den Aufbau von eigentlich typischer Nachbarschaft und verstärken die Tendenz von Wegzügen. Enge und Überbelegung vieler Wohnungen führt dazu, dass sich soziales Leben auch in den öffentlichen Raum verlagert, was wiederum Ängste und Angsträume bei der einheimischen Bevölkerung bewirkt. Die soziale Segregation wird befördert. Die alteingesessenen Bürgerinnen und Bürger sehen die sozialen Entwicklungen mit Sorge und fühlen sich entfremdet. Bestehende kommunale Angebote (u.a. Streetwork, Migrationsberatung, Flüchtlingssozialarbeit, Schulsozialarbeit, Präventionsketten), und das reiche Kultur- und Vereinsleben in der Gemeinde können diese Entwicklung nicht aufhalten. Es hat sich gezeigt, dass es an einer vernetzenden Stelle fehlt, die die Menschen vor Ort mit einbezieht sowie Kontakte untereinander und niedrigschwellige Zugänge schafft.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Großenkneten Ahlhorn
Einwohnerzahl
1825
Quelle / Anmerkungen
Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Großenkneten-Ahlhorn 2017
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Nach dem ISEK und den vorbereitenden Untersuchungen sind im Ort Ahlhorn erhebliche Missstände festgestellt worden.
Hier sind funktionale, städtebauliche und gestalterische Missstände im öffentlichen Raum, funktionale und gestalterische Missstände bei Grün- und Freiräumen, wohnungswirtschaftliche Missstände aber insbesondere funktionale Missstände hinsichtlich sozialer Infrastrukturen und sozialräumliche Problemlagen und Auffälligkeiten benannt. Auch die starke Konzentration von Armut sowie der hohe Ausländeranteil wurden aufgezeigt, wobei die Altersstruktur in Teilräumen auffallend jung ist. Eine hohe Fluktuation der Bevölkerung und gesundheitliche Defizite wurden festgestellt.
Mit dem Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ wurde ein Quartiersmanagement eingerichtet.
Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass gerade der Gemeinwesenarbeit im Quartier eine hohe Bedeutung zukommt.
Richten sich Beratungen des Quartiersmanagements vorrangig an die Eigentümer der Wohnobjekte sowie an bauliche Schwerpunkte, können über die Gemeinwesenarbeit die im Quartier lebenden Bewohnerinnen und Bewohner angesprochen, unterstützt und beraten werden.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
39
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
ISEK 2017
Gesamtstadt = Ortsteil Ahlhorn
Sonstige = Gemeinde Großenkneten
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die GWA soll nach dem "Bottom–Up" Prinzip erfolgen, welches von den geäußerten
Bedürfnissen der BewohnerInnen ausgeht (Befragungen), von ihren Stärken, ihrer Bereitschaft, sich zu
engagieren und die sich Vorhaben zutrauen. Gemeinwesenarbeit wird als langfristiger Prozess verstanden, der auch über das Förderprogramm "Sozialer Zusammenhalt" hinaus Bestand haben soll, um Erfolge zu sichern,
nachhaltig zu wirken und die Zufriedenheit und Identifikation alle Bürger*innen erhöht. Gemeinwesenarbeit denkt in Projekten, die von den Menschen im Projektgebiet gewollt und getragen werden. Zwar kann Gemeinwesenarbeit auch von sich aus Impulse setzen und Anregungen geben, aber entscheidend bleibt, was von der Zielgruppe, den Menschen im Projektgebiet, mitgetragen wird. Gemeinwesenarbeit hat den Ortsteil insgesamt im Blick, die Veränderungen ergeben sich jedoch aus zunächst einzelnen Projekten, die auf das Gesamtziel ausgerichtet sind und somit nachhaltig Verbesserungen erreichen. Ergänzt werden die Ansatzpunkte der Gemeinwesenarbeit insbesondere durch das Quartiersmanagement, aber ebenso durch Integrationsarbeit, Streetwork, Schulsozialarbeit, ehrenamtliche Helfer und Begleiter sowie weitere vor Ort bestehende und bedarfsabhängig ggf. noch einzurichtende Hilfeangebote. Durch das Quartiersmanagement werden städtebauliche und sozialplanerische Herausforderungen bearbeitet - gemeinsam mit der
Gemeinwesenarbeit vor Ort kann Hand in Hand daran Beteiligung gelebt und umgesetzt werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Nachbarschaftszentrum ist erreichbar und Ansprechpartner, BewohnerInnen fühlen sich ernst genommen
Kriterium
Beschreibung
Hilfe zur Selbsthilfe: Kompetenzstärkung wird angeboten
Kriterium
Beschreibung
Wenn sich die BewohnerInnen ernst genommen fühlen (s.o.), könne diese ihr eigenen Ideen einbringen und verwirklichen. Gleichzeitig können fokussiert und anlassbezogen Hilfestellungen für andere BewohnerInnen angeboten werden.
Kriterium
Beschreibung
Für die unterschiedlichen Bewohnergruppen (Alter, Geschlecht, Herkunft) werden passende Angebote entwickelt. Über örtliche (akzeptierte) Multiplikatoren werden auch andere Zielgruppen angesprochen
Beschreibung
Fachübergreifende Zusammenarbeit und Netzwerke werden gesamtheitlich thematisiert
Beschreibung
Regelmäßige und enge Austauschmöglichkeiten, insbesondere mit dem Quartiersmanagement, ermöglichen zielgerichtete Prozessabläufe, weitere Netzwerke und Kooperationen werden sich entwickeln.
Kriterium
Beschreibung
Mit neuen Angeboten werden auch übergreifende Begegnungen der örtlichen Akteure und Bewohner stattfinden. Durch gegenseitige Kennenlernprozesse können vorhandene Konflikte - unter Beachtung kultureller Besonderheiten - selbst gelöst werden.
Beschreibung
Umsetzung bedarfsgerechter Projekte bzw. Beratungsangebote verstetigen sich und werden somit im Quartier verankert.
Kriterium
Beschreibung
Das Förderprogramm "Sozialer Zusammenhalt" genießt einen sehr hohen Stellenwert in der Gemeinde. Die Entwicklung des Quartiers ist von hohem Interesse sowohl für die Verwaltung als auch für die Politik
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Zuge des Förderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ ist in Ahlhorn ein Quartiersmanagement ausgeschrieben worden. Diese Aufgabe wird von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. zunächst für vier Jahre (bis 31.12.2024) übernommen.
Unter dem Motto „Mitreden, Mitwirken, Mitgestalten!“ lädt das Quartiersmanagement dazu ein, sich an der Entwicklung Ahlhorns zu beteiligen. Das Quartiersmanagement ist Anlaufstelle für Fragen, Informationen, Anliegen und Ideen zur Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation in Ahlhorn. Gemeinsam sollen Ideen entwickelt, Projekte umgesetzt sowie das soziale Miteinander gefördert werden.
Das Quartiersmanagement ist im „Zeppelin – Treffpunkt im Quartier“, Zeppelinstraße 2 in Ahlhorn zu finden. Zahlreiche Kontakte zu den Bewohnerinnen und Bewohner sind bereits vorhanden, so dass in Zusammenarbeit mit der Gemeinwesenarbeit diese Grundlagen genutzt und ausgebaut werden können.
Schwerpunkte des Quartiersmanagements ist die Bürgerbeteiligung (Mitreden – Mitwirken - Mitgestalten): Die Bewohner sind herzlich eingeladen, mit Ihren Ideen, Anregungen und Aktivitäten zu den sozialen und baulichen Entwicklungen in Ahlhorn beizutragen. Neben der Gründung eines Sanierungsbeirates steht vor allem die Einbindung in die vorhandenen Netzwerke und die Kontaktaufnahme zu Bewohnerinnen und Bewohnern mit Informationen zu den städtebaulichen Projekten im Vordergrund der im Januar 2020 begonnen Arbeit.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbeauftragte/r, Streetworker/in
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeindejugendpflege, Jugendzentren, Beratungsangebote der Gesundheitsregion und der Jugendsozialarbeit, Jugendamt, Gesundheitsamt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Diakonie Migrationsberatung, Wohnungslosenhilfe, Wildeshauser Tafel e.V.; DGB-Beratung "Faire Mobilität", Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg e.V. (ALSO), DRK Kleiderkammer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ahlhorner Sportverein, TV Ahlhorn, Kreissportbund Oldenburg-Land, Bürgerverein Ahlhorn, Schützenverein Ahlhorn e.V., Freiwillige Feuerwehr
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesundheitsamt, Gesundheitsregion Oldenburg, Projekt Präventionsketten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Oberschule Graf-von Zeppelin, Dietrich Bonhoeffer Gymnasium, Grundschule Ahlhorn, Ländliche Erwachsenenbildung LEB, Landkreis Oldenburg - Jobcenter Sprachbildung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev.-luth. Kirchengemeinde Ahlhorn, Kath. Kirchengemeinde Herz-Jesu Ahlhorn
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ehrenamtliche Integrationshelfer (Sprachtreff, Café Kunterbunt, Männercafé), Hausaufgabenbetreuung, Polizei (Prävention)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fa. Heidemark, weitere Unternehmen mit vorrangiger Beschäftigung ausländischer MitarbeiterInnen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Zusammensetzung des Ortsteils Ahlhorn lässt eine langfristige Erforderlichkeit für die örtliche - quartiersbezogene - Sozialarbeit vermuten. Gemeinsam mit dem Quartiersmanagement (Laufzeit voraussichtlich bis etwa 2030), der Integrationsfachkraft, der (mobilen) Jugendarbeit und ggf. weiterer sozialer Akteure soll die Grundlage für die Verfestigung der sozialarbeiterischen Arbeit und entsprechender Beratungs- und Begleitangebote im Ort geschaffen werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Vesperkirchen in Hannover
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Heiko Deppe
| Funktion | Projektreferent |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam zu Tisch - Nachbarschaft im Quartier stärken
Projektbeschreibung
Die Vesperkirche will Menschen zusammen und miteinander ins Gespräch bringen, bei einem Abendessen mit Impulsen, aktivierendem Begleitprogramm und anschließendem Kulturprogramm. Mitten im Stadtteil schafft die Vesperkirche offene Begegnungsräume für unterschiedliche soziale Milieus. Dazu werden für 15 Tage die Kirchentüren geöffnet. Menschen werden unabhängig von ihren Ressourcen eingeladen und gastlich bewirtet, soziale Teilhabe wird erfahrbar. Erwartet werden pro Vesperkirche 5.000 Besucher*innen, 3.000 ausgegebene Essen, mind. 100 Ehrenamtliche/Freiwillige, 20 soziale Akteure.
Menschen im Stadtteil werden aktiviert, sich einzubringen und gestaltend tätig zu sein. Einrichtungen, Initiativen, Vereine und einzelne Akteure aus dem Sozialraum sowie Gruppen und Kreise aus dem Bezug von Kirche und Diakonie sind bei der Gestaltung des Programms beteiligt und prägen die Vesperkirche in besonderer Weise.
Das Begleitprogramm auf dem Kirchplatz hat einen praktischen Nutzen für die Menschen des Stadtteils und inspiriert. Gleichzeitig ermöglicht es einen niedrigschwelligen Zugang zur Vesperkirche.
Nach einer Pilotphase in 2019 soll nun das Modell in verschiedene Stadtteile übertragen werden. Jedes Jahr sollen bis zu drei Versperkirchen an unterschiedlichen Standorten durchgeführt werden. Die Vesperkirchen werden zentral koordiniert und organisatorisch unterstützt.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Gesamtgesellschaftlich ist erkennbar, dass die Unterschiede zwischen sozialen Gruppen immer größer werden. Die sogenannte „Schere“ zwischen arm und reich klafft immer weiter auseinander. Dies bringt mit sich, dass sich bestimmte gesellschaftliche Gruppen innerhalb ihrer Stadtteile und Kommunen nicht mehr begegnen. Folglich kommt es dazu, dass bestimmte soziale und kulturelle Gruppen Angebote sozialer Akteure nicht nutzen oder erschwerte Zugangsbedingungen haben. Es bilden sich Nebengesellschaften.
In der Stadt Hannover zeigt sich das unter anderem an der prekären Lage wohnungsloser Menschen. Schätzungsweise 4000 Wohnungslose gibt es stadtweit. Wohnungslosigkeit geht häufig mit dem Ausschluss aus sozialen Kontexten einher. Die Teilhabemöglichkeiten sind hier besonders eingeschränkt.
Insgesamt fehlt es an Raum für Begegnungen und Verständnis, an Kenntnis über vorhandene Angebote und Anlaufstellen oder Ansprechpartner*innen, an Aktivierung und Zusammenhalt vor Ort im Sozialraum.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover-Garbsen-Seelze, jeweils einzelne Stadtteile
Beschreibung
jeweiliger Stadtteil/ Ortsteil von Hannover, Garbsen oder Seelze, der jeweiligen Vesperkirche
Einwohnerzahl
20000
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Als Gäste stehen die Bewohner*innen bei der Vesperkirche im Zentrum.
Dafür ist die Einbindung der Sozialen Akteure aus dem Stadtteil wichtig. Die beruflichen Mitarbeitenden haben aufgrund ihrer Fachlichkeit und ihrer Ressourcen eine besondere Bedeutung. Die Vernetzung und Zusammenarbeit dieser Mitarbeitenden wird gestärkt, ob aus dem Kontext von Schule, Familienzentrum, Kindergarten, Polizei oder KSD, etc. Das gemeinsame Arbeiten an einem Projekt bietet Schnittflächen und schweißt zusammen.
Nicht nur die vielen Ehrenamtlichen/Freiwilligen, sondern darüber hinaus die vielen Bewohner*innen als Gäste der Vesperkirche erhalten Kontakte zu den beruflichen Mitarbeitenden. Sie können als Ansprechpartner*innen wahrgenommen werden, und ihre Einrichtungen liegen quasi um die Ecke. Es ist wichtig, voneinander zu wissen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Besucher*innen werden als Gäste wertschätzend behandelt, Wohnungslose wie Besserverdiener. Mind. 100 Bewohner*innen bringen sich ehrenamtlich/freiwillig gestaltend ein.
Kriterium
Beschreibung
Jung und Alt, Bewohner*innen verschiedener Kulturen, Arm und Reich, arbeiten bei der Vesperkirche zusammen.
Beschreibung
Das niedrigschwellige Begleitprogramm auf dem Platz beinhaltet aus der Nachbarschaft gestaltete Aktionen.
Kriterium
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach der dreijährigen Anlaufphase ist der Bedarf an personeller Unterstützung zur weiteren Planung und Durchführung von Vesperkirchen in Hannover-Garbsen-Seelze geringer. Einrichtungen der Diakonie oder Kirchengemeinden können in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren aus dem Stadtteil Vesperkirchen wiederholen und im Stadtteil als Begegnungsraum etablieren. Finanziell sind die Vesperkirchen auf Sponsoren und Spenden sowie Zuwendungen von Stiftungen etc. angewiesen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Miteinander für Bredenbeck
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Kersten Prasuhn
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Das Miteinander in Bredenbeck soll sich für alle Bürger entwickeln, erweitern und erhalten.
Projektbeschreibung
Der 3200 Einwohner starke Ort Bredenbeck ist Teil der Gemeinde Wennigsen. In den letzten 8 Jahren hat im Ort ein downgrading-Prozess eingesetzt, unter dem die Infrastruktur und die Nahversorgung des Ortes sehr gelitten hat.
Es gab keinen Platz mehr, an dem man sich treffen konnte. Das gesamte Dorfleben, die Gemeinschaft und Identifikation mit Bredenbeck fiel auseinander.
Zwölf Einwohner trafen sich 2013 und begannen ein Projekt, das zunächst viele für unmöglich hielten. Sie gründeten einen Verein und hatten die Vision, für Bredenbeck wieder einen Ortsmittelpunkt zu schaffen. Eine alte Scheune, die mitten im Ort liegt, konnte gekauft werden. Es folgten viele Verhandlungen, in den letzten 3 Jahren ist unser Dorfgemeinschaftshaus entstanden. Über 9000 Std ehrenamtliche Arbeit!
Um die Dorfgemeinschaft mit ins Boot zu holen, wurden bei allen Versammlungen der Vereine, in Kindergarten und Schule Bedarfe ermittelt. So ist es gelungen, den Bau des DGH zu einem Gemein-schaftsprojekt von ganz Bredenbeck zu machen. Alle 15 Vereine sind dem Dorfgemeinschaftsverein beigetreten u. in einem Vereinsbeirat organisiert.
Jetzt wollen wir durch die persönliche Einladung jedes Einzelnen und die Veröffentlichung in verschiedenen Medien (Zeitung, soz. Medien, Newsletter) Menschen zu einer Auftaktveranstaltung motivieren, um Wünsche u. Ressourcen zu sammeln. Durch Vorstellen in den VHS Kursen u. im VHS-Programmheft werden weitere Teilnehmer gewonnen.
Der demografische Wandel macht es nötig, dass wir ein besonderes Augenmerk auf die ältere Generation haben. Die Einwohnerstruktur Bredenbecks lässt einen zweiten Schwerpunkt in den Single-Haushalten erkennen. Nach mehreren Umfragen haben wir aus diesen Gruppen Wünsche gesammelt, die wir in unseren Projektzielen umsetzen möchten. An erster Stelle stand der Wunsch nach Geselligkeit. Dann folgte der Wunsch für ein Netzwerk zur gegenseitigen Unterstützung.
Bei all diesen Projekten möchten wir in enger Kooperation mit der im DGH ansässigen VHS zusammenarbeiten. Ihre Erfahrungen im Bereich Bildung u. Qualifizierung kann sehr gut genutzt werden. Unsere Wünsche werden in den Kursen verwirklicht.
Die VHS als Träger einer zukünftigen Stelle, die Gemeinde Wennigsen, die Ortsbürgermeisterin, die ortsansässigern Vereine u. speziell die Mitglieder des DGV arbeiten hierfür eng zusammen.
All das soll auch in den Ort ausstrahlen und eine größere Solidarität aufbauen. Dafür brauchen wir die Unterstützung durch ein Quartiersmanagement.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In den letzten 8 Jahren hat in Bredenbeck ein downgrading-Prozess eingesetzt, unter dem die Infrastruktur und die Nahversorgung des Ortes sehr gelitten hat. So schlossen neben den restlichen drei verbleibenden Gaststätten auch das örtliche Reisebüro und einer von zwei Supermärkten. Es waren keine Treff- und Versammlungsräume in entsprechender Größe und Ausstattung mehr vorhanden.
Auch die Angebote des geselligen Zusammenseins wie der Frauen- und der Männerchor, die Treffen des DRK und die Kurse der VHS waren nicht mehr vorhanden. Theaterbühne und Kegelbahn wurden abgerissen. Besonders ältere Mitbürger und Alleinlebende vereinsamten.
Im Alltag ist gut zu beobachten, dass durch diese Entwicklungen das Gemeinschaftsgefühl aller im Ort sehr nachgelassen hat. So musste ein Bücherschrank wegen Vandalismus abgebaut werden und die Vemüllung des Ortes ist an vielen Stellen zu beobachten.
Problematisch in Bredenbeck ist die Überalterung. 32,6 % der Einwohner*innen sind über 60 Jahre alt. Die zweitgrößte Gruppe ist zwischen 50 und 60 Jahre alt, so dass die Überalterung in der Ortschaft auch zukünftig weiter stark ansteigt. Insgesamt leben 54% der Einwohner in Single-Haushalten. Hier drohen Anonymität und Vereinsamung.
Wir brauchen professionelle Strukturen, um speziell abgestimmte Angebote in Bredenbeck zu realisieren. Es müssen dringend Netzwerke aufgebaut werden: Versorgung, generationsübergreifende Kommunikation, Hilfe bei Reparaturen oder Gartenarbeiten, Sport u. vor allem Geselligkeit und Kultur.
Corona hat die Problemlage noch erheblich verschärft. Angebote des öffentlichen Lebens müssen wieder aufgebaut werden, um das Miteinander für Bredenbeck umzusetzen
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wennigsen Bredenbeck
Beschreibung
Eine sozio-demographische Analyse des Studenten Lukas Rethschulte von der Universität Bielefeld aus dem Jahr 2014, stellte in Bredenbeck neben einer starken Überalterung auch eine sehr hohe Single-Haushaltsquote von 54% (davon 91% ohne Kinder) fest. Das Durchschnittsalter beträgt 47,5 Jahre und die größte Altersklasse ist die Gruppe der 50 bis 65-jährigen mit einem Anteil 23,2%. Von diesen Personen sind nur 41% berufstätig, was im Umkehrschluss ein erhebliches ehrenamtliches Potential birgt. Die Überalterung in der Ortschaft ist zukünftig weiter stark ansteigend. Ein weiteres Ergebnis ist, dass es für die Altersgruppen der Familien und Senioren sowie insbesondere die alleinstehenden Einwohner, keine sozialen Treffpunkte, außer dem Dorfgemeinschaftshaus, gibt. Dies könne zukünftig zu einer drastischen sozialen Ausgrenzung führen und das selbstbestimmte Leben auch im höheren Alter damit gefährden. Durch das hohe ehrenamtliche Potential kann mit Hilfe eines Quartiersmanagements dieser Begegnungsraum gefüllt werden, Vernetzungsstrukturen aufbaut und autarke Interessengruppen gebildet werden. Die Überalterung des Gebietes ist unübersehbar. Das letzte Neubaugebiet in Bredenbeck wurde 2012 fertig gestellt. Junge Familien sind in der Zwischenzeit kaum zugezogen. Diese genauen Zahlen können im Moment für 2021nicht erhoben werden. (Datenschutz)
Einwohnerzahl
3200
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Wennigsen , Phillip Thiedau
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Die Daten des Projektgebietes stammen aus der Statistik der Gemeinde vom 29.01.2020, die Angaben der Gesamtstadt sind von Mai 2021 von der Gemeinde Wennigsen. Sonstige stellt der Anteil in der Bevölkerung im gesamten Bundesgebiet dar.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
map_openstreet_bredenbeck.jpg
(234.83 KB)
karte_verteilung-infrastrukt._bredenbeck.gif
(110.94 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem DGH bieten wir einen Raum, in dem sich Menschen begegnen können. Durch Beratungsangebote der Gemeinde, VHS Kurse und ein Restaurant gibt es die Möglichkeit, niederschwellig diesen Raum kennenzulernen. Durch persönliche Anschreiben in jedem Briefkasten wird zur Auftaktveranstaltung eingeladen. Dort werden die Wünsche und Ideen der Einwohner gesammelt und vernetzt, Selbstorganisation wird aufgebaut, Arbeitskreise entstehen. Alle Generationen können sich wiederfinden in speziellen VHS Kursen, Sport- und Kulturangeboten, was zu einem kollektiven Empowerment führt. Idealerweise entwickelt sich ein Modell, bei dem das Angebot der VHS von den Teilnehmern selbst bestimmt und eigenständig weiter geführt wird. Die VHS kann dabei wesentlich zur Vernetzung und Kooperation beitragen. Das Wirgefühl wird durch geselliges Beisammensein im Klöncafé gestärkt. Jeder kann seine Ressourcen einbringen (Kuchen backen, Liederzettel, Handarbeitsideen). Soziale Bindungen werden aufgebaut. Durch Gespräche, Aushänge, digitale Medien und Flyer werden Bewohner zu einem Stammtisch eingeladen. Durch dieses Begegnungs- und Austauschangebot wird das nachbarschaftliche Miteinander gestärkt. Die Ressourcen jedes/jeder einzelnen werden genutzt, vom Gurken einwecken zum Handy einrichten. Die Qualität der sozialen Beziehungen wird intensiviert. Besonders ältere Mitbewohner und Alleinlebende werden dadurch unterstützt, ihre eigenen Bedürfnisse zu äußern und ihre besonderen Fähigkeiten einzubringen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bredenbecker führen selbstständig ein Café, Spiel-, Näh- und Theaterabende durch. Eine eigenständige Gruppe organisiert eine Einkaufs- und Gartenhilfe für Senioren. Ressourcen werden genutzt. Gruppenleitungen sind gefunden und miteinander vernetzt.
Kriterium
Beschreibung
Alle Generationen engagieren sich, alt hilft jung - jung hilft alt, vom Kuchen backen zum Computerkurs. Die Gemeinschaft ist gewachsen und eine gegenseitige Akzeptanz gefestigt. Ehrenamtliche werden unterstützt, gefördert und wertgeschätzt.
Beschreibung
Ein Empowerment hat stattgefunden. Die Befragung der Bewohner wurde ausgewertet. Die Ressourcen wurden sichtbar gemacht und werden eingesetzt. Verschiedene Treffen finden statt. Für die positive Außendarstellung hat sich ein Gremium gebildet.
Kriterium
Beschreibung
Vielfältige Kooperationen zwischen der VHS, der Gemeinde, dem DGV und Vereinen, regelmäßige Treffen finden statt. Das DGH ist offen für alle. Die Medientechnik und der Saal werden von Gemeinde, VHS u. Sportkursen genutzt. Die VHS bietet spezielle Kurse an
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Wennigsen, Ortsbürgermeisterin Fr. Kügler, Frau Zunker Fachbereich Soziales.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Khoch3 (Verein für Kunst, Kultur, Kinder), Theater zwischen den Dörfern, Fotogruppe Bredenbeck, Second Star Big Band
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportgemeinschaft Bredenbeck-Holtensen, Handwerkerverein, Heimatverein, Dorfkino
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS Calenberger Land, Kindergarten, Grundschule, Bücherei.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schneiderin, Weberin, Steinmetz, Tischler, Drechsler, Musiker, Computerfachmann, Landwirt, Förster, (Nähkurse, Spieleabende, Tanzcafé, Lieder- und Literaturabende, Waldspaziergänge, Umwelt und Naturschutz)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportkurse zur Gesundheitsförderung (Sportverein) Physiotherapiepraxen, Pflegedienst, Einzelpersonen (Yoga, Walking, Seniorenturnen)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch die Raumanmietung der Gemeinde sind Sprechstunden und z. B. Rentenberatung langfristig gesichert. VHS-Kurse werden ebenfalls durchgeführt. Der DGV besteht. Durch das Projekt werden Strukturen und Methoden erlernt, Gremien gebildet, um Gruppen danach selbstständig weiterzuführen. Die Vermietung des Saals und weiterer Räumlichkeiten sowie regelmäßige Veranstaltungen, Mitgliederbeiträge, projektbezogenen Förderungen und Spenden sichern das finanzielle Bestehen des DGH und seiner Angebote.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
gemeinsamp1040559.jpg
(586.38 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On